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„Schlachten am Himmel“ und UFOs im Mittelalter – und zehntausende tote Soldaten durch „Pfeile und Blitze“ vom Himmel vor 2.200 Jahren

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Schlachten am Himmel im Mittelalter - und zehntausende Tote durch "Pfeile und Blitze" vom Himmel (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Schlachten am Himmel im Mittelalter – und zehntausende Tote durch „Pfeile und Blitze“ vom Himmel (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Mittelalterliche Drucke wie Flugblätter zeigen immer wieder seltsame Zeichen am Himmel, Wunder und rätselhafte Erscheinungen. Selbst von ganzen „Schlachten am Himmel“ wurde berichtet. Einige solcher Ereignisse sind heute Klassiker der UFO-Forschung, wenn nach „Unbekannten Flugobjekten“ in der Vergangenheit gefahndet wird. Skeptiker sehen hier nur theologische Warnungen und religiöse Propaganda. Doch eine derartige Himmelsschlacht vor gut 2.200 Jahren ist dabei besonders erschreckend! Und obwohl sie über 20.000 Tote gefordert haben soll, ist sie heute so gut wie unbekannt.


Himmelsschlachten und UFOs der Antike

Klassische Beispiele von mutmaßlichen „UFOs in der Vergangenheit“ sind vor allem zwei Flugblätter aus dem Mittelalter. Die „Himmelschlacht von Nürnberg“ vom 14. April 1561 ist dabei fraglos das bekannteste Flugblatt dieser Art.

Doch Berichte über Schlachten am Himmel oder ähnliches sind sehr zahlreich. Schon die alten römischen Chronisten berichten von derartigen Phänomenen. Und auch im Koran findet man diese. Mit Aufkommen des Buchdruckes wurden solche Erscheinungen aber weithin in der Bevölkerung bekannt. Zumal diese Drucke nicht nur entspreche Zeichen am Himmel in Worten wiedergaben, sondern vor allem auch in Bildern. So erreichte man die Bevölkerung, da in jenen Tagen die wenigstens einfachen Menschen lesen konnten. Ein Bild sagte damals schon mehr als 1.000 Worte.

In zahlreichen Blog-Artikel und vielen Videos auf meinem Mystery-Files-Kanal bei YouTube wurden solche Himmelszeichen bereits thematisiert. Die zum Teil sehr unterschiedlich ausfallen und längst nicht immer Schlachten am Himmel waren. Solche waren meistens die Ausnahme.

Moralische Lehren

Kritiker sehen beispielsweise in der „Himmelschlacht von Nürnberg“ von 1561 keinen Hinweis auf UFOs im Mittelalter. Eher „düstere Vorhersagen“, die dabei „nicht tatsächliche Ereignisse“ wiedergaben. Sie dienten dem Urheber vielmehr „zur Verbreitung seiner moralischen Lehren“. So etwa schrieb es schon 2010 der Autor Ulrich Magin in seiner Analyse „Ein UFO im Jahr 1561?“ (in: „Journal für UFO-Forschung“ Nr. 187, 1/2010). Magin weiter:

Die Mutterschiffe waren Kanonen, die Telemeterscheiben Kanonenkugeln, und das Geschehen wurde nicht überliefert, weil es interessant war, sondern weil es vor einem Krieg warnte.“

In derselben Tradition solcher vielfach überlieferten Himmelsschlachten stünde demnach auch ein anderes bekanntes Flugblatt. Es stammt von Samuel Apiarius und Samuel Coccius aus Basel in der Schweiz und zeige seltsame „Kugeln“, die am 7. August 1566 über der Stadt erschienen sind. Unter anderem erfährt der mittelalterliche Leser über das „Baseler Himmelsspektakel“:

Weiter, am 7. August, bei Sonnenaufgang und ein wenig davor, sind viele große schwarze Kugeln in der Luft gesehen worden, welche vor der Sonne mit großer Schnelle und Geschwindigkeit umherflogen und gegeneinander prallten, als ob sie einen Streit führten, wobei sie rot und feurig wurden, und daraufhin zerfielen erloschen.“ (Zentralbibliothek Zürich, PAS II 6/5, wiedergegeben in moderneren Deutsch)

Auch hier sehen Kritiker lediglich Warnungen im Sinne von Vorzeichen kommenden Unheils. Ganz im Zeichen der biblischen „apokalyptischen Reiter“ als Ankündigung des Endes aller Tage nach christlichen Lehren und Symbolen. Eine Himmelsschlacht zwischen den „guten“ und „bösen“ Heeren.

C. G. Jung und die UFOs

Interessanterweise hat auch Carl Gustav Jung, der legendäre Schweitzer Psychiater, sich diesen UFO-Phänomen gewidmet. In seinem UFO-Buch „Ein moderner Mythus“ zeigte er schon vor über 60 Jahren unter anderem das Flugblatt aus Nürnberg. Jung unterlässt bei diesem Beispiel antiker UFOs eine gesonderte, genauere Interpretation der Illustration und der geschilderten Himmelsphänomene. Vielmehr schreibt er lediglich:

Die dunkle Farbe der UFOs dürfte wohl daher rühren, dass sie gegen das Licht der aufgehenden Sonne gesehen wurden. Andere sind dagegen hell (und sogar feurig). Charakteristisch für die Ufos ist die Schnelle und willkürliche Unregelmäßigkeit der Bewegung.

Damit spielt er der „UFO-Interpretation“ dieses Dokumentes durchaus in die Hände. Bedenken sollte man aber, dass reale Phänomene am Himmel durchaus als Grundlage für die eine oder andere Interpretationen der damaligen Menschen dienten. Hinlängliche Beispiele dafür sind aus der Geschichte bekannt. Von ganz natürlichen Phänomen bis zu Erscheinungen, die sich nicht natürlich erklären lassen …

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Bei der Deutung im Sinne „apokalyptischer Warnungen“ oder einer Tradition des Glaubens an eine Endschlacht zwischen Gut und Böse, gibt es durchaus zutreffende Fälle. Etwa Beschreibungen, dass am Himmel „Ritter“ und ähnliches erschienen, die mit Waffen gegeneinander kämpften. Was der reale Auslöser solcher rätselhaften Himmelszeichen war, steht wieder auf einem anderen (Flug-) Blatt.

Himmelsschlachten und zehntausende Tote

Etwas überaus erstaunliches über eine solche Schlacht am Himmel lesen wir in der biblischen Schrift des 2. Buches der Makkabäer. Ein Buch, das heute zu den Aapokryphen Büchern des Alten Testament zählt und nicht mehr darin zu finden ist.

Dort lesen wir von einem „Vorzeichen“, als König Antiochus IV. um 169 vor Christus einen Feldzug gegen die Ägypter begann:

Da erschienen fast vierzig Tage lang über der ganzen Stadt Reiter, die durch die Lüfte jagten, in golddurchwirkten Gewändern; Lanzenträger rückten in Abteilungen zum Kampf aus, Schwerter zuckten. Reiterscharen ordneten sich zur Schlacht, Angriffe wurden gemacht, von beiden Seiten rannte man gegeneinander an, Schilde bewegten sich, Speere gab es in Menge, Wurfgeschosse flogen, goldener Waffenschmuck blitzte auf und man sah Rüstungen aller Art. Alle beteten deshalb, die Erscheinung möge etwas Gutes bedeuten.“ (2. Makk. 5,2-4)

Und an späterer Stelle erfahren wir weiter:

Als nun der Streit gewaltig geworden war, erschienen den Feinden vom Himmel her auf goldbezäumten Rossen fünf glänzende Reiter, von denen zwei sich an die Spitze der Juden stellten und zwei den Makkabäer in die Mitte nahmen und ihn mit ihren Waffen deckten und vor jeder Verwundung schützten, während sie Pfeile und Blitze gegen die Feinde schleuderten, wodurch diese geblendet und verwirrt wurden und in Unordnung gerieten.

So wurden von ihnen 20.500 Mann nebst 600 Reitern niedergehauen.“ (2. Makk. 10,29-31)

„Gott straft sein Volk“

Da das 2. Makkabäerbuch um 50 vor Christus entstanden sein soll, also in eine Zeit fällt, in der an ein Christentum und damit an christlich-theologischen Deutungen von „Himmelsschlachten“ nicht zu denken war, gelten diese Bibelverse als Urquelle dieser Kämpfe am Firmament. Was aber meint das 2. Makkabäerbuch mit diesem Ereignis, in dessen Verlauf angeblich vom Himmel kommende Pfeile und Blitze 20.500 Menschen töteten? Eine unglaubliche Anzahl, deren historische Korrektheit fragwürdig erscheint. Ein derart großes Heer, das nach diesem ungleichen Kampf zusammengenommen 21.100 Gefallenen zu beklagen hatte, ist sicher weit übertrieben.

Ich denke nicht, dass diese Phänomen unter König Antiochus IV. die auslösende Erzählung für all die späteren Schilderungen von Schlachten am Himmel war. Auch wenn früh- und spät-mittelalterliche Autoren und Akademiker diese biblischen Aussagen durchaus gekannt haben dürften. Als warnende Worte vor einer Abkehr vom Glauben, in dem „Gott sein Volk für seinen Abfall straft und sich ihm nach seiner Rückkehr zur Religion der Väter wieder zuwendet“. So formulierte es Klaus Bringmann von der Universität Frankfurt in seiner kritischen Untersuchung „Zur Kritik historischer Darstellung im Zweiten Makkabäerbuch“ (in: „Klio“, Bd. 96, Heft 2, Dezember 2014).

Mögliche reale Beobachtungen von Himmelserscheinungen wurden missverstanden und theologisch gedeutet und interpretiert. Natürliche, naturwissenschaftliche heute erklärbare Phänomene ebenso, wie „UFOs der  Vergangenheit“. Belegen lassen sich solchen Spekulationen ebenso wenig, wie die skeptischen Deutungen.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Ein UFO im Jahr 1034 über Deutschland? Das Rätsel der Nürnberger Chronik und UFOs im Mittelalter +++ Video +++

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UFO-Sichtung im Jahr 1034 über Deutschland? Das Geheimnis der Nürnberger Chronik (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
UFO-Sichtung im Jahr 1034 über Deutschland? Das Geheimnis der Nürnberger Chronik (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Was flog im Jahr 1034 am Himmel über Deutschland? Verschiedene UFO-Seiten im Netz meinen, dass eine alte Chronik aus dem 15. Jahrhundert hier einen der ersten UFO-Sichtungen schildert, der sich vor bald 1.000 Jahre ereignete. Ein zylindrisches UFO im frühen  Mittelalter, das über den Himmel raste. Woher stammt diese Geschichte, die im Netz eigentlich immer nur weiter kopiert wurde? Was ist die Quelle diese UFO-Sichtung und was genau soll sich ereignet haben? Ich bin für Euch in diesem YouTube-Video dem seltsamen Bericht einmal auf den Grund gegangen.


UFOs im Mittelalter?

Das UFO-Phänomen ist eigentlich sehr alt. Jahrhunderte oder vielleicht sogar Jahrtausende. Denn der Mensch hat schon immer Seltsames am Himmel beobachtet. Das sagen Prä-Astronautiker, UFO-Forscher und UFO-Interessiere.

Dabei deuten sie unter anderem rätselhafte Erscheinungen und „Wunder“ am Himmel im Mittelalter in dieser Hinsicht. Zu finden sind solche Beobachtungen in zahlreichen alten Chroniken und Aufzeichnungen der vergangenen Jahrhunderte.

Kritiker verweise dabei gerne auf den Umstand, dass diese Himmelszeichen oder Wunderzeichen natürliche Phänomene waren. Kometen und Asteroiden beispielsweise, die von den damaligen Menschen als Zeichen von Gott oder dem Teufel interpretiert wurden.

Damit haben die Kritiker der UFO-Forschung und Prä-Astronautik sicherlich Recht. Nur: Lassen sich tatsächlich alle diese Erscheinungen und „Zeichen am Himmel“ so einfach erklären?

Etwa jenes Objekt, das lau einer alten Chronik von 1493 im Jahr 1034 über Deutschland geflogen sein soll? Eine Himmelserscheinung, die heute als „UFO“ interpretiert wird. Doch schaut man genauer hin, gibt es bei dieser mutmaßlichen UFO-Sichtung aus dem Mittelalter Widersprüche und weitere Fragen.

Ich bin für Euch in diesem YouTube-Video vom 19. April 2020 vom dem Bericht von 1034 einmal auf den Grund gegangen. Denn woher genau stammt er und was sind und sagen die Quellen?

All das erfahrt Ihr in diesem Video.

Bleibt neugierig …

Video vom 19. April 2020 auf Fischinger-Online

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Lars A. Fischinger

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+++YouTube-Video+++ UFOs, Außerirdische und UFO-Entführungen durch fremde Wesen im Mittelalter und seit Jahrtausenden!

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YouTube-Video: UFOs und fremde Wesen im Mittelalter und seit Jahrtausenden: Das UFO-Phänomen ist uralt ... und keine moderne Erfindung einer "Phantasten"! (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
YouTube-Video: UFOs und fremde Wesen im Mittelalter und seit Jahrtausenden: Das UFO-Phänomen ist uralt … und keine moderne Erfindung einer „Phantasten“! (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

UFOs, Außerirdische, Entführungen durch Aliens – all das klingt zu modern, um auch wirklich wahr zu sein! Doch das Gegenteil ist der Fall: Diese Phänomene, Geschichten, Beobachtungen und Erlebnisse sind uralt. Schon im Mittelalter und sogar vor Jahrtausenden haben Menschen von Begegnungen mit fremden Wesen und Entführungen in andere Welten berichtet. Ob das wirklich alles nur Märchen, Mythen und Legenden ohne einen wahren Kern sind, dass erscheint fraglich. Das UFO-Phänomen gibt es quasi seit Anbeginn der Menschheit, nur hatte es immer andere Namen. Davon ist mein erneuter Gast Marie überzeugt, wie sie es für Euch in diesem neuen Video auf meinem YouTube-Channel zusammenfasst …

 

 

Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Erich von Däniken pflegt immer zu sagen: „Es sind die Phantasten, die die Welt verändern. Nicht die Erbsenzähler!“ Und da hat er mit Sicherheit recht.

Viele dieser Phantasten – häufig sogleich mit dem Wort „Spinner“ tituliert! – interessieren sich auch für das weite Feld des UFO-Phänomen. Von Sichtungen unbekannter Objekte oder Erscheinungen über das Thema der UFO-Entführungen bis hin zu Begegnungen mit fremden Wesen, die meist als Außerirdische angesehen werden. Für Skeptiker oftmals moderner Humbug und Aberglaube, nicht mehr.

Dennoch erzählt die gesamte Menschheit seit Jahrtausenden solche Geschichten. In vermeintlichen „Märchen und Sagen“ des Mittelalters treffen wir ähnliche Schilderungen von fremden Kreaturen und Entführungen wie vor Jahrtausenden. Alles Spinnerei?

Mein Gast Marie-Luise Sievers hat in einem neuen Video diese Themen einmal zusammengefasst.

  • Das von ihr im Video genannte Märchen mit der Entführung des Jungen in den Bergen habe ich ergänzend am 25. Oktober HIER diskutiert.

Bleibt also neugierig!

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Artikel: Aliens im Mittelalter?

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Angeblich, so die Ansicht der modernen Medien, ist das Geburtsjahr von UFOs im Sinne von „fliegenden Untertassen“ das Jahr 1947. Herkunft der UFO-Geschichten sei dabei die USA – und 1947 war in der Tat ein besonderes Jahr für die UFOlogen: Damals kam es zum legendären Zwischenfall in Roswell, USA, wo angeblich ein UFO abgestürzt ist und die Regierung das außerirdische Vehikel barg und versteckte. Bis heute soll dieses UFO versteckt sein. Ebenso kam es im Jahre 1947 zu der UFO-Sichtung des Privatpiloten Kenneth Arnold aus den USA, der neun seltsame Objekte aus seinem Flugzeug beobachtete. Die Presse prägte damals den Begriff „fliegende Untertassen“.

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Rätsel um den Golf von Khambhat und die Redin der Malediven: 9500 Jahre alte versunkene Städte in Indien – und anderswo? (+ Videos)

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Indiens versunkene Städte: 9500 Jahre alt? (Symbolbild/gemeinfrei)
Indiens versunkene Städte: 9500 Jahre alt? (Symbolbild/gemeinfrei)

Vor über 20 Jahren machten Entdeckungen auf dem Grund des Golf von Khambhat (auch Golf von Cambay) vor Indien Schlagzeilen. Vor allem in Asien. Denn dort wollen Forscher uralte Ruinen von Städten auf dem Meeresgrund gefunden haben, die vor fast 10.000 Jahren im Meer versanken. Doch solche „versunkenen Ruinen“ gibt es auch anderswo. Etwa die angeblichen Ruinen von Yonaguni vor Japan, dem „Atlantis im Pazifik“. Was hat es damit auf sich? Und was wurde aus den versunkenen Ruinen im Golf von Khambhat? Und könnten diese mit einem mythischen Volk auf den Malediven in Zusammenhang stehen?


Atlantis, die ewige Suche und ewiges Rätsel

Bei versunkenen Städten oder Stätten, denken die meisten Menschen direkt an Atlantis. Denn Atlantis als im Meer versunkenes Reich ist weltweit bekannt und längst Teil der Populärkultur geworden. Kinder können sich aufgrund diverser Filme und TV-Serien dafür ebenso begeistern, wie Forscher und Autoren, die hinter dem Mythos einen realen Kern vermuten.

Dieser Kern bestünde in einem Inselreich, dass vor tausenden von Jahren durch eine Katastrophe in den Fluten des Meeres versank. Seit Jahrhunderten suchen diese Forscher nun schon nach den Spuren dieser Welt vor der Sintflut. Und das im wahrsten Sinne des Wortes rund um den Erdball. Vom Nordpol bis zur Antarktis und vom östlichen Mittelmeer bis in das Hochland der Anden von Bolivien.

Einige suchen sogar noch weiter. Sie vermuten das wahre Atlantis außerhalb der Erde. Zum Beispiel auf dem Mars, einen heute längst zerstörten Planeten in unserem Sonnensystem oder sogar als Raumstation von Astronautengöttern aus dem Kosmos, die in ferner Vergangenheit auf die Erde stürzte. Gefunden und bewiesen hat diese versunkene Ur-Kultur der Menschheit bisher niemand. Und so ist man vielfach längst davon abgewichen, dieses Atlantis als den einen geographisch eng umrissenen Ort zu suchen.

Heute sprechen viele Autoren und „alternative Historiker“ von zahlreichen Orten, Plätzen und Stätten, die mit dieser Ur-Kultur im Zusammenhang stehen sollen. Und dies weltweit und damit längst nicht mehr als die eine Insel, die einstmals im Meer verschwand. Hierbei ist ein immer wieder angeführtes Beispiel Yonaguni im Meer vor der Küste Japans. Eine überaus erstaunliche Steinstruktur auf dem Meeresgrund, die seit über 20 Jahren für Diskussionen und Spekulationen sorgt.

Yonaguni: „Atlantis im Pazifik?“

Das Gebilde von Yonaguni im Ostchinesischen Meer ist heute auch als „versunkene Pyramide“ weltbekannt. Obwohl die steinerne Struktur nicht die geringste Ähnlichkeit mit einer Pyramide hat. Doch auch verschiedene Mainstreammedien haben das Thema längst entdeckt und darüber Artikel oder TV-Dokumentationen gebracht. Zum Beispiel das ZDF in Deutschland schon am 17. Oktober 2002 oder auch am 13. August 2003 in den Dokumentationen „Königreiche der Eiszeit“ und „Atlantis im Pazifik?“.

Viele deuten die Struktur als eindeutig von Menschen gemacht. Andere als Laune der Natur und damit als eine reine geologische Formation. Auch der deutsche Geologe Dr. Wolf Wichmann ist sicher, dass Yonaguni natürlich ist – kein „Atlantis des Pazifiks“ und keine Reste einer eiszeitlichen Kultur. Denn auch Wichmann hat die Strukturen intensiv erkundet und ist überzeugt, dass alles natürlich durch Erosion geformt wurde. Doch menschliche Bearbeitungen schließt auch er nicht aus, wie Dr. Wichmann es mir bei meinen Recherchen  zu meinem Buch „Historia Mystica“ (2010) selber mitteilte. Mehr dazu in diesem Interview HIER.

Der bekannte Autor und Forscher alternativer Geschichtsschreibung Graham Hancock sieht das anders. Er verweist beispielsweise auf ähnliche Funde auf dem dortigen Festland. Der heilige Berg Miwa etwa ist seit Urzeiten ein Kultplatz der dortigen Region und weist in der Tat Ähnlichkeiten zu dem Yonaguni-Felsen im Meer auf. Die Menschen haben natürliche Steine bearbeitet und geglättet und diese vergöttlicht, so Hancock zum Beispiel bereits 1998 in seinem Buch „Spiegel des Himmels“.

Auch Professor Masaaki Kimura von der Ryukyus Universität auf Okinawa sieht das ähnlich. Er erkundet das Monument seit 1995 und vermutet, dass es Reste des versunkenen Kontinentes Mu sind. Eine Art Atlantis – das angeblich im Atlantik lag – im Pazifik.

Versunkene Stätte der Eiszeit?

Kimura was schon vor Jahrzehnten überzeugt, dass das Gebilde auf dem Grund des Pazifischen Ozeans uralt sein muss. Und keinesfalls das Ergebnis einer natürliche Erosion des Gesteins sein kann. Vielmehr vermutet er, dass vor 10.000 bis 12.000 Jahren hier eine Hochkultur am Werk gewesen sein muss, dessen Stätte eines Tages vom Meer verschlungen wurde. Sie versank, als der Meeresspiegel durch die Eisschmelze am Ende der letzten Eiszeit stieg, so Kimura.

Dabei ist es auch denkbar, dass Erdbeben den Landstrich versinken ließen oder zumindest den Untergang beschleunigten. Immerhin liegt Yonaguni südlich der japanischen Hauptinseln in einer Region, die stark von Erdbeben gefährdet ist. Nicht minder wie durch Tsunamis, die die Inseln und Länder des westlichen Pazifik bedrohen. Um sich das vorzustellen, muss man sich nur das Erdbeben vom 11. März 2011 vor Japans Küste ins Gedächtnis rufen. Die Bilder des folgenden Tsunami, der Japan überollte, und die anschließende Reaktor-Katastrophe von Fukushima, hat sicher jeder noch vor Augen.

In der Tat werden Erdbeben, Tsunamis und Fluten für den Untergang vieler legendärer Orte und mythischer Reiche verantwortlich gemacht. Inklusive Atlantis vor tausenden von Jahren und der mittelalterlichen Stadt Rungholt, dem „Atlantis der Nordsee“. Hinzu kommen Katastrophen-Szenarien, die durch den Einschlag eines Asteroiden oder Kometen (oder Bruchstücke von diesen) verursacht worden sein könnten. Der dazu im Vergleich extrem langsame Anstieg des Meeresspiegels nach der letzten Eiszeit gehört jedoch weiterhin zu den Untergangs-Szenarien dazu.

Es ist erstaunlich, dass das „Yonaguni-Monument“ bereits 1987 entdeckt und seit dem Ziel zahlreicher Expeditionen wurde, aber bisher eine verbindliche Erklärung aussteht. Weiterhin steht in der Diskussion, dass alles von Menschenhand geschaffen wurde, nur die Natur den Felsen derart beeindruckend formte oder der Mensch hier und da doch einst einmal das Gestein weiter bearbeitet hat.

Für den Taucher Kihachiro Aratake, der Entdecker der Stätte, sowie den lokalen Tauchtourismus ist der zeitweilige Ansturm auf das Monument im Meer ein Glücksfall. Auch wenn der Fels hier und dort von Menschen bearbeitet wurde, muss man sich aber eines vor Augen halten: Er könnte von einer Eiszeitkultur stammen, die man aber wohl kaum als eine Art „Hochkultur“ mit überragenden Fähigkeiten ansehen kann.

Untergegangene Städte in Indien?

Wesentlich spannender als das Gebilde von Yonaguni ist meiner Meinung nach aber eine Entdeckung, über die vor allem 2001 und 2002 gelegentlich in westlichen Medien zu lesen war. Vor allem aber in der Presse in Asien bestimmte es vielfach die Schlagzeilen. Demnach hatten Forscher des indischen „Nationalen Institut für Meerestechnik“ (NIOT) in Madras im Golf von Cambay (Golf von Khambhat) im Arabischen Meer an der Küste Indiens/Pakistan die Spuren einer uralten Kultur auf dem Meeresboden gefunden.

Eine ganze Reihe Meldungen sprachen damals von einer Sensation, da die Ruinen auf dem Grund des Meeres bis zu 9.500 Jahre alt seien! „Versunkene Metropole der Industal-Kultur im Meer entdeckt“, titelte beispielsweise der wissenschaft.de-Newsletter am 5. Juli 2001. „Indian civilisation 9000 years old“ wussten die BBC News am 16. Januar 2002. Und am 23. Mai 2001 berichtete die Zeitung „The Indien Express“ unter dem Titel „Experts skeptical abaot Govt´s claims on Khambat ruins“ von diesen Entdeckungen. Und tatsächlich sind bis heute „Experten skeptisch“ angesichts der mutmaßlichen Funde auf dem Meeresgrund.

Denn den damaligen Berichten nach wurden die Reste von vermutlich zwei uralten Städten in bis zu 40 Metern Tiefe im Meer gefunden. Städte mit umfangreichen Gebäudekomplexen, die mittels Sonaraufnahmen 1999 und 2000 ausgemacht wurden. Eine dieser Städte könnte sogar neun Kilometer lang und zwei Kilometer breit sein und erstreckt sich entlang eines längst versunkenen Flussbettes. Die gesamte Fundstelle vor der Küste Gujarats soll sich sogar über mehr als 90 Kilometer erstrecken und in 30 bis 40 Metern Tiefe liege.

Die Strömung in diesem Meeresgebiet ist enorm stark und die Sicht unter Wasser schlecht. Deshalb haben die Forscher Bagger und Tauchboote für die Erkundung vor nun mehr über 20 Jahren nutzen müssen. Auch das Verfahren „Sub-bottom-profiling“ kam zum Einsatz, mit dem auch Strukturen unterhalb des Meeresbodens nachgewiesen werden können. Zu erkennen waren, in mehr oder weniger guter Bildqualität, zahlreiche (recht)winklige Strukturen oder Linien. Sie erinnern trotz der Undeutlichkeit der Aufnahmen an die Grundmauern eine Stadt mit ihren Gebäuden.

Der Ursprung der Indus-Zivilisation?

Murli Manohar Joshi, indischer Minister für Wissenschaft und Technologie, berichtete am 19. Mai 2001 begeistert, dass man auch tausende Fundstücke bergen konnte. Sie seien, so der Minister weiter, eindeutig von Menschen oder wurden von Menschen bearbeitet. Datierungen mit der Radiokarbonmethode (C14) erbrachten, dass das untersuchte Holz-Material etwa aus dem Jahre 7500 vor Christus stammt. Damit wären die Artefakte rund 9.500 Jahre alt. Doch welche Städte oder welche Orte sollen damals schon existiert haben, die heute auf dem Grund des Meeres liegen?

Deshalb sprachen die indischen Forscher diese Funde der Harappa-Kultur (Indus-Kultur) zu, die erst seit den 1920er Jahren genauer bekannt ist. Sie wird bisher auf das dritte Jahrtausend vor Christus datiert. Bis heute sind Schrift, Sprache und das Verschwinden dieser technologisch fortschrittlichen Kultur nicht vollständig gelöst. Die Entdeckungen im Golf von Cambay nun verlegen die Harappa-Kultur wesentlich weiter in die Vergangenheit. Sofern hier tatsächlich ein Zusammenhang besteht.

Selbst „Die Welt“ berichtete einst über die Spuren im Meer. „30 Kilometer vor der heutigen Küste hatte in prähistorischer Zeit eine Stadt von ungewöhnlichen Ausmaßen gelegen“, hieß es am 16. August 2002 bei „Welt“. Und über die erstaunlich Datierungen erfuhren die Leser damals:

Kopfzerbrechen bereiten den Wissenschaftler indessen zwei runde, bearbeitete Holzstücke, die auf dem Meeresgrund gefunden wurden. Die Radiokarbon-Analyse datiert das eine Holzstück auf die Zeit um 5500, das andere 7500 vor Christus – Jahrtausende vor Beginn der Induskultur.

Die wirklichen Ausmaße der Strukturen sind bis heute noch immer nicht ermittelt worden. Doch schon damals zeigten die Forschungen, dass es sich um riesige Siedlungen handeln könnte. Dichtemessungen der rechteckigen Gebäudereste mit dem umgebenden Meeresboden legen die Vermutung nahe, dass sie aus massiven Steinen errichtet wurden. So konnten sie auch den Meersströmungen trotzen. Auch einen 600 Meter langen Staudamm förderten die Analysen des Meeresbodens innerhalb des ehemaligen Flussbettes zutage.

„Eine bislang unbekannte Zivilisation“

Professor Glenn Milne, Geologe der Universität Durham (Großbritannien), ist sich sicher, dass eben zum Ende der letzten Eiszeit das Gebiet und damit diese Kulturbereiche überschwemmt wurden. Damit sind diese Städte rund doppelt so alt, wie die Zivilisation der Sumerer im Süden von Mesopotamien, die bisher als die älteste Zivilisation der Welt betrachtete wird. Auch Graham Hancock beruft sich beispielsweise in seinem Buch „Underworld“ (2002), in dem er mehrfach diese Funde vor Indien diskutierte, vielfach auf die Forschungen von Milne.

Leider sind exakte Forschungen nicht nur aufgrund der problematischen Eigenschaften des Meeres dort schwierig, sondern auch aufgrund der Nähe zu Pakistan. Doch das NIOT kündigte weitere Untersuchungen an. Vor allem auch, da natürlich Zweifel an den Gesamtfunden an sich bestanden. Die kamen bereits auf, als Minister Joshi die auf Sonar erkennbaren rechtwinkligen Strukturen sehr frei interpretierte. Etwa als Getreidespeicher, Bäder, Entwässerungskanäle und Wohnhäuser.

Weitere Untersuchungen der Unterwasserstrukturen folgten recht zeitnah. So etwa im November 2001, von Oktober 2002 bis Januar 2003 oder auch noch bis Januar 2004. Vor allem bei diesen Untersuchungen wurden die erwähnten Artefakte geboren. Tonscherben, Steine, Ziegel, Süßwassermuscheln und Holzreste, die an verschiedenen Instituten in Indien untersucht wurden. Zu dieser Zeit bekam die Stätte auch ihre Namen „Gulf of Khambhat Cultural Complex“ (GKCC).

Im „Journal of Indian Ocean Archaeology“ hieß es 2004, dass sich heute längst Riffe über einige der Ruinen gebildet hätten. Der Leiter der Expedition, der führende NIOT-Geologe B. Badrinaryan, berichtete 2010 sogar, dass die versunkenen Städte bis zu 400 Meter unter dem Meeresboden liegen. Sedimente und geologische Prozesse hätten diese immer weiter verschüttet und er wehrt sich gegen die Vorwürfe, die Aufnahmen der Expedition seinen gefälscht oder manipuliert. Anhand der geborgenen Funde ist Badrinaryan sogar überzeugt, dass hier „eine bislang unbekannte Zivilisation“ 7.500 Jahre vor den Sumerern blühte, „die in einer Flut unterging, was wiederum durch regionale und globale Flutmythen bestätigt wird“.

„Archäologische Fantasien“

Ein „kultureller Komplex“, der vor 9500 oder noch weit mehr Jahren versunken ist? Demnach wären hier die Spuren einer unbekannten Kultur, die in Form von Ruinen im Meeresboden liegen. Vielleicht sogar von mehr als einer Stadt aus einer fremden Vorzeit der Zivilisationen der Erde. Solche Aussagen der beteiligten Forscher wurden gleich nach Bekanntwerden von vielen Seiten begeistert wie skeptisch aufgenommen. Hierbei ist die Hauptkritik die Datierung der gefunden Holzstücke, sowie die Interpretationen einzelner Artefakte aus dem Gebiet.

Diese wurden nicht mit Tauchern oder Robotern sorgsam vom Meeresboden geboren, sondern von dort heraus gebaggert. Ein Zusammenhang sei damit nicht nachweisbar. Kritiker meinen ebenso, dass entdeckte Artefakte aus Stein überhaupt keine solchen sind, sondern einen natürlichen Ursprungs haben. Und wenn es tatsächlich erkennbare Objekte sind, dann könnten sie durch Zufall sehr viel später hier auf dem Meeresgrund gesunken sein.

Auch die Radiokarbondatierungen von geborgenem Holz mit einem Ergebnis von rund 9500 Jahren ist für skeptische Archäologen nichtssagend. Sie verweisen darauf, dass es vollkommen natürlich ist, das dort Holz zu finden sei. Immerhin lag der Meeresspielgel in der Eiszeit hier wesentlich tiefer und es wuchsen Bäume und andere Pflanzen. Dies würde keineswegs bedeuten, dass Menschen dieses Holz nutzen. So argumentierte beispielsweise schon 2002 D. P. Agrawal, der Gründer der Laboratorien für C14-Dateriungen in Indien in dem Magazin „Frontline“ (März 2002).

„Archäologische Fantasien“ wären hier aus Indien verbreiten worden, glauben die Skeptiker. Tektonischen Aktivitäten wie Erdbeben sowie die starken Strömungen hätten noch dazu die vorgezeigten Tonfragmente hierher befördern können. Durch das Ausbaggern des Meeresbodens bestünde zudem überhaupt keine Möglichkeit mehr, gefundenen Objekte irgendwelchen Sedimentschichten zuzuordnen. Eventuelle echte Artefakte von der Oberfläche kämen so mit weit darunter im Boden liegenden Objekten zusammen an die Oberfläche.

Vor allem der letzten Kritikpunkt der Skeptiker ist sicher auch für den archäologischen Laien leicht nachzuvollziehen. Bis heute hat sich nichts an diesen Kritiken geändert.

Kontroversen

Was sich bis heute ebenso nicht geändert hat, ist das vorhandene Bildmaterial der mutmaßlichen Ruinen im Meer. Es war schon vor rund 20 Jahren (online) ausgesprochen miserabel in undeutlichen Kleinformaten. Die vor allem den indischen Medien zur Verfügung gestellten Aufnahmen, etwa von Scans des Meeresbodens, kursieren bis heute im Netz. Grade Linien oder geometrische Strukturen mit recht exakten Winkeln sind drauf durchaus zu erkennen. Oder zu erahnen. Mehr nicht.

Und dieser Umstand ist bei der Kontroverse um die „Ruinen im Golf von Khambhat“ nicht von der Hand zu weisen. Das erkannte schon Graham Hancock, der wie wohl kein zweiter weltweit versunkene Stätten, Ruinen und Spuren einer eiszeitlichen Ur-Kultur unter Wasser sucht. In seinem Buch „Underworld“ von 2002, das erst 2019 in deutsch erschien, verweist er zum Beispiel auf die extrem schlechte Sicht im Golf von Khambhat. Für Taucher ebenso wie für Tauchroboter.

Vor Ort konnte Hancock im November 2001 auch mit den verantwortlichen Forschern sprechen. Und zwar von der Pro- wie von der Contra-Seite. So seien die Strukturen der Sonar-Messungen nichts weiter als „Artefakte bildgebender Verfahren“ und damit überhaupt nicht real vorhanden. So Archäologen des nationalen Institutes für Ozeanographie (NIO) in Indien, dass ausdrücklich nichts mit dem NIOT zu tun hat, zu Hancock. Ein anderer Archäologe hielt ihm gegenüber die Ergebnisse schlicht für „Halluzinationen“.

Dennoch unterstreicht er, dass die Entdecker der Strukturen mit ihren Deutungen auf „Spott und Ablehnung“ von Seiten der „etablierten Archäologen“ stoßen. Trotz der „Entdeckung von umwerfender Tragweite“, die den NIOT-Forschern hier gelungen sei. Denn diese, die er 2001 vor Ort zu sehen bekam, seien nach Hancock „spektakulär“. Weiter schreibt er resümierend:

Es wird weiterer Forschungsarbeit bedürfen, um genaue Datierungen vorzunehmen und das Rätsel des Golfes von Khambhat vollständig zu lösen. Das Ausmaß der Ruinenlandschaft verrät uns aber schon heute, dass diese Strukturen etwas bezeugen, das Vertreter der etablierten Gesichtswissenschaft und Archäologie bisher nie anerkannt haben: Die Möglichkeit, dass es in der indischen Vorgeschichte eine verlorene Kultur gab (…).“

Festgefahrene Forschungen

Das Thema der Ruinen im Golf von Khambhat hat sich heute längst im Sande auf dem Grund des Meeres verlaufen. Auch wenn es vor Ort ungleich schwerer ist, hier sichere Ergebnisse zu bekommen – etwa im Vergleich zu Yonaguni -, sollte man 20 Jahren später eigentlich mehr wissen. Doch leider ist der Stand der Forschung und Diskussion vor zwei Jahrzehnten quasi festgefahren.

Ob der Widerstand der etablierten Archäologie hiermit zusammenhängt, ist Spekulation. Warum sollten indische Forscher archäologische Beweise, dass die indischen Kultur tausende Jahre älter ist, als bisher bekannt, verhindern oder verschweigen wollen? Wäre es nicht eine Sensation, die den indischen Nationalstolz auf ihr kulturelles Erbe in ungeahnte Höhen treiben würde?

Oder liegt der Grund ganz woanders, in einer mythologischen Richtung? Denn gerade auch Indien hat eine reichhaltige Mythologie und uralte Überlieferungen, die von einer unbekannten Vergangenheit berichten. Von Göttern und Dämonen aus dem Himmel, von Helden, von einer Sintflut, von fliegenden Wagen fremder Wesen und von versunkenen Ländern und Landstrichen. Wären demnach versunkene Orte einer fremden und mythischen Vorzeit plötzlich real – was könnte in diesen alten Überlieferungen noch real gewesen sein?

Zum Beispiel das mythische und verschwundene Volk der Redin? Von diesem wird auf der Inselgruppe der Malediven im Indischen Ozean berichtet und sie könnten durchaus mit dem Golf von Khambhat und Indien in Verbindung stehen.

Rätselhafte Redin der Malediven

Die Malediven liegen grob 2000 Kilometer südöstlich des Golfes von Khambhat und haben eine bis heute wenig bekannte und erforsche Vorgeschichte. Als sicher gilt, dass hier einst eine unbekannte Hochkultur existierte, die auf den Inseln auch Bauwerke nach Art von Tempeltürmen, Stufenpyramiden und großen Erdhügeln erbaute. Sie werden auf den Malediven Hawitta genannt und sind größtenteils zerstört oder durch die später auf die Inseln gelangen Hindus, Buddhisten und Muslime abgerissen worden.

An ihrer Stelle bauten etwa die Hindus und Buddhisten ihre eigenen Sakralbauten. Bis Jahrhunderte später der Islam kam und diese Bauwerke erneut zerstörte und ihre eigenen Heiligtümer darauf errichtete. Zahlreiche Statuen und bereits vorhandene Steine und Platten wurden dabei auch in Stücke geschlagen und als Füllmaterial späterer Bauten genutzt. Wie in so vielen Teilen der Welt trugen auch Einheimischen der Neuzeit einiges dazu bei, diese Monumente der Vorzeit zu zerstören. Erst 1980 wurde dieser Vandalismus von den Behörden verboten.

Kurz danach kam der legendären Entdecker und Forscher Thor Heyerdahl auf die Inseln. Von 1982 bis 1984 forschte er zusammen mit dem Archäologen Arne Skjølsvold aus Norwegen mehrfach auf den Malediven und führte Ausgrabungen durch. Heyerdahl war sicher, wie er später in seinem Buch „Fua Mulaka“ berichtete, dass zumindest einige der Hawitta Stufenpyramiden waren, die an die 20 Meter hoch errichtet wurden. Ähnlich jener, die man aus Mesopotamien kennt. Ebenso wurden zahlreiche Relikte der unbekannten Vorzeit der Inseln entdeckt.

Was Heyerdahl ebenfalls dokumentierte, waren zahlreiche Geschichten und Legenden über das mythische Volk der Redin. Diese Redin waren nach den alten Überlieferungen auf den Malediven die ersten Bewohner der Inseln. Ein fremdes und längst untergegangenes Volk, von dem nur Erinnerungen blieben. Denn sie waren lange vor den ersten bekannten Einwohnern dort. Vermutlich, so Heyerdahl, praktizierten diese Menschen in der Vorzeit einen „Sonnenkult“.

Kamen die Redin vom Golf von Khambha?

Die Redin, so die Überlieferungen, waren ein starkes und fortschrittliches Volk, dass die Malediven in hervorragend konstruierten Booten beziehungsweise Schiffen erreichte. Ihr Ursprung sei nördlich der Malediven gewesen, was geografisch ausgezeichnet zum Golf von Khambha und der mutmaßlich dort versunkenen Kultur passt. Und da das Archipel der Malediven heute aus fast 1200 Inseln sowie zahlreichen Atollen besteht, waren die seemännischen Künste der Redin auch vor Ort von ausgesprochen großem Nutzen.

So schreibt Heyerdahl über die gesammelten Überlieferungen in „Fua Mulaka“ unter anderem:

Die Redin waren lange vor allen anderen Maledivern gekommen. Nach ihnen und vor der jetzigen Bevölkerung waren auch noch andere Volksstämme dagewesen, aber keiner war so einflussreich gewesen wie die Redin. Sie waren zahlreich. Sie verwendeten nicht nur Segel, sondern auch Ruder und waren daher auf dem Meer sehr beweglich. Es kam vor, dass sie auf einer Insel schliefen, zu einer anderen fuhren, um dort Früchte zu holen, und sich ihr Essen auf eienr dritten kochten, und das alles dank der hohen Reisegeschwindigkeiten, die sie erreichten.“

Als später „die ersten Malediver mit ihren Familien kamen“, hätten sich die Redin zurückgezogen. Sie wollten „nichts mit einfachen Menschen zu tun haben“, so Heyerdahl weiter.

Vielfach wird den alten Legenden über die Redin betont, dass sie die Malediven-Inseln von Norden nach Süden besiedelten. „Die Redin seien zuerst auf Ihavandu gelandet, der nördlichsten Inseln der Malediven“, berichtet Heyerdahl. Sein damaliger Führer Ahmed Saib stammte aus den nördlichen Gebieten, „wo noch unzählige Redin-Geschichten lebendig seien“.

Insel-Hopping von Norden her

Auch der Guide Mohamed Loutfi „erinnerte sich mit Bestimmtheit, dass die Redin zuerst auf den Inseln im äußersten Norden der langen Melediven-Kette gelebt hatten“. Er fertigte für Heyerdahl sogar eine Karte der Inseln an, auf der er mit Pfeilen den mythischen Weg der Redin von Insel zu Insel einzeichnete. Bedauerlicherweise hat Heyerdahl diese Karte nicht in seinem Buch „Fua Mulaka“ abgedruckt.

„Von Atoll zu Atoll nach Süden“ zogen diese mysteriösen Seefahrer bis sie eines Tages verschwanden. Wohin ist unbekannt. Dennoch seien zahlreiche Ruinen wie pyramidenartige Bauten eben genau auf diese Redin zurückzuführen. Nur leider blieb nach mehren Eroberungen, Siedlungswellen, Umbauten und Zerstörungen kaum mehr etwas erhalten.

Auch die Natur selber trug ihren Teil dazu bei. So ist die Insel Muna Fushi, auf der sich mächtige Ruinen befanden, in den Jahrzehnten vor Heyerdahls Expedition auf die Malediven, nach und nach ins Meer gespült worden. Von ihr blieb nichts mehr übrig. Da stellt sich die Frage, wie viel Atolle und Inseln der lang gestreckten Kette der Malediven in der Vergangenheit noch vom Meer verschluckt wurden. Was mag auf dem Meeresboden noch auf seine Entdeckung warten?

Spuren dieses Insel-Hopping der Redin als die ersten Siedler könnten überall um die zahllosen Inseln auf dem Grund des Meeres liegen. Und die Malediven sind für ihre Gewässer als Tauchparadies weltweit bekannt. Es sollte mich nicht wundern, wenn eines Tages solche archäologischen Spuren der unbekannten Seefahrer vor Jahrtausenden auf dem Meeresboden entdeckt werden. Vielleicht durch reinen Zufall in der Nähe einer Insel unter Korallen.

Der Islam kam zuletzt

Noch eine andere Insel dort ist in diesem Zusammenhang spannend. Die Insel Isdu, was sowie bedeutet, wie „die erste gesichtete Insel“. Auf ihr steht die größte Hawitta, die heute auf den Malediven erhalten ist. Dieses Bauwerk ragt, von See aus gesehen, derart hoch über den Horizont, dass man es schon von weit draußen auf dem Ozean sehen konnte. Mit einem Feuer auf der Spitze noch ungleich früher. Thor Heyerdahl konnte sich davon selber überzeugen.

Doch Isdu ist die östlichste Insel des Archipel. Von hier seien einst, so wurde Heyerdahl erklärt, die „königlichen Familien“ ausgezogen, um in der maledivischen Hauptstadt Malé zu herrschen. Dies scheint sich auf die Buddhisten zu beziehen. Denn es wurden dort nicht nur Buddah-Statuen gefunden, sondern die buddhistischen Siedler kamen aus dem Nordosten.

Vermutlich starteten sie im Süden Indiens oder von Sri Lanka aus und überquerten die Lakkadivensee im Norden des Indischen Ozeans. Je nachdem, von wo sie genau in See stachen, sind das grob 500 bis 700 Kilometer Luftlinie über das offene Meer. Nach und nach verdrängten sie den dort bereits vorhandenen Hinduismus, bis – nach der Tradition – im Jahr 1153 der Islam auf die Malediven kam. Bis heute die Staatsreligion des Landes.

Wann das mythische Volk der Redin vor tausenden von Jahren die Malediven erreichte, ist fraglich. Vielleicht kamen sie tatsächlich über das Arabische Meer vom Golf von Khambhat aus, nachdem ihre Siedlungen versanken.

Offen ist bis heute auch, wann die ersten Hindus das Archipel erreichten und besiedelten. Im ersten Jahrhundert nach Christus spielten die Malediven jedenfalls schon eine wichtige Rolle. Der römische Historiker und Schriftsteller Plinius der Ältere schrieb in seiner berühmten Enzyklopädie „Naturalis historia“ bereits über diese Inseln, die er als wichtigen Handelsposten und Zwischenstopp zwischen Ägypten und China dokumentierte.

Der Handel mit „Porzellanschnecken“, die Kaurischnecke, die nur im Indischen Ozean lebt, lief über die Malediven. Die Gehäuse dieser Tiere wurden bis zum Polarkreis in Nordeuropa gehandelt, wo sie in Gräbern in Norwegen gefunden wurden.

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Video: Spekulation um das Grabtuch von Turin: Ist das Leichentuch Jesu nur eine alte Tischdecke aus einer Abtei in England?

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Video: Das legendäre Turiner Grabtuch - ist es in Wahrheit nur eine alte Tischdecke aus England? (Bild: gemeinfrei)
Video: Das legendäre Turiner Grabtuch – ist es in Wahrheit nur eine alte Tischdecke aus England? (Bild: gemeinfrei)

Unter den zahllosen Reliquien der katholischen Kirche ist sicher das Grabtuch von Turin die bekannteste. Es sei das Leichentuch Jesus Christus und 2000 Jahre alt, sagen die Befürworter der Echtheit des Tuches. Nein, sagen dagegen die Kritiker, und halten es für einen absichtlichen Schwindel aus dem Mittelalter. Jetzt kommt eine neue Spekulation zum Ursprung des Grabtuches hinzu. Denn ein britischer Skeptiker behauptet, in Wahrheit sei das Tuch nur eine Tischdecke eines Klosters gewesen. Durch reinen Zufall habe sich das Abbild darauf abgezeichnet, als es anderweitig verwendet wurde! Eine mehr als erstaunliche Interpretation, wie Ihr hier erfahrt.


Das Grabtuch von Turin

Das Grabtuch von Turin oder Leichentuch Jesus ist die bekannteste Reliquie der Christen. Denn angeblich sieht man darauf den gekreuzigten Jesus Christus. Entstanden sei dieses Abbild durch ein göttliches Wunder, wie es heißt. Was jedoch Kritiker ganz anders sehen, da diese die Reliquie für eine Fälschung aus dem Mittelalter halten. Ein endloser Streit, der nun um eine weitere Erklärung reicher ist.

Denn der Brite David Adkins sieht in dem Turiner Grabtuch nichts weiter als eine alte Tischdecke aus der Burton Abbey in der Grafschaft Staffordshire in Großbritannien. Ein einfaches Tischtuch, dass die dortigen Mönche 1340 nutzen, um eine Statue einzuwirken. Zum Schutz während umfangreicher Renovierungen ihrer Abbtei. Nach Abschluss der Renovierungen stellten sie fest, dass die umwickelte Figur sich in ihrer Tischdecke abgebildet hatte. Und so witterten sie ein Geschäft und fertigen daraus jene Reliquie, die als Leichentuch von Turin weltbekannt wurde.

Eine mehr als ungewöhnliche Deutung, die sogar etwas mit der Bundeslade, dem Heiligen Gral, dem Schatz der Templer und den legendären Orden der Tempelrittern selber zu haben soll. Und sogar mit der Legende um König Artus.

Mehr in diesem Mystery Files-Video vom 22. März 2022.

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Video: Fremde Kultur vom Bada Valley: Das Megalithen Rätsel auf Sulawesi, das kaum einer kennt

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Video: Bada Valley - das megalithische Rätsel in Fernost, das kaum einer kennt (Bild: mybestplace.com)
Video: Bada Valley – das megalithische Rätsel in Fernost, das kaum einer kennt (Bild: mybestplace.com)

Auf der fernen Insel Sulawesi in Südost-Asien existierte von unbekannten Zeiten eine heute unbekannte Zivilisation. Von ihr blieben fast nur hunderte Megalithfiguren übrig, von denen nicht mal genau bekannt ist, wie alt sie eigentlich sind. Diese Megalithen und menschlichen Figuren stehen als stumme Zeugen einer längst versunkenen Vergangenheit im „Lindu National Park“ und geben den Archäologen noch viele Rätsel auf.


Rätsel der Archäologie auf Sulawesi

Versunkene Kulturen und Zivilisationen der Vorzeit kennt man heute viele. Vor allem die großen Völker der Welt, wie beispielsweise die Inka in Peru oder die Megalithkultur Europas. Doch auch auf der Insel Sulawesi nördlich von Australien finden sich Spuren einer bisher fremden Kultur, die erstaunen.

Diese Spuren sind Megalithe und megalithische Figuren, die sich im Bada Valley (auch Napu Valley) im „Lindu National Park“ in Zentral-Sulawesi finden. Bis zu 4,5 Meter riesige Figuren aus Granit, die vor unbekannten Zeiten ein ebenso unbekanntes Volk dort schuf. Und dies gleich zu hunderten. Wobei nichtmal das genaue Alter der Statuen dieser fremden und verschwundenen Megalithkultur heute bekannt ist. Denn die Schätzungen des Alters dieser Megalithe reichen von 5000 vor bis 1400 nach Christus.
Also von der Steinzeit bis ins Mittelalter.

Die Erforschung dieses Rätsel der Archäologie steckt demnach noch in den Kinderschuhen und ist ein Rennen gegen die Zeit. Denn dutzende Megalithfiguren sind bereits auf dem Schmerzmarkt in Übersee gelandet.

Viele Fragen werfen die Steine auf Sulawesi bisher noch auf. Steine, die auf der Insel übrigens nicht mal vorkommen und so eigenes von den unbekannten Erbauern über das Meer dorthin gebracht wurden. Spuren dieses Volkes fanden sich auch nicht in der Umgebung.
Eine Spur scheint aber fast 14.000 Kilometer Luftlinie Richtung Osten zu führen. Und zwar zur Osterinsel (Rapa Nui) und den mächtigen Moai dort.

Was diese Megalithstätte auf der Insel so beeindruckend macht und welche Fragen diese aufwirft, das erfahrt Ihr in diesem Mystery Files-Video vom Januar 2022.

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Video: Sonderbare Sage vom Rhein: Konspirative Treffen „mit Wesen von anderen Sternen“ in den Niederlanden – und in Deutschland

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Video: Sonderbare Sage vom Rhein: Geheimtreffen mit "Wesen von anderen Sternen" in den Niederlanden (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Video: Sonderbare Sage vom Rhein: Geheimtreffen mit „Wesen von anderen Sternen“ in den Niederlanden (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Seit Jahrzehnten vermuten einige UFO-Forscher, dass es bereits Geheimtreffen zwischen Außerirdischen und irgendwelchen „Mächtigen“ oder „Eliten“ der Erde gab. Geheime Meetings, von denen nur Eingeweihte wissen sollen und dürfen. Doch genau das gab es angeblich schon vor Jahrhunderten in verschiedenen Großstädten in Europa. Denn davon berichtet eine Sage aus den Niederlanden, wie Ihr in in diesem Mystery Files-Video erfahrt.


Der Rhein, Fluss der Sagen

Zumindest behauptet das eine Sage, ein Märchen oder eine Legende vom Rhein in den Niederlanden. In dieser Erzählung wird überliefert, dass eine in magischen Künsten eingeweihte Witwe aus Oostbrock bei Utrecht in Holland als Hinterbliebene eines dortigen Gelehrten, regelmäßig zu konspirativen Treffen flog. Dort trafen sich Weise, Denker und – Außerirdische.

Das ging solang gut, bis die angebliche Hexe dabei verfolgt wurde. Was der Zeuge, angeblich ihr eigener Knecht, beinahe mit dem Leben bezahlte. So gab es dieser später dem Bürgermeister von Utrecht, Johannes Culemberg, zu Protokoll, als er von seinem Erlebnis bei diesem Treffen in dem „Spukhaus“ berichtete.

Aber das war den Verantwortlich nicht neu. Denn solche geheimen Häuser für ebensolche Treffen waren aus Orten wie Hamburg und Amsterdam bekannt. „Heimliche Zauberhäuser“, in denen Studien betrieben wurden, bei denen sogar „Gelehrte von anderen Sternen“ teilnahmen. Neudeutsch also: Aliens.

Nur ein schönes Märchen, oder mag hier ein wahrer Kern verborgen sein? Das berühmte Körnchen Wahrheit, das viele Menschen in den Sagen und Überlieferungen der Vergangenheit vermuten. Auch jene, die sich mit Aliens der Antike auseinandersetzten. Entscheidet selbst nach diesem Video vom 28. Dezember 2021.

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Video: Zufallsfund auf Sylt: Archäologische Fundgrube und unbekanntes Hügelgrab der Steinzeit entdeckt

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Video vom Nov. 2021: Zufallsfund - Archäologische Fundgrube und unbekanntes Hügelgrab der Steinzeit auf Sylt entdeckt (Beispielbild: Fischinger-Online)
Video vom Nov. 2021: Zufallsfund – Archäologische Fundgrube und unbekanntes Hügelgrab der Steinzeit auf Sylt entdeckt (Beispielbild: Fischinger-Online)

Ein archäologischer Zufallsfund bei Bauarbeiten auf der Insel Sylt entpuppte sich als reichhaltige Kulturschicht, die Jahrtausende umfasst. Die dortigen Funde reichen von der Steinzeit bis in die Zeit der Wikinger. Auch ein bisher nicht bekanntes Hügelgrab befand sich einst an diesem Platz. Ein Glücksfall für die Archäologen. Und doch kein Einzelfall, wie Ihr in diesem Mystery Files-Video vom November 2021 erfahrt. Denn tausende archäologische Stätten warten nicht nur in dieser Region noch auf ihre Entdeckung. Dies interessierte einst auch die Nationalsozialisten und die „Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe“ der SS.


Sylt – von der Steinzeit bis zu den Wikingern

Erstaunte Archäologen in Achsum auf Sylt. Denn hier wurde bei Bauarbeiten zufällig eine ganze Schicht kultureller Hinterlassenschaften entdeckt. In dieser fanden sich unter anderem ein bisher unbekanntes Hügelgrab der Steinzeit, Spuren Bronzezeit und der Wikinger sowie zahlreiche Siedlungsreste.

Daraufhin ließ das Landesamt für Archäologie in Schleswig-Holstein die Arbeiten stoppen, um die Funde zu sichern. Schnell stellte sich dabei heraus, dass hier eine rund zwei Meter starke Kulturschicht in der Erde verborgen liegt. Die unterste und damit älteste reicht bis in die Steinzeit zurück und verbarg ein bisher unbekanntes Hünengrab (Hügelgrab). Schon in der späteren Bronzezeit wurde dies überbaut, wie gefundene Siedlungsspuren zeigen.

Der Platz im heutigen Achsum scheint über tausende von Jahren ein beliebter Siedlungsplatz gewesen zu sein. Denn die Schichten mit den archäologischen Funden reichen bis in das frühe Mittelalter und die Tage der Wikinger und Römer.

Ein Zufallsfund, der aber weder auf Sylt noch anderswo einmalig ist. Immer wieder finden sich solche versunkenen Spuren der Vergangenheit (s. z. B. Beitrag HIER und Video HIER). Auch und gerade weil vieles zerstört und abgetragen wurde. Auf Sylt wollten das einst übrigens die Nationalsozialisten um Heinrich Himmler verhindern, wie Ihr in diesem Mystery Files-Video vom 30. November 2021 erfahrt.

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