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“Fatima – Das letzte Geheimnis”: Die Marienerscheinungen von 1917 kommen als Doku-Spielfilm in die Kinos +++ Artikel und Review +++

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"Fatima - Das letzte Geheimnis": Die Marienerscheinungen von 1917 kommen in die Kinos (Bild: fatimathedocumentary.com)
“Fatima – Das letzte Geheimnis”: Die Marienerscheinungen von 1917 kommen in die Kinos (Bild: fatimathedocumentary.com)

1917 kam es in Fatima in Portugal zu bis heute viel diskutierten sonderbaren Erscheinungen: Drei Kindern hatten mehrere Marienerscheinungen und zehntausende Pilger und Neugierige strömten in der Folge jeden Monat nach Fatima, um weiteren “Erscheinungen der Mutter Gottes” beizuwohnen, die von ihr den Kindern angekündigt wurden. Fatima wurde so zu einem der größten Wallfahrtsorte der Christenheit und von der katholischen Kirche offiziell auch als solcher anerkannt. Hier habe sich demnach wirklich der Himmel, die Mutter Maria bzw. Gott selber den Menschen der Erde mit Botschaften und Erscheinungen offenbart! Eine spanische Filmproduktionsfirma hat 2017 das 100-jährige Jubiläum der Erscheinungen zum Anlass genommen, und den schon jetzt gefeierten Film “Fatima. Das letzte Geheimnis” in die Kinos gebracht. Auch in die deutschen. Mehr zu Fatima 1917 und dem Kinofilm,  erfahrt Ihr in diesem Mystery-Review.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Fatima, Portugal, 1917

Es wäre von vornherein zum Scheitern verurteilt, an dieser Stelle die Ereignisse, Erscheinungen, Botschaften, Kritiken, Wunder und all die vielschichtigen Facetten rund um die Marienerscheinungen von Fatima 1917 darzulegen. Sie sind nicht nur viel zu umfangreich und komplex, sondern können auch und vor allem mit Sicherheit niemals vollständig aufgezeigt werden.

Fatima und die Erscheinungen der Gottesmutter, die drei Botschaften der Seherkinder sowie das “Sonnenwunder” etc. waren allerdings auf Grenzwissenschaft und Mystery Files in der Vergangenheit immer mal wieder Thema. Grundsätzlich kann man es in einfachen Worten wie folgt zusammenfassen, was hier in Portugal vor 100 Jahren geschehen sein soll:

Drei einfache Kinder sahen bzw. hörten mehrfach in Fatima die Erscheinungen der Mutter Maria des Himmels. Jeden Monat ab dem 13. Mai 1917 zu einem festgelegten Termin kam es erneut zu diesen Marienerscheinungen und diese Geschichte verbreitete sich schon 1917 wie ein Lauffeuer. Monat für Monat strömten immer mehr Menschen nach Fatima, um diesen Erscheinungen beizuwohnen.

Bis es zum himmlischen Höhepunkt der Marienerscheinungen kam: Das “Sonnenwunder von Fatima” am 13. Oktober 1917, über das Ihr zum Beispiel in diesem Artikel HIER alles erfahrt. Bis zu 100.000 Menschen sollen angeblich an diesem denkwürdigen Tag in Fatima anwesend gewesen sein. Wobei andere Schätzungen wohl realistischer von 30.000, 50.000 oder 75.000 Anwesenden sprechen …

Was aber außer Zweifel steht ist, dass die drei Kinder Lucia Santos, Jacinta Marto und Francisco Marto zu gefeierten Sprachrohren des Himmels innerhalb der katholischen Kirche wurden. Bis heute. Vor allem aber die kleine Lucia, da sie als die Hauptkontaktperson während der Marienerscheinungen vor 100 Jahren angesehen weder kann. Hinzu kommen die legendären “drei Botschaften von Fatima”, die von der Erscheinung des Himmels an die ganze Menschheit über die Seherkinder überbracht wurden.

Was dann folgte waren Pilgermassen und die Anerkennung des Vatikan, die Fatima zu einem der größten Wallfahrtsorte der christlichen Welt machten. Hier war also den ganzen Sommer 1917 drei armen und einfachen Kindern die Jungfrau Maria erschienen, um allen Menschen des Planeten himmlische Botschaften zu überbringen.

Das kann man glauben, muss man aber nicht!

Kritiker, Gläubige, Katholiken

Über der Steineiche schwebte eine Dame, ganz in Weiß gekleidet, strahlender als die Sonne. Sie verbreitete ein noch helleres Licht als die hellsten Sonnenstrahlen, die durch ein mit Wasser gefülltes Kristallglas scheinen.“

Die wunderbare Frau schien 15 bis 18 Jahre alt zu sein. Sie war nur 1,20 Meter groß und hatte schwarze Augen. Ihr Kleid war weiß wie der Schnee; es war am Halse mit einer goldenen Schnur geschlossen und reichte bis zu den Füßen, welche die Blätter der Steineiche kaum berührten. Ein weißer, goldumsäumter Mantel umhüllte den Kopf und die ganze Gestalt.

Von den Händen, die sie vor der Brust gefaltet hielt, hing ein Rosenkranz aus weißen Perlen mit einem silbernen Kreuzlein herab. Heller Lichtschein umstrahlte das Antlitz; doch die reinen, unendlich zarten Züge schienen von Traurigkeit überschattet. Die Dame blickte auf die Kinder. Lucias frommes Herz ahnte, dass es die Muttergottes sei, aber sie wagte nicht, es zu glauben.“

Mit solchen Worten wurde damals beschrieben, was die Kinder bzw. Lucia gesehen haben. Eine strahlende Erscheinung. Eine winzige junge Frau, so dass “Lucias frommes Herz ahnte, dass es die Muttergottes” sein müsse, die sich hier offenbare.

Viele Christen glauben das. Viele andere wiederum nicht. Und wieder andere Christen/Katholiken sind die ein Jahrhundert zurück liegenden Ereignisse fremd udn fremdartige oder schlicht egal. Immerhin ist die überwiegender Mehrheit der Christen hierzulande nur irgendwie “auf dem Papier” Christ. Vielmehr sind es “Karteileichen in der katholischen Kirche”, wie ich sie in diesem Blog-Artikel HIER 2015 nannte. Man geht dann wann wann mal in die Kirche, weil man das so macht, und kennt – wenn überhaupt! – die Bibel nur vom Hörensagen …

Hinzu kommen die Kritiker innerhalb der Kirche. Nicht nur all jene, die diesen Ganzen “Götzenkult” um Marien- und Heiligenverehrungen der katholischen Kirche ablehnen. Auch die, die mit solchen Dogmen und Lehren des Vatikan ganz einfach nichts anzufangen wissen. Warum soll sich der allmächtige Gott in Form seiner vor 2000 Jahren verstorbenen irdischen Mutter drei einfachen Kindern vom Lande in einem Nest namens Fatima offenbaren, fragen viele.

Nüchterne Skeptiker von Marienerscheinungen an sich sehen das nicht ganz so. Gleich welche Erscheinungen an welchen Orten auch immer. Sie fragen eher nach Fakten, Beweisen, empirischen Belegen und handfesten Tatsachen.

Marienerscheinungen von Fatima und Außerirdische

Keinesfalls ungenannt bleiben darf an dieser Stelle natürlich auch nicht die “moderne Interpretationen” diverser Marienerscheinungen. Allen voran auch Fatima und das damalige “Sonnenwunder” dort. Nicht wenige Autoren der Prä-Astronautik und UFO-Forscher sehen die Ereignisse 1917 vollkommen anders als die Kirche. Sie glauben, dass hier nichts weiter als Außerirdische am Werk waren, die sich unter dem “Deckmantel Gott” den Menschen offenbarten.

Schon Erich von Däniken hat in seinem Buch “Erscheinungen” aus dem Jahr 1974 solche These vertreten (s. auch mein Video-Interview HIER). Ein Buch des Bestsellerautoren, das heute eher unbekannt ist. Auch die in der Prä-Astronautik und UFO-Thematik bekannten Autoren Johannes und Peter Fiebag vertraten diese Überlegungen in einigen Büchern. Nicht wenige internationale grenzwissenschaftliche Autoren sehen das sehr ähnlich.

In Deutschland ist der Autor Hubert Berghaus alias “Judas Aries” in dieser Hinsicht mit zahlreichen Büchern und Vorträgen sehr aktiv. So schreibt er beispielsweise in seinem Buch “Fatima: Wozu braucht Gott Fluggeräte?“:

Vergessen wir also den Begriff ‘Sonnenwunder’. Wir sprechen hier inszenierte Flugtage für die Öffentlichkeit. (…) Während dieser Termine zeigten sich die bereits erwähnten Flugobjekte mit all dem beschrieben Beiwerke, und zwar im Auftrag des prominentesten Außerirdischen auf unserer Erde, namentlich Gott.

Ein “3D-Lichttheater” haben die Aliens hier 1917 am Himmel über Fatima vollführt, so Berghaus. In einem weiteren seiner Bücher (“Das Unternehmen Gott” 2009) untermauert Berghaus klar, dass er den drei Seherkindern keine bösen Absichten, Lügen oder Betrug unterstellt. Ihre Erfahrungen seien real gewesen – aber eben nicht von Gott gekommen. So schreibt er auf Seite 409:

Doch meines Erachtens finden wir keine zureichenden Anhaltspunkte dafür, Lucia habe die exklusiven ‘Gottermutter-Kontakte’ ausgeschmückt und mit Unwahrheiten versehen. Hingegen werden uns Fakten überliefert, deren genauere Betrachtung die Aussagen der späteren Schwester Lucia glaubwürdig erscheinen lässt.

Exakt das ist der Schnittpunkt zwischen religiöser und außerirdischer Deutung der Erscheinungen von Fatima. Aber auch der einzige. Fatima-gläubige Christen weltweit laufen Sturm gegen die Behauptung, dass hier nicht Gott bzw. die Jungfrau Maria vor 100 Jahren erschien, sondern Aliens sich offenbarten. Immerhin ist Fatima vom Vatikan anerkannt und damit von der höchsten religiösen Instanz des katholischen Glaubens als echte und stattgefundene Offenbarungen Gottes für alle Gläubigen abgesegnet.

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Verständlich, dass sich Erscheinungen von Außerirdischen aus Fleisch und Blut nicht mit Erscheinungen des wahren metaphysischen Gottes und Schöpfers von Allem vereinbaren lässt!

Fatima: Das letzte Risiko?

Wie ist das eigentlich, wenn man selber überzeugter Christ bzw. Katholik ist, an Jesus Christus, die Auferstehung und all die Lehren der Bibel und des Vatikan glaubt, aber Marienerscheiungen für Quatsch hält? Gläubige, die in Fatima & Co. Unsinn, Hirngespinste, Märchen, Irrtümer, Massenhalluzinationen usw. sehen, sollten doch eigentlich mit Papst und Kirche in Konflikt geraten? Tun sie das?

Eigentlich eine endlose Geschichte. Denn eigentlich kann sich der Gläubige nicht einfach aus dem Fundus der kirchlichen Lehren bedienen, wie es ihm beliebt. “Das gefällt mir, das glaube ich gerne. Das das aber wieder nicht!” – ist keine Option. Meiner Meinung nach eines der ganz großen Probleme der modernen Kirche mit ihren Anhängern.

Kommen dann Autoren und Prä-Astronautiker, die sagen, dass hier niemals der wahre Gott des Universums wirkte, sondern Außerirdische, ist ein Streit vorprogrammiert. Sofern natürlich die Gläubigen diese Thesen überhaupt ernst nehmen oder sich mit ihnen befassen. Ein Beispiel zeigt das deutlicher als alle anderen, die man nennen könnte: Die US-Serie “Ancient Aliens” des “History Channel”, die jeder Prä-Astronautik-Fan heute kennt (s. a. HIER, HIER, HIER, HIER & HIER).

Kernkritik an der amerikanischen Doku-Reihe ist die Tatsache, dass in “Ancient Aliens” geradezu alles und jedes irgendwie mit den Astronautengöttern der Vorzeit in Verbindung gebracht wird. Kritiker der Prä-Astronautik an sich sehen das ebenso wie die Anhänger dieser Ideen. Aber keine Regel ohne Ausnahme. Denn schaut man sich die fast 150 Teile der Serie von 2009 bis jetzt zum Beispiel einmal HIER an, fällt auf, dass ein Thema fehlt: Fatima!

Obwohl die US-Serie vielfach Themen aus der Bibel inkl. einer Folge mit dem Titel “Engel und Außerirdische” im Programm hat, fehlen die Marienerscheinungen von Fatima völlig (Jesus Christus übrigens auch). Und das, obwohl die Ereignisse von 1917 in Portugal mit Sicherheit wesentlich mehr Potential für eine “Ancient Aliens”-Folge haben, als so manch anders Thema in der Serie. Dass das Thema (bisher) vollkommen fehlt, ist aber nicht die “Schuld” des Senders oder der Produktionsfirma, da man dieses Risiko nicht eingehen möchte.

Fatima oder andere Marienerscheinungen in Verbindung mit Ancient Aliens zu bringen, ist die “History Channel” zu heiß. Die (zum Teil extrem) gläubige Nation der Amerikaner wäre durch eine solche Sendung wie vor dem Kopf gestoßen. Zu riskant für den in den USA sehr bekannten Sender und seine erfolgreiche TV-Serie.

Francisco Mourão Corrêa, portugiesischer UFO- und Mystery-Forscher von der Universität Fernando Pessoa in Porto, berichtete 2017 Ähnliches in diesem Zusammenhang. Auch Corrêa befasste sich mit den Fatima-Erscheinungen und war “an einer Produktion des History Channel über die Vorfälle von Fatima beteiligt, die jedoch nie ausgestrahlt wurde – angeblich aus Respekt vor den religiösen Gefühlen der Zuschauer”.

Zumindest ist es sehr auffällig, dass das Thema “Fatima und Ancient Aliens” bis dato nicht von der US-Doku-Reihe aufgegriffen und auch ausgestrahlt wurde.

“Fatima – Das letzte Geheimnis”

Fatima war und ist in aller Welt zuerst einmal ein rein religiöses Thema oder Phänomen. Gezeigt hat sich das natürlich 2017, als die Kirche 100 Jahre Fatima feierte und zahlreiche Veröffentlichungen zum Thema erschienen. So auch der Kinofilm “Fatima – Das letzte Geheimnis” der spanischen Produktionsfirma “Goya Producciones” in Madrid. Premiere hatte der Film unter der Regie von Andrés Garrigóin in Deutschland am 7. Oktober 2018 in Bonn.

Es ist aber nicht noch ein Spielfilm, der die Ereignisse von 1917 nachzeichnet, sondern ein Dokumentarfilm, wie es der Trailer unten schon klar zeigt. Eine Mischung aus Spielfilm, Interviews, Dokus und Spielszenen, die in den letzten Jahren bekanntlich immer beliebter werden und auch in den Lichtspielhäusern laufen:

Ein Dokumentarfilm über die weltgeschichtliche Bedeutung der Marienerscheinungen von Fatima. Hat Fatima die Geschichte der Welt verändert?

Eine Reihe merkwürdiger Umstände scheinen darauf hinzuweisen, dass die geheimnisvollen Erscheinungen von Fatima den Lauf der Geschichte innerhalb der letzten 100 Jahre verändert haben. (…) Basierend auf Tatsachen und den Meinungen internationaler Experten, schildert dieser Film bislang unbekannte Ereignisse und bietet eine spannende ganzheitliche Sicht auf unsere Geschichte.

So oder ähnlich lesen sich die Ankündigungen des Filmes. Ein Doku-Spielfilm, der die Ereignisse also historisch, religiös und weltgeschichtlich betrachtet. Von den Thesen über UFOs und Außerirdische vor 100 Jahren findet der Zuschauer darin selbstverständlich nichts. Vielmehr soll der Film “Fatima – Das letzte Geheimnis” exakte Recherchen aufzeigen:

Diese detailgetreuen Nachforschungen wurden in eine fiktive Rahmenhandlung verpackt und durch Szenen bereichert, die die Erscheinungen der Muttergottes 1917 nachstellen.

“Ist Fatima immer noch relevant für die heutigen Probleme?”, fragt der Film. Und gleichfalls auch, ob “ein Zusammenhang zwischen Fatima und dem Islam” besteht und was geschehen wird, “wenn die Welt die Warnungen der Jungfrau Maria ignoriert”. Klammert man als Mystery-Jäger einmal aus, wer nun wirklich hinter den Erscheinungen damals steckte, klingen diese Ankündigungen ohne Zweifel spannend.

Ob von Gott oder durch Aliens gegeben sind die Folgen und Auswirkungen der Ereignisse in den letzten 100 Jahren hier von Bedeutung. Das sagte selbst UFO-Forscher Francisco Mourão Corrêa am Ende seines UFO-Fatima-Vortrag am 27. Mail 2017 in Leipzig. Ein Vortrag, der selbstverständlich alles andere als unumstritten ist, wie es entsprechende Kommentare im Netz zeigen.

Was ist ein “letztes Geheimnis”?

Der Kinofilm heißt “Fatima – Das letzte Geheimnis” und läuft nicht regulär im Kino (geplante Vorführungen HIER). Nur was ist das eigentlich, ein “letztes Geheimnis”? Und wird dieses in dem Film gelüftet, so dass 100 Jahre nach Fatima kein solches Geheimnis mehr existiert? Wohl kaum. Dafür ist das Thema an sich nicht nur zu komplex, sondern es wird ständig neu und aus anderen Winkeln beachtet und interpretiert (s. a. die Buchtipps am Ende).

Ein einziges “letztes Geheimnis” wird es nie geben. Das unterscheidet die Wunder und Erscheinungen von Fatima damit nicht im Geringsten von anderen Mysterien der Welt und der Geschichte. Neue Fragen und Ereignisse der Zeit werfen nun mal neue Fragestellungen auf und wollen neue Antworten. Egal ob es sich dabei um die Marienerscheinungen und Botschaften von Fatima handelt, oder Themen aus ganz anderen Bereichen der Geschichte und Gesellschaft.

Der Kirchenhistoriker Michael Hesemann, Autor zahlreicher Bücher über kirchliche Mysterien, Reliquien, Geschichte und natürlich Fatima, sieht das sehr ähnlich. Nicht nur in verschieden Interviews 2017, wie etwa mit “Kirche in Not” oder dem katholischen Portal “One Peter five”. Hesemann veröffentlichte 2016 sein Buch “Das letzte Geheimnis von Fatima“, bei dem es sich um eine erweiterte, überarbeitete und aktualisierte Ausgabe seines Buches “Das Fatima Geheimnis” von 2002 und 2005 handelt.

Beleg dafür, dass auch 100 Jahre nach den eigentlichen Ereignissen in Portugal das Thema nicht stillsteht. Im Gegenteil, denn es wächst unaufhörlich. So schreibt Hesemann in seinem Buch “Das letzte Geheimnis von Fatima”:

Tatsache ist: Bei den Erscheinungen von Fatima, gipfelnd in einem großen Sonnenwunder mit 70.000 Augenzeugen, handelte es sich um den machtvollsten Eingriff Gottes in die Geschichte der Gegenwart. (…)

Papst Franziskus, der am Fatima-Tag gewählt wurde, weihte der Gottesmutter sein Pontifikat – und betonte damit die Aktualität der marianischen Botschaft auch und gerade in den Krisen unserer Zeit. Noch ist es möglich, die prophezeite Katastrophe zu verhindern.”

Aus religiöser Sicht spielen alle Päpste bei Fatima eine Rolle. Vor allem und in ganz besondere Weise natürlich Johannes Paul II., in dem es in dem Film “Fatima – Das letzte Geheimnis” deshalb auch in weiten Strecken geht. Und natürlich auch Papst Franziskus.

Fatima und Johannes Paul II.

Nach einem Attentat auf Johannes Paul II. am 13. Mai 1981 wurde Fatima erneut in das Bewusstsein der Menschen gerückt. Es war der Gedenktag der Fatima-Erscheinungen, als auf den Papst in Rom von einem Attentäter geschossen wurde. So schrieb der glühende Marienverehrer Johannes Paul II. sein Überleben damals eben der Jungfrau Maria zu.

Mehr noch: Der Papst reiste nach seiner Genesung in einer Wallfahrt selber nach Fatima, um vor Ort der Gottes Mutter für seine himmlische Rettung zu danken. Die Kugel des Attentäters, die die Ärzte ihm aus dem Bauch entfernten, brachte er dabei gleich mit. Sie wurde vergoldet und in eine Krone eingefasst, die der Madonnafigur in Fatima als Dankesgeschenk vom Papst “überreicht” wurde.

Göttliche Rettung durch Maria, Zufall oder medizinisches Können der Ärzte in Rom?! Auch das eine Sache des Glaubens.

Der Attentäter war 1981 der Türke Mehmet Ali Ağca, der schon zuvor in der Türkei in Morde, Schießereien und Straßenkämpfe verwickelt war. Warum er den Papst ermorden wollte, darüber machte Ağca die unterschiedlichsten Angaben. Kommunistische Geheimdienste oder auch die Stasi wurden ins Spiel gebracht. Aber auch Allah, da der iranische Ajatollah Chomeini Ağca den Mord in Namen Allahs persönlich befohlen habe. Vor Gericht erzählte Ağca 1985 jedoch auch, dass er der “wiedergeborene Christus” sei, weshalb er sich den Jahrestag von Fatima für seinen Mordplan an dem irdischen Stellvertreter Christus auswählte …

2009 meldeten dann die Medien, dass Mehmet Ali Ağca zum Katholizismus konvertiert sei. Ein Jahr später, Ende 2010, folgten dann Meldungen, dass er sich wieder zum Islam bekenne. Aber ist das alles eine Rechtfertigung, Fatima und den Islam miteinander zu verbinden, da in allen Ankündigungen des Filmes “Fatima – Das letzte Geheimnis” auch vom muslimische Glauben gesprochen wird?

Ich denke nicht!

Fatima und der Islam

Auf der Internetseite “Texte zum Film” wird in einer Kritik zu dem Fatima-Film aber noch eine andere Begründung genannt. Dort heißt es unter anderem:

Als besonders aktuell nimmt sich außerdem der Zusammenhang zwischen Fatima und dem Islam aus. Dazu führt Regisseur und Produzent Garrigó aus:

‘Warum hat unsere himmlische Mutter sich dazu entschieden, im einzigen Ort Portugals zu erscheinen, der denselben Namen trägt wie die Tochter Mohammeds? Die Erklärung einer unserer Experten ist sehr interessant:

Die Muslime hatten Spanien und Portugal erobert und die Portugiesen kämpften, um ihr Land von den Mauren zu befreien. Während der Schlacht wurde eine junge Frau namens Fatima gefangen genommen. Sie war jung und einer der Soldaten, ein portugiesischer Adliger, verliebte sich in sie und sie heirateten. Sie wurde Katholikin.

Der Ort, wo sie begraben liegt, wurde nach ihr benannt: Fatima. Fatima ist also ein arabischer Name und die Anhänger des Islam haben große Achtung vor Unserer lieben Frau von Fatima, nicht nur, weil sie denselben Namen trägt wie Mohammeds Tochter, sondern auch, weil im Koran die Jungfrau Maria als die Mutter Jesu, eines Propheten, verehrt wird.’

Wer der Experte sein soll, wird hier nicht verraten.

Ich vermute der Thologieprofessor Manfred Hauke aus der Schweiz war hier gemeint, da dieser als Mitwirkender an “Fatima – Das letzte Geheimnis” explizit aufgeführt ist. Und Professor Hauke hat sich bereits am 19. April 2017 in dem Interview mit dem Bistum Regensburg mit dem Titel “Fatima: Der Marienerscheinungsort, der Muslime neugierig machen könnte” genau dahingehend umfassend geäußert.

Islam ist also das/ein “letzte Geheimnis” um Fatima? Eine vermeintlich neue Antwort auf eine vermeintlich neue Frage der Zeit im Zwist der Religionen? Wenn, dann sicher nur solange, bis neue Geschehnisse neue “letzte Geheimnisse” der Marienerscheinungen von 1917 offenbaren. Zumindest hiervon kann man sicher ausgehen. Kern bleibt dabei wohl immer die Botschaft des Friedens.

Fatima-Forscher und -Autor Michael Hesemann sieht das in seinem Buch “Das letzte Geheimnis von Fatima” sehr ähnlich. Der “Verein zur Förderung des internationalen christlichen Films” (VficF) zitiert ihn mit den Worten:

Ich habe diesen Dokumentarfilm gesehen und bin darüber zutiefst beeindruckt. Ich hatte tatsächlich Tränen in meinen Augen! Was für ein
wunderbarer Film und welch perfekter Weg, die Botschaft von Fatima bekannt zu machen!

Möge Gott und Unsere Frau all jene segnen, die dieses Meisterstück zustande gebracht haben.

Ob man dem Thema skeptisch, religiös, mystisch oder sogar gleichgültig gegenüber steht, sollte man sich dennoch diesen Film ansehen. (Mögliche) Verbindungen von wundersamen Erscheinungen und Botschaften von vor 100 Jahren mit der Gegenwart, sind immer ein interessantes Thema.

Und was sind schon zehn Jahrzehnte im Vergleich zu Querverbindungen, die über Jahrtausende hinweg gehen, wie sie beispielsweise aus der Bibel heraus interpretiert und gezogen werden?

Trailer 'Fatima - Das letzte Geheimnis' auf YouTube

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Wissenschaftler senden eine Radio-Botschaft an Außerirdische – und bitten sie um eine Antwort zum 21. Juni 2043

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Botschaft an die Außerirdischen - Antwort erbeten (Bild: SETI Institute / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Botschaft an die Außerirdischen – Antwort erbeten (Bild: SETI Institute / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Während derzeit die Presse in aller Welt vor allem online über die Entdeckung einer evtl. belebten “neuen Erde” mit Namen Ross 128b in nur rund 11 Lichtjahren Entfernung berichtet, ist ein anderen Projekt bei der Suche nach Leben im All und Außerirdische bisher eher übersehen worden. Obwohl es sich hierbei um ein SETI-Projekt handelt, das von den beteiligten Wissenschaftlern ganz bewusst  darauf ausgerichtet ist, Kontakt mit intelligenten Außerirdischen herzustellen. Welches das ist und wie hier versucht wird mit einer Alien-Zivilisation in Verbindung zu treten, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Aliens, bitte melden!

Die Suche nach intelligenten Aliens im Kosmos wird seit Jahrzehnten auch durch verschiedene SETI-Projekte betrieben. Dabei belauschen Astronomen mittels Radioteleskopen auf der Erde das All und warten darauf, dass sie so ein Signal einer außerirdischen Zivilisation auffangen.

Ein Verfahren bei der Suche nach ET, über das auf diesem Blog bereits vielfach berichtet wurde.

SETI ist dabei ein vollkommen passives Mittel, bei dem die Astronomen ihre irdischen Radioteleskope in den Himmel ausrichten und dem Universum einfach nur zuhören. Irgendwann, so die Hoffnung der SETI-Forscher, könnte sie dabei ein Signal finden, das Aliens bewusst oder unbewusst in das All gesendet haben und so die Existenz einer fremden Zivilisation beweisen.

Ein weitere Form dieser Radio-Suche nach diesen Fremden ist ein aktives Mittel, das treffen einfach Active SETI genannt wird. Dabei nehmen die irdischen Wissenschaftler die Sache selber in die Hand und sende ganz bewusst Nachrichten und Informationen von der Erde aus in das Universum. Hierbei besteht die Hoffnung, dass eine intelligente Spezies diese Botschaften der Menschheit eines Tages empfangen und darauf auch antworten wird.

Obwohl gerade bei Active SETI immer wieder Bedenken geäußert werden – zum Beispiel, dass diese Aliens bösartig sein könnten und man sie deshalb lieber nicht auf uns aufmerksam machen sollte – haben Forscher erneut Signale an (mögliche) Außerirdisch gesendet. Denn eine Gefahr, die von diesen Aliens für uns Menschen auf Erde ausgehen könnte, sehen diese inzwischen längst nicht mehr …

Hip-Hop Musik für die Außerirdischen

Ein Vorschlag von SETI-Forschern: die Menschheit soll den Inhalt des Internet in das Universum senden (Bild: L.A. Fischinger / NASA/JPL)
Ein Vorschlag von SETI-Forschern: die Menschheit soll den Inhalt des Internet in das Universum senden (Bild: L.A. Fischinger / NASA/JPL)

Angesichts der momentan oft – aber nicht immer – aufgebauschten Berichte über den erdähnlichen Planten “Ross 128b”, verwundert es nicht, dass dieses Active SETI-Projekt in den Medien eher unterging. Obwohl es sich konkret auf intelligente Außerirdische bezieht und damit nicht um einen Planeten, der eventuell lebensfreundlich ist und auf dem es möglicherweise (einfaches) Leben gibt.

Dieses Projekt der aktiven Suche nach Außerirdischen ging von den Wissenschaftlern von “METI International” (Messaging to Extra-Terrestrial Intelligence) aus, die es bereits am am 16., 17. und 18. Oktober 2017 starteten. Und zwar in einer Art Kooperation mit einem Musikfestival für Electronic, Hip-Hop, Indie und Jazz, das zum Beispiel in Barcelona (Spanien) und Reykjavik (Island) stattfindet.

Eine solche Zusammenarbeit mit einem Musikfestival klingt in der Tat sonderbar. Vor allem auch deshalb, da die METI-Astronomen dabei unter anderem 33 kurze Kompositionen der Künstler des “Sónar Music Festival” nahmen, um diese mit einem Radioteleskop als Botschaft in das All zu senden. Auch wenn diese Tatsache für sich allein gesehen wie ein Scherz klingen mag, ist es doch keiner. Dass Menschen Musik für Außerirdische in das Universum schicken, ist auch nicht ungewöhnlich. Das hat schon ganz offiziell die NASA mit ihrer Raumsonde “Voyager” 1977 getan.

Projekt “Sónar Calling GJ 273b”

Das Team von “METI International” und das ebenso beteiligte spanische “Institute of Space Studies of Catalonia” in Barcelona wollten mit ihrem Active SETI-Projekt einen neuen Weg gehen. Die METI-Forscher um Präsident Douglas Vakoch suchten sich als Ziel für ihre Botschaft den den Exoplaneten “GJ 273b” aus, der in 12,25 Lichtjahren Entfernung den Roten Zwergstern Luytens umrundet. Zu diesem Planeten schickten sie mit dem Radioteleskop “European Incoherent Scatter Scientific Association” (EISCAT) in Tromsø (Norwegen) drei leicht unterschiedliche Nachrichten, die von dortigen Außerirdischen verstanden werden sollten.

Getauft haben sie dieses Projekt “Sónar Calling GJ273b“, also (Musikfestival) “Sónar ruft GJ 273b” …

“Active SETI”: Sollten wir wirklich versuchen Kontakt mit Aliens aufzunehmen? (Bild: L.A. Fischinger / Archiv / NASA/JPL [Hubble])
“Active SETI”: Sollten wir wirklich versuchen Kontakt mit Aliens aufzunehmen? (Bild: L.A. Fischinger / Archiv / NASA/JPL [Hubble])
“GJ 273b” wiederum ist einer jener fernen Exo-Welten im All, die gerne als “Zweite Erde” bezeichnet werden, da sich dieser Planet in der lebensfreundlichen Zone seiner Sonne befindet.

Diese Sonne, der Luytens Stern, hat nur bescheidene 0,27 Prozent der Leuchtkraft unseres Stern, hat aber mindestens zwei Planten. Diese beiden Exoplaneten sind “GJ 273c” und eben “GJ 273b”, an dessen mutmaßliche Bewohner sich die Botschaft richtet.

“GJ 273c” hat rund die 1,2-fach Masse unserer Erde und rast in nur 4,7 Tagen einmal um seine Sonne. Die Umlaufbahn des Planeten “GJ 273b” mit etwa der 2,9-fachen Erdmasse ist da “bedeutend” langsamer, da auf diesem Himmelskörper ein Jahr 18,7 Tage dauert.

Der Luytens Stern ist rund 75 Prozent kleiner als unser Stern, leuchtet wesentlich schwächer aber hat mit dem Planeten “GJ 273b” dennoch einen Begleiter, auf dem es Leben geben könnte. Theoretisch, wie bei allen anderen “Zweiten Erde” im Universum, die bisher entdeckt wurden. Ob sich diese theoretische Leben überhaupt aufgrund des Orbits von nur 18,7 Tagen und der Frage, ob es hier wirklich flüssiges Wasser und eine stabile Atmosphäre gibt, auch zu einer Intelligenz entwickelt hat, ist ebenso theoretisch. Angenommen, dass es so ist, ist es weiter nur eine Spekulation, ob dieses Leben dann auch mindestens den technologischen Stand der Menschheit hat und auch Radioastronomie betreibt.

Ohne Radioteleskope können diese Aliens unsere SETI-Nachrichten schließlich überhaupt nicht empfangen. Wären sie nur 200 Jahre vor unserer Technologie zurück, könnten sie es nicht. Ein Antwort würden wird so nicht erhalten. Douglas Vakoch und sein Team sind aber guter Dinge bei ihrem Projekt, da sie “hoffen, dass es für jene Intelligenz, die das Signal entdeckt, verständlich ist”. Hier denken die Astronomen an den kleinsten gemeinsamen Nenner, die sie und wir gemeinsam haben müssen, damit es zu einer Kommunikation kommt: Die Radioastronmie.

Vakoch weiter:

Wir beginnen, in dem wir zeigen, wie wir zählen. Dann führen wir die Grundrechenarten hinzu.

Nach diesem Einstig würden mathematische Beschreibungen den Empfängern weiter erläutern, wer wir sind und das wir eine Intelligenz sind, die Kontakt zu anderen Intelligenzen wünscht. Als ein weiterer Teil der Botschaft an Luytens Stern wäre auch Musik des Sónar-Music-Festivals integriert, um den Fremden zu zeigen, dass wir eine musikalische Rasse sind. Ob diese das dann auch so sehen, sei einmal dahingestellt …

Botschaft an die Aliens, um Antwort zum 21. Juni 2043 wird gebeten!

Als ein wichtiger und entscheidender Teil der Nachricht enthält diese auch ein Uhr. Diese “kosmische Uhr” ist Inhalt aller drei gesendeten Signale an “GJ 273b”, die deshalb zeitlich versetzt verschickt wurden. Der außerirdische Empfänger könne durch diese “Uhr” den zeitlichen Abstand des Absendens ermitteln um mit diesen “Werten” letztlich ein Zeit zu identifizieren, wann wir eine Antwort bekommen und empfangen möchten.

Stephen Hawking fördert die Alien-Suche – und warnt (erneut) vor einer Eroberung der Erde durch bösartige Außerirdische. Da könne auch Gott nicht mehr helfen!
Stephen Hawking sucht nach Aliens – und warnt vor einer Eroberung der Erde durch Außerirdische (Bild: NASA / L.A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L.A. Fischinger)

Dieser Tag wäre der 21. Juni 2043, was den Außerirdischen natürlich überhaupt nichts sagen wird. Das spielt aber auch keine Rolle, da für die Empfänger nur der zeitliche Abstand zählt. Wenn sie Radioteleskope nutzen wissen sie auch, dass sich Radiosignale mit Lichtgeschwindigkeit durch das All bewegen und so ihr “Rückruf” ca. 12,25 Lichtjahre unterwegs sein würde. Die Luytens-Aliens müssten auf ihre Heimatwelt also den genauen Zeitpunkt Bereichen, wann sie ihre Antwort aussenden, damit diese zu gewünschten Zeitpunkt auch hier ist …

Für Douglas Vakoch selber ist das ein großes Experiment und zweifelt selber, ob es sofort zu einem Erfolg führen wird:

Es ist ein Prototyp für das, was wir wahrscheinlich 100 Mal oder 1000 Mal oder 1 Million Mal machen müssen. Für mich kommt dann der große Erfolg des Projekt, wenn es in 25 Jahren jemanden gibt, der sich erinnert, nach einer Antwort zu suchen. Wenn wir das erreichen könnten, wäre das eine radikale Verschiebung der Perspektive.”

Demnach sollten wir also das Universum mit solchen Botschaften an fremde Zivilisationen inkl. Zeitpunkt der gewünschten Antwort geradezu “zuspammen”. Irgendwann würden zumindest eine dieser Nachrichten schon eine Zivilisation erreichen, so der Gedanke dahinter. Vom Grundsatz her stimmt das ohne Frage und würde damit tatsächlich die zukünftige Arbeit von SETI verändern. “Die Masse macht es” durchaus und in Zukunft könnte ein Bereich von SETI zu den jeweils festgelegten Rückrufterminen lauschen, ob eine solche Antwort auch vom anvisierten Empfänger eingeht.

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Keine Angst vor einer Alien-Invasion – oder doch?

Da man nicht weiß, ob durch solche Avtive SETI-Projekte nicht tatsächlich eines Tages todbringende Außerirdische zur Erde gelockt werden, wird darüber teilt hitzig gestritten. Für Vakoch sind solche Ängste vor einer theoretischen Alien-Invasion aber kein Argument, dass die Menschheit nicht auf sich aufmerksam machen sollte. Wollten uns Außerirdische auf Planeten “GJ 273b” wirklich an den Kragen, wäre es so oder so zu spät:

“Jede Zivilisation, die dort lebt und die Möglichkeit hat, zur Erde zu reisen, um uns zu schaden, wüsste bereits von unserer Existenz.

In der Tat ist die Menschheit auf der Erde alles andere als still. Schon Jahrzehnte senden wir absichtlich und unabsichtlich Radiosignale in den Kosmos, die dabei auch von potentiellen Invasoren aus dem All hätten empfangen werden können. Vielleicht haben sie es ja auch und sind auf dem Weg zu uns. Auch das kann niemand mit absoluter Gewissheit verneinen.

Wenn Außerirdische uns besuchen, wäre die Konsequenz ähnlich wie bei der Landung von Kolumbus in Amerika, was für die amerikanischen Ureinwohner nicht gut ausging. Wir müssen nur auf uns selber blicken, um zu sehen, wie sich intelligentes Leben sich zu etwas entwickeln kann, dem wir nicht begegnen wollen.”

Militärexperten warnen: Außerirdische könnten die nationale Sicherheit bedrohen (Bild: L. A. Fischinger / WikiCommons / NASA/JPL)
Russische Militärexperten warnen: Außerirdische könnten die nationale Sicherheit bedrohen (Bild: L. A. Fischinger / WikiCommons / NASA/JPL)

Wenn also eines fernen Tages oder schon kommenden Freitag aggressive Außerirdische hier angekommen, ist es schlicht um die Menschheit gelaufen. Auch, wenn diese Besucher “in Frieden” kommen sollten, wie eben die Entdecker Amerikas. Trotzdem ist nach Ansicht von Vakoch allein der reine Alien-Kontakt mittels Radioastronomie eine Chance für die Menschheit:

Wir haben viele als Spezies so viele Probleme, mit denen wir zu kämpfen haben. Wir sind uns nicht sicher, ob wir überhaupt als Spezies auf unserem Planeten überleben werden.

Eine intelligente Botschaft aus dem All wäre für Douglas Vakoch Anlass “über einige der Herausforderungen zu sprechen, mit denen wir konfrontiert werden”. Vielleicht also genau der Klebstoff, den die Menschheit als gespaltene Spezies auf diesem Planeten benötigt, um zueinander zu finden und zu einem Ganzen zusammen zuwachsen.

Rein philosophische sieht Francisco López, einer der beteiligten Musiker, das ganze Projekt “Sónar Calling GJ 273b”:

Natürlich liegt eine Gefahr darin, mit außerirdischem Leben Kontakt aufzunehmen. Für mich ist es aber vor allem ein poetischer Akt von ewiger Existenz. Das ist eine phantastische Idee – auch wenn der Planet komplett leer sein sollte.”

Dass am 21. Juni 2043 tatsächlich eine Antwort vom Exoplaneten “GJ 273b” (auf dem zufällig jetzt gerade ein technisch entsprechende Zivilisation existiert) hereinkommen wird, bezweifele ich. Es ist auch mehr als unwahrscheinlich, dass sich von dort eine Armada von außerirdischen Eroberern auf den Weg zur Erde macht, sobald diese die Nachrichten von “Sónar Calling GJ 273b” empfangen haben.

Auch wenn ihnen die mitgeschickte Musik noch so sehr gefallen hat (oder eben nicht) …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Die Wunder von Fatima 1917: Marienerscheinungen die (fast) keiner sah und der “Beamer der Götter” +++ Artikel +++

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Die Marienerscheinungen von Fatima 1917 und der Beamer der Götter (Bild: gemeinfrei)
Die Marienerscheinungen von Fatima 1917 und der Beamer der Götter: Was geschah vor 100 Jahren in Fatima? (Bild: gemeinfrei)

Vor genau 100 Jahren, im Jahre 1917, kam es über mehre Monate hinweg in dem Ort Fatima in Portugal zu rätselhaften und übernatürlichen Ereignissen. Wundersame Marienerscheinungen, die von der römisch-katholischen Kirche als echte Erscheinungen der Mutter Gottes anerkannt sind und die bis heute eine tiefe religiöse Faszination auf die Gläubigen haben.  Einige Grenzwissenschaftler und UFO-Forscher vermuten jedoch, dass hinter diesen Phänomenen in Wahrheit Außerirdische stecken und nicht das Wirken Gottes. Das Problem ist dabei nur, dass eigentlich niemand außer drei Hirtenkindern die Marienerscheinungen auch wirklich sah oder hörte. Doch wie lässt dann das “Wunder von Fatima” deuten?


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Aktuell haben wir das Jahr 2017. Ein Jahr, das für gläubige Christen in aller Welt ein ganz besonders oder sogar heiliges Jahr ist. Denn vor genau 100 Jahren fanden in der heutigen Wallfahrtsstätte Fatima in Portugal die weltberühmten „Marienerscheinungen von Fatima“ statt. Wunder und Erscheinungen, die der Mutter Gottes, eben der Maria, zugesprochen werden und heute von Millionen Menschen tief verehrt werden.

Die Erscheinungen der Mutter Gottes mit all ihren Wundern rund um die Ereignisse 1917 in Fatima sind von der katholischen Kirche unlängst anerkannt.

Der Vatikan in Rom hat dem Wallfahrtsort Fatima den Stempel „echt!“ verliehen und so deutlich gemacht, dass hier tatsächlich Wunder und Erscheinungen geschehen sind. Ereignisse also, die auf Gott im Himmel höchst persönlich zurückzuführen sind. Die „Jungfrau Maria“ ist damit für die katholische Kirche hier ganz offiziell auf Erden in ihrer himmlischen Pracht erschienen. Ein Zeichen des Himmels!

Aber stimmt das?

Die strahlende Erscheinung von Fatima, die (fast) keiner sah

Die „normalen Mitglieder“ der katholischen Kirche sind Karteileichen, wie bereits an anderer Stelle beschrieben. Sie haben oft von Fatima und den Ereignissen ab dem 13. Mai 1917 noch nie gehört. Und wenn doch, dann meistens nur, dass hier irgendwie eine Wallfahrtsstätte sei und dass irgendwie hier mal die Madonna erschienen sein soll. Details über die Erscheinungen, die „drei Botschaften von Fatima“, das „Sonnenwunder“ oder auch die Hirtenkinder, die diese Wunder erlebten, kennen diese nicht.

Kritiker der Fatima-Thematik wenden zusätzlich seit 100 Jahren ein, dass die Seherkinder von damals nichts Göttliches und nichts physisch Reales erlebten. Wenn, sei alles Massenhysterie, religiöser Eifer oder sogar Wahn, Irrtümer, Verwechselungen und vieles mehr. Alles vermischt mit einer tiefen Religiosität der Anwesenden und vor allem auch der drei Seherkinder Lucia dos Santos, Jacinta Marto und Francisco Marto.

Fatima rückte allerdings um den 13. Mai 2017 in die Medien, als Papst Franziskus anlässlich des 100jährigen Jubiläums den Wallfahrtsort besuchte. Christen aus allen Ecken der Erde feierten. Doch eines übersehen diese sowie viele anderen Fatima-Gläubige oftmals.

Die “Seherkinder von Fátima”: Lucia Santos (Mitte) im Alter von 10 Jahren mit ihrer Cousine Jacinta Marto (7) und ihrem Cousin Francisco Marto (9). Unten rechts: Die Madonna von Fátima. (gemeinfrei / Bearbeitung: L.A. Fischinger)
Die “Seherkinder von Fátima”: Lucia Santos (Mitte) im Alter von 10 Jahren mit ihrer Cousine Jacinta Marto (7) und ihrem Cousin Francisco Marto (9). Unten rechts: Die Madonna von Fátima. (gemeinfrei / Bearbeitung: L.A. Fischinger)

Auch wenn immer wieder das „Sonnenwunder von Fatima“ mit den (angeblich) 70.000 bis 100.000 Zeugen am 13. Oktober 1917 hochgehalten wird, gibt es bei den eigentlichen Erscheinungen einen Problem: Die Mutter Gottes, die Jungfrau Maria, die Himmelskönigin oder auch „Unsere Liebe Frau vom Himmel“ hat niemand gesehen! Sie war bei allen Erscheinungen der drei Seherkinder, die sich immerhin über Monate hinweg ereigneten, unsichtbar. Nicht mal Francisco Marto, immerhin eines der Kinder, konnte sie zuerst sehen oder auch nur hören.

Schon der Theologe Dr. Josef Hanauer stellte in seiner kritischen Fatima-Analyse „Fatima Erscheinungen und Botschaften“ (1979) zu diesen Vorkommnissen eine ganze Reihe Fragen. Hanauer, der in seinen zahlreichen Veröffentlichungen immer wieder unangenehme Fragen zu Marienerscheinungen und andere Wunder der Kirche stellte, fasst diese „Unsichtbarkeit“ treffend zusammen:

Bei der ersten Erscheinung wie auch in den späteren Fällen konnten alle drei Kinder die Muttergottes schauen; die Gespräche aber mit ihr führte ausschließlich Lucia. Die Worte der überirdischen Dame wurden lediglich von den beiden Mädchen vernommen; Francisco hörte bloß, was Lucia sprach; für die Worte der Muttergottes war er regelmäßig taub; ja, ,er sah sie nicht einmal die Lippen bewegen‘.

Bei der ersten Erscheinung dauerte es sogar eine ganze Weile, bis auch Francisco die Frau zu Gesicht bekam. Nachdem er eine Zeitlang zugehört hatte, was Lucia sprach, wurde er unwillig. Aus diesem Grunde redete das Mädchen die überirdische Gestalt an: ,Wie? Ihr seid Unsere Liebe Frau vom Himmel und der Franz sieht Euch nicht?‘

Auf diese Worte hin gab die Frau zur Antwort: ,Sage dem Franz, er solle den Rosenkranz beten, dann werde er mich schon sehen!‘ Lucia richtete den Auftrag aus; Franz zog seinen Rosenkranz aus der Tasche und betete ,sechs oder sieben Ave Maria‘; dann sah er plötzlich die Frau vor sich stehen.“

Alle anderen Schaulustigen und Zeugen der späteren Ereignisse sahen ebenso keine lichtvolle Erscheinung der Madonna am Himmel schweben, wie sie es angeblich tat. Das heißt, dass die Erscheinung eben unsichtbar war. Allerdings ist das Phänomen von unsichtbaren oder teilweise unsichtbaren Erscheinungen an sich uralt. Schon Märchen und religiöse Schriften kennen solche Erzählungen, wie zum Beispiel in diesem Blog-Artikel an einem Beispiel ausgeführt wurde.

Das Sehermädchen Lucia indes sah geradezu etwas Spektakuläres. Sie erinnert sich an die erste Begegnung (bei der es natürlich keine tausende Schaulustige gab):

Über der Steineiche schwebte eine Dame, ganz in Weiß gekleidet, strahlender als die Sonne. Sie verbreitete ein noch helleres Licht als die hellsten Sonnenstrahlen, die durch ein mit Wasser gefülltes Kristallglas scheinen.“

Das Wunde von Guadalupe 1531 und seine Geschichte – Vortrag und Artikel von Lars A. Fischinger (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)
Vortrag, Videos, Interviews & Artikel von Lars A. Fischinger zum Wunder und den Marienerscheinungen von Guadalupe 1531 (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)

Bis auf 1,5 Meter seien Lucia, Francisco und Jacinta an die strahlende Dame am Himmel herangegangen. Eine Erscheinung, die zum Beispiel mit folgenden Worten beschrieben wird:

Die wunderbare Frau schien 15 bis 18 Jahre alt zu sein. Sie war nur 1,20 Meter groß und hatte schwarze Augen. Ihr Kleid war weiß wie der Schnee; es war am Halse mit einer goldenen Schnur geschlossen und reichte bis zu den Füßen, welche die Blatter der Steineiche kaum berührten. Ein weißer, goldumsäumter Mantel umhüllte den Kopf und die ganze Gestalt.

Von den Händen, die sie vor der Brust gefaltet hielt, hing ein Rosenkranz aus weißen Perlen mit einem silbernen Kreuzlein herab. Heller Lichtschein umstrahlte das Antlitz; doch die reinen, unendlich zarten Züge schienen von Traurigkeit überschattet. Die Dame blickte auf die Kinder. Lucias frommes Herz ahnte, dass es die Muttergottes sei, aber sie wagte nicht, es zu glauben.“

Ein fremdes Wesen, das lichtvoll und prächtig am Himmel erschien und sich vorher durch „Blitze“ am klaren Himmel angekündigte? Das klingt nach Science-Fiction und – nach Prä-Astronautik & dem UFO-Phänomen.

(Siehe dazu auch mein YouTube-Video am Ende dieses Artikels!)

Außerirdische oder Mutter Gottes?

Tatsächlich scheinen sich nur sehr wenige Gedanken darüber zu machen, warum die „Himmelkönigin“ unsichtbar war. Auch Mystery-Forscher aus dem Bereichen Prä-Astronautik und UFOs, die Fatima in diese Richtung deuten, übersehen das vielfach.

Die Anwesenden sahen zwar die beiden Mädchen sprechen, doch eine eindeutige Mutter Gottes als Gesprächspartner sah niemand von ihnen. Auch hörte niemand die Worte dieser Erscheinung. Wobei man aber erwähnen muss, dass es Aussagen gibt, dass einige Schaulustige „eine ganz zarte Stimme wie das Summen einer Biene“ bei der 2. Erscheinung am 13. Juni 1917 vernommen haben wollen.

Da aber als Beweis für die himmlische Herkunft der Frau am Himmel von dieser selber das „Sonnenwunder“ am 13. Oktober 1917 angekündigt wurde, ist die gesamte Fatima-Geschichte für viele zweifelhaft.

VIDEO: Erschien nicht die “Mutter Gottes” 1917 in Fatima sondern Aliens? (Bild: gemeinfrei / L.A. Fischinger)
VIDEO: “die Wunder von Fatima”: Kamen die Ancient Aliens schon vor rund 100 Jahren zurück? Oder waren sie nie fort? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: L. A. Fischinger)

Hätte, so fragen Kritiker, die „Liebe Frau vom Himmel“ sich nicht einfach bei ihren Erscheinungen vorher allen Anwesenden zeigen können? Immerhin nahm die Zahl der Menschen, die jeden Monat am Tag der angekündigten Wiederkehr der Himmelsfrau zum Schauplatz des Geschehens kamen, stetig zu. Es waren nachher tausende Personen anwesend – und sahen: keine Madonna am Himmel schweben, mit denen die Seherkinder sprachen.

Das Thema Fatima ist schon seit Jahren in der UFO-Forschung und eben in der Prä-Astronautik in der Diskussion. Für die römisch-katholische Kirche ist die Sachlage klar, dass sich hier die Jungfrau Maria offenbarte. Für Mystery-Jäger ist sie das ganz und gar nicht.

Diese spekulieren über Außerirdische bzw. Astronautengötter, die sich damals quasi „geheimnisvoll der Menschheit offenbarten“. Das „Sonnenwunder“ vom Oktober 1917 wird dann in diesem Zusammenhang vielfach als UFO-Erscheinung interpretiert. Die angebliche Mutter Gottes wiederum als außerirdisches Wesen oder vielleicht auch nur eine (technische) Projektion von diesen.

Beide „modernden Deutungen“ können aber nicht stimmen. Physisches Auftauchen eines Wesens der Sterne wäre von allen Personen vor Ort ebenso gesehen worden, wie eine Projektion. Auch ein technologisches Trugbild dieser Art, erzeugt durch einen „Beamer der Götter“, hätte für alle Schaulustigen sichtbar sein müssen. War es aber nicht.

Was bleibt ist in der Deutung der außerirdischen Götter ausschließlich eine Suggestion. Das Abbild der Madonna am Himmel wurde in die Köpfe der beiden Sehermädchen und später dem Jungen „eingepflanzt“. Ebenso die Stimme der Erscheinung, die dadurch nur die Kinder vernommen haben.

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Das klingt utopisch und ist es auch. Aber das ist die Prä-Astronautik, die ja voraussetzt, dass Wesen aus dem Kosmos schon vor Jahrtausenden auf unserem Planeten waren, an sich auch. Heute haben wir noch keine Technologie, um Menschen Bilder und ganze Unterhaltungen in den Kopf zu setzten. Gott und die Götter könnten das vielleicht eben schon.

Es ist heute allerdings hinlänglich belegt, dass religiöse Erfahrungen in das Gehirn eines Menschen „projiziert“ werden können. Die Manipulation und Stimulation der Schläfenlappen mit von außen angelegten Magnetfeldern ist dazu nachweislich in der Lage. Vor allem auch bei religiösen Menschen, wie es eben auch die Kinder von Fatima waren.

Studie: Bei religiösen Menschen schaltet das Gehirn die Logik ab! Der ewige Streit zwischen Naturwissenschaft und Glaube (Bild: L. A. Fischinger / NASA / gemeinfrei)
Bei religiösen Menschen schaltet das Gehirn die Logik ab! Der ewige Streit zwischen Naturwissenschaft und Glaube (Bild: L. A. Fischinger / NASA / gemeinfrei)

Was solche Magnetfelder im menschlichen Gehirn aber bis heute nicht erzeugen konnten, sind ganze Dialoge. Es können also durch die Reizung des Gehirns von außen keine Gespräche zwischen Versuchsperson und deren eigenem Gehirn „erzeugt“ werden.

Bei den Erscheinungen der Gottesmutter in Fatima war es aber nach den Berichten und Aufzeichnungen so. Es fanden ganze Gespräche und Diskussionen mit Fragen und Antworten zwischen der Erscheinung und den Kindern statt. Dazu ist eine äußerliche Magnetfeldstimulation der Schläfenlappen (wie wir sie bisher kennen) eines Menschen nicht fähig.

Gleichfalls ist es bis dato auch nicht möglich durch solche Techniken der Versuchsperson ganz konkrete und klar umrissene Bilder oder Szenarien einzugeben. Es können religiöse, spirituelle oder sogar übersinnliche Wahrnehmungen im Gehirn erzeugt werden, aber nicht deren Thema oder Umfang. Das heißt, ein Laborleiter ist nicht in der Lage bei einer Versuchsperson auf Knopfdruck eine Marienerscheinung magnetisch zu erzeugen. Was ganz konkret der Proband – wenn überhaupt – bei solchen Experimenten „sieht“ ist eher Zufall.

Glauben …?

Natürlich sind die Ereignisse von 1917 um die Marienerscheinungen und der Verlauf des Themas in den Jahrzehnten danach wesentlich umfangreicher, als hier umrissen. Nicht umsonst streiten sich nun schon 100 Jahre lang Gläubige, Kritiker, Kirchen und Wissenschaftler um Fatima. Auch Veröffentlichungen dazu, die von Arbeiten von Gläubigen bis Untersuchungen von Soziologen und Psychologen reichen, erscheinen nun schon seit einem Jahrhundert.

Wissenschaftlich beweisen konnte es bisher niemand. Gleich auf welche Art und Weise und in welcher Richtung hier etwas belegt werden sollte. Auch die UFO-Forschung und die Prä-Astronautik können nicht beweisen, dass hier Außerirdische eingriffen haben. Man kann es aber glauben.

UMFRAGE: Mehr Deutsche glauben an Außerirdische als an das Jüngste Gericht und ewiges Leben. Über die Karteileichen der katholischen Kirche (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Mehr Deutsche glauben an Außerirdische an die Lehren der Kirche. Über die Karteileichen der katholischen Kirche (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Natürlich ist es keinesfalls ausgeschlossen, dass es Technologien geben kann, mit deren Hilfe es möglich ist, ganz bestimmten Menschen solche Ereignisse zu „implantieren“. Bei den oben genannten Magnetfeld-Experimenten beispielsweise müssen die Probanden verkabelte Kopfbedeckungen tragen und sind an verschiedene Geräte angeschlossen. Das waren die drei Seherkinder mit Sicherheit nicht. Wie so etwas in der Realität aussehen soll, steht für uns noch in den Sternen.

Ebenso kann man glauben, dass hier die Mutter von Jesus Christus aus dem Himmel den drei Kindern erschienen ist. Grundsätzlich ist natürlich auch das ein Angriff von außerhalb der Erde bzw. von außerhalb unserer Welt.

Die Erscheinungen, das spätere Wunder mit der „tanzenden Sonne“ am Himmel und nicht zuletzt natürlich die drei Botschaften der Gottesmutter werden wohl für immer eine Sache des Glaubens bleiben …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Wenn UFO-Sekten wahnsinnig werden und der Alien-Glaube in den Massenselbstmord führt: Die UFO-Sekte “Heavens Gate” 1997 – eine Analyse

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Screenshot der Webseite der UFO-Sekte Heavens Gate von 1997 (Bild: Archiv)
Screenshot der Webseite der UFO-Sekte Heavens Gate von 1997 (Bild: Archiv)

Das spezielle UFO-Randthema der UFO-Sekten im Bereich der “Fliegenden Untertassen” und Außerirdischen ist eigentlich immer aktuell. UFO-Kulte und gewissen UFO-Alien-Esoteriker mit den wildesten Phantastereien bringen mit diesen seit je her auch die Prä-Astronautik und die UFO-Forschung in Verruf, da sich gerade diese Verrückten in den (modernen) Medien tummeln und ggf. Mainstream-Schlagzeilen machen. Besonders erschreckend war dies 1997 mit einer dieser UFO-Sekten: “Heavens Gate”. Hier eine umfangreiche Aufarbeitung der Ereignisse vor 20 Jahren rund um den Massensuizid des Alien-Kultes.

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