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Frage: “Gibt es eine Religion, welche Außerirdische anbetet?” – ein interessantes Netzfundstück und warum Milliarden Menschen zu Aliens beten

Gibt es Menschen, die Außerirdische anbeten? - eine interessante Frage aus dem Netz (Bilder: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Gibt es Menschen, die Außerirdische anbeten? – eine interessante Frage aus dem Netz (Bilder: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Jesus Christus, Gott, Allah, Heilige, Buddha, die Mutter Gottes, Engel, Shiva, Jehova … die Palette an Namen ist lang, zu denen Menschen heute beten und die sie verehren. Dabei haben die drei großen “Buchreligionen”, Christentum, Judentum und Islam, ein und denselben Gott, zu denen die Gläubigen beten. Der Gott der Thora, der Bibel inkl. Jesus und des Koran ist demnach eine Art “Hauptgott” der Menschheit auf diesem Planten, da Milliarden Menschen an diesen glauben. Aber längst nicht alle Menschen der Erde glauben an diesen Gott. Und so tauchte im Netz kürzlich eine scheinbar seltsame Frage auf: Die Frage, ob es Menschen gibt, die Aliens “anbeteten”. Eine kleine Frage, die durchaus Sprengstoff birgt! Warum und was es mit dieser Frage genau auf sich hat, erkläre ich hier.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Netzfundstücke sind grundsätzlich nichts besonders. Je nachdem, wofür sich eine Person im Internet interessiert, findet diese zu seinem Interesse immer interessante Fundstücke im Netz.

Doch auf diesem Blog geht es um die Grenzwissenschaft und die Mystery Files, die bekanntlich auch Mythen, Religionen, Aliens, Götter-Sagen, Sekten und Überlieferungen einschließen. Und so stieß ich bei meinen “Streifzügen auf den Spuren des Unfassbaren” kürzlich wieder auf die Webseite gutefrage.net. Das ist jene Internet-Seite, auf der immer mal wieder auch ein Mystery-Jäger interessante Fragen und dazugehörigen Antworten/Diskussionen findet. Beispielsweise jene, wie man ein UFO erkennt und was man dann machen soll. Oder auch die Frage nach einem “Erich von Däniken-Instiut” und wo man Prä-Astronautik studieren kann.

Obwohl auf dieser Webseite praktisch aus allen erdenklichen Bereichen Fragen an die dortige Community gestellt werden, ist eine vom 2. August 2017 sehr spannend für einen Grenzwissenschaftler:

Gibt es eine Religion, welche Außerirdische anbetet?

Das klingt auf den ersten Blick mehr als bizarr! Aber nur auf dem ersten Blick, da diese Frage wie kaum eine andere in der Mystery-Welt Sprengstoff birgt.

Menschen, die Aliens “anbeten”?

Es gibt viele Götter und Erich von Däniken ist ihr Prophet! Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“
ARTIKEL: Die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“ (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)

Im Jahr 1999 veröffentlichten mein Freund und Autorenkollege Roland M. Horn und ich unser gemeinsames Erfolgsbuch “UFO-Sekten”. Darin schildern wir sehr umfangreich esoterisch-religiöse Strömungen innerhalb der UFO-Szene, in denen (teilweise) tatsächlich Außerirdische angebetet wurden. Und werden. Solche UFO-Sekten waren und sind deshalb auch immer wieder Thema auf diesem BLOG und bei meiner Arbeit als Mystery-Jäger.

Diese sektenartigen UFO-Gruppen sind “ein Irrsinn”, wie ich es bereits 1998/99 in meinem Buch “Begleiter aus dem Universum” in einem entsprechenden Kapitel ausführte. Leider gibt es also tatsächlich Menschen, die Außerirdische quasi “vergöttlichen” und anbeten. Keine Religionen im eigentlich Sinn, aber Gruppen und Menschen, die in solchen Aliens weit mehr als nur Wesen aus Fleisch und Blut sehen.

Ein Problem, dass sich auf die gesamte Szene der UFO-Forschung und Grenzwissenschaft negativ auswirkt. So schrieb ich in einem Artikel für das Magazin “Sagenhafte Zeiten” (Nr. 1/2002) vor über 15 Jahren zu solchen UFO-Sekten warnend:

Die rasant wachsende Anzahl derartiger und zahlreicher anderer Weltanschauungen in den letzten Jahren hat leider zur Folge, dass nicht nur immer mehr Menschen diesen Gruppen verfallen, sondern das die breiten Medien eben vorzugsweise über eben jene Anhänger dieser Lehren berichten. TV-Sendungen und vor allem die Massenprintmedien schildern meist genau diese wirren Thesen.

Die breite Öffentlichkeit muss aufgrund dieser irrationalen Aussagen in den Medien zu der Meinung kommen, die Thesen der UFO-Forschung und der Prä-Astronautik sind nichts als Unfug! Leider ist die Wirkung der Medien auf die Meinungsbildung der Öffentlichkeit enorm. Vor allem deshalb, da es offensichtlich keinerlei Unterscheidung der jeweiligen Redaktionen zwischen seriöser Beschäftigung und esoterischen UFO-Gruppierungen gibt.”

Damit ist klar, dass es Menschen gibt, die in Außerirdischen geradezu “Götter” sehen und sie entsprechend verehren. Jedoch auf den unterschiedlichsten Art und Weisen und dabei selten sogar gefährlich. Aber diese Gruppen sind höchstens Sekten und damit keine “echten” Religionen. Obwohl nicht selten auch Jesus, Moses, Buddha oder welche religiöse Person in deren außerirdischen Weltanschauung integriert sind.

Auch bei gutefrage.net kam eine entsprechende Antwort auf die oben zitierte Frage. Darin heißt es:

Es gibt eine sehr hoch intelligente Spezies,die mit Gott in Verbindung steht,und irgendwann zur seiner Zeit werden sie dabei helfen, die Erde zu evakuieren.”

Damit ist die Lehre der UFO-Sekte Ashtar Command gemeint. Eine mehr fragwürdige UFO-Gruppe, die an göttliche Außerirdische glaubt, die eines Tages die Menschheit retten und über die auf diesen Seiten bereits mehrfach berichtet wurde. Folglich eine Gruppierung, die UFOs, Aliens und Gott/Jesus miteinander vermischt hat.

Dumme Frage? Dumme Antwort?

"Das Alien-Grey-Dämonen-Evangelium" der UFOs und Astronautengötter: Wie Erich von Däniken bin auch ich ein dämonischer Verführer mit meinen Lehren (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Das “teuflische Evangelium der Aliens” und “die dämonischen Lehren der Prä-Astronautik” (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Die Frage nach “Religion, welche Außerirdische anbeteten” in der gutefrage.net-Community mag kindisch klingen. Ist sie aber ganz und gar nicht.

So sind auch die Antworteten dort bisher frei Hohn und Spott gegen den Fragesteller. Eine Antwort nennt beispielsweise “so ziemliche jede” Religion:

Weil alles was da so vorkommt ist doch (außerirdisch) Engel z. B. kommen ja nicht von hier…

Mehrere Antworten nennen die Scientology als eine Religion, deren Mitglieder Aliens anbeten. Ein User ist sogar überzeugt:

Aliens haben die Religionen erfunden, um die Masse zu kontrollieren.

Doch eine Antwort sticht in der dortigen Community heraus. Sie wird von der Online-Plattform derzeit auch als “Hilfreichste Antwort” zu der Frage geführt. Obwohl es darin nur kurz und knapp heißt, dass “alle drei monotheistischen Religionen” Außerirdische anbeten. Folglich, dass gläubige Juden, Christen und Muslime in Wahrheit zu Aliens beten.

Mit Blick auf die Ideen der Prä-Astronautik, der Ancient Aliens-Überlegungen der Astronautengötter, ist das sogar vollkommen – richtig.

Allerdings ist dieser Umstand so etwas wie ein “rotes Tuch” innerhalb der Vertreter der Idee, dass die Götter aus dem All kamen. Zwar ist jedem überzeugten Prä-Astronautiker dies bewusst, aber so wirklich direkt und unmissverständlich beim Namen nennen mag man es dann doch nicht.

Gott ist ein Außerirdischer und Jesus war ein Alien-Mensch-Hybrid

Als in den 1960er Jahren Erich von Däniken mit seinem Manuskript zu seinem ersten Buch “Erinnerungen an die Zukunft” auf der Suche nach einem Verlag war, hagelte es Absagen. Das kennen alle Autoren bis heute. Bekanntlich erschien dieses Buch im Jahr 1968  im ECON Verlag in Düsseldorf letztlich doch noch und wurde ein Erfolg.

+++YouTube-Video+++ Erich von Däniken im TV-Interview 1978 über die Manna-Maschine, die Bundeslade, Astronauten in der Bibel und seine Suche nach der Wahrheit
VIDEO: EvD im TV-Interview 1978 über die Manna-Maschine, die Bundeslade und Astronauten in der Bibel (Bild: YouTube-Screenshot / Archiv / Montage: L. A. Fischinger)

Das wissen die Fans und Leser von EvD. Weniger bekannt ist aber die Tatsache, dass “Erinnerungen an die Zukunft” damals von einem Redakteur bearbeitet wurde. Dieser hieß Wilhelm Roggersdorf und ist auch vorne in den jeweiligen Büchern namentlich benannt. Das ist also kein Geheimnis. Doch noch weniger bekannt ist, dass ursprünglich in dem Manuskript von Erich von Däniken auch das Thema Jesus Christus und Außerirdische Thema war. Also das Neue Testament als “Spurengeben” auf außerirdische Götter.

“Zu heikel” hieß es damals – und so wurden Jesus und die Astronautengötter gestrichen. Zu vielen Menschen wäre das damals viel zu weit gegangen, da es ein direkter und ungeschönter Angriff auf ihren Glauben gewesen wäre. Jesus…der Sohn von Aliens? Ein beispielloses Sakrileg. Obwohl von Dänikens Erstling  zur Hochzeit der Weltraum-Begeisterung und auch der Hippie-Ära erschien, waren solche Ideen viel heikel. Man denke beispielsweise auch an den Jahrzehnte später erschienenen Roman “Sakrileg” von Dan Brown. Obwohl “Sakrileg” ein Roman ist, was das Echo der Medien und auch der Kirche gewaltig.

Allerdings, dies sei der Vollständigkeit halber erwähnt, veröffentlichte der Prä-Astronautiker Gerhard R. Steinhäuser im Zuge des “Däniken-Boom” 1973 sein Buch “Jesus Christus – Erbe der Astronauten Die Religion aus der Retorte”. Hier war der Titel Programm.

Aber nur weil ein Thema zu irgendeiner Zeit als “zu heikel” angesehen wurde, um es zu publizieren, verschwindet es nicht einfach. Es steht im Raum. Die obige Aussage, dass “alle drei monotheistischen Religionen” Aliens anbeten, ist von Seiten der Prä-Astronautik ganz einfach wahr. Milliarden Menschen auf diesem Planten glauben an einen Gott, der keiner ist.

In den meisten Büchern über vorzeitliche Raumfahrer von den Sternen finden sich Zitate oder Verweise auf Überlieferungen des Alten Testament. Mal mehr und mal weniger umfangreich werden in diesen Veröffentlichungen verschiedene Berichte der Bibel über “Gott” und seine “Engel” als mythologische Zeugen der einstigen Astronautengötter benannt. Der Gott es Alten Testament war demnach nicht der Gott, wie ihn der Großteil der Menschheit heute verehrt. Nein! – er war ein Außerirdischer.

Da “alle drei monotheistischen Religionen” im Alten Testamt wurzeln, die Prä-Astronautik in dem Gott dieser Texte nicht den Gott sieht, beten Juden, Muslime und Christen demzufolge Außerirdische an.

Jesus wiederum, der nach dem Neun Testament auf wundersame Weise von Maria empfangen wurde, war ein Hybridwesen. Das ist ganz einfach die logische Konsequenz, wenn man als Prä-Astronautiker im Alten Testament das Wirken von Astronautengöttern sieht.

VIDEO: Sah schon die biblische Eva ein UFO? (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)
VIDEO: Sah schon die biblische Eva ein UFO? (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)

Der Jesus aus dem Neuen Testament wurde von einer Menschenfrau geboren, wie es die Weihnachtsgeschichte erzählt. Aber er wurde von Außerirdischen “in” diese Menschenfrau mit Namen Maria “eingepflanzt”. Klar sagt das Neue Testament schließlich, dass sein Vater kein Mensch war.

Jesus war damit eine Kreuzung aus Mensch und Alien. Weltweit gibt es Überlieferungen von Personen, die eine irdische Mutter und einen göttlichen Vater gehabt haben sollen. Frühere Religionen kennen diese Geschichten zu alten Zeiten rund um die Welt. Und das schon Jahrtausendelang. Jesus Christus reiht sich da nur ein.

In der Konsequenz ist der Fall eindeutig: Alle Muslime, Juden, Christen und wer sich sonst noch auf das Alte Testament beruft, beten nicht zu Gott, sie beten zu Außerirdischen. Zum Beispiel preisen auch die Zeugen Jehovas oder die Mormonen in ihren Gebeten einem Alien bzw. Aliens. Und wer zu Engel betet, etwa um von ihren Schutz zu erbitten, bittet in Wahrheit Außerirdische um Beistand, die einst auf der Erde waren.

Das alles setzt natürlich voraus, dass die Spekulationen der Prä-Astronautik um vorzeitliche Besuche von Wesen aus dem All, auch stimmt …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Die Prä-Astronautik-Serie “Ancient Aliens” aus den USA kommt ins deutsche Free-TV – auch im ZDF

Ancient Aliens im deutschen Free TV (Bild: History Channel/USA)
“Ancient Aliens” im deutschen Free TV (Bild: History Channel/USA)

Mit Sicherheit kennt jeder Prä-Astronautik-Interessierte und Mystery-Fan die US-Serie “Ancient Aliens“, die seit vielen Jahren au dem History Channel mit großem Erfolg läuft. Zumindest hat man von dieser Serie gehört, die in den USA inzwischen schon in der 12. Staffel ausgestrahlt wird. Ein TV-Erfolgskonzept rund um die Frage “Waren die Götter Astronauten?”, das sich aber schon lange auch anderen Themen aus der Grenzwissenschaft angenommen hat. Jetzt kommt die Doku-Reihe aus den USA nach Jahren auch in das deutsche Free-TV. Selbst das öffentlich-rechtliche Fernsehen plant die Serie zu senden. Mehr zu den Hintergründen und Terminen erfahrt Ihr hier.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die TV-Erfolgsserie “Ancient Aliens” aus den USA war einst als eine kleine Doku-Reihe mit ein paar Folgen rund um die Prä-Astronautik und die Ideen von Erich von Däniken geplant.

Doch in Übersee wurde das Konzept zu einem Erfolg und so vom History Channel thematisch in nun bereits 12 Staffeln enorm ausgeweitet. Längst geht es in der Reihe nicht mehr nur um die Frage, ob vor Jahrtausenden Außerirdische hier auf der Erde waren …

Während die 1. Staffel (an der auch ich einst mitwirken sollte) damals im Vergleich zu heute geradezu “zaghaft” Themen der Prä-Astronautik präsentierte, ist die Serie heute in den USA ein Selbstläufer. Ein Art “Kult-Serie”, deren Gesicht unlängst der Kollege Giorgio A. Tsoukalos ist.

Bei uns in Deutschland konnten nur vergleichsweise wenige TV-Zuschauer die Reihe “Ancient Aliens” sehen. Sie lief und läuft zwar auch hierzulande auf dem History Channel in Deutsch, aber dieser ließ sich nicht ohne ein Abo empfangen. Und das auch nicht immer. Ich selber zum Beispiel habe ein Abo von “Sky” und bekomme den History Channel nicht. So kenne ich auch nur einige wenige der bereits über 120 gesendeten Folgen der Reihe.

Astronautengötter für Alle!

Die Fernsehlandschaft steht nicht still. Natürlich auch nicht bei uns in Deutschland. Und so kann der deutsche TV-Konsument die US-Serie “Ancient Aliens” seit wenigen Tagen auch bei uns im Free-TV sehen. Der relativ neue Privatsender “Kabel 1 Doku” startete am 23. Juli mit der Doku-Serie und wird sie zukünftig mehrmals die Woche senden (1. Termine HIER).

Aber auch das GEZ-TV der öffentlich-rechtlichen Sender scheint auf den Zug der Astronautengötter aufzuspringen. Zumindest finden sich im Programmkatalog von “ZDF Enterprises” die ersten vier Straffen der Serie mit insgesamt 46 Folgen gelistet. Dazu schreibt das ZDF:

Die Dokumentarserie geht der Frage nach, ob es möglich ist, dass intelligente Lebensformen bereits vor vielen tausend Jahren die Erde besuchten und mit ihren Technologien die Geschichte und Entwicklung der Menschheit spürbar beeinflussten. Immer wieder tauchen an verschiedenen Orten der Erde Indizien auf, die Rückschlüsse auf außerirdische Einflüsse zulassen und Forschern Rätsel aufgeben.

Seien es antike Höhlenzeichnungen von unbekannten Kreaturen, Überreste von Landepisten in Peru oder indische Texte, die die ,fliegenden Maschinen der Götter’ beschreiben. In der Sendung werden Berichte über Sichtungen unbekannter Flugobjekte analysiert, mysteriöse Orte wie das Bermuda Dreieck oder die ,Zone der Stille’ in Mexiko untersucht und rätselhafte Bauwerke vorgestellt, deren Errichtung durch Menschenhand unmöglich erscheint.

Geplante Sendetermine oder den genauen Sender nennt “ZDF Enterprises” allerdings nicht. Jedoch kann sich der Zuschauer im Programmkatalog zwei Trailer von “Ancient Aliens” ansehen. Zum Beispiel zu der Folge “Engel und Außerirdische” (Staffel 2, Folge 7), deren inhaltliche Beschreibung sich so ließt:

In biblischen Texten und alten Überlieferungen ist häufig die Rede von geflügelten Geschöpfen, die Nachrichten aus dem Himmel übermitteln. Wenn Engel tatsächlich existieren, woher kommen sie? Nicht nur in christlichen, sondern auch in islamischen und indianischen Texten werden derartige Wesen erwähnt.

In unzähligen Geschichten werden sie zugleich als Beobachter und Beschützer beschrieben. Aber sie gelten auch als Krieger, die Frieden bringen. Engel könnten Geschöpfe des Himmels sein, die uns von verschiedenen Planeten aus bereisen.”

VIDEO-Interview: Giorgio A.Tsoukalos, der „Ancient Aliens Guy“ im Interview (Bild: L. A. Fischinger)

Das ist, wie ich finde, für das öffentlich-rechtliche Fernsehen thematisch schon mehr als gewagt. Für Prä-Astronautiker wie mich natürlich nicht.

Deshalb bin ich mehr als gespannt, ob es nach dem Start von “Ancient Aliens” bei einem der TV-Sender von “ZDF Enterprises” ein Echo in der Presse und den Medien geben wird …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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দানিকেন Netzfundstück: Musikvideo aus Bangladesch als Hommage an Erich von Däniken und die Prä-Astronautik

Netzfundstück: Musik-Video aus Bangladesch als eine Hommage an Erich von Däniken und die Prä-Astronautik (Bild: Screenshot YouTube/Rupam Islam)
Netzfundstück: Musik-Video aus Bangladesch als eine Hommage an Erich von Däniken und die Prä-Astronautik (Bild: Screenshot YouTube/Rupam Islam)

Es gibt Dinge, die gibt es gar nicht. Das zeige ich immer wieder gerne unter dem Stichwort “Netzfundstück” hier auf diesem Blog. Doch nun stieß ich in den Tiefen des World Wide Web auf ein Musikvideo aus Bangladesch, das den Titel “Erich von Däniken” trägt. Ein Video, in dem sich der asiatische Musiker Rupam Islam offensichtlich selber auf die Spuren der Astronautengötter macht, erfolgreicher Autor wird und letztlich – in der “Gummizelle” landet. Viel Spaß …

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Der Musiker Rupam Islam aus Bangladesch, der das unten eingefügte Video zur Prä-Astronautik und Erich von Däniken veröffentlichte, war mir bis dato vollkommen unbekannt.

Doch Rupam Islam scheint wohl kein ganz Unbekannter zu sein. Zumindest hat sein Video-Upload auf YouTube seit dem 25. März 2017 mit Stand heute bereits über 64.000 Klicks bekommen. Und obwohl der Text seines Songs “Erich von Däniken” (= দানিকেন in Bengali) dort ebenso veröffentlicht wurde, verstehe ich natürlich nichts davon. Sicher wie die meisten Freundinnen und Freunde des Phantastischen auch.

Durch die Prä-Astronautik in die Irrenanstalt

Obwohl der Text des Liedes in fremden Zungen gesungen wird, sind die Szenen des Videos jedem Prä-Astronautiker bekannt.

Der Sänger präsentiert sich darin als Götter-Jäger und gewinnt nachher auch einen Verlag für sein Buch über Ancient Aliens. So wird er eine Berühmtheit in dem Video. Seine Argumente reichen in dem Clip von Rätseln der Pyramiden über die Grabplatte von Palenque (Mexiko) bis hin zu ägyptischen Göttern.

Doch das Ende ist bitter: Der “Däniken aus Bangladesch” endet in einer Zwangsjacke in der Gummizelle. Das kann durchaus passieren, wie EvD satirisch am eigenen Leib erfuhr, wie Ihr es in diesem Video hier sehen könnt …

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UFOs: Nichts als Erscheinungen von Geistern und okkulte Manifestationen von Dämonen des Teufels?

UFOs: nichts weiter als Erscheinungen von Geistern oder böse Dämonen des Teufels? (Bild: Archiv L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)
UFOs: nichts weiter als Erscheinungen von Geistern oder böse Dämonen des Teufels? (Bild: Archiv L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)

Was ist die wahre Natur von UFO-Erscheinungen? Alles Schwindel und Irrtümer? Außerirdische aus dem Universum? Oder ganz anders: Ist das UFO-Phänomen sowie die UFOs an sich in Wahrheit eine Erscheinungsform von Dämonen, Geistern und okkulten Mächten? Ausgeburten des Teufels/Satans, quasi die gefallenen Engel der drei großen Weltreligionen? Das jedenfalls wird immer wieder behauptet. Teilweise auch von Seiten kirchlicher Medien oder Vertretern verschiedener Religionen. UFOs seine nichts weiter als Teufelswerk von Dämonen, die die Menschheit nicht nur in die Irre führen sondern dem Satan bzw. Luzifer selber zuführen sollen? Eine christliche Internetseite hat zu diesen und anderen Fragen zum UFO-Phänomen einen durchaus objektiven Artikel veröffentlicht.


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Artikel vom 5. Juni 2013 / Update: 29. Oktober 2016

Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Hin und wieder lese ich auf der christlichen Internetseite Livenet.ch und die dortigen Artikel und Meldungen im „Webportal von schweizer Christen“. Ein Artikel, der auch auf der angeschlossenen Website Jesus.ch zu finden ist, ist dabei für an der Grenzwissenschaft und UFOs Interessierte besonders interessant. Es ist der Artikel „Sind UFOs Geistererscheinungen?“ von Bruno Graber.

In dem seit mindestens Sommer 2013 online zu finden Artikel geht der Autor Graber kurz und bündig auf einige Fragen zum UFO-Phänomen ein. Inklusive der Frage, ob UFOs in Wahrheit Dämonen und Manifestationen des Satans sind, die Menschen manipulieren und verführen sollen. So schreit er zum Beispiel zu UFOs:

Rund 90 Prozent aller UFO-Meldungen haben sich nachträglich als Fehlalarm erweisen. Was soll man aber von den restlichen Berichten halten? Eine Umfrage in Deutschland zeigt, dass 17 Prozent der Bevölkerung an Besuche aus dem All glauben und dass 31 Prozent annehmen, dass intelligentes Leben im All existiert.”

Bereits hier würden UFO-Forscher an den „rund 90 Prozent“ herum feilschen wollen. Bekanntlich schwanken die Aussagen darüber, wie viel Prozent der UFO-Meldungen „ungeklärt“ bleiben. Ebenso schwanken die Umfrageergebnisse zum Thema Außerirdische im Kosmos, Glaube an UFOs als Alien-Fahrzeuge (das sind eigentlich zwei Paar Schuhe) von Land zu Land und Jahr zu Jahr.

Wie macht man perfekte UFO-Fotos? Die CIA gab vor ca. 55 Jahren ihren Mitarbeiten dazu 10 nützliche Tipps mit auf den Weg (Bild: gemeinfrei / Heimatverein Lette / Montage: L. A. Fischinger)
Wie macht man perfekte UFO-Fotos? Die CIA gab vor ca. 55 Jahren ihren Mitarbeiten dazu 10 nützliche Tipps mit auf den Weg (Bild: gemeinfrei / Heimatverein Lette / Montage: L. A. Fischinger)

Bruno Graber jedenfalls verweist in seiner Publikation darauf, dass „Spiegel Online“ und „Astrodicticum simplex“ die besten UFO-Bilder „prämiert“ haben. Doch das ist vollkommen irreführend für die christlichen Leser dieser Internetseite. Zumindest dann, wenn man nur den Artikel Graber liest, da es in diesem heißt:

Alle Bilder sind gekonnte Fälschungen.

Und warum sind alle Bilder „gekonnte Fälschungen“? Weil eben „Astrodicticum simplex“ höchst selber am 14. Februar 2010 zu einem Wettbewerb in UFO-Fotos fälschen aufgerufen hat! Dieser stand unter dem Motto „Wer fälscht das beste UFO-Foto?“ und die Bild-Ergebnisse wurden am 21. März 2010 online veröffentlicht.

Diese Tatsache ist zwar im Artikel von Graber verlinkt, aber mit keiner Silbe erwähnt. Wen wundert es, dass Bilder aus einem solchen Fälscherwettbewerb im Ergebnis dann auch alle Fake sind? Also mich nicht. Und so „gekonnte Fälschungen“ sind übrigens auch nicht alle …

UFOs sind satanische Dämonen!

Bruno Graber geht auf der christlichen Internetseite neben einer Reihe anderer Aussagen auch auf die Idee „UFOs sind Dämonen“ ein. Ich kenne eine ganze Reihe Aussagen von Muslimen, die UFOs und das ganze UFO-Phänomen als Dämonen und Satans „Handlanger“ etc. interpretieren.

In der islamischen Mythologie, dem Koran und deren Glaubenswelt kommen solche „Dämonen“ natürlich auch tatsächlich vor. Der Islam unterscheidet sich da nicht von allen anderen Religionen der Welt; ob große oder kleine Religionen.

Wobei man diese übersinnlichen und überirdischen Wesen im Islam als „Dschinn“ bezeichneten Dämonen auch in drei „Gruppen“ unterscheidet. Auch wenn die Deutungen und Interpretationen dieser Dschinn nicht unumstritten sind, finden sich im Koran vielfach Erwähnungen dieser Wesenheiten. Die Sure 72 des Koran, „Der Dschinn“ genannt, widmet sich zum Beispiel vollständig diesen Wesen.

Genius aus Mesopotamien: Ein Astronautengott und Vorläufer von Engeln und geflügelten Dämonen? (Bild: L. A. Fischinger)
Genius aus Mesopotamien: Ein Astronautengott und Vorläufer von Engeln und geflügelten Dämonen? (Bild: L. A. Fischinger)

Es könnte sich bei den Dschinn um dämonische Geister und Naturwesen handeln, die schon vor dem Islam im Nahen Osten (Arabien) bekannt waren. Vielleicht stammt der glaube in seinem Ursprung sogar von den legendären Genien ab. Mesopotamische Flügelwesen, die in der Prä-Astronautik gerne als Anunnaki bezeichnet werden.

Auch die geflügelten „Engel“ der Christenheit scheinen ihren Ursprung in diesen Genien zu haben (hier mehr). Dabei gibt es auch auch Parallelen zu der abendländischen Folklore über Feen, Trolle Elfen bzw. allgemein zu den „Naturgeistern“.

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Natürlich werden auch in der christlichen Welt UFO-Erscheinungen hin und wieder als „dämonisch“ angesehen. Vor allem auch bei den Bibelfundamentalisten, da diese sehr schnell dabei sind, vieles in der Welt als Manifestationen und Manipulationen des Satan anzusehen, wie es beispielsweise hier beschrieben wurde.

UFOs werden dabei auch auch mal in Zusammenhang mit „Plänen geheimer Mächte„, die mit Luzifer im Bunde sind, in Verbindung gebracht. Immerhin ist der Glaube an den Teufel und seine Dämonen eine der Kernlehre des Christentums, auch wenn ich den Ursprung daran vollkommen anders sehe und deute.

Mir ist aufgefallen, dass scheinbar der Glaube daran, dass der Satan/Teufel, okkulte Mächte oder schlicht das Böse hinter dem UFO-Phänomen steckt, offenbar zugenommen hat. Auch Erich von Däniken als bekanntester Vertreter der Idee der Astronautengötter, wurde und wird angeblich “von satanischen Mächten missbraucht”, wie es dann und wann behauptet wird.

Dies lässt sich durchaus auf alle Vertreter der unterschiedlichsten Ideen aus dem Bereich der Grenzwissenschaft übertragen – inklusive mir selber. Wenn es denn stimmen würde …

der Autor Erich von Däniken soll von Satan manipuliert werden (Bild: S. Ampssler / L. A. Fischinger)
Auch der Autor Erich von Däniken soll von Satan manipuliert werden (Bild: S. Ampssler / L. A. Fischinger)

Zumindest bemerke ich persönlich, dass seit dem Start meines YouTube-Kanal zur Grenzwissenschaft im Sommer 2012 häufig in den dortigen Kommentaren diese Meinungen geäußert werden. Ob mein rein subjektives Empfinden in dieser Hinsicht auch zutrifft, kann ich nicht beurteilen.

Der der Artikel von Bruno Graber ist da wesentlich „freundlicher“ verfasst, als so mancher Kommentar dazu auf meinem Video-Kanal. Es lohnt sich für den UFO-Interessierten durchaus ihn zu lesen. Vor allem deshalb, da der Artikel auf einer christlichen Internetseite steht, die in dem dortigen Ressort „Esoterik“ so mancherlei Themen wie Astrologie oder Halloween aus christlicher Sicht behandeln.

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

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Erich von Däniken und die “geheime Migrations-Agenda der Aliens”: Die Mainstream-Presse bei einem Vortrag von EvD

Erich von Däniken und die "Migrations-Agenda der Aliens": Die Mainstream-Presse bei einem Vortrag von EvD (Bild: NASA/JPL / D. Herper / Montage: L. A. Fischinger)
Erich von Däniken und die “Migrations-Agenda der Aliens”: Die Mainstream-Presse bei einem Vortrag von EvD (Bild: NASA/JPL / D. Herper / Montage: L. A. Fischinger)

Seit nun rund 50 Jahre ist Erich von Däniken eine Art Synonym für die Grenzwissenschaft bzw. Prä-Astronautik. Oftmals seit Jahren als “UFO-Forscher” in der Mainstream-Presse bezeichnet jagt er doch seit seinem ersten Buch “Erinnerungen an die Zukunft” von 1968 den Spuren der Ancient Aliens nach; also den Astronautengöttern der Vorzeit. Bis heute. Von seinen Fans gefeiert und von seinen Gegnern “verteufelt” ist EvD wie jeden Herbst auf Vortragstournee, um über die Mysterien der Menschheit zu berichten. Zu einem dieser Vorträge schickte die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” eine Redakteurin/Autorin, die aktuell in einem dreiseitigen Artikel von ihrem Besuch und Eindrücken dort berichtete. Und dieser Artikel in der “FAZ” hat es “in sich”. Warum, das lest Ihr hier.

 

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Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Bei einem Blick in die Online-Ausgabe der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” vom 27. Oktober fiel mir umgehend ein Artikel ins Auge:

“Und der Alien sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht!” Ein Artikel über Erich von Däniken und seine aktuelle Vortragsreise durch deutsche Laden, zu der die “FAZ” am 27. Oktober eine Mitarbeiterin zu seinem Vortrag nach Kaiserslautern schickte.

Doch schon der Untertitel versprach wenig gutes über EvD, die Ideen der Prä-Astronautik und Außerirdische, wie man es von der Mainstream-Presse grundsätzlich auch gewohnt ist:

Erich von Däniken sagt: Die Regierung verschweigt uns die Außerirdischen. Nun tourt er durch Deutschland. Und zeigt, wie man Menschen die Vernunft ausredet.

Einsortierte ist der drei Seiten starke Artikel in dem Ressort “Politik” und bei den “Verschwörungstheorien”. Das verheißt Hohn und Spott für von Däniken und seine Spekulationen? Mitnichten!

Die geheimen Migrations-Agenda der Aliens

ARTIKEL: Die Ankunft der Aliens und der Götterschock: Sind die Weltreligionen auf Außerirdische vorbereitet? Oder die Menschheit selber? (Bild: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Die Ankunft der Aliens und der Götterschock: Sind die Weltreligionen auf Außerirdische vorbereitet? Oder die Menschheit selber? (Bild: L. A. Fischinger)

Die Autorin der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”, Friederike Haupt, stellt zu Beginn von Däniken, seine Ideen sowie seinen Verlag und dessen weiteres Buchprogramm (Kopp-Verlag) vor. Augenmerk richtet sie dabei natürlich auf die Bücher zur Islamkritik und Medienkritik:

Auch Erich von Dänikens Bücher handeln von einer geheimen Migrations-Agenda. Aliens kommen zu uns, und die Regierung und die Kirche wollen es vertuschen. Es sind, so gesehen, politische Bücher.”

Immerhin, so der Artikel richtig, glaubt auch EvD, dass die Außerirdischen wiederkommen und die Mächtigen und Regierungen zumindest zum Teil darüber lange informiert sind. Nur Politik und Mainstream-Medien verschwiegen das. Wofür es auch einen guten Grund gäbe. Erst im September dieses Jahres hat er dazu sein neues Buch “Botschaften aus dem Jahr 2118” veröffentlicht. Die “FAZ” schreibt:

Weltweite Panik infolge ihrer Ankunft wollten die Aliens vermeiden, darum bereiteten sie die Menschen schonend auf ihre Landung vor (…)”

Damit ist der Götterschock gemeint, den eine unvorbereitete Menschheit auf die Ankunft von Aliens erleiden würde und meiner Meinung nach auch wird. Wir werden nach und nach – ganz langsam und häppchenweise – auf die Existenz und vor allem die Ankunft von Außerirdischen vorbereitet. Beziehungsweise, diese Fremden aus dem All sind schon hier oder waren niemals weg. Sie scheuen aber die Öffentlichkeit, um einen Götterschock zu vermeiden. Die weltweiten Eliten wissen das, so von Däniken, der in der “FAZ” mit den Worten zitiert wird:

Wir stecken inmitten eines Vorbereitungsprozesses – und die wenigsten Erdenbürger ahnen es. (…) Die Presse berichtet nicht darüber, weil sie nicht darüber berichten darf. Durch das öffentliche Auftauchen von Außerirdischen würden sämtliche Eliten ihre Macht verlieren. Das soll verhindert werden, solange es noch möglich ist.

Erich von Däniken und seine Fans

VIDEO: Die Außerirdischen kommen! Werden wir alle durch die Medien auf Intelligenzen im All vorbereitet? (Bild: WikiCommons / L. A. Fischinger / NASA/JPL/DLR / gemeinfrei)
VIDEO: Die Außerirdischen kommen! Werden wir alle durch die Medien auf Intelligenzen im All vorbereitet? (Bild: WikiCommons / L. A. Fischinger / NASA/JPL/DLR / gemeinfrei)

Die Autorin des Artikels geht erwartungsgemäß nicht auf Details der Prä-Astronautik und UFO-Forschung ein. UFOs deshalb, da von Däniken in den letzten Jahren sich verstärkt auch diesem Thema zugewandt hat. Das schlägt sich natürlich auch in seinen Vorträgen nieder. Der Artikel über den Vortragsabend in Kaiserslautern widmet sich vor allem und fast ausschließlich den persönlichen Erfahrungen und Eindrücken der Redakteurin mit dem Publikum bei ihrem Besuch des Däniken-Vortrages.

Heraus kam ein meiner Meinung nach sehr interessanter und durchaus ausgewogener Artikel. Persönlich kenne ich nun EvD, seine Veranstaltungen und Vorträge rund 25 Jahre und ebenso die Medienberichte über ihn und die Prä-Astronautik. Da ist es erfreulich, dass die Autorin der “FAZ” sich nicht nur als gute Beobachterin der Veranstaltung in ihrem Beitrag erwiesen hat, sondern weitestgehend auf die übliche Häme, den Spott und vor allem die Belustigung über die Fans/ZuhörerInnen und Erich von Däniken selber verzichtet hat.

Das es auch ganz anders geht, zeigt die Medienlandschaft sein Jahrzehnten!

Von solchen erfrischenden Berichten wie von Friederike Haupt kann es ruhig mehr im Mainstream geben.

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Die Sekte “Zwölf Stämme” und RTL: Was glauben Bibelfundamentalisten und was geschah nach den RTL-Enthüllungen?

Der Glaube der Bibel-Fundamentalisten der "12 Stämme" (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Der Glaube der Bibelfundamentalisten und der Sekte “12 Stämme”. Die Bibel beim Wort genommen, RTL-Enthüllungen, Hintergründe, Gerichtsprozesse: Was wurde nach dem Skandal um Kindesmisshandlungen und wie sehen Fundamentalisten mit der Bibel in der Hand die Welt? (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Derzeit berichten die Medien über die in den USA gegründete christlich-fundamentale Bibel-Sekte der “Zwölf Stämme”. Jüngst hat auch der TV-Sender RTL einen ihrer Journalisten in diese biblische Gemeinschaft hier in Deutschland eingeschleust. Dabei konnte der Sender  dokumentieren, dass innerhalb der “verschworenen Gemeinschaft” dieser christlichen Fundamentalisten offenbar Prügel & Co. gegen die (eigenen) Kinder als “normal” angesehen wurden und werden. Ich habe bereits einmal über diese “mittelalterliche Bibel-Sekte” berichtet, so dass an dieser Stelle ein paar genaue Hintergründe folgen sollen. Denn: An was glauben diese “Zwölf Stämme” eigentlich genau?

Die Sekte “Zwölf Stämme” und RTL: Was glauben Bibelfundamentalisten und was geschah nach den RTL-Enthüllungen? weiterlesen

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Die „Gizeh-Mauer“ – Mythos und Wahrheit: Warum wurden die Pyramiden vor 15 Jahren „eingemauert“? +++Artikel++

Warum wurden die Pyramiden von Gizeh vor rund 15 Jahren vollständig mit einer Mauer umgeben? Steckten oder stecken wirklich "dunkle Machenschaften" dahinter? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Warum wurden die Pyramiden von Gizeh vor rund 15 Jahren vollständig mit einer Mauer umgeben? Steckten oder stecken wirklich “dunkle Machenschaften” dahinter? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Gizeh – immer wieder ein spannendes Thema. Noch immer verbergen sich in den rund 4.500 Jahre alten Pyramiden der Pharaonen Cheops, Chephren und Mykerinos zahlreiche Geheimnisse. Und noch immer sind viele Fragen rund um die Monumente der Pharaonen ungeklärt. Vor allem die größte Pyramide in Gizeh, die Cheops-Pyramide, ist hierbei zugleich auch der größte „Zankapfel“ zwischen alternativen Geschichts-Forschern, Archäologen und natürlich Grenzwissenschaftlern. Und so bekam der „Mythos Gizeh“ vor rund 15 Jahren eine weitere Facette hinzugefügt, über die ich vor Jahren bereits in Artikeln und Büchern berichtete: Die „Gizeh-Mauer“. Was es damit auf sich hatte und hat, soll hier nochmals genauer beleuchtet werden.

 

 

Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Das Plateau von Gizeh westlich von Kairo hat wesentlich mehr zu bieten, als „nur“ die Pyramiden. Während sich die meisten Mystery-Autoren verständlicherweise auf die großen Monumente der Pharaonen konzentrieren, fanden unbemerkt vom öffentlichen Interesse ab/um das Jahr 2002 ganz andere Arbeiten rund um die Pyramiden statt. Die Gerüchteküche der Netzgemeinde kochte damals heiß und auch heute noch ist sie teilweise nicht ganz abgekühlt.

Meldungen wie „Gizeh wird geschlossen!“, „Die Pyramiden werden heimlich eingemauert!“ und ähnlich klingende Berichte machten die Runde. Immer wieder kamen solchen Meldungen über meinen Schreibtisch. Berichte voller Mutmaßungen und Spekulationen, die zu einem großen Teil von dem Autoren Rico Paganini aus der Schweiz geschürt wurden. Ebenso damals von Bestsellerautor Robert Bauval. Aber so sonderbar diese Neuigkeiten aus Ägypten über eine „Einmauerung von Gizeh“ auch klangen, sie hatten tatsächlich einen wahren Kern und waren grundsätzlich nicht erfunden!

Was war also genau vor rund 15 Jahren in Ägypten geschehen?

Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten

Das gesamte Plateau wurde damals tatsächlich von einer kilometerlangen und Meter hohen Mauer umzäunt. Schnell erhielt dieses Bauwerk den (treffenden) Namen „Gizeh-Mauer“ und Spekulationen über ihren Sinn schlossen wie Pilze aus dem Boden.

Einige Internet-Nutzer wollten es nicht wahrhaben und glaubten an ein Fake oder eine Presse-Ente. Andere wiederum sprachen klipp und klar von einem Gerücht – und dass diese Mauer gar nicht existiert. Wieder andere User in Internet-Foren usw. unterstellten den ägyptischen Archäologen, sie wollen die Welt von Gizeh fernhalten. Sie warfen den Ägyptologen, der ägyptischen Regierung oder auch diversen „geheimen Mächten“ vor, sie würden in Gizeh „sensationelle Entdeckungen“ gemacht haben und „geheime Forschungen“ betreiben. Alles verborgen vor der Öffentlichkeit und schlussendlich soll eine Mauer um das gesamte Plateau dieser „verbotenen Archäologie“ eine uneingeschränkte und unbemerkte Arbeit ermöglichen. Munkelte man.

Ortstermin in Gizeh

Die "Gizeh-Mauer" (Bild: L. A. Fischinger)
Die “Gizeh-Mauer” (Bilder: L. A. Fischinger)

Ich flog damals erneut nach Ägypten – da so oder so eine Reise ins Land der Pharaonen auf meiner Liste stand – um mir dabei auch diese Mauer genauer anzusehen. Die Mauer steht. Das wurde sofort klar. Sie ist aus Beton und trägt oben auf eine Art Zaun von mindestens drei Metern Höhe. Nicht nur gewisse Bereiche des Plateaus wurden mit dieser Mauer umgeben, sondern sie zieht sich an den bewohnten Straßen von Gizeh im Osten ebenso entlang wie durch die Wüste im Süden. Das Plateau kann so nur noch durch drei offizielle Eingänge betreten werden. Der eine Eingang liegt im Osten in der Nähe der Sphinx, der zweite im Norden (Haupteingang) und einer in der südlichen Wüste.

Der Pauschaltourist, der mit dem Bus nach Gizeh fährt, dort ein hübsches Bild an der Sphinx aufnimmt, dann mit dem Bus über das Plateau zum Touristen-Aussichtspunkt fährt um noch ein letztes Bild der Bauten zu machen, sieht von der „Gizeh Mauer“ nichts. Vielleicht zwei Stunden halten sich diese Touristen dort auf um dann ihr Ägypten-Schnell-Programm fortzuführen. Ist also diese Ummauerung Teil einer Verschwörung, nur weil sie nicht klar zu sehen ist?

Auch der Besucher, der sich einen ganzen Tag in Gizeh aufhält, sieht diese Mauer nicht unbedingt. Die Pyramiden sind nicht direkt eingezäunt, sondern die Mauer verläuft „unsichtbar“ bis zu 800 Meter von den Monumenten entfernt. Also eine „Ummauerung der Pyramiden“ existierte damals wie heute nicht. Dennoch warf man mir im Internet schon Ende 2005 vor: „Ich war gerade in Gizeh, da steht keine Mauer!“ Wenn man nicht gezielt danach sucht, findet man sie auch nicht. Bustouristen, in kurzen Hosen, mit ihren Kameras in der Hand und ihrem straffen Zeitplan im Nacken, werden sie eben nicht sehen!

Gerüchte und „verbotene Archäologie“

Im Internet kursieren schon seit Baubeginn der Gizeh-Mauer die wildesten Gerüchte über dieses Bauprojekt. Schon zu Baubeginn kamen die ersten Fragen auf, da der ein oder andere von dem Gerücht gehört habe, das Plateau würde ummauert oder sogar komplett geschlossen werden. Nachdem bekannt wurde, dass die Ägypter ihren Nationalstolz von Gizeh nun tatsächlich eingemauert haben, kam selbstredend die Frage nach dem Sinn und Zweck eines solchen nicht gerade billigen Bauvorhabens auf. Die Mauer selber sieht aus wie das T-Rex-Gehege in dem Film „Jurassic Park“ und wirkt damit irgendwie bedrohlich bis befremdlich. Schätzungsweise acht Quadratkilometer des Plateaus sind so „abgeschottet“ von der Außenwelt.

Angeblich sechs Millionen US-Dollar hat der Bau dieser Eingrenzung gekostet. Schon hier erhoben die ersten Interessierten ihre Stimmen: Woher kommt das Geld für ein solches Vorhaben eigentlich? Hat das alles die ägyptische Antikenverwaltung bezahlt, die damals doch so intensiv nach Geldquellen suchte, um das neue Ägyptische Museum zu bauen? Die ersten Verschwörungstheorien kamen auf und sprachen sehr schnell von „geheimen Organisationen“ und dunklen Geldquellen. Auch ein Zweck für die Errichtung dieser Sperre wurde schnell laut. Man sprach und spricht zum Teil weiterhin von geheimen Forschungen auf dem Plateau, die von der Öffentlichkeit unbedingt verborgen werden müssen. Heimliche Ausgrabungen oder vor den Augen der Öffentlichkeit verborgene Erkundungen könnten hier vor sich gehen. Oder vielleicht gibt es bereits sensationelle Entdeckungen auf dem Plateau, die durch ein derartiges Bollwerk vertuscht werden sollen, spekulierten nicht wenige.

"Die Cheops-Pyramide: Mumien Grabräuber und Mysterien": Video-Zusammenfassung der Artikel-Serie von Lars A. Fischinger auf YouTube (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Die Cheops-Pyramide: Mumien Grabräuber und Mysterien“: Video-Zusammenfassung der Artikel-Serie von Lars A. Fischinger auf YouTube (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

In der Tat graben Archäologen täglich in Gizeh und es werden immer wieder neue Funde gemacht. Möglich, dass es „verborgene Forschungen“ auch wirklich gibt. Das möchte ich nicht abstreiten. Wobei hier zu fragen wäre, ob eine Forschung gleich „geheim“ ist, nur weil davon nichts in der Regenbogenpresse oder den Mainstreammedien steht.

Berühmt ist in diesem Sinne vor allem auch das senkrecht in den Boden verlaufende „Osiris-Grab“, das zwischen Sphinx und Chephren-Pyramide liegt. Eine Entdeckung, die jedoch bald 100 Jahre alt ist. Auch wimmelt es auf dem gesamten Areal von Gizeh an Gräbern. Unzählige Schächte führen senkrecht in den Boden und einigen Spekulationen nach soll es ein ganzes Labyrinth unter der Erde von Gizeh geben.

Verschwörungstheorien sprechen weiter auch davon, dass Archäologen dort im Geheimen unbekannte Gräber und auch Kammern innerhalb der Pyramiden erforschen wollen. Der Inhalt dieser Geheimkammern sei dabei von einer solchen Brisanz, dass die Öffentlichkeit davon nichts erfahren darf. Selbst irgendwelche Geheimgesellschaften werden hinter der Mauer und den angeblichen Geheimprojekten vermutet. Vielleicht sogar die Illuminaten, die hinter allerlei Verschwörungen, Rätseln und Machenschaften stecken sollen. Ebenso fiel der Bau der Mauer zeitlich sehr nahe an der unlängst legendären TV-„Live-Öffnung“ des Sperrsteins am Ende eines der Schächte in der Königinnenkammer der Cheops-Pyramide zusammen. Wir erinnern uns: Das war jene Fernseh-Show des damaligen ägyptischen Antikenchefs Dr. Zahi Hawass und dem „National Geographic Chanel“, bei dem ein Loch in diesen Stein gebohrt wurde. Anschließend steckte man eine Kamera hindurch und die Fernsehzuschauer auf der ganzen Welt konnten einen Block hinter diesen etwa 20 x 20 Zentimeter kleinen Stein erhaschen …

Video: Mysterium um das Osiris-Grab von Gizeh (Bilder: L. A. Fischinger / NSA/JPL)
VIDEO: Mysterium um das Osiris-Grab von Gizeh (Bilder: L. A. Fischinger / NSA/JPL)

Tatsächlich finden zum Beispiel innerhalb der Pyramide des Cheops immer wieder Untersuchungen satt. Ebenso Instandsetzungsarbeiten. Das ist eigentlich kein Geheimnis. Aber muss man dafür deshalb ganz Gizeh „sperren“? Und würde aufgrund irgendwelcher angeblicher geheimen Aktivitäten dort das gesamte Areal für Besucher gesperrt werden, würde nicht gerade genau das die Aufmerksamkeit der Welt auf Gizeh lenken? Ist es nicht gerade Sinn und Zweck einer „geheimen Forschung“ eben im Verborgenen stattzufinden? Würden die Eingänge geschlossen, die Besucher wieder heim geschickt und kein Mensch hätte Zugang zum siebten Weltwunder, müsste sich die ägyptische Altertümerverwaltung mit Sicherheit zahlreichen Fragen stellen. Also wäre das Gegenteil von „heimlich“ erreicht. Ausgrabungen auf dem Gelände fanden und finden bisher vor den Augen der Öffentlichkeit statt. Und mutmaßliche Ausgrabungen unter der Erde sind für die Besucher so oder so nicht zu sehen. Auch nicht ohne Mauer.

Darum eine Mauer!

Die Pyramiden von Gizeh stehen unter dem Schutz der UNESCO und gehören zum Weltkulturerbe der Menschheit. Und die UNESCO unterstützt den Erhalt des Weltkulturerbes (nicht nur Gizeh) natürlich auch mit finanziellen Mitteln. Könnte also die UNESCO die sechs Millionen Dollar teure Mauer mitfinanziert haben? Dient sie etwa dem Schutz des Plateaus und nicht irgendwelchen Geheimprojekten, wie es im Internet kursiert? Die Antwort ist: Ja.

Kairo und Gizeh, auch „klein Kairo“ genannt, sind ein Moloch mit 18 Millionen Einwohnern. Eine gigantische Metropole, die ständig wächst und sich ausbreitet, und deren genaue Einwohnerzahl so richtig eigentlich keiner kennt. Der Besucher von Gizeh, der beispielsweise im Osten am Sphinx-Tempel steht, kann deutlich sehen, dass bis an die Grenze des Plateaus bereits die Wohnhäuser von Gizeh heran reichen. Deutlich sieht man es beispielsweise auch auf Luftaufnahmen der östlichen Plateau-Region, die man mit Hilfe der Software „Google Earth“ betrachten kann (Koordinaten zum Beispiel: 29°58’30,65“ Nord und 31°08’19,40“ Ost). Es scheint, als wolle der moderne Städtebau die uralte Metropole der Pharaonen geradezu verschlingen.

Müllkippe und Freizeitpark Gizeh (Bilder: L. A. Fischinger / St. Eggers
Müllkippe und Freizeitpark Gizeh (Bilder: L. A. Fischinger / St. Eggers

Es ist in Ägypten auch so, dass Menschen dort wild ihre Häuser bauen, wo sie gerade wollen. Und wenn ein Haus „über Nacht“ einmal steht, darf es ebenso wenig abgerissen werden, wie heimlich angelegte Felder der Landwirtschaft. Dieser Bauboom hat unlängst auch die archäologischen Stätten von Gizeh erreicht. Die Pyramiden stehen nicht einsam in der Wüste – wie es Postkartenbilder gerne vermuten lassen –, sondern sie stehen fast schon mitten in der Stadt!

Die „Gizeh Mauer“ nun schützt das Gelände vor illegalen Bauaktivitäten der Bevölkerung. Bis zur Mauer…dann ist Schluss. Doch die Mauer erfüllt noch mehr und ganz profane Zwecke. Das gesamte Gizeh-Plateau ist eine riesige Müllhalde. Wohin man geht und blickt, überall wimmelt es an Plastikmüll, leeren Cola-Dosen und Flaschen und allerlei anderem Dreck. Die schon erwähnten Grabschächte die man dort findet, werden bedenkenlos als Müllkippen genutzt. In den senkrechten Stollen türmt sich der Wohlstandsmüll und Unrat. Auch rund um die Pyramiden selber liegt der Müll herum und Plastiktüten werden an den Seiten der Pyramiden vom Wind hoch geweht. Mülleimer gibt es dort praktisch nicht.

Ebenso benutzen die zahlreichen Wächter und „Touristenjäger“ des Plateaus die Gräber der alten Pharaonen als Toilette. Sie verrichten ihre Notdurft in den Eingängen zu Grabanlagen und Schächten. Pferde, Kamele und Menschen hinterlassen ihre Extremente auf dem gesamten Plateau. Dieser Müll stammt ausnahmsweise nicht nur von den Touristenmassen, die täglich die Monumente bewundern wollen. Er stammt zu einem großen Teil von den Einheimischen, die das Plateau unter anderem als großen Vergnügungspark nutzen.

Ägypten ist ein islamisches Land und was bei uns der freie Sonntag ist, ist dort der Freitag. Ströme von Großfamilien mit Sack und Pack, mit Kind und Kegeln und Tüten voll Picknick-Utensilien eilen auf das Plateau. Dort verbringen sie den Freitag und zurück bleibt der Müll in allen Ecken der Heiligtümer. Für die Kinder ist es ein Abenteuerspielplatz. Sie klettern auf die Königinnen-Pyramiden neben den Hauptpyramiden und die Wächter von Gizeh kapitulieren angesichts dieses Andranges.

Die Gizeh-Mauer nun verhindert, dass von allen Seiten die Einheimischen unkontrolliert das Plateau betreten und leider auch arg verschmutzen. Vor dem Bau der Mauer war Gizeh eine Kloake und jeder Kameltreiber ohne Lizenz konnte dort auf Touristen-Jagd gehen. Kontrolle? Keine!

Doch auch die Schutzmauer hatte schon kurz nach ihrer Fertigstellung Löcher. Die Anwohner haben den oberen Zaun aufgerissen und sich teilweise sogar kleine Rampen gebaut, um diese Absperrung zu überwinden. Dennoch bleibt die Tatsache, dass die Besucher des Plateaus (legal) nur durch die Eingänge das Gebiet betreten können.

Bakschisch

Doch nicht nur zahllose einheimische Besucher überfüllen das Plateau, sondern vor allem auch die unzähligen Geschäftemacher und Andenkenhändler. Überall auf dem Plateau wimmelt es von Einheimischen, die den Touristen dies und das zeigen oder auf irgendeine Art und Weise helfen wollen. Natürlich gegen ein kleines Trinkgeld, das legendäre „Bakschisch“. Zahlreiche dieser, sich selber „Guide“ nennenden, Menschen bevölkern das Areal. Zum Teil hartnäckig und aufdringlich belästigen sie die zahlenden Besucher. Ebenso die zahlreichen Kameltreiber und Pferdebesitzer, die gegen ein Entgelt ihre Tiere zum Reiten anbieten, Kutschfahrten anpreisen oder fotografiert werden wollen.

Fand der KGB 1961 eine Ancient Alien-Mumie in Gizeh? (Bild: Google Earth / L.A. Fischinger / YouTube Screenshot)
VIDEO: Fand der KGB 1961 eine Ancient Alien-Mumie in Gizeh? (Bild: Google Earth / L.A. Fischinger / YouTube Screenshot)

Auch diese eigentlich zum Bild von Gizeh dazugehörenden Menschen sind teilweise überaus aufdringlich. Beispielsweise gibt es den Trick, dass sich der Besucher kostenlos auf einem Kamel fotografieren lassen kann – möchte man aber wieder herunter gelassen werden, muss man zahlen.

Ein unkontrollierter Andrang von legalen und illegalen Geschäftsleuten ist dank der Mauer nun nicht mehr so einfach möglich.

Terror in Ägypten

Die Antikenverwaltung rechtfertigte die Errichtung der Mauer rund um Gizeh auch mit dem Schutz der Besucher vor Terroranschlägen. Leider ist es Tatsache, dass auch in Ägypten die Gefahr des Terrorismus allgegenwärtig ist. Man denke vor allem auch an das Massaker am Hatschepsut-Tempel in Luxor am 17. November 1997. Damals erschossen sechs Terroristen 62 Menschen. Bekanntlich wurde aber auch das Land der Pyramiden vom „arabischen Frühling“ überrollt, der einen gewaltigen Rückgang der Touristen nach sich zog.

So ist es heute natürlich auch rund um die Gizeh-Pyramiden westlich leerer geworden. In diesen Tagen der Aufruhr, der Veränderung und des Umbruch in Ägypten stand die Gizeh-Mauer bereits. Doch bei deren Planung konnte niemand ahnen, dass der „arabische Frühling“ in der stattgefundenen Art und Weise über das Land rollen wird…und so auch die Besucher wegbleiben. Eben genau  jene Touristen, die die Mauer schützen sollte.

Schon vor den Unruhen in Ägypten wurde am Eingang zum Plateau jeder Besucher von Wächtern kontrolliert und man muss selbstverständlich durch einen Metalldetektor gehen. Auch wimmelte und wimmelt es in Ägypten an Touristenpolizei, was eine direkte Folge des Attentates 1997 am Hatschepsut-Tempel ist. Egal ob an Hotels, Ägyptischen Museum, Gizeh, Sakkara, Luxor oder sonst wo – die Touristenpolizei ist sehr stark vertreten und allgegenwärtig. Durch die Errichtung einer Mauer um das Gizeh-Plateau können nun all jene Personen, die das Gebiet betreten wollen, von diesen Wachmannschaften durchsucht und kontrolliert werden.

Video: Geheimkammern in Gizeh: Gibt es eine Verschwörung um die Cheops-Pyramide und unbekannte Kammern? (Bild: gemeinfrei / L.A. Fischinger)
Video: Geheimkammern in Gizeh: Gibt es eine Verschwörung um die Cheops-Pyramide und unbekannte Kammern? (Bild: gemeinfrei / L.A. Fischinger)

Natürlich ist die Gefahr eines Anschlages durch die Mauer alles andere als vollkommen ausgeschlossen, doch sie erlaubt eine Zugangskontrolle der Menschen. Zumindest theoretisch, da für potentielle Attentäter die ohnehin löchrige Sperre nicht wirklich unüberwindbar sein wird. auch wenn sie als Abschreckung vielleicht psychologische Wirkungen haben mag. Das gilt auch für „normale Ganoven“ wie Taschendiebe oder Trickbetrüger. Aber Wirkung zeigte diese Ummauerung und Einzäunung eigentlich sehr schnell. Beispielsweise dadurch, dass (offenbar illegale) Andenkenhändler und Postkartenverkäufer ihre Waren an geeigneten Stellen durch den Zaun hindurch zu kauf anpreisen. Etwa im Bereich der Sphinx am Fuße des Plateaus.

Mein Autoren- und Mystery-Kollege Armin Risi wies mich in diesem Zusammenhang bereits am 11. Februar 2010 auf etwas sehr Interessantes hin. Wie er erfuhr, so sagte er mir, stand schon in ägyptischen Reiseführern der 1970er Jahre die Forderung nach einer Mauer um Gizeh. Jahrzehnte vor der Gizeh-Mauer wurde darin bereits von der Zerstörung und Verschmutzung der Metropole berichtet, der mit einer solchen Absperrung Einhalt geboten werden könne. Nun, seit rund 15 Jahren ist dieser Wunsch also Realität.

Der Mythos lebt zum Teil weiter

Die geheimnisvolle Gizeh-Mauer dient letztlich drei vollkommen simplen Hauptzwecken:

  1. Kontrolle über legale und illegale Händler und Geschäftsleute aller Art auf dem Plateau.
  2. Schutz vor einer ausufernden Expansion der Siedlungen am Fuße von Gizeh.
  3. Schutz vor Terroranschlägen und Attentaten (heute sicher aktueller denn je).

Von Verschwörungen, geheimen Forschungen und nebulösen Machenschaften dunkler Mächte in Gizeh – keine Spur. Von einer Art Abschottung der Pyramiden ebenso wenig. Das war um das Jahr 2002 so und ist heute nicht viel anders.

Mehr Themen rund um die Mysterien der Welt, findet Ihr auf meinem Grenzwissenschaft-Kanal bei YouTube
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Vielmehr ist die Mauer um das siebte Weltwunder ein rein profaner Zweckbau zum Schutz der Heiligtümer und der Besucher. Auch erfolgten die Bauarbeiten an dieser Absperrung nicht „in aller Heimlichkeit und Stille“, wie es Gerüchte besagten. Jeder Besucher der Pyramiden konnte den Bauvorgang der Mauer direkt an den Wohnhäusern von Gizeh beobachten und auch unbehelligt fotografieren. Natürlich nur, wenn er sich von den Pyramiden und den Touristenplätzen entfernt und auch das Umfeld des Plateaus in Augenschein nahm. Sonst sieht man die weitläufige Gizeh-Mauer tatsächlich nicht. Auch wäre es überhaupt nicht möglich gewesen, eine derartige Sperr-Konstruktion heimlich und unbemerkt hochzuziehen …

 

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Die Cheops-Pyramide: Mumien, Grabräuber und Mysterien – Artikel-Serie von Lars A. Fischinger, Teil #2: ENTDECKUNGEN!

Die Cheops-Pyramide: Mumien Grabräuber und Mysterien - Artikel-Serie Teil #2: Entdeckungen!
Die Cheops-Pyramide: Mumien Grabräuber und Mysterien – Artikel-Serie Teil #2: Entdeckungen!

Die Cheops-Pyramide von Gizeh – Das letzte und zugleich älteste Weltwunder der Antike, wie es immer wieder gerne betont wird. Ein Bauwerk, das seit rund 4.500 Jahren die Menschen in ihren Bann zieht. Dabei ist eine jener Fragen, die der Pyramide des Cheops immer wieder gestellt werden, jene nach er Mumie des Pharao und der erster Öffnung des Monumentes durch den Kalifen Al-Mamun im Jahre 823. Auf Grundlage einer früheren Veröffentlichung von mir soll in dieser Artikel-Serie der Spur der Plünderung(en) der Cheops-Pyramide, den Funden des Al-Mamun und seiner Entdeckungen genauer nachgegangen werden. Dabei ergeben sich – wie so oft in der Mystery-Forschung – neue Fragen auf alte Antworten …

 

 

Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Einleitung

Pyramiden gibt es in Ägypten wie den sprichwörtlichen Sand am Meer. Doch gerade und vor allem die Pyramide von Pharao Cheops (ca. 2620 bis 2580 vor Christus) aus der 4. Dynastie (2639 bis 2504 vor Christus) in Gizeh nahe Kairo erregt bis heute die Aufmerksamkeit zahllose Touristen und Autoren. (K)ein Wunder: ist sie doch mit ihren einst fast 147 Metern Höhe und einer Länger an der Basis von rund 230 Metern die größte Pyramide der Erde. Die Bauarbeiter des Königs türmten zu seinen Ehren unzählige Steinblöcke in den Himmel. Und so entstand ein Bauwerk, das nicht nur durch seine Wucht und Größe fasziniert, sondern auch vielen Autoren der Grenzwissenschaft durch ihre Rätsel und weiterhin offenen Fragen.

Gerne wird die Pyramide des Cheops als Monument aus fernen Tagen vor einer Sintflut gehandelt. Als eine Art „Wissensspeicher“ oder eine Art „kosmischer Plan“ für das Wissen der Menschheit. Eine „Zeitkapsel“, die die Weisheiten jener Menschen erhalten und schützen sollte, die vor der großen Sintflut bzw. vor Jahrtausenden lebten. Folglich ein Bauwerk, dass die Geheimnisse einer verborgenen Welt enthält. Vielleicht sogar von Atlantis. Eindeutige Beweise für diese Ideen gibt es keine.

Mehr als sonderbar und mysteriös ist, dass nie eine Mumie im Inneren der Steinberges entdeckt worden sein soll. Als das gewaltige Monument vor fast 1.200 Jahren erstmals durch einen Kalifen geöffnet wurde – war es vollkommen leer, wie es heißt.

Auf Grundlage meines Buches „Verbotene Geschichte“ (2010) und eines einstigen E-Book zum Thema soll in dieser kleinen Artikel-Serie speziell genau diesem Mysterium der Cheops-Pyramide nachgegangen werden. Fragen nach der Plünderung der Pyramide werden ebenso dargelegt, wie arabische Überlieferungen über die Öffnung des Bauwerkes sowie die Widersprüche, die sich daraus ergeben. Ebenso eine Spur, wo der mutmaßlich innere Sarkophag einer offenbar tatsächlich gefunden Mumie letztlich gelandet ist.

Alte Fragen, die durch ihre Antworten neue Fragen ergeben.

Zum Abschluss der Reihe plane ich als 5. Teil eine Zusammenfassung in einem YouTube-Video auf meinem Grenzwissenschaft-Channel „Ancient Aliens & Mystery Files“.

Bleibt also neugierig!

 

Die Cheops-Pyramide: Mumien Grabräuber und Mysterien

Teil #2: Entdeckungen!

 

Die Mumie „des Cheops“ – gefunden …?

Der ursprüngliche Eingang in die Cheops-Pyramide / Zeichnung (Bild: gemeinfrei)
Der ursprüngliche Eingang in die Cheops-Pyramide / Zeichnung (Bild: gemeinfrei)

Der erste Teil dieser Artikel-Serie zeigte, dass die allseits bekannte „erste Öffnung der Cheops-Pyramide“ durch die Araber unter Kalif Al-Mamun im Jahr 823 so erstmals gar nicht gewesen ist. Zumindest gibt es ernstzunehmende Hinweise, dass Al-Mamun und seine Leute alles andere als eine jungfräuliche Pyramide öffneten oder aufbrachen.

Aber was genau geschah dann, als die Muslime vor fast 1.200 Jahren das mächtige Monument in Gizeh betraten? Bereits 2010 habe ich in meinem (unlängst vergriffenen) Buch „Verbotene Geschichte“ auf den Umstand verwiesen, dass Al-Mamun damals offenbar doch eine Mumie gefunden hat. Ein zumindest nach arabischen Quellen überlieferte Tatsache, die, wie wir noch sehen werden, aber weitere Fragen aufwirft.

In diesem Teil der Artikel-Reihe sollen genau diese Berichte über die Entdeckungen des Kalifen noch einmal detaillierter beleuchtet werden.

Das legendäre Buch „Hitat“ ist eine Sammlung alter Chronistentexte zum alten Ägypten, die auch weit über „ägyptologische Insiderkreise“ hinaus bekannt ist (s. folgende Teile). In dieser Textsammlung finden wir Aussagen, dass eine Mumie bzw. sterbliche Überreste und sogar Grabbeigaben in der Cheops-Pyramide von Al-Mamun gefunden wurden. Es ist im „Hitat“ keine Rede davon, dass die Pyramide bei ihrer „ersten“ Öffnung durch Kalif Abu al-Mamun (786 bis 833) im Jahr 823 wirklich vollkommen leer war. Es sind scheinbar Quellen, die viele vielen oft übersehen wurden und werden, wie ich es vor nunmehr sechs Jahren darlegte.

Aber schauen wir uns diese ominösen Quellentexte aus dem mittelalterlichen „Hitat“ des Historikers al-Maqrizi (1364 bis 14442) einmal genauer an. Einige Beispiele aus dem Text über die Öffnung der Pyramide durch den Kalifen enthalten eindeutige Aussagen. Aussagen, die im 4. Teil jedoch nochmal genauer betrachtet werden sollen.

Was die Araber noch wussten

Der Schacht, den Al-Mamun nutze (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Der Schacht, den Al-Mamun nutze (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

So etwa jene des Gelehrten Abu Jakub Muhammad Ibn-Ishaq Ibn-an-Nadim (935 bis 990), der über die Öffnung der Cheops-Pyramide durch Kalif Al-Mamun sehr umfangreich schreibt:

In der Mitte dieser Plattform befindet sich ein zierlicher, gewölbter Bau; mitten darin steht etwas wie ein Sarkophag. Zu Häupten desselben erheben sich 2 Felsblöcke in vollendeter Sauberkeit und Schönheit und reichen Farben. Auf jedem gewahrt man eine steinerne Statue; die eine stellt einen Mann, die andere eine Frau dar. Die beiden stehen sich Aug in Aug gegenüber, der Mann hält eine beschriebe Tafel in der Hand, die Frau einen Spiegel, dessen Rahmen aus Gobi besteht, das ein Meißel ziseliert (eine Technik der Metallverarbeitung, bei der mit einem Hammer das Material getrieben/gequetscht wird, Anm. LAF) hat.

Zwischen den beiden Blöcken steht ein steinernes Gefäß, das mit einem goldenen Deckel verschlossen war. Als man den entfernte, entdeckte man eine Art geruchloses, eingetrocknetes Pech und ein goldenes Kästchen; in diesem fand man beim Öffnen frisches Blut, das aber, als es von der Luft getroffen wurde, gerann, wie Blut zu gerinnen pflegt, und eintrocknete.

Auf dem Sarge lagen steinerne Deckel, nach deren Beseitigung man einen schlummernden Mann erblickte, der auf seinem Hinterkopf lag. Er war vollkommen wohl erhalten und trocken, seine Leibesbeschaffenheit war deutlich zu erkennen und sein Haar noch wohl sichtbar. An seiner Seite ruhte ein Weib, das den gleichen Anblick bot.

Der arabische Historiker Ahmad ibn Ali al-Makrizi (1364 bis 1442) weiß hier selber zu ergänzen:

Es heißt, man habe auf dem Körper, der in der Pyramide begraben liegt, ein ganz zerfallenes Gewand gefunden, von dem nur noch die goldenen Fäden übrig geblieben waren; die Dicke der Schicht von Myrrhe und Aloe, mit der der Leichnam überzogen war, soll eine Spanne betragen haben.“

Die Araber Unter Kalif Al-Mamun erkunden 833 die Cheops-Pyramide. Die ersten Entdecker waren sie dabei-wohl eher nicht ... (Bild: gemeinfrei)
Die Araber Unter Kalif Al-Mamun erkunden 833 die Cheops-Pyramide. Die ersten Entdecker waren sie dabei wohl eher nicht(Bild: gemeinfrei)

Der Geograph, Heiler, Botaniker bzw. Arzt und Kartograph mit dem wohlklingenden Namen Abu Abdallah Muhammed bin Abd ar-Rahim al Kaisi (ca. 1100 bis 1166) schreibt:

Es heißt, man sei zur Zeit al-Mamuns dort emporgestiegen, und darauf zu einem gewölbten Gemach geringer Größe gelangt, in dem eine Bildsäule eines Menschen war, die aus grünem Stein, einer Art Malachit, gefertigt war. Man brachte sie zu al-Mamun und es fand sich, dass sie mit einem Deckel verschlossen war.

Als man sie öffnete gewahrte man darin den Leichnam eines Menschen, der einen goldenen, mit allerlei Edelsteinen geschmückten Panzer trug. Auf seiner Brust lag eine Schwertklinge ohne Griff und neben seinem Haupte ein roter Hyazinthestein von der Größe eines Hühnereis, der wie Feuerflammen leuchtete. Den nahm al-Mamun an sich. Das Götzenbild aber, aus dem man diesen Leichnam hervorholte, habe ich neben der Pforte des königlichen Palasts zu Misr liegen sehen im Jahre 511 (Anm. LAF: damit ist die islamische Zeitrechnung „Hidschra“ gemeint, was 1133 nach Christus entspricht.)“

Abu t-Taijib Ahmadal al-Mutanabbi (905 bis 965), ein im arabischen Raum weithin bekannter Dichter, berichtete von der Öffnung der Cheops-Pyramide im Jahr 823:

Drinnen fanden sie grausenerregende Treppen und Schächte, wo man nur unter Schwierigkeiten gehen konnte, und ganz oben fand er (al-Mamun) ein würfelförmiges Gemach; jede Seite hatte eine Länge von etwa 8 Ellen und in der Mitte stand eine marmorne Mulde, die mit einem goldenen Deckel verschlossen war. Als man den heruntergenommen hatte, fand er darin nur morsche Knochen, über die die dahingeschwundenen Jahrhunderte dahingegangen waren.“

Ein im „Hitat“ namentlich nicht genannter Chronist rezitiert auch die oben zitierte Überlieferung des al Kaisi mit der „Bildsäule eines Mannes“ usw. Dieser Autor ergänzte jedoch zu diesem Bildnis:

Einige Geschichtsschreiber Ägyptens berichten, dass dieses grüne Götzenbild, in dem man die Gebeine fand, bis zum Jahre 611 der Higra beständig neben dem königlichen Palaste zu Misr lag.“

Das Objekt sogar nach diesem Text sogar noch mindestens 100 Jahre länger „ausgestellt“ gewesen sein, als es al Kaisi überlieft hat.

Wiederverwendung?

Nach allem, was wir nun wissen, ist die Aussage, in der Cheops-Pyramide sei bei der (Wieder-)Öffnung durch die Araber nichts gefunden worden – falsch! Zumindest nach diesen Texten aus dem „Hitat“. Texte übrigens, die auch immer wieder von Inschriften in und an den Pyramiden berichten. Mal wird von lesbaren Schriften erzählt (etwa Griechisch) und mal von vollkommen fremden Sprachen. Beispielsweise würde allein der fremde Text, der in der Königskammer des Cheops gestanden habe, bei einer Abschrift 10.000 Blätter ergeben.

Das Rätsel der Cheops-Pyramide: Haben Aliens sie gebaut? (Bild: L. A. Fischinger)
Das Rätsel der Cheops-Pyramide: Haben Aliens sie gebaut? (Bild: L. A. Fischinger)

Die zitierten Beschreibungen erzählen klar, dass es menschliche Überreste im Inneren des Monumentes gab, als der Sarkophag geöffnet wurde. Al-Mutanabbi notierte sogar, dass ein goldener Deckel von dem Sarkophag gewuchtet wurde und so die „morschen Knochen“ des Bestatteten zum Vorschein kamen. Nicht erst seit heute ist bekannt, dass der Sarkophag in der Kammer es Königs keinen Deckel hat. War er also tatsächlich aus Gold, sollte man sich nicht wundern, dass er bereits vor rund 1.200 Jahren gestohlen wurde.

Da es trotz allem sehr fraglich ist, dass im 9. Jahrhundert die Pyramide zuvor wirklich noch nie betreten wurde, ist auch die Identität der nach diesen Überlieferungen gefundenen Mumie fraglich. Es erscheint mit sehr unwahrscheinlich, dass Al-Mamun bei seiner Expedition wirklich die Überreste des echten Pharao Cheops gefunden hat. Kaum vorstellbar, dass seine Mumie seit rund 2500 vor Christus trotz bereits geöffneter Pyramide noch in den Tagen der Araber in ihrem Sarkophag lag. Wahrscheinlicher ist es, dass hier – vielleicht während der im 1. Teil genannten 26. Dynastie – jemand ganz anderes seine letzte Ruhe fand. Dieser jemand wurde von Al-Mamun und seinen Arbeitern letztlich entdeckt.

Doch das “Mysterium Cheops-Pyramide” wäre kein Mysterium, wenn es nicht noch weitere Überlieferungen dazu gäbe. Bevor wir im 4. Teil dieser Artikel-Reihe unseren Blick einmal genauer auf die von Al-Mamun angeblich entdeckten Artefakte richten, schauen wir uns im folgenden Teil vorerst weitere Quellen/Aussagen rund um Cheops und seine letzte Ruhestätte an.

Schilderungen wie aus 1001 Nacht, die den Mythos um die Pyramide des Cheops bis heute so faszinierend machen … und um die geht es in hier Teil 3.

 

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Wenn Außerirdische zur Erde kommen, können diese zum Judentum konvertieren? Was Rabbiner zu Aliens und Leben im Universum sagen

Können Außerirdische zum Judentum konvertieren? Was Rabbiner zu Leben im All sagen (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Können Außerirdische zum Judentum konvertieren? Was Rabbiner zu Leben im All sagen (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

“Wenn ein UFO kommt”, fragt sich ein Rabbiner in der Zeitung “Jüdische Allgemeine”, und sich darin Außerirdische befinden, die gerne zum Judentum konvertieren möchten – was dann? Können Außerirdische überhaupt zum Judentum konvertieren? Und warum spricht scheinbar die ganze Medien- und Unterhaltungs-Landschaft der Welt so viel über Aliens? Fragen, die grundsätzlich jede Religion der Menschheit oder besser gesagt ihre aktiven Gläubigen interessieren (sollten). Aus diesem Grund widmet sich die auflagenstärkste und bedeutendste Zeitung des Judentums in Deutschland in einem Artikel diesen Fragen. Die jüdischen Rabbiner kommen dabei zu ganz erstaunlichen Antworten!

 

 

Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die 1946 gegründete jüdische Zeitung “Jüdische Allgemeine” gilt für das deutsche Judentum als Wichtiges Sprachrohr und als bedeutende Informationsquelle. Es ist eine „Wochenzeitung für Politik, Kultur, Religion und jüdisches Leben“, die – wie alle Printmedien – zwar mit einem Rückgang der Druckausgaben zu kämpfen hat, aber dennoch online von zehntausenden Usern monatlich besucht wird. Und einer davon bin ich.

Rabbiner und Außerirdische

Am 28. Juli 2016 veröffentlichte der Rabbiner David Geballe den Artikel “Wenn ein UFO kommt …” in der “Jüdischen Allgemeinen”.

Geballe schreibt darin, dass der Boom des Themas Außerirdische im All und UFOs in den letzten Jahrzehnten gewaltig gewachsen sei. Anders als der der Glaube an Gott, der immer weiter abnehme. Umfragen in Deutschland oder auch den USA, so der Rabbiner, bezeugen den Rückgang an Gottes-Glauben und den Anstieg des Glaubens an Außerirdische. Das ist auch richtig, wie es zahlreiche Untersuchungen und Umfragen immer wieder deutlich gemacht haben. Einige davon habe ich auch auf diesem Blog vorgestellt und umfangreich in einem Buch diskutiert.

Rabbiner Geballe fragt sich angesichts dieser Tatsachen dabei folgendes:

Sicherlich haben in früheren Zeiten Sagen und Märchen, die von übernatürlichen Kreaturen handeln, das Interesse für das ,Andere’ abgedeckt. (…)

Doch welches Grundbedürfnis der menschlichen Psyche bedient der Glaube an extraterrestrisches Leben?

Und weiter schreibt er:

In den vergangenen 200 Jahren hat in der westlichen Welt eine immer stärkere Säkularisierung stattgefunden. Das heißt, dass alle Funktionen, die Religionen vorher innehatten, anders aufgefangen werden müssen. Das Verlangen in uns, das durch die ,Ersatzreligion’ Ufologie befriedigt wird, ist der Wunsch, nicht allein im Universum zu sein. Dadurch wird der Glaube an extraterrestrisches Leben sinnstiftend.”

UFOs und Aliens als Ersatzreligion?

ARTIKEL: UFO-Sekten gibt es tatsächlich: "Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als Sekte" (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)
ARTIKEL: UFO-Sekten gibt es tatsächlich: “Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als Sekte” (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)

Schon bei diesen Aussagen des Rabbiners würden mit Sicherheit Grenzwissenschaft, Mystery-Forscher, Prä-Astronautiker, UFO-Forscher usw. mehr als nur eine Anmerkung oder Ergänzung haben. Beispielsweise den Umstand, dass die “übernatürlichen Kreaturen” aus der Sagen- und Märchen-Welt von einer ganzen Reihe Mystery-Forscher in direkter Verbindung zu den “Aliens von heute sehen”.

Das heißt, es gibt nicht wenige Menschen aus dem Bereich der Prä-Astronautik (wie mich!) oder auch UFO-Forschung, die in den Berichten und Schilderungen der Folklore über Begegnungen mit Wesen aus der sogenannten “Anderswelt” deutliche Parallelen zu den Erzählungen über mutmaßliche Aliens sehen. Erst die moderne und wissenschaftlich westlich weiter entwickele Menschheit ersetzte diese “Kreaturen” durch “Außerirdische”.

Die Vermutung von Rabbiner David Geballe ist im Grunde genommen richtig. Aber auch nur deshalb, weil der Mensch von heute wesentlich mehr Wissen über das Universum und Leben um fremde Sterne hat. Die Menschen haben quasi die Wesen der Folklore als das erkannt, was sie sein könnten: Außerirdische.

Ein sehr komplexes Thema, wie viele Mystery-Interessiere wahrscheinlich wissen. Aber keine “Ersatzreligion”, wie ich immer wieder betone. Der Glaube an intelligentes Leben im All und auch daran, dass Außerirdische möglicherweise vor vielen Jahrtausenden hier auf der Erde waren oder noch sind, ist mit Sicherheit kein Ersatz für eine Religion mit einem Glauben an einen Schöpfergott. Jedoch wissen sicherlich viele Leserinnen und Leser, dass es tatsächlich auch echte UFO-Sekten gibt, weshalb mein Kollegen Roland M. Horn und ich 1999 ein entsprechendes Buch zu dieser Problematik veröffentlichten.

Bereits in meinem Buch “Götter der Sterne – Bibel, Mythen und kosmische Besucher” aus dem Jahre 1997 habe ich mich mit dieses Vorwurfs angenommen. So beendete ich damals das Nachwort mit den Worten

"Götter der Sterne" von Lars A. Fischinger 1997
“Götter der Sterne” von Lars A. Fischinger 1997

Der böse Vorwurf, hier wird eine Art ,Ersatzreligion“’ verbreitet, ist nicht stichhaltig. Denn für welche Religion sollte diese ein Ersatz sein? Vom Christentum, welches sich noch in evangelisch und katholisch unterteilt, vom islamischen Glauben, oder vom Buddhismus (wobei buddhistische Quellen auch im Christentum zu finden sind)?

Jeder Moslem könnte einem Christen vorwerfen, er glaube an die falsche Sache, genauso natürlich umgekehrt. Das vorliegende Buch ist keine ,heilige Schrift“ einer Ersatzreligion (was immer das sein mag), sondern eine Theorie, eine neue Auslegung religiöser Schriften. Niemand braucht irgend etwas davon zu ,glauben“’ – dieses Buch fordert keine Umstellung der alltäglichen Lebensweise oder finanzielle Unterstützung, wie es typisch für Religionen (Sekten) ist. Hier wird keine Heilsbotschaft oder eine Messiaserwartung verkündet, sondern altes Schriftgut neu analysiert und auslegt.

Noch weniger, und dies sei auf das deutlichste betont, wir hier eine Art Endzeit prophezeit, die wir unserem falschen Glauben und irdischen Verhalten zu verdanken haben. Die Außerirdischen der Bibel und andere Texte werden uns nicht irgendwann einmal in den Himmel evakuieren, da wir unseren Lebensraum Erde zerstört haben. Es werden keine selbsternannten Sternenbrüder oder Sternenpeople an die Öffentlichkeit gehen, um uns den Weg in die UFOs zu weisen, um uns so in die vermeintlich ,göttliche’ Obhut ebenso vermeintlicher ,Lichtwesen’ oder einem ,außerirdischen’ Jesus Christus, der nun eine Raumflotte von ,Strahlenschiffen’ kommandiert, zu übergeben…

Warum UFOs und Astronautengötter keine “Ersatzreligion” sind und sein können, erkläre ich beispielsweise auch in diesem Video-Interview vom Oktober 2013 auf YouTube.

Außerirdische haben “keinen freien Willen” …

David Geballe führt in seiner Betrachtung von Außerirdischen weiter aus, wie genau man dem Thema als gläubiger Jude begegnen muss. So schreibt er, dass laut Talmud das gesamte Universum und alles, was sich darin befindet, “für den Menschen gemacht wurde”.

Der Vatikan, der Papst und die Außerirdischen – Die Haltung der katholischen Kirche zu der Frage Leben im Universum (Bild: L. A. Fischinger /NASA / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Der Vatikan, der Papst und die Außerirdischen – Die Haltung der katholischen Kirche zu der Frage Leben im Universum (Bild: L. A. Fischinger /NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Warum aber ein gleich derartig gigantisches All mit der Erde und Menschheit im (eher geistig zu verstehenden!) Zentrum darin von Gott erschaffen wurde, erklärt der Rabbiner auch. Es soll der Menschheit Ehrfurcht lehren:

“Eine mögliche Antwort auf diese Frage wäre, dass Größe und Anzahl Gott nichts bedeuten. Für Gott ist es eine ebenso große Anstrengung, ein Sonnensystem zu erschaffen, wie eine Zentilliarde (eine Eins gefolgt von 603 Nullen). Trotzdem müssen wir uns fragen, zu welchem Zweck unser unermessliches Weltall entstanden ist. Maimonides sagt dazu, dass das überwältigende Universum den Menschen dazu bringen soll, mehr Ehrfurcht vor Gott zu haben, der alles erschaffen hat.

Diesen theologischen Deutungen und Interpretationen des Rabbiners kann man mit Sicherheit noch gut folgen. Nicht aber den weiteren Ausführungen.

So heißt es weiter, da das All für die Menschheit  geschaffen wurde, kann es auch keine Außerirdischen mit einem “freien Willen” geben. Daraus folgert der Artikel diese Annahme:

Da es also auf anderen Planeten kein Wesen gibt, das einen freien Willen besitzt, kann es dort auch keine anderen Formen von Leben geben – auch keine Geschöpfe ohne freien Willen, denn deren Zweck besteht darin, für Geschöpfe mit freiem Willen zu existieren

Super intelligente Aliens? Ja! Zum Judentum konvertieren? Nein!

Auch wenn Rabbiner David Geballe in seiner Veröffentlichung verschiedene Rabbiner der Vergangenheit und ihren Auslegungen rezitiert, bleibt es im Grund bei dieser Aussage: Aliens haben keinen freien Willen, könnten aber existieren.

Die Tora und der Talmud widersprechen eindeutig nicht der Möglichkeit von außerirdischem Leben, sind sich die jüdischen Gelehrten sicher. Auch nicht, dass diese Außerirdischen vielleicht sogar weit intelligenter sind als wir Menschen, steht dem nicht im Widerspruch. Doch diese Wesen in den Weiten des Kosmos sind nach diesen Deutung willenlose Wesen. Und Lebewesen ohne einen freien Willen können auch nicht zum Judentum konvertieren.

Vatikan: Aliens könnte es geben aber nicht einen zweiten Jesus Christus (Bild: L.A. Fischinger / NASA)
Vatikan: Aliens könnte es geben aber nicht einen zweiten Jesus Christus. Warum sich mir deshalb drei brennende Fragen stellen. (Bild: L.A. Fischinger / NASA)

Resümierend heißt es dazu unmissverständlich:

Doch der freie Wille ist etwas intrinsisch menschliches, da nur uns Menschen die Tora gegeben worden ist.

Falls also eines Tages ein UFO landen sollte und die Insassen alsbald beim Rabbinat anklopfen, um zum Judentum überzutreten, wird unsere Antwort leider negativ ausfallen müssen – weil wir nicht davon ausgehen können, dass die Aliens über einen freien Willen verfügen.

Alles für nur uns – der Menschheit

Folgende wesentliche Punkte haben die Rabbiner oder besser gesagt deren Auslegungen und Analysen hier genannt:

  1. Das Universum wurde von Gott für die Menschen erschaffen
  2. Es kann durchaus Leben im All geben – das widerspricht nicht dem jüdischen Glauben
  3. Diese Außerirdischen könnten auch wesentlich intelligenter als wir Menschen sein
  4. Gibt es sie – egal wie intelligent – haben sie aber keinen eigenen und freien Willen, da sie für die Menschen erschaffen wurden
  5. Ohne einen freien Willen kann kein Mensch und natürlich auch kein Alien zum Judentum konvertieren

Was dieser viel zitierte “freie Wille” eigentlich genau ist, das erklärt der Artikel nicht. Wohl aber, dass dieser uns Menschen der Erde von Gott durch den Tora “gegeben worden ist”. Demnach haben Außerirdische diese Texte nicht von Gott bekommen und sind so quasi willenlose Lebewesen. Aliens, denen irgendwie die “spirituelle Erleuchtung” fehlt und die ohne den Glauben an die Tora auch keine Juden werden können. Das ist natürlich durchaus logisch. Es kann auch niemand wirklicher Katholik werden, der nicht an das Neue Testament und Jesus Christus glaubt.

VIDEO: Der Vatikan und die Außerirdischen: brauchen wir (eines Tages) Weltraummissionare?
VIDEO: Der Vatikan und die Außerirdischen: brauchen wir (eines Tages) Weltraummissionare? (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei / NASA/JPL)

Auch wenn der Papst der katholisch Kirche Außerirdische sogar selber taufen würde, Fremde aus dem All “Brüder und Schwester” der Menschheit sind und auch da Dalai Lama dies recht ähnlich sieht – im Judentum sieht die Welt scheinbar anders aus. Zumindest nach diesen rabbinische Deutungen.

In der Grenzwissenschaft ist das selbstredend vollkommen anders. Die Idee, dass die Götter der Vergangenheit und damit auch der Gott und seine Scharen im Alten Testament, in Wahrheit Außerirdische waren, löst religiöse Grenzen und Dogmen so oder so in Wohlgefallen auf.

Ganz nüchtern betrachtet es mit Sicherheit die Wissenschaft von den Sternen, die Astronomie. Hier ist es egal, ob Jesus auch für Aliens starb, diese Außerirdischen überhaupt erlöst werden mussten oder ob Gott die Tora nur und allein der Menschheit gegeben hat. Bei den Anstrengungen bei der Suche nach Leben im All und auch ganze Zivilisationen von Außerirdischen, spielen in der Astronomie Religionen keinerlei Rolle. Es wäre so oder so müßig zu spekulierten, ob Aliens irgendeine Art Religion haben. Und wenn ja, ob wir Menschen diese Alien-Religion von unserem Planten her schon kennen.

Erst die Ankunft bzw. der Nachweis dieser Intelligenzen im Kosmos wird, wie zum Beispiel in diesem Artikel dargelegt, das “kosmische Religions-Problem” global in den Fokus rücken. Ein weltweites Problem, dass ich auf meinem Blog mehrfach behandelt habe.

Was sollen außerirdische Zivilisation mit der jüdischen Tora überhaupt anfangen?

Jene Astronomen, die sich mit der Suche nach Aliens befassen, würden über die religiösen Auslegungen der Rabbiner mehr als nur den Kopf schütteln. Man könnte es schon vermessen nennen, da natürlich niemand weiß, ob die Tora auch auch Außerirdischen gebracht wurde. Aber die Rabbiner bezweifeln das energisch.

Hierbei muss man sich aber klar machen, was denn überhaupt der Inhalt der Tora – also den fünf Büchern Mose – ist. Auch wenn man die Tora nicht gelesen hat, so kennt man zumindest die Geschichten des Sündenfall von Adam und Eva, dem Garten Eden, der irgendwo gelesen haben soll, Moses und der Exodus der Hebräer aus Ägypten und all die Geschichten von Ländern, Menschen, Abenteuern usw. Und diese Berichte der Tora spielen unumstritten all auf unserer Erde. Was soll ein außerirdisches Volk auf einem fremden Planten mit diesen Geschichten anfangen?

UFOs in der Bibel? Die "fliegende Buchrolle" des Sacharja: Ein zylindrisches Flugobjekt der Astronautengötter? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)
VIDEO: UFOs in der Bibel? Die “fliegende Buchrolle” des Sacharja: Ein zylindrisches Flugobjekt der Astronautengötter? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)

Doch auch hier gibt es ein Aber:

Der spanische Rabbiner Hasdai ben Judah Crescas (1340 – 1410) schrieb 1410 das Werk “Or Adonai or Or Hashem” (etwa: “Das Licht Gottes”), das postum 1555 veröffentlicht wurde. In diesem diskutierte er schon damals in einem ganzen Kapitel die Frage nach anderem Leben im Universum. Dabei kommt der Rabbiner zu dem Ergebnis, dass in den heiligen Texten (wie eben auch der Tora) nichts zu finden ist, dass die Existenz von  Außerirdischen widerspricht.

Mehr noch, denn Rabbiner Crescas nennt sogar selber ein Argument für anders Leben im All. So zitiert er einen Vers des Talmud in dem es heißt (Traktat Avoda Sara 3b):

Was tut Gott bei Nacht? Er setzt sich auf den schnellsten Cherub und reitet durch die 18.000 von ihm erschaffenen Welten, wie geschrieben steht.

Wenn es also auf diesen 18.000 anderen Welten kein Leben gibt, so der Rabbiner vor über 600 Jahren weiter, weshalb sollte Gott diesen überhaupt seine Aufmerksamkeit schenken …?

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“Geld spielt keine Rolle”: Die Scheichs von Dubai wollen 2021 zum Mars fliegen. Und warum die Erde in “Wahrheit” fest im Zentrum steht …

Die Araber wollen bald zum Mars fliegen (Bild:_ WikiCommons/gemeinfrei / NASA/gemeinfrei)
Die Araber wollen bald zum Mars fliegen (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / NASA/gemeinfrei)

Mit Allahs Hilfe und Milliarden Geldern planen die Vereinigten Arabischen Emirate die erste arabisch geführte Mars-Mission ab dem Jahre 2021. Premierminister Mohammed bin Raschid al-Maktoum, Scheich von Dubai, präsentierte Anfang Mai die offiziellen Pläne der Mission und es soll ein “Meilenstein der Weltraumforschung” für die ganze Erde werden.

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Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Missionen von Sonden und auch Landungen auf unserem Nachbarplanen sind immer ein Wagnis. Das zeigen die zahlreichen Anstrengen der Raumfahrtbehörden in Ost und West seit Jahrzehnten, die rund die Hälfte ihrer Missionen verloren. Obwohl es ja eigentlich und Angeblich schon lange Menschen auf dem Mars gibt. Ebenso wie Spuren von Außerirdischen

Nun wollen auch die Araber in das Weltraumgeschäft einsteigen. Zwar hat der Iran bereits Affen in das All geschossen, aber die Arabischen Emirate wollen gleich zum Mars fliegen. Ab 2021 soll die Mission starten, an der bis dahin mindestens 150 Wissenschaftler arbeiten werden.

Sarah Amiri, die Leiterin des Mars-Projektes, gab als Ziel der Mission unter anderem an, dass “das erste umfassende Bild von der Mars-Atmosphäre und den Veränderungen, die sich dort vollziehen” entworfen werden solle. Missionspläne, die natürlich auch die NASA mit ihren vergangenen und aktuellen Missionen auf dem Mars verfolgt.

Sarah Amiri stellte jedoch auch deutlich dar, dass dies keine Mission nur für die arabische Welt sei. Mehr als 200 verschiedene Forschungsinstitute in aller Welt werden an der Analyse und Erforschung der gewonnen Daten mitarbeiten. Aber die Pläne von Dubai haben sollen auch ein Zeichen setzten. So ist Dubai seit einigen Jahren finanziell sehr angeschlagen aber geht weiter den Weg der Mischung aus Moderne und Kultur.

Omran Shara, Direktor des “Mohammed Bin Rashid Space Centres”, spricht etwa davon, dass hier ein Signal gesetzt werden soll, dass andere Länder den “Anteil an wissenschaftlichen Anstrengungen” weiter ausbauen sollen. Sicher sollen diese Pläne auch zeigen, dass Dubai nicht abgeschrieben werden kann, wie es zum Beispiel nach den Milliarden-Finanzspritzen des Nachbarn Abu Dhabi hieß. Wobei Abu Dhabi selber Touristenflüge in das All plante und sich darum fast ein Drittel des Raumflugunternehmens “Virgin Galactic” einkaufte. Das private Spaceship “VSS Enterprise” des Unternehmens stürzte jedoch am 31. Oktober 2014 ab. ein Rückschlag.

Tschüss Mars - Hallo Venus: über die NASA-Pläne einer bemannten Mission zur Venus (Bild: L.A. Fischinger / NASA / WikiCommons/gemeinfrei)
Video: Wo landet der Mensch zuerst – auf Mars oder Venus? (Bild: L.A. Fischinger / NASA / WikiCommons/gemeinfrei)

Die arabische Region ist keine Bande von Barbaren, wie wird es ja jeden Tag in den Nachrichten sehen. Sicher auch aus diesem Grund ist die Mars-Mission der Araber als eine Art Statement zu verstehen. So heißt es zu diesem Projekt:

Unsere Region ist zivilisiert. Unsere Bestimmung ist es, wieder zu erforschen, zu schaffen, zu bauen und zu zivilisieren.

Scheich Mohammed bin Raschid al-Maktoum, gleichzeitig Vizepräsident der Emirate, hofft durch die Anstrengungen einer Mars-Mission kommenden Generationen der ganzen Golfregion die Zukunft zu sichern. Dass die Forderung nach mehr “wissenschaftlichen Anstrengungen” nicht ganz aus der Luft gegriffen ist, zeigen immer wieder Berichte über scheinbar “steinzeitliche Weltanschauungen” gewisser muslimischer/arabischer Kreise. So verweist ein Bericht von “N-TV” im Zusammenhang mit den Plänen der Scheichs auf einen Vortrag von Bandar al-Khaibari vor Studenten der Vereinigen Arabischen Emirate. In diesem soll er ein geradezu mittelalterliches Weltbild vertreten haben:

Dass Dubai jetzt zum Mars will, dürfte nicht allen in der Golfregion gefallen. Islam und Wissenschaft verbindet heute eine zwiespältige Beziehung. Konservative Islam-Gelehrte machen auch heute immer wieder Schlagzeilen mit irritierenden Aussagen zur Form der Erde und den Laufbahnen der Planeten.

Einige bestehen darauf, die Erde sei eine Scheibe, die Sonne drehe sich um die Erde. Vor wenigen Wochen erst erklärte der saudische Kleriker Bandar al-Khaibari, als er vor Studenten in den Vereinigten Arabischen Emiraten sagte, die Erde befände sich an einer festen Position im Universum und bewege sich nicht um die Sonne.

Als Beleg für seine Äußerung führt er aus, dass, wenn sich die Erde tatsächlich bewegen würde, Flugzeuge niemals ihr Ziel erreichen könnten. Während das Video seiner Aussage auf Youtube zumeist Häme und Kritik nach sich zog, gab es aber auch zahlreiche Kommentare, die Khaibaris Aussage zustimmten und forderten, seine Ausführungen sollten an arabischen Schulen gelehrt werden.”

Kein Kommentar …

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