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Neue Ausgrabungen im Tal der Könige geplant: Mit Zahi Hawass als Chef-Ausgräber am TV auf der Suche nach neuen Gräbern

Neue Ausgrabungen im Tal der Könige geplant (Bild: gemeinfrei)
Neue Ausgrabungen im Tal der Könige geplant (Bild: gemeinfrei)

Es wird auch in Zukunft nicht leise im und um das Tal der Könige in Ägypten. Während die Boden-Scans 2017 und 2018 am Grab des Pharao Tutanchamun keinen Beweis für versteckte Kammern oder sogar ein weiteres Grab lieferten, soll im Herbst dieses Jahres erneut nach verborgenen Gräbern gesucht werden. Unter Leitung des Archäologen Dr. Zahi Hawass und in Begleitung von einem Filmteam einer  TV-Produktionsfirma aus Kalifornien. Daraus soll eine Doku-Serie oder auch ein “Live-Bericht” für unterschiedliche TV-Plattformen entstehen. Was wir hierbei zu erwarten haben und was Dr. Hawass zu dem Projekt sagt, erfahrt Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Spurensuche im Tal der Könige

Nahe Luxor liegt das weltberühmte Tal der Könige, das in den letzten Jahren immer wieder für internationale Schlagzeilen sorgte. Vermutet wurden Geheimkammern im Grab des legendären König Tutanchamun, dessen Grab der Brite Howard Carter 1922 entdeckte. Verschiedene Radar-Scans und andere Untersuchen ergaben jedoch im Frühjahr 2018, dass es diesen versteckten Kammern im Grab aller Wahrscheinlichkeit nach nicht gibt.

Im Video unten erfahrt Ihr dazu mehr Details. Ebenso zum Beispiel auch HIER, HIER, HIER & HIER auf diesem Blog.

Trotzdem bleiben die Forschungen im Tal der König für Archäologen spannend. Vielleicht, so die Vermutungen, gibt es hier noch weitere Gräber und Grabgruben, die bisher noch nicht entdeckte wurden. Insgesamt kennt die Ägyptologie heute 64 Grabanlagen dort, von denen (meistens) nur drei von Touristen besichtigt werden können.

Neue Forschungen …

Die Internetseite “Deadline.com”, ein News-Portal über die neuesten Hollywood- und TV-Produktionen, berichte am 23. Juli über neue Forschungen im Tal der Könige.

Es mag zwar ungewöhnlich klingen, dass eine Hollywood-Webseite über News der Ägyptologie berichtet, doch das hat einen einfachen Grund: Die “Storied Media Group” von Gründer Todd Hoffman wird die Arbeiten mit der Kamera begleiten. Einmal mehr wird der umstrittene Archäologe Zahi Hawass als Hauptdarsteller in Szene gesetzt. Auf “Deadline.com” heißt es dazu:

Vor dem 100-jährigen Jubiläum der Entdeckung des Grabes von König Tut hat die Storied Media Group die Produktions- und Sponsorenrechte an einer großen archäologischen Ausgrabung im ägyptischen Tal der Könige erworben, die im September unter der Leitung des renommierten Ägyptologen und Archäologen Dr. Zahi Hawass beginnt. Das Projekt wird in mehreren Netzwerken als Doku-Series und mögliche Live-Event-Special aufgestellt. Die Storied Media Group wurde vom ägyptischen Ministerium für Altertümer ausgewählt, um die Ereignisse zu dokumentieren.

Dass Kamerateams archäologiche Forschungen, Expeditionen und Arbeiten begleiten, und daraus einen TV-Event machen, ist längst nicht neu. Vor allem in den USA sind derartige TV-Shows und Doku-Serien durchaus sehr beliebt. Wie an anderer Stelle auf diesem Blog berichtet, sind solche US-Sendungen mehr Show als Wissenschaft, wie man es aus dem hiesigen TV her kennt.

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Zahi Hawass zurück ins Rampenlicht

Zahi Hawass ist der wohl umstrittenste Ägyptologe unserer Tage. Seine zahllosen TV-Sendungen wie eben solche Dokus haben ihn schon lange den Ruf eines Show-Archäologen eingebracht. Er ist, so nenne ich ihn ganz gerne, “Ägyptens letzter Pharao“. Das zeigt sich beispielsweise sehr gut an seiner Doku-Reihe “Der Mumien-Jäger”.

So schrieb schon die “Süddeutsche Zeitung” in einem kritischen Artikel am 17. Mai 2010 über Dr. Hawass:

Es heißt, der Herr über das Pharaonenreich sei ein Tyrann, rachsüchtig, launisch und eitel. Er beschimpfe seine Gegner als ‘Pyramidioten’, er sei eine ‘Ein-Mann-Konfliktzone’.

Es heißt, alle Tempel seien nur Kulissen für seine Auftritte, und bei denen trage er immer einen albernen Hut, um auszusehen wie Indiana Jones. Manchmal vergleiche er sich sogar mit Tutanchamun. Selbst Freunde sagen dann, dass er langsam seltsam werde.

Trotzdem wollten ein Dutzend Firmen die Produktion der neuen Hawass-Show im Tal der Könige gerne übernehmen. Den Zuschlag bekam letztlich die “Storied Media Group”, die damit sogar den bekannten “Discovery Channel” schlug. Für Todd Hoffman ein absoluter Gewinn, wie er sagt:

Wir fühlen uns geehrt, vom ägyptischen Ministerium für Altertümer ausgewählt worden zu sein, um dieses historische Ereignis zu dokumentieren. Dies ist eine einmalige Chance und wir sind dankbar, mit dem gefeierten Dr. Hawass und seinem Team zusammenzuarbeiten.

Das Besondere an diesen (TV-)Ausgrabungen ist nach Zahi Hawass, dass die Arbeiten nur wenig entfernt vom Grab des Tutanachamun stattfinden sollen. Scans der Umgebung seine “vielversprechend” und es ist zugleich dass erste Mal, dass dort Nachforschungen stattfinden sollen. Dr. Hawass geht sogar noch einen riesigen Schritt weiter:

Diese bevorstehende Ausgrabung verspricht, alles zu ändern, was wir über das Tal der Könige wissen.

Ob dieses Versprechen von Zahi Hawass nicht viel zu hoch gegriffen ist, bleibt abzuwarten. Es ist fraglich, ob die ab September 2018 startende Produktion mit ihm wirklich alles ändern wird, was wir über die Gräber dort bis heuute bereits wissen.

Video zum Thema “Geheimkammern des Tutanchamun”

Video vom 7. Mai 2018 auf Fischinger-Online bei YouTube

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
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Lars A. Fischinger

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Die Flugwagen von König Salomon, die Königin von Saba und die Bundeslade: Spannende Geschichten ohne Wahrheit?

Die Flugwagen des König Salomon: Angeblich hatte der weise Herrscher aus der Bibel fliegende Wagen (Bilder: Jerusalemer Tempel und fromme Darstellung der Vision des Ezechiel, gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Die Flugwagen des König Salomon: Angeblich hatte der weise Herrscher aus der Bibel fliegende Wagen (Bilder: Jerusalemer Tempel und fromme Darstellung der Vision des Ezechiel, gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Der biblische König Salomon ist heute vor allem durch seine schier unendliche Weisheit sowie für den Bau des ersten Tempels von Jerusalem bekannt. Jenes Heiligtum, dass in Jerusalem auf dem Tempelberg gestanden haben soll, was bis heute für Streitigkeiten in der Heiligen Stadt sorgt. Über Salomon wird aber auch erzählt, dass ihm einst die Königin von Saba besucht haben soll, die sich von seinem Ruf selber überzeugen wollte. Für Hollywood war diese Geschichte es bereits mehrfach wert verfilmt zu werden. Was aber Hollywood und die vielen Romantiker rund um das Königspaar eher auslassen, sind die seltsamen Ereignisse, die sich aus dieser Beziehung ergaben. Sie handeln von fliegenden Wagen des Salomon, von Diebstahl und Intrigen, Kriege in Äthiopien und der legendären Bundeslade.


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König Salomon

Der sagenumwobenen König Salomon aus dem Alten Testament ist sicher eine der bekanntesten Figuren der Bibel.

Nicht nur ein weiser Prophet und Herrscher sei er laut der Bibel gewesen. Ihm ist es nach der heiligen Schrift auch zu verdanken, dass in Jerusalem der erste große Tempel gebaut worden sein soll. Ein Heiligtum, in dem die nicht minder sagenumwobene Bundeslade aufbewahrt wurde, wie es die Bibel erzählt.

Rund 3.000 Jahre ist das nun her. Dieser Tempel des Salomon soll genau dort gestanden haben, wo heute mitten in Jerusalem der Tempelberg liegt. Genau darum sehen die heutigen Juden diesen Ort als ihr Allerheiligstes und Jerusalem als ihre Hauptstadt, die schon zu biblischen Zeiten dem legendären König David von Gott versprochen wurde.

Erst vor kurzem hat das bekanntlich US-Präsident Donald Trump Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt. Die Folgen sahen und sehen wir in den Nachrichten.

König Salomon ist eine sprichwörtliche Legende, die bis heute im Judentum wohl eine der schillerten Figuren darstellt. Und doch wissen viele Menschen über ihn nicht mehr als das, was Hollywood in diversen Filmen über ihn in romantisch-verklärter Art zeigte. Vielleicht noch, dass er eben den ersten Tempel von Jerusalem erbaut haben soll. Immerhin bietet seine Person Stoff für eine exotische Liebesgeschichte, die es laut Bibel auch tatsächlich gegeben haben soll.

Die Königin von Saba in der Bibel

Eine der unzähligen Legenden rund um König Salomon und seinen ersten Tempel mit der Bundeslade auf dem Jerusalemer Tempelberg handelt von der Königin von Saba (= Makeba). Salomons Ruhm und seine sprichwörtliche „salomonische Weisheit“ waren auch der Königin von Saba zu Ohren gekommen. Deshalb wollte sie diesen Herrscher im fernen Jerusalem persönlich treffen.

Mit viel Pomp reiste sie eines Tages zu ihm, um König Salomon ihre Aufwartung zu machen. Im 1. Buch der Könige liest sich das ab Vers 1 so:

König Salomon empfängt die Königin von Saba (Bild: gemeinfrei)
König Salomon empfängt die Königin von Saba in seinem Palast in Jerusalem (Bild: gemeinfrei)

Die Königin von Saba hörte vom Ruf Salomons, der zum Ruhm des Herrn gereichte, und kam, um ihn mit Rätselfragen auf die Probe zu stellen. Sie kam nach Jerusalem mit sehr großem Gefolge, mit Kamelen, die Balsam, eine gewaltige Menge Gold und Edelsteine trugen, trat bei Salomon ein und redete mit ihm über alles, was sie in ihrem Herzen erwogen hatte. Salomon gab ihr Antwort auf alle Fragen. Es gab nichts, was dem König verborgen war und was er ihr nicht hätte sagen können. Als nun die Königin von Saba die ganze Weisheit Salomons erkannte (…) da stockte ihr der Atem.

Sie sagte zum König: Was ich in meinem Land über dich und deine Weisheit gehört habe, ist wirklich wahr. Ich wollte es nicht glauben, bis ich nun selbst gekommen bin und es mit eigenen Augen gesehen habe. Und wahrlich, nicht einmal die Hälfte hat man mir berichtet; deine Weisheit und deine Vorzüge übertreffen alles, was ich gehört habe.

Mutmaßlich aus einem Land kommend, das wir heute als Äthiopien kennen, war die Herrscherin offensichtlich sprachlos. Der König von Jerusalem verstand es fraglos, die “Königin des Südens”, wie sie im Neuen Testament genannt wird, zu beeindrucken. Das zeigte er auch dadurch, dass sie bei ihrer Abreise mit Kostbarkeiten und Geschenken geradezu überschüttet wurde, wie das das 1. Buch der Könige weiter erzählt.

Von König Salomon reichlich beschenkt, reist die schöne Herrscherin schließlich in ihr Reich zurück. Soweit die Bibel. (Dass nichts davon historisch verifizierbar ist, steht auf einem ganz anderen Blatt.)

Flugwagen zum Geschenk

Sagen und Legenden rund um die Figur des König Salomon existieren bis heute sehr zahlreich. Sogar uralte Schriften und Bücher über ihn sind bis heute erhalten. Einige dieser Texte sollen sogar von ihm selber stammen, da die unbekannten Autoren seinen Namen als Urheber angaben. Eine gängige Praxis alt-jüdischer Schriften.

Auch in Äthiopien existiert eine solche sagenhafte Schrift, die aber keine Jahrtausende alt ist! Das äthiopische Nationalepos Kebra Nagast („Ruhm der Könige“, auch Kebra Negast) erzählt wesentlich mehr über die Zusammenkunft der beiden Herrscherpersönlichkeiten vor rund 3.000 Jahren in Jerusalem.

Am Ende des 30. Kapitels des Kebra Nagast werden auch ausführlich die Präsente geschildert, die Salomon seiner Besucherin darreichte. Der weise König war hierbei nicht gerade geizig. Das sollte allerdings auch nicht weiter verwundern, da Salomon sich in die exotische Königin verliebte und auch ein Sohn aus ihrer Beziehung entstanden war.

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Allerdings hatten es die Geschenke des Königs des Hauses Israel in sich. Wir erfahren unter anderem:

Da ging er (Salomon, LAF) in seine Wohnung und gab ihr (der Königin von Saba, LAF) alle wünschenswerten Herrlichkeiten und Reichtümer (…), Kamele und Wagen an 6.000, die mit kostbaren, wünschenswerten Geräten beladen waren, Gefährte, in denen man auf dem Land fuhr, ein Fahrzeug, das auf dem Meere fuhr, und einen Wagen, der durch die Lüfte fuhr, den er gemäß der ihm von Gott verliehenen Weisheit angefertigt hatte.“

Der „Wagen, der durch die Lüfte fuhr“, sticht wohl mehr als alles andere bei diesen Geschenken heraus! Salomon soll also aufgrund seines göttlichen Wissens einen fliegenden Wagen erfunden bzw. gebaut und verschenk haben. Ein mehr als erstaunlicher Fuhrpark, da laut Kebra Nagast ja auch noch ganz normale Wagen verschenkt wurden. Um die 6.000 Kamele und Wagen mit Kostbarkeiten, plus je ein Fahrzeug zur Fortbewegung zu Lande, zu Wasser und in der Luft.

Was könnte es mit diesem „Wagen, der durch die Lüfte fuhr“, auf sich haben? Gab es eine solche Maschine wirklich? Handelte es sich vielleicht um ein „Heißluftschiff, das mit Cherubim und Schwingflügeln auf dem gewünschten Kurs gehalten wurde“, wie Dr. Wolfgang Volkrodt in seinem Buch „Es war ganz anders“ schon 1991 vermutete? Volkrodt ging darin damals der Idee nach, dass fliegende Heißluftschiffe bereits vor Jahrtausenden benutzt wurden.

Hatte Salomon so ein Gerät?

Prinz Menelik – geht in die Lüfte

Obwohl das heutige Kebra Nagast erst zwischen 1314 bis ca. 1322 nach Christus entstanden sein soll, spielen die seltsamen Geschichten darin vor Jahrtausenden. Als eine Art Ursprungslegende der äthiopischen Könige und Herrscher, die sich damit direkt auf Salomon berufen. Denn die Königin war, als sie wieder nach Hause fuhr, nicht nur glücklich, so reich beschenkt worden zu sein, sondern auch schwanger von König Salomon.

Warum hatten die Azteken in Mexiko einst eine Bundeslade wie die Israeliten beim biblischen Exodus aus Ägypten? (Bild: L. A. Fischinger)
VIDEO: Sogar die Azteken in Mexiko hatten einst eine Bundeslade wie die Israeliten beim biblischen Exodus! (Bild: L. A. Fischinger)

Geboren wurde daraufhin Menelik als eine Art Prinz. Doch als dieser Knabe zu einem jungen Mann heran gewachsen war, hatte er es auf die Bundeslade im Tempel des Salomon abgesehen. Er fuhr nach Jerusalem zu seinem Vater, stahl die Bundeslade und brachte sie daraufhin in sein Reich Saba. Und so kam es, dass die Bundeslade angeblich bis heute in Äthiopien befinden soll.

Eine lange Geschichte, die sicher viele Mystery-Interessierte kennen.

Jedoch war laut der Legende die Heimreise von Menelik und seinem Gefolge mit der heiligen Lade alles andere als gewöhnlich. Sie verlief nämlich schwebend „wie ein Adler, wenn er auf dem Winde leicht dahinfliegt“.

Im 52. Kapitel des Kebra Nagast heißt es über die Abreise der Delegation aus Saba:

Dann beluden sie die Wagen, Pferde und Maultiere zur Abreise, und ihre Abreise verlief glücklich. Sie schlugen nun ihren Weg ein, währen der Engel Michael voran ging. Er ließ sie, indem er die Flügel ausbreitete, auf dem Meere gehen wie auf dem Trockenen, und auf dem Trockenen breite er, indem er den Weg zwischen den Bergen bahnte, eine Wolke wie ein Schleier aus und umhüllte sie damit schützend gegen die Sonnenhitze.“

Ein Engel mit Namen Michael begleitete demnach schützend Menelik und seinen Hofstaat bei ihrer langen Reise. Obwohl sie zuvor die Bundeslade in Jerusalem praktisch dem Volk gestohlen haben sollen, schien das himmlische Wesen darüber nicht erbost z sein. Immerhin, so sagt es das Alte Testament, war die von den Israeliten beim Exodus aus Ägypten getragene Bundeslade das Allerheiligste des Volkes überhaupt. Auch der Tempel des Salomon diente ausschließlich dem Zweck in seinem Kernheiligtum die Bundeslade als Sinnbild Gottes aufzustellen. Und dieses Objekt Gottes nahm nun Menelik einfach mit.

Trotzdem war der Engel Michael deshalb keineswegs ungehalten. Im Gegenteil – er unterstützte die Reise von Menelik mit seinen himmlischen Kräften:

Es war niemand, der ihren Wagenpark gezogen hätte, sondern er selbst (der Engel Michael, LAF) zog den Wagen, indem sich von der Erde eine Elle hoch erhoben sowohl Menschen als Pferde, Maultiere und Kamele; und alle Leute, die auf den Tieren ritten, wurden eine Mannesspanne hoch von ihren Rücken gehoben, aber auch alle die aufgeladenen Arten ihrer Gerätschaften wurden ebenso wie die Leute (…) eine Mannesspanne hoch erhoben, und auch die Tiere wurden eines Mannesspanne hoch erhoben.

Alles eilte auf dem Wagen dahin wie ein Schiff auf dem Meere, wenn es der Wind hebt (…) und wie ein Adler, wenn er auf dem Wind leicht dahinfliegt: So eilten sie auf dem Wagen dahin, ohne nach vorne oder nach hinten, nach rechts oder links zu schwanken.“

Auch wenn hier erzählt wird, dass ein Engel den Wagen und alle anderen in die Lüfte hob, scheint es dennoch mit dem Flugwagen in Zusammenhang zu stehen, denn Salomon der Königin von Saba Jahre zuvor geschenkt haben soll. Zumindest könnte man dies vermuten, da beides aus „einer Quelle“ stammt: König Salomon.

War Gott ein Außerirdischer? Der Prä-Astronautik-Buchklassiker “Götter der Sterne” von Lars A. Fischinger
Der Prä-Astronautik-Buchklassiker “Götter der Sterne” von Lars A. Fischinger, in dem es auch umfangreich um die Bundeslade geht – alles dazu HIER

Allerdings, darauf wird in der Prä-Astronautik hin und wieder verwiesen, könnte sogar dieses Wunder von der Bundeslade selber ausgegangen sein. Das heißt, dass die Lade des Herr der Grund dafür war, dass Menelik und sein Gefolge geflogen oder besser geschwebt sein sollen.

König Salomon nimmt die Verfolgung auf!

Der weise Herrscher Salomon bemerkte natürlich, was sich sein Sohn hier im Tempel von Jerusalem erlaubte. Es herrschte großes Wehklagen angesichts des Verlustes der Lade in der ganzen Stadt. „Weil die Gesetzteslade Gottes von ihnen genommen worden war“, weinte ein jeder in Jerusalem. Der Herrscher war zum Handeln gezwungen. Erbost über den frevelhaften Diebstahl der Lade, schickte er also Menelik seine besten Reiter nach – doch es war längst zu spät:

Die einstigen Gäste um Menelik hatten selbst  Ägypten bereits hinter sich gelassen und waren unauffindbar. Was die berittenen Kundschafter in Ägypten unglaubliches erfuhren, erzählt das 58. Kapitel des Kebra Nagast:

„… und die Bewohner des Landes Ägypten erzählten ihnen: ,Vor langer Zeit sind die Leute von Äthiopien hier vorbeigekommen, indem sie auf einem Wagen fuhren wie die Engel, und sie waren schneller denn die Adler am Himmel.‘ (…) ‚Und als sie ihre Wagen beladen hatten, da ging es nicht auf der Erde hin, sondern sie schwebten im Wagen auf dem Winde, sie waren schneller als die Adler am Himmel, und alle ihre Gerätschaften kamen mit ihnen auf dem Winde in den Wagen.‘“

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Für die Menschen stand fest: Es konnte nur Salomon in seiner Weisheit gewesen sein, der diese wundersamen Wagen erdacht hatte. So heißt es weiter, dass die Zeugen der Flucht der Äthiopier beispielsweise Folgendes erzählten:

„‘Und als sie ihre Wagen beladen hatten, da ging es nicht auf der Erde hin, sondern sie schwebten im Wagen auf dem Winde; sie waren schneller als die Adler am Himmel, und all ihre Gerätschaften kamen mit ihnen auf dem Winde in dem Wagen. Wir aber glaubten, das du ihnen in deiner Weisheit erfunden hättest, in einem Wagen auf dem Winde zu fahren.‘“

Die Vermutung, dass Salomon in seiner göttlichen Weisheit diesen fliegenden Wagen erfand, war für die Beobachter nicht zu weit hergeholt. Immerhin hatte er ja Jahren zuvor seiner Geliebten einen derartigen Flugwagen geschenkt, wie oben zitiert.

VIDEO: Henoch und die Astronautengötter: Nichts als Träumereien eines Fantasten vor Jahrtausenden? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
VIDEO: Auch der Prophet Henoch soll von “Gott” auserwählt worden sein – und hat das angeblich alles nicht nur geträumt! (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Aber auch die Ägypter waren sprachlos, was hier geschehen war, wie es ab Kapitel 59 erzählt wird. Ein Gesandter des Pharao wurde zu Salomon geschickt, als dieser noch mitten bei der Verfolgung seines Sohnes war. Der Botschafter des Pharao erzählte ihm, die Flüchtenden „flogen auf Wagen, wie eine Macht der Himmlischen“ und man deshalb bereits vermutetet, dass sie „zu Himmlischen geworden“ waren.

Vorwürfe gegen den weisen Salomon

„Und nicht einmal er fuhr auf so einem Windwagen“, bekam König Salomon über sich zu hören. Und doch sparten die Ägypter nicht an Kritik, denn die seltsamen Transportmittel hatten großen Schaden angerichtet:

Die Bewohner der Städte und Burgen sind Zeugen dafür, dass, als jene das Land Ägypten betraten, unsere Götter und die Götter des Königs umfielen und zerbrachen, und ebenso wurden Obelisken der Götzen zerstört.“

Grund für die Zerstörungen sei die Anwesenheit der Bundeslade bei den fliegenden Äthiopiern gewesen, so die Ägypter laut Kebar Nagast. Es sei eigentlich so oder so die Schuld von König Salomon, der sich anhören musste:

Warum hast du die Gesetzteslade des Herrn, deines Gottes, hergegeben, die deine Väter dir rein erhalten haben?“

Salomons Männer gaben Meneliks Verfolgung auf. Gegen ein Flugwagen hatten sie keine Chance. Der weise Herrscher zog sich in sein Zelt zurück „und weinte bitterlich“ – die sagenhafte Lade des Herrn war verloren!

Ob der König bedauerte, der Königin von Saba seinerzeit einen fliegenden Wagen geschenkt zu haben? Vielleicht war es ja genau dieser, mit dem sein Sohn jetzt unterwegs war? Am Rande ist vielleicht die Tatsache in diesem Zusammenhang interessant, dass es Schriften und Überlieferungen gibt, in denen es heißt, dass Salomon mit “Dämonen” und finsteren Mächten paktierte. Diese haben den laut Bibel gütigen und unendlich weisen Herrscher in vielerlei Hinsicht unterstützt. Sogar beim Bau des Tempel. Nur: Wer waren diese “dämonischen Wesen” …?

Menelik wiederum ging hier klar als Sieger hervor. Er war aus zwei Gründen der Gewinner. Erstens, da ihn sein Vater in Jerusalem zum König salbte (mit Namen David) und zweitens natürlich, da er mit dem Diebstahl des Allerheiligsten davon gekommen ist. So erreichte Menelik mit viel Tamtam seine Heimat, wo er von seinem Volk begeistert empfangen wurde, wie aus dem 84. und 85. Kapitel des Kebra Nagast hervorgeht. Luftfahrzeuge hatte man dort wohl noch nicht so viele gesehen …

VIDEO: Indiana Jones, die Bundeslade und Hollywood: Sah sie wirklich so aus? Was bisher jeder übersah … (Bild: L. A. Fischinger)
VIDEO: Indiana Jones, die Bundeslade und Hollywood: Sah sie wirklich so aus? Was bisher jeder übersah … (Bild: L. A. Fischinger)

Unglaubliches wird übrigens im 94. Kapitel des Epos auch über die Geschwindigkeit des oder der Flugwagen berichtet. So zum Beispiel, als der Herrscher Menelik einstmals in den Krieg zog. Dabei führte er die Bundeslade als eine Art „Waffe Gottes“ mit sich und zog so mit seinem Herr von Sieg zu Sieg. „Und der Schrecken, den der König von Äthiopien verbreitete, war groß“, so dass selbst andere Könige sowie der Pharao Ägyptens Geschenke brachten.

Die Lade „selbst schwächte die Kraft der Feinde“ und niemand konnte Menelik und seine Armee aufhalten oder auch nur einholen:

Der König David (Menelik, LAF) aber samt seinem Heer (…) flogen auf dem Wagen ohne Krankheiten und Leiden, ohne Hunger und Durst, ohne Schweiß und Ermüdung, indem sie an einem Tage eine Wegstrecke von drei Monaten zurücklegten.“

Und nicht einmal selbst bedienen musste Menelik und seine Leute den Flugwagen, denn ein „Engel war ihr Steuermann“ und Gott war durch die Bundeslade bei ihnen …

Mythen sind Reportagen?

Keiner der Protagonisten der hier straff zusammengefassten Geschichte über König Salomon und seine „fliegenden Wagen“ ist historisch belegt. Weder der König, noch die Königin von Saba, noch ihr Sohn Menelik. Auch die Existenz der Bundeslade ist geschichtlich nicht nachgewiesen und nicht mal der legendäre erste Tempel von Jerusalem auf dem heutigen Tempelberg konnte gefunden werden. Selbst das Königreich Saba ist historisch nicht konkret bekannt und lokalisiert.

Letztlich ist es eine Überlieferung, die nach allgemeiner Auffassung erst vor rund 700 Jahren entstanden sein soll. Eine Art Propaganda-Schrift der von 1270 bis 1974 herrschenden Makeda-Könige von Äthiopien, die so ihre Legitimation auf Menelik und damit Salomon zurückführten.

Der Tempel des Salomon für die Lade Gottes soll ab dem Jahr 957 vor Christus erbaut worden sein (1. Kön. 6,1). Keine 400 Jahre später, im Jahr 587 vor Christus, wurde er durch die Eroberung Jerusalems durch die Babylonier unter König Nebukadnezar II. vollständig zerstört du geplündert. So sagt es die Bibel. Sofern die Bundeslade zu diesem Zeitpunkt noch im Tempel stand, gilt sie spätestens seit dem als verschollen oder vernichtet.

Glaubt man aber dem Kebra Nagast, war das Allerheiligste,  „das Heilige der Heiligtümer“, wie das Kernheiligtum mit der Lade im Tempel genannt wurde, 587 vor Christus aber sowieso leer. Schließlich sei die Bundeslade noch zu Lebzeiten Salomons durch seinen eigenen unehelichen Sohn gestohlen worden. „Gottes Heimstätte auf Erden“ war da schon lange nach Äthiopien geflogen, wie es heißt.

Eines der großen Rätsel der Menschheit: Wohin verschwand die Bundeslade am 16. März 597 v. Chr.? +++YouTube-Video+++
VIDEO: Eines der großen Rätsel der Menschheit: Wohin verschwand die Bundeslade am 16. März 597 v. Chr.? (Bild: L. A. Fischinger)

So wirklich „leer“ war das Allerheiligste dann aber auch wieder nicht. Wiederum das Kebra Nagast erzählt nämlich, dass der Diebstahl der Bundeslade durch Menelik genau geplant wurde. Zu diesem Zweck tauschte er nämlich die echte Lade im Tempel durch eine Kopie aus, um so wohl seine Tat verschleiern zu wollen.

Der Plan ging aber daneben, da der Diebstahl umgehend bemerkt wurde. Das 58. Kapitel des Epos sagt dazu:

Als sich nun der König, seine Würdenträger und Machthaber erhoben, da versammelten sich die Ältesten Israels im Tempel samt den Witwen und Jungfrauen und weinten um Zion (die Bundeslade, LAF), weil die Gesetzteslade Gottes von ihnen genommen worden war.“

Ob diese Mythen wirklich Reportagen sind, weiß niemand! Keiner kann sagen, ob bis heute die echte Bundeslade aus dem Buch Exodus in der Stadt Aksum in Äthiopien liegt, wie es dort behauptet wird. Dutzende Kopien dieser angeblich echten Lade aus der „Kirche der Heiligen Maria von Zion“ von Aksum existieren inzwischen in Äthiopien.

Ob dort aber eben die eine Bundeslade schon Jahrtausende verborgen liegt und diese durch Flugwagen an ihren Platz gelangte – das wissen wohl nur die Götter …

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Eines der großen Rätsel der Menschheit: Wohin verschwand die Bundeslade am 16. März 597 v. Chr.? +++YouTube-Video+++

Eines der großen Rätsel der Menschheit: Wohin verschwand die Bundeslade am 16. März vor 2614 Jahren? (Bild: L. A. Fischinger)
Eines der großen Rätsel der Menschheit: Wohin verschwand die Bundeslade am 16. März vor 2614 Jahren? (Bild: L. A. Fischinger)

Am 16. März 594 vor Christus geschah in Jerusalem eine Katastrophe: Der Tempel des König Salomon und die ganze Stadt wurden durch die Babylonier geplündert, das Volk Israel ging in das babylonische Exil und die heilige Bundeslade verschwand für immer aus der Geschichte der Menschheit. Was geschah hier vor 2614 Jahren in Jerusalem und wieso wurde die sagenhafte Bundeslade ab diesem Zeitpunkt nie mehr geschehen? Wurde sie von Wesen aus dem Himmel mit sich genommen, wie es ein alter Text behauptet? In meinem neuen YouTube-Video werfe ich einen phantastischen  Blick auf die Ereignisse des 16. März vor mehr als zweieinhalb Jahrtausenden … Continue reading Eines der großen Rätsel der Menschheit: Wohin verschwand die Bundeslade am 16. März 597 v. Chr.? +++YouTube-Video+++

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Das “Osiris-Grab” von Gizeh: Wie Ägyptens letzter Pharao Dr. Zahi Hawass einen Jahrzehnte bekannten Fund in seine Entdeckung ummünzte

ARTIKEL: Das Grab des Osiris von Gizeh: Wie Ägyptens letzter Pharao Zahi Hawass einen fast 100 Jahre alten Fund als seine Entdeckung präsentierte (Bild: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Das Grab des Osiris von Gizeh: Wie Ägyptens letzter Pharao Zahi Hawass einen fast 100 Jahre alten Fund als seine Entdeckung präsentierte (Bild: L. A. Fischinger)

Ägypten ist seit geraumer Zeit wieder als Land der Pharaonen mit seiner Jahrtausende alten Geschichte im Fokus der Medien. Grund sind mutmaßlich Geheimkammern, die sich im Grab des Pharao Tutanchamun in Tal der Könige nahe Luxor befinden könnten. Im Zuge dieser Berichterstattungen bot “Focus Online” in einem Video & Artikel den ehemaligen “Pyramiden-Chef” Dr. Zahi Hawass wieder eine mediale Plattform. Und zwar mit einer alter Aussage von ihm, in der er sich selber als Entdecker des schon legendären “Osiris-Grab” von Gizeh feierte. Nur leider schmückte sich Hawass hier mit der Entdecker-Krone eines anderen, denn das “Osiris-Grab” wurde schon 1933/34 von jemanden anderem entdeckt. Und das wusste Hawass mit Sicherheit. Die genauen Hintergründe zu dem Schwindel von Ägyptens letzten Pharao Zahi Hawass erfahrt Ihr hier.


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Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Bei den Namen Dr. Zahi Hawass sträuben sich zahlreichen Archäologen und auch Grenzwissenschaftlern die Nackenhaare. Obwohl der Archäologe offiziell schon lange nicht mehr das Amt des Chef der ägyptischen Antikenverwaltung innehat, so zieht der doch im Hintergrund immer wieder die Fäden. Das zeigte sich beispielsweise beim Cheops-Skandal um die Deutschen Stefan Erdmann und Dr. Dominque Görlitz, über den hier vielfach berichtet wurde.

Dr. Hawass und “die aufregendste Entdeckung meines Lebens”, die “er” in Gizeh machte

Der Archäologe Dr. Hawass, spätestens seit der inszenierten „Live-Öffnung“ des Sperrstein am Ende des Gantenbrink-Schacht der Cheops-Pyramide im September 2002 spöttisch mit „Indianer Jones“ verglichen, sorgte durch eine andere Entdeckung ebenso für Schlagzeilen. Auch wenn ihn die TV-Show 2002 weltweit bekannt machte, so war und ist der Ägyptologe immer wieder für fragliche Überraschungen gut. Beispielsweise im Sommer 2015, als sich Hawass bei einem Vortrag von Graham Hancock in Beschimpfungen gegen den Autor Robert Bauval verlor. Und er dabei ganz nebenbei behauptet, dass es die sensationellen Ruinen von Göbekli Tepe in der Türkei nicht gibt bzw. wenn, dass sie niemals 12.000 Jahre alt sein können. Zum Vergleich: Die Cheops-Pyramide in seinem Land ist “erst” rund 4.500 Jahre alt.

Dr. Zahi Hawass: Er kennt als Archäologe die sensationelle Ruinen von Göbekli Tepe nicht! (Bild: gemeinfrei/WikiCommons / L.A. Fischinger)
VIDEO: Dr. Zahi Hawass: Er kennt als Archäologe die sensationelle Ruinen von Göbekli Tepe (angeblich) nicht! (Bild: gemeinfrei/WikiCommons / L.A. Fischinger)

Aber eine Sensation hatte Dr. Zahi Hawass schon vor bald zwei Jahrzehnten zu melden. Er persönlich habe, so ließ er es 1999 verkünden, einen fast 30 Meter tiefen, senkrechten Schacht „genau in der Mitte zwischen der Chephren-Pyramide und der Sphinx“ gefunden.[i] Im inneren des unterirdischen Systems lagen eine Reihe von Kammern verborgen, die Hawass als „Osiris-Grab“ bezeichnete und die Anlass zu Spekulationen gaben und noch immer geben. Immerhin war auch Hawass mehr als begeistert über den Grabfund, den er “die aufregendste Entdeckung meines Lebens” nannte.

Die Spekulationen um das seltsame Grab eines Gottes reißen weiterhin nicht ab. Auch wenn mehrere Vor-Ort-Besuche die ganze Sache weniger spektakulär erscheinen lassen und eine ganze Reihe Irrtümer in der Diskussion über die Grabanlage offenbaren, wie ich 2015 in meinem Buch “Rebellion der Astronautenwächter” berichtete. Auch gab es unlängst Untersuchungen der “National Research Institute of Astronomy and Geophysics” in Kairo mit dem “Ground Penetrating Radar” (GPR) dieses und anderer Gebiete auf dem Plateau von Gizeh. Diese zeigten noch weitere “Geheimkammern” usw. um die Pyramiden von Gizeh. Verborgene Räume und Schächte, die zu einem Großteil sicher Grabanlagen aus der Zeit nach den großen Pyramiden sein werden. Von diesen finden sich auf dem Plateau unzählige und auch das “Osiris-Grab” gehört dazu, da es fast 2.000 Jahre nach der Cheops-Pyramide gebaut wurde.

Diese Schachtanlage liegt auch nicht – wie sehr oft behauptet wird! – in oder unter einer Pyramide sondern unter dem Auffweg der Chephren-Pyramide. Etwa zwischen dieser und der Sphinx, was Hawass aber immer korrekt angab und es damit nicht auf “seinem Mist gewachsen” ist. Das Grab des Osiris ist folglich keine Geheimkammer in einer Pyramide, sondern liegt ein ganzes Stück weiter von ihnen entfernt.

Dennoch hieß 2006 in dem Untersuchungsbericht über die GPR-Forschungsergebnisse zum Beispiel:

Die Ergebnisse dieser Studien unterstützen die Möglichkeit der Präsenz unentdeckter Relikte von hohem Wert.” [ii]

Wenigstens etwas …

Doch schon früher waren Dr. Hawass solche Schachtanlagen unter der Erde von Gizeh und anderswo mit Sicherheit bekannt. In einer Fernsehdokumentation von 1995 beispielsweise führt er das TV-Team selber in unterirdischen Räumen herum.[iii] Am 2. März 1999 brachte der TV-Sender “FOX” sogar das Live-Spezial “Öffnung des verlorenen Grabes – Live aus Ägypten” um die Entdeckung der Kammern/Schächte und präsentierte einem erstaunten Publikum die unterirdische Welt von Gizeh.[iv]

Wie Dr. Zahi Hawass die Entdeckung von jemand anderem in seine eigene ummünzte!

Damit sind versteckte Kammern, Tunnel, Schächte und Räume bei den Pyramiden von Gizeh eine Realität. Doch zu oft werden diese aufgebauscht und es wird dabei verschwiegen, dass es auf/in Gizeh eben von Gräbern aus unterschiedlichen Zeiten nur so wimmelt. Das Plateau ist ein Schweizer Käse. Das “Osiris-Grab” wiederum hebt sich fraglos von anderen ab, steht aber archäologisch nicht allein dar.

Und hier kommt Ägyptens letzter Pharao ins Spiel:

Zahi Hawass persönlich foppte die Medienwelt mit der Aussage, er selber habe das unterirdische Grab des Gottes Osiris gefunden. Eben jene bis heute heiß diskutierte Anlage, die ich erstmals im Februar 2006 aufsuchte, als dort die oben genannten Radar-Messungen durchgeführt wurden. Diese Hawass-Behauptung wurde erst am 4. Mai 2016 von “Focus online” in einem Online-Video und dem zugehörigen Artikel “Archäologische Sensation in Pyramide gefunden” neu belebt. Im Zusammenhang mit den Untersuchungen im Grab des Tutanchamun haben verschiedene Mainstream-Medien über diverse Themen der Ägyptologie berichtet. So eben auch der “Focus” über Hawass “seine” spektakuläre Entdeckung vor etwa 20 Jahren.

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Hawass im erneut zitierten Interview zu dem Fund der Grabanlage:

“Ich habe mit diesem Schacht zwei wichtige Entdeckungen gemacht, die erste ist, das es sich um das Grab handelt, dass Herodot beschrieben hat. Niemand ahnte, dass es tatsächlich existierte, bis ich es ausgegraben habe und den Sarkophag fand. Die zweite Entdeckung ist, dass es sich um ein symbolisches Grab für den Totengott Osiris handelt, Osiris der auch über das unterirdische Labyrinth von Gizeh regierte. Ich muss sagen das Osiris Grab ist wirklich die aufregendste Entdeckung meines Lebens.

Bravo, Herr Dr. Hawass, für diese dreisten Lügen damals! Beim Bart des Pharao und bei Hut von Indiana Jones – die Ehre der Entdeckung gebührt einem anderen Ägyptologen. Hawass sagte rund um die Umstände der Entdeckungen nicht die Wahrheit.

Es war der Ägyptologe Professor Dr. Selim Hassan, der das “Osiris-Grab” schon bei seinen Grabungen in den Jahren 1933 und 1934 entdeckte und dokumentierte und nicht Hawass.[v] Dr. Hassan war es übrigens auch schon, der die Grabanlage damals auf etwa 600 vor Christus datierte. Das muss einem Ex-Chef der Antikenverwaltung, Ägyptologe und einstmals Wächter der Grabungen und Forschungen in Gizeh und ganz Ägypten bei seinen Interviews um 1999 bekannt gewesen sein.

Hawass und die jüdische Weltverschwörung

Wohlwollend könnte man annehmen, dass Zahi Hawass tatsächlich nichts von den Entdeckungen seines früheren Kollegen Selim Hassan wusste. Ob das aber irgendwie glaubhaft erscheint, ist fraglich. Dr. Hawass als Teil der ehemaligen Elite unter der Regierung von Präsident Muhammad Husni Mubarak glaubt so oder so an eine Verschwörung gegen ihn, weshalb er im Juli 2011 seine Ämter endgültig verlor. Selbst an eine jüdische Weltverschwörung glaubt Hawass, wie er es beispielsweise in einem TV-Interview am 11. Februar 2009 im ägyptischen Fernsehen erzählte.

Dr. Dominique Görlitz und Lars A. Fischinger im Interview zu den Rätseln der Cheops-Pyramide und dem "Cheops-Projekt" (Bild: L. A. Fischinger)
VIDEO: Dr. Dominique Görlitz und Lars A. Fischinger im Interview zu den Rätseln der Cheops-Pyramide und dem “Cheops-Projekt” (Bild: L. A. Fischinger)

Auch Stefan Erdmann und Dr. Dominique Görlitz sowie Robert Bauval gehören dieser geheimen Weltherrschaft der Juden an. So zumindest seine haarsträubenden Aussagen im Rahmen der Kontroversen um den Cheops-Skandal. Hawass unterstellte ihnen nämlich, dass sie die Cheops-Pyramide neu und älter datieren und die Juden zu den Bauherren erklären wollen. Die beiden Deutschen bzw. alle alle Drei wollen mit ihrem “Cheops-Projekt” nichts anders, als belegen, dass vor 15.000 Jahre die Juden die mächtigen Monumente von Gizeh erbaut hätte, so Zahi Hawass.

Dass das Unfug ist, wird allein schon durch die Tatsache belegt, dass es vor 15.000 Jahren noch gar keine Juden gab. Noch sehr lange nicht, weshalb es wohl mehr als schwer sein würde, diesem Volk den Bau der Pyramiden von Gizeh vor 15 Jahrtausenden zuzusprechen. Aber vielleicht ist dies dem Ägyptologen ebenso entgangen, wie die (anerkannten) Ausgrabungen und Forschungen in Göbekli Tepe in Anatolien, die vor allem von dem 2014 verstorbenen Archäologen Dr. Klaus Schmidt seit 1995 durchgeführt wurden. Einem Deutschen übrigens …

Immerhin glaubt Hawass an geheime Kammern in der Cheops-Pyramide. Hin und wieder zumindest, da er diesen Glauben auch gerne mal ändert. So sagte er zum Beispiel bei seiner weltweiten Vortragstournee im Juni 2013 gegenüber “LiveScience”:

Ich glaube wirklich, dass die Kammer des Cheops noch nicht entdeckt wurde und alle drei Kammern nur da sind, um die Diebe zu täuschen. Die Schätze des Cheops sind immer noch in der Großen Pyramide versteckt.

Wirklich eine schillernde Figur der Ägyptologie.

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

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Interessantes zum Thema:

Fußnoten

[i] Insel in der Unterwelt, Spiegel online, 30. Oktober 2000 (und Nr. 44/2000) & Hawass, Zahi, in: Newspaper Extra Bladet (Kopenhagen), vom 31. Januar 1999, „Sandpit Of Royalty“, von Dorte Quist

[ii] z. B.: Abbas, Mohamed (u. a.): Uncovering the Pyramids Plateau – Giza Plateau in a Search for Archaeological Relics by Untilizing Ground Penetrating Radar, in: NRIAG Journal of Geophysics, Special Issue, National Research Institute of Astronomy and Geophysics, Cairo 2006, S. 2

[iii] The Mystery of the Sphinx, NBC 1995

[iv] Opening The Lost Tombs, Fox TV, 2. März 1999

[v] Hassan, Selim: Excavations at Giza, vol. V: 1933-1934. Kairo 1944, S. 193ff.

 

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War Gott ein Außerirdischer? Der Prä-Astronautik-Buchklassiker “Götter der Sterne” von Lars A. Fischinger als E-Book erschienen! (+++Plus YouTube-Video+++)

"Götter der Sterne" von Lars A. Fischinger als eBook erschienen! (Bild: Reichel Verlag / NASA / Montage: L. A. Fischinger)
“Götter der Sterne” von Lars A. Fischinger als E-Book erschienen! (Bild: Reichel Verlag / NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Auch und eigentlich vor allem die “Götter der Sterne” machen nicht vor dem Fortschritt der modernen Technologie halt. Doch wie “modern” unsere Techniken von heute sind, das fragen sich Prä-Astronautik-Autoren und -Forscher seit Jahrzehnten. So auch ich in meinem Buch “Götter der Sterne – Bibel, Mythen und kosmische Besucher” aus dem Jahr 1997. Damals mein zweites Sachbuch zu den Rätseln der Welt überhaupt und ein Klassiker der Thematik. Nun ist es dank des Reichel Verlages, der damals auch die Papierausgabe verlegt hat, genau 20 Jahre nach der 1. Ausgabe als E-Book erschienen. Im neuen Gewand aber noch immer auf den Spuren der Ancient Aliens des Alten Testamentes und paralleler Überlieferungen.

 

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Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Beginnen wir mit einer Geschichte aus dem Leben eines Mystery-Autoren.

Astronautengötter sind ko(s)misch …

Bei der Arbeit an “Götter der Sterne” bastelte ich vor nun rund 20 Jahren mit Bildmaterial der NASA auch die Idee des Buchcovers. Bildmaterial übrigens, das ich dank meines gepflegten Archivs für das leicht veränderte und mir sehr gut gefallene E-Book-Cover dem Reichel Verlag natürlich zwei Jahrzehnte später umgehend erneut liefern konnte …

Auch den Titel und Untertitel des Buches überlegte ich mir, und faxte meinen entsprechenden Vorschlag voller Begeisterung zum Verlagshaus. Die Antwort auf meine brillant erdachte Titel-Idee kam via Telefonanruf von meiner Verlegerin Frau G. Reichel. Doch dieser Anruf verwirrte mich!

Ob ich sie mit dem Buchtitel auf den Arm nehmen wolle, fragte sie mich höflich aber bestimmt am Telefon. Keineswegs, entgegnete ich natürlich – denn als Jungautor der Prä-Astronautik war ich auf mein kommendes zweites Sachbuch und selbstverständlich auf meinen mühsam erdachten Buchtitel mehr als stolz. Wie konnte da der Verlag bzw. meine Verlegerin Frau Reichel nur behaupten, ich wolle sie angesichts meines sorgsam ausgearbeiteten Titelvorschlages verschaukeln wollen?!

"Götter der Sterne" von Lars A. Fischinger 1997
“Götter der Sterne” von Lars A. Fischinger 1997

In Anbetracht dieser “verlegerischen Ungeheuerlichkeit” mir gegenüber war der Groschen während des Telefonats jedoch schnell gefallen: Es hatte sich der Fehlerteufel in meinen Untertitel von “Götter der Sterne” eingeschlichen. Statt richtigerweise “Bibel, Mythen und kosmische Besucher” schlug ich dem Reichel Verlag in meiner schreibenden Unachtsamkeit den Untertitel “Bibel, Mythen und komische Besucher” vor. Der Fehlerteufel schien den fehlenden Buchstaben “s” in ein Paralleluniversum gesogen zu haben …

Ein kosmisch-komischer Irrtum, über den langjährige Weggefährten von mir und ich immer wieder gerne lachen. Sicher hat jeder Autor so seine Geschichten und Erfahrungen sammeln können, die auf Tagungen/Meetings immer wieder für Heiterkeit sorgen.

Doch nun zu den sogenannten “Göttern” – den “Götter der Sterne”

Auf diesen Internetseiten oder auch auf meinem Kanal bei YouTube nenne ich die Ancient Aliens, Astronautengötter, Lehrmeister des Himmels etc. immer mal wieder auch “Götter der Sterne”. Grund ist eben diese Buchveröffentlichung von 1997, zu der thematisch 2015 eine sehr detaillierte weitere Veröffentlichung erschien.

Das Thema des E-Book ist schnell umrissen: “Gott und seine Helfer waren Außerirdische!”

Eine Spekulation, die schon seit den ersten Jahren der Prä-Astronautik im Raume steht. Bis “Götter der Sterne” 1997 erschien standen diese Ideen jedoch zusammenhanglos und ohne den legendären “roten Faden” im weiten Feld der Astronautengötter-Überlegungen, was ich eben mit diesem Buch ändern wollte. “,Götter der Sterne’ – meine 2. Arbeit – ist überfällig gewesen”, schrieb ich genau deshalb damals. Und weiter:

Cover: "Götter der Sterne" von Lars A. Fischinger als E-Book 2016
Cover: “Götter der Sterne” von Lars A. Fischinger als E-Book 2016

“Es behandelt in sehr detaillierter und analytischer Form das Alte Testament und viele andere Texte. Was ist der Sinn dieser Mythen? Viele Autoren der Grenzwissenschaft haben behauptet, die Bibel würde von Außerirdischen sprechen, aber keine lieferte hierzu eine detaillierte Arbeit. Ich denke, diese habe ich mir Götter der Sterne nun endlich vorgelegt!

 

Im Verlagstext liest sich das wie folgt:

Dieses Buch enthält genaue und kritische Untersuchungen der Aussagen und Rätsel der Bibel und der Apokryphen von der Schöpfung bis zu den Propheten. Lars A. Fischinger analysiert hier detailliert die alttestamentarischen Schriften und andere uralte Mythen. Erstaunliche Entdeckungen werden offenbart und liefern uns ein neues, phantastisches Bild der Bibel und der frühen Menschheit. Besucher aus dem All kamen als “Götter” zur Erde, schufen den Menschen und vollbrachten hier Dinge, die uns zwar detailliert überliefert, aber bislang unverstanden geblieben sind.

Bibeltexte, Mythen und entsprechende Überlieferungen sind zum Teil uralt. Deshalb ist auch der Inhalt des E-Book “zeitlos aktuell” bei der Jagt nach den Mysterien und Göttern der Vorzeit.

Einblick in die “Götter der Sterne“: Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Prolog

Teil I Mythen der Schöpfung, Überlieferungen der Urzeit

Kapitel I Genesis: Das Buch der Ursprünge

Sah schon die biblische Eva ein UFO? (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)
VIDEO: Sah schon die biblische Eva ein UFO? (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)

I.1 Im Anfang war Etwas

I.2 Monotheismus oder Polytheismus in der Genesis?
I.3 Die Schöpfung der Himmel
I.4 „Lasset uns den Menschen machen…“ – die zweite Schöpfung
I.5 Adam und seine „Rippe“ Eva
I.6 Als der Mensch wie „Götter“ wurde
I.7 Die Vertreibung aus dem Garten der „Götter“
I.8 Lag das Paradies in Südmesopotamien?
I.9 Das himmlische Paradies und weitere Paradies-Schriften

Kapitel II Schöpfungsmythen anderer Völker

II.1 Mesopotamische Überlieferungen wissen mehr
II.2 Der Mensch aus dem Himmel
II.3 Parallelen in globalen Schöpfungslegenden!
II.4 Adams Kinder und erste Frau
II.5 Himmlische Schwangerschaften – sonderbare Abstammungen
II.6 „Monster“ – genetische Fehlversuche?
II.7 Adam und Eva – Mythos oder Wahrheit?
II.8 Problematische Überlieferungen

Kapitel III Als die Sintflut kam

III.1 Zeit der himmlischen Sünde – Sex mit den Gottessöhnen
III.2 Der „Herr“ greift ein
III.3 Die Arche des Helden Noah – ein unmögliches Projekt
III.4 Sintflut in mesopotamischen Mythen – die Urquellen
III.5 Die Welt trocknet
III.6 Turmbau zu Babel – ein neuer Anfang, der „Gott“ missfällt

Das uralte Buch "Die Apokalypse des Abraham" erzählt: Engel brachten Abraham in das "All". (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger / WikiCommons)
VIDEO: Die “Apokalypse des Abraham” erzählt: Engel brachten Abraham in das “All”. (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger / WikiCommons)

Kapitel IV Die Abraham-Apokryphe

IV.1 Abraham der Normade
IV.2 Engelkontakte
IV.3 „…bis an der Feuerflammen Grenzen“
IV.4 Der Thron „Gottes“
IV.5 Abraham sah „Verborgenes“
IV.6 Die Erde aus dem All
IV.7 Weitere Offenbarungen „Gottes“

Kapitel V Vernichtender Zorn „Gottes“

V.1 Spione der Zerstörung
V.2 Himmlische Reize
V.3 Der Countdown der Zerstörung läuft
V.4 Atomare Vernichtung vor Jahrtausenden?
V.5 Hinweise moderner Waffen in anderen Quellen
V.6 Archäologische Indizien

Kapitel VI Mose, ein Mann Gottes

VI.1 Ein Kind namens Mose
VI.2 Mord und Flucht in die Wüste
VI.3 Moses Berufung am Brennenden Dornbusch
VI.4 Ein Pharao wird erpresst
VI.5 Der Auszug – die Israeliten plündern Ägypten
VI.6 Marsch der „Wunder“
VI.7 Sinai – wichtige Ereignisse am heiligen Berg
VI.8 Israels Rückfall zum Götzendienst

VIDEO: Indiana Jones und der „Jäger des verlorenen Schatzes“ – ist das Aussehen der Bundeslade à la Hollywood eigentlich korrekt? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)
VIDEO: Indiana Jones und der „Jäger des verlorenen Schatzes“ – ist das Aussehen der Bundeslade à la Hollywood eigentlich korrekt? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)

VI.9 Die Lade Jahwes – eine bemerkenswerte Konstruktion
VI.10 Eigenschaften und Geschichte der Bundeslade

Teil II Propheten und himmlische Erscheinungen

Kapitel VII Die unverstandenen Worte Henochs

VII.1 Henoch – kein Prophet der Bibel
VII.2 Der Fall der Engel – wertvolle Ergänzungen zum Genesis!
VII.3 Diplomat zwischen Himmel und Erde
VII.4 Von Himmel zu Himmel zum „Herrn“
VII.5 Henoch starb nicht auf Erden

Kapitel VIII Elija, ein treuer Diener Jahwes

VIII.1 Elija, der wundersame Prophet ohne Vorleben
VIII.2 Ein Mann mit himmlischen Verbindungen
VIII.3 Flucht in Berge – Begegnung mit Jahwe
VIII.4 Der Mörder im Namen „Gottes“
VIII.5 Elijas Auftrag ist beendet – die Himmelfahrt
VIII.6 Abstecher zu anderen Himmelfahrtsberichten

Kapitel IX Der perfekte Berichterstatter: Ezechiel

IX.1 Historische Daten und ihre Probleme
IX.2 „Und ich sah, und siehe“ den Thronwagen Jahwes
IX.3 „Gott Gütiger“…?
IX.4 Ein Prophet mit Auftrag

Zeitreise vor 2500 Jahren?! (Bild: NASA/JPL / WikiCommons / W.-J. Langbein / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Zeitreise vor 2500 Jahren?! (Bild: NASA/JPL / WikiCommons / W.-J. Langbein / Montage: L. A. Fischinger)

Teil III Weitere Geschehnisse

III.1 Jesaja schaut den „Thronwagen Gottes“
III.2 Jakob, Hiob, Sacharja und Jeremia – alles Träumer?
III.3 Baruch, ein biblischer und apokrypher Prophet
III.4 Esdras himmlische Gesichte
III.5 Daniel, der visionierende Prophet
III.6 Politik des Todes
III.7 Johannes´ geheimnisvolle Offenbarungen
III.8 Fehlende Zeit

Teil IV Anhang

• Epilogische Schlußbetrachtung: Gott nur ein Wunschtraum?
• Nachwort von Dr. Johannes Fiebag
• Ein Dankeswort
• Quellen (Bibeln, allgemeine Quellen, Fachartikel und Zeitungen)
• Zeitschriften und Magazine zum Thema
• Bildnachweis (Abbildungen im Text und Bildteil)
• Namen- und Sachregister
• Biblisches Stellenregister
• Apokryphes Stellenregister
• Übriges Stellenregister (Koran, Gilgamesch-Epos, Sohar, Enuma Elisch und Mormon)

Alles weitere zum neuen E-Book plus YouTube-Video hier:

  • Produktform: E-Book
  • Auflage: 1. Auflage der EPUB Ausgabe
  • Seiten der gedruckten Ausgabe: 375
  • Verlag: Reichel Verlag
  • Erschienen: 23.02.2016
  • Format: 21,0 x 14,5 cm
  • ISBN-13: 978-3-946433-12-5
  • GTIN: 9783946433125

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Die “Weiße Stadt” von Honduras: Ist die “Stadt des Affengottes” Zeugnis einer versunkenen Zivilisation? Archäologen wollen das Rätsel nun lösen

Die "Weiße Stadt" von Honduras - Ist die "Stadt des Affengottes"Zeugnis einer versunkenen Zivilisation? (Bilder: gemeinfrei / W.-J. Langbein / Montage: L. A. Fischinger)
Die “Weiße Stadt” von Honduras – Ist die “Stadt des Affengottes” Zeugnis einer versunkenen Zivilisation? (Bilder [Pyramide zeigt Chichén Itzá der Maya]: gemeinfrei / W.-J. Langbein / Montage: L. A. Fischinger)

Es ist sage und schreibe schon rund ein halbes Jahrhundert her, da liefen und fuhren Menschen auf dem Mond herum. Seit Jahrzehnten landen immer wieder Sonden und sogar Rover-Fahrzeuge auf dem Mars. Und bereits vor 66 Jahren tauchte der belgische Tiefseeforscher Jacques Piccard mit einem U-Boot zum (fast) tiefsten Punkt der Erde im Marianengraben im Pazifik in fast 11 Kilometern Tiefe. Was soll der Mensch da schon auf unserem Planten noch Großes finden? Vielleicht eine versunkene Stadt und Zivilisation, wie es Anfang 2015 durch die Medien ging?! Diese “Weiße Stadt” oder “Stadt des Affengottes” im Urwald von Honduras machte vor einem Jahr Schlagzeilen in der Presse und soll nun Medienberichten nach detailliert ausgegraben und erforscht werden. Aber sind die Funde in Honduras tatsächlich die Reste einer vergessenen Zivilisation, von der schon 1554 berichtet wurde?


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Eine verlorene Stadt im Urwald

Die berühmten “weiße Flecken” gibt es auch unserem Planten eigentlich nicht mehr. Wohl kennen wir beispielsweise die Oberfläche des Mars oder Mond besser als den Grund unserer Ozeane, aber auf dem Festland scheint alles entdeckt worden zu sein. Heißt es.

So war es für all jene Menschen, die sich für die Geschichte der Menschheit und untergegangene Welten interessieren, mehr als spannend, als “National Geographic” am 2. März 2015 exklusive verkündete:

Verlorene Stadt im Regenwald von Honduras entdeckt: Auf der Suche nach legendären ,Stadt des Affengottes’ finden Entdecker die unberührte Ruinen einer untergegangenen Kultur.

Eine Expedition nach Honduras hat sich aus dem Dschungel mit dramatischen Neuigkeiten von der Entdeckung einer verlorene Stadt einer geheimnisvollen Kulturen gemeldet, die nie zuvor erforscht wurde. Das Team wurde durch langjährige Gerüchte in eine ferne und unbewohnte Region geführt, in der es Legen nach eine ,weiße Stadt’ geben soll, die auch ,Stadt des Affengottes” genannt wird.”

Die “National Geographic Society” gab jetzt bekannt, dass die “verlorene Stadt” nun mit einem Forscherteam rund um den Archäologen Chris Fisher (Colorado State University) systematisch erforscht und ausgegraben werden soll. Dazu wird in den kommenden Wochen ein detaillierter Forschungsplan ausgearbeitet.

Weltsensation in Scherben oder nur Sitz eines kleinen lokalen Häuptlings?

Pyramide im Meer gefunden - neue Beweise für Atlantis? (Bild: GoogleEarth / L. A. Fischinger / gemeinfrei)
VIDEO: Pyramide im Meer gefunden – neue Beweise für Atlantis? (Bild: GoogleEarth / L. A. Fischinger / gemeinfrei)

Denkt man an “versunkene Städte” – denkt man meist an die vor rund 100 Jahren entdeckte Inka-Stadt Machu Picchu in den Anden von Peru. Anders ist es bei der schon 2012 auf Luftaufnahmen entdeckten Ruinenstätte von Honduras in der östlichen Region La Mosquitia. Hier fehlt es an derartigen Bauten wie in Machu Picchu.

An der (aufgrund von möglichen Plünderern geheim gehaltenen) Fundstätte der “Weißen Stadt” haben die ersten Grabungen allerdings vorerst nur Scherben, Tierdarstellungen und kleine Artefakte gefunden. Jedoch wird auch von “Resten einer Pyramide” gesprochen, die auf den Luftaufnahmen zu erkennen sein könnten. Geschätzt wird die neue Ausgrabungsstelle im Mittelamerika auf einen Zeitraum von 1000 bis 1500 nach Christus. Also “nur” bis zu 1000 Jahre alt.

Da sich aber die bisherigen Funkobjekte von denen der Maya, die diese Region lange Zeit dominierten, stark unterscheiden sollen, sprechen einige Forscher von einer vollkommen fremden Kultur.

Auch aus dem Grunde, da in dieser Epoche die Zivilisation der Maya in Mittelamerika unlängst ihren Niedergang erfuhr. So etwa ist zum Beispiel Virgilio Paredes, der Direktor des Anthropologischen Instituts von Honduras, sicher, dass es Spuren einer vergessenen Zivilisation zu sein scheinen.

Wissenschaftsminister Ramon Espinoza ist sogar derart begeistert, dass er davon sprach, dass in ganz Mittelamerika keinen ähnlichen archäologischen Fund existiert. Und Juan Orlando Hernández, seines Zeichens Präsident von Honduras, sprach nach einem Vor-Ort-Termin sogar von einer bedeutenden Entdeckung für die ganze Welt.

VIDEO: Forscher finden zehntausende unbekannte Stätten in Mittelamerika (Bild: Canuto & Auld-Thomas/PACUNAM & L. A. Fischinger / Bearbeitung: Fischinger-Online)
VIDEO: Forscher finden zehntausende unbekannte Stätten in Mittelamerika (Bild: Canuto & Auld-Thomas/PACUNAM & L. A. Fischinger / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Man darf hier in der Tat sehr gespannt sein, ob diese bisher doch mageren Funde von Scherben und Malereien wirklich auf ein Zentrum einer “versunkenen Zivilisation” zurückzuführen sind.

Auch der Maya-Experte Professor Nikolai Grube von der Universität Bonn hatte bereits nach bekannt werden der Funde und der Veröffentlichung in “National Geographic” Anfang 2015 seine Zweifel an diesen Spekulationen. In einem Interview mit der Zeitung “Die Welt” sagte er am 3. März 2015:

Die ,Weiße Stadt’ ist das sicherlich nicht, sondern eine wichtige archäologische Fundstätte von einer großen menschlichen Siedlung, die vielleicht der Sitz eines Häuptlings gewesen sein könnte.”

“Das klingt ein bisschen nach Indiana Jones”, so Grube im Interview.  Und das stimmt, denn bereits die spanischen Eroberer haben von dem Mythos der “Weißen Stadt” berichtet. So vor allem Bischof Cristóbal de Pedraza von Honduras in einem Bericht an seinem Kaiser Karl V. im Jahr 1554.

Der Mythos der “Weißen Stadt” und seiner “fremdartigen Bewohner”

Ende April 2004 veröffentlichte ich einen Artikel über den Mythos der versunkenen “Weißen Stadt” im Urwald. Nur leider passen die jüngsten Funde in Honduras zumindest bis dato nicht zu einem kulturellen Zentrum einer Hochkultur, wie es diese legendäre Stadt eben gewesen sein soll.

Unter den von Mythen und Legenden umrankten versunkenen Städten sind vor allem das Inselreich Atlantis oder El Dorado berühmt. Irgendwo in den Anden von Südamerika soll El Dorado gelegen haben und von den Inkas in Peru mit unermesslichen Reichtümern ausgestattet worden sein. Gefunden wurde sie trotz zahlreicher Expeditionen – nie. Sowie Atlantis als “Mutter aller versunkenen Zivilisationen” auch nicht.

War Sardinien in Wahrheit Atlantis? (Bild: gemeinfrei / L.A. Fischinger)
Atlantis – Die “Mutter aller versunkenen Zivilisationen”: War Sardinien in Wahrheit Atlantis? (Bild: gemeinfrei / L.A. Fischinger)

Ein Sinnbild für geheimnisvolle und im Urwald verlorene Städte ist die “Weiße Stadt” dennoch. Im Osten von Honduras kursieren tatsächlich Geschichten, Spekulationen und Legenden um diese verschollene Welt.

Zumindest die Legenden sprechen für die tatsächliche Existenz der “Ciudad Blanca”, obwohl definitive Beweise in Form von archäologischen Funden bislang fehlten. Alle Expeditionen zur “Weißen Stadt” scheiterten. Ob sich das nun durch die jüngsten Entdeckungen in der Region La Mosquitia von Honduras ändert, ist erst mal unklar.

Die “Weiße Stadt” soll in einer menschenleeren, schwer zugänglichen Gebirgsgegend im Gebiet von Las Mosquitias an der Ostküste von Honduras liegen. Teilweise findet man sie sogar auf Karten des Landes, obwohl niemand weiß, ob die Angaben auch nur annähernd stimmen oder pure Phantasie sind. Jagen die Archäologen einen Phantom aus der Vergangenheit nach? Einem Märchen, dass ein spanischer Bischof vielleicht sogar erfand?

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In dem Brief von Bischof Cristóbal de Pedraza an den spanischen König von 1554 finden sich die ungeheuerlichsten Schilderungen über die angebliche Metropole und ihr Volk. Östlich der Stadt Trujillo, so der Bischof, habe er eine Bergkette erreicht, hinter der ein sehr ausgedehntes und völlig unwegsames Dschungelgebiet lag. In diesem Tal entdeckte Cristóbal de Pedraza seinen Angaben nach ausgedehnte Siedlungen eines ihm unbekannten Volkes.

Die indianiaschen Begleiter von Pedraza konnten sich dennoch mit den Einheimischen dieser Region verständigen. So fremdartig kann es folglich nicht gewesen sein. Der Bischof erwähnt in seinem Bericht auch einige Merkwürdigkeiten der fremden Kultur. So zum Beispiel will er unter den Einwohnern der “Weißen Stadt” auch “weiße Indios von gleicher Hautfarbe wie die Spanier” gesehen haben.

Wer waren diese Menschen? Woher kamen sie? Warum waren sie weiß?

Weiter erzählte der Bischof in seinem Brief von einem aus seiner Sicht natürlich “heidnisches Ritual”. Bei diesem Brauch würden sich die Männer des Volkes an langen Lianen von der Spitze eines Turmes oder auch einer Pyramide herablassen, um auf diese Weise die Herabkunft ihrer Götter oder himmlischen Lehrmeister darzustellen.

Neuer Steinkreis gefunden - angeblich älter als Stonehenge
ARTIKEL: 5000 Jahre alte Sensation entdeckt: Forscher finden einen Steinkreis, der älter als Stonehenge sein könnte (Bild: gemeinfrei)

Pedraza berichtete, dass die Teilnehmer dieser Zeremonie in merkwürdige, den ganzen Körper bedeckende Gewänder gekleidet gewesen seinen und “Helme” aus einem seltsamen Metall trugen. Nur einen schmalen Sehschlitz ließen diese Kopfbedeckungen frei. Pedraza verglich diese Kleidung mit den Rüstungen der spanischen Konquistadoren, beschrieb sie damals aber als “sehr viel feiner gearbeitet”.

Seit regelmäßig Flugzeuge den Dschungel von Honduras überfliegen, gab es immer wieder Piloten, die aufgeregt von einer großen, weiß schimmernden Siedlung inmitten des Urwaldes berichteten. Ist sie jetzt gefunden? Im Gebiet von Las Mosquitia sind die Indios so oder so von der Existenz dieser “Stadt des Affengottes” überzeugt. Auch wenn sie fremden Neugierigen oder Abenteurern abraten, sich auf eine Expedition dorthin zu begeben …

Spekulationen …

Vor allem in Honduras deuten zahlreiche archäologische Befunde auf eine Zivilisation hin, die den Maya bekannt und ihnen kulturell verwandt war. Forscher wie George Haselmann vom Institut für Anthropologie und Geschichte in Honduras verweisen darauf, dass Funde, die in Honduras gemacht worden sind, und sich nicht dem Kulturkreis der Maya zuordnen lassen, auf die Existenz einer großen, eigenständigen Metropole hindeuten.

War dies die verlorene “Weiße Stadt” im Dschungel?

Möglicherweise ist die “Ciudad Blanca” sogar immer noch bewohnt – wenn es sie denn gibt. Jedenfalls deuten darauf die Beschreibungen der Piloten hin, welche die Stadt überflogen haben wollen. Sie sprachen in ihren Erzählungen von einem sehr guten bis ausgezeichneten Erhaltungszustand der Gebäude im Regenwald. Bei einer verlassenen Siedlung dürfte das nicht der Fall sein, sondern die Stadt wäre vom Urwald fast bis zur Unkenntlichkeit überwuchert und zerstört.

Ein solches Bild der Zerstörung bot sich auch den ersten europäischen Entdeckern, die sich im Tropenwald Mittelamerikas auf die Suche nach versunkenen Orten der Maya machen.

Chichén Itzá in Mexiko (Zeichnung von Catherwood, 1843): die Maya galten schon immer als "verwunschene Kultur) (Bild: gemeinfrei / Archiv L. A. Fischinger)
Chichén Itzá in Mexiko (Zeichnung von Catherwood, 1843): auch die Maya in Mexiko waren lange eine “versunkene Kultur” (Bild: gemeinfrei / Archiv L. A. Fischinger)

Sie fanden völlig vom Urwald überwucherte Tempel, Pyramiden, Paläste und Häuser die über Jahrzehnte hinweg ausgegraben werden mussten (s. Bild rechts). Aus der Luft erkennt man bis heute bei archäologisch nicht restaurierten Orten weiterhin nur überwucherte Hügel.

Damit dürfte es spannend sein, was nun die “Grüne Hölle” von Honduras freigeben wird. Von einer zentralen und wichtigen Metropole wie Machu Picchu kann bis heute keine Rede sein. Eher, wie es Professor Grube im Interview formulierte:

Sicherlich gibt es dort keine Steinarchitektur, diese hätte man schon früher gesehen, sondern das sind Erdhügel, Verteidigungsanlagen möglicherweise, und Bewässerungsanlagen. Was nicht bedeutet, dass uns das kalt lässt. Aber es ist nicht verwunderlich, dass es in Honduras Gesellschaften gegeben hat, die einen hohen Entwicklungsgrad erreicht hatten.

Das wissen wir aber bereits seit langer Zeit. Denn auch in anderen Teilen von Zentralamerika hat es immer schon weit entwickelte Gesellschaften gegeben. Das waren keine staatlich organisierten Gesellschaften, aber Zivilisationen, die Häuptlingstümer hatten, die in großen Dörfern lebten, künstliche Bewässerung kannten, Keramiken angefertigt haben und wo es auch Skulpturen gab. Jetzt wird das Bild vervollständigt: Auch in Honduras gibt es solche Anlagen.”

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Exorzismus in Deutschland: Angebliche Teufelsaustreibung in einem Frankfurter Hotel endet tödlich! Und weshalb “STAR WARS” direkt zum Satan führt …

Exorzismus in einem Frankfurter Hotel endet mit dem Tod (Grafik: L. A. Fischinger)
Angeblicher Exorzismus in einem Frankfurter Hotel endet mit dem Tod (Grafik: L. A. Fischinger)

Die Welt steckt voller Dämonen, teuflischer Gesellen und der Satan persönlich ist eine ständige Gefahr für die Menschheit. Das hilft nur ein Exorzismus! Das ist keine Glaubenslehre irgendwelcher “obskuren Kulte” in Afrika oder anderswo, sondern die offizielle Lehre der katholischen Kirche. Um dem Treiben des Teufels Einhalt zu gebieten hat der Vatikan dafür auch eigene Exorzisten. Nun aber ist ein Fall aus Frankfurt a. M. bekannt geworden, bei dem scheinbar eine Familie selber Exorzist spielte und eine “vom Teufel besessene” Frau zu Tode folterten.

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Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

“Der Satan ist an allem schuld!” – so heißt ein Kapitel in meinem aktuellen analytischen  Prä-Astronautik-Buch “Rebellion der Astronautenwächter“. Doch Satan, Luzifer, Beelzebub etc. ist in meinen Augen jemand ganz anders als ein “Höllenfürst aus der Unterwelt” …

Dennoch ist die offizielle Lehre der katholischen Kirche davon überzeugt, dass es Menschen gibt, die von Dämonen oder gleich dem Teufel selber besessen sind. Aus diesem Grund hat die Kirche eine “Armee” eigener Exorzisten, die gegen diese teuflischen Machenschaften auf Erden kämpfen. Doch diese kirchlichen Exorzisten sind machtlos, wenn Gläubige quasi in “Heimarbeit” selber einen Exorzismus durchführen. Der auch mit dem Tod enden kann … und das kommt immer wieder vor.

Derartige Berichte tauchen immer mal als kleine Randnotizen in den Medien auf und geschehen dabei (meist) in fernen Ländern. Oder bei religiösen Fundamentalisten, wie es beispielsweise ein Fall aus Texas, USA, im Frühjahr 2015 zeigte.

Doch nun ereignete sich eine solche Tragödie erneut bei uns in Deutschland: Ein angeblicher Exorzismus-Fall in einem Hotel in Frankfurt am Main, der mit dem Tod der “Besessenen” und einem verletzten zweiten Opfer endete.

Zu Tode gefoltert

Was war gesehenen?

In einem Hotel in Frankfurt am Main hat die Polizei den Medienberichten nach die Leiche einer 41 Jahre alten Frau gefunden, die offenkundig über Stunden zu Tode gequält wurde. Geschehen oder Angefangen seien die Folterungen der Frau bereits am letzten Samstag (5. Dezember). Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat daraufhin fünf Personen festgenommen, die an der Verstorbenen quasi einen “familiären “Exorzismus” durchgeführt haben sollen. Denn alle Tatbeteiligten sind Familienangehörige der Toten – einer ihr 15 Jahre junger Sohn.

Der Autor Erich von Däniken soll von Satan manipuliert werden (Bild: S. Ampssler / L. A. fikschinger
Der Autor Erich von Däniken soll von Satan manipuliert werden (Bild: S. Ampssler / L. A. Fischinger

Die Familie kam vor nicht einmal zwei Monaten aus Südkorea nach Deutschland. Und brachten scheinbar einen fanatischen Glauben an Dämonen und den Teufel mit nach Frankfurt. Die Verstorbene wurde von ihrer Familie geknebelt und immer wieder mit Schlägen gegen Brust und Bauch bis zum Tode gefoltert. Sogar einen Kleiderbügel habe man ihr in den Rachen gesteckt.

Erst nach dem Tod der angeblich Besessenen riefen die Angehörigen einen katholischen Priester ins Hotel, der daraufhin Alarm schlug. “Ersticken infolge massiver Brustkorbkompression und Gewalteinwirkung auf den Hals” sei nach der Staatsanwalt die Todesursache. Zudem war die Leiche übersät mit zahllosen Blutergüssen und Hämatomen gewesen. Weiter zitiert zum Beispiel “Die Welt” am 9. Dezember die Behörden mit den Worten:

“Nach derzeitigem Kenntnisstand fügten die Beschuldigten dem Opfer über einen Zeitraum von mindestens zwei Stunden Schmerzen und Qualen zu, wobei ihr Handeln von einer gefühllosen und unbarmherzigen Gesinnung getragen war (…)”

Oberstaatsanwältin Nadja Niesen sieht hier eine außergewöhnliche und zugleich grausamen Tat. “So etwas habe ich noch nicht erlebt”, so zitiert die “Frankfurter Allgemeine” am 9. Dezember die Staatsanwältin.

Stundenlange Folterungen und ein zweiten Exorzismus der Familie?

Im Verhör der Polizei gestand die teuflische Familie schließlich noch am 5. Dezember, dass in ihrem Haus in Sulzbach ein weiteres Opfer sei. Hier entdeckten die Ermittler in der Garage des Hauses eine schwer verletzte und fast verdurste Frau, die in Frischhaltefolie eingewickelt und stark unterkühlt war. Aber zum Glück lebte. Auch ein Opfer eines derartigen Exorzismus?

Nach einem anderen Medienbericht lebte die Familie sehr zurück gezogen in Sulzbach und auch nur kurzzeitig. Die Koreaner hätten den Nachbarn auch immer wieder davon erzählt, dass in dem Haus Geister leben würden. So heißt es dazu:

Die Koreaner lebten in dem Haus in Sulzbach offenbar sehr zurückgezogen. Die Rollläden waren nach Angaben der Nachbarn so gut wie immer heruntergelassen, alle Bewohner hätten jeden Vormittag gemeinsam das Haus in Richtung S-Bahn verlassen. Anfangs, als noch viele Männer mit in dem von einem Hofheimer vermieteten Haus gewohnt hätten, sei nachts stundenlang Gekreische aus dem Keller zu hören gewesen.

Papst Benedikt XVI. und Lars A. Fischinger - Angeblich ist der Papst der Satan in Person (Bild: Archiv L.A. Fischinger)
Papst Benedikt XVI. und Lars A. Fischinger – Angeblich ist er Satan in Person (Bild: Archiv L.A. Fischinger)

Was mag dort Grausiges geschehen sein? Zogen die Koreaner vor kurzem versehentlich in ein “Spukhaus” und machten die beiden Opfer dafür verantwortlich? Hat die Familie im religiösen Wahn dann selber versucht, den beiden Frauen den vermeintlichen “Teufel auszutreiben”? Eine Meldung vom Januar 2014 auf diesem BLOG ist dazu vielleicht noch in Erinnerung. Darin hieß es, dass im November 2011 eine Familie in den USA ein Haus bezog, in dem angeblich über 200 Dämonen hausen sollen. Ein wahres Horrorhaus nach den Berichten damals.

Der Vatikan hat seine eigenen Exorzisten und ebenso strenge Regeln was einen Exorzismus angeht. So was macht man mal nicht nebenbei im Kreise der Familie. Eigentlich, egal für wie gläubig oder “fromm” man sich auch selber halten mag. Ich vermute, dass die Koreaner Christen sind, da sie nach der Tat im Hotel am vergangenen Samstag auch einen katholischen Pfarrer riefen. Da war es leider schon zu spät für eines der Opfer.

Nach den Lehren der Kirche bedarf es einer gründlichen Prüfung des Falles bevor ein Exorzismus durchgeführt werden kann oder soll. Auch einer medizinischen Untersuchung geht dem voran. Und eine solche “Teufelsaustreibung” muss daraufhin erst noch von dem verantwortlichen Bischof persönlich genehmigt werden. Diese Erlaubnis für einen Exorzismus gilt dabei auch nicht für jedermann, sondern für einen Priester/Exorzisten der Kirche selber.

Der Beelzebub boomt in Polen

Star Wars Episode VII von J.J. Abrams und Disney - Was kommt da auf uns zu?
VIDEO: “STAR WARS – Episode VII” von J.J. Abrams und Disney – Was kommt da auf uns zu? (Bild: L. A. Fischinger)

Im katholischen Polen beispielsweise arbeiten 130 Exorzisten. Der Teufel boomt dort. So können dort beispielsweise seit 2012 die Gläubigen das Magazin “Egzorcysta” (Der Exorzist) kaufen, und sich darin über den Kampf gegen Luzifer informieren. Monatlich werden davon 40.000 Exemplare gedruckt – angefangen mit 15.000 im Jahr 2012.

Besonders übel beim Teufels-Boom in Polen ist eine Nachricht für alle Fans von “STAR WARS” inkl. mir selber natürlich: Die Diözese Warschau-Praga hat einen Fragenkatalog verteilt, anhand dessen man überprüfen kann, ob man nicht vom Teufel besessen oder verführt ist. 60 Fragen enthält der Bogen. Und wer “böse Filme” wie eben “STAR WARS” oder auch “Indiana Jones” schaut, könnte dem Satan verfallen.

“Hello Kitty” ist nach diesen “analytischen Fragen” übrigens kein Teufelswerk …

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

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