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Im Bann des Mondes: Die ersten Kalender der Menschheit – Von Steinzeit-Uhren und Taschenkalendern der Steinzeit +++ Artikel +++

ARTIKEL: Im Bann des Mondes. Wann und warum entstanden die ersten Kalender der Menschheit? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / A. Marshack)
ARTIKEL: Im Bann des Mondes. Wann und warum entstanden die ersten Kalender der Menschheit? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / A. Marshack)

Wann und warum entstanden die ersten Kalender der Menschheit? Dienten Megalithbauten oder Ringwallanlagen in Europa (oder anderswo auf der Welt) tatsächlich nur als “Kalender für die Landwirtschaft”? Waren die astronomisch nach den Zyklen von Sonne und Mond ausgerichteten Bauwerke wirklich nichts weiter als “nur” Zeitmesser für die ersten Landwirte und Viehzüchter? Geht es nicht einfacher und steckt nicht weit mehr hinter diesen Hinterlassenschaften der Steinzeitmenschen? Und warum haben unsere Ahnen diese Anlagen über Jahrtausende hinweg immer wieder errichtet und erweitert? Spannende Rätsel unserer Vorzeit, denen in diesem neuen Blog-Artikel einmal genauer nachgegangen werden soll. Denn alle möglichen Antworten führen zu immer neuen Fragen.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Sonne, Mond und Sterne in der Steinzeit

Anhand von Megalithanlagen, Steinkreisen oder auch Ringwallanlagen aus der Steinzeit wissen wir heute, dass die Erbauer dieser Anlage ein enormes Wissen auf dem Gebiet der Astronomie besessen haben müssen. Kenntnisse über die Bewegungen der Sterne, des Mondes und der Sonne sowie deren entsprechende Zyklen. Und das vor vielen Jahrtausenden.

So zum Beispiel ist der in der berühmten Megalithanlage Stonehenge „eingearbeitete“ Mondzyklus zwischen seinem südlichsten und nördlichsten Stand nur durch langwierige Beobachtungen der Gestirne zu ermitteln. Er dauert fast 19 Jahre. Andere Bauten, die noch weit älter als Stonehenge sind, zeigen ganz ähnliche Ausrichtungen. Und diese Kosmologie der Urahnen wurde über Generationen weiter vermittelt. Ohne eine Schrift dieser Steinzeitmenschen, da wird bisher keine eindeutigen Belege dafür haben.

Beispielsweise die weltbekannte „Himmelsscheibe von Nebra“ aus Deutschland vor unserer Haustür. Ihre Entstehung wird offiziell vor 3.700 bis 4.100 Jahren angenommen und gilt als eine der ältesten astronomischen Darstellungen des Himmels überhaupt. Sie datiert stammt natürlich nicht mehr aus der (dortigen) Steinzeit, da sie bekanntlich aus Metall ist. Was bei dieser Bronzeplatte nicht minder erstaunt ist der Umstand, dass dieses Wissens auf der Himmelsscheibe bereits tausende Jahre früher bekannt war. Und zwar findet man dieses bereits in der Ausrichtung der Kreisgrabenanlage von Goseck eingebaut (s. Video dazu HIER).

Diese ausgegrabene Kreisanlage gilt als eines der ältesten Sonnenobservatorien der Welt und soll vor fast 7.000 Jahren erbaut worden sein.

Hier in Mitteldeutschland haben also unsere Vorfahren in der Steinzeit astronomisches Wissen über Jahrtausende weiter gegeben. All dies sei ein „Kult“ gewesen, sagen die Forscher, der in ganz Europa blühte. Prinzipiell sogar weltweit.

Der Kult der Ringwallanlagen

Den Ursprung dieses Kultes um derartige Ringwallanlagen siedeln Archäologen vor fast 7.000 Jahren in Ungarn und der Slowakei an. Von hier haben ihn verschiedene Steinzeit-Kulturen und –Völker übernommen und in ganz Europa verbreitet. Mehre Jahrtausende lang überdauerte diese Epoche der Baumeister, und selbst 5.000 Jahre später errichtete man noch solche Ringanlagen. Wobei aber auch die rätselhafte Megalithkultur Europas diesen Sonnen- und Himmelskult übernahm. Auch zahllose ihrer Bauten aus gewaltigen Megalithen sind astronomisch ausgerichtet worden.

Ein Problem haben die Archäologen mit der Interpretation dieser Anlagen. Nicht nur, dass die gefunden Reste Jahrtausende umspannen, sondern sie hatten nicht alle den gleichen Zweck. Einige dienten als „Sonnentempel“, „Versammlungsplatz“ und „Kalender“ der Steinzeit. Andere Ringwallanlagen scheinen hingegen keine kosmischen Bezüge zu haben. Sie werden deshalb als einfache „Verteidigungsanlagen“ interpretiert. Vielleicht auch als geschützter Handelsplatz oder politischer Versammlungsort von Stammesherrschern und Clan-Chefs. Der Übergang ist dabei aber oftmals wohl fließend.

Belegt ist bei vielen Ringanlagen aber eben auch Megalithbauten der Vorzeit der „Himmels-Kult“. Man verehrte hier offensichtlich den Mond und auch die Sonne, da deren periodische Wenden und Bahnen in den Bauwerken durch sogenannte Visierlinien oder Peilpunkte ermittelt und bestimmt werden konnten. Die vorzeitlichen Priester, Herrscher oder spirituellen Führer konnte anhand dieser Anlagen quasi die Zukunft vorhersagen. Geht die Sonne oder der Mond hier oder dort auf, beginnt ein neuer Zyklus. Ein neuer Monat oder die Tage werden wieder länger und die dunkle Jahreszeit geht zu Ende.

Fraglos ein Machtinstrument für all jene Personen, die die Ausrichtung dieser Bauwerke richtig „lesen“ konnten.

Archäologen sehen das grundsätzlich ebenso. Sie sprechen von einem „Sonnenkult“ als Quelle allen Lebens. Vor allem sprechen sie immer wieder davon, dass die ersten Ackerbauern damit einen verlässlichen Kalender für die Landwirtschaft hatten. Die richtigen Zeiten für Aussaat und Ernte wäre ein elementares Wissen in dieser Gesellschaft gewesen. Sie haben kaum der Kultur der Jäger und Sammler den Rücken gekehrt und waren sesshaft geworden. Also beobachteten sie Jahrzehnte den Himmel, gaben ihr Wissen weiter und errichten letztlich Ringanlagen und Megalithbauten als Vorzeit-Kalender.

Vorzeit-Kalender

Soweit – so schlecht.

Die „Kalender-Theorie“ ist auch unter den Archäologen nicht immer unumstritten. Sie verweisen beispielsweise auch auf den Umstand, dass man nicht weiß, woher dieses Wissen eigentlich ursprünglich stammt. Einige Forscher vermuten sogar das frühzeitliche Mesopotamien als Ursprung. Andere verweisen darauf, dass die schriftlichen Aufzeichnungen über Himmelsbeobachtungen in Mesopotamien viele Jahrtausende jünger als die Bauten in Europa sind. Hier klafft eine zu große Lücke. Ausschließen, dass Einwanderer aus dieser Region im Nahen Osten dieses Wissen und die Fähigkeit zur Bestimmung solcher Himmelsbeobachtungen von dort mitbrachten, kann man aber nicht.

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Vielmehr scheint es aber unabhängig voneinander an verschiedenen Orten eine solche Entwickelung gegeben zu haben. Der Mond als das „Licht in der Nacht“ scheint in der Vorzeit möglicherweise den ersten „Kult“ ausgelöst zu haben. Jäger und Sammler verehrten ihn, da er ihnen in der Nacht Licht für ihre Jagd gab. Auch der Menstruationszyklus der Frau könnte damit in Verbindung gebracht werden, vermuten einige Forscher. Als Symbol für Fruchtbarkeit und das Leben.

Erst später gesellte sich der Sonnenkult dazu, als unsere Vorfahren bereits Ackerbau und Viehzucht betrieben. So zumindest eine These.

Die Venus von Laussel

Interessant ist hierbei die rund 25.000 Jahre alte Venus von Laussel aus Frankreich. Ein Relief einer typischen europäischen Venus von 42 Zentimeter Höhe, die in ihrer rechten Hand einen sichelförmigen Gegenstand hält. Dieses Objekt in der Hand erinnert an die Mondsichel, auch wenn es wahrscheinlich das Horn eines Bisons ist. Auf diesem Horn wiederum finden sich 13 Einkerbungen, die als Mondphasen und/oder die Zahl der jährlichen weiblichen Zyklen interpretiert werden. Da die nackte Venus die linke Hand auf ihrem üppigen Bauch liegen hat, wird die Darstellung als Zeichen der Schwangerschaft gesehen. Eben im Zusammenhang mit einem Mondkalender bzw. mit den Mondzyklen.

Ob diese Interpretation als eine Art „Mondkalender“ zutrifft, bleibt Spekulationen.

Eine andere Deutung geht aber ebenso in die Richtung eines „Kalenders“. Dale Guthrie vermutete 2005 in „The Nature of Paleolithic Art“, dass das Horn in der Venus-Hand das Horn eines Steinbock sein könnte. Die 13 eingebrachten Kerben würden seiner Meinung nach für 13 Jahre stehen. Angeblich wäre dies das beste Alter eines Steinbocks, um ihn zu jagen. Wobei es mehr als fraglich ist, wie Jäger vor 25.000 Jahren bei der Jagd erkennen sollen, dass der erspähte Steinbock das perfekte Bejagungsalter hat.

Und haben sie jünger Tiere dann verschont, um sie erst mit Erreichen des 13. Lebensjahrs wieder zu suchen und letztlich zu erlegen?

Die “ersten Wissenschaftler der Welt” und der Mond

Nicht weniger umstritten sind die Thesen von Dr. Phillip J. Stooke von der Universität von Western Ontario zu der rund 5.000 Jahre alten Megalithanlage Knowth. Sie liegt nördlich von Dublin in Irland. Dort finden sich an den Steinen der fast zwei Dutzend Megalithgräber sonderbare Gravuren in Form von Kreisen, Sicheln und Spiralen, die Stooke als Mondumläufe interpretiert. Ähnliches findet sich auch innerhalb der des magalithischen Ganggrabes von Gavinis in der Bretagne. Stooke glaubt nach einem Abgleich mit modernen Mondfotos sogar, dass die Erbauer von Knowth eine Karte der Mondoberfläche skizziert haben. Zumindest so gut, wie sie es damals mit dem Augen sehen konnten.

In seiner Veröffentlichung „Neolithic Lunar Maps at Knowth and Baltinglass, Ireland“, die am 1. Februar 1994 im renommierten „Journal for the History of Astronomy“ erschien, ist Stooke sicher, dass nicht er Leonardo da Vinci die erste Karte des Mondes zeichnete. Die Steinzeitmenschen von Irland kamen ihm rund 6.500 Jahre zuvor. Es seien damit die „ersten Wissenschaftlern überhaupt“ gewesen, denn „deutlich sind seine Oberflächenstrukturen wiederzuerkennen, vom Mare Humorun bis zum Mare Crisium“, schreibt der Forscher.

Dass im sehr dünn besiedelten Europa der Steinzeit sich die ersten hart arbeitenden Viehzüchter und Bauern zusammen schlossen, um Megalithbauten und Ringwallanlagen zu errichten, ist eine erstaunliche Tatsache. Auch und vor allem jene, die offenkundig als Kalender und der Himmelsbeobachtung dienten. Es kann aber nicht zutreffen, dass diese Bauten der Landwirtschaft dienten, wie es immer wieder angenommen wird. Sinn und Zweck müssen wesentlich tiefer liegen, als nur Kalendarien für Aussaat und Ernte.

“Atomuhren der Steinzeit”

Obwohl selbst Stonehenge als klassisches Beispiel solcher Bauten in seiner ursprünglichen Form lediglich als Holz bestand, bedarf es nicht derart gewaltiger Anlagen. Die zuvor über sehr viele Jahre gemachten Himmelsbeobachtungen kann man wesentlich einfacher festhalten. Wenn man sie denn wirklich für die Landwirtschaft nutzen wollte …

Zum Beispiel könnte jede steinzeitliche Dorfgemeinschaft für ihre Landwirte einfache Stöcke an entsprechende Positionen in die erste stecken. Man muss dafür keine riesigen Anstrengungen unternehmen, um die Zeitmesser aller Art mit teilweise erheblichem Aufwand zu bauen. Noch weniger muss man das Jahrtausende lang. Allerdings könnte man spekulieren, dass Ringwallanlagen und Megalithbauten dieser Natur so was wie die „Atomuhren der Steinzeit“ waren. Verbunden mit einer Verehrung der Gestirne. Das heißt, dass man diese Gemeinschaftsprojekte für die Priesterkaste oder eben Herrscherklasse erbaute, an denen das gemeine Volk ihre Kalender und Zeitmesser mehr oder weniger „stellen“ konnte. Boten – quasi Mitarbeiter der Himmelspriester – brachten von dort aus die Kunde in alle Winkel der Region, um die einzelnen Sippen zu informieren.

Dass die Steinzeit-Ackerbauern den beschwerlichen Weg zu einem solchen Mond- und Sonnenkalender auf sich nahmen, um „mal eben auf die Uhr zu sehen“, ist sehr fraglich. Außer, das wird auch durch archäologische Funde bestätigt, zu festlichen Anlässen und sogar regelrechten Gelagen. Zu Trauerfeierlichkeiten und Bestattungen hochgestellter Persönlichkeiten sicher ebenso.

Die älteste Uhr der Welt

Vor 10.000 Jahren haben unsere Vorfahren den angeblich ältesten Kalender der Welt in Schottland gebaut. Entdeckt wurde er auf einem Feld nahe dem „Crathes Castle“ in Aberdeenshire (s. a. Beitrag HIER) von Forscher der Universität von Birmingham. Dort zeigten sich eine Reihe von dunklen Verfärbungen im Feld, die sich nach Untersuchungen von  Vincent Gaffney und seinem Team mittels Grabungen und Bodenradar schnell als uralte Pfostenlöcher herausstellten. Insgesamt sind es ein Duzend Gruben, von denen die Größten mehr als 2 Meter Durchmesser haben. Computersimulationen und eine Überprüfung der Lage der Funde mit der Umgebung zeigte schnell, dass hier eine Urzeit-Uhr entdeckt wurde.

Unterschiedliche Bahnen und Zyklen von Mond und Sonne wurden hier für die Ermittlung der Zeit verfolgt und markiert, so Gaffney und sein Team in der Veröffentlichung „Time and a Place“ vom Juli 2013. „Als wir merkten, mit was wir es hier zu tun haben“, so der Forscher, „wurde uns schlagartige die Tragweite bewusst“.

Löcher im Erdreich, in denen mal Holzpfosten zur Zeitmessung von Sonne und Mond steckt, sind eine vergleichsweise einfache Technik. Natürlich unter der Voraussetzung, dass vor 10.000 Jahren genügt Experten mit dem Wissen um solche Kalender vor Ort waren.

„Taschenkalender“ für den allgemeinen Bedarf wie eben die Landwirtschaft waren das aber auch nicht. Hier wäre die Himmelsscheibe von Nebra wesentlich geeigneter. Wobei aber auch dieser Fund aufgrund der dafür verwendeten wertvollen Materialien mit Sicherheit der Führungsklasse zuzuordnen ist. Speziell in diesem Fall aus der Region des Fundortes, da die Scheibe an dessen geographische Lage ausgerichtet ist.

Tatsächlich aber gibt es einige Funde, die darauf hindeuten könnten, dass der „Höhlenmensch“ von vor bis zu 38.000 Jahren, die ersten Mondkalender der Welt schuf. Taschenkalender auf Knochen, auf die Alexander Marshack vom Peabody-Museum der Universität Harvard in einer Reihe Veröffentlichungen immer wieder hinwies.

Taschenkalender der Steinzeit

Marshack zählt in seinem Buch „The Roots of Civilization“ (1972) eine ganze Reihe solcher mutmaßlichen Kalender auf. Etwa den Ishango-Knochen, der 1950 in Belgisch-Kongo entdeckt wurde. Ein mindesten 20.000 Jahre alter und nur 10 Zentimeter langer Knochen eines Pavian, auf dem drei Spalten von Einkerbungen zu finden sind. Bei seinen Untersuchungen dieses Artefaktes fand Marshack heraus, dass die Kerben in dem Knochen in unterschiedlicher Tiefe, Art, Richtung und Form eingebracht wurden. Einen Umstand, den er auch an anderen Funden dieser Art aus Europa feststellen konnte.

Für ihn ein eindeutiger Hinweis, dass es sich hierbei um einen Mondkalender handeln muss. Denn auch die Zyklen unseres Trabanten konnte er anhand der Kerben herleiten. Kritiker bezweifeln diese Theorie von einem Urzeit-Kalender. Sie sei nicht nur unwissenschaftlich, sondern die Kerben wären nichts weiter als afrikanische Kunst. So beispielsweise Mark Siegltuch in seiner Studie „Lunar Calendars or Tribal Tattoos?“ (2014) oder Francesco D’Errico in „Current Anthropology“ (Nr. 1/1989). D’Errico bezeichnet die Mondkalender-These von Marshack darin als „einen Fall von Wunschdenken“.

Nichtsdestotrotz hat Marshack in seinen Publikationen zu seinen Untersuchungen eine ganze Sammlung von solchen mutmaßlichen Mondkalendern vorgelegt. Insgesamt mehrere Dutzend.

Ein mit 69 Zeichen oder Symbolen verziertes Knochenstück erwies sich seiner Meinung nach dabei ebenso als Volltreffer. Das nur 5 Zentimeter kleine Stück wurde in der Dordogne in Frankreich gefunden und ist rund 30.000 Jahre alt (s. Titelbild). Die Einkerbungen in diesem Fundstück wurden nach seinen Untersuchungen mit zahlreichen unterschiedlichen Werkzeugen über einen längeren Zeitraum hinweg dort eingebracht. Einige sind deutlich bogenförmig und weisen in verschiedenen Richtungen. Für Marshack ein klarer Hinweis, dass hier von Urmenschen Mondzyklen in den Knochen eingraviert wurden.

Kalender oder sogar Vorläufer der Schrift?

In seiner Veröffentlichung „The Tai Plaque and Calendrical Notation in the Upper Paleolithic“ („Cambridge Archaeological Journal“, April 1991) verweist Marshack auf ein rätselhaftes graviertes Stück eines Rentiergeweihs. Gefunden in der Höhle „La Marche“, Frankreich, in der ab 1937 zahllose Rizzeichnungen von Tieren und gut 155 Menschen entdeckt wurden. Teilweise wirken diese so modern, dass Archäologen sie erst für neuzeitliche Kunst und damit Fälschungen hielten.

Dennoch sind sie bis zu 15.000 Jahre alt. Ebenso wie das Stück Geweih, auf dem neben deutlichen Darstellungen von zwei Tieren eine ganze Reihe von Kerben zu erkennen sind. Auch sie enthalten nach den Interpretationen von Marshack kalendarische Information und stehen mit Mondbahnen in Zusammenhang.

Kritiker, wie der weiter oben bereits erwähnte Francesco D’Errico, sehen das auch hier wieder anders. Sie glauben auch in diesem Fall nicht an die Thesen von den urzeitlichen Zeitmessern und Mondkalendern. Allerdings, und das ist nicht minder spannend, spekuliert D’Errico, dass es sich hierbei vielleicht um den Vorläufer einer Schrift handeln könnte. In seiner Kontroverse mit Marshack im „Cambridge Archaeological Journal“ mutmaßt er über „künstliche Erinnerungs-Systeme“ oder „Speicher-Systeme“, mit denen Informationen weitergegeben werden konnten.

Im Prinzip also der Vorläufer einer Schrift. Vor 15.000 Jahren …

Geheimgesellschaften der Steinzeit

Über den Sinn dieser mutmaßlichen „Kalender“ kann man nur spekulieren. Aber ohne Zweifel lassen diese unsere Vorfahren in einem anderen Licht erscheinen. Primitive Höhlenmenschen, die grunzend mit schwingenden Keulen hinter Tieren her jagten, sind schwerlich mit dem Bild, die uns durch diese Funde vermittelt werden, zu vereinbaren. Dass der Mensch immer den Himmel beobachtete, sollte außer Frage stehen. Ebenso wenig kann man ernsthaft bezweifeln, dass  unsere Vorfahren aus den Zyklen von Sonne, Mond und Sternen versuchten Parallelen für ihre Umwelt abzuleiten. Werden die Tage kürzer – kommt die kalte Jahreszeit. Logisch.

Allerdings konnten das unsere Vorfahren ganz einfach an der sie umgebenen Umwelt ablesen. Kalender in Form von Megalithanlagen oder Ringwallanlagen benötigen sie dafür nicht. Blüht die Natur auf, kommt Frühling. Fällt das Laub, kommt der Herbst bzw. Winter. Dieses Wissen muss kein Steinzeitvolk in Stein meißeln, da es allgegenwärtig zu sehen ist.

Sie musste auch keine gigantischen Arbeitsleistungen für diverse und verstreut errichtete Kalenderbauten vollbringen. Entsprechend gravierte Holzstücke oder Knochen als mobile Taschenkalender funktionieren ebenso. Selbstverständlich nach Unterweisung durch einen kundigen Priester oder Himmelsgucker aus der höheren Gesellschaft. Solche Kalender oder Zeitmesser werden archäologisch heute aber extrem schwer zu finden sein, da der Zahn der Zeit sie zerstört. Anders als entsprechende Bauwerke, die wird heute noch finden oder deren Reste wir entdecken.

Man könnte abschließend aber auch vermuten, dass diese Bauwerke einer Clique von Eingeweihten unterstanden, die ihr astronomisches Wissen nicht weiter geben wollten. Eine Geheimgesellschaft der Steinzeit, die durch ihre Kenntnisse der Gestirne und der Zyklen der Welt sowie deren exakte Vorhersagen ihre Macht festigten konnte. Ziehen wir dann noch die Spekulationen über eine weltweite Ur-Kultur vor 12.000 oder mehr Jahren hinzu, auf die verschiedene Spuren (auch astronomisch ausgerichtete) hindeuten sollen,  passt die “einfache” Kalender-Theorie kaum mehr in diese Überlegung …

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Lars A. Fischinger

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Astronomen der Steinzeit: Zu Besuch bei der Himmelsscheibe von Nebra und beim Sonnenobservatorium von Goseck +++ YouTube-Video +++

VIDEO: Astronomen der Steinzeit: zu Besuch bei der Himmelsscheibe von Nebra und beim Sonnenobservatorium von Goseck (Bilder: PixaBay/gemeinfrei & Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle / Bearbeitung: Fischinger-Online)
VIDEO: Astronomen der Steinzeit: zu Besuch bei der Himmelsscheibe von Nebra und beim Sonnenobservatorium von Goseck (Bilder: PixaBay/gemeinfrei & Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Unsere “primitiven Vorfahren” waren bereits in der Vorzeit zu erstaunlichen Leistungen fähig. Astronomen der Steinzeit beobachteten über Generationen hinweg den Himmel, bauten Observatorien und reichten ihr gewonnenes Wissen jahrtausendelang weiter. Nicht nur im dünn mit “Höhlenmenschen” besiedelten Europa. Derartige Hinterlassenschaften unserer Ahnen sind auch die weltberühmte “Himmelscheibe von Nebra” sowie das fast 7.000 Jahre alte Sonnenobservatorium von Goseck. Beide Funde stammen aus  Sachsen-Anhalt. Darum habe ich kürzlich beiden Hinterlassenschaften der frühen Astronomen einmal mehr oder weniger spontan besucht. In diesem YouTube-Video berichte ich Euch darüber.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Sonderbare Bauten der grauen Vorzeit – weltweit sind sie unzählig. Und dazu gehört auch das Sonnenobservatorium von Goseck in Sachsen-Anhalt. Denn diese Anlage gilt mit einem, Alter von 6.900 Jahren als das älteste Observatorium dieser Art überhaupt. Darum wurde die Entdeckung dieser Kreisgrabenanlage bei Goseck auch über Archäologen-Kreisen hinaus zu einer Sensation.

Darüber hinaus wurde auch die “Himmelsscheibe von Nebra” aus der Bronzezeit zu einer Sensation . Jedoch ist sie eine Art mobiler Kalender oder transportables Sonnenobservatorium von 32 Zentimetern Durchmesser. Auch die “Himmelsscheibe” wurde in Sachsen gefunden, wobei sie allerdings mit “nur” 3.600 Jahren als die älteste konkrete Darstellung des Himmels der Welt gilt.

Mehr oder weniger spontan habe ich deshalb diese beiden Hinterlassenschaften der frühen Astronomen einmal besucht. Alles dazu berichte ich Euch in diesem YouTube-Video.

Seht mir bitte nach, dass der Ton aufgrund des Windes zum Teil sehr schlecht ist. Trotz nachträglicher Bearbeitung …

Bleibt neugierig …

YouTube-Video vom 25. Feb. 2019 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

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Lars A. Fischinger

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“Panne” in der Archäologie: Ein angeblich 3.000 Jahre alter Steinkreis in Schottland ist nur rund 20 Jahre alt (+ Videos)

Panne in der Archäologie: Ein angeblich 3.000 Jahre alter Steinkreis in Schottland ist nur rund 20 Jahre alt (Bild: Twitter/Aberdeenshire)
Panne in der Archäologie: Dieser angeblich 3.000 Jahre alter Steinkreis in Schottland ist nur rund 20 Jahre alt (Bild: Twitter/Aberdeenshire)

Megalithanlagen wie Steinkreise, Dolmen, Menhire und andere monumentale Bauten aus der Urzeit der Menschheit ziehen viele Menschen in ihren Bann. Tonnenschwere Monolithen, die von Steinzeitmenschen zu noch immer rätselhaften Zwecken in vielen teilen der Welt errichtet wurden, wobei die sogenannten Megalithiker (Megalithkultur) in Europa besonders aktiv waren. Zum Beispiel auf den Britischen Inseln. Jetzt haben sich Archäologen bei einem Steinkreis in Schottland (kurzzeitig) in einen besonders groben “Schnitzer” erlaubt. Ein auf rund 3.000 Jahre geschätzter Steinkreis in Aberdeenshire stammt in Wahrheit aus den 1990ger Jahren und ist erst rund 20 – 25 Jahre alt! Wie es zu diesem archäologischen “Flop” kam, wie er aufgelöst wurde und warum man die Sache positiv sieht, lest Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Megalithiker, Mythen und Monolithen

Im gesamten Gebiet von Nord-West-Europa finden sich Jahrtausende alte Spuren einer lange vergessenen Welt. Zum Teil gewaltige Steine, die vor tausenden von Jahren von uns vollkommen fremden Menschen errichtet wurden, und die Forscher wie Laien bis heute vor zahllose Rätsel stellen. Überall errichteten sie Steinkreise, Hünengräber, Dolme oder einfach nur einzeln aufgerichtete Riesen-Steine (Menhire).

Solche Bauten finden sich in vielen Teilen der Welt und ähneln sich dabei zum Teil sehr. Ein weiterer Grund, warum diese teilweise 5.000, 7.000 und mehr Jahre alten Bauwerke der Megalithkultur – wie sie in Europa genannt wird – bei Archäologen unzählige Frage aufwerfen. Schriftliche Hinterlassenschaften der Erbauer existieren nicht. Ein einheitliches Volk, das über Jahrtausende hinweg solche Monumente der Steinzeit schuf, gab es nicht.

Zu welchem Zweck?

Auch einen Sinn und Nutzen lässt sich bei unzähligen dieser Werke nicht oder nicht immer erkennen.

Vor allen in den weltweit zu findenden Steinkreisen sehen die Forscher aber einen Sinn und Zweck. Also genaue jene Bauten, die eben vor allem aus Europa bekannt sind. Hier lassen sich astronomische Bezüge und Beobachtungspunkte nachweisen, was darauf hinweist, dass sie zumindest irgendwas mit dem Himmel/Firmament/Sternen zu tun hatten. “Kultbauten”, wie es die Forschung lapidar sagt. Ohne aber den eigentlich Kult dahinter wirklich erklären oder verstehen zu können.

Hünengräber und Dome sind nachweislich in weiten Teilen Grabanlagen gewesen. In grauer Vorzeit fanden hier Bestattungen statt, die Archäologen immer wieder ausgegraben haben. Warum solche Anlagen aber von Schottland über ganz Europa und den Nahen Osten bis nach Fernost und sogar Nordamerika erbaut wurden, wissen sie nicht.

Hundetausende große und kleine Steinkreise erbauten die frühen Europäer in der Steinzeit. Von diesen ist heute nur noch ein Bruchteil wirklich erhalten geblieben. Jahrtausende der Landwirtschaft, der Landgewinnung, der wilden Natur und 2.000 Jahre Christentum haben eine Vielzahl solcher Steinzeit-Bauten vernichtet. So erging es sämtlichen Megalithanlagen in Europa und nicht nur Steinkreisen.

Steinkreise in Nord-Schottland

Trotzdem haben sich einige davon bis heute erhalten. So auch im rauen Schottland, wo noch immer dieses Erbe der Giganten zu finden ist. Selbst auf den kargen und von Wind und Wetter gepeitschten Orkney-Inseln im hohen Norden vor der Küste Schottlands sind sie zu entdecken. Auch hier haben Menschen vor über 5.000 Jahren Megalithanlagen errichtet und Steinkreise aus gewaltigen Steinen erbaut. Zum Beispiel den Steinkreis “Ring of Brodgar” (um 2700 v. Chr.) sowie noch ältere Bauten.

Unter der Bezeichnung “Das Herz des neoliothischen Orkney” wurden diese Monumente 1999 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Das zeigt eindrücklich, dass selbst die wilden und einsamen schottischen Orkney-Inseln von der europäischen Megalithkultur besiedelt oder beeinflusst war.

Demnach ist es auch nicht verwunderlich, dass auf dem Festland der Britischen Inseln unzählige uralte Megalithanlagen zu finden sind. Nicht nur das Touristenziel Stonehenge im Süden Großbritanniens. So finden Forscher auch immer wieder dort Spuren dieser “Kathedralen der Steinzeit”, die ihnen zuvor entgangen waren.

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Der Steinkreis von Aberdeenshire: Eine Fälschung

Vor diesen Hintergründen muss man das sehen, was aktuell aus dem Ort Leochel-Cushnie in Aberdeenshire im Nordosten von Schottland berichtet wird. Denn dort wurde ein Steinkreis aus der Steinzeit mal eben an die 3.000 Jahre jünger datiert, als es die Experten zuvor annahmen. In Wahrheit haben nicht die rätselhaften Megalithkultur diese Anlage geschaffen, sondern ein lokaler Landwirt in den 1990ger Jahren.

Ereignet hat sich das übrigens nicht weit von dem “Europäischem Nazca” in Schottland, wo mutmaßlich bisher unbekannte “Bodenzeichnungen” existieren, wie ich es in diesem Video HIER Anfang 2018 berichtet habe.

Laut “BBC” am 21. Januar 2018 hat Adam Welfare vom schottischen “Historic Environment” und des “Aberdeenshire Council’s Archaeology Service” den Steinkreis ursprünglich als “echt” und damit Jahrtausende alt angesehen:

Eine Untersuchung der Stätte in der Gemeinde Leochel-Cushnie ergab, dass die Steine etwa 20 Jahre alt waren. Ursprünglich wurde angenommen, dass dort ein Steinkreis liegt.

So die “BBC” weiter. Dass jetzt der Steinkreis aus der Steinzeit in die Moderne undatiert wurde, “löste bei den Fachleuten Begeisterung aus”, heißt es dazu. Bei den neueren Untersuchungen der Steinanlage habe sich schließlich der ehemalige Besitzer des Landes gemeldet, auf dem der Kreis liegt. Ein Landwirt gab an, dass er selber den Kreis aus Monolithen Mitte der 1990er Jahre aufgestellt habe.

Nicht Jahrtausende sondern Jahrzehnte alt

In der offiziellen Meldung des “Aberdeenshire Council’s Archaeology Service” hieß es dazu:

Was als ein neu identifizierter Steinkreis angesehen wurde, der Tausende von Jahren alt war, erwies sich nach weiteren Untersuchungen als nur wenige Jahrzehnte alte Nachbildung.

Die Archäologen waren anfangs sehr erfreut über die Aufnahme eines weiteren Steinkreises zu den vielen, die bereits in Aberdeenshire identifiziert wurden.

Bei weiteren Untersuchungen des Ortes in der Gemeinde Leochel-Cushnie stellte sich jedoch heraus, dass es sich nur um eine etwa 20-jährige Nachbildung handelt.”

Gemeldet hat diese vermeintlich archäologische Stätte der aktuelle Besitzer des Landes und der Farm. Ungewöhnlich sei dieser Steinkreis den herbeigeeilten Forschern aber direkt vorgekommen, wie sie schreiben:

Bei der Aufnahme wurden einige ungewöhnliche Merkmale festgestellt. Darunter der kleine Durchmesser, die verhältnismäßig kleinen Steine ​​und das Fehlen eines offensichtlichen zugehörigen Steinhaufens oder Bordsteins.

Zwischen liegenden Steinkreisen gibt es jedoch große Unterschiede, so dass das Auffinden solcher Unterschiede anfangs kein Grund zur Besorgnis war.

Steine an sich lassen sich bekanntlich nicht datieren. Und da Steinkreise in Schottland bis zu 4.500 Jahre alt sind, schätze man diesen Fund vorerst ebenso alt ein. Hätte der Landwirt sich nicht gemeldet,  was wäre dann wohl aus dem Steinkreis von Leochel-Cushnie geworden …?

Aus Rückschlägen lernen

“Archäologisches Wissen verbessert sich ständig und reagiert auf neue Informationen und Erkenntnisse”, so die Experten aus Schottland in ihrer Pressemitteilung. Die hier genannten “neuen Informationen” waren die Aussagen des Erbauers der Anlage. So sei dieser Vorgang ein “Beispiel für eine gründliche archäologische Forschung, die es erlaubt, die frühe Interpretation abzulehnen”.

In der Tat brachen die Archäologen weitere Untersuchungen des Steinkreises aufgrund der neuen Informationen aus erster Hand ab. Informationen, die ein Forscher bei uralten und damit “echten” Steinkreisen natürlich niemals hat.

Neil Ackerman vom “Aberdeenshire Council’s Archaeology Service” sieht die ganze Angelegenheit positiv. Immerhin haben hier die Wissenschaftler – nach der Mekldung des Farmers – herausgefunden, dass es eine Fälschung der Moderne ist. So sagt Ackerman:

Dass ein regionaler Monumenttyp so genau kopiert wird, zeigt das lokale Wissen, die Wertschätzung und die Auseinandersetzung mit der Archäologie der Region durch die lokale Gemeinschaft.

Darum hofft er, dass man sich an dem Fake-Steinkreis in seiner fantastischen Lage und Landschaft dennoch weiterhin erfreut. Auch wenn es für ihn enttäuschend sei, dass die Anlage erst 20 bis 25 Jahre alt ist.

Datierungen mittels Feuerzeug …

Wirklich “reingefallen” sind die Wissenschaftler bzw. Archäologen in Schottland auf diesen Steinkreis allerdings nicht. Sie bekamen die Meldung über die Steinsetzung und datierten sie auf 3.000 oder mehr Jahre. Doch nur aufgrund ihrer Erfahrung mit eben solchen Bauwerken und durch Augenschein. Immerhin ist Schottland voll von diesen Megalithbauten.

Erst die weiteren Nachforschungen zeigten, dass der Fund aus der Neuzeit stammt. Zum Glück meldetet sich der Bauer, so dass die Untersuchung abgebrochen werden konnte. Wie hätten die Archäologen den Steinkreis wohl datiert, wenn sie mit Grabungen begonnen hätten? Etwa durch irgendwelche Funde, die dort zutage gekommen wären? Beispielsweise mittels C14-Datierung von zufällig dort liegenden Holzkohleresten eines Feuer, dass vor vielen tausend Jahren dort einmal brannte? Oder durch ein verlorenes Feuerzeug?

Damit aber nicht in vielen Jahren andere Archäologen über diesen Steinkreis stolper und ihn erforschen wollen, wurde auch er registriert. Neil Ackerman dazu:

Diese Art von Denkmälern ist bekanntermaßen schwer zu datieren. Aus diesem Grund nehmen wir alle modernen Nachbildungen antiker Monumente in unsere Unterlagen auf, falls sie später falsch identifiziert werden.

Ein sicherlich sehr wohl überlegter Schritt für die Zukunft der Archäologie (s. a. YouTube-Video HIER). Man denke zum Beispiel auch an die (Osterinsel-)Megalithen von Orrius in Spanien aus dem YouTube-Video HIER. Oder an die “versunkene Megalithkultur von New York” aus diesem Video HIER

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Video-Auswahl zum Thema auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

YouTube-Video vom 23. Sep. 2018 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

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YouTube-Video vom 31. Jan. 2018 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

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“Mythen, Megalithen und Mysterien”: Vortrag von Lars A. Fischinger am 1. Mai 2019 – alle Infos und Videos zum Thema

Mythen, Megalithen und Mysterien: Vortrag von Lars A. Fischinger am 1. Mai 2019 (Bild: Fischinger-Online)
“Mythen, Megalithen und Mysterien”: Vortrag von Lars A. Fischinger am 1. Mai 2019 (Bild: Fischinger-Online)

Ein ganzes Netz voller Mythen, Megalithen und Mysterien aus der Vorzeit umspannt unseren Planeten. Und Sylt ist ein Teil dieses faszinierenden Netzwerkes aus der rätselhaften Vorgeschichte der Menschheit. In seinem reich bebilderten Vortrag führt Lars A. Fischinger die Besucher zu den versunkenen Rätseln der Archäologie und Mythologie. Hier findet Ihr alle Infos zum Vortrag am 1. Mai 2019 im “kursaal³” in Wenningstedt-Braderup/Sylt sowie YouTube-Videos zum Thema.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Mythen, Megalithen und Mysterien

Ein ganzes Netz voller Mythen, Megalithen und Mysterien aus der Vorzeit umspannt unseren Planeten. Und die Insel Sylt ist ein Teil dieses faszinierenden Netzwerkes aus der rätselhaften Vorgeschichte der Menschheit.

Auf der ganzen Welt finden sich oft unerklärliche Monumente und Bauten aus einer weit zurückliegenden Epoche – die zum Teil 4.000, 5.000 oder weit mehr Jahre in die Vergangenheit zurück reichen. In eine uns heute vollkommen fremde Zeit der Menschheit, in der die Kulturen der Römer oder Griechen erst Jahrtausende später auf der Bildfläche der Geschichte erschienen.

Es war die Zeit, als plötzlich Steinzeitmenschen anfingen mit riesigen Megalithen gewaltige und bis heute rätselhafte Bauten zu erschaffen. Hinterlassenschaften, die sich in Nordeuropa ebenso finden, wie auf Inseln im Mittelmeer, im fernen Asien oder im Nahen Osten.

Bis heute erzählen fast nur noch Mythen und Legenden von diesen Zeiten und den damaligen kulturellen Anfängen der Menschheit. Von Riesen und Zwergen ist die Rede, die in dieser dunklen Vergangenheit existiert haben sollen. Aber auch von Göttern aus dem Himmel, um die sich ganze Religionen und Zivilisationen entwickelten.

Selbst von einer versunkenen Urheimat der Menschheit berichten diese Überlieferungen. Einige nennen sie Atlantis – und einige glauben sogar, dass das heutige Sylt einst ein Teil dieser untergegangenen Welt war. Tatsächlich gibt es uralte Legenden aus dem östlichen Mittelmeerraum, die von einem Land „jenseits der Nordwinde“ erzählen. Ein Gott sei von dort regelmäßig in den hohen Norden geflogen …

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Andere verweisen auf Tempel oder sogar Pyramiden, die auf dem Grund der Ozeane an vielen Orten auf der Welt gefunden worden sein sollen.

Sind es tonnenschwere Spuren einer uralten Zivilisation, von der die Historiker heute nichts mehr wissen? Untergegangen nach der letzten Eiszeit? Und was ist mit all den “Göttern”, Riesen und Zwergenwesen, die einst existiert haben sollen? Könnten die Erzählungen über sie einen realen Kern haben?

Genau dorthin, zu den versunkenen Rätseln der Archäologie und Mythologie, führt Sie die reich bebilderte Vortrags-Präsentation von Lars A. Fischinger.

  • Lars A. Fischinger (geb. 1974 im Münsterland) ist einer der bekanntesten Journalisten und Autoren zu Themen wie Geheimnisse der Archäologie, Grenzwissenschaft und Mysterien der Geschichte. Der “Jäger des Phantastischen” befasst sich seit über 25 Jahren mit den großen und kleinen Rätseln der Menschheit, ist Autor zahlreicher erfolgreicher Sachbücher und betreibt zu diesen Themen den erfolgreichen YouTube-Video-Kanal “Grenzwissenschaft & Mystery Files”.

Veranstaltungsort

kursaal³

Strandstraße 25

25996 Wenningstedt-Braderup

Telefon: 04651-44718

Webseite: www.kursaal3-sylt.de

Karten & Details

Karten an allen Vorverkaufsstellen, online und an der Abendkasse: Direkt-Link HIER

Termin: Mittwoch den 1. Mai 2019 ab 20:15 Uhr

Einlass: 19:30 Uhr

Dauer: ca. 2 Std. mit anschließender Diskussion

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Veranstalter: Tourismus-Service Wenningstedt-Braderup GmbH & Co. KG

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Hotel Kiose

Berthin-Bleeg-Straße 15

25996 Wenningstedt-Braderup

Telefon: 04651-98470

Webseite: www.hotel-kiose.de

E-Mail: info@hotel-kiose.de

Nur 5 Minuten (ca. 400 Meter) Fußweg vom Veranstaltungsort entfernt

Karte HIER


Video-Auswahl von Grenzwissenschaft & Mystery Files zum Thema

Das Steinzeiträtsel: Megalithanlagen und ihre Mysterien - Von Sylt bis Korea, YouTube-Video vom 23. Sep. 2018

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Götter, Germanen, Gotteshäuser: Odin und das Christentum auf Sylt, YouTube-Video vom 18. Okt. 2017

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Monster, Mythen und Mysterien: Urlaubsinsel Sylt jenseits von Promis, Party & Prosecco, YouTube-Video vom 14. Sep. 2015

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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3.000 Euro Belohnung für Hinweise! Wer schuf den rund 4 Kilometer großen “Marree Man” im Outback von Australien? (+ Videos)

Wer schuf den 4,2 Kilometer großen "Marree Man" im Outback von Australien? (Bilder: Google Earth / gemeinfrei)
Wer schuf den mehre Kilometer großen “Marree Man” im Outback von Australien? (Bilder: Google Earth / gemeinfrei)

Geoglyphen, also Scharrbilder, die Menschen oftmals in riesigen Ausmaßen auf dem Erdboden bzw. im Erdreich anlegten, kennen Archäologen aus sehr vielen Teilen der Welt. Einige sind Jahrtausende alt und weltbekannt, andere fast unbekannt und rätselhaft und wieder andere stellen Forscher vor ungelöste Mysterien über ihren Sinn und Zweck. In Australien gibt es ein solches Scharrbild, dass erst 20 Jahren bekannt ist und seit dem für Spekulationen über dessen Ursprung sorgt: Der “Marree Man” in der Wüste von Süd-Australien Ein riesiger nackter Mann, über deren Schöpfer zwei Jahrzehnte gerätselt wird. Ein reicher Unternehmer hat jetzt eine Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die zur “Ergreifung” der Urheber der gewaltigen Geoglyphen führen. Was den “Marree Man” von Australien so besonders mysteriös macht, erfahrt Ihr in diesem Beitrag!


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Der “Marree Man”

Einsam und geradezu verlassen liegt im öden Outback von Australien ein gigantisches Scharrbild eines nackten Menschen im Wüstenboden. Etwa 3 bis 4 Kilometer lang, an der Hüfte rund 500 Meter breit und aus bis zu 35 Meter breiten Mehrfach-Linien in die Wüste gescharrt!

Der Umriss des “Marree Man” besteht aus 7 bis 10 einzelnen Linien, die offenbar in einem Zuge in den Wüstenboden “gegraben” wurden. Einige wenige Umrisse, etwa beim Ohr, bestehen jedoch aus nur 3 dieser Linien oder Rillen, die dabei eine Tiefe von 20 bis 30 Zentimeter aufweisen. Alles erscheint irgendwie wie aus einem Guss und ähnelt dabei Furchen von Pflügen aus der Landwirtschaft, wie wir sie sehr gut kennen.

Die dargestellte Person ist ein nackter Mann mit einer Art Stirnband, der scheinbar einen Sperr in der linken Hand hält, wie es die Umrisszeichnung im Titelbild oben zeigt. Ob es ein Sperr ist, ist aber meiner Meinung nach mehr als fraglich. Schaut man sich den “Marree Man” bei Google Earth genauer an (Koordinaten, s. unten), erkennt man sehr deutlich, dass der vermeinte “Sperr” einfach irgend ein langes “Ding” ist, dass der Mann in der Hand hält, wo es auch endet. Für einen Sperr ist das “Ding” viel zu kurz und außerdem endet bzw. beginnt es in der Hand des Scharrbildes.

So sieht kein Sperr aus und so schleudert man auch keinen.

Der Mann selber liegt in Zentral-Südaustralien in einem riesigen (teils ehemaligen) militärischen Sperrgebiet namens “Woomera Prohibited Area” auf den “Finnis Springs”. Etwa 60 Kilometer davon entfernt liegt das winzige Nest Marree mit seinen rund 70 Einwohnern. Der Namensgeber des “Marree Man”.

Das Rätsel des nackten Mannes

So gut wie alle Scharrbilder und Geoglyphen in allen Teilen der Erde ist zu eigen, dass sie erst aus der Luft entdeckt wurden. Das beste Beispiel sind die Nazca-Linien in Peru, deren wirkliche Entdeckung vor fast 100 Jahren erst mittels Flugzeug erfolgte (s. Videos unten und z. B. HIER, HIER und HIER). Grund sind eben die gewaltigen Ausmaße solcher Bodenbilder und Strukturen.

VIDEO: Sensationelle Entdeckungen in Kasachstan: Ein “zweites Nazca” mit dutzenden Geoglyphen in Asien gefunden (Bilder: Google Earth)
VIDEO: Sensationelle Entdeckungen in Kasachstan: Ein “zweites Nazca” mit dutzenden Geoglyphen in Asien gefunden (Bilder: Google Earth)

Beim “Marree Man” war es vor genau 20 ebenso: Am 26. Juni 1998 überflog der australische Buschpiloten Trac Smith das Gebiet und entdeckte aus 1000 Metern Höhe die Figur unter sich. Aufgrund seiner enormen Größe wurde der nackte Mann von Australien daraufhin schnell in aller Welt bekannt. Allein die Umrisslinien sollen nach Schätzungen an die 28 Kilometer Länge betragen, was den “Marree Man” damit zum größten Scharrbild dieser Art weltweit macht. Auch wenn sich in Peru einige Nazca-Linien über weit mehr Kilometer durch die Wüste erstrecken, die aber eben keine Figuren darstellen.

Ursprünglich musste man nicht gut einen Kilometer hoch über die Darstellung fliegen, wie der Entdecker Smith 1998, um sie zu erkennen. Die Schöpfer des Mannes haben die Linien mit weißem Kalk deutlich vom umgebenen Wüstenboden abgehoben. Schon 100 Meter Höhe hätten so gereicht, um das Bild sehr deutlich zu erkennen.

Buschpiloten wie Trac Smith gibt es in Australien überaus viele. Die gewaltigen Entfernungen und die oft mehr als dünn besiedelten Region des Kontinentes machen solche Verkehrswege und Transportmittel unabkömmlich. Da verwundert es nicht wenige, dass erst 1998 der “Marree Man” von einem solchen Flieger entdeckt wurde. Wurde er bis dato schlicht übersehen – oder ist er sogar ein Kunstwerk der Moderne?

Und warum leugnen selbst die Aborigines, dass ihre Vorfahren diesen Mann in den Boden zeichneten? Sogar das Gegenteil war nach der Entdeckung des Scharrbildes der Fall. Es kam damals zu Protesten des Aborigines-Stammes der Dieri, da sich die Figur in ihrem heiligen Stammesgebiet befindet. Nicht nur in Land sei dadurch beschädigt und beschmutzt worden, sondern auch ihr mythologisches Erbe der “Traumzeit” würde dadurch missachtet.

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Diese heilige “Traumzeit” ist eine Art Ursprungsglaube der Aborigines, die bis in eine ferne Existenz ohne Zeit und Raum zurückzuführen sei. Ein Beginn von Allem – in dem physische, spirituelle, göttliche und materielle Dinge Eins waren.

Wer schuf den Riesen in der Wüste?

Theorien über die Schöpfer des “Marree Man” kursieren seit der Entdeckung 1998 viele in Australien und in aller Welt. Die einfachsten sind dabei die, dass eben die Vorfahren der Aborigines das Scharrbild anfertigen, dies aber vergessen wurde, oder dass ein eigensinniger “Landschaftskünstler” das vor 20 oder etwas mehr Jahren machte. Dazu gesellen sich Thesen, dass Soldaten aus den USA oder Australien sich diesen Spaß erlaubten.

Das rätselhafte "Band der Löcher" in Peru: ist hier tatsächlich alles geklärt? (Bilder: GoogleEarth / American Museum of Natural History)
ARTIKEL: 6.000 Löcher hintereinander: Das rätselhafte “Band der Löcher” in Peru – tatsächlich alles geklärt? (Bilder: Google Earth / American Museum of Natural History)

Viel gehandelt wird dabei der Name des 2002 verstorbenen Künstlers Bardius Goldberg als Urheber des nackten Riesen. Er soll in Australien ein “Spaßvogel” gewesen sein, wie man ihn in Deutschland nennen würde, weshalb man ihm das Werk durchaus zutraue. Angeblich habe er zu Lebzeiten davon gesprochen, dass er ein Kunstwerk erschaffen möchte, das man aus dem All sehen könne.

Zugegeben hat Goldberg es allerdings nie. Ebenso wenig konnte die Polizei irgendwelche Spuren von Maschinen oder schwerem Gerät an dem Scharrbild finden. Immerhin war man sich schnell einige, dass die Arbeit daran sicher einige Wochen gedauert haben muss. Ohne, dass jemand irgendwas in der Einöde bemerkte.

Einen “kryptischen Hinweis” fand sich 1999 im Kopf des “Marree Mannes”. Dort tauchte eine kleine US-Flagge und ein “Bekennerschreiben” auf. Darin stand:

Zu Ehren des Landes, das sie einst kannten. Seine Errungenschaften sind außergewöhnlich und eine ständige Quelle neuer Wunder und Bewunderung.”

Diese seltsame Botschaft ist aus dem Buch “The Red Centre. Man and Beast in the Heart of Australia” von Hedley Herbert Finlayson aus dem Jahre 1979 entlehnt. Darin finden sich Fotos von Aborigines, die nackt mit Stöcken in den Händen Tiere jagen udn grundsätzlich dem “Marree Man” ähneln.

Waren diese Fotos die Vorlage des trotzdem unbekannten Künstlers? Aber wozu dann die US-Flagge?

Auch die Bekenner-Faxe, die damals bei verschiedenen Medien anonym eingingen, halfen nicht weiter. Aufgrund einiger Formulierungen und der Verwendung von “Meilen” statt “Kilometer” wird bis heute vermutet, dass diese Faxe von US-Amerikanern stammen. Aufklären konnten sie das Rätsel um den Riesen auch nicht. Eher haben sie es noch vergrößert, da eines dieser Faxe bei Phil Turner eingegangen ist. Er ist Inhaber des “Marree Hotel” in Marree und bietet heute Rundflüge zum Scharrbild an.

Also ein Gag um in der Einöde des australischen Outback eine zusätzliche Geldeinnahme zu haben?

Zwei Jahrzehnte Geheimhaltung?

Phil Turner und andere sind überzeugt, dass keiner der Bewohner der Region den Mann in der Wüste geschaffen hat. Wäre das der Fall, so Dick Smith am 25. Juni in einem Interview mit “ABC News” in Australien, “wer könnte das “seit 20 Jahren geheim halten”? Auch betonte Turner die gewaltige Arbeitsleistung, die zur Schaffung des nackten Riesen erforderlich war.

Er selber hat nämlich 2016 das Scharrbild restauriert. Mit einem Vemessungstechniker und mit einer Planierraupe hat er die Umrisslinien der Figur nachgezogen und erneuert sowie Verwitterungen beseitigt. “Eine enorm große Arbeit”, wie er betonte. Seine Rundflug-Gäste werden es ihn mit Sicherheit danken …

Wenn Aliens für Menschen echte Götter sind - Ein Journalist zu Besuch bei der UFO-Sekte Rael-Bewegung in Australien (Bilder: gemeinfrei / YouTube-Screenshot / Montage: Fischinger-Online)
Wenn Aliens für Menschen echte Götter sind – Ein Journalist zu Besuch bei der UFO-Sekte Rael-Bewegung in Australien (Bilder: gemeinfrei / YouTube-Screenshot / Montage: Fischinger-Online)

Was ebenso mysteriös erscheint ist der Umstand, dass im Jahr der Entdeckung der Geoglyphe (1998) die heute allgegenwärtige GPS-Technologie noch nicht im zivilen Nutzen war! Erst vor rund 18 Jahren hat der damalige US-Präsident Bill Clinton diese zuvor rein militärische Technologie für den Zivilgebrauch freigegeben. Zu diesem Zweck wurde das Signal “Selective Availability”, dass absichtlich die GPS-Ortung überaus ungenau machte, am 2. Mai 2000 abgeschaltet.

Für die Schaffung einer kilometerlangen menschlichen Figur ist GPS fraglos ein Muss. Wenn nicht das, dann zumindest eine gewaltige Erleichterung der anonymen Arbeiter an ihrem Bild.

Dick Smith wiederum ist jener reiche Unternehmer aus Australien, der das Rätsel um die Herkunft des nackten Jägers unbedingt knacken will. 5.000 australische Dollar, immerhin rund 3.000 Euro, hat er demjenigen versprochen, der das Mysterium aufklären kann. Smith dazu im Interview mit “ABC News”:

Es gibt keine Fehler – es ist sehr professionell gemacht.

Es gab so viele verschiedene Behauptungen, und die einzige, an die ich nicht glaube, ist, dass es aus dem Weltraum stammt. Ich kann nicht sehen, wie sie von einer Person gemacht werden konnte, man muss schon drei oder vier dafür haben, und es muss Wochen gedauert haben. Wie wurde es in so einem Fall seit 20 Jahren geheim gehalten?

Smith scheint wirklich von dem “Marree Man” besessen zu sein. Er sagte nämlich in dem Interview weiter, dass er jedem die Belohnung auszahlen würde, der die Urheberschaft beweisen kann – auch wenn er selber das Geheimnis für sich behalten müsse. Er will es einfach wissen und auf Wunsch nichts verraten.

Das nennt man umgangssprachlich dann wohl eine Obsession …

  • Der “Marree Man” ist bei Google Earth und diesen Koordinaten zu finden: 29°31’51.71″ S 137°27’58.01″ E

Videos zum Thema:

YouTube-Video vom 31. Januar 2018 zum Thema

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YouTube-Video vom 3. April 2018 zum Thema

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Der Gruselwald von Orrius: von Geistern, Gnomen und Menschen, die in Dimensionstoren verschwinden +++YouTube-Video+++

Eine der Figuren im “Gruselwald von Orrius”, in dem angeblich Geister und Gnome ihr Unwesen treiben- und Menschen in “Dimensionstoren” verschwinden (Bild: WikiCommons / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Es wimmelt auf unserem Planeten an Spukorten und Plätzen, die irgendwie unheimlich sein sollen. Vor allem “verwunschenen Wäldern” und Gemäuern sagt man so einiges nach. So auch einem einem Waldgebiet bei Orrius nordöstlich von Barcelona in Spanien. Dort stehen neben uralten Grabanlagen auch megalithische Figuren herum, die man eigentlich nur von der Osterinsel im Pazifik her kennt: Die Moai. Aber auch von Begegnungen mit Zwergen, Geistern und Kobolden in diesem Wald wird gesprochen. Mehr zu diesem “Gruselwald”, in dem angeblich sogar Menschen in andere Dimensionen verschwinden sollen, in diesem Video auf meinem YouTube-Channel.

 

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Wälder mit irgendwelchen “paranormalen Aktivitäten” kennt mit Sicherheit jeder. Zumindest aber hat jeder schon einmal von diesen gehört.

Unweit von Barcelona in Spanien liegt ein solcher Gruselwald, der aber noch in ganz anderer Hinsicht spannend ist. Denn hier, bei dem Ort Orrius, stehen zahlreiche Megalithen und Megalithfiguren herum, von denen einige den Moais der Osterinsel nachempfunden wurden. Die aber offiziell erst 1722 entdeckt wurde …

Angeblich sei hier ein “Tor zu einer anderen Dimension”, da auch Menschen in dem Wald spurlos verschwunden seien. Mehr in diesem Video von mir auf meinem Kanal bei YouTube.

Bleibt neugierig …

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Megalithgrab “Teufelssteine”: warum das Christentum alle heidnischen Kultstätten verteufelte! YouTubeVideo

Das Megalithgrab "Teufelssteine" im Kreis Borken: Eine "heidnische Kultstätte" im Münsterland (Bild: M. L. Sievers)
Das Megalithgrab “Teufelssteine” im Kreis Borken: Eine “heidnische Kultstätte” im Münsterland (Bild: M. L. Sievers)

„Da hatte der Teufel seine Finger im Spiel!“ Diese Redewendung galt vor allem während der Ausbreitung des Christentums in Deutschland und Europa. Eigentlich in der ganzen Welt. Denn überall dort, wo die frühen Christen auf sog. „heidnische Kultplätze“ anderer Religionen stießen, wurden diese verteufelt, zerstört oder für sich in Anspruch genommen. So auch bei dem uralten Megalithgrab aus der Steinzeit mit dem Namen „Teufelssteine“, das unweit meines Heimatdorfes LETTE steht. Spontan entstand dort ein neues Mystery-Video, das Ihr nun auf meinem YouTube-Kanal online findet.

 

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Kultstätten oder Kultorte gibt es in ganz Deutschland. Eigentlich auf den ganzen Planten und selbst christliche Kirchen sind grundsätzlich nichts anders.

Ich war kürzlich da – an diesen „teuflischen Steinen“ der Vorzeit, die mitten im Wald im Münsterland im Kreis Borken liegen. Und so entstand spontan bei einem Spaziergang an diesem “Kultplatz” dieses YouTube-Video zum Thema „Christianisierung und Heidentum“ mit dem Smartphone …

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Neue Ausgabe des Magazins "Q´PHAZE" erschienen – Realität…anders!

Die neue Ausgabe des Mystery & Co.-Magazins “Q´PHAZE” ist soeben erschienen. Das bekannte Magazin behzandelt Themen wie: “Sind wir allein im Universum? Waren Außerirdische bereits auf der Erde? Gab es unbekannte Hochkulturen in unserer Vergangenheit? Welche Geheimnisse ranken sich um die biblischen Überlieferungen? Was steckt hinter dem UFO-Phänomen? Welche Rätsel verbirgt die Welt wirklich? Sind Zeitreisen möglich? Gibt es ein Leben nach dem Tod?”

In der neuen Ausgabe:

Uraltes Wissen aus der Vorzeit?
Das Goseck-Syndrom ist möglicherweise eine Spur zu uraltem Wissen, das seine Ursprünge in ferner Zeit hat.

Die 7. Folge von Walter-Jörg Langbeins legendären Monstermauern, Mumien und Mysterien! Wunderbar aufbereitete Reiseberichte mit viel Wissenswertem und sensationellen Fotos!

Waren Außerirdische die Initiatoren?
Die rätselhafte Megalithkultur wird in dieser Ausgabe ausführlich von Dr. Wolfgang Bockelmann unter die Lupe genommen!

Auf den Spuren rund um die Welt ist Mike Vogler, wenn er dem Mysterium Heiliger Gral auf die Pelle rückt.

Das Wissen antiker Kulturen wird gewohnt lebendig von Frank Grondkowski auf den Prüfstand gestellt, anhand einiger Beispiele in seinem Beitrag “Hinter dem Horizont geht es weiter”.

Das sensationelle Zeitreise-Experiment “Time Machine 1212” geht in die finale Runde:
Die verrückteste Reise des Jahres 2012!

Und viele weitere spannende Themen, die uns die Augen öffnen!

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Bücher zum Thema: 

 

 

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