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“Fatima – Das letzte Geheimnis”: Die Marienerscheinungen von 1917 kommen als Doku-Spielfilm in die Kinos +++ Artikel und Review +++

"Fatima - Das letzte Geheimnis": Die Marienerscheinungen von 1917 kommen in die Kinos (Bild: fatimathedocumentary.com)
“Fatima – Das letzte Geheimnis”: Die Marienerscheinungen von 1917 kommen in die Kinos (Bild: fatimathedocumentary.com)

1917 kam es in Fatima in Portugal zu bis heute viel diskutierten sonderbaren Erscheinungen: Drei Kindern hatten mehrere Marienerscheinungen und zehntausende Pilger und Neugierige strömten in der Folge jeden Monat nach Fatima, um weiteren “Erscheinungen der Mutter Gottes” beizuwohnen, die von ihr den Kindern angekündigt wurden. Fatima wurde so zu einem der größten Wallfahrtsorte der Christenheit und von der katholischen Kirche offiziell auch als solcher anerkannt. Hier habe sich demnach wirklich der Himmel, die Mutter Maria bzw. Gott selber den Menschen der Erde mit Botschaften und Erscheinungen offenbart! Eine spanische Filmproduktionsfirma hat 2017 das 100-jährige Jubiläum der Erscheinungen zum Anlass genommen, und den schon jetzt gefeierten Film “Fatima. Das letzte Geheimnis” in die Kinos gebracht. Auch in die deutschen. Mehr zu Fatima 1917 und dem Kinofilm,  erfahrt Ihr in diesem Mystery-Review.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Fatima, Portugal, 1917

Es wäre von vornherein zum Scheitern verurteilt, an dieser Stelle die Ereignisse, Erscheinungen, Botschaften, Kritiken, Wunder und all die vielschichtigen Facetten rund um die Marienerscheinungen von Fatima 1917 darzulegen. Sie sind nicht nur viel zu umfangreich und komplex, sondern können auch und vor allem mit Sicherheit niemals vollständig aufgezeigt werden.

Fatima und die Erscheinungen der Gottesmutter, die drei Botschaften der Seherkinder sowie das “Sonnenwunder” etc. waren allerdings auf Grenzwissenschaft und Mystery Files in der Vergangenheit immer mal wieder Thema. Grundsätzlich kann man es in einfachen Worten wie folgt zusammenfassen, was hier in Portugal vor 100 Jahren geschehen sein soll:

Drei einfache Kinder sahen bzw. hörten mehrfach in Fatima die Erscheinungen der Mutter Maria des Himmels. Jeden Monat ab dem 13. Mai 1917 zu einem festgelegten Termin kam es erneut zu diesen Marienerscheinungen und diese Geschichte verbreitete sich schon 1917 wie ein Lauffeuer. Monat für Monat strömten immer mehr Menschen nach Fatima, um diesen Erscheinungen beizuwohnen.

Bis es zum himmlischen Höhepunkt der Marienerscheinungen kam: Das “Sonnenwunder von Fatima” am 13. Oktober 1917, über das Ihr zum Beispiel in diesem Artikel HIER alles erfahrt. Bis zu 100.000 Menschen sollen angeblich an diesem denkwürdigen Tag in Fatima anwesend gewesen sein. Wobei andere Schätzungen wohl realistischer von 30.000, 50.000 oder 75.000 Anwesenden sprechen …

Was aber außer Zweifel steht ist, dass die drei Kinder Lucia Santos, Jacinta Marto und Francisco Marto zu gefeierten Sprachrohren des Himmels innerhalb der katholischen Kirche wurden. Bis heute. Vor allem aber die kleine Lucia, da sie als die Hauptkontaktperson während der Marienerscheinungen vor 100 Jahren angesehen weder kann. Hinzu kommen die legendären “drei Botschaften von Fatima”, die von der Erscheinung des Himmels an die ganze Menschheit über die Seherkinder überbracht wurden.

Was dann folgte waren Pilgermassen und die Anerkennung des Vatikan, die Fatima zu einem der größten Wallfahrtsorte der christlichen Welt machten. Hier war also den ganzen Sommer 1917 drei armen und einfachen Kindern die Jungfrau Maria erschienen, um allen Menschen des Planeten himmlische Botschaften zu überbringen.

Das kann man glauben, muss man aber nicht!

Kritiker, Gläubige, Katholiken

Über der Steineiche schwebte eine Dame, ganz in Weiß gekleidet, strahlender als die Sonne. Sie verbreitete ein noch helleres Licht als die hellsten Sonnenstrahlen, die durch ein mit Wasser gefülltes Kristallglas scheinen.“

Die wunderbare Frau schien 15 bis 18 Jahre alt zu sein. Sie war nur 1,20 Meter groß und hatte schwarze Augen. Ihr Kleid war weiß wie der Schnee; es war am Halse mit einer goldenen Schnur geschlossen und reichte bis zu den Füßen, welche die Blätter der Steineiche kaum berührten. Ein weißer, goldumsäumter Mantel umhüllte den Kopf und die ganze Gestalt.

Von den Händen, die sie vor der Brust gefaltet hielt, hing ein Rosenkranz aus weißen Perlen mit einem silbernen Kreuzlein herab. Heller Lichtschein umstrahlte das Antlitz; doch die reinen, unendlich zarten Züge schienen von Traurigkeit überschattet. Die Dame blickte auf die Kinder. Lucias frommes Herz ahnte, dass es die Muttergottes sei, aber sie wagte nicht, es zu glauben.“

Mit solchen Worten wurde damals beschrieben, was die Kinder bzw. Lucia gesehen haben. Eine strahlende Erscheinung. Eine winzige junge Frau, so dass “Lucias frommes Herz ahnte, dass es die Muttergottes” sein müsse, die sich hier offenbare.

Viele Christen glauben das. Viele andere wiederum nicht. Und wieder andere Christen/Katholiken sind die ein Jahrhundert zurück liegenden Ereignisse fremd udn fremdartige oder schlicht egal. Immerhin ist die überwiegender Mehrheit der Christen hierzulande nur irgendwie “auf dem Papier” Christ. Vielmehr sind es “Karteileichen in der katholischen Kirche”, wie ich sie in diesem Blog-Artikel HIER 2015 nannte. Man geht dann wann wann mal in die Kirche, weil man das so macht, und kennt – wenn überhaupt! – die Bibel nur vom Hörensagen …

Hinzu kommen die Kritiker innerhalb der Kirche. Nicht nur all jene, die diesen Ganzen “Götzenkult” um Marien- und Heiligenverehrungen der katholischen Kirche ablehnen. Auch die, die mit solchen Dogmen und Lehren des Vatikan ganz einfach nichts anzufangen wissen. Warum soll sich der allmächtige Gott in Form seiner vor 2000 Jahren verstorbenen irdischen Mutter drei einfachen Kindern vom Lande in einem Nest namens Fatima offenbaren, fragen viele.

Nüchterne Skeptiker von Marienerscheinungen an sich sehen das nicht ganz so. Gleich welche Erscheinungen an welchen Orten auch immer. Sie fragen eher nach Fakten, Beweisen, empirischen Belegen und handfesten Tatsachen.

Marienerscheinungen von Fatima und Außerirdische

Keinesfalls ungenannt bleiben darf an dieser Stelle natürlich auch nicht die “moderne Interpretationen” diverser Marienerscheinungen. Allen voran auch Fatima und das damalige “Sonnenwunder” dort. Nicht wenige Autoren der Prä-Astronautik und UFO-Forscher sehen die Ereignisse 1917 vollkommen anders als die Kirche. Sie glauben, dass hier nichts weiter als Außerirdische am Werk waren, die sich unter dem “Deckmantel Gott” den Menschen offenbarten.

Schon Erich von Däniken hat in seinem Buch “Erscheinungen” aus dem Jahr 1974 solche These vertreten (s. auch mein Video-Interview HIER). Ein Buch des Bestsellerautoren, das heute eher unbekannt ist. Auch die in der Prä-Astronautik und UFO-Thematik bekannten Autoren Johannes und Peter Fiebag vertraten diese Überlegungen in einigen Büchern. Nicht wenige internationale grenzwissenschaftliche Autoren sehen das sehr ähnlich.

In Deutschland ist der Autor Hubert Berghaus alias “Judas Aries” in dieser Hinsicht mit zahlreichen Büchern und Vorträgen sehr aktiv. So schreibt er beispielsweise in seinem Buch “Fatima: Wozu braucht Gott Fluggeräte?“:

Vergessen wir also den Begriff ‘Sonnenwunder’. Wir sprechen hier inszenierte Flugtage für die Öffentlichkeit. (…) Während dieser Termine zeigten sich die bereits erwähnten Flugobjekte mit all dem beschrieben Beiwerke, und zwar im Auftrag des prominentesten Außerirdischen auf unserer Erde, namentlich Gott.

Ein “3D-Lichttheater” haben die Aliens hier 1917 am Himmel über Fatima vollführt, so Berghaus. In einem weiteren seiner Bücher (“Das Unternehmen Gott” 2009) untermauert Berghaus klar, dass er den drei Seherkindern keine bösen Absichten, Lügen oder Betrug unterstellt. Ihre Erfahrungen seien real gewesen – aber eben nicht von Gott gekommen. So schreibt er auf Seite 409:

Doch meines Erachtens finden wir keine zureichenden Anhaltspunkte dafür, Lucia habe die exklusiven ‘Gottermutter-Kontakte’ ausgeschmückt und mit Unwahrheiten versehen. Hingegen werden uns Fakten überliefert, deren genauere Betrachtung die Aussagen der späteren Schwester Lucia glaubwürdig erscheinen lässt.

Exakt das ist der Schnittpunkt zwischen religiöser und außerirdischer Deutung der Erscheinungen von Fatima. Aber auch der einzige. Fatima-gläubige Christen weltweit laufen Sturm gegen die Behauptung, dass hier nicht Gott bzw. die Jungfrau Maria vor 100 Jahren erschien, sondern Aliens sich offenbarten. Immerhin ist Fatima vom Vatikan anerkannt und damit von der höchsten religiösen Instanz des katholischen Glaubens als echte und stattgefundene Offenbarungen Gottes für alle Gläubigen abgesegnet.

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Verständlich, dass sich Erscheinungen von Außerirdischen aus Fleisch und Blut nicht mit Erscheinungen des wahren metaphysischen Gottes und Schöpfers von Allem vereinbaren lässt!

Fatima: Das letzte Risiko?

Wie ist das eigentlich, wenn man selber überzeugter Christ bzw. Katholik ist, an Jesus Christus, die Auferstehung und all die Lehren der Bibel und des Vatikan glaubt, aber Marienerscheiungen für Quatsch hält? Gläubige, die in Fatima & Co. Unsinn, Hirngespinste, Märchen, Irrtümer, Massenhalluzinationen usw. sehen, sollten doch eigentlich mit Papst und Kirche in Konflikt geraten? Tun sie das?

Eigentlich eine endlose Geschichte. Denn eigentlich kann sich der Gläubige nicht einfach aus dem Fundus der kirchlichen Lehren bedienen, wie es ihm beliebt. “Das gefällt mir, das glaube ich gerne. Das das aber wieder nicht!” – ist keine Option. Meiner Meinung nach eines der ganz großen Probleme der modernen Kirche mit ihren Anhängern.

Kommen dann Autoren und Prä-Astronautiker, die sagen, dass hier niemals der wahre Gott des Universums wirkte, sondern Außerirdische, ist ein Streit vorprogrammiert. Sofern natürlich die Gläubigen diese Thesen überhaupt ernst nehmen oder sich mit ihnen befassen. Ein Beispiel zeigt das deutlicher als alle anderen, die man nennen könnte: Die US-Serie “Ancient Aliens” des “History Channel”, die jeder Prä-Astronautik-Fan heute kennt (s. a. HIER, HIER, HIER, HIER & HIER).

Kernkritik an der amerikanischen Doku-Reihe ist die Tatsache, dass in “Ancient Aliens” geradezu alles und jedes irgendwie mit den Astronautengöttern der Vorzeit in Verbindung gebracht wird. Kritiker der Prä-Astronautik an sich sehen das ebenso wie die Anhänger dieser Ideen. Aber keine Regel ohne Ausnahme. Denn schaut man sich die fast 150 Teile der Serie von 2009 bis jetzt zum Beispiel einmal HIER an, fällt auf, dass ein Thema fehlt: Fatima!

Obwohl die US-Serie vielfach Themen aus der Bibel inkl. einer Folge mit dem Titel “Engel und Außerirdische” im Programm hat, fehlen die Marienerscheinungen von Fatima völlig (Jesus Christus übrigens auch). Und das, obwohl die Ereignisse von 1917 in Portugal mit Sicherheit wesentlich mehr Potential für eine “Ancient Aliens”-Folge haben, als so manch anders Thema in der Serie. Dass das Thema (bisher) vollkommen fehlt, ist aber nicht die “Schuld” des Senders oder der Produktionsfirma, da man dieses Risiko nicht eingehen möchte.

Fatima oder andere Marienerscheinungen in Verbindung mit Ancient Aliens zu bringen, ist die “History Channel” zu heiß. Die (zum Teil extrem) gläubige Nation der Amerikaner wäre durch eine solche Sendung wie vor dem Kopf gestoßen. Zu riskant für den in den USA sehr bekannten Sender und seine erfolgreiche TV-Serie.

Francisco Mourão Corrêa, portugiesischer UFO- und Mystery-Forscher von der Universität Fernando Pessoa in Porto, berichtete 2017 Ähnliches in diesem Zusammenhang. Auch Corrêa befasste sich mit den Fatima-Erscheinungen und war “an einer Produktion des History Channel über die Vorfälle von Fatima beteiligt, die jedoch nie ausgestrahlt wurde – angeblich aus Respekt vor den religiösen Gefühlen der Zuschauer”.

Zumindest ist es sehr auffällig, dass das Thema “Fatima und Ancient Aliens” bis dato nicht von der US-Doku-Reihe aufgegriffen und auch ausgestrahlt wurde.

“Fatima – Das letzte Geheimnis”

Fatima war und ist in aller Welt zuerst einmal ein rein religiöses Thema oder Phänomen. Gezeigt hat sich das natürlich 2017, als die Kirche 100 Jahre Fatima feierte und zahlreiche Veröffentlichungen zum Thema erschienen. So auch der Kinofilm “Fatima – Das letzte Geheimnis” der spanischen Produktionsfirma “Goya Producciones” in Madrid. Premiere hatte der Film unter der Regie von Andrés Garrigóin in Deutschland am 7. Oktober 2018 in Bonn.

Es ist aber nicht noch ein Spielfilm, der die Ereignisse von 1917 nachzeichnet, sondern ein Dokumentarfilm, wie es der Trailer unten schon klar zeigt. Eine Mischung aus Spielfilm, Interviews, Dokus und Spielszenen, die in den letzten Jahren bekanntlich immer beliebter werden und auch in den Lichtspielhäusern laufen:

Ein Dokumentarfilm über die weltgeschichtliche Bedeutung der Marienerscheinungen von Fatima. Hat Fatima die Geschichte der Welt verändert?

Eine Reihe merkwürdiger Umstände scheinen darauf hinzuweisen, dass die geheimnisvollen Erscheinungen von Fatima den Lauf der Geschichte innerhalb der letzten 100 Jahre verändert haben. (…) Basierend auf Tatsachen und den Meinungen internationaler Experten, schildert dieser Film bislang unbekannte Ereignisse und bietet eine spannende ganzheitliche Sicht auf unsere Geschichte.

So oder ähnlich lesen sich die Ankündigungen des Filmes. Ein Doku-Spielfilm, der die Ereignisse also historisch, religiös und weltgeschichtlich betrachtet. Von den Thesen über UFOs und Außerirdische vor 100 Jahren findet der Zuschauer darin selbstverständlich nichts. Vielmehr soll der Film “Fatima – Das letzte Geheimnis” exakte Recherchen aufzeigen:

Diese detailgetreuen Nachforschungen wurden in eine fiktive Rahmenhandlung verpackt und durch Szenen bereichert, die die Erscheinungen der Muttergottes 1917 nachstellen.

“Ist Fatima immer noch relevant für die heutigen Probleme?”, fragt der Film. Und gleichfalls auch, ob “ein Zusammenhang zwischen Fatima und dem Islam” besteht und was geschehen wird, “wenn die Welt die Warnungen der Jungfrau Maria ignoriert”. Klammert man als Mystery-Jäger einmal aus, wer nun wirklich hinter den Erscheinungen damals steckte, klingen diese Ankündigungen ohne Zweifel spannend.

Ob von Gott oder durch Aliens gegeben sind die Folgen und Auswirkungen der Ereignisse in den letzten 100 Jahren hier von Bedeutung. Das sagte selbst UFO-Forscher Francisco Mourão Corrêa am Ende seines UFO-Fatima-Vortrag am 27. Mail 2017 in Leipzig. Ein Vortrag, der selbstverständlich alles andere als unumstritten ist, wie es entsprechende Kommentare im Netz zeigen.

Was ist ein “letztes Geheimnis”?

Der Kinofilm heißt “Fatima – Das letzte Geheimnis” und läuft nicht regulär im Kino (geplante Vorführungen HIER). Nur was ist das eigentlich, ein “letztes Geheimnis”? Und wird dieses in dem Film gelüftet, so dass 100 Jahre nach Fatima kein solches Geheimnis mehr existiert? Wohl kaum. Dafür ist das Thema an sich nicht nur zu komplex, sondern es wird ständig neu und aus anderen Winkeln beachtet und interpretiert (s. a. die Buchtipps am Ende).

Ein einziges “letztes Geheimnis” wird es nie geben. Das unterscheidet die Wunder und Erscheinungen von Fatima damit nicht im Geringsten von anderen Mysterien der Welt und der Geschichte. Neue Fragen und Ereignisse der Zeit werfen nun mal neue Fragestellungen auf und wollen neue Antworten. Egal ob es sich dabei um die Marienerscheinungen und Botschaften von Fatima handelt, oder Themen aus ganz anderen Bereichen der Geschichte und Gesellschaft.

Der Kirchenhistoriker Michael Hesemann, Autor zahlreicher Bücher über kirchliche Mysterien, Reliquien, Geschichte und natürlich Fatima, sieht das sehr ähnlich. Nicht nur in verschieden Interviews 2017, wie etwa mit “Kirche in Not” oder dem katholischen Portal “One Peter five”. Hesemann veröffentlichte 2016 sein Buch “Das letzte Geheimnis von Fatima“, bei dem es sich um eine erweiterte, überarbeitete und aktualisierte Ausgabe seines Buches “Das Fatima Geheimnis” von 2002 und 2005 handelt.

Beleg dafür, dass auch 100 Jahre nach den eigentlichen Ereignissen in Portugal das Thema nicht stillsteht. Im Gegenteil, denn es wächst unaufhörlich. So schreibt Hesemann in seinem Buch “Das letzte Geheimnis von Fatima”:

Tatsache ist: Bei den Erscheinungen von Fatima, gipfelnd in einem großen Sonnenwunder mit 70.000 Augenzeugen, handelte es sich um den machtvollsten Eingriff Gottes in die Geschichte der Gegenwart. (…)

Papst Franziskus, der am Fatima-Tag gewählt wurde, weihte der Gottesmutter sein Pontifikat – und betonte damit die Aktualität der marianischen Botschaft auch und gerade in den Krisen unserer Zeit. Noch ist es möglich, die prophezeite Katastrophe zu verhindern.”

Aus religiöser Sicht spielen alle Päpste bei Fatima eine Rolle. Vor allem und in ganz besondere Weise natürlich Johannes Paul II., in dem es in dem Film “Fatima – Das letzte Geheimnis” deshalb auch in weiten Strecken geht. Und natürlich auch Papst Franziskus.

Fatima und Johannes Paul II.

Nach einem Attentat auf Johannes Paul II. am 13. Mai 1981 wurde Fatima erneut in das Bewusstsein der Menschen gerückt. Es war der Gedenktag der Fatima-Erscheinungen, als auf den Papst in Rom von einem Attentäter geschossen wurde. So schrieb der glühende Marienverehrer Johannes Paul II. sein Überleben damals eben der Jungfrau Maria zu.

Mehr noch: Der Papst reiste nach seiner Genesung in einer Wallfahrt selber nach Fatima, um vor Ort der Gottes Mutter für seine himmlische Rettung zu danken. Die Kugel des Attentäters, die die Ärzte ihm aus dem Bauch entfernten, brachte er dabei gleich mit. Sie wurde vergoldet und in eine Krone eingefasst, die der Madonnafigur in Fatima als Dankesgeschenk vom Papst “überreicht” wurde.

Göttliche Rettung durch Maria, Zufall oder medizinisches Können der Ärzte in Rom?! Auch das eine Sache des Glaubens.

Der Attentäter war 1981 der Türke Mehmet Ali Ağca, der schon zuvor in der Türkei in Morde, Schießereien und Straßenkämpfe verwickelt war. Warum er den Papst ermorden wollte, darüber machte Ağca die unterschiedlichsten Angaben. Kommunistische Geheimdienste oder auch die Stasi wurden ins Spiel gebracht. Aber auch Allah, da der iranische Ajatollah Chomeini Ağca den Mord in Namen Allahs persönlich befohlen habe. Vor Gericht erzählte Ağca 1985 jedoch auch, dass er der “wiedergeborene Christus” sei, weshalb er sich den Jahrestag von Fatima für seinen Mordplan an dem irdischen Stellvertreter Christus auswählte …

2009 meldeten dann die Medien, dass Mehmet Ali Ağca zum Katholizismus konvertiert sei. Ein Jahr später, Ende 2010, folgten dann Meldungen, dass er sich wieder zum Islam bekenne. Aber ist das alles eine Rechtfertigung, Fatima und den Islam miteinander zu verbinden, da in allen Ankündigungen des Filmes “Fatima – Das letzte Geheimnis” auch vom muslimische Glauben gesprochen wird?

Ich denke nicht!

Fatima und der Islam

Auf der Internetseite “Texte zum Film” wird in einer Kritik zu dem Fatima-Film aber noch eine andere Begründung genannt. Dort heißt es unter anderem:

Als besonders aktuell nimmt sich außerdem der Zusammenhang zwischen Fatima und dem Islam aus. Dazu führt Regisseur und Produzent Garrigó aus:

‘Warum hat unsere himmlische Mutter sich dazu entschieden, im einzigen Ort Portugals zu erscheinen, der denselben Namen trägt wie die Tochter Mohammeds? Die Erklärung einer unserer Experten ist sehr interessant:

Die Muslime hatten Spanien und Portugal erobert und die Portugiesen kämpften, um ihr Land von den Mauren zu befreien. Während der Schlacht wurde eine junge Frau namens Fatima gefangen genommen. Sie war jung und einer der Soldaten, ein portugiesischer Adliger, verliebte sich in sie und sie heirateten. Sie wurde Katholikin.

Der Ort, wo sie begraben liegt, wurde nach ihr benannt: Fatima. Fatima ist also ein arabischer Name und die Anhänger des Islam haben große Achtung vor Unserer lieben Frau von Fatima, nicht nur, weil sie denselben Namen trägt wie Mohammeds Tochter, sondern auch, weil im Koran die Jungfrau Maria als die Mutter Jesu, eines Propheten, verehrt wird.’

Wer der Experte sein soll, wird hier nicht verraten.

Ich vermute der Thologieprofessor Manfred Hauke aus der Schweiz war hier gemeint, da dieser als Mitwirkender an “Fatima – Das letzte Geheimnis” explizit aufgeführt ist. Und Professor Hauke hat sich bereits am 19. April 2017 in dem Interview mit dem Bistum Regensburg mit dem Titel “Fatima: Der Marienerscheinungsort, der Muslime neugierig machen könnte” genau dahingehend umfassend geäußert.

Islam ist also das/ein “letzte Geheimnis” um Fatima? Eine vermeintlich neue Antwort auf eine vermeintlich neue Frage der Zeit im Zwist der Religionen? Wenn, dann sicher nur solange, bis neue Geschehnisse neue “letzte Geheimnisse” der Marienerscheinungen von 1917 offenbaren. Zumindest hiervon kann man sicher ausgehen. Kern bleibt dabei wohl immer die Botschaft des Friedens.

Fatima-Forscher und -Autor Michael Hesemann sieht das in seinem Buch “Das letzte Geheimnis von Fatima” sehr ähnlich. Der “Verein zur Förderung des internationalen christlichen Films” (VficF) zitiert ihn mit den Worten:

Ich habe diesen Dokumentarfilm gesehen und bin darüber zutiefst beeindruckt. Ich hatte tatsächlich Tränen in meinen Augen! Was für ein
wunderbarer Film und welch perfekter Weg, die Botschaft von Fatima bekannt zu machen!

Möge Gott und Unsere Frau all jene segnen, die dieses Meisterstück zustande gebracht haben.

Ob man dem Thema skeptisch, religiös, mystisch oder sogar gleichgültig gegenüber steht, sollte man sich dennoch diesen Film ansehen. (Mögliche) Verbindungen von wundersamen Erscheinungen und Botschaften von vor 100 Jahren mit der Gegenwart, sind immer ein interessantes Thema.

Und was sind schon zehn Jahrzehnte im Vergleich zu Querverbindungen, die über Jahrtausende hinweg gehen, wie sie beispielsweise aus der Bibel heraus interpretiert und gezogen werden?

Trailer 'Fatima - Das letzte Geheimnis' auf YouTube

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Wenn “Eiserne Vögel” vom Himmel kommen und die Welt erschaffen: Seltsames aus der Mythologie Ungarns und dem Ural +++ Artikel +++

Wenn "Eiserne Vögel" die Welt erschaffen: Seltsames aus der Mythologie (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Wenn “Eiserne Vögel” die Welt erschaffen: Seltsames aus der Mythologie (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Es gibt kein Volk der Erde, das in ihren Überlieferungen keine Mythologien über die Schöpfung besitzt. Gleichgültig ob bei kleinen Stämmen und Völkern oder in großen Kulturen und Gemeinschaften, wir finden solche Erzählungen überall. Oftmals in einer Vielfalt, die sich selbst innerhalb der einzelnen Regionen oder Kultur individuellen unterscheiden. So auch bei dem Volk der Mansen (“Wogulen”) aus dem nordöstlichen Ural. In dieser finno-ugrische Völkergruppe, die von West-Sibirien über Ungarn und Nordrussland reicht, findet sich eine besonders interessante wie auch seltsame Überlieferung vom Anbeginn der Welt: Vögel aus Eisen hätten sie geschaffen. Diese Mythologie wollen wir uns hier einmal genauer ansehen, da sie erstaunliche Spuren und Querverbindungen öffnet!


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Vom Ural bis Ungarn

Die finno-ugrische Völker oder auch die uralischen Völkerfamilie haben alle eine gemeinsame Urgeschichte. “Kerngebiet” dieser Menschen ist Nordrussland und vor allem das Gebiet des Ural-Gebirges im Westen von Sibirien. Jenes Gebirge, das oftmals als die Ost-Grenze Europas gilt.

Trotzt einer gemeinsamen Frühgeschichte schlugen die einzelnen (heutigen) Volksgruppen jedoch im Laufe der Geschichte vollkommen andere Wege ein. Ihre Siedlungsgebiete reichten beispielsweise bis in das heutige Ungarn, Finnland, Estland, Polen oder auch in den Norden des Schwarzen Meeres und dem Gebiet der heutigen Stadt Sankt Petersburg.

Die “Mansi”, wie sie sich selber nennen, und heute vor allem an Mansen bekannt sind, nannte man früher “Wogulen“. Heute haben diese Volksgruppen je nach Siedlungsgebiet zahlreiche Namen. Trotz ihrer frühzeitigen Verbreitung und Trennung über den Osten und Nordosten Europas haben sie gemeinsame Wurzeln. Auch und natürlich in ihrer Sprache und in ihren Mythologien, bei denen es bis heute Parallelen und Berührungspunkte zu finden gibt.

Möglicherweise kennt der ein oder andere Grenzwissenschaft & Mystery Files-Interessierte das Volk der Mansen aus dem Ural bereits. Es ist das Ur-Volk, dass im Ural in jenem Gebiet lebt, in dem 1959 der legendären “Dyatlov-Pass-Vorfall” mit 9 toten Studenten geschah (mehr dazu in den Videos HIER & HIER).

Und eine dieser Überlieferungen der “Mansi” wurde 1891 in den “Ethnologischen Mitteilungen aus Ungarn” aufgezeichnet, und erscheint uns heute fraglos sehr sonderbar.

“Eiserne Vögel vom Himmel”

In der Legende heißt es, dass ein Mann zusammen mit seiner Frau und einem “schneeweißen Raben” in eine m Haus lebten. Niemals verließen sie das Haus, dass nur von Wasser umgeben gewesen sei, da es noch keine fester Erde gab. “Die Außenwelt, wie sie gestaltet,” kannte der Mann nicht. Eine Art erstes Menschenpaar also, dass irgendwo am Anfang aller Zeiten gelebt haben soll. Bis dann eines Tages:

Wie sie so leben, erschallt auf einmal aus dem oberen Himmel irgendein Geräusch. Der Alte schaut zum Fenster hinaus: also von obenher aus dem Himmel kommt ein eiserner Tauchervogel. Erde zu suchen, taucht er ins Wasser. Er ging und ging umher, er tauchte auf, er hatte keine Erde gefunden. Er schöpfte Atem und tauchte wieder ins Wasser. Er ging und ging umher, er tauchte auf, wieder vergebens, Erde gibt es keine.

Ein wenig atmete er und tauchte zum dritten mal unter. Als er auftauchte, holte er so stark Atem, dass ihm unten die Kehle barst; an der Schnabelwurzel hatte er ein Bröcklein Erde. Er schwang sich auf und stieg damit gen Himmel.

Was ist ist “eiserner Tauchvogel”, der vom Himmel kam? Vögel, die in und unter das Wasser tauchen gibt es natürlich viele. Zum Beispiel machen das auch Enten bei der Suche nach etwas Essbaren. Aber warum diese Legende gleich von einem Tauchvogel aus Eisen spricht, ist seltsam. Mit “modernen Augen” denken hier sicher viele Mystery-Jäger an etwas Mechanisches oder Technisches …

Da aber dieser Metall-Vogel nur ein “Bröcklein Erde” bei seinem Tauchversuchen auf dem Meeresgrund finden konnte, war seine Mission offenkundig gescheitert. So kam es, dass am anderen Morgen ein zweiter Eisen-Vogel vom Himmel stieg, um erneut im Meer nach Erde zu suchen. In der Überlieferung heißt es dazu:

Morgens, als sie aufstehen, erschallt wieder ein Geräusch aus dem Himmel. Als der Alte hinaus schaut, steigt ein eisernes Seehuhn vom Himmel, taucht ins Wasser. Es ging und ging herum, als es auftauchte, hatte es nichts, ganz und gar nichts.

Nach dieses himmlische Seehuhn aus Eisen mehre Tauchversuche unternahm, konnte er tatsächlich “ein ziemliches Stückchen Erde” bergen. Das “eiserne Seehuhn vom Himmel” rieb daraufhin am Haus des Paares seinem Schnabel – “dann flog es gen Himmel” zurück. Wie durch ein Wunder stellte das Paar am anderen Morgen fest, dass über Nacht “die Erde fußsohlenbreit geworden” war. Das wiederholte sich in den Folgetagen, bis sich das Wasser der Welt “in Erde verwandelt” hatte.

Der “schneeweiße Rabe”

Sicherlich waren der Alte und seine Gemahlin überaus erfreut, als sie nach einigen Tagen feststellten, dass es um ihr Haus jetzt festes Land gab, so weit das Auge reichte. Wie weit genau diese Erde allerdings reichte, dass wussten sie nicht. So kam ihr Haustier, der “schneeweiße Rabe”, ins Spiel:

“(…) am dritten Tage, als die Frau und ihr Alter zum Fenster hinaus sehen, gibt kein Wasser, überall hatte es sich in Erde verwandelt. Zu seinem schneeweißen Raben sprach der Alte: ‘Geh nur, sieh, wie groß die Erde geworden!’ Der Rabe entfernte sich, blieb eine kleine Stunde weg, so groß war die Erde schon geworden.”

An den folgenden Tagen wiederholten die beiden Menschen dieses Prozedere mit ihren mysteriösen Raben. Immer länger blieb er fort und so wussten sie, dass die Erde immer weiter wächst bzw. sich das Wasser in Land verwandelte. Eines Tages kam der Rabe erst “zur Zeit des Niederlegens” zurück und war plötzlich nicht mehr weiß sondern ganz schwarz geworden. “Du hast auf deinem Fluge was angestellt!”, warf der Alte seinem Raben vor.

Sich keiner Schuld bewusst sprach der seltsame Rabe, dass er gesehen hat, dass ein Mensch gestorben sei. “Von dem habe ich gesessen, deshalb bin ich schwarz geworden.” Das erschreckte den Mann so, dass er seinen Vogel fortjagte und verfluchte:

“,(…) so fort mit dir von hinnen! Beim Eintritt der Welt des Menschenzeitalters sollst du allein nicht vermögen, Tiere des Waldes zu töten, sollst du nicht vermögen, Fische des Wassers zu töten; wo der Mensch irgendein Waldtier getötet, dort am blutigen Ort sollst du deinen Hunger stillen; an manchem Tage sollst du dich hungrig niederlegen.‘”

Vertrieben und verflucht von seinen Menschen zog der Rabe in Wald und lebte fortan dort. Bis heute als ein “Schnorrer” oder “Schmarotzer”, wie man sagen würde.

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Hier stimmt was nicht!

Klammern wir die Verbannung des Menschenfressenden Raben zunächst einmal aus, erzählt diese Mansen-Legende einige überaus spannende Details.

Zum einen haben wir da natürlich die Tatsache, dass zwei verschiedene “Tauchvögel” vom Himmel kamen, die aus Eisen bestanden haben sollen. Warum gerade Eisen, wird wohl immer ein Rätsel bleiben. Überlieferungen und natürlich Schöpfungsmythen weltweit beinhalten überaus häufig diverse Tiere, die ebenso diverse Taten oder Aufgaben erledigten. Aber sie sind in diesen Legenden immer aus “biologischen” oder “natürlichen Stoffen”, wenn sie nicht sogar ganz einfach als Tier bezeichnet werden.

Eisen ist zwar natürlichen Ursprungs, muss aber auf komplizierten Wege gewonnen und verarbeitet werden. Wer oder was hat also diese “Eisen-Vögel” geschaffen?

Einen weiteren seltsamen Punkt dieser Sage von den Anfängen erkennt man vielleicht nicht auf den ersten Blick: Es ist der Rabe des Paares selbst.

Ohne hier zu sehr ins Details gehen zu wollen (das wäre zu umfangreich!), ist der Rabe in globalen Legenden und auch Schöpfungsmythen immer wieder ein enorm wichtige “Figur” in diesen. Zum Teil so wichtig, dass ganze Überlieferungen ihm, den Raben, die Schöpfung der Welt und Menschheit zusprechen. In diesem Fall ist es aber offenbar ganz anders, da der Rabe von dem Menschen geradezu verflucht wurde. Grund war sein Verzehr von Menschenfleisch.

Aber woher kamen diese Menschen eigentlich?

Von der Sintflut und dem Raben

Menschen, die Vögel aus einem “Haus” aussenden, um von diesen nachsehen zu lassen, wie weit die Erde (das Land) schon “gewachsen” war, kenne wir alle. Denn Noah aus der Bibel tat zum Ende der von Gott geschickten Sintflut genau dasselbe aus seiner Arche heraus. Nach der biblischen Erzählung ab Genesis 8,1 schickte Noah dreimal eine Taube aus, als die Wassermassen der Sintflut langsam wieder zurück gingen. Die Vögel sollten für ihn und seine Familie prüfen, ob es schon irgendwo festes Land gibt (obwohl mal schon die ersten Berge sehen konnte).

Die dritte Taube kehrte bekanntlich nicht wieder zurück und so wussten die Insassen der Arche Noah, dass es Zeit ist, das Schiff zu verlassen. Was aber weniger bekannt ist, ist der Umstand, dass Noah vor den drei Tauben einen Raben losschickte, um nach Land zu suchen. Es heißt dazu im 1. Buch Mose 8,7:

Und er sandte den Raben aus; der flog hin und her, bis das Wasser auf Erden vertrocknet war.

Noahs Rabe flog folglich immer mal wieder zur wundersamen Rettungs-Arche zurück, um sich quasi auszuruhen, dann aber wieder fort zum fliegen. Gibt es hier einen tieferen Sinn oder sogar eine Parallele zwischen der Masen-Legende und der Sintflut-Geschichte der Bibel? Könnte demnach die Mansen-Überlieferung eine Art Sinflut-Erzählung sein, die bekanntlich auch in allen Teilen der Erde zu finden ist?

Möglicherweise ja. Denn bei einem Blick “hinter diese mythischen Zeilen” findet sich ein überaus interessanter Zusammenhang. So lesen wir im 3. Buch Mose (11,13-15) eine Auflistung von unreinen Tieren, die nicht gegessen werden dürfen und die es zu “verabscheuen” gilt. Darunter sind auch “alle Arten von Raben”. Dieses Gebot an die “Kinder Jahwes” wird im 5. Buch Mose in 14,14 sogar wiederholt.

In der Bibel wird an dieser Stelle das Wort “oreb” benutzt, was soviel wie “schwarz sein” bedeutet und für die gesamte Vogelgattung “Corvus” verwendet wird. Krähen gehören ebenso dazu, wie eben der Rabe. Dieser ist ein “unreines Tier”, da er sich von Aas ernährt bzw. ernähren kann. Demzufolge kann er kaum zu Gottes “reinen Tieren” gehören. Gerade deshalb soll, so einige Deutungen der biblischen Sintflut, Noah zuerst einen Raben aus der Arche geschickt haben. Er konnte sich ja von den überall herumtreiben Toten der Flut Gottes ernähren, heißt es …

Grundsätzlich erzählen die Mansen in der oben zitierten Überlieferung genau das. Auch darin wird ein Rabe entsandt, der dabei von einem Toten speist, den er irgendwo bei seinem Rundflug gefunden hatte. Ein Aasfresser eben. Trotzdem laut Bibel natürlich ein Wesen Gottes, da an verschiedenen Stellen betont wird, dass der Herr die Raben trotzdem ernährt. Schon Jesus sagte seinen Jünger in Lukas 12,24, dass Raben “nicht säen noch ernten, die weder Vorratskammer noch Scheune haben, und Gott ernährt sie” dennoch.

Der Teufel im Federkleid

Interpretationen biblischer Verse, Geschichten und Bildnisse sind vielschichtig. So auch beim unreinen Raben. Er soll beispielsweise als verdorbener Geist am Ende der Flut bewusst von Noah herausgeschickt worden sein, damit er sich an den Leichen der toten Sünder laben kann. Als symbolischer Satan, dem dann letztlich Gott bzw. Jesus als friedliche Taube folgte.

Selbst Babylon, die legendäre Stadt mit dem ebenso legendären Turm von Babel, wird in der Bibel damit in Verbindung gesetzt. In der Offenbarung lesen wir in 18,2, Babylon “ist eine Behausung von Dämonen geworden und ein Gefängnis jedes unreinen Geistes und ein Gefängnis jedes unreinen und gehassten Vogels”. Damit soll der Rabe gemeint gewesen sein und schlussendlich der Satan.

In der Ur-Version der Erzählung von der Arche Noah und der Sintflut ist es übrigens genau umgekehrt: Im Gilgamesch-Epos, dessen Sintflut-Überlieferung zweifellos von den biblischen Flut-Autoren übernommen und abgeändert wurde, strandet die dortige Arche ebenfalls an einem Berg. Das im Vergleich zur Bibel wesentlich ältere Epos aus Mesopotamien erzählt daraufhin auf Tafel XI weiter, dass Utnapischtim, wie Noah hier heißt, drei Vögel aus seiner Arche lässt.

Zuerst eine Taube, doch “kein Ruheplatz fiel ihr ins Auge, da kehrte sie um”. Daraufhin eine Schwalbe, die ebenso wieder zurück zur Arche kam, da sie keinen Ruheplatz finden konnte. Als drittes folgte – wen wundert es? – ein Rabe:

Einen Raben ließ ich hinaus; auch der Rabe machte sich fort; da er sah, wie das Wasser sich verlief, fraß er, scharrte, hob den Schwanz — und kehrte nicht um.

Im Gilgamesch-Epos ist der Rabe alles andere als ein teuflisches Tier. Letztlich war es ja er, der dem dortigen Noah Utnapischtim zeigte, dass das Land wieder erschienen war. Freudig über den dank des Raben erfahrenen Rückgang der Flut sagte Utnapischtim daraufhin “da ließ ich hinausgehen nach den vier Winden”. Die Arche wurde verlassen. Und wie in der Bibel auch, brachte der mesopotamische Sintflut-Held noch direkt am Berg der Landung ein Brandopfer für seine Götter dar.

In der Legende der Masen heißt es am Ende, dass der einst weiße Rabe in den Wald ging, wo er bis zum heutigen Tag lebt. Er wäre aber eben kein Jäger und müsste fortan Aas fressen, wie er es zuvor auch tat, als er einen Toten fand. Ich möchte bezweifeln, dass in einem Raben der Teufel oder ein unreiner und dämonischer Geist wohnt, wenn ich einen solchen Vogel sehe …

Allerdings war das an die 3.000 Jahre alte Epos des Gilgamesch mit der dortigen Flut-Legende dem Volk der Mansen wohl kaum bekannt. Erste Texte wurden im Jahr 1853 gefunden und erst 1872 in Großbritannien übersetzt. Unwahrscheinlich, dass der Inhalt dieses Epos in so kurzer Zeit in ihre Mythologie eingeflossen ist.

Ein netter “unreine Rabe” in der Bibel

In biblischen Zeiten gab es nicht nur Jahwe als Gott der Israeliten, sondern viele Götter. An dieser Stelle ist in diesem Zusammenhang besonders der Gott Baal zu nennen, der nicht nur als Götze sondern auch als Teufel galt. Der israelische König Ahab (etwa 871 bis 852 v. Chr.) leistete sich diesbezüglich einen ganz besonders gottlosen Frevel, als er die Verehrung dieses Baal und der Göttin Aschera zuließ und sogar förderte. Eine von dem Propheten Elija prophezeite Dürre werde deshalb die nächsten Jahre kommen, bis er als Diener Gottes sagt, dass es wieder regnen wird.

Fortan musste sich der Elija verstecken. In einer Höhle auf der anderen Seite des Jordan, die ihm sein Gott persönlich zugewiesen hatte, lebte der Prophet nun. Aber er litt weder Hunger noch Durst, denn auch dafür hatte sein Herr gesorgt. So erfahren wir im 1. Buch der Könige in 17,4-6 Erstaunliches:

‘Ich habe den Raben befohlen, dich dort mit Nahrung zu versorgen, und aus dem Bach kannst du trinken.’ Elija gehorchte dem Wort Jahwes, ging auf die andere Jordanseite und hielt sich im Tal des Krit auf. Morgens und abends brachten ihm die Raben Brot und Fleisch.

Schon seltsam, dass der Rabe als unreines und dämonisches Tier oder sogar der Teufel selbst, den treuen Diener und Kämpfer Gottes umsorgt haben soll. Das passt in dieser biblischen Mythologie nicht so ganz. Außer wir glauben der Deutung, dass hier gezeigt werden soll, dass Jahwe als Allmächtiger auch Macht über den Teufel hat, und ihm seinen Willen auferlegen kann. Warum der Herr allerdings heute dem Bösen, Unreinen und Teufel nicht mehr seine Befehle ausführen lassen kann, sagt diese Interpretation nicht.

Schamanismus und Mischregionen

Persönlich vermute ich, dass die 1891 in Ungarn aufgezeichnete Mansen-Legende eine verstümmelte oder kaum mehr erkennbare Sintflut-Überlieferung ist. Durchaus mit biblischen Einflüssen, da die Mansen zumindest auf dem Papier im 18. Jahrhundert zum Christentum “bekehrt” wurden. Dennoch ist ihre ursprüngliche Naturregion des Schamanismus und dem Glauben an Geister, spirituelle Wesen in allen natürlichen Dingen der Welt, nicht ausgestorben. Sie leben eine Art Mischregion.

So schreibt  etwa schreibt Winfried Dallmann in “Indigene Völker im Norden Rußlands” (“Gesellschaft für bedrohte Völker”, Bozen 1998):

Das Unverständnis der ‘modernen’ Welt, das weitgehend auch heute noch anhält, hat einen großen Teil dieses Wissens bereits verloren gehen lassen. Unter vielen sibirischen Völkern ist die Christianisierung weit weniger nachhaltig praktiziert worden (…)”

Wie viele Ur-Völker scheint demnach auch die uralischen Völkerfamilie christliche Elemente in ihre Religionen und Weltanschuungen eingewebt zu haben. Indigene Kulturen sahen immer in Tieren, wie eben Vögeln und damit Raben, beseelte Wesen oder sogar Mittler zwischen den Welten. Man denke hier als klassisches Beispiel an in amerikanischen Indianer.

Im skandinavischen Gebiet, einer Region, in dem auch uralische Völker ihre Heimat fanden, sind zwei Raben wiederum spannend. Sie heißen Hugin und Munin und sitzen auf den Schultern des Gottes Odin. Nicht als Satan oder böse Wesen, sondern als Verkünder und Ermittler von Wissen und Informationen für ihren Herren Odin. Obwohl natürlich auch hier die Traditionen und Legenden variieren, ist es bei diesen beiden Raben bezeichnet, dass sie bei Tagesanbruch über die ganze Erde fliegen und so für Odin Neuigkeiten besorgen.

In der Grímnismál, eine mythologische Liedersammlung der nordischen Edda, lesen wir:

Hugin und Munin müssen jeden Tag über die Erde fliegen. Ich (Odin) fürchte, dass Hugin nicht nach Hause kehrt; doch sorge ich mehr um Munin.

Warum befürchtet der mächtige Gott Odin, dass seine beiden Raben nicht wieder heim kommen? Sollte eine Verbindung zum Raben in der Legende über den alten Mann, seinem Frau und seinem Raben bestehen? Auch Heinrich Beck und Bernhard Maier schreiben in dem von Walter de Gruyter herausgegeben Standartwerk “Reallexikon der germanischen Altertumskunde” in Band 15 (New York 200):

Ungeklärt ist bis jetzt, warum der Gott die Nichtwiederkehr von Hugin und Munin befürchtet – und dies verstärkt bei Munin.

Das Phantastische!

Hinterfragt man als an den Mythen der Vorzeit Interessierter eben solche einmal etwas genauer, öffnen sich buchstäblich Welten! Eine scheinbare Legende von der Erschaffung der Welt könnte ebenso eine kaum mehr zu erkennende Überlieferung von der Sintflut sein. Inklusive Bezüge zur Arche Noah, dem biblisch unreinen Raben und letztlich dem Satan.

Das Phantastische daran ist – neben weltweiten Parallelen – dass die Mansen-Sage von “eisernen Vögeln” spricht. Wie soll man solche Eisen-Vögel verstehen? Auch wenn biblische Elemente hier eingeflossen sind, weichen diese enorm vom Alten Testamt und der dortigen Flut-Erzählung ab. Vögel aus Eisen, die mit einem “Geräusch aus dem Himmel” kommen, um im Meer nach Erde zu suchen, sind wohl kaum mit den Tauben des Noah zu vergleichen. Sofern man diese Verbindung ziehen möchte.

Warum erzählt die Überlieferung beispielsweise nicht einfach von Fischen, die Erdreich in ihren Mäulern vom Grunde des Wassers holen? Das ist für eine naturverbundene Schamanen-Religion mit Sicherheit weit logischer und nachvollziehbarer, als irgendwelche (künstlichen) Metall-Vögel

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Müssen alle unsere Religionsbücher umgeschrieben werden, wenn wir Aliens finden oder Kontakt mit ihnen haben?

Müssen alle Religionsbücher umgeschrieben werden - wenn wir Aliens finden? Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Müssen alle Religionsbücher neu geschrieben werden – wenn wir eines Tages Kontakt mit Aliens haben? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Drei Fragen bewegen Menschen immer wieder: Gibt es Gott? Gibt es intelligente Außerirdische? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Alle Religionen der Welt kombinieren die erste und dritte Frage in ihren Heilslehren, Dogmen und Weltanschauungen. Die Angst vor dem Tod und einem möglichen “Danach” ist das Fundament aller Religionen, gleich wie genau sie dieses angebliche Leben nach dem Tod jeweils ihren Anhängern verkünden. Aber brächte die direkte oder indirekte Entdeckung von anderen Zivilisationen im All diese Glaubenslehren ins Wanken? Müssten die Religionsbücher “neu geschrieben” werden, wenn wir eines Tages Aliens entdeckten? Wichtige Fragen, die ich in diesem zusammenfassenden Artikel beantworte.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die Suche nach den Aliens

Noch haben wir sie nicht gefunden, die Aliens, die Außerirdischen. Bisher sind wir allein auf unserem Planeten Erde und wissen nicht, ob und wo sich andere intelligente Spezies im Universum befinden. Aber wir vermuten oder glauben, dass es sie gibt!

Heutige Astronomen leben und arbeiten in einem für sie unfassbar faszinierenden Zeitalter der Entdeckungen im All. Nicht nur, da unlängst die allermeisten sicher sind, dass es irgendwo auch andere Intelligenzen und Zivilisationen im Universum gibt. Begeistert sind viele “Weltraumforscher” auch deshalb, da sie sicher sind, dass noch zu unseren Lebzeiten diese Aliens gefunden werden.

Ob wir jetzt Mikroben auf anderen Himmelskörpern unseres Sonnensystems finden, ein Radiosignal einer Alien-Zivilisation durch SETI empfangen oder einen bewohnten Exoplaneten finden werden: Wir werden anders Leben im All finden. Wenn die fremden Wesen nicht eines Tages plötzlich mit ihren Raumfahrzeugen die Erde besuchen, suchen Astronomen weltweit eben nach diesen “Anderen”.

Das sind nüchternen Fakten. Wobei natürlich der Unterschied zwischen gefundenen Mikroben irgendwo in unserem eigenen Solarsystem und einer fremden Intelligenz irgendwo im All natürlich gewaltig sind.

Was aber würden die Weltreligionen dazu sagen, wenn wir eines Tages (SETI-)Kontakt mit einer anderen Rasse aus dem Weltraum haben werden? Stampfen sie dann ihre Religionsbücher ein oder werden diese “umgeschrieben” und erscheinen dann als “Bibel 2.0” oder “Cosmic Koran”? Spannende Fragen, die ich schon seit Jahren auf Grenzwissenschaft und Mystery Files in Artikeln und Postings immer wieder behandel.

So auch aus “aktuellem Anlass” zusammenfassend an dieser Stelle.

Update der Religionsbücher?

Auf der Webseite “Gutefrage.net”, auf der ich immer wieder Themen meiner Kategorie “Netzfundstück” finde, erschien vor zwei Tagen die Frage:

Müssen alle Religionsbücher umgeschrieben werden, wenn Radiosignale von Außerirdischen die Erde erreichen oder wenn sogar Außerirdische auf der Erde landen?

Eine einfache Frage die man grundsätzlich ganz einfach beantworten kann: Nein!

Man kann sie aber auch wesentlich umfassender beantworten und diskutieren, wenn man die Konsequenzen dieser Entdeckung für Religionen mit in die Antwort einbezieht. Eben so, wie ich es in vielen Blog-Postings getan habe (z. B. HIER, HIER, HIER, HIER & HIER uvm.). Die Folgen für Religion und Gesellschaft und vor allem auch für die individuellen Gläubigen dieser Religionen wären weltweit kaum fassbar. Von katastrophal bis ignorant.

“Umschreiben” kann man aber Religionsbücher deshalb nicht. Ob Koran, Bibel oder externe Religionsbücher zu den verschiedenen religiösen Texten, sie alle stehen fest. Der Inhalt der Bibel vor allem ist seit Jahrhunderten zumindest im großen Kern festgelegt. Obwohl es unzählige Schriften außerhalb der Bibel gibt, die nicht in die Bibel aufgenommen wurden. Das gilt für Evangelien ebenso wie für Propheten-Bücher oder Apokalypse.

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Zusätzlich ist die Bibel nicht das Wort Gottes, sondern wurde im Laufe der Jahrtausende immer und immer wieder verändert, wie in diesem Artikel dargelegt. Sollten jetzt also SETI-Signale von intelligenten Aliens empfangen werden oder die Fremden gleich hier landen – kann man nicht einfach die Religionsbücher “umschreiben”.

Mit diesem “umschreiben” der heiligen Schriften inkl. ihrer Sekundärliteratur ist natürlich gemeint, dass man diese korrigieren und ergänzen würde. Das würde bei Texten und Büchern, die teilweise Jahrtausende alt sind, überhaupt nicht gehen. Wer sollte sich beispielsweise hinsetzten, das heute jedem bekannte Neue Testamt in die Hand nehmen und dort Ergänzungen vornehmen? Zum Beispiel um irgendwelche Aussagen zu außerirdischem Leben hinzuzufügen, die dann vielleicht sogar Jesus Christus zugesprochen werden …

Natürlich gilt das auch für die jüdische Thora und den Koran. Kein Rabbiner oder Imam würde es auch nur wagen in den Schriften etwas umzuschreiben und zu ändern,”nur” weil jetzt Außerirdische gefunden wurden. Eher wäre das Gegenteil der Fall.

Das Ende der Religionen?!

Religiöse Schulbücher könnte man selbstverständlich einfach erweitern. Einfügungen in dem Sinne, dass der Herr überall im Kosmos Leben erschaffen hat, wären hier durchaus realistisch. Gleiches gilt für all die zahllosen Bücher, die Gott und seine Texte interpretieren etc., die es bekanntlich ja auch von verschiedenen Päpsten gibt.

Alles andere wäre auch naiv, schließlich sind Außerirdische in diesem Gedankenexperiment ja eindeutig bewiesen oder sogar hier. Vielmehr werden die Religionen der Welt statt ihre Bücher “umzuschreiben” diese für ihre Anhänger neu deuten und auslegen. Der Vatikan hat zum Beispiel kein Problem mit anderen Völkern im All. Sofern diese Aliens nie von Jesus besucht worden wären, da es nach deren Ansicht nur hier auf der Erde Jesus als Erlöser gab.

Viele Religions-Fanatiker werden sicherlich die Außerirdischen dämonisieren und verteufeln. Für mich steht das außer Frage. “Normale” Anhänger dieser oder jener Religion werden aber sicher auf entsprechende Aussagen und Deutungen ihrer geistigen und spirituellen Führer warten und hören. Immerhin finden sich in Thora, Bibel und auch Koran keine klaren Aussagen für die gläubigen Leser, dass es noch andere Wesen im All gibt. Aber auch keine dagegen. Auch bei “Gutefrage.net” wird dies in einer Reihe von Antworten richtigerweise betont.

Ob das nicht dennoch das Ende vieler Religionen sein wird, steht auf einem anderen Blatt.

Betrachtet man aber diese heiligen Bücher modern und im Sinne von Außerirdischen im All, wird man durchaus an vielen Stellen fündig. Man muss dabei nicht einmal ein Prä-Astronautiker oder allgemein Grenzwissenschaftler sein, der (wie ich) solche Schriften nach Astronautengötter-Spuren der Vergangenheit hin untersucht. Solche Stellen, Verse oder Aussagen sind dann für die geistigen Oberhäupter quasi “Hintertürchen” für ein neue bzw. erweiterte Deutung der religiösen Bücher.

Religiöse Hintertüchern für die Gläubigen

Nehmen wir den ersten Satz der Bibel und damit der Thora im Buch Genesis:

Am Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.

Schon hier haben wir ein Hintertürchen. Auch wenn in vielen modernen Bibeln nicht mehr “die Himmel” steht, sondern nur “den” , so schuf der Herr doch mehre Himmel. Für die Neuauslegung nach dem Kontakt mit Außerirdischen ist schon das wunderbar dazu geeignet, den Gläubigen zu sagen: “Seht her, es gibt noch andere Himmel und damit Welten.”

Beispiele für solche Textstellen, die aufgrund der Entdeckung von Aliens neu interpretiert werden können, gibt es viele in der Bibel.

Einfacher haben es da aber die Muslime mit dem Koran, denn hier könnte der Imam zum Beispiel auf folgende Verse verweisen:

Seht ihr nicht, wie Allah sieben Himmel erschuf, einen über dem anderen (…)“ (71. Sure, “Noah”, Vers 16)

Und er (Allah, L.A.F.) bildete in zwei Tagen zu sieben Himmel und teilte jedem Himmel seine Aufgabe zu, und wir schmückten den untersten Himmel mit Leuchten aus und stellten ein Wache hin.“ (41. Sure, “Die deutliche Erklärung“, Vers 13)

Natürlich können auch die Christen die angeblichen Worte von Jesus “In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen” (Joh. 14,2) in dieser Hinsicht deuten. Es steht ja nicht geschrieben, dass diese “Wohnungen” nur Menschen vorbehalten sind.

Die zahllosen Gläubigen in Indien und Asien, die ihrem National-Epos Mahabharata treu sind, finden darin ähnliche Aussagen. So etwa über die hinduistische Gottheit Indra, in deren Zusammenhang auch von einem “Weltenhüter” gesprochen wird. Was sind oder waren das für “Welten”, die Heimatwelten von Außerirdischen?

In jüdischen Schriften außerhalb der Bibel (Apokryphen) sowie in den weltbekannten Schriftrollen von Qumran gibt ebenso viele Alien-deutbare Verse für die Gläubigen. Im rund 2.000 Jahre alten “Genesis-Apokryphon” (früher “Lamech-Rolle” genannt) aus Qumran lesen wir zum Beispiel in 1QapGen II  bis V Aussagen wie diese über Gott:

Ich möchte, dass du schwörst, beim Allerhöchsten, beim obersten Herrn, dem König aller Welten, dem Führer der Söhne des Himmels (…)“

Ich schwöre es du durch den Heiligen Großen, den König der Himmel (…)”

König “aller Welten” und “der Himmel” ist problemlos als Gott oder Schöpfer von anderen Planeten und deren Bewohner auszulegen.

Auch wenn nach der Entdeckung von Aliens sicher keine Religionsbücher “umgeschrieben” werden müssen (oder können), werden viele Gläubige trotzdem fragend in den Himmel blicken. Ob zu den Außerirdischen oder ihrem jeweiligen Gott sei mal dahingestellt. Sicher wird aber eine nicht geringe Anzahl der Gläubigen ihre spirituellen Führer fragen, warum sie nicht viel früher ihre heiligen Schriften dahingehend betrachtet haben.

“Jetzt, wo die fremden Wesen im All gefunden wurden, könnt ihr uns viel erzählen!” So oder so ähnlich könnte ich mir deren Vorwürfe und Zweifel vorstellen.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Die UFO-Jagd des britischen Verteidigungsministeriums: Skurrile UFO-Zeichnungen und der Alien-Glaube von Winston Churchill (+ Videos)

Die UFO-Jagd des britischen Verteidigungsministeriums - Skurrile UFO-Zeichnungen des MoD in der Mainstreampresse (Bilder MoD/National Archives / Collage: Fischinger-Online)
Die UFO-Jagd des britischen Verteidigungsministeriums – Skurrile UFO-Zeichnungen des MoD in der Mainstreampresse (Bilder MoD/National Archives / Collage: Fischinger-Online)

UFO-Forschung ist in der Hauptsache eine Angelegenheit und Beschäftigung von Privatpersonen. Auch die meisten UFO-Forschungsgruppen weltweit sind keine “staatlichen Organisationen” oder “UFO-Behörden“, sondern privat geführte Gruppen. Trotzdem gab und gibt es  auch mehr oder weniger offizielle Stellen, die sich mit dem UFO-Phänomen beschäftigt haben. Mal im Verborgen – mal ganz offiziell. Viele der UFO-Akten dieser Organisationen sind heute frei zugänglich. So auch die des Jahrzehnte aktiven “UFO-Büro” des britischen Verteidigungsministeriums (MoD), dem aktuell eine deutsche Mainstreamzeitung einen umfangreichen Artikel widmet. Was dahinter steckt und was Kriegspremier Winston Churchill damit zu tun hatte, erfahrt Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Das Verteidigungsministerium auf UFO-Jagd

“Skurrile UFO-Zeichnungen – Englands ausdauernde Suche im Nichts”, so titelte “Spiegel Online” am 26. Juni 2018 ihren Bericht über “die Geschichte einer seltsamen Jagd” des britischen Verteidigungsministeriums in Sachen UFO-Forschung.

Tatsächlich war die britische UFO-Behörde des “Ministry of Defence” (MoD) eine der am längsten Arbeiteten offiziellen Behörde, die sich UFO-Berichten angenommen hat. Von 1952 bis 2009 existierte “Englands seltsamste Behörde”, wie sie “Spiegel online” nennt. Dann sah der damalige Verteidigungsminister Bob Ainsworth in der Untersuchung von UFO-Meldungen keinen Sinn mehr und schloss das britische UFO-Büro.

Damals, vor rund zehn Jahren, jubelten auch einige deutsche UFO-Skeptiker angesichts der Schließung des UFO-Büros des britischen Verteidigungsministeriums. So sahen diese “Skeptiker” in diesem Schritt doch eine Bestätigung darin, dass an dem UFO-Thema “überhaupt nichts dran sei”. Wenn schon das MoD in Großbritannien nach fast 70 Jahren ihre UFO-Forschung einstellt, dann könne hinter dem Phänomen schlicht nichts stecken. So argumentierten 2009 viele UFO-Gegner.

“Spiegel online” lässt aktuell einige Fallbeispiele aus den britischen UFO-Akten (s. a. Video unten) im dortigen Artikel noch einmal Revue passieren. Und zeigt in einer Fotostrecke “skurrile UFO-Zeichnungen” aus den UFO-Akten des MoD. Das alles soll an dieser Stelle nicht so sehr interessieren, und kann dort nachgelesen werden.

Die “UFO-Task-Force” des Winston Churchill

Interessanter ist der Umstand, warum das britische Verteidigungsministerium überhaupt 67 Jahre lang ein offizielles UFO-Büro betrieben hat. “Spiegel Online” fasst das sehr treffend zusammen:

Denn seit 1952 schon überprüften britische Experten jede noch so abwegige Meldung besorgter Bürger. Manche behaupteten, Außerirdische hätten sie entführt. Andere schwadronierten von Verschwörungen und schwarzgekleideten Agenten, die sie zum Schweigen bringen wollten. Viele beschrieben auf Skizzen die Flugbahnen, Formen, Farben der UFOs und verzeichneten penibel Lichtsäulen und Antennen.

(…) Bis 2009 produzierten die MoD-Spezialisten Aktenberge, ihre Arbeit verschlang wohl mehrere Millionen Pfund.

Als Begründung wird in dem Artikel angeführt, dass der “Zeitgeist” im Zuge des Kalten Krieges für Hysterie am Himmel sorgten. Die Angst vor irgendwelchen dunklen Machenschaften oder Aktivitäten der UdSSR als “Reich des Bösen” habe zur Gründung dieses “UFO-Büro” geführt.

VIDEO: UFO-Boom in Peru: Offizielles UFO-Büro der peruanischen Luftwaffe gegründet (Bild: E. v. Däniken/A.A.S. / Fischinger-Online / WikiCommons)
VIDEO: UFO-Boom in Peru: Offizielles UFO-Büro der peruanischen Luftwaffe gegründet (Bild: E. v. Däniken/A.A.S. / Fischinger-Online / WikiCommons)

UFO-Berichte aus den USA haben einige Jahre nach dem zweiten Weltkrieg den früherer Kriegspremier Winston Churchill dazu veranlasst 1952 eine “UFO-Task-Force” ins Leben zu rufen. Daraus wurde eine Unterabteilung des Luftwaffenministeriums und ab 1964 eine Abteilung des Verteidigungsministeriums.

Auslöser war 1952 vor allem einen UFO-Welle in Washington in den USA. Im Juli des Jahres kam es zu einer ganzen Reihe von UFO-Sichtungen in der US-Hauptstadt und über oder an dem US-Kapitol. Am Anfang des Kalten Krieges, gerade mal sieben Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges und zu Beginn des Atombombenzeitalters waren das weltweit beachtete Vorkommnisse!

Winston Churchill sah sich deshalb geradezu gezwungen in seinem Land eine “UFO-Task-Force” zu gründen, um auch der wachsenden Zahl von UFO-Sichtungen in seinem Land nachzugehen.

Was viele dabei aber nicht wissen, ist der Umstand, dass Churchill schon vor ca. 80 Jahren glaubte, dass es Außerirdische gibt oder geben könnte. In einer einst verschollenen Abhandlung – siehe das Video dazu unten  – beschäftigte er sich mit der Frage nach Leben im All. Seiner Meinung nach sind wir nicht allein im Kosmos!

Die UFO-Akten des britischen MoD

Die heute auch online zur Verfügung stehenden UFO-Akten der Briten beweisen nicht, dass Churchill seine gegründete UFO-Forschung UFOs als “Alien-Fahrzeuge” oder ähnliches belegen konnte. Sie sind spannende Dokumente für jeden UFO-Forscher aber enthalten keine empirischen Beweise für ein Alien-Phänomen. Eigentlich wie ausnahmslos alle weltweit freigegeben UFO-Files.

Für den Autor und UFO-Forscher David Clarke (Sheffield Hallam University) waren die UFO-Akten des MoD aber Grund genau für ein recht außergewöhnliches Buch: “UFO Drawings From The National Archiv” (2018). Darin abgedruckt finden sich auf 128 Seiten unzählige der im Laufe der Jahrzehnten beim britischen Verteidigungsministerium eingegangene UFO-Zeichnungen und -Bilder von Zeugen. Teils sogar auf Doppelseiten wiedergegeben.

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Für Clarke spiegeln diese Zeugen-Skizzen in seinem Bilderbuch “ein soziales Phänomen, das aus dem Kalten Krieg stammt”, wieder. Keine echte UFO-Jagd nach irgendwelchen Aliens. Weiter sagte er “Spiegel Online” gegenüber:

Die Art, wie Menschen UFOs beschreiben und zeichnen, spiegeln immer zeitgenössische Ängste wider. Geschichten von UFOs befeuerten im Kalten Krieg die Sorgen und Wahnvorstellungen der Bürger über Regierungsverschwörungen und einen möglichen Atomkrieg.

95 Prozent der Meldungen kamen von gewöhnlichen Menschen: Schulkindern, Spaziergängern, Postboten, Hausfrauen.

VIDEO: Invasion der UFOs? UFO-Meldungen beim MUFON in einem Jahr verdoppelt! Was war da los? (Bild: L. A. Fischinger)
VIDEO: Invasion der UFOs? UFO-Meldungen beim MUFON in einem Jahr verdoppelt! Was war da los? (Bild: Fischinger-Online)

Die Art der UFO-Darstellungen in den MoD-UFO-Papieren sind sind aber kein alleiniges Phänomen der Briten. Aus aller Welt kennt man solche Zeugen-Skizzen, die von kunterbunden Gemälden bis einfachen Strichzeichnungen reichen. Clarke aber will in diesen “faszinierenden” und “wertvollen Quellen” vor allem auch ein Abbild der Psyche ganz normaler Menschen in Großbritannien erkannt haben.

Ebenso aber auch, dass sich unter den über 12.000 von ihm gesichteten UFO-Meldungen viele befanden, die man überhaupt nicht genauer untersucht hat. Zum einen, da das “UFO-Büro” aufgrund der Vielzahl der Berichte schlicht überfordert war. Zum anderen aber auch, da einige aufgrund der vollkommen ungenügenden Angaben der Melder gar nicht zu überprüfen waren. “Manche Hinweise waren so banal, dass sie ihnen gar nicht erst nachgingen”, so Clarke zum Inhalt der von ihm gesichteten 60.000 Seiten zu “Spiegel Online” im Interview. Eine mehr als mühsame UFO-Jagd.

“Bad UFO” vs. “Good UFO”

Das klingt auf den ersten Blick etwas seltsam, was in “Spiegel Online” da behauptet wird: Banale Hinweise in UFO-Meldungen, denen die Mitarbeiter des MoD überhaupt nicht erst nachgingen wollten?

In der Tat kennt aber jeder UFO-Forscher oder auch jede private Organisation diese Tatsache bei den Ermittlungen und Recherchen. Meldet jemand ein Licht am Himmel, dass einfach “hell wie ein Stern” ist, kann man damit nicht willkürlich etwas anfangen. Einige UFO-Forscher nutzen hier die Bezeichnung “Bad UFO”, also ein “schlechtes UFO”, um es so zu kategorisieren. Nichts weiter als mangelnde Informationen zu der gemeldeten UFO-Sichtung sind hier gemeint, die eine Aufklärung oder Identifizierung des UFOs unmöglich machen.

Auch das ist ein Grund, warum UFO-Organisationen ihre entsprechenden UFO-Meldebögen sehr umfangreich gestaltet haben. Auch in Deutschland, natürlich. Je mehr der Melden an Informationen mitteilen kann, je besser kann man damit arbeiten. Das ist mehr als einleuchtend. Ein “Bad UFO” ist damit auch keine “ungeklärte UFO-Sichtung” wie ein sogenanntes “Good UFO”. (s. a. HIER, HIER und HIER)

Solche Meldungen sind lediglich nicht geklärt, weil es mangels Informationen, Angaben und Details nicht möglich ist …

Videos zum Thema

YouTube-Video vom 17. Februar 2017 zum Thema

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

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YouTube-Video vom 17. Mai 2016 zum Thema

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Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Spekulationen um die Greys, die „kleinen Grauen“: Sind die angeblichen UFO-Aliens in Wahrheit biologische Roboter? +++ Artikel +++

Greys, die Grauen: sind die angeblichen Aliens der UFO-Forschung in Wahrheit keine biologischen Lebewesen? (Bilder: gemeinfrei/pixabay / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
Greys, die Grauen: sind die angeblichen Aliens der UFO-Forschung in Wahrheit keine biologischen Lebewesen? (Bilder: gemeinfrei/pixabay / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Bereits seit Jahrzehnten ist im Dickicht der UFO-Forschung und Alien-Thematik ein Typus von Außerirdischen überaus weit verbreitet: Die der “kleinen Grauen” oder auch “Greys”. Kleine menschenähnliche Wesen, die vor allem durch das Thema UFO-Entführungen sowie natürlich durch Kino und TV weltbekannt wurden. Spätestens die US-Erfolgsserie “Akte X” verhalf diesem Bild der kleinen Aliens mit ihren riesigen Augen und zierlichen Körpern zum Siegeszug. Aber sind diese “kleinen Grauen” überhaupt biologische Lebensformen, die bei UFO-Entführungen angeblich ihre Hände im Spiel haben? Sind es vielleicht nicht eher eine Art von Bioroboter, die von “echten Aliens” erschaffen wurden? Obwohl das Thema um diese grauen Zwerge aus dem All selber Spekulation ist, lassen sich dazu noch weit mehr Überlegungen in Betracht ziehen. Interessante Mutmaßungen über die wahre Natur der Greys, die Ihr in diesem Artikel lesen könnt.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Seit Jahrzehnten beschreiben Zeugen einer UFO-Begegnung die mutmaßlich beteiligten Außerirdischen als „kleine Graue“, die Greys. Vor allem bei den so genannten UFO-Entführungen. Aber auch bei schlichten Landungen von unbekannten Flugobjekten, sehen Menschen ihren Angaben nach diese seltsamen Wesen, die heute durch Kino und TV wohl jeder kennt.

Eben die „klassischen Aliens“, die ihren ersten großen Kinoauftritt bereits in “Unheimliche Begegnung der dritten Art” von Steven Spielberg 1977 hatten.

Die „kleinen Grauen“: Der Alien-Klassiker

Es handelt sich um kleine, nur etwa 120 bis 150 Zentimeter große und grauhäutige Hominide. Sie sollen sehr lange und dünne Arme und Beine haben, (meistens) nur vier Finger besitzen und einen ungewöhnlich großen Kopf auf ihrem dünnen Hals tragen. Die Augen werden einheitlich als oval, tiefschwarz und groß beschrieben, die leicht schräg im Schädel liegen. Gerne bezeichnet man diese Augen als „mandelförmig“

Die Nase wie auch die Ohren sind nur ansatzweise zu erkennen oder meisten nur als „Löcher“ im Kopf des Wesens. Auch der Mund scheint „verkümmert“, da er keine Lippen und auch keine Zähne habe und eher wie ein einfacher Schlitz im Schädel aussehe. Die Haut der „Greys“ erscheint meist wie Leder. Hin und wieder heißt es aber auch, dass die Haut nicht grau, sondern eher blaugrün, grauschwarz oder grünlich erscheint.

Alles in allem bestimmt genau diese sonderbare Gestalt heute in der UFO-Forschung wie auch in der Öffentlichkeit das Bild, das man von einem „klassischen Alien“ hat. Zwar durchaus mit Variationen, aber im Kern identisch. Selbst der bekannte Handy-Messenger-Dienst “Whatsapp” nutzt das Gesicht dieses Grey-Alien in seinen Icon-Bildchen. Kaum also jemand, der zumindest diesen medial stark verbreiteten Alien-Kopf nicht schon mal gesehen hat …

Greys und UFO-Menschen

Ganz besonders bei dem Thema UFO-Entführungen treten diese zwergenhaften Alien-Figuren in Erscheinung. Sie sind es, die an den entführten Menschen pseudomedizinische „Versuche“ durchführen und/oder dem Entführten ominöse Dinge innerhalb der UFOs zeigen. Dabei, so die einstimmige Meinung der Betroffenen, sind die Greys ausgesprochen gefühlskalt. Sie verhalten sich vollkommen kühl, es besteht kein Interesse an eventuelle Leiden eines Menschen während einer Entführung.

VIDEO: UFO-Entführungen, die Aliens und die Army: stecken die USA und geheime Experimente in Wahrheit dahinter? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: UFO-Entführungen, die Aliens und die Army: stecken die USA und geheime Experimente in Wahrheit dahinter? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Die kleinen Grauen werden aber nicht selten gleichzeitig zusammen mit anderen „außerirdischen Wesen“ beobachtet. Bei diesen handelt es sich meist um echt „normal aussehende Menschen“. Das heißt, sie sehen aus, als sei es der Nachbar von nebenan. Zum Teil jedoch heißt es, dass diese „Menschen“ größer wären als wir und eher eine blasse Hautfarbe haben. Auch werden diese „UFO-Menschen“ dann und wann als haarlos beschrieben.

Diese Figuren der UFO-Forschung sind seit langem in die Kategorie „nordisch“ oder schlicht „humanoid“ eingeordnet worden (wobei aber auch die Greys eigentlich “humanoid” sind). Es stellt sich aber durchaus die Frage, wer in der „Rangordnung“ oben steht. Sind es die „Menschen“ – oder sind es die Greys? Zumindest glauben UFO-Forscher durch ihre Beschäftigungen mit Entführten hier eine Rangordnung erkennen zu können.

Dass es auch Berichte von UFO-Entführungen gibt, an denen „Militärangehörige“ oder „Uniformierte“ beteiligt gewesen sein sollen, wurde bereits an anderer Stelle in einem YouTube-Video dargelegt …

UFO-Entführungsforscher, die auch den obskuren Bereich der medizinischen Experimente und vor allem der “sexuell” bezogenen Varianten eines solchen „Experimentes“ diskutieren, sehe sich oftmals durch Entführungsberichte zu der Annahme verleitet, die Außerirdischen züchten eine „neue Rasse“.

Im Klartext: Die Greys kreuzen Alien-DNA mit denen von uns Menschen und erzeugen so Hybridwesen. Ein Projekt, wenn man es so nennen mag, das schon seit unbekannten Zeiten auf der Erde laufen würde.

Alien-Multikulti im UFO

Die Tatsache, dass die Zeugen einer nahen UFO-Begegnung einschließlich Alien-Entführungen Greys, Menschen und verschiedenen Varianten von kleinen Grauen zusammen beschreiben, ist problematisch. Vollkommen unterschiedlich erscheinende Alien-Spezies agieren demnach gemeinsam?

Da das Kürzel „UFO“ umgehend als Synonym für „Außerirdische” angesehen wird, glauben auch einige UFO-Forscher und UFO-Interessierte, dass die Unterschiede in der Anatomie der vermeintlichen außerirdischen Lebensformen darauf beruhen, dass es Wesen von unterschiedlichen Planten im All sind. Eigentlich ist das sicherlich die einfachste Interpretation dieser seltsamen UFO-Berichte.

VIDEO: NASA-Chef: Außerirdische existieren und wir finden sie. Doch versteckte Aliens und UFOs in der Basis Area 51 gibt es nicht! (Bild/Montage: Fischinger-Online / Google Earth)
VIDEO: NASA-Chef: Außerirdische existieren und wir finden sie. Doch versteckte Aliens und UFOs in der Basis Area 51 gibt es nicht! (Bild/Montage: Fischinger-Online / Google Earth)

Es handelt sich also bei den UFO-Sichtungen und -Begegnungen nach dieser Deutung um ein multikulti Programm außerirdischer Intelligenzen. Als eines der Indizien für diese Annahme halten deren Befürworter gerne Aussagen der UFO-Piloten hoch, die die Heimat bzw. den Ursprung der Insassen beinhalten.

Denn die Piloten der fliegenden Untertassen antworten auf die Frage nach ihrer Herkunft (wenn) oftmals mit sehr unterschiedlichen Angaben. Der Mond, Saturn oder gewisse Sterne sind ebenso dabei, wie der Mars und undeutbare Aussagen. (Nebenbei: Wenn diese Aliens gewisse Sterne als ihre Heimat bezeichnen, verwenden sie netterweise die uns geläufigen Namen für diese Himmelskörper).

Es würde also bedeuten, dass die Insassen der UFOs ein Zusammengewürfelter Haufen von verschiedenen bewohnten Planten in ebenso verschiedenen Teilen des Universums sind. Und dabei wissen wir nicht einmal, ob diese Berichte rund um Greys, Entführungen, UFOs und Aliens überhaupt auf Außerirdische zurückzuführen sind. Bisher hat noch niemand einen echten Alien vorweisen können

Leben UFO-Greys überhaupt?

Bei dem Thema Greys und ihren Handlungen ist es seltsam, dass sie unseren Vorstellungen von intelligenten Außerirdischen nicht unbedingt entsprechen. Sicher, wir haben keine Ahnung, wie Intelligenzen im All aussehen und nur uns Menschen zum Vergleich. Aber diese kleinen UFO-Wesen entsprechen in gewisser Weise nicht einmal einer biologischen Lebensform. Sind sie also wirklich „normale“ Außerirdische mit einer Biologie und Physiologie?

Folgende Punkte könnten in dem eh schon spekulativen Feld der UFO-Entführungen für diese Spekulation sprechen:

  • Die Greys erscheinen als Kreaturen ohne Gefühl, ohne emotionale Regungen und ohne Anteilnahme an den Vorgängen, die sie nicht interessieren zu scheinen.
  • Diese „Wesen“ haben keine erkennbaren Geschlechtsorgane, obwohl sie meistens ohne Kleidung gesehen werden.
  • Ebenfalls haben sie keine zu erkennenden Ausscheidungssysteme wie einen After.
  • Ihre Augen sind lediglich schwarze Ovale, die keine Pupillen haben, und werden als „tot“ beschrieben.
  • Die Kreaturen wurden nie bei der Nahrungsaufnahme gesehen.
  • Sie sprechen meist nicht, denn ihre Stimmen kommen „von innen“. (Hier wird aber meistens von Telepathie gesprochen.)
  • Sie haben keinen Bauchnabel.
  • Ihre Schädel sind im Vergleich zum dünnen und feinen Körper derart groß, dass eine Geburt durch einen biologischen Geburtskanal nach unserem Verständnis nicht möglich ist.
  • Oft sind sie nackt, scheinen also ein Schamgefühl im unserem Sinne nicht zu haben.
  • Sie agieren auch in Zusammenarbeit mit normal erscheinen Menschen.
  • Ihre Haut wirkt “unecht”, wie Leder oder sogar künstlich.
  • Es gibt scheinbar keine männlichen und weiblichen Greys, sondern sie sind alle asexuell.

Sicher sind diese Punkte ohne Zweifel problematische Details bei der Frage, nach der wahren Natur der kleinen Wesen. Wobei wir, um es nochmals zu unterstreichen, natürlich keine Ahnung haben, wie außerirdische Intelligenz aussieht und funktioniert.

Roboter aus dem Universum?

Nüchtern betrachtet spricht die Auflistung oben für die Annahme, bei den Greys handele es sich nicht um biologische Wesen. Vielmehr verleitet sie zu der Hypothese, die Greys sind eine künstliche Lebensform – also: Roboter.

Kommen UFOs aus anderen Dimensionen? Neues E-Book von Lars A. Fischinger bei amazon Kindle erschienen (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Kommen UFOs aus anderen Dimensionen? Neues E-Book von Lars A. Fischinger bei amazon Kindle erschienen (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Heute erscheint die Idee, dass es so perfekte Roboter (oder Bioroboter) wie die Greys geben könnte, fast absurd. Dennoch sei darauf hingewiesen, dass es in der Zukunft mit Sicherheit Roboter geben wird, die sich nicht von biologischen Lebewesen unterscheiden lassen. Eine Reihe von Zukunftsforscher geht sogar soweit zu behaupten, dass es in Zukunft auf der Erde sogar künstliche Intelligenz geben wird. Der Physiker Michio Kaku, sehr bekannt aus diversen TV-Dokus, ist zum Beispiel einer von ihnen.

Wir Menschen werden in absehbarer Zukunft (50 bis 100 Jahre nehmen Optimisten an) künstliche Wesen schaffen, die uns Menschen mehr als nur ähneln. Es ist hier übrigens ganz interessant, dass zum Beispiel die Robotik in Japan festgestellt hat, dass zu menschlich aussehende Roboter die Menschen eher abschrecken als begeistern …

Bei der Betrachtung der Grauen der UFOs ist also die Frage legitim, ob es sich bei diesen eben um solche künstlichen Kreaturen handelt. Sie wären demzufolge „Arbeitsdrohnen“ der „echten“ Außerirdischen, zum Beispiel der „nordischen Typen“ der UFO-Forschung. Tatsache ist, dass gerade die Greys offenbar wirklich die Arbeiter sind, denn sie hantieren an den Menschen im Rahmen einer Entführung herum. Die großen und normal erscheinenden Wesen in den UFOs hingegen nicht/kaum.

Diese normalen Wesen sind es auch, die bei modernen UFO-Entführungen als „Ärzte“ bezeichnet werden. Oder, als Frau, „Krankenschwestern“ oder „Medizinerin“.

Greys und die Alien-Mensch Hybriden

Nun aber stehen wir vor einem ganz anderen Problem:

Jene Menschen, die angeblich von UFOs entführt wurden, berichten teilweise, dass ihnen Sperma oder, bei Frauen, Eier gestohlen wurden. Einige UFO-Forscher haben selbst Entführungsfälle recherchiert, bei denen die Frauen künstliche befruchtet worden sein sollen. Im Rahmen einer weiteren Entführung wurde diesen Frauen dann der Fötus wieder aus dem Mutterleib entnommen.

Hier sprechen eine ganze Reihe Entführungsforscher wie auch Zeugen davon, dass die kleinen grauen Freaks Zwitter aus ihnen und uns Menschen schaffen. Hybridwesen, Zwitter, also. Aktuell hat sich beispielsweise der UFO-Forscher David M. Jacobs in seinem Buch „Alien-Hybriden“ diesem Thema erneut angenommen.

Tatsächlich ist es in der UFO-Forschung hinlänglich bekannt, dass einige Entführte in ihren hypnotischen Rückführungen davon sprachen, dass die in den UFOs (oder wo sie waren) genau solchen Hybriden gesehen haben. Entweder als umherlaufende „Kinder“ – oder aber sogar als noch heranwachsende Föten, die sich in „Brutkästen“ befanden. Zieht man alte Berichte über Begegnungen mit fremden Wesen und Entführen durch diese dabei auch noch heran, scheint es dieses “Zucht-Programm” schon Jahrhunderte zu geben. Mindestens, wie in diesem YouTube-Video dargelegt (s. z. B. auch HIER, HIER und HIER).

Wären also die Greys Maschinen, Roboter ohne organische Funktionen (vor allem der Fortpflanzung dienend), kann eine Hybridrasse aus diesen nie geschaffen werden. Da aber beispielsweise kein Bauchnabel an den Grauen zu sehen ist, und auch Geschlechtsorgane offenkundig fehlen, möchte man sicher einwenden, dass die Greys sich künstliche Fortpflanzen. Das heißt, alle kleinen Grauen wachsen in Reagenzgläsern heran. Eine geschlechtliche Fortpflanzung ist ihnen unbekannt.

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Das halte ich für unsinnig und falsch.

Wenn es sich bei den grauen Aliens und reale biologische Lebewesen handelt, müssen sie auf ihren Heimatplaneten eine Evolution durchlebt haben. Auch wenn man annimmt, die Greys seien asexuelle Geschöpfe, so müssen sie sich aber dennoch biologisch Fortpflanzen. Doch dazu fehlen ihnen offenkundig die Geschlechtsorgane.

Und wenn diese nun tatsächlich innerhalb ihre kleinen und schmächtigen Körpers liegen sollten, ist es immer noch unmöglich, dass sie einen Geburtskanal haben, durch den ihre großköpfigen Babys geboren werden können (wie sie herauskommen ist ohne äußere Geschlechtsmerkmale eh ein Rätsel).

Alien-Züchtungen aus dem All?

VIDEO: Von Aliens entführt? UFO-Entführungen heute und in der Vergangenheit (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Von Aliens entführt? UFO-Entführungen heute und in der Vergangenheit – aber wozu? (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Wenn die kleinen Geschöpfe wirklich biologische Lebewesen sind, wäre die Überlegung legitim, sie wären selber durch eine andere Alien-Spezies gezüchtet worden. Es würde sich also bei ihnen um „biologische Roboter“ handeln. Die medizinische Technologie der Fremden aus dem All wäre demnach soweit fortgeschritten, dass es ihnen möglich ist, Wesen nach dem Typus „Grey“ künstlich zu schaffen.

Auch wenn diese Spekulation mehr als reizvoll klingt, so bleibt der Umstand, dass die Grauen keine Körperöffnungen haben, durch die verarbeitete Nahrung ausgeschieden wird. Zumindest will sie niemand gesehen haben. Wozu dient dann aber der Mund? Immerhin sollen diese Kreaturen mittels Telepathie kommunizieren. Oder ist er doch ein „Überbleibsel“ einer biologischen Evolution?

Erschwerend kommt hinzu, dass sich nach allen bisher vorliegenden Beschreibungen der Brustkorb der Gestalten nicht bewegt. Er hebt und senkt sich nicht, was bei einer Atmung mit Lungen (und Kiemen haben sie nicht) zu erwarten wäre. Zumindest will auch das niemand gesehen haben.

Da den „Wesen“ unsere Atmosphäre nichts ausmacht – auch den anderen beschriebenen Aliens nicht -, wird auch ihr Körper ähnlich wie unser funktionieren. Zwar haben wir auf unserer Erde zum Erstaunen vieler Biologen und auch Astrobiologen Lebewesen an Orten gefunden, die bisher als lebensfeindlich galten, aber diese können dafür nicht in unserer normalen Atmosphäre überleben. Deshalb wäre es irrig zu behaupten, die Greys kämen aus einer so verschiedenen Welt, dass sie hier ohne Atmung leben können …

Da die Idee Greys = Roboter oder sogar Cyborgs meiner Meinung nach durchaus interessant ist, dürfen wir ein anderes Teilproblem bei diesen Spekulationen nicht übergehen: UFO-Abstürze.

UFO-Abstürze und tote Aliens

Befasst man sich nur etwas genauer mit der UFO-Forschung und den entsprechenden Veröffentlichungen, gewinnt man schnell den Eindruck, dass inzwischen unzählige UFOs abgestürzt sind. Allen voran natürlich der UFO-Absturz von Roswell vom Sommer 1947.

Ein Raumfahrt-Ingenieur sorgte für Diskussionen: Er behauptet, dass in der Area 51 Außerirdische mit den USA zusammen arbeiten…und zeigt angebliche Beweise (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Ein Raumfahrt-Ingenieur behauptet, in der Area 51 arbeiten Aliens … und zeigt angebliche Beweise (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Glauben wir den Zeugen und Recherchen, so sollen bei UFO-Abstürzen rund um die Welt auch deren Insassen gefunden worden sein. Ein Umstand, der, wenn ein Absturz tatsächlich erfolgt sein soll, natürlich auch zu erwarten wäre. Zeugen – und jene, die es sein wollen – sagen, dass solche Aliens gefunden wurden, und sie diese dann an diesem oder jenem Ort selber gesehen haben. Im Fall Roswell zum Beispiel in einer Militärbasis. Dabei, und dieser Punkt ist hervorzuheben, wird aber nicht behauptet, man habe Organe gesehen. Lediglich die vermeintlichen „Leichen“.

Nun aber liegen gleichsam Berichte vor, die von Obduktionen der bei einem UFO-Absturz gefunden Körper sprechen. Ebenfalls ein Umstand, der zu erwarten ist, wenn irgendwo auf der Welt ein UFO samt Besatzung gefunden wird. Und gerade in diesem Zusammenhang ist ein nebulöser Film weltweit berühmt geworden, der angeblich die Öffnung einer außerirdischen Leiche zeigt. Der als Santilli-Film bekannte Streifen wurde in der UFO-Forschung viele Jahre hitzig diskutiert und von vielen als schlichte Fälschung angesehen. Letztlich stellte sich auch heraus, dass der ganze Film ein Fake war.

Somit ist auch der Santilli-Film kein Beweis, dass die Greys echte Lebewesen mit einer organischen Biologie sind. Obwohl die Macher des Filmes behaupteten, es gäbe einen echten Alien-Autopsie-Film und ihr Werk stelle diesen nur nach. Als Begründung wurde unter anderem angeführt, dass der angeblich echte Autopsie-Film zu beschädigt gewesen sei …

Neben Berichten über gefundenen Alien-Leichen und natürlich den zweifelhaften Santilli-Fake, liegen aber auch Aussagen vor, die davon sprechen, dass lebendige Außerirdische in gewissen militärischen Anlagen gesehen wurden. Zum Teil gehen diese Aussagen sogar soweit zu behauten, dass diese Aliens mit menschlichen Wissenschaftlern der Erde gemeinsam an diversen Projekten arbeiten.

Wie wir solchen Aussagen gegenüberstehen, ist sicher jedem Interessenten selber überlassen. Immerhin müssen wir uns bei solchen Geschichten auf die Glaubwürdigkeit einzelner „Zeugen“ (oder eben solche, die es sein wollen) verlassen. Definitive Beweise gibt es nicht einen.

Außerirdische im Verhör

Doch auch hier gibt es Einwände.

So zeigte Mitte der 1990ger Jahre die Pro7-Sendung „TAFF“ einen kurzen und undeutlichen Film, der angeblich von einem Angestellten der sagenumwobenen „Area 51“, Nevada, USA, heraus geschmuggelt wurde. Wir sehen dort einen tatsächlich typischen Grey, der von einem Mann in Arztkleidung „verhört“ wird. Deutlich erkennbar ist in dem Farbfilm, dass der vermeintliche kleine Graue lebt.

VIDEO: Die "Alien Autopsie" von Roswell 1947 des Ray Santilli - steckt doch mehr hinter dem UFO-Schwindel-Film? (Bild: Archiv / L. A. Fischinger)
VIDEO: Die “Alien Autopsie” von Roswell 1947 des Ray Santilli – steckt doch mehr hinter dem UFO-Schwindel-Film? (Bild: Archiv / Fischinger-Online)

Da dieser dunkel gefilmte Streifen äußerst zweifelhaft ist, und einen dokumentarischen Wert für irgendein geheimes Militärarchiv nicht erkennen lässt, sehen die meisten UFO-Forscher und auch ich hier einen Schwindel. Es handelt sich wahrscheinlich lediglich um gewitzte Zeitgenossen, wobei einer eine Grey-Maske trägt.

Interessant am Rande: Im Rahmen des „UFO Day“ 1996 in Berlin gab ich dem Sender Pro7 ein Interview, in dem ich mich (negativ) zu mir dort von Pro7 vorgelegten „UFO-Fotos“ äußerte. Die Quelle der Bilder war, so der Reporter des Senders, dieselbe, wie der Area 51-Film mit dem Alien-Interview. Die mir von dem Reporter gezeigten schwarzweißen Fotos mit „UFOs“ waren als einfache Fälschungen leicht zu erkennen. Meinte ich zumindest auf dem „UFO Day“. Es war auch bemerkenswert, dass man heute noch mit einem schwarz-weiß Film in der Kamera umherläuft … und Pro7 mein und andere negativen Statements zu den Bildern in ihrem Bericht zu dem Kongress nicht sendete. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

Heute, 2018, ist das Netz bekanntlich mit Alien-Videos, UFO-Filmen und auch Interviews mit angeblichen Außerirdischen überflutet …

Keine Beweise, nur Spekulationen!

Die Spekulation, die kleinen Grauen seien in Wahrheit (Bio-)Roboter, lässt sich natürlich nicht beweisen. Ausschließlich durch die Berichte von Entführungsopfern und Zeugen einer UFO-Landung einschließlich der Sichtung von Wesen, können Indizien liefern. Denn nicht mal diese Begegnungen lassen sich belegen.

"Missing Time" bei den Gebrüdern Grimm: Ein seltsames Märchen und Männchen (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
ARTIKEL: Astronautengötter und die Gebrüder Grimm: Ein seltsames Zeitreise-Märchen und seltsame “Zwerglein” (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Es ist aber so, dass Greys ein ausgesprochen „seltsames Verhalten“ zeigen, welches sich von den fast normal menschlich aussehenden Wesen stark unterscheidet. Da beide „Rassen“ in Zusammenarbeit beobachtet wurden und werden, könnt man sogar folgendes behaupten:

Die Grauen sind Roboter, die wir Menschen der Erde selber in der Zukunft gebaut haben. Die menschlichen „UFOnauten“ wären dann unsere eigenen Nachfahren von diesem Planeten und die UFOs an sich nichts weiter als Zeitmaschinen irdischen Ursprungs.

Ob nur wir in der Zukunft solchen Roboter erschaffen und sogar Zeitmaschinen erfinden, wissen wir natürlich auch wieder nicht.

Außerirdische Zivilisationen können im Laufe ihrer technischen Evolution solche Roboter sicher problemlos entwickelt haben. Eigentlich geht jeder Vertreter der These, dass UFOs außerirdisch sind, von der Annahme aus, die Aliens kommen von sehr viel älteren Planeten. Damit haben sie eine weitaus längere (technische) Entwicklung hinter sich, und so dürfen wir den bis zur Erde gekommenen Besuchern durchaus die Fähigkeit zum Roboterbau à la Grey zubilligen.

Und wenn die Außerirdischen sich mit mehr als der Lichtgeschwindigkeit durch das Universum bewegen, sind es so oder so Zeitreisende. Auch wenn das nach allem was wir wissen nicht möglich sein kann.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Verlorenes Wissen, brisante Funde: Harald Lesch geht in Terra X (ZDF) “ungelösten Fällen der Archäologie” und der Prä-Astronautik auf den Grund

Das ZDF und Harald Lesch gehen in Terra X ungelösten Fällen der Archäologie nach (Bilder: ZDF / gemeinfrei / LAF / Montage: Fischinger-Online)
Das ZDF und Harald Lesch gehen in “Terra X” ungelösten Fällen der Archäologie nach (Bilder: ZDF / gemeinfrei / LAF / Montage: Fischinger-Online)

Die Sendereihe “Terra X” des Senders ZDF erfreut sich seit Jahrzehnten sehr großer Beliebtheit. Wie das ZDF jetzt ankündigte, wird im März 2018 die zweiteiligen “Terra X”-Sendung “Ungelöste Fälle der Archäologie” ins Fernsehen kommen. Harald Lesch wird sich darin in den beiden Folgen “Verlorenes Wissen” und “Brisante Funde” einigen Rätseln der Archäologie annehmen. Aber auch in der Prä-Astronautik und den Ideen der Ancient Aliens zu einigen Rätseln unsere Vergangenheit möchte Lesch nach Antworten auf Fragen der Archäologie suchen, wie es die Ankündigen verraten. Ich habe mir die Pressemitteilungen und Ankündigen des ZDF zu den Dokus einmal genauer angesehen – und ebenso für Euch die “Terra X”-Sendungen im Voraus bereits angeschaut. Denn ich ahnte nichts Gutes! Warum, das erkläre ich vorab umfassend in diesem Prä-Mystery-Review-Posting. (Spoiler-Alarm)


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Mystery-Jäger Harald Lesch

Harald Lesch kennen sicher die meisten TV-Zuschauer. Er ist eine Art “Wissenschafts-Ikone” der öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland und berichtet für diese in Dokumentationen und Sendungen aus der Welt der Forschung, Wissenschaft und Geschichte. Ein Mann mit vielen Gesichtern und vielen Fans, mich eingeschlossen.

Professor Lesch ist eigentlich Astrophysiker und Physik-Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Durch seine (meiner Meinung nach brillante) Art Wissenschaft & Co. über die Fernseher zu vermitteln, ist Lesch aus der TV-Landschaft nicht mehr wegzudenken. Allerdings, darauf habe ich auf diesem Blog immer wieder gerne hingewiesen, ist er mehr oder weniger auf Kriegsfuß mit Themen aus Grenzwissenschat und Mystery Files.

In diesen Bereichen ist Lesch zweifellos auch kein Experte, der sich näher mit den Hypothesen, Spekulationen und Ideen aus der GreWi beschäftigt hat, wie es sich immer wieder zeigt. Als Mainstream-TV-Wissenschaftler fehlt Harald Lesch mit Sicherheit auch ganz einfach die Zeit, sich durch alle diese Themen zu “ackern”. Wenige sind es bekanntlich nicht.

Und niemand kann verlangen, dass solche Themen des Unfassbaren jeden interessieren. Wobei man das bei einem “öffentlichen TV-Wissenschaftler” von Fall zu Fall auch wieder ganz anders sehen kann

Dennoch hat sich der ZDF-Moderator für seinen Sender als Mystery-Jäger betätigt, um in zwei “Terra X”-Folgen zur besten Sendezeit über archäologische Mysterien zu berichten. In einer der Mitteilungen des ZDF zu den kommenden Sendungen vom 21. März liest sich das so:

Harald Lesch für ‘Terra X’-Doku im ZDF ungelösten Fällen der Archäologie auf der Spur.

Was genau diese ungeklärten Rätsel der Archäologie beim ZDF sein werden, erfährt man detaillierter im Presseportal des ZDF selbst. Und da erschreckt es einem Jäger des Phantastischen wie mich durchaus sehr!

Das ZDF und die “ungelösten Fällen der Archäologie”

Das ZDF schreibt zu den Dokus der bekannten “Terra X”-Autoren Peter Prestel und Gisela Graichen :

Menschen haben in der Vergangenheit mit einfachsten Mitteln Unglaubliches geschaffen. Viele dieser Bauwerke und Artefakte werfen bis heute Fragen auf. Auf diese rätselhaften Funde stoßen Forscher weltweit immer wieder. In der zweiteiligen “‘Terra X’-Dokumentation ‘Ungelöste Fälle der Archäologie’ sucht Harald Lesch nach Antworten auf die Frage: Wie konnten solche Leistungen ohne das heutige technische Wissen gelingen?

Frag den Lesch: Ich hatte Außerirdische zu Besuch in meinem Garten (Bild: Screenshot ZDF-Infothek / Bearbeitung & Montage: L. A. Fischinger)
Mystery-Review: Frag den Lesch: Ich hatte Außerirdische zu Besuch in meinem Garten (Bild: Screenshot ZDF-Infothek / Bearbeitung & Montage: L. A. Fischinger)

Am 25. März zu besten sonntäglichen Sendezeit um 19.30 Uhr startet die 1. Folge “Verlorenes Wissen”. Laut Ankündigung wird es darin wohl vor allem um folgende Mysterien der Archäologie und Vergangenheit gehen:

Fraglos interessante Themen.

Vor allem der letzte Punkt, die zum Teil riesigen, künstlichen Steinkugeln von Costa Rica, sind spannend. Allerdings macht sie vor allem die Tatsache hoch-spannend, dass in Südost-Europa ein identischer “Kult” um derartige Steinkugeln existierte. Darüber hatte ich an anderer Stelle berichtet und auch auf YouTube ein Video veröffentlicht, das ich am Ende erneut eingebunden habe.

Das sind eigentlich mehr oder weniger klassische Themen zu archäologischen Rätseln, die das ZDF und Harald Lesch in der 1. Folge von “Ungelöste Fälle der Archäologie” präsentieren. Im 2. Teil der “Terra X”-Doku kommt es dann aber ganz anders, denn darin wird es um die “brisante Funde” der Archäologen und die Ideen der Götter au dem Kosmos gehen.

“Brisante Funde” der Archäologie und die Prä-Astronautik

Teil 2 sendet das ZDF am Ostersonntag, den 1. April 2018 zur gewohnten Sendezeit um 19.30 Uhr. Vor dem beliebten “Traumschiff” wird sich die “Terra X”-Folge “Brisante Funde” dem Thema Prä-Astronautik anhand einiger ausgewählter Beispiel annehmen. So heißt es in der Presseankündigung des ZDF hierzu unter anderem:

Immer wieder finden Forscher Dinge, die nach dem bisherigen Stand des Wissens kaum erklärbar sind. Felszeichen, die Astronauten zeigen, oder Menschen in Taucheranzügen. (…)

Es gibt Menschen, die glauben, dass es Spuren Außerirdischer auf unserem Planeten gibt. Als Beweis gelten ihnen Funde aus Ägypten, Felszeichnungen in Italien und Darstellungen mittelamerikanischer Völker, die angeblich Erinnerungen an diese Besuche sind.

Anhänger der Prä-Astronautik sind davon überzeugt, dass intelligente außerirdische Wesen die Erde in der Frühzeit besuchten und die Entwicklung der Menschheit maßgeblich beeinflussten. Bestimmte Darstellungen oder Artefakte, für die es keine eindeutige Erklärung gibt oder deren Verwendung bis heute unbekannt ist, sind in ihren Augen Erinnerung an den Besuch dieser Außerirdischen.

Prä-Astronautik pur also, und “für ‘Terra X’ untersucht Harald Lesch diese Funde”. Erwarten kann der interessierte Zuschauer laut ZDF folgende Themen:

  • Die Linien von Nazca in Peru.
  • Felszeichnungen in Italien, die Astronauten darzustellen scheinen (s. a. Buchtipp HIER).
  • “Gestalten mit einer Art Helm bei den Maya” aus Mittelamerika.
  • Die prähistorischen “Karrenspuren” auf der Insel Malta.
  • Eine rätselhafte Steinscheibe aus einem 4.000 Jahre alten Grab in Ägypten.
Däniken widerlegt? Im Gegenteil: ZDF-Historiker Guido Knopp “bestätigt” (versehentlich) die Prä-Astronautik (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / D. Herper / Fischinger-Online)
Däniken widerlegt? Im Gegenteil: ZDF-Historiker Guido Knopp “bestätigt” (versehentlich) die Prä-Astronautik (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / D. Herper / Fischinger-Online)

Das die Hochebene von Nazca in Peru mit zu den “brisanten Funden” dieser ZDF-Doku gehört, verwundert sicher niemanden. Die anderen Themen aus der Presseankündigung sind jedoch eher Neuland in diesem Doku-Bereich des Senders bzw. der Reihe “Terra X”. Doch leider lesen wir zur Mittelleerinsel Malta und den Linien von Nazca so was hier:

So wurden etwa einige der sogenannten Nasca-Linien in Peru oder die prähistorischen Schleifrillen auf der Insel Malta als Relikte alter Landebahnen gedeutet.

Kein Mystery-Jäger und Prä-Astronautiker deutet die uralten Steinrillen auf Malta und der Nachbarin Gozo (und anderen Regionen) als “Landebahnen” für Aliens. Niemand, da diese schon allein in ihrer Art und Beschaffenheit dafür überhaupt nicht geeignet wären. Selbst mir kam diese Idee noch nie in den Sinn oder zu Ohren.

Anders die Linien von Nazca. Diese wurden und werden in der Tat in weiten Kreisen der Prä-Astronautik als “Landebahnen” bezeichnet, da sie eben aus der Luft so aussehen. Schon die verstorbene deutsche Nazca-Forscherin Maria Reiche, heute eine Legende auf diesem Gebiet, hat ihr Aussehen so bezeichnet. Vor Erich von Däniken, der die Eben von Nazca weltberühmt machte …

Weiter heißt es beim ZDF dann aber auch zu einem anderen Thema der Sendung:

Eine Steinscheibe aus einem mehr als 4.000 Jahre alten Grab in Ägypten wurde sogar für einen möglichen Raumschiffantrieb gehalten.”

Unsinn!

Gemeint ist hier eine Scheibe aus Schiefer, die 1936 der Archäologe Walter B. Emery zwischen dem Dorf Abusir und Sakkara in Ägypten entdeckt hat. Das zerbrochene Objekt lag in dem Grab des Prinzen Sabu aus der 1. Dynastie vor etwa 4.900 Jahren. Eine Scheibe mit 61 Zentimeter Durchmesser und in der Mitte einer Höhe von 10 Zentimetern. Das Aussehen der glatt polierten Scheibe erinnert an ein Schwungrad oder eine Art Schraube mit einer Narbe in der Mitte.

Niemand in der Prä-Astronautik hat behauptet, dass es ein Antriebsteil eines Alien-Raumschiffes war. Dünner und zerbrechlicher Schiefer (nicht Stein!) war sicher niemals ein technisches Bauteil. Viele Mystery-Jäger deuten es als Kopie eines technischen Objektes, deren Herkunft einige in der Prä-Astronautik und andere in Atlantis sehen. Ägyptologen meinen übrigens, es sei vielleicht eine Art Vase in einer stilisierten Form einer Lotusblüte.

Mein vorab Mystery-Review (Spoiler-Alarm)

Wer auch immer diese falschen Aussagen in den Presseankündigen des ZDF verfasst hat, kennt die Themen halt nicht. Irgendein Redakteur, der nicht ahnte, dass ein Jäger des Phantastischen wie ich hier gleich jedes Wort auf die berühmte Goldwaage legt. Was ich in solchen Fällen bekanntlich allzu gerne mache

Vor der Erstausstrahlung von “Brisante Funde” am kommenden Ostersonntag habe ich mit die Doku bereits angesehen. Die oben genannten Ankündigungen aus der ZDF-Pressemappe machten neugierig auf das, was da kommen mag. Schauen wir also auf diese Beispiele, die von der Redaktion und den Autoren ausgesucht wurden:

Die Pyramiden in Ägypten

VIDEO: Riesiger Hohlraum in der Cheops-Pyramide gefunden: Video-Zusammenfassung aller Fakten! (Bild: Scan Pyramids/HIP Institute / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
VIDEO: Riesiger Hohlraum in der Cheops-Pyramide gefunden: Video-Zusammenfassung aller Fakten! (Bild: Scan Pyramids/HIP Institute / Bearbeitung: Fischinger-Online)

“Waren die Außerirdischen schon zu Besuch, und haben ihre Visitenkarten hinterlassen?”, fragt Harald Lesch zu Beginn. So startete die Folge mit den angeblich so brisanten Funden. Den Anfang machen hier die Pyramiden in Ägypten, als wohl das “große Rätsel der Archäologie” schlechthin. Verschiedene Ideen zu deren Bau werden hier vorstellt und mit überaus beeindruckenden Computer-Animationen und Aufnahmen (wie in der ganzen Sendung) untermalt. Vor allem natürlich die Pyramide des Cheops wird thematisiert.

Ergebnis: Keiner kann beweisen, wie die Pyramiden letztlich wirklich erbaut wurden. Es sei leichter, so Lesch, mittels moderner Technologie “Geheimkammer” und “versteckte Hohlräume” in den Pyramiden zu finden, als ihre Errichtung zu erklären. Damit meint er die Entdeckung eines 30 Meter riesigen Hohlraumes in der Cheops-Pyramide, über die ich zum Beispiel HIER, HIER, HIER und HIER in Videos und Postings ausführlich berichtet habe.

Die Scheibe von Sakkara

Bei der Schieferscheibe aus dem Grab des Prinzen Sabu bei Sakkara wird es bei “Terra X” dann leider etwas voreingenommen:

Prä-Astronautiker vermuten das Antriebsrad eines Raumschiffes.

Zwar stimmt das nicht, aber im Folgenden wird die sonderbare Scheibe genauer in Kopie untersucht. Dazu wurden Modelle in verschiedenen Größen mit einem 3D-Drucker angefertigt, um diese dann im Windkanal bei “Airbus” zu testen. Die Maße bzw. Vorlagen für diese 3D-Drucke stellte das Ägyptischen Museum in Kairo zur Verfügung, wie betont wird.

Das Resultat der interessanten Versuchsreihen war, dass an dieser 4.900 Jahre alte Scheibe keine entsprechenden Eigenschaften nachgewiesen werden konnten, die für das Rad einer Turbine oder einem Schaufelrad notwendig wären.

Die “Triebwerksgeschichte ist jetzt gestorben”, so der Ingenieur Peter Sander von “Airbus” im ZDF. Allerdings fliegt das “Ding” sehr schön wie eine Frisbeescheibe. Natürlich war sie keine, aber was genau das Objekt letztlich war, bleibt bei “Terra X” offen. Zumal es bisher nur einen Fund dieser Art aus Ägypten gibt. Vielleicht war die Scheibe des Prinzen Sabu eine tragbare Feuerschale? – aber auch das bleibt ungeklärt.

Die Taucheranzüge der Maya

In den letzten Jahren haben Taucher in den zahllosen Höhlen im Land der Maya in Mexiko unzählige archäologische Funde gemacht. Sie fanden in den überfluteten Labyrinthen menschliche Schädel, Opfergaben und viele weitere Relikte des Volkes Maya. Ein ganz neues Forschungsgebiet der Maya-Forscher öffnet sich hier.

Da es aber in Mexiko Figuren gibt, die scheinbar Helme und Anzüge tragen, fragt Lesch nun, ob die Maya Taucheranzüge hatte, um in diese Höhlen zu gelangen. Viele der entdeckten Funde seien nämlich so weit von den Höhleneingängen entfernt gemacht worden, dass diese ohne Taucherausrüstung niemand erreichen könne. Darum, so weiter, meinen einige, dass diese Maya-Figuren mit Helmen usw. Taucher darstellen würden. Obwohl diese Darstellungen in der Prä-Astronautik eher als Astronauten aus dem All interpretiert werden.

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Es wird aber auch eine Lösung des “archäologischen Rätsels” der Maya-Funde unter Wasser angeboten: Die Höhlen lagen einstmals trocken, was zum Beispiel alte Feuerstellen in diesen belegen.

Mich hat dieses Thema ehrlich gesagt etwas verwirrt. Jedoch nur, da wohl niemand ernsthaft Maya-Priester in Taucheranzügen in diesen Maya-Figuren mit ihren Helmen sieht. Priester-Taucher also, die dann unter Wasser durch die Höhlen tauchten und dort Opfergaben erbrachten. Vielleicht wurde das ja mal in der TV-Serie “Ancient Aliens” so ausgesprochen?!

Wobei es allerdings bekannt sein dürfte, dass diese Höhlen einstmals eben trocken und damit gangbar waren …

Felszeichnungen von Astronautengöttern

Hier geht es um die hunderttausenden von Feldbildern im Gebiet des Val Camonica in Oberitalien. es sollen 350.000 an der Zahl sein. Der Mystery-Autor Reinhard Habeck hat zu diesen archäologischen Rätseln 2014 das Buch “Steinzeit-Astronauten: Felsbildrätsel der Alpenwelt” veröffentlicht.

"Grenzwissenschaft und Mystery Files" von Lars A. Fischinger auf YouTube
“Grenzwissenschaft und Mystery Files” von Lars A. Fischinger auf YouTube

Zusammengefasst kann man sagen: Nichts Genaues weiß man hierzu. Harald Lesch bzw. das ZDF berichten vor allem davon, wie Forscher vor Ort diese kaum zu zählenden Felsbilder dokumentieren und erhalten wollen. Eine gigantische Aufgabe bei der Anzahl der Fundstellen.

Natürlich werden auch und gerade die Felsbilder mit “Helmen” und “Strahlen” in “Brisante Funde” gezeigt. Eben genau jene, die seit Jahrzehnten in der Grenzwissenschaft/Prä-Astronautik als vorzeitliche Darstellungen von Göttern aus dem All gedeutet werden. Ihr seht die beiden besagten Figuren im Titelbild unten rechts eingefügt.

Eine Erklärung kann aber auch “Terra X” für diese Abbildungen im Fels nicht geben. Vielleicht war es einfach Phantasie oder es sollen Schamanen mit Kopfschmuck sein, wie es heißt.

Harald Lesch dazu sehr treffend:

In fremden Formen nach bekannten Mustern fahnden, das ist unser größtes Problem.

Letztlich aber bleiben die Felsbilder des Val Camonica tatsächlich ein ungelöstes Rätsel. Weder die eine noch die andere Vermutung kann schließlich wirklich belegt werden.

Die Linien von Nazca

Keine Sendung über Rätsel der Archäologie kommt ohne Nazca aus. Der “Weltraumbahnhof der Außerirdischen”, wie Lesch die Hochebene in Peru in der “Terra X”-Doku nennt …

Mehr als positiv fällt hier aber sofort auf, dass das ZDF den Linien und Pisten von Nazca mehr Zeit einräumt, als den dortigen Scharrbildern von Tieren usw. In den meisten Fällen ist das nämlich genau umgekehrt! Auch fehlt nicht der Hinweis, dass es auch an anderen Orten der Welt solche Bilder gibt, die man in ihrer Komplexität nur aus der Luft sehen kann.

Dr. Markus Reindel ist jener deutsche Archäologe vor Ort in Peru, der im Zusammenhang mit den Nazca-Linien meistens genannt wird. So auch bei “Terra X”, wo er vermutet, dass diese Scharrbilder für “Ritualhandlungen in Verbindung mit Wasser” standen. Grund für diesen Kult um das lebenspendende Wasser sei beim Volk der Nazca gewesen, dass die Wüste mehr und mehr ihren Lebensraum vernichtete.

Was bedeuten die Rätselhaften Bodenzeichnungen in Schottland? Ein "Nazca Europas" ...? (Bilder: Google Earth / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Was bedeuten die Rätselhaften Bodenzeichnungen in Schottland? Ein “Nazca Europas” …? (Bilder: Google Earth / Montage: Fischinger-Online)

Landebahnen für Außerirdische in Peru waren diese Pisten und Linien nie, so Reindel. Sie konnte es auch nicht gewesen sein, da die Ausgrabungen in Nazca auf diesen “Landebahnen” Reste von Häusern gefunden haben. Archäologische Grabungen zeigten weiter, dass sich auf diesen “Landebahnen” Bebauungen aller Art befanden, die eine Landung von Aliens im Wege gestanden hätten.

Reindel:

Das waren ‘Aktionsflächen’ für die Ritualhandlungen der Nazca-Leute. Darauf hat etwas stattgefunden. Das waren Plätze, auf denen Prozessionen stattgefunden haben, auf denen Kulte und Rituale im Zusammenhang von Wasser und Fruchtbarkeit stattgefunden haben.

Für diese These spreche auch, so “Terra X” weiter, dass das Erdreich unter diesen Pisten und kilometerlangen Linien verdichtet ist. Schlussfolgerung: Hier liefen unzählige Menschen immer wieder in rituellen Prozessionen über die Scharrbilder – so wurde das Erdreich von Nazca zusammengepresst:

Gut möglich, dass so so die Götter im Himmel um Hilfe anflehten“.

Wer diese “Götter im Himmel” waren, sagt die Idee der Prä-Astronautik. Nicht erwähnt wird die Tatsache, dass die Idee der Astronautengötter in Nazca (meistens) sagt, dass hier die Menschen die Aliens “kopierten”. Sie sahen Spuren einer Niederkunft der Himmelswesen und kopierten diese immer und immer wieder. Bis sich der heute bekannte Kult der Nazca-Linien entwickelte, die damit eben tatsächlich ihre Götter im Himmel huldigten …

Übrigens wird nicht dargelegt, ob diese Bebauungen auf den Pisten und Linien gleichzeitig mit diesen “Landebahnen” entstanden, oder ob diese vielleicht erst nachträglich darauf errichtet wurden.

Die “Karrrenspuren” von Malta

Malta und die Nachbarinsel Gozo “gelten als Hotspot für Prä-Astronautiker und UFOlogen”, so Harald Lesch in der Doku. Grund sind die legendären “Cart Ruts”, die Karrenspuren, die die Inseln überziehen und von Menschen geschaffenen wurden. Sie sehen aus der Luft aus wie die “Gleisanlage eines modernen Rangeierbahnhofs” und könnte irgendwie mit den Transport von Lasten in Zusammenhang stehen.

Ob das so war, ist unklar. Die 22 bis zu 7.000 Jahre alten Tempel auf Malta sind älter als die “Karrenspuren”, die auch nicht zu diesen Monolithanlagen hinführen. Und doch haben die allermeisten der Spuren eine gleiche oder fast gleiche Spurbreite von knapp über einem Meter und konzentrieren sich “zu 90 Prozent” an den Steinbrüchen der Insel. Möglicherweise wurden die Steine auch irgendwie zum Meer geschafft. Immerhin führen einige dieser Spuren direkt ins Meer und unter Wasser auch weiter. Solche “Unterwasser-Gleise” kann man auf Malta vom Land aus sehen. Vor allem natürlich von Anhöhen und Klippen aus.

Aber wozu das alles, wenn die ZDF-Sendung richtig liegt? Gab es hier vor Jahrtausenden etwa einen Stein-Export? Wenn ja, wo sind diese von Malta exportierten eigentlich jetzt?

Von Karren, deren Räder sich nach und nach in das Gestein eingruben, können sie trotzdem nicht stammen. Ganz richtig weist “Terra X” darauf hin, dass es keine Spuren von den Zugtieren gibt und einige der Kurven zu eng für einen Wagen sind. Vor Ort auf Malta und Gozo erkennt man übrigens noch weitere Details, die eindeutig gegen diese Deutung von Karrenspuren sprechen.

VIDEO: Interview zu den uralten Stein-Rätsesl auf Malta, Teneriffa und den Azoren (Bild: M. L. Sievers)
VIDEO: Interview zu den uralten Stein-Rätsesl auf Malta, Teneriffa und den Azoren (Bild: M. L. Sievers)

Diese Spuren in den “Cart Ruts” widersprechen gleichzeitig aber auch der Deutung, dass sie von “Stangenschleifern” sind. Das sind Transportmittel bzw. “Karren” ohne Räder, deren “Boden-Auflage” am Ende zwei Holzbalken sind. Mit diesen Balken oder eben Stangen schleift man dann die zu transportierende Last über das Gelände.

Letztlich findet die ZDF-Doku auch für die “Gleise von Malta“, wie sie auch genannt werden, keine Erklärung. Nur, dass sie von Menschen gemacht oder verursacht wurden, und es auch an anderen Orten diese Rillen im Gestein gibt.

Jene Spuren, die außerhalb von Malta zu sehen sind, sollen nach “Terra X” angeblich natürlich entstanden sein. Das aber ausnahmslos alle anderen “Gleise” natürlichen Ursprungs sind, ist mehr als fraglich …

Harald Lesch dazu treffend:

Viele Rätsel warten noch darauf gelöst zu werden.

Mystery-Review: Fazit!

Wirklich jedem und allen alles Recht machen, kann wohl keine Sendung oder Dokumentation der Welt. Vor allem nicht vielen Grenzwissenschaftlern, wenn es um Themen eben dieser Grenzwissenschaften geht. Irgendwer findet immer was zu meckern, man sieht es ja an diesem Mystery-Review von mir.

Trotz der “gruseligen Pressemitteilungen” des ZDF zu der Doppel-Doku “Ungelöste Fälle der Archäologie” haben sie sich gelohnt. Ein gut verpacktes Mittelmaß, das eigentlich ohne Hohn und Häme gegen die Prä-Astronautiker auskommt. Erstaunlicherweise wurde nicht mal Erich von Däniken mit nur einem Wort erwähnt, wo er doch der Prä-Astronautiker ist. Vor allem natürlich im Zusammenhang mit den Linien von Nazca.

Man sollte durchaus immer bei solchen Sendungen bedenken, dass sie sich nicht an die Experten und Kenner der Grenzwissenschaft und Mystery Files richtet. Zur besten Sendezeit am sonntäglichen Vorabend will man die Masse der TV-Konsumenten erreichen. Wie eigentlich bei jeder TV-Doku. Dass vielen Kennern der Materie ebenso viel bekannt ist, spielt da keine Rolle. Dem Mainstream ist es eben tatsächlich vieles sicher neu. Einer der Gründe, warum derartige Sendungen bei den “alten  Hasen” oft nicht gut ankommen …

Oben ging es praktisch nur um den 2. Teil, der am 1. April gesendet wird. Ich habe mir aber auch den 1. Teil “Verlorenes Wissen” vorab angeschaut, und mein Fazit trifft auch auf diesen zu …

Video zum Thema “Steinkugeln von Costa Rica” und – in Europa:

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Der Mothman und das „Batman-Monster“ Popobawa von Sansibar: Von fliegenden Bestien und Sex-Dämonen +++ Artikel +++

Popobawa: Das Batman-Monster von Sansibar in Afrika (Bilder: gemeinfrei / mothmanfestival.com / CNN.com / Montage: Lars A. Fischinger)
Popobawa: Das Batman-Monster von Sansibar in Afrika (Bilder: gemeinfrei / mothmanfestival.com / CNN.com / Montage: L. A. Fischinger)

Berichte von Begegnungen mit fremden Wesen oder sogar dämonischen Kreaturen gibt es aus aller Welt und aus allen Zeiten. Viele dieser sonderbaren Gestalten gehören in den Mystery-Bereich der Kryptozoologie, die es sich zur Aufgabe gemacht hat bis dato unbekannte Tiere aufzuspüren. Seien die Erzählungen und die angebliche gesehenen “Tiere” noch so bizarr. Eines solcher Monster ist in unseren Breiten dabei eher weniger bekannt: Der “Popobawa” von der Insel Sansibar vor der Ostküste Afrikas. Eine geflügelte, menschenähnliche Kreatur, die an den berühmten Mothman aus den USA erinnert – dann aber doch wieder ganz anders ist. Warum der Popobawa so anders ist, was sich in Afrika über diesen Fledermaus-Dämon erzählt wird und was Adam und Eva damit zu tun haben, erfahrt Ihr hier.


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Beschreibungen und Berichte von Kreaturen aller Art und Unart, die es zoologisch eigentlich gar nicht geben dürfte, sind aus vielen Teilen der Welt bekannt. Seien es jetzt „Seeungeheuer“ oder „dinosaurierähnliche Wesen“ – die Welt der Kryptozoologie bleibt auch im 21. Jahrhundert spannend.

Besonders spannend und zugleich seltsam wird es aber immer dann, wenn Menschen von Kreaturen berichten, die menschenähnlich ein sollen. Zumindest im weitesten Sinne als humanoid beschrieben werden. Während man beim Yeti, Bigfoot und anderen „Affenmenschen“ noch gut von „menschenähnlich“ oder „humanoid“ sprechen kann, sieht es bei anderen Wesen wieder ganz anders aus. Man denke hier nur an den „Ziegensauer“, den „Chupacabra“. Obwohl diese Bestie auf zwei Beinen laufen/springen und zwei Arme mit Händen haben soll, ähnelt sie einem Monster mehr als einem Menschen.

Der Mottenmann

Gleiches gilt für den schon legendären „Mothman“, der nur entfernt menschlich ist. Dieser „Mottenmann“ aus den USA (aber unlängst auch aus anderen Teilen der Welt) ist, wie es sein Name schon verrät, eine Mischung aus Fledermaus, Riesenmotte, Engel, Mensch und Riese. Die Beschreibungen der Zeugen, die diesen Mothman gesehen haben wollen, machen deutlich, dass die Kreatur zoologisch auf keinen Fall zugeordnet werden kann. Das heißt, wenn es ein solches „Biest“ auch wirklich gibt.

Der Mothman wurde vor allem durch John E. Keel bekannt. In seinem Buch „The Mothman Prophecies“ dokumentierte Keel bereits 1975 zahlreiche Augenzeugenberichte und Geschichten über diesen Mottenmann, die später sogar verfilmt wurden. Unheimliche Ereignisse, die sich vor allem ab Mitte November 1966 um den Ort Point Pleasant im US-Bundesstaat West Virginia ereignet haben sollen.

Keel schilderte 1975 in diesem Zusammenhang  auch Berichte über UFOs, die MIB (Men in Black) und Verschwörungstheorien. Skeptiker vermuten hinter den Sichtungen des Mothman eher Verwechselungen mit großen Kranichen und Eulen im Dunkeln sowie eine Anfeuerung des Themas durch Presseberichte …

Der Mothman-Mythos ist inzwischen durchaus „kultig“ geworden. So wird jedes Jahr in Point Pleasant ein „Mothman-Festival“ veranstaltet und vor Ort gibt es auch ein  „Mothman-Museum“. Alljährlich treffen sich hier Fans, Forscher und Freaks zum Fest, das dies Jahr am 16. und 17. September stattfinden wird. Begleitet wird diese Veranstaltung mit zahlreichen Vorträgen rund um Kryptozoologie, Geistererscheinungen, UFOs, Para-Phänomenen und natürlich dem Mottenmann selbst. Ebenso mit Live-Bands, Diskussionsrunden und „Cosplay“ aus Comic und Science-Fiction.

All das ähnelt dem jährlichen UFO-Festival in Roswell in New Mexiko, wo bekanntlich im Sommer 1947 ein UFO abgestürzt sein soll.

Diese Hintergrundinformationen sind dahingehend von Bedeutung um zu zeigen, dass Mythen wie der Mothman heute längst von dem eigentlichen Geschehen von damals getrennt in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Auch die UFO-Feste von Roswell schaffen es fast jährlich in die Medien und Presse und zeigen damit ein verzerrtes Bild des Themas. In den Mainstreammedien zu sehende UFO-Fest-Besucher, die als grüne Aliens mit Fühlern oder Antennen auf dem Kopf verkleidet feiernd durch Roswell laufen, sind natürlich ein Zerrbild der UFO-Thematik. Ein weit verbreitetes allerdings, dass in der öffentlichen Wahrnehmung schnell alle UFO-Interessierte als Spinner brandmarkt.

Der Teufel mit dem Wolfskopf

Fliegende „Mensch-Engel-Monster-Wesen“ werden, zumindest behaupten das Augenzeugen, in aller Welt gesehen. Selbst aus Deutschland meldeten sich nach einem YouTube-Aufruf 2012 Zeugen bei mir, die einen Mothman nach Art des Wesens aus Point Pleasant in den USA gesehen haben wollen.

Schnell fällt bei Berichten über „fliegende Monster“ auf, dass die Beschreibungen dieser Wesen aus einem Horrorfilm stammen könnten. Sie erinnern auch an Phantasiewesen auf Abbildungen aus dem Mittelalter, auf denen die Künstler Fabelwesen darstellten, die sie aus bekannten Tieren einfach zusammensetzten. Etwa, indem man einfach einem echten Fisch mit dem Kopf eines echten Vogels versah.

Der Phantasie war damals keine Grenze gesetzt. Doch teilweise vergleichen Menschen „ihre“ gesehenen Kreaturen noch immer mit allerlei unterschiedlichen Tieren, die real existieren. Womit sollten sie das Gesehene auch sonst vergleichend beschreiben – wenn nicht mit bekannten Tieren?!

Ein Beispiel:

Am 24. April 1994 war der damals achtzehnjährige Brian Canfield in seinem Wagen zwischen dem Ort Buckley südlich von Seattle und den Bergen von Mount Rainer im US-Bundesstaat Washington unterwegs.

Eine Region übrigens, die für Geschichten von Begegnungen mit sonderbaren Wesen geradezu „ein Händchen hat“, wie Ihr es in einem Video von mir HIER erfahrt.

Aber zurück zu Canfield. Es war tiefste Nacht, so der junge Mann damals weiter, und er sei an diesem Tage auf dem Weg nach Hause gewesen. Alles war ganz normal und auch die Autofahrt war wie jede andere auch. Bis plötzlich der Motor seines Kleinlasters abstirbt und Canfield so gezwungen wird, anzuhalten.

Doch plötzlich bemerkt der Zeuge, dass ganz in seiner Nähe ein wahres Monster lauert! Eine Kreatur von ca. 2,70 Metern Größe, das gelbe Augen, einen voluminösen Brustkorb, Flügel, einen kleinen Kopf und Klauen, wie die eines Raubvogels, hatte. „Vom Kopf her ähnelte er einem Wolf“, erinnert sich Brian Canfield später.

Als es ihm gelang, seinen „abgesoffenen“ Wagen wieder in Fahrt zu bringen, blickte er in den Rückspiegel und sah, wie das „Ding“ seine riesigen Flügel ausspannte. Sie waren so breit wie die Straße. Dann verschwand die Gestalt im Dunkeln des Nachthimmels.

Wieder daheim, fuhren Canfield und ein ortskundiger Freund mit Kamera und Gewehr bewaffnet wieder an den Ort des Geschehens. Doch sie fanden nichts – der gruselige „Teufel“ war verschwunden. Nach diesem erschreckenden Erlebnis beschwor Canfield der lokalen Zeitung „News Tribune“ gegenüber:

Es ist wirklich passiert! Darauf wette ich mein Leben! Ich habe immer noch das Bild in meinem Kopf von diesem Ding, ich kann es einfach nicht loswerden. Ich wünschte, es wäre nie passiert!

In der Tat ein Mischwesen-Monster aus uns bekannten Tierarten. Aber gleichzeitig nur eine Zeugenaussage, die man glauben kann oder eben nicht. Beweise konnte Canfield nicht liefern. Sofern der Zeuge tatsächlich eine solche ungewöhnliche Kreatur gesehen hat, wünscht sich sicher niemand mehr das belegen zu können, als er selber …

Das Monster von Sansibar

Tausende Kilometer vom Mottenmann entfernt soll ein weiteres „Flugmonster“ sein Unwesen auf einer Insel treiben: Auf Sansibar. Damit ist nicht das Lokal „Sansibar“ auf der Insel Sylt gemeint, sondern die Inselgruppe Sansibar (auch Zanzibar) im Indischen Ozean.

Auf dieser kleinen Inselgruppe vor der Küste von Tansania (Südost Afrika) berichten Menschen von einem Wesen, welches dem Mothman erstaunlich zu ähneln scheint. Die Bewohner der Inseln nennen die Kreatur Popobawa und beschreiben sie als eine Mischung aus Mensch und Fledermaus. Auch der Name Popobawa wurzelt in dem Aussehen des Monsters, da es aus der Swahili-Sprache (Suaheli) für „Fledermaus“ (= popo) und „Flügel“ (= bawa) zusammengesetzt ist. Auf der Insel Pemba, quasi das Kernland der Berichte über das Wesen, wird es auch als „Zain Haider“ bezeichnet. Angeblich abgeleitet vom arabischen Wort für „Löwe“ (= Haydar), was die Gefährlichkeit der geisterhaften Flugbestie unterstreichen soll.

Wie eben in anderen Berichten von fliegenden Wesen, so wird auch Popobawa als menschenähnlich beschrieben. Aber auch hier nur von der grundsätzlichen Statur des Untieres her. Popobawa sei etwa so groß wie ein ausgewachsener Mensch, hat aber nur ein (rotes) Auge mitten auf der Stirn, die Flügel und Krallen einer Fledermaus einen langen Schwanz und zwei Beine. Mit diesen Beinen könne der Geist oder Dämon auch laufen wie ein Mensch.

Das besonders Unheimliche an diesen Geschichten aus dem Indischen Ozean ist, dass Popobawa Menschen attackieren und verletzten soll. Anders als der legendären Mothman, der grundsätzlich niemanden angreift und schädigt(e).

Die ersten bekannten Begegnungen mit diesem „Dracula“ ereigneten sich ab etwa 1970/72 auf der Sansibar-Nachbarinsel Pemba. Nach einigen Wochen jedoch war der Spuk vorbei. Bis in die 1980er Jahre, als erneut Zeugen berichtete, dass sie das Wesen beobachtet hätten. Angst und Schrecken habe das Fledermaus-Monster verbreitet und sogar für einige Knochenbrüche bei Menschen gesorgt.

1995 kam Popobawa wieder auf die Insel zurück. Vor allem der Reporter Chris McGreal machte damals diese Sichtungswelle bzw. das Wesen an sich weit über die Grenzen Sansibars hinaus bekannt. Auslöser dafür war der Artikel „Zanzibar Diary“ zu den Vorfällen, den McGreal am 2. Oktober 1995 in der Zeitung „The Guardian“ veröffentlichte. Vor allem die Schilderungen des lokalen Farmers Mjaka Hamad sorgten dabei für hitzige Debatten.

Hamad war einer der ersten Zeugen, die eine Begegnung mit dem Wesen beschrieben. Angeblich, so Hamad, haben mehrere Bewohner seines Hauses den Popobawa tatsächlich gesehen. Ein Mann soll von dem Fledermausmenschen sogar zu Tode „gehackt“ worden sein!

Ein anders Opfer der Kreatur kam glimpflich davon. Er sei in das Landeshauptkrankenhaus eingeliefert worden, da ihm der Popobawa mehrere Rippen gebrochen und Quetschungen sowie andere Verletzungen zugeführt habe. Nach dieser schmerzhaften Begegnung sei das Biest ebenso schnell wieder verschwunden, wie es kam …

Sex mit dem Monster?

Erste Berichte über Begegnungen mit unheimlichen Wesen dieser Art stammen schon aus den 1960er Jahren. Diese Schilderungen lösten aber kein weit verbreitetes Interesse aus, da sie eher lokal erzählt wurden.

Bei den Ereignissen von 1995 hingegen wird gerne die Bezeichnung „Massenhysterie“ verwendet, da sich die Berichte auch auf andere Inseln ausbreiteten. Ebenso erfasste die Popobawa-Hysterie Städte und Orte an der Küste des Festlandes.

Vor allem die Männer des Archipels sahen sich in Gefahr, da der Popobawa ausschließlich Männer im Schlaf überfallen haben soll. So griffen die männlichen Bewohner zur Selbsthilfe, in dem sie nicht mehr alleine in ihren Hütten und Häusern schliefen, sondern die Nächte zusammen an offenen Feuern im Freien verbrachten. Die Gruppe sollte Schutz vor diesem bösen Dämon der Nacht bieten. Und die Männer glaubten auch, dass der Popobawa von ihnen etwas „sexuelles“ wollte.

So schilderte Mjaka Hamad seine unheimliche Begegnung mit den Worten:

Ich konnte es fühlen, dass etwas auf mich drückte und ich konnte mir nicht vorstellen, was mit mir geschieht. Du fühlst dich, als ob du ohne Stimme schreist. Es war wie ein Traum, aber da dachte ich, dass ist der Popobawa und er ist gekommen, um etwas Schreckliches mit mir zu tun. Etwas Sexuelles. Es ist schlimmer als das, was er mit Frauen macht.

Ich glaube nicht an Geister. Vielleicht hat er mich aber genau deshalb angegriffen. Vielleicht will es jeden angreifen, der nicht glaubt.“

Ein sexueller Angriff eines rätselhaften Monsters auf einen unbescholtenen Farmer im Schlaf? Kaum zu glauben, aber schon Jahrhunderte bekannt. Zumindest in der (europäischen) Folklore, wo dämonische Wesen mit Namen Inkubus und Sukkubus schlafende Frauen bzw. Männer sexuell überfallen haben sollen (mehr HIER). Diese Albe/Elbe/Elfen mit Namen Sukkubus würden nachts dem schlafenden Mann den Samen rauben und die Inkubus wiederum sich mit schlafenden Frauen paaren. Eben ein Alb-Traum.

Grundsätzlich sind das uralte Motive der Mythologie, die schon vor tausenden von Jahren (zum Beispiel in Mesopotamien) bekannt waren.

Als Anfang Februar 1995 die Sichtungswelle auf den Inseln ausbrach, sollen auch verschiedentlich solche Kreaturen von Menschen getötet worden sein. Etwa am 28. April in dem Ort Nungwi und am 3. April in Sansibar-Stadt. Doch dann endete die Welle ebenso schnell, wie sie über die Inseln herein brach. Vorerst.

Auch nach 1995 kam es immer wieder zu Berichten über den Popobawa. Teilweise enthielten diese Meldungen auch die „sexuelle Komponente“ rund um das Monster der Nacht. Beispielsweise brachte die BBC am 21. Februar 2007 die Meldung „Fledermaus-Dämon schuld an Sex-Attacken“. In den BBC News war zu lesen:

Männer in Teilen der Tansanias Hauptstadt Dar es Salaam leben in Angst vor einem nächtlichen Sex-Angreifer. (…) Manche Männer bleiben wach oder schlafen in Gruppen außerhalb ihrer Häuser. Andere beschmieren sich mit Schweine-Öl und glauben, dass dies die Angriffe abwehrt.

(…)

Die Geschichte sagt, dass die Fledermaus in der Lage sei, sich nachts in einen Mann zu verwandeln und sie wird auch für Vergewaltigungen von Frauen verantwortlich gemacht.

Scheich Yahya Hussein, ein prominenter Astrologe in Tansania, behauptet, dass der Dämon ein Geist ist, der von Hexen entfesselt wird, um ihre Gegner zu quälen.

Der Glaube an Hexerei und Aberglauben ist in Tansania weit verbreitet, vor allem in ländlichen Gebieten.“

Bei der BBC wurde übrigens schon 2001 über die Angriffe des Popobawa auf Sansibar berichtet. “Sex-wütiger ‘Geist’ erschreckt Zanzibaris” lautete am 19. Juli 2001 die Schlagzeile der BBC News. Darin war vor rund 16 Jahren unter anderem zu lesen:

Die Angst hat die Bewohner der Sansibar-Inseln geschlagen, nachdem Gerüchte über das Wiedererscheinen eines sexuell gefräßigen Geistes kursieren, der Menschen angreift, während sie nachts in ihren Betten schlafen.

(…)

Die Leute behaupten, dass seine Anwesenheit in einem Haus durch einen ätzenden Geruch und einen Hauch von Rauch zu erkennen sei. Die Opfer sprechen dann von einem Trance- oder traumhaften Zustand, in dem sie belästigt werden.

Bizarre Geschichten, die es am 28. Februar 2007 sogar in die deutsche „Tagesschau“ der ARD schafften. Auf die BBC-Meldung von 2001 komme ich weiter unten noch einmal zurück, da diese ein Detail enthält, das später von Interesse sein wird …

Folklore, Aberglaube und das Christentum

Wir Europäer sehen oder hören immer mal wieder davon, dass in Afrika irgendwelche „abergläubischen Kulte“ oder Ansichten existieren. Von Voodoo bis zum Glauben an böse Geister und Dämonen, die man ver- oder austreiben muss. So auch beim Popobawa vor und an Afrikas Ostküste, wie es die oben zierte Meldung der BBC aussagt?

Die Gebiete im Osten Afrikas waren einst Kolonien, wie es viele Teile der Erde waren. Im Zuge der Kolonisierung vieler Regionen der Welt durch „zivilisierten Menschen“ kamen auch neue Religionen zu den dortigen Urbevölkerungen. Traditionelle Kulte und Glaubensvorstellungen vermischten sich so mit den eingeschleppten Religionen der Eroberer zu den unterschiedlichsten religiösen Weltanschauungen.

In Südamerika beispielsweise haben sich auf diese Art das Christentum und einheimische Religionen zu ganz „neuen“ Religionen entwickelt. Ebenso in Afrika. Auch hier wurden archaische Glaubensvorstellungen von Geistern, Dämonen, Erdwesen, bösem Zauber usw. zum Teil mit in die christlichen Lehren der Eroberer übernommen.

Und das gilt auch für Tansania und Sansibar, wo eine Mischung aus drei Religionen existiert. Die dortige Urbevölkerung mischte im Zuge der Kolonisierung ihren vorhandenen Glauben mit dem Islam und dem Christentum der Neuankömmlinge. Der Glaube an Dämonen, böse Mächte & Co. ist dort bis heute tief verwurzelt.

Sind also alle Schilderungen über den Popobawa nichts weiter als Aberglaube, herüber gerettet aus jenen Tagen vor der Eroberung durch „zivilisierte Menschen“? Zumindest vermuten das viele Kritiker dieser und ähnlicher Berichte.

Auch bei den oben genannten Inkubus und Sukkubus der mittelalterlichen Sagenwelt Europas soll das der Fall sein. Auch diese „Dämonen der Nacht“ des Mittelalters sollen ihren Ursprung in der Epoche lange vor dem Christentum haben. Folglich ein Aberglaube der „heidnischen Völker“, der sich bis in das christliche Europa retten konnte. Auch wenn Überlieferungen solcher und ähnlicher Art Jahrtausende vor Christus bereits in anderen Teilen des Planeten bekannt waren. Nicht nur in Europa.

Skeptiker sehen in abergläubischen Erzählungen nichts weiter als eben Aberglaube. Fiktionen aus der Vergangenheit, denen keinerlei Realität zugrunde liegt. Das mag so sein. Wobei man sich fragen muss, ob es nicht doch einen realen Auslöser für den Glauben an solche Wesen gab. Andererseits ist es nicht von der Hand zu weisen, dass vor allem 1995 der Hype um den Popobawa mit Sicherheit durch die Medien „angefeuert“ wurde. Beim eingangs kurz erwähnten Monster des Chupacabra aus Mittelamerika beispielsweise war es meiner Meinung nach so. Auch wenn dieser Ziegensauer eine andere Art von Kreatur sein soll, die es vor allem auf das Blut von Tieren abgesehen hat.

Interessant ist vielleicht am Rande, dass die Chupacabra-Welle auf der Insel Puerto Rico im Jahr 1995 begann …

Von Geistern besessene Politiker und Al-Qaida

Alles also nur ein soziokulturelles Phänomen der Neuzeit? Blenden wir die Tatsache aus, dass schon vor Jahrhunderten und Jahrtausenden „Luftgeister“ und „Sex-Dämonen“ geschildert wurden, wird beim Popobawa noch eine andere Deutung der Ereignisse angeführt. Man könnte diese als „politische Deutung“ bezeichnen.

So erschien am 13. Dezember 2003 in „The Economist“ der Artikel „Terror, Tourism and Odd Beliefs“, der den bezeichneten Untertitel „Aberglaube als politisches Barometer“ trug. Darin hieß es, dass die Paniken und Wellen von Sichtungen um den Popobawa ein Spiegelbild der Bevölkerung vor sozialen Ängsten sei. Quasi ein „Ventil“ der abergläubischen Menschen der Region.

Weiter wurde in dem Artikel vermutet, dass die Sichtungswellen eine Art Prädiktor des Terrors sein könnten. Da Sansibar und seine paradiesischen Strände bei Touristen aus aller Welt sehr beliebt sind und die Terrorgruppe Al-Qaida Verbindungen hierher hat(te), sei der Popobawa Ausdruck der Angst vor Terroranschlägen auf Sansibar. Das Al-Qaida Anschläge auf touristische Ziele in aller Welt verübt, ist hinlänglich bekannt.

Ein Monster als abergläubischer Ausdruck politischer Unruhen, Unsicherheiten und der Angst vor Al-Qaida?

Auch frühere Popobawa-Paniken werden so interpretiert. Zum Beispiel verweist Martin Walsh von der Universität Cambridge in seiner Veröffentlichung „The Politicisation of Popobawa“ im „Journal of Humanities“ (Nr. 1/2009) darauf, dass diese Bestie immer während Zeiten der Unsicherheit und Veränderung erscheinen würde. Die Verbreitung derartiger Berichte über das Internet und Fernsehen trägt letztlich zur Entstehung eines Popobawa-Hype bei. Auch das ist mit dem Ziegensauer Mittelamerikas zu vergleichen.

Walsh führt allerdings auch Beispiele an, die durchaus zu denken geben. So zeigen die „Popobawa-Paniken im historischen Kontext“ in seiner Veröffentlichung, dass es vor den nationalen Wahlen 1995 und 2000 solche Paniken gegeben hat. Gleiches gilt zum Beispiel auch nach den Massenprotesten und Gewaltausbrüchen 2001 oder 1964 nach der Unabhängigkeit Sansibars von Großbritannien, der folgenden Revolution und der Union mit Tansania.

Selbst gegen politische Gegner wurde der Popobawa bereits instrumentalisiert.

So nennt Walsh in seiner Arbeit das Beispiel einer Frau von der Insel Pemba während des Wehrkampfes 1995. Sie habe gesagt, dass die Regierungspartei CCM hinter all dem stecken würden. Walsh:

Namentlich nicht genannte Politiker, Mitglieder der Regierungspartei CCM, haben 70 Geister auf die Insel geholt, um Menschen zu belästigen und sie abzulenken, dass sie nicht darüber sprechen und sich nicht in die Politik einbringen.“

Als Folge dieser Geister der Regierungspartei zweifelte die Oppositionspartei CUF an den konkurrierenden Politikern per se. Waren sie überhaupt Menschen oder waren sie dämonisch?

Die Parteien CCM und CUF befanden sich in dieser Zeit in einem erbitterteren Wahlkampf „und die Leute spekulierten über die Identität der CCM-Politiker, die von den Geistern angedeutet wurden“, von denen die Frau erzählt habe. Waren also die CCM-Politiker von Popobawa bessern? Der Bezirksausschuss von Wete schlug sogar vor, einen „Mganga“, eine Art Medizinmann oder Arzt, zu rekrutieren, der Medizin gegen den Popobawa vorbereiten soll. Dadurch wollen man die nächtlichen Angriffe der Bestien abwehren, die die CCM-Regierung beherrschten …

Dennoch ist es interessant, dass scheinbar in den Epochen des Wandels auf Sansibars Insel Monster-Wellen bevorzugt auszubrechen scheinen. Die Verfechter dieser „Politik-Panik-These“ glauben, dass das auch in Zukunft so sein wird. Nur scheinen die Bewohner der Inseln dieser These selber zu widersprechen. Zumindest nach der weiter oben erwähnten BBC-Meldung “Sex-wütiger ‘Geist’ erschreckt Zanzibaris” vom 19. Juli 2001. Denn in der oben teilweise zierten Meldung erfahren wir auch:

In den letzten Jahren behaupteten die Bewohner auf den halb autonomen tansanischen Inseln, dass Popobawa die Inselbewohner nur bei Wahlen besucht, wie etwa bei den umstrittenen Parlamentswahlen 1995 und 2000.

Aber zur Überraschung von vielen, ist dieser Geist gegenwärtigen wieder erschienen, obwohl es keine Wahlen irgendwelcher Art gibt.”

Ally Saleh, der selber auf Sansibar lebt und diese BBC-Meldung verfasste, widerspricht mit diesen Informationen eigentlich klar der „Politik-Panik-These“. Die Inselbewohner zeigen sich nach seinen Angaben selber überrascht, dass Popobawa wieder da sei …

Uralt – aber auch wahr?

Die tropischen Inseln vor der Ostküste Afrikas und ihrer Bewohner haben kulturell und geschichtlich vollkommen andere Hintergründe als wir. Bei uns in Deutschland stehen nun auch Wahlen vor der Tür. Soweit mir bekannt ist, hat bisher im Wahlkampf kein Oppositions-Politiker der Regierung vorgeworfen, sie habe böse Geister ins Land geholt oder sei sogar von ihnen besessen. Auch wenn von einigen Alien-Verschwörungstheoretikern behauptet wird, dass verschiedene Politiker in Wahrheit außerirdische Reptiloide sind. Kanzlerin Angela Merkel einschlossen.

Dämonen-Glaube und Hexerei sind in allen westlichen Gesellschaften praktisch kein Thema. Nur ist es fraglich, ob die weltweiten Berichte von geflügelten Kreaturen alle als „abergläubischer Ausdruck der Angst vor dem Wandel“ angesehen werden können. Der Mothman würde schon nicht in dieses Erklärungsmodell passen. Auch die mythischen Wesen der mittelalterliche Sagen- und Märchen-Welt fügen sich hier nicht ein.

Jedoch sind derartige Überlieferungen frühere Jahrhunderte zeitlich fast nie zu datieren. Auch deren genaue Herkunft (Land, Ort, Region, Kultur, Volk …) lässt sich unmöglich ermitteln. Somit kann man diese nicht mit irgendwelchen Zeiten in Kontext bringen, in denen sich die Menschen ungewissen Veränderungen gegenüber sahen.

Einzig und allein lässt sich belegen, dass schon vor 5.000 und mehr Jahren die Menschheit glaubte, dass es solche fliegenden Wesen gibt. Und – dies nur der Vollständigkeit halber – selbst die erste Frau des biblischen Adam reiht sich hier ein.

Vor dem Zusammenfinden des berühmten Paares Adam und Eva hatte der Mann bereits eine Frau, die in der jüdischen Mythologie Lilith genannt wird. Diese Ex-Frau des Adam wurde im Laufe der Zeiten zu einem Geist oder Dämon der Nacht und Lüfte, hat aber ihren Ursprung in den genannten und wesentlich älteren Mythen aus Mesopotamien. Hier war sie eine Göttin, die einst fliehen musste und später als ein weibliches Mischwesen mit Flügeln dargestellt wurde.

Später „teilte“ sich diese Lilith in den Überlieferungen und daraus wurden männliche und weibliche Nacht-Dämonen, die Lils und Lilits genannt wurden. Eben jene, die nachts schlafende Menschen heimsuchen, „sexuell missbrauchen“ und sogar Kinder töten …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Eine “schockierende Entdeckung”: Archäologen fanden in China eine 2.000 Jahre alte “ägyptische Pyramide” im Mini-Format

Archäologen fanden in China eine 2.000 Jahre alte "ägyptische Pyramide" im Mini-Format (Bild: YouTube-Screenshot / Varbage)
Archäologen fanden in China eine 2.000 Jahre alte “ägyptische Pyramide” im Mini-Format (Bild: YouTube-Screenshot / Varbage)

Das weltweite Vorkommen von Pyramiden aus zahlreichen Kulturen der Geschichte fasziniert schon lange die Forschung. Sowohl Grenzwissenschaft, “alternative Geschichtsschreibung” wie auch die etablierte Archäologie begeistern sich über solche Funde und Monumente, die sehr oft als Grabmale gedient haben. Seit Mitte März 2017 berichten vor allem englische Medien inzwischen verstärkt über den Fund einer neuen Pyramide, die in China gefunden wurde. Es sei eine “schockierende” Entdeckung, schreiben die einen. Während andere das Bauwerk schlicht als “strange” – also merkwürdig oder sonderbar – bezeichnen. Der Grund ist, dass diese rund 2.000 Jahre alte Pyramide in China jenen Bauten in Ägypten stark ähnelt. Was genau ist von der sehr interessanten Entdeckung der chinesischen Archäologen zu halten?

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Das auf dem ganzen Planeten Pyramiden stehen ist kein Geheimnis oder eine fixe Idee von irgendwelchen Verschwörungstheoretikern, sondern eine Tatsache.

Tatsache ist dabei auch auch, dass quasi jeder Steinhaufen oder Erdhügel irgendwo aus der Welt sehr gerne sogleich “Pyramide” genannt wird. Auch solche, die dabei nicht mal auf dem zweiten oder dritten Blick einer Pyramiden auch nur entfernt ähneln. Wie beispielsweise das Felsgebilde von Yonaguni im Meer vor der Küste Japans.

Pyramiden in China – und die Kritiker

Pyramiden in China sind lange bekannt und es sind unzählige davon mehr oder weniger gut dokumentiert. Mehr chinesische Pyramiden als Pyramiden in Ägypten soll es sogar geben. Und obwohl man durchaus sehr skeptisch sein muss, was heute alles als “Pyramide” angesehen wird, sagen Kritiker immer wieder gerne, dass die Pyramiden in China keine Pyramiden sind.

Gerne werden sie einfach als Hügel aus gestampfter Erde oder Erdaufschüttungen bezeichnet. So, als wollen Skeptiker die Pyramiden in China als “minderwertig” oder sogar “Dreckhügel” disqualifizieren.

Es ist Tatsache, dass richtige “echte Pyramidenformen” aus Stein mit einer Spitze nur in Ägypten durch gewaltige Arbeitsleistungen erbaut wurden. Jedoch ist es auch ein Fakt, dass diese “geometrisch perfekten Pyramiden” von Ägypten im weltweiten Vergleich eine Ausnahme sind. Dieser Umstand schmälert aber nicht die Arbeitsleistung anderer Völker. Etwa die der späteren mittelamerikanischen Maya und Azteken oder eben auch die der Chinesen.

Die “ägyptische Pyramide” in China

Seit am 14. März 2017 die britische Boulevardzeitung “The Sun” über den Fund einer Pyramide in einer Grabanlage in China berichtet hat, folgten einige andere Medien auf dem Fuße. So schrieb “The Sun” ungewohnt sachlich zum Beispiel:

Ein seltsames pyramidenförmiges Grab wurde unter einer Baustelle im Zentrum von China ausgegraben. (…)

Chinesische Medien haben den Grab den Namen ,Pyramide von Zhengzhou’ gegeben. Aber es ist kein Konkurrent der Ägyptens Hauptartaktionen.”

Auch Zeitungen wie etwa “New York Post” einen Tag später bleiben bei ihren Berichten rechts sachlich. Ebenso die britische “Independent” am 17. März, die die Grabanlage bzw. die Pyramide darin nur “mysteriös” fand.

Anders sah es dann bei verschiedenen englischen YouTube-Videos aus. Sie sprachen teilweise bei dem Grab von einer “schockierenden Entdeckung”, da das Bauwerk ägyptischen Pyramiden so sehr ähneln würde.  Ohne Zweifel ähnelt sie vom Aussehen auch wirklich Pyramiden in Ägypten.

Jedoch ist das auch eigentlich fast schon alles.

Die Pyramide von Zhengzhou

Grundsätzlich hat die Berichterstattung eines gemeinsam: sie nennen auch die Fakten der “Pyramide von Zhengzhou”. Gefunden wurde die Grabanlage bei Bauarbeiten in Zhengzhou der Provinz Henan im östlichen China. Das Grab selber wird auf die Han Dynastie datiert, also zwischen ca. 202 vor bis 220 nach Christus und es ist damit gut 2.000 Jahre alt. Ägyptische Pyramiden sind mehr als doppelt so alt.

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Das Grab besteht aber nicht nur auf dieser winzigen Pyramide “im ägyptischen Baustil”, also aus Stein mit einer mehr oder weniger spitzen Spitze. Daneben liegt ein zylindrisches Bauwerk, das von der Form her an eine Art rundlichen Flugzeughangar erinnert. Das gesamte Grab selber wird mit einer Größe von etwa 30 Metern Länge und 11 Metern Breite angegebenen und sei in Ost-West-Richtung ausgerichtet.

Innerhalb dieser Grabanlage wiederum befindet sich die Pyramide im Stil des alten Ägypten und der längliche Nebenbau. Auf Bildern, die chinesische Medien am 11. März von diesen Ausgrabungen veröffentlichten, kann man das sehr schön sehen. Was man gleichfalls ebenso schön sehen kann, ist, wie mini diese “Pyramide von Zhengzhou” eigentlich ist.

Vielfach ist in der Presse oder in diversen Online-Videos und -Veröffentlichungen zu der Pyramide deren Größe aber gar nicht genannt. Sie ist nur rund 1,83 Meter (6 Fuß) hoch und damit schon eine Art Pyramide für den Vorgarten oder Weihnachtspyramide für die gute Stube. Wobei ich persönlich daran zweifel, dass diese überhaupt so hoch ist. Zumindest wenn man ihre Höhe auf diesem Bild mit dem Mann daneben vergleicht:

Die "schockierende Entdeckung" aus China: Mehr als nur mini (Bild: YouTube-Screenshot / Varbage)
Die “schockierende Entdeckung” aus China: Mehr als nur mini (Bild: YouTube-Screenshot / Varbage)

Ungewöhnlich ist die Pyramide aber vor allem auch dadurch, dass sie nicht all den anderen chinesischen Pyramiden ähnelt. Dieser Mini-Bau stand nicht, wie alle die anderen Pyramiden, über der Erde in der Landschaft herum. Sie ist zusammen mit dem kuppelförmigen Bauwerk daneben im Erdreich in einer Grabkammer unterirdische angelegt und dann als Teil der Gesamtanlage zugeschüttet worden. Und die “Pyramide von Zhengzhou” wurde eben auch nicht aus Erde gebaut, sondern ist aus Steinen gemauert worden.

Eine Reihe von Online-Texten zu dieser archäologischen Zufallsentdeckung verweisen auch auf die “Weiße Pyramide” in China. Jene Pyramide, die angeblich mindestens 300 Meter hoch sein soll und bisher nie gefunden wurde.

Auch wenn ich nicht glaube, dass diese riesige “Weiße Pyramide” in China existiert, so ist ein anderes Pyramiden-Rätsel aus dem Reich der Mitte mehr als spannend. Ein Mysterium, das schon vor Jahrzehnten in der Grenzwissenschaft bzw. Prä-Astronautik für Diskussionen und Spekulationen sorgte, und zu dem ich jüngst in einem neuen E-Book neue Fakten vorstellte.

Auf meiner kommenden Mystery-Tagung am 10. Juni im Galileo-Park in Lennestadt erfahrt Ihr dazu mehr.

Mehr auch in diesem Video von mir auf meinem YouTube-Channel:

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Wenn Außerirdische zur Erde kommen, können diese zum Judentum konvertieren? Was Rabbiner zu Aliens und Leben im Universum sagen

Können Außerirdische zum Judentum konvertieren? Was Rabbiner zu Leben im All sagen (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Können Außerirdische zum Judentum konvertieren? Was Rabbiner zu Leben im All sagen (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

“Wenn ein UFO kommt”, fragt sich ein Rabbiner in der Zeitung “Jüdische Allgemeine”, und sich darin Außerirdische befinden, die gerne zum Judentum konvertieren möchten – was dann? Können Außerirdische überhaupt zum Judentum konvertieren? Und warum spricht scheinbar die ganze Medien- und Unterhaltungs-Landschaft der Welt so viel über Aliens? Fragen, die grundsätzlich jede Religion der Menschheit oder besser gesagt ihre aktiven Gläubigen interessieren (sollten). Aus diesem Grund widmet sich die auflagenstärkste und bedeutendste Zeitung des Judentums in Deutschland in einem Artikel diesen Fragen. Die jüdischen Rabbiner kommen dabei zu ganz erstaunlichen Antworten!

 

 

Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die 1946 gegründete jüdische Zeitung “Jüdische Allgemeine” gilt für das deutsche Judentum als Wichtiges Sprachrohr und als bedeutende Informationsquelle. Es ist eine „Wochenzeitung für Politik, Kultur, Religion und jüdisches Leben“, die – wie alle Printmedien – zwar mit einem Rückgang der Druckausgaben zu kämpfen hat, aber dennoch online von zehntausenden Usern monatlich besucht wird. Und einer davon bin ich.

Rabbiner und Außerirdische

Am 28. Juli 2016 veröffentlichte der Rabbiner David Geballe den Artikel “Wenn ein UFO kommt …” in der “Jüdischen Allgemeinen”.

Geballe schreibt darin, dass der Boom des Themas Außerirdische im All und UFOs in den letzten Jahrzehnten gewaltig gewachsen sei. Anders als der der Glaube an Gott, der immer weiter abnehme. Umfragen in Deutschland oder auch den USA, so der Rabbiner, bezeugen den Rückgang an Gottes-Glauben und den Anstieg des Glaubens an Außerirdische. Das ist auch richtig, wie es zahlreiche Untersuchungen und Umfragen immer wieder deutlich gemacht haben. Einige davon habe ich auch auf diesem Blog vorgestellt und umfangreich in einem Buch diskutiert.

Rabbiner Geballe fragt sich angesichts dieser Tatsachen dabei folgendes:

Sicherlich haben in früheren Zeiten Sagen und Märchen, die von übernatürlichen Kreaturen handeln, das Interesse für das ,Andere’ abgedeckt. (…)

Doch welches Grundbedürfnis der menschlichen Psyche bedient der Glaube an extraterrestrisches Leben?

Und weiter schreibt er:

In den vergangenen 200 Jahren hat in der westlichen Welt eine immer stärkere Säkularisierung stattgefunden. Das heißt, dass alle Funktionen, die Religionen vorher innehatten, anders aufgefangen werden müssen. Das Verlangen in uns, das durch die ,Ersatzreligion’ Ufologie befriedigt wird, ist der Wunsch, nicht allein im Universum zu sein. Dadurch wird der Glaube an extraterrestrisches Leben sinnstiftend.”

UFOs und Aliens als Ersatzreligion?

ARTIKEL: UFO-Sekten gibt es tatsächlich: "Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als Sekte" (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)
ARTIKEL: UFO-Sekten gibt es tatsächlich: “Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als Sekte” (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)

Schon bei diesen Aussagen des Rabbiners würden mit Sicherheit Grenzwissenschaft, Mystery-Forscher, Prä-Astronautiker, UFO-Forscher usw. mehr als nur eine Anmerkung oder Ergänzung haben. Beispielsweise den Umstand, dass die “übernatürlichen Kreaturen” aus der Sagen- und Märchen-Welt von einer ganzen Reihe Mystery-Forscher in direkter Verbindung zu den “Aliens von heute sehen”.

Das heißt, es gibt nicht wenige Menschen aus dem Bereich der Prä-Astronautik (wie mich!) oder auch UFO-Forschung, die in den Berichten und Schilderungen der Folklore über Begegnungen mit Wesen aus der sogenannten “Anderswelt” deutliche Parallelen zu den Erzählungen über mutmaßliche Aliens sehen. Erst die moderne und wissenschaftlich westlich weiter entwickele Menschheit ersetzte diese “Kreaturen” durch “Außerirdische”.

Die Vermutung von Rabbiner David Geballe ist im Grunde genommen richtig. Aber auch nur deshalb, weil der Mensch von heute wesentlich mehr Wissen über das Universum und Leben um fremde Sterne hat. Die Menschen haben quasi die Wesen der Folklore als das erkannt, was sie sein könnten: Außerirdische.

Ein sehr komplexes Thema, wie viele Mystery-Interessiere wahrscheinlich wissen. Aber keine “Ersatzreligion”, wie ich immer wieder betone. Der Glaube an intelligentes Leben im All und auch daran, dass Außerirdische möglicherweise vor vielen Jahrtausenden hier auf der Erde waren oder noch sind, ist mit Sicherheit kein Ersatz für eine Religion mit einem Glauben an einen Schöpfergott. Jedoch wissen sicherlich viele Leserinnen und Leser, dass es tatsächlich auch echte UFO-Sekten gibt, weshalb mein Kollegen Roland M. Horn und ich 1999 ein entsprechendes Buch zu dieser Problematik veröffentlichten.

Bereits in meinem Buch “Götter der Sterne – Bibel, Mythen und kosmische Besucher” aus dem Jahre 1997 habe ich mich mit dieses Vorwurfs angenommen. So beendete ich damals das Nachwort mit den Worten

"Götter der Sterne" von Lars A. Fischinger 1997
“Götter der Sterne” von Lars A. Fischinger 1997

Der böse Vorwurf, hier wird eine Art ,Ersatzreligion“’ verbreitet, ist nicht stichhaltig. Denn für welche Religion sollte diese ein Ersatz sein? Vom Christentum, welches sich noch in evangelisch und katholisch unterteilt, vom islamischen Glauben, oder vom Buddhismus (wobei buddhistische Quellen auch im Christentum zu finden sind)?

Jeder Moslem könnte einem Christen vorwerfen, er glaube an die falsche Sache, genauso natürlich umgekehrt. Das vorliegende Buch ist keine ,heilige Schrift“ einer Ersatzreligion (was immer das sein mag), sondern eine Theorie, eine neue Auslegung religiöser Schriften. Niemand braucht irgend etwas davon zu ,glauben“’ – dieses Buch fordert keine Umstellung der alltäglichen Lebensweise oder finanzielle Unterstützung, wie es typisch für Religionen (Sekten) ist. Hier wird keine Heilsbotschaft oder eine Messiaserwartung verkündet, sondern altes Schriftgut neu analysiert und auslegt.

Noch weniger, und dies sei auf das deutlichste betont, wir hier eine Art Endzeit prophezeit, die wir unserem falschen Glauben und irdischen Verhalten zu verdanken haben. Die Außerirdischen der Bibel und andere Texte werden uns nicht irgendwann einmal in den Himmel evakuieren, da wir unseren Lebensraum Erde zerstört haben. Es werden keine selbsternannten Sternenbrüder oder Sternenpeople an die Öffentlichkeit gehen, um uns den Weg in die UFOs zu weisen, um uns so in die vermeintlich ,göttliche’ Obhut ebenso vermeintlicher ,Lichtwesen’ oder einem ,außerirdischen’ Jesus Christus, der nun eine Raumflotte von ,Strahlenschiffen’ kommandiert, zu übergeben…

Warum UFOs und Astronautengötter keine “Ersatzreligion” sind und sein können, erkläre ich beispielsweise auch in diesem Video-Interview vom Oktober 2013 auf YouTube.

Außerirdische haben “keinen freien Willen” …

David Geballe führt in seiner Betrachtung von Außerirdischen weiter aus, wie genau man dem Thema als gläubiger Jude begegnen muss. So schreibt er, dass laut Talmud das gesamte Universum und alles, was sich darin befindet, “für den Menschen gemacht wurde”.

Der Vatikan, der Papst und die Außerirdischen – Die Haltung der katholischen Kirche zu der Frage Leben im Universum (Bild: L. A. Fischinger /NASA / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Der Vatikan, der Papst und die Außerirdischen – Die Haltung der katholischen Kirche zu der Frage Leben im Universum (Bild: L. A. Fischinger /NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Warum aber ein gleich derartig gigantisches All mit der Erde und Menschheit im (eher geistig zu verstehenden!) Zentrum darin von Gott erschaffen wurde, erklärt der Rabbiner auch. Es soll der Menschheit Ehrfurcht lehren:

“Eine mögliche Antwort auf diese Frage wäre, dass Größe und Anzahl Gott nichts bedeuten. Für Gott ist es eine ebenso große Anstrengung, ein Sonnensystem zu erschaffen, wie eine Zentilliarde (eine Eins gefolgt von 603 Nullen). Trotzdem müssen wir uns fragen, zu welchem Zweck unser unermessliches Weltall entstanden ist. Maimonides sagt dazu, dass das überwältigende Universum den Menschen dazu bringen soll, mehr Ehrfurcht vor Gott zu haben, der alles erschaffen hat.

Diesen theologischen Deutungen und Interpretationen des Rabbiners kann man mit Sicherheit noch gut folgen. Nicht aber den weiteren Ausführungen.

So heißt es weiter, da das All für die Menschheit  geschaffen wurde, kann es auch keine Außerirdischen mit einem “freien Willen” geben. Daraus folgert der Artikel diese Annahme:

Da es also auf anderen Planeten kein Wesen gibt, das einen freien Willen besitzt, kann es dort auch keine anderen Formen von Leben geben – auch keine Geschöpfe ohne freien Willen, denn deren Zweck besteht darin, für Geschöpfe mit freiem Willen zu existieren

Super intelligente Aliens? Ja! Zum Judentum konvertieren? Nein!

Auch wenn Rabbiner David Geballe in seiner Veröffentlichung verschiedene Rabbiner der Vergangenheit und ihren Auslegungen rezitiert, bleibt es im Grund bei dieser Aussage: Aliens haben keinen freien Willen, könnten aber existieren.

Die Tora und der Talmud widersprechen eindeutig nicht der Möglichkeit von außerirdischem Leben, sind sich die jüdischen Gelehrten sicher. Auch nicht, dass diese Außerirdischen vielleicht sogar weit intelligenter sind als wir Menschen, steht dem nicht im Widerspruch. Doch diese Wesen in den Weiten des Kosmos sind nach diesen Deutung willenlose Wesen. Und Lebewesen ohne einen freien Willen können auch nicht zum Judentum konvertieren.

Vatikan: Aliens könnte es geben aber nicht einen zweiten Jesus Christus (Bild: L.A. Fischinger / NASA)
Vatikan: Aliens könnte es geben aber nicht einen zweiten Jesus Christus. Warum sich mir deshalb drei brennende Fragen stellen. (Bild: L.A. Fischinger / NASA)

Resümierend heißt es dazu unmissverständlich:

Doch der freie Wille ist etwas intrinsisch menschliches, da nur uns Menschen die Tora gegeben worden ist.

Falls also eines Tages ein UFO landen sollte und die Insassen alsbald beim Rabbinat anklopfen, um zum Judentum überzutreten, wird unsere Antwort leider negativ ausfallen müssen – weil wir nicht davon ausgehen können, dass die Aliens über einen freien Willen verfügen.

Alles für nur uns – der Menschheit

Folgende wesentliche Punkte haben die Rabbiner oder besser gesagt deren Auslegungen und Analysen hier genannt:

  1. Das Universum wurde von Gott für die Menschen erschaffen
  2. Es kann durchaus Leben im All geben – das widerspricht nicht dem jüdischen Glauben
  3. Diese Außerirdischen könnten auch wesentlich intelligenter als wir Menschen sein
  4. Gibt es sie – egal wie intelligent – haben sie aber keinen eigenen und freien Willen, da sie für die Menschen erschaffen wurden
  5. Ohne einen freien Willen kann kein Mensch und natürlich auch kein Alien zum Judentum konvertieren

Was dieser viel zitierte “freie Wille” eigentlich genau ist, das erklärt der Artikel nicht. Wohl aber, dass dieser uns Menschen der Erde von Gott durch den Tora “gegeben worden ist”. Demnach haben Außerirdische diese Texte nicht von Gott bekommen und sind so quasi willenlose Lebewesen. Aliens, denen irgendwie die “spirituelle Erleuchtung” fehlt und die ohne den Glauben an die Tora auch keine Juden werden können. Das ist natürlich durchaus logisch. Es kann auch niemand wirklicher Katholik werden, der nicht an das Neue Testament und Jesus Christus glaubt.

VIDEO: Der Vatikan und die Außerirdischen: brauchen wir (eines Tages) Weltraummissionare?
VIDEO: Der Vatikan und die Außerirdischen: brauchen wir (eines Tages) Weltraummissionare? (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei / NASA/JPL)

Auch wenn der Papst der katholisch Kirche Außerirdische sogar selber taufen würde, Fremde aus dem All “Brüder und Schwester” der Menschheit sind und auch da Dalai Lama dies recht ähnlich sieht – im Judentum sieht die Welt scheinbar anders aus. Zumindest nach diesen rabbinische Deutungen.

In der Grenzwissenschaft ist das selbstredend vollkommen anders. Die Idee, dass die Götter der Vergangenheit und damit auch der Gott und seine Scharen im Alten Testament, in Wahrheit Außerirdische waren, löst religiöse Grenzen und Dogmen so oder so in Wohlgefallen auf.

Ganz nüchtern betrachtet es mit Sicherheit die Wissenschaft von den Sternen, die Astronomie. Hier ist es egal, ob Jesus auch für Aliens starb, diese Außerirdischen überhaupt erlöst werden mussten oder ob Gott die Tora nur und allein der Menschheit gegeben hat. Bei den Anstrengungen bei der Suche nach Leben im All und auch ganze Zivilisationen von Außerirdischen, spielen in der Astronomie Religionen keinerlei Rolle. Es wäre so oder so müßig zu spekulierten, ob Aliens irgendeine Art Religion haben. Und wenn ja, ob wir Menschen diese Alien-Religion von unserem Planten her schon kennen.

Erst die Ankunft bzw. der Nachweis dieser Intelligenzen im Kosmos wird, wie zum Beispiel in diesem Artikel dargelegt, das “kosmische Religions-Problem” global in den Fokus rücken. Ein weltweites Problem, dass ich auf meinem Blog mehrfach behandelt habe.

Was sollen außerirdische Zivilisation mit der jüdischen Tora überhaupt anfangen?

Jene Astronomen, die sich mit der Suche nach Aliens befassen, würden über die religiösen Auslegungen der Rabbiner mehr als nur den Kopf schütteln. Man könnte es schon vermessen nennen, da natürlich niemand weiß, ob die Tora auch auch Außerirdischen gebracht wurde. Aber die Rabbiner bezweifeln das energisch.

Hierbei muss man sich aber klar machen, was denn überhaupt der Inhalt der Tora – also den fünf Büchern Mose – ist. Auch wenn man die Tora nicht gelesen hat, so kennt man zumindest die Geschichten des Sündenfall von Adam und Eva, dem Garten Eden, der irgendwo gelesen haben soll, Moses und der Exodus der Hebräer aus Ägypten und all die Geschichten von Ländern, Menschen, Abenteuern usw. Und diese Berichte der Tora spielen unumstritten all auf unserer Erde. Was soll ein außerirdisches Volk auf einem fremden Planten mit diesen Geschichten anfangen?

UFOs in der Bibel? Die "fliegende Buchrolle" des Sacharja: Ein zylindrisches Flugobjekt der Astronautengötter? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)
VIDEO: UFOs in der Bibel? Die “fliegende Buchrolle” des Sacharja: Ein zylindrisches Flugobjekt der Astronautengötter? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)

Doch auch hier gibt es ein Aber:

Der spanische Rabbiner Hasdai ben Judah Crescas (1340 – 1410) schrieb 1410 das Werk “Or Adonai or Or Hashem” (etwa: “Das Licht Gottes”), das postum 1555 veröffentlicht wurde. In diesem diskutierte er schon damals in einem ganzen Kapitel die Frage nach anderem Leben im Universum. Dabei kommt der Rabbiner zu dem Ergebnis, dass in den heiligen Texten (wie eben auch der Tora) nichts zu finden ist, dass die Existenz von  Außerirdischen widerspricht.

Mehr noch, denn Rabbiner Crescas nennt sogar selber ein Argument für anders Leben im All. So zitiert er einen Vers des Talmud in dem es heißt (Traktat Avoda Sara 3b):

Was tut Gott bei Nacht? Er setzt sich auf den schnellsten Cherub und reitet durch die 18.000 von ihm erschaffenen Welten, wie geschrieben steht.

Wenn es also auf diesen 18.000 anderen Welten kein Leben gibt, so der Rabbiner vor über 600 Jahren weiter, weshalb sollte Gott diesen überhaupt seine Aufmerksamkeit schenken …?

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

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War Gott ein Außerirdischer? Der Prä-Astronautik-Buchklassiker “Götter der Sterne” von Lars A. Fischinger als E-Book erschienen! (+++Plus YouTube-Video+++)

"Götter der Sterne" von Lars A. Fischinger als eBook erschienen! (Bild: Reichel Verlag / NASA / Montage: L. A. Fischinger)
“Götter der Sterne” von Lars A. Fischinger als E-Book erschienen! (Bild: Reichel Verlag / NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Auch und eigentlich vor allem die “Götter der Sterne” machen nicht vor dem Fortschritt der modernen Technologie halt. Doch wie “modern” unsere Techniken von heute sind, das fragen sich Prä-Astronautik-Autoren und -Forscher seit Jahrzehnten. So auch ich in meinem Buch “Götter der Sterne – Bibel, Mythen und kosmische Besucher” aus dem Jahr 1997. Damals mein zweites Sachbuch zu den Rätseln der Welt überhaupt und ein Klassiker der Thematik. Nun ist es dank des Reichel Verlages, der damals auch die Papierausgabe verlegt hat, genau 20 Jahre nach der 1. Ausgabe als E-Book erschienen. Im neuen Gewand aber noch immer auf den Spuren der Ancient Aliens des Alten Testamentes und paralleler Überlieferungen.

 

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Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Beginnen wir mit einer Geschichte aus dem Leben eines Mystery-Autoren.

Astronautengötter sind ko(s)misch …

Bei der Arbeit an “Götter der Sterne” bastelte ich vor nun rund 20 Jahren mit Bildmaterial der NASA auch die Idee des Buchcovers. Bildmaterial übrigens, das ich dank meines gepflegten Archivs für das leicht veränderte und mir sehr gut gefallene E-Book-Cover dem Reichel Verlag natürlich zwei Jahrzehnte später umgehend erneut liefern konnte …

Auch den Titel und Untertitel des Buches überlegte ich mir, und faxte meinen entsprechenden Vorschlag voller Begeisterung zum Verlagshaus. Die Antwort auf meine brillant erdachte Titel-Idee kam via Telefonanruf von meiner Verlegerin Frau G. Reichel. Doch dieser Anruf verwirrte mich!

Ob ich sie mit dem Buchtitel auf den Arm nehmen wolle, fragte sie mich höflich aber bestimmt am Telefon. Keineswegs, entgegnete ich natürlich – denn als Jungautor der Prä-Astronautik war ich auf mein kommendes zweites Sachbuch und selbstverständlich auf meinen mühsam erdachten Buchtitel mehr als stolz. Wie konnte da der Verlag bzw. meine Verlegerin Frau Reichel nur behaupten, ich wolle sie angesichts meines sorgsam ausgearbeiteten Titelvorschlages verschaukeln wollen?!

"Götter der Sterne" von Lars A. Fischinger 1997
“Götter der Sterne” von Lars A. Fischinger 1997

In Anbetracht dieser “verlegerischen Ungeheuerlichkeit” mir gegenüber war der Groschen während des Telefonats jedoch schnell gefallen: Es hatte sich der Fehlerteufel in meinen Untertitel von “Götter der Sterne” eingeschlichen. Statt richtigerweise “Bibel, Mythen und kosmische Besucher” schlug ich dem Reichel Verlag in meiner schreibenden Unachtsamkeit den Untertitel “Bibel, Mythen und komische Besucher” vor. Der Fehlerteufel schien den fehlenden Buchstaben “s” in ein Paralleluniversum gesogen zu haben …

Ein kosmisch-komischer Irrtum, über den langjährige Weggefährten von mir und ich immer wieder gerne lachen. Sicher hat jeder Autor so seine Geschichten und Erfahrungen sammeln können, die auf Tagungen/Meetings immer wieder für Heiterkeit sorgen.

Doch nun zu den sogenannten “Göttern” – den “Götter der Sterne”

Auf diesen Internetseiten oder auch auf meinem Kanal bei YouTube nenne ich die Ancient Aliens, Astronautengötter, Lehrmeister des Himmels etc. immer mal wieder auch “Götter der Sterne”. Grund ist eben diese Buchveröffentlichung von 1997, zu der thematisch 2015 eine sehr detaillierte weitere Veröffentlichung erschien.

Das Thema des E-Book ist schnell umrissen: “Gott und seine Helfer waren Außerirdische!”

Eine Spekulation, die schon seit den ersten Jahren der Prä-Astronautik im Raume steht. Bis “Götter der Sterne” 1997 erschien standen diese Ideen jedoch zusammenhanglos und ohne den legendären “roten Faden” im weiten Feld der Astronautengötter-Überlegungen, was ich eben mit diesem Buch ändern wollte. “,Götter der Sterne’ – meine 2. Arbeit – ist überfällig gewesen”, schrieb ich genau deshalb damals. Und weiter:

Cover: "Götter der Sterne" von Lars A. Fischinger als E-Book 2016
Cover: “Götter der Sterne” von Lars A. Fischinger als E-Book 2016

“Es behandelt in sehr detaillierter und analytischer Form das Alte Testament und viele andere Texte. Was ist der Sinn dieser Mythen? Viele Autoren der Grenzwissenschaft haben behauptet, die Bibel würde von Außerirdischen sprechen, aber keine lieferte hierzu eine detaillierte Arbeit. Ich denke, diese habe ich mir Götter der Sterne nun endlich vorgelegt!

 

Im Verlagstext liest sich das wie folgt:

Dieses Buch enthält genaue und kritische Untersuchungen der Aussagen und Rätsel der Bibel und der Apokryphen von der Schöpfung bis zu den Propheten. Lars A. Fischinger analysiert hier detailliert die alttestamentarischen Schriften und andere uralte Mythen. Erstaunliche Entdeckungen werden offenbart und liefern uns ein neues, phantastisches Bild der Bibel und der frühen Menschheit. Besucher aus dem All kamen als “Götter” zur Erde, schufen den Menschen und vollbrachten hier Dinge, die uns zwar detailliert überliefert, aber bislang unverstanden geblieben sind.

Bibeltexte, Mythen und entsprechende Überlieferungen sind zum Teil uralt. Deshalb ist auch der Inhalt des E-Book “zeitlos aktuell” bei der Jagt nach den Mysterien und Göttern der Vorzeit.

Einblick in die “Götter der Sterne“: Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Prolog

Teil I Mythen der Schöpfung, Überlieferungen der Urzeit

Kapitel I Genesis: Das Buch der Ursprünge

Sah schon die biblische Eva ein UFO? (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)
VIDEO: Sah schon die biblische Eva ein UFO? (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)

I.1 Im Anfang war Etwas

I.2 Monotheismus oder Polytheismus in der Genesis?
I.3 Die Schöpfung der Himmel
I.4 „Lasset uns den Menschen machen…“ – die zweite Schöpfung
I.5 Adam und seine „Rippe“ Eva
I.6 Als der Mensch wie „Götter“ wurde
I.7 Die Vertreibung aus dem Garten der „Götter“
I.8 Lag das Paradies in Südmesopotamien?
I.9 Das himmlische Paradies und weitere Paradies-Schriften

Kapitel II Schöpfungsmythen anderer Völker

II.1 Mesopotamische Überlieferungen wissen mehr
II.2 Der Mensch aus dem Himmel
II.3 Parallelen in globalen Schöpfungslegenden!
II.4 Adams Kinder und erste Frau
II.5 Himmlische Schwangerschaften – sonderbare Abstammungen
II.6 „Monster“ – genetische Fehlversuche?
II.7 Adam und Eva – Mythos oder Wahrheit?
II.8 Problematische Überlieferungen

Kapitel III Als die Sintflut kam

III.1 Zeit der himmlischen Sünde – Sex mit den Gottessöhnen
III.2 Der „Herr“ greift ein
III.3 Die Arche des Helden Noah – ein unmögliches Projekt
III.4 Sintflut in mesopotamischen Mythen – die Urquellen
III.5 Die Welt trocknet
III.6 Turmbau zu Babel – ein neuer Anfang, der „Gott“ missfällt

Das uralte Buch "Die Apokalypse des Abraham" erzählt: Engel brachten Abraham in das "All". (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger / WikiCommons)
VIDEO: Die “Apokalypse des Abraham” erzählt: Engel brachten Abraham in das “All”. (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger / WikiCommons)

Kapitel IV Die Abraham-Apokryphe

IV.1 Abraham der Normade
IV.2 Engelkontakte
IV.3 „…bis an der Feuerflammen Grenzen“
IV.4 Der Thron „Gottes“
IV.5 Abraham sah „Verborgenes“
IV.6 Die Erde aus dem All
IV.7 Weitere Offenbarungen „Gottes“

Kapitel V Vernichtender Zorn „Gottes“

V.1 Spione der Zerstörung
V.2 Himmlische Reize
V.3 Der Countdown der Zerstörung läuft
V.4 Atomare Vernichtung vor Jahrtausenden?
V.5 Hinweise moderner Waffen in anderen Quellen
V.6 Archäologische Indizien

Kapitel VI Mose, ein Mann Gottes

VI.1 Ein Kind namens Mose
VI.2 Mord und Flucht in die Wüste
VI.3 Moses Berufung am Brennenden Dornbusch
VI.4 Ein Pharao wird erpresst
VI.5 Der Auszug – die Israeliten plündern Ägypten
VI.6 Marsch der „Wunder“
VI.7 Sinai – wichtige Ereignisse am heiligen Berg
VI.8 Israels Rückfall zum Götzendienst

VIDEO: Indiana Jones und der „Jäger des verlorenen Schatzes“ – ist das Aussehen der Bundeslade à la Hollywood eigentlich korrekt? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)
VIDEO: Indiana Jones und der „Jäger des verlorenen Schatzes“ – ist das Aussehen der Bundeslade à la Hollywood eigentlich korrekt? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)

VI.9 Die Lade Jahwes – eine bemerkenswerte Konstruktion
VI.10 Eigenschaften und Geschichte der Bundeslade

Teil II Propheten und himmlische Erscheinungen

Kapitel VII Die unverstandenen Worte Henochs

VII.1 Henoch – kein Prophet der Bibel
VII.2 Der Fall der Engel – wertvolle Ergänzungen zum Genesis!
VII.3 Diplomat zwischen Himmel und Erde
VII.4 Von Himmel zu Himmel zum „Herrn“
VII.5 Henoch starb nicht auf Erden

Kapitel VIII Elija, ein treuer Diener Jahwes

VIII.1 Elija, der wundersame Prophet ohne Vorleben
VIII.2 Ein Mann mit himmlischen Verbindungen
VIII.3 Flucht in Berge – Begegnung mit Jahwe
VIII.4 Der Mörder im Namen „Gottes“
VIII.5 Elijas Auftrag ist beendet – die Himmelfahrt
VIII.6 Abstecher zu anderen Himmelfahrtsberichten

Kapitel IX Der perfekte Berichterstatter: Ezechiel

IX.1 Historische Daten und ihre Probleme
IX.2 „Und ich sah, und siehe“ den Thronwagen Jahwes
IX.3 „Gott Gütiger“…?
IX.4 Ein Prophet mit Auftrag

Zeitreise vor 2500 Jahren?! (Bild: NASA/JPL / WikiCommons / W.-J. Langbein / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Zeitreise vor 2500 Jahren?! (Bild: NASA/JPL / WikiCommons / W.-J. Langbein / Montage: L. A. Fischinger)

Teil III Weitere Geschehnisse

III.1 Jesaja schaut den „Thronwagen Gottes“
III.2 Jakob, Hiob, Sacharja und Jeremia – alles Träumer?
III.3 Baruch, ein biblischer und apokrypher Prophet
III.4 Esdras himmlische Gesichte
III.5 Daniel, der visionierende Prophet
III.6 Politik des Todes
III.7 Johannes´ geheimnisvolle Offenbarungen
III.8 Fehlende Zeit

Teil IV Anhang

• Epilogische Schlußbetrachtung: Gott nur ein Wunschtraum?
• Nachwort von Dr. Johannes Fiebag
• Ein Dankeswort
• Quellen (Bibeln, allgemeine Quellen, Fachartikel und Zeitungen)
• Zeitschriften und Magazine zum Thema
• Bildnachweis (Abbildungen im Text und Bildteil)
• Namen- und Sachregister
• Biblisches Stellenregister
• Apokryphes Stellenregister
• Übriges Stellenregister (Koran, Gilgamesch-Epos, Sohar, Enuma Elisch und Mormon)

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  • Produktform: E-Book
  • Auflage: 1. Auflage der EPUB Ausgabe
  • Seiten der gedruckten Ausgabe: 375
  • Verlag: Reichel Verlag
  • Erschienen: 23.02.2016
  • Format: 21,0 x 14,5 cm
  • ISBN-13: 978-3-946433-12-5
  • GTIN: 9783946433125

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

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