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Artikel: Der Vatikan und die Außerirdischen – Die Haltung der katholischen Kirche zu der Frage “Leben im Universum?” und intelligenten Aliens

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Der Vatikan, der Papst und die Außerirdischen – Die Haltung der katholischen Kirche zu der Frage Leben im Universum (Bild: L. A. Fischinger /NASA / Montage: L. A. Fischinger)
Der Vatikan, der Papst und die Außerirdischen: Die Haltung der katholischen Kirche zu der Frage Leben im Universum (Bild: L. A. Fischinger /NASA / Montage: L. A. Fischinger)

In einem Interview mit dem vielsagenden Titel “Der Außerirdische ist mein Bruder” (“L’extraterrestre è mio fratello”) spricht Vatikan-Astronom Fundes auch über die Frage nach (intelligenten!) Leben im All und die Beziehung des katholischen Glaubens dazu. Er stellt darin eindeutig klar, dass der weit verbreitete Glaube an außerirdische Zivilisationen in keinerlei Widerspruch zum Glauben an Gott steht. Denn die Haltung des Vatikan bzw. der katholischen Kirche zu “Aliens & Co.” ist unlängst nicht mehr ablehnend. Zumindest gilt das für die Führer der Kirche. Mit Blick auf die Suche nach Leben auf dem Mars oder auch einer Erde 2.0 ist auch die Frage, wie genau die Kirche das alles sieht.

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Vatikan erlaubt Sex mit Kindern ab zwölf Jahren

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Der Vatikanstaat hat in Europa das niedrigste Schutzalter für Kinder. Es liegt bei 12 Jahren, in Deutschland dagegen bei 14 und in der Schweiz bei 16. Das Schutzalter legt fest, wie alt ein Kind mindestens sein muss, damit Erwachsene und Jugendliche sexuelle Beziehungen mit ihm haben dürfen.

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Artikel: Der Vatikan und die Außerirdischen

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Das fragt sich die Welt seit dem Anbeginn der ersten Kulturen und Zivilisationen. Und das fragen nicht zuletzt auch wir uns. Während die ersten Menschen und ihre ersten Glaubenssysteme den Himmel über uns mit vermeintlichen Göttern, Ahnen, Dämonen und übernatürlichen Wesen bevölkerten, wandelte sich diese Art des Glaubens im Laufe der Jahrtausende.

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Christliche Ängste: Hinter Außerirdischen und UFOs stecken Dämonen – vielleicht in Kooperation mit “in die Wissenschaft des Dämons eingeweihte Menschen”

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Dämonen stecken hinter dem UFO-Phänomen - und vielleicht "in die Wissenschaft des Dämons eingeweihte Menschen" (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Dämonen stecken hinter dem UFO-Phänomen – und vielleicht “in die Wissenschaft des Dämons eingeweihte Menschen” (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Da bekanntlich seit geraumer Zeit das UFO-Thema wieder für mediale Aufmerksamkeit sorgt, horcht nicht nur die UFO-Forschung auf. Auch gewisse christliche Kreise blicken erneut auf das Thema UFOs und Aliens. Doch mit großer Sorge, denn für diese “wahren Christen” sind UFOs, Aliens und Außerirdische nichts weiter als Dämonen des Satans! Und selbst der Vatikan habe hier seine Finger im Spiel, wie Ihr in diesem Beitrag erfahrt.


UFOs, Aliens und der Satan mit seinen Dämonen

Die theologische Spekulation, dass hinter dem UFO-Phänomen, Aliens und Außerirdische in Wahrheit Dämonen stecken, ist alles andere als neu. Schon lange vermuten einige christliche Gruppierungen oder Gläubige das. Satan habe bei den “neuzeitlichen UFOs” seine Finger im Spiel, so die Ansicht jener, die von sich behaupten, wahre Christen zu sein. Jene Kreaturen, die in der UFO-Szene gerne als Aliens angesehen werden, allen voran die “Kleinen Grauen”, sind dabei natürlich auch keine Außerirdischen. Sie sind nichts weiter als die Handlanger des Satan, so deren Überzeugung.

In den vergangenen Jahren wurde das Thema auch auf diesem Blog immer mal wieder aufgriffen.

Kernaussage ist bei den entsprechen Publikationen dieser “wahre Christen” dabei immer, dass der Teufel mit dem Phänomen der UFOs und seiner Dämonenhelfer in Alien-Form in die Menschheit verführen will. Und manipulieren. Durch “falsche Wunder” (eben UFO-  und Alien-Erscheiunungen). Es wäre ein Mittel um die Menschheit vom wahren Glauben an Gott abzubringen und sie auf die Seite des Satan zu ziehen. Menschen, die sich ernsthaft mit dem UFO-Phänomen befassen oder sogar dazu veröffentlichen, sind in den Augen dieser “wahren Christen” längst dem Satan verfallen und seine Diener.

Ein Behauptung, die auch ich selber in den vergangen Jahren immer wieder hören musste. Etwa durch meine Mystery-Videos auf meinem YouTube-Kanal. Gerne fabulieren hier “Kritiker” von solchen satanischen und okkulten “Glauben”.

“UFOs und Außerirdische sind Erscheinungen der Dämonen”

Solche “wahren Christen” sehen die neue Popularität der UFOs mit großem Unbehagen. Sie haben schlicht Angst, dass der Satan mit seinen UFO-Alien-Dämonen mehr und mehr die Welt manipuliert und auf seine Seite zieht. Nahezu überall sieht man das mehr oder weniger verborgene Wirken des Bösen. Was natürlich längst nicht alle Menschen befürchten, die sich als Christen bezeichnen.

Eine christlich-spirituelle Internetseite, die “Weltgeschehen aus katholischer Sicht” zeigen will, ist für diesen Dämonen-UFO-Alien-Glauben sehr beispielhaft. Denn hier erschien am 21. Juli 2021 der Artikel “Außerirdische sind Erscheinungen der Dämonen”, deren Titel Programm ist. “Die ungläubige Welt ist jedoch nicht in der Lage den Satz zu akzeptieren”, heißt es dort bereits einleitend: “UFOs und Außerirdische sind Erscheinungen der Dämonen”. Dies würde auch bei der aktuellen Debatte zu dem Thema, die vor allem in der USA geführt wird, vollkommen ignoriert. So eine eher indirekte Aussage in dem Beitrag.

Allerdings wird in dem Artikel die falsche Behauptung verbreitet, dass “viele” glauben, “dass außerirdische Aliens kommen werden, um die Menschheit vor einer bevorstehenden Katastrophe zu ‘retten'”. Angeblich sei das ein “verbreiteter Glaube” heißt es dann zu dieser Falschaussage weiter. Auch wenn hier konkret UFO-Sekten genannt werden, auf die das in der Tat zutraf und noch immer zutrifft. Allerdings würden das auch “Anhänger von UFOs” glauben, wie behauptet wird. Wer diese “Anhänger” sind, wird ebenso verschwiegen, wie ein Beleg für diese absurden Behauptung.

Doch dann diese vollkommen der Phantasie entsprungenen Behauptung des Artikels:

Die Leute, die sich mit nicht identifizierten Flugobjekten beschäftigen, wenn auch nur aus vorübergehendem Interesse, enden oft dann auch bei okkulten Praktiken.

Eingriffe des Satan

Hier wird tatsächlich die Aussage erfunden, dass UFO-Interessierte selbst nach kurzzeitigen Beschäftigung mit dem Thema “oft” bei irgendwelchen “okkulten Praktiken” enden. Folglich scheinbar als Ergebnis der Manipulation des Satan. Was natürlich Unsinn ist, wie wohl 99,9 Prozent der Interessierten bestätigen werden! Noch dazu ist es eine boshafte Unterstellung, die all jene diskreditiert, die sich mit dem Thema beschäftigen. Auf welche Art auch immer.

Es werden aber in dem Artikel auch Beispiele von UFOs und Aliens aus der Vergangenheit angeführt. “Um die These des dämonischen Ursprungs zu untermauern”, wie es heißt.

Der wäre etwa Joseph Smith, der Gründer der Mormonen in den USA. Dieser hatte, wie in diesem Blog-Artikel HIER ausführlich berichtet, seltsame Erscheinungen von fremden Wesen. Sie trugen ihn mehr oder weniger auf eine neue Religion zu gründen, was in den Augen vieler Christen in der christlichen Sekte der Mormonen endete. Schon im 19. Jahrhundert warf man Smith und seinen Anhängern solch ein Sektentum vor. Von Aliens, die dem Religionsgründer erschienen sein sollen, sprach damals natürlich noch niemand.

Andere dort genannt Beispiele sind an dieser Stelle weniger interessant. Es sind mehr oder weniger “klassische” Kontakte mit angeblichen Außerirdischen, die für die Betroffenen alles andere als “positiv” verlaufen sein sollen. Interessant mag das erwähnte Beispiel von Aleister Crowley sein. Einem regelrechten Hardcore-Okkultisten, der bis zum seinem Tode 1947 behauptete Kontakt mit fremden Wesen zu haben. “Lam” wurde dieses Wesen oder diese außerirdische Rasse genannt, und ein gemaltes Bild von diesem “Lam” erinnert durchaus an die “Kleinen Grauen” unserer Tage.

Satans neuer “Stern von Bethlehem”

Sehr interessant ist dort das genannte Beispiel einer Erscheinung im 16. Jahrhundert, die über dem Schiff des spanischen Entdeckers Juan de Guyalva (Juan de Grijalva) beobachtet wurde. Grijalva ist bis heute eine Legende der Entdeckungs- und Eroberungsgeschichte Mittelamerikas. Er war es, der am 19. Juni 1518 als erster (dokumentierter) europäischer Seefahrer das Reich der Azteken im heutigen Mexiko betrat. Die Folgen sind bekannt: Die Spanier fielen in das Reich ein und vernichtete das mächtige Imperium innerhalb kürzester Zeit (mehr HIER).

Unter Berufung auf das bereits 1969 erschienende Buch “Soucoupes volantes et civilisations d’outre-espace” von Guy Tarade heißt es in dem Artikel weiter:

“(…) ein Objekt in Form eines Sterns überflog sein Schiff, entfernte sich sodann unter Aussendung von Feuern und blieb über einem Dorf der Provinz Yucatán stehen. Drei Stunden lang warf dieses Objekt Lichtstrahlen auf die Erde und verschwand anschließend.

Diese Himmelserscheinung sei “gewissermaßen die Umkehrung des Sterns von Bethlehem” im damaligen Zeitalter der Entdeckungen gewesen. Die satanische Manifestation habe damals den Europäern “den neuen Tempel der Menschheit, die Pyramiden von Yucatán, die Wiege der alten und neuen Götter” gezeigt. Solche “christlichen” Aussagen bedeuten, dass der Teufel den Europäern damals den Weg zu ihrem neuen, antichristlichen Glauben wies. Wie der Stern von Bethlehem durch Gott angeblich laut Bibel den Weg zum Jesus-Kind.

Ob sich diese Erscheinung tatsächlich so zu trug, ist zumindest mir unbekannt. Dass das spanischen Eroberer die Pyramiden und Tempel der “Heiden” in Mexiko bzw. Mittelamerika aber alles andere als verehrten und achteten, zeigt die Geschichtsschreibung. Sie überzogen die Region mit Gewalt und Zerstörung und vernichteten alles “heidnische”, was ihnen begegnete …

Als der Papst mit Aliens sprach …

Auch wenn der “christliche Artikel” sich vor allem auf sogenannte UFO-Kontaktler und ähnliche Person aus der UFO-Geschichte beruft, geht es in ihm letztlich auch um den Vatikan. Längst sei der Vatikan von dämonischen und dunklen Mächten unterwandert, heißt es darin. Hier herrsche der Satan, nicht mehr das echte Christentum, so eine Grundsatzbehauptung in dem Artikel. Die ebenfalls alles andere als neu ist.

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Angefangen habe das im Juli 1961 als Papst Johannes XXIII. auf Außerirdische traf, die mit einem UFO in der päpstlichen Urlaubsresidenz Castel Gandolfo landeten! Das belege ein Dokument von Msgr. Loris Capovilla, der damals Privatsekretär von Johannes XXIII. war. “Ein seltsames Wesen” sie dieser Alien gewesen, das einem Menschen ähnelte. “Außer, dass es von einem goldenen Licht umgeben war und große, längliche Ohren hatte.“ Mit diesem Außerirdischen habe sich der Papst 20 Minuten unterhalten, wie es in der argentinischen Zeitung “Diario Popular” vom 27. April 2014 hieß.

Nicht nur, dass der Papst angeblich ein Freimaurer war und von seinen Logenbrüdern geschickt in das Amt des Stellvertreters Christi gehoben wurde. Sei dem soll auch der Vatikan zusammen mit der NASA im Geheimen nach Außerirdischen forschen. “An einem sehr geheimen Ort in einer Art verstecktem Forschungszentrum” arbeiten sie gemeinsam daran, diese Wesen und ihre UFOs zu verfolgen.

Dass dann auch noch Gabriel Funes, der Leiter der vatikanischen Sternwarte, vor wenigen Jahren öffentlich bekannt gab, dass Außerirdische unsere Brüder seien, sei ein weitere Beweis für Satans Unterwanderung. Mehr dazu in diesen Beiträgen HIER.

Hierzu würde nach diesen theologischen Spekulationen auch passen, dass bei Weltjugendtag 2013 ein “Altar in Form einer ‘Fliegenden Untertasse'” geplant war. Inklusive zwei angeblicher Hörner im hinteren Bereich direkt hinter dem Altartisch. Zum Entsetzen einiger Katholiken/Christen fehlte am geplanten Kreuz des Campus Fidei sogar “die Figur unseres Erlösers”. Genutzt wurde die Bühne und der Altar 2013 dann aber doch nicht, da zuvor ein Unwetter den Platz unbenutzbar machte. Ein Wunder und Zeichen Gottes …

“Außerirdische sind der Teufel”

Die Dämonen passen sich unserem Zeitgeist an, wird ebenso behauptet. Früher waren es beispielsweise Drachen, heute im Zeitalter der Technologie UFOs. Eine Überlegung, die auch UFO-Forscher schon vor Jahrzehnten veröffentlichten. Jedoch ohne Dämonen, sondern vielmehr mit einer außerirdischen Intelligenz, die sich bei ihrer Erscheinung anpasst. grundsätzlich aber wären das alles Scheinwunder des Teufels und seiner Gesellen, wie es die “wahren Christen” behaupten:

Sind für den Vatikan die Außerirdischen ihre Brüder, wie Gabriel Funes formulierte, so sind sie für Katholiken dämonische Erscheinungen. (…) Das UFO-Phänomen hat zum Urheber den Dämon (…)

Wir Katholiken glauben deshalb, dass diese Außerirdischen Teufel sind. Sie bereiten vielleicht einen riesigen Bluff für die Menschen vor, damit ihr Fürst Satan von möglichst vielen Menschen angebetet wird. Solche Außerirdische sind außerdem leicht als Produkt des satanischen Weltplans zu identifizieren.

Jetzt ist die Stunde des Dämons.”

So die warnenden Worte der “echten Katholiken”. “Durch Scheinwunder wird sich die Religion des Dämons in den Geist der Menschen einschleichen”, heißt es mahnend. Darum werde die Zukunft noch “eine Unmenge von verblüffenden Scheinwundern für uns” bereithalten. Satan und das Okkulte sind folglich weltweit auf dem Vormarsch und das UFO-Phänomen vernebelt nur unsere Sinne für den wahren Glauben an Jesus und Gott.

Menschen im Dienst der UFO-Dämonen

Und so verwundert es nicht, dass es laut diesem “frommen Artikel” vielleicht sogar für einige Menschen bereits zu spät ist. Sie könnten längst mit diesen Dämonen zusammenarbeiten:

Hinsichtlich der in unseren Tagen vollbrachten Scheinwunder wie den UFOs kann man sich mit Recht fragen, ob sie nicht am Ende das Werk auch von Menschen sind, die durch den Dämon selbst in die Wissenschaft des Dämons eingeweiht worden sind. Außerdem könnten die Dämonen auf den Dienst bestimmter Menschen zurückgreifen, um ihre Scheinwunder zu vollbringen. Man denke nur an die Magier des Pharaos zur Zeit von Moses.

Wir können deshalb eine direkte Intervention bestimmter Menschen in die Erzeugung des UFO-Phänomens nicht von vorne herein ausschließen.

Obwohl diese erstaunliche Behauptung eher schwammig formuliert wurde, erkennt man klar dessen Aussage. Demnach arbeiten Menschen mit Satans Dämonen zusammen und unterstützen diese bei der Erschaffung von Scheinwundern. Mehr noch, denn angeblich könnten sogar Menschen, die von Dämonen entsprechend geschult wurden, hinter UFOs stecken.

Mir ist nicht ganz klar, wie das in der Realität aussehen soll. Wie sollen “in die Wissenschaft des Dämons” bewanderte Menschen für das UFO-Phänomen verantwortlich sein? Etwa durch absichtliche Fälschungen von Fotos und Videos? Oder eben jene, die angeblich Kontakt mit Aliens haben und deren “Botschaften” verbreiten – wie diverse UFO-Sekten?

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Von blutigem Wasser, Schwefel vom Himmel und “fliegenden Kugeln”: Wunder, Phänomene und Erscheinungen an der Marienburg bei Danzig in Polen (+ Video)

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Wunder, Phänomene und Erscheinungen an der Marienburg bei Danzig in Polen (Bild: Fischinger-Online)
Wunder, Phänomene und Erscheinungen an der Marienburg bei Danzig in Polen (Bild: Fischinger-Online)

Die Marienburg (Malborg) unweit von Danzig in Polen ist der größte und mit Abstand prachtvollste Backsteinbau Europas. Eine ab dem 13. Jahrhundert von den Rittern des Deutschen Ordens errichtetet Anlage mit einer überaus bewegten Geschichte. Doch wie bei vielen historischen Monumenten gibt es auch hier Geschichten hinter der offiziellen Geschichtsschreibung. Sie finden sich in alten Chroniken und Sagen und lassen die Marienburg teilweise in einem ganz anderen Licht erscheinen. Welche das sind, erfahrt Ihr hier.


Das antike UFO-Phänomen und die Marienburg

Seit der Mensch in den Himmel schaut, erblickt er dort die sonderbarsten Erscheinungen. Nicht nur Naturphänomene, die unsere Vorfahren einst vor ungelöste Rätsel stellten. Meist wurden diese von der Vorzeit über das Mittelalter bis in die frühe Neuzeit mit göttlichen oder auch dämonischen Erscheinungen in Zusammenhang gebracht. Dank zahlreicher historischer Aufzeichnungen, teilweise bebilderter Chroniken und aufmerksamer Geschichtsschreiber sind viele dieser Zeichen am Himmel oder Wunderzeichen heute bekannt. Und auch oft naturwissenschaftlich zu erklären.

Bei anderen Himmelszeichen sind rationale Deutungen als „Laune der Natur“ problematischer. Einer der Gründe, warum moderne Mystery-Forscher einige dieser Erscheinungen mit dem „heutigen“ UFO-Phänomen in Zusammenhang bringen. In der Tat belegen die antiken Schriften und Dokumente, dass es ein UFO-Phänomen durchaus schon vor Jahrhunderten gab. Längst nicht alle Sichtungen oder Objekte am Himmel de Vergangenheit lassen sich aus heutiger Sicht als ein natürliches Schauspiel erklären.

Wieder andere überlieferten Wunder, Erscheinungen oder Himmelsphänomene entziehen sich uns heute vollends einer logischen Deutung. Wobei es gleichgültig ist, ob man die Natur dahinter vermutet, oder eben das UFO-Phänomen. Es bedarf jedoch beispielsweise bei einer Erscheinung von kämpfenden „Rittern in Rüstungen“ am Firmament sicherlich eine gehörige Portion Phantasie dazu, aus diesen UFOs zu machen. Eher könnte man hier religiöse Propaganda hinter solchen Berichten vermuten – und damit Fake-News.

In anderen Fällen ist das nicht unbedingt notwendig. Etwa bei einem Ereignis, dass sich Ostern 1661 bei der Stadt Danzig und der Marienburg im heutigen Polen ereignet haben soll. Eine mittelalterliche Burg des Deutschen Ordens aus dem 13. Jahrhundert, die in Polen heute nach dem Ort Malborg (Zamek w Malborku) heißt. Die gewaltige Burg ist der größte Backsteinbau Europas, um die sich nicht wenige Legenden und Geschichte ranken.

In dem am Ende angefügtem Video berichte ich ebenfalls von einigen dieser Überlieferungen.

Blutiges Wasser, Schwefel vom Himmel und Kugeln am Firmament

Abraham Hartwich hielt 1722 in seinem Werk „Geographisch-Historische Landes-Beschreibung derer dreyen im Pohlnischen Preussen liegenden Werdern, als des Dantziger-Elbing- und Marienburgischen“ unter anderem über die Marienburg diverse seltsame Ereignisse fest. Nicht nur aus dem Jahr 1661.

Hartwich listete darin eine ganze Reihe zum Teil überaus ungewöhnlicher Phänomene auf, die sich rund um die Burg ereignet haben sollen. Längst nicht alle dieser dokumentierten Berichte lassen sich heute erklären. Sie reichen von „Feuer vom Himmel“, das zahlreiche Gebäude nieder brannte (1551), über „Wasser im Stadtgraben“ und später an anderen Plätzen, das sich insgesamt dreimal „in Blut verwandelte“ (1668 und 1684) bis feurigen Kometen (1654 und 1680-81). Sogar Rauch und schwarzer Dampf sei am 14. Juni 1643 mehrfach hintereinander mit „sanften donnern“ aus der Erde in den Himmel bis zu den Wolken geschossen. Erst wie ein scharf umrissener Regenbogen, dann gewunden wie eine Schlange. Drei Tage später sei nach einem Platzregen überall gelben Schwefel gefunden worden, „welcher noch ganz heiß war“.

Als reichen alle diese Wunder noch nicht, habe sogar im Jahr 1629 die Glocke der Marienburg „von sich selbst geläutet“. Und am 17. Dezember 1680 raste eine „feurige Kugel“ so groß wie der Vollmond bei Danzig vom Himmel, so Hartwich.

Im Kontext dieser wundersamen Ereignisse muss man eine Erscheinung sehen, die Hartwich für Ostern 1661 überliefert. Geschehen bei Vollmond und auf den ersten Blick klingt sie nach einem seltenen aber natürlichen Mond-Halo. Dazu schreibt er, was damals neben dem Vollmond beobachtet wurde:

„…und neben demselben auf der rechten und linken Seite schnurrgerade zwei feurige, doch mit allerhand schönen Farben untermischte Kugeln, wie der Mond groß, deren jeder auswärts einen langen Strahl von sich gab. Und waren oberwärts die beiden Kugeln mit einem hellen Zirkel vereinigt, unterwärts aber war ein feuriger Regenbogen, der die Spitze nach dem Zirkel und den Bauch unterwärts hatte. Um 4 Uhr in der Nacht hat die Wacht zu Danzig gesehen, dass die beiden Kugeln zusammenschlugen, und es einen solchen Knall gegeben, als wenn eine Bombe los gebrennet würde.“

Eine Naturerscheinung?

Eine Halo-Erscheinung in der Atmosphäre, die drei Monde erscheinen ließ und halbrunde Lichtbrechungen projizierte? Warum aber beschreibt der Bericht diese dann als „Kugeln“, und warum schlagen sie mit einem lauten „Knall“ zusammen, bevor sie verschwinden? Lichtreflexionen bzw. Lichtbrechungen wie Halos sind still. Sie „knallen“ nicht am Himmel.

Autoren und Forscher, die nach historischen UFOs fahnden oder sich der Prä-Astronautik widmen, verweisen immer wieder darauf, dass man bei derartigen „antiken Begegnungen“ nicht alles wortwörtlich nehmen darf. Vor allem da unsere Ahnen der richtige Wortschatz fehlte, um exakt das zu beschreiben, was sie sahen oder erlebten. Gemeint ist damit ein moderner Wortschatz. Also bediente man sich in der Vergangenheit realen und greifbaren Beschreibungen und Vergleichen mit Alltagsgegenständen. Eine klassische „fliegende Untertasse“ wird so schnell zu einem „fliegenden Schild“. Ein kugelförmiges UFO eben zu einer „fliegenden Kugel“ und ein zylindrisches Objekt zu einem „Speer“, einer „Lanze“ oder einer „Standarte“.

Von all solchen Erscheinungen berichten die überlieferten Aufzeichnungen der Vergangenheit, von denen auf diesem Blog und meinem YouTube-Kanal immer wieder Beispiele vorgestellt wurden.

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Unsere Vorfahren nutzen das „Sieht-aus-wie-Prinzip“, was bis zu einem gewissen Grad sicher auch so war und zutraf. Für heutige UFO-Sichtungen gilt das noch nimmer. Auch hier verwenden die Zeugen Begriffe wie „Ball“, „Kugel“, „Football“, „Scheibe“, „leuchtende Kugel“, „Ball aus Licht“, „Diamant“, „Bumerang“, „Zigarre“ oder „eine in der Mitte abgeflachte Kugel mit zwei hervorstehenden Stücken auf jeder Seite“ („Surrey Advertiser“, 6. Oktober 1962). Ohne an dieser Stelle eine Bewertung über die wahre Natur dieser individuell gesehenen Objekte vornehmen zu wollen.

Wenig verwunderlich ist es demnach, dass in den alten Überlieferungen, Aufzeichnungen sowie Märchen und Sagen nahezu alles irgendwo schon einmal herumgeflogen sein soll. Details oder „Verhaltensweisen“ dieser Objekte machen sie erst zu etwas rätselhaften und damit für die UFO-Forschung interessant. Was hinter dem Ereignis von 1661 stecken mag, bleibt indes offen.

Sagen und “Wunder” um die Marienburg

Noch seltsamer ist die Behauptung, dass sich das Wasser im Stadtgraben und anderen Plätzen mehrfach in Blut verwandelt haben soll. Handelte es sich um eine Art Algenblüte, die scheinbar Brunnen und möglicherweise die Burg betraf? Auch die Geschichte der 10 Plagen in Ägypten aus dem 2. Buch Moses, als sich der Nil und die Wasser Ägyptens „in Blut verwandelten“, wurde schon mit Algen versucht zu erklären.

Überaus seltsam erscheint auch das Ereignis vom 14. Juni 1643, als schwarzer Dampf donnernd aus der Erde kam und in den Himmel stieg. Hängt der heiße Schwefel, der drei Tage später vom Himmel fiel, damit in Zusammenhang? Wenn ja: Was war die Ursache?

Andere Sagen über die Marienburg sind tief vom Christentum geprägt. Was schon bei der Grundsteinlegung anfing, wie es bereits der bekannte deutsche Märchen- und Sagen-Sammler Ludwig Bechstein 1853 in „Deutsches Sagenbuch“ überlieferte. Nach dieser Sage haben die „Kreuzritter“ in Jerusalem genau aus jenem Gebäude, in dem Jesus mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl beging, einen Stein als Grundstein für die Marienburg mitgenommen. Es heißt:

Da nun die Ritter nach Deutschland heimkehrten, nahmen sie von diesem Hause einen behauenen Stein mit sich über Meer und weiheten ihn zum Grundstein des Ordenshaupthauses Marienburg. Darum segnete der Herr diesen Bau, daß er so groß und fest und herrlich wurde und in all seiner alten Pracht und Schönheit noch steht bis auf den heutigen Tag, während tausend und abertausend Schlösser in Trümmer sanken.“

Eine andere Erzählung nahm für zwei Liebende auf der Burg ein tragisches Ende. Da „das Haus des Ordens ein Haus der Entsagung von irdischer Lust sein sollte, so duldete es nicht der gleichen Gefühle“, so die Sage. So wurde das Pärchen als Strafe in zwei Steine verwandelt, die man lange Zeit auf der Marienburg wohl als Warnung gezeigt hatte. Dabei habe man bei den beiden Steinen „wahrgenommen, dass sie aus Schmerz noch salzige Tränen weinten“, schließt sie Sage.

Die Rache der Mutter Gottes

Unglückselig ging es auch bei einer Schlacht um die Burg und gegen die Deutschritter zu. Die berühmte Marienfigur, die mit acht Metern Größe die Fassade der dortigen Marienkirche schmückt, „ärgerte einen Polenfürsten“ dermaßen, da sie „wie das Symbol des ewigen Sieges des Christentums gegen das Heidentum“ hoch über der Festung thronte. Also befahl er einen seiner Söhne, dass er der Statue mit seiner Armbrust die Augen ausschließen soll. Doch genau in jenem Augenblick, als der Sohn seine Waffe abfeuern wollte, erblindete er auf wundersame Weise. Für seinen Vater ging es ebenfalls nicht gut aus, so die Sage weiter:

Der junge Polenprinz war plötzlich erblindet. Darüber ergrimmt der Fürst, er nimmt selbst die Armbrust, zielt gut und trifft – beinahe – denn vor dem Bilde wendet sich rückprallend der Pfeil und fährt dem Fürsten pfeilgeschwind mitten durch das Herz.“

 Vielfach erkennt man in solchen Sagen um die Marienburg und deren Umgebung den Kampf des Christentums gegen das sogenannte Heidentum. Eine Legende um die Heilige Dorothea von Montau, die Patronin des Deutschen Ordens aus dem nahen Marienwerder (heute Kwidzyn), ist besonders unheimlich. Sie verbrachte ihr Lebensende in der 1343 bis 1384 erbauten Domkirche zu Marienwerder, in der auch mindestens drei Hochmeister des Deutschen Ordens bestattet wurden. Kämpfer des Glaubens, von dem einer 1410 die Belagerung der Marienburg abwenden konnte. In dieser Kirche ließ sich die 1976 vom Vatikan Heilig gesprochene Dorothea in einer Zelle einmauern, wo sie 1394 starb. Zuvor erlebte sie Visionen und Zeichen Gottes oder des Himmels, weshalb sie sogar 1391 fast in Danzig als Hexe auf dem Scheiterhaufen gelandet wäre. Als sie starb sei angeblich folgendes geschehen:

Als die Mitternachtstunde kam, umwogte eine himmlische Helle das enge Gemach der frommen Büßerin, und Engelstimmen erklangen in harmonischen Chören zwei Stunden lang um ihre Zelle. Währenddessen ward Dorotheas Seele zu Gott enttragen, und es fingen des Domes Glocken von selbst zu läuten an, und das dauerte so lange, bis jener himmlische Gesang zu Ende ging.“

„Noch an ihrem Grabe geschahen große Wunder, und Scharen frommer Pilger wallten zu demselben“, schreibt Ludwig Bechstein dazu weiter. Wohl auch einer der Gründe, warum Dorothea von Montau zu einer Heiligen erklärt wurde …

Video zum Thema

Video vom 12. Aug. 2020 auf Fischinger-Online

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Vor 142 Jahre starb Bernadette Soubirous, die Seherin von Lourdes: Von Geistern, Marienerscheinungen und seltsamen Lichtwesen

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Bernadette Soubirous und die angeblichen Marienerscheinungen von Lourdes (Bild: gemeinfrei)
Bernadette Soubirous und die angeblichen Marienerscheinungen von Lourdes (Bild: gemeinfrei)

Vor 142 Jahren starb am 16. April 1879 die christliche Seherin Bernadette Soubirous. Ihr erschien mehrfach in einer Grotte bei Lourdes eine strahlende Erscheinung, die von der katholischen Kirche als echte und reale Marienerscheinungen anerkannt sind. Heute ist das französische Lourdes einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte der Kirche und Soubirous selber als “Heilige” anerkannt. Dabei werden die wundersamen und strahlenden Erscheinungen der angeblichen Mutter Gottes im Jahr 1858 weit mehr Fragen auf, als diese beantworten. Welche das sind, und warum die Auserwählte Soubirous selber nie sagte, dass ihr die “Jungfrau Maria” erschien, erfahrt Ihr hier.


Marienerscheiungen und sonstige Lichtwesen

In Überlieferungen und Erzählungen, die einen Zeitraum von tausenden von Jahren umspannen, tauchen immer wieder seltsame Wesen auf. Lichtwesen, Engel, Feuermänner, Jungfrau Maria, Feen, leuchtende Jungfrauen, Elfen, Geister oder auch gleich Gott werden diese in den unterschiedlichen Geschichten genannt. Gesehen worden seien diese Erscheinungen vor Jahrtausenden ebenso wie in der Moderne. Und das in aller Welt.

Lediglich in der Deutung, was genau die Natur oder Herkunft dieser Wesen ist, unterscheiden sich die Schilderungen. Der Kern bleibt oft gleich bis identisch. Wobei es auch auffällige Unterschiede in den überlieferten Sagen, Schriften, Märchen und Mythen gibt. Zum Beispiel die sogenannten “Feuermänner”. Stahlende und brennende und damit hell leuchtende Erscheinungen, die sich in alten Erzählungen in ganz Europa wiederfinden. Nicht selten soll es dabei vorgekommen sein, dass Orte, an denen sich diese erschreckenden Erscheinungen zeigten, von Menschen und Tieren nicht passiert werden konnten. Etwa Kutschen.

Es müssen nicht immer irgendwelche Unholde oder böse Geister dafür verantwortlich sein, dass Kutschfahrten plötzlich unterbrochen wurden. Selbst Erscheinungen, die man als Engel bezeichnen könnte, trieben ihr Spiel an magischen Orten mit den Reisenden.

Drei leuchtende Jungfrauen in Bayern

So geschehen angeblich im “Erdinger Moos” in Bayern seit alten Zeiten “Irrlichter” umher, über die zahlreiche Sagen und Geschichten kursieren. Eine davon handelt von dem Kutscher Stangl Nazi (der heißt tatsächlich so), der von München kommend diese Gegend durchquerte. Und plötzlich eine unheimliche Begegnung hatte, die beispielsweise Fritz Fenzl in “Der Teufelsritt” mit folgenden Worten wiedergibt:

“Plötzlich wurde er auf seinem Kutschbock hellwach.

Denn er sah auf einer Säule drei Jungfrauen stehen, die waren in weiße, wallende Gewänder gehüllt, sahen schön, erhaben und geheimnisvoll aus, noch dazu, da sie eine höhere Macht des Überirdischen in hell gleißendes, blendendes Licht getaucht heilt. (…)

Mein Gott, wie erschrak der Nazi da! Die Jungfrauen blieben ruhig, erhaben und schön und sahen ihn unverwandt an, mit Blicken wie aus einer ganz anderen Welt.

Auch die Pferde waren derart erschrocken ob der Gespenster, dass sie erst wie erstarrt dastanden, ausharrten und nicht von der Stell zu bewegen waren.”

Erst nachdem der Mann seine Pferde mit aller Gewalt dazu bewegen konnte weiter zu laufen, sah er sich später nochmals um. Die engelhaften Lichtwesen waren da schon fort.

Bernadette Soubirous und die Erscheinungen von Lourdes

Wäre in diesem Fall nur eine derartige weiße und strahlende “Jungfrau” auf so wundersame Weise erschienen, so bin ich überzeugt, hätte man diese vielleicht als “Marienerscheinung” gedeutet. Nicht als “Gespenst”, wie in dieser Erzählung.

Vielleicht ähnlich, wie in der katholischen Wallfahrtsstätte Lourdes in Frankreich.

Dort soll ab dem 11. Februar 1858 die himmlische “Jungfrau Maria” dem 14-jährigen Mädchen Bernadette Soubirous mehrfach in einer Grotte erschienen sein. Insgesamt 18-mal an unterschiedlichen Tagen, zu der teilweise zehntausende Neugierige pilgerten. Gesehen hat die leuchtende “Dame” nur die Seherin Soubirous selbst. Die Erscheinung selber sei wie bei den meisten Erscheinungen dieser Art weiß, hell und voller Licht gewesen. Gekleidet “in weißen Gewändern”, in “überirdischen Licht” oder auch mit einem “weißen Kleid”. Ein Hauptanliegen der leuchtenden Figur war, dass das Mädchen zu den Priestern gehen solle, um am Ort der Erscheinungen den Bau einer Kapelle zu veranlassen. “Geh und sag den Priestern, dass ich hier eine Kapelle errichtet habe will”, befahl die Erscheinung dem Mädchen.

Für die katholische Kirche sind oder waren diese Erscheinungen Realität und sie hat Lourdes als Wallfahrtsstätte längst anerkannt. Soubirous selber wiederum wurde schon 1933 vom Vatikan heiliggesprochen. Der sogenannte “Heilige Bezirk” von Lourdes rund um die Grotte der damaligen Erscheinungen ist ein sehr beliebter Wallfahrtsort für Gläubige und vor allem auch Kranke. Der bei den Marienerscheinungen 1858 “wundersam” erscheinenden Wasserquelle und den entsprechenden Bädern von heute dort werden Wunderheilungen zugesprochen. Nicht anders wie bei vergleichbaren Pilgerorten solcher Manifestationen des Himmels, wie etwa Guadalupe in Mexiko-Stadt. Wo die Erscheinung 1531 übrigens auch von dem Seher namens Juan Diego verlangte, dass er bei der Kirchenobrigkeit den Bau einer Kapelle durchsetzten soll (mehr HIER und in diesem Video HIER).

Alleine in der “Basilika Pius X.” von Lourdes finden bis zu 25.000 Gläubige Platz. Ein Bauwerk unter der Erde, das am 25. März 1958 zum hundertjährigen Jubiläum der Erscheinungen feierlich eingeweiht wurde. Benannt ist sie nach Papst Pius X., der von 1903 bis 1914 Papst war und angeblich schon zu Lebzeiten Wunder bewirkte. Auch dieser Mann der Wunder wurde heiliggesprochen (1954).

Die “Mutter Gottes”?

Einige Aspekte sind bei diesen von der Kirche als “Wunder” und echte “Erscheinungen” durch Gottes Gnaden anerkannten Begegnungen mit der Anderswelt durchaus verstörend. So hat die himmlische Gestaltet die auserwählte Seherin bei den ersten Begegnungen immer mit “Sie” angesprochen. Was selbst das einfache 14-jährige Kind Bernadette verwunderte. Für die angebliche “Mutter Gottes” in der Tat sonderbar.

Nicht weniger wie die Weigerung der “Dame”, ihren Namen zu verraten. Das tat die strahlende Manifestation erst bei ihrer 16. Erscheinung am 25. März. Hier stellte sie sich auf mehrfache Nachfragen des Seherkindes als “Ich bin die Unbefleckte Empfängnis” vor.

Über die Ereignisse berichtete Bernadette auch Dominique Peyramale, dem Pfarrer von “Saint Pierre” in Lourdes selbst. Er gab dem Mädchen auch den Auftrag, nach dem Namen des Lichtwesens zu fragen. Und die Antwort “Ich bin die Unbefleckte Empfängnis” erstaunte ihn so sehr, dass er sicher war, dass hier die Gottesmutter zu dem Mädchen sprach.

Grund war, dass Papst Pius IX. erst am 8. Dezember 1854 das Dogma der “Unbefleckten Empfängnis” der Maria in einer sogenannten “Bulle” als festen Glaubensgrundsatz für die katholische Kirche bestimmte und festlegte. Zur “Verherrlichung der jungfräulichen Gottesgebärerin” habe der Papst die Jungfräulichkeit der Gottesmutter festgelegt, wie es in seiner Bulle “Der unaussprechliche Gott” heißt. Für den Fall, dass jemand der Gläubigen es wagt, diese neue Bestimmung der Kirche anzuzweifeln sorgte, sorgte der Papst direkt vor:

Wenn sich deshalb jemand, was Gott verhüte, anmaßt, anders zu denken, als es von Uns bestimmt wurde, so soll er klar wissen, dass er durch eigenen Urteilsspruch verurteilt ist, dass er an seinem Glauben Schiffbruch litt und von der Einheit der Kirche abfiel, ferner, dass er sich ohne weiteres die rechtlich festgesetzten Strafen zuzieht, wenn er in Wort oder Schrift oder sonst wie seine Auffassung äußerlich kundzugeben wagt.

Was das bedeutet, ist eigentlich klar: Jeder, der das neue Gesetzt, das neu bestimmte Dogma des Glaubens, nicht akzeptiert, fällt damit umgehend vom “wahren Glauben” ab. Zusätzlich drohte Papst Pius IX. in seiner Festlegung, dass jeder, der in irgendeiner Form diese Lehre öffentlich anzweifelt, zu bestrafen sei. Und welcher Gläubige will schon von seiner Kirche verstoßen werden?

Die “seligste Jungfrau”?

Doch genau diese neu erfundene Lehre der katholischen Kirche (die in den Folgejahren übrigens noch weiter rund um Maria ausgebaut wurde) war es, die Pfarrer Peyramale von der Wahrhaftigkeit der Bernadette überzeugte. Er war 1858 sicher, dass das einfache Mädchen vom Lande nur vier Jahre nach der Erfindung und der Bekanntgabe der “Unbefleckten Empfängnis” von dieser Lehre noch nichts wissen konnte. Ihr habe es nicht nur an Bildung gefehlt, sondern sie besuchte damals noch nicht mal den Kommunionsunterricht der Kirche. Folglich, so schlussfolgerte Peyamale, sprach das Kind die Wahrheit und ihr erschien tatsächlich die Mutter Gottes.

Dass das Bernadette Soubirous so überhaupt nicht behauptete, spielte dabei keine Rolle mehr. Denn auf die Frage von Pfarrer Peyramale “Es ist also die seligste Jungfrau, die du siehst?”, antwortete sie ihm: “Ich glaube nicht.” Und bei einer späteren Befragung über ihr Erlebnis sagte sie, dass sie nur “die Erscheinung” sah.

Bernadette Soubirous selber trat später einem Kloster bei und litt bis zu ihrem Tode 1879 sehr unter dem Unverständnis ihrer Schwesteroberen und Mitschwestern des Ordens. Ein Schicksal, dass viele – wenn nicht die meisten – Propheten, Seher oder Zeugen derartiger “Wunder” teilen. War es also wirklich die Jungfrau Maria aus dem Himmel, die Mutter von Jesus, die hinter den Manifestationen und Botschaften steckte?

Lichtwesen oder Marienerscheinung?

Soubirous selber gab unterschiedliche Beschreibungen der leuchtenden “Dame” an. Auch was ihre Größe betraf, die sie mit einer Zehnjährigen verglich. Nach und nach wurden das Alter und die Körpergröße nach oben korrigiert, was einige dahingehend deuten, dass diese eher nach oben “interpretiert” wurde. Die Zeugin selber unterstrich, wie es unter anderem der Kulturhistoriker und Theologe Patrick Dondelinger in “Bernadette Soubirous” (2007) dokumentierte, lediglich:

Ich sage nicht, ich hätte die Heilige Jungfrau gesehen, ich sah die Erscheinung.”

Weiter schreibt Dondelinger in seiner Analyse der Wunder und Erscheinungen von Lourdes:

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Bernadette pflegte zu keinem Zeitpunkt ihre Vision als Muttergottes zu beschreiben, sondern immer nur als einsames Fräulein, das nur durch interpretatorische Induktionen zur Muttergottes werden kann. (…)

Mal gibt die Seherin an, ihre Erscheinung sei kleiner gewesen als sie selbst, dann wiederum, sie sei etwas größer gewesen, dann wiederum, sie sei nicht größer als sie selbst.”

Für den Theologen Dondelinger seien deshalb die Erscheinungen höchst zweifelhaft, wozu er weitere Argumente gegen ein Wirken Gottes anführt. Dondelinger würde in seiner Untersuchung von 2007 mit dem Mythos aufräumen, in dem er mit einem “eisernen Besen durch Lourdes fegt”, wie es ein Kritiker der “Südwestpresse” am 15. Februar 2008 schrieb. “Nicht mit billiger Religionskritik, sondern der Anwendung der Methoden historischer Wissenschaft.”

Wenn Erscheinungen dieser Art in der Neuzeit politisch und auch religiös instrumentalisiert werden, wie es auch Dondelinger annimmt, und damit keine “echte” Maria dort erschien, heißt das nicht, dass sich dort niemand zeigte. Die Frage ist nur wer quasi in der Tradition von Feen- und Lichtwesen-Erscheinungen hier eingriffen hat. Theologische Skeptiker solcher “Wunder” mögen zwar die Erscheinungen infrage stellen, doch an andere Wesen aus ebenso anderen Welten denken diese dabei auch nicht.

Die Gottesmutter in einer Feuerkugel vom Himmel

Schauen wir deshalb kurz auf eine weitere Marienerscheinung, die eher weniger bekannt ist, als beispielsweise Fatima in Portugal oder Lourdes. Sie geschah am 19. September 1846 an einem Berg nahe der winzigen Gemeinde La Salette-Fallavaux in Süd-Frankreich. Zeugen waren die Hirtenkinder Mélanie Calvat (15 Jahre) und Maximin Giraud (11 Jahre), denen plötzlich bei bestem Wetter eine “Schöne Dame” des Himmels erschien. Bereits fünf Jahre später erkannte die katholische Kirche auch diese Marienerscheinung als echt an.

An diesem schönen und sonnigen Tag erblickten die beiden Kinder ein unbekanntes Flugobjekt vom Himmel auf sie zu kommen. Das berühmte “Ökumenisches Heiligenlexikon” (DVD, 2018) beschreibt dies so:

Die beiden Kinder sahen eine Feuerkugel, die wie die Sonne leuchtete, und darin immer deutlicher eine frauliche Gestalt, die auf einem Steinblock saß, das Gesicht in den Händen vergraben hielt und weinte. Lange stehen die Kinder erschrocken da, dann erhob sich die Gestalt und lud die beiden zu sich.”

Die Kinder sollten keine Angst haben, so die “frauliche Gestalt”, denn sie habe “eine große Botschaft mitzuteilen”.

Kern dieser Botschaften waren Mahnungen und Warnungen an die Gläubigen, damit diese ihren Glauben wieder ernst nehmen. Sie sollten sich schlicht und einfach an die Regeln der Kirche halten. Erst im Jahr 1851 wurden diese Botschaften aufgeschrieben und dann erst 1879 veröffentlicht. Es sind Warnungen vor dem kommenden Ende mit jeglichem Schrecken für die Menschheit, den man sich nur ausmalen kann. Es sei die “Rache Gottes”. Selbst Hollywood könnte sich die darin enthalten Katastrophen und Vernichtungen nicht besser ausdenken. Eingetroffen ist davon nichts.

Prophezeiungen, die nichts wert sind

Ich finde es verstörend, dass die Himmelsbotschaften der Leuchterscheinung erst fünf Jahre nach der Begegnung aufgeschrieben worden sein sollen. Auch wenn man annimmt, dass die beiden einfachen Hirtenkinder damals überhaupt nicht schreiben konnten. Immerhin geschah dies vor 175 Jahren in einer einfachen, ländlichen Region Frankreichs. Irgendwer wird des Schreibens aber auch dort mächtig gewesen sein. Ihm hätten die Kinder ihr Erlebnis diktieren können, solange die Erinnerung an diese phantastische Erfahrung noch frisch ist. Ich hätte es so getan …

Befremdlich erscheint auch das überlieferte Aussehen der himmlischen Gestalt, von der die Kinder nicht wussten, wer sie überhaupt ist. Dazu nochmal das “Ökumenisches Heiligenlexikon” von Joachim Schäfer, in dem wir unter dem Eintrag “Die Marienerscheinung von La Salette” lesen:

Die Gestalt trug ein langes weißes Gewand, eine gelbe Schürze, ein Halstuch und eine einfache Haube. Auf ihrem Kopf leuchtete ein Diadem und auf ihrer Brust ein Kreuz mit Hammer und Zange auf dem Querbalken, von dem aller Lichtglanz ausging. Wer die Frau war, wussten die Kinder nicht und sprachen später immer von der ‚schönen Dame‘ (…).”

Es ist schon irrwitzig, in diesem Himmelswesen die Mutter eines wahren Gottes zu sehen, die mit einer “strahlenden Lichtkugel” (nach: Gottfried Hierzenberger und Otto Neodomansky in ihrer Dokumentation “Erscheinungen und Botschaften der Gottesmutter Maria“, 2005) auf die Erde hernieder fliegt. Und dann überbringt sie noch dazu “Prophezeiungen”, die die Kinder dem ganzen Volk verkünden sollen, und die sich als falsch herausstellten. Nachdem sie Jahrzehnte später erst veröffentlicht wurden. Die Zeit scheint offenbar nicht gerade gedrängt zu haben.

Namen wie Sterne am Himmel

Dennoch soll sich das Wesen aus der Anderswelt bei ihren theologische Botschaften auf Jesus berufen haben. Persönlich vorgestellt hat sich auch in diesem Fall das überirdischen Wesen nicht wirklich korrekt. Es heißt, sie habe sich selber “Versöhnerin der Sünder” genannt oder diesen Titel bekommen. Was man vernachlässigen kann.

Der Theologe Dr. Gottfried Hierzenberger und Marienforscher Otto Nedomansky listen in ihrem Standartwerk über “Erscheinungen und Botschaften der Gottesmutter Maria” allein 178(!) “Selbstbezeichnungen und Würdentitel Marias” aus knapp über 900 Erscheinungen auf. Nicht mitgezählt jene, in denen sich das Wesen nicht vorstellte oder von den Sehern nur Titel wie “Dame” bekam. Genauso gut hätten sich die jeweiligen Anderswelt-Bewohner als Feen-Königin, “Erleuchteter”, Bewohner vom Sirius oder Engel Gottes vorstellen können.

Was diese meiner Überzeug nach auch je nach Kontext der kontaktierten Zeugen taten. Sofern sie sich überhaupt vorstellten.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Papst Franziskus in der irakischen Stadt Ur: Dort, wo Stammvater Abraham einst Kontakt zu Außerirdischen hatte? (+ Videos)

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Papst Franziskus in der irakischen Stadt Ur: Dort wo Stammvater Abraham einst Kontakt zu Außerirdischen hatte? (Bilder: WikiCommons & tagesschau.de / Montage: Fischinger-Online)
Papst Franziskus in der irakischen Stadt Ur: Dort wo Stammvater Abraham einst Kontakt zu Außerirdischen hatte? (Bilder: WikiCommons & tagesschau.de / Montage: Fischinger-Online)

Papst Franziskus war wieder unterwegs. Diesmal im Irak, wie es der TV-Zuschauer in verschieden Nachrichten sehen konnte. Eine kurze Reise von vier Tagen, bei der er auch die Stadt Ur besuchte und dort betete. Eigentlich eine uralte Stadt des Kulturlandes Mesopotamien, in der der laut Bibel Abraham geboren wurde. Der Stammvater aller Juden, Christen und Muslime. Doch kam es dort vor Jahrtausenden “klipp und klar” zu einem Kontakt von Abraham mit Außerirdischen? Denn das schrieb der Prä-Astronautiker Erich von Däniken dazu in einem Tweet, der sicher einige erstaunte. Was aber meinte er damit, wie kommt von Däniken zu dieser Aussage? Das und mehr erfahrt Ihr hier.


Papst Franziskus im Irak

Kürzlich flimmerten in die heimischen Wohnzimmer in den Nachrichten Neuigkeiten über Papst Franziskus. Der “oberste Hirte” der katholischen Kirche befinde sich derzeit auf einer Reise durch den Irak, träfe sich dort mit verschiedenen Vertretern des Glaubens und feierte mit den dortigen Christen Messen. Alles wie üblich verbunden mit dem Aufruf auf Frieden und einen Dialog zwischen den Religionen. In diesem Fall vor allem Christen und Muslime. Eine sogenannte “Apostolische Reise”, wie es die Kirche nennt, die vom 5. bis 8. März dauerte.

Der TV-Zuschauer oder Nachrichtenkonsument wird sich bei den Berichten über die Irak-Reise des Papstes sicher gedacht haben: “Mutig von ihm.” Denn die ganze Welt weiß natürlich über die Lage im Nahen Osten und hier speziell den Irak. Vielmehr wird sich der normale News-Konsument wohl nicht dabei gedacht haben. Auch nicht als Papst Franziskus die im Süden des Irak liegende Stadt Ur besuchte und dort bei einem interreligiösen Treffen für die Opfer von Terror und Krieg betete. Eine wichtige Kernaussage war, dass es keinen Frieden geben könne, wenn sich die Völker nicht “die Hand reichen”.

Zuschauer der üblichen Fernsehnachrichten (privat und öffentlich-rechtlich) werden es wohlwollend zur Kenntnis genommen haben. Und der ein oder andere mag sich dabei gefragt haben, was Ur denn für eine Stadt ist, das der “Heilige Vater” genau dort zu Gebet rief. Immerhin ist Ur in all den Jahren der Berichte aus dem Irak praktisch nie erwähnt worden. Mossul oder Bagdad kennt man – aber Ur?

Geschichtlich Interessierte oder bibelfeste Leser kennen Ur selbstverständlich. Auch die Internetseite der “Tagesschau” klärt dazu ihr Zielpublikum etwas auf:

Laut biblischer Überlieferung ist der Ort Ur in der Wüste des Südirak die Geburtsstätte Abrahams, des Stammvaters von Juden, Christen und Muslimen.”

Abraham aus Ur

Der Ort Ur ist kein Ort oder keine Stadt im eigentlich Sinn. Es ist eine uralte Stadt der Sumerer und späterer Kulturen Mesopotamiens, die schon vor 6.000 und mehr Jahren besiedelt war. Eine der wichtigsten Ruinenstätte des Landes überhaupt, dessen zentrales Heiligtum eine Zikkurat, eine Art Stufenpyramide, zu Ehren des Mondgottes Nanna bildete. Wie bei vielen uralten Städten im Zweistromland. Am bekanntesten ist hier wohl der “Turm von Babel”, den man unter anderem aus dem Alten Testament kennt.

Aber auch die Stadt Ur ist im Alten Testament zu finden. Hier sei der Überlieferung im Buch Genesis nach der legendären Patriarch Abraham geboren. Der Stammvater von Juden, Christen und Muslimen. Und natürlich ist das auch dem Vatikan bzw. Papst Franziskus bekannt, weshalb genau diese geschichtliche Stätte für einen Besuch ausgesucht wurde. So sagte der Papst in Bezug zu Abraham bei seinem Gebet in Ur auch:

Dass wir uns heute hier auf seinen Spuren befinden, dies möge ein Zeichen des Segens und der Hoffnung sein für den Irak, für den Nahen Osten und für die ganze Welt.

Eine schöne Geste, ein nettes Zeichen, werden die meisten Gläubigen sicher denken. Nicht aber der Religionskritiker und Prä-Astroauntik-Autor Erich von Däniken. Er setzte am 7. März einen auf den ersten Blick sehr seltsam erscheinen Tweet bei Twitter ab:

Mit “Mosur” meinte Erich von Däniken Ur. Aber wieso soll dort Abraham “klipp und klar Kontakt zu Außerirdischen” gehabt haben? Und wieso sollen das der Papst und der irakische Ministerpräsident wissen? Was hat das damit zu tun, dass unsere Religionen “auf die Rückkehr der Götter vorbereitet” werden, womit von Däniken natürlich die antiken Raumfahrer meint? Die Ancient Aliens, wie man sie heute nennt.

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Kontakt zu Astronautengöttern?

Nun, ob “der Papst wie auch Iraks Ministerpräsident wissen”, dass Abraham in Ur einst Kontakt zu Astronautengöttern hatte, wissen wir natürlich nicht. Woher auch, da Papst Franziskus dies bisher nirgendwo kundtat. Ob die heutigen Religionen auf die Wiederkehr dieser Raumfahrer der Antike, die einst für “Götter” gehalten wurden, “vorbereitet” werden, wissen wir ebenso wenig. Zu vermuten ist es durchaus. Aber nur dann, wenn wir der Meinung sind, dass die Götter der alten Überlieferungen einschließlich des biblischen “Gott” auch wirklich Außerirdisch waren. Dann allerdings, davon bin ich überzeugt, reicht es nicht nur die aktuellen Religionen auf deren Rückkehr vorzubereiten.

Von Däniken spricht von “klipp und klar”, was suggeriert, dass es für seine kühne Behauptung Beweise habe. Beweise dafür gibt es aber nicht. Sehr wohl aber finden sich in den alten Texten und Mythen Hinweise darauf, dass Abraham tatsächlich Kontakt mit diesen Außerirdischen des Altertums in Ur gehabt haben könnte. Sehr ausführlich habe ich das schon in meinem Buch “Götter der Sterne” analysiert und diskutiert.

Denn, wie Ihr in diesem Blog Artikel HIER umfangreich nachlesen könnt (s. zweite Video unten), laut diesen Schriften hatte Abraham einst Kontakt mit fremden Wesen, die ihn mit in den Himmel nahmen. Zu einer Raumstation von Außerirdischen! So erstaunlich das klingt, so ist es eine Tatsache, das die entsprechende Überlieferung über diese “Himmelsreise” des Stammvaters genauso interpretiert werden kann. Ob es deshalb wahr ist, wissen wir leider nicht.

In der Bibel findet sich dieser Bericht übrigens nicht. Das altjüdische Buch außerhalb der Bibel, ein Apokryph, nennt sich “Apokalypse des Abraham“. Im zweiten Video unten aus dem Jahr 2012 gehe ich auf dieses Thema genauer ein.

Feuer vom Himmel

Unheimliches ereignete sich aber auch bei der Berufung des Abraham durch den angeblichen “Gott” an sich. Wie im ersten Video unten zusammengefasst, machte hier laut den alten Überlieferungen das Himmelswesen kurzen Prozess mit Terach, dem Vater von Abraham. Dieser war treu des Glaubens seiner Heimat ein Anhänger diverser Götter Mesopotamiens. Er soll sogar seinen Lebensunterhalt damit verdient haben, entsprechende “Götzen” herzustellen.

Nach der Überlieferung war dieser Mann den Plänen “Gottes” offenbar im Weg. So wurde er bei der Berufung des Abraham kurzerhand ermordet. Durch Feuer vom Himmel wurden er, sein Haus und seine ganze Habe dem Erdboden gleich gemacht. Nun konnte Abraham seine Heimat Ur verlassen und seine Mission im Auftrag seines himmlischen Herrn erfüllen, wie es auch die Bibel weiter erzählt. Wenig verwunderlich ist hierbei, dass sich diese Episode über die Ermordung des Terach durch “Gott” nicht in der Bibel erwähnt wird. Dort finden sich – wenn überhaupt – widersprüchliche Angaben über den Tod von Abrahams Vater.

Genau diese nicht-biblichen Überlieferungen aus den sogenannten Apokryphen sind es, auf die Erich von Däniken in seinem Tweet anspielt. Faszinierende Geschichten einer längst vergangenen Zeit.

Videos zum Thema

Video vom 18. Februar 2020 auf Mystery Files

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Video vom 12. Juli 2012 auf Mystery Files

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Erneute Debatte und Uneinigkeit in der Kirche: Was ist wenn “Perseverance” auf dem Mars Leben findet – oder wir eines Tages intelligentes Leben im All? (+ Video)

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Debatte und Uneinigkeit in der Kirche: Was ist wenn Perseverance auf dem Mars Leben findet - oder wir eines Tages intelligentes Leben im All? (Bilder: NASA & PixaBay / Montage: Fischinger-Online)
Debatte und Uneinigkeit in der Kirche: Was ist wenn “Perseverance” auf dem Mars Leben findet – oder wir eines Tages intelligentes Leben im All? (Bilder: NASA & PixaBay / Montage: Fischinger-Online)

Am 18. Februar landete der neue NASA-Rover “Perseverance” erfolgreich auf dem Mars. Die Suche nach aktuellem oder einstigen Leben auf dem Mars kann beginnen. Und vielleicht wird die Mission “Mars 2020” der NASA tatsächlich Erfolg haben, und wir wissen bald alle, dass es Leben im All gibt. Für Naturwissenschaftler und alle Weltraum-Freunde eine enorm spannende Mission. Doch das ist sie auch für gewissen Kreise der katholischen Kirche, die sich immer wieder die Frage stellen muss, was ist, wenn es außerirdisches Leben oder sogar andere Intelligenzen im Kosmos gibt? Welche Auswirkungen hat das auf deren Lehren, den Gedanken des Jesus als Erlöser oder die Stellung der Menschheit? Dazu erschien jüngst ein aufschlussreiches Interview, dass diese Probleme deutlich macht. Und doch nur an der Oberfläche kratzt, wie Ihr hier lesen könnte. Brauch die Kirche eines Tages sogar Missionare im All?


Leben auf dem Mars – Leben überall?

Wohl in keinem Gebiet des menschlichen Geistes kann man soviel spekulieren, wie bei der Frage nach Leben im Universum, andere Zivilisationen und Aliens allgemein. Immerhin ist der Kosmos groß genug und bietet damit reichlich Platz für die kühnsten Ideen und Phantasien. Von grandiosen Science-Fiction bis zu Feststellung, das wir vollkommen alleine im All sind. Letztere Ansicht teilen wohl die wenigstens naturwissenschaftlich informierten Menschen.

Erneut steht bekanntlich wieder der Mars im Fokus der Suche nach den Aliens. Mit der Mission “Mars 2020“, über die ich bereits im Januar 2020 in diesem YouTube-Video HIER berichtete. Dieser Mars-Mission der NASA mit ihrem Rover “Perseverance” könnte es tatsächlich gelingen zu beweisen, dass es auf dem Planeten Mars Leben gibt. Oder einstmals gab. Allerdings wurde das auch schon Mitte der 1970er Jahre von den beiden Missionen “Viking” der NASA gesagt, die auf dem Roten Planeten erfolgreich landeten. Auch diese Lander, stationäre Labore ohne Rover, suchten nach Leben oder wenigstens Spuren von diesem. Vergeblich, wie zumeist gesagt wird.

Findet “Perseverance” Leben auf unserem Nachbarplaneten, ändert das grundsätzlich erstmals alles. Alles in dem Sinne, dass der wissenschaftliche Beweis erfolgt ist, dass es auch außerhalb er Erde Leben gibt oder gab. Spätere Missionen könnten zusätzlich belegen, dass es auch an anderen Orten in unserem Sonnensystem Leben gibt. Etwa auf dem Jupiter-Mond Europa. Doch das ist noch Zukunftsmusik und könnte eines Tages wieder alles ändern.

Für die katholische Kirche und das Christentum mit ihren Heilslehren und biblischen Dogmen ändert die Entdeckung von Leben auf dem Mars ebenso alles. Obwohl es dort natürlich keine Alien-Zivilisationen gibt, sondern dieses Leben nur aus Mikroorganismen bestünde. Dennoch würde die Kirche vom Grundsatz her zwei Fragen stellen, die sich identisch wohl auch die Wissenschaft oder NASA stellen würden:

  1. Stammt dieses Mars-Leben ursprünglich von der Erde, oder entwickelte es sich unabhängig von unserer Welt? (Oder kommt das irdischen Leben sogar vom Mars? Denn auch das ist möglich.)
  2. Ist also Leben – auch intelligentes – der Normalfall im riesigen Kosmos, wenn schon mindestens zwei Welten in nur einem System Leben tragen oder trugen?

Mars-Leben: Ein Problem für Christen?

Hitzige Debatten werden dem Nachweis von Leben auf dem Mars folgen, die genau diese Fragen behandeln.

Naturwissenschaftler wie Exobiologen werden jubeln. Schlaue Köpfe werden wiedereinmal die Drake-Gleichung heranziehen, mit der theoretisch die Anzahl von außerirdischen Zivilisationen berechnet werden kann, und neue statistische Wahrscheinlichkeiten errechnen. Immerhin kann man mit dieser Formen oder Gleichung grundsätzlich jede Anzahl von Zivilisationen im All berechnen. Von nur einer, uns hier auf der Erde, bis Millionen bewohnter Welten. Ein Nachweis von Mars-Leben macht entsprechende Berechnungen aber durchaus genauer. Schließlich sind die meisten der Faktoren der Drake-Formel reine Schätzwerte.

Als eine Art “Faustformel” muss man immer bedenken, dass es ein gewaltiger Schritt von Mikroorganismen auf dem Mars oder einem Mond bis zur einer außerirdischen, intelligenten Spezies ist. Eine lebendige Bakterie im kargen Wüstenboden des Mars ist noch kein intelligenter Außerirdischer auf einem anderen Planeten, der vielleicht sogar in einem UFO herum fliegt.

So fragte auch das “Domradio” aus Köln, ein vor allem in Deutschland sehr bekannter christlicher Radiosender, ob es zwischen Leben auf dem Mars und dem Christentum “ein Problem” geben würde. In einem Interview am 24. Februar mit Dr. Christian Weidemann, dem wissenschaftlichen Mitarbeiter am Lehrstuhl für philosophisch-theologische Grenzfragen der Ruhr-Universität in Bochum. Wenn “Perseverance” Leben finden würde, so Weidemann, würde das für den christlichen Glauben ersteinmal “gar nichts bedeuten”. Immerhin könnte es sein, “dass sich das Leben mit Meteoriten im Sonnensystem verteilt hat”. Damit hätten irdisches Leben und Mars-Leben vielleicht “einen gemeinsamen Ursprung”. Theologisch und philosophisch sei dies kein Problem für die Gläubigen der Kirche, meint Weidemann.

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Doch auch wenn sich dieses Leben unabhängig entwickelt hätte, wäre es nicht allzu problematisch. Selbst wenn dies bedeuten würde, dass “Leben im Universum relativ weit verbreitet ist”. Weidemann:

Die Verbreitung von Leben als solchem ist theologisch auch noch relativ unverdächtig. Man hätte dann vielleicht eine Erklärung, warum das Universum so groß ist.

Wenn es überall Leben gibt, kann man sagen, Gott hat vielleicht gewollt, dass es ein sehr vielfältiges Leben gibt, das sich im Universum verteilt. Aber man hätte auch ein Argument dafür, dass auch intelligentes Leben im Universum verbreiteter ist. Intelligentes Leben wirft theologisch eine Reihe von Problemen auf.

Und genau diese “Reihe von Problemen” sind jene nach der Frage nach Erlösung, Sünde und Jesus als Erlöser dieser Aliens, die ich bereits in einem früheren Artikel HIER ausführlich diskutiert habe. War Jesus etwa auch auf anderen Planeten in Alien-Form? Auch Weidemann sieht das in seinem Interview sehr ähnlich. Er geht davon aus, dass auch außerirdische Intelligenzen “Sünder” sind, die “erlöst” werden müssen. Darin würden sie den Menschen ähneln:

Es gibt wenig Grund anzunehmen, dass – wenn es anderes intelligentes Leben gibt – es sich dabei nicht auch um Sünder handelt. Und wenn es sich um Sünder handelt, dann ist dieses Leben auch erlösungsbedürftig. Dann haben wir das Problem, dass nach christlicher Vorstellung Jesus Christus für die gesamte ‘Welt’ gestorben ist.

Sündige Außerirdische

Mit “Welt” könnte nach Weidemann “Kosmos” gemeint gewesen sein. Dies würde bedeuten, dass Jesus Christus vor 2.000 Jahren auf irgendeinem Planeten in irgendeiner Galaxis in irgendeiner Stadt (Jerusalem) durch seine Kreuzigung das gesamte Universum erlöst hat? Wissen die Außerirdischen überhaupt davon? Denn auch Weidemann sieht die offensichtlichen Probleme mit dieser Heilslehre eines Erlösers namens Jesus. “Aber wenn der Kosmos eng besiedelt ist, wäre es sehr unwahrscheinlich, dass das Heil des gesamten Kosmos von der Erde ausgeht”, gibt er ganz richtig zu bedenken.

Nach Meinung von Weidemann sei dies ein Rückfall in den Geozentrismus. Also die Lehre, dass die Erde und damit die Menschheit der Mittelpunkt des Universums sind. Eigentlich wurde diese seit Kopernikus ad acta gelegt. Natürlich nicht bei allen Menschen und bei allen Gläubigen. Dazu später mehr. Weidemann spricht in diesem Kontext von einem “Heils-Geozentrismus”, den er für unplausibel hält, wie den eigentlich Geozentrismus an sich. Fraglos werden die meisten Mystery Files-Leser dem uneingeschränkt zustimmen. Weidemann führt aus:

Was ist mit dem Heil von Menschen, die nie von Jesus erfahren haben und zwar ohne eigene Schuld? Also entweder, weil sie zu früh gelebt haben oder weil sie an zu entfernen Stellen der Erde gelebt haben. Was ist mit der Erlösung von diesen Menschen?

Da hat die Kirche sich ja auch schon bewegt. Das heißt, dass die Kenntnis der Heiligen Schrift oder die Kenntnis des Lebens Jesu Christi wird nicht für das individuelle Heil als notwendig erachtet. Da hat man dogmatisch schon Justierungen vorgenommen. Man müsste ähnliche, vielleicht aber noch radikalere Justierungen vornehmen, wenn man tatsächlich intelligentes Leben im Universum fände, oder zumindest falls man gute Anhaltspunkte hätte, dass es sehr, sehr weit verbreitet ist im Universum.”

Erstaunliche Aussagen, die es früher in der Kirche so nicht gab. Man denke nur an die Eroberungen der Kontinente und vieler anderer Regionen der Welt im Zeichen des Kreuzes (und Schwertes). Hier wollte man mit Bibel und Schwert den “Heiden” das Christentum lehren, um diese “zu erlösen”. Jetzt also brauch ein Mensch gar nichts mehr von Jesus und der Bibel wissen, um sein Seelenheil zu finden. Eine radikale Kehrtwende zu früheren Ansichten der Kirche.

Alien-Erlöser Jesus Christus?

Im Zuge der anstehenden ersten Mondlandungen wurde damals sogar die Frage laut, ob wir eines Tages christliche Missionare im All benötigen, um die Außerirdischen zu erlösen. Darüber berichtete ich schon 2015 in einem Video auf YouTube, das ich am Ende nochmal angefügt habe.

Zumal schon der gesunde Menschenverstand einem sagen muss: Wenn ein Mensch am Tag der Geburt von Jesus Christus stirbt, hat er seine angebliche “Erlösungslehre” nie erfahren. Er konnte es gar nicht. Wäre dieser also “verdammt”?

Der Theologe Dr. Hannes Bräutigam sieht diese Probleme sehr ähnlich. Er schrieb seine Doktorarbeit mit dem Titel “Das Kreuz mit den Aliens” genau zu diesen Fragen. “Nicht jedes Selbstverständnis des christlichen Glaubens ist mit außerirdischer Intelligenz vereinbar”, ist sich Bräutigam sicher. So stelle sich die fundamentale Frage, ob die Kreuzigung Jesus als Erlösung der Menschen tatsächlich der einzige Weg zur Erlösung ist oder überhaupt sein kann. Genau das ist aber die Kernlehre der katholischen Kirche. Jesus wäre dann nicht mehr der einzige Erlöser und Heilsbringer. Oder Jesus ist auch auf anderen Planeten erschienen. Oder wird es noch. Vielleicht war es auch jemand ganz anders, der diese Außerirdisches erlöst hat.

Wahrscheinlich würden einige Dogmen der kirchlichen Heilslehre, etwa die (erfundene) Erbsünde von Adam und Eva, auf anderen Welten überhaupt nicht mehr greifen, ist auch Bräutigam sicher. Immer vorausgesetzt, dass Außerirdische “Sünder” sind …

Ein Schock für Christen?

Als 2020 Spekulationen aufkamen, dass in der Atmosphäre der Venus vielleicht Leben existiert (s. Videos HIER), berichtete auch das christliche Magazin “pro” darüber. Befragt wurde dazu am 16. September 2020 auch der Theologe Thorsten Dietz von der Evangelischen Hochschule Tabor in Marburg: “Was würde es für Christen ändern, wenn es auch anderswo Leben gäbe?” Dietz ist sicher, dass außerirdisches Leben für Christen ein Schock wäre. Auch wenn, so führte er damals aus, es niemals zu einem Kontakt mit anderen Intelligenzen kommen würde. Das All sei zu groß, die Lichtgeschwindigkeit eine Grenze und deshalb “wird es niemals das Jahr des ersten Kontakts geben”, sagte Dietz pessimistisch. Ob er damit Recht hat, ist mehr als zweifelhaft!

Einige Gläubige werden die Sache mit intelligentem Leben im All recht einfach handhaben. Diese Außerirdischen werden in deren Augen schlicht Dämonen sein. Sie wären keine Geschöpfe Gottes, sondern Handlager des Teufels, womit man sich auch keine Gedanken machen muss, ob Jesus diese erlöst habe. So erstaunlich es klingt, aber einige Christen oder “Gläubige” sehen das schon jetzt als Tatsache, wenn sie auf das Thema UFOs und Aliens blicken. UFOs sind dämonische Manifestationen des Satan, glauben diese. Mutmaßlich Aliens in diesen Objekten damit auch nur Dämonen des Bösen und Kreaturen, die die Menschen in die Irre leiten wollen. Erde und Mensch bleiben das Zentrum von allem. Mir selber als Autor, YouTuber und Blogger wird genau das immer vorgeworfen, da ich mich bekanntlich seit 31 Jahren mit dieser Thematik beschäftige.

Eine ganz einfache “Lehre” dieser angeblichen Christen. Damit wäre das Thema andere Wesen im All bequem abgeschmettert und diese Menschen müssen sich keine Gedanken über ihre biblischen Lehren und Heilsversprechungen mehr machen. Oder sie sogar hinterfragen.

Video zum Thema

Video vom 28. Januar 2015 auf Mystery Files

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Sensation oder Glaube? Archäologe will das Elternhaus von Jesus in Nazareth entdeckt haben

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Sensation oder Glaube: Archäologe will das Elternhaus von Jesus in Nazareth entdeckt haben
Sensation oder Glaube: Archäologe will das Elternhaus von Jesus in Nazareth entdeckt haben

Kam es in Israel – im Heiligen Land – zu einer sensationellen Entdeckung der Archäologie? Oder ist hier mehr Glaube als Tatsache im Spiel? Ein Archäologe zumindest vermutet, dass er das Elternhaus von Jesus Christus in Nazareth gefunden hat. Eine uralte Pilgerstätte, deren archäologische Hinweise seiner Meinung nach deutlich darauf schließe lassen, dass es sich bei dem entdecken Wohnhaus aus aus dem 1. Jahrhundert um das Haus Joseph und Maria handeln könnte.


Jesus und das Heilige Land

Reist man durch das Heilige Land, so trifft man auf Schritt und Tritt archäologische Stätten, die direkt mit Szenen und Ereignissen aus der Bibel in Zusammenhang gebracht werden. Das beginnt schon mit Berichten und Personen aus Alten Testament. Beispielsweise kann man in Jerusalem das angeblich echte Grab des legendären König David besuchen. Es ist leer – und dass dieser Herrscher jemals in der überlieferten Form existierte, ist archäologisch nicht belegt.

Dennoch finden sich in allen Ecken des Landes Stätten, an denen irgendwelche biblisch-historischen Ereignisse stattgefunden haben sollen. Reisende und Gläubige können zahllose theologisch bedeutungsvolle Orte besuchen. Zum Beispiel: Das Grab der Maria, den Raum, in dem Jesus das „Letzte Abendmahl“ abhielt, die Ruinen des Hauses von Petrus (hier soll Jesus auch über das Wasser gelaufen sein), den Ort der Taufe von Jesus, die Synagoge, in der Jesus als Kind die Schriftgelehrten mit seinem Wissen verblüfft haben soll, den „Dornbusch“ des Moses am Sinai, das Haus Marias in Nazareth bzw. „Verkündigungsbasilika“, die Krippe Jesus, das Grab Adams, den Ort der wundersamen „Speisung der 5.000“, den Kreuzweg und natürlich das Grab und die Hinrichtungsstätte von Jesus …

Elternhaus von Jesus in Nazareth entdeckt?

Spricht man vor Ort mit Pilgern und Gläubigen, haben die allermeisten Menschen keinen Zweifel, dass diese Orte und Plätze authentisch sind.

Aktuell reiht sich in diese (nicht vollständige) Liste heilige Stätten eine Meldung ein, die besagt, dass das Haus von Jesus Christus in Nazareth gefunden wurde. Gemeint ist damit das Elternhaus von Jesus, in dem er seine Jugend und frühe Kindheit verbracht hat. Verantwortlich für diese Entdeckung ist der Archäologe Professor Ken Dark, Professor an der Reding Universität“ in Großbritannien. Fündig wurde er unterhalb des Klosters „Der Schwestern von Nazareth“ im Zentrum von Nazareth in Israel. Hier liegen die Ruinen eines Wohnhauses aus dem 1. Jahrhundert, die bereits seit den 1880er Jahren bekannt sind und von den Ordensschwestern 50 Jahre lang selber ausgegraben wurden. Seit 14 Jahren forscht und gräbt nun auch der Archäologe Dark an diesem Ort, uns ist sicher, dass  es „ein typisches Familienhaus“ au der Zeit Jesus war, wie er „CBS News“ im Interview sagte. Jahrzehntelang habe die Archäologie diesen Ort als „unbedeutend“ ignoriert.

Das Haus selber sei seiner Meinung „nicht ungewöhnlich“ für diese Zeit. „Es ist nicht erbärmlich arm, aber es gibt auch keine Anzeichen für großen Reichtum“, so der Forscher. Mit Blick auf die Kindheit Jesus ist er überzeugt:

Es gibt es keinen Grund zu der Annahme, dass er in etwas anderem als einem sehr typischen ländlichen Haus in Galiläa seiner Zeit aufgewachsen ist.

Jesus lebte gewöhnlich-langweilig

Damit wäre dieses Wohnhaus also fast schon gewöhnlich-langweilig. Dark verweist weiter auf dem Umstand, dass um das Jahr 380 hier bereits eine gewaltige und kunstvoll ausgebaute christliche Kirche gestanden habe, die als „Kirche der Ernährung“ bekannt war. Mit dieser Bezeichnung wäre die Erziehung, Pflege und eben Ernährung des kleinen Jesus von Nazareth durch seine Eltern Maria/Madonna und Joseph gemeint. Dies unterstreiche, dass „dieser besondere Ort als wirklich wichtig angesehen wurde“. Dark vergleicht dies mit der kleineren „Verkündigunskirche“ von Nazareth. Diese wurde über dem Ort errichtet „von dem sie glaubten, der Engel hätte Maria gesagt, dass sie Jesus bekommen  würde“. Was immer auch hier gelegen habe, es war „vermutlich genauso wichtig wie die Verkündigungskirche“, ist Dark überzeugt.

Trotz der mutmaßlichen Bedeutung der Stätte, erhielt sie bisher fast keinerlei Aufmerksamkeit. Die Forschungen von Dark, die von der Vorgesetzten des Klosters, Mère Giraud, geleitet und initiiert wurde, könnten das jetzt ändern. Zumal er erst im September 2020 dazu sein Buch „The Sisters of Nazareth Convent“ veröffentlichte, in dem er der akademischen Fachwelt weitere „Beweise“ für seine These präsentiert.

Denn nicht nur der Umstand, dass hier spätestens in 4. Jahrhundert eine „Kathedrale“ über diesen Ort erbaut wurde, spricht für die Deutung als Haus der Familie von Jesus, ist er sicher. Auch die ungewöhnliche Gewöhnlichkeit des Wohnhauses sowie die Tatsache, dass hier ein Fachmann am Bau beteiligt war, spräche seiner Meinung nach dafür. Immerhin ist aus dem Neuen Testament bekannt, dass Joseph, der Vater von Jesus, ein „Handwerker“ war. Obwohl fälschlicherweise bis heute schon die Kinder in der Schule lernen, er sein ein „Zimmermann“ gewesen. Eine falsche Übersetzung der entsprechenden Passagen der Bibel, wie man heute weiß. Tatsächlich bedeutet das entsprechende Wort „Tekton“ mehr als „nur“ ein Zimmermann und schloss handwerkliche Berufe – auch beim Bauhandwerk – wie „Bauhandwerker“ oder „Maurer“ mit ein. Dark dazu:

Wer auch immer das Haus baute, hatte ein sehr gutes Verständnis für die Steinbearbeitung. Das würde mit dem Wissen übereinstimmen, das wir von jemandem erwarten würden, der als Tekton bezeichnet werden konnte.“

Vielleicht ja, vielleicht nein

Bereits 2015 war der Archäologieprofessor sicher, dass er hier wirklich das Elternhaus von Jesus ausgegraben habe. Auch wenn ihm, wie er deutlich in seinem Artikel „Has Jesus’ Nazareth house been found?“ in „Biblical Archaeology Review“ (März/April 2015), die Beweise fehlen. Er schrieb damals:

War dies das Haus, in dem Jesus aufgewachsen ist? Es ist aus archäologischen Gründen unmöglich zu sagen. Andererseits gibt es keinen guten archäologischen Grund, warum eine solche Identifizierung unberücksichtigt gelassen werden sollte. Was wir sagen können ist, dass dieses Gebäude wahrscheinlich der Ort war, an dem die byzantinischen Kirchenbauer glaubten, Jesus habe seine Kindheit in Nazareth verbracht.“

Im Grunde also reine Spekulation, an der sich seit diesen Worten vor fünf Jahren nichts änderte. Gegenüber „CBS News“ gibt Ken Dark zu:

Sie werden keine Inschrift finden, die besagt, dass dies das Haus Jesu ist. Selbstverständlichgibt es keine blinkenden Lichter, die sagen, ‚hier lebte Jesus‘ (…)

„Einerseits können wir einen völlig plausiblen Fall vorbringen, dass dies das Zuhause von Jesus in seiner Kindheit war. Andererseits können wir beweisen, dass dies über den Rahmen der Beweise hinausgeht. Es ist fraglich, ob es jemals möglich sein würde, dies zu beweisen.“

Und er ergänzt:

Ich bin Archäologe. Ich erfinde keine Geschichten, ich arbeite Beweise aus. Was vor Ort ist, ist sehr konsequent und sehr überzeugend.“

Was also sind die wirklichen Fakten?

Die sind schnell zusammengefasst: Hier liegt ein Familienhaus aus dem 1. Jahrhundert nach Christus, das einer normalen Durchschnittsfamilie gehörte. Sie war weder bettelarm noch besonders reich. Sie konnte es sich aber leisten einen qualifizierten „Bauhandwerker“ beim Bau anzustellen oder der Hausherr selber war eben ein solcher, der hier in Eigenleistung (mit)arbeitete. Folgende Generationen sahen über 300 Jahre nach dem Tod von Jesus dieses Wohnhaus als etwas Besonderes und Heiliges an und errichteten darüber eine große Kirche. Diese stand der Kirche der Verkündung in Nazareth in nichts nach. Also jenem Ort, an dem ein „Engel“ Maria erschien und ihr sagte, dass die mit Jesus schwanger werden würde.

Damit stehen oder standen beiden Gotteshäuser an Orten, an denen nur geglaubt wurde, dass es diese sind. Nicht anders wie der Petersdom im Vatikan, der angeblich auf dem Grab von Petrus, dem ersten Papst, steht. Auch hier fehlen die unwiderlegbaren Beweise.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Erich von Däniken im Video-Interview: Über Verluste in Corona-Zeiten, seinen 85. Geburtstag, die Außerirdischen und sein kommendes Buch (Videos)

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Erich von Däniken im Video-Interview - Über Verluste in Corona-Zeiten, seinen 85. Geburtstag und die Außerirdischen (Bild: Screenshot Jungfrau Zeitung)
Erich von Däniken im Video-Interview – Über Verluste in Corona-Zeiten, seinen 85. Geburtstag und die Außerirdischen (Bild: Screenshot Jungfrau Zeitung)

Am 14. April dieses Jahrs wurde die Prä-Astronautik-Legende Erich von Däniken 85 Jahre alt. Seit seinem ersten Weltbesteller vor 52 Jahren ist er “das Gesicht” der Prä-Astronautik und der Welt der Ancient Aliens. Und er arbeitet derzeit an seinem 43. Buch, das im Herbst 2020 erscheinen soll. Wie auf diesem Blog bereits berichtet traf Corona auch von Däniken und seine Arbeit, so dass viele Pläne gestrichen werden mussten. So nutze die “Jungfrau Zeitung” aus der Schweiz die Anwesenheit des unermüdlichen Astronautengötter-Jägers in seinem Büro für ein Video-Interview. Ein fast halbstündiges lockeres Gespräch mit der Talkmaster-Legende Matthias Mast, das nun online erschienen ist. Zusätzlich findet Ihr hier ein Video, das anlässlich seines Geburtstages am 14. April bei Fischinger-Online auf YouTube erschien.


85 Jahre: Erich von Däniken

Wer hätte im Februar 1968, als Erich von Däniken sein erstes Buch “Erinnerungen an die Zukunft” erschien, gedacht, dass er 52 Jahre später noch immer “seinen Göttern der Sterne” nachjagt? Am wenigsten wohl von Däniken selber, der derzeit an seinem 43. Buch arbeitet. Schwerpunkt sollen die Rätsel und offenen Fragen der Evolution sein, wie er verschiedentlich bereits anklingen ließ.

Wie HIER berichtet, traf das Corona-Virus bzw. die damit verbundenen Maßnahmen und Einschränkungen auch die Arbeit von Däniken. Und das härter als gedacht, wie er jetzt in einem Video-Interview mit der Schweizer “Jungfrau Zeitung” verriet.

Das Interview ging am 17. April online. Dazu heißt es:

Einer der bekanntesten Autoren der Schweiz stellt sich in seinem Unterseener Büro den Fragen von Matthias Mast. Erich von Däniken spricht von persönlichen finanziellen Verlusten in der aktuellen Krise, dem ‘Blob’ oder dem speziellen Geburtstagsbrief aus dem Vatikan.

Wer keine Probleme mit dem Schwizerdütsch hat, findet das Video HIER.

Nachstehend findet Ihr auch ein Video von meinem YouTube-Kanal, das anlässlich seines 85. Geburtstages erschien, und bisher nicht auf diesem Blog zu sehen war.

Bleibt neugierig …

Video vom 14. April 2020 auf Fischinger-Online

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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