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Unser täglich UFO gib uns heute! Öffentlich-rechtlich vs. Privat-TV: Der NDR über die UFO-Dokus auf N24 und warum es so ist, wie es ist

Der öffentlich-rechtliche NDR brachte kürzlich in der Sendung "ZAPP" einen Beitrag über die UFO-Dokus, die auf dem privaten TV-Nachrichtensender N24 laufen (Bilder: WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Der öffentlich-rechtliche NDR brachte kürzlich in der Sendung “ZAPP” einen Beitrag über die UFO-Dokus, die auf dem privaten TV-Nachrichtensender N24 laufen (Bilder: WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Auf dieser Seite und in Videos auf meinem YouTube-Channel habe ich in den vergangenen Jahren immer wieder über die zahlreichen Dokumentationen zu UFOs, Mystery & Co. am Fernsehen berichtet. Die Anzahl ist hier, bei den privaten und kostenlosen Fernsehsender kaum mehr zu überschauen. Und das Angebot steigt stetig. Kürzlich hat die TV-Sendung “ZAPP” des öffentlich-rechtlichen Senders NDR dazu einen Bericht gebracht, in dem die UFO-Dokumentationen des privaten Nachrichtensenders N24 “unter die Lupe genommen” werden. Den TV-Beitrag des NDR über diese UFO-Dokus aus den USA und mein Mystery-Review dazu  findet Ihr nun hier online. Ebenso warum diese US-Sendungen so sind, wie sie eben sind.

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Als “exzessiver Doku-Fan” weiß ich nicht, wann es bei mir letztmalig einen Tag ohne eine TV-Sendung über UFOs, Mystery, Weltraum & Co. gegeben hat.

Vielfach habe ich auch online über diverse Sendungen etc. berichtet, da die Anzahl von Dokumentationen am deutschen (kostenlosen) Privatfernsehen seit Jahren zunimmt.

Jahrzehntelang verfolge ich nun bereits solche Sendungen am TV … und es ist dabei deutlich, dass sich in Sachen Grenzwissenschaft die deutsche Medienlandschaft ganz gewaltig geändert hat. Waren früher Dokumentationen zu UFOs oder Themen des Unfassbaren am Fernsehen eher eine Seltenheit (mit Ausnahme von Talkshows), so sind sie heute alltäglich.

Unser täglich UFO gib uns heute

Während das GEZ-Fernsehen praktisch jeden Tag seine Zuschauer/Innen mit Adolf Hitler-Dokus und Sendungen zum 3. Reich beliefert, haben die privaten Sender eher UFOs und Aliens sowie Weltraum (oder gefühlte 100 verschiedene Serien über Leben in Alaska) im Programm. Und das ebenso täglich. Außer Mittwochs, da müsst Ihr mal drauf achten, da an diesem Tag andere Themen offenbar Vorrang haben. Auch die für Pay-TV-Abonnenten.

Kritiker der Grenzwissenschaft bekommen Stirnrunzeln, wenn sie von diesen UFO-Sendungen auf N24 etc. hören. Aber ebenso bei anderen Dokus, die sich etwa mit Mysterien der Vergangenheit oder religiösen Rätseln befassen. Auch von diesen kommen nicht wenige am deutschen Fernsehen. Andere wiederum haben nicht mal mehr einen Fernseher und sprechen von Desinformationen oder sehen diese Dokus prinzipiell nicht.

Aliens, UFOs und Kontakte 1970 im Österreichischen TV (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
YOUTUBE-VIDEO: UFOs, Kontakte und die lieben Außerirdische: 1970 ein Thema im Österreichischen TV. Ein interessanter Rückblick der UFO-Szene (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Auch und vor allem die Mystery-Skeptiker halten alle diese UFO-Dokumentationen auf N24 & Co. für reinen Quatsch und Mumpitz. Und da die deutsche Stimme von Dana Scully aus “Akte X” viele dieser UFO-Sendungen spricht, “gruselt” es diesen Skeptikern ganz besonders. Trotzdem sind sie da und werden gesehen. Offenbar auch nicht zu wenig, da sonst der Boom dieser Sendungen nicht seit Jahren anhalten würde.

“Warum siehst Du Dir so einen Quatsch an?”

Purer Unsinn mit Unterhaltungswert, wie die Kritiker sagen? Oder sogar ganz anders, wie ich es in diesem YouTube-Video auf meinem Channel diskutiere: dienen diese Dokumentationen der “Vorbereitung auf den ersten Alien-Kontakt”? Tatsächlich glauben das nicht wenige Mystery-Fans …

Als Jäger des Phantastischen und leidenschaftlicher Freund des Unfassbaren sehe ich alle TV-Dokus zu solchen Themen, die mir irgendwie vor die Augen kommen. Übrigens ausschließlich am Fernsehen und bei Sky und nicht bei YouTube, wo viele davon hochgeladen zu finden sind.

Es ist quasi eine Art täglich Brot eines Grenzwissenschaftlers, so viel wie möglich über diese Themen in Erfahrung zu bringen. Auch durch das Fernsehen als Medium für die Massen. Was, warum, wo, wie und von wem behauptet wird, ist für mich deshalb von Interesse, da man immer bemüht sein sollte, ein “Gesamtbild” der Materie und Mystery-Szene zu haben. Auch wenn das niemals wirklich gelingen wird. Das schließt übrigens auch die Argumente der Skeptiker ausdrücklich mit ein.

Dabei bemerkt man aber auch ganz schnell, dass die in dem unten eingebundenen Bericht von NDR “ZAPP” kritisierten UFO-Dokus von N24 nur die Spitze des Eisberges von Dokus des Phantastischen sind. Wer Pay-TV hat, der kann das nachvollziehen.

Unterhaltung oder echte Dokus?

Der NDR lässt in der diese Woche auf YouTube von der “ZAPP”-Redaktion hochgeladenen Sendung kein gutes Haar an dem Sender N24 und seiner UFO-Doku-Shows. In der Video-Beschreibung des am 26. Januar hochgeladenen Einzelbeitrages heißt es vom NDR:

UFO-Dokus spielen mit Verschwörungstheorien – und laufen dennoch bei Nachrichtensendern. N24 und N24 Doku zeigen sie, sehen aber keine Gefahr für ihre Glaubwürdigkeit.

Das ZDF „erklärt“ mutmaßliche UFO-Entführungen als „sexuelles Wunschdenken“ im Schlaf. Ein Kommentar (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)
Das ZDF „erklärt“ mutmaßliche UFO-Entführungen als „sexuelles Wunschdenken“ im Schlaf. Ein Kommentar (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)

Das stimmt bedingt auch.

Aber gemeint sind hier eben genau jene Sendungen, die N24 aus den USA einkauft. Immerhin gibt es auch andere UFO-Dokus und auch das öffentlich-rechtliche Fernsehen hat solche im Angebot, wie Dokus zu Verschwörungen und Rätseln der Menschheit/Vergangenheit. Sofern auf einem der kleineren GEZ-Sender der tägliche Adolf Hitler mal Platz macht, natürlich …

Auch wenn in dem Beitrag von “ZAPP” gesagt wird, dass “am späten Abend” N24 seine UFOs ins Fernsehen bringt, kommen diese praktisch zu allen Tages- und Nachtzeiten. N24 möchte und muss ja auch damit und der Werbung darin Geld verdienen und bekommt diese Sendungen nicht umsonst. Einen Rundfunkbeitrag in Milliardenhöhe bekommt der zu ProSiebenSat.1 Media SE gehörende Sender selbstverständlich auch nicht.

Tatsächlich aber ticken die Uhren in den USA in Sachen Dokus und UFOs vollkommen anders. Ganz genau, wie es in dem NDR-Beitrag auch gesagt und erklärt wird.

Es gibt beispielsweise eine Doku-Serie über die faszinierende Insel Oak Island an der Ostküste Kanadas, an der man das überdeutlich sehen kann. Das ist jene winzige Insel, in der seit Jahrhunderten ein Schatz, ein Geheimnis, die Bundeslade oder sogar ein UFO usw. vermutet wird, nachdem 1795 dort drei junge Männer erste Spuren eines mutmaßlichen Schatzes vorgefunden haben. Eine sehr interessante Geschichte, an der seit dem gegraben wird.

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Die in mehreren Staffeln bisher gelaufene US-Doku-Reihe über Oak Island ist jedoch eine Doku-Show par excellence, in der quasi jeder gefundene Klumpen Dreck zu einer Sensation stilisiert wird. Untermalt mit Musik und Soundeffekten, als steige gleich der “Terminator” selber aus einem der Bohrlöcher der nur 0,57 Quadratkilometer winzigen Insel.

Wer diese, trotz allem interessante, Doku-Reihe kennt, wird mir da uneingeschränkt beipflichten. Doch auch entsprechende US-Reihen, in denen Monster (also Themen zur Kryptozoologie) oder UFOs gejagt werden, sind da nicht viel anders.

Bei den N24-UFO-Dokus ist es ganz ähnlich. In “milderer Form” wird hier eben von UFO-Themen berichtet. “Was nicht Fakt sei, wird auch nicht als Fakt dargestellt”, so N24 auf Anfrage der Redaktion “ZAPP”. Das ist richtig, denn diese US-Sendungen stellen eben meist nur Fragen. Auch Prof. Michael Butter, der vom NDR für diesen Beitrag interviewt wurde, sieht da so.

Die amerikanischen UFO-Dokus stellen Themen und Details vor und stellen dazu diverse Fragen, die sich der Zuschauer selber beantworten kann, soll oder darf. So die Meinung des Michael Butter von der Universität Tübingen.

Grundsätzlich stimmt das auch.

Show-Fakten aus dem Land der unbegrenzten (Un)möglichkeiten

Interview mit Giorgio A. Tsoukalos - Die Ancient Aliens, das TV der USA und die Fans hier und dort
YOUTUBE-VIDEO: Interview mit Giorgio A. Tsoukalos – Die Ancient Aliens, das TV der USA und die Fans hier und dort

Genau diese US-Dokus über Mystery und UFOs sind für einen Jäger des Phantastischen oder besser gesagt für den “interessierten Laien” ein echtes Problem. So sagt Patrick Hoerl von der “Produzentenallianz” in dem NDR-Beitrag ganz treffend zu Dokus in bzw. aus den USA:

Dort (in den USA, LAF) erzählt man Dokus anders. Dort hat man schon immer Dokus auch unter einem Unterhaltungsaspekt gesehen. Und Unterhaltung steht im angelsächsischen Markt über Information, als wichtigster Wert einer Doku. In Deutschland ist es eher umgekehrt.”

Das große Problem dieser US-Dokus für das deutsche Publikum ist, dass wenige diese Produktionen ernst nehmen. Wie auch? Es sind Show-Fakten made in USA, und da muss man sich erst mal die echten Fakten heraus-recherchieren. Welche normalen Zuschauer machen das, nachdem sie eine N24-UFO-Doku gesehen hat? Keine!

Auch die sehr bekannte US-Serie “Ancient Aliens” gehört hier dazu. Auch hier muss man – wenn man überhaupt Lust, Zeit, Geld und echtes Interesse hat – die Fakten von der Show trennen. Zu diesem Thema habe ich auf meinem YouTube-Kanal dieses Video von meinem Freund und Kollegen Giorgio A. Tsoukalos, dem Gesicht von Ancient Aliens, und mir online stehen.

Prof. Michael Butter wiederum gibt zu bedenken, dass Dokus, die sich nur an “überzeugte UFOlogen oder Verschwörungstheoretiker wenden”, seiner Meinung nach schlicht keine Quote bringen. Auch Zuschauer, die die Themen nicht ganz so ernst nehmen und sich diese Sendungen eher amüsieren oder distanziert ansehen, sollen erreicht werden. Meiner Meinung nach ist das die überwiegende Mehrzahl der Zuschauer auch hier in Deutschland.

Ein UFO-Absturz in der Eiszeit? Das Mysterium von "Objekt M" in Estland - Ein Crowdfunding-Projekt zur Grenzwissenschaft (Bild: L. A. Fischinger)
EURE Unterstützung ist gefragt: Ein UFO-Absturz in der Eiszeit? Ein Crowdfunding-Projekt zur Grenzwissenschaft – alle Infos & Video HIER (Bild: L. A. Fischinger)

Es ist übrigens dabei auch interessant zu hinterfragen wer eigentlich dieser Professor aus Tübingen ist, der hier vom NDR “umfangreich” für diesen Beitrag interviewt wurde. Michael Butter ist nicht irgendwer in der Verschwörungstheorie-Gemeinschaft, sondern um ihn hat sich das Netzwerk “Comparative Analysis of Conspiracy Theory” formiert. Ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen, die Verschwörungstheorien usw. nach ihren Worten auf den Grund gehen und deren Wahrheiten untersuchen wollen wollen.

Vor fast exakt einem Jahr, am 29. Januar 2016, habe ich genau zu diesem Projekt bzw. Netzwerk um Prof. Butter das Video “Forscher-Netzwerk will Verschwörungstheorien auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen” auf YouTube gestellt. Dort könnt Ihr mehr zu dem Projekt “Comparative Analysis of Conspiracy Theory” erfahren.

Aber wie es seit Jahrzehnten ist und auch noch bleiben wird: Nüchterne und trockene Info-Sendungen zu UFOs, Aliens und Co. mag eben niemand sehen. Da aber vor allem das Mystery-Publikum im Land der unbegrenzten (Un)möglichkeiten auf Untertanenhaltung setzt, sollten wir diese Dokus gelassen sehen. Auch wenn sie, da sind sicher viele Grenzwissenschaftler meiner Meinung, “unsere Themen” beim Zuschauer hierzulande oftmals unseriös oder fiktiv erscheinen lassen.

Letztlich sind sie immer noch um Welten besser, als die UFO-Talkshows des Privatfernsehens in den 1990er Jahren …

Hier das YouTube-Video des “ZAPP”-Beitrages des NDR

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Lars A. Fischinger

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Oak Island, Kanadas legendäre Schatzinsel: Ein Insel-Besitzer hat seine Fundstücke online gestellt – die Hintergründe

Die legendäre Schatzinsel Oak Island vor der Ostküste Kanadas: Ein Besitzer hat jetzt alle seine Fundstücke von der Schatzinsel ins Netz gestellt (Bilder: Google Earth / aus L. A. Fischinger "Historia Mystica" / Montage: Fischinger-Online)
Die legendäre Schatzinsel Oak Island vor der Ostküste Kanadas: Ein Besitzer hat jetzt alle seine Fundstücke von der Schatzinsel ins Netz gestellt (Bilder: Google Earth & L. A. Fischinger “Historia Mystica” 2009 / Montage: Fischinger-Online)

Denkt man an Schatzinseln, denkt man gleichzeitig an irgendwelche Piraten, die auf warmen Inseln irgendwo in der Karibik oder im Pazifik Truhen voller Gold und Edelsteine unter Palmen vergraben haben. Ganz anders als diese einsamen und “klassischen Schatzinseln” aus Film und Literatur ist es bei dem winzigen Eiland Oak Island. Diese Schatzinsel liegt im kalten Nord-Atlantik an der Ostküste Kanadas und ist alles andere als einsam und weit abgelegen. Und trotzdem suchen auf Oak Island seit Jahrhunderten Schatzsucher, Neugierige und ganze Bergungsgesellschaften nach einem mutmaßlichen Schatz. Zumindest nach einem dort verborgenen Geheimnis, von dem nicht mal klar ist, was und von wem dieses eigentlich stammt. Ein Landbesitzer der kleinen und geheimnisvollen Insel hat jetzt alle Fundstücke von seinem Grundstück dokumentiert und ins Netz gestellt. Für alle an dem Mythos von Oak Island Interessierte ein Glücksfall. Was es damit genau auf sich hat, die Hintergründe und Details erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Oak Island

Klein, kalt, öde und vollkommen unspektakulär. Nur eine Insel von insgesamt rund 350 weiteren Inseln in der Mahone Bay, die sich an der Ostküste von Nova Scotia, Kanada, befindet. Sie ist gerade einmal 1,3 Kilometer lang und rund 600 Meter breit udn liegt nur knapp 200 Meter vom Festland entfernt.

Mit diesen Worten könnte man die Insel Oak Island auf den ersten Blick treffend beschreiben. Wenn sie nicht schon vor Jahrhunderten zu einem Mythos geworden wäre, da seit 1795 dort nach einem Schatz oder einem vergrabenen Geheimnis gesucht wird. Eine Suche, an der seit dem tausende Menschen beteiligt waren, die unzählige Millionen Dollar kostete, mehre Todesopfer forderte, Bergungsfirmen in den Ruin stürzte und letztlich doch (fast) nichts brachte!

Auslöser des Mythos waren drei Freunde.

1795

Daniel McGinnis, John Smith und Anthony Vaughan erkundeten 1795 die Insel und stieße dabei auf eine Art von Senke im Boden. Irgendwie erschien sie den drei Männern künstlich angelegt, so als sei hier etwas vergraben worden. Ein Schatz! – so ihre erste Vermutung. Also begannen sie zu graben und stießen Meter für Meter weiter in das Innere von Oak Island vor. Sie waren sicher, dass sie einen von Menschenhand angelegten Schacht entdeckt haben, auf dessen Grund sich etwas Wertvolles verbergen müsse.

Gefunden haben die drei ersten Oak Island-Jäger keinen Schatz. Sie fanden keine unermesslichen Reichtümer oder irgendwas, das vor unbekannten Zeiten von unbekannten Menschen dort verborgen wurde. Sie gaben schließlich auf. Obwohl sie fest glaubten, dass sie hier ein Versteck gefunden haben.

Seit diesem Ereignis pilgerten unzählige Menschen auf die kleine Insel Oak Island. Es wurden Gesellschaften gegründet, Teams von Bergbauexperten zusammengestellte, Millionen Gelder besorgt, schwere Bohr- und Grabungsgeräte auf die Insel gebracht und Oak Island im Laufe der Jahre wortwörtlich durchlöchert. Am Ende sah die geschundene Insel aus wie ein Schweizer Käse und war in weiten Teilen vollkommen umgepflügt.

Schätze und Geheimnisse der Insel

Die Geschichte der Arbeiten und Suchen auf Oak Island ist seit 1795 zu einer unendliche Geschichte geworden. Ausnahmslos niemand der dort tätigen Schatzsucher und Gesellschaften hat je einen Schatz gefunden. Nicht die Spur eines wertvollen Versteckes brachte man nach über 220 Jahren ans Tageslicht. Was aber die emsigen Oak Island-Forscher immer wieder in den Jahrhunderten fanden waren Hinweise oder Indizien für ein dort verborgenes Geheimnis. Vielleicht eben sogar ein Schatz von enormen finanziellen Wert.

Immer wieder kamen Objekte oder angebliche Hinweise auf ein Versteck in der Landschaft oder Geologie der Insel hervor. Mal Objekte, die ganz real ausgegraben oder durch Bohrungen gefunden wurden, mal auch solche Spuren, die mittels Bodenradar und ähnlichen modernden Technologien aufgespürt wurden.

Dutzende Thesen, was hier in Wahrheit einst von wem auf Oak Island versteckt worden sein könnte, wurden in de letzten 200 Jahren vertreten. Quasi jeder Fund verleitet zu einer neuen Spekulation um das Mysterien der Insel. Fast jeder vermutet die angeblich existierenden geheimen Kammern udn Tunnel unter der Erde woanders. Andere glauben sogar alles sei nur Tarnung udn Ablenkung der Erbauer des Versteckes, da der wahre Schatz (oder was auch immer dort verborgen liegen mag) auf einer anderen Insel in diesem Gebiet liegt …

Thesen, Thesen, Thesen

Der Mythos von Oak Island fasziniert heute viele Menschen (mich eingeschlossen, z. B.  HIER & HIER). Irgendwer muss irgendwann hier irgendwas auf/in dieser winzigen Insel verborgen haben. Reichtümer finanzieller Art oder vielleicht sogar ein so brisantes Geheimnis, dass es dort für allezeit vor der Welt versteckt bleiben sein sollte.

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Ich selber habe in einige Veröffentlichungen, Büchern und Vorträgen immer mal wieder das Thema Oak Island aufgriffen und diskutiert. Unlängst ist es zu einer ganzen “Themen-Krake” herangewachsen, wenn man sich all die Spekulationen zu dieser Insel heute anschaut. Vermutungen, wer hier einst ein Versteckte anlegte oder was sich dort befinden könnte, sind zahllos:

  • Piraten der Karibik (vor allem Captain Kidd & Francis Drake)
  • Die Inka aus Peru
  • Außerirdische
  • Die Azteken aus Mexiko
  • Die Wikinger
  • Die Original-Manuskripte von Francis Bacon (Texte, die William Shakespeare zugeschrieben werden)
  • Die Tempelritter aus Europa
  • Britische Soldaten
  • Die Bundeslade aus dem Alten Testament
  • Der Heilige Gral
  • Der Schatz der Tempelritter / Templer
  • Ein Alien-Raumschiff
  • Lokale Indianerstämme (Micmac-Indianer)
  • Die Maya aus Mexiko
  • Die Phönizier aus dem Mittelmeerraum
  • Bewohner des versunkenen Atlantis
  • Irgendwelche Geheimbünde wie die Freimauer,  Illuminaten etc.
  • Die Manna-Maschine (ein Gerät, dass angeblich von Astronautengöttern den Hebräern beim biblisches Exodus übergeben wurde, und für diese bei ihrer Wanderung die Nahrung “Manna” produzierte . s. d. Video mit Erich von Däniken HIER)

Es wäre müßig die gesamte Geschichte von Oak Island an dieser Stelle darzulegen und zu diskutieren. Dafür ist sie zu umfangreich geworden. Wie auch die Spekulationen, was hier eigentlich versteckt ist. Und wann, von wem, warum und ob es überhaupt ein derartiges Geheimnis gibt. Denn in der Auflistung der Beispiele oben fehlt der Punkt, dass alles um Oak Island nur ein Märchen ist. Demnach seien alle “ungewöhnlichen Funde” entweder natürlichen Ursprungs, durch Stürme angeschwemmt und dann verschüttet worden, nur Zufall oder wurden irgendwann einmal von irgendeinem Besucher dort verloren.

Rick und Marty Lagina und Oak Island

Auf keinen Fall unerwähnt bleiben dürfen aber die beiden Brüder Rick und Marty Lagia und ihr Team. Die beiden unermüdlichen Oak Island-Forscher sind seit Kindertagen von der Insel fasziniert und erwarben bereits im Jahr 2006 große Anteile von Oak Island. Seit dem suchen die wohlhabenden Geschäftsleute mit allen heute nur erdenklichen Mitteln und Techniken nach dem Geheimnis von Oak Island.

Ihre Begeisterung nahm ihren Anfang, als sie 1965 in “Reader’s Digest” erstmals von der Insel und dem dortigen Versteck “Mony-Pit” (“Geld-Loch”) lasen.

Bei ihren Forschungen werden die beiden nicht nur von Forscherkollegen und Expertenteams unterschiedlicher Richtungen begleitet, sondern auch von dem US-TV-Sender “History Channel”. Anfang Januar 2014 startete dieser die Doku-Reihe “The Curse of Oak Island” rund um die Laginas und ihren Arbeiten auf dem Eiland. Aktuell läuft die TV-Reihe in der 6. Staffel mit etwa 30 Folgen. In diesem Internet-Forum HIER wird das Thema und die TV-Reihe übrigens sehr aufmerksam verfolgt und umfangreich diskutiert (dort vor allem die Beiträge des Users “s..zwerg05” beachten).

The Curse of Oak Island”

The Curse of Oak Island” mit Rick und Marty Lagia & Co. ist eine typische Doku-Reihe der USA. Spektakulär aufgemacht, gespickt mit vermeintlich sensationelle Entdeckungen und auf Sensation gedrillt. Das kennt man nur zu gut von entsprechenden UFO-Dokumentationen aus Amerika. Doch streicht man diese unvermeidlichen US-Doku-Beigaben (schließlich will der Sender die Serie auch verkaufen) heraus, bleibt eine überaus spannende TV-Reihe zum Thema. Bedenken sollte man auch, dass die Brüder beträchtliche Summen ihres Privatvermögens für ihre Leidenschaft investierten.

Kritiker der Sendung übersehen das sehr gerne.

Sie übersehe auch, dass der “History Channel” erst Jahre nachdem die Lagias auf Oak Island Land und Grabungslizenzen erworben dazu kam. Die enormen Kosten der Arbeiten für Mensch, Material und Maschine sind in “The Curse of Oak Island” unübersehbar. Wenn (davon ist auszugehen) die Familienväter finanziell vom “History Channel” unterstützt werden, ist dagegen nichts einzuwenden. Immerhin besser, als wenn es eines Tages heißt “entschuldigt, liebe Familie, wird sind pleite. Alles Geld wurde für unseren Kindheitstraum in Oak Island versenkt” …

Und je mehr Finanzmittel, je mehr kann gesucht und geforscht werden und je mehr Ergebnisse können der rätselhaften Insel entlockt werden. Auch wenn diese Resultate eben vor allem für Mystery-Jäger und an den Rätseln der Welt Interessierte spannend sind.

Artefakte von Oak Island im Internet

Einer der seine ganz eigenen Ergebnisse bzw. Fund  jetzt ins Netz stellte ist Robert Young. Young ist ein Grundstücksbesitzer auf Oak Island, der 1996 eine Parzelle der Insel kaufte. Damals herrschte eine Art von kalten Krieg auf der Insel,  da die Haupteigentümer Fred Nolan und Dan Blankenship einen erbitterten Streit um die Insel führten. Begonnen hatte dieser bereits 1983, als Nolan Land auf der Insel kaufte. Unbemerkt von der damals auf der Insel aktiven “Triton-Allianz” von Dan Blankenship, der bereits seit Ende der 60ger Jahre auf der Insel wohnte.

Von diesem Fred Nolan erwarb Young das Grundstück “Lot 5”. Bis heute darf er nicht den 1965 erbauten Fahrdamm zum Festland benutzen und muss das Boot nehmen. Trotz dieser Streitigkeiten hat aber auch Young auf seinem Grundstück im Laufe der Jahre diverse Funde gemacht. Da sein Land für die Brüder Lagina und dem “History Channel” natürlich tabu sind, präsentiert Young seine Entdeckungen auf einem anderen Weg. Auf seiner Webseite OakIslandlotfive.com, die er nach seinem Grundstück benannt hat.

Durch die Streitigkeiten auf der Insel bleibt Young auch nicht viel anderes übrigen, wenn er seine gefundenen Objekte präsentieren will. Denn in der aktuellen TV-Reihe “The Curse of Oak Island” ist von Young niemals die Rede. So, als existiere er gar nicht …

Das ändert natürlich nichts daran, dass er seit 1996 auf seinem Grund und Boden auch diverse Funde machte. Wie die kanadische Tageszeitung “The Chronicle Herald” am 10. Januar 2018 über Robert Youngs Funde berichtete, haben diese ihn selber überrascht:

Ich war überrascht, wie viel ich wahrheitsgemäß gefunden habe. Ich dachte, ich würde verbogene Taschenmesser oder was auch immer finden, aber es war einfach wunderbar. Von Tag zu Tag wusste ich nie, was ich finden würde.

Lot 5

Ergebnis sind rund 100 Fotos verschiedenster Fundobjekte von seinem Grundstück “Lot 5”, die Ihr HIER online sehen könnt. Alle diese Objekte – von Münzen bis verbogenem Metall – sind von ihm, so betont er, ganz legal ausgegraben worden. Seit 1998 besaß er eine “Treasure Trove License” für seien Parzelle 5 der Behörden im nahen Halifax. Das ist eine Art offizielle Schatzsucherlizenz, die Young auch auf seiner Internetseite als Pdf vollständig online gestellt hat.

Für Fans des Mythos um Oak Island sind diese zahlreichen Artefakte von der Insel mehr als spannend. Immerhin ist seit Jahren die einzige wirkliche Quelle für Funde aller Art und Unart die US-TV-Serie des “History Channel”. So zitiert “The Chronicle Herald” ihn auch mit den Worten:

Ich bin eine Ein-Mann-Operation. Und als ich diese Arbeit machte, hatte ich nicht einmal einen Computer, um auf das Internet zuzugreifen, also musste ich in die Innenstadt zur Bibliothek gehen und alles über Cricket-Abzeichen oder was auch immer herausfinden. (…)

Ich betrachte diese Website immer als eine Art Geschenk für die Menschen in Nova Scotia. Ein Dankeschön, dass sie mich hier leben lassen und ich in den Laden gehen kann, ohne meine Tür und dergleichen verschließen zu müssen Im Grunde sag ich, ich war hier, das ist, was ich getan habe, und jetzt müssen sie herausfinden, was das alles bedeutet.

Eine kleines Stück Schatzinsel

Gefunden hat Young alle Objekte nach seinen Angaben ausschließlich auf seinem kleinen Stückchen Oak Island im Nord-Westen der Insel. Weit weg von all den Arbeiten, Grabungen, Tätigkeiten, Bohrungen usw. der Brüder Lagina und ihren Teams, die sich hauptsächlich 700 oder mehr Meter von seinem Grund und Boden abspielen. Denn dort befindet sich das “Haupt-Suchgebiet”, da in dieser Ecke der angeblich ursprüngliche Versteck lag, das 1795 entdeckt wurde. Auch wenn natürlich auf der gesamten Insel gesucht, geforscht und gegraben wird.

Auf diesem Screenshot der Insel von Google Earth habe ich das einmal grauer eingezeichnet (zur Großsicht anklicken):

Oak Island - Aktuelle Übersicht mit dem Grundstück Lot 5 von R. S. Young (Bilder: Google Earth Sceenshot & oakislandlotfive.com / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Oak Island – Aktuelle Übersicht mit dem Grundstück Lot 5 von R. S. Young [Großansicht] (Bilder: Google Earth Sceenshot & oakislandlotfive.com / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Insgesamt ist Oak Island in 32 Lot unterteilt. Ganz unten rechts auf dem Google Earth-Bild findet sich Lot 32; ganz oben links Lot 1.

Die Lot 5-Funde

In “The Curse of Oak Island” des “History Channel” sind die Objekte von Young nicht zu sehen. Die genannten Unstimmigkeiten sind der Grund. Für Oak Island-Interessierte sind sie gerade deshalb interessant, da jede Neuigkeit wissbegierig aufgenommen wird. So hat auch die Lokalzeitung “The Chronicle Herald” vor wenigen Tagen die veröffentlichten Fotos der Lot 5-Funde Professor Jonathan Fowler von der Universität Saint Mary in Halifax gezeigt, und ihn um eine Stellungnahme gebeten:

“Ich würde sagen, auf den ersten Blick ist das Material, das wir hier betrachten, eine typische Kolonialzeit-Artefaktsammlung. Es gibt eine Reihe funktionaler Kategorien, von Küchengeräten, Bekleidungselementen und persönlichen Elementen. Es gibt dort einen Schlüssel, ich sehe ein oder zwei Fingerhüte, einen Kochtopf und einige Werkzeuge. Dies ist ziemlich normal. Nun, es gibt einige Dinge, die ein bisschen seltsam sind, zum Beispiel dieses Cricket-Abzeichen und solche Dinge Aber selbst das ist nicht untypisch (…) Es gibt Leute, die zurückkommen und dort Sachen fallen lassen.”

Professor Fowler ist weiter sicher, dass es “eine echte archäologische Geschichte zu Oak Island gibt, die sich von der abenteuerlicheren Erzählung der populären spekulativen Geschichte unterscheidet.” Aus diesem Grunde findet er die Online-Bildergalerie der Objekt “nützlich”.

Etwas wirklich Spektakuläres sucht der Betrachter unter diesen Artefakten vergeblich. Auch der Archäologie Dr. Jonathan Fowler sieht das so. Fowler selber ist von der Athropolischen Abteilung der Universität Saint Mary und unter anderem auf die Archäologie des Kolonialismus Nordamerikas spezialisiert. Damit sind Robert Young seine Fundstücke für einen Forscher wie ihn fraglos interessant aber alltägliche Artefakte. Zynische Oak Island-Skeptiker würden sie vielleicht sogar schlicht als Müll aus zwei Jahrhunderten bezeichnen …

Ein enttäuschter Oak Island-Besitzer?

Robert Young äußerte sich in dem Zeitungsartikel auch zu den aktuellen Vorgängen auf Oak Island rund um die Brüder Lagina. Er gehört nicht zu dessen Team und habe auch keine Einigung über die Nutzung des Fahrdamms zum Festland erzielen können, schreibt “The Chronicle Herald”. Mehr noch, Young glaubt, so heißt es weiter, “dass die beliebte Fernsehserie ‘Curse of Oak Island’ andere wie ihn und seine Funde zur Seite gestoßen haben könnte”.

Klingt hier Unmut angesichts des Erfolges der TV-Serie und der enormen zur Verfügung stehenden Mittel heraus? Meiner Meinung durchaus denkbar. Ebenso sagt Young selber, dass der seine Schatzsucherlizenz “Treasure Trove License” bereits im Jahr 2008 auslaufen lies. Er habe sie nicht verlängert, da die “damit verbundenen Bestimmungen dazu führen könnten, dass sein Eigentum als Special Place ausgewiesen” werden könnte. Aus diesem Grunde habe er sich zurückgezogen, da es ihm “das Risiko nicht wert” war.

Ferien auf Oak Island

Seine Parzelle nutze er nur noch als “Ferienobjekt” und Young sei “grundsätzlich zufrieden mit dieser Entscheidung“, die Lizenz nicht verlängert zu haben. Letztlich haben Rick und Marty Lagia mit ihren Arbeiten und der TV-Serie das ganze Thema Oak Island zerstört und missbraucht, meint Young:

Ich bin überhaupt nicht damit einverstanden, was in den letzten Jahren dort vor sich gegangen ist. Ich denke, sie haben die Insel irgendwie missbraucht. Mein ganzes Thema ist es, es so original wie möglich zu halten.

Sehr gut möglich, dass Young es heute bereut, dass er zwei Jahre nach dem Landkauf der Lagina-Brüder hat seine eigene Lizenz auslaufen lassen. Jetzt gehört ihm nur ein kleines Waldgrundstück, mit dem er eigentlich nichts anfangen und das er nur mit einem Boot erreichen kann. Während andere mit LKWs, Kranwagen, Baggern, Bohrmaschinen und Kettenfahrzeugen über den Damm anreisen und auf Oak Island herumfahren und lärmen.

Vielleicht ein Teil des “Fluch von Oak Island, von denen einige Menschen sprechen. Aber vielleicht ist die Veröffentlichung seiner Artefakte von Lot 5 ja ein Anfang für ein Entgegenkommen …

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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“Tatort”-Star Miroclav Nemec ist jetzt als Mystery-Jäger mit einer Doku-Reihe am TV: Hintergründe in diesem Mystery-Review

Tatort-Star Miroclav Nemec jetzt als Mystery-Jäger mit eigener Doku-Reihe am TV (Bild: dmax.de)
“Tatort”-Star Miroclav Nemec jetzt als Mystery-Jäger mit eigener Doku-Reihe am TV (Bild: dmax.de)

Statt Mörder und Verbrecher im “Tatort” des Senders ARD jagt der Schauspieler Miroclav Nemec auf dem Sender DMAX aktuell ganz Anderem hinterher. Dort sieht man den beliebten “Tatort”-Star jetzt in der Sendereihe “Spurlos verschwunden”, in der er als Jäger des Phantastischen “ungelösten Mysterien” der Welt nachgeht. Wie kommt der TV-Kommissar zu diesem vollkommen anderen Fernsehformat, wie steht er dazu und welche Rätsel der Welt möchte der Sender DMAX in der Doku-Reihe genau lüften? All das udn die Hintergründe der TV-Reihe erfahrt Ihr in diesem Mystery-Review.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Mystery-Kommissar Miroclav Nemec

TV-Reihen und Doku-Serien, die sich mit den Mysterien der Welt befassen, gibt es in Massen. Eine ganze Industrie des Phantastischen beliefert die TV-Zuschauer mit unzähligen Sendungen rund um die ungelösten Geheimnisse der Menschheit, die vor allem aus den USA in unsere Fernseher kommen. Von der Suche nach Riesen, Monstern, UFOs, Aliens und Ancient Aliens über die Rätsel Ägyptens und Atlantis bis zur Fahndung nach verborgenen Schätzen ist alle dabei.

Ein schier längst gesättigter Markt, wie man denken könnte.

Da mag es seltsam vorkommen, dass ein durch den “Tatort” der ARD bekannter Schauspieler wie Miroclav Nemec plötzlich auf dem doch eher kleinen TV-Sender DMAX mit eben einer solchen Doku-Serie startet. “Ungelöste Mysterien, die der Wissenschaft bis heute Rätsel aufgeben”, so der Fernsehsender, will der Schauspieler in der Reihe “Spurlos verschwunden – Ungelöste Mysterien mit Miroslav Nemec” nachgehen. Dazu heißt es:

Bei schwierigen Fällen läuft ‘Tatort’-Star Miroslav Nemec zu Hochform auf. Dann werden in der Krimiserie Spuren analysiert, Alibis überprüft und DNA-Abgleiche herangezogen. Um den Täter zu überführen, drehen die Kommissare jeden Stein um. Doch manche Rätsel der Menschheitsgeschichte lassen sich auch mit großem Aufwand und modernen Ermittlungsmethoden nur sehr schwer lösen.

Wenn Schiffe, Flugzeuge, Menschen und sogar Orte wie vom Erdboden verschluckt sind, tappen erfahrene Experten bei der Aufklärung im Dunkeln.

Warum verschwand der Malaysia-Airlines-Flug MH370 im März 2014 mit 227 Passagieren und zwölf Besatzungsmitgliedern an Bord plötzlich vom Radar? Wie lassen sich die Geheimnisse um das versunkene Inselreich Atlantis entschlüsseln und wo befand sich das sagenumwobene Goldland ‘Eldorado‘? In ‘Spurlos verschwunden’ präsentiert der renommierte Schauspieler ungelöste Mysterien, die der Wissenschaft bis heute Rätsel aufgeben.

Das klingt nicht nur nur nach einer “klassischen Doku-Reihe” zu den Rätseln der Welt, es ist auch eine.

Gestartet ist die die Serie bereits am 30. November mit einer Folge, die sich mit dem Verschwinden des Fluges MH370 2014 befasst. Darüber habe ich in diesem Video und einem weiteren Video bereits auf meinem Grenzwissenschafts-YouTube-Kanal berichtet. Schaut man sich die auch online zu findende Folge um den Flug MH370 an, sieht man schnell, das hier die Machart der zahlreichen Dokumentationen der USA offensichtlich Pate standen.

Nicht nur das.

Made in USA

Auch die Szenen und (englischen) Interviews und Statements stammen aus Übersee. Der deutsche Sprecher in Spurlos verschwunden” ist übrigens jene Stimme, die man aus der US-TV-Reihe “Ancient Aliens” rund um die Prä-Astronautik kennt. Miroclav Nemec übernimmt hierbei soviel wie ein Kommentator und Moderator in Zwischenszenen. Das kennt man aus vielen anderen TV-Formaten, die unter anderem auch DMAX selber im Programm hat.

Letztlich ist das alles auch kein Wunder, denn die DMAX-Sendung wurde in den USA eingekauft und der Original-Moderator durch unseren “Tatort”-Ermittler ersetzt.

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Eigentlich handelt es sich bei der Doku-Reihe nämlich um eine US-Serie des Senders Science Channel U.S., die dort erstmals am 28. August 2017 ausgestrahlt wurde. Eine Staffel mit 8 Folgen gibt es von dieser Serie, und der amerikanische Original-Sender ist der Medienmogul der Discovery Gruppe. Also genau einer jener Sender, von denen eine Vielzahl der in Deutschland zu sehenden Dokus stammt. Von UFOs bis zu Tieren.

Im Original ist der Moderator Terry O`Quinn. Ein bekannter Schauspieler, der durch zahlreiche Spielfilme und Serien berühmt wurde. Auch durch Mystery-TV-Serien wie “Roswell”, “Lost”, “Falling Skies” oder “Akte X“. Seinen Platz nahm in Deutschland eben Mircolav Nemec ein. Mehr steckt grundsätzlich nicht hinter der Aussage, dass Nemec nun im deutschen Fernsehen den Mysterien der Menschheit auf den Grund geht.

Vom “Tatort” zu Mystery

Welche Themen, außer den oben in der Beschreibung genannten, die Doku-Reihe von DMAX noch aufgreifen wird, ist damit klar. Folgen zu UFOs, Aliens, Rätsel der Vergangenheit bzw. Archäologie und ähnliche Bereiche wird man aber leider nicht finden. “Spurlos verschwunden” konzentriert sich offenkundig auf genau das, was der Titel sagt: Themen von rätselhaften Verschwinden. Fraglos gehören die “verschwundene Insel Atlantis” ebenso dazu, wie der verschollene Flug MH370 oder auch das Bermuda-Dreieck.

Auszusetzen gibt es daran nichts.

Miroclav Nemec und der Sender DMAX rührten natürlich vor dem Start der Serie die Werbetrommel. So gab Nemec unter anderem dazu ein Interview, das Ende November in verschiedenen Medien erschien. In diesem erklärte Nemec, den man ja eigentlich nur aus dem “Tatort” kennt, auch, was für ihn “die Faszination an solchen Storys” ausmacht. Memec dazu am 30. November:

Ich war schon als Kind von solchen Sachen fasziniert und bin hauptsächlich daran interessiert, sie aufzuklären. Der Mensch mag das Mystische, es regt die Fantasie an. Mir ist es daran gelegen, Dinge zu klären, damit ich weiß, was da passiert ist – zum Beispiel am Djatlow-Pass, ein Ereignis, das mich sehr beeindruckt hat.

Und weiter:

Ich glaube nicht daran, dass UFOs und Außerirdische gekommen sind. Es gibt ja immer sehr interessante Spekulationen, die ich schon von Erich von Däniken kenne, der die Theorie hatte, dass Außerirdische Bauwerke in Ägypten erschaffen haben.”

Nemec sieht derartige Themen des Unfassbaren offenkundig sehr nüchtern. Er möchte mir seiner Show verschiedene Erklärungen oder Deutungen der Themen dem Zuschauer vorstellen. Beispielsweise, dass Atlantis nur ein Traum und damit Phantasie war. Oder auch, dass das legendäre Bermuda-Dreieck durch “Magnetfelder oder Schwefel, der aufsteigt”, zu erklären sei. Letzteres kann zumindest ich nicht nachvollziehen.

Wir wissen – nichts!

Nur weil irgendwelche Mysterien der Menschheit für uns heute nicht zu erklären sind, müssen sie nicht immer unerklärlich oder sogar übernatürlich sein. So die Meinung von Nemec zu seiner Sendung. Eine bodenständige Meinung, die ich so unterschreiben würde. Wie sicher die meisten Grenzwissenschaft und Mystery Files-Fans auch.

Bei all diesen Dingen gibt es aber auch Menschen, die uns erzählen, dass etwas Übernatürliches passiert ist oder es Außerirdische gibt. Aber das heißt ja nur, dass wir nicht wissen, was im Kosmos passiert. Wenn man an Zeitlöcher und schwarze Löcher denkt, dann wissen wir, dass wir nichts wissen.

So Nemec im Interview. Und da er seit Kindertagen “von solchen Sachen fasziniert” sei, ist auch die dieses TV-Format für ihn spannend. Zweifellos aber auch deshalb, da kein Schauspieler bis zum Sankt-Nimmleins-Tag beim “Tatort” bzw. der ARD und ZDF bleiben kann. Auch wenn es augenscheinlich grundsätzlich möglich ist …

Auf die Frage, ob diese Doku-Reihe eine “gelungene Abwechslung” oder vielleicht sogar ein Modell für die Zukunft für ihn sein könnte, antwortete Nenec:

Ich fand das super, es hat mir gut gefallen. Wir hatten ein großartiges Team und es war eine inspirierende Arbeit. Ich habe etwas gelernt, denn ich habe mich mit Dingen beschäftigt, mit denen ich das sonst nicht so ausführlich tun würde – weil ich natürlich auch Hintergrundinformationen haben möchte. Die Arbeit war sehr angenehm und jetzt bin ich gespannt, wie das Ergebnis geworden ist.

Das wird sich in der Tat zeigen. Denn “Spurlos verschwunden” ist eben nichts weiter als einer der ungezählten Doku-Importe aus Übersee. Da wird in Deutschland aber keinen Terry O`Quinn als Moderator haben, ist der Schauspieler Miroclav Nemec meiner Meinung eine gute Wahl. Oder welches TV-Gesicht sollte man sonst hier vor die Kamera stellen, ohne das die gesamte Sendung schon im Voraus zu einer Groteske wird?

Was denkt Ihr – oder wen hättet Ihr lieber als Moderator auf DMAX gesehen? Diskutiert gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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“Ancient Aliens” und der History Channel als Satire in der TV-Cartoon-Serie “South Park”: Ein Mystery-TV-Review

Ancient Aliens” und der History Channel als Satire in South Park (Bild: Screenshot southpark.de)

Im April 2010 starte in den USA auf dem History Channel die erfolgreiche TV-Serie “Ancient Aliens”. Bis heute läuft diese Doku-Reihe rund um die Prä-Astonautik und zahlreiche andere Mysterien und Grenzwissenschaft am US-TV und auch bei uns in Deutschland. “Ancient Aliens” ist mit seinen fast 140 Folgen unlängst zu einer Art “Kult” in der Öffentlichkeit geworden. Was von den meisten Prä-Astronautik-Interessierten allerdings eher negativ gesehen wird. Ebenso kult ist die satirische US-Cartoon-Serie “South Park”, die seit rund 20 Jahren läuft und der eigentlich nichts “heilig ist”. So auch 2011, als “South Park” die Serie “Ancient Aliens” in einer Folge auf die Schippe nahm, die ich Euch in diesem Mystery-Review vorstellen möchte.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die TV-Serie “Ancient Aliens”

Am 8. März 2009 strahlte das “History Network” aus den USA die Pilot-Folge von “Ancient Aliens” aus. Damit löste sie einen US-Boom in Sachen Prä-Astronautik und später allerlei andere Themen der Grenzwissenschaft (und darüber hinaus) aus, der bis heute anhält.

Vor allem hierzulande ist “Ancient Aliens” bei den allermeisten Menschen, die sich für Astronautengötter, Prä-Astronautik, Aliens usw. interessieren, aber eine Art “rotes Tuch”. Kaum einer, das zeigen persönliche Gespräche ebenso, wie die unzähligen Diskussion in Sozialen Netzwerken und im Internet dazu eindeutig, nimmt die US-Serie irgendwie ernst (siehe z. B. die Beiträge HIER, HIER, HIER, HIER, HIER & HIER dazu).

Das war zu Beginn der regulären TV-Reihe auf dem History Channel ab dem 20. April 2010 noch anderes. Doch da in den bereits 13 Staffeln mit sage und schreibe 147 Folgen geradezu jedes Thema “mystifiziert” wird, lehnen zumindest die meisten deutschsprachigen Alien- und UFO-Freunde diese Serie schlicht ab. Vor allem in Debatten bei Facebook stellt man immer wieder fest, dass viele die Serie “Ancient Aliens” sogar klar als Schaden für die Idee der Götter aus dem All ansehen.

Den Erfolg tut das keinen Abbruch, wie man es umgangssprachlich sagt. Ebenfalls ist der Serienname “Ancient Aliens” an sich schon längst eine feste Bezeichnung für die Prä-Astronautik bzw. eben die Astronauten vor Jahrtausenden geworden.

Erfolgreich ist aber auch die US-Serie “South Park”, die bereits 20 Jahre Erfolge feiert. Eine in sehr weiten Teilen bitter-böse Cartoon-Reihe von Trey Parker und Matt Stone, die 1997 startete und 1999 nach Deutschland kam. Darin wird wirklich alles und jeder durch den Kakao gezogen, wenn die 4 Jungen Stan Marsh, Kyle Broflovski, Eric Cartman und Kenny McCormick in dem Ort “South Park” ihr Unwesen treiben.

“Wegen des sehr aggressiven Humors und der kontroversen Inhalte wird South Park stellenweise heftig kritisiert; dies führte zum Teil bis zum Verbot von einzelnen Folgen”, schiebt zum Beispiel Wikipedia zu der Animationsserie. Die trotz aller Kritik auch überaus viel Lob bekommt und zahllose Fans in aller Welt hat. Man mag sie, oder hasst sie …

“Ancient Aliens” bei “South Park”

Es sollte nicht verwundern, dass die Macher von “South Park” auch die TV-Serie “Ancient Aliens” in einer Folge aufs Korn genommen haben. Das war schon am 9. November 2011 in der Folge “Erntedank und Doku-Drama” der Fall, auf die ich bereits vor einigen Jahren auf diesem Blog verwies.

In dieser Folge der 13. Staffel sollen die Jungs Stan, Kyle, Eric und Kenny einen Aufsatz zu “Thanksgiving” für die Schule verfassen. Das US-Amerikanische Gegenstück zu unserem “Erntedank”, dass in den USA und Kanada m Oktober bzw. November gefeiert wird. In den USA wird meistens das Fest auf den Herbst 1621 zurückgeführt, als die legendären Pilgerväter in bei Plymouth Rock in Massachusetts ankamen. Hier feierten sie zusammen mit den einheimischen Wampanoag-Indianern ein Erntedankfest.

Und hier setzt die Satire von “South Park” an der Serie “Ancient Aliens” an.

Bequem wie die Jungs in der Serie sind, schalten sie History Channel an, um dort in Dokus mehr über “Thanksgiving” und die Pilgerväter zu erfahren. “Warum Bücher wälzten, wenn es den Histoy Channel gibt?”, so Rädelsführer Eric Cartman in der Folge. Sogleich stoßen sie auf die Serie “Ancient Aliens” und die imaginäre Folge “Uralte Außerirdische an Thanksgiving”.

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Ein gefundenes Fressen, wie die Jungs. Immerhin wird der History Channel in der Folge von einem TV-Sprecher mit den Worten “Sie sehen die Histoy Channel. Hier ist die Wahrheit Geschichte!” präsentiert. Sogleich bahn sich eine Sensation an, denn vor 1621 gab es keine Truthahn-Füllungen beim US-Erntedankfest. Nirgendwo finden sich eine Erwähnung, also muss sie aus dem All kommen!

Mehr noch, denn die Ureinwohner und die Pilgerväter waren vielleicht selber Außerirdische. Nirgendwo, so sagt es der History Channel, findend sich eine Aufzeichnung aus der Zeit, dass sie nicht aus dem All kamen. Also kamen sie aus dem All ... da man es nicht widerlegen kann.

Die Satire geht bei “South Park” so weit, dass der Junge Kyle, der sich fortlaufend über die Sendung aufregt, selber als “Professor für Thanksgiving” auf dem History Channel landet. Nur, da er die Idee der Ureinwohner und/oder Pilgerväter von den Sternen sarkastisch in einem Interview bejahte. Also war damit bei “South Park” die Sache ein Fakt. Selbst die als “Men in Black” auftretenden Mitarbeiter des History Channel können es selber nicht glauben, das Professor Kyle alles darüber wusste.

Da nutzt es auch nichts, dass der Junge Kyle immer wieder zu den TV-Sender-Leuten sagt, dass er sein “Wissen” von deren eigenem Sender habe. Auch wenn Plymouth Rock ein Wurmloch-Portal zu den Ancient Aliens letztlich ist.

Letztlich werden landesweit die Truthahn-Füllungen knapp, die Aliens geraten im Streit um den Abbau der Füllungen und ein Pilgervater selber kommt auf die Erde. Satire eben, die aber noch weiter ging. So heißt es gegen Ende der Folge zu einer neuen Sensation:

Es gibt garantiert keine Beweise dafür, dass das erste Thanksgiving-Mahl nicht von Geistern heimgesucht wurde.

Also waren laut History Channel 1621 sicher Geister bei Plymouth Rock anwesend.

Alien-Satire

“South Park” hat in einigen Folgen zum Teil mehr als deftigen Humor, den man mögen kann oder ebne nicht. Die Folge um “Ancient Aliens” von 2011 gehört da eher zu den harmlosen Varianten.

Der derbe überspitze Humor macht die Serie eben aus und das ist eben Satire. Wer als Mystery-Fan die TV-Serie “Ancient Aliens” oder andere solcher Doku-Formate aus dem amerikanischen Fernsehen kennt, der wird mit Sicherheit bei “South Park”-Folge um die Pilgerväter aus dem All viele wiedererkennen.

Ansehen könnt Ihr Euch die Folge kostenlos HIER.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Superstar Robbie Williams will in einer eigenen “Alien-Doku” über seine UFO-Erfahrungen berichten: Hintergründe & Fake-News

Superstar Robbie Williams will in einer "Alien-Dokumentation" über seine UFO-Erfahrungen berichten (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Superstar Robbie Williams will in einer “Alien-Dokumentation” über seine UFO-Erfahrungen berichten (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Der britische Sänger und Entertainer Robbie Williams wurde als Teenieschwarm in den 1990er Jahren zum Superstar. In der Grenzwissenschaft und  Mystery Files fällt der vielfach ausgezeichnete Musiker aber weniger durch seine musikalischen Darbietungen auf, sondern eher durch seine Aussagen zu UFOs, Aliens und anderen Themen des Phantastischen. Wie jetzt bekannt wurde, will Williams zusammen mit einem US-TV-Sender eine Dokumentation über Außerirdische, UFOs und andere Phänomene wie Tierverstümmelungen produzieren. Inklusive seiner eigenen UFO-Erlebnisse, die ihn nach seinen Worten “verrückt und fett gemacht” hätten. Für diese Doku habe er “sogar seine musikalische Karriere auf Eis gelegt”, wie verschiedene Medien berichten! Wie genau der Musiker seine Alien-Doku plant, was mit seiner Karriere in Wirklichkeit ist und was vielleicht hinter dem Doku-Projekt stecken könnte, lest Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Robbie Williams und das Unfassbare

Ob man die Musik des preisgekrönten und gefeierten Sängers Robbie Williams mag oder nicht, ist Nebensache. Wie viele anderen Superstars hatte und hat aber auch Williams so seine Marotten, Skandale und Probleme. So etwa hat die britische Regenbogenpresse seine Drogen- und Alkoholprobleme einst mehr als ausführlich dokumentiert bzw. eher ausgeschlachtet.

Eben kaum ein Star ohne Skandale.

In der Grenzwissenschaft fiel Williams – wenn überhaupt – hin und wieder dadurch auf, dass er von UFOs und Aliens erzählte. Er selber habe bereits UFOs gesehen und glaubt durchaus auch an Außerirdische. Allerdings schien diese “UFO-Phase” des Sängers lange vorbei zu sein und in Medienberichten 2012 nach einem Interview mit “The Sun” hieß es, dass er seine UFO-Interesse inzwischen bereiten würde:

Es hat nicht funktioniert. Es hat mich nur verrückt gemacht und – zu der Zeit – auch fett. Ich war verrückt und fett und sah UFOs.”

“Die Situation war ein PR-Alptraum”, so Williams am 31. August 2012 zu “The Sun”. Einige Jahre zuvor sah das noch ganz anders aus. Da sprach Williams noch davon, dass er nach UFOs Ausschau halte und er sogar Besuch von Aliens bekam. Gerade als er an seinem Song “Arizona” arbeitete, in dem er über UFO-Entführungen singt …

International machten seine angeblichen UFO-Sichtungen und Alien-Geschichten Schlagzeilen in der Boulevardpresse. Ernsthaft überprüft, ob und was von ihm am Himmel gesehen wurde, hat aber meines Wissens nach kein UFO-Forscher oder -Verein. Seine Partyexzesse und Probleme mit Drogen, Medikamenten und  Alkohol ließen seine Behauptungen auch mehr als nur fragwürdig erscheinen!

Fett und verrückt durch UFOs …

Auch wenn Robbie Williams im Nachhinein sagt, dass seine “UFO-Phase” in damals verrückt und fett gemacht habe, wage ich das zu bezweifeln. Ich glaube da lagen die Ursachen wohl ganz woanders.

Obwohl der Sänger bereits vor Jahren sein Interesse für Aliens und UFOs öffentlich bereute, rudert er jetzt zurück. Er plant gleich eine ganze Dokumentation zum Thema Außerirdische, in der auch er selber seine Sichtungen und Erfahrungen schildern will. So zitiert der “Daily Star” am 6. August eine nicht genannte “Quelle” mit den Worten:

Robbie hatte eine Reihe von Begegnungen, die durch konventionelle Wissenschaft nicht erklärt werden können. Er stimmte dem Angebot, bei einem Film seines Freundes Georg mitzuwirken, direkt zu. Er schämt sich nicht für das, was er glaubt, gesehen zu haben.”

Das klingt nicht gerade danach, als habe Williams mit dem UFO-Thema abgeschlossen. Eine “Dokumentation im Akte X-Style” soll es sogar werden, die Williams mit seinem Freund George Knapp produzieren möchte. Beziehungsweise produziert hat.

Knapp wiederum ist Journalist beim US-TV-Sender “Channel 8”, der zusammen mit Jeremy Corbell die UFO-Doku “Hunt For The Skinwalker” mit Williams produzierte. Darin soll es natürlich nicht nur um die UFOs des Musikers gehen, sondern auch um andere UFO-Sichtungen sowie Tierverstümmelungen und Alien-Begegnungen auf einer Ranch in Utha.

Der Name der Williams-Alien-Dokumentation – “Hunt For The Skinwalker” – ist dabei mehr als nur Programm.

Robbie Williams “Auf der Jagd nach Gestaltwandlern”

Indianer in den fraglichen Gebieten erzählen von einer seltsamen Kreatur, die sie selber “Skinwalkers” nennen. Sehr frei übersetzt heißt das “Haut-Wanderer”, was nichts anders ist als ein “Gestalt-Wandler”. Also ein Wesen, das angeblich in der Lage ist sein Aussehen, eben seine Gestalt, zu verändern. Verschiedene Medienberichte nennen Williams deshalb schon “den neuen Akte X-Richter” im Sinne eines Mystery-Jägers und -Ermittlers wie Fox Mulder aus der TV-Erfolgsserie “Akte X”.

Natürlich ist das vollkommen überzogen. Und doch wird Williams Alien-Einsatz und UFO-Doku von einigen Seiten sogar bejubelt, heißt es zumindest in den meisten Medienberichten. In diesen wird der Autor und UFO-Forscher Michael Luckman vom (mir unbekannten) “Zentrum für extraterrestrische Forschung” in New York mit den Worten zitiert:

Robbie wird jetzt ein Point-Mann für den Kontakt mit Außerirdischen. Keine der Erfahrungen, die ich gesehen habe, sind in der gleichen Kategorie von dem, was Robbie erlebt zu haben scheint. Robbie könnte leicht verschwinden und dann wieder kommen.

Er ist der erste bekannte Promi, der tatsächlich nach draußen geht und aktiv nach außerirdischen Lebensformen sucht, ungewöhnlich aktiv ist und sogar seine musikalische Karriere auf Eis gelegt hat. Es ist bei ihm wahrscheinlicher Kontakt herzustellen, da er so spirituell ist – er macht es bis zum Maximum.”

Wie soll man diese erstaunliche Aussage von Luckman über den Superstar Williams und seine Alien-Jagd einordnen?

Williams legt seine Karriere für UFOs auf Eis?

Die Dokumentation “Hunt For The Skinwalker” von und mit Williams ist brand-aktuell. Die von zahllosen Medienberichten zitierte Aussage von Michael Luckman über ihn allerdings ganz und gar nicht. Sie ist im Gegenteil sogar recht genau zehn Jahre alt. Schon am 19. September 2008 brachte “Yahoo News” das Zitat, am 11. September 2008 “Focus-Online” oder auch am 19. September 2008 die Show-News-Seite “NME”.

Robbie Williams lässt seine Musikkarriere also nicht zu Gunsten von UFOs und Aliens ruhen, wie es die meisten Medienberichte durch das Luckman-Zitat oben suggerieren. Außerdem fielen die Worte von Luckman zu einer Zeit, in der Musiker so oder so eine “Auszeit” nahm (Anfang 2007 bis Mitte 2009), da es zuvor eben zu der negativen Presse durch seine Exzesse und UFO-Sichtungen kam.

Was bleibt ist die US-Alien-Doku “Hunt For The Skinwalker” mit Robbie Williams als fraglosen Star der Sendung. Nicht mehr und nicht weniger.

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Er ist aber in den USA mit dieser Doku auf den Spuren des Unfassbaren, der UFOs und der Außerirdischen in sehr guter Gesellschaft. In Amerika sind derartigem TV-Formate überaus beliebt und sehr erfolgreich, worüber ich auf diesem Blog immer mal wieder berichtet habe (s. zum Beispiel HIER, HIER & HIER). Die US-TV-Doku-Landschaft ist dort eine andere wie hier in Mitteleuropa oder Deutschland.

Und das ist eigentlich ein sehr geschickter Schachzug von Musik-Superstar Robbie Williams und seinem Management. Obwohl er in zahllosen Ländern der Welt ein gefeierter Musiker und Superstar ist, hat er in den USA mit seiner Musik nie wirklich Erfolg gehabt. Alle Bemühungen in den USA erfolgreich Fuß zufassen schlugen fehl. Das zeigt beispielsweise auch seine Diskografie der letzten 20 Jahre. An dieser sieht man, dass seine gefreiten und mit Platin-Auszeichnungen überhäuften Nummer 1-Alben in den USA praktisch überhaupt keine Beachtung in den Charts fanden.

Vielleicht gelingt Robbie Williams der Sprung in die US-Musik-Charts also “durch die Hintertür”, in dem er sich dort durch UFO-Dokus in das öffentliche Bewusstsein bringt. Im Sinne von “was singt dieser Williams eigentlich?” …

Immerhin nennen selbst etablierte Mainstram-Wissenschaftler in den USA ihre Mitwirkung bei der der TV-Reihe “Ancient Aliens” in ihrer offiziellen Biographie. Im amerikanischen Raum muss man auch als Wissenschaftler gesehen werden. Vielleicht haben sich das auch Robbie Williams und sein Management gedacht?

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Neue Ausgrabungen im Tal der Könige geplant: Mit Zahi Hawass als Chef-Ausgräber am TV auf der Suche nach neuen Gräbern

Neue Ausgrabungen im Tal der Könige geplant (Bild: gemeinfrei)
Neue Ausgrabungen im Tal der Könige geplant (Bild: gemeinfrei)

Es wird auch in Zukunft nicht leise im und um das Tal der Könige in Ägypten. Während die Boden-Scans 2017 und 2018 am Grab des Pharao Tutanchamun keinen Beweis für versteckte Kammern oder sogar ein weiteres Grab lieferten, soll im Herbst dieses Jahres erneut nach verborgenen Gräbern gesucht werden. Unter Leitung des Archäologen Dr. Zahi Hawass und in Begleitung von einem Filmteam einer  TV-Produktionsfirma aus Kalifornien. Daraus soll eine Doku-Serie oder auch ein “Live-Bericht” für unterschiedliche TV-Plattformen entstehen. Was wir hierbei zu erwarten haben und was Dr. Hawass zu dem Projekt sagt, erfahrt Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Spurensuche im Tal der Könige

Nahe Luxor liegt das weltberühmte Tal der Könige, das in den letzten Jahren immer wieder für internationale Schlagzeilen sorgte. Vermutet wurden Geheimkammern im Grab des legendären König Tutanchamun, dessen Grab der Brite Howard Carter 1922 entdeckte. Verschiedene Radar-Scans und andere Untersuchen ergaben jedoch im Frühjahr 2018, dass es diesen versteckten Kammern im Grab aller Wahrscheinlichkeit nach nicht gibt.

Im Video unten erfahrt Ihr dazu mehr Details. Ebenso zum Beispiel auch HIER, HIER, HIER & HIER auf diesem Blog.

Trotzdem bleiben die Forschungen im Tal der König für Archäologen spannend. Vielleicht, so die Vermutungen, gibt es hier noch weitere Gräber und Grabgruben, die bisher noch nicht entdeckte wurden. Insgesamt kennt die Ägyptologie heute 64 Grabanlagen dort, von denen (meistens) nur drei von Touristen besichtigt werden können.

Neue Forschungen …

Die Internetseite “Deadline.com”, ein News-Portal über die neuesten Hollywood- und TV-Produktionen, berichte am 23. Juli über neue Forschungen im Tal der Könige.

Es mag zwar ungewöhnlich klingen, dass eine Hollywood-Webseite über News der Ägyptologie berichtet, doch das hat einen einfachen Grund: Die “Storied Media Group” von Gründer Todd Hoffman wird die Arbeiten mit der Kamera begleiten. Einmal mehr wird der umstrittene Archäologe Zahi Hawass als Hauptdarsteller in Szene gesetzt. Auf “Deadline.com” heißt es dazu:

Vor dem 100-jährigen Jubiläum der Entdeckung des Grabes von König Tut hat die Storied Media Group die Produktions- und Sponsorenrechte an einer großen archäologischen Ausgrabung im ägyptischen Tal der Könige erworben, die im September unter der Leitung des renommierten Ägyptologen und Archäologen Dr. Zahi Hawass beginnt. Das Projekt wird in mehreren Netzwerken als Doku-Series und mögliche Live-Event-Special aufgestellt. Die Storied Media Group wurde vom ägyptischen Ministerium für Altertümer ausgewählt, um die Ereignisse zu dokumentieren.

Dass Kamerateams archäologiche Forschungen, Expeditionen und Arbeiten begleiten, und daraus einen TV-Event machen, ist längst nicht neu. Vor allem in den USA sind derartige TV-Shows und Doku-Serien durchaus sehr beliebt. Wie an anderer Stelle auf diesem Blog berichtet, sind solche US-Sendungen mehr Show als Wissenschaft, wie man es aus dem hiesigen TV her kennt.

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Zahi Hawass zurück ins Rampenlicht

Zahi Hawass ist der wohl umstrittenste Ägyptologe unserer Tage. Seine zahllosen TV-Sendungen wie eben solche Dokus haben ihn schon lange den Ruf eines Show-Archäologen eingebracht. Er ist, so nenne ich ihn ganz gerne, “Ägyptens letzter Pharao“. Das zeigt sich beispielsweise sehr gut an seiner Doku-Reihe “Der Mumien-Jäger”.

So schrieb schon die “Süddeutsche Zeitung” in einem kritischen Artikel am 17. Mai 2010 über Dr. Hawass:

Es heißt, der Herr über das Pharaonenreich sei ein Tyrann, rachsüchtig, launisch und eitel. Er beschimpfe seine Gegner als ‘Pyramidioten’, er sei eine ‘Ein-Mann-Konfliktzone’.

Es heißt, alle Tempel seien nur Kulissen für seine Auftritte, und bei denen trage er immer einen albernen Hut, um auszusehen wie Indiana Jones. Manchmal vergleiche er sich sogar mit Tutanchamun. Selbst Freunde sagen dann, dass er langsam seltsam werde.

Trotzdem wollten ein Dutzend Firmen die Produktion der neuen Hawass-Show im Tal der Könige gerne übernehmen. Den Zuschlag bekam letztlich die “Storied Media Group”, die damit sogar den bekannten “Discovery Channel” schlug. Für Todd Hoffman ein absoluter Gewinn, wie er sagt:

Wir fühlen uns geehrt, vom ägyptischen Ministerium für Altertümer ausgewählt worden zu sein, um dieses historische Ereignis zu dokumentieren. Dies ist eine einmalige Chance und wir sind dankbar, mit dem gefeierten Dr. Hawass und seinem Team zusammenzuarbeiten.

Das Besondere an diesen (TV-)Ausgrabungen ist nach Zahi Hawass, dass die Arbeiten nur wenig entfernt vom Grab des Tutanachamun stattfinden sollen. Scans der Umgebung seine “vielversprechend” und es ist zugleich dass erste Mal, dass dort Nachforschungen stattfinden sollen. Dr. Hawass geht sogar noch einen riesigen Schritt weiter:

Diese bevorstehende Ausgrabung verspricht, alles zu ändern, was wir über das Tal der Könige wissen.

Ob dieses Versprechen von Zahi Hawass nicht viel zu hoch gegriffen ist, bleibt abzuwarten. Es ist fraglich, ob die ab September 2018 startende Produktion mit ihm wirklich alles ändern wird, was wir über die Gräber dort bis heuute bereits wissen.

Video zum Thema “Geheimkammern des Tutanchamun”

Video vom 7. Mai 2018 auf Fischinger-Online bei YouTube

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

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Lars A. Fischinger

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Verlorenes Wissen, brisante Funde: Harald Lesch geht in Terra X (ZDF) “ungelösten Fällen der Archäologie” und der Prä-Astronautik auf den Grund

Das ZDF und Harald Lesch gehen in Terra X ungelösten Fällen der Archäologie nach (Bilder: ZDF / gemeinfrei / LAF / Montage: Fischinger-Online)
Das ZDF und Harald Lesch gehen in “Terra X” ungelösten Fällen der Archäologie nach (Bilder: ZDF / gemeinfrei / LAF / Montage: Fischinger-Online)

Die Sendereihe “Terra X” des Senders ZDF erfreut sich seit Jahrzehnten sehr großer Beliebtheit. Wie das ZDF jetzt ankündigte, wird im März 2018 die zweiteiligen “Terra X”-Sendung “Ungelöste Fälle der Archäologie” ins Fernsehen kommen. Harald Lesch wird sich darin in den beiden Folgen “Verlorenes Wissen” und “Brisante Funde” einigen Rätseln der Archäologie annehmen. Aber auch in der Prä-Astronautik und den Ideen der Ancient Aliens zu einigen Rätseln unsere Vergangenheit möchte Lesch nach Antworten auf Fragen der Archäologie suchen, wie es die Ankündigen verraten. Ich habe mir die Pressemitteilungen und Ankündigen des ZDF zu den Dokus einmal genauer angesehen – und ebenso für Euch die “Terra X”-Sendungen im Voraus bereits angeschaut. Denn ich ahnte nichts Gutes! Warum, das erkläre ich vorab umfassend in diesem Prä-Mystery-Review-Posting. (Spoiler-Alarm)


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Mystery-Jäger Harald Lesch

Harald Lesch kennen sicher die meisten TV-Zuschauer. Er ist eine Art “Wissenschafts-Ikone” der öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland und berichtet für diese in Dokumentationen und Sendungen aus der Welt der Forschung, Wissenschaft und Geschichte. Ein Mann mit vielen Gesichtern und vielen Fans, mich eingeschlossen.

Professor Lesch ist eigentlich Astrophysiker und Physik-Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Durch seine (meiner Meinung nach brillante) Art Wissenschaft & Co. über die Fernseher zu vermitteln, ist Lesch aus der TV-Landschaft nicht mehr wegzudenken. Allerdings, darauf habe ich auf diesem Blog immer wieder gerne hingewiesen, ist er mehr oder weniger auf Kriegsfuß mit Themen aus Grenzwissenschat und Mystery Files.

In diesen Bereichen ist Lesch zweifellos auch kein Experte, der sich näher mit den Hypothesen, Spekulationen und Ideen aus der GreWi beschäftigt hat, wie es sich immer wieder zeigt. Als Mainstream-TV-Wissenschaftler fehlt Harald Lesch mit Sicherheit auch ganz einfach die Zeit, sich durch alle diese Themen zu “ackern”. Wenige sind es bekanntlich nicht.

Und niemand kann verlangen, dass solche Themen des Unfassbaren jeden interessieren. Wobei man das bei einem “öffentlichen TV-Wissenschaftler” von Fall zu Fall auch wieder ganz anders sehen kann

Dennoch hat sich der ZDF-Moderator für seinen Sender als Mystery-Jäger betätigt, um in zwei “Terra X”-Folgen zur besten Sendezeit über archäologische Mysterien zu berichten. In einer der Mitteilungen des ZDF zu den kommenden Sendungen vom 21. März liest sich das so:

Harald Lesch für ‘Terra X’-Doku im ZDF ungelösten Fällen der Archäologie auf der Spur.

Was genau diese ungeklärten Rätsel der Archäologie beim ZDF sein werden, erfährt man detaillierter im Presseportal des ZDF selbst. Und da erschreckt es einem Jäger des Phantastischen wie mich durchaus sehr!

Das ZDF und die “ungelösten Fällen der Archäologie”

Das ZDF schreibt zu den Dokus der bekannten “Terra X”-Autoren Peter Prestel und Gisela Graichen :

Menschen haben in der Vergangenheit mit einfachsten Mitteln Unglaubliches geschaffen. Viele dieser Bauwerke und Artefakte werfen bis heute Fragen auf. Auf diese rätselhaften Funde stoßen Forscher weltweit immer wieder. In der zweiteiligen “‘Terra X’-Dokumentation ‘Ungelöste Fälle der Archäologie’ sucht Harald Lesch nach Antworten auf die Frage: Wie konnten solche Leistungen ohne das heutige technische Wissen gelingen?

Frag den Lesch: Ich hatte Außerirdische zu Besuch in meinem Garten (Bild: Screenshot ZDF-Infothek / Bearbeitung & Montage: L. A. Fischinger)
Mystery-Review: Frag den Lesch: Ich hatte Außerirdische zu Besuch in meinem Garten (Bild: Screenshot ZDF-Infothek / Bearbeitung & Montage: L. A. Fischinger)

Am 25. März zu besten sonntäglichen Sendezeit um 19.30 Uhr startet die 1. Folge “Verlorenes Wissen”. Laut Ankündigung wird es darin wohl vor allem um folgende Mysterien der Archäologie und Vergangenheit gehen:

Fraglos interessante Themen.

Vor allem der letzte Punkt, die zum Teil riesigen, künstlichen Steinkugeln von Costa Rica, sind spannend. Allerdings macht sie vor allem die Tatsache hoch-spannend, dass in Südost-Europa ein identischer “Kult” um derartige Steinkugeln existierte. Darüber hatte ich an anderer Stelle berichtet und auch auf YouTube ein Video veröffentlicht, das ich am Ende erneut eingebunden habe.

Das sind eigentlich mehr oder weniger klassische Themen zu archäologischen Rätseln, die das ZDF und Harald Lesch in der 1. Folge von “Ungelöste Fälle der Archäologie” präsentieren. Im 2. Teil der “Terra X”-Doku kommt es dann aber ganz anders, denn darin wird es um die “brisante Funde” der Archäologen und die Ideen der Götter au dem Kosmos gehen.

“Brisante Funde” der Archäologie und die Prä-Astronautik

Teil 2 sendet das ZDF am Ostersonntag, den 1. April 2018 zur gewohnten Sendezeit um 19.30 Uhr. Vor dem beliebten “Traumschiff” wird sich die “Terra X”-Folge “Brisante Funde” dem Thema Prä-Astronautik anhand einiger ausgewählter Beispiel annehmen. So heißt es in der Presseankündigung des ZDF hierzu unter anderem:

Immer wieder finden Forscher Dinge, die nach dem bisherigen Stand des Wissens kaum erklärbar sind. Felszeichen, die Astronauten zeigen, oder Menschen in Taucheranzügen. (…)

Es gibt Menschen, die glauben, dass es Spuren Außerirdischer auf unserem Planeten gibt. Als Beweis gelten ihnen Funde aus Ägypten, Felszeichnungen in Italien und Darstellungen mittelamerikanischer Völker, die angeblich Erinnerungen an diese Besuche sind.

Anhänger der Prä-Astronautik sind davon überzeugt, dass intelligente außerirdische Wesen die Erde in der Frühzeit besuchten und die Entwicklung der Menschheit maßgeblich beeinflussten. Bestimmte Darstellungen oder Artefakte, für die es keine eindeutige Erklärung gibt oder deren Verwendung bis heute unbekannt ist, sind in ihren Augen Erinnerung an den Besuch dieser Außerirdischen.

Prä-Astronautik pur also, und “für ‘Terra X’ untersucht Harald Lesch diese Funde”. Erwarten kann der interessierte Zuschauer laut ZDF folgende Themen:

  • Die Linien von Nazca in Peru.
  • Felszeichnungen in Italien, die Astronauten darzustellen scheinen (s. a. Buchtipp HIER).
  • “Gestalten mit einer Art Helm bei den Maya” aus Mittelamerika.
  • Die prähistorischen “Karrenspuren” auf der Insel Malta.
  • Eine rätselhafte Steinscheibe aus einem 4.000 Jahre alten Grab in Ägypten.
Däniken widerlegt? Im Gegenteil: ZDF-Historiker Guido Knopp “bestätigt” (versehentlich) die Prä-Astronautik (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / D. Herper / Fischinger-Online)
Däniken widerlegt? Im Gegenteil: ZDF-Historiker Guido Knopp “bestätigt” (versehentlich) die Prä-Astronautik (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / D. Herper / Fischinger-Online)

Das die Hochebene von Nazca in Peru mit zu den “brisanten Funden” dieser ZDF-Doku gehört, verwundert sicher niemanden. Die anderen Themen aus der Presseankündigung sind jedoch eher Neuland in diesem Doku-Bereich des Senders bzw. der Reihe “Terra X”. Doch leider lesen wir zur Mittelleerinsel Malta und den Linien von Nazca so was hier:

So wurden etwa einige der sogenannten Nasca-Linien in Peru oder die prähistorischen Schleifrillen auf der Insel Malta als Relikte alter Landebahnen gedeutet.

Kein Mystery-Jäger und Prä-Astronautiker deutet die uralten Steinrillen auf Malta und der Nachbarin Gozo (und anderen Regionen) als “Landebahnen” für Aliens. Niemand, da diese schon allein in ihrer Art und Beschaffenheit dafür überhaupt nicht geeignet wären. Selbst mir kam diese Idee noch nie in den Sinn oder zu Ohren.

Anders die Linien von Nazca. Diese wurden und werden in der Tat in weiten Kreisen der Prä-Astronautik als “Landebahnen” bezeichnet, da sie eben aus der Luft so aussehen. Schon die verstorbene deutsche Nazca-Forscherin Maria Reiche, heute eine Legende auf diesem Gebiet, hat ihr Aussehen so bezeichnet. Vor Erich von Däniken, der die Eben von Nazca weltberühmt machte …

Weiter heißt es beim ZDF dann aber auch zu einem anderen Thema der Sendung:

Eine Steinscheibe aus einem mehr als 4.000 Jahre alten Grab in Ägypten wurde sogar für einen möglichen Raumschiffantrieb gehalten.”

Unsinn!

Gemeint ist hier eine Scheibe aus Schiefer, die 1936 der Archäologe Walter B. Emery zwischen dem Dorf Abusir und Sakkara in Ägypten entdeckt hat. Das zerbrochene Objekt lag in dem Grab des Prinzen Sabu aus der 1. Dynastie vor etwa 4.900 Jahren. Eine Scheibe mit 61 Zentimeter Durchmesser und in der Mitte einer Höhe von 10 Zentimetern. Das Aussehen der glatt polierten Scheibe erinnert an ein Schwungrad oder eine Art Schraube mit einer Narbe in der Mitte.

Niemand in der Prä-Astronautik hat behauptet, dass es ein Antriebsteil eines Alien-Raumschiffes war. Dünner und zerbrechlicher Schiefer (nicht Stein!) war sicher niemals ein technisches Bauteil. Viele Mystery-Jäger deuten es als Kopie eines technischen Objektes, deren Herkunft einige in der Prä-Astronautik und andere in Atlantis sehen. Ägyptologen meinen übrigens, es sei vielleicht eine Art Vase in einer stilisierten Form einer Lotusblüte.

Mein vorab Mystery-Review (Spoiler-Alarm)

Wer auch immer diese falschen Aussagen in den Presseankündigen des ZDF verfasst hat, kennt die Themen halt nicht. Irgendein Redakteur, der nicht ahnte, dass ein Jäger des Phantastischen wie ich hier gleich jedes Wort auf die berühmte Goldwaage legt. Was ich in solchen Fällen bekanntlich allzu gerne mache

Vor der Erstausstrahlung von “Brisante Funde” am kommenden Ostersonntag habe ich mit die Doku bereits angesehen. Die oben genannten Ankündigungen aus der ZDF-Pressemappe machten neugierig auf das, was da kommen mag. Schauen wir also auf diese Beispiele, die von der Redaktion und den Autoren ausgesucht wurden:

Die Pyramiden in Ägypten

VIDEO: Riesiger Hohlraum in der Cheops-Pyramide gefunden: Video-Zusammenfassung aller Fakten! (Bild: Scan Pyramids/HIP Institute / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
VIDEO: Riesiger Hohlraum in der Cheops-Pyramide gefunden: Video-Zusammenfassung aller Fakten! (Bild: Scan Pyramids/HIP Institute / Bearbeitung: Fischinger-Online)

“Waren die Außerirdischen schon zu Besuch, und haben ihre Visitenkarten hinterlassen?”, fragt Harald Lesch zu Beginn. So startete die Folge mit den angeblich so brisanten Funden. Den Anfang machen hier die Pyramiden in Ägypten, als wohl das “große Rätsel der Archäologie” schlechthin. Verschiedene Ideen zu deren Bau werden hier vorstellt und mit überaus beeindruckenden Computer-Animationen und Aufnahmen (wie in der ganzen Sendung) untermalt. Vor allem natürlich die Pyramide des Cheops wird thematisiert.

Ergebnis: Keiner kann beweisen, wie die Pyramiden letztlich wirklich erbaut wurden. Es sei leichter, so Lesch, mittels moderner Technologie “Geheimkammer” und “versteckte Hohlräume” in den Pyramiden zu finden, als ihre Errichtung zu erklären. Damit meint er die Entdeckung eines 30 Meter riesigen Hohlraumes in der Cheops-Pyramide, über die ich zum Beispiel HIER, HIER, HIER und HIER in Videos und Postings ausführlich berichtet habe.

Die Scheibe von Sakkara

Bei der Schieferscheibe aus dem Grab des Prinzen Sabu bei Sakkara wird es bei “Terra X” dann leider etwas voreingenommen:

Prä-Astronautiker vermuten das Antriebsrad eines Raumschiffes.

Zwar stimmt das nicht, aber im Folgenden wird die sonderbare Scheibe genauer in Kopie untersucht. Dazu wurden Modelle in verschiedenen Größen mit einem 3D-Drucker angefertigt, um diese dann im Windkanal bei “Airbus” zu testen. Die Maße bzw. Vorlagen für diese 3D-Drucke stellte das Ägyptischen Museum in Kairo zur Verfügung, wie betont wird.

Das Resultat der interessanten Versuchsreihen war, dass an dieser 4.900 Jahre alte Scheibe keine entsprechenden Eigenschaften nachgewiesen werden konnten, die für das Rad einer Turbine oder einem Schaufelrad notwendig wären.

Die “Triebwerksgeschichte ist jetzt gestorben”, so der Ingenieur Peter Sander von “Airbus” im ZDF. Allerdings fliegt das “Ding” sehr schön wie eine Frisbeescheibe. Natürlich war sie keine, aber was genau das Objekt letztlich war, bleibt bei “Terra X” offen. Zumal es bisher nur einen Fund dieser Art aus Ägypten gibt. Vielleicht war die Scheibe des Prinzen Sabu eine tragbare Feuerschale? – aber auch das bleibt ungeklärt.

Die Taucheranzüge der Maya

In den letzten Jahren haben Taucher in den zahllosen Höhlen im Land der Maya in Mexiko unzählige archäologische Funde gemacht. Sie fanden in den überfluteten Labyrinthen menschliche Schädel, Opfergaben und viele weitere Relikte des Volkes Maya. Ein ganz neues Forschungsgebiet der Maya-Forscher öffnet sich hier.

Da es aber in Mexiko Figuren gibt, die scheinbar Helme und Anzüge tragen, fragt Lesch nun, ob die Maya Taucheranzüge hatte, um in diese Höhlen zu gelangen. Viele der entdeckten Funde seien nämlich so weit von den Höhleneingängen entfernt gemacht worden, dass diese ohne Taucherausrüstung niemand erreichen könne. Darum, so weiter, meinen einige, dass diese Maya-Figuren mit Helmen usw. Taucher darstellen würden. Obwohl diese Darstellungen in der Prä-Astronautik eher als Astronauten aus dem All interpretiert werden.

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Es wird aber auch eine Lösung des “archäologischen Rätsels” der Maya-Funde unter Wasser angeboten: Die Höhlen lagen einstmals trocken, was zum Beispiel alte Feuerstellen in diesen belegen.

Mich hat dieses Thema ehrlich gesagt etwas verwirrt. Jedoch nur, da wohl niemand ernsthaft Maya-Priester in Taucheranzügen in diesen Maya-Figuren mit ihren Helmen sieht. Priester-Taucher also, die dann unter Wasser durch die Höhlen tauchten und dort Opfergaben erbrachten. Vielleicht wurde das ja mal in der TV-Serie “Ancient Aliens” so ausgesprochen?!

Wobei es allerdings bekannt sein dürfte, dass diese Höhlen einstmals eben trocken und damit gangbar waren …

Felszeichnungen von Astronautengöttern

Hier geht es um die hunderttausenden von Feldbildern im Gebiet des Val Camonica in Oberitalien. es sollen 350.000 an der Zahl sein. Der Mystery-Autor Reinhard Habeck hat zu diesen archäologischen Rätseln 2014 das Buch “Steinzeit-Astronauten: Felsbildrätsel der Alpenwelt” veröffentlicht.

"Grenzwissenschaft und Mystery Files" von Lars A. Fischinger auf YouTube
“Grenzwissenschaft und Mystery Files” von Lars A. Fischinger auf YouTube

Zusammengefasst kann man sagen: Nichts Genaues weiß man hierzu. Harald Lesch bzw. das ZDF berichten vor allem davon, wie Forscher vor Ort diese kaum zu zählenden Felsbilder dokumentieren und erhalten wollen. Eine gigantische Aufgabe bei der Anzahl der Fundstellen.

Natürlich werden auch und gerade die Felsbilder mit “Helmen” und “Strahlen” in “Brisante Funde” gezeigt. Eben genau jene, die seit Jahrzehnten in der Grenzwissenschaft/Prä-Astronautik als vorzeitliche Darstellungen von Göttern aus dem All gedeutet werden. Ihr seht die beiden besagten Figuren im Titelbild unten rechts eingefügt.

Eine Erklärung kann aber auch “Terra X” für diese Abbildungen im Fels nicht geben. Vielleicht war es einfach Phantasie oder es sollen Schamanen mit Kopfschmuck sein, wie es heißt.

Harald Lesch dazu sehr treffend:

In fremden Formen nach bekannten Mustern fahnden, das ist unser größtes Problem.

Letztlich aber bleiben die Felsbilder des Val Camonica tatsächlich ein ungelöstes Rätsel. Weder die eine noch die andere Vermutung kann schließlich wirklich belegt werden.

Die Linien von Nazca

Keine Sendung über Rätsel der Archäologie kommt ohne Nazca aus. Der “Weltraumbahnhof der Außerirdischen”, wie Lesch die Hochebene in Peru in der “Terra X”-Doku nennt …

Mehr als positiv fällt hier aber sofort auf, dass das ZDF den Linien und Pisten von Nazca mehr Zeit einräumt, als den dortigen Scharrbildern von Tieren usw. In den meisten Fällen ist das nämlich genau umgekehrt! Auch fehlt nicht der Hinweis, dass es auch an anderen Orten der Welt solche Bilder gibt, die man in ihrer Komplexität nur aus der Luft sehen kann.

Dr. Markus Reindel ist jener deutsche Archäologe vor Ort in Peru, der im Zusammenhang mit den Nazca-Linien meistens genannt wird. So auch bei “Terra X”, wo er vermutet, dass diese Scharrbilder für “Ritualhandlungen in Verbindung mit Wasser” standen. Grund für diesen Kult um das lebenspendende Wasser sei beim Volk der Nazca gewesen, dass die Wüste mehr und mehr ihren Lebensraum vernichtete.

Was bedeuten die Rätselhaften Bodenzeichnungen in Schottland? Ein "Nazca Europas" ...? (Bilder: Google Earth / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Was bedeuten die Rätselhaften Bodenzeichnungen in Schottland? Ein “Nazca Europas” …? (Bilder: Google Earth / Montage: Fischinger-Online)

Landebahnen für Außerirdische in Peru waren diese Pisten und Linien nie, so Reindel. Sie konnte es auch nicht gewesen sein, da die Ausgrabungen in Nazca auf diesen “Landebahnen” Reste von Häusern gefunden haben. Archäologische Grabungen zeigten weiter, dass sich auf diesen “Landebahnen” Bebauungen aller Art befanden, die eine Landung von Aliens im Wege gestanden hätten.

Reindel:

Das waren ‘Aktionsflächen’ für die Ritualhandlungen der Nazca-Leute. Darauf hat etwas stattgefunden. Das waren Plätze, auf denen Prozessionen stattgefunden haben, auf denen Kulte und Rituale im Zusammenhang von Wasser und Fruchtbarkeit stattgefunden haben.

Für diese These spreche auch, so “Terra X” weiter, dass das Erdreich unter diesen Pisten und kilometerlangen Linien verdichtet ist. Schlussfolgerung: Hier liefen unzählige Menschen immer wieder in rituellen Prozessionen über die Scharrbilder – so wurde das Erdreich von Nazca zusammengepresst:

Gut möglich, dass so so die Götter im Himmel um Hilfe anflehten“.

Wer diese “Götter im Himmel” waren, sagt die Idee der Prä-Astronautik. Nicht erwähnt wird die Tatsache, dass die Idee der Astronautengötter in Nazca (meistens) sagt, dass hier die Menschen die Aliens “kopierten”. Sie sahen Spuren einer Niederkunft der Himmelswesen und kopierten diese immer und immer wieder. Bis sich der heute bekannte Kult der Nazca-Linien entwickelte, die damit eben tatsächlich ihre Götter im Himmel huldigten …

Übrigens wird nicht dargelegt, ob diese Bebauungen auf den Pisten und Linien gleichzeitig mit diesen “Landebahnen” entstanden, oder ob diese vielleicht erst nachträglich darauf errichtet wurden.

Die “Karrrenspuren” von Malta

Malta und die Nachbarinsel Gozo “gelten als Hotspot für Prä-Astronautiker und UFOlogen”, so Harald Lesch in der Doku. Grund sind die legendären “Cart Ruts”, die Karrenspuren, die die Inseln überziehen und von Menschen geschaffenen wurden. Sie sehen aus der Luft aus wie die “Gleisanlage eines modernen Rangeierbahnhofs” und könnte irgendwie mit den Transport von Lasten in Zusammenhang stehen.

Ob das so war, ist unklar. Die 22 bis zu 7.000 Jahre alten Tempel auf Malta sind älter als die “Karrenspuren”, die auch nicht zu diesen Monolithanlagen hinführen. Und doch haben die allermeisten der Spuren eine gleiche oder fast gleiche Spurbreite von knapp über einem Meter und konzentrieren sich “zu 90 Prozent” an den Steinbrüchen der Insel. Möglicherweise wurden die Steine auch irgendwie zum Meer geschafft. Immerhin führen einige dieser Spuren direkt ins Meer und unter Wasser auch weiter. Solche “Unterwasser-Gleise” kann man auf Malta vom Land aus sehen. Vor allem natürlich von Anhöhen und Klippen aus.

Aber wozu das alles, wenn die ZDF-Sendung richtig liegt? Gab es hier vor Jahrtausenden etwa einen Stein-Export? Wenn ja, wo sind diese von Malta exportierten eigentlich jetzt?

Von Karren, deren Räder sich nach und nach in das Gestein eingruben, können sie trotzdem nicht stammen. Ganz richtig weist “Terra X” darauf hin, dass es keine Spuren von den Zugtieren gibt und einige der Kurven zu eng für einen Wagen sind. Vor Ort auf Malta und Gozo erkennt man übrigens noch weitere Details, die eindeutig gegen diese Deutung von Karrenspuren sprechen.

VIDEO: Interview zu den uralten Stein-Rätsesl auf Malta, Teneriffa und den Azoren (Bild: M. L. Sievers)
VIDEO: Interview zu den uralten Stein-Rätsesl auf Malta, Teneriffa und den Azoren (Bild: M. L. Sievers)

Diese Spuren in den “Cart Ruts” widersprechen gleichzeitig aber auch der Deutung, dass sie von “Stangenschleifern” sind. Das sind Transportmittel bzw. “Karren” ohne Räder, deren “Boden-Auflage” am Ende zwei Holzbalken sind. Mit diesen Balken oder eben Stangen schleift man dann die zu transportierende Last über das Gelände.

Letztlich findet die ZDF-Doku auch für die “Gleise von Malta“, wie sie auch genannt werden, keine Erklärung. Nur, dass sie von Menschen gemacht oder verursacht wurden, und es auch an anderen Orten diese Rillen im Gestein gibt.

Jene Spuren, die außerhalb von Malta zu sehen sind, sollen nach “Terra X” angeblich natürlich entstanden sein. Das aber ausnahmslos alle anderen “Gleise” natürlichen Ursprungs sind, ist mehr als fraglich …

Harald Lesch dazu treffend:

Viele Rätsel warten noch darauf gelöst zu werden.

Mystery-Review: Fazit!

Wirklich jedem und allen alles Recht machen, kann wohl keine Sendung oder Dokumentation der Welt. Vor allem nicht vielen Grenzwissenschaftlern, wenn es um Themen eben dieser Grenzwissenschaften geht. Irgendwer findet immer was zu meckern, man sieht es ja an diesem Mystery-Review von mir.

Trotz der “gruseligen Pressemitteilungen” des ZDF zu der Doppel-Doku “Ungelöste Fälle der Archäologie” haben sie sich gelohnt. Ein gut verpacktes Mittelmaß, das eigentlich ohne Hohn und Häme gegen die Prä-Astronautiker auskommt. Erstaunlicherweise wurde nicht mal Erich von Däniken mit nur einem Wort erwähnt, wo er doch der Prä-Astronautiker ist. Vor allem natürlich im Zusammenhang mit den Linien von Nazca.

Man sollte durchaus immer bei solchen Sendungen bedenken, dass sie sich nicht an die Experten und Kenner der Grenzwissenschaft und Mystery Files richtet. Zur besten Sendezeit am sonntäglichen Vorabend will man die Masse der TV-Konsumenten erreichen. Wie eigentlich bei jeder TV-Doku. Dass vielen Kennern der Materie ebenso viel bekannt ist, spielt da keine Rolle. Dem Mainstream ist es eben tatsächlich vieles sicher neu. Einer der Gründe, warum derartige Sendungen bei den “alten  Hasen” oft nicht gut ankommen …

Oben ging es praktisch nur um den 2. Teil, der am 1. April gesendet wird. Ich habe mir aber auch den 1. Teil “Verlorenes Wissen” vorab angeschaut, und mein Fazit trifft auch auf diesen zu …

Video zum Thema “Steinkugeln von Costa Rica” und – in Europa:

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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