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Die Stufenpyramide von Sakkara und ihre Unterwelt: Jetzt für Touristen (zum Teil) geöffnet (+ Videos)

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Die Stufenpyramide von Sakkara und ihre Unterwelt: Jetzt für Touristen zum Teil geöffnet (Bild: Fischinger-Online)
Die Stufenpyramide von Sakkara und ihre Unterwelt: Jetzt für Touristen zum Teil geöffnet (Bild: Fischinger-Online)

Die Stufenpyramide von Sakkara in Ägypten, zugeschrieben dem Pharao Djoser aus dem Alten Reich, gilt mit einem Alter von rund 4.700 Jahren als älteste Pyramide Ägyptens. Mit ihren knapp 60 Metern Höhe liegt sie südlich von den berühmten Pyramiden von Gizeh und hierher verirren sich vergleichsweise nur wenige Touristen. Das wollten die Verantwortlichen ändern, wie Ihr es Mitte Februar auf meinem YouTube-Kanal in einem Video erfahren habt. Um mehr Besucher anzulocken wollte man die Pyramide erstmals für Touristen öffnen. Jetzt steht sie tatsächlich jedermann offen. Was den Besucher dort erwartet und nicht auch nicht erwartet, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Die Stufenpyramide von Sakkara

Der Pharao Djoser war ein mächtiger Herrscher der 3. Dynastie im Alten Ägypten. So mächtig, dass er seinen legendäre Baumeister Imhotep beauftragte ihm ein Grabstätte für die Ewigkeit zu errichten, die bis dato seines Gleichen suchte.

Das war vor etwa 4.700 Jahren und entstanden ist so die Stufenpyramide von Sakkara. Einst war sie nur 62,5 Meter hoch und damit mehr als halb so klein wie die weltbekannte Cheops-Pyramide von Gizeh. Doch sie ist zumindest unter Ägyptologen und Geschichtsforscher nicht weniger berühmt. Mehr noch, denn die Archäologie sieht in der Stufenpyramide von Pharao Djoser durchaus ein mindestens ebenso bedeutendes Monument wie in der Pyramide von Pharao Cheops.

Hierfür ist der Grund einfach: Die Djoser-Pyramide gilt als die erste Pyramide Ägyptens (wenn nicht der Welt) und als Beginn des Pyramidenzeitalters im „Land der Pyramiden“ am Nil. Sie steht am Anfang und die über 100 weiteren Pyramiden Ägyptens wurden nach ihr gebaut.

Um aber mehr Touristen auch in die Ruinen von Sakkara zu locken, soll ihnen nach dem Willen der ägyptischen Antikenministerium und der Tourismusbehörde dort auch mehr geboten werden. Man konnte zwar bereits in der Vergangenheit dort Gräber und Pyramiden betreten und innen besichtigen, doch nicht das Grabmal des Djoser. Obwohl das Highlight der Nekropole. Mehr dazu im 1. Video unten.

Im Inneren unterscheidet sich die Stufenpyramide von Djoser von allen anderen Pyramiden Ägyptens. In ihr – oder besser gesagt: unter ihr – befindet sich ein wahres Labyrinth aus Gängen, Korridoren, senkrechten Schächten und Kammern. Ein gefährliche Unterwelt, die längst nicht mehr so intakt ist wie nach ihrer Fertigstellung vor 4.700 Jahren. Deshalb wurde das Monument mit Unterbrechungen 14 Jahre lang renoviert und restauriert. Im Inneren ebenso wie außen an den einzelnen Stufen an sich.

Ziel der Arbeiten war nicht nur der Erhalt des einzigartigen Denkmals, sondern eben auch die Erschließung für den Tourismus.

Touristen in Sakkara

Wie das Antikenministerium am 6. März in Kairo bekannt gab, ist es jetzt sowie. Besucher können erstmals die Pyramide betreten und sich das „Innenleben“ dieses Monumentes ansehen. Allerdings noch immer mit großen Einschränkungen. Aufgrund des Platzmangels in der Unterwelt der Stufenpyramide sollen bisher nicht mehr als 45 Besucher am Tag eingelassen werden.

Das Klingt erstaunlich wenig. Denn wenn man sich sich die im Video unten gezeigten Pläne des Inneren der Djoser-Pyramide ansieht, erkennt man sehr schnell, dass das Schachtsystem darin riesig ist. Nicht nur jenes, das Pharao Djoser anlegen ließ, da auch spätere Generationen dort Tunnel angelegt haben. Vor allem Grabräuber, die zum Teil erst ca. 1.700 Jahre nach der Erbauung dort Tunnel in das Bauwerk trieben.

In den Jahrtausenden sind viele Bereiche der Unterwelt dort eingestürzt und wurde baufällig. Teilweise kann man durch die Gänge nur noch kriechen, wenn man überhaupt irgendwie durchkommen kann. Dass diese gefährlichen Bereiche nicht renoviert und für den Tourismus hergerichtet wurden, ist deshalb verständlich. Allein die Kosten wären ebenso astronomisch wie der Aufwand.

Schon bei den vergangenen Instandsetzungen zeigte sich, dass es alles andere als „leicht“ ist ein solches Monument zu renovieren. Die Außenarbeiten an dem Ziegelbau liefen nicht wie gewünscht. Bei der Reinigung der mit Sand zugewehten Stufen wurde das Mauerwert selbst beschädigt, was sich negativ auf die gesamte Statik auswirkte. Selbst das Kernmauerwerk war dabei Wind und Wetter schutzlos ausgesetzt.

Rund 4.700 Jahre steht die Djoser-Pyramide inzwischen in Sakkara. Ob sie weitere Jahrtausende überdauern wird, wir die ferne Zukunft zeigen.

YouTube-Videos zum Thema

Video vom 13. Feb. 2020 auf Fischinger-Online

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Video vom 4. Dez. 2019 auf Fischinger-Online

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Lars A. Fischinger

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Die Stufenpyramide von Sakkara und ihre rätselhafte Unterwelt: bald Ziel für den Massentourismus?+++ Video +++

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VIDEO: Die Stufenpyramide von Sakkara und die Unterwelt: Bald für Touristen (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Die Stufenpyramide von Sakkara und die Unterwelt: Bald Ziel für Touristen (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Südlich von Gizeh und der berühmten Cheops-Pyramide liegt die Stufenpyramide von Sakkara von Pharao Djoser. Mit etwa 4.700 Jahren offiziell nicht nur die älteste Pyramide in Ägypten sondern der Welt. Doch nach Sakkara reisen ungleich weniger Touristen wie zu den großen Pyramiden von Gizeh oder in das Tal der Könige bei Luxor. Die ägyptische Altertümerverwaltung möchte das ändern und gibt das Innere der Stufenpyramide jetzt für Besucher frei. Doch sicher nur einen winzigen Teil der riesigen und einzigartigen Unterwelt der Pyramide. Doch in oder besser unter Sakkara sollen sich noch weit mehr Rätsel und Mysterien befinden, wie Ihr in diesem YouTube-Video erfahrt.


Die Geheimnisse von Sakkara

Die Stufenpyramide von Sakkara in Ägypten gehört zu den berühmtesten Monumenten der Welt. Mit rund 4.700 Jahren auch zu den ältesten Bauwerken, die unsere Ahnen erbaut haben.

Und obwohl sie nur etwa 45 Autominuten südlich von Kairo und vor allem den legendären Pyramiden von Gizeh liegt, besuchen ungleich weniger Touristen die beeindruckenden Stätten von Sakkara.

Das will die ägyptische Altertümerverwaltung jetzt ändern. Nach vielen Jahren der Renovierung soll auch erstmals überhaupt das Innere der Stufenpyramide des Pharao Djoser für Besucher geöffnet werden. In der Hoffnung damit den Tourismus anzukurbeln, wie es aus Ägypten hieß.

Doch was dabei übersehen wird ist die Tatsache, dass wohl nur ein winziger Teil der Unterwelt dort für Touristen geöffnet wird. Das unterirdische Kammersystem der Stufenpyramide ist nämlich in ihren Außenmaßen und in ihrer Bauart einzigartig.

Ein wahres Labyrinth, das für normale Touristen zu gefährlich ist! Doch in oder besser unter Sakkara sollen sich noch weit mehr Rätsel und Mysterien befinden, wie Ihr in diesem YouTube-Video erfahrt.

Bleibt neugierig …

Video vom 19. Jan. 2020 auf Fischinger-Online

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Lars A. Fischinger

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Die Pyramide von Austerlitz und ihre (angeblichen) Geheimnisse: Eine „Ägyptische Stufenpyramide“ in den Niederlanden +++ YouTube-Video +++

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VIDEO: Die Pyramide von Austerlitz in den Niederlanden - Ägyptisches in Holland (Bild: Fischinger-Online)
VIDEO: Die Pyramide von Austerlitz in den Niederlanden – Ägyptisches in Holland (Bild: Fischinger-Online)

Pyramiden und pyramidenartige Bauwerke aller Art gibt es weltweit. Zu allen Zeiten haben Menschen solche Monumente errichtet. Und so finden sich „echte“ und „falsche“ Pyramiden von Mexiko über Peru und Ägypten bis nach China und Fernost. Doch nicht alle davon sind Jahrtausende alt. Die meisten dieser Bauwerke halten auch keinem Vergleich mit den uralten Pyramiden in Ägypten stand. Zum Beispiel jenen drei Monumenten in Gizeh. Aber auch in den Niederlanden steht eine Pyramide. Genauer gesagt eine Stufenpyramide aus Erdreich. Diese Pyramide von Austerlitz in Holland ist zwar erst knapp über 200 Jahre alt, aber sie hat mehr mit Ägypten und Gizeh zu tun, als man vielleicht spontan annehmen mag. Ich bin für Euch einmal hingefahren und berichte in diesem YouTube-Video über die Hintergründe – und Verschwörungstheorien


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Eine Stufenpyramide in den Niederlanden?

In der Tat steht auch dort eine moderne Pyramide, die heute restauriert für Besucher freigegeben ist. Ähnlich wie die Pyramide von Rapa in Polen, über die ich Mitte Januar 2019 in diesem Video HIER berichtet habe.

Ich bin einmal für Euch hingefahren und berichte in diesem YouTube-Video von den Hintergründen zu dieser „ägyptischen Pyramide in Holland“.

Aber auch über die Spekulationen und (wilden) Verschwörungstheorien zu diesem Bauwerk bei Austerlitz.

Bleibt neugierig …

YouTube-Video vom 25. April 2019 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

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+++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

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Seltsame Entdeckung im „Land der Bundeslade“: Riesige Stufenpyramide auf GoogleEarth in Äthiopien gefunden? (Video)

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Sensation in Äthiopien? Eine Stufenpyramide? (Bild: GoogleEarth / L. A. Fischinger)
Sensation in Äthiopien? Eine Stufenpyramide? (Bild: GoogleEarth / L. A. Fischinger)

Sensationelle Entdeckung in Äthiopien – dem „Land der Bundeslade“ der Bibel? Auf Google Earth fand ein Facebook-User eine riesige „Stufenpyramide“ nahe der Grenze zum Sudan. Was mag die riesige Struktur mit bis zu fast 600 Metern Durchmesser bedeuten oder zeigen? Dazu ein neues Video auf meinem Mystery-Kanal des Unfassbaren bei YouTube.

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Von Lars A. Fischinger

HALLO, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Etwa 290 Kilometer südwestlich der legendären Stadt Axum (Akum) in Äthiopien, dort wo der Sohn von König Salomon und der Königin von Saba angeblich einst die Bundeslade von Jerusalem verborgen haben soll (s. a.hier, hier & hier), liegt eine seltsame „Formation“. Das zumindest zeigen aktuelle Bilder bei Google Earth …

Eine Stufenpyramide, wie bereits vermutet wurde? Was hat es mit dem bis zu ca. 450 Meter langen bewaldeten Gebilde auf sich?

Alles weitere dazu in diesem Video. „Teilen“ und/oder verbreiten ist natürlich erwünscht und Ihr könnte den Kanal unter diesem Link auch gerne abonnieren.

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Also, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen, ran an die Tasten! Postet mir weiter bei YouTube Eure Fragen, Kommentare & Meinungen dazu.

Und schon jetzt danke ich Euch für Eure „LIKEs“ und wenn ihr meinen Kanal weiter empfehlen würdet, ihn abonniert und meine Videos verlinkt.

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Rätsel um den Golf von Khambhat und die Redin der Malediven: 9500 Jahre alte versunkene Städte in Indien – und anderswo? (+ Videos)

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Indiens versunkene Städte: 9500 Jahre alt? (Symbolbild/gemeinfrei)
Indiens versunkene Städte: 9500 Jahre alt? (Symbolbild/gemeinfrei)

Vor über 20 Jahren machten Entdeckungen auf dem Grund des Golf von Khambhat (auch Golf von Cambay) vor Indien Schlagzeilen. Vor allem in Asien. Denn dort wollen Forscher uralte Ruinen von Städten auf dem Meeresgrund gefunden haben, die vor fast 10.000 Jahren im Meer versanken. Doch solche „versunkenen Ruinen“ gibt es auch anderswo. Etwa die angeblichen Ruinen von Yonaguni vor Japan, dem „Atlantis im Pazifik“. Was hat es damit auf sich? Und was wurde aus den versunkenen Ruinen im Golf von Khambhat? Und könnten diese mit einem mythischen Volk auf den Malediven in Zusammenhang stehen?


Atlantis, die ewige Suche und ewiges Rätsel

Bei versunkenen Städten oder Stätten, denken die meisten Menschen direkt an Atlantis. Denn Atlantis als im Meer versunkenes Reich ist weltweit bekannt und längst Teil der Populärkultur geworden. Kinder können sich aufgrund diverser Filme und TV-Serien dafür ebenso begeistern, wie Forscher und Autoren, die hinter dem Mythos einen realen Kern vermuten.

Dieser Kern bestünde in einem Inselreich, dass vor tausenden von Jahren durch eine Katastrophe in den Fluten des Meeres versank. Seit Jahrhunderten suchen diese Forscher nun schon nach den Spuren dieser Welt vor der Sintflut. Und das im wahrsten Sinne des Wortes rund um den Erdball. Vom Nordpol bis zur Antarktis und vom östlichen Mittelmeer bis in das Hochland der Anden von Bolivien.

Einige suchen sogar noch weiter. Sie vermuten das wahre Atlantis außerhalb der Erde. Zum Beispiel auf dem Mars, einen heute längst zerstörten Planeten in unserem Sonnensystem oder sogar als Raumstation von Astronautengöttern aus dem Kosmos, die in ferner Vergangenheit auf die Erde stürzte. Gefunden und bewiesen hat diese versunkene Ur-Kultur der Menschheit bisher niemand. Und so ist man vielfach längst davon abgewichen, dieses Atlantis als den einen geographisch eng umrissenen Ort zu suchen.

Heute sprechen viele Autoren und „alternative Historiker“ von zahlreichen Orten, Plätzen und Stätten, die mit dieser Ur-Kultur im Zusammenhang stehen sollen. Und dies weltweit und damit längst nicht mehr als die eine Insel, die einstmals im Meer verschwand. Hierbei ist ein immer wieder angeführtes Beispiel Yonaguni im Meer vor der Küste Japans. Eine überaus erstaunliche Steinstruktur auf dem Meeresgrund, die seit über 20 Jahren für Diskussionen und Spekulationen sorgt.

Yonaguni: „Atlantis im Pazifik?“

Das Gebilde von Yonaguni im Ostchinesischen Meer ist heute auch als „versunkene Pyramide“ weltbekannt. Obwohl die steinerne Struktur nicht die geringste Ähnlichkeit mit einer Pyramide hat. Doch auch verschiedene Mainstreammedien haben das Thema längst entdeckt und darüber Artikel oder TV-Dokumentationen gebracht. Zum Beispiel das ZDF in Deutschland schon am 17. Oktober 2002 oder auch am 13. August 2003 in den Dokumentationen „Königreiche der Eiszeit“ und „Atlantis im Pazifik?“.

Viele deuten die Struktur als eindeutig von Menschen gemacht. Andere als Laune der Natur und damit als eine reine geologische Formation. Auch der deutsche Geologe Dr. Wolf Wichmann ist sicher, dass Yonaguni natürlich ist – kein „Atlantis des Pazifiks“ und keine Reste einer eiszeitlichen Kultur. Denn auch Wichmann hat die Strukturen intensiv erkundet und ist überzeugt, dass alles natürlich durch Erosion geformt wurde. Doch menschliche Bearbeitungen schließt auch er nicht aus, wie Dr. Wichmann es mir bei meinen Recherchen  zu meinem Buch „Historia Mystica“ (2010) selber mitteilte. Mehr dazu in diesem Interview HIER.

Der bekannte Autor und Forscher alternativer Geschichtsschreibung Graham Hancock sieht das anders. Er verweist beispielsweise auf ähnliche Funde auf dem dortigen Festland. Der heilige Berg Miwa etwa ist seit Urzeiten ein Kultplatz der dortigen Region und weist in der Tat Ähnlichkeiten zu dem Yonaguni-Felsen im Meer auf. Die Menschen haben natürliche Steine bearbeitet und geglättet und diese vergöttlicht, so Hancock zum Beispiel bereits 1998 in seinem Buch „Spiegel des Himmels“.

Auch Professor Masaaki Kimura von der Ryukyus Universität auf Okinawa sieht das ähnlich. Er erkundet das Monument seit 1995 und vermutet, dass es Reste des versunkenen Kontinentes Mu sind. Eine Art Atlantis – das angeblich im Atlantik lag – im Pazifik.

Versunkene Stätte der Eiszeit?

Kimura was schon vor Jahrzehnten überzeugt, dass das Gebilde auf dem Grund des Pazifischen Ozeans uralt sein muss. Und keinesfalls das Ergebnis einer natürliche Erosion des Gesteins sein kann. Vielmehr vermutet er, dass vor 10.000 bis 12.000 Jahren hier eine Hochkultur am Werk gewesen sein muss, dessen Stätte eines Tages vom Meer verschlungen wurde. Sie versank, als der Meeresspiegel durch die Eisschmelze am Ende der letzten Eiszeit stieg, so Kimura.

Dabei ist es auch denkbar, dass Erdbeben den Landstrich versinken ließen oder zumindest den Untergang beschleunigten. Immerhin liegt Yonaguni südlich der japanischen Hauptinseln in einer Region, die stark von Erdbeben gefährdet ist. Nicht minder wie durch Tsunamis, die die Inseln und Länder des westlichen Pazifik bedrohen. Um sich das vorzustellen, muss man sich nur das Erdbeben vom 11. März 2011 vor Japans Küste ins Gedächtnis rufen. Die Bilder des folgenden Tsunami, der Japan überollte, und die anschließende Reaktor-Katastrophe von Fukushima, hat sicher jeder noch vor Augen.

In der Tat werden Erdbeben, Tsunamis und Fluten für den Untergang vieler legendärer Orte und mythischer Reiche verantwortlich gemacht. Inklusive Atlantis vor tausenden von Jahren und der mittelalterlichen Stadt Rungholt, dem „Atlantis der Nordsee“. Hinzu kommen Katastrophen-Szenarien, die durch den Einschlag eines Asteroiden oder Kometen (oder Bruchstücke von diesen) verursacht worden sein könnten. Der dazu im Vergleich extrem langsame Anstieg des Meeresspiegels nach der letzten Eiszeit gehört jedoch weiterhin zu den Untergangs-Szenarien dazu.

Es ist erstaunlich, dass das „Yonaguni-Monument“ bereits 1987 entdeckt und seit dem Ziel zahlreicher Expeditionen wurde, aber bisher eine verbindliche Erklärung aussteht. Weiterhin steht in der Diskussion, dass alles von Menschenhand geschaffen wurde, nur die Natur den Felsen derart beeindruckend formte oder der Mensch hier und da doch einst einmal das Gestein weiter bearbeitet hat.

Für den Taucher Kihachiro Aratake, der Entdecker der Stätte, sowie den lokalen Tauchtourismus ist der zeitweilige Ansturm auf das Monument im Meer ein Glücksfall. Auch wenn der Fels hier und dort von Menschen bearbeitet wurde, muss man sich aber eines vor Augen halten: Er könnte von einer Eiszeitkultur stammen, die man aber wohl kaum als eine Art „Hochkultur“ mit überragenden Fähigkeiten ansehen kann.

Untergegangene Städte in Indien?

Wesentlich spannender als das Gebilde von Yonaguni ist meiner Meinung nach aber eine Entdeckung, über die vor allem 2001 und 2002 gelegentlich in westlichen Medien zu lesen war. Vor allem aber in der Presse in Asien bestimmte es vielfach die Schlagzeilen. Demnach hatten Forscher des indischen „Nationalen Institut für Meerestechnik“ (NIOT) in Madras im Golf von Cambay (Golf von Khambhat) im Arabischen Meer an der Küste Indiens/Pakistan die Spuren einer uralten Kultur auf dem Meeresboden gefunden.

Eine ganze Reihe Meldungen sprachen damals von einer Sensation, da die Ruinen auf dem Grund des Meeres bis zu 9.500 Jahre alt seien! „Versunkene Metropole der Industal-Kultur im Meer entdeckt“, titelte beispielsweise der wissenschaft.de-Newsletter am 5. Juli 2001. „Indian civilisation 9000 years old“ wussten die BBC News am 16. Januar 2002. Und am 23. Mai 2001 berichtete die Zeitung „The Indien Express“ unter dem Titel „Experts skeptical abaot Govt´s claims on Khambat ruins“ von diesen Entdeckungen. Und tatsächlich sind bis heute „Experten skeptisch“ angesichts der mutmaßlichen Funde auf dem Meeresgrund.

Denn den damaligen Berichten nach wurden die Reste von vermutlich zwei uralten Städten in bis zu 40 Metern Tiefe im Meer gefunden. Städte mit umfangreichen Gebäudekomplexen, die mittels Sonaraufnahmen 1999 und 2000 ausgemacht wurden. Eine dieser Städte könnte sogar neun Kilometer lang und zwei Kilometer breit sein und erstreckt sich entlang eines längst versunkenen Flussbettes. Die gesamte Fundstelle vor der Küste Gujarats soll sich sogar über mehr als 90 Kilometer erstrecken und in 30 bis 40 Metern Tiefe liege.

Die Strömung in diesem Meeresgebiet ist enorm stark und die Sicht unter Wasser schlecht. Deshalb haben die Forscher Bagger und Tauchboote für die Erkundung vor nun mehr über 20 Jahren nutzen müssen. Auch das Verfahren „Sub-bottom-profiling“ kam zum Einsatz, mit dem auch Strukturen unterhalb des Meeresbodens nachgewiesen werden können. Zu erkennen waren, in mehr oder weniger guter Bildqualität, zahlreiche (recht)winklige Strukturen oder Linien. Sie erinnern trotz der Undeutlichkeit der Aufnahmen an die Grundmauern eine Stadt mit ihren Gebäuden.

Der Ursprung der Indus-Zivilisation?

Murli Manohar Joshi, indischer Minister für Wissenschaft und Technologie, berichtete am 19. Mai 2001 begeistert, dass man auch tausende Fundstücke bergen konnte. Sie seien, so der Minister weiter, eindeutig von Menschen oder wurden von Menschen bearbeitet. Datierungen mit der Radiokarbonmethode (C14) erbrachten, dass das untersuchte Holz-Material etwa aus dem Jahre 7500 vor Christus stammt. Damit wären die Artefakte rund 9.500 Jahre alt. Doch welche Städte oder welche Orte sollen damals schon existiert haben, die heute auf dem Grund des Meeres liegen?

Deshalb sprachen die indischen Forscher diese Funde der Harappa-Kultur (Indus-Kultur) zu, die erst seit den 1920er Jahren genauer bekannt ist. Sie wird bisher auf das dritte Jahrtausend vor Christus datiert. Bis heute sind Schrift, Sprache und das Verschwinden dieser technologisch fortschrittlichen Kultur nicht vollständig gelöst. Die Entdeckungen im Golf von Cambay nun verlegen die Harappa-Kultur wesentlich weiter in die Vergangenheit. Sofern hier tatsächlich ein Zusammenhang besteht.

Selbst „Die Welt“ berichtete einst über die Spuren im Meer. „30 Kilometer vor der heutigen Küste hatte in prähistorischer Zeit eine Stadt von ungewöhnlichen Ausmaßen gelegen“, hieß es am 16. August 2002 bei „Welt“. Und über die erstaunlich Datierungen erfuhren die Leser damals:

Kopfzerbrechen bereiten den Wissenschaftler indessen zwei runde, bearbeitete Holzstücke, die auf dem Meeresgrund gefunden wurden. Die Radiokarbon-Analyse datiert das eine Holzstück auf die Zeit um 5500, das andere 7500 vor Christus – Jahrtausende vor Beginn der Induskultur.

Die wirklichen Ausmaße der Strukturen sind bis heute noch immer nicht ermittelt worden. Doch schon damals zeigten die Forschungen, dass es sich um riesige Siedlungen handeln könnte. Dichtemessungen der rechteckigen Gebäudereste mit dem umgebenden Meeresboden legen die Vermutung nahe, dass sie aus massiven Steinen errichtet wurden. So konnten sie auch den Meersströmungen trotzen. Auch einen 600 Meter langen Staudamm förderten die Analysen des Meeresbodens innerhalb des ehemaligen Flussbettes zutage.

„Eine bislang unbekannte Zivilisation“

Professor Glenn Milne, Geologe der Universität Durham (Großbritannien), ist sich sicher, dass eben zum Ende der letzten Eiszeit das Gebiet und damit diese Kulturbereiche überschwemmt wurden. Damit sind diese Städte rund doppelt so alt, wie die Zivilisation der Sumerer im Süden von Mesopotamien, die bisher als die älteste Zivilisation der Welt betrachtete wird. Auch Graham Hancock beruft sich beispielsweise in seinem Buch „Underworld“ (2002), in dem er mehrfach diese Funde vor Indien diskutierte, vielfach auf die Forschungen von Milne.

Leider sind exakte Forschungen nicht nur aufgrund der problematischen Eigenschaften des Meeres dort schwierig, sondern auch aufgrund der Nähe zu Pakistan. Doch das NIOT kündigte weitere Untersuchungen an. Vor allem auch, da natürlich Zweifel an den Gesamtfunden an sich bestanden. Die kamen bereits auf, als Minister Joshi die auf Sonar erkennbaren rechtwinkligen Strukturen sehr frei interpretierte. Etwa als Getreidespeicher, Bäder, Entwässerungskanäle und Wohnhäuser.

Weitere Untersuchungen der Unterwasserstrukturen folgten recht zeitnah. So etwa im November 2001, von Oktober 2002 bis Januar 2003 oder auch noch bis Januar 2004. Vor allem bei diesen Untersuchungen wurden die erwähnten Artefakte geboren. Tonscherben, Steine, Ziegel, Süßwassermuscheln und Holzreste, die an verschiedenen Instituten in Indien untersucht wurden. Zu dieser Zeit bekam die Stätte auch ihre Namen „Gulf of Khambhat Cultural Complex“ (GKCC).

Im „Journal of Indian Ocean Archaeology“ hieß es 2004, dass sich heute längst Riffe über einige der Ruinen gebildet hätten. Der Leiter der Expedition, der führende NIOT-Geologe B. Badrinaryan, berichtete 2010 sogar, dass die versunkenen Städte bis zu 400 Meter unter dem Meeresboden liegen. Sedimente und geologische Prozesse hätten diese immer weiter verschüttet und er wehrt sich gegen die Vorwürfe, die Aufnahmen der Expedition seinen gefälscht oder manipuliert. Anhand der geborgenen Funde ist Badrinaryan sogar überzeugt, dass hier „eine bislang unbekannte Zivilisation“ 7.500 Jahre vor den Sumerern blühte, „die in einer Flut unterging, was wiederum durch regionale und globale Flutmythen bestätigt wird“.

„Archäologische Fantasien“

Ein „kultureller Komplex“, der vor 9500 oder noch weit mehr Jahren versunken ist? Demnach wären hier die Spuren einer unbekannten Kultur, die in Form von Ruinen im Meeresboden liegen. Vielleicht sogar von mehr als einer Stadt aus einer fremden Vorzeit der Zivilisationen der Erde. Solche Aussagen der beteiligten Forscher wurden gleich nach Bekanntwerden von vielen Seiten begeistert wie skeptisch aufgenommen. Hierbei ist die Hauptkritik die Datierung der gefunden Holzstücke, sowie die Interpretationen einzelner Artefakte aus dem Gebiet.

Diese wurden nicht mit Tauchern oder Robotern sorgsam vom Meeresboden geboren, sondern von dort heraus gebaggert. Ein Zusammenhang sei damit nicht nachweisbar. Kritiker meinen ebenso, dass entdeckte Artefakte aus Stein überhaupt keine solchen sind, sondern einen natürlichen Ursprungs haben. Und wenn es tatsächlich erkennbare Objekte sind, dann könnten sie durch Zufall sehr viel später hier auf dem Meeresgrund gesunken sein.

Auch die Radiokarbondatierungen von geborgenem Holz mit einem Ergebnis von rund 9500 Jahren ist für skeptische Archäologen nichtssagend. Sie verweisen darauf, dass es vollkommen natürlich ist, das dort Holz zu finden sei. Immerhin lag der Meeresspielgel in der Eiszeit hier wesentlich tiefer und es wuchsen Bäume und andere Pflanzen. Dies würde keineswegs bedeuten, dass Menschen dieses Holz nutzen. So argumentierte beispielsweise schon 2002 D. P. Agrawal, der Gründer der Laboratorien für C14-Dateriungen in Indien in dem Magazin „Frontline“ (März 2002).

„Archäologische Fantasien“ wären hier aus Indien verbreiten worden, glauben die Skeptiker. Tektonischen Aktivitäten wie Erdbeben sowie die starken Strömungen hätten noch dazu die vorgezeigten Tonfragmente hierher befördern können. Durch das Ausbaggern des Meeresbodens bestünde zudem überhaupt keine Möglichkeit mehr, gefundenen Objekte irgendwelchen Sedimentschichten zuzuordnen. Eventuelle echte Artefakte von der Oberfläche kämen so mit weit darunter im Boden liegenden Objekten zusammen an die Oberfläche.

Vor allem der letzten Kritikpunkt der Skeptiker ist sicher auch für den archäologischen Laien leicht nachzuvollziehen. Bis heute hat sich nichts an diesen Kritiken geändert.

Kontroversen

Was sich bis heute ebenso nicht geändert hat, ist das vorhandene Bildmaterial der mutmaßlichen Ruinen im Meer. Es war schon vor rund 20 Jahren (online) ausgesprochen miserabel in undeutlichen Kleinformaten. Die vor allem den indischen Medien zur Verfügung gestellten Aufnahmen, etwa von Scans des Meeresbodens, kursieren bis heute im Netz. Grade Linien oder geometrische Strukturen mit recht exakten Winkeln sind drauf durchaus zu erkennen. Oder zu erahnen. Mehr nicht.

Und dieser Umstand ist bei der Kontroverse um die „Ruinen im Golf von Khambhat“ nicht von der Hand zu weisen. Das erkannte schon Graham Hancock, der wie wohl kein zweiter weltweit versunkene Stätten, Ruinen und Spuren einer eiszeitlichen Ur-Kultur unter Wasser sucht. In seinem Buch „Underworld“ von 2002, das erst 2019 in deutsch erschien, verweist er zum Beispiel auf die extrem schlechte Sicht im Golf von Khambhat. Für Taucher ebenso wie für Tauchroboter.

Vor Ort konnte Hancock im November 2001 auch mit den verantwortlichen Forschern sprechen. Und zwar von der Pro- wie von der Contra-Seite. So seien die Strukturen der Sonar-Messungen nichts weiter als „Artefakte bildgebender Verfahren“ und damit überhaupt nicht real vorhanden. So Archäologen des nationalen Institutes für Ozeanographie (NIO) in Indien, dass ausdrücklich nichts mit dem NIOT zu tun hat, zu Hancock. Ein anderer Archäologe hielt ihm gegenüber die Ergebnisse schlicht für „Halluzinationen“.

Dennoch unterstreicht er, dass die Entdecker der Strukturen mit ihren Deutungen auf „Spott und Ablehnung“ von Seiten der „etablierten Archäologen“ stoßen. Trotz der „Entdeckung von umwerfender Tragweite“, die den NIOT-Forschern hier gelungen sei. Denn diese, die er 2001 vor Ort zu sehen bekam, seien nach Hancock „spektakulär“. Weiter schreibt er resümierend:

Es wird weiterer Forschungsarbeit bedürfen, um genaue Datierungen vorzunehmen und das Rätsel des Golfes von Khambhat vollständig zu lösen. Das Ausmaß der Ruinenlandschaft verrät uns aber schon heute, dass diese Strukturen etwas bezeugen, das Vertreter der etablierten Gesichtswissenschaft und Archäologie bisher nie anerkannt haben: Die Möglichkeit, dass es in der indischen Vorgeschichte eine verlorene Kultur gab (…).“

Festgefahrene Forschungen

Das Thema der Ruinen im Golf von Khambhat hat sich heute längst im Sande auf dem Grund des Meeres verlaufen. Auch wenn es vor Ort ungleich schwerer ist, hier sichere Ergebnisse zu bekommen – etwa im Vergleich zu Yonaguni -, sollte man 20 Jahren später eigentlich mehr wissen. Doch leider ist der Stand der Forschung und Diskussion vor zwei Jahrzehnten quasi festgefahren.

Ob der Widerstand der etablierten Archäologie hiermit zusammenhängt, ist Spekulation. Warum sollten indische Forscher archäologische Beweise, dass die indischen Kultur tausende Jahre älter ist, als bisher bekannt, verhindern oder verschweigen wollen? Wäre es nicht eine Sensation, die den indischen Nationalstolz auf ihr kulturelles Erbe in ungeahnte Höhen treiben würde?

Oder liegt der Grund ganz woanders, in einer mythologischen Richtung? Denn gerade auch Indien hat eine reichhaltige Mythologie und uralte Überlieferungen, die von einer unbekannten Vergangenheit berichten. Von Göttern und Dämonen aus dem Himmel, von Helden, von einer Sintflut, von fliegenden Wagen fremder Wesen und von versunkenen Ländern und Landstrichen. Wären demnach versunkene Orte einer fremden und mythischen Vorzeit plötzlich real – was könnte in diesen alten Überlieferungen noch real gewesen sein?

Zum Beispiel das mythische und verschwundene Volk der Redin? Von diesem wird auf der Inselgruppe der Malediven im Indischen Ozean berichtet und sie könnten durchaus mit dem Golf von Khambhat und Indien in Verbindung stehen.

Rätselhafte Redin der Malediven

Die Malediven liegen grob 2000 Kilometer südöstlich des Golfes von Khambhat und haben eine bis heute wenig bekannte und erforsche Vorgeschichte. Als sicher gilt, dass hier einst eine unbekannte Hochkultur existierte, die auf den Inseln auch Bauwerke nach Art von Tempeltürmen, Stufenpyramiden und großen Erdhügeln erbaute. Sie werden auf den Malediven Hawitta genannt und sind größtenteils zerstört oder durch die später auf die Inseln gelangen Hindus, Buddhisten und Muslime abgerissen worden.

An ihrer Stelle bauten etwa die Hindus und Buddhisten ihre eigenen Sakralbauten. Bis Jahrhunderte später der Islam kam und diese Bauwerke erneut zerstörte und ihre eigenen Heiligtümer darauf errichtete. Zahlreiche Statuen und bereits vorhandene Steine und Platten wurden dabei auch in Stücke geschlagen und als Füllmaterial späterer Bauten genutzt. Wie in so vielen Teilen der Welt trugen auch Einheimischen der Neuzeit einiges dazu bei, diese Monumente der Vorzeit zu zerstören. Erst 1980 wurde dieser Vandalismus von den Behörden verboten.

Kurz danach kam der legendären Entdecker und Forscher Thor Heyerdahl auf die Inseln. Von 1982 bis 1984 forschte er zusammen mit dem Archäologen Arne Skjølsvold aus Norwegen mehrfach auf den Malediven und führte Ausgrabungen durch. Heyerdahl war sicher, wie er später in seinem Buch „Fua Mulaka“ berichtete, dass zumindest einige der Hawitta Stufenpyramiden waren, die an die 20 Meter hoch errichtet wurden. Ähnlich jener, die man aus Mesopotamien kennt. Ebenso wurden zahlreiche Relikte der unbekannten Vorzeit der Inseln entdeckt.

Was Heyerdahl ebenfalls dokumentierte, waren zahlreiche Geschichten und Legenden über das mythische Volk der Redin. Diese Redin waren nach den alten Überlieferungen auf den Malediven die ersten Bewohner der Inseln. Ein fremdes und längst untergegangenes Volk, von dem nur Erinnerungen blieben. Denn sie waren lange vor den ersten bekannten Einwohnern dort. Vermutlich, so Heyerdahl, praktizierten diese Menschen in der Vorzeit einen „Sonnenkult“.

Kamen die Redin vom Golf von Khambha?

Die Redin, so die Überlieferungen, waren ein starkes und fortschrittliches Volk, dass die Malediven in hervorragend konstruierten Booten beziehungsweise Schiffen erreichte. Ihr Ursprung sei nördlich der Malediven gewesen, was geografisch ausgezeichnet zum Golf von Khambha und der mutmaßlich dort versunkenen Kultur passt. Und da das Archipel der Malediven heute aus fast 1200 Inseln sowie zahlreichen Atollen besteht, waren die seemännischen Künste der Redin auch vor Ort von ausgesprochen großem Nutzen.

So schreibt Heyerdahl über die gesammelten Überlieferungen in „Fua Mulaka“ unter anderem:

Die Redin waren lange vor allen anderen Maledivern gekommen. Nach ihnen und vor der jetzigen Bevölkerung waren auch noch andere Volksstämme dagewesen, aber keiner war so einflussreich gewesen wie die Redin. Sie waren zahlreich. Sie verwendeten nicht nur Segel, sondern auch Ruder und waren daher auf dem Meer sehr beweglich. Es kam vor, dass sie auf einer Insel schliefen, zu einer anderen fuhren, um dort Früchte zu holen, und sich ihr Essen auf eienr dritten kochten, und das alles dank der hohen Reisegeschwindigkeiten, die sie erreichten.“

Als später „die ersten Malediver mit ihren Familien kamen“, hätten sich die Redin zurückgezogen. Sie wollten „nichts mit einfachen Menschen zu tun haben“, so Heyerdahl weiter.

Vielfach wird den alten Legenden über die Redin betont, dass sie die Malediven-Inseln von Norden nach Süden besiedelten. „Die Redin seien zuerst auf Ihavandu gelandet, der nördlichsten Inseln der Malediven“, berichtet Heyerdahl. Sein damaliger Führer Ahmed Saib stammte aus den nördlichen Gebieten, „wo noch unzählige Redin-Geschichten lebendig seien“.

Insel-Hopping von Norden her

Auch der Guide Mohamed Loutfi „erinnerte sich mit Bestimmtheit, dass die Redin zuerst auf den Inseln im äußersten Norden der langen Melediven-Kette gelebt hatten“. Er fertigte für Heyerdahl sogar eine Karte der Inseln an, auf der er mit Pfeilen den mythischen Weg der Redin von Insel zu Insel einzeichnete. Bedauerlicherweise hat Heyerdahl diese Karte nicht in seinem Buch „Fua Mulaka“ abgedruckt.

„Von Atoll zu Atoll nach Süden“ zogen diese mysteriösen Seefahrer bis sie eines Tages verschwanden. Wohin ist unbekannt. Dennoch seien zahlreiche Ruinen wie pyramidenartige Bauten eben genau auf diese Redin zurückzuführen. Nur leider blieb nach mehren Eroberungen, Siedlungswellen, Umbauten und Zerstörungen kaum mehr etwas erhalten.

Auch die Natur selber trug ihren Teil dazu bei. So ist die Insel Muna Fushi, auf der sich mächtige Ruinen befanden, in den Jahrzehnten vor Heyerdahls Expedition auf die Malediven, nach und nach ins Meer gespült worden. Von ihr blieb nichts mehr übrig. Da stellt sich die Frage, wie viel Atolle und Inseln der lang gestreckten Kette der Malediven in der Vergangenheit noch vom Meer verschluckt wurden. Was mag auf dem Meeresboden noch auf seine Entdeckung warten?

Spuren dieses Insel-Hopping der Redin als die ersten Siedler könnten überall um die zahllosen Inseln auf dem Grund des Meeres liegen. Und die Malediven sind für ihre Gewässer als Tauchparadies weltweit bekannt. Es sollte mich nicht wundern, wenn eines Tages solche archäologischen Spuren der unbekannten Seefahrer vor Jahrtausenden auf dem Meeresboden entdeckt werden. Vielleicht durch reinen Zufall in der Nähe einer Insel unter Korallen.

Der Islam kam zuletzt

Noch eine andere Insel dort ist in diesem Zusammenhang spannend. Die Insel Isdu, was sowie bedeutet, wie „die erste gesichtete Insel“. Auf ihr steht die größte Hawitta, die heute auf den Malediven erhalten ist. Dieses Bauwerk ragt, von See aus gesehen, derart hoch über den Horizont, dass man es schon von weit draußen auf dem Ozean sehen konnte. Mit einem Feuer auf der Spitze noch ungleich früher. Thor Heyerdahl konnte sich davon selber überzeugen.

Doch Isdu ist die östlichste Insel des Archipel. Von hier seien einst, so wurde Heyerdahl erklärt, die „königlichen Familien“ ausgezogen, um in der maledivischen Hauptstadt Malé zu herrschen. Dies scheint sich auf die Buddhisten zu beziehen. Denn es wurden dort nicht nur Buddah-Statuen gefunden, sondern die buddhistischen Siedler kamen aus dem Nordosten.

Vermutlich starteten sie im Süden Indiens oder von Sri Lanka aus und überquerten die Lakkadivensee im Norden des Indischen Ozeans. Je nachdem, von wo sie genau in See stachen, sind das grob 500 bis 700 Kilometer Luftlinie über das offene Meer. Nach und nach verdrängten sie den dort bereits vorhandenen Hinduismus, bis – nach der Tradition – im Jahr 1153 der Islam auf die Malediven kam. Bis heute die Staatsreligion des Landes.

Wann das mythische Volk der Redin vor tausenden von Jahren die Malediven erreichte, ist fraglich. Vielleicht kamen sie tatsächlich über das Arabische Meer vom Golf von Khambhat aus, nachdem ihre Siedlungen versanken.

Offen ist bis heute auch, wann die ersten Hindus das Archipel erreichten und besiedelten. Im ersten Jahrhundert nach Christus spielten die Malediven jedenfalls schon eine wichtige Rolle. Der römische Historiker und Schriftsteller Plinius der Ältere schrieb in seiner berühmten Enzyklopädie „Naturalis historia“ bereits über diese Inseln, die er als wichtigen Handelsposten und Zwischenstopp zwischen Ägypten und China dokumentierte.

Der Handel mit „Porzellanschnecken“, die Kaurischnecke, die nur im Indischen Ozean lebt, lief über die Malediven. Die Gehäuse dieser Tiere wurden bis zum Polarkreis in Nordeuropa gehandelt, wo sie in Gräbern in Norwegen gefunden wurden.

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Video: Rätsel im Pazifik: Die Insel der „Grünen Pyramiden“ – auch deutsche Forscher wollen es lüften

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Video: Rätsel im Pazifik: Die Insel der Grünen Pyramiden - auch Deutsche Forscher wollen es lüften (Bild: DAI/Berlin)
Video: Rätsel im Pazifik: Die Insel der „Grünen Pyramiden“ – auch Deutsche Forscher wollen es lüften (Bild: DAI/Berlin)

Auf der kleinen Insel Babeldaob (Palau) in Pazifik versuchen Forscher seit Jahren das Rätsel um die dortigen „Grünen Pyramiden“ zu lösen. Denn hier wurden bereits vor Jahrtausenden Erdbauten errichtet, die man so eigentlich in Amerika oder Europa vermuten würde. Und schon jetzt sprechen unter anderem Archäologen aus Deutschland, dass diese Insel für zukünftige Forschungen „großes Potential“ habe. Was die Forscher bisher fanden und welche Rätsel dort auf sie warten, erfahrt Ihr hier.


Die Insel der „Grünen Pyramiden“

Auf der kleinen Insel Babeldaob (Palau) in Pazifik versuchen Forscher seit Jahren das Rätsel um die dortigen „Grünen Pyramiden“ zu lösen. Denn hier wurden bereits vor Jahrtausenden Erdbauten errichtet, die man so eigentlich in Amerika oder Europa vermuten würde.

Vor rund 2500 Jahren begannen die Bewohner der Insel diese Terrassen, Stufenpyramiden und Erdplattformen überall auf der Insel zu errichten. Dort müssen Millionen Tonnen Material über Generationen hinweg bewegt worden sein. Für heutige Archäologen ein Rätsel, die seit Jahren hier graben und forschen. Unter anderem deutsche Forscher aus Kiel, die diese Monumente „Grüne Pyramiden“ taufen. Denn der Zweck dieser gigantischen Arbeitsleistung ist nicht klar. Von Bauten zum Nahrungsanbau bis zu Verteidigungsanlagen steht vieles zur Diskussion. Vielleicht auch etwas von allem.

Sensationell war eine Entdeckung 2021: Offenbar wurden diese Pyramiden zumindest teilweise auch als Grabstätten für die Elite genutzt. Trotz des alles zersetzenden Bodens und Klimas konnten Wissenschaftler um Annette Kühlem hier Skelette finden.

Ein rätselhafte Insel einsam im Pazifik, auf der es offensichtlich auch ein Megalithkultur gab. Längst ist nicht mehr nur die ferne Osterinsel in den Fokus der Historiker gerückt. „Großes Potential“ haben die neuen Forschungen auf Babeldaob, so die Forscher. Und vielleicht ergeben die Untersuchungen einen neuen Einblicke in die Geschichte der Besiedlung des riesigen Pazifik.

Mehr dazu in diesem Video vom 19. Februar 2022.

Bleibt neugierig …

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Video: Größer als die Cheops-Pyramide: Die größte Pyramide Ägyptens, die keiner kennt und Archäologen nicht zuordnen können

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Video: Die größte Pyramide Ägyptens - Die niemand kennt und Archäologen nicht zuordnen können (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
Video: Die größte Pyramide Ägyptens – Die niemand kennt und Archäologen nicht zuordnen können (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Jedes Kind weiß heute, dass die Cheops-Pyramide in Ägypten die höchste Pyramide im Land am Nil ist, die jemals erbaut wurde. Doch das muss nicht stimmen! Denn nur wenige Kilometer entfernt finden sich die traurigen Reste eines Monumentes, das einst eine (Stufen-)Pyramide gewesen sein soll, die das Baumwerk des Cheops noch um einige Meter übertraf. Und sogar Jahrhunderte älter ist. Wer dieses Bauwerk aber wann errichtetet, ist bis heute ein Rätsel.


Die größte Pyramide Ägyptens

In Gizeh steht die Cheops-Pyramide als die höchste Pyramide der Welt. Niemand baute je eine größere in Ägypten, heißt es. Doch das muss nicht stimmen, da nur wenige Kilometer entfernt einst eine Monument stand, dass nach einigen Berechnungen einst einige Meter weiter in den Himmel ragte, als jene des Cheops. Und sogar Jahrhunderte älter sein soll. Nur kennt dieses Ruinenfeld kaum jemand.

Diese mächtige Pyramide ist bis heute ein einziges Rätsel. Die Archäologen wissen nicht mal genau wann diese von wem erbaut wurde, weshalb sie nicht einmal einen Namen hat. Nicht ein Artefakt fand sich in den Ruinen. Und sie ist schon seit unbekannten Zeiten so gut wie vollkommen zerstört. Unter anderem von der lokalen Bevölkerung, da diese die ungebrannten Ziegel aus Nilschlamm zum Hausbau und als Dünger für die Felder nutze.

Deshalb blieb nur ein trauriger Schutthaufen des Bauwerkes über. Eine Stufenpyramide ähnlich wie in Sakkara, sei sie einst gewesen. Oder vielleicht doch eine richtige Pyramide mit glatten Seiten. Ein Bauwerk, dass breites rund 500 Jahre vor der üblichen Datierung des Cheops in den Himmel gebaut wurde. Bis auf über 150 Meter, wie es Berechnungen der traurigen Trümmer in den 1980er Jahren ergaben.

Was diese Ex-Pyramide so spannend macht und was die ersten Forscher im 19. Jahrhundert dazu sagten, erfahrt Ihr in diesem Mystery Files-Video vom 14. Februar 2022.

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„Die Ruinen von Cuicuilco könnten unser Bild des Alten Amerika revolutionieren“: Eine 8000 Jahre alte Pyramide in Mexiko?

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Die Pyramide von Cuicuilco in Mexiko - ist sie 8000 Jahre alt? (Bilder gemeinfrei & Google Earth)
Die Pyramide von Cuicuilco in Mexiko – ist sie 8000 Jahre alt? (Bilder gemeinfrei & Google Earth)

Überall auf der Welt stehen die unterschiedlichsten Pyramiden und verschiedene mehrstufige Plattformen der Vergangenheit. Und einige dieser Monumente, die oft pauschal als „Pyramide“ bezeichnet werden, sind viele tausende Jahren alt. Doch ein Bauwerk dieser Art in Mexiko sorgte vor 100 Jahren für eine Sensation. Es ist die Rundpyramide (also kegelförmig) von Cuicuilco bei Mexiko-City, die damals von den Archäologen auf 8000 Jahre datiert wurde. Zu dieser Zeit habe ein Vulkanausbruch das Bauwerk verschüttet, hieß es in ersten Berichten der Forscher. Was aber wurde aus diesen Ausgrabungen, die das „Bild des Alten Amerika revolutionieren“ würden, wie es damals hieß?


„Planet der Pyramiden“

Überall auf der Welt stehen Pyramiden. Wir finden sie in China, in Ägypten, in Mesopotamien, im Sudan, in Mexiko oder auch in Peru. Die Erde ist ein „Planet der Pyramiden“. Auch wenn viele Bauwerke, die heute als „Pyramiden“ bezeichnet werden, in ihrer Form nur entfernt an „echte Pyramiden“ erinnern.

Doch schon seit Jahrzehnten rätseln Forscher, Autoren und „alternative Historiker“, ob es einen Zusammenhang zwischen solchen weit voneinander entfernten Bauten in aller Welt gibt. Hatten etwa die Baumeister derartiger Monumente Kontakte zueinander, fragen diese. Und das lange, bevor es die angeblich ersten Überquerungen der Ozeane durch Seefahrer der Antike gab?

Kritiker wenden zu Recht ein, dass die Pyramiden überall auf der Welt anders aussehen, zum Teil andere Funktionen hatten und vor allem aus vollkommen unterschiedlichen Epochen stammen. Teilweise liegen Jahrtausende zwischen ihren jeweiligen Erbauungsdatum.

Welche Pyramide ist die älteste?

Doch wo steht die älteste Pyramide der Erde? Wo die „Urmutter aller Pyramiden“? Etablierte Archäologen sagen, sie steht in Ägypten: Die Stufenpyramide von Sakkara südlich von Kairo. Wobei wohl kaum ein Ägyptologe dabei behauptet, dass die Stufenpyramide von Pharao Djoser dort als eine Art Vorlage für ähnliche Sakralbauten auf der ganzen Erde diente.

Andere wiederum sagen, nein, die Pyramiden von Gizeh sind die ältesten der Welt. Sie stammen nicht aus der Zeit um 2500 vor Christus, sondern sind vielleicht sogar schon 10.000 Jahre alt.

Ähnliches wird auch immer wieder von angeblichen Pyramiden auf dem Meeresgrund behauptet. In schöner Regelmäßigkeit erscheinen online Berichte, dass solche Monumente auf dem Meeresboden gefunden worden sein sollen. Beispielsweise im Meer vor Mittelamerika.

Andere pyramidenförmige Funde sprengen indes ganz den Rahmen der anerkannten Geschichtsschreibung. Sofern es sie überhaupt gibt. Hierzu zählen vor allem die legendären Rundpyramiden vom Dongting-See in China. Sie sollen, wie in diesem Buch HIER berichtet, unglaubliche 45.000 Jahre alt sein. Kegelförmige und riesige Monumente, die einst an die 300 Meter in den Himmel geragt haben sollen. Gefunden und belegt hat diese unglaublichen Riesen-Bauten bisher niemand.

Doch eine runde Pyramide bei Mexiko-City steht ebenso zur Diskussion bei der Suche nach der ältesten Pyramide der Erde. Sie soll nicht weniger als 8000 Jahre alt sein.

Die älteste Pyramide der Erde?

Die Rede ist von einer Rundpyramide, die bereits ab 1922 von dem Archäologen Byron Cummings freigelegt wurde. Heute kennt man sie unter den Namen „Pyramide von Cuicuilo“. Es ist eine Pyramide mit vier Stufen und einen Durchmesser von etwa 150 Metern. Die genauen Angaben unterscheiden sich hierbei.

An oder in der Pyramide fanden sich keinerlei Inschriften. Der Zweck und die Herkunft waren vollkommen unbekannt, weshalb die ersten Archäologen damals auch auf vollkommen unterschiedliche Datierungen kamen. Viertes Jahrhundert vor Christus, 900 vor Christus oder auch zwischen 600 und 300 vor Christus waren und sind im Gespräch. Auch Datierungen in das vierte Jahrhundert nach Christus wurden im Laufe der Jahre ermittelt. Vor allem mit der Radiokarbondatierung.

Wobei eine Holzkohle-Probe sogar auf ein Alter von rund 4770 Jahre datiert wurde. Vielleicht eine Hinterlassenschaft von kurzzeitig hier ansässigen Nomaden oder das Ergebnis eines frühen Waldbrandes. So zumindest Robert F. Heizer und James A. Bennyhoff in „Archeological Excavations at Cuicuilco – 1957“ („Science, 31. Januar 1958, vol. 127, issue 3292).

Doch die Pyramide hatte noch eine ganz andere Besonderheit. Sie war teilweise von einer acht Meter dicken Schicht aus Lava und Asche überzogen.

Ein Weltbild gerät aus den Angeln

So kam es, dass auch Geologen sich für das Alter des Bauwerkes interessierten. Der Geologe George E. Hyde aus Neuseeland untersuchte den Fund und war sich sicher, dass die Pyramide mindestens 7000 Jahre alt sein muss. Ein unglaubliches Alter!

Mindestens sieben Jahrtausende? Dies interessierte auch C. W. Ceram, der dazu 1949 in seinem Weltbestseller „Götter, Gräber und Gelehrte“ schrieb:

Sie (die Pyramide, Anm. LAF) steht in einer unheimlichen Landschaft, die aussieht, als sei sie gefroren. Die Vulkane Ajusco und Xitli (vielleicht auch nur der letztere) brachen einst aus und wälzten ihre glühenden Ströme gegen dieses Bauwerk, dem der Gott, der auf ihm wohnte, nur halbe Hilfe zuteil werden ließ – nur zur Hälfte nämlich wurde es vom brodelnden Schlamm überflutet.

Und hier nun riefen die Archäologen ein paar Kollegen von einer anderen Fakultät zu Hilfe: die Geologen. Wie alt ist die Lava? fragten sie. Und die Geologen, nicht ahnend, dass sie mit ihrer Antwort ein historisches Weltbild aus den Angeln hoben, antworteten schlicht: ‚Achttausend Jahre!‘

Hyde war sich nicht im Klaren, dass er mit dieser Altersangabe die archäologische Fachwelt in Aufruhr versetzten würde. Es gab damals keine Zivilisation in Mexiko, die ein solches Monument hätte errichten können. Das sah Ceram in seinem Bestseller ganz richtig.

„vor 8000 oder mehr Jahren“

Denn schon 1923 erschien im „National Geographic Magazine“ (vol. 44) der Artikel „Ruinen von Cuicilco könnten unser Bild des Alten Amerika revolutionieren“. Autor war kein anderer als Cummings, der Ausgräber der Pyramide, selber. Cummings war darin sicher, dass die Erbauer in einer unbekannten Vorzeit Mittelamerikas leben. Er schrieb damals unter anderem:

Diese 15 – 17 Fuß (hohen Ablagerungen, Anm. LAF) von Sand, Lehm und Steinen, die sich über dem umgebenden Pflaster von Cuicuilco angesammelt hatten, bevor der Lavastrom kam, zeigen, dass seine Erbauer Tausende von Jahren vor dem Pedregal gelebt und gearbeitet hatten. Es ist also vernünftig anzunehmen, dass dieser Tempel von primitiven Amerikanern erbaut wurde, die vor 8000 oder mehr Jahren lebten.“

Viele tausend Jahre später erst blühte in dieser Region Mexikos das Reich der Azteken. Ein mächtiges Volk, das ebenso Pyramiden baute. Auch die Kultur der gewaltigen Pyramiden-Stadt Teotihuacán unweit von Mexiko-City lag vor 8000 Jahren noch in ferner Zukunft.

Bereits 10 Jahren nach der Veröffentlichung von Cummings gab es ernsthafte Zweifel an dieser Datierung. Cummings selber berichtete etwa 1933 in einer Veröffentlichung (University of Arizona Bulletin, vol. 4, Nr. 8), dass andere Geologen die Lava auf nur rund 2000 Jahre datierten. All die Datierungen stehen und fallen mit dem Jahr des Ausbruchs des Vulkan Xitle. Heute wird dieser – und damit der Untergang der Stadt – auf das dritte Jahrhundert nach Christus datiert. Flüchtlinge aus Cuicuilcom sollen nach der Katastrophe sogar bis nach Teotihuacán geflohen sein. Das liegt keine 60 Kilometer entfernt.

Um 6000 Jahre verschätzt

In seiner Studie „Age and archaeological implications of Xitle volcano, southwestern Basin of Mexico-City“ (Journal of Volcanology and Geothermal Research, vol. 104, Issues 1–4, 30. Dezember 2000) schreibt C. Siebe über die frühen Datierungen unter anderem:

Vor der Einführung der Radiokohlenstoffdatierung war das Alter der Cuicuilco-Pyramide und der Xitle-Lavaströme Gegenstand intensiver Spekulationen. Seit Cummings den künstlichen Charakter des Cuicuilco-Hügels nachgewiesen hat, ist sein Alter ein Thema von Interesse. Aus geologischen und anderen Gründen vertrat er die Ansicht, dass Cuicuilco vor etwa 8000 Jahren vor Christus verfallen ist.

Über 30 Radiokarbondatierungen seien inzwischen erfolgt, so Siebe. „Und anhand dieser Daten wurden mehrere Altersangaben für den Ausbruch vorgeschlagen.“ Und weiter schreibt er:

Die meisten datierten Proben wurden nicht direkt durch den Ausbruch von Xitle erzeugt, sondern sind Artefakte menschlicher Aktivitäten, die dem Ausbruch vorausgingen.

Daher sind diese Altersangaben (meist um 2000 bp) älter als der Ausbruch. Ein neues Alter von (…) 245 – 315 nach Christus aus Holzkohleproben, die direkt unter der Lava gesammelt wurden, wird für den Ausbruch von Xitle favorisiert. Diese Proben entstanden durch die Entzündung der Vegetation während der Ablagerung der heißen Schlackentephra.“

Stimmen diese neuen Datierungen und Deutungen, dann ging das Monument fast 6000 Jahre später unter, als es noch vor 100 Jahren angenommen wurde. Damals war verständlicherweise die Alterseinschätzung eine Sensation – doch heute spricht kaum mehr jemand über sie.

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10 (erstaunliche) Dinge, die man wissen muss – über: Die Cheops-Pyramide +++ Blog-Serie, Teil #6 +++

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Blog-Serie, Teil #6: "10 (erstaunliche) Dinge die man wissen muss - über die Cheops-Pyramide (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Blog-Serie, Teil #6: „10 (erstaunliche) Dinge die man wissen muss – über die Cheops-Pyramide (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

„10 (erstaunliche) Dinge, die man über wissen muss“ – sechster Teil meiner Serie auf dem Mystery Files-Blog für Euch. Teil #6 der erstaunlichen „10 Dinge, die man wissen muss„, widmet sich diesmal der Cheops-Pyramide. Dieses riesige Weltwunder der Vergangenheit in Ägypten ist wohl das Sinnbild aller Mysterien und Rätsel der Geschichte. Aus diesem Grunde werden nur 10 herausgesuchte Beispiele dem Monument wohl kaum gerecht!

Dennoch hier „10 (erstaunliche) Dinge, die man über die Cheops-Pyramide wissen muss“!


10 (erstaunliche) Dinge, die man über die Cheops-Pyramide wissen muss

Wissen zum Angeben, Mitreden, Auffrischen und Nachdenken!

1.:

Die Cheops-Pyramide ist nach den „klassischen“ Deutungen und Forschungen vor rund 4.500 Jahren als höchste Pyramide der Welt erbaut worden. Nicht ganz 147 Meter reichte sie einstmals in die Höhe. Keine Pyramide davor oder danach war jemals höher. Heißt es. Denn das muss nicht stimmen, da nur wenige Kilometer entfernt einst ein Monument aus Nilschlammziegeln stand, dass einige Meter weiter in den Himmel ragte.

Diese mächtige und fast unbekannte Pyramide ist bis heute ein einziges Rätsel. Die Archäologen wissen nicht einmal wann genau diese von wem erbaut wurde, weshalb sie nicht einmal einen Namen hat. Nicht ein Artefakt fand sich in den Ruinen. Und sie ist schon seit unbekannten Zeiten so gut wie vollkommen zerstört. Als die ersten Archäologen eintrafen, konnten sie noch mit eigenen Augen sehen, wie die Bevölkerung in Massen das Baumaterial abtransportierte. Zum Düngen ihrer Felder und zum Bau ihrer eigenen Häuser.

So blieb nur ein Schutthaufen der Pyramide über. Eine Stufenpyramide, ähnlich wie in Sakkara, sei sie einst gewesen. Oder vielleicht doch eine richtige Pyramide mit glatten Seiten. Es war ein Bauwerk, dass breites rund 500 Jahre vor der üblichen Datierung der Pyramide des Cheops in den Himmel gebaut worden sein könnte. Bis auf über 150 Meter, wie es Berechnungen der traurigen Trümmer in den 1980er Jahren ergaben. (Video dazu HIER).

2.:

Bis heute hält sich mehr als hartnäckig der Mythos, dass „die Prä-Astronautiker“ behaupten, dass Außerirdische die Pyramide bauten. Allen voran wird das Erich von Däniken in den Mund gelegt. Eine Aussage, die seit Jahrzehnten immer wieder aufkommt. In der Presse ebenso wie von Seiten der Prä-Astronautik-Kritiker in Sozialen Netzwerken & Co.

Dabei muss man schon sehr genau suchen um Autoren oder Forscher zu finden, die genau das tatsächlich behauptet haben. Denn mit Abstand die wenigsten „Anhänger der Prä-Astronautik“ haben derartiges jemals publiziert.

Mehr dazu findet Ihr auch in diesem Mystery Files-Video HIER.

3.:

Apropos Baumeister: Jahrzehntelang wurde in der Ägyptologie behauptet, dass 100.000 Sklaven die Große Pyramide in einem unsäglichen Kraftakt für Pharao Cheops bauen mussten. In der Archäologie ist dieser einstige Stand der Forschung lange widerlegt. Jedoch nicht in allen Veröffentlichungen dazu.

Dabei berief sich die Forschung immer auf den Historiker Herodot aus Griechenland, der das in Band 2 seiner „Historien“ im 5. Jahrhundert vor Christus behauptete. Dieser Aussage schenkte man sehr lange Glauben. Der Angabe von Herodot, dass „Maschinen“ beim Bau genutzt wurden, glaubte man allerdings nicht. Ebenso wenig wie seine Behauptung, dass Cheops nahe der Pyramide Geheimkammern anlegte, in denen er sich bestatten ließ. Demnach nicht im Inneren der Pyramide selber.

Herodot galt schon in der Antike auch als „Märchenonkel„. Etwa um 60 vor Christus bei dem Geschichtsschreiber Diodor von Sizilien. Ebenfalls einem Griechen, dessen Werke heute wertvolle Quellen für die Forschung sind. Jedoch schrieb auch der Kritiker Diodor, dass Cheops tatsächlich nicht in der Pyramide mit seinem Namen begraben wurde, sondern in einem geheimen Versteck. Ähnliches also wie sein Vorgänger Herodot.

Als Grund für diese Form des Begräbnisses des Königs führt Diodor aus, dass er die Rache der von ihm versklavten Bauarbeiter beziehungsweise Bevölkerung befürchtet habe. Auch sein Nachfolger Pharao Chephren sei auf diese Weise und genau aus demselben Grund versteckt bestattet worden. Ganz nebenbei nennt Diodor auch noch andere Namen als Bauherren der Großen Pyramide. Zum Beispiel Harmais und Amasis.

4.:

Bleiben wir mal bei diesem Pharao Amasis, den Diodor nennt. Wer war das?

Diesen Pharao wiederum hat es tatsächlich gegeben, auch wenn er rund 2.000 Jahre nach dem Bau der großen Pyramiden lebte. Es handelt sich dabei um den Pharao Ahmose II. (570 bis 526 vor Christus), der erst rund 2.000 Jahre nach Cheops Herrscher wurde. Damit wäre die Pyramide Jahrtausende jünger und von einem König erbaut worden, den Diodor als Pharao von „außergewöhnlicher Klugheit und in seinem Charakter maßvoll und gerecht“ lobt.

Pharao Ahmose II. könnte dennoch tatsächlich etwas mit den Pyramiden zu tun gehabt haben. Seine Herrschaft fiel in die 26. Dynastie des Pharaonenreiches. Das ist genau jene Saiten-Dynastie genannte Epoche, in der Umbauten und Restaurationen an den Pyramiden von Gizeh und anderen Monumenten durchgeführt wurden. Wurde er deshalb vielleicht nachträglich in der Cheops-Pyramide bestattet?



5.:

Nachträglich in der Pyramide bestattet? Tatsächlich stimmt die weit verbreitete Behauptung nicht, das 832, als die Araber unter Kalif al-Mamun „erstmals“ die Cheops-Pyramide aufbrachen, diese vollkommen leer war. Und auch nicht, dass keine Mumie von den Plünderern in ihrem Inneren gefunden wurde.

Heute betreten die Besucher durch diesen Stollen die Pyramide.

Tatsächlich machten sie laut arabischen Chronisten innerhalb der Pyramide sogar sehr zahlreiche Funde. Inklusive einiger Kostbarkeiten, „Mumien“, „Leichen“ und weiteren Gegenständen (Artikel-Serie in 5 Teilen dazu HIER). Diese zahlreichen Funde sind heute alle verschollen und können somit nicht mehr zugeordnet oder erforscht werden. Aufgeschrieben wurden diese erst im Mittelalter im bekannten Werk „Hitat“.

Ein ausführliches Video über die angeblich entdeckten Artefakte finden Ihr HIER.

6.:

Das Buch „Hitat“ ist es auch, in dem an einer einzigen Stelle erwähnt wird, dass ein König Saurid, denn die Hebräer Henoch nennen, die Große Pyramide vor der Sintflut gebaut hat. Eine arabische Behauptung, die vielfach und oft von Mystery-Autoren erwähnt wird (mehr auch zum Beispiel HIER).

Dabei finden sich allein in dem Pyramidenkapitel dieses Buches von al-Makrizi unzählige weitere Namen, die arabische Chronisten als Bauherren der Großen Pyramide(n) nennen. Der dabei am häufigsten erwähnte Erbauer ist Pharao Cheops.

7.:

Die Araber hatten noch im 9. Jahrhundert genaue Kenntnisse, wo sie wie genau in das Innere der Cheops-Pyramide einbrechen konnten. Anders können es sich viele nicht erklären, warum der gemeißelte Tunnel exakt so durch das Kernmauerwerk verläuft, dass er nach einer scharfen Kurve genau da auf den inneren Tunnel trifft, von wo die Sperrsteine umgangen werden. Und diese Sperren waren aus massiven Granit und damit bei weitem schwerer zu durchschlagen, als der weiche Kalkstein der Pyramide.

Folglich kannten die Araber entweder den inneren Bauplan der Cheops-Pyramide oder sie nutzen einen schon vorhanden Gang. Denn schon rund 900 Jahre vor ihnen berichtete der griechische Geschichtsschreiber Strabon in seinem Werk „Geograhika“ von einer offenen Pyramide. Er bereiste um 25 vor Christus Ägypten und erwähnt eine herausklappbare Steinplatte vor dem Eingang. Ein Art Schwingtür, wie man spekulieren könnte.

Nur rund 100 Jahre später berichtete der römische Gelehrte Plinius der Ältere in seiner Enzyklopädie „Naturalis historia“ von einem Schacht im Inneren der Pyramide. Dieser sei 86 Ellen tief gewesen, was grob 43 Metern entsprechen würde. Archäologen vermuten, dass er den sogenannten „Flucht- oder Luftschacht“ mit der „Grotte“ gemeint haben könnte. Dieser Schacht führt vor dem Aufstieg in die Große Galerie steil in die Tiefe bis zum absteigenden Tunnel, der in die untere Kammer führt.

8.:

Ägyptologen schließen fast ausnahmslos heute aus, dass es im Inneren der Pyramide noch Geheimkammern oder verborgene Korridore gibt. Mit Ausnahme von Ägyptens letzten Pharao Dr. Zahi Hawass. Je nach Laune gibt es für ihn keine versteckten Kammern mehr in der Pyramide – oder eben doch.

So sagte er zum Beispiel bei seiner weltweiten Vortragstournee im Juni 2013 gegenüber dem Portal „LiveScience“, dass er glaube, dass „dass die Kammer des Cheops noch nicht entdeckt wurde und alle drei Kammern nur da sind, um die Diebe zu täuschen“. Seiner Meinung nach seien „die Schätze des Cheops (…) immer noch in der Großen Pyramide versteck“. Und das, obwohl er 1999 verkündete, er habe einen Schacht in Gizeh gefunden, den er für das Cheops-Grab hält, dass Herodot beschrieben hat: Ein tiefes System außerhalb der Pyramide mit einem Sarg auf einer Insel im See.

Damit ist das „Osiris-Grab“ weit abseits der Pyramide gemeint, durch das Zahi Hawass übrigens schon 4 Jahre zuvor ein NBC-Kamerateam führt. Dass dieses unterhalb der Cheops-Pyramide gefunden wurde, ist damit falsch. Ebenso falsch wie Hawass seine Aussage, er habe diese Entdeckung gemacht. Als „die aufregendste Entdeckung meines Lebens“. Denn das war der Ägyptologe Professor Dr. Selim Hassan, der das „Osiris-Grab“ schon bei seinen Grabungen in den Jahren 1933 und 1934 entdeckte und in „Excavations at Giza“ (vol. V: 1933-1934, Kairo 1944) dokumentierte.

Mehr dazu in diesem Artikel HIER.

9.:

Vor wenigen Jahren entdeckten Wissenschaftler mittels modernsten Technologien weitere Hohlräume im Pyramiden-Inneren. Vor allem eine große „Kammer“, die sie „Big Void“ nannten und sich oberhalb der Großen Galerie befindet. Dieser Hohlraum soll mindestens 40 Meter groß sein, wie es weitere Untersuchungen ergaben (zum Beispiel Video HIER). Zuvor sprach noch von 30 Metern. Auch nahe dem Eingang fanden die Forscher durch den Scan von kosmischen Teilchen, den Myonen, eine weitere „Anomalie“. Also einen Hohlraum.

Ob diese „Höhlungen“ als ein Ganzes zusammenhängen, ist noch nimmer unklar. Denn dann wurde es still um diese ausgesprochen spannenden Entdeckungen und die Forschungen wurden eingestellt.

Das stimmt so nicht. Unlängst wurde ein erweitertes Projekt vorgestellt, dass die vorherigen Untersuchungen nicht nur ergänzen soll. Vielmehr soll es 100fach genauerer Ergebnisse liefern als die bisherigen Daten. Somit können man auch genau feststellen, was sich im Inneren der mutmaßlichen Geheimkammern befindet und ob diese Hohlräume als absichtliche Kammern gebaut wurden. Diese Forschung geht damit tatsächlich (irgendwann) weiter.

Die Ergebnisse durch die lang andauernden Scans und Datenauswertungen werden aber wohl einige Jahre auf sich warten lassen, wie in diesem Video HIER berichtet.

10.:

Immer wieder wird behauptet, dass die Cheops-Pyramide aus perfekten Steinen gebaut wurde. Millimetergenau bearbeitet und Tonnen schwer wären diese Bausteine gewesen. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Die einzelnen Bausteine der Pyramide sind verschieden groß und im Inneren findet sich sogar „Bauschutt“ und einfacher Bruchstein als Füllmaterial. Teilweise kann man in die Fugen gleich sein ganzes Bein hineinstecken. Auch vor Ort kann man sehen, wo diese weichen Kalksteine zum Teil abgebaut wurden.

Wie sie oft ist das aber wieder nur die halbe Wahrheit.

Denn es gibt riesige Blöcke aus hartem Granit, die perfekt bearbeitet und verlegt wurden. Es sind im Vergleich zwar nur verschwindet wenige – aber dafür um ein vielfaches beeindruckender. Diese befinden sich beispielsweise als Bausteine der Königskammer und wiegen bis über 70 Tonnen. Ebenfalls finden sich im direkten Umfeld der Pyramide solche Steine in kleineren Versionen. Doch vor allem nahe der Sphinx sind diese in den Resten des dortigen Tempels zu bestaunen. Also weit abseits der Großen Pyramide und damit auch nicht ein Teil von ihr.

Hier sieht selbst der Tourist, dass die dortigen Granitblöcke quasi ohne Fugen und perfekt verbaut wurden. Hier wird gerne darauf verwiesen, dass die Blöcke so haarfein voneinander getrennt wurden, dass einzelne Kristalle im Inneren dabei durchtrennt wurden. Vor allem Dr. Hans Jelitto machte darauf durch fotografische Vergrößerungen aufmerksam (mehr dazu HIER). Was bei diesen Schnitten „ohne Materialverlust“ (Bild) aber fast kaum beachtet wird:

Wie konnten die Baumeister nach Schnitten im Bereich von Zehntel Millimetern diese Tonnen schweren Steine dann so exakt wieder zusammensetzten, dass die durchtrennten Granitkörner wieder aufeinander liegen?

Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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