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Raumsonde Rosetta und ihr Lander Philae: Angebliche Alien-Beweise auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko durch die ESA vertuscht?

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Der Komet 67P. Aufgenommen am 3. 8. 2014 von der Raumsonde "Rosetta": Spuren von Aliens? (Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA)
Der Komet 67P. Aufgenommen am 3. 8. 2014 von der Raumsonde “Rosetta”: Spuren von Aliens? (Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA)

Bahnt sich eine Verschwörung an? Derzeit freuen sich Astronomen weltweit über den Erfolg der ESA-Raumsonde “Rosetta”, die den fernen Kometen “67P/Tschurjumow-Gerasimenko” Anfang August 2014 erreichte und (laut ESA-Plan) am 11. November 2014 den Lander “Philae” darauf absetzten soll. Doch ein “Informant” verschickte nun Raumsonden-Fotos des Kometen, die angeblich außerirdische Strukturen auf 67P zeigen. Diese wurden, so weiter, aber von der ESA für die Öffentlichkeit retuschiert, um die mutmaßliche Sensation zu vertuschen.

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Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

(Update 13. 11. 2014: “Philae” ist inzwischen auf dem Kometen gelandet – von Außerirdischen hört man derzeit aber nichts …)

Verschwörungen tauchen immer wieder auf. Gerade und vor allem beim Thema “Außerirdische”, Alien-Funde auf anderen Planeten oder einfach den Mysterien der Welt. Leserinnen und Leser dieser Webseiten wissen das zu genüge. Der Nachteil an den meisten dieser Verschwörungstheorien ist der Umstand, dass sie eben verschworen sind. Ohne Zweifel wissen die “normalen Menschen” in aller Welt nicht alles von ihren Regierungen oder anderen Organisationen. Doch es gibt auch und oft überaus fragwürdige Spekulationen, die von geheimen Machenschaften von “denen da oben” sprechen. So auch eine aktuelle Verschwörung rund um die bisher sehr erfolgreiche Mission der Raumsonde “Rosetta” der Europäischen Weltraumorganisation ESA, die am 2. März 2004 gestartet wurde.

Ein Internetvideo vom 11. August 2014 zeigt Bilder des Kometen “67P/Tschurjumow-Gerasimenko”, die offensichtlich manipuliert wurden. Angeblich sind aber die von der ESA veröffentlichten Aufnahmen der Raumsonde “Rosetta” jene, die manipuliert sind. Jene Bilder, die nun aus einer mehr als fragwürdigen Quellen aufgetaucht sind und “außerirdische Bauwerke” auf dem Kometen zeigen sollen, sind die nicht manipulierten Fotos. Die ESA will uns hier einen Bären aufbinden und die ganze Sache durch retuschierte Sonden-Aufnahmen für die Öffentlichkeit unter dem Tisch kehren. Zahlreiche Aufnahmen aus dem All sollen bekanntlich etwas Außerirdisches zeigen, ohne dass diese von der NASA oder ESA verfälscht wurden. Doch beim Kometen 67P soll es eine bewusste Unterdrückung von Alien-Beweisen gewesen sein.

Fact or Faked: Anomalien auf Mars und Mond - Künstliche Spuren und Artefakte von Außerirdischen? (Bild: NASA/JPL / L.A. Fischinger)
VIDEO: Fact or Faked: Künstliche Spuren und Artefakte von Außerirdischen auf Mars und Mond? (Bild: NASA/JPL / L.A. Fischinger)

Es fragt sich jedoch, welche Bilder in dem Internetvideo bearbeitet wurden – und von wem? Von der ESA um Alien-Basen auf dem Kometen zu vertuschen? Oder doch eher der anonyme Absender der angeblichen “Originalbilder”, auf denen man diese sehen kann? Der Absender der E-Mail mit den “echten” Bildern der ESA blieb anonym und ist nicht auffindbar.

Damit bleibt abzuwarten, ob sich diese “Enthüllung” weiter verbreiten und der “Informant” ausfindig gemacht wird …

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

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SDO: Ende eines Kometen beobachtet

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Der Komet “Hale Bopp”
von Stefan Deiters, astronews.com
Kometen sind Brocken aus Staub und Eis, die die Sonne umkreisen und dabei unserem Zentralstern manchmal auch zu nahe kommen. Ihr Schicksal ist dann besiegelt: Sie verdampfen in der enormen Hitze. Astronomen ist es im Sommer des vergangenen Jahres erstmals gelungen, diesen Vorgang zu verfolgen. Bei aller Begeisterung darüber rätseln sie nun, warum dies eigentlich möglich war.
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Totale Mondfinsternis 2019: Der nächste “Blutmond” steht vor der Tür – und was sich einige scheinbar zu Herzen genommen haben

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Der nächste Blutmond steht vor der Tür (Bild: PixaBay/gemeinfrei)
Der nächste Blutmond steht vor der Tür (Bild: PixaBay/gemeinfrei)

Gerade erst hat das Jahr 2019 begonnen, doch schon jetzt können sich Astronomie- und Mond-Freunde über neue Himmelsspektakel freuen: Seit dem 1. Januar kann am Himmel der Sternschnuppenschwarm der sogenannten “Quadrantiden” beobachtet (bei klarer Sicht) werden und am 21. Januar kommt erneut eine totale Mondfinsternis über Deutschland. Ganz Ähnlich wie bereits 2018. Der bekannte “Blutmond“, den wir in unseren Breiten erst in zehn Jahren wieder am Himmel bewundern können. Hier erfahrt Ihr alle Details, was uns die Vergangenheit über diesen blutroten Vollmond lehrte und was sich scheinbar einige Menschen seit dem zu Herzen genommen haben.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Abfallprodukte aus dem All

Der aktuelle “Sternschnuppen-Regen” hat bereits seinen Höhepunkt überschnitten. Dieser war in der Nacht vom 3. auf dem 4. Januar und die “Quadrantiden” (auch “Bootiden” genannt) sind alljährlich für Sternengucker ein himmlisches Spektakel. Ähnlich der sehr bekannten Meteorströme der “Perseiden” vom 17. Juli bis 24 August oder auch der”Leoniden” vom 14. bis 21. November.

Meteorströme oder auch Sternschnuppenschwärme sind eine Art Abfallprodukte aus dem All, die in der Erdatmosphäre verglühen. Es ist Material, dass  Kometen bei ihrem Weg durch das All abgeben. Kreuzt die Erde diesen Schweif mit Kometen-Material fängt sie dieses ein, und es kommt zu besagten Sternschnuppen. Bei den “Perseiden” ist der Ursprung beispielsweise der Komet mit den Namen “109P/Swift-Tuttle”. Bei den aktuellen “Quadrantiden” ist es ein Asteroid mit der Bezeichnung “2003 EH1”.

Selbst für die jüngsten Sternengucker ein bekanntes aber dennoch faszinierendes Phänomen am Himmel. Man kann von Glück sprachen, dass nur diese Auflösungsprodukte von Asteroiden und Kometen unsere Erde treffen und nicht ihre Urspungs-Objekte selber. Denn während die Erdatmosphäre diese kleinen Staub- Eis- und Gesteinsobjekte problemlos verbrennen kann, wird es bei größeren Körpern aus dem All schon problematisch. Sind solche “Bomben aus dem All” groß und massiv genug – können sie uns bei einem Einschlag im schlimmsten Fall den Weltuntergang bringen!

Das zeigt die Geschichte der Erde nur allzu gut.

Der Blutmond am Himmel

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Beim “Blutmond” sieht es anders aus, denn dieser fällt bekanntlich nicht vom Himmel. Es ist lediglich eine totale Mondfinsternis bei Vollmond, der allerdings eben dabei blutrot am Firmament erscheint. Grund für diese Art der totale Kernschattenfinsternis ist wieder die Erdatmosphäre. Diese beugt, bricht oder “verschluckt” bei hierbei das Sonnenlicht, so dass das langwellige Rot den Mond erreicht. Der Anteil des kurzwelligen Blau wird von der Atmosphäre gebrochen und schafft es nur sehr schwach bis auf die Mondoberfläche. Ergebnis: Ein Blutmond.

Erst Ende Juli 2018 konnten wir in Deutschland einen solchen “blutenden Mond” am Himmel sehen. Für Mond- und Sternen-Freude ein einmaliges Ereignis, da diese rote totale Mondfinsternis mit 103 Minuten Dauer die längste dieses Jahrhunderts war. Und obwohl dieser Blutmond (und alle seine Vorgänger) ein reines astronomisches Ereignis war, sponnen dennoch nicht nur im letzten Jahr einige “Esoteriker” herum.

Ein drohendes Zeichen der Apokalypse sei der Blutmond. Der Weltuntergang kommt. Jesus Christus bzw. Gott wird uns richten. Solche und ähnliche unsinnige Aussagen von irgendwelchen “Propheten” und “Experten” machten die Runde. Nicht nur auf diversen Internetseiten oder in einigen Boulevardmedien, sondern zum Teil sogar in entsprechenden Büchern.

Wie üblich war das alles Blödsinn und die “Propheten” schwiegen danach zum überwiegenden Teil wieder. Warum trotzdem der Blutmond immer wieder als Zeichen des Untergangs angesehen wird, ist sicher nicht nur mir schleierhaft. Obwohl man natürlich auch ohne dieses Himmelsereignis immer wieder sehr gerne einen kommenden Weltuntergang herbei-weissagt …

Wo sind die “Propheten” geblieben?

Anders scheint es aktuell zu sein. Der jetzt am 21. Januar kommende Blutmond scheint offenbar niemanden zu solchen “Prophezeiungen” direkt inspiriert zu haben. Das ist durchaus ungewöhnlich, da sich sonst irgendwo immer irgendwer findet, dass Ereignisse wie eben dieses für seine “Weissagungen” zu missbrauchen versteht.

Haben diese Menschen etwa dazu gelernt? Haben sie es sich zu Herzen genommen, dass ihre Ankündigungen schlichtweg alle Mumpitz waren/sind? Möglich. Auch wenn selbstverständlich die nächsten Weltuntergänge unlängst angekündigt wurden. Etwa für 2029.

Die totale Mondfinsternis beginnt über Deutschland übrigens um genau 4:34 Uhr am Morgen. Dann nämlich tritt der Mond langsam in den Kernschatten unserer Erde ein und ab exakt 5:41 Uhr ist die totale Mondfinsternis. Sie dauert bis genau 6:44 Uhr und ab 7:51 Uhr begibt sich der Mond wieder aus dem Schatten unseres Planeten. Ohne, dass die Welt untergegangen ist.

In Deutschland haben wir aber dieses Jahr noch eine weitere Mondfinsternis. Eine partielle – also teilweise – Mondfinsternis wird in der Nacht vom 16. zum 17. Juli hierzulande zu sehen sein. Eine totale wie am 21. Januar aber erst in recht genau zehn Jahren. Zu Silvester am 31. Dezember 2028. Hierbei wird die maximale Verdunklung des Blutmondes schon um 17:52 Uhr erreicht sein und etwa um 20:08 Uhr ist dann alles wieder vorbei.

Dazu schreibt die Internetseite mondfinsternis.net übrigens etwas Interessantes:

Die Presse wird sich mit Begeisterung auf das Thema stürzen, denn es gibt an diesem Abend nicht nur einen Roten, sondern auch einen ‘Blauen Mond’ zu sehen. Natürlich wird der total verfinsterte Mond nicht anders als sonst in Erscheinung treten. Es handelt sich lediglich um den zweiten Vollmond im gleichen Kalendermonat – und der wird als ‘Blue Moon’ bezeichnet.”

Ob sich nur Medien und Presse “mit Begeisterung auf das Thema stürzen” werden, soll an dieser Stelle einmal offen bleiben. Immerhin lehrt uns die Geschichte der Weltuntergänge, dass man immer mit dem Unerwarteten rechnen muss. In diesem Fall nicht mit einem unerwarteten Ende der Welt, sondern mit plötzlichen “Esoterikern”, die das vorhersagen …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Sieben Millionen Dollar von der NASA für die Suche nach außerirdischem Leben – vor unserer Haustür. Doch: Warum?

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7 Millionen Dollar von der NASA für die Suche nach außerirdischem Leben (Bilder: NASA / Montage: Fischinger-Online)
Auch in unserem Sonnensystem kann es außerirdisches Leben geben, das die NASA finden will. Die Collage zeigt (nicht maßstabsgetreu) die Kandidaten-Beispiele Mars, Europa, Titan, Ganymed und Enceladus  (Bilder: NASA / Montage: Fischinger-Online)

Glauben wir den Beteuerungen von Astronomen und allgemein Weltraum-Forschern, wimmelt es in unserem Universum vom Leben und auch außerirdischen Zivilisationen. Wir müssen sie nur finden. Sofern nicht eines Tages Aliens vor unserer planetaren Tür stehen oder ein SETI-Projekt ein außerirdisches Signal einer andern Zivilisation empfängt, finden wir dieses Leben im All am Ehesten in unserem eigenen Sonnensystem. Denn auch direkt vor unserer Haustür könnte es vor Leben wimmeln, das sich auf verschiedenen Himmelskörpern bislang unseren Blicken entzogen hat. Ob auf dem Mars oder einem fernen Mond um Jupiter oder Saturn: Jetzt hat die NASA sieben Millionen Dollar freigeben um neue Technologien zu entwickeln, die diese außerirdischen Nachbarn finden können. Was die NASA und Wissenschaftler warum vorhaben, lest Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Unser “bewohntes” Sonnensystem

Erzählt man einen Laien, dass es in unserem eigenen Sonnensystem, etwa auf dem Planeten Mars, außerirdisches Leben geben könnte (oder gab), wird er sich mit dem Zeigefinger lächelnd an den Kopf tippen. Legt man dann nach, und sagt, dass es vielleicht sogar auf 5, 6 oder mehr Himmelskörpern vor unserer Haustür diese Außerirdischen geben könnte, wird derjenige vielleicht schon seine Hand vor die Stirn legen. Wagt man es dann seinem Gegenüber auch noch zu sagen, dass möglicherweise sogar auf Kometen und Asteroiden Leben existiert, vernimmt man womöglich nur noch ein müdes Stöhnen … noch bevor man sich erklären kann.

Möchte man seinen Gesprächspartner loswerden, fügt man noch an, dass das Leben auf der Erde ursprünglich sogar durch Asteroiden und Kometen aus All hierher gekommen sein könnte.

Das macht nichts, denn in in dieser Hinsicht ist die Allgemeinbildung schlicht und einfach aus dem letzten Jahrtausend. Und zur Ehrenrettung muss man sagen, dass auch die Weltraum- und Planeten-Forschung einst genauso dachte. Doch diese machte Fortschritte und der wissenschaftliche Zweig der “Astrobiologie” ist längst eine ernste und angesehene Wissenschaft geworden.

Von “richtigen Aliens” vor unserer kosmischen Haustür, also jene (UFO-)Kreaturen, wie sie heute in aller Munde sind, spricht dabei natürlich niemand. Lediglich in den Köpfen der meisten Menschen herrscht das Bild von solchen Aliens vor, wenn sie irgendwie beiläufig etwas von Leben im All aufschnappen. Kein Wunder, dass sich dann der Laie an den Kopf tippt, wenn er etwas von fremden Leben in unserem Solarsystem vernimmt …

Ungeahnte Astrobiologie

Tatsächlich hat sich in den letzten Jahrzehnten eine ungeahnte Astrobiologie (auch Exobiologie) entwickelt, die sich mit Leben im All auseinander setzt. Man ist unlängst davon ab, nur auf Planeten wie die Erde (die wir erstmal finden müssen) die Entwicklung und Existenz von Leben anzunehmen. Selbst auf Monden, auf denen es flüssiges Methan regnet (Saturn-Mond Titan) oder die kilometerdick mit Eis bedeckt sind und deren Oberflächen-Höchsttemperatur -150 Grad Celsius beträgt (Jupiter-Mond Europa), könnte es Leben geben.

Vor wenigen Jahrzehnten war das in der Astrobiologie noch undenkbar.

Heute sieht das anders aus, da selbst auf unserem Planeten extreme Mikroorganismen – die sogenannten Extremophile – leben. Beispielsweise Organismen, die sich in Batteriesäure pudelwohl fühlen. Andere, die unter enormen Druck bei über 120 Grad Celsius leben und sich von hochgiftigen und stinkendem Schwefelwasserstoff ernähren. In giftigem Benzol oder im Kühlwasser von Atomreaktoren gedeihen wieder andere dieser extremophilen Organismen prächtig.

Aus Welten außerhalb der Erde übertragen heißt das für die Astrobiologie, dass das Leben immer seine Nischen findet. Folglich revidierte die Astronomie ihre Ansichten, wo und wie außerirdisches Leben zu finden sein könnte. Damit eben auch auf diversen Himmelskörpern innerhalb unseres eigenen Sonnensystems, auf denen solche primitiven und zugleich beeindruckenden Mikroorganismus durchaus leben könnten.

In einigen sehr wenigen Fällen könnten diese Außerirdischen sogar weit mehr als bakterielle Extremophile sein, so die Thesen der Astrobiologie. Vor allem auf dem Jupiter-Mond Europa, der unterhalb seines scheinbar undurchdringlichen Eispanzer von 15 bis 18 Kilometern Dicke einen Ozean aus flüssigem Wasser von rund 100 Kilometern besitzt.

Außerirdische Fische

Auch wenn die Berechnungen schwanken, ist man sich einig, dass die Gravitation des Riesenplaneten Jupiter auf Europa flüssiges Wasser existieren lässt. Das Zerren der Genzeiteinkräfte an dem kleinen Mond erwärmt sein Inneres und lässt so das Eis unter dem Panzer schmelzten. Vergleichbar damit, wenn man ein Stück Metall hin und her biegt, dass sich an der entsprechen Stelle erwärmt. Denkbar ist zudem, dass auch Vulkanismus oder heiße Quellen unter dem Eisschild für zusätzliche Wärme sorgen.

Selbst höheres Leben, vergleichbar mit irdischen Fischen, wird auf Europa nicht unbedingt ausgeschlossen.

Leben könnte überall existieren und die Suche nach diesen Aliens vor unserer Haustür dauert nun schon Jahrzehnte. Die Thesen der Astrobiologie gehen heute sehr weit. Selbst die Idee, dass Kometen und Asteroiden in der ganzen Galaxis primitives Leben geradezu verteilen könnten (“Panspermie-Hypothese“), wird längst ernsthaft debattiert.

Noch wissen wir es nicht. Vielleicht erkennen wir außerirdisches Leben ganz einfach nicht (s. a. HIER & HIER). Doch genau für solche “Fälle” hat die NASA jetzt ein neues Sieben-Millionen-Dollar-Projekt in Auftrag gegeben: Das interdisziplinäre “Laboratory for Agnostic Biosignatures“, ein “Labor für agnostische Biosignaturen”.

Vorstoß ins Unbekannte

Das “Laboratory for Agnostic Biosignatures”(LAB) ist Teil des “Network für Life Detection” (NfoLD) – also einem wissenschaftlichen Netzwerk, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Leben im All zu identifizieren. Dazu heißt es unter anderem:

Neben LAB startet NfoLD, ein Forschungskoordinationsnetzwerk mit mehreren Institutionen, das sich auf die Entwicklung von Technologien und Techniken zur Erkennung von Leben in anderen Welten konzentriert.

Nach jahrzehntelanger Forschung, die unser Verständnis von der Bewohnbarkeit, den Grenzen des Lebens und bewohnbaren Umgebungen auf anderen Planeten und Monden unterstützt und erweitert, wird NfoLD die Grenzen der Forschung eröffnen, indem es die Lebenserkennungs-Community katalysiert und verbindet, um die Grundlagen für Studien zu schaffen, die die Suche nach außerirdischem Leben erlaubt, um in unerforschte Gebiete vorzustoßen.

Dr. Sarah Stewart Johnson vom LAB verweist mit Blick auf die neuen Entwicklungen und Entdeckungen in der Astrobiologie darauf, dass wir bei der Suche nach Leben im All unsere irdischen Vorstellungen schlicht über Bord werfen müssen:

Unser Ziel ist es, über das, was wir derzeit verstehen, hinauszugehen und Wege zu finden, um Lebensformen zu finden, die wir uns kaum vorstellen können.

Man müsse sich das Unvorstellbare vorstellen können, meint auch Dr. Heather V. Graham vom “Goddard Space Flight Center” der NASA zu den neuen Ansätzen.

“Unbeschreibliche Fremdartigkeit”

Im All und eben auch in unserem eigenen Sonnensystem, könnte das Leben ungeahnte Entwicklungen durchlaufen haben:

Wenn das Leben auf eine agnostische Art und Weise erfasst wird, werden keine besonderen Merkmale des irdischen Lebens verwendet.”

Graham verweist darauf, dass neue Indikatoren entwickelt werden müssen, die sich eben nicht an den Zeichen für Leben auf unserem Planeten richten. Zum Beispiel eine Häufig von chemischen Elementen auf einem anderen Himmelskörpern, die vielleicht auf das Vorhandensein von Leben zurückzuführen seine. Die Biochemie der Erde könne man nicht eins zu eins in All übertragen, so sind sich alle Experten des LAB einig.

Astrobiologin Sarah Stewart Johnson, unter anderem Assistents-Professor für Planeten-Wisssenschaft und Leiterin des “Johnson Biosignatures Lab” von der Universität Georgetown in Washington:

Die unbeschreibliche Fremdheit anderer Welten hat uns immer wieder beeindruckt. Die Suche nach außerirdischem Leben geht jedoch häufig auf Annahmen zurück, die auf Erfahrungen mit der Erfassung von Leben auf der Erde beruhen.

Um das zu tun, müssen wir weniger darüber nachdenken, ob das Leben zu unseren Vorstellungen über das Leben passt, und mehr darüber, wie der Unterschied zwischen dem, was wir sehen, und dem, was wir von einer abiotischen Umgebung erwarten können, quantifiziert wird.

Sieben Millionen Dollar für Alien-Bakterien

Die Untersuchung der chemischen Komplexität auf anderen Himmelskörpern wie Mars oder einem Eismond in unserem Sonnensystem, ist teilweise längst Routine. Zahlreiche Sonden der NASA & Co. machen dies seit Jahrzehnten. Und doch würden sie wortwörtlich immer nur an der Oberfläche kratzen, wenn es um die Suche nach fremden Organismen geht.

Hier bedarf es neuer Blick- und Zielrichtungen, die die NASA als Weltraumorganisation bei zukünftigen Missionen berücksichtigen muss. Aber auch bei der Analyse aktueller und vergangener Daten und Forschungsergebnisse diverser Weltraum-Missionen. Auch müssen organischer und anorganischer Bausteine und Substanzen in Asteroiden bzw. Meteoriten in dieser Hinsicht neu bewertet werden. Sie könnten die Entwicklung von zukünftigen Technologien und Methoden zur Erkennung von außerirdischem Leben voran bringen.

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Vorausgesetzt, dass alle irdischen Indikatoren außen vor bleiben, so die Astrobiologen. Die Seite “astrobiology.com” beschreibt das in einer Meldung vom 4. November 2018 so:

Die NASA hat Finanzmittel für ein neues interdisziplinäres Projekt namens Laboratory for Agnostic Biosignatures (LAB) vergeben. Der Zuspruch in Höhe von fast sieben Millionen US-Dollar wird für die Entwicklung neuer, nicht erdähnlicher Lebenserkennungsverfahren für den Einsatz auf dem Mars und auf den Eismonden von Jupiter und Saturn verwendet.

Sieben Millionen Dollar nur für die Entwicklung neuer Technologien und Methoden, um vielleicht auf dem Mars oder einem Mond irgendwelche Organismen zu finden (oder nicht)? Außerirdische Bakterien, die vielleicht seit Milliarden Jahren tot sind?

Geldverschwendung?

Für Kritiker der Verschwendung von Geldern in der Wissenschaft, von denen es bekanntlich nicht wenige gibt, ein gefundenes Fressen. Allerdings sind sieben Millionen Dollar keine wirkliche Summe für die Überstützung eines solches Vorhaben durch die NASA oder einer anderen Organisationen. Eher sogar sehr wenig im Vergleich zu all den Kosten und Ausgaben, die die Weltraumforschung, Raumfahrt und Wissenschaft allgemein hat.

Zumal die dann entwickelten Techniken für “nicht erdähnlicher Lebenserkennungsverfahren” erst noch zu ihren jeweiligen Einsatzorten im Sonnensystem gebracht werden müssen. Was natürlich ganz klassisch mit Raketen, Weltraumsonden und Landemodulen auf den Himmelskörpern erfolgen wird. Mit wesentlich hören und weiteren Kosten!

Buchstäblich Milliarden Gelder werden in den Himmel geblasen.

Ist die eventuelle Entdeckung von außerirdischen Mikroorganismen im All, die vielleicht (neben theoretischen Alien-Fischen) auf dem Mond Europa leben oder vielleicht mal vor Milliarden Jahren mal auf dem Mars, das wert, fragen Raumfahrt-Kritiker. Warum mit all diesem Geld nicht mal erst einmal auf unserem eigenen Planeten für Ordnung in Bezug auf das Leben sorgen, bevor man es zum Mond schießt? Kritiken, die nicht ganz zu unrecht immer wieder anklingen.

Was denkt Ihr darüber? Diskutiert gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Killer-Bakterien vom Mond und die Ängste der NASA bei der ersten Mondlandung: Warum das weiterhin aktuell bleibt und wie die NASA 1969 mit dem Feuer spielte

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Killer-Bakterien vom Mond - Die Ängste der NASA bei der Mondlandung (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Killer-Bakterien vom Mond – Die Ängste der NASA bei der Mondlandung (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Mitte Mai 2018 veröffentlichte ich auf Grenzwissenschaft & Mystery Files den Artikel “Wem gehört eigentlich der Mond?“, in dem es um “lunaren Ländereien, irdische Weltraumverträge und Wildwest im All” ging. Vor allem wurde in dem Posting der Frage nach gegangen, wie und ob die Menschheit ihre Aktivitäten in der Raumfahrt untereinander geregelt und vertraglich abgesichert hat. Solche Regelungen und Absprachen bestehen durchaus. Doch im Zuge der ersten bemannten Mondlandungen der NASA ab 1969 stellte sich noch eine ganze andere Frage, die direkte Konsequenzen für das Leben auf der Erde und die gesamte Menschheit hatte: Was machen wir, wenn es entgegen allen Erwartungen auf dem Mond doch fremde und fremdartige Mikroorganismen gibt, gegen die der menschliche Organismus vollkommen schutzlos ist? Welche Ängste die NASA ab der ersten Mondlandung von “Apollo 11” hatte, welche Anstrengungen sie zum Schutz des irdischen Lebens unternahm und warum solche Missionen immer ein Spiel mit dem Feuer bleiben, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Leben im All

Ob es irgendeine Art von Leben im All gibt, wissen wir noch nicht mit Bestimmtheit zu sagen. Es ist mehr als Wahrscheinlich, dass es existiert. Und es ist ebenso wahrscheinlich, dass es auch intelligente Zivilisation im Universum gibt. Vielleicht sogar hunderttausende oder Millionen Völker von Außerirdischen im Kosmos. Gleichfalls besteht sogar die Chance, dass wir innerhalb unseres eigenen Sonnensystems außerirdisches Leben finden könnten. Auf verschiedenen Monden oder auch dem Mars.

Exobiologen und Astronomen sind unlängst von diesen Aussagen überzeugt. Das Thema “Aliens” hat lange schon sein Schattendasein im Bereich der Verschwörungstheoretiker, UFO-Forscher, Science-Fiction und Grenzwissenschaft und Mystery Files verlassen. Es ist in der sogenannten seriösen und etablierten Wissenschaft in sehr weiten Teilen angekommen.

Natürlich war das nicht immer so. Und der Unterschied zu irgendwelchen Mikroorganismen um All und dem Thema UFOs als “Alien-Fahrzeuge” oder der Prä-Astronautik ist dabei weiterhin gewaltig!

Trotzdem hat die wissenschaftliche Community zum Teil bereits vor Jahrzehnten Regellungen beschlossen, die man mit diesem Leben im All oder sogar intelligenten Aliens umzugehen gedenkt. Das gilt für versehentlich auf der Erde eingeschleppte Bakterien, wie in diesem Posting HIER dargelegt, ebenso, wie für Intelligenzen aus dem All.

All diese Regelungen und Vorsichtsmaßnahmen begannen spätestens mit der ersten Landung des Menschen auf dem Mond akut zu werden.

“Apollo 11”: Sorgen um die Menschheit

Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins wurden am 20. Juli 1969 zu Legenden, als sie mit “Apollo 11” der NASA auf dem Mond landeten. Während Collins im Mutterschiff von “Apollo 11” verblieb, landeten Armstrong und Aldrin der Landefähre “Eagle” auf dem Mond. Am 21. Juli 1969 um exakt 02:56:20 UTC (= koordinierte Weltzeit) betrat dann Armstrong den Mond. Aldrin folgte etwas später.

Die Mondlandung und Hollywood: Hat Hollywood-Regisseur Stanley Kubrick die Landung der NASA auf dem Mond für die USA gefälscht? (Bild: NASA / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Die Mondlandung und Hollywood: Hat Hollywood-Regisseur Stanley Kubrick die Landung auf dem Mond gefälscht? (Bild: NASA / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Diese offiziellen Fakten werden auch ein halbes Jahrhundert danach noch als Triumph der Menschheit gefeiert. Die Namen Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins brannten sich in das kollektive Gedächtnis der Menschheit.

Was den Amerikanern auf dem Mond erwartete, war der NASA im Vorfeld durch andere Weltraummission weitestgehend bekannt. Wirklich zu 100 Prozent konnte das damals noch kein Wissenschaftler der Welt sagen. Und hier kommt ein vierter Name der “Apollo 11”-Mondlandung ins Spiel, den heute fast niemand kennt: General Samuel Choran Phillips.

Ein Mann der NASA, der sich im Zuge der Mondlandungen Sorgen um den Fortbestand des irdischen Lebens machte.

Killer-Bakterien vom Mond

Obwohl unbekannt, war General Phillips in den Jahren 1964 bis 1969 Direktor des “Apollo Manned Lunar Lander Program”. Und er war nicht nur um das Wohlergehen der Astronauten an sich besorgt, sondern um das der gesamten Menschheit. So verfasste Phillips am 8. Juli 1969 einen 51-seitigen “Mission Operation Report” über die “Apollo 11”-Mission und veranlasste darin unter anderem eine Quarantäne für Besatzung und Material nach der Heimkehr.

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Im Report mit der Nummer M-932-69-11 heißt es dazu:

Um das Risiko einer Kontamination der Biosphäre der Erde durch Mondmaterial zu minimieren, werden Quarantäne-Maßnahmen durchgeführt. Die Besatzung wird für etwa 21 Tage nach dem Start von der Mondoberfläche unter Quarantäne gestellt.

Außerdem wird das CM (= Kommando-Modul, Anm. LAF) nach der Landung unter Quarantäne gestellt. Die Beendigung der CM-Quarantänezeit hängt von den Ergebnissen der Mondprobenanalyse und den Beobachtungen der Besatzung ab.

“Kontamination der Biosphäre” unseres Planten durch Killer-Bakterien vom Mond? Theoretisch: Ja! Damit war diese Vorsichtsmaßnahme 1969 sicherlich mehr als angebracht. Immerhin, so schrieb es die “Time” am 25. Juli 1969, besteht “die entfernte Möglichkeit, dass sie unbekannte Mondorganismen beherbergen, die das Leben auf der Erde gefährden könnten”.

Neil Armstrong Buzz Aldrin und Michael Collins in Quarantäne nach der Mondlandung (Bild: gemeinfrei)
Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins in Quarantäne auf der “Hornet” – re.: US-Präsident Richard Nixon (Bild: gemeinfrei)

Die Quarantäne und Dekontamination begann sofort nach der Landung von “Apollo 11” am 24. Juli. Nachdem die Kapsel mit den Mond-Astronauten im Pazifik wasserte wurde noch im Wasser damit begonnen, dann die Astronauten zu dem 24 Kilometer entfernen wartenden US-Schiff “Hornet” geflogen und dort in einer mobilen Quarantäneeinrichtung “gesperrt”. Drei Wochen lang.

Heute wissen natürlich, dass all diese Vorsichtsmaßnahmen unbegründet waren, da es auch dem Mond keine Mikroorganismen existieren, die hätten unseren Planeten verseuchen können. Aber hätte es sie gegeben – hätten sie im schlimmsten Fall jeden Menschen des Planeten umbringen können (s. HIER).

Ende April 1971 gab Dr. George Michael Low von der NASA nach drei erfolgreichen Mondlandungen endgültig Entwarnung. Im “Albuquerque Journal” war am 30. April 1971 dazu zu lesen:

Auf der Grundlage dieser Analyse (der Quarantäne-Informationen von Apollo 14 sowie der Ergebnisse der Apollo 11- und 12-Flüge) haben wir festgestellt, dass es keine Gefährdung für Menschen, Tiere oder Pflanzen im Mondmaterial (…) gibt.

Der Ausschuss hat empfohlen, dass weitere Mondmissionen nicht unter Quarantäne gestellt werden dürfen.

Es bedurfte also drei geglückten Mondlandungen und der sicheren Heimkehr von Mensch und Material, bis die NASA eine Gefahr für die irdische Biosphäre ausschließen konnte. Die Mondlandung der Mission “Apollo 13” ging bekanntlich schief, so dass diese nicht mitgezählt werden kann.

Die NASA spielte mit dem Feuer!

Es mag 50 Jahre später naiv erscheinen, was die NASA im Rahmen ihrer Mondlandungen da für einen Aufwand zum Schutz der Erde betrieb. Doch es war alles andere als naiv sondern das genaue Gegenteil. Erstaunlich ist allerdings die Tatsache, dass die NASA erst nach zwei weiteren Landungen sowie der Untersuchung und Quarantäne der beteiligten Astronauten etc. Entwarnung geben konnte.

Das bedeutet nämlich, dass die Flüge von “Apollo 12”, “Apollo 13” (auch wenn nicht auf dem Mond angekommen) und “Apollo 14” durchgeführt wurden, obwohl man da noch immer nicht sicher war, dass unser Planet nicht kontaminiert wird. Den raumfahrttechnischen Wettstreit der Systeme gewannen die USA im Juli 1969 mit “Apollo 11” auf dem Mond. Doch statt abzuwarten, was die Raumfahrer vom Mond theoretisch mitgeschleppt haben könnten, folgte eine bemannte Mondmission nach der anderen.

Unverantwortlich.

Natürlich war die Chance überaus gering, dass auf dem Mond irgendwelche Mikroorganismen leben, doch sie war nicht Null. Vor allem vor 50 Jahren war das eine offene Frage. Heute kennt man die sogenannten Extremophile auf der Erde, die jeden noch so für uns tödlichen Lebensraum besiedelt haben. Gäbe es diese bizarren Organismen auf dem Mond und hätten durch “Apollo” die Erde erreicht, die Konsequenzen wären nicht absehbar.

Außerirdisches Leben auf der Raumstation ISS! Der kommende Kinofilm “Life” und die Alien-Invasion unseres Immunsystems (Bild: NASA)
Außerirdisches Leben auf der Raumstation ISS! Der kommende Kinofilm “Life” und die Alien-Invasion unseres Immunsystems (Bild: NASA)

Von einer vollständigen Vernichtung der Menschheit, bis hin zu einem Absterben der Mikroorganismen selbst in der Erdatmosphäre, ist alles denkbar.

Welche Inkubationszeiten haben Aliens?

Zum Glück war Samuel Choran Phillips weitsichtig genug. Aber wie weitsichtig eigentlich genau, als er in seinem “Mission Operation Report” 1969 anordnete, “für etwa 21 Tage nach dem Start von der Mondoberfläche” Mannschaft und Gerät in Quarantäne zu stecken? Ehrlicherweise muss man zugeben, dass drei Wochen Isolation der Raumfahrer eine willkürliche Vorgabe war.

Weder vor 50 Jahren noch bei zukünftigen Missionen zum Mars kann ein Biologe verbindlich sagen, wann Entwarnung gegeben werden. Eine “außerirdische Inkubationszeit” von Organismen im All, denen die menschliche Biologie wehrlos gegenüber steht, kennt nun wirklich niemand.

Lepra zum Beispiel, also eine rein irdische (und behandelbare) Krankheit, hat eine Inkubationszeit von 6 Monaten bis zu 20 Jahren! Tuberkulose bis zu 10 Wochen und die verschiedenen Malaria 50 Tage oder einige Monate, um zwei weitere bekannte Beispiele zu nennen.

Nach 21 Tagen Isolation hätte die “Apollo 11”-Crew also zweifelsohne trotz aller Vorkehrungen unbemerkt irgendeine lunare Biologie einschleppen können. Naiv ist es zu glauben, das außerirdische Organismen sich an die Vorschriften der NASA halten. Man kann hier von einem “Restrisiko” sprechen. Und selbstverständlich kann man von den Astronauten nicht verlangen, dass sie nach ihrer Heimkehr bis ans Lebensende in Quarantäne bleiben.

Wie wir wissen, erfreuten bzw. erfreuen sich die Mond-Astronauten einer langen und besten Gesundheit.

Neue Gefahren vom Mond

So ist es auch in der Raumfahrt der Zukunft entscheidet, dass nichts Biologisches irgendwie auf unsere Erde kommt. Offensichtlich kam mit den Amerikanern nichts vom Mond zu uns. Der Mond gilt als toter Himmelskörper. Der Mars, immerhin ein Traumziel für die bemannte Raumfahrt, nicht unbedingt. Obwohl unzählige Sonden auf der Marsoberfläche nach Leben suchten und suchen, wurde es bis dato nicht gefunden. Das heißt aber nicht, dass es nicht da ist. Vielleicht müssen wir an anderen Orten dort weiter suchen, was eben auch genau ein Ziel von Menschen auf dem Mars ist!

Der Mars: Hat die NASA Hinweise auf früheres Leben auf unserem Nachbarplaneten übersehen? (Bild: NASA / L. A. Fischinger/ Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Der Mars: Hat die NASA Hinweise auf früheres Leben auf unserem Nachbarplaneten übersehen? (Bild: NASA / L. A. Fischinger/ Bearbeitung: Fischinger-Online)

Überall ist Vorsicht geboten. Erstaunlicherweise gilt das prinzipiell erneut für bemannte Flüge zum Mond. Auch wenn er als tot angesehen wird, haben in den vergangenen Jahren immer wieder Entdeckungen von Wasser auf dem Mond für Freude bei NASA & Co. gesorgt. Dieses Mond-Wasser befindet sich im Schatten innerhalb von Kratern, wo es vor Sonnenlicht geschützt ist. So verdampft es nicht und bleibt tief gefroren erhalten.

Hier herrscht ziemliche Einigkeit, dass dieses Mond-Wasser durch Asteroiden und Kometen auf dem Mond gekommen ist. Für feste Mondbasen ein riesiger Glücksfall, da es als Treibstoff (Wasserstoff), Sauerstoff und natürlich Trinkwasser genutzt werden kann. Dank der dauerhaften Schattenlage des Eises wartet es nur darauf von uns in Zukunft genutzt zu werden. Was man vor Ort hat, muss man nicht mehr teuer und mühsam zum Mond schaffen.

Nur sind das gleichzeitig neue Gefahren vom Mond. Asteroiden und Kometen könnten mit dem Wasser auch Biomaterial auf unseren Trabanten gebracht haben, das bis heute in diesem gefrorenen Wasser existiert. So, wie diese “Bomben aus dem All” auch das Leben auf die Erde gebracht haben könnten. Eine These, die schon viele Jahre in der Astronomie und Exobiolgie diskutiert wird.

Damit wäre man so schlau wie 1969 bei “Apollo 11” und es hieße: Alles auf Anfang. Sofern man nicht im Vorfeld von dort Wasserproben untersucht.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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“Backup der Zivilisation”: Unsere Kultur soll auf Mond und Mars als Bibliothek der Menschheit verwahrt werden – auch für Aliens

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Das Wissen und die Kultur der Menschheit soll für die Zukunft und Außerirdische im All sicher verwahrt werden
Das Wissen und die Kultur der Menschheit soll für die Zukunft und Außerirdische im All sicher verwahrt werden (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Im fast 14 Milliarden Jahre alten Universum existiert die menschliche Zivilisation und Kultur erst wenige Jahrtausende. Mehr als bescheiden, da allein unser Planet bereits 4,5 Milliarden Jahre alt ist. Und ob es in einer unbestimmten Zukunft die Menschheit als Zivilisation auf dieser Welt überhaupt noch geben wird, ist ungewiss. Um aber als Spezies eines Tages nicht spurlos im All verschwunden zu sein, plant die US-Organisation “Arch Mission Foundation” eine mikroskopisch keine “Bibliothek der Menschheit” im Sonnensystem für künftige Außerirdische und Menschheiten zu platzieren. Und das schon ab 2020 mit einem ersten Archiv des Wissens der menschlichen Kultur auf dem Mond. Was genau die Pläne sind, welche Hintergründe diese Weltraum-Bibliotheken haben, warum es sinnvoll und letztlich doch sinnlos ist, lest ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

“Planetenhocker” Menschheit

Rechnen wir einmal in runden Zahlen: Der Kosmos ist 14 Milliarden Jahre alt, auf der Erde gibt es seit 4 Milliarden Leben, eine Menschheit als Zivilisation existiert seit 10.000 Jahren und eine technologische Gesellschaft gibt es seit 100 Jahren.

Das klingt nicht nur bescheiden, dass ist es auch.

Dennoch suchen wir gerade in den letzten 50 Jahren verstärkt und intensiv nach anderen Zivilisationen im All. Wir sehen uns quasi nach Gesellschaft und irgendwie wollen wir nicht die einzige intelligente Spezies im Universum sein. Sind wir sicherlich auch nicht. Was wir aber sind, sind “Planetenhocker”. Vor gerade mal wenigen Jahrzehnten liefen 12 Menschen dieses Planeten auf dem Mond herum und begeisterten dadurch auch die Menschen für das Thema Aliens und Leben im All.

Woanders war die Menschheit nach den Mondladungen nicht mehr. Lediglich Robotersonden und unbemannte Raumfahrzeuge durchstreifen unser Sonnensystem oder landeten auf anderen Himmelskörpern. Und irgendwelche Außerirdische haben wir trotz Jahrzehnte der Suche bisher auch nicht gefunden. Trotz zahlloser Landungen von Raumsonden auf unserem Nachbarplaneten Mars in den letzten 40 Jahren wissen wir nicht einmal, ob es dort einst Leben gab oder noch gibt.

Alles sehr deprimierend für eine “selbstbewusste Menschheit” und die vielen Weltraum-Enthusiasten. Doch kommt noch deprimierender.

Die Menschheit? Spurlos verschwunden!

Irgendwann wird vielleicht der nicht so schöne Tag kommen, an dem die Menschheit als Zivilisation von diesem Planeten verschwinden wird. Hier kann man noch so viel spekulieren, wann und wie das sein wird, aber grundsätzlich sieht es für uns nicht rosig aus. Wir könnten als Spezies das All besiedeln – werden wir meiner Meinung nach auch! – aber die Gefahr, dass wir vorher untergehen, schwebt alltäglich über uns.

VIDEO: Prof. Stephen Hawking warnt in einem Interview vor dem Untergang der Menschheit – Und spekuliert auch, wie wir den Weltuntergang überleben können … (Bild: NASA/JPL / WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
VIDEO: Prof. Stephen Hawking warntvor dem Untergang der Menschheit – Und spekuliert, wie wir den Weltuntergang überleben können … (Bild: NASA/JPL / WikiCommons/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Es liegt aber zweifellos in der Natur des Menschen, dass er überall seine Spuren hinterlassen will. “Zwanghaft” ist der Homo Sapiens dazu bestimmt, Zeichen seiner Anwesenheit und Existenz der Nachwelt zu vererben. Das fängt bei uralten Höhlenzeichnungen und Handabdrücken an Höhlenwänden an – und reicht bis Flaggen und Plaketten auf dem Mond.

Verschwindet eines Tages die Menschheit und kommen in Milliarden Jahren zufällig Außerirdische in unser Sonnensystem, werde sie nicht mehr viel von uns finden. Ab gesehen von unseren Hinterlassenschaften auf anderen Himmelskörpern. Doch von einer Kultur unserer Spezies wird nichts mehr da sein. Da müssen nicht einmal Milliarden Jahre ins All ziehen.

Und genau gegen diese “Schwarzmalerei” möchte der gemeinnützige Verein “Arch Mission Foundation” mit Sitz in Los Angeles etwas unternehmen.

Bibliotheken auf Mond und Mars

Die “Arch Mission Foundation” sieht eine “Bibliothek der Menschheit” im All als eine ausgezeichnete Lösung für zukünftige Ereignisse. Ereignisse, die uns vernichten könnten, und dadurch von der jetzigen Kultur nichts mehr überlassen. Zwar werden selbst den Einschlag eines riesigen Kometen oder Asteroiden auf der Erde sicher Menschen überleben und sich die Menschheit irgendwann wiederholen – doch unsere Welt wäre eine andere.

Als eine Art moderne Form von Felsbildern oder Handabdrücken auf Höhlenwänden der Vorzeit sieht die Non-Profi-Organisation Hightech im All. Die Geschichte, Kultur, Wissen und unserer Leben als Zivilisation an sich soll in einer “Lunar Library” gespeichert werden. Eine “Mond-Bibliothek” auf unserem  Trabanten. Dazu soll in zwei Jahren der erste Schritt getan werden.

Dokument, Fotos, Textseiten und die gesamte englische Wikipedia werden auf winzige Metallplatten aus Nikel mit einem Laser aufgebrannt und in einer kleinen Box auf den Mond gebracht. Diese Nikelplatten sind winzig, dabei hauchdünn und haben nur 1,7 Zentimeter Kantenlänge. Trotzdem passen auf einer dieser “Speichermedien” bis zu 16.000 Seiten bedrucktes Papier im Mikroformat. Bei 1000-facher Vergrößerung können die Entdecker dieser Weltraum-Achive diese Dokumente problemlos erkennen.

Wem gehört eigentlich der Mond? Über (meine!) lunaren Ländereien, irdische Weltraumverträge und Wildwest im All
ARTIKEL: Wem gehört der Mond? Über (meine!) lunaren Ländereien, irdische Weltraumverträge und Wildwest im All (Bild: gemeinfrei)

Bis zu 50 Millionen Seiten mit Text, Bildern und weiteren Informationen sollen in der ersten “Lunar Library” ab Mitte 2020 den Anfang machen. Theoretisch könnte die “Arch Mission Foundation” auf diesen gravierten und so gut wie unzerstörbare Nikelplättchen Milliarden Seiten an Informationen schreiben und sie auf den Mond bringen. Die gesamte Geschichte der Menschheit kann so bis ins Detail dokumentiert werden.

Das ist auch der Plan der Organisation.

Weitere solcher Bibliotheken sollen nach Angaben des Vereins folgen. Nicht nur auf dem Mond, sondern auch auf dem Mars und an anderen Orten des Sonnensystems. Die Möglichkeiten sind dabei genauso unendlich wie das Weltall selbst. Nach und nach würden diese Bibliotheken der Menschheit immer weiter heranwachsen und letztlich wären die Handabdrücke unserer gesamten Zivilisation, Spezies und Welt im All zu finden. Auch noch nach dem Weltuntergang und Ende der Menschheit.

Ein Backup der Zivilisation

Ein Archiv des menschlichen Wissens im All? Nova Spivack, der Mitgründer der “Arch Mission Foundation” hat dazu eine klare Meinung:

Wir dachten an dieses Projekt, um die menschliche Zivilisation rund um das Sonnensystem zu archivieren – um eine permanente externe Sicherung aller unserer kulturellen Errungenschaften zu schaffen. Also unser Wissen, unsere Kunst, unsere Sprachen, unsere Geschichte. Alles das, was der menschliche Geist hervorgebracht hat.

Tatsächlich ist diese Aussage oder der Wunsch von Spivack nachvollziehbar. Wobei eine “permanente externe Sicherung” wohl eher eine Träumerei ist. Eine “Sicherung”, das kennt man von seinem eigenen PC, dient dazu, dass man etwas Verlorenes wiederherstellen kann. Ist aber die Menschheit “verloren” bzw. als Zivilisation untergegangen und benötigt eben diese “externe Sicherung” – wie soll sie an diese auf dem Mond oder sonst wo herankommen, ohne Raumfahrt? 

Für die “Arch Mission Foundation” sind diese zukünftig im ganzen Sonnensystem verteilten Backups der Zivilisation natürlich auch und vor allem für Außerirdische gedacht. Ist unser Planet noch so zerstört und haben Wind, Wetter und Plattentektonik die Abdrücke unserer Kultur noch so zerstört, sind die Nickelplatten im All noch da.

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Natürlich macht es dabei auch und vor allem die Masse der Bibliotheken, die wir in unserem Sonnensystem verteilen. Nova Spivack dazu:

“Nickel ist ein Element, das nicht korrodiert. Im Grunde für immer im Weltraum hält und kosmische Strahlung kann es nicht beschädigen. Wir sind partnerunabhängig, also fliegen wir mit jedem, der uns Raum gibt.

Wir wollen viele Kopien an viele Orte bringen, damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass diese Archive überleben und in ferner Zukunft gefunden werden.

“Astrobotic” ist dabei das erste (private) Unternehmen, dass diesem Projekt “Raum, gibt”, wenn es Mitte 2020 zum Mond fliegt.

Macht das alles Sinn?

Abgesehen vom “Zwang”, dass unsere Spezies überall ihre Spuren hinterlassen muss, fragt man sich natürlich, was das für einen Sinn haben soll. Sinnvoll ist es, wenn man daran glaubt, dass diese Millionen oder Milliarden von Dokumenten etc. eines Tages auch von Aliens gefunden werden. Ob es diese Außerirdischen allerdings interessiert, was aktuell in Wikipedia steht, ist eine ganz andere Frage.

ARTIKEL: “Hallo zusammen” und “Wie geht´s Dir?”: Was für Töne, Bilder und Grüße die Menschheit 1977 mit zwei Raumfahrzeugen der NASA an Außerirdische schickte. (Bild: NASA/JPL/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: “Hallo zusammen” und “Wie geht´s Dir?”: Was für Töne, Bilder und Grüße die Menschheit 1977 mit zwei Raumfahrzeugen der NASA an Außerirdische schickte (Bild: NASA/JPL/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Kritiker sehen hier eher Werbung für die kommerzielle und private Raumfahrt. Man denke hier an Elon Musk und den in eine Erdumlaufbahn geschossenen “Tesla Roadster”. Hier war auch die “Arch Mission Foundation” mit dabei, da sich in dem Auto ein Glasdatenträger von ihnen befand, auf dem Bücher des legendären Science-Fiction-Autoren Isaac Asimov gespeichert waren.

Die Nikel-Datenträger sind winzig, dünn wie ein Haar, können je Seite rund 8.000 Textseiten speichern und sind dabei federleicht. Die Kosten für ein solches Archiv der Menschheit im All sind damit sehr überschaubar, da in der Raumfahrt mit jedem Kilogramm Gewicht gerechnet wird. Der Transport der Platten der “Arch Mission Foundation” fällt da nicht ins Gewicht, wenn die Organisation um eine Mitfluggelegenheit bittet.

Fragt man aber nach dem Nutzen dieser ganzen Pläne, sieht es ganz anders aus. Denn den gibt es ganz einfach nicht für uns als gegenwärtige Menschheit. Lediglich das Wissen um die Tatsache, dass wir irgendwo im All unsere Spuren hinterlassen haben und theoretische Entdecker sich so an uns erinnern könnten. Wobei diese zukünftigen Finder allein durch den Schrott unserer Raumfahrt auf anderen Himmelskörpern von erfahren werden. Jedoch nur, dass es uns gab und wir eben diese Art von Technologien besaßen. Mehr nicht.

Eine mutmaßlich uns in späteren Erdzeitaltern folgende “Menschheit” oder aber eines Tages ankommende Außerirdische wären die Nutznießer der Weltraum-Archive. Gleichgültig, ob diese auch wirklich mit dem, “was der menschliche Geist hervorgebracht hat”, etwas anzufangen wissen. Doch hier muss man positiv denken und auf deren Neugierde, Interesse sowie Forscher- und Entdeckerdrang hoffen …

Weltraum-Archive: Eine alte Idee

In der Science-Fiction ist die Idee von Archiven und Bibliotheken im All nicht neu. Auch bei der beliebten TV-Serie “Star Trek – The Next Generation” war dies schon Thema, als man zufällig ein Millionen Jahre im All umher fliegendes Archiv einer untergegangenen Zivilisation fand.

VIDEO/VORTRAG: Der ultimative Beweis für die Astronautengötter – wie lässt sich die Prä-Astronautik unwiderlegbar beweisen? (Bild: L.A. Fischinger / Tatjana Ingold)
VIDEO/VORTRAG: Der ultimative Beweis für die Astronautengötter: wie lässt sich die Prä-Astronautik unwiderlegbar beweisen? (Bild: L. A. Fischinger / T. Ingold)

Selbst in der Welt der Wissenschaft hatte man schon die sonderbarsten Ideen, was die Verbreitung unseres Wissens im All angeht. So wurde beispielsweise erst 2015 vorgeschlagen, dass man mittels Radioteleskop das komplette Internet inkl. Wikipedia ins All senden solle. Für potenzielle außerirdische Empfänger, die so auf uns aufmerksam werden und sich dadurch über uns informieren könne. Ob sie wollen, oder nicht.

Auf einen Kongress habe ich selber das Thema in einem Vortrag einmal anders herum darlegt. Nämlich wie Außerirdische, die vor Jahrtausenden einmal hier auf unserer Erde gewesen sein könnte, uns eine Botschaft über tausende von Jahren hinweg in die Zukunft hinterlassen haben könnten. Quasi also deren “Bibliothek”, die wir erst als technologische Spezies entdecken und verstehen können.

Mein Ergebnis könnt Ihr auf diesem Blog HIER nachlesen und den Vortrag findet Ihr bei YouTube als Video HIER.

Den Erhalt von Wissen und Kultur wurde und wird in der Science-Fiction seit Jahrzehnten immer mal wieder thematisiert. Eine echte Garantie für einen Erfolg gibt es pauschal dafür nicht. Außer vielleicht die Ausbreitung einer Spezies durch Raumfahrt im All an möglichst viele verschiedene Orte.

Würden die geplanten Nikel-Datenträger tatsächlich Milliarden Jahre in unserem Sonnensystem erhalten bleiben, ist auch deren Zeit eines Tages abgelaufen: Wenn unsere Sonne stirbt und explodiert und dabei das Sonnensystem zerstört. Hat bis dahin niemand unsere Archive gefunden, war es das mit der Erinnerung an die Menschheit oder einem “Backup” …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Jurassic World: live: Existierten Menschen und Dinosaurier gemeinsam? +++ YouTube-Video / Neu geschnitten +++

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Jurassic Park live! Existierten Dinosaurier und Menschen einst gemeinsam? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Jurassic World – live? Existierten Dinosaurier und Menschen einst gemeinsam? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Die Evolutionstheorie ist falsch! Das sagen eine ganze Reihe Mystery-Forscher der Grenzwissenschaft und Mystery Files und verweisen dabei immer wieder auf seltsame Funde aus der Vergangenheit. Diese sollen beweisen, dass vor Millionen von Jahren Menschen und Dinosaurier gemeinsam lebten bzw. existierten. Eigentlichen ein „Ding der Unmöglichkeit“, wie Ihr es in diesem Video auf meinem YouTube-Kanal erfahrt. Denn eigentlich haben sich Mensch und Saurier um dutzende Millionen Jahre auf diesem Planten verpasst. Aber stimmt das wirklich?


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

(Neuschnitt eines YouTube-Video vom 2. 12. 2013!)

Vor rund 65 Millionen Jahren starben durch den Einschlag eines Asteroiden oder Kometen die letzten Saurier auf der Erde aus. Erst dadurch wurde auf unserem Planeten eine Nische für die Säugetiere frei, aus denen dutzende von Millionen Jahren später wir Menschen entstanden.

So sagt es die gängige Überzeugung der etablierten Forschung und Evolution seit Jahrzehnten.

Doch die „Verbotene Archäologie” verweist ebenso seit Jahrzehnten auf kuriose Funde, die beweisen sollen, dass Menschen und die Dinosaurier sich entgegen aller Annahmen doch einst real begegnet haben. Eigentlichen ein „Ding der Unmöglichkeit“ …

Alles dazu in diesem Video.

Bleibt neugierig …

+++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Die Superzivilisation um “Tabbys Stern” KIC 8462852 löst sich weiter in Staub auf: Neue Ergebnisse bei der Suche nach den Super-Aliens

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Die Alien-Superzivilisation des Sterns KIC 8462852 löst sie sich in Staub auf (Bild: NASA)
Die Alien-Superzivilisation des Sterns KIC 8462852 löst sie sich in Staub auf (Bild: NASA)

2015 machte eine spektakuläre Neuigkeit aus der Astronomie die Runde: Wissenschaftler haben mit dem Weltraumteleskop “Kepler” um den 1480 Lichtjahre entfernten Stern KIC 8462852 (“Tabbys Stern”) möglicherweise Hinweise auf eine “außerirdische Superzivilisation” gefunden. Grund für diese Vermutung waren unerklärliche Lichtschwankungen der Sonne. Sie ließen darauf schließen, dass irgendwas oder irgendwer eine Megastruktur um “Tabbys Stern” legte. Existiert hier ein hochentwickelte Alien-Zivilisation, wurde spekuliert. Nachdem SETI-Untersuchungen des Sterns erfolglos blieben, präsentieren nun die Astronomen eine neue Erklärung für die ungewöhnlichen Messwerte des Sterns: Eine Scheibe oder Wolke aus winzigen Staubpartikeln. Aber ob diese zutrifft, wissen sie auch nicht genau. In diesem Beitrag erfahrt Ihr alles rund um den seltsamen Stern und den neuen Ergebnissen zusammengefasst …


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Super-Aliens um “Tabbys Stern”

Eine fantasierende Spekulation der Kosmologie machte 2015 in aller Welt Schlagzeilen in der Presse:

Kann es sein, dass um den 1480 Lichtjahre von der Erde entfernten Stern KIC 8462852 eine uralte Zivilisation von Außerirdischen existiert? Und hat dieses Volk der “Super-Aliens” es technologisch soweit gebracht, dass sie in der Lage waren, um ihre gesamte Sonne eine künstliche Struktur zu schaffen? Ein Gebilde gigantischen Ausmaßes, dass von außerhalb deren Sonnensystems betrachtet ihre Sonne verdunkelt?

Genau diese Verdunkelungen bzw. Lichtschwankungen der fernen Sonne wurden vom Weltraumteleskop “Kepler” entdeckt. Sie waren aber nicht auf einen oder mehre Exoplaneten zurückzuführen und so kamen zahlreiche Spekulationen über die Ursache dieser ungewöhnlichen Messwerte aus.

Damals wurde vor allem in der Mainstream-Presse über eine Dyson-Sphäre” spekuliert, die dort von Außerirdischen errichtet worden sein könnte. Ein “Bauwerk” also, dass diese Aliens rund um ihre Sonne im All erschaffen haben. Eine Art Hohlkugel, die den Stern umgibt, mit der möglicherweise diese Wesen die Energie ihrer Sonne voll ausschöpfen können.

Ein solche “Dyson-Sphäre” war eine theoretische Überlegung des legendären Physikers und Mathematikers Freeman Dyson. Er schlug bereits am 3. Mai 1960 in dem angesehenen Wissenschaftsmagazin “Science” vor, dass bei der Suche nach Außerirdischen auch nach genau derartigen Megastrukturen um andere Sonnen gesucht werden solle. Theoretisch ist die Errichtung eines für uns unglaublichen Projektes tatsächlich möglich.

Möglich aber nur für enorm fortschrittliche Gesellschaften irgendwo im All. Gäbe es um “Tabbys Stern” eine solche Sphäre, wäre es sie sogar uralt. Mindestens rd. 1500 Jahre, da das Licht dieses Stern so lange benötigt, bis wir es auf der Erde sehen können. Wir sehen also die Vergangenheit des Stern KIC 8462852 und deshalb wurde 2015 oftmals der Begriff “Superzivilisation” in diesem Zusammenhang verwandt.

Am 16. Oktober 2015 stellte ich dazu ein YouTube-Video online, in dem ich diese Überlegungen und die Hintergründe genauer erkläre. Das Video habe ich unten erneut eingebunden.

Die “Super-Zivilisation” der Aliens schwieg

Natürlich war dieser Sterne aufgrund seiner seltsamen Lichtschwankungen auch ein exzellenter Kandidat, um ihn von der Erde aus nach künstlichen Radiosignalen (SETI) abzusuchen.

Die Suche nach Leben im All geht voran: Haben wir in nur 20 Jahren mit Außerirdischen? (Bilder: gemeinfrei/NASA / Montage: L. A. Fischinger)
Die Suche nach Leben im All geht voran: Haben wir in nur 20 Jahren Kontakt mit Außerirdischen? (Bilder: gemeinfrei/NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Von Ende Oktober bis Ende November 2015 beobachteten deshalb das “Boquete Optical Seti” Observatorium (Panama) und das “Allen Telescope Array” in Kalifornien den rätselhaften Stern. Vergeblich – sie fanden und hörten nichts. Am 8. Dezember 2015 resümierten die Wissenschaftler Gerry Harp, Douglas Vakoch und Seth Shostak in ihrem Bericht ernüchternd, dass sie Suche vergeblich war.

Vakoch als SETI-Präsident schrieb darin:

Wir haben keinerlei Hinweise darauf gefunden, dass eine fortschrittliche Zivilisation absichtlich Laser-Signale in Richtung Erde sendet.

Die Hypothese einer gewaltigen, von Außerirdischen geschaffenen Struktur bricht in sich zusammen”, so Douglas Vakoch resümierend. Der SETI-Astronom Seth Shostak zeigte sich ebenso enttäuscht:

Die Geschichte der Astronomie lehrt, dass, immer wenn wir glaubten, ein Phänomen beobachtet zu haben, das auf die Aktivitäten von Außerirdischen hindeutet, wir damit falsch lagen.

Weitere Radioteleskop-Beobachtungen zwischen dem 8. Juli und 8. August 2017 durch zahlreiche Observatorien waren genauso erfolglos.

In einem Beitrag auf diesem Blog vom 27. Dezember 2015 zu den SETI-Untersuchungen des Stern KIC 8462852 blieb allerdings noch Hoffnung auf diese “Super-Aliens”: Vielleicht ist die Alien-Zivilisation längst untergegangen und wir können von ihnen heute gar nichts mehr empfangen. Nur noch ihre von “Kepler” gefundene gigantische Struktur um ihre Sonne zeugt von deren einstiger Existenz.

Neu veröffentlichte Untersuchungen zerschlagen scheinbar aber auch diese Spekulation.

Nichts als Staub um KIC 8462852?

Astronomen wären keine Astronomen, wenn sie nicht den Geheimnissen des Universums auf den Grund gehen würden. Davon hat der Kosmos bekanntlich nicht wenige und natürlich haben sie nur zum Teil mit der Suche nach Leben im All zu tun. So haben die Sternengucker auch bei KIC 8462852 ihre Untersuchungen und Theorien zur Ursache der Lichtschwankungen weitergeführt.

Doch nur weil die Suche nach außerirdischen Signalen mittels der Radioastronomie keinen Erfolg hatte, waren die Lichtschwankungen von KIC 8462852 damit noch nicht erklärt. Immerhin konnte das Teleskop “Kepler” Schwankungen von bis zu 22 Prozent in der Helligkeit des rätselhaften Sterns messen. Diese Schwankungen im Lichtspektrum eines Sterns sind enorm. Unser riesiger Planet Jupiter beispielsweise verdunkelt unsere eigene Sonne nur um rund 2 Prozent.

SETI und die Suche nach Leben im All: Neue Wege bei der Suche nach Außerirdischen? (Bild: NASA/JPL-Caltech / Montage: L. A. Fischinger)
SETI und die Suche nach Leben im All: Neue Wege bei der Suche nach Außerirdischen? (Bild: NASA/JPL-Caltech / Montage: L. A. Fischinger)

Was also geht hier in fast 1500 Lichtfahren Entfernung vor sich? Dazu legte Tabetha S. Boyajian von der Louisiana State University in Baton Rouge (USA) und ein Team von dutzenden weiteren Forschern am 3. Januar 2018 einen weiteren Untersuchungsbericht vor. Zu verdanken haben wir diese neuen Untersuchungen übrigens etwa 1700 Personen, die insgesamt über 100.000 US-Dollar dafür sammelten.

Spuren von Aliens fanden Boyajian und ihr Team nach eigenen Angaben nicht. Sie kommen in ihrer Veröffentlichung vielmehr zu dem Ergebnis, dass sehr feiner Staub die Sonne KIC 8462852 umkreist und für die ungewöhnlichen Lichtschwankungen verantwortlich sei. Winzige Partikel würden in einer Wolke, Scheibe oder wie eine Kugel die Sonne umgeben und das Licht von “Tabbys Stern” auf dem Weg zu uns schlucken.

Die angenommene Staubwolke unterscheidet sich in Aufbau und Art sehr von dem, was wir aus unserem Sonnensystem kennen. Wir haben beispielsweise den Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter oder den Kuipergürtel weit draußen hinter Neptun. Hier kreisen gewaltige Asteroiden und  Kometen, die teilweise hunderte Kilometer groß sind. Solche Scheiben oder Wolken mit derartigen Brocken um einen Stern erwärmen sich durch die Sonneneinstrahlung minimal, was aber dennoch messbar wäre. Eine derartige Strahlung im Infrarotbereich wurde bei KIC 8462852 aber nicht gefunden.

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Also, so Tabetha Boyajian, müssen die “Tabbys Stern” umrundenden Partikel im Durchschnitt unter einem Tausendstel eines Millimeters winzig sein. Diese würden die unterschiedlichen Farben des Lichtspektrums, auch aufgrund ihrer individuellen chemischen Eigenschaften, verschieden stark absorbieren. Die Wissenschaftler gehen aufgrund ihrer Messungen und Berechnungen davon aus, dass diese Sonne von Staub umrundet wird, der 0,04 bis 1 Mikrometer klein sind.

Ein Staubkörnchen Hoffnung?

Von Staub im uns bekannten Sinne…kann man hier kaum mehr sprechen. So sind die “großen Brocken” um KIC 8462852 mit der Größe von einem Mikrometer in einer geläufigen Angabe umgerechnet nur 0,001 Millimeter groß. Die Astronomin und Astrophysikerin Boyajian dazu:

Die neuen Daten zeigen, dass verschiedene Lichtfarben mit unterschiedlicher Intensität blockiert werden. Was immer zwischen uns und dem Stern vorbeizieht, ist darum nicht undurchsichtig, wie man es von einem Planeten oder einer außerirdischen Megastruktur erwarten würde.

SETI: Die Suche nach der (mutmaßlichen) “Superzivilisation” des Sterns KIC 8462852 – sie blieb ohne Erfolg (Bild: NASA/Ames/JPL-Caltech / L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)
SETI: Die Suche nach der (mutmaßlichen) “Superzivilisation” des Sterns KIC 8462852 – sie blieb ohne Erfolg (Bild: NASA/Ames/JPL-Caltech / L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)

Aktuell berichten verschiedene Online-Medien über diese neuen Erkenntnisse zu der vermeintlichen “Super-Zivilisation”. Die meisten Veröffentlichungen schreiben, dass die Spekulationen um außerirdisches Leben um “Tabbys Stern” nun endgültig widerlegt seien. Keine uralten Aliens, die hier in den Weiten des Alls ihre Spuren hinterlassen haben.

Oder doch?

Tabetha Boyajian verweist darauf, dass “ein Planet oder einer außerirdischen Megastruktur” das Lichtspektrum vollständig blockieren würden. Das kennen wir von einer Sonnenfinsternis oder einem Venus-Tansit in unserem Sonnensystem, wenn der Mond bzw. die Venus das Licht der Sonne blockieren. Unsere Sonne wird ganz bzw. teilweise pechschwarz. Auf diese Art finden Astronomen auch Exoplaneten. Ziehen diese vor ihrem Stern her, verdunkeln sie diesen geringfügig, was wir messen können.

Und so bleibt eine winzige Hoffnung für Spekulationen für alle, die um KIC 8462852 etwas Künstliches vermuten wollen. Die viel zitierte “Dyson-Sphäre” muss kein vollständig geschlossenes Gebilde um eine Sonne sein, die nach außen keinerlei Licht lässt. Bei dem mysteriösen Stern wäre das so oder so nicht der Fall, da “nur” 22 Prozent seines Lichtes verschluckt werden. Folglich kommen immerhin bis zu 78 Prozent bei uns an. Da ist kein Platz für eine hermetisch geschlossene Megastruktur von Aliens.

Vielleicht, so eine staubige Hoffnung, ist die Erklärung einer Wolke oder Scheibe von winzigen Partikeln also falsch. Immerhin schreiben auch Boyajian und ihre wissenschaftliche Kollegen, dass ihre Erklärung noch nicht klar zu belegen sei. Wir können von uns aus diesen Staub nicht sehen. Ebenso ist es weiterhin unbekannt, in welcher Form bzw. Anordnung genau diese staubigen Partikel um “Tabbys Stern” kreisen.

Ein Staubkörnchen Hoffnung, dass hier doch etwas von Aliens durch “Kepler” gefunden wurde – und nicht nur kosmischer Staub.

Man sollte sich aber fragen, was wohl wahrscheinlicher ist.

Video zum Thema:

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Lars A. Fischinger

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Zuversicht bei der NASA: “In 20 Jahren finden wir außerirdisches Leben!” Voller Optimismus in die Zukunft

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Die NASA glaubt, dass sie in 20 Jahren außerirdisches Leben finden wird (Bilder: NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Die NASA glaubt, dass sie in 20 Jahren außerirdisches Leben finden wird (Bilder: NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Zuversicht und Optimismus sind bei der Suche nach Außerirdischen und Leben im All auch in der Wissenschaft keine schlechten Voraussetzungen. Immerhin suchen Astronomen eigentlich schon seit Jahrhunderten Leben außerhalb der Erde und fanden es noch immer nicht. Doch die Forscher der NASA sind mehr als zuversichtlich, dass dieses Leben bald gefunden wird, wie sie es jüngst in einem offiziellen NASA-Bericht veröffentlichten. In 20 Jahren könnte es schon soweit sein, dass die US-Weltraumbehörde die Entdeckung von außerirdischen Leben verkünden kann. Angesicht der bereits schier endlos langen Suche nach diesen Aliens sind zwei Jahrzehnte tatsächlich mehr als als nur bald. Wie aber kommen die Wissenschaftler der NASA auf diese optimistische Einschätzung? Das erfahrt Ihr wie immer hier.

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Außerirdische in nur 20 Jahren

In 20 Jahren, so behauptet es zumindest das Geburtsdatum in meinem Ausweis, bin ich 63 Jahre alt. Werde ich also in meinen 60ger Jahren die Entdeckung von außerirdischem Leben feiern können? Richte ich mich nach dem “Zeitplan” der NASA für eine solche Entdeckung  – dann Ja!

Offensichtlich sind die Wissenschaftler der NASA Optimisten, die voller Zuversicht in die Zukunft ihrer Organisation und deren Forschung blicken. Immerhin hat die NASA am 15. November 2017 auf ihrer offiziellen Internetseite einen Beitrag und ein Video (s. unten) veröffentlicht, in dem erläutert wird, wann und wo Leben außerhalb der Erde zu finden sein wird bzw. könnte.

Carol Rasmussen vom ” NASA’s Earth Science News Team” schreibt darin einleitend:

Leben. Das ist die eine Sache, die bisher die Erde unter den Tausenden anderer Planeten, die wir entdeckt haben, einzigartig macht. Seit dem Herbst 1997 haben NASA-Satelliten kontinuierlich und weltweit das gesamte Pflanzenleben an der Oberfläche und in den Ozeanen beobachtet. (…) Die NASA berichtet  in Geschichten und Videos darüber, wie diese Sicht auf das Leben vom Weltraum aus das Wissen über unseren Heimatplaneten und die Suche nach Leben in anderen Welten fördert.

Die Astronomen, Biologen und Exobiologen der NASA sind also überzeugt, dass jahrzehntelange Beobachtungen der Biologie unseres Planeten Erkenntnisse darüber liefert, wie sich außerirdischen Leben entwickelt. Und damit haben sie natürlich Recht.

Lernen von der Erde

VIDEO: Die NASA sucht jemanden, der die Erde vor Aliens beschützt. Aber warum eigentlich? Und was macht dieser Mitarbeiter genau? (Bild: NASA)
VIDEO: Die NASA sucht jemanden, der die Erde vor Aliens beschützt. Aber warum eigentlich? Und was macht dieser Mitarbeiter genau? (Bild: NASA)

Bekanntlich haben wir nur unseren Planeten und damit unsere irdische Biologie, um das Leben an sich zu erforschen und verstehen zu lernen. Damit haben wir auch nur unsere Biosphäre um die Rätsel des Lebens und die Mysterien seiner Entstehung zu ergründen. Wäre dem nicht so, und wir besäßen eine zweite Biologie zum Vergleich – dann hätten wir auch bereits Leben im All gefunden, das eben diese zwei Biologie sein würde …

Biologen und damit auch die Exobiologen, als jene Forscher, die sich mit außerirdischer Biologie befassen, haben durch unseren Heimatwelt in den vergangenen Jahrzehnten bereits weitreichende Kenntnisse über das Leben gewonnen. Kenntnisse, die zum Teil vor einigen Jahren noch nicht mal denkbar waren. Auch die Jahrzehnte der Raumfahrt, die sich stetig verbessernde Technologie sowie Sonden und Landefahrzeuge zu anderen Planeten und Asteroiden trugen natürlich nicht unerheblich zu diesem wachsenden Wissen bei.

Grundsätzlich und vereinfacht kann man sagen, dass sich Leben auch entwickelt/ansiedelt, sobald es geeignete Voraussetzen vorfindet. Ebenso wissen wir heute, dass das Leben weit mehr übersteht und aushalten kann, als es einst von Biologen gedacht wurde. Es existieren Organismen auf der Erde, die teilweise früher noch unbekannt waren, und die sich in den unwirklichsten Umgebungen putzmunter fühlen.

Diese irdischen Lebewesen werden Extremophile genannt und leben und vor allem überleben zum Beispiel in Säure, an radioaktiv Verstrahlten Orten, in weit über 100 Grad heißem Wasser unter enormen Druck, an Plätzen ohne Sauerstoff oder auch im Vakuum des Alls. Sie verspeisen Gestein, toxische Substanzen, Öl oder auch Giftgase und Methan am Meeresgrund. Hart gesottene Kleinstlebewesen, die so auch auf anderen Himmelskörpern existieren können. Auch in unserem eigenen Sonnensystem.

Leben im All

Die “Bausteine des Lebens” oder auch Wasser sind im gesamten Kosmos vorhanden. Nicht nur “zwischen den Sternen” in Wolken, sondern auch auf Asteroiden, Kometen oder fremden Planten. Und solche fremden Planeten haben Astronomen inzwischen auch zu tausenden außerhalb unseres eigenen Sonnensystems gefunden. Dass die NASA-Wissenschaftler angesichts dieser Erkenntnisse und Entdeckungen voller Zuversicht und Optimismus in die Zukunft der Weltraumforschung blicken, ist nachvollziehbar.

In 20 Jahren finden wir sie also, die Aliens? In dem NASA-Beitrag heißt es dazu:

Jeder Wissenschaftler, der an der Suche nach dem Leben beteiligt ist, ist überzeugt, dass es da draußen ist. Ihre Ansichten unterscheiden sich aber, wann wir es finden werden.

Darum werden wir niemals Kontakt mit Aliens haben: Die Außerirdischen löschen sich vorher alle selber aus! Tatsächlich? (Bild: L. A. Fischinger / NASA / Montage: L. A. Fischinger)
Darum werden wir niemals Kontakt mit Aliens haben: Die Außerirdischen löschen sich vorher alle selber aus! Tatsächlich? (Bild: L. A. Fischinger / NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Zu diesen Wissenschaftlern gehört auch Tony del Gonio vom Goddard Institut für Weltraumforschung der NASA in New York City. Er ist einer der Co-Leiter der interdisziplinären Forschungs-Initiative “Nexus for Exoplanet System Science” (NExSS) der NASA, deren erklärtes Ziel nicht weniger als der Nachweis von Leben im All und bewohnbaren Exoplanten ist. Dazu heißt es auf der Website von NexSS:

Basierend auf unserem Verständnis unseres eigenen Sonnensystems und unseres bewohnbaren Planeten Erde, wollen die Forscher des Netzwerks herausfinden, wo bewohnbare Nischen am wahrscheinlichsten vorkommen und welche Planeten am wahrscheinlichsten bewohnbar sind.

Durch die Nutzung aktueller NASA-Einsätze in Forschung und Missionen wird NExSS die Entdeckung und Charakterisierung anderer potenziell Leben tragender Welten in der Galaxie beschleunigen, wobei ein system-wissenschaftlicher Ansatz verwendet wird.

Del Gonio ist dabei sicher, dass “das Leben in Formen und an Orten existieren kann, die so bizarr sind, dass sie sich von der Erde wesentlich unterscheiden könnten”. Und hier müssen die Forscher eben “von der Art von Leben ausgehen, das wir kenne”, so del Gonio in dem Beitrag auf der NASA-Webseite:

Bevor wir nach Leben suchen, versuchen wir herauszufinden, welche Arten von Planeten ein Klima haben können, das dem Leben förderlich ist. Wir verwenden die gleichen Klimamodelle, mit denen wir den Klimawandel des 21. Jahrhunderts auf der Erde entwarfen, um damit Simulationen von bestimmten bereits entdeckten und von hypothetischen Exoplaneten anzufertigen.

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Die Entdeckung eines solchen Exoplaneten, auf dem es Leben gibt und der vielleicht sogar die berühmte Erde 2.0 ist,  ist der Goldene Gral der Astronomie. Und del Gonio ist hier mehr als zuversichtlich, dass solches Leben bald gefunden wird, wie er sagt:

Ich denke, dass wir in 20 Jahren einen Kandidaten gefunden haben, der es ist. Aber meine Erfolgsbilanz bei der Vorhersage der Zukunft ist nicht so gut.

Am 7. April 2015 zitierte die „Los Angeles Times“ genau zu dieser Frage bereits die NASA-Chef-Wissenschaftlerin Ellen Stofan mit den optimistischen Worten:

Ich glaube, wir werden starke Hinweise auf Leben außerhalb der Erde im nächsten Jahrzehnt und den definitiven Beweis in den nächsten 10 bis 20 Jahren haben. Wir wissen, wo wir schauen müssen, wie wissen wie wir schauen müssen und in den meisten Fällen haben wir die Technologie.

(…)

Wir sprechen nicht von kleinen grünen Männchen. Wir sprechen über kleine Mikroben.

Warum in die Ferne schweifen?

Wissenschaftler der NASA glauben, dass wir in 10 bis 20 Jahren außerirdisches Leben finden werden: “Die Frage ist nicht ob, sondern wann.” (Bild: Mission zum Jupier-Mond “Europa” / NASA)
Wissenschaftler der NASA glauben, dass wir in 10 bis 20 Jahren außerirdisches Leben finden werden: “Die Frage ist nicht ob, sondern wann.” (Bild: Mission zum Jupiter-Mond “Europa” / NASA)

Ellen Stofan sprach 2015 gegenüber der „Los Angeles Times“ nicht von Zivilisationen im Kosmos, für die wir den “definitiven Beweis in den nächsten 10 bis 20 Jahren haben” werden. Stofan sieht diesen ersten Nachweis in außerirdischen Bakterien irgendwo in unserem Sonnensystem.

Auch der Report der NASA schweift bei der Frage nach Leben im Universum nicht nur in die Ferne. Einfacher als der Nachweis von außerirdischen Leben auf irgendwelchen unendlich weit entfernten Exoplaneten sind Aliens eben tatsächlich vor unserer Haustür zu finden.

Bekanntlich gibt es in unserem eigenen Sonnensystem Monde und Planten, auf denen es theoretisch tatsächlich Leben geben kann, wie ich es zum Beispiel auch hier diskutierte. Diese Himmelskörper reichen von Monden wie Jupiters Mond Europa oder dem Saturn-Mond Enceladus bis hin zum Planeten Mars. Dazu heißt es von der NASA beispielsweise:

Während Missionen zu diesen Monden entwickelt werden, benutzen Wissenschaftler die Erde als Testumgebung. So wie Prototypen für die Mars-Rover der NASA ihre Probeläufe in irdischen Wüsten durchführen, testen Forscher sowohl ihre Hypothesen als auch Technologien auf unseren Ozeanen und in extremen Umgebungen.

Während außerirdisches Leben in unserem Sonnensystem Jahrzehnte ausgeschlossen wurde, sieht das dank neuer Forschungsergebnisse heute ganz anders aus. So haben etwa NASA-Raumsonden wie “Cassini”, “Galileo” oder auch die legendäre “Voyager” den staunenden Wissenschaftlern gezeigt, dass es eben doch auf scheinbar “lebensfeindlichen” Himmelskörpern in unserem System Leben geben könnte.

Genau dieses Leben ist es, das wahrscheinlich am ehesten nachgewiesen werden wird. Vielleicht sogar in nicht mal 20 Jahren. Ein “Beweis” für Aliens auf Lichtjahre entfernten Exoplaneten wird immer einen “faden Beigeschmack” haben, da wir ein solches Exo-Leben weder vor Ort noch hier auf der Erde wiederholbar und “greifbar” untersuchen und sehen können. Dazu müssten wir überhaupt erst einen derartigen belebten Exoplaneten erreichen können und entsprechendes Material auch zur Erde bringen können …

VIDEO: NASA-Chef: Außerirdische existieren und wir finden sie. Doch versteckte Aliens und UFOs in der Basis Area 51 gibt es nicht! (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / Archiv)
VIDEO: NASA-Chef: Außerirdische existieren und wir finden sie. Doch versteckte Aliens und UFOs in der Basis Area 51 gibt es nicht! (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei / Archiv)

Es ist viel einfacher sich Proben von Leben aus untererem Sonnensystem zu beschaffen. Viel einfacher sogar. Wobei einfach nicht gleich einfach ist, wie es die Weltraumforschung natürlich weiß. Zum Beispiel durch die NASA-Missionen “Viking 1” und “Viking 2”, die Leben auf dem Mars finden sollten. Vor rund 40 Jahren, 1976, landeten diese beiden unbemannten Raumfahrzeuge der USA auf dem Mars und verhalfen der Mars-Forschung damit zu einem bahnbrechenden Erfolg.

Was wir brauchen, ist ein bisschen mehr Optimismus

Die beiden Wikinger auf dem Mars waren High-Tech-Labore ihrer Zeit, die unter anderem durch chemische und biologische Experimente prüfen sollten, ob im Boden des Roten Planten Leben existiert. Doch sie fanden nichts, die Resultate der Lander der Missionen waren unklar bzw. lieferten eben keinen klaren Beweis für Mars-Leben.

Und das zeigt eben, dass es gar nicht so einfach ist kleine Aliens auf dem Mars zu finden, wie es auf dem ersten Blick den Anschein haben mag. Die beiden Missionen von “Viking” sind 41 Jahr her und waren damit technologisch das Beste, was Mitte der 1970er Jahre der NASA zur Verfügung stand. Es folgten nach “Viking” bekanntlich zahlreiche weitere Lande-Missionen auf dem Mars, die ebenso nach Lebensspuren suchen sollten. (Zwei) Jahrzehnte technologischer Fortschritt, neue Missionen, neue Labore, bessere Ausrüstungen, fahrende Rover, genauere Messmethoden … all das brachte in zwei Jahrzehnten noch immer keinen Beweis für Marsianer.

Das ist durchaus erstaunlich und vielleicht gibt es sie ja tatsächlich nicht. Eventuell gab es dort vor Millionen oder sogar Milliarden Jahren Leben, als unser Nachbarplanet feuchter und wärmer war und (flüssige) Meere und Flüsse seine Oberfläche bedeckten. Doch auch dieses untergegangene Mars-Leben ist de facto bisher nicht nachgewiesen worden.

Die “Wikinger auf dem Mars” waren nur ein Anfang: Die Suche nach außerirdischem Leben bei unseren Nachbarn (Bild: JPL/NASA)
Die “Wikinger auf dem Mars” waren nur ein Anfang: Die Suche nach außerirdischem Leben bei unseren Nachbarn (Bild: JPL/NASA)

In 20 Jahren, also gerade die halbe Zeitspanne von der ersten Landung auf dem Mars bis heute, sind optimistisch. Aber eben nur ein Schätzung. Aus der Luft gegriffen ist diese Vermutung der NASA bzw. deren Mitarbeiter natürlich nicht, da sie sich auch und vor allem an zukünftige Projekte und Missionen der Raumfahrt orientiert. Darunter solche, dass Bodenproben vom Mars zur Erde gebracht werden oder Raumsonden auf fernen Monden landen werden, auf denen es potentiell Leben geben könnte.

Das wollten allerdings schon die Mars-Wikinger 1976 …

Was genau auf den an anvisierten Lebens-Kandiaten in unserem Sonnensystem so alles keucht und fleucht (wenn überhaupt) ist natürlich pure Spekulation. Aber es werden primitive Organismen sein und kein intelligenten Aliens, die man tatsächlich nur auf fernen Exoplaneten entdecken wird. Vielleicht sogar eines Tages durch die Radioastronomen von SETI, die nicht minder zuversichtlich sind, dass sie eines nicht allzu fernen Tages ein Signal einer außerirdischen Intelligenz auf der Erde empfangen werden.

Auch SETI profitiert natürlich von der rasanten Entwicklung der Technologie. Etwa von Satelittenantennen oder Computern und deren Software zur Auswertung der Signal-Frequenzen, die vor Jahren noch undenkbar waren. Millionen Signale aus dem All können heute automatisiert und vor allem parallel von den SETI-Rechnern nach intelligenten Signal-Mustern von Außerirdischen abgesucht werden. Das war für die ersten SETI-Forscher ein Traum und so sind auch viele dieser “Alien-Sucher” voller Optimismus, dass bald ein Alien-Signal gefunden werden kann.

Nur glaubten das die SETI-Forscher auch schon vor Jahrzehnten …

Das NASA-Video zum Thema:

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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“Deep Space Gateway”: Die erste internationale Raumstation um den Mond soll ab 2022 kommen – gefolgt von einer bemannten Reise zum Mars

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"Deep Space Gateway" nach den Plänen der NASA und Roskosmos: Die erste bemannte Raumstation um den Mond soll ab 2022 gebaut werden (Bild: NASA)
“Deep Space Gateway” nach den Plänen der NASA und Roskosmos: Die erste bemannte Raumstation um den Mond soll ab 2022 gebaut werden (Bild: NASA)

Der Traum von der Unendlichkeit des Universums: Die USA und Russland wollen ihn wieder ein Stück wahr werden lassen. Die US-Weltraumbehörde NASA und die russische Weltraumorganisation Roskosmos habe Ende September einen Absichts-Vertrag unterzeichnet, dass sie gemeinsam an einer Raumstation arbeiten wollen, die um den Mond kreisen soll. Die Raumstation “Deep Space Gateway” soll nach den Plänen auch als ein Sprungbrett für einen bemannten Flug zum Mars dienen. Ein ehrgeiziges Projekt, an dem auch weitere Organisationen und Staaten mitarbeiten. Wie sich NASA und Roskosmos diese Raumstation und den Zeitplan für ihren Bau vorstellen, erfahrt Ihr hier.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Gerade erst haben die Vereinigten Arabischen Emirate ihre Pläne bekräftigt, dass sie in 100 Jahre eine Stadt auf dem Mars bauen wollen, da präsentieren die USA und Russland weitere Details über ihre geplante Raumstation “Deep Space Gateway” (DSG). Eine (nicht dauerhaft) bemannte Weltraumbasis, die in einem Orbit um den Mond entstehen soll. Also in fast 400.000 Kilometer Entfernung zur Erde.

Ehrgeizige Pläne

Bekanntlich hat die Menschheit bereits einen bemannten Außenposten im All: Die Raumstation ISS. Doch die Internationale Raumstation liegt praktisch vor der Haustür der Erde, da sie durchschnittlich nur rund 400 Kilometer von ihr entfernt im Orbit kreist. In dieser Höhe kann man die ISS sogar mit bloßem Auge von der Erde aus sehen.

Bei der der Raumstation “Deep Space Gateway” wäre das nicht der Fall. Sie würde in einer Umlaufbahn den Mond umkreisen oder in einem Orbit, an einem sogenannten Lagrange-Punkt,  jenseits unseres Trabanten ihre Bahnen ziehen. Ein Lagrange-Punkt ist eine Position im All, an dem sich die Schwerkraft zweier Himmelskörper gegenseitig aufheben. An diesen Gleichgewichtspunkt, dem Lagrange-Punkt L2, kann die Mond-Raumstation über viele Jahre hinweg stabil und fast ohne eigenen Antrieb “geparkt” werden.

Die Vereinigten Arabischen Emirate planen die erste Stadt auf dem Mars (Bilder: NASA & WikiCommons/gemeinfrei)
Die Vereinigten Arabischen Emirate planen die erste Stadt auf dem Mars (Bilder: NASA & WikiCommons/gemeinfrei)

Bereits im März 2017 hat die NASA ihre Pläne für den Aufbau einer solchen Station am Mond veröffentlicht. Zweck dieser ehrgeizigen Mission ist es vor allem, Technologien, Abläufe und Systeme zu erproben, die letztlich Menschen zum Planeten Mars bringen sollen. Roskosmos und die NASA haben jetzt gemeinsam einen Vertrag unterzeichnet, in dem sie die gemeinsame Zusammenarbeit an der Station DSG erklären. Aber auch andere Nationen sind bei diesem Projekt beteiligt. Neben Kanada und Japan auch die europäische Weltraumorganisation ESA.

Nach dem Zeitplan der NASA können mit der Errichtung der Basis ab 2022 angefangen werden. In diesem Jahr soll die erste bekannte Mission mit dem neuen Raketensystem “Space Launch System” (SLS) und dem Raumfahrzeug “Orion” in das Weltall starten. Diese “Exploration Mission 2” soll vier Menschen zum Mond bringen, die drei bis vier Tage den Mond umkreisen sollen. Neben der Erprobung technischer Systeme plant die NASA während der eventuell bis zu 21 Tage dauernden Mission dabei auch das erste Bauelement der Station “Deep Space Gateway” zum Mond zu bringen.

Erst der Mond – dann der Mars!

Zuvor startet jedoch die “Exploration Mission 1” zum Mond. Diese Mission mit den neuen Technologien ist unbemannt und dient der Erprobung, bevor man Menschen Richtung Mond schicken wird. Dieser erste Testflug wird nach den NASA-Plänen nicht vor dem 15. Dezember 2019 abheben. Erst nach einem reibungslosen Ablauf dieser Mission werden Astronauten erste Modul der Station zum Mond bringen. Solar-Elemente und Triebwerke sollen den Anfang machen, während Folgemissionen Wohnmodule und eine Luftschleuse ins All bringen. Bis zu neun Tonnen Nutzlast für die Station DSG können so pro Flug zum Mond gebracht werden.

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Das große oder eigentliche Ziel ist es letztlich, Menschen auf die Reise zum Mars zu schicken. Ein Traum aller Weltraum-Begeisterten, den schon der 1977 verstorbene Raketenpionier Wernher von Braun hatte, als der Ex-Nazi für die NASA maßgeblich die Mondladungen mit realisierte. Aber auch schon ein Traum der ersten Science-Fiction-Autoren im 19. Jahrhundert.

VIDEO: Die NASA sucht jemanden, der die Erde vor Aliens beschützt. Aber warum eigentlich? Und was macht dieser Mitarbeiter genau? (Bild: NASA)
VIDEO: Die NASA sucht jemanden, der die Erde vor Aliens beschützt. Aber warum eigentlich? Und was macht dieser Mitarbeiter genau? (Bild: NASA)

Die Station “Deep Space Gateway” soll aber auch als ein idealer Ausgangspunkt für bemannte Landungen auf dem Mond dienen. Die letzten Menschen betraten am 11. Dezember 1972 mit der NASA-Mission “Apollo 17” unsere Erdtrabanten, was heute immerhin schon 45 Jahre her ist. Ein halbes Jahrhundert hatte der Mond seine Ruhe vor neugierigen Astronauten, die auf der Oberfläche herum laufen und umher fahren. Für Weltraum-Enthusiasten und Raumfahrt-Begeistere viel zu lange! Das könnte sich mit DSG in naher Zukunft ändern.

Igor Komarow, der kommissarische Direktor der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, zeigte sich nach Unterzeichnung des Vertrages mit der NASA am 27. September beim Internationalen Astronauten-Kongress in Adelaide, Australien, zufrieden. Auf der Pressekonferenz sagte er:

Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir zusammen am Bau der internationalen Raumstation Deep Space Gateway teilnehmen werden. Um künftige Probleme bei der technischen Zusammenarbeit zu vermeiden, sollten Standards teilweise vereinheitlicht werden. Unser Beitrag kann der Bau von ein bis drei Modulen sowie die Entwicklung einheitlicher Standards für Andockmechanismen für Raumschiffe sein.”

Der Flug zum Mars, an dem laut den bisherigen Plänen vier Astronauten/Kosmonauten teilnehmen sollen, ist frühestens in den 2030ger Jahren vorgesehen. Russland will allerdings bereits früher auf dem Mond landen und plant im Jahr 2030 eine bemannte Landung. Auch die europäische ESA träumt vom Mond. Auf dem European Planetary Congress Mitte September in Riga, Lettland, sprach der ESA-Wissenschaftler Bernard Foing von ganzen Siedlungen auf dem Mond. Eine Kolonie, in der 2040 bereits 100 Menschen leben könnten und nur zehn Jahre später “könnten es 1000 sein und dann ist es vorstellbar, Familienmitglieder zu haben”. Selbst Kinder, die Jahre später auf dem Mond geboren werden, schloss Foing nicht aus.

Ohne Zweifel ehrgeizige Pläne der Raumfahrtagenturen, zu deren Realisierung noch viele Probleme gelöst werden müssen. Doch schon das Motto von Roskosmos stimmt optimistisch:

In Space we trust!

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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