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50 Jahre Erich von Däniken und “Erinnerungen an die Zukunft”: Das sagen seine Fans und Leser heute (+ Videos)

50 Jahre Erich von Däniken und "Erinnerungen an die Zukunft": Das sagen seine Fans und Leser heute (Bilder: L. A. Fischinger & Archiv E. v. Däniken / Montage: Fischinger-Online)
50 Jahre Erich von Däniken und “Erinnerungen an die Zukunft”: Das sagen seine Fans und Leser heute (Bilder: L. A. Fischinger & Archiv E. v. Däniken / Montage: Fischinger-Online)

Im Februar 1968 publizierte der ECON Verlag in Düsseldorf das Buch “Erinnerungen an die Zukunft” eines bis dato unbekannten Schweizer Autoren mit Namen Erich von Däniken. Damit wurde von Däniken und mit ihm die Idee der Astronautengötter der Antike schlagartige weltberühmt (detailliert HIER). Über 50 weitere Bücher folgten und der “Vater der Prä-Astronautik” hat bis heute in aller Welt treue Leser und Fans. Vor allem in den USA ist von Däniken ein regelrechter Superstart der “Alien-Szene”. Viele Menschen wurden durch ihn inspiriert, sich mit Grenzwissenschaft und Ancient Aliens auseinander zu setzen. Nicht wenige wurde selber Autoren und Forscher des Unfassbaren. Ein halbes Jahrhundert später denken zum Jubiläum des Weltbestsellers “Erinnerungen an die Zukunft”, Freunde, Weggefährten, Kollegen und Autoren zurück. Was sie heute zum Ideengeber von Däniken sagen, worauf sie zurück blicken und wie seine Bücher von vielen das weitere Leben veränderten und bestimmten, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Däniken die “Hämorrhoide am Hintern der Archäologie”

Es war im vergangenen Jahr 50 Jahre her, dass “Erinnerungen an die Zukunft – Ungelöste Rätsel der Vergangenheit” von Erich von Däniken in Deutschland erschien. Die Folge war die viel zitierte “Dänikenites”, wie es US-Medien nannten. Ein Hype und Run auf von Däniken und sein 1. sowie die folgenden Bücher.

Damit war die Prä-Astronautik zwar nicht geboren, aber plötzlich weltweit bekannt. Jeder sprach nun über die Idee, ob vielleicht die mythologischen Götter usw. in Wahrheit nicht leibhaftige Außerirdische gewesen sein könnten. Götter der Sterne, die in längst vergangenen Zeiten die Erde unserer Vorfahren besuchten. Wesen aus dem Universum also, die hier auf der Erde in menschlichen Mythen, Religionen, Überlieferungen, Bauwerken oder auch Bildnissen ihre Spuren hinterlassen haben.

Fraglos ein spannender Gedanke, der damals Millionen Menschen elektrisierte. Es war das Zeitalter der Mondlandungen und der Auflehnung der jungen Generation gegen das alte Establishment. Von Däniken seine Bücher trafen den Nerv der Zeit – und der etablierten Archäologie, Theologie und Geschichtsforschung vor dem Kopf. Der bekannte Professor Harald Lesch meinte deshalb in einem Interview anlässlich des 80. Geburtstag von von Däniken 2015 (s. Blog-Artikel HIER):

“Erich von Däniken ist eine der Hämorrhoiden am Hintern der Wissenschaft gewesen. Er hat immer wieder gezwickt und damit die Archäologie und die gesamten historischen Wissenschaften ein bisschen herausgefordert. Und das hat ja offenbar das Publikum sehr gemocht.”

Das mag das Publikum immer noch. Vor allem in den USA, wo das Thema Götter aus dem All vor allem durch die TV-Serie “Ancient Aliens” wieder weithin bekannt wurde. Dort ist von Däniken ein Star, dem zehntausende Fans begeistert zuhören, wie er es vor einiger Zeit in diesem sehr interessanten Interview ebenfalls erzählte. Junge und alte Menschen finden seien Ideen spannend und nicht wenige halten sie für durchaus denkbar oder möglich.

Ein halbes Jahrhundert Erich von Däniken und die Götter aus dem All

All das wurde 1968 mit nur einem Buch erstmals ausgelöst. Es folgten rund 55 weitere Bücher des Götter-Jägers. Sachbücher, wenige (Sach-)Romane zum Thema und eine Reihe Anthologien, die er herausgegeben hat. Praktisch alle Autoren, die neben von Däniken heute über Prä-Astroanautik schreiben, wurden irgendwann durch ihn “angefixt”. Nicht unbedingt bereits vor 50 Jahren, doch auch die “junge Generation” kam irgendwann mit dem Schweitzer in Berührung.

Ich persönlich zum Beispiel im September 1989, als ich zufällig zwei Dokumentationen von und mit von Däniken im TV sah. Mein ganz persönlicher “Einstig in die Materie”, wie ich es sehr detailliert in meiner Autoren-Vita HIER schildere.

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Was liegt also näher, als anlässlich 50 Jahre “Erinnerungen an die Zukunft” Kommentare und Statements von Menschen zu sammeln, deren Leben durch dieses (oder ein folgendes) Buch verändert wurde?

Genau das hat die “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI” (A.A.S.) getan, und nach und nach in dem Magazin “Sagenhafte Zeiten” veröffentlicht. Einige Dutzend dieser Erinnerungen hat die A.A.S. inzwischen als PDF auf deren Internetseite für jedermann veröffentlicht. Für jeden Däniken-Fan und -Leser ein spannender Abriss der unterschiedlichsten Werdegänge. Und obwohl alle Erinnerungen an die “Erinnerungen” unterschiedlich sind, ähneln sie sich doch sehr.

Kritiker, Fans und Ignoranten

Unter den Statements befindet sich auch eines von mir:

Seit Kindesbeinen begeisterten mich der Weltraum, Aliens, Science Fiction, fremde Kulturen und alles ‘Phantastische’.

Doch dann jener Tag im September 1989: Im TV liefen die Dokus ‘Erinnerungen an die Zukunft’ und ‘Botschaft der Götter’ von und mit unserem EvD, von dem ich als Teenager bis dato noch nie etwas vernommen hatte. Ich war von dem, was der Herr mit dem komischen Dialekt dort berichtete, augenblicklich elektrisiert! Umgehend wurde ‘Erinnerungen an die Zukunft’ als mein erstes Buch zum Thema (analog) bestellt und die VHS-Aufzeichnungen der Doku-Wiederholungen von ‘Pro7’ immer wieder angesehen. Weitere EvD-Titel und Bücher anderer Autoren folgten. Wenig später dann die UFOs, die damals in aller Munde waren (belgische UFO-Welle).

Die Begeisterung an den Rätseln der Welt ließ mich von da an nie wieder los. Bis heute, wo ich als Autor und Mystery-Jäger aktiver bin denn je. Danke, Erich!

Es blieb nicht aus, dass bereits vor 50 Jahren Dänikens Bücher von vielen Seiten her hart und harsch attackiert und kritisiert wurden. Das lag und liegt in der Natur der Sache, da in diesen nicht weniger als die gesamte Weltgeschichte auf den Kopf gestellt wird: Aliens kamen zur Erde, wurden von unseren technologisch primitiven Vorfahren gesehen und für Götter gehalten, die Anwesenheit der Fremden fand Niederschlag in der globalen Mythologie, in sakralen Bauten sowie den Weltreligionen und letztlich ist Gott ein Außerirdischer.

Durch die “Dänikenites”, und da die ersten Bücher von Däniken die Bestsellerlisten anführten, mussten Medien und “etablierte Wissenschaften” reagieren. Was folgte war von der einen Seite ein jahrzehntelanger Shitstorm, wie man es heute nennt, und von der anderen Seite pure Begeisterung. Kritiker, Hater, Neider, Fans, “Ungläubige” und “Gläubige” gaben ihr Stelldichein. Andere wiederum ignorierten es einfach. Aus mangelndem Interesse oder da es in ihren Augen eh Unsinn ist.

Auf der Suche nach mehr “Input”

Eigentlich war es damals nicht anders als heute. Der einzig Unterschied bestand nur darin, dass all die Debatten und auch Schlammschlachten über Pro und Contra analog ausgefochten wurden. Recherchen waren überaus mühsam und Quellenmaterial schwer zu bekommen. Vor allem für den Laien war es eine langwierige und auch kostenintensive Arbeit. Und für mehr “Input” in Sachen Astronautengötter und Rätsel der Vergangenheit musste man auf neue Däniken-Bücher, Magazine oder TV-Sendungen warten.

Nicht wenige Sendungen und Medienberichte nahmen sich den Däniken-Aussagen an. Meistens kritisch, in dem dieser oder jener Experte oder Professor gegen die Idee der Prä-Astronautik aussprach. Aber auch von Däniken selber wurde schnell zu einem gefragten Gast im TV oder für Interviews.

Wollte jedoch ein Fan oder Kritiker die Aussagen, Behauptungen und Materialien überprüfen oder selber studieren, wurde es noch schwerer. Und teurer. Immerhin reiste von Däniken stetig in der Welt herum und lieferte spannende Bilder und Geschichten, von denen der Ottonormalverbraucher noch nie etwas gehört hatte. Entsprechende Fachliteratur gab es höchstens durch Fernleihe an Bibliotheken oder Universitäten, die dann womöglich noch in einer Fremdsprache war.

Bei all den Ländern, Kulturen, Stätten, Religionen, Mythen, Völkern, Göttern und vielem mehr, die in den Büchern von Däniken bis heute vorkommen, konnte damals niemand wirklich selber aus erster Hand forschen. Obwohl es schon früh erste kritische Bücher zu den Thesen Erich von Dänikens auf dem Markt gab. Doch die “etablierte Wissenschaft” hatte wahrscheinlich schlichtweg auch keine Lust und Zeit all die unzähligen Einzelthemen zu überprüfen oder sogar zu widerlegen.

Die “Input-Flut”

Heute ist das anders. Ganz anders!

Kritiker wie Fans finden in den Weiten des Internet buchstäblich alles Relevante zu nahezu allen Themen. Und ist es nicht direkt in digitaler Form am PC verfügbar, findet man schnell heraus, wo man es bekommt. Nicht minder schnell findet man auch neuen “Input” zu diesem oder jenem oder einem ganz anderen Rätsel der Welt (oder solche, die es sein sollen) und sehr zügig Gleichgesinnte für einen Austausch.

Das ist bekanntlich Fluch und Segen zugleich.

Aufgrund der heutigen “Input-Flut” im Netz – inklusive unzähliger Fakes, Halbwahrheiten und Falschbehauptungen! – spielt sich die Auseinandersetzung mit von Däniken und der Prä-Astronautik online ab. Meistens anonym prügelt hier die eine Seite auf die andere ein. Neueinsteiger in die Themen werden überschüttet mit angeblichen Mysterien und “Fakten” zur Grenzwissenschaft und die Mystery Files der Welt. Überprüft wird fast nie, genau gelesen oder nachgelesen ebenso wenig. Zur Bildung einer Meinung und zum Erhalt von “Wissen” reicht vielen Menschen allein die Headline eines Beitrages oder Artikels.

Wichtig ist heute oftmals: Bitte wenig Text. Und wenn, dann bitte ganz einfach verfasst. Quellen, sachliche Fußnoten oder sogar der Hinweis auf Bücher sind überflüssig. All das muss spektakulär und vor allem vollkommen kostenlos (und werbefrei) sein. Sensationelle “Enthüllungen” sind gefragt – nicht Fakten!

Wen wundert es da, dass viele Fans und frühe Leser von Erich von Däniken heute fast schon wehmütig auf die “gute alte Zeit” zurückblicken? Das zeigen auch die von der “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI” veröffentlichten Statements zu 50 Jahren “Erinnerungen an die Zukunft” sehr gut.

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Video-Auswahl zum Thema auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

YouTube-Video vom 21. Nov, 2015

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YouTube-Video vom 27. Okt. 2014

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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“Bela B.” (“Die Ärzte”): “Früher las ich Erich von Däniken – bis ich merkte, dass es gelogen ist” …

"Bela B." ("Die Ärzte"): "Früher las ich Erich von Däniken - bis ich merkte, dass es gelogen ist" (Bild: YouTube-Screenshot / Neo Magazin Royale/ZDF)
“Bela B.” (“Die Ärzte”): “Früher las ich Erich von Däniken – bis ich merkte, dass es gelogen ist” (Bild: YouTube-Screenshot / Neo Magazin Royale/ZDF)

Der Musiker und Autor “Bela B.” ist als Schlagzeuger der bekannten deutschen Band “Die Ärzte” seit Jahrzehnten eine Berühmtheit in der Musik-Szene. Wie “Die Ärzte” selbst gilt auch “Bela B.” unlängst als eine Legende. Jetzt hat sich der Musiker in einem Interview anlässlich des Erscheinens seines Romans “Scharnow” zu einer weiteren Legende geäußert: Erich von Däniken, den er “als Kind” gelesen und geglaubt habe. Heute allerdings nicht mehr, wie er sagt, da von Däniken gelogen habe. Was er sich ausgedacht haben soll, und warum das nicht stimmt, erfahrt Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die verborgenen Däniken-Leser

Die Bücher von Erich von Däniken sind bekanntlich in 50 Jahren dutzende Millionen Male verkauft worden. Somit ist es immer interessant zu erfahren, er eigentlich die Leser die Bücher sind oder waren. Immer wieder sind es Menschen, denen man das erstmal gar nicht zutraut. Dies ist im “normalen Umfeld” ebenso der Fall, wie bei Promis oder anderen Personen in der Öffentlichkeit.

Hier ist sicher Professor Harald Lesch das beste Beispiel. Immerhin ist Lesch als “kritischer Mainstream-Wissenschaftler” in der deutschen TV-Landschaft nicht wegzudenken(s. a. HIER, HIER, HIER & HIER).

Nun gesellt sich der Musiker “Bela B.” (eigentlich Dirk Albert Felsenheimer) von der Band “Die Ärzte” in die Reihe der (Ex-)Däniken-Leserschaft, wie er es dem “Düsseldorfer Anzeiger” am 23. Februar erzählte. Grund für das Interview war der Debütroman “Scharnow” von “Bela B.”, der am diese Tage erschienen ist. Auf Amazon.de aktuell schon jetzt auf Bestseller-Rang Nummer 8.

“Däniken hatte es sich einfach nur ausgedacht”

Dass “Bela B.” einstmals Bücher von Erich von Däniken gelesen hat, scheint er heute fast schon zu bereuen. So antwortet er auf die Frage, ob er selber Verschwörungstheoretiker “aus eigener Anschauung” kennt:

In Zeiten, als ich bewusstseinserweiternden Substanzen gegenüber sehr offen war, wollte ich an Werwölfe und Vampire glauben. Und als Kind habe ich Erich von Däniken gelesen und wollte ihm glauben. Aber er hatte sich einfach nur ausgedacht, dass die Aztekentempel von Außerirdischen gebaut wurden. Man kann sich dazu entschließen, das zu glauben. Das hat den Mann sehr reich gemacht.

Also “bewusstseinserweiternde Substanzen” muss natürlich niemand konsumieren, um solche Bücher zu lesen. Eher sollte man diese weglassen, denn niemals hat von Däniken irgendwo gesagt oder geschrieben, “dass die Aztekentempel von Außerirdischen gebaut wurden”. Auch nicht annähernd etwas in diese Richtung. Dies hat sich nicht der Prä-Astronautik-Pionier “ausgedacht”, sondern “Bela B.” selber.

Natürlich sollte man diese Aussage des Musikers nicht auf die Goldwaage legen. Wer weiß schon, wann – und wie – er von Däniken las. Als bekennender “Ärzte-Fan” ist nämlich die Aussage am Ende des Interviews, dass die Band 2019 wieder auf Tour geht, genauso interessant …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Die “UFO-Akte des Bundestages” als Thema bei Tagesschau online: “Ein etwas lustloses, aus Wikipedia zusammengeklicktes Schülerreferat”

Die UFO-Akte des Bundestages und die Tagesschau online (Bild: gemeinfrei / L.A. Fischinger)
Die UFO-Akte des Bundestages und die Tagesschau online (Bild: gemeinfrei / L.A. Fischinger)

Die “UFO-Akte des Deutschen Bundestages” war lange Zeit ein Streitfall für die Gerichte. Die Ausarbeitung des “Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages” wollte Berlin partout nicht veröffentlichen. Man muss, so eines der Argumente, einen “Wissensvorsprung” vor dem gemeinen Bürger haben. Vor einigen Wochen sprach das Bundesverwaltungsgericht Leipzig jedoch ein Urteil gegen die Bundesregierung und ihre Geheimhaltung. Die Akte musste freigegeben werden. Nun hat auch die “Tagesschau” online zu diesem Themen einen Beitrag veröffentlicht und zeigt sich enttäuscht über den Inhalt …

Blog-Feed

Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

In einem Video auf meinem YouTube-Channel “Ancient Aliens & Mystery Files – aktuelles aus der Grenzwissenschaft & mehr” habe ich am 30. Juni über das Gerichtsurteil für die UFO-Forscher und gegen die Geheimhaltung der Regierung zu dieser UFO-Akte berichtet. Ebenso, dass wohl kaum “Sensationen” in diesem Dossier zu finden sein werden.

Tageschau.de schrieb dazu am 23. Juli 2015:

Wer nun sensationelle Erkenntnisse erwartet, wird – das kann man guten Gewissens prophezeien – enttäuscht werden: Kein deutsches Area 51, keine vertuschten UFO-Abstürze, keine Reptiloide an den Schaltstellen der Macht – die dürren zehn Seiten mit viel Weissraum wirken vielmehr wie ein etwas lustloses, aus Wikipedia zusammengeklicktes Schülerreferat.”

Und das stimmt, wenn man sich die UFO-Akte ansieht.

Die "UFO-Akte" des Bundestages muss freigegeben werden (Bild: gemeinfrei / L.A. Fischinger)
VIDEO: Die “UFO-Akte” des Bundestages muss freigegeben werden (Bild: gemeinfrei / L.A. Fischinger)

“Die Suche nach außerirdischem Leben und die Umsetzung der UN-Resolution zur Beobachtung unidentifizierter Flugobjekte und extraterrestrischer Lebensformen” klingt zwar nach einem hochtrabenden Titel des Dokumentes, aber ist in der Tat eher zusammen geschrieben. Inkl. Verweise auf wissenschaftliche Sendungen zu diesen Themen bei Fernsehsender des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Namentlich vor allem: “Alpha Centauri” mit Professor Harald Lesch.

Tatsächlich hat die Ausarbeitung mit dem Aktenzeichen “WD 8 – 3000 – 104/2009” vom 23. November 2009 für den Kenner der Materie absolut nichts an Neuigkeiten zu bieten. Die “Tagesschau” schrieb dazu:

Die Bundesregierung kann sich die Existenz außerirdischen Leben vorstellen, steht da. Aber: ,Eine Landung Außerirdischer auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland hält die Bundesregierung nach heutigem wissenschaftlichen Kenntnisstand für ausgeschlossen’, heißt es wörtlich in der Studie.”

Die UN-Resolution zum Thema UFOs von 1978 - nimmt Deutschland sie sich zu Herzen? (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei)
Die UN-Resolution zum Thema UFOs von 1978 – nimmt Deutschland sie sich zu Herzen? (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei)

Auch diese Aussage, sowie alle derartige Aussagen am Ende (Seiten 8 & 9) der Ausarbeitung, sind nur in die Studie hinein kopiert. In meinem Buch “Verbotene Geschichte” hatte ich 2010 dieses (und andere) bereits umfassend dargelegt, da es sich um offizielle Anfragen an die Bundesregierung von 2008 und 2009 handelte. Ebenso zusammenfassend in diesem BLOG-Artikel.

Ohne Frage ist die Freigabe der “UFO-Akte des Bundestages” – und somit alle andere Arbeiten des “Wissenschaftlichen Dienstes” – ein großer Erfolg für die Informationsfreiheit in Deutschland. Warum aber die “Tagesschau” online gleich dazu schrieb, dass dies Papier “vielleicht (…) besser unter Verschluss geblieben” wäre, da ihr Inhalt “unterirdisch” sei, erschließt sich mir nicht …

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

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UFO-Boom in Peru: Offizielles UFO-Büro der peruanischen Luftwaffe gegründet, die Linien von Nazca und die Prä-Astronautik +++ YouTube-Video +++

In Peru boomen die UFOs (Bild: E. v. Däniken/A.A.S. / L. A. Fischinger / WikiCommons)
In Peru boomen die UFOs (Bild: E. v. Däniken/A.A.S. / L. A. Fischinger / WikiCommons)

Im Jahre 2001 gründete Peru die offizielle UFO-Meldestelle OIFAA, das “Oficina de Investigación de Fenómenos Anómalos Aérea” (Büro zur Erforschung anomaler Phänomene im Luftraum), die nach einigen Jahren wegen Verwaltungsproblemen geschlossen werden musste. Doch aufgrund der wachsenden Zahl von UFO-Sichtungen und -Meldungen in dem südamerikanischen Land, wurde nun das Büro nun unter den Namen DIFAA, das “Departamento de Investigación del Fenómeno Anómalo Aérea” (Department zur Erforschung anormaler Phänomene im Luftraum), reaktiviert. Aber warum sind Archäologen beim DIFAA dabei? Und warum wurde bei der offiziellen Eröffnung des UFO-Büros ein Vortrag über die weltberühmten Linien von Nazca und Außerirdische gehalten? Mehr dazu auf meinem YouTube-Kanal.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die peruanische Luftwaffe hat wieder ein offizielles UFO-Büro – denn es herrscht eine Art UFO-Boom in Südamerika. Doch was haben die Ancient Aliens damit zu tun?

Ein offizielles UFO-Büro in Peru, das von der dortigen Luftwaffe geleitet wird, mag seltsam klingen. Aber auch Brasilien, Chile oder Agentinnen unterhalten solche staatliche Meldestellen für UFOs. In Südamerika begegnet man Themen wie „Außerirdische” und „UFOs” wesentlich offener als bei uns in Deutschland. Brauchen also auch wir ein derartiges Büro?

Schon Professor Harald Lesch forderte vor bald 20(!) Jahren ein derartiges “UFO-Büro”. Ein offizielles Institut in Deutschland, so Lesch in der “NDR”-UFO-Doku “UFOs, Erklärungen über Unerklärliches” (ich glaube vom 27. September 1994?!) des öffentlich-rechtlichen TV, an das sich Zeugen wenden können und das quasi “ehrenamtlich” arbeitet.

Doch wieso begleitete die offizielle UFO-Meldestelle-Eröffnung des Kommandos der Luftwaffe Perus am 18. Oktober 2013 ein derart „seltsamer Vortrag” zu Ancient Astronauts und den Linien von Nazca? Den Vortrag bzw. das Symposium „Las Lineas de Nazca y los Seres Extraterrestres” leitete der Archäologe Professor Manuel Aguirre („School of Archaeology”, Uni San Marcos) …

Alles dazu in diesem YouTube-Video auf Grenzwissenschaft und Mystery Files.

Bleibt neugierig …

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Das ZDF “erklärt” mutmaßliche UFO-Entführungen als “sexuelles Wunschdenken” im Schlaf. Ein Kommentar

Sind UFO-Entführungs-Berichte nur "Sexfantasien"? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)
Sind UFO-Entführungs-Berichte nur “Sexfantasien”? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)

Was steckt hinter den Berichten, dass Menschen angeben, sie seien gegen ihren Willen von fremden Kreaturen in UFOs bzw. zu fremden Orten entführten worden? Es scheint still um die sog. UFO-Entführungen geworden zu sein. Still zumindest in der Öffentlichkeit. Dennoch nahm sich das “ZDF” in einer Folge der Reihe “Abenteuer Forschung” von und mit Professor Dr. Harald Lesch in einem Beitrag dem Thema Entführungen durch Aliens an. Und kam zu erstaunlichen und “neuen” Ergebnissen. Ein Kommentar dazu …

Das ZDF “erklärt” mutmaßliche UFO-Entführungen als “sexuelles Wunschdenken” im Schlaf. Ein Kommentar weiterlesen

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Stressige Tage für Erich von Däniken: Der 21. Dezember 2012, der Weltuntergang und die Rückkehr der Götter aus dem All

“Rätsel & Mysterien der Welt” – Der “Youtube”-Channel des Schriftstellers, Journalisten, Bloggers und Phänomene-Jägers Lars A. Fischinger: Momentan ist Erich Däniken im Stress: Nicht nur, dass er am Tag des Weltendes einen Vortrag halten wird, sondern die Medien rennen dem emsigen Astronautengötter-Jäger „die Bude ein”. Scheinbar will die ganze Welt, so erfuhr ich, noch vor dem 21. Dezember ein Interview mit Erich von Däniken. Und das, obwohl er NIE irgendwie etwas vom Weltuntergang sagte/schrieb…

Hallo, Ihr Lieben!

In einer Woche ist … NICHTS!

Das wisst Ihr als Zuschauer und/oder Leser von mir sicher, dass es keinen Weltuntergang & Co. Am 21. Dezember gibt. Die ganze Sache ich erstunken und erfunden worden.

Momentan ist auch Erich Däniken im Stress: Nicht nur, dass er am Tag des Weltendes einen Vortrag halten wird, sondern die Medien rennen dem emsigen Astronautengötter-Jäger “die Bude ein”. Scheinbar will die ganze Welt, so erfuhr ich, noch vor dem 21. Dezember ein Interview mit Erich von Däniken. Und das, obwohl er nie irgendwie etwas vom Weltuntergang sagte/schrieb.

Nein: vielmehr hat Erich von Däniken schon vor 13 Jahren(!) seine Ansichten zum “magischen Datum” zum Beispiel in dem Magazin “Sagenhafte Zeiten” dargelegt. Direkt nach dem letzten “Weltuntergang” 1999.

Unsinnig ist dazu auch ein “Youtube-Video” von/mit Harald Lesch zum Thema, das ich auf meinem BLOG bereits unlängst “analysiert” habe (hier). Was mir aber dennoch immer wieder als Link im Internet begegnet, wenn es darum geht von Dänikens 2012-Phantasien zu “widerlegen” Na so was — widerlegen was er niemals sagte…?

Ich freue mich sehr über Eure “Likes” und wenn Ihr meinen Channel abonnieren mögt.

Danke
Euer Lars A. Fischinger


Links:

Zum Thema:
 

 “Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.”

(Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)
www.Youtube.com/FischingerOnlineDER MYSTERY-VIDEO-CHANNEL

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“Wir werden live beim Weltuntergang dabei sein", die "ZDF"-Sondersendung am 21. Dezember – leider nun doch ohne mich …

Am 14. August 2012 wurde auf diesem BLOG darauf hingewiesen, dass das “ZDF” am 21. Dezember 2012 mit Prof. Harald Lesch eine Sondersendung zum Weltuntergangs-Wahn live senden wird. Anfänglich sollte auch ich dabei sein. Die Sendung “steht” nun soweit – aber leider nun doch ohne mich…

Von Lars A. Fischinger

Am 14. August schrieb ich hier:

Ja dann, liebes “ZDF” – obwohl die alten Maya nachweislich keinen Weltuntergang am 21. Dezember 2012 prophezeit haben…

Hoffen wir, dass die Lesch-Sendung nich dieses Niveau haben wird:
Denn da ging so einiges in der Diskussion schief.

Aber ich als “Vertreter der Mysterien der Welt” wäre schon sehr gerne am 21. Dezember 2012 beim “ZDF” dabei. Ansehen werde ich es als Lesch-Fan aber ganz sicher.


Im November dann meldete sich die Redaktion und wollte unter anderem mich in der Sendung dabei haben. Geplant war, so der Redakteuer, eine Art “Live-Konferenz” und Schaltungen über das Internet. Leider sagte die “ZDF”-Redaktion mir kürzlich dann doch wieder ab

Links:

    Zum Thema
     

     Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.

    (Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)
    www.Youtube.com/FischingerOnlineDER MYSTERY-VIDEO-CHANNEL

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    Mord und Totschlag auf Befehl Gottes: Wie das ZDF in “Terra X” die Bibel für die TV-Zuschauer schön redet (Update)

    Mord und Totschlag im Namen Gottes: Wie das ZDF die Bibel für die Zuschauer schön redet (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
    Mord und Totschlag im Namen Gottes: Wie das ZDF die Bibel für die Zuschauer schön redet (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

    (Update: 17. April 2018) Auf dem Sender ZDF wird derzeit die Sendereihe “Terra X” mit dem Thema “Das Bibelrätsel” gesendet. Eine Sendung mit diesem Titel gab es schon, und ein Buch dazu von “Terra X”-Autor Hans-Christian Huf erschien bereits 2005. Der deutsche Prä-Astronautik-Autor Dieter Bremer wies bei Facebook auf eine ganze Reihe Unterschlagungen und Verfälschungen in dieser Sendung hin, die ich Euch an dieser Stelle nicht vorenthalten möchte. Auch ich habe zwischenzeitlich die Dokus des ZDF gesehen, und kann als Autor von Prä-Astronautik-Büchern zu biblischen Themen die Kritiken von Bremer mehr als verstehen. Hier erfahrt Ihr, welche das in Bezug auf “Terra X” sind und was es zu den Vorwürfen von Dieter Bremer noch zu ergänzen gibt. Und das passt so gar nicht in die ZDF-Sendung “Das Bibelrätsel”, wie sie die Zuschauer sahen!


    Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

    Die Bibel und das Fernsehen

    Es ist für Autoren und Redakteure überaus schwer, wenn man die Bibel zum Thema von TV-Sendungen und Dokumentationen machen möchte. Gleichgültig ob auf den Spuren von Jesus Christus aus dem Neuen Testament oder historische und nicht-historische Themen des Alten Testament. Wer sich mit der Bibel und all ihren Hintergründen, Deutungen, geschichtlichen Fehlern und Interpretationen auskennt, weiß um diesen Umstand nur zu gut.

    Die bei den Zuschauern beliebte TV-Sendung “Terra X” hat in der Vergangenheit immer wieder biblische Themen und Sachverhalte thematisiert und den Zuschauern präsentiert. Mal spannend, mal langweilig. So wie aktuell am” Zweiten Deutschen Fernsehen”, wo das Publikum Dokus über die Rätsel der Bibel sehen konnte. Aber wurde darin der ZDF-Zuschauer bewusst für dumm verkauft und manipuliert?

    Biblisches Chrerry-Picking am ZDF

    JA! sagt der Prä-Astronautik-Autor und bekennende Atheist Dieter Bremer. Er kritisierte in seiner Facebook-Gruppe die “Terra X”-Sendung “Das Bibelrätsel” (hier) bereits am 2. Dezember 2012 mit sehr deutlichen Worten. So schreibt Bremer:

    Auch die gestrige Terra-X-Sendung auf dem ZDF war wieder vom Chrerry-Picking der Macher begleitet. Alles, was ‘nicht sein soll’ wurde verschwiegen. Für Bibelkenner ist das kein Problem. Aber wie viel hunderttausend Zuschauer waren zum ersten Mal mit diesen Bibltexten konfrontiert? Denen wurde was vorgegaukelt. Durch Auslassen wichtiger Informationen kann man mit dem ‘weichgespülten Blick auf die Bibel’ logischerweise die wahren Zusammenhänge nicht mehr rekonstruieren. Aber daran sind wohl weder Fr. Dr. Käßmann noch die Macher der Sendung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen interessiert …

    So wurde z. B. mehrfach verschwiegen, dass die Abtrünnigen des Exodus, also diejenigen, die nicht bedingungslos Jahwe folgen wollten, ausnahmslos alle umgebracht wurden. Stattdessen wurde suggeriert, dass jeder, der nicht an Jahwe glaubte, seinen Weg gehen konnte.

    Mir geht es nicht darum, Jahwe irgendetwas anzuhängen, denn der Gott der Hebräer hatte mit den Tötungen nichts zu tun. Aber wenn man diese Textteile ignoriert, dann kann man auch nicht die Katastrophe in ihrer Gesamtheit erkennen, die im Hintergrund der Exodus-Abhandlung abläuft.

    VIDEO: Jahwe der Kriegsherr! Das geheime “Buch der Kriege Gottes”: Verschollen oder versteckt?(Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
    VIDEO: Jahwe der Kriegsherr! Das geheime “Buch der Kriege Gottes”: Verschollen oder versteckt? (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

    Ebenso wurde der Abzug des Heeres des Sanherib vor Jerusalem, ohne die Stadt zu schleifen, mit einem Satz abgehandelt. ‘Man weiß nicht, warum Sanherib abgezogen ist’, hieß es dort. Tatsächlich steht aber in der Bibel der Grund dafür, nur wurde dieser den Zuschauern verheimlicht:

    2. Könige 19,35 und 36 (Einheitsübersetzung):

    ‘In jener Nacht zog der Engel des Herrn aus und erschlug im Lager der Ässyrer hundertfünfundachtzigtausend Mann. Als man am nächsten Morgen aufstand, fand man sie alle als Leichen. Da brach Sanherib, der König von Assur, auf und kehrte in sein Land zurück.’

    Diesen wichtigen Hinweis verschwieg die Sendung im ZDF mit Fr. Dr. Käßmann, die Zuschauer könnten ja über die Massenvernichtung der Gegner Jerusalems stolpern und selbst nachdenken. Aber genau das will vermutlich weder Fr. Dr. Käßmann noch das öffentlich-rechtliche Fernsehen.

    Insofern kann man ja auch nicht erwarten, dass die ausgebrochene tödliche Krankheit von König Hiskia (dem Gegenspieler von Sanherib, der über Nacht ohne Kampf 185.000 Tote zu beklagen hatte), Hiskias quasi Wiederauferstehung und die mit alle dem einhergehende Tageszeitverlängerung in dieser Sendung erwähnt werden.

    Offensichtlich versuchte das öffentlich-rechtliche Fernsehen mit Hilfe von Fr. Dr. Käßmann eine Bibelinterpretation an die Zuschauer zu bringen, wo die wirklichen Wunder der Bibel (sowie die im Hintergrund ablaufende Katastrophe) in den zugehörigen Texten einfach ausgeblendet werden.

    Das ist jedenfalls mein Eindruck als Atheist.”

    In Tat hat Dieter Bremer mit seiner zusammenfassenden Online-Kritik recht.

    Das “Goldene Kalb”

    In der Mediathek des ZDF habe ich nun diese für mich sehr spannende Sendung angesehen. Als bekennender “Fan” der Mysterien und Rätsel der Bibel schrieb ich bereits 1997 das Buch Götter der Sterne” und 2015 “Rebellion der Astronauten-Wächter“, in denen ich mich eben genau mit diesen Bibelrätseln befasse. Somit sind für einen Mystery-Jäger solche TV-Dokumentationen immer sehr spannend und ich kann und muss mich Bremers Worten nur anschließen.

    ARTIKEL: Gott und die Berufung des Mose am “brennenden Dornbusch”: War in Wahrheit alles ganz anders? ( Bild: Archiv W.-J. Langbein)
    ARTIKEL: Gott, Moses und der “brennende Dornbusch”: War es in Wahrheit ganz anders und Moses wurde “entführt”? (Bild: Archiv W.-J. Langbein)

    Die gesamte Sendung  in einem Mystery-Review zu kommentieren, ist an dieser Stelle nicht nötig. Das Thema bewegt seit Jahrtausenden die Gemüter und ist viel zu umfangreich. Einige Punkte sollten aber dennoch nicht unerwähnt bleiben, wie es eben “Terra X” und das ZDF ihren Zuschauern gegenüber tat.

    So kommt in der Sendung (natürlich) auch die Geschichte um das “Goldene Kalb” vor. Sowie der Gott Baal. Doch “Terra X” suggeriert bei der Überlieferung um das Goldene Kalb am Berg Moses tatsächlich einen vollkommen falschen Eindruck. In Wahrheit, oder besser in der Bibel steht, dass die Abtrünnigen am Berg bei der “Goldene-Kalb-Affäre” ermordet wurden. In Ex. 32,1 lesen wir dazu, dass das Volk Israel am Fuß des Berges aufmüpfig wurde, weil Moses ewig lange auf dem Berggipfel beim Herrn war, Die Hebräer wussten nicht, ob er überhaupt noch noch lebt. Wie ich diese Abwesenheit deutete, legte ich schon vor vielen Jahren dar (s. a. HIER, HIER & HIER).

    Also wollte das Volk, so weiter im Buch Exodus, “neue Götter” haben, denen sie folgen konnten: Das Goldene Kalb wurde aus Gold gefertigt und eine wilde oder besser gesagt eine von Gott abgefallene Feier im Volk Israel begann. In dem Kinoklassiker und bildgewaltigen Monumentalfilm “Die 10 Gebote” von 1956 ist dieses sündige Gelage eindrucksvoll dargestellt. Auch gezeigt wird darin, wie anschließend 3.000 Abtrünnige (auf Verlagen Gottes) ermordet wurden, auch wenn ich einer “harmlosen Form”. Für “Terra X” ist das alles nicht der Rede wert – auch wenn es im 2. Buch Mose steht.

    Warum aber hat Moses nicht eingriffen, bevor es zu dem Vorfall mit dem Goldenen Kalb kam?

    Moses und Gott greifen ein

    Für Moses war es ganz einfach zu spät, die Anfertigung der Götze zu verhindern. Er war nicht im Lager und kam letztlich zu spät, um das Schlimmste noch abzuwenden. Er weilte zu dieser Zeit bei Gott auf dem Berg, der ihn erst berichtete, was unten bei seinem Volk gerade los sei. Obwohl es da auch schon zu spät war, als der Herr das bemerke, da das Kalb war bereits gebaut wurde.

    Angesicht der Sündhaftigkeit sprach dieser Herr daraufhin zornig zu Moses:

    Nun lass mich, dass mein Zorn gegen sie entbrenne und ich sie vertilge. Dich aber will ich zu einem großen Volke machen.” (Ex. 32,10)

    Das ZDF und Harald Lesch gehen in Terra X ungelösten Fällen der Archäologie nach (Bilder: ZDF / gemeinfrei / LAF / Montage: Fischinger-Online)
    Das ZDF und Harald Lesch gehen in “Terra X” ungelösten Fällen der Archäologie nach (Bilder: ZDF / gemeinfrei / LAF / Montage: Fischinger-Online)

    Moses aber war ein kluger Mann, da er umgehend versuchte, seinem Herrn diesen mehr als bösen Plan auszureden. In der Bibel heißt es:

    Mose suchte Jahwe, seinen Gott, zu begütigen und sprach: Warum, Jahwe, soll dein Zorn wider dein Volk entbrennen, das du mit großer Kraft und mit starkem Arm aus Ägypten herausgeführt hast? Sollen den die Ägypter sagen dürfen: In schlimmer Absicht hat er sie herausgeführt, um sie im Gebirge umzubringen und sie vom Erdboden zu vertilgen? Lass ab von deinem glühenden Zorn und lasse dich das Unheil greulen, das du über dein Volk verhängen willst.” (Ex. 32,11-12)

    Mit viel Geschick redete Moses demnach auf Gott ein. Dabei erwies er sich als derart wortgewandt, dass dem Herrn eigentlich kein anderer Ausweg blieb, als von seinem mörderischen Plan abzusehen. Als Moses ihn dann noch an Isaak und den legendären Abraham erinnerte, dessen Nachkommen er zahllos machen wollte, “ließ sich Jahwe das Unheil greulen, dass er seinem Volk angedroht hatte” (Ex. 32,14).

    Es geht noch weiter: Moses kam vom Berge herab, sah das Goldene Kalb und war mächtig sauer auf seinen Bruder Aaron. Er war es schließlich, der das Kalb laut Buch Exodus anfertigen auf drängen des Volkes anfertigen ließ. Die faule Entschuldigung von Aaron, dass er das Gold des Volkes in das Feuer warf und durch „Zufall“ eine Götze dabei heraus kam – glaubte ihm Moses natürlich nicht (nachzulesen: Ex. 32,24).

    Töte sie alle!

    Nun kam das, was die ZDF-Doku nicht erwähnt und es so darstellt, dass die Religionsentstehung ein friedlicher Weg war. eben das, war auch Dieter Bremer in seiner oben zitierten Kritik anschneidet: Die 3.000 Abtrünnigen Götzendiener beim Exodus am Berg wurde ermordet. Offensichtlich im Auftrag Gottes, da sich in der Bibel so ließt:

    So spricht Jahwe, der Gott Israels: Jeder gürte sein Schwert um die Hüfte! Geht im Lager hin und her von einem Tor zum anderen und tötet auch den eigenen Bruder, Freud und Anverwandten! Die Leviten taten nach dem Befehl Mose, und es fielen von dem Volk an jenem Tag an die dreitausend Mann.” (Ex. 32,27-28)

    Offensichtlich kannte der Zorn Gottes kein Erbarmen, da selbst in den Reihen der eigenen Familie gemordet werden solle.

    Und, nebenbei angemerkt, der “gütige Herr” war deshalb wirklich mehr mal zornig! Ex. 33,3 sagt, dass Gott fortan den Exodus seines Volkes nicht mehr begleiten wollte, “weil du ein halsstarriges Volk bist, damit ich dich nicht auf dem Weg vernichte”. Einer seiner himmlischen Engel würde ab jetzt diese Aufgabe übernehmen. Jedoch wollte der Herr die Völker der Kanaaniter, Amoniter, Hetiter, Perser, Hiwiter und Jebusiter noch vertreiben, die dem Exodus im Weg stehen würden (Ex. 33,2).

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    Neudeutsch ausgedrückt: “Ich bin richtig sauer auf mein Volk der Hebräer! Wenn es nochmal so einen Quatsch macht – könnte es sein, dass ich sie in meiner Wut alle umbringe!”

    Gott duldet keine Opposition

    Ergänzend zum Hinweis von Dieter Bremer zu den 185.000 (nicht bei “Terra X” erwähnten) Toten durch “Engel des Herrn“, nehmen wir wieder das Alte Testament in die Hand. In 1. Kön. 18 streiten die Diener des heidnischen Gottes Baal mit dem Gottes-Propheten Elija um Macht und Wahrheit ihrer Götter. Elija gewann diese Auseinandersetzung und laut Vers 40 wurden daraufhin die unterlegenen 450 Baal-Propheten wortwörtlich “abgeschlachtet”.

    Vortrag von Lars A. Fischinger: "Die Bundeslade - Faszination und Mythos", März 2018 (Bild: Fischinger-Online)
    VIDEO: Vortrag von Lars A. Fischinger: “Die Bundeslade – Faszination und Mythos”, März 2018 (Bild: Fischinger-Online)

    Andere Abtrünnige oder Kritiker wurden im Buch Numeri “mit ihren Frauen, Söhnen und kleinen Kindern” (Num. 16,27) vom Herrn ermordet. Auf Befehl von Moses hin wurde jedoch zuvor die “Guten” in Sicherheit gebracht, bevor man daraufhin insgesamt 250 Oppositionelle durch ein von Gott gesandtes Feuer vernichtete (Num. 16,35) …

    Wie “Terra X” richtig berichtet, gab es einst sehr viel Götter-Konkurrenz zum Jahwe-Kult der heutigen Bibel. Doch der letztliche Sieg Jahwes sowie der Exodus der Hebräer aus Ägypten war laut der Bibel eben kein Ponyhof. Was schon zu Beginn des Exodus aus Ägypten deutlich wird, wie ich es beispielsweise in diesem Video-Vortrag zum Thema auf YouTube klar darlege.

    Im Alten Testament heißt es beispielsweise in Ex. 13,18 zu Beginn des Exodus: “Voll bewaffnet zogen die Israeliten aus Ägypten” heraus. Und wie Moses es von Gott im Buch Exodus zuvor gesagt bekam, verlangten die Israeliten von den durch die Macht des Herrn (die Geschichte der 10 Plagen) besiegten Ägyptern Silber, Gold und Kleidung. “Auf diese Weise plünderten sie die Ägypter aus”, so sagt es Ex. 12,36.

    Die Liste erschreckender Taten, Morde und Strafen von Gott ist sehr lang. Für “Das Bibelrätsel” des ZDF aber offenkundig irrelevant. Sonst hätte die deutsche evangelische Theologin und Pfarrerin Dr. Margot Käßmann auch solche gottlosen Ereignisse dargelegt oder wenigstens erwähnt. Natürlich nur, wenn die Redaktion der TV-Dokus das überhaupt wollte.

    Man darf allerdings davon ausgehen, dass Dr. Käßmann als Theologin und ehemalige Landesbischöfin die Bibel in- und auswendig kennt. Auch die unangenehmen Seiten Gottes.

    Auch die Bundeslade war bei “Terra X” …

    In “Das Bibelrätsel” vom ZDF gehörte auch das Thema der Bundeslade oder Lade des Herrn natürlich dazu. Immerhin war sie laut dem Alten Testament ein fester Bestandteil des Exodus und das Heiligtum als Sinnbild von Gottes Gegenwart schlechthin.

    Eines der großen Rätsel der Menschheit: Wohin verschwand die Bundeslade am 16. März 597 v. Chr.? +++YouTube-Video+++
    VIDEO: Eines der großen Rätsel der Menschheit: Wohin verschwand die Bundeslade am 16. März 597 v. Chr.? (Bild: Fischinger-Online)

    Erwähnt wurde in “Terra X”, dass die Bundeslade “unwiederbringlich” verloren ging, als die Babylonier Jerusalem und den 1. Tempel (der Tempel des König Salomon) um 587 vor Christus zerstörten und alles verbrannte. Ab da begann das bekannte Exil der Israeliten in Babylon, während dessen auch weite Teile des Alten Testamentes verfasst wurden. Inklusive der ganzen Geschichte des Exodus der Hebräer mit all den Wundern und Mysterien Gottes.

    In der Dokumentation wird direkt nach diesen Ausführungen zum Tempel von Jerusalems gesagt, dass der Überfall der Babylonier und die Zerstörung der Stadt “harte Realität” sei. Das ist nicht falsch aber in Bezug auf die Lade des Herr mehr als irreführend für den Zuschauer darstellt.

    Der Überfall fand zwar statt, aber es gibt keinen einzigen Beleg in den Schriften, dass die Bundeslade dabei auch wirklich verbrannte. Vielmehr gibt es sogar Textbeispiele, die das genaue Gegenteil sahen. Wie zum Beispiel das 2. Buch der Makkabäer.

    Dort wird erzählt, wie der Prophet Jeremia die Bundeslade und mehr Inventar des Tempels vor den babylonischen Truppen in einer Berghöhle versteckte (s. a. dieses Video HIER).

    Euer Jäger des Phantastischen

    Lars A. Fischinger

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    Hält sich Deutschland an die “UFO-Vorgaben” der UN von 1978 zur UFO-Forschung – und ist auf Aliens vorbereitet?

    Die UN-Resolution zum Thema UFOs von 1978 - nimmt Deutschland sie sich zu Herzen? (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei)
    Die UN-Resolution zum Thema UFOs von 1978 – nimmt Deutschland sie sich zu Herzen? (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei)

    Wir finden bei den Vereinten Nationen immer wieder interessante Papiere. So auch das Dokument 33/426 aus dem Jahre 1978, welches sich explizit auf die UFO-Forschung bzw. das UFO-Phänomen der Mitgliedsstaaten der UN bezieht: “Establishment of an agency or a department of the United Nations for undertaking, co-ordinating and disseminating the results of research into unidentified flying objects and related phenomena“. In diesem bekannten Papier ruft die UN ihre Mitglieder auf, außerirdisches Leben und UFOs “auf nationaler Ebene” zu erforschen und dem UN-Generalsekretär darüber zu berichten. Kommt eigentlich Deutschland dieser Bitte der Vereinten Nationen nach? Und sieht unsere Regierung eigentlich das Thema Aliens und UFOs? Das und noch mehr erfahrt Ihr in diesem Artikel.


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    Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

    Ein interessantes Dokument der Vereinten Nationen, das immer mal wieder in der UFO-Forschung zitiert wird. So heißt es darin unter anderem:

    Die Vollversammlung ruft alle interessierten Mitgliedstaaten auf, auf nationaler Ebene geeignete Maßnahmen zur Koordinierung einer wissenschaftlichen Forschung und Untersuchung außerirdischen Lebens, einschließlich der nicht identifizierten fliegenden Objekte (UFOs), zu ergreifen und den UN-Generalsekretär über die Beobachtungen, Forschungen und Evaluierungen dieser Maßnahmen zu informieren.”

    “Alle interessierten” Staaten, heißt es darin.

    Nun: ich habe ich meinem Buch “Verbotene Geschichte” unter Berufung auf Abgeordneten-Anfragen an den Bundestag und den jeweiligen offiziellen Antworten von diesem gezeigt, dass Deutschland (angeblich) absolut nichts mit Fragen nach “Leben im All?”, “UFOs?”, “UFO-Akten in Deutschland?” und “Was, wenn die Aliens hier landen?” am Hut hat.

    Ist Deutschland auf UFOs und Aliens vorbereitet?

    Sind die Weltreligionen auf Außerirdische vorbereitet? (Bild: L. A. Fischinger)
    Artikel: Sind die Weltreligionen eigentlich auf Außerirdische vorbereitet? (Bild: L. A. Fischinger)

    Der Abgeordnete Hartfrid Wolff (FDP) fragte zum Beispiel schon 2008 die Regierung nach UFOs. Auf seine Frage, wie viele UFOs seit dem Jahr 2000 hier aktenkundig wurden und ob diese Akten freigegeben werden, bekam er am 12. Juni 2008 von Staatssekretär Peter Altmaier die Antwort:

    Der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse über Sichtungen so genannter Ufos bzw. Außerirdischer in Deutschland vor. Demgemäß sind auch keine Akten über Ufo-Sichtungen vorhanden, die für eine Veröffentlichung in Betracht kämen.”

    Eine Anfrage von Peter Hettlich (Bündnis 90 / Die Grünen) zur “Haltung der Bundesregierung zur Existenz intelligenter extraterrestrischer Lebewesen” an den Deutschen Bundestag vom Juni 2009 fiel ebenso aus. Man suche auch keine Aliens, sieht keinerlei Beweise für diese und damit schließt Deutschland auch eine Landung von UFOs hier aus.

    Denn auch nach diesen wurde der Bundestag gefragt. Auch würde in Deutschland für den “Fall der Fälle” einer UFO-Landung wohl niemand wirklich zuständig sein. So unter anderem die Antworten des Staatssekretärs Jochen Homann, Geschäftsbereich für Wirtschaft und Technologie des Bundesministeriums, vom 22. Juni 2009 an Hettlich.

    Die "UFO-Akte" des Bundestages muss freigegeben werden (Bild: gemeinfrei / L.A. Fischinger)
    Video: Die “UFO-Akte” des Bundestages muss freigegeben werden (Bild: gemeinfrei / L.A. Fischinger)

    Über die Vorbereitungen oder eben Nicht-Vorbereitungen von einer Ankunft von Außerirdischen oder einem Kontakt mit einer fremden Zivilisation habe ich auf diesem BLOG und auf meinem YouTube-Channel immer wieder berichtet. Zum Beispiel auch in meinem Vortrag “Der ultimative Beweis für die Realität der einstigen Astronautengötter” auf YouTube.

    Das “Technische Hilfswerk” (THW) ist durchaus vorbereitet!

    Wirklich vorbereitet scheint dabei nur das TWH (“Technisches Hilfswerk) in Deutschland zu sein.

    Das THW hat in einem Maßnahmenkatalog zumindest einen Punkt über den Absturz “Kosmischer Flugkörper”, wobei dabei nicht Asteroiden gemeint sind. Asteroiden haben beim THW nämlich eine eigene Sparte im genannten Katalog.

    Gemeint sind hier Satelliten und Raumstationen, aber durchaus auch UFOs, wie mir die Pressestelle des “Technischen Hilfswerk” mitteilte. Für den unwahrscheinlichen aber eben nicht ganz unwahrscheinlichen Fall des Falles …

    Das heißt, wenn ein UFO aus anderen Welten in unserem Land abstürzt, weiß das THW durchaus damit umzugehen und die Situation zu meistern. Wenn allerdings die Aliens ankommen und Hallo sagen wollen, muss sicherlich auch das THW passen.

    Der UFO-Forscher Frank Reitemeyer stelle sich die Frage nach der Umsetzung der UN-Vorgabe. Er wurde ab ca. 2012 dadurch bekannt, dass er die “UFO-Akte des Deutschen Bundestages” einsehen wollte und den Klageweg beschritten hatte.

    Die “UFO-Akte des Bundestages” – “Ein etwas lustloses, aus Wikipedia zusammengeklicktes Schülerreferat” (Bild: gemeinfrei / L.A. Fischinger)

    Am 25. Juni 2015 gewann er den Prozess gegen die Bundesregierung und die vom “Wissenschaftlichen Dienst” des Bundestages angefertigte “UFO-Akte” muss nun freigegeben werden. Auf diesem BLOG berichtete ich auch mehrfach über diesen Prozess. Dazu findet Ihr auf einem YouTube-Kanal ein entsprechendes Video.

    Aber: Ob diese Ausarbeitung tatsächlich eine Art “staatliche UFO-Forschung” ist, ist doch sehr zu bezweifeln.

    Nachtrag

    (22. 8. 2018) Wie wir heute wissen, ist diese “UFO-Akte” der Bundesregierung alles andere als ein irgendwie spektakuläres Dokument zu Aliens & Co. Eher eine lieblose Zusammenfassung von frei zugänglichen Quellen, die sich irgendwie mit UFOs und Außerirdischen befassen.

    Von UFO-Büchern entsprechender Autoren bis Videos zum Thema auf YouTube reichen diese. Inklusive einiger Verweise auf wissenschaftliche Sendungen zu solchen Themen bei Fernsehsender des öffentlich-rechtlichen TV. Namentlich vor allem: “Alpha Centauri” mit Professor Harald Lesch.

    Mehr dazu in meinem Posting HIER.

    Vorher wissen konnte man das natürlich nicht. Aber die juristischen Wege, um die Freigabe dieser Papiere zu erreichen, dienten auch und vor allem dem Informationsrecht der Bevölkerung! Diese stand es nämlich zuvor nicht zu, die Ausarbeitungen des “Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages” einzusehen.

    Gleich zu welchen Themen und obwohl diese Dokumente natürlich durch das Geld der Steuerzahler finanziert wurden und werden.

    Euer Jäger des Phantastischen

    Fischinger-Online

    (Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

    Links zur Grenzwissenschaft:

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    Mythos Mars: Die Marsianer, die Invasion vom Mars, die Science-Fiction +++ Artikel +++

    ARTIKEL: Mythos Mars: Invasion vom Mars, Marsianer und Science-Fiction (Bilder: gemeinfrei & PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
    ARTIKEL: Mythos Mars: Invasion vom Mars, Marsianer und Science-Fiction (Bilder: gemeinfrei & PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

    Kein anderer Planet in unserem Sonnensystem faszinierte und fasziniert die Menschen so sehr wie der Mars. Der Rote Planet ist von einer Aura des Geheimnisvollen umgeben und regte Astronomen einst zu den phantastischsten Spekulationen um Marsmenschen an. Eine Zivilisation, ähnlich wie die unsrige, die auf dieser fremden Welt lebt. Damit war im 19. Jahrhundert der Mars-Mythos geboren, der sich wie ein marsroter Faden bis heute zieht. In diesem Artikel wird genau diesem Faden rund um den Roten Planten nachgegangen. Von den um ihr Überleben kämpfenden Marsianern, über die Invasion vom Mars bis zur Science-Fiction von heute. Eine Reise durch eine spannende Welt, die auch die frühe UFO-Gemeinschaft berühmt.


    Faszination Mars

    Jahrtausende lang starrten die Menschen mit bloßem Auge gebannt in den Himmel und zum Planeten Mars herauf. Wirklich viel sahen sie dabei nicht.

    Das änderte sich schlagartige ab dem Jahre 1608. In diesem Jahr entdecke der holländische Brillenmacher Hans Lippershey eher durch Zufall das Teleskop. Sein Lehrling, so erzählt er es der Mythos um diese Entdeckung, spielte in einer Pause mit den herumliegenden Brillenlinsen und hielt zwei davon in einem gewissen Abstand voreinander. Erschrocken sah er, dass der Kirchturm des Ortes plötzlich näher zu sein scheint. Lippershey erkannte sofort den Nutzen dieser Entdeckung.

    Damit war das sogenannte “Galileo-Fernrohr” erfunden und das Zeitalter der wissenschaftlichen Erkundung des Himmels konnte beginnen.

    Teleskope und ganze Teleskopanlagen waren die Folge dieser zufälligen Entdeckung. Fraglos hätte vor rund 400 Jahren der Lehrling des Brillenmachers Lippershey wohl niemals gedacht, dass längst Teleskope im All Routine sind. Und so, wie heute die Astronomen um die Wette Planeten in fremden Sonnensystemen suchen und finden, begann damals ein Wettlauf beim Aufspüren neuer Himmelskörper.

    Zu einer Legende in der Astronomie wurde unter anderem der Astronom Percival Lowell. Ein emsiger Himmelsgucker, der auch nach noch unbekannten Planeten in unserem Sonnensystem suchte. Doch Lowell hat noch eine ganz andere Schwäche: Die legendären „Marskanäle“, die zu einem der großen Mythen über den Planeten Mars schlechthin wurden.

    Alles begann im Jahre 1877

    Der Mars hat – wie die anderen Planeten auch – eine exakt kreisrunde Bahn um die Sonne. Sie verläuft leicht elliptisch und bringt so den Planeten mal mehr und mal weniger nahe an uns heran. Das ist auch der Grund, warum 2003 der Mars eine wahre Invasion von irdischen Robotern ausgesetzt war, denn auch in diesem Jahr stand er der Erde sehr nahe. Die ist alle 15 Jahre der Fall und bietet dabei den neugierigen Beobachtern auf der Erde die besten Chancen ihn zu erkunden. Dies war auch 1877 der Fall und Asaph Hall entdeckte in diesem Jahr auch die kleinen Marsmonde Phobos und Deimos.

    Der in Mailand tätige Astronom Giovanni Virginio Schiaparelli war ein international hoch geachteter Astronom. Seine Marsbeobachtungen galten als die besten astronomischen Informationen seiner Zeit. So nutze er die Chance der Mars-Nähe zu unserer Erde und fertigte eine detaillierte Karte des roten Planeten an. Die bis dato beste Karte der fremden Welt und eine erstaunliche Arbeit in den Anfängen er Astronomie. Routiniert zeichnete er helle und dunkelen Flecken des Mars in seine Karte und gab diesen Gebieten Bezeichnungen wie Meere, Ozeane oder Seen. Es mag verwundern, doch es ist üblich gewesen, solchen Gebieten derartige Bezeichnungen zu geben. Auch der Mond hat bei seiner Erforschung Meeren und Ozeanen erhalten. Apollo 11 landete beispielsweise im „Mare Tranquillitaris“, Apollo 15 und 17 nahe dem Meer „Mare Serenitatis“ und Apollo 12 sogar unweit des „Oceanus Procellarum“.

    Dass die dunklen Gebiete echte Meere sind, glaubt natürlich niemand – auch wenn einst sogar Bewohner auf dem Mond vermutet wurden. So ist es kein Wunder, dass es auch dem Mars beispielsweise den „Daws Ocean“, die „Knobel Sea“ oder „Phillips Island“ gibt. In der Raumfahrt kamen sogar Namen wie „Dopey“ oder „Bashful“ aus der Welt von Walt Disney hinzu.

    Zur damaligen Zeit gab es kein einheitliches System um geologische Gebiete auf anderen Himmelskörpern zu bezeichnen. So etwa hat Schiaparelli auch auf dem Mars (Südpolregion) geologischen Strukturen Namen der Odyssee von Ilias und der Reise der Argonauten benutzt. Die Beobachtungen Schiaparellis zeigten aber auch, dass diese „Meere“ auf dem Mars zum Teil durch dunkle, lange Strukturen verbunden waren.

    Die Mars-Kanäle

    Neben den „Meeren“, „Inseln“, „Kontinenten“ und „Ozeanen“ sah der Astronom in den länglichen Gebilden schlicht „canale“. Das italienische Wort bedeutet so viel wie „Rinne“, „Furche“ oder auch „Flussbett“. Die Astronomen der damaligen Zeit erkannten zahlreiche dieser Gebilde auf dem Mars, was heute als optische Täuschung durch die damals genutzten Teleskope erklärt wird.

    Der Astronom Lowell wiederum sah sich in seiner Faszination vom Mars durch Schiaparelli mehr als bestätigt. Im englischen gibt es für „Kanal“ die Bezeichnungen „Channel“, beispielsweise für eine Meerenge und die Bezeichnung „Canal“ für eine künstliche Wasserstraße. Aus dem italienischen canale wurde daraufhin Canal – damit waren die künstlichen Mars-Kanäle geboren. Lowell war elektrisiert.

    Schon zuvor beobachtete er selber, dass die Eiskappen des Mars mit den Jahreszeiten ihr Aussehen veränderten. Nun fragte er sich, was sind diese Kanäle wirklich? Besteht hier ein Zusammenhang?

    Daraufhin widmete sich Lowell ab 1892 ganz dem Marsfieber. Er wollte herausfinden, was da vor sich geht und ob dort intelligentes Leben gibt. Immerhin waren die Kanäle nicht nur ihn künstliche Wasserstraßen der Marsmenschen. Auch andere spekulierten in diese Richtung und die Mars-Kanäle der Marsmenschen waren in aller Munde. Die Zivilisation dort, so mutmaßte man damals, scheint vom Untergang bedroht zu sein. In den damaligen Vorstellungen könnte der Heimatplanet der Marsmenschen langsam austrocknen, was das das Ende der dortigen Bewohner wäre. In ihrem Überlebenskampf haben sie ihren gesamten Planeten mit eben diesen Kanälen überzogen, um so das Schmelzwasser der Pole in ihrer Welt zu verteilen.

    Zweifellos eine heute eher skurril erscheinende These einiger Astronomen dieser Zeit. Man muss sie jedoch auch vor dem Hintergrund sehen, dass im Jahre 1869 der Suezkanal eingeweiht wurde. Eine große künstliche Wasserstraße auf der Erde. Und im Jahre 1879 wurde in Paris die Entscheidung getroffen, den Panamakanal zwischen dem Atlantik und dem Pazifik zu bauen. Genau in dieser Zeit, als die Weltpresse permanent über das gewaltige Vorhaben des Panamakanals berichtete, fertigte Schiaparelli seine Karte des Mars an. Es war das Zeitalter der Technik- und Fortschritt-Euphorie unter den Menschen.

    Alles schien möglich, warum also auch nicht bei den Bewohnern des Mars?

    Im Jahr 1894 nährte sich der Mars erneut der Erde und Lowell sah die Chance, die Kanäle genauer zu erforschen. Hierzu errichte er im Norden Arizonas nahe dem Ort Flagstaff auf dem so genannten „Mars-Hügel“ sein 46 Zentimeter-Teleskop auf 2.300 Metern Höhe. Von hier hatte er gute Beobachtungsmöglichkeiten und fertigte im Zuge seiner Arbeiten insgesamt 917 Zeichnungen vom Mars an. Hunderte Kanäle und regelrechte „Oasen“ will Lowell dabei entdeckt haben. Das Marsfieber griff spätestens ab jetzt um sich.

    Marsfieber

    Auch wenn Kollegen von Lowell keine Mars-Kanäle erkennen konnten, so war er doch von seinen Ergebnissen überzeugt. Obwohl der auf dem „Mars-Hügel“ ebenfalls anwesende Astronom W. H. Pickering diese Kanäle nicht sehen konnte. Für Lowell gab es nach seinen Forschungen 1894 nur drei klare Schlussfolgerungen:

    1. Der Mars ist von einer intelligenten Lebensform bewohnt
    2. Der Mars hat eine dünne Atmosphäre und das Wasser sammelt sich an dem Polen
    3. Die Kanäle sind künstliche Bewässerungsanlagen in Gebieten mit Vegetation

    Seine Thesen trug Lowell an die Öffentlichkeit und schon ein Jahr nach seinen Beobachtungen veröffentlichte er sein Buch „Mars“ in den USA. Trotz der massiven Kritik seiner Fachkollegen verbreitete Lowell seine Thesen weiter und die Presse nahm diese begierig auf. Auch wenn Lowell in den Reihen der Astronomen praktisch alleine mit seinen Ideen stand, nahm die breite Öffentlichkeit sie dank Zeitungsberichte fasziniert auf.

    Hätte Lowell damals Bilder des angeblichen Marsgesichts der NASA aus den 1970ger Jahren in den Händen gehabt, so wäre er wohl zum „Missionar des Mars“ geworden. So eifernd vertrat er seine Ideen der Marsianer.

    Einige Astronomen teilten allerdings durchaus die Ansicht, dass es sich bei den Linien auf dem Mars um künstliche Kanäle handelt. Auch sie gingen an die Öffentlichkeit und schrieben darüber Berichte und Artikel. Öl ins Feuer dieses frühen medialen Aliens-Hype der damaligen Massenmedien.

    Es ist aus heutiger Sicht unverständlich, dass man vor über 100 Jahren (und später auch noch) annahm, dass es eine sterbende Mars-Zivilisation gibt, die in einem verzweifelten Kampf ums Überleben ihren Planeten derart umgestaltet. Doch man muss sich vor Augen führen, dass wir erst seit Sommer 1965 durch die US-Raumsonde Mariner 4 Nahaufnahmen des Mars haben. Aus 10.000 Kilometer Höhe machte sie einige wenige schwarzweiße Bilder und funkte sie zur Erde. Zuvor waren Spekulationen Tür und Tor geöffnet.

    Doch mit den Kanälen von Marsmenschen, die heute als optische Täuschungen angesehen werden, war das Marsfieber noch lange nicht am Ende. Es fing in den späteren Jahren erst richtig an.

    Marsmenschen

    Das Marsfieber erfasste die Öffentlichkeit währen der industriellen Revolution und überall machte man sich Gedanken um die Lebewesen, die dort oben auf dem Mars wohnen. Viele Jahre wurde die Existenz dieser Marsmenschen ernsthaft in Betracht gezogen.

    Im Jahre 1869 hatte beispielsweise der französische Physiker Charles Cros die Idee, in Europa riesige Spiegel in bestimmten Positionen anzuordnen um das Sonnenlicht auf den Mars zu lenken. Ein intelligentes Signal von der Erde für unsere Nachbarn im All.

    1840 wollte der Astronom Joseph von Littrow aus Wien sogar 40 Kilometer riesige Löcher in der Sahara ausheben, mit Kerosin füllen und anzünden. So sollten geometrische Figuren die Bewohner des Sonnensystems aufmerksam gemacht werden.

    Ähnliches wollte 20 Jahre vorher der Mathematiker Karl Gauss aus Göttingen. Er schlug vor in Sibirien riesige Wälder anzupflanzen, die intelligente Anordnungen wie den Satz des Pythagoras entsprechen. Intelligente Bewohner auf dem Mars oder Mond könnten diese sehen und würde so von uns Menschen erfahren.

    Keine diese oder andere Idee wurde aber in die Tat umgesetzt. Sponsoren fanden sich auch nicht. Doch der Mars blieb das Thema.

    Inspiriert durch die Mars-Spekulationen von Lowell und anderen schrieb 1897 der Schriftsteller Kurd Lasswitz sein Buch „Auf zwei Planeten“, in dem er die aktuelle Diskussion aufgriff. Über die Kanäle beispielsweise wusste Lasswitz:

    Die nördliche Halbkugel besteht zum größten Teil aus unfruchtbaren Wüsten. Aber die Bevölkerung des Mars, der die von der Natur genügend bewässerte Region ihres Planeten längst zu klein geworden, wusste der kargen Natur neue Gebiete des Anbaus abzugewinnen. Sie durchzog das gesamte Wüstengebiet mit einem viel verzweigten Netz geradliniger breiter Kanäle und verteilte auf diese Weise zur Zeit der Schneeschmelze, im Beginn des Sommers einer jeden Halbkugel, das Wasser, welches sich in Gestalt von Schnee an den Polen angehäuft hatte, über den ganzen Planeten. Wie die Ägypter das Anwachsen des Nils benutzten, um der Wüste den fruchtbaren Boden des Niltals abzugewinnen, so tränkten die Marsbewohner durch ihre Kanäle beide Ufer derselben. Schnell schoss hier eine üppige Vegetation auf, und so wurde durch das Kanalnetz das ganze Wüstengebiet mit fruchtbaren, an hundert Kilometer breiten Vegetationsstreifen durchzogen, die eine ununterbrochene Kette blühender Ansiedlungen der Martier enthielten.

    Lasswitz nahm damit lediglich die Diskussion über den Mars zum Anlass für einen Roman. Er schildert in phantasievollen Worten das Leben der Marsmenschen und andere Dinge mehr, die über 100 Jahre später Hollywood sogar in die Kinos brachte.

    Die Invasion vom Mars

    Im Jahr 1898 legte H. Georg Wells (s. Titelbild) nach und veröffentlichte sein Buch „Krieg der Welten“. Heute ebenfalls ein – wenn nicht der –  Klassiker zum Thema. Wells indes sah die Dinge in seiner Phantasie, wie es schon der Titel sagt, etwas anders. In seinem Buch griffen die Marsmenschen die Erde an, während bei Lasswitz die Marsianer keine Invasion auf der Erde durchführen. Lasswitz lässt die Wesen vom Mars am unerforschten Nordpol der Erde landen, wo ihre Station von zwei Polarforschern eines Tages entdeckt wird. Die Polarforscher werden von den netten Menschen vom Mars mit auf ihren Planeten genommen. Dort erleben und sehen die beiden Abenteurer die fremde Welt des roten Planeten und seiner Bewohner. Eine friedliche Welt also.

    Ganz anders bei Wells. Eine Invasion vom Mars bedroht bei ihm die gesamte Menschheit der Erde. Auch wenn sein Roman nur in England spielt. Sein Mars-Kreaturen wollen uns an den Kragen, da sie von ihrer sterbenden Welt fliehen müssen. Sie brauchen schlicht und einfach Lebensraum und damit unseren Planeten.

    Bis heute ist es üblich, den Außerirdischen, egal woher sie kommen, in Science-Fiction-Filmen böse Absichten zu unterstellen. Wells machte den Anfang unseres „modernen“ Alien-Bildes. Und er bediente sich dabei Motiven, die bis heute aktuell sind.

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    In „Krieg der Welten“ landen Zylinder mit den Marsmenschen in vielen Teilen der Welt. Ihnen entstiegen Kreaturen mit Tentakeln, lederartiger Haut und schleimigen Mündern. Es waren Bestien ohne wirklichen Körper und Verdauungsorgane. Nur Köpfe, die sich von dem Blut anderer Wesen ernährten und dennoch von hoher Intelligenz beseelt waren. Sie wollen nicht weiter als die Welt unterjochen, um Lebensraum erobern. Also beginnen sie die Menschheit zu vernichten und nutzen sie auch gleich als Nahrung (in einer Neuverfilmung).

    Die Menschheit hat gegen die Maschinen der Marsianer keine Chance. Sie fliegen durch die Luft und führen erbitterte Schlachten gegen die fast wehrlose Bevölkerung. Doch Hilfe für die Menschheit kam von ganz anderer Seite: Die Marsmenschen waren nicht immun gegen irdische Viren und Bakterien, denn auf ihrem Heimatplaneten gab es diese nicht. „Von dem Augenblick an, als jene Eindringlinge auf der Erde anlangten, als sie aßen und tranken, machten unsere mikroskopischen Verbündeten sich ans Werk, sie zu vernichten“, schreibt H. G. Wells in seinem Roman.

    Der Grundstein des H. G. Wells

    Damit war er „up to date“ in der Wissenschaft seiner Zeit, wie man heute sagen würde. Denn erst im Jahr des Erscheinens seines Buches entdeckte der russische Botaniker Dmitri Iossifowitsch Iwanowski und sein holländischer Kollege Martinus Willem Beijerinck unabhängig voneinander Viren.

    Die Grundidee der Invasion aus dem All (vom Mars) wurde von Wells geboren und ist in unzähligen Romanen, Comics und Filmen zu finden. Es ist erstaunlich, aber auffallend am Kinofilm und Klassiker „Independence Day“ ist, dass sich auch dieser Film an das Schema von Wells hält. Schleimige Aliens kommen (hier natürlich nicht vom Mars) aus dem All, um die Erde zu erobern und auszubeuten. Sie bedrohten zeitgleich verschiedene Städte auf der Erde und die Menschheit ist ihnen schutzlos ausgeliefert. Doch Hilfe kommt unerwartet und recht einfach: von Computer-Viren. Auch bei dem Blockbuster „Independence Day“ liegen nachher die abgestürzten Raumschiffe der Invasoren überall auf der Erde herum. Wie bei Wells.

    Eine Hommage an den großen H. G. Wells, so der Produzent Roland Emmerich.

    Lasswitz beschreibt die Marsmenschen als recht menschliche Wesen und vor allem friedliche Geschöpfe des Alls. Die netten Nachbarn von nebenan. Sie nehmen sogar gastfreundlich zwei Menschen der Erde mit auf den Mars und zeigen ihnen dort allerlei zum Teil wundersame Sachen

    Der Roman von Lasswitz erinnert in Teilen sehr stark an die phantasievollen Berichte der 1950ger Jahre, in denen Menschen erzählten, sie seien von Marsmenschen oder auch anderen Aliens in UFOs auf fremde Planeten gebracht worden. Mit dem großen Unterschied, dass diese Autoren, Kontaktler genannt, damals behaupten, dass ihre Bücher der Wahrheit entsprechen würden.

    Doch auch andere Autoren widmeten sich dem Mars. Die Frage „gibt es Leben auf dem Mars?“ war damals für viele Menschen mit einem klaren „Ja“ zu beantworten. Von romantischen schönen Frauen bis hin zu widerlichen Monstern bot die damalige Zeit alles, was der menschliche Geist so hervorbringen konnte. Und immer schwamm die Idee mit, dass es auf unserem Nachbarplaneten wirklich eine Zivilisation gibt oder geben könnte.

    Die Geschichte, die sich Wells rund um den Mars und seiner aggressiven fiesen Bewohner ausdachte, wurde 1938 zur Vorlage eines Radiohörspiels von CBS. Und damit zu einer weiteren Legende rund um den Mars.

     30. Oktober 1938

    Orson Wells und Howard Koch und ihr „Mercury Theatre on the Air“ gingen am Abend des 30. Oktober 1938 mit diesem Hörspiel erstmals auf Sendung. Das Hörspiel war so aufgemacht, als berichtet der Reporter Carl Phillips live von einer Invasion der Marsianer, die bei einer Farm in Grovers Mill in New Jersey landeten. Sie zerstörten alles auf ihrem Wege und ihre Invasion bewege sich geradewegs auf New York zu. Der „Reporter“ des Hörspiels kam immer wieder zu Wort. Aufgeregt schilderte er das grausame Szenario, das sich ihm bot. Die Show war sehr realistisch – angeblich zu realistisch für einige der rund 2,6 Millionen Zuhörer, die sich erst später in die Sendung einschalteten.

    Die erst einige Zeit später zugeschalteten Radiohörer trauten ihren Ohren nicht. Sie dachten, sie hören hier eine wirkliche reale Reportage. Gebannt und voll Schrecken vernahmen sie von den aufgeregten „Reportern“, wie die Marsmenschen nah Grovers Mill in zylindrischen UFOs landeten und mit Giftgas und Hitzestrahlen die Menschen niedermetzelten. Immer wieder wurde die laufende Musiksendung von neuen Meldungen unterbrochen. „Das Ende der Welt ist nahe“ war das eindringliche Resümee der gesamten „Reportage“.

    Aber es begann schon spannend. Kurz zuvor habe man, so hieß es, auf dem Mars Explosionen beobachtet und so war klar, dass man hier einer Invasionsarmee der Marsianer gegenüber stehen würde. Im Hörspiel hieß es:

    Meine Damen und Herren, wir unterbrechen die Tanzmusik mit einer Sondermeldung des Nachrichtenbüros Intercontinental Radio News. Professor Farell vom Mount-Jennings-Observatorium in Chicago hat 20 Minuten vor acht auf dem Planeten Mars eine Reihe starken, in regelmäßigen Abständen aufleuchtenden Gasexplosionen beobachtet. Im Spektroskop erwies sich das Gas als Wasserstoff, der mit ungeheurer Geschwindigkeit auf die Erde zukommt. Professor Pierson vom Princeton-Observatorium in New Jersey bestätigt Farells Beobachtung.

    Danach folgte wieder Musik, immer wieder unterbrochen von den aktuellsten Geschehnissen. Etwa, dass die Regierung der USA die Observatorien des Landes anwies, den Mars genau zu beobachten.

    Dann wurde es unheimlich. Eine erneute Unterbrechung der Musik verkündete, dass ein „Asteroid“ nahe Grovers Mill niederging, dessen Aufprall 65 Kilometer weit zu hören war. Tatsächlich machten sich, so die Zeitung „Newsweek“ später, im sechs Kilometer entfernten Princton Menschen in ihren Autos auf den Weg zum vermeintlichen Einschlagsort. Arthur F. Buddington von der geologischen Fakultät der Universität von Princton, war ebenfalls überzeugt am Radio die Wahrheit gehört zu haben. Auch er fuhr zum Ort des Geschehens um ein Stück des „Asteroiden“ zu bekommen.

    Das Ende der Menschheit ist nahe!

    Doch der „Reporter“ meldete kurze Zeit später, dass es ein außerirdisches Raumschiff von 30 Metern Durchmesser sei, das da niederging. Kein Naturereignis, kein Asteroid. Daraufhin kam es zu ersten angsterfüllten Reaktionen einiger unwissender Radiohörer. Überall trafen besorgte Anrufe ein; die „New York Times“ erhielt beispielsweise 875 Anrufe besorgter Bürger. Es wurde aber alles viele schlimmer für die Menschen laut der „Reportage“.

    Es dauerte nicht lange, dann verkündete das Radio das Unglaubliche: Schleimige Aliens entstiegen dem Flugobjekt! Das nahmen viele für wahr und in Los Angeles, Salt Lake City, New York, San Franzisco und anderen Städten meldeten sich Freiwillige, um den Kampf aufzunehmen. Das Radio vermeldete indes, man habe die gesamte Region zum Kriegsgebiet erklärt.

    Die Lage spitze sich zu und die Zuhörer vernahmen entsetzt, wie der „Reporter“ Phillips beschrieb, dass die Marsmenschen mit ihren überlegenden Waffen angriffen. Nur 20 Meter sei er vom Grauen entfernt – dann war Totenstille, es hatte den „Reporter“ Phillips offensichtlich erwischt. Die Lage in den USA spitze sich zu, als „Hauptmann“ Lansoing in Grovers Mill schilderte, wie 7.000 Mann seiner Armee von den Marsianer einfach „zermalmt oder mit seinen Hitzestrahlen in Asche verwandelt“ wurden. Die Straßen seien von „wild flüchtenden Autos verstopft“. Eine Aussichtslose Lage.

    Schließlich kam sogar der „Innenminister“ zu Wort und versuchte die Bevölkerung zu beruhigen. Er rief zum Zusammenhalt angesichts der Bedrohung aus dem All auf. Aufgeregt schallt es aus dem Radio, wie die Armee versucht die Maschinen der Marsmenschen zu bekämpfen, als sie Sendung plötzlich wieder schweigt. Nur kurz, denn eine andere Stimme schildert plötzlich, dass Giftgas über das Land zieht.

    Das war das Ende der Menschheit, glaubten die uninformierten Zuhörer des Hörspiels. Man rannte auf die Straßen, versuchte sich mit Tüchern vor dem Mund gegen das Gas zu schützen, versammelte sich zum Gebet, floh aus den Städten oder versuchte sogar selber zu kämpfen. Als das Radio verkündete, die Invasion haben den Hudson River erreicht und dies werde wohl die letzte Sendung sein war die Lage aussichtslos – im Hörspiel.

    New York in Gefahr

    Zahlreiche Menschen der Ostküste, vor allem natürlich in New Jersey und New York, rannten hinaus auf die Straßen. Sie bewaffneten sich und es kam zu panischen Tumulten. Angsterfüllt blickte man in den Himmel und suchte ihn nach den brutalen Marsbewohnern ab. Die Behörden wurden mit Anrufen überschüttet und verängstigte Menschen zogen aus, um die Menschheit zu verteidigen. Es gab Verletzte bei Tumulten. Das junge Kommunikationssystem der USA und das Verkehrsnetz brachen teilweise zusammen. Einige Menschen ergriffen schlicht die Flucht und andere beteten weinend zum Himmel und dachten, dass Ende der Welt sei gekommen. Auch Luftschutzkeller wurden teilweise aufgesucht. Der Kommandeur der Nationalgarde ließ in New York sogar Verhaltensmaßregeln an die Bevölkerung verteilen, um die Sache in den Griff zu bekommen.

    Das es Marsmenschen gibt, war damals für nicht wenige Menschen ganz einfach eine Tatsache. Das Hörspiel scheint es zu belegen. Im Jahre 1900 wurde in Frankreich sogar ein Wettbewerb ausgeschrieben. Eine Zeitung versprach demjenigen, der zuerst nachweislichen Kontakt mit Außerirdischen hat, 100.000 France. Dabei zählte aber kein Kontakt zum Mars, denn das sei schlicht zu einfach. Unverständlich bleibt jedoch, warum die Menschen nicht hörten, als in der laufenden Sendung viermal und nach der Sendung fünfmal darauf hingewiesen wurde, dass es nur ein Hörspiel ist.

    Orson Wells und auch andere waren im Nachhinein mehr als erstaunt über die Wirkung ihres Hörspiels. Ein Beweis, wie man Massen manipulieren kann und ein Studienobjekt für Psychologen bis auf den heutigen Tag. Obwohl, das darf nicht übersehen werden, der weitaus größte Teil der Zuhörer ganz genau wusste, dass hiervon nichts Realität ist. Ebenso kam es trotz Tumulten und der oben beschrieben Ereignisse nicht zu weit verbreiteten „Massenpaniken“ oder ähnlichen, wie heute hier und da zu lesen ist.

    Wells selber entschuldigte sich vor laufenden Kameras für den angerichteten Schlamassel. Und sicher werden viele Menschen im Nachhinein sich ihrer naiven Verhaltensweise geschämt haben.

    Doch man mag es wieder nicht glauben: Am 30. Oktober 1988, 50 Jahre später, strahlte ein Sender in Portugal das Hörspiel leicht geändert erneut aus. Diesmal landeten die Mars-Soldaten nahe der Stadt Braga im Norden des Landes und wieder kam es zu Tumulten. Wieder hielten einige das Hörspiel für eine wahrheitsgetreue Reportage. Auch andere Sender strahlen das Hörspiel aus, ob dabei jemand die Sache ernst nahm, ist allerdings nicht bekannt.

    Marsianer-Invasion in den Kinos

    Mit Orson Wells Hörspiel nahm der Mars-Mythos neue Formen an. Es folgten Filme in Anlehnung an H. G. Wells, weitere Neu-Versionen des Hörspiels und auch TV-Serien zum “Kampf” bzw.  Krieg der Welten”. Im Jahre 1953 wurde die Geschichte vom „Krieg der Welten“ von Byron Haskin erstmals fürs Kino verfilmt.  Dieser Film ist einer der Klassiker der Science-Fiction-Filme überhaupt und beeinflusste sogar einige Astronomen in ihrer Kindheit. Die Invasion spielt wieder in den USA und wie im Roman vernichten irdische Mikroben die Marsmenschen letztlich doch, nachdem das irdische Militär nichts ausrichten konnte.

    Es folgten zahlreiche Fortsetzungen des Spielfilms, von denen an dieser Stelle nur “Mars Attacks!” von Tim Burton aus dem Jahr 1996 genannt werden soll. Und zwar aus dem Grunde, das er eine satirische Komödie zu dem Stoff von  H. G. Wells ist, der mehr als gekonnt mit den Klischees entsprechender Filme dieser Ära spielt.

    1953 erschien auch der Film „Invasion vom Mars“ von William C. Menzies. In diesem Klassiker landet ein UFO mit grünen Marsmenschen in einem Sandhügel und wird dabei von einem kleinen Jungen beobachtet. Die Marsmenschen entführen daraufhin Menschen in ihr Raumschiff und implantieren ihnen „Sonden“ im Nacken um sie so zu kontrollieren. Der Grund für ihr Tun ist eine startbereite Rakete nahem dem Landeort des UFOs, die die Marsbewohner als Bedrohung für sich sehen. In diesem Film schaffen es letztlich die Soldaten, eine Bombe im Raumschiff der Marsmenschen zu legen und besiegen so die unfreundlichen Eindringlinge.

    Auch in diesem Streifen aus Hollywood erkennt man Elemente, die später zahllose der oben genannten UFO-Kontaktler in ihren vermeintlichen Sachbüchern berichteten. Der Vollständigkeit halber soll an dieser Stelle nicht vergessen werden, dass bis heute in der Grenzwissenschaft Außerirdische auf dem Mars vermutet werden. Etwa Basen dieser Fremden, die jedoch aus den Tiefen des Alls kommen. Dies soll hier jedoch nicht das Thema sein.

    Sämtliche Science-Fiction-Filme jener Zeit, beispielsweise auch der damals sensationelle Film „Fliegende Untertassen greifen an“ von 1956, waren sehr einfach gestrickt. Auch endeten sie im Vergleich zu heutigen Filmen eigentlich dann, wenn sie erst richtig anfangen. Hauptdarsteller ist oft ein schlauer Wissenschaftler, der so allerlei über den Mars oder die Aliens weiß, sowie eine schöne Frau, die sich in ihn verliebt. Wundervoll auf die Schippe genommen in der genannten Komödie “Mars Attacks!”.

    Aliens auf der Leinwand und UFOs

    Den Absturz eines UFOs zeigt der Film „Flying Disc men from Mars“ (1951) von Fred Barnnon. Hier will ein Marsmensch die Invasion seiner Rasse vorbereiten und bedient sich der Hilfe eines schlauen Wissenschaftlers, um sein UFO zu reparieren. Doch dieser durchschaut letztlich den Plan des fremden Wesens.

    Heute schmunzeln wir über diese sehr zahlreichen Filme, doch sie spiegeln einen Boom wieder, der sich auch in Comics niederschlug. Mars war überall und ein Verkaufsschlager. Auch in der frühen UFO-Literatur. Der Film „This Island Earth“ (1954), hier als „Metaluna 4 antwortet nicht“ bekannt, von Joseph Newman nimmt ebenso Motive der UFO-Thematik vorweg. Hier kommen die Außerirdischen zur Erde, da sie von den Menschen Hilfe brauchen. Zwei Wissenschaftler reisen deshalb später zur Alien-Heimat „Metaluna 4“, um dort den Fremden um zu helfen.

    Aber warum ist der Mars in den Köpfen der meisten Menschen damals von „kleinen grünen Männchen“ bewohnt? Eine Vorstellung, die bis heute bei vielen Menschen zum Thema Aliens herumspukt. Fragen wir Kinder, wie denn Aliens sol aussehen, sind es vielfach eben solche grünen Wesen. Dann und wann sogar mit Antennen auf dem Kopf. Marsmännchen kennt heute jedes Kind. Selbst die Spielzeugindustrie bedient sich noch heute den Motiven des Science-Fiction der 50ger Jahren und des früheren Marsfiebers.

    Wahrscheinlich wurden die grünen Marsbewohner von Edgar Rice Burroughs im Jahre 1911 geboren. Burroughs, der Erfinder des athletischen Helden „Tarzan“, veröffentlichte damals seinen Roman „Die Prinzessin vom Mars“, in dem er den Außerirdischen grüne Haut gab.

    Eine neue Mars-Ära

    Eine neue Ära der Mars-Filme wurde 1990 mit dem Film „Total Recall“ von Paul Verhoeven eingeleitet. Hier ist der Mars bereits besiedelt und die angeblich 1976 entdeckten „Pyramiden“ auf dem Mars, über die noch heute diskutiert wird, spielten hier eine wichtige Rolle. Die Helden des Filmes schaffen es eine uralte außerirdische Anlage in Gang zu bringen, die auf dem Planeten Mars eine Atmosphäre mit Sauerstoff freisetzt. Die Kolonisten können sich fortan sicher auf dem gesamten Planeten frei bewegen.

    Andere Filme der neuen Mars-Ära waren zum Beispiel „Mission to Mars“ von Brian De Palma oder auch „Red Planet“ von Antony Hoffman (beide 2000). „Mission to Mars“ spielt ebenfalls mit dem Gedanken, dass Außerirdische auf dem Planeten waren und dort Bauwerke hinterließen. Im berühmten „Marsgesicht“ findet sich dort natürlich auch eine außerirdische Technologie. So erfahren die Zuschauer, dass vor langer Zeit ein Asteroid die Atmosphäre des Mars vernichtete, weshalb die Mars-Zivilisationen ihre Gene mit Raumfahrzeugen in das All schoss. Wir Menschen sind das Ergebnis.

    Eine Story, die realen Spekulationen einiger Autoren entlehnt wurde.

    Der Film „Red Planet“ ist da realistischer. Dort versucht man mittels Algen den Mars umzugestalten, da die Erde nur noch ein ökologisches Chaos ist. Terraforming nennt man diese Zukunftsvision, die ebenfalls einen realen Background hat. Selbst der Rover der NASA-Mission „Pathfinder“ wird in diesem Film erwähnt und als Notfunkzentrale genutzt. 50 Jahre nach seinem Einsatz. Doch auch hier geht es nicht ohne Action und so wird die erste bemannte Mars-Mission, die prüfen soll, warum die Algen vom Mars verschwunden sind, von Mars-Insekten und von einem selber mitgebrachten Roboter dezimiert.

    Marsianer-Fieber

    Marsfieber bricht in Schüben aus. Dies scheint deutlich zu sein. Und so dreht Hollywood bis heute Filme, die auf dem Mars spielen. Der Filme „Der Marsianer“ von Ridley Scott aus dem Jahr 2015 ist hier besonders zu nennen. Aus dem Grunde, da hier überhaupt keine Aliens oder außerirdische Objekte vorkommen. Vielmehr wird hier möglichst realistisch eine bemannte Mars-Mission von der Erde gezeigt, bei der ein Astronaut aufgrund einer Katastrophe aus dem Planeten zurückbleibt. Diesen gilt es im Laufe des Filmes zu Retten.

    Einen „Robinson Crusoe auf dem Mars“ hat es zuvor in den Kinos jedoch auch schon gegeben. Im gleichnamigen Film von Byron Haskin aus dem Jahr 1964, der auch unter dem Titel „Notlandung im Weltraum“ bekannt ist, strandet ebenso ein Astronaut auf dem Mars. Zusammen mit einem Äffchen kämpft auch er ums Überleben und um seine Rückkehr zur Erde. Er bekommt aber Probleme mit Aliens, als er eines Tages UFOs und Außerirdische beobachtet, die eine Rasse von Weltraum-Menschen auf dem Mars zu Sklavenarbeit zwingen. Mit einem außerirdischen Sklaven, den der Held im Film „Freitag“ nennt, überleben sie letztlich bis zur Rettung von der Erde ….

    Niemand glaubt heute mehr, dass auf dem Mars eine ganze Zivilisation existiert. Dass es dort bis heute Leben in Form von Mikroorganismen gibt, indes schon. So gilt der Mars bis heute in der Astronomie als Kandidat für außerirdisches Leben, dass es zu finden gilt. Solche Mikroorganismen bauen natürlich keine Mars-Kanäle, kommen in UFOs um Kontaktler zu besuchen oder greifen gleich die ganze Erde an.

    Für Hollywood ist das kein Grund, nicht weiter an dem Mars-Mythos zu feilen. So geschehen in dem Film „Life“ von Daniél Espinosa von 2017. In diesem werden durch eine Raumsonde Bodenprobe vom Mars auf die Internationalen Raumstation ISS zur Untersuchung gebracht, in dem sich tatsächlich mikroskopisches Leben befindet. So weit, so realistisches, wie in diesem Artikel HIER, dargelegt. Mit dem Unterschied, dass sich in „Life“ dieses scheinbar primitive Mars-Leben in Windeseile zu einem großen und tödlichen Organismus entwickelt, der am Ende des Filmes zur Erde gelangt und damit die gesamte Menschheit bedroht.

    Mal wieder …

    Euer Jäger des Phantastischen

    Lars A. Fischinger

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