^

Search Results for: Science-Fiction

Wenn aus “Fremden” und “Ausländern” in der Bibel “Außerirdische” werden: Ein verrücktes und spannendes Netzfundstück

Teilen:
Wenn aus "Ausländern" in der Bibel "Außerirdische" werden: Ein verrücktes Netzfundstück (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Wenn aus “Fremden” in der Bibel “Außerirdische” werden: Ein verrücktes Netzfundstück (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Prä-Astronautik-Forscher suchen seit über einem halben Jahrhundert in alten Schriften, Texten und Überlieferungen nach Spuren der Götter aus dem All. Auch in der Bibel wird nach diesen Astronautengöttern gefahndet, wie in “Götter der Sterne” 1998 aufgezeigt. Nicht wenige wollen dabei immer wieder fündig geworden sein. Doch jetzt erreichte mich eine “Google News” zum Thema Außerirdische in der Bibel, die auf den ersten Blick verstörend wirkte. Bei genaueren Hinsehen auf die exakten Hintergründe allerdings eher bizarr bis amüsant. Alles zu diesem Netzfundstück und wie genau es dazu kam, erfahrt Ihr hier.


Außerirdische in der Bibel

Dass die Bibel außerirdische Wesen nennt, ist zuerst einmal eine Tatsache. Im Alten wie im Neuen Testament finden wir diese unter verschiedenen Namen. Mal als (fremde) Götter, mal als Engel und mal auch als Göttersöhne, Boten Gottes oder Söhne des Höchsten. Damit sind Außerirdische gemeint, da diese Wesen nicht von der Erde kommen, sondern meistens aus Gottes Himmel. Also nicht von der Erde und per Definition der Bezeichnung “Außerirdisch” sind es eben genau solche. Selbst wenn diese mit einem theologischen Auge betrachtet aus einem nicht physischen Gottesreich stammen. Auch das ist nicht-irdisch und damit außerirdisch.

Soweit, so eindeutig. Anders wird das natürlich in weiten Teilen der Prä-Astronautik gesehen. Hier werden leibhaftige Außerirdische vermutet, die ganz real und physisch vor tausenden von Jahren hier auf der Erde waren. Ausdrücklich gilt das auch für all jene Wesen, die sich in den Schriften der Bibel und verwandten Texten finden. So, wie ich es sehr detailliert in meinen Büchern “Götter der Sterne” (1998) und “Rebellion der Astronautenwächter” (2015) darlegte, da bis dato entsprechende umfangreiche Detail-Betrachtungen dieser Texte im Sinne der Prä-Astronautik fehlten.

Verwundern kann “die Prä-Astronautiker” grundsätzlich schon lange nichts mehr. Auch nicht in den Schriften der Bibel, sofern diese überhaupt eingehend studiert wurden. Überall wimmelt es von Ancient Aliens, wie die Astronautengötter heute sehr gerne nach der gleichnamigen TV-Serie aus den USA genannt. Frei übersetzt bedeutet das soviel wie “Antike Außerirdische”, da die Bezeichnung “Aliens” heute ganz ein fach für Außerirdische steht. Nicht nur bei den “Anhängern der Prä-Astronautik”, sondern diese Bezeichnung ist seit Jahrzehnten in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Meiner Meinung nach trug der zeitlose Science-Fiction-Horror-Klassiker “Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt” von Ridley Scott 1979 maßgeblich dazu bei. Der Original-Titel des Kinohits war schlicht “Alien” und die Fortsetzung kam 1986 als “Aliens” in die Lichtspielhäuser der USA.

“Aliens”

“Aliens” ist aber keine Erfindung aus Hollywood. Die meisten Mystery-Fans wissen ganz genau, dass “Aliens” nicht nur für “Außerirdische” steht, sondern auch für “Fremde” oder “Ausländer”. Für etwas, das “fremd” oder “ausländisch” im (Adjektiv) ist. Kaum jemand nutzt allerdings diese Bezeichnung für Fremde (mit erstaunlichen Ausnahmen, wozu ich hier eine Anekdote anführen könnte – aber lassen wir es mal so stehen…). Ein Außerirdischer ist genau genommen ein “Extraterrestrial”. So wie bei dem Kinohit “E.T. – Der Außerirdische”, der 1982 als “E.T. the Extra-Terrestrial” in die Kinos kam.

Das sind grundsätzliche “Basics”, die viele kennen. Und all jene, die es so noch nicht wussten, wissen es jetzt. Denn sie sind dahingehend wichtig, da ich heute via “Google Alert” eine News von einer mehr als christlichen Quelle zum Schichtwort “Außerirdische” erhielt: “11 Bibelverse über Außerirdische, Gottes Haltung” hieß diese und erweckte verständlicherweise das Interesse eines Prä-Astronautikers. Gleichgültig ob man die entsprechenden Verse der Bibel hinter dem News-Link letztlich kennt oder nicht.

Schnell aber zeigte sich, dass die News von einer frommen und englischsprachigen Webseite stammt, die sich “Knowing Jesus” (“Kenne Jesus”) nennt. Genauer gesagt von einer deren Unterseiten, auf der sich erstaunlich viele Bibelübersetzung in allerlei Sprachen, Übersetzungen und Ausgaben finden. Darunter so “exotische Sprachen” wie Koreanisch, Tagalog oder Chinesisch. Die meisten Ausgaben und Übersetzung sind aber englisch. Und offensichtlich sind diese alles andere als kompetente Übersetzungen. Zumindest was die Übertragung (der Überschrift!) ins Deutsche angeht, da kein einziger der 11 dort zitierten Bibelverse wirklich von Außerirdischen spricht.

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Woher das kommt, dazu gleich mehr.

Die Verse beinhalten alle Aussagen über “Fremdlinge”, wie sie dort wiedergegeben wurde. Was auch nicht unbedingt richtig ist, wie man am Beispiel der dort zitierten Verses aus Jeremia 22,3 oder auch Ezechiel 22,29 sieht. Schlägt man in den verschiedenen englischen Übersetzung diese und die anderen Verse nach, blickt dabei in diverse deutsche Ausgaben, so finden sie an den entsprechenden Stellen verschiedenste Formulierungen. Was so oder so für viele Teile der Bibel gilt.

So wird etwa von einem “Mann aus einem fremden Land” bei Jeremia 22,3 gesprochen, was so gar nicht nach einem Außerirdischen klingt. An anderen Stellen lesen wir von “Sojourner” in diversen englischen Bibelausgabe, was in deutschen Übersetzungen als “Fremdling(e)” korrekt wiedergegeben wurde. In der weltbekannten “King James Bible” steht dort “Stranger”, was ebenfalls “Fremdling” bedeutet. Alle Verse, die “Knowing Jesus” hier zitiert, sprechen genau davon. Von Menschen aus fremden Ländern. Warum aber steht in der Überschrift was von Außerirdischen in der Bibel?

Eine “neue Bibel”

Schaut mal ein zweites Mal auf diese Webseite, so stellt man fest, dass diese nicht nur “Bible Study Tools” betreibt, sondern sich auf die “Holman Christian Standard Bible” beruft. Diese wurde ab Mitte der 1980er Jahre neu in “modernen Englisch” für bzw. von “Holman Bible Publishers” neu übersetzt. Kurz nennt man diese in einer neueren Version seit 2017 sogar nur “Christliche Standard Bibel”. Ziel war es eine Übersetzung der gesamten Bibel zu liefern, die sich so nah wie möglich an den Originaltext hält. Womit natürlich die noch vorhanden Schriften gemeint sind, da wirkliche Originale nicht mehr bekannt sind.

Rund 100 Wissenschaftler, Übersetzer und Bibelforscher waren an dem Projekt beteiligt. Hierzu erschienen diverse Versionen und Übersetzungen im Laufe der Arbeit an der Bibel. Sehr interessant ist vor allem, dass jene Verse, die offensichtlich nachträglich in die Schriften eingefügt wurden, in diesem Fall entsprechend gekennzeichnet wurden. Sie wurde meistens im Text gelassen, jedoch in Klammern gesetzt. Kulturell seien sie von Bedeutung – aber sind eben Nachtragungen, Umschreibungen und Veränderungen diverser Redakteure. Vom unveränderten “Wort Gottes” kann (und sollte!) bei der Bibel niemand reinen Gewissens sprechen. Wie in diesem Blog-Artikel HIER an einem Beispiel zur Auferstehung Jesus dargelegt.

Tatsächlich haben die Übersetzer in ihrer “neuen” Bibel an entsprechenden Stellen das Wort “Alien” für “Fremde” oder “Ausländer” genutzt. Mehr als 100-mal, auch wenn in Kommentaren, die auch “Knowing Jesus” nutzt, auf andere Wörter wie “Sojourner” verwiesen wird. Eine automatische Übersetzung der Überschrift auf dieser Webseite machte daraus “Außerirdische”, wobei in den Versen dann korrekt übersetzt wurde. Die Nutzung des Wortes “Aliens” ist verstörend bis amüsant. Denn wenn bei der mühsamen Arbeit an dieser “neuen” Bibel in verständlicher Sprache soviel Wert auf Text-Authentizität gelegt wurde, hätte man um die Bedeutung des Wortes im öffentlichen Bewusstsein wissen müssen.

Immerhin hat man, was mehr als erstaunlich ist, nachträgliche Passagen entsprechend behandelt und markiert. Mit Sicherheit wird das nicht allen Kirchen in den USA gefallen, die an die Unfehlbarkeit der Bibel glauben. Genauso wenig, dass man ab der Ausgabe 2017 656-mal den Gottesnamen Jahwe wieder entfernte.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , <

Theologie-Professor versus Prä-Astronautik: Ein interessanter Vortrag um die Astronautengötter, der in einem Ärgernis endet

Teilen:
Theologie-Professor versus Prä-Astronautik - ein interessanter Vortrag um die Astronautengötter
Theologie-Professor versus Prä-Astronautik – ein interessanter Vortrag um die Astronautengötter (Bilder: Gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Prä-Astronautik, die Idee der Götter aus dem Kosmos, ist zweifellos umstritten. Was aber passiert, wenn ein Theologe in einem Vortrag die Prä-Astronautik mit zahlreichen falschen Darstellungen vermischt, erfahrt Ihr in diesem Beitrag. Denn offensichtlich wurde hier die Überlegung der antiken Raumfahrer vollkommen aus dem Kontext gerissen und mit allerlei unwahren Behauptungen “untermalt”. Ein Ärgernis, wie sich herausstellte!


Prä-Astronautik – ein Ärgernis für Kritiker

Seit in den 1960er Jahren das Thema Prä-Astronautik, auf den Buchmarkt drängte, hat es zahllose Kritiker, Skeptiker und sogar Feinde. Unter dem neumodischen Begriff Ancient Aliens, abgeleitet von der gleichnamigen US-TV-Serie, ist die Idee, dass die Götter aus dem All kamen, seit einigen Jahren wieder populär geworden. Zumindest im Fernsehen und vor allem auch im Internet. Weniger auf dem Buchmarkt. Dazu findet Ihr HIER ein Video.

Grundsätzlich gibt es seit 1968, als Erich von Däniken mit seinem ersten Buch „Erinnerungen an die Zukunft“ das Thema weltweit zu einer literarischen Sensation machte, zwei Sorten von „Hauptkritikern“. Da wären einmal die etablierten Archäologen, da die Idee der Astronautengötter gerade auch in deren Forschungsgebiet „wildert“, wie diese es sicher bezeichnen würden. Die Deutung von Artefakten und archäologischen Bauten jeglicher Art im Sinn der Götter der Sterne, gehört seit Anbeginn dieser Thesen zum festen Kern. Das gilt auch für Mythologien, religiöse Texte, Überlieferungen und Schriften nahezu aller Religionen, Kulte und Theologien.

Natürlich spielt es dabei überhaupt keine Rolle, ob es sich dabei um noch „lebende Religionen“ oder längst versunkene religiöse Kulturen handelt. Etwa Überlieferungen der Inkas oder Maya in Amerika,. der Babylonier in Mesopotamien oder natürlich der altägyptischen Kultur. Prä-Astronautik-Autoren und –Forscher machen dabei, vereinfacht gesagt, keine Unterschiede.

So ist es wenig verwunderlich, dass Theologen und Religionswissenschaftler oder auch schlicht „Gläubige“ seit Bestehen der Ideen um raumfahrende Götterastronauten zu den schärfsten Kritikern gehören. Denn hier „wilderte“ die Prä-Astronautik nicht nur in deren Forschungsgebiet, sondern direkt in der deren Grundsätze. In ihrem Lebenssinn von allem. Kurz gesagt, die Prä-Astronautiker  sagen, dass es keinen Gott oder Götter gab, von denen weltweite Mythen sprechen. Es waren Außerirdische. Welcher Gläubige oder Theologe kann das einfach so hinnehmen? Der biblische Gott ist alles – und dann kommen Autoren die sagen: Nein, das waren fremde Raumfahrer der Antike, die nur für Gott, Engel oder Götter gehalten wurden …

Blasphemie!

Schon früh kam es in den Anfangsjahren der Prä-Astronautik, wie wir sie heute kennen, genau deshalb zu scharfer Kritik aus theologischen Kreisen. Auch (wenige wenige) Bücher gegen Däniken & Co. und deren blasphemische Ansichten wurden von diesen publiziert. Prä-Astronautik hat sich seit dem sehr gewandelt. Und zwar in der wahrnehmbaren Präsenz dieser Spekulationen und Thesen. Raus aus dem Mainstream, dem Buchmarkt mit hohen Leserzahlen und dem etablierten TV-Sendern in das Netz. Die Kritik daran ist dabei seit über einem halben Jahrhundert identisch geblieben. Nur eben online. Wobei kurz anzumerken sei, dass die heutige Prä-Astronautik mit ihren immer wieder vorkommenden, unsäglichen „Eskapaden“ auch weit mehr Angriffsfläche für Kritiker bietet.

Die allerdings, wie ich es in meinem jüngst erschienenen Buch „Nazca und der ‘Flughafen der Außerirdischen’” belegt habe, zum Teil selber nicht wissen, was sie von sich geben! Mehr dazu finet Ihr auch in diesem Beitrag HIER.

Auch und vor allem von theologischer Seite her bleibt die Kritik identisch. Es hat hier aber den Anschein, dass diese weniger geworden ist. Das heißt, dass ein großes Aufbäumen gegen die Neudeutung theologischer Überlieferungen etc. nicht mehr vorkommt. Wie wir alle wissen, haben die etablierten Religionen und Kirchen auch ganz andere Probleme, als ein paar verrückte Autoren des Phantastischen mit ihren „steilen Thesen“ um Ancient Aliens. Hin und wieder schafft es aber ein „religiöser Kritiker“ dann doch noch mit seinen Kritiken in das Netz. Also genau dorthin, wo sich die Gemeinde der „Anhänger der Prä-Astronautik“ tummelt. Ob sie hier wahrgenommen werden, steht auf einem anderen Blatt.

So wurde auch ich erst kürzlich von dem Mystery-Fan Oliver G. auf ein YouTube-Video aufmerksam gemacht, dass von der Universität Göttingen schon am 16. November 2009 online gestellt wurde. Ein Video mit zwei Vorträgen vom 9. November 2009 aus einer damaligen Vorlesungsreihe „Kosmologie – Kosmogonie – Schöpfung“ verschiedener Religionswissenschaftler. Unter ihnen auch Professor Dr. Andreas Grünschloß, der nach seiner Ausbildung zum Schreiner ab 1979 eine theologische und religionswissenschaftliche Laufbahn einschlug. Er ist Dr. theol. in Religionswissenschaft und Missionswissenschaft und seit 2002 Professor für Religionswissenschaft in Göttingen. Ich selber kannte ihn durch verschiedene seiner Publikationen rund um „UFO-Kulte“ und neureligiöse Strömungen. ZU denen zählt er auch die Prä-Astronautik.

Theologie-Professor versus Prä-Astronautik

In seinem nun schon 11 Jahre alten Vortrag (HIER), der den verwirrenden Titel „ Terraforming und Gentechnologie der ‚Astronautengötter‘ – Prä-astronautische Erinnerungen an unsere eigene Zukunft“ trägt, geht es eben um genau „unsere“ Prä-Astronautik. „Panel zu anderskulturellen ‚Brechungen‘: Vedische Religion, Mesoamerika, Präastronautik“ ist der Haupttitel der insgesamt drei Vorträgen der Georg-August-Universität Göttingen. Klingt langweilig – ist es aber nicht. Zumindest nicht der etwa 30-minütige Vortrag  (davor findet Ihr im Video noch einen anderen Vortrag) des Theologen und Kritikers Professor Grünschloß.

Das positive vorweg: Grünschloß fasst die Prä-Astronautik anhand ausgewählter Beispiele und Autoren korrekt zusammen. Er erklärt durchaus sehr richtig, worum es grundsätzlich bei dieser Idee geht. Für entsprechend Interessierte ist das damit alles nicht neu. Erstaunlicherweise zitiert er sogar (ca. ab Min 29:25) Erich von Däniken aus einem Vortrag von 1967. Also ein Jahr (eigentlich ein paar Monate) vor Erscheinen von Dänikens erstem Buch. Damit aus einer Zeit, als niemand Erich von Däniken kannte und er zu einem Phänomen wurde. Da kann man auch darüber „hinwegsehen“, dass er falsch zitiert und in von Dänikens Aussage einen nicht gesagten Einschub vornahm, wie es eine Überprüfung des Zitates in meinem Archiv verriet. Der Sinn der Däniken-Aussage blieb glücklicherweise erhalten …

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Ab etwa Minute 37:08 wird es dann für mich persönlich besonders spannend, da Grünschloß sich mich und mein schon 1997 erschienenes Buch „Götter der Sterne“ vornimmt. Geschrieben von einem „Starkstromelektriker Fischinger“, wie der Theologe seinen Zuhörern fälschlicherweise erzählt. Wie er auf diesen erlernten Beruf kam, weiß ich nicht. In „Götter der Sterne“ oder irgendeiner anderen Quelle steht das nicht. Wen es interessiert: Mein vor langer Zeit ehrenwert in der Industrie erlernter Beruf hieß damals „Energieelektroniker mit Fachrichtung Anlagentechnik“.

Erstaunlicherweise hat Grünschloß sogar ein Exemplar meines Buchklassikers mit dabei, um es dem Publikum zu zeigen. Er geht auch minimal auf dessen Inhalt ein – verfälscht aber diesen im Gesamtkontext des Vortrages. Er suggeriert nämlich, dass darin behauptet wird, dass die Außerirdischen das ganze Leben der Erde schufen. Warum? Weil in dem Buch alte Mythologien (mit Quellen) zitiert werden, die sagen, dass eine Schöpfung aus etwas „Vorhandenen“ geschah. So erwähne ich zum Beispiel Aufzeichnungen des Ovid (41 vor bis 18 nach Christus) von der Schöpfung, und unterstreiche dabei sogar, dass hier keine Außerirdischen am Werk waren. Wörtlich schrieb ich zu einer Aussage von Ovid:

Noch klarer geht es wirklich nicht! Der Schreiber wusste klipp und klar, dass die Erde eine Kugel ist, aus einer ‚ungegliederten Masse‘ entstand, und all dies von Gott erschaffen wurde. Diesen Gott kannte der Urheber dieser Mythe nicht, und es ist nur verständlich, da es der reale Gott war, der diese Schöpfung vollbrachte. Erst später werden die anderen ‚Götter‘ erschaffen. Und der Mensch betrat noch später die Erde, und zwar ‚nach dem Bilde der alles regierenden Götter‘.“ (Hervorhebung im Original)

Ancient Aliens erschaffen das Leben …

Es passt aber zur Gesamtaussage des Vortrages von Grünschloß, der ja im Titel den Begriff „Terraformig“ trägt. Das ist die Umgestaltung eines für uns Menschen lebensfeindlichen Planeten (oder Mondes) wie dem Mars in eine Umgebung, in der wir leben können. Also die vollständige Schöpfung einer erdähnliches Biologie und Atmosphäre für unsere Ansprüche. Reine Science-Fiction und unglaubliche Herausforderungen, über die sich dennoch schon vor Jahrzehnten Wissenschaftler Gedanken machten. Theoretisch könnte man dem Mars durch Technologien und biologische Prozesse zu einer Biosphäre verhelfen, die unserer Erde ähnelt. Menschen könnten sich frei auf ihm bewegen. Wunderbare Träumereien der Wissenschaft, zweifellos.

Das Problem ist aber bei dem Vortrag von Grünschloß, dass er behauptet, dass die Prä-Astronautik sagt, dass Aliens die Erde „terraformt“ haben. Sie kamen also hier an, sahen die Erde, und erschufen sie so, wie wir sie alle kennen. Ab ca. Minute 45 sagt er denn auch, dass die fremden Astronautengötter auf diesem Planeten das „Leben genetisch gezüchtet“ haben. Vollkommener Blödsinn! Nirgends behaupten das Autoren der Prä-Astronautik. Grünschloß hat sich das ausgedacht oder beim groben Durchblättern einschlägiger Literatur hinein gelesen. Von „Erschaffer des Lebens auf dieser Welt“, wie er es nennt, kann überhaupt keine Rede sein.

Mir ist nicht klar, wie der Theologe auf derartige grobe und fahrlässige Falschaussagen über die Prä-Astronautik kommt. Im Gegenteil unterstreichen sogar jene Autoren, die sich mit diesem Detailthema befassen, dass das Leben hier auf der Erde ganz allein entstand. Inklusive dem Menschen. Ohne Aliens. Eine „Einschränkung“, die man so nicht mal nennen kann, wäre die Idee der „Panspermie“. Diese Hypothese meint, dass einfachste Lebensformen quasi Huckepack auf Kometen und Asteroiden durch den Kosmos reisen. Schlagen diese dann auf Himmelskörper ein, die eine geeignete Biologie und Chemie haben, entwickelt sich dort Leben. Durchaus möglich und auch in Kreisen der etablierten Astronomen wird das nicht ausgeschlossen. Selbst Leben vom Mars könnte so hierher zur Erde gekommen sein, wie in diesem Video HIER erklärt.

Eine Variation der Idee ist die, dass außerirdische Zivilisationen ihr genetisches Material bewusst in Raumsonden oder auch Asteroiden durch das Universum schicken. Millionen oder Milliarden von kosmischen „Bio-Archen“, von denen einige auf geeigneten Planeten ankommen, und dort das Leben entfalten. Theoretisch ist auch das möglich. Es ist aber alles andere als eine „Erschaffung des Lebens auf der Erde“. Vielmehr ist es ein Zufallsprinzip, 99 Prozent dieser Lebensbausteine werden in irgendwelchen Sonnen verglühen oder auf Planeten einschlagen, die keinerlei Voraussetzung für die Entwicklung Leben haben. Darum müssen Massen dieser „Archen“ von den hypothetischen Aliens ausgesandt werden, wenn diese ihre DNA verbreiten wollen. Wo sie Erfolg haben werden oder hatten – nach Millionen oder Milliarden Flug durch das All – werden diese wohl nie erfahren.

Ohne Unterschied: UFO-Sekten

Professor Grünschloß erwähnt diverse Autoren der Prä-Astronautik und sogar die „Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI“. Etwa Autoren wie Walter-Jörg Langbein, Robert Charroux und selbstverständlich Erich von Däniken. Doch dann begeht er einen kapitalen Fehler, wie ich es nennen möchte. Er wendet sich dem verrückten UFO-Sekten-Chef „Rael“ zu, der eigentlich Claude Vorilhon heißt.

"UFO-Sekten"
“UFO-Sekten”

Er gründetet 1973 die UFO-Sekte Rael-Bewegung, die Vollständig von der Prä-Astronautik hergeleitet wurde. Denn mit diesen Göttern der Sterne habe der Alien-Guru Rael realen Kontakt und er sei ihr Botschafter und Verkünder ihrer Lehren und ihres Willens. Seit über zwei Jahrzehnten berichte ich immer wieder von dieser Sekte, die bis heute zahlreiche (zum Teil sehr aktive) Gläubige hat.

Nicht ein einziger ernsthafter Prä-Astronautik-Forscher oder –Autor nimmt diese Sekte ernst. Sie ist vielmehr ein Schaden für das Thema. Sofern sich doch jemand zu diesem Rael äußert, distanzieren sich entsprechenden Autoren. Was fast nie geschieht, da man die UFO-Sekte lieber ignoriert. In meinem Buch „Begleiter aus dem Universum“, meinem zusammen mit Roland M. Horn schon 1999 veröffentlichten Buch „UFO-Sekten“ und zahllosen Online-Artikeln habe ich klar dargelegt und belegt, dass diese Sekte kein Teil der Prä-Astronautik ist. Hier ist man sich zum Glück innerhalb der „Szene“ einig.

Grünschloß ignoriert das vollständig. Er wirft in seinem Vortrag vollkommen undifferenziert die Sekte Rael-Bewegung mit der Prä-Astronautik in einen Topf. Es findet keinerlei Trennung von ihm statt. Das beweist, dass er das damals erfolgreiche Buch „UFO-Sekten“ scheinbar nicht kannte. Wiederum erstaunlich, da er mein Werk „Götter der Sterne“ bei seinem Vortrag sogar mit dabei hatte – ebenso auch andere und weniger bekannte Bücher auf der Leinwand zeigte. Als Theologe und Religionswissenschaftler sollte schon allein der Titel „UFO-Sekten“ für diesen von Interesse sein. Hätte er es gelesen oder – im schlimmsten Fall! – nicht seinen Zuhörern verschwiegen, wüsste er, dass die Autoren der Prä-Astronautik mit dieser Sekte nichts zu tun haben! Wenn jemand eine „Religionsgemeinschaft“ aus den Ideen anderer Menschen ins Leben ruft, heißt das nicht, dass die Ideengeber deren „Religion“ teilen. Oder teilt Grünschloß als evangelischer Theologe all die anderen Ansichten und Sekten-Lehren, die auf der Bibel fußen? Oder die Verheerung von Marienerscheinungen, Reliquien und Heiligen der katholischen Kirche?

Bis Andreas Grünschloß aus Unwissenheit oder sogar Kalkül (was ich nicht hoffe) die Alien-Anbeter der Rael-Sekte mit der Astronautengötter-Thematik an sich in einem Topf wirft, ist der Vortrag noch sehenswert. Danach wird er für alle ernsthaft an den Göttern der Antike interessierten Menschen zu einem – Ärgernis.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , , <

UFO-Alarm im öffentlich-rechtlichen Fernsehen: „Unbekanntes Flugobjekt bei Duisburg gelandet“ – Der vorweihnachtliche TV-Skandal des ZDF 1982

Teilen:
"Unbekanntes Flugobjekt bei Duisburg gelandet": Der vorweihnachtliche TV-Skandal des ZDF 1982
“Unbekanntes Flugobjekt bei Duisburg gelandet”: Der vorweihnachtliche TV-Skandal des ZDF 1982

So wirklich kann das Fernsehen heute niemanden mehr “schocken” oder einen “Skandal” hervorrufen. Scheinbar hat heute in der medialen Vielfalt der Sender jeder bereits alles gesehen. Skandale – ob aufgebauscht oder nicht – sind scheinbar sehr selten geworden. Und vieles, das heute der TV-Konsument zu ertragen hat, wäre vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen. Das Publikum ist in dieser Hinsicht abgestumpft. Als Garant für “Qualität” gelten dennoch weiterhin die öffentlich.-rechtlichen Sender. Natürlich haben und hatten auch sie immer mal wieder ihre “Skandale”. Selbst wenn es Pseudo-Skandale waren oder diese in der heutigen Zeit kein Wimpernzucken mehr auslösen würden. So geschehen Anfang Dezember 1982, dass zur besten Sendezeit das ZDF während eines laufenden Krimis via Einblendung verkündetet, dass ein UFO in Duisburg geladen sei! Es folgte ein damaliger Shitstorm in der Presse. Doch was genau war gesehenen?


Skandale, GEZ-TV und die Privaten

Schaltet man den heimischen Fernseher an, vergeht kein Augenblick, in dem nicht irgendwo irgendwelche „Skandale“ in irgendwelchen bizarren Sendungen irgendwelcher Sender zu sehen sind. Aufgebauschte oder erfundene Sensationen, „Promi“-Enthüllungen oder unsägliche TV-Formate überfluten die Konsumenten. Vieles, was heute in die privaten Wohnzimmer via TV-Empfangsgerät gesendet wird, ist schon lange unsäglicher Schrott. „Scriptet Reality“-Shows jeglicher Art und Unart, die sich immer wieder neu erfinden müssen. Der Medienkonsument benötigt Abwechslung. Egal wie bescheuert diese auch letztlich sein mag, Hauptsache ist, dass sie unterhält. Und den TV-Zuschauer am ab- oder umschalten weniges für eine Zeit hindert. Ob er dabei nicht abschalten kann, da dieser starr vor Schock angesichts des gezeigten Blödsinns ist, ist dabei Nebensache. Fremdschämen ist eine Einnahmequelle.

Gut, dass wir auch noch die „Qulitätsmedien“ bzw. “Mainstreammedien” haben. Die GEZ-Sender, die sich dank Gebühren nicht mit Sensationen, Skandalen und immer neuen Sendungen des Absurden abgeben müssen. Wirklich „schocken“ kann heute das TV kaum noch. Vor allem die privaten Sender nicht, die schon jeden Mist auf die Zuschauer losgelassen haben. Wie die letzten Jahrzehnte jedoch zeigen, übertrifft sich das TV dennoch immer wieder selbst. Was heute zu sehen ist – wäre vor Jahren undenkbar gewesen. Ein Aufschrei wäre durch die Republik gegangen!

Der Zuschauer erwartet von dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen so was nicht. Er erwartet Qualität. Anspruchsvolle Unterhaltung, Information und Programmgestaltung, für die wir als Zuschauer schließlich auch mit unseren Gebühren garantieren sollen. Immerhin 8,07 Milliarden Euro allein an Rundfunkgebühren kamen so 2019 in Deutschland zusammen. Dazu kommen noch jährliche Werbeeinahnen und sonstige Einkünfte der Sender, die 2018 beispielsweise 324,1 Millionen Euro betrugen. Kein Wunder also, dass die Bevölkerung gerade bei den öffentlich-rechtlichen TV-Sendern ganz genau hinsieht, was dort gesendet wird. Die kleinste „Verfehlung“, etwa in einem „Tatort“, und schon hat man einen „Skandal“ dem erboste Zuschauerbriefe folgen. Das werbefinanzierte Privatfernsehen ist dagegen „abgebrüht“ und muss dem Publikum liefern. Egal was, wie es seit Jahrzehnten deutlich zu sehen ist. Schön zu erkennen ist das an der Zeitleiste Talkshow – Gerichtsshow – Polizeishows/„Brennpunkt-Shows“. Als “Assi TV” wird gerne darüber geschimpft.

Es gab eine Zeit vor dem privaten Fernsehen, die rund 35 Jahre zurück liegt. Ein paar GEZ-Sender bestimmten das Fernsehprogramm für alle Deutschen und lieferten verlässlich Unterhaltung und Infos für die Fangemeinde. Krimis standen hoch im Kurs und haben bis heute ihren Kultcharakter behalten. Zum Beispiel „Derrick“, „Der Alte“ und natürlich „Tatort“. Sendungen im Vorabendprogramm, die aus den USA eingekauft wurden, begeisterten ebenso die Zuschauer. Auch wenn diese nicht ohne Skandale über den Bildschirm flimmerten. Die noch heute immer mal wieder im Privat-TV ausgestrahlte Serie „A-Team“ war so eine skandalöse US-Serie. Sie war dem damaligen Publikum der ARD schlicht zu brutal! Wer Ende der 1980er Jahren auf das „Traumschiff“, ein Fußballspiel oder „Die Schwarzwaldklinik“ wartete – stand beim “A-Team” sicher unter Schock. Selbstverständlich bringen “Skandal-Serien” Quote und die bezahlten Fernsehsender lieben es sicher auch, wenn ein Plan funktioniert.

In jener Zeit waren Nacktszenen, „Busenblitzer“ oder auch mal Kraftausdrücke kein Problem mehr für die Zuschauer. Hierzulande konnten die Menschen das schon vertragen (anders als zum Teil in den USA noch heute). Selbstverständlich wurde in damaligen Talksendungen geraucht und sich das ein oder andere geistreiche und alkoholhaltige Erfrischungsgetränkt genehmigt, aber das wäre erst heute ein Skandal. Damals nicht.

Das ZDF verkündet UFO-Landung in Duisburg

Etwas anders hingegen war skandalös, was das ZDF auf die deutsche Bevölkerung los lies.

Es war die Krimiserie „Kottan ermittelt“, die heute wohl kaum mehr jemand kennt. Sie stammt aus den Jahren 1976 bis 1983 aus Österreich und kam ab 1980 auch in das deutsche Fernsehen. Obwohl es schon nach der Erstausstrahlung in Österreich zu hunderten erboster Briefe und Anrufe der Zuschauer bei dem österreichischen Sender ORF aufgrund der neuen Serie kam. Auch die Polizeigewerkschaft lief gegen „Kottan“ Sturm, da diese die Polizei und deren Arbeit verunglimpfen würde. Obwohl die Serie um den Polizisten „Adolf Kottan“ aus Wien als Satire und überspitz-humorvolle Kritik an der Polizeiarbeit konzipiert war. Heute würde bei einer derartigen Krimiserie wohl kein einziger Zuschauer den Hörer in die Hand nehmen, um sich beim entsprechenden Sender zu beschweren. 19 Episoden wurde damals gedreht.

Am 3. Dezember 1982 erlaubte sich das ZDF zur besten Sendezeit aber einen ganz besonderen Scherz, der für den Sender nach hinten los ging.  Es war die Folge 10 mit dem Titel „Kansas City“, in der „Kottan“ den vermeintlichen Unfalltod eines Rennfahrers aufklären muss. Eine Folge, wie jede andere auch. Außer für das deutsche Publikum, das nach nicht ganz 11 Minuten vor dem TV eine sensationelle News-Meldung in großer Laufschrift über den Bildschirm laufen sah:

+++ Unbekanntes Flugobjekt bei Duisburg gelandet. Sonderbericht im Anschluß an diese Sendung. +++

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Eine mehr oder weniger schockierende Meldung für alle Krimi-Fans, unter denen sicher auch einige UFO-Fans waren. Nachrichten, News und Meldungen am Fernsehen waren in dieser schier unendlich lange zurückliegenden Epoche des „Qualitäts-Fernsehens“ noch etwas wert. Kommt es am TV als Neuigkeit, dann wird das auch so sein. Heute – im Zeitalter von „alternativen Medien“ und der vernetzten Welt – nicht minder unvorstellbar. Und wer weiß wer von den Millionen Zuschauern nicht bei dem Thema „UFOs“ durch den damaligen Kassenknüller „E.T. – Der Außerirdische“ sensibilisiert war. Der Film sollte nur sechs Tage später, am 9. Dezember 1982, in den westdeutschen Lichtspielhäusern anlaufen. Aufgeregt warteten in diesen Tagen auch die „Star Wars“-Fans (wie ich) auf den VI. Teil der Saga, der exakt ein Jahr später in die BRD-Kinos kam. Science-Fiction-Freunde konnten sich 1982 im Kino auch an Filmen wie „Star Trek 2: Der Zorn des Khan“ (4. November), „Tron“ (9. Dezember) oder auch, besonders hervorzuheben, „Die unglaubliche Reise in einem verrückten Raumschiff“ (22. April) erfreuen.

Natürlich war die Einblendung ein Witz der Verantwortlichen. Es landete kein UFO in Duisburg. Man hatte sich für diese Stadt beim „Zweiten Deutschen Fernsehen“ bzw. ORF nur deshalb entschieden, da dort die äußerst erfolgreiche Krimi-Serie „Tatort“ mit dem bis heute beliebte Kommissar „Schimanski“ spielte.

Aufgeregt wartete in der Folge das Publikum nun, dass „Kottan“ den Bösewicht endlich stellt und der Krimi zu Ende ist. Schließlich sollte ein „Sonderbericht im Anschluß“ folgen und jeder ZDF-Zuschauer wusste, dass nach dem 90 Minuten-Krimi so oder so Nachrichten kommen. Was heute noch immer so ist. Doch es geschah nichts. Die Nachrichten kamen und gingen. Kein Wort zu der UFO-Landung von Duisburg von der bezaubernden Ansagerin bzw. in den Nachrichten. Vielmehr gestand man den Gag. Von einer Sondersendung über den Vorfall ganz zu schweigen.

“Unbekanntes Flugobjekt bei Duisburg gelandet“ – Der vorweihnachtliche TV-Skandal 1982

Die Polizei in Duisburg und Umgebung aber war längst informiert. Hunderte besorgte und sicher auch neugierige Zuschauer riefen an, um über die UFO-Landung informiert zu werden. Sie konnten das Ende des Krimis wohl nicht abwarten. Die Folge war eine Überlastung des Telefonnetzes und auch beim ZDF in Mainz selber überfluteten die Zuschauer den Sender mit Anrufen. So wie heute jeder „Tatort“ Medienberichte und Leserbriefe in den einschlägigen TV-Zeitschriften und Tageszeitungen nach sich zieht -, vor allem wenn er mal wieder „zu brutal“ oder „albern“ war – , folgte auch nach diesem „Kottan“ 1982  ein mediales Echo. Eher eine Ohrfeige, denn die Zeitungsredaktionen und die TV-Zuschauer waren sich einig, dass diese einmalige Einblendung in dem Krimi ein Unding war. Ein Skandal ging durch die Presse der Nation und der Sender ORF aus Österreich als Produzent der Serie musste sich im Nachhinein beim deutschen Publikum entschuldigen. Drehbuchautor Helmut Zenker und Regisseur Peter Patzak fanden die Idee witzig. Es war, wie man sich denken kann, eine Anspielung an die 1938er Radioversion von H. G. Wells „Krieg der Welten“ von 1898. In diesem zeitlosen Klassiker, der Vorlage fast aller Alien-UFO-Invasionsfilme von heute, überfallen Marsmenschen die Erde (s. Artikel HIER).

„Helle Empörung über Kottans ,UFO-Scherz‘“, schrieb die „Tagespost“ am 5. Dezember dazu. „Fernsehanstalten und Polizei mit Anrufen bombardiert“ und auch bei Zeitungen wurde sich „nach dem Wahrheitsgehalt der Einblendung erkundigt“. Vor allem vor dem Ende des Krimis, da im Anschluss „eine Fernsehsprecherin die Zuschauer beruhigen und über den Spaß aufklären musste“. Nur einen Tag nach dem „Kottan“ zog laut „Tagespost“ das ZDF die Konsequenz, „Einblendungen nur noch für glaubhafte Informationen einzusetzen und Jux-Texte völlig zu streichen“. Der Sender ORF kam glimpflicher davon. Hier riefen nur 70 Personen an, von denen 40 direkt von einem „dummen Scherz“ sprachen. Sie glaubten demnach nicht wirklich, was ihnen das TV da sensationelles mitteilte.

Erbost zeigte sich ein Fan von Erich von Däniken in einem Leserbrief an die „Hörzu“ (Nr. 49/1982). Heute die wohl älteste TV-Zeitung Deutschlands. „Auf den Arm genommen und für dumm verkauft“ sei er sich mit dieser Einblendung vorgekommen. Was zweifellos viele andere Zuschauer ebenso fühlten. Doch er sei „als echter Däniken-Fan der Meinung, dass man mit so etwas nicht spaßen sollte“. Womit er im Grunde Recht hatte. Für den erzürnten Zuschauer und Däniken-Fan war 1982 aber ein gutes Jahr, denn in diesem erschien Dänikens Buch „Strategie der Götter“, das noch im selben Jahr mehrere Auflagen erreichte.

Am Sonntag, 25. August 1985, lief mit Folge 19 „Mabuse kehrt zurück“ die letzte Folge der Krimiserie. Nach 19 Teilen war Schluss. Entgegen den Beteuerungen „Einblendungen nur noch für glaubhafte Informationen einzusetzen und Jux-Texte völlig zu streichen“, wurde in dieser Sendung erneut eine Einblendung vorgenommen, Aber als eine Art Entschuldigung an all jene (Duisburger), die sich auf den Schlips getreten fühlten:

Dieser Film ist Duisburg und allen anderen von Ufos vernachlässigten Städten gewidmet.

Ein längst vergessener „UFO-Skandal“ der öffentlich-rechtlichen Sender, der heute kaum mehr eine derartige Wirkung haben dürfte. Die TV-Gesellschaft ist dafür längst zu abgestumpft. Sie versteht zum Teil nicht mal mehr den Unterschied zwischen den Knöpfen zum Abstellen, Umstellen und Lauterstellen des TV-Programms an der Fernbedienung …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , <

Auf den Spuren der Mystery Files: Drei neue Bücher von Lars A. Fischinger erschienen!

Teilen:
Auf den Spuren der Mystery Files: Drei neue Bücher von Lars A. Fischinger erschienen!
Auf den Spuren der Mystery Files: Drei neue Bücher von Lars A. Fischinger erschienen!

Liebe Mystery-Fans: Wie sicher treue Freunde des Phantastischen mitbekommen haben, erschien jüngst nicht nur ein neuer Blog von mir, den Ihr unter www.MysteryFiles.de erreichen könnt. Ebenso veröffentlichte ich im November 2020 gleich drei neue Bücher auf den Spuren des Unfassbaren, die ab sofort überall erhält sind. Alle Details dazu erfahrt Ihr in diesem zusammenfassenden Posting.


Liebe Freundinnen und Freunde des Phantastischen – und liebe Mystery-Jäger!

Wahrscheinlich haben es einige treue Leserinnen und Leser bereits mitbekommen. Zum Beispiel durch Postings auf meiner Facebook-Seite „Mystery Files“, auf diesem Blog oder meinem neuen Blog MysteryFiles.de: Im November diesen Jahres erschienen drei neue Bücher von mir!

Alle drei Titel sind ab sofort überall erhältlich und Ihr findet sie selbstverständlich zusätzlich in meiner umfangreichen Liste mit Buchtipps zum Thema „Rätsel der Welt“ und mehr für Euch bei Amazon, die Ihr HIER findet.

Erschienen sind im Einzelnen aus meiner Feder:

Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘: Auf der Suche nach dem Mythos vom ‚UFO-Flugplatz in Peru‘

Eine detaillierte Spuren- und Quellensuche, wie sich der anscheinend unauslöschbare Mythos von Nazca als „Flughafen für Außerirdische“ oder sogar „UFO-Raumfahrtzentrum“ entwickelte.

Denn in nahezu jeder Veröffentlichung – sei es online, im TV oder Print – zum Thema Nazca-Linien in Peru heißt es im Mainstream, dass „UFOlogen“, „Esoteriker“ oder „Phantasten“ in der Ebene von Nazca einen “UFO-Flugplatz” sehen. “Landebahnen von Außerirdischen”. Dabei haben die meisten der Journalisten, Kritiker „Entlarver“ oder auch etablierten Archäologen und Reporter nie selber diese Thematik bzw. Behauptung recherchiert. So kommt es, dass seit Jahrzehnten „etablierte Medien“ unablässig diese Behauptungen weiter verbreiten. Ungeprüft und teilweise mit vollkommen falschen Aussagen und Unterstellungen, die hierbei sogar bis zu absichtlichen Falschaussagen und Lügen reichen.

Das zeigt dieses Buch in all seinen Facetten klar auf.

Eine Suche nach den unzähligen Mythen, die sich um den „UFO-Flughafen der Aliens“ von Nazca ranken, und die heute so gerne ungeprüft und verfälscht weiter in den Massenmedien verbreitet werden. Dabei reichen diese „Alien-Behauptungen“ rund um Nazca bis weit in die Vergangenheit. Zurück in Zeiten, als noch niemand über die Prä-Astronautik sprach, wie man sie heute unlängst kennt. Denn die Linien und Figuren von Nazca wurden mit zum Teil den irrwitzigsten Thesen als Werk von Außerirdischen bzw. Marsmenschen versucht zu erklären. Jahrzehnte bevor unter anderem Erich von Däniken die Ebene weltbekannt machte.

Lars A. Fischinger: "Nazca und der Flughafen der Außerirdischen"
Lars A. Fischinger: “Nazca und der Flughafen der Außerirdischen”

Zahlreiche heute unbekannte und seit vielen Jahrzehnten vergessene Quellen zeigen detailliert auf, wie genau sich der Mythos des Alien-Airport von Nazca entwickelte. Und regen rückblickend nicht selten zum Schmutzen an.

Inhalt:

  • Vorwort
    • Mythos Nazca
    • Nazca und der Mainstream
    • Der „UFO-Flughafen“
    • Astronauten aus dem All
    • Außerirdische „Götter“ in den Anden
    • Frühe Kritiker
    • Nazca, der Kalender und die UFOs
    • Von „Fliegenden Untertassen“ und Marsbewohnern     
    • Ein verschollener Ideengeber?
    • „Landmarken für Raumschiffe und Wesen, auf deren Rückkehr die Inkas warten“
    • „Sternenmenschen“
    • Ansturm auf Nazca und die Botschaft der Venusianer
    • Der Flughafen von Maria Reiche und „Marskanäle“
    • Noch mehr Kritiker und das Fernsehen
    • Ein Blick in das Internet
    • Kondor versus Landebahnen
    • Science-Fiction und die „Landung in den Anden“
  • Nachwort: Was bleibt vom „UFO-Flughafen“ in Peru?
  • Nachgedanken und die neuen Nazca-Projekte
  • Über den Autor
  • Quellen und Fußnoten

Lars A. Fischinger: „Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘: Auf der Suche nach dem Mythos vom ‚UFO-Flugplatz in Peru‘“

  • Ancient Mail Verlag 2020
  • Paperback / 11.9 x 1 x 18.8 cm
  • 180 Seiten inkl. ca. 20 Abbildungen und Fotos
  • ISBN-10 : 395652294X
  • Nur 14,90 Euro

Erschienen als Research Paper Nr. 2 der „Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI“ (A.A.S.)


Meine zweite Buchveröffentlichung erschien zeitgleich:

Globale Seefahrt vor Jahrtausenden: Hatten die frühen Hochkulturen weltweit Kenntnis voneinander?

Wann entdeckte wer zuerst Amerika? Wann begannen unsere Vorfahren die Weltmeere und Ozeane zu befahren und legte dabei weite Strecken zurück, bis sie andere Erdteile errichten?

Fragen, die schon seit sehr langer Zeit diskutiert werden und bei denen sich die Geister zum Teil enorm scheiden!Dass nicht erst Christoph Kolumbus 1492 die „Neue Welt“ entdeckte, gilt hingegen heute als gesichert. Ihm kamen – ganz offiziell – Wikinger aus Grönland rund 500 Jahre zuvor. Doch war es das? Ist damit die Entdeckungsgeschichte der amerikanischen Kontinente in Stein gemeißelt? Viele Forscher und Autoren widersprechen diesen heute belegten Tatsachen nicht. Sie verweisen vielmehr darauf, dass auch schon Seefahrer der Antike und sogar Steinzeit die Meere befuhren und zum Teil bis Amerika kamen.

Die Hochseefahrt begann sehr viel früher, als allgemein angenommen wird, so argumentieren diese „alternativen Historiker“. Sie sind sicher, dass schon Jahrhunderte und Jahrtausende vor Kolumbus Seefahrer nach Amerika fuhren. Hier sprach man früher sehr gerne von Bewohnern von Atlantis. Heute eher von einer „Ur-Kultur“, einer verschwunden Zivilisation.

Aber auch andere Abenteurer der Meere oder schlicht Schiffbrüchige sollen bereits den Weg über die Ozeane gefunden haben. Darauf lassen archäologische Funde, Spuren und Mythologien schließen, die immer wieder in die Diskussion eingebracht werden. Sie alle sind umstritten – aber deshalb nicht weniger spannend. Und neuste Forschungen zeigen zudem, dass bereits vor 130.000 Jahren Menschen sehr weitere Strecken über das Meer zurücklegen konnten. Lange bevor es irgendwo auf der Welt sesshafte Zivilisationen oder Kulturen gab. Selbst Seefahrten über den Pazifik, wie sie Thor Heyerdahl vor allem ab 1947 annahm und dafür nur Spott erntete, gelten heute dank DNA-Untersuchungen als beweisen.

Das neue Buch von Lars A. Fischinger: “Globale Seefahrt vor Jahrtausenden”
Lars A. Fischinger: “Globale Seefahrt vor Jahrtausenden”

Inzwischen füllen Bücher und Publikationen zu diesen Themen ganzen Bibliotheken. Eine ständig wachsende Anzahl von Veröffentlichungen, in denen die Autoren die Besiedlung Amerikas oder die Geschichte der ersten Seefahrer „umschreiben“ wollen. In diesem Buch  sollen die wichtigsten Thesen, Funde, Hinweise und Überlegungen dazu zusammengefasst werden. Eine Arbeit, indem die klassischen Argumente und Indizien ebenso vorgestellt werden, wie die neusten Entdeckungen zu diesen Fragen.

Inhalt:

  • Vorwort
    • Teil II: Seefahrt in der Antike?
    • Teil III: Biblischen Mythen in Amerika?
    • Teil IV: Eindeutige Parallelen und Hinweise?
    • Teil V: Hochseefahrt vor 130.000 Jahren?
  • Nachwort
  • Hinweis
  • Abbildungen und Fußnoten

Lars A. Fischinger: „Globale Seefahrt vor Jahrtausenden: Hatten die frühen Hochkulturen weltweit Kenntnis voneinander?“

  • Independently published 2020
  • Paperback / 12.7 x 0.51 x 20.32 cm
  • ca. 88 Seiten inkl. 28 Abbildungen und Fotos
  • ISBN-13 : 979-8563901544
  • Nur 5,50 Euro

Erschienen als Printausgabe und als günstiges E-Book für nur 2,99 Euro!


Meine dritte Veröffentlichung im November erschien auf vielfachen Wunsch der letzten Jahre, da das Buch bisher in dieser Form nur als E-Book erhältlich war. Jetzt ist es überall als Paperback zu bekommen.

Der Tod – Irrtum der Menschheit: PSI-Phänomene, Nah-Tod-Erfahrungen, UFOs und das Leben nach dem Leben: Hängt alles mit allem zusammen?

Kommunikation mit Überwelten, Multiversen, Todesvorstellungen in aller Welt, Nah-Tod-Erfahrungen, Botschaften aus dem Jenseits, Erlebnisse außerhalb von Zeit und Raum, PSI-Erscheinungen, UFO-Phänomene, Leben nach dem Tod, Reinkarnation, Geister …

Sind alle diese “Para-Phänomene” der Grenzwissenschaft unabhängig von einander zu betrachten? Oder hängen diese alle miteinander zusammen?

“JA! – alles hängt mit allem zusammen!” – vermutet der bekannte Mystery-Autor Lars A. Fischinger und zeigt in “Der Tod – Irrtum der Menschheit” auf, dass die Welt des Unerklärlichen wesentlich komplexer und auch vernetzter ist, als es bei oberflächlicher Betrachtung den Anschein zu haben scheint.

Zwischen all diesen “Phänomenen” gibt es Parallelen, Schnittpunkte und Zusammenhänge – aber auch bisher nicht zu deutende Fragen und Widersprüche. Widersprüche, die zumindest wir Menschen heute noch nicht verstehen.

Etwa, ob “Außerirdische in Raumschiffen” (UFOs) tatsächlich das sind, als was sie im Allgemeinen meistens angenommen werden…und warum diese Phänomene dann mit dem mutmaßlichen “Leben nach dem Tode” zusammenhängen könnten.
Oder auch, warum der Glaube an eine Wiedergeburt (Reinkarnation) offenbar dem Glauben an ein Leben im „Jenseits“ nach dem Tod widerspricht.

“Freuen Sie sich auf Ihren Tod?”, fragt dieses Buch provokant.

Lars A. Fischinger: "Der TOD: Irrtum der Menschheit?" - Cover der Printausgabe, November 2020
Lars A. Fischinger: “Der TOD: Irrtum der Menschheit?”

Nach der Lektüre dieses Buches werden Sie nicht nur die Welt der Grenzwissenschaft mit anderen Augen sehen, sondern auch die Welt und das Leben überhaupt. Wir wissen – nichts! Bis wir selber sterben …

Inhalt:

  • Auftakt
  • Vorwort des Autors: Freuen Sie sich auf ihren Tod?
    • Teil 1 – Der Tod
    • Teil 2 – Dem Tod ein Schnippchen geschlagen: Nah-Tod-Erfahrungen
    • Teil 3 – Zeichen und Einflüsse von der „anderen Seite“?
    • Teil 4 – Transkommunikation: Wenn das „Jenseits“ anruft
    • Teil 5 – PSI-Phänomene jenseits von Raum und Zeit
    • Teil 6 – UFOs, PSI und Nah-Tod-Erlebnisse: Hängt alles mit allem zusammen?
    • Teil 7 – Anhang
  • Nachwort des Autors: Ich bin dann mal tot – ein Multiversum voller Überwelten?
  • Klassische Einwände zur Realität von Nah-Tod-Erfahrungen und deren Kontra
  • Zusätzliche Literaturauswahl
  • Glossar
  • Zum Autor
  • Fußnoten und Quellen

Lars A. Fischinger: Der TOD: Irrtum der Menschheit?: PSI-Phänomene, Nah-Tod-Erfahrungen, UFOs und das Leben nach dem Leben

  • Independently published 2020
  • Paperback / 13.97 x 3.58 x 21.59 cm
  • ca. 620 Seiten
  • ISBN-13 : 978-1520102993
  • Nur 18,50 Euro

Erschienen jetzt als Printausgabe und weiterhin als günstiges E-Book für nur 9,99 Euro erhältlich!

Auch außerhalb von amazon Kindle!

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

 
Mehr auch bei amazon.de:

Tagged , , , , , , <

Eine Zeitreise am Rhein: Der zeitreisende Mönch vom Kloster Heisterbach im Siebengebirge

Teilen:

Eine Zeitreise am Rhein: Der zeitreisende Mönch vom Kloster Heisterbach im Siebengebirge (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Eine Zeitreise am Rhein: Der zeitreisende Mönch vom Kloster Heisterbach im Siebengebirge (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Seit Jahrzehnten denken Physiker über das Thema “Zeitreisen” nach. Sie sind sicher, dass theoretisch Zeitmaschinen und damit Reisen durch die vierte Dimension möglich sind. Ein Thema, dass eigentlich vor allem aus der Science-Fiction bekannt, aber längst daraus entwachsen ist. Doch Zeitreisen, Zeitmanipulationen oder schlicht Reisen durch “andere Dimensionen” kennt die Menschheit seit tausenden von Jahren. In Überlieferungen, Legenden, Sagen und Märchen wird darüber bis heute berichtet. Ausgelöst wurden diese durch die “Macht Gottes” oder durch “fremde Wesen”. So wie in einer Sage aus dem Siebengebirge am Rhein, wie Ihr es in diesem Beitrag erfahrt.


Zeitreisen

Zeitreisen sind nicht erst sein Albert Einstein bekannt und ein Thema. Vor allem in der Science-Fiction gehören Zeitreisen längst zum festen Bestandteil vieler derartiger Geschichten. Beginnend natürlich mit dem Klassiker “Die Zeitmaschine” von H. G. Wells aus dem Jahr 1895. Und seit Jahren machen sich theoretische Physiker Gedanken darüber, ob und wie wir eines Tages Zeitmaschinen bauen könnten.

Prinzipiell sind Reisen durch die vierte Dimension möglich. Auch wenn uns heute eine praktische Anwendung mittels einer Art Maschine vor (noch?) ungeahnte Aufgaben und Herausforderungen stellt. In der Vergangenheit sahen das unsere Vorfahren ein wenig anders. Denn es gibt in Sagen, Legenden, alten Texten und Märchen eine Vielzahl an Erzählungen von Menschen, die angeblich durch die Zeit gereist sein sollen.

Bei diesen Berichten war es aber nicht die Leistung eines Menschen selbst, sondern diese Zeitreisen oder Zeitververschiebungen wurden durch “fremde Wesen” ausgelöst. Zum Beispiel durch den biblische Gott oder Sagengestalten wie Feen oder Zwerge, die dafür verantwortlich waren. Auf Fischinger-Online finden sich zu solchen Reisen durch andere Dimensionen zahlreiche Beiträge und Artikel mit entsprechenden Beispielen aus der Vergangenheit (s. a. HIER) …

Viele dieser altertümlichen Zeitreise-Erzählungen ähneln sich im Kern. Und eigentlich immer heißt es in den entsprechenden Märchen, dass der unfreiwillige Zeitreisende von der eigentlichen Zeitverschiebung nichts mitbekam. Erst im Nachhinein wurden diesen “Temponauten” bewusst, was mit ihnen geschehen war, und dass sie sich durch die Zeit bewegten. Oft sind es spannende und interessanten Erzählungen, die vor allem in der Grenzwissenschaft aufhorchen lassen.

Kloster Heisterbach und das sagenhafte Siebengebirge

So wie die Legende eines zeitreisenden Mönches aus dem Siebengebirge am Rhein südlich von Bonn.

Dort steht bei Königswinter das heutige Kloster Heisterbach sowie die Ruinen des ursprünglichen Klosters Heisterbach. Eine von dem Orden der Zisterzienser 1189 gegründet Klosterabtei, dessen aufgegebenes Gebäude sie von dem Orden der Augustiner übernahmen. Sogleich begannen umfangreiche Bautätigkeiten, Erweiterungen, Renovierungen und Umzüge der frommen Ordensbrüder.

Erst 1327 war die vollständige Anlage des Klosters fertig. Auf einem heiligen Boden, worauf der frühere Name schließen lässt. Denn das neu erbaute Kloster entstand in Heisterbach, das sie “Tal des heiligen Petrus” nannten. Ihr Kloster selber nannten sie “Maria im Peterstal in Heisterbach”. Bis heute existiert das Kloster. In einer Landschaft, in der es seit jeher von Sagen und Legenden nur so wimmelt. Etwa über die dort lebenden “Heinzelmännchen“.

Die berühmteste ist hierbei sicher die Sage über einen dort lebenden Drachen auf dem “Drachenfels” am Rheinufer, die auch mit der legendären Nibelungensage in Zusammenhang gebracht wird. Bis zu sieben Drachen sollen hier einst gehaust haben, so die Legenden.

Heute sind dort die “Burg Drachenfels”, die “Nibelungenhalle” oder der “Siegfriedfels” beliebte Wander- und Ausflugsziele. Touristisch erschlossen, gut ausgebaut und selbstverständlich mit einem neu gebauten Ausflugslokal namens “Drachenfelsrestaurant”. Und wer nicht wandern möchte oder kann, der kann seit 1883 mit der “Drachenfelsbahn” gemächlich von Königswinter den Berg hinauf fahren. Soweit bekannt … sind alle heutigen Touristen auch wohlbehalten von ihrem Ausflug ins Siebengebirge zurückgekommen.

Anders sah es im Mittelalter aus.

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Durch Raum und Zeit

In einer Legende über einen Mönch des Klosters Heisterbach wird erzählt, dass dieser in der Zeit des Kölner Erzbischof Engelbert I. von Berg plötzlich verschwunden sei. Das war also irgendwann zwischen 1215 und 1225. Der fromme Mönch, der in einigen Versionen der Sage den Namen Ivo trägt, ging damals in der Umgebung des Klosters spazieren, um im wahrsten Sinne des Wortes über Gott und die Welt nachzudenken.

Ivo – bleiben wir bei dem Namen – sinnierte darüber, was die Bibel wohl damit meinen könnte, dass für Gott 1.000 Jahre nur wie ein Tag wären. Eine Aussage, die sich im Neuen wie im Alten Testament findet, wo es heißt:

Und ihr sollt wissen, liebe Freunde, dass ein Tag für den Herrn wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag.” (2. Petrus 3,8)

Denn tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache.” (Psalm 90,4)

Genau über diese rätselhaften Aussagen zu Gott habe der fromme aber zweifelnde Mönch nachgedacht, als er im Garten des Klosters spazieren ging. Plötzlich aber vernahm der Mönch eine vollkommen unbekannten Vogelstimme. Wie ein Regenbogen habe der Vogel ausgesehen und er folgte ihm immer weiter – bis hinaus in den Wald. Dabei habe er eine Tür des Klosters durchschritten, die ihm bisher nie aufgefallen war.

Gedanken machte er sich nicht und so geriet er immer weiter in den Wald hinein. Entspannt kauerte er sich schließlich unter einem Baum – bis der regenbogenfarbige Vogel mit seinem so lieblichen wie befremdlichen Gesang verstummte. Was er jetzt hörte alarmierte ihn. Es waren die Glocken des Klosters in der Ferne, die zum Gebet riefen. Er muss wohl eingeschlafen sein, wie er dachte.

300 Jahre in die Zukunft

Eilig lief er zurück zum Kloster, konnte aber die Tür, aus der er zuvor hinaus in den Wald ging, nicht mehr finden. Also nahm er den Haupteingang der Abtei, den ein ihm vollkommen fremder Ordensbruder öffnete. Etwas verdutzt lief er weiter in die Klosterkirche, um mit den anderen und bereits alle versammelten Brüdern zu beteten.

Doch auf seinem angestammten Platz saß bereits jemand. Und auch ihn kannte Ivo nicht; er hatte ihn noch nie zuvor gesehen. Als er nun in die Gesichter all der anderen zum Gebet anwesenden Mönche blickte, muss dies ihm einen Schock versetzte haben. Nicht einen einzigen der in der Abtei anwenden Personen kannte er. Und so stellte er sich erst mal den fremden Mönchen mit Namen vor. Womit er für Unruhe unter den frommen Ordensbrüdern gesorgt haben dürfte.

Denn einer der Anwesenden erklärt ihm, dass es in den Tagen von Erzbischof Engelbert von Berg aus Köln einen Mönch mit diesen Namen tatsächlich im Kloster gab. Das sei aber 300 Jahre her. Man wüsste über den Mönch nur, dass er ein gottesfürchtiger aber auch zweifelnder Mann war, der eines Tages im Wald spurlos verschwunden sei. Nie wieder habe man von ihm etwas gehört oder gesehen, wie es auch im Klosterbuch vermerkt sei.

Bis zu diesem Tag, wie die Sage abschließt. Der Mönch habe nun erkannt, dass Gott der Herr über Raum und Zeit ist und sei noch in der Kirche friedlich verstorben. Er war ein Zeitreisender. “Da wird ein großes Gotteswunder klar”, wie es Wolfgang Müller von Königswinter 1881 in Gendichtform schrieb. Denn “er ist’s, der drei Jahrhunderte verschwand”.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , , <

Erstkontakt mit außerirdischen Zivilisationen: Was dann? Podcast der ARD Tagesschau über Außerirdische (+ Videos)

Teilen:

Erstkontakt mit Außerirdischen - Was aber dann? - Podcast der ARD Tagesschau (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Erstkontakt mit Außerirdischen – Was aber dann? Podcast der ARD “Tagesschau” (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Wann finden wir Leben im All? Entweder in Form von Mikroben in unserem Sonnensystem oder sogar durch eine Erstkontakt mit Außerirdischen? Und was hätte diese Entdeckung für Folgen für die Menschheit? Wie unterschiedlich könnten diese Folgen sein – je nachdem, wie genau diese Entdeckung von Aliens aussieht? Über solche und ähnlichen Fragen berichte ich seit Jahrzehnten und offensichtlich inzwischen auch immer mehr etablierte Wissenschaftler. Nun hat auch die “Tagesschau” der ARD sich dieses Themas in einem Podcast angenommen, den ich Euch hier vorstellen möchte. Ein “Mystery-Review” mit Aussagen und Ergebnissen, die interessierte “Insider” fraglos bekannt vorkommen.


Leben im All, Außerirdische und UFOs

Sich in der Öffentlichkeit oder auch nur im Freundes- und Bekanntenkreis dazu zu bekennen, dass man sich mit Leben im All, Aliens oder außerirdische Zivilisationen beschäftigt, war bis vor einigen Jahren ein “rotes Tuch”. Im Handumdrehen wurde man von der Öffentlichkeit oder all jenen Personen, die keine Ahnung von der Materie haben, als “Spinner” stigmatisiert.

Für etablierte Wissenschaftler durchaus eine heikle Gratwanderung, da schnell der gute Ruf in Gefahr war. Schnell wurde das Thema Außerirdische oder Leben im All mit UFOs in einen Topf geworfen. Obwohl es grundsätzlich zwei vollkommen verschiedene Themen sind, worauf auf diesem Blog in den letzten Jahren immer wieder hingewiesen wurde.

Dass sich schon seit Jahrzehnten auch sogenannte ernsthafte Forscher, Institute und Organisationen mit dieser Materie beschäftigen, ist allerdings alles andere als ein Geheimnis. Nur war dies nicht im öffentlichen Bewusstsein angekommen. Bis heute haben Außerirdische das Stigmata von Science-Fiction und UFOs für den Laien. Und tatsächlich ist es auch so, dass beispielsweise Astronomen und Forscher, die Leben im All oder außerirdische Zivilisationen suchen, mit UFO-Forschung nichts zu tun haben (wollen).

Eine interessante Tatsache ist dabei übrigens , dass der berühmte Astronom Dr. Carl Sagan dem Thema UFOs in den 1960ger Jahren noch anders begegnete, wie in diesem Video HIER darlegt.

Es ist in den letzten Jahren auch verstärkt zu beobachten, dass immer mehr Forscher sich öffentlich Gedanken darüber machen, wie ein Erstkontakt mit Aliens aussehen könnte. Wie Menschen und die Menschheit an sich reagieren oder wie genau dieser erste Kontakt aussehen, ablaufen und zustande kommen könnte. Was wären die Reaktionen in der Politik und hat diese Vorbereitungen für den Fall der Fälle? Welche wirtschaftlichen Auswirkungen wären denkbar und wie handelt die internationale Gemeinschaft?

Überlegungen, über die ich seit Jahrzehnten berichte. In Büchern ebenso, wie in einer Reihe Online-Beiträge. Schließlich lassen sich bei derartigen Fragestellungen die vielfältigsten Szenarien durchspielen, die durchaus nicht nur reine Spekulationen und Phantastereien sind!

Außerirdische im Mainstream

Solche Überlegungen sind seit einigen Jahren aber auch im Mainstream der Wissenschaft angekommen. Obwohl es sie schon vor Jahrzehnten gab – etwa im Rahmen diverser SETI-Projekte -, werden diese inzwischen auch in populärwissenschaftlich Büchern und TV-Dokumentationen vorgestellt und durchgespielt. Vorbei die Zeiten, in denen solche Hypothesen ein Fall für Grenzwissenschaftler, Science-Fiction-Fans, Hollywood oder UFO-Freaks waren.

Im Grunde ist der Grundtenor dabei immer identisch: Die Menschheit ist nicht vorbereitet. Die Regierung von Deutschland ebenso wenig, wie die anderer Staaten oder der UN an sich. Im Fall der Bundesrepublik ist es dabei so, dass diese auf politische Anfragen mehrfach selber betonte, keinerlei Pläne oder ähnliches für den “Ernstfall” hat, wie ich es in diesem Buch HIER 2010 aufzeigte.

Auch die “Tagesschau” der ARD hat das Thema nun für sich entdeckt. Als “Flaggschiff der Nachrichten” wurde dort am 2. Juli 2020 der PodcastErstkontakt zu Aliens? Was dann?” veröffentlicht, zum des einleitend heißt:

Mal angenommen, wir entdecken außerirdisches Leben. Wie reagieren die Menschen darauf, panisch oder neugierig? Können wir uns überhaupt verständigen? Und was, wenn uns die Aliens nicht wohlgesonnen sind? Ein Gedankenexperiment.

Zwar sind es nur “Gedankenexperimente im neuen Tagesschau-Podcast”, die passend zum “Welt-UFO-Tag” von den Journalisten Vera Wolfskämpf und Justus Kliss vom ARD-Hauptstadtstudio in Berlin veröffentlicht wurde, doch der Podcast lohnt sich auch für den Kenner der Materie. Aufgrund des Umstandes, dass in den vergangenen Jahren recht viel Material rund um dieses Thema publiziert wurde, fasst der etwa 25-minütige Podcast dieses sehr gut zusammen und spricht deshalb mit einigen Experten.

Die “Tagesschau” auf Alien-Jagd

Der Podcast beginnt mit einer imaginären “Tagesschau”-Meldung, die im Prinzip schon vieles auf dem Punkt bring. Darin heißt es, dass es ein Signal von Außerirdischen empfangen worden sei, dass nach einigen Jahren endlich decodiert werden konnte. Doch diese Botschaft sei bereits 10.000 Jahre alt, heißt es weiter, da sie aus 10.000 Lichtjahren Entfernung gekommen ist. Damit wäre für die Experten unklar, ob diese außerirdische Zivilisation überhaupt noch existiert.

Bekanntlich kann in 10 Jahrtausenden sehr viel passieren. Und sicher auch bei irgendwelchen außerirdischen Zivilisationen.

Weiter heißt es, dass sich die UN nicht einigen kann, ob die Erde eine Antwort senden soll. Die übrigens dann mit Lichtgeschwindigkeit erneut 10.000 Jahren unterwegs wäre. Die imaginäre “Tagesschau”-Sendung bemerkt auch, dass die USA nun im Alleingang eine Antwort an die Aliens schicken würden. Also für sich alleine entschied, dass sie für die Menschheit als Ganzes sprechen kann …

Nachdem der Podcast das Prinzip und die Schwierigkeiten von SETI erklärt, kommt auch der SEIT-Astronom Seth Shostak per Telefoninterview zu Wort. Erneut betont er auch hier, dass ein intelligentes Signal die “Nadel im Heuhaufen” ist, aber es seiner Meinung nach binnen der kommenden 25 Jahren entdeckt werden wird. Das Universum sei einfach zu gigantisch, so die ARD-Sendung. Irgendwo wird es sie schon geben.

Dabei verweist der Podcast auch auf die jüngst veröffentlichte Studie, nach der es theoretisch 36 außerirdische und technologische Zivilisationen allein in unserer Mischstraße geben könnte. Eine reine Zahlenspielerei, wie in diesem Video HIER auf meinem YouTube-Kanal dargelegt (s. 1. Video unten). Recht interessant ist an dieser Studie auch, dass zur Ermittlung dieser Alien-Völker wie üblich die Drake-Gleichung von Frank Drake (s. z. B. HIER) von den Wissenschaftlern herangezogen wurde.

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++


Eine sehr flexible Formel, wenn man so will.

Zum Beispiel ergaben Berechnungen des Astronomen Duncan Forgan von der Universität Edinburgh mit einer “verfeinerten” Version dieser Formel 2008 etwas ganz anders. Im “International Journal of Astrobiology” bzw. seiner Studie ermittelte und berechnete er die Anzahl von außerirdischen Zivilisationen in unserer Galaxis mit 37.964,97. Ein “leicht” anders Ergebnis als bescheidene 36 Zivilisationen in unserer Milchstraße, wie man sieht …

Was tun, wenn Außerirdische anklopfen?

Shostak erklärt auch, wie SETI-Wissenschaftler reagieren sollen, wenn ein Alien-Signal empfangen wird. Ob das auch so ablaufen wird, bezweifelt er. Man sollte auch bedenken, dass entsprechende Pläne für SETI-Astronomen auch nur das sind: Für SETI. Für die Gesellschaft gelten diese längst nicht. Ebenso gelten auch keine entsprechenden Vorschriften oder Vorbereitungen für die Regierung der Bundesrepublik.

Diese existieren nämlich überhaupt nicht, da ein solches Szenario zu “unwahrscheinlich” sei, wie es der ARD-Podcast betont:

Für einen möglichen Erstkontakt mit außerirdischen Leben gibt es keine Protokolle oder Pläne.

Wie die Sendung sehr deutlich macht, ist sogar die zuständige Behörde vollkommen unklar. Die ARD-Redakteure habe regelrechtes “Ministerium-Hopping” betrieben, um überhaupt jemanden zu finden, der als Ansprechpartner zur Verfügung stand. Meiner Meinung ein eklatantes Versäumnis. Egal wie unwahrscheinlich es auch sein mag, dass Aliens hier ankommen, ein außerirdisches UFO in Deutschland abstürzt, ein Alien-Objekt entdeckt wird (auf der Erde oder außerhalb) oder eine Botschaft aus dem All empfangen wird.

Rationales Verhalten kann man von Menschen (weltweit) in Ausnahmesituationen nicht erwarten! Der Corona-Hype hat das einmal mehr beweisen. Schon hier hat die internationale Gemeinschaft sowie die Bevölkerung der Länder nicht (immer) an einem Strang gezogen. Details dazu sahen und sehen wir tagtäglich am Fernsehen.

Von Panik bis Begeisterung reicht auch laut dem Soziologen und Autor Michael Schetsche von der Universität Freiburg das Verhalten der Menschen nach dem Erstkontakt, wie er im Podcast-Interview ganz richtig erklärt.

Schetsche hat sich in mehreren Veröffentlichungen mit solchen Fragen und Szenarien befasst, weshalb er gerne als “Exosoziologe” bezeichnet wird. Wobei seine spannenden Gedankenexperimente und Veröffentlichungen fast ausschließlich auf die europäische Gesellschaft bzw. die Industrienationen Anwendung finden. Wirklich global kann einen Erstkontakt niemand annähernd seriös einschätzen, wie ich immer gerne betone.

Sie sind da!

Ob Schetsche oder wer auch immer, einige sind sich dahingehend alle, dass die Menschheit mehr als schlecht vorbereitet ist (s. a. 2. Video unten). Und dabei kommt es auch und vor allem auf die Art des Erstkontakt an, wie auch der ARD-Podcast unterstreicht. Funde von Mikroben auf dem Mars, die vielleicht seit Milliarden Jahren dort leben,  haben ein ganze anders “Gewicht”, als eine außerirdische Raumsonde, die seit 100 Jahren auf dem Mars liegt. Von physisch hier eintreffenden Außerirdischen ganz zu schweigen.

Hinzu kommt die Absicht der Aliens. Was mögen sie wollen? Wie ist die Rechtslage, wenn jemand ein Alien-Objekt zum Beispiel auf dem Mond findet, fragt sich auch Schetsche im Podcast mit der ARD. Grundsätzlich gibt er eine kompakte Zusammenfassung seines Buches “Sie sind da” wieder, das erst Anfang 2020 erschien. In dem er auch UFOs im sinne von Alien-Fahrzeugen und Prä-Astronautik-Ideen thematisiert.

Obwohl UFOs als hypothetische außerirdische Objekte unter einem Bann oder Tabu in der etablierten Astronomie stehen, werden sie von der ARD am Rande erwähnt. Nicht alle Sichtungen von UFOs seinen zu erklären, so die Journalistin Wolfskämpf, doch sei dies nicht Thema der Sendung, wie sie betont. Immerhin.

In jedem Fall sähe ein Erstkontakt mit Außerirdischen für die Menschheit übel aus, so Schetsche. Die Frage ist nur, wie übel genau? Dies richtet sich nach der Art und Weise des ersten Kontakt und damit an der Intensität dieses Ereignisses. Wobei natürlich diese Verhaltensweise nicht eins zu eins auf alle irdischen Gesellschaften, Länder, Regionen, Religionen und Gruppen zu übertragen ist.

Alles in allem ein interessanter Podcast, der in der kurzen Zeit das komplexe Thema gut darlegt. Gerichtet allerdings an den Laien, der sonst mit irgendwelchen Aliens oder der Suche nach Leben im All nichts zu tun hat. Es ist immer problematisch solche Thematiken in den Massenmedien darzustellen. Aber noch mehr Mainstream als die “Tagesschau” der ARD geht wohl nicht mehr (s. d. a. Artikel & Video HIER).

Video-Auswahl zum Thema

Mehr Videos zur Suche nach Leben im All und SETI HIER.

Video vom 23. Juni 2020 auf Fischinger-Online

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Video vom 4. Feb. 2019 auf Fischinger-Online

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , , , , , <

Jaden Smith: “Ich sprach mit Präsident Obama im Weißen Haus über Außerirdische!” – Was steckt dahinter?

Teilen:

Jaden Smith: "Ich sprach mit Präsident Obama im Weißen Haus über Außerirdische!" - Was steckt dahinter? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Jaden Smith: “Ich sprach mit Präsident Obama im Weißen Haus über Außerirdische!” – Was steckt dahinter? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Vor einigen Jahren kam der Alien-Kino-Film “After Earth” mit Will Smith und seinem Sohn Jaden Smith in den Hauptrollen in die Kinos. In einem Promotion-Interview erzählte Jaden, dass er bei einem Besuch mit der Familie im Weißen Haus mit Präsident Barack Obama auch über Aliens gesprochen habe. Angeblich sei Obama der Meinung, dass wir nicht allein im Universum sind. Dies wiederholte der junge Smith auch in einem auf dem Sender Sat 1 gezeigten Interview. Doch was steckt hinter diesen Aussagen? Konnte der Sohn des berühmten Schauspielers US-Präsident Obama derartige Enthüllungen entlocken? (aktualisierter Re-Post vom 6. Juni 2013)


Jaden Smith sprach mit Obama über Aliens?

In einem Interview mit dem “Wonderland Magazin” Mitte April 2013 erzählt Jaden Smith über seine Filmkarriere und den neuen Film “After Earth”. Ein Science-Fiction-Film, in dem er an der Seite seines Vaters Will Smith unter anderem gegen Aliens kämpft.

Jaden Smith findet Außerirdische nicht nur “wirklich cool”, sondern meint auch, dass es sie wirklich gibt. Im Weißen Haus habe er zu diesem Thema einmal sogar mit Präsident Barack Obama persönlich gesprochen. Obama hätte ihm dabei gesagt, dass er “weder bestätigen noch dementieren” kann, dass es Außerirdische gibt. Jaden Smith verstehe das so, dass es sie wirklich gibt:

Ich habe mit Präsident Obama über Außerirdische gesprochen. Er sagte, er könne die Existenz von Außerirdischen weder bestätigen noch leugnen, was bedeutet, dass sie real sind. Wenn die Leute denken, wir sind die einzigen Menschen, die in diesem Universum leben, stimmt etwas nicht mit ihnen.

Diese Aussage von Smith jr. wiederholte er auch sinngemäß in einem Interview mit dem TV-Sender SAT 1. Und natürlich passend zum Kinostart von “After Earth” in Deutschland. Aber wieso heißt “weder bestätigen noch dementieren”, dass Außerirdische deshalb real sind? Und was genau waren die Worte von Obama und was die von dem Kinohelden Jaden Smith? Da er angeblich selber von realen Aliens überzeugt und nach eignen Worten ein Fan ist, klingt das alles sehr nach Promotion für seinen Film.

Im am 6. Juni 2013 auf SAT 1 gezeigten Interview sagte Smith jr. auch, dass ihn die Frage nach Außerirdischen im Weißen Haus (fast) in Schwierigkeiten gebracht hätte. Leider ohne genau zu sagen, warum und wieso.

“weder bestätigen noch dementieren

Das Treffen der Familie Smith im Weißen Haus war schon Anfang 2012. Damals lief auch “Men in Black III” in den Kinos an – also ebenfalls ein Alien-Film. Schon einige Tage zuvor sagte Will Smith in einem Interview mit “Radio 1” der “BBC” (hier und hier, die Links sind inzwischen leider “tot”), dass sein Sohn Jaden am Abend vor dem Besuch im Weißen Haus Obama auf Aliens ansprechen wolle. Will hätte zwar abgeraten, weil die Alien-Frage “nicht cool” sei, aber der junge Smith habe es dennoch getan.

Will Smith schilderte im Interview weiter, dass sein Sohn Jaden zum Präsidenten ging und die Frage stellen wollte: “Entschuldigen Sie, Mr. Präsident…”. Doch da habe Obama ihn unterbrochen und gesagt:

Die Aliens, richtig? (…) Ok, ich kann die Existenz von Außerirdischen weder bestätigen noch dementieren, aber ich kann dir sagen, hätte es ein streng geheimes Treffen und eine Diskussion  darüber gegeben, wäre es in diesem Raum gewesen.”

Nicht mehr und nicht weniger also.

Aber die Frage nach Außerirdischen in Interviews mit den Darstellern oder Produzenten von Alien-Filmen ist eigentlich so oder so eine Standartfrage. Oder, dass diese sich ungefragt dahingehend einlassen. Jeder der Protagonisten dieser Filme hat dazu mit Sicherheit eine Meinung. Passend zum Film fällt diese naturgemäß wohl positiv aus. Irgendeine Anekdote zum Thema werden dabei die meisten Schauspieler im Repertoire haben. Das sieht man natürlich auch immer wieder in Interviews mit dem Kinohelden Will Smith.

Verschiedene Medien kommentierten damals diese Alien-Aussagen von Will Smith über seinen Sohn auch damit, dass er und Obama nicht nur die gleichen Ohren sondern auch den gleichen Humor haben. Immerhin war Will Smith damals überall im Gespräch, dass er in einem Film über Barack Obama eben Obama spielen solle.

Will Smith war sich in dem “BBC”-Interview übrigens auch sicher: “Lady Gaga ist ein Alien, sie kommt von einem anderen Planeten.”

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Tagged , , , , , <

Grenzwissenschaft Classics Videos, Folge #41: Die UFO-Verschwörung und CIA – mit Interview mit Erich von Däniken von 1997 +++ Video +++

Teilen:

Grenzwissenschaft Classics Videos, Folge #41: UFO-Verschwörung und die CIA - Mit Erich von Däniken im Interview (Bilder: PixaBay/WikiCommons/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Grenzwissenschaft Classics Videos, Folge #41: UFO-Verschwörung und die CIA – Mit Erich von Däniken im Interview (Bilder: PixaBay/WikiCommons/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

UFO-Geheimhaltungen und regelrechte UFO-Verschwörungen bei Militärs, Geheimdiensten und sogar Regierungen sind so alt wie das Phänomen an sich. Sehr lange ist bekannt, dass es solche Verschwörungen, Vertuschungen und Geheimhaltungen über Jahrzehnte hinweg gab. Genau davon handelt auch diese Folge Nummer 41 der Grenzwissenschaft Classic Videos aus dem Jahr 1997. Allerdings ganz anders, als man es auf den ersten Blick denken mag. Als Gast im Studio wurde dazu Erich von Däniken zu einem kurzen Interview geladen. Der schon damals dem Thema des TV-Berichtes über die CIA und deren UFO-Geheimhaltung entschieden widersprach …


UFO-Verschwörung und die CIA

Die UFO-Forschung vermutet bzw. weiß schon lange: In Sachen UFOs gibt es Verschwörungen und Vertuschungen “von ganz oben”. Eine regelrechte UFO-Verschwörung von Geheimdiensten, Militärs und Regierungen. Allen voran auch die CIA.

Oft wurden solche Aussagen als reine Verschwörungstheorien irgendwelcher UFO-Fans und UFO-Forscher abgetan und belächelt. Eine UFO-Verschwörung sei nichts weiter als Phantasie einiger Enthusiasten uns Science-Fiction-Fans.

Doch lange – sehr lange! – ist bekannt, dass es solche Verschwörungen, Vertuschungen und Geheimhaltungen gab. Über Jahrzehnte hinweg.

Genau davon handelt auch diese Folge Nummer 41 der Grenzwissenschaft Classic Videos aus dem Jahr 1997. Aber ganz anders, als man denken könnte, wie Ihr sehen werdet. Als Gast im Studio wurde dazu Erich von Däniken zu einem kurzen Interview geladen. Der schon damals dem Thema des TV-Berichtes über die CIA und deren UFO-Geheimhaltung entschieden widersprach …

Damit Euch viel Spaß mit Teil Nr. 41 der Grenzwissenschaft und Mystery Files Classics Videos.

Bleibt neugierig …

YouTube-Video auf Fischinger-Online

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Tagged , , , , , , , , <

Grenzwissenschaft Classics Videos, Folge #40: Science und Fiction im jungen Internet von 1997 +++ Video +++

Teilen:

Grenzwissenschaft Classics Videos, Folge #40: Science und Fiction im jungen Internet von 1997 (Bild: PixaBay/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Grenzwissenschaft Classics Videos, Folge #40: Science und Fiction im jungen Internet von 1997 (Bild: PixaBay/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Ab Mitte der 1990ger Jahre nahm das Internet rasant Fahrt auf. Mehr und mehr Menschen entdeckten die Welt des Cyberspace für sich. Und darunter waren auch viele, die sich für die Mysterien der Welt interessieren. Webseiten entstanden, die sich mit UFOs, Aliens, Außerirdische, Prä-Astronautik und mehr befassten. Genau davon zeugt die Folge #40 der Grenzwissenschaft Classic Videos aus dem Jahr 1997. Eine seltene TV-Sendung rund um „Science und Fiction“ im jungen Internet. Zu Gast war damals der UFO-Forscher und Autor Dr. Johannes Fiebag, de den Zuschauern die Welt der UFOs, Science-Fiction und Aliens im Internet vorstellt. Mehr „Netz-Mystery-Retro“ geht kaum …


Science, UFOs und Fiction im Internet

Einst sah die Welt der Grenzwissenschaft, UFO-Forschung und Prä-Astronautik ganz anders aus. Die Welt rund um solche phantastischen Phänomene spielte sich fast ausschließlich nur in entsprechenden Magazinen und Büchern ab.

Das hat sich radikal durch das Internet in den 1990ger Jahren geändert. Heute ist das Netz die Quelle rund um solchen Themen überhaupt. Kein anders Medium reicht da heran. Und das blitzschnell. Wie man es nutzt, ist dabei eine andere Sache …

Doch schon in den Kindertagen des Internet boomten im Internet UFOs, Aliens und all die anderen Mysterien der Welt. Immer mehr Webseiten drängten in den Cyberspace, die das eine oder andere Themen aus der Welt des Phantastischen behandelten. Genau davon zeugt die Folge #40 der Grenzwissenschaft Classic Videos aus dem Jahr 1997.

Eine, wie ich denke, sehr seltene TV-Sendung rund um „Science und Fiction“ im jungen Internet.

Zu Gast war damals der UFO-Forscher und Autor Dr. Johannes Fiebag, den wohl jeder „ältere“ Grenzwissenschaftler und UFO-Interessierte noch sehr gut kennt. Ein inzwischen verstorbener Mystery-Forscher, der in dieser Folge den Zuschauern die Welt der UFOs, Science-Fiction und Aliens im Internet vorstellt. Wie man an den dort vorgestellten Webseiten von damals wunderbar sehen kann: mehr „Netz-Retro“ geht kaum. Auch und vor allem für die Technik-Fans.

Damit Euch viel Spaß mit Teil Nr. #40 der Grenzwissenschaft und Mystery Files Classics Videos.

Bleibt neugierig …

YouTube-Video auf Fischinger-Online

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Tagged , , , , , , , , , <

UFO-Fan findet (mal wieder) auf NASA-Bildern außerirdische Bauwerke und UFOs auf dem Mars (+ Video)

Teilen:

UFO-Fan findet mal wieder außerirdische Bauwerke auf dem Mars (Bilder: NASA / Montage: Fischinger-Online)
UFO-Fan findet mal wieder außerirdische Bauwerke auf dem Mars (Bilder: NASA / Montage: Fischinger-Online)

Fall in ferner Vergangenheit tatsächlich Außerirdische einst hier waren (oder sie noch hier sind), wäre es nicht abwegig anzunehmen, dass sie sich für einen längerfristigen Aufenthalt bei uns einrichteten. Was bietet sich da besser an als der Mars oder der Mond, auf denen diese Aliens dafür geheime Anlagen usw. bauen könnten? Hier wären sie sicher vor den Augen der Menschen versteckt. Zumindest nur solange, bis der Mensch auch diese Himmelskörper genauer beobachten und erforschen kann. Dann wären ihre Spuren nicht mehr unbedingt vor uns verborgen. So sieht es auch der UFO-Fan Scott C. Waring, der fast schon täglich “sensationelle Entdeckungen” in dieser Hinsicht macht. Und leider mit seinen wilden Phantasien immer wieder großen Anklang in den Boulevardmedien findet. So wie aktuell auch wieder, wie Ihr es in diesem Beitrag erfahrt.


Außerirdische und UFOs auf dem Mars

UFOs, Raumschiffe von Aliens, Außerirdische und geheime Basen und Bauwerke von ihnen sind in der UFO-Forschung und Grenzwissenschaft seit Jahrzehnten ein sehr beliebtes Thema. Vor allem dann, wenn diese mutmaßlichen Spuren der Außerirdischen eben wirklich außerirdisch sind. Das heißt, wenn sie nicht auf diesem Planeten entdeckt werden, sondern irgendwo in unserem Sonnensystem.

Favoriten sind dabei der Mond und der Mars, was einfache Gründe hat.

So sind vor allem beide Himmelskörper durch unzählige Weltraummissionen unzählige Male fotografiert worden. Hunderttausende Fotos von Mars und Mond wurden in den letzten Jahrzehnten geschossen und selbst hochauflösende Bilder von deren Oberflächen kann sich jedermann bequem am heimischen PC ansehen. Aufgenommen von Landern und Rovern, die dort landeten. Hinzu kommt, dass beide Nachbarn im All sehr nahe an der Erde sind. Sie eignen sich deshalb hervorragend für Außerirdische als Basen, auf denen sie “unbeobachtet” agieren können.

Zumindest so lange, bis die Menschheit die Technologien hat, diese Alien-Aktivitäten “dort oben” aufzuspüren.

Grundsätzlich ist der Gedanke, dass Aliens vor Jahrtausenden auf anderen Himmelskörpern Bauten, Basen und Stationen errichteten, naheliegend und nicht vollkommen unmöglich. Ob sie es heute machen würden, wo wir längst in der Lage sind, sie dort zu finden, steht auf einem anderen Blatt. Doch vor dem Beginn der Raumfahrt und mit der unbemannten Missionen zu anderen Planeten und Monden wären Aliens dort vor neugierigen Menschen sicher gewesen.

Und wenn diese Ancient Aliens die Spuren ihrer Aktivitäten dort nicht verwischt hätten, können wir sie finden. Wobei natürlich die Spekulation legitim und sehr verlockend ist, anzunehmen, dass die Außerirdischen auf dem Mars oder Mond weiterhin aktiv sind.

Ein Affe auf dem Mars

Genau das sieht auch der UFO-Fan Scott C. Waring so. Ein Alien- und UFO-Enthusiast, der wie kaum ein anderer den Name “Alien-Freak” verdient hat. Er findet alle paar Tage auf Fotos vom Mars, Mond oder anderen Himmelskörpern Spuren von außerirdischen Strukturen. Ebenso irgendwelche Alien-Raumschiffe mit oft gigantischen Dimensionen oder auch allerlei Artefakte auf der Mars-Oberfläche.

Erst kürzlich will er wieder auf NASA-Fotos von der Mars-Oberfläche Sensationelles gefunden haben: “Alien-Rohre”, die er als “Wasserleitungen” deutet. Noch “sensationeller” war eine seiner Entdeckungen 2016, als er auf einem Rover-Foto der NASA einen Affen erkannt haben will …

Waring berichtet über seine Funde auf seinem Blog und auf einem YouTube-Kanal und erreicht damit eine große Reichweite (s. a. Postings HIER). Dass dabei eigentlich immer seine Phantasie mit ihm durchgeht, ändern daran nichts. Auch nicht für englische Boulevardmedien, die seine “Entdeckungen” immer wieder aufgreifen und im Netz darüber berichten. Es hat den Anschein, dass er durch seine “Enthüllungen” von Alien- und UFO-Spuren auf Mars und Mond zu einer Kultfigur in diesem Bereich wurde.

Man kann sie schlicht nicht ernst nehmen! Und das ist bedauerlich, da Waring durch seine verrückten Behauptungen der Grenzwissenschaft zumindest im englischen Sprachraum schadet. Die Boulevardmedien haben daran erheblichen Anteil, durch ihre Verbreitung seiner irrwitzigen “Beweise”.

Nichts plus Phantasie

So wie seine jüngste Behauptung, dass er auf einem Bild der NASA-Mission “Mars Global Surveyor” von 1999 eine außerirdische Basis und ein riesiges UFOs gefunden habe! Er geht dabei sogar soweit auf seinem Blog “UFO Sightings Daily” zu behaupten, dass das außerirdische Raumschiff vielleicht in dem Mars-Krater “angedockt” habe, da es dort vor “Mikrometeoriten” sicher ist. Er schreibt weiter:

Die Mikrometeoriten werden dem Schiff nicht schaden. Aber wenn Reparaturen durchgeführt werden, können sie diejenigen verletzen, die die Reparaturen durchführen.

Unter dem unten von Waring eingefügten Video betont er, dass andere seine “Entdeckung” bitte nicht kopieren sollen. Es sei seine, und durch das kopieren seines Videos von anderen YouTubern würde seien harte Arbeit nicht “gewürdigt” und “anerkannt”, so der UFO-Fan. “Ich arbeite täglich hart für mein Publikum”, so dass andere Interessierte “ihre  eigenen Entdeckungen” machen sollen.

Wie man an dem YouTube-Video unten sehen kann, sollte das nicht schwer sein.

Jedes x-beliebige Foto von der Oberfläche des Mars (oder Mond) und ganz wenig Phantasie reichen dafür aus. Phantasie nur deshalb, damit man sich etwas spannendes ausdenken kann, was man dort sehen soll. “Die Videos, die ich mache, kommen oft in die Weltnachrichten”, so Waring stolz auf YouTube.

Was leider auch stimmt, denn so geht sei Unsinn viel zu oft viral und lenkt den Fokus sehr, sehr weit weg von einer ernsthaften Beschäftigung mit solchen Themen und Fotos.

Seht selbst:

Video vom 16. April 2020

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Tagged , , , , , , , , , , <
How to whitelist website on AdBlocker?

How to whitelist website on AdBlocker?

  1. 1 Click on the AdBlock Plus icon on the top right corner of your browser
  2. 2 Click on "Enabled on this site" from the AdBlock Plus option
  3. 3 Refresh the page and start browsing the site