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Das Steinzeiträtsel der Megalithkultur: Forscher finden Belege für den (angeblichen) Ursprung – aber … +++ YouTube-Video +++

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Die Rätsel Megalithkultur: Forscher finden (angeblich) Belege für ihren Ursprung - aber ... (Bild: Pixabay/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Die Rätsel Megalithkultur: Forscher finden Belege für den (angeblichen) Ursprung – aber(Bild: Pixabay/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Das Steinzeiträtsel der Megalithkultur ist eines der großen Geheimnisse unserer Vergangenheit. Denn vor vielen Jahrtausenden bauten Menschen, die nicht mal eine Schrift kannten und in der “primitiven Steinzeit” lebten, aus teilweise riesigen Monolithen bis heute unerklärliche Anlagen. Steinkreise, Dolmen, Ganggräber aus Megalithen, Menhire und andere Wunderwerke der Urzeit, denen wir heute fragend gegenüber stehen. Hierzu wurde kürzlich eine Studie veröffentlicht, die immerhin einem Rätsel der Megalithkultur näher gekommen sein will: Die Frage nach dem Ursprung und dem Verbreitungsweg des Kultes der Megalithbauten. Eine interessante Untersuchung. Aber bei genauerem Hinsehen wirft diese noch mehr Fragen auf, als sie beantwortet. In diesem YouTube-Video erfahrt ihr, was die wissenschaftliche Studie herausgefunden hat und welche Schlüsse daraus gezogen wurden. Aber vor allem auch, was die Arbeit außen vor ließ, nicht berücksichtigte oder sogar ganz verschwieg. Viele Fragen stellen sich hier …


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

In Europa begann die eigentliche Megalithkultur vor mindestens 7.000 Jahren. Denn damals opferten Steinzeitmenschen aus einem unbekannten Antrieb heraus viel Zeit, Ressourcen und Kraft, um einer “neuen Mode” nachzugehen: Große Steine aufstellen. So begannen diese Menschen vereint und voller Tatendrang aus gewaltigen Megalithen wuchtigen Anlagen zu erbauten, und bekamen von uns deshalb den Namen “Megalithiker”.

Das alles in einem kaum besiedelten Europa der Steinzeit nach der Eiszeit. Forscher sind sich zumindest hier recht einig.

Aber warum sie das taten, ist vollkommen unbekannt. Ausgenommen von eindeutigen Grabanlagen haben diese Megalithanlagen eigentlich keinen praktischen Nutzen. Besser gesagt keinen Nutzen, den wir heute noch nachvollziehen könnten. Obschon all dies ein Werk der Jäger und Sammler und der ersten sesshaften Urzeit-Landwirte war. Auf jeden Fall die ältesten der Kathedralen der Steinzeit.

Bettina Schult Paulsson (Universität Göteborg) will ein weiteres Mosaiksteinchen dieses Steinzeiträtsel gefunden haben. Hierzu legte sie eine Studie vor, in der die Forscherin ihre These über den mutmaßlichen Geburtsort der Megalithkultur präsentiert. Somit müsste diese Epoche der Vorzeit nach ihrer Meinung “umgeschrieben” werden.

Wie Ihr in diesem Grenzwissenschaft & Mystery Files-Video erfahren werdet, ist es eine durchweg interessante Arbeit. Sie wird dabei um so interessanter, je mehr man sich mit ihr befasst. Vor allem auch mit dem, was nicht in ihr zu finden ist …

Bleibt neugierig …

YouTube-Video vom 16. Feb. 2019 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

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Das Steinzeiträtsel: Megalithanlagen und ihre Mysterien – Von Sylt bis Korea +++ YouTube-Video +++

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VIDEO: Das Steinzeiträtsel - Megalithanlagen und ihre Mysterien (Bild: gemeinfrei)
VIDEO: Das Steinzeiträtsel – Megalithanlagen und ihre Mysterien (Bild: gemeinfrei)

Auf der ganzen Welt finden sich hunderttausende Megalithanlagen. Steinbauten aus Vorzeit, die Jahrtausende alt sind und die uns bis heute vor zahlreiche Rätsel stellen. Von Irland über Mitteleuropa bis Israel, Korea und den USA: Weltweit errichten Menschen der Steinzeit vor 5.000, 6.000 oder noch weit mehr Jahren gewaltige Monolithbauten und Steinkreise. Aber warum? In diesem YouTube-Video aus einer Megalithanlage auf Sylt gehen ich diesen Fragen nach.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Wozu bauten unsere Vorfahren auf der ganzen Erde vor vielen Jahrtausenden Steinkreise und andere zum Teil  gigantische Megalithanlagen? Waren sie wirklich nur “Kalender für die Landwirtschaft”? War es tatsächlich nötig, dass die ersten Ackerbauern und Viehzüchter für solche Großsteinbauprojekte ihre kostbare Zeit opferten?

Auf der Insel Sylt bin ich in diesem Video innerhalb eines vorzeitlichen Megalithgrabes einmal nachgegangen.

Bleibt neugierig …

Das Steinzeiträtsel: Video vom 20. Sep. 2018 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

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Das Rätsel von Royston Cave: Tempelritter oder Steinzeit? Wer schuf diese seltsame Höhle? YouTube-Video

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Das Rätsel von Royston Cave: Woher stammt diese künstliche Höhle und wie alt ist sie tatsächlich? (Bild: gemeinfrei)
Das Rätsel von Royston Cave: Woher stammt diese künstliche Höhle und wie alt ist sie tatsächlich? (Bild: gemeinfrei)

Wir schreiben den August 1742: Bei Arbeiten in dem nördlich von London gelegenen Ort Royston wird ein kleiner Schacht gefunden, der ca. fünf Meter senkrecht in die Tiefe reichte. Doch da endete er nicht einfach, sondern führte in eine über fünf Meter hohe Kammer in Form einer Glocke, die über und über mit Felszeichnungen übersät ist. Was war diese unterirdische Geheimkammer, in der auch die legendären Tempelritter gewirkt haben sollen? Mehr zu diesem Mysterium der Archäologie in einem neuen YouTube-Video von mir.

 

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Eine unterirdische Kammer in Form einer Glocke mit einem unteren Durchmesser von fast acht Metern – das klingt spannend!

Ist sie aber wirklich erst in christlicher Zeit angefertigt worden? Etwa von den sagenumwobenen Tempelrittern, wie es heißt? Oder haben Christen wie eben die Templer sie nur für sich in Anspruch genommen?

Ein spannendes Mysterium der Archäologie aus Großbritannien.

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Steinzeit-Rätsel auf Malta, Teneriffa und den Azoren – und das Fels-Mysterium von Perperikon in Bulgarien. Interview-Talk auf YouTube

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VIDEO-Talk: Uralte Rätsel der Steinzeit auf Malta, Teneriffa, Azoren und auf dem Balkan (Bilder H.-D. Gau & Fischinger-Online)
VIDEO-Talk: Uralte Rätsel der Steinzeit auf Malta, Teneriffa, Azoren und auf dem Balkan (Bilder H.-D. Gau & Fischinger-Online)

Weltweit gibt es uralte Rätsel in Fels und Stein. Wahre Steinzeiträtsel, die man auch auf der Insel Malta, auf Teneriffa und auf den Azoren findet. Auf den Azoren sogar quasi identische Mysterien wie auf der Mittelleerinsel Malta. Doch auch in Bulgarien befindet sich eine megalithische Anlage mit Namen “Perperikon”, die nach offiziellen Angaben mindestens 7.500 Jahren alt ist. Dazu führte ich ein Interview-Talk mit dem Mystery-Jäger Hans-Dieter Gau, der sich all diese Steinzeiträtsel vor Ort angesehen hat. Der Talk ist nun auf meinem Grenzwissenschafts-Kanal bei YouTube online.


Liebe und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

“Cart Ruts”, parallele “Rillen” im Feldgestein, sind in der Grenzwissenschaft vor allem von der Insel Malta im Mittelmeer bekannt.

Dort, wo es rund zwei Dutzend uralte Tempel gibt, die (offiziell) 7.000 und mehr Jahre alt sein sollen. Aber diese “Rillen-Spuren” existieren auch auf den Inseln der Azoren im Atlantik, sie schon seit sehr lange Zeit sogar als “Reste von Atlantis” angesehen werden!

Besteht ein Zusammenhang? Und warum gibt es auf Inseln im Atlantik keine Stufenpyramiden-Plattformen?

Was hat es mit der uralten Fels-Anlage “Perperikon” in Bulgarien auf sich, die laut Meinung der Archäologen bereits vor 7.500 Jahren als “Kultplatz” diente? Wie steht – wenn überhaupt – Wein damit im Zusammenhang?

Dazu führte ich mit dem Grenzwissenschafts-Kollegen Hans-Dieter Gau am Rande des 20. Seminars “Phantastische Phänomene” in Bremen ein Interview. Dort sprach Gau in einem Vortrag über die Rätsel der uralten Anlage “Perperikon”, die er sich vor Ort ansah.

Bleibt neugierig …

YouTube-Video vom 10. März 2015 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

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Erich von Däniken: "Grüße aus der Steinzeit – Wer nicht glauben will, soll sehen!" – Video

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Wer nicht glauben will, soll sehen!

Mit diesem Bildband öffnet Erich von Däniken sein einzigartiges Bildarchiv der Spurensuche nach unseren kosmischen Lehrmeistern, die vor Jahrtausenden zur Erde gekommen waren. Die besten und eindrucksvollsten Bildzeugnisse aus prähistorischer Zeit werden zusammen mit kurzen und prägnanten Erläuterungen in diesem Band veröffentlicht.

Erich von Däniken war über Jahrzehnte in der ganzen Welt unterwegs, hat rätselhafte Phänomene untersucht und akribisch alle Beweise für einen Kontakt mit den Besuchern aus dem Weltraum gesammelt. Hatten außerirdische Besucher vor mehreren Tausend Jahren untrügliche Spuren auf der Erde hinterlassen?

Die Bilder sprechen für sich.

Noch nie sind die Argumente Dänikens greifbarer und augenscheinlicher dargestellt worden. Diese Fülle an Beweisen lässt auch mögliche Kritiker zweifelnd und gleichermaßen staunend innehalten. »In der Steinzeit stimmt definitiv etwas nicht!«, schreibt der Autor. Und zu Recht fragt er, wie diese Menschen, die weder die technischen Mittel noch die Kenntnisse dazu hatten, astronomische Großanlagen oder Zeitmesser für die Ewigkeit hinterlassen konnten. Was trieb sie dazu? Wer wies sie an?

In Carnac, in der Bretagne, setzten sie Tausende von schweren Granitblöcken in schnurgeraden Kolonnen in die Landschaft. Nicht irgendwohin, sondern auf Basis riesiger, geometrischer Muster. Weshalb erscheinen Felsmalereien mit ein und demselben Motiv rund um den Globus? Pflegten die Menschen in prähistorischer Zeit interkontinentalen Kontakt untereinander? Sind es Grüße an jene Lehrmeister, die vor Jahrtausenden um die Erde flogen? Die Wissenschaft hat dafür keine Erklärung. Die Beweise Erich von Dänikens sind dafür umso überzeugender.

Erich von Däniken
Grüße aus der Steinzeit DVD

DVD, Laufzeit ca. 70 Min. + ca. 103 Min. Bonusmaterial

Links:

Bücher zum Thema:


“Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.”
(Walter-Jörg Langbein, 1993)

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Artikel: Das Geheimnis der steinzeitlichen Schienen von Malta

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Lars A. Fischinger an “Cart Ruts” auf Malta

Die Einheimischen von Malta nennen die seltsamen Spuren “cart ruts”, also Karrenspuren. Ist das die Erklärung für das “Geheimnis der steinzeitlichen Schienen”? Waren vor Jahrtausenden Fuhrwerke auf Malta unterwegs, deren Räder die seltsamen Rillen erzeugten? Diese simple Antwort scheint zu überzeugen, hält aber einer Überprüfung nicht stand.

 

Von Walter-Jörg Langbein
Mit ganzer Kraft treibt der Arbeiter seinen schweren Eisenpickel in den Kalkstein. Wieder lösen sich Brocken, die er mit den Händen aus dem wachsenden Loch hebt. Wieder schlägt er mit seinem wuchtigen Eisenhammer zu. Seltsam hohl klingt es. Und plötzlich tut sich ein Spalt im Boden auf. Der Eisenpickel entgleitet den Händen des Arbeiters, verschwindet im Spalt und schlägt nach einigen Sekunden auf. Sekunden später gibt der Boden nach, der Arbeiter stürzt in die Tiefe. So wurde das mysteriöse unterirdische Hypogäum von Malta entdeckt … beim Ausgraben eines Brunnens.

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Ringheiligtum von Pömmelte: Eine Stierkampfarena? Experten präsentieren eine phantasievolle “Rekonstruktion” (+ Video)

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Ist die Rekonstruktion des Ringheiligtum von Pömmelte nichts als reine Phantasie eines Künstlers des Landesmuseum für Vorgeschichte Halle? (Bilder: M. Zirm & Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt)
Ist die Rekonstruktion des Ringheiligtum von Pömmelte nichts als reine Phantasie eines Künstlers des Landesmuseum für Vorgeschichte Halle? (Bilder: M. Zirm & Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt)

Rekonstruktionen oder sogar Nachbauten von uralten Artefakten, Monumenten, Bodendenkmälern oder anderen Kultplätzen sind wahrlich nicht immer ganz einfach. Vor allem dann, wenn man kaum mehr als verwitterte Spuren im Erdreich hat, die mühsam ausgegraben werden müssen. So wie bei dem Ringheiligtum von Pömmelte in Sachsen-Anhalt, das wie sein “Bruder” in Goseck als Rekonstruktion wieder aufgebaut wurde. Jetzt jedoch legten die Verantwortlichen eine Bild-“Rekonstruktion” vor, die sicher nicht nur Laien erstaunen wird.


Das Ringheiligtum von Pömmelte und Rekonstruktionen der Archäologie

Wenn sich Archäologen daran machen, irgendwas aus unserer fernen Vergangenheit zu rekonstruieren, wird es immer heikel. Seien es nun Nachbauten wie das Ringheiligtum von Pömmelte oder Goseck in Sachsen-Anhalt, der vermeintliche Wiederaufbau von zerstörten Ruinen oder digitale bzw. virtuelle Rekonstruktionen antiker Stätten irgendwo auf der Welt.

Mit Sicherheit wird sich schon jeder Zuschauer bei entsprechen TV-Dokumentationen über historischen Stätten, Orte, Monumente oder ganzer Städte gefragt haben, woher weiß man, wie die aussahen? Denn unzählige derartiger History-Dokus präsentieren dem Publikum immer wieder digitale Rekonstruktionen solcher antiken Ruinen, wie sie einstmals in voller Blüte dagestanden haben sollen. In den wenigstens Fällen wird dabei klein eingeblendet, dass es eine “künstlerische Rekonstruktion” oder “Interpretation” ist.

Emsige Archäologen zeigen hierfür gerne ihre oft spärlichen Funde, aus denen mittels Computeranimation wunderschöne Gebäude und Plätze entstehen. Gute Beispiele sind irgendwelche ausgegrabenen Löcher in denen von tausenden von Jahren Holzpfosten standen, die längst verwittert sind. Wie von Zauberhand entstehen daraus am Computer und Zeichenbrett ganze Häuser mit Dach und Verzierungen oder sogar ganze Ortschaften.

Rekonstrukteure brauchen sehr viel Phantasie, das steht fest. Was die archäologische Faktenlage nicht hergibt, wird dazuerfunden. Seien wir aber mal ehrlich, niemand von uns möchte auf die archäologischen Grafik-Phantasien heute verzichten. So ähnlich mag es ausgesehen haben. Der Interessierte bekommt visuell einiges geboten und kann sich so sicherlich in diese längst versunkenen Welten hinein versetzten.

Nachbauten nach tausenden von Jahren

Bei den Nachbauten – oder mutmaßlichen Nachbauten – der in Deutschland berühmten Ringwallanlagen in Goseck und Pömmelte ist es nicht viel anders. Der archäologische Befund belegt, dass hier solche Holzbauten tatsächlich standen. Vor vielen Jahrtausenden, so dass heute von ihnen nahezu nichts mehr übrig blieb. Da kommt die Luftbildarchäologie ins Spiel, die auch diese Anlagen entdeckte. Verfärbungen und (zu) regelmäßige Strukturen im Erdreich zeigen aus der Luft, dass hier einst etwas stand.

So findet man Beispielsweise auch immer wieder Siedlungen oder Häuser aus den Tagen der Römer in unseren Breiten. Gleichfalls versunkene Ruinen im Sand der Wüste Ägyptens oder auch die Bauten versunkener und unbekannter Kulturen im Urwald von Brasilien (s. Video HIER).

Die Feldforschung und vor allem Grabungen vor Ort zeigen dann schnell, was hier einst gebaut wurde. Selbst 3.000, 5.000 oder 8.000 und mehr Jahre nach dem Bau einer Anlage, kann man diese Spuren in der Erde finden und nachweisen. So war es auch bei den Ringwallanlagen in Sachsen-Anhalt. Rasch wurden die einstigen Gräben und Wälle identifiziert und auch all jene Löcher, in denen unsere Vorfahren ihre Holzpfosten stellten. Grundsätzlich eine recht einfache Bauweise, die man ebenso einfach rekonstruieren kann. Auch wenn sie immer unsichere Variablen enthalten.

Das beginnt schon bei der Frage, wie hoch/lang die einzeln Holzpfähle waren, aus denen die runden Palisaden erbaut wurden. Oder ob einige von ihnen, etwa im Bereich der Eingänge, Querbalken trugen, wie sie in Pömmelte heute zu sehen sind. “So ungefähr” mag eine derartiger Nachbau der modernen Forscher sicherlich korrekt sein. Nur Erbsenzähler mögen an der einen oder anderen Unsicherheit Anstoß nehmen. Zum Beispiel bei der Frage nach etwaiger Bemalungen.

Und die Besucher dieser Stätten freut es ohnehin, dass sie hier etwas beeindruckendes aus de Steinzeit zu sehen bekommen. Zumal die Forschung vor Ort weiter geht und neue, erstaunliche Resultate ans Licht brachte. Unter anderem wurde auf Mystery Files HIER mehrfach darüber berichtet.

War Pömmelte eine Stierkampf-Arena?

Das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle, das unter anderem für die Anlage von Pömmelte verantwortlich ist, legte nun aber eine weitere “Rekonstruktion” nach. Eine künstlerische Darstellung, in der auch die neuen Forschungsergebnisse der Ausgrabungen um das Heiligtum Berücksichtigung fanden. Wie berichtet lokalisierten die Forscher im Umfeld unter anderem zahllose Häuser eines ganzen Dorfes um die uralte Stätte. Die größte Siedlung jener Epoche vor grob 5.000 Jahren, die bisher entdeckt wurde.

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Am 20. Juli stellte das Landesmuseum mit Blick auf die neuen Funde bei Facebook ein Bild online, dass eine aktualisierte Rekonstruktion von Pömmelte zeigen soll. Inklusive der neu entdeckten Häuser. Schaut man aber genauer auf das etwas im Hintergrund befindliche Ringheiligtum an sich, sollte der Betrachter staunen. Ihr seht es als Titelbild dieses Beitrages. Mit der vor Ort errichteten Rekonstruktion (kleines Bild im Titelbild) hat diese künstlerische Rekonstruktion oder besser Interpretationen wahrlich nichts mehr zu tun.

Hier hat der Künstler des Landesmuseum für Vorgeschichte aus der Ringwallanlage offensichtlich eine Stierkampf-Arena gemacht. Inklusive einer überdachten Umrundung, einer umlaufenden Tribüne mit Zuschauern und mit Stier und Torero. Die Holz-Palisaden selber sind dich geschlossen und selbst die Eingänge in das Heiligtum sind auf dieser Interpretation verschwunden. Und gerade diese Eingänge oder Öffnungen sind es, die die Anlage von Pömmelte bekanntlich so spannend machen. Sie sind nach astronomischen Bezügen ausgerichtet, wie man es auch vom Sonnenobservatorium von Goseck oder natürlich Stonehenge kennt.

“Nur eine weitere Möglichkeit”

Offenbar hat der Grafiker eher an eine Arena aus dem alten Rom gedacht.

Nach der Veröffentlichung dieses fragwürdigen Bildes, fielen schnell auch anderen diese Unstimmigkeiten auf. Ein User namens Daniel M. merkte beispielsweise bei Facebook an, dass dieses Bild “komplett daneben und falsch” sei. Als Landesmuseum hätte er derartiges nicht veröffentlicht. Auch er vermisst die Tore als “einer der wohl wichtigsten Aspekte überhaupt” bei dieser Anlage. Ihm sei nicht eine Kreisgrabenanlage bekannt, die so gedeutet wird”, wie er ganz richtig kritisiert.

Für ihn ein “Fantasiegebilde“, das sich wohl kaum auf wissenschaftliche Fakten stützten kann. Daraufhin verteidigte das Landesmuseum in Halle die Darstellung unter anderem mit folgenden Worten:

Unser Künstler und Ausstellungsgestalter Karol Schauer hat sich intensiv mit den unterschiedlichen Konstruktionsmöglichkeiten anhand der Pfostenstellungen des Ringheiligtums von Pömmelte beschäftigt und ist so zu dieser neuen Interpretation gekommen. Nur weil es von der bislang geläufigen Rekonstruktion abweicht, heißt es nicht, dass es gleich ‘daneben’ ist. Es ist eben nur eine weitere Möglichkeit.

Wie das Ringheiligtum oberhalb des Erdbodens tatsächlich aussah, werden wir ohne Zeitmaschine vermutlich nie herausbekommen.

Festgelage oder Tierkämpfe?

Mit der letzten Aussage hat die Institution natürlich Recht. Dennoch würde die bildliche Rekonstruktion auf dem beruhen, “was der archäologische Befund hergibt”. Es sei ein “multifunktionalen Versammlungsort” gewesen, von dem man schlicht nicht weiß, was im Inneren vor sich ging. Aber Stierkämpfe? Auch dafür hat das Landesmuseum für Vorgeschichte eine “Erklärung” anzubieten:

Eine erhöhte Anzahl an Rinderknochen aus der sich eine besondere Bedeutung dieser Tiere ableiten ließe wurde auch entdeckt.

Mag sehr gut sein. Immerhin ist das auch von anderen archäologischen Fundstätten bekannt. Dort werden solche Befunde meist als Opfertiere gedeutet. Oder auch, dass hier zu bestimmten Anlässen geradezu Festgelage stattfanden. Selbst bei den über 10.000 Jahre alten megalitischen Steinkreisen von Göbekli Tepe in Anatolien interpretiert man entsprechende Knochenfunde in diese Richtung.

Dass das Ringheiligtum von Pömmelte aber deshalb eine Arena mit Zuschauertribünen für den Stierkampf war, ist doch mehr als zweifelhaft. Ebenso, dass das Landesmuseum eine solche Phantasie als mögliche Rekonstruktion durchgehen ließ. Zumindest aber ist es hübsch anzusehen.

Video zum Thema

Video vom 26. Feb. 2019 auf Fischinger-Online

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“Das Unbekannte gibt es nicht”: Neues Buch über vergessene Orte und verlorenes Wissen in Deutschland erschienen

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Neues Buch über vergessene Orte und verlorenes Wissen in Deutschland: "Das Unbekannte gibt es nicht" (Bilder: L. A. Fischinger / Ancient Mail Verlag)
Neues Buch über vergessene Orte und verlorenes Wissen in Deutschland: “Das Unbekannte gibt es nicht” (Bilder: L. A. Fischinger / Ancient Mail Verlag)

Rätselhafte Orte und unbekannte Stätten gibt es weltweit in großer Zahl. Auch Deutschland und der deutsche Sprachraum stellen da keine Ausnahme dar. Auch wenn darüber eher weniger berichtet wird. Das neue Buch “Das Unbekannte gibt es nicht” des Autorenduos Roland Roth und Frank Grondkowski begibt sich auf die Spuren genau dieser Plätze und Kultstätten in Mitteleuropa.


Geheimnisvolle Orte im deutschen Sprachraum

Unsere Welt scheint uns heute sehr vertraut und birgt offensichtlich keine Geheimnisse mehr. Weit gefehlt: Hinter bekannten Fassaden, an mystischen Orten, oft lange Zeit verborgen, offenbaren sich seltsame Welten und aufregende Geheimnisse.

Es sind Orte, die von längst vergangenen Zeiten erzählen und an denen nicht selten die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Es sind aber auch oftmals sagenumwobene Kraftplätze oder archäologische Rätsel, die in unsere ferne Vergangenheit weisen.

Das Autoren-Duo Roland Roth und Frank Grondkowski berichtet von aufregenden Expeditionen zu geheimen Anderswelten in Deutschland und Europa. Sie waren unterwegs, um mit ihrer Feldforschung den rätselhaften Spuren und mysteriösen Orten auf den Grund zu gehen.

Hierbei dokumentieren sie geheimnisumwitterte Plätze und beeindruckende Regionen, interessante Orte und mysteriöse Kultplätze aus vergangener Zeit mit aktuellen Fotos und unvoreingenommenen Recherchen. Sie präsentieren das Mysteriöse hinter der Fassade des Alltäglichen und holen Orte aus dem Dunkel des Vergessens hervor. (Verlagstext)

Aus dem Inhalt:

  • Das Stonehenge von Sachsen-Anhalt
  • Die heiligen Hallen
  • Exkursion in die Steinzeit
  • Der Spielplatz der Riesenanders
  • Der sagenhafte Kyffhäuser
  • Die Götter der Ostsee
  • Ein Sachsengott im Harz
  • Das alte und das neue Rom
  • Der Jesus aus dem Fels
  • Begegnungen mit Aphrodite
  • Das Erbe der Atlanter
  • Ein Atlantis des Nordens?
  • Pyramiden und Freimaurer in Märkisch Oderland

und vieles mehr …

Vorwort: Das Unbekannte gibt es nicht – Mysterien auf der Spur

Unsere Welt scheint uns heute sehr vertraut und birgt offensichtlich keine Geheimnisse mehr?

Weit gefehlt: Hinter bekannten Fassaden, an manch vergessenen Orten, oft lange Zeit verborgen oder unbeachtet, offenbaren sich seltsame Welten und aufregende Geheimnisse. Viele dieser Orte berichten uns allein mit ihrer bloßen Existenz von längst vergangenen Zeiten, und an denen nicht selten die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Es sind oft sagenumwobene Kraftplätze, archäologische Rätsel oder einfach nur mystische Welten, an denen man gerne verweilt. Es sind Orte, die uns einen Augenblick der Ruhe in einer heute so gehetzten Welt gönnen.

“Das Unbekannte gibt es nicht”, so der provokante und doch passende Titel unseres Buches. Das Unbekannte ist das, was keinen Namen hat, wohin kein Weg führt, es kein Ritual gibt und keine Worte der Erklärung und Beschreibung kennt.

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Wir bringen Licht in das Dunkel, um das Unbekannte in etwas Vertrautes zu verwandeln. Dabei berichten wir von aufregenden Expeditionen zu geheimen Anderswelten in Deutschland und Europa. Wir waren unterwegs, um rätselhaften Spuren und mysteriösen Orten auf den Grund zu gehen, um für Sie geheimnisumwitterte Plätze und beeindruckende Regionen, interessante Orte und mysteriöse Kultplätze aus vergangener Zeit mit Bildern und Recherchen zu dokumentieren. Jeder Ort wird neben seinen kulturgeschichtlichen Aspekten auch nach seiner mystischen Bedeutung beschrieben, dabei werden besondere Eigenheiten berücksichtigt wie Sagen und Legenden, landschaftliche Besonderheiten oder historische Begebenheiten.

Dieses Buch ist dabei kein klassischer Reiseführer, sondern stellt mutige Fragen, bringt Fakten und Spekulationen in einen gemeinsamen Kontext und betrachtet solche Orte beispielsweise nicht nur aus einer archäologischen, geologischen oder esoterischen Sicht, sondern präsentiert ein unvoreingenommenes Bild der beschriebenen Plätze. Wir präsentieren nicht mehr und nicht weniger als das Mysteriöse hinter der Fassade des Alltäglichen und holen diese Orte aus dem Dunkel des Vergessens hervor.

Wir laden Sie dazu ein, sich mit diesem Buch auf ein spannendes Leseerlebnis zu begeben, zu interessanten Stätten aus ferner Vergangenheit wie das Stonehenge von Sachsen-Anhalt oder dem alten und dem neuen Rom. Lesen Sie von dem Sachsengott aus dem Harz oder einen mystischen Ort, der auch Drehort der Chroniken von Narnia war. Während Sie im Buch blättern, erkunden Sie einen phantastischen Spielplatz der Riesen oder das Bad der Aphrodite. Riskieren Sie mit uns einen Blick auf den geheimnisvollen Kyffhäuser, auf eine Stadt im Krater oder das Erbe der Atlanter.

Sind Sie bereit für vergessene Orte und verlorenes Wissen?

Das Unbekannte gibt es nicht: Vergessene Orte und verlorenes Wissen

Roland Roth und Frank Grondkowski:

Das Unbekannte gibt es nicht: Vergessene Orte und verlorenes Wissen

  • Ancient Mail Verlag 2021
  • ISBN-10: ‎ 3956523032
  • ISBN-13: ‎ 978-395652303
  • Paperback
  • Zahlreiche Abbildungen
  • 220 Seiten
  • 21,90 Euro

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Lars A. Fischinger

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Die gewaltige Megalithanlage von Fort Maliabad in Indien: Im Westen unbekannt – und nach Bauart der Inka-Mauern in Südamerika +++ Video +++

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VIDEO: Die gewaltige Megalithanlage von Fort Maliabad in Indien: Im Westen unbekannt (Bild: Journeys across Karnataka)
VIDEO: Die gewaltige Megalithanlage von Fort Maliabad in Indien: Im Westen unbekannt (Bild: Journeys across Karnataka)

In vielen Teilen der Erde haben zahlreiche Kulturen gewaltige Megalithanlagen errichtet. Einige davon sind weltbekannt und viele reichen bis in die Steinzeit zurück. In Süd-Indien jedoch steht nahem dem Ort Raichur eine Megalithstätte, die hierzulande praktisch unbekannt ist. Errichtet aus Granit-Blöcken in einer Architektur, die an die Bauten der Inka in Südamerika erinnert. Angeblich sei das Monument aber nicht sehr alt – ob das stimmt? Macht Euch ein eigenes Bild mit diesem Video.


Eine vergessene Megalithstätte in Indien

Megalithanlagen, Megalithstätten oder einfach Megalithbauten aus der Vergangenheit finden wir fast überall auf der Welt. Von Großbritannien über Indien bis Südamerika. Oft aus fernen Tagen der menschlichen Geschichte, Zivilisation und Kultur. Teilweise sind die viele tausend Jahre alt, andere erst wenige Jahrhunderte. Einige dieser bis in die Steinzeit zurück gehenden den Stätten kennt die ganze Welt, während andere vollkommen unbekannt sind.

So wie eine “vergessene” megalithische Stätte aus der Geschichte von Indien. Sie ist als Fort Maliabad (Malliabad) bekannt, und befindet sich zentral im südlichen Indien. Nicht weit von dem Ort Raichur.

Hier wurde zum Teil mit gewaltigen Megalithen aus Granit gebaut, deren Bauart an einigen Stellen sehr an die legendären Inka-Mauern erinnern: Verschachtelt und “nahtlos” aneinander gefügt. Und angeblich sei auch Maliabad nicht sehr alt, sondern erst – großzügig aufgerundet – 800 Jahre.

Ob das stimmt? Macht Euch ein eigenes Bild mit diesem Video vom 22. März 2021.

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Video vom 22. März 2021

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“Griff nach den Sternen”: Neues Buch zur “Himmelsscheibe von Nebra” und Eröffnung der Sonderausstellung in Halle (+ Videos)

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"Griff nach den Sternen": Neues Buch zur Himmelsscheibe von Nebra und Eröffnung der Sonderausstellung (Bilder: gemeinfrei & Propyläen Verlag / Montage: Fischinger-Online)
“Griff nach den Sternen”: Neues Buch zur “Himmelsscheibe von Nebra” und Eröffnung der Sonderausstellung (Bilder: gemeinfrei & Propyläen Verlag / Montage: Fischinger-Online)

Die Archäologie verdankt Harald Meller, Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt, dass der Forschung heute die berühmte “Himmelsscheibe von Nebra” zur Verfügung steht. Er entriss sie 2002 aus den Händen von Hehlern und machte sie weltweit bekannt. Seit dem feilt er an seinen Thesen um ein “Königreich der Bronzezeit” in Mitteleuropa, dass weitreichende Kontakte hatte. Sie reichten nach Meller von England bis in den Orient. Dies versucht er jetzt in einem neuen Buch weiter zu untermauern, das jüngst erschien. Passend zu einer Sonderausstellung rund um die Welt der Himmelscheibe, die aktuell in Halle eröffnet wurde. Alles dazu erfahrt Ihr hier.


Die “Himmelsscheibe von Nebra”

Am 23. Februar 2002 konnte Harald Meller, Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt, einen spektakulären Erfolg verzeichnen. In einem Hotelk in der Schweiz konnte er die unlängst weltbekannte “Himmelsscheibe von Nebra” sicherstellen. Sie war 1999 von zwei Raubgräbern am Mittelberg nahe Nebra in Sachsen-Anhalt entdeckt und illegal ausgegraben worden. Meller gab sich als angeblicher Kaufinteressent aus. So konnte er den bisher einmaligen Fund der Wissenschaft zugänglichen machen.

Seit dem gilt die rund 3.600 Jahre alte “Nebra-Himmelscheibe” als einer der sensationellsten Funde der Archäologie des Jahrhunderts. Das Artefakt, das 2013 in das “Weltdokumentenerbe” der UNESCO aufgenommen wurde, steht seit dem im Mittelpunkt zahlreicher Forschungen. Aber auch Deutungen, Spekulationen und verschiedenster Interpretationen. über die auf diesem Blog und dem Mystery Files-Video-Kanal immer wieder berichtet wurde (z. B. Link HIER).

Der Archäologe Meller wieder glaubt anhand der Scheibe und der Hintergründe der Entstehung und der darauf zu sehenden Darstellungen ein ganzes “Königreich” ableiten zu können. Eine hoch entwickelte Kultur im Zentrum Europas, die schon der in der Steinzeit begann, und weitreichende Beziehungen zu anderen Ländern pflegte. Diese kulturellen Kontakte und der Austausch von Wissen und Ideen reicht dabei von Großbritannien bis in den Mittleren Osten (Mesopotamien). Und von Skandinavien über Mitteldeutschland bis ins alte Ägypten. So zumindest weit verbreitete Interpretationen des “deutschen Nationalheiligtums”.

Meller selber beflügelte diese Ideen. Etwa in seinem Buch “Die Himmelsscheibe von Nebra“, in dem er in der Scheibe den “Schlüssel zu einer untergegangenen Kultur im Herzen Europas” sieht. So trug er maßgeblich dazu bei, dass dieser Schatz weit über die Grenzen Deutschland hinaus bekannt wurde. Auch wenn nicht alle seine Thesen teilen.

“Griff nach den Sternen”

Um seine Thesen einer weit vernetzten Kultur und eines “Herren der Himmelscheibe” zu untermauern, legte Meller jetzt ein weiteres Buch vor. In “Griff nach den Sternen” geht Meller mit seinem Mitautoren Kai Michel, einem deutschen Historiker, der Spur “Nebra – Stonehenge – Babylon” nach. Eine “Reise ins Universum der Himmelsscheibe”, wie es der Untertitel verrät, zu dem der Verlag schreibt:

Ob Stonehenge, die Tempel Babylons oder ägyptische Göttermythen: Die frühen Zivilisationen versuchten, die Geheimnisse des Himmels zu entschlüsseln. Seit dem spektakulären Fund der Himmelsscheibe von Nebra, der ältesten konkreten Darstellung des Himmels, wissen wir, dass auch in Mitteleuropa vor fast viertausend Jahren eine Kultur blühte, die nach den Sternen griff. Durch Handel reich geworden, ließen sich ihre Herrscher in gewaltigen Grabhügeln bestatten.

Harald Meller und Kai Michel stellen in ihrem neuen Buch die Welt der Bronzezeit in faszinierenden Bildern vor. Sie zeigen, wie Archäologen immer neue Kontakte zwischen den Kulturen aufdecken, und präsentieren die neuesten Erkenntnisse der Forschung darüber, auf welche Weise das Wissen der Himmelsscheibe nach Nebra gelangt sein könnte.

“Wir neigen dazu, die Menschen damals dramatisch zu unterschätzen, aber die Welt der Bronzezeit ist hochgradig vernetzt”, so Meller laut DPA. Die Welt vor Jahrtausenden war seiner Ansicht nach bereits globalisiert:

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Es geht um Erklärungen des geistigen Fundaments der Himmelsscheibe. Sie ist nicht nur die älteste konkrete Darstellung des Himmels, sie ist auch das Produkt einer bereits vor rund 4.000 Jahren erstaunlich globalisierten Welt.”

Im Kleinen “globalesiert”. Denn Kulturkontakte über die Ozeane, etwa nach Amerika, sind für für den Archäologen bisher kein Thema (s. z. B. Link HIER oder Videos HIER & HIER).

“Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra – Neue Horizonte”

Zeitgleich mit dem neuen Buch von Meller eröffnete in Halle auch die Sonderausstellung “Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra – Neue Horizonte” rund um die Himmelsscheibe, die bereits HIER vorgestellt wurde. Eigentlich sollte diese Ausstellung im “Landesmuseum für Vorgeschichte” in Halle bereits im vergangenen Jahr eröffnen, musste aber auf den 4. Juni verschoben werden.

Die Forscher und Organisatoren wollen hierbei “die Ergebnisse der Forschungen rund um die Himmelsscheibe der vergangenen 20 Jahre” präsentieren. In enger Kooperation mit dem British Museum in London ist man in Halle besonders stolz darauf, dass man “über 50 Leihgebern aus 14 Ländern” für die Ausstellung gewinnen konnte. Seit dem Fund der “Himmelsscheibe von Nebra” 1999/2002 stellt sich nicht nur Landesarchäologe Meller die Frage:

Gab es auch in Mitteldeutschland eine Dynastie, deren Herrscher in weithin sichtbaren Grabhügeln bestattet wurden? Befehligten sie Armeen, deren Waffen wir in großen Bronzeschätzen wiederfinden? Lebte die Bevölkerung in friedlichen Zeiten, ohne Burgen und Befestigungen? Und reisten Verwegene in ferne Länder, um Kontakte zu knüpfen und neues Wissen mit in die Heimat zu bringen?

Obwohl seit der Entdeckung der Himmelscheibe rund zwei Jahrzehnte vergangen sind, wird die mit Sicherheit noch in Jahrzehnten Gegenstand der Forschung sein. Dies belegen nicht zuletzt die neusten Untersuchungen an dem Artefakt, die, wie HIER berichtet, neue Hintergründe zu der “ältesten konkreten Darstellung des Himmels” erbrachen.

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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