^

Search Results for: All besiedeln

Das Rätsel der gravierten Muschel von Red Crag: Stammt das älteste Kunstwerk der Menschheit aus Großbritannien? +++ Artikel +++

Teilen:
Stammt das älteste Kunstwerke der Menschheit aus Großbritannien? (Bilder: gemeinfrei / H. Stopes)
Stammt das älteste Kunstwerke der Menschheit aus Großbritannien? (Bilder: gemeinfrei / H. Stopes)

Die Entwicklung der Menschheit ist ein Stammbaum von Irrungen und Wirrungen. Von Fakten, Vermutungen, neuen und verworfenen Erkenntnissen und Entdeckungen und Spekulationen. Einig ist sich die Wissenschaft dabei, dass die ältesten Kunstwerke unserer Urahnen vor bis zu 100.000 Jahren in einer Höhle in Südafrika gefertigt wurden. Ältere Funde künstlerischer Art sind bisher unbekannt bzw. noch nicht entdeckt. Doch ein Fund aus dem Südosten von Großbritannien, der bereits 1881 bekannt gemacht wurde, sprengt solche Datierungen. Es handelt sich um eine einfache kleine Muschel, auf der ein ebenso einfaches Gesicht geritzt wurde und bis zu 2,5 Millionen Jahre alt sein soll. Zu dieser Zeit gab es nach der etablierten Lehrmeinung weder in Großbritannien Menschen, noch irgendwo anders auf unseren Planeten eine entsprechen Spezies. Wie passt das zusammen? In diesem Artikel soll der Geschichte um diese Muschel mit dem “Smilie-Gesicht” vom Red Crag genauer nachgegangen werden. Denn dieses Fundstück wirft weit mehr Fragen auf, als es beantworten könnte!


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Der Stammbaum der Menschheit

Wie alt „die“ Menschheit an sich wirklich genau ist, kann bis heute niemand verbindlich sagen. Die Forschung auf dem Gebiet der Archäologie und Anthropologie steht bekannt niemals still. Und so machen emsige Forscher seit Jahrhunderten immer wieder Funde und Entdeckungen, die die Geschichte der Menschheit neu schreiben. Zum Beispiel durch Ausgrabungen von spektakulären Objekten kaum geahnten Alters. Aber auch durch Fundobjekte, die die Entwicklung unseres Spezies sowie unserer Ahnen in einem neuen Licht erscheinen lassen.

Bei diesen Forschungen werfen die Wissenschaftler mit Millionen von Jahren um sich. Von den frühsten primitiven Vorfahren bis zum heutigen Menschen liegen viele Millionen Jahre. So wird die Gattung Orrorin (entdeckt in Kenia) zu einem der frühsten Vorfahren der Hominden gezählt und mit einem Alter von bis zu über 6 Millionen Jahren angegeben. Die afrikanische Gattung Australopithecus wiederum existierte vor rund  4 bis 2 Millionen Jahren. Und auch diese affenähnlichen Wesen reihen sich in den Stammbaum des Menschen ein. Eben sowie der berühmte Homo Erectus oder der Homo Rudolfensis.

„Intelligenz-Sprung“

Irgendwann, Forscher sprechen hier von einem Zeitraum von vor 300.000 bis 200.000 Jahren entwickelte sich letztlich auch der Homo Sapiens. Also wir. Von Ostafrika machten sich unsere Urahnen schließlich auf, den gesamten Planeten zu besiedeln. Vor mindestens 1,2 Millionen Jahren erreichten erste Siedler der Gattung Homo auch Europa (Spanien) und der Homo Sapiens hatte vor mindestens 45.000 Jahren ganz Europa erobert. In Nachbarschaft mit dem berühmten Neandertaler.

Natürlich steht die Erforschung unserer Herkunft nicht still. Von affenartigen Urahnen bis zum Menschen von heute sind es gigantische Schritte, die von Wissenschaftlern immer wieder neu bewertet oder durch neu Funde ergänzt und undatiert werden. Ganz ohne Streitigkeiten und zum Teil hitzige Debatten geht es dabei natürlich nicht zu

Bei einer Sache innerhalb der Entwicklung des modernen Menschen sind sich die Experten jedoch einig: Irgendwann wurden unsere Ahnen zu dem, was wir menschlich nennen. Sie fertigen Kunst und Schmuck in vielerlei Art und Form an, beerdigten ihre Toten und entwickelten dazu einen „Jenseitsglauben“ und sie kümmerten sich um ihre kranken und verletzten Sippen-Mitglieder.

Dieser „Intelligenz-Sprung“ ist durch zahllose Funde recht gut belegt. Die Ursache wiederum kennt niemand.

Die älteste Kunst des Menschen?

Nichtsdestotrotz können die emsigen Forscher diesen „Klick“ in den Gehirnen unserer Ahnen ihrer Meinung nach recht gut datieren. Und zwar durch eine Vielzahl von zweifellos erstaunliche Ausgrabungen den der „Blombos-Höhle“ in Südafrika. Hier haben die Ausgräber seit 1991 zahlreiche Spuren der ersten menschlichen Kunst überhaupt gefunden. Vor allem die Forschungen und Veröffentlichungen von Christopher S. Henshilwood und seinem Team sorgten in Forscherkreisen immer wieder für Sensationen.

In einer Veröffentlichung („Science“, Bd. 295, 2002) berichtete Henshilwood von solchen spektakulären Funden, die erstmals die Fachwelt elektrisierten. Kunstwerke, die auf ein Alter von 77.000 Jahre datiert wurden, haben er ein Team in der Höhle gefunden, so Henshilwood 2002. Damit waren diese Funde wesentlich älter als alle, die man zuvor entdeckt hatte.

Weitere Funde und Veröffentlichungen von  Henshilwood und anderen Forschern folgten (z. B. in „Journal of human Evolution“, Nr. 1/2009 & „Nature“, 12. September 2018), die von den ersten Kunstobjekten der Menschheit sprachen. Unter anderem fanden sich darunter Gehäuse von Meeresschnecken, die vor 75.000 Jahren absichtlich durchbohrt wurden. Sie dienten wahrscheinlich als Ketten oder Anhänger. Diese Funde waren eine Sensation, da die früheren Belege dieser Art Urzeit-Kunst bis zu dieser Entdeckung erst 20.000 Jahre alt waren!

Im Jahr 2011 veröffentlichten die Forscher um Henshilwood eine erneute Sensation („Science“, Bd. 334, 2011). Darin hieß es, dass es ihnen gelungen sei 100.000 Jahre alte Schneckenschalen zu identifizieren, die einst als Behältnis für Ockerfarbe gedient haben. Auch dies gilt als Nachweis für frühe Kunst bei unseren Ahnen in Südafrika. Es ist der (bisher) älteste Fund dieser Art überhaupt.

Stimmt das alles so?

In der Grenzwissenschaft und „alternativen Geschichtsforschung werden solche Funde und Datierungen wie aus der „Blombos“ vielfach belächelt. Was sind schon 100.000 Jahre Kunstgeschichte der damit abstrakt denkenden Menschheit, wenn es Millionen Jahre alt Funde von Menschen gibt? Zum Beispiel angeblich versteinerte Fußspuren von Humanoiden in geologischen Schichten, die eigentlich aus den Tagen der Dinosaurier stammen. Denn vor dutzenden Millionen Jahren hat es offiziell keine Menschen oder menschliche Vorfahren gegeben. Die Saurier starben vor rund 65 Millionen Jahren aus. Da existierte nichts auf diesen Planten, was auch nur irgendwie menschlich aussah. Was sind da im Vergleich 100.000 Jahre?

Das gilt auch für immer wieder in der grenzwissenschaftlichen Diskussion auftauchenden künstlichen Objekte, die Millionen Jahre alt sein sollen oder könnten. Beispielsweise gefunden in Bergwerken, worüber ich an anderen Stellen berichtet habe (s. z. B. HIER, HIER & HIER).

Die etablierte Wissenschaft lehnt diese Themen oder Diskussionen rund weg ab. Erst der Untergang der Saurier bahnte bekanntlich nach der Lehrmeinung den Weg für die Entwicklung des Menschen. Und doch wurde ein Fund auch von der anerkannten Forschung durchaus diskutiert. Auch wenn die meisten Forscher diesen ablehnten und er nur bis zu 2,5 Millionen Jahre alt zu sein schien.

Die Muschel vom Red Crag

Es handelt sich hierbei um eine vollkommen unspektakulär aussehende Muschel, die in der „Red-Crag-Formation“ bei dem Ort Walton-on-the-Naze an der östlichen Nordseeküste von England 1880/1 entdeckt wurde. Ein Gebiet, das bis heute vor allem bei schönen Wetter und nach Sturmfluten von Fossiliensammlern geradezu überrannt wird.

Auf dieser Muschel kann man ein einfaches aber klar zu identifizierendes Gesicht erkennen, dass jemand in die kleine Muschel geritzt hat. Eine primitive Schnitzerei, die an einen modernen Smilie oder eine Halloween-Fratze in einem Kürbis erinnert. Oben sieht man ein kleines Loch, welches vermuten lässt, dass das Objekt irgendwo dran befestigt wurde. Vielleicht als eine Art Kettenanhänger, wie die Meeresschnecken aus der „Blombos-Höhle“.

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Aufgrund des Fundortes „Red Crag“ wäre sie 2 bis vielleicht sogar 2,9 Millionen Jahre alt. Das hätte ungeahnte Folgen für die Geschichte der Menschheit. Nicht nur, da dieses Kunstwerk damit mindestens 20-mal älter als die Funde in der „Blombos-Höhle“ im fernen Südafrika wäre. Das Objekt würde auch die Besiedlungsgeschichte Europas vollkommen über den Haufen werfen. Von der Tatsache, dass es vor 2 Millionen Jahren keine Menschen in England gab, die solche Kunst hätten schaffen können, einmal ganz zu schweigen.

Bekannt machte die Muschel 1881 Henry Stopes, ein Mitglied der „Geological Society“, auf einem Meeting der „British Association for the Advancement of Science“. Doch statt Anerkennung oder wenigstens eine offene Diskussion wurde die gravierte Muschel von der damaligen Fachwelt abgelehnt. Da es in derart ferner Vergangenheit noch keine Menschen mit solchen Fertigkeiten gab, so hieß es damals, können auch die Muschel mit dem Gesicht nicht aus dieser Zeit stammen. Vielleicht, so wurde auch argumentiert, kam sie später „irgendwie“ in die „Red-Crag-Formation“.

Möglich sei aber ebenfalls, dass die Muschel zwar so alt sei, aber das Gesicht später von irgendwem dort hinein gebracht wurde …

Dem Spott zum Trotz

Dr. Marie C. Stopes, die Tochter von Henry Stopes, die als Geologin und Paläobotanikerin ab 1902 eine zur damaligen Zeit einmalige wissenschaftliche Karriere machte, vergeigte die Entdeckung ihres Vaters vehement. Die international beachtete und ausgezeichnete Forscherin verwies in verschiedenen Veröffentlichungen darauf, dass die Muschel keine Fälschung sei und enorm alt sein muss. So schrieb sie im Juni 1912 in einem Artikel in „The Geological Magazine“ (vol. 9, Nr. 6) unter anderem:

Es ist zu beachten, dass die eingeritzten Stellen ebenso tief rotbraun gefärbt sind wie der Rest der Oberfläche. Dies ist ein wichtiger Punkt, denn wenn die Oberflächen der Red Crag-Muscheln zerkratzt sind, zeigen sie darunter einen weißen Untergrund. Es sollte auch beachtet werden, dass die Muschel so empfindlich ist, dass jeder Versuch, sie jetzt zu schnitzen, sie zerbrechen würde.“

Auch rund 150 Jahre nach der Entdeckung dieser seltsamen und mutmaßlichen viel zu alten Muschelschale ist das Rätsel darüber noch immer nicht gelöst. Obwohl Dr. Stopes vor einem Jahrhundert das Fundstück ihres Vaters und seine Interpretation verteidigte, wird es bis heute kaum beachtet. Erschwerend kommt hinzu, dass die Herkunft des umstrittenen Objektes nicht eindeutig dokumentiert ist. Eine ordentliche Dokumentation ist fraglos eine Voraussetzung, wenn irgendwas die Geschichte der Menschheit umschreiben soll.

Selbst eine fast schon besessene Leidenschaft für eine Menschheit in dieser Epoche der Erdgeschichte spricht man Henry Stopes heute zu.

Ein Entdecker “wie Kapitän Ahab”

So zumindest der Archäologe Dr. Francis Wenban-Smith von der Universität von Southampton in einer umfangreichen Veröffentlichung im „Journal of the Lithic Studies Society“ („Lithics“, Nr. 30, 2009):

Wie bei Kapitän Ahab scheint es jedoch einen besonderen Wahnsinn gegeben zu haben – seine Sammelleidenschaft und seine Leidenschaft für seinen eigenen Weißen Wal des Tertiären Menschen (…)“

Wenban-Smith ist in seinem Artikel überzeugt, dass die Muschel erst nach der Versteinerung bearbeitet worden sein. Er widerspricht damit also klar den Aussagen von Stopes und seiner Tochter. Nach Einschätzung von Wenban-Smith stamme das Objekt zwar tatsächlich aus der „Red-Crag-Formation“, sei aber viel später dort hinein gelangt. Das Material habe sich seiner Meinung nach in einem sogenannten Talus Millionen Jahre später um die Muschel gelegt. Das erkläre die typischen Spuren des Materials innerhalb der Gravur oder Ritzung.

Mehr noch, denn der Forscher geht in seinem, Bericht soweit zu vermuten, dass die Muschel vielleicht von einem mittelalterlichen Christen angefertigt wurde. Eine Art Pilgerobjekt, das er mit Jakobsmuscheln vergleicht, die von mittelalterlichen Pilgern auf ihre Kleidung genäht wurden. Hier nennt Wenban-Smith als Beispiel die frommen Pilger auf dem bekannten Jakobsweg. Er betont auch, dass die Gläubigen solche Talismane mit Absicht so vergruben, dass sie auf das Meer blicken. „Red Grag“ liegt bekanntlich an der Küste von Essex.

Ob seine Analyse zutrifft, weiß aber auch Wenban-Smith am Ende seiner detaillierten Untersuchung zu sagen. Die einfache und fast schon kitschige Darstellung des Gesichtes könnte auch für eine schlichte Fälschung sprechen, glaubt er. Vielleicht von Stopes selber, vielleicht von dem ominösen Sammler, von der er das Objekt bekommen haben will. Vielleicht auch von einer ganz anderen Person. Ob irgendwer damals den Stammbau der Menschheit “manipulieren” wollte, ist natürlich nicht weniger unklar.

Dass die umstrittene Muschel gefälscht sein soll, nur da das Gesicht darauf zu kindlich dargestellt erscheint, ist wohl kein Argument. Immerhin haben unsere urzeitliche Vorfahren zu allen Zeiten und in allen Teilen der Erde einfache, primitive und „kindliche“ Kunstwerke und Bildnisse geschaffen.

Ein Fake oder ein Irrtum?

Gleichzeitig kann Wenban-Smith nicht belegen, dass die Muschel von Stopes so was wie ein frommer Talisman war. Weder von Christen aus dem Mittelalter – noch von irgendwelchen Menschen, die beispielsweise in der Steinzeit Großbritanniens lebten.

Nach heutigen Maßstäben hat aber weder Henry Stopes noch seien Tochter Jahrzehnte später wissenschaftlich belegt, dass die gravierte Muschel Millionen von Jahre alt ist. Besser gesagt, dass die Gravur des Gesichtes darauf ein derart enormes Alter hat.

„Die ersten Menschenarten kamen vor über 700.000 Jahren nach Großbritannien“, schreibt zum Beispiel „GeoEssex“ auf deren Webseite. Erste Beweise für menschliche Aktivitäten in der fraglichen Region stammen „aus einer Zeit vor etwa 400.000 Jahren“. Verschiedene Eiszeiten und Kälteperioden „führten dazu, dass sich die Menschen aus Großbritannien zurückzogen und zurückkehrten, als sich das Klima verbesserte“. Feuersteinwerkzeuge und „wunderschön gefertigte Handäxte“ seien Belege für diese menschlichen Besiedelungen. In dem rund 2 Millionen Jahre alten „Red Crag“ wiederum finden sich keine Spuren von Menschen. Zumindest werden keine erwähnt, wenn es von „GeoEssex“ zum Beispiel heißt:

Der rot gefärbte Sand, der kurz vor der heutigen Eiszeit abgelegt wurde, strotzt nur so vor fossilen Muscheln und bildet spektakuläre Schichten auf dem Londoner Lehm.

Im Roten Fels gibt es auch die Zähne von Haien, von denen Carcharodon megalodon mit einem Gewicht von rund 65 Tonnen die größte jemals lebende Haiart ist. Diese Zähne, die aus Gesteinen des Miozäns stammen und in den Roten Felsen eingearbeitet wurden, sind äußerst selten. Aber im Laufe der Jahre sind Exemplare davon am Strand aufgetaucht.“

Und so scheint die Entdeckung von Henry Stopes unlängst mehr und mehr in Vergessenheit zu geraten. Ob sie wirklich die Geschichte der Menschheit umschreiben könnte, bleibt weiter vollkommen offen.

Oder sogar eine Verschwörung?

Zumal nach Recherchen der Autoren Michael A. Cremo und Richard Dullum die seltsame Muschel heute scheinbar nicht mehr aufzufinden ist. So berichtete Cremo vor einigen Jahren in einem Artikel („Atlantis Rising Magazin“, Nr. 3/2010), „dass eine Kollektion von Artefakten aus der Sammlung von Henry Stopes einem Museum in Cardiff, Wales, übergeben worden war“. Diese Sammlung wurde später von einem Archäologen-Team der Universität von Southampton unter Francis Wenban-Smith katalogisiert.

Wenban-Smith stützt sich in seiner oben zitierten Veröffentlichung unter anderem auf Material aus dieser Sammlung von Stopes. Doch die gesuchte gravierte Muschel mit dem „Smilie“ habe sich nicht in der Sammlung befunden, wie der Forscher Cremo mitteilte.

Dullum wiederum versuchte mit Harry V. Stopes-Roe, ein Sohn von Marie Stopes, über die „International Humanist and Ethical Union“ (IHEU) in Kontakt zu kommen. Stopes-Roe war bei dem britischem Ableger der humanistische Organisationen von Menschenrechtlern, der „British Humanist Association“ (BHA), wie sie heute heißt, Vizepräsident. Doch er starb im Mai 2014, ohne dass er zuvor eine Antwort zum Verbleib der Muschel gab. Optimistisch schrieb Cremo in seinem Artikel 2010 noch:

Angesichts seiner Bedeutung für Henry Stopes und seine Tochter Marie Stopes sind wir zuversichtlich, dass die beschnitzte Muschel irgendwo im Besitz der Familie Stopes ist. Bis zu diesem Zeitpunkt hat Richard jedoch keine Antwort von Harry Stopes-Roe erhalten.

Und da Dr. Francis Wenban-Smith das Objekt nach seiner Aussage nicht in der hinterlassenden Sammlung von Henry Stopes gefunden haben will, ist sie heute schlicht verschollen. Natürlich könnte man hier schnell eine Verschwörung der Archäologie vermuten. Der ein oder andere mag dies sogar in Betracht ziehen. Immerhin hatte Wenban-Smith die Möglichkeit diesen unliebsamen Fund verschwinden zu lassen, als dieser mit seinem Team die Sammlung katalogisierte. Doch auch das wäre eine reine Spekulation …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , , , <

“Außerirdische entführen unsere Kinder”: “Seltsames” vom Buchmarkt zu UFO-Entführungen +++ YouTube-Video +++

Teilen:
VIDEO: "Außerirdische entführen unsere Kinder" - "Seltsames" vom Buchmarkt zu UFO-Entführungen (Bild: PixaBay/gemeinfrei)
VIDEO: “Außerirdische entführen unsere Kinder” – “Seltsames” vom Buchmarkt zu UFO-Entführungen (Bild: PixaBay/gemeinfrei)

Das Thema UFO-Entführungen wird immer wieder in der Gemeinschaft der Grenzwissenschaft- und UFO-Interessierten diskutiert. Hierbei wird unter anderem auch immer wieder darauf verwiesen, dass solche Erfahrungen scheinbar über Generationen hinweg und schon in Kindertagen gemacht werden. Ein selbst innerhalb der UFO-Forschung vielfach umstrittenes Thema. Jetzt jedoch fiel mir ein kleines “Buch” in die Hände, dass sich genau mit dem Thema UFO-Entführungen von Kindern zu befassen schien. Inklusive “Zeugenskizzen” der Kleinen. Doch das “Werk” stellte sich schnell als die wohl sinnloseste Veröffentlichung heraus, die jemals zu diesem Thema erschienen ist. Warum und welche Absichten dahinter stecken könnten, berichte ich Euch in einem neuen Video bei YouTube.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Sind UFO-Entführungen real oder nicht? Kann es wirklich möglich sein, dass meist angenommene Aliens Menschen zu allen möglichen und unmöglichen Zwecken entführen?

Diese Fragen stellt sich die UFO-Community und UFO-Forschung immer wieder. Und dabei wird vielfach darauf hingewiesen, dass diese UFO-Entführungen “über Generationen hinweg” stattfinden würden. Also, dass schon Kinder von vermeintlichen Außerirdischen entführt werden. Genau dazu habe ich mir kürzlich ein “Buch” bestellt.

Wie sich allerdings sehr schnell herausstellte: Es ist ein frei erfundenes “Werk”, in dem alles Fake ist. Wie bei anderen Büchern des Autors auch. Das wohl sinnloseste “Buch”, das jemals zu diesem Thema veröffentlicht wurde.

Was mag dahinter für eine Absicht stecken? Schaut selbst in diesem Video auf YouTube.

Bleibt neugierig …

Video vom 14. August 2019 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

+++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de (s. a. HIER):

Tagged , , , , , <

Vulkanausbruch auf dem Mars? Wurde nach Millionen Jahren Ruhe eine astronomische Sensation von “Mars Express” fotografiert? +++ YouTube-Video +++

Teilen:
Sensation nach 100 Millionen Jahren auf dem Mars fotografiert? (Bilder: NASA/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Sensation nach 100 Millionen Jahren von der ESA-Sonde “Mars Express” auf dem Mars fotografiert? (Bilder: NASA/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Der „Rote Planet“ zieht seit jeher Astronomen, Alien-Fans und Sternengucker in aller Welt in seinem Bann. Von der Frage nach Leben auf dem Mars, über eine einstige Zivilisation dort, bis hin zur Frage, ob die Menschheit unseren Nachbarn eines Tages besiedeln wird – der Mars ist und bleibt spannend. Auch aufgrund einer neuen Entdeckung, die Mitte September die Mars-Web-Cam der Sonde „Mars Express“ der ESA machte. Denn auf diesem Fotos ist eine an die 2.000 Kilometer lange „Rauchfahne“ zu sehen, die aus dem Vulkan Arsia Mons zu steigen scheint. Einem riesigen Schildvulkan, der eigentlich seit Millionen von Jahren als erloschen gilt. Ist der Mars also gar nicht so geologisch tot, wie es die Mars-Forschung annimmt? All das und noch viel mehr erfahrt Ihr in diesem YouTube-Video.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Kein anderer Planet in unserem Sonnensystem fasziniert die Menschen so sehr wie unser roter Nachbar.

Ein Planet, der immer wieder für spannende Entdeckungen und viel Diskussionsstoff sorgt. Wie aktuell durch Mars-Fotos von Raumsonde “Mars Express” von der ESA, die den Planeten umrundet. Hier scheint die Kamera etwas fotografiert zu haben, dass es seit 100 Millionen Jahren nicht mehr auf dem Roten Planeten gegeben haben soll: Einen Vulkanausbruch!

Wie alle Vulkane des Planeten, der als geologisch „tot“ angesehen wird, soll auch Arsia Mons erloschen sein. Aber ist der Mars tatsächlich so tot, wie bisher immer angenommen?

Belegen die Mars-Bilder der ESA mit dem „Vulkanausbruch“ nicht das genaue Gegenteil? Warum schweigen ESA und auch NASA bisher zu den seltsamen Mars-Fotos? Oder gibt es noch andere Erklärungen für die gewaltige „Rauchfahne“ aus dem Vulkan Arsia Mons?

All das und noch viel mehr erfahrt Ihr in diesem Video.

Bleibt neugierig …

Sensation nach 100 Millionen Jahren auf dem Mars entdeckt? YouTube-Video auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

+++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema “Mars” bei amazon.de:

Tagged , , , , , , , , , , , , <

Alien-Implantate und UFO-Entführungen: Werden Millionen Menschen von Außerirdischen “überwacht” oder “manipuliert”?

Teilen:
Entführen Aliens Menschen und pflanzen ihnen Implantate in den Körper? ["Objekt" von mir mit einem Grafikprogramm zur reinen Illustration eingefügt!] (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Entführen Aliens Menschen und pflanzen ihnen Implantate in den Körper? [“Objekt” von mir mit einem Grafikprogramm zur reinen Illustration eingefügt!] (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Zahlreiche Menschen aus aller Welt kennen das Thema „Entführungen durch Außerirdische“. Ein Thema, das selbst innerhalb der UFO-Forschung als sehr umstritten gilt und deshalb oft für Unbehagen sorgt. Ebenso für Unmut erregen bei diesen UFO-Entführungen Berichte von gefundenen „Alien-Implantaten“, die in den Körpern der Betroffenen entdeckt wurden. So von dem 2014 verstorben Chirurgen und UFO-Forscher Dr. Roger Leir (USA), der zu 95 Prozent sicher war, dass es sich bei diesen Implantaten um eine außerirdische Technologie handelt. Was hat es mit diesen Implantaten wirklich auf sich? Wozu sollen sie dienen und warum wird es wohl nie eine allgemein anerkannte Erklärung dieser Objekte geben? All dies erfahrt Ihr in diesem Blog-Artikel. (Update: 26. Juni 2020)


UFO-Entführungen – Entführungen durch Außerirdische?

Ab dem Jahre 1947 bekamen (durch einen Irrtum) unbekannte Erscheinungen am Himmel ihren bis heute festen Namen „UFO“ bzw. „Fliegende Untertassen“. Spätestens seit den 1950ger Jahren nun dem streiten sich UFO-Forscher, Skeptiker, Zeugen und Mystery-Autoren über die wahre Natur dieses Phänomens.

Aber das „Phänomen UFO“ ist in seiner Gesamtheit überaus vielschichtig. Etwa normalen Sichtungen von einem „Etwas am Himmel“, angebliche UFO-Landungen, die seltsamen Tierverstümmelungen oder sogar Kontakte mit Aliens und Entführungen durch diese. Schon in den 1960ger Jahren kamen in der UFO-Szene Gerüchte über eben diese Entführungen durch fremde Wesen in ein UFO auf. Damit einher gingen angeblich pseudo-medizinische Untersuchungen und andere Dinge mehr, die die Zeugen solchen UFO-Entführungen über sich ergehen lassen mussten.

Das Thema schlug weite Wellen. Etwa vergleichbar mit einem neuerlichen Medieninteresse an diesen Entführungen in den 1990ger Jahren.

Namen wie Budd Hopkins, Prof. Dr. John E. Mack, Raymond E. Fowler oder auch Prof. David M. Jacobs (a. a. Video HIER) sind bis heute bekannte UFO-Forscher, die sich den Entführungen angenommen haben bzw. hatten. Doch ein Teil dieser UFO-Entführungen ist besonders interessant, da hier die Chance bestehen könnte, das seltsame Phänomen zu beweisen: die mutmaßliche „Einpflanzung“ von Implantaten in die Entführten durch die Fremden.

Während einige UFO-Forscher sicher sind, dass die Entführten tatsächlich irgendwas erlebt haben, was weiterhin auf eine rationale Erklärung wartet, sind andere Menschen davon überzeugt, dass die Zeugen alle eine Art psychische Erkrankung haben. Wieder andere Menschen glauben, diese Entführten lügen alle mit Absicht und erfinden die Geschichten. Einige vermuten sogar reine “Sex-Phantasien” dahinter.

Andere glauben, dass hier echte Außerirdische am Werk sind, die irgendwelche Pläne mit ihrem Tun verfolgen. Vielleicht sogar schon seit Jahrtausenden. Und genau hier sind mutmaßliche Alien-Implantate in den Körpern der UFO-Entführten besonders interessant.

Alien-Implantate im Körper?

So erzählen einige der UFO-Betroffenen, dass diese Fremden sie nicht nur „untersuchten“, sondern ihnen auch Fremdkörper einpflanzten. Oder aber, dass bei Personen im Nachhinein diese Implantate eher durch Zufall im Körper entdeckt werden. Diese winzigen Objekte können dabei überall im Körper sitzen. Nicht nur, wie es der Science-Fiction-Film-Klassiker „Invasion vom Mars“ schon 1953 zeigte, im Nacken der Entführungsopfer.

Gerne deuten UFO-Interessierte diese Implantate als einen „Sender“ der fremden Besucher. Quasi wie es Tierforscher heute machen, um die Wege und Wanderungen verschiedener Tiere zu ergründen. “Big Brother aus dem All: Überwachen uns Aliens mit Funk-Implantaten?” nannte dies eine deutsche Boulevardzeitung im Sommer 2010.

Selbst als „Steuergerät“ zur direkten Manipulation der Betroffenen werden diese fremden Objekte im Körper interpretiert. Auch in dem Spielfilm „Invasion vom Mars“ haben die Marsmenschen ihren Opfern solche Geräte in den Nacken implantiert, um diese zu manipulieren und zu lenken. Das Titelbild dieses Postings ist daran angelehnt (und nicht echt). Ob an diesen Thesen und Spekulationen aber wirklich etwas dran ist – das kann niemand mit Bestimmtheit sagen und belegen …

UFO-Entführungen und der Doktor

Da aber eindeutig einige UFO-Entführte von solchen implantierten Fremdkörpern berichten bzw. diese auf Röntgenbildern später zu sehen sein sollen – ist es da nicht ganz einfach diese im Körper zu finden und sicherzustellen? Eine Reihe von Forschern ist sich sicher, dass dies auch unlängst gelungen sei. Doch sind diese Fremdkörper tatsächlich irgendeine Art außerirdischer Technologie? Oder sind es ordinäre irdische Objekte, die wie auch immer unbemerkt in den Körper der Patienten eingedrungen sind?

Die in der weiten Welt der UFO-Szene kursierenden Implantate sind winzig, nur wenige Millimeter klein. Eine offensichtliche (technische?) Funktion können wir kaum erkennen. Wir. Problematisch ist es vor allem auch, solche Stückchen wissenschaftlich untersuchen zu lassen. Wohl kein einzelner UFO-Forscher wird in der Lage sein, selber die Entfernung eines angeblichen Implantates und daraufhin eine genaue Analyse durchführen zu können.

Dr. Roger Leir aus Kalifornien war bis zum seinem Tod im März 2014 einer der wenigen, der auf eigene Faust solche Objekte aus den Körpern von Entführten entfernte. Doch auch der Chirurg Dr. Leir stand vor einem Rätsel, wie er es schon 1998 in seinem Buch “The Aliens and the Scalpel” schilderte. Ein entfernter Fremdkörper beispielsweise war magnetisch, konnte nicht „geöffnet“ werden und leuchtete unter UV-Licht gründlich. Zudem waren in dem Objekt Nervenenden eingeschlossen und der vier mal zwei Millimeter kleine Körper war mit einer Membran von Proteinen umgeben.

Sollte das Hightech von Aliens gewesen sein? Beweise für UFO-Entführungen? Oder doch nur ein eingewachsener Splitter dieser Erde? Er selber hatte keine Antwort auf die Frage, was das für ein Objekt genau sein könnte.

Was sind diese Dinger – Implantate von Außerirdischen?

Leir interessierte sich von Anbeginn (1947) an für UFO-Forschung und das Thema an sich. Im Laufe der Jahrzehnte wurde er zu dem Experten in Sachen „Alien-Implantate“ und UFO-Entführungen innerhalb der UFO-Szene. Insgesamt hat er fast 20 derartige Objekte in all den Jahren aus verschiedenen Menschen herausoperiert.

Roger Leir und sein Kollege Dr. Alex Moser waren sicher, dass sie zumindest teilweise wie nicht von der Erde wirkten. Vielmehr vermuteten sie, dass es vielleicht irgendwelche Technologien zur Kontrolle und Überwachung der jeweiligen Menschen sind, aus denen diese Objekte entfernt wurden. Der Metallurge Dr. Moser und Dr. Leir sprachen in diesem Zusammenhang von einer Art Funksignale, die diese Implantate auszusenden scheinen bzw. schienen. Ebenso von „Kohlenstoff-Nano-Röhren“, die sich bei starken Vergrößerungen zeigten.

Bei einer UFO-Konferenz unter Federführung von Stephen Bassett am 20. April 2009 im „National Press Club“ in Washington D.C. in den USA sprachen auch Moser und Leir über ihre Arbeiten. Es hieß dabei, dass nach einer Umfrage aus dem Jahr 2003 etwa zwei Prozent der US-Amerikaner mit „außerirdischen Entführungen zu tun“ hätten. Was an sich schon überaus erstaunlich zu sein scheint. Das wären bei einer Einwohnerzahl der USA von rund 317,24 Millionen Menschen über sechs Millionen Betroffene.

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Ob man diese Umfrage und das Ergebnis von 6,34 Millionen betroffenen US-Bürgern eins zu eins auf die Weltbevölkerung übertragen kann? Werden Millionen Menschen auf unseren Planeten von leibhaftigen Außerirdischen entführt? Wenn: wie viele dieser Erdenbürger haben solche Implantate? Fraglich …

Doch Leir und Moser hatten noch weit mehr zu berichten. Dr. Leir, der auch eine Reihe Bücher zur UFO-Thematik veröffentlichte, schildert beispielsweise, dass diese Objekte nicht nur irgendwie „Signale“ versenden, sondern sehr wahrscheinlich außerirdisch sind:

Es ist sehr wahrscheinlich, dass es (das Implantat, Anm. LAF) nicht irdischen Ursprungs ist. Ich sage zu 95 Prozent ist das sicher. (…) die elektromagnetischen Emissionen weisen zu 90 Prozent darauf hin, dass es sich um eine funktionelle Vorrichtung handelt.“

Beweis für eine fremde Technologie, die nicht von der Erde stammt? Das klingt ungeheuerlich.

“Fehldeutungen und Übertreibungen”

Auch wenn sich Dr. Leir in seinem Vortrag 2009 weitere und vor allem eindeutige Untersuchungen und Analysen wünschte, kam es bis heute nicht dazu. Seiner Meinung nach sind solcher Objekte “wissenschaftliche Beweise für nicht-terrestrische Experimente am Menschen”. Damit sind natürlich schlicht und einfach UFO-Entführungen gemeint. Zumindest einige seiner Objekte wurden vom “New Mexico Institute of Mining and Technology” untersucht. In diesen wurden unter anderem “häufig vorkommenden Elementen” wie Eisen oder Aluminium gefunden. Weiter verglich das Labor einige Elemente mit der Zusammensetzung von Meteoren.

Für Skeptiker ein eindeutiger Hinweis, dass Leir diesen Vergleich auf seine Außerirdischen übertragen hat.

Joe Nickell, seines Zeichens Skeptiker der gesamten UFO-Thematik und Grenzwissenschaft, bezweifelt in seinem Buch “Real-Life X-Files” (2001) diese “Alien-Implantate” grundsätzlich. Hierzu verweist er unter anderem auf Dr. Virgil Priscu aus Israel. “Kein Mysterium, keine Implantate”, so Priscu. Es seien nichts als Metallfragmente oder sogar Glassplitter, die zum Beispiel bei Stürzen oder beim Abstoßen unbemerkt in den Körper gelangten. Vielleicht sogar einfach nur durch barfuß laufen.

Bezeichnet ist es, dass nach Aussage von Priscu Leir und sein Team nicht an einer wissenschaftlichen Zusammenarbeit interessiert gewesen seien. Er habe Zwecks genauer Analysen der Stücke an einem forensischen medizinischen Institut Derrel Sims kontaktiert, der als Hypnotiseur für UFO-Entführte mit Leir arbeitete. Doch Proben oder Fotos der Implantate für eine Kooperation wurden abgelehnt. Weiter betont Nickell in seinem Buch, dass in Leirs Büro “UFO-Magazine zum Lesen für die Patienten” bereit liegen. Dazu sei es mit “Alien-Figuren mit Käfer-Augen” dekoriert.

Ein Versuch Leir zu diskreditieren oder nur der klare Hinweis, dass hier nicht “neutral” und “objektiv” gearbeitet wird? Nickell kommt zu dem Schluss, das alles “Fehldeutungen und Übertreibungen eines natürlichen Phänomens sind” und “Scherze wird es im Überfluss geben”. UFO-Entführungen an sich seien nach Nickell auch nicht real.

UFO-Entführungen, Verschwörungen und die Wissenschaft

Es gibt aber neben Irrtümern im Sinne von irgendwelchen Splittern usw. noch eine andere Interpretation dieser Fremdkörper. Einige Mystery- und Phänomene-Forscher gehen nämlich in eine ganz andere Richtung. Sie deuten diese Implantate tatsächlich als künstliche Objekte, die jedoch nicht von Aliens stammen, sondern von irdischen Geheimorganisationen, Militärs oder ähnlichem.

Demnach dienten diese Fremdkörper heimlichen Menschenversuchen, die es bekanntlich in der Vergangenheit tatsächlich sehr zahlreich gab. Hier wird eine (globale) Verschwörung vermutet, da diese Technologien der Implantate zum Beispiel der Manipulation von Menschen dienen könnten. Teilweise wird hier davon gesprochen, dass diese vermeintlich von Aliens entführten Menschen geradezu “gechipt” wurden. Von dunklen Mächten, die irgendwie mit einer “Neuen Welt Ordnung” (NWO) gemeinsame Sache machen. Vielleicht sogar, mit Blick auf die dann fraglos erstaunliche Nano-Technologie der Stücke, unter Mitwirkung von Aliens (s. a. Video HIER).

Solche Spekulationen ändern aber nichts an dem Umstand, dass Leir diese Objekte aus Menschen herausoperierte. Sie sind also erst mal da und durch eine Verschwörung von Geheimorganisationen auch nicht erklärt. Ebenso ändert diese „Verschwörungs-Deutung“ nicht viel an den Umstand, dass Dr. Roger Leir und sein Kollege Dr. Alex Moser nach ihren Untersuchungen zu 95 Prozent sicher sind, „dass es nicht irdischen Ursprung ist“.

Ob sie von Aliens aus dem Kosmos stammen oder von einer Geheimorganisation im Sinne einer NWO, spielt keine Rolle: In beiden Fällen wären sie technologisch. Ob sich unter den Glas- und Metallsplittern aus den Patienten wirklich echte Implantate befinden? Nur eine unabhängige Analyse oder wissenschaftliche Untersuchungskommission könnte das belegen. Meiner Meinung ist es fraglich, das so was jemals durch anerkannte Methoden, Institute und Experten in die Tat umgesetzt wird.

Und ein wissenschaftlich klares Ergebnis kann, je nachdem, wie es dann ausfällt, wieder als Teil einer Verschwörung interpretiert werden. Schnell wird es heißen: Die Untersuchungen und Resultate wurden manipuliert, um das eine oder andere Geheimnis von der Weltöffentlichkeit weiter zu verbergen …

Nachtrag vom 27. März 2014, 19:15 Uhr

Da man mir unterstellte, dass ich hier irrtümlich ein ungeprüftes Fake-Bild eines “Implantates” als Titelbild einfügte – obwohl im Artikel klar geschrieben wurde, dass das Bild nicht echt ist! – der Hinweis:

Das “Objekt” im Nacken des Schädels ist von mir selber zur reinen Illustration mit einem Grafikprogramm eingefügt worden. Es kann damit auch nicht irgendwo vorher im Zusammenhang mit dem Thema UFO-Entführungen aufgetaucht sein. Die Bildunterschrift habe ich dahingehend in [ ] angepasst.

Nun sollten eventuelle “Verwirrungen” (Unterstellungen) ausgeschlossen sein. Danke.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , , , <

Buzz Aldrin, der zweite Mann auf dem Mond, fordert den Aufbruch in das Universum

Teilen:

Der “Apollo 11”-NASA-Astronaut Buzz Aldrin, der als zweiter Mensch den Mond betrat, fordert in dem Magazin “Technology Review” den Aufbruch der Menschheit in das All. Ganz richtig appelliert der NASA-Held an die Vernumpft der gesamten Menscheit: “Wollen wir das Überleben unserer Art sichern, müssen wir einen überfälligen Schritt wagen, so wie es unsere Vorfahren vor langer Zeit taten. Wir müssen neue Welten erkunden und besiedeln.”

In dem Artikel “The Imperative to Explore” (vom 24. Oktober 2012)  fordert der Ex-Astronaut, dass die Menschheit mehr Kräfte für eine Art “Ausdehnung in den Kosmos” aufwenden soll. Seit den Landungen auf den um die Ecke liegenden Mond “haben wir leider kaum Fortschritte auf diesem Weg gemacht”, schreibt Aldrin ganz richtig.

Auch meiner festen Überzeugung nach – und die Zukunft wird mit ohne Frage recht geben (wenn die Menschheit nicht vorher verschwindet) – muss die Menschheit in das All expandieren. Wenn sie überleben will! Darüber habe ich mir schon in meinem ersten Buch 1996 Gedanken gemacht.

Auf geht´s …


Links:

Zum Thema:

Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.
(Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)

www.Youtube.com/FischingerOnlineDER MYSTERY-VIDEO-CHANNEL
<
How to whitelist website on AdBlocker?

How to whitelist website on AdBlocker?

  1. 1 Click on the AdBlock Plus icon on the top right corner of your browser
  2. 2 Click on "Enabled on this site" from the AdBlock Plus option
  3. 3 Refresh the page and start browsing the site