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31. Oktober: Zeit der Monster, Hexen, Bestien & Co. – Hat der heidnisch-europäische Brauch "Halloween" etwas mit den Ancient Aliens zu tun?

“Im Sekundentakt klingelten die Geister, Hexen oder in anderer Verkleidung erscheinenden Kinder am Abend des 31. Oktober. Was hat dieser Brauch für einen Hintergrund? Sicher, heute geben wir Süßigkeiten oder eine Mandarine. Aber früher?” Der Prä-Astronautik-Autor Dieter Bremer vermutet, dass hinter dem Brauch “Halloween” etwas ganz anders stecken könnte: Eine verschwommene Erinnerung an eine Katastrophe der Ancient Aliens vor Jahrtausenden!

Dieter Bremer schreibt auf seiner Webseite:

Die katholische Kirche hetzt natürlich gegen diesen “heidnischen Brauch”:

Wie das katholische Nachrichtenportal “Kath.net” den Erzbischof zitiert, erinnere Allerheiligen “an den Gott, der das Leben seiner Geschöpfe liebt.” Dieser Gott gebe jedem Menschen ewiges Leben und werde am Ende der Zeit einen neuen Himmel und eine neue Erde errichten. Darauf weise Allerheiligen hin. “Unsere Gesellschaft braucht diese Hoffnung, damit sie engagiert die Zukunft gestaltet”, sagte Erzbischof Schick

Nun, die Leser meiner Bücher werden wohl beim “neuen Himmel und der neuen Erde” aufgehorcht haben. Tatsächlich sehe ich den Brauch in diesem Zusammenhang.

Allerdings geht – wie so häufig – wohl auch der katholische Feiertag auf das heidnische Brauchtum zurück:

Tatsächlich sind die Verbindungen zu dem heute zweifelsohne kommerzialisierten Halloween-Event und den christlichen Feiertagen jedoch enger, als dies Erzbischof Schick bewusst zu sein scheint, geht doch schon der Name “Halloween” wahrscheinlich auf den im anglo-irischen Sprachraum gefeierten Vorabend von Allerheiligen am 1. November, dem “All Hallows Eve” (Allerheiligenabend) zurück. Auch die Verbindung zu Gedenken an die Toten ist Teil beider Feiertage und selbst die Tradition der Kürbisköpfe findet ihren Ursprung im europäischen Volksbrauchtum, zu Allerheiligen Rübenköpfe zu gestalten. Noch nicht einmal das Einfordern von Süßigkeiten (“Trick or Treat”, “Süßes, sonst gitb‘s Saures”) hat seine Wurzeln nicht etwas in den USA sondern in im alten Brauchtum Europas. So weiß das “Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens” zu berichten, dass die Kinder an Allerheiligen von ihren Paten mit Brot und Kuchen beschenkt werden. Sie “ziehen aber auch – wie die Armen – von Haus zu Haus, singen und empfangen ‘um der armen Seelen willen‘ Gaben an Äpfeln, Getreide, Mehl, Schmalz, Geld , vor allem aber an Brot. In Ehingen a. D. such sie auf den Gräbern kleine Münzen, die Mutter oder Geschwister dorthin gelegt habe, und kaufen sich dafür ‘Seelenbirnen‘ oder Gebäcke”

Links:

Zum Thema:


“Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.”
(Walter-Jörg Langbein, 1993)

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“Mwe Mwe und Mokele Mbembe: Frühe deutsche Forscher auf der Suche nach seltsamen Lebewesen in Afrika” – Vortrag von Hans-Jörg Vogel +++ Video +++

VIDEO: Mwe Mwe und Mokele Mbembe: Frühe deutsche Forscher auf der Suche nach seltsamen Lebewesen in Afrika - Vortrag von Hans-Jörg Vogel (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Mwe Mwe und Mokele-Mbembe: Frühe deutsche Forscher auf der Suche nach seltsamen Lebewesen in Afrika – Vortrag von Hans-Jörg Vogel (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Wie in diesem Posting HIER auf Fischinger-Online und in einem YouTube-Video HIER berichtet, fand kürzlich im Galileo-Park Lennestadt der “Kongress für Kryptozoologie” statt. Unter dem Titel “Auf der Suche nach Mokele-Mbembe” lag dabei der Schwerpunkt eben auf diese Kreatur. Ein Wesen in Zentralafrika, dass den Beschreibungen nach wie ein Saurier aussehen soll. Ich war für Euch vor Ort und stelle Euch in diesem YouTube-Video den Vortrag des Kryptozoolgen Hans-Jörg Vogel vom “Netzwerk für Kryptozoologie” online.


Mokele-Mbembe: Ein Dinosaurier im Urwald von Afrika?

Forscher, Abenteuer, Entdecker und vor allem (heutige) Kryptozoologen suchen in Zentralafrika seit über 100 Jahren nach einem unbekannten Lebewesen mit Namen Mokele-Mbembe.

Den Beschreibungen der dortigen Ureinwohner nach soll es Ähnlichkeit mit einem kleinen Sauropoden haben. Einer Art von Dinosaurier, die es nach Ansicht der Naturwissenschaft seit Millionen von Jahren nicht mehr geben dürfte.

In diesem Vortrag begibt sich der Kryptozoolge Hans-Jörg Vogel auf die Spuren der ersten Berichte von deutschen Forschern rund um Mokele-Mbembe. Einem Tier, um das sich seit dem 19. und 20. Jahrhundert viele Legenden und Erzählungen ranken – doch das bis heute niemand im Urwald Afrikas aufspüren konnte.

Denn Tiere, die einst als Legende angesehen wurden, fanden die “Monster-Jäger” in Afrika tatsächlich. Alles dazu erfahrt Ihr in diesem Vortrags-Video des Kongresses im Galileo-Park.

Bleibt neugierig …

Video vom 31. Okt. 2019 auf Fischinger-Online

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Reinhard Habeck: “Gräber, die es nicht geben dürfte: Rätselhafte Relikte, mysteriöse Mumien und geheimnisvolle Grüfte”

Expedition in die mysteriöse Wirklichkeit

Rätselhafte Grabstätten in aller Welt

Diese Grabstätten aus aller Welt und deren Relikte werden Sie an Ihrem Verstand zweifeln lassen.

Unverweste Leichname, verstörende Inschriften, Grabbeigaben, die jeder Vernunft widersprechen.

Reinhard Habeck, der Experte auf dem Gebiet der geheimnisvollen Mysterien, begibt sich auf eine Reise zu den Gräbern, die es nicht geben dürfte. Rätselhafte Grabstätten, die sich allen rationalen Erklärungen entziehen und unser nur scheinbar gesichertes Weltbild ins Wanken bringen.

Reinhard Habeck legt überzeugende Indizien dafür vor, dass in diesen Gräbern wenig so ist, wie es scheint. Mitreißend, wie es für ihn typisch ist, führt er den Leser durch das Labyrinth des Unerklärlichen. Dieses Buch ist eine wahre Fundgrube für all jene, die mehr über unsere fantastische Realität wissen wollen, die oft jenseits des Vorstellbaren liegt.

Aus dem Inhalt:

  • Leichnamen, die seit Jahrtausenden nicht verwesen
  • Mumienrätseln und »Monstersärgen« im altägyptischen Serapeum
  • dem unverstandenen Erbe der Etrusker uns ihrer Pyramide
  • der verborgenen Unterwelt von Alexandria
  • dem Geheimnis von Bomarzo
  • der unterirdischen Totenstadt von Orvieto
  • »fliegenden Krokodilen« und antiken Flugzeugmodellen
  • sonderbaren Grabhügeln, deren Tore bis heute verschlossen geblieben sind
  • Atatürks übersinnlichem Gebetsteppich
  • düsteren Todesomen, die sich tragisch erfüllten
  • und vielem mehr

Kühn in der Recherche, sachlich in der Schlussfolgerung, packend in der Sprache, verknüpft Reinhard Habeck die Fäden des Unerklärlichen. Schritt für Schritt enthüllt sich dem Leser eine rätselhafte Wirklichkeit. In ihr gibt es:

  • Tote, die zu Eis, Salz und Stein erstarrt sind
  • Grabbeigaben, die nicht in ihre Zeit passen
  • versiegelte Grüfte, die noch zu öffnen sind
  • Grabbeigaben mit Geheimcodes
  • tödliche Vorahnungen und viele andere Unglaublichkeiten, die eines gemeinsam haben: Es sind Tatsachen!

Eine aufregende Expedition in die mysteriöse Wirklichkeit!

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Mythos Mars: Die Marsianer, die Invasion vom Mars, die Science-Fiction +++ Artikel +++

ARTIKEL: Mythos Mars: Invasion vom Mars, Marsianer und Science-Fiction (Bilder: gemeinfrei & PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
ARTIKEL: Mythos Mars: Invasion vom Mars, Marsianer und Science-Fiction (Bilder: gemeinfrei & PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Kein anderer Planet in unserem Sonnensystem faszinierte und fasziniert die Menschen so sehr wie der Mars. Der Rote Planet ist von einer Aura des Geheimnisvollen umgeben und regte Astronomen einst zu den phantastischsten Spekulationen um Marsmenschen an. Eine Zivilisation, ähnlich wie die unsrige, die auf dieser fremden Welt lebt. Damit war im 19. Jahrhundert der Mars-Mythos geboren, der sich wie ein marsroter Faden bis heute zieht. In diesem Artikel wird genau diesem Faden rund um den Roten Planten nachgegangen. Von den um ihr Überleben kämpfenden Marsianern, über die Invasion vom Mars bis zur Science-Fiction von heute. Eine Reise durch eine spannende Welt, die auch die frühe UFO-Gemeinschaft berühmt.


Faszination Mars

Jahrtausende lang starrten die Menschen mit bloßem Auge gebannt in den Himmel und zum Planeten Mars herauf. Wirklich viel sahen sie dabei nicht.

Das änderte sich schlagartige ab dem Jahre 1608. In diesem Jahr entdecke der holländische Brillenmacher Hans Lippershey eher durch Zufall das Teleskop. Sein Lehrling, so erzählt er es der Mythos um diese Entdeckung, spielte in einer Pause mit den herumliegenden Brillenlinsen und hielt zwei davon in einem gewissen Abstand voreinander. Erschrocken sah er, dass der Kirchturm des Ortes plötzlich näher zu sein scheint. Lippershey erkannte sofort den Nutzen dieser Entdeckung.

Damit war das sogenannte “Galileo-Fernrohr” erfunden und das Zeitalter der wissenschaftlichen Erkundung des Himmels konnte beginnen.

Teleskope und ganze Teleskopanlagen waren die Folge dieser zufälligen Entdeckung. Fraglos hätte vor rund 400 Jahren der Lehrling des Brillenmachers Lippershey wohl niemals gedacht, dass längst Teleskope im All Routine sind. Und so, wie heute die Astronomen um die Wette Planeten in fremden Sonnensystemen suchen und finden, begann damals ein Wettlauf beim Aufspüren neuer Himmelskörper.

Zu einer Legende in der Astronomie wurde unter anderem der Astronom Percival Lowell. Ein emsiger Himmelsgucker, der auch nach noch unbekannten Planeten in unserem Sonnensystem suchte. Doch Lowell hat noch eine ganz andere Schwäche: Die legendären „Marskanäle“, die zu einem der großen Mythen über den Planeten Mars schlechthin wurden.

Alles begann im Jahre 1877

Der Mars hat – wie die anderen Planeten auch – eine exakt kreisrunde Bahn um die Sonne. Sie verläuft leicht elliptisch und bringt so den Planeten mal mehr und mal weniger nahe an uns heran. Das ist auch der Grund, warum 2003 der Mars eine wahre Invasion von irdischen Robotern ausgesetzt war, denn auch in diesem Jahr stand er der Erde sehr nahe. Die ist alle 15 Jahre der Fall und bietet dabei den neugierigen Beobachtern auf der Erde die besten Chancen ihn zu erkunden. Dies war auch 1877 der Fall und Asaph Hall entdeckte in diesem Jahr auch die kleinen Marsmonde Phobos und Deimos.

Der in Mailand tätige Astronom Giovanni Virginio Schiaparelli war ein international hoch geachteter Astronom. Seine Marsbeobachtungen galten als die besten astronomischen Informationen seiner Zeit. So nutze er die Chance der Mars-Nähe zu unserer Erde und fertigte eine detaillierte Karte des roten Planeten an. Die bis dato beste Karte der fremden Welt und eine erstaunliche Arbeit in den Anfängen er Astronomie. Routiniert zeichnete er helle und dunkelen Flecken des Mars in seine Karte und gab diesen Gebieten Bezeichnungen wie Meere, Ozeane oder Seen. Es mag verwundern, doch es ist üblich gewesen, solchen Gebieten derartige Bezeichnungen zu geben. Auch der Mond hat bei seiner Erforschung Meeren und Ozeanen erhalten. Apollo 11 landete beispielsweise im „Mare Tranquillitaris“, Apollo 15 und 17 nahe dem Meer „Mare Serenitatis“ und Apollo 12 sogar unweit des „Oceanus Procellarum“.

Dass die dunklen Gebiete echte Meere sind, glaubt natürlich niemand – auch wenn einst sogar Bewohner auf dem Mond vermutet wurden. So ist es kein Wunder, dass es auch dem Mars beispielsweise den „Daws Ocean“, die „Knobel Sea“ oder „Phillips Island“ gibt. In der Raumfahrt kamen sogar Namen wie „Dopey“ oder „Bashful“ aus der Welt von Walt Disney hinzu.

Zur damaligen Zeit gab es kein einheitliches System um geologische Gebiete auf anderen Himmelskörpern zu bezeichnen. So etwa hat Schiaparelli auch auf dem Mars (Südpolregion) geologischen Strukturen Namen der Odyssee von Ilias und der Reise der Argonauten benutzt. Die Beobachtungen Schiaparellis zeigten aber auch, dass diese „Meere“ auf dem Mars zum Teil durch dunkle, lange Strukturen verbunden waren.

Die Mars-Kanäle

Neben den „Meeren“, „Inseln“, „Kontinenten“ und „Ozeanen“ sah der Astronom in den länglichen Gebilden schlicht „canale“. Das italienische Wort bedeutet so viel wie „Rinne“, „Furche“ oder auch „Flussbett“. Die Astronomen der damaligen Zeit erkannten zahlreiche dieser Gebilde auf dem Mars, was heute als optische Täuschung durch die damals genutzten Teleskope erklärt wird.

Der Astronom Lowell wiederum sah sich in seiner Faszination vom Mars durch Schiaparelli mehr als bestätigt. Im englischen gibt es für „Kanal“ die Bezeichnungen „Channel“, beispielsweise für eine Meerenge und die Bezeichnung „Canal“ für eine künstliche Wasserstraße. Aus dem italienischen canale wurde daraufhin Canal – damit waren die künstlichen Mars-Kanäle geboren. Lowell war elektrisiert.

Schon zuvor beobachtete er selber, dass die Eiskappen des Mars mit den Jahreszeiten ihr Aussehen veränderten. Nun fragte er sich, was sind diese Kanäle wirklich? Besteht hier ein Zusammenhang?

Daraufhin widmete sich Lowell ab 1892 ganz dem Marsfieber. Er wollte herausfinden, was da vor sich geht und ob dort intelligentes Leben gibt. Immerhin waren die Kanäle nicht nur ihn künstliche Wasserstraßen der Marsmenschen. Auch andere spekulierten in diese Richtung und die Mars-Kanäle der Marsmenschen waren in aller Munde. Die Zivilisation dort, so mutmaßte man damals, scheint vom Untergang bedroht zu sein. In den damaligen Vorstellungen könnte der Heimatplanet der Marsmenschen langsam austrocknen, was das das Ende der dortigen Bewohner wäre. In ihrem Überlebenskampf haben sie ihren gesamten Planeten mit eben diesen Kanälen überzogen, um so das Schmelzwasser der Pole in ihrer Welt zu verteilen.

Zweifellos eine heute eher skurril erscheinende These einiger Astronomen dieser Zeit. Man muss sie jedoch auch vor dem Hintergrund sehen, dass im Jahre 1869 der Suezkanal eingeweiht wurde. Eine große künstliche Wasserstraße auf der Erde. Und im Jahre 1879 wurde in Paris die Entscheidung getroffen, den Panamakanal zwischen dem Atlantik und dem Pazifik zu bauen. Genau in dieser Zeit, als die Weltpresse permanent über das gewaltige Vorhaben des Panamakanals berichtete, fertigte Schiaparelli seine Karte des Mars an. Es war das Zeitalter der Technik- und Fortschritt-Euphorie unter den Menschen.

Alles schien möglich, warum also auch nicht bei den Bewohnern des Mars?

Im Jahr 1894 nährte sich der Mars erneut der Erde und Lowell sah die Chance, die Kanäle genauer zu erforschen. Hierzu errichte er im Norden Arizonas nahe dem Ort Flagstaff auf dem so genannten „Mars-Hügel“ sein 46 Zentimeter-Teleskop auf 2.300 Metern Höhe. Von hier hatte er gute Beobachtungsmöglichkeiten und fertigte im Zuge seiner Arbeiten insgesamt 917 Zeichnungen vom Mars an. Hunderte Kanäle und regelrechte „Oasen“ will Lowell dabei entdeckt haben. Das Marsfieber griff spätestens ab jetzt um sich.

Marsfieber

Auch wenn Kollegen von Lowell keine Mars-Kanäle erkennen konnten, so war er doch von seinen Ergebnissen überzeugt. Obwohl der auf dem „Mars-Hügel“ ebenfalls anwesende Astronom W. H. Pickering diese Kanäle nicht sehen konnte. Für Lowell gab es nach seinen Forschungen 1894 nur drei klare Schlussfolgerungen:

  1. Der Mars ist von einer intelligenten Lebensform bewohnt
  2. Der Mars hat eine dünne Atmosphäre und das Wasser sammelt sich an dem Polen
  3. Die Kanäle sind künstliche Bewässerungsanlagen in Gebieten mit Vegetation

Seine Thesen trug Lowell an die Öffentlichkeit und schon ein Jahr nach seinen Beobachtungen veröffentlichte er sein Buch „Mars“ in den USA. Trotz der massiven Kritik seiner Fachkollegen verbreitete Lowell seine Thesen weiter und die Presse nahm diese begierig auf. Auch wenn Lowell in den Reihen der Astronomen praktisch alleine mit seinen Ideen stand, nahm die breite Öffentlichkeit sie dank Zeitungsberichte fasziniert auf.

Hätte Lowell damals Bilder des angeblichen Marsgesichts der NASA aus den 1970ger Jahren in den Händen gehabt, so wäre er wohl zum „Missionar des Mars“ geworden. So eifernd vertrat er seine Ideen der Marsianer.

Einige Astronomen teilten allerdings durchaus die Ansicht, dass es sich bei den Linien auf dem Mars um künstliche Kanäle handelt. Auch sie gingen an die Öffentlichkeit und schrieben darüber Berichte und Artikel. Öl ins Feuer dieses frühen medialen Aliens-Hype der damaligen Massenmedien.

Es ist aus heutiger Sicht unverständlich, dass man vor über 100 Jahren (und später auch noch) annahm, dass es eine sterbende Mars-Zivilisation gibt, die in einem verzweifelten Kampf ums Überleben ihren Planeten derart umgestaltet. Doch man muss sich vor Augen führen, dass wir erst seit Sommer 1965 durch die US-Raumsonde Mariner 4 Nahaufnahmen des Mars haben. Aus 10.000 Kilometer Höhe machte sie einige wenige schwarzweiße Bilder und funkte sie zur Erde. Zuvor waren Spekulationen Tür und Tor geöffnet.

Doch mit den Kanälen von Marsmenschen, die heute als optische Täuschungen angesehen werden, war das Marsfieber noch lange nicht am Ende. Es fing in den späteren Jahren erst richtig an.

Marsmenschen

Das Marsfieber erfasste die Öffentlichkeit währen der industriellen Revolution und überall machte man sich Gedanken um die Lebewesen, die dort oben auf dem Mars wohnen. Viele Jahre wurde die Existenz dieser Marsmenschen ernsthaft in Betracht gezogen.

Im Jahre 1869 hatte beispielsweise der französische Physiker Charles Cros die Idee, in Europa riesige Spiegel in bestimmten Positionen anzuordnen um das Sonnenlicht auf den Mars zu lenken. Ein intelligentes Signal von der Erde für unsere Nachbarn im All.

1840 wollte der Astronom Joseph von Littrow aus Wien sogar 40 Kilometer riesige Löcher in der Sahara ausheben, mit Kerosin füllen und anzünden. So sollten geometrische Figuren die Bewohner des Sonnensystems aufmerksam gemacht werden.

Ähnliches wollte 20 Jahre vorher der Mathematiker Karl Gauss aus Göttingen. Er schlug vor in Sibirien riesige Wälder anzupflanzen, die intelligente Anordnungen wie den Satz des Pythagoras entsprechen. Intelligente Bewohner auf dem Mars oder Mond könnten diese sehen und würde so von uns Menschen erfahren.

Keine diese oder andere Idee wurde aber in die Tat umgesetzt. Sponsoren fanden sich auch nicht. Doch der Mars blieb das Thema.

Inspiriert durch die Mars-Spekulationen von Lowell und anderen schrieb 1897 der Schriftsteller Kurd Lasswitz sein Buch „Auf zwei Planeten“, in dem er die aktuelle Diskussion aufgriff. Über die Kanäle beispielsweise wusste Lasswitz:

Die nördliche Halbkugel besteht zum größten Teil aus unfruchtbaren Wüsten. Aber die Bevölkerung des Mars, der die von der Natur genügend bewässerte Region ihres Planeten längst zu klein geworden, wusste der kargen Natur neue Gebiete des Anbaus abzugewinnen. Sie durchzog das gesamte Wüstengebiet mit einem viel verzweigten Netz geradliniger breiter Kanäle und verteilte auf diese Weise zur Zeit der Schneeschmelze, im Beginn des Sommers einer jeden Halbkugel, das Wasser, welches sich in Gestalt von Schnee an den Polen angehäuft hatte, über den ganzen Planeten. Wie die Ägypter das Anwachsen des Nils benutzten, um der Wüste den fruchtbaren Boden des Niltals abzugewinnen, so tränkten die Marsbewohner durch ihre Kanäle beide Ufer derselben. Schnell schoss hier eine üppige Vegetation auf, und so wurde durch das Kanalnetz das ganze Wüstengebiet mit fruchtbaren, an hundert Kilometer breiten Vegetationsstreifen durchzogen, die eine ununterbrochene Kette blühender Ansiedlungen der Martier enthielten.

Lasswitz nahm damit lediglich die Diskussion über den Mars zum Anlass für einen Roman. Er schildert in phantasievollen Worten das Leben der Marsmenschen und andere Dinge mehr, die über 100 Jahre später Hollywood sogar in die Kinos brachte.

Die Invasion vom Mars

Im Jahr 1898 legte H. Georg Wells (s. Titelbild) nach und veröffentlichte sein Buch „Krieg der Welten“. Heute ebenfalls ein – wenn nicht der –  Klassiker zum Thema. Wells indes sah die Dinge in seiner Phantasie, wie es schon der Titel sagt, etwas anders. In seinem Buch griffen die Marsmenschen die Erde an, während bei Lasswitz die Marsianer keine Invasion auf der Erde durchführen. Lasswitz lässt die Wesen vom Mars am unerforschten Nordpol der Erde landen, wo ihre Station von zwei Polarforschern eines Tages entdeckt wird. Die Polarforscher werden von den netten Menschen vom Mars mit auf ihren Planeten genommen. Dort erleben und sehen die beiden Abenteurer die fremde Welt des roten Planeten und seiner Bewohner. Eine friedliche Welt also.

Ganz anders bei Wells. Eine Invasion vom Mars bedroht bei ihm die gesamte Menschheit der Erde. Auch wenn sein Roman nur in England spielt. Sein Mars-Kreaturen wollen uns an den Kragen, da sie von ihrer sterbenden Welt fliehen müssen. Sie brauchen schlicht und einfach Lebensraum und damit unseren Planeten.

Bis heute ist es üblich, den Außerirdischen, egal woher sie kommen, in Science-Fiction-Filmen böse Absichten zu unterstellen. Wells machte den Anfang unseres „modernen“ Alien-Bildes. Und er bediente sich dabei Motiven, die bis heute aktuell sind.

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In „Krieg der Welten“ landen Zylinder mit den Marsmenschen in vielen Teilen der Welt. Ihnen entstiegen Kreaturen mit Tentakeln, lederartiger Haut und schleimigen Mündern. Es waren Bestien ohne wirklichen Körper und Verdauungsorgane. Nur Köpfe, die sich von dem Blut anderer Wesen ernährten und dennoch von hoher Intelligenz beseelt waren. Sie wollen nicht weiter als die Welt unterjochen, um Lebensraum erobern. Also beginnen sie die Menschheit zu vernichten und nutzen sie auch gleich als Nahrung (in einer Neuverfilmung).

Die Menschheit hat gegen die Maschinen der Marsianer keine Chance. Sie fliegen durch die Luft und führen erbitterte Schlachten gegen die fast wehrlose Bevölkerung. Doch Hilfe für die Menschheit kam von ganz anderer Seite: Die Marsmenschen waren nicht immun gegen irdische Viren und Bakterien, denn auf ihrem Heimatplaneten gab es diese nicht. „Von dem Augenblick an, als jene Eindringlinge auf der Erde anlangten, als sie aßen und tranken, machten unsere mikroskopischen Verbündeten sich ans Werk, sie zu vernichten“, schreibt H. G. Wells in seinem Roman.

Der Grundstein des H. G. Wells

Damit war er „up to date“ in der Wissenschaft seiner Zeit, wie man heute sagen würde. Denn erst im Jahr des Erscheinens seines Buches entdeckte der russische Botaniker Dmitri Iossifowitsch Iwanowski und sein holländischer Kollege Martinus Willem Beijerinck unabhängig voneinander Viren.

Die Grundidee der Invasion aus dem All (vom Mars) wurde von Wells geboren und ist in unzähligen Romanen, Comics und Filmen zu finden. Es ist erstaunlich, aber auffallend am Kinofilm und Klassiker „Independence Day“ ist, dass sich auch dieser Film an das Schema von Wells hält. Schleimige Aliens kommen (hier natürlich nicht vom Mars) aus dem All, um die Erde zu erobern und auszubeuten. Sie bedrohten zeitgleich verschiedene Städte auf der Erde und die Menschheit ist ihnen schutzlos ausgeliefert. Doch Hilfe kommt unerwartet und recht einfach: von Computer-Viren. Auch bei dem Blockbuster „Independence Day“ liegen nachher die abgestürzten Raumschiffe der Invasoren überall auf der Erde herum. Wie bei Wells.

Eine Hommage an den großen H. G. Wells, so der Produzent Roland Emmerich.

Lasswitz beschreibt die Marsmenschen als recht menschliche Wesen und vor allem friedliche Geschöpfe des Alls. Die netten Nachbarn von nebenan. Sie nehmen sogar gastfreundlich zwei Menschen der Erde mit auf den Mars und zeigen ihnen dort allerlei zum Teil wundersame Sachen

Der Roman von Lasswitz erinnert in Teilen sehr stark an die phantasievollen Berichte der 1950ger Jahre, in denen Menschen erzählten, sie seien von Marsmenschen oder auch anderen Aliens in UFOs auf fremde Planeten gebracht worden. Mit dem großen Unterschied, dass diese Autoren, Kontaktler genannt, damals behaupten, dass ihre Bücher der Wahrheit entsprechen würden.

Doch auch andere Autoren widmeten sich dem Mars. Die Frage „gibt es Leben auf dem Mars?“ war damals für viele Menschen mit einem klaren „Ja“ zu beantworten. Von romantischen schönen Frauen bis hin zu widerlichen Monstern bot die damalige Zeit alles, was der menschliche Geist so hervorbringen konnte. Und immer schwamm die Idee mit, dass es auf unserem Nachbarplaneten wirklich eine Zivilisation gibt oder geben könnte.

Die Geschichte, die sich Wells rund um den Mars und seiner aggressiven fiesen Bewohner ausdachte, wurde 1938 zur Vorlage eines Radiohörspiels von CBS. Und damit zu einer weiteren Legende rund um den Mars.

 30. Oktober 1938

Orson Wells und Howard Koch und ihr „Mercury Theatre on the Air“ gingen am Abend des 30. Oktober 1938 mit diesem Hörspiel erstmals auf Sendung. Das Hörspiel war so aufgemacht, als berichtet der Reporter Carl Phillips live von einer Invasion der Marsianer, die bei einer Farm in Grovers Mill in New Jersey landeten. Sie zerstörten alles auf ihrem Wege und ihre Invasion bewege sich geradewegs auf New York zu. Der „Reporter“ des Hörspiels kam immer wieder zu Wort. Aufgeregt schilderte er das grausame Szenario, das sich ihm bot. Die Show war sehr realistisch – angeblich zu realistisch für einige der rund 2,6 Millionen Zuhörer, die sich erst später in die Sendung einschalteten.

Die erst einige Zeit später zugeschalteten Radiohörer trauten ihren Ohren nicht. Sie dachten, sie hören hier eine wirkliche reale Reportage. Gebannt und voll Schrecken vernahmen sie von den aufgeregten „Reportern“, wie die Marsmenschen nah Grovers Mill in zylindrischen UFOs landeten und mit Giftgas und Hitzestrahlen die Menschen niedermetzelten. Immer wieder wurde die laufende Musiksendung von neuen Meldungen unterbrochen. „Das Ende der Welt ist nahe“ war das eindringliche Resümee der gesamten „Reportage“.

Aber es begann schon spannend. Kurz zuvor habe man, so hieß es, auf dem Mars Explosionen beobachtet und so war klar, dass man hier einer Invasionsarmee der Marsianer gegenüber stehen würde. Im Hörspiel hieß es:

Meine Damen und Herren, wir unterbrechen die Tanzmusik mit einer Sondermeldung des Nachrichtenbüros Intercontinental Radio News. Professor Farell vom Mount-Jennings-Observatorium in Chicago hat 20 Minuten vor acht auf dem Planeten Mars eine Reihe starken, in regelmäßigen Abständen aufleuchtenden Gasexplosionen beobachtet. Im Spektroskop erwies sich das Gas als Wasserstoff, der mit ungeheurer Geschwindigkeit auf die Erde zukommt. Professor Pierson vom Princeton-Observatorium in New Jersey bestätigt Farells Beobachtung.

Danach folgte wieder Musik, immer wieder unterbrochen von den aktuellsten Geschehnissen. Etwa, dass die Regierung der USA die Observatorien des Landes anwies, den Mars genau zu beobachten.

Dann wurde es unheimlich. Eine erneute Unterbrechung der Musik verkündete, dass ein „Asteroid“ nahe Grovers Mill niederging, dessen Aufprall 65 Kilometer weit zu hören war. Tatsächlich machten sich, so die Zeitung „Newsweek“ später, im sechs Kilometer entfernten Princton Menschen in ihren Autos auf den Weg zum vermeintlichen Einschlagsort. Arthur F. Buddington von der geologischen Fakultät der Universität von Princton, war ebenfalls überzeugt am Radio die Wahrheit gehört zu haben. Auch er fuhr zum Ort des Geschehens um ein Stück des „Asteroiden“ zu bekommen.

Das Ende der Menschheit ist nahe!

Doch der „Reporter“ meldete kurze Zeit später, dass es ein außerirdisches Raumschiff von 30 Metern Durchmesser sei, das da niederging. Kein Naturereignis, kein Asteroid. Daraufhin kam es zu ersten angsterfüllten Reaktionen einiger unwissender Radiohörer. Überall trafen besorgte Anrufe ein; die „New York Times“ erhielt beispielsweise 875 Anrufe besorgter Bürger. Es wurde aber alles viele schlimmer für die Menschen laut der „Reportage“.

Es dauerte nicht lange, dann verkündete das Radio das Unglaubliche: Schleimige Aliens entstiegen dem Flugobjekt! Das nahmen viele für wahr und in Los Angeles, Salt Lake City, New York, San Franzisco und anderen Städten meldeten sich Freiwillige, um den Kampf aufzunehmen. Das Radio vermeldete indes, man habe die gesamte Region zum Kriegsgebiet erklärt.

Die Lage spitze sich zu und die Zuhörer vernahmen entsetzt, wie der „Reporter“ Phillips beschrieb, dass die Marsmenschen mit ihren überlegenden Waffen angriffen. Nur 20 Meter sei er vom Grauen entfernt – dann war Totenstille, es hatte den „Reporter“ Phillips offensichtlich erwischt. Die Lage in den USA spitze sich zu, als „Hauptmann“ Lansoing in Grovers Mill schilderte, wie 7.000 Mann seiner Armee von den Marsianer einfach „zermalmt oder mit seinen Hitzestrahlen in Asche verwandelt“ wurden. Die Straßen seien von „wild flüchtenden Autos verstopft“. Eine Aussichtslose Lage.

Schließlich kam sogar der „Innenminister“ zu Wort und versuchte die Bevölkerung zu beruhigen. Er rief zum Zusammenhalt angesichts der Bedrohung aus dem All auf. Aufgeregt schallt es aus dem Radio, wie die Armee versucht die Maschinen der Marsmenschen zu bekämpfen, als sie Sendung plötzlich wieder schweigt. Nur kurz, denn eine andere Stimme schildert plötzlich, dass Giftgas über das Land zieht.

Das war das Ende der Menschheit, glaubten die uninformierten Zuhörer des Hörspiels. Man rannte auf die Straßen, versuchte sich mit Tüchern vor dem Mund gegen das Gas zu schützen, versammelte sich zum Gebet, floh aus den Städten oder versuchte sogar selber zu kämpfen. Als das Radio verkündete, die Invasion haben den Hudson River erreicht und dies werde wohl die letzte Sendung sein war die Lage aussichtslos – im Hörspiel.

New York in Gefahr

Zahlreiche Menschen der Ostküste, vor allem natürlich in New Jersey und New York, rannten hinaus auf die Straßen. Sie bewaffneten sich und es kam zu panischen Tumulten. Angsterfüllt blickte man in den Himmel und suchte ihn nach den brutalen Marsbewohnern ab. Die Behörden wurden mit Anrufen überschüttet und verängstigte Menschen zogen aus, um die Menschheit zu verteidigen. Es gab Verletzte bei Tumulten. Das junge Kommunikationssystem der USA und das Verkehrsnetz brachen teilweise zusammen. Einige Menschen ergriffen schlicht die Flucht und andere beteten weinend zum Himmel und dachten, dass Ende der Welt sei gekommen. Auch Luftschutzkeller wurden teilweise aufgesucht. Der Kommandeur der Nationalgarde ließ in New York sogar Verhaltensmaßregeln an die Bevölkerung verteilen, um die Sache in den Griff zu bekommen.

Das es Marsmenschen gibt, war damals für nicht wenige Menschen ganz einfach eine Tatsache. Das Hörspiel scheint es zu belegen. Im Jahre 1900 wurde in Frankreich sogar ein Wettbewerb ausgeschrieben. Eine Zeitung versprach demjenigen, der zuerst nachweislichen Kontakt mit Außerirdischen hat, 100.000 France. Dabei zählte aber kein Kontakt zum Mars, denn das sei schlicht zu einfach. Unverständlich bleibt jedoch, warum die Menschen nicht hörten, als in der laufenden Sendung viermal und nach der Sendung fünfmal darauf hingewiesen wurde, dass es nur ein Hörspiel ist.

Orson Wells und auch andere waren im Nachhinein mehr als erstaunt über die Wirkung ihres Hörspiels. Ein Beweis, wie man Massen manipulieren kann und ein Studienobjekt für Psychologen bis auf den heutigen Tag. Obwohl, das darf nicht übersehen werden, der weitaus größte Teil der Zuhörer ganz genau wusste, dass hiervon nichts Realität ist. Ebenso kam es trotz Tumulten und der oben beschrieben Ereignisse nicht zu weit verbreiteten „Massenpaniken“ oder ähnlichen, wie heute hier und da zu lesen ist.

Wells selber entschuldigte sich vor laufenden Kameras für den angerichteten Schlamassel. Und sicher werden viele Menschen im Nachhinein sich ihrer naiven Verhaltensweise geschämt haben.

Doch man mag es wieder nicht glauben: Am 30. Oktober 1988, 50 Jahre später, strahlte ein Sender in Portugal das Hörspiel leicht geändert erneut aus. Diesmal landeten die Mars-Soldaten nahe der Stadt Braga im Norden des Landes und wieder kam es zu Tumulten. Wieder hielten einige das Hörspiel für eine wahrheitsgetreue Reportage. Auch andere Sender strahlen das Hörspiel aus, ob dabei jemand die Sache ernst nahm, ist allerdings nicht bekannt.

Marsianer-Invasion in den Kinos

Mit Orson Wells Hörspiel nahm der Mars-Mythos neue Formen an. Es folgten Filme in Anlehnung an H. G. Wells, weitere Neu-Versionen des Hörspiels und auch TV-Serien zum “Kampf” bzw.  Krieg der Welten”. Im Jahre 1953 wurde die Geschichte vom „Krieg der Welten“ von Byron Haskin erstmals fürs Kino verfilmt.  Dieser Film ist einer der Klassiker der Science-Fiction-Filme überhaupt und beeinflusste sogar einige Astronomen in ihrer Kindheit. Die Invasion spielt wieder in den USA und wie im Roman vernichten irdische Mikroben die Marsmenschen letztlich doch, nachdem das irdische Militär nichts ausrichten konnte.

Es folgten zahlreiche Fortsetzungen des Spielfilms, von denen an dieser Stelle nur “Mars Attacks!” von Tim Burton aus dem Jahr 1996 genannt werden soll. Und zwar aus dem Grunde, das er eine satirische Komödie zu dem Stoff von  H. G. Wells ist, der mehr als gekonnt mit den Klischees entsprechender Filme dieser Ära spielt.

1953 erschien auch der Film „Invasion vom Mars“ von William C. Menzies. In diesem Klassiker landet ein UFO mit grünen Marsmenschen in einem Sandhügel und wird dabei von einem kleinen Jungen beobachtet. Die Marsmenschen entführen daraufhin Menschen in ihr Raumschiff und implantieren ihnen „Sonden“ im Nacken um sie so zu kontrollieren. Der Grund für ihr Tun ist eine startbereite Rakete nahem dem Landeort des UFOs, die die Marsbewohner als Bedrohung für sich sehen. In diesem Film schaffen es letztlich die Soldaten, eine Bombe im Raumschiff der Marsmenschen zu legen und besiegen so die unfreundlichen Eindringlinge.

Auch in diesem Streifen aus Hollywood erkennt man Elemente, die später zahllose der oben genannten UFO-Kontaktler in ihren vermeintlichen Sachbüchern berichteten. Der Vollständigkeit halber soll an dieser Stelle nicht vergessen werden, dass bis heute in der Grenzwissenschaft Außerirdische auf dem Mars vermutet werden. Etwa Basen dieser Fremden, die jedoch aus den Tiefen des Alls kommen. Dies soll hier jedoch nicht das Thema sein.

Sämtliche Science-Fiction-Filme jener Zeit, beispielsweise auch der damals sensationelle Film „Fliegende Untertassen greifen an“ von 1956, waren sehr einfach gestrickt. Auch endeten sie im Vergleich zu heutigen Filmen eigentlich dann, wenn sie erst richtig anfangen. Hauptdarsteller ist oft ein schlauer Wissenschaftler, der so allerlei über den Mars oder die Aliens weiß, sowie eine schöne Frau, die sich in ihn verliebt. Wundervoll auf die Schippe genommen in der genannten Komödie “Mars Attacks!”.

Aliens auf der Leinwand und UFOs

Den Absturz eines UFOs zeigt der Film „Flying Disc men from Mars“ (1951) von Fred Barnnon. Hier will ein Marsmensch die Invasion seiner Rasse vorbereiten und bedient sich der Hilfe eines schlauen Wissenschaftlers, um sein UFO zu reparieren. Doch dieser durchschaut letztlich den Plan des fremden Wesens.

Heute schmunzeln wir über diese sehr zahlreichen Filme, doch sie spiegeln einen Boom wieder, der sich auch in Comics niederschlug. Mars war überall und ein Verkaufsschlager. Auch in der frühen UFO-Literatur. Der Film „This Island Earth“ (1954), hier als „Metaluna 4 antwortet nicht“ bekannt, von Joseph Newman nimmt ebenso Motive der UFO-Thematik vorweg. Hier kommen die Außerirdischen zur Erde, da sie von den Menschen Hilfe brauchen. Zwei Wissenschaftler reisen deshalb später zur Alien-Heimat „Metaluna 4“, um dort den Fremden um zu helfen.

Aber warum ist der Mars in den Köpfen der meisten Menschen damals von „kleinen grünen Männchen“ bewohnt? Eine Vorstellung, die bis heute bei vielen Menschen zum Thema Aliens herumspukt. Fragen wir Kinder, wie denn Aliens sol aussehen, sind es vielfach eben solche grünen Wesen. Dann und wann sogar mit Antennen auf dem Kopf. Marsmännchen kennt heute jedes Kind. Selbst die Spielzeugindustrie bedient sich noch heute den Motiven des Science-Fiction der 50ger Jahren und des früheren Marsfiebers.

Wahrscheinlich wurden die grünen Marsbewohner von Edgar Rice Burroughs im Jahre 1911 geboren. Burroughs, der Erfinder des athletischen Helden „Tarzan“, veröffentlichte damals seinen Roman „Die Prinzessin vom Mars“, in dem er den Außerirdischen grüne Haut gab.

Eine neue Mars-Ära

Eine neue Ära der Mars-Filme wurde 1990 mit dem Film „Total Recall“ von Paul Verhoeven eingeleitet. Hier ist der Mars bereits besiedelt und die angeblich 1976 entdeckten „Pyramiden“ auf dem Mars, über die noch heute diskutiert wird, spielten hier eine wichtige Rolle. Die Helden des Filmes schaffen es eine uralte außerirdische Anlage in Gang zu bringen, die auf dem Planeten Mars eine Atmosphäre mit Sauerstoff freisetzt. Die Kolonisten können sich fortan sicher auf dem gesamten Planeten frei bewegen.

Andere Filme der neuen Mars-Ära waren zum Beispiel „Mission to Mars“ von Brian De Palma oder auch „Red Planet“ von Antony Hoffman (beide 2000). „Mission to Mars“ spielt ebenfalls mit dem Gedanken, dass Außerirdische auf dem Planeten waren und dort Bauwerke hinterließen. Im berühmten „Marsgesicht“ findet sich dort natürlich auch eine außerirdische Technologie. So erfahren die Zuschauer, dass vor langer Zeit ein Asteroid die Atmosphäre des Mars vernichtete, weshalb die Mars-Zivilisationen ihre Gene mit Raumfahrzeugen in das All schoss. Wir Menschen sind das Ergebnis.

Eine Story, die realen Spekulationen einiger Autoren entlehnt wurde.

Der Film „Red Planet“ ist da realistischer. Dort versucht man mittels Algen den Mars umzugestalten, da die Erde nur noch ein ökologisches Chaos ist. Terraforming nennt man diese Zukunftsvision, die ebenfalls einen realen Background hat. Selbst der Rover der NASA-Mission „Pathfinder“ wird in diesem Film erwähnt und als Notfunkzentrale genutzt. 50 Jahre nach seinem Einsatz. Doch auch hier geht es nicht ohne Action und so wird die erste bemannte Mars-Mission, die prüfen soll, warum die Algen vom Mars verschwunden sind, von Mars-Insekten und von einem selber mitgebrachten Roboter dezimiert.

Marsianer-Fieber

Marsfieber bricht in Schüben aus. Dies scheint deutlich zu sein. Und so dreht Hollywood bis heute Filme, die auf dem Mars spielen. Der Filme „Der Marsianer“ von Ridley Scott aus dem Jahr 2015 ist hier besonders zu nennen. Aus dem Grunde, da hier überhaupt keine Aliens oder außerirdische Objekte vorkommen. Vielmehr wird hier möglichst realistisch eine bemannte Mars-Mission von der Erde gezeigt, bei der ein Astronaut aufgrund einer Katastrophe aus dem Planeten zurückbleibt. Diesen gilt es im Laufe des Filmes zu Retten.

Einen „Robinson Crusoe auf dem Mars“ hat es zuvor in den Kinos jedoch auch schon gegeben. Im gleichnamigen Film von Byron Haskin aus dem Jahr 1964, der auch unter dem Titel „Notlandung im Weltraum“ bekannt ist, strandet ebenso ein Astronaut auf dem Mars. Zusammen mit einem Äffchen kämpft auch er ums Überleben und um seine Rückkehr zur Erde. Er bekommt aber Probleme mit Aliens, als er eines Tages UFOs und Außerirdische beobachtet, die eine Rasse von Weltraum-Menschen auf dem Mars zu Sklavenarbeit zwingen. Mit einem außerirdischen Sklaven, den der Held im Film „Freitag“ nennt, überleben sie letztlich bis zur Rettung von der Erde ….

Niemand glaubt heute mehr, dass auf dem Mars eine ganze Zivilisation existiert. Dass es dort bis heute Leben in Form von Mikroorganismen gibt, indes schon. So gilt der Mars bis heute in der Astronomie als Kandidat für außerirdisches Leben, dass es zu finden gilt. Solche Mikroorganismen bauen natürlich keine Mars-Kanäle, kommen in UFOs um Kontaktler zu besuchen oder greifen gleich die ganze Erde an.

Für Hollywood ist das kein Grund, nicht weiter an dem Mars-Mythos zu feilen. So geschehen in dem Film „Life“ von Daniél Espinosa von 2017. In diesem werden durch eine Raumsonde Bodenprobe vom Mars auf die Internationalen Raumstation ISS zur Untersuchung gebracht, in dem sich tatsächlich mikroskopisches Leben befindet. So weit, so realistisches, wie in diesem Artikel HIER, dargelegt. Mit dem Unterschied, dass sich in „Life“ dieses scheinbar primitive Mars-Leben in Windeseile zu einem großen und tödlichen Organismus entwickelt, der am Ende des Filmes zur Erde gelangt und damit die gesamte Menschheit bedroht.

Mal wieder …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Die 7 größten ungelösten Rätsel der Grenzwissenschaft und Mysterien der Welt

Die 7 großen ungelösten Rätsel der Grenzwissenschaft (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Die 7 großen ungelösten Rätsel der Grenzwissenschaft (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Seit Anbeginn der Menschheit steckt die Welt um uns herum (und darüber hinaus) voll Geheimnisse und Phänomene. Dank der Naturwissenschaft und des technologischen Fortschritt konnten viele dieser Mysterien gelöst und erklärt werden. Neben dieser etablierten Wissenschaft existiert noch die Grenzwissenschaft. Eine fast ausnahmslos von Laien betriebene Forschung ohne feste und einheitliche Strukturen, Ansätze und Aufgaben. Ein spannendes Feld an der Grenzen der Wissenschaft, das sich mit zahlreichen ungelösten Rätseln der Welt beschäftigt. Die 7 größten ungelösten Geheimnisse der Grenzwissenschaft sollen in diesem Beitrag vorgestellt werden.


Geheimnisse der Grenzwissenschaft

Die Grenzwissenschaft und Mystery Files-Thematik ist ein im Ganzen ein mehr als nur zweischneidiges Schwert! Praktisch jeder Interessierte möchte etwas anders glauben. Viele nehmen Spekulationen als Tatsachen oder sprechen sogar von Beweisen oder Belegen für dieses und jenes. Andere wiederum haben zwar Interesse daran, sehen aber all die angeblichen „Fakten“ als Unsinn an. Wieder andere glauben beinahe jede „Enthüllung“, während die andere Seite erneut „ihr eigenes Süppchen kocht“.

Ein einheitlicher Konsens existiert nicht.

Erschwerend kommt hinzu, dass es „die“ Grenzwissenschaft eigentlich überhaupt nicht gibt. Es ist ein Sammelbegriff, unter dem sich zahllose Einzelbereiche vereinen. Sie reichen von UFO-Forschung und Astronauten der Antike, über Paranormale Phänomene wie zum Beispiel Spukerscheinungen oder Kontakt mit dem Jenseits, bis zur Suche nach Atlantis, „Verschwörungen“ oder Kryptozoologie. Themen, die dann wieder in weitere „Untergruppen“ unterteilt sind.

Tatsachen die belegen, dass die folgenden großen ungelösten Rätsel der Grenzwissenschaft keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben (können). Ohne Zweifel gibt es wesentlich mehr, da man sicherlich unter jedem einzeln Punkt sieben weitere Unter-Rätsel nennen könnte.

Und doch sind sie da, die „verflixten Sieben“ – Alphabetisch:

1. Aliens und Außerirdische

Gibt es sie wirklich, die Aliens? Hiermit ist natürlich nicht allgemein Leben im All gemeint, sondern konkret Außerirdische, die hier auf unseren Planeten sind.

Viele Grenzwissenschaftler sind davon felsenfest überzeugt. Deren Spekulationen um die Anwesenheit von Aliens auf unseren Planeten sind wohl die umfangreichsten in der gesamten Welt der Rätsel der Menschheit. Eine Mehrheit darunter vermutet, dass wir tatsächlich von Fremden aus dem All besucht werden. Vielleicht schon seit Tausenden oder sogar Millionen von Jahren (s. unten)!

Damit einher geht oft die Idee, dass gewisse „Machteliten“ mit diesen Außerirdischen paktieren. Regierungen, Geheimdienste oder andere dunkle Institutionen arbeiten Hand in Hand mit diesen Aliens. All das werde nach diesen Überzeugungen vor der breiten Masse geheim gehalten.

Warum und seit wann eine andere Zivilisation aus dem All auf unseren Planeten sein soll, kann niemand sagen bzw. belegen. Auch nicht die Aussagen, dass verschiedene Spezies von den Sternen bei uns oder sogar mitten unter uns weilen. Bei diesen Fragen reichen die Spekulationen im wahrsten Sinne des Wortes bis in die Tiefen des Universums.

2. Astronautengötter

Einher mit dem Rätsel um Aliens und Außerirdische geht natürlich auch die Prä-Astronautik. Also die Idee, dass die Götter und überirdischen Wesen aus den Mythen und Überlieferungen unserer Ahnen in Wahrheit Außerirdische waren. Reale Individuen aus Fleisch und Blut, die rund um den Globus ihre Spuren hinterlassen haben.

Solche Spuren werden dabei nicht nur in alten Schriften und Mythologien gesucht. Auch sakrale Bauwerke und archäologische Hinterlassenschaften unserer Vorfahren werden teilweise mit diesen Astronautengöttern in Zusammenhang gebracht. Nicht unbedingt als Bauten und Relikte von diesen „Göttern“ direkt, sondern von Menschen zu deren Ehren.

Eine überaus umfangreiche Thematik innerhalb der Grenzwissenschaft, die seit rund zehn Jahren enorm an Beliebtheit zugenommen hat. Grund ist die US-Doku-Serie „Ancient Aliens“, wie kürzlich in diesem YouTube-Video HIER erneut berichtet.

Ob aber die Götter der Vorzeit tatsächlich ganz reale außerirdische Wesen waren, die zum Erstaunen unserer Ahnen vom Himmel kamen und die Erde betraten, weiß niemand.

3. Was und wo war Atlantis?

Seit Generationen Suchen Menschen das legendäre Inselreich Atlantis. Nach dem Griechen Platon war es ein mächtiges Reich außerhalb des Mittelmeeres, dass durch den Zorn der Götter vernichtet wurde. Ein versunkener Kontinent, den Atlantis-Sucher seit Jahrhunderten suchen. Ob Platon sich alles nur ausgedacht hat, wie Skeptiker oftmals argumentieren, weiß niemand. Ebenso wenig, ob der Philosoph durch ein reales Ereignis zu seiner Atlantis-Geschichte nur inspiriert wurde.

Gleichzeit ist aber auch unbekannt, ob das Reich Atlantis nicht doch existierte. Irgendwo auf der Erde, denn die Jäger dieser versunkenen Welt haben bereits dutzende Thesen zur Lokalisierung der versunkenen Welt präsentiert. Diese reichen buchstäblich rund um die Erde in alle Regionen des Planeten und sogar bis in den Weltraum oder auch anderen Planeten.

Die Suche nach Atlantis als eine untergegangene Mutterkultur der Zivilisation und Menschheit hat sich in den letzten Jahrzehnten aber gewandelt. Mehr und mehr Autoren und Forscher suchen nicht mehr nach einer geographisch eng begrenzten „Ur-Kultur“, sondern eher nach einer weltweit verbreiteten Zivilisation. Keine im Meer versunkene Insel, wie es Platon beschrieb.

4. Leben nach dem Tod

Die Frage, ob es ein Leben nach dem Leben gibt, ist sicher das sensibelste Gebiet der Grenzwissenschaft. Eben deshalb, da alles Leben eines Tages sterben wird. Aber was geschieht dann mit dem individuellen Selbst, das sehr viele Menschen schlicht Seele nennen? Niemand weiß es – obwohl es jede Person auf diesen Planeten betreffen wird.

Darum machen sich Menschen über dieses grenzwissenschaftliche Thema Gedanken, auch wenn sie andere Mysterien der Welt überhaupt nicht interessieren.

An irgendeine Form eines Weiterlebens nach dem irdischen Ende glauben die meisten Menschen der Erde. Gleichgültig welche religiöse Erziehung sie dabei erfuhren. Eine reine Sache des Glaubens, die bisher vollkommen unbewiesen ist. Obwohl diese Frage auch Thema naturwissenschaftlicher und medizinischer Untersuchungen und Forschungen ist. Empirische Belege fanden bisher niemand.

In diesem Zusammenhang gehört durchaus auch die Welt des Paranormalen, wie umfangreich HIER aufgezeigt. Also die Erforschung von Phänomenen wie Spuk oder Geister, die für viele Menschen mit der Frage nach einem Leben nach dem Tod zusammenhängen.

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5. Riesen

Haben in einer fernen Vergangenheit Riesen existiert, ist eine wachsende Frage in der Grenzwissenschaft. Ich behaupte mal, dass dieses ungelöste Rätsel in den letzten 15 bis 20 Jahren enorm an Interesse gewonnen hat.

Losgelöst von irgendwelchen Kindergeschichten von (meist bösen) Riesen fahnden weltweit Mystery-Jäger nach diesen Titanen. Immerhin kennen die Völker auf der ganzen Erde in ihren Überlieferungen Geschichten über solche riesenhaften Titanen. Sehr häufig wird ihre einstige Existenz darin mit den „Göttern“ in Verbindung gebracht, da sie von ihnen abstammen oder geschaffen worden sein sollen. Wie auch die Menschheit geschaffen wurde.

Hat es solche Titanen aber wirklich gegeben, oder entstammt alles der Phantasie unserer Vorfahren in aller Welt? Vielleicht wurden damalige Menschen durch Funde von Knochen ausgestorbene Tiere aus der Vor- und Urzeit zu diesen Erzählungen über Riesen animiert, vermuten nicht wenige Skeptiker.

Das Riesen-Rätsel vergrößert sich auch dadurch, dass in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder Presseberichte erschienen, dass Skelette von solchen Wesen bei Grabungen entdeckt wurden. Zum Beispiel in den USA, wo diese Überreste letztlich in diversen Museen und Instituten „verschwanden“ …

Auch diese Frage bleibt weiterhin vollkommen ungelöst, bis handfeste Belege vorzuzeigen sind. Auf meinem YouTube-Kanal HIER findet Ihr zu diesem Thema eine ganze Reihe Videos.

6. UFOs

Ein unendliches Rätsel der Welt ist ganz ohne Zweifel die Frage nach UFOs. Auch wenn niemand bezweifelt, dass das Phänomen „Unbekannte Flugobjekte“ existiert, wird bei keinem anderen Thema hitziger und leidenschaftlicher diskutiert, wie bei diesem.

Kritiker meinen, alle Meldungen von UFOs seien durch natürliche Phänomene, Irrtümer oder irdische Objekte zu erklären. Der Beobachter sah nur etwas für ihn Unbekanntes, was damit noch lange kein „exotisches Phänomen“ sei, heißt es. In der UFO-Forschung selber und unter UFO-Interessierten wird über das weltweite Phänomen stark gestritten. Einige sehen klar hinter UFOs die Präsenz von Außerirdischen oder Wesen aus anderen Dimensionen. Wenige vermuten sogar Zeitreisende dahinter, während ein paar wenige Menschen hier Dämonen und damit Abgesandte des Satan vermuten.

Befürworter des UFO-Phänomens als reales und exotisches oder nicht-irdisches Rätsel haben in Jahrzehnten unzählige „Beweise“ dafür vorgelegt. Sie reichen von Fotos und Videos, über einst geheime UFO-Akten, bis hin zu Aussagen von hohen Persönlichkeiten aus Politik und Militär.

Gerade bei Aussagen von Personen aus Geheimdiensten, Militär oder der Politik, die sich positiv zum UFO-Phänomen als exotisch oder sogar außerirdisch äußerten, horchen viele Interessierte auf. Fraglos sind deren Angaben und Behauptungen überaus spannend – nur lieferten sie in keinem Fall einen greifbaren Beweis. Auch Belege, dass UFO-Forschung auch von Regierungen im Geheimen durchgeführt wurde, beweisen nicht, dass hier Aliens am Himmel herum fliegen. Obwohl in inzwischen freigegeben UFO-Akten immer wieder in diese Richtung berichtet wurde.

Das Rätsel würde sich wohl erst dann eindeutig aufklären, wenn – wer auch immer – ein UFO präsentiert.

7. Unbekannte Wesen

Ähnlich hat es sich bei dem grenzwissenschaftlichen Gebiet der Kryptozoologie. Jene Forschung, die weltweit nach unbekannten und als ausgestorben geltenden Wesen sucht. Naturwissenschaftler wie Biologen und Zoologen sind hier ebenso aktiv, wie zahllose Laien-Forscher.

Anders als bei anderen Grenzwissenschaften kann die Kryptozoologie aber handfeste Beweise vorlegen. Immer wieder sind in der Vergangenheit unbekannte Tiere entdeckt worden, die der Wissenschaft zuvor fremd waren. Dabei reicht die Palette der Entdeckungen von Fischen aus der Urzeit bis zu großen Säugetieren.

Das Spektrum bei der Jagd nach unbekannten Tierarten schließt aber auch und vor allem einige Klassiker mit ein. Zum Beispiel weltweite Berichte über lebende „Affenmeschen“ wie Yeti, Bigfoot oder Alma sowie Monster der Tiefsee oder Nessie im Loch Ness und Kreaturen in anderen See (s. dazu Video HIER). Selbst die Bestie des Ziegensaugers, des Chupacabra, gehört durchaus hierzu. Ob Kreaturen wie der Bigfoot in Nordamerika existieren, ist bisher unbewiesen. Zwar existieren unzählige Zeugenaussagen und auch Fotos und Videos, aber einen Kadaver konnte bis dato niemand präsentieren.

Vielleicht nur noch nicht.

“Die” Grenzwissenschaft

Natürlich kann man über die sieben großen Mysterien „der“ Grenzwissenschaft herrlich streiten. Und so geschieht dies auch unter den einzelnen Vertretern und Interessierten innerhalb der entsprechenden Community.

Beispielsweise gibt es genügend Autoren und Forscher aus dem Bereich „Atlantis“, die mit Außerirdischen jeglicher Art nichts zu tun haben. Oder Kryptozoologen, die nichts mit der Frage nach Geistern und dem Leben nach dem Tod anfangen können. Nicht wenigen UFO-Interessierten ist der Teilbereich der UFO-Forschung, der sich mit UFO-Entführungen befasst, wiederum suspekt. Prä-Astronautik-Forscher wiederum interessiert meistens die Arbeit von Bigfoot-Jägern in Nordamerika nicht.

Diese sieben ungelösten Rätsel der grenzwissenschaftliche Themenwelt zeigt eines sehr deutlich: Auch wenn hier und dort die Übergänge fließen sind, gibt es nicht „die“ Grenzwissenschaft.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Archäologen und Genetiker auf der Suche nach dem Ursprung unserer Ahnen und ihrer Sprache – mit erstaunlichen Ergebnissen

Archäologen und Genetiker auf der Suche nach dem Ursprung unserer Sprache - mit erstaunlichen Ergebnissen (Bild: Google Earth / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Archäologen und Genetiker auf der Suche nach dem Ursprung unserer Sprache – mit erstaunlichen Ergebnissen (Bild: Google Earth / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Woher stammen und Vorfahren aus der Steinzeit bzw. Eiszeit, die vor bis zu 12.000 Jahren lebten? Wo liegt der Ursprung der indoeuropäischen Sprachen, die heute von Indien bis Großbritannien gesprochen werden? Und wie verliefen die Besiedelungswege der ersten ersten Ackerbauern und frühen  Jäger und Sammler. Solche Fragen kann heute unter anderem die Gen-Forschung weiter aufhellen. Ein internationales Forscherteam aus Genetikern, Anthropologen und Archäologen ist deshalb in der bisher umfangreichsten DNA-Untersuchung dieser Art genau diesen Fragen nachgegangen. Und kam zu erstaunlichen Ergebnisse, die sie jetzt “Science” veröffentlicht haben.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Wissenschaftler auf der Suche nach unseren Ahnen

Mehr als 100 Wissenschaftler aus den verschiedensten Fachgebieten, von Genetik bis Archäologie, veröffentlichten in dem Fachmagazin “Science” am 6. September die Ergebnisse ihrer Studie der menschliche DNA. Dabei bedienten sich die Experten um David Reich von der Harvard Medical School alter und uralter DNA von insgesamt 523 vorzeitlichen Personen, die vor allem in Süd- und Zentralasien lebten.

Der von diesen Vormenschen gewonnene Gencode wurde woraufhin mit der DNA bereits bekannter Untersuchungen anderer Individuen der Steinzeit verglichen. Diese Menschen stellen nach Aussage der beteiligten Forscher “Schlüsselphasen in der Bevölkerungsgeschichte Eurasiens fest, einschließlich der Ausbreitung von Bauernvölkern aus dem Nahen Osten mit Bewegungen sowohl nach Westen als auch nach Osten”.

Ergänzt wurde diese Studie durch archäologische Funde und Forschungen aus der Sprachwissenschaft, die daraufhin alle in einen Kontext gebracht wurden.

Nach Ansicht der Forscher widerlegt ihre Untersuchung bisherige Thesen über die Ausbreitung unserer direkten Vorfahren und vor alle auch der indoeuropäischen Sprachen. “Die Vorfahren aus der Steppe in Südasien haben dasselbe Profil wie in der Bronzezeit in Osteuropa”, schreiben sie in ihrer Veröffentlichung. Diese steinzeitlichen Siedler vermischten sich mit anderen frühen landwirtschaftlichen Kulturen in ganz Europa und Zentral- und Südasien und brachten auch ihre Sprache mit:

Eine massive Bevölkerungsbewegung aus der eurasischen Steppe nach Europa, die wahrscheinlich die indoeuropäischen Sprachen verbreitete. Wir zeigen eine parallele Reihe von Ereignissen, die zur Ausbreitung der Vorfahren aus der Steppe nach Südasien führten, und dokumentieren dabei Bewegungen von Menschen, die wahrscheinlich die Ausbreitung der indoeuropäischen Sprachen begünstigten.

Nach ihren Forschungen sind sich die Autoren der Studie sicher, dass nicht Bauern aus Anatolien ihre Sprache nach Europa und Richtung Asien verbreiteten. Bis heute ist das die übliche Hypothese über den Ursprung der indogermanistischen Sprachfamilie. Die Experten sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die sprachlichen Wurzeln bei Viehzüchtern aus den Steppen Asiens liegen. Vor etwa 5.000 Jahren.

Spuren bei den weisen Brahmanen Indiens

Weiter zeigte die Untersuchung (sowie eine ergänzende Studie, die in “Cell” vom 5. September), dass die Landwirtschaft im Süden Asiens nicht von Siedlern aus dem Westen stammen kann. Auch im heutigen Iran und Zentralasien verlief die Entwicklung der Sprachen anders, als bisher angenommen. Erst rund 1.500 Jahre später machten sich die Nachfahren dieser europäischen Siedler wieder auf den Osten und asiatische Gebiete neu zu besiedeln. David Reich ist deshalb sicher:

Wir können eine Ausbreitung von Bauern mit anatolischen Wurzeln nach Südasien ausschließen.

Besonders bei einer Bevölkerungsgruppe in Südasien bzw. Indien lasse sich noch heute eine eindeutige genetische Spur zu den Steppenvölkern finden, so Reich. Es sind die Brahmanen aus dem Hinduismus. Weise und heilige Männer einer ganz besonderen Kaste, die Lehrer und Priester der alten indischen Schriften “Veden” sind. Verfasst sind diese heiligen Texte Sanskrit, einer uralten indoeuropäischen Sprache.

Eine Kasten-Elite, die über Generationen ihr Wissen weitergibt und sich nach den Untersuchungen der Forscher offensichtlich untereinander ihr genetische Erbe erhalten konnte:

Die Feststellung, dass Brahmanen mehr Steppen-Abstammung haben als andere Gruppen in Südasien, liefert ein faszinierendes neues Argument für einen Steppenursprung für indoeuropäische Sprachen in Südasien.

Dass eine elitäre Elite wie in diesem Fall die Brahmanen über unzählige Generationen lieber unter sich bleibt, ist nicht verwunderlich. Für die Genforscher dieser Untersuchung ein Glücksfall. Die moderne Wissenschaft hat offensichtlich mit der DNA ein einstmals undenkbares Werkzeug zur Erforschung unserer Vorgeschichte in der Hand, von der auch in Zukunft neue Erkenntnisse zu erwarten sind.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Alienfilme aus Hollywood und ihre Logikfehler: 6 Fragen – 6 Antworten (+ Videos)

Logikfehler in Alienfilmen: 6 Fragen - und 6 Antworten (Bild: PixaBay/gemeinfrei)
Logikfehler in Alienfilmen: 6 Fragen – und 6 Antworten (Bild: PixaBay/gemeinfrei)

Alienfilme aus Hollywood sind seit Jahrzehnten beliebt und ein fester Bestandteil der Produktionen aus der Traumfabrik. Von großen Blockbustern bis zu kleinen und auch billigen Science-Fiction-Filmen findet der Fan hier eine riesen Auswahl an entsprechenden Filmen vor, die sehr oft eines gemeinsam haben: Die Außerirdischen kommen nicht in Frieden und wollen uns Menschen von unserem Planeten fegen. Materialschlachten inklusive. Eigentlich nichts weiter als reine Unterhaltung, die nicht selten ein Millionenpublikum erreicht. Frei nach dem Motto Gehirn abschalten und die Menschheit (bzw. USA) mal machen lassen. Kürzlich hat ein Online-Portal einen für den Fan solcher Filme interessanten Beitrag online gestellt, in dem auf sechs Logikfehler in solchen und ähnlichen Filmen hingewiesen wird. Zugleich ist dieser aber auch für den Interessierten an UFOs, Grenzwissenschaft und Aliens an sich durchaus interessant. Und obwohl solche Alienfilme als reine Unterhaltung angesehen werden sollten, sollen in diesem Beitrag die auf der Kino-Webseite gestellten sechs “galaktischen Logiklöcher an dieser Stelle beantwortet werden.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Alienfilme und UFOs

Viele Menschen, die sich für UFOs, Leben im All, Aliens und Außerirdische als Teil der Grenzwissenschaft interessieren, interessieren sich auch für Science-Fiction-Filme. Auch wenn sich reale UFO-Themen und Hollywood fraglos gegenseitig beeinflussen, so nimmt man gerne Alienfilme als Unterhaltung an. Viel Gedanken zu den unzähligen Kinoproduktionen rund um Aliens machen sich dabei nur wenige Zuschauer.

Auch wenn diese sich ernsthaft für das Thema in der Realität interessieren.

Natürlich gibt es Ausnahmen. So wird innerhalb der grenzwissenschaftlichen Community immer mal wieder der Verdacht laut, dass Alienfilme die Massen manipulieren sollen. Zum Beispiel als eine Art Ablenkung von der Realität, da UFOs und Außerirdische in Wahrheit schon hier sein sollen. Oder als Manipulation der Massen „von ganz oben“, um die Menschheit auf den Kontakt mit anderen Wesen des Alls vorzubereiten. (s. a. HIER)

Ein weites Feld, in dem viele Spekulationen und Behauptungen kursieren. Seit Jahrzehnten.

Die Mehrheit sieht jedoch Alienfilme schlicht als pure Unterhaltung aus der Traumfabrik Hollywood. Popcorn-Kino, in dem man gemütlich mit ansehen kann, wie außerirdische Invasoren die Erde in Schutt und Asche legen. Aggressive Aliens also, die uns als Menschheit vernichten wollen und denen deshalb jedes Mittel dafür recht ist. Und diese Mittel sind meistens viel Aktion. Natürlich mit Ausnahmen, wie es der Kinobesucher weiß.

Logikfehler finden sich in nahezu allen Alienfilmen. Gleichgültig, ob diese Science-Fiction-Filme jetzt böse oder gute Außerirdische auf die Leinwand bringen.

Die sechs Logickfehler in Alienfilmen

Sechs dieser „Galaktischen Logiklöchzer“ hat Daniele Li vom Kino- und Tec-Portal „Turn on“ kürzlich in einem dortigen Artikel einmal aufgeführt. „Diese Logiklöcher hätten wir jetzt schon gerne mal erklärt“, schreibt Li. Man muss solche Spielfilme natürlich nicht zu ernst nehmen, doch als Grenzwissenschaftler und Science-Fiction-Fan (s. HIER), sind die „sechs Fragen an Aliensfilme“ von Li sicher sehr interessant!

Folgende sechs Fragen stellt die Autorin Li:

  1. Wie soll das mit den Hybriden funktionieren?
  2. Warum eigentlich die Erde?
  3. Gibt es keine schlaueren Methoden zur Übernahme der Weltherrschaft?
  4. Warum immer die USA?
  5. Warum eigentlich immer Eroberung und nicht eine Forschungsreise?
  6. Warum kennt in Alienfilmen niemand Alienfilme?

Obwohl es natürlich Fragen sind, auf die die Traumfabrik Hollywood keine ernsthaften Antworten geben kann, sollen diese einmal im Detail durchgegangen werden.

Aliens und Menschen haben Sex?

„Seit Jahren präsentieren uns Alienfilme und Sci-Fi-Serien immer wieder Kreuzungen aus Mensch und Alien“, so Li. Wie kann es aber sein, dass „sich Alien- und menschliche DNA zu einem lebensfähigen Nachkommen verbinden“ lässt? Lichtjahre voneinander entfernt haben sich diese Kino-Aliens entwickelt, und so sei eine „möglichst große genetische Verwandtschaft“ untereinander zu bezweifeln.

Gute Frage. Wie kann das möglich sein? „Raumschiff Enterprise- Das nächste Jahrhundert“ liefert hier eine Antwort. In einer oder zwei Episoden machen sich verschiedene Rassen (und anderem die Menschen) auf die Suche nach einem kosmischen Geheimnis. Es wird dort zum Beispiel für eine Art Superwaffe gehalten. Und so führen die im Universum verstreuten Hinweise und Puzzlestücke die verschiedenen Spezies letztlich auf einem fernen Planten zusammen. Dort erfahren sie, dass eine uralte und längst versunkene Rasse im Kosmos ihre genetischen Bausteine im All verbreitet habe, bevor sie vor unendlich langer Zeit unterging. Deshalb seien diverse Rassen in dieser TV-Serie  miteinander verwandt.

Auch in anderen Science-Fiction-Filmen gibt es sehr ähnliche Aussagen. In der legendären „Alien“-Filmreihe sind wird Menschen sogar von Aliens erschaffen worden. Sie wären unsere Vorfahren. Im Prinzip das, was einige Überlegungen zu Schöpfungsmythen innerhalb der Prä-Astronautik auch sagen.

Letztlich gibt es sogar noch die wissenschaftliche Theorie, dass außerirdische Zivilisationen absichtlich ihre DNA im Universum verteilen oder verteilt haben. Mit Millionen von unbemannten Sonden, die dort, wo sie auf Planeten mit geeigneten Bedienungen treffen, die Evolution beeinflussen. Eine These, die sich „Gerichtet Panspermie“ nennt, und bereits 1973 von dem Chemiker Leslie Orgel und Biologe und Physiker Francis Crick formuliert wurde.

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Aber: Nur weil irgendwelche Aliens vor Millionen oder Milliarden Jahren auf verschiedenen Planeten im All die Evolution mit ihren genetischen Bausteinen manipulierten, heißt das nicht, dass Hominide von diesen Welten miteinander Babys/Nachkommen haben können. Das ist in der Tat mehr als unwahrscheinlich! Immerhin ist der Mensch auch sehr eng mit dem Affen verwandt. Beide Spezies leben auf diesem Planeten – und können keine Nachkommen haben.

Obwohl Alienfilme immer gerne Genmanipulationen zu regelrechten Monsterspezies zeigen, sind zum Glück absonderliche natürlich-biologische Nachkommen eigentlich nicht dabei. Man denke an Kindlein von Oberschurke „Jabba the Hutt“ und einer pezigen „Wookiee“-Frau in der Welt von „Star Wars“ …

Warum immer unsere Erde?

Warum ist immer die Erde das Ziel der Aliens, fragt Li als zweites. Bei ihren Reisen durch das All müssten diese Aggressoren doch „an anderen, ähnlich attraktiven Planeten vorbeikommen“, die vielleicht sogar nicht erst von Menschen „gesäubert“ werden müssen.

Ganz einfach: Vielleicht sind sie es ja schon. Irgendwann erschien dann eines Tages eben unsere Erde auf deren Bildschirmen. Das nächste Ziel war gefunden. Oder eine Armada greift diese Welt an, eine andere jene und eine dritte unsere. Würden sie nicht unseren Planeten im Kosmos gefunden haben, könnte Hollywood schließlich auch keine Filme dazu machen …

In der Realität steht es außer Frage, dass irgendwann eine Spezies, die zu den Sternen reisen kann, auch eines Tages durchaus die Erde findet. Sie können zuvor sehr wohl zum Beispiel in einem benachbarten Sonnensystem gewesen sein, um später weiter zu ziehen. Möglicherweise auch nur ein Teil von ihnen als Kolonisten. Ob in der Realität solche Rassen im All herum fliegen, weiß natürlich niemand. Auch nicht, ob sie dann aggressiv sind, wie es uns das Kino zeigt.

Kann man uns nicht einfacher auslöschen?

Die dritte Frage auf „Turn on“ ist überaus spannend. Wenn man auf die Action-Hollywood-Filme Blick. In dieser wird nämlich gefragt, ob die Aliens „keine intelligenteren Methoden zur Übernahme der Weltherrschaft“ hätten. „Einfach eine Rakete oder eine mit einem Sprengkopf bestückte Sonde vorschicken“ und das Problem mit den Menschen wäre schon vor ihrer Ankunft auf der Erde gelöst, so Li. Materialschlachten seien so überflüssig.

Ganz richtig! Aber nicht für den Kinobesucher, der genau solche Schlachten erwartet.

Ich selber habe in den letzten Jahren immer wieder eine einfache Methode zur Vernichtung von uns Menschen bei einer Invasion erwähnt. Angenommen, dass solche bösen Außerirdischen existieren, die aus unbekannten Gründen die Erde haben wollen. Dann wäre es ein Kinderspiel, das diese genetisch einen Super-Killervirus in ihren UFOs entwickeln und züchten. Ein paar Proben und Studien der menschlichen Biologie im Vorfeld reichen da vollkommen. Als todbringende Seuche verbreiten sie diesen Virus dann in unserer Atmosphäre und schon ist es in ein paar Stunden oder Tagen aus mit uns.

Was würde das für Hollywood bedeuten? Ein Flopp an den Kinokassen. Außer natürlich, dass die Menschen diese genetisch manipulierten Angriff aus dem Nichts durch ein Gegenmittel stoppen können. In Windeseile entwickelt und wahrscheinlich von Medizinern und Biologen in den USA.

Menschheitsretter USA

Denn damit ist man schon bei der vierten Frage. Weshalb tauchen die fiesen Aliens zuerst in den USA auf? Und:

Warum sind die US-Amerikaner in der übergroßen Mehrheit der Alienfilme die Einzigen, die den armen Rest der Menschheit vor der außerirdischen Bedrohung retten können?

Darauf gibt es zwei einfache Antworten. Erstens liegt Hollywood in den USA, wie es auch Daniela li unterstreicht. Doch zweitens sind die USA in ihrem Selbstverständlich die Tollsten und Besten. Nur sie als Supermacht können die Welt retten. Eigentlich können sogar nur sie überhaupt irgendwas retten oder Gefahren bestehen. Aliens müssen dabei überhaupt nicht vorkommen. Wichtig ist aber, dass mehrfach „rein zufällig“ auch die US-Flagge im Bild zu sehen ist. So tickt Hollywood und die Kinowelt in den USA nun mal.

Es geht nur ums große Geld bei dieser Frage. Denn sehr gerne unterstützt das Militär auch entsprechende Hollywood-Produktionen mit Geld und Material. In der Traumfabrik ist das kein Geheimnis.

Bei einer echten Invasion werden sich die bösen Aliens natürlich keine Gedanken über Ländergrenzen machen. Wenn es heißt, die Menschheit muss vernichtet werden, spielt das keine Rolle. Oder kaum eine Rolle. Natürlich, um bei den Materialschlachten von Hollywood zu bleiben, vernichten die Invasoren erst militärische Ziele und Mächte, um jede noch so kleine Gegenwehr auszuschalten. Unbestreitbar hat nun mal die USA die größte Schlagkraft der Welt.

Ob allerdings deren Schlagkraft wirklich gegen eine derart fortschrittliche und zwischen den Sternen reisende Alienrasse wirksam wäre, steht in den Sternen. Bei „Independence Day” natürlich schon, dank der Führung der USA …

Wollen Aliens denn nie Frieden?

In der fünften Frage heißt es auf der Kino-Webseite, warum die Fremden immer als Eroberer kommen. Warum nicht als neugierige Forscher wie im Film „ET“?

Zumal sie auf ihrem langen Weg zu uns an diversen anderen Planeten vorbeigekommen sein dürften, die sich für eine Eroberung genauso gut anbieten wie die Erde.

Wieso kommen in den Filmen fast nie Außerirdische zum freundlichen Gedankenaustausch vorbei (…) sondern schlagen uns immer die Haustüren ein?

Wie bei der anderen Frage weiter oben haben sie vielleicht anderen Planeten schon erobert. Dort haben sie den einheimischen schon den Garaus gemacht und jetzt stehen wir auf deren Liste. Möglicherweise kämpfen sie auch an mehreren Planeten gleichzeitig. Oder die anderen Zivilisationen konnten sich erfolgreich wehren, so dass wir ein leichteres Ziel sind. Was auch immer man sich ausdenken mag, jetzt sind eben wir dran!

„Ein Film mit netten Aliens müsste mit einem Bruchteil der Actionszenen auskommen“, schreibt Li ganz treffend, und bringt es damit auf den Punkt. Das Publikum ist es gewohnt, dass die Aliens in böser Absicht kommen. Sie wollen in der Mehrheit Aktionfilme, in denen sich Menschen und Aliens die Köpfe einschlafen.

Produktionen, in den sich Menschen und Alien friedlich die Hände oder Tentakeln reichen, kommen eben nicht so gut an. Derzeit zumindest, denn es gibt nicht wenige Ausnahmen von friedlichen Alienfilmen. Zum Glück, wie ich finde. Allein die Filme „ET“, „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ oder auch „Arrival“ haben gezeigt, dass solche Science-Fiction-Filme sehr wohl funktionieren können. Die überwiegende Mehrheit der Kinozuschauer möchte aber lieber Aktion in diesem Zusammenhang. Scheint zumindest so.

Warum ist niemand durch Alienfilme vorbereitet?

Die sechste und letzte Frage erstaunt. „Warum kennt in Alienfilmen niemand Alienfilme?“, heißt es darin. Eine scheinbar verwirrende Frage, die die Autorin aber sehr gut ausführt:

In der Welt der Alienfilme gibt es das Genre des Alienfilms nicht. Oder zumindest hat keine der Figuren jemals einen einzigen gesehen. Wie sonst ließe sich erklären, dass selbst die grundlegendsten Überlebensrichtlinien für eine Alieninvasion mit gelassener Sturheit ignoriert werden? Ich denke da besonders an die fast unvermeidlichen Grüppchen von Alienfans, die in schöner Regelmäßigkeit die fremden Besucher auf der Erde willkommen heißen. (…) Mit immer gleichem Ausgang – BOOM!

Und die aus diversen Filmen des Genres bekannten und erwiesenermaßen wirksamen Verteidigungsstrategien und Taktiken zum Gegenschlag werden grundsätzlich erst nach ebenso heroischer wie aussichtsloser Schlacht ‚neu entdeckt‘. Effizienz sieht anders aus.“

Wären die Menschen durch Alienfilme aus der Traumfabrik in eben solchen Filmen vorbereitet, entbehrt das nicht einer gewissen Komik. Neben all der so oder so immer wieder darin zu finden eher „komischen Szenen“ und Handlungen. Wohl deshalb gibt es in diesen Filmen genau solche Filme nicht. Die Produzenten drehen ihre Actionfilme als Alleinstehend. Kaum auszumalen, wenn jemand im Film XY sagt, dass er das aus dem Film XY kennt.

Natürlich gibt es auch hier sicher Ausnahmen. In dem Klassiker „Explorers – Ein phantastisches Abenteuer“ zum Beispiel. Auch wenn das eher ein Kinder- oder Jugendfilm ist – in dem die Aliens vollkommen friedlich daherkommen! – kennt man darin die Filme „Flash Gordon“.

Reine Unterhaltung – aber …

Science-Fiction-Filme mit Außerirdischen und auch UFOs gibt es seit Jahrzehnten. Eigentlich seit Anbeginn des Kinos. Und heute gibt es neben den teuren und bekannten Hollywood-Produktionen unzählige kleine und auch billige Filme des Genres. Fraglos wird jeder Fan dieser Filme wohl mehr als die oben stehenden sechs Fragen an Alienfilme haben. Auch wenn man solche Spielfilme eigentlich einfach nur als Unterhaltung ansehen sollte, was sicher such die meisten Zuschauer machen. Selbst wenn sie an den Themen Aliens und UFOs in realen Welt noch so interessiert sind.

Eine wichtige siebte Frage wurde hier allerdings nicht gesellt. Und zwar jene, warum die Filmindustrie nicht mal einen Alienfilm unter rein wissenschaftlichen Gesichtspunkten produziert. Beispielsweise mit der Handlung, wie an unserem Planeten (Generationen-)Raumschiffe von Außerirdischen ankommen, und wie dann die Menschheit global weiter handelt. Dabei ist es erst mal zweitrangig ob diese Besucher böse und freundlich sind. Angesichts des menschlichen Verhaltens und des realen „Götterschock“ (Panik) bietet auch dieses Szenario durchaus genug Spielraum für Aktion und Materialschlachten …

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Die unbekannten “glibbrigen braunen Klumpen” an den Ständen der Ostfriesischen Inseln: sie bleiben unbekannt

Die unbekannten “glibbrigen braunen Klumpen”, die im Mai an den Ostfriesischen Inseln angespült wurden, sie bleiben unbekannt (Bild: Screenshot NDR)
Die unbekannten “glibbrigen braunen Klumpen”, die im Mai an den Ostfriesischen Inseln angespült wurden, sie bleiben unbekannt (Bild: Screenshot NDR)

Wie berichtet, spülte im Mai die Nordsee an den Stränden der Ostfriesischen Inseln Norderney, Baltrum und Langeoog sowie später auch auf dem Festland “glibbrige braune Klumpen” an. Da die Masse unbekannt war, mussten einige Strände gesperrt werden, bevor man mühsam reinigte und wieder betreten konnte. Um eine Gefahr durch die “einfach nur eklige” Substanz auszuschließen, wurden von den Behörden Untersuchungen veranlasst. Ich habe mal nachgefragt, was bei den Analysen der unbekannten Masse herauskam. Erstaunlich wenig, wie Ihr es in diesem Beitrag erfahrt.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Glibber-Strandgut

Die Ozeane und Meere der Welt spülen seit jeher allerlei Dinge an die Strände. Kurioses, Unheimliches, Wertvolles, Rätselhaftes oder – wie in den meisten Fällen – einfach nur Müll unserer Zivilisation.

Wie im Mai verschiedenen Medien wie der NDR berichteten, standen die Bewohner und Besucher der Ostfriesischen Inseln Norderney, Baltrum und Langeoog allerdings vor einem Rätsel, als an den dortigen Stränden über weite Strecke hinweg eine braune Masse angeschwemmt wurde. Sogar von einer “Panik” der Bevölkerung wurde gesprochen, da sich niemand die Herkunft und Natur der später auch auf dem Festlandstränden gefundenen Substanz erklären konnte.

Es war “einfach nur ekelig”, so eine Journalistin des NDR. Wie in diesem Beitrag HIER berichtet, hat “der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hatte Proben gesammelt, die vom BSH in Hamburg analysiert wurden. Dabei kam lediglich heraus, dass darin “Anzeichen für pflanzliche Fettsäuren gefunden” wurden. Öl, Schmierfette oder Schweröl wurden nicht gefunden.

Schnell wurde spekuliert, dass es Abfallstoffe sind, die beim illegalen Reinigen von Containern auf hoher See ins Meer gelangt seien. Ob die in Mengen gefundenen Klumpen tatsächlich daher stammen, ist aber weiterhin unklar.

Die Masse wird unbekannt bleiben

Nachdem die Medien berichteten, dass der Landtag in Schleswig-Holstein auf Antrag der “Grünen” das “Zeug” zum Thema machen wolle (vor allem aufgrund möglicher illegaler Container-Reinigungen auf See), wurde es still darum. Auf Nachfrage beim “Norddeutschen Rundfunk” am 26. Juni teilte mir Christian L. der dortigen Redaktion mit, dass er selber “noch einmal bei den Behörden nachfragen” wolle, ob die glibbrige Masse inzwischen identifiziert worden sei.

Und das wurde sie letztlich nicht, wie Christian L. in in einer weiteren Mail mitteilte. Das zuständigen Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz sieht aber auch keinerlei Gefährdung und schreibt:

Die Analyse ergab, dass es sich nicht um mineralölbasierende, sondern um speiseölverwandte Substanzen mit geringer Wassergefährdung handelte. Eine genauere Ermittlung der Zusammensetzung ist aufgrund der Vielzahl heute möglicher Stoffverbindungen nur unter erheblichem Aufwand möglich.

Die ekeligen Klumpen an den norddeutschen Ständen waren folglich eine unbekannte Biomasse und ungefährlich. So, wie es die ersten Untersuchungen vermuten ließen. Da eine exakte Bestimmung zu aufwendig und damit schlicht zu teuer ist, wird die Herkunft wohl unbekannt bleiben. Ebenso der oder die Verursacher der Verschmutzung.

Große und eben kleine Mystery Files sind – letztendlich sind sie immer spannend. Ob sie (angeblich) die Weltgeschichte neu schreiben oder nicht, spielt dabei weniger eine Rolle …

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Das “Netzwerk für Kryptozoologie” sucht Forscher und Autoren für das “Jahrbuch für Kryptozoologie” 2019 – alle Infos hier

Das "Jahrbuch für Kryptozoologie" 2019 sucht Forscher und Autoren
Das “Jahrbuch für Kryptozoologie” 2019 sucht Forscher und Autoren (Bild: WikiCommons/gemeinfrei)

Das Forschungsgebiet der Kryptozoologie ist auch heute noch ein reizvolles Thema. Die Suche nach vermeintlich ausgestorbenen oder noch unbekannten Spezies und Tieren bietet dabei mehr als die klassischen “Monster” wie Yeti, Nessi und Bigfoot. Aus diesem Grund sucht das “Netzwerk für Kryptozoologie” (NfK) Forscher und Autoren aus diesem Bereich, die Artikel und Beiträge für ein “Jahrbuch für Kryptozoologie” verfassen. Es soll noch 2019 erscheinen. Alles Wissenswerte und die  Hintergründe erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Kryptozoologie

Kryptozoologie ist und bleibt auf dem Gebiet der Grenzwissenschaft und Mystery Files ein spannendes Thema. Auch heute noch – nachdem schon über Jahrhunderte hinweg Naturwissenschaftler, Laien und auch Abenteurer auf der ganzen Welt nach unbekannten Tieren suchen. Denn die “Kryptozoologie” ist (vereinfacht gesagt) die Suche nach unbekannten oder als ausgestorben geltenden Tieren und Spezies.

Demnach ein Teil der Zoologie, der aber weit mehr zu bieten hat als die Klassiker Bigfoot, Nessie und Yeti. Das internationale “Netzwerk für Kryptozoologie” (NfK) schreibt über die Definition der Kryptozoologie unter anderem:

Sie ist die Lehre von verborgenen, legendär bekannten Tieren. Sie bewegt sich im Spannungsfeld zwischen der Zoologie und der Ethnologie. Die Zoologie bemüht sich, auf naturwissenschaftliche Weise herauszufinden, ob ein reales Tier hinter einer Legende, Sage oder Mythe steckt. Die Ethnologie forscht eher im Bereich der Entstehung, Tradierung und Evolution eines Mythos.

(…)

Die Kryptozoologie ist (…) kaum greifbar und noch schwerer einzuteilen. Eine eigene Wissenschaft ist sie nicht. Ein Biologe, der vor Ort, sei es im Urlaub oder auf einer Forschungsreise, nach unbekannten Tieren sucht, betreibt Kryptozoologie. Das kann auf dem Fischmarkt genauso passieren wie im Gespräch mit einem Bauern oder Jäger. Ein Ethnologe, der Sagen und Legenden über oder mit Tieren aufzeichnet, betreibt Kryptozoologie. Betreibt auch ein Bigfoot-Hunter, der sein Leben draußen in den Wäldern Oregons verbringt, noch Kryptozoologie? Betreibt ein Insektenforscher, der in Museumssammlungen nach unbekannten Arten sucht, Kryptozoologie?

Die Antwort ist einfach: jeder, der irgendwo ein unbekanntes Tier sucht, betreibt Kryptozoologie, egal wo und mit welchen Mitteln.”

“Jahrbuch für Kryptozoologie”

Diese Art der Forschung zwischen Wahrheit und Fiktion wird prinzipiell überall auf der Erde betrieben. Und das nicht nur von “Monster-Jägern”, die in US-Doku-Serien am Fernsehen mit allerlei aufwendigen Fallen Monster aller Art und Unart fangen wollen. Und übrigens auch nie gefangen haben.

“Auch im 21. Jahrhundert hat die Kryptozoologie nichts von ihrem Reiz verloren”,  schreibt das “Netzwerk für Kryptozoologie”, das im Herbst 2019 ein Jahrbuch zum Thema veröffentlichen will. Gerichtet an alle Forscher und Autoren auf dem Gebiet der Kryptozoologie sowie verwandter Themen heißt es zu diesem Projekt:

Neben Enttäuschungen und Neubewertungen treten fortgeschrittene Erkenntnisse und neue Hoffnungen. In einer Welt, die sich im sogenannten Anthropozän wiederfindet und vor globalen Herausforderungen wie Klimawandel und Artenschwund steht, fällt der Suche nach neuen Tierarten nicht nur eine naturkundliche Bedeutung zu. Im Spannungsfeld von Natur- und Humanwissenschaften stellen sich der Kryptozoologie nach wie vor zahlreiche alte und neue Fragen, denen in Feldforschung, Recherchen und Befragungen nachgegangen wird.

Das Jahrbuch für Kryptozoologie (JfK) – als Nachfolger des Kryptozoologie Reports – bietet eine Plattform für tiefführende Forschungsarbeit, Austausch und Bericht. Die Redaktion des JfK lädt daher alle zum Thema Kryptozoologie Forschenden ein, Beiträge einzureichen, die neben der Kryptozoologie im engeren Sinne auch anverwandte Themen der Tier- und Naturkunde berühren. Ebenso sind Zugänge aus kulturwissenschaftlicher Perspektive erwünscht.”

Dieses “Jahrbuch für Kryptozoologie” ist ein neuer Schritt des Netzwerkes. Bisher publizierte das NfK den “Kryptozoologie-Report”, der nun durch entsprechende Jahrbücher ersetzt werden soll. Deshalb ist “jeder, der sich mit Kryptozoologie befasst, herzlich eingeladen, sich zu beteiligen”, wie es in der Mitteilung heißt.

Detaillierte Informationen für alle interessierten Autorinnen und Autoren findet Ihr in der PDF HIER.

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“Einfach nur ekelig”: Unbekannte “glibbrige braune Klumpen” an den Ostfriesischen Inseln angespült

"Einfach nur ekelig": Unbekannte "glibbrige braune Klumpen" an den Ostfriesischen Inseln angespült (Bild: Screenshot NDR)
“Einfach nur ekelig”: Unbekannte “glibbrige braune Klumpen” an den Ostfriesischen Inseln angespült (Bild: Screenshot NDR)

Rätselraten herrscht derzeit auf den Ostfriesischen Inseln Norderney, Baltrum und Langeoog. Auf den Inseln wurde in den vergangenen Tagen eine “glibbrige braune” Masse angespült. Sie liegt über Kilometer hinweg im Sand der Stände und soll sogar Bewohner und Touristen “in Panik” versetzten. Die Herkunft kann sich bisher ebenso wenig niemand erklären, wie “die Frage, was das ist”, so der NDR. Auch wenn erste Untersuchungen der Klumpen “Anzeichen für pflanzliche Fettsäuren” ergaben. Mehr dazu in diesem Beitrag.


“Einfach nur ekelig”

Die Meere spülen seit jeher alles Mögliche und Unmögliche an die Strände dieser Welt. Von Seemannsgarn und “Monster” über durchaus wertvolles Strandgut bis hin zu Abfällen unserer Wohlstandsgesellschaft. Gerade Müll hat dabei schon lange den angefochtenen ersten Platz an unseren Stränden. Vorbei die Zeit der romantischen Strandgutsammler, die bei Sonnenaufgang mit ihren Flechtkörben kleine und große Kostbarkeiten und Souvenirs am Strand sammeln, die das Meer angespült.

Zumindest derzeit auf einigen der Ostfriesischen Inseln.

So meldete unter anderem der TV-Sender NDR am 9. Mai in der Sendung “Hallo Niedersachsen”, dass an den Ständen der Insel Norderney rätselhafte Schleimklumpen angeschwemmt worden seien. Über Kilometer hinweg fanden sich “glibbrige, braune Klumpen am Stand von Norderney und Baltrum”, deren Herkunft sich niemand erklären könne. “Die Frage ist: Was ist das?”, so der NDR, denn die braune Substanz, die auch die Insel Langeoog erreichte, sei “einfach nur ekelig”, so die Moderatorin.

Die “rätselhaften Klumpen” würden nun untersucht werden und die Reinigung der Strände von diesem “Zeug” gestalte sich schwierig:

Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hatte Proben gesammelt, die vom BSH in Hamburg analysiert wurden. Bei den angeschwemmten Klumpen auf Norderney und Baltrum hat das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) erste Anzeichen für pflanzliche Fettsäuren gefunden. Das teilte der Landkreis Aurich am Freitag mit. Solche Fettsäuren kommen beispielsweise in Palmöl vor. Stoffe wie Schmierfett, Motoren- oder Schweröl schließt das BSH dagegen aus. Ein genaues Ergebnis wird für Montag erwartet.”

Da vollkommen unklar ist, woher diese seltsame Substanz in solchen Mengen stammt und was sie eigentlich genau ist, hat die Wasserschutzpolizei Ermittlungen aufgenommen. “Wir gehen nicht von einer Gefahr für Menschen, Tiere und Umwelt aus”, hieß es in einer weiteren Meldung von dort.

Klebriges Strandgut

In den Berichten heißt es weiter:

Die Untere Wasserbehörde des Landkreises Aurich koordiniert die Reinigungsarbeiten gemeinsam mit dem Land Niedersachsen als Eigentümer der Strände, der Stadt Norderney und der Inselgemeinde Baltrum. Die Strände von den schwarz-braunen Klumpen zu befreien, sei gar nicht so leicht, sagte ein Sprecher des Landkreises. Das ungewöhnliche Material habe sich mit Sand vermischt und sei so schwer zu erkennen. Es müsse nun entschieden werden, wie die Strände weiter gesäubert werden sollen. Die Frage sei, ob Maschinen eingesetzt werden oder ob die Klumpen mit der Hand eingesammelt werden müssen, so der Sprecher. Mehrere Strandabschnitte sollen gesperrt werden.

Augenscheinlich unterscheidet sich das klebrige Standgut von dem, was das Meer sonst so an die Küsten wirft. Doch von einer “ausgebrochenen Panik” der Bevölkerung, wie es andere Berichten schreiben, kann wohl kaum die Rede sein! Die Hinweise auf “pflanzliche Fettsäuren” sprachen da eine andere Sprache.

So ungewöhnliche und ekelig die angeschwemmten Klumpen auch sind, erste Spekulationen über ihrer Herkunft kursieren bereits. Anders als bei anderen seltsamen Funden am Stand, bei denen an unbekannte Kreaturen des Meeres (HIER) oder sogar etwas Außerirdisches (HIER) gedacht wurde, vermutet man hier eher Reinigungsabfall. “Möglicherweise seien die Fette beim Reinigen von Lebensmittel-Containern auf hoher See ins Meer gelangt”, schrieb etwa der NDR am 10. Mai.

Es könnte sich demnach schlicht und einfach um dreckiges und mit anderen Substanzen vermengtes Pflanzenfett handeln. Interessant sind solchen kleinen Mysterien des Alltags aber immer wieder …

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