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Mond-Astronaut Alan L. Bean (“Apollo 12”) ist sicher: Außerirdische haben die Erde bisher niemals besucht, weil …

Mond-Astronaut Alan L. Bean ("Apollo 12", 1969) ist sicher: Außerirdische haben uns niemals besucht (Bild: NASA/gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Mond-Astronaut Alan L. Bean (“Apollo 12”, 1969) ist sicher: Außerirdische haben uns niemals besucht (Bild: NASA/gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Mitte November 1969 flogen die NASA-Astronauten Richard F. Gordon, Charles Conrad und Alan LaVerbn Bean mit der Mission “Apollo 12″ zum Mond. Die zweite erfolgreiche Mondlandung der USA. Am 19. November 1969 betrat dann Alan Bean als vierter Mensch den Mond und wurde so zu einem Nationalhelden der USA. Fraglos ein Mann des Weltraum. Der inzwischen 85-jährige Bean erklärte nun in einem Interview mit einer englischsprachigen News-Seite, warum er sicher ist, dass bisher niemals Außerirdische auf der Erde waren oder es bereits Kontakt mit Aliens gab. Für den Mond-Astronauten sprechen hier ganz irdische bzw. menschliche Gründe dagegen.

 

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Als der NASA-Astronaut Alan LaVerbn Bean 1969 den Mond betrat und im Sommer 1973 als Astronaut des US-Weltraumlabors “Skylab” einen Langzweitrekord für den Aufenthalt im All aufstellte, war nicht nur die USA im Weltraumfieber. Auf der ganzen Welt boomten Science-Fiction, Weltraum-Themen und auch UFOs und die Prä-Astronautik-Literatur.

Für Bean selber sind diese Themen aber nichts als Hirngespinste, wie er in einem Interview gegenüber der Nachrichtenseite news.com.au erklärte. Er sei überzeugt, dass bis auf den heutigen Tag nie irgendwer die Erde besucht habe. Bean zu news.com.au:

Ich glaube nicht, dass irgendjemand aus dem Weltraum jemals die Erde besucht hat.

Der “Apollo 12”-Astronaut glaubt, dass Aliens noch nie die Erde besucht haben, weil sie sich – wie wir Menschen verhalten würden.

Außerirdische sind auch nur Menschen

E-Mail von Gott - Wo ist die Botschaft der Außerirdischen? (Bild: NASA/ESA/Hubble Heritage Team/STScI/AURA / L. A. Fischinger)
E-Mail von Gott – Wo ist die Botschaft der Außerirdischen? (Bild: NASA/ESA/Hubble Heritage Team/STScI/AURA / L. A. Fischinger)

Alan Bean erklärt in dem Interview, dass Außerirdische aus den Tiefen des Kosmos mit der Menschheit Kontakt aufnehmen würden, wenn sie denn schon hier sind. Da es aber keinen Kontakt mit irgendwelchen Aliens gab oder gibt, sind sie auch nicht hier, so Bean.

Der Astronaut erklär dies so:

Einer der Gründe, warum ich nicht glaube, dass sie hier gewesen sind, ist, dass Zivilisationen, die fortschrittlicher, uneigennütziger und freundlicher sind – wie die Erde, die besser ist als früher – gelandet wären und gesagt hätten:

,Wir kommen in Frieden und wir wissen durch unsere Studien, dass ihr Probleme mit Krebs habt, der die Menschen tötet. Wir haben dieses Problem bereits vor 50 Jahren gelöst: Hier ist das Gerät, das wir der Person auf die Brust setzen und das sie heilen wird. Wir zeigen euch, wie man es macht.’

Eines Tages, sagen wir in 1.000 Jahren, wenn wir zu einem anderen Stern reisen und einen Planeten entdecken, würden wir genau das tun. Weil wir wissen, wie man Krebs heilt. Geburtsfehler heilen, das würden wir ihren beibringen.

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Also das ist schon eine “starke Aussage” des NASA-Astronauten, wie ich finde! Eine Spekulation, mit der man in keinem Fall ableiten kann, dass niemals Außerirdische auf unseren Planten waren.

Aliens als Heilsbringer aus dem Universum?

Bean geht meiner Meinung nach in dem Interview von viel zu engstirnigen Voraussetzungen aus. Die einzige Annahme, die hier fraglos zutreffend ist, ist die, dass fremde Besucher aus dem All fortschrittlicher sind als wir Menschen heute oder natürlich in der Vergangenheit. Ohne fortgeschrittene Technologien, die wir heute eben (noch) nicht haben, können auch als Aliens nicht das Universum bereisen.

Dann aber wird es überaus spekulativ und meiner Meinung sind die Argumente von Alan Bean vollkommen haltlos. Er projiziert mit seiner Aussage unsere menschlichen Eigenschaften einfach auf Außerirdische. Wobei wir bisher natürlich alles andere als eine friedliche und uneigennützige Gesellschaft sind. Ebenso haben wir in unserer Geschichte anderen Völkern der Erde auch alles andere als wohlgesonnene Hilfe gebracht.

Darum werden wir niemals Kontakt mit Aliens haben: Die Außerirdischen löschen sich alle selber aus! (Bild: L. A. Fischinger / NASA / Montage: L. A. Fischinger)
Darum werden wir niemals Kontakt mit Aliens haben: Die Außerirdischen löschen sich alle selber aus! (Bild: L. A. Fischinger / NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Niemand, auch Bean nicht, kann sagen, dass fortschrittliche Zivilisationen im All auch sogleich freundlich und uneigennützig das All bereisen. Auch wenn die Annahme gerechtfertigt ist, dass eine Alien-Rasse, die sich permanent auf ihren Planten bekriegt, wohl kaum Gedanken an interstellare Reisen verschwendet. Doch wer weiß …

Auch sagt Bean, dass solche durch den Kosmos reisende Außerirdische quasi Heilsbringer aus dem Universum sein würden. In seinem Beispiel würden diese die Menschheit von der Plage des Krebs heilen. Weil – so glaubt Bean zumindest – auch wir Menschen nett zu Aliens sein würden, wenn wir sie eines sehr fernen Tages einmal erreichen sollten.

Wo ist die Anti-Krebs-Maschine der Außerirdischen?

Es ist vollkommen unklar, was Außerirdische hier wollen würden. Stimmt die Prä-Astronautik, dass vor Jahrtausenden Aliens hier waren, wissen wir immer noch nicht warum eigentlich. Bean glaubt auch, dass andere Wesen mit den Menschen Kontakt aufnehmen würden, wenn sie uns erreichen. Da seiner Meinung nach aber ein solcher Kontakt nie stattfand – waren sie auch nicht hier.

Hier könnte man aber klipp und klar mit der Prä-Astronautik argumentieren. Genauer gesagt mit den zahlreichen Mythologien über Götter und fremde Wesen, die eben doch mit Menschen interagiert haben sollen. Zumindest waren diese nach den Überlieferungen auf diesem Planten. Haben sie der Menschheit damals eine Maschine gegen Krebs (oder wogegen auch immer) gebracht, wie wir Menschen es laut Bean bei Aliens machen würden?

Keine Ahnung. Vielleicht haben sie es ja tatsächlich vor beispielsweise 5.000 oder 10.000 Jahren, nur ist sie lange verschollen, versteckt, vergessen oder verloren. Vielleicht wollten sie es ganz einfach auch nicht. Zumindest aber ist es falsch menschliche Eigenschaften auf andere Zivilisationen im All zu übertragen. Wobei es auch ein ferner Traum ist, dass die Menschheit eines Tages selbstlos und voller Frieden andere Planeten erreicht, die von primitiveren Aliens bewohnt sind.

Obwohl natürlich auch Bean selber nicht ausschließt, dass es intelligentes Leben im All gibt.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Die drei besten Hinweise, dass wir von Aliens und UFOs beobachtet werden – gibt es eine solche “Top 3” tatsächlich?

Die drei besten Hinweise, dass wir von Aliens beobachtet werden: hier das "WOW-Signal" von SETI aus dem Jahr 1977 (mit Alien-Kopf) (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Die drei besten Hinweise, dass wir von Aliens beobachtet werden: hier das “WOW-Signal” von SETI aus dem Jahr 1977 (mit Alien-Kopf) (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Unsinn oder doch Realität? Eine Boulevard-Webseite zum Thema Stars, Klatsch und Sternchen präsentierte jüngst “die 3 stärksten Anzeichen, die die Existenz von Aliens und UFOs bestätigen”. Diese würden angeblich deutliche Anzeichen dafür sein, “dass wir längst von fernen Sternen beobachtet werden”. Solche Top-Listen, die angeblich für Aliens, UFOs & Co. sprechen, sind immer wieder interessant. Sehen wir uns diese also einmal genauer an.

 

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Ich selber habe Ende November 2013 auf meinem YouTube-Kanal zwei Videos online gestellt, die jeweils eine Art “Top 5” darstellen. In einem Video fünf Punkte gegen die Idee, dass die Götter Astronauten aus dem All waren – in dem anderen Video fünf Punkte, die für die Prä-Astronautik sprechen könnten.

Auch das Nachrichtenmagazin “Focus” hat im Mai 2013 die zehn besten UFO- und Alien-Fälle in einer “Top 10” aufgezählt. Diese habe ich umfangreich an dieser Stelle auf diesem Blog vorgestellt.

Die 3 besten Hinweise auf Aliens und UFOs

Das Online-Portal “neuestens” hat jüngst geschrieben:

Wir präsentieren dir die 3 stärksten Anzeichen dafür, dass wir längst von fernen Sternen beobachtet werden.

Und diese drei “starken Anzeichen” sind nach Ansicht dieses Klasch-und-Trasch-Magazins folgende:

  1. Das “WOW!-Signal” aus dem Jahre 1977
  2. Hinweise auf Ancient Aliens in alten Kulturen
  3. Ein UFO-Fall aus China im Jahr 1998
Die 5 meist gesehenen Mystery Files-Videos auf YouTube 2016 von Fischinger-Online (Bild: L. A. Fischinger)
Die 5 meist gesehenen Mystery Files-Videos auf YouTube 2016 von Fischinger-Online (Bild: L. A. Fischinger)

Erstens: Das weltberühmte “WOW!”-Radiosignal, dass 1977 der Astrophysiker Jerry Ehman im Rahmen von SETI der NASA empfangen hat, kann alles möglich sein – vielleicht auch von Aliens. Doch, da es sich bisher auch nie wiederholte, weiß die Astronomie es bis heute nicht hundertprozentig, was es letztlich war.

Zweitens: Die Götter am Himmel, zu denen “neuestens” schreibt:

Schon die alten Inder beschrieben Fahrzeuge, mit denen sich Götter und Helden durch den Himmel bewegten. Genauso wie viele andere Kulturen überall auf der Welt zuvor. Selbst einige ägyptische Hieroglyphen deuten auf diese Ereignisse hin.”

Tatsächlich wurde zu allen Zeiten und bei allen Völkern  von Götter am Himmel und fliegenden “Fremden” berichtet. Immerhin ist das ja auch die eigentliche Grundlage der Prä-Astronautik und mein Fachgebiet als Grenzwissenschaftler. Aber ob diese Götter nun wirklich real und vor allem Außerirdische der Vorzeit waren, ist bis heute eine reine Spekulation.

Die genannten “ägyptische Hieroglyphen”, die auf diese Ancient Aliens hinweisen sollen, werden leider nicht erwähnt. Vielleicht waren ja die “technischen Hieroglyphen von Abydos” gemeint, über die ich hier detailliert berichtete.

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Drittens: Die genannte UFO-Sichtung in China aus dem Jahr 1998 mit den 140 Zeugen, ist hierbei durchaus interessant. Beispielsweise meldete die Nachrichtenagentur AFP am 14. November 1998 über diese UFO-Sichtung:

Ein angebliches UFO hat die Bevölkerung der südchinesischen Stadt Xiamen in Aufregung versetzt. Das merkwürdige Flugobjekt sei in der vergangenen Woche zweimal über der Stadt aufgetaucht, hieß es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Xinhua, der in der der offiziellen Parteizeitung ,People’s Daily’ (Samstagsausgabe) erschien. Augenzeugen berichteten demnach, der Flugkörper habe eine apfelähnliche Form und ziehe einen rot-gelben Flammenschweif hinter sich her.

Doppel-Video: Pro und Contra Ancient Aliens und Prä-Astronautik: 5 Punkte für und 5 Punkte gegen die Idee der Astronautengötter
Doppel-Video: Pro und Contra Ancient Aliens und Prä-Astronautik: 5 Punkte für und 5 Punkte gegen die Idee der Astronautengötter (Bild: L. A. Fischinger / NASA)

Erstmals war das UFO demnach am Dienstag für 20 Minuten am Himmel zu sehen. Erneut erschien es dann am Mittwoch. Dem Bericht zufolge konnte ein lokaler Fernsehsender das Objekt filmen. Experten hätten ausgeschlossen, dass es sich um einen Satelliten handele, der aus seinem Orbit gedriftet sei. Viele Bewohner Xiamens blickten nun ungeduldig zum Himmel, weil sie auf ein weiteres Auftauchen gespannt seien.

Ein durchaus spannender Fall aus dem fernen China. Auch aus dem Grund, da es viele Zeugen gab und das UFO schon einige Tage vorher am Himmel gesehen worden sein soll. Aber waren es deshalb auch echte Aliens in einem Flugobjekt?

Mit Sicherheit wird jeder einzelne, der sich für die Grenzwissenschat und vor allem für Aliens und UFOs interessiert, seine eigene “Top 3” der “stärksten Anzeichen dafür, dass wir längst von fernen Sternen beobachtet werden”, haben. Doch es ist an solchen Mystery-Charts immer wieder sehr schön zu sehen, was der jeweilige Autor oder Redakteur sich für seinen UFO-Beitrag so als “Top” heraussucht.

Nach meiner Überzeug so oder so vollkommen wahllos. Das sieht man schon daran, dass das “WOW!”-Radiosignal von SETI nun wirklich nichts mit angeblichen Alien-UFOs oder Astronautengöttern hier auf der Erde zu tun hat …

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Lars A. Fischinger

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Darum werden wir niemals Kontakt mit Aliens haben: Die Außerirdischen löschen sich vorher alle selber aus! Tatsächlich?

Darum werden wir niemals Kontakt mit Aliens haben: Die Außerirdischen löschen sich alle selber aus! (Bild: L. A. Fischinger / NASA / Montage: L. A. Fischinger)
Kontakt mit Aliens? Einigen Thesen nach werden wir niemals Außerirdischen begegnen, weil sie sich vorher alle selber ausgelöscht haben! Eine reine Spekulation, die jedoch von Wissenschaftlern schon vor Jahrzehnten diskutiert wurde … (Bild: L. A. Fischinger / NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Obwohl die Menschheit genau genommen schon seit Jahrhunderten nach anderen Intelligenzen im Universum sucht, haben wir bisher keine Außerirdischen gefunden. Obwohl quasi täglich die Anzahl von gefundenen Exoplanten steigt, die Technik um Radiosignale von intelligenten Aliens zu finden sich rasant verbessert und teilweise sogar Millionen von außerirdischen Zivilisationen im All vermutet werden, habe wir bisher nichts gefunden. Absolut nicht. Warum das so ist, dafür gibt es verschiedene Erklärungsversuche. Eine davon sagt, dass sich außerirdische Zivilisationen selber vernichteten und vernichten, bevor wir mit ihnen in Kontakt treten können oder ihnen sogar begegnen. Wie ist das zu verstehen und was gibt es sonst noch für Erklärungen für das Schwiegen im Universums?

 

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Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Jahrzehntelange Suche nach intelligenten Signalen von den Sternen (= SETI) und all die andern Bemühungen außerirdische Zivilisationen nachzuweisen sind bis auf den heutigen Tag erfolglos geblieben. Der Beweis, dass es im All noch andere intelligente  Wesen gibt, lässt auf sich warten. Bisher sind wir Menschen auf unserem blauen Planeten Erde vollkommen allein im Universum.

Irgendwie ist das schon sehr “bedrückend”. Ein Kosmos dieser gigantischen Größe – und nur die Menschheit ist die einzige Intelligente Spezies hier? Kann das sein oder warum haben wir noch keine “Nachbarn im All” gefunden? Derzeit macht erneut eine Überlegung dazu Schlagzeilen, über die ich bereits Anfang Januar 2016 hier berichtet. Nämlich, dass sich die Außerirdischen, bevor sie mit uns Kontakt haben, selber aussterben.

Das ist aber nur eine Idee von einer ganzen Liste von Interpretationen über den Nicht-Kontakt zu einer anderen Intelligenz.

Warum es keinen Kontakt mit Aliens geben wird …

Es gibt einige Hypothesen, die erklären können oder sollen, warum die Menschheit bisher so allein im Universum zu sein scheint. Da wären zum Beispiel folgende fünf Erklärungen, Deutungen oder Lösungen:

  1. Es gibt überhaupt keine Aliens –  und wenn, sind es nur primitive Wesen, die keine von uns auffindbare Spuren im All hinterlassen (etwa Radiosignale)
  2. Die Menschheit ist im Kosmos überhaupt die allererste intelligente bzw. technische Spezies – wir sind damit die Nummer 1
  3. Alle anderen Hochzivilisationen von Außerirdischen verstecken sich dezent vor uns
  4. Sie schon schon sehr lange hier, aber im Verborgenen
  5. Außerirdische Zivilisationen gab es zwar, aber alle haben sich selber vernichtet und wurden ausgelöscht (Kriege, Seuchen, kosmische Katastrophen …)
Rätselhaftes Radiosignal: Haben SETI-Astronomen ein Signal von Außerirdischen bei dem Stern HD 164595 empfangen?(Bild: sao.ru/ratan)
VIDEO: Rätselhaftes Radiosignal: Haben SETI-Astronomen ein Signal von Außerirdischen empfangen?(Bild: sao.ru/ratan)

Alle fünf Punkte klingen zwar nach Science-Fiction, sind aber ausnahmslos auch Teil von wissenschaftlichen Überlegungen und Debatten. Eventuell ergänzt durch weitere Hypothesen oder auch miteinander vermischt. Aber grundsätzlich sind diese fünf Einwände die wichtigsten, weshalb wir sie mal etwas genauer hinterfragen wollen.

Primitive Außerirdische und unsere Einsamkeit

Da wäre der Punkt 1. Es gibt Aliens, die aber alle im Vergleich zu uns “dumm” sind? Das ist sehr leicht zu erklären. Wir Menschen können keine Radiosignale von Außerirdischen empfangen, die keine solchen Signale aussenden bzw. deren Heimatwelt keine abstrahlt. Auf diesem Level der Evolution und Entwicklung befanden wir Menschen uns schließen selber einmal und wissen wie, wovon wir reden.

Weder der Homo Erectus, noch die ersten Siedler Amerikas, noch der Neandertaler, noch Tiere oder Einzeller usw. auf anderen Planten nutzen Technologien, die von der Erde aus aufgespürt werden kann. In den Tagen von Karl des Großen hätten auch keine Fremden im All von der Erde aus “technische Strahlungen” auffangen können. Sind also Außerirdische alle technisch noch nicht so weit – finden wir sie mit den Mitteln von heute schlicht nicht. Auch wenn sie da sind.

Punkt 2 ist hier eigentlich ganz ähnlich. Möglich, dass es im All von Leben wimmelt. Aber Intelligenz entstand bisher in unserem ca. 13,7 Milliarden Jahre alten Kosmos nur hier auf der Erde. Es mag Pflanzen und Tiere anderswo im All geben, aber keine außerirdischen Zivilisationen. Wir Menschheit sind der Anfang dieser Art von Leben.

Fehlalarm um das mutmaßlich intelligente SETI-Signal aus dem All: es ist "wahrscheinlich terrestrischen Ursprungs" (Bild: Graeme L. White & Glen Cozens [James Cook University] / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Fehlalarm um das mutmaßlich intelligente SETI-Signal aus dem All: es ist “wahrscheinlich terrestrischen Ursprungs” (Bild: Graeme L. White & Glen Cozens [James Cook University] / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Der 3. Punkt ist ausgesprochen spannend. Es würde quasi im All von intelligenten Aliens wimmeln, aber alle verstecken sich absichtlich vor uns. Sie wollen keinen Kontakt oder warten erst mal ab, bis die Erde “reif” genug ist. Es gäbe demnach unter den anderen All-Bewohnern ein Abkommen oder ähnliches, dass ihnen untersagt mit der Menschheit in Kontakt zu treten.

Obwohl dieser Punkt unglaublich faszinierend klingt, wirft er dennoch mehr Fragen auf, als er beantwortet. Da wäre das Problem, dass wohl kaum anzunehmen ist, dass – wenn es so viele Alien-Völker gibt – die Menschheit die einzige auf einem “primitiven Stand” (in deren Augen) ist. Es müsste demnach von diesen Alien-Zivilisationen verhindert werden, dass wir andere Wesen aufspüren, vor denen sich die Super-Aliens ebenso verstecken. Vielleicht, damit sich diese ungestört entwickeln können. Es ist zwar kaum vorstellbar, dass unsere Gesellschaft die primitivste technische Zivilisation im All ist, aber vielleicht ist das ja tatsächlich so.

Wie können Super-Zivilisationen also verhindern, dass die Menschen Signale von anderen Spezies finden, die von den großen und alten Zivilisationen ebenfalls unter “Kontakt-Quarantäne” stehen? Und sei es nur durch Zufall. Wollen diese zum Beispiel solche Signale”abfangen” bevor diese die Erde erreichen? Angehöriger dieser Super-Zivilisationen wiederum vermeiden dabei natürlich ganz bewusst und in Absprache untereinander jegliche Art von verräterischen Signalen und Hinweisen auf ihre Existenz.

Warum sollten sie das aber überhaupt tun? Warum sollten sie nicht schlicht und einfach an der Erde und ihren Bewohnen kein Interesse haben? Sie könnten zwar von uns wissen uns aber ignorieren. Würde die Menschheit ignoriert, dann kann es aber eigentlich diesen Ignoranten letztlich auch egal sein, ob wir von anderen Welten intelligente Signale empfangen …

Punkt 3 ist offensichtlich eine Hypothese zum Nicht-Kontakt mit den Anderen, die einen überaus weiteren Raum für Spekulationen und Fantasie bietet …

Der Punkt 4 ist durchaus schon in den Bereich der Grenzwissenschaft einzuordnen. Hier speziell der UFO-Forschung, Prä-Astronautik und auch Verschwörungstheorien. Es würde grundsätzlich nichts weiter heißen, als dass Aliens bereits hier auf der Erde sind, und ihre hiesige Präsenz der Menschheit nicht klar ist. Vielleicht schon seit vielen Jahrtausenden (= Prä-Astronautik / Paläo-SETI), vielleicht durch UFOs (= UFO-Forschung) und vielleicht sogar mit dem Wissen einiger weniger Personen wie Regierungsangehörige usw. (= Verschwörungstheorien).

VIDEO: Vortrag von Lars A. Fischinger: "Der ultimative Beweis für die Astronautengötter - wo lässt er sich finden?" (Bild: L. A. Fischinge
VIDEO: Vortrag von Lars A. Fischinger: “Der ultimative Beweis für die Astronautengötter – wo lässt er sich finden?” (Bild: L. A. Fischinger)

Auch das ist nicht belegt, worauf ich immer wieder hinweise. Obwohl ich ich glaube, dass die einstigen “Götter” in Wahrheit Astronautengötter waren, gibt es dafür keinen unumstößlichen Beweis. Gleiches gilt für die UFO-Forschung oder entsprechende Verschwörungen.

Der definitive Beleg lässt weiter auf sich warten, wenn man sich objektiv und sachlich die vorgeblichen “Beweise” ansieht. Auch wenn nicht wenige Grenzwissenschaft-Interessierte das anders sehen, gibt es also für den 4. Punkt nur Hinweise, keine Beweise.

Selbstzerstörerische Aliens

Als 5. Punkt ist kürzlich wieder die Frage in der Presse aufgekommen, ob nicht alle außerirdischen Zivilisationen schon wieder untergegangen sind. Ihre Erfolgsgeschichte endete demnach bereits, bevor wir sie finden oder sogar mit ihnen in Kontakt treten konnten. Dabei ist es unerheblich, ob diese außerirdischen Zivilisationen vor 5.000 oder einer Millionen Jahren untergingen. Wie sagt man so schön? – “Wenn weg, dann weg”.

Brian Cox, Physiker aus Großbritannien, hat diese Überlegung  nun erneut aufgegriffen. Denn neu ist die Idee, dass Aliens sich selber alle vernichten, nicht. Sie stammt von dem Physikers und Nobelpreisträger Enrico Fermi aus den 1950er Jahren, einem der bedeutendsten Kernphysiker des 20. Jahrhunderts, der maßgebliche an der Spaltung des Atoms beteiligt war. So nennt man das Problem eines Nicht-Kontakt mit Außerirdischen und ihre möglichen/spekulativen Ursache seit dem auch nach ihm das “Fermi-Paradoxon”.

Obwohl es für das “Fermi-Paradoxon” eine ganze Palette an Deutungen gibt, wovon oben nur wenige genannt wurde, hat Brian Cox sich jüngst eben jene heraus gesucht, dass die Fremden alle tot sind. Das zu hohe technisches Niveau, dass die Außerirdischen erreicht haben, führte schlussendlich zu ihrem Ende. Das könne man so auch auf die Menschheit übertragen, da wir uns selber durch einen Atomkrieg oder eine selbst gezüchtete Biowaffe vernichten könnten. Im Umkehrschluss würden nach unserem Ende Außerirdische dann natürlich auch nicht mit uns in Kontakt treten können.

VIDEO: Außerirdische haben die Erde vielleicht schon entdeckt und senden uns Signale: Neue Astronomie-Studie mit konkreten Ortsangaben für SETI (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger)
VIDEO: Außerirdische haben die Erde vielleicht schon entdeckt und senden uns Signale: Neue Astronomie-Studie mit konkreten Ortsangaben für SETI (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger)

Cox dazu:

Möglicherweise hat das Wachstum von Wissenschaft und Technik die Entwicklung der politischen Expertise (der Aliens, Anm. LAF) überflügelt, was zu einer Katastrophe geführt hat.

Dass sich außerirdische Zivilisationen bereits selber vernichtet haben, weshalb wir sie einfach nicht finden können, ist natürlich eine reine Spekulation. Auch wenn wir wohlwollend ihren Untergang beispielsweise durch eine kosmische Katastrophe (also durch die Natur) wie den Einschlag eines riesigen Asteroiden oder Gammerstrahlenausbrüche annehmen möchten.

Das gesamte “Fermi-Paradoxon” an sich ist spekulativer, philosophischer und theoretischer Natur.

Die Kolonisierung der Galaxis

Da Fermi von nur einer einzigen Zivilisation ausging, die die gesamte Mischstraße besiedelt, hat das “Fermi-Paradoxon” grundsätzliche Schwächen. Etwa 10 Milliarden Jahre ist unsere Galaxis alt und nach diesen theoretischen Gedankenspielen hätte eine außerirdische Zivilisation die Milchstraße in 10, 20 oder 40 Millionen Jahren vollständig besiedeln können. Mit nur einen Bruchteil der Lichtgeschwindigkeit von bis zu 0,1 Prozent und je nachdem, wie lange sich diese kosmischen Kolonisten an den jeweils neuen Planeten aufhalten, bevor es weiter geht.

All das natürlich nur dann, wenn sie sich nicht zuvor selber zerstörten. Doch warum sind sie dann eben nicht hier?

Sämtliche Hypothesen dazu sind aber zum scheitern verurteilt. Man kann annehmen, dass vor Millionen von Jahren Außerirdische die Galaxis begannen zu besiedelten. Man muss es aber nicht. Vielleicht gingen sie vorher unter, vielleicht auch nicht. Vielleicht hatten oder haben sie auch überhaupt kein Interesse daran, das All zu besiedeln. Vielleicht aber gibt es zahllose technisch hoch entwickelte Zivilisationen in unserer Galaxis, von denen die meisten Kolonisten und Entdecker sind. Dann zumindest wäre eine Besiedlung fremder und lebensfreundlicher Welten im All durch diese verschiedenen technischen Völker der Sterne in noch viel kürzerer Zeit möglich. Aber trotzdem haben wir sie immer noch nicht gefunden.

Wissenschaftler der NASA glauben, dass wir in 10 bis 20 Jahren außerirdisches Leben finden werden: „Die Frage ist nicht ob, sondern wann.“ (Bild: Mission zum Saturnmond Europa / NASA)
Wissenschaftler der NASA glauben, dass wir in 10 bis 20 Jahren außerirdisches Leben finden werden: „Die Frage ist nicht ob, sondern wann.“ (Bild: Mission zum Saturnmond Europa / NASA)

Gehen wir von der Voraussetzung aus, dass es nur eine einzige Zivilisation gab, die sich einst aufmachte andere Planten zu besiedeln und zu erkunden, dann sinkt aber auch mit ihrer Ausbreitung die Wahrscheinlichkeit, dass sie ausgestorben ist. Je nachdem, wie viele Welten diese Aliens vielleicht schon vor zehntausenden von Jahren kolonisiert haben, ist es unwahrscheinlich, dass sich alle Kolonien selber unverrichtet haben.

Gibt und gab es eine Vielzahl unterschiedlicher Zivilisationen dieser Art und auch noch zu unterschiedlichen Zeiten, ist die Annahme von vollständig ausgestorbenen Außerirdischen noch unwahrscheinlicher.

Die Überlegungen des Physikers Brian Cox klingen auf den ersten Blick wirklich unheimlich. Eine technische Zivilisation (wir eingeschlossen) erreicht  irgendwann einen Entwicklungsstand, in dem sie sich selber auslöschen wird. Das mag stimmen. Angesichts der irdischer Konflikte der Menschheit und unser Waffentechnologien etc. klingt das sogar stichhaltig. Die Erde ist erst etwa 4,5 Milliarden Jahre und unsere gefeierte Hochtechnologie sagen wir 50 Jahre alt.

Ein Alien-Volk, das sich bereits vor tausenden, zehntausenden oder einer Millionen Jahre sich durch eine Selbstzerstörung auslöschte, mag es gegeben haben. Folgerichtig würden wir mit eben nur dieser einen Zivilisation keinen Kontakt herstellen können.

Wer aber kann guten Gewissens sagen, dass diese nun toten Außerirdischen die einzigen in der Galaxis waren? Wer kann behaupten, dass sie zuvor nicht doch Kolonien gründeten, die es heute noch gibt? Wer will ernsthaften behaupten, dass technische und geistige Evolution im All immer zu Zerstörung führt? Das Verhalten und die Entwicklung der Menschheit als einzige bekannte Spezies auf Außerirdische in der Milchstraße zu übertragen, scheint zumindest mir auch überaus naiv und falsch zu sein.

Hoffentlich …

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Bewohnbarer Planet vor unserer kosmischen Haustür gefunden? Die Gerüchte um eine “Erde 2.0” um den Stern Proxima Centauri brodeln …

Neue Erde direkt in unserer Nachbarschaft gefunden? (Bild: NASA / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Neue Erde direkt in unserer Nachbarschaft um den Stern Proxima Centauri gefunden? (Bild: NASA / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Das Internet ist fraglos auch die größte Gerüchteküche des Planten – voller Falschmeldungen, Halbwahrheiten und Lügen. Doch seit heute kursiert ein Gerücht im Netz, dass aufhorchen lässt, da es eine sogenannte “seriöse Quelle” dieses in die Welt gesetzt hat. So berichtet ein deutsches Nachrichtenmagazin, dass Astronomen bei der Jagd nach Exoplanten – und hier speziell nach einer “Erde 2.0”, also einem bewohnbaren Planeten – bei unserem Nachbarstern Proxima Centauri in nur 4,2 Lichtjahren Entfernung fündig geworden seien. Eine Sensation des Jahrhunderts, wie es bereits hieß. Eine Zusammenfassung der bisherigen Gerüchte.

 

Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Eine durchaus erstaunlicher Meldung geht seit dem 12. August 2016 um die Welt: Astronomen und Planeten-Jäger der Europäischen Südsternwarte (ESO) haben eine Exoplaneten um den roten Zwergstern Proxima Centauri gefunden. Einen Planeten, der flüssiges Wasser und außerirdisches Leben beherbergen könnte, da er seinen Mutterstern in genau dem richtigen Abstand umrundet. Also in der lebensfreundlichen oder auch habitalen Zone. Die ungarische Newsseite “24.hu”  weiß dazu sogar zu berichten:

“Das European Southern Observatory (ESO) plant, die wissenschaftliche Sensation Ende August zu verkünden.

Und diese Sensation sei nach “24.hu” sogar: “Erdähnlicher Planet wurden in der Umgebung des Proxima Centauri entdeckt.” – doch dabei handelt es sich bisher nur um ein Gerücht und es fehlt die Bestätigung. Selbst von einer “Erde 2.0” wird dabei bereits gesprochen. Ausnahmslos alle Online-Meldungen dieser oder ähnlicher Art weltweit berufen sich bisher aber nur auf eine einzige Quelle; nämlich einem Artikel in dem Nachrichtenmagazin “Der Spiegel”.

Erde 2.0 gefunden? Die Fakten

Eine zweite Erde im All ist der heilige Gral der Astronomie, über die auch auf diesem Blog immer wieder berichtet wurden. Ein Planet wie unsere Erde in den Weiten des Kosmos – es muss sie einfach geben, da sind sich viele Astronomen einig.

Aber auch dieses derzeit kursierende Gerücht über die Entdeckung eines erdähnlichen Planeten ist nach Lage der “Gerüchte-Fakten” teilweise stark übertrieben. In der entsprechenden News-Meldung des Magazins “Der Spiegel”, die Quelle dieser Spekulationen, heißt es:

Neue Erde im All gefunden? Exoplaneten: Auf der Suche nach Erde 2.0 und Erde 3.0 (Bild: NASA/JPL/DLR / L.A. Fischinger)
VIDEO: Neue Erde im All gefunden? Exoplaneten: Auf der Suche nach Erde 2.0 und Erde 3.0 (Bild: NASA/JPL/DLR / L.A. Fischinger)

Auf der frem­den Welt herrscht ewi­ge Däm­me­rung. Der blut­ro­te Zwerg­stern, der dort am Him­mel glüht, spen­det nur ein Viel­tau­sends­tel des Lichts un­se­rer Son­ne. Den­noch könn­te die Wär­me­strah­lung ge­ra­de so aus­rei­chen, um ein le­bens­freund­li­ches Kli­ma zu schaf­fen.

Schon das klingt eben nicht nach einer “Erde 2.0“. “Es könnte darauf Wasser geben”, heißt es dazu weiter, “und damit auch Leben”. In einer ergänzenden Meldung schreibt “Der Spiegel”:

Der noch namenlose Planet ist mutmaßlich erdähnlich und bewegt sich offenbar in so günstigem Abstand um Proxima Centauri, dass auf seiner Oberfläche flüssiges Wasser vorkommen könnte – was als wichtige Voraussetzung für die Entstehung von Leben gilt.

Nie zuvor sind Wissenschaftler auf eine mögliche zweite Erde gestoßen, die so nahe ist.

Quelle der Informationen des bekannten Nachrichtenmagazins ist ein nicht genannter Astrophysiker. Dieser habe dem “Spiegel” unter anderem gesagt:

Den kleinen Himmelskörper zu finden, war ein hartes Stück Arbeit. Wir bewegten uns an der Grenze des messtechnisch Machbaren.

Andere Magazine und Webseiten, sprechen schon von einer Entdeckung eines bewohnbaren Planten. Obwohl “Der Spiegel” immer als Quelle angegeben ist, ist diese “Tatsache” verfrüht, wie oben gesehen.

Den Aliens so nahe …?

Zwei Fakten aber machen dieses Gerücht überaus spannend.

Erstes, ist der rote Zwergstern Proxima Centauri der nächste Stern von unserer Sonne aus und damit unser direkter Nachbar. Er liegt nahe an dem, berühmten Doppelsternsystem Alpha Centauri und könnte sogar als Teil davon dieses zu einem Dreifachsternsystem machen.

Zweitens, wird in dem nur 4,24 Lichtjahre entfernen Sternsystem seit Anfang 2016 mit dem Projekt “Pale Red Dot” von der ESO tatsächlich nach Planeten gesucht. Es gab Hinweise, dass es dort tatsächlich einen oder mehrere Planten geben könnte. Auch ein erdähnlicher Planet wurde von der EOS um Proxima Centauri vermutet, wobei die bis dato gewonnenen Daten das jedoch (bisher?) nicht klar bestätigten.

Die Suche nach der Erde 2.0 und Leben im All: NASA gibt neue Ergebnisse der Kepler-Mission bekannt (Bild: NASA)
Die Suche nach der Erde 2.0 und Leben im All – sie macht Fortschritte: Die NASA hat neue Ergebnisse der Kepler-Mission bekannt gegeben (Bild: NASA)

So heißt es etwa auf der Internetseite des Beobachtungsprojektes “Pale Red Dot” überaus vielversprechend dazu:

Nach Jahren der Datenerfassung durch zahlreiche Forscher und Teams, wurde ein Signal identifiziert, dass auf die Existenz eines erdähnlichen Planeten hinweist. Das Projekt ,Pale Red Dot’ soll nun durch weitere detaillierte Beobachtungen versuchen, diesen Planeten zu bestätigen oder zu widerlegen.”

Ist es also Ende August soweit, dass die Entdeckung eines theoretisch bewohnbaren und (ebenso theoretisch) bewohnten Planten zu verkünden ist? Wer oder was auf einem solchen Expoplanetren keucht und fleucht ist natürlich Spekulation. Da aber Rote Zwerge wie Proxima Centauri zu jene Sonnen gehören, die im Kosmos am Meisten vorkommen, wäre ein erdähnlicher Planet um einen solchen Fixstern bei der Suche nach Leben im All ein Glücksfall!

Vielleicht hatte Regisseur James Cameron ja eine “prophetische Eingabe”, als er im Jahr 2009 den Kino-Welterfolg “Avatar – Aufbruch nach Pandora” in die Kinos brachte. Der Science-Fiction-Film spielt auf dem erdähnlichen Mond “Pandora” und dieser liegt im Alpha Centauri-System …

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Wenn Außerirdische zur Erde kommen, können diese zum Judentum konvertieren? Was Rabbiner zu Aliens und Leben im Universum sagen

Können Außerirdische zum Judentum konvertieren? Was Rabbiner zu Leben im All sagen (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Können Außerirdische zum Judentum konvertieren? Was Rabbiner zu Leben im All sagen (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

“Wenn ein UFO kommt”, fragt sich ein Rabbiner in der Zeitung “Jüdische Allgemeine”, und sich darin Außerirdische befinden, die gerne zum Judentum konvertieren möchten – was dann? Können Außerirdische überhaupt zum Judentum konvertieren? Und warum spricht scheinbar die ganze Medien- und Unterhaltungs-Landschaft der Welt so viel über Aliens? Fragen, die grundsätzlich jede Religion der Menschheit oder besser gesagt ihre aktiven Gläubigen interessieren (sollten). Aus diesem Grund widmet sich die auflagenstärkste und bedeutendste Zeitung des Judentums in Deutschland in einem Artikel diesen Fragen. Die jüdischen Rabbiner kommen dabei zu ganz erstaunlichen Antworten!

 

 

Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die 1946 gegründete jüdische Zeitung “Jüdische Allgemeine” gilt für das deutsche Judentum als Wichtiges Sprachrohr und als bedeutende Informationsquelle. Es ist eine „Wochenzeitung für Politik, Kultur, Religion und jüdisches Leben“, die – wie alle Printmedien – zwar mit einem Rückgang der Druckausgaben zu kämpfen hat, aber dennoch online von zehntausenden Usern monatlich besucht wird. Und einer davon bin ich.

Rabbiner und Außerirdische

Am 28. Juli 2016 veröffentlichte der Rabbiner David Geballe den Artikel “Wenn ein UFO kommt …” in der “Jüdischen Allgemeinen”.

Geballe schreibt darin, dass der Boom des Themas Außerirdische im All und UFOs in den letzten Jahrzehnten gewaltig gewachsen sei. Anders als der der Glaube an Gott, der immer weiter abnehme. Umfragen in Deutschland oder auch den USA, so der Rabbiner, bezeugen den Rückgang an Gottes-Glauben und den Anstieg des Glaubens an Außerirdische. Das ist auch richtig, wie es zahlreiche Untersuchungen und Umfragen immer wieder deutlich gemacht haben. Einige davon habe ich auch auf diesem Blog vorgestellt und umfangreich in einem Buch diskutiert.

Rabbiner Geballe fragt sich angesichts dieser Tatsachen dabei folgendes:

Sicherlich haben in früheren Zeiten Sagen und Märchen, die von übernatürlichen Kreaturen handeln, das Interesse für das ,Andere’ abgedeckt. (…)

Doch welches Grundbedürfnis der menschlichen Psyche bedient der Glaube an extraterrestrisches Leben?

Und weiter schreibt er:

In den vergangenen 200 Jahren hat in der westlichen Welt eine immer stärkere Säkularisierung stattgefunden. Das heißt, dass alle Funktionen, die Religionen vorher innehatten, anders aufgefangen werden müssen. Das Verlangen in uns, das durch die ,Ersatzreligion’ Ufologie befriedigt wird, ist der Wunsch, nicht allein im Universum zu sein. Dadurch wird der Glaube an extraterrestrisches Leben sinnstiftend.”

UFOs und Aliens als Ersatzreligion?

ARTIKEL: UFO-Sekten gibt es tatsächlich: "Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als Sekte" (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)
ARTIKEL: UFO-Sekten gibt es tatsächlich: “Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als Sekte” (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)

Schon bei diesen Aussagen des Rabbiners würden mit Sicherheit Grenzwissenschaft, Mystery-Forscher, Prä-Astronautiker, UFO-Forscher usw. mehr als nur eine Anmerkung oder Ergänzung haben. Beispielsweise den Umstand, dass die “übernatürlichen Kreaturen” aus der Sagen- und Märchen-Welt von einer ganzen Reihe Mystery-Forscher in direkter Verbindung zu den “Aliens von heute sehen”.

Das heißt, es gibt nicht wenige Menschen aus dem Bereich der Prä-Astronautik (wie mich!) oder auch UFO-Forschung, die in den Berichten und Schilderungen der Folklore über Begegnungen mit Wesen aus der sogenannten “Anderswelt” deutliche Parallelen zu den Erzählungen über mutmaßliche Aliens sehen. Erst die moderne und wissenschaftlich westlich weiter entwickele Menschheit ersetzte diese “Kreaturen” durch “Außerirdische”.

Die Vermutung von Rabbiner David Geballe ist im Grunde genommen richtig. Aber auch nur deshalb, weil der Mensch von heute wesentlich mehr Wissen über das Universum und Leben um fremde Sterne hat. Die Menschen haben quasi die Wesen der Folklore als das erkannt, was sie sein könnten: Außerirdische.

Ein sehr komplexes Thema, wie viele Mystery-Interessiere wahrscheinlich wissen. Aber keine “Ersatzreligion”, wie ich immer wieder betone. Der Glaube an intelligentes Leben im All und auch daran, dass Außerirdische möglicherweise vor vielen Jahrtausenden hier auf der Erde waren oder noch sind, ist mit Sicherheit kein Ersatz für eine Religion mit einem Glauben an einen Schöpfergott. Jedoch wissen sicherlich viele Leserinnen und Leser, dass es tatsächlich auch echte UFO-Sekten gibt, weshalb mein Kollegen Roland M. Horn und ich 1999 ein entsprechendes Buch zu dieser Problematik veröffentlichten.

Bereits in meinem Buch “Götter der Sterne – Bibel, Mythen und kosmische Besucher” aus dem Jahre 1997 habe ich mich mit dieses Vorwurfs angenommen. So beendete ich damals das Nachwort mit den Worten

"Götter der Sterne" von Lars A. Fischinger 1997
“Götter der Sterne” von Lars A. Fischinger 1997

Der böse Vorwurf, hier wird eine Art ,Ersatzreligion“’ verbreitet, ist nicht stichhaltig. Denn für welche Religion sollte diese ein Ersatz sein? Vom Christentum, welches sich noch in evangelisch und katholisch unterteilt, vom islamischen Glauben, oder vom Buddhismus (wobei buddhistische Quellen auch im Christentum zu finden sind)?

Jeder Moslem könnte einem Christen vorwerfen, er glaube an die falsche Sache, genauso natürlich umgekehrt. Das vorliegende Buch ist keine ,heilige Schrift“ einer Ersatzreligion (was immer das sein mag), sondern eine Theorie, eine neue Auslegung religiöser Schriften. Niemand braucht irgend etwas davon zu ,glauben“’ – dieses Buch fordert keine Umstellung der alltäglichen Lebensweise oder finanzielle Unterstützung, wie es typisch für Religionen (Sekten) ist. Hier wird keine Heilsbotschaft oder eine Messiaserwartung verkündet, sondern altes Schriftgut neu analysiert und auslegt.

Noch weniger, und dies sei auf das deutlichste betont, wir hier eine Art Endzeit prophezeit, die wir unserem falschen Glauben und irdischen Verhalten zu verdanken haben. Die Außerirdischen der Bibel und andere Texte werden uns nicht irgendwann einmal in den Himmel evakuieren, da wir unseren Lebensraum Erde zerstört haben. Es werden keine selbsternannten Sternenbrüder oder Sternenpeople an die Öffentlichkeit gehen, um uns den Weg in die UFOs zu weisen, um uns so in die vermeintlich ,göttliche’ Obhut ebenso vermeintlicher ,Lichtwesen’ oder einem ,außerirdischen’ Jesus Christus, der nun eine Raumflotte von ,Strahlenschiffen’ kommandiert, zu übergeben…

Warum UFOs und Astronautengötter keine “Ersatzreligion” sind und sein können, erkläre ich beispielsweise auch in diesem Video-Interview vom Oktober 2013 auf YouTube.

Außerirdische haben “keinen freien Willen” …

David Geballe führt in seiner Betrachtung von Außerirdischen weiter aus, wie genau man dem Thema als gläubiger Jude begegnen muss. So schreibt er, dass laut Talmud das gesamte Universum und alles, was sich darin befindet, “für den Menschen gemacht wurde”.

Der Vatikan, der Papst und die Außerirdischen – Die Haltung der katholischen Kirche zu der Frage Leben im Universum (Bild: L. A. Fischinger /NASA / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Der Vatikan, der Papst und die Außerirdischen – Die Haltung der katholischen Kirche zu der Frage Leben im Universum (Bild: L. A. Fischinger /NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Warum aber ein gleich derartig gigantisches All mit der Erde und Menschheit im (eher geistig zu verstehenden!) Zentrum darin von Gott erschaffen wurde, erklärt der Rabbiner auch. Es soll der Menschheit Ehrfurcht lehren:

“Eine mögliche Antwort auf diese Frage wäre, dass Größe und Anzahl Gott nichts bedeuten. Für Gott ist es eine ebenso große Anstrengung, ein Sonnensystem zu erschaffen, wie eine Zentilliarde (eine Eins gefolgt von 603 Nullen). Trotzdem müssen wir uns fragen, zu welchem Zweck unser unermessliches Weltall entstanden ist. Maimonides sagt dazu, dass das überwältigende Universum den Menschen dazu bringen soll, mehr Ehrfurcht vor Gott zu haben, der alles erschaffen hat.

Diesen theologischen Deutungen und Interpretationen des Rabbiners kann man mit Sicherheit noch gut folgen. Nicht aber den weiteren Ausführungen.

So heißt es weiter, da das All für die Menschheit  geschaffen wurde, kann es auch keine Außerirdischen mit einem “freien Willen” geben. Daraus folgert der Artikel diese Annahme:

Da es also auf anderen Planeten kein Wesen gibt, das einen freien Willen besitzt, kann es dort auch keine anderen Formen von Leben geben – auch keine Geschöpfe ohne freien Willen, denn deren Zweck besteht darin, für Geschöpfe mit freiem Willen zu existieren

Super intelligente Aliens? Ja! Zum Judentum konvertieren? Nein!

Auch wenn Rabbiner David Geballe in seiner Veröffentlichung verschiedene Rabbiner der Vergangenheit und ihren Auslegungen rezitiert, bleibt es im Grund bei dieser Aussage: Aliens haben keinen freien Willen, könnten aber existieren.

Die Tora und der Talmud widersprechen eindeutig nicht der Möglichkeit von außerirdischem Leben, sind sich die jüdischen Gelehrten sicher. Auch nicht, dass diese Außerirdischen vielleicht sogar weit intelligenter sind als wir Menschen, steht dem nicht im Widerspruch. Doch diese Wesen in den Weiten des Kosmos sind nach diesen Deutung willenlose Wesen. Und Lebewesen ohne einen freien Willen können auch nicht zum Judentum konvertieren.

Vatikan: Aliens könnte es geben aber nicht einen zweiten Jesus Christus (Bild: L.A. Fischinger / NASA)
Vatikan: Aliens könnte es geben aber nicht einen zweiten Jesus Christus. Warum sich mir deshalb drei brennende Fragen stellen. (Bild: L.A. Fischinger / NASA)

Resümierend heißt es dazu unmissverständlich:

Doch der freie Wille ist etwas intrinsisch menschliches, da nur uns Menschen die Tora gegeben worden ist.

Falls also eines Tages ein UFO landen sollte und die Insassen alsbald beim Rabbinat anklopfen, um zum Judentum überzutreten, wird unsere Antwort leider negativ ausfallen müssen – weil wir nicht davon ausgehen können, dass die Aliens über einen freien Willen verfügen.

Alles für nur uns – der Menschheit

Folgende wesentliche Punkte haben die Rabbiner oder besser gesagt deren Auslegungen und Analysen hier genannt:

  1. Das Universum wurde von Gott für die Menschen erschaffen
  2. Es kann durchaus Leben im All geben – das widerspricht nicht dem jüdischen Glauben
  3. Diese Außerirdischen könnten auch wesentlich intelligenter als wir Menschen sein
  4. Gibt es sie – egal wie intelligent – haben sie aber keinen eigenen und freien Willen, da sie für die Menschen erschaffen wurden
  5. Ohne einen freien Willen kann kein Mensch und natürlich auch kein Alien zum Judentum konvertieren

Was dieser viel zitierte “freie Wille” eigentlich genau ist, das erklärt der Artikel nicht. Wohl aber, dass dieser uns Menschen der Erde von Gott durch den Tora “gegeben worden ist”. Demnach haben Außerirdische diese Texte nicht von Gott bekommen und sind so quasi willenlose Lebewesen. Aliens, denen irgendwie die “spirituelle Erleuchtung” fehlt und die ohne den Glauben an die Tora auch keine Juden werden können. Das ist natürlich durchaus logisch. Es kann auch niemand wirklicher Katholik werden, der nicht an das Neue Testament und Jesus Christus glaubt.

VIDEO: Der Vatikan und die Außerirdischen: brauchen wir (eines Tages) Weltraummissionare?
VIDEO: Der Vatikan und die Außerirdischen: brauchen wir (eines Tages) Weltraummissionare? (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei / NASA/JPL)

Auch wenn der Papst der katholisch Kirche Außerirdische sogar selber taufen würde, Fremde aus dem All “Brüder und Schwester” der Menschheit sind und auch da Dalai Lama dies recht ähnlich sieht – im Judentum sieht die Welt scheinbar anders aus. Zumindest nach diesen rabbinische Deutungen.

In der Grenzwissenschaft ist das selbstredend vollkommen anders. Die Idee, dass die Götter der Vergangenheit und damit auch der Gott und seine Scharen im Alten Testament, in Wahrheit Außerirdische waren, löst religiöse Grenzen und Dogmen so oder so in Wohlgefallen auf.

Ganz nüchtern betrachtet es mit Sicherheit die Wissenschaft von den Sternen, die Astronomie. Hier ist es egal, ob Jesus auch für Aliens starb, diese Außerirdischen überhaupt erlöst werden mussten oder ob Gott die Tora nur und allein der Menschheit gegeben hat. Bei den Anstrengungen bei der Suche nach Leben im All und auch ganze Zivilisationen von Außerirdischen, spielen in der Astronomie Religionen keinerlei Rolle. Es wäre so oder so müßig zu spekulierten, ob Aliens irgendeine Art Religion haben. Und wenn ja, ob wir Menschen diese Alien-Religion von unserem Planten her schon kennen.

Erst die Ankunft bzw. der Nachweis dieser Intelligenzen im Kosmos wird, wie zum Beispiel in diesem Artikel dargelegt, das “kosmische Religions-Problem” global in den Fokus rücken. Ein weltweites Problem, dass ich auf meinem Blog mehrfach behandelt habe.

Was sollen außerirdische Zivilisation mit der jüdischen Tora überhaupt anfangen?

Jene Astronomen, die sich mit der Suche nach Aliens befassen, würden über die religiösen Auslegungen der Rabbiner mehr als nur den Kopf schütteln. Man könnte es schon vermessen nennen, da natürlich niemand weiß, ob die Tora auch auch Außerirdischen gebracht wurde. Aber die Rabbiner bezweifeln das energisch.

Hierbei muss man sich aber klar machen, was denn überhaupt der Inhalt der Tora – also den fünf Büchern Mose – ist. Auch wenn man die Tora nicht gelesen hat, so kennt man zumindest die Geschichten des Sündenfall von Adam und Eva, dem Garten Eden, der irgendwo gelesen haben soll, Moses und der Exodus der Hebräer aus Ägypten und all die Geschichten von Ländern, Menschen, Abenteuern usw. Und diese Berichte der Tora spielen unumstritten all auf unserer Erde. Was soll ein außerirdisches Volk auf einem fremden Planten mit diesen Geschichten anfangen?

UFOs in der Bibel? Die "fliegende Buchrolle" des Sacharja: Ein zylindrisches Flugobjekt der Astronautengötter? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)
VIDEO: UFOs in der Bibel? Die “fliegende Buchrolle” des Sacharja: Ein zylindrisches Flugobjekt der Astronautengötter? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)

Doch auch hier gibt es ein Aber:

Der spanische Rabbiner Hasdai ben Judah Crescas (1340 – 1410) schrieb 1410 das Werk “Or Adonai or Or Hashem” (etwa: “Das Licht Gottes”), das postum 1555 veröffentlicht wurde. In diesem diskutierte er schon damals in einem ganzen Kapitel die Frage nach anderem Leben im Universum. Dabei kommt der Rabbiner zu dem Ergebnis, dass in den heiligen Texten (wie eben auch der Tora) nichts zu finden ist, dass die Existenz von  Außerirdischen widerspricht.

Mehr noch, denn Rabbiner Crescas nennt sogar selber ein Argument für anders Leben im All. So zitiert er einen Vers des Talmud in dem es heißt (Traktat Avoda Sara 3b):

Was tut Gott bei Nacht? Er setzt sich auf den schnellsten Cherub und reitet durch die 18.000 von ihm erschaffenen Welten, wie geschrieben steht.

Wenn es also auf diesen 18.000 anderen Welten kein Leben gibt, so der Rabbiner vor über 600 Jahren weiter, weshalb sollte Gott diesen überhaupt seine Aufmerksamkeit schenken …?

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Die Suche nach der Erde 2.0 und Leben im All – sie macht Fortschritte: Die NASA hat neue und vielversprechende Ergebnisse der Kepler-Mission bekannt gegeben

Die Suche nach der Erde 2.0 und Leben im All: NASA gibt neue Ergebnisse der Kepler-Mission bekannt (Bild: NASA)
Die Suche nach der Erde 2.0 und Leben im All: NASA gibt neue Ergebnisse der Kepler-Mission bekannt (Bild: NASA)

Wenn die NASA ankündigt, dass sie spannende oder sogar sensationelle Entdeckungen veröffentlichen wird, kocht die Gerüchteküche immer hoch. Selbstverständlich bei Astronomen aber auch bei all jenen, die sich für Leben im All und fremde Planeten interessieren. So war es auch bei der der vorab angekündigten NASA-Bekanntgabe am Abend des 10. Mai. Zwar wurde keine Erde 2.0 oder sogar außerirdisches Leben im Kosmos gefunden, aber dafür durch die Kepler-Mission 1284 weiterer Exoplanten. Seit 20 Jahren steigt die Anzahl der gefunden Planten um ferne Sonnen immer stärker an. Tausende wurden bereits gefunden. Aber diesmal gab die NASA bekannt, dass neun “erdähnliche” Exoplanten nachgewiesen wurden, auf denen es theoretisch Leben geben könnte.

 

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Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Nein, am heute am 10. Mai hat die die NASA nicht bekannt gegeben, dass sie Leben im All gefunden hat. Sie hat auch kein intelligentes Leben oder eine zweite Erde gefunden. Aber sie hat bei der Suche danach erneut große Fortschritte gemacht. Dem Weltraumteleskop Kepler sei dank.

Das Teleskop Kepler startete 2009 in einen Erdorbit und sollte neue Planeten im All finden. Wie die NASA heute verkündet hat, erledigte das Teleskop diese Arbeit auch mehr als gut. 1.284 neue Planten wurden mit dem hoch empfindlichen Teleskop nach der Datenauswertung erneut entdeckt, wie die Weltraumbehörde in einem Live-Stream sowie auf “Twitter” bekannt gab. Damit sind inzwischen annähernd 5.000 fremde Welten und fremde Sonnen bekannt. Wobei hier die Angaben immer sehr schwanken!

Und natürlich gab es im Vorfeld die wildesten Spekulationen, was die NASA Spannendes der Welt mitzuteilen habe. In Sozialen Netzwerken wurde ebenso emsig spekuliert, wie in verschiedenen Online-Medien. Selbstverständlich auch über Aliens. Zumal die Kepler-Mission auch für die spannenden Meldungen rund um den “Fund” einer außerirdischen Super-Zivilisation bei dem Stern KIC 8462852 verantwortlich ist, über die ich auf meinem YouTube-Kanal ein Video online stellte.

Die Hoffnung auf eine weitere Erde steigt auch bei der NASA stetig!

Das "Giant Magellan Telescope" (Bild: gmto.org)
Auch dass “Giant Magellan Telescope” in Chile soll Erden im All suchen (Bild: gmto.org)

Inzwischen wissen wir, was die NASA entdeckt hat: Planeten!

Von den über 1.200 Exoplanten, die nach der Analyse der von Kepler übermittelten Daten jetzt zusätzlich bestätigt wurden, befinden sich 550 Planeten mit einer erdähnlichen Oberfläche. So die Angaben der NASA auf ihrer Presskonferenz. Das heißt, dass diese Objekte Gesteinsplanten sind und keine Gasriesen, die aufgrund ihrer schnellen Umlaufbahn um ihre Sonnen und ihrer Größe bereits zahlreich gefunden wurden. Leben wir wir es kennen, ist auf diesen “Hot Jupiters” genannten Exoplanten mehr als unwahrscheinlich.

Von diesen Gesteinsplaneten wiederum sind rund 100 in ihrer Größe mit unserer Heimatwelt Erde zu vergleichen. Von diesen 100 Exoplanten wiederum befinden sich 9 in der habitablen Zone um ihre jeweiligen Sonnen. Also jenen Bereich der Sonnensysteme, in dem Wasser in flüssiger Form existieren könnte. Genau diese Planten suchen die Wissenschaftler, womit die heutigen NASA-Neuigkeiten der Suche nach einer Erde 2.0

Dies ist je nach Größe und Energieabstrahlung einer Sonne unterschiedlich. Bei einem Stern vom Typ eines “Roten Zwerg” läge diese lebensfreundliche Zone beispielsweise nähre an dem Zentgralgestirn als in unserem Sonnensystem.

Von allen Planeten, die die Astronomie bisher kennt, hat allein das Teleskop Kepler 2.325 gefunden. 150.000 Sterne suchte Kepler dafür in vier Jahren ab. Insgesamt 21 dieser Exoplanten liegen damit in jener Zone, die Leben ermöglichen könnte, so die NASA am 10. Mai (s. Grafik unten). Diese Ergebnisse sagen aber grundsätzlich nichts darüber aus, ob es dort Aliens in welcher Art und Weise auch immer gibt. “Nur”, dass es dort theoretisch Leben geben könnte.

Bisher bekannte Exoplanten in der lebensfreundlicher Zone (Bild: NASA)
Bisher bekannte Exoplanten in der lebensfreundlicher Zone [zur Großansicht anklicken] (Bild: NASA Ames/N. Batalha and W. Stenzel)
Auf der Presskonferenz der NASA in Washington sagte Timothy Morton von der Princeton University in New Jersey, einer der Hauptautoren der entsprechenden Studie im “Astrophysical Journal”:

Das ist die größte Zahl von Exoplaneten, die je auf einmal bekanntgeben worden sind.

Und NASA-Chefwissenschaftlerin Ellen Stofan ergänzte hoffnungsvoll:

Das macht uns Hoffnung, dass wir irgendwann da draußen bei einem Stern ähnlich unserem eigenen eine weitere Erde entdecken.”

Vielleicht wird der Nachfolger des überaus erfolgreichen Planetenjägers Kepler, das kommende NASA-Teleskop “TESS” (“Transiting Exoplanet Survey Satellite”), einen Planeten wie unsere Heimatwelt finden. Mehr als 200.000 Sterne soll “TESS” dabei unter die Lupe nehmen und wer weiß, was nach dem für Juni 2018 angesetzten Start der Mission diesem neuen Planetenjäger im All vor die Linse kommt …

In der Tat: wir lebe in einer spannenden Zeit!

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Jesus 2.0, Aliens & der Vatikan: Außerirdische könnte es geben, einen zweiten Jesus Christus im All nicht! Und warum sich mir deshalb drei brennende Fragen stellen …

Vatikan: Aliens könnte es geben aber nicht einen zweiten Jesus Christus (Bild: L.A. Fischinger / NASA)
Außerirdische könnte es geben – aber keinen 2. Jesus Christus (Bild: L.A. Fischinger / NASA)

Irgendwann, da sind sich viele Astronomen und Wissenschaftler einig, findet die Menschheit nicht nur einen weiteren Planeten wie die Erde im All sondern auch außerirdisches Leben. Gerade die letzten Jahrzehnte mit ihren Entdeckungen auf diesem Gebiet geben Anlass zur Hoffnung. Auch der Vatikan hat damit kein Problem, wie bereits öfter auf diesem BLOG berichtet. Ein Problem hat aber der heilige Stuhl in Rom mit einem “zweiten Jesus” als Erlöser bei diesen Außerirdischen. Aber wieso eigentlich und was ergibt sich daraus?

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Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Vor einiger Zeit jubelten die Medien über die Entdeckung einer der Erde 2.0 “Kepler 452b”, was jedoch, wie hier berichtet, genau genommen Unsinn war. Dieser Fund war auch im Vatikan von Interesse.

Der vatikanische Chef-Astronom José Funes der päpstlichen Sternwarte im Apostolischen Palast in Castel Gandolfo hat in der Vergangenheit bereits mehrfach zum Thema Außerirdische die Meinung der Kirche dazu erläutert. Auch der Vatikan, Funes selber und eigentlich die ganze katholische Lehre hat mit der Existenz von Leben im Kosmos kein Problem. Auch nicht mit intelligenten Leben im All – sprich: Alien-Zivilisationen.

Mehr noch: die Kirche sieht auch keinen Widerspruch zu ihren biblischen Lehren und dem Umstand, wenn Menschen aus den Reihen ihrer “Schäfchen” an diese Außerirdischen glauben wollen. Der Glaube an Jesus als Erlöser und der Glaube an fremde Zivilisationen im All ist für den Vatikan ganz offiziell kein Widerspruch. Christ sein und zugleich von Aliens überzeugt…heute geht (fast) alles in der katholischen Kirche. Ein Thema, über das ich auf diesem BLOG immer wieder gerne berichte.

Jesus ist einzigartig, einmalig und niemals woanders als auf der Erde gewesen!

Brauchen wir (in Zukunft) "Weltraummissionare"? (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei / NASA/JPL)
VIDEO: Brauchen wir (in Zukunft) “Weltraummissionare”? (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei / NASA/JPL)

Vor einiger Zeit fand ich bei der Arbeit in meinem Archiv beispielsweise einen sehr alten Zeitungsbericht, der im Zuge des Raumfahrt-Hype um die erste Mondlandung erschien. Darin wurde 1963 gefragt, ob die Menschheit “Weltraummissionare” benötigt um mutmaßlichen Aliens zu bekehren bzw. zu missionieren.

Offenkundig hat sich die Einstellung der Kirche grundlegend in Sachen Aliens lange schon geändert. Mittelalter war in dieser Hinsicht vorgestern. Aber anders sieht es dann doch bei Jesus Christus selber aus, der laut den Evangelien als Erlöser der Menschheit und quasi “Fleischwerdung Gottes auf Erden” gilt. Auch der Vatikan-Astronom Funes machte sich bereist vor einigen Jahren dazu Gedanken, ob intelligente Aliens auch Jesus kennen könnten. Auch sie sind Geschöpfe Gottes. Doch vielleicht mussten oder müssen diese gar nicht durch Jesus erlöst werden, so Funes in der Vatikan-Zeitung “L Osservatore romano” am 14. Mai 2008. Notfalls aber würde selbst Papst Franziskus selber die Aliens taufen, wie er es in einer Predigt am 12. Mai 2014 sagte.

In einem Interview im Zuge der Entdeckung des größeren und älteren Cousin der Erde “Kepler-452b” sprach Funes erneut über die mutmaßlichen Außerirdischen und auch deren “Erlösung”. Einer Meldung der Nachrichtenagentur “AFP” vom 31. Juli 2015 nach erklärte er, dass der Fund dieses Planeten “großartig” sei und auch er überzeugt ist, dass es Außerirdische durchaus geben könne. Aber er glaubt nicht, dass wir jemals diesen fremden Wesen selber begegnen werden. Als Astronom weiß er sicherlich nur zu gut, dass die Entfernungen im All gigantisch sind. Ein Kritikpunkt, der immer wieder gegen den physischen Kontakt mit Aliens ins Spiel gebracht wird. Damit wäre, weiter gedacht, für den Vatikan auch das Thema der bereits stattgefundenen Besuch von Fremden aus dem Universum vom Tisch. José Funes ist aber weiter sogar sicher, dass diese Aliens nicht einmal Jesus Christus kennen.

Funes dazu:

Die Entdeckung außerirdischen Lebens heißt nicht, dass es auch einen außerirdischen Jesus gibt. Die Inkarnation von Gottes Sohn ist ein einmaliges Ereignis in der Geschichte der Menschheit, des Universums.”

Menschen? Das ist kein guter Umgang für Dich!

Großen Cousin der Erde im All gefunden? (Bild: NASA / L. A. Fischinger)
Großen Cousin der Erde im All gefunden? (Bild: NASA / L. A. Fischinger)

Ist das so? Woher weiß der Chef-Astronom des Papstes so sicher, dass es keinen Jesus 2.0 gibt? Da der vatikanische Astronom zwar überzeugt ist, dass das gesamte Universum inkl. der Menschheit und auch anderer Zivilisationen darin ein Werk Gottes ist, Jesus aber seine “Menschwerdung” nur auf dem Planeten Erde zur Erlösung der Menschheit vollzog, stellen sich mir drei Fragen:

1.: Sind es andere und auch vom Vatikan nicht ausgeschlossene Intelligenzen im All nicht wert durch den Schöpfer erlöst zu werden?

2.: Ist etwa die Menschheit im Universum die einzige Zivilisation, die derart “übel” wurde und ist, dass sie Gottes Erlösung bedarf/bedurfte?

und deshalb:

3.: Sind alle anderen Intelligenzen des Universum schlicht und einfach frei von Sünde und die Menschheit damit der “Schrecken der Schöpfung”?

Irgendwie bekommt man dabei schon ein mulmiges Gefühl, wenn man so darüber nachdenkt. Vielleicht lassen uns die Aliens deshalb auch offiziell in Ruhe und gleichzeitig vollkommen unvorbereitet auf den ersten Kontakt mit ihnen. Auch und vor allem vom Standpunkt der jeweiligen irdischen Religionen aus gesehen, da auch diese mit Sicherheit nicht vorbereitet sind. Handeln folgerichtig die kosmischen Wesen im Sinne von:

Diese Menschen, die sind kein guter Umgang für Dich. Siehst Du – selbst Gott musste sie erlösen, so sündig sind sie.”

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Weitere Links zur Grenzwissenschaft von Ancient Aliens & Mystery Files:

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Wieder eine Erde 2.0 im All entdeckt: Planet “Kepler-452b” ist ein “größerer und älterer Cousin der Erde” – aber nicht die Erde 3.0…noch nicht!

https://www.fischinger-blog.de/2016/02/7958/
Großen Cousin der Erde im All gefunden (Bild: NASA / L. A. Fischinger)

Das Weltraumteleskop “Kepler” ist bei seiner Suche nach Planten außerhalb unseres Sonnensystems (Exoplaneten) immer für Sensationsmeldungen in den Medien und der Online-Community gut. Zahllose Planten hat das Teleskop bereits gefunden und immer wieder gab es in der Vergangenheit Medienberichte über den Fund der “Erde 2.0”. Einem Gesteinsplaneten von ähnlicher Größe wieder unsere Mutter Erde und in einer Zone um seine Sonne, in der theoretisch Leben existieren kann. Nun hat die NASA wieder diese “Erde 2.0” im Universum gefunden, die den Namen “Kepler-452b” trägt und 1400 Lichtjahre von uns entfernt ist. Wie kann dieser von der NASA bejubelte Fund verstanden werden?

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Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Seit genau 20 Jahren finden emsige Astronomen nun ferne Planeten außerhalb unseres eigenen Sonnensystems. Diese Exoplaneten sorgen dabei immer mal wieder für ein großes Echo in den Medien und innerhalb der Internet-Gemeinschaft von Astronomie-Freunden. So auch die neue Entdeckung der NASA eines erdähnlichen Planeten mit Namen “Kepler-452b”, der die Wissenschaft jubeln lässt. Ein “größerer und älterer Cousin” unseres Heimatplaneten, wie es die NASA am 23. Juli auf einer Pressekonferenz bekannt gab!

Die NASA hat ein eBook zur Frage des "Kontakt mit Aliens" veröffentlicht (Bild: NASA / L. A. Fischinger/ SETI@home)
Die NASA hat bereits ein eBook zur Frage des “Kontakt mit Aliens” veröffentlicht (Bild: NASA / L. A. Fischinger/ SETI@home)

Dieser Planet ist 60 Prozent größer als unsere Erde (s. Titelbild), umkreist seine Sonne “Kelpler-452” in rund 385 Tagen und zieht dabei seine Bahnen in der “bewohnbaren Zone” um seinen Stern. In dieser Zone bleibt Wasser flüssig und kann so eine Voraussetzung für die Entstehung von Leben schaffen. Auch ist die neue “Erde 2.0” wahrscheinlich ein Gesteinsplanet wie die Erde und dabei sogar um einiges älter als unsere Heimat. Dr. Jon Jenkins von der NASA und der Datenanalyst der “Kepler-Mission” kommentierte diese Entdeckung nach der “New York Times” am 23. Juli 2015 mit den Worten:

Wir können uns Kepler-452b als einen älteren, größeren Cousin der Erde vorstellen. Es ist faszinierend, wenn man sich vorstellt, dass dieser Planet sechs Milliarden Jahre in der bewohnbaren Zone eines Sterns verbracht hat Länger als die Erde. Das ist eine wesentliche Möglichkeit für die Entstehung von Leben – wenn denn alle wesentlichen Voraussetzungen und Konditionen dafür auf diesem Planeten existieren.”

Das verlockt zu Spekulationen: Gibt es dort Leben, dass sich viel früher als das irdische Leben entwickelt hat und somit heute weit älter ist? Ist es intelligent? Gibt es dieses Leben überhaupt noch? Auch Dr. Jenkins hofft, das irdische Radioteleskope nun diesen Planeten einmal nach außerirdischen Radiosignalen “abhorchen”, wie er der Zeitung sagte. Auch könnte sich der Mensch selber an die doppelt so hohe Anziehungskraft auf dem “Cousin der Erde” gewöhnen, so Dr. Jeffrey Coughlin vom SETI Institute auf der Pressekonferenz der NASA. Coughlin weiter:

Wir wissen nun, dass rund 25 Prozent der Sterne in unserer Galaxie Planeten haben. Wir werden wohl nicht hinreisen, aber unsere Kindeskinder vielleicht. Der nächste Schritt, den wir unternehmen wollen, ist eine bemannte Mission zum Mars.

Eine zweite Erde zu finden ist nur eine Frage der Zeit!

Neue Erde im All gefunden? Exoplaneten: Auf der Suche nach Erde 2.0 und Erde 3.0 (Bild: NASA/JPL/DLR / L.A. Fischinger)
VIDEO: Exoplaneten und die Suche nach Erde 2.0 und Erde 3.0 (Bild: NASA/JPL/DLR / L.A. Fischinger)

Tatsächlich hat das Teleskop “Kepler” bereits fast 5000 ferne Planeten gefunden (1030 davon bestätigt), seit es 2009 in das All geschickt wurde. Aber eben nicht eindeutig eine Erde Nummer zwei mit Leben. Bei all den Meldungen über den Fund einer “Erde 2.0” der vergangenen Jahre muss man bei der Entdeckung einer tatsächlichen zweiten Erde also wohl schon von einer “Erde 3.0” sprechen …

Das ändert oder schmälert aber keineswegs den Fund des Planeten “Kepler-452b”. Im Gegenteil. Auch wenn derzeit noch unklar ist, ob es dort flüssiges Wasser gibt (von Leben ganz zu schweigen), zeigt dieser ferne Planet dennoch, dass es mit Sicherheit gelingen wird eine bewohnbare Welt in den Tiefen des Kosmos zu finden und nachzuweisen.

Auch wenn unserer Verwandter im All wahrscheinlich die fünffache Masse und die doppelte Einziehungskraft der Erde besitzt, ist theoretisch auch intelligentes Leben dort nicht ausgeschlossen. Welche Erscheinungsform es auch immer haben mag. Dr. Jenkins am Ende der Konferenz:

Könnten wir überhaupt Leben entdecken? Absolut. Würde es dramatisch anders und bizarr aussehen im Vergleich zum bekannten Leben auf der Erde? Ja!”

Professor Didier Queloz, der 1995 bei der Entdeckung des ersten Exoplaneten bei dem Stern “Pegasi 51” an der Universität Genf beteiligt war und heute an der Universität Cambridge arbeitet, war ebenso begeistert:

Das ist eine großartige Zeit, in der wir leben. Wenn wir weiter so gut und so enthusiastisch arbeiten, ist es nicht zu optimistisch zu denken, dass wir in der Zukunft das Rätsel vom Leben auf einem anderen Planeten lösen können.

Genau so ist es …

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Am 24. September 2015 kommen der Weltuntergang und Jesus Christus über die Erde! Alle Ungläubigen werden zerschmettert und die Gläubigen “entrückt”

Der Weltuntergang und Jesus kommen am 24. September 2015 - und die Skeptiker werden vernichtet! (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / WikiCommons)
Der Weltuntergang und Jesus kommen am 24. September 2015 – und die Skeptiker werden vernichtet! (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / WikiCommons)

Endlich wieder ein Weltuntergang. Endlich wieder die wildesten Aussagen im Internet. Und endlich wieder die Ankunft von Jesus Christus und die Errettung der “Gläubigen”. Gerüchte im Netz besagten, dass am 24. September 2015 (bzw. zwischen dem 22. und 28. September dieses Jahres) all das eintreten wird. Möglicherweise wird ein Asteroid die Erde zerschmettern und alle “Ungläubigen” vernichten. Ernst nehmen kann man solche Aussagen wie immer nicht.

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Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Ich habe daheim Aufkleber, auf denen steht: “21. Dezember 2012 – ich war dabei”. Im Hintergrund der damals überall in den Medien zu sehende falsche Maya-Kalender. Beim damaligen Hype um den “Weltuntergang” oder meinetwegen auch “Aufstieg der Erde” auf Berufung auf die alten Maya aus Mexiko – gönnte ich mir diese Aufkleber. Immerhin kann ich nicht zu jedem Weltuntergang entsprechende Aufkleber kaufen, da mir das auf die Dauer zu teuer werden würde …

So haben wir auch dieses Jahr einen Weltuntergang, der von einem Asteroiden ausgelöst werden soll. In Deutschland hat innerhalb der Mainstream-Presse “Focus online” heute das Thema aufgriffen. In einem kleinen Video heiß es:

24. September 2015: Asteroid zerstört die Erde – und Jesus spielt eine Rolle

Sie sind sich mal wieder sicher: Verschwörungstheoretiker haben errechnet, wann ein Asteroid die Erde treffen und damit alles Leben zerstören wird. Die schlechte Nachricht: Der Zeitpunkt liegt noch in diesem Jahr.

Die Welt geht unter – und zwar irgendwann zwischen dem 22. und 28. September. Davon jedenfalls sind Verschwörungstheoretiker überzeugt, die folgende Theorie zu bieten haben. In verschiedenen Blogs schreiben sie, dass ein gigantischer Asteroid die Erde treffen und damit die Zivilisation auslöschen wird.

Einige von ihnen bringen dieses Ereignis mit dem sogenannten Tag der Entrückung in Verbindung, an dem Jesus Christus auf die Erde kommt und seine Anhänger mit nimmt, während er Skeptiker dem Satan überlässt. Ernsthafte Forscher halten diese Theorien natürlich für Quatsch.” (Quelle)

Die Akte 2012 reloaded - Weltuntergang, Nibiru, Maya-Kalender und anderen Unsinn zum 21. Dezember 2012 (Bild: L. A. Fischinger / NASA)
Die Akte 2012 reloaded – Weltuntergang, Nibiru, Maya-Kalender und anderen Unsinn zum 21. Dezember 2012 (Bild: L.A. Fischinger / NASA)

“Tag der Entrückung” und Jesus – das hört sich alles recht “christlich” an. Doch auch UFO-Sekten hatten und haben solche Aussagen und Behauptungen in ihrem Fundes des Alien-Glaubens. Immerhin ist Jesus beispielsweise einer der “netten Außerirdischen” oder war zumindest mal als Jesus hier “tätig” oder aber Jesus und die Aliens machen so oder so gemeinsame Sache. Es ist dabei selbstverständlich und gehört zum guten Ton einer derartigen Ansicht, dass die “Ungläubigen” dem Teufel und/oder Untergang geweiht sind. Die “Gläubigen” werden jedoch errettet. Gerne spirituelle (ihre Seelen) oder sogar physisch in UFOs. Weltanschaulich kann man sich da aus einem breiten Re­per­toire an Aussagen mit vollen Händen bedienen.

Was aber soll nun damit gemeint sein, dass ein Asteroid zum Ende September 2015 der Menschheit und Zivilisation den Garaus machen soll?

Schuld daran sind diverse Fundamentalisten aus den USA. Etwa TV-Prediger usw. Sie berufen sich auf Mondfinsternisse und den sogenannten “Blutmond”, da es bis September 2015 vier davon hintereinander geben wird. Gerne spricht man hier bereits von der “Blut-Mond Prophezeiung” und auch der “zweiten Wiederkehr von Jesus Christus”. Vielleicht wird auch der dritte Tempel von Jerusalem auf dem Tempelberg gebaut.

Folglich nutzt man diverse Bibelzitate um diesen angeblichen Weltuntergang zu untermauern. Diese astronomischen Fakten werden als Zeichen Gottes für das nahende Ende angesehen. Zum Beispiel dieses:

Aktuelle Videos zu Mystery und Grenzwissenschaft auf YouTube – mit dem Einen sieht man besser
Aktuelle Videos zu Mystery und Grenzwissenschaft auf YouTube – mit dem Einen sieht man besser

Doch unmittelbar nach jener schrecklichen Zeit wird sich die Sonne verfinstern und der Mond wird nicht mehr scheinen. Die Sterne werden vom Himmel stürzen und die Kräfte des Himmels aus dem Gleichgewicht geraten. Und dann wird das Zeichen des Menschensohns am Himmel erscheinen. Alle Völker der Erde werden jammern und klagen und dann werden sie den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit von den Wolken her kommen sehen” (Mt. 24,29f.)

Das alles ist aber nicht neu! Schon vor einigen Jahren kursierte dieses Gerücht. Da wir nun aber das Jahr 2015 haben, erfuhr diese Prophezeiung im Internet eine Art Neubelebung. Wie eben auch bei “Focus online” heute.

Spannend finde ich aber dabei auch dies:

Der Prediger Mark Blitz verbreitet dieses Weltuntergang- und Jesus-Wiederkehr-Story schon seit Jahren. Auch John Hagee predigte in einem sehr erfolgreichen Buch bereits 2013 von den “Blutmond Prophezeiungen”. Aber ich frage mich, wieso der Prediger/Pastor Mark Blitz auf seiner Internetseite “El Shaddai Ministries” eine Israel-Reise anbietet/verkauft, die vom 24. Mai bis 5. Juni 2016 mit ihm stattfinden soll …

Kommt am 25. September 2015 der Weltuntergang? YouTube-Video vom 11. Augist 2015 auf meinem Channel zum Thema:

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Der Black Knight Satellit der Ancient Aliens und ein 1955 explodiertes UFO im Erdorbit: Die Fusion zweiter Mysterien +++Video & Artikel+++

VIDEO & ARTIKEL: Der "Black Knight Satellit": Umkreis die Erde seit Jahrtausenden ein Beweis für die Astronauten der Antike? (Bilder: Pixabay/gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)
VIDEO & ARTIKEL: Der “Black Knight Satellit”: Umkreis die Erde seit Jahrtausenden ein Beweis für die Astronauten der Antike? (Bilder: Pixabay/gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Beobachten uns seit bald 13.000 Jahren Aliens mit einer inzwischen “Black Knight Satellit” genannten Sonde? Was ist dieser angebliche “Schwarzen Ritter Satellit”? Kreist bist heute eine Raumsonde der Ancient Aliens um unseren Planeten? Ein sehr spannendes Thema, das ich bereits vor einigen Jahren diskutierte. Aber auch eine Spekulation, die im Internet offenkundig mit einem zweitem Thema aus dem Bereich der Grenzwissenschaft vermischt wurde: Der angeblichen Explosion eines UFOs im Jahr 1955 im Erdorbit! Zwei unterschiedliche Themen, die zu einem fusionierten. In diesem YouTube-Video und ausführlichen Artikel erfahrt Ihr die genauen Hintergründe hinter den mysteriösen Geschichten um den “Black Knight” und der UFO-Explosion von 1955.


(grafisches Update: 31. Jan 2019)

Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Seit einigen Jahren kommt immer wieder das Thema auf, dass im Orbit um unsere Erde eine Art Raumsonde von Ancient Aliens seine Bahnen zieht: Der Black Knight Satellit.

Das Objekt soll seit weit über 10.000 Jahren in unserem Sonnensystem sein und schon in den 1920ger Jahren irdische Funksignale in einer Form zurück zur Erde gesendet haben, die eine Art „Sternenkarte“ ergeben würden. Diese weist in das Sternbild „Bootes“. Eine Botschaft der Astronautengötter?

Ein Thema aber, dass offensichtlich mit einem anderem aus dem Bereich Grenzwissenschaft, Prä-Astronautik und UFO-Forschung vermischt wurde. Dies zeige ich in dem Artikel weiter unten auf.

Alles weitere dazu in diesem Video auf meinem YouTube-Channel.

Bleibt neugierig …

YouTube-Video vom 18. Feb. 2014 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

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Euer Jäger des Phantastischen

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Der Black Knight Satellit der Astronautengötter und ein explodiertes UFO im Erdorbit

von Lars A. Fischinger

Scheinbar „spukt“ es in unserem eigenen Sonnensystem an einigen Stellen gewaltig. Ein Fall für die „Space Ghosthunter“?

Seit einigen Jahren kursiert im Internet hierzu vor allem die Story um den angeblichen „Black Knight Satelliten“. Einer angeblichen Raumsonde von Außerirdischen, die seit weit über 10.000 Jahren um unsere Erde kreisen soll. Ein Thema, dass ich in meinem Buch „Verbotene Geschichte“ bereits behandelte und seit geraumer Zeit immer mal wieder das Interesse der Mystery-Interessierten weckt. Ergänzend zu meinem entsprechenden Video auf meinem Mystery-Channel bei YouTube, und da das Thema momentan offenbar mit anderen Themen vermischt wird, hierzu ein Artikel mit den exakten Details.

Kreist ein explodiertes UFO um die Erde?

Im Februar 1960 gab das Verteidigungsministerium der USA bekannt, dass unsere Erde von einem nicht zu identifizierenden Objekt mit etwa 15 Tonnen Gewicht um­kreist wird. In den Reihen der amerikanischen Wis­senschaftler herrschte große Verwirrung, da bis zu diesem Zeitpunkt nur die Sowjetunion Satelliten – die „Sputnik“-Klasse – im All unterhielt. Noch dazu waren Start und Flugbahnen der sowjetischen Trägerraketen von den USA aufmerksam verfolgt worden, womit eine Gleichstellung mit dem 15 Tonnen-Objekt und den „Sputniks“ ausgeschlos­sen werden konnte.

Es sollte allerdings nicht bei diesem einen Ob­jekt im All bleiben, denn am 2. November 1966 gelangte es der NORAD („North Atlantic Air Defense“) drei „interaktive Satelliten“ im Orbit zu finden. Die Herkunft war unbekannt.

Nach weiteren 13 Jahren wurde aus der ganzen Ge­schichte eine scheinbare Sensation, zumindest aus Sicht der Sowjets. Am 20. August 1979 druckte die südafrika­nische Tageszeitung „Rand Daily Mail“ (Johannesburg) das Inter­view „Is there a dead Ship from outher Space?“ mit dem sowjetischen Astrophysiker und Mathematiker Professor Ser­gej Petrovich Bozhich ab. Das Interview führte der Journalist Henry Gris aus den USA, der des Russischen mächtig war.

Auch der „National Enquirer“ aus den USA druckte im August 1979 das Interview unter der sensationellen Überschrift „Wissenschaftler entdecken beschädigtes Alien-Raumschiff im Orbit um die Erde“ („Scientists discover damaged Alien Spacecraft is in Orbit around Earth“).

Ein meiner Meinung nach bisher recht wenig beachteter Mythos der Grenzwissenschaft wurde durch diese Veröffentlichungen geboren!

So erklärte Professor Bozhich dem US-Journalisten in seinem Interview, dass die sowjetischen Ministerien seit Anbeginn des „Sputnik“-Zeitalters den Erdorbit unter ständiger Radarkontrolle hielten. Dabei seien den Astronomen immer wieder „unbekannte Satelliten“ aufgefallen, die weder den USA gehören konnten noch ihre eigenen waren. Die Bahnen der einzelnen Körper, so Bozhich weiter, wurden von ihnen zurückgerechnet, so dass sie zu einem spannenden Ergebnis gelangten: alle Teile im Erdorbit stammen von ei­nem am 18. Dezember 1955 in einer Erdumlaufbahn explodierten Objekt.

Damit nicht genug, denn besonders verblüffend war die Auskunft von Professor Bozhich, dass die Sowjets den explodierten Hauptkörper für ein „außerirdisches Raumschiff“ mit einem errechneten Durchmesser von bis zu 80 Metern halten. Bozhich 1979:

Nach meiner Meinung gibt es keinen Zweifel, dass ein zerstörtes außerirdisches Raumschiff um unsere Erde kreist, das Grab einer fremden Welt mit einer toten Mannschaft an Bord.

Die Russen waren sicher: Es muss ein UFO sein!

„Es ist explodiert“, war sich der Russe sicher, „zwei größere und acht kleinere Teile umkreisen die Erde“. Bozhich vermutet in dem Interview, dass die USA heimlich die UFO-Teile und die Aliens im Orbit bergen wollen, „bevor die Bruchstücke zur Erde fallen und in der Atmosphäre verglühen“. Irgendeine „schwerwiegende Panne“ habe das UFO der Fremden zerstört. Diese Aliens wiederum hätten die Menschheit beobachten wollen, spekulierte der Professor im Interview.

Henry Gris staunte nicht schlecht und fragte, ob sein Interviewpartner „mit aller Ernsthaftigkeit von dem überzeugt“ sei, was er da von sich gebe. Und Bozhich war sich auch sicher, dass es beispielsweise kein Asteroid sein konnte. „Wir haben geprüft und wieder geprüft“ – es muss ein UFO sein.

E-Mail von Gott: Die Suche nach einer Botschaft der Ancient Aliens – Wie müssen wir uns einen eindeutigen Beweis der Astronautengötter vorstellen und wo könnten wir diesen finden? (M)ein 5-Punkte-Plan (Bild: NASA/ESA/Hubble Heritage Team/STScI/AURA / L. A. Fischinger)
ARTIKEL: E-Mail von Gott: Die Suche nach einer Botschaft der Ancient Aliens(Bild: NASA/ESA/Hubble Heritage Team/STScI/AURA / L. A. Fischinger)

Die Trümmer eines fremden Raumschiffs kreisen oder kreisten um unseren Planeten? Erlaubten sich die Sowjets einen Scherz mit dem Journalisten? Ist das dieser „Black Night Satellit“, von dem immer mal wieder die Rede ist? Oder besaßen die Russen damals konkrete Anhaltspunkte, die sie zu diesem Alien-Resultat führten?

Angeblich, so der Astrophysiker im Interview, hätten die UFO-Trümmer „die Bahnen unserer eigenen Satelliten (…) leicht abgelenkt.“ Das war der eigentliche Grund, warum man sich damit genauer befasst habe, „und jetzt kann es keinen Zweifel mehr geben, dass wir es mit Teilen eines außerirdischen Raumschiffes zu tun haben“ …

Dr. Vladimir Georgeyevich Azhazha, der Kapitän des ersten Atom-U-Bootes, das unter dem Nordpol fuhr, bestätigte dem Journalisten Gris die Aussagen von Bozhich. „Wenn Russen und Amerikaner die Köpfe zusammenstecken würden“, so Azhazha, „könnten Teile des Raumschiffes zur Erde gebracht werden“ bevor sie in der Erdatmosphäre verglühen. (Was nach über 50 Jahren wohl inzwischen der Fall sein dürfte.) Er selber jedoch habe „überhaupt keinen Zweifel, dass wir es mit Bruchstücken eines fremden Raumschiffes zu tun haben“.

Wenn das mal nicht mehr als erstaunlich ist.

Die USA bestätigte das “Objekt” – aber kein UFO

Für die Astronomen der USA waren die Aussagen des sowjeti­schen Astrophysikers nicht direkt ein Witz. Denn auch der ame­rikanische Astronom John P. Bagby kam in seiner Studie „Terrestrial Satellites: Some direct and indirect Evidence“ zu dem glei­chen Resultat. Bagby verfolgte ebenfalls die Flug­bahnen der sonderbaren Objekte im Erdorbit und rechnete sie bis zu ihrem Ausgangspunkt zurück.

Das war bereits rund zehn Jahre vor dem Interview mit dem russischen Professor Bozhich. Schon 1969 publi­zierte Bagby darüber im astronomischen Wissenschaftsmagazin „ICARUS“ (Nr. 10/1969) seinen genannten Beitrag „Terrestrial Satellites: Some direct and indirect Evidence“. Darin war er gleichfalls der Meinung, dass am 18. Dezember 1955 „etwas“ im Orbit unserer Erde explo­dierte. Etwas – ein Raumschiff von irgendwelchen Aliens er­kannte er indessen jedoch nicht.

Einige NASA-Wissenschaftler bezweifelten damals sogar ganz, dass es überhaupt ein 1955 explodiertes Hauptobjekt gab. Die Berechnungen seien schlicht falsch, so die Kritiker.

Wir wissen also nicht, was da 1955 im Orbit explodierte. Glauben wir den Russen – oder glauben wir den USA? Beweisen lässt sich heute keine der beiden Aussagen mehr.

Diese Berichte des 15 Tonnen schweren Objektes in einer Umlaufbahn um die Erde scheint in der aktuellen Debatte um den „Back Knight Satelliten“ scheinbar eingeflossen zu sein. Erstaunlich aber finde ich, dass vor allem die Aussagen der Russen dabei offenbar wohl nicht bekannt sind.

Zumindest fand ich bisher im Internet keine diesbezüglichen Erwähnungen oder Verbindungen. Obwohl eine angebliche UFO-Explosion 1955 im Orbit mit Sicherheit eine mehr als spannende Story ist. Die aber wiederum nicht zu einem „Black Knight Satelliten“ von Ancient Aliens passt, der noch heute aktiv sein soll.

Die Geschichte des angeblichen “Black Knight Satellit”

Die meines Wissens frühste Erscheinungen dieser Art, die ebenfalls niemand so recht einordnen konnte, wurde zum Beispiel im Dezember 1927 beobachtet. Eben genau der eigentliche Ursprung der gesamten Berichte um den Schwarzen Ritter der Außerirdischen!

Ein US-Kongressabgeordner wollte von der NASA wissen, ob es einst eine Zivilisation auf dem Planten Mars gab (Bild: NASA / L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)
„Gab es eine Zivilisation auf dem Mars?“ US-Abgeordneter fragt die NASA nach Mars-Bewohnern und verwirrt die Medien (Bild: NASA / L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)

In jenen Tagen vor bald 100 Jahren konnten die amerikanischen Astronomen A. H. Taylor und L. C. Young die ersten sonderbare „Black Knight“-Radiosignale registrieren. Die Quelle des Echos lag außerhalb der Erde im All. Aber die empfangenen Signale waren eindeutig irdischen Ursprungs. Von irgendetwas oder irgendjemand wurden die Signale im All reflektiert, wie die beiden Astronomen Young und Taylor im Mai 1928 in „Proseedings of the Institute of Radio Engineers“ (vol. 16) berichteten.

Der Mathematiker und Physiker Professor Carl Størmer (1874 bis 1957) aus Norwegen bekam von der Sache Wind. Natürlich war er an diesen Signalen aus dem All stark interessiert.

Fast ein Jahr nach Entdeckung durch Taylor und Young, nämlich am 25. September 1928, startete Størmer mit dem niederländischen Physiker Dr. Balth van der Pol (eigentlich Balthasar, 1889 bis 1959), Versuchsleiter bei „Philips“ in Eindhoven, eine Versuchsreihe um der Sache auf den Grund zu gehen. Professor Størmer und sein Team sendeten dazu alle 30 Sekunden ein Radiosignal in das All, um dann abzuwarten, ob ein Echo reflektiert werden würde.

Das Warten hatte sich gelohnt, denn am 11. Oktober konnten sie die gleichen Signale wieder registrieren. Allerdings kamen die vorher in gleichmäßigen Abständen gesendeten Impulse nun mit ein bis 15 Sekunden Verspätung wieder bei ihnen an. Von ihren Ergebnissen berichteten beide Ende 1928 in dem angesehenen Wissenschaftsmagazin „Nature“ (Nr. 3079, vol. 122, 3. November 1928) unter dem Titel „Short-wave Echos and the Aurora Borealis“ (auch in Nr. 3084, vol. 122, 8. Dezember 1928) Størmer publizierte dazu zusätzlich in „Naturwissenschaften“ (Nr. 33, 16. August 1929) in Deutschland.

Als sich die Signale 1934, 1947, 1949 und 1970 wiederholten wurde auch der Astronom Professor Duncan Alasdair Lunan, Großbritannien, auf das Phänomen aufmerksam.

Als Lunan als damaliger Präsident der „Scottish Association for Technology and Research“ die am 11. Oktober 1928 eingefangenen Signale genauer untersuchte, übertrug er sie auf eine Art „Sternenkarte“ (Sekundengitter). Erstaunt blickte er nun auf eine Sternenkarte, die das Sternsystem Epsilon Boötis zeigte.

“Nur Glauben, keine Beweise”

Immer wieder überprüfte er seiner Ergebnisse, bis er seine Ergebnisse 1973 in dem Magazin „Spaceflight“ der „British Interplanetary Society“ in seinem Artikel „Spaceprobe from Epsilon Bootes“ publizierte. Darin sprach er sich für die Richtigkeit seiner Entdeckungen aus.

Lunan war so überzeugt, dass hier tatsächlich außerirdische, intelligente Signale empfangen wurden, dass er in seinem Buch „Man and the Stars“ 1974 berichtete, dass seit fast 13.000 Jahren ein Satellit oder Raumfahrzeug von Außerirdischen in unserem Orbit kreist.

Sogar das „Time Magazin“ wurde auf die Alien-Thesen von Professor Lunan aufmerksam und veröffentlichte dazu am 9. April 1973 den kritischen Bericht „Message from a Star“. Darin wird etwa der britische Radioastronom Sir Martin Ryle mit den Worten zitiert: „Lunan liefert keine Beweise, nur Glauben.“ Außerdem, so die „Time“, denken die „Wissenschaftler im Allgemeinen skeptisch über Lunans fantastisches Szenario“. Was ja eigentlich nicht verwundern sollte.

Große Teile des Buches „Man and the Stars“ widmet Lunan Fragen über Kommunikation mit fremden Zivilisationen im Universum, reisen mit Raumfahrzeugen durch das All usw. Aber auch der Idee der Prä-Astronautik gegenüber ist er darin aufgeschlossen.

Zahlreiche Thesen der „Erich von Däniken-Forschung“ behandelte auch Lunan in seinem Buch. Etwa das „Raumschiff des Ezechiel“ aus dem Alten Testament (s. dazu auch das Interview mit J. F. Blumrich oben), Höhlenzeichnungen von „Astronauten“, das Thema der Hochebene von Nazca (Peru), die Piri Reis-Karte, indische Überlieferungen von Flugwagen („Vimanas“) oder auch die Geschichte des UFO-Absturzes vor 12.000 Jahren in China im Baian-Kara-Ula nahe Tibet. Themen, die bis heute noch immer diskutiert werden.

Sicherlich war dies auch ein Grund, warum damals Professor Lunans Arbeit der „Botschaft der Götter aus dem Universum“ und den nun „Black Knight“ genannten Satelliten als Fantasieprojekte und Spinnerei abgelehnt wurde.

Auffällig ist bei dem Thema des Schwarzen Ritters der Götterastronauten im Internet aber der Umstand, dass auf verschiedenen Seiten gesagt wird, die UdSSR habe ihn mit den „Sputnik“-Sonden beobachtet. Technisch waren diese jedoch dazu überhaupt nicht in der Lage.

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Das Phantom im All

Dieser Vorfall war bis dahin einzigartig und ist natürlich umstritten. Doch die Geschichten der unerklär­lichen Erscheinung im Sonnensystem sind auch mit „Black Knight“ und dem in die Story eingeflossenen „UFO“ von 1955 noch lange nicht die letzten.

Heute sprechen einige bereits von einem „großen intergalaktischen Phantom“, so der Ingenieur John Casani, nachdem 1976 die US-Mars-Sonde „Viking 1“ unvermittelt für einige Zeit aus­fiel. Und tatsächlich „verschwinden“ immer wieder Sonden im All oder es wurden und werden auf Mond und Mars angebliche „technische Hinweise“ oder „künstliche Objekte“ gefunden.

Wir können wirklich nicht behaupten, dass unsere Raumsonden bereits das gesamte Sonnensystem erkun­det haben, und dass keine weiteren Entdeckungen auf uns warten. Was hat es mit den sonderbaren Defekten irdischer Sonden auf sich? Welches Geheimnis ver­birgt sich hinter den immer wieder gesichteten Lichtern auf dem Mond, die teilweise periodische blinken sollen? Ich glaube nicht, dass all diese Erscheinungen und Vorkommnisse mit dem Wort „Zufall“ erklärt werden kön­nen.

Der Autor und Verschwörungstheoretiker Fred Steckling will sogar Aliens dafür verantwortlich machen, die in unserem System leben. „Wir entdeckten außerirdische Basen auf dem Mond“ verkündet er 1996 in seinem gleichnamigen In diesem YouTube-Video HIER habe ich es 2014 bereits kurz vorstellte.

Aliens und UFO-Basen auf dem Mars?

Einige Autoren wollen sogar dem Mars zubilligen, dass dort Außerirdische leben, die nicht wollen, dass wir Menschen sie finden. Etwa hat der bekannte Autor Zecharia Sitchin dahingehend spekuliert, dass dort die außerirdischen “Götter” der Anunnaki seines Planeten „Nibiru“ eine Art UFO-Basis haben könnten.

Auch andere geheime Basen von Außerirdischen werden hier und dort im All immer wieder „gefunden“ oder zumindest vermutet. Wobei aber mit Blick auf den „Black Knight“ zu bedenken wäre: warum soll der Satellit uns bewusst eine „Sternenkarte“ der Außerirdischen offenbaren – wenn andere „Alien-Basen“ & Co. verborgen und streng geschützt sein sollen? Man denke an die Mars-Raumsonde „Phobos 2“ von 1989, die angeblich nahe dem Mars von den Fremden zerstört wurde, wie es nicht nur Zecharia Sitchin in einem seiner Bücher vermutet hat. Die letzten Fotoaufnahmen der Sonde sorgen bis heute für Spekulationen, da diese UFOs zeigen könnten oder sollen.

Die russischen Mars-Sonden „Phobos“ wurden nach dem gleichnamigen Marsmond (auch „Mars 1“) benannt. Ein Schlechtes Omen? Denn schon seit Jahrzehnten wird auch dieser Mond des Mars als Basis von Außerirdischen gehandelt. Entweder seien sie in seinem Inneren versteckt oder der ganze (kleine) Mond selber sei eine Raumstation der fremden Besucher aus dem Kosmos. Damit wäre “Phobos” nach diesen Überlegungen künstlich geschaffen worden …

Eine Landung auf dem Mars schon 1962?

Zum Thema „Phantome im All“ ist auch ein Buch von Leslie Watkins von Interesse. So schildert er 1978 in einem Buch „Alternative 3“ ein Szenario des Unglaublichen. Kern der Aussage: Am 22. Mai 1962 landeten Menschen heimlich auf dem Mars und der erste Funkspruch, den die NASA von der Mission erhielt, war angeblich: „Hurra, wir sind auf dem Mars – wir haben Luft“. Dazu kommen umstrittene und immer wieder zitierte Funksprüche zwischen Mission-Control und den Apollo-Astronauten, die von UFOs auf dem Mond sprechen.

Das Thema „Alternative 3“ ist inzwischen aber angeblich aufgeklärt.

So fand der US-Autor Jim Keith (1949 bis 1999) etwas Interessantes heraus. Die britische Dokumentation „Alternative 3“ (Ausstrahlung am 20. Juni 1977), auf die sich auch Watkins beruft, wurde von der englischen Fernsehanstalt „Anglia TV“ in Szene gesetzt, die diese „Dokumentation“ als Aprilscherz für die Reihe „Science Report“ produzierte.

Da am englischen April-Fool’s-Day, dem 1. April, kein Sendeplatz gefunden werden konnte, wurde die Sendung erst später ausgestrahlt. David Ambrose und Christopher Miles waren die Autoren und Miles auch Regisseur.

Miles verwies später sogar noch einmal ausdrücklich darauf, dass am Ende der „Dokumentation“ die Namen aller Schauspieler ordentlich genannt wurden. Aus einem Aprilscherz entwickelte sich vermeintliches Faktum der Verschwörungstheoretiker …

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