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Vor 142 Jahre starb Bernadette Soubirous, die Seherin von Lourdes: Von Geistern, Marienerscheinungen und seltsamen Lichtwesen

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Bernadette Soubirous und die angeblichen Marienerscheinungen von Lourdes (Bild: gemeinfrei)
Bernadette Soubirous und die angeblichen Marienerscheinungen von Lourdes (Bild: gemeinfrei)

Vor 142 Jahren starb am 16. April 1879 die christliche Seherin Bernadette Soubirous. Ihr erschien mehrfach in einer Grotte bei Lourdes eine strahlende Erscheinung, die von der katholischen Kirche als echte und reale Marienerscheinungen anerkannt sind. Heute ist das französische Lourdes einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte der Kirche und Soubirous selber als “Heilige” anerkannt. Dabei werden die wundersamen und strahlenden Erscheinungen der angeblichen Mutter Gottes im Jahr 1858 weit mehr Fragen auf, als diese beantworten. Welche das sind, und warum die Auserwählte Soubirous selber nie sagte, dass ihr die “Jungfrau Maria” erschien, erfahrt Ihr hier.


Marienerscheiungen und sonstige Lichtwesen

In Überlieferungen und Erzählungen, die einen Zeitraum von tausenden von Jahren umspannen, tauchen immer wieder seltsame Wesen auf. Lichtwesen, Engel, Feuermänner, Jungfrau Maria, Feen, leuchtende Jungfrauen, Elfen, Geister oder auch gleich Gott werden diese in den unterschiedlichen Geschichten genannt. Gesehen worden seien diese Erscheinungen vor Jahrtausenden ebenso wie in der Moderne. Und das in aller Welt.

Lediglich in der Deutung, was genau die Natur oder Herkunft dieser Wesen ist, unterscheiden sich die Schilderungen. Der Kern bleibt oft gleich bis identisch. Wobei es auch auffällige Unterschiede in den überlieferten Sagen, Schriften, Märchen und Mythen gibt. Zum Beispiel die sogenannten “Feuermänner”. Stahlende und brennende und damit hell leuchtende Erscheinungen, die sich in alten Erzählungen in ganz Europa wiederfinden. Nicht selten soll es dabei vorgekommen sein, dass Orte, an denen sich diese erschreckenden Erscheinungen zeigten, von Menschen und Tieren nicht passiert werden konnten. Etwa Kutschen.

Es müssen nicht immer irgendwelche Unholde oder böse Geister dafür verantwortlich sein, dass Kutschfahrten plötzlich unterbrochen wurden. Selbst Erscheinungen, die man als Engel bezeichnen könnte, trieben ihr Spiel an magischen Orten mit den Reisenden.

Drei leuchtende Jungfrauen in Bayern

So geschehen angeblich im “Erdinger Moos” in Bayern seit alten Zeiten “Irrlichter” umher, über die zahlreiche Sagen und Geschichten kursieren. Eine davon handelt von dem Kutscher Stangl Nazi (der heißt tatsächlich so), der von München kommend diese Gegend durchquerte. Und plötzlich eine unheimliche Begegnung hatte, die beispielsweise Fritz Fenzl in “Der Teufelsritt” mit folgenden Worten wiedergibt:

“Plötzlich wurde er auf seinem Kutschbock hellwach.

Denn er sah auf einer Säule drei Jungfrauen stehen, die waren in weiße, wallende Gewänder gehüllt, sahen schön, erhaben und geheimnisvoll aus, noch dazu, da sie eine höhere Macht des Überirdischen in hell gleißendes, blendendes Licht getaucht heilt. (…)

Mein Gott, wie erschrak der Nazi da! Die Jungfrauen blieben ruhig, erhaben und schön und sahen ihn unverwandt an, mit Blicken wie aus einer ganz anderen Welt.

Auch die Pferde waren derart erschrocken ob der Gespenster, dass sie erst wie erstarrt dastanden, ausharrten und nicht von der Stell zu bewegen waren.”

Erst nachdem der Mann seine Pferde mit aller Gewalt dazu bewegen konnte weiter zu laufen, sah er sich später nochmals um. Die engelhaften Lichtwesen waren da schon fort.

Bernadette Soubirous und die Erscheinungen von Lourdes

Wäre in diesem Fall nur eine derartige weiße und strahlende “Jungfrau” auf so wundersame Weise erschienen, so bin ich überzeugt, hätte man diese vielleicht als “Marienerscheinung” gedeutet. Nicht als “Gespenst”, wie in dieser Erzählung.

Vielleicht ähnlich, wie in der katholischen Wallfahrtsstätte Lourdes in Frankreich.

Dort soll ab dem 11. Februar 1858 die himmlische “Jungfrau Maria” dem 14-jährigen Mädchen Bernadette Soubirous mehrfach in einer Grotte erschienen sein. Insgesamt 18-mal an unterschiedlichen Tagen, zu der teilweise zehntausende Neugierige pilgerten. Gesehen hat die leuchtende “Dame” nur die Seherin Soubirous selbst. Die Erscheinung selber sei wie bei den meisten Erscheinungen dieser Art weiß, hell und voller Licht gewesen. Gekleidet “in weißen Gewändern”, in “überirdischen Licht” oder auch mit einem “weißen Kleid”. Ein Hauptanliegen der leuchtenden Figur war, dass das Mädchen zu den Priestern gehen solle, um am Ort der Erscheinungen den Bau einer Kapelle zu veranlassen. “Geh und sag den Priestern, dass ich hier eine Kapelle errichtet habe will”, befahl die Erscheinung dem Mädchen.

Für die katholische Kirche sind oder waren diese Erscheinungen Realität und sie hat Lourdes als Wallfahrtsstätte längst anerkannt. Soubirous selber wiederum wurde schon 1933 vom Vatikan heiliggesprochen. Der sogenannte “Heilige Bezirk” von Lourdes rund um die Grotte der damaligen Erscheinungen ist ein sehr beliebter Wallfahrtsort für Gläubige und vor allem auch Kranke. Der bei den Marienerscheinungen 1858 “wundersam” erscheinenden Wasserquelle und den entsprechenden Bädern von heute dort werden Wunderheilungen zugesprochen. Nicht anders wie bei vergleichbaren Pilgerorten solcher Manifestationen des Himmels, wie etwa Guadalupe in Mexiko-Stadt. Wo die Erscheinung 1531 übrigens auch von dem Seher namens Juan Diego verlangte, dass er bei der Kirchenobrigkeit den Bau einer Kapelle durchsetzten soll (mehr HIER und in diesem Video HIER).

Alleine in der “Basilika Pius X.” von Lourdes finden bis zu 25.000 Gläubige Platz. Ein Bauwerk unter der Erde, das am 25. März 1958 zum hundertjährigen Jubiläum der Erscheinungen feierlich eingeweiht wurde. Benannt ist sie nach Papst Pius X., der von 1903 bis 1914 Papst war und angeblich schon zu Lebzeiten Wunder bewirkte. Auch dieser Mann der Wunder wurde heiliggesprochen (1954).

Die “Mutter Gottes”?

Einige Aspekte sind bei diesen von der Kirche als “Wunder” und echte “Erscheinungen” durch Gottes Gnaden anerkannten Begegnungen mit der Anderswelt durchaus verstörend. So hat die himmlische Gestaltet die auserwählte Seherin bei den ersten Begegnungen immer mit “Sie” angesprochen. Was selbst das einfache 14-jährige Kind Bernadette verwunderte. Für die angebliche “Mutter Gottes” in der Tat sonderbar.

Nicht weniger wie die Weigerung der “Dame”, ihren Namen zu verraten. Das tat die strahlende Manifestation erst bei ihrer 16. Erscheinung am 25. März. Hier stellte sie sich auf mehrfache Nachfragen des Seherkindes als “Ich bin die Unbefleckte Empfängnis” vor.

Über die Ereignisse berichtete Bernadette auch Dominique Peyramale, dem Pfarrer von “Saint Pierre” in Lourdes selbst. Er gab dem Mädchen auch den Auftrag, nach dem Namen des Lichtwesens zu fragen. Und die Antwort “Ich bin die Unbefleckte Empfängnis” erstaunte ihn so sehr, dass er sicher war, dass hier die Gottesmutter zu dem Mädchen sprach.

Grund war, dass Papst Pius IX. erst am 8. Dezember 1854 das Dogma der “Unbefleckten Empfängnis” der Maria in einer sogenannten “Bulle” als festen Glaubensgrundsatz für die katholische Kirche bestimmte und festlegte. Zur “Verherrlichung der jungfräulichen Gottesgebärerin” habe der Papst die Jungfräulichkeit der Gottesmutter festgelegt, wie es in seiner Bulle “Der unaussprechliche Gott” heißt. Für den Fall, dass jemand der Gläubigen es wagt, diese neue Bestimmung der Kirche anzuzweifeln sorgte, sorgte der Papst direkt vor:

Wenn sich deshalb jemand, was Gott verhüte, anmaßt, anders zu denken, als es von Uns bestimmt wurde, so soll er klar wissen, dass er durch eigenen Urteilsspruch verurteilt ist, dass er an seinem Glauben Schiffbruch litt und von der Einheit der Kirche abfiel, ferner, dass er sich ohne weiteres die rechtlich festgesetzten Strafen zuzieht, wenn er in Wort oder Schrift oder sonst wie seine Auffassung äußerlich kundzugeben wagt.

Was das bedeutet, ist eigentlich klar: Jeder, der das neue Gesetzt, das neu bestimmte Dogma des Glaubens, nicht akzeptiert, fällt damit umgehend vom “wahren Glauben” ab. Zusätzlich drohte Papst Pius IX. in seiner Festlegung, dass jeder, der in irgendeiner Form diese Lehre öffentlich anzweifelt, zu bestrafen sei. Und welcher Gläubige will schon von seiner Kirche verstoßen werden?

Die “seligste Jungfrau”?

Doch genau diese neu erfundene Lehre der katholischen Kirche (die in den Folgejahren übrigens noch weiter rund um Maria ausgebaut wurde) war es, die Pfarrer Peyramale von der Wahrhaftigkeit der Bernadette überzeugte. Er war 1858 sicher, dass das einfache Mädchen vom Lande nur vier Jahre nach der Erfindung und der Bekanntgabe der “Unbefleckten Empfängnis” von dieser Lehre noch nichts wissen konnte. Ihr habe es nicht nur an Bildung gefehlt, sondern sie besuchte damals noch nicht mal den Kommunionsunterricht der Kirche. Folglich, so schlussfolgerte Peyamale, sprach das Kind die Wahrheit und ihr erschien tatsächlich die Mutter Gottes.

Dass das Bernadette Soubirous so überhaupt nicht behauptete, spielte dabei keine Rolle mehr. Denn auf die Frage von Pfarrer Peyramale “Es ist also die seligste Jungfrau, die du siehst?”, antwortete sie ihm: “Ich glaube nicht.” Und bei einer späteren Befragung über ihr Erlebnis sagte sie, dass sie nur “die Erscheinung” sah.

Bernadette Soubirous selber trat später einem Kloster bei und litt bis zu ihrem Tode 1879 sehr unter dem Unverständnis ihrer Schwesteroberen und Mitschwestern des Ordens. Ein Schicksal, dass viele – wenn nicht die meisten – Propheten, Seher oder Zeugen derartiger “Wunder” teilen. War es also wirklich die Jungfrau Maria aus dem Himmel, die Mutter von Jesus, die hinter den Manifestationen und Botschaften steckte?

Lichtwesen oder Marienerscheinung?

Soubirous selber gab unterschiedliche Beschreibungen der leuchtenden “Dame” an. Auch was ihre Größe betraf, die sie mit einer Zehnjährigen verglich. Nach und nach wurden das Alter und die Körpergröße nach oben korrigiert, was einige dahingehend deuten, dass diese eher nach oben “interpretiert” wurde. Die Zeugin selber unterstrich, wie es unter anderem der Kulturhistoriker und Theologe Patrick Dondelinger in “Bernadette Soubirous” (2007) dokumentierte, lediglich:

Ich sage nicht, ich hätte die Heilige Jungfrau gesehen, ich sah die Erscheinung.”

Weiter schreibt Dondelinger in seiner Analyse der Wunder und Erscheinungen von Lourdes:

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Bernadette pflegte zu keinem Zeitpunkt ihre Vision als Muttergottes zu beschreiben, sondern immer nur als einsames Fräulein, das nur durch interpretatorische Induktionen zur Muttergottes werden kann. (…)

Mal gibt die Seherin an, ihre Erscheinung sei kleiner gewesen als sie selbst, dann wiederum, sie sei etwas größer gewesen, dann wiederum, sie sei nicht größer als sie selbst.”

Für den Theologen Dondelinger seien deshalb die Erscheinungen höchst zweifelhaft, wozu er weitere Argumente gegen ein Wirken Gottes anführt. Dondelinger würde in seiner Untersuchung von 2007 mit dem Mythos aufräumen, in dem er mit einem “eisernen Besen durch Lourdes fegt”, wie es ein Kritiker der “Südwestpresse” am 15. Februar 2008 schrieb. “Nicht mit billiger Religionskritik, sondern der Anwendung der Methoden historischer Wissenschaft.”

Wenn Erscheinungen dieser Art in der Neuzeit politisch und auch religiös instrumentalisiert werden, wie es auch Dondelinger annimmt, und damit keine “echte” Maria dort erschien, heißt das nicht, dass sich dort niemand zeigte. Die Frage ist nur wer quasi in der Tradition von Feen- und Lichtwesen-Erscheinungen hier eingriffen hat. Theologische Skeptiker solcher “Wunder” mögen zwar die Erscheinungen infrage stellen, doch an andere Wesen aus ebenso anderen Welten denken diese dabei auch nicht.

Die Gottesmutter in einer Feuerkugel vom Himmel

Schauen wir deshalb kurz auf eine weitere Marienerscheinung, die eher weniger bekannt ist, als beispielsweise Fatima in Portugal oder Lourdes. Sie geschah am 19. September 1846 an einem Berg nahe der winzigen Gemeinde La Salette-Fallavaux in Süd-Frankreich. Zeugen waren die Hirtenkinder Mélanie Calvat (15 Jahre) und Maximin Giraud (11 Jahre), denen plötzlich bei bestem Wetter eine “Schöne Dame” des Himmels erschien. Bereits fünf Jahre später erkannte die katholische Kirche auch diese Marienerscheinung als echt an.

An diesem schönen und sonnigen Tag erblickten die beiden Kinder ein unbekanntes Flugobjekt vom Himmel auf sie zu kommen. Das berühmte “Ökumenisches Heiligenlexikon” (DVD, 2018) beschreibt dies so:

Die beiden Kinder sahen eine Feuerkugel, die wie die Sonne leuchtete, und darin immer deutlicher eine frauliche Gestalt, die auf einem Steinblock saß, das Gesicht in den Händen vergraben hielt und weinte. Lange stehen die Kinder erschrocken da, dann erhob sich die Gestalt und lud die beiden zu sich.”

Die Kinder sollten keine Angst haben, so die “frauliche Gestalt”, denn sie habe “eine große Botschaft mitzuteilen”.

Kern dieser Botschaften waren Mahnungen und Warnungen an die Gläubigen, damit diese ihren Glauben wieder ernst nehmen. Sie sollten sich schlicht und einfach an die Regeln der Kirche halten. Erst im Jahr 1851 wurden diese Botschaften aufgeschrieben und dann erst 1879 veröffentlicht. Es sind Warnungen vor dem kommenden Ende mit jeglichem Schrecken für die Menschheit, den man sich nur ausmalen kann. Es sei die “Rache Gottes”. Selbst Hollywood könnte sich die darin enthalten Katastrophen und Vernichtungen nicht besser ausdenken. Eingetroffen ist davon nichts.

Prophezeiungen, die nichts wert sind

Ich finde es verstörend, dass die Himmelsbotschaften der Leuchterscheinung erst fünf Jahre nach der Begegnung aufgeschrieben worden sein sollen. Auch wenn man annimmt, dass die beiden einfachen Hirtenkinder damals überhaupt nicht schreiben konnten. Immerhin geschah dies vor 175 Jahren in einer einfachen, ländlichen Region Frankreichs. Irgendwer wird des Schreibens aber auch dort mächtig gewesen sein. Ihm hätten die Kinder ihr Erlebnis diktieren können, solange die Erinnerung an diese phantastische Erfahrung noch frisch ist. Ich hätte es so getan …

Befremdlich erscheint auch das überlieferte Aussehen der himmlischen Gestalt, von der die Kinder nicht wussten, wer sie überhaupt ist. Dazu nochmal das “Ökumenisches Heiligenlexikon” von Joachim Schäfer, in dem wir unter dem Eintrag “Die Marienerscheinung von La Salette” lesen:

Die Gestalt trug ein langes weißes Gewand, eine gelbe Schürze, ein Halstuch und eine einfache Haube. Auf ihrem Kopf leuchtete ein Diadem und auf ihrer Brust ein Kreuz mit Hammer und Zange auf dem Querbalken, von dem aller Lichtglanz ausging. Wer die Frau war, wussten die Kinder nicht und sprachen später immer von der ‚schönen Dame‘ (…).”

Es ist schon irrwitzig, in diesem Himmelswesen die Mutter eines wahren Gottes zu sehen, die mit einer “strahlenden Lichtkugel” (nach: Gottfried Hierzenberger und Otto Neodomansky in ihrer Dokumentation “Erscheinungen und Botschaften der Gottesmutter Maria“, 2005) auf die Erde hernieder fliegt. Und dann überbringt sie noch dazu “Prophezeiungen”, die die Kinder dem ganzen Volk verkünden sollen, und die sich als falsch herausstellten. Nachdem sie Jahrzehnte später erst veröffentlicht wurden. Die Zeit scheint offenbar nicht gerade gedrängt zu haben.

Namen wie Sterne am Himmel

Dennoch soll sich das Wesen aus der Anderswelt bei ihren theologische Botschaften auf Jesus berufen haben. Persönlich vorgestellt hat sich auch in diesem Fall das überirdischen Wesen nicht wirklich korrekt. Es heißt, sie habe sich selber “Versöhnerin der Sünder” genannt oder diesen Titel bekommen. Was man vernachlässigen kann.

Der Theologe Dr. Gottfried Hierzenberger und Marienforscher Otto Nedomansky listen in ihrem Standartwerk über “Erscheinungen und Botschaften der Gottesmutter Maria” allein 178(!) “Selbstbezeichnungen und Würdentitel Marias” aus knapp über 900 Erscheinungen auf. Nicht mitgezählt jene, in denen sich das Wesen nicht vorstellte oder von den Sehern nur Titel wie “Dame” bekam. Genauso gut hätten sich die jeweiligen Anderswelt-Bewohner als Feen-Königin, “Erleuchteter”, Bewohner vom Sirius oder Engel Gottes vorstellen können.

Was diese meiner Überzeug nach auch je nach Kontext der kontaktierten Zeugen taten. Sofern sie sich überhaupt vorstellten.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Erneute Debatte und Uneinigkeit in der Kirche: Was ist wenn “Perseverance” auf dem Mars Leben findet – oder wir eines Tages intelligentes Leben im All? (+ Video)

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Debatte und Uneinigkeit in der Kirche: Was ist wenn Perseverance auf dem Mars Leben findet - oder wir eines Tages intelligentes Leben im All? (Bilder: NASA & PixaBay / Montage: Fischinger-Online)
Debatte und Uneinigkeit in der Kirche: Was ist wenn “Perseverance” auf dem Mars Leben findet – oder wir eines Tages intelligentes Leben im All? (Bilder: NASA & PixaBay / Montage: Fischinger-Online)

Am 18. Februar landete der neue NASA-Rover “Perseverance” erfolgreich auf dem Mars. Die Suche nach aktuellem oder einstigen Leben auf dem Mars kann beginnen. Und vielleicht wird die Mission “Mars 2020” der NASA tatsächlich Erfolg haben, und wir wissen bald alle, dass es Leben im All gibt. Für Naturwissenschaftler und alle Weltraum-Freunde eine enorm spannende Mission. Doch das ist sie auch für gewissen Kreise der katholischen Kirche, die sich immer wieder die Frage stellen muss, was ist, wenn es außerirdisches Leben oder sogar andere Intelligenzen im Kosmos gibt? Welche Auswirkungen hat das auf deren Lehren, den Gedanken des Jesus als Erlöser oder die Stellung der Menschheit? Dazu erschien jüngst ein aufschlussreiches Interview, dass diese Probleme deutlich macht. Und doch nur an der Oberfläche kratzt, wie Ihr hier lesen könnte. Brauch die Kirche eines Tages sogar Missionare im All?


Leben auf dem Mars – Leben überall?

Wohl in keinem Gebiet des menschlichen Geistes kann man soviel spekulieren, wie bei der Frage nach Leben im Universum, andere Zivilisationen und Aliens allgemein. Immerhin ist der Kosmos groß genug und bietet damit reichlich Platz für die kühnsten Ideen und Phantasien. Von grandiosen Science-Fiction bis zu Feststellung, das wir vollkommen alleine im All sind. Letztere Ansicht teilen wohl die wenigstens naturwissenschaftlich informierten Menschen.

Erneut steht bekanntlich wieder der Mars im Fokus der Suche nach den Aliens. Mit der Mission “Mars 2020“, über die ich bereits im Januar 2020 in diesem YouTube-Video HIER berichtete. Dieser Mars-Mission der NASA mit ihrem Rover “Perseverance” könnte es tatsächlich gelingen zu beweisen, dass es auf dem Planeten Mars Leben gibt. Oder einstmals gab. Allerdings wurde das auch schon Mitte der 1970er Jahre von den beiden Missionen “Viking” der NASA gesagt, die auf dem Roten Planeten erfolgreich landeten. Auch diese Lander, stationäre Labore ohne Rover, suchten nach Leben oder wenigstens Spuren von diesem. Vergeblich, wie zumeist gesagt wird.

Findet “Perseverance” Leben auf unserem Nachbarplaneten, ändert das grundsätzlich erstmals alles. Alles in dem Sinne, dass der wissenschaftliche Beweis erfolgt ist, dass es auch außerhalb er Erde Leben gibt oder gab. Spätere Missionen könnten zusätzlich belegen, dass es auch an anderen Orten in unserem Sonnensystem Leben gibt. Etwa auf dem Jupiter-Mond Europa. Doch das ist noch Zukunftsmusik und könnte eines Tages wieder alles ändern.

Für die katholische Kirche und das Christentum mit ihren Heilslehren und biblischen Dogmen ändert die Entdeckung von Leben auf dem Mars ebenso alles. Obwohl es dort natürlich keine Alien-Zivilisationen gibt, sondern dieses Leben nur aus Mikroorganismen bestünde. Dennoch würde die Kirche vom Grundsatz her zwei Fragen stellen, die sich identisch wohl auch die Wissenschaft oder NASA stellen würden:

  1. Stammt dieses Mars-Leben ursprünglich von der Erde, oder entwickelte es sich unabhängig von unserer Welt? (Oder kommt das irdischen Leben sogar vom Mars? Denn auch das ist möglich.)
  2. Ist also Leben – auch intelligentes – der Normalfall im riesigen Kosmos, wenn schon mindestens zwei Welten in nur einem System Leben tragen oder trugen?

Mars-Leben: Ein Problem für Christen?

Hitzige Debatten werden dem Nachweis von Leben auf dem Mars folgen, die genau diese Fragen behandeln.

Naturwissenschaftler wie Exobiologen werden jubeln. Schlaue Köpfe werden wiedereinmal die Drake-Gleichung heranziehen, mit der theoretisch die Anzahl von außerirdischen Zivilisationen berechnet werden kann, und neue statistische Wahrscheinlichkeiten errechnen. Immerhin kann man mit dieser Formen oder Gleichung grundsätzlich jede Anzahl von Zivilisationen im All berechnen. Von nur einer, uns hier auf der Erde, bis Millionen bewohnter Welten. Ein Nachweis von Mars-Leben macht entsprechende Berechnungen aber durchaus genauer. Schließlich sind die meisten der Faktoren der Drake-Formel reine Schätzwerte.

Als eine Art “Faustformel” muss man immer bedenken, dass es ein gewaltiger Schritt von Mikroorganismen auf dem Mars oder einem Mond bis zur einer außerirdischen, intelligenten Spezies ist. Eine lebendige Bakterie im kargen Wüstenboden des Mars ist noch kein intelligenter Außerirdischer auf einem anderen Planeten, der vielleicht sogar in einem UFO herum fliegt.

So fragte auch das “Domradio” aus Köln, ein vor allem in Deutschland sehr bekannter christlicher Radiosender, ob es zwischen Leben auf dem Mars und dem Christentum “ein Problem” geben würde. In einem Interview am 24. Februar mit Dr. Christian Weidemann, dem wissenschaftlichen Mitarbeiter am Lehrstuhl für philosophisch-theologische Grenzfragen der Ruhr-Universität in Bochum. Wenn “Perseverance” Leben finden würde, so Weidemann, würde das für den christlichen Glauben ersteinmal “gar nichts bedeuten”. Immerhin könnte es sein, “dass sich das Leben mit Meteoriten im Sonnensystem verteilt hat”. Damit hätten irdisches Leben und Mars-Leben vielleicht “einen gemeinsamen Ursprung”. Theologisch und philosophisch sei dies kein Problem für die Gläubigen der Kirche, meint Weidemann.

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Doch auch wenn sich dieses Leben unabhängig entwickelt hätte, wäre es nicht allzu problematisch. Selbst wenn dies bedeuten würde, dass “Leben im Universum relativ weit verbreitet ist”. Weidemann:

Die Verbreitung von Leben als solchem ist theologisch auch noch relativ unverdächtig. Man hätte dann vielleicht eine Erklärung, warum das Universum so groß ist.

Wenn es überall Leben gibt, kann man sagen, Gott hat vielleicht gewollt, dass es ein sehr vielfältiges Leben gibt, das sich im Universum verteilt. Aber man hätte auch ein Argument dafür, dass auch intelligentes Leben im Universum verbreiteter ist. Intelligentes Leben wirft theologisch eine Reihe von Problemen auf.

Und genau diese “Reihe von Problemen” sind jene nach der Frage nach Erlösung, Sünde und Jesus als Erlöser dieser Aliens, die ich bereits in einem früheren Artikel HIER ausführlich diskutiert habe. War Jesus etwa auch auf anderen Planeten in Alien-Form? Auch Weidemann sieht das in seinem Interview sehr ähnlich. Er geht davon aus, dass auch außerirdische Intelligenzen “Sünder” sind, die “erlöst” werden müssen. Darin würden sie den Menschen ähneln:

Es gibt wenig Grund anzunehmen, dass – wenn es anderes intelligentes Leben gibt – es sich dabei nicht auch um Sünder handelt. Und wenn es sich um Sünder handelt, dann ist dieses Leben auch erlösungsbedürftig. Dann haben wir das Problem, dass nach christlicher Vorstellung Jesus Christus für die gesamte ‘Welt’ gestorben ist.

Sündige Außerirdische

Mit “Welt” könnte nach Weidemann “Kosmos” gemeint gewesen sein. Dies würde bedeuten, dass Jesus Christus vor 2.000 Jahren auf irgendeinem Planeten in irgendeiner Galaxis in irgendeiner Stadt (Jerusalem) durch seine Kreuzigung das gesamte Universum erlöst hat? Wissen die Außerirdischen überhaupt davon? Denn auch Weidemann sieht die offensichtlichen Probleme mit dieser Heilslehre eines Erlösers namens Jesus. “Aber wenn der Kosmos eng besiedelt ist, wäre es sehr unwahrscheinlich, dass das Heil des gesamten Kosmos von der Erde ausgeht”, gibt er ganz richtig zu bedenken.

Nach Meinung von Weidemann sei dies ein Rückfall in den Geozentrismus. Also die Lehre, dass die Erde und damit die Menschheit der Mittelpunkt des Universums sind. Eigentlich wurde diese seit Kopernikus ad acta gelegt. Natürlich nicht bei allen Menschen und bei allen Gläubigen. Dazu später mehr. Weidemann spricht in diesem Kontext von einem “Heils-Geozentrismus”, den er für unplausibel hält, wie den eigentlich Geozentrismus an sich. Fraglos werden die meisten Mystery Files-Leser dem uneingeschränkt zustimmen. Weidemann führt aus:

Was ist mit dem Heil von Menschen, die nie von Jesus erfahren haben und zwar ohne eigene Schuld? Also entweder, weil sie zu früh gelebt haben oder weil sie an zu entfernen Stellen der Erde gelebt haben. Was ist mit der Erlösung von diesen Menschen?

Da hat die Kirche sich ja auch schon bewegt. Das heißt, dass die Kenntnis der Heiligen Schrift oder die Kenntnis des Lebens Jesu Christi wird nicht für das individuelle Heil als notwendig erachtet. Da hat man dogmatisch schon Justierungen vorgenommen. Man müsste ähnliche, vielleicht aber noch radikalere Justierungen vornehmen, wenn man tatsächlich intelligentes Leben im Universum fände, oder zumindest falls man gute Anhaltspunkte hätte, dass es sehr, sehr weit verbreitet ist im Universum.”

Erstaunliche Aussagen, die es früher in der Kirche so nicht gab. Man denke nur an die Eroberungen der Kontinente und vieler anderer Regionen der Welt im Zeichen des Kreuzes (und Schwertes). Hier wollte man mit Bibel und Schwert den “Heiden” das Christentum lehren, um diese “zu erlösen”. Jetzt also brauch ein Mensch gar nichts mehr von Jesus und der Bibel wissen, um sein Seelenheil zu finden. Eine radikale Kehrtwende zu früheren Ansichten der Kirche.

Alien-Erlöser Jesus Christus?

Im Zuge der anstehenden ersten Mondlandungen wurde damals sogar die Frage laut, ob wir eines Tages christliche Missionare im All benötigen, um die Außerirdischen zu erlösen. Darüber berichtete ich schon 2015 in einem Video auf YouTube, das ich am Ende nochmal angefügt habe.

Zumal schon der gesunde Menschenverstand einem sagen muss: Wenn ein Mensch am Tag der Geburt von Jesus Christus stirbt, hat er seine angebliche “Erlösungslehre” nie erfahren. Er konnte es gar nicht. Wäre dieser also “verdammt”?

Der Theologe Dr. Hannes Bräutigam sieht diese Probleme sehr ähnlich. Er schrieb seine Doktorarbeit mit dem Titel “Das Kreuz mit den Aliens” genau zu diesen Fragen. “Nicht jedes Selbstverständnis des christlichen Glaubens ist mit außerirdischer Intelligenz vereinbar”, ist sich Bräutigam sicher. So stelle sich die fundamentale Frage, ob die Kreuzigung Jesus als Erlösung der Menschen tatsächlich der einzige Weg zur Erlösung ist oder überhaupt sein kann. Genau das ist aber die Kernlehre der katholischen Kirche. Jesus wäre dann nicht mehr der einzige Erlöser und Heilsbringer. Oder Jesus ist auch auf anderen Planeten erschienen. Oder wird es noch. Vielleicht war es auch jemand ganz anders, der diese Außerirdisches erlöst hat.

Wahrscheinlich würden einige Dogmen der kirchlichen Heilslehre, etwa die (erfundene) Erbsünde von Adam und Eva, auf anderen Welten überhaupt nicht mehr greifen, ist auch Bräutigam sicher. Immer vorausgesetzt, dass Außerirdische “Sünder” sind …

Ein Schock für Christen?

Als 2020 Spekulationen aufkamen, dass in der Atmosphäre der Venus vielleicht Leben existiert (s. Videos HIER), berichtete auch das christliche Magazin “pro” darüber. Befragt wurde dazu am 16. September 2020 auch der Theologe Thorsten Dietz von der Evangelischen Hochschule Tabor in Marburg: “Was würde es für Christen ändern, wenn es auch anderswo Leben gäbe?” Dietz ist sicher, dass außerirdisches Leben für Christen ein Schock wäre. Auch wenn, so führte er damals aus, es niemals zu einem Kontakt mit anderen Intelligenzen kommen würde. Das All sei zu groß, die Lichtgeschwindigkeit eine Grenze und deshalb “wird es niemals das Jahr des ersten Kontakts geben”, sagte Dietz pessimistisch. Ob er damit Recht hat, ist mehr als zweifelhaft!

Einige Gläubige werden die Sache mit intelligentem Leben im All recht einfach handhaben. Diese Außerirdischen werden in deren Augen schlicht Dämonen sein. Sie wären keine Geschöpfe Gottes, sondern Handlager des Teufels, womit man sich auch keine Gedanken machen muss, ob Jesus diese erlöst habe. So erstaunlich es klingt, aber einige Christen oder “Gläubige” sehen das schon jetzt als Tatsache, wenn sie auf das Thema UFOs und Aliens blicken. UFOs sind dämonische Manifestationen des Satan, glauben diese. Mutmaßlich Aliens in diesen Objekten damit auch nur Dämonen des Bösen und Kreaturen, die die Menschen in die Irre leiten wollen. Erde und Mensch bleiben das Zentrum von allem. Mir selber als Autor, YouTuber und Blogger wird genau das immer vorgeworfen, da ich mich bekanntlich seit 31 Jahren mit dieser Thematik beschäftige.

Eine ganz einfache “Lehre” dieser angeblichen Christen. Damit wäre das Thema andere Wesen im All bequem abgeschmettert und diese Menschen müssen sich keine Gedanken über ihre biblischen Lehren und Heilsversprechungen mehr machen. Oder sie sogar hinterfragen.

Video zum Thema

Video vom 28. Januar 2015 auf Mystery Files

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Mythische Monster im Alten Testament: Werden in der Bibel von Gott geschaffene Dinosaurier erwähnt?

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Werden in der Bibel Dinosaurier erwähnt? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger)
Werden in der Bibel Dinosaurier erwähnt? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger)

In der Bibel findet der Leser eigentlich alles zu allem – man muss nur genau nachlesen und danach suchen. Das behaupten in der Hauptsache natürlich die Gläubigen, die in den beiden Testamenten der Bibel Antworten auf nahezu alle Belange des Lebens – und darüber hinaus – suchen. Jahrtausende der Interpretationen mit den unterschiedlichsten Strömungen hatte das zur Folge. Finden sich aber in der Bibel auch Dinosaurier beschrieben? Immerhin glauben Millionen Menschen der Schrift Wort für Wort, eingeschlossen der Schöpfungsgeschichte. Und da es Saurier gab, müssen sie von Gott geschaffen worden sein. So deren Argumente. Gibt es aber tatsächlich Belege oder Hinweise dafür in den Büchern der Bibel? Vielleicht, wie Ihr in diesem Artikel erfahrt.


Die Bibel: Märchen und Geschichte?

Als “Märchenbuch für Erwachsene” werden das Alte und Neue Testament der Bibel sehr gerne belächelt. Es wären Schriften, deren zahlreiche Bücher nichts weiter als Unwahrheiten und Märchen erzählen. Selbst von reiner Propaganda wird in diesem Zusammenhang gesprochen, die sich irgendwelche findigen Autoren ausdachten.

Dass das nicht stimmt, haben Bibelforscher und Archäologen schon sehr lange belegt! Die Schriften der Bibel enthalten historisch verbürgte Berichte und Erzählungen, die durch externe Quellen nachgewiesen sind. Ein Buch also, das historisch korrekt ist.

Ganz so einfach ist es denn dann doch wieder nicht. Denn neben realen Ereignissen, Daten und Personen beinhalten die biblischen Bücher unzählige nicht fassbare Aussagen, Behauptungen und Geschichten. Häufig entsprungen aus Mythologien anderer Völker im Nahen Osten, die von den Autoren der Bibel umgeschrieben und umgedichtet wurden. Man denke nur – als bestes Beispiel – an die Geschichte der Sintflut oder Legenden der Urzeit. Das Neue Testament macht da keine Ausnahme. Auch in den dortigen Büchern rund um die Figur Jesus Christus finden sich Wahrheit und Fiktion vermischt.

Zum Teil handelt es sich bei solchen Schilderungen der Bibel auch ganz einfach um (theologische) Erfindungen. Fake-News im Namen Gottes.

Das hören vor allem Bibelfundamentalisten und Kreationisten nicht gerne.

Die Bibel als Gottes wahres Wort

Im Gegensatz zu “normalen Gläubigen” aus Christentum und Judentum sind sie mit ihrem Glauben und Ansichten zur Bibel fundamental. Sie nehmen sie wortwörtlich. Alles geschah, wie es die Bibel erzählt, und sei damit Wahr und von Gott gegeben. Ausdrücklich schließt das die Schöpfung der Welt inklusive Gottes Erholungspause am siebten Tag mit ein. Somit sei alles gleichzeitig von Gott erschaffen worden. Mit nur wenigen Tagen Abstand bei seinem Werk, während er das Universum, die Erde, den Mond, die Tiere, den Menschen usw. “bildete”.

Nicht vor Urzeiten und Milliarden von Jahren soll das gewesen sein, so die Bibelfundamentalisten, sondern vor wenigen tausend Jahren. Vielleicht vor nicht mal 10.000 Jahren. “Die Erde ist jung!” lautet diese fundamentale Weltanschauung. Naturwissenschaftliche Datierungen sind Teufelswerk und falsch, sind diese Gläubigen überzeugt. Nichts als Blasphemie in den Augen all jener, die unbeirrbar an die biblischen Botschaften glauben.

Auch Fossilien von Sauriern sind für sie nicht Millionen Jahre alt, sondern erst wenige Jahrtausende. Gott habe diese Kreaturen genauso und gleichzeitig wie alle anderen Tiere des Planeten geschaffen. In der Sintflut kamen diese dann (fast?) alle um, weshalb wir heute ihre Überreste in aller Welt finden.

Möglicherweise auch nicht alle. Zum Beispiel gibt es, wie unter anderem in diesem Video HIER berichtet, in den USA angeblich authentische Nachbauten der Arche Noah, in denen auch Saurier in Käfigen zu sehen sind. Noah habe auch diese gerettet – zumindest teilweise. Kein Problem für das fundamentale Christentum. Wissenschaftler, die behaupteten, dass der Mensch fast 65 Millionen Jahre nach den Urzeit-Wesen die Bühne der Weltgeschichte betrat, verbreiten ihrer Meinung nach Irrlehren. Immerhin sei allein schon die Evolutionstheorie Gotteslästerung, falsch und  anti-christlich.

Das biblische Monster Behemoth

Nun ist es aber so, dass die fundamentalen Bibelextremisten für die Behauptung, dass Gott vor ein paar tausend Jahren auch die Saurier schuf, im “Buch der Bücher” auch nach vermeintlichen “Beweisen” dafür suchen. Es genügt ihnen nicht, anzuerkennen, dass es diese Kreaturen einstmals auf unserem Planeten gab. Sie müssen ja irgendwo hergekommen sein (also von Gott) und damit in der Bibel zu finden sein. Als unverfälscht wahres und einziges Geschichtsbuch von Gott wird dieser diese Information ihnen sicher nicht vorenthalten.

Da ist es wenig verwunderlich, dass die Bibelfundamentalisten längst auch fündig geworden sein wollen. Vielleicht sogar zu einer Zeit, die noch gar nicht so lange her ist. Was aber nichts mit Kryptozoologie zu tun hat, deren Forscher bekanntlich nach unbekannten oder angeblich bereits ausgestorben Tieren und Pflanzen suchen. Selbst nach einem bis heute noch existierenden Saurier, der sich in den Urwäldern Zentralafrikas herumtreiben soll, und der als Mokele-Mbembe bekannt ist (mehr dazu HIER).

Der angebliche Dinosaurier der Bibel heißt Behemoth. Ein Lebewesen, dass im Hebräischen der Bibel bəhēmôth genannt wird und als Pluralform des Wortes für “Tier” angesehen wird. Durch die Nutzung dieser Schreibweise soll dieses “Tier” oder “Raubtier” verdoppelt werden, was seine Stärke, Größe und Stellung betrifft. Damit wird es zu einem “Monster“, das auf dem Land lebte. Zu finden ist diese Kreatur an mehreren Stellen im Alten Testament. Zumindest das Wort im Sinne eines Tieres, das beispielsweise auf dem Felde grast (z. B. Ps 8,8 & Joel 22,2).

Schon hier kommt es zu ersten Problemen. Möchte man mehr über dieses Tier oder Monster erfahren, könnten vielleicht die gewöhnliche Hausbibel in einer “Einheitsübersetzung” oder andere vorhandene Ausgaben nicht weiterhelfen. Diverse Bibelausgaben nennen das Tier einfach “Nilpferd” oder interpretieren es als ein solches. Ein Nilpferd ist zwar überaus gefährlich aber alles andere als ein Dinosaurier oder ein vor vielen Millionen (oder einigen Tausend) von Jahren ausgestorbenes “Monster”.

Behemoth: Ein Dinosaurier?

Nicht alle Bibelleser und Bibeldeuter sehen in Behemoth ein “normales Tier”. In Wahrheit handelt es sich bei diesem Monster eben doch um einen Saurier, da das Buch Hiob eine genauere Beschreibung von diesem liefert. Dort heißt es, hier in der Übersetzung von Martin Luther:

Siehe da den Behemot, den ich geschaffen habe wie auch dich! Er frisst Gras wie ein Rind. Siehe, welch eine Kraft ist in seinen Lenden und welch eine Stärke in den Muskeln seines Bauchs! Sein Schwanz streckt sich wie eine Zeder; die Sehnen seiner Schenkel sind dicht geflochten. Seine Knochen sind wie eherne Röhren, seine Gebeine wie eiserne Stäbe. Er ist das erste der Werke Gottes; der ihn gemacht hat, gab ihm sein Schwert.

Denn die Berge bringen ihm Tribut, und alle wilden Tiere spielen dort. Er liegt unter Lotosbüschen, im Rohr und im Schlamm verborgen. Lotosbüsche bedecken ihn mit Schatten, und die Bachweiden umgeben ihn. Siehe, der Strom schwillt gewaltig an: er dünkt sich sicher, auch wenn ihm der Jordan ins Maul dringt. Kann man ihn fangen Auge in Auge und ihm einen Strick durch seine Nase ziehen?” (Hiob 40,15ff.)

“Sieh doch das Nilpferd …” geben die meisten “modernen” Bibel die fragliche Stelle heute leider wieder. Augenscheinlich kann das in keinem Fall zu der Beschreibung des Tieres passen. Vor allem ist der Schwanz wie eine Zeder am Auffälligsten. Eine Zeder ist ein Baum, der in der Antike weithin bekannt und geschätzt war. Vor allem die berühmten “Zendernwälder des Libanon” sind heute legendär. Dorthin reiste nicht nur der Held und König Gilgamesch laut dem Gilgamesch-Epos, sondern auch die Pharaonen importieren dieses Holz. Selbst König Salomon soll das wertvolle Holz zum Bau seines Tempels in Jerusalem genutzt haben.

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Jeder weiß, dass ein Nilpferd keinen Schwanz wie ein Baum hat. Ein Saurier aber sehr wohl, während ein Nilpferd einen “Stummelschwanz” hat. Gleichzeitig hatten Saurier auch stabile Beine wie “Stäbe”. Aber natürlich nicht aus “Eisen”, wie es das Buch Hiob schildert. Auch keine Knochen aus Bronze (“Seine Knochen sind Röhren aus Bronze”), wie es in einigen Übersetzungen zu lesen ist. Problematisch ist jedoch die Tatsache, dass sämtliche Verwendungen des Wortes Behemoth außerhalb von Hiob immer ein reales Tier meinen. Darauf verwies schon 1976 G. S. Cansdale in seinem Buch “All the Animals of the Bible Lands”.

Ein reales Tier, ein Saurier?

“Denn die Berge bringen ihm Tribut, und alle wilden Tiere spielen dort”, heißt es bei Hiob in der Version von Luther. Statt “Tribut” findet sich in anderen Bibeln meist die Aussage, dass die Berge sein “Futter tragen”. Zugleich wird darin von “Tieren” und nicht von “wilden Tieren” gesprochen, die dort in oder an den Bergen “spielen”. Der Behemoth isst also dort, wo auch die anderen Tiere ihr Futter suchen oder sich friedlich aufhalten.

Irgendwie sehr unpassend für ein “Monster” oder eine wilde Bestie, wie es gedeute wird und auch in Apokyphen anklingt. Im äthiopischen Buch Henoch (ab 60,6) ist nämlich Behemoth ein wildes Ungeheuer, dass die Menschen strafen soll. Ebenso wie sein Gegenstück Leviathan als Meeresungeheuer, über das gleich noch zu sprechen sein wird.

Bibelfundamentalisten und jene, die überzeugt sind, dass die Erde jung ist, vermuten, dass Behemoth eine Art Sauropode war. Sicherlich mit die bekanntesten Urzeitwesen, die in der Tat gewaltige Schwänze und mächtige Beine hatten. Hier wird ein Iguanodon gerne ins Spiel gebracht, der zu den Iguanodontiae gehört. Iguanodons lebten vor rund 139 bis 113 Millionen Jahren auf der Erde und damit endlos lange vor den ersten Hominiden überhaupt. Was bekanntlich für Fundamentalisten keinerlei Problem darstellt. Letztlich soll Hiob das Wesen selber gesehen haben, nachdem der Herr ihn dies zeigte bzw. ihn darauf hinwies (Hiob 40,15f. & 40,19).

Es scheint sich demnach um ein real existierendes Tier gehandelt zu haben. Ausschließen, das hier eine “Vision” oder sogar Fiktion vorliegt, kann guten Gewissens eigentlich niemand, der kritisch an Bibeltexte herangeht. Zumal gerade das Buch Hiob für seine verborgenen und kryptischen Botschaften und Aussagen schon legendär ist.

Etwa acht Meter lang und aufgerichtet fünf Meter hoch waren ein Iguanodon, wobei es mehr als vier Tonnen auf die Waage bringen konnte. Sicher ein “Monster” (s. Titelbild) im weitesten Sinne des Wortes. Aber meint das Buch Hiob wirklich so ein Tier oder überhaupt einen gewaltigen Saurier? Auch wenn Fundamentalisten dies immer wieder annehmen, übersehen sie doch die Widersprüche im Text.

Die Bestie Leviathan

Das Fabelwesen Behemoth kann kein Saurier gewesen sein.

Schon gar nicht ein Riese wie ein Iguanodon oder irgendeine Art von Sauropoden, die noch weit größter werden konnten. Das Buch Hiob beschreibt eindeutig, dass sich das Tier unter Lotosbüschen legte und diese ihm Schatten spendeten. Es konnte sich im “Rohr”, also “Schilf”, am Fluss verstecken und “Bachweiden” umgaben das Tier dabei. Behemoth war demnach also ein mehr oder weniger kleines Tier und kein gewaltiger Saurier mit einem Schwanz wie ein Baum!

Was aber ist mit dem zweiten “Monster”, das bei Hiob mit dem Namen Leviathan umfangreich beschrieben ist (Hiob 40,16ff. & 41,1ff.)? Auch bei diese Kreatur wird versucht es mit einem Saurier oder vorzeitlichen Reptil zu erklären, dass Hiob ebenso real sah, wie andere. Den Beschreibungen nach war es ein sehr großes und fast schon riesiges Meereslebewesen, das sogar Feuer spuken konnte. Geradezu unbesiegbar verbreite es Angst und Schrecken. “Trifft man ihn mit dem Schwert, so richtet es nichts aus, auch nicht Spieß, Geschoss und Speer”, heißt es bei Hiob 41,18 über diese Bestie. Weiter lesen wir dort in der Luther-Version:

Aus seinem Rachen fahren Fackeln, und feurige Funken schießen heraus. Aus seinen Nüstern fährt Rauch wie von einem siedenden Kessel und Binsenfeuer. Sein Odem ist wie lichte Lohe, und aus seinem Rachen schlagen Flammen. (…)

Kein Pfeil wird ihn verjagen; die Schleudersteine sind ihm wie Spreu. Die Keule achtet er wie Stoppeln; er spottet der bebenden Lanze. Unter seinem Bauch sind scharfe Spitzen; er fährt wie ein Dreschschlitten über den Schlamm. Er macht, dass die Tiefe brodelt wie ein Topf, und rührt das Meer um, wie man Salbe mischt. Er lässt hinter sich eine leuchtende Bahn; man denkt, die Flut sei Silberhaar. Auf Erden ist nicht seinesgleichen; er ist ein Geschöpf ohne Furcht. Er sieht allem ins Auge, was hoch ist; er ist König über alle Stolzen.” (Hiob 41, 11-13 & 41,20ff.)

“Sein Atem entzündet Kohlen” gibt zum Beispiel “Elberfelder Bibel” hier wieder. Ein feuerspeiender Drache, wie er in unzähligen Mythen und Geschichten Niederschlag gefunden hat. Im Fall des Leviathan besteht der große Unterschied darin, dass dieses Monster im Meer leben soll. Kein Tier, dass man mit der Angel einfach fangen kann, wie es Hiob 40,25 vermerkt.

Schlangenmonster der Meere

Leviathan findet sich mehrfach im Alten Testament erwähnt. Und mit jeder Beschreibung wird diese Kreatur seltsamer. So heißt es in den Psalmen über ihn bei Luther:

Da ist das Meer, das so groß und weit ist, da wimmelt’s ohne Zahl, große und kleine Tiere. Dort ziehen Schiffe dahin; da ist der Leviatan, den du gemacht hast, damit zu spielen.” (Ps. 104,25f.)

Die Meere sind der Lebensraum des “ungeheuren Leviatan” oder des “Ungeheuers Leviatan”, wie es andere Bibelausgaben nennen. Während in einigen das Wesen schlicht als “Wal” wiedergeben wurde, was natürlich in keinster Weise den Beschreibungen entspricht. Ein Wal hat weder “scharfe Spitzen” am Bauch, noch kann er Feuer spuken. Riesig indes ist er zweifellos.

Schaut man noch genauer in die biblischen Texte, so wird dieser Leviathan immer bizarrer. Als sei die Eigenschaft des Feuerspeisens nicht bemerkenswert genug, so heißt es ab Pslam 74,13:

Du hast das Meer aufgewühlt durch deine Kraft, zerschmettert die Köpfe der Drachen über den Wassern. Du hast die Köpfe des Leviatan zerschlagen und ihn zum Fraß gegeben dem wilden Getier.”

“Die Köpfe des Leviata”? Hatte das Biest etwa mehr als nur einen Kopf? Auf welchen Saurier oder überhaupt irgendein Tier träfe das zu? Auf keines. Die Bibel wäre nicht die Bibel, wenn man solche Aussagen nicht noch steigern könnte. So geschehen im Buch Jesaja, in dem sich Leviathan als Seeschlange wiederfindet:

Zu der Zeit wird der Herr heimsuchen mit seinem harten, großen und starken Schwert den Leviatan, die flüchtige Schlange, und den Leviatan, die gewundene Schlange, und wird den Drachen im Meer töten.” (Jesaja 27,1)

In der Übersetzung “Hoffnung für Alle” wurde dieser Vers noch deutlicher formuliert. Hier heißt es:

In dieser Zeit wird der Herr mit dem Leviatan abrechnen, diesem schnellen Ungeheuer, das sich windet wie eine Schlange. Gottes mächtiges, scharfes Schwert wird ihn treffen, diesen Meeresdrachen, und wird ihn töten.

Theologische Interpretationen und Bibelforscher sehen hier ein Sinnbild des Satans, des Teufels. Die “Schlange” als Symbol für das Böse und Gottes Widersacher. Gleichzeitig vermerken verschiedene Bibel-Lexika vor allem zu diesem Vers, dass hier auf “heidnische Mythologien” von Drachen und ähnlichen Monstern angespielt wird, gegen die außerbiblischen Götterfiguren kämpften. Da Mythen früherer Religionen an vielen Stellen des Alten Testaments nachweisbar sind – warum nicht auch hier?

Meeresleuchten …

Zumindest aber kann Leviathan keinesfalls als Saurier angesehen werden. Erst recht nicht mit einem Spinosaurus, der sogenannten “Dornenechse”, wie es versucht wurde. Dennoch wurde immer wieder der Versuch unternommen diese Kreatur mit einem echten Lebewesen von heute zu vergleichen oder es als real darzustellen. Die einfachste Deutung ist dabei die Annahme, dass es ein Krokodil sei. Was natürlich unsinnig ist, wie die Beschreibungen belegen.

Gerne zieht man auch den “Bombardier-Käfer” heran. Dieses kleine Tier ist in der Lage heißes Gas zur Verteidigung auf seine Fressfeinde zu sprühen. Damit soll untermauert werden, dass es “feurspukende Tiere” in Gottes Schöpfung sehr wohl gegeben haben könnte. Vielleicht taten sie dies durch einen Gasausstoß, wobei sich dieses Gas bei Kontakt mit Sauerstoff von selbst entzündete. Womit man wieder bei der Drachen-Mythologie wäre. In diesem Fall ein Drache als Seemonster.

Bibelgläubige führen hierbei ein weiteres Argument an. Sie verweisen auf den Fakt, dass es in der Natur tatsächlich leuchtende Tiere gibt. Solche Lebewesen tummeln sich interessanterweise vor allem in den Meeren der Erde, wo sie meistens in der Tiefsee zu finden sind. Die Aussage der Bibel, “Er lässt hinter sich eine leuchtende Bahn, man denkt, die Flut sei Silberhaar”, klingt in diesem Sinne durchaus sehr treffend. Solche Fische, die in den dunklen Tiefen der Ozeane ihr eigenes Licht erzeugen, sind aber relativ kleine Zeitgenossen. Keine “Monster” und keines dieser Tiere hat auch mehrere Köpfe oder spukt Feuer. Unter Wasser schon gar nicht.

Diese chemischen Prozesse nennt man im Allgemeinen “Biolumineszenz”. Fraglich, wie Menschen in biblischen Zeiten Kenntnis von solchen kleinen Tieren der Tiefsee gehabt haben sollen. Sie “leuchten” nur dort und niemand kann sie ohne U-Boote sehen. Und angeschwemmte tote Exemplare geben wohl kaum mehr Licht mehr ab. Leuchtende Algen und andere Fische bzw. Lebewesen wie die Einzeller “Pyrocystis lunula” könnten hier als Vorlage gedient haben. Deren Lichter kann man an der Oberfläche sehen. Von diesen zu einem Monster wie Leviathan ist es aberr noich ein sehr, sehr weiter Schritt.

So spannend diese Fabelwesen oder Monster auch sind, sie eignen sich nicht als Beleg, dass die Bibel von Sauriern spricht, die noch vor kurzen lebten …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Ein UFO im Jahr 1034 über Deutschland? Das Rätsel der Nürnberger Chronik und UFOs im Mittelalter +++ Video +++

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UFO-Sichtung im Jahr 1034 über Deutschland? Das Geheimnis der Nürnberger Chronik (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
UFO-Sichtung im Jahr 1034 über Deutschland? Das Geheimnis der Nürnberger Chronik (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Was flog im Jahr 1034 am Himmel über Deutschland? Verschiedene UFO-Seiten im Netz meinen, dass eine alte Chronik aus dem 15. Jahrhundert hier einen der ersten UFO-Sichtungen schildert, der sich vor bald 1.000 Jahre ereignete. Ein zylindrisches UFO im frühen  Mittelalter, das über den Himmel raste. Woher stammt diese Geschichte, die im Netz eigentlich immer nur weiter kopiert wurde? Was ist die Quelle diese UFO-Sichtung und was genau soll sich ereignet haben? Ich bin für Euch in diesem YouTube-Video dem seltsamen Bericht einmal auf den Grund gegangen.


UFOs im Mittelalter?

Das UFO-Phänomen ist eigentlich sehr alt. Jahrhunderte oder vielleicht sogar Jahrtausende. Denn der Mensch hat schon immer Seltsames am Himmel beobachtet. Das sagen Prä-Astronautiker, UFO-Forscher und UFO-Interessiere.

Dabei deuten sie unter anderem rätselhafte Erscheinungen und „Wunder“ am Himmel im Mittelalter in dieser Hinsicht. Zu finden sind solche Beobachtungen in zahlreichen alten Chroniken und Aufzeichnungen der vergangenen Jahrhunderte.

Kritiker verweise dabei gerne auf den Umstand, dass diese Himmelszeichen oder Wunderzeichen natürliche Phänomene waren. Kometen und Asteroiden beispielsweise, die von den damaligen Menschen als Zeichen von Gott oder dem Teufel interpretiert wurden.

Damit haben die Kritiker der UFO-Forschung und Prä-Astronautik sicherlich Recht. Nur: Lassen sich tatsächlich alle diese Erscheinungen und „Zeichen am Himmel“ so einfach erklären?

Etwa jenes Objekt, das lau einer alten Chronik von 1493 im Jahr 1034 über Deutschland geflogen sein soll? Eine Himmelserscheinung, die heute als „UFO“ interpretiert wird. Doch schaut man genauer hin, gibt es bei dieser mutmaßlichen UFO-Sichtung aus dem Mittelalter Widersprüche und weitere Fragen.

Ich bin für Euch in diesem YouTube-Video vom 19. April 2020 vom dem Bericht von 1034 einmal auf den Grund gegangen. Denn woher genau stammt er und was sind und sagen die Quellen?

All das erfahrt Ihr in diesem Video.

Bleibt neugierig …

Video vom 19. April 2020 auf Fischinger-Online

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Lars A. Fischinger

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Das Vermögen des Erich von Däniken: 30 Millionen Dollar netto! Stimmt das auch? Von Büchern, Geld und Fake-News

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Das Vermögen des Erich von Däniken: 30 Millionen Dollar netto, heißt es! Stimmt das auch? (Bild: Archiv E. v. Däniken & gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Das Vermögen des Erich von Däniken: 30 Millionen Dollar netto, heißt es! Stimmt das auch? (Bild: Archiv E. v. Däniken & gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Wer ein Buch bei einem Verlag publiziert, verdient Geld an dem Verkauf. Ob für das Werk im Vorfeld erst mal Geld – etwa für Recherchen –  investiert werden musste, einmal ausgeblendet. In der Prä-Astronautik ist es seit über 50 Jahren Erich von Däniken, der mit weitem Abstand den größten Erfolg mit seinen Veröffentlichungen  zu diesem Thema hat. Erst jüngst erschien sein 43. Buch. Doch wie viel Vermögen hat von Däniken durch seine Arbeiten und Bücher inzwischen “angehäuft”? Das will kürzlich eine News-Webseite gewusst haben, die das “Reinvermögen” des Autors auf “30 Millionen Dollar netto” taxierte. Eine gewaltige Summe. Was aber steckt hinter dieser Meldung und Webseite? Ich habe mir das für Euch einmal genauer angeschaut und auch von Däniken selber gefragt.


Erich von Däniken, die Kritiker und das liebe Geld

Jeder Fan, Leser und auch Kritiker von Erich von Däniken weiß, dass er seit seinem Erstling “Erinnerungen an die Zukunft” 1968 Millionen Bücher verkauft hat. Wie viele genau, da schwanken die Angaben. Von “ca. 70 Millionen” sprechen die Werbetexte seiner letzten Bücher. Bis etwa 1990 hieß es darin, dass seine weltweiten Auflagen bereits rund 50 Millionen Bücher betragen. In über 30 Sprachen.

Die größten Erfolge und Auflagen waren in den ersten Jahrzehnten seiner Arbeit als Autor der Prä-Astronautik. Unangefochten an der Spitze sind dabei fraglos seine ersten Bücher ab 1968. Und doch ist Erich von Däniken mit 85 Jahren noch lange nicht in Rente. Erst vor wenigen Tagen erschien sein 43. Buch, das ich Euch HIER vorgestellt habe. Hinzu kommen abertausende von Vorträge rund um die Welt, die er in mehr als einem halben Jahrhundert gehalten hat.

Man kennt von Däniken in der Grenzwissenschaft. Die Prä-Astronautik, die Ancient Aliens, sind untrennbar mit seinem Namen verbunden. Weit hinter ihm folgen andere Autoren und Forscher dieser Themen, die nicht annähend an die Erfolgte von Erich von Däniken anknüpfen können. Das ist heute nicht anders, wie vor Jahrzehnten. Für Kritiker ist das kein Problem, wenn diese auf Buchveröffentlichungen der Grenzwissenschaft, Prä-Astronautik und auch UFOs blicken. Für diese sind solche Bücher oft nur reine Geldmache der Autoren.

Dass diese Autoren meistens kaum etwas an ihren Büchern verdienen, und dass sie viel Geld in ihre Arbeiten im Vorfeld investieren, “übersehen” diese Kritiker. Gutes Geld mit solchen Büchern verdienen zu können, ist eine Erfindung der Skeptiker (oder überhaupt mit Büchern).  Wenngleich es “esoterische Buchbereiche” gibt, die bis heute einen guten Markt haben. Hier können die Autoren ohne finanziellen Einsatz – etwa für Recherchen – durchaus gute Absätze erzielen.

Wirklich reich werden kaum irgendwelche Autoren. Egal welche Art Bücher sie schreiben. Zehntausende Manuskripte werden jedes Jahr von Verlagen abgelehnt. Kaum ein Werk schafft es zu einem echten Buch. Und saugt man sich nicht irgendwelche “Enthüllungen” und “Alien-Sensationen” aus den Fingern, haben grenzwissenschaftliche Mystery-Bücher kaum Chancen bei den Lesern.

“Ich kann gut davon leben”

Bei Erich von Däniken sieht das anders aus. “Ich kann gut davon leben” oder “ich bin einer der wenigen, die sich nicht beklagen können”, sagt er selber sinngemäß seit Jahrzehnten immer wieder. Daraus hat er nie ein Geheimnis gemacht. Immer wieder betonte er dies in entsprechenden Interviews, in denen die Sprache auf seine finanzielle Situation kam. Der “Auflagenmillionär” sorgt deshalb nicht selten für hitzige Kontroversen zwischen seinen Kritikern, Hatern und Neidern sowie seinen Lesern, Fans und “Anhängern” der Prä-Astronautik-Idee.

Erst vor kurzen gab es genau dazu eine Diskussion in einem Internetforum. Durch seine Thesen sei von Däniken sogar zum “Multimillionär” geworden, wurde da posaunt. Vollkommen an den Haaren herbeigezogen, wie im dortigen Forum sogar Däniken-Kritiker darlegten. Er verdiene zwar gut, aber das Geld geht auch wieder sehr schnell raus. Zum Beispiel für seine Mitarbeiter, wie betont wurde.

Ein uralt Argument, um die Prä-Astronautik an sich zu “verteufeln”. Man muss nur genug alle Seiten und Bereiche angreifen, ist der Tenor. Vor Jahrzehnten war es nicht anders. Da wurde zum Beispiel von einer großen Zeitung Däniken und die Ideen der Astronautengötter dadurch als Humbug dargelegt, in dem man den Hauptprotagonisten einfach persönlich mit Belanglosen angriff. In diesem Fall: Von Däniken trägt erhöhte Sohlen bzw. Absätze – da er so klein ist, und ihn sonst keiner ernst nimmt.

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Auch wenn immer wieder das Thema “Geld” im Zusammenhang mit der Person von Däniken aufkommt, bleibt es für viele nicht uninteressant. Da gibt es keinen Unterschied zu irgendwelchen Promis aus Hollywood oder Z-Promis diverser Müll-Sendungen des deutschen Fernsehens. Irgendwie interessiert es die Öffentlichkeit. Das dachte sich auch eine Internetseite vor wenigen Tagen, die verkünden konnte, wie viel Vermögen der Herr Erich von Däniken besitzt.

Erich von Däniken Vermögen: 30 Mio. Dollar netto

Die Banken werden wohl die einzigen sein, die über die Finanzen des Erich von Däniken Bescheid wissen. Neben ihm selber, natürlich. Doch kürzlich bekam ich die Google Alert-News “Erich von Däniken Vermögen – so reich ist Erich von Däniken wirklich”, die auf einem fragwürdigen News-Portal im Netz veröffentlicht wurde. Übrigens seine Webseite, die unter anderem zu allen möglichen öffentlichen Personen die behaupteten Vermögen publiziert.

In den angeblichen Finanz-News zu von Däniken war unter anderem zu lesen:

Erich von Dänikens Reinvermögen: Erich von Däniken ist ein Schweizer Autor mit einem Nettovermögen von 30 Millionen Dollar.

(…) Eines seiner bekanntesten Werke ist das 1968 erschienene Buch ‘Chariots of the Gods?’. (…) Er hat viele Bücher in englischer und deutscher Sprache verfasst, darunter sein jüngstes Buch ‘Remnants of the Gods: A Visual Tour of Alien Influence in Egypt, Spain, France, Turkey, and Italy’ in 2013. (…) Seine Bücher wurden in 32 Sprachen übersetzt und haben sich über 63 Millionen Mal verkauft.

30 Millionen Dollar netto! Das ist nicht gerade wenig und Erich von Däniken damit fraglos Multimillionär.

Wie kommt diese riesen Summe zusammen? Das wird auf der zweifelhaften Webseite natürlich nicht verraten. Trotz mehr oder wenig seriöser Aufmachung im Stil einer Nachrichtenseite ist das wohl nicht mehr als eine Fake-News-Schleuder. Auch meine Anfragen nach einer Quelle oder einem Beleg für diese beachtliche Angabe, wurden dort nicht beantwortet.

Es scheint aber eine alte “Information” zu sein, die aus dem Englischen übernommen wurden. Das zeigt sich schon an dem genannten Buchtitel “Chariots of the Gods?”, womit die englische Ausgabe seines Erstlings “Erinnerungen an die Zukunft” von 1968 gemeint  ist. Dann handelt es sich bei dem angeblich “jüngsten” Buch “Remnants of the Gods” um den englischsprachigen Titel des von Däniken-Buch “Der Mittelmeerraum und seine mysteriöse Vorzeit“, das schon 2012 in Deutsch erschien. Danach folgten noch eine ganze Reihe weiterer Bücher; auch in englischer Übersetzung. Auch ist die Angabe von 63 Millionen verkauften Büchern überholt.

Ohne seriöse nachweisbare Quelle also nichts weiter als Fake-News.

Von Däniken: “So ein Unsinn!”

Was sagt denn Erich von Däniken dazu, dass alle Welt durch Verbreitung unter seinen Namen in den Google-News  nun seinen Kontostand weiß? Ich habe ihn mal selber gefragt, da er diese Meldung sicher nicht mitbekommen hat.

Lieber Lars, DANKE für die Mitteilung.

W e r  schreibt denn diesen Unsinn über mein angebliches Vermögen?  Ich habe kein Vermögen. Richtig ist, dass ich all die Jahre gut verdiente, aber das Geld das hereinkam, ging genauso schnell wieder hinaus. Und dies für keinerlei Luxus. Ich besaß je weder eine Villa, einen Swimmingpool oder ein Ferrari-ähnliches Auto. Die Einnahmen gingen in die Forschung, mein Archiv, Reisen,  Mitarbeiter etc.

Tatsache ist auch, dass ich seit März dieses Jahres keine Einnahmen habe. Alle Reisen, Vorträge, Verpflichtungen in den USA und anderswo wurden abgesagt. Corona sei Dank!(Formatierung von Erich übernommen)

Selbst die meisten Däniken-Kritiker werden unumwunden zugeben, dass das eine gepfefferte Fake-News ist. Es stellt sich die Frage, warum jemand solchen Quatsch in die Welt setzt? Neid auf den Erfolg des Autors mit seinen Ideen um Außerirdische in der Antike? Wohl weniger, da auch andere angebliche Vermögen diverser Personen des öffentlichen Lebens hier “offengelegt” werden. Zum Beispiel von der bekannten verstorbenen Schauspielerin Marlene Dietrich. Sie war laut dieser Webseite mit einem Vermögen von 30 Millionen Dollar netto angeblich genauso reich wie Erich von Däniken heute …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Das Rätsel um das Bermuda-Dreieck: Es ist angeblich (mal wieder) gelöst +++ Video +++

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VIDEO: Das Rätsel um das Bermuda-Dreieck: Es ist angeblich (mal wieder) gelöst (Bild: PixaBay/gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
VIDEO: Das Rätsel um das Bermuda-Dreieck: Es ist angeblich (mal wieder) gelöst (Bild: PixaBay/gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Seit Jahrzehnten sorgt das Bermuda-Dreieck östlich von Florida und nördlich der Karibik für zahlreiche Spekulationen. Angeblich geht es hier nicht mit rechten Dingen zu, da dort immer wieder Schiffe und Flugzeuge samt der Menschen an Bord spurlos verschwinden sollen. Außerirdische, Zeittunnel, Schwarze Löcher, Atlantis, Seeungeheuer, Tore in andere Dimensionen, Methangasblasen im Meer und viele weitere Ursachen wurden bereits als Erklärung angeboten. Doch jetzt soll das angebliche Rätsel des Bermuda-Dreieck gelöst worden sein, wie einige Medien berichten. Mal wieder, muss man dazu sagen. Wie man das Geheimnis des Bermuda-Dreieck diesmal erklärt wurde, erfahrt Ihr in diesem YouTube-Video.


Rätsel um das Bermuda-Dreieck

Das sogenannte Bermuda-Dreieck oder auch Teufelsdreieck im Bereich nördlich der Karibik und östlich von Florida ist zweifellos ein klassisches Thema im Bereich Mystery und Grenzwissenschaft. Gleichzeitig aber auch eines der fragwürdigsten, wie ich es bereits 2009 HIER ausgeführt habe.

Seit Jahrzehnten kursiert die Legende um das Bermuda-Dreieck (auch Bermudadreieck) in einschlägiger Literatur, in Spielfilmen und zahlreichen TV-Dokumentationen. Denn hier, in diesem scheinbar so friedlichen Seegebiet, sollen Schiffe, Flugzeuge und damit auch Menschen immer wieder spurlos verschwinden. Warum und wohin weiß angeblich niemand! Unzählige Spekulationen kursieren dazu, die von Seeungeheuern und Aliens über Atlantis bis Schwarze Löcher reichen. Inklusive jener, dass dort überhaupt nichts Ungewöhnliches vor sich gehen würde.

Und doch ist es seit Jahrzehnten eines der am weitesten verbreitenden und bekannten „Rätsel der Welt“. Auch unter all jenen Menschen, die sich nicht speziell für die Mysterien der Menschheit und ähnlich Themen interessieren. Und jetzt soll – mal wieder – das Rätsel um das Bermuda-Dreieck gelöst worden sein.

Warum und wie die genauen Hintergründe dazu sind, erfahrt Ihr in diesem Video auf YouTube. Denn die „neue Lösung“ ist im Kern alles andere als neu!

Bleibt neugierig …

Video vom 28. Februar 2020 auf Fischinger-Online

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Lars A. Fischinger

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Komet Neowise ist der Erde am nächsten: Doch vor exakt 25 Jahren wurde der Komet Hale-Bopp entdeckt – und der brachte tatsächlich nichts Gutes

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Vor exakt 25 Jahren wurde er entdeckt: der Komet Hale-Bopp - und er brachte nichts Gutes! (Bild: NASA)
Vor exakt 25 Jahren wurde er entdeckt: der Komet Hale-Bopp – und er brachte nichts Gutes! (Bild: NASA)

Viele Astronomen, Sternengucker und Hobbyastronomen bewundern derzeit am Nachthimmel den Kometen Neowise. Auch über Deutschland ist dieses seltene aber keinesfalls außergewöhnliche Himmelsschauspiel zu sehen. Ein sogenannter langperiodischer Komet, der erst im März 2020 entdeckt wurde und wahrscheinlich erst um das Jahr 8709 wieder zu uns kommen wird. Doch an dem Tag, als der Komet seinen geringsten Abstand zur Erde hatte, wurde genau 25 Jahre zuvor ein anderer Komet entdeckt: Der Komet Hale-Bopp. Und dieser erwies sich in der Folge tatsächlich als ein tödlicher Unglücksbote, was mehreren Dutzend ufogläubigen Menschen das Leben kostete. Der Tiefpunkt einer UFO-Sekte. Was damals im Zuge des Hypes um Hale-Bopp geschehen war fasst dieser Artikel zusammen.


Neowise: Besucher aus den Weiten des Alls

Der aktuelle Komet Neowise – wissenschaftlicher Name C/2020 F3 – wurde erst am 27. März 2020 am Himmel entdeckt. Seit Anfang Juli kann er mit bloßem Auge am Sternzelt beobachtet werden. Ein sicher seltenes astronomisches Ereignis, dass aber seit Jahrtausenden bekannt ist.

Auch Neowise besuchte uns bereits. Dies soll nach den Berechnungen seiner Umlaufbahn um das Jahr 2402 vor Christus geschehen sein. Wie die meisten Kometen umrundet Neowise die Sonne in einer stark gestreckten elliptischen Umlaufbahn, die ihn weit, sehr weit, in das äußere Sonnensystem führt. Bei seinem nächsten sonnenfernsten Punk, dem sogenannten Aphel, um das Jahr 5365 wird er über 710-mal weiter von der Sonne entfernt sein, wie die Erde. Das sind gewaltige aber keine ungewöhnlichen Dimensionen solcher Himmelskörper.

Am 23. Juli erreichte der Komet seine größte Annäherung an die Erde. Dabei war er noch immer über 100 Millionen Kilometer von unserem Planeten entfernt. Es bestand also keine Gefahr einer Kollision oder etwas ähnlichem mit der Erde. Denn Kometen galten seit jeher als unheimliche Vorboten. Hin und wieder auch als gutes Omen, doch unsere Vorfahren sahen in diesen kosmischen Geschossen meist ein Vorzeichen, dass etwas Schreckliches oder Umwälzendes geschehen wird.

Nun also entfernt er sich wieder der Erde und passiert auf seinen Rückweg in den weiten Raum auch die Riesenplaneten Saturn und Jupiter. Deren gewaltige Gravitation wirkt sich auch auf den kleinen Neowise aus, so dass sich seine Umlaufbahn und Geschwindigkeit um die Sonne ändern wird. Wahrscheinlich muss man deshalb bis zum Jahr 8709 warten, bis er unseren Planeten wieder einen Besuch abstattet.

Hale-Bopp: Der Jahrhundertkomet

Astronomische Fakten und Modellrechnungen, die jeden Hobbyastronomen begeistern. Nicht anders war es vor einem viertel Jahrhundert.

Auf den Tag genau 25 Jahre bevor Neowise der Erde am nächsten kam, entdeckten die Astronomen Alan Hale und Thomas Bopp am 23. Juli 1995 den nach ihnen benannten Kometen Hale-Bopp (C/1995 O1). Einer der hellsten Kometen überhaupt, der ab Sommer 1996 rund 1,5 Jahre lang mit bloßem Auge prachtvoll und groß am Himmel zu sehen war. Ab Anfang 1997 konnten selbst die Bewohner von hell erleuchteten Großstädten den Kometen problemlos sehen. Schnell nannte man ihn den “Jahrhundertkomet”.

Hale-Bopp war relativ groß, etwa 50 bis 60 Kilometern Kerndurchmesser. Dazu kamen zwei farbenfrohe Schweife, die dutzende Millionen Kilometer durch das All reichten. Auch Hale-Bopp gehört zu den langperiodischen Kometen, dessen Umlaufbahn rund 4.200 Jahre betrug. Und auch sein Orbit hat sich durch die Gravitation von Jupiter verändert, so dass er jetzt “nur” noch 2.380 Jahre für einen Umlauf benötigt.

Wir können ihn um das Jahr 4419 wieder am Firmament bewundern …

Für Astronomen war auch dieser Komet ein Ereignis, so dass sie ihn intensiv beobachten und erforschten. Selbst verschiedene organische Verbindungen konnten in Hale-Bopp nachgewiesen werden, die bis dato teilweise von Kometen unbekannt waren. Bis der Besucher aus dem äußeren Sonnensystem ab Herbst 1997 langsam verschwand, war er ein sehr großes Ereignis im Internet.

Während der Beobachtungsphase 1996 und 1997 verbreitete sich das Internet rasant, weshalb der Komet zu einem der ersten Internet-Ereignisse überhaupt wurde. Vergleichbar mit der Mars-Mission “Pathfinder” der NASA mit ihrem Rover, die am 4. Juli 1997 auf dem Mars landete. Auch dazu wurden täglich Neuigkeiten und Bilder durch das junge Netz verbreitet und diskutiert.

Ein UFO kommt mit Hale-Bopp

Während Astronomen und die junge Netz-Gemeinde Hale-Bopp feierten, sahen ihn andere Menschen mit ganz anderen Augen!

Misstrauisch und durchaus abergläubisch wie unsere Ahnen sahen auch vor 25 Jahren einige Menschen das Nahen des Kometen am Himmel. Bei ihnen wurden quasi “Urängste” und schlimme Vorzeichen geweckt, die solchen Himmelserscheinungen schon vor tausenden von Jahren angedichtet wurden. Im Prinzip nicht ganz unbegründet, da der Einschlag eines Kometen oder Asteroiden auf der Erde in der Vergangenheit vielfach verehrend war. Sie werden nicht nur der Untergang der Dinosaurier vor rund 65  Millionen Jahren verantwortlich gemacht, sondern diese “Bomben aus dem All” können auch heute unser aller Ende bedeuten.

Bei Hale-Bopp war es 1996 und 1967 etwas anders. Hier befürchtete eigentlich niemand, dass er mit unserem Planeten kollidieren wird. Vielmehr wurde in ihm ein “Zeichen” gesehen, dass von Gott, Jesus, Außerirdischen oder allen zusammen gesandt wurde. Angeheizt wurde das durch ein Foto im damaligen Internet, das der Amateurastronom Chuck Shramek aufgenommen hatte. Auf diesem war ein längliches “Etwas” nahe des Kometen zu sehen, das diesem zu folgen schein.

Sehr schnell wurde daraus ein UFO, das im Schutz von Hale-Bopp auf dem Weg zur Erde ist. Auch wenn sich das “UFO” auf dem Foto als der Stern SAO141894 herausstellte, ging diese Aufnahme damals durch die UFO-Szene und das Internet. Vor allem, da Art Bell mit seiner Radiosendung “Coast to Coast” in den USA, in der nahezu alle Spekulationen und Verschwörungen vorbehaltlos verbreitet wurden und werden, das Thema publik machte.

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Das Thema, dass ein außerirdisches Raumschiff im Schweif des Kometen zur Erde kommt, steigerte sich noch, als ein weiteres Bild davon auftauchte. Angeblich von einem Astronomen, der lieber anonym bleiben wollte, aber das “Hale-Bopp-UFO” damit bestätigte. Die Aufnahme war allerdings eine Fälschung. David J. Tholen und Olivier Hainaut, zwei Astronomen der “University of Hawaiʻi System”, zeigten bereits im Januar 1997, dass diese Aufnahme ein manipuliertes Foto von ihnen selber war.

Hale-Bopp als Vorbote für die Evakuierung durch UFOs

Trotzdem blieb Hale-Bopp ein großes Thema von Spekulationen, Sekten und Verschwörungstheorien. Etwa bei bei der UFO-Sekte “Fiat Lux” und ihrer Chefin Uriella, über die auf diesem Blog bereits vielfach berichtet wurde (Link HIER). Im Schweizer Fernsehen erklärte sie in einem Interview am 15. April 1997 über den Kometen zum Beispiel folgendes:

Hale-Bopp ist für mich der Vorbote vom Unglücksstern, der bereist auf der Reise ist zu uns. Er bringt enorme Veränderungen in Form von Staatsbankort, Wirtschaftskrise, Erderuptionen, Katastrophen, Fluten in allen Formen. Auch Seuchen und Epidemien.”

Woher Uriella als UFO-Sekten-Führerin ihr Wissen hatte, daraus machte sie nie ein Geheimnis: Gott bzw. Jesus Christus stehe mit ihr in Kontakt und sendet ihr regelmäßig Botschaften. So habe sie auch über den Kometen Hale-Bopp diese Informationen vom Himmel erhalten, wie sie behauptete. Auch stünde der Weltuntergang so oder so nahe bevor, wie sie damals vielfach prophezeite. UFOs stehen aber bereit, um die “Getreuen und Gerechten” zu retten, so Uriella auch in diesem TV-Interview. Gemeint sind natürlich vor allem die Mitglieder von “Fiat Lux” und alle die “würdig” sind.

Solche und sehr viele weitere Glaubenslehren der Sekte “Fiat Lux”, die damals noch über 800 Anhänger hatte, waren nicht neu. Wie mein Kollege Roland M. Horn und ich in unserem Buch “UFO-Sekten” (1999) detailliert zeigen konnten, haben Uriella und ihr Mann Icordo sich ausgiebig bei anderen UFO-Kulten und -Esoterikern bedient. Für die Anhänger des “Orden Fiat Lux” war das alles kein Problem. Auch nicht, als beispielsweise der angekündigte Weltuntergang, die Evakuierung der Gläubigen durch UFOs und die Verwandlung der Erde in ein “Paradies” 1998 ausblieb.

Wie mir damals von Icordo und Uriella im Auftrag von Jesus mitgeteilt wurde, konnte sie den Untergang oder “Wandel” glücklicherweise nochmal verschieben (lassen). Immerhin bezeichnete sich die inzwischen verstorbene Uriella selber als “Sprachrohr Gottes”.

“Heavens Gate: UFO-Glaube bis in den Tod

Ganz anders reagierte nur rund drei Wochen vor dem Interview von Uriella eine andere UFO-Sekte in den USA. Es war der UFO-Kult “Heavens Gate” um den Guru Marshall Applewhite, über den auf diesem Blog ebenso bereits öfter berichtet wurde (Link HIER). Diese Sekte war der traurige Abschluss einer jahrzehntelange “Sekten-Karriere” ihres Führers Appelewhite, wie im oben genannten Buch “UFO-Sekten” ausführlich dokumentiert.

Auch die Anhänger von “Heavens Gate” glaubten, dass sie die Erde mit Hilfe von Außerirdischen als Auserwählte verlassen werden. Allerdings nicht körperlich, sondern sie würden bei ihren “Götter”, den Aliens, wiedergeboren werden und so in ein kosmischen und ewiges Paradies einziehen. Den Kern solcher Ansichten hatte ihr Chef Appelwhite bereits in den Jahrzehnten zuvor verbreitet, wobei er damals noch von seiner Lebensgefährtin Bonnie Lu Nettles unterstützt wurde. Sie verstarb bereits 1985.

Während die Sekte “Fiat Lux” sich praktisch nach dem Tod ihrer Führerin auflöste, nahm die UFO-Religion von “Heavens Gate” 1997 ein jähes Ende. Nachdem das Foto mit dem “UFO” im Schweif von Hale-Bopp bekannt und verbreitet wurde, glaubten die Anhänger von Applewhite, dass dies endlich das ersehnte Signal der Außerirdischen sei. Die Erde stünde unmittelbar davor gereinigt und erneuert zu werden, wodurch die Sekten-Anhänger endlich ihre höhere Stufen erreichen würden.

Das “Außenteam” einer UFO-Sekte

Um diese höchste Stufe der Existenz und des Seins erreichen zu können, mussten sie sich aber alle umbringen, wie sie glaubten. Denn nur so werden ihre Seelen in dem nahenden UFO bei Hale-Bopp wiedergeboren, während die Erde sich “recycelt”, wie sie es nannten. Die “höhere Quelle” des Selbst könne man so erreichen. Bezeichnet ist dabei, dass die Gruppe sich durch eine Webdesign-Firma finanzierte, die “Higher Source”, “Höhere Quelle”, hieß.

Am 19. März 1997 drehte Applewhite deshalb ein Abschiedsvideo. In diesem erklärt er nochmals den Glauben der Sekte, und dass man nur durch Selbstmord seine irdische Hülle verlassen kann, um im kommenden UFO neu geboren zu werden. Das war drei Tage bevor Hale-Bopp der Erde am nächsten kam. Am 24., 25. und 26. März nahmen sich dann nahe San Diego in Kalifornien er und insgesamt 38 weitere Anhänger mit einem Giftcocktail das Leben.

Direkt am 26. März wurden die 39 Toten in ihrer Villa entdeckt. Alle lagen gut und einheitlich gekleidet in ihren Betten, trugen neuen Schuhe und waren mit purpurroten Tüchern abgedeckt. Jeder hatte dazu einen 5 Dollar-Schein und drei Vierteldollar-Münzen bei sich und trug eigens für diesen Suizid angefertigte Armbänder. “Heavens Gate Away Team” stand auf diesen.

Eigentlich ein Hohn, den die vernarrtischen UFO-Sekten-Anhänger in ihrem Wahn nicht mal mehr selber erkannten. Schon die Aufschrift der Armbänder zeigt den Realitätsverlust, da sie sich damit als “Außenteam” kennzeichneten. Ein solches “Away Team” kennt man aus “Raumschiff Enterprise” bzw. “Star Trek”, wenn hier der Captain ein solches Team zusammen stellt, dass sich auf einen fremden Planeten umsehen soll.

Für unter 6 Dollar in eine höhere Welt

Und warum sie bei ihrem Suizid alle neue Kleidung trugen und sich alle den gleichen Geldbetrag einsteckten, wird wohl nie beantwortet werden (s. a. Artikel HIER). Schließlich war es das Ziel der Gruppe, dass ihre Seelen durch den gemeinsamen Selbstmord in das UFO reisen sollen. Nicht ihr physischer Körper. Auf eine höhere Ebene, auf der man wohl kaum knapp sechs Dollar Fahrtgeld oder neue Turnschuhe benötigt.

Der Komet Hale-Bopp und vor allem die Ereignisse der UFO-Sekte “Heavens Gate” sind jetzt 25 Jahre her. Ein berechtigter Schock lief damals durch die UFO-Szene, was von einigen Skeptikern und “Glaubenswächtern” teilweise begierig aufgenommen wurde, um das UFO-Thema pauschal zu verurteilen und zu verteufeln. Auch für mich war dies der Auslöser das Buch “UFO-Sekten” zu schreiben, um darin umfangreich zahlreiche solcher Gruppen zu durchleuchten.

Vielleicht ist der “jungen UFO-Community” das Thema nach einem viertel Jahrhundert fremd – doch “Heavens Gate” war und ist nicht allein “auf dem Mark” …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Bibelfundamentalismus: Gott hat die Sterne NUR für den Menschen erschaffen – sagt angeblich die Bibel +++ Video +++

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VIDEO: Bibelfundamentalismus und Kreationismus: Gott hat die Sterne NUR für die Menschen gemacht! (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Bibelfundamentalismus und Kreationismus: Gott hat die Sterne NUR für die Menschen gemacht! (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Sicherlich laufen schon diverse Wetten darüber, wann wir außerirdisches Leben finden werden. Seien es Mikroben auf dem Mars oder sonst wo in unserem Sonnensystem oder wir empfangen sogar ein Signal von einer außerirdischen Zivilisation. Längst ist man in der Astronomie überzeugt, dass es Leben im All gibt. Ja, es könnte “da draußen” sogar von Leben wimmeln. Die Erde ist keine Sonderanfertigung für die Menschheit. Kreationisten bzw. Bibelfundamentalitsten sehen das teilweise ganz anders. Sie glauben, dass wir Menschen allein im All sind. Außerirdisches Leben gibt es nicht, da davon nichts in der Bibel stehen würde. Und diese sei wortwörtlich zu nehmen und deshalb wäre alles einzig und allein für uns Menschen als Zentrum der Schöpfung und des Universums geschaffen worden. Jeder einzelne Sterne im All – von Gott persönlich nur für uns gedacht. Warum das so sein soll, erfahrt Ihr in diesem Video auf YouTube.


Gott, Bibel, Sterne und Außerirdische

Die Naturwissenschaft bzw. Astronomie ist sich inzwischen sehr sicher: es gibt Leben im All. Es gibt wahrscheinlich auch andere Zivilisationen – intelligente Außerirdische irgendwo im Kosmos.

Und vielleicht existiert sogar primitives Leben auf anderen Himmelskörpern in unserem eigenen Sonnensystem. Wir leben in dieser Hinsicht inmitten eines Zeitalters der Entdeckungen und der neuen Erkenntnisse.

Das sehen andere Menschen vollkommen anders. Sie heißen Kreationisten und glauben an den Kreationismus. Es sind Bibelfundamentalitsten, die an die Schöpfung von allem durch den Gott der Bibel glauben. Die Bibel sei das reale und unfehlbare Wort Gottes und damit nicht nur wörtlich zu nehmen sondern auch wahr.

Auf Fischinger-Online findet Ihr dazu eine ganze Reihe Artikel und Postings – zum Beispiel HIER und HIER.

Die Kreationisten glauben aber nicht nur, dass Gott alles – Mensch, Kosmos, Sterne, Erde, Tiere … – vor nur wenigen Jahrtausenden geschaffen hat. Sie glauben auch, dass wir Menschen allein im All sind. Außerirdische bzw. außerirdisches Leben gibt es nicht, da es nicht in der Bibel steht. Denn alles sei einzig und allein für uns Menschen als Zentrum der Schöpfung und des Universums geschaffen worden!

Damit natürlich auch all die Sterne im Weltraum. Sie sind nur für uns da. In diesem Zusammenhang sei auch das UFO-Phänomen nur Teufelszeug – eine Art Verführung des Bösen aus der Hölle.

Warum das so sein soll, erfahrt Ihr in diesem Video auf YouTube.

Bleibt neugierig …

Video vom 7. März 2020 auf Fischinger-Online

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Prä-Astronautik, Mysterien der Vergangenheit und die “Science-Fiction-Archäologie” von “Ancient Aliens”: Immer nur Feinde in den Mainstreammedien?

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Prä-Astronautik, Mysterien der Vergangenheit und "Science-Fiction-Archäologie" in den Mainstreammedien: immer nur Feinde? (Bilder: LAF/E. v. Däniken/Archiv / Montage: Fischinger-Online)
Prä-Astronautik, Mysterien der Vergangenheit und “Science-Fiction-Archäologie” in den Mainstreammedien: immer nur Feinde? (Bilder: LAF/E. v. Däniken/Archiv / Montage: Fischinger-Online)

Die sogenannten Mainstreammedien standen schon vor 50 Jahren der Prä-Astronautik meistens “feindlich” gegenüber. In den Boomjahren der Idee, dass die Götter der Vergangenheit Raumfahrer aus dem All waren, hagelte es Kritik in den Massenmedien an diesen Spekulationen. Das ebbte mit dem Rückgang des öffentlichen Interesses an diesen Ideen ab. Bis vor rund 10 Jahren die TV-Serie “Ancient Aliens” aus den USA ins Fernsehen kam und damit dieser Thematik eine neue Beliebtheit verschaffte. Für die Medien erneut ein gefundenes Fressen, da seit dem die fragwürdige Serie “Ancient Aliens” als “die” Prä-Astronautik gilt. Sind sich also etablierte Medien und Themen aus der Welt der Rätsel der Archäologie erneut spinnefeind? Ja und nein, wie es zwei Beispiele aus ein und derselben Zeitung hier zeigen werden.


Ancient Aliens und der Mainstream

Die Idee, dass irgendwann vor Jahrtausenden Außerirdische auf der Erde waren, ist seit rund 50 Jahren weltweit als Prä-Astronautik bekannt. Seit den 1990ger Jahren auch häufig Paläo-SETI genannt und heute vor allem als „Ancient Aliens“ weithin ein Begriff. Hergeleitet von der erfolgreichen TV-Dokuserie aus den USA.

Gerade die TV-Dokumentationen von „Ancient Aliens“ sind es, die der Prä-Astronautik in den letzten 11 Jahren eine unverhoffte neue Bekanntheit bescherten. In bisher 15 Staffeln mit aktuell 191 Folgen seit dessen Start 2009. Ein neuer Boom, der das Thema für eine neue Generation kostenlos in das TV brachte, die sich dadurch über allerlei Mysterien der Welt und den Raumfahrern der Antike „informieren“ könne. Ohne, dass sie teure Bücher kaufen müssen.

Natürlich geht der Erfolg der Serie nicht unbemerkt an der etablierten Archäologie und den Mainstreammedien vorbei. Mit einem praktisch ausnahmslos kritischen Grundtenor gegenüber der Dokuserie. Vor allem online finden sich deshalb für jeden frei zugänglich diverse Kritiken und Beiträge, die der Fernsehserie mehr als skeptisch gegenüber stehen.

Auch auf diesem Blog war in der Vergangenheit „Ancient Aliens“ immer wieder Thema. (Link dazu HIER)

Innerhalb der „Anhänger“ der Prä-Astronautik sieht wohl die Mehrheit diese US-Serie ebenfalls mehr als kritisch. Zumal sie sich inhaltlich schon sehr lange vom eigentlichen Thema – kamen die Götter au dem All? – entfernt hat. Längst werden dort sämtliche Rätsel und Mysterien der Welt thematisiert. Angereichert mit oftmals nicht mehr nachvollziehbaren Spekulationen, Behauptungen und Aussagen rund um Außerirdische in der Vergangenheit und diverse ungelöste Rätsel der Menschheit.

Prä-Astronautik = „Ancient Aliens“

Für sehr viele „alte Hasen“ und offen an der Thematik interessierte Menschen ist deshalb die US-Dokuserie längst indiskutabel geworden. Befürworter der Überlegungen um Aliens in der Vorgeschichte sahen die 1. Staffel der Reihe (s. Link unten) noch vielfach mit Wohlwollen. Was sich aber im Laufe der Serie schnell änderte, wie man zumindest sehr deutlich im deutschen Sprachraum innerhalb der Interessierten erkennt.

Obwohl sicher Zuschauer der Sendung erst durch diese  ihr Interesse für Prä-Astronautik, UFOs und ähnliche Themen entdecken werden. Denn ein immer wiederkehrender Vorwurf ist, dass „Ancient Aliens“ das gesamte Feld der Grenzwissenschaft und der „Raumfahrt im Altertum?“ nur noch ins Absurde führt. Das heißt, dass dadurch eine sachliche Beschäftigung damit nicht mehr möglich ist. Die Öffentlichkeit und damit vor allem der Mainstream sehen nur noch: Prä-Astronautik = „Ancient Aliens“.

Tatsächlich zeigt sich in den letzten Jahren, dass die sogenannten „etablierten Medien“ ihr „Wissen“ rund um solche Phänomene vielfach aus genau dieser Serie herleiten. Was übrigens im wesentlich stärkerem Maße für die „neue Generation“ der Prä-Astronautiker gilt!

Objektive und neutrale Berichte, Artikel und Meldungen rund um Mythen und Rätsel der Menschheit waren schon immer Mangelware. Hier wird gerne schwarz-weiß gedacht. Entweder ist alles rund weg Quatsch von Phantasten oder eine „sensationelle Enthüllung“, wie es Boulevardmedien gerne anpreisen.

Ausnahmen sucht man meistens vergeblich. Und doch findet man sie – man muss nur lange genug nach ihnen suchen. Umso mehr freut es alles Freunde des Phantastischen, der Grenzwissenschaft und vor allem der Prä-Astronautik, wenn eine solche Ausnahme in den Mainstreammedien gefunden wird.

Rätselhafte Vergangenheit

So wie der Artikel „Rätselhafte Vergangenheit“ der Redakteurin Christina Mondolfo, der am 22. Mai in der „Wiener Zeitung“ erschien. Immerhin eine österreichische Tageszeitung mit einer über 300-jährigen Geschichte.

Offensichtlich ist die Autorin des umfangreichen Beitrages um Neutralität bemüht, während sie diverse Rätsel der Archäologie und Vergangenheit thematisiert. Aufgrund der dort ausgewählten Beispiele lässt sich erkennen, dass hier mehrere Quellen herangezogen wurden. Unter anderem entsprechende Dokus des ZDF, die bereits HIER vorgestellt wurden.

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Doch auf den so oft üblichen Hohn und Spott wurde hier verzichtet. Auch gegen die „Anhänger der Prä-Astronautik“, wie es dort heißt. Eine neutral verfasste Vorstellung großer und kleiner Mysterien, zu denen Mondolfo abschließend schreibt:

Die Liste mit rätselhaften Bauwerken, Artefakten oder Schriftstücken könnte vermutlich eine vielbändige Enzyklopädie füllen und da man vermutet, dass bisher erst ein kleiner Teil aller möglichen archäologischen Funde ausgegraben ist, kann dieses Lexikon des Geheimnisvollen noch viel umfangreicher werden. Doch schon Albert Einstein wusste: ‚Das Schönste, das wir entdecken können, ist das Geheimnisvolle.‘ So gesehen können wir nur hoffen, dass Wissenschaft und Forschung noch viel Rätselhaftes finden.

Die Science-Fiction-Archäologie

Wer jetzt aber glaubt, dass die „Wiener Zeitung“ die Prä-Astronautik nicht auch ganz anders darstellen kann, der irrt. Geschehen bereits 2014 in dem Artikel „Die Science-Fiction-Archäologie“ von Edwin Baumgartner. Dessen scharfe Kritik an den Ideen der Prä-Astronautik leitet sich augenscheinlich von der Serie „Ancient Aliens“, da er dazu schreibt:

Prinzipiell wäre diese Science-Fiction-Archäologie kein Wort wert, würde sie nicht, nach merklichem Abflauen in den Achtzigerjahren, derzeit wieder an Boden gewinnen. Nicht nur das Internet macht’s möglich, wo ohnedies jede Verschwörung, jede fliegende Untertasse und selbstverständlich auch der Yeti Anhänger findet – die Präastronautik hat es sogar in einen Wissenschaftskanal des Fernsehens geschafft: ‚Ancient Aliens‘ (…)

Die totale Desinformation jenseits aller Wissenschaftlichkeit und Wahrheit ist dem History Channel im Grunde fremd. ‚Ancient Aliens‘ ist die Ausnahme.

Baumgartners Artikel beschreibt in weiten Teilen den Anfang der Prä-Astronautik und einige ihrer Vertreter bzw. Ideengeber um dann direkt festzustellen:

Damit sind wir bei der Gretchenfrage: Was ist dran an der Präastronautik? Die Antwort ist einfach: nichts.

Nicht, weil nicht sein kann, was nicht sein darf, sondern, weil die gesamte Präastronautik auf einem Konglomerat von ignorierten Fakten und ignorierter Wissenschaft beruht – und auf einer fehlerhaften Erkenntnisfindung: Statt die beim Ansatz unbekannte These aus den Fakten abzuleiten, werden zur als Wahrheit angenommenen These Beweise gesucht.“

Hierzu nennt er einige wenige Beispiele, die er offensichtlich aus der Serie „Ancient Aliens“ hat. Zum Beispiel die Fakes des Autors Zecharia Sitchin, die auf diesem Blog bereits mehrfach zur Sprache kamen. Ebenso angeblich fragwürdige Interpretationen „der Präastronautiker“ von alten Darstellungen als Astronauten oder die Behauptungen um die Ruinenstätte von Puma Punku unweit des Titicacasee in Bolivien.

Alles in einen Topf?

Obwohl der Artikel nur am Ende leicht spezielle Themen der Prä-Astronautik anspricht, steht für den Autor fest, dass „Ancient Aliens“ und damit schlicht und einfach die gesamte Prä-Astronautik nichts als Unsinn ist:

Nicht ein einziger dieser sogenannten Beweise der Präastronautik hält auch nur diesem genauen Hinschauen stand. Unsere Vorfahren waren vielmehr clevere Kerlchen, die zu erstaunlichen Leistungen fähig waren. Sie waren weder eine tumbe Sklavenrasse noch brauchten sie Entwicklungshilfe von Raumfahrern aus hintergalaktischen Gefilden.“

An diesem nunmehr sechs Jahre alten Artikel in der „Wiener Zeitung“ sieht man sehr schön, wie aufgrund einer TV-Serie das gesamte Feld der Astronautengötter samt und sonderst im Mainstream „verteufelt“ wird. Auch wenn in Baumgartners Artikel nur im letzten Drittel auf das eigentliche Thema eingegangen wurde. Schon 2014, als der Artikel von Baumgartner erstmals auf diesem Bog in einem Posting vorgestellt wurde, schrieb ich:

Damit ist leider (zumindest in diesem Zeitungsartikel) genau das passiert, was ich immer mit Argwohn sehe: Die Ancient Aliens-Serie wurde mit der ‘eigentlichen Prä-Astronautik’ in einen Topf geworfen! Somit ist es auch kein Wunder, dass in dem Beitrag auch darauf hingewiesen wird, dass die Prä-Astronautik sehr oft an völlig überholten Ideen festhält. Es dürfte sicherlich ja auch kein Geheimnis sein, dass es wirklich neue große Themen bei den Ancient Astronauts schon lange nicht mehr gibt. Zumindest für all jene Mystery-Freunde, die sich schon lange mit diesen Ideen befassen oder sich intensiv diesem Hobby widmen …

Besser wurde es in den letzten sechs Jahre dabei nicht!

Zwei Veröffentlichungen in ein und derselben Zeitung „des Mainstream“ – und doch mit zwei vollkommen unterschiedlichen Grundaussagen. Und damit ein ausgezeichnetes Beispiel, dass der Mystery-Jäger oder „der“ Prä-Astronautiker immer alle Seiten der Medaille lesen sollte.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Seltsames Märchen aus Russland: “Elena, die Weise” und ihr feuriger Himmelswagen im Reich des Zaren (Artikel)

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Seltsames Volksmärchen aus Russland: Ein feuriger Wagen am Himmel über dem Zarenreich (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Seltsames Volksmärchen aus Russland: Ein feuriger Wagen am Himmel über dem Zarenreich (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

In Mythen, Märchen, sagen und alten religiösen Überlieferungen und Schriften findet sich so manch eine seltsame Geschichte. Erzählungen von fremden Kreaturen, himmlischen Wesen, anderen Welten und sogar fliegenden Wagen dieser unbekannten Lebewesen. Allen gemein ist, dass sie nicht von der Erde kommen bzw. in einer anderen Welt leben. Von dort besuchen und kontaktieren sie dann und wann Menschen, oder nehmen sie sogar mit in “ihre Welt“. Ein weites und nicht immer ganz einfaches Betätigungsfeld für die moderne Deutung solcher Berichte im Sinne der Prä-Astronautik. So wie bei einem rätselhaften russischen Volksmärchen, dass in diesem Blog-Artikel einmal genauer hinterfragt werden soll. Ein Märchen mit fliegenden Wagen, Lehrmeistern aus dem Himmel und offenbar Elementen aus uralten Überlieferungen der Menschheit, wie Ihr es hier lesen werdet.


Sind Märchen keine Märchen?

Märchen und Sagen sind Erzählungen, die zeitlich nicht greifbar sind. Meistens, aber nicht immer, lassen sie sich nicht datieren oder in irgendeine genaue Epoche einordnen. Lokalisieren, also wo genau sich eine solche Erzählung zugetragen haben soll, ist in den meisten Fälle auch nicht möglich.

Sie stammen „irgendwie aus dem Mittelalter“ ist die wohl gängigste Deutung über deren Herkunft. Vielleicht erweitert durch den Umstand, dass Sagen und Märchen in ihren Kernen auf vorchristliche Mythen und Überlieferungen zurückgehen. Sie wurden mündlich weitergetragen, in verschiedenen Gebieten in Variationen weitererzählt und vor allem mit christlichem Gedankengut vermischt.

Gerade diese Tatsachen machen Märchen für viele Menschen so interessant.

Ein ganzer Zweig an Wissenschaftlern widmet sich heute der Märchen-Forschung. Nicht nur den klassischen Erzählungen, die heute jeder mit diesem Thema assoziiert, sondern auch du vor allem unbekannte Sagen. Und solche gibt aus allen Kulturen und in allen Teilen der Erde unzählige. Uralte Religionen, sogenannter „Volksglaube“, Aberglaube und mythologisches Gedankengut aus Zeiten, bevor das Christentum in aller Welt Fuß fasste  sind in ihnen zu finden. Natürlich auch Einflüsse anderer Religionen und Weltanschauungen.

Wie sollen in diesem Schmelztiegel der Einflüsse der Märchen-Forscher die wahren Ursachen ergründen? Daran sieht man deutlich, dass auch der Mystery-Jäger, UFO-Forscher oder Prä-Astronautiker an dieser Art Überlieferung zu knacken hat. Denn schon seit Jahrzehnten sind auch Sagen und Märchen in deren Fokus gerückt. Auch hier vermuten entsprechende Forscher und Autoren „außerirdische Einflüsse“ vor Jahrtausenden.

“Elena, die Weise” vom Himmel

Es müssen aber nicht immer Jahrtausende gewesen sein. Denn ein Volksmärchen aus Russland spielt laut eigener Angabe in der Zarenzeit. Wann genau erfahren wir nicht, aber bekanntlich ist die Zeit des letzten Zaren Russlands gerade mal seit 1917 vorbei.

Um genau zu sein: Die Bezeichnung „Zar“ für den Herrscher von Russland wurde 1478 eingeführt. Doch bereits 1721 wurde dieser Titel durch die Reformationen von Peter dem Großen offiziell in „Kaiser“ unbenannt. Auch wenn bis zum Ende des legendären Herrschers Kaiser Nikolaus II. im Juli 1918 weiterhin die Bezeichnung „Zar“ gebräuchlich war.

Eine geschichtlich sehr bekannte und gut dokumentierte Epoche. Und genau in jenen Tagen „in der ganz alten Zeit, in einem Land, nicht in unserem Reiche“, soll ein Soldat es Zaren etwas Unglaubliches erlebt habe. So zumindest eine von dem russischen Märchen-Forscher Alexander Nikolajewitsch Afanassjew aufgezeichnete Erzählung aus seiner Heimat. Der „russische Grimm“, wie man ihn auch liebevoll nennt, zeichnete sie in seinen acht Bänden „Narodnye russkije skaski“ zwischen 1855 und 1863 auf.

„Jelena, die Allweise“, oder, nach einer zweiten Version von Afanassjew von 1910, „Elene, die Weise“, klingt dabei erst mal wenig verräterisch. Und so beginnt dieses Märchen auch wenig „spektakulär“. Es heißt darin, dass „ein Soldat vor einem steinernen Turme Wache stehen“ musste und plötzlich jemand nach ihm rief. Dieser jemand stellte sich ganz unverhohlen als „ich bin es, der böse Geist“ bei dem Wächter vor. Der Soldat soll ihn rauslassen, da er schon 30 Jahre ohne Nahrung und Wasser eingesperrt sei. Als Dank würde „das Böse“ dem Wachhabenden immer zur Hilfe eilen, sobald dieser in Not sei.

Freiheit für “das Böse”

Der Soldat war von diesen Worten schnell überzeugt. Er ließ den Bösewicht frei:

Der Böse flog aus dem Turme heraus, schwang sich in die Höhe und verschwand schneller als der Blitz.“

Umgehend bereute der Wächter sein Tun. Zehn Jahre habe er nun dem Zaren bereits gedient, habe immer Nahrung gehabt und sei immer zufrieden gewesen. Jetzt aber droht ihm das Kriegsgericht für seine dumme Tat. Also warf er sein Gewehr und Rucksack weg und floh in die Fremde. Drei Tage lief er „immer der Nase nach“ davon und fürchtete, dass er nun bald den Hungertod sterben werde. „Ach, böser Geist, an all dem bist du schuld“, klagte er vor sich hin.

Wie aus dem Nichts stand daraufhin der böse Geist vor ihm. Wie versprochen werde er seinem Befreier helfen, und so „brachte allerhand Weine und Speisen herbei“. Bis der Soldat satt war und der „Böse“ einen interessanten Vorschlag hatte:

‘Komm mit in mein Haus, dort wirst du ein sehr freies Leben haben. Essen, trinken und faul sein kannst du so viel dein Herz begehrt; nur musst du auf meine Töchter aufpassen, mehr verlange ich nicht von dir.‘

Der Soldat war einverstanden. Der Böse nahm ihn beim Arm, erhob sich mit ihm hoch, hoch in die Luft und trug ihn über dreimal neun Lande ins dreimal zehnte Reich in seinen weißsteinernen Palast.“

Hier traf der Soldat die drei wunderschönen Töchter des seltsamen Wesens. Ihnen wurde der Auftrag erteilt, „dem Soldaten zu gehorchen und ihm genügend zu essen und zu trinken zu geben“. Ihr Vater selber hatte nämlich anders zu erledigen:

Er selbst flog wieder fort, Schlechtigkeiten zu verüben, denn er war eben der Böse. Er kann nicht an einem Ort bleiben, er streift immer durch die Welt, verführt die Menschen und verleitet sie zur Sünde.“

Zauberei in der Nacht

Dem Neuankömmling in diesem Palast des „Bösen“ war die Abwesenheit des Vaters ganz Recht. Denn er lebte fortan unbekümmert in Saus und in Braus bei den drei schönen Töchtern und war alle Sorgen los. Fast alle Sorgen:

Nur eines bekümmerte ihn: jede Nacht gingen die Mädchen aus dem Hause und er wusste nicht wohin. Wenn er sie danach fragte, so sagten sie es ihm nicht, sondern leugneten alles ab.“

Wenn sie ihm nichts erzählen wollen, so dachte er sich daraufhin, dann spioniert er ihnen eben nach (s. z. B. Artikel HIER). So tat er eines Abends so, als würde er schlafen und schlich sich genau zu jener Stunde, in der die drei Töchter immer den Palast verließen, zu ihrem Gemach. Durch das Schlüsselloch sah er dann das Unglaubliche:

Die schönen Mädchen nahmen gerade einen Zauberteppich, breiteten ihn auf dem Fußboden aus, schlugen darauf und verwandelten sich in Tauben, flatterten auf und flogen zum Fenster hinaus.“

Ein solches Wunder wollte der Soldat selbstverständlich sofort selber ausprobieren!

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So ging er in das Zimmer, schlug selber auf den „Zauberteppich“ und verwandelte sich dadurch „in eine kleine Grasmücke“. Er war zwar nicht zu einer „Taube“ geworden, aber immerhin konnte er jetzt auch fliegen und den drei Mädchen heimlich nacheilen. So „flog er zum Fenster hinaus“ ihnen hinterher. Bis zu einer Wiese, die als Treffpunkt weiterer „Tauben“ diente, und auf der sich ein überaus seltsamer, leerer „Thron“ stand:

Die Tauben ließen sich auf einer grünen Wiese nieder und die Grasmücke auch. Der Soldat verbarg sich hinter den Blättern eines Johannisbeerstrauches und von dort schaute er hervor. Es kamen noch viele, viele Tauben geflogen und füllten die ganze Wiese, und in der Mitte von der Wiese stand ein goldener Thron.“

Der fliegende Wagen der himmlischen Lehrmeisterin

Es ging dort nicht nur zu, wie im sprichwörtlichen Taubenschlag, sondern die „Tauben“ warteten. Auf ihren himmlischen Lehrmeister, der (bzw. die) auch einige Zeit später mit einem Fluggerät landete:

Nach kurzer Weile erstrahlten Himmel und Erde, und durch die Luft kam ein goldener Wagen geflogen, der war mit sechs feurigen Drachen bespannt; darin saß Elena die Weise. Die war von so unbeschreiblicher Schönheit, dass man sie sich weder vorstellen, noch erfinden, noch im Märchen schildern kann. Sie stieg aus dem Wagen, setzte sich auf den Thron, rief dann die Tauben der Reihe nach auf und lehrte sie verschiedene Weisheiten. Als der Unterricht zu Ende war, sprang sie in ihren Wagen und fort war sie.

Jetzt erhoben alle Tauben ihre Flügel und flogen davon, jede nach ihrer Seite. Die Grasmücke folgte den drei Schwestern und war zu gleicher Zeit mit ihnen wieder in der Schlafkammer. Die Tauben verwandelten sich auf dem Teppich in Mädchen, die Grasmücke in den Soldaten.“

Tief beeindruckt gestand der Soldat direkt den Mädchen, dass er sie verfolgt und alles gesehen habe. Sie aber warnten ihn, dass er das niemals wieder tun solle. „Denn diese Königstochter, Elena die Weise, ist unsere mächtige Gebieterin“, und würde ihn töten. Hätte sie ihr „Zauberbuch“ bei dieser Begegnung bei sich gehabt, hätte sie den Soldaten „sofort erspäht und mit einem harten Tode bedroht“.

Solche eindringlichen Warnungen der drei Töchter des „Bösen“ interessierten den Soldaten nicht. Er war von der Schönheit dieser himmlischen Lehrmeisterin geradezu besessen. Also flog er in der Folgenacht erneut als „Grasmücke“ den Mädchen zur Wiese hinterher. Mehr noch, denn er hatte einen gewagten Plan. Nach der Unterweisung der „Tauben“ war es soweit:

Als Elena die Weise ihren goldenen Thron verließ, ihren Wagen bestieg und durch die Luft in ihren schönen Palast fuhr, flog die Grasmücke hinter ihr drein.

Die Königstochter fuhr in ihr Schloss und Wärterinnen und Ammen eilten ihr entgegen, ergriffen ihre Hände und führten sie ins Schloss.“

Mit List und Tücke

Hier gelang er als „Grasmücke“, „Vogel“ sowie als „Fliege“ mit List und wunderschönen Gesang in das Schlafgemach der Himmlischen. Doch er wurde erwischt, als er sie – jeweils zurückverwandelt als „wacker jungen Mann“ – mehrfach im Schlaf küsste. Da sie etwas ahnte, konnte sie ich mit ihrem „Zauberbuch“ entlarven. Das sollte sein Todesurteil werden: „Ein Riese mit Beil und Richtblock“ wurde gerufen!

Und doch bekam er eine Galgenfrist. Wenn er sich zehn Stunden von der Himmlischen mit ihrem wundersamen Buch verbergen könne, dann werde sie seine Frau. Andernfalls wird sie ihm den Kopf abschlagen lassen.

Natürlich gehört zu einem solchen Märchen ein Happy End. So war es auch hier, denn wieder half „der Böse“ dem Soldaten, als dieser traurig unter einem Strauch saß. Vor dem Zauber der Elena könne er sich nicht verstecken und der Tod sei ihm sicher, klagte er. Doch es kam dank der Hilfe des seltsamen „Bösen“ vollkommen anders. Mit Hilfe seiner Zauberkräfte verwandelte er ihn in eine Stecknadel und sich selbst in eine Maus und versteckte so den verwandelten Soldaten im magischen Buch selbst. Darin konnte sie ihn nicht finden. Erst als sie voller Zorn das Buch verbrennen wollte, fiel die „Nadel“ heraus und der Soldat hatte seine Schonfrist überstanden.

Der Hochzeit stand nun nichts mehr im Wege …

Urwissen der Menschheit in fremden Gewand?

Ein Märchen wie unzählige andere, könnte man auf dem ersten Blick meinen. Doch all jenen, die sich mit der Prä-Astronautik intensiv beschäftigt haben, werden darin bestimmte Motive bekannt vorkommen. Der Umstand, dass die drei Töchter sich verwandeln und dann fliegen konnten, um zu geheimen Treffen zu gelangen, ist dabei eher nebensächlich. Solche Aussagen sind Teil vieler derartiger Sagen und Märchen.

Viel spannender ist die Aussage, dass ein himmlisches Wesen mit einem Fluggerät geflogen kam, dabei den Himmel erleuchtete und inmitten der versammelten „Tauben“ landete. Sicher auf der Erde angekommen stieg die himmlische Lehrmeisterin aus, nahm auf dem Thron Platz und unterrichtete die Schar der „Tauben“ nach und nach in „verschiedenen Weisheiten“. Unter ihnen natürlich auch die drei Töchter des „bösen Geist“, der sich in der Erzählung allerdings alles andere als „das Böse“ zeigte.

Die Weise aus dem Himmel hatte natürlich auch ihre Heimat irgendwo in einer anderen Welt. In einem wunderschönen Schloss oder Palast, von wo aus sie sich regelmäßig zur Erde begab, um die „Tauben“ bzw. Menschen zu unterrichten.

Auch wenn sich dieses Märchen irgendwann in den Tagen eines Zaren ereignet haben soll, kann man hier uralte Mythologien erkennen. Etwa aus Mesopotamien und den späteren jüdischen Überlieferungen über die Rebellion der „Engel“ gegen ihren Höchsten (Gott). In der russischen Sage sind aber die Rollen vertauscht. Das heißt, dass hier eine Frau, die weise Elena, die Menschen Weisheit und Wissen lehrte. Weltweit finden sich in Mythen in diesem Kontext eher männliche Himmelswesen genannt. In der jüdischen Mythologie sind es sogar ausnahmslos Männer, die als Göttersöhne zu den Menschen kommen und ihnen Kenntnisse allerlei Art lehrten.

Spekulationen um die weise Elena

Die russische Erzählung nennt an einer Stelle die weise Elena mit ihrem fliegenden Wagen auch „Königstochter“. Möchte man dieses Märchen im Sinne eines prä-astronautischen Kerns aus uralter Zeit deuten, passt das durchaus ebenso. Denn damit war die Himmlische nicht die Höchste in ihrem fremden Reich, sondern ein Abkömmling davon. Selbst die Bibel nennt die Göttersöhne bzw. „Engel“, die den Menschen das Wissen (vor er Sintflut) gebracht haben sollen, so ähnlich:

Wohl habe ich gesagt: Ihr seid Götter, / ihr alle seid Söhne des Höchsten.“ (Ps. 82,6)

Am Ende des Märchens heiratet der Mensch das himmlische Wesen. Kein Einzelfall in der Märchenwelt, dass ein normaler Mensch eine Prinzessin oder einen Prinzen heiratet. Mit Blick auf die Mythologie des Nahen Ostens und weltweit kann man hier spekulieren, dass dies eine Erinnerung oder Anspielung an die Vereinigung der Söhne des Höchsten mit den Töchtern der Menschen ist. In einer umgedrehten Variation.

Spekulieren kann man viel – und nirgends wird mehr spekuliert und vermutet, wie in der Prä-Astronautik, wenn es um die Betrachtung alter Mythen, Sagen, Legenden und Märchen geht. Auch andere Variationen der Interpretation dieser Geschichte sind denkbar. Vorausgesetzt, davon ist überhaupt irgendwas wahr.

So ist der „Geist“ oder „das Böse“ schon von Anfang an seltsam. Der junge Soldat hat das Wesen – wenn wir es mal so nennen wollen – freigelassen, so dass es davonflog. Nicht jedoch um seinen Befreier vorher zu versichern, dass er fortan immer für ihn da sei, wenn er Hilfe benötigt. Daran hielt sich dieses Wesen auch mehrfach im Verlauf der Geschichte und letztlich hat der Soldat nur dem „Bösen“ zu verdanken, dass er seine weise Elena heiraten konnte.

Dieser „Geist“ war klar erkennbar kein einfacher und böser Mensch. Er konnte zaubern, wohnte in einem seltsamen Schloss, flog in der Welt umher und hatte drei ebenso sonderbare Töchter. Zumindest waren sie keine gewöhnlichen Mädchen, da sie einen „Teppich“ hatten, mit dessen Kraft sie sich verwandeln konnten. Sie wandten diese Macht aber nicht für irgendwelche boshaften Dinge an. Vielmehr nutzten sie diese, um als „Tauben“ zum Unterricht der Himmlischen zu fliegen. So wie eine nicht genannte Anzahl anderer „Tauben“ auch.

Luzifer und die “Engel”

Könnten hier christliche Motive eine Rolle spielen? Zum Beispiel der „böse Geist“ als Sinnbild des Teufels, der in der Bibel als von Gott abtrünniger „Engel“ (Gottessohn) Luzifer zu finden ist? Und waren die angeblichen Töchter dann andere „Engel“, die laut Legende und Tradition des christlich-jüdischen Glaubens mit Luzifer den Himmel verlassen mussten? Wer aber war dann das Himmelswesen Elena, die diesen Wesen Unterricht erteilte? War es Gott selbst?

Ein goldener und leuchtender Wagen vom Himmel, der von feurigen Tieren (Pferden) durch die Lüfte gezogen wurde, klingt sehr nach dem Fluggerät Gottes aus der Bibel und den Apokyphen. Den sogenannten Thronwagen, auch wenn im Märchen der Wagen von sechs feurigen Drachen statt Pferden gezogen worden sein soll. Wobei in der Offenbarung des Johannes der angebliche Teufel auch als „der große Drache“ (Off. 12,9) bezeichnet wird.

Ohne an dieser Stelle zu sehr ins Detail gehen zu wollen, würden sechs feurige Drachen wiederum zu anderen geflügelten Wesen passen, die den Thronwagen Gottes gezogen haben sollen bzw. ihn antrieben. Sie heißen Cherubim und Seraphim. Im Allgemeinen gelten sie als verschiedene Kategorien von „Engel“ im Hofstaat Gottes

Der goldene Thron der weisen Elena fügt sich hierbei ein. Was sich bei dieser Spekulation nicht in Zusammenhang bringen lässt, ist die Tatsache, dass Gott (Elena) die abtrünnigen Engel offensichtlich unterrichtete. Es sei denn, dass all das vor dem eigentlichen „Fall der Engel“ auf die Erde geschah. In jenen Tagen, als der Engel Luzifer noch ohne seine Mitverschwörer das „Böse“ und die „Sünde“ in der Welt verbreitete. Quasi im Alleingang und vor seinem letztlichen Verrat an seinem Befehlshaber Gott.

Tatsächlich soll er als Mitglied des Beraterstabes Gottes genau das getan haben. So findet sich im Alten Testament folgende, aufschlussreiche Passage:

Es kam aber ein Tag, da die Söhne Gottes sich vor dem Herrn zu stellen pflegten; da erschien unter ihnen auch der Satan, um sich vor dem Herrn zu stellen.

Da sprach der Herr zum Satan: Wo kommst du her? Satan antwortete dem Herrn und sprach: Vom Durchstreifen der Erde und vom Umherwandeln darauf. Da sprach der Herr zum Satan: Hast du meinen Knecht Hiob beachtet? (…)“ (Hiob, 2,1-3)

Interpretationen, Spekulationen und viele Vermutungen. Wieder einmal zeigen sie mehr als deutlich, wie schwer Märchen und Sagen zu deuten sind. Egal wie genau man sie und ihr Umfeld beleuchtet.

Was ist schmückendes Beiwerk, und was ein wahrer Kern aus alten Mythen und Überlieferungen? Was kam im Laufe der mündlichen Weitererzählung der Geschichte dazu, und was ging dabei verloren? Wer hat warum das Märchen erfunden oder in die Welt gesetzt? Als reine Phantasiegeschichte ohne die kleinste Spur früherer Legenden? Oder doch ein nur ein Märchen zur Unterhaltung? Zum Beispiel um den Zuhörern zu sagen, dass man alles erreichen kann, wenn man nur will.

So unwahrscheinlich es auch zuerst erscheinen mag – denn schließlich hat auch der Soldat am Ende sein wunderschönes Himmelswesen geheiratet …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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