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Unsichtbare Riesen und „Wesen eines anderen Sterns“: Neue Spuren der Prä-Astronautik in der Sagenwelt und ein Whistleblower +++ Artikel +++

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Unsichtbare Riesen und die Wesen eines anderen Sterns (Bild: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Unsichtbare Riesen und die “Wesen eines anderen Sterns” (Bild: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Prä-Astronautik-Autoren wie ich suchen schon Jahrzehnte nach Spuren mutmaßlicher Astronautengötter in alten Schriften und Überlieferungen. Der Schwerpunkt liegt hier auf religiösen Mythen, die von “Wesen aus dem Himmel” erzählen. Aber auch Berichte über Riesen oder Giganten der Vorzeit, die laut weltweiter Mythologie einstmals auf der Erde lebten, finden in diesem Zusammenhang Beachtung in der Prä-Astronautik. Von dem nordischen  Gott Thor mit seinem Hammer “Mjölnir” über die Gewaltigen der Bibel bis zur Welt der Märchen und Überlieferungen verschiedenster Völker rund um den Erdball – überall wird von Riesen erzählt. Doch besonders spannend wird es für einen Mystery-Jäger, sobald diese Recken in der Sagenwelt konkret mit Außerirdischen in der Verbindung gebracht werden. Von genau solchen angeblichen “Märchen”  über Wesen von anderen Sternen und Riesen, die sich sogar unsichtbar machen konnten, sowie von einem “Whistleblower der Folklore” erfahrt Ihr in diesem Artikel …


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Am 15. September 2017 veröffentlichte ich auf diesem Blog den Artikel „So rasch wie der Wind“. Darin geht es um mutmaßliche Zusammenhänge zwischen Geschichten von Feen und anderen Wesen aus Sagen und Märchen und der Prä-Astronautik bzw. UFO-Forschung. Konkret im genannten Artikel um ein Beispiel einer „Entführung“ eines Menschen durch Feenmänner.

Ich hatte das Thema „Unsichtbarkeit“ in Sagen, Mythen und Märchen darin bereits angesprochen und auch mit einem biblischen Beispiel etwas erweitert. Doch wie im Artikel bereits angekündigt, möchte ich an dieser Stelle daran anknüpfen.

Zumal auch der spätere Blog-Artikel „Die Wunder von Fatima 1917: Marienerscheinungen die (fast) keiner sah“ genau dies zum Thema hatte.

Unsichtbar

Sicher hat jeder Mensch sich schon einmal gewünscht unsichtbar zu sein. Einige wären gerne für andere nicht zu sehen um „Mäuschen zu spielen“ und wieder andere Menschen wären es gerne, um kriminellen Machenschaften nachzugehen. Auch Hollywood hat natürlich dazu mehr oder weniger schlechte Filme und Serien produziert, die mit diesen Träumereien spielen. Keine Person kann sich einfach so „unsichtbar“ machen; zumindest habe ich noch keinen Unsichtbaren gesehen …

Für das Militär wäre eine solche „Tarnkappe“ von ungeahntem Nutzen. Tatsächlich forscht man an derartigen Techniken, die nicht nur auf „feindlichem Radar“ Kriegsgerät unsichtbar machen sollen. Vielmehr soll eine optische Unsichtbarkeit eines physisch vor einem stehenden Objektes erreicht werden. Beispielsweise durch die Projektion der Rückseite auf die Vorderseite des Objektes, auf die gerade geschaut wird.

Das alles ist bis heute noch Utopie bzw. befindet sich in primitiven Anfangsstadien der Entwicklungen und theoretischen Überlegungen. Wie so oft war es aber in der Vergangenheit vollkommen anders. Da war diese „Technik“ fast schon alltäglich und wohl bekannt, da sich die unterschiedlichsten Wesen unsichtbar machen konnten. Die Wesen der Folklore konnten das ebenso wie Götter, Engelwesen oder Dämonen. Zumindest erzählen das unsere Vorfahren in ihren Mythologien und Überlieferungen.

Wunschdenken der Vergangenheit?

Unsichtbarkeit in alten Berichten vergangener Völker und Kulturen?! Warum, so kann man hier fragen, sollten unsere Vorfahren sich nicht auch wünschen, dass sie sich unsichtbar machen können?

VIDEO: Monster, Mythen und Mysterien: Urlaubsinsel Sylt jenseits von Promis, Party & Prosecco (Bild: L.A. Fischinger)
VIDEO: Monster, Mythen und Mysterien: Urlaubsinsel Sylt jenseits von Promis, Party & Prosecco (Bild: L. A. Fischinger)

Das ist eine berechtigte Frage und bestimmt haben sich Menschen vergangener Tag das auch mal gewünscht. Eben nicht anders als heute.

Dabei gibt es aber ein Problem: Durchforstet man all die Sagen und Märchen über Feen, Elfen, Trolle etc., in denen Unsichtbarkeit vorkommt, waren es genau diese Wesenheiten, die diese Fähigkeit bessern haben sollen. Bei Mythen oder religiösen Schriften der Vergangenheit sieht nicht anders aus. Auch hier waren es nicht Menschen, die sich unsichtbar machen konnten, sondern Gott & Co. Es gibt Ausnahmen, aber in der Regel war diese „Begabung“ ausschließlich ein Privileg von Wesen, die nicht von der Erde kamen oder besser gesagt keine Menschen waren.

Warum also sprechen solche Geschichten in den allermeisten Fällen diese Fähigkeit ausnahmslos anderen Wesen und nicht irgendwelchen Menschen zu? Es wäre eigentlich zu erwarten, wenn sich Menschen immer mal wieder gerne vorstellen, dass man sie nicht sehen kann …

Riesen und Außerirdische

Erzählungen und Texte über Riesen, Titanen, Hünen oder Giganten gibt es in allen Teilen der Erde und aus allen Zeiten der Menschheit. Geschichten über Riesen finden sich zahlreich in der Märchenwelt, sie finden sich in der Bibel, in skandinavischen Mythologien, in südamerikanischen Überlieferungen, im Glauben afrikanischer Völker oder auch in religiösen Erinnerungen der Griechen und Bewohner Ozeaniens. Selbst historische und reale Menschen wollen sie gesehen haben. Zum Beispiel Seefahrer und Entdecker.

In der Prä-Astronautik sind solche Recken der Urzeit immer wieder Thema der hitzigsten und wildesten Kontroversen. Grund dafür sind auch die immer wiederkehrenden Fotos von gefundenen Riesen, die allesamt nicht echt sind. Bilder, die oft schon rund 15 Jahre kursieren und mit denen ich mich bereits häufig befasst habe (z. B. HIER, HIER, HIER, & HIER). Gleiches gilt für das Thema „Gab es Riesen in der Vorzeit?“, wie Ihr beispielsweise HIER, HIER , HIER & HIER erfahrt.

Kern- oder Grundaussage beim Thema Riesen der Vergangenheit ist in der Prä-Astronautik, dass diese „irgendwas“ mit den Astronautengöttern zu tun haben. Ich selber teile diese Ansichten.

VIDEO: “Auf der Jagd nach den Nephilim” – Von Ancient Aliens, Riesen, Anunnaki und Göttersöhnen (Bild: L.A. Fischinger)
VIDEO/VORTRAG: “Auf der Jagd nach den Nephilim” – Von Ancient Aliens, Riesen, Anunnaki und Göttersöhnen (Bild: L.A. Fischinger)

Ist man (wie ich) Prä-Astronautiker und Jäger des Phantastischen, kennt man viele der ungezählten Geschichten der Vergangenheit über Titanen. Fast immer sollen sie böse gewesen sein und Angst und Schrecken verbreitet haben. Sünde und grob-dumme Gesellen, denen man nicht begegnen mag. So kann man das „klassische Bild“ von Riesen in der Sagenwelt umreißen.

Im Alten Testament werden im 1. Buch Moses unter anderem Riesen sogar für die Schlechtigkeit der gesamten Menschheit mit verantwortlich gemacht. Auch mit dem „Fall der Engel“ stehen diese im Zusammenhang und selbst Moses und die Hebräer sollen noch leibhaftige Riesen getötet haben.

Kein Wunder also, dass in der biblisch und jüdisch geprägten Welt diese Giganten den Ruf als „Bestien“ haben, die es auszurotten gilt.

Interessant ist aber, dass das in aller Welt so ist, in denen man Mythen über sie findet. Beispielhaft soll hier der nordische Gott Thor der skandinavischen Mythologie erwähnt werden. Thor hat nach Texten wie der Edda immer wieder gegen Riesen gekämpft oder die versucht zu töten. Wie in diesem Beispiel aus der Snorra-Edda aus dem 13. Jahrhundert (Gylfaginning, Kapitel 45, 279):

Aber um Mitternacht hörte Thor den Skrymir im Schlafe so laut schnarchen, dass der Wald widerhallte. Da stand er auf und ging zu ihm, schwang den Hammer hastig und heftig und schlug ihn mitten auf den Wirbel, so dass er merkte, wie das Hammerende ihm tief ins Haupt sank. In dem Augenblick erwachte Skrymir und fragte: Was ist mir? Ist mir eine Eichel auf den Kopf gefallen? Oder was ist mit dir, Thor?

Auch wenn die Giganten der Mythologie zum Beispiel eine außerirdische Herkunft haben sollten (zumindest zum Teil), wird ihnen eine Fähigkeit nicht zugesprochen: Sich unsichtbar machen.

Aber eine bemerkenswerte Sage aus dem Gebiet zwischen Emmerich und Düsseldorf macht genau das.

Unsichtbare Titanen der Urzeit

ARTIKEL: Stonehenge und das “Erbe der Giganten” in aller Welt (Bild: gemeinfrei)
ARTIKEL: Stonehenge und das “Erbe der Giganten” in aller Welt (Bild: gemeinfrei)

Eigentlich bringt kein Ancient Alien-Autor Riesen mit Unsichtbarkeit in Verbindung. Eher sollen Feen und ihren Kollegen solche Fähigkeiten besessen haben. Doch in der folgenden Geschichte finden sich dazu einige spannende Details.

So wird in dieser Rhein-Sage erzählt, dass ein Zwerg, ein „Wichtelmann“, sich einst nett mit einem Riesen unterhalten haben soll. Dabei beschlossen die beiden ihre Gestalt zu tauschen, nachdem sie „viel über die Menschen und über Unterschiede zwischen ihren Völkern und den Irdischen geredet“ hatten. Der Titan wiederum wird in der gesamten Erzählung als nett oder umgänglich beschrieben. Alles andere also, als man es aus Märchen gewohnt ist.

Erstaunlich ist dabei allerdings, woher die Informationen über den Wichtel und den Riesen eigentlich stammen sollen:

Es ist übrigens eine der Geschichten, die uns die Wichtelmänner selbst auf einem der kleinen, weißen Blätter hinterbracht haben, die das Völkchen mitunter in unseren großen Bibliotheken in alte Bücher legt.“

Wesen aus der Anderswelt geben Informationen an die Menschen? Unglaublich!

Das Märchen zieht inhaltlich konkret eine Verbindung zu einem anderen netten Riesen, dem ein Geistlicher begegnet sein soll. Auch dieser Recke war freundlich und damit keine boshafte Erscheinung, wie es die Erzählung herausstellt. Seine zweite Besonderheit wiederum war das Wissen über die „Technik“ sich unsichtbar machen zu können.

So heißt es zu der Begegnung mit dem Gewaltigen:

Ein Pfarrer am Niederrhein schildert, wie er einst einen solchen Riesen gewahr wurde. Er geht zu einer Abendstunde am Rheinuferentlang, um noch ein wenig frische Luft zu genießen, denn am anderen Tag heißt es früh aufstehen. Da sieht er auf einige Entfernung an einem Baum einen Mann lehnen, der ihm den Rückenzuwendet. Nun, der Pfarrer stapft weiter, obwohl ihm sehr unheimlich zu Sinn wird, und ihn dünkt, dass der Unbekannte bei jedem Schritt, den er ihm näher kommt, um zwei Ellen wächst.

Schließlich ist der Fremde groß wie ein junger Eichbaum. Gerade will der wackere geistliche Herr mit einem Stoßgebet an ihm vorüber, da wendet der Riese sich zu ihm um, schiebt sich ein Käppchen auf den Kopf, lächelt freundlich und ergeben, als bäte er um Entschuldigung, dass er sich sehen ließ, und zergeht langsam in Unsichtbarkeit.

(…) Bösartig sei der Hüne nicht gewesen, das hätte er an seinem Lächeln gesehen, sagt der Pfarrer.“

Die „Wesen eines anderen Sterns“

"So rasch wie der Wind": Eine UFO-Entführung vor Jahrhunderten in Irland? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung & Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: “So rasch wie der Wind” – Eine UFO-Entführung vor Jahrhunderten in Irland? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung & Montage: L. A. Fischinger)

Ein Riese, der sich mit einem „Käppchen“ unsichtbar machen kann? Noch dazu einer, der offensichtlich alles andere als ein bösartiges Wesen beschrieben wird. Nur: Was war diese Kappe, die den Hünen im Nichts verschwinden ließ?

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Solche „Tarnkappen“ oder „Tarnumhänge“ kommen in der Märchenwelt öfter vor. Beispielsweise bei diversen Helden, die derartige Tarn-Techniken von den verschiedensten Fabelwesen bekommen haben sollen. In dieser Sage vom Niederrhein nutzt sie jedoch ein Hüne höchst-selbst um sich vor dem nahenden Pfarrer unsichtbar zu machen.

Das Märchen lässt uns aber auch über die Herkunft dieses Unsichtbarkeits-Zaubers nicht im Unklaren. Nicht nur, dass angeblich Zwergenwesen Informationen in Bibliotheken bringen, sondern Außerirdische brachten die Tarn-Techniken zu den Riesen. Es heiß:

Zwischen Düsseldorf und Emmerich sind die Riesen noch nicht ausgestorben, aber sie haben es von den Zwergen mitbekommen, dass sie sich unsichtbar machen können. Sie vermeiden gern, dass die Menschen sie erkennen, weil sie fürchten, dass sie ihnen hinter ihre Schliche kämen. Vielleicht haben die Hünen auch ihre Fähigkeit von den Wesen eines anderen Sterns erhalten und hüten sich deshalb, etwas zu verraten.“ (Unterstreichung von mir)

Was soll man hierzu sagen? Waren „Wesen eines anderen Sterns“ in jenen Tagen also bekannt? Nicht Elfen, Unterirdische oder Feen in ihren Feenhügeln, sondern klar Lebewesen von außerhalb der Erde.

Aber die Sagenwelt legt genau bei diesen außerirdischen Wesen sogar „noch eine Schippe drauf“, wie es umgangssprachlich gerne heißt …

Konspirative Treffen mit Aliens „von anderen Sternen“

Wesen von anderen Sternen sind schlicht und einfach Außerirdische. Daran gibt es nichts herumzudeuteln.

Die Frage nach (intelligentem) Leben im All ist heute ein alltägliches Thema, das auch für die Mainstreammedien unlängst salonfähig geworden ist. Daran war bei den Menschen vor Jahrhunderten eigentlich nicht zu denken. Wobei Leben im All und Außerirdische hier auf der Erde, wie es die Sage von den Hünen oben behauptet, zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Im Mainstream heute wird da ebenso scharf unterschieden, ob es irgendwo im Universum Leben oder Intelligenzen gibt, oder ob solche Aliens hier auf der Erde waren/sind. Auch die Astronomie zieht hier eine klare Trennlinie.

VIDEO/VORTRAG: Der ultimative Beweis für die Astronautengötter – wie lässt sich die Prä-Astronautik unwiderlegbar beweisen? (Bild: L.A. Fischinger / Tatjana Ingold)
VIDEO/VORTRAG: Der ultimative Beweis für die Astronautengötter – wie lässt sich die Prä-Astronautik unwiderlegbar beweisen? (Bild: L.A. Fischinger / Tatjana Ingold)

Die Prä-Astronautik geht davon aus, dass diese Aliens hier waren und in den alten Berichten und Aufzeichnungen Spuren hinterlassen haben. Eben exakt so, wie die genannten „Wesen von anderen Sternen“, die vielleicht den Riesen die Fähigkeit des „Unsichtbarmachens“ gebracht haben.

Und diese Außerirdischen haben in einem weiteren angeblichen Märchen eine nicht minder spannende Spur hinterlassen. In dieser überlieferten Geschichte vom Rhein bzw. aus dem Mündungsgebiet des Rheins (Niederlande) wird von einer Witwe nahe der niederländischen Stadt Utrecht erzählt. Eine unheimliche Witwe, die „in vielen Dingen der schwarzen Kunst wohlbeschlagen war“. Sie war also eine Hexe.

Ihrem treuen Knecht wiederum wurde die Zauberin irgendwann doch zu unheimlich, da er „über die Gewohnheiten seiner Herrin Bescheid“ wusste. Vor allem da sie „zu bestimmten Nächten in jedem Jahr aus ihrem Haus verschwand“ und der Knecht eines Tages sie dabei heimlich beobachtete. Sie sei durch die Luft mit Hilfe einer Handvoll Heu aus einer ganz bestimmten Pferdekrippe weg geflogen!

Nun nahm auch der „getreue Knecht“ dieses Zauberheu und flog seiner Meisterin damit heimlich nach. So reiste er „im nächsten Augenblick durch die Lüfte nach der Stadt Wyk, die nahe der Mündung des Rheins“ und landete dort in einem Keller. Eine Menge Leute hielten sich in diesem Kellerraum auf, die der Knecht bereits durch Besuche dieser Menschen bei seiner Herrin daheim kannte. Willkommen war er in der Runde aber nicht:

Dann sah er auch seine Meisterin. Die meisten Besucher schalten und waren ungehalten, dass ein Fremder unter ihnen war und dass die Frau auf ihre Pferdekrippe nicht acht gegeben hatte. Aber mit dem Knecht selbst hatten sie allesamt Mitleid, und als die Herrin vorschlug, ihn umzubringen, waren sie dagegen. Sie legten der Witwe von Oostbrock vielmehr auf, wenn der Mann Schweigen verspräche, ihn sicher heimzuführen.“

Es kam aber anders. Die Hexe warf ihren Knecht auf dem Rückflug niederträchtiger Weise in den Rhein, wo er später verletzt von einigen Bauern aufgefunden wurde. Die Retter des Mannes „horchten ihn aus und fuhren gleich bis Utrecht“, wo er diese Geschichte dem Bürgermeister berichten musste:

Der Knecht hat erlaubt, die Sache aufzuschreiben, und das ist geschehen.“

“Wir sahen kleine Leute im Wollaton Park”: Angebliche Begegnung mit “Gnomen” im Jahr 1979 soll erneut hinterfragt werden (Bild: Archiv Nottingham Post / WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
“Wir sahen kleine Leute im Wollaton Park”: Die angebliche Begegnung mit “Gnomen” im Jahr 1979 (Bild: Archiv Nottingham Post / WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Obwohl er zum Stillschweigen verpflichtet war, packte er also letztlich doch über das „Spukhaus in Wyk“ aus. Ein Whistleblower der Folklore, der eher versehentlich oder aus Neugier auf einem solchen konspirativen Treffen landetet. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Über solche Art von Geheimtreffen in ebenso geheimen Häusern waren die Menschen laut dem Ende der Sage aus Holland aber informiert. Man wusste von diesen Geheim-Meetings von Denkern und Gelehrten aus anderen Städten. Und man wusste auch, dass auch Außerirdische im Verborgenen daran teilnehmen. Das Märchen schließt mit den Worten:

Man hatte damals und vielleicht noch jüngst in allen großen Städten, wie Amsterdam und Hamburg, solche heimlichen Zauberhäuser, und es gibt Weise und Dichter, die dort gern gesehene Gäste waren und in den Büchern studierten und Gelehrte aus anderen Schichten und sogar von anderen Sternen empfingen. Dass auch in Wyk solch Haus bestand, hat man freilich erst aus dem Bericht des Bürgermeisters Culemberg erfahren.“ (Unterstreichung von mir)

Es klingt wie eine moderne Verschwörungstheorie: Eine Geheimgesellschaft aus vollkommen unterschiedlichsten Menschen, die sich im Geheimen an versteckten Orten treffen, um Wissen und Weisheit zu studieren … und an dem als „Krönung“ sogar „Gelehrte von anderen Sternen“ teilnehmen.

Also genau jene Wesen, die angeblich den Riesen der Urzeit die Fähigkeit gaben, sich unsichtbar zu machen, wie es die das andere Märchen vom Rhein weiß ….

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Das Phantom aus dem Dschungel von Afrika: Der Mythos vom Mokele-Mbembe +++ Artikel +++

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Dinosaurier im Dschungel Afrikas – noch heute? Der Mythos vom Mokele-Mbembe (Bild: Mystikum Magazin)
So etwa soll er aussehen: Der Mokele-Mbembe aus Zentralafrika (Bild: Mystikum.at)

Meldungen, dass irgendwo in Nordamerika wieder ein Bigfoot gesehen worden sein soll, kommen regelmäßig an die Öffentlichkeit. Und Videos bei YouTube, die angeblich Filme oder Bilder von solchen Wesen präsentieren, erreichen die Interessierten beinahe täglich. Viele Kryptozoologen, die auf der Suche nach unbekannten Lebewesen sind, ermüden solche “Belege” inzwischen nicht selten. Doch in vielen Regionen der Erde soll es angeblich Lebewesen geben, die aus grauer Vorzeit stammen können. In diesem Beitrag, der 2010 in ähnlicher Form in einem Buch von mir erschien, soll es genau um so eine Kreatur gehen: Den Mokele-Mbembe aus Zentralafrika, den viele für einen leibhaftigen noch lebenden Dinosaurier aus der Urzeit halten …


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

“Kryptozoologie” ist die Suche nach Tieren, die als ausgestorben gelten oder heute schlicht (noch) nicht bekannt sind. Eine durchaus seriöse und ernstzunehmende Wissenschaft, die sich eben keineswegs nur auf den Bigfoot beschränkt.

Auch wenn Bigfoot, Nessie und der Yeti in der Öffentlichkeit als die Top drei der unbekannten “Monster” der Welt gelten, so gibt es eigentlich hunderte weiterer Wesen, die die Kryptozoologie kennt. “Kennt” ist vielleicht das falsche Wort, da man sie eben nicht kennt. Lediglich Berichte und Erzählungen über diese fremdartigen Geschöpfe kursieren und faszinieren so die Jäger des Phantastischen.

Eines dieser Lebewesen ist der Mokele-Mbembe aus Afrika.

Mokele-Mbembe: der lebende Dinosaurier

Anders als der Bigfoot oder der Schneemensch, die vielfach als eine voreiszeitliche Menschenaffen-Art gedeutet werden, handelt es ich bei diesem Mokele-Mbembe um etwas vollkommen anderes. Denn im Dschungel Zentralafrikas soll es Berichten nach noch heute einen leibhaftigen und quicklebendigen Dinosaurier geben. Eine Kreatur, die das Aussterben seiner Art vor etwa 65 Millionen Jahren damit verpasst hat und im Bereich des Kongo eine Lebensraumnische gefunden haben soll. Und das, obwohl das Tier groß wie ein Elefant sei!

Im undurchdringlichen Dickicht des afrikanischen Dschungels entdeckten Zoologen zwar immer neue Lebewesen, aber diese sind wenig spektakulär. Spektakulär sind allerdings die abenteuerlichen Legenden der lokalen Bewohner und einiger Forscher, die beweisen sollen, dass dort eine Art Saurier lebt. Eine dieser Kreaturen, so heißt es, wurde sogar getötet und verspeist.

Das große Tier habe nach den Schilderungen einen sehr langen und etwa 30 Zentimeter dicken Hals und darauf einen recht kleinen Kopf. Wie die bekannten Sauropoden der Urzeit habe auch der Mokele-Mbembe einen langen Schwanz und läuft auf vier stämmigen Beinen. Die männlichen Mokele-Mbembe haben außerdem auf ihren Köpfen so etwas wie ein Horn.

Ein Brontosaurus: so ähnlich (nur kleiner) soll der Mokele-Mbembe in Zentralafrika aussehen (Bild: gemeinfrei)
Ein Brontosaurus: so ähnlich (nur kleiner) soll der Mokele-Mbembe in Zentralafrika aussehen (Bild: gemeinfrei)

Ein Tier also, das fraglos einem längst ausgestorbenen Dinosaurier ähnelt. Und ein Tier, dass zum Beispiel für die Bangombe, einem dort lebenden Pygmäenstamm, vollkommen real ist. Aber ist es auch real?

Aber von Anfang an, denn die Geschichten um den „Nyamala“, wie Ortsansässige diese Kreatur auch nennen, könnten tatsächlich einem Abenteuerroman entsprungen sein.

Der Mythos vom Mokele-Mbembe

Es dauerte Jahrzehnte, Jahrhunderte, bis das Phänomen dieser zentralafrikanischen Sumpfgegend auch bis in die zoologische Gilde Europas drang.

Die vermutlich erste Erwähnung eines „unbekannten Wesens“ in den Sümpfen Zentralafrikas (Kongo-Becken) stammt wahrscheinlich von dem Franzosen Abbe Liévin Bonaventure Proyart. Dieser hat 1776 berichtet, dass in den Likouala-Sümpfen gigantische, nicht erklärbare Fußabdrücke gefunden wurden, die von einem unbekannten Riesentier stammen sollen.

Stütze seiner Behauptung waren vor allem Berichte von Missionaren, die den Urwald durchzogen um Eingeborene zum Christentum zu bekehren. In diesen einsamen Gebieten lagen im feuchten Boden (Fuß?)Abdrücke von fast einem Meter Umfang in einem Abstand von rund 2,50 Metern. Keiner der Missionare konnte damals diese Spuren deuten. Selbst eine Höhlenzeichnung wurde bei diesen Expeditionen entdeckt, die eine fremdartige Kreatur mit ihrem langen Hals zeigt. Diese Abbildung habe Ähnlichkeit mit den „Drachen“, die das Ischtar-Tor aus Babylon, Irak, (heute in Berlin) schmücken. Und tatsächlich sind Abbildungen und Figuren solcher “Drachen” praktisch aus allen Teilen der Welt bekannt. Aber wurden diese Kreaturen auch von Menschen wirklich gesehen?

Drache“ ist ein gutes Stichwort:

Die berühmte Zoolegende und Tierfänger Carl Hagenbeck (1844 bis 1913) berichtet in seinem Tier-Buch „Von Tieren und Menschen“ 1909 von dem Untier in Afrika. Hagenbeck, der zahllose exotische Wildtiere nach Europa holte, schreibt darin, dass er und Kollegen oft von Eingeborenen Berichte von unbekannten Tieren bekam. Das führte nach „gewissenhafter Prüfung ihrer Berichte häufig zu neuen Entdeckungen“. Ab 1871 erhielt er auch von europäischen Reisenden Berichte, die von Eingeborenen Afrikas stammen. Sie handelten von einem Ungeheuer, „halb Elefant, halb Drache“, das „in den unzugänglichen Sümpfen hauste“. Der Zoologe berichtete auch, dass Eingeborene zahlreiche Bilder davon „auf die Wände von Höhlen gemalt“ hätten.

Hagenbeck glaubte aufgrund der Vielzahl der Berichte, dass das Biest wirklich dort lebt. Weiter schrieb er, dass „es sich nur um eine Art Brontosaurus handeln“ könne. Unter enormen Kosten sandte er eine Expedition aus, um den von ihm vermuteten afrikanischen Dinosaurier zu fangen. Doch „Fieberanfälle“ und „sehr tückische Eingeborene“ ließen das Vorhaben scheitern.

Das war sicher spannend für den Abenteurer, der weltweite Expeditionen durchführte um wilde Tiere zu fangen.

In den Jahren vor dem ersten Weltkrieg war der Lebensraum des Monsters die belgischen Kolonie Kamerun (heute gehört dies Gebiet zum Norden und Westen des Kongo). Der der deutsche Offizier Ludwig Freiherr von Stein zu Lausnitz (1868 bis 1934) führte in den Jahren 1913 und 1914 eine Expedition an, die den Auftrag hatte, die lebensfeindliche Region näher zu erkunden.

Artikel: Sind die Wikinger “Dinosauriern” begegnet? Seltsames Fundstück gibt Anlass zu Spekulationen über Menschen und Saurier … (Bild: gemeinfrei / F. Calvo/Terra-Mystica.jimdo.com / Montage: L. A. Fischinger)
Artikel: Seltsames Fundstück: Sind die Wikinger “Dinosauriern” begegnet? (Bild: gemeinfrei / F. Calvo/Terra-Mystica.jimdo.com / Montage: L. A. Fischinger)

Er verfolgte dabei im Flussgebiet des Likouala-aux-herbes bewusst auch Hinweisen auf Mokele-Mbembe, die er von den einheimischen Pygmäen bekam. Sein in die Hauptstadt Berlin geschickter Bericht enthält einige interessante Punkte. So berichtet zu Lausnitz, dass zwischen den Flüssen Sangha und Likouala-aux-herbes ein großes und rätselhaftes Tier lebe, das von den Eingeborenen immer wieder gesehen wurde.

Das Wesen, so Lausnitz, wird von den Einheimischen “Mokele-Mbembe” genannt und soll mindestens so groß wie ein Elefant sein. Darauf deutet auch der Name hin, der soviel wie „Der den Lauf des Flusses anhält“ in der Sprache des Stammes der Bangombe bedeutet. Der Mokele-Mbembe habe sogar zahlreiche Menschen angegriffen und getötet, diese jedoch nie gefressen. Auch berichteten die Einheimischen, dass das Untier dann und wann ihre Kanus umwirft und so für Angst und Schrecken sorgt.

Vor allem nach diesem Bericht mit seinen phantastischen Erzählungen, haben sich zahlreiche Expeditionen auf die Suche nach dem letzten noch lebenden Dinosaurier gemacht. Fast alle mit unterschiedlichen Ergebnissen.

Wo ist der “Der den Lauf des Flusses anhält”?

In den Jahrzehnten nach Freiherr von Lausnitz wurde es vorerst mehr oder weniger still um die monströsen Kreaturen in Zentralafrika. Hin und wieder wurden aber aus verschiedenen Teilen der Region erneute Begegnungen mit dem unerklärlichen Saurier gemeldet. So berichtet zum Beispiel der Kryptozoologe Karl P. N. Shuker in seinem 1996 veröffentlichten Buch „In Search of Prehistoric Survivors: Do Giant ‚Extinct’ Creatures still exist?“ („Auf der Suche nach prähistorischen Überlebenden: Haben riesige ,ausgestorbene‘ Kreaturen überlebt?“) über verschiedenen Berichte aus den vergangenen Jahrzehnten.

Im Mai 1954 etwa verbrachte ein englischer Arbeiter aus dem heutige Sambia seinen Angelurlaub am Bangweulu-See, als er plötzlich einen langen, rund 30 Zentimeter starken Hals aus dem Wasser ragen sah, der einen schlangenähnlichen Kopf trug. Andere Zeugen gaben an, sie konnten beobachten wie langhalsige Wesen aus dem Wasser stiegen.

Ein mehr als erstaunlicher Bericht besagt, dass etwa 1959 die lokalen Fischer die ewigen Störungen durch das Biest nicht länger hinnehmen wollten. Es galt dem Wesen eine Falle zu stellten. Man errichtete um eine Lagune, in der die Kreaturen lebten, eine Palisade aus angespitzten Baumstämmen, so dass die Mokele-Mbembes am Verlassen ihres Quartiers gehindert wurden. Als eines dennoch versuchte, sein Gefängnis zu verlassen, wurde es mit Lanzen erstochen und – verspeist.

Keiner derer, die von seinem Fleisch aßen, habe dies überlebt. Heißt es…

In den 20ger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde ebenfalls im heutigen Sambia ein Monster mit dicken Beinen, langem Hals und großen Körper beobachtet, das größer als ein Mann war. Die prähistorisch erscheinende Kreatur befand sich nahe eines Sumpfes, wo später tatsächlich seltsame Fußstapfen und eine etwa 1,50 Meter breite Schneise im Dickicht gefunden wurden. Shuker vermutet, dass es sich bei diesen Beobachtungen durchaus um den Mokele-Mbembe gehandelt haben könnte.

Aufregung und Panik in einem Dorf in Indien über nachts aufgetauchte Fußspuren - waren es Aliens oder der Bigfoot? (Bild: WikiCommons / Archiv / L. A. Fischinger)
Video: Aufregung und Panik in Indien: waren es Aliens oder der Bigfoot? (Bild: WikiCommons / Archiv / L. A. Fischinger)

Vor fast 40 Jahren startete die ehrgeizigste Expedition, die sich auf die Suche nach Mokele-Mbembe und dem (wahrscheinlichen identischen) „Nyamala“ aus Gabun machte. Der „Monsterjäger“ Professor Roy P. Mackal lernte nach einem Vortrag über die kryptozoologische Forschung James Powell kennen, der ihm von den afrikanischen Sauriern berichtete. Mackal war fasziniert. James Powell, der 1976 in Gabun lebte und dort die Geschichten aus erster Hand von den Einheimischen erfuhr, und Mackal beschlossen gemeinsam eine Forschungsreise in die Gegend der mutmaßlichen Saurier zu unternehmen. James Powell reiste im Januar 1979 vorerst alleine zurück nach Gabun, von wo er interessante Neuigkeiten für seinen Kollegen mitbrachte.

So gelang es Powell einen Schamanen kennenzulernen, dem er eine Reihe von Bildern von verschiedenen Tieren des Urwalds vorlegte. Ganz ähnlich, wie man heute Bilder unserer humanoiden Vorfahren mutmaßlichen Yeti-Zeugen im Himalaja vorlegt. Der Schamane erkannte alle, bis auf einen Bären, denn dieser lebt nicht in der Gegend. Doch ein Bild des Saurier Diplodocus identifizierte er als – „Nyamala“.

Andere Bilder mit anderen Saurier der Urzeit konnte der Ureinwohner jedoch nicht zuordnen. Powell wiederholte diese Versuche an verschiedenen Orten mit verschiedenen Zeugen, immer mit denselben Ergebnissen. Auch wurde Powell bei seinen Recherchen gesagt, dass Tier sei zehn Meter lang, lebe in Flüssen oder Seen und ernähre sich von den Früchten des Waldes. Mokele-Mbembe wären demnach ein Pflanzenfresser.

Der Fall war für Powell und Mackal klar: Man wollte den mysteriösen Mokele-Mbembe finden, ihn fangen oder wenigstens ein Foto von ihm schießen. So machten sich beide mit einem Team am 30. Januar 1980 von Chicago aus auf die Suche im Dschungel des Kongos. Die Expedition der beiden überzeugten Kryptozoologen erbrachte leider nicht den Beweis für die Existenz des Sauriers. Aber Powell und Mackal konnten eine Reihe zum Teil faszinierender Zeugenaussagen sammeln und auswerten. Deutlich zeigten ihre Auswertungen, dass sich zahlreiche der Aussagen der angeblichen Zeugen glichen.

Waren es wirkliche Augenzeugen? Oder waren es nur „Ohrenzeugen“, die lokale Geschichten über die Kreatur hörten und weitererzählten? Mokele-Mbembe – nichts als ein Wandermärchen?

Rund 30 Zeugenaussagen wurde von Mackal und seinem Team 1980 gesammelt. Die Forscher sichteten Spuren und notierten penibel, was die Eingeborenen in Afrika ihnen erzählten. Immer wieder war von Fußspuren wie die eines Elefanten die Rede und man beschrieb das Wesen immer sehr ähnlich. Handfeste Beweise gab es keine und Mackal selber hat den Mokele-Mbembe nie selbst gesehen. Nur einmal fast. Da war er mit einem Kanu auf dem Fluss Likouala unterwegs, als er ein lautes „Plop“ neben ihm Wasser vernahm. Sein einheimischer Begleiter schrie sofort „Mokele-Mbembe! – Mokele-Mbembe!“ und tatsächlich konnte Mackal „etwas“ unter der Wasseroberfläche erkennen. Aber: was?

Ebenfalls 1980 berichte das Ehepaar Kia und Herman Regusters, dass sie von Oktober bis Dezember seltsame Laute und Bewegungen des Wassers sahen. Ein großes Tier war ihrer Meinung nach die Ursache, von dem sie einen langen Hals aus dem Wasser ragen sahen.

Auf Dino-Jagd

Inzwischen folgten der Suche von Mackal und seinen Leuten mehr als ein Dutzend weitere Expeditionen.

Mokele-Mbembe, das Phantom Zentralafrikas: Neue Suchexpedition geplant (Bild: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: L. A. Fischinger)

So etwa unternahm der aus dem Kongo stammende Biologe und einst Begleiter vom Mackal, Marcellin Agnagna, 1983 seine eigene Forschungsreise auf der Suche nach dem “Urvieh” des Urwaldes. Dabei will er im Tele-See das Wesen für 20 Minuten selber gesehen haben. Obwohl er eine Kamera dabei hatte und auch Fotoapparate (schließlich befand er sich auf eine Suchexpedition nach dem angeblichen Tier), konnte er später nichts vorzeigen. Kritiker unterstellen ihm deshalb, er habe überhaupt nichts gesehen. Angeblich seien die Einstellungen seiner Kameras falsch gewesen, argumentierte Agnagna dagegen. Der noch dazu mehrfach seine Aussagen änderte. Beweise? Also keine! Man kann ihm glauben oder nicht.

Die Expedition „Operation Kongo“ brachte von Januar bis Juni 1986 tatsächlich Beweise für fremde Tiere im Tele-See. Doch dies waren große Schlangen und Krokodile sowie Schildkröten. Den mutmaßlichen Saurier fand die Expedition auch nicht.

Die Japaner haben bis heute mehrere Expeditionen unternommen. So machte sich beispielsweise auch 1992 eine japanische Filmcrew um Tatsuo Watanabe auf die Suche nach dem Ding aus dem Sumpf. Auch diese Expedition wurde am Tele-See mutmaßlicher weise fündig. Mit einem kleinen Flugzeug kurvten sie über dem Gewässer, um Aufnahmen für ihre Dokumentation zu machen. Plötzlich sahen sie einen großen „Körper“ im Wasser und der Kameramann belichtete 15 Sekunden Film, bevor das Etwas für immer im See verschwand. Was es war, weiß man nicht.

Das Filmmaterial an sich ist sehr ruckartig und unscharf, scheint aber mit gutem Willen ein Wesen mit langem Hals zu zeigen. In einer Sequenz glaubt man auch einen Schwanz zu erkennen und die Geschwindigkeit der Bewegung entspricht in keinem Fall einem Boot ohne Motor, wie etwa einem Kanu. Irgendwie erinnerte mich der Film an die zahllosen Filme mit Nessie – kurz, unscharf, mehrdeutig, verschwommen…irgendwie nichtssagend.

Das Rätsel um dieses “saurierähnliches Urvieh“ ist bis heute nicht wirklich gelöst.

Auch eine Expedition von 2009 unter Leitung von Bill Gibbons für die „History Channel“-Serie „Monster Quest“ und wieder mit Professor Dr. Roy Mackal, blieb den Beweis schuldig. Obwohl zahlreiche Augenzeugen von ihren Erfahrungen mit dem Mokele-Mbembe berichten, gibt es keine Beweise. Daran ändern auch Gipsabdrücke angeblicher Fußspuren des Monsters nichts, wie sie zum Beispiel auch die Kryptozoologen Milt Marcy, Peter Beach und Rob Mullin bei ihren Nachforschungen 2006 im Kongo genommen haben.

Mokele-Mbembe vs. Nessie

Einige Kryptozoologen lehnen die Existenz der Kreatur nicht kategorisch ab. Doch es fehlten, wie bei vielen anderen „Rätsel“ oder „Entdeckungen“ in der Welt des Unerklärlichen, auch hier eindeutige Belege. Zeugenaussagen sind Hin-weise aber keine Be-weise.

Die Beschreibungen der einheimischen Ureinwohner erinnern durchaus an einen Sauropoden. Wenn auch in einer kleineren Version, da diese Urzeit-Geschöpfe zum Teile riesig wurden. Geschätzt mehr als 30 Meter Länge und 73 Tonnen Gewicht erreichte zum Beispiel die Art Argentinosaurus, die vor knapp 95 Millionen Jahren ausstarb. Sie waren die größten Landlebewesen, die jemals über unseren Planten streiften.

Popobawa - Das Batman-Monster von Afrika
Artikel: Der Mothman und das „Batman-Monster“ Popobawa von Sansibar (Bilder: gemeinfrei / mothmanfestival.com / CNN.com / Montage: L. A. Fischinger)

Auch wenn die Wissenschaft inzwischen über 150 Arten solcher Sauropoden kennt, waren es alle Tiere, die das Aussterben der Dinosaurier vor rund 65 Millionen Jahren eigentlich nicht überlebt haben sollten. Kein Mensch kann demnach eigentlich jemals einen lebenden Sauropoden gesehen haben. Unsere Spezies betrat erst dutzende Millionen Jahren später die Bühne des Lebens auf der Erde.

Fossilienfunde belegen aber, dass auch in Afrika diese Urzeitgattung vor Jahrmillionen heimisch war. Allerdings ist Afrika da keine Ausnahme, da auf der ganzen Welt ihre Fossilien gefunden werden. Sauropoden waren eine weltweite Gattung, die etwa in der Zeit vor 228 bis 65 Millionen Jahren lebten und am Ende der Kreidezeit vom Antlitz des Planeten verschwanden.

Wenn man einen leibhaftigen Dinosaurier in Zentralafrika vermutet, muss man auch folgendes bedenken. Es kann nicht nur einen solchen Mokele-Mbembe in den Urwäldern Mittelafrikas geben. Es muss dort eine ganze Population solcher bisher unbekannter Tiere leben, damit die genetische Vielfalt gegeben ist. Wäre es tatsächlich eine kleine Dinosaurier-Gruppe, wäre diese ganz einfach von Inzucht und ihrem genetischen Ende bedroht. Sie würden aussterben. Also würde diesen Lebewesen in Afrika genau das widerfahren, dass eigentlich allen Sauropoden am Ende der Kreidezeit widerfahren ist.

Dieses Problem wird bei fast allen Tieren aus dem Bereich der Kryptozoologie oft vollkommen übersehen. Zum Beisiel auch bei Nessie, dem Ungeheuer von Loch Ness in Schottland. Auch Nessie, wäre es ein überlebender Saurier oder ein bisher unentdecktes Lebewesen der Vorzeit, würde als Population im Loch Ness genetisch kaum überlebensfähig sein.

Große Populationen von Nessies und natürlich von Mokele-Mbembes müssten aber auch Knochen und Kadaver in ihrem Lebensraum hinterlassen. Da sollte man meinen, dass solche längst gefunden wurden. Sie sind es aber bisher nicht. Skeptiker denken eher an Verwechslungen mit Nashörnern, Flusspferden, Elefanten oder afrikanische Seekühen (Manati genannt). Solche Berichte vermischten sich im afrikanischen Aberglauben, vielleicht vermengt durch schlechte Sicht bei der Beobachtung und Weitererzählungen, zum Mokele-Mbembe.

Ob aber das stimmt, wissen wir auch nicht. Bereits vor über 100 Jahren hatte schon Hagenbeck die Hoffnung, dass die Zoologie den Beweis eines Tages erbringen wird.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Der Mothman und das “Batman-Monster” Popobawa von Sansibar: Von fliegenden Bestien und Sex-Dämonen +++ Artikel +++

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Popobawa: Das Batman-Monster von Sansibar in Afrika (Bilder: gemeinfrei / mothmanfestival.com / CNN.com / Montage: Fischinger-Online)
Popobawa: Das Batman-Monster von Sansibar in Afrika (Bilder: gemeinfrei / mothmanfestival.com / CNN.com / Montage: Fischinger-Online)

Berichte von Begegnungen mit fremden Wesen oder sogar dämonischen Kreaturen gibt es aus aller Welt und aus allen Zeiten. Viele dieser sonderbaren Gestalten gehören in den Mystery-Bereich der Kryptozoologie, die es sich zur Aufgabe gemacht hat bis dato unbekannte Tiere aufzuspüren. Seien die Erzählungen und die angebliche gesehenen “Tiere” noch so bizarr. Eines solcher Monster ist in unseren Breiten dabei eher weniger bekannt: Der “Popobawa” von der Insel Sansibar vor der Ostküste Afrikas. Eine geflügelte, menschenähnliche Kreatur, die an den berühmten Mothman aus den USA erinnert – dann aber doch wieder ganz anders ist. Warum der Popobawa so anders ist, was sich in Afrika über diesen Fledermaus-Dämon erzählt wird und was Adam und Eva damit zu tun haben, erfahrt Ihr hier.


Kreaturen der Kryptozoologie

Beschreibungen und Berichte von Kreaturen aller Art und Unart, die es zoologisch eigentlich gar nicht geben dürfte, sind aus vielen Teilen der Welt bekannt. Seien es jetzt „Seeungeheuer“ oder „dinosaurierähnliche Wesen“ – die Welt der Kryptozoologie bleibt auch im 21. Jahrhundert spannend.

Besonders spannend und zugleich seltsam wird es aber immer dann, wenn Menschen von Kreaturen berichten, die menschenähnlich ein sollen. Zumindest im weitesten Sinne als humanoid beschrieben werden. Während man beim Yeti, Bigfoot und anderen „Affenmenschen“ noch gut von „menschenähnlich“ oder „humanoid“ sprechen kann, sieht es bei anderen Wesen wieder ganz anders aus. Man denke hier nur an den „Ziegensauer“, den „Chupacabra“. Obwohl diese Bestie auf zwei Beinen laufen/springen und zwei Arme mit Händen haben soll, ähnelt sie einem Monster mehr als einem Menschen.

Der Mottenmann

Gleiches gilt für den schon legendären „Mothman“, der nur entfernt menschlich ist. Dieser „Mottenmann“ aus den USA (aber unlängst auch aus anderen Teilen der Welt) ist, wie es sein Name schon verrät, eine Mischung aus Fledermaus, Riesenmotte, Engel, Mensch und Riese. Die Beschreibungen der Zeugen, die diesen Mothman gesehen haben wollen, machen deutlich, dass die Kreatur zoologisch auf keinen Fall zugeordnet werden kann. Das heißt, wenn es ein solches „Biest“ auch wirklich gibt.

Der Mothman wurde vor allem durch John E. Keel bekannt. In seinem Buch „The Mothman Prophecies“ dokumentierte Keel bereits 1975 zahlreiche Augenzeugenberichte und Geschichten über diesen Mottenmann, die später sogar verfilmt wurden. Unheimliche Ereignisse, die sich vor allem ab Mitte November 1966 um den Ort Point Pleasant im US-Bundesstaat West Virginia ereignet haben sollen.

Keel schilderte 1975 in diesem Zusammenhang  auch Berichte über UFOs, die MIB (Men in Black) und Verschwörungstheorien. Skeptiker vermuten hinter den Sichtungen des Mothman eher Verwechselungen mit großen Kranichen und Eulen im Dunkeln sowie eine Anfeuerung des Themas durch Presseberichte …

Der Mothman-Mythos ist inzwischen durchaus „kultig“ geworden. So wird jedes Jahr in Point Pleasant ein „Mothman-Festival“ veranstaltet und vor Ort gibt es auch ein  „Mothman-Museum“. Alljährlich treffen sich hier Fans, Forscher und Freaks zum Fest, das dies Jahr am 16. und 17. September stattfinden wird. Begleitet wird diese Veranstaltung mit zahlreichen Vorträgen rund um Kryptozoologie, Geistererscheinungen, UFOs, Para-Phänomenen und natürlich dem Mottenmann selbst. Ebenso mit Live-Bands, Diskussionsrunden und „Cosplay“ aus Comic und Science-Fiction.

All das ähnelt dem jährlichen UFO-Festival in Roswell in New Mexiko, wo bekanntlich im Sommer 1947 ein UFO abgestürzt sein soll.

Diese Hintergrundinformationen sind dahingehend von Bedeutung um zu zeigen, dass Mythen wie der Mothman heute längst von dem eigentlichen Geschehen von damals getrennt in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Auch die UFO-Feste von Roswell schaffen es fast jährlich in die Medien und Presse und zeigen damit ein verzerrtes Bild des Themas. In den Mainstreammedien zu sehende UFO-Fest-Besucher, die als grüne Aliens mit Fühlern oder Antennen auf dem Kopf verkleidet feiernd durch Roswell laufen, sind natürlich ein Zerrbild der UFO-Thematik.

Ein weit verbreitetes Zerrbild allerdings, dass in der öffentlichen Wahrnehmung schnell alle UFO-Interessierte als Spinner brandmarkt.

Der Teufel mit dem Wolfskopf

Fliegende „Mensch-Engel-Monster-Wesen“ werden, zumindest behaupten das Augenzeugen, in aller Welt gesehen. Selbst aus Deutschland meldeten sich nach einem YouTube-Aufruf 2012 Zeugen bei mir, die einen Mothman nach Art des Wesens aus Point Pleasant in den USA gesehen haben wollen.

Schnell fällt bei Berichten über „fliegende Monster“ auf, dass die Beschreibungen dieser Wesen aus einem Horrorfilm stammen könnten. Sie erinnern auch an Phantasiewesen auf Abbildungen aus dem Mittelalter, auf denen die Künstler Fabelwesen darstellten, die sie aus bekannten Tieren einfach zusammensetzten. Etwa, indem man einfach einem echten Fisch mit dem Kopf eines echten Vogels versah.

Der Phantasie war damals keine Grenze gesetzt. Doch teilweise vergleichen Menschen „ihre“ gesehenen Kreaturen noch immer mit allerlei unterschiedlichen Tieren, die real existieren. Womit sollten sie das Gesehene auch sonst vergleichend beschreiben – wenn nicht mit bekannten Tieren?!

Ein Beispiel:

Am 24. April 1994 war der damals achtzehnjährige Brian Canfield in seinem Wagen zwischen dem Ort Buckley südlich von Seattle und den Bergen von Mount Rainer im US-Bundesstaat Washington unterwegs.

Eine Region übrigens, die für Geschichten von Begegnungen mit sonderbaren Wesen geradezu „ein Händchen hat“, wie Ihr es in einem Video von mir HIER erfahrt.

Ein wahres Monster

Aber zurück zu Canfield. Es war tiefste Nacht, so der junge Mann damals weiter, und er sei an diesem Tage auf dem Weg nach Hause gewesen. Alles war ganz normal und auch die Autofahrt war wie jede andere auch. Bis plötzlich der Motor seines Kleinlasters abstirbt und Canfield so gezwungen wird, anzuhalten.

Doch plötzlich bemerkt der Zeuge, dass ganz in seiner Nähe ein wahres Monster lauert! Eine Kreatur von ca. 2,70 Metern Größe, das gelbe Augen, einen voluminösen Brustkorb, Flügel, einen kleinen Kopf und Klauen, wie die eines Raubvogels, hatte. „Vom Kopf her ähnelte er einem Wolf“, erinnert sich Brian Canfield später.

Als es ihm gelang, seinen „abgesoffenen“ Wagen wieder in Fahrt zu bringen, blickte er in den Rückspiegel und sah, wie das „Ding“ seine riesigen Flügel ausspannte. Sie waren so breit wie die Straße. Dann verschwand die Gestalt im Dunkeln des Nachthimmels.

Wieder daheim, fuhren Canfield und ein ortskundiger Freund mit Kamera und Gewehr bewaffnet wieder an den Ort des Geschehens. Doch sie fanden nichts – der gruselige „Teufel“ war verschwunden. Nach diesem erschreckenden Erlebnis beschwor Canfield der lokalen Zeitung „News Tribune“ gegenüber:

Es ist wirklich passiert! Darauf wette ich mein Leben! Ich habe immer noch das Bild in meinem Kopf von diesem Ding, ich kann es einfach nicht loswerden. Ich wünschte, es wäre nie passiert!

In der Tat ein Mischwesen-Monster aus uns bekannten Tierarten. Aber gleichzeitig nur eine Zeugenaussage, die man glauben kann oder eben nicht. Beweise konnte Canfield nicht liefern. Sofern der Zeuge tatsächlich eine solche ungewöhnliche Kreatur gesehen hat, wünscht sich sicher niemand mehr das belegen zu können, als er selber …

Das Monster von Sansibar

Tausende Kilometer vom Mottenmann entfernt soll ein weiteres „Flugmonster“ sein Unwesen auf einer Insel treiben: Auf Sansibar. Damit ist nicht das Lokal „Sansibar“ auf der Insel Sylt gemeint, sondern die Inselgruppe Sansibar (auch Zanzibar) im Indischen Ozean.

Auf dieser kleinen Inselgruppe vor der Küste von Tansania (Südost Afrika) berichten Menschen von einem Wesen, welches dem Mothman erstaunlich zu ähneln scheint. Die Bewohner der Inseln nennen die Kreatur Popobawa und beschreiben sie als eine Mischung aus Mensch und Fledermaus. Auch der Name Popobawa wurzelt in dem Aussehen des Monsters, da es aus der Swahili-Sprache (Suaheli) für „Fledermaus“ (= popo) und „Flügel“ (= bawa) zusammengesetzt ist. Auf der Insel Pemba, quasi das Kernland der Berichte über das Wesen, wird es auch als „Zain Haider“ bezeichnet. Angeblich abgeleitet vom arabischen Wort für „Löwe“ (= Haydar), was die Gefährlichkeit der geisterhaften Flugbestie unterstreichen soll.

Wie eben in anderen Berichten von fliegenden Wesen, so wird auch Popobawa als menschenähnlich beschrieben. Aber auch hier nur von der grundsätzlichen Statur des Untieres her. Popobawa sei etwa so groß wie ein ausgewachsener Mensch, hat aber nur ein (rotes) Auge mitten auf der Stirn, die Flügel und Krallen einer Fledermaus einen langen Schwanz und zwei Beine. Mit diesen Beinen könne der Geist oder Dämon auch laufen wie ein Mensch.

Das besonders Unheimliche an diesen Geschichten aus dem Indischen Ozean ist, dass Popobawa Menschen attackieren und verletzten soll. Anders als der legendären Mothman, der grundsätzlich niemanden angreift und schädigt(e).

Popobawa

Die ersten bekannten Begegnungen mit diesem „Dracula“ ereigneten sich ab etwa 1970/72 auf der Sansibar-Nachbarinsel Pemba. Nach einigen Wochen jedoch war der Spuk vorbei. Bis in die 1980er Jahre, als erneut Zeugen berichtete, dass sie das Wesen beobachtet hätten. Angst und Schrecken habe das Fledermaus-Monster verbreitet und sogar für einige Knochenbrüche bei Menschen gesorgt.

1995 kam Popobawa wieder auf die Insel zurück. Vor allem der Reporter Chris McGreal machte damals diese Sichtungswelle bzw. das Wesen an sich weit über die Grenzen Sansibars hinaus bekannt. Auslöser dafür war der Artikel „Zanzibar Diary“ zu den Vorfällen, den McGreal am 2. Oktober 1995 in der Zeitung „The Guardian“ veröffentlichte. Vor allem die Schilderungen des lokalen Farmers Mjaka Hamad sorgten dabei für hitzige Debatten.

Hamad war einer der ersten Zeugen, die eine Begegnung mit dem Wesen beschrieben. Angeblich, so Hamad, haben mehrere Bewohner seines Hauses den Popobawa tatsächlich gesehen. Ein Mann soll von dem Fledermausmenschen sogar zu Tode „gehackt“ worden sein!

Ein anders Opfer der Kreatur kam glimpflich davon. Er sei in das Landeshauptkrankenhaus eingeliefert worden, da ihm der Popobawa mehrere Rippen gebrochen und Quetschungen sowie andere Verletzungen zugeführt habe. Nach dieser schmerzhaften Begegnung sei das Biest ebenso schnell wieder verschwunden, wie es kam …

Sex mit dem Monster?

Erste Berichte über Begegnungen mit unheimlichen Wesen dieser Art stammen schon aus den 1960er Jahren. Diese Schilderungen lösten aber kein weit verbreitetes Interesse aus, da sie eher lokal erzählt wurden.

Bei den Ereignissen von 1995 hingegen wird gerne die Bezeichnung „Massenhysterie“ verwendet, da sich die Berichte auch auf andere Inseln ausbreiteten. Ebenso erfasste die Popobawa-Hysterie Städte und Orte an der Küste des Festlandes.

Vor allem die Männer des Archipels sahen sich in Gefahr, da der Popobawa ausschließlich Männer im Schlaf überfallen haben soll. So griffen die männlichen Bewohner zur Selbsthilfe, in dem sie nicht mehr alleine in ihren Hütten und Häusern schliefen, sondern die Nächte zusammen an offenen Feuern im Freien verbrachten. Die Gruppe sollte Schutz vor diesem bösen Dämon der Nacht bieten. Und die Männer glaubten auch, dass der Popobawa von ihnen etwas „sexuelles“ wollte.

So schilderte Mjaka Hamad seine unheimliche Begegnung mit den Worten:

Ich konnte es fühlen, dass etwas auf mich drückte und ich konnte mir nicht vorstellen, was mit mir geschieht. Du fühlst dich, als ob du ohne Stimme schreist. Es war wie ein Traum, aber da dachte ich, dass ist der Popobawa und er ist gekommen, um etwas Schreckliches mit mir zu tun. Etwas Sexuelles. Es ist schlimmer als das, was er mit Frauen macht.

Ich glaube nicht an Geister. Vielleicht hat er mich aber genau deshalb angegriffen. Vielleicht will es jeden angreifen, der nicht glaubt.“

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Ein sexueller Angriff eines rätselhaften Monsters auf einen unbescholtenen Farmer im Schlaf? Kaum zu glauben, aber schon Jahrhunderte bekannt. Zumindest in der (europäischen) Folklore, wo dämonische Wesen mit Namen Inkubus und Sukkubus schlafende Frauen bzw. Männer sexuell überfallen haben sollen (mehr HIER). Diese Albe/Elbe/Elfen mit Namen Sukkubus würden nachts dem schlafenden Mann den Samen rauben und die Inkubus wiederum sich mit schlafenden Frauen paaren. Eben ein Alb-Traum.

Grundsätzlich sind das uralte Motive der Mythologie, die schon vor tausenden von Jahren (zum Beispiel in Mesopotamien) bekannt waren.

Als Anfang Februar 1995 die Sichtungswelle auf den Inseln ausbrach, sollen auch verschiedentlich solche Kreaturen von Menschen getötet worden sein. Etwa am 28. April in dem Ort Nungwi und am 3. April in Sansibar-Stadt. Doch dann endete die Welle ebenso schnell, wie sie über die Inseln herein brach. Vorerst.

“Fledermaus-Dämon”

Auch nach 1995 kam es immer wieder zu Berichten über den Popobawa. Teilweise enthielten diese Meldungen auch die „sexuelle Komponente“ rund um das Monster der Nacht. Beispielsweise brachte die BBC am 21. Februar 2007 die Meldung „Fledermaus-Dämon schuld an Sex-Attacken“. In den BBC News war zu lesen:

Männer in Teilen der Tansanias Hauptstadt Dar es Salaam leben in Angst vor einem nächtlichen Sex-Angreifer. (…) Manche Männer bleiben wach oder schlafen in Gruppen außerhalb ihrer Häuser. Andere beschmieren sich mit Schweine-Öl und glauben, dass dies die Angriffe abwehrt.

(…)

Die Geschichte sagt, dass die Fledermaus in der Lage sei, sich nachts in einen Mann zu verwandeln und sie wird auch für Vergewaltigungen von Frauen verantwortlich gemacht.

Scheich Yahya Hussein, ein prominenter Astrologe in Tansania, behauptet, dass der Dämon ein Geist ist, der von Hexen entfesselt wird, um ihre Gegner zu quälen.

Der Glaube an Hexerei und Aberglauben ist in Tansania weit verbreitet, vor allem in ländlichen Gebieten.“

Bei der BBC wurde übrigens schon 2001 über die Angriffe des Popobawa auf Sansibar berichtet. “Sex-wütiger ‘Geist’ erschreckt Zanzibaris” lautete am 19. Juli 2001 die Schlagzeile der BBC News. Darin war vor rund 16 Jahren unter anderem zu lesen:

Die Angst hat die Bewohner der Sansibar-Inseln geschlagen, nachdem Gerüchte über das Wiedererscheinen eines sexuell gefräßigen Geistes kursieren, der Menschen angreift, während sie nachts in ihren Betten schlafen.

(…)

Die Leute behaupten, dass seine Anwesenheit in einem Haus durch einen ätzenden Geruch und einen Hauch von Rauch zu erkennen sei. Die Opfer sprechen dann von einem Trance- oder traumhaften Zustand, in dem sie belästigt werden.

Bizarre Geschichten, die es am 28. Februar 2007 sogar in die deutsche „Tagesschau“ der ARD schafften. Auf die BBC-Meldung von 2001 komme ich weiter unten noch einmal zurück, da diese ein Detail enthält, das später von Interesse sein wird …

Folklore, Aberglaube und das Christentum

Wir Europäer sehen oder hören immer mal wieder davon, dass in Afrika irgendwelche „abergläubischen Kulte“ oder Ansichten existieren. Von Voodoo bis zum Glauben an böse Geister und Dämonen, die man ver- oder austreiben muss. So auch beim Popobawa vor und an Afrikas Ostküste, wie es die oben zierte Meldung der BBC aussagt?

Die Gebiete im Osten Afrikas waren einst Kolonien, wie es viele Teile der Erde waren. Im Zuge der Kolonisierung vieler Regionen der Welt durch „zivilisierten Menschen“ kamen auch neue Religionen zu den dortigen Urbevölkerungen. Traditionelle Kulte und Glaubensvorstellungen vermischten sich so mit den eingeschleppten Religionen der Eroberer zu den unterschiedlichsten religiösen Weltanschauungen.

In Südamerika beispielsweise haben sich auf diese Art das Christentum und einheimische Religionen zu ganz „neuen“ Religionen entwickelt. Ebenso in Afrika. Auch hier wurden archaische Glaubensvorstellungen von Geistern, Dämonen, Erdwesen, bösem Zauber usw. zum Teil mit in die christlichen Lehren der Eroberer übernommen.

Und das gilt auch für Tansania und Sansibar, wo eine Mischung aus drei Religionen existiert. Die dortige Urbevölkerung mischte im Zuge der Kolonisierung ihren vorhandenen Glauben mit dem Islam und dem Christentum der Neuankömmlinge. Der Glaube an Dämonen, böse Mächte & Co. ist dort bis heute tief verwurzelt.

Dämonen der Nacht

Sind also alle Schilderungen über den Popobawa nichts weiter als Aberglaube, herüber gerettet aus jenen Tagen vor der Eroberung durch „zivilisierte Menschen“? Zumindest vermuten das viele Kritiker dieser und ähnlicher Berichte.

Auch bei den oben genannten Inkubus und Sukkubus der mittelalterlichen Sagenwelt Europas soll das der Fall sein. Auch diese „Dämonen der Nacht“ des Mittelalters sollen ihren Ursprung in der Epoche lange vor dem Christentum haben. Folglich ein Aberglaube der „heidnischen Völker“, der sich bis in das christliche Europa retten konnte. Auch wenn Überlieferungen solcher und ähnlicher Art Jahrtausende vor Christus bereits in anderen Teilen des Planeten bekannt waren. Nicht nur in Europa.

Skeptiker sehen in abergläubischen Erzählungen nichts weiter als eben Aberglaube. Fiktionen aus der Vergangenheit, denen keinerlei Realität zugrunde liegt. Das mag so sein. Wobei man sich fragen muss, ob es nicht doch einen realen Auslöser für den Glauben an solche Wesen gab. Andererseits ist es nicht von der Hand zu weisen, dass vor allem 1995 der Hype um den Popobawa mit Sicherheit durch die Medien „angefeuert“ wurde. Beim eingangs kurz erwähnten Monster des Chupacabra aus Mittelamerika beispielsweise war es meiner Meinung nach so. Auch wenn dieser Ziegensauer eine andere Art von Kreatur sein soll, die es vor allem auf das Blut von Tieren abgesehen hat.

Interessant ist vielleicht am Rande, dass die Chupacabra-Welle auf der Insel Puerto Rico im Jahr 1995 begann …

Von Geistern besessene Politiker und Al-Qaida

Alles also nur ein soziokulturelles Phänomen der Neuzeit? Blenden wir die Tatsache aus, dass schon vor Jahrhunderten und Jahrtausenden „Luftgeister“ und „Sex-Dämonen“ geschildert wurden, wird beim Popobawa noch eine andere Deutung der Ereignisse angeführt. Man könnte diese als „politische Deutung“ bezeichnen.

So erschien am 13. Dezember 2003 in „The Economist“ der Artikel „Terror, Tourism and Odd Beliefs“, der den bezeichneten Untertitel „Aberglaube als politisches Barometer“ trug. Darin hieß es, dass die Paniken und Wellen von Sichtungen um den Popobawa ein Spiegelbild der Bevölkerung vor sozialen Ängsten sei. Quasi ein „Ventil“ der abergläubischen Menschen der Region.

Weiter wurde in dem Artikel vermutet, dass die Sichtungswellen eine Art Prädiktor des Terrors sein könnten. Da Sansibar und seine paradiesischen Strände bei Touristen aus aller Welt sehr beliebt sind und die Terrorgruppe Al-Qaida Verbindungen hierher hat(te), sei der Popobawa Ausdruck der Angst vor Terroranschlägen auf Sansibar. Das Al-Qaida Anschläge auf touristische Ziele in aller Welt verübt, ist hinlänglich bekannt.

Ein Monster als abergläubischer Ausdruck politischer Unruhen, Unsicherheiten und der Angst vor Al-Qaida?

Auch frühere Popobawa-Paniken werden so interpretiert. Zum Beispiel verweist Martin Walsh von der Universität Cambridge in seiner Veröffentlichung „The Politicisation of Popobawa“ im „Journal of Humanities“ (Nr. 1/2009) darauf, dass diese Bestie immer während Zeiten der Unsicherheit und Veränderung erscheinen würde. Die Verbreitung derartiger Berichte über das Internet und Fernsehen trägt letztlich zur Entstehung eines Popobawa-Hype bei. Auch das ist mit dem Ziegensauer Mittelamerikas zu vergleichen.

Walsh führt allerdings auch Beispiele an, die durchaus zu denken geben. So zeigen die „Popobawa-Paniken im historischen Kontext“ in seiner Veröffentlichung, dass es vor den nationalen Wahlen 1995 und 2000 solche Paniken gegeben hat. Gleiches gilt zum Beispiel auch nach den Massenprotesten und Gewaltausbrüchen 2001 oder 1964 nach der Unabhängigkeit Sansibars von Großbritannien, der folgenden Revolution und der Union mit Tansania.

Monster im Wahlkampf

Selbst gegen politische Gegner wurde der Popobawa bereits instrumentalisiert.

So nennt Walsh in seiner Arbeit das Beispiel einer Frau von der Insel Pemba während des Wahlkamfes 1995. Sie habe gesagt, dass die Regierungspartei CCM hinter all dem stecken würden. Walsh:

Namentlich nicht genannte Politiker, Mitglieder der Regierungspartei CCM, haben 70 Geister auf die Insel geholt, um Menschen zu belästigen und sie abzulenken, dass sie nicht darüber sprechen und sich nicht in die Politik einbringen.“

Als Folge dieser Geister der Regierungspartei zweifelte die Oppositionspartei CUF an den konkurrierenden Politikern per se. Waren sie überhaupt Menschen oder waren sie dämonisch?

Die Parteien CCM und CUF befanden sich in dieser Zeit in einem erbitterteren Wahlkampf „und die Leute spekulierten über die Identität der CCM-Politiker, die von den Geistern angedeutet wurden“, von denen die Frau erzählt habe. Waren also die CCM-Politiker von Popobawa bessern? Der Bezirksausschuss von Wete schlug sogar vor, einen „Mganga“, eine Art Medizinmann oder Arzt, zu rekrutieren, der Medizin gegen den Popobawa vorbereiten soll. Dadurch wollen man die nächtlichen Angriffe der Bestien abwehren, die die CCM-Regierung beherrschten …

Dennoch ist es interessant, dass scheinbar in den Epochen des Wandels auf Sansibars Insel Monster-Wellen bevorzugt auszubrechen scheinen. Die Verfechter dieser „Politik-Panik-These“ glauben, dass das auch in Zukunft so sein wird. Nur scheinen die Bewohner der Inseln dieser These selber zu widersprechen. Zumindest nach der weiter oben erwähnten BBC-Meldung “Sex-wütiger ‘Geist’ erschreckt Zanzibaris” vom 19. Juli 2001. Denn in der oben teilweise zierten Meldung erfahren wir auch:

In den letzten Jahren behaupteten die Bewohner auf den halb autonomen tansanischen Inseln, dass Popobawa die Inselbewohner nur bei Wahlen besucht, wie etwa bei den umstrittenen Parlamentswahlen 1995 und 2000.

Aber zur Überraschung von vielen, ist dieser Geist gegenwärtigen wieder erschienen, obwohl es keine Wahlen irgendwelcher Art gibt.”

Ally Saleh, der selber auf Sansibar lebt und diese BBC-Meldung verfasste, widerspricht mit diesen Informationen eigentlich klar der „Politik-Panik-These“. Die Inselbewohner zeigen sich nach seinen Angaben selber überrascht, dass Popobawa wieder da sei …

Uralt – aber auch wahr?

Die tropischen Inseln vor der Ostküste Afrikas und ihrer Bewohner haben kulturell und geschichtlich vollkommen andere Hintergründe als wir. Bei uns in Deutschland stehen nun auch Wahlen vor der Tür. Soweit mir bekannt ist, hat bisher im Wahlkampf kein Oppositions-Politiker der Regierung vorgeworfen, sie habe böse Geister ins Land geholt oder sei sogar von ihnen besessen. Auch wenn von einigen Alien-Verschwörungstheoretikern behauptet wird, dass verschiedene Politiker in Wahrheit außerirdische Reptiloide sind. Kanzlerin Angela Merkel einschlossen.

Dämonen-Glaube und Hexerei sind in allen westlichen Gesellschaften praktisch kein Thema. Nur ist es fraglich, ob die weltweiten Berichte von geflügelten Kreaturen alle als „abergläubischer Ausdruck der Angst vor dem Wandel“ angesehen werden können. Der Mothman würde schon nicht in dieses Erklärungsmodell passen. Auch die mythischen Wesen der mittelalterliche Sagen- und Märchen-Welt fügen sich hier nicht ein.

Jedoch sind derartige Überlieferungen frühere Jahrhunderte zeitlich fast nie zu datieren. Auch deren genaue Herkunft (Land, Ort, Region, Kultur, Volk …) lässt sich unmöglich ermitteln. Somit kann man diese nicht mit irgendwelchen Zeiten in Kontext bringen, in denen sich die Menschen ungewissen Veränderungen gegenüber sahen.

Einzig und allein lässt sich belegen, dass schon vor 5.000 und mehr Jahren die Menschheit glaubte, dass es solche fliegenden Wesen gibt. Und – dies nur der Vollständigkeit halber – selbst die erste Frau des biblischen Adam reiht sich hier ein.

Vor dem Zusammenfinden des berühmten Paares Adam und Eva hatte der Mann bereits eine Frau, die in der jüdischen Mythologie Lilith genannt wird. Diese Ex-Frau des Adam wurde im Laufe der Zeiten zu einem Geist oder Dämon der Nacht und Lüfte, hat aber ihren Ursprung in den genannten und wesentlich älteren Mythen aus Mesopotamien. Hier war sie eine Göttin, die einst fliehen musste und später als ein weibliches Mischwesen mit Flügeln dargestellt wurde.

Später „teilte“ sich diese Lilith in den Überlieferungen und daraus wurden männliche und weibliche Nacht-Dämonen, die Lils und Lilits genannt wurden. Eben jene, die nachts schlafende Menschen heimsuchen, „sexuell missbrauchen“ und sogar Kinder töten …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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+++YouTube-Video+++ UFOs, Außerirdische und UFO-Entführungen durch fremde Wesen im Mittelalter und seit Jahrtausenden!

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YouTube-Video: UFOs und fremde Wesen im Mittelalter und seit Jahrtausenden: Das UFO-Phänomen ist uralt ... und keine moderne Erfindung einer "Phantasten"! (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
YouTube-Video: UFOs und fremde Wesen im Mittelalter und seit Jahrtausenden: Das UFO-Phänomen ist uralt … und keine moderne Erfindung einer “Phantasten”! (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

UFOs, Außerirdische, Entführungen durch Aliens – all das klingt zu modern, um auch wirklich wahr zu sein! Doch das Gegenteil ist der Fall: Diese Phänomene, Geschichten, Beobachtungen und Erlebnisse sind uralt. Schon im Mittelalter und sogar vor Jahrtausenden haben Menschen von Begegnungen mit fremden Wesen und Entführungen in andere Welten berichtet. Ob das wirklich alles nur Märchen, Mythen und Legenden ohne einen wahren Kern sind, dass erscheint fraglich. Das UFO-Phänomen gibt es quasi seit Anbeginn der Menschheit, nur hatte es immer andere Namen. Davon ist mein erneuter Gast Marie überzeugt, wie sie es für Euch in diesem neuen Video auf meinem YouTube-Channel zusammenfasst …

 

 

Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Erich von Däniken pflegt immer zu sagen: “Es sind die Phantasten, die die Welt verändern. Nicht die Erbsenzähler!” Und da hat er mit Sicherheit recht.

Viele dieser Phantasten – häufig sogleich mit dem Wort “Spinner” tituliert! – interessieren sich auch für das weite Feld des UFO-Phänomen. Von Sichtungen unbekannter Objekte oder Erscheinungen über das Thema der UFO-Entführungen bis hin zu Begegnungen mit fremden Wesen, die meist als Außerirdische angesehen werden. Für Skeptiker oftmals moderner Humbug und Aberglaube, nicht mehr.

Dennoch erzählt die gesamte Menschheit seit Jahrtausenden solche Geschichten. In vermeintlichen “Märchen und Sagen” des Mittelalters treffen wir ähnliche Schilderungen von fremden Kreaturen und Entführungen wie vor Jahrtausenden. Alles Spinnerei?

Mein Gast Marie-Luise Sievers hat in einem neuen Video diese Themen einmal zusammengefasst.

  • Das von ihr im Video genannte Märchen mit der Entführung des Jungen in den Bergen habe ich ergänzend am 25. Oktober HIER diskutiert.

Bleibt also neugierig!

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Strafe aus der “Anderswelt”? Elfen auf Island wehrten sich gegen unachtsame Bauarbeiten – und die Straßenbaubehörde musste reagieren

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Elfen wehren sich auf Island gegen unachtsame Bauarbeiten in ihrer "Siedlung" (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Elfen wehren sich auf Island gegen unachtsame Bauarbeiten in ihrer “Siedlung” (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Die Insel Island im Nordatlantik gilt als “Insel aus Feuer und Eis”. Gletscher, Vulkane und ein raues Klima, daran denken die meisten Menschen wenn sie von diesem dünn besiedelten Eiland hören. Andere wiederum verbinden die Insel mit einer Art “romantischen Glauben” an Wesen der Folklore, die bis heute dort leben sollen. Denn Feen, Gnome und andere Kreaturen der Sagen- und Märchen-Welt leben nach Ansicht von Teilen der einheimischen Bevölkerung bis heute ganz real auf Island unter ihnen. Nach einem Bericht einer isländischen Zeitung haben unachtsame Bauarbeiten an einem von Elfen bewohnten Ort im August 2015 die Wut eben dieser Fabelwesen nach sich gezogen. Das isländische Straßenbauamt musste in diese Woche darauf reagieren …

 

 

Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Für den ein oder anderen Menschen ist beim Stichwort “Island” vielleicht noch seit der  Fußballeuropameisterschaft die isländische Nationalmannschaft im Gedächtnis. Seefahrthistoriker, Wikinger-Freunde und Fans der sogenannten “Sagas“, “Wotanisten” und Geschichtsinteressierte kennen Island vor allem aufgrund der Besiedlung durch die Wikinger, denen die Insel vor rund 1.000 Jahren als Zwischenstopp auf dem Weg nach Nordamerika diente. Und Naturliebhaber preisen die Schönheit der Landschaft und auch die dort lebenden Pferde.

Romantikern wird beim Namen der kalten Insel aber warm ums Herz: Auf der Vulkaninsel im Atlantik zwischen Schottland und Grönland ist bis heute bei Teilen der Einheimischen der Glaube an Fabelwesen vollkommen real und alltäglich. Gnome, Zwerge aller Art und Unart, Feen und andere Märchen-Gestalten sollen demnach bis heute auf Island vollkommen real quasi Tür an Tür mit den Menschen wohnen. Eine Folklore, die auf auf dem europäischen Kontinent fast ausgestorben ist.

Island – Insel der Elfen

Kontinental-Europäer blicken oft mit gerunzelter Stirn staunend drein, wenn sie erfahren, dass es auf Island Menschen gibt, die fest an die Existenz von Elfen und Naturgeistern glauben. Einem Aberglauben, den die Kirche in Jahrhunderten eigentlich ausgerottet hatte. Nicht aber auf Island, wo Menschen nicht nur an diese Wesenheiten glauben, sondern wo die Einheimischen auch um den Erhalt der vermeintliche Wohnstätten der Elfen und ihrer Freunde aus der sogenannten “Anderswelt” bemüht sind.

ARTIKEL: Das uralte UFO-Phänomen! Jahrhundertealte „UFO-Berichte“ und Begegnungen mit der Anderswelt (Bild: gemeinfrei / Collage: L.A. Fischinger)
ARTIKEL: Das uralte UFO-Phänomen! Jahrhundertealte „UFO-Berichte“ und Begegnungen mit der Anderswelt
(Bild: gemeinfrei / Collage: L.A. Fischinger)

Die Eigenart, noch heute fest an die Realität von solchen Fabelwesen zu glauben, ist tief im kulturellen Erbe der Isländer verankert. Und wie ganz selbstverständlich gibt es Reiseführer, Wanderrouten und Karten zu den Wohnstätten, Plätzen und Versammlungsorten der dort lebenden Trolle, Elfen & Co.

Trotz unseres High-Tech-Zeitalters hat sich im kalten Nordatlantik auf dieser kargen (unlängst christlichen) Vulkaninsel diese Weltanschauung gehalten. In Zentraleuropa finden sich derartige Vorstellungen – wenn überhaupt – nur noch in der Esoterik und/oder individuell gestalteten persönlichen “Naturreligionen”. Das ist einer der Gründe, warum Island dieses Erbe pflegt und bemüht ist, Rücksicht auf die (meist?!) unsichtbaren Mitbewohner nimmt. Auch wenn diese in der “Anderswelt” leben, wie es seit Jahrhunderten in ganz Europa erzählt wurde.

Der Zorn der Elfen von Siglufjörður

Nach einem Zeitungsbericht vom 30. August 2016 der isländische Zeitung “Morgunbladit” ging diese Rücksicht auf die lokalen Elfen jedoch bei einem Bauvorhaben gründlich schief. Das Unglück auf Island begann bereits im August 2015 bei Bauarbeiten in Siglufjörður im Norden der Insel. Dort hatten Arbeiter beim Straßenbau unachtsam einen sogenannten “Elfen-Stein”, nach der Folklore eine Art Heimstätte oder Wohnort von Elfen, unter einer Ladung Sand, Dreck, Schutt und Erde verschüttet. Nicht wissend, was es mit diesem speziellen Felsen auf sich hat, sahen die Bauarbeiter in diesem nur einen gewöhnliches Hindernis. Jedoch begann damit “die Rache der Elfen” für diesen Frevel.

Die Zeitung “Morgunbladit” berichtet weiter,

Die in Siglufjörður letzten Sommer gebaute Straße nahe dem Elfen-Felsen “Álfkonusteinn” (“Elfen-Damen-Stein”) brachte der Insel kein Glück. Sveinn Zóphóníasson von der zuständigen Baufirma “Bass” erzählte, dass sich nach einem starken Regen im vergangenen Sommer eine Schlamm- und Gerölllawine an einem Hang der Straße löste und sie streckenweise verschüttete.

ARTIKEL: Johann Wolfgang von Goethe: er sah scheinbar ein UFO - und glaube auch an Naturgeister (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Johann Wolfgang von Goethe: er sah scheinbar ein UFO – und glaube auch an Naturgeister (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Bei den darauf folgenden Instandsetzungsarbeiten der Straße, so Zóphóníasson weiter, haben die Bauarbeiter auch versehentlich den Elfen-Felsen “Álfkonusteinn” verschüttet. Wohl unwissend, dass dort Elfen wohnen sollen, wie es die lokale Bevölkerung wusste. In der Folge kam es zu “mysteriösen Vorkommnissen” rund um den Felsblock. Die Straße sei überschwemmt worden, einer der Bauarbeiter stürzte und verletzte sich schwer, Maschinen und Bulldozer funktionierten plötzlich nicht mehr und sogar ein neugieriger Journalist des Fernsehsenders “RÚV” versank bis zum Bauch im Morast und musste befreit werden.

“Niemand hatte an den Felsen Álfkonusteinn gedacht”, sagte Zóphóníasson der Zeitung “Morgunbladit”. Obwohl es seit 2012 auf Island ein Gesetzt gibt, dass solche Plätze und magische Ort als “kulturelles Erbe” der Insel unter Schutz stellt. Das betonte beispielsweise auch 2014 Pétur Matthíasson von der isländischen Straßenbaubehörde, als Bauarbeiten eine “Elfen-Kirche” bedrohten „Das ist einfach Teil unseres kulturellen Erbes”, so Matthíasson damals.

Der Elfen-Wohn-Felsen wurde diese Woche im Auftrag des isländischen Straßenbauamts wieder freigelegt, damit es keine weitere Probleme mit den Naturwesen gibt. Nach der Freilegung, so eine weitere Meldung der Zeitung “Morgunbladit”, habe man den Elfen-Stein “Álfkonusteinn” von 10. bis 12.000 Kubikmeter Schlamm und Geröll bereit und anschließend durch die Feuerwehr mit Hochdruck-Löschwasser gereinigt.

Hoffen wir, dass die dort lebenden Elfen dadurch wieder besänftigt wurden …

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Mystery trifft Cartoon! Neue Serie: Vorstellung auf YouTube der “Mystery Toons” – die Grenzwissenschaft auf die Schippe genommen.

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Neue Serie: "Mystery Toons" - die Grenzwissenschaft auf die Schippe genommen. (Bild: H. Stehr / Deep Xcursion)
Neue Serie: “Mystery Toons” – die Grenzwissenschaft auf die Schippe genommen. (Bild: H. Stehr / Deep Xcursion)

Neue Serie: “Mystery Toons” – die Grenzwissenschaft auf die Schippe genommen. Ein humorvoller Einblick in die Welt eines Jäger des Phantastischen. Von UFOs und Aliens über Kryptozoologie bis zu Astronautengöttern und verbotene Archäologie. Vorstellung in einem YouTube-Video der kleinen Cartoon-Serie, die die Welt der Grenzwissenschaft und des Unfassbaren und  mich selber in Toons ein wenig auf die Schippe nehmen soll.

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Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Das leben ist schon hart genug. Und die Grenzwissenschaft so oder so. Doch kaum ein Themengebiet bietet mehr Potential für eine humorvolle Betrachtung als die Grenzwissenschaft mit all ihre Facetten und Gebieten!

Das dachte sich auch mein Mystery-Freund Heiko Stehr von Deep-Xcursion.de und ich. Und so haben wir die Satire-Serie “Mystery-Toons” von ihm und mit mir gestartet. Der Kollege Stehr umreißt die Toon-Serie auf seiner Internetseite so:

Mystery Toon: Der Jäger des Phantastischen Lars A. Fischinger und sein Team im Goldflieger auf Mystery-Jagd (Bild: H. Stehr / Deep-Xcursion.de)
Mystery Toon: Der Jäger des Phantastischen Lars A. Fischinger und sein Team im Goldflieger auf Mystery-Jagd (Bild: H. Stehr / Deep-Xcursion.de)

Mystery trifft auf Cartoon, in dieser spannenden Verschmelzung erlebt Hauptdarsteller Lars A. Fischinger phantastisch lustige Abenteuer. Hier werden rätselhafte Phänomene aufs Korn genommen, von UFOs, Außerirdische, Kryptozoologie, Verschwörungen über Ancient Aliens, verbotene Archäologie bis zur Prä-Astronautik/Paläo-SETI und den großen und kleinen Rätseln der Menschheit.

Durchaus steckt hinter vielen mysteriösen Dingen ein reales Phänomen und sollte nicht leichtfertig als Aberglaube abgestempelt werden. Deshalb wollen wir auch mit diesen Cartoons, in lustiger Art und Weise, auf diese mysteriösen Themen hinweisen. Jede Woche wird es einen neuen Mystery-Toon geben, der uns mit Augenzwinkern den Antworten auf die großen Fragen ein Stück näher bringt.

Eine entsprechende Toons-Sparte auf diesem BLOG wird noch eingerichtet. Eure Anregungen sind herzlich willkommen!

In diesem neuen Video auf meinem YouTube-Kanal erfahrt Ihr worum es geht und seht erste Toons.

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Umfrage: Mehr Deutsche glauben an Außerirdische als an das Jüngste Gericht und ewiges Leben. Über die Karteileichen der katholischen Kirche

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Meinungsumfrage: Mehr Deutsche glauben an UFOs und Außerirdische als an das Jüngste Gericht. Ein Alarmzeichen für die Kirche? (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Die Deutsche glauben lieber an Aliens als an das Ende aller Tage! (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Nach einer repräsentativen Meinungsumfrage von “YouGov” im September 2015 in Deutschland, den USA und Großbritannien 52 bis 56 Prozent der Befragten an außerirdisches Leben im Universum. Angesicht der gewaltigen Fortschritte bei der Suche nach Außerirdischen, ist das nicht weiter verwunderlich. Doch zeitgleich kritisierte die katholische Kirche bei der Bischofskonferenz in Fulda den “Mangel an christlichem Glauben in der Gesellschaft”, da deren Lehren “massenhaft angelehnt werden”. Auch und vor allem von den Christen selber, die es zumindest laut Aktenlage sind. Millionen kirchliche Karteileichen und Papier-Christen haben wir inzwischen in Deutschland, was die Kirche schon unlängst selber alamiert hat. Wie und warum, das lest Ihr hier.


Update 23. Dez. 2018

Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen

Aliens statt Jesus

Umfragen zu außerirdischen Leben, UFOs, Aberglauben oder auch Religionen sind für einen Mystery-Forscher sehr oft spannend, wie ich es an anderer Stelle bereits umfangreich zeigte. Auch die Thematik “Außerirdische vs. Kirche” ist interessant, wie es auf diesem Blog bereits mehrfach Thema war.

Nun hat “YouGov” im September 2015 eine Umfrage zu außerirdischen Leben publiziert, die zeigte, dass mehr als die Hälfte der Deutschen, US-Amerikaner und Briten an Aliens im Kosmos glauben. Dabei gehen aber die meisten Befragten (bis zu 59 %) davon aus, dass diese intelligenten Wesen zu weit weg seine, als dass diese hierher kommen. Auch haben wir laut dieser Umfrage einfach nicht die Technologie mit den “Anderen” Kontakt aufzunehmen, wie bis zu 57 % glauben. Obwohl natürlich ein Kontakt mit Wesen von den Sternen schon morgen Realität sein kann. Auch physisch. Wir wissen es nur nicht.

22 % der Deutschen glauben übrigens, dass Außerirdische “die Erde kontaktiert oder besucht (haben), allerdings lange bevor es Menschen gab.” Und nur 17 % der Deutschen glauben an eine Verschwörung der Regierung(en) zu diesem Thema. In den USA sind es 30 %.

Eigentlich hat die Kirche und der Vatikan mit intelligenten Außerirdische unlängst kein Problem mehr. Beispielsweise HIER, HIER, HIER & HIER sowie in diesem Video HIER habe ich das bereits darlegte. Auch wenn der Götterschock und eine Art “Kollaps der Religionen” dennoch durchaus Realität werden kann!

Aber die katholische Kirche hat ein ganz anders Problem, wie es ziemlich zeitgleich zu der “YouGov”-Meinungsumfrage bei der deutschen Bischofskonferenz in Fulda erläutert wurde: Der Kirche laufen in Massen die Gläubigen weg. Oder besser gesagt: “Christen” haben keine Lust mehr an die Glaubensvorgaben der Kirche aus Rom zu glauben.

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Kirche mehr als nur in Not

Der neue Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki bemängelte bei der herbstlichen Bischofskonferenz in Fulda den mangelhaften Glauben an die Lehren der Christenheit in der Gesellschaft. Die Lehren der Kirche haben sich, so Kardinal Woelki im Dom zu Fulda, unlängst in Wohlwollen aufgelöst. Die Christen glauben einfach nicht mehr an das, was die Kirche als Dogma lehrt.

Und Kardinal Woelki ist angesichts dieser Tatsache mehr als besorgt:

Dass nur ein Drittel der Deutschen an die Auferstehung Christi glaubt, müsste die Kirchen schon einigermaßen beunruhigen, wenn doch nach Aktenlage zwei Drittel Christen sind. (…)

Selbst unter den Gläubigen werden zentrale Inhalte der christlichen Botschaft massenhaft abgelehnt. 60 Prozent glauben nicht an ein ewiges Leben. Diese Form der Diaspora ist allerorten unsere pastorale Realität.”

Das sind nicht nur deutliche und klare Worte über den Zustand der Christen, sondern es dürften aus Sicht des Vatikan erschreckende Zustände sein! 60 Prozent – also fast Zweidrittel! – der “Gläubigen” glauben nicht ans das ewige Leben. Das muss man sich vergegenwärtigen, denn das ewige Leben bzw. die Auferstehung Jesus Christus ist das Fundament des Christentum.

Was nun, Kirche? Ich persönlich bin schon seit Jahrzehnten fest davon überzeugt, dass der Mensch sich seit langer Zeit sehr oft ganz individuell seinen eigenen Glauben zurecht zimmert. Nicht nur, dass zum Beispiel in Lateinamerika christliche Lehren mit dem alten “Heidentum” vermischt werden, sondern auch in den Industrienationen glauben sicher die meisten Menschen an “irgendwas”.

Millionen Karteileichen und Papier-Christen

“Gläubige” bedienen sich einfach aus einem Fundus von spirituellen Vorstellungen und erfinden so ihren ganz eigenen Religions-Mix. Gleichgültig was der Papst im Rom, die Bibel, der Katechismus oder der lokale Dorfpriester sagen und lehren. Sofern man überhaupt davon Kenntnis hat. Christlich geboren, getauft usw. ist keine Garantie, dass man nicht (wie die meisten) als verstaubte Karteileiche der katholischen Kirche endet. Und von diesen gibt es folglich Millionen.

Diese Papier-Christen bleiben nämlich in der Kirche. Sie bleiben Mitglieder, zahlen ihre Kirchensteuer und sind damit laut Aktenlage Christen. Vielleicht picken sie sich einige schöne Bräuche des Christentums heraus, da sie ihnen gefallen. Etwa und vor allem Weihnachten oder diverse Oster-Traditionen. Mehr auch nicht.

Das weiß die Kirche mit Sicherheit auch selber. Zumal dann, wenn sie hierzulande in ihre leeren Kirchen schaut. Außer natürlich zu Weihnachten. Schließlich besucht man dann “als Christ” die Kirche, da man das halt so macht. Die mit Papier-Christen überfüllten Kirchen zu den Weihnachtsfeiertagen oder Heilig Abend zeigen das jedes Jahr erneut. Eigentlich eine Beleidigung aller wirklich gläubigen Christen!

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

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Lars A. Fischinger

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Andere Zeiten, andere Aliens: Ein Rentner spricht 1969 im britischen TV auf “Venusianisch” – und beherrscht dazu noch 16 weitere Alien-Sprachen … (Artikel/Video)

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1969: Renter spricht Venusianisch im Fernsehen und beherrscht über ein Duzend Alien-Sprachen (Bild: gemeinfrei/NASA/JPL / YouTube-Screenshot)
1969: Bernard Byron – ein angebliches Sprachgenie für fremde Alien-Sprachen (Bild: gemeinfrei/NASA/JPL / YouTube-Screenshot)

Die Geschichte der UFO-Forschung und UFOlogie ist immer wieder spannend und gleichfalls unterhaltsam. Alte TV-Berichte zu außerirdischen Themen, wie ich sie etwa in meiner YouTube-Serie “Grenzwissenschaft Classics Videos” zeige, regen dabei oftmals aber auch zum Schmunzeln an. So auch ein Interview von 1969, in dem ein Brite im englischen Fernsehen bei der BBC demonstriert, dass er angeblich fast 20 Sprachen von verschiedenen Aliens beherrscht. Darunter auch Venusianisch. Ein echtes Fundstück aus dem Netz.

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Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Der Astronom Sir Patrick Moore aus Großbritannien hatte einst bei der BBC die TV-Serien “The Sky at Night” und “One Pair of Eyes”. In einer Folge sprach der Astronom im Jahre 1969 mit Bernhard Byron aus Romford in Essex. Dieser wollte Sir Moore am Fernsehen seine Fähigkeiten präsentieren, die er von Außerirdischen erlangt habe. Denn, so Byron, er spreche 17 verschiedene Sprachen der Aliens und könne sie auch schreiben. Darunter auch perfekt die Sprache der Venusianer, wie er in der Sendung eindrucksvoll demonstrierte.

Byron erlangte seine “sensationellen Sprachkenntnisse” jedoch nicht durch eifriges lernen mit den Außerirdisches selber. Vielmehr haben diese Fremden aus dem All ihm diese Fähigkeiten in sein Bewusstsein quasi via Channeling “eingepflanzt”.

Das Video unten wurde bereits 2008 bei YouTube hoch geladen. Jedoch stieß ich erst heute durch eine BLOG-Veröffentlichung meines Mystery-Freundes Fernando Calvo darauf. Eigentlich ein kleines Video, über das man nur schmunzeln kann – wäre da nicht noch mehr.

Auf der Venus waren die UFOs los!

3D-Ansicht der Venusoberfläche - dort wioll "Omnec Onec" gelebt haben und dort sollen solche UFOs existieren (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger)
Die Venus: dort will Omnec Onec gelebt haben und dort sollen solche UFOs existieren (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger)

Das Jahr 1969 war das Jahr der ersten Mondlandung. Am 21. Juli betrat erstmals ein Mensch unseren Erdtrabanten und die Faszination Weltraum war weltweit auf seinem Höhepunkt. Anfang 1968 erschien auch das Buch “Erinnerungen an die Zukunft” von Erich von Däniken und löste damit parallele zum “Weltraumfieber” der Öffentlichkeit den Boom der Prä-Astronautik und der Götter aus dem All aus. Und Jahre später behauptetet dann Omnec Onec, dass sie selber von der Venus stammen würde und in Wahrheit also eine Art Alien sei. Aus dieser Epoche stammt also das Video der BBC. Einer Ära, in der alles zum Thema All begeisterte.

Dabei war die Venus in dieser Zeit tatsächlich spannend, da sie tatsächlich immer wieder als belebt oder sogar bewohnt angesehen wurde. Der damals noch undurchdringliche Wolkenschleier des Schwesterplaneten der Erde sorgte für zahllose Spekulationen. Diese reichten von intelligenten Außerirdischen mit Raumschiffen (UFOs) auf dem zweiten Planeten von der Sonne bis hin zu einem Himmelskörper, der von Dinosauriern bewohnt sein könnte.

Unerwähnt darf dabei auf keine Fall auch George Adamski aus den USA bleiben. einer der ersten einer ganze Reihe sogenannter “Kontaktler” der UFO-Szene, zu der durchaus auch Omnec Onec zählt. So behauptete Adamski in seinem Buch “Fliegende Untertassen sind gelandet” schon 1954, dass er Kontakt mit Menschen von der Venus habe. Auch George Adamski will von diesen großen blonden Venusianern Botschaften usw. bekommen haben. Jedoch lernte er keine angeblichen Alien-Sprachen – flog aber nach seinen Aussagen mit den Venusianern in ihren UFOs mit durch das All.

Großen Cousin der Erde im All gefunden? (Bild: NASA / L. A. Fischinger)
Wo ist die zweite Erde? Warum gibt es heute keine UFO-Kontaktler mehr, die sich auf einen der neu entdeckten Exoplaneten “berufen”? (Bild: NASA / L. A. Fischinger)

Natürlich wusste vor Jahrzehnten niemand wirklich, was auf der Venus vor sich geht und ob es da irgendwie Leben gibt. Doch Jahrzehnte später, als Omnec Onec die UFO-Bühne als Venusianerin betrat, nutzte sie identische “UFO-Typen” von der Venus, die schon Adamski fotografiert haben will. etwa zu sehen in dem Buch “Ich kam von der Venus” von Omnec Onec …

UFO-Kontakler: sind sie alle ausgestorben?

Heute haben wir tausende von Exoplaneten im Kosmos gefunden, von denen einige theoretisch Leben beherbergen könnten. Ernsthafte Wissenschaftler machen sich schon lange Gedanken darüber, wie solches Leben auf diesem oder jenem Planten aussehen könnte. Doch auch sie spekulieren nur. Vergleichbar mit der Vergangenheit, als man etwa dem Mars und eben der Venus belebte Oberflächen zu sprach. Auch der Schriftsteller Robert Charroux, einer der Urgesteine und eine Legend der Prä-Astronautik aus den 1960er Jahren hat in seinen Büchern immer wieder die Astronautengötter mit der Venus in Verbindung gebracht.

Dennoch gibt es einen gewaltigen Unterschied: Ich kenne bisher niemanden, der sagt er stünde mit irgendwelchen Aliens einer neu entdeckten und angeblichen Erde 2.0 in Kontakt wie es einstmals UFO-Kontaktler von der Venus sagten. Warum eigentlich nicht?

Hier das vollständige Video inkl. “Venusianisch”. Die Kurzversion findet Ihr hier.

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„Allghoi Khorkhoi“ – der Mongolische Todeswurm der Wüste Gobi: Fakt oder Fiktion? (YouTube-Video)

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Der Mongolische Todeswurm der Wüste Gobi: Fakt oder Fiktion? (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons / s shepherd)
Der Mongolische Todeswurm „Allghoi Khorkhoi“ der Wüste Gobi: Fakt oder Fiktion? (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons / s shepherd)

Was lebt da im Sand der Wüste Gobi in der Mongolei tatsächlich? Seit Jahrzehnten kursieren Geschichten von dem Mongolischen Todeswurm („Allghoi Khorkhoi“), der Menschen und Vieh mit Gift töten soll. Eine fast 1,5 Meter lange Kreatur, die viel gesucht – aber bisher nie gefunden wurde. Zu diesem seltsamen Wesen aus dem Bereich der Kryptozoologie ist nun in neues Video auf meinem YouTube-Kanal zur Grenzwissenschaft online.

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Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Es sollen nicht nur Bigfoot, Yeti & Co. unentdeckt auf der Erde leben. Auch ganz andere “Bestien” treiben angeblich hier ihr Unwesen. Doch ob es den Mongolischen Todeswurm in der Unendlichkeit der Mongolei tatsächlich gibt, konnte bis heute ebenso niemand beweisen.

Dennoch könnte hinter dem „Volksglauben“ der Nomaden in Zentralasien mehr als ein reiner Aberglauben stecken.

Warum, lege ich in diesem Video dar. „Teilen”, kommentieren, liken und verbreiten ist natürlich wie immer erwünscht.

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Was wäre wenn – wir intelligente Außerirdische finden? Sind die Religionen der Welt auf die Aliens vorbereitet? Oder wir?

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Sind die Weltreligionen auf Außerirdische vorbereitet? (Bild: L. A. Fischinger)
Sind die Weltreligionen auf Außerirdische vorbereitet? (Bild: L. A. Fischinger)

Das Thema außerirdisches Leben und Intelligenzen im All fasziniert die etablierte Wissenschaft ebenso wie Hollywood und die Grenzwissenschaft. Aber was sagen eigentlich die Weltreligionen dazu? Was wäre, wenn morgen Aliens entdeckt werden und den “First Contact” Realität wird? Ein überaus spannendes Thema, das immer wieder für heftige Diskussionen sorgt. Aber spannend ist nicht nur, wie Menschen in der “westlichen Welt” reagieren und wie die Menschen in der “dritten Welt”, sondern auch, was die Weltreligionen dann unternehmen werden, sollen, könnten … Spekulationen.

Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Seit einigen Jahrzehnten ist die Frage, ob es andere Zivilisationen im Kosmos gibt, auch von der sogenannten “etablierten Wissenschaft” unlängst keine Science-Fiction mehr. Nicht nur irgendwelche Esoteriker, Grenzwissenschaftler oder UFO-Spinner oder ein Herr Erich von Däniken und seine Leserinnen und Leser beschäftigen sich damit, sondern die heutige Kosmologie ebenso.

In der Prä-Astronautik wird dabei ebenso die frage nach dem “Götter-Schock” gestellt, wie in der Soziologie oder Psychologie. Nicht unbedingt dann, wenn wir einen Beweis für die Ancient Aliens finden würden, sondern wenn  sie eines Tages an unsere kosmischen Haustür klingeln. Ist die Menschheit auf einen Kontakt oder noch besser die physische Ankunft von Fremden aus dem All vorbereitet und wie regiert die Bevölkerung unseres Planten auf den ersten Kontakt? Fragen, die auch mich immer wieder in ihren Bann ziehen und die ich bereits an anderen Stellen darlegte.

Doch wie würden die Weltreligionen eigentlich reagieren? Die Frage, wie die Menschheit einen Kontakt hinnimmt, ist mit Sicherheit auch und vor allem mit den Religionen dieses Planeten verbunden. Fast alle Menschen der Erde glauben das ein oder andere, gehören überwiegend einer Kirche oder einer der Weltreligionen an oder haben ihre eigene spirituelle Weltanschauung.

Ich persönlich war und bin schon immer überzeugt, dass die Ankunft der Aliens auch die Welt der Religionen ins Chaos stürzen wird. Unzählige Menschen würden bei diesem globalen Ereignis mit Sicherheit in ihren individuellen Religionen Rat, Tat und Antworten suchen. Chaos und Tod wären ebenso die Folge, wie wirtschaftliche Zusammenbrüche. Dabei ist es bedeutungslos, ob die “westlichen und aufgeklärten Menschen” sich eher mit Außerirdischen abfinden könnten, als jene in anderen Teilen der Erde, deren Tagesgeschäft andere Prioritäten hat, als die Luxus-Beschäftigung mit der Frage nach Aliens im All. Wobei es auch gleichgültig wäre, ob die Außerirdischen nun friedlich hier herkommen – oder aber unseren Planten gewaltsam überfallen: die Menschheit wäre vollkommen überfordert.

Aber bring die Flucht in Religion, Glauben und Gebet etwas? Seien es selbsternannte Sekten, Endzeit-Gruppen oder das Christentum als größte Religion der Welt, wie mögen diese reagieren? Oder wie sollten sie reagieren?

Der persönliche Background zählt – und die Bildung!

Jerusalem: Wie reagieren die Weltregionen auf Außerirdische? (Bild: L. A. Fischinger)
Jerusalem: Wie reagieren die Weltregionen auf Außerirdische? (Bild: L. A. Fischinger)

“Altbackene Weltanschauungen” werfen wir Menschen der Industrienationen sehr gerne vielen anderen Bevölkerungen in anderen Teilen der Welt vor. Wer nicht so “schlau” ist wie wir, nicht Milliarden und Multimilliarden in Wissenschaft, Forschung und Technologien steckt, ist leider allzu leicht im westlichen Auge “unterentwickelt”. Wobei die Frage erlaubt sein darf, wer wohl die Hände über den Kopf zusammenschlagen würde, wenn zum Beispiel ein europäischen Physiker einem Naturvolk in der Serengeti in Tansania erklärt was der “Large Hadron Collider” bei Genf ist, wozu das dient, was es kostet (3 Mrd. Euro) etc. …

Zweifellos hängt die Reaktion der Menschen in aller Welt auf den Beweis für außerirdisches Leben im All (es muss ja nicht nicht gleich die Ankunft sein) auch stark von deren religiösen Weltanschauungen ab. Innerhalb dieser gibt es dann aber noch Unterschiede, da heute zumindest in den Industrienationen die Menschen gerne ihre eigenen Bilder eines Gottes oder Schöpfers formen. Ebenso ist das Bildungsniveau der Menschen ohne Frage einer der wichtigsten Punkte, wie diese Menschen reagieren. So, wie es oben bereit angeklungen ist. Dazu gibt es einige ganz interessante statistische Erhebungen, wie und unter welchen Hintergründen die Bevölkerung zur Frage nach Gott, Außerirdische, einem Schöpfer im Sinne des “Intelligenten Design” usw. steht, die ich an anderer Stelle diskutierte. Auch die Frage nach den Ansichten zu UFOs im Sinne von Aliens spielt dabei eine Rolle.

Sehr interessant ist auch die neue Arbeit des US-Astronomen David Weintraub von der Vanderbilt Universität in Nashville, Tennessee, in diesem Zusammenhang. In seinem Buch “Religions and Extraterrestrial Life” geht er genau diesen Fragen nach: Wo haben die Religionen ihren Platz, wenn Leben außerhalb der Erde gefunden wird?

Weintraub zeigt darin deutlich, auch durch statistische Erhebungen, dass stark davon anhängt, wie, also in welcher Religion, ein Mensch geboren. In Mitteleuropa werden die meisten Menschen in das Christentum hinein geboren. Der Startschuss ist die Taufe als Baby. Wobei die deutsche Statistik zur “Religionszugehörigkeit Deutschland” zeigt, dass inzwischen rund 37 % (= etwa 30 Millionen) der Bevölkerung als konfessionslos gelten. Weit mehr als doppelt so viele wie noch Mitte der 1980er Jahren. Der Kirchen schwinden hierzulande die Mitglieder:

Der früher überwiegend erklärt christliche Westen befindet sich in einer Phase uneinheitlicher weltanschaulicher Entwicklungen. Während beispielsweise in den USA religiöse Rhetorik öffentlich einen zentralen Stellenwert hat und der Gottesglauben allgegenwärtig scheint, ist in vielen westeuropäischen Ländern eine schwindende Bedeutung von Kirchlichkeit und traditioneller Religiosität diagnostizierbar.” (Quelle: Terwey, Michael: “Kirchen weiter auf der Verliererstraße – Inferno und Aberglauben im Aufwind?” 2003)

Das zeigt sich auch in einem für die “Volkskirchen” hierzulande geradezu dramatischen Rückgang der jährlichen Kirchgänge ihrer “Schäfchen”. Der oben “traditionelle Religiosität” genannte Glaube ist auf einem absteigenden Ast, was sich immer wieder bestätigt. In den Industrieländern siegt der Glaube an Wissenschaft und Technik. Etwa ergab eine Befragung, dass nur 8 % in den Kirchen Hoffnungsträger für die Zukunft sehen, aber 62 % sehen dies in der Wissenschaft. Die Zugehörigkeit zu einer Kirche ist demnach oft nur formal auf dem Papier existent.

Aber blicken wir von außerhalb auf den gesamten Planeten, ist das eben nicht so. Während viele Menschen in aller Welt sich ihre eigenes Bild eines Gottes, Schöpfers oder spirituellen Geistes des Kosmos durch die Vermengung verschiedener Ansichten und Religionen zusammen mischen, ist eine “klassische Religiosität” verschiedener Konfessionen weltweit dennoch sehr sehr stark. Und genau hier ist das Problem der Kirchen, wenn Leben außerhalb der Erde nachgewiesen wird. Obwohl sich selbst UFO-Fans in esoterisch-religiösem Wahn wieder umbringen könnten, wäre die Weltbevölkerung mit dieser Entdeckung überfordert. Wer, wenn nicht auch und vor allem die religiösen Führer, müssten hier reagieren? Aber wie – und wollen sie das überhaupt?

Religionen und ihre spirituellen Führer sind nicht blöd. Hoffentlich!

Der Astronomen David Weintraub hat sich für seine Arbeit über Religion und Aliens zwölf Religionen und deren Ansichten genauer angesehen. Interessant finde ich dabei die Umfragen unter den fünf Weltreligionen, die Weintraub bezüglich “gibt es außerirdisches Leben?” in seinem Buch diskutiert.

Ich habe diese Ergebnisse in folgendem Diagramm einmal dargestellt:

Wer glaubt an außerirdisches Leben (Grafik: L. A. Fischinger)
Wer glaubt an außerirdisches Leben? (Grafik: L. A. Fischinger)

Dass nur 32 % der Christen glauben, dass es Außerirdische im Universum gibt, ist schon verwunderlich. Zumal der Vatikan selber mit der Existenz von Aliens kein Problem hätte, wie ich bereits in einem Artikel auf diesem Blog berichtete. Auch der amtierende Papst würde den kosmischen Besuchern nicht die Tür vor der Nase zuschließen, wie er im Frühjahr 2014 erklärte. Wie die katholische Kirche sieht aber auch der Dalai Lama in den Fremden im All “Schwestern und Brüder”. Zumindest sollte man diese so ansehen und behandeln. Und wie der Vatikan sieht auch er in möglichen Außerirdischen Wesen der Schöpfung. Auch sie haben einen “göttlichen Funken”, der alle Wesen verbindet. Gleich wo im All.

Weniger überraschend ist natürlich, dass die mehr als die Hälfte der Atheisten an außerirdisches Leben glaubt. Sind sie also, die beim Nachweis von Aliens am ehesten “die Ruhe bewahren”? Auch hier liegt die Lösung wieder im Detail.

So ist die Verbindung zur Kirche, der Gottes-Glaube und die Religiosität der Christen in den USA eine andere als bei uns in Deutschland. Das Zitat von Michael Terwey weiter oben beschrieb es sehr treffend. Auch ist etwa der Kreationismus und der Glaube an einen “intelligenten Designer” in den USA wesentlich verbreiteter, als in Europa und Deutschland.

Jede der großen Weltreligionen hat in vielen Teilen der Welt unterschiedliche Ausprägungen, Strömungen und Ansichten. Die immer wieder in den Medien auftauchenden Bibelfundamentalisten der christlich-fundamentalen Sekte der “12 Stämme” zum Beispiel sind auch Christen. Auch muslimische Fundamentalisten sind letztlich Muslime. Und auch vollkommen verrückte Esoterik-Sekten sind in den meisten Fällen christlich orientiert. Das zeigt auf, dass kaum ein Oberhaupt einer Kirche beim Nachweis von Leben auf anderen Welten tatsächlich das eine “Machtwort” sprechen kann, dass für alle der Kirche zugehörigen Menschen Gültigkeit haben wird. Wenn die Nachricht vom Nachweis der Aliens um den Globus geht, muss man sich fragen, was es etwa gläubigen Evangelisten-Kirchen in Patagonien interessiert, wenn etwa der Heilige Stuhl in Rom die Entdeckung gebüßt oder die Aliens als Geschöpfe Gottes ansieht? So ein fach ist das nicht getan.

Ich bin sicher, dass ausnahmslos alle Religionen, Sekten und Kirchen durch eine solche fundamentale Entdeckung der Wissenschaft in eine Sinnkrise stürzen werden. Weiter bin ich auch sicher, dass noch viele Statements der Kirchen dazu daran nichts ändern werden und können. Drittens bin ich aber auch sicher, dass in vielen Teilen der Welt die Gläubigen solche Neuigkeiten ignorieren, nicht interpretieren können oder es ihnen ganz einfach egal ist. Es gäbe ja, von einer direkten Ankunft von Außerirdischen auf der Erde einmal abgesehen, keine unmittelbar spürbaren Konsequenzen und Änderungen für die Menschen. Ebenso muss sich diese Neuigkeit erst einmal um die ganze Erde verbreiten, in allen Winkeln des Planeten, und dann muss diese auch als wahr und nicht gelogen angesehen werden. Wer weiß schon, wo überall die Menschen diese News mit einem Handstreich und einem “ja, ja” ignorieren würden?

E-Mail von Gott - Wo ist die Botschaft der Außerirdischen? (Bild: NASA/ESA/Hubble Heritage Team/STScI/AURA / L. A. Fischinger)
ARTIKEL: E-Mail von Gott – Wo ist die Botschaft der Außerirdischen? (Bild: NASA/ESA/Hubble Heritage Team/STScI/AURA / L. A. Fischinger)

Verstehen diese Menschen aber die gewaltige Tragweite der Entdeckung mit Blick auf ihren Glauben, dann könnte es wieder anders aussehen. Das würde allein schon bei der katholischen Lehre  zur “Erbsünde” und “Erlösung durch Jesus” beginnen: Müssen und wurden die Aliens auch erlöst …?

Die “Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland” veröffentlichte 2013 ein Papier zur Frage, ob es intelligente Außerirdische gibt und wenn, wie man diese finden könne. Darin schreibt Gerhard Vollmer:

Die Entdeckung außerirdischen Lebens würde unser Weltbild sehr verändern. Betrachtet man das Weltgeschehen als eine Folge von Evolutionen, so gibt es zwei Phasen, an denen unser Wissen besonders lückenhaft ist: die Entstehung des Lebens und die Entstehung des Bewusstseins. Beide kennen wir nur von einem einzigen Fall: das Leben nur auf der Erde, das Bewusstsein sogar nur bei höheren Tieren und natürlich bei Menschen. (…) Finden wir jedoch irgendwo eine zweite Form von Leben, die unabhängig vom Leben auf der Erde entstanden ist, so haben wir guten Grund zu der Annahme, dass Leben leicht entsteht und in unserem Universum noch oft vorkommt.

Wenn wir nun nicht nur außerirdisches Leben, sondern sogar außerirdische Intelligenz fänden, so würde sich nicht nur unser Weltbild, sondern auch und vor allem unser Menschenbild verändern.“

Das ist richtig. Aber: es würde eben nicht das Weltbild aller individuellen Menschen sehr verändern. Verändern würde es aber natürlich der Blick auf die Menschheit im All an sich enorm. Mit bisher ungeahnten Konsequenzen von Religion bis Ethik.

Der Frage nach den UFOs als Beleg für Intelligenzen aus dem All geht der Autor Vollmer in seinem Papier übrigens auch in einem winzigen Absatz nach. Darin nennt er UFO-Berichte sogar “Berichte von Psychopathen” und natürlich das Werk “geschäftstüchtiger Autoren” Er ist sicher, “dass uns bisher keine besucht haben – das wissen wir zuverlässig”! Zuverlässig weiß das übrigens auch unsere Regierung in Berlin, die auf mehrere offizielle Partei-Anfragen rund um die Themen “Außerirdische”, deren Suche danach und sogar “was tun bei UFO-Landungen?” im Bundestag durchweg negative Erklärungen abgab. Man wisse nichts davon und sehe auch keine Veranlassung sich auf irgendwas in diese Richtung vorzubereiten, wie ich es in meinem Buch “Verbotene Geschichte” darlegte.

Das wird passieren und das wird man sich fragen. Resümee

Ich bin sicher, dass es intelligente Außerirdische in Massen im Universum gibt. Viel ältere Zivilisationen ebenso wie technologische Neulinge und “Steinzeit-Aliens”. Ich bin auch sicher, dass sie bereits hier waren, wie es die Idee der Prä-Astronautik ja seit Jahrzehnten sagt. Vielleicht finden wir ja sogar eines Tages einen Beweis für die Astronauten der Vorzeit, den diese mit Absicht hier ließen, wie ich es in dem Artikel “E-Mail von Gott: Die Suche nach einer Botschaft der Ancient Aliens” vor exakt einem Jahr ausführte. Aber da müssen wir uns noch gedulden.

Wird nun die unzweifelhafte Entdeckung von intelligentem Leben außerhalb der Erde bekannt gegeben, gibt es abschließend folgende Schlusspunkte zu ziehen. Was würde passieren und welche Konsequenzen würden sich ergeben?

Die 10 wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  1. Praktisch alle Religionen des Planeten müssten die Existenz dieser Wesen in ihre Lehren einbauen. Wenn es ihnen denn überhaupt möglich sein wird!
  2. Sie müssten ihren “Schäfchen” erklären, wie diese Aliens in Bezug zu Gott oder dem Schöpfer stehen.
  3. In vielen Teilen der Erde würden religiöse Konflikte und Kriege ausbrechen.
  4. Viele Menschen in aller Welt würden in ihrer Sinnkrise Selbstmord begehen, da ihr individuelles Weltbild ad absurdum geführt wurde.
  5. Die Menschheit als ganzes müsste sich überlegen, wer (und ob) eigentlich der Sprecher des Planeten sein wird.
  6. Weltweit werden den Religionen und Kirchen die Gläubigen davon laufen.
  7. Sekten jeglicher Art werden gewaltig boomen.
  8. Damit einher wird auch der Terrorismus boomen.
  9. Die Menschheit wird sich die Fragen stellen, ob man hier eine potentielle Gefahr für unseren Planeten aufgespürt hat, da alles Fremde erst einmal böse, schlecht und feindlich ist. Das lehrt uns die Geschichte der menschlichen Natur.
  10. Die Weltwirtschaft wird zusammenbrechen.

Das sind, keine Frage, nicht gerade nette Aussichten. Auch wenn selbstverständlich zahllose Menschen kühl im Sinne von “ich hab es doch gewusst!” reagieren würden. Ganz anders wären die zehn Punkte oben aber dann, wenn plötzlich die Außerirdischen vollkommen real hier an der Erde ankommen.

Da müsste man meiner Meinung nach diese zehn Punkte nehmen und um ein Vielfaches potenzieren …

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

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