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Die “zweite Erde” um den Stern Proxima Centauri: Neues zum Gerücht über einen “bewohnbaren Planeten” vor unserer kosmischen Haustür: Die Fakten!

Die "zweite Erde" in unserer Nachbarschaft um unseren direkten Nachbarstern Proxima Centari: Ob es dort tatsächlich wie in dieser Computerdarstellung aussieht,. weiß bisher niemand! (Bild: ESO/M. Kornmesser )
Die “zweite Erde” in unserer Nachbarschaft um unseren direkten Nachbarstern Proxima Centari: Ob es dort tatsächlich wie in dieser Computerdarstellung aussieht, weiß bisher niemand! (Bild: ESO/M. Kornmesser )

Am 12. August 2016 habe ich auf dieser Webseite darüber berichtete, dass die weltweite Presse ein Gerücht verbreitet, dass ein “bewohnbarer Planet” um unseren nächstgelegenen Stern Proxima Centauri nachgewiesen worden sein soll. Auslöser des medialen Interesses war eine eher schwammige Meldung des Nachrichtenmagazins “Spiegel”, die rund um den Globus zumindest Online-Medien weiter verbreiteten. Ende August sollte dazu eine Pressekonferenz der Europäischen Südsternwarte (ESO) folgen, auf der diese Entdeckung bekannt gegeben werden soll. Dies ist hat nun stattgefunden  und  unter anderem erscheint heute in dem Magazin “Nature” ein Artikel über die entdeckte “zweiten Erde” im Kosmos. Da sich das Gerücht damit teilweise bestätigt hat, sollen an dieser Stelle nochmals alle Fakten um diesen neuen Exoplaneten dargelegt werden. Denn – wie so oft – “vergessen” verschiedene Medien diese …

 

 

Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Vor rund zwei Wochen schrieb ich auf diesem Blog folgendes zu dem Gerücht über die Entdeckung einer Erde 2.0 um den Stern Proxima Centauri:

Ist es also Ende August soweit, dass die Entdeckung eines theoretisch bewohnbaren und (ebenso theoretisch) bewohnten Planten zu verkünden ist? Wer oder was auf einem solchen Expoplanetren keucht und fleucht ist natürlich Spekulation. Da aber Rote Zwerge wie Proxima Centauri zu jene Sonnen gehören, die im Kosmos am Meisten vorkommen, wäre ein erdähnlicher Planet um einen solchen Fixstern bei der Suche nach Leben im All ein Glücksfall!

Am 24. August war es dann soweit und die Europäische Südsternwarte (ESO) gab eine Pressekonferenz sowie eine Pressmitteilung heraus, in dem der Fund “bestätigt” wurde:

Planet in bewohnbarer Zone um nächstgelegenen Stern gefunden – Die Beobachtungskampagne ,Pale Red Dot’ entdeckt einen Planeten mit erdähnlicher Masse um den Stern Proxima Centauri.”

Der Nachweis dieses “Proxima b” genannten Exponaten in unmittelbarer Nachbarschaft unseres Sonnensystems in nur rund 4 Lichtjahren Entfernung sei eine “epochale Entdeckung”, so die ESO. Zweifellos ist sie das, aber was genau sind die trockenen Fakten und was ist von Medienberichten über eine zweite Erde zu halten?

Die Fakten rund um den Planten “Proxima b”

Neue Erde direkt in unserer Nachbarschaft gefunden? (Bild: NASA / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Neue Erde direkt in unserer Nachbarschaft gefunden? (Bild: NASA / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

In ihrer Pressemitteilung gestern schaffte die ESO, mit dem Hinweis, dass eine Publikation dazu in “Nature” erscheinen wird (hier als PDF zu finden), eigentlich gleich zu Beginn klare Fakten. So heißt es dort:

Mit Teleskopen der ESO und anderen Einrichtungen ist es Astronomen gelungen, einen klaren Hinweis auf einen Planeten zu finden, der den nächsten Stern zur Erde, Proxima Centauri, umkreist. Dieser lang gesuchte Planet, genannt Proxima b, umkreist seinen kühlen, roten Mutterstern alle 11 Tage und besitzt eine Temperatur, die Wasser in flüssigem Zustand an der Oberfläche für möglich erscheinen lässt. Dieser Gesteinsplanet hat etwas mehr Masse als unsere Erde und ist der zu uns nächstgelegene extrasolare Planet – vielleicht ist er sogar der nächste Ort außerhalb unseres Sonnensystems, wo Leben existieren kann.

Schon damit sollten alle Spekulation über eine neue Erde im All hinfällig sein. Sind sie aber nicht, wie es die Presselandschaft aktuell zeigt.

Der Planet “Proxima b” ist eher unwirklich, wild und alles andere als eine zweite Erde. Das zeigen diese bisher veröffentlichen Daten dieses Exoplanten:

  • Ein Jahr dauert auf diesem Planeten nur 11,2 Tage
  • Jahreszeiten, wie wir sie kennen, sind damit so gut wie ausgeschlossen
  •  VIDEO: "Planet Nine": Fanden Astronomen einen neuen (Riesen-)Planten in unserem Sonnensystem? (Bild: NASA/JPL / Montage: L. A. Fischinger)
    VIDEO: “Planet Nine”: Fanden Astronomen einen neuen (Riesen-)Planten in unserem Sonnensystem? (Bild: NASA/JPL / Montage: L. A. Fischinger)

    Der Planet hat laut ESO eine “Mindestmasse von 1,3 Erdmassen” – mindestens

  • Er umrundet seinen kühlen Mutterstern Proxima Centauri in nur 7 Millionen Kilometern Entfernung (die Erde umkreist die Sonne in etwa 150 Millionen Kilometer Abstand)
  • Der Exoplanet ist durch seine Mutterstern einem Vielfachen der Strahlungsintensität ausgesetzt, wie die Erde durch unserer Sonne
  • Damit befindet er sich in der bewohnbaren Zone um seine Sonne und damit könnte es flüssiges Wasser dort geben

Die Europäische Südsternwarte schreibt in klaren Worten etwa:

Schätzungen seiner Oberflächentemperatur nach wäre das Vorhandensein von flüssigem Wasser möglich. Trotz seiner gemäßigten Umlaufbahn werden die Bedingungen an seiner Oberfläche stark von Ausbrüchen des Sterns im Ultravioletten und Röntgenbereich beeinflusst – in viel stärkerem Ausmaß als die Erde es von der Sonne erfährt.

Zwei zusätzliche Fachartikel diskutieren die Bewohnbarkeit und das Klima auf Proxima b. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass das Vorhandensein von flüssigem Wasser derzeit nicht ausgeschlossen werden kann. In einem solchen Fall würde es nur in Regionen mit starker Sonneneinstrahlung vorkommen, entweder in einem Teil der Hemisphäre des Planeten, die ständig dem Stern zugewandt ist (gebundene Rotation) oder in einem tropischen Gürtel (Rotation mit 3:2-Resonanz). Die Eigenrotation von Proxima b, die starke Strahlung von seinem Mutterstern und die Entstehungsgeschichte des Planeten führen zu einem verglichen mit der Erde deutlich anderen Klima. Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass es auf Proxima b Jahreszeiten gibt.

Keine zweite Erde im All gefunden!

Damit ist “Proxima b” alles andere als eine zweite Erde im All! Wissenschaftlich ist die Entdeckung eine Glanzleistung, aber nicht mehr. Irgendwelche Formen von Leben, Meere und Ozeane, ruhige Bedingen in einem “angenehmen” und stabilen Klima – von all dem kann keine Rede sein.

Wissenschaftler wollen tausende Mini-Sonden zu anderen Sternen schicken - auch zu Proxima Centari?!
VIDEO: Wissenschaftler wollen tausende Mini-Sonden zu anderen Sternen schicken – auch zu Proxima Centari?! (Bild: NASA / Montage: L. A. Fischinger)

“Proxima b”ist weder eine “Erde 2.0”, eine zweite oder neue Erde und schon gar nicht eine “Erde 3.0“. Er ist nicht mehr aber auch nicht weniger als ein Exoplanet in einer habitablen Zone um seinen Mutterstern. Das aber kühle rote Zwerg Proxima Centauri nur rund 4 Lichtjahre von unserer Erde entfernt ist, ist die Nachweis dieses Planeten dort eine Fundgrube für die zukünftige Astronomie und weitere Forschungen. Die ESO sieht das so:

Proxima b wird in der Zukunft eines der wichtigsten Ziele für die Suche nach Leben im Universum sein. Und tatsächlich gibt es mit dem Projekt StarShot die Vision, das Alpha Centauri-System mit einen Raumfahrzeug von der Erde aus anzuvisieren.

(…) Viele Exoplaneten wurde bisher gefunden und viele weitere werden in der Zukunft entdeckt werden, aber die Suche nach dem potentiell nächsten erdähnlichen Planeten war für uns alle eine einzigartige Erfahrung in unserem Leben. Es sind die Anstrengung vieler, die diese Entdeckung erst möglich machten. Ihnen allen sei Tribut und Ehre gezollt. Die Suche nach Leben auf Proxima b ist der nächste Schritt…“

 

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

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Die Jagd nach einer “zweiten Erde” im All: Euphorie über die Entdeckung des “lebensfreundlichen Planeten” Ross 128b

Die Jagd nach Leben im All: Über euphorische Medienberichte und eine dabei untergegangene Meldung (Bild: NASA/R. Ramirez)
Die Jagd nach Leben im All: Über euphorische Medienberichte und eine dabei untergegangene Meldung (Bild: NASA/R. Ramirez)

Dass sich hin und wieder Meldungen und Berichte auf dem Bereich Grenzwissenschaft & Mystery Files “überschlagen”, ist nicht neu. Ebenso wenig ist es nicht neu, dass sich daraufhin oftmals auch Spekulationen und Diskussionen häufen und sehr gerne ausufern. Beispielsweise in den Sozialen Netzwerken aber auch in der Presseberichterstattung selbst. Die jüngsten Entdeckung rund um den nur 11 Lichtjahre entfernten Exoplaneten “Ross 128b” ist ein solches Beispiel, da es auf diesen erdähnlichen Planeten sogar außerirdisches Leben geben könnte. “Sensations-Fund” und “neue Erde entdeckt!” sind einige der Schlagzeilen dieser Tage. Was es genau mit dieser wissenschaftlich spannenden Entdeckung des Planeten “Ross 128b” auf sich hat, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Sensationsfund: “Zweite Erde Ross 128b”

Vorweg: Es wurde keine “Zweite Erde” in 11 Lichtjahren Entfernung um den roten Zwergstern Ross gefunden. Es wurde dort im Sternbild Jungfrau ebenso kein Planet mit Leben entdeckt. Die Astronomen haben bei dem jetzt gefundenen Exoplaneten “Ross 128b” auch nie davon gesprochen, dass es ein “Planet wie die Erde” ist.

All diese Behauptungen sind nichts weiter als unsachlich aufgebauschte Aussagen der Presse. Die britische Boulevardzeitung “The Sun”, die aufgrund ihrer großen medialen Verbreitung einer der Auslöser für diesen neuerlichen “Erde 2.0-Boom” ist, titelte beispielsweise am  15. November:

Ist das draußen jemand? Der erdähnliche Planet Ross 128b könnte ein ,komfortables’ Zuhause für außerirdisches Leben sein und kommt von  Tag zu Tag näher. Astronomen entdecken eine mysteriöse Welt, die die endgültige Antwort auf die Frage geben könnte, ob wir alleine im Universum sind.

Das klingt überaus spannend und ist es auch. Aber eine “neue Erde” oder etwas ähnliches ist der Planet “Ross 128b” längst nicht. Und selbst die Sensationszeitung “The Sun” schreibt:

Es ist unklar, ob dort Wasser existiert, aber das chilenische La Silla-Observatorium baut jetzt ein extrem-großes Teleskop, um ihn auf Lebenszeichen zu untersuchen, die als Biomarker angehen werden.

Ein Planet wie die Erde, von dem unbekannt ist, ob es dort Wasser gibt?

Die NASA glaubt, dass sie in 20 Jahren außerirdisches Leben finden wird (Bilder: NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Die NASA glaubt, dass sie in 20 Jahren außerirdisches Leben finden wird (Bilder: NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Das klingt unter den sensationellen Schlagzeilen doch eher ernüchternd. Es stimmt übrigens auch nicht, dass das La Silla-Observatorium in Chile, das zur Europäischen Südsternwarte (ESO) gehört, jetzt nur deshalb ein riesiges Teleskop baut, um Spuren von Leben auf dem Planeten “Ross 128b” zu suchen. Die ESO baut dort nämlich schon länger an solchen Teleskopen und dabei ist auch das genannte “Extremely Large Telescope“, das laut Plan 2024 fertig gestellt sein soll.

Planet “Ross 128b”: Alle 10 Tage Silvester

Abseits der weit verbreiteten Boulevardmedien wie eben “The Sun” findend man natürlich auch Berichte, die sich auf die bisherigen Fakten zu “Ross 128b” konzentriert haben. Erschienen sind diese Fakten in einer Studie am 8. November 2017 in “Astronomy & Astrophysics” (Pdf HIER). Darin berichten die ESO-Forscher des La Silla-Observatoriums, dass der Planet “Ross 128b” ein “erdähnliches Klima” haben könnte.

Nach den Untersuchungen der internationalen Astronomen der Europäischen Südsternwarte mit dem “High Accuracy Radial velocity Planet Searcher” (HARPS) seien sie sicher, dass auf diesem nahen Exoplaneten Temperaturen von minus 60 bis plus 20 Grad Celsius herrschen könnten. Das sind für das Vorhandensein von Wasser in flüssiger Form sehr gute Voraussetzungen. Ob es dort aber auch tatsächlich existiert, das wissen die Forscher um Xavier Bonfils von der Universität Grenoble Alpes (Frankreich) selber nicht:

Allerdings ist es unklar, ob der Planet innerhalb, außerhalb oder an der Grenze der habitablen Zone liegt, innerhalb der flüssiges Wasser auf der Oberfläche eines Planeten existieren kann.

Auch das klingt nicht wie eine “Zweite Erde”. Auch die Umlaufbahn des Planeten ist alles andere, als mit unserer Erde zu vergleichen. “Ross 128b” umkreist seinen Stern auch in einem sehr geringen Abstand, der etwa nur 5 Prozent des Abstandes Erde-Sonne beträgt. Und obwohl es sich um einen Gesteinsplaneten wie die Erde handelt, hat er die 1,35-fache Masse unserer Heimat im All und kann deshalb keine “Erde 2.0” sein. Aufgrund des sehr geringen Abstandes zu seinem Zentralgestirn dauert dort ein Jahr auch nur 9,9 Tage.

Das Böse im All heißt "Hercólubus oder roter Planet": Was uns die Alcione-Gesellschaft sagen will (Bilder: NASA / Montage/Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Das Böse im All heißt “Hercólubus oder roter Planet”: Was uns die Alcione-Gesellschaft sagen will (Bilder: NASA / Montage/Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Man stelle sich also vor, dass ein irdisches Jahr nicht 365 Tage sondern 10 Tage dauert. Das Klima wäre dann alles andere als angenehm und stabil und wohl niemand möchte gern auf einer solchen Welt leben. Auch wenn es wie unsere Erde ein Gesteinsplanet ist, ist dieser Exoplanet eben nur erdähnlich. Das sind auch unsere beiden Nachbarplaneten Venus und Mars. Auch diese beiden Welten aus Gestein in unserem eigenen Solarsystem sind erdähnlich, können aber unterschiedlicher wohl kaum sein!

Wohl niemand würde Mars oder Venus auch als “neue Erde” bezeichnen …

Die Vermutung, dass es auf “Ross 128b” flüssiges Wasser und damit die Voraussetzung für außerirdisches Leben geben könnte, hat vor allem auch mit seinem Zentralgestirn zu tun. Der ferne Planet umrundet zwar seine Sonne in einem derart extrem nahen Orbit, aber diese ist dabei lediglich ein massearmer Roter Zwergstern.  Diese Art Stern katalogisieren Astronomen als eine “Spektraltyp M4-Sonne” und der Rote Zwerg von “Ross 128b” habt dabei nur 0,3 Prozent der Leuchtkraft unserer eigenen Sonne.

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Wie Eis in der Sonne …

Nichtmal ein halbes Prozent der Energie unseres Heimatstern also geht von dieser Sonne aus. Damit ist der Rote Zwerg extrem schwach, woraus folgt,, dass sich die dortige habitable Zone sehr, sehr nahe um ihn befindet. Das heißt, das jener Bereich um diese Sonne, in denen theoretisch die Möglichkeit für flüssiges Wasser und damit Alien-Leben existiert, mit unserer heimatlichen Lebenszone der Erde überhaupt nicht zu vergleichen ist. Wäre unsere Sonne ein solcher schwach strahlender Roter Zwerg, wäre es hier auf unserer Erde eiskalt und es gäbe hier kein menschliches Leben.

Bei “Ross 128b” ist das anders, da er eine enge Kreisumlaufbahn um seinen Stern hat, also der Radius des Orbit zwischen ihm und dem Roten Zwerg viel kleiner ist. Darum dauert dort ein volles Jahr auch nur rund 10 Stunden. Aufgrund dieser nahen Umlaufbahn bekommt “Ross 128b” aber die 1,4-fache Sonneneinstrahlung wie unsere Erde von unserem Fixstern ab. Also, so das wissenschaftliche Team um Xavier Bonfils, liegt der Planet in der bewohnbaren Zone seiner Sonne und könnte flüssiges Wasser und sogar einfaches Leben tragen. Hier schmilzt das Eis sprichwörtlich in der Sonne

Gibt es eine "Erde 2.0" im Sonnensystem Alpha Centauri? Ein privates Forschungsprojekt will sie finden (Bild: NASA)
Gibt es eine “Erde 2.0” im Sonnensystem Alpha Centauri? Ein privates Forschungsprojekt will sie finden (Bild: NASA)

Vollkommene Laien der Astronomie können sich das sehr vereinfacht so vorstellen:

Man nehme eine 100 Watt-Glühbirne als unsere wärmende Sonne und halte bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt einen Eiswürfel als Erde in einiger Entfernung vor die Lampe. In dem Abstand, wo dieser Eiswürfel schmilzt und damit flüssig wird, befindet sich die habitable Zone mit unserem Planten.

Nun nimmt man eine winzige Kerze oder noch besser eine Glühbirne mit einer Leistung von bescheidenen 0,3 Watt als den Roten Zwergstern und einen zweiten Eiswürfel als Exoplaneten “Ross 128b” und wiederholt das “Experiment”. In der Entfernung von dieser “Mini-Sonne”, wo dann auch dieser Eiswürfel schmilzt und zu Wasser wird, liegt die diese angebliche “zweite Erde”.

Planet mit Kurs auf die Erde? Ja, aber ..

Das ist natürlich kein wissenschaftlicher Versuchsaufbau aber veranschaulicht doch, um was es sich bei “Ross 128b” und seinem Mutterstern handelt. Trotzdem ist die Entdeckung mit dem Spektrografen HARPS der Astronomen der Europäischen Südsternwarte sehr spannend. Viele Medien überschlugen sich in den letzten Tag mit sensationell klingenden Überschriften zu dieser Entdeckung. Neben den Stichworten “Zweite Erde” und “Aliens” bzw. “bewohnbarer Planet im All” hieß es auch, dass sich dieser Planet auf Erde zu bewegen würde.

“,Erde 2′ rast auf unsere Erde zu – mit Aliens?” schrieb etwa heute.at am 16. November. “Erdähnlicher Planet nährt sich unserem Sonnensystem” titelte eine Zeitung (“Die Welt“, 16. November) und die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” schrieb entsprechend am 16. November, dass ein “Planet mit Kurs auf die Erde” entdeckt wurde, auf dem es vielleicht Leben gibt. Und bei “InTouch” klang es dann am 16. November geradezu schockierend: “Neue Erde nimmt Kurs auf uns – darauf könnten Aliens leben!”

Bewohnbarer Planet vor unserer kosmischen Haustür gefunden? Die Gerüchte um eine “Erde 2.0” um den Stern Proxima Centauri brodeln … (Bild: NASA / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Neue Erde direkt in unserer Nachbarschaft um den Stern Proxima Centauri gefunden? (Bild: NASA / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Solche Headlines, die sich weltweit in ähnlicher Form in den Medien finden, klingen irgendwie nach drittklassigen Science-Fiction B-Movies aus Hollywood der 1960er Jahren. Mit dem Unterschied, dass sie prinzipiell sogar stimmen.

“Der soll nur kommen”, schrieb ich vor einigen Tagen auf meiner Facebook-Seite zu einem entsprechen Posting von mir. Und das macht er auch, wobei es allerdings noch zehntausende Jahre dauern wird, bis “Ross 128b” bei uns ist. “Bei uns” wird er dann aber auch nicht sein, obwohl sich das ganze Sternsystem auf uns zu bewegt.

Das Sonnensystem wird in etwa 79.000 Jahren, so schätzen es die Astronomen in ihrer Studie, in dem Sinne “bei uns” sein, dass es dann unser nächster Nachbarstern im All sein könnte. Das ist derzeit der berühmte Stern Proxima Centauri in nur 4,24 Lichtfahren Entfernung, der in den letzten Jahren bei der Suche nach erdähnlichen Planeten und Leben im All immer wieder für spannende Diskussionen sorgte. Der Rote Zwergstern “Ross 128” und seine “Erde 2.0” würden bei ihrer kosmischen Wanderung demnach in rund 80.000 Jahren Proxima Centauri den Titel “nächster Nachbar der Erde” streitig machen.

Um das ferne Jahr 81.000 nach Christus wäre er dann natürlich immer noch Lichtjahre von unserer Heimat entfernt … auf der es dann möglicherweise nicht mal mehr Menschen gibt.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Schwierige Suche nach einer zweiten Erde

Von Jörg Weingrill

Auf der Suche nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems sind Forscherinnen und Forscher auf bisher unbekannte Phänomene gestoßen. Diese erschweren nicht nur das Auffinden extrasolarer Planeten, sondern haben auch gezeigt, dass Planetensysteme um sonnenähnliche Sterne dem unseren weniger ähnlich sind, als vermutet.

Offenbar ist unsere Sonne ein vergleichsweise sehr ruhiges Exemplar, schreibt Jörg Weingrill vom Institut für Weltraumforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in einem Gastbeitrag.

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Bizarre Cargo-Kulte: Wenn Prinz Philip zum Gott, die USA zum “gelobten Land” und Seefahrer zu himmlischen Ahnen werden

Bizarre Kulte: Wenn Prinz Philip zum Gott wird und andere Cargo-Kulte (Bilder: Archiv e. v. Däniken & W.-J. Langbein)
Bizarre Kulte: Wenn Prinz Philip zum Gott wird und andere Cargo-Kulte (Bilder: Archiv e. v. Däniken & W.-J. Langbein)

Die Menschheit hat in ihrer Geschichte zahllose Religionen, Kulte, Bewegungen und Sekten “erschaffen“. Und immer wieder entstanden aus der Begegnung zwischen “fortgeschrittenen Menschen” und “Primitiven” sogar seltsame Kulte, die man heute Cargo-Kulte nennt. Die Europäer, wie etwa die ersten Seefahrer auf ihren Fahrten, wurden dabei immer wieder für “Götter” oder “wiedergekehrte Ahnen” gehalten. Sogar noch im Zweiten Weltkrieg verehrten Insulaner im Pazifik die Technik der Amerikaner als “göttlich” oder “magisch” und vom Himmel gekommen. Zum Teil auch die Soldaten selbst. Auch Prinz Philip, der nun 99jährige Duke of Edinburgh und Prinzgemahl der britischen Königin Elisabeth II., wird in einem dieser Kulte “vergöttlicht”. Bizarre und zugleich faszinierende Kulte, wie Ihr in diesem Artikel erfahrt.


Zeitalter der Entdeckungen

Die heutige Welt wimmelt von Religionen, Kulten und Sekten. Es existieren nicht nur die vier großen Weltreligion Islam, Judentum, Hinduismus und Christentum, sondern unzählige große und kleine Religionen, Kulte und Glaubensvorstellungen neben diesen.

Vor Jahrhunderten war es nicht anders. Auch schon damals existierten auf Erden nicht zu zählende Kulte und Glaubensrichtungen und praktisch jedes Volk der Erde hat seine eigene und oftmals unabhängige Religion. Weltanschauungen, die sich teilweise regional in ganz unterschiedliche Richtungen entwickelten. Götter, mythischen Helden, himmlische oder schlicht überirdische Wesen oder Ahnengeister, die lokal in unterschiedlichen Variationen verehrt wurden.

Im 15. Jahrhundert änderte sich das Bild der Welt schlagartig, als Christoph Kolumbus  eine schon sehr lange kursierende Idee endgültig beweisen wollte: Er plante Indien auf dem Seeweg zu erreichen, in dem er “verkehrt herum” in das Land der Gewürze und Reichtümer fuhr. Da die Erde rund sei, müsste man mit einem Schiff nur lange genug in Richtung Westen segeln und so würde man irgendwann die Küste Indiens erreichen.

Diese Vorstellung war fast richtig. So segelte Kolumbus mit drei Schiffen 33 Tage lang in Richtung Westen und betrat am 12. Oktober 1492 die Insel San Salvador; eine Insel der Bahamas-Gruppe in der Karibik. Er und seine Besatzung waren sicher, sie hätten Asien erreicht und den westlichen Seeweg nach Indien gefunden. Natürlich war diese Annahme falsch, wie heute jeder weiß. Kolumbus hatte den amerikanischen Kontinent (wieder) entdeckt. Damals ahnte niemand (heißt es zumindest!), dass zwischen Europa und Asien noch ein gewaltiger Doppelkontinent liegt.

Der Grundstein großartiger Entdeckungen und seltsamer Geschehnisse war gelegt.

“Göttliche” Seefahrer aus Europa

Kolumbus und seine Männer betraten San Salvador und trafen sogleich auf Eingeborene. Und diese waren alles andere als feindlich gesinnt. Der Sohn von Christoph Kolumbus hielt fest:

Wir bemerkten zwei oder drei Siedlungen, und das Volk der Eingeborenen rief uns an und dankte Gott. Einige brachten Wasser, andere brachten uns zu essen […] Wir verstanden, dass sie uns fragten, ob wir vom Himmel kämen.

Vom Himmel? In der Tat hielten die Ureinwohner von San Salvador die fremden, weißen und bärtigen Männer mit ihren riesigen Schiffen und in ihren seltsamen Kleidern für eine Art Götter. Für irgendwie “fremde Wesen” einer ebenso “fremden Welt”. Was im Grunde auch zutraf. Eine Tatsache, die sich rund 30 Jahre später in erschreckender Weise wiederholen sollte.

1519 landete Hernando Cortez mit elf Schiffen und einigen hundert Männern an der Ostküste Mexikos. Kein besiedeltes Land, denn dort existierte unter anderem das riesige Imperium der mächtigen Azteken, dessen ehemalige Hauptstadt Tenochtitlan heute Mexiko-City ist. Die Azteken glaubten an einen Gott mit dem Namen Quetzalcoatl, der, so ihre Überlieferungen, eines Tages wiederkehren würde.

Diesen Gott sahen die Azteken in dem fremdartigen Cortez, der mit mächtigen Schiffen und zahlreichen seltsamen Männern und Geräten über das Meer gekommen war. Ein Umstand, der bei der Eroberung des riesigen Azteken-Reiches sehr hilfreich war, denn Montezuma, König der Azteken, wagte es erst nicht Widerstand zu leisten und empfing freiwillig den Spanier in seiner Hauptstadt. In wieweit die eingeborenen Azteken allerdings tatsächlich Cortez und seine plündernden Spanier für “Götter” hielten, ist aber heute umstritten. Einige Historiker halten diese Aussagen für Propaganda bzw. Irrtümer der spanischen Chronisten.

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Solche Beispiele gibt es zahlreich aus dem Zeitalter der Entdeckungen. Ureinwohner der erkundeten Länder und Inseln sahen sich plötzlich fremdartigen Menschen gegenüber, dessen Herkunft sie sich nicht erklären konnten. Auch beim Untergang der legendären Kultur auf der Osterinsel im Pazifik scheint dies eine große Rolle gespielt haben. Zumindest indirekt, wie in diesem Blog-Artikel HIER beschrieben (s. a. Video HIER)

So etwa auch der legendäre Entdecker Cook 1779 auf Hawaii. Als James Cook die Inseln erreichte, betrat ein hoher Würdenträger der Ureinwohner Cooks Schiff “Resolution” und schmückte den Entdecker mit einem roten Umhang. Der Indio sah in Cook den legendären Helden Rono, der einstmals Hawaii verließ und inzwischen dort als Gottheit verehrt wurde. Dennoch wurde Cook später von Insulanern erschlagen, als sie ihren Irrtum erkannten …

Technik-Religionen

Doch nicht nur im Zeitalter der Entdeckungen sahen “primitive Eingeborene” in den Europäern Götter oder himmlische Wesen. Auch in moderner Zeit gibt es Beispiele, dass isoliert lebende Ureinwohner fremde Menschen und ihre Technologien als göttlich und magisch verehrten. Es entwickelten sich darauf regelrechte Technik-Religionen, die man heute in der Völkerkunde zusammenfassend Cargo-Kulte (Cargo steht für “Ware”, “Güter”) nennt.

Im Zweiten Weltkrieg tobte im Pazifik der Krieg zwischen den USA und dem Kaiserreich Japan. Japan hatte umfassende Expansionspläne und eroberte eine Insel nach der anderen, wurde letztlich aber doch geschlagen.

So kam es, dass im Frühjahr 1945 die USA die Region Hollandia (Neuguinea) zu einer Militärbasis ausbaute und dort bis zu 40.000 Soldaten mit ihrem militärischen Material stationierte. Auch ein Flugplatz wurde errichtet und pausenlos starteten und landeten Flugzeuge. Die eingeboren Papuas sahen staunend und voller Unverständnis und Unkenntnis dem regen Treiben der Amerikaner auf ihrem Land zu. Später verteilten die Soldaten auch kleine Geschenke an die Eingeborenen, wie es auch die frühen Entdecker wie etwa Kolumbus taten.

Doch nun geschah hier und auf anderen Inseln Neu-Guineas etwas Erstaunliches. Die Eingeborenen begannen aus Holz und Stroh Flugzeuge nachzubauen, die sie auf nachempfundenen Startbahnen stellten (s. Titelbild li.). Sie bauten Hallen und Funkmasten aus Holz und sprachen in hölzerne Mikrophone. Immer in dem Glauben, die “donnernden Himmelsvögel”, die US-Flugzeuge, wieder zur Erde zu locken. Eben genau so, wie sie es bei den amerikanischen Streitkräften gesehen haben. Es war die Geburt einer Art Religion, die lediglich auf der Unwissenheit der Eingeborenen gegenüber der modernen Technik beruhte

Ein ganz erstaunlicher Cargo-Kult existiert auf der Insel Tanna im südlichen Pazifik. Sie gehört zu einer Inselgruppe mit Namen Vanatu, die aus 80 Inseln besteht. Dort beten die Eingeborenen zu einem Messias mit dem Namen “John Frum“.

Die USA: Das “gelobte Land”

Seit über 60 Jahren ist dieser Kult nun bekannt und gibt bis dato Rätsel auf. Die Bewohner glauben an ein göttliches Wesen mit dem Namen John Frum und setzten diesen aufgrund christlicher Einflüsse der lokalen Missionare inzwischen mit Jesus Christus gleich. Die Wiederkehr von John Frum wird sehnsüchtig erwartet.

1942 war es dann so weit.

Soldaten, Schiffe und Flugzeug der USA erreichten das Eiland und die Bewohner erhielten von den Amerikanern Geschenke. Doch die Ureinwohner wollten mehr, mehr Cargo. So kam es, dass sich ein Ureinwohner mit Namen Neloiag als Reinkarnation ausgab und angeblich Rat wusste. Es wurden primitive Landepisten für die Himmelsvögel, die Flugzeuge der USA, angelegt und so wollte man diese göttlichen Vögel wieder auf die Erde locken um mehr Cargo beziehungsweise Geschenke zu bekommen.

Dr. Friedrich Steinbauer, Autor des Buches “Melanesische Cargokulte” (1971), ist sicher, dass es sich bei dieser Gottheit John Frum um eine erfundene Person handelt. Der Theologe konnte auch in seiner als Buch veröffentlichten Doktorarbeit 185 ähnliche Kulte nachweisen. Andere Forscher sind sicher, dass dieser John eine reale Person war, die sich einst auf der Insel aufhielt.

Beispielsweise der Mystery-Forscher, und Autor Walter-Jörg Langbein, der vor Ort auf Tanna den Kult beobachtete. Er ist sicher, dass es sich in Wahrheit um einen US-Soldaten gehandelt hat. Am 15. Februar 2004 konnte Langbein selber vor Ort beobachten, wie die Anhänger des Kultes mit Holzgewehren militärisch aufmarschieren, salutieren und Flaggen hissen. Alles zu ehren des Messias John Frum. Ebenso schreiben sich die Kultanhänger die Buchstaben USA auf den Körper; das gelobte Land, aus dem John Frum einst kam (s. Titelbild re.).

Auf diesem Blog finden Ihr HIER einen ausführlichen Artikel von Langbein darüber.

Prinz Philip: Ein Gott!

Von einem eher neuen Cargo-Kult, ebenfalls auf der Insel Tanna, berichtete beispielsweise die BBC schon 2007. Prinz Philip, Duke von Edinburgh und Ehemann der Königin von England, wird in diesem erstaunlichen Kult als eine Gottheit verehrt. Der Prinzgemahl, der am 10. Juni 2020 99 Jahre alt wurde, ist in seiner Heimat Großbritannien überaus beliebt. Doch so beliebt, wie in der “Prinz-Philip-Bewegung” von Teilen der Bevölkerung im Süden Tannas, dann doch nicht.

Die Anhänger des Kultes sehen in Prince Philip einen Berggeist der Insel und verehren Fotos des Prinzen. Chief Jack Naiva, Ältester des Stammes vom Dorf  Yaohnanen, berichtete der BBC, dass dieser Kult seit den sechziger Jahren existiert. Damals war die Insel noch Kolonialbesitz des britischen Königreiches. Eine Legende der Einwohner spricht von dem hellhäutigen Sohn eines lokalen Berggeistes, der laut Legende zur See fuhr, um auf diesem Wege eine angemessene Gemahlin zu finden.

Diese Legende wurde von den Kultanhängern der Insel mit dem Leben von Prinz Philip verwoben, der mit der englischen Monarchin tatsächlich eine mächtige Gemahlin hat. Ursprung dieses Cargo-Kultes um Prinz Philip könnte die “Religion” um John Frum sein, da er auch als Sohn von diesen angesehen wird.

Die rund 400 Gläubigen des Philip-Kultes erhielten im Jahre 1974 tatsächlich eine Bestätigung des Glaubens. Damals besuchte die britische Königin Elisabeth II. zusammen mit Prince Philip mit großem Pomp auf der königlichen Yacht “Britannia”die Insel. Die Gläubigen dachten, der hellhäutige Sohn des Berggeistes sei zurückgekommen um seine machtvolle Gemahlin zu präsentieren, die er nach langer Suche letztlich gefunden hatte.

Göttliche Geschenke aus Großbritannien

1978 wurde der Prinz von den dortigen Vertretern der britischen Regierung offiziell informiert, dass er nun ein “Gott” sei. Als Dank schickte Prinz Philip signierte Fotos und Geschenke. Später (1980 und 2000) folgten weitere Fotos des Prinzen für seine “Gläubigen”, auf denen er auch eine traditionelle Jagdwaffe seiner Anhänger hält. Diese hatten sie ihrem Gott zuvor geschickt. Selbst einige Vertreter des Kultes reisten später nach Großbritannien.

Im Jahr 2009 nahm sich auch der Fernsehen dieser Religion um den Prinzen an. So entstand die dreiteilige Dokumentation “Besuch aus der Südsee” auf dem Sender Arte, im Zuge dessen Stammesangehörige nach Großbritannien kamen. Fraglich, inwieweit hier noch ein echter Glaube, eine echte Religion mit dem Prinzen als Gott oder Messias, im Bewusstsein der Bevölkerung verankert sein wird.

Die Zeitung “Der Westen” kommentierte  die Dokumentation und die “Prinz-Philip-Bewegung” am 3. Juni 2009 mit den Worten:

Obwohl die Kulturen an beiden Polen der Welt unterschiedlicher nicht sein können, gibt es ein verbindendes Element, das die Dokumentation wie ein roter Faden durchläuft: Der Häuptling möchte Prinz Philipp animieren, nach Tanna zurückzukehren. Denn auf dem Südsee-Atoll wird der Geist des Kronprinzen als Gott verehrt.

Wenn er seinen Dienst in England verrichtet hat, sollte er in seine Heimat am anderen Ende der Welt zurückkehren, glauben die Männer. Sie schaffen es tatsächlich, eine Audienz beim Prinzen zu bekommen.”

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Weiterer Exoplanet um Proxima Centauri? Mögliche “Super-Erde” um unseren nächsten Nachbarn entdeckt (+ Videos)

Neues von Proxima Centauri: Weiterer Exoplanet um unseren nächsten Nachbarn entdeckt? (Bild: ESO)
Neues von Proxima Centauri: Weiterer Exoplanet um unseren nächsten Nachbarn entdeckt? (Bild: ESO)

Aktuell haben Astronomen bereits exakt 9.023 Exoplaneten oder entsprechende Kandidaten im Universum gefunden. Einen davon im Sommer 2016 bei unserem direkten Nachbarstern Proxima Centauri in nur 4,24 Lichtjahren Entfernung. Den erdähnlichen und potentiell lebensfreundlichen Planeten Proxima Centauri b. Doch neben dieser “zweiten Erde” könnte es dort noch einen weiteren Planeten geben, wie es jetzt eine neue Studie zeigt. Eine sogenannte “Super-Erde”. Was es mit dieser neuen Welt in unserer kosmischen Nachbarschaft auf sich hat, erfahrt Ihr hier.


Proxima Centauri b – unser Nachbar im All

Im Sommer 2016 haben Astronomen um unseren direkten Nachbarstern Proxima Centauri in nur 4,24 Lichtjahren Entfernung einen erdähnlichen Planten entdeckt. Den Exoplaneten Proxima Centauri b.

Für die Astronomen aufgrund seiner Nähe zu unserem Sonnensystem eine Sensation. Der Planet Proxima Centari b gehört prinzipiell zum Dreifach-Sternsystem Alpha Centauri und umrundet dort den Roten Zwerg Proxima Centauri in der lebensfreundlichen Zone. Obwohl der Stern nur rund 12 Prozent der Masse unserer Sonne hat, ist der kurz auch Proxima b genannte Exoplanet potentiell lebensfreundlich (mehr HIER, HIER, HIER & HIER).

Bis zu 80 Prozent aller Sterne im Universum sind kleine und kühle Rote Zwerge. Die lebensfreundliche Zone, also dort, wo Wasser in flüssiger Form vorhanden sein kann, liegt deshalb wesentlich dichter um diese Sterne. Der erdähnliche Proxima Centauri b liegt genau innerhalb dieser Zone um seine Sonne und umrundet sie in nur rund 7,5 Millionen Kilometern in rund 11 Tagen. Der Merkur – der sonnennächste Planet in unserem Sonnensystem – hat im Vergleich dazu einen Abstand um unsere Sonne von durchschnittlich 58 Millionen. Unser Erde sogar ca. 150 Millionen Kilometer.

Dieser erdähnliche Planet hat mindestens 1,27 Erdmassen und ist damit größer als unsere Erde. Und trotz seiner Nähe zu der als “unruhig” geltenden Sternklasse der Roten Zwerge könnte theoretisch dort Leber existieren. Mehr dazu in dem unten angefügten YouTube-Video auf Fischinger-Online.

Der Rote Zwergstern sorgt momentan für eine weitere Überraschung unter Astronomen. Nicht nur, dass in so unmittelbarer Nähe zu unserer Erde ein lebensfreundlicher Exoplanet gefunden wurde, sondern dort könnte es einen weiteren “erdähnlichen” Planeten geben. Eine sogenannte “Super-Erde“.

Das sind (Gesteins)planeten, die eine mehrfache Masse der Erde haben. Eine klar umrissene Definition gibt es hierbei nicht. Jedoch spricht man bei mehr als 10 Erdmassen bereits von einer “Mega-Erde”.

Proxima Centauri c?

Entdeckt hat diesen weiteren Planeten um Proxima Centauri ein Forscherteam um Mario Damasso vom Astrophysikalischen Observatorium Turin. Die Astronomen werteten dazu Beobachtungsdaten der letzten 17,5 Jahre des Sterns aus, die sie mit neuen Messungen des La Silla-Observatoriums in Chile ergänzten. Aus diesen schließen die Astronomen auf die Existenz einer weiteren Welt um den Roten Zwerg.

Wie die Forscher in ihrer Studie in “Science Advances” vom 15. Januar 2020 berichten, seien aber weiter Untersuchen notwendig, um diese “Super-Erde” eindeutig zu bestätigten. Lebensfreundlich ist dieser mögliche Planet Prxima Centari c allerdings nicht:

Wenn der Planet dort ist, ist er mindestens sechsmal so massereich wie die Erde – was ihn zu einer so genannten Supererde macht – und es dauert 1.936 Tage, bis er einmal um seinen Stern umrundet hat. Das bedeutet, dass die durchschnittliche Oberflächentemperatur des Planeten viel zu kalt ist, als dass flüssiges Wasser fließen könnte.

Auch Daten des Observatorium “Atacama Large Millimeter / Submilliter Array” (ALMA) in Chile lassen auf diesen Exoplaneten schließen, so die Forscher. Aber der Nachweis “ist sehr schwierig”, wie der Mitautor der Studie Fabio Del Sordo von der Universität von Kreta betont:

Es gibt eine unbekannte Quelle – da ist etwas. Es könnte eine Hintergrundquelle sein, es könnte Rauschen sein. Wir wissen es nicht.”

Der eindeutige Beweis für einen weiteren “Nachbarn” im All steht noch aus. Möglicherweise kann dieser durch weitere Beobachtungen mit dem Weltraumteleskop Gaia der ESA erbrachte werden, das seit Ende 2013 im All ist. “Auch wenn dieser Planet ein Luftschloss ist”, so del Sordo, werden die Untersuchungen fortgesetzt.

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Video vom 30. Mai 2019 auf Fischinger-Online

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Leben im All: Die Erde ist nicht ideal – Auf Exoplaneten könnte sich Leben “üppiger und aktiver” entwickeln +++ YouTube-Video +++

VIDEO: Erstaunliches bei der Suche nach Leben im All: Exoplaneten könnten für die Entstehung von Leben besser geeignet sein als die Erde (Bilder: NASA/JPL / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Erstaunliches bei der Suche nach Leben im All: Exoplaneten könnten für die Entstehung von Leben besser geeignet sein als die Erde (Bilder: NASA/JPL / Montage: Fischinger-Online)

Die Suche nach Leben im All und einem bewohnbaren Exoplaneten macht weiterhin Fortschritte. Inzwischen sind über 4.000 derartige Planeten außerhalb unseres Sonnensystems bekannt, die um fernen Sterne kreisen. Eine “zweite Erde” oder “Erde 2.0” war bisher nicht darunter. Immerhin galt unsere Heimatwelt vor Milliarden von Jahren als “idealer Ort” für die Entwicklung von Leben, So zumindest wurde es bisher immer angenommen. Doch jetzt zeigen Computersimulationen von Exoplaneten, dass auf anderen Welten im Universum weitaus bessere Lebensbedienungen herrschen könnten, als auf unserer Erde. Dies verblüffte selbst die beteiligten Wissenschaftler, wie Ihr es in diesem YouTube-Video erfahrt.


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Unsere Erde ist im Universum ein schöner Ort zum Leben. Das steht außer Frage.

Und unser Planet hatte vor Milliarden sehr viel Glück, dass hier Leben entstehen konnte. Viele “Zufälle“ seien hier glücklicherweise zusammen gekommen, heißt es immer aus der Astronomie, so dass sich schließlich auf der noch recht jungen Erde erste Lebewesen entwickelten.

Was genau die Voraussetzungen für diesen Sprung des Lebens auf der Ur-Erde waren, weiß niemand wirklich zu sagen. Einig ist man sich nur dahingehend, dass hier alles “optimal zusammen lief”.

Doch jetzt überrascht eine neue Untersuchung von Exoplaneten die Astrobiologen und Astronomen. Denn diese hat mittels Computersimulationen gezeigt, dass auf anderen Planeten die Bedingungen für die Lebensentwicklung weitaus besser sind, als vor Milliarden von Jahren auf der Erde!

Unsere Welt könnte “nicht optimal bewohnbar sein” und auf anderen Erden wären “viel bessere Bedingungen” als hier möglich. Ein “üppigeres und aktiveres Leben” wäre auf diesen Exoplaneten vorzufinden.

Eine Untersuchung, dessen Resultate selbst die verantwortlichen Wissenschaftler überraschte, wie Ihr es in diesem Video auf meinem YouTube-Kanal erfahrt.

Bleibt neugierig …

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Forscher entdeckten gleich zwei “neue Erden” in unserer direkten Nachbarschaft! (+ Videos)

Forscher entdeckten gleich zwei "neue Erden" in unserer direkten Nachbarschaft
Forscher entdeckten gleich zwei “neue Erden” in unserer direkten Nachbarschaft (Bild: Universität Göttingen/M. Zechmeister)

Die Jagd nach Exoplaneten geht voran. Und damit auch die Suche nach einer zweiten Erde oder “Erde 2.0“. Also einem bewohnbaren Planeten, der “wie unsere Erde” ist oder ihr zumindest sehr ähnelt. Wissenschaftler haben jetzt bekanntgegeben, dass sie nach drei Jahren Suche gleich zwei solcher erdähnlichen Exoplaneten in unsere direkten Nachbarschaft im Kosmos gefunden haben. Sie umkreisen in nur 12,5 Lichtjahren Entfernung den Roten Zwerg “Teegardens Stern” in der lebensfreundlichen Zone und sind bisher die erdähnlichsten Planeten, die Astronomen aufgeführt haben. Alles zu dieser Entdeckung und über die Spekulationen der beiden “neuen Erden”, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Exoplaneten und zweite Erden

In den letzten rund 20 Jahren haben Astronomen tausende Exoplaneten gefunden, die um ferne Sterne ihre Bahnen ziehen. Von riesigen Gasplaneten, wilden Exoten bis zu theoretisch lebensfreundlichen Planeten ist alles dabei. Und auch wenn in den vergangenen Jahren in der Presse immer wieder von der Entdeckung einer “neuen Erde”, einer “Erde 2.0” oder sogar (wie aktuell) von “Erdzwillingen” gesprochen wurde, wurde bisher kein solcher Exoplanet gefunden.

Alle Meldungen in diese Richtung waren maßlos übertrieben und haben meistens die Fakten der jeweiligen “neuen Erden” ignoriert. Auf Grenzwissenschaft und Mystery Files wurde darüber immer wieder berichtet.

Dieser Umstand ändert aber nichts an der Tatsache, dass Forscher eine Vielzahl Planeten und fremde Sonnen nachgewiesen haben, die potentiell Leben beherbergen könnten. Sie werden pauschal als “erdähnlich” bezeichnet. Das heißt, dass es sich um relativ kleine Gesteinsplaneten handelt, die in der lebensfreundlichen Zone (habitablen Zone) um ihre Sonne kreisen. In dieser Zone ist es nicht zu kalt und nicht zu heißt, so dass hier flüssiges Wasser existieren kann. Die Voraussetzung für Leben, wie wird es kennen.

Der Erde ähnlich …

In unserem eigenen Sonnensystem liegen Venus, Erde und Mars als innere Gesteinsplaneten in dieser Zone. Und so sind auch die Planeten Mars und Venus “erdähnlich”, wie viele der gefundenen Exoplaneten. Allerdings spricht niemand bei diesen beiden Planeten von “Erden” oder sogar “Erdzwillingen”, wie es bei einer Reihe von Exoplaneten getan wird. Schon allein die Umlaufbahnen diverser als “neue Erde” bezeichneter Exoplaneten zeigt, dass diese alles andere als Erden sind.

Beispielsweise unser Nachbar Proxima Centauri b im ca. 4.3 Lichtjahre entfernen Sternsystem Alpha Centauri. Auch dieser Planet wird als “neue Erde” gehandelt, auf dem es Leben geben könnte, wie in dem Video unten berichtet. Das Problem ist nur, dass hier ein Jahr etwa 11 Tage dauert. Von einer zweiten Erde kann damit wohl keine Rede sein. Andere inzwischen gefundenen bewohnbare “Erden” im All haben teilweise sogar eine Jahreslänge von nur vier Tagen. Und obwohl sie in der bewohnbaren Zone liegen, sind es eben keine Planeten wie unserer Erde (mehr HIER, HIER & HIER)!

Entdeckung in der Nachbarschaft

Die Tatsache, dass bisher keine andere Erde im All entdeckt wurde, bremst die Euphorie der Astronomen und Medien keineswegs. Immerhin macht die Jagd nach einer bewohnbaren (oder sogar bewohnten) zweiten Erde gewaltige Fortschritte. Das zeigt sich auch bei der aktuellen Entdeckung von gleich zwei neuen Exoplaneten um “Teegardens Stern” in nur 12,5 Lichtjahren Entfernung von unserer Heimatwelt.

Gelungen ist der Nachweis dieser beiden Exoplaneten einem Forscherteam um Mathias Zechmeister von der Universität Göttingen, wie sie im Fachmagazin “Astronomy & Astrophysics” am 12. Juni berichteten. Demnach haben die Forscher drei Jahre lang mit Hilfe des Spektrografen am Calar-Alto-Observatorium in Spanien drei Jahre lang nahe Rote Zwerge auf Planeten untersucht. Mit dieser Technik können die Astronomen “Taumelbewegungen” von Sternen messen, die von der Schwerkraft von sie umgebenen Planeten verursacht wird. Ähnlich wie unser Mond Auswirkungen auf die Erde hat.

“Teegardens Stern und seine “Erden”

Heute sind Wissenschaftler in der Lage solche minimalem Schwankungen von Sternen von der Erde aus zu entdecken. Anders als bei der Transit-Methode, bei der Exoplaneten vor ihrem Mutterstern herziehen, und ihn so minimal verdunkeln. Vergleichbar mit einer Sonnenfinsternis oder dem Venus-Transit vor der Sonne in unserem System.

Bei “Teegardens Stern” handelt es sich um einen sogenannten Roten Zwergstern. Einen kühlen und sehr kleinen Stern, der nur die 0,08-fachen Masse unserer Sonne hat. Doch Rote Zwerge sind die häufigsten Sterne im All. Nach Schätzungen gehören rund dreiviertel aller Sterne im Universum dieser Klasse an. Da diese Sterne so klein sind und nur wenig Energie abstrahlen, befindet sich auch deren bewohnbare Zone sehr nah um sie herum. Planeten, auf denen flüssiges Wasser existieren kann, umkreisen deshalb Rote Zwerge in einem enorm engen Orbit und in nur wenigen tagen (s. Video unten).

So auch bei den beiden erdähnlichen Planten, die das Team um Zechmeister jetzt gefunden hat. Diese “zweiten Erden” sind zwar die bisher erdähnlichen Planeten und sind auch in Etwa so groß wie unsere Erde, haben aber sehr nahe Umlaufbahnen. Auf ihnen dauert ein Jahr 4,91 bzw. 11,4 Tage und sie haben 1,25 bzw. 1,33 Erdmassen. Dass es dort Leben – in welcher Form auch immer – ist, ist theoretisch sehr wohl möglich.

“Erdzwillinge”

Die Astronomen schrieben zu ihrer Entdeckung unter anderem:

Diese beiden Planeten sind damit unter den masseärmsten Planeten, die bisher entdeckt worden sind. Planet b erhält fast die gleiche stellare Einstrahlung wie die Erde.

Die Exoplaneten um Teegardens Stern sind in gleich mehrerer Hinsicht bemerkenswert. Sie sind die ersten Planeten, die mit der Radialgeschwindigkeits-Methode um einen solchen ultrakühlen Zwergstern aufgespürt wurden. Zudem besitzen beide Planeten eine Minimalmasse nahe der der Erde und wahrscheinlich erdähnliche Radien. Außerdem liegen sie nahe oder in der engeren habitablen Zone ihres Sterns – sie sind damit potenziell lebensfreundlich.

Auch wenn sich der Rote Zwerg “Teegardens Stern” gewaltig von unserer Sonne unterscheidet, sind die beiden jetzt dort gefundenen Welten dennoch die erdähnlichsten Planeten, die wir derzeit kennen. “Potenziell lebensfreundlich”, wie die Forscher schreiben, ist auch dahingehend interessant, da “Teegardens Stern” rund 8 Milliarden Jahre alt ist. Unsere Welt ist erst ca. 4,5 Milliarden Jahre alt. Damit hatte die mögliche Entwicklung von Leben um diesen Roten Zwerg Milliarden Jahre länger Zeit gehabt, als auf unserer Heimatwelt.

Aktuell berichten diverse einschlägige Medien über die Entdeckung der beiden neuen Planeten in unserer Nachbarschaft. Einige sprechen von “Erdzwillingen”. Andere von “neuen Erden”. Wie gezeigt – ist das irreführend und schlicht falsch! Nicht nur deshalb, da dort aufgrund der Klasse ihres Heimatsterns und deren enger Orbit von wenigen Tagen andere Bedingungen herrschen. Auch wissen wir nichts über eine Atmosphäre oder deren Zusammensetzung.

Die Entdeckung einer “zweite Erde” dauert wohl noch etwas …

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