Search Results for: Jupiter

Killer-Bakterien vom Mond und die Ängste der NASA bei der ersten Mondlandung: Warum das weiterhin aktuell bleibt und wie die NASA 1969 mit dem Feuer spielte

Killer-Bakterien vom Mond - Die Ängste der NASA bei der Mondlandung (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Killer-Bakterien vom Mond – Die Ängste der NASA bei der Mondlandung (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Mitte Mai 2018 veröffentlichte ich auf Grenzwissenschaft & Mystery Files den Artikel “Wem gehört eigentlich der Mond?“, in dem es um “lunaren Ländereien, irdische Weltraumverträge und Wildwest im All” ging. Vor allem wurde in dem Posting der Frage nach gegangen, wie und ob die Menschheit ihre Aktivitäten in der Raumfahrt untereinander geregelt und vertraglich abgesichert hat. Solche Regelungen und Absprachen bestehen durchaus. Doch im Zuge der ersten bemannten Mondlandungen der NASA ab 1969 stellte sich noch eine ganze andere Frage, die direkte Konsequenzen für das Leben auf der Erde und die gesamte Menschheit hatte: Was machen wir, wenn es entgegen allen Erwartungen auf dem Mond doch fremde und fremdartige Mikroorganismen gibt, gegen die der menschliche Organismus vollkommen schutzlos ist? Welche Ängste die NASA ab der ersten Mondlandung von “Apollo 11” hatte, welche Anstrengungen sie zum Schutz des irdischen Lebens unternahm und warum solche Missionen immer ein Spiel mit dem Feuer bleiben, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Leben im All

Ob es irgendeine Art von Leben im All gibt, wissen wir noch nicht mit Bestimmtheit zu sagen. Es ist mehr als Wahrscheinlich, dass es existiert. Und es ist ebenso wahrscheinlich, dass es auch intelligente Zivilisation im Universum gibt. Vielleicht sogar hunderttausende oder Millionen Völker von Außerirdischen im Kosmos. Gleichfalls besteht sogar die Chance, dass wir innerhalb unseres eigenen Sonnensystems außerirdisches Leben finden könnten. Auf verschiedenen Monden oder auch dem Mars.

Exobiologen und Astronomen sind unlängst von diesen Aussagen überzeugt. Das Thema “Aliens” hat lange schon sein Schattendasein im Bereich der Verschwörungstheoretiker, UFO-Forscher, Science-Fiction und Grenzwissenschaft und Mystery Files verlassen. Es ist in der sogenannten seriösen und etablierten Wissenschaft in sehr weiten Teilen angekommen.

Natürlich war das nicht immer so. Und der Unterschied zu irgendwelchen Mikroorganismen um All und dem Thema UFOs als “Alien-Fahrzeuge” oder der Prä-Astronautik ist dabei weiterhin gewaltig!

Trotzdem hat die wissenschaftliche Community zum Teil bereits vor Jahrzehnten Regellungen beschlossen, die man mit diesem Leben im All oder sogar intelligenten Aliens umzugehen gedenkt. Das gilt für versehentlich auf der Erde eingeschleppte Bakterien, wie in diesem Posting HIER dargelegt, ebenso, wie für Intelligenzen aus dem All.

All diese Regelungen und Vorsichtsmaßnahmen begannen spätestens mit der ersten Landung des Menschen auf dem Mond akut zu werden.

“Apollo 11”: Sorgen um die Menschheit

Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins wurden am 20. Juli 1969 zu Legenden, als sie mit “Apollo 11” der NASA auf dem Mond landeten. Während Collins im Mutterschiff von “Apollo 11” verblieb, landeten Armstrong und Aldrin der Landefähre “Eagle” auf dem Mond. Am 21. Juli 1969 um exakt 02:56:20 UTC (= koordinierte Weltzeit) betrat dann Armstrong den Mond. Aldrin folgte etwas später.

Die Mondlandung und Hollywood: Hat Hollywood-Regisseur Stanley Kubrick die Landung der NASA auf dem Mond für die USA gefälscht? (Bild: NASA / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Die Mondlandung und Hollywood: Hat Hollywood-Regisseur Stanley Kubrick die Landung auf dem Mond gefälscht? (Bild: NASA / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Diese offiziellen Fakten werden auch ein halbes Jahrhundert danach noch als Triumph der Menschheit gefeiert. Die Namen Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins brannten sich in das kollektive Gedächtnis der Menschheit.

Was den Amerikanern auf dem Mond erwartete, war der NASA im Vorfeld durch andere Weltraummission weitestgehend bekannt. Wirklich zu 100 Prozent konnte das damals noch kein Wissenschaftler der Welt sagen. Und hier kommt ein vierter Name der “Apollo 11”-Mondlandung ins Spiel, den heute fast niemand kennt: General Samuel Choran Phillips.

Ein Mann der NASA, der sich im Zuge der Mondlandungen Sorgen um den Fortbestand des irdischen Lebens machte.

Killer-Bakterien vom Mond

Obwohl unbekannt, war General Phillips in den Jahren 1964 bis 1969 Direktor des “Apollo Manned Lunar Lander Program”. Und er war nicht nur um das Wohlergehen der Astronauten an sich besorgt, sondern um das der gesamten Menschheit. So verfasste Phillips am 8. Juli 1969 einen 51-seitigen “Mission Operation Report” über die “Apollo 11”-Mission und veranlasste darin unter anderem eine Quarantäne für Besatzung und Material nach der Heimkehr.

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Im Report mit der Nummer M-932-69-11 heißt es dazu:

Um das Risiko einer Kontamination der Biosphäre der Erde durch Mondmaterial zu minimieren, werden Quarantäne-Maßnahmen durchgeführt. Die Besatzung wird für etwa 21 Tage nach dem Start von der Mondoberfläche unter Quarantäne gestellt.

Außerdem wird das CM (= Kommando-Modul, Anm. LAF) nach der Landung unter Quarantäne gestellt. Die Beendigung der CM-Quarantänezeit hängt von den Ergebnissen der Mondprobenanalyse und den Beobachtungen der Besatzung ab.

“Kontamination der Biosphäre” unseres Planten durch Killer-Bakterien vom Mond? Theoretisch: Ja! Damit war diese Vorsichtsmaßnahme 1969 sicherlich mehr als angebracht. Immerhin, so schrieb es die “Time” am 25. Juli 1969, besteht “die entfernte Möglichkeit, dass sie unbekannte Mondorganismen beherbergen, die das Leben auf der Erde gefährden könnten”.

Neil Armstrong Buzz Aldrin und Michael Collins in Quarantäne nach der Mondlandung (Bild: gemeinfrei)
Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins in Quarantäne auf der “Hornet” – re.: US-Präsident Richard Nixon (Bild: gemeinfrei)

Die Quarantäne und Dekontamination begann sofort nach der Landung von “Apollo 11” am 24. Juli. Nachdem die Kapsel mit den Mond-Astronauten im Pazifik wasserte wurde noch im Wasser damit begonnen, dann die Astronauten zu dem 24 Kilometer entfernen wartenden US-Schiff “Hornet” geflogen und dort in einer mobilen Quarantäneeinrichtung “gesperrt”. Drei Wochen lang.

Heute wissen natürlich, dass all diese Vorsichtsmaßnahmen unbegründet waren, da es auch dem Mond keine Mikroorganismen existieren, die hätten unseren Planeten verseuchen können. Aber hätte es sie gegeben – hätten sie im schlimmsten Fall jeden Menschen des Planeten umbringen können (s. HIER).

Ende April 1971 gab Dr. George Michael Low von der NASA nach drei erfolgreichen Mondlandungen endgültig Entwarnung. Im “Albuquerque Journal” war am 30. April 1971 dazu zu lesen:

Auf der Grundlage dieser Analyse (der Quarantäne-Informationen von Apollo 14 sowie der Ergebnisse der Apollo 11- und 12-Flüge) haben wir festgestellt, dass es keine Gefährdung für Menschen, Tiere oder Pflanzen im Mondmaterial (…) gibt.

Der Ausschuss hat empfohlen, dass weitere Mondmissionen nicht unter Quarantäne gestellt werden dürfen.

Es bedurfte also drei geglückten Mondlandungen und der sicheren Heimkehr von Mensch und Material, bis die NASA eine Gefahr für die irdische Biosphäre ausschließen konnte. Die Mondlandung der Mission “Apollo 13” ging bekanntlich schief, so dass diese nicht mitgezählt werden kann.

Die NASA spielte mit dem Feuer!

Es mag 50 Jahre später naiv erscheinen, was die NASA im Rahmen ihrer Mondlandungen da für einen Aufwand zum Schutz der Erde betrieb. Doch es war alles andere als naiv sondern das genaue Gegenteil. Erstaunlich ist allerdings die Tatsache, dass die NASA erst nach zwei weiteren Landungen sowie der Untersuchung und Quarantäne der beteiligten Astronauten etc. Entwarnung geben konnte.

Das bedeutet nämlich, dass die Flüge von “Apollo 12”, “Apollo 13” (auch wenn nicht auf dem Mond angekommen) und “Apollo 14” durchgeführt wurden, obwohl man da noch immer nicht sicher war, dass unser Planet nicht kontaminiert wird. Den raumfahrttechnischen Wettstreit der Systeme gewannen die USA im Juli 1969 mit “Apollo 11” auf dem Mond. Doch statt abzuwarten, was die Raumfahrer vom Mond theoretisch mitgeschleppt haben könnten, folgte eine bemannte Mondmission nach der anderen.

Unverantwortlich.

Natürlich war die Chance überaus gering, dass auf dem Mond irgendwelche Mikroorganismen leben, doch sie war nicht Null. Vor allem vor 50 Jahren war das eine offene Frage. Heute kennt man die sogenannten Extremophile auf der Erde, die jeden noch so für uns tödlichen Lebensraum besiedelt haben. Gäbe es diese bizarren Organismen auf dem Mond und hätten durch “Apollo” die Erde erreicht, die Konsequenzen wären nicht absehbar.

Außerirdisches Leben auf der Raumstation ISS! Der kommende Kinofilm “Life” und die Alien-Invasion unseres Immunsystems (Bild: NASA)
Außerirdisches Leben auf der Raumstation ISS! Der kommende Kinofilm “Life” und die Alien-Invasion unseres Immunsystems (Bild: NASA)

Von einer vollständigen Vernichtung der Menschheit, bis hin zu einem Absterben der Mikroorganismen selbst in der Erdatmosphäre, ist alles denkbar.

Welche Inkubationszeiten haben Aliens?

Zum Glück war Samuel Choran Phillips weitsichtig genug. Aber wie weitsichtig eigentlich genau, als er in seinem “Mission Operation Report” 1969 anordnete, “für etwa 21 Tage nach dem Start von der Mondoberfläche” Mannschaft und Gerät in Quarantäne zu stecken? Ehrlicherweise muss man zugeben, dass drei Wochen Isolation der Raumfahrer eine willkürliche Vorgabe war.

Weder vor 50 Jahren noch bei zukünftigen Missionen zum Mars kann ein Biologe verbindlich sagen, wann Entwarnung gegeben werden. Eine “außerirdische Inkubationszeit” von Organismen im All, denen die menschliche Biologie wehrlos gegenüber steht, kennt nun wirklich niemand.

Lepra zum Beispiel, also eine rein irdische (und behandelbare) Krankheit, hat eine Inkubationszeit von 6 Monaten bis zu 20 Jahren! Tuberkulose bis zu 10 Wochen und die verschiedenen Malaria 50 Tage oder einige Monate, um zwei weitere bekannte Beispiele zu nennen.

Nach 21 Tagen Isolation hätte die “Apollo 11”-Crew also zweifelsohne trotz aller Vorkehrungen unbemerkt irgendeine lunare Biologie einschleppen können. Naiv ist es zu glauben, das außerirdische Organismen sich an die Vorschriften der NASA halten. Man kann hier von einem “Restrisiko” sprechen. Und selbstverständlich kann man von den Astronauten nicht verlangen, dass sie nach ihrer Heimkehr bis ans Lebensende in Quarantäne bleiben.

Wie wir wissen, erfreuten bzw. erfreuen sich die Mond-Astronauten einer langen und besten Gesundheit.

Neue Gefahren vom Mond

So ist es auch in der Raumfahrt der Zukunft entscheidet, dass nichts Biologisches irgendwie auf unsere Erde kommt. Offensichtlich kam mit den Amerikanern nichts vom Mond zu uns. Der Mond gilt als toter Himmelskörper. Der Mars, immerhin ein Traumziel für die bemannte Raumfahrt, nicht unbedingt. Obwohl unzählige Sonden auf der Marsoberfläche nach Leben suchten und suchen, wurde es bis dato nicht gefunden. Das heißt aber nicht, dass es nicht da ist. Vielleicht müssen wir an anderen Orten dort weiter suchen, was eben auch genau ein Ziel von Menschen auf dem Mars ist!

Der Mars: Hat die NASA Hinweise auf früheres Leben auf unserem Nachbarplaneten übersehen? (Bild: NASA / L. A. Fischinger/ Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Der Mars: Hat die NASA Hinweise auf früheres Leben auf unserem Nachbarplaneten übersehen? (Bild: NASA / L. A. Fischinger/ Bearbeitung: Fischinger-Online)

Überall ist Vorsicht geboten. Erstaunlicherweise gilt das prinzipiell erneut für bemannte Flüge zum Mond. Auch wenn er als tot angesehen wird, haben in den vergangenen Jahren immer wieder Entdeckungen von Wasser auf dem Mond für Freude bei NASA & Co. gesorgt. Dieses Mond-Wasser befindet sich im Schatten innerhalb von Kratern, wo es vor Sonnenlicht geschützt ist. So verdampft es nicht und bleibt tief gefroren erhalten.

Hier herrscht ziemliche Einigkeit, dass dieses Mond-Wasser durch Asteroiden und Kometen auf dem Mond gekommen ist. Für feste Mondbasen ein riesiger Glücksfall, da es als Treibstoff (Wasserstoff), Sauerstoff und natürlich Trinkwasser genutzt werden kann. Dank der dauerhaften Schattenlage des Eises wartet es nur darauf von uns in Zukunft genutzt zu werden. Was man vor Ort hat, muss man nicht mehr teuer und mühsam zum Mond schaffen.

Nur sind das gleichzeitig neue Gefahren vom Mond. Asteroiden und Kometen könnten mit dem Wasser auch Biomaterial auf unseren Trabanten gebracht haben, das bis heute in diesem gefrorenen Wasser existiert. So, wie diese “Bomben aus dem All” auch das Leben auf die Erde gebracht haben könnten. Eine These, die schon viele Jahre in der Astronomie und Exobiolgie diskutiert wird.

Damit wäre man so schlau wie 1969 bei “Apollo 11” und es hieße: Alles auf Anfang. Sofern man nicht im Vorfeld von dort Wasserproben untersucht.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , , , , <

10 (erstaunliche) Dinge, die man wissen muss – über: Atlantis +++ Start der neuen Blog-Serie +++

Blog-Serie: "10 (erstaunliche) Dinge die man wissen muss - über Atlantis" (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Blog-Serie: “10 (erstaunliche) Dinge die man wissen muss – über Atlantis” (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

“10 (erstaunliche) Dinge, die man über wissen muss”, so der Titel dieser neuen Blog-Serie auf Grenzwissenschaft und Mystery Files für Euch. In Zukunft werdet Ihr in unregelmäßigen Abständen auf Fischinger-blog.de diese “10 Dinge-Reihe” zu den unterschiedlichsten Themen aus der Mystery-Welt und darüber hinaus finden. Kurzweilige und zusammenfassende Postings zum jeweiligen Thema, die sich an Laien und Neueinsteiger dieser Gebiete ebenso richten, wie an die Experten und Kenner. Auf eine Bewertung der individuellen “10 Dinge, die man wissen muss”, wird im jeweiligen Teil der Blog-Reihe ausdrücklich verzichtet.

Hier also “10 (erstaunliche) Dinge, die man über Atlantis wissen muss”!


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

10 (erstaunliche) Dinge, die man über Atlantis wissen muss

Wissen zum Angeben, Mitreden, Auffrischen und Nachdenken!

1.:

Platon, ein Griechischer Philosoph, schrieb um das Jahr 360 vor Christus erstmals die Geschichte des versunkenen Reich Atlantis auf. Aber sie soll aber in Wahrheit aus Ägypten stammen.

Dort habe sie einige Jahrhunderte vor Platon der athenische Staatsmann und Lyriker Solon (ca. 640 v. Chr. – 560 v. Chr.) in der Stadt Sais von einem Priester erfahren. Dieser Priester der Göttin Neith, eine Muttergöttin und auch Schöpferin, habe die Atlantis-Geschichte aus „heiligen Texten“ vorgelesen. Schriften, die bisher in Ägypten nie gefunden wurden.

2.:

Im „Kritias“ schreibt Platon, dass in der Mitte der Insel Atlantis eine riesige Ebene gelegene habe. Diese sei 3.000 mal 2.000 „Stadien“ groß gewesen, was 540 mal 360 Kilometer betragen würde, da ein „Station“ bei den Griechen 180 Meter sind. Wären jedoch ägyptische „Stadien“ gemeint (= rund 211 Meter), wäre die Atlantis-Ebene sage und schreibe 633 mal 422 Kilometer groß gewesen.

Dort lag auch die Hauptstadt, die von ringförmigen Kanälen umgeben war, die bis zum Meer führten.

3.:

Nach den Schriften von Platon sei Atlantis etwa 9.600 vor Christus binnen 24 Stunden versunken. Eine Datierung, die bis heute für Streitigkeiten unter den Atlantis-Forschern sorgt, da Platon weiter schreibt, dass die Bewohner von Atlantis Krieg mit Athen führten: Athen und andere Städte Griechenland gab es vor rund 11.600 Jahren noch sehr lange nicht.

4.:

Fast alle Historiker sehen den Mythos von Atlantis als Erfindung Platons an. Eine solche Zivilisation habe es nach deren Meinung nie gegeben. Aber: Platon hat alle seine erfundenen Schriften immer ausdrücklich als „Mythos“ und damit erdacht ausgegeben. In den Atlantis-Schriften betont er hingegen immer wieder, dass diese Ereignisse „logos alēthēs“ (= „ein wahrer Bericht“) seien.
VIDEO: Liegt im Meer vor den Azoren eine Pyramide unter Wasser? Atlantis im Atlantik, die Pyramide auf dem Meeresgrund und andere Mysterien … (Bild: Google Earth / Fischinger-Online / gemeinfrei)
VIDEO: Liegt im Meer vor den Azoren eine Pyramide unter Wasser? (Bild: Google Earth / Fischinger-Online / gemeinfrei)

5.:

Nach der Entdeckung Amerikas bzw. der versunkenen Kultur der Maya in Mexiko kamen Ideen auf, dass diese Nachfahren der Atlanter waren. Überlebende, die sich nach Mittelamerika retten konnten, und so den dortigen „Primitiven“ die Kultur brachten. Tatsächlich aber fand diese Idee erst 1882 durch das Buch eines US-Kongressabgeordneten weltweite Beachtung.

Der 1901 verstorbene Ignatius Loyola Donnelly war es, der in seinem Bestseller „Atlantis, the Antediluvian World“ diese Thesen aufstellte. Atlantis sei versunken, die Azoren seien der Rest davon und weltweit haben die Flüchtlinge von Atlantis andere Völker „befruchtet“. Bis heute werden die Kernaussagen von Donnelly in der Atlantis-Forschung diskutiert.

6.:

Als einer der großen Mythen der Menschheit haben sich inzwischen zahllose Privatforscher und Autoren auf die Suche nach Atlantis gemacht. So existieren bis heute bereits über 100 Hypothesen, wo es einst gelegen haben soll oder könnte.

Diese Lokalisierungs-Hypothesen reichen von der Antarktis über Nigeria bis zum Nordpol. Und von Indonesien über Spanien und den Atlantischen Ozean bis Chile in Südamerika. Die meisten Menschen suchen die untergegangene Welt allerdings in Europa, dem Mittelmeerraum und im Atlantik.

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

7.:

Es gibt bis heute Menschen, die behaupten sie stammen selber ursprünglich aus Atlantis. Ebenso solche, die angeben, dass sie Kontakt mit Atlantern haben. Solche angeblichen „Kontakte“ finden entweder über die „geistige Ebene“ statt oder aber ganz real und physisch, da die überlebenden Atlanter heute im Inneren der Erde wohnen sollen.

Einige halten sie auch für Außerirdische – und Atlantis sei eine irdische Kolonie dieser Aliens gewesen. Das sind moderne Formen der Esoterik und des Okkultismus, da bereits im 19. Jahrhundert Menschen von ähnlichen „Kontakten“ erzählten.

8.:

In dieser Zeit kam auch die antisemitische und rassistische „Völkische Bewegung“ auf. Im Zuge dieser Lehren von den „Übermenschen“ und Ariern wurde auch Atlantis vereinnahmt und als Urheimat der „arisch-germanischen Rasse“ angesehen.

So kam es auch, dass der Okkultismus-gläubige Heinrich Himmler in seiner Funktion als SS-Reichsführer 1938 und 1939 im Gebiet der Insel Helgoland nach Beweisen für Atlantis suchen ließ. Diese deutsche Insel (aber auch die Insel Sylt) galt als ein Rest des versunkenen Reiches der „Ur-Arier“ in Nordeuropa.

VIDEO: Haben James Cameron und ein TV-Team von National Geographic Atlantis entdeckt? (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Haben James Cameron und ein TV-Team von National Geographic Atlantis entdeckt? (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

9.:

Der deutsche Autor Johannes von Buttlar vermutete (wie andere auch), dass Atlantis und das Paradies bzw. der Garten Eden der Bibel in Zusammenhang stehen. Von Buttlar lokalisierte diese Welt auf einen anderen Planeten zwischen Mars und Jupiter. Heute existiert dieser nicht mehr und der dortige Asteroidengürtel seien die Reste dieses Atlantis-Paradieses.

Walter Cloos, ebenfalls ein deutscher Autor, siedelte diese versunkene Welt auf einen inzwischen nicht mehr vorhandenen Mond der Erde an. Der Autor Dieter Bremer aus Deutschland wiederum sieht in Atlantis eine Raumstation von frühen Außerirdischen, die auf die Erde stürzte.

10.:

Atlantis wird in Popkultur und Hollywood gerne als eine versunkene Stadt dargestellt, was aber nicht den Texten des Platons entspricht. Im „Kritias“ schreibt dieser, dass Atlantis größer als Asien und Libyen zusammen gewesen sein soll. Vor rund 2.400 Jahren galt Vorderasien, soweit man es kannte, als „Asien“ und ganz Nordafrika mit Ausnahme von Ägypten als „Libyen“.

Trotz dieser kleinen Abstriche wäre das Reich „vor den Säulen des Herkales“ (Meerenge von Gibraltar = Atlantik) damit riesig gewesen. Da eine so gewaltige Insel im Atlantik, wo sie laut Platon lag, kaum Platz hat, vermuten einige, dass hier Kolonialgebiete mitberechnet wurden.

Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema “Atlantis” und “versunkene Welten” bei amazon.de:

Tagged , , , , , , , , , , , , , <

Die Superzivilisation um “Tabbys Stern” KIC 8462852 löst sich weiter in Staub auf: Neue Ergebnisse bei der Suche nach den Super-Aliens

Die Alien-Superzivilisation des Sterns KIC 8462852 löst sie sich in Staub auf (Bild: NASA)
Die Alien-Superzivilisation des Sterns KIC 8462852 löst sie sich in Staub auf (Bild: NASA)

2015 machte eine spektakuläre Neuigkeit aus der Astronomie die Runde: Wissenschaftler haben mit dem Weltraumteleskop “Kepler” um den 1480 Lichtjahre entfernten Stern KIC 8462852 (“Tabbys Stern”) möglicherweise Hinweise auf eine “außerirdische Superzivilisation” gefunden. Grund für diese Vermutung waren unerklärliche Lichtschwankungen der Sonne. Sie ließen darauf schließen, dass irgendwas oder irgendwer eine Megastruktur um “Tabbys Stern” legte. Existiert hier ein hochentwickelte Alien-Zivilisation, wurde spekuliert. Nachdem SETI-Untersuchungen des Sterns erfolglos blieben, präsentieren nun die Astronomen eine neue Erklärung für die ungewöhnlichen Messwerte des Sterns: Eine Scheibe oder Wolke aus winzigen Staubpartikeln. Aber ob diese zutrifft, wissen sie auch nicht genau. In diesem Beitrag erfahrt Ihr alles rund um den seltsamen Stern und den neuen Ergebnissen zusammengefasst …


+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Super-Aliens um “Tabbys Stern”

Eine fantasierende Spekulation der Kosmologie machte 2015 in aller Welt Schlagzeilen in der Presse:

Kann es sein, dass um den 1480 Lichtjahre von der Erde entfernten Stern KIC 8462852 eine uralte Zivilisation von Außerirdischen existiert? Und hat dieses Volk der “Super-Aliens” es technologisch soweit gebracht, dass sie in der Lage waren, um ihre gesamte Sonne eine künstliche Struktur zu schaffen? Ein Gebilde gigantischen Ausmaßes, dass von außerhalb deren Sonnensystems betrachtet ihre Sonne verdunkelt?

Genau diese Verdunkelungen bzw. Lichtschwankungen der fernen Sonne wurden vom Weltraumteleskop “Kepler” entdeckt. Sie waren aber nicht auf einen oder mehre Exoplaneten zurückzuführen und so kamen zahlreiche Spekulationen über die Ursache dieser ungewöhnlichen Messwerte aus.

Damals wurde vor allem in der Mainstream-Presse über eine Dyson-Sphäre” spekuliert, die dort von Außerirdischen errichtet worden sein könnte. Ein “Bauwerk” also, dass diese Aliens rund um ihre Sonne im All erschaffen haben. Eine Art Hohlkugel, die den Stern umgibt, mit der möglicherweise diese Wesen die Energie ihrer Sonne voll ausschöpfen können.

Ein solche “Dyson-Sphäre” war eine theoretische Überlegung des legendären Physikers und Mathematikers Freeman Dyson. Er schlug bereits am 3. Mai 1960 in dem angesehenen Wissenschaftsmagazin “Science” vor, dass bei der Suche nach Außerirdischen auch nach genau derartigen Megastrukturen um andere Sonnen gesucht werden solle. Theoretisch ist die Errichtung eines für uns unglaublichen Projektes tatsächlich möglich.

Möglich aber nur für enorm fortschrittliche Gesellschaften irgendwo im All. Gäbe es um “Tabbys Stern” eine solche Sphäre, wäre es sie sogar uralt. Mindestens rd. 1500 Jahre, da das Licht dieses Stern so lange benötigt, bis wir es auf der Erde sehen können. Wir sehen also die Vergangenheit des Stern KIC 8462852 und deshalb wurde 2015 oftmals der Begriff “Superzivilisation” in diesem Zusammenhang verwandt.

Am 16. Oktober 2015 stellte ich dazu ein YouTube-Video online, in dem ich diese Überlegungen und die Hintergründe genauer erkläre. Das Video habe ich unten erneut eingebunden.

Die “Super-Zivilisation” der Aliens schwieg

Natürlich war dieser Sterne aufgrund seiner seltsamen Lichtschwankungen auch ein exzellenter Kandidat, um ihn von der Erde aus nach künstlichen Radiosignalen (SETI) abzusuchen.

Die Suche nach Leben im All geht voran: Haben wir in nur 20 Jahren mit Außerirdischen? (Bilder: gemeinfrei/NASA / Montage: L. A. Fischinger)
Die Suche nach Leben im All geht voran: Haben wir in nur 20 Jahren Kontakt mit Außerirdischen? (Bilder: gemeinfrei/NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Von Ende Oktober bis Ende November 2015 beobachteten deshalb das “Boquete Optical Seti” Observatorium (Panama) und das “Allen Telescope Array” in Kalifornien den rätselhaften Stern. Vergeblich – sie fanden und hörten nichts. Am 8. Dezember 2015 resümierten die Wissenschaftler Gerry Harp, Douglas Vakoch und Seth Shostak in ihrem Bericht ernüchternd, dass sie Suche vergeblich war.

Vakoch als SETI-Präsident schrieb darin:

Wir haben keinerlei Hinweise darauf gefunden, dass eine fortschrittliche Zivilisation absichtlich Laser-Signale in Richtung Erde sendet.

Die Hypothese einer gewaltigen, von Außerirdischen geschaffenen Struktur bricht in sich zusammen”, so Douglas Vakoch resümierend. Der SETI-Astronom Seth Shostak zeigte sich ebenso enttäuscht:

Die Geschichte der Astronomie lehrt, dass, immer wenn wir glaubten, ein Phänomen beobachtet zu haben, das auf die Aktivitäten von Außerirdischen hindeutet, wir damit falsch lagen.

Weitere Radioteleskop-Beobachtungen zwischen dem 8. Juli und 8. August 2017 durch zahlreiche Observatorien waren genauso erfolglos.

In einem Beitrag auf diesem Blog vom 27. Dezember 2015 zu den SETI-Untersuchungen des Stern KIC 8462852 blieb allerdings noch Hoffnung auf diese “Super-Aliens”: Vielleicht ist die Alien-Zivilisation längst untergegangen und wir können von ihnen heute gar nichts mehr empfangen. Nur noch ihre von “Kepler” gefundene gigantische Struktur um ihre Sonne zeugt von deren einstiger Existenz.

Neu veröffentlichte Untersuchungen zerschlagen scheinbar aber auch diese Spekulation.

Nichts als Staub um KIC 8462852?

Astronomen wären keine Astronomen, wenn sie nicht den Geheimnissen des Universums auf den Grund gehen würden. Davon hat der Kosmos bekanntlich nicht wenige und natürlich haben sie nur zum Teil mit der Suche nach Leben im All zu tun. So haben die Sternengucker auch bei KIC 8462852 ihre Untersuchungen und Theorien zur Ursache der Lichtschwankungen weitergeführt.

Doch nur weil die Suche nach außerirdischen Signalen mittels der Radioastronomie keinen Erfolg hatte, waren die Lichtschwankungen von KIC 8462852 damit noch nicht erklärt. Immerhin konnte das Teleskop “Kepler” Schwankungen von bis zu 22 Prozent in der Helligkeit des rätselhaften Sterns messen. Diese Schwankungen im Lichtspektrum eines Sterns sind enorm. Unser riesiger Planet Jupiter beispielsweise verdunkelt unsere eigene Sonne nur um rund 2 Prozent.

SETI und die Suche nach Leben im All: Neue Wege bei der Suche nach Außerirdischen? (Bild: NASA/JPL-Caltech / Montage: L. A. Fischinger)
SETI und die Suche nach Leben im All: Neue Wege bei der Suche nach Außerirdischen? (Bild: NASA/JPL-Caltech / Montage: L. A. Fischinger)

Was also geht hier in fast 1500 Lichtfahren Entfernung vor sich? Dazu legte Tabetha S. Boyajian von der Louisiana State University in Baton Rouge (USA) und ein Team von dutzenden weiteren Forschern am 3. Januar 2018 einen weiteren Untersuchungsbericht vor. Zu verdanken haben wir diese neuen Untersuchungen übrigens etwa 1700 Personen, die insgesamt über 100.000 US-Dollar dafür sammelten.

Spuren von Aliens fanden Boyajian und ihr Team nach eigenen Angaben nicht. Sie kommen in ihrer Veröffentlichung vielmehr zu dem Ergebnis, dass sehr feiner Staub die Sonne KIC 8462852 umkreist und für die ungewöhnlichen Lichtschwankungen verantwortlich sei. Winzige Partikel würden in einer Wolke, Scheibe oder wie eine Kugel die Sonne umgeben und das Licht von “Tabbys Stern” auf dem Weg zu uns schlucken.

Die angenommene Staubwolke unterscheidet sich in Aufbau und Art sehr von dem, was wir aus unserem Sonnensystem kennen. Wir haben beispielsweise den Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter oder den Kuipergürtel weit draußen hinter Neptun. Hier kreisen gewaltige Asteroiden und  Kometen, die teilweise hunderte Kilometer groß sind. Solche Scheiben oder Wolken mit derartigen Brocken um einen Stern erwärmen sich durch die Sonneneinstrahlung minimal, was aber dennoch messbar wäre. Eine derartige Strahlung im Infrarotbereich wurde bei KIC 8462852 aber nicht gefunden.

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Also, so Tabetha Boyajian, müssen die “Tabbys Stern” umrundenden Partikel im Durchschnitt unter einem Tausendstel eines Millimeters winzig sein. Diese würden die unterschiedlichen Farben des Lichtspektrums, auch aufgrund ihrer individuellen chemischen Eigenschaften, verschieden stark absorbieren. Die Wissenschaftler gehen aufgrund ihrer Messungen und Berechnungen davon aus, dass diese Sonne von Staub umrundet wird, der 0,04 bis 1 Mikrometer klein sind.

Ein Staubkörnchen Hoffnung?

Von Staub im uns bekannten Sinne…kann man hier kaum mehr sprechen. So sind die “großen Brocken” um KIC 8462852 mit der Größe von einem Mikrometer in einer geläufigen Angabe umgerechnet nur 0,001 Millimeter groß. Die Astronomin und Astrophysikerin Boyajian dazu:

Die neuen Daten zeigen, dass verschiedene Lichtfarben mit unterschiedlicher Intensität blockiert werden. Was immer zwischen uns und dem Stern vorbeizieht, ist darum nicht undurchsichtig, wie man es von einem Planeten oder einer außerirdischen Megastruktur erwarten würde.

SETI: Die Suche nach der (mutmaßlichen) “Superzivilisation” des Sterns KIC 8462852 – sie blieb ohne Erfolg (Bild: NASA/Ames/JPL-Caltech / L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)
SETI: Die Suche nach der (mutmaßlichen) “Superzivilisation” des Sterns KIC 8462852 – sie blieb ohne Erfolg (Bild: NASA/Ames/JPL-Caltech / L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)

Aktuell berichten verschiedene Online-Medien über diese neuen Erkenntnisse zu der vermeintlichen “Super-Zivilisation”. Die meisten Veröffentlichungen schreiben, dass die Spekulationen um außerirdisches Leben um “Tabbys Stern” nun endgültig widerlegt seien. Keine uralten Aliens, die hier in den Weiten des Alls ihre Spuren hinterlassen haben.

Oder doch?

Tabetha Boyajian verweist darauf, dass “ein Planet oder einer außerirdischen Megastruktur” das Lichtspektrum vollständig blockieren würden. Das kennen wir von einer Sonnenfinsternis oder einem Venus-Tansit in unserem Sonnensystem, wenn der Mond bzw. die Venus das Licht der Sonne blockieren. Unsere Sonne wird ganz bzw. teilweise pechschwarz. Auf diese Art finden Astronomen auch Exoplaneten. Ziehen diese vor ihrem Stern her, verdunkeln sie diesen geringfügig, was wir messen können.

Und so bleibt eine winzige Hoffnung für Spekulationen für alle, die um KIC 8462852 etwas Künstliches vermuten wollen. Die viel zitierte “Dyson-Sphäre” muss kein vollständig geschlossenes Gebilde um eine Sonne sein, die nach außen keinerlei Licht lässt. Bei dem mysteriösen Stern wäre das so oder so nicht der Fall, da “nur” 22 Prozent seines Lichtes verschluckt werden. Folglich kommen immerhin bis zu 78 Prozent bei uns an. Da ist kein Platz für eine hermetisch geschlossene Megastruktur von Aliens.

Vielleicht, so eine staubige Hoffnung, ist die Erklärung einer Wolke oder Scheibe von winzigen Partikeln also falsch. Immerhin schreiben auch Boyajian und ihre wissenschaftliche Kollegen, dass ihre Erklärung noch nicht klar zu belegen sei. Wir können von uns aus diesen Staub nicht sehen. Ebenso ist es weiterhin unbekannt, in welcher Form bzw. Anordnung genau diese staubigen Partikel um “Tabbys Stern” kreisen.

Ein Staubkörnchen Hoffnung, dass hier doch etwas von Aliens durch “Kepler” gefunden wurde – und nicht nur kosmischer Staub.

Man sollte sich aber fragen, was wohl wahrscheinlicher ist.

Video zum Thema:

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft [klick] hier.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema “Leben im All” bei amazon.de:

Tagged , , , , , , , , , , <

Seit 1977 tragen die Raumsonden “Voyager” Botschaften und Musik an Aliens durch das All: Jetzt will eine Plattenfirma sie für die Menschheit veröffentlichen

Die Raumsonde "Voyager": sie trägt Musik und Botschaften an Außerirdische seit 40 Jahren durch das All (Bilder: NASA / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Die Raumsonde “Voyager”: sie trägt Musik und Botschaften an Außerirdische seit 40 Jahren durch das All (Bilder: NASA / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Weltraum-Fans aufgepasst: Vor 40 Jahren schickte die NASA die beiden Raumsonden “Voyager 1” und “Voyager 2” hinaus in das All, die ferne Planeten in unserem Sonnensystem erforschen sollten. Mit an Bord haben diese irdischen Raumfahrzeuge allerdings auch Nachrichten, Geräusche, Botschaften und Musik an Außerirdische, die auf einer goldenen Schallplatte gespeichert sind. Da diese irdischen Botschaften an fremde Intelligenzen kaum jemals wirklich in die Hände von Aliens fallen werden, möchte jetzt ein US-Plattenfirma diese Audiodateien der legendären “Golden Record” für den irdischen Markt veröffentlichen.


+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die NASA auf dem Weg zu ET

Als 1977 die Raumsonden des NASA-Projektes “Voyager” starteten, hatte die US-Raumfahrtbehörde mit diesen Raumfahrzeugen überaus ehrgeizige Pläne. Die Wissenschaftler wollten mit dieser Mission die äußeren Planeten – die sog. Gasriesen – wie Saturn und Jupiter sowie deren Monde erforschen. Was den verantwortlichen Ingenieuren und Forschern des “Voyager”-Projektes auch mehr als erfolgreich gelang.

Da die Sonden eines sehr fernen Tages unser Sonnensystem verlassen werden oder könnten, entschloss man sich, ihnen auch Botschaften an Außerirdische mitzugeben. Unter Federführung des weltberühmten Astronomen Carl Sagan  (1934 – 1996) wurde so die “Golden Record” entworfen. Eine Schallplatte mit Musik und Botschaften an Außerirdische, die rein theoretisch diese Sonden tatsächlich eines Tages im All zufällig finden könnten. In 55 Sprachen sind die Nachrichten der Erde gesprochen.

Diese goldene Schallplatte, über dessen Inhalt in diesem Blog-Posting bereits genauer berichtet wurde, steckt dabei in einer ebenso goldenen Hülle. Auf dieser befindet sich eine Art Genrauchanweisung für die außerirdischen Finder, wie sie die Daten der Platte abrufen können. Immerhin müssen diese Aliens erst einmal Plattenspieler etc. besitzen/bauen, um unsere Musik, Töne und Grußbotschaften auf den Platten hören zu können. Ohren müssen sie natürlich auch haben.

“Alien-Musik” auch für die Menschheit

ARTIKEL: “Hallo zusammen” und “Wie geht´s Dir?”: Was für Töne, Bilder und Grüße die Menschheit 1977 mit zwei Raumfahrzeugen der NASA an Außerirdische schickte. (Bild: NASA/JPL/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: “Hallo zusammen” und “Wie geht´s Dir?”: Was für Töne, Bilder und Grüße die Menschheit 1977 mit zwei Raumfahrzeugen der NASA an Außerirdische schickte. (Bild: NASA/JPL/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Ohren haben natürlich wir Menschen. Und obwohl einige der Klänge der “Voyager“-Platte inzwischen online abrufbar und hörbar sind, möchte eine Plattenfirma in San Francisco in Kalifornien diese “Alien-Musik” als Schallplatten und CDs für die irdischen Musikliebhaber veröffentlichen.

Im Sommer 2017 startete die Plattenfirma “Ozma Records” deshalb eine entsprechende Crowdfounding-Kampagne und war über die enorme Nachfrage überrascht. Nach Angaben der Firma kamen rund 1,4 Millionen US-Dollar für diese außergewöhnliche und außerirdische Idee zusammen und so steht einer Herstellung für die Menschheit nichts mehr im Wege.

David Pescovitz von “Ozma Records” sagte der “Washington Post” am 27. November 2017 gegenüber, dass bereits Ende Januar 2018 die Produktion der irdischen Version der goldenen Schallplatten der “Voyager” fertig sein wird. Für 98 US-Dollar kann dann eine limitierte Sammlerbox mit drei goldenen Vinyl-Platten bei der Plattenfirma “Ozma Records” bestellt werden.

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Mit dabei gibt es in der Fan-Box einen Bildband, das die Geschichte der “Voyager”-Mission der NASA erklärt und beschreibt. Außerdem wird es die “Alien-Musik” auch als Doppel-CD sowie weitere “Voyager”-Fanartikel im Online-Shop der Produktionsfirma geben.

Anfang 2018 kann sich also jeder Weltraum- Musik- Alien- und Platten-Fan diese Scheiben von 1977 selber kaufen. Das ist wahrscheinlich wesentlich schneller, als dass irgendwelche Außerirdische die Raumsonden finden. Es wird noch rund 40.000 Jahre dauern, bis “Voyager 1” einem anderen Stern nahe kommt. Es wird der Stern Gliese 445 sein, den die Sonde dann aber immer noch in einem riesigen Abstand von 1,6 Lichtjahren passieren wird. Ob es dort intelligentes Leben gibt, ist wiederum eine andere Frage.

ET, bitte melden: Projekt “Ozma”

Raumfahrt-Freunde werden an der Veröffentlichung dieser goldenen Schallplatte durch “Ozma Records” mit Sicherheit ihre Freude habe. Es sind halt, wie ich finde, wirklich schön gestaltete Sammlerstücke für Weltraum-Begeisterte.

Alien-Suche bei “Wer wird Millionär?” und der spannende Hintergrund der eine Millionen Euro-Frage bei Günther Jauch (Bild: rtl-now.rtl.de / Montage: L. A. Fischinger)
Alien-Suche bei “Wer wird Millionär?” und der spannende Hintergrund der eine Millionen Euro-Frage bei Günther Jauch (Bild: rtl-now.rtl.de / Montage: L. A. Fischinger)

Aber auch die US-Plattenfirma an sich ist wie kaum eine zweite ihrer Art für diese Crowdfounding-Kampagne und die Realisierung der “Voyager Records” geeignet. Hier ist der Name Programm: “Ozma”.  Und “Projekt Ozma” war das erste SETI-Projekt, das am 21. April 1960 versuchte Radiosignale von Außerirdischen aufzufangen. Der “Zauberer von Oz” diente hier als Namensgeber.

Damals belauschte Astronom und SETI-Legende Frank Drake (Cornell Universität) mit dem 26-Meter-Radioteleskop des Green-Bank-Observatoriums die beiden Sterne Tau Ceti und Epsilon Eridani. Alien-Signale fand er während seiner 150 Stunden andauernden Beobachtung der beiden Sterne nicht.

Damit war SETI, wie wir es heute kennen, war geboren. Nur ca. 1,5 Jahre später fand unter Drake und anderen Astronomen am Green-Bank-Observatorium bereits die erste SETI-Konferenz statt.

Es war zugleich die Geburtsstunde der weltberühmten “Drake-Formel” oder  “Green-Bank-Gleichung“, mit der die theoretische Anzahl von außerirdischen technischen Zivilisationen im All bestimmt werden kann oder soll. Mit bei dieser ersten SETI-Konferenz der Geschichte im November 1961 war auch Carl Sagan, der Jahre später die goldenen Schallplatten von “Voyager” entwarf.

Der Kreis schließt sich …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema:

Tagged , , , , , , , , , , <

Zuversicht bei der NASA: “In 20 Jahren finden wir außerirdisches Leben!” Voller Optimismus in die Zukunft

Die NASA glaubt, dass sie in 20 Jahren außerirdisches Leben finden wird (Bilder: NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Die NASA glaubt, dass sie in 20 Jahren außerirdisches Leben finden wird (Bilder: NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Zuversicht und Optimismus sind bei der Suche nach Außerirdischen und Leben im All auch in der Wissenschaft keine schlechten Voraussetzungen. Immerhin suchen Astronomen eigentlich schon seit Jahrhunderten Leben außerhalb der Erde und fanden es noch immer nicht. Doch die Forscher der NASA sind mehr als zuversichtlich, dass dieses Leben bald gefunden wird, wie sie es jüngst in einem offiziellen NASA-Bericht veröffentlichten. In 20 Jahren könnte es schon soweit sein, dass die US-Weltraumbehörde die Entdeckung von außerirdischen Leben verkünden kann. Angesicht der bereits schier endlos langen Suche nach diesen Aliens sind zwei Jahrzehnte tatsächlich mehr als als nur bald. Wie aber kommen die Wissenschaftler der NASA auf diese optimistische Einschätzung? Das erfahrt Ihr wie immer hier.

+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Außerirdische in nur 20 Jahren

In 20 Jahren, so behauptet es zumindest das Geburtsdatum in meinem Ausweis, bin ich 63 Jahre alt. Werde ich also in meinen 60ger Jahren die Entdeckung von außerirdischem Leben feiern können? Richte ich mich nach dem “Zeitplan” der NASA für eine solche Entdeckung  – dann Ja!

Offensichtlich sind die Wissenschaftler der NASA Optimisten, die voller Zuversicht in die Zukunft ihrer Organisation und deren Forschung blicken. Immerhin hat die NASA am 15. November 2017 auf ihrer offiziellen Internetseite einen Beitrag und ein Video (s. unten) veröffentlicht, in dem erläutert wird, wann und wo Leben außerhalb der Erde zu finden sein wird bzw. könnte.

Carol Rasmussen vom ” NASA’s Earth Science News Team” schreibt darin einleitend:

Leben. Das ist die eine Sache, die bisher die Erde unter den Tausenden anderer Planeten, die wir entdeckt haben, einzigartig macht. Seit dem Herbst 1997 haben NASA-Satelliten kontinuierlich und weltweit das gesamte Pflanzenleben an der Oberfläche und in den Ozeanen beobachtet. (…) Die NASA berichtet  in Geschichten und Videos darüber, wie diese Sicht auf das Leben vom Weltraum aus das Wissen über unseren Heimatplaneten und die Suche nach Leben in anderen Welten fördert.

Die Astronomen, Biologen und Exobiologen der NASA sind also überzeugt, dass jahrzehntelange Beobachtungen der Biologie unseres Planeten Erkenntnisse darüber liefert, wie sich außerirdischen Leben entwickelt. Und damit haben sie natürlich Recht.

Lernen von der Erde

VIDEO: Die NASA sucht jemanden, der die Erde vor Aliens beschützt. Aber warum eigentlich? Und was macht dieser Mitarbeiter genau? (Bild: NASA)
VIDEO: Die NASA sucht jemanden, der die Erde vor Aliens beschützt. Aber warum eigentlich? Und was macht dieser Mitarbeiter genau? (Bild: NASA)

Bekanntlich haben wir nur unseren Planeten und damit unsere irdische Biologie, um das Leben an sich zu erforschen und verstehen zu lernen. Damit haben wir auch nur unsere Biosphäre um die Rätsel des Lebens und die Mysterien seiner Entstehung zu ergründen. Wäre dem nicht so, und wir besäßen eine zweite Biologie zum Vergleich – dann hätten wir auch bereits Leben im All gefunden, das eben diese zwei Biologie sein würde …

Biologen und damit auch die Exobiologen, als jene Forscher, die sich mit außerirdischer Biologie befassen, haben durch unseren Heimatwelt in den vergangenen Jahrzehnten bereits weitreichende Kenntnisse über das Leben gewonnen. Kenntnisse, die zum Teil vor einigen Jahren noch nicht mal denkbar waren. Auch die Jahrzehnte der Raumfahrt, die sich stetig verbessernde Technologie sowie Sonden und Landefahrzeuge zu anderen Planeten und Asteroiden trugen natürlich nicht unerheblich zu diesem wachsenden Wissen bei.

Grundsätzlich und vereinfacht kann man sagen, dass sich Leben auch entwickelt/ansiedelt, sobald es geeignete Voraussetzen vorfindet. Ebenso wissen wir heute, dass das Leben weit mehr übersteht und aushalten kann, als es einst von Biologen gedacht wurde. Es existieren Organismen auf der Erde, die teilweise früher noch unbekannt waren, und die sich in den unwirklichsten Umgebungen putzmunter fühlen.

Diese irdischen Lebewesen werden Extremophile genannt und leben und vor allem überleben zum Beispiel in Säure, an radioaktiv Verstrahlten Orten, in weit über 100 Grad heißem Wasser unter enormen Druck, an Plätzen ohne Sauerstoff oder auch im Vakuum des Alls. Sie verspeisen Gestein, toxische Substanzen, Öl oder auch Giftgase und Methan am Meeresgrund. Hart gesottene Kleinstlebewesen, die so auch auf anderen Himmelskörpern existieren können. Auch in unserem eigenen Sonnensystem.

Leben im All

Die “Bausteine des Lebens” oder auch Wasser sind im gesamten Kosmos vorhanden. Nicht nur “zwischen den Sternen” in Wolken, sondern auch auf Asteroiden, Kometen oder fremden Planten. Und solche fremden Planeten haben Astronomen inzwischen auch zu tausenden außerhalb unseres eigenen Sonnensystems gefunden. Dass die NASA-Wissenschaftler angesichts dieser Erkenntnisse und Entdeckungen voller Zuversicht und Optimismus in die Zukunft der Weltraumforschung blicken, ist nachvollziehbar.

In 20 Jahren finden wir sie also, die Aliens? In dem NASA-Beitrag heißt es dazu:

Jeder Wissenschaftler, der an der Suche nach dem Leben beteiligt ist, ist überzeugt, dass es da draußen ist. Ihre Ansichten unterscheiden sich aber, wann wir es finden werden.

Darum werden wir niemals Kontakt mit Aliens haben: Die Außerirdischen löschen sich vorher alle selber aus! Tatsächlich? (Bild: L. A. Fischinger / NASA / Montage: L. A. Fischinger)
Darum werden wir niemals Kontakt mit Aliens haben: Die Außerirdischen löschen sich vorher alle selber aus! Tatsächlich? (Bild: L. A. Fischinger / NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Zu diesen Wissenschaftlern gehört auch Tony del Gonio vom Goddard Institut für Weltraumforschung der NASA in New York City. Er ist einer der Co-Leiter der interdisziplinären Forschungs-Initiative “Nexus for Exoplanet System Science” (NExSS) der NASA, deren erklärtes Ziel nicht weniger als der Nachweis von Leben im All und bewohnbaren Exoplanten ist. Dazu heißt es auf der Website von NexSS:

Basierend auf unserem Verständnis unseres eigenen Sonnensystems und unseres bewohnbaren Planeten Erde, wollen die Forscher des Netzwerks herausfinden, wo bewohnbare Nischen am wahrscheinlichsten vorkommen und welche Planeten am wahrscheinlichsten bewohnbar sind.

Durch die Nutzung aktueller NASA-Einsätze in Forschung und Missionen wird NExSS die Entdeckung und Charakterisierung anderer potenziell Leben tragender Welten in der Galaxie beschleunigen, wobei ein system-wissenschaftlicher Ansatz verwendet wird.

Del Gonio ist dabei sicher, dass “das Leben in Formen und an Orten existieren kann, die so bizarr sind, dass sie sich von der Erde wesentlich unterscheiden könnten”. Und hier müssen die Forscher eben “von der Art von Leben ausgehen, das wir kenne”, so del Gonio in dem Beitrag auf der NASA-Webseite:

Bevor wir nach Leben suchen, versuchen wir herauszufinden, welche Arten von Planeten ein Klima haben können, das dem Leben förderlich ist. Wir verwenden die gleichen Klimamodelle, mit denen wir den Klimawandel des 21. Jahrhunderts auf der Erde entwarfen, um damit Simulationen von bestimmten bereits entdeckten und von hypothetischen Exoplaneten anzufertigen.

+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Die Entdeckung eines solchen Exoplaneten, auf dem es Leben gibt und der vielleicht sogar die berühmte Erde 2.0 ist,  ist der Goldene Gral der Astronomie. Und del Gonio ist hier mehr als zuversichtlich, dass solches Leben bald gefunden wird, wie er sagt:

Ich denke, dass wir in 20 Jahren einen Kandidaten gefunden haben, der es ist. Aber meine Erfolgsbilanz bei der Vorhersage der Zukunft ist nicht so gut.

Am 7. April 2015 zitierte die „Los Angeles Times“ genau zu dieser Frage bereits die NASA-Chef-Wissenschaftlerin Ellen Stofan mit den optimistischen Worten:

Ich glaube, wir werden starke Hinweise auf Leben außerhalb der Erde im nächsten Jahrzehnt und den definitiven Beweis in den nächsten 10 bis 20 Jahren haben. Wir wissen, wo wir schauen müssen, wie wissen wie wir schauen müssen und in den meisten Fällen haben wir die Technologie.

(…)

Wir sprechen nicht von kleinen grünen Männchen. Wir sprechen über kleine Mikroben.

Warum in die Ferne schweifen?

Wissenschaftler der NASA glauben, dass wir in 10 bis 20 Jahren außerirdisches Leben finden werden: “Die Frage ist nicht ob, sondern wann.” (Bild: Mission zum Jupier-Mond “Europa” / NASA)
Wissenschaftler der NASA glauben, dass wir in 10 bis 20 Jahren außerirdisches Leben finden werden: “Die Frage ist nicht ob, sondern wann.” (Bild: Mission zum Jupiter-Mond “Europa” / NASA)

Ellen Stofan sprach 2015 gegenüber der „Los Angeles Times“ nicht von Zivilisationen im Kosmos, für die wir den “definitiven Beweis in den nächsten 10 bis 20 Jahren haben” werden. Stofan sieht diesen ersten Nachweis in außerirdischen Bakterien irgendwo in unserem Sonnensystem.

Auch der Report der NASA schweift bei der Frage nach Leben im Universum nicht nur in die Ferne. Einfacher als der Nachweis von außerirdischen Leben auf irgendwelchen unendlich weit entfernten Exoplaneten sind Aliens eben tatsächlich vor unserer Haustür zu finden.

Bekanntlich gibt es in unserem eigenen Sonnensystem Monde und Planten, auf denen es theoretisch tatsächlich Leben geben kann, wie ich es zum Beispiel auch hier diskutierte. Diese Himmelskörper reichen von Monden wie Jupiters Mond Europa oder dem Saturn-Mond Enceladus bis hin zum Planeten Mars. Dazu heißt es von der NASA beispielsweise:

Während Missionen zu diesen Monden entwickelt werden, benutzen Wissenschaftler die Erde als Testumgebung. So wie Prototypen für die Mars-Rover der NASA ihre Probeläufe in irdischen Wüsten durchführen, testen Forscher sowohl ihre Hypothesen als auch Technologien auf unseren Ozeanen und in extremen Umgebungen.

Während außerirdisches Leben in unserem Sonnensystem Jahrzehnte ausgeschlossen wurde, sieht das dank neuer Forschungsergebnisse heute ganz anders aus. So haben etwa NASA-Raumsonden wie “Cassini”, “Galileo” oder auch die legendäre “Voyager” den staunenden Wissenschaftlern gezeigt, dass es eben doch auf scheinbar “lebensfeindlichen” Himmelskörpern in unserem System Leben geben könnte.

Genau dieses Leben ist es, das wahrscheinlich am ehesten nachgewiesen werden wird. Vielleicht sogar in nicht mal 20 Jahren. Ein “Beweis” für Aliens auf Lichtjahre entfernten Exoplaneten wird immer einen “faden Beigeschmack” haben, da wir ein solches Exo-Leben weder vor Ort noch hier auf der Erde wiederholbar und “greifbar” untersuchen und sehen können. Dazu müssten wir überhaupt erst einen derartigen belebten Exoplaneten erreichen können und entsprechendes Material auch zur Erde bringen können …

VIDEO: NASA-Chef: Außerirdische existieren und wir finden sie. Doch versteckte Aliens und UFOs in der Basis Area 51 gibt es nicht! (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / Archiv)
VIDEO: NASA-Chef: Außerirdische existieren und wir finden sie. Doch versteckte Aliens und UFOs in der Basis Area 51 gibt es nicht! (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei / Archiv)

Es ist viel einfacher sich Proben von Leben aus untererem Sonnensystem zu beschaffen. Viel einfacher sogar. Wobei einfach nicht gleich einfach ist, wie es die Weltraumforschung natürlich weiß. Zum Beispiel durch die NASA-Missionen “Viking 1” und “Viking 2”, die Leben auf dem Mars finden sollten. Vor rund 40 Jahren, 1976, landeten diese beiden unbemannten Raumfahrzeuge der USA auf dem Mars und verhalfen der Mars-Forschung damit zu einem bahnbrechenden Erfolg.

Was wir brauchen, ist ein bisschen mehr Optimismus

Die beiden Wikinger auf dem Mars waren High-Tech-Labore ihrer Zeit, die unter anderem durch chemische und biologische Experimente prüfen sollten, ob im Boden des Roten Planten Leben existiert. Doch sie fanden nichts, die Resultate der Lander der Missionen waren unklar bzw. lieferten eben keinen klaren Beweis für Mars-Leben.

Und das zeigt eben, dass es gar nicht so einfach ist kleine Aliens auf dem Mars zu finden, wie es auf dem ersten Blick den Anschein haben mag. Die beiden Missionen von “Viking” sind 41 Jahr her und waren damit technologisch das Beste, was Mitte der 1970er Jahre der NASA zur Verfügung stand. Es folgten nach “Viking” bekanntlich zahlreiche weitere Lande-Missionen auf dem Mars, die ebenso nach Lebensspuren suchen sollten. (Zwei) Jahrzehnte technologischer Fortschritt, neue Missionen, neue Labore, bessere Ausrüstungen, fahrende Rover, genauere Messmethoden … all das brachte in zwei Jahrzehnten noch immer keinen Beweis für Marsianer.

Das ist durchaus erstaunlich und vielleicht gibt es sie ja tatsächlich nicht. Eventuell gab es dort vor Millionen oder sogar Milliarden Jahren Leben, als unser Nachbarplanet feuchter und wärmer war und (flüssige) Meere und Flüsse seine Oberfläche bedeckten. Doch auch dieses untergegangene Mars-Leben ist de facto bisher nicht nachgewiesen worden.

Die “Wikinger auf dem Mars” waren nur ein Anfang: Die Suche nach außerirdischem Leben bei unseren Nachbarn (Bild: JPL/NASA)
Die “Wikinger auf dem Mars” waren nur ein Anfang: Die Suche nach außerirdischem Leben bei unseren Nachbarn (Bild: JPL/NASA)

In 20 Jahren, also gerade die halbe Zeitspanne von der ersten Landung auf dem Mars bis heute, sind optimistisch. Aber eben nur ein Schätzung. Aus der Luft gegriffen ist diese Vermutung der NASA bzw. deren Mitarbeiter natürlich nicht, da sie sich auch und vor allem an zukünftige Projekte und Missionen der Raumfahrt orientiert. Darunter solche, dass Bodenproben vom Mars zur Erde gebracht werden oder Raumsonden auf fernen Monden landen werden, auf denen es potentiell Leben geben könnte.

Das wollten allerdings schon die Mars-Wikinger 1976 …

Was genau auf den an anvisierten Lebens-Kandiaten in unserem Sonnensystem so alles keucht und fleucht (wenn überhaupt) ist natürlich pure Spekulation. Aber es werden primitive Organismen sein und kein intelligenten Aliens, die man tatsächlich nur auf fernen Exoplaneten entdecken wird. Vielleicht sogar eines Tages durch die Radioastronomen von SETI, die nicht minder zuversichtlich sind, dass sie eines nicht allzu fernen Tages ein Signal einer außerirdischen Intelligenz auf der Erde empfangen werden.

Auch SETI profitiert natürlich von der rasanten Entwicklung der Technologie. Etwa von Satelittenantennen oder Computern und deren Software zur Auswertung der Signal-Frequenzen, die vor Jahren noch undenkbar waren. Millionen Signale aus dem All können heute automatisiert und vor allem parallel von den SETI-Rechnern nach intelligenten Signal-Mustern von Außerirdischen abgesucht werden. Das war für die ersten SETI-Forscher ein Traum und so sind auch viele dieser “Alien-Sucher” voller Optimismus, dass bald ein Alien-Signal gefunden werden kann.

Nur glaubten das die SETI-Forscher auch schon vor Jahrzehnten …

Das NASA-Video zum Thema:

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft [klick] hier.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema:

Tagged , , , , , , , , , , , <

Die Suche nach Leben im All: Laut SETI-Astronomen haben wir in nur 20 Jahren Kontakt mit Außerirdischen!

Die Suche nach Leben im All geht voran: Haben wir in nur 20 Jahren mit Außerirdischen? (Bilder: gemeinfrei/NASA / Montage: L. A. Fischinger)
Die Suche nach Leben im All geht voran: Haben wir in nur 20 Jahren mit Außerirdischen? (Bilder: gemeinfrei/NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Jahrzehnte schon suchen Astronomen mit dem SETI-Projekt nach Signalen von außerirdischen Zivilisationen, um deren Existenz zu beweisen. Doch gefunden haben sie bisher nichts, dass eindeutig von Aliens aus dem All stammt. Dennoch geben die SETI-Astronomen ihre Suche noch lange nicht auf. Im Gegenteil: der berühmte Astronom Dr. Seth Shostak vom SETI-Institute in Kalifornien würde sogar darauf wetten, dass wir innerhalb der kommenden zwei Jahrzehnte Kontakt mit Außerirdischen haben werden, wie er jüngst in einem Interview erklärte. Wie hoch sein Wetteinsatz ist und warum es an mehr als einem halben Dutzend Orten in unserem eigenen Sonnensystem außerirdischen Leben geben könnte, erfahrt Ihr hier.


+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Seth Shostak vom kalifornischen SETI-Institut ist sicher der bekannteste Astronom, der sich aktiv mit der Suche nach außerirdischen Zivilisationen befasst. Dabei ist SETI als Projekt zur Suche nach Radiosignalen von Außerirdischen mit Hilfe von Radioteleskopen auf der Erde eine durchweg “etablierte Wissenschaft”.

Ein Bereich der Astronomie, der zwar seine Kritiker hat, aber eben nichts mit UFO-Forschung zu tun hat, die bis heute  alles andere als “etabliert” angesehen wird.

Nur noch 20 Jahre!?

Shostak ist nach eigener Aussage sicher, dass es nur noch 20 Jahre dauern wird, bis die Menschheit ein Signal von intelligenten Außerirdischen empfängt. Von Aliens irgendwo in den Weiten des Alls, die zumindest technologisch so weit entwickelt sind, dass sie Radiosignale in das Universum senden können. Oder besser gesagt so weit entwickelt waren.

Würde dieses Signal von einem Stern kommen, der 10.000 Lichtjahre entfernt ist, wäre auch die “Botschaft” 10.000 Jahre alt. So wie wir diesen Stern sehen, wie er vor 10.000 Jahren aussah. Diese Zeitspanne benötigt sein Licht um die Erde zu erreichen und damit wäre auch ein Radiosignal der Aliens so lange zu uns unterwegs. Auch Radiosignale bewegen sich nur mit Lichtgeschwindigkeit durch das All und machen so grundsätzlich eine echte Kommunikation mit Aliens mehr als nur schwierig.

Darum werden wir niemals Kontakt mit Aliens haben: Die Außerirdischen löschen sich vorher alle selber aus! Tatsächlich? (Bild: L. A. Fischinger / NASA / Montage: L. A. Fischinger)
Darum werden wir niemals Kontakt mit Aliens haben: Die Außerirdischen löschen sich vorher alle selber aus! Tatsächlich? (Bild: L. A. Fischinger / NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Seth Shostak zu diesem Problem:

Wenn sie 500 Lichtjahre von uns entfernt sind, würden wir ein Signal hören, das 500 Jahre alt ist. Und wenn wir zurücksenden: ‘Hi, wir sind  Erdlinge, wie geht es euch?’, dann würde es 1000 Jahre dauern, bis wir wieder von ihren hören. Falls wir von ihnen hören. Es ist also kein wirklicher Kontakt, aber zumindest wüssten wir, dass sie da sind.

Nach Shostak könnten wir binnen der kommenden zwei Jahrzehnte wissen, “dass sie da sind”. Für alle Astronomen sowie Weltraum- und Alien-Fans eigentlich eine erfreuliche Nachricht des SETI-Astronomen, die allerdings einen faden Beigeschmack hat.

Auch Seth Shostak kann die Zeit des ersten Kontakt mit Außerirdischen nur raten. Obwohl durch den technologischen Fortschritt auch SETI immer effizienter wird, beruhen alle “First Contact-Schätzungen” nur auf Spekulationen. Niemand kann verbindlich sagen, ob es in einem Jahr oder 200 Jahren soweit sein wird.

Und so ist auch der Wetteinsatz von Shostak nicht allzu hoch:

Ich wette mit jedem um eine Tasse Kaffee, dass wir innerhalb der nächsten 20 Jahre intelligentes Leben finden werden.

7 mal Leben in unserer Nachbarschaft?

Wie die meisten Astronomen und Planetenforscher auch, ist auch Shostak überzeugt, dass wir Menschen zuerst Leben in unserem eigenen Sonnensystem finden könnten. Mikroorganismen, die auf Planeten und Monden in unserer Nachbarschaft existieren könnten. Der Mars steht hier beispielsweise hoch im Kurs bei der Suche nach Leben im All.

Aber auch der Zwergplanet Pluto, die Jupiter-Monde Europa, Ganymed und Callisto sowie die Saturn-Monde Titan und Enceladus sind als Kandidaten für Leben in der Diskussion.

Shostak dazu im September 2017:

Es gibt mindestens sieben weitere Orte in unserem Sonnensystem, also praktisch vor unserer Haustür, die man mit einer Rakete erreichen kann und auf denen es mikrobiologisches Leben geben könnte.

SETI und die Suche nach Leben im All: Neue Wege bei der Suche nach Außerirdischen? (Bild: NASA/JPL-Caltech / Montage: L. A. Fischinger)
Wo sind die Aliens? Forscher stellen neue Wege bei der Suche nach Außerirdischen vor (Bild: NASA/JPL-Caltech / Montage: L. A. Fischinger)

Ein verlockendes Ziel für die Suche nach primitiven Aliens ist nach Meinung von Shostak und anderen Astronomen der Saturn-Mond Enceladus mit seinen riesigen Geysiren:

Er schießt Geysire in den Weltraum. Man muss dort also nicht landen und man muss keine Bohrungen durchführen. Man schnappt sich einfach ein wenig von diesem Geysir-Schleim, bringt ihn zurück auf die Erde und vielleicht findet man darin Aliens.”

Doch Leben im All muss es einfach geben, so der SETI-Forscher. Das Weltall sei einfach zu groß, als dass es nicht existiert:

Es gibt eine Menge Grundstücke da draußen, richtig? Es gibt eine Billionen Planeten in der Milchstraße. Wir können eine Billion andere Galaxien sehen, jede mit einer Billion Planeten. Wenn sie nicht da draußen sind, dann sind alle diese Leute hinter uns (die beim Gespräch Anwesenden, Anm. LAF) ganz besonders.”

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema:

Tagged , , , , , <

Außerirdisches Leben auf der Raumstation ISS! Der kommende Kinofilm “Life” und die Alien-Invasion unseres Immunsystems

Außerirdisches Leben auf der Raumstation ISS: Der kommende Kinofilm "LIFE" (Bild: NASA)
Außerirdisches Leben auf der Internationalen Raumstation ISS: Der kommende Kinofilm “LIFE” (Bild: NASA)

Die Traumfabrik Hollywood schenkt uns seit ihrem Bestehen immer wieder Science-Fiction-Filme, in denen die verschiedensten Aliens eine Hauptrolle spielen. Mal sind es außerirdische Invasoren in UFOs aus dem All, die die Erde und Menschen angreifen – mal sind liebenswerte Außerirdische wie ALF oder ET, die nichts Böses im Schilde führen. Aliens aller Art und Unart sind ein Erfolgskonzept der Filmindustrie. Meistens sind diese Aliens boshaft, gewalttätig oder schlicht gruselig, um so den Zuschauern Spannung und Aktion liefern zu können. Der 2017 in die Kinos kommende Alien-Film “Life” stellt hier erst mal keine Ausnahme dar,  wenn da nicht ein feiner und vollkommen realen Unterschied wäre. Welcher das ist, und warum davor seit Jahrzehnten mehr oder weniger gewarnt wird, erfahrt Ihr hier.

 

+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Wenn es in Hollywood um Aliens und Sience-Fiction geht, sind die Seiten meistens von vornherein klar abgesteckt: Die Menschen sind die Guten, die Außerirdischen die Bösen. Es gibt selbstverständlich Ausnahmen, aber das Erfolgskonzept von bösen Aliens à la Hollywood ist so alt wie die Traumfabrik selber.

Scheinbar kommen in den letzten Jahren verstärkt Alien-Filme aller Art und jeglicher Qualität auf dem Markt, so dass es sich hier nicht lohnt allen ein “Mystery-Review” zu widmen. Jedoch kommt voraussichtlich am 18. Mai 2017 der US-Film “Life” von dem schwedischen Regisseur Daniel Espinosa in die Kinos in Deutschland, der zumindest laut Trailer einige sehr interessante Aspekte beinhaltet.

“Life”: Alien-Alarm auf der ISS

“Life” handelt von der Besatzung der Internationalen Raumstation ISS, die überraschend Leben auf dem Mars findet, welches die NASA mit einer Bodenprobe vom Roten Planten in Richtung Erde geschickt hat. Vorerst unwissentlich, dass die Probe den Beweis für das lang gesuchte Leben auf unserem Nachbarplaneten enthält. Moviepilot.de umreißt die Handlung so:

Und so wird eine Crew von Astronauten von der Internationalen Raumstation aus los gesandt, um eine Proben-Sonde vom Mars zurückzuholen und mit ihr ein für allemal Gewissheit zu erlangen und alle Zweifel zu zerstreuen. Und tatsächlich finden sich nach erfolgreicher Rückkehr in den Proben Spuren von Intelligenz. Und diese hat es in sich und stellt eine Bedrohung nicht nur für die Besatzung der Raumstation dar, schwebt diese doch in gefährlich naher Umlaufbahn um die Erde.”

Fact or Faked: Anomalien auf Mars und Mond - Künstliche Spuren und Artefakte von Außerirdischen? (Bild: NASA/JPL / L.A. Fischinger)
VIDEO: Fact or Faked: Anomalien auf Mars und Mond – Spuren und Artefakte von Aliens? (Bild: NASA/JPL / L.A. Fischinger)

So beginnt ein Kampf mit diesen kleinen “Marsianern” auf der Raumstation, da diese fremden Organismen natürlich eine Gefahr für die Astronauten und die ganze Menschheit ist. So unscheinbar sie auch wirken.

Der veröffentlichte Trailer zu “Life” verspricht in guter alter Hollywood-Manier Aktion und Dramatik für den Kinobesucher. Und doch gibt es – wie bei so vielen Filmen – auch hier ein “Fünkchen Realität”, das nicht mal allzu weit hergeholt ist.

“Life” und die Realität

Obwohl der Science-Fiction-Film von Daniel Espinosa mit den Hauptdarstellern Ryan Reynolds und Jake Gyllenhaal erst noch kommen wird, ist eine “Mystery-Review” schon im Vorfeld interessant.

In “Life” hat die Menschheit mal wieder eine Sonde auf dem Mars geschickt, die jedoch nicht nur einer der üblichen Rover-Missionen war. Diese Mars-Mission bringt Bodenproben vom Mars mit, damit neugierige Wissenschaftler diese in Ruhe und sicher bei uns auf der Erde erforschen können. Doch bevor dieses außerirdisches Material auf unseren Planeten gebracht wird, hat die Crew der ISS den Auftrag die Sonde mit ihrer Fracht zu im Orbit bergen.

Und schon das ist (eines Tages) Realität und vielleicht sogar überlebensnotwendig für unseren Planeten – inklusive uns Menschen selber.

Die NASA und andere Organisationen planen schon seit vielen Jahren mittels unbemannter Roboter Bodenproben vom Mars einzusammeln und diese dann mit einer Sonde zur Erde zu bringen. Mit dem Staub eines Kometen wurde das bereits mit der 1999 gestarteten NASA-Mission “Stardust” bereits gemacht. Eine Mission zum Mars zur Beschaffung solche Proben ohne Menschen an Bord ist nicht nur technisch möglich, sondern auch erheblich kostengünstiger. Es wird in Zukunft auch mit Sicherheit so kommen.

Hollywood hat in dieser Mars-Bodenprobe natürlich eine Gefahr in Form von “intelligenten Organismen” eingebaut. Wie genau diese Gefahr für die Menschheit durch diese “intelligenten Organismen” genau aussehen mag, wissen wir wohl erst ab Mai 2017. Es mag erstaunen, aber dennoch ist diese Gefahr aus dem All vollkommen real und ihr wurde bereits in den Tagen der Mondlandungen der NASA umfassend Aufmerksamkeit geschenkt. Vielleicht, so die Vorsichtsmaßnahmen damals, könnten die Mond-Astronauten mit unbekannten und für den Menschen lebensgefährlichen mikrobiologischen Leben auf dem Mond in Kontakt kommen.

Hollywood und Aliens - nicht unbedingt ein "Traumpaar" (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: L.A. Fischinger)
Astrophysiker: „Die meisten Aliens à la Hollywood sind jämmerlich“. (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: L.A. Fischinger)

Niemand erwartet natürlich, dass wir eines Tages intelligente Killereinzeller aus dem All auf unseren Planten einschleppen, wie es offenbar in “Life ” der Fall ist. Astronomen, “Planetenforscher”, Astrobiologen usw. warnen dennoch seit Beginn der Raumfahrt davor, dass Organismen aus dem All auf die Erde gelangen könnten. Der gesamte Planet könnte dadurch kontaminiert werden und die Folgen wären ganz einfach unabsehbar.

Wir wissen bisher nicht, ob es im All und unserem Sonnensystem Leben gibt. Ausschließen kann man es nicht. Beispielsweise ist es in der Raumfahrt schon immer die Regel, dass Raumsonden, die auf anderen Planeten landen sollen, absolut steril sein müssen. So will man ein wie auch immer aussehendes Ökosystem auf diesen fremden Welten nicht mit irdischen Sporen oder Keinen verseuchen. Umgekehrt ist es ganz genau so.

NASA & Co. sind sich sehr wohl bewusst, dass eben etwa Proben vom Mars tatsächlich Leben beinhalten können. So ist es eine Quarantäne dieser außerirdischen Materialien unumgänglich. Eben zum Beispiel dadurch, dass man sie zuvor auf einer Raumstation untersucht bevor sie unseren Planeten “betreten” dürfen. Im Film “Life” ging das augenscheinlich nicht gut …

Die Alien-Invasion unseres Immunsystems

Organismen, die sich außerhalb der Erde entwickelt haben und dann auf unseren Planten gelangen, sind eine Gefahr für die gesamte Menschheit. Egal wie wahrscheinlich oder unwahrscheinlich solches mikrobiologisches Leben im Sonnensystem ist, der Mensch könnte dagegen schutzlos sein. Wir entwickelten uns auf diesem Planten, sind hier angepasst und die Evolution des Menschen hat so manche Gefahr überstanden. Unser Organismus könnte gegen einen von außerhalb der Erde stammenden Mikroorganismus vollkommen wehrlos sein. Die Biologie des Menschen kam im Laufe seiner Entwicklung mit diesem eben niemals in irgendeiner Art und Wiese und Kontakt…und verfügt so über keinerlei natürlich Schutz. Das Immunsystem stünde im wahrsten Sinne des Wortes einer Alien-Invasion gegenüber. Als letzte Konsequenz würde das vielleicht sogar zur Ausrottung der gesamten Menschheit führen.

Grundsätzlich aber könnte ein derartiges Leben aus dem All auch “nur” für Teile des irdischen Ökosystems das Aus bedeuten. Man mag sich nicht vorstellen, was geschehen würde, wenn solche kosmischen Organismen beispielsweise wichtige Nutztiere dahinraffen würden. Oder ein “Keimling” aus dem Kosmos befällt und vernichtet dauerhaft wichtige Agrarproduktionen auf den Feldern. Oder würde weltweit wichtige Insekten wie Bienen vernichten. Oder, oder … Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Außerirdische Schöpfer, "Prometheus 2" und Erich von Däniken: bald wieder im Kino (Bild: WikiCommons / L. A. Fischinger / NASA/JPL / R. Scott)
Außerirdische Schöpfer: In dem Film “Prometheus” haben Aliens die Menschheit erschaffen (Bild: WikiCommons / L. A. Fischinger / NASA/JPL / R. Scott)

Das Zeitalter der Entdeckungen und Eroberungen auf unserem eigenen Planten zweigte diese Gefahr einst sehr deutlich. Obwohl alle Menschen auf diesem Planten leben und sich hier entwickelt haben, rafften durch die Entdecker eingeschleppte Krankheiten Millionen Eingebore dahin. Durch die räumliche Trennung über Jahrtausende hinweg waren etwa Menschen in Mittel- und Südamerika gegen Krankheiten aus Europa schutzlos.

Das körpereigene Abwehrsystem der indigenen Völker war im Gegensatz zu den Europäern noch nie mit den verschiedenen Krankheiten Europas in Kontakt gekommen. Ergebnis war ein Massensterben durch diese Krankheiten, die der menschliche Organismus in der “alten Welt” lange kannte und bekämpfen konnte, nicht aber die Ureinwohner in verschiedenen Regionen der Welt.

Diese Warnung aus der Geschichte ist in der Weltraumforschung natürlich bekannt. Deshalb würden Wissenschaftler nie Proben aus dem All völlig ungeschützt auf unseren Planten bringen oder bringen lassen. Natürlich aber auch, damit irdische Mikroben diese wertvollen Proben nicht kontaminieren.

In “Life” führen sogar intelligente Mars-Organismen zu einer Katastrophe, vor der es die Menschheit zu schützen gilt. Doch das muss es lange nicht mal sein – ein paar Bakterien vom Roten Planten könnten schon für uns alle das Ende bedeuten.

Ich zumindest bin sehr gespannt auf den 18. Mai 2017 und “Life”.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

(Geschäfts-E-Mail: FischingerOnline@gmail.com)

►► Eure Unterstützung: Paypal.me/Fischinger


Interessantes zum Thema:

Tagged , , , , , , , , , <