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Haben Aliens auf dem Mars einen Atomkrieg geführt – und dabei eine ganze Zivilisation vernichtet? Ein Blick hinter die Schlagzeilen der Regenbogenpresse

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Haben Außerirdische auf dem Mars einen Atomkrieg geführt? (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Haben Außerirdische auf dem Mars einen Atomkrieg geführt? (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Kein anderer Planet in in unserem Sonnensystem fasziniert die Menschen so sehr, wie unser Nachbar Mars. Kosmologen und Laien sind von unserem “kleinen Bruder im All” ebenso begeistert, wie es einst auch unsere Vorfahren vor Jahrtausenden waren. Aber auch in der Grenzwissenschaft und vor allem der Prä-Astronautik spielt der Mars seit jeher eine große Rolle. Immer wieder wurden und werden auf ihm angebliche “außerirdische Spuren” gefunden, die für eine versunkene Mars-Zivilisation sprechen sollen. Das glaubt auch der Autor und Physiker Dr. John E. Brandenburg aus den USA. Er meint, dass auf dem Mars eine Zivilisation durch eine nukleare Katastrophe absichtlich ausgelöscht wurde und hat es jetzt mit dieser Behauptung bis in die deutsche Boulevardpresse geschafft. Dahinter verbirgt sich aber eine spannende Story mit vielen Fragen, wie ich es für Euch hier zusammenfasse …


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Die Mars-Zivilisation

Eigentlich wurde bereits im 18. und 19. Jahrhundert spekuliert, dass es auf die Mars eine fremde Zivilisation gibt. Selbst etablierte Astronomen nahmen bis vor nicht mal 100 Jahren an, dass unser Nachbar im All bewohnt ist und dort eine technologische Alien-Kultur existiert. Frühe Science-Fiction-Autoren nahmen diese Themen gerne auf. Allen voran natürlich H. G. Wells mit seinem Buch “The War of the Worlds”, “Der Krieg der Welten” aus dem Jahr 1898.

Bei solchen Überlegungen über eine Mars-Zivilisation gab es drei Hauptideen:

Entweder, diese Marsianer existieren als eine ganz normale und “gesunde” Zivilisation und bei ihnen ist alles friedlich und in Ordnung. Oder zweitens, diese Mars-Aliens sind momentan dem Untergang geweiht. Beispielsweise durch das Austrocknen ihres Planeten, wogegen sie mit allen Mitteln ankämpfen. Drittens die Überlegung, dass diese Mars-Zivilisation einst existierte, aber schon lange – sehr lange – vernichtet ist.

Vernichtete Marsianer

Gerade der letzte Punkt ist bis heute weiterhin in der Welt der Grenzwissenschaft und Mystery Files aktuell. Dass es augenblicklich ein außerirdische Zivilisation auf dem Roten Planeten gibt, und kämpfe sie auch gegen ihren eigenen Untergang, vermutet heute praktisch niemand ernsthaft mehr. Außer vielleicht im Bereich der Esoterik.

Hauptgrund für die Annahme einer aus dem Mars vernichteten Zivilisation sind angebliche Spuren dieser Außerirdischen, die immer wieder gerne auf Fotos vom Mars “gefunden” werden. Diese “Mars-Anomalien” sind zum Teil schon legendär geworden. Spätestens als die ersten Bücher über Pyramiden auf dem Mars etc. in den 1980ger Jahren mit entsprechenden NASA-Bildern vom Mars erschienen, erhielt die Frage nach Marsianern neuen Zündstoff.

Ein US-Kongressabgeordner wollte von der NASA wissen, ob es einst eine Zivilisation auf dem Planten Mars gab (Bild: NASA / L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)
“Gab es eine Zivilisation auf dem Mars?” US-Abgeordneter fragt die NASA nach Mars-Bewohnern und verwirrt die Medien (Bild: NASA / L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)

Bis heute hält diese Spekulation an, da zahllose neue Mission zum und auf dem Mars unzählige neue und sehr gute Fotos von dem Planten lieferten. Viele glauben, dass diese Bilder der NASA hier und da klare Spuren oder Relikte dieser nicht mehr existierenden Mars-Zivilisation zeigen.

Ein Thema das wohl nie enden wird, da eben aufgrund der Vielzahl der Fotos und der Mars-Missionen ein steter Strom von neuem Material zu Erde kommt. Leider aber sind alle diese “Beweise” für künstliche Mars-Anomalien auch bei noch so gutem Willen eben nicht beweiskräftig, wie vielfach bereits dargelegt (s. z. B. HIER, HIER, HIER oder HIER).

Atomkrieg auf dem Mars?

Beweiskräftig sind solche Spuren auf dem Mars aber durchaus für Dr. John E. Brandenburg aus den USA. Bereits 1988 veröffentlichte er zusammen mit Vincent DiPietro und Gregory Molenaar das Buch “Unusual Mars Surface Features” über anormale oder sogar künstliche Strukturen auf dem Mars. Sie plädierten darin dafür, dass man diese “Gebilde” auf dem Mars unvoreingenommen untersuchen muss.

Molenaar und DiPietro waren jene beiden Mars-Forscher, die das “Marsgesicht” und die “Pyramiden auf dem” Mars damals weltberühmt machten. Brandenburg legte aber 2011 und 2015 zwei Mars-Bücher nach. In “Life and Death on Mars: The New Mars Synthesis” und “Death on Mars: The Discovery of a Planetary Nuclear Massacre” formulierte er seine Ideen aus, dass ein Atomkrieg auf dem Roten Planeten die dortige Zivilisation vollständig vernichtet habe.

In seinem Buch “Death on Mars” von 2015 führte Dr. Brandenburg seine Ideen der zerstörten Mars-Zivilisation weiter aus. Da der Mars einst durchaus lebensfreundlich war, Wasser trug und eine Atmosphäre hatte, so Brandenburg, existierte doch auch eine Zivilisation. Zwar sprechen Mars-Forscher und Kosmologen davon, dass diese “feucht-warme Epoche” des Mars vielleicht sogar Milliarden Jahre zurück liegt, aber Brandenburg sieht das anders.

Nach den Überlegungen von ihm sei diese Mars-Zivilisation erst vor grob 200 Millionen Jahren zugrunde gegangen. Auf unserem Planten war da an Menschen noch nicht zu denken, denn es fällt in die irdische Urzeit. Viele der heute berühmten Dinosaurier gab es da noch nicht mal auf der Erde. Auf dem Mars nach Meinung von Brandenburg aber eine humanoide Zivilisation.

Gewaltige thermonukleare Explosion hätten nach seiner Meinung den Mars verwüstet. Die gesamte Biosphäre des Planeten wurde dabei zerstört und die Atomwaffen hätten den gesamten Planten verwüstet und die Marsianer letztlich vernichtet. Es waren seiner Meinung nach aber nicht die Mars-Bewohner selber, die sich gegenseitig umbrachten und ihren Heimatplaneten verwüsteten, sonder Außerirdische von anderswo. Eine andere Alien-Rasse sei für diese Nuklear-Angriffe verantwortlich, deren Herkunft aber auch Brandenburg nicht kennt …

Phantastische Vergangenheit

Pyramide auf dem Mars entdeckt: Was fotografierte der NASA-Rover “Curiosity” auf dem Roten Planeten? Eine Analyse (Bild: NASA)
Pyramide auf dem Mars entdeckt: Was fotografierte der NASA-Rover “Curiosity” auf dem Roten Planeten? Eine Analyse (Bild: NASA)

John E. Brandenburg schrieb zwar unter Pseudonym auch Science-Fiction-Romane, aber seine Thesen über einen marsianischen Atomkrieg vor Jahrmillionen sind ihm ernst. Dabei geht er soweit, dass er diesen Atomangriff auf die Marsianer auch Auswirkungen auf unsere Erde gehabt haben könnte.

Hier denkt Brandenburg an das gigantische Massensterben am Ende des irdischen Zeitalters des Perm. Eines der größtes Massensterben auf diesem Planten überhaupt, das allerdings laut Datierungen nicht vor 200 Millionen Jahren stattfand. Dies große irdische Sterben ereignete sich vor rund 252 Millionen Jahren, und ist die Grenze der Zeitalter Perm und Trias sowie des Erdaltertum und des Erdmittelalter.

Allerdings ereignete sich im Erdmittelalter, dem Mesozoikum, erneut ein Massensterben, dass auf etwa 201 Millionen Jahren datiert wird. Es bildet die Trias-Jura-Grenze und war ein Massenaussterben, bei dem annähernd 70 bis 75 Prozent der irdischen Arten verschwanden. Nach Brandenburg könnten das Folgen des Atomkrieges auf dem Mars gewesen sein.

Eine derart phantastische Vergangenheit des Mars sind keine neuen Gedanken in der Science-Fiction und auch Grenzwissenschaft. Neu ist aber, dass John E. Brandenburg seit Jahren meint, er habe Belege für seine Atom-Thesen gefunden. Der Boulevardzeitung “BILD”, die bekannt ist, nicht gerade sachlich über Themen der Grenzwissenschaft und Mystery Files zu berichten, war es am 22. Februar trotzdem einen Online-Artikel wert.

Beweise für einen Mars-Atomkrieg?

Die “BILD-Zeitung” schreibt, dass Brandenburg als Beweise für seine spektakulären Behauptungen “physikalischen Daten, die bei den Mars-Missionen der NASA entstanden” habe. Und dabei verweist die “BILD” auch auf die sicher vielen bekannte Webseite Atlantisforschung.de. Ein Seite, deren Macher und Autoren ich gut kenne, und die vor allem bei ihren lexikalischen Begriffen auf der Online-Präsenz sehr wertneutral berichtet.

So ist es auch bei dem Eintrag zu John E. Brandenburg, der seine Mars-Ideen ausgezeichnet zusammenfasst. Denn vor allem kam Brandenburg durch “außergewöhnliche regionale Konzentrationen von radioaktivem Uran, Thorium und Kalium in zwei Gebieten des Mars” diesen angeblichen Atomschlägen auf die Spur.

Weiter heißt es bei Atlantisforschung.de:

Diese Anomalien versuchte er zunächst mit der vormaligen Existenz mindestens eines ‘natürlichen Atomreaktors’ auf dem Mars zu erklären, vergleichbar demjenigen, der 1972 auf der Erde in Gabun entdeckt wurde. Diese Entdeckungen präsentierte er 2011 auf der Lunar and Planetary Science Conference.

Zwei Kerngebiete dieser atomaren Verwüstungen bzw. radioaktiv verseuchten Gebiete will Brandenburg bei seinen Untersuchungen der NASA-Mars-Daten gefunden haben. Eine liegt nahe der Cydonia-Region – dort, wo sich auch das Marsgesicht und die Pyramiden befinden.

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Hier wurde er bei seinen Untersuchungen hellhörig, dass der Mars einen gewaltigen Überschuss von Xenon-129 besitzt. Dieses aber entstehe in einer derartigen Konzentration nur bei Kernexplosionen, wie wir es durch die Atomtests auf der Erde wissen. Schlussfolgerung, so Brandenburg weiter, auf dem Mars muss es gewaltige Atomexplosionen gegeben haben, die in ihrem Ausmaß nur künstlich herbei geführt sein konnten!

Der strahlende Planet

Nach den Ergebnissen von Brandenburg weisen auch andere Isotope auf dem Mars auf derartige Nuklearexplosionen hin. Etwa die Verteilung von Krypton und Argon. Alle diese nuklearen Spuren, deren Zerfallsraten und Verteilungen auf dem Mars seine Belege für einen Atomkrieg auf dem Mars. Anders bzw. natürlich ließe sich das nicht erklären, so Brandenburg.

ARTIKEL: Mars-Rover “Curiosity” fotografierte einen “Knochen” auf dem Mars: Die NASA dementierte aus gutem Grund (Bild: NASA/JPL-Caltech/MSSS)
ARTIKEL: Mars-Rover “Curiosity” fotografierte einen “Knochen” auf dem Mars: Die NASA dementierte aus gutem Grund (Bild: NASA/JPL-Caltech/MSSS)

Selbst mögliche Orte dieser Detonationen will der Physiker klar auf dem Mars lokalisiert haben. Mein Mystery- und Autoren-Kollege Roland M. Horn, der in einem Artikel Brandenburgs Thesen sehr gut zusammenfasste, schreibt etwa:

Die beobachtete Region konzentrierten Thoriums läge in der nordwestlichen Arcadia-Region des Mars und sei eine dunkle ringförmige Region innerhalb eines großen dunklen Gebiets mit wenig Rückstrahlvermögen. Das Auftreten von einer Region aus erhöhten Mengen an Thorium und radioaktivem Kalium-40 würde auf Abbildungen von kurzlebigen Eisen- und Silizium-Isotopen nicht reflektiert und lege nahe, dass das Ereignis vor einigen Millionen Jahren (…) stattfand.

Das Vorhandensein von Thorium im offensichtlichen Zentrum der Explosion sei besonders aufschlussreich, denn Thorium sei in größeren Mengen vorhanden als Uran, aber wie Uran-238 nur in Gegenwart von 14 MeV Neutronen bemerkbar. (…) Die Explosion müsse eine Luftdetonation gewesen sein, da im Zentrum der radioaktiven Muster keine Krater zu sehen sind.

Der Atomschlag gegen die Mars-Zivilisation hätte nach den Berechnungen von Brandenburg einer Milliarde Megatonnen entsprochen. Eine planetare Katastrophe wäre die Folge gewesen und hätte das Leben auf dem gesamten Mars so gut wie vollständig vernichtet. Natürlich auch die Zivilisation der Mars-Bewohner. Zurück blieb der öde und lebensfeindliche Mars, wie wir ihn alle kennen

Relikte der Mars-Zivilisation

Ein zweifellos unfassbares Szenario, das der Plasmaphysiker Brandenburg in seinen Veröffentlichungen entworfen hat. Leider aber hat es mindestens drei grundsätzliche Probleme:

Als erstes die Alien-Relikte und-Beweise der Mars-Zivilisation, die er benennt. Hier sind eben vor allem die angeblichen Pyramiden und Bauten sowie das nahegelegene Marsgesicht der Cydonia-Region weithin bekannt. Ob diese aber wirklich künstlich sind, ist mehr als zweifelhaft. Vor allem neue Fotos des Marsgesicht nach den ersten NASA-Bildern Mitte der 1970ger Jahre zeigen, dass da eben kein künstliches Gesicht ist. Nur ein Berg, nichts weiter. Wenn man den neuen hochauflösenden Fotos der NASA traut, was bei Weitem nicht jeder Mystery-Interessierte macht.

Der Mars: Hat die NASA Hinweise auf früheres Leben auf unserem Nachbarplaneten übersehen? (Bild: NASA / L. A. Fischinger/ Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Der Mars: Hat die NASA Hinweise auf früheres Leben auf unserem Nachbarplaneten übersehen? (Bild: NASA / L. A. Fischinger/ Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Der zweite Punkt wäre die Entwicklung einer humanoiden Spezies auf dem Mars, die Millionen Jahre vor den ersten menschlichen Urahnen auf der Erde existiert haben soll. Dafür gibt es keine Anhaltspunkte. Zwar gab es sehr wahrscheinlich Meere, Seen und ein erdähnliches Ur-Klima auf dem Mars – doch ob diese Epoche für ein solche komplexe Evolution reichte, ist mehr als fragwürdig.

Natürlich wäre ein Evolution auf dem Roten Planten denkbar, nur wissen wir nicht im Geringsten in welcher Art und Geschwindigkeit diese abgelaufen sein soll. Verglichen mit unserer Erde wäre es auf dem Mars eine “Turbo-Evolution“, wenn dort schon vor 200 Millionen Jahren eine Zivilisation gelebt haben soll. Aber, um es den Marsianer doch noch eine Chance zu geben, vielleicht verlief die Entwicklung dort eben vollkommen anders. Ungestört von Massenaussterben wie auf der Erde und damit eben schneller.

Eine reine Spekulation. Wie es auch der dritte Punkt in Brandenburg seinem Modell der Mars-Bewohner ist: Der nukleare Vernichtungsschlag gegen die Marsianer durch eine fremde Alien-Zivilisation. Nach dieser Annahme gab es folgerichtig nicht nur auf Erde und Mars Leben – beim Mars sogar eine Zivilisation – sondern es waren Außerirdische von “irgendwo her” damals in unserem Sonnensystem.

Brandenburg mutmaßt, dass die Mars-Zivilisation in den Augen dieser Alien-Rasse eine “Bedrohung” oder “Gefahr” darstellte, weshalb man sie nuklear vernichtete.

Science-Fiction vor 200 Millionen Jahren

Es war also nicht vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis, sondern vor unserer Haustüre im All. Hier zeigt sich, dass Dr. Brandenburgs Thesen wohl nicht mal den begeisterten Prä-Astronautik und Grenzwissenschafts-Fan überzeugen können. Warum sollte eine technologische Alien-Zivilisation in unser Sonnensystem kommen und in den Marsianern eine Gefahr sehen, die sogleich beseitigt werden muss?

Gleichzeitig muss man sich fragen, welche Art diese Mars-Kultur überhaupt gewesen sein soll. Brandenburg vermutet anhand der mutmaßlichen Reste diese Aliens auf dem Mars, dass sie der irdischen durchaus ähnlich war. Inklusive aller Probleme und Schwierigkeiten. All das ist aber erneut nur Spekulation. Und selbst wenn diese Marsianer den Stand einer technologischen Gesellschaft hatten, waren sie immer noch keine “Gefahr”. Für wen auch immer.

Auch die Menschheit kann  man wohl kaum als “Bedrohung” für Außerirdische ansehen, so dass diese uns gleich auslöschen wollen oder sogar müssen.

Allerdings ist die “BILD”-Schlagzeile “US-Forscher glaubt an Atomkrieg auf dem Mars” wiedereinmal ein schönes Beispiel dafür, dass sich hinter so manchem Artikel der Regenbogenpresse durchaus spannende Geschichten verbergen können …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Die UFO-Sekte Rael-Bewegung – Wenn Aliens für Menschen echte Götter sind: Ein Journalist zu Besuch bei Australiens Alien-Botschafter

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Wenn Aliens für Menschen echte Götter sind - Ein Journalist zu Besuch bei der UFO-Sekte Rael-Bewegung in Australien (Bilder: gemeinfrei / YouTube-Screenshot / Montage: Fischinger-Online)
Wenn Aliens für Menschen echte Götter sind – Ein Journalist zu Besuch bei der UFO-Sekte Rael-Bewegung in Australien (Bilder: gemeinfrei / YouTube-Screenshot / Montage: Fischinger-Online)

Ob UFOs, wie meist angenommen, wirklich “außerirdische Raumschiffe” sind, ist nicht bewiesen. Ebenso gibt es keinen echten Beleg, dass die Idee der Astronautengötter, der Raumfahrt der Antike, tatsächlich stimmt. Hier ist die Grenzwissenschaft fast nur auf Zeugenaussagen, Spekulationen, Hinweise und mögliche Indizien angewiesen. Anders sieht es aus, wenn man Aliens in UFOs und die Prä-Astronautik zu einem vollkommen unreflektierten “Brei” vermischt – und daraus eine UFO-Götter-Alien-Religion bastelt. So geschehen 1974, als die UFO-Sekte der Rael-Bewegung geboren wurde, über die ich bereits vielfach berichtete. Deren obersten “UFO-Priester” von Australien bekam jetzt Besuch von einem Journalisten des Online-Portal “VICE”. Eine nachdenkliche Story, wie Ihr hier erfahren werdet …


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Im Namen der Alien-Götter: Die Real-Bewegung

Im Zuge der damaligen weltweiten Aufmerksamkeit für die Prä-Astronautik, veröffentlichte 1974 der französische Sportjournalist und Rennfahrer Claude Vorilhon sein Buch “Das Buch, das die Wahrheit sagt”. Damit legte Vorilhon, der sich selber Rael nennt, den Grundstein für die UFO-Sekte der Rael-Bewegung oder auch Raelianer.

In seinem Buch der Wahrheit behauptete Rael, dass er in Kontakt mit Aliens stünde, diese ihn als einen irdischen Botschafter auserwählt haben und diese Außerirdischen die wahren Götter sind. Die Geburtsstunde einer UFO-Sekte, die bis heute immer noch überaus aktiv ist. Und das weltweit.

Im Jahr 1999 haben Roland M. Horn und ich in unserem Bestseller “UFO-Sekten” sehr umfangreich über die Geschichte der UFO-Guppe und deren Ansichten berichtet. Zum Beispiel über ihre Ideen durch Klontechnik Menschen das “ewige Leben” zu geben, das es die Alien-Götter so wünschen. Oder, dass für die Wiederkehr ihrer Alien-Gottheiten hier auf Erden ein Botschaftsgebäude errichtet werden soll. Auch hier in Deutschland, übrigens.

Auf diesem Blog war die Alien-Gruppe und all ihre “Projekte” etc. immer wieder Thema. Umfangreich zum Beispiel in diesem Artikel. Aber beispielsweise auch HIER, HIER und HIER.

Keine UFO-Sekte ist prominenter und nach meinem Empfinden aktiver als die Gruppe um den Guru Rael. Das zeigt sich mir nicht nur daran, dass die mich seit 1997 immer mal wieder gerne in ihren Reihen begrüßen würden, sondern auch durch ihre Online-Aktivitäten. Einschließlich Sozialen Netzwerken wie Facebook. Eine thematisch sehr komplexe Gruppe.

Zu Besuch beim “Priester einer sexpositiven UFO-Sekte”

Die Aktivitäten und der Glaube der Alien-Sekte waren sicher auch ein Grund, dass das Online-Portal “VICE” am 1. Februar einen aktuellen Bericht über diese veröffentlicht: “Wie ein australischer Künstler Priester einer sexpositiven UFO-Sekte wurde”

Rael-Bewegung will die Bundesregierung um Land für ein Botschaftsgelände für Außerirdische bitten (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Fischinger-Online / RealPress)

“VICE”-Autor Julian Morgans sei extra nach Brisbane in Australien gereist, um sich dort mit de “wohl bekannteste australische Vertreter der ufogläubigen Rael-Bewegung” zu treffen.

Dieser “UFO-Priester” ist der Künstler Luke Roberts, der nach eigenen Angaben bereits rund zwei Jahrzehnte ein Anhänger der Raelianer ist. Bekehrt wurde der aus einem Dorf in Queensland stammende Katholik durch die Franzosen Jarel und Alcy Aymonier. Sie kamen nach Australien, um dort Vorträge zu der Rael-Bewegung zu halten, und waren die Söhne des ersten Verlegers von Rael selbst. Hier in Australien wollten die beiden Raelianer “einen Ableger der Rael-Gemeinschaft gründen”.

Bei eben einem solchen Vortrag wurde der jetzige Rael-Priester und homosexuelle Luke Roberts 2001 mit der Gruppe bekannt und schloss sich ihnen an:

Es war eine Philosophie, die für mich einfach Sinn ergeben hat. Eine Auffassung totaler Gleichheit, wissenschaftlich untermauert.

Ich wurde mit der Vorstellung erzogen, dass Homosexualität eine Art Krankheit ist, die von diesem Planeten gelöscht werden muss. Was Religion anging, war für mich deswegen klar, dass ich mir nicht weiter irgendeinen Nonsens über Homosexualität anhören würde.”

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Hier – bei den Anhängern der Rael-Bewegung – fand der damalige Katholik die Toleranz für seine Sexualität, die der in der katholischen Kirche vermisste:

Es ist die einzige Religion, bei der es weibliche, schwule und Transgender-Priester gibt. Es ist die toleranteste Religion, die du je finden wirst.”

In ganz Australien gibt es zwar “250 getaufte Raelianer” und nur 50 bis 100 aktive Anhänger, bedauerte Roberts. Angesichts der Tatsache, dass weltweit zehntausende Gläubige der UFO-Sekte angehören sollen, ist das eigentlich sehr wenig für Australien. Immerhin wollen die Anhänger der Alien-Religion nichts weiter als Frieden und die Ankunft ihrer außerirdische Götter vorbereiten.

Liebe, Frieden und Alien-Götter

Das Empfangsgebäude für die Götter-Aliens würden die Raelianer am Liebsten in Jerusalem errichten. Notfalls aber auch in anderen Ländern:

Idealerweise hätte sie in Jerusalem gebaut werden sollen, aber jetzt sieht es so aus, als sei das der letzte Ort, an dem die Elohim die Botschaft haben wollen – vor allem wegen Israels Verhalten gegenüber Palästina.”

Die Götter wollen, dass wir Menschen klonen. Sagt die Rael-Bewegung (Bild: jurassicpark.wikia.com)
Die Götter wollen, dass wir Menschen klonen. Sagt die Rael-Bewegung (Bild: jurassicpark.wikia.com)

Falls es aber nicht klappt, immerhin plant die UFO-Sekte dieses außerirdische UFO-Botschaftsgebäude schon viele Jahre, ist es nach Roberts auch nicht schlimm. Denn wenn dann die Außerirdischen kommen:

Wahrscheinlich wird dann niemand mehr auf der Erde sein, um sich einen Kopf darüber zu machen. Wir befinden uns an der Schwelle zur nuklearen Katastrophe. Der UN-Atomwaffenverbotsvertrag wartet seit September 2017 auf eine Ratifizierung, und Australien und ein Haufen anderer Länder ignorieren ihn einfach.

Warnungen (durch Aliens) vor der Atomkraft waren und sind bei praktisch allen Gruppen dieser Art Teil deren Ansichten. Das war schon in den 1950er und 1960er Jahren so.

Der Artikel in “VICE” beschreibt zwar vor allem den persönlichen Eindruck des Autoren Julian Morgans von dem Rael-Gläubigen Luke Roberts bei einem Besuch, ist aber trotzdem überaus empfehlenswert.

Empfehlenswert für ausnahmslos alle, die sich für UFOs und Prä-Astronautik interessieren, da hier “die andere Seite der GreWi-Medaille” präsentiert wird. Vor der ich nun schon mindestens 20 Jahre warne, da sie auch und vor allem die gesamte Grenzwissenschaft, UFO-Forschung und Prä-Astronautik in Misskredit bringt!

Ein umfangreiches Bild dieser und anderer UFO-Sekten könnt Ihr Euch HIER machen.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Rätsel um den “Bräutigam aus der Anderswelt” und Eure Hilfe: Ein Gefangener zwischen Raum, Zeit und Jenseits – oder woher? +++ Artikel +++

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Der Bräutigam aus der Anderswelt - Ein "Gefangener des Jenseits"? (Bilder: gemeinfrei / Montage Fischinger-Online)
Der Bräutigam aus der Anderswelt – Ein “Gefangener des Jenseits”? (Bilder: gemeinfrei / Montage Fischinger-Online)

Paranormale Phänomen kennt jeder Mensch, sei es auch nur vom Hörensagen. Doch selbst wenn man persönlich kein Interesse an der überaus komplexen Welt solcher Phänomene hat, stellt sich jeder Mensch irgendwann mal die Frage, ob es eine Art “Jenseits” gibt. Ein Leben nach dem Tod und damit eine wie auch immer aussehende Weiterexistenz unseres “Ichs” nach dem irdischen Ende. Ob sie nun Paradies, Überwelt, Anderswelt oder Paralleluniversum genannt wird, so hoffen doch die meisten Menschen, dass es “sie” gibt. Hier öffnet sich unter anderem das weite Feld der Paranormalen Erscheinungen und Phänomene, die vielfach in Richtung Leben nach dem Leben gedeutet werden. Einen solchen Fall aus der Anderswelt möchte ich in diesem Artikel erneut aufgreifen und Euch vorstellen. Denn hierbei benötige ich Eure Hilfe!


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Besuch aus dem Jenseits

Als Jäger des Phantastischen befasse ich mich auch gerne mit Mysterien und Berichten aus der Welt des Unfassbaren. Mit Themen aus der Welt der Parapsychologischen Phänomene, die Geistererscheinungen, Phantome, Leben nach dem Tod? und viele andere “gruselige Geschichten” einschließen.

Alle diese und noch mehr Themen haben Berührungspunkte, wie ich es zum Beispiel sehr umfangreich in meinen Büchern “Der Tod: Irrtum der Menschheit” (2013) und “Begleiter aus dem Universum” (1999) geschildert habe. Das heißt, dass es scheinbar eine parallele Überwelt gibt, die auch mit dem Phänomen von Geistern und dem angeblichen Leben nach dem Tod in Zusammenhang steht.

Offenbar können sich diese fremde Anderswelt und unsere bekannte Welt berühren und “überlagern”. Eine der Kernmaussagen vieler Menschen, die sich mit Geistern & Co. beschäftigen, die von diesen gerne als “Seelen Verstorbener” interpretiert werden. Auch wenn empirische Beweise und echte unwiderlegbare Fakten fehlen!

Freuen Sie sich auf Ihren Tod? “Der Tod: Irrtum der Menschheit” – Buch von Lars A. Fischinger: Auszüge & Infos
“Der Tod: Irrtum der Menschheit” aus diesem Buch von mir stammt der online zu findende Artikel dem dem Mystery-Fall (Bilder: WikiCommons / gemeinfrei / Montage. L. A. Fischinger)

Ein solcher Vorfall aus der Welt des Unglaublichen ist folgender Bericht, den ich bereits vor Jahren einmal online publiziert habe. Wie ich gesehen habe, ist dieser Artikel in seiner ursprünglichen Form von einer Reihe Internet-User in den vergangenen Jahren immer weiter 1 zu 1 kopiert und verbreitet worden.

Er findet sich in seiner Ur-Fassung demnach noch immer auf verschiedenen Webseiten und stammt ursprünglich von mir.

Es handelt sich um einen herausgenommenen Teil des Buches “Der Tod: Irrtum der Menschheit“, das bereits 1998/99 begonnen wurde. Diese Tatsachen sind wichtig zu erwähnen, wie Ihr am Ende sehen werdet.

Doch warum geht es genau? Es geht um diesen “paranormalen Fall”, der hier nochmal neu in Worte gefasst werden soll.

Der Bräutigam aus der Vergangenheit: Ein Gefangener zwischen Raum, Zeit und Jenseits?

Es war gegen Mitternacht an einem Tag im Jahr 1933 in der damaligen Sowjetunion, da klopfte es beim Priester von Mischawen an der Kirchenpforte. Verwundert über den nächtlichen Besuch öffnete Pfarrer Litwinow seine Tür und sah sich einem etwa 20 Jahre jungen Mann in recht altertümlicher Kleidung gegenüber.

Litwinow hatte ihn selber nie zuvor gesehen und fragte dem Fremden Besucher nach seinem Namen. In einem sonderbaren Dialekt antwortete ihm der nächtliche Gast, dass er Dimitri Girschkow heiße und hier heute heiraten wolle.

Verwundert über diese Aussage ließ Pfarrer Litwinow den jungen Mann eintreten. Girschkow blickte den Geistlichen daraufhin erstaunt an – und meinte, dass er doch wohl nicht der richtige Pfarrer sei. Litwinow wiederum wurde die Sache mit seinem Besucher jetzt immer unheimlicher. Immerhin sei er bereits seit rund 15 Jahren Pfarrer in dieser Gemeinde, und somit gibt es keinen anderen Geistlichen in dieser Kirche.

Nun schilderte dieser seltsame Dimitri Girschkow die Geschichte seiner Trauung, die er eigentlich hätte heute

VIDEO: Aufruf an alle Freundinnen und Freunde des Phantastischen: Habt Ihr bereits „paranormale Erfahrungen” gemacht? (Bild: S. & L. A. Fischinger)
VIDEO: Aufruf an alle Freundinnen und Freunde des Phantastischen: Habt Ihr bereits „paranormale Erfahrungen” gemacht? (Bild: S. & L. A. Fischinger)

schließen wollen. Nur war er irgendwie “aus der Zeit gefallen“, wie es heißt:

“Als die Kutsche, die mich zusammen mit meinen Eltern und Verwandten in die Kirche bringen sollte, am Friedhof vorbei fuhr, befiel mich eine Depression, denn auf diesem Friedhof liegt mein guter Freund Alexej begraben. Wir hatten eine wunderbare Kindheit zusammen gehabt. Damals hatten wir uns gegenseitig versprochen, am gleichen Tag zu heiraten.

Nun ließ ich die Kutsche anhalten und begab mich über eine Abkürzung zum Grab meines Freundes. Als ich mich den Gräbern nährte, veränderte sich plötzlich die Landschaft. Ich sah eine unnatürliche Lichtfülle, in die die ganze Umgebung getaucht wurde. Ich sah die Grabsteine nicht mehr, aber ich sah einen Nebel, der über dem nahen Fluss wallte.

Plötzlich, so Girschkow weiter, erblickte er am anderen Ufer des Flusses seinen unlängst verstorbenen Freund Alexej. Und diese seltsame Erscheinung begann ebenso plötzlich der verwirrten Bräutigam zu zuwinken. Mehr noch, denn dieser vermeintliche Alexej rief Girschkow dabei zu, dass er über eine Brücke in der Nähe zu ihm herüber kommen solle, um “über die alten Zeiten zu sprechen”.

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Dimitri Girschkow wusste nicht, was geschah und hatte Bedenken, die Brücke über den Fluss überhaupt nur zu betreten.

Ein Besucher aus der Anderswelt?

Weiter berichtete er dem Pfarrer:

Eigentlich wollte ich gar nicht über die Brücke, aber da war mein Freund, und er lebte plötzlich wieder. Dabei hatte ich mit eigenen Augen gesehen, wie man ihn vor einem Jahr beerdigte. Ich stand an der Brücke, und Alexej war auf der anderen Seite, um mich in die Arme zu schließen. Ich musste hart mit mir ringen, um nicht dem seltsamen Zwang, der von ihm ausging, zu erliegen. Irgendwie spürte ich, dass ich nie wieder zurückkehren würde, wenn ich die Brücke erst einmal überquert hätte.

Leben nach dem Tod? Nach einer Studie glauben bis zu 60 Prozent der Probanden, dass sie “Kontakt” mit ihren verstorbenen Partnern hatten (Bild: L. A. Fischinger)
Leben nach dem Tod? Nach einer Studie glauben bis zu 60 Prozent der Probanden, dass sie “Kontakt” mit ihren verstorbenen Partnern hatten (Bild: L. A. Fischinger)

Ich musste so schnell wie möglich dort weg, um meine Familie, meine Freunde und meine Braut nicht länger warten zu lassen. Plötzlich wurde alles um mich herum dunkel. Dann konnte ich auf einmal wieder die Bäume und die Grabsteine erkennen. Ich rannte in die gleiche Richtung zurück, aus der ich gekommen war, aber der Weg zur Kirche war nicht mehr derselbe. Und das Dorf erst? Was sind das für fremd aussehende Gebäude, und wo sind all die Holzhäuser geblieben? Selbst die Kirche sieht jetzt anders aus. Und wo ist Vater Barnichew, der uns trauen sollte, wo ist meine Braut?

Nach diesen verzweifelten Worten stürmte der junge Mann aus der Kirche in Richtung des besagten Friedhofes. Pfarrer Litwinow eilte ihm direkt nach, konnte Girschkow nicht mehr wieder finden. Der Mann verschwand in einer sonderbaren Nebelbank, die vom Fluss her aufstieg und von einem “seltsamen Leuchten” begleitet wurde.

Dimitri Girschkow war verschwunden, ohne eine Fußspur zu hinterlassen. Als habe er sich sprichwörtlich in Luft aufgelöst …

Den Pfarrer indes ließen dieser rätselhafte Besuch und die erregten Worte des jungen Besuchers keine Ruhe, und so kontaktierte er seinen Bischof. Aber auch der Bischof konnte bei diesem seltsamen Bräutigam nicht weiter helfen. Er ermunterte Pfarrer Litwinow allerdings dazu, die Chroniken seiner Kirchengemeinde einmal genauer zu studieren. Vielleicht finden sich darin Spuren von diesem Dimitri Girschkow und seiner Braut.

Und tatsächlich wurde Litwinow in den alten Aufzeichnungen der Kirche fündig. Allerdings erst, als er diese bis zurück in das Jahr 1746 durchstöberte! Fast 200 Jahre zuvor.

Damals, so verriet es die Kirchenchronik, sei ein Mann mit Namen Dimitri Girschkow auf dem Weg zu seiner Hochzeit an dem besagten Friedhof angehalten und dann spurlos verschwunden. Weiter recherchierte der Gottesmann Litwinow, dass seine Begegnung mit diesem Phantom oder Geist nicht die einzige Erscheinung des verschwundenen Dimitri Girschkow war. Im Laufe der rund 190 Jahre sei dieser junge Bräutigam zwei weiteren Pfarrern der Gemeinde Mischawen und einem lokalen Lehrer erschienen, wie Litwinow den kirchlichen Chroniken entnehmen konnte.

ARTIKEL: Zeitreisen schon vor 2500 Jahren? Wenn ein Mensch unwissentlich mehr als ein halbes Jahrhundert in die Zukunft reist! (Bild: NASA/JPL / WikiCommons / W.-J. Langbein / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Zeitreisen schon vor 2500 Jahren? Wenn ein Mensch unwissentlich mehr als ein halbes Jahrhundert in die Zukunft reist! (Bild: NASA/JPL / WikiCommons / W.-J. Langbein / Montage: L. A. Fischinger)

Quasi so, als sei dieser junge Mann ein Wanderer oder Gefangenen “zwischen den Zeiten” und “zwischen den Welten” …

Quelle? Unbekannt!

Was war hier im Jahr 1933 in Sibirien gesehenen? Wie lässt sich dieser unheimliche Vorfall mit einem scheinbar lange verstorbenen oder zumindest “in Luft aufgelösten” Menschen erklären? War diese Erscheinung des Dimitri Girschkow ein Geist, ein Phantom aus der Überwelt? Eine “unstete Seele”?

Um diese und viele weitere Fragen zu dem Mystery-Fall wenigstens zum Teil beantworten zu können, stellen sich weitere Fragen. Vor allem jene über die Quelle, die ursprüngliche Herkunft, des Berichtes. Die Ur-Quelle wird sicherlich russisch sein, was bei Recherchen immer ein großes Problem ist. Aber wo wurde sie beispielsweise erstmals in Deutsch oder Englisch veröffentlicht?

In meinem Buch “Der Tod: Irrtum der Menschheit” von 1998/99 zitiere ich den Fall aus einem unveröffentlichten Buch meines Autorenkollegen Roland M. Horn. Übernommen wurde sie darin von dem erfolgreichen Mystery-Autoren Ernst Meckelburg, der bis zu seinem Tode 2008 zahllose Bücher über (paranormale) Phänomene, Leben nach dem Tod, Zeitreisen usw. veröffentlichte. In diesen Bereichen war er seit seinem ersten Mystery-Buch “Der Überraum” von 1978 vor allem in deutschen Raum überaus bekannt.

Eines seiner über 20 Bücher aus der Welt des Unfassbaren hieß 1993 “Traumsprung“, und in diesem findet sich die Geschichte von 1933 wieder. Leider aber fehlen in dem Buch sämtliche Quellenangaben oder Verweise, was eine Recherche der nach der Herkunft mehr als problematisch macht! Nichtmal ein Literaturverzeichnis befindet sich im Anhang dieses Buches, was bei anderen Veröffentlichungen von Meckelburg meistens anders aussieht.

Wo kommt also diese Story um den unheimlichen Dimitri Girschkow her? Hat Ernst Meckelburg, der für seine Bücher und den Geschichten darin vielfach kritisiert wurde, sie erfunden? In keinem seiner anderen Bücher, in denen sich auch Quellen und Register befinden, habe ich diesen Fall nochmal gefunden. Mit Absicht, da Meckelburg dann auch irgendeine Form einer Quelle hätte angeben müssen?

Fragen über Fragen – könnt Ihr helfen?

Das Buch “Traumsprung” und einige ähnliche Titel wie etwa “Transwelt” (1992) oder “Zeittunnel (1991) von Meckelburg waren in jenen Jahren Bestseller. Grund war, dass diese Bücher sehr locker unheimliche und phantastische Berichte aus der Welt des Unerklärlichen schilderten. Ein weiterer Grund für den Erfolg dieser Bücher war die Boulevardzeitung “BILD”. Darin erschienen zeitgleich große Artikelserien mit Fällen und Beispielen aus diesen Büchern, die durch die “BILD” natürlich ein sehr weites Publikum fanden.

Interview mit dem Physiker Meltin Tolan: “Zeitreisen sind theoretisch möglich” (Bild: WikiCommons / NASA/JPL / Bearbeitung: L.A. Fischinger)
Interview mit dem Physiker Meltin Tolan: “Zeitreisen sind theoretisch möglich” (Bild: WikiCommons / NASA/JPL / Bearbeitung: L.A. Fischinger)

Obwohl ich fraglos ein überaus umfangreiches Archiv habe und sich darin auch die Meckelburg-Artikelserien der “BILD-Zeitung” befinden, war bei einer ersten Recherche nichts weiter zu finden. Deshalb benötige ich Eure Hilfe!

Da ich als wohlwollender Mystery-Jäger und -Autor einen absichtlichen Schwindel von anderen Autoren nicht immer direkt voraussetze, könnt Ihr mir vielleicht bei folgenden Fragen helfen:

  • Abgesehen von den von mir stammenden und von anderen kopierten Online-Artikel: Kennt Ihr den Fall aus einer anderen nationalen oder internationalen Veröffentlichung, als Meckelburgs “Traumsprung” von 1993?
  • Habt Ihr diese gruselige Geschichte in einem anderen Buch von Ernst Meckelburg selber gesehen, was mir entgangen ist?
  • Kennt Ihr die Namen der vorkommenden Personen – vielleicht im Zusammenhang mit anderen Berichten des Phantastischen?
  • Habt Ihr in diesem Zusammenhang vielleicht einmal eine ähnlich klingende “Grusel-Geschichte” gelesen, die als Vorlage gedient haben könnte?
  • Ist Euch der Ort oder das Dorf “Mischawen” bekannt, das “in Sibirien” liegen soll? Ich habe den Ort nicht mal online finden können!
  • Oder schreibt man den Ortsnamen wie auch die Personennamen eigentlich anders, da sie eben aus dem Kyrillischen kommen (könnten)?

Wenn Ihr mehr wisst, könnt Ihr es gerne unten in der Kommentarfunktion meines Blog posten. Oder Euch bei mir via E-Mail melden.

Herzlichen Dank – Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema “Paranormale Phänomene” bei amazon.de:

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Wenn UFO-Sekten wahnsinnig werden und der Alien-Glaube in den Massenselbstmord führt: Die UFO-Sekte “Heavens Gate” 1997 – eine Analyse

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Screenshot der Webseite der UFO-Sekte Heavens Gate von 1997 (Bild: Archiv)
Screenshot der Webseite der UFO-Sekte Heavens Gate von 1997 (Bild: Archiv)

Das spezielle UFO-Randthema der UFO-Sekten im Bereich der “Fliegenden Untertassen” und Außerirdischen ist eigentlich immer aktuell. UFO-Kulte und gewissen UFO-Alien-Esoteriker mit den wildesten Phantastereien bringen mit diesen seit je her auch die Prä-Astronautik und die UFO-Forschung in Verruf, da sich gerade diese Verrückten in den (modernen) Medien tummeln und ggf. Mainstream-Schlagzeilen machen. Besonders erschreckend war dies 1997 mit einer dieser UFO-Sekten: “Heavens Gate”. Hier eine umfangreiche Aufarbeitung der Ereignisse vor 20 Jahren rund um den Massensuizid des Alien-Kultes.

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+++Artikel+++ Die UFO-Sekte “Ashtar Command” und die “Galaktische Föderation des Lichts”: Wie man an einen imaginären Alien-Gott glaubt

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Die UFO-Sekte "Ashtar Command": wir folgen einem imaginären Alien-Gott (Bild: NASA/JPL / Montage/Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Die UFO-Sekte “Ashtar Command”: wir folgen einem imaginären Alien-Gott (Bild: NASA/JPL / Montage/Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Sekten kenne wir alle. Seien es die “Siebenten Tag Adventisten”, “Sonnentempler” oder die “Zeugen Jehovas” und die “Mormonen”. Sie Liste ist schier endlos lang. Aber innerhalb solcher Gruppen es gibt leider auch die Alien- und UFO-Sekten, die sich wie andere solche Vereinigungen auch in viele Unter-Sekten bzw. -Gruppen spalten. Eine dieser UFO-Sekten ist das “Ashtar Command”, die an einen Alien-Gott mit Namen “Ashtar Sheran” und seine UFO-Flotte glauben. In dem Buch “UFO-Sekten” haben mein Coautor Roland M. Horn und ich 1999 umfassend darüber berichtet und aufgeklärt. Doch auch im Internet finden sich heute immer wieder sehr interessante Beiträge über diese Alien-Sekte und ihren Heiland Ashtar Sheran aus dem All. Darum heute ein kurzer Blick auf diese UFO-Gruppe, ein paar Worte zu UFO-Sekten und interessante Links dazu.

 

 

Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Als mein Freund und Mystery-Kollege Roland M. Horn und ich vor fast 20 Jahren an unserem gemeinsamen Sachbuch “UFO-Sekten” schrieben, ahnten wir noch nicht, wie sich das Internet entwickeln wird. Inzwischen kennt es jedes Kind. Im Guten und Interessanten und auch im Schlechten. Und selbstverständlich ist das Netz seit Jahren ein Tummelplatz für Spinner, Propaganda jeder Art und eine digitale Sintflut an Unsinn aus dem dem Bereich der Grenzwissenschaft.

Das gilt selbstverständlich auch für UFO-Sekten bzw. deren Anhänger/Gläubige, da diese in Millisekunden ihren Behauptungen und Lehren um den Erdball senden können.

Wir huldigen einem Alien-Heiland und seiner UFO-Flotte

Der UFO-Sekte um den angeblichen blonden Alien-Schönling Ashtar Sheran haben Roland M. Horn und ich in unserem 1999 erscheinenden Buch “UFO-Sekten” ein umfangreiches eigenes Kapitel gewidmet. Und ich bin sicher, dass der ein oder andere Mystery-Interessierte schon irgendwo auf diese Gruppierung im Netz gestoßen ist.

Darum in diesem ursprünglich vom 28. Mai 2013 stammenden Posting ein paar Warte dazu.

Grundsätzlich sind die Lehren, Weisheiten und der Glaube dieser esoterischen UFO-Gläubigen seit Jahrzehnten unverändert. Noch immer finden sich beispielsweise bei Facebook und auch in YouTube-Videos Gläubige dieser Gruppe (bzw. der “Galaktischen Föderation des Lichts” oder “Lichtarbeiter”), die von diesem Alien Ashtar Sheran und seiner Göttlichkeit fabulieren. Auch auf diesem Blog habe ich immer mal von diesem Alien-Gott und seiner UFO-Flotte berichtet. Aber auch von anderen UFO-Sekten, die quasi in Aliens Erlöser sehen. Auch Ashtar Sheran ist eine Art Heiland, Weltretter oder Erlöser der Menschheit in den Augen seiner Anhängerschaft!

Das war und ist für die Grenzwissenschaft und UFO-Forschung eine echte Bedrohung. Eine Bedrohung deshalb, da solche esoterischen UFO-Gläubigen damals wie heute vielfach die öffentliche Meinung bestimmen. In den 1990gern taten sie es auch mit trauriger Regelmäßigkeit in den Talk Shows am Fernsehen. Davon könnt Ihr Euch in YouTube-Videos meiner Film-Reihe “Grenzwissenschaft Classics Videos” selber ein Bild machen. Ebenso in einem zusammenfassenden Artikel von meinem Kollegen Roland M. Horn, den ich im Rahmen einer Meldung über das Ashtar Command im Oktober 2012 auch auf diesem Blog stellte.

Ashtar Sheran ist unser Erlöser

UFO-Sekten - bis heute ein Irrsinn (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)
ARTIKEL: UFO-Sekten – bis heute ein Irrsinn (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)

Selbstverständlich ist das Internet heute “Fluch und Segen zugleich”, wie es nicht nur eine digitale Weisheit sagt. Das Netz ist Recherchequelle Nummer 1 bei jeglicher Art von Themen und gleichzeitig auch Unfug-Quelle Nummer 1. Doch was den Glauben an einen liebevollen Alien mit seiner gewaltigen UFO-Flotte angeht, habe ich einen spannenden Artikel über dieses Ashtar Command gefunden. Mit einer klaren Aussage, die schon von 2013 stammt:

Da kann man auch gleich einer ,Star Trek’-Religion beitreten, wobei diese noch wesentlich mehr Tiefgang hätte und obendrein mehr wissenschaftlich orientiert als esoterisch wäre.”

So schreibt der Autor in seinem sehr gut zusammengefassten Artikel über die UFO-Sekte um den Alien-Heiland Ashtar Sheran etwa:

“Eine der ältesten und bekanntesten UFO-Sekten ist das ,Ashtar Command’, welches auf die in den 1930ern gegründete ,I Am-Bewegung’ des US-Amerikaners Guy Ballard (1878-1939) sowie seiner Frau Edna zurückgeht.

(…)

Im Gegensatz zu anderen Sekten steht kein Guru im Zentrum, sondern der fiktive Santiner Ashtar Sheran, ein menschlich wirkender Alien mit hellblonden Haaren und blauen Augen. Er soll Kommandant einer Raumschiffflotte der Galaktischen Föderation des Lichts sein und die Erde vor bösen Einflüssen schützen.”

Seit ich mich mit der Grenzwissenschaft befasse, verfolge ich sehr aufmerksam die Szene der UFO-Sekten und ihrer “Mönche”. Vom Ashtar Command bis zur Sekte um Astronautengötter mit Namen Rael-Bewegung. Letztere hat allerdings einen Guru aus Fleisch und Blut und war ebenso vielfach Thema dieser Webseite.

Ashtar, lass Hirn vom Himmel fallen!

Göttingen soll einen UFO-Landeplatz bekommen (Bild: WikiCommons / L. A. Fischinger)
“UFO-Mönch” will einen UFO-Landeplatz bauen (Bild: WikiCommons / L. A. Fischinger)

Wohl kaum ein anderer Autor der Grenzwissenschaft, der von den Ideen der Götter aus dem All und von anderen Mysterien persönlich überzeugt ist, weiß um die Flut der UFO-Sekten, wie ich. UFO-Sekten damals wie heute. Wobei heute diese Gruppen mehr “im Verborgenen” handeln. Das heißt im Internet und oftmals auch unter Pseudonymen, was im Web aber durchaus normal ist. Dennoch sind sie präsent und meiner Meinung nach oft zu sehr. Und zwar aus dem Grund, da ich aus Erfahrung weiß, dass deren Lehren und Ideen leider in den Köpfen von vielen Menschen “hängen bleiben”. Nur leider sind es genau jene Personen, die nur ganz beiläufig mal was von UFOs und Außerirdischen hören. Und schon haben diese ein vollkommen verzerrtes Bild der Themen, die uns Mystery-Fans interessieren!

Ich weiß durch zahllose Zuschriften von Euch und durch Gespräche mit Mystery-Fans, dass man im privaten Umfeld diese Themen nicht ernst nimmt. Viele von Euch beklagen sich immer wieder, dass außerhalb des Internet oder abseits von Treffen mit Gleichgesinnten Ihr als “Spinner” angesehen werdet. Nur, weil man sich für solche Themen interessiert. Aber von Alien-Spinnerei und UFO-Sekten sollte man sich klar abgrenzen und vor allem auch abgrenzen können. Deshalb ist Hintergrundwissen zu solchen “Alien-Religionen” mit Sicherheit nicht falsch.

Selbst in dem Magazin “Sagenhafte Zeiten” der “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI” – quasi der Verein um die Ideen von Erich von Däniken – habe ich einst (2001) einen entsprechen Artikel veröffentlicht. In dem Beitrag “UFO-Sekten – eine notwendige Distanzierung” warnte ich ausdrücklich, dass derartige esoterische Ansichten dieser Gruppen nur der Grenzwissenschaft schaden. Das ist bis heute offenkundig unverändert.

Darum verweise ich gerne auf den oben genannten Artikel als Zusammenfassung – hier speziell zum Ashtar Command. Genauer gehe ich in diesem Blog-Artikel auf das Thema UFO-Sekten ein. Ich finde, dass man als Interessierter an Themen wie Aliens & Co. inklusive UFOs auch über solche Gruppen, UFO-Sekten, Vereine, Glaubensvorstellungen etc. informiert sein sollte. Am umfassendsten könnt Ihr dies durch das weiterhin aktuelle Buch “UFO-Sekten” von Roland M. Horn und mir. Da es unlängst ausverkauft ist, findet Ihr es beispielsweise sehr günstig gebraucht bei amazon.de.

Vor genau 20 Jahren: Die Katastrophe der „Sonnentempler“-Sekte. Massenmord und Gruppensuizid um in eine neue Welt beim Stern Sirius zu reisen.

ARTIKEL: Die “Sonnentempler” und der Massenmord in der Schweiz vor 20 Jahren (Bild: gemeinfrei / L. A. Fischinger)

Auch die Grenzwissenschaft hat Grenzen

In “UFO-Sekten” resümierte ich 1999 in meinem Nachwort unter anderem:

Nun, dieser Band handelte von Menschen und Gruppen und deren Anhänger, die nach meiner Meinung ohne jeden Zweifel Unsinn verbreiten. Es sind Personen, die offensichtlich aus finanziellen Gründen Phantastereien an die Öffentlichkeit tragen, sich so wichtig machen und wahrscheinlich hierdurch eine innere Befriedung erlangen.

Diesen Menschen ist es egal, was sie berichten. Sie erfinden Geschichten, die nicht nachprüfbar sind, und die nur von leichtgläubigen Menschen wirklich als real angesehen werden. Seriöse Forscher und kritische Informationen stören diese eoterisch-verblendeten Irrläufer nicht. Sie lieben es, den Medien ihre Lügengeschichten aufzutischen und freuen sich wahrscheinlich tief in ihrem Innersten, dass es tatsächlich Menschen auf dieser Welt gibt, die einen solchen wirren Mumpitz für bare Münze nehmen.

Die Organisatoren der esoterischen Channel-UFOlogie, die in keinem Fall auch nur annähernd etwas mit der seriösen Erforschung des unbekannten Phänomens zu tun haben, werden sich sicher auch des lieben Geldes wegen entschlossen haben, die Menschheit mit wahnwitzigen Philosophien zu foppen.

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

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Wenn Außerirdische zur Erde kommen, können diese zum Judentum konvertieren? Was Rabbiner zu Aliens und Leben im Universum sagen

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Können Außerirdische zum Judentum konvertieren? Was Rabbiner zu Leben im All sagen (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Können Außerirdische zum Judentum konvertieren? Was Rabbiner zu Leben im All sagen (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

“Wenn ein UFO kommt”, fragt sich ein Rabbiner in der Zeitung “Jüdische Allgemeine”, und sich darin Außerirdische befinden, die gerne zum Judentum konvertieren möchten – was dann? Können Außerirdische überhaupt zum Judentum konvertieren? Und warum spricht scheinbar die ganze Medien- und Unterhaltungs-Landschaft der Welt so viel über Aliens? Fragen, die grundsätzlich jede Religion der Menschheit oder besser gesagt ihre aktiven Gläubigen interessieren (sollten). Aus diesem Grund widmet sich die auflagenstärkste und bedeutendste Zeitung des Judentums in Deutschland in einem Artikel diesen Fragen. Die jüdischen Rabbiner kommen dabei zu ganz erstaunlichen Antworten!

 

 

Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die 1946 gegründete jüdische Zeitung “Jüdische Allgemeine” gilt für das deutsche Judentum als Wichtiges Sprachrohr und als bedeutende Informationsquelle. Es ist eine „Wochenzeitung für Politik, Kultur, Religion und jüdisches Leben“, die – wie alle Printmedien – zwar mit einem Rückgang der Druckausgaben zu kämpfen hat, aber dennoch online von zehntausenden Usern monatlich besucht wird. Und einer davon bin ich.

Rabbiner und Außerirdische

Am 28. Juli 2016 veröffentlichte der Rabbiner David Geballe den Artikel “Wenn ein UFO kommt …” in der “Jüdischen Allgemeinen”.

Geballe schreibt darin, dass der Boom des Themas Außerirdische im All und UFOs in den letzten Jahrzehnten gewaltig gewachsen sei. Anders als der der Glaube an Gott, der immer weiter abnehme. Umfragen in Deutschland oder auch den USA, so der Rabbiner, bezeugen den Rückgang an Gottes-Glauben und den Anstieg des Glaubens an Außerirdische. Das ist auch richtig, wie es zahlreiche Untersuchungen und Umfragen immer wieder deutlich gemacht haben. Einige davon habe ich auch auf diesem Blog vorgestellt und umfangreich in einem Buch diskutiert.

Rabbiner Geballe fragt sich angesichts dieser Tatsachen dabei folgendes:

Sicherlich haben in früheren Zeiten Sagen und Märchen, die von übernatürlichen Kreaturen handeln, das Interesse für das ,Andere’ abgedeckt. (…)

Doch welches Grundbedürfnis der menschlichen Psyche bedient der Glaube an extraterrestrisches Leben?

Und weiter schreibt er:

In den vergangenen 200 Jahren hat in der westlichen Welt eine immer stärkere Säkularisierung stattgefunden. Das heißt, dass alle Funktionen, die Religionen vorher innehatten, anders aufgefangen werden müssen. Das Verlangen in uns, das durch die ,Ersatzreligion’ Ufologie befriedigt wird, ist der Wunsch, nicht allein im Universum zu sein. Dadurch wird der Glaube an extraterrestrisches Leben sinnstiftend.”

UFOs und Aliens als Ersatzreligion?

ARTIKEL: UFO-Sekten gibt es tatsächlich: "Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als Sekte" (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)
ARTIKEL: UFO-Sekten gibt es tatsächlich: “Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als Sekte” (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)

Schon bei diesen Aussagen des Rabbiners würden mit Sicherheit Grenzwissenschaft, Mystery-Forscher, Prä-Astronautiker, UFO-Forscher usw. mehr als nur eine Anmerkung oder Ergänzung haben. Beispielsweise den Umstand, dass die “übernatürlichen Kreaturen” aus der Sagen- und Märchen-Welt von einer ganzen Reihe Mystery-Forscher in direkter Verbindung zu den “Aliens von heute sehen”.

Das heißt, es gibt nicht wenige Menschen aus dem Bereich der Prä-Astronautik (wie mich!) oder auch UFO-Forschung, die in den Berichten und Schilderungen der Folklore über Begegnungen mit Wesen aus der sogenannten “Anderswelt” deutliche Parallelen zu den Erzählungen über mutmaßliche Aliens sehen. Erst die moderne und wissenschaftlich westlich weiter entwickele Menschheit ersetzte diese “Kreaturen” durch “Außerirdische”.

Die Vermutung von Rabbiner David Geballe ist im Grunde genommen richtig. Aber auch nur deshalb, weil der Mensch von heute wesentlich mehr Wissen über das Universum und Leben um fremde Sterne hat. Die Menschen haben quasi die Wesen der Folklore als das erkannt, was sie sein könnten: Außerirdische.

Ein sehr komplexes Thema, wie viele Mystery-Interessiere wahrscheinlich wissen. Aber keine “Ersatzreligion”, wie ich immer wieder betone. Der Glaube an intelligentes Leben im All und auch daran, dass Außerirdische möglicherweise vor vielen Jahrtausenden hier auf der Erde waren oder noch sind, ist mit Sicherheit kein Ersatz für eine Religion mit einem Glauben an einen Schöpfergott. Jedoch wissen sicherlich viele Leserinnen und Leser, dass es tatsächlich auch echte UFO-Sekten gibt, weshalb mein Kollegen Roland M. Horn und ich 1999 ein entsprechendes Buch zu dieser Problematik veröffentlichten.

Bereits in meinem Buch “Götter der Sterne – Bibel, Mythen und kosmische Besucher” aus dem Jahre 1997 habe ich mich mit dieses Vorwurfs angenommen. So beendete ich damals das Nachwort mit den Worten

"Götter der Sterne" von Lars A. Fischinger 1997
“Götter der Sterne” von Lars A. Fischinger 1997

Der böse Vorwurf, hier wird eine Art ,Ersatzreligion“’ verbreitet, ist nicht stichhaltig. Denn für welche Religion sollte diese ein Ersatz sein? Vom Christentum, welches sich noch in evangelisch und katholisch unterteilt, vom islamischen Glauben, oder vom Buddhismus (wobei buddhistische Quellen auch im Christentum zu finden sind)?

Jeder Moslem könnte einem Christen vorwerfen, er glaube an die falsche Sache, genauso natürlich umgekehrt. Das vorliegende Buch ist keine ,heilige Schrift“ einer Ersatzreligion (was immer das sein mag), sondern eine Theorie, eine neue Auslegung religiöser Schriften. Niemand braucht irgend etwas davon zu ,glauben“’ – dieses Buch fordert keine Umstellung der alltäglichen Lebensweise oder finanzielle Unterstützung, wie es typisch für Religionen (Sekten) ist. Hier wird keine Heilsbotschaft oder eine Messiaserwartung verkündet, sondern altes Schriftgut neu analysiert und auslegt.

Noch weniger, und dies sei auf das deutlichste betont, wir hier eine Art Endzeit prophezeit, die wir unserem falschen Glauben und irdischen Verhalten zu verdanken haben. Die Außerirdischen der Bibel und andere Texte werden uns nicht irgendwann einmal in den Himmel evakuieren, da wir unseren Lebensraum Erde zerstört haben. Es werden keine selbsternannten Sternenbrüder oder Sternenpeople an die Öffentlichkeit gehen, um uns den Weg in die UFOs zu weisen, um uns so in die vermeintlich ,göttliche’ Obhut ebenso vermeintlicher ,Lichtwesen’ oder einem ,außerirdischen’ Jesus Christus, der nun eine Raumflotte von ,Strahlenschiffen’ kommandiert, zu übergeben…

Warum UFOs und Astronautengötter keine “Ersatzreligion” sind und sein können, erkläre ich beispielsweise auch in diesem Video-Interview vom Oktober 2013 auf YouTube.

Außerirdische haben “keinen freien Willen” …

David Geballe führt in seiner Betrachtung von Außerirdischen weiter aus, wie genau man dem Thema als gläubiger Jude begegnen muss. So schreibt er, dass laut Talmud das gesamte Universum und alles, was sich darin befindet, “für den Menschen gemacht wurde”.

Der Vatikan, der Papst und die Außerirdischen – Die Haltung der katholischen Kirche zu der Frage Leben im Universum (Bild: L. A. Fischinger /NASA / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Der Vatikan, der Papst und die Außerirdischen – Die Haltung der katholischen Kirche zu der Frage Leben im Universum (Bild: L. A. Fischinger /NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Warum aber ein gleich derartig gigantisches All mit der Erde und Menschheit im (eher geistig zu verstehenden!) Zentrum darin von Gott erschaffen wurde, erklärt der Rabbiner auch. Es soll der Menschheit Ehrfurcht lehren:

“Eine mögliche Antwort auf diese Frage wäre, dass Größe und Anzahl Gott nichts bedeuten. Für Gott ist es eine ebenso große Anstrengung, ein Sonnensystem zu erschaffen, wie eine Zentilliarde (eine Eins gefolgt von 603 Nullen). Trotzdem müssen wir uns fragen, zu welchem Zweck unser unermessliches Weltall entstanden ist. Maimonides sagt dazu, dass das überwältigende Universum den Menschen dazu bringen soll, mehr Ehrfurcht vor Gott zu haben, der alles erschaffen hat.

Diesen theologischen Deutungen und Interpretationen des Rabbiners kann man mit Sicherheit noch gut folgen. Nicht aber den weiteren Ausführungen.

So heißt es weiter, da das All für die Menschheit  geschaffen wurde, kann es auch keine Außerirdischen mit einem “freien Willen” geben. Daraus folgert der Artikel diese Annahme:

Da es also auf anderen Planeten kein Wesen gibt, das einen freien Willen besitzt, kann es dort auch keine anderen Formen von Leben geben – auch keine Geschöpfe ohne freien Willen, denn deren Zweck besteht darin, für Geschöpfe mit freiem Willen zu existieren

Super intelligente Aliens? Ja! Zum Judentum konvertieren? Nein!

Auch wenn Rabbiner David Geballe in seiner Veröffentlichung verschiedene Rabbiner der Vergangenheit und ihren Auslegungen rezitiert, bleibt es im Grund bei dieser Aussage: Aliens haben keinen freien Willen, könnten aber existieren.

Die Tora und der Talmud widersprechen eindeutig nicht der Möglichkeit von außerirdischem Leben, sind sich die jüdischen Gelehrten sicher. Auch nicht, dass diese Außerirdischen vielleicht sogar weit intelligenter sind als wir Menschen, steht dem nicht im Widerspruch. Doch diese Wesen in den Weiten des Kosmos sind nach diesen Deutung willenlose Wesen. Und Lebewesen ohne einen freien Willen können auch nicht zum Judentum konvertieren.

Vatikan: Aliens könnte es geben aber nicht einen zweiten Jesus Christus (Bild: L.A. Fischinger / NASA)
Vatikan: Aliens könnte es geben aber nicht einen zweiten Jesus Christus. Warum sich mir deshalb drei brennende Fragen stellen. (Bild: L.A. Fischinger / NASA)

Resümierend heißt es dazu unmissverständlich:

Doch der freie Wille ist etwas intrinsisch menschliches, da nur uns Menschen die Tora gegeben worden ist.

Falls also eines Tages ein UFO landen sollte und die Insassen alsbald beim Rabbinat anklopfen, um zum Judentum überzutreten, wird unsere Antwort leider negativ ausfallen müssen – weil wir nicht davon ausgehen können, dass die Aliens über einen freien Willen verfügen.

Alles für nur uns – der Menschheit

Folgende wesentliche Punkte haben die Rabbiner oder besser gesagt deren Auslegungen und Analysen hier genannt:

  1. Das Universum wurde von Gott für die Menschen erschaffen
  2. Es kann durchaus Leben im All geben – das widerspricht nicht dem jüdischen Glauben
  3. Diese Außerirdischen könnten auch wesentlich intelligenter als wir Menschen sein
  4. Gibt es sie – egal wie intelligent – haben sie aber keinen eigenen und freien Willen, da sie für die Menschen erschaffen wurden
  5. Ohne einen freien Willen kann kein Mensch und natürlich auch kein Alien zum Judentum konvertieren

Was dieser viel zitierte “freie Wille” eigentlich genau ist, das erklärt der Artikel nicht. Wohl aber, dass dieser uns Menschen der Erde von Gott durch den Tora “gegeben worden ist”. Demnach haben Außerirdische diese Texte nicht von Gott bekommen und sind so quasi willenlose Lebewesen. Aliens, denen irgendwie die “spirituelle Erleuchtung” fehlt und die ohne den Glauben an die Tora auch keine Juden werden können. Das ist natürlich durchaus logisch. Es kann auch niemand wirklicher Katholik werden, der nicht an das Neue Testament und Jesus Christus glaubt.

VIDEO: Der Vatikan und die Außerirdischen: brauchen wir (eines Tages) Weltraummissionare?
VIDEO: Der Vatikan und die Außerirdischen: brauchen wir (eines Tages) Weltraummissionare? (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei / NASA/JPL)

Auch wenn der Papst der katholisch Kirche Außerirdische sogar selber taufen würde, Fremde aus dem All “Brüder und Schwester” der Menschheit sind und auch da Dalai Lama dies recht ähnlich sieht – im Judentum sieht die Welt scheinbar anders aus. Zumindest nach diesen rabbinische Deutungen.

In der Grenzwissenschaft ist das selbstredend vollkommen anders. Die Idee, dass die Götter der Vergangenheit und damit auch der Gott und seine Scharen im Alten Testament, in Wahrheit Außerirdische waren, löst religiöse Grenzen und Dogmen so oder so in Wohlgefallen auf.

Ganz nüchtern betrachtet es mit Sicherheit die Wissenschaft von den Sternen, die Astronomie. Hier ist es egal, ob Jesus auch für Aliens starb, diese Außerirdischen überhaupt erlöst werden mussten oder ob Gott die Tora nur und allein der Menschheit gegeben hat. Bei den Anstrengungen bei der Suche nach Leben im All und auch ganze Zivilisationen von Außerirdischen, spielen in der Astronomie Religionen keinerlei Rolle. Es wäre so oder so müßig zu spekulierten, ob Aliens irgendeine Art Religion haben. Und wenn ja, ob wir Menschen diese Alien-Religion von unserem Planten her schon kennen.

Erst die Ankunft bzw. der Nachweis dieser Intelligenzen im Kosmos wird, wie zum Beispiel in diesem Artikel dargelegt, das “kosmische Religions-Problem” global in den Fokus rücken. Ein weltweites Problem, dass ich auf meinem Blog mehrfach behandelt habe.

Was sollen außerirdische Zivilisation mit der jüdischen Tora überhaupt anfangen?

Jene Astronomen, die sich mit der Suche nach Aliens befassen, würden über die religiösen Auslegungen der Rabbiner mehr als nur den Kopf schütteln. Man könnte es schon vermessen nennen, da natürlich niemand weiß, ob die Tora auch auch Außerirdischen gebracht wurde. Aber die Rabbiner bezweifeln das energisch.

Hierbei muss man sich aber klar machen, was denn überhaupt der Inhalt der Tora – also den fünf Büchern Mose – ist. Auch wenn man die Tora nicht gelesen hat, so kennt man zumindest die Geschichten des Sündenfall von Adam und Eva, dem Garten Eden, der irgendwo gelesen haben soll, Moses und der Exodus der Hebräer aus Ägypten und all die Geschichten von Ländern, Menschen, Abenteuern usw. Und diese Berichte der Tora spielen unumstritten all auf unserer Erde. Was soll ein außerirdisches Volk auf einem fremden Planten mit diesen Geschichten anfangen?

UFOs in der Bibel? Die "fliegende Buchrolle" des Sacharja: Ein zylindrisches Flugobjekt der Astronautengötter? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)
VIDEO: UFOs in der Bibel? Die “fliegende Buchrolle” des Sacharja: Ein zylindrisches Flugobjekt der Astronautengötter? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)

Doch auch hier gibt es ein Aber:

Der spanische Rabbiner Hasdai ben Judah Crescas (1340 – 1410) schrieb 1410 das Werk “Or Adonai or Or Hashem” (etwa: “Das Licht Gottes”), das postum 1555 veröffentlicht wurde. In diesem diskutierte er schon damals in einem ganzen Kapitel die Frage nach anderem Leben im Universum. Dabei kommt der Rabbiner zu dem Ergebnis, dass in den heiligen Texten (wie eben auch der Tora) nichts zu finden ist, dass die Existenz von  Außerirdischen widerspricht.

Mehr noch, denn Rabbiner Crescas nennt sogar selber ein Argument für anders Leben im All. So zitiert er einen Vers des Talmud in dem es heißt (Traktat Avoda Sara 3b):

Was tut Gott bei Nacht? Er setzt sich auf den schnellsten Cherub und reitet durch die 18.000 von ihm erschaffenen Welten, wie geschrieben steht.

Wenn es also auf diesen 18.000 anderen Welten kein Leben gibt, so der Rabbiner vor über 600 Jahren weiter, weshalb sollte Gott diesen überhaupt seine Aufmerksamkeit schenken …?

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

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Bücher von Lars A. Fischinger zur Grenzwissenschaft und mehr

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Bücher zur Grenzwissenschaft, Prä-Astronautik, UFO/Aliens und den Mysterien der Welt von dem Jäger des Phantastischen Lars A. Fischinger
Bücher zur Grenzwissenschaft, Prä-Astronautik, UFO/Aliens und den Mysterien der Welt von dem Jäger des Phantastischen Lars A. Fischinger

Die Welt ist Grenzwissenschaft, der Astronautengötter, der UFOs und Aliens, der Mysterien der Menschheit und der Rätsel der Vergangenheit, Gegenwart und auch Zukunft ist mehr als faszinierend! Seit nun 31 Jahren bin ich diesen Mystery Files auf der Spur. Auf vielfachen Wunsch von Euch, liebe Leserinnen und Leser, findet Ihr hier eine Auswahl meiner bisherigen Buchveröffentlichungen, die seit dem Sommer 1996 erschienen sind.


Bücher aus der Welt der Grenzwissenschaft und Phänomene

Auch ich habe als Jäger des Phantastischen eine Reihe Bücher rund um die Grenzwissenschaft und darüber hinaus veröffentlicht.

Hier eine Auswahl meiner bisherigen Buchveröffentlichungen seit 1996.

Nicht genannt sind in der folgenden Liste die E-Books meiner ehemaligen Buch-Reihe “Mystery Files” sowie die HIER gesondert aufgeführten E-Book-Veröffentlichungen (s. unten). Ihr findet sämtliche Veröffentlichungen normalerweise auch alle bei Amazon. Folgt einfach diesem Link HIER.

Bücher von Lars A. Fischinger seit Sommer 1996:

Tipps:

Mehr zu den verschiedenen Themen der Grenzwissenschaft erfahrt Ihr auch auf meinem Video-Channel bei YouTube und meiner Mystery-Fan-Seite auf Facebook:

Zu den E-Books:

E-Books von Lars A. Fischinger zur Grenzwissenschaft, Mystery Files und mehr! (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
E-Books von Lars A. Fischinger zur Grenzwissenschaft, Mystery Files und mehr! (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Meine Buchtipps zur Grenzwissenschaft und mehr

In verschiedenen Videos auf meinem YouTube-Kanal “Grenzwissenschaft & Mystery Files” gebe ich immer wieder Hinweise, Tipps und auch Empfehlungen zu anderen interessanten Veröffentlichungen.

Unter den einzelnen Blog-Postings auf diesen Seiten ebenfalls, die Ihr HIER auf Amazon nach Themen sortiert findet.

Viel Vergnügen auf den Spuren des Unfassbaren …

Euer Jäger des Phantastischen

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Die UFO-Sekte Rael-Bewegung verspricht genitalverstümmelten Frauen in Afrika im Verein „Clitoraid“ chirurgische Hilfe

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Logo der UFO-Sekte "RAEL-Bewegung"
Logo der UFO-Sekte “RAEL-Bewegung” (Bild: WikiCommos / L. A. Fischinger)

Weltweit gibt es laut Schätzungen der WHO (Weltgesundheitsorganisation) bis zu 140 Millionen Frauen, die Opfer von „Beschneidungen“ geworden sind. Diese Verstümmlungen im Vaginalbereich sind vor allem in Afrika stellenweise weit verbreitet und sollen den betroffenen Frauen jegliche sexuelle Lustempfindungen nehmen. Nun hat sich die ominöse UFO-Sekte der Rael-Bewegung (= Raelianer) des Themas angenommen und verspricht chirurgische Hilfe in einem Krankenhaus in Burkina Faso.

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Die Akte 2012 reloaded: Was blieb vom Hype um den 21. Dezember 2012, Nibiru, Maya-Kalender, Weltuntergang und all den Prophezeiungen?

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Die Akte 2012 reloaded - Weltuntergang, Nibiru, Maya-Kalender und anderer Unsinn zum 21. Dezember 2012
Die Akte 2012 reloaded – Weltuntergang, Nibiru, Maya-Kalender und anderer Unsinn zum 21. Dezember 2012

Der 21. Dezember 2012 ist nun lange Geschichte. Die Welt natürlich nicht: Sie ging nicht unter – es gab keinen Weltuntergang. Die angeblichen “Maya-Prophezeiungen” zum Ende ihres weltbekannten Kalenders trafen allesamt nicht ein. Ebenso wie sämtliche anderen von fantasievollen 2012-Esoterikern, Propheten, Alien-Fans, Nibiru-Gläubigen und “Verschwörungstheoretikern” heraus posaunte Aussagen. Wieder ging ein Mystery-Hype sang und klanglos unter. Aber warum eigentlich? Dazu ein umfassendes Resümee ein Jahr nach dem Ende der Welt, der Ankunft der Außerirdischen und dem Aufstieg in eine höhere Dimension …


(Update: 21. 12. 2013)

2012, Nibiru, die Maya und das Ende

Mitte August 2010 erschien das Buch “Die Akte 2012 – Wahn und Wirklichkeit“. Weder davor noch danach erschien ein ähnlicher Titel rund um den Mythos 2012.

Der Auslöser war, dass der Boom um den 21. Dezember 2012, die Maya, die Außerirdischen, einen Weltuntergang, den angeblichen Planeten Nibiru alias „Planet X“, einen Aufstieg der Menschheit etc. immer öfter an mich als Autor der Mysterien der Welt in E-Mails und im Internet herangetragen wurde. Vor allem ab 2008/9. Ein Phänomene-Journalist, wie ich eben einer bin, ist ja sicherlich auch einer der Ansprechpartner zu derartigen Themen. Da ich intensiv die “Aktivitäten der Mystery-Fans” im Internet lese usw. war mir der Boom natürlich nicht unbekannt. Doch es schlug nach und nach dem Fass den Boden aus, was ich da alles lesen „musste“.

Chichén Itzá in Mexiko (Zeichnung von Catherwood, 1843): die Maya galten schon immer als "verwunschene Kultur) (Bild: gemeinfrei / Archiv L. A. Fischinger)
Chichén Itzá in Mexiko (Zeichnung von Catherwood, 1843): die Maya galten schon immer als “verwunschene Kultur (Bild: gemeinfrei / Archiv L. A. Fischinger)

In einem Sozialen Netzwerk explodierten die 2012-Themen aufgrund von Roland Emmerich seinem Kinokracher “2012” im Jahre 2009. Im Sinne von: “Was steckt denn nun eigentlich dahinter?” Und genau dort war auch ich um 2009 dazu sehr aktiv. Bis heute bin ich überzeugt, dass der Mythos und Hype um 2012 den Ruf der Grenzwissenschaft geschadet hat. Wie schon der (kleinere) Hype um 1999 und Nostradamus oder der Selbstmord von rund 40 UFO-Sekten-Fans einige Jahre davor in den USA.

Die Maya als “verwunschene Kultur” im fernen Mittelamerika haben etwas Geheimes gewusst…hieß es in unzähligen Artikeln, Internetbeiträgen und Büchern. Da seit 1999 – dem letzten Hype ähnlicher Art – das Internet einen gigantischen Zuwachs bekam, überschlugen sich selbsternannte Kenner der Materie mit ihren leider allzu oft sehr dummen Ideen dazu. Filme bei YouTube kamen natürlich auch dazu. Und jeder wusste es besser, hatte Recht oder war eben der Experte zum Mythos 2012.

“Alles Quatsch, was Ihr da schreibt!” – das waren meine Antworten im Internet. Im spanischen oder auch englischen Internet ging es dabei sogar noch weit wilder zu als in deutscher Sprache. Ich selber wurde dabei mit den wildesten Beschimpfungen aufgrund meiner Anti-2012-Haltung überschüttet. Und natürlich wurde auch ich schnell zu einem Illuminaten oder einen vom CAI oder so bezahlten “Desinformanten” erklärt …

Maya-Prophezeiungen und der Weltuntergang: Eigentlich total albern …

Aber – wie immer in der wilden Esoterik-Szene – konnte keiner (und ich meine hier es im wahren Sinne des Wortes: keiner) der “Experten” sachliche Fragen von mir beantworten. Fragen etwa, wo ich diese oder jene “Maya-Prophezeiung” sachlich nachlesen kann. Oder auch, woher diese oder jene Information., Aussage oder auch Quelle stammt. “Experten” betraten die Bühne, die sogar derart peinliche Aussagen zum 21. Dezember 2012 machten, dass man sich als Autor des Phantastischen in Grund und Boden schämen musste, dass man eben persönlich seit rund 20 Jahren bzw. Kindertagen an den Rätseln und Mysterien der Welt sehr interessiert ist. Aber gerade solche Leute oder besser deren Aussagen waren es, die mit ihren Vorträgen auf Kongressen und Tagungen und natürlich ihren Veröffentlichungen/Büchern sehr großen Erfolg hatten.

Da ich ganz klar Pro-Mystery eingestellt bin – musste ich einfach in einem eigenen 2012-Buch eine Art „Kontra geben“. Es war mir gleich, dass ich gewisse Kreise der “Mystery-Szene” damit an das berühmte Bein pinkele. Wie es Roland M. Horn und ich ja auch schon 1999 mit unserem Bestseller “UFO-Sekten” taten. Denn nicht die (alten) Maya logen uns in Sachen 21. Dezember 2012 die Hucke voll, sondern die modernen 2012-Esoteriker und -Verschwörungstheoretiker taten dies. Der Hype war nichts weiter als eine mit Quatsch gefütterte Geldmaschine der westlichen Welt. Das wollte in den Boom-Jahren von mir niemand hören, da ich ein böser Desinformant sei. Auch zum Beispiel mein wiederholter Hinweis, dass der älteste Maya von Guatemala am 11. Oktober 2009 in der Zeitung “Telegraph” (Großbritannien) geradezu vor Zorn über diese “westlichen Theorien” explodierte und “die Schnauze voll diesem Kram” habe, war den Gläubigen egal.

Dutzende Bücher und Artikel und zehntausende(!) Internet-Postings zu 2012-Themen habe ich gelesen, ausgewertet und gesichtet. Texte sowie auch Diskussionen, die fast alle mit zwei falschen Kernaussagen zum Maya-Kalender begonnen haben (im Internet Mittelamerikas war es jedoch etwas anders): Da der Maya-Kalender am 21. Dezember 2012 endet, hieß es da immer, haben die alten Maya XY prophezeit. XY ist dabei eine Variable, deren “Wert” man sich aussuchen kann. Von einem Weltuntergang bis UFO-Invasion war alles dabei.

Beide Kernaussagen zum Maya-Kalender waren schlicht falsch und erfunden!

Wie erwähnt, konnte nicht ein einziger 2012-Fan mir sagen, wo genau diese oder jene “Maya-Prophezeiung” steht. Kein Wunder, da der Kalender nicht an diesem Tag endete, sondern dann nur ein Zyklus neu begann und es eine konkrete Prophezeiung der Maya Mexikos dazu überhaupt nicht gab und gibt. Ausreden der Fans wie “aber es wird was passieren, man sieht doch die Veränderungen in der Welt” oder ähnliche sind dabei nur Blabla gewesen. Zu jeder Zeit gab es Veränderungen in der Welt und der Geschichte. Wäre der Kalender-Zyklus schon am 21. Dezember 1950 resetet worden, hätte es sicher den “1950-Boom” in den Jahren 1945 bis 1950 gegeben. Denn da waren die Veränderungen der Welt mit Sicherheit ungleich schwerwiegender als heute. Aber natürlich hat der Maya-Kalender auch nichts mit den aktuellen Themen der Welt zu tun. Zum Beispiel den “Arabischen Frühling” oder Naturkatastrophen.

Der Sonnenstein der Azteken - nicht der Kalender der Maya (Bild: L. A. Fischinger)
Der Sonnenstein der Azteken in Mexiko-City: nicht der Kalender der Maya (Bild: L. A. Fischinger)

Wenn es also keine Prophezeiung der alten Maya gibt, die von einem Untergang der Welt oder Sonstigem berichten, warum denn dann dieser Boom darüber? Ehrlich gesagt ist das wohl ein Thema der Soziologen, das ich als Journalist des Phantastischen sicher nicht wissenschaftlich im Detail ergründen kann. Aber wichtig ist zu wissen, dass vor allem Roland Emmerich mit seinem 2012-Film dem Mythos richtig Nahrung gab. Die Presseberichte und Internet-Beiträge zeigen das sehr deutlich, wie in dem Buch “Die Akte 2012” dargelegt. Emmerich aber, dass sagte er höchst selbst in einem Interview mit einem Freund und Autoren, wollte nur einen Weltuntergangsfilm drehen und kam über “Google” sehr schnell auf die Maya, 2012 und ihren Kalender. Das Thema war also durchaus in der Mystery-Community schon bekannt und Emmerich puschte es erst in gigantische Höhen.

Aber wichtig ist auch zu wissen, dass die 2012-Promoter nur zu einem sehr kleinen Teil einen Weltuntergang 2012 prophezeiten! Die meisten Autoren des Themas gehörten eher der Hardcore-Esoterik an. Sie sprachen von Liebe, Aufstieg der Menschheit in eine höre Dimension, einem Goldenen Zeitalter oder meinetwegen auch von einer Neuen Weltordnung. Extrem-Autoren verbanden das alles jedoch zu einem 2012-Brei aus leeren Worthülsen, Lügen, Unwissenheit, Phantasie und Blödsinn. Sonnenstürme wurden zum Beispiel von einem selbsternannten “Dr.” prophezeit, die dann eine “Evolution der Menschheit” auslösen würden. Und das, obwohl wir solche Stürme schon ewig lange in der Astronomie kennen und diese immer wieder kommen. Mit dem Maya-Kalender hatte auch das wieder absolut nichts zu tun. Fast keiner der 2012-Freunde und vor allem -Promoter hat auch die kursierenden Aussagen oder Weissagung genauer recherchiert. Leider.

Andere wieder plapperten von der Ankunft des angeblichen Planeten Nibiru / Planet X in die Nähe der Erde. Übrigens haben sie dies auch beim 1999-Hype getan. Folge davon seien eben auch Katastrophen wie physische Polsprünge oder auch die Wiederkehr der angeblich auf diesem Planeten lebenden Außerirdischen mit dem Namen Anunnaki. Jene “Ancient Aliens”, die vor Jahrtausenden hier gewesen seien und die Menschheit auf die eine oder andere Art beeinflusst haben sollen. Spätestens hier platze mir als Autor mit dem Hauptinteresse und Thema Prä-Astronautik nun endgültig der Kragen.

Warum schreibt ein überzeugter Autor des Phantastischen ein “Anti-Buch”?

Der Leser wird mir zustimmen, dass das weite Feld der Esoterik und Grenzwissenschaft oft und gerne aus Unwissenheit in einen Topf geworfen, mit Verschwörung gewürzt und so zu einer Soße aus Quatsch aufgekocht wird?! So häuften sich denn auch mir gegenüber als Pro-Ancient Aliens-Autor die Vorwürfe, warum ich online im “Internet 2.0” gegen die 2012-Themen wettere, wo es doch “mein Gebiet” sei. Ja eben darum – weil es “mein Gebiet” ist! Richtig.

Die Akte 2012 reloaded - Weltuntergang, Nibiru, Maya-Kalender und anderen Unsinn zum 21. Dezember 2012
Die Akte 2012 reloaded – Weltuntergang, Nibiru, Maya-Kalender und anderen Unsinn zum 21. Dezember 2012

Es stellte sich in Windeseile durch “Google” heraus, dass in den jeweiligen 2012-Diskussionen und auf ungezählten Webseiten (in zahlreichen Sprachen) die Poster sich gegenseitig mit ihrem Unsinn und ihrer Unwissenheit überboten. Die Idee des angeblichen Planten Nibiru, der von intelligenten Aliens bewohnt ist, in unserem eigenen Sonnensystem seinen Bahnen zieht und ca. alle 3.600 Jahre hier in die Nähe der Erde kommen wird, stammt eigentlich aus dem Jahre 1976. Der US-Prä-Astronautik-Autor Zecharia Sitchin beschrieb diese Idee damals in seinem ersten Buch „The Twelfth Planet“, dem mehr als zehn weitere Bücher folgten. Er allein ist in der Grenzwissenschaft der Ursprung des Mythos vom bewohnten Nibiru.

Sitchin schrieb darüber zahlreiche Bücher und sah tatsächlich auch Katastrophen (Sintflut) auf der Erde durch die Gravitationwirkung des angeblichen Planeten. Aber er selber war es auch, der absolut nichts von 2012 hielt. So traurig es war und noch weiterhin sogar noch ist: so gut wie kein 2012-Propmoter kannte die Bücher von Sitchin oder hat alle nur wenigstens etwas gelesen und überhaupt verstanden. Nein, lieber wurde Pseudo-Wissen zu diesem Thema weiter erzählt und weiter gesponnen, um es mit weiteren Aussagen anzureichern, die nichts mehr mit den Büchern von Sitchin zu tun hatten. Selbstverständlich tauchten auch bald hier und dort “Channel-Botschaften” der Anunnaki zu 2012 im Internet auf. Das gab es schon vor Jahren zum Thema Nibiru und auch damals war alles schlichter Humbug. Und es wird es wieder geben. Jetzt aktuell zum Ende des Jahres 2013 wurde denn auch der erdnahe Komet „Ison“ mit Aliens und Nibiru in Verbindung gebracht …

Mir als angeblicher “Desinformanten der Illuminaten” schlugen sehr schnell die 2012-Gläubigen entgegen. Dass man meine damaligen Fragen nicht beantworte und nur Blabla zurück kam, kannte ich. Aber sehr bald war zu erfahren, dass die Nibiru-Fans es gar nicht interessiert, was “irgend einer in einem Buch geschrieben hat”. Damit war Sitchin als Erfinder des Nibiru gemeint. Ein mehr als starkes Stück, da man demnach offenkundig lieber “Copy & Past”-Aussagen und -Gerüchten im Internet glaubte als Sichtin selber (den man ja meinst nicht kannte). Dabei hätte schon 1976 jeder Leser Sitchins nachrechnen können, wann nach seiner Idee der Planet etwa wieder herkommen würde. Oder in seinem Buch “Apokalypse” sogar ganz konkret das Thema nachlesen können. Der Untertitel dieses Sitchin-Buches schrie doch geradezu danach gelesen zu werden: 

“Armageddon, die Endzeit und die Prophezeiungen von der Wiederkunft”

Über all dies berichtete ich bekanntlich umfassend und immer wieder in dutzenden Beiträgen auf diesen Blog-Seiten (z. B. hier, hier und hier) wie auch bei YouTube auf meinem Video-Kanal.

Die Umlaufbahn des Nibiru wie sie sich Zecharia Sitchin 1976 ausdachte – für eine Großansicht anklicken (Bild: L. A. Fischinger aus dem Buch “Die Akte 2012“)
Die Umlaufbahn des Nibiru wie sie sich Zecharia Sitchin 1976 ausdachte – für eine Großansicht anklicken (Bild: L. A. Fischinger aus dem Buch “Die Akte 2012“)

Aber um die Quellen zu studieren, dazu war die 2012-Szene zum weit überwiegenden Teil einfach zu faul. Sitchin-Leser hätten zum Beispiel einfach die angebliche und sehr stark elliptische Umlaufbahn (s. Bild) des Nibiru von 3.600 Jahren addieren können, da Sitchin schon 1976 Angaben machte, wann dieser Planet hier gewesen sei. Das erste Buch Sitchin musste eigentlich weithin bekannt gewesen sein, wenn die “News York Times” vor rund vier Jahren recht hatte. Darin war nämlich am 8. Januar 2010 zu lesen, dass “Der zwölfte Planet” bereits in der 45. Auflage (englisch) erscheinen würde und damit ein großer Verkaufserfolg ist.

Das Nibiru-Gerede seiner Ankunft, wie es etwa die “Zetas” (die zum Beispiel schon 1995 davon sprachen) so gerne verbreiten, war also schon von Grund auf unsinnig. Bereits 1995 habe ich etwa in dem Magazin “New Scientific Times” (Nr. 3/1995) darauf verwiesen, dass der angebliche Planet seinen „sonnennächsten Punkt im Jahr 2800“ haben wird. Blödsinnig war und ist dabei auch das wilde Gerede, dass der Planet X dabei mit der Erde kollidieren würde. Nach Nibiru-Erfinder Sitchin ist etwa der Asteroidengürtel hinter dem Mars der sonnennächste Punkt des Planeten. Weiter würde dies ja auch bedeuten, dass der angeblich bewohnte Alien-Planet bei seinem Umlauf alle 3.600 Jahre mit unserem Planeten zusammen stößt. Zwei von Zivilisationen bewohnte Planeten kollidieren alle paar tausend Jahre … Ist das glaubhaft?

Aber selbst die NASA sah sich aufgrund solcher Aussagen zu einer deutlichen Online-Stellungnahme gezwungen. Für 2012-Gläubige natürlich auch nur Desinformation der “Mächtigen”. Zumal nach einigen dieser Menschen sogar “Chemtrails” (Kondensstreifen von Flugzeugen) den “Mächtigen” dazu dienten, den kommenden Planeten zu “verstecken”.

2012-Mainstream-Boom

Als es dann derart albern wurde, dass der Planet Nibiru als “Raumstation” wie der Todesstern in STAR WARS angesehen wurde, oder, dass er durch ein Wurmloch zur Erde kommt und vielleicht sogar auch schlicht “unsichtbar” durch ein “Tarnschild” oder einer anderen Dimension sei – erschien auch das Anti-Buch “Die Akte 2012 – Wahn und Wirklichkeit” (13. August 2010). Da ich mich als Prä-Astronautiker irgendwie „genötigt“ sah, zum Hype Stellung zu beziehen. Zum Beispiel wird das Nibiru-2012-Thema dort in einem ganzen Kapitel umfassend dargelegt, behandelt und widerlegt. Praktisch alle kursierenden Aussagen zu Nibiru und dem Weltuntergang usw. widersprechen bis heute den “Kernthesen” Sitchins. Ebenso entzogen sie sich beim Boom des 21. Dezember 2012-Themas irgendwelche weiteren und nachvollziehbaren Quellen. Doch auch die geradezu ungezählten Aussagen der Esoteriker im Sinne einer neuen und tollen Welt(ordnung) und 2012. Das alles hatte nun wirklich nichts mit dem uralten Maya-Kalender aus Mexiko zu tun. Es war nicht mehr und nicht weniger als “eine komplette Erfindung und eine Chance für eine Menge Leute, Geld zu verdienen”. So treffend drückte es die Direktorin der “Foundation for the Avancement of Mesoamerican Studies” (FAMSI, famsi.org), USA, Sandra Nobel, aus.

Dresdener Codex, Tafel 74
Dresdener Codex, Tafel 74 für eine Großansicht anklicken

Der populäre Professor Dr. Nikolai Grube von der Universität Bonn (und viele andere echte Maya-Kenner) teilten diese Ansicht schon vor Jahren zu 100 Prozent. So etwa sagte der Maya-Spezialist Grube schon am 21. August 2009 in der “Baseler Zeitung”:

Keine Inschrift und kein Codex der Maya enthalten Angaben über die Bedeutung dieses Datums, und keine Prophezeiung lässt sich finden, welche die Behauptungen über ein angekündigtes Weltenende stützen könnte. (…) Ganz offensichtlich eignen sich wenig bekannte und exotische Völker wie die Maya ganz besonders gut als Projektionsfläche für die Wünsche und Ängste von Menschen aus der kapitalistischen Welt.

Auch die Aussage, dass der Maya-Codex in Dresden auf einer Seite das Ende der Welt 2012 durch eine Flut weissagt, ist falsch. Das Buch “Die Akte 2012” sollte dies 2010 deutlich aufzeigen. Zu allem “Überfluss” haben die alten Maya dann sogar noch selbst-persönlich in Tempeln Datumsangaben hinterlassen, die sehr, sehr weiter hinter das Jahr 2012 reichen. In der Stadt Tikal finden wir etwa den 24. Februar 9898. Kein Platz für den Weltuntergang 2012. Aber was sie nicht hinterlassen haben sind all die ungezählten Aussagen, wie sie die westliche Esoterik sehr auflagenstark und voller Phantasie verbreitet hat. Dabei waren aber die Mainstreammedien vor allem schuld daran, dass das Thema „Untergang der Welt“ in der breiten Bevölkerung die meiste Beachtung fand.

Wie es auch bei diesem Hype zu erwarten war: Nachdem ich meinen Mystery-Vlog-Channel im Spätsommer 2012 bei YouTube startete und dort (natürlich!) auch über 2012 berichte…hageltet es Beleidigungen der “Gläubigen”. Sogar bis heute, ein Jahr nach dem 21. Dezember 2012. (Update Dezember 2014: und noch immer)

Mich als Autor stellte all dies vor ein großes Problem, da ich mich mit meiner Buchidee eben nicht dem 2012-Mainstream-Boom angeschlossen hatte. Ganz im Gegenteil. Trotz guter Verlags-Kontakte wollte man das Contra-Manuskript einfach nicht. Ein Lektor sagte etwa klipp und klar, dass damit dessen erfolgreichste Autorin widerlegt sei. Die Lektoren sahen keine (Verkaufserfolgs-)Chancen, da eben all die kursieren 2012-Phantasie-Themen in diesem Manuskript ad absurdum geführt würden. Ich bin sicher, dass Autoren, Journalisten und Schriftsteller diese Tatsache der „unpassenden Themenangebote“ sehr gut kennen. Es ist nicht allein auf grenzwissenschaftliche Veröffentlichungen beschränkt, sondern gilt beispielsweise auch für Belletristik. Was die Masse der Leser nicht interessiert – das wird auch nicht veröffentlicht. Verständlich.

Erst als nach langem hin und her in der Verlagslandschaft Deutschlands erschien „Die Akte 2012″ doch noch bei dem geschätzten Verlag “Die Silberschnur”. Nachdem jedoch das Manuskript “entschärft” wurde, Passagen und Aussagen und deren Quellennachweise entfernt wurden und ich noch eine ganze Reihe weiterer „Kompromisse“ einging …

Resümierend kann man zum Maya-Kalender und den Prophezeiungen zum 21. Dezember 2012 sagen:

Natürlich ist dies hier nur eine kleine “Reloaded-Zusammenfassung” des vergangenen Hypes aus meiner Sicht als Mystery-Autor. Über die Suchfunktion dieses BLOG hier werdet Ihr, liebe Freundinnen und Freunde des Phantastischen, zahlreiche Beiträge von und zu 2012 und den entsprechenden Themen finden. Es ist ein Jahr nach dem angeblichen Schicksalsjahr oder auch Schicksalstag unlängst völlig ruhig dazu geworden. Plötzlich war er – weg. Das war schon Anfang 2013 so, als genau dieser Artikel etwas abgewandelt in dem Magazin “DEGUFORUM” der DEGUFO e.V. erschien.

Der Mythos 2012 entwickelte sich langsam aber stetig bis 2009 Roland Emmerich mit einem „Krawums“ in die Lichtspielhäuser kam. Von da an ging es mit dem Thema extrem steil bergauf. Leider jedoch mit dem Kernpunkt „Weltuntergang“. Die wenigstens Menschen der Esoterik-Szene, die irgendwie an 2012 & Co. glaubten, sprachen aber jemals von einem Ende aller Tage. Das puschte die Medienlandschaft in die Bevölkerung. Hier sind die 2012-Promoter im Sinne eines „Aufstiegs der Menschheit“ usw. und ich persönlich ganz klar einer Meinung. Aber was wurde aus all den anderen wunderbaren Weissagungen zum Maya-Kalender? Habe nur ich irgendwie was verpasst?

Aber der nächste Boom kommt bestimmt. Der nächste Weltuntergang und „Aufstieg“ sowieso.

Euch Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

zum Thema

 

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Neues Buch erschienen: Tipp zu den Arbeiten des Phänomene-Forschers John A. Keel

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Die Arbeiten des Phänomene-Forschers John A. Keels (1930 – 1932), die bislang dem Großteil der deutschsprachigen Bevölkerung unbekannt geblieben sind, faszinieren wie ein fantastisches Gemälde des Surrealismus. Wo die Schulwissenschaft scheinbar Grenzen setzt, dort ist die Welt keineswegs zuende. Hinter den willkürlich gezogenen Grenzlinien öffnet sich eine fantastische Welt, in der “Ultrairdische” – wie Keel sie nannte – zuhause sind, wo Prophezeiungen und UFOs ebenso zuhause sind wie monströs wirkende Wesen, die am Himmel fliegen und riesige Flugapparate vor weit mehr als 100 Jahren. Der Autor Roland M. Horn hat nun das Buch “John A. Keel und der Stein der Weisen” vorgelegt über den Forscher vorgelegt. Einen Reiseführer in die weite Welt eines “Phantasten” Keel, der viel mehr von der Realität zu erfassen vermag als “biedere Erbsenzähler” …


Von Lars A. Fischinger 

Die UFO-Forschung ist relativ komplex. Neben den ungeklärten Fällen und der Suche nach des Rätsels Lösung ist eine Lagerbildung zu erleben. Die Untersucher sind sich entweder darüber einig, das hinter den nach der Untersuchung zurückbleibenden UFO-Fällen ein bisher unbekanntes, aber intelligentes und exotisches Phänomen steckt, oder aber, dass alle diese unidentifizierten Objekte nur deshalb ungeklärt seien, weil die Zeugen lügen oder aber falsche, bzw. ungenaue Angaben machen würden.

Dazwischen gibt es fast nichts.

Ein amerikanischer Journalist, der durch seine Forschungen Wesen und Phänomene wie den Mothman und die Men in Black bekannt machte, ist John A. Keel. Mit seinen Forschungen und Publikationen brachte er neue Impulse in die UFO-Forschung. In seinem Buch “Our Haunted Planet” (1971) entwickelte er die Theorie der “Ultrairdischen” (als Gegenpart zur Theorie der Außerirdischen). Diese Besucher waren demnach keine wirklichen Außerirdischen. Keel selbst bezeichnete sie als “eine [Art] Kraft”. Mit seinem Buch “The Eighth Tower” (1975) verfeinerte er die Theorie der „Ultrairdischen“ und beschrieb genauer deren Wirken. In “The Mothman Prophecies” beschäftigte er sich mit den rätselhaften Vorfällen in Point Pleasant, West Virginia, in denen zwischen 1966 und 1967 neben UFOs und Prophetie-Fällen vor allem auch Men in Black und Mothman Sichtungen verzeichnet wurden. Der tragische Einsturz der Silver Bridge, der 46 Menschen das Leben kostete, machte diese Geschehnisse weltberühmt. Im Zuge der Verfilmung (mit zum Teil stark abgewandelter Geschichte) der Geschehnisse im Jahr 2002 mit Richard Gere erschien unter dem Titel “The Mothman Prophecies – Tödliche Visionen” das Buch (als einziges Werk von John A. Keel) auch in deutscher Sprache.

Diesem außergewöhnlichem Menschen ist die vorliegende Arbeit von Roland M. Horn (hier) nicht nur gewidmet, sondern sie geht auch tief in dessen Theoriegebilde ein. Doch Roland M. Horn geht weiter, macht sich eigene Gedanken und entwickelt das Konzept Keels weiter. (Verlagstext nach dem Vorwort von Marius Kettmann)

Vorwort

 

Die UFO-Forschung ist relativ komplex. Neben den ungeklärten Fällen und der Suche nach des Rätsels Lösung ist eine Lagerbildung zu erleben. Die Untersucher sind sich entweder darüber einig, dass hinter den nach der Untersuchung zurückbleibenden UFO-Fällen ein bisher unbekanntes, aber intelligentes und exotisches Phänomen steckt oder aber, dass alle diese unidentifizierten Objekte nur deshalb ungeklärt seien, weil die Zeugen lügen oder aber falsche bzw. ungenaue Angaben machen würden. Dazwischen gibt es fast nichts.

Für die meisten in der sogenannten UFO-Szene Involvierten, die etwas Außergewöhnliches hinter den Fällen vermuten ist die ETH (Extraterrestrial Hypothesis, Außerirdische Hypothese) die annehmbarste. Außenseiter sind selten. Und noch seltener ist es, wenn diese einen gewissen Einfluss gewinnen und mit ihren (oft unkonventionellen) Sichtweisen völlig neue Perspektiven eröffnen. Zwei Personen ist dies umfänglich gelungen und beide sind weithin auf dem Gebiet der UFO-Forschung bekannt. Der eine, ein gebürtiger Franzose der sich in den USA als Astronom und vor allem Informatiker einen Namen machte, ist Jacques F. Vallée. Bekannt durch seine enge Freundschaft mit dem Chef-Untersucher des Projects Bluebook, J. Allen Hynek, und seinen Forschungen die weit vor die Zeit der Initial-Sichtung von Kenneth Arnold hinausgingen (z.B. in seinen Büchern „Passport to Magonia“ 1969, „Dimensions“ 1988 oder zuletzt zusammen mit Chris Aubeck in „Wonders in the Sky“ 2010), entwickelte er die Theorie des Kontrollsystems. Der andere, ein amerikanischer Journalist, der durch seine Forschungen Wesen und Phänomene wie den Mothman und die Men in Black bekannt machte, ist John A. Keel. Diesem außergewöhnlichem Menschen, ist die vorliegende Arbeit von Roland M. Horn nicht nur gewidmet, sondern sie geht auch tief in dessen Theoriegebilde ein. 

Um wen handelte es sich und was machte John A. Keels Arbeit aus? 

Keels Buchveröffentlichungen sind überschaubar, was allerdings in Anbetracht seiner Forschungen eher ein Verlust ist. Bereits mit 27 Jahren erschien sein erstes Werk unter dem Titel „Jadoo“ (1957), welches sich jedoch nicht mit dem UFO-Phänomen sondern mit seinen Reisen nach Ägypten und Indien beschäftigte (unter anderem auch mit dem Yeti). Neun Jahre später erschien mit „The Fickle Finger of Fate“ ein Roman aus Keels Feder. Doch mittlerweile hatte das UFO-Thema sein Interesse geweckt. Anfänglich der ETH zugetan, merkte er anhand der Fälle die er sich anschaute und den Einflüssen vor allem der Lektüre von Charles Fort und der daraus entstandenen Forteaner-Bewegung, dass die ETH nicht unbedingt die erfolgversprechendste zu sein schien. Er untersuchte die Orte, an denen sich die Vorfälle ereigneten, bestimmte sogenannte Fensterorte, in welchen sich für einen bestimmten Zeitraum verschiedene Phänomene summierten, und er legte sein Hauptaugenmerk auf UFO-Wellen.

Seine Arbeit konnte man in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre vor allem in der Flying Saucer Review und im Fate Magazine verfolgen, bevor ab dem Jahr 1970 seine fünf Jahre andauernde produktivste Zeit begann. Mittlerweile hatte Keel begonnen sich Vollzeit mit Phänomenen zu beschäftigen. Im Buch „UFOs: Operation Trojan Horse“ (1970) deckte er auf, dass es sich bei der scheinbaren Darstellung der Wesen in den UFOs als Außerirdische um eine Maskerade handle. Diese sei nur vorgeschoben, ein Deckmantel für die eigentlichen Strippenzieher, die er hier als Dämonen oder Geister identifizierte. Dass er sich in einer Zeit in der von denen, die tatsächlich ein exotisches Phänomen hinter UFOs vermuteten, die ETH bevorzugt wurde, massiven Widerständen gegenübersah, lag auf der Hand. Ein Schicksal, welches auch Jacques Vallée ereilen sollte, der sich nach seinen Büchern „The Invisible College“ (1975) und „Messengers of Deception“ (1979) für fast ein Jahrzehnt frustriert aus der UFO-Szene zurückzog. Keel war jedoch zu tief in seinen Forschungen gefangen, als dass er sich vorstellen konnte, das Feld zu räumen. In seinem Buch „Strange Creatures from Time and Space“ welches er ebenfalls 1970 vorlegte, präsentierte er ein Sammelsurium von Phänomenen und Wesenheiten (angefangen vom Mothman über Außerirdische bis hin zu Bigfoot und Nessie).

In seinem Buch „Our Haunted Planet“ 1971 entwickelte er die Theorie der „Ultrairdischen“ (als Gegenpart zur Theorie der Außerirdischen). Diese Besucher waren demnach keine wirklichen Außerirdischen. Keel selbst bezeichnete sie als „eine [Art] Kraft“.

1975 meldete sich Keel mit zwei weiteren wichtigen Werken zurück. In „The Eighth Tower“ verfeinerte er die Theorie der „Ultrairdischen“ und beschrieb genauer deren Wirken. In „The Mothman Prophecies“ beschäftigte er sich mit den rätselhaften Vorfällen in Point Pleasant, West Virginia, in denen zwischen 1966 und 1967 neben UFOs und Prophetie-Fällen vor allem auch Men in Black und Mothman Sichtungen verzeichnet wurden. Der tragische Einsturz der Silver Bridge, der 46 Menschen das Leben kostete, machte diese Geschehnisse weltberühmt. Im Zuge der Verfilmung (mit zum Teil stark abgewandelter Geschichte) der Geschehnisse 2002 mit Richard Gere erschien unter dem Titel „The Mothman Prophecies – Tödliche Visionen“, das Buch (als einziges Werk von John A. Keel) auch in deutscher Sprache.

Die produktivste Zeit Keels (was das Publizieren seiner Forschungen und Ergebnisse in Buchformat betrifft) war nun vorbei. Lediglich mit „Disneyland oft the Gods“ (1988) meldete er sich noch einmal zurück – allerdings eher im Sinne eines modernen Charles Fort, der Fälle sammelt und archiviert. Zudem erschienen teilweise überabeitete Versionen seiner älteren Werke, wie z.B. 1975 „Visitors from Space“ (englische Auflage von „The Mothman Prophecies“), 1978 „The Cosmic Question“ (englische Auflage von „The Eighth Tower“) oder 1994 „The Complete Guide to Mysterious Beings“ (überarbeitete Auflage von „Strange Creatures from Time and Space“).

Eine Kollektion seiner bedeutendsten Beiträge in der Zeitschrift „Fate“, wurde 2006 als „The Best of John Keel“ herausgegeben.

Legendär bleibt seine Form der Untersuchung, die eben vielen Forschern zum Trotz, keine Beschränkungen kannte und nicht von selbstaufgestellten Grenzen kompakt gehalten wurde. So nahm er Fälle, wie den während der 1973er UFO-Welle in den USA vorgekommenen, in welchem eine Frau nicht nur ein Objekt am Himmel entdeckte, sondern an dessen Seite in großen Buchstaben auch das Wort „UFO“ zu lesen war, durchaus ernst und ordnete sie den verwirrenden Spielen der „Ultrairdischen“ zu (die er auch „Cosmic Trickster“ nannte).

John A. Keel und sein freier, uneingeschränkter und erfrischender Geist fehlen heute oft in der UFO-Forschung. Seine Theorie verdient einen tieferen Blick, sie sollte ernsthaft und aufgeschlossen diskutiert werden. Keels Forschungen sind in Deutschland vielen nicht bekannt, da seine Werke hier nicht erschienen. Dies ist sehr traurig und erweist sich als weitere Parallele zu Jacques Vallée, von dessen 13 UFO-Sachbüchern ebenfalls nur drei ins Deutsche übersetzt wurden.

Dabei war Keel nicht nur umstritten und wegen seiner Unangepasstheit an die favorisierte ETH kontrovers gesehen, sondern auch ein Inspirationsquell vor allem für die Forteanische-Szene und Forscher, wie z.B. Loren Coleman. Der Einfluss auf ihn war so stark, dass Coleman sein 2002er Werk „Mothman and Other Curious Encounters“ Keel widmete.

Das vorliegende Buch von Roland M. Horn, der bereits durch seine gemeinsam mit Lars A. Fischinger publizierte Arbeit „UFO-Sekten“ ein wichtiges Handbuch veröffentlichte, ist hoch einzuschätzen, da hier zum größten Teil die Erkenntnisse, Theorien und Vorstellungen von John A. Keel erstmalig in deutscher Sprache zugänglich gemacht werden. Doch Roland M. Horn geht weiter, macht sich eigene Gedanken und entwickelt das Konzept Keels weiter.

Roland M. Horns Buch gehört somit sicherlich zu den wichtigsten und interessantesten UFO-Büchern Deutschlands der letzten 10 Jahre. 

Marius Kettmann 
2. Vorsitzender der DEGUFO
Im August 2012 

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      Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.”
      (Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)

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