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Sensationelle Entdeckungen in Kasachstan? Ein “zweites Nazca” mit dutzenden Geoglyphen in Asien gefunden (Video)

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Zweite Nazca in Kasachstan (Bilder: Google Earth)
Zweite Nazca in Kasachstan (Bilder: Google Earth)

Sensationelle Entdeckung im Norden von Kasachstan? In der Tat: derzeit berichten verschiedenen Internetseiten, dass Wissenschaftler eine Art “zweites Nazca” mit Dutzenden Geoglyphen (Bodenbilder) mit Hilfe von Google Earth/Satellitenbildern gefunden haben. Doch ganz neu ist die Entdeckung nicht – aber spannend. Details auf meinem Video-Kanal “Ancient Aliens & Mystery Files” bei YouTube.

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Von Lars A. Fischinger

HALLO, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die Scharrbilder der Hochebene von Nazca sind seit Erich von Däniken weltweit bekannt. Vor allem bei Archäologen und natürlich im Kreise der Prä-Astronautik. Doch auch in Asien (und anderswo) existierenden ähnliche Bodenbilder und Geoglyphen. Liegt hier ein “zweites Nazca”, das auch schon in Südafrika mit eher fraglichen Hinweisen vermutet wurde?

Forscher um Irina Shevnina und Andrerw Logvin rätseln jedoch seit Jahren über Herkunft, Zweck und Alter der sonderbaren Funde in Nord-Kasachstan.

Alles weitere in diesem Video. “Teilen” und/oder verbreiten ist natürlich erwünscht und Ihr könnte den Kanal auch gerne abonnieren:

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Schreiben sensationelle Funde in Mexiko die Geschichte um: Wurde Amerika bis zu 17.000 Jahre früher besiedelt? +++ Video +++

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VIDEO: Sensationelle Funde in Mexiko: Wurde Amerika bis zu 17.000 Jahre früher besiedelt?
VIDEO: Sensationelle Funde in Mexiko: Wurde Amerika bis zu 17.000 Jahre früher besiedelt? (Bilder: Nature/C. F. Ardelean / Montage: Fischinger-Online)

Als die Europäer vor 1.000 Jahren (Wikinger) und 1492 (Christoph Kolumbus) Amerika entdeckten, waren sie dort nicht allein. Der gesamte Doppelkontinent war bereits besiedelt und überall trafen die Eroberer auf unterschiedliche Kulturen. Doch woher kamen diese Menschen und wann betraten deren Ahnen erstmals Amerika? Hier setzte sich die Vorstellung fest, dass die ersten Menschen während der letzten Eiszeit aus Sibirien über die Beringstraße und Alaska einwanderten. Irgendwann vor 13.000 oder vielleicht sogar 18.000 Jahren. Jüngst veröffentlichte Untersuchungen werfen diese Thesen über den Haufen. Demnach könnten schon vor 33.000 Jahren die ersten Menschen Amerika erreicht haben. Dafür sollen archäologische Funde sprechen, die in Mexiko ausgegraben wurde. Muss die Geschichte vollkommen neu geschrieben werden?


Amerika schon vor 33.000 Jahren besiedelt?

Wann betraten Menschen zum ersten Mal amerikanischen Boden? Wann wurde Amerika wie besiedelt?

Scheinbar einfache Fragen, die aber seit Jahrzehnten für hitzige Kontroversen und Diskussionen sorgen. Nachdem in den USA die sogenannten Clovis-Kultur 1937 entdeckt wurde, war für viele Archäologen klar: Clovis waren vor rund 13.000 Jahren die ersten Amerikaner. Eingewandert in der Eiszeit über die trockene Beringstraße, die heute Alaska von Russland bzw. Sibirien (Asien) trennt. Von dort zogen sie durch das heutige Kanada, die USA, Mittelamerika immer weiter in den Süden. Bis sie letztlich ganz im Süden von Südamerika Feuerland erreichten.

Nach weiteren Funden wurde deutlich, so ganz stimmen die Datierungen nicht. Beispielsweise durch Funde menschlicher Spuren in Südamerika, die an die 18.000 Jahre alt sind. Und vielleicht kamen die ersten Amerikaner sogar über den Seeweg. Oder es gab verschiedene Wellen von Siedlern …

Jetzt jedoch sorgen zwei in “Nature” veröffentlichte Studien für Aufsehen unter den Experten. Sie verlegen die Besiedlung Amerikas weit in die Vergangenheit.

Demnach wurden im Hochland von Mexiko in einer Höhle Spuren – Steinwerkzeuge – ausgegraben, die zum Teil bis auf ein Alter von über 33.000 Jahren datiert wurden!

Tausende dieser Hinterlassenschaften brachten die Archäologen ans Licht. Für sie ein Beleg, dass hier bereits rund 17.000 Jahre vor der Colvis-Kultur von Nordamerika Menschen lebten.
Eine schon jetzt umstrittene Studie, da sie direkt nach der Veröffentlichung erste Kritiker auf den Plan rief. Alles sei falsch gedeutet worden, so einige Stimmen!

Alle Details zu dieser spannenden Untersuchung und Ausgrabung erfahrt Ihr in diesem Video auf YouTube.

Bleibt neugierig …

Video vom 23. Juli 2020 auf Fischinger-Online

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Südamerikanische Seefahrt über den Pazifik: Genetiker bestätigen “Kon-Tiki” und Thor Heyerdahl +++ Video +++

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VDIEO: Seefahrt über den Pazifik: Genetiker bestätigen Kon-Tiki und Thor Heyerdahl (Bilder/Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Genanalysen zeigen: Thor Heyerdahl hatte doch recht: Seefahrt über den Pazifik (Bilder/Montage: Fischinger-Online)

Im Jahr 1947 versuchte der längst legendäre Thor Heyerdahl mit seinem Floß “Kon-Tiki” der Fachwelt zu beweisen, dass primitive Seefahrzeuge von Südamerika aus den Pazifik befahren haben könnten. Er war sicher, dass lange vor der Ankunft der Europäer bereits Seefahrer aus Südamerika Inseln im Pazifik (Polynesien) besiedelten. Inklusive der Osterinsel. Handfeste Beweise konnte Heyerdahl nicht liefern und gab es nicht. Bin jetzt. Denn Genetiker haben kürzlich eine umfangreiche DNA-Untersuchung der betreffenden Bevölkerungsgruppen veröffentlicht,. Diese zeigt, dass Heyerdahl von Anfang an recht hatte. Wo er erstaunlich richtig lag, wo etwas daneben und was die Genetiker heraus fanden, erfahrt Ihr in diesem YouTube-Video


Thor Heyerdahl und die Expedition “Kon-Tiki”: Genetiker finden Beweise!

Wie wurde wann und von wem die Inselwelt des Pazifiks besiedelt? Woher kamen die Siedler von Polynesien, die bis Hawaii im Norden und zur Osterinsel im Südosten unzählige Inseln über den Ozean besiedelten?

Solche und ähnliche Fragen stellte sich auch der Forscher und Seefahrt-Abenteuer Thor Heyerdahl. Er startete 1947 seine Expedition “Kon-Tiki”, mit der er beweisen wollte, dass Seefahrer aus Südamerika lange vor Kolumbus tausende Kilometer über den Pazifik segelten. Sie haben so nicht nur die Osterinsel erreicht, sondern auch die Inselwelt in Polynesien und Neuseeland.

Durch sein Floß “Kon-Tiki” wurde Heyerdahl 1947 schlagartig weltberühmt. Denn ihm gelang es so zu beweisen, dass es mit primitiven Seefahrzeugen sehr wohl technisch möglich war, dass Bewohner der Westküste Südamerikas den riesigen Ozean befuhren. Und auch besiedelten. Das machte ihn schon zu Lebzeiten zu einer Legende.

Eindeutige Belege dafür fehlten bisher.

Auch wenn es theoretisch erwiesen wurde. So verweisen seine Kritiker bis heute beispielsweise auf genetische Untersuchungen der Polynesier. Diese haben ergeben, dass die Besiedlung der gigantischen Weiten des Pazifischen Ozeans von Südost Asien aus erfolgte. Ob auch südamerikanische Ureinwohner wie das Volk der Inka aus der anderen Richtung kamen, blieb ungewiss.

Bis jetzt. Denn eine jetzt in “Nature” veröffentlichte Studie der genetischen Abstammungen dieser Region zeigte: Die Legende Thor Heyerdahl hatte mit seinen Thesen tatsächlich teilweise sehr genau recht!

Eine spannende DNA-Untersuchung von hunderten Menschen, wie Ihr in diesem YouTube-Video erfahrt.

Bleibt neugierig …

Video vom 9. Juli 2020 auf Fischinger-Online

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Bizarre Cargo-Kulte: Wenn Prinz Philip zum Gott, die USA zum “gelobten Land” und Seefahrer zu himmlischen Ahnen werden

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Bizarre Kulte: Wenn Prinz Philip zum Gott wird und andere Cargo-Kulte (Bilder: Archiv e. v. Däniken & W.-J. Langbein)
Bizarre Kulte: Wenn Prinz Philip zum Gott wird und andere Cargo-Kulte (Bilder: Archiv e. v. Däniken & W.-J. Langbein)

Die Menschheit hat in ihrer Geschichte zahllose Religionen, Kulte, Bewegungen und Sekten “erschaffen“. Und immer wieder entstanden aus der Begegnung zwischen “fortgeschrittenen Menschen” und “Primitiven” sogar seltsame Kulte, die man heute Cargo-Kulte nennt. Die Europäer, wie etwa die ersten Seefahrer auf ihren Fahrten, wurden dabei immer wieder für “Götter” oder “wiedergekehrte Ahnen” gehalten. Sogar noch im Zweiten Weltkrieg verehrten Insulaner im Pazifik die Technik der Amerikaner als “göttlich” oder “magisch” und vom Himmel gekommen. Zum Teil auch die Soldaten selbst. Auch Prinz Philip, der nun 99jährige Duke of Edinburgh und Prinzgemahl der britischen Königin Elisabeth II., wird in einem dieser Kulte “vergöttlicht”. Bizarre und zugleich faszinierende Kulte, wie Ihr in diesem Artikel erfahrt.


Zeitalter der Entdeckungen

Die heutige Welt wimmelt von Religionen, Kulten und Sekten. Es existieren nicht nur die vier großen Weltreligion Islam, Judentum, Hinduismus und Christentum, sondern unzählige große und kleine Religionen, Kulte und Glaubensvorstellungen neben diesen.

Vor Jahrhunderten war es nicht anders. Auch schon damals existierten auf Erden nicht zu zählende Kulte und Glaubensrichtungen und praktisch jedes Volk der Erde hat seine eigene und oftmals unabhängige Religion. Weltanschauungen, die sich teilweise regional in ganz unterschiedliche Richtungen entwickelten. Götter, mythischen Helden, himmlische oder schlicht überirdische Wesen oder Ahnengeister, die lokal in unterschiedlichen Variationen verehrt wurden.

Im 15. Jahrhundert änderte sich das Bild der Welt schlagartig, als Christoph Kolumbus  eine schon sehr lange kursierende Idee endgültig beweisen wollte: Er plante Indien auf dem Seeweg zu erreichen, in dem er “verkehrt herum” in das Land der Gewürze und Reichtümer fuhr. Da die Erde rund sei, müsste man mit einem Schiff nur lange genug in Richtung Westen segeln und so würde man irgendwann die Küste Indiens erreichen.

Diese Vorstellung war fast richtig. So segelte Kolumbus mit drei Schiffen 33 Tage lang in Richtung Westen und betrat am 12. Oktober 1492 die Insel San Salvador; eine Insel der Bahamas-Gruppe in der Karibik. Er und seine Besatzung waren sicher, sie hätten Asien erreicht und den westlichen Seeweg nach Indien gefunden. Natürlich war diese Annahme falsch, wie heute jeder weiß. Kolumbus hatte den amerikanischen Kontinent (wieder) entdeckt. Damals ahnte niemand (heißt es zumindest!), dass zwischen Europa und Asien noch ein gewaltiger Doppelkontinent liegt.

Der Grundstein großartiger Entdeckungen und seltsamer Geschehnisse war gelegt.

“Göttliche” Seefahrer aus Europa

Kolumbus und seine Männer betraten San Salvador und trafen sogleich auf Eingeborene. Und diese waren alles andere als feindlich gesinnt. Der Sohn von Christoph Kolumbus hielt fest:

Wir bemerkten zwei oder drei Siedlungen, und das Volk der Eingeborenen rief uns an und dankte Gott. Einige brachten Wasser, andere brachten uns zu essen […] Wir verstanden, dass sie uns fragten, ob wir vom Himmel kämen.

Vom Himmel? In der Tat hielten die Ureinwohner von San Salvador die fremden, weißen und bärtigen Männer mit ihren riesigen Schiffen und in ihren seltsamen Kleidern für eine Art Götter. Für irgendwie “fremde Wesen” einer ebenso “fremden Welt”. Was im Grunde auch zutraf. Eine Tatsache, die sich rund 30 Jahre später in erschreckender Weise wiederholen sollte.

1519 landete Hernando Cortez mit elf Schiffen und einigen hundert Männern an der Ostküste Mexikos. Kein besiedeltes Land, denn dort existierte unter anderem das riesige Imperium der mächtigen Azteken, dessen ehemalige Hauptstadt Tenochtitlan heute Mexiko-City ist. Die Azteken glaubten an einen Gott mit dem Namen Quetzalcoatl, der, so ihre Überlieferungen, eines Tages wiederkehren würde.

Diesen Gott sahen die Azteken in dem fremdartigen Cortez, der mit mächtigen Schiffen und zahlreichen seltsamen Männern und Geräten über das Meer gekommen war. Ein Umstand, der bei der Eroberung des riesigen Azteken-Reiches sehr hilfreich war, denn Montezuma, König der Azteken, wagte es erst nicht Widerstand zu leisten und empfing freiwillig den Spanier in seiner Hauptstadt. In wieweit die eingeborenen Azteken allerdings tatsächlich Cortez und seine plündernden Spanier für “Götter” hielten, ist aber heute umstritten. Einige Historiker halten diese Aussagen für Propaganda bzw. Irrtümer der spanischen Chronisten.

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Solche Beispiele gibt es zahlreich aus dem Zeitalter der Entdeckungen. Ureinwohner der erkundeten Länder und Inseln sahen sich plötzlich fremdartigen Menschen gegenüber, dessen Herkunft sie sich nicht erklären konnten. Auch beim Untergang der legendären Kultur auf der Osterinsel im Pazifik scheint dies eine große Rolle gespielt haben. Zumindest indirekt, wie in diesem Blog-Artikel HIER beschrieben (s. a. Video HIER)

So etwa auch der legendäre Entdecker Cook 1779 auf Hawaii. Als James Cook die Inseln erreichte, betrat ein hoher Würdenträger der Ureinwohner Cooks Schiff “Resolution” und schmückte den Entdecker mit einem roten Umhang. Der Indio sah in Cook den legendären Helden Rono, der einstmals Hawaii verließ und inzwischen dort als Gottheit verehrt wurde. Dennoch wurde Cook später von Insulanern erschlagen, als sie ihren Irrtum erkannten …

Technik-Religionen

Doch nicht nur im Zeitalter der Entdeckungen sahen “primitive Eingeborene” in den Europäern Götter oder himmlische Wesen. Auch in moderner Zeit gibt es Beispiele, dass isoliert lebende Ureinwohner fremde Menschen und ihre Technologien als göttlich und magisch verehrten. Es entwickelten sich darauf regelrechte Technik-Religionen, die man heute in der Völkerkunde zusammenfassend Cargo-Kulte (Cargo steht für “Ware”, “Güter”) nennt.

Im Zweiten Weltkrieg tobte im Pazifik der Krieg zwischen den USA und dem Kaiserreich Japan. Japan hatte umfassende Expansionspläne und eroberte eine Insel nach der anderen, wurde letztlich aber doch geschlagen.

So kam es, dass im Frühjahr 1945 die USA die Region Hollandia (Neuguinea) zu einer Militärbasis ausbaute und dort bis zu 40.000 Soldaten mit ihrem militärischen Material stationierte. Auch ein Flugplatz wurde errichtet und pausenlos starteten und landeten Flugzeuge. Die eingeboren Papuas sahen staunend und voller Unverständnis und Unkenntnis dem regen Treiben der Amerikaner auf ihrem Land zu. Später verteilten die Soldaten auch kleine Geschenke an die Eingeborenen, wie es auch die frühen Entdecker wie etwa Kolumbus taten.

Doch nun geschah hier und auf anderen Inseln Neu-Guineas etwas Erstaunliches. Die Eingeborenen begannen aus Holz und Stroh Flugzeuge nachzubauen, die sie auf nachempfundenen Startbahnen stellten (s. Titelbild li.). Sie bauten Hallen und Funkmasten aus Holz und sprachen in hölzerne Mikrophone. Immer in dem Glauben, die “donnernden Himmelsvögel”, die US-Flugzeuge, wieder zur Erde zu locken. Eben genau so, wie sie es bei den amerikanischen Streitkräften gesehen haben. Es war die Geburt einer Art Religion, die lediglich auf der Unwissenheit der Eingeborenen gegenüber der modernen Technik beruhte

Ein ganz erstaunlicher Cargo-Kult existiert auf der Insel Tanna im südlichen Pazifik. Sie gehört zu einer Inselgruppe mit Namen Vanatu, die aus 80 Inseln besteht. Dort beten die Eingeborenen zu einem Messias mit dem Namen “John Frum“.

Die USA: Das “gelobte Land”

Seit über 60 Jahren ist dieser Kult nun bekannt und gibt bis dato Rätsel auf. Die Bewohner glauben an ein göttliches Wesen mit dem Namen John Frum und setzten diesen aufgrund christlicher Einflüsse der lokalen Missionare inzwischen mit Jesus Christus gleich. Die Wiederkehr von John Frum wird sehnsüchtig erwartet.

1942 war es dann so weit.

Soldaten, Schiffe und Flugzeug der USA erreichten das Eiland und die Bewohner erhielten von den Amerikanern Geschenke. Doch die Ureinwohner wollten mehr, mehr Cargo. So kam es, dass sich ein Ureinwohner mit Namen Neloiag als Reinkarnation ausgab und angeblich Rat wusste. Es wurden primitive Landepisten für die Himmelsvögel, die Flugzeuge der USA, angelegt und so wollte man diese göttlichen Vögel wieder auf die Erde locken um mehr Cargo beziehungsweise Geschenke zu bekommen.

Dr. Friedrich Steinbauer, Autor des Buches “Melanesische Cargokulte” (1971), ist sicher, dass es sich bei dieser Gottheit John Frum um eine erfundene Person handelt. Der Theologe konnte auch in seiner als Buch veröffentlichten Doktorarbeit 185 ähnliche Kulte nachweisen. Andere Forscher sind sicher, dass dieser John eine reale Person war, die sich einst auf der Insel aufhielt.

Beispielsweise der Mystery-Forscher, und Autor Walter-Jörg Langbein, der vor Ort auf Tanna den Kult beobachtete. Er ist sicher, dass es sich in Wahrheit um einen US-Soldaten gehandelt hat. Am 15. Februar 2004 konnte Langbein selber vor Ort beobachten, wie die Anhänger des Kultes mit Holzgewehren militärisch aufmarschieren, salutieren und Flaggen hissen. Alles zu ehren des Messias John Frum. Ebenso schreiben sich die Kultanhänger die Buchstaben USA auf den Körper; das gelobte Land, aus dem John Frum einst kam (s. Titelbild re.).

Auf diesem Blog finden Ihr HIER einen ausführlichen Artikel von Langbein darüber.

Prinz Philip: Ein Gott!

Von einem eher neuen Cargo-Kult, ebenfalls auf der Insel Tanna, berichtete beispielsweise die BBC schon 2007. Prinz Philip, Duke von Edinburgh und Ehemann der Königin von England, wird in diesem erstaunlichen Kult als eine Gottheit verehrt. Der Prinzgemahl, der am 10. Juni 2020 99 Jahre alt wurde, ist in seiner Heimat Großbritannien überaus beliebt. Doch so beliebt, wie in der “Prinz-Philip-Bewegung” von Teilen der Bevölkerung im Süden Tannas, dann doch nicht.

Die Anhänger des Kultes sehen in Prince Philip einen Berggeist der Insel und verehren Fotos des Prinzen. Chief Jack Naiva, Ältester des Stammes vom Dorf  Yaohnanen, berichtete der BBC, dass dieser Kult seit den sechziger Jahren existiert. Damals war die Insel noch Kolonialbesitz des britischen Königreiches. Eine Legende der Einwohner spricht von dem hellhäutigen Sohn eines lokalen Berggeistes, der laut Legende zur See fuhr, um auf diesem Wege eine angemessene Gemahlin zu finden.

Diese Legende wurde von den Kultanhängern der Insel mit dem Leben von Prinz Philip verwoben, der mit der englischen Monarchin tatsächlich eine mächtige Gemahlin hat. Ursprung dieses Cargo-Kultes um Prinz Philip könnte die “Religion” um John Frum sein, da er auch als Sohn von diesen angesehen wird.

Die rund 400 Gläubigen des Philip-Kultes erhielten im Jahre 1974 tatsächlich eine Bestätigung des Glaubens. Damals besuchte die britische Königin Elisabeth II. zusammen mit Prince Philip mit großem Pomp auf der königlichen Yacht “Britannia”die Insel. Die Gläubigen dachten, der hellhäutige Sohn des Berggeistes sei zurückgekommen um seine machtvolle Gemahlin zu präsentieren, die er nach langer Suche letztlich gefunden hatte.

Göttliche Geschenke aus Großbritannien

1978 wurde der Prinz von den dortigen Vertretern der britischen Regierung offiziell informiert, dass er nun ein “Gott” sei. Als Dank schickte Prinz Philip signierte Fotos und Geschenke. Später (1980 und 2000) folgten weitere Fotos des Prinzen für seine “Gläubigen”, auf denen er auch eine traditionelle Jagdwaffe seiner Anhänger hält. Diese hatten sie ihrem Gott zuvor geschickt. Selbst einige Vertreter des Kultes reisten später nach Großbritannien.

Im Jahr 2009 nahm sich auch der Fernsehen dieser Religion um den Prinzen an. So entstand die dreiteilige Dokumentation “Besuch aus der Südsee” auf dem Sender Arte, im Zuge dessen Stammesangehörige nach Großbritannien kamen. Fraglich, inwieweit hier noch ein echter Glaube, eine echte Religion mit dem Prinzen als Gott oder Messias, im Bewusstsein der Bevölkerung verankert sein wird.

Die Zeitung “Der Westen” kommentierte  die Dokumentation und die “Prinz-Philip-Bewegung” am 3. Juni 2009 mit den Worten:

Obwohl die Kulturen an beiden Polen der Welt unterschiedlicher nicht sein können, gibt es ein verbindendes Element, das die Dokumentation wie ein roter Faden durchläuft: Der Häuptling möchte Prinz Philipp animieren, nach Tanna zurückzukehren. Denn auf dem Südsee-Atoll wird der Geist des Kronprinzen als Gott verehrt.

Wenn er seinen Dienst in England verrichtet hat, sollte er in seine Heimat am anderen Ende der Welt zurückkehren, glauben die Männer. Sie schaffen es tatsächlich, eine Audienz beim Prinzen zu bekommen.”

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Neandertaler: Ein Supercomputer hat jetzt ihr Aussterben simuliert – Hauptschuld an ihrem Verschwinden trägt wohl der Homo sapiens

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Der rätselhafte Neandertaler: Ein Supercomputer hat jetzt ihr Aussterben simuliert - Hauptschuld an ihrem Verschwinden trägt wohl der Homo sapiens (Bilder: A. Timmermann & PixaBay / Montage: Fischinger-Online)
Der rätselhafte Neandertaler: Ein Supercomputer hat jetzt ihr Aussterben simuliert – Hauptschuld an ihrem Verschwinden trägt wohl der Homo sapiens (Bilder: A. Timmermann & PixaBay / Montage: Fischinger-Online)

Warum starb vor rund 40.000 Jahren der Neandertaler so plötzlich aus? Was waren die genaue Ursachen, dass unser Vetter von der Erde verschwand, nachdem er hunderttausende Jahre allen Widrigkeiten trotzen konnte? Darüber zerbrechen sich Anthropologen seit Jahrzehnte den Kopf. Die Ankunft des modernen Menschen (Homo sapiens) in Eurasien und damit in die Gebiete des Neandertalers steht hier als Ursache schon lange in Verdacht. Diese Vermutung scheinen jetzt Simulationen mit dem Supercomputer “Aleph” zu untermauern, wie Wissenschaftler bekannt gaben. Eine umfangreiche Untersuchung, die aber weiterhin fragen offen lässt, wie Ihr hier erfahrt.


Der rätselhafte Neandertaler

Heute lebt auf diesem Planeten nur eine „Spezies Mensch“: Der Homo sapiens, wir „modernen Menschen“. Sieht man einmal von den Überlegungen aus der Kryptozoologie ab, dass es sich bei „Affenmenschen“ wie Yeti oder Bigfoot um bisher unentdeckte Vetter von und Menschen handelt.

Wir waren aber nicht immer allein auf der Erde. Zahlreiche Menschenarten und „Urmenschen“ lebten bereits auf unserer Welt. Ausgestorbene Cousins und Brüder, von denen zweifellos der Neandertaler die berühmteste Spezies ist.

Diese Verwandte starben erst vor wenigen zehntausend Jahren aus, als der moderne Mensch sich bereits aufmachte, die Welt zu besiedeln. So traf Neandertaler und moderner Mensch an vielen Orten in Europa und dem Nahen Osten auch aufeinander. Sie lebten fortan in einer Koexistenz, nachdem zehntausende von Jahren der Neandertaler diese Gebiet zuvor für sich allein hatte.

Dann verschwand unser Vetter aus der Geschichte. Seine Spezies starb vor rund 40.000 Jahren aus, nachdem er mindestens 300.000 Jahre lang in Europa, Asien und dem Nahen Osten lebte. Warum ist bis heute ein Rätsel der Geschichte, über das seit vielen Jahren diskutiert wird.

Während der Neandertaler in Eurasien den widrigsten klimatischen Bedingungen wie Eiszeiten trotzen konnte, verlief sein Untergang relativ schnell. Ein einschneidendes Ereignis muss deren Ende eingeläutet haben, darin sind sich die Forscher sicher. Vor allem wird hier die Ankunft des modernen Menschen in Europa und anderen Gebieten angeführt, die damit das Ende der Neandertaler einläuteten. Ob durch Vertreibung, Urzeit-Kriege, eingeschleppte Krankheiten, Kampf um die Ressourcen oder andere Faktoren, ist ungewiss.

Ausgerottet durch den modernen Menschen

Sicher hingegen ist, dass auch der heutige Mensch noch Neandertaler-Gene in sich trägt. Es kam also auch zu Vermischungen der Populationen, die zum Beispiel in Europa sehr gut nachzuweisen sind. Doch auch das kann nicht das endgültige Ende der Neandertaler verursacht haben. Auch ein Klimawandel kann nicht dafür verantwortlich gemacht werden. Schließlich habe unser Verwandter in den hunderttausenden Jahren zuvor weitaus dramatischere Klimawandel mühelos überlebt. Er passte sich an und sicherte so das Überleben seiner Spezies.

Als gesichert gilt jedoch, dass ein Wandel des Klimas, die Ankunft des Homo sapiens in Eurasien und das Ende der Neandertaler zeitlich zu dicht beieinander lagen, als dass dies nur Zufall sein kann. Dieser relativ zügige Zusammenbruch der weit verstreuten Neandertaler-Populationen ist eines der großen Mysterien der Anthropologie. Es muss, so ist sich die Wissenschaft einig, einen Hauptauslöser gegeben haben.

Obwohl der moderne Mensch als dieser Hauptfaktor für den Untergang angesehen wird, fehlt dafür weiterhin der Beweis. Siedlungs- und Wanderungsbewegungen der beiden Menschenarten, Klimaänderungen, vorhandenen Nahrungsgrundlagen, Temperaturschwankungen, die Vermischung beider Arten und andere Parameter müssen hier berücksichtigt werden. Darauf ergibt sich ein überaus komplexes Modell einer Zeit vor ca. 40.000 Jahren.

Axel Timmermann, der Direktor des „IBS Center for Climate Physics“ an der Pusan National Universität in Südkorea hat nun erstmals genau ein solches Modell vorlegt. Mit Hilfe des Supercomputers „Aleph“.

Timmermann fütterte den Supercomputer dazu mit zehntausenden Zeilen EDV-Code und ließ das Superhirn so eine Simulation berechnen. Gletscherbewegungen der Eiszeit, Kreuzungen der Spezies, Vegetation, Temperatur, genetische Daten und archäologische Funde wurden dazu herangezogen. Im Ergebnis zeigte sich, dass der Homo sapiens am Aussterben der Neandertaler die Hauptschuld trägt. Timmermann:

Die neuen Simulationen im Computermodell zeigen deutlich, dass dieses Ereignis die erste größere Ausrottung war, die durch unsere eigene Spezies verursacht wurde“.

Neandertaler vs. Homo sapiens

Dennoch seien Details weiter unklar, wie der Forscher betont. Zum Beispiel, ob der Homo sapiens im Vergleich einfach besser jagen konnte, ein stärkeres Immunsystem hatte oder vielleicht sogar einfach nur fruchtbarer als der Neandertaler war. Auch wollen Timmermann und sein Team nach dieser ersten Simulation weitere Untersuchungen dieser Art durchführen, die zusätzliche Faktoren berücksichtigen sollen. Etwa detaillierte Klimamodelle und die sogenannte Megafaune der damaligen Zeit.

Doch an ein zufälliges Aussterben unserer Verwandten glaubt der Wissenschaftler nicht:

Dies ist das erste Mal, dass wir die Hauptfaktoren quantifizieren können, die zum Aussterben der Neandertaler führten. Im Computermodell kann ich verschiedene Prozesse an- und ausschalten, zum Beispiel abrupte Klimaveränderungen, Kreuzungen oder Konkurrenz.

Die Neandertaler lebten in den letzten 300.000 Jahren in Eurasien und erlebten und passten sich an abrupte Klimaveränderungen an, die noch dramatischer waren als die, die während der Zeit des Verschwindens der Neandertaler auftraten. Es ist kein Zufall, dass die Neandertaler genau zu der Zeit verschwanden, als der Homo sapiens begann, sich in Europa auszubreiten.

Die neuen Simulationen im Computermodell zeigen deutlich, dass dieses Ereignis die erste größere Ausrottung war, die durch unsere eigene Spezies verursacht wurde.“

Eine lang gehegte Vermutung wurde hier durch den Supercomputer „Aleph“ mathematisch untermauert. Die Studien von Axel Timmermann und seinen Kollegen bestätigen damit in der Theorie zweifellos nur das, was seit Jahrzehnten angenommen wurde. Sie belegen diese allerdings nicht.

Fraglich auch, ob die angekündigten weiteren Simulationen mit zusätzlichen Parametern diese Beweise liefern können. Immerhin können wir keine Neandertaler mehr fragen, was und wie damals wirklich geschah.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Neue DNA-Studie veröffentlicht: Genetiker auf den Spuren versunkener Anden-Kulturen in Südamerika

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Genetiker auf den Spuren versunkener Anden-Kulturen in Südamerika: Neue DNA-Studie veröffentlicht (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Genetiker auf den Spuren versunkener Anden-Kulturen in Südamerika: Neue DNA-Studie veröffentlicht (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Der Ursprung und die Vermischung der zahlreichen Völker und Kulturen im Raum der Anden in Südamerika ist bis heute noch in vielen Teilen unbekannt. Mangels schriftlicher Aufzeichnen dieser ist die Forschung hier fast ausschließlich auf archäologische Befunde angewiesen. Helfen könnte hier die Genetik. So hat es in der Vergangenheit bereits einige genetische Untersuchungen dazu in der Anden-Region gegeben. Jetzt aber hat ein internationales Team von Forschern die bisher umfangreichste DNA-Untersuchung der Ur-Bevölkerung der Anden veröffentlicht. Genetisches Material von Nord-Peru bis hinunter nach Argentinien wurde ausgewertet, das aus der Zeit vor der Ankunft der Europäer in Südamerika stammt. Damit also “reine DNA” der präkolumbianischen Einwohner lieferte. Was die Untersuchungen ergaben und welche Fragen sich daraus für die Zukunft ergeben, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Die Rätsel der Anden

Woher kamen die einzelnen Völker und Kulturen in Südamerika, speziell im Gebiet der Anden an der Westküste des Kontinentes? Wie entwickelten und wanderten Angehörige der zahlreichen dort versunkenen Kulturen vor Jahrtausenden? Und wie verlief die Migration untereinander?

Genau solche und ähnliche Fragen versuchen Nicht nur Archäologen seit langer Zeit zu ergründen.

Auch Gen-Untersuchungen der heutigen und früheren Bevölkerung dienten den Wissenschaftlern immer wieder als Instrument der Forschung. Was sich in den letzten Jahren immer wieder als problematisch herausstellt, da durch die spanische Eroberung der Anden-Region im 16. und 17. Jahrhundert die lokalen Bevölkerungen mit den Europäern vermischten. Oder durch eingeschleppte Krankheiten gleich ganz ausstarben.

Jetzt hat internationales Forscherteam die Ergebnisse am 7. Mai in einer neuen DNA-Untersuchung veröffentlicht, die zur Klärung genau dieser Fragen in erheblichem Maß beiträgt. So die Überzeugung der beteiligten Experten aus Archäologie und Genforschung. Denn die größte bisher durchgeführte Untersuchung dieser Art konzentrierte sich auf genetisches Material, das aus präkolumbianischer Zeit aus der gesamten Andenregion stammt. Menschliche Überreste von Personen, die vor der Ankunft der Europäer in der Anden-Region lebten.

DNA der Ureinwohner der Anden

Das Team unter Leitung der „Harvard Medical School“ (HMS) und der Universität von Kalifornien analysierte dazu das Gen-Material von 89 Menschen, die in einem Zeitraum von vor 9.000 bis 500 Jahren lebten und starben. Gewonnen bei Ausgrabungen von Anden-Völkern von Nord-Peru bis hinunter nach Chile und Argentinien. Dabei wurde nicht nur bereits früher gewonnene DNA genutzt, sondern insgesamt 64 Proben mit einem Alter von 500 bis ca. 4.500 Jahre neu sequenziert.

Erstmals seien dabei auch Anden-Völker berücksichtigt worden, die bisher nicht genetisch umfassend beachtet wurden. Etwa jene von Tiahuanaco, Nazca oder den Moche. Der Hauptautor der Studie, Nathan Nakatsuka von der „Harvard Medical School“, nannte deshalb die Untersuchung „ein faszinierendes und einzigartiges Projekt“. Und Professor Lars Fehren-Schmitz der Universität Kalifornien ergänzt:

Es ist die erste detaillierte Studie zur Andenpopulationsgeschichte, die von vorkolonialen Genomen mit weitreichender zeitlicher und geografischer Abdeckung geprägt ist.

Stolz sind die beteiligten Wissenschaftler vor allem auch deshalb, da sich bisherigen genetische Studien dieser Art vor allem auf Europa und West-Asien konzentrierten (s. a. Video HIER). Die Entwicklung und Wanderung der Anden-Kulturen war hier eher ein weißer Fleck auf der genetischen Landkarte. Mangels schriftlicher Aufzeichnungen in Südamerika war man hier bisher auf archäologische Grabungen und entsprechende Funde angewiesen. Dazu kam die Vermischung mit den europäischen Eroberern:

In den Anden war die Rekonstruktion der Bevölkerungsgeschichte auf der Grundlage der DNA-Analyse heutiger Menschen eine Herausforderung, da sich seit dem Kontakt mit Europäern so viele demografische Veränderungen vollzogen haben. Mit alten DNA-Daten können wir eine detaillierte Rekonstruktion der Bewegungen von Menschen durchführen und wie diese sich auf Änderungen beziehen, die aus den archäologischen Aufzeichnungen bekannt sind.“

So Genetik-Professor David Reich vom Blavatnik-Institut der HMS.

Friedliche “Übernahmen”?

Nach den Ergebnissen dieser umfassenden Untersuchungen habe es bis vor 5.800 Jahren in den Anden verschiedene genetische Populationen. Sie entwickelten sich mehr oder weniger autark, bis dann zu diesem Zeitpunkt eine genetische Vermischung einsetzte. Sie dauerte 2.000 Jahre. Diese Wanderbewegungen reichten bis in das Gebiet des Amazonas du sogar von Nord-Peru bis in die südlichen Anden im, heutigen Argentinien. Fehren-Schmitz deutet dies als starkes Indiz, dass im Imperium der Inka ganze Personengruppen umgesiedelt wurden:

„Dies könnte als genetischer Beweis für die Umsiedlung von Personen unter Inka-Herrschaft angesehen werden, eine Praxis, die wir aus ethnohistorischen, historischen und archäologischen Quellen kennen.“

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Warum aber „genau diese Migrationen stattgefunden haben“ müssen zukünftige Untersuchungen zeigen, so Nakatsuka. Er verweist auch darauf, dass verschiedene Kulturen oder Völker dort offenbar nicht durch den Einfall anderer Gruppen untergingen. Für deren Aufstieg oder Untergang muss es andere Gründe geben:

Zu unserer Überraschung beobachteten wir während des Aufstiegs und Niedergangs vieler großer Andenkulturen wie Moche, Wari und Nasca eine starke genetische Kontinuität.

Unsere Ergebnisse legen nahe, dass der Fall dieser Kulturen nicht auf eine massive Migration in die Region zurückzuführen ist, z. B. durch eine eindringende Streitmacht, ein Szenario, das in einigen anderen Regionen der Welt dokumentiert wurde.“

Die legendären Stadt Tiahuanaco hoch in den Anden von Bolivien unweit des Titicaca -Sees scheint eine Ausnahme gewesen zu sein, so die Forscher. Hier scheinen Menschen unterschiedlichster Herkunft nebeneinander gelebt haben. Ähnlich, wie wir es „heute in Orten wie New York City und anderen Großstädten sehen“, so Nakatsuka.

Chachapoya – die rätselhaften „Wolkenmenschen“

Insgesamt entstammt das untersuchte Gen-Material von 22 verschiedenen Volksgruppen und Kulturen der Region. Nur eine Auswahl angesichts der Vielzahl von Völkern in Südamerika. Was in der Studie auffällt ist, was nicht in ihr steht. Und zwar scheinen die Wissenschaftler keine DNA-Untersuchungen der Chachapoya vorgenommen zu haben.

Jenem seltsamen Volk im Norden von Peru, dass die Inka „Wolkenmenschen“ oder „Nebelkrieger“ nannten, und deren kultureller Beginn noch weitestgehend unklar ist. Irgendwann zwischen 400 und 500 nach Christus sei die Chachapoya-Kultur entstanden, vermuten die Anden-Archäologen. Einige datierten sie 2.000 Jahre zurück.

Eine halbe Millionen Chachapoya lebten noch, als die mächtigen Inka etwa 1475 ihre Kultur unterwarfen. Das war bevor die Spanier in den Anden einfielen. Keine 20 Jahre nach der Ankunft der Eroberer dezimierten Krankheiten das Volk, so dass 1549 nur noch 90.000 von ihnen lebten. Von den „weißesten und schönsten Indianer Perus“, wie sie ein spanischer Chronist beschrieb, waren nur kurze Zeit später fast alle Tod.

Um genau dieses Volk aus den Bergen ranken sich aber zahlreiche Mythen. Denn, wie es vor allem der deutsche Autor und Kulturwissenschaften Hans Giffhorn zu belegen versucht, einige vermuten ihre Wurzel in Europa. Ihre Vorfahren waren nach diesen Thesen Kelten oder Seefahrer der Phönizier, die lange vor Kolumbus in Südamerika waren. Entlang der Flüsse des Amazonas zogen diese immer weiter in Richtung Westen, bis aus deren Nachfahren und indigenen Ureinwohnern die Kultur der Chachapoya in den Bergen von Peru erblühte.

Kelten lange vor Kolumbus in Südamerika?

Tatsächlich gibt es durchaus Parallelen zwischen den „weißen Indianern“ und der alten Welt Europa. Zum Beispiel in der Architektur ihrer Bauten. Selbst an Tuberkulose sollen Chachapoya bereits gestorben sein, bevor diese Krankheit überhaupt erst aus Europa nach Südamerika kam. Nachgewiesen sei das an entsprechenden Mumien und Verstorben der „Wolkenmenschen“.

So zumindest die Befürworter dieser These.

Es hat in der Vergangenheit einige genetische Untersuchungen an Überresten der Chachapoya gegeben. Befürworter der europäischen Abstammungsthese halten diese aber nicht für aussagekräftig genug, da es sich vor allem um Genmaterial handelt, das mütterlicherseits vererbt wird. Die mutmaßlichen Einwanderer aus West-Europa waren aber Männer, da solche „Expeditionen“ in der Vergangenheit immer von Männern durchgeführt wurde. Argumentiert beispielsweise Giffhorn in seinen Veröffentlichungen (z. B. HIER).

Somit sollte bei zukünftigen genetischen Forschungsprojekten der jetzt veröffentlichten Art durchaus die Kultur der Chachapoya genauer in den Fokus gerückt werden.

Was übrigens in der Studie vollkommen fehlt – und wohl niemanden wirklich wundern wird! – sind Gen-Analysen und –Vergleiche der angeblichen „Alien-Mumien aus Peru“ aus dem Gebiet Nazca. Jene ominösen Funde, über die auf diesem Blog und meinem YouTube-Kanal bereits vielfach beichtet wurde. Denn genetisches Material der präkolumbianischen Bevölkerung von Nazca wurde natürlich ebenso untersucht …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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UFO-Fan findet (mal wieder) auf NASA-Bildern außerirdische Bauwerke und UFOs auf dem Mars (+ Video)

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UFO-Fan findet mal wieder außerirdische Bauwerke auf dem Mars (Bilder: NASA / Montage: Fischinger-Online)
UFO-Fan findet mal wieder außerirdische Bauwerke auf dem Mars (Bilder: NASA / Montage: Fischinger-Online)

Fall in ferner Vergangenheit tatsächlich Außerirdische einst hier waren (oder sie noch hier sind), wäre es nicht abwegig anzunehmen, dass sie sich für einen längerfristigen Aufenthalt bei uns einrichteten. Was bietet sich da besser an als der Mars oder der Mond, auf denen diese Aliens dafür geheime Anlagen usw. bauen könnten? Hier wären sie sicher vor den Augen der Menschen versteckt. Zumindest nur solange, bis der Mensch auch diese Himmelskörper genauer beobachten und erforschen kann. Dann wären ihre Spuren nicht mehr unbedingt vor uns verborgen. So sieht es auch der UFO-Fan Scott C. Waring, der fast schon täglich “sensationelle Entdeckungen” in dieser Hinsicht macht. Und leider mit seinen wilden Phantasien immer wieder großen Anklang in den Boulevardmedien findet. So wie aktuell auch wieder, wie Ihr es in diesem Beitrag erfahrt.


Außerirdische und UFOs auf dem Mars

UFOs, Raumschiffe von Aliens, Außerirdische und geheime Basen und Bauwerke von ihnen sind in der UFO-Forschung und Grenzwissenschaft seit Jahrzehnten ein sehr beliebtes Thema. Vor allem dann, wenn diese mutmaßlichen Spuren der Außerirdischen eben wirklich außerirdisch sind. Das heißt, wenn sie nicht auf diesem Planeten entdeckt werden, sondern irgendwo in unserem Sonnensystem.

Favoriten sind dabei der Mond und der Mars, was einfache Gründe hat.

So sind vor allem beide Himmelskörper durch unzählige Weltraummissionen unzählige Male fotografiert worden. Hunderttausende Fotos von Mars und Mond wurden in den letzten Jahrzehnten geschossen und selbst hochauflösende Bilder von deren Oberflächen kann sich jedermann bequem am heimischen PC ansehen. Aufgenommen von Landern und Rovern, die dort landeten. Hinzu kommt, dass beide Nachbarn im All sehr nahe an der Erde sind. Sie eignen sich deshalb hervorragend für Außerirdische als Basen, auf denen sie “unbeobachtet” agieren können.

Zumindest so lange, bis die Menschheit die Technologien hat, diese Alien-Aktivitäten “dort oben” aufzuspüren.

Grundsätzlich ist der Gedanke, dass Aliens vor Jahrtausenden auf anderen Himmelskörpern Bauten, Basen und Stationen errichteten, naheliegend und nicht vollkommen unmöglich. Ob sie es heute machen würden, wo wir längst in der Lage sind, sie dort zu finden, steht auf einem anderen Blatt. Doch vor dem Beginn der Raumfahrt und mit der unbemannten Missionen zu anderen Planeten und Monden wären Aliens dort vor neugierigen Menschen sicher gewesen.

Und wenn diese Ancient Aliens die Spuren ihrer Aktivitäten dort nicht verwischt hätten, können wir sie finden. Wobei natürlich die Spekulation legitim und sehr verlockend ist, anzunehmen, dass die Außerirdischen auf dem Mars oder Mond weiterhin aktiv sind.

Ein Affe auf dem Mars

Genau das sieht auch der UFO-Fan Scott C. Waring so. Ein Alien- und UFO-Enthusiast, der wie kaum ein anderer den Name “Alien-Freak” verdient hat. Er findet alle paar Tage auf Fotos vom Mars, Mond oder anderen Himmelskörpern Spuren von außerirdischen Strukturen. Ebenso irgendwelche Alien-Raumschiffe mit oft gigantischen Dimensionen oder auch allerlei Artefakte auf der Mars-Oberfläche.

Erst kürzlich will er wieder auf NASA-Fotos von der Mars-Oberfläche Sensationelles gefunden haben: “Alien-Rohre”, die er als “Wasserleitungen” deutet. Noch “sensationeller” war eine seiner Entdeckungen 2016, als er auf einem Rover-Foto der NASA einen Affen erkannt haben will …

Waring berichtet über seine Funde auf seinem Blog und auf einem YouTube-Kanal und erreicht damit eine große Reichweite (s. a. Postings HIER). Dass dabei eigentlich immer seine Phantasie mit ihm durchgeht, ändern daran nichts. Auch nicht für englische Boulevardmedien, die seine “Entdeckungen” immer wieder aufgreifen und im Netz darüber berichten. Es hat den Anschein, dass er durch seine “Enthüllungen” von Alien- und UFO-Spuren auf Mars und Mond zu einer Kultfigur in diesem Bereich wurde.

Man kann sie schlicht nicht ernst nehmen! Und das ist bedauerlich, da Waring durch seine verrückten Behauptungen der Grenzwissenschaft zumindest im englischen Sprachraum schadet. Die Boulevardmedien haben daran erheblichen Anteil, durch ihre Verbreitung seiner irrwitzigen “Beweise”.

Nichts plus Phantasie

So wie seine jüngste Behauptung, dass er auf einem Bild der NASA-Mission “Mars Global Surveyor” von 1999 eine außerirdische Basis und ein riesiges UFOs gefunden habe! Er geht dabei sogar soweit auf seinem Blog “UFO Sightings Daily” zu behaupten, dass das außerirdische Raumschiff vielleicht in dem Mars-Krater “angedockt” habe, da es dort vor “Mikrometeoriten” sicher ist. Er schreibt weiter:

Die Mikrometeoriten werden dem Schiff nicht schaden. Aber wenn Reparaturen durchgeführt werden, können sie diejenigen verletzen, die die Reparaturen durchführen.

Unter dem unten von Waring eingefügten Video betont er, dass andere seine “Entdeckung” bitte nicht kopieren sollen. Es sei seine, und durch das kopieren seines Videos von anderen YouTubern würde seien harte Arbeit nicht “gewürdigt” und “anerkannt”, so der UFO-Fan. “Ich arbeite täglich hart für mein Publikum”, so dass andere Interessierte “ihre  eigenen Entdeckungen” machen sollen.

Wie man an dem YouTube-Video unten sehen kann, sollte das nicht schwer sein.

Jedes x-beliebige Foto von der Oberfläche des Mars (oder Mond) und ganz wenig Phantasie reichen dafür aus. Phantasie nur deshalb, damit man sich etwas spannendes ausdenken kann, was man dort sehen soll. “Die Videos, die ich mache, kommen oft in die Weltnachrichten”, so Waring stolz auf YouTube.

Was leider auch stimmt, denn so geht sei Unsinn viel zu oft viral und lenkt den Fokus sehr, sehr weit weg von einer ernsthaften Beschäftigung mit solchen Themen und Fotos.

Seht selbst:

Video vom 16. April 2020

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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