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Der Umgang mit Leben im All und Alien-Zivilisationen: Interessante Richtlinien und Überlegungen im irdischen Paragraphen-Dschungel

Irdische Gesetzte zum "Umgang" mit Leben im All und außerirdischen Zivilisationen (Bilder: NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Irdische Gesetzte zum “Umgang” mit Leben im All und außerirdischen Zivilisationen (Bilder: NASA / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Mitte Mai 2018 erschien auf Grenzwissenschaft & Mystery Files derArtikel “Wem gehört eigentlich der Mond?“, in dem es um “lunare Ländereien, irdische Weltraumverträge und Wildwest im All” ging. Vor allem wurde darin auch der Frage nach gegangen, wie und ob die Menschheit ihre Aktivitäten in der Raumfahrt untereinander geregelt und vertraglich abgesichert hat. Und solche Regelungen und Absprachen bestehen durchaus. Aber sie existieren auch für ein anderes Gebiet der Weltraumforschung: Für außerirdisches Leben! Auch hier gibt es Bestimmungen, Konzepte und Vorgaben, wie man sich gegenüber Leben im All verhalten soll. Das gilt für Mikroorganismen innerhalb unseres Sonnensystems ebenso, wie für intelligente Außerirdische aus dem Weiten des Kosmos. Wie sich Wissenschaftler über Verhaltensrichtlinien im Umgang mit außerirdischen Zivilisation und Aliens den Kopf zerbrechen, erfahrt Ihr in diesem Blog-Artikel.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Leben im All

Ob es irgendeine Art von Leben im All gibt, wissen wir nicht mit Bestimmtheit zu sagen und zu belegen. Es ist mehr als Wahrscheinlich, dass es existiert. Und es ist ebenso wahrscheinlich, dass es auch intelligente Zivilisation im Universum gibt. Vielleicht sogar hunderttausende oder Millionen Völker von Außerirdischen im Kosmos.

Gleichfalls besteht sogar die Chance, dass wir innerhalb unseres eigenen Sonnensystems außerirdisches Leben finden könnten. Auf verschiedenen Monden oder auch dem Mars.

Exobiologen und Astronomen sind unlängst von diesen Aussagen überzeugt. Das Thema “Aliens” hat lange schon sein Schattendasein im Bereich der Verschwörungstheoretiker, UFO-Forscher, Science-Fiction und Grenzwissenschaft und Mystery Files verlassen. Es ist in der sogenannten seriösen und etablierten Wissenschaft in sehr weiten Teilen angekommen.

Natürlich war das nicht immer so. Und der Unterschied zu irgendwelchen Mikroorganismen im All und dem Thema UFOs als “Alien-Fahrzeuge” oder Prä-Astronautik ist dabei weiterhin gewaltig.

Trotzdem hat die wissenschaftliche Community zum Teil bereits vor Jahrzehnten Regellungen beschlossen, die man mit diesem Leben im All oder sogar intelligenten Aliens umzugehen gedenke. Das gilt für versehentlich auf der Erde eingeschleppte Bakterien, wie in diesem Posting HIER dargelegt, ebenso wie für Intelligenzen aus dem All.

Sorgen um die Menschheit

Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins wurden am 20. Juli 1969 zu Legenden, als sie mit “Apollo 11” der NASA auf dem Mond landeten. Während Collins im Mutterschiff von “Apollo 11” verblieb, landeten Armstrong und Aldrin der Landefähre “Eagle” auf dem Mond. Am 21. Juli 1969 um exakt 02:56:20 UTC (= koordinierte Weltzeit) betrat dann Armstrong unseren Erdtrabanten. Aldrin folgte etwas später.

Diese offiziellen Fakten werden auch ein halbes Jahrhundert danach noch als Triumph der Menschheit gefeiert. Die Namen Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins brannten sich in das kollektive Gedächtnis der Menschheit.

Was den Amerikanern auf dem Mond erwartete, war der NASA im Vorfeld durch andere Weltraummission weitestgehend bekannt. Zumindest im Groben, denn wirklich zu 100 Prozent konnte das kein Wissenschaftler der Welt sagen. Und hier kommt ein vierter Name der “Apollo 11”-Mondlandung ins Spiel, den heute niemand kennt: General Samuel Choran Phillips.

Ein Mann der NASA, der sich im Zuge der Mondlandungen Sorgen um den Fortbestand des irdischen Lebens machte.

Killerbakterien vom Mond

Obwohl unbekannt, war General Phillips in den Jahren 1964 bis 1969 Direktor des “Apollo Manned Lunar Lander Program”. Und er war nicht nur um das Wohlergehen der Astronauten an sich besorgt, sondern um das der gesamten Menschheit. So verfasste Phillips am 8. Juli 1969 einen 51-seitigen “Mission Operation Report” über die “Apollo 11”-Mission und veranlasste darin unter anderem eine Quarantäne für Besatzung und Material nach der Heimkehr zur Erde (mehr dazu in diesem Blog-Artikel HIER).

Im Report mit der Nummer M-932-69-11 heißt es dazu:

Um das Risiko einer Kontamination der Biosphäre der Erde durch Mondmaterial zu minimieren, werden Quarantäne-Maßnahmen durchgeführt. Die Besatzung wird für etwa 21 Tage nach dem Start von der Mondoberfläche unter Quarantäne gestellt.

Außerdem wird das CM (Kommando-Modul, Anm. LAF) nach der Landung unter Quarantäne gestellt. Die Beendigung der CM-Quarantänezeit hängt von den Ergebnissen der Mondprobenanalyse und den Beobachtungen der Besatzung ab.

“Kontamination der Biosphäre” unseres Planeten durch Killerbakterien vom Mond? Theoretisch: Ja! Damit war diese Vorsichtsmaßnahme 1969 sicherlich mehr als angebracht. Immerhin, so schrieb es beispielsweise “Time” am 25. Juli 1969, besteht “die entfernte Möglichkeit, dass sie unbekannte Mondorganismen beherbergen, die das Leben auf der Erde gefährden könnten”.

Die Quarantäne und Dekontamination begann sofort nach der Landung von “Apollo 11” am 24. Juli. Nachdem die Kapsel mit den Astronauten im Pazifik wasserte wurde noch im Wasser damit begonnen. Danach flog man die Astronauten zu dem 24 Kilometer entfernt wartenden US-Schiff “Hornet”. Hier “sperrte” man sie drei Wochen lang in eine mobile Quarantäneeinrichtung.

Die Erde ist (vorerst) sicher

Heute wissen natürlich, dass all diese Vorsichtsmaßnahmen unbegründet waren, da auf dem Mond keine Mikroorganismen existieren, die hätten unseren Planeten verseuchen können. Aber hätte es sie gegeben – hätten sie im schlimmsten Fall jeden Menschen des Planeten umbringen können (s. a. HIER).

Ende April 1971 gab Dr. George Michael Low von der NASA nach drei erfolgreichen Mondlandungen endgültig Entwarnung. So hieß es im “Albuquerque Journal” am 30. April 1971 dazu:

Auf der Grundlage dieser Analyse [der Quarantäne-Informationen von Apollo 14 sowie der Ergebnisse der Apollo 11- und 12-Flüge] haben wir festgestellt, dass es keine Gefährdung für Menschen, Tiere oder Pflanzen im Mondmaterial (…) gibt. Der Ausschuss hat empfohlen, dass weitere Mondmissionen nicht unter Quarantäne gestellt werden dürfen.

Es mag 50 Jahre später naiv erscheinen, was die NASA im Rahmen ihrer Mondlandungen da für einen Aufwand zum Schutz der Erde betrieb. Doch es war alles andere als naiv, sondern das genaue Gegenteil. Erstaunlich ist jedoch der Umstand, dass die NASA erst nach zwei weiteren Landungen sowie der Untersuchung und Quarantäne der beteiligten Astronauten etc. Entwarnung geben konnte.

Das bedeutet nämlich, dass die Flüge von “Apollo 12”, “Apollo 13” (auch wenn nicht auf dem Mond gelandet) und “Apollo 14” durchgeführt wurden, obwohl man da noch immer nicht sicher war, dass dadurch unser Planet nicht kontaminiert wird. Statt abzuwarten, was die “Apollo 11”-Raumfahrer vom Mond theoretisch mitgeschleppt haben könnten, folgte eine bemannte Mondmission nach der anderen …

Die Gesetzgeber in den USA nahmen einst diesen Kontakt mit außerirdischem Leben (gleich welcher Art) ebenso ernst. Sie nahmen 1969 das “Extra-Terrestrial Exposure Law” in den “Code of Federal Regulations” (14 C.F.R. 1211) auf, und übertrugen der NASA damit weitreichende Befugnisse. Mit dieser Regelung konnten Menschen, Tiere, privates Eigentum, Pflanzen oder ganz einfach alle Dinge, die mit etwas Außerirdischem in Kontakt kamen, unter eine Zwangs-Quarantäne gestellt werden.

Anwendung fand dieses Gesetzt offiziell nie und wurde bereits 1977 außer Kraft gesetzt. Ganz gestrichen wurde es aber erst 1991. Ob aber nicht irgendwann doch die Erde mit außerirdischem Material kontaminiert wird, kann definitiv niemand ausschließen.

Weltraumhygiene

Für “irre Gesetzte” ist die USA durchaus bekannt. Doch verschiedene Regelungen und Vereinbarungen sollen nicht nur das irdische Leben und unseren Planeten von irgendwelchen außerirdischen Einflüssen schützen.

Das bekannte Beispiel ist sicher die “Weltraumhygiene”. Denn so kann man die Abkommen der Raumfahrt betreibenden (und anderer) Nationen durchaus bezeichnen, die Raumsonden auf andere Himmelskörper im All schicken. Im Grunde genommen ist es ein ganz einfacher Kodex, der besagt, dass niemand Sonden oder Raumfahrzeuge auf andere Planeten oder Monde landen darf, die nicht bis in den kleinsten Winkel sterilisiert wurden. Möglichst alle irdischen Mikroorganismen müssen vor dem Start einer solchen Missionen abgetötet werden, um eine irdische Kontaminationen fremder Welten zu verhindern.

Ein überaus nachvollziehbarer Schritt. Wenn beispielsweise der Mars oder der Jupiter-Mond Europa eine Biosphäre und damit Leben beherbergen, können diese durch irdische Mikroben irreparabel zerstört werden. Zumindest aber eben kontaminiert und dadurch auch beeinflusst.

Im eigenen Interesse der Forscher wird das auch getan. Beispielsweise wurden die Mars-Landesonden von den beiden NASA-Missionen “Viking” Mitte der 1970ger Jahre mit größter Sorgfalt steril gehalten. Über Stunden wurden sie unter anderem in Öfen geradezu gebacken. Schließlich will kein Exobiologe nach Jahren der Vorbereitung am Ende bei der Suche nach Leben im All eingeschleppte irdische Bakterien finden.

Erste Hygienevorschriften

Solche Vorkehrungen zur Weltraumhygiene werden in diesem Jahr bereits 55 Jahre alt. Im Jahr 1964 hat das “Komitee für Weltraumforschung (COSPAR) die Resolution Nummer 26 veröffentlicht, in der es unter anderem heißt:

Die Suche nach außerirdischem Leben ist ein wichtiges Ziel der Weltraumforschung. Der Planet Mars bietet in absehbarer Zeit die einzige mögliche Möglichkeit, diese Suche durchzuführen. Eine Kontamination dieses Planeten würde eine solche Suche erheblich erschweren und möglicherweise sogar verhindern. 

(Es müssen) alle praktischen Schritte unternommen werden, um sicherzustellen, dass der Mars bis zu dem Zeitpunkt, an dem diese Suche zufriedenstellend durchgeführt wurde, nicht biologisch kontaminiert ist, und dass die Zusammenarbeit bei der richtigen Planung von Experimenten und dem Einsatz angemessener Sterilisationstechniken für Raumfahrzeuge gewährleistet ist. Dies wird allen Startbehörden für Weltraumsonden vorgeschrieben, um eine solche Kontamination zu vermeiden.

Im Jahr 1964 war zwar an Landungen auf dem Mars technisch noch nicht zu denken, doch sie waren absehbar. Die Raumsonde “Mars 3” der UdSSR schaffte dann auch 1971 die erste Landung auf dem Roten Planten. Fünf Jahre später folgten “Viking 1 & 2” der USA.

Nur drei Jahre nach dieser Resolution wurde auch der schon legendäre Weltraumvertrag der Vereinten Nationen beschlossen. Ein Vertrag, der sämtliche Aktivitäten im Weltraum und auf anderen Himmelskörpern regeln sollte. Von Besitzansprüchen bis zur besagten Weltraumhygiene. Immerhin haben dieses Regelwerk fast 130 Nationen unterzeichnet und knapp über 100 Staaten ratifiziert.

In Artikel IX des Weltraumvertrages heißt es, dass “die Vertragsstaaten nach dem Grundsatz der Zusammenarbeit und gegenseitigen Unterstützung” handeln und “alle ihre Tätigkeiten im Weltraum (…) unter gebührender Berücksichtigung der entsprechenden Interessen aller anderen Vertragsstaaten” ausrichten. Und über den Schutz anderer Welten sowie der irdischen Umwelt selbst heißt es darin:

Die Vertragsstaaten führen Untersuchungen des Weltraums – einschließlich des Mondes und anderer Himmelskörper – durch und erforschen sie. Um ihre schädliche Kontamination und auch nachteilige Veränderungen der Umwelt der Erde infolge der Einführung von außerirdischem Material zu vermeiden, werden alle erforderlichen und geeigneten Maßnahmen getroffen.”

Weltraumethik

Grundsätzlich herrscht in der wissenschaftlichen Community also die Meinung, dass jegliche Art von außerirdischem Leben vor irdischer Kontamination bewahrt werden muss. Für zukünftige Forschungen und Forschergenerationen ebenso wie “aus ethischen Gründen”. Wobei man sich fragen muss, was das für “ethische Gründe” sein sollen. Immerhin sitzt die ethische Messlatte bei Leben aller Art auf unserem eigenen Planeten mehr als nur etwas weit unten.

Mit Blick auf diese Bemühungen ist die Aussage des Physikers Dr. Claudius Gros von der Universität Frankfurt eigentlich sehr erstaunlich. Gros, der sich mit Themen wie Leben im All und interstellare Raumfahrt befasst, sagte Anfang März 2019 in einem Interview unter anderem:

Wenn wir zu einem Planeten, auf dem es nur primitive prokaryotische Bakterien gibt, Bakterien von der Erde bringen, erhöhen wir die Chance, dass sich dort komplexes Leben entwickelt, gewaltig. Das wäre die Sache also wert.”

Mit dieser Aussage warf Dr. Gros einfach mal alle Ansichten und Bemühungen der bisherigen Raumfahrt über den Haufen, wie in diesem Blog-Beitrag HIER dargelegt. Auch wenn man argumentieren kann, dass irgendwelche Bakterien auf dem Mars oder sogar fernen Exoplaneten eben nur Bakterien sind, sollte man mit diesem Thema keinesfalls so leichtfertig umgehen.

Lippenbekenntnisse?

Prinzipiell hat Artikel IX des Weltraumvertrages auch solche Vorhaben geregelt. Denn laut dem Abkommen können die Unterzeichner-Staaten gegen derartige Aktivitäten Beschwerde einlegen. Gleichfalls bei den Vereinten Nationen “eine Konsultation bezüglich der Aktivität oder des Experiments beantragen”, um diese abzuklären. Weiter heißt es:

Wenn ein Vertragsstaat Grund zu der Annahme hat, dass eine von ihm oder seinen Staatsangehörigen geplante Aktivität oder ein von ihm geplantes Experiment im Weltraum, einschließlich des Mondes und anderer Himmelskörper, potenziell schädliche Störungen der Aktivitäten anderer Vertragsstaaten bei der friedlichen Erkundung und Nutzung des Weltraum hervorrufen würde (…), führt sie geeignete internationale Konsultationen durch, bevor sie mit solchen Aktivitäten oder Experimenten fortfährt.”

Vernünftige und mehr als sinnvolle Regelungen. Ob sie aber das Papier wert sind, auf dem diese und andere Regeln des Weltraumvertrages stehen, steht auf einem anderen Blatt. Wohlwollende Lippenbekenntnisse, deren wirkliche Überprüfbarkeit und Durchführung in der Realität schwierig sein dürfte. Zieht man dann noch diverse Verschwörungstheorien hinzu, wäre der Weltraumvertrag an sich schlicht ein Witz.

Immerhin, so die unterschiedlichsten Spekulationen, soll es nicht nur geheime Mondlandungen gegeben haben, sondern es soll längst Mars-Basen und auch Stationen auf dem Mond geben. Einige Spekulationen gehen soweit zu behaupten, dass auch Außerirdische hier ihre Finger mit im Spiel haben. Also, dass Aliens mit Menschen hier gemeinsam geheime Weltraumaktivitäten durchführen. Dadurch wären alle (irdischen!) Vereinbarungen, Verträge und Abkommen hinfällig …

Die Menschenwürde der Außerirdischen

Dass der Mensch nicht möchte, dass außerirdische Mikroben unseren Planeten verseuchen und uns als Spezies dabei vielleicht sogar auslöschen, ist nur allzu verständlich. Nicht minder nachvollziehbar ist es, dass für die zukünftige Wissenschaft und Forschung alle Himmelskörper im Sonnensystem und darüber hinaus vor irdischer Kontamination bewahrt werden müssen. Doch im All gibt es mit Sicherheit weit mehr als als nur Mikroorganismen oder fliegende Schleimpilze. Es wir auch intelligentes Leben geben.

Und auch über deren Schutz wird seit Jahrzehnten debattiert. Vor allem natürlich seit dem sich SETI als Suche nach außerirdischer Intelligenz weithin verbreitet hat.

Der Anwalt Andrew G. Haley war vor knapp 60 Jahren der erste, der “gesetzlichen Regeln, die die Beziehungen zwischen verschiedenen Rassen im Universum regeln”, in einem Gesetzt zusammenfasste, dass als “Metalaw” bekannt ist. Veröffentlicht am 8. November 1956 unter dem Titel “Space law and Metalaw – A Synoptic View” in “Harvard Law Record” Nr. 23, als Außerirdische und Zivilisationen im All eigentlich nur Thema bei UFO-Freaks und Science-Fiction-Fans war.

Auch wenn Haley selber und andere dieses Metalaw immer wieder neu formulierten und in Details umarbeiteten, gelten nach diesem universellen Gesetzt folgende Grundprinzipien “des strengen Konzeptes der absoluten Gerechtigkeit”:

  1. Menschen dürfen Außerirdische keinen Schaden zufügen.
  2. Alle Rassen im Universum haben das Recht auf Selbstverteidigung.
  3. Außerirdische haben das Recht auf einen sicheren Lebensraum im All.

Im Kern soll das Metalaw allen außerirdischen Zivilisationen und Spezies unsere irdischen Menschenrechte zubilligen. Ob diese Außerirdischen sich jetzt in einer Entwicklungsstufe von Höhlenaliens befinden oder unendlich weit voraus sind, spielt dabei keine Rolle. Alle Aliens sind vor dem Meta-Gesetzt gleich und haben alle die gleichen Rechte.

Zum Wohle der Außerirdischen

Selbstverständlich gab und gibt es bis heute Kritiken an diesem Metalaw.

Einige Kritiker bemängeln, dass hier das Konzept von “Gut” und “Böse” auf alle Spezies im All angewandt wird. Andere meinen, dass es unsinnig wäre darüber nachzudenken, da niemand sagen kann, ob sich irgendwelche Aliens auch daran halten. Wieder andere argumentieren, dass diese kosmischen Gesetzte uns und unsere Vorstellungen, Ethik und Weltanschauungen in den Mittelpunkt stellen (Anthropozentrismus).

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Alles sicher nicht zu widerlegende Kritikpunkte. Doch darüber nachdenken und philosophieren ist mit Sicherheit nicht falsch. Obwohl wir auf unserer eigenen Welt solche oder ähnliche Regen nicht einmal Ansatzweise bei unserer eigenen Spezies anwenden. Auch vor dem Hintergrund, dass die Menschen nicht mal wissen, wer bei einem Kontakt mit Aliens für “uns” sprechen wird, scheint so ein Metalaw grotesk. Denn auch das ist eine bisher vollkommen ungelöste Frage, wie in diesem Blog-Artikel HIER und diesem Vortrags-Video bei YouTube HIER dargelegt.

Dennoch wurde bereits 1960 das “Internationale Institut für Weltraumgesetz” (IISL) gegründet. Dieses “International Institute of Space Law” vergibt seit 1961 auch Preise an Personen, die in einem von fünf verschiedenen Bereichen zum Thema Weltraumgesetz Besonders geleistet haben. Und einer dieser Preisträger war 1963 aus Österreich stammende Jurist Dr. Ernst Fasan, der bis heute als Autorität auf dem Gebiet Weltraumrecht gilt.

11 Regeln für alle Alien-Rassen

Fasan hat 1970 das Metalaw von Andrew G. Haley aus dem Jahr 1956 umfangreich neu formuliert, angepasst und erweitert und 11 Kerngesetze ausgearbeitet. Diese diskutiert er in seiner Veröffentlichung “Relations with Alien Intelligences – The Scientific Basis of Metalaw” und fasst sie in folgenden Punkten zusammen:

  1. Jegliche Handlung, die einer anderen Rasse Schaden zufügt, muss vermieden werden.
  2. Jede Rasse hat das Recht, sich gegen jegliche schädliche Handlung einer anderen Rasse zu verteidigen.
  3. Alle intelligenten Rassen im Universum haben prinzipiell die gleichen Rechte und Werte.
  4. Jeder Partner von Metalaw hat das Recht auf Selbstbestimmung.
  5. Das Prinzip, eine Rasse zu erhalten, hat Vorrang vor der Entwicklung einer anderen Rasse.
  6. Es ist kein legaler, sondern ein ethischer Grundsatz, dass eine Rasse der anderen durch ihre eigenen Aktivitäten hilft.
  7. Im Schadensfall hat der Verursacher die Unversehrtheit des Geschädigten wiederherzustellen.
  8. Kein Partner von Metalaw darf eine Unmöglichkeit verlangen.
  9. Es muss keine Regelung des Metalaw eingehalten werden, wenn die Einhaltung zu einem praktischen Selbstmord für die verpflichtete Rasse führen würde.
  10. Metalaw-Vereinbarungen und -Verträge müssen eingehalten werden.
  11. Jede Rasse hat einen Anspruch auf ihren eigenen Lebensraum.

Auch dieser Kodex klingt nicht nur nach Science-Fiction, er ist es auch. Obwohl dahinter keine Science-Fiction-Fans oder UFO-Enthusiasten stecken. Es sind vielmehr ernsthafte wissenschaftliche Überlegungen, die zu derartigen “Gesetzten” führten. Und genauso wie alle anderen Weltraumgesetze, die irgendwelche anderen Spezies im All einschließen, sind sie letztlich doch nur Wunschdenken.

Science-Fiction und Wissenschaft sind natürlich keine sich widersprechende Gebiete, sondern beeinflussen sich gegenseitig. Träumerei und Vordenken ist hier Alltag. Doch ob es jetzt 11 oder 1.111 Regelungen über ein Miteinander der Alien-Rassen mit noch so fundierten, logischen und wissenschaftlichen Argumenten erdacht werden, sind sie wahrscheinlich am Tag X so oder so unnütz …

Interstellare Handesgesetze

Blickt man als an Themen wie Leben im All, Aliens und Grenzwissenschaft & Mystery Files Interessierter auf die etablierte wissenschaftliche Community, wundert man sich nicht selten über deren Arbeiten und Veröffentlichungen. Zynisch ausgedrückt muss man sich teilweise fragen, womit diese eigentlich so alles ihre Zeit und (Steuer-)Gelder verschwenden.

Zum Beispiel auch mit “der Theorie des interstellaren Handel”, deren Regelungen, Besteuerung und Durchführbarkeit. Veröffentlicht hat diese theoretischen Überlegungen der Wirtschaftsprofessor Paul R. Krugman bereits im Juli 1978. Immerhin ein sehr bekannter Experte für Wirtschaft und Handel, der 2008 den Alfred-Nobel-Gedächtnispreises für Wirtschaftswissenschaften verliehen bekam.

In seiner Studie “Die Theorie des Interstellaren Handel” geht Krugman vor allem auch der Frage nach, wie aufgrund der gigantischen Distanzen im Universum ein solcher Handel funktionieren könnte. Viele Lichtjahre müssten hierbei überbrückt werden und damit wäre es “eine sehr zeitaufwändige Investition”. Preis-Leitung eines derartigen Handel wäre innerhalb des Sonnensystems möglicherweise rentabel. “Ist diese Transaktion profitabel”, wenn es um Handel zwischen den Sternen geht, fragt Krugman zurecht.

Handessbeziehungen mit Außerirdischen schloss Krugman vor rund 40 Jahren in seine Überlegungen ebenso mit ein. Er nennt es “Interspezies Transaktionen” von Waren und Kapital. Doch das alles sei “nicht so einfach”, solange wir die Entfernungen im All nicht wesentlich schneller oder mit anderen Technologien überwiesen können. Etwa wie bei “Star Trek”.

Was in seinen Berechnungen und Gedankengängen aber fehlt, sind genaue Ausführungen, ob irgendwelche anderen Zivilisationen mit der Erde überhaupt Handel treiben wollen. Und womit eigentlich. Ebenso, ob Aliens überhaupt Interesse an Kapitel und damit Geld haben. Dies wissen wir heute ebenso wenig wie 1978.

Wenn ich einen Alien töte …

Vor fast fünf Jahren bin ich in diesem Blog-Artikel HIER auf eine andere spekulative aber durchaus spannende Frage eingegangenen: Was droht “gesetzlich gesehen” einem Menschen, der ein UFO mit Aliens landen sieht – und die Außerirdischen daraufhin tötet?

Eine seltsame Frage, die aber letztlich darauf hinauslaufen würde, dass man straffrei davon kommt. Es fehlt ganz einfach in Deutschland die Gesetzesgrundlage, da “die Delikte ‘Mord’ und ‘Totschlag’ jeweils den Tod eines anderen Menschen voraussetzen”, wie damals jemand kommentierte. Außerirdische sind eben keine Menschen und sind im Strafgesetzbuch schlicht und einfach irrelevant. So heiß es damals in einem Kommentar weiter:

Denn tatsächlich gilt, dass eine Strafbarkeit die Existenz eines entsprechenden Gesetzes vor dem Ausüben der Tat voraussetzt.”

So unwahrscheinlich es auch ist, dass jemand gelandete Außerirdische antrifft und dann tötet, es ist ein interessanter Gedanke. Mich erinnert das an “Tötung eines Wirbeltieres” oder auch, dass etwa Hunde juristisch als “Sache” betrachtet werden. Ermorde ich also einen Alien, weil mir zum Beispiel seine ggf. nicht vorhandene Nase nicht passt (juristisch also: “Mordlust”), wäre das Sachbeschädigung?

Auch das ist fraglich, denn muss zur Strafverfolgung eine “Sache” nicht jemanden gehören?

Alien-Invasion und die Folgekosten

Im Juli 2016 befasste sich der Jurist Klaus Hempel für den Sender SWR mit einer nicht minder spekulativen und Frage, wie in diesem Blog-Beitrag HIER berichtet:

Wer zahlt eigentlich wenn Außerirdische angreifen?

Eine Alien-Invasion ist nach den Vorstellungen von Hollywood bekanntlich immer mit enormen bis gigantischen Schäden verbunden. Vermutlich war auch der Film “Independence Day 2: Wiederkehr” der Ideengeber, dass sich der SWR damals die Frage nach den Folgekosten einer solchen Invasion stellte. Zerschießen die Außerirdischen dabei mein Haus oder eines ihrer UFOs stürzt beim Kampf in mein Dach, ist es erstmal ein Fall für die Versicherung, so Hempel.

Weiter schrieb er:

“In Frage kommt zunächst einmal eine Haftung durch die Gebäudeversicherung. Das Problem besteht erst einmal darin, dass es sich bei einem Angriff von Aliens nicht um einen klassischen Fall von Naturgewalt handelt. Insofern bringt es mir nichts, wenn ich mich gegen sogenannte Elementarschäden versichert habe. In den Geschäftsbedingungen der Versicherer ist außerdem vielfach geregelt, dass eine Haftung bei kriegerischen Angriffen von außen nicht besteht, aber: wir haben es hier mit einem Sonderfall zu tun.

Wenn beispielsweise ein UFO versehentlich auf dem Dach landet und dadurch die Immobilie beschädigt wird, liegt ein sogenannter Anprallschaden vor. Der ist in der Regel vom Versicherungsschutz umfasst. Und gleiches gilt auch für den Absturz von unbemannten Flugkörpern. Und im Wege der ergänzenden Vertragsauslegung kann da eigentlich nichts anderes gelten, wenn mein Haus von einem UFO beschossen wird. Für Beschädigungen an der Inneneinrichtung, also Möbel usw., kann man dann konsequenterweise die Hausratversicherung in Anspruch nehmen. Und wer sich voll umfänglich versichert hat, der kann sogar die Kosten für die Aufräumarbeiten geltend machen.”

Wer hätte das gedacht? Ob bei einer unwahrscheinlichen aber theoretischen möglichen Alien-Invasion dann aber wirklich Gelder von den Versicherungen fließen, sei einmal dahingestellt. Sofern diese den Angriff überstanden, wären sie so oder so ruiniert …

Spekulationen und SETI

Viele – sehr viele – Spekulationen. Das steht außer Frage. Aber dieser Ausflug in die Welt der Vorschriften und vertraglichen Regelungen von uns Menschen zeigt mehr als deutlich, dass man sich seit Jahrzehnten Gedanken über so was wie eine einheitliche Richtlinie bei diesen Themen macht.

Diverse Bereiche haben hierbei durchaus konsequente Bestimmungen was Leben  im All betrifft. Allen voran die SETI-Forscher. Also jene Astronomen und Wissenschaftler, die mir Radioteleskopen und anderen Technologien nach Signalen von außerirdischen Zivilisation suchen. Irgendwo und irgendwann muss es andere Intelligenzen im All geben oder gegen haben, davon sind sie überzeugt. Man muss deren Signale und Spuren im Universum “nur” finden.

Auch wenn SETI-Astronomen seit Jahrzehnten vergeblich nach diesen eindeutigen Botschaften von Aliens suchen, haben sie längst Regelungen für den Tag X getroffen. Keiner der Beteiligten darf beim Empfang eines Signales einer Alien-Zivilisation diese Information einfach eigenmächtig an die Öffentlichkeit geben. Erst nach einer mehrfachen Bestätigung des Signals durch weiterer Teleskope und Astronomen und nach Absprache untereinander. Der gesamte Vorgang ist klar strukturiert und gegliedert.

Was aber in unserer Welt wohl nicht zu regeln sein wird ist, wer diesen Aliens in Namen der Menschheit was antwortet. Jeder Staat, jede Gruppe, jede Religion und jede Gesellschaft hat mit Sicherheit hierzu ihre eigenen Ansichten und Wünsche.

Ich denke jedoch, dass ausnahmslos alle Gesetzte, Regelungen und jeder Kodex und jeder guter Wille eines Tages im Sand verlaufen werden …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Seltsames Foto vom Mars: Hat die NASA Hinweise für früheres Leben auf dem Mars übersehen? +++ YouTube-Video +++

Seltsames Foto vom Mars: Hat die NASA Hinweise für früheres Leben auf dem Mars übersehen? (Bilder: NASA)
Seltsames Foto vom Mars: Hat die NASA Hinweise für früheres Leben auf dem Mars übersehen? (Bilder: NASA)

Der Nachbarplanet Mars fasziniert die Menschen seit eh und je. Und selbst nach Jahrzehnten der Raumfahrt und der Erforschung des Mars mit Sonden, Robotern und Rovern wissen wir noch immer nicht, ob es auf dem Planeten (primitives) Leben gab. Oder vielleicht sogar noch gibt. Trotz intensiver Suche nach diesen Mikroorganismen. Allerdings tauchen immer wie Fotos vom Mars auf, auf denen angebliche Mars-Anomalien entdeckt worden sein sollen. Von Pyramiden von Aliens über versteinerte Knochen bis hin zu UFOs und allerlei Gegenstände wollen emsige Mystery-Jäger bereits auf Mars-Fotos der NASA entdeckt haben. Ein NASA-Foto mit einer mutmaßlichen Mars-Anomalie ist dabei eher in den Hintergrund gerückt. Vielleicht, das es nicht spektakulär genug ist und keine Alien-Bauten zeigt, wie angeblich auf anderen Bilder zu sehen. Was es aber zeigt, ist nach dem „sieht-aus-wie-Prinzip“ dennoch sehr interessant. Warum zeige ich in diesem YouTube-Video.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Sogenannte Mars-Anomalien sind dein fester Bestandteil der Grenzwissenschaft und UFO-Thematik. Darüber habe ich auf diesem Blog und in YouTube-Videos immer wieder berichtet.

Ein Foto des NASA-Rovers “Curiosity” von 2014 ist dabei eher weniger beachtete worden (s. a. Details zum Thema HIER). Wahrscheinlich … da es wenig „sensationell“ eben keine außerirdischen Objekte oder Alien-Basen zeigt bzw. zeigen soll.

Was es aber zeigt, ist nach dem „sieht-aus-wie-Prinzip“ dennoch sehr interessant. Warum, zeige ich in diesem YouTube-Video.

Bleibt neugierig …

YouTube-Video vom 29. März 2019 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

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Denver Airport: Tummelplatz für Aliens, UFOs und Geheimgesellschaften? Der Flughafen nimmt die Verschwörungstheorien mit Humor

Der internationale Flughafen von Denver: ein Tummelplatz für Aliens UFOs und Geheimgesellschaften? Der Flughafen nimmt die Verschwörungstheorien jetzt mit Humor ... (Bild: Google Earth / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Teilansicht des internationalen Flughafens von Denver: Er gilt als “Treffpunkt” für Aliens, UFOs und obskurer Geheimgesellschaften. Jetzt nimmt der Airport selber die Verschwörungstheorien mit Humor … (Bild: Google Earth / Bearbeitung: keine …)

Verschwörungstheorien gibt es ebenso wie echte, reale Verschwörungen auf der seit Jahrtausenden aus der ganzen Welt. Neben den heutigen “Klassikern” wieder Mord an US-Präsident John F. Kennedy, die Mondlandung-Lüge, UFO-Vertuschungen oder 9/11 gibt es aber noch die kleinen Verschwörungstheorien. Eine davon dreht sich rund um den 1995  neu eröffneten internationalen Flughafen Denver in den USA. Am Denver International Airport (DIA) soll es einigen Verschwörungstheoretikern nicht im Rechten Dingen zu gehen. Es wird von UFOs und Außerirdischen gemunkelt, die unterhalb des Flughafens eine Art Geheimbasis betrieben. Hier hätten aber auch die Freimauer, Illuminaten, die “Neuen Welt Ordnung” (NWO) oder andere Geheimgesellschaften ihre Finger im Spiel. Jetzt “schlägt” der DIA humorvoll zurück – und bestätigt ganz offen all die Verschwörungstheorien, die seit nunmehr über 20 Jahren über den Flughafen kursieren. Schauen wir in diesem Posting einmal detailliert auf all diese Verschwörungen und “verborgenen Hinweise” und was jetzt die Flughafenbetreiber dazu sagen.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Denver International (UFO-)Airport

Der 1995 eröffnete internationale Flughafen von Denver ist nicht nur einer der jüngsten Airports der USA, sondern zugleich auch einer der größten Flughäfen der Welt. Über 61 Millionen Passagiere, 265.285 Tonnen Luftfracht und fast 583.000 Flugbewegungen verzeichneten die rund 35.000 Angestellten allein im letzten Jahr.

Mit einer Fläche von 13.727 Hektar, also rund 138 Quadratkilometern, ist der DAI flächenmäßig der zweitgrößte Flughafen der Welt. Und er könnte noch wachsen, da er auf zehn Lande- und Startbahnen ausgebaut werden soll, umso  jedes Jahr bis zu 100 Millionen Reisende abzufertigen. Ein gigantischer Komplex mit fast 150 Flugsteigen, dessen Wahrzeichen die Zelt-Dächer der Gebäude sind.

Sind die beeindruckenden Daten aber wirklich die ganze Wahrheit? Geht es nach einigen Verschwörungstheoretikern, dann ist es nicht mal die halbe Wahrheit. Ihren Spekulationen nach starten und landen am DIA nicht nur “Boeing”, “Airbus” & Co. mit ihren Fluggästen, sondern auch ganz andere Fluggeräte mit ebenso anderen Passagieren, die nicht von dieser Welt sind: UFOs und Aliens!

Nicht genug, dass hier Außerirdische im Geheimen agieren und irgendwelchen dunklen Tätigkeiten nachgehen sollen. Auch die US-Regierung soll tief unter dem Airport Top Secret-Einrichtungen betreiben. Sogar von Geheimgefängnissen und Folterkellern wird gemunkelt. Mit Blick auf diverse Aktivitäten der USA klingt zumindest das nicht ganz soweit hergeholt, wie angebliche UFO-Basen unter dem Flughafen.

Alternativ werden diese Spekulationen auch miteinander kombiniert. Also, dass hier Geheimagenten mit fremden Wesen von den Sternen gemeinsame Sache mache. Immer mit dabei sind natürlich auch diverse Geheimgesellschaften, die in diesem Kontext genannt werden. Etwa die Freimaurer, die Illuminaten oder irgendwelche anderen finsteren Gestalten der “Neuen Welt Ordnung”. Oder gleich die “Men in Black” als eine Art Dachverband aller dunklen Geheimbünde der Welt …

Der geheime “Denver Clan”

Woher diese zum Teil extrem wilden Spekulationen über einen geheimen “Denver Clan” am DIA kommen, ist schnell ausfindig zu machen: Vom Flughafen selber! Selbstverständlich ungewollt.

Grundsätzlich angefangen hat das mit den Baukosten des Airport. Für den Neubau wurden Kosten in Höhe von 1,7 Milliarden US-Dollar geplant – und geworden sind daraus 4,8 Milliarden US-Dollar. Prinzipiell eigentlich ganz normal für solche Bauprojekte. Auch wir Deutschen bauen bekanntlich in Berlin einen neuen Flughafen, der nicht nur pünktlich seine Flugbahnen (irgendwann) öffnen wird, sondern auch dessen schlussendliche Baukosten natürlich auch voll und ganz im Rahmen blieben …

Für Verschwörungstheoretiker ist das aber ein erstes Mosaiksteinchen. Sie fragen sich, ob die drei Milliarden Mehrkosten nicht vielleicht in geheime Projekte in und unter dem Flughafen geflossen sein könnten. Und sieht man sich am Flughafen in Denver unter dieser Voraussetzung um, findet man dafür auf Schritt und  Tritt angeblich klare Anhaltspunkte und Hinweise, so die Mystery-Theoretiker. Sogar vom Schreibtisch aus mit Hilfe von Google Earth.

Blickt man mit Google Earth direkt von oben auf den Flughafen erscheinen die Start- und Landebahnen nämlich (mit etwas Phantasie) wie ein riesiges Hakenkreuz. Ein Hinweis auf dunkle Hintermänner? Nein sagt zumindest der Flughafen selber. Vielmehr seien es rein praktische Erwägungen gewesen, die bahnen in dieser Form anzulegen, die außerdem, so ein Flughafensprecher, aussehe wie ein Windrad und nicht wie ein Hakenkreuz. Zum Beispiel laut “The Telegraph” vom 28. Februar 2015 anlässlich des 20. Geburtstages des Flughafens.

Auch und vor allem die vielen Wandgemälde (z.B. HIER zu sehen) des Künstler Leo Tanguma innerhalb des Flughafens verleiten zu unzähligen Spekulationen und Verschwörungen und die “Neue Welt Ordnung”. Kunstwerke mit durchaus verstörenden Motiven, Szenen und Bildern, die sehr viel Spielraum für Interpretationen und Spekulationen lassen. Wie bei Kunst eigentlich durchaus üblich und gewollt.

Weltuntergang und “Neue Welt Ordnung”

Im DIA sehen die Fluggäste in den Hallen Bilder, die scheinbar Szenen der Apokalypse zeigen. Brennende Städte ebenso, wie angebliche Nazis bzw. “Deutsche” und “Juden” sowie einen Krieg gegen die Natur und Menschheit an sich. Immer wieder zu sehen auch Kinder aus aller Herren Ländern und “eines der Kinder hält eine Mayatafel, die das Ende der Zivilisation darstellt”, wie es heißt. Auch das Aussterben einer oder mehrerer Rassen werde hier in den verstörenden Wandbildern zur Schau gestellt oder sogar prophezeit.

Alles teil eines geheimen “Denver-Pan”, wie ein entsprechendes Buch des bekannten deutschen Autorenduos Grazyna Fosar und Franz Bludorf es nennt.

Ein kleines Mädchen, dass auf dem Gemälde mit Namen “Peace and Harmony with Nature” in einem Sarg zu liegen scheint, soll sogar “den Tod des jüdisch-christlichen Glaubens symbolisieren”, da sie angeblich eine Juden-Stern und eine Bibel in der Hand hält. Also folgen Verschwörungstheoretiker, das die Schöpfer der Kunstwerke keine Christen oder Juden waren, sondern einer bösen Geheimgesellschaft gehören. Eventuell der Loge der “Skulls & Bones”, da bei ihnen Särge angeblich wichtige Symbole seien.

Bibelfundamentalisten in den USA, etwa die Gruppe “Cephas Ministry”, warnten sogar bereits 2003 in einem Newsletter vor diesen satanischen Machenschaften des Flughafens! Denn der Untergang des Christentums sein hier im Gange. In den Katakomben werden sogar jene “Menschen, die Luzifer hassen” in Konzentrationslagern systematisch ermordet, behaupte ein Verschwörungstheoretiker bei YouTube.

Ein”farbigen Dunst” auf genau diesem Bild soll eine im Hintergrund gemalte Stadt umgeben, “als wäre von einer biochemischen Waffe angegriffen worden”. Ein auf einem weiteren Wandbild  in grellen Farben leuchtende zu sehende Pflanze, um die sich fröhlich und tanzend jungen Menschen versammelt haben, soll damit im Zusammenhang stehen. Denn dies zeige die neuen Welt mit genetisch neu erschaffenen Pflanzen, nachdem (wer auch immer) den Großteil der Menschheit vernichtet hat.

Grund für Verschwörungen ist auch das Kunstwerk direkt vor dem Eingang des Airport. Es ist das riesige “Pferd der Apokalypse” auf Fieberglas mit guselig-rot leuchtenden Augen. Es zeige demnach den Fluggäste sofort an, wo sie jetzt rein gehen werden. Dass der schaffende Künstler des “Pferd der Apokalypse”, Luis Jimenez, bei der Arbeit daran durch einen Unfall ums Lebens kam, macht die Sache für Verschwörungstheoretiker noch leichter. Hier steckt ein teuflisch-perfider Plan hinter allem!

Der “Blaue Mustang”, so der offizielle Name der Skulptur, heißt unlängst mit Spitznamen “Blucifer”, denn das Pferd sei der “mörderische Mustang des Denver Flughafens”. Dass hier in Colorado, im”Wilden Westen” der USA, wo bekanntlich Denver liegt, die edle Pferderasse Mustang natürlich äußert begehrt und beliebt ist, scheint man zu übersehen ..

Die Deutschen kriegen euch alle

Zu zahllose sind die Deutungen, Verschwörungen, Interpretationen und Vermutungen hinter den ganzen Bildern im DAI, als dass sie hier alle vorgestellt werden könnten. Und sollten. Eines der Kunstwerke mit dem Titel “Kinder der Welt träumen vom Frieden” soll jedoch einmal eingefügt werden:

Bild im internationalen Flughafen von Denver: "Die Kinder der Welt träumen vom Frieden" - und die Deutschen (Nazis) wollen die Weltherrschaft! (Bild / Ausschnitt: DAI)
Bild im internationalen Flughafen von Denver: “Die Kinder der Welt träumen vom Frieden” – und die Deutschen (Nazis) wollen die Weltherrschaft! (Bild / Ausschnitt: DAI)

Hier sehen die Anhänger einer düsteren Weltverschwörung um den Airport eine warnende Prophezeiung von Deutschland und den Deutschen. Kinder aus der ganzen Welt, gut zu erkennen an ihrer traditionellen Tracht, strömen auf eine Zentralfigur mit einem Hammer, die angeblich einen “Flugzeugflügel” hämmert. Eingewickelt in ihren Landesflaggen geben zum Beispiel Israel und die USA offenkundig bereitwillig dem schmiedenden Knaben in der Mitte ihre Waffen (Schwerter).

Unter der Szene liegt ein toter Soldat, für einige eben ein Nazi aus dem Zweiten Weltkrieg, auf dem zwei Friedenstauben sitzen. Die Verschwörungstheoretiker sehen hier allerdings Folgendes:

Der blonde Junge in der Mitte ist ein Deutscher, ein Bayer. Durchaus zu erkennen an seiner Tracht. Der Betrachter des Werkes soll nun das zukünftige Schicksal der Welt erkennen, die Deutschen als “ewige Nazis” wollen die Weltherrschaft an sich reißen. Alle, auch die USA selber, müssen oder werden sich dem beugen.

Völkermord, Hunger, Militärische Unterdrückung und Tod” sollen hier zu sehen sein. Ausgelöst und verschuldet von den Deutschen und angeblich Sinnbild, dass die Völker der Welt ihre Identität zugunsten der “Neuen Welt Ordnung” aufgeben sollen, müssen oder werden. Mit einer Weltarmee und einer Weltregierung, der sich auch die USA unterwerfen wild. Anführer der unterjochten Welt nach der Apokalypse wird Deutschland sein.

So wollen es jene, die dem Flughafen Denver die dunkelsten Absichten unterstellen. Naja, wenigstens lächeln die Kinder alle auf dem Gemälde. Dass der Künstler Leo Tanguma das Bild so erklärt, dass aus den Waffen ein landwirtschaftlicher Pflug und damit kein Flügel eines womöglichen Kampfjets gehämmert wird, sehen die NWO-Jäger nicht.

Dass am DAI teuflisches vor sich geht, “beweisen” übrigens auch Skulpturen von geflügelten Dämonen in den Hallen, die in geöffneten Koffern sitzen. Eigentlich aber sind es sogenannte “Gargoyle” des Christentums. Das sind jene dämonischen Flügelwesen, die als Wasserspeier an Regenablaufrinnen an Kirchen und  Kathedralen in ganz Europa zu finden sind. Seit Jahrhunderten bringt man sie an den Fassaden der Gotteshäuser an, um böse Mächte abzuwehren. Nicht um sie anzulocken!

“New World Airport Commission”

Ungenannt bleiben darf auf keinem Fall, was dem Besucher in der großen Eingangshalle begegnet. Es ist ein Marmorstein mit einer Zeitkapsel vom 19. März 1994, der nicht vor dem Jahr 2094 geöffnet werden soll. Groß und eindeutig ist auf dem Stein das Zeichen der Freimaurer sowie eine Art Unterschrift einer “New World Airport Commission” als Schöpfer des Steines sowie der Zeitkapsel zu sehen.

Das Problem ist, dass es die “New World Airport Commission” nicht gibt. Oder doch, fragen sich die Anhänger der Airport-Verschwörung. Und wenn ja, wer sind diese Leute und was führen sie im Schilde? Ehrlich gesagt sollten sich die Bauherren des Flughafens nicht wundern, wenn sie in der Eingangshalle einen solchen Stein mit derartigen Beschriftungen aufstellen, dass sie damit Verschwörungstheorien befeuerten! Die fraglos bizarren und  “kuriosen” Motive der riesigen Wandgemälde, laden den Betrachter geradezu dazu ein, hier mehr als mehr oder weniger geschmackvolle Kunst zu sehen.

Familienuntauglich sind die Bilder keinesfalls, die angeblich mysteriöse “New World Airport Commission” hier in Denver auf die Betrachter losgelassen hat. Beispielsweise ein weiteres Gemälde, auf dem ein riesiger bedrohlicher Soldat mit Gasmasse und automatischem Gewehr mit einem Krummschwert eine Friedenstaube ersticht. Während keine Kinder auf dem Schutt von Häuserruinen schlafen.

All das sei schlicht auch satanisch, “entlarvten” diverse Verschwörungstheoretiker. Tanguma wiederum sagt, dass der Soldat jeder sein könne:

Deshalb habe ich ihn mit einer Maske versehen. Ich wollte ihn nicht weiß oder schwarz machen. Ich wollte ihn schurkisch machen, um diesen Aspekt von etwas Bösem, etwas Wirklichem, etwas Bedeutendem zu geben.

Geheimbasis im Untergrund

Es wird den Baumeistern des Airport auch und vor allem unterstellt, dass sie das ganze Areal mit Bunkern und anderen unterirdischen Einrichtungen versehen haben. Jene Bauwerke, in denen einigen Stimmen nach eben auch die Außerirdischen ihren Plänen nachgehen sollen. Verschwörungstheorien und dunkle Unterstellungen an jeder Ecke des Geländes!

Andere verweisen hier auf den ganz einfachen Umstand, dass ein so gigantischer Flughafen eben zahllose unterirdische Tunnel und Räume hat und auch haben muss. Dazu gehören auch solche, in denen der normale Fluggast keinen Zutritt hat (ist das nicht normal?). Auch habe es eine Fehlplanung gegeben, die viele der unterirdischen Anlagen erklären würde. Geplant war eigentlich, dass der DAI ein automatisiertes Gepäckfördersystems unter der Erde bekommen solle, was aber nie fertiggestellt werden konnte. Was blieb sind die entsprechenden Tunnel etc., in denen das System arbeiten sollte. Verpulvert wurden allein für dieses nie einsatzbereite Fördersystem 700 Millionen Dollar.

Spekulationen gehen aber dahingehend, dass diese Tunnelsysteme im Erdreich einen noch größeren Umfang haben, als der offizielle Flughafen an der Oberfläche. Dies würde wiederum die Explosion der Baukosten in den 1990ger Jahren sowie die jahrelange Bauerverzögerung “erklären”. Vielleicht verzögert sich genau deshalb ja auch die Eröffnung des neuen Flughafens in Berlin. Und auch die Kosten des BER explodieren bekanntlich auch immer weiter …

Zynismus hin oder her, der Denver-Airport sieht das alles durchaus mit Humor, wie der aktuell zeigt.

Denver International Airport entlarvt

Verschwörungstheoretikern wurde es im Fall des DIA auch wirklich mehr als leicht gemacht, die “Wahrheit” aufzudecken.

Zum Beispiel dem Radiomoderator, Online-Unternehmer und Verschwörungstheoretiker Alex Jones aus Dallas, der als einer der ersten auf angeblich verborgene Dinge am Denver Airport hinwies. Auch hierzulande ist seine Webseite “InfoWars.com” durchaus ein fester Begriff. Professor Michael Butter von der Universität Tübingen, in unseren Breiten als ein scharfer Kritiker und Gegner von Verschwörungstheorien, UFOs etc. durchaus sehr bekannt, bezeichnet in seinem Buch Nichts ist, wie es scheint (2018) Jones sogar als “kommerziell erfolgreichsten Verschwörungstheoretiker (…) vermutlich der ganzen Welt”. Ein millionenschweres Imperium hätte sich Alexander Jones durch diese erfundenen Theorien erwirtschaftet, so Butter in einem Interview am 29. März 2018 zu seinem Buch.

Und so war es eben vor allem Verschwörungstheorie-Unternehmer und -Erfinder Jones, dessen Aussagen dem Flughafen Denver seinem Ruf einbrachte.

Man stelle sich vor:

Eine Geheimgesellschaft wie die Freimaurer und irgendwelche finsteren Gruppen (ink. Deutsche und Aliens), die eine “Neue Welt Ordnung” planen, wollen zu diesem Zweck in Denver eine Operationsbasis bauen. Den Bau des neuen Airport nutzten diese Leute deshalb zu Tarnung und Täuschung für irrere grausamen Vorhaben. Top Secret-Einrichtungen und all die dem Flughafen nachgesagten Dinge wurden hier also von der NWO und ihren Helfershelfern erschaffen. Natürlich in der Hoffnung, dass niemand etwas davon erfahren wird.

Dann aber “verstecken” diese Geheimbünde auf dem gesamten Flughafen riesige Gemälde mit überaus seltsamen Motiven und andere Kunstwerke, die “geheime Botschaften” beinhalten. Da diese ohne Frage allesamt “bizarr” aussehen, kann man diese “Geheimbotschaften” als Betrachter überhaupt nicht übersehen. Und falls jemand sich bei Google Earth den Airport einmal ansehen möchte, werden auch gleich die Lande- und Startbahnen im Form eines Hakenkreuzes angelegt. Nicht, dass jemand die “geheimen Zeichen” der Top Secret-NWO übersehen sollte.

Wie es sich gehört, wenn kein Mensch irgendwas davon erfahren soll, unterzeichnet man die direkt in der Haupthalle angebrachte Zeitkapsel mit einem rätselhaften Namen und dem nicht zu übersehende Logo der Freimaurer. Und dass aufgrund der verborgenen Geheim-Bautätigkeiten unter der Erde die Gesamtkosten von 1,7 Milliarden auf 4,8 Milliarden US-Dollar explodieren, wird in den Augen der NWO die Öffentlichkeit sicher auch nicht merken. Gleiches gilt für die sich um Jahre verzögerte Fertigstellung …

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Der Flughafen gesteht (erneut) alles!

Momentan in der Terminal den DIA während des laufenden Betriebes eine Baumstelle und wird umgebaut. Wie es sicher viel von Flughaufen-Umbauten kennen, ziehen sich deshalb durch das ganze Gebäude nackte kahle Wände als Absperrungen jener Bereiche, in denen gearbeitet wird. Meistens kann man als Fluggast nicht hinter diese Bauwände schauen und so einen Blick auf die Baumaßnahmen werfen.

Nicht anders beim DIA, der deshalb auf übergroßen Plakaten an den sonst kahlen Wänden auf “Mysterien”, “Alien-Aktivitäten” und “Ungereimtheiten” verweist, die hier vor sich gehen. Wirklich nur eine normale “Baustelle oder Vertuschung?”, fragen die Plakate des Airport die Reisegäste. Oder der Gast liest auf diesen auf die Frage “Was wir hier machen?”, dass dort ein “neues Hauptquartier der Illuminaten” entsteht sowie ein “Umbau der Höhle der Echsenmenschen“. Damit sind die außerirdischen Reptiloide gemeint, die, wie sollte es anders auch anders sein, ebenfalls hinter all dem stecken sollen (angebliche ernähren sie sich im Flughafen-Gewölbe von vermissten Kindern).

Vielleicht baue der Flughafen aber auch für “Zombie-Katzen”, “ein geheimes Portal im Untergrund” oder gleich “eine Area 52”, statt “coole neue Bereiche zum  Abhängen”.

Superverschwörungstheoretiker Alex Jones wird das mit gemischten Gefühlen sehen. Wahrscheinlicher jedoch in seine Welt von geheimen Machenschaften lückenlos mit einbinden.

“DEN Files” (“DEN” für den Flughafen) nennt der Airport seine humorvolle Kampagne während der Umbaumaßnahmen in seinen hallen. Fraglos eine Anspielung auf “Akte X” bzw. “X Files”. “Etwas Lustiges, über das man sich unterhalten kann”, seien die Plakate, so Flughafensprecherin Emily Williams gegenüber der “The Denver Post” am 5. September 2018.

“Ja, DEN hat einige Geheimnisse”, steht auf einem Plakat mit einem riesigen Alien. Und wer die Wahrheit erfahren will, wird auf eine eigens dazu eingerichtete Seite unter “DENFiles.com” verwiesenen mit den Hintergründen der Kampagne verwiesen.

Der gewitzte Airport

Die Betreiber des Flughafens haben jahrelang all die obskuren und wilden Spekulationen, Vorwürfe und Verschwörungen gegen sich abgewunken und ignoriert. Offenbar waren sie es nicht wert in irgendeiner Form kommentiert oder widerlegt zu werden. Nachvollziehbar. Das ging bis zum Jahr 2008 so, als Kim Day die neue Chefin des DIA wurde.

Day ging die Sache fortan so an, wie man sie (wenn überhaupt) angehen sollte: Mit Humor. Bei jeder nur erdenklichen Möglichkeit verwiest sie fortan selber auf die Verschwörungstheorien um ihren Flughafen. Es wurden Ausstellungen zu Aliens und den Thesen um den DIA realisiert und sogar Besichtigungstouren in den Top Secret-Anlagen der NWO unter der Erde verlost. Während einer Ausstellung im Oktober 2016 wurde sogar ein “Alien-Schädel” in einer Vitrine präsentiert. Natürlich ein Fake-Schädel (den sogar ich selber habe).

Um den ganzen quasi die Krone aufzusetzten, veröffentlicht der Flughafen auf seiner eigenen Internetseite regelmäßig die neuesten Enthüllungen über sich. Und als 2014 ein neues Hotel am Flughafen gebaut wurde, zeigte sich der Bauherr in den Medien mit einem “Alien”.

Aber die “New World Airport Commission”!?

Trotz diesem ganzen (auch selbst unverschuldeten) Verschwörungstheorie-Unsinn um den Airport, bleibt aber die eindeutige Tatsache, dass Zeitkapsel in der Halle mit dem deutlichen Zeichen der Freimaurer versehen ist. Gleiches gilt auch für die Nennung der ominösen “New World Airport Commission” auf dem Stein oder “seltsamer Zeichen” in den Gebäuden selbst

Zunächst einmal sind die Zeichen oder Markierungen keine vermutete Alien-Sprache. Es handelt sich um “Zeichen der Navajo-Sprache und Verweise auf andere Flughafenkünstler”, so “The Denver Post” am 12. April 2017 in einem Artikel zu den Spekulationen. Das Indianervolk der Navajo verehrt unter anderem auch im Gebiet von Colorado und dem DIA verschiedene Berge als heilig und mythisch-sporituelle Ursprungsregionen ihres Stammes bzw.. ihrer Stämme.

Alien-Sprache oder kleine Ehrung der Indianer sowie deren Künstler mit ihrer mehr als leidvollen Geschichte in Amerika?

Die geheimnisvolle “New World Airport Commission” soll ebenfalls alles anderer geheimnisvoll sein. Zumindest laut einem bereits am 30. August 2007 in “Westword” erschienen Artikel, der unter anderem anlässlich eines DIA-Radiobeitrages der Verschwörungstheorien-Tratschbude “Coast to Coast” vom 11. Juni 2007 erschien. Dazu muss man wissen, dass hunderte US-Radiostationen die Sendungen von “Coast to Coast” mit auszustrahlen und in dieser Radio-Show wirklich jeder alles als Wahrheiten verbreiten kann. Vor allem natürlich die Anrufer in der Show, die diese als Sprachrohr für die verstecktesten Behauptungen nutzen.

Beispiele zu der Sendung findet Ihr auf diesem Blog  HIER, HIER oder auch HIER.

“Westword” griff 2007 in  ihrem sehr umfangreichen Artikel die ganzen Verschwörungen um den Airport auf und vergaß dabei natürlich nicht den Marmorstein der “New World Airport Commission”. “Niemand hat sich die Mühe gemacht, Charles Ansbacher, den heutigen Dirigenten des Boston Landmarks Orchestra” zu dieser Kommission zu befragen, heißt es in dem Artikel. Ansbacher war jedoch in den 1990er Jahren einer der Vorsitzenden diesen mysteriösen Gesellschaft udn damit wohl einer der NWO in den Augen der Verschwörungstheoretiker.

Laut “Westword” lebte Ansbacher damals in Denver und gründete im Auftrag des neu entstehenden Flughafens eine “nicht gewinnorientierte Organisation, die dazu beitragen sollte, den neuen Flughafen den Einwohnern von Denver vorzustellen”. Namhafte Personen aus der Region waren in dieser Kommission damals Mitglied. Den Namen entlehnte der Kunstanwalt “Dvoráks New World Symphony”, da der DIA nicht nur der neuste Flughafen der Welt werde, sondern zugleich auch der erste seit Dallas in Texas aus dem Jahr 1973.

Flugshows, Galaabende und der Wille, Kunst in die Architektur zu bringen, gehörten zu den Aufgaben der “New World Airport Commission”. Daran arbeiteten 39 ausgewählte Künstler wie eben auch Leo Tanguma mit seinen in mexikanischem Stil geschaffenen Bildern.

Und die Freimauer?

“Die Vorstellung, dass etwas geheimnisvoll ist, ist absolut absurd”, sagte Charles Ansbacher 2007.

Und doch waren hier tatsächlich die Freimauer am Werk! Leugnen kann der Flughafen das so oder so nicht, da ihr “geheimes Symbol” für jeden sofort sichtbar die Zeitkapsel im Eingangsbereich ziert. Nun sind die Freimauer – egal, was ihnen alles nachgesagt wird – seit Gründung der USA in Amerika aktiv und vielfach vertreten. Ein Geheimnis ist das nicht. Im Gegenteil. Und abgestritten wird das dort auch nirgendwo.

Was natürlich auch alberner nicht sein könnte, da die Freimauer quasi die ganze USA mit ihren Logos und Symbolen vollgestopft haben. Der Geheimbund sei, so “Westword” zu ihren Zeichen auf dem Stein, “eine legitime brüderliche (und historisch geschlossene) Organisation mit bürgerlichen Bindungen zum Engagement des Flughafens”. Im Klartext heißt das, dass die Freimauer dem Airport den Stein für ihre Zeitkapsel sponserten.

Es gibt jedoch keine Anzeichen dafür, dass sie an der laufenden Planung oder Entscheidungsfindung in der zivilen Einrichtung beteiligt sind.

Mit diesem knappen Worten wird die Freimauer-Aktivität am Flughafen Denver abgetan. Ob die Organisation, der bekanntlich Personen von Rand, Namen und Einfuß angehören, beim Bau des DIA nicht doch mehr involviert haben, ist meiner Meinung nach allerdings durchaus zu vermuten. Sei es auch “nur” finanzielle Vetternwirtschaft innerhalb der Finanzierungen, Behören und Baufirmen bei der Errichtung des Flughafens …

Was denkt Ihr darüber? Diskutiert gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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US-Präsident Donald Trump bringt Richtlinie zur Einrichtung einer “Weltraum-Armee” auf dem Weg – doch was ist diese “Space Force”?

US-Präsident Donald Trump bringt eine Richtlinie zur Einrichtung einer Weltraum-Kampftruppe auf dem Weg (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
US-Präsident Donald Trump bringt eine Richtlinie zur Einrichtung einer Weltraum-Kampftruppe auf dem Weg (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Der US-Präsident Donald Trump plant große Schritte im All. Nicht nur auf dem Mond und Mars sollen zukünftig Amerikaner landen, sondern Trump will auch eine “Space Force” für die USA. Eine “Weltraum-Truppe” als eigenständigen Teil der US-Streitkräfte, die die Vormachtstellung der USA im All sichern soll. So jüngste Medienberichte nach bekannt werden von Trumps Plänen vor wenigen Tagen in Washington. Diese Pläne und Ideen sind allerdings nicht neu, auch nicht für und von Trump. Sie haben auch nichts mit einer Verteidigung gehen eine Alien-Invasion zu tun, wie es in einigen Meldungen heißt. Was genau Donald Trump für diesbezügliche Richtlinien verabschiedet hat und was es mit dieser “Space Force” wirklich auf sich hat, erkläre ich in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Krieg der Sterne gegen Aliens?

Zugegeben, wenn man von der Schaffung einer “Weltraum-Tuppe” oder “Weltraum-Armee” durch die USA hört, denken sicher viele sogleich an einen Schutz gegen Außerirdische. Alien-Invasoren, die uns und unseren Planten nichts Gutes wollen, und gegen die man sich militärisch im All verteidigen muss. Theoretisch denkbar, keine Frage. Doch sollte ein solche “UFO-Invasion” aus den Weiten des Kosmos kommen, wäre unsere Spezies mit Sicherheit so oder so haushoch unterlegen!

Was will also US-Präsident Donald Trump mit einer “Space Force”? Die “Stuttgarter Nachrichten” zum Beispiel am 18. Juni dazu:

Schlechte Zeiten für außerirdische Invasoren: US-Präsident Donald Trump dem Pentagon aufgegeben, unverzüglich mit der Schaffung einer Weltraumarmee zu beginnen.

Das hört sich an, als wolle die USA ganz im Sinne von “STAR WARS” imperiale Sturmtruppen im All stationieren. Dem ist aber nicht so.

Donald Trump und die “Space Force”

Bei einem Treffen am 18. Juni 2018 sagte Präsident Trump, dass die USA als sechsten Zweig der US-Armee diese “Space Force”ins Leben rufen solle. Vor allem soll die USA so im All wieder ihre einstige Größe und Vormachtstellung wieder erlangen, so Trump. Man will sich nicht von China, Russland oder irgendwelche anderen Länder ausbooten lassen, wenn es um die Präsenz im All gehe (s. a. HIER).

Trump dazu vor wenigen Tagen:

Wir werden eine Air Force haben und wir werden eine Space Force haben, eigenständig, aber gleichwertig. Wenn es darum geht, Amerika zu verteidigen, reicht es nicht, nur eine amerikanische Präsenz im All zu haben. Es muss eine amerikanische Dominanz im All geben.

ARTIKEL: Wem gehört eigentlich der Mond? Über (meine!) lunaren Ländereien, irdische Weltraumverträge und Wildwest im All (Bild: gemeinfrei)
ARTIKEL: Wem gehört eigentlich der Mond? Über (meine!) lunaren Ländereien, irdische Weltraumverträge und Wildwest im All (Bild: gemeinfrei)

Neu sind die derzeit durch die Medien laufenden Aussagen von Trump keineswegs. Schon im Mai 2018 (und in den Jahren davor) berichteten verschiedene Medien anlässlich des “National Defense Authorization Act”(s. a. PDF HIER) über dieses Thema. So zitierte etwa “CNN“:

Wir werden sehr groß im Weltraum werden, sowohl militärisch als auch aus anderen Gründen, und wir denken ernsthaft über eine Space Force nach. “Der Weltraum ist ein Kriegsgebiet, genau wie Land, Luft und Meer.”

Und der Abgeordnete Mike Rogers aus dem Weißen Haus in Washington jubelte damals auf Nachfragen gegenüber “CNN”:

Ich bin begeistert, dass die Idee des Space Corps im Weißen Haus Einzug hält. Der Kongressabgeordnete Jim Cooper und ich haben unermüdlich am Unterausschuss des Strategic Forces Committee des House Armed Services Committee gearbeitet, das seit über zwei Jahren ein Space Corps außerhalb der Air Force benötigt.

Aber was genau will die USA mit ihrer “Weltraum-Armee”?

Die “Weltraum-Armee” der USA

“CNN” zitierte am 18. Juni einen Mitarbeiter des US-Verteidigungsministerium mit den Worten:

Der Weltraum ist eine Kriegsgebiet, daher ist es wichtig, dass unser Militär in diesem Bereich seine Dominanz und seinen Wettbewerbsvorteil behält. Der gemeinsame Stab wird eng mit dem Büro des Verteidigungsministers, anderen Interessengruppen (des Verteidigungsministerium) und dem Kongress zusammenarbeiten, um die Leitlinien des Präsidenten umzusetzen.

Ein “Kriegsgebiet” im klassischen Sinn ist das All sicher nicht. Wohl aber ein wirtschaftliches Kriegsgebiet, in dem in naher, ferner und weiter Zukunft wirtschaftliche Interessen eine immer größere Rolle spielen werden. Und darum geht es bei dieser “Space Force” der USA. Eben um Macht und Einfluss bei einer zukünftigen wirtschaftlichen Ausbeutung des All. Welcher Art und Weise das auch immer eines Tages Realität wird.

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Man darf als Weltmacht hier nicht Anschluss verlieren und müsse frühzeitig handeln, so die Grundaussage von Donald Trump seiner beschlossenen Richtlinie. So sagte auch Scott Pace vom Nationalen Weltraumrat der USA:

Wenn wir die Wirtschaft im Weltraum ausbauen wollen, müssen wir sicherstellen, dass dies auf nachhaltige Weise geschieht.

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Dana White, Sprecherin des Pentagon, ergänze zu diesen beschlossenen Plänen, dass nun in Zusammenarbeit mit dem Kongress viele Beratungen, Beschlüsse und Debatten folgen werden. Immerhin ist es auch und vor allem eine Kostenfrage für die Amerikaner.

In dem Beschluss vom 18. Juni von Trump heißt es auch, dass die USA in Zukunft die Führungsrolle bei der Bereinigung und Vernichtung von Weltraumschrott übernehmen solle. Ein Thema, das in der Raumfahrt aufgrund des praktisch zugemüllten Erdorbit eine immer wichtigere Rolle spielt. Jedes kleine Teil Schrott im All aus Jahrzehnten der Raumfahrt ist eine Gefahr für Mensch und Maschine im All.

Und dass man mit Müllbeseitigung schon hier auf der Erde Milliarden verdienen kann, ist sicher niemanden neu.

Zusätzlich möchte die USA den wachsenden Flugverkehrs im Weltraum koordinieren oder bei dessen Regelung eine führende Rolle übernehmen. Auch das wäre in durchaus absehbarer Zukunft fraglos ein Geschäft für die Vereinigen Staaten. Bekanntlich streben nicht nur immer mehr Länder mit eigenen Raumfahrtprojekten in das All, sondern auch private Firmen und Organisationen. Eine Regelung auf Internationaler Ebene ist hier zwingend erforderlich!

Eigentlich aber gibt es solche Regelungen in Form von “Weltraumverträgen” bereits längst, wie in diesem Blog-Artikel HIER vom 14. Mai 2018 ausgeführt.

Auf zum Mond und Mars!

Donald Trump festigte mit dem neuen Beschluss auch die Absicht der USA wieder bemannt zum Mond zu fliegen. Als weiteres Ziel werde ein bemannter Flug zum Mars angestrebt, so Trump weiter.

Solche Träume – vor allem der Flug des Menschen zum Mars – sind natürlich so alt wie die Raumfahrt selbst. Mindestens. Da aber hierzu erst noch neuen Technologien gebaut, entwickelt, verbessert und neu konstruiert werden müssen, ist das alles Zukunftsmusik. Irgendwann muss man aber hier konkret den Anfang machen, was diverse Zukunftsvisionen im All angeht, was die USA eben wollen. In der Theorie oder besser gesagt in “Absichtserklärungen”.

VIDEO: Die NASA sucht jemanden, der die Erde vor Aliens beschützt. Aber warum eigentlich? Und was macht dieser Mitarbeiter genau? (Bild: NASA)
VIDEO: Die NASA sucht jemanden, der die Erde vor Aliens beschützt. Aber warum eigentlich? Und was macht dieser Mitarbeiter genau? (Bild: NASA)

Überspitzt könnte man auch sagen mit “beschlossenen Wunschlisten” der US-Regierung. Gewaltige Geldmittel müsste die USA hierfür aufbringen. Von der Realisierung irgendwelcher Basen auf dem Mond ganz zu schweigen. In diesem Zusammenhang hebt Donald Trump aber auch den Konkurrenzkampf zwischen der NASA und privaten Weltraumfirmen wie “SpaceX” hervor. Trump:

Solange es eine amerikanische reiche Person ist, ist es gut, okay? Sie können uns schlagen. Wir sparen etwas Geld, und sie schlagen uns, und wir lassen uns das als unseren Verdienst anrechnen.

Abgesehen von diesen US-Taumzielen ist die “Space Force” also keine Armee im All, wie es einige Medienberichte zu suggerieren scheinen. “Flexibilität bei Startfenstern” von Raketen sowie “schnellere und genauere Informationen darüber, wo sie starten können”, seien auch und vor allem für private Raumfahrtunternehmen wichtig, so Scott Pace. Nicht nur um Weltraumschott auszuweichen. Auch deshalb, damit deren Satelliten “mehr Zeit haben, um Einnahmen-erzeugende Tätigkeiten nachzugehen, anstatt manövrieren zu müssen”.

Eine “Space Force”, die Weltraumschrott beseitigt und Raketenstarts koordiniert, um Kollisionen mit Space-Müll zu vermeiden, klingt natürlich nicht so spannend wie eine “US-Weltraum-Armee” …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Zecharia Sitchin, der Planet Nibiru und die Anunnaki: Nur ein Desinformant im Auftrag der Illuminaten und dunkler Eliten?

Prä-Astronautik-Autor Zecharia Sitchin, Erfinder des Nibiru und der Anunnaki: War er ein Desinformant und Lügner im Auftrag der Illuminaten? (Bilder: tamilwin.com / gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
Prä-Astronautik-Autor Zecharia Sitchin, Erfinder des Nibiru und der Anunnaki: War er ein Desinformant und Lügner im Auftrag dunkler Eliten? (Bilder: tamilwin.com / gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

War der 2010 verstorbene Prä-Astronautik-Autor Zecharia Sitchin mit seinen Anunnaki- und Nibiru-Ideen nur ein Handlanger dunkler Mächte? Ein Desinformant, der im Auftrag der Freimaurer und/oder der Illuminaten handelte und absichtlich falsche “Enthüllungen” zum Thema Astronautengötter und Ancient Aliens verbreitet? Einige “Kritiker” sind davon überzeugt. Sie sind der Meinung, dass Sitchin nur eine Marionette geheimer Gesellschaften und Machteliten war, der bewusste Desinformationen veröffentlichen sollte. Damit aber nicht genug – denn der bekannte Autor war vielleicht selber ein Alien und packtierte mit satanisch-okkulten Geheimgesellschaften auf unserem Planeten. Was Sitchin mit seinen Ideen des Planten Nibiru und der dortigen Aliens namens Anunnaki alles vorgeworfen wird und wie man das einordnen kann, erfahrt Ihr sehr umfangreich hier.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Zecharia Sitchin, die Anunnaki und der Nibiru

Der US-Autor Sitchin ist auch knapp sieben Jahre nach seinem Tod in der Szene der Prä-Astonautik bzw. Ancient Aliens eine bekannte Größe. Wie ein Blick auf dem Buchmarkt beweist, sind es seine Außerirdischen mit Namen Anunnaki auch. Zahllose Bücher und Veröffentlichungen führen inzwischen den Begriff “Anunnaki” im Titel, der mehr und mehr zu einem Synonym für “Astronauten der Antike” wird (s. Buchtipps am Ende).

Ich selber habe auf diesem Blog in dutzenden Posting und Artikel über Zecharia Sitchin und seine Ideen des unbekanntem aber von Aliens bewohnten Planeten Nibiru (in unserem Sonnensystem!) berichtet. Gleichfalls auch in vielen Videos auf meinem YouTube-Kanal, weshalb ich an dieser Stelle auf detaillierte Wiederholungen verzichten möchte.

Was zum Thema “Planet Nibiru”, der von intelligenten Außerirdischen mit Namen Anunnaki bewohnt sein soll, zu sagen ist, könnte Ihr mehr als umfangreich auch in dem Buch “Die Akte 2012” nachlesen. Die dortigen Ausführungen, Tatsachen und Fakten gelten natürlich auch weit über das Jahr 2012 hinaus. Jahrhunderte sogar …

Man kann Zecharia Sitchin seine Welt der Astronauten aus dem All aber in folgenden 5 Kernaussagen zusammenfassen:

  1. In unserem Sonnensystem existiert ein weiterer Planet, der sich in ca. 3.600 Jahren in einer starken Ellipse einmal um die Sonne dreht: Der Nibiru
  2. Dieser ist schon seit hunderttausenden von Jahren von einer außerirdischen Zivilisation bewohnt: Den Anunnaki
  3. Diese “Nibiruianer” kamen vor grob 432.000 mit ihrer Raumfahrtechnologie zur Erde und wurden die Götter der Vorzeit.
  4. Auf der Erde haben die Anunnaki durch Gentechnologie die jetzige Menschheit erschaffen bzw. unsere Vorfahren “verbessert”.
  5. Der Planet der Anunnaki sorgt durch seinen Sonnenorbit (durch seine Gravitation) etwa alle 3,5 Jahrtausende für Naturkatastrophen auf der Erde.

All diese erstaunlichen Information will der Autor Zecharia Sitchin aus uralten Texten aus Mesopotamien erfahren haben. Überlieferungen und Schriften der Babylonier, Sumerer, Assyrer und anderer Zivilisationen des Nahen Ostens und in anderen Teilen der Welt würden nach Sitchin davon berichten.

Die Umlaufbahn des Nibiru wie sie sich Zecharia Sitchin 1976 ausdachte – für eine Großansicht anklicken (Bild: L. A. Fischinger aus dem Buch “Die Akte 2012“)
Die Umlaufbahn des Nibiru wie sie sich Zecharia Sitchin 1976 ausdachte – für eine Großansicht anklicken (Bild: L. A. Fischinger)

Sitchins erste Kritiker

Im Jahr 1976 veröffentlichte Sitchin sein erstes Buch “Der zwölfte Planet: Wann, wo, wie die Astronauten eines anderen Planeten zur Erde kamen und den Homo Sapiens schufen”. Ein Dutzend weitere Bücher zum Thema “Nibiru” und “Anunnaki” folgten von ihm.

Vor allem ab dem Beginn der 1990er Jahre, als UFOs, Aliens und Prä-Astronautik booten, nahm auch die Kritik an den zahlreichen Büchern und Thesen von Zecharia Sitchin zu. Diese Kritiken waren damals fast ausnahmslos in inhaltlichen Charakters. Eigentlich aber machte sich fast niemand der Leser die Mühe, die unzähligen Aussagen, Zitate angeblicher alter Texte, die Flut an Götternamen und behaupteter Querverbindungen, archäologischer Hinweise etc. auf deren Richtigkeit zu überprüfen.

Es waren und sind derer einfach zu viel.

Zumal fast immer Quellen oder genaue Angaben in den Büchern fehlten, da Sitchin vorgab, dass er all das selber übersetzt habe. Für die “normalen Leser” seiner Werke ist das aber bin heute auch nicht sonderlich wichtig. Anders bei vielen Kritiken der 1990er Jahre, als auch ernsthaft die Behauptungen und “Übersetzungen” von Sitchin überprüft wurden. Zeitgleich wurde auch seine wissenschaftliche Reputation hinterfragt, die in seinen Büchern immer genannt wurde. “Anerkannter Altertumsforscher und Experte für Semitische Sprachen”, wie zum Beispiel immer behauptet wurde und wird, war er nie. Er war Wirtschaftsjournalist.

Nur ein Handlanger des Bösen?

Die Themen von Sitchin haben dank des Internet schon sehr lange eine Form von Eigenleben entwickelt, die nicht mehr seinen Behauptungen entsprechen. Vielfach finden sie sich auch vollkommen losgelöst von seiner Person als Begründer der Anunnaki und des Nibiru wieder, so dass er selber nicht mal mehr erwähnt wird. Teilweise ist er sogar nicht einmal bekannt, wie ich etwa in “Die Akte 2012” bemängelte (s. a. Blog-Posting HIER)!

Eine solche Entwicklung, den “Verlust der Quellen”, ist für einen Jäger des Phantastischen immer schade. Was aber jedem Mystery-Autoren und -Interessierten weit mehr Bauchschmerzen bereiten sollte, ist die Tatsache, welche Form der “Kritiken” Zecharia Sitchin postum erfährt. Auch hier möchte ich mal 5 Kernaussagen zusammenfassen:

  1. Sitchin war Jude – also schon naturgemäß ein Lügner und Verschwörer.
  2. Sitchin war ein Handlanger der Freimauer.
  3. Sitchin war ein Handlanger der Illuminaten.
  4. Sitchin war ein Handlanger der Rothschilds.
  5. Sitchin war ein Handlanger der Neuen Weltordnung
  6. Sitchin war ein Handlanger der “Machteliten”
  7. Sitchin war ein Handlanger satanisch-okkulter Mächte.
  8. Sitchin war ein Handlanger der außerirdischen Reptiloide.
  9. Sitchin war selber ein Außerirdischer.
  10. Sitchin war alles zusammen und in deren Auftrag ein Desinformant.

Nicht wenige Seiten finde sich im Internet, die solche oder ähnliche “Kritiken” an den Ideen von Sitchin verbreiten. Die Grundaussage ist dabei fast immer gleich: Er hatte zu Lebzeiten mit Geheimgesellschaften und “Eliten” zu tun. In deren Auftrag schrieb er seine mit Lügen und Desinformationen voll gestopften Bücher. Die Manipulation der Massen durch Falschinformationen rund um das Thema der Götter aus dem Kosmos sei das Ziel dieser Machenschaften von Sitchin und seinen Hintermännern gewesen.

Sitchin habe als Jude selber diesen Kreis der “Machteliten” oder “Neuen Weltordnung” angehört und war damit Teil der großen Weltverschwörung. Damit reiht sich der Prä-Astronautik-Autor nahtlos in die Reihe anderer großer Massenmanipulationen ein, wie etwa US-Präsidenten und andere Mächtige aus Politik und Wirtschaft. Ein Handlanger des Bösen also …

Zecharia Sitchin und seine angeblichen Hintermänner

In der Biographie von Sitchin heißt es, dass er “London School of Economics” (LSE) studierte oder ausgebildet wurde. Für einige ist das ein klares Zeichen, dass Sitchin einer der Verschwörer der Mächtigen gewesen sein muss. Denn diese ist “in der Welt der mächtigen globalen Elite und der dunklen Verschwörungen der Illuminierten/Freimaurer/Zionisten” eine wichtige Adresse, wie es zum Beispiel heißt.

Und weiter lesen wir in dem Online-Artikel “Zecharia Sitchin: Lügner für die Illuminaten?”

Die London School of Economics ist ein Bestandteil der City of London, des finanziellen und faktischen Machtzentrums der westlichen Welt, beherrscht von der Illuminatenfraktion der Rothschilds; sie dient als Talentfabrik für ihre Wirtschaftsführer. Wir können mit Sicherheit annehmen, dass die meisten wenn nicht alle Studenten in den verschiedenen Graden der örtlichen Loge eingeweiht sind, in ihr ‘geheimes Wissen’, in ihre okkulten Rituale und apokalyptischen Glaubenssysteme.

Tatsächlich ist die “London School of Economics and Political Science” eine Elite-Schmiede ersten Ranges. “The Guardian” bescheinigt ihr „mehr Einfluss auf die derzeitige politische Welt als jede andere Hochschule auf der Erde“ und hat damit zweifellos recht. Mehr als 40 ehemalige oder amtierende Staatsoberhäupter und Regierungschefs haben an der “London School of Economics” studiert und dutzende Nobellpreisträge brachte sie hervor.

Kern ist dort Ökonomie und Wirtschaftswissenschaften. Alte Geschichte und Schriften wie eben Sumerisch, Sitchins “Hauptquelle”, kann man dort nicht studieren. Besonders aber stört den Kritikern, dass diese “Schule” zweifellos eine der frühesten Kaderschmieden der Welt überhaupt ist. Sie ist Teil der sogenannte Gruppe “G-5” von Super-Elite-Universitäten in Großbritannien und lehnt mit einer Aufnahmequote von nur 6,5 Prozent mehr Bewerber ab, als die Universitäten Oxford und Cambridge.

Das riecht für viele Menschen nach Geheimbünden oder sogar den Hintermännern der “Neuen Weltordnung”. Zumal sich unter den Absolventer der “London School of Economics” Namen wie David Rockefeller, George Soros, John F. Kennedy, Janet Yellen (US-Notenbankpräsidentin), Kaushik Basu, (Chefökonom der Weltbank), eine ganze Reihe Berater von Barack Obama und viele andere schillernde Figuren der Welt-Macht-Eliten finden. Das diese Kreise der Mächtigen schon immer für allerlei Verschwörungen Pate standen, ist weithin bekannt.

Und genau diesen Kreisen der Weltverschwörer soll auch Zecharia Sitchin angehört haben. Damit kann er schon prinzipiell und vom Grundsatz her nur ein Desinformant und Lügner gewesen sein, argumentieren entsprechende Sitchin-Gegner.

Werkzeug dunkler Mächte und Geheimwissen

Als Mitglied elitärer Kreise soll Sitchin natürlich auch über Geheimwissen verfügt haben. Als Freimauer, Illuminat oder schlicht Manipulator der (Leser-)Massen für die Neue Weltordnung habe er dieses verborgene Wissen genutzt, um “ein völlig neues Weltbild aufzubauen, um korrekteren Weltbildern das Wasser abzugraben”, wie es beispielsweise heißt.

Es hat sich herausgestellt, dass Sitchin Hochgradfreimaurer war, insofern wurde er sicher nicht ‘benutzt’, sondern spielte eine größere Rolle bei der Verteilung der luziferischen Desinformation.

Er ist möglicher Weise Werkzeug einer geheimen Macht gewesen, welche ja nicht dafür bekannt ist, den Menschen Wissen und Wahrheit zu vermitteln, sondern sie in Unwissenheit und Angst zu halten.”

Hinterhältig haben die überall aktiven Illuminaten demnach über die Arbeiten von Sitchin Falschinformationen über unserer Vergangenheit und besonders die Astronautengötter unter das Volk gebracht. Dabei sei das Ziel dieser Eliten des Bösen klar gewesen:

In dem ihrem Bestreben, eine globale Atmosphäre des Weltuntergangs zu schaffen, vollführten die Illuminaten einen schlauen Schachzug, indem sie die Geschichte von Nibiru in die UFO- und New-Age-Gemeinschaften einschleusten.

Das sind harte Vorwürfe, die sich so oder so ähnlich auf einer ganzen Reihe vor allem englischer Webseiten finden. Darauf komme ich weiter unten zurück.

Ob der Nibiru-Erfinder während seiner Zeit an der LSE mit irgendwelchen Geheimgesellschaften und somit mit Plänen von verschworenen und dunklen Eliten in Kontakt kam, ist vollkommen unklar. Natürlich kann man es nicht ausschließen, dass dem so war.

Sitchin, der Desinformant der Illuminaten

Doch bezweifeln kann man durchaus, dass diese Hintermänner hinter der Neuen Weltordnung und den angeblichen Illuminaten ihn sogleich zu ihren literarischen Desinformanten machten. Aus welchem Grund sollten sie gerade ihn nehmen? Und wann “erwählten” die Verschwörer ihn eigentlich?

Der Sitchin-Kritiker Frank Dörnenburg, der sich online intensiv mit dem Inhalt von Sitchins Thesen befasst, hat erhebliche Zweifel an der wissenschaftlichen Vita von ihm. Auch wenn es dem Autoren Dörnenburg eher um den Umstand geht, dass es keinen Nachweis für die Sitchins Ausbildung als “anerkannten Altertumsforscher” etc. geht, schreibt er etwas Interessantes:

Sitchin, so ergaben meine Nachforschungen, war zwischen Herbst 1938 und Frühjahr 1941 an der LSE eingeschrieben. In diesen knapp 3 Jahren kann man an der Schule den ersten ‘undergraduate degree’ machen, den Bachelor. Dieser Abschluss ist der unterste mögliche anerkannte akademische Abschluss, bis zum englischen ‘Diploma’ dauerte s noch eine ganze Weile.”

Am 11. Juli 1920 wurde Sitchin in Baku, Aserbaidschan (Sowjetunion), geboren und war damit im Herbst 1938 gerade 18 Jahre jung. Rund drei bescheidene Jahre verbrachte er an der Elite-Schmiede und verließ sie nach Dörnenburg im Frühjahr 1941. Also mit jungen 20 Jahren. War Sitchin da schon einer ausgesuchter Lügner für die geheimen Machteliten, mit denen er nach vielen Aussagen dort in Kontakt kam?

Wenn dem so ist: Warum hat er sein erstes Buch “Der zwölfte Planet” mit seinen Ideen rund um Nibiru und die Aliens namens Anunnaki erst 1976 in den USA veröffentlicht – 35 Jahre später?

Reptiloide Aliens wollen/haben die Weltherrschaft

Die weiter oben aufgezählten 10 Punkte, was Sitchin so alles nach den “neuen Kritikern” so sein soll, sind noch in ganz anderer Hinsicht spannend: Wenn er schon den dunklen Mächten à la Illuminaten & Co. angehört haben soll, so stand er sicher auch selber mit Außerirdischen in Verbindung.

Oder war er vielleicht selber einer?

Überaus beliebt ist es in der Welt der Verschwörungen die Führer der Erde sowie diverse Geheimbünde als Teil einer gigantischen Manipulation zwischen Aliens und Menschen anzusehen. Einige dieser Personen dieser Eliten sind sogar angeblich selber Aliens, die ihre äußere Erscheinungsform verändern können. Diese Außerirdischen werden oftmals genannt und waren auf diesem Blog bereits dann und wann mal Thema.

Kompakt gesagt sind diese satanische oder teuflische Außerirdische in Form von humanoiden Reptilien, die die Erde unterwandern. Hand in Hand mit eben den Eliten unserer Welt, von denen einige selber solche Reptilien-Aliens sind, ziehen sie hinter den Kulissen die Fäden der Macht.In Wahrheit sehen diese Außerirdischen wie eine Mischung aus Dinosaurier bzw. Echse und dem Homo sapiens aus, haben Schuppen und klassische Reptilien-Augen.

Allerdings sehen wir das meistens nicht, da sie ihr Erscheinungsbild verändern können und so von uns normalen Menschen nicht erkannt werden. Jedoch sollen ihre unheimlichen Reptilien-Augen sogar auf einigen – meist qualitativ minderwertigen – Video-Aufnahmen bei YouTube bei verschiedenen Führern zu erkennen sein. Beispielsweise diversen internationalen Politikern, Wirtschaftsbossen, Prominenten oder auch US-Präsidenten.

Vielfach wird hier von Gedankenmanipulation gesprochen, die diese Reptiloide ausüben können. Deshalb kann sie unser Gehirn nichts als das erkennen, was sie sind. Ihre wahre Identität und Herkunft bleibt so der Menschheit verborgen. Wer hier jetzt an den Science-Fiction-Film “Sie leben” (1988) von John Carpenter aus der Traumfabrik Hollywood denkt, liegt da gar nicht so falsch. So kann man sich das in Etwa vorstellen – nur, dass die Anhänger dieser Alien-Echsen-Spekulation das Thema Reptiloide und Weltverschwörung überaus ernst nehmen.

Sitchin … der außerirdische “Gestaltwandler”

Schon lange wird in diesem Zusammenhang mit den Echten-Wesen gemunkelt, dass auch Zecharia Sitchin persönlich einer dieser bösen Außerirdischen war. Auch er war ein “Formwandler” und erschien nur uns wie ein ganz normaler Mensch und Autor der Prä-Astronautik.

Auslöser für diese bizarre Vermutung ist ein Interview mit einer gewissen Arizona Wilder, das David Icke führte. Icke wiederum ist jener Autor, der die Ideen einer Weltverschwörung von Menschen und außerirdischen Reptilien-Aliens in seine Bücher populär machte. Ein Autor, der innerhalb der Grenzwissenschaft und Prä-Astronautik mehr als umstritten ist und der von den meisten “Prä-Astronautikern” aufgrund seiner Spekulationen auch abgelehnt wird (z. B. HIER).

Bei seiner Spurensuche nach diesen Reptilien-Aliens oder “Reptos” traf sich Icke zum Video-Interview mit genau dieser Arizona Wilder, von der es heißt, sie sei eine ….

… ehemalige Hohepriesterin der satanischen Blutopferrituale der Elite, eine Insiderin insofern, als dass sie der ‘Hoch-Prominenz’ zur Verfügung zu stehen hatte. Sie war dort, wo Fremde sonst niemals hinkommen, wo die Elite der Machthaber, die von Wesenheiten aus der vierten Dichte besetzt und überschattet werden, ihre grausamen Rituale durchführen.

Als Ex-Hohenpriesterin und Insiderin erzählte sie David Icke in dem besagten Interview, dass sie bei einem solchen blutigen Treffen der Eliten und Aliens auch Zecharia Sitchin gesehen habe. Bei dieser Gelegenheit offenbarte er sich als Gestaltwandler und zeigte somit der Hohepriesterin Wilder sein wahres und nicht menschliches Ich.

Arizona Wilder “bestätigte” Icke in dem Interview auch, dass Sitchin ganz im Sinne der Illuminaten und Reptilien-Aliens desinformieren soll, da es seine Aufgabe als Prä-Astronautik-Autor sei. Waren dem Nibiru-Erfinder irgendwelche Personen bei seiner Arbeit hinderlich, so Wilder weiter, habe er diese durch seine guten Beziehungen dogar einfach beiseite schaffen lassen …

“Whistleblower” Corey Goode

Ein Whistleblower (im deutschen Sprachraum zunehmend auch ‚Hinweisgeber’, ‚Enthüller’ oder ‚Skandalaufdecker’), ist eine Person, die für die Allgemeinheit wichtige Informationen aus einem geheimen oder geschützten Zusammenhang an die Öffentlichkeit bringt.

So erklärt kurz und knapp das Online-Lexikon Wikipedia treffend die schon lange arg strapazierte Bezeichnung “Whistleblower”. Nachdem beispielsweise brisantes Material über die USA oder auch den Vatikan von solchen Enthüllern an die Öffentlichkeit gebracht wurden, sprießen überall Whistleblower zu allen möglichen Themen aus dem Boden. Vor allem natürlich wieder aus dem digitalen Boden des Internet, denn durch kein anderes Medium der Welt verbreiten sich Informationen schneller. Egal ob wahr oder unwahr.

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Ein solcher Whistleblower möchte auch Corey Goode gern sein, der über die Online-Interview-Serie “Cosmic Disclosure” von David Wilcock in zahlreichen Videos-Interviews sein angebliches Geheimwissen preis gibt. Goode erzählt in den Videos mit Wilcock über Mars-Basen, Mond-Stationen und Bergbau auf dem Mond, Leben im Inneren der Erde, Raumfahrt- und Alien-Verschwörungen und vieles mehr. Alles, so der “Whistleblower”, sei wahr und zu seinem großen Teil von ihm persönlich und real selber erlebt.

Bei einer seiner Reisen zu der fremden Zivilisation im Erdinneren sprach Goode mit den Wesen dort auch über Zecharia Sitchin. Anlass war sein Besuch der “Bibliothek der Innererde”, in der der “Geheimnisträger” Goode unter anderem Bücher von Zecharia Sitchin gesehen haben will. In dem Interview heißt es zum Beispiel über seinen Trip in die Bibliothek der hohlen Erde:

Goode : Nun, wir hielten an einer Stelle mit einem Haufen Bücher über das Thema alte Aliens.

Wilcock : Sahst du Bücher, die du von der Erdoberfläche her wieder erkanntest?

Goode : Ja.

Wilcock : Kannst du uns einige Beispiele nennen?

Goode : O ja, Zecharia Sitchins Bücher.

Natürlich fanden sich auch Bücher von Erich von Däniken in dieser Bibliothek. Und auch das Internet würden die Super-Wesen im Erdinneren “sorgfältig verfolgen”. Von Goode auf die Bücher von Sitchin angesprochen, soll dann das Wesen aus dem Erdinneren den Autor als Lügner bezeichnet haben. Goode dazu:

Und sie fuhr fort damit über alle diese Informationen zu sprechen, und sagte, auf Zecharia Sitchins Bücher zeigend, dass die ganzen Informationen darin weitgehend erfunden seien. (…)

Ich konnte das nicht bestreiten, wie soll man das auch tun, also hörte ich einfach zu. Und sie fuhr fort, dass es eine geheime Gesellschaft gebe, die diese Geschichte herausgebracht habe, sehr clever ausgedacht, um eine elitäre Religion zu bilden – eine elitäre Religion der Erdoberfläche auszuwählen und sie in die esoterische Community hineinzutragen.

Egal ob außerirdisch, innerirdisch, oberirdisch oder alles zusammen: Alle gegen Sitchin scheint inzwischen das Motto zu sein. “Sitchin ist nur der Frontmann eines Schreiberteams” von Desinformanten, so David Wilcock in seinem Gespräch mit “Whistleblower” Corey Goode.

Alles und jeder gegen Zecharia Sitchin!

Die Verschwörungstheorien über Reptilien-Aliens, Machteliten, Hohlwelt, Illuminaten oder schlicht der Neuen Weltordnung vermischen sich. Die Grenzen sind fließend und jeder Anhänger kocht sich sein eigenes Süppchen aus diesen Zutaten zusammen. Nun ist also auch Zecharia Sitchin als einer der bekanntesten Autoren der Ancient Aliens-Idee Teil dieses Verschwörungs-Süppchen geworden.

Vor allem “Cosmic Disclosure” von David Wilcock kocht hier mit großer Hitze mit, was ein Blick auf die Themen seiner bisher 146 Folgen zeigt. Seine kostenpflichtige Video-Reihe liegt übrigens auf der Online-Plattform “Gaia”. Diese war/ist mit ihren dortigen Videos und Berichten auch für die große Verbreitung der Geschichten von der in Peru gefunden “Alien-Hand” und “Alien-Mumien” verantwortlich. Darüber hatte ich beispielsweise HIER, HIER, HIER und HIER berichtet.

Wie soll man als überzeugte Prä-Astronautiker, Grenzwissenschaftler und Mystery-Jäger solche wirren und bizarren Behauptungen begegnen? Dass Sitchin ein Desinformant war, er mit okkulten Mächten kooperierte oder satanische Irrlehren rund um Astronautengötter und UFOs verbreitete, kenne auch andere als Vorwürfe der “Kritiker”. Natürlich auch ich.

Leider allerdings kopieren User der Sozialen Netzwerke diese Behauptungen gegenüber Sitchin immer mal wieder gerne. Drückt man Sitchin (oder anderen) den Stempel “Desinformant” oder “bezahlter XY” auf, ist es einfach, sich nicht damit befassen zu müssen. Bequem, ganz im Sinne der modernen Faulheit, kann man so sagen: “Ach, alles Lüge. Muss ich nicht lesen.” Und schon das Thema Sitchin vom Tisch.

Nur ist das falsch.

Ich selber hielt früher sehr viel von Sitchins Spekulationen und scheinbar unfassbaren Erkenntnissen zu den Göttern der Vorzeit. Heute halte ich fast alles in seinen Büchern für puren Unsinn und von ihm ausgedacht. Im eingangs erwähnten Buch “Die Akte 2012” ist sauber und umfangreich aufgezeigt, was von Nibiru und den dortigen Außerirdischen sachlich zu halten ist: Nichts.

Gleichzeit aber habe ich in meinem Buch “Rebellion der Astronautenwächter” 2015 klar belegen können, dass eine Reihe von Sitchins Grundideen und Kernaussagen eben doch wahr sind. Wahr in der Hinsicht, dass diese Überlieferungen, Texte usw. existieren und von diesen Astronautengöttern auch wirklich berichten. Das heißt, wenn man die Anunnaki und andere Wesen der Mythologie als solche Aliens ansieht und nicht als imaginäre Phantasiewesen unserer Vorfahren.

Durch Quellenmaterial, das nicht aus einer prä-astronautischen Quelle oder sogar von Sitchin selber “übersetzt” wurde, habe ich das sehr deutlich dargelegt (s. a. das YouTube-Video HIER).

Warum also soll Zecharia Sitchin ab 1976 mit seinem Erstlingswerk ein von dunklen Geheimbünden wie den Freimaurern bezahlter Desinformant gewesen sein? Diese geheimen Eliten, Aliens oder Strippenzieher der Macht sollten doch wissen, dass Sitchins Arbeiten eines Tages vollkommen “zerlegt” werden, wie es in den 1990er Jahren begann. Falschinformationen in seinen zahllosen Büchern kamen und kommen eben letztlich doch ans Licht. Kann man diese überprüfen, wird es auch jemand machen. Und so war und ist es ja auch!

Und damit sind wir bei einem Kernproblem dieser “Verschwörungs-Kritiker”

1976, das Jahr, in dem wir desinformieren werden

Zecharia Sitchin, Erich von Däniken und Lars A. Fischinger … alle drei verbreiten Falschinformationen, sind Desinformanten, bezahlte Schreiberlinge irgendwelcher Organisationen, gehören dunklen Logen und Gesellschaften an usw. Das höre und lese gerade ich selber vor allem über mich immer wieder. Nichts als dummes Zeug, der daher kommt, dass ich online persönlich sehr stark aktiv und vertreten bin. Gepaart mit der Bequemlichkeit, Fakten zu prüfen.

Von Däniken, als der Prä-Astronautiker schlechthin, ist im Netz persönlich nicht vertreten. Er mag das Internet sogar nicht mal, wie er immer wieder gerne in Interviews etc. betont. EvD hat vor rund 50 Jahren seinen Weg als desinformierender Autor der Eliten nach Meinung dieser “Kritiker” durch seine Bücher begonnen. Welche Mühe es ihm damals kostete für sein erstes Buch 1968 einen Verlag zu finden, wie winzig seine erste Auflage war und wie viel Dutzend Absagen er zuvor bekam, das wird dabei gerne vergessen.

Erst nach dem Welterfolg von “Erinnerungen an die Zukunft” wurde von Däniken der berühmte Autor mit weit über 60 Millionen verkauften Exemplaren.

Hätte von Däniken damals im Auftrag irgendwelcher geheimem elitären Gruppe gehandelt, warum halfen diese mächtigen Hintermänner ihm nicht bei der Suche nach einem Verlag? Der “ECON” Verlag war damals ein eher kleiner Verlag und “Erinnerungen an die Zukunft” erschien dort im Februar 1968 in einer winzigen Auflage von einigen hundert Exemplaren. Baut man so einen Schreiber auf,  der die Menschheit in die irre führen soll? Eher weniger.

Und Anunnaki-Autor Sitchin?

Weiter oben zitierte ich, dass die Illuminaten “in dem ihrem Bestreben, eine globale Atmosphäre des Weltuntergangs zu schaffen (…) die Geschichte von Nibiru in die UFO- und New-Age-Gemeinschaften einschleusten”. Das war dann 1976, als “Der zwölfte Planet” von Sitchin erschien und bis heute ein erfolgreicher Titel der Prä-Astronautik ist. Rund 35 Jahre nach verlassen der Elite-Schmiede “London School of Economics” begann also Sitchin seinen Auftrag als bezahlter Schreiberling und Manipulator nach diesen und ähnlichen Aussagen über ihn.

Bei erscheinen seines ersten Buches war der 1920 geborene Nibriu-Erfinder etwa 56 Jahre alt. Für einen Desinformanten im Auftrag von dunklen Welteliten, die er 35 Jahren zuvor auf der LSE kennen lernte, ein schon erstaunliches Alter. Warum erst 1976 und dann 1979 in Deutschland? Darüber geben die ersten Bücher von Sitchin selber Auskunft, in deren Werbe- und Rückentexten es oftmals heißt:

Sein Buch ist das Resultat von mehr als 30 Jahren Studiums alter Schriften (…).

Nach jahrzehntelangen, mühevollen Forschungen gibt der Altertumsforscher (…).

Das Produkt von 30 Jahren intensiven Forschungen.”

Damit soll suggeriert werden, dass Sitchin 30 Jahre oder mehr an seinem ersten Buch gearbeitet hat. Über drei Jahrzehnte studierte er folgerichtig alte Überlieferungen und Texte und ersann letztlich dadurch seinen Spekulation über den Planeten Nibiru und den dortigen Anunnaki. So konnte seine Karriere für die dunkle Seite der Macht beginnen.

Hier stimmt was nicht!

30 Jahre oder mehr würde zeitlich ausgezeichnet zwischen dem Verlassen der LSE und der Veröffentlichung von “Der zwölfte Planet” 1976 in New York  passen. Passt es aber nicht. Sitchin selber zog im Jahr 1952 nach New York, der Hauptstadt der us-amerikanischen Verlage. Zuvor war er Journalist in Palästina/Israerl tätig und von seinen Arbeiten um Astronauten aus dem All war noch keine Spur zu sehen.

Wieso sollte Sitchin als geheimer Falschinformierer drei Jahrzehnte die Texte der Sumerer oder allgemein der Völker des Nahen Ostens “studieren” und “erforschen” wenn er doch Teil der manipulativen Weltmächte gewesen sein soll? Immerhin ist es es ja gerade das “geheime Wissen” und allgemein der Zugang zu allerlei “Geheimnissen”, die eben diese verschworenen Illuminaten & Co. besitzen sollen. Das macht sie ja angeblich so mächtig.

Man kann nicht ernsthaft annehmen, dass Zecharia Sitchin und seine Hintermänner (ob irdisch oder außerirdisch) von der LSW 30 Jahren an seinem Buch mit den angeblichen Desinformationen gearbeitet haben! Des weiteren haben die Skeptiker und Kritiker seiner Thesen, gerade aus dem Bereich Altertumsforschung des Nahen Ostens und der Astronomie bzg. Nibiru eigentlich ein ganz leichtes Spiel, ihn zu widerlegen.

Und das nach 30 Jahren Arbeit mit Hilfe und für die Neue Weltordnung und die Verschwörer gegen die Menschheit? Das nenne ich mehr als schlampige Arbeit der dunklen Eliten.

Hier lohnt sich auch ein genauer Blick auf das Jahr 1976 und der Erstveröffentlichung von “The 12th Planet” in den USA. Heute kennt jeder Prä-Astronautiker der Buch “Der zwölfte Planet”. Zum Beispiel die Ausgaben des KOPP-Verlages oder zuvor bei “Droemer Knaur” oder “Ullstein” sowie eventuell auch die englische Ausgaben von “Harper” bzw. “Avon” aus New York. “HarperCollins Publishers” ist sogar der zweitgrößte Verlag der Welt und damit eine erste Adresse für Autoren.

Pleite trotz Hilfe der Illuminaten?

Kaum bekannt ist aber, dass Sitchin sein “The 12th Planet” 1976 ganz woanders veröffentlichte, bevor es durch Lizenzen und Taschenbücher bei anderen US-Verlagen bekannt wurde. Zuerst erschien es im damals noch recht jungen Verlag “Stein and Day” in New York, der 1962 von Sol Stein und seiner Frau Patricia Day gegründet wurde. 1989 ging “Stein and Day” jedoch pleite.

1962 erschien in diesem Verlag das erste Buch mit dem Titel “America America” von Elia Kazans, da später verfilmt wurde. In Deutschland kam der Roman als “Die Unbezwingbaren” 1964 in die Kinos und erhielt eine Reihe von Auszeichnungen inklusive einen Oscar. Ein riesen Erfolg, dem sich weitere Erfolgsbücher bei “Stein and Day” anschlossen und so ein thematisch überaus breit gestreutes Buchprogramm erhaben.

Beispielsweise erschien dort im selben Jahr wie Sitchin sein Erstling das Buch “My Story” der Hollywood-Legende Marilyn Monroe. Ein weiteres Beispiel dieses bunten Verlagsprogramms ist das Buch “Backstage Passes: Rock ‘N’ Roll Life in the Sixties”, das ein Jahr später von Musiklegende Al Kooper erschien. Kooper ist Musikproduzent und Musiker, der mit bekannten Musikgrößen wie “Jimi Hendrix”, den “Rolling Stones” oder “The Who” zusammenarbeitete.

Der Erfolg des Verlages kam aber nicht aus dem Nichts bzw. aus dunklen Kanälen: Day und Stein arbeiteten Tag und Nacht an Werbemaßnahmen für ihre Bücher, um sie so weithin bekannt zu machen. Allein an dem Buch “The Arrangement” (1967) von Kazan arbeiten sie und Sol Stein fünf Monate ohne Unterbrechung, so die “New York Times” am 12. März 1969.

Ebenfalls die “New York Times” berichtete am 8. Januar 2010 nach einem Treffen und Interview über Sitchin seinen Erfolg ab 1976. Corey Kilgannon traf sich für diesen NYT-Artikel mit Sitchin in seiner Wohnung in New York und schrieb auch über den Werdegang des Nibiru-Autors. So heißt es etwa:

Sitchin studierte Wirtschaftswissenschaften in London und arbeitete als Journalist und Redakteur in Israel, bevor er 1952 nach New York zog. Hier war er leitender Angestellter bei einer Reederei und mit seiner 66 Jahre alten Frau (sie starb 2007), hat zwei Töchter großgezogen.”

Als Wirtschaftswissenschaften und Mitarbeiter einer Reederei, der in seiner Freizeit als Autodidakt “seine” alten Überlieferungen studiert haben will, war Sitchin also alles andere als ein Prominenter, wie andere Autoren des Verlages “Stein and Day”. Er blieb, soweit ich weiß, in diesem Verlag auch der einzige Autor solcher Themen. Obwohl 1976 das Interesse an der Prä-Astronautik durch Erich von Däniken seine Weltbesteller fraglos auf dem Höhepunkt war. Auch und vor allem in den USA.

In den Vereinigen Staaten waren die Bücher von Dänikens und seine Vorträge wahre “Abräumer”. Doch die Bücher von EvD, der ja angeblich auch ein Desinformant der dunklen Weltverschwörer ist, erschienen während dieses Boom in einem anderen US-Verlag, als später Sitchins “12. Planet”.

Warum? Konnten die Illuminaten, Freimaurer oder Reptilien-Aliens hier in den USA keinen Einfluss nehmen? Offensichtlich hilflos waren Sitchins Hintermänner auch bei der Pleite des Verlages “Stein and Day” 1989, der ein Jahr zuvor seine (älteren) Bücher aufgrund des Konkurses verkaufen musste.

Diese umfangreiche Darstellung von verschiedenen Hintergründen rund um das erste Buch von Zecharia Sitchin (und auch von Däniken) klingt alles andere als eine weltweite Verschwörung, die hinter ihm steckt(e).

Desinformant der Apokalypse

Jene Verschwörungstheoretiker, die Sitchin in die Schublade eines miesen Handlangers von Dunkelmännern schieben wollen, haben noch ein weiteres “Argument”: Den thematischen Inhalt seiner Bücher.

Sinngemäß behaupten diese, dass Sitchin Angst vor einem Ende der Welt in die UFO- und Alien-Szene der 1970er schleusen sollte. Bis zu seinem Tode 2010 habe er das auch angeblich erfolgreich mit seinen vielen Büchern getan. Damit war die Mission der Unterwanderung der UFO-Fans und -Interessierten erfolgreich unterwandert und von seinen Ideen infiltriert.

Solche Behauptungen sind aus mehreren Gründen ebenfalls Unfug. Auch wenn es Tatsache ist, dass Sitchin seit 1976 in praktisch allen seiner Büchern über Katastrophen und Apokalypsen schrieb, die sein Planet Nibiru ausgelöst haben soll. Zum Beispiel sie bekannte Sintflut, die von der Anziehungskraft des Nibiru bei der Annäherung an unseren Planeten ausgelöst worden sein soll. Alle 3.600 Jahre ist das der Fall, wie zu Beginn geschrieben. In allen Büchern von Sitchin finden sich zahllose Wiederholungen dieser Spekulationen von ihm dazu.

Nur hat er niemals behauptet, dass es bald soweit sein wird.

Genau das Gegenteil war der Fall. Sitchin hat schon in “Der zwölfte Planet” durchaus für jeden ersichtlich geschrieben, wann sein Planet wieder in Erdnähe kommen soll. Diese “Nähe” liegt noch Jahrhunderte in der Zukunft und ist relativ, da er uns nicht näher als der Mars kommen würde. Hier verweise ich nochmals auf das Buch “Die Akte 2012”, in dem auch das detailliert beleuchtet wurde.

Alle “Nibiru-Apokalyptiker”, die sehr oft – praktisch jährlich – sogar einen Zusammenstoß der Erde mit Nibiru erwarten, reden nur Unsinn, der sich vollkommen abseits von Sitchins Aussagen bewegt. Das gilt übrigens auch für die Anunnaki an sich.

Aber wie soll ein arrangierter Desinformant, der im Auftrag die Alien-UFO-Gemeinde unterwandern soll, diese Szene teuflisch und apokalyptisch verängstigen – wenn doch seine Weltuntergänge Jahrtausende zurück bzw. Jahrhunderte vor uns liegen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass hier ernsthaft Illuminaten und Echsen-Aliens sowie die geheime Weltregierung von Verschwörern gegen die Menschheit angenommen haben, dass in Jahrhunderten Sitchins Ideen noch ernst genommen werden.

Den Geheimgesellschaften sollte klar sein, dass Jahrhunderte nach Sitchins Büchern diese von allen möglichen Seiten widerlegt wurden.

Wozu die Anunnaki vom Nibiru?

Dazu kommt noch, dass seit Beginn des UFO-Zeitalters unzählige Bücher und Spielfilme über Außerirdische in fliegenden Untertassen veröffentlicht wurden. Jene Personen, die angeblich mit diesen Aliens in Kontakt stehen (“Kontaktler” genannt) überfluteten jahrzehntelang den Buchmarkt mit ihren phantastischen Geschichten von Kontakten mit Außerirdischen. Kernaussage praktisch aller dieser Veröffentlichung waren Warnungen der angeblichen Aliens vor einer – Apokalypse.

Das heißt, dass schon über Jahrzehnte hinweg die UFO-Alien-Gemeinde mit solchen apokalyptischen Ängsten von diesen Kontaktlern gefüttert wurde. Immerhin, so behaupteten es diese Autoren, stünden sie in Verbindung mit den Aliens, die immer wieder die Menschheit vor ihrem Untergang etc. warnten. Angst vor dem Weltuntergang war in diesen UFO-Büchern allgegenwärtig. In den Kinos ebenso, die damals wie heute Ängste vor den Fremden aus dem All in ihren UFOs unter die Massen bringen.

Da bedurfte es in den 1970gern keinen Sitchin mit seinen Anunnaki vom Nibiru. Der UFO-Buchmarkt und die Kinos waren voll mit apokalyptischen Ängsten.

Hier reiht sich noch ein weiteres “Problem” ein: Die Behauptung, dass Sitchin seine Werke von den wahren Aliens und UFOs durch Falschaussagen ablenken sollen. Auch dieses “Argument” ist absurd, sehr sogar. Wer die unzählige Literatur zu UFOs und Astronautengöttern von den 1950er Jahren über die Boomzeiten in den 70er und 80er und 90ger bis heute kennt, wird das wissen.

Seit über 50 Jahren haben die Autoren dieser Veröffentlichungen unterschiedliche Ansichten und Meinungen. Natürlich gibt es eine Vielzahl immer wiederkehrender Themen, aber jeder kocht seine eigenen Thesen-Süppchen zusammen. Schon in den 1970er Jahren, als Sitchin auf dem Markt erschien, war von einheitlichen oder sogar “wahren Aliens” überhaupt keine Rede. Hinzu kommt, dass Sitchin überhaupt kein UFO-Autor war, sondern seine Außerirdischen in der Vergangenheit agierten.

Sitchin war eben ein Autor der Raumfahrt der Antike, der erst in späteren Büchern ein wenig auf das Thema UFOs einging. Wie Erich von Däniken vor ihm (der später dann auch UFOs zum Thema machte). Von Däniken, und das ist vielleicht ganz interessant, hat Sitchin in seinen Büchern übrigens nie als Quelle verwandt oder ihn genauer genannt. Obwohl 1976 längst die ganze Welt von ihm sprach und Sitchin inhaltlich mit seinen Astronautengöttern das gleich Thema hatte …

Wovon sollte Sitchin also im Auftrag von wem auch immer ablenken, wenn tausende Autoren in all den Jahrzehnten vor und nach seinem Erstling praktisch schrieben, was sie wollen?

Waren und sind alle auserwählte Desinformanten? Wohl kaum.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Vertane Chance zur Rettung der Menschheit? ESA streicht Asteroiden-Abwehr-Projekt “Asteroid Impact Mission”

Vertane Chance zur Rettung der Menschheit? ESA stoppt Asteroiden-Abwehr-Projekt "Asteroid Impact Mission" (Bild ESA-Science Office)
Vertane Chance zur Rettung der Menschheit? Asteroiden-Abwehr-Projekt “Asteroid Impact Mission” der ESA wurde eingespart (Bild: ESA-Science Office)

Die Vergangenheit unseres Planeten hat gezeigt, dass die Existenz der Menschheit permanent vor ihrem Ende stehen könnte. Asteroiden und Kometen aus dem All bedrohen theoretisch jeden Tag das Leben auf Erde. Die Massensterben der Vergangenheit könnten sich wiederholen und das Leben auf der Erde wird eines durch den Einschlag eines Asteroiden aus dem Kosmos bedroht werden. Da sind sich Astronomen einig. Einig sind sie aber auch darin, dass unsere Spezies ein solche Bedrohung abwehren könnte. Das Projekt “Asteroid Impact Mission” (AIM) der europäischen Weltraumorganisation ESA sollte ein Schritt in Richtung Asteroiden-Abwehr sein. Doch AIM fiel jetzt Sparmaßnahmen der ESA zum Opfer. Eine vertane Chance für die Zukunft der gesamten Menschheit?

 

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Überall muss gespart werden – auch in der Raumfahrt. Das ist kein Geheimnis und unzählige ehrgeizige Missionen im All,. die man hätte durchführen können und wollen, wurden bisher nie in die Tat umgesetzt. Man denke da an all die Träumereien von Mondbasen oder Missionen zum Mars.

Doch jetzt hat auch die Europäische Weltraumagentur ESA bei einem Treffen am 2. Dezember in Luzern in  der Schweiz den Sparstift angesetzt. Dabei hat der Ministerrat der ESA über ihre zukünftigen Ausgaben debattiert und hierbei ein Weltraumprojekt gestrichen, dass Teil der Erforschung zur Abwehr von Asteroiden sein sollte.

ISS und Mars: ja – AIM: nein

Diktiert wurden in Luzern eine Reihe von Finanzierungen der ESA in der nahen Zukunft. Beschlossen wurde etwa, dass sich die ESA-Weltraumagentur bis zum Jahr 2024 an der Nutzung der Internationalen Raumstation ISS weiter beteiligen wird. Die Mitgliedsländer der ESA, immerhin 22 Staaten, haben für die weitere Nutzung der ISS 960 Millionen Euro freigegeben. Eine enorme Summe, ohne Frage.

Das „Auge Afrikas“ in Mauretanien: ist die ca. 40 Kilometer riesige Kreisstruktur wirklich von Menschenhand? (Bild: Google Earth / static.panoramio.com)
Das „Auge Afrikas“ in Mauretanien: ist die ca. 40 Kilometer riesige Kreisstruktur wirklich von Menschenhand? (Bild: Google Earth / static.panoramio.com)

10,3 Milliarden Euro Ausgaben haben die Mitglieder der ESA insgesamt für die nächsten Jahre geplant und beschlossen. 11 Milliarden waren eigentlich angedacht. “Ein großer Betrag”, wie ESA-Chef Jan Wörner betont. Aber eben nicht groß genug. Denn gespart werden soll bei der “Asteroid Impact Mission” (AIM), mit der eigentlich Techniken zur Asteroiden-Abwehr entwickelt und erforscht werden sollten. Die ESA wollte mit AIM erproben, ob und wie es möglich ist, Asteroiden, die auf der Erde einzuschlagen drohen, von ihrem Erd-Kurs abzulenken, um so einen vielleicht sogar verehrenden Einschlag zu verhindern. In letzter Konsequenz sogar den Weltuntergang.

Geplant war im Rahmen der “Asteroid Impact Mission“, dass von der ESA zwei Mini-Satelliten und ein Lander zu dem Asteroiden “Didymos” geschickt werden. Dieser Asteroid selber hat wiederum eine Art Mond mit Namen “Didymoon” von rund 150 Metern Durchmesser, der ihn umrundet. Und genau diesen Mini-Mond wollte man mit AIM auf den Asteroiden “Didymos” einschlagen lassen und so feststellen, wie und ob sich die Flugbahn des Asteroiden ändert. Vereinfacht gesagt wollte die ESA den Asteroiden von seiner Flugbahn durch den “Beschuss” mit seinem eigenen Mond ablenken.

Leider aber fehlten innerhalb der 22 Mitgliedsstaaten ausreichende Zusagen für die Finanzierung der Mission. Obwohl, zumindest laut dem Magazin “Nature” am 2. Dezember, “nur einige zehn Millionen Euro” für das Asteroiden-Projekt fehlten. Der Planetenforscher Patrick Michel vom Französischen Zentrum für Wissenschaftliche Forschung in Nizza wird in “Nature” mit den Worten zitiert:

Ein cooles Projekt wurde gekillt, weil es – auch kurzfristig – an Vision und Mut fehlt. Und das ist wirklich traurig.

Prof. Stephen Hawking warnt in einem Interview vor dem Untergang der Menschheit - Und spekuliert auch, wie wir den Weltuntergang überleben können ... (Bild: NASA/JPL / WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
VIDEO auf YouTube: Stephen Hawking warnt: Die Menschheit wird untergehen! Und wie unsere Spezies das Ende der Welt doch überleben könnten. (Bild: NASA/JPL / WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Immerhin geht es aber mit der Erforschung des Mars durch die ESA weiter. Die Mission “Exomars“, bei der die Europäer in Zusammenarbeit mit Russland 2020 einen Rover auf dem Mars landen wollen, bekam 440 Millionen Euro zusätzlich zugesprochen. Die mit großer Spannung erwartete Landung der ESA-Mars-Sonde “Schiaparelli” am 19. Oktober 2016 ist hier sicher vielen noch im Gedächtnis. Bekanntlich schlug diese auf dem Mars auf und explodierte dabei wahrscheinlich, so dass die Mission ein zu einem Fehlschlag wurde. Diese gescheiterte Lander-Mission war Teil der Mission “Exomars”, deren Fortführung nun also gesichert ist.

Chance vertan?

Millionen und Milliarden Euro und Dollar werden im wahrsten Sinne des Wortes in den Himmel geblasen. Da müssen auch die größten Weltraum-Enthusiasten der Weltraumbehörden Abstriche machen. Das war schon immer so und wird immer so sein. Aber hat die ESA mit ihrer Sparmaßnahme an der “Asteroid Impact Mission” eine echte Chance vertan? Eine Chance zur Rettung des Planten und der gesamten Menschheit?

Grundsätzlich ja.

Die durch die Mission gewonnen Erkenntnisse über die Beschaffenheit von Asteroiden oder auch der Entstehung des Sonnensystems einmal außen vor gelassen, wäre die AIM ein wichtiger Schritt zur Abwehr von Bomben aus dem All gewesen. Auch wenn wir wissen, dass Asteroideneinschläge bereits das Leben auf der Erde an den Rand der absoluten Vernichtung brachten, wissen wir nicht, wann es wieder soweit sein wird. “Kosmische Killer”, die fast alles höre Leben unseres Planten auslöschten, kann es aber immer wieder geben. Aber auch Einschläge kleine Killer-Asteroiden von einigen hundert Metern Durchmesser wären für die Menschheit je nach Einschlagsort verehrend. Und solche Himmelskörper gilt es eben abzuwehren um uns auf der Erde vor solchen Katastrophen zu schützen.

Das Ende der Welt - So will die NASA den Weltuntergang verhindern (Bilder. NASA / Montage: L. A. Fischinger)
Das Ende der Welt – So will die NASA den Weltuntergang verhindern (Bilder: NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Ein zehn Kilometer großer Brocken aus dem All, ein sogenannten “Planeten-Killer”, muss ebenso abgewehrt werden, wie ein Asteroid mit “nur” 100, 300 oder 1000 Meter Durchmesser. Wie das geht, wissen wir in der Theorie sehr genau. Eben zum Beispiel dadurch, dass man die Umlaufbahn dieses Objektes dadurch ändert, dass ein Projektil auf diesen geschossen wird. Wenn genug Zeit bis zum Impakt bliebe, könnte schon eine geringe Änderung der Flugbahn dieses Asteroiden dafür sorgen, dass er die Erde verfehlt.

AIM wäre zu einer derartigen Maßnahme ein Schritt gewesen. Natürlich nicht der einzige zur Rettung unserer Zivilisation, da es eine ganze Reihe Überlegungen zur Asteroiden-Abwehr gibt. Grundsätzlich haben wir diese Technologien auch schon, wobei aber eben die praktischen Erprobungen fehlen. Ob in 100 Jahren, in 1000 Jahren oder in nur 10 Jahren eine solche Gefahr auf die Erde zu rast: sie wird es eines Tages wieder.

Für Schwarzmalerei ist jedoch kein Platz. Andere Missionen werden folgen und AIM ist auch nicht für immer und ewig begraben, wie es nach einem Asteroiden-Einschlag vielleicht unsere Zivilisation wäre. Nur muss man immer im Hinterkopf behalten, dass derartige Forschungsprojekte notwendig sind, um vielleicht eines Tages die Menschheit vor dem Untergang zu bewahren.

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+++Neues YouTube-Video+++ Interview-Talk mit Robert Fleischer von Exopolitik: Von Fakes, “Akte X” und Desinformationen über Whistleblower Corey Goode und Geheimdiensten bis “Majestic 12”-UFO-Akten und Internet-Hatern.

Interview-Talk mit Robert Fleischer von Exopolitik: Von falschen Behauptungen, Desinformationen über Facebook und Geheimdiensten bis Majestic 12 und Internet-Hatern (Bild: L. A. Fischinger)
Interview-Talk mit Robert Fleischer von Exopolitik: Von falschen Behauptungen, Desinformationen über Facebook und Geheimdiensten bis Majestic 12 und Internet-Hatern (Bild: L. A. Fischinger)

Vor einiger Zeit fand, wie ich bei YouTube in einem Video und auf diesem BLOG berichtet habe, das 21. Seminar „Phantastische Phänomene“ in Bremen statt. Diesmal mit dabei war auch mein Freund und Kollege Robert Fleischer, der die Vorträge der Tagung filmte. Der Koordinator von „Exopolitik Deutschland“ und ich nutzten eine Verschnaufpause während des Seminars für einen zwanglosen Interview-Talk rund um die Mysterien der Welt. Natürlich vor allem über die UFO-Problematik und die Suche nach der Wahrheit zwischen Fakten, Fakes und Desinformationen.

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Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Robert Fleischer von Exopolitik (www.Exopolitik.org / www.Exomagazin.tv) und ich wollten eigentlich spontan ein kurzes Video zum Thema „Tierverstümmelungen“ (Animal Mutilations) drehen. Doch heraus kam ein zwangloses Gespräch über zahlreiche andere Themen aus der Welt der UFO- und Mystery-Forschung.

Von UFO-Schwindeleien und dem Skandal zu den UFO-Papieren „Majestic 12“ über Facebook als fragwürdige Informationsquelle, Whistleblower Corey Goode, Geheimdienste und (deren) Desinformationen bis zu UFO-Recherchen, geheime Basen auf Mond & Mars, “Akte X” und die Suche nach der Wahrheit.

++Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen bei YouTube.++

Der Talk zwischen Robert von Exopolitik und mir vom 5. März 2016 ist nun auf meinem YouTube-Channel online:

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Videos zu Themen rund um Leben im All, UFOs & Aliens, Rätsel im Weltraum und Mysterien im Universum auf YouTube

Leben im Kosmos, Außerirdische, UFOs und Mysterien im Weltraum
Videos zu Leben im Kosmos, Außerirdische, UFOs und Mysterien im Weltraum

Playlist von Lars A. Fischinger mit Videos zu den Themen wie Außerirdische & Aliens, Leben im Universum?, SETI, UFO-Forschung und auch UFO-Fakes und Mysterien des Kosmos. Von “geheimen UFO-Alien-Basen” und seltsamen Funden bei Google Earth über Alien-Spuren auf Mond & Mars bis vermeintliche Leichen von Außerirdischen und Entdeckungen rund um die Suche nach Leben im All …

 

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Wichtigtuer oder Whistleblower? Ein ehemaliger US-Navy-Pilot will während seines Dienstes in der Antarktis UFOs und eine Alien-Basis gesehen haben

Die Antarktis: Standort einer Alien-Basis? (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons)
Die Antarktis: Standort einer Alien-Basis? (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons)

In der UFO-Forschung machen neue Gerüchte um die Antarktis die Runde: Die Mystery-Forscherin Linda Moulton Howe berichtet, dass sie im Januar 2015 einen anonymen Teletonanruf bekam, der angeblich von einem ehemaligen Flieger der US-Navy stamme. Dieser nannte sich bereits in einer eMail am 2. Januar an Howe “Brian” und erzählte, dass er UFOs und eine “Alien-Basis” und andere sonderbare Dinge bei seinem Dienst in der Antarktis gesehen habe. Auch von einer “verbotenen Zone” am Südpol will der Informant Kenntnisse haben.

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Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die Antarktis ist und bleibt ein seltsamer und fremdartiger Kontinent mit überwältigender Landschaft. Doch neben Naturfreunden haben auch die Freunde des Phantastischen diesen Kontinent am Südende der Erde immer mal wieder im Blick. Sei es, dass dieser angeblich einst das wahre Atlantis gewesen sei, dass es dort eine Basis der Nazis inkl. “Flugscheiben” aus/seit dem Dritten Reich geben soll, oder auch, dass es dort uralte Pyramiden, UFOs usw. gibt.

UFOs über der Antarktis

Die US-UFO-Forscherin Linda Moulton Howe, die vor Jahren vor allem durch ihre Beschäftigung mit dem Phänomen der Tierverstümmelungen in den USA bekannt wurde, berichtet nun von einer weiteren Episode der Rätsel um die Antarktis. Sie habe, so schreibt sie umfangreich auf ihrer Internetseite, am 2. Januar dieses Jahres eine eMail erhalten, bei dem sich der Absender als

Die Antarktis - gibt es hier tatsächlich UFOs und eine Alien-Basis? (Bild: gemeinfrei)
Die Antarktis – gibt es hier tatsächlich UFOs und eine Alien-Basis? (Bild: gemeinfrei)

“Brian” und Ex-US-Navy-Pilot ausgab. Mit diesem habe sie daraufhin auch ein Telefon-Interview geführt, das ebenso auf ihren Webseiten zu finden ist. Dieser Informant berichtete, dass er bis 1997 bei der Navy-Einheit “Antarctic Development Squadron Six” (VXE-6) als Pilot in der Antarktis seinen Dienst tat, und dabei hunderte Flüge und Missionen in/über der Antarktis mit seiner Maschine absolvierte. Beispielsweise auch auf der australischen “Davis Station” (Prinzessin Elisabeth Land) an der Küste der Antarktis. Doch seine Dienstzeit am Ende der Welt sei alles andere als normal gewesen:

In seinem Anruf erzählt “Brian” der UFO-Forscherin Howe auch von Begegnungen mit UFOs, die er und seine Flugbesatzung im Dezember 1995 gemacht hätten. Zu dieser UFO-Sichtung sei es bei einem Flug an einem wolkenlosen Tag unweit des Beardmore-Gletschers in den Transantarktischen Bergen gekommen. Er und seine Crew konnten dabei plötzlich sonderbare “Scheiben” am Himmel fliegen sehen, sie sehr seltsame und abrupte Flugmanöver um die Berge vollführten. Solche UFO-Sichtungen kamen seinen Aussagen nach in der Antarktis sogar öfter vor.

Eine andere Story, die Howe von ihrem Anrufer erfuhr, war, dass zahlreiche Wissenschaftler aus  einer Station im antarktischen Marie Byrd Land plötzlich spurlos aus ihrer Basis verschwunden sein sollen. Erst zwei Wochen später, als “Brian” den Auftrag bekam, dort nachzusehen, seien diese wieder aufgetaucht, woraufhin er diese nach Neuseeland geflogen habe. Wo diese Forscher in den zwei Wochen waren, sagten sie ihm nicht. Aber er habe in ihren Gesichtern deutlich erkennen können, dass alle große Angst gehabt hätten.

Außerirdische am Südpol?

Das Seltsamste an diesem Anruf ist aber mit Sicherheit die Geschichte, dass es unweit des Südpols eine Art “Alien-Basis” geben soll. Diese UFO-Basis befinde sich in einer Flugverbotszone, die bis zu 15 Kilometer vom Südpol entfernt liegt und deren Existenz von offizieller Seite damit begründet worden sei, dass Wissenschaftler dort Luftanalysen durchführen würden. Geglaubt habe jedoch niemand der Piloten und Mannschaften diese Erklärung.

Wieder eine vermeintliche UFO-Basis bei Google Earth gefunden - diesmal im Himalaya (Bild: Google Earth / L. A. Fischinger)
VIDEO: Wieder eine vermeintliche UFO-Basis bei Google Earth gefunden – diesmal im Himalaya (Bild: Google Earth / L. A. Fischinger)

Als der angebliche US-Navy-Pilot “Brian” mit seiner Mannschaft jedoch bei einer Evakuierung des Lagers “Davis Camp” der Australier beteiligt war, überflogen sie dennoch auch die Flugverbotszone. Bei dieser Gelegenheit haben er und seine Crew ein riesiges Loch im Eis gesehen, in das er von der Größe her sogar mit seinem Flugzeug hätte fliegen können.

Seine Maschine war bei dieser medizinisches Evakuierung der australischen Station wie üblich eine Transportmaschine vom Typ “C 130” gewesen. Tatsächlich ist dieses bekannte Transportflugzeug der Firma “Lockheed” auch in der Antarktis im Einsatz und hat nach den Angaben der US-Navi eine Flügelspannweite von rund 40 Metern und eine Höhe von etwa 11,5 Metern. Würde also dieser ominöser Anrufer die Wahrheit sagen, wäre das fragliche “Loch im Eis” gewaltig!

Wurde eine gewaltige UFO-Basis auf dem Meeresbodengefunden? (Bild: L. A. Fischinger / WikiCommons)
VIDEO: Auch hier soll es sie geben: Eine UFO-Basis auf dem Meeresboden vor Los Angeles! (Bild: L. A. Fischinger / WikiCommons)

Dieses “Loch”, so wusste “Brian” weiter zu erzählen, war jedoch in Wahrheit eine Art Eingang zu einer unterirdischen UFO-Basis. Das sei natürlich auch der wahre Grund für die Flugverbotszone in dieser region. In dieser UFO-Basis würden “Aliens, Extraterrstrische oder was auch immer” mit irdischen Wissenschaftlern gemeinsam arbeiten, was bekanntlich auch von der “Area 51” in Nevada gemunkelt wird. Die Alien-Basis unweit des Südpols sei aber auch ein offenes Geheimnis gewesen, da verschiedene Flugbesatzungen und Forscher dort über diese auch gesprochen haben …

“Brian”: ein Wichtigtuer oder echter Whistleblower?

Das klingt alles schon sehr verrückt. Ein wenig “Alien vs. Predator” gemischt mit einer ja angeblich existierenden Nazi-Basis im ewigen Eis und einer Art “neuen Area 51” am Südpol. Ob an den Geschichten dieses Informanten irgendetwas dran ist, ist mit Sicherheit fraglich und Glaubenssache.

Interessant aber ist der Umstand, dass Linda Moulton Howe auf ihren entsprechenden Seiten auch ein Foto veröffentlichte, das diesen “Brian” am Südpol zeigen soll. Dabei ist auch sein Gesicht erkennbar. Ist das nicht etwas “riskant”, wenn er sich schon eines Pseudonyms bemächtigt? Ebenso veröffentlicht ist das Bild eines Dokumentes der US-Navy vom 20. November 1984, dass angeblich “Brians” Tätigkeit in der Antarktis belegt. Der Name, für wen das Papier tatsächlich ausgestellt wurde, ist jedoch entfernt.

Artikel von D.D. Fisher - ihn gab es 1984 in entsprechender Funktion ... (Bild: L.A. Fischinger)
Artikel von D.D. Fisher – ihn gab es 1984 in entsprechender Funktion … (Bild: L.A. Fischinger aus”Antarctic Journal of the U.S.” )

Die Unterzeichner des des Dokumentes sind hingegen offen zu lesen. Zum einen ist es ein Brian Shoemaker von der “Naval Support Force Antarctica” der USA, nicht nur tatsächlich zur fraglichen Zeit (1984) existierte, sondern offensichtlich auch eine entsprechende Funktion in der Antarktis hatte. Der andere Unterzeichner ist der kommandierende Offizier D. D. Fisher, der ebenfalls real ist (oder es zur fraglichen Zeit zumindest war). Dieser Fisher hat 1985 über die Arbeiten der Navy am Süpol sogar den Beitrag “U.S. Navy Antarctic Development Squadron Six activities, 1984-1985” im “Antarctic Journal of the U.S.” Nr. 20(5), S. 267, veröffentlicht (s. Bild). Auch er ist also keine Erfindung des ominösen “Brain” …

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Raumsonde Rosetta und ihr Lander Philae: Angebliche Alien-Beweise auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko durch die ESA vertuscht?

Der Komet 67P. Aufgenommen am 3. 8. 2014 von der Raumsonde "Rosetta": Spuren von Aliens? (Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA)
Der Komet 67P. Aufgenommen am 3. 8. 2014 von der Raumsonde “Rosetta”: Spuren von Aliens? (Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA)

Bahnt sich eine Verschwörung an? Derzeit freuen sich Astronomen weltweit über den Erfolg der ESA-Raumsonde “Rosetta”, die den fernen Kometen “67P/Tschurjumow-Gerasimenko” Anfang August 2014 erreichte und (laut ESA-Plan) am 11. November 2014 den Lander “Philae” darauf absetzten soll. Doch ein “Informant” verschickte nun Raumsonden-Fotos des Kometen, die angeblich außerirdische Strukturen auf 67P zeigen. Diese wurden, so weiter, aber von der ESA für die Öffentlichkeit retuschiert, um die mutmaßliche Sensation zu vertuschen.

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Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

(Update 13. 11. 2014: “Philae” ist inzwischen auf dem Kometen gelandet – von Außerirdischen hört man derzeit aber nichts …)

Verschwörungen tauchen immer wieder auf. Gerade und vor allem beim Thema “Außerirdische”, Alien-Funde auf anderen Planeten oder einfach den Mysterien der Welt. Leserinnen und Leser dieser Webseiten wissen das zu genüge. Der Nachteil an den meisten dieser Verschwörungstheorien ist der Umstand, dass sie eben verschworen sind. Ohne Zweifel wissen die “normalen Menschen” in aller Welt nicht alles von ihren Regierungen oder anderen Organisationen. Doch es gibt auch und oft überaus fragwürdige Spekulationen, die von geheimen Machenschaften von “denen da oben” sprechen. So auch eine aktuelle Verschwörung rund um die bisher sehr erfolgreiche Mission der Raumsonde “Rosetta” der Europäischen Weltraumorganisation ESA, die am 2. März 2004 gestartet wurde.

Ein Internetvideo vom 11. August 2014 zeigt Bilder des Kometen “67P/Tschurjumow-Gerasimenko”, die offensichtlich manipuliert wurden. Angeblich sind aber die von der ESA veröffentlichten Aufnahmen der Raumsonde “Rosetta” jene, die manipuliert sind. Jene Bilder, die nun aus einer mehr als fragwürdigen Quellen aufgetaucht sind und “außerirdische Bauwerke” auf dem Kometen zeigen sollen, sind die nicht manipulierten Fotos. Die ESA will uns hier einen Bären aufbinden und die ganze Sache durch retuschierte Sonden-Aufnahmen für die Öffentlichkeit unter dem Tisch kehren. Zahlreiche Aufnahmen aus dem All sollen bekanntlich etwas Außerirdisches zeigen, ohne dass diese von der NASA oder ESA verfälscht wurden. Doch beim Kometen 67P soll es eine bewusste Unterdrückung von Alien-Beweisen gewesen sein.

Fact or Faked: Anomalien auf Mars und Mond - Künstliche Spuren und Artefakte von Außerirdischen? (Bild: NASA/JPL / L.A. Fischinger)
VIDEO: Fact or Faked: Künstliche Spuren und Artefakte von Außerirdischen auf Mars und Mond? (Bild: NASA/JPL / L.A. Fischinger)

Es fragt sich jedoch, welche Bilder in dem Internetvideo bearbeitet wurden – und von wem? Von der ESA um Alien-Basen auf dem Kometen zu vertuschen? Oder doch eher der anonyme Absender der angeblichen “Originalbilder”, auf denen man diese sehen kann? Der Absender der E-Mail mit den “echten” Bildern der ESA blieb anonym und ist nicht auffindbar.

Damit bleibt abzuwarten, ob sich diese “Enthüllung” weiter verbreiten und der “Informant” ausfindig gemacht wird …

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