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Verschwörungstheorien, Falschinformationen, Unsinn & Co.: Der Kampf von YouTube gegen Fake News geht in die nächste Runde

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Verschwörungstheorien, Falschinformationen, Unsinn & Co.: Der Kampf von YouTube gegen Fake News geht auch 2019 in eine neue Runde (Bilder: YouTube/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Verschwörungstheorien, Falschinformationen, Unsinn & Co.: Der Kampf von YouTube gegen Fake News geht auch 2019 in eine neue Runde (Bilder: YouTube/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Bekanntlich wimmelt es im Internet an skurrilen, verrückten, falschen aber auch beängstigen Behauptungen. Falschaussagen, Spekulationen, Lügen, Unwahrheiten, Halbwissen und Halbwahrheiten, die man heute schlicht Fake News nennt. Schon lange haben Internetriesen wie Google, YouTube und Facebook diesen Fake Infos den Kampf angesagt. Auf diesem Blog wurde das immer wieder thematisiert. Explizit haben sie dabei auch sogenannte  “Verschwörungstheorien” im Visier, die damit natürlich auch Themen aus dem Bereich Grenzwissenschaft betreffen könnten. Jetzt hat die Videoplattform YouTube bekanntgegeben, dass deren Kampf gegen solche Fake News und unliebsamen Verschwörungen in Videos ausgeweitet werden soll. In Zukunft sollen Verschwörungstheorie-Videos und “irreführende Inhalte” den Nutzern erst gar nicht mehr empfohlen werden. Zu ihrem eigenen Wohl, wie es heißt. Was genau YouTube plant, wie das System YouTube funktioniert und was wie auf der Videoplattform zukünftig gefiltert werden soll, erfahrt Ihr detailliert hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Das Fake News-Netz

Nirgendwo sonst verbreiten sich News und Informationen schneller als über das Internet. Zugleich gibt es keinen “Ort” der Welt, an dem man mehr Neuigkeiten, Informationen, Quellenmaterial und Themen findet, wie im Netz. Doch gleichzeitig ist das Internet auch die größte Verbreitungsmaschine von Fake News und irreführenden bis halb-wahren Informationen und Behauptungen.

Aufgrund dieser Tatsache wird schon lange versucht diesen Fake-Informationen einen Riegel vorzuschieben. Erst kürzlich hat beispielsweise der Messengerdienst “Whatsapp” die Funktion zur Weiterleitung von Nachrichten beschnitten. Statt wie bisher Nachrichten an x-beliebig viele Empfänger weiterzuleiten zu können, sind fortan nur noch maximal fünf Empfänger gleichzeitig möglich. “Whatsapp” möchte dadurch nach eigenem Bekunden die Verbreitung von Fake News beschränken.

Genau das möchte auch Facebook schon länger, wie HIER berichtet (s. a. Videos unten). Und der Dienst “Whatsapp” gehört seit 2014 zur Facebook Inc. – und ist damit Teil des Internetriesen. Bei Facebook wird Meinung gemacht, verbreitet und auch gefälscht. Fake News und irreführende Halbwahrheiten sind damit Teil des Systems.

Wie auch bei YouTube, das zum Giganten Google gehört. So ist es nicht verwunderlich, dass auch Google und YouTube falschen Nachrichten und Verschwörungstheorien unlängst den Krieg erklärt haben. Mehrfach wurde auf Grenzwissenschaft und Mystery Files über diese Vorhaben berichtet (z. B. HIERHIER).

Während einige innerhalb der Netzgemeinde von redlichen Bemühungen sprechen, rufe andere laut, dass das eine Zensur sei! Die großen Meinungsmacher und Informationsquellen im Internet würden ihre Monopole ausnutzen. Sie erheben sich zu einer Art Bestimmer, die festlegen, was wahr und wichtig und was unwahr und unwichtig für die Nutzer sei. Immerhin sind Milliarden Menschen trotz aller Kritiken an ihnen in Sozialen Netzwerken aktiv. Ein riesiges Potential um Meinung zu machen

Zensur, Meinungslenkung und dummes Zeug

Ganz Unrecht haben die Kritiker mit den Zensur-Vorwürfen nicht! Aber eine richtige Zensur wäre es erst dann, wenn die fraglichen Informationen ganz aus dem Netz entfernt werden würden. Noch ist das nicht der Fall. Mann kann bisher alles online finden, wenn man es denn sucht und wenn es einen interessiert.

Problematisch ist es aber dann, wenn die Netzgemeinde quasi vorgeschrieben bekommt, was sie zu lesen oder sehen hat. Genau das ist aktuell bzw. seit einigen Jahren der Fall. Fake News sollen (und werden) gefiltert, teilweise sogar entfernt (etwa bei Facebook) oder nicht mehr in den Suchergebnissen bei Google angezeigt. Alternativ verschieb Google die in deren Augen unliebsamen Treffer auch ganz einfach  in der Trefferliste weit nach hinten. Eine “elegante Lösung”, da Studien über das Nutzerverhalten zeigen, dass der weitaus größter Teil der Suchmaschinennutzer nur die ersten drei Seiten mit Treffen wirklich beachtet.

Dass wirkliche Fake News, unwahre Meldungen und Lügen-Nachrichten im Netz gibt, ist natürlich unstrittig. Ebenso unumstritten ist auch, dass nur eine aggressive und echte Zensur und Unterdrückung solcher Fake Informationen im Netz diese wirklich eindämmen kann. Ganz beseitigen wird man diese wohl nicht können. Ebenso wenig wie das ganze “dumme Zeuge”, das, salopp ausgedrückt, verbreitet wird.

Von solch einer Zensur sind wir aber weit entfernt. Eher haben wir es mit einer Meinungslenkung zu tun, wenn Google, Facebook & Co. uns vorschreiben wollen, was “den Richtlinien” oder “der Wahrheit” entspricht. Gleichzeitig ist es aber auch so, dass sicher die meisten Menschen derartige “News” als digitale Plage empfinden. Denn glauben kann man Meldungen im Internet schon lange nicht mehr. Sofern man das jemals konnte.

YouTube is watching you

YouTube als Gigant in Sachen Videos ist wohl die größte Fake-Schleuder des gesamten Internet. Ganz einfach aus dem Grund, dass diese Plattform ohne Anmeldung und Account frei zugänglich ist. Nicht etwa wie Facebook, deren Mitglieder sich vorher anmelden müssen. Ein weitere Grund ist, dass jeder (mit Account) alles als Video dort hochladen kann, was damit auch sehr schnell gefunden wird. Da YouTube zu Google gehört, werden die entsprechenden Videos so auch dort leicht gefunden.

Zudem kann jeder Uploader sein Video mit Stichworten (“Tags” genannt) für eben die Internetsuche versehen. Auch entsprechende Video-Titel und -Beschreibungen liest der Algorithmus aus. Durch die Verzahnung von YouTube mit der Suchmaschine von Google brauch der Nutzer damit nicht mal mehr eine eigene Webseite, um seine Infos zu verbreiten. Internetseiten und Blogs muss ein User erstmals erstellen, programmieren, optimieren und im Raking bei Google gut platzieren können, um Gehört zu finden. Das ist oftmals alles andere als einfach.

YouTube und im Anschluss die Google-Suche liefern das entsprechende Rüstzeug damit frei Haus. Schließlich möchte die Videoplattform, dass der Nutzer bei der Suche Videos nach seinen Interessengebiet findet und sich anschaut. Im Idealfall sind diese mit Werbung versehen (“Monetarisierung” genannt), die der Betrachter im noch idealeren Fall auch anklickt. Und das bringt ganz einfach bares Geld für Google/YouTube.

Ihr schaut YouTube – YouTube schaut auf Euch:

Der Algorithmus bei YouTube schlägt jedem Nutzer automatisch zahlreiche weitere Videos und auch ganze Kanäle vor. Basierend auf dem Videomaterial, dass er sich zuvor angesehen hat, sowie den eingegeben Suchbegriffen. YouTube “merkt” sich das ganz genau, und liefert so personenbezogene Vorschläge (und Werbung). Für die meisten User der Videoplattform hat das zweifellos große Vorteile und bietet guten Mehrwert. Immerhin kann man so weit mehr entdecken, als man vielleicht ursprünglich gesucht hat. Von Musikkünstlern über Tutorials bis Grenzwissenschaft.

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Unliebsame Themen und Videos bei YouTube

Video-Empfehlungen von und bei YouTube funktionieren allerdings etwas komplexer, als nur durch Stichworte, Filmtitel und Beschreibungen. Das System “scannt” auch die Beliebtheit von einzelnen Videos, um sie mittels des Algorithmus zu verarbeiten und ggf. zu empfehlen. Dabei kommt es nicht mal nur auf die Anzahl der Zugriffe der einzelnen Videos an, wie man denken könnte. Vor allem wird auch die Interaktion im Umfeld einzelner Filme ausgelesen. Das heißt, je mehr Daumen hoch oder runter und je mehr Kommentare in der Community, um so wahrscheinlicher ist es, dass YouTube ein Video empfiehlt.

Als Fake- und Unsinn-Maschine hat YouTube aber einen Teil seiner Inhalte unlängst den Kampf angesagt. Automatische Empfehlungen sind eben letztlich automatisch und die inhaltliche Qualität oder sogar Wahrheit bleibt außen vor. Verschiedene Schritte hat YouTube in der Vergangenheit unternommen, um solche unliebsamen Inhalte zu verbannen. Zum Beispiel, dass Video-Macher ihre Filme nicht mehr automatisch mit Werbung der Google-Firma “AdSense” versehen können. So erzielen diese Videos und Kanäle auch keine keine Einnahmen.

Eine andere Methode bei YouTube gegen unliebsame Inhalte ist, dass diese Videos gleich komplett gesperrt werden. “Verstoß gegen die Richtlinien” nennt sich das. Für viele in der Netzgemeinde ist das viel zu oft reine Willkür, weshalb sie eben von Zensur sprechen. Diesen Argwohn kann man sehr gut nachvollziehen, wenn man sich bei YouTube umsieht:

So finden sich dort beispielsweise offen fremdenfeindliche Videos, Musiktitel oder sogar Propagandafilme aus dem 3. Reich inklusive zugelassener “AdSense”-Werbung – während harmlose Videos auf die Bannliste kommen, wenn nur ein x-beliebiger US-Präsident in einem “unliebsamen Kontext” erwähnt wird. Etwa Osama bin Laden und Barack Obama oder George Bush sowie John F. Kennedy und CIA.

Obwohl man Widerspruch einlegen oder auch eine manuelle Prüfung des Videos verlangen kann, stößt das vielen Usern sauer auf. Und hier ist der Übergang zu Verschwörungstheorien, Fake News, Falschbehauptungen, Lügen und Quatsch fließend!

Das will YouTube ändern

“Verschwörungstheorie” und “Fake News” sind heute Kampfbegriffe gegen alles und jedes, was nicht dem Mainstream entspricht. Fast schon niedlich hat die Trump-Regierung hier einst auch die Bezeichnung “alternative Fakten” eingeführt, wenn es um Meinungen gegen den Mainstream geht. Nur sollten Fakten eben auch Fakten sein, gleichgültig ob alternativ oder alternativlos.

Um die Nutzer vor Desinformationen und Fakes zu schützen will YouTube entsprechende Videos auf die Ersatzbank verbannen. Videos, die Desinformationen, Falschbehauptungen, Verschwörungstheorien und Hoax verbreiten, werden fortan ganz einfach nicht mehr den Usern empfohlen. Damit sieht der YouTuber diese nicht mehr auf der Plattform, wenn er nicht explizit danach sucht. Ein Verstoß gegen die Richtlinien der Plattform muss dabei nicht mal vorliegen. Irreführende Inhalte reichen vollkommen. YouTube entscheidet fortan, was für die Nutzer schädlich ist!

Von der Menge eher unbeachtet veröffentlichte YouTube am 25. Januar 2019 dazu selber eine Erklärung. Und war auf dem offiziellen YouTube-Blog, den es tatsächlich gibt. In dem entsprechenden Beitrag unter der Überschrift “Fortsetzung unserer Arbeit zur Verbesserung der Empfehlungen auf YouTube” heißt es unter anderem:

Wir aktualisieren ständig unser Empfehlungssystem – wir möchten sicherstellen, dass wir Videos vorschlagen, die die Leute tatsächlich sehen möchten. (…)

Wir ziehen jetzt Empfehlungen aus einem breiteren Themenspektrum ein – an jedem Tag werden allein auf der Homepage mehr als 200 Millionen Videos empfohlen. Allein im letzten Jahr haben wir Hunderte von Änderungen vorgenommen, um die Qualität der Empfehlungen für Nutzer auf YouTube zu verbessern. Wir werden diese Arbeit in diesem Jahr fortsetzen (…)”

Man  wolle deshalb “Empfehlungen für grenzüberschreitende Inhalte” ebenso reduzieren wie Videos, die “auf schädliche Weise falsch informieren könnten”, schreibt YouTube weiter. Als Beispiel werden hier Videos genannt, die Pseudo-Heilmittel für schwere Erkrankungen versprechen, behaupten, dass die Erde eine Scheibe sei “oder offensichtliche falsche Aussagen über historische Ereignisse wie 9/11 machen”.

Nutzer in Gefahr!

Laut der Mitteilung von YouTube betrifft das nicht mal ein Prozent der dortigen Videos. Man sei sich aber sicher, dass “die Einschränkung der Empfehlung für diese Art von Videos der YouTube-Community ein besseres Erlebnis bieten wird”.

Wenn nicht mal ein Prozent aller Videos der Plattform betroffen sind, ist folgende Erklärung von YouTube nicht zu verstehen:

Wir glauben, dass diese Veränderung ein Gleichgewicht zwischen der Aufrechterhaltung einer Plattform für freie Meinungsäußerung und der Wahrung unserer Verantwortung gegenüber den Nutzern schafft. Diese Änderung beruht auf einer Kombination aus maschinellem Lernen und realen Menschen. Wir arbeiten mit menschlichen Bewertern und Experten aus allen Teilen der USA zusammen, die helfen, die maschinellen Lernsysteme zu trainieren, um Empfehlungen zu generieren.

Solche Mühen mit realen Video-Prüfern und “Experten” aus Fleisch und Blut, um ein “Gleichgewicht” herzustellen? Bringen diese Videos die Meinung der Nutzer derart durcheinander, dass die übrigen 99 Prozent der damit offensichtlich harmlosen Filme/Videos aus dem Gleichgewicht geraten? 99 Prozent Musik-Videos, Katzen-Filmchen, Tutorials und “Real News” sind durch ein Prozent Fake Infos also in Gefahr. Erstaunlich.

Erstaunlich auch, wer diese Video-Prüfer und Experten sind, die YouTube zum Schutz der Zuschauer und der “Verantwortung gegenüber den Nutzern” hin kontrollieren sollen:

Diese Bewerter werden anhand öffentlicher Richtlinien geschult und liefern wichtige Informationen zur Qualität eines Videos. Dies ist eine allmähliche Änderung und betrifft zunächst nur die Empfehlungen einer sehr kleinen Reihe von Videos in den Vereinigten Staaten. Mit der Zeit, wenn unsere Systeme genauer werden, werden wir diese Änderung in mehr Ländern einführen.”

Geschult durch “öffentliche Richtlinien” bedeutet nichts anders, als dass diese Menschen dem Mainstream folgen (müssen).

YouTube will nur unser Bestes …

Natürlich werden die Mainstreammeinung-Bewerter von YouTube unliebsame Videos nicht auf ihre wissenschaftliche Kompetenz hin abklopfen. Wie auch, da Videos mit unliebsamen Themen keine Quellenangaben beinhalten. Keine Videos enthalten Fußnoten, anhand derer die Experten diese oder jene Aussage überprüfen könnten. Offensichtliche Falschaussagen mögen leicht zu entlarven sein. Wie aber sieht es mit Grenzwissenschaft aller Art und auch Unart aus?

Welcher Experte prüft solche Videos anhand welcher Qualifikation und Quellenmaterialien? Fordern diese menschlichen Bewerter vom Einsteller des jeweiligen Videos Kopien der genutzten Quellen und Informationen an, um dann im Sinne der “Verantwortung gegenüber den Nutzern” zu entscheiden? Ist ein Video schon irreführend, wenn es Verschwörungstheorien über UFOs beinhaltet? Was genau ist dann in dem jeweiligen Video “irreführend” und warum? Ist die umstrittene Prä-Astronautik-Serie “Ancient Aliens” aus den USA nicht schon “irreführenden Inhalts”? Oder sind es die Videos HIER, die auf meinem Kanal unter dem deutlichen Titel “Grenzwissenschaft und Mystery Files” erscheinen?

Die Videoplattform will nur das beste für die Zuschauer, wie es in der Erklärung zu lesen ist:

Wie immer können Personen weiterhin auf alle Videos zugreifen, die unseren Community-Richtlinien entsprechen. Diese Videos können, falls relevant, in Empfehlungen für Channel-Abonnenten und in Suchergebnissen angezeigt werden. (…)

Dies ist nur ein weiterer Schritt in einem fortlaufenden Prozess, aber es spiegelt unser Engagement und Verantwortungsbewusstsein wider, um die Empfehlungen auf YouTube zu verbessern.

Folgerichtig kann YouTube es nicht verantworten, dass irreführende Inhalte vorgestellt werden. Nicht mal dann, wenn der Interessierte genau diese sehen möchte. “Falls relevant” würden sie empfohlen. Über relevant oder nicht entscheiden natürlich biologische Experten und digital angepasste Algorithmen.

Was YouTube nicht sagte

Interessant ist allerdings auch, was YouTube in seiner Erklärung nicht geschrieben hat. Es fehlt vollkommen der Hinweis, ob das Netzwerk jene Nutzer über die Verbannung eines Videos informiert, die dieses hochgeladen haben. Erfährt also jemand, der zum Beispiel selber ein Video über die flache Erde produziert und online gestellt hat, dass YouTube dieses zukünftig aus den Empfehlungen entfernt? Ich persönlich glaube nicht.

Unerwähnt blieb auch, wie das Video-Netzwerk zukünftig mit thematisch entsprechenden Playlists verfahren wird. Jeder Nutzer mit einem Account und natürlich aktive Videomacher selber können diese Listen mit Videos erstellen (meine findet Ihr z. B. HIER). Sehr beliebt ist das verständlicherweise bei Musikvideos. Je nach entsprechenden Musikgeschmack kann man diese erstellen und natürlich auch als Ganzes abspielen.

Das kann man aber auch mit Videos “irreführenden Inhaltes” machen. Dabei muss man diese nicht mal selber erstellt, geschnitten und hochgeladen haben. Ich selber besitze unter meinen Paylists eine mit dem Titel “Verschwörungen, UFO-Geheimhaltungen & Vertuschungen” mit augenblicklich 93 Videos von mir selber. Klingt der Name der Liste nicht schon nach “irreführenden Inhalten”? Wird diese Liste und all die anderen ähnlicher Art bei YouTube von einem Prüfer aus Fleisch und Blut jetzt überprüft? Reicht dabei ein einziges unliebsames Video innerhalb der Playlist, um diese vollständig aus den Empfehlungen zu verbannen?

Wird der Ersteller der Liste über die Entscheidung der amerikanischen Bewerter informiert? Denn auch wenn die neuen Methoden erst auf die USA angewandt werden, wird es auch deutsche YouTuber betreffen.

Und die Grenzwissenschaft an sich?

Als intensiver YouTube-Nutzer mit eigenem Channel weiß ich aus teils sehr leidiger Erfahrung, was für einen Quatsch dort zu finden ist. Nicht nur in Sachen Verschwörungen, Esoterik, “Neue Weltbilder” etc. sondern zur Grenzwissenschaft überhaupt. Auch wenn Grenzwissenschaft per se keine Wissenschaft ist (mein Kanal ebenso wenig), strotzen gerade solche Videos von Fake News und Falschaussagen. In den meiste Fällen zum Glück unabsichtlich aufgrund von Unwissenheit und Verdrehungen.

Eine Tatsache, die ich als überzeugter Prä-Astronautiker bekanntlich seit vielen Jahren in der Grenzwissenschaft intensiv kritisiere. Obwohl mich das vielfach unbeliebt macht, da man lieber glaubt statt prüft. Auf diesem Blog sowie meinem Video-Kanal gibt es dazu unzählige Beispiele, Artikel und Beiträge.

Wenn ich oder irgendwer ein Video online stellt, dass behauptet, dass Außerirdische vor der Sintflut auf der Erde waren, Sex mit Menschenfrauen hatten, Kinder zeugten und damals Riesen lebten – was sagen die “anhand öffentlicher Richtlinien geschulten” YouTube-Video-Prüfer dazu?

Schließlich ist unstrittig und damit keine Verschwörung oder irreführend, da diese Behauptungen uralten Schriften und Mythen zu entnehmen sind. Glasklar auch der Bibel. Und diese Aliens waren sogar Teil einer echten Verschwörung gegen ihren Anführer, den man pauschal als “Gott” ansieht. Auch das ist unbestreitbar, da es in den alten Texten steht. Nur der Terminus “Außerirdische” als Wesen aus dem All für jene himmlischen Gestalten, die dies taten, ist hinein gedeutet.

Damit wäre das letztlich doch wieder…irreführend.

Gegen solche “Pseudowissenschaft” wie dieses Beispiel geht Google übrigens bereits seit Jahren vor. Suchergebnisse, die in den Augen von Google Halbwissen enthalten und unwissenschaftlich sind, sollen in der Trefferliste nach hinten verschoben werden. Verschwörungstheorien inklusive, wie am 2. März 2015 in diesem Blog-Beitrag HIER berichtet.  Die Suchmaschine will wissenschaftliche Suchtreffer und die von ihr als “Wahrheit” angesehenen Ergebnisse im Rankig nach oben schieben. Der Suchende muss dann in der Trefferliste mehrere Seiten durchblättern, um diese bei Google zu finden …

Retter des Verstandes

Wo ist die Grenze, was zu den “weniger als ein Prozent der Inhalte auf YouTube”, die fortan der “Einschränkung der Empfehlung für diese Art von Videos”, unterliegen werden? Diese Entscheidung wird dem Nutzer jetzt abgenommen. Dank YouTube und der Sorge um den Verstand seiner Konsumenten. Dass Menschen zumindest zum Teil selber denken können, ist dem Video-Giganten offensichtlich nicht genug.

Wie gesehen entscheidet der Algorithmus bisher fast im Alleingang anhand des Nutzerverhaltens, was dem User als Videotipp vorgeschlagen wird. Beispielsweise finden sich im Abspann meiner eigenen Mystery-Videos dort teilweise solche automatischen Videotipps. Dort besteht die Möglichkeit dem Zuschauer automatisch anhand seiner sonst gesuchten und gesehenen Themen Videos vom System automatisiert empfehlen zu lassen. Für Kanal-Betreiber wie mich sehr nützlich, da so das Interesse des Zuschauers erreicht wird.

Was aber schreibt die Plattform in ihrem Blog-Beitrag zu den Änderungen?

“Wir möchten sicherstellen, dass wir Videos vorschlagen, die die Leute tatsächlich sehen möchten.”

Irgendwelche prüfenden “Experten” und eine Software entscheiden demnach, was die Menschen wirklich sehen wollen. Nicht der Mensch und Konsument selber. Sie entscheiden auch, was andere Menschen als irreführende Aussagen ansehen könnten. Ähnlich wie man Kleinkindern das TV-Programm vorschreibt oder ihnen erklären muss, dass der gelbe Schnee kein Zitroneneis ist.

Sicherlich wird jeder einzelne YouTube-Nutzer bereits Empfehlungen bekommen haben, über die er nur den Kopf schüttelte. Das ist bei Facebook, der Google-Suche oder auch bei Amazon Prime nicht anders. Was macht ein denkender Benutzer in diesem Fall? Er sieht es sich ganz einfach nicht an. Gleichzeitig wird sicher jeder bereits online einen Vorschlag bekommen haben, der ihn interessiert hat. Einen Tipp zu einem Themen, das dieser vielleicht so gar nicht kannte. Also sieht er sich ihn an.

Zum Glück denkt ja jetzt YouTube für seine Kunden, damit sie nicht versehentlich etwas sehen, das sie gar nicht sehen wollten …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit. Oder, als menschliche Empfehlung, in meiner YouTube-Community

Videos zum Thema auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

YouTube-Video vom 23. Dez. 2016 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

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YouTube-Video vom 28. Nov. 2015 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

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YouTube-Video vom 29. Jan. 2016 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Grenzwissenschaft, Aliens, UFOs und die Themen von Erich von Däniken in der Schule – Sinn oder Unsinn? +++ YouTube-Video mit Abstimmung +++

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Grenzwissenschaft, UFOs, Erich von Däniken ... auch als Thema in der Schule - Sinn oder Unsinn? (Bild: gemeinfrei / L. A. Fischinger)
Grenzwissenschaft, UFOs, Erich von Däniken … auch als Thema in der Schule? (Bild: gemeinfrei / L. A. Fischinger)

Prä-Astronautik, UFOs, Ancient Aliens, Grenzwissenschaft oder Außerirdische: Wann werden Themen auf dem Bereich „Mystery“ salonfähig? Schon Jahrzehnte stellt sich die Frage, ob und wann überhaupt solche Themen in den Lehrplan an Schulen oder sogar Universitäten Einzug halten werden. Ist es Sinn oder Unsinn, Mysterien des Unfassbaren auch in den Schulstoff einzubinden? Und wie genau sollte das geschehen? In diesem YouTube-Video gehe ich dieser Frage einmal nach.

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Erich von Däniken und die Astronautengötter als schulischer Lehrstoff?

In den 1990er Jahren gab es tatsächlich einmal die Welt des von Däniken und die Götter aus dem Kosmos auf dem Stundenplan einer Schule im Ruhrgebiet. Aber nicht als fester Schulstoff, sondern eher in “Arbeitsgruppen” der Schülerinnen und Schüler.

Ein kleiner, winziger aber sinnvoller Anfang? Oder ist es vielmehr Unsinn, dass im Unterricht an Schulen Themen wie Ancient Aliens, Mysterien der Geschichte, UFOs und Außerirdische oder eben die Prä-Astronautik an sich behandelt werden?

In folgenden Video auf meinem YouTube-Kanal des Unfassbaren gehe ich auf diese Fragen genauer ein …

Beachtet auch die Abstimmung zu dem Thema, die bei Minute 3:45 im Video eingeblendet wird!

Bleibt neugierig …

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Lars A. Fischinger

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+++Video+++ YouTube = DummTube? Macht YouTube uns alle dumm und liefert zur Grenzwissenschaft wirklich nur Unsinn?

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Macht YouTube uns alle dumm und liefert zur Grenzwissenschaft nur Unsinn ...? (Bild: L. A. Fischinger / YouTube)
Macht YouTube uns alle dumm und liefert zur Grenzwissenschaft nur Unsinn …? (Bild: L. A. Fischinger / YouTube)

„YouTube“ – ein kurzes Wort, das scheinbar in der Grenzwissenschaft mehr als nur etwas polarisiert. Quasi die ganze Welt kennt YouTube und weiß, dass es zum „Google“-Konzern gehört. In jeder Sekunde werden hier Stunden an Videomaterial hoch geladen und man findet hier praktisch zu jedem x-beliebigen Thema Filmchen und Berichte. Von Basteltipps für die Kids über Propaganda jeder Art bis (natürlich) Musik ist YouTube die Plattform für das das bewegte Bild im Internet. Aber auch für Themen aus dem Bereich der Mysterien der Welt und Grenzwissenschaft? Denn einige Skeptiker lehnen YouTube-Videos zu den Rätseln der Menschheit rund weg als „DummTube“ ab. Also frage ich mich in meinem neuen Video auf meinem YouTube-Kanal: Machen das Kritiker das zu Recht?

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Crowdfunding-Projekt zur Grenzwissenschaft

Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

YouTube?? Bleibt mir mit Links zu DummTube weg!“, das lese ich seit Jahren immer wieder im Netz wenn es um irgendwelche Themen aus der Grenzwissenschaft geht. Es scheint … als sei YouTube für die Kritiker der Mysterien der Welt fast schon Teufelszeug! (Aber auch zu anderen Themen abseits des Mainstream!) .

Ist es also gerechtfertigt diese Plattform hier samt und sonders zu verteufeln? Ist YouTube nichts weiter als ein „DummTube“ – natürlich mit einer Ausnahme …? 😉

Mehr dazu in diesem YouTube-Video auf des Phantastischen!

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Vlog-Spezial – Extra für Dummies: Warum nichts hinter dem Unsinn von "Nibiru/Planet X und 2012" steckt!

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Rätsel & Mysterien der Welt – der Channel des Schriftstellers, Journalisten und Phänomene-Jägers Lars A. Fischinger.
FÜR ALLE NIBIRU-2012-ESOTERIKER HIER FAKTEN 🙂

Kommt 2012 der Planet Nibiru – der “Planet X”? Was steckt hinter dem Mythos “Nibiru und 2012”? Woher kommt der Boom um den Planeten Nibiru und die angeblich dort lebenden Aliens mit Namen Anunnaki?

Leider haben die Sitchin-Nibiru-Fans im Bezug auf “Nibiru kommt 2012” NULL Ahnung. Harte Worte – aber Tatsachen.


Links dazu:

Alles nochmal hier:

DAS Buch zum Thema:

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Nibiru: Astronomen können den "Planet X"-Unsinn gewisser Autoren mit "Hirnsprung" nicht mehr hören!

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Viele Menschen sprechen von einem zusätzlichen Planeten der sich am 20.12.2012 unserer Erde nähern soll. Dieser Planet wird meist “Nibiru” oder “Planet X” genannt. Zum “Weltuntergang” und seinen Vorgängen, soll Nibiru eine wichtige Rolle spielen, da sind sich die Verschwörungstheoretiker alle einig.

Er solle sich so weit dabei der Erde nähern, das er jede Menge Chaos anrichte. Die Verschwörungstheoretiker sind sich auch übereins damit, das Nibiru für die 10 biblischen Plagen verantwortlich ist….

 Siehe auch auf diesem BLOG:

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Video: Neuer Unsinn von "Durch die Apokalypse" zu Nibiru & Co. ging online

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TEIL II

“Tritt dem internationalen Forschungsprojekt “Durch die Apokalypse” bei.

Viele Länder gaben Papiere frei, die die Existenz ausserirdischen Lebens beweisen. Es gibt auch Beweise, dass Ausserirdische ihre Stützpunkte auf dem Mond haben. Die UNO selbst will eine Person vorbereiten, die für die zukünftigen Kontakte mit den Ausserirdischen verantwortlicht wird.”


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Video: "Durch die Apokalypse: Nibiru!" – Neuer Unsinn zu "Planet X"

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“Tritt dem internationalen Forschungsprojekt “Durch die Apokalypse” bei.

Viele Länder gaben Papiere frei, die die Existenz ausserirdischen Lebens beweisen. Es gibt auch Beweise, dass Ausserirdische ihre Stützpunkte auf dem Mond haben. Die UNO selbst will eine Person vorbereiten, die für die zukünftigen Kontakte mit den Ausserirdischen verantwortlicht wird.”


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Studie: (Irdische) Regentropfen sollen bei der Suche nach Leben im Universum helfen

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Studie: (Irdische) Regentropfen sollen bei der Suche nach Leben im Universum helfen (Bilder: Pixabay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Studie: (Irdische) Regentropfen sollen bei der Suche nach Leben im Universum helfen (Bilder: Pixabay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Wasser in flüssiger Form gilt als die Grundlage für die Entwicklung von Leben, wie wir es kenne. Auch für Leben auf fernen Exoplaneten. Jetzt haben Forscher der  Harvard University eine Untersuchung veröffentlicht, in der sie der Frage nachgehen, wie die Erforschung von Regen (Regentropfen) und Wolken unter anderem auf der Erde Hinweise auf Leben im All liefern könnten.


Leben im All und der Regen

Längst ist es unter Wissenschaftlern zahlreicher Fachgebiete “Chic” Studien, Aufsätze und Untersuchungen zu veröffentlichten, die sich mit der Fragen nach Leben im All auseinandersetzten. Noch vor kaum 20 oder 30 Jahren war das undenkbar. Und bei einigen dieser Publikationen erschießt sich nicht sofort der Sinn und Zweck hinter den wissenschaftlichen Ausführungen.

In Videos auf meinem YouTube-Kanal stellte ich immer mal wieder solche Studien vor. Sie sind sind, vereinfacht gesagt, sehr oft lediglich Spekulationen in wissenschaftlichen Gewand. Aber auch mit eben einer solchen Grundlage. Zum Teil mag sich der ein oder andere die Frage stellen ob Wissenschaftler wie Astronomen nichts besseres zu tun haben …

Ähnlich hat es sich meiner Meinung nach mit der der StudieDie Physik fallender Regentropfen in verschiedenen Planetenatmosphären”, die im März im angesehenen “Journal of Geophysical Research: Planets” erschien. Autoren sind die beiden renommierten Wissenschaftler Kaitlyn Loftus und Robin D. Wordsworth vom “Department of Earth and Planetary Sciences an der Harvard University. Grundlage dieser Veröffentlichung ist die bekannte Annahme, das sich Leben auf anderen Planeten wie Mars oder auch weit entfernten Exoplaneten nur dann entwickeln kann, wenn es in flüssiger Form lang genug vorkommt. Zumindest jene Art von Leben, wie wir es kennen. Intelligentes Leben eingeschlossen.

In ihrer Untersuchung dokumentierten sie, “dass Regentropfen in verschiedenen Planetenumgebungen bemerkenswert ähnlich sind, selbst Planeten, die sich so drastisch unterscheiden wie Erde und Jupiter”. So zeigen Loftus und Wordsworth unter anderem, wie sich Regentropfen verhalten. In Größe, Geschwindigkeiten bei Fall aus den Wolken oder auch deren Verdunstungsrate, wie sie schreiben. Dies wäre bei erdähnlichen Planeten für “durch Regen verursachten Oberflächenerosion von Interesse”.

Planeten-Wetter

In der Studie heißt es weiter:

Das Verhalten von Wolken und Niederschlag auf Planeten jenseits der Erde ist kaum bekannt, aber das Verständnis von Wolken und Niederschlag ist wichtig, um das Planetenklima vorherzusagen und Aufzeichnungen über vergangene Niederschläge auf den Oberflächen von Erde, Mars und Titan zu interpretieren.

Tatsächlich kennen wir in unserem Sonnensystem zahlreiche Monde und Planeten mit Wolken. Einige sind sogar vollständig von Wolken umgeben. Was sich genau darunter abspielt, wissen wir nicht. Phys.org zitiert Loftus dazu mit den Worten:

Der Lebenszyklus von Wolken ist wirklich wichtig, wenn wir über die Bewohnbarkeit von Planeten nachdenken. Aber Wolken und Niederschlag sind wirklich kompliziert und zu komplex, um vollständig modelliert zu werden. Wir suchen nach einfacheren Methoden, um zu verstehen, wie sich Wolken entwickeln. Ein erster Schritt besteht darin, ob Wolkentröpfchen in der Atmosphäre verdampfen oder als Regen an die Oberfläche gelangen.”

Niederschlag von flüssigen Wasser, der auf erdähnliche Planeten fällt, gilt als eine der Voraussetzungen für die Entstehung von Leben. Deshalb sei “der bescheidene Regentropfen ist ein wesentlicher Bestandteil des Niederschlagszyklus für alle Planeten”, so Wordsworth. Deren Verhalten und Physik müssen wir verstehen lernen, um vor allem zu erfahren, ob es ein Tropfen überhaupt bis auf die Oberfläche schafft. Zu kleine verdunsten, zu große brechen “aufgrund unzureichender Oberflächenspannung auseinander”:

Wenn wir verstehen, wie sich einzelne Regentropfen verhalten, können wir Niederschläge in komplexen Klimamodellen besser darstellen.”

Regentropfen als Schlüssel für Leben im All

Dies sei der “Schlüssel zum Verständnis der Bewohnbarkeit von Exoplaneten” und Loftus ist überzeugt:

Wir können dieses Verhalten verwenden, um uns bei der Modellierung von Wolkenzyklen auf Exoplaneten zu unterstützen.”

Zweifellos ist die Grundüberlegung richtig und für jeden klar erkennbar: Auf einem erdähnlichen Planeten muss flüssiges Wasser aus Wolken abregnen und es bis auf die Oberfläche schaffen. Dort sammelt es sich in Meeren, Flüssen oder Ozeanen und alle gemeinsam waschen Mineralien und Nährstoffe aus dem Boden und Gestein. Grundlagen für dieses außerirdische Leben, dass wir natürlich unserem Heimatplaneten kennen.

Allerdings war es das schon. Wir verstehen ja noch nicht einmal das Wetter- und Klimageschehen auf unserer Erde in all seiner Komplexität und mit all den Zusammenhängen. Wie soll man da irgendwelche Aussage über das Klima und Wetter auf weit entfernten erdähnlichen Exoplaneten treffen? Es gibt zwar bei den tausenden bekannten Exoplaneten durchaus welche, bei denen grob gesagt werden kann, was für Temperaturen usw. dort wahrscheinlich herrschen. Oder, dass es Wasserdampf in der Atmosphäre gibt. Mit dem Stand der Technik war es das derzeit auch. Von wirklichen außerirdischen Klimamodellen kann nicht im Entferntesten die Rede sein.

Um so unsinniger ist ein Artikel in “Der Westen”, der zu dieser Studie am 9. April erschien. “Wissenschaft mit spektakulärer Entdeckung – DAS könnte auf außerirdisches Leben hinweisen”, titelte “Der Westen” sensationshaschend dazu. “Wenn sie die Form und Beschaffenheit von Regentropfen bestimmen können, wüssten sie, ob diese auf die Erdoberfläche der Planeten treffen würden – und somit Leben potenziell möglich machen”, heißt es dort. Das ist alles andere als eine “spektakuläre Entdeckung”. Ganz zu schweigen davon, dass andere Planeten keine Erdoberfläche haben:

Wenn die Forscher nun herausfinden können, wie sich der einzelne Regentropfen verhält, können sie die Niederschläge in komplexen Klimamodellen darstellen und somit ihre Schlüsse ziehen.

Wenn …

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Zwei neue Studien zu Oumuamua: “Wir haben wahrscheinlich das Rätsel um Oumuamua gelöst!” – es war ein “Exo-Pluto”

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Neue Studien zu Oumuamua: "Wir haben wahrscheinlich das Rätsel um Oumuamua gelöst!" (Bilder: S. Selkirk/ASU,& W. Hartmann / Montage: Fischinger-Online)
Neue Studien zu Oumuamua: “Wir haben wahrscheinlich das Rätsel um Oumuamua gelöst!” (Bilder: S. Selkirk/ASU & W. Hartmann / Montage: Fischinger-Online)

Hat das Rätsel um das interstellare Objekt Oumuamua jetzt ein Ende? Seit der Entdeckung des sonderbaren Himmelskörpers 2017 wird viel über die wahre Natur von Oumuamua spekuliert. Festzustehen schien nur, dass es von außerhalb unseres Sonnensystems stammt. Jetzt wurden gleich zwei neue Studien veröffentlicht, die angeblich das Rätsel um diesen Eindringling gelöst haben. Demnach sei es der trauriges Rest eines “Exo-Pluto”. Ein Stück eines Exoplaneten, der vor rund einer halben Milliarde Jahren in einem anderen Sonnensystem zerstört wurde.


Rätsel um Oumuamua gelöst?

Obwohl der erst im Herbst 2017 entdeckte Himmelskörper Oumuamua von außerhalb unseres Sonnensystems längst wieder auf den Weg zurück in den interstellare Raum ist, bleibt er Teil der astronomischen Forschung. Zahlreiche Studien und Spekulationen kursieren seit der Entdeckung des mutmaßlich zigarrenförmigen Objektes, über die auf diesem Blog und in YouTube-Videos immer wieder berichtet wurden. Einige Videos dazu findet Ihr am Ende.

Eine These sagt, dass Oumuamua ursprünglich aus dem Gebiet der Plejaden stammt. Eine andere sah in dem Objekt einen reinen Kometen oder Asteroiden, der seine ungewöhnlich Form dadurch bekam, da er über Milliarden Jahre hinweg von kosmischen Teilchen im interstellaren Raum abgeschliffen wurde. Und der Astrophysiker Professor Avi Loeb, dessen Buch zum Thema Oumuamua ich HIER vorstellte, vermutet sogar außerirdische Technologie hinter dem fremden Objekt. “Die Natur produziert solche Dinge nicht”, so Loeb Mitte Januar in einem Interview, über das ich HIER berichtete.

Alles mehr oder weniger Unsinn, sagen jetzt gleich zwei Studien, die in der Fachzeitschrift “Journal of Geophysical Researc” (HIER & HIER) erschienen. Beide stammen von den Forschern Alan Jackson und Steven Desch von der Arizona State University. Sie glauben, dass sie mit ihren Untersuchungen das Rätsel um Oumuamua wahrscheinlich gelöst haben:

Diese Forschung ist insofern aufregend, als wir wahrscheinlich das Rätsel um ‘Oumuamua’ gelöst haben und es vernünftigerweise als Teil eines ‘Exo-Pluto’ identifizieren können, eines Pluto-ähnlichen Planeten in einem anderen Sonnensystem. Bis jetzt hatten wir keine Möglichkeit zu wissen, ob andere Sonnensysteme Pluto-ähnliche Planeten haben, aber jetzt haben wir einen Teil von einem Durchgang durch die Erde gesehen.

So der Astrophysiker Desch am 16. März nach “Advancing Earth and Space Science”. Und Jackson ergänzt:

Es wurde wahrscheinlich vor etwa einer halben Milliarde Jahren durch einen Einschlag von der Oberfläche geworfen und aus seinem Heimatsystem geworfen.

Was aber ist ein “Exo-Pluto”?

Oumuamua: Der Reste eines “Exo-Pluto”?

Im Grunde nichts anders als ein Exoplanet, nur dass bekanntlich der Pluto in unserem Sonnensystem seit 2006 kein Planet mehr sein soll. Er wurde zu einem Kleinplaneten oder Zwergplaneten degradiert. Ganz böse ausgedrückt sogar nur noch zu einem transneptunischen Objekt (TNO – s. HIER). Und genau ein solcher Kleinstplanet in einem fremden Sonnensystem sei nach den Studien von Dasch und Jackson der Ursprung von Oumuamua. Dieser “Exo-Pluto” fand vor 0,4 Milliarden Jahren ein katastrophales Ende und wurde in Stück zerrissen. Eines dieser Stücke wäre das, was wir als Oumuamua heute kennen.

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Dabei war das Objekt ursprünglich wesentlich größer, glauben die Forscher. Auf seinem Weg durch den Weltraum habe Oumuamua 95 Prozent seiner Masse verloren und auch seine Form verändert. Grund sei, dass das Objekt aus gefrorenem Stickstoff bestünde:

Gefrorener Stickstoff erklärt die ungewöhnliche Form von Oumuamua. Die äußeren Schichten des Stickstoffeises sind geschmolzen und die Form des Objekts wurde immer flacher, wie ein Stück Seife, dessen äußere Schichten durch die Nutzung abgerieben werden.”

Und genau diese Art des festen Stickstoff kommt in unserem Sonnensystem auf Pluto vor. Hierdurch würden sich alle beobachteten Eigenschaften von Oumuamua rational erklären lassen, wie die Wissenschaftler betonen. Denn vor allem sorgte, neben der Form, der angebliche Rest eines Exoplaneten auch durch seine außergewöhnlichen Bahndaten bzw. Flugbahnen für Verwirrung und Spekulationen. So beschleunigte Oumuamua, was viele zu der Überlegung veranlasste, dass es Alien-Technologie oder sogar ein Raumschiff sei. Professor Desch:

Jeder interessiert sich für Außerirdische, und es war unvermeidlich, dass dieses erste Objekt außerhalb des Sonnensystems die Menschen an Außerirdische denken ließ. Aber in der Wissenschaft ist es wichtig, keine Schlussfolgerungen zu ziehen. Es dauerte zwei oder drei Jahre, um eine natürliche Erklärung zu finden – ein Stück Stickstoffeis -, die zu allem passt, was wir über Oumuamua wissen. Das ist in der Wissenschaft nicht sehr lange und viel zu früh, um sagen zu können, dass wir alle natürlichen Erklärungen ausgeschöpft haben.

Hiermit spielt er wohl vor allem auf die Ideen von Avi Loeb an, der die Spekulation über Technologie von Außerirdischen “salonfähig” machte. Wirkliche Beweise, da wir Oumuamua zum Beispiel nicht mal eben mit einer Raumsonde besuchen können, gibt es für keine der Hypothesen und Spekulationen.

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Texas 1878, nahe Dallas: Die wahre Geburt der ersten “Fliegenden Unterasse”? +++ Video +++

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Texas 1878: Die wahre Geburt der “Fliegenden Unterassen” (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Texas 1878: Die wahre Geburt der “Fliegenden Unterassen” (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Das Jahr 1947 ist für jeden UFO-Forscher ein ganz besonders Jahr. Damals begann durch die UFO-Sichtung von Kenneth Arnold das moderne Zeitalter der “Fliegenden Unterassen”, der UFOs. Auch wenn es zuvor längst Berichte über unbekannte Objekt am Himmel gab, war der Mythos geboren. Doch der Begriff “Untertasse” bei der Arnold-Sichtung war nicht das erste Mal, das dieser für eine ungewöhnliche Sichtung benutzt wurde. Das geschah schon rund 70 Jahre zuvor im Jahr 1878. Eine heute fast vergessene und immer falsch zitierte UFO-Sichtung, die man sich zweimal und vor allem genauer ansehen sollte. Warum erfahrt Ihr in diesem Video.


Eine “Fliegende Unterasse” schon 1978?

Der 24. Juni 1947 ist heute in der UFO-Forschung längst ein legendären Tag. Wenn nicht sogar DER UFO-Tag überhaupt – der Anfang von allem! Der Tag X.

Denn an diesem Tag sah der Amerikaner Kenneth Arnold nahe dem Mount Rainier im US-Bundesstaat Washington seltsame Flugobjekte von seinem Flugzeug aus. Neun an der Zahl, die er sich nicht erklären konnte. Angeblich ähnelte ihre Flugbewegung Untertassen, die man über das Wasser wirft oder hüpfen lässt. Auch wenn Arnold im Nachgang seinen Bericht in Details revidierte und sich vor allem gegen den gewaltigen Pressehype nach seiner Sichtung wehrte: Der Begriff “Fliegende Untertassen” war geboren und ist nie wieder vergessen worden.

Seit Jahrtausenden werden natürlich unbekannte Flugobjekte am Himmel gesehen und beschrieben. Auch solche in Form von Scheiben. Und auch vor Arnold seiner UFO-Sichtung gab es längst Sichtungsberichte von Augenzeugen in den Medien. Doch keiner erfuhr die Aufmerksamkeit wie jener von Kenneth Arnold. Aber war er wirklich der erste UFO-Zeuge, der bei seiner Beschreibung den Begriff “Untertasse” nutze?

Nein. Rund 70 Jahre vor ihm hat jemand ganz anderes bereits das Bild “Untertasse” (Saucer) benutzt, um seine Sichtung eines “seltsamen Phänomens” zu beschreiben. Nicht als vergleichende Form – was Arnold ja auch nicht tat! – aber er tat es.

Ein heute längst vergessener UFO-Bericht aus dem Jahr 1878, der seit 70 Jahren immer mal wieder zitiert wird. Und dabei wurde seit mindestens 1950 jedes mal falsch voneinander abgeschrieben, wie Ihr in diesem YouTube-Video vom 21. Dezember 2020 erfahrt. Und obwohl Skeptiker diesen frühen “UFO-Fall” nur müde als “Unsinn” beiseite schieben wollen, ist er dennoch interessant…

Bleibt neugierig …

Video vom 21. Dezember 2020 auf Mystery Files

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