Search Results for: Prophezeiung

Die Akte 2012 reloaded: Was blieb vom Hype um den 21. Dezember 2012, Nibiru, Maya-Kalender, Weltuntergang und all den Prophezeiungen?

Teilen:
Die Akte 2012 reloaded - Weltuntergang, Nibiru, Maya-Kalender und anderer Unsinn zum 21. Dezember 2012
Die Akte 2012 reloaded – Weltuntergang, Nibiru, Maya-Kalender und anderer Unsinn zum 21. Dezember 2012

Der 21. Dezember 2012 ist nun lange Geschichte. Die Welt natürlich nicht: Sie ging nicht unter – es gab keinen Weltuntergang. Die angeblichen „Maya-Prophezeiungen“ zum Ende ihres weltbekannten Kalenders trafen allesamt nicht ein. Ebenso wie sämtliche anderen von fantasievollen 2012-Esoterikern, Propheten, Alien-Fans, Nibiru-Gläubigen und „Verschwörungstheoretikern“ heraus posaunte Aussagen. Wieder ging ein Mystery-Hype sang und klanglos unter. Aber warum eigentlich? Dazu ein umfassendes Resümee ein Jahr nach dem Ende der Welt, der Ankunft der Außerirdischen und dem Aufstieg in eine höhere Dimension …


(Update: 21. 12. 2013)

2012, Nibiru, die Maya und das Ende

Mitte August 2010 erschien das Buch „Die Akte 2012 – Wahn und Wirklichkeit„. Weder davor noch danach erschien ein ähnlicher Titel rund um den Mythos 2012.

Der Auslöser war, dass der Boom um den 21. Dezember 2012, die Maya, die Außerirdischen, einen Weltuntergang, den angeblichen Planeten Nibiru alias „Planet X“, einen Aufstieg der Menschheit etc. immer öfter an mich als Autor der Mysterien der Welt in E-Mails und im Internet herangetragen wurde. Vor allem ab 2008/9. Ein Phänomene-Journalist, wie ich eben einer bin, ist ja sicherlich auch einer der Ansprechpartner zu derartigen Themen. Da ich intensiv die „Aktivitäten der Mystery-Fans“ im Internet lese usw. war mir der Boom natürlich nicht unbekannt. Doch es schlug nach und nach dem Fass den Boden aus, was ich da alles lesen „musste“.

Chichén Itzá in Mexiko (Zeichnung von Catherwood, 1843): die Maya galten schon immer als "verwunschene Kultur) (Bild: gemeinfrei / Archiv L. A. Fischinger)
Chichén Itzá in Mexiko (Zeichnung von Catherwood, 1843): die Maya galten schon immer als „verwunschene Kultur (Bild: gemeinfrei / Archiv L. A. Fischinger)

In einem Sozialen Netzwerk explodierten die 2012-Themen aufgrund von Roland Emmerich seinem Kinokracher „2012“ im Jahre 2009. Im Sinne von: „Was steckt denn nun eigentlich dahinter?“ Und genau dort war auch ich um 2009 dazu sehr aktiv. Bis heute bin ich überzeugt, dass der Mythos und Hype um 2012 den Ruf der Grenzwissenschaft geschadet hat. Wie schon der (kleinere) Hype um 1999 und Nostradamus oder der Selbstmord von rund 40 UFO-Sekten-Fans einige Jahre davor in den USA.

Die Maya als „verwunschene Kultur“ im fernen Mittelamerika haben etwas Geheimes gewusst…hieß es in unzähligen Artikeln, Internetbeiträgen und Büchern. Da seit 1999 – dem letzten Hype ähnlicher Art – das Internet einen gigantischen Zuwachs bekam, überschlugen sich selbsternannte Kenner der Materie mit ihren leider allzu oft sehr dummen Ideen dazu. Filme bei YouTube kamen natürlich auch dazu. Und jeder wusste es besser, hatte Recht oder war eben der Experte zum Mythos 2012.

„Alles Quatsch, was Ihr da schreibt!“ – das waren meine Antworten im Internet. Im spanischen oder auch englischen Internet ging es dabei sogar noch weit wilder zu als in deutscher Sprache. Ich selber wurde dabei mit den wildesten Beschimpfungen aufgrund meiner Anti-2012-Haltung überschüttet. Und natürlich wurde auch ich schnell zu einem Illuminaten oder einen vom CAI oder so bezahlten „Desinformanten“ erklärt …

Maya-Prophezeiungen und der Weltuntergang: Eigentlich total albern …

Aber – wie immer in der wilden Esoterik-Szene – konnte keiner (und ich meine hier es im wahren Sinne des Wortes: keiner) der „Experten“ sachliche Fragen von mir beantworten. Fragen etwa, wo ich diese oder jene „Maya-Prophezeiung“ sachlich nachlesen kann. Oder auch, woher diese oder jene Information., Aussage oder auch Quelle stammt. „Experten“ betraten die Bühne, die sogar derart peinliche Aussagen zum 21. Dezember 2012 machten, dass man sich als Autor des Phantastischen in Grund und Boden schämen musste, dass man eben persönlich seit rund 20 Jahren bzw. Kindertagen an den Rätseln und Mysterien der Welt sehr interessiert ist. Aber gerade solche Leute oder besser deren Aussagen waren es, die mit ihren Vorträgen auf Kongressen und Tagungen und natürlich ihren Veröffentlichungen/Büchern sehr großen Erfolg hatten.

Da ich ganz klar Pro-Mystery eingestellt bin – musste ich einfach in einem eigenen 2012-Buch eine Art „Kontra geben“. Es war mir gleich, dass ich gewisse Kreise der „Mystery-Szene“ damit an das berühmte Bein pinkele. Wie es Roland M. Horn und ich ja auch schon 1999 mit unserem Bestseller „UFO-Sekten“ taten. Denn nicht die (alten) Maya logen uns in Sachen 21. Dezember 2012 die Hucke voll, sondern die modernen 2012-Esoteriker und -Verschwörungstheoretiker taten dies. Der Hype war nichts weiter als eine mit Quatsch gefütterte Geldmaschine der westlichen Welt. Das wollte in den Boom-Jahren von mir niemand hören, da ich ein böser Desinformant sei. Auch zum Beispiel mein wiederholter Hinweis, dass der älteste Maya von Guatemala am 11. Oktober 2009 in der Zeitung „Telegraph“ (Großbritannien) geradezu vor Zorn über diese „westlichen Theorien“ explodierte und „die Schnauze voll diesem Kram“ habe, war den Gläubigen egal.

Dutzende Bücher und Artikel und zehntausende(!) Internet-Postings zu 2012-Themen habe ich gelesen, ausgewertet und gesichtet. Texte sowie auch Diskussionen, die fast alle mit zwei falschen Kernaussagen zum Maya-Kalender begonnen haben (im Internet Mittelamerikas war es jedoch etwas anders): Da der Maya-Kalender am 21. Dezember 2012 endet, hieß es da immer, haben die alten Maya XY prophezeit. XY ist dabei eine Variable, deren „Wert“ man sich aussuchen kann. Von einem Weltuntergang bis UFO-Invasion war alles dabei.

Beide Kernaussagen zum Maya-Kalender waren schlicht falsch und erfunden!

Wie erwähnt, konnte nicht ein einziger 2012-Fan mir sagen, wo genau diese oder jene „Maya-Prophezeiung“ steht. Kein Wunder, da der Kalender nicht an diesem Tag endete, sondern dann nur ein Zyklus neu begann und es eine konkrete Prophezeiung der Maya Mexikos dazu überhaupt nicht gab und gibt. Ausreden der Fans wie „aber es wird was passieren, man sieht doch die Veränderungen in der Welt“ oder ähnliche sind dabei nur Blabla gewesen. Zu jeder Zeit gab es Veränderungen in der Welt und der Geschichte. Wäre der Kalender-Zyklus schon am 21. Dezember 1950 resetet worden, hätte es sicher den „1950-Boom“ in den Jahren 1945 bis 1950 gegeben. Denn da waren die Veränderungen der Welt mit Sicherheit ungleich schwerwiegender als heute. Aber natürlich hat der Maya-Kalender auch nichts mit den aktuellen Themen der Welt zu tun. Zum Beispiel den „Arabischen Frühling“ oder Naturkatastrophen.

Der Sonnenstein der Azteken - nicht der Kalender der Maya (Bild: L. A. Fischinger)
Der Sonnenstein der Azteken in Mexiko-City: nicht der Kalender der Maya (Bild: L. A. Fischinger)

Wenn es also keine Prophezeiung der alten Maya gibt, die von einem Untergang der Welt oder Sonstigem berichten, warum denn dann dieser Boom darüber? Ehrlich gesagt ist das wohl ein Thema der Soziologen, das ich als Journalist des Phantastischen sicher nicht wissenschaftlich im Detail ergründen kann. Aber wichtig ist zu wissen, dass vor allem Roland Emmerich mit seinem 2012-Film dem Mythos richtig Nahrung gab. Die Presseberichte und Internet-Beiträge zeigen das sehr deutlich, wie in dem Buch „Die Akte 2012“ dargelegt. Emmerich aber, dass sagte er höchst selbst in einem Interview mit einem Freund und Autoren, wollte nur einen Weltuntergangsfilm drehen und kam über „Google“ sehr schnell auf die Maya, 2012 und ihren Kalender. Das Thema war also durchaus in der Mystery-Community schon bekannt und Emmerich puschte es erst in gigantische Höhen.

Aber wichtig ist auch zu wissen, dass die 2012-Promoter nur zu einem sehr kleinen Teil einen Weltuntergang 2012 prophezeiten! Die meisten Autoren des Themas gehörten eher der Hardcore-Esoterik an. Sie sprachen von Liebe, Aufstieg der Menschheit in eine höre Dimension, einem Goldenen Zeitalter oder meinetwegen auch von einer Neuen Weltordnung. Extrem-Autoren verbanden das alles jedoch zu einem 2012-Brei aus leeren Worthülsen, Lügen, Unwissenheit, Phantasie und Blödsinn. Sonnenstürme wurden zum Beispiel von einem selbsternannten „Dr.“ prophezeit, die dann eine „Evolution der Menschheit“ auslösen würden. Und das, obwohl wir solche Stürme schon ewig lange in der Astronomie kennen und diese immer wieder kommen. Mit dem Maya-Kalender hatte auch das wieder absolut nichts zu tun. Fast keiner der 2012-Freunde und vor allem -Promoter hat auch die kursierenden Aussagen oder Weissagung genauer recherchiert. Leider.

Andere wieder plapperten von der Ankunft des angeblichen Planeten Nibiru / Planet X in die Nähe der Erde. Übrigens haben sie dies auch beim 1999-Hype getan. Folge davon seien eben auch Katastrophen wie physische Polsprünge oder auch die Wiederkehr der angeblich auf diesem Planeten lebenden Außerirdischen mit dem Namen Anunnaki. Jene „Ancient Aliens“, die vor Jahrtausenden hier gewesen seien und die Menschheit auf die eine oder andere Art beeinflusst haben sollen. Spätestens hier platze mir als Autor mit dem Hauptinteresse und Thema Prä-Astronautik nun endgültig der Kragen.

Warum schreibt ein überzeugter Autor des Phantastischen ein „Anti-Buch“?

Der Leser wird mir zustimmen, dass das weite Feld der Esoterik und Grenzwissenschaft oft und gerne aus Unwissenheit in einen Topf geworfen, mit Verschwörung gewürzt und so zu einer Soße aus Quatsch aufgekocht wird?! So häuften sich denn auch mir gegenüber als Pro-Ancient Aliens-Autor die Vorwürfe, warum ich online im „Internet 2.0“ gegen die 2012-Themen wettere, wo es doch „mein Gebiet“ sei. Ja eben darum – weil es „mein Gebiet“ ist! Richtig.

Die Akte 2012 reloaded - Weltuntergang, Nibiru, Maya-Kalender und anderen Unsinn zum 21. Dezember 2012
Die Akte 2012 reloaded – Weltuntergang, Nibiru, Maya-Kalender und anderen Unsinn zum 21. Dezember 2012

Es stellte sich in Windeseile durch „Google“ heraus, dass in den jeweiligen 2012-Diskussionen und auf ungezählten Webseiten (in zahlreichen Sprachen) die Poster sich gegenseitig mit ihrem Unsinn und ihrer Unwissenheit überboten. Die Idee des angeblichen Planten Nibiru, der von intelligenten Aliens bewohnt ist, in unserem eigenen Sonnensystem seinen Bahnen zieht und ca. alle 3.600 Jahre hier in die Nähe der Erde kommen wird, stammt eigentlich aus dem Jahre 1976. Der US-Prä-Astronautik-Autor Zecharia Sitchin beschrieb diese Idee damals in seinem ersten Buch „The Twelfth Planet“, dem mehr als zehn weitere Bücher folgten. Er allein ist in der Grenzwissenschaft der Ursprung des Mythos vom bewohnten Nibiru.

Sitchin schrieb darüber zahlreiche Bücher und sah tatsächlich auch Katastrophen (Sintflut) auf der Erde durch die Gravitationwirkung des angeblichen Planeten. Aber er selber war es auch, der absolut nichts von 2012 hielt. So traurig es war und noch weiterhin sogar noch ist: so gut wie kein 2012-Propmoter kannte die Bücher von Sitchin oder hat alle nur wenigstens etwas gelesen und überhaupt verstanden. Nein, lieber wurde Pseudo-Wissen zu diesem Thema weiter erzählt und weiter gesponnen, um es mit weiteren Aussagen anzureichern, die nichts mehr mit den Büchern von Sitchin zu tun hatten. Selbstverständlich tauchten auch bald hier und dort „Channel-Botschaften“ der Anunnaki zu 2012 im Internet auf. Das gab es schon vor Jahren zum Thema Nibiru und auch damals war alles schlichter Humbug. Und es wird es wieder geben. Jetzt aktuell zum Ende des Jahres 2013 wurde denn auch der erdnahe Komet „Ison“ mit Aliens und Nibiru in Verbindung gebracht …

Mir als angeblicher „Desinformanten der Illuminaten“ schlugen sehr schnell die 2012-Gläubigen entgegen. Dass man meine damaligen Fragen nicht beantworte und nur Blabla zurück kam, kannte ich. Aber sehr bald war zu erfahren, dass die Nibiru-Fans es gar nicht interessiert, was „irgend einer in einem Buch geschrieben hat“. Damit war Sitchin als Erfinder des Nibiru gemeint. Ein mehr als starkes Stück, da man demnach offenkundig lieber „Copy & Past“-Aussagen und -Gerüchten im Internet glaubte als Sichtin selber (den man ja meinst nicht kannte). Dabei hätte schon 1976 jeder Leser Sitchins nachrechnen können, wann nach seiner Idee der Planet etwa wieder herkommen würde. Oder in seinem Buch „Apokalypse“ sogar ganz konkret das Thema nachlesen können. Der Untertitel dieses Sitchin-Buches schrie doch geradezu danach gelesen zu werden: 

„Armageddon, die Endzeit und die Prophezeiungen von der Wiederkunft“

Über all dies berichtete ich bekanntlich umfassend und immer wieder in dutzenden Beiträgen auf diesen Blog-Seiten (z. B. hier, hier und hier) wie auch bei YouTube auf meinem Video-Kanal.

Die Umlaufbahn des Nibiru wie sie sich Zecharia Sitchin 1976 ausdachte – für eine Großansicht anklicken (Bild: L. A. Fischinger aus dem Buch “Die Akte 2012“)
Die Umlaufbahn des Nibiru wie sie sich Zecharia Sitchin 1976 ausdachte – für eine Großansicht anklicken (Bild: L. A. Fischinger aus dem Buch “Die Akte 2012“)

Aber um die Quellen zu studieren, dazu war die 2012-Szene zum weit überwiegenden Teil einfach zu faul. Sitchin-Leser hätten zum Beispiel einfach die angebliche und sehr stark elliptische Umlaufbahn (s. Bild) des Nibiru von 3.600 Jahren addieren können, da Sitchin schon 1976 Angaben machte, wann dieser Planet hier gewesen sei. Das erste Buch Sitchin musste eigentlich weithin bekannt gewesen sein, wenn die „News York Times“ vor rund vier Jahren recht hatte. Darin war nämlich am 8. Januar 2010 zu lesen, dass „Der zwölfte Planet“ bereits in der 45. Auflage (englisch) erscheinen würde und damit ein großer Verkaufserfolg ist.

Das Nibiru-Gerede seiner Ankunft, wie es etwa die „Zetas“ (die zum Beispiel schon 1995 davon sprachen) so gerne verbreiten, war also schon von Grund auf unsinnig. Bereits 1995 habe ich etwa in dem Magazin „New Scientific Times“ (Nr. 3/1995) darauf verwiesen, dass der angebliche Planet seinen „sonnennächsten Punkt im Jahr 2800“ haben wird. Blödsinnig war und ist dabei auch das wilde Gerede, dass der Planet X dabei mit der Erde kollidieren würde. Nach Nibiru-Erfinder Sitchin ist etwa der Asteroidengürtel hinter dem Mars der sonnennächste Punkt des Planeten. Weiter würde dies ja auch bedeuten, dass der angeblich bewohnte Alien-Planet bei seinem Umlauf alle 3.600 Jahre mit unserem Planeten zusammen stößt. Zwei von Zivilisationen bewohnte Planeten kollidieren alle paar tausend Jahre … Ist das glaubhaft?

Aber selbst die NASA sah sich aufgrund solcher Aussagen zu einer deutlichen Online-Stellungnahme gezwungen. Für 2012-Gläubige natürlich auch nur Desinformation der „Mächtigen“. Zumal nach einigen dieser Menschen sogar „Chemtrails“ (Kondensstreifen von Flugzeugen) den „Mächtigen“ dazu dienten, den kommenden Planeten zu „verstecken“.

2012-Mainstream-Boom

Als es dann derart albern wurde, dass der Planet Nibiru als „Raumstation“ wie der Todesstern in STAR WARS angesehen wurde, oder, dass er durch ein Wurmloch zur Erde kommt und vielleicht sogar auch schlicht „unsichtbar“ durch ein „Tarnschild“ oder einer anderen Dimension sei – erschien auch das Anti-Buch „Die Akte 2012 – Wahn und Wirklichkeit“ (13. August 2010). Da ich mich als Prä-Astronautiker irgendwie „genötigt“ sah, zum Hype Stellung zu beziehen. Zum Beispiel wird das Nibiru-2012-Thema dort in einem ganzen Kapitel umfassend dargelegt, behandelt und widerlegt. Praktisch alle kursierenden Aussagen zu Nibiru und dem Weltuntergang usw. widersprechen bis heute den „Kernthesen“ Sitchins. Ebenso entzogen sie sich beim Boom des 21. Dezember 2012-Themas irgendwelche weiteren und nachvollziehbaren Quellen. Doch auch die geradezu ungezählten Aussagen der Esoteriker im Sinne einer neuen und tollen Welt(ordnung) und 2012. Das alles hatte nun wirklich nichts mit dem uralten Maya-Kalender aus Mexiko zu tun. Es war nicht mehr und nicht weniger als „eine komplette Erfindung und eine Chance für eine Menge Leute, Geld zu verdienen“. So treffend drückte es die Direktorin der „Foundation for the Avancement of Mesoamerican Studies“ (FAMSI, famsi.org), USA, Sandra Nobel, aus.

Dresdener Codex, Tafel 74
Dresdener Codex, Tafel 74 für eine Großansicht anklicken

Der populäre Professor Dr. Nikolai Grube von der Universität Bonn (und viele andere echte Maya-Kenner) teilten diese Ansicht schon vor Jahren zu 100 Prozent. So etwa sagte der Maya-Spezialist Grube schon am 21. August 2009 in der „Baseler Zeitung“:

Keine Inschrift und kein Codex der Maya enthalten Angaben über die Bedeutung dieses Datums, und keine Prophezeiung lässt sich finden, welche die Behauptungen über ein angekündigtes Weltenende stützen könnte. (…) Ganz offensichtlich eignen sich wenig bekannte und exotische Völker wie die Maya ganz besonders gut als Projektionsfläche für die Wünsche und Ängste von Menschen aus der kapitalistischen Welt.

Auch die Aussage, dass der Maya-Codex in Dresden auf einer Seite das Ende der Welt 2012 durch eine Flut weissagt, ist falsch. Das Buch „Die Akte 2012“ sollte dies 2010 deutlich aufzeigen. Zu allem „Überfluss“ haben die alten Maya dann sogar noch selbst-persönlich in Tempeln Datumsangaben hinterlassen, die sehr, sehr weiter hinter das Jahr 2012 reichen. In der Stadt Tikal finden wir etwa den 24. Februar 9898. Kein Platz für den Weltuntergang 2012. Aber was sie nicht hinterlassen haben sind all die ungezählten Aussagen, wie sie die westliche Esoterik sehr auflagenstark und voller Phantasie verbreitet hat. Dabei waren aber die Mainstreammedien vor allem schuld daran, dass das Thema „Untergang der Welt“ in der breiten Bevölkerung die meiste Beachtung fand.

Wie es auch bei diesem Hype zu erwarten war: Nachdem ich meinen Mystery-Vlog-Channel im Spätsommer 2012 bei YouTube startete und dort (natürlich!) auch über 2012 berichte…hageltet es Beleidigungen der „Gläubigen“. Sogar bis heute, ein Jahr nach dem 21. Dezember 2012. (Update Dezember 2014: und noch immer)

Mich als Autor stellte all dies vor ein großes Problem, da ich mich mit meiner Buchidee eben nicht dem 2012-Mainstream-Boom angeschlossen hatte. Ganz im Gegenteil. Trotz guter Verlags-Kontakte wollte man das Contra-Manuskript einfach nicht. Ein Lektor sagte etwa klipp und klar, dass damit dessen erfolgreichste Autorin widerlegt sei. Die Lektoren sahen keine (Verkaufserfolgs-)Chancen, da eben all die kursieren 2012-Phantasie-Themen in diesem Manuskript ad absurdum geführt würden. Ich bin sicher, dass Autoren, Journalisten und Schriftsteller diese Tatsache der „unpassenden Themenangebote“ sehr gut kennen. Es ist nicht allein auf grenzwissenschaftliche Veröffentlichungen beschränkt, sondern gilt beispielsweise auch für Belletristik. Was die Masse der Leser nicht interessiert – das wird auch nicht veröffentlicht. Verständlich.

Erst als nach langem hin und her in der Verlagslandschaft Deutschlands erschien „Die Akte 2012″ doch noch bei dem geschätzten Verlag „Die Silberschnur“. Nachdem jedoch das Manuskript „entschärft“ wurde, Passagen und Aussagen und deren Quellennachweise entfernt wurden und ich noch eine ganze Reihe weiterer „Kompromisse“ einging …

Resümierend kann man zum Maya-Kalender und den Prophezeiungen zum 21. Dezember 2012 sagen:

Natürlich ist dies hier nur eine kleine „Reloaded-Zusammenfassung“ des vergangenen Hypes aus meiner Sicht als Mystery-Autor. Über die Suchfunktion dieses BLOG hier werdet Ihr, liebe Freundinnen und Freunde des Phantastischen, zahlreiche Beiträge von und zu 2012 und den entsprechenden Themen finden. Es ist ein Jahr nach dem angeblichen Schicksalsjahr oder auch Schicksalstag unlängst völlig ruhig dazu geworden. Plötzlich war er – weg. Das war schon Anfang 2013 so, als genau dieser Artikel etwas abgewandelt in dem Magazin „DEGUFORUM“ der DEGUFO e.V. erschien.

Der Mythos 2012 entwickelte sich langsam aber stetig bis 2009 Roland Emmerich mit einem „Krawums“ in die Lichtspielhäuser kam. Von da an ging es mit dem Thema extrem steil bergauf. Leider jedoch mit dem Kernpunkt „Weltuntergang“. Die wenigstens Menschen der Esoterik-Szene, die irgendwie an 2012 & Co. glaubten, sprachen aber jemals von einem Ende aller Tage. Das puschte die Medienlandschaft in die Bevölkerung. Hier sind die 2012-Promoter im Sinne eines „Aufstiegs der Menschheit“ usw. und ich persönlich ganz klar einer Meinung. Aber was wurde aus all den anderen wunderbaren Weissagungen zum Maya-Kalender? Habe nur ich irgendwie was verpasst?

Aber der nächste Boom kommt bestimmt. Der nächste Weltuntergang und „Aufstieg“ sowieso.

Euch Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

zum Thema

 

Tagged , , , , , , , <

Meine Prophezeiungen für den 21. Dezember 2012 trafen alle ein: Ein kleiner Rückblick und "die Prophezeiungen von Greenpeace"

Teilen:

Seit Jahren prophezeite ich für heute: Ein normaler Tag wird kommen und alle Aussagen zum 21. Dezember 2012 & Co. konnte ich ad absurdum führen und widerlegen. Sehr zum Ärger einer Reihe von Hatern gegen mich. Aber ich prophezeite auch in den letzten Jahren immer wieder eine „soziologische Komponente“ des westlichen 2012-Mythos. Auch diese trat nun ein. Auf ein Wort dazu…

von Lars A. Fischinger

Party, Cash, Witz und Fun – das wird um den 21. Dezember 2012 kommen. Das prophezeie ich seit Jahren. So kam es dann auch.

Es gibt leider dennoch einen kleinen und eigentlich unwichtigen Teil von 2012-Fans, die schon geradezu peinlich an „Prophezeiungen“ und auch „Nibiru ist da“ festhalten – aber sich dabei zum Gespött vieler User machen. Einer davon – nennen wir ihn „OhWeia“ – hat sich geradezu auf mich eingeschossen. Dieser Fanatiker überschwemmt mich und seine zwei „Youtube“-Channel mit unsäglichen Mails bzw. Nibiru-ist-da-Beweis-Quatsch-Filmchen, die an Unsinn nicht mehr zu überbieten sind. Ich denke inzwischen: hier nimmt ein Fake das Thema einfach nur auf den Arm. Was andere User dazu und zu dem „Experten“ mir alles schrieben…sage ich hier lieber nicht.

Die meisten Menschen nehmen den „Schicksalstag“ mehr und mehr auf die Schippe, je näher dieser kam. Zum Glück. So etwa auch in Bugarach in Frankreich. Auf diesem BLOG wurde bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass der „Ansturm der Esoteriker“ dort wohl hauptsächlich ein „Ansturm von Partyfreunden“ sein wird (zum Beispiel hier).

Die Fotos in diesem Artikel vom 20. Dezember 2012 zeigen nun sehr klar, dass es auch so ist.

Erstaunt war ich gestern bei Öffnen meiner Post. Einer der „Maya-Experten“ der Grenzwissenschaft, die in den vergangenen Jahren energisch vom 21. Dezember 2012 fabulierten – fabuliert in einem Magazin mit der Nr. 1/2013 nun fröhlich weiter. So, als habe er all die Jahre richtig gelegen mit seinen umfassenden Ideen dazu.

Ein anderer sehr erfolgreicher 2012-Autor der vergangenen Jahre unterzog seiner Erfolgs-2012-DVD zum Thema nun einem „Update“ und änderte den geschwind DVD-Titel. So sah ich es heute in einem Verlagsprospekt (kann hier also nicht beurteilen, was genau das „Update“ auf der DVD sein wird!).

Jedoch habe auch ich bereits vor rund sechs Wochen einen „bösen“ Maya-2012-Artikel geschrieben, der in einem Mystery-Magazin mit der Nr. 1/2013 erscheinen soll/wird 😉

Warum aber hatten Ewa und ich mit dem Buch „Die Akte 2012“ in allen „Prophezeiungs-Punkten“ Recht? Ganz einfach. Weil wir nicht Copy & Paste-Aussagen des Internet und der Medien übernahmen. Vor allem um und nach dem Kinofilm „2012“ von Roland Emmerich. Vielmehr war es ein (Herzens-)Anliegen die Herkunft und den Kern der zahllosen Aussagen, Ideen, Spekulationen, Behauptungen etc. pp. aufzuspüren und deren Zusammenhang mit dem 21. Dezember 2012 und Maya zu ermitteln. Die Ergebnisse: Verpuffung im Nichts.

Was für mich als überzeugter Prä-Astronautiker, Autor und Mystery-Journalist eigentlich doch sehr schade ist (bis auf dem Doomsday).

Dabei kamen auch meine Recherche-Erfahrungen von 1998/99 zu dem Erfolgsbuch „UFO-Sekten“ (geschrieben mit Roland M. Horn) zugute. Denn schon da zeigte sich sehr viel Blödsinn und Lug & Trug. Wie beim Mythos 2012 aktuell eben auch. Wobei jedoch seit den Tagen von „UFO-Sekten“ das Internet geradezu explodierte und so jede Art von Informationen sehr viel weiter und umfassender verbreitet wurde und wird. Gleich welcher Qualität diese Informationen auch immer haben mögen. Wenn man jedoch gewollt hätte, dann hätte der Interessierte schon allein mit Hilfe des Internet den Mythos 2012 durchaus bereits vor Jahren entzaubern können. Wenn man gewollt hätte. Selbst in wenigen Minuten konnte man so die sehr verbreitete Aussage prüfen, dass am 21. Dezember „alle Planeten in einer Reihe stehen“ (hier).

Oder wieso zum Beispiel quatschte alle Welt, von den Medien bis zu zahllosen 2012-Autoren, vor den „Prophezeiungen der Maya“ zum 21. Dezember 2012 und deren (eigentlich drei) Kalender? Gleich was genau die 2012-Promoter und –Autoren nun als „Maya-Weissagung“ verbreitet haben: Sie haben uns alle belogen um den Lesern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ich wiederhole es seit Jahren und hier erneut: Die vor an die 1000 Jahren versunkene Maya-Zivilisation hat keine Weissagung für das Ende des aktuellen Zyklus überliefert. Kein Wunder also, dass ich oftmals mit Beschimpfungen überschüttet wurde, wenn ich 2012-Fans nach diesen Maya-Quellen oder der Herkunft der jeweiligen Aussagen fragte. Bei der Arbeit an dem 2012-Buch war es zum Beispiel schon vor Jahren im Sozialen Netzwerk „wer-kennt-wen.de“ geradezu extrem! Fanatiker kann man da nur sagen.

Ein umfangreicher Rückblick auf den Hype um 2012 mit allen seinen Subphänomenen wie Nibiru und „Weltaufstieg“ erscheint Anfang 2013 im oben genannten Artikel von mir in dem Magazin DEGUFORUM.

Doch noch auf ein Wort zu der immer wiederkehrenden Aussage „Aber wir sehen doch überall auf der Erde, dass die Welt/Menschheit im Wandel ist“.

Auch das wurde in „Die Akte 2012“ und auch danach öfter von mir dargelegt. Rund sieben Milliarden Menschen auf der Erde sind eine sich stetig wandele „quirlige Masse“. Eine lebendige Gesellschaft, in der wir – einfach gesagt – von A bis Z alles dabei haben, was wir uns nur vorstellen. Oder auch nicht vorstellen wollen. Ein „Wandel“ ist stetig, dauernd und auch immer mal wieder deutlicher zu sehen. Dazu bedarf es absolut keiner versunkenen Maya-Zivilisation oder dem Jahr 2012! Und auch keine „Prophezeiungen der Maya“. Wo waren diese alten Maya beim gewaltigen Wandel der Welt ab 1945? Wo waren diese angeblichen „Maya-Weissagungen“ zu und ab dem Jahr 1989? Auch wenn natürlich die Maya-Forscher heute viel mehr über ihre Texte usw. wissen – sollte man dann nicht wenigstens im Nachhinein solche „Prophezeiungen“ finden?

Erinnert Ihr Euch an die Aussagen des Maya-Weisen aus der heutigen Zeit zum Ende und Wandel der Welt/Menschheit wenn die Bäume verschwunden sind? Zitiert etwa in „Die Akte 2012„. Für derartige Vorhersagen muss man kein „Maya-Schamane“ sein. Oder gibt es etwa einen Hype um „Die Prophezeiungen von Greenpeace“?

Was genau ist übrigens so ein „Wandel“? Ist ein „Wandel“ für die Menschen der westlichen Welt (jene, die den 2012-Mythos so enorm verbreitete) dasselbe wie in für die Menschen der Mongolei, auf den Malediven, in Uruguay oder wo auch immer? Und ist der „Wandel in eine neue Zeit“ zum Beispiel für die Gutbetuchten in Rio de Janeiro in Brasilien identisch wie bei den Slumbewohnern dort? Oder bei Indianerstämmen in der zentralen Urwaldregion des riesigen Landes?

Und der Klimawandel? Die Überbevölkerung? Die Umweltverschmutzung? Kriege? Begrenzte Rohstoffe? Religiöse Konflikte? Der Welthunger? Fragwürde GEN-Nahrung? Etc.

Ja, was ist damit? Das alles sind Themen, die schon viele, viele Jahre sehr bekannt sind. Doch auch hier wieder in verschiedenen Teilen und bei unterschiedlichen Menschengruppen der Welt in vollkommen verschiedener Wahrnehmung oder auch Wichtigkeit. Muss man dazu tatsächlich ein „Spiritist“ oder „Prophet“ sein? Reicht da nicht schon „Google“ und gezielte Stichworte…

Ein Wander der gesamten Menschheit – das wünscht sich wohl jeder. Natürlich auch ich. Auch die Ankuft der Götter der Sterne, von denen ich weiter überzeugt bin. Aber wir müssen warten. Ebenso auf das Ende der Erde. Das wird spätistens in noch sehr fernen Tagen kommen (hier).

Aber trotz allem bleiben die Rätsel & Mysterien der Welt ein sehr spannendes Thema und sicher auch eine Bereicherung.

Zahlreiche Vidos zu diesen Themen sind auf meinem Channel „Rätsel & Mysterien der Welt“ auf „Youtube“ zu finden.

Links

   Zum Thema:

  Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.

(Walter-Jörg Langbein, 1993 in „Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre“)
www.Youtube.com/FischingerOnlineDER MYSTERY-VIDEO-CHANNEL

<

Mexiko: Wegen Prophezeiungen zu Weltuntergang mehr Touristen

Teilen:

Das mittelamerikanische Land rechnet mit einer Zunahme des Tourismus. Grund sind die Maya-Prophezeiungen eines Weltuntergangs.

<

Video: Aus alten „heiligen Büchern“: „Bewohner ferner Sterne“, UFOs und Shambhala im Himalaja in Asien vor 100 Jahren

Teilen:
Video: "Bewohner ferner Sterne", UFOs und das mystische Reich Shambhala in Asien vor 100 Jahren (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Video: „Bewohner ferner Sterne“, UFOs und das mystische Reich Shambhala in Asien vor 100 Jahren (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Tibet in Asien und der Himalaja gelten noch heute als „magische Gebiete“ der Erde. Regionen voller Mysterien und weiser Bewohnern mit Geheimwissen und Weisheiten. Hier soll auch das mythische Reich Shambhala liegen. Und von diesem wusste ein hoch-geachteter Pioniere der Erforschung Zentralasiens schon vor 100 Jahren Erstaunliches zu berichten! Schilderungen von selbst gesehenen UFOs ebenso, wie Berichte von fremden Bewohnern der Sterne. Woher aber hatte er dieses Wissen?


UFOs und Außerirdische schon vor 100 Jahren in Asien

Es war der 1874 in Russland geborene Nicholas Roerich. Eine Ikone der Asien-Forschung. Seine Reisen und Expeditionen führten ihn vor 100 Jahren durch Indien, Tibet, den Himalaja, die Wüste Gobi, China, die Mongolei, Kaschmir oder auch Sibirien.

Ein Forscher, Autor, Maler und Philosoph, dessen Werke weltweit bis heute zu bewundern sind und der 3 mal für den Nobelpreis nominiert wurde. Bis heute hält man sein Andenken hoch – von Moskau bis New York. Selbst die „Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten“ und das „Himalaja Forschungsinstitut“ in Indien gehen gehen auf ihn zurück.

Ein Mann also, den man kaum mit Mystery Files in Verbindung bringt. Und doch enthalten seine Schriften und Bücher Erfahrungen und Berichte, die aufhorchen lassen. Schilderungen von im Weltraum fliegenden „eisernen Schlangen“ und „Bewohner der fernen Sterne“. Niedergeschrieben in „heiligen Büchern“, wie er von Eingeweihten erfuhr. Prophezeiungen aus Shambhala oder verlorenes Wissen?

Und selbst ein ovales Unbekanntes Flugobjekt (UAP) mit „glänzender Oberfläche“ usw. konnte sein Team in den Weiten Zentralasiens genau am Himmel beobachten. Verblüffende Erfahrungen vor 100 Jahren, wie Ihr in diesem Video vom 21. Mai 2022 erfahren

Video auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , , <

Video: Ein katastrophaler Vulkanausbruch und der rätselhafte Untergang der Maya: Sie bauten eine Pyramide aus dessen Vulkanasche

Teilen:
Video: Vulkanausbruch und der rätselhafte Untergang der Maya (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Video: Vulkanausbruch und der rätselhafte Untergang der Maya (Symbolbild / Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Das mehr oder weniger plötzliche Ende der Zivilisation der Maya in Mittelamerika gibt bis heute viele Rätsel auf. Dabei war man sich vielfach einig, dass auch ein verehrender Vulkanausbruch am Untergang der Kultur mit eine große Rolle spielte. Jetzt jedoch zeigten Ausgrabungen Maya-Stadt San Andrés in El Salvador, dass das Volk nach der Katastrophe alles andere als unterging. Trotzig bauten sie ihre Pyramiden aus der Asche und dem Gestein des Vulkans nach dem Ausbruch einfach wieder auf.


Das rätselhafte Ende der Maya

Die Zivilisation der Maya in Mittelamerika gibt der Archäologie noch immer viele Rätsel auf. Nicht nur ihre beeindruckenden Pyramiden und Städte im Dschungel, sondern vor allem auch ihr Untergang. Hier sei auch ein Vulkanausbruch Mitschuld gewesen, heißt es. Eine Pyramide der Maya zeigt nun: So einfach war es dann doch nicht.

Diese Pyramide steht in der ehemaligen Maya-Stadt San Andrés in El Salvador nahe des Vulkans Ilopango. Dieser brach mit einer gewaltigen Wucht vor rund 1.500 Jahren aus und soll dadurch mitverantwortlich am Untergang der Maya sein. Es war wohl der größte bekannte Vulkanausbruch der Menschheitsheilsgeschichte, der das Klima auf der gesamten Nordhalbkugel der Erde änderte. Es wurde sogar in Europa kälter.

Jetzt erschien eine Studie in dem Fachmagazin „Antiquity“ über die Ausgrabungen einer Pyramide in San Andrés, die zeigt, dass das lange nicht das Ende war. Vielmehr haben die Maya nahe des Vulkan trotzig nur kurz nach der Katastrophe das ausgeworfene Material genutzt, um dieses Monument zu errichten.

Frei nach dem Motto „Jetzt erst recht“, wie Ihr in diesem Mystery Files-Video vom Dezember 2021 erfahrt.

Bleibt neugierig …

Video

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , <

Die doppelte Bundeslade: Gottes Original und Moses Kopie – doch stand dieses Original wirklich auf der Erde? (+ Videos)

Teilen:
Die Bundeslade der Bibel: Das Original Gottes und die Kopie des Moses (Bilder: gemeinfrei & Fischinger-Online)
Die Bundeslade der Bibel: Das Original Gottes und die Kopie des Moses (Bilder: gemeinfrei & Fischinger-Online)

Die Bundeslade der Bibel, die Moses angeblich auf Befehl Gottes baute bzw. bauen lies, ist seit jeher Thema vieler Spekulationen, Interpretationen und Thesen. Auch auf diesem Blog und in Mystery Files-Videos bei YouTube war die „Lade des Herrn“ bereits vielfach Thema. Doch wenigen wird bekannt sein, dass es vor Jahrtausenden in Wahrheit zwei Bundesladen gab: Ein göttliches Original und ein menschlicher Nachbau. Das ist keine „Enthüllung“ oder „Verschwörung“, sondern die Bibel selber behauptet das. Woher das Original gekommen sein soll, und was sich damals laut den alten Schriften tatsächlich ereignete, erfahrt Ihr in diesem Blog-Artikel.


Bundeslade

Inzwischen ist es tausende Jahre her, da gab es im Nahen Osten einen Gegenstand von unglaublicher Macht und göttlicher Kraft: Die Bundeslade.

Heute kennt sie spätestens seit „Indiana Jones“ die halbe Welt. Sie war der heiligste und wertvollste Gegenstand des gesamten Alten Testamentes. Angeblich von Moses und dem Volk der Hebräer während ihrer Flucht aus Ägypten selber gebaut und fortan hoch verehrt. Am „Berg Sinai“, wo das Volk beim Exodus bei ihrem Auszug eine Pause einlegte, sei dies alles geschehen, wie es das Buch Exodus schildert.

Immer wieder war diese heilige Kiste auch hier Thema von zahlreichen YouTube Videos HIER, Artikeln und Beiträgen, die Ihr zum Beispiel unter diesem Link HIER findet. Ebenso findet Ihr eine Auswahl an entsprechenden Videos am unten. Und bereits 1997 zeigte ich umfangreich in „Götter der Sterne“ den Mythos und die Hintergründer der Lade auf. Denn dieses heilige Objekte fasziniert nicht nur zahllose Menschen in aller Welt, sonder auch mich selber sehr.

Hinlänglich bekannt sollte selbst Nicht-Bibellesern sein, dass die Lade des Herrn „nur“ eine Kiste aus Holz und Gold war. Getragen an Stangen von ausgewählten Priestern, verziert mit goldenen Mischwesen auf einem Deckel aus massiven Gold. Neben diversen Gegenständen sollen in der rund 120 x 80 x 80 Zentimeter großen Bundeslade auch die Tafeln mit den Zehn Geboten transportiert worden sein. Regeln, die von Gott höchst persönlich formuliert und verfasst wurden. Und zweifellos einer der Höhepunkte der gesamten Bibel.

Das zeigt deutlich, wie heilig und wertvoll diese Lade des Bundes einstmals gewesen sein muss. Sofern es sie je in eine solchen Form gab, war sie die „Verkörperung Gottes auf Erden“, wie es auch Theologen und Bibelforscher deuten. Wie die Kiste letztlich wirklich aussah, ist unklar. Selbst jüdische Gelehrte streiten sich darüber, wie in diesem Mystery Files-Video HIER dargelegt. Was natürlich den historischen Verbleib des Heiligtums explizit mit einschließt.

Heute hat sich ein Bild der Lade etabliert, dass nicht korrekt ist (auch auf dem Titelbild zu sehen). Auch nicht bei „Indiana Jones“, deren Lade-Modell wohl das bekanntes der ganzen Welt ist. Fromme Bilder vergangener Jahrhunderte wiederum zeigen sie in einer Vielfalt an Darstellungen, die widersprüchlicher nicht sein können!

Die zweite, originale Bundeslade

Und all dies trotz oder gerade wegen der zahllosen Ungereimtheiten, Mythen und Spekulationen um diese heilige Truhe der Hebräer. Was schon damit beginnt, dass die Lade bereits als Besitz des Volkes beim Exodus indirekt erwähnt wurde, bevor sie am heiligen Berg überhaupt erst gebaut wurde (s. a. 3. Video unten). Oder auch, dass, wie im oben genannten Buch belegt, zumindest nach einer biblischen Erzählung die Tragestangen mindestens zehn Meter lang waren. Ganz nebenbei wurde sie einstmals sogar durch die Luft mit einem Fluggerät transportiert (s. a. 2. Video unten) …

Die „klassische Legende“ der Herkunft der göttliche Truhe ist weithin bekannt. Demnach kamen die Hebräer bei ihrer Reise zum Berg Gottes, da dieser zuvor Moses bereits den Auftrag gab, dass sie bei ihrem Exodus genau dorthin kommen sollen. Hier erklomm der fromme Moses des Berg, bekam die Zehn Gebote seines Herrn und die sogenannte „Bauanweisung für die Bundeslade“, wie sie im Buch Exodus steht. Allerdings längst nicht nur diese.

Liest man die entsprechenden Stellen der Bibel im Buch Exodus genau, waren die Bauanleitungen weit umfangreicher. Auch das Zelt, der mobile Tempel für die Lade (Tabernakel, Stiftshütte) inklusive sämtlichen Inventar, Materialien und allen gestalterischen und baulichen Details wurden von Gott persönlich in Auftrag geben. Eingeschlossen die Kleidung der kommenden Priesterschaft der Lade oder auch die Art der Zeremonien. Nachzulesen im Buch Exodus ab Kapitel 25.

Hier konzentrieren sich viele Mystery-Jäger oder „Phantasten“ seit Jahrzehnten auf die Schilderungen zum Bau der Lade selbst (ab. Ex. 25,10). Dabei fällt schon im Vorfeld von Gott selber eine erstaunliche Bemerkung gegenüber seinem Schützling Moses auf dem Berg, die vielfach überlesen wird:

Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne! Genau so, wie ich dir das Vorbild der Wohnung und das Vorbild aller ihrer Geräte zeigen werde, so sollt ihr es machen.“ (Ex. 25,8f.)

Andere Übersetzungen der Stelle nennen hier „genau nach dem Plan, den ich dir von der Wohnung und ihrem ganzen Gerät zeige“. In anderen Fällen lesen wir „nach dem Modell der Wohnung und nach dem Modell all ihrer Gegenstände“ oder wir lesen von einem „Musterbild“. Mit Wohnung ist dabei natürlich kein Haus oder ähnliches im eigentlichem Sinn gemeint, sondern das besagtes Zelt als transportabler Tempel für die göttliche Bundeslade.


Alles nach vorbereiteten Plan Gottes

Auch an späterer Stelle, in dem Vers 26,30 im Buch Exodus, wiederholt der Herr, dass Moses alles nach dem Plan oder Modell bauen soll, „wie du es auf dem Berg gesehen hast“. Folgerichtig gab es eine zweite Bundeslade, die offensichtlich Gott selber gehörte. Diese hatte er – wie alles andere auch – vorbereitet als Modell, Plan oder Vorlage für sein Volk „auf dem Berg“ bereitgehalten, bis Moses zu ihm kommen wird.

Selbstverständlich nahm Moses den Auftrag seines Herrn begeistert an. Und dieser kümmerte sich sogar um entsprechende Handwerker, die seine Pläne korrekt umsetzten konnten. Bezalel und Oholiab hießen die beiden Experten, die der Herr „mit Weisheit, mit Verstand und mit Kenntnis für jegliche Arbeit“ und seinem Geist erfüllte (Ex. 31,3 & 6). Demzufolge kennen wir sogar die Namen der Personen, die die Bundeslade nach dem göttlichen Modell gebaut haben sollen.

Es ist verblüffend, dass die Bibel behauptet, der Herr habe Vorlagen für Moses vorbereitet. Blaupausen oder sogar die Originale, die seine Anhänger am Fuße des mysteriösen Berges nachbauen sollten. Eine „geheime Enthüllung“ ist das dabei natürlich nicht, da es ganz offen in jeder Bibel steht. Nur wird es gerne übersehen. Nicht minder wie die Konsequenzen. Also, dass der Herr selber eine Lade in seinem Privatbesitz hatte.

Und nimmt man andere Schriften hinzu, so hat der Herr sogar Material zum Bau seiner geforderten Objekte selber erschaffen oder besorgt. Baustoffe für sein Zeltheiligtum, deren Deutung von „Delphinhäuten“ bis „Felle von Einhörnern“ gehen. (s. 4. Video unten)

Tabernakel nach dem Plan Gottes:-Die Bundeslade stand im Allerheiligsten, dem Zelt mit der (eingefärbten) Wolke darüber (Bild: gemeinfrei)
Tabernakel beim Exodus nach dem Plan Gottes:-Die Bundeslade stand im Allerheiligsten, dem Zelt mit der (eingefärbten) Wolke darüber (Bild: gemeinfrei)

Wie an anderer Stelle genauer ausgeführt, ist der Kontext all dieser Ereignisse noch weit erstaunlicher. Während wir im Alten Testament (Ex. 24,15ff. & Ex. 19,16ff.) lesen, das „die Herrlichkeit des Herrn“ in einer „feurigen Wolke“ vom Himmel auf dem Berg hernieder kam, soll Moses selber in diese „Wolke“ eingetreten sein. Und verschwand daraufhin für 40 Tage und Nächte von seinem Volk, da er sich laut Bibel so lange auf dem Gottesberg aufhielt. „Wie verzerrendes Feuer“ habe sich die „Erscheinung der Herrlichkeit des Herrn auf dem Gipfel des Berges“ vor dem Volk am Fuße des Berges gezeigt.

Das Volk, von Gott und Moses verlassen!

So wirklich Angst um Moses hatte wohl niemand, als dieser 40 Tage und Nächste nicht zurück kam. Bis auf ein paar Aufrührer, die von Aaron, dem Bruder des Moses, während seiner Abwesenheit verlangen, dass ein „Goldenes Kalb“ gefertigt werden muss. Als eine Art neuen Gott oder Ersatz für ihren Herrn und ihren Anführer Moses, der ja wochenlang abwesend war (Ex. 32,1) Ohne zu sehr an dieser Stelle ins Details gehen zu wollen, ist das überaus seltsam.

Penibel vermerkt das Buch Exodus, dass das ganze Gottesvolk der Hebräer feurig die Erscheinung und Niederkunft auf dem Berggipfel sah (der übrigens zweimal hernieder kam). Es sah aus „wie Rauch aus einem Schmelzofen“, „der ganze Berg bebte gewaltig“, alles war „in Rauch gehüllt“, „gewaltiger Hörnerschall“ ertönte und „im Donner“ habe der Herr zu Moses gesprochen, behauptet das Buch Exodus (19,16-20). Mehr noch, es wurde auf Befehl des Herrn zur Vorbereitung sogar ein „Zaun“ oder eine „Begrenzung“ um den Berg gezogen. Niemand dürfe bei der Niederkunft des Himmlischen den Berg besteigen oder betreten.

Durchaus hatten die Anwesenden Angst vor diesem Phänomen. Aber erst wenn ein Signal zur Entwarnung zu hören ist, ist die Gefahr wirklich vorbei. „Erst wenn das Horn ertönt, dürften sie auf den Berg steigen“, mahnt der Herr in der Bibel (Ex. 19,13). Für den Fall, dass jemand sich dieser Anordnung widersetzten würde, hatte er ebenso vorgesorgt. Der Frevler werde dann „gesteinigt oder erschossen“, droht der Herr.

Diese biblischen Schilderungen sollen von einem Vulkanausbruch inspiriert worden sein. So eine sehr geläufige Interpretation der feurigen, donnernden und lärmenden Landung der Wolke. Zynisch ausgedrückt habe demnach ein Haufen Lava Moses die Bundeslade, die Zehn Gebote und alle anderen Gerätschaften gegeben beziehungsweise diese ihm als Vorlage gezeigt. Seltsam nur, dass der Prophet dann 40 Tage (sicher eine symbolische Zahl!) dort oben war. Und ebenso sonderbar ist, warum das Volk am Fuße des Berges plötzlich ihn und ihren Gott vermisste und sich dem „Goldenen Kalb“ als Ersatz zuwandte.

Glauben wir den Beschreibungen der Erscheinung, war diese mehr als deutlich zu sehen und zu hören. (Was auch für einen Vulkan gelten würde.)

Eine Reise in den Himmel

Wäre die Wolken- und Feuersäule eine wirklich sichtbare Erscheinung gewesen, so hätte es niemals zu dem Abfall Israels in der Verehrung des Goldenen Kalbes kommen können.

So bemerkt es auch ein Handbuch zur Bibelforschung. Der Thronwagen des Herrn auf dem Berg wäre folglich nur ein „erzählerisches Bild für die Gegenwart Gottes“ und damit nicht real. Außer man bemüht hier die Prä-Astronautik und geht von einem realen Fluggerät aus, dass hier auf dem Gottesberg landete. Zu diesem ging wie zuvor verabredet Moses herauf, um mit der Besatzung zu sprechen und die geschilderten Anweisungen und Baupläne entgegenzunehmen.

Dafür braucht man aber keine 40 Tage, oder wie lange letztlich das ganze gedauert haben soll oder mag. Was soll der Prophet so lange dort gemacht haben? Dazu fand ich schon vor einigen Jahrzehnten einen eindeutigen Hinweis in einer biblischen Schrift außerhalb der Bibel, der bis dato übersehen wurde. In dem Buch „Ezechiel der Tragiker“, in dem wir lesen, dass Moses auf dem Gipfel des Berges tatsächlich den fliegenden Thronwagen Gottes sah, den man aus zahlreichen biblischen und verwandten Büchern sehr gut kennt.

In oder auf diesem Flugwagen saß dabei nicht etwa Gott, der Herr oder Jahwe. Vielmehr war es nur „ein Mann“. Wörtlich entnehmen wir in dieser Schrift dazu:

Auf einer Bergspitze sah ich (Moses, Anm. LAF) einen großen Thron, der bis zum Himmel reichte. Darauf saß eine Mann, dem edelsten Geschlecht entsprossen. Ein Diadem auf seinem Haupt und in der Linken ein gewaltig Zepter, so winkt er mir mit seiner Rechten. Ich stellt mich vor seinen Thron. Da reichte er mir das Zepter dar und ließ mich seinen großen Thron besteigen. Auch gab er mir sein königliches Diadem; er selber stieg herab.“ (Verse 68-76)

Moses und Gott waren wochenlang verschwunden: Das Goldene Kalb wurde gefertigt (Bild: gemeinfrei)
Moses und Gott waren wochenlang verschwunden: Das Goldene Kalb wurde gefertigt (Bild: gemeinfrei)

Mit diesem Thron ging es dann scheinbar in den Himmel hinauf, denn weiter erfahren wir:

Darauf erblickte ich der Erde ganze Rundung, zugleich der Erde Tiefen und des Himmels Höhen. Da fiel der Sterne Schar mir vor die Füße und alle zählt ich sie (…)

Du schautest die bewohnte Erde ganz, was unter Gottes Himmel weilt und über ihm das heißt: Du wirst erschauen, was ist, was war und werden wird.“ (Verse 77-80 & 87-89)

Dichtung oder Wahrheiten?

Könnte man diese kryptischen Aussagen so deuten, dass Gott Moses in seinem Flugwagen vom Berg oder sogar von der Erde aus mit nahm? Dann wäre vollkommen klar, warum das Volk des Propheten Moses am Fuße des Berges plötzlich vor dem Nichts stand. Nicht nur ihr Anführer war weg, sondern auch die zuvor sichtbare Erscheinung des Herrn war vom Gipfel verschwunden und nicht mehr zu sehen. Deshalb konnte es „zu dem Abfall Israels in der Verehrung des Goldenen Kalbes“ kommen.

In dieser Schrift wird der „edle Mann“ an anderen Stellen auch klar als „Gott“ bezeichnet. „Es zeigte Gott dir, Fremdling, Herrliches“ (Vers 83), notiert die Schrift. Einer der Himmlischen. Prä-Astronautiker können hier natürlich auch nur spekulieren, wohin der Wagen mit dem Moses flog. Hat er das Modell der originalen Bundeslade und alles andere also gar nicht auf dem Berg selber oder überhaupt auf der Erde gesehen, wie es das Buch Exodus besagt? Eine Bundeslade im All, von wo aus Moses der „ganzen Erde Rundung“ und „der Sterne Schar“ erblicken konnte?

Der Text selber stammt aus dem 2. Jahrhundert vor Christus und ist damit vergleichsweise alt. Der Autor mit Namen Ezechiel (nicht der Prophet aus der Bibel) lebte vermutlich in der legendären Stadt Alexandria am Mittelmeer in Ägypten. Hier schrieb er dieses Buch nieder, dass heute als bisher ältestes Drama eines biblisches Themas bekannt ist. Das war lange nach den angenommenen Ereignissen rund um die Bundeslade und dem Gottesberg. Wobei unklar ist, wie, wann und in welcher Form ein derartiger Auszug aus Ägypten überhaupt stattgefundenen haben mag.

Was also könnte der Text wirklich bedeuten? Nur eine Dichtung? Oder griff der Autor auf heute längst vergessene Schriften zurück, um sein Drama zu verfassen? Hat Moses oder wer auch immer alles nur geträumt, da in einem Vers bemerkt wird, dass er „aus dem Schlaf“ erwachte und daraufhin seine „Brust von Furcht bewegt“ war (Vers 82)? Sollte es nur eine Prophezeiung sein, da es heißt, Moses werde eines Tages „einen großen Thron“ zum Einsturz bringen „und selber Kampfespreise austeilen und Volkesführer sein“ (Verse 85f.)?

Wäre es so, hätte sich der Autor im 2. Jahrhundert vor Christus sicher gefragt, wann diese „Prophezeiung“ denn Realität werden wird. Immerhin war Moses laut Bibel da schon über 1.000 Jahre tot …

Video-Auswahl zum Thema

Video vom 16. März 2017 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Video vom 7. November 2019 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Video vom 20. Januar 2018 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Video vom 20. Juni 2016 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

(Dieser Beitrag erschien bereits 2021 in ähnlicher Form auf diesem Blog)

Tagged , , , , , , , <

Astronauten der Antike: Wann genau kommen eigentlich die außerirdischen Anunnaki wieder zur Erde? (+ Videos)

Teilen:
Wann kommen die Anunnaki wieder zur Erde? In 73 Jahren? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
In 872 Jahren kommen die Anunnaki wieder zur Erde … (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

In der Prä-Astronautik-Gemeinschaft erfreut sich seit Jahren eine „Alien-Spezies“ wachsender Beliebtheit. Die Anunnaki. Seit sie 1976 weithin bekannt gemacht wurden, haben sie heute längst als Boom-Thema ein Eigenleben entwickelt. Dabei taucht immer wieder die Frage auf, wann diese Außerirdischen von einem Planeten namens Nibiru wieder zur Erde kommen werden. Immerhin sollen sie schon mehrfach hier gewesen sein. Und einige rechnen quasi dauernd mit ihrer Rückkehr. Tatsächlich gibt es aber einen exakten Termin, den man schon 1976 hätte in Etwa ermitteln können. Wann konkret das sein soll, warum genau dann und woher man das angeblich weiß, erfahrt Ihr in diesem Blog-Artikel.


Anunnaki und Prä-Astronautik

In der Community der Prä-Astronautik, also unter all jenen, die sich für Ancient Aliens begeistern können, taucht immer wieder ein Begriff auf: Anunnaki. Diese Anunnaki sollen Außerirdische sein, die vor tausenden von Jahren hier auf der Erde waren. Maßgeblich seien genau diese Astronauten der Antike es gewesen, die die menschliche Entwicklung beeinflusst hätten. Dabei steht die akkadische Götter-Bezeichnung „Anunnaki“ heute längst mehr oder weniger pauschal für die Astronautengötter an sich.

Ein spannendes Thema für die Suche nach den Göttern der Vorzeit. Leider aber auch ein Thema, dass sich seit sehr, sehr vielen Jahren verselbstständigt hat. Grund dafür ist vor allem die Tatsache, dass unlängst kaum jemand mehr die einstiegen Hintergründe und Ursprünge dieser Thematik mehr kennt, nachliest oder recherchiert. Denn diese Aliens sollen angeblich von einem Planeten namens Nibiru stammen, der sich innerhalb unseres eigenen Sonnensystems befindet. Aber bisher nicht (offiziell) entdeckt wurde. Gerne wird er heutzutage auch mit „Planet 9″ verwechselt.

Vielfach wurden auf diesem Mystery Files-Blog und -Video-Kanal bei YouTube diese Anunnaki bereits thematisiert. In mehr als einem Jahrzehnt kamen so hunderte Beiträgen dazu zusammen. Ebenso waren sie schon 2015 detailliert Thema in dem Buch „Rebellion der Astronautenwächter„. Und dass es auf den genannten Nibiru ein solche Alien-Zivilisation seit hunderttausenden von Jahren gibt, wurde schon 2009 in dem Buch „Die Akte 2012“ klar widerlegt. Was allein schon durch die postulierten „Thesen“ des Nibiru-Erfinders möglich ist. Sofern man diese kennt.

Dieser war kein geringer als der Autor Zecharia Sitchin aus den USA. Ihm allein „verdankt“ die Prä-Astronautik die Spekulation um den Planeten Nibiru und den dort lebenden Anunnaki. In zahlreichen Büchern hat er diese Weltanschauung aus angeblich uralte Texten zusammengebaut. Es sind wichtige Quellen um das Thema zu verstehen. Die jedoch leider heute wohl keiner mehr wirklich liest, da vor allem im Netz die Thematik schon sicher 15 Jahre lang eine Art Selbstläufer ist. Was selbst Sitchin zu Lebzeiten kritisierte.

Die Heimatwelt der Anunnaki

Wie so oft gibt es aber auch bei den Anunnaki einen waren Kern. Selbst bei den wildesten Spekulationen findet sich fast immer dieses berühmte Körnchen Wahrheit. Hier geht dieser Kern aber kaum darüber hinaus, dass es Mythen und alte Schriften gibt, die diese Anunnaki tatsächlich erwähnen. Wobei man hierbei jedoch in entsprechende Texte schauen muss, die nicht Sitchin verbreitet/erfunden hat! Als Prä-Astronautiker, wie ich einer bin, ist es deshalb überaus verlockend entsprechende Überlieferungen zu durchleuchten.

Grundsätzlich ist es so, dass, wenn man der Meinung ist, dass Aliens vor Jahrtausenden hier waren, die Anunnaki dazu gehören. Prä-Astronautik-Forscher klammern entsprechende Mythen nicht aus, nur weil der Autor Sitchin das Thema derart kaputtgemacht hat. Dieser Meinung sind zum Glück einige. Sie sollten zumindest das Thema nicht ausklammern.

Ein sehr wichtiger Punkt bei den Träumereien um die Nibiru-Anunnaki war bei Sitchin die periodische Wiederkehr dieser Götter. Er nahm an, dass sie in regelmäßigen Zyklen unserer Welt besuchten. Diese Annahme kennen Ancient Aliens-Interessierte heute durchaus auch noch durch irgendwelche Online-Beiträge. Vielleicht auch, da sie Sitchins Werke zumindest teilweise selber lasen. Katastrophal war es vor über 10 Jahren in dieser Hinsicht. Unendlich viel Unsinn wurde im Zuge des Maya-Kalenders und den 21. Dezember 2012 im Vorfeld in die Welt gesetzt. Gerne auch die Wiederkehr der Anunnaki und ihres Planeten Nibiru.

Wie aber kann ein ganzer Planet wiederkommen? Das fußt eben auf Sitchins Ideen um die Heimatwelt seiner Anunnaki. Seinen Schriften nach bewegt sich bewohnte Nibiru ähnlich wie ein Komet um die Sonne. In einer starken Ellipse, wobei er rund 3.600 Jahre für eine Sonnenumrundung benötigen würde. Eine mehr als bizarre Idee, wie beispielsweise in diesem Artikel HIER umfassend aufgezeigt.

Nährt sich also diese bewohnte Nibiru-Welt wieder der Erde, so kommen nach Sitchin auch seine Anunnaki wieder. Durchaus logisch: Ist der Nibiru in Erdnähe, können die dortigen Aliens einfacher unserer Welt erreichen. Davon ging auch Sitchin aus.

Die Rückkehr der Götter (des Nibiru)

Dass eines Tages die Götter der Vorzeit wieder kommen wollen, ist längst keine neue Idee. Sitchin hat sie auch nicht erfunden. Wohl aber hat er in seinem ersten Buch „Der 12. Planet“, mit dem 1976 das Anunnaki-Thema begann, diesen „Wiederkunfts-Glauben“ detailliert aufgeführt. Eben im Sinne seiner Aussage, dass sie alle 3.600 Jahren hierher kamen. Aufgrund der Umlaufbahn ihrer Heimatwelt Nibiru, die sogar bis weit hinter Neptun und Pluto hinaus reichen soll …

Die Umlaufbahn des Nibiru wie sie sich Zecharia Sitchin 1976 ausdachte – für eine Großansicht anklicken (Bild: L. A. Fischinger aus dem Buch “Die Akte 2012“)
Die Umlaufbahn des Nibiru wie sie sich Zecharia Sitchin 1976 ausdachte – für eine Großansicht anklicken (Bild: L. A. Fischinger aus dem Buch “Die Akte 2012“)

Sitchin war schon in seinem Erstling überzeugt, dass deshalb alle 3.600 Jahre bei der Ankunft des fremden Planeten und seiner Bewohner etwas Epochales geschehen ist:

Es ist also keineswegs unwahrscheinlich, dass die Nefilim (= Anunnaki, Anm. LAF) den Fortschritt der Menschheit periodisch begutachteten (und weiterförderten), da sie sich jedes Mal, wenn sich der Zwölfte Planet der Erde nährte, damit befassen konnten.“

Von daher ist es wenig verwunderlich, dass auch heute noch immer wieder gefragt wird, wann die Anunnaki wiederkehren. Erst 2021 schrieb jemand in einer Facebook-Gruppe zur Prä-Astronautik:

Die Annunaki kommen erst in 73 Jahren wieder in unsere erdnahe Umlaufbahn! Wann checkt ihr das endlich?

Das wäre das Jahr 2094. Sofern sich hier nicht jemand vertippt hat, ist diese Behauptung aber vollkommen falsch oder pure Erfindung. Denn schon 1976 hätte man anhand Sitchins erstem Buch berechnen können wann nach seinen Ideen der Nibiru und damit die Anunnaki in Etwa wieder kommen werden. Man hätte nur seine angenommenen Daten, etwa für die Sintflut, die er mit Nibirus Erdnähe in Verbindung brachte, weiter rechnen müssen.

Zu finden sind diese auf Seite 204f. in der deutschen Erstausgabe. Um es sogar noch leichter zu machen, findet sich sogar auf den Seiten 328 und 329 eine tabellarische Auflistung der „Ereignisse“ bis zur Sintflut.

„Die Prophezeiungen von der Wiederkunft“

Nach Sitchin wäre das: ca. 11000 vor Christus die Sintflut und danach der Beginn der Kultur (Ackerbau), ca. 7400 vor Christus die „Phase der Töpferei“ und ca. 3800 vor Christus der Beginn der 1. Zivilisationen der Welt (Sumerer). „Die periodische Erdannährung des Zwölften Planeten stecken hinter den drei entschiedenen Phasen der nachsintflutlichen Zivilisation des Menschen“, ist sich Sitchin sicher.

Ob hier nun eine „Milchmädchenrechnung“ vorliegt oder nicht, soll nicht weiter interessieren. Spielen wir also die einfache Rechnung von Sitchin mit dem Zyklus von 3.600 Jahren weiter. Schließlich wird der Planet nicht plötzlich irgendwo hinter dem Pluto stehenbleiben. Das wäre dann: 3800 vor Christus + 3.600 Jahre Nibiru-Zyklus = 200 vor Christus. Erneut plus 3.600 Jahre Nibiru-Zyklus = 3400 nach Christus!

Das ist sehr weit weg von einer baldigen Wiederkehr der Anunnaki mit ihrem Heimatplaneten. Und so wirklich genau ist der Zeitpunkt von Sitchin auch nicht festgelegt worden. Das änderte sich erst in einem viel späteren Buch von ihm, dass 2007 auch in Deutschland unter dem Titel „Apokalypse“ erschien. Darin geht es auch und vor allem um „die Prophezeiungen von der Wiederkunft“, wie Sitchin schreibt. Denn, so der Autor weiter, in den drei Jahrzehnten nach erscheinen seinen ersten Bestsellers haben ihn unzählige Leser die entscheidende Frage nach der Rückkehr der außerirdischen Anunnaki und des Nibiru gestellt.

Sitchin vermutet in diesem Buch, dass der Gott An, der Herrscher des Nibiru, 4000 vor Christus auf der Erde war. So grob um diese Zeit oder 3800 vor Christus war auch sein 12. Planet in Erdnähe. Folgerichtig sind seine Berechnungen nach 30 Jahren grundsätzlich unverändert. Trotzdem geht Sitchin umfassend auf Nibiru und auch seine Wiederkunft nach dem ungefähren Jahr 4000 vor Christus ein. Er ist nach zahlreichen Berechnungen sicher, „dass die Anunnaki-Götter zwischen spätestens 610 v. Chr. bis etwa 560 v. Chr. nach und nach die Erde verließen“.

Der Mars diente dabei angeblich als „Zwischenstation der Anunnaki“.

Wir haben noch 872 Jahre Zeit

Zecharia Sitchin war also auch in seinem Buch von 2007 wie 30 Jahre zuvor überzeugt, dass Nibiru um 11000 vor Christus die Sintflut auslöse und auch um das Jahr 560 vor Christus in Erdnähe war. Abweichungen in seinen Berechnungen erklärt er damit, dass Nibiru bei seinem Lauf um die Sonne durchaus durch die Gravitation anderer Himmelskörper in seiner Umlaufbahn gestört wurde. Für einen von einer außerirdischen Zivilisation bewohnten Planeten eigentlich verehrend!

Der Umlauf des Alien-Planeten von 3.600 Jahren sei „immer ein mathematischer Mittelwert“, so gibt Sitchin zu bedenken. Er spekuliert weiter, dass es wohl zu einem Crash des Nibiru mit dem Planeten Uranus kam. Ja, dass vielleicht Sogar der Mond Miranda ein ehemaliger Mond des Nibiru ist. Das hätte den Umlauf des Nibiru auf rund 3.450 Jahre verkürzt. Ein Zusammenstoß des Nibiru mit dem Uranus? In der Tat glaubte das Zecharia Sitchin in seinem Buch. In diesem Artikel HIER wird genau drauf genauer eingegangen.

Der Prä-Astronautik-Autor macht daraufhin auf Seite 300 von „Apokalypse“ eine besonders wichtige Feststellung, wenn er schreibt:

Wenn es das ist, was geschah, würde es das ,frühe’ Erscheinen Nibirus 556 v. Chr. erklären – und darauf schließen lassen, dass mit seiner Wiederkunft um das Jahr 2900 n. Chr. zu rechnen ist (Hervorhebung LAF).“

Die Rechnung ist einfach: Nibirus Umlauf änderte sich vor einigen Jahrtausenden auf 3.450 Jahre +/- einige X Jahre. 4000 vor Christus war er hier. Also: 4000 vor Christus + 3.450 Jahre neuer Nibiru-Zyklus = 550 vor Christus. Erneut 3.450 Jahre addiert ergibt das Jahr 2900. Noch genauer, da Sitchin von 556 vor Christus spricht, 2894 nach Christus. Damit hat die Menschheit noch exakt 872 Jahre Zeit, bis Nibiru wieder in Erdnähe ist und die Anunnaki zurückkehren.

Bereits im Jahre 1995 habe ich in dem Magazin „New Scientific Times“ (Nr. 3/1995) darauf hingewiesen, dass der angebliche Planet erst in 800 Jahren kommen wird. Wobei das eigentlich weniger wünschenswert sein sollte. Immerhin habe der Planet nach der Kollision mit Uranus und durch seine Gravitation in Erdnähe einst die Sintflut ausgelöst, heißt es.

Video-Auswahl zum Thema

Video vom 6. April 2019 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Video vom 22. Dezember 2018 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Video vom 25. Mai 2017 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan von Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Tagged , , , , , , <

Die Bundeslade der Bibel gab es zweimal: Das Original Gottes und die Kopie des Moses – doch wo stand dieses Original – wirklich auf der Erde? (+ Videos)

Teilen:
Die Bundeslade der Bibel: Das Original Gottes und die Kopie des Moses (Bilder: gemeinfrei & L. A. Fischinger / Montage: Fischinger-Online)
Die Bundeslade der Bibel: Das Original Gottes und die Kopie des Moses (Bilder: gemeinfrei & L. A. Fischinger / Montage: Fischinger-Online)

Die Bundeslade der Bibel, die Moses angeblich auf Befehl Gottes baute bzw. bauen lies, ist seit jeher Thema vieler Spekulationen, Interpretationen und Thesen. Auch auf diesem Blog und in Mystery Files-Videos bei YouTube war die „Lade des Herrn“  bereits vielfach Thema. Doch wenigen wird bekannt sein, dass es vor Jahrtausenden in Wahrheit zwei Bundesladen gab. Das zumindest behauptet das die Bibel selber. Woher die andere Lade gekommen sein soll und was sich damals laut den alten Schriften ereignete, erfahrt Ihr in diesem Blog-Artikel.


Bundeslade

Inzwischen ist es rund tausende Jahre Jahre her, da gab es im Nahen Osten einen Gegenstand von unglaublicher Macht und göttlicher Kraft. Heute kennt sie spätestens seit „Indiana Jones“ die halbe Welt. Sie war der heiligste und wertvollste Gegenstand des gesamten Alten Testamentes. Angeblich von Moses und dem Volk der Hebräer während ihrer Flucht aus Ägypten selber gebaut und fortan hoch verehrt. Am „Berg Sinai“, wo das Volk beim Exodus bei ihrem Auszug eine Pause einlegte, sei dies alles geschehen, wie es das Buch Exodus schildert.

Immer wieder war diese heilige Kiste auch hier Thema von zahlreichen YouTube Videos, Artikeln und Beiträgen, die Ihr zum Beispiel unter diesem Link HIER findet. Ebenso eine Auswahl an entsprechenden Videos unten. Bereits 1997 zeigte ich umfangreich in „Götter der Sterne“ den Mythos und die Hintergründer der Lade auf.

Hinlänglich bekannt sollte selbst Nicht-Bibellesern sein, dass die Lade des Herrn „nur“ eine Kiste aus Holz und Gold war. Getragen an Stangen von ausgewählten Priestern, verziert mit goldenen Mischwesen auf einem massiv goldenen Deckel. Neben diversen Gegenständen sollen in der rund 120 x 80 x 80 Zentimeter großen Bundeslade auch die Tafeln mit den Zehn Geboten transportiert worden sein. Regeln, die von Gott höchst persönlich formuliert und verfasst wurden. Und zweifellos einer der Höhepunkte der gesamten Bibel.

Das zeigt deutlich, wie heilig und wertvoll diese Lade des Bundes einstmals gewesen sein muss. Sofern es sie je in eine solchen Form gab, war sie die „Verkörperung Gottes auf Erden“, wie es auch Theologen und Bibelforscher deuten. Wie die Kiste letztlich wirklich aussah, ist unklar. Heute hat sich ein Bild von ihr etabliert, dass nicht korrekt ist (auch auf dem Titelbild zu sehen). Auch nicht bei „Indiana Jones“, deren Lade-Modell wohl das bekanntes der ganzen Welt ist. Fromme Bilder vergangener Jahrhunderte wiederum zeigen sie in einer Vielfalt an Darstellungen, die widersprüchlicher nicht sein könne!

Ein Modell der Bundeslade

Und all dies trotz oder gerade weil der zahllosen Ungereimtheiten, Mythen und Spekulationen um diese heilige Truhe der Hebräer. Was schon damit beginnt, dass die Lade bereits als Besitz des Volkes beim Exodus erwähnt wurde, bevor sie am heiligen Berg überhaupt erst gebaut wurde (s. a. 2. Video unten). Oder auch, dass, wie im oben genannten Buch belegt, zumindest nach einer biblischen Erzählung die Tragestangen mindestens zehn Meter lang waren. Ganz nebenbei wurde sie einstmals sogar durch die Luft mit einem Fluggerät transportiert (s. a. 1. Video unten) …

Die „klassische Legende“ der Herkunft der göttliche Truhe ist weithin bekannt. Demnach kamen die Hebräer bei ihrer Reise zum Berg Gottes, da dieser zuvor Moses bereits den Auftrag gab, dass sie bei ihrem Exodus genau dorthin kommen sollen. Hier erklomm der fromme Moses des Berg, bekam die Zehn Gebote seines Herrn und die sogenannte „Bauanweisung für die Bundeslade“. Allerdings längst nicht nur diese.

Liest man die entsprechenden Stellen der Bibel im Buch Exodus genau, waren die Bauanleitungen weit umfangreicher. Auch das Zelt, der mobile Tempel für die Lade (Tabernakel, Stiftshütte) inklusive sämtlichen Inventar, Materialien und allen gestalterischen und baulichen Details wurden von Moses Gott persönlich in Auftrag geben. Eingeschlossen die Kleidung der kommenden Priester der Lade oder auch die Art der Zeremonien. Nachzulesen im Buch Exodus ab Kapitel 25.

Hier konzentrieren sich viele Mystery-Jäger oder „Phantasten“ seit Jahrzehnten auf die Schilderungen zum Bau der Lade selbst (ab. Ex. 25,10). Dabei fällt schon im Vorfeld von Gott selber eine erstaunliche Bemerkung gegenüber seinem Schützling Moses auf dem Berg:

Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne! Genau so, wie ich dir das Vorbild der Wohnung und das Vorbild aller ihrer Geräte zeigen werde, so sollt ihr es machen.“ (Ex. 25,8f.)

Andere Übersetzungen der Stelle nennen hier „genau nach dem Plan, den ich dir von der Wohnung und ihrem ganzen Gerät zeige“. In anderen Fällen lesen wir „nach dem Modell der Wohnung und nach dem Modell all ihrer Gegenstände“ oder wir lesen von einem „Musterbild“. Mit Wohnung ist dabei natürlich kein Haus oder ähnliches im eigentlichem Sinn gemeint, sondern das besagtes Zelt als transportabler Tempel für die Bundeslade.

Alles nach vorbereiteten Plan Gottes

Auch an späterer Stelle, in dem Vers 26,30 im Buch Exodus, wiederholt der Herr, dass Moses alles nach dem Plan oder Modell bauen soll, „wie du es auf dem Berg gesehen hast“. Folgerichtig gab es eine zweite Bundeslade, die wohl Gott selber gehörte. Diese hatte er – wie alles andere auch – vorbereitet als Modell, Plan oder Vorlage für sein Volk „auf dem Berg“ bereitgehalten, bis Moses zu ihm kommen wird.

Selbstverständlich nahm Moses den Auftrag seines Herrn begeistert an. Und der kümmerte sich sogar um entsprechende Handwerker, die seine Pläne korrekt umsetzten konnten. Bezalel und Oholiab hießen die beiden Experten, die der Herr „mit Weisheit, mit Verstand und mit Kenntnis für jegliche Arbeit“ und seinem Geist erfüllte (Ex. 31,3 & 6). Demzufolge kennen wir sogar die Namen der Personen, die die Bundeslade nach dem göttlichen Modell gebaut haben sollen.

Es ist verblüffend, dass die Bibel behauptet, der Herr habe Vorlagen für Moses vorbereitet. Blaupausen oder sogar die Originale, die seine Anhänger am Fuße des mysteriösen Berges nachbauen sollten. Und nimmt man andere Schriften hinzu, so hat der Herr sogar Material zum Bau seiner geforderten Objekte selber erschaffen oder besorgt. Baustoffe für sein Zeltheiligtum, deren Deutung von „Delphinhäuten“ bis „Felle von Einhörnern“ gehen (s. 3. Video unten)

Wie an anderer Stelle genauer ausgeführt, ist der Kontext all dieser Ereignisse noch weit erstaunlicher. Während wir im Alten Testament (Ex. 24,15ff. & Ex. 19,16ff.) lesen, das „die Herrlichkeit des Herrn“ in einer „feurigen Wolke“ vom Himmel auf dem Berg hernieder kam, soll Moses selber in diese „Wolke“ eingetreten sein. Und verschwand daraufhin für 40 Tage und Nächte von seinem Volk, da er sich laut Bibel so lange auf dem Gottesberg aufhielt. „Wie verzerrendes Feuer“ habe sich die „Erscheinung der Herrlichkeit des Herrn auf dem Gipfel des Berges“ vor dem Volk am Fuße gezeigt haben.

Das Volk, von Gott und Moses verlassen!

So wirklich Angst um Moses hatte wohl niemand, als dieser 40 Tage und Nächste nicht zurück kam. Bis auf ein paar Aufrührer, die von Aaron, dem Bruder des Propheten, während seiner Abwesenheit verlangen, dass ein „Goldenes Kalb“ gefertigt werden muss. Als eine Art neuen Gott oder Ersatz für ihren Herrn und ihren Anführer Moses, der ja wochenlang abwesend war (Ex. 32,1) Ohne zu sehr an dieser Stelle ins Details gehen zu wollen, ist das überaus seltsam.

Werde auch DU Fan von Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Penibel vermerkt das Buch Exodus, dass das ganze Gottesvolk der Hebräer feurig die Erscheinung und Niederkunft auf dem Berggipfel sah (der übrigens zweimal hernieder kam). Es sah aus „wie Rauch aus einem Schmelzofen“, „der ganze Berg bebte gewaltig“, alles war „in Rauch gehüllt“, „gewaltiger Hörnerschall“ ertönte und „im Donner“ habe der Herr zu Moses gesprochen, behauptet das Buch Exodus (19,16-20). Mehr noch, es wurde auf Befehl des Herrn zur Vorbereitung sogar ein „Zaun“ oder eine „Begrenzung“ um den Berg gezogen. Niemand dürfe bei der Niederkunft des Himmlischen den Berg besteigen oder betreten.

Durchaus hatten die Anwesenden Angst vor diesem Phänomen. Aber erst wenn ein Signal zur Entwarnung zu hören ist, ist die Gefahr wirklich vorbei. „Erst wenn das Horn ertönt, dürften sie auf den Berg steigen“, mahnt der Herr in der Bibel (Ex. 19,13). Für den Fall, dass jemand sich dieser Anordnung widersetzten würden, hatte er ebenso vorgesorgt. Der Frevler werde dann „gesteinigt oder erschossen“.

Diese biblischen Schilderungen sollen von einem Vulkanausbruch inspiriert worden sein. So eine sehr geläufige Interpretation der feurigen, donnernden und lärmenden Landung der Wolke. Zynisch ausgedrückt habe demnach ein Haufen Lava Moses die Bundeslade, die Zehn Gebote und alle anderen Gerätschaften gegeben bzw. diese als Vorlage gezeigt. Seltsam nur, dass der Prophet dann 40 Tage (sicher eine symbolische Zahl!) dort oben war. Und ebenso sonderbar ist, warum das Volk am Fuße des Berges plötzlich ihn und ihren Gott vermisste und sich dem „Goldenen Kalb“ als Ersatz zuwandte.

Glauben wir den Beschreibungen der Erscheinung, war diese mehr als deutlich zu sehen und zu hören. (Was auch für einen Vulkan gelten würde.)

Eine Reise in den Himmel

Wäre die Wolken- und Feuersäule eine wirklich sichtbare Erscheinung gewesen, so hätte es niemals zu dem Abfall Israels in der Verehrung des Goldenen Kalbes kommen können.

So bemerkt es auch ein Handbuch zur Bibelforschung. Der Thronwagen des Herrn auf dem Berg wäre folglich nur ein „erzählerisches Bild für die Gegenwart Gottes“ und damit nicht real. Außer man bemüht hier die Prä-Astronautik und geht von einem realen Fluggerät aus, dass hier auf dem Gottesberg landete. Zu diesem ging wie zuvor verabredet Moses herauf, um mit der Besatzung zu sprechen und die geschilderten Anweisungen und Baupläne entgegenzunehmen.

Dafür braucht man aber keine 40 Tage, oder wie lange letztlich das ganze gedauert haben soll oder mag. Was soll der Prophet so lange dort gemacht haben? Dazu fand ich schon vor einigen Jahrzehnten einen eindeutigen Hinweis in einer biblischen Schrift außerhalb der Bibel, die bis dato übersehen wurde. Das Buch „Ezechiel der Tragiker“. In diesem lesen wir, dass Moses auf dem Gipfel des Berges tatsächlich den fliegenden Thronwagen Gottes sah, den man aus zahlreichen biblischen und verwandten Büchern sehr gut kennt.

In oder auf diesem Flugwagen saß dabei nicht etwa Gott, der Herr oder Jahwe. Vielmehr war es nur „ein Mann“. Wörtlich entnehmen wir in dieser Schrift dazu:

Auf einer Bergspitze sah ich (Moses, Anm. LAF) einen großen Thron, der bis zum Himmel reichte. Darauf saß eine Mann, dem edelsten Geschlecht entsprossen. Ein Diadem auf seinem Haupt und in der Linken ein gewaltig Zepter, so winkt er mir mit seiner Rechten. Ich stellt mich vor seinen Thron. Da reichte er mir das Zepter dar und ließ mich seinen großen Thron besteigen. Auch gab er mir sein königliches Diadem; er selber stieg herab.“ (Verse 68-76)

Mit diesem Thron ging es dann scheinbar in den Himmel hinauf, denn weiter erfahren wir:

Darauf erblickte ich der Erde ganze Rundung, zugleich der Erde Tiefen und des Himmels Höhen. Da fiel der Sterne Schar mir vor die Füße und alle zählt ich sie (…)

Du schautest die bewohnte Erde ganz, was unter Gottes Himmel weilt und über ihm das heißt: Du wirst erschauen, was ist, was war und werden wird.“ (Verse 77-80 & 87-89)

Dichtung oder Wahrheiten?

Könnte man diese kryptischen Aussagen so deuten, dass Gott Moses in seinem Flugwagen vom Berg oder sogar von der Erde aus mit nahm? Dann wäre vollkommen klar, warum das Volk des Propheten Moses am Fuße des Berges plötzlich vor dem Nichts stand. Nicht nur ihr Anführer war weg, sondern auch die zuvor sichtbare Erscheinung des Herrn war vom Gipfel verschwunden und nicht mehr zu sehen.

In dieser Schrift wird der „edle Mann“ an anderen Stellen auch klar als „Gott“ bezeichnet. „Es zeigte Gott dir, Fremdling, Herrliches“ (Vers 83), notiert die Schrift. Einer der Himmlischen. Prä-Astronautiker können hier natürlich auch nur spekulieren, wohin der Wagen mit dem Moses flog. Hat er das Modell der originalen Bundeslade und alles andere also gar nicht auf dem Berg selber oder überhaupt auf der Erde gesehen, wie es das Buch Exodus besagt? Eine Bundeslade im All, von wo aus Moses der „ganzen Erde Rundung“ und „der Sterne Schar“ erblicken konnte?

Der Text selber stammt aus dem 2. Jahrhundert vor Christus und ist damit vergleichsweise alt. Der Autor mit Namen Ezechiel (nicht der Prophet aus der Bibel) lebte vermutlich in der legendären Stadt Alexandria am Mittelmeer in Ägypten. Hier schrieb er dieses Buch nieder, dass heute als bisher ältestes Drama eines biblisches Themas bekannt ist. Das war lange nach den angenommenen Ereignissen rund um die Bundeslade und dem Gottesberg. Wobei unklar ist, wie, wann und in welcher Form ein derartiger Auszug aus Ägypten überhaupt stattgefundenen haben mag.

Was also könnte der Text wirklich bedeuten? Nur eine Dichtung? Oder griff der Autor auf heute längst vergessene Schriften zurück, um sein Drama zu verfassen? Hat Moses oder wer auch immer alles nur geträumt, da in einem Vers bemerkt wird, dass er „aus dem Schlaf“ erwachte und daraufhin seine „Brust von Furcht bewegt“ war (Vers 82)? Sollte es nur eine Prophezeiung sein, da es heißt, Moses werde eines Tages „einen großen Thron“ zum Einsturz bringen „und selber Kampfespreise austeilen und Volkesführer sein“ (Verse 85f.)?

Wäre es so, hätte sich der Autor im 2. Jahrhundert vor Christus sicher gefragt, wann diese „Prophezeiung“ denn Realität werden wird. Immerhin war Moses laut Bibel da schon über 1.000 Jahre tot …

Video-Auswahl zum Thema

Dies ist der Box-Titel

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

 

Video vom 20. Januar 2018 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Video vom 20. Juni 2016 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , , , <

Vor 142 Jahre starb Bernadette Soubirous, die Seherin von Lourdes: Von Geistern, Marienerscheinungen und seltsamen Lichtwesen

Teilen:
Bernadette Soubirous und die angeblichen Marienerscheinungen von Lourdes (Bild: gemeinfrei)
Bernadette Soubirous und die angeblichen Marienerscheinungen von Lourdes (Bild: gemeinfrei)

Vor 142 Jahren starb am 16. April 1879 die christliche Seherin Bernadette Soubirous. Ihr erschien mehrfach in einer Grotte bei Lourdes eine strahlende Erscheinung, die von der katholischen Kirche als echte und reale Marienerscheinungen anerkannt sind. Heute ist das französische Lourdes einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte der Kirche und Soubirous selber als „Heilige“ anerkannt. Dabei werden die wundersamen und strahlenden Erscheinungen der angeblichen Mutter Gottes im Jahr 1858 weit mehr Fragen auf, als diese beantworten. Welche das sind, und warum die Auserwählte Soubirous selber nie sagte, dass ihr die „Jungfrau Maria“ erschien, erfahrt Ihr hier.


Marienerscheiungen und sonstige Lichtwesen

In Überlieferungen und Erzählungen, die einen Zeitraum von tausenden von Jahren umspannen, tauchen immer wieder seltsame Wesen auf. Lichtwesen, Engel, Feuermänner, Jungfrau Maria, Feen, leuchtende Jungfrauen, Elfen, Geister oder auch gleich Gott werden diese in den unterschiedlichen Geschichten genannt. Gesehen worden seien diese Erscheinungen vor Jahrtausenden ebenso wie in der Moderne. Und das in aller Welt.

Lediglich in der Deutung, was genau die Natur oder Herkunft dieser Wesen ist, unterscheiden sich die Schilderungen. Der Kern bleibt oft gleich bis identisch. Wobei es auch auffällige Unterschiede in den überlieferten Sagen, Schriften, Märchen und Mythen gibt. Zum Beispiel die sogenannten „Feuermänner“. Stahlende und brennende und damit hell leuchtende Erscheinungen, die sich in alten Erzählungen in ganz Europa wiederfinden. Nicht selten soll es dabei vorgekommen sein, dass Orte, an denen sich diese erschreckenden Erscheinungen zeigten, von Menschen und Tieren nicht passiert werden konnten. Etwa Kutschen.

Es müssen nicht immer irgendwelche Unholde oder böse Geister dafür verantwortlich sein, dass Kutschfahrten plötzlich unterbrochen wurden. Selbst Erscheinungen, die man als Engel bezeichnen könnte, trieben ihr Spiel an magischen Orten mit den Reisenden.

Drei leuchtende Jungfrauen in Bayern

So geschehen angeblich im „Erdinger Moos“ in Bayern seit alten Zeiten „Irrlichter“ umher, über die zahlreiche Sagen und Geschichten kursieren. Eine davon handelt von dem Kutscher Stangl Nazi (der heißt tatsächlich so), der von München kommend diese Gegend durchquerte. Und plötzlich eine unheimliche Begegnung hatte, die beispielsweise Fritz Fenzl in „Der Teufelsritt“ mit folgenden Worten wiedergibt:

„Plötzlich wurde er auf seinem Kutschbock hellwach.

Denn er sah auf einer Säule drei Jungfrauen stehen, die waren in weiße, wallende Gewänder gehüllt, sahen schön, erhaben und geheimnisvoll aus, noch dazu, da sie eine höhere Macht des Überirdischen in hell gleißendes, blendendes Licht getaucht heilt. (…)

Mein Gott, wie erschrak der Nazi da! Die Jungfrauen blieben ruhig, erhaben und schön und sahen ihn unverwandt an, mit Blicken wie aus einer ganz anderen Welt.

Auch die Pferde waren derart erschrocken ob der Gespenster, dass sie erst wie erstarrt dastanden, ausharrten und nicht von der Stell zu bewegen waren.“

Erst nachdem der Mann seine Pferde mit aller Gewalt dazu bewegen konnte weiter zu laufen, sah er sich später nochmals um. Die engelhaften Lichtwesen waren da schon fort.

Bernadette Soubirous und die Erscheinungen von Lourdes

Wäre in diesem Fall nur eine derartige weiße und strahlende „Jungfrau“ auf so wundersame Weise erschienen, so bin ich überzeugt, hätte man diese vielleicht als „Marienerscheinung“ gedeutet. Nicht als „Gespenst“, wie in dieser Erzählung.

Vielleicht ähnlich, wie in der katholischen Wallfahrtsstätte Lourdes in Frankreich.

Dort soll ab dem 11. Februar 1858 die himmlische „Jungfrau Maria“ dem 14-jährigen Mädchen Bernadette Soubirous mehrfach in einer Grotte erschienen sein. Insgesamt 18-mal an unterschiedlichen Tagen, zu der teilweise zehntausende Neugierige pilgerten. Gesehen hat die leuchtende „Dame“ nur die Seherin Soubirous selbst. Die Erscheinung selber sei wie bei den meisten Erscheinungen dieser Art weiß, hell und voller Licht gewesen. Gekleidet „in weißen Gewändern“, in „überirdischen Licht“ oder auch mit einem „weißen Kleid“. Ein Hauptanliegen der leuchtenden Figur war, dass das Mädchen zu den Priestern gehen solle, um am Ort der Erscheinungen den Bau einer Kapelle zu veranlassen. „Geh und sag den Priestern, dass ich hier eine Kapelle errichtet habe will“, befahl die Erscheinung dem Mädchen.

Für die katholische Kirche sind oder waren diese Erscheinungen Realität und sie hat Lourdes als Wallfahrtsstätte längst anerkannt. Soubirous selber wiederum wurde schon 1933 vom Vatikan heiliggesprochen. Der sogenannte „Heilige Bezirk“ von Lourdes rund um die Grotte der damaligen Erscheinungen ist ein sehr beliebter Wallfahrtsort für Gläubige und vor allem auch Kranke. Der bei den Marienerscheinungen 1858 „wundersam“ erscheinenden Wasserquelle und den entsprechenden Bädern von heute dort werden Wunderheilungen zugesprochen. Nicht anders wie bei vergleichbaren Pilgerorten solcher Manifestationen des Himmels, wie etwa Guadalupe in Mexiko-Stadt. Wo die Erscheinung 1531 übrigens auch von dem Seher namens Juan Diego verlangte, dass er bei der Kirchenobrigkeit den Bau einer Kapelle durchsetzten soll (mehr HIER und in diesem Video HIER).

Alleine in der „Basilika Pius X.“ von Lourdes finden bis zu 25.000 Gläubige Platz. Ein Bauwerk unter der Erde, das am 25. März 1958 zum hundertjährigen Jubiläum der Erscheinungen feierlich eingeweiht wurde. Benannt ist sie nach Papst Pius X., der von 1903 bis 1914 Papst war und angeblich schon zu Lebzeiten Wunder bewirkte. Auch dieser Mann der Wunder wurde heiliggesprochen (1954).

Die „Mutter Gottes“?

Einige Aspekte sind bei diesen von der Kirche als „Wunder“ und echte „Erscheinungen“ durch Gottes Gnaden anerkannten Begegnungen mit der Anderswelt durchaus verstörend. So hat die himmlische Gestaltet die auserwählte Seherin bei den ersten Begegnungen immer mit „Sie“ angesprochen. Was selbst das einfache 14-jährige Kind Bernadette verwunderte. Für die angebliche „Mutter Gottes“ in der Tat sonderbar.

Nicht weniger wie die Weigerung der „Dame“, ihren Namen zu verraten. Das tat die strahlende Manifestation erst bei ihrer 16. Erscheinung am 25. März. Hier stellte sie sich auf mehrfache Nachfragen des Seherkindes als „Ich bin die Unbefleckte Empfängnis“ vor.

Über die Ereignisse berichtete Bernadette auch Dominique Peyramale, dem Pfarrer von „Saint Pierre“ in Lourdes selbst. Er gab dem Mädchen auch den Auftrag, nach dem Namen des Lichtwesens zu fragen. Und die Antwort „Ich bin die Unbefleckte Empfängnis“ erstaunte ihn so sehr, dass er sicher war, dass hier die Gottesmutter zu dem Mädchen sprach.

Grund war, dass Papst Pius IX. erst am 8. Dezember 1854 das Dogma der „Unbefleckten Empfängnis“ der Maria in einer sogenannten „Bulle“ als festen Glaubensgrundsatz für die katholische Kirche bestimmte und festlegte. Zur „Verherrlichung der jungfräulichen Gottesgebärerin“ habe der Papst die Jungfräulichkeit der Gottesmutter festgelegt, wie es in seiner Bulle „Der unaussprechliche Gott“ heißt. Für den Fall, dass jemand der Gläubigen es wagt, diese neue Bestimmung der Kirche anzuzweifeln sorgte, sorgte der Papst direkt vor:

Wenn sich deshalb jemand, was Gott verhüte, anmaßt, anders zu denken, als es von Uns bestimmt wurde, so soll er klar wissen, dass er durch eigenen Urteilsspruch verurteilt ist, dass er an seinem Glauben Schiffbruch litt und von der Einheit der Kirche abfiel, ferner, dass er sich ohne weiteres die rechtlich festgesetzten Strafen zuzieht, wenn er in Wort oder Schrift oder sonst wie seine Auffassung äußerlich kundzugeben wagt.

Was das bedeutet, ist eigentlich klar: Jeder, der das neue Gesetzt, das neu bestimmte Dogma des Glaubens, nicht akzeptiert, fällt damit umgehend vom „wahren Glauben“ ab. Zusätzlich drohte Papst Pius IX. in seiner Festlegung, dass jeder, der in irgendeiner Form diese Lehre öffentlich anzweifelt, zu bestrafen sei. Und welcher Gläubige will schon von seiner Kirche verstoßen werden?

Die „seligste Jungfrau“?

Doch genau diese neu erfundene Lehre der katholischen Kirche (die in den Folgejahren übrigens noch weiter rund um Maria ausgebaut wurde) war es, die Pfarrer Peyramale von der Wahrhaftigkeit der Bernadette überzeugte. Er war 1858 sicher, dass das einfache Mädchen vom Lande nur vier Jahre nach der Erfindung und der Bekanntgabe der „Unbefleckten Empfängnis“ von dieser Lehre noch nichts wissen konnte. Ihr habe es nicht nur an Bildung gefehlt, sondern sie besuchte damals noch nicht mal den Kommunionsunterricht der Kirche. Folglich, so schlussfolgerte Peyamale, sprach das Kind die Wahrheit und ihr erschien tatsächlich die Mutter Gottes.

Dass das Bernadette Soubirous so überhaupt nicht behauptete, spielte dabei keine Rolle mehr. Denn auf die Frage von Pfarrer Peyramale „Es ist also die seligste Jungfrau, die du siehst?“, antwortete sie ihm: „Ich glaube nicht.“ Und bei einer späteren Befragung über ihr Erlebnis sagte sie, dass sie nur „die Erscheinung“ sah.

Bernadette Soubirous selber trat später einem Kloster bei und litt bis zu ihrem Tode 1879 sehr unter dem Unverständnis ihrer Schwesteroberen und Mitschwestern des Ordens. Ein Schicksal, dass viele – wenn nicht die meisten – Propheten, Seher oder Zeugen derartiger „Wunder“ teilen. War es also wirklich die Jungfrau Maria aus dem Himmel, die Mutter von Jesus, die hinter den Manifestationen und Botschaften steckte?

Lichtwesen oder Marienerscheinung?

Soubirous selber gab unterschiedliche Beschreibungen der leuchtenden „Dame“ an. Auch was ihre Größe betraf, die sie mit einer Zehnjährigen verglich. Nach und nach wurden das Alter und die Körpergröße nach oben korrigiert, was einige dahingehend deuten, dass diese eher nach oben „interpretiert“ wurde. Die Zeugin selber unterstrich, wie es unter anderem der Kulturhistoriker und Theologe Patrick Dondelinger in „Bernadette Soubirous“ (2007) dokumentierte, lediglich:

Ich sage nicht, ich hätte die Heilige Jungfrau gesehen, ich sah die Erscheinung.“

Weiter schreibt Dondelinger in seiner Analyse der Wunder und Erscheinungen von Lourdes:

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Bernadette pflegte zu keinem Zeitpunkt ihre Vision als Muttergottes zu beschreiben, sondern immer nur als einsames Fräulein, das nur durch interpretatorische Induktionen zur Muttergottes werden kann. (…)

Mal gibt die Seherin an, ihre Erscheinung sei kleiner gewesen als sie selbst, dann wiederum, sie sei etwas größer gewesen, dann wiederum, sie sei nicht größer als sie selbst.“

Für den Theologen Dondelinger seien deshalb die Erscheinungen höchst zweifelhaft, wozu er weitere Argumente gegen ein Wirken Gottes anführt. Dondelinger würde in seiner Untersuchung von 2007 mit dem Mythos aufräumen, in dem er mit einem „eisernen Besen durch Lourdes fegt“, wie es ein Kritiker der „Südwestpresse“ am 15. Februar 2008 schrieb. „Nicht mit billiger Religionskritik, sondern der Anwendung der Methoden historischer Wissenschaft.“

Wenn Erscheinungen dieser Art in der Neuzeit politisch und auch religiös instrumentalisiert werden, wie es auch Dondelinger annimmt, und damit keine „echte“ Maria dort erschien, heißt das nicht, dass sich dort niemand zeigte. Die Frage ist nur wer quasi in der Tradition von Feen- und Lichtwesen-Erscheinungen hier eingriffen hat. Theologische Skeptiker solcher „Wunder“ mögen zwar die Erscheinungen infrage stellen, doch an andere Wesen aus ebenso anderen Welten denken diese dabei auch nicht.

Die Gottesmutter in einer Feuerkugel vom Himmel

Schauen wir deshalb kurz auf eine weitere Marienerscheinung, die eher weniger bekannt ist, als beispielsweise Fatima in Portugal oder Lourdes. Sie geschah am 19. September 1846 an einem Berg nahe der winzigen Gemeinde La Salette-Fallavaux in Süd-Frankreich. Zeugen waren die Hirtenkinder Mélanie Calvat (15 Jahre) und Maximin Giraud (11 Jahre), denen plötzlich bei bestem Wetter eine „Schöne Dame“ des Himmels erschien. Bereits fünf Jahre später erkannte die katholische Kirche auch diese Marienerscheinung als echt an.

An diesem schönen und sonnigen Tag erblickten die beiden Kinder ein unbekanntes Flugobjekt vom Himmel auf sie zu kommen. Das berühmte „Ökumenisches Heiligenlexikon“ (DVD, 2018) beschreibt dies so:

Die beiden Kinder sahen eine Feuerkugel, die wie die Sonne leuchtete, und darin immer deutlicher eine frauliche Gestalt, die auf einem Steinblock saß, das Gesicht in den Händen vergraben hielt und weinte. Lange stehen die Kinder erschrocken da, dann erhob sich die Gestalt und lud die beiden zu sich.“

Die Kinder sollten keine Angst haben, so die „frauliche Gestalt“, denn sie habe „eine große Botschaft mitzuteilen“.

Kern dieser Botschaften waren Mahnungen und Warnungen an die Gläubigen, damit diese ihren Glauben wieder ernst nehmen. Sie sollten sich schlicht und einfach an die Regeln der Kirche halten. Erst im Jahr 1851 wurden diese Botschaften aufgeschrieben und dann erst 1879 veröffentlicht. Es sind Warnungen vor dem kommenden Ende mit jeglichem Schrecken für die Menschheit, den man sich nur ausmalen kann. Es sei die „Rache Gottes“. Selbst Hollywood könnte sich die darin enthalten Katastrophen und Vernichtungen nicht besser ausdenken. Eingetroffen ist davon nichts.

Prophezeiungen, die nichts wert sind

Ich finde es verstörend, dass die Himmelsbotschaften der Leuchterscheinung erst fünf Jahre nach der Begegnung aufgeschrieben worden sein sollen. Auch wenn man annimmt, dass die beiden einfachen Hirtenkinder damals überhaupt nicht schreiben konnten. Immerhin geschah dies vor 175 Jahren in einer einfachen, ländlichen Region Frankreichs. Irgendwer wird des Schreibens aber auch dort mächtig gewesen sein. Ihm hätten die Kinder ihr Erlebnis diktieren können, solange die Erinnerung an diese phantastische Erfahrung noch frisch ist. Ich hätte es so getan …

Befremdlich erscheint auch das überlieferte Aussehen der himmlischen Gestalt, von der die Kinder nicht wussten, wer sie überhaupt ist. Dazu nochmal das „Ökumenisches Heiligenlexikon“ von Joachim Schäfer, in dem wir unter dem Eintrag „Die Marienerscheinung von La Salette“ lesen:

Die Gestalt trug ein langes weißes Gewand, eine gelbe Schürze, ein Halstuch und eine einfache Haube. Auf ihrem Kopf leuchtete ein Diadem und auf ihrer Brust ein Kreuz mit Hammer und Zange auf dem Querbalken, von dem aller Lichtglanz ausging. Wer die Frau war, wussten die Kinder nicht und sprachen später immer von der ‚schönen Dame‘ (…).“

Es ist schon irrwitzig, in diesem Himmelswesen die Mutter eines wahren Gottes zu sehen, die mit einer „strahlenden Lichtkugel“ (nach: Gottfried Hierzenberger und Otto Neodomansky in ihrer Dokumentation „Erscheinungen und Botschaften der Gottesmutter Maria„, 2005) auf die Erde hernieder fliegt. Und dann überbringt sie noch dazu „Prophezeiungen“, die die Kinder dem ganzen Volk verkünden sollen, und die sich als falsch herausstellten. Nachdem sie Jahrzehnte später erst veröffentlicht wurden. Die Zeit scheint offenbar nicht gerade gedrängt zu haben.

Namen wie Sterne am Himmel

Dennoch soll sich das Wesen aus der Anderswelt bei ihren theologische Botschaften auf Jesus berufen haben. Persönlich vorgestellt hat sich auch in diesem Fall das überirdischen Wesen nicht wirklich korrekt. Es heißt, sie habe sich selber „Versöhnerin der Sünder“ genannt oder diesen Titel bekommen. Was man vernachlässigen kann.

Der Theologe Dr. Gottfried Hierzenberger und Marienforscher Otto Nedomansky listen in ihrem Standartwerk über „Erscheinungen und Botschaften der Gottesmutter Maria“ allein 178(!) „Selbstbezeichnungen und Würdentitel Marias“ aus knapp über 900 Erscheinungen auf. Nicht mitgezählt jene, in denen sich das Wesen nicht vorstellte oder von den Sehern nur Titel wie „Dame“ bekam. Genauso gut hätten sich die jeweiligen Anderswelt-Bewohner als Feen-Königin, „Erleuchteter“, Bewohner vom Sirius oder Engel Gottes vorstellen können.

Was diese meiner Überzeug nach auch je nach Kontext der kontaktierten Zeugen taten. Sofern sie sich überhaupt vorstellten.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , , , <