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Das Rätsel von Royston Cave: Tempelritter oder Steinzeit? Wer schuf diese seltsame Höhle? YouTube-Video

Das Rätsel von Royston Cave: Woher stammt diese künstliche Höhle und wie alt ist sie tatsächlich? (Bild: gemeinfrei)
Das Rätsel von Royston Cave: Woher stammt diese künstliche Höhle und wie alt ist sie tatsächlich? (Bild: gemeinfrei)

Wir schreiben den August 1742: Bei Arbeiten in dem nördlich von London gelegenen Ort Royston wird ein kleiner Schacht gefunden, der ca. fünf Meter senkrecht in die Tiefe reichte. Doch da endete er nicht einfach, sondern führte in eine über fünf Meter hohe Kammer in Form einer Glocke, die über und über mit Felszeichnungen übersät ist. Was war diese unterirdische Geheimkammer, in der auch die legendären Tempelritter gewirkt haben sollen? Mehr zu diesem Mysterium der Archäologie in einem neuen YouTube-Video von mir.

 

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Eine unterirdische Kammer in Form einer Glocke mit einem unteren Durchmesser von fast acht Metern – das klingt spannend!

Ist sie aber wirklich erst in christlicher Zeit angefertigt worden? Etwa von den sagenumwobenen Tempelrittern, wie es heißt? Oder haben Christen wie eben die Templer sie nur für sich in Anspruch genommen?

Ein spannendes Mysterium der Archäologie aus Großbritannien.

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Lars A. Fischinger

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Wenn UFO-Sekten wahnsinnig werden und der Alien-Glaube in den Massenselbstmord führt: Die UFO-Sekte “Heavens Gate” 1997 – eine Analyse

Screenshot der Webseite der UFO-Sekte Heavens Gate von 1997 (Bild: Archiv)
Screenshot der Webseite der UFO-Sekte Heavens Gate von 1997 (Bild: Archiv)

Das spezielle UFO-Randthema der UFO-Sekten im Bereich der “Fliegenden Untertassen” und Außerirdischen ist eigentlich immer aktuell. UFO-Kulte und gewissen UFO-Alien-Esoteriker mit den wildesten Phantastereien bringen mit diesen seit je her auch die Prä-Astronautik und die UFO-Forschung in Verruf, da sich gerade diese Verrückten in den (modernen) Medien tummeln und ggf. Mainstream-Schlagzeilen machen. Besonders erschreckend war dies 1997 mit einer dieser UFO-Sekten: “Heavens Gate”. Hier eine umfangreiche Aufarbeitung der Ereignisse vor 20 Jahren rund um den Massensuizid des Alien-Kultes.

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+++Artikel+++ Die UFO-Sekte “Ashtar Command” und die “Galaktische Föderation des Lichts”: Wie man an einen imaginären Alien-Gott glaubt

Die UFO-Sekte "Ashtar Command": wir folgen einem imaginären Alien-Gott (Bild: NASA/JPL / Montage/Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Die UFO-Sekte “Ashtar Command”: wir folgen einem imaginären Alien-Gott (Bild: NASA/JPL / Montage/Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Sekten kenne wir alle. Seien es die “Siebenten Tag Adventisten”, “Sonnentempler” oder die “Zeugen Jehovas” und die “Mormonen”. Sie Liste ist schier endlos lang. Aber innerhalb solcher Gruppen es gibt leider auch die Alien- und UFO-Sekten, die sich wie andere solche Vereinigungen auch in viele Unter-Sekten bzw. -Gruppen spalten. Eine dieser UFO-Sekten ist das “Ashtar Command”, die an einen Alien-Gott mit Namen “Ashtar Sheran” und seine UFO-Flotte glauben. In dem Buch “UFO-Sekten” haben mein Coautor Roland M. Horn und ich 1999 umfassend darüber berichtet und aufgeklärt. Doch auch im Internet finden sich heute immer wieder sehr interessante Beiträge über diese Alien-Sekte und ihren Heiland Ashtar Sheran aus dem All. Darum heute ein kurzer Blick auf diese UFO-Gruppe, ein paar Worte zu UFO-Sekten und interessante Links dazu.

 

 

Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Als mein Freund und Mystery-Kollege Roland M. Horn und ich vor fast 20 Jahren an unserem gemeinsamen Sachbuch “UFO-Sekten” schrieben, ahnten wir noch nicht, wie sich das Internet entwickeln wird. Inzwischen kennt es jedes Kind. Im Guten und Interessanten und auch im Schlechten. Und selbstverständlich ist das Netz seit Jahren ein Tummelplatz für Spinner, Propaganda jeder Art und eine digitale Sintflut an Unsinn aus dem dem Bereich der Grenzwissenschaft.

Das gilt selbstverständlich auch für UFO-Sekten bzw. deren Anhänger/Gläubige, da diese in Millisekunden ihren Behauptungen und Lehren um den Erdball senden können.

Wir huldigen einem Alien-Heiland und seiner UFO-Flotte

Der UFO-Sekte um den angeblichen blonden Alien-Schönling Ashtar Sheran haben Roland M. Horn und ich in unserem 1999 erscheinenden Buch “UFO-Sekten” ein umfangreiches eigenes Kapitel gewidmet. Und ich bin sicher, dass der ein oder andere Mystery-Interessierte schon irgendwo auf diese Gruppierung im Netz gestoßen ist.

Darum in diesem ursprünglich vom 28. Mai 2013 stammenden Posting ein paar Warte dazu.

Grundsätzlich sind die Lehren, Weisheiten und der Glaube dieser esoterischen UFO-Gläubigen seit Jahrzehnten unverändert. Noch immer finden sich beispielsweise bei Facebook und auch in YouTube-Videos Gläubige dieser Gruppe (bzw. der “Galaktischen Föderation des Lichts” oder “Lichtarbeiter”), die von diesem Alien Ashtar Sheran und seiner Göttlichkeit fabulieren. Auch auf diesem Blog habe ich immer mal von diesem Alien-Gott und seiner UFO-Flotte berichtet. Aber auch von anderen UFO-Sekten, die quasi in Aliens Erlöser sehen. Auch Ashtar Sheran ist eine Art Heiland, Weltretter oder Erlöser der Menschheit in den Augen seiner Anhängerschaft!

Das war und ist für die Grenzwissenschaft und UFO-Forschung eine echte Bedrohung. Eine Bedrohung deshalb, da solche esoterischen UFO-Gläubigen damals wie heute vielfach die öffentliche Meinung bestimmen. In den 1990gern taten sie es auch mit trauriger Regelmäßigkeit in den Talk Shows am Fernsehen. Davon könnt Ihr Euch in YouTube-Videos meiner Film-Reihe “Grenzwissenschaft Classics Videos” selber ein Bild machen. Ebenso in einem zusammenfassenden Artikel von meinem Kollegen Roland M. Horn, den ich im Rahmen einer Meldung über das Ashtar Command im Oktober 2012 auch auf diesem Blog stellte.

Ashtar Sheran ist unser Erlöser

UFO-Sekten - bis heute ein Irrsinn (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)
ARTIKEL: UFO-Sekten – bis heute ein Irrsinn (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)

Selbstverständlich ist das Internet heute “Fluch und Segen zugleich”, wie es nicht nur eine digitale Weisheit sagt. Das Netz ist Recherchequelle Nummer 1 bei jeglicher Art von Themen und gleichzeitig auch Unfug-Quelle Nummer 1. Doch was den Glauben an einen liebevollen Alien mit seiner gewaltigen UFO-Flotte angeht, habe ich einen spannenden Artikel über dieses Ashtar Command gefunden. Mit einer klaren Aussage, die schon von 2013 stammt:

Da kann man auch gleich einer ,Star Trek’-Religion beitreten, wobei diese noch wesentlich mehr Tiefgang hätte und obendrein mehr wissenschaftlich orientiert als esoterisch wäre.”

So schreibt der Autor in seinem sehr gut zusammengefassten Artikel über die UFO-Sekte um den Alien-Heiland Ashtar Sheran etwa:

“Eine der ältesten und bekanntesten UFO-Sekten ist das ,Ashtar Command’, welches auf die in den 1930ern gegründete ,I Am-Bewegung’ des US-Amerikaners Guy Ballard (1878-1939) sowie seiner Frau Edna zurückgeht.

(…)

Im Gegensatz zu anderen Sekten steht kein Guru im Zentrum, sondern der fiktive Santiner Ashtar Sheran, ein menschlich wirkender Alien mit hellblonden Haaren und blauen Augen. Er soll Kommandant einer Raumschiffflotte der Galaktischen Föderation des Lichts sein und die Erde vor bösen Einflüssen schützen.”

Seit ich mich mit der Grenzwissenschaft befasse, verfolge ich sehr aufmerksam die Szene der UFO-Sekten und ihrer “Mönche”. Vom Ashtar Command bis zur Sekte um Astronautengötter mit Namen Rael-Bewegung. Letztere hat allerdings einen Guru aus Fleisch und Blut und war ebenso vielfach Thema dieser Webseite.

Ashtar, lass Hirn vom Himmel fallen!

Göttingen soll einen UFO-Landeplatz bekommen (Bild: WikiCommons / L. A. Fischinger)
“UFO-Mönch” will einen UFO-Landeplatz bauen (Bild: WikiCommons / L. A. Fischinger)

Wohl kaum ein anderer Autor der Grenzwissenschaft, der von den Ideen der Götter aus dem All und von anderen Mysterien persönlich überzeugt ist, weiß um die Flut der UFO-Sekten, wie ich. UFO-Sekten damals wie heute. Wobei heute diese Gruppen mehr “im Verborgenen” handeln. Das heißt im Internet und oftmals auch unter Pseudonymen, was im Web aber durchaus normal ist. Dennoch sind sie präsent und meiner Meinung nach oft zu sehr. Und zwar aus dem Grund, da ich aus Erfahrung weiß, dass deren Lehren und Ideen leider in den Köpfen von vielen Menschen “hängen bleiben”. Nur leider sind es genau jene Personen, die nur ganz beiläufig mal was von UFOs und Außerirdischen hören. Und schon haben diese ein vollkommen verzerrtes Bild der Themen, die uns Mystery-Fans interessieren!

Ich weiß durch zahllose Zuschriften von Euch und durch Gespräche mit Mystery-Fans, dass man im privaten Umfeld diese Themen nicht ernst nimmt. Viele von Euch beklagen sich immer wieder, dass außerhalb des Internet oder abseits von Treffen mit Gleichgesinnten Ihr als “Spinner” angesehen werdet. Nur, weil man sich für solche Themen interessiert. Aber von Alien-Spinnerei und UFO-Sekten sollte man sich klar abgrenzen und vor allem auch abgrenzen können. Deshalb ist Hintergrundwissen zu solchen “Alien-Religionen” mit Sicherheit nicht falsch.

Selbst in dem Magazin “Sagenhafte Zeiten” der “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI” – quasi der Verein um die Ideen von Erich von Däniken – habe ich einst (2001) einen entsprechen Artikel veröffentlicht. In dem Beitrag “UFO-Sekten – eine notwendige Distanzierung” warnte ich ausdrücklich, dass derartige esoterische Ansichten dieser Gruppen nur der Grenzwissenschaft schaden. Das ist bis heute offenkundig unverändert.

Darum verweise ich gerne auf den oben genannten Artikel als Zusammenfassung – hier speziell zum Ashtar Command. Genauer gehe ich in diesem Blog-Artikel auf das Thema UFO-Sekten ein. Ich finde, dass man als Interessierter an Themen wie Aliens & Co. inklusive UFOs auch über solche Gruppen, UFO-Sekten, Vereine, Glaubensvorstellungen etc. informiert sein sollte. Am umfassendsten könnt Ihr dies durch das weiterhin aktuelle Buch “UFO-Sekten” von Roland M. Horn und mir. Da es unlängst ausverkauft ist, findet Ihr es beispielsweise sehr günstig gebraucht bei amazon.de.

Vor genau 20 Jahren: Die Katastrophe der „Sonnentempler“-Sekte. Massenmord und Gruppensuizid um in eine neue Welt beim Stern Sirius zu reisen.

ARTIKEL: Die “Sonnentempler” und der Massenmord in der Schweiz vor 20 Jahren (Bild: gemeinfrei / L. A. Fischinger)

Auch die Grenzwissenschaft hat Grenzen

In “UFO-Sekten” resümierte ich 1999 in meinem Nachwort unter anderem:

Nun, dieser Band handelte von Menschen und Gruppen und deren Anhänger, die nach meiner Meinung ohne jeden Zweifel Unsinn verbreiten. Es sind Personen, die offensichtlich aus finanziellen Gründen Phantastereien an die Öffentlichkeit tragen, sich so wichtig machen und wahrscheinlich hierdurch eine innere Befriedung erlangen.

Diesen Menschen ist es egal, was sie berichten. Sie erfinden Geschichten, die nicht nachprüfbar sind, und die nur von leichtgläubigen Menschen wirklich als real angesehen werden. Seriöse Forscher und kritische Informationen stören diese eoterisch-verblendeten Irrläufer nicht. Sie lieben es, den Medien ihre Lügengeschichten aufzutischen und freuen sich wahrscheinlich tief in ihrem Innersten, dass es tatsächlich Menschen auf dieser Welt gibt, die einen solchen wirren Mumpitz für bare Münze nehmen.

Die Organisatoren der esoterischen Channel-UFOlogie, die in keinem Fall auch nur annähernd etwas mit der seriösen Erforschung des unbekannten Phänomens zu tun haben, werden sich sicher auch des lieben Geldes wegen entschlossen haben, die Menschheit mit wahnwitzigen Philosophien zu foppen.

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

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(Programmänderung!) Mystery-Seminar im März 2016 in Bremen: “Phantastische Phänomene” – Der Tagungs-Klassiker seit über zwei Jahrzehnten. Programm, Video & alle Infos hier.

"Phantastische Phänomene" in Bremen: seit 21 Jahren ein fester Seminar-Termin (Bild: NASA / W.J.- Langbein / Montage: L. A. Fischinger)
“Phantastische Phänomene” in Bremen: seit 21 Jahren ein fester Seminar-Termin (Bild: NASA / W.-J. Langbein / Montage: L. A. Fischinger)

Alle Jahre wieder findet am 1. Wochenende im März in Bremen-Vegesack das Grenzwissenschaft-Seminar “Phantastische Phänomene” statt. Im März 2015 waren die zwei Jahrzehnte “voll”, in dem diese Mystery-Tagung bereits stattfindet. Und so nährt sich im kommenden Jahr 2016 das Treffen bereits zum 21. Mal! Die Vorbereitungen für “Phantastische Phänomene” mit Walter-Jörg Langbein und 9 weiteren Referenten laufen auf Hochtouren und das umfangreiche Programm steht bereits fest. Ihr findet es neben vielen weiteren Informationen hier online. Ebenso auf meinem Video-Kanal ein YouTube-Video von mir zur 21. Ausgabe dieses klassischen Mystery-Meeting in Bremen.

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++Update 13. Januar 2016:++

Ich habe leider die überaus traurige Nachricht erhalten, dass mein Freund, Kollege und langjähriger Wegbegleiter auf den Spuren des Unfassbaren, Jürgen Hutmann, verstorben ist!

Er war oft Referent auf diesem Seminar und sollte es auch 2016 wieder sein … darum beachtet bitte die am 16. Januar eingefügte Programmänderung.

Lebe wohl, mein lieber Freund! 🙁

Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Noch rund 2,5 Monate – dann heißt es wieder im Atlantic Hotel in Bremen-Vegesack: “Phantastische Phänomene” von Walter-Jörg Langbein.

Mit Stolz kann der bekannte Autor und Erfinder des Begriffes “Astronautengötter” im März 2016  bereits auf 21 Jahre seiner Mystery-Tagung blicken. Im kommenden Jahr werden neben Langbein noch neun weitere Referenten aus der Grenzwissenschaft und Mystery-Forschung in Bremen Vorträge halten. Auch ich bin – wie jedes Jahr – wieder mit dabei.

Das Programm und alle weiteren Infos findet Ihr unten. Anmeldungen über Walter-Jörg Langbein, wie unten beschrieben.

Ein Video von und mit mir auf meinem YouTube-Channel der Ancient Aliens & Mystery Files folgt nach Weihnachten (heute ist schon Heilig Abend) an dieser Stelle.

Alles zum Seminar nochmal von mir in einem Video zusammengefasst:

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Ich freue mich über Eure Ansichten, Postings, Kommentare und Meinungen bei YouTube dazu – und wenn Ihr meinen Mystery-Channel abonnieren würdet.

Veranstaltungsort:

Atlantic Hotel Bremen-Vegesack
Sagerstraße 20
D – 28757 Bremen
Telefon: +49 (0421) 66 05-0
Fax: +49 (0421) 66 47 74
E-Mail: vegesack@atlantic-hotels.de

Anmeldungen und weitere Infos bei Walter-Jörg Langbein:
w-j.langbein@online.de

Atlantic Hotel Vegesack (Bild: Atlantic Hotel)
Atlantic Hotel Vegesack (Bild: Atlantic Hotel)

Programm “Phantastische Phänomene” Nr. 21 am 5. und 6. März 2016

in Bremen mit Walter-Jörg Langbein und 8 Gastreferenten

In Memoriam Jürgen Huthmann

(Änderungen im Programmablauf sind möglich!)

Tag 1: Samstag, 5. 3. 2016

  • Vegesack 2015 Jubiläum mit Alien-Kuchen und Sekt
    Seminar-Jubiläum im März 2015: 20 Jahre “Phantastische Phänomene” … inkl. Alien-Kuchen (Bild: L. A. Fischinger)

    9.00 – 9.45 Uhr: Walter-Jörg Langbein – Begrüßung und Vortrag: Symbole zwischen den Welten, Teil 1
    9.45 – 9.50 Uhr: Fragen an Walter-Jörg Langbein

  • 9.50 – 10.35 Uhr: Peter Hoeft – Kontakt? UFOs, Aliens und unsere Realität
    10.35 – 10.45 Uhr: Fragen an Peter Hoeft

10.45 – 11.00 Uhr: Kaffeepause

  • 11.00 – 11.45 Uhr: Jutta de Zordo – Nahtoderlebnisse
    11.45 – 11.55 Uhr: Fragen Jutta de Zordo

Mittagessen bzw. Pause 11.55 – 13.30

  • 13:30 – 14:15 Uhr: Dieter Bremer – Die vergessene Katastrophe14.15 – 14.20 Uhr: Fragen an Dieter Bremer
  • 14:20 – 15.05 Uhr: Lars A. Fischinger – Astronautengötter: Was die Kritiker nicht sehen wollen
    15.05 – 15.10 Uhr: Fragen an Lars A. Fischinger

(An dieser Stelle vor vorgesehen:

14:20 – 15.05 Uhr: Jürgen Huthmann – Was geschah in grauer Vorzeit? Widersprüchliche Aussagen der Ahnen
15.05 – 15.10 Uhr: Fragen an Jürgen Huthmann)

15.10 – 15.25: Kaffeepause

  • 15.25 – 15.55 Uhr: Hubert Berghaus – Der Schatz der Templer
    15.55 – 16.00 Uhr: Fragen an Hubert Berghaus
  • 16.00 – 16.45 Uhr: Alexander Knörr – Zu Besuch bei den steinernen Pyramiden Chinas. Das Erbe der Astronautengötter
    16.45 – 16.50 Uhr: Fragen an Alexander Knörr

16.50 – 17.05 Uhr: Kaffeepause

  • 17.05 – 17:50 Uhr: Hans-Werner Sachmann – Märchenstunde/Märchenwunde: Der Reinfall von Lüdenscheid
    17:50 – 17:55 Uhr: Fragen an Hans-Werner Sachmann
  • 17.55 – 18.40 Uhr: Hans-Dieter Gau – SHQIPERIA – Spuren im “Land der Skipetaren”
    18.40 – 18.45: Fragen an Dieter Gau
  • 18.45 – 19.30 Uhr: Lars A. Fischinger – Astronautengötter: Was die Kritiker nicht sehen wollen
    19.30 – 19.40: Fragen an Fragen an Lars A. Fischinger

Abends: Gemütliches Beisammensein im “Cordoba”(direkt gegenüber des Tagungshotels)

Tag 2: Sonntag, 6. 3. 2016

  • 9.00 – 9.45 Uhr: Walter-Jörg Langbein – Symbole zwischen den Welten, Teil 2
    9.45 – 9.50 Uhr: Fragen an Walter-Jörg Langbein
  • 9.50 – 10.35 Uhr: Alexander Knörr – Die Wahrheit über Deutschlands UFO-Akten
    10.35 – 10.40 Uhr Fragen an Alexander Knörr

10.40 – 10.50: Kaffeepause

  • 10.50 – 11.35 Uhr: Dieter Bremer – In jenen Tagen gab es auf der Erde die Riesen
    11.35 – 11.40 Uhr: Fragen an Dieter Bremer
  • 11.40 – 11.45 Uhr: Abschließende Worte von Walter-Jörg Langbein

Einladung von Walter-Jörg Langbein

Liebe Freunde der “Phantastischen Phänomene”!

Ein gutes, gesundes, glückliches “Neues Jahr” wünsche ich Ihnen allen! Möge es Ihnen viel Freude schenken und nur Gutes bringen!

Alle Jahre wieder findet am ersten Wochenende im März in Bremen-Vegesack unser Seminar “Phantastische Phänomene” statt, 2016 bereits zum 21. Mal! Die Vorbereitungen für “Phantastische Phänomene” laufen auf Hochtouren. Das umfangreiche Programm steht fest.

20. Seminar "Phantastische Phänomene" - Mystery-Seminar im März 2015 in Bremen (Bild: WikiCommons / L.A. Fischinger / Bearbeitung: L.A. Fischinger)
VIDEO: 20. Seminar “Phantastische Phänomene” 2015 (Bild: WikiCommons / L.A. Fischinger / Bearbeitung: L.A. Fischinger)

Ich hoffe sehr, dass ich auch Sie bald in Bremen-Vegesack begrüßen darf! Kommen auch Sie zum 21. Seminar nach Bremen, zu Vorträgen mit Beamer-Präsentationen, zu Diskussionen und Gesprächen mit kompetenten Buchautoren, zum Meinungsaustausch untereinander!

Am Samstag, den 5. März 2016, und am Sonntag, den 6. März 2016, wird das 21. Seminar “Phantastische Phänomene” stattfinden, wiederum im “Atlantic-Hotel Bremen-Vegesack”. Am Samstag wird es ganztägig Vorträge und Diskussionen geben, am Sonntag halbtags.

Es empfiehlt sich eine Anreise bereits am Freitag, den 4. März 2016. Warum? Alle Referenten und fast alle Teilnehmer treffen sich bereits am Freitag-Abend im Lokal “Cordoba”. Das “Cordoba” befindet sich nur wenige Schritte vom Tagungshotel entfernt. Das Essen im Cordoba wird immer sehr gelobt.

Falls Sie noch Fragen haben, beantworte ich sie Ihnen gern!

Mit allen guten Wünschen

Walter-Jörg Langbein

 

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Familien-Suizid in den USA: Angst vor einem Weltuntergang und geblendet von religiösen Fanatismus – und scheinbar durch einen “Doppelmörder Gottes”, der sich für Elija hält …

Familien-Selbstmord in den USA: War Weltuntergang-Angst der Auslöser? (Bild: NASA/DLR / L.A. Fischinger)
Familien-Selbstmord in den USA: War religiöse Weltuntergang-Angst der Auslöser? (Bild: NASA/DLR / L.A. Fischinger)

Im Jahr 2012 kam kein Weltuntergang. Davor auch nicht. Dennoch gibt es auf der ganzen Welt Menschen, die aus oft sehr unterschiedlichen Gründen an eine kommende Apokalypse glauben. Ein solcher Glaube kann bis in den Selbstmord führen, wie der Suizid einer Familie von offensichtlichen Bibelfundamentalisten mit drei ihrer vier Kinder Ende September 2014 in den USA zeigt. Neue Ermittlungen ergaben nun, dass die Mutter angeblich “in love” mit einem inhaftierten Doppelmörder war, der sich selber für den Propheten Elija hält.

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Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

In Springville, im US-Bundesstaat Utah, hat die Polizei bereits am 27. September das Ehepaar Benjamin und Kristi Strack tot in ihrem Bett aufgefunden. Ebenfalls tot lagen drei ihrer insgesamt vier Kinder im Alter von 11, 12 und 14 Jahren daneben. Schnell war klar, dass hier von Selbstmord und einer Familientragödie ausgegangen werden muss. Ebenso gab es schnell Hinweise auf Verbindungen zum Bibelfundamentalismus, und Selbstmorde von Sektenmitgliedern sind natürlich in der ganzen Welt bekannt.

Unterschiedliche Medien berichten nun erneut über den Fall und neuen Ermittlungsergebnissen. Demnach handelt es sich offenbar tatsächlich um einen Gift-Selbst(mord) aus religiösen und fanatischen Motiven der Familie, sowie einer Angst von dem Weltuntergang. Die Ermittlungen brachten Papiere zutage, in denen die Mutter von der “Tötung ihrer Familie im Namen Gottes” sprach. Angeblich, so der Polizeichef J. Scott Finlayson, haben Benjamin und Kristi Strack gegen den “Teufel in der Welt” gekämpft und sahen das Ende aller Tage kommen. Finlayson gab an, dass die Familie der “drohenden Verdammnis” (impending doom) entkommen wollten.

Es gibt viele Götter und Erich von Däniken ist ihr Prophet! Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“ (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)
ARTIKEL-Tipp: Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“ (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)

Die Ermittlungen haben auch einen Briefkontakt von Kristi Strack mit Dan Lafferty ergeben, der mit seinem Bruder Ron Lafferty die Schwägerin Brenda Lafferty und ihr 15 Monate altes Baby ermordeten. Ihr eigener Bruder Allen Lafferty fand am 24. Juli 1984 seine grausam ermordete Frau Brenda auf dem Boden ihrer Küche und ihr gemeinsames Baby tot im Kinderbett. Dem kleinen Mädchen schnitt er dabei derart kräftig die Kehle durch, dass er dabei seine Nichte fast enthauptet hätte.

Dan Lafferty selber sieht sich nach einem Bericht der “Daily Mail” vom 29. Januar 2015 nicht nur als der biblische Prophet Elija sondern behauptet auch, dass Krsti Strack und er ineinander verliebt gewesen seien. Und natürlich war auch die Ermordung des kleinen Kindes Erica und seiner Schwägerin der “Wille Gottes”. Darum sei er auch unschuldig lebenslang im Knast, da Gott seinem zum Tode verurteilten Bruder Ron den Mordbefehl gegeben habe.

Diese Mordgeschichte der “Blutbrüder” Lafferty hat ihren Hintergrund im Bibelfundamentalismus der Mormonen bzw. einer fundamentalen Splittergruppe dieser und wurde in dem Buch “Mord im Auftrag Gottes. Eine Reportage über religiösen Fundamentalismus in den USA” (2003) von Jon Krakauer recherchiert. Die amerikanische Ausgabe “Under the Banner of Heaven” genau dieses Buches fand sich auch im Nachlass der Stracks. “Der Spiegel spezial” (Nr. 3/2003) schrieb über das Buch und die darin recherchierte “Form fundamentalistischen Wahns” in seinem Artikel “Du sollst töten” am 1. Oktober 2003:

Eine große Reportage über die nahezu unglaubliche Geschichte und Gegenwart einer fundamentalistischen Bewegung im Herzen des aufgeklärten Westens.

Es scheint demnach sehr wahrscheinlich, dass die insgesamt fünf Toten vom September 2014 auf das Konto eines fundamentalen Irrglauben an eine religiöse Apokalypse zurückzuführen sind. Vielleicht gepaart mit finanziellen und sozialen Problemen, die laut den Ermittlungen der Polizei die Familie in der Vergangenheit bereits hatte.

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Liegen die biblischen 10 Gebote im "Notre-Dame de Chartres" in Frankreich?

Ein Templerkreuz im Gewölbe, ein steinernes Labyrinth, das einem mathematischen Schlüssel gleicht, eine Krypta mit versiegelter Schatzkammer und ein architektonischer Geheimcode, der erst jetzt entschlüsselt werden konnte: Welches Mysterium verbirgt die Kathedrale von Chartres? Verrät sie den geheimen Aufenthaltsort der Gesetzestafeln von Moses – die 10 Gebote?

So die “Seite3.ch” am 9. März 2013. Und weiter:

Vor kurzer Zeit erschien ein Buch, das spannender nicht sein könnte. Der Wissenschaftspublizist Tobias Daniel Wabbel weist unter anderem nach, dass die Kathedrale von Chartres (Frankreich) 1194 durch den Tempelorden geplant und finanziert wurde. So entstand ein mythischer Bau, der nichts geringeres als den Standort der zehn Gebote verrät, die gemäss Bibel Gott Moses diktiert haben soll. Der Autor Tobias Wabbel ist überzeugt, dass sich die berühmten ,10 Gebote’ in der Kathedrale in Chartres befinden.” (Quelle)



Den Autoren Wabbel kenne ich. Vor allem durch sein sehr spannendes Buch “Der Templerschatz” von 2010. Aber “Seite3.ch” schreibt ein wenig Unsinn bzw. ist etwas spät. Das besagte Buch bzg. der “10 Gebote” erschien bereits vor einem Jahr. Nämlich Anfang 2012 …

Links zum Thema:
    Zum Thema

      Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.”
      (Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)
      www.Youtube.com/FischingerOnlineDER MYSTERY-VIDEO-CHANNEL
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      vor 20 Jahren in Sachsen: Der Alien “Jimmy”, die UFO-Landung der Trigonier und “Außerirdische raus!”: Bizarres aus der UFO-Welt +++ Artikel +++

      Die UFO-Landung der Trigonier 1997 in Deutschland (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
      Die UFO-Landung der Trigonier 1997 in Deutschland (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

      In einem meiner Bücher ging ich im 2010 der Frage nach, ob die deutsche Regierung oder irgendwer in unserem Land eigentlich auf die Landung eines UFOs aus dem All in irgendeiner Art und Weise vorbereitet ist. Gibt es hierzulande Pläne oder Maßnahmen für ein solches spektakuläres Ereignis, das auch immer wieder Thema auf diesem Blog ist? Der Grund meiner Recherchen zu diesem Thema waren damals offizielle Anfragen verschiedener Abgeordneten an den Deutschen Bundestag genau zu diesen (und anderen) Fragen. Offiziell vorbereitet ist die Regierung nach eigenen Angaben allerdings nicht. Was aber geschehen kann wenn Privatpersonen mit Unterstützung der Medien behaupten, sie haben Kontakt mit Aliens und diese werden zu einer bestimmten Zeit landen, haben mein Kollege Roland M. Horn und ich bereits 1999 in einem gemeinsamen Buch geschildert. Es ging um den Fall einer 1997 angekündigten UFO-Landung in Sachsen, die quasi “aus dem Ruder lief”. Eine bizarre Geschichte, die an dieser Stelle noch einmal erzählt werden soll …

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      Liebe Freundinnen und Freunde des Phantastischen!

      Wie unterschiedlich Aussagen über die “Ankunft der Aliens” seien können, zeigt ein Beispiel von 1997 aus Deutschland. Ein Beispiel, das auch wundervoll in meine YouTube-Video-Reihe “Grenzwissenschaft Classics Videos” passt, die Ihr HIER findet.

      Es war eine verrückte Geschichte, die wie kaum eine Zweite hier in Deutschland zeigt(e), dass Personen, die behaupten mit Aliens in Kontakt zu stehen, wirklich kaum jemand ernst nimmt. Doch gleichzeitig zeigt dieser UFO-Fall vor nun genau 20 Jahren auch deutlich, dass irgendwelche Behauptungen von UFO-Fans über die Ankunft der Aliens (die es immer und immer wieder gab und gibt!) nicht mit einem plötzlich “aus dem Nichts” kommenden und realen Alien-Besuch zu vergleichen sind. Also die echte Ankunft von Außerirdischen, die plötzlich vor “unserem Planten stehen”.

      Dabei ist es vollkommen belanglos wie groß die Wahrscheinlichkeit eines Besuches von intelligenten Außerirdischen auf der Erde ist: man kann diese nicht grundsätzlich ausschließen.

      Was war also 1997 in Sachsen geschehen? Roland M. Horn und ich gingen der Sache 1998/1999 einmal nach.

      Aliens und UFOs im Fernsehen der 1990er Jahre

      In zahlreichen Talkshows waren sie in den 90gern zu Gast, um über die Botschaften eines Außerirdischen mit dem Namen “Jimmy” zu berichten. Er gehört der Alien-Rasse der “Trigonier” an und spracht damals nur durch das Esoterik-Paar Erika und Wolfgang Ressler. Unermüdlich sprach Erika Ressler im Deutschen TV als “Jimmy”, als Medium eines Aliens. Und doch: In den beliebten Talkshows, in denen die Resslers auftraten, hatten sie kein Geld gefordert – sie schienen selbst an ihre Story zu glauben.

      "Grenzwissenschaft Classics Videos": die retro Mystery-Serie von Lars A. Fischinger
      YouTube-Video-Reihe: “Grenzwissenschaft Classics Videos”: die retro Mystery-Serie von Lars A. Fischinger

      Bis zu jenem Tag, als der angebliche Alien seine Landung mit einem UFO bei den Resslers in Sachsen ankündigte!

      Schon Anfang 1995 wurde die Bulevardpresse auf das Ehepaar Ressler aufmerksam. “Forscher sicher: Bald landen UFOs im Tegeler Fließ”, berichtete beispielsweise die “Bild” Berlin am 2 Januar 1995. Dort erfuhren wir, dass Wolfgang Ressler ein Jahr zuvor seine Heimat bei Detmold verlassen habe, um sich in Seifhennersdorf in Sachsen anzusiedeln. Aber nicht aus beruflichen oder ähnlichen Gründen:

      Weil hier in Kürze erstmals UFOs landen! Bei einem telepathischen Kontakt 1993 haben sie’s mir verraten.”

      In klaren Vollmondnächten stand Wolfgang Ressler auf dem Westhang des 43 Meter hohen Jockelberges. Er verwendete dabei 50 Meter lange Aluminiumstreifen, um so die Einflugschneise seiner erwarteten UFO-Raumschiffe zu markieren. “30 Jahre spüre ich schon Kraftfelder von Außerirdischen auf!”, sagte Ressler gegenüber der Berliner “Bild”. Ressler sei ferner sicher, dass Außerirdische seit 15 Millionen Jahren die Erde besuchen.

      Neben Seifhennersdorf sollen auch Collmberg bei Oschatz und das Tegeler Fließ potentielle UFO-Landestellen sein. Der Bergsporn nahe Heftstett in Sachsen-Anhalt soll seiner Meinung nach sogar seit mindestens 8.000 Jahren von UFOs angeflogen werden. Und im Boifiner Wald bei Bützow in Mecklenburg-Vorpommern sollen fünf Steinringe die Landestelle eines UFOs aus dem Jahr 600 vor Christus markieren.

      Wolfgang Ressler wusste auch Interessantes über die „wahre Entstehung“ des Riesenkraters “Nördlinger Ries” (rund 25 Kilometer Durchmesser) in der fränkischen Alb zu berichten. Vor 14 Millionen Jahren haben Außerirdische ihn als Platz für eine ganze Raumflotte in die Erde gesprengt![i]

      Heute weiß jedoch jeder Geologe: Hier schlug ein gigantischer Meteorit aus den Tiefen des Alls ein, was der bekannte Geologe Eugene M. Shoemaker – der Mitentdecker des sensationellen Kometen “Shoemaker-Levy 9”, der auf Jupiter 1994 einschlug – bereits in den 60ger Jahren nachweisen konnte.[ii]

      Auffallend ist, dass in diesem ersten Zeitungsbericht ausschließlich von Wolfgang Ressler gesprochen wurde, während spätere Medienmeldungen immer angaben, seine Frau Erika sei das eigentliche Medium.

      So trat etwa in der Talkshow “Vera am Mittag” des Senders “SAT 1” Erika Ressler als telepathische Kontaktperson auf. Die hypnotische Kontaktaufnahme zu dem in Oregon, USA, lebenden Trigonier mit Namen “Jimmy” sei sicherer und billiger als ein Telefonat. So Erika Ressler.[iii]

      Das UFO kommt – und die Polizei!

      Dann kam die Stunde, zu der sich die Prophezeiung von der Ankunft der UFOs und Aliens erfüllen sollte: Die Nacht vom 12. auf den 13. April 1997. Die Bewohner des Planeten Trigon wollten nach dem angeblich durch Erika Ressler sprechenden Alien “Jimmy” im Lausitzort Seifhennersdorf landen. Und ganz Deutschland wusste durch die medialen Auftritte der beiden darüber Bescheid!

      Ravensburgerin von der Polizei aufgegriffen, da sie angeblich von Außerirdischen verfolgt wurde! (Bild: Wappen & historische Ansicht von Ravensburg/gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
      Ravensburgerin von der Polizei aufgegriffen, da sie angeblich von Außerirdischen verfolgt wurde! (Bild: Wappen & historische Ansicht von Ravensburg/gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

      400 Schaulustige warteten dort nun auf das versprochene UFO. Doch es kam einfach nicht und die Anwesenden wurden langsam unruhig. Es kam zu Gewalttätigkeiten. 15 Jugendliche machten sich sogar auf, um das Haus des Ehepaares Ressler zu stürmen. Sie warfen Fenster ein und brachen sogar die Tür auf. Es dauerte nicht lange, bis die Polizei eingreifen musste und auch der Bundesgrenzschutz gerufen wurde. Es kam so zu einem Großeinsatz der Ordnungskräfte wegen einer “UFO-Landung”, die aber freilich ausblieb …

      Damit aber nicht genug:

      Als alle noch auf das UFO warteten, liefen Verhandlungen zwischen den Resslers und Fernsehsendern: “RTL” erhielt wie auch “PRO 7” eine Absage und “SAT 1” kaufte die Exklusivrechte für die kommende Landung der Außerirdischen. Der Sender erhielt den Zuschlag aufgrund seiner schnellen und unbürokratischen Reaktion.

      Der zuständige Redakteur soll gleich einen Vertrag über eine Summe über fünf Millionen DM sowie einen Verrechnungsscheck über 1.000 DM dabei gehabt haben. Bedingung war allerdings, dass die Trigonier auch wirklich auf der Erde landen würden. Wären es also tatsächlich zur Landung der Außerirdischen gekommen, dann wären die Bilder des ersten Kontaktes zwischen Menschen und außerirdischen Besuchern selbstverständlich weit mehr wert gewesen. Was die TV-Sender natürlich wussten.

      Die ungewöhnlich gute Zusammenarbeit zwischen “SAT 1” und “RTL” ließ damals jedoch durchaus darauf schließen, dass beide Sender nicht so richtig an die bevorstehende UFO-Landung glaubten. Sicher kann es ihnen auch niemand verübeln. Man half sich gegenseitig bei der Ausleuchtung des Grundstücks und “SAT 1” pochte nicht wirklich auf die Exklusivrechte, die sie sich zuvor vertraglich gesichert hatten.

      “RTL” wiederum tat alles, um die dortige Stimmung unter den Schaulustigen anzuheizen. Man warf eine Nebelmaschine an und führte diverse Interviews in mystisch-esoterischer Atmosphäre. Auch junge Mädchen mit Plakaten, die die Aufschrift “Herzlich willkommen, Jimmy” trugen, fielen in der Menge auf. Und die Menge skandierte fröhlich “UFO! UFO! UFO!”.

      Kurz nach Mitternacht zogen 15 grün gekleidete Männchen mit Gasmasken vor Resslers Grundstück auf. Es war der lokale Karnevalsverein, der mit einem selbst gebastelten Blech-UFO anrückte. Unter den Schaulustigen herrschte eine regelrechte Volksfeststimmung – man machte einfach Party. Als das echte UFO jedoch ausblieb, konnten auch der Verein die Stimmung nicht mehr retten.

      Das “Zeitprotokoll” der Aliens

      Wieso kamen die Außerirdischen eigentlich nicht? Was sagten die Resslers selber dazu, dass die Aliens nicht kamen? In der “Dresdner Morgenpost” vom 14. April 1997 finden wir die Auskunft, die “Jimmy” durch Frau Ressler in “Trance” gab, als Protokoll abgedruckt. Darin heißt es als vermeintliche Erklärung oder außerirdische Entschuldigung:

      13.07 – Okay – Anflug 0.00 Uhr

      21.37 – Vorschau auf das bevorstehende Ereignis: Zigarrenförmiges, mehrere hundert Meter langes Mutterschiff (ca. 100 Trigonier an Bord) tritt in den Luftraum ein. Kleines rundes Boot (Durchmesser zwölf Meter) löst sich, parkt über Resslers Grundstück. Kraftfeldtreppe (gleißendes Licht) wird zu Resslers Terrasse aufgebaut. Luke öffnet sich, ein Trigonier steigt aus. Jimmys folgt in menschlicher Gestalt, für Interviews 60 Minuten Zeit.

      22.38 – Anweisung an TV-Teams: ,Gegenlicht aufstellen, bessere Aufnahmen möglich.’

      22.58 – ,Gehe soeben in Oregon/USA an Bord eines Shuttles’.

      "So rasch wie der Wind": Eine UFO-Entführung vor Jahrhunderten in Irland? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung & Montage: L. A. Fischinger)
      ARTIKEL: “So rasch wie der Wind”: Eine UFO-Entführung vor Jahrhunderten in Irland? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung & Montage: L. A. Fischinger)

      23.01 – ,Bin im Anflug!’

      23.06 – ,Ja, unsere Waffen sind euren weit überlegen. Wir haben kein Interesse, sie einzusetzen.’

      23.18 – ,Viele Menschen auf dem Weg zu Euch.’

      23.53 – ,Alles o.k., 40 Minuten.’

      0.13 – ,Ich bin so aufgeregt, ein wichtiges Ereignis für Euch und unsere Geschichte.’

      0.37 – ,Leiten Countdown ein. Etwa zehn Minuten.’

      0.47 – ,Stellt bitte ein Glas Leitungswasser bereit.’

      0.53 – ,Die Leute vorm Haus werden sich gleich beruhigen!’

      0.57 – ,Fragt mich nicht nach Minuten. Für uns ist das eine schwierige Operation.’

      0.59 – ,Wir stehen jetzt Südost.’

      1.03 – ,Müssen stoppen. Zu viel negative Energie bei Euch!’

      1.05 – ,Negative Energie!’

      1.06 – ,Sorry, wir können das Volk da unten nicht beruhigen!’

      1.09 – ,Sichert Euch selbst!’

      1.23 – ,Wir drehen kurz ab.’

      1.39 – ,Gleich wird sich das bei Euch beruhigen, wir warten.“

      1.50 – ,Kann bis sechs dauern, es muss Ruhe herrschen.’

      2.03 – ,Sorry, was bei Euch passiert ist. Es ist mir entglitten.’

      2.59 – ,Wir warten noch!’

      3.22 – ,Gut, das Polizei da ist. Sind aber bewaffnet. Wir prüfen.’

      3.25 – ,Würden wir unsere Waffen einsetzen, wäre euer Garten ein riesiger Aschenbecher.’

      3.37 Uhr – ,Heute nicht mehr berechenbar. Es sieht schlecht aus.’

      ARTIKEL: Die UFO-Sekte “Ashtar Command” und die “Galaktische Föderation des Lichts”: Wie man an einen imaginären Alien-Gott glaubt (Bild: NASA/JPL / Montage/Bearbeitung: L. A. Fischinger)
      ARTIKEL: Die UFO-Sekte “Ashtar Command” und die “Galaktische Föderation des Lichts”: Wie man an einen imaginären Alien-Gott glaubt (Bild: NASA/JPL / Montage/Bearbeitung: L. A. Fischinger)

      3.53 – ,Zu viel negative Energie. Tut mir leid, es ist gelaufen.’

      “Die Leute vorm Haus werden sich schon beruhigen”, meinte der nette Außerirdische alias Erika Ressler. Leider beruhigten sie sich nicht; im Gegenteil.

      “Deutschland den Deutschen – Außerirdische raus!”

      Bereits um 0.43 Uhr, als die Resslers von der Masse noch stürmisch gefeiert wurden, flog die erste leere Flasche, die von einem Skinhead geworfen wurde. Später eskalierte die Situation mehr und mehr: Noch harmlose Zurufe wie “UFO vor, noch ein Tor!” werden von Parolen wie “Hängt die Lügenschweine!” abgelöst. “Sieg Heil!” tönte es zum Hitlergruß und mit den Worten „Reißt die Bude ein!“ warfen die offensichtlich alkoholisierten Rechtsradikalen drei Fensterscheiben der Resslers ein.

      Die Scheinwerfer der Fernsehsender wurden nach und nach auf dieselbe Art “ausgeschossen”. “Deutschland den Deutschen – Außerirdische raus”, brüllten die Skinheads im Chor.

      Als Erika Ressler schließlich die Polizei rief, wurde sie zunächst nicht ernst genommen. So musste Christian Görzel von “RTL” die Polizei beschwören, hier doch einzugreifen. Als die Polizei um 1.30 Uhr endlich mit Blaulicht, Kampfausrüstung und 15 Beamten eintraf, war nur noch der harte Kern der 15 Randalierer anwesend, und so konnte es schnell zur Deeskalation kommen.

      Der Dienst habende Leiter der Polizeidirektion Görlitz fuhr sogar persönlich zum Einsatzort, um Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs einzuleiten. Nachdem die Geschichte von Polizei-Obermeister Eichner aufgenommen und mit einem schlichten “Na ja!” kommentiert worden war, löste der Polizeidirektionsleiter Reinhard Herwig die Menge auf und bat die Presse, nach Hause zu gehen. Mittlerweile war es zehn Minuten vor vier Uhr morgens.

      Resultat der ufologischen Aktion: 3.000 DM Sachschaden und 15 Ermittlungsverfahren (hauptsächlich wegen Landfriedensbruch).[iv]

      “Trigon”, die Heimatwelt der Außerirdischen

      Der Planet Trigon, von dem “Jimmy” und sein Volk stammen sollen, hat laut Erika Ressler nur ein Zwölftel der Erdmasse, und soll sich in der „übernächsten Galaxie“ befinden. Innerhalb der nächsten 10 Jahre wird das Leben auf Trigon unmöglich sein, denn eine Klimakatastrophe bedroht “Jimmys” Heimatplaneten. Da sich die Trigonier mit einem Vielfachen der Lichtgeschwindigkeit fortbewegten sollen, bräuchten sie für die Strecke Trigon – Erde lediglich fünf Jahre.

      ARTIKEL: Dauerstreitthema Flüchtlingskrise: Aber bekommen eigentlich auch echte Aliens im Sinne von Außerirdischen bei uns Asyl? Interessante Spekulationen … (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
      ARTIKEL: Dauerstreitthema Flüchtlingskrise: Aber bekommen eigentlich auch echte Aliens im Sinne von Außerirdischen bei uns Asyl? Interessante Spekulationen … (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

      Außer den Trigoniern soll es derzeit vier weitere Alien-Zivilisationen geben, von denen zwei feindlich gesinnt und aggressiv seien. Die Trigonier suchen auf der Erde Asyl, weil die Erde ihrem Heimatplaneten klimatisch am ähnlichsten sei. 70 Trigonier leben nach Erika Ressler bereits getarnt auf der Erde, davon zwei in Deutschland. “Jimmy” – ein Farmer aus Oregon, USA – sei dabei der Sprecher dieser intergalaktischen Agentengruppe. Er ist mit einer menschlichen Frau verheiratet und hat zwei Kinder. Allerdings musste er sie aus der Schule nehmen, weil sie zu klug waren und so seine Tarnung gefährdeten

      Die Kommunikation unter den Trigoniern funktioniert natürlich telepathisch. Die Verwendung von Sprachen ist dort nicht nötig. Jeder kann mit jedem – auch über größere Entfernungen hinweg – Kontakt aufnehmen. Die Trigonier sind laut Resslers etwas kleiner als wir Menschen der Erde und haben einen größeren Kopf als wir. Es gibt auch dort zwei Geschlechter und die Lebenserwartung der Trigonier beträgt zwischen 150 und 180 Jahren. Wobei ich mich hier frage, wie es nach dieser Beschreibung mit dem Tarnen vor der Menschheit klappen soll.

      Auf Trigon gibt es auch keinerlei Hierarchie. Entscheidungen werden durch das “Trigon-Network” getroffen – es besteht aus den gesammelten Gedanken aller (nur!) fünf Millionen Bewohner des Planeten. Aufgrund der Klimakatastrophe ist die Bevölkerungsdichte dort stark rückläufig, so dass vermutlich nur noch drei Millionen von ihnen übrigbleiben werden, die dann auf der Erde Asyl beantragen.

      Nach der Landung in Seifhennersdorf hätten die Trigonier ein Jahr lang die Reaktion der Menschheit beobachten wollen. Erst nach dieser Probe-Phase wäre ein Folgetreffen auf Regierungsebene von den Aliens eingeleitet worden. Ein von ihnen, also den kosmischen Asylanten, geplantes Forschungszentrum im Zittauer Gebirge hätte die Menschen dann in den geistigen Fähigkeiten der Trigonier geschult.

      “Stinknormale Leute” im UFO-Fieber

      Die Resslers, die diese Geschichte intensiv verbreiten, bezeichnen sich selbst als “stinknormale Leute”.

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      Erika Ressler war zum Zeitpunkt des Geschehens 42 Jahre alt, ihr Mann zwei Jahre älter. Bereits 17 Jahre vor der nicht eingetroffenen UFO-Landung begannen sich die beiden nach eigenen Aussagen mit den Fähigkeiten des Geistes, der Parapsychologie, Hypnose und Heilpraktiken zu beschäftigen. Sie hatten eine wachsende Fangemeinde, doch in ihrem kleinen Dorf in Sachsen galten sie schlicht und einfach als Spinner. Sie trösteten sich jedoch – insbesondere nach dem Fiasko jener denkwürdigen Nacht 1997 – damit, dass Galilei und Kopernikus auch auf Unverständnis gestoßen waren.

      Der angebliche Kontakt zu “Jimmy” bestand 1997 bereits seit fünf Jahren. Er war es, der ihre Geisteskräfte entdeckte, als sie sich medial ins “Trigon-Network” einklinkten. Die Geistes-Fähigkeiten des Paares sollen denen der meisten Menschen überlegen sein, wonach sie quasi “auserwählt” seien. Die UFO-Landung war für die Resslers damit die Hoffnung schlechthin:

      Wenn Jimmy nicht kommt, können wir uns erschießen oder nach Arnsdorf in die Klapse begeben.

      ARTIKEL: Es gibt viele Götter und Erich von Däniken ist ihr Prophet! Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“ (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)
      ARTIKEL: Die absurden UFO-Sekten und die Vorwürfe gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“ (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)

      So wurden die Resslers damals von der “Dresdner Morgenpost” zitiert.

      Tatsächlich erlitt Erika Resslers nach der missglückten Landung einen Nervenzusammenbruch. Ihr Mann meinte, die Trigonier würde jetzt vermutlich nach einem anderen Ort suchen, an dem sie von den Menschen friedfertiger empfangen würden. Die Redakteure der “Dresdner Morgenpost” waren dabei der Meinung, dass die Geschichte der Trigonier schlicht unglaubhaft, aber auch nicht auszuschließen sei. Sie schrieben außerdem, dass die Angaben der Resslers von Wissenschaftlern weder bestätigt noch widerlegt werden konnten.[v]

      UFO-Kindergarten

      Das ist alles viel zu einfach bzw. man macht es sich hier viel zu einfach!

      Natürlich ist es für die Wissenschaft schwierig mit äußerst laienhaften Angaben wie “übernächste Galaxie” etwas anzufangen. So kann “die Wissenschaft” natürlich auch überhaupt nichts widerlegen. Allerdings scheint es in meinen Augen sehr unglaubwürdig, dass ein mit Überlichtgeschwindigkeit Raumfahrt betreibendes, hoch intelligentes und mit sich mit Telepathie verständigendes Volk Ausdrücke wie “übernächste Galaxie” verwendet. Zumal es eine übernächste Galaxie nicht gibt, da es immer auf den Standpunkt des Beobachters ankommt.

      Wenn man sich die gesamte Geschichte ansieht, dann scheint es sich hier aber auch nicht um ein astrophysikalisches, sondern viel eher um ein psychologisches (vermutlich sogar psychiatrisches) und soziologisches Phänomen zu halten, das auch eine politische Komponente hatte.

      Die Beobachtung der “Dresdner Morgenpost”, dass die Resslers „eine anwachsende Fan-Gemeinde“ hatte, deutet auch in diesem Fall auf die Entwicklung zu einer sektenartigen Gemeinschaft hin. Sollten die Resslers tatsächlich in Zukunft “Gläubige” um sich scharen können? Hätte es so kommen können?

      Eine Woche nach der Nacht, in der die Aliens laut dem Ehepaar hätten landen sollen, waren jene übrigens gegenüber dem “FOCUS” schon wieder voller Hoffnung:

      In drei Monaten kommen die wieder. Hundertprozentig! Wir haben Bescheid gekriegt.”[vi]

      Aber auch diese Frist verstrich ereignislos und das UFO kam nicht. Und doch hatte das Ehepaar Ressler ihre Publicity und stand für einen kurzen Augenblick im Mittelpunkt des (lokalen) Geschehens. Die oben im Protokoll zitierten “Erklärungen” und “Begründungen” für den Rückzug von “Jimmy” , die ja immerhin von den Außerirdischen stammen sollen, klingen wohl mehr nach einer einfachen Ausrede …

      Das Ehepaar Ressler war der festen Überzeugung (zumindest behaupteten sie es), dass das UFO eben nur wegen der unglücklichen Situation am Tag der vermeintlichen Landung nicht kam. Er werden aber sicher kommen, waren sie rund 1,5 Jahre später noch überzeugt. Wohl im Frühjahr 1999, wie sie es in einem TV-Interview mit “RTL 2” am 7. Oktober 1998 erzählten.[xi]

      ARTIKEL: Die Sekte “Fiat Lux” und die kaum beachteten UFO- und Alien-Lehren der Führerin “Uriella” (Bild: YouTube-Screenshot/KEYSTONE Video / Montage: L. A. Fischinger)
      ARTIKEL: Die Sekte “Fiat Lux” und die kaum beachteten UFO- und Alien-Lehren der Führerin “Uriella” (Bild: YouTube-Screenshot/KEYSTONE Video / Montage: L. A. Fischinger)

      Doch wo die Aliens landen werden, schien schon damals eher in den Sternen zu stehen. Nach den Ereignissen am Haus der Resslers meldete die “Bild” Hamburg im Juni 1997[xii] unter der Überschrift “Abkassiert und in Luft aufgelöst”, dass die Resslers ihren UFO-Heimathafen verlassen hätten. Obwohl die Resslers angebliche Heilseminare für bis zu 2.000 DM veranstalteten, hatten sie 10.000 DM Mietschulden und verschwanden, bevor der Gerichtsvollzieher kam. Grund waren sicher auch Drohbriefe gegen die selbsternannten UFO-Kenner, die nach dem 12./13. April 1997 bei dem Ehepaar eingingen …

      Eigentlich auch verständlich …

      Ergänzung 20. Okt. 2017: Auffällig finde ich rückblickend Folgendes: Mitte der 1990er Jahre waren nicht nur große Boom-Jahre für Themen wie UFOs, Aliens, Grenzwissenschaft usw., in denen geradezu Massen an solchen Geschichten, Berichten und Behauptungen aufkamen. Es war genau die Zeit, in der sich das Internet geradezu schlagartig verbreitete. Auch die Aliens der Resslers hatten ein Netzwerk, das sie “Trigon-Network” nannten. Kaum jemand vor dem Internet hätte solch eine Formulierung benutzt.

      Gleichfalls waren es Jahre, in denen zahlreiche Asylanten nach Deutschland kamen. Auch die Aliens um “Jimmy” wollten Asyl. Es kam in jenen Jahren auch zu einer weitreichenden Ernüchterung nach der Wiedervereinigung und dem Zusammenbruch des Ostblock, der in weiten Teilen des Landes offenen Rechtsradikalismus inklusive Anschlägen nach sich zog. Vor allem auch in der ehemaligen DDR, wo unzählige Firmen durch die Gesellschaft “Treuhand” (Treuhandanstalt) schlicht “abgewickelt” wurden und so zahllose Menschen auf der Straße landeten. Die von Bundeskanzler Helmut Kohl versprochenen “blühenden Landschaften im Osten” ließen auf sich warten.

      Dieser zum Teil ganz offene Rechtsradikalismus erklärt, warum es 1997 bei den Resslers zu diesen Szenen mit “Neonazis” gab.

      In diesen Jahren waren auch Umweltthemen überall in den Medien. Vor allem auch dadurch, dass in der DDR Umwelt- und Klimaschutz eigentlich keine Rolle spielte, was nach der Wiedervereinigung jedem vor Augen geführt wurde. Ein ökologisches Problem, das laut den Resslers auch die Aliens auf ihrem gesamten Planeten haben oder hatten.

      Damit spiegelt dieses UFO-Beispiel meiner Meinung nach auch sehr gut den damaligen Zeitgeist wider.

      Ein Einzelfall? Nein!

      ARTIKEL: Die Katastrophe der “Sonnentempler”-Sekte. Massenmord und Gruppensuizid um in eine neue Welt beim Stern Sirius zu reisen. (Bild: gemeinfrei / L. A. Fischinger/bearbeitet)
      ARTIKEL: Die Katastrophe der “Sonnentempler”-Sekte. Massenmord und Gruppensuizid um in eine neue Welt beim Stern Sirius zu reisen. (Bild: gemeinfrei / L. A. Fischinger/bearbeitet)

      Die Ereignisse von 1997 in Sachsen sind kein Einzelfall in der Welt der UFOs. Mitnichten, denn dieser UFO-Fall, wenn man überhaupt so nennen kann, reiht sich nahtlos in eine schier endlose Liste bizarrer UFO-Geschichten nein. Ein Beispiel aus meinem Archiv solle das veranschaulichen.

      Paul Kuhn – ein selbst ernannter Prophet aus der Schweiz – sagte einst einen Weltuntergang inl. dem Kommen von Aliens für den Muttertag 1988 voraus. Ganz ähnlich, wie zahllose UFO-Freunde der Geschichte auch immer wieder einen solchen Untergang prophezeien.

      Kuhn sprach von einem festen Termin der kommenden UFO-Landung, wie es die Resslers auch 1997 taten. UFO-Mutterschiffe hätten nach den Aussagen von Kuhn damals in dem schweizer Dorf Dozwil, Thurgau, landen und die Kinder der Sekte an einen “wunderschönen Ort” evakuieren sollen.[vii]

      Aber schon 30 Jahre vor 1988 hatte der „ehemalige Gärtner und Gemüsehändler, Hypnotiseur, Telepath und Magier“ seine “St. Michaels-Vereinigung” gegründet. Seine Eingebungen will er durch ein zwischenzeitlich verstorbenes Medium erhalten haben. Später verwendete er eine Sekundärschülerin als Medium. Paul Kuhn hielt sich für einen “vom Himmel geweihten Priester” und seine Fan-Gemeinde bestand immerhin aus rund 3.000 Anhängern in der Schweiz und in Süddeutschland. Als Zweck der Bewegung wurde “Vereinigung, Versöhnung und Toleranz auf ökumenischer Basis” angegeben. Seine Aufgabe sah Kuhn darin “vor kommenden Ereignissen zu warnen” … und seine aufsehenerregendste Prophezeiung war eben jene, dass am Muttertag alle Kinder von UFOs abgeholt würden.

      Rund ein Drittel der Dozwiler galten als Anhänger Paul Kuhns, und die übrigen Einwohner hatten sich entweder arrangiert oder sogar Gegentreffen abgehalten.

      Die offiziellen Geistlichen des Ortes störten sich verständlicherweise an der Panikmache, die von Kuhns UFO- und Endzeit-Prophezeiung ausging. So etwa sagte  er für den Sommer 1988 kriegerische Auseinandersetzungen voraus, die von Russland, China und den anderen Ostblockstaaten ausgehen würden. Nur ein elitärer Kreis von Menschen würde dabei gerettet werden. Über die Kinder hatte Kuhn gesagt:

      Diese reinen und unschuldigen Geschöpfe Gottes werden nicht den Heuschrecken und den Skorpionen ausgesetzt werden, die euch quälen werden, fünf Monate lang. Die Auserwählten unter euch, die mit den Kindern geholt werden, werden mit unseren Helfern für sie sorgen.“

      Die Kinder erzählten in der Schule begeistert, dass ihnen nichts geschehen würde, und der örtliche Pfarrer befürchtete, sie könnten Paul Kuhn – der angeblich eine “wahnsinnige Macht” und große “magische Kraft” habe – mittlerweile hörig sein. Möglicherweise sei er dazu fähig, eine Massenhysterie zu erzeugen, die zu Todesopfern führen könnte. Und tatsächlich waren nicht alle Kinder entzückt über Kuhns Botschaft. Ein Mädchen soll sogar beim Lesen der Botschaften des Gurus in einen schüttelfrostähnlichen Zustand verfallen sein …

      Die UFO-Sekte “Rael-Bewegung” will die Bundesregierung um Land für ein Botschaftsgelände für Außerirdische bitten  (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / L.A. Fischinger / RealPress)

      Vorsorglich wies Guru Kuhn allerdings darauf hin, dass er keine Drohungen, sondern Botschaften – die übrigens an alle schweizer Pfarrer gingen – verschickt habe. Und Warnungen seinen ja auch schon von den biblischen Aposteln ausgesprochen worden, verteidigte er sich. Es ginge ihm nicht um Leid, sondern um die “Hoffnung, die Reinigung und die Erlösung”. Derartige Erklärungen lies Paul Kuhn grundsätzlich über seinen Rechtsanwalt verbreiten, was eigentlich schon erstaunlich ist.

      Vom Weltuntergang habe er auch nie gesprochen, betonte der ehemalige Gemüsehändler. Der Esoterik-UFOloge verwies darauf, dass der Papst schließlich auch einst selber zu den Gläubigen der Kirche gesagt habe, der Mensch müsse sich auf große “Prüfungen” gefasst machen, und er betonte ausdrücklich:

      Nach Gottes Plan sollen alle Kinder gerettet werden, auch die hoffnungslosen.“[viii]

      Quasi ein Rattenfänger nach den Plan des Herren also. Nach Polizeiangaben kam es am Samstag vor dem entscheiden Tag, am 7. Mai 1988, zu Ausschreitungen gegenüber Angehörigen der seltsamen “St. Michaels-Vereinigung”. Sogar Sachbeschädigungen wurden gemeldet.

      Am gleichen Tag verbreitete die Sekte ein Kommuniqué, in dem es hieß, dass niemals ein bestimmter Tag für das prophezeite Ereignis genannt worden sei. Vielmehr sei der 8. Mai als “ein internes Datum” zu betrachten, an dem Paul Kuhn „mit dem Verschwinden der Kinder rechne“. (Ein alter Trick, der bereits von den Zeugen Jehovas mit Erfolg angewendet worden war. Zunächst macht man durch die Nennung eines Datums auf sich aufmerksam, und wenn sich das Datum nähert, weist man so langsam darauf hin, dass man ja nie ein konkretes Datum genannt habe. Diesbezügliche Aussagen werden relativiert. UFO-Sekten wie die UFO-Gruppe “Fiat Lux” und auch viele andere mehr reihen sich hier nahtlos ein.)

      “Wie kann das Volk so dumm sein?”

      Am darauf folgenden Sonntag reisten hunderte von Ausflüglern aus der gesamten Schweiz nach Dozwil. Die Besucher warteten auf das angekündigte Raumschiff von den Sternen, das die Kinder in ein UFO-Mutterschiff im Erdorbit bringen sollte. Vor dort aus wären sie dann an den “wunderschönen Ort” gelangt, an dem diese Kinder auf ihre nachkommenden Eltern warten würden.

      Für die Dozwiler Kinder war damit klar: Nach dem 8. Mai würden sie nicht mehr zur Schule gehen und so war bis zum Sonntagmittag der Ort Dozwil von Menschen überlaufen. Die Feuerwehr hatte die Straße zu dem einer Sporthalle ähnelnden Tempel der Gruppe mit einem Gitter abgesperrt, und ein Feuerwehrmann trug dafür Sorge, dass nur Fußgänger passieren konnten. Und diese versammelten sich auch recht zahlreich um den Tempel. An der Hauptstraße wurden Bratwürste verkauft und die Dorfstraßen waren komplett zugeparkt. Es herrschte auch hier eine Jahrmarktsatmosphäre. Alles wartete auf die Ankunft der Außerirdischen.

      Grenzwissenschaft Classics Folge #16: UFO-Landeplätze in Österreich und die Evakuierung der Menschheit +++YouTube-Video+++
      Grenzwissenschaft Classics Videos, Folge #17: UFO-Landeplätze in Österreich und die Evakuierung der Menschheit

      Am Abend kam es dann allerdings zu ungewollten Ausschreitungen rund um die Gemeinschaft des Kuhn. Angetrunkene Jugendliche warfen beispielsweise mit Flaschen nach den Sektenanhängern – ähnlich wie es die Resslers knapp zehn Jahre später zu spüren bekamen. Das Sektenanwesen wurde verwüstet und Autos der St. Michaelaner zum Teil schwer beschädigt. Vier Sektengegner wurden festgenommen, wodurch eine Eskalation der Ereignisse verhindert werden sollte und wohl auch  konnte. Die Sektenanhänger hätten sich laut Polizeiangaben dennoch ruhig verhalten und lediglich mit Menschenketten und Autos den Zugang zum Tempelareal verbarrikadiert.[ix]

      Nach diesem denkwürdigen Wochenende – die Raumschiffe waren natürlich nicht erschienen – entspannte sich die Lage in Dozwil wieder. Die Festgenommenen wurden auf freien Fuß gesetzt und der UFO-Prophet Paul Kuhn hielt keine weiteren Messen mehr ab. Er befürchtete weitere Ausschreitungen. Der Dodzwiler Gemeindeamtmann Alfred Bauman erklärte gegenüber der “Basler Zeitung” vom 10. Mai 1988:

      Ich habe bei weitem nicht damit gerechnet, dass es so weit kommen würde und dass das Volk so dumm sein kann.“[x]

      Wie wir wissen, war diese Geschichte jedoch nicht die einzige ihrer Art. Alfred Baumann kann folglich beruhigt sein. Nicht nur die Schweizer waren damals so dumm. Auch in Deutschland, den USA und in vielen anderen Ländern der Welt spielten und spielen sich wiederholt ähnliche Geschichten ab. Leider …

      Euer Jäger des Phantastischen

      Lars A. Fischinger

      (Geschäfts-E-Mail: FischingerOnline@gmail.com)

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      Interessantes zum Thema:

      Fußnoten


      [i] CENAP-Report Nr. 224, S. 43
      [ii] von Rétyi 1997, S. 127ff.
      iii CENAP-Report Nr. 242, S. 28
      [iv] Skeptiker, Nr.10/1997, S, 144
      [v] Dresdner Morgenpost, 14. April 1997, S. 1, 22 u. 23
      [vi] Focus vom 21.April 1997
      [vii] Magin 1991, S. 78
      [viii] Basler Zeitung vom 7. Mai 1988
      [ix] Basler Zeitung vom 9. Mai 1988
      [x] Basler Zeitung vom 10. Mai 1988
      [xi] Von Aliens entführt? – Der ganz normale UFO-Wahnsinn, RTL2, 7. Oktober 1998
      [xii] 23. Juni 1997

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