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Wie erkläre ich Kindern das Thema “Außerirdische”? Aliens, UFOs und Leben im All beim Kinderradiokanal “KiRaKa” des WDR

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Aliens UFOs und Leben im All: Als Thema für Kinder beim öffentlich-rechtlichen Radiosender WDR (Bilder: gemeinfrei / Fischinger-Online)
Aliens UFOs und Leben im All: Als Thema für Kinder beim öffentlich-rechtlichen Radiosender WDR (Bilder: gemeinfrei / Fischinger-Online)

Schon viele Jahre debattieren etablierte Wissenschaftler, Laien, UFO- und Alien-Fans oder auch Science-Fiction-Freunde hitzig über Leben im All und Außerirdische. Von sachlichen Diskussionen über Spekulationen bis nüchterne Wissenschaft ist alles dabei.  Aber können unsere Kinder damit überhaupt irgendwas anfangen? Können unsere Kleinen Fakt und Fiktion, Tatsache und Spekulationen, voneinander trennen, nur weil “die Erwachsen das sagen”? Ich denke eher nicht. Das dachte sich auch der öffentlich-rechtliche Sender WDR in einer Sendung zum Thema auf  deren Kinderradiokanal “KiRaKa”. Ich habe mir für Euch die Kindersendung in Sachen UFOs und Aliens einmal genau angehört und online nachgelesen. In diesem Mystery-Review erfahrt Ihr, was der WDR den Kindern zum Thema zu sagen hatte und was eigentlich genau der Anlass war, dass das “KiRaKa” von Außerirdischen & Co. berichtete.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

UFOs, Aliens, Leben im All, Science-Fiction und die Kinder

Grenzwissenschaftler und Mystery Files-Interessierte in aller Welt diskutieren wohl kein Thema und leidenschaftlicher mehr als UFOs und Aliens.

Kein Wunder eigentlich, da in den letzten 20 Jahren auch etablierte Wissenschaftler wie Astronomen und Physiker über Leben im All öffentlich diskutieren. Und – vor zwei Jahrzehnten kaum denkbar! – keine Scheu haben zu sagen, dass es irgendwie Leben im Kosmos gibt. Intelligentes Leben auf fernen Welten inklusive, das wir auch finden werden.

Astronomen, die irgendwo im All andere Zivilisationen oder auch außerirdische Mikroorganismen in unserem eigenen Sonnensystem vermuten, wissen eigentlich sehr genau: UFO-Forschung ist grundsätzlich eine andere Thematik. Auch UFO-Forscher wissen zwischen irgendwelchen fernen Aliens im Kosmos und dem UFO-Phänomen als “Alien-Präsenz” auf der Erde zu unterscheiden. Sollten sie zumindest.

Kinder können das aber nicht unbedingt. Wenn irgendein Erwachsener was von UFOs oder Aliens erzählt, stimmt das schon. Natürlich, keine Frage, es liegt an dem jeweiligen Kind und vor allem auch dessen Alter. Aber grundsätzlich kann man Kindern nicht die gleiche objektive Differenzierung zusprechen, wie erwachsen Menschen. Vor allem dann nicht, wenn diese sich sogar selber mit Aliens, UFOs oder Leben irgendwo im All befassen.

Wie erkläre ich einem Kind “Außerirdische”?

Nicht mit Hollywood-Filmen. Ich weiß aus eigener Erfahrung durch Gespräche mit Kindern, dass vieles am TV und vor allem YouTube in einen Topf geworfen wird. Fakt und Fiktion gehen dann fließend ineinander über.

Genau darum finde ich es spannend, wenn sich der WDR in einer Kindersendung genau mit diesem Thema befasst. Als Erwachsender, der sich selber als Mystery-Jäger bezeichnet, kann man solche “Kinder-UFO-Sendungen” schwer beurteilen. Immer hat man sein eigenes und ganz individuelles Wissen und seinen Standpunkt im Hinterkopf. Ein Kinderpsychologe mit “Alien-Ausbildung” wäre für eine Beurteilung wohl geeigneter …

“Nachrichten für Kinder: Leben aus dem All?” So hieß am 21. August eine Radiosendung des WDR-Kinderradiokanal “KiRaKa”. Es war sogar das “KiRaKa Thema des Tages”. Die Moderatorin (Name ist mir nicht bekannt) fragte in der Radiosendung einleitend ganz einfach:

Gibt es da draußen in den unendlichen Weiten des Universums wohl noch andere Lebewesen? Außerirdische? Aliens? Grüne Männchen? Oder Wesen, die genauso aussehen wie wir – oder ganz anders?

Persönlich meint die Sprecherin: “Ich glaube es gibt Außerirdische!”. Das All sei zu riesig und darum denkt sie, es gibt diese Aliens. Auch wenn es nur irgendwelche Krabbelwesen sind. Nach einem paar minütigen Einleitungs-Talk mit ihrem Co-Moderator Matthias Hof, über das ich in diesem Folgeposting HIER ausführlich berichten werde, geht es um Wissenschaft. Und zwar eben um jene Wissenschaftler, die sich mit der Suche nach Leben im All beschäftigen. Ebenso um angebliche Aliens und UFOs bei uns auf der Erde.

Der Co-Moderator der Sendung, Matthias Hof, hat sich für die kleinen Zuhörer meiner Meinung nach sehr gut vorbereitet. So erklärt er zum Beispiel, dass andere Länder etwa mit Radioteleskopen nach Signalen von Aliens suchen (gemeint ist dabei natürlich SETI) aber wir “keine richtigen Beweise” für solche außerirdischen Zivilisationen haben. Hof erklärt einfach und kompakt, dass es wirklich Wissenschaftler (wie eben Astronomen usw.) gibt, die sich mit diesen Wesen befassen. Auch damit, wie man mit ihnen Kontakt aufnehmen kann, was man machen soll, wenn man sie findet oder ob diese dazu Pläne haben.

“Alte-Alien-Hasen” und junge Kinder

Für die “alten Alien-Hasen” in Sachen Grenzwissenschaft, UFOs, Aliens etc. sind das lange bekannte Fakten. SETI-Projekte als Suche nach intelligenten Wesen im All mittels Radioteleskopen, ist Jahrzehnte alt. Wissenschaftler, wie Exobiologen, die sich mit der Entstehung von Leben auf anderen Monden und Planeten beschäftigen, kennt man auch. Aber wohl nicht die Kinder, die diesen WDR-Sender hören.

UFO-Meldungen und die zahllosen UFO-Fotos hingegen, so Hof, seien im Nachhinein immer als nicht-außerirdisch bewiesen worden. Ob das so stimmt, sei dahingestellt. Immerhin gibt es einige, bei denen man ganz einfach nicht sagen kann, was es sein könnte.

Abschließend erwähnt die Sendung auch das legendäre “Wow-Signal” von 1977. Bekanntlich sorgt dieses vor rund 40 Jahren empfangene Funksignal aus dem All immer wieder für Spekulationen, ob es vielleicht von Außerirdischen stammen könnte. Auch die Raumsonden “Voyager” der NASA spricht Moderator Hof an, und dass diese Botschaften an Aliens an Bord haben (dazu mehr HIER & HIER).

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Nicht ganz sechs Minuten ging die Sendung auf dem Kinderradiokanal. Dass der WDR-Mitarbeiter Matthias Hof trotz guter Vorbereitung den Kinder darin nicht das Universum und seine mutmaßlichen Bewohner erschöpfend erklären konnte, ist sicher jedem klar. Trotzdem hat mir als häufig mehr als kritischer Mystery-Review-Autor auf diesem Blog die Kinder-Sendung gefallen.

In den wenigen Minuten hat Matthias Hof und die Moderatorin kind- und sachgerecht das Alien-Thema den Kindern nahe gebracht. Natürlich hatte “KiRaKa”-Redaktion einen Grund, warum sie ihrem jungen Publikum das Thema “Ist das wer im All?” präsentierten.

Aliens: Deutschland ist planlos

Auslöser dieser Sendung war der Grünen-Politiker Dieter Janecek, der in einer Anfrage von der Bundesregierung wissen wollte, ob Deutschland auf Aliens vorbereitet ist. Also eine Frage eines echten “Grünen Männchen” (das konnte ich mir einfach nicht verkneifen) …

Beim “KiRaKa” heißt es dazu online etwa:

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Außerirdische nach Deutschland kommen.

In den Medien machte genau diese Anfrage und die entsprechende Antwort der Regierung in Berlin vor wenigen Tage die Runde. Denn Pläne hat unser Land nicht, falls UFOs auf einmal hier landen oder auftauchen, heißt momentan oft in der Presse. Denn Berlin antwortet Janecek auf seine parlamentarische Anfrage, dass es “für einen möglichen Erstkontakt mit außerirdischem Leben (…) keine Protokolle oder Pläne” der Regierung gibt.

Doch leider wurde nur genau diese Teil-Antwort wurde jüngst durch die Presse verbreitet. Und zwar nicht gerade objektiv und ohne wirkliche Hintergrundinformationen. Der WDR-Kinderradiokanal hat das Thema dann schlicht übernommen bzw. als nahm es zum Anlass die Kinder über Außerirdische gut zu informieren. Heißt das also, dass Deutschland bei einem Alien-Kontakt planlos dasteht … und wir wehrlos vor einer UFO-Invasion kapitulieren müssen?

Genau dazu erfahrt Ihr in diesem Folgeposting zu diesem Mystery-Review alle Hintergründe und Fakten hinter den oftmals spektakulär aufbauschten Medienberichten!

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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US-Präsident Donald Trump bringt Richtlinie zur Einrichtung einer “Weltraum-Armee” auf dem Weg – doch was ist diese “Space Force”?

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US-Präsident Donald Trump bringt eine Richtlinie zur Einrichtung einer Weltraum-Kampftruppe auf dem Weg (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
US-Präsident Donald Trump bringt eine Richtlinie zur Einrichtung einer Weltraum-Kampftruppe auf dem Weg (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Der US-Präsident Donald Trump plant große Schritte im All. Nicht nur auf dem Mond und Mars sollen zukünftig Amerikaner landen, sondern Trump will auch eine “Space Force” für die USA. Eine “Weltraum-Truppe” als eigenständigen Teil der US-Streitkräfte, die die Vormachtstellung der USA im All sichern soll. So jüngste Medienberichte nach bekannt werden von Trumps Plänen vor wenigen Tagen in Washington. Diese Pläne und Ideen sind allerdings nicht neu, auch nicht für und von Trump. Sie haben auch nichts mit einer Verteidigung gehen eine Alien-Invasion zu tun, wie es in einigen Meldungen heißt. Was genau Donald Trump für diesbezügliche Richtlinien verabschiedet hat und was es mit dieser “Space Force” wirklich auf sich hat, erkläre ich in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Krieg der Sterne gegen Aliens?

Zugegeben, wenn man von der Schaffung einer “Weltraum-Tuppe” oder “Weltraum-Armee” durch die USA hört, denken sicher viele sogleich an einen Schutz gegen Außerirdische. Alien-Invasoren, die uns und unseren Planten nichts Gutes wollen, und gegen die man sich militärisch im All verteidigen muss. Theoretisch denkbar, keine Frage. Doch sollte ein solche “UFO-Invasion” aus den Weiten des Kosmos kommen, wäre unsere Spezies mit Sicherheit so oder so haushoch unterlegen!

Was will also US-Präsident Donald Trump mit einer “Space Force”? Die “Stuttgarter Nachrichten” zum Beispiel am 18. Juni dazu:

Schlechte Zeiten für außerirdische Invasoren: US-Präsident Donald Trump dem Pentagon aufgegeben, unverzüglich mit der Schaffung einer Weltraumarmee zu beginnen.

Das hört sich an, als wolle die USA ganz im Sinne von “STAR WARS” imperiale Sturmtruppen im All stationieren. Dem ist aber nicht so.

Donald Trump und die “Space Force”

Bei einem Treffen am 18. Juni 2018 sagte Präsident Trump, dass die USA als sechsten Zweig der US-Armee diese “Space Force”ins Leben rufen solle. Vor allem soll die USA so im All wieder ihre einstige Größe und Vormachtstellung wieder erlangen, so Trump. Man will sich nicht von China, Russland oder irgendwelche anderen Länder ausbooten lassen, wenn es um die Präsenz im All gehe (s. a. HIER).

Trump dazu vor wenigen Tagen:

Wir werden eine Air Force haben und wir werden eine Space Force haben, eigenständig, aber gleichwertig. Wenn es darum geht, Amerika zu verteidigen, reicht es nicht, nur eine amerikanische Präsenz im All zu haben. Es muss eine amerikanische Dominanz im All geben.

ARTIKEL: Wem gehört eigentlich der Mond? Über (meine!) lunaren Ländereien, irdische Weltraumverträge und Wildwest im All (Bild: gemeinfrei)
ARTIKEL: Wem gehört eigentlich der Mond? Über (meine!) lunaren Ländereien, irdische Weltraumverträge und Wildwest im All (Bild: gemeinfrei)

Neu sind die derzeit durch die Medien laufenden Aussagen von Trump keineswegs. Schon im Mai 2018 (und in den Jahren davor) berichteten verschiedene Medien anlässlich des “National Defense Authorization Act”(s. a. PDF HIER) über dieses Thema. So zitierte etwa “CNN“:

Wir werden sehr groß im Weltraum werden, sowohl militärisch als auch aus anderen Gründen, und wir denken ernsthaft über eine Space Force nach. “Der Weltraum ist ein Kriegsgebiet, genau wie Land, Luft und Meer.”

Und der Abgeordnete Mike Rogers aus dem Weißen Haus in Washington jubelte damals auf Nachfragen gegenüber “CNN”:

Ich bin begeistert, dass die Idee des Space Corps im Weißen Haus Einzug hält. Der Kongressabgeordnete Jim Cooper und ich haben unermüdlich am Unterausschuss des Strategic Forces Committee des House Armed Services Committee gearbeitet, das seit über zwei Jahren ein Space Corps außerhalb der Air Force benötigt.

Aber was genau will die USA mit ihrer “Weltraum-Armee”?

Die “Weltraum-Armee” der USA

“CNN” zitierte am 18. Juni einen Mitarbeiter des US-Verteidigungsministerium mit den Worten:

Der Weltraum ist eine Kriegsgebiet, daher ist es wichtig, dass unser Militär in diesem Bereich seine Dominanz und seinen Wettbewerbsvorteil behält. Der gemeinsame Stab wird eng mit dem Büro des Verteidigungsministers, anderen Interessengruppen (des Verteidigungsministerium) und dem Kongress zusammenarbeiten, um die Leitlinien des Präsidenten umzusetzen.

Ein “Kriegsgebiet” im klassischen Sinn ist das All sicher nicht. Wohl aber ein wirtschaftliches Kriegsgebiet, in dem in naher, ferner und weiter Zukunft wirtschaftliche Interessen eine immer größere Rolle spielen werden. Und darum geht es bei dieser “Space Force” der USA. Eben um Macht und Einfluss bei einer zukünftigen wirtschaftlichen Ausbeutung des All. Welcher Art und Weise das auch immer eines Tages Realität wird.

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Man darf als Weltmacht hier nicht Anschluss verlieren und müsse frühzeitig handeln, so die Grundaussage von Donald Trump seiner beschlossenen Richtlinie. So sagte auch Scott Pace vom Nationalen Weltraumrat der USA:

Wenn wir die Wirtschaft im Weltraum ausbauen wollen, müssen wir sicherstellen, dass dies auf nachhaltige Weise geschieht.

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Dana White, Sprecherin des Pentagon, ergänze zu diesen beschlossenen Plänen, dass nun in Zusammenarbeit mit dem Kongress viele Beratungen, Beschlüsse und Debatten folgen werden. Immerhin ist es auch und vor allem eine Kostenfrage für die Amerikaner.

In dem Beschluss vom 18. Juni von Trump heißt es auch, dass die USA in Zukunft die Führungsrolle bei der Bereinigung und Vernichtung von Weltraumschrott übernehmen solle. Ein Thema, das in der Raumfahrt aufgrund des praktisch zugemüllten Erdorbit eine immer wichtigere Rolle spielt. Jedes kleine Teil Schrott im All aus Jahrzehnten der Raumfahrt ist eine Gefahr für Mensch und Maschine im All.

Und dass man mit Müllbeseitigung schon hier auf der Erde Milliarden verdienen kann, ist sicher niemanden neu.

Zusätzlich möchte die USA den wachsenden Flugverkehrs im Weltraum koordinieren oder bei dessen Regelung eine führende Rolle übernehmen. Auch das wäre in durchaus absehbarer Zukunft fraglos ein Geschäft für die Vereinigen Staaten. Bekanntlich streben nicht nur immer mehr Länder mit eigenen Raumfahrtprojekten in das All, sondern auch private Firmen und Organisationen. Eine Regelung auf Internationaler Ebene ist hier zwingend erforderlich!

Eigentlich aber gibt es solche Regelungen in Form von “Weltraumverträgen” bereits längst, wie in diesem Blog-Artikel HIER vom 14. Mai 2018 ausgeführt.

Auf zum Mond und Mars!

Donald Trump festigte mit dem neuen Beschluss auch die Absicht der USA wieder bemannt zum Mond zu fliegen. Als weiteres Ziel werde ein bemannter Flug zum Mars angestrebt, so Trump weiter.

Solche Träume – vor allem der Flug des Menschen zum Mars – sind natürlich so alt wie die Raumfahrt selbst. Mindestens. Da aber hierzu erst noch neuen Technologien gebaut, entwickelt, verbessert und neu konstruiert werden müssen, ist das alles Zukunftsmusik. Irgendwann muss man aber hier konkret den Anfang machen, was diverse Zukunftsvisionen im All angeht, was die USA eben wollen. In der Theorie oder besser gesagt in “Absichtserklärungen”.

VIDEO: Die NASA sucht jemanden, der die Erde vor Aliens beschützt. Aber warum eigentlich? Und was macht dieser Mitarbeiter genau? (Bild: NASA)
VIDEO: Die NASA sucht jemanden, der die Erde vor Aliens beschützt. Aber warum eigentlich? Und was macht dieser Mitarbeiter genau? (Bild: NASA)

Überspitzt könnte man auch sagen mit “beschlossenen Wunschlisten” der US-Regierung. Gewaltige Geldmittel müsste die USA hierfür aufbringen. Von der Realisierung irgendwelcher Basen auf dem Mond ganz zu schweigen. In diesem Zusammenhang hebt Donald Trump aber auch den Konkurrenzkampf zwischen der NASA und privaten Weltraumfirmen wie “SpaceX” hervor. Trump:

Solange es eine amerikanische reiche Person ist, ist es gut, okay? Sie können uns schlagen. Wir sparen etwas Geld, und sie schlagen uns, und wir lassen uns das als unseren Verdienst anrechnen.

Abgesehen von diesen US-Taumzielen ist die “Space Force” also keine Armee im All, wie es einige Medienberichte zu suggerieren scheinen. “Flexibilität bei Startfenstern” von Raketen sowie “schnellere und genauere Informationen darüber, wo sie starten können”, seien auch und vor allem für private Raumfahrtunternehmen wichtig, so Scott Pace. Nicht nur um Weltraumschott auszuweichen. Auch deshalb, damit deren Satelliten “mehr Zeit haben, um Einnahmen-erzeugende Tätigkeiten nachzugehen, anstatt manövrieren zu müssen”.

Eine “Space Force”, die Weltraumschrott beseitigt und Raketenstarts koordiniert, um Kollisionen mit Space-Müll zu vermeiden, klingt natürlich nicht so spannend wie eine “US-Weltraum-Armee” …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Woran erkenne ich ein UFO und was mache ich dann? “Es zu wissen schadet ja nicht!” Interessantes Fundstück aus dem Netz

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Woran erkenne ich ich ein UFO - und was soll ich machen, wenn ich eines sehe? (Bild: L. A. Fischinger)
Woran erkenne ich ich ein UFO – und was soll ich machen, wenn ich eines sehe? (Bild: L. A. Fischinger)

Hin und wieder präsentiere ich auf diesen Webseiten interessante “Netzfundstücke” aus den unendlichen Weiten des Cyberspace. So auch heute mal wieder – und wiedermal von der Internetseite “Gutefrage.net”. Dort stellte am 22. März 2016 ein User die nur scheinbar naive Frage, wie er ein UFO erkennen kann und was er dann machen solle. Die Antworten auf diese Frage der dortigen Community sind ein schönes Spiegelbild der UFO-Szene in Deutschland. Was soll man also tun, wenn man glaubt eine UFO-Sichtung gehabt zu haben? Interessanterweise kann diese einfache Frage gar nicht so pauschal beantwortet werden …

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Es gibt ja eigentlich keine schlechte Fragen, sondern nur schlechte Antworten.Zumindest sieht dies der Volksmund so.

Das dachte sich wohl jüngst auch ein User auf der Frage-Antwort-Onlineplattform “Gutefrage” und stellte folgende Frage an die dortige Community:

Woran erkenne ich ich ein UFO und was machen wenn ich eins sehe? Nur so zum wissen schadet ja nicht.”

UFO hier, UFO da, UFO überall!

Die Frage ist mit Sicherheit für den normalen Medienkonsumenten à la Max Mustermann erst mal verwirrend. Wenn nicht sogar totaler Unsinn, um es harmlos auszudrücken. Für den UFO-Forscher oder auch Kenner der UFO-Material ist eine solche Fragestellung jedoch existentiell und die Frage aller Fragen.

“UFO” ist kein Kürzel für “außerirdisches Raumschiff, in dem Aliens sitzen”. Jeder ernsthafte UFO-Forscher weiß das. Aber eben nicht Herr und Frau Mustermann, die durch die jahrzehntelange Medienpräsenz von UFO = Alien-Raumschiff diese drei Buchstaben eben genau damit verbinden. UFOs, Außerirdische oder Alien-Raumschiffe aus Hollywood sind praktisch überall präsent. Des weiteren wird “UFO” darum auch sogleich in der breiten Öffentlichkeit mit irgendwelchen UFO-Spinnern, Hollywood oder im schlimmsten Fall diversen UFO-Sekten in Zusammenhang gebracht.

Und genau aus diesem Grund ist die oben zitierte Frage eigentlich sehr vernünftig.

“Du UFO-Spinner!”

Wer keine Ahnung hat, hat nur eine Meinung: Den anderen mit Spott zu diskreditieren! Warum das so ist, ist leicht erklärt:

Das Thema “UFO” im Sinne der Erforschung von UFO-Sichtungen usw. ist in der Öffentlichkeit Quatsch und die Beschäftigung von irgendwelche Alien-Freaks. Dass aber ein UFO eben ein (Flug-)Objekt am Himmel ist, dass der Beobachter sich währen der Sichtung nicht selber erklären kann, weiß der Ottonormal-UFO-Medienkonsument nicht.

Wie viel Wahrheit steckt im neuen Hollywood-Film von Roland Emmerich? (Bild: NASA / Montage: L. A. Fischinger)
VIDEO: Wie viel Wahrheit steckt im neuen Hollywood-Alien-Film von Roland Emmerich? (Bild: NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Die Behauptung eines “Durchschnittsbürgers”, er habe ein UFO am Himmel gesehen, wird Hohn und Spott auf ihn ziehen. Er kann felsenfest die Wahrheit sagen, dass er etwas für ihn nicht erklärbares beobachtet hat – kaum jemand nimmt ihn ernst. Und das eben aufgrund der Tatsache, dass für die öffentliche Meinung ein UFO sogleich ein Raumschiff von Außerirdischen ist.

Obwohl in diesem Beispiel vielleicht ein beleuchtete Drohne den Zeugen sein UFO-Erlebnis gebracht hat. Diese Drohnen oder Quadrocopter sind in der Tat für den unbedarften Beobachter für ein echtes und unerklärliches Phänomen am Himmel zu halten.

Deshalb ist man kein Spinner. Tatsächlich sollte man schon allein mit dem Kürzel “UFO” heutzutage vorsichtig sein, wenn man nur um eine Erklärung des Gesehene bittet.  “Ich habe ein UFO gesehen!” geht ganz schnell nach hinten los. Das sah auch ein User bei “Gutefrage.net” so, der auf die Eingangsfrage vortrefflich antwortetet:

Wenn es ein Objekt ist wo du nicht kannst, dann ruf die 110 an. Achtung: Nicht durchdrehen und erzählen, dass es ein UFO ist wo von außerhalb ist. Einfach sagen das du ein Unidentifiziertes Flugobjekt siehst und versuche es dann zu beschreiben.

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So ist es.

Bei der Polizei arbeiten auch nur Menschen und man möchte dennoch mit seinem Erlebnis ernst genommen werden. Aber dennoch muss die Polizei eigentlich handeln, wenn es sich etwa um eine Gefahr für den Flugverkehr handeln könnte. Sei es auch nur, dass weitere Stellen informiert werden, wie es die “UFO-Sichtung am Flughafen Bremen” Anfang 2014 zeigte, wozu Ihr auch ein Video von mir auf meinem YouTube findet.

Verhaltensregeln bei einer UFO-Sichtung

Ich bin sicher, dass der User auf dieser Community-Plattform bei seiner Frage eigentlich ein echtes UFO meinte. Echt sind alle UFO-Sichtungen von Zeugen. Aber hier echt im Sinne von einem unbekannten Phänomen bzw. Alien-Fahrzeug.

Und dazu gibt ein weiterer User der Plattform quasi “Verhaltensregeln” für eine solche Begegnung. Allerdings scheint dieser User wohl eindeutig ein “Alien-Fan” zu sein, wie es anhand seiner Tipps zu erkennen ist. So lesen wir in seiner Antwort:

“1. Ein UFO kann alles sein das du nicht kennst, ich denke aber du meinst Raumschiffe.

Interview mit dem Astrophysiker Ben Moore über Außerirdische, den Sinn des Lebens und Science-Fiction: „Die meisten Aliens à la Hollywood sind jämmerlich“.(Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: L.A. Fischinger)
Interview mit einem Astrophysiker Außerirdische, den Sinn des Lebens und Science-Fiction: „Die meisten Aliens à la Hollywood sind jämmerlich“. (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: L.A. Fischinger)

2. Diese erkennst du z.B. daran, dass sie sich ungewöhnlich bewegen oder ungewöhnlich schnell fliegen. Ein Flugzeug kann zum Beispiel nicht schnell vor und zurück und dann wieder hoch und runter fliegen. Das können aber Raumschiffe.

Dann natürlich noch durch das aussehen, falls es näher bei dir wäre.

3. Wenn du eines siehst kommt es darauf an wie weit es weg ist. Es kann sein, dass es einfach über dich hinweg fliegt und dann kannst du höchstens versuchen ein gutes Video zu machen, falls du ein Handy hast.

Wenn es jedoch in der Nähe von dir ist und du das Gefühl hat es hat dich im Fokus, dann solltest du besser versuchen da weg zu kommen. Und auf keinen Fall irgendwie durchdrehen und Angst haben. Das wird vielleicht schwer sein, aber Außerirdische sehen Menschen die so reagieren eher als Gebrauchsobjekte, da sie sich in dem Moment nicht kontrollieren können.

Da weg rennen sowieso meist nichts bringt, wenn sie dich wollen ist es also sinnvoller sich dem ganz offen zu stellen. Du kannst ihnen auch gerne Fragen stellen, das zeigt das du lernen willst und ein Gehirn dafür hast.”

Solche Regeln würden die verschiedenen UFO-Forschungsorganisationen (egal wo auf der Welt) wohl kaum als Ratschläge geben. Aber es scheint dennoch die erste und beste Regel zu sein, dass man Ruhe bewahrt. UFO-Zeugen sind fraglos Zeugen eines vorerst unbekannten Objektes.

Wie es beispielsweise ein Blick in die UFO-Datenbank.de zeigt, sind von diesen UFOs die allermeisten als irdische Objekte aufzuklären. Oder die Datenlange ist häufig mangelhaft. Und nur weil man beispielsweise die Raumstation ISS am Himmel als UFO meldet, ist man noch kein Spinner. Deshalb auch der oben zitierte Ratschlag, wenn man die 110 anrufen will: Ruhe bewahren.

Ein echtes UFO …

Wie macht man perfekte UFO-Fotos? Die CIA gab vor ca. 55 Jahren ihren Mitarbeiten dazu 10 nützliche Tipps mit auf den Weg (Bild: gemeinfrei / Heimatverein Lette / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Wie macht man perfekte UFO-Fotos? Die CIA gab ihren Mitarbeiten dazu 10 Tipps (Bild: gemeinfrei / Heimatverein Lette / Montage: L. A. Fischinger)

Und bei der Begegnung mit einem echten UFO mit echten “Fremden” darin? Hier gibt es zahllose Gedankenspiele, die letztlich alle auf ein Szenario deuten: Besser schweigen!? Doch die Polizei anrufen? Seinen individuellen religiösen Ansprechpartner kontaktieren?

Die öffentliche Diskreditierung ist schnell, erbarmungslos und unbarmherzig. Mit Sicherheit auch, wenn man in seiner “Notlage” die Polizei verständigt. Der “innere Mainstream-UFO-Schalter” wir sicher auch dort sehr schnell auf “Hollywood” oder “Spinner” umgelegt. Es gibt Ausnahmen, wie es die Belgische UFO-Welle um 1990 zum Beispiel beweist, aber das sind eben Ausnahmen.

Aber wer denkt, dass die Meldung und/oder Dokumentation sowie Aufklärung von UFO-Sichtungen das Feld einiger UFO-Forscher und Alien-Fans “mit einem an der Waffel” ist, irrt sich. Schon die CIA hat 1960 ihren Mitarbeitern Anweisungen gegeben, was bei UFO.-Sichtungen exakt zu tun sei. Dies hatte ich in einem Artikel im Februar 2016 auf diesem BLOG beschrieben.

Aus diesem Grund ist der zweite Teil der Eingangsfrage – “… und was machen wenn ich eins sehe?” – kaum verbindlich oder pauschal zu beantworten.

Vielleicht wäre die Meldung bei einer der privaten UFO-Organisationen am Sinnvollsten, die ich auf dieser Internetseite 2013 einmal zusammenstellte …

Euer Jäger des Phantastischen

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80 Jahre und nicht müde – Erich von Däniken im Interview: “Die USA hat eine viel bessere Streitkultur als wir!”

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80 Jahre und kein bisschen leise: Erich von Däniken im Gespräch (Bild: Ch. Wellmann / L.A. Fischinger/Archiv)
Bald 80 Jahre alt und kein bisschen leise: Erich von Däniken (Bild: Ch. Wellmann / L.A. Fischinger/Archiv)

Bald wird der Altmeister der Prä-Astronautik und Ancient Aliens Erich von Däniken 80 Jahre alt. Doch leise wird er deshalb noch lange nicht. Im Gegenteil: “Ich schreibe immer noch. Endlos. Das hört nie auf”, so von Däniken in einem eineinhalbstündigen Gespräch mit einem Schweizer Journalisten. Ein Porträt des Schriftstellers über seinen anstehenden 80. Geburtstag im April 2015, die Außerirdischen und seine Motivationen bei der Jagd nach den Göttern aus dem All.

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Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Im April dieses Jahres wird Erich von Däniken runde 80 Jahre alt. Der Kopp Verlag nahm dies zum Anlass in Sindelfingen bei Stuttgart einen großen “Däniken-Kongress” rund um seinen Autoren zu veranstalten. Ein Autor der Zeitung “Der Bund” hat nun von Däniken in seiner “Werkstatt”, wie er es nennt, in Interlaken besucht.

So schreibt der Autor Markus Wüest in “Der Bund” am 28. Januar 2015 nach seinem Besuch bei von Däniken:

Von Däniken hat mir Anekdoten erzählt, Beispiele genannt und von der Serie ,Ancient ­Aliens’ gesprochen, die der US-Sender History Channel in Zusammenarbeit mit ihm und mit riesigem Erfolg produziert. Er schwärmt von den USA, das sei immer noch das freieste Land der Welt. ,Die haben auch eine viel bessere Streitkultur als wir. Da kannst du über alles debattieren. Dann sagen sie halt mal: ‹Erich, I don’t believe this.› Aber beleidigt ist niemand.’ Hierzulande aber lade man den Däniken – ,Anführung­zeichen: Spinner’ – doch nicht in eine Hochschule ein.”

Auch vor den Ancient Aliens (man denke an all die zahlreichen “UFO-Invasions-Theorien“) selber hat von Däniken auf Nachfrage keine Angst:

VIDEO-Tipp: Lars A. Fischinger im Interview mit Erich von Däniken (BILD: L. A. Fischinger)
VIDEO-Tipp: Lars A. Fischinger im Interview mit Erich von Däniken (Bild: L. A. Fischinger)

“,Im Gegenteil. Deren Technologie ist der unsrigen so haushoch überlegen, dass sie uns schon lange hätten zer­stören können, wenn sie das wollten. Sie könnten ein Virus loslassen, das viel komplizierter ist als Ebola … Das ist überhaupt nicht ihre Absicht.’ Diese Götter, diese Ausserirdischen seien immer Lehrmeister gewesen. ,Ersetzen Sie in den alten Texten zehn zentrale Begriffe und Sie erhalten eine ganz andere Interpretation. Ersetzen Sie ‹Engel› durch Außerirdische› zum Beispiel.'”

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Knast oder nicht Knast: Was würde passieren, wenn ich gelandete Aliens töte – “gesetzlich gesehen”?

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Komme ich ins Gefängnis, wenn ich einen Alien töte? (Bild US Navy/gemeinfrei/WikiCommons / L. A. Fischinger)
Komme ich ins Gefängnis, wenn ich einen Alien töte? (Bild US Navy/gemeinfrei/WikiCommons / L. A. Fischinger)

Auf dem ersten Blick klingt die Frage schon seltsam: Ich sehe eine UFO-Landung, Außerirdische steigen aus und wollen “Hallo” sagen und ich töte die fremden Besucher. Was sagen da eigentlich die Gesetze? Wäre das Mord oder käme ich sogar vollkommen straffrei davon? Genau diese durchaus spannenden Spekulation bzw. Frage wurde in einer online Ratgeber-Community gestellt und dort interessiert diskutiert. Mit verblüffenden Ergebnissen.

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Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Am 13. November 2014 stellte ein Nutzer der Webseite “gutefrage.net” folgende Frage an die dortige Community:

Nehmen wir an ein UFO würde auf der Erde landen, die Aliens daraufhin aussteigen und versuchen Kontakt aufzunehmen. Was denkt ihr würde passieren, gesetzlich gesehen, wenn ein Mensch die Aliens daraufhin töten würde? Da es ja keine Lebensform von unserem Planeten ist, müsste derjenige doch ohne Strafe davonkommen, oder?

Natürlich ist diese Frage als reine Spekulation gestellt worden, wie es auch die dortigen Antworten klar hervorheben. “Hübsche Frage. Sehr spekulativ, aber interessant”, hieß es zum Beispiel. Und fraglos ist das diese spannend. Was wäre wenn …

“Also mein Ratschlag, falls du ein Alien siehst, bring es nicht um”, war etwa der erste Tipp an den Fragesteller, da die Rechtslage da “unklar” wäre. Und weiter:

Die Gesetzeslage in Deutschland besagt, dass die Delikt “Mord” und “Totschlag” jeweils den Tod eines anderen Menschen!!! voraussetzen. Da ein Alien kein Mensch ist, dürfte da also nix passieren. Denn tatsächlich gilt, dass eine Strafbarkeit die Existenz eines ensprechenden Gesetzes vor dem Ausüben der Tat voraussetzt.

Kann also keiner nach der Tötung sagen ,Hey, das war aber böse, die waren doch nett, die Aliens. Da machen wir jetzt noch mal schnell ein entsprechendes Gesetz und verknacken den Alientöter dann nach dem neuen Gesetz.‘”

Ein anderer User zitiert das Strafgesetzbuch, in dem es “eindeutig um Menschen” geht und wieder ein anderer warnt vor der Rache der Alien-Freunde der Toten oder verweisen auf ein “Kriegsverbrechertribunal”. Der Tenor aber ist: Es bleibt straffrei, da ein Außerirdischer eben kein Mensch ist und die Gesetze bei Mord und Totschlag eindeutig von “Menschen” sprechen.

Mich erinnert das etwas an “Tötung eines Wirbeltieres” oder auch, dass etwa Hunde juristisch als “Sache” betrachtet werden. Ermorde ich also einen Alien, weil mir zum Beispiel seine ggf. nicht vorhandene Nase nicht passt (juristisch zum Beispiel: “Mordlust”), wäre das Sachbeschädigung? Fraglich. Muss zur Strafverfolgung eine Sache nicht jemanden “gehören”?

Als Fan der TV-Serie “ALF” erinnern mich diese Überlegungen irgendwie an eine Folge der bekannten Serie. Darin wollte der Alien “ALF” unbedingt auch an den US-Wahlen teilnehmen, wurde aber (wie so oft) von “Kate Tenner” eines besseren belehrt.  Sie schloss ihre Belehrungen, warum “ALF” nicht wählen darf, mit den Worten, dass man dazu “und eine Person sein” muss.

Bei dem Kinohit “Independence Day” 1996 war es da etwas anders. In diesem UFO-Invasion-Film findet sich eine kleine Szene, in der ein Nachrichtensprecher am Fernsehen sagt:

Die Behörden von Los Angeles fordern die Bevölkerung erneut auf, nicht mit Handfeierwaffen auf das Raumschiff zu schießen. Sie könnten so einen intergalaktischen Krieg auslösen.”

Ohne Zweifel eine spekulative Frage mit diesen “Alien-Mord”. Aber was wäre denn – wenn?

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Die Akte 2012 reloaded: Was blieb vom Hype um den 21. Dezember 2012, Nibiru, Maya-Kalender, Weltuntergang und all den Prophezeiungen?

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Die Akte 2012 reloaded - Weltuntergang, Nibiru, Maya-Kalender und anderer Unsinn zum 21. Dezember 2012
Die Akte 2012 reloaded – Weltuntergang, Nibiru, Maya-Kalender und anderer Unsinn zum 21. Dezember 2012

Der 21. Dezember 2012 ist nun lange Geschichte. Die Welt natürlich nicht: Sie ging nicht unter – es gab keinen Weltuntergang. Die angeblichen “Maya-Prophezeiungen” zum Ende ihres weltbekannten Kalenders trafen allesamt nicht ein. Ebenso wie sämtliche anderen von fantasievollen 2012-Esoterikern, Propheten, Alien-Fans, Nibiru-Gläubigen und “Verschwörungstheoretikern” heraus posaunte Aussagen. Wieder ging ein Mystery-Hype sang und klanglos unter. Aber warum eigentlich? Dazu ein umfassendes Resümee ein Jahr nach dem Ende der Welt, der Ankunft der Außerirdischen und dem Aufstieg in eine höhere Dimension …


(Update: 21. 12. 2013)

2012, Nibiru, die Maya und das Ende

Mitte August 2010 erschien das Buch “Die Akte 2012 – Wahn und Wirklichkeit“. Weder davor noch danach erschien ein ähnlicher Titel rund um den Mythos 2012.

Der Auslöser war, dass der Boom um den 21. Dezember 2012, die Maya, die Außerirdischen, einen Weltuntergang, den angeblichen Planeten Nibiru alias „Planet X“, einen Aufstieg der Menschheit etc. immer öfter an mich als Autor der Mysterien der Welt in E-Mails und im Internet herangetragen wurde. Vor allem ab 2008/9. Ein Phänomene-Journalist, wie ich eben einer bin, ist ja sicherlich auch einer der Ansprechpartner zu derartigen Themen. Da ich intensiv die “Aktivitäten der Mystery-Fans” im Internet lese usw. war mir der Boom natürlich nicht unbekannt. Doch es schlug nach und nach dem Fass den Boden aus, was ich da alles lesen „musste“.

Chichén Itzá in Mexiko (Zeichnung von Catherwood, 1843): die Maya galten schon immer als "verwunschene Kultur) (Bild: gemeinfrei / Archiv L. A. Fischinger)
Chichén Itzá in Mexiko (Zeichnung von Catherwood, 1843): die Maya galten schon immer als “verwunschene Kultur (Bild: gemeinfrei / Archiv L. A. Fischinger)

In einem Sozialen Netzwerk explodierten die 2012-Themen aufgrund von Roland Emmerich seinem Kinokracher “2012” im Jahre 2009. Im Sinne von: “Was steckt denn nun eigentlich dahinter?” Und genau dort war auch ich um 2009 dazu sehr aktiv. Bis heute bin ich überzeugt, dass der Mythos und Hype um 2012 den Ruf der Grenzwissenschaft geschadet hat. Wie schon der (kleinere) Hype um 1999 und Nostradamus oder der Selbstmord von rund 40 UFO-Sekten-Fans einige Jahre davor in den USA.

Die Maya als “verwunschene Kultur” im fernen Mittelamerika haben etwas Geheimes gewusst…hieß es in unzähligen Artikeln, Internetbeiträgen und Büchern. Da seit 1999 – dem letzten Hype ähnlicher Art – das Internet einen gigantischen Zuwachs bekam, überschlugen sich selbsternannte Kenner der Materie mit ihren leider allzu oft sehr dummen Ideen dazu. Filme bei YouTube kamen natürlich auch dazu. Und jeder wusste es besser, hatte Recht oder war eben der Experte zum Mythos 2012.

“Alles Quatsch, was Ihr da schreibt!” – das waren meine Antworten im Internet. Im spanischen oder auch englischen Internet ging es dabei sogar noch weit wilder zu als in deutscher Sprache. Ich selber wurde dabei mit den wildesten Beschimpfungen aufgrund meiner Anti-2012-Haltung überschüttet. Und natürlich wurde auch ich schnell zu einem Illuminaten oder einen vom CAI oder so bezahlten “Desinformanten” erklärt …

Maya-Prophezeiungen und der Weltuntergang: Eigentlich total albern …

Aber – wie immer in der wilden Esoterik-Szene – konnte keiner (und ich meine hier es im wahren Sinne des Wortes: keiner) der “Experten” sachliche Fragen von mir beantworten. Fragen etwa, wo ich diese oder jene “Maya-Prophezeiung” sachlich nachlesen kann. Oder auch, woher diese oder jene Information., Aussage oder auch Quelle stammt. “Experten” betraten die Bühne, die sogar derart peinliche Aussagen zum 21. Dezember 2012 machten, dass man sich als Autor des Phantastischen in Grund und Boden schämen musste, dass man eben persönlich seit rund 20 Jahren bzw. Kindertagen an den Rätseln und Mysterien der Welt sehr interessiert ist. Aber gerade solche Leute oder besser deren Aussagen waren es, die mit ihren Vorträgen auf Kongressen und Tagungen und natürlich ihren Veröffentlichungen/Büchern sehr großen Erfolg hatten.

Da ich ganz klar Pro-Mystery eingestellt bin – musste ich einfach in einem eigenen 2012-Buch eine Art „Kontra geben“. Es war mir gleich, dass ich gewisse Kreise der “Mystery-Szene” damit an das berühmte Bein pinkele. Wie es Roland M. Horn und ich ja auch schon 1999 mit unserem Bestseller “UFO-Sekten” taten. Denn nicht die (alten) Maya logen uns in Sachen 21. Dezember 2012 die Hucke voll, sondern die modernen 2012-Esoteriker und -Verschwörungstheoretiker taten dies. Der Hype war nichts weiter als eine mit Quatsch gefütterte Geldmaschine der westlichen Welt. Das wollte in den Boom-Jahren von mir niemand hören, da ich ein böser Desinformant sei. Auch zum Beispiel mein wiederholter Hinweis, dass der älteste Maya von Guatemala am 11. Oktober 2009 in der Zeitung “Telegraph” (Großbritannien) geradezu vor Zorn über diese “westlichen Theorien” explodierte und “die Schnauze voll diesem Kram” habe, war den Gläubigen egal.

Dutzende Bücher und Artikel und zehntausende(!) Internet-Postings zu 2012-Themen habe ich gelesen, ausgewertet und gesichtet. Texte sowie auch Diskussionen, die fast alle mit zwei falschen Kernaussagen zum Maya-Kalender begonnen haben (im Internet Mittelamerikas war es jedoch etwas anders): Da der Maya-Kalender am 21. Dezember 2012 endet, hieß es da immer, haben die alten Maya XY prophezeit. XY ist dabei eine Variable, deren “Wert” man sich aussuchen kann. Von einem Weltuntergang bis UFO-Invasion war alles dabei.

Beide Kernaussagen zum Maya-Kalender waren schlicht falsch und erfunden!

Wie erwähnt, konnte nicht ein einziger 2012-Fan mir sagen, wo genau diese oder jene “Maya-Prophezeiung” steht. Kein Wunder, da der Kalender nicht an diesem Tag endete, sondern dann nur ein Zyklus neu begann und es eine konkrete Prophezeiung der Maya Mexikos dazu überhaupt nicht gab und gibt. Ausreden der Fans wie “aber es wird was passieren, man sieht doch die Veränderungen in der Welt” oder ähnliche sind dabei nur Blabla gewesen. Zu jeder Zeit gab es Veränderungen in der Welt und der Geschichte. Wäre der Kalender-Zyklus schon am 21. Dezember 1950 resetet worden, hätte es sicher den “1950-Boom” in den Jahren 1945 bis 1950 gegeben. Denn da waren die Veränderungen der Welt mit Sicherheit ungleich schwerwiegender als heute. Aber natürlich hat der Maya-Kalender auch nichts mit den aktuellen Themen der Welt zu tun. Zum Beispiel den “Arabischen Frühling” oder Naturkatastrophen.

Der Sonnenstein der Azteken - nicht der Kalender der Maya (Bild: L. A. Fischinger)
Der Sonnenstein der Azteken in Mexiko-City: nicht der Kalender der Maya (Bild: L. A. Fischinger)

Wenn es also keine Prophezeiung der alten Maya gibt, die von einem Untergang der Welt oder Sonstigem berichten, warum denn dann dieser Boom darüber? Ehrlich gesagt ist das wohl ein Thema der Soziologen, das ich als Journalist des Phantastischen sicher nicht wissenschaftlich im Detail ergründen kann. Aber wichtig ist zu wissen, dass vor allem Roland Emmerich mit seinem 2012-Film dem Mythos richtig Nahrung gab. Die Presseberichte und Internet-Beiträge zeigen das sehr deutlich, wie in dem Buch “Die Akte 2012” dargelegt. Emmerich aber, dass sagte er höchst selbst in einem Interview mit einem Freund und Autoren, wollte nur einen Weltuntergangsfilm drehen und kam über “Google” sehr schnell auf die Maya, 2012 und ihren Kalender. Das Thema war also durchaus in der Mystery-Community schon bekannt und Emmerich puschte es erst in gigantische Höhen.

Aber wichtig ist auch zu wissen, dass die 2012-Promoter nur zu einem sehr kleinen Teil einen Weltuntergang 2012 prophezeiten! Die meisten Autoren des Themas gehörten eher der Hardcore-Esoterik an. Sie sprachen von Liebe, Aufstieg der Menschheit in eine höre Dimension, einem Goldenen Zeitalter oder meinetwegen auch von einer Neuen Weltordnung. Extrem-Autoren verbanden das alles jedoch zu einem 2012-Brei aus leeren Worthülsen, Lügen, Unwissenheit, Phantasie und Blödsinn. Sonnenstürme wurden zum Beispiel von einem selbsternannten “Dr.” prophezeit, die dann eine “Evolution der Menschheit” auslösen würden. Und das, obwohl wir solche Stürme schon ewig lange in der Astronomie kennen und diese immer wieder kommen. Mit dem Maya-Kalender hatte auch das wieder absolut nichts zu tun. Fast keiner der 2012-Freunde und vor allem -Promoter hat auch die kursierenden Aussagen oder Weissagung genauer recherchiert. Leider.

Andere wieder plapperten von der Ankunft des angeblichen Planeten Nibiru / Planet X in die Nähe der Erde. Übrigens haben sie dies auch beim 1999-Hype getan. Folge davon seien eben auch Katastrophen wie physische Polsprünge oder auch die Wiederkehr der angeblich auf diesem Planeten lebenden Außerirdischen mit dem Namen Anunnaki. Jene “Ancient Aliens”, die vor Jahrtausenden hier gewesen seien und die Menschheit auf die eine oder andere Art beeinflusst haben sollen. Spätestens hier platze mir als Autor mit dem Hauptinteresse und Thema Prä-Astronautik nun endgültig der Kragen.

Warum schreibt ein überzeugter Autor des Phantastischen ein “Anti-Buch”?

Der Leser wird mir zustimmen, dass das weite Feld der Esoterik und Grenzwissenschaft oft und gerne aus Unwissenheit in einen Topf geworfen, mit Verschwörung gewürzt und so zu einer Soße aus Quatsch aufgekocht wird?! So häuften sich denn auch mir gegenüber als Pro-Ancient Aliens-Autor die Vorwürfe, warum ich online im “Internet 2.0” gegen die 2012-Themen wettere, wo es doch “mein Gebiet” sei. Ja eben darum – weil es “mein Gebiet” ist! Richtig.

Die Akte 2012 reloaded - Weltuntergang, Nibiru, Maya-Kalender und anderen Unsinn zum 21. Dezember 2012
Die Akte 2012 reloaded – Weltuntergang, Nibiru, Maya-Kalender und anderen Unsinn zum 21. Dezember 2012

Es stellte sich in Windeseile durch “Google” heraus, dass in den jeweiligen 2012-Diskussionen und auf ungezählten Webseiten (in zahlreichen Sprachen) die Poster sich gegenseitig mit ihrem Unsinn und ihrer Unwissenheit überboten. Die Idee des angeblichen Planten Nibiru, der von intelligenten Aliens bewohnt ist, in unserem eigenen Sonnensystem seinen Bahnen zieht und ca. alle 3.600 Jahre hier in die Nähe der Erde kommen wird, stammt eigentlich aus dem Jahre 1976. Der US-Prä-Astronautik-Autor Zecharia Sitchin beschrieb diese Idee damals in seinem ersten Buch „The Twelfth Planet“, dem mehr als zehn weitere Bücher folgten. Er allein ist in der Grenzwissenschaft der Ursprung des Mythos vom bewohnten Nibiru.

Sitchin schrieb darüber zahlreiche Bücher und sah tatsächlich auch Katastrophen (Sintflut) auf der Erde durch die Gravitationwirkung des angeblichen Planeten. Aber er selber war es auch, der absolut nichts von 2012 hielt. So traurig es war und noch weiterhin sogar noch ist: so gut wie kein 2012-Propmoter kannte die Bücher von Sitchin oder hat alle nur wenigstens etwas gelesen und überhaupt verstanden. Nein, lieber wurde Pseudo-Wissen zu diesem Thema weiter erzählt und weiter gesponnen, um es mit weiteren Aussagen anzureichern, die nichts mehr mit den Büchern von Sitchin zu tun hatten. Selbstverständlich tauchten auch bald hier und dort “Channel-Botschaften” der Anunnaki zu 2012 im Internet auf. Das gab es schon vor Jahren zum Thema Nibiru und auch damals war alles schlichter Humbug. Und es wird es wieder geben. Jetzt aktuell zum Ende des Jahres 2013 wurde denn auch der erdnahe Komet „Ison“ mit Aliens und Nibiru in Verbindung gebracht …

Mir als angeblicher “Desinformanten der Illuminaten” schlugen sehr schnell die 2012-Gläubigen entgegen. Dass man meine damaligen Fragen nicht beantworte und nur Blabla zurück kam, kannte ich. Aber sehr bald war zu erfahren, dass die Nibiru-Fans es gar nicht interessiert, was “irgend einer in einem Buch geschrieben hat”. Damit war Sitchin als Erfinder des Nibiru gemeint. Ein mehr als starkes Stück, da man demnach offenkundig lieber “Copy & Past”-Aussagen und -Gerüchten im Internet glaubte als Sichtin selber (den man ja meinst nicht kannte). Dabei hätte schon 1976 jeder Leser Sitchins nachrechnen können, wann nach seiner Idee der Planet etwa wieder herkommen würde. Oder in seinem Buch “Apokalypse” sogar ganz konkret das Thema nachlesen können. Der Untertitel dieses Sitchin-Buches schrie doch geradezu danach gelesen zu werden: 

“Armageddon, die Endzeit und die Prophezeiungen von der Wiederkunft”

Über all dies berichtete ich bekanntlich umfassend und immer wieder in dutzenden Beiträgen auf diesen Blog-Seiten (z. B. hier, hier und hier) wie auch bei YouTube auf meinem Video-Kanal.

Die Umlaufbahn des Nibiru wie sie sich Zecharia Sitchin 1976 ausdachte – für eine Großansicht anklicken (Bild: L. A. Fischinger aus dem Buch “Die Akte 2012“)
Die Umlaufbahn des Nibiru wie sie sich Zecharia Sitchin 1976 ausdachte – für eine Großansicht anklicken (Bild: L. A. Fischinger aus dem Buch “Die Akte 2012“)

Aber um die Quellen zu studieren, dazu war die 2012-Szene zum weit überwiegenden Teil einfach zu faul. Sitchin-Leser hätten zum Beispiel einfach die angebliche und sehr stark elliptische Umlaufbahn (s. Bild) des Nibiru von 3.600 Jahren addieren können, da Sitchin schon 1976 Angaben machte, wann dieser Planet hier gewesen sei. Das erste Buch Sitchin musste eigentlich weithin bekannt gewesen sein, wenn die “News York Times” vor rund vier Jahren recht hatte. Darin war nämlich am 8. Januar 2010 zu lesen, dass “Der zwölfte Planet” bereits in der 45. Auflage (englisch) erscheinen würde und damit ein großer Verkaufserfolg ist.

Das Nibiru-Gerede seiner Ankunft, wie es etwa die “Zetas” (die zum Beispiel schon 1995 davon sprachen) so gerne verbreiten, war also schon von Grund auf unsinnig. Bereits 1995 habe ich etwa in dem Magazin “New Scientific Times” (Nr. 3/1995) darauf verwiesen, dass der angebliche Planet seinen „sonnennächsten Punkt im Jahr 2800“ haben wird. Blödsinnig war und ist dabei auch das wilde Gerede, dass der Planet X dabei mit der Erde kollidieren würde. Nach Nibiru-Erfinder Sitchin ist etwa der Asteroidengürtel hinter dem Mars der sonnennächste Punkt des Planeten. Weiter würde dies ja auch bedeuten, dass der angeblich bewohnte Alien-Planet bei seinem Umlauf alle 3.600 Jahre mit unserem Planeten zusammen stößt. Zwei von Zivilisationen bewohnte Planeten kollidieren alle paar tausend Jahre … Ist das glaubhaft?

Aber selbst die NASA sah sich aufgrund solcher Aussagen zu einer deutlichen Online-Stellungnahme gezwungen. Für 2012-Gläubige natürlich auch nur Desinformation der “Mächtigen”. Zumal nach einigen dieser Menschen sogar “Chemtrails” (Kondensstreifen von Flugzeugen) den “Mächtigen” dazu dienten, den kommenden Planeten zu “verstecken”.

2012-Mainstream-Boom

Als es dann derart albern wurde, dass der Planet Nibiru als “Raumstation” wie der Todesstern in STAR WARS angesehen wurde, oder, dass er durch ein Wurmloch zur Erde kommt und vielleicht sogar auch schlicht “unsichtbar” durch ein “Tarnschild” oder einer anderen Dimension sei – erschien auch das Anti-Buch “Die Akte 2012 – Wahn und Wirklichkeit” (13. August 2010). Da ich mich als Prä-Astronautiker irgendwie „genötigt“ sah, zum Hype Stellung zu beziehen. Zum Beispiel wird das Nibiru-2012-Thema dort in einem ganzen Kapitel umfassend dargelegt, behandelt und widerlegt. Praktisch alle kursierenden Aussagen zu Nibiru und dem Weltuntergang usw. widersprechen bis heute den “Kernthesen” Sitchins. Ebenso entzogen sie sich beim Boom des 21. Dezember 2012-Themas irgendwelche weiteren und nachvollziehbaren Quellen. Doch auch die geradezu ungezählten Aussagen der Esoteriker im Sinne einer neuen und tollen Welt(ordnung) und 2012. Das alles hatte nun wirklich nichts mit dem uralten Maya-Kalender aus Mexiko zu tun. Es war nicht mehr und nicht weniger als “eine komplette Erfindung und eine Chance für eine Menge Leute, Geld zu verdienen”. So treffend drückte es die Direktorin der “Foundation for the Avancement of Mesoamerican Studies” (FAMSI, famsi.org), USA, Sandra Nobel, aus.

Dresdener Codex, Tafel 74
Dresdener Codex, Tafel 74 für eine Großansicht anklicken

Der populäre Professor Dr. Nikolai Grube von der Universität Bonn (und viele andere echte Maya-Kenner) teilten diese Ansicht schon vor Jahren zu 100 Prozent. So etwa sagte der Maya-Spezialist Grube schon am 21. August 2009 in der “Baseler Zeitung”:

Keine Inschrift und kein Codex der Maya enthalten Angaben über die Bedeutung dieses Datums, und keine Prophezeiung lässt sich finden, welche die Behauptungen über ein angekündigtes Weltenende stützen könnte. (…) Ganz offensichtlich eignen sich wenig bekannte und exotische Völker wie die Maya ganz besonders gut als Projektionsfläche für die Wünsche und Ängste von Menschen aus der kapitalistischen Welt.

Auch die Aussage, dass der Maya-Codex in Dresden auf einer Seite das Ende der Welt 2012 durch eine Flut weissagt, ist falsch. Das Buch “Die Akte 2012” sollte dies 2010 deutlich aufzeigen. Zu allem “Überfluss” haben die alten Maya dann sogar noch selbst-persönlich in Tempeln Datumsangaben hinterlassen, die sehr, sehr weiter hinter das Jahr 2012 reichen. In der Stadt Tikal finden wir etwa den 24. Februar 9898. Kein Platz für den Weltuntergang 2012. Aber was sie nicht hinterlassen haben sind all die ungezählten Aussagen, wie sie die westliche Esoterik sehr auflagenstark und voller Phantasie verbreitet hat. Dabei waren aber die Mainstreammedien vor allem schuld daran, dass das Thema „Untergang der Welt“ in der breiten Bevölkerung die meiste Beachtung fand.

Wie es auch bei diesem Hype zu erwarten war: Nachdem ich meinen Mystery-Vlog-Channel im Spätsommer 2012 bei YouTube startete und dort (natürlich!) auch über 2012 berichte…hageltet es Beleidigungen der “Gläubigen”. Sogar bis heute, ein Jahr nach dem 21. Dezember 2012. (Update Dezember 2014: und noch immer)

Mich als Autor stellte all dies vor ein großes Problem, da ich mich mit meiner Buchidee eben nicht dem 2012-Mainstream-Boom angeschlossen hatte. Ganz im Gegenteil. Trotz guter Verlags-Kontakte wollte man das Contra-Manuskript einfach nicht. Ein Lektor sagte etwa klipp und klar, dass damit dessen erfolgreichste Autorin widerlegt sei. Die Lektoren sahen keine (Verkaufserfolgs-)Chancen, da eben all die kursieren 2012-Phantasie-Themen in diesem Manuskript ad absurdum geführt würden. Ich bin sicher, dass Autoren, Journalisten und Schriftsteller diese Tatsache der „unpassenden Themenangebote“ sehr gut kennen. Es ist nicht allein auf grenzwissenschaftliche Veröffentlichungen beschränkt, sondern gilt beispielsweise auch für Belletristik. Was die Masse der Leser nicht interessiert – das wird auch nicht veröffentlicht. Verständlich.

Erst als nach langem hin und her in der Verlagslandschaft Deutschlands erschien „Die Akte 2012″ doch noch bei dem geschätzten Verlag “Die Silberschnur”. Nachdem jedoch das Manuskript “entschärft” wurde, Passagen und Aussagen und deren Quellennachweise entfernt wurden und ich noch eine ganze Reihe weiterer „Kompromisse“ einging …

Resümierend kann man zum Maya-Kalender und den Prophezeiungen zum 21. Dezember 2012 sagen:

Natürlich ist dies hier nur eine kleine “Reloaded-Zusammenfassung” des vergangenen Hypes aus meiner Sicht als Mystery-Autor. Über die Suchfunktion dieses BLOG hier werdet Ihr, liebe Freundinnen und Freunde des Phantastischen, zahlreiche Beiträge von und zu 2012 und den entsprechenden Themen finden. Es ist ein Jahr nach dem angeblichen Schicksalsjahr oder auch Schicksalstag unlängst völlig ruhig dazu geworden. Plötzlich war er – weg. Das war schon Anfang 2013 so, als genau dieser Artikel etwas abgewandelt in dem Magazin “DEGUFORUM” der DEGUFO e.V. erschien.

Der Mythos 2012 entwickelte sich langsam aber stetig bis 2009 Roland Emmerich mit einem „Krawums“ in die Lichtspielhäuser kam. Von da an ging es mit dem Thema extrem steil bergauf. Leider jedoch mit dem Kernpunkt „Weltuntergang“. Die wenigstens Menschen der Esoterik-Szene, die irgendwie an 2012 & Co. glaubten, sprachen aber jemals von einem Ende aller Tage. Das puschte die Medienlandschaft in die Bevölkerung. Hier sind die 2012-Promoter im Sinne eines „Aufstiegs der Menschheit“ usw. und ich persönlich ganz klar einer Meinung. Aber was wurde aus all den anderen wunderbaren Weissagungen zum Maya-Kalender? Habe nur ich irgendwie was verpasst?

Aber der nächste Boom kommt bestimmt. Der nächste Weltuntergang und „Aufstieg“ sowieso.

Euch Euer Jäger des Phantastischen

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