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Video – "Enthüllung": "Ich weiß es, meine galaktische Familie ist hier. Weißt du es auch?"

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Ein Alien-Video-Fundstück der bizarren, schädlichen Art, zu dem es heisst: “Unsere Galaktische Familie ist hier — und das ist sie schon seit Anbeginn der Zeiten. Sie kommen in Frieden, Liebe und Freundschaft um uns dabei zu helfen die Probleme auf unserem Planeten zu lösen und eine Welt erschaffen, die wir verdienen -eine Welt des Friedens, blühender Landschaften, Gleichheit auf allen Ebenen ( Rasen, Finanzen, Geschlecht) und sehr wichtig.”

Soeben stieß ich auf dieses wirre “Enthüllungs”-Video im Internet über “Sternengeschwister” und ihre angeblich liebvolle Hilfe für die Erde und die Menscheit: 

Dies Video findet sich mehrfach bei “Youtube”. Unter anderem mit dieser Beschriebung über den “Sinn” des Filmes:


Dieses Video wurde von InLight Radio für Dich produziert, damit Du es teilen kannst, mit Deiner Familie, Freunden, Nachbarn, Arbeitskollegen — und der Welt — und sie alle wissen lassen, dass unsere Galaktische Familie hier ist.

Viel zu lange haben unsere Regierungen, Militärführung, religiöse Führer und die Mainstreammedien die Wahrheit über unsere Galaktische Familie und die Anwesenheit unserer Sternenbrüdern und –schwestern zurück gehalten.
Jetzt nicht mehr!

(…)

Dieses Video wurde von dem InLigth Radio Team erstellt. Von Graham Dewyea, Steve Beckow, Geoffrey West, Linda Dillon, Dave Schmidt, Sierra Neblina und Stephen Cook. Sie teilen ihre persönlichen Enthüllungsgeschichten mit und bieten Dich dieses Video mit jedem zu teilen, denn Du kennst, über soziale Medien und alle möglichen Online Ressourcen. Wir wissen, dass unsere Galaktische Familie hier ist – Du auch?

Und wieder ein selbsternannter “Enthüllungs-Prophet” aus der UFO-Sekten-Welt. Und wieder heisst es, dass Teflon, das Internet, Mikrochips, Glasfaser, “Freie Energie” usw. in Wahrheit “Gaben” der “freundlichen Galaktischen” aus dem All sind. Sie wollen doch nur “voller Liebe” helfen. Auch beim “Aufstieg” der Welt/Menshheit. Auch schützen die Aliens uns vor der Atomkrafrt und dessen Wirkungen.

Kommt Euch das, liebe Leserinnen und Leser, bekannt vor?

Solche Aussagen kursieren in der Szene der UFO-Sekten seit den 1950ger Jahren. Schon da sollen die lieben Aliens und “Lichtwesen” uns zum Beispiel vor Atomverschmutzung geschützt haben. Schon da sprach man natürlich auchn von Verschwörungen etc. pp.

Das habe ich mit meinem Kollegen Roland M. Horn sehr umfangreich schon 1998/1999 in unserem Buch “UFO-Sekten” dargelegt udn dokumentiert. Die Kernaussagen haben sich in über 60 Jahren in dieser Szene nicht geändert. Und erst gestern sah ich bei “Sat 1″ einen aktuellen Bericht über die UFO- und Untergangs-Sekte des Deutschen Peter Brunck in Sosua in der Dominikanischen Republik, über die ich auf diesem BLOG berichtete (weshalb ich der Redaktion der Sendung “Akte 2012” des Senders bereits zu meinem gleichnamigen Buch eine Mail schickte).

Dienstag am 23. Oktober 2012 aber sagte der Polizeichef  Jose A. Polanco Gomez, dass dieser Sekten-Vorfall ein Problem der Dominikaner sei (HIER). Das ist natürlich vollkommen falch, was Horn und ich schon 1999 in “UFO-Sekten” belegt haben. Das Sekten-Problem ist vor allem seit dem Internet global. Ich schrieb jedoch in meinem Nachwort damals zum Beispiel:

Wenn die Medien das Thema ,Sekten’ aufgreifen, werden fast immer die selben Gruppen ins Licht der Öffentlichkeit gezerrt. Esoterische UFO-Kulte sind praktisch unbekannt, und doch sind sie in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Sie sind ,im Hintergrund’ des öffentlichen Interesses vertreten und könnten potentielle Gefahren bergen; nicht unbedingt für Leib und Leben, aber dennoch für den gesunden Menschenverstand.

Es gab Selbstmorde im Zeichen der UFO-Sekten. Es gab auch Selbstmorde im Zeichen des Weltuntergangs zu allen Zeiten. Erst eine Vermischung aus beiden treibt solchen Unsinn auf die Spitze. Das ernsthafte Alien-Interesse leidet ohne jeden Zweifel an solchen Berichten, Menschen und Taten! Keine Frage!

Untergangs-Sekten mit ihren Verschwörungens-Ideen gegen “Andersdenkene” gibt es sehr viele. Zum Beispiel die schwer bewaffneten “Davidianer” unter ihren Guru “David Koresh” (eigentlich Vernon W. Howell) aus den USA aus den 1990gern. 1993 starben er und über 70 seiner Anhänger nach einem Kampf um ihr Sekten-Zentrum mit den US-Behörden in Waco, Texas (Diese Gruppe hatte nichts mit Aliens zu tun!).
Reine “UFO-Sekten” mit klaren “Sekten-Führungsstrukturen” gibt es jedoch weniger.

Übrigens, um aus das Video oben zurück zu kommen:
Meine Familie wohnt in Süddeutschland, in meinem Dorf und Umgebung sowie in Australien … 😉

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Die "Pyramiden in Bosnien" von Visoko und unsere Bundeswehr

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Die “Mondpyramide” (WikiCommons)

Seit Jahren ein sehr grosses Streitthema: Gibt es in Bosnien riesige und vielleicht sogar ur-uralte Pyramiden? Darüber hat schon das Heer der Deutschen Bundeswehr in ihrer Feldzeitung “Der Keiler” gerätselt:

“Wie kann ein erwachsener Mensch nur auf so einen Unsinn hereinfallen?”, erhielt ich zur Antwort, als ich zum ersten Mal von den “Pyramiden” von Visoko sprach, ohne dabei ein deutliches Fragezeichen zu setzen. Pyramiden in Bosnien? Das wüsste man doch! Wo sollen da auf einmal Pyramiden herkommen? Das kann sich doch nur um einen ausgemachten Schwindel handeln! Leider reagieren nicht nur Laien so, sondern auch viele Fachleute – Fachleute allerdings, die sich die bisherigen Ausgrabungsergebnisse noch gar nicht selbst angesehen haben, sondern ihr Urteil vom heimischen Schreibtisch aus fällen, “weil nicht sein kann, was nicht sein darf”.

Pyramiden in Bosnien? – Die Ausgräber legen immer mehr Beweise vor

Pyramiden gibt es in Ägypten, so die öffentliche Meinung, und das sind Königsgräber, die von bösen Grabräubern leider alle ausgeraubt wurden. In Wahrheit aber gibt es einen “Pyramidengürtel”, der sich um die ganze Welt zieht. Pyramiden gibt es in Mittel- und Südamerika, auf den Kanarischen Inseln, in Ägypten, in Mesopotamien (dem heutigen Irak), in der Mongolei, in China und – abgesunken auf den Meeresgrund – vor der Küste Japans. Nur in Australien und Europa gibt es keine. – Und in Europa soll es nun doch plötzlich welche geben? Wie konnte man die bisher übersehen?

Stand vom 07.08.12

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Artikel: "Phänomen Kornkreise – Eine Frage der Ähre"

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Kosmisch oder komisch? Außerirdisch oder außergewöhnlich irdisch? In den Achtzigern sorgten im Süden Englands Hunderte mysteriöse Kornkreise für Aufsehen. Experten fanden keine Erklärung, sogar das Militär ermittelte – bis zwei betagte Herren ein spektakuläres Geheimnis lüfteten.  

Von Solveig Grothe

Vermutlich hatte Alkohol eine gewisse Rolle gespielt. In einem gemütlichen Pub namens Percy Hobbs nahe Winchester in Südengland saßen an einem Sommerabend des Jahres 1978 zwei Herren beisammen. Sie redeten und tranken, wie sie es seit mehr als zehn Jahren an fast jedem Freitag taten. Doug Bower und Dave Chorley waren Künstler, ihr Gespräch drehte sich um Malerei, Aquarelle und irgendwann um Ufos. Doug, der ein paar Jahre in Australien gelebt hatte, fiel dazu ein, dass damals die Zeitungen in Queensland von einer seltsamen Erscheinung berichtet hatten: einem Flecken plattgedrückten Schilfs in der Nähe von Tully. Die Farmer sprachen von einem “Ufo-Nest”. Doug und Dave lachten über die Geschichte.

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“Wissenschaft oder Phantasie? Sendboten aus dem Kosmos”: Der vollständige Kult-Artikel von Wjatscheslaw Saizew von 1968

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Titelbild des Artikels "Wissenschaft oder Phantasie? Sendboten aus dem Kosmos" von Wjatscheslaw Saizew aus Sputnik 1/1967, Frankreich (Bearbeitung: Fischinger-Online)
Titelbild des Artikels “Wissenschaft oder Phantasie? Sendboten aus dem Kosmos” von Wjatscheslaw Saizew aus Sputnik 1/1967, Frankreich (Bearbeitung: Fischinger-Online)

Ein absoluter Klassiker ist dieser Artikel von Wjatscheslaw Saizew aus dem Jahr 1968. Zahllose Veröffentlichten der frühen Prä-Astronautik führten genau diesen Artikel im Quellenverzeichnis an. Angefangen von Erich von Däniken in “Zurück zu den Sternen” (1969) oder auch “Aussaat und Kosmos” (1972) bis Peter Krassa in “Als die Gelben Götter kamen” von 1973. Vor allem natürlich rund um die Steinteller aus dem Baian-Kara-Ula (auch Bajan-Kara-Ula), die dort neben “Alien-Skeletten” 1938 gefunden worden sein sollen. Ein Mythos – bis heute. Doch die Geschichte um die vor 12.000 Jahren angeblich auf der Erde abgestürzten Aliens mit Namen “Dropa” war in diesem Artikel vor 50 Jahren nur ein Thema von vielen. Saizew schrieb schon damals von biblischen “Engeln” in Raumschiffen, von UFO-Bildern auf christlichen Fresken im damaligen Jugoslawien, den rätselhaften Dogu-Figuren aus Japan, UFOs bei der Geburt Jesus Christus und vielem weiteren mehr. Doch lest selbst, denn hier findet Ihr diesen Kult-Artikel vollständig online.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Ein absoluter Klassiker ist dieser Artikel von 1968 bis heute. Aus dem einfachen Grund, dass es genau dieser Artikel, von Wjatscheslaw Saizew in “Sputnik” Nr. 1/1968 war, der vor Jahrzehnten die Quelle vieler Spekulationen der Prä-Astronautik war. Vor allem natürlich rund um die Steinteller aus dem Baian-Kara-Ula (auch Bajan-Kara-Ula), die dort neben “Alien-Skeletten” 1938 gefunden worden sein sollen.

Zahllose frühe Veröffentlichten der Prä-Astronautik führten genau diesen Artikel im Quellenverzeichnis an. Angefangen von Erich von Däniken “Zurück zu den Sternen” (1969) oder auch “Aussaat und Kosmos” (1972) bis Peter Krassa “Als die Gelben Götter kamen” von 1973.

Ausgegraben hat den Artikel  einst mein Kollege Jörg Dendl aus Berlin bei seinen Recherchen.

Wie war das also zum Beispiel nochmal mit den “Steinscheiben von Baian-Kara-Ula” in China und den dort vor 12.000 Jahren angeblich abgestürzten Außerirdischen mit Namen “Dropa”? Ein Thema, das ich inzwischen eher als Ente denn als Fakt ansehe. Solange wir bei diesem Thema (seit mindestens 1968) praktisch auf der Stelle treten.

Zusammengefasst habe ich zum Beispiel  die “Dropa-Sache” 2010 in meinem Buch “Verbotene Geschichte”. Auch um die Aussagen dazu in meinem 1.  Buches von 1996 zu korrigieren. Ebenso mit zahlreichen weiteren Informationen in diesem Blog-Artikel HIER.

Die französische Version des Artikels von Wjatscheslaw Saizew, die bereits in “Sputnik” Nr. 1/1967 erschien, findet Ihr übrigens als Bilddateien im Netz HIER. Das Bild der Startgrafik dieses Postings ist von dort übernommen worden. Es ist übrigens ein Gemälde und keine authentische Höhlenzeichnung, wie oft zu lesen war und ist.

Mehr als nur die außerirdischen “Dropa”!

Wie in dem unten stehenden Artikel “Wissenschaft oder Phantasie?” zu lesen ist, war die Geschichte um die “Dropa” vor 50 Jahren darin nur ein Thema. Fraglos aber das bekannteste.

Allerdings schrieb Saizew schon damals von biblischen “Engeln” in Raumschiffen und damit von Ancient Aliens in der Bibel. Gleiches gilt für die These, dass der “Stern von Bethlehem” vor 2.000 ein UFO gewesen sein könnte, die legendären “Raumschiffbilder” im Kloster Desani, die auf einem Bild mit der Kreuzigung Jesu am Himmel fliegen und viele weitere Spekulationen mehr. Wir finden darin sogar bereits die seit einigen Jahren wieder aktuellen Felsbilder aus den Alpen in der Schweiz und Italien, die Astronauten aus dem All darstellen sollen oder eben könnten.

Wjatscheslaw Saizew hat all das in seinem Artikel damals sogar mit Fotos illustriert, die heute wohl jeder Grenzwissenschaft & Mystery Files-Interessierte in aller Welt kennt. Beispielsweise die “Steinzeit-Astronauten”, wie der Autorenkollege Reinhard Habeck sie in seinem gleichnamigen Buch zum Thema 2014 nannte, auf Felszeichnungen in den Alpen.

Dazu schrieb Saizew als Bildunterschrift vor einem halben Jahrhundert:

Vor 4.000 Jahren entstanden in den Schweizer Alpen die Felszeichnungen dieser Wesen mit eigenartigen Kopfhüllen, die wie kosmische Helme aussehen.

Doch lest selbst …


Wjatscheslaw Saizew: “Wissenschaft oder Phantasie? / Sendboten aus dem Kosmos”

(aus “Sputnik” Nr. 1/1968, S. 44 – 63)

Die Nachfahren der Marsbewohner sind unsere Nachbarn – Die Peruaner sahen vor 12.000 Jahren Raumschiffe – Anhand von Bibellegenden und Apokryphenforschungen stellt ein sowjetischer Wissenschaftler gewagteste Hypothesen auf!

Wjatscheslaw Saizew, Kandidat der philologischen Wissenschaften (Fachgebiet serbische Literatur) ist am Institut für Literatur der Akademie der Wissenschaften der Belorussischen SSR tätig.

Von Schriften der russischen Gelehrten Konstantin Ziolkowski und Nikolai Rynin angeregt, kam Saizew auf den Gedanken, dass unser Planet sich seit undenklichen Zeiten in der Sphäre innergalaktischer Kontakte befindet.

Dreißig Jahre lang trug Saizew Beweismaterial zusammen, das diesen Standpunkt bestätigt. 1959 stellte er in den Studien ‚Kosmische Reminiszenzen in alten Schriften‘ und ‚Die Evolution des Weltalls und die Vernunft‘ die Hypothese auf, dass die Erde von Abgesandten anderer Zivilisationen aufgesucht wurde.

Je umfassender unsere Erkenntnisse werden, je mehr wir die Welt erschließen, desto mehr Rätsel sehen wir uns gegenüber; ihre Zahl ist größer als die der Lösungen und Entdeckungen. Jedes gelüftetes Geheimnis bringt neue Zweifel.

Raumschiff auf dem Himalaja

Die Zeitschrift ‚Das vegetarische Universum’ berichtete 1964 über die Entdeckung eines chinesischen Archäologen. An der Grenze zwischen China und Tibet liegt die Gebirgsgegend Bajan-Kara-Ula mit ihren zahlreichen Höhlen. Seit etwa 25 Jahren finden Archäologen in diesem Gebiet seltsame Steinscheiben mit rätselhaften Mustern und Hieroglyphen. Vor Tausenden von Jahren dürften Höhlenbewohner mit unbekannten Werkzeugen diese Scheiben aus dem Stein gemeißelt haben; die Zahl der bisher aufgefundenen Werkzeuge beträgt 716 Stück.

Alle Scheiben haben wie Schallplatten ein Loch in der Mitte, von dem sich spiralförmig eine Doppelrille bis zum Rand hinzieht. ‚Das vegetarische Universum’ schreibt über diese Rillen. „Offenbar handelt es sich nicht um Tonrillen, sondern um Schriftzeichen, um die seltsamsten Hieroglyphen, die jemals in China, ja in der ganzen Welt entdeckt worden sind.“

Archäologen und Fachleute für alte Schriftzeichen zerbrachen sich 20 Jahre lang den Kopf, um hinter das Geheimnis dieser Spiralen zu kommen. Die Lösung erwies sich mittlerweile als so verblüffend, dass die Pekinger Akademie für Prähistorische Forschungen dem Professor zunächst untersagte, etwas darüber zu publizieren. Als der chinesische Archäologe schließlich die Erlaubnis erhielt, veröffentlichte er zusammen mit seinen vier Kollegen eine Abhandlung unter dem Titel ‚Rillenschriftzeichen, die über Raumschiffe berichten, die den Scheibeninschriften zufolge vor 12.000 Jahren existierten’.

In den Gebirgshöhlen von Bajan-Kara-Ula leben die kleinwüchsigen Volksstämme der Dropa und der Cham, deren Stammesangehörige nur etwa 1,30 m groß werden. Bisher konnte die Wissenschaft sie noch keiner ethnischen Gruppe zuordnen, zumal es über diese Stämme nur höchst spärliche Informationen gibt.

Bei der Entzifferung der Schriftzeichen auf den seltsamen Scheiben stießen der chinesische Archäologe und seine Kollegen auf eine Erwähnung der Dropa und der Cham: „Die Dropa glitten mit ihren Luftfahrzeugen aus den Wolken herab. Zehnmal bis zum Sonnenaufgang versteckten sich Männer, Frauen und Kinder in der Höhlen. Schließlich verstanden sie die Zeichen und sahen ein, dass diesmal die Dropa mit friedlichen Absichten gekommen waren…“

In einer deutschen Zeitschrift wird an dieser Stelle der Einwand erhoben, es sei wohl anzunehmen, dass ein Schriftkundiger aus dem Volksstamm der Cham sich einen Scherz über die Raumschiffe erlaubt habe; vielleicht sei das Ganze aber auch nur ein Aberglaube. Der Autor des Beitrags wiederlegt aber diese Mutmaßungen, denn es gibt noch andere Schriftzeichen der Cham, in denen das Bedauern über den Untergang ihrer Luftfahrzeuge bei der Landung in den unbewegsamen Bergen und darüber geäußert wird, dass es ihnen nicht gelingen wollte, neue Raumschiffe zu bauen!

Nach Ansicht der chinesischen Archäologen sind die Schriftzeichen von Bajan-Kara-Ula so geheimnisvoll, dass ihre Auslegung und wissenschaftliche Verwendung größter Umsicht bedürfen.

Um die Scheiben gründlicher zu erforschen, übersandte man Gesteinsproben zur Analyse nach Moskau. Hier wurde eine erstaunliche Entdeckung gemacht. Die Scheiben enthalten viel Kobalt und ein anderes Metall. Weitere Untersuchungen ergaben einen ungewöhnlichen Vibrationsrhythmus, als seien die Scheiben geladen oder einer elektrischen Ladung angeschlossen worden.

Die Scheiben von Bajan-Kara-Ula sind immer noch ein Rätsel, das auf Geschehnisse vor 12.000 Jahren zurückgeht.

Alte chinesische Sagen künden von kleinen schmächtigen gelben Menschenwesen, die angeblich aus den Wolken herabgestiegen seien. Sie sollen äußerst hässlich gewesen sein: riesige Köpfe und spindeldürre Leiber. Ihre Hässlichkeit habe bei den irdischen Stämmen Abscheu erregt, sie seien von allen gemieden und von irgendwelchen „Menschen auf fliegenden Rossen“ sogar geprügelt worden.

Soweit die Sagen. Die Wirklichkeit gibt ihnen aber bis zu einem gewissen Grade recht: Archäologen und Höhlenforscher fanden in den Höhlen von Bajan-Kara-Ula Überreste von Grabstätten und Skeletten; ihr Alter wird auf 12.000 Jahre geschätzt. Das waren Menschen mit Riesenschädeln und schwachem Knochenbau. Die ersten chinesischen Expeditionen, die diese Grabstätten entdeckten, schrieben in ihren Berichten von einer „verschwundenen Affenart“. Bisher hat aber noch niemand Affengräber oder Scheiben mit Schriftzeichen prähistorischer Affen gefunden.

Daran ist zweifellos viel Sinnwidriges und Verworrenes. Hinzu kommt, dass die Höhlenwände vielerorts Darstellungen der aufgehenden Sonne, des Mondes und der Sterne aufweisen mit zahlreichen Punkten (oder kleinen Gegenständen?) von Erbsengröße dazwischen, die sich gleichsam nach und nach den Bergen und der Erdoberfläche nähern.

Himmlische Eier

In einer peruanischen Sage heißt es, dass einst Menschen des Landes aus bronzenen, goldenen und silbernen Eiern geboren wurden, die vom Himmel fielen.

Diese Sage wird von Jean Jacques Elisée Reclus in seinem bekannten Buch ‚Die Welt und die Menschen’ erwähnt, doch nicht erörtert.

Die Zeit brachte ein Pendant zu dieser Sage in der Malerei. Das berühmte „Eiersujet“ kommt in den berühmten Tassili-Fresken vor. Sie wurden im Inneren der Sahara von dem französischen Leutnant Brennan entdeckt. Auf seinen Spuren traf aus Frankreich eine spezielle Expedition unter der Führung von Henri Lhote ein, der später das Buch ‚Auf der Suche nach den Tassili-Fresken’ herausgab. Der französische Wissenschaftler entdeckte auf den Fresken neben Tierbildern und Jagdszenen seltsame Figuren mit skapahnderartigen Anzügen und runden Helmen. Auf den Fresken sieht man deutlich, wie die Helme mit den Skaphandern verbunden sind. Die Skaphander weisen aber keine Ähnlichkeit mit Ritual- oder Jagdkleidung auf, noch weniger mit Jägern, die Straußeneierschalen als Helme benutzten, wie einige Wissenschaftler annehmen. Ein Straußenei hat nämlich einen Durchmesser von höchstens 15 cm. Henri Lhote bezeichnete die rätselhaften Figuren bedingt als „Marsbewohner“.

Der französische Forscher, der die seltsamen Kompositionen in den Tassili-Höhlen beschreibt, hebt eine Zeichnung hervor. Sie stellt ein „Wesen“ dar, das einem eiförmigen, mit konzentrischen Kreisen bedeckten Gegenstand entsteigt, welche entweder an ein Ei oder – was wahrscheinlicher ist – an eine Schnecke erinnert.

Besteht hier wohl ein Zusammenhang zwischen der peruanischen Sage und den Tassili-Fresken?

Dabei hat es aber nicht sein Bewenden. Später fand diese Motiv in der altgriechischen Skulptur seinen Niederschlag. Die Dioskuren, Kastor und Pollux, sowie Helena und die Nemesis wurden von einigen Bildhauern mit Eierschalen auf dem Kopf dargestellt. In griechischen Sagen heißt es, dass diese Gestalten aus himmlischen Eiern geschlüpft seien.

Wie entstand die ungeheuerliche Vorstellung, dass ein Mensch aus deinem Ei schlüpfen könnte? Hatte jemals ein Mensch derartiges in der Natur beobachten können? Vielleicht entstand diese Vorstellung durch den Vergleich mit der Geburt von Vögeln oder Fischen? Was hat dann der Himmel, von dem die Eier gefallen seien, damit zu tun?

In einer Variante der südamerikanischen Sage heißt es, dass die Eier mit Löwenzahn vom Himmel gefallen seine…

Es gibt keine einzige Auslegung dieses Motivs, und deshalb kann man nur eine Variante annehmen, so phantastisch diese auf den ersten Blick auch scheinen mag.

Das Motiv er himmlischen Eier konnte wie jeder andere Mythos, jede Legende unter Mythos, jede Legende unter dem Eindruck konkreter Erscheinungen entstehen, die offensichtlich mit dem Himmelsraum zusammenhingen. Es ist anzunehmen, dass der Beobachter aus uralten Zeiten eine Kapsel mit einem Lebewesen vom Himmel herabsteigen sah. Man kann sich sogar vorstellen, was sich dieser Beobachter dabei dachte: Vor seinen Augen wurde ein Mensch aus einem himmlischen Ei geboren.

Die „Visitenkarten“ der Sendboten aus dem All

Bei zeitlich voneinander unabhängigen Ausgrabungen in den Präfekturen Aomori und Iwate stießen japanischen Archäologen auf kleine Figuren, die Menschen oder menschenähnlichen Wesen in seltsamen, skaphanderartigen Anzügen und mit großen Helmen darstellten. Die Helme zeigen deutlich eine mit Schlitzen versehene Schutzbrille, Atmungsfilter, Antennen und Hörvorrichtungen. Die Skaphander sind sogar mit „Visiergeräten“ ausgerüstet. Die Figuren sind als Dogu bekannt. Die Zeitschrift „Freie Welt“ (Heft 12/1966) brachte einen Beitrag über die jüngsten Erkenntnisse der sowjetischen kosmischen Wissenschaft und fasste eine Serie von Felszeichnungen und Dogu-Fotos unter dem Scherztitel „Visitenkarten“ zusammen. Das Blatt betrachtet diese Zeichnungen und Figuren als etwaige Zeugnisse von Sendboten aus dem Kosmos.

Wissenschaftler haben bis heute schon viele Höhlenzeichnungen entdeckt. Bekannt sind die Kosmonauten-Höhlenzeichnungen von Val Camonica (Schweizer Alpen), bei Fergana, in Australien, in der Nähe von Nawoi (Usbekistan).

Mag sein, dass sich auf unserer Erde viele Spuren von anderen Planeten finden ließen. Für gewöhnlich misst man ihnen aber keine Bedeutung bei, und wenn man sie schon beachtet, dann gibt man sich nicht die Mühe, sie zu erklären.

Besonders viele Rätsel, die vielleicht kosmische Aufschlüsse geben, sind in Sagen und Mythen enthalten. Volksmythen aus Australien, dem Nahen Osten, aus Süd- und Mittelamerika und dem Fernen Osten schildern die Herkunft von Göttern aus himmlischen Gefilden. Ihre Weltauffassung enthält viele Begriffe, Gestalten und Äußerungen, die sich auf herkömmliche Art nicht aufschlüsseln lassen. Betrachtet man sie aber unter „kosmischen“ Gesichtspunkten, so beflügeln sie die Phantasie.

Der Stern von Bethlehem

Diese Legende ist mindestens 2.000 Jahre alt. Man kann sich zu ihr unterschiedlich verhalten. Man kann sie als Dichtung, als abstrakte Konstruktion ohne materiellen Gehalten betrachten, man kann aber auch überlegen, ob in den Worten „Stern von Bethlehem“ nicht doch etwas Konkretes steckt. Schon vor 350 Jahren suchte der große deutsche Astronom Johannes Kepler diese Frage zu beantworten. Vor kurzem haben sich Wissenschaftler in einem internationalen Symposium mit dem Problem des „Sterns von Bethlehem“ auseinandergesetzt.

Aber weder der deutsche Astronom noch unsere Zeitgenossen konnten eine eindeutige Antwort geben. Betrachtet man jedoch das Problem von einer etwas ungewöhnlichen Seite, so ergeben sich einige Überraschungen.

Im Altertum und im Mittelalter wurde die Phantasie der Menschen von diesem Stern angeregt, der kein fixer Stern und auch keine Sternschnuppe, sondern ein gleitender, leitender Stern gewesen sein soll. Das Erstaunlichste daran ist, dass der Stern nicht nur leiten, sondern auch innehalten konnte. Hier sei uns eine Abschweifung auf die Apokryphen gestattet, d.h. die Schriften, die im Kanon nicht anerkannt wurden und die von der Kirchenzensur für den Gottesdienst oder für erbauliche Literatur nicht zugelassen sind. Darin äußert sich das forschende Denken von Menschen, die eine Erklärung für unerklärliche Rätsel des menschlichen Seins suchten. Die apokryphischen Schriften sind umfangreich, und einige enthalten Dinge, die sich von den kanonisierten Kirchenschriften stark unterscheiden.

Unter den Apokryphen aus der frühen Zeit des Christentums ist auch die Sage von den drei Magiern; das lateinische Original entstand offensichtlich um die Mitte des 3. Jh. Später wurde die Sage in verschiedene Sprachen übertragen. In der belorussischen Übertragung aus dem 15. Jh., also 500 Jahre vor dem Raumzeitalter, in dem wir jetzt leben, findet sich eine ungewöhnliche Interpretation des Sterns von Bethlehem.

Es heißt dort, dass der Stern in vielen orientalischen Ländern beobachtet worden sei; zu diesem Zweck seien auf den Bergen „Warten“ gebaut worden, in denen sich „Astronomen“ befanden. Das Nachts habe der Stern das ganze Firmament „einer Sonne gleich“ erleuchtet. Einen ganzen Tag sei der Stern, ohne die Luft zu erschüttern, über dem Berg Wans geschwebt. Als am Abend die Sterne aufflammten, habe der große Stern so hell geleuchtet, dass zwischen ihm und der Sonne kein Unterschied gewesen sei. Von seinem Abstieg auf dem Berg heißt es: „Leicht wie ein Adler glitt er auf den Berg hinab.“ Das Apokryph enthält den Hinweis auf „einige Bücher“, in denen behauptet wurde, dass Christus von diesem Stern gestiegen sei. „Jener Stern war aber nicht so, wie man ihn in unseren Ländern in den Kirchen malt, sondern, er hatte Schwingen wie ein Adler und viele lange Strahlen“, die den Stern „im Kreis bewegten“, als er auf dem Berg Wans niederging. Beim Lesen dieses Apokryphs drängt sich ein anderer Sinn auf als der, den man von den kanonischen Kirchenbüchern her kennt.

Diese Apokrpyhen-Lesart ist natürlich höchst phantastisch. Ist sie aber wirklich so viel phantastischer als die kanonische? Und worauf beruht die Phantasie des Autors dieser Lesart? Auch das ist ein Rätsel. Vielleicht würde eine kosmische Interpretation aber auch dieses Rätsel lösen helfen.

Engel in Raumschiffen

In Kosovo-Metohija (Südjugoslawien) steht das Kloster Desani (l. Hälfte 14. Jh.). Gegen 1350 wurde das Innere der Klosterkirche mit zahlreichen Fresken, hauptsächlich zu Themen des Alten und des Neuen Testaments, ausgemalt. Im Frühjahr 1964 wurde in Desani bisher unbekannte Fresken entdeckt. Die jugoslawische Zeitschrift „Svijet“ betitelt die Fotos dieser Fresken folgendermaßen: „Raumschiffe an der ‚Passion von Desani’?“, „Sputniks auf unseren Fresken“, „Sollten die Ikonenmaler in Desani Raumschiffe dargestellt haben?“. Diese Titel waren keine bloßen Hirngespinste jugoslawischer Journalisten. Es hat in der Tat den Anschein, dass die Fresken von Desani Engel darstellen, die mit Raumschiffen, modernen Sputniks gleich, fliegen.

Auf den Fresken sieht man zwei raumschiffähnliche Gebilde, die hintereinander von West nach Ost fliegen. Im ersten sitzt ein Wesen ohne Heiligenschein. Seine Hand ruht auf einem unsichtbaren Hebel: sein Blick ist nach hinten gerichtet, als achte es auf den Raumflieger hinter ihm. Dieser sieht dem ersten ähnlich und hat auch nichts mit den herkömmlichen Engelsfiguren gemein. Seine Hand liegt ebenfalls auf dem Steuer.

Die beiden Raumschiffe sind stromlinienförmig. Man sieht deutlich die Düsenspuren, die die große Geschwindigkeit noch mehr betonen. Die Zeitschrift meint: „In den Flugapparaten sitzen Heilige in den Posen von Piloten.“

Andere Engel, die den Flug von unten verfolgen, schrecken, die Hände schützend vor Augen und Ohren haltend, zurück, als fürchteten sie, dass dieser Anblick sie blind und das Rauschen der fliegenden Körper taub machen könnte.

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Darunter sind zwei Menschengruppen dargestellt. Aus ihren Gesichtern sprechen Bestürzung und Angst. In der Mitte die Figur des Gekreuzigten.

Seltsam wirkt auch die Freske „Auferstehung“ unterhalb der „Kreuzigung“. Die Zeitschrift meint dazu, im Augenblick der Auferstehung scheint der Messias in einer Rakete zu sitzen, die noch nicht abgeflogen ist. In der Tat, die Ähnlichkeit mit den Umrissen eines Raketenraumschiffs ist frappant; hinzu kommt, dass der obere Teil des Raumschiffs zwei Stabilisierungsflügel aufweist. Christus reißt mit der rechten Hand einen Menschen, der auf der Erde steht, mit zur Reise ins Himmelreich.

Als Fachleute die Mönche von Desani um Aufklärung über die „Raumschiffe“ ersuchten, sagten sie, dort seien wohl Sonne und Mond dargestellt. Im Neuen Testament heiße es, während der Kreuzigung Christi habe es eine Sonnenfinsternis gegeben. Die Frage, warum die Sonne im Westen aufgehe, konnten sie jedoch nicht beantworten.

Eine Publikation über das Wunder von Desani enthält einen Hinweis auf die Hypothese, Christus sei ein Sendbote aus dem Kosmos gewesen. Die Zeitschrift nennt derartige Ideen „zu gewagt“ und nimmt an, dass die Bestätigung dieser Hypothese die Christuslegende grundsätzlich verändern würde. Es wird ferner hervorgehoben, dass die Fresken sowohl für Laien als auch für Fachleute überraschend seien, da die Ähnlichkeit mit Erdsatelliten unverkennbar ist.

Das „Wunder von Desani“ ist keine Ausnahme. Im Kabinett für Kirchenarchäologie der Moskauer Geistlichen Akademie hängt die Ikone „Auferstehung“ aus dem 17. Jh. Sie stellt Christus in einem stromlinienförmigen Gehäuse dar, das an ein auf der Erde ruhendes Raumschiff erinnert. Das Gehäuse strömt unten zu beiden Seiten Dampf aus, der die Beine der flankierenden Engel verdeckt. Ebenso wie im Fresko von Desani zieht Christus mit seiner Rechten einen Menschen mit sich (nach der kirchlichen Lesart soll das Adam sein). Auf der anderen Seite wartet Eva, mitgenommen zu werden.

Diese Ikone ist zweifellos apokryphisch. Es ist anzunehmen, dass es ein schriftliches Apokryph gab, das die Auferstehung und die Himmelsfahrt Christi ganz anders als die kanonische Lesart behandelte. Was mit diesem Apokryph geschah, ist unbekannt. Es dürfte von der Kirchenzensur vernichtet oder einfach verschollen sein. Vielleicht wird es noch einmal irgendwo entdeckt werden. Dieses Apokryph könnte die Ikonen- und Kirchenfreskenmaler zu ihren kosmischen Sujets inspiriert haben. Jedenfalls lassen sich interessante Betrachtungen über die mögliche Interpretierung des Apokryphensujets anstellen.
Himmel ohne Mond

Einige Rätsel lassen sich durchaus analysieren, wenn man sie anhand moderner wissenschaftlicher Erkenntnisse betrachtet.

In alten tibetanischen Chroniken, die von „vorsintflutlichen Zeiten“ handeln, heißt es, dass es einst am Firmament keinen Mond gab. Diese Betrachtung kommt auch in einigen slawischen Märchen vor. (‚Märchen und Erzählungen aus Podoli in Aufzeichnungen von 1850-1860, zusammengestellt von Nikola Lewtschenko’, Kiew. 1928. S. 6. Märchen Nr. 17)

Zur damaligen Zeit betrachtete man den Inhalt dieser Märchen als müßige Phantasterei. Jetzt bietet sich aber die Möglichkeit, den mythischen Hinweis auf das Fehlen des Mondes anders aufzufassen. Der österreichische Ingenieur und Mathematiker Hans Hörbiger hat ausgerechnet, dass der Mond ungefähr vor 12.000 Jahren durch die Anziehungskraft der Erde zum Trabanten wurde. Nach Hörbigers Ansicht hatte dieses Phänomen den Untergang von Atlantis und die Sintflut bewirkt, die vor kurzem noch als Ausgeburt der Phantasie aus alten Zeiten galten. Hörbigers Hypothese ist in dem Buch ‚Das Mythos von Atlantis’ von Henry Bellamy eingehend erörtert.

Kinder Gottes oder Enkelkinder des Mars?

Mit der Frage nach dem Ursprung des Menschengeschlechts hängt eine der geheimnisvollsten Probleme der Gegenwart zusammen. Es gibt dreierlei Antworten auf diese Frage: Der Mensch ist ein Ergebnis der Evolution auf Erden; der Mensch ist eine Schöpfung Gottes; der Mensch ist ein Kettenglied in der langwierigen Entwicklung, die einst auf einem anderen Planeten begann und auf der Erde fortgesetzt wurde.

Die erste Antwort ist logisch und wissenschaftlich fundiert. Sie hat aber eine Lücke, die bis heute noch nicht geschlossen ist: Sie betrifft den Zeitpunkt, in dem die Spezies Mensch sich aus dem Affenreich absonderte. Der berüchtigte Pithekanthropus ist ja immer noch nicht entdeckt worden.

Die zweite Antwort – der Mensch ist ein Geschöpf Gottes – lässt sich, vom heutigen Stand der Wissenschaft gesehen, wiederlegen. Es ist nahezu unmöglich, sie die Entstehung des Menschen als einen augenblicklichen Schöpfungsakt vorzustellen.

Es gibt eine dritte Antwort, die ebenso alt ist wie die zweite. Einigen Mythen zufolge hat der Mensch seine anfängliche Entwicklung auf einem anderen Planeten durchgemacht. Dann geriet er in irdischen Verhältnisse und veränderte sich auf Erden weiter. Übrigens besteht auch heute die Ansicht, dass unser Planet viel zu jung ist und die Evolution viel zu langsam vor sich geht, als dass das vernünftige Leben auf Erden sich spontan von den einfachsten bis zu den kompliziertesten Organismen entwickeln konnte.

In dem slawischen Märchen ‚Wie der Mensch auf Erden erschien’ heißt es, dass der Mensch „nicht auf Erden geschaffen wurde, sondern vor sehr langer Zeit irgendwo in einer anderen Welt. Und als diese Welt unterging, befahl Gott, um das Angedenken des Menschengeschlechts zu bewahren, den Engeln, einige Menschenpaare zu nehmen und auf die Erde zu bringen, damit sie sich vermehrten. Mag sein, dass Gott, wenn auch diese Welt vor dem Untergang steht, wieder einmal die Menschen irgendwohin bringen lässt, damit sie sich vermehren.“

Verblüffend in diesem Märchen ist der Rationalismus der Verfassers, wenn von einem Verfasser überhaupt die Rede sein kann. Kann man den Inhalt dieses Märchens als sinnlose Erfindung abtun? Erfindung wohl, aber sinnlos? Der Inhalt berechtigt zu der Annahme, dass die Menschheit in alten Zeiten eine Vorstellung von der Herkunft des Menschen hatte, die mit der kanonischen Ansicht nicht übereinstimmte. Man begnügte sich nicht mit dem fertigen Dogmen der Kirche und war bestrebt, seine Erkenntnis von der Welt zu erweitern. Schließlich enthält das Märchen die Gedanken, dass die Menschheit nicht das erste vernünftige Geschlecht auf Erden sei, dass vorher andere bestanden hätten, die jedoch durch Kataklysmen untergegangen seien.

Den alten Glauben von Völkern Süd- und Mittelamerikas zufolge habe es vor den Menschen auf Erden Wesen aus Ton und Holz gegeben. Eine Variante dieses Gedankens kommt auch in einem slawischen Apokryph vor, das sich in der Leningrader Bibliothek der Akademie der Wissenschaften befindet. Das Apokryph beginnt mit den Worten: „Es gab einen Menschen, der vor Adam erschaffen wurde.“ Es heißt dort, dieser Vorfahre Adams habe ein „Herz aus Holz“ gehabt.

Man darf nicht alle Einzelheiten dieses Mythos ernst nehmen. Erstaunlich ist aber, wie logisch der Grundgedanke und die Fragestellung ist, dass die Evolution eine Reihe von Versuchen und Fehlern ist, dass alles fließt und sich verändert, dass nichts ewig ist unter den Gestirnen, zumal der Mond selbst nicht von Urzeiten an am Firmament prangte, will man den alten Überlieferungen glauben.

Einstein war nicht der erste

Inwieweit kann man den Kenntnissen der Menschen von einst glauben? Wie soll man sich zu den alten Begebnissen im Licht der neuen Erkenntnisse verhalten? Es ist natürlich vorauszusetzen, dass die Kenntnisse, über die die Menschheit verfügt, nicht nur durch die Evolution des Menschengeschlechts und seine Geschichte entstanden. Es ist möglich, dass einige Tatsachen und Vorstellungen das Erbe einer vergangenen Zivilisation sind und ein Teil der Kenntnisse von Kontakten der Erdbewohner mit einer anderen, kosmischen Welt herrühren.

Auch die Vorstellung unserer Vorfahren von der Relativität des Zeitablaufs ist von der Wissenschaft stiefmütterlich behandelt worden. In alten Zeiten und im Mittelalter waren die christlichen Völker der Ansicht, dass im Himmel die Zeit langsamer dahinfließe als auf Erden. Der Volksmund drückte diesen Gedanken so aus: „Gottes Augenblick ist ein Menschenalter.“ In einem japanischen Märchen aus der Sammlung Nippon Mukashi Banashi heißt es, der Mensch sei von einer Himmelfahrt jung zurückgekehrt und habe daheim seine Nachfahren nicht mehr angetroffen. Ähnliches findet man auch in einem russischen Märchen aus der Sammlung von A.N. Afanasjew und in einem ukrainischen Märchen aus der obenangeführten Sammlung („Märchen und Erzählungen aus Podolien“, S. 65, Märchen Nr. 131 „Gottes dreihundert Jahre wie drei Jahre“).

Seltsam sind auch die Worte des Apokryphs von Enoch, über den es in den religiösen Schriften heißt, er sei zu Lebzeiten in den Himmel berufen worden: „Enoch lebte vor der Sintflut und ist noch heute am Leben.“

Ein gleiches ist auch in dem Apokryph „Die Geschichte Jesajas“ (2. oder 3. Jh.) zu lesen: Dem Propheten Jesajas kamen Zweifel über die Wahrheit seines Glaubens und die Größe des Allmächtigen, und er wurde auf dessen Willen in den Himmel berufen. Dort sah Jesajas, wie groß die Ewigkeit ist, und gestand seine Zweifel ein. Der Engel, der den Propheten in den Himmel gebracht hatte, wollte ihn auf die Erde zurückbringen. Jesajas wunderte sich: „Warum so schnell? Ich bin nur zwei Stunden hier gewesen.“ Der Engel antwortete: „Nicht zwei Stunden, sondern 32 Jahre.“

Der Prophet war ganz verblüfft. Er begriff, dass die Rückkehr auf Erden für ihn entweder den Tod oder tiefes Alter bedeuten würde, denn die 32 Jahre im Himmel waren im Nu verflogen. Und er fragte Bang: „Warum soll ich in mein jämmerliches Fleisch zurückkehren?!“ Und er ward traurig. Der Engel tröstete ihn jedoch: „Trauere nicht, du wirst nicht alt sein“.

Erst Anfang des 20. Jh. Erfuhren wir aus der Entdeckung Albert Einsteins von den etwaigen Kuriositäten der Zeit im Zusammenhang mit der Bewegung des Körpers mit lichtnahen Geschwindigkeiten. Diese These ist vorläufig nur anhand von Mesonen labormäßig bestätigt worden, utopische Schriftsteller (u.a. Jules Vernes) beschreiben aber schon längst Raumfahrten, bei denen die Helden ähnliches wie Jesajas erlebten.

Es ist anzunehmen, dass die uralten Vorstellungen von einer Unsterblichkeit des Menschen nicht nur von dem Sehnen nach ewigem Sein herrühren, sondern auch von der Ansicht, dass die Zeit unter gewissen Umständen ihren Ablauf verändert.

Wie wir die Ursachen des Entstehens derartiger Begriffe auch erklären mögen, wir müssen mit sehr vagen Annahmen vorliebnehmen, wenn wir nicht den kosmischen Koeffizient mit einbeziehen.

Was ist ein „Himmelstempel?“

In den religiösen Schriften kommt ein „Himmelstempel“ oder ein „Haus des Herrn“ vor. Die Kommentatoren der Heiligen Schrift verweisen das gewöhnlich in die Kategorie des Abstrakten, Überirdischen. In der judäischen und christlichen Literatur fällt aber eine „kosmische“ Auffassung des Himmels-“tempels“ auf. In der Offenbarung des Johannes (Kap. 11, 19) wird dieser „Tempel“ mit himmlischen Erscheinungen, mit Donner und Blitz in Zusammenhang gebracht: „Und der Tempel Gottes ward aufgetan im Himmel… Und es geschahen Blitze und Stimmen und Donner und Erdbeben und ein großer Hagel.“ Nach alten Überlieferungen soll im „Tempel“ Gott aus dem All herabgestiegen sein. Eine andere Bibelstelle lautet: „Da erhob sich ein Donnern und Blitzen und eine dichte Wolke auf dem Berg Sinai aber rauchte, darum, dass der Herr herab auf den Berg fuhrt mit Feuer, und sein Rauch ging auf wie ein Rauch von Ofen, dass der ganze Berg bebte.“ (Kap. 19, 16-18; 20, 18). Ebendort heißt es: „Und der Herr sprach zu Mose: ‚Und mache dem Volk ein Gehege umher und sprich zu ihnen, dass ihr nicht auf den Berg steiget, noch seine Ende anrühret, denn wer den Berg anrühret, soll des Todes sterben’“ (19, 12). „Steig hinab und bezeuge dem Volk, dass sie nicht durchbrechen zum Herrn, ihn zu sehen, und viele aus ihnen fallen“ (19, 21).

Eine „vulkanische“ Interpretation dieser Stellen kommt nicht in Frage, da darin nachdrücklich auf eine himmlische Herkunft hingewiesen wird. Ebenso kann auch von keiner Vision die Rede sein, da nicht der geringste Präzedenzfall vorhanden ist.

Man kann dem „Himmelstempel“ oder den „Tempel Gottes“ auch als eine Art Raumschiff auffassen, das die Menschen einst gesehen hatten. Es ist vielleicht sogar anzunehmen, dass die Vorstellung von dem „Himmelstempel“ in gewisser Hinsicht den Tempelbau beeinflusst hat. In alten Quellen ist der Gedanke an die Kontinuität des „himmlischen“ und des „irdischen“ Tempels sehr deutlich zum Ausdruck gebracht. Im 1 Paratipomenon (28 6, 11-12) heißt es, dass König David auf Gottes Geheiß seinen Sohn Salomon auftrug, auf Erden einen „Tempel Gottes“ nach der Gestalt des himmlischen zu erbauen. In einem Apokryph wird ausführlich dargelegt, wie David im Himmel das Bild eines Tempels gezeigt wurde. Der Bau des „Gottehauses“ war für den Fall vorgesehen, dass Gott auf Erden erscheinen könnte. „Wenn Gott zu uns kommt, dann wird er bei uns wohnen.“

Die Maya in Mexiko glaubten, dass die Götter einst auf Spinngeweben zu ihnen herabgestiegen seien. Darauf verwies seinerzeit N.A. Rynin (‚Interplanetarische Kontakte. Raumschifffahrt. Chronik und Bibliographie’. Leningrad, 1932, S. 110-111).

In indirekter Verbindung mit dieser Legende steht wohl auch Jakobs Traum vom Tempel Gottes auf dem Berge und den der Himmelsleiter im Kapitel 28 der Genesis.

Unter dem kosmischen Gesichtswinkel bieten sich Aufschlüsse über die Majalegenden und das alttestamentarische Sujet.

Nichts kann aus nichts entstehen

Ob richtig oder nicht. Hypothesen standen schon immer an der Wiege der Forschung. Die Hypothese von heute ist die Wissenschaft von morgen. Allerdings wird nicht jede Hypothese zur Theorie. Es gab solche, die drei Jahrhunderte hindurch nicht bewiesen werden konnten.

Selbst eine wiederlegte Hypothese ist nützlich, denn um etwas zu negieren, muss man viele positive Kenntnisse sammeln.

Die bekannte Hypothese von Sendboten aus dem Kosmos, davon, dass die Erde sich in der Sphäre intergalaktischer bzw. interplanetarischer Kontakte befindet, hat Chancen, mit der Zeit Theorie zu werden. Darüber kann man freilich bisher nur nach Legenden und Ausgrabungen urteilen und zunächst mag das unglaubwürdig erscheinen. Nil posse crean de nihilo: Nichts kann aus dem nichts entstehen. Diese alte Weisheit stimmt. Der chinesische Gelehrte Juan Ke schreibt: „Viele sind der Ansicht, dass Mythen eine Ausgeburt der Phantasie sind und mit der Wirklichkeit nicht gemein haben. Das ist ein schwerer Irrtum.“ Den gleichen Gedanken äußerte Maxim Gorki: „Überhaupt gibt es nichts Märchenhaftes auf der Welt. Alles, was wundersam zu sein scheint, hat in Wirklichkeit eine ganz bestimmte reale Grundlage. Es gibt nichts, was der Mensch erfunden hätte und was in der Wirklichkeit nicht begründet wäre.“

Es hat keinen Sinn, vor dem Rätsel des Mythos fassungslos dazustehen. Die Wissenschaft entwickelt sich und erhält immer mehr Möglichkeiten, uralte Geheimnisse zu enträtseln.

Da in den letzten Jahren der Mensch immer tiefer in den Weltraum vorstößt, wird die Hypothese von den Sendboten aus dem Kosmos immer beweiskräftiger. Mag sein, dass mit der Zeit diese Vermutungen widerlegt werden, es ist aber, um mit dem russischen Chemiker Mendelejew zu sprechen, „besser, sich an eine Hypothese zu halten, die vielleicht mit der Zeit berichtigt wird, als an gar keine“.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Artikel: Der Maya-Kalender, das Jahr 2012 und die Ankunft der "Götter"

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Wir schreiben nun das Jahr 2012!

Ein Jahr, das eigentlich ein Jahr wie jedes andere auch sein könnte. Doch 2012 ist in den Augen vieler Menschen kein Jahr wie jedes andere Jahr auch. Im Gegenteil! Es ist ein Jahres-Datum, auf das unzählige Esoteriker, Alien-Gläubige, Sekten, Weltuntergangs-Propheten und andere Zahlenmystiker geradezu hinfieberten. Es bildete sich hier langsam aber stetig eine Art “2012-New-Age-Religion” heraus. Vor allem im Internet.

von Lars A. Fischinger
Nach dem Buch „Historia Mystica“ vor dem Lektorat (2009)


Im Jahr 2012, so die aktuellen Diskussionen, endet angeblich der sehr genaue Kalenderzyklus des Maya-Kalenders aus Mittelamerika (Mexiko). Und dieses Datum und das Thema Kalender der Maya boomen seit einigen Jahren auf dem Buchmarkt und vor allem im Internet. Was hat es mit diesem Thema und vor allem diesem Jahr aber tatsächlich auf sich? Ist der von den Maya in ihrem Kalendersystem festgelegte Fixpunkt ein besonderes Datum, ein Wendepunkt der Menschheitsgesichte?

Stehen uns dann Bahnbrechende Ereignisse bevor?
 
Der Kollege und Bestsellerautor Erich von Däniken, Schweiz, hat in seinem Buch “Der Tag, an dem die Götter kamen” (1984) bereits umfassend über den sehr exakten Kalender der Maya geschrieben und das Thema so auch in der Grenzwissenschaft bekannt gemacht. Und die Maya hatten tatsächlich enormes Wissen. So etwa bestimmten sie die Länge eines Jahres mit 365,2421 Tagen und lagen damit bis auf vier Stellen hinter den Komma sensationell richtig. Auch die Bahndaten des Planeten Venus kannten die Maya-Astronomen ausgezeichnet, so dass sie in 6000 Jahren nur um einen Tag korrigiert werden mussten. Von Däniken zitiert den britischen Astronomen Professor Michael Rowan-Robinson dazu mit den Worten:
 
Derartige Übereinstimmungen sind in der westlichen Astronomie erst in modernsten Zeiten erreicht worden.“
 
Die Maya galten schon immer in den Reihen der Esoteriker als eine Art “romantische Zivilisation”. Friedwertigkeit und astronomische Hingabe wurden dem Volk der Maya bis heute nachgesagt. Auch wenn die neuste Forschung unlängst weiß, dass auch die Maya Menschen opferten und alles andere als eine Kultur der Friedfertigen war.
 
Am 11. August 3114 vor Christus beginnt angeblich der hoch-präzise Kalender der Maya. Eine Art “Startpunkt”, über den jedoch seit Jahrzehnten gestritten wird. Denn wann genau der Kalender beginnt, ist in Wahrheit nicht so genau gesichert. Professor Robert Henseling legte den Startpunkt vor genau 60 Jahren auf Anfang Juni 8498 vor Christus fest. Antoon Leon Vollemaere hingegen vermutete vor 30 Jahren das Nulldatum sei in Wahrheit der 16. September 3606 vor Christus.

Wann nun tatsächlich der Kalender der Maya beginnt ist folglich umstritten. Doch der Beginn des Kalenders ist heute auch nicht mehr so interessant. Auch wenn Grenzwissenschaftler teilweise vermuten, dass an diesem unbekannten “Tag Null” der Maya etwas besonderes in Mittelamerika geschah: Nämlich die Ankunft der Götter aus dem All oder Atlantis bei den späteren Volk der Maya.
 
Skeptiker verweisen jedoch darauf, dass beispielsweise erste Siedlungsspuren im Copan-Tal erst um 1100 vor Christus nachweisbar sind. Und erste Hinweise auf Städte und Handel im Reich der Maya finde sich sogar erst um 500 vor Christus. Dennoch bleibt 3114 vor Christus als Startpunkt des Maya-Kalenders.
 
Nun kommt das legendäre Jahr 2012 ins Spiel; vor allem der Esoterik-Szene: Der Kalender der Maya “endet” im Jahre 2012 nach Christus und gibt damit ein in sehr naher Zukunft liegendes Fixdatum an. So heißt es. Was mag da nun geschehen, fragen sich viele Interessierte. Hier herrschen das größte Durcheinander und die wildeste Verwirrung in den Reihen der “Zahlenmystiker”. Während die einen darauf verweisen, dass 2012 der Kalender eben nicht endet, sondern nach einem Zyklus wieder “auf Null springt”, sprachen andere von umfassenden, ja, von dramatischen Umwälzungen auf der gesamten Erde.
 
Der Maya-Kalender setzt sich aus einem rituellen Kalender mit Namen “Tzolkin” (mit 260 Tagen) und einem allgemeinen Kalender mit Namen “Haab” (mit 365 Tagen) zusammen. Durch eine Verbindung der beiden Kalender entstanden Zyklen, und, so zum Beispiel die Maya-Experten Professor Linda Schele und Professor David Freidel in ihrem viel beachteten Buch “A Forest of King” (1990), einer endet am 23. Dezember 2012. Damit haben wir ein festes Datum. Was passiert dann?
 
Die Welt wird untergehen! Die Götter der Maya kommen zurück auf die Erde. Außerirdische werden auf der Erde landen. Der bewohnte Planet “Nibiru” wird sich wieder der Erde nähren. Die Welt wir einen “Wandel” erleben. Oder es steht „der Aufstieg der Erde in die fünfte Dimension“ bevor. Wobei man es beliebig ändern kann, welche Dimension einem gerade gefällt. Selbst die Rückkehr von Jesus Christus wird dann und wieder postuliert.
 
Solche und viele weitere Spekulationen kursieren in der Literatur und im Internet. Doch gerne wird das Ende aller Tage von selbsternannten Propheten vorhergesagt: „Der Untergang der Welt steht bevor“, warnen die selbsternannten Propheten des Untergangs. Dass das nicht stimmt, haben schon 1990 Professor Schele und Professor Freidel geschrieben. Also lange vor dem 2012-Boom. Und es ist ein Boom, denn allein die Suchmaschine “Google” liefert bei der Eingabe der Schlagwörter “2012 calendar” unglaubliche 2130000 Treffer.
(Anm. Aug. 20120: Stand 2008/Anfang 2009 – inzwischen habe ich zu “2012” & Co. das Buch “Die Akte 2012 – Wahn und Wirklichkeit” mit Ewa G. veröffentlicht!)
 
Die Professoren Schele und Freidel berichten auch, dass sich in der berühmten Maya-Stadt Palenque eine Inschrift befindet, die bis auf den 15. Oktober 4772 nach Christus vorausblickt. Und zwar nach dem Ende eines weiteren Zyklus des Maya-Kalenders. Auch Nikolai Grube, Professor für Altamerikanistik von der Universität Bonn, verweist auf Maya-Daten nach dem Jahre 2012. So berichtet er von einem beschriebenen Knochen, der in einem Grab in der legendären Mayastadt Tikal gefunden wurde. Auf diesem Knochen fanden sich drei Jahresangeben: 17. Juni 1224 nach Christus, 22. April 5565 nach Christus und letztlich 24. Februar 9898 nach Christus.
 
Ein Untergang der Welt 2012 hat hier wohl kaum Platz. Im Jahr 2012 beginnt der Kalender-Zyklus lediglich wieder von neuen. Er endet nicht, wie es immer wieder von den Medien behauptet wird.
 
Und die Wiederkehr der Götter oder Außerirdischen? Tatsache ist, dass bei vielen Religionen und Kulten der Welt ein Glaube an die Rückkehr der Götter oder der “Lehrmeister aus dem Himmel” existiert. Esoteriker verweisen nun darauf, dass die Maya-Götter unter Führung des Hauptgottes wieder auf die Erde kommen werden. Die Gottheit Kukulkan, so heißt es, komme dann wieder zu den Menschen. Ein neues Zeitalter würde ab 2012 beginnen.

 
Und tatsächlich: eine kleine lokale Maya-Inschrift aus dem 7. Jahrhundert aus dem recht unwichtigen Ort Tortuguero spricht davon, dass 2012 der Gott Bolon Yokte wieder kommen wird. Doch würde die Ankunft der Götter 2012 als ein epochales Ereignis nur in einem so unbedeutsamen Ort wie Tortugureo als Prophezeiung zu finden sein? Und dann noch mit einem so unwichtigen Gott wie Bolon Yokte verwoben?
 
Eine ganze Reihe von Menschen deuten moderne Zeichen wie UFO-Sichtungen und Kornkreise nun im Sinne einer 2012-Wiederkehr der Astronautengötter. Kornfeld-Piktogramme, die vornehmlich in Südengland aber auch in anderen Teilen der Welt entstehen, sollen „codierte Botschaften“ von Außerirdischen sein. Und diese “Codes” würden die Menschheit eindrücklich auf das kommende Ereignis im Jahr 2012 hinweisen.
 
Die angebliche Ankunft der Götter aus dem All wird auch mit den Thesen des US-Autoren Zecharia Sitchin in Verbindung gebracht. Dieser behauptete in seinem Buch “Der zwölfte Planet” vor über 30 Jahren, dass es in unserem Sonnensystem einen weiteren und bisher unentdeckten und von einer Zivilisation bewohnten Planeten gibt. Diesen Planeten nannte Sitchin “Nibiru”, und er soll in einer elliptischen Umlaufbahn wie ein Komet in 3600 Jahren einmal die Sonne umrunden. Die Bewohner des Planeten, so der Autor in seinem und zahlreichen folgenden Büchern, würden regelmäßig die Erde besuchen. Seine Spekulationen leitet der Bestsellerautor vor allem aus Texten der Sumerer und anderer Kulturen Mesopotamiens (Iran, Irak) ab. 2012 nun würde es wieder soweit sein, und die “Anunnaki” genannten Götter dieses Planeten würden wieder zu den Menschen kommen.
 
Recherchen im Internet liefern schnell zahlreiche Seiten zum Thema Wiederkehr des Planeten Nibiru und 2012. Videoportale wie “youtube” und “myvideo” entwerfen ein geradezu katastrophales Szenario, was alles geschehen wird, wenn sich der “Planet X” wieder der Erde nährt. Nicht nur, dass die Außerirdischen wieder die Menschheit besuchen werden, sondern die Erde wird von verheerenden Vernichtungen gebeutelt. Durch die Annährung des Planeten würden Tsunamis, Feuersbrünste, Tornados, Erdbeben, Vulkanausbrüche und Erdmagnetfeld-Veränderungen folgen. Sogar von einem Polsprung, von einem Wechsel von Nord- und Südpol, und einem kippen der Erdache wird gesprochen. Auch der Stillstand der Erdrotation für drei Tage ist im Gespräch. Zweidrittel aller Menschen und 75 Prozent aller Tiere werden durch diese Zerstörungen sterben. Sogar eine 90 prozentige Vernichtung des irdischen Lebens wird geweissagt. Untermalt werden solchen Horror-Szenarien dabei gerne mit Szenen aus dem Roland Emmerich Katastrophenfilm “The day after Tomorrow”. 
 
Das die Thesen von Sichtin um einen bewohnten Riesenplaneten in unserem Sonnensystem mit einer derartigen Umlaufbahn astronomische Nonsens sind, wird dabei von den Gläubigen übersehen. Ebenso wird übersehen, dass Sitchin sein Planet nach seinen Angaben gar nicht 2012 wieder kommen würde (siehe umfangreich hier und als Video hier). Doch auch wenn nicht von der Rückkehr des 10. Planeten und seiner Bewohner zur Erde gesprochen wird, bleiben immer noch die esoterischen Prophezeiungen über eine Art “neues Weltzeitalter”.
 
Sehr interessant ist auch, dass sich jene, die sich mit dem Jahr 2012 befassen, nicht mal auf ein genaues Datum einigen können. Es stehen im Internet beispielsweise zur Diskussion:
  • 20. Dezember 2012
  • 21. Dezember 2012
  • 23. Dezember 2012
  • 24. Dezember 2012

Gerne nimmt man dabei auch dann und wann den 20. Dezember denn 20. und 12. zusammengezogen ergibt 2012. Ebenso den 21. Dezember, da dies der Tag der Wintersonnenwende ist. Wüste Zahlenspielerei boomt hier. Auch, weil bekanntlich nicht ganz sicher fest steht, wann der Maya-Kalender beginnt. Als Fakt und Kern-Aussage bleibt aber das Jahr 2012. Entweder als fixes Jahr der Apokalypse oder als Anfangsjahr eines anderen Zeitalters.

 
Sicher ist, dass die Welt nicht untergehen wird, sondern der Maya-Kalender lediglich wieder bei Null beginnt und nicht endet. In der Tat berichten Völker aus Mittelamerika und anderswo aber auch, dass die Welt bereits mehrfach untergegangen und wieder neu auferstanden ist. Doch einen erneuten Untergang mit dem Datum 2012 zu verweben ist falsch. Der ganze Hype um 2012 ist vergleichbar mit dem Jahrswechsel 1999/2000. Auch damals traten selbsternannte Propheten an die Öffentlichkeit und sprachen von identischen Vorhersagen für die Menschheit und die Erde. Geschehen ist auch damals – nichts.
 
Sicher ist aber auch, dass die Legende der Wiederkunft der Maya-Götter nur eine unbedeutende Lokalüberlieferung eines unwichtigen Gottes ist. Eine Legende der Maya oder anderer Völker Zentralamerikas, die besagt, dass ihr Hauptgott Kukulkan oder auch Quatzalcoatl (Azteken-Gottheit) 2012 wieder zur Erde kommen wird, ist schlicht nicht bekannt. Zumindest wurde eine solche von keinem mittelalterlichen Chronisten der Eroberung Mexikos aufgezeichnet. Ebenso finden sich keine Inschriften in den Maya-Hieroglyphen, die eine derartige Prophezeiung verkünden.
 
Fest steht aber ein astronomisches Ereignis in diesem Jahr, denn am 2012 kommt es in Australien, Neuseeland, Südpazifik und Südamerika zu einer totalen Sonnenfinsternis. Ein astronomisches Ereignis, das immer wieder in verschiedenen Teilen der Welt beobachtet werden kann, und dadurch kaum als Hinweis auf ein Ereignis weltweiten Ausmaßes gedeutet werden kann. Auch im Sommer 1999 kam es zu einer totalen Sonnenfinsternis, die auch in Süddeutschland beobachtet werden konnte. Auch dieses seltene aber bekannte astronomische Ereignis wurde vor zehn Jahren mit Weltuntergangs-Spekulationen in Verbindung gebracht.
 
2012 ist ein interessantes soziokulturelles Phänomen, das vor allem im Internet lebt und verbreitet wird. Und natürlich kommen zu jedem Boom nach gewisser Zeit Bücher auf dem Markt. Menschen brauchen, das beweisen die Verkaufszahlen der Prophezeiungen des Nostradamus durch die Jahrhunderte, in regelmäßigen Zeiten und Abständen “prophetische Daten”. Vor allem, wenn es irgendwo auf der Welt “kriselt”. Wenn dann letztlich doch nichts passiert, wie etwa vor zehn Jahren 1999/2000, werden sich sicher wieder viele fragen, warum denn nichts geschah. Und natürlich werden findige Autoren weiterhin fleißig Nostradamus-Bücher herausbringen.
 
Natürlich weiß niemand, was 2012 nun genau geschehen wird. Auch nicht die entsprechenden Bücher, die wie Pilze aus dem Boden schießen und dessen Autoren am Boom mitverdienen. Ein verlässlicher Blick in die Zukunft ist aber leider nicht möglich. Vielleicht trifft tatsächlich eines Tages zum Beispiel wieder ein Asteroid die Erde und sorgt für globale Vernichtungen. Vielleicht sogar für den Untergang der Zivilisation. Ein Schreckensereignis, das sehr unwahrscheinlich aber dennoch nicht ausgeschlossen ist! Vielleicht kommen auch eines Tages die Aliens wieder auf die Erde zurück. Aber bisher weißt nichts auf einen Wandel im Jahre 2012 hin.

Feb. 2009

 

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