Papst Franziskus: Auch Außerirdischen würde er nicht die Türen verschließen, da Gott ein „Gott der Überraschungen“ ist - Grenzwissenschaft & Mystery Files

Papst Franziskus: Auch Außerirdischen würde er nicht die Türen verschließen, da Gott ein „Gott der Überraschungen“ ist

Papst Franziskus: Auch Außerirische können getauft werden (Bild: WikiCommons / L. A. Fischinger)
Papst Franziskus: Auch Außerirdische können getauft werden (Bild: WikiCommons / L. A. Fischinger)

In der Frühmesse im Gästehaus „Santa Marta“ im Vatikan am 12. Mai 2014 sprach Papst Franziskus über die Kirche, die ihre Türen immer offen halte. „Wer sind wir, dass wir uns anmaßen dürften, Türen zu schließen, die der Heilige Geist öffnen will“, fragte Papst Franziskus in der Messe. „In der alten Kirche gab es das Amt des Türöffners – der ließ die Leute eintreten. Aber ein Amt des Türschließers hat es in der Kirche nie gegeben!“ Der Geist wehe überall und wo er wolle, so der Papst deutlich, und führte dabei als Beispiel Außerirdische an, denen man ebenso nicht die Türen verschließen dürfe. Wie genau er dies meinte, erfahrt Ihr hier.

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Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Papst Franziskus bezog sich in seiner Predigt im Vatikan auf die Apostelgeschichte im Neuen Testament. Darin heißt es ab Kapitel 11, ab Vers 1, dass dem Apostel Petrus Vorwürfe gemacht wurden, dass er zum Beispiel „zu unbeschnittenen Männern hineingegangen und (…) mit ihnen gegessen“ habe. Ein Problem des aus dem Judentum beginnenden Christentums im 1. Jahrhundert: Dürfen auch unbeschnittene Männer getauft werden?

Hier zog Papst Franziskus einen Vergleich zu heute und dem Thema „Aliens aus dem All“. Darf oder sollte man Außerirdischen die Taufe verwehen und für sie damit die „Tür schließen“? Papst Franziskus:

Das ist etwas, was unausdenkbar war. Wenn morgen eine Expedition von Marsmännchen käme, zum Beispiel – grün, mit langer Nase und großen Ohren, so wie Kinder sie malen – und eines von ihnen bittet um die Taufe, was würde dann passieren?

Das wäre dann wie vor 2000 Jahren ein Durcheinander bei den frühen Christen, so der Papst weiter. Gott sei eben ein „Gott der Überraschungen“, so eine seiner Kernaussagen:

Wenn der Herr uns den Weg zeigt, wer sind wir dann, dass wir sagen könnten: Nein, Herr, nicht da entlang, das ist nicht vernünftig? Nein, wir machen das so! Und Petrus trifft in seinem ersten Bistum, Antiochien, diese Entscheidung: Wer bin ich denn, dass ich Hindernisse aufbauen dürfte? Ein schönes Wort für Bischöfe, Priester, auch für Christen im allgemeinen: Wer sind wir denn, dass wir Türen schließen dürften? In der alten Kirche gab es das Amt des Türöffners – der ließ die Leute eintreten. Aber ein Amt des Türschließers hat es in der Kirche nie gegeben!

Brauchen wir (in Zukunft) "Weltraummissionare"? (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei / NASA/JPL)
Video: Der Vatikan und die Außerirdischen: brauchen wir „Weltraummissionare“? (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei / NASA/JPL)

Diese Predigt (hier) des Papstes zeigt einmal mehr, das für die katholische Kirche das Thema „grüne Männchen“ mit Sicherheit kein Tabu ist. Man denke nur an an den Mai 2006, als der vatikanische Chefastronom Pater Jose Gabriel Fundes in einem Interview über Außerirdische sprach. Damit sorgte er damals durchaus für einiges Erstaunen in den Medien, da Fundes der Chef des vatikanischen Observatoriums „Specola Valicana“ im Castel Gandolfo ist. Eine der ersten astronomischen Forschungseinrichtungen der Welt und hat mit dem Thema kein Problem. Im Gegenteil, denn der Vatikan veranstaltet beispielsweise auch Kongresse mit führenden Astronomen der Welt, um die Frage nach (auch intelligenten) Leben im Universum zu debattieren (hier).

Das Interview mit Pater Fundes stammt aus der angesehenen Vatikan-Zeitung “L Osservatore romano” vom 14. Mai 2008 (hier) und enthält einige für viele Menschen doch erstaunliche Aussagen. In “Der Außerirdische ist mein Bruder” (“L’extraterrestre è mio fratello”), so der Titel des Interviews, spricht Vatikan-Astronom Fundes auch über die Frage nach (intelligenten!) Leben im All und die Beziehung des katholischen Glaubens dazu. Er stellt darin eindeutig klar, dass der weit verbreitete Glaube an außerirdische Zivilisationen in keinerlei Widerspruch zum Glauben an Gott steht.

Der Glaube an Gott als Schöpfer steht in keinem Widerspruch zur Astronomie und der möglichen Existenz von Aliens, so Pater Fundes. Doch was ist, wenn die Menschheit eines Tages tatsächlich den Nachweis für die Existenz von außerirdischen Zivilisationen findet (s. a. hier & hier)? Auch das ist für den Jesuiten Fundes kein Problem: “Ich sähe da keine Schwierigkeiten”, so Fundes, “auch dieses Leben wäre Geschöpf Gottes” …

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