Wissenschaftler wollen eine Nachricht an mögliche Aliens bei dem Stern Trappist-1 senden (+ Video)

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Wissenschaftler wollen eine Nachricht an mögliche Aliens bei dem Stern Trappist-1 senden (Bild: NASA/JPL)
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Wissenschaftler wollen eine Nachricht an mögliche Aliens bei dem Stern Trappist-1 senden (Bild: NASA/JPL)

Anfang Oktober wollen Wissenschaftler eine Botschaft an mutmaßliche Außerirdische senden. Ziel ist das Sternsystem Trappist-1 in etwa 40 Lichtjahren Entfernung. Ein Stern, um den bereits sieben Planeten bekannt sind und um den es theoretisch Leben geben könnte. Doch die Forscher verfolgen damit noch ein ganz anders Ziel.


Trappist-1, bitte melden!

Der Stern Trappist-1 ist bisher ein Glücksfall für die Astronomen. Denn aktuell sind um den Stern sieben Exoplaneten bekannt, von denen einige Leben beherbergen könnten. Dennoch ist der Stern nicht mit unserer Sonne zu vergleichen, da es sich bei Trappist-1 um einen Roten Zwergstern handelt. Ein sehr kleiner und kühler Stern, dessen Planeten teilweise 100-mal näher um ihn kreisen, wie unsere Erde um die Sonne.

Dennoch befinden sich drei Planeten dort im richtigen Abstand um Trappist-1, so dass es dort möglicherweise sogar Leben geben könnte. Ob auf diesen Welten intelligentes Leben überhaupt möglich wäre, ist dabei dennoch fraglich. Trotzdem möchte eine Gruppe von Astronomen am 4. Oktober eine Botschaft zu diesen fernen Sternsystem senden. Das Team von „METI International“ gab dazu bekannt, dass die Botschaft von der „Goonhilly Satellite Earth Station“ in Südengland abgeschickt werden soll und „Musik und wissenschaftliche Anleitungen enthalten (werde), die das Bewusstsein für Umweltbedrohungen schärfen sollen“.

METI (Messaging to Extraterrestrial Intelligence) ist der Versuch Außerirdische durch absichtlich ins All geschickte Botschaften auf uns aufmerksam zu machen. Anders als SETI (Search for Extraterrestrial Intelligence), dass nach intelligenten Signalen und Nachrichten aus dem All sucht.

Werbung für den Umweltschutz

Ziel dieser Botschaft in das All ist es vor allem, die Menschheit hier auf Erde auf den Klimawandel und die Umweltzerstörung aufmerksam zu machen.

„Unsere Botschaften werden langlebige Zivilisationen daran erinnern, wie es in ihrer Jugendphase war, als sie noch darum kämpften, sich zu nachhaltigen Gesellschaften zu entwickeln“, so Douglas Vakoch, der Präsident von „METI international“. In dieser Botschaften soll „die Umweltkrise der Menschheit mit Hilfe universeller chemischer Prinzipien“ erklärt werden, „angefangen mit dem Periodensystem der Elemente“.

„Damit die Menschheit noch lange genug leben kann, um eine Antwort von Trappist-1 zu erhalten, müssen wir die Klimakrise heute in Angriff nehmen“, so Vakoch weiter. Und darum werde man auch Musik mit in das All senden, die vom „Stihia-Musikfestival“ stammt. Dieses findet in Muynak in Usbekistan statt. Ein Ort, der bezeichnend für Umweltzerstörung und Misswirtschaft ist, denn dieser lag einst am Ufer des Aralsees, das heute rund 100 Kilometer von Muynak liegt.

„Astrophysiker, Ingenieure, Musiker und Produzenten führen dieses Experiment durch, um der zukünftigen Generation die Stimme der Verantwortung der Menschheit und die innere Sehnsucht nach dem großen Unbekannten zu verdeutlichen“, sagte Otabek Suleimanov, Chefproduzent des „Stihia-Musikfestival“. Douglas Vakoch geht aber noch einen Schritt weiter. So zitiert ihn „New Scientist“ mit den Worten:

Wir testen eine Version der Zoo-Hypothese – dass es sie tatsächlich gibt, dass sie bereits wissen, dass wir hier sind, aber um Zugang zum galaktischen Club zu erhalten, müssen wir einen Antrag stellen und vielleicht sogar ein wenig Beitrag zahlen. Das ist also unser Versuch, unsere Beiträge zu zahlen und zu sehen, ob sie uns im Club willkommen heißen.“

Ob das wirklich reichen wird, wird sich zeigen. Denn auch zu anderen Sternen soll in Zukunft diese Botschaft in das Universum geschickt werden.

Video

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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