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Die Sphinx von Gizeh ist 12.000 Jahre alt – sagt ein Geologe! Die Hintergründe zu einer neuen alten Meldung +++ Video +++

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VIDEO: Die Sphinx von Gizeh ist 12.000 Jahre alt! Sagt ein Geologe: Die Hintergründe (Bild: Fischinger-Online)
VIDEO: Die Sphinx von Gizeh ist 12.000 Jahre alt! Sagt ein Geologe: Die Hintergründe (Bild: Fischinger-Online)

Das Magazin “Focus” verkündete in einer kleinen Online-Meldung scheinbar eine sensationelle Neuigkeit in Form eines kurzen Videos. Demnach habe ein Geologe bei Untersuchungen der Sphinx von Gizeh in Ägypten festgestellt, dass das weltberühmte Monument in Wahrheit an die 8.000 Jahre älter ist, als es die klassische Archäologie behauptet. Nicht erbaut von Pharao Chephren vor rund 4.500 Jahren, sondern bereits vor 12.000 Jahren! Eine neuerliche Sensation aus dem Land der Pyramiden? Und was genau sind die Quellen des “Focus”? Alles dazu und die Hintergründe erfahrt Ihr in diesem YouTube- Video.


Sphinx von Gizeh – vor der Sintflut erbaut?

Die – oder auch der – Sphinx von Gizeh in Ägypten gilt als “Sinnbild aller Mysterien”. Eine riesige aus dem Fels geschlagene Figur, die über die Gizeh wacht. Eine Mischung aus Löwe und Mensch, wie es sie sehr viele im Alten Ägypten gibt. Allerdings in wesentlich kleineren Ausführungen. Archäologen sagen zu diesem weltberühmten Monument: Erbaut hat die Sphinx der Pharao Chephren, der Sohn des Cheops, der die Große Pyramide von Gizeh errichtet hat. Dies sei rund 4.500 Jahre her.

“Alternative Historiker” oder auch Grenzwissenschaftler sehen das zum Teil anders. Ganz anders sogar. Nach deren Thesen ist die gewaltige Sphinx in Wahrheit sehr viel älter. Jahrtausende vor dem angeblichen Erbauer Pharao Chephren aus der IV. Dynastie wurde die Sphinx bereits erbaut. Möglicherweise sah sie da aber noch anders aus und trug einen Löwenkopf statt den eines Menschen, heißt es.

Genau das sagt “jetzt” auch ein Geologe, wie es das Nachrichtenmagazin “Focus” meldet. Dieser habe durch Untersuchungen von Verwitterungen und Erosionen in und um die riesige Figur herausgefunden, dass sie in Wahrheit bis zu 12.000 Jahre alt ist! Gemeint ist damit natürlich Robert M. Schoch. Damit stamme sie quasi aus den Tage “vor der Sintflut“.

Anhaltender Regen haben zu dieser Zeit die geologischen Spuren verursacht, den es seit Jahrtausenden nicht mehr in Ägypten gibt. Damit können nicht die Pharaonen die Sphinx gebaut haben. Eher stamme sie damit aus den Tage “vor der Sintflut“, wie vielfach mutmaßt wird.

Eine neuerliche Sensation aus dem Land der Pyramiden? Nicht ganz, wie Ihr es in diesem Video vom 11. März 2020 erfahren werdet.

Bleibt neugierig …

Video vom 11. März 2020 auf Mystery Files

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Lars A. Fischinger

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INRI, die Kreuzinschrift Jesus: Ist die in Rom verehrte “Jesus-Tafel” vom Kreuz Jesus authentisch? (Artikel)

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INRI - Die Kreuzinschrift Jesu: Ist die Tafel vom Kreuz Jesus in Rom authentisch? (Bilder: gemeinfrei & Fischinger-Online)
INRI – Die Kreuzinschrift Jesu: Ist die Tafel vom Kreuz Jesus in Rom authentisch? (Bilder: gemeinfrei & Fischinger-Online)

Reliquien gibt es in der katholischen Kirche unzählige. Seit den ersten Jahrhunderten des Christentums verehren die Gläubigen solche Objekte, die von Heiligen bis Jesus Christus selber stammen sollen. Bekannt sind vor allem auch Splitter oder Nägel vom Kreuz Jesus, die sich in der ganzen Antiken Welt finden. Doch in Rom liegt in einer Kirche neben eben solchen Reliquien auch ein ganz besonders Objekt. Es ist eine Holztafel, die im Jahr 325 mit dem Kreuz von Jesus in Jerusalem gefunden worden sein soll. Angeblich ist es genau jene Tafel, die die Römer bei der Kreuzigung am Kreuz befestigt haben, und heute jeder unter dem Kürzel “INRI” von unzähligen Kunstwerken her kennt. Aber ist diese “Jesus-Tafel” wirklich authentisch, wofür es tatsächlich zahlreiche Hinweise gibt? In diesem Blog-Artikel soll dieser Reliquie aus Rom und ihrer spannenden Geschichte einmal genau auf den Grund gegangen werden.


Jesus am Kreuz

Das Leben Jesu ist eine Geschichte voller Wunder und Rätsel. Seine Taten und seine Mission sind weltberühmt und Milliarden Menschen kennen heute Jesus Christus. Die Sekte der Christen entwickelte sich zur führenden Weltreligion der Erde und über kaum eine Person der Geschichte wurde so viel geschrieben und debattiert.

Betreten wir Kunstmuseen und Kirchen finden wir zahllose Darstellungen von Jesus Christus am Kreuz in Jerusalem. Denn mehr oder weniger umfassend schildern die vier anerkannten Evangelien des Neuen Testamentes das Leben, Leiden, Sterben und die Auferstehung von Jesus vor rund 2.000 Jahren.

Entstanden ist daraus das heutige Ostern als höchstes religiöses Fest der christlichen Welt. Auch wenn viele Menschen denken, dass dies Weihnachten sei; also die Geburt von Jesus.

Blicken wir auf die ungezählten Darstellungen des Jesus am Kreuz, fällt bei genauerer Betrachtung ein unscheinbares Detail auf: Über dem Kopf des leidenden und sterbenden Jesus findet sich auf vielen Darstellungen und Bildern eine Tafel mit einer Einschrift. „INRI“ ist auf dieser sehr knapp zu lesen. Doch was hat es damit genau auf sich?

INRI

Diese beschriebene Tafel ist keine „künstlerische Freiheit“, sondern eine überaus spannende Story.

Die Evangelisten Markus, Lukas, Johannes und Matthäus schildern alle, wie Jesus gekreuzigt wurde. Er wurde von den Römern gegeißelt, gequält und mit der berühmten Dornenkrone als „König der Juden“ verspottet. Geschunden und verletzt schleppte Jesus daraufhin sein Kreuz – oder ein Teil davon – zum Ort seiner Hinrichtung. Auch dort wurde Jesus von den Römern weiter verhöhnt. Und dabei, das berichten alle vier Evangelien übereinstimmend, haben die Römer sein Verbrechen auch schriftlich festgehalten und über seinem Kopf am Kreuz befestigt. Jeder Zuschauer und Schaulustige des makabren Martyriums sollte lesen können, was dem Verurteilten zur Last gelegt wurde.

So lesen wir bei Lukas zum Beispiel über Jesus Christus:

Es stand auch eine Aufschrift über ihm in griechischer, lateinischer und hebräischer Schrift: ,Dieser ist der König der Juden’.“ (Lk. 23,38)

„Und über seinem Haupte hefteten sie eine Inschrift an mit der Angabe seiner Schuld“, weiß Matthäus (27,37) zu berichten. Der Evangelist Johannes berichtet denn auch (Joh. 19,19f.), dass Pontius Pilatus, 26 bis 36 nach Christus Stadthalter des Kaisers Tiberius in Judäa, die Anbringung dieser Inschrift in drei Sprachen selber befohlen hatte.

“König der Juden”

„Viele von den Juden“ konnten es lesen, heißt es, und waren damit informiert, warum dieser Mann namens Jesus sterben musste. Er habe nämlich behauptet, dass er der „König der Juden“ sei. Für den Kaiser in Rom ein Verbrechen.

Seit einem Erlass von Kaiser Augustus (63 vor – 14 nach Christus) galt es als Aufrührerei und persönlichen Angriff auf den Herrscher in Rom, sich „König der Juden“ zu nennen. Es war schlicht Hochverrat am Kaiser.

Publius Quinctilius Varus (etwa 46 vor – 9 nach Christus), durch die Varusschalacht im Teutoburger Wald bekannter Senator und Kriegsherr, ließ eine Vielzahl selbsternannter „Judenkönige“ kreuzigen. Jesus wurde also als Aufrührer hingerichtet, wie es die Tafel dem Volk mitteilen sollte. Als einer von vielen und nach römischem Recht. Da sich Jesus bei Pilatus nicht einmal verteidigte, war die Hinrichtung rechtmäßig.

Es war vor 2.000 Jahren nicht ungewöhnlich, dass verurteilte Verbrecher am Kreuz eine Inschrift angebracht bekamen, die den Schaulustigen den Grund für die Strafe mitteilte. So also auch bei Jesus. Zum Beispiel hängte man diese dem Verbrecher um den Hals. Nicht nur bei so drastischen Strafen wie die Todesstrafe durch Kreuzigung.

Der römische Senator und Geschichtsschreiber Lucius Cassius Dio Cocceianus (etwa 163 – 230) erwähnt diesen Brauch in seiner „Römischen Geschichte“ (Buch LIV, 3,7) aber auch bei einer Kreuzigung. Historisch wären also die Abbildungen von Jesus am Kreuz mit der Tafel in diesem Zusammenhang korrekt. Gleiches gilt demnach auch für die entsprechenden Überlieferungen in den Evangelien.

Was aber bedeutet dieses „INRI“ überhaupt?

325 in Jerusalem

Das heutige „INRI“ ist nur ein Kürzel, das so nicht in der Bibel vorkommt, und auch so nicht auf dem Kreuz gestanden hat. Es steht für „Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum“ = „Jesus von Nazareth, König der Juden“ und stammt aus dem Evangelium des Johannes (19,19). Seit etwa dem 4. Jahrhundert setzte sich diese Inschrift durch und wurde Teil der Jesusdarstellungen am Kreuz. Darum verlängerten die Künstler auch den senkrechten Kreuzbalken über den Kopf Jesus hinaus, um Platz für diese Jesus-Tafel zu haben.

Vermuten zumindest einige Kunsthistoriker. Üblich waren bei den Römern nämlich (meistens) Kreuze in einer einfachen „T-Form“.

Doch jetzt wird es spannend: Diese 2.000 Jahre alte Inschrift vom echten Kreuz des echten Jesus soll es heute noch geben. Sie liegt sicher verwahrt in einer Kirche in Rom, kann dort von jedem gesehen werden und soll authentisch sein. Nicht wie zahllose andere Reliquien der Christenheit, die kaum authentisch sind oder überhaupt sein können.

Woher diese (heutige) Tafel in Rom stammen soll, ist sehr gut überliefert. Demnach fand sie die berühmte Flavia Iulia Helena (etwa 250 – 330) bei einer Pilgerreise im Jahre 325 in Jerusalem wieder. Sie war die Mutter des nicht minder berühmten Kaiser Konstantin dem Großen (272 – 285), dem ersten christlichen Kaiser. Zusammen mit Nägeln der Kreuzigung und Resten des echten Kreuz von Jesus Christus habe Helena diese Kreuzigungstafel am Ort der Hinrichtung von Jesus entdeckt.

Eine Reihe Historiker und Autoren erwähnt die Auffindung der Reliquien durch Helena am Ort Golgatha in Jerusalem.

Gelasis von Caesara schrieb in seiner „Kirchengeschichte“ im Jahr 388 sogar davon, dass Helena dort unter anderem gleich drei Kreuze fand. „Eines war das Kreuz Christi und die anderen jene der Diebe, die mit ihm gekreuzigt wurden“, so Gelasius. Er ergänzt, dass „eine wunderbare Kirche über der Stelle, an der das Kreuz gefunden wurde“ erbaut wurde. Heute kennt man diese als die berühmte Grabeskirche in Jerusalem. In der übrigens bis heute die exakte Stelle besichtigt werden kann, wo genau Helena ihre Funde gemacht haben soll …

Ausgegraben in der Grabeskirche

Der berühmte Geschichtsschreiber Eusebius von Caesarea (ca. 260 – 340) wiederum zitiert Kaiser Konstantin 325 selber:

„(Dass) das Zeugnis seiner allerheiligsten Passion, das so lange unter der Erde begraben lag, jetzt befreit wurde.

Damit kann natürlich nicht der Fels oder Hügel Golgatha selber gemeint gewesen sein. Dieser war immer über der Erde zu sehen, und musste nicht erst ausgegraben werden. Und nur 23 Jahre nach den Funden erwähnt Bischoff Kyrill von Jerusalem im Jahr 348, dass in der Grabeskirche „heiliges Holz vom Kreuz“ von den Gläubigen verehrt wurde. Pilger bekamen bei ihren Besuchen dort sogar von den Geistlichen Fragmette oder kleine Splitter des Kreuzes mit.

Die heiligen Funde aus Jerusalem wurden schließlich zum Teil in den Palast bzw. der Kapelle der Helena nach Rom gebracht. Zum Teil deshalb, da unter anderem Kreuzteile in Jerusalem geblieben sein sollen und vor allem auch die Jesus-Tafel geteilt wurde. Wobei man sich fragen muss, warum ein so bedeutender Fund wie die Inschrift-Tafel des Jesus von den Christen um Helena damals einfach zersägt wurde.

Von jenem Stück, das in Jerusalem verblieben war, verliert sich die Spur im Jahr 614. Da eroberten die Perser Jerusalem und plünderten die Stadt und ihre Heiligtümer und raubten kostbare Reliquien. Bei der der Rückgabe diverser und nicht eingeschmolzener oder zerstörter Reliquien 628 durch die Perser war die Jesus-Tafel nicht mehr dabei. Diese Hälfte wird wohl für immer verloren sein und auch Jerusalem-Pilger erwähnten nach dem Einfall der Perser die Inschrifttafel nicht mehr.

1492 in Rom

Letztlich jedoch ging auch die Tafel des Kreuzes in Rom im Laufe der Jahrhunderte verloren. Doch nur bis zum Jahre 1492.

In diesem Jahr wurde bei Bauarbeiten ein Ziegel gefunden, der die Inschrift „Titulus Crucis“ („Kreuz-Inschrift“) trug und im Jahre 1143 dort versteckt worden ist. Mit bzw. hinter diesem Stein tauchte auch der zweite Teil der Jesus-Tafel wieder auf. Um der Bedeutung des Fundes mehr Authentizität zu verleihen trug das Versteck auch das offizielle Siegel von Papst Lucius II., der allerdings erst ab März 1144 Papst war. 1143 war er noch Kardinal bzw. Bischof von Bologna in Italien.

Die Christenheit jedenfalls hatte eine neue alte Reliquie mehr.

Die römische „Basilika Santa Croce in Gerusalemme“, so ihr Name heute, die sich aus der Kapelle der Helena entwickelte, verwahrt diese Tafel bis heute in einem Seitenschiff. Und es dauerte nach der Wiederentdeckung des Artefaktes auch nicht lange, bis die Kirche die Reliquie offiziell anerkannte. Dies geschah durch Papst Alexander VI. (1431 – 1503) am 29. Juli 1496.

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Viel Aufsehens für eine im Neuen Testament nur kurz erwähnte Tafel. Doch sollte die Reliquie tatsächlich echt bzw. 2.000 Jahre alt sein? Als ich im Zuge diverser Recherchen in Rom und Jerusalem (dem angeblichen Auffindungsort der Reliquie) war, interessierte mich unter anderem auch genau diese Frage. Und zwar, was die Meinungen der zahllosen “normalen” Besucher und Pilger dazu war. Zweifel hatten dabei die wenigstens Menschen. Zurecht?

Denn es war auffallen, das fast niemand der Befragten auch nur die groben oder wichtigsten Details zu der Reliquie kannte. Macht Glaube also ganz einfach blind? Auch in der „Santa Croce in Gerusalemme“ in Rom, wo sich einige Kreuzreliquien befinden? Und die gesuchte Jesus-Tafel ist noch heute darunter. Sie ist sehr verwittert, von Holzwürmern und Pilzen zerfressen und in einem prachtvollen Rahmen gebettet. Beschriftet ist sie mit drei Zeilen in drei Sprachen – Hebräisch, Griechisch und Latein.

Ein Stück vom “echten Kreuz”?

Bereits 1870 legte der Franzose Ch. Rohault de Fleury seine bebilderte Untersuchung „Memoire sur des Instruments de la Passion de N.-S. J.-C“ der dreisprachigen Tafel in Rom vor. Er konnte belegen, dass bereits im 3. Jahrhundert die Charakteristika zumindest der griechischen Zeile der Tafel nachzuweisen sind.

Am 25. April 1995 wurde die verehrte Reliquie schließlich genauer untersucht. Maria-Luisa Rigato von der Päpstlichen Universität Gregoriana (Rom) bekam dafür die Erlaubnis und den Auftrag, die Reliquie zu dokumentieren. Mit sehr ähnlichen Ergebnissen wie de Fleury.

Das Objekt selber ist recht klein, nur 25 Zentimeter lang, 14 Zentimeter hoch und 2,6 Zentimeter dick. Das beschädigte und dunkle Stück besteht aus rund 700 Gramm Nussholz und die Inschriften sind mehr oder weniger deutlich zu sehen. Der Botaniker Professor Elio Corona aus Italien ist sicher, dass das Holz von der „Juglans regia“ aus dem Nahen Osten und östlichen Mittelmeer stammt. Das würde zumindest zu einer Herkunft der Inschrift aus Jerusalem passen.

Hierzu passt die Aussage des Pilger Antonius von Piacenza, der etwa 570 im Jerusalem war. Antonius habe dort selber die Tafel vom Kreuz Jesus gesehen, in den in Händen gehalten und sogar geküsst haben. „Dieses Kreuzesholz ist von Nussbaum“, so berichtete er über seine Pilgereise. Die Pilgerin Egeria beschrieb schon im Jahr 383 eine Verehrung einer Kreuz-Tafel in Jerusalem. Eben das heute fehlende Pendant zur Tafel in Rom.

Der deutsche Historiker Michael Hesemann machte vor rund 20 Jahren Schlagzeilen um diese Tafel in Rom. Ihm wurde 1998 gestattet die Kreuztafel genauer zu untersuchen. „Der deutsche Historiker Michael Hesemann sieht in ihr den einzigen schriftlichen Beweis für den Kreuzestod von Jesus“, schrieb beispielsweise der „FOCUS“ (Nr. 1/2000) damals zu seinen Forschungen. Die „BILD“ titelte am 1. Oktober 1999 denn auch: „Deutscher Wissenschaftler ist sich sicher: Dies ist ein Stück vom Kreuz Jesu.“

Was war geschehen?

Die Jesus-Tafel

Hesemann wurde 1997 auf die Tafel aufmerksam und reiste nach Israel um dort Experten für Paläograhie zu konsultieren. Zahlreiche Kenner der alten Schriften des Nahen Ostens bestätigten dem Historiker, dass die Inschriften auf der Kreuz-Tafel durchaus aus dem 1. Jahrhundert stammen können. Auch wies Professor Dr. Israel Roll darauf hin, dass die lateinische Zeile des „Titulus Crucis“ Parallelen zu einer römischen Weihe-Inschrift aus dem ersten Jahrhundert hat, die 1961 gefunden wurde. Und diese Inschrift stammt von Pontius Pilatus, der laut Neuem Testament auch die Tafel am Kreuz Jesus anfertigen ließ.

Hat also Helena neben dem Kreuz Jesus 325 auch die heute in Rom verehrte Tafel gefunden? Die Tafel ist den Berichten nach geteilt worden und dabei ging im Laufe der Zeit ein Teil in Jerusalem verloren. Auch die Tafel in Rom zeigt, dass sie offenbar nur ein Teil einer größeren Inschrift ist. Links hat sie eine saubere Schnittkante, während die anderen drei Seiten stark verwittert sind.

Der Historiker und Papyrologe Professor Carsten Peter Thiede, den Hesemann ebenso zu der Inschrift befragte, war ebenfalls sicher, dass die Tafel aus dem 1. Jahrhundert stammen kann. Er legte ein Jahr nach Hesemann seinem Buch “Die Jesus-Tafel” selber eine Arbeit zum „Jesus-Fragment“ vor, in der auch er sich für die Echtheit des Stückes aussprach.

Alles Schwindel?

Hesemann wiederum, der mit Erlaubnis der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften die Reliquie untersuchte, stellte seine Ergebnisse 1999 auf einem Kongress der Päpstlichen Lateran Universität (Rom) vor. So wurde die Tafel wurde berühmt.

Zwei Jahre nach Thiedes Arbeit „Das Jesus-Fragment“ jedoch wurde der graphologische und historische Befund der „I.N.R.I.-Tafel“ aus Rom erschüttert. Radiokarbondatierungen der Tafel durch die Universität „Roma Tre“ ergaben 2002, dass sie nur etwa 1.000 Jahre alt ist. Zwischen den Jahren 950 und 1010 oder sogar auf 1146 wurde das Holz datiert. Das sind mindestens 920 Jahre nach dem Tod Jesus in Jerusalem.

Die Forscher Francesco Bella und Carlo Azzi schreiben in ihrer entsprechenden Veröffentlichung „14C Dating the ‚Titulus Crucis‘“ in dem Fachmagazin „Radiocarbon“ (vol. 44, Nr. 3/2002) unter anderem:

Ein Vergleich zwischen den 14C-Daten und den historischen Daten der Kontrollproben zeigt die gute Funktionsweise des Analysesystems an und validiert das berechnete Alter des ‚Titulus Crucis‘.“

Alles nur ein Schwindel gläubiger Jesus-Anhänger also?

Wusste das ein Fälscher?

Hesemann verteidigte am 2. Mai 2009 in seinem Vortrag „Titulus Crucis“ bei einem Kongress an der „Universidad CEU San Pablo“ (Madrid) seine Forschungsergebnisse. Er spekulierte, dass die Radiokarbondatierung falsch ist oder die Proben kontaminiert gewesen sein könnten. Immerhin, so die Befürworter der Echtheit, ist eine Kreuz-Inschrift-Verehrung bis ins 4. Jahrhundert nachweisbar und die Schriftanalyse zahlreicher Experten lege eine Entstehung in das 1. Jahrhundert nahe. Und damit in die Zeit Jesus.

Konnte ein Fälscher im Mittelalter eine Inschrift in drei verschiedenen Sprachen aus dem 1. Jahrhundert tatsächlich fehlerlos fälschen?

Schaut man sich vor Ort in Rom das Holzstück genauer an, fällt etwas auf den ersten Blick nicht sehr bemerkenswertes auf. Vor allem mittig der Tafel finden sich gräulich-weiße Farbspuren (Kalk) und in einigen Buchstaben sind schwarze Farbreste zu erkennen. War das Objekt also früher einmal bemalt? Gut möglich, wie die Archäologin Maria Grazia Siliato in ihrem viel beachteten Buch „Und das Grabtuch ist doch echt“ (1998) schreibt:

Wie bei jeder anderen Schrift auf Runde oder auf Holz üblich, wurde aus der Tafel zunächst ein rauer, weißer ‚Untergrund‘ aus Kreise oder Leim aufgetragen, auf den der Exactor des Verfahrens, der die Ausführung des Urteils überwachte, in schwarzen oder roten Buchstaben den Urteilsgrund schrieb.“

Auch geben die Befürworter folgendes zu bedenken: Bei Johannes heißt es, dass die Tafel am Kreuz Jesus in Hebräisch, Lateinisch und Griechisch verfasst wurde. Das Objekt im Rom ist aber in Hebräisch, Griechisch und Lateinisch beschrieben. In einer anderen Reihenfolge also.

Falsche Datierungen?

Würde ein mittelalterlicher Schwindler mit der Bibel als Vorlage sich aber nicht exakt an den biblischen Wortlaut halten? Ist folglich das Ergebnis der Radiokarbondatierung falsch, da die Inschrift an sich eine Entstehung vor 2.000 Jahre nahelegt? Kann es sein, so fragt auch Michael Hesemann in seine Buch „Jesus von Nazareth“ (2009), dass die Datierung „darauf zurückgeht, dass die Tafel rund 1.100 Jahre in einer Bleikassette steckte“? Eben bis zu ihrer Auffindung 1492.

Weiter schreibt er dazu:

Blei ist der effektivste Strahlenschutz. Die Radiokarbonmethode misst aber den radioaktiven Zerfall von C14, wenn es der natürlichen kosmischen Strahlung ausgesetzt ist. Eine konstante Abschirmung müsste diesen Prozess eigentlich aufhalten und das Material scheinbar ‚verjungen‘.“

Das Blei könnte demnach den natürlichen radioaktiven Zerfall aufgehalten, und damit auch die Radiokarbondatierung verfälscht haben. Die Tafel in Rom wäre demnach eine der größten Sensationen der Welt. Sie würde nicht nur das Neue Testament bestätigen, sondern auch den Kreuztod eines Mannes namens Jesus von Nazareth. Einem „König der Juden“.

Insgesamt bestätigten sieben Schriftexperten von drei Universitäten in Israel, die Expertin Maria-Luisa Rigato und der Historiker Carsten Peter Thiede die Datierung des Schrifttyps in das 1. Jahrhundert. Viele Menschen, die an die Echtheit der Inschrift glauben wollen, verweisen immer wieder darauf.

Kopie, Fälschung oder echt?

Hierbei geht aber ein interessantes Detail oft unter.

Die sechs nicht ganz erhaltenen hebräischen Buchstaben der ersten Zeile identifizierte die Historikerin Rigato als Aramäisch. „Jesus Nazara euer König“, so ihre Übersetzung. In ihrer Arbeit „Il titolo della croce di Gesù“ (2005) schreibt sie aber auch, dass sie die Jesus-Tafel von Rom für eine exakte Kopie hält. Angefertigt von einer echten Inschrift vom Kreuz Jesus, die Helena mit den anderen Reliquien in Jerusalem fand. Demnach wäre es auch nicht verwunderlich, dass die kopierten Texte in das 1. Jahrhundert passen.

Ebenso übersehen wird der Umstand, wie genau die Zeilen in Latein und Griechisch auf der Jesus-Tafel angebracht wurden. Sie wurden von rechts nach links geschrieben, wie die oberste Zeile in hebräischen Buchstaben. Aramäisch bzw. Hebräisch sind bekanntlich tatsächlich linksläufige Schriften; Latein und Griechisch aber nicht.

Spott oder Lohnschreiber?

Warum ist das so? Ob die Tafel nun von der Kreuzigung Jesus stammt, ein Fake mittelalterlicher Christen ist, oder von Gläubigen vom Original 1 zu 1 kopiert wurde: in allen drei Fällen ist das mehr als ungewöhnlich! Eine wirkliche Erklärung dafür gibt es nicht.

In diesem Zusammenhang wird vermutet, dass Pilatus die Inschriften von einem jüdischen Schreiber verfassen ließ. Einem sogenannten „Lohnschreiber“, der es schlicht nicht besser wusste, da seine Muttersprache Hebräisch/Aramäisch eben von rechts nach links geschrieben wurde. So schrieb er auch die anderen zwei Zeilen in diese Richtung. Zwar lesbar und sinnvoll, aber doch verkehrt herum. Ebenso wird die falsche Schreibweise dahingehend interpretiert, dass der Schreiber nach Diktat schrieb. So zumindest Professor Thiede in seinen Untersuchungen.

Andere vermuten hier einen ganz profanen Grund. Die Schreibweise des Griechischen und Lateinischen von rechts nach links wie das Hebräische der Juden diente lediglich dazu den Verurteilten weiter zu verspotten. So, wie es am Deutlichsten ja bekanntlich laut Bibel mit der Dornenkrone getan wurde.

Ob das stimmt?

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Warum es uns alle unendlich viele Male im Universum gibt – und noch viel öfter

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Warum es uns alle unendlich viele Male im Universum gibt (Bild: Pixabay/gemeinfrei)
Warum es uns alle unendlich viele Male im Universum gibt (Bild: Pixabay/gemeinfrei)

Die Existenz von Leben im All – auch intelligentes Leben und technologische Alien-Zivilisationen – wird immer wahrscheinlicher. Selbst die größten Skeptiker, so gut wie alle Astronomen und “Weltraum-Wissenschaftler” sehen das heute so. Uneinigkeit herrscht allerdings darüber, wie viele es von diesen außerirdischen Zivilisationen und Intelligenzen aktuell im Universum gibt. Ebenso darüber, wann wir sie finden und ob wir mit ihnen einen Kontakt herstellen können. Der ehemalige ESA-Astronaut Ulrich Walter ist bei dieser Frage von jeher überaus pessimistisch. Seiner Ansicht nach gibt es Leben im All, aber das sei für die Menschheit vollkommen egal, da wir sie seiner Meinung nach niemals kontaktieren können. In einem Artikel stellt Walter jetzt jedoch die These auf, dass es “unendlich viele” Zivilisationen im All geben muss. Und ebenso “unendlich viele” Duplikate – quasi “Klone” –  von uns selber. Wie er darauf kommt, dass es jeden von uns unendliche Mal im All gibt, warum Walter damit sogar mathematisch recht hat udn warum das überaus gruselig ist, erfahrt Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Wir sind nicht allein – und doch allein

Ulrich Walter, seit März 2003 Leiter des Lehrstuhls für Raumfahrttechnik an der Technischen Universität München, hat in der Vergangenheit mehrfach betont, dass auch  er an außerirdisches Leben glaubt. Er sei sicher, dass es Leben im All gibt und dieses Leben auch intelligent sein wird. Nur spielt für ihn das alles für die Menschheit überhaupt keine Rolle. Energisch betonte er in den letzten Jahren immer wieder, dass Außerirdische im Kosmos für uns Menschen geradezu vollkommen egal, belanglos und gleichgültig sind.

Grund ist für Walter der Umstand, dass es seiner Meinung n ach in unserer Galaxis nur eine einzige intelligente Spezies gibt: Uns Menschen der Erde. Alle andere mutmaßlichen Zivilisationen würden irgendwo in anderen Galaxien sein und damit für die Menschheit unerreichbar sein. Niemals würden wir sie erreichen oder auch nur in Kontakt mit ihnen treten können. Walter sieht das zusammenfassend so:

In unserer Milchstraße sind wir wahrscheinlich allein, aber irgendwo dort draußen in anderen Galaxien, viele Millionen Lichtjahren entfernt, muss es noch andere geben. Aber wegen dieser gigantischen Entfernungen werden wir nie – und ich betone NIE – in Kontakt mit ihnen treten … womit wir dann doch wieder allein wären.

Seit Jahren wiederholt er diese Überzeug in Interviews und TV-Sendungen. Widerlegen kann man seine Behauptung natürlich nicht. Beweisen kann aber auch er sie nicht. Ulrich Walter spricht auch meistens davon, dass wir “wahrscheinlich” in unserer Milchstraße alleine sind und es damit neben uns keine intelligente Spezies in unserer Galaxis geben wird.

Vielleicht in anderen Galaxien, wie etwa in unserem Nachbarn mit Namen Andromeda-Galaxie. Eine wunderschöne Spiralgalaxie, die wir von der Erde aus mit bloßem Auge als “Nebelwolke” von Lichtpunkten am Himmel sehen können. Die auch als “Andromedanebel” bekannte Galaxis ist rund 2,5 Millionen Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt und hat einen Durchmesser von ca. 140.000 Lichtjahren. Zum Vergleich: Unsere Milchstraße hat einen Durchmesser von 170.000 bis 200.000 Lichtjahren.

Und das ist das Problem für Ulrich Walter.

“Es spielt keine Rolle”

Für Professor Walter “spielt es keine Rolle”, dass es in anderen Galaxien außerirdische Zivilisationen gibt, da die Entfernungen zu diesen viel weit sind. So würde ein Funksignal zwischen unserer Erde und der Andromeda-Galaxie 2,5 Millionen Jahre benötigen, bis es dort ankommt. Weitere 2,5 Millionen Jahre würde vergehen, bis wie eine Antwort von dort bekommen würden. Also dauert eine “Kommunikation” zwischen diesen Welten sage und schreibe 5 Millionen Jahre! Und von einem physischen Austausch mittels Raumfahrt ist hierbei gar nicht zu denken …

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Natürlich sind solche Einwände von Walter (und anderen) vollkommen richtig. Niemand käme auf die Idee zu behaupten, dass wir mit Lebewesen im Andromedanebel oder noch weiter entfernten Galaxien Kontakt aufnehmen könnten. Schon vor unserer Haustür, in unserer Milchstraße, wäre ein solcher Kontakt ein gewaltiges Problem. Auch wenn es geschätzte 100 bis 300 Milliarden Sterne in unserer Milchstraße gibt, könnte die nächste Alien-Zivilisation zehntausende oder 100.000 Lichtjahre von uns entfernt liegen.

Mit der oftmals doch sehr überstrapazierten “Drake-Gleichung“, mit der man die Anzahl technischer Zivilisationen im All theoretisch berechnen kann (mehr dazu z.B.  HIER, HIER, HIER & HIER), könnte man noch so viele Aliens im Kosmos berechnen – alle wären für eine Kommunikation zu weit weg. Sagen die Skeptiker. Vor allem natürlich jene Kritiker, die die ganzen SETI-Programme, mit denen Radiosignale von anderen Zivilisationen gesucht werden, für sinnlos halten.

Was ach immer für eine Anzahl von Zivilisationen im All durch die “Drake-Gleichung” herauskommt, das Ergebnis ist immer mindestens 1. Schließlich kennen wir einen von intelligenten Wesen bewohnten Planeten im Universum, und das ist unsere Erde.

Und hier setzte Ulrich Walter in einem jüngst veröffentlichten Artikel an.

Unendliche “Klone” von uns selbst im All

In seiner Veröffentlichung bei “Focus Online” am 3. Januar 2019 beruft sich Walter auf neue Ergebnisse der Astronomie, die den Aufbau des Universums betreffen. Nämlich, “dass unser Universum praktisch flach ist” und damit nicht gekrümmt und damit weiter nicht endlich. Walter:

Genauso wie eine Fläche kann der Raum im Prinzip auch gekrümmt sein, selbst wenn sich das kein Mensch – und ich betone, wirklich keiner – vorstellen kann. Und da gewisse gekrümmte Flächen (siehe Erdoberfläche) nur endlich groß sind, könnte auch ein gekrümmtes Universum nur endlich groß sein. Krümmung null bedeutet aber gerade, dass unser Universum nicht irgendwo weit hinten wieder zusammenkommt, sondern immer schön weitergeht. Eben unendlich weit.

(…)

Der alles erschlagenden Logik von ‘unendlich’ folgend, würde es dann nicht nur unendlich viele Planeten, sondern auch unendlich viele Galaxien und somit auch unendlich viele ETIs geben!

Die Logik von “unendlich” und die Tatsache, dass es uns hier auf der Erde gibt, spricht dafür, so Walter. Mathematisch ergeben sich hier auch endliche Möglichkeiten, die er anschaulich und unterhaltsam im seinem Artikel darlegt. Es ist vollkommen gleichgültig welchen Ausgangswert man als Grundlage nimmt, denn wenn man ihn mit Unendlich multipliziert ist das Ergebnis Unendlich. Selbst eine 100 Prozent exakte “Kopie” der Erde mit 100 Prozent exakt denselben Bewohnern, Städten, Wäldern, Tieren usw. gäbe es unendlich oft im All. Ganz egal wie klein die Zahl des Ausgangswertes auch immer sein mag.

Wie viele darunter mögen in diesem Augenblick diesen Artikel lesen und dabei genau dieselben Eltern, Freunde und Schulkameraden haben wie Sie, überhaupt genau dasselbe Leben führen?

Die Antwort wäre immer dieselbe: unendlich viele! Sie alle würden wirklich und jetzt existieren.

Selbstverständlich sind das nur theoretische Überlegungen mit Hilfe einfachster Mathematik. Aber  “solange diese Vorstellungen nicht gegen naturwissenschaftliche Gesetze verstoßen, gibt es nicht nur einen Planeten im Universum, wo dies genauso stattfindet, sondern unendlich viele”, so Walter weiter.

Individualität adé

Jede x-beliebige Situation eines Menschen müsste bei einem unendlichen Kosmos auch endliche Male im selben Augenblick woanders stattfinden. Ein durchaus gruseliger Gedanke. Immerhin geht der Mensch seit jeher davon aus, dass sein individuelles Ich und sein Tun von dem bestimmt wird, was diese Personen in ihrem Leben machte, lernte, erfuhr, sah, hörte usw. usw.

Der Mensch ist stolz auf seine jeweilige Individualität. Bei einem unendlich großem Universum wäre diese hinfällig, da sie eben unendlich oft im All zu finden ist.

Mathematisch mit dem Multiplikator “Unendlich” zu rechnen widerstrebt eigentlich der menschlichen Natur. Sofern aber das Universum tatsächlich flach und nicht gekrümmt ist, wäre es tatsächlich unendlich groß und damit der Multiplikator darauf anwendbar. Ist es das aber wirklich? Wir können die “Ränder” oder das “Ende” des Kosmos schließlich nicht sehen. Wie auch, da es schließlich ein Blick in die Unendlichkeit ist.

Zieht man die Thesen der Paralleluniversen oder eines Muliversum hinzu, können wir letztlich sogar Unendlich nochmals mit Unendlich multiplizieren. Doch auch ohne ein Muliversum würde es beuteten, dass unendlich viele Lars gerade in ihrem Büro mit unendlich viel Kaffee sitzen und unendlich oft diesen Post für unendliche viele von Euch schreiben …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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In den Fängen einer Sekte: Die “neuen” Enthüllungen von Michelle Hunziker und die gespielten Sensationen der deutschen Medien

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Michelle Hunziker in den Fängen einer Sekte: Jahre schon bekannt! (Bilder: gemeinfrei/WikiCommons / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
Michelle Hunziker in den Fängen einer Sekte: Jahre schon bekannt! (Bilder: gemeinfrei/WikiCommons / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Michelle Hunziker, schweizerisch-italienische Moderatorin, die in Deutschland dem breiten Publikum vor allem durch die Moderation der ZDF-Show “Wetten, dass ….?” an der Seite von Thomas Gottschalk bekannt ist, macht in diesen Tagen Schlagzeilen. Grund ist ihre heute in Deutschland erscheinende Autobiographie, in denen sie “enthüllt”, dass sie sich einige Jahre in den Fängen seiner Esoterik-Sekte befunden habe. “Krieger des Lichts” nennt sich die Gruppe. Was folgte sind momentan sensationelle Schlagzeilen und zahlreiche Interviews um und mit Hunziker und ihr Leben und Leiden in der Sekte. Nur leider sind all diese “Enthüllungen” und “Sensationen” um die Moderatorin ausnahmslos gespielte Sensationen der Medien. Ihr Sekten-Vergangenheit ist seit Jahren bekannt und war ebenso schon vor Jahren Thema in den Medien. Beispielsweise im Scheidungskrieg mit ihrem Ex-Mann, dem italienischen Sänger Eros Ramazzotti. Schauen wir in diesem Posting einmal hinter die Kulissen der “aktuellen Enthüllungen” Schlagzeilen.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Michelle Hunziker: Gebildet, beliebt, gefeiert

Michelle Hunziker spricht Italienisch, Französisch, Deutsch, Englisch und Niederländisch und wurde in dem winzigen Dorf Sorengo geboren. Einem Nest mit nur rund 1.800 Einwohnern im Süden der Schweiz nahe Italien. Hunziker stieg früh ins Showgeschäft ein, denn nach einer Werbekampagne für eine Dessous-Firma moderierte sie 1996 ihre erste TV-Sendung “I cervelloni”.

Bereits im Jahr 1998 schaffte sie es mit der TV-Comedyshow “Paperissima Sprint” in die Hauptsendezeit des Fernsehens und moderiere im selben Jahr mit Thomas Gottschalk die Verleihung der “Goldenen Kamera” in Deutschland. Spätestens seit sie ab dem 3. Oktober 2009 mit Gottschalk die beliebte ZDF-Abendshow “Wetten, dass …?” moderierte, kannte sie auch hierzulande jeder.

In Italien wurde sie früh gefreit. Auszeichnungen und weitere TV-Formate folgten und ihre Karriere entwickle sich prächtig. Doch ganz nach Art von Hollywood hat auch das Leben im Scheinwerferlicht seine Schattenseiten. So auch bei Michelle Hunziker, die ab dem Jahr 2000 in die Fänge einer esoterischen Sekte mit Namen “Krieger des Lichts” geriet.

Dies “enthüllt” sie in ihrem Buch mit dem dramaturgischen Titel “Ein scheinbar perfektes Leben: Wie ich aus Liebe zu meiner Tochter den Fängen der Sekte entkam“, das heute (28. September 2018) in Deutschland erschienen ist. Auf der Plattform “Amazon” schon jetzt ein Bestseller, was vor allem natürlich an den Medienberichten der letzten Tage rund um das Buch liegt.

Michelle Hunziker, gefangen in einer Sekte

Der Webtext des Buches “Ein scheinbar perfektes Leben” ließt sich unter anderem so:

Erstmals erzählt Michelle Hunziker von Zeiten in ihrem Leben, die alles andere als strahlend waren. Als junge Frau geriet sie in die Abhängigkeit einer Sekte. Schnell wurde aus dem anfänglichen Halt Zwang und Entmündigung. Die Sekte bestimmte fortan über ihr Leben und forderte die Trennung von ihrem Mann Eros Ramazzotti. Viele harte Jahre durchlitt sie, bis sie den Ausstieg schaffte und stärker als je zuvor ihr Leben wieder selbst in die Hand nehmen konnte.

Auf diese sensationellen Geständnisse stürzen sich seit Tagen die Medien. Von Tratschmagazinen über Politik-Magazine bis hin zu Promi-News-Seiten scheint es momentan nur dieses eine Thema zu geben. Doch dabei ist es seit Jahren bekannt, dass Hunziker einst in die Fänge einer Gruppe namens “Krieger des Lichts” geraten war. Auch ihr Buch erschien schon vor einem Jahr. Allerdings zuerst eben in Italien unter dem Titel “Una vita apparentemente perfetta”.

Doch schon im Frühjahr 2011, also vor 7,5 Jahren, hat Michelle Hunziker in Interviews über ihr Leben in der Sekte berichtet und Interviews gegeben. Etwa im April 2011 in italienischen Fernsehen, was auch im deutschen Sprachraum Schlagzeilen nach sich zog. So erzählte sie damals:

Ich war 23, hatte vor kurzem meinen Vater verloren. Ich fühlte mich einsam und schwach. Das ist der Moment der größten Verletzlichkeit, auf den diese Leute nur warten. Sie sind psychologisch bestens geschult, ich war leichte Beute.

Diese Menschen sind stets in den emotional schwächsten Momenten auf mich zugekommen, haben dann zugeschlagen und mich sehr verletzt. Sie haben sich an meinen Gefühlen bereichert. Wer in eine solche Situation gerät, dem geht es wie einem Drogenabhängigen. Davon wieder loszukommen, ist wirklich sehr schwierig.

Damals war sie noch mit dem bekannten Sänger Eros Ramazzotti verheiratet, doch die Ehe bestand praktisch nicht mehr. So kam sie an die “Hexe” Giulia Berghella und ihre Sekte “Krieger des Lichts” hörig. Mehr noch, denn damals war sie zudem mit Marco Sconfienza zusammen, dem Sohn von Berghella. Und um die Sache “abzurunden” hatte sie eine Affäre mit Berghellas Ex-Ehemann Salvatore Passero

Dazu kamen Depressionen und eben familiäre Probleme und so geriet sich immer weiter in eine Abhängigkeit mit der Sekte, wie sie es schon 2011 erzählte. “Mein Vater ist mir im Traum erschienen und sagte, dass es Zeit sei, aufzuwachen”, so Hunziker damals. Die Liebe zu ihrer Tochter half ihr dann den Absprung zu schaffen, denn die “Krieger des Lichts” bzw. die “Hexe” Giulia Berghella kontrollierten sie fast vollständig. Auch finanziell:

An einem gewissen Punkt haben sie mich sogar überredet, ihnen all meine Anteile an einer Gesellschaft zu übergeben, die ich gegründet hatte.

So Michelle Hunziker am 11. November 2017 zu “RTL”.

Eben typisch für Sekten!

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Sorgerechtsstreit und die “Krieger des Lichts”

Bereits am 24. Mai 2016 sagte Hunzikers Muitter Ineke über ihre Tochter im Bann der “Krieger des Lichts”:

Es ist, als ob jemand gestorben ist. Ich konnte nichts machen. Die haben ihr nicht erlaubt, Kontakt mit der Familie zu haben. Das war ganz schlimm.

Eros Ramazzotti wiederum hatte schon 2005 vielfach große Bedenken über den Umgang seiner Noch- bzw. Ex-Ehefrau mit der Sekte der “Krieger des Lichts”. Er zog vor Gericht um das alleinige Sorgerecht für die gemeinsame Tochter zu bekommen, was vor nunmehr bereits 13 Jahren ebenso in zahllosen Medien breitgetreten wurde.

So berichtete der “Stern” schon am 9. September 2005 über den Sorgerechtsstreit:

Die Richter in Mailand entschieden am ersten Tag der Anhörung, dass der neue Freund von Hunziker deren Töchterchen Aurora nicht mehr sehen darf.

Ramazzotti kämpft um das alleinige Sorgerecht für die Achtjährige, weil er glaubt, der Lebensstil seiner 28-jährigen Ex sei nicht gesund für das gemeinsame Kind. (…) Stein des Anstoßes ist eine italienische Magierin, in deren Umfeld Hunziker heute lebt. Nachdem das Schweizer Showgirl zunächst mit deren Sohn liiert war, ist sie jetzt mit dem Ex-Freund der Esoterikerin namens Salvatore Passaro zusammen.”

Hier entwickelte sich eine regelrechte mediale Schlammschlacht, dessen Auslöser eben die “Krieger des Lichts” und Giulia Berghella war.- Selbst die Mutter schaltete sich bereits  am 11. September 2005 darin öffentlich ein und in Italien warten die Zeitungen voll mit Berichten darüber. So zitierte der “Focus” damals Ineke Hunziker:

Michelle hat sich komplett abgewandt von uns. Sie hat sich nicht gemeldet, als ich eine schwere Herzoperation hatte. Und auch als ihre Oma im Sterben lag, kam keine Reaktion. Es ist eine Schande!

Als Michelle und ich noch Kontakt hatten, war ich einmal mit dabei bei dieser Berghella. Sie hat plötzlich der kleinen Aurora die Hände aufgelegt und merkwürdige Formeln gesprochen.

Und Annamaria Bernadin de Pace, damals Anwältin von Eros Ramazzotti, ergänzte:

Es gibt nicht den geringsten Zweifel daran, dass Frau Berghella eine Art spirituelle Gruppe leitet. Unserer Ansicht nach besteht eine akute Gefahr für die Tochter.

Die Bedenken des Vaters waren damals, wie wir spätestens jetzt wissen, alles andere als aus der Luft griffen.

Giulia Berghella, der “neue Messias” und vom Vatikan verfolgt …

Die vermeintlich neuen Enthüllungen und Geständnisse von gehen noch weiter zurück. Und zwar bis in ihre Zeit als “aktives Sekten-Mitglied” der Gruppe “Kriege des Lichts”, wenn man es so ausdrücken möchte. In diesen Jahren waren ihre Aussagen und Eingeständnisse über ihren Guru Giulia Berghella natülich von einer ganz anderen Seite, da sie ja ihre “Anhänger” war.

Zum Beispiel “Welt”, die schon am 27. Juli 2003 umfangreich über Hunziker, ihrer “Führerin” und den Bedenken von Ramazzotti inklusive Ehe-Streit berichtete. Das ist immerhin über 15 Jahren her! “Seit Jahren legt Giulia Berghella im Mailänder Jet-Set diskret die Hand auf”, schrieb “Welt” damals. Und auch Hunziker wandte sich an sie und bekam den Rat, dass sie ihre damals noch lebenden Vater suchen solle. Das tat sie auch, und die Moderatorin dazu begeistert 2003:

Ich bin sehr glücklich, dass Giulia mir geraten hat, meinen Vater zu suchen. Das hat meine Seele geheilt.”

Giulia Berghella wiederum wurde 2003 schon als mehr als nur sonderbar beschrieben. Angeblich sei sie der neue Messias, trage “das Zeichen des Propheten Elias” auf der Stirn und werde aufgrund ihres Könnens vom Vatikan verflogt. Gleichfalls war auch Berghellas Sohn, der spätere Partner von Hunziker, im Fokus der Medien. Er und seine Mutter hätten die TV-Moderatorin immer weiter manipuliert, bis sie sich in ihn verliebt habe.

So nahm natürlich auch der Bruch mit Eros Ramazzotti seinen lauf.

Selbst die aktuell in Schlagzeilen gepuschte Aussage, dass Sex bei den “Kriegern des Lichts” verboten sei – hat Hunziker so ähnlich schon vor über 15 Jahren immer wieder selber erzählt. “Mehr als ein Jahr lang erzählt Michelle der Presse”, schrieb zum Beispiel “Welt”, “warum es ihrer Seele gut tut, auf Sex zu verzichten”.

Hunziker selber geht in ihrer Autobiografie von 2017 bzw. in Deutsch 2018 allerdings erstmals detailliert auf ihr Leben bei der Sekte “Krieger des Lichts” ein. Schaut und liest man ihre entsprechenden Interviews, offenbar eben eine typische Sekte mit all ihren dunklen Facetten. “Eine Pizza war nichts anderes als ein Konzentrat dämonischer Kräfte“, so Hunziker zum Beispiel. Selbstverständlich war auch Rauchen, Alkohol usw. verboten. Und in den Augen der Sekte “war die Sexualität ein animalischer Instinkt und daher schmutzig und niedrig.”

Gerade letzte Aussage ist für die Boulevardmedien natürlich eine gefundene Schlagzeile. Allen voran natürlich “Bild-Online” am 24. September 2018: “Michelle Hunzikers Sekten-Beichte: ‘An Sex durfte ich nicht mal denken'”

Wer sind die “Krieger des Lichts”?

Die Sekten-Vergangenheit von Hunziker ist also lange und detailliert bekannt. Ungeachtet dessen, dass seit über 15 Jahren in den Medien von Michelle Hunziker und den “Kriegern des Lichts” berichtet wurde stellt sich natürlich aktuell die Frage, wer diese Leute überhaupt sind.

Als vor einem Jahr ihre Autobiografie in Italien erstmals erschien, fragten sich das auch dortige Sekten-Experten. Die führende Sektenforscherin Raffaella Di Marzio Rom und anderen Sekten-Kennern in Italien war “Krieger des Lichts” kein Begriff. Sie vermutete laut einem italienischen Bericht vom 10. November 2017:

Ich habe wegen dieser angeblichen Sekte, an der sie beteiligt war, einige Zweifel. Wir Wissenschaftler auf diesem Gebiet, mit dem wir seit Jahrzehnten zu tun haben, hatten nie ein Treffen. Deshalb scheint es nicht so sehr eine Sekte zu sein, sondern ein Kontakt mit einem Pranotherapeuten.”

Eine Prana wiederum ist eine Heilslehre aus dem Hinduismus. Eine Art Lehre der Lebenskraft, der Energie in allem Lebenden sowie “Totem” und auch des Atem der Energie des ewigen Lebens. Selbst “Lichtnahrung”, also, dass man sich nut von Licht ernähren kann (das gibt es tatsächlich), kommt in diesen Lehren vor. Allerdings kam diese Idee einer “feinstoffliche Lichtnahrung“, die feste Nahrung ersetzten kann, erst um die Jahrtausendwende in Mode.

Wie fernöstliche Heilslehren allerdings zu einem neuen Messias und dem biblischen Propheten Elias passen, bleibt fraglich.

Der bereits im Zusammenhang mit der Sekte “Zwölf Stämme(HIER) erwähnte Sektenexporte Dr. Matthias Pöhlmann, Beauftragte für Sekten- und Weltanschauungsfragen der Evangelisch-Lutherischen Kirche, äußerte sich aktuell in einem Interview auch über die “Krieger des Lichts”. Pöhlmann vermutet, dass die Gruppe wohl auf Italien und dort vielleicht sogar nur “auf eine Region” beschränkt sein könnte. Eine kleine Gruppe, die dennoch nicht minder Gefahren in sich bergen kann:

Ich spreche gern von ‘Wohnzimmer-Gurus’. Das sind Kleinstgruppen, die lokal wirken, aber trotzdem eine hohe Verbindlichkeit aufweisen. Michelle Hunziker scheint damals der Autorität und dem überzogenen Heileranspruch der Sektenführerin erlegen zu sein und wurde davon abhängig. Gerade bei so kleinen Gruppen mit einem intensiven Kontakt kann das schnell passieren.

“Krankheit und Gesundheit (sind) das Einfallstor für neue spirituelle Überzeugungen“, so der Experte Pöhlmann. Hunziker habe sich in einer ” schwierigen psychischen Situation” befunden und geriet so nach und nach in eine Abhängigkeit der “Krieger des Lichts”, wie Pöhlmann vermutet. Genau sagte Hunziker nach ihrem Ausstieg immer wieder selber.

Demnach scheint es keine Sekte im “klassischen Sinne” zu sein. Wohl aber eine kleine esoterische “Heils-Gruppe”, die deshalb für den Einzelnen nicht minder gefährlich werden kann. Hunziker und ihre Familie haben es erleben müssen. Jedoch von neuen Enthüllungen oder sensationellen Beichten und Geständnissen der TV-Moderatorin, wie es die Berichte aktuell zeigen, kann natürlich keine Rede sein.

Warnen vor solchen Menschen kann man aber nie genug …!

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Superstar Robbie Williams will in einer eigenen “Alien-Doku” über seine UFO-Erfahrungen berichten: Hintergründe & Fake-News

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Superstar Robbie Williams will in einer "Alien-Dokumentation" über seine UFO-Erfahrungen berichten (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Superstar Robbie Williams will in einer “Alien-Dokumentation” über seine UFO-Erfahrungen berichten (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Der britische Sänger und Entertainer Robbie Williams wurde als Teenieschwarm in den 1990er Jahren zum Superstar. In der Grenzwissenschaft und  Mystery Files fällt der vielfach ausgezeichnete Musiker aber weniger durch seine musikalischen Darbietungen auf, sondern eher durch seine Aussagen zu UFOs, Aliens und anderen Themen des Phantastischen. Wie jetzt bekannt wurde, will Williams zusammen mit einem US-TV-Sender eine Dokumentation über Außerirdische, UFOs und andere Phänomene wie Tierverstümmelungen produzieren. Inklusive seiner eigenen UFO-Erlebnisse, die ihn nach seinen Worten “verrückt und fett gemacht” hätten. Für diese Doku habe er “sogar seine musikalische Karriere auf Eis gelegt”, wie verschiedene Medien berichten! Wie genau der Musiker seine Alien-Doku plant, was mit seiner Karriere in Wirklichkeit ist und was vielleicht hinter dem Doku-Projekt stecken könnte, lest Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Robbie Williams und das Unfassbare

Ob man die Musik des preisgekrönten und gefeierten Sängers Robbie Williams mag oder nicht, ist Nebensache. Wie viele anderen Superstars hatte und hat aber auch Williams so seine Marotten, Skandale und Probleme. So etwa hat die britische Regenbogenpresse seine Drogen- und Alkoholprobleme einst mehr als ausführlich dokumentiert bzw. eher ausgeschlachtet.

Eben kaum ein Star ohne Skandale.

In der Grenzwissenschaft fiel Williams – wenn überhaupt – hin und wieder dadurch auf, dass er von UFOs und Aliens erzählte. Er selber habe bereits UFOs gesehen und glaubt durchaus auch an Außerirdische. Allerdings schien diese “UFO-Phase” des Sängers lange vorbei zu sein und in Medienberichten 2012 nach einem Interview mit “The Sun” hieß es, dass er seine UFO-Interesse inzwischen bereiten würde:

Es hat nicht funktioniert. Es hat mich nur verrückt gemacht und – zu der Zeit – auch fett. Ich war verrückt und fett und sah UFOs.”

“Die Situation war ein PR-Alptraum”, so Williams am 31. August 2012 zu “The Sun”. Einige Jahre zuvor sah das noch ganz anders aus. Da sprach Williams noch davon, dass er nach UFOs Ausschau halte und er sogar Besuch von Aliens bekam. Gerade als er an seinem Song “Arizona” arbeitete, in dem er über UFO-Entführungen singt …

International machten seine angeblichen UFO-Sichtungen und Alien-Geschichten Schlagzeilen in der Boulevardpresse. Ernsthaft überprüft, ob und was von ihm am Himmel gesehen wurde, hat aber meines Wissens nach kein UFO-Forscher oder -Verein. Seine Partyexzesse und Probleme mit Drogen, Medikamenten und  Alkohol ließen seine Behauptungen auch mehr als nur fragwürdig erscheinen!

Fett und verrückt durch UFOs …

Auch wenn Robbie Williams im Nachhinein sagt, dass seine “UFO-Phase” in damals verrückt und fett gemacht habe, wage ich das zu bezweifeln. Ich glaube da lagen die Ursachen wohl ganz woanders.

Obwohl der Sänger bereits vor Jahren sein Interesse für Aliens und UFOs öffentlich bereute, rudert er jetzt zurück. Er plant gleich eine ganze Dokumentation zum Thema Außerirdische, in der auch er selber seine Sichtungen und Erfahrungen schildern will. So zitiert der “Daily Star” am 6. August eine nicht genannte “Quelle” mit den Worten:

Robbie hatte eine Reihe von Begegnungen, die durch konventionelle Wissenschaft nicht erklärt werden können. Er stimmte dem Angebot, bei einem Film seines Freundes Georg mitzuwirken, direkt zu. Er schämt sich nicht für das, was er glaubt, gesehen zu haben.”

Das klingt nicht gerade danach, als habe Williams mit dem UFO-Thema abgeschlossen. Eine “Dokumentation im Akte X-Style” soll es sogar werden, die Williams mit seinem Freund George Knapp produzieren möchte. Beziehungsweise produziert hat.

Knapp wiederum ist Journalist beim US-TV-Sender “Channel 8”, der zusammen mit Jeremy Corbell die UFO-Doku “Hunt For The Skinwalker” mit Williams produzierte. Darin soll es natürlich nicht nur um die UFOs des Musikers gehen, sondern auch um andere UFO-Sichtungen sowie Tierverstümmelungen und Alien-Begegnungen auf einer Ranch in Utha.

Der Name der Williams-Alien-Dokumentation – “Hunt For The Skinwalker” – ist dabei mehr als nur Programm.

Robbie Williams “Auf der Jagd nach Gestaltwandlern”

Indianer in den fraglichen Gebieten erzählen von einer seltsamen Kreatur, die sie selber “Skinwalkers” nennen. Sehr frei übersetzt heißt das “Haut-Wanderer”, was nichts anders ist als ein “Gestalt-Wandler”. Also ein Wesen, das angeblich in der Lage ist sein Aussehen, eben seine Gestalt, zu verändern. Verschiedene Medienberichte nennen Williams deshalb schon “den neuen Akte X-Richter” im Sinne eines Mystery-Jägers und -Ermittlers wie Fox Mulder aus der TV-Erfolgsserie “Akte X”.

Natürlich ist das vollkommen überzogen. Und doch wird Williams Alien-Einsatz und UFO-Doku von einigen Seiten sogar bejubelt, heißt es zumindest in den meisten Medienberichten. In diesen wird der Autor und UFO-Forscher Michael Luckman vom (mir unbekannten) “Zentrum für extraterrestrische Forschung” in New York mit den Worten zitiert:

Robbie wird jetzt ein Point-Mann für den Kontakt mit Außerirdischen. Keine der Erfahrungen, die ich gesehen habe, sind in der gleichen Kategorie von dem, was Robbie erlebt zu haben scheint. Robbie könnte leicht verschwinden und dann wieder kommen.

Er ist der erste bekannte Promi, der tatsächlich nach draußen geht und aktiv nach außerirdischen Lebensformen sucht, ungewöhnlich aktiv ist und sogar seine musikalische Karriere auf Eis gelegt hat. Es ist bei ihm wahrscheinlicher Kontakt herzustellen, da er so spirituell ist – er macht es bis zum Maximum.”

Wie soll man diese erstaunliche Aussage von Luckman über den Superstar Williams und seine Alien-Jagd einordnen?

Williams legt seine Karriere für UFOs auf Eis?

Die Dokumentation “Hunt For The Skinwalker” von und mit Williams ist brand-aktuell. Die von zahllosen Medienberichten zitierte Aussage von Michael Luckman über ihn allerdings ganz und gar nicht. Sie ist im Gegenteil sogar recht genau zehn Jahre alt. Schon am 19. September 2008 brachte “Yahoo News” das Zitat, am 11. September 2008 “Focus-Online” oder auch am 19. September 2008 die Show-News-Seite “NME”.

Robbie Williams lässt seine Musikkarriere also nicht zu Gunsten von UFOs und Aliens ruhen, wie es die meisten Medienberichte durch das Luckman-Zitat oben suggerieren. Außerdem fielen die Worte von Luckman zu einer Zeit, in der Musiker so oder so eine “Auszeit” nahm (Anfang 2007 bis Mitte 2009), da es zuvor eben zu der negativen Presse durch seine Exzesse und UFO-Sichtungen kam.

Was bleibt ist die US-Alien-Doku “Hunt For The Skinwalker” mit Robbie Williams als fraglosen Star der Sendung. Nicht mehr und nicht weniger.

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Er ist aber in den USA mit dieser Doku auf den Spuren des Unfassbaren, der UFOs und der Außerirdischen in sehr guter Gesellschaft. In Amerika sind derartigem TV-Formate überaus beliebt und sehr erfolgreich, worüber ich auf diesem Blog immer mal wieder berichtet habe (s. zum Beispiel HIER, HIER & HIER). Die US-TV-Doku-Landschaft ist dort eine andere wie hier in Mitteleuropa oder Deutschland.

Und das ist eigentlich ein sehr geschickter Schachzug von Musik-Superstar Robbie Williams und seinem Management. Obwohl er in zahllosen Ländern der Welt ein gefeierter Musiker und Superstar ist, hat er in den USA mit seiner Musik nie wirklich Erfolg gehabt. Alle Bemühungen in den USA erfolgreich Fuß zufassen schlugen fehl. Das zeigt beispielsweise auch seine Diskografie der letzten 20 Jahre. An dieser sieht man, dass seine gefreiten und mit Platin-Auszeichnungen überhäuften Nummer 1-Alben in den USA praktisch überhaupt keine Beachtung in den Charts fanden.

Vielleicht gelingt Robbie Williams der Sprung in die US-Musik-Charts also “durch die Hintertür”, in dem er sich dort durch UFO-Dokus in das öffentliche Bewusstsein bringt. Im Sinne von “was singt dieser Williams eigentlich?” …

Immerhin nennen selbst etablierte Mainstram-Wissenschaftler in den USA ihre Mitwirkung bei der der TV-Reihe “Ancient Aliens” in ihrer offiziellen Biographie. Im amerikanischen Raum muss man auch als Wissenschaftler gesehen werden. Vielleicht haben sich das auch Robbie Williams und sein Management gedacht?

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Lars A. Fischinger

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Auf Jobsuche? – So kommt Ihr in die “UFO-Basis Area 51”: Die geheimnisvolle Airline JANET der “Area 51” sucht neue Mitarbeiter/Innen

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Auf Jobsuche? Die Airline der "UFO-Basis Area 51" sucht Flugbegleiter (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Auf Jobsuche? Die Airline der “UFO-Basis Area 51” sucht Flugbegleiter (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Im vergangenen Jahr musste die Deutsche Fluglinie von “Air Berlin” Insolvenz anmelden. Eine der spektakulärsten Pleiten in Deutschland, die natürlich Folgen für alle Mitarbeiter hatte und hat. Doch in den USA sucht eine geheimnisumwitterte Airline jetzt neue MitarbeiterInnen: Die Fluggesellschaft “JANET Airline” in Las Vegas, Nevada, die unter anderem neue Flugbegleiter einstellt. Um die Airline ranken sich viele Verschwörungstheorien und Spekulationen, da sie im Geheimen von Las Vegas verschiedene Stützpunkte der US-Air Force und nukleare Test-Gebiete anfliegt. Ein Ziel dieser Geheimflüge ist dabei die Basis Area 51. Das legendäre US-Militärgelände in Nevada, das als “UFO-Basis”, in der angeblich Aliens und UFOs versteckt werden, weltberühmt wurde. Und diese “Top Secret-Airline” sucht jetzt neues Bordpersonal für ihre Flugzeuge, hat aber auch andere freie Stellen zu vergeben. Wie Ihr Euch bewerben könnt und welche Anforderungen “Amerikas geheimste Airline” an Euch stellt, erfahrt Ihr hier.


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JANET und die “Alien-Basis Area 51”

Bereits Mitte August 2015 war die Fluglinie JANET der USA kurz Thema auf diesem Blog. Eine mysteriöse Airline der US-Luftwaffe, zu der zum Beispiel damals ein deutsches Nachrichtenmagazin schrieb:

Die Fluglinie befördert ausgewählte Passagiere für die Air Force in militärische Sperrgebiete, darunter die legendäre Area 51.”

Mehrmals am Tag starten die Flugzeuge der Linie vom internationalen Flughafen McCarran in Las Vegas aus in den Himmel. Aber nicht von einem “offiziellen Terminal” aus, was diese Linie noch mysteriöser machen soll.

Bekannt sind diese Maschinen in Las Vegas vor allem durch die roten Linie auf dem Rumpf – und dass sie Top Secret sein soll. Auch der Name der Linie wird hiermit in Zusammenhang gebracht. JANET soll inoffiziell eine Kürzel für “Just Another Non-Existent Terminal” sein, das etwa so wie wie “Nur nur ein weiteres nicht-existentes Terminal” bedeutet.

Ziele der insgesamt 11 Flieger der Flotte sind, soweit man weiß, Anlagen des Militärs und die “Area 51“, zu denen JANET Mitarbeiter, militärisches Personal und wohl auch Material bringt. Also ein Fall der berühmten “Nationalen Sicherheit” der USA. Da verwundert es nicht, dass der Fluglinie viele Geheimnisse nachgesagt werden.

Transportieren diese Maschinen irgend etwas Außerirdisches? Was wissen die Mitarbeiter der Airline über die Vorgänge auf der Basis “Area 51”? Solche und ähnliche Fragen stellen sich vor alle in den USA viele UFO- und Alien- Interessierte.

Geheimsache JANET Airline?

Einige Tage schon berichten englische Medien, dass die “Top Secret Regierungs-Fluglinie”, so “USA Today” am 9. Januar, Flugbegleiter sucht. Viele Online-Medien haben im englischen Netz diese eigentlich sehr knappe Meldung übernommen. Bei uns hat sie allerdings noch nicht so viele Boulevardberichte nach sich gezogen, was eigentlich etwas verwundert.

Von Las Vegas einmal Oneway in die Area 51, bitte: Die US-Flugline JANET (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Von Las Vegas einmal Oneway in die Area 51, bitte: Die US-Flugline JANET (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Die deutsche Seite wize.life schrieb zum Beispiel am 11. Januar zu der Schaltungsbeschreibung und der Airline:

Doch offiziell gibt es sie gar nicht. Ihr Terminal in Las Vegas ist der Süddeutschen Zeitung zufolge nirgends verzeichnet.

Auch die US-Regierung weiß angeblich von nichts! Von ihrer Existenz weiß man bislang nur aus Beobachtungen. Denn mehrmals täglich starten die Flugzeuge mit der roten Linie in Las Vegas.”

Arbeiten für eine geheime Airline der US-Regierung bzw. der Air Force, die es eigentlich nicht gibt? Wenn das man nicht nach einer spannenden Tätigkeit klingt!

Es fragt sich hier jedoch, wo findet man solche Stellenangebote? Würde ein Top Secret Fluggesellschaft der Regierung, die ja angeblich offiziell nicht existiert, einfach in der Zeitung oder auf Online-Jobbörsen inserieren? Tatsächlich ist dem so.

Informationsflut zur “Geheim-Airline”

JANET Airline ist trotz der Spekulationen aufgrund der Flüge zur “Area 51” & Co. sehr gut bekannt. Online finden sich beispielsweise alle Maschinen der Gesellschaft aufgelistet, sowie die Angabe, dass JANET von “AECOM” betrieben wird. Ein weltweit aktiver Technologiekonzern und eine private Waffenschmiede mit Sitz in Los Angeles in den USA, für den nach offiziellen Angaben 87.500 Angestellte arbeiten.

Die Fluggesellschaft ist so “geheim”, dass im Netz die vollständigen Information der einzelnen Flugzeuge zu finden sind. Selbst im englischen Wikipedia. Hier finden sich alle Daten zu den 11 Maschinen der Gesellschaft. Jede Maschine ist mit Hersteller (Boeing und Beech), Seriennummer, Konstruktionsnummer und ihrer internationalen Luftfahrt-Regierungsnummer aufgelistet.

VIDEO: Die “Area 51”, was geht da vor sich? Interview mit dem UFO-Forscher Marius Kettmann von der DEGUFO e.V. (Bild: Space Imaging, München)
VIDEO: Die “Area 51”, was geht da vor sich? Interview mit dem UFO-Forscher Marius Kettmann von der DEGUFO e.V. (Bild: Space Imaging, München)

JANET Airline ist demnach eine private Fluglinie, die von “AECOM” und der US-Air Force  betrieben wird. Man kann hier also keine Flüge als Privatperson in die Area 51 oder zu einer anderen Basis der Air Force buchen. Darum hat JANET auch keinen offiziellen Terminal am McCarran International Airport in Las Vegas. Der entsprechende “Geheim-Terminal” an der Westseite des Flughafens ist somit privat, was selbst im entsprechenden Wiki-Eintrag des Flughafens nachzulesen ist.

Wie “verborgen” diese Airline von Las Vegas aus operiert, zeigt sich auch an einem anderen Beispiel. Viele, die mal mit einem Flieger in den Urlaub geflogen sind oder jemanden an einem Flughafen abgeholt haben, wissen, dass man online Flüge verfolgen kann.

Es ist auf entsprechenden Webseite möglich, sich weltweit Flüge in allen noch so kleinen Details anzeigen zu lasen. Und solche “Flugverfolgungsprotokolle” existierten auch für jedermann zugänglich für Flüge der JANET Airline.

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Die “Live Flug-Verfolgung” von JANET zeigt beispielsweise aktuell, dass um Ortszeit 18.02 Uhr eine Boeing 737-600 mit der Flugnummer “WWW224” der Fluglinie mit 27 Minuten Verspätung in Las Vegas landete. Start war die Militärbasis “Tonopah Test Range” und die Flugzeiten dieser Route liegen eigentlich bei knapp unter einer halben Stunde. Immerhin haben die Maschinen durchschnittlich unter 10 Minuten Verspätung …

Jobs bei “Amerikas Top Secret Airline”

Das Unternehmen “AECOM” und das US-Militär haben natürlich auch Ansprüche, was die Vergabe von Jobs bei JANET angeht. Vor irgendwelchen Kenntnissen in Sachen UFO- und Alien-Technik steht dort natürlich nichts.

Für die Tätigkeit als Flugbegleiter benötigt man etwa “Abitur oder gleichwertig” und man muss natürliche alle Trainings und Tests für die jeweiligen Flugzeuge der Airline bestehen. Und weiter hieß es von “AECOM” an die Bewerber, was alles ein Muss für die Stelle sei:

VIDEO: Ex-Präsident Bill Clinton über die Area 51, Leben im All, UFOs und die Ankunft der Außerirdischen – was sagte Clinton tatsächlich in einer TV-Talkshow? (Bild: WikiCommons / Montage: L.A. Fischinger)
VIDEO: Ex-Präsident Bill Clinton spricht in einer Talkshow über die Area 51, UFOs und die Ankunft der Außerirdischen (Bild: WikiCommons / Montage: L.A. Fischinger)

Muss alle zugewiesenen körperlichen Aufgaben ohne Schwierigkeiten und ohne Hilfe effektiv ausführen können. Muss in der Lage sein, schwere, klappbare Flugzeugtüren, die bis zu 80 lbs wiegen, zu drücken und zu ziehen. Muss die vom Unternehmen festgelegten Kleidervorschriften und einheitlichen Richtlinien einhalten. Muss über effektive mündliche Kommunikationsfähigkeiten verfügen, einschließlich guter mündlicher Ausdrucksfähigkeiten. Muss über grundlegende mathematische Kenntnisse und grundlegende Computerkenntnisse verfügen.

Sie müssen sich für eine streng geheime Sicherheitsgenehmigung der Regierung und den damit verbundenen Zugang zum Arbeitsstandort qualifizieren. Sie müssen einen aktuellen staatlich ausgestellten Führerschein besitzen.

Leider ist diese Stelle für alle Interessierte scheinbar vergeben, da der entsprechende Link der Jobbörse von “AECOM” inzwischen ins Leere führt. Jedoch sind aktuell noch zehn weitere Stellen in Las Vegas zu vergeben, wie in Blick auf die Stellenausschreibungen für Las Vegas zeigt. Natürlich ist bei den meisten dieser unterschiedlichen Jobs eine Geheimhaltung unabdingbar.

Neben den verschiedenen Anforderungen für die verschiedenen Tätigkeiten sollte man auch vor Ort in Las Vegas wohnen. “Lokale Kandidaten werden bevorzugt”, heißt es verständlicherweise. Außerdem benötigt Ihr, sofern Ihr Euch da bewerben möchtet, eine gültige “Top Secret Unbedenklichkeitserklärung” des Verteidigungsministeriums der USA. Zumindest ist diese “höchst erwünscht” …

Hier könnt Ihr Euch bewerben.

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Lars A. Fischinger

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Die Cheops-Pyramide und der neu entdeckte Hohlraum: Soll hier etwas vertuscht und zensiert werden?

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Die Cheops-Pyramide und der unbekannte Hohlraum: was wird hier vertuscht? (Bilder gemeinfrei & L. A. Fischinger)
Dr. Zahi Hawass vor der Cheops-Pyramide: Wir hier wirklich etwas verschwiegen? (Bilder gemeinfrei & L. A. Fischinger)

Vor bald zwei Wochen wurde öffentlich bekannt, dass ein Team von Physikern des Forschungsprojekt “Scan Pyramids” in der Pyramide des Cheops in Ägypten einen möglicherweise 30 Meter riesigen und bisher unbekannten Hohlraum entdeckt hat. Für viele Menschen eine Sensation oder zumindest eine spannende Entdeckung in der Ägyptologie, über die derzeit noch nicht viele Daten vorliegen, da weitere Untersuchungen notwendig sind. Trotzdem wird inzwischen laut davon gesprochen, dass die Ägyptologen hier etwas vertuschen, verheimlichen, zensieren oder unter den Tisch kehren wollen. Die Archäologen in Ägypten, allen voran Dr. Zahi Hawass, wären bemüht, diese Entdeckung zu verheimlichen oder zu dementieren. Welche Argumente angeführt werden, die eine solche Archäologie-Verschwörung vermuten lassen, zeigt detailliert dieser Beitrag.


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Nach der Bekanntgabe des “Pyramid Scan” Projekt, dass durch modernste Untersuchungsmethoden ein 30 Meter riesiger Hohlraum in der Cheops-Pyramide gefunden wurde, dauerte es nur einen gefühlten Wimpernschlag, bis erste “Verschwörungs-Vermutungen” ausgesprochen wurden.

Die bisherige Faktenlage zu diesem bisher unbekannten und nicht geöffneten Hohlraum über der Großen Galerie der Pyramide habe ich in einem Blog-Beitrag bereits umfangreich vorgestellt. Das ist erst wenige Tage her und geändert an den wissenschaftlichen Befunden der Untersuchungen hat sich bis heute – nichts.

Was sich aber änderte, ist das Bild dieser Entdeckung in der Netz-Gemeinde, die sich für solche Forschungen und Funde interessiert. Also speziell der Grenzwissenschaft und der “alternativen Historiker“, oder wie man sie nennen mag. Also all jene, die offizielle Meinungen, Lehren und Aussagen der etablierten Archäologie bezweifeln, auch ohne irgendwelche Astronautengötter hinzuzuziehen. Und das sind nicht wenige.

Zensur durch die Ägyptologen?

Ein gemeinsamer Tenor nach Bekanntwerden des Fundes eines gewaltigen Hohlraumes in der Pyramide des Cheops, war in der Netzgemeinde sehr schnell zu erkennen: Ein toller Fund des “Scan Pyramid” Projekt, der unbedingt genau erforscht werden muss. Doch die Ägyptologen und/oder die verantwortlichen Behörden würden das sicher zu verhindern wissen. Allen voran natürlich der unbeliebte Dr. Zahi Hawass.

“Scan Pyramids” und das Rätsel der Cheops-Pyramide: Erste Ergebnisse der Pyramiden-Forscher sorgen für Spekulationen: “an den Pyramiden scheint etwas nicht normal”! (Bild: CNN-Sceenshot / L. A. Fischinger)
“Scan Pyramids” und das Rätsel der Cheops-Pyramide (Bild: CNN-Sceenshot / L. A. Fischinger)

So in Etwa kann man die vorherrschenden Meinungen umschreiben. Das liegt auch an den Aussagen, wie sie eben beispielsweise Zahi Hawass machte, nachdem in dem Magazin “Nature” die Ergebnisse rund um diesen großen Hohlraum veröffentlicht wurden (s. Artikel HIER).

Immerhin war Hawass alles andere als begeistert, nachdem weltweit die Medien von diesem rund 30 Meter riesigen Hohlraum berichteten. Auch wenn es eventuelle mehrere Hohlräume hintereinander sein könnten, viele Fragen noch vollkommen offen sind und bisher nicht mal die exakte Lage bestimmt werden kann, passte Hawass so einiges nicht. Natürlich auch nicht, dass die Resultate am 2. November 2017 in dem Magazin “Nature” publiziert wurden und er bzw. das zuständige Ägyptologen-Team scheinbar dazu kein OK gab.

Das ist nichts neues bei Dr. Zahi Hawass, der mit aufbrausenden Kommentaren und Aussagen immer wieder auffällt. Allerdings verbreiten sich nach und nach immer mehr Meinungen im Internet, die spekulieren, dass die Ägyptologen diese Entdeckung “unter den Tisch kehren wollen“. Für diese Vermutungen sind verschiedenste Gründe genannt worden, die an sich recht vielschichtig sind. Kurz gesagt heißt es an vielen Stellen im Netz, dass die Ägyptologen diese angebliche geheime Kammern in der Großen Pyramide zensieren und damit verschweigen wollen.

Was (wenn) vertuschen die Archäologen?

Zwei oder drei Aussagen, die eine Vertuschung des Fundes belegen sollen, sind immer wieder anzutreffen. Da wäre einmal die Tatsache, dass diese faszinierende Entdeckung nicht in den Nachrichten am Fernsehen vorgekommen sei. ARD oder ZDF hätten eigentlich berichten sollen oder sogar müssen, so heißt es zum Beispiel in Diskussionen auf einigen Facebook-Seiten.

VIDEO: “Scan Pyramids Mission”: Technologischer Großangriff bei der Suche nach "Geheimkammern" in Ägyptens Pyramiden (Bild: ScanPyramids.org / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
VIDEO: “Scan Pyramids Mission”: Technologischer Großangriff bei der Suche nach “Geheimkammern” in Ägyptens Pyramiden (Bild: ScanPyramids.org / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Tatsächlich haben die TV-Nachrichten der “etablierten TV-Sender” meines Wissens nach am Fernsehen nicht darüber berichtet. Allerdings hat “ZDF heute” bereits am 2. November online sehr wohl darüber eine Meldung veröffentlicht. “Forscher vermuten Hohlraum in Cheops-Pyramide”, titelte “heute” und schrieb beispielsweise:

Forscher vermuten im Herzen der Cheops-Pyramide in Ägypten einen riesigen Hohlraum. Rund 4.500 Jahre lang sei die Kammer völlig unberührt geblieben, hieß es.

Über den Fund berichtet das Fachmagazin ,Nature’. Der Hohlraum habe die Größe einer Passagiermaschine mit 200 Plätzen, sagte einer der Co-Autoren, Mehdi Tajubi. Um was es sich bei dem Hohlraum genau handelt, werde noch untersucht.”

Auch die Online-Seiten von zahlreichen als “Mainstream-Medien” bezeichneten Zeitungen haben ausnahmslos alle über diesen Hohlraum berichtete. Hier eine Auswahl von deutschen und englischen Artikeln zum Thema, die sich beliebig (auch international) erweitern ließe:

Los Angeles Times” (2. November), Frankfurter Allgemein Zeitung” (6. November), “Forbes” (4. November), “Science Magazine” (2. November), “Die Welt” (2. November),FOCUS online” (8. November), “The Guardian” (2. November) “Spektrum der Wissenschaft” (6. November), “Egypt Independent” (4. November) “Süddeutsche Zeitung” (2. November), “New York Post” (2. November), “STERN” (6. November), “NBC News (7. November), “BILD” (2. November), “Bild der Wissenschaft” (2. November), “National Geographic” (2. November), “N-TV” (2. November), “Reuters” (7. November), “Wall Street Journal” (2. November), “The Times” (2. November) …

Angesichts der Flut an Berichten, Artikeln und Meldungen rund um diese vermeintliche Geheimkammer, kann wohl niemand wirklich von einer Zensur oder einer Verschwörung der Archäologie sprechen. Die Ägyptologen können diese Entdeckung überhaupt nicht “unter den Tisch kehren”, wie es beispielsweise zusammenfassend dieses kurze YouTube-Video vom 9. November 2017 behauptet.

Aber …

Verschweigt Dr. Zahi Hawass etwas?

Dr. Zahi Hawass - "Ägyptens letzter Pharao" (Bild: Montage L. A. Fischinger)
Dr. Zahi Hawass – “Ägyptens letzter Pharao” (Bild: Montage L. A. Fischinger)

Eine weitere Aussage, die die Vermutung nahe legen soll, dass in Ägypten etwas vertuscht werden soll, bezieht sich auf Dr. Zahi Hawass selber. Er war, wie ich es in diesem Artikel berichtet habe, ziemlich sauer, dass die Ergebnisse des Projektes “Scan Pyramids” quasi ohne seine und die Zustimmung des Wissenschaftlers Rates veröffentlicht wurden. Also, dass man hinter seinem Rücken damit an die Öffentlichkeit gegangen sei.

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Erst, so Hawass, hätte man die Ergebnisse mit den beteiligten Wissenschaftlern bzw. Archäologen auswerten müssen. Und so wird eine Aussage, die Zahi Hawass in diesem Zusammenhang tätigte, momentan sehr gerne als Beleg für eine Verschwörung oder Vertuschung angeführt:

Sie fanden nichts. Die Veröffentlichung bring der Ägyptologie nichts. Null.

Diese Behauptung von Hawass stammt aus der “New York Times” vom 2. November. Aber sie hat nichts mit einer Vertuschung des Fundes durch ihn zu tun, wie es der zusammenhänge Artikel in der “News York Times” zeigt. Hawass und andere Archäologen schimpfen darüber, dass es lange bekannt ist, dass die Baumeister der Pyramiden überall auch Hohlräume ließen. Dies wüsste die Archäologie schon sehr lange und sei damit auch kein Mysterium. Geheimkammern wären sie deshalb noch lange nicht.

Eben genau einen solchen Hohlraum haben die Physiker von “Scan Pyramids” um Mehdi Tayoubi vom Heritage Innovation Preservation Institute (Paris) um Kunihiro Morishima (Nagoya University, Japan) jetzt gefunden. Mehr nicht, so Hawass und andere Archäologen. Hawass streitet die Existenz des Hohlraumes überhaupt nicht ab, im Gegenteil. Er sagt ja selbst, dass es nicht verwundert, dass  solche “Räume” gefunden werden. Er sagt aber auch, dass weitere Untersuchungen notwendig wären, um hier auch nur ansatzweise von einer echten Kammer reden zu können.

Bauten die Pharaonen die Cheops-Pyramide bereits mit Eisenwerkzeugen? (Bild: L. A. Fischinger)
Streitthema: Bauten die Pharaonen die Cheops-Pyramide bereits mit Eisenwerkzeugen? (Bild: L. A. Fischinger)

Allerdings sprechen auch die Entdecker selber in ihrer Veröffentlichung nicht von einer “echten Geheimkammer” oder auch nur “Kammer”, sonder von einer “großen Lücke” oder “Leere” (“big void”). Mit der Aussagen “sie fanden nichts” meint Hawass also nicht, dass überhaupt nichts gefunden wurde und damit diese Entdeckung praktisch ein Irrtum oder Fake sei, sondern, dass das Team “nichts Besonders” fand. Folgerichtig zum jetzigen Zeitpunkt “nichts von wissenschaftlichem Wert”.

Ich persönlich sehe das allerdings anders, da ein solcher Hohlraum zumindest für die Architektur und die Bauweise der Cheops-Pyramide von Interesse sein könnte.

Warum wird nicht gebohrt?

Die dritte Aussage, die einige Interessierte an der Wahrhaftigkeit der Aussagen der Ägyptologen zweifeln lassen, ist der Umstand, dass niemand einfach mal ein Loch in diese “Kammer” bohrt und hinein sieht. Das ist mit einfachen Aufwand und einer kleinen Kamera kein Problem, argumentieren viele Menschen.

Vollkommen richtig! Von der 46 Meter langen Galerie aus, über der dieser Hohlraum oder diese Hohlräume liegen, kann man bohren und nachschauen. Ein sicheres Arbeitsgerüst wird zwar notwendig sein – immerhin ist die Galerie zwischen rund 8,50 bis 8,75  Meter hoch! –  aber daran wird es wohl kaum scheitern. Nur gibt es bei dieser grundsätzlich sehr einfachen Methode einige Probleme.

Die Forscher des Teams “Scan Pyramids”, die mittels der kosmischen Teilchen diesen Hohlraum ausfindig gemacht haben, wissen viel zu wenig über diesen Raum. Anhand ihrer bisherigen Daten können sie nicht mal exakt bestimmen, ob es eine oder mehre Kammern sind.

Die Große Galerie in der Cheops-Pyramide auf einer Aufnahme von 1910 (Bild: gemeinfrei)
Die Große Galerie in der Cheops-Pyramide auf einer Aufnahme von 1910 (Bild: gemeinfrei)

Ebenso wenig wissen die Physiker zum jetzigen Zeitpunkt, wo sich dieser Hohlraum genau befindet oder welche tatsächlichen Abmessungen (L, B, H) er überhaupt hat. Sie wissen nicht mal sicher, ob diese “Anomalie” exakt waagrecht oder irgendwie schräg verläuft. Zum Beispiel aufsteigend, wie die Große Galerie darunter.

Wo soll man da den Bohrer ansetzen?

Die “Hauruck-Methode” des 18. und 19. Jahrhunderts in der Ägyptologie ist lange vorbei. Man denke hier auch und vor allem an die Zahi Hawass-Fernsehshow, als dieser 2002 den Sperrstein am Ende des Gantenbrink-Schachtes in der Cheops-Pyramide durchbohren ließ. Damals ging ein Aufschrei durch die Archäologie, die eben die Methode und das damit zu erwartende Ergebnis mehr als nur bemängelten. Immerhin ist die Pyramide des Cheops damit unwiederbringlich beschädigt worden.

Obwohl die Bohrungen in den Schächten der Kammer der Königin wohl niemals ein Mensch mit einigen Augen sehen wird, da niemand in die 20 Zentimeter breiten Schächte hinein kommt, sind sie zerstört. Nur minimal, keine Frage. Aber die Archäologen sind sehr vorsichtig, geradezu pingelig, wenn es um solche “Hauruck-Methoden” geht. Und einen Hohlraum anzubohren, von dem man nicht einmal weiß wo und wie er genau liegt, ist unsinnig. Wie viele Löcher sollten gebohrt werden, bis man ihn trifft?

Hier müssen zuvor weitere Daten ermittelt und zusätzlich Untersuchungen durchgeführt werden, wenn man tatsächlich bohren will. Genau das wiederum sagen die Wissenschaftler um Tayoubi und Morishima in der Veröffentlichung ihrer Ergebnisse in dem Magazin “Nature” ebenso.

Stellt sich aber in Zukunft die genaue Lager heraus und vor allem auch, dass hier tatsächlich eine verborgene Kammer und kein architektonischer Leerraum liegt, wird irgendwer sicher hier nachsehen. Wer und wann auch immer das sein mag. Blind drauf los bohren kann eigentlich auch nicht im Sinne des eingefleischtesten Grenzwissenschaftlers sein, oder?

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Die drei besten Hinweise, dass wir von Aliens und UFOs beobachtet werden – gibt es eine solche “Top 3” tatsächlich?

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Die drei besten Hinweise, dass wir von Aliens beobachtet werden: hier das "WOW-Signal" von SETI aus dem Jahr 1977 (mit Alien-Kopf) (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Die drei besten Hinweise, dass wir von Aliens beobachtet werden: hier das “WOW-Signal” von SETI aus dem Jahr 1977 (mit Alien-Kopf) (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Unsinn oder doch Realität? Eine Boulevard-Webseite zum Thema Stars, Klatsch und Sternchen präsentierte jüngst “die 3 stärksten Anzeichen, die die Existenz von Aliens und UFOs bestätigen”. Diese würden angeblich deutliche Anzeichen dafür sein, “dass wir längst von fernen Sternen beobachtet werden”. Solche Top-Listen, die angeblich für Aliens, UFOs & Co. sprechen, sind immer wieder interessant. Sehen wir uns diese also einmal genauer an.

 

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Ich selber habe Ende November 2013 auf meinem YouTube-Kanal zwei Videos online gestellt, die jeweils eine Art “Top 5” darstellen. In einem Video fünf Punkte gegen die Idee, dass die Götter Astronauten aus dem All waren – in dem anderen Video fünf Punkte, die für die Prä-Astronautik sprechen könnten.

Auch das Nachrichtenmagazin “Focus” hat im Mai 2013 die zehn besten UFO- und Alien-Fälle in einer “Top 10” aufgezählt. Diese habe ich umfangreich an dieser Stelle auf diesem Blog vorgestellt.

Die 3 besten Hinweise auf Aliens und UFOs

Das Online-Portal “neuestens” hat jüngst geschrieben:

Wir präsentieren dir die 3 stärksten Anzeichen dafür, dass wir längst von fernen Sternen beobachtet werden.

Und diese drei “starken Anzeichen” sind nach Ansicht dieses Klasch-und-Trasch-Magazins folgende:

  1. Das “WOW!-Signal” aus dem Jahre 1977
  2. Hinweise auf Ancient Aliens in alten Kulturen
  3. Ein UFO-Fall aus China im Jahr 1998
Die 5 meist gesehenen Mystery Files-Videos auf YouTube 2016 von Fischinger-Online (Bild: L. A. Fischinger)
Die 5 meist gesehenen Mystery Files-Videos auf YouTube 2016 von Fischinger-Online (Bild: L. A. Fischinger)

Erstens: Das weltberühmte “WOW!”-Radiosignal, dass 1977 der Astrophysiker Jerry Ehman im Rahmen von SETI der NASA empfangen hat, kann alles möglich sein – vielleicht auch von Aliens. Doch, da es sich bisher auch nie wiederholte, weiß die Astronomie es bis heute nicht hundertprozentig, was es letztlich war.

Zweitens: Die Götter am Himmel, zu denen “neuestens” schreibt:

Schon die alten Inder beschrieben Fahrzeuge, mit denen sich Götter und Helden durch den Himmel bewegten. Genauso wie viele andere Kulturen überall auf der Welt zuvor. Selbst einige ägyptische Hieroglyphen deuten auf diese Ereignisse hin.”

Tatsächlich wurde zu allen Zeiten und bei allen Völkern  von Götter am Himmel und fliegenden “Fremden” berichtet. Immerhin ist das ja auch die eigentliche Grundlage der Prä-Astronautik und mein Fachgebiet als Grenzwissenschaftler. Aber ob diese Götter nun wirklich real und vor allem Außerirdische der Vorzeit waren, ist bis heute eine reine Spekulation.

Die genannten “ägyptische Hieroglyphen”, die auf diese Ancient Aliens hinweisen sollen, werden leider nicht erwähnt. Vielleicht waren ja die “technischen Hieroglyphen von Abydos” gemeint, über die ich hier detailliert berichtete.

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Drittens: Die genannte UFO-Sichtung in China aus dem Jahr 1998 mit den 140 Zeugen, ist hierbei durchaus interessant. Beispielsweise meldete die Nachrichtenagentur AFP am 14. November 1998 über diese UFO-Sichtung:

Ein angebliches UFO hat die Bevölkerung der südchinesischen Stadt Xiamen in Aufregung versetzt. Das merkwürdige Flugobjekt sei in der vergangenen Woche zweimal über der Stadt aufgetaucht, hieß es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Xinhua, der in der der offiziellen Parteizeitung ,People’s Daily’ (Samstagsausgabe) erschien. Augenzeugen berichteten demnach, der Flugkörper habe eine apfelähnliche Form und ziehe einen rot-gelben Flammenschweif hinter sich her.

Doppel-Video: Pro und Contra Ancient Aliens und Prä-Astronautik: 5 Punkte für und 5 Punkte gegen die Idee der Astronautengötter
Doppel-Video: Pro und Contra Ancient Aliens und Prä-Astronautik: 5 Punkte für und 5 Punkte gegen die Idee der Astronautengötter (Bild: L. A. Fischinger / NASA)

Erstmals war das UFO demnach am Dienstag für 20 Minuten am Himmel zu sehen. Erneut erschien es dann am Mittwoch. Dem Bericht zufolge konnte ein lokaler Fernsehsender das Objekt filmen. Experten hätten ausgeschlossen, dass es sich um einen Satelliten handele, der aus seinem Orbit gedriftet sei. Viele Bewohner Xiamens blickten nun ungeduldig zum Himmel, weil sie auf ein weiteres Auftauchen gespannt seien.

Ein durchaus spannender Fall aus dem fernen China. Auch aus dem Grund, da es viele Zeugen gab und das UFO schon einige Tage vorher am Himmel gesehen worden sein soll. Aber waren es deshalb auch echte Aliens in einem Flugobjekt?

Mit Sicherheit wird jeder einzelne, der sich für die Grenzwissenschat und vor allem für Aliens und UFOs interessiert, seine eigene “Top 3” der “stärksten Anzeichen dafür, dass wir längst von fernen Sternen beobachtet werden”, haben. Doch es ist an solchen Mystery-Charts immer wieder sehr schön zu sehen, was der jeweilige Autor oder Redakteur sich für seinen UFO-Beitrag so als “Top” heraussucht.

Nach meiner Überzeug so oder so vollkommen wahllos. Das sieht man schon daran, dass das “WOW!”-Radiosignal von SETI nun wirklich nichts mit angeblichen Alien-UFOs oder Astronautengöttern hier auf der Erde zu tun hat …

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Lars A. Fischinger

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Ungläubiges Staunen in der Presse und bei Facebook: Wurden uralte Pyramiden im Eis der Antarktis entdeckt? (Update)

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Aufruhr in der Presse und bei Facebook: Wurden Pyramiden im Eis der Antarktis gefunden?
Aufruhr in der Presse und bei Facebook: Wurden Pyramiden im Eis der Antarktis gefunden? (Bilder: Screenshot YouTube)

In den englischen Medien sorgt eine erstaunliche Entdeckung für großes Aufsehen. Das durch die Erderwärmung auch in der Antarktis schwinde Eis habe eine oder mehre Pyramiden “freigelegt”, die auf eine uralte und vollkommen fremde Zivilisation am Südpol hindeuten. Diese Pyramiden in der Antarktis ähneln nicht nur jene berühmten Pyramiden in Gizeh in Ägypten, sondern sind dabei annähernd doppelt so breit. Nachdem auch das bekannte Nachrichtenmagazin “Focus” online über diese Strukturen in der Antarktis berichtet hat, sorgen diese auch im deutschsprachigen Facebook unter Mystery-Interessierte für Staunen – und Kopfschütteln. Eine Analyse der “Pyramiden in der Antarktis” und einige spannende und verblüffende Hintergründe zu diesem Thema erfahrt Ihr hier.

 

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Dass es auch unseren Planeten von Pyramiden nur so wimmelt, ist ein offenes Geheimnis. Selbst in China stehen mehr Pyramiden in Ägypten, an das wohl jeder bei solchen Bauwerken denken muss.

Auch wenn Skeptiker unermüdlich davon sprechen, dass es “echte Pyramiden” nur und ausschließlich in Ägypten gibt, faszinieren Pyramiden-Bauten schon immer die Menschen. Selbst wenn sie eben nicht perfekte geometrische Formen wie eben jene in Ägypten haben. Und sogar dann noch, wenn nicht mal annähernd eine eine Pyramidenform zu erkennen ist, wie es die “Pyramide vor Japans Küste” (Yonaguni-Monument) zeigt.

Pyramiden in der Antarktis

Nachdem seit einigen Tagen in unzähligen (vor allem englischen) Medien über die Entdeckung der Pyramiden in Antarktis berichtet wurde, hat auch “Focus online” am 22. November das Thema aufgenommen. “Schneepyramiden in der Antarktis entdeckt – muss die Geschichte umgeschrieben werden?”, fragt das Magazin. Immerhin sollen “Wissenschaftler auf der ganzen Welt” über diese Fund verblüfft sein.

VIDEO auf YouTube: Sensation oder Phantasie: Die Antarktis auf einer Weltkarte von 1508? (Bild: L.A. Fischinger / Google Earth)
VIDEO auf YouTube: Sensation oder Phantasie: Die Antarktis auf einer Weltkarte von 1508? (Bild: L. A. Fischinger / Google Earth)

Die verschiedenen Berichte zu diesen Pyramiden fragen sich nun, ob hier einst Menschen lebten, die diese Monumente erbaut haben. Auch Außerirdisch, die Ancient Aliens der Prä-Astronautik, sind hierbei unlängst im Gespräch. Ebenso die Nazis und irgendwelche Geheimbasen im Sonne von Neuschwabenland & Co.

Vielleicht existierte hier eine Zivilisation, als die Antarktis noch warm und bewohnbar war, so die Spekulationen weiter. Ein Volk, von wir heute nichts mehr wissen. “Focus online” etwa zitiert dazu Dr. Vanessa Bowmann vom”British Antarctic Survey” mit den Worten:

Vor 100 Millionen Jahren war die Antarktis mit üppigen Regenwäldern überdeckt, ähnlich denen, die es heute in Neuseeland gibt. Die Temperaturen konnten dort bis auf 20 Grad Celsius klettern. Dass der Klimawandel eine ernste Auswirkung auf die Umwelt hat, steht schon lange fest. Wenn sich diese Pyramiden allerdings als künstlich erweisen, verändert das die Geschichte, wie wir sie kennen.”

“Vor 100 Millionen Jahren”? Also dutzende von Millionen Jahren vor den ersten primitiven Menschen! Das würde selbstverständlich die bekannte Geschichte verändern. Wenn denn die Pyramiden der Antarktis auch wirklich solche sind.

Ihr könnt Euch mit Google Earth dieses “Gebilde” unter den Koordinaten -79.977277 und dem Breitengrad -81.961749 selber einmal ansehen. Achtet dabei auch mal auf die alles andere als gleichmäßigen Kanten. Gut auch zu sehen bei diesem Bild (anklicken zur Großansicht):

Ist das wirklich eine Pyramide im Eis der Antarktis? (Bild: Google Earth)
Ist das wirklich eine Pyramide im Eis der Antarktis? (Bild: Google Earth)

Antarktis = Atlantis?

Eine versunkene Kultur am Südpol? Das sind keine neuen Überlegungen.

Nicht wenige Autoren und Forscher, die sich der Suche nach Atlantis verschrieben haben, deuteten bereits unseren Südkontinent als dieses gesucht Reich der Vorzeit. Vor allem die Autoren Rand und Rose Flem-Ath haben diese Idee in ihrem Buch “Atlantis: Der versunkene Kontinent unter dem ewigen Eis” 1996 weithin bekannt gemacht. Ihre Überlegungen haben später auch andere Autoren aufgriffen oder weiter ausgeführt.

Wichtigtuer oder Whistleblower? Ein ehemaliger US-Navy-Pilot will während seines Dienstes in der Antarktis UFOs und eine Alien-Basis gesehen haben (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons)
Wichtigtuer oder Whistleblower? Ein ehemaliger US-Navy-Pilot will während seines Dienstes in der Antarktis UFOs und eine Alien-Basis gesehen haben (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons)

Beispielsweise wurde eine plötzliche Verschiebung der Kontinente als Ganzes als Grund für das Ende der Kultur von Atlantis-Antaktis angeführt. Darum habe man auch alte Landkarten, die die Antarktis zeigen sollen, obwohl man sie damals noch gar nicht gekannt haben soll.

Die Ursache dafür könnte der gewaltige Eispanzer am Nordpol während der letzten Eiszeit gewesen sein. Durch das gigantische Gewicht des Eises und die Rotation der Erde habe dieser Eisschild die gesamte Erdkruste “ruckartig” und plötzlich als Ganzes verschoben.

Die Folgen waren Sintfluten, extreme Klimaveränderungen und letztlich, dass Atlantis zur Antarktis wurde. R. und R. Flem-Ath haben mit diesen Spekulationen vor rund 20 Jahren durchaus viel Aufsehen erregt. Etwa zusammen mit dem bekannten Autoren Graham Hancock, die sich beispielsweise auch auf die weltbekannte Landkarte des Piri Reis stützten.

Die Pyramiden sind längst bekannt

Bei Facebook findet sich die Meldung zu diesen Pyramiden am Südpol in vielen Gruppen und auf vielen Seiten, die sich mit Mystery und Grenzwissenschaft befassen. Was auch nachvollziehbar ist, da in solchen Gruppen eben genau solche Themen zu finden sind. Dafür sind sie schließlich da. Auch ich selber wurde bei Facebook mehrfach auf diese Berichte hingewiesen.

Doch neu ist diese vermeintliche Sensation lange nicht. Nicht nur, dass sie bereits vor einigen Monaten hier und dort erschienen ist, sondern sogar schon vor Jahren. Inklusive den jetzt kursierenden Fotos und YouTube-Videos. Ein Video bei YouTube mit dem Titel “Ancient Pyramids found in Antarctica?” stammt sogar schon vom 2. September 2012. Auch die “Sputnik News” berichteten im Sommer 2013 darüber – und verhalfen so diesen angeblichen Pyramiden zu erster Bekanntheit.

Natürlich kann man mit “guten Willen” hier eine Pyramide erkennen wollen. Etwa 450 mal 420 Meter groß ist dieser “Eisberg” und nimmt somit mehr Fläche als die Cheops-Pyramide in Gizeh mit rund 230 Metern Seitenlänge ein. Und von der Form her sieht der Berg eben aus wie eine Pyramide. Obwohl schon die Bilder zeigen, dass hier natürlicher Fels zu erkennen ist.

VIDEO auf YouTube: UFO-Absturz in der Antarktis entdeckt? Über „Das Ding aus einer anderen Welt“ bei Google Earth (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
VIDEO auf YouTube: UFO-Absturz in der Antarktis entdeckt? Über „Das Ding aus einer anderen Welt“ bei Google Earth (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Aber der gute Wille hilft eben nicht weiter bei der Jagd nach dem Phantastischen. Man denke dabei an die unzähligen Pyramiden im Meer und Alien-Basen, die angeblich schon mittels Google Earth gefunden wurden. Oder das abgestürzte UFO in der Antarktis. Dies befindet sich übrigens rund 950 Kilometer von der vermeintlichen Pyramide entfernt.

Alien vs. Predator

Pyramiden in der Antarktis als Werk von Aliens, wie es zu diesen Strukturen auch spekuliert wird? Das hatten wir schon mal im Jahr 2004 in einer durchaus spannenderen Variante.

Damals kam im Internet ein sehr sonderbares Gerücht auf, das von der Entdeckung einer Pyramide im ewigen Eis unseres Südkontinentes sprach. Es war vor der Zeit von Facebook & Co. und so wurde die kurze Meldung vor allen in Diskussionen und per E-Mail verbreitet. Das spannende dabei war vor 12 Jahren, dass es Fotos von dieser Pyramide bzw. aus deren Inneren gab. Es waren (trotz der mehr als schlechten Qualität der Bilder) darauf eindeutig künstliche Darstellungen zu erkennen, die aus dieser Pyramide stammen sollen. Einer unbekannten und damit rätselhaften Schrift nicht unähnlich.

Auch bei einem Kongress zur Prä-Astronautik wurde damals diese Internet-Meldung in einigen Pausengesprächen teils hitzig diskutiert. Doch, wenn ich mich recht erinnere, stieß diese “Top-News” auf überaus große Skepsis.

Zurecht, wie sich herausstellte, da sie ein Fake war. Und zwar haben damals die Macher des Hollywood-Filmes “Alien vs. Predator” dieses Gerücht absichtlich im Internet gestreut, um die Werbetrommel für ihren Science-Fiction-Film zu rühren. Denn die Entdeckung einer uralten Pyramide in der Antarktis ist in “Alien vs. Predator” von 2004 der Kern oder Aufhänger, um den sich der Film aufbaut …

Ergänzung 25. November 2016:

Mein Facebook- und Mystery-Freund Alex Schlee hat mich während einer Diskussion zu diesem Thema bzw. diesem Posting auf ein sehr interessantes Video vom 15. März 2016 hingewiesen. Und zwar auf das YouTube-Video “Gibt es Pyramiden in der Antarktis?” von ihm selber, dass Ihr auf seinem grenzwissenschaftlichen Kanal “MOHRsrclik” findet.

Schlee nimmt sich darin genau diesen “Pyramiden” in der Antarktis an. Und das sehr aufschlussreich, wie Ihr hier sehen könnt:

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
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Lars A. Fischinger

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Das “Osiris-Grab” von Gizeh: Wie Ägyptens letzter Pharao Dr. Zahi Hawass einen Jahrzehnte bekannten Fund in seine Entdeckung ummünzte

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ARTIKEL: Das Grab des Osiris von Gizeh: Wie Ägyptens letzter Pharao Zahi Hawass einen fast 100 Jahre alten Fund als seine Entdeckung präsentierte (Bild: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Das Grab des Osiris von Gizeh: Wie Ägyptens letzter Pharao Zahi Hawass einen fast 100 Jahre alten Fund als seine Entdeckung präsentierte (Bild: L. A. Fischinger)

Ägypten ist seit geraumer Zeit wieder als Land der Pharaonen mit seiner Jahrtausende alten Geschichte im Fokus der Medien. Grund sind mutmaßlich Geheimkammern, die sich im Grab des Pharao Tutanchamun in Tal der Könige nahe Luxor befinden könnten. Im Zuge dieser Berichterstattungen bot “Focus Online” in einem Video & Artikel den ehemaligen “Pyramiden-Chef” Dr. Zahi Hawass wieder eine mediale Plattform. Und zwar mit einer alter Aussage von ihm, in der er sich selber als Entdecker des schon legendären “Osiris-Grab” von Gizeh feierte. Nur leider schmückte sich Hawass hier mit der Entdecker-Krone eines anderen, denn das “Osiris-Grab” wurde schon 1933/34 von jemanden anderem entdeckt. Und das wusste Hawass mit Sicherheit. Die genauen Hintergründe zu dem Schwindel von Ägyptens letzten Pharao Zahi Hawass erfahrt Ihr hier.


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Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Bei den Namen Dr. Zahi Hawass sträuben sich zahlreichen Archäologen und auch Grenzwissenschaftlern die Nackenhaare. Obwohl der Archäologe offiziell schon lange nicht mehr das Amt des Chef der ägyptischen Antikenverwaltung innehat, so zieht der doch im Hintergrund immer wieder die Fäden. Das zeigte sich beispielsweise beim Cheops-Skandal um die Deutschen Stefan Erdmann und Dr. Dominque Görlitz, über den hier vielfach berichtet wurde.

Dr. Hawass und “die aufregendste Entdeckung meines Lebens”, die “er” in Gizeh machte

Der Archäologe Dr. Hawass, spätestens seit der inszenierten „Live-Öffnung“ des Sperrstein am Ende des Gantenbrink-Schacht der Cheops-Pyramide im September 2002 spöttisch mit „Indianer Jones“ verglichen, sorgte durch eine andere Entdeckung ebenso für Schlagzeilen. Auch wenn ihn die TV-Show 2002 weltweit bekannt machte, so war und ist der Ägyptologe immer wieder für fragliche Überraschungen gut. Beispielsweise im Sommer 2015, als sich Hawass bei einem Vortrag von Graham Hancock in Beschimpfungen gegen den Autor Robert Bauval verlor. Und er dabei ganz nebenbei behauptet, dass es die sensationellen Ruinen von Göbekli Tepe in der Türkei nicht gibt bzw. wenn, dass sie niemals 12.000 Jahre alt sein können. Zum Vergleich: Die Cheops-Pyramide in seinem Land ist “erst” rund 4.500 Jahre alt.

Dr. Zahi Hawass: Er kennt als Archäologe die sensationelle Ruinen von Göbekli Tepe nicht! (Bild: gemeinfrei/WikiCommons / L.A. Fischinger)
VIDEO: Dr. Zahi Hawass: Er kennt als Archäologe die sensationelle Ruinen von Göbekli Tepe (angeblich) nicht! (Bild: gemeinfrei/WikiCommons / L.A. Fischinger)

Aber eine Sensation hatte Dr. Zahi Hawass schon vor bald zwei Jahrzehnten zu melden. Er persönlich habe, so ließ er es 1999 verkünden, einen fast 30 Meter tiefen, senkrechten Schacht „genau in der Mitte zwischen der Chephren-Pyramide und der Sphinx“ gefunden.[i] Im inneren des unterirdischen Systems lagen eine Reihe von Kammern verborgen, die Hawass als „Osiris-Grab“ bezeichnete und die Anlass zu Spekulationen gaben und noch immer geben. Immerhin war auch Hawass mehr als begeistert über den Grabfund, den er “die aufregendste Entdeckung meines Lebens” nannte.

Die Spekulationen um das seltsame Grab eines Gottes reißen weiterhin nicht ab. Auch wenn mehrere Vor-Ort-Besuche die ganze Sache weniger spektakulär erscheinen lassen und eine ganze Reihe Irrtümer in der Diskussion über die Grabanlage offenbaren, wie ich 2015 in meinem Buch “Rebellion der Astronautenwächter” berichtete. Auch gab es unlängst Untersuchungen der “National Research Institute of Astronomy and Geophysics” in Kairo mit dem “Ground Penetrating Radar” (GPR) dieses und anderer Gebiete auf dem Plateau von Gizeh. Diese zeigten noch weitere “Geheimkammern” usw. um die Pyramiden von Gizeh. Verborgene Räume und Schächte, die zu einem Großteil sicher Grabanlagen aus der Zeit nach den großen Pyramiden sein werden. Von diesen finden sich auf dem Plateau unzählige und auch das “Osiris-Grab” gehört dazu, da es fast 2.000 Jahre nach der Cheops-Pyramide gebaut wurde.

Diese Schachtanlage liegt auch nicht – wie sehr oft behauptet wird! – in oder unter einer Pyramide sondern unter dem Auffweg der Chephren-Pyramide. Etwa zwischen dieser und der Sphinx, was Hawass aber immer korrekt angab und es damit nicht auf “seinem Mist gewachsen” ist. Das Grab des Osiris ist folglich keine Geheimkammer in einer Pyramide, sondern liegt ein ganzes Stück weiter von ihnen entfernt.

Dennoch hieß 2006 in dem Untersuchungsbericht über die GPR-Forschungsergebnisse zum Beispiel:

Die Ergebnisse dieser Studien unterstützen die Möglichkeit der Präsenz unentdeckter Relikte von hohem Wert.” [ii]

Wenigstens etwas …

Doch schon früher waren Dr. Hawass solche Schachtanlagen unter der Erde von Gizeh und anderswo mit Sicherheit bekannt. In einer Fernsehdokumentation von 1995 beispielsweise führt er das TV-Team selber in unterirdischen Räumen herum.[iii] Am 2. März 1999 brachte der TV-Sender “FOX” sogar das Live-Spezial “Öffnung des verlorenen Grabes – Live aus Ägypten” um die Entdeckung der Kammern/Schächte und präsentierte einem erstaunten Publikum die unterirdische Welt von Gizeh.[iv]

Wie Dr. Zahi Hawass die Entdeckung von jemand anderem in seine eigene ummünzte!

Damit sind versteckte Kammern, Tunnel, Schächte und Räume bei den Pyramiden von Gizeh eine Realität. Doch zu oft werden diese aufgebauscht und es wird dabei verschwiegen, dass es auf/in Gizeh eben von Gräbern aus unterschiedlichen Zeiten nur so wimmelt. Das Plateau ist ein Schweizer Käse. Das “Osiris-Grab” wiederum hebt sich fraglos von anderen ab, steht aber archäologisch nicht allein dar.

Und hier kommt Ägyptens letzter Pharao ins Spiel:

Zahi Hawass persönlich foppte die Medienwelt mit der Aussage, er selber habe das unterirdische Grab des Gottes Osiris gefunden. Eben jene bis heute heiß diskutierte Anlage, die ich erstmals im Februar 2006 aufsuchte, als dort die oben genannten Radar-Messungen durchgeführt wurden. Diese Hawass-Behauptung wurde erst am 4. Mai 2016 von “Focus online” in einem Online-Video und dem zugehörigen Artikel “Archäologische Sensation in Pyramide gefunden” neu belebt. Im Zusammenhang mit den Untersuchungen im Grab des Tutanchamun haben verschiedene Mainstream-Medien über diverse Themen der Ägyptologie berichtet. So eben auch der “Focus” über Hawass “seine” spektakuläre Entdeckung vor etwa 20 Jahren.

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Hawass im erneut zitierten Interview zu dem Fund der Grabanlage:

“Ich habe mit diesem Schacht zwei wichtige Entdeckungen gemacht, die erste ist, das es sich um das Grab handelt, dass Herodot beschrieben hat. Niemand ahnte, dass es tatsächlich existierte, bis ich es ausgegraben habe und den Sarkophag fand. Die zweite Entdeckung ist, dass es sich um ein symbolisches Grab für den Totengott Osiris handelt, Osiris der auch über das unterirdische Labyrinth von Gizeh regierte. Ich muss sagen das Osiris Grab ist wirklich die aufregendste Entdeckung meines Lebens.

Bravo, Herr Dr. Hawass, für diese dreisten Lügen damals! Beim Bart des Pharao und bei Hut von Indiana Jones – die Ehre der Entdeckung gebührt einem anderen Ägyptologen. Hawass sagte rund um die Umstände der Entdeckungen nicht die Wahrheit.

Es war der Ägyptologe Professor Dr. Selim Hassan, der das “Osiris-Grab” schon bei seinen Grabungen in den Jahren 1933 und 1934 entdeckte und dokumentierte und nicht Hawass.[v] Dr. Hassan war es übrigens auch schon, der die Grabanlage damals auf etwa 600 vor Christus datierte. Das muss einem Ex-Chef der Antikenverwaltung, Ägyptologe und einstmals Wächter der Grabungen und Forschungen in Gizeh und ganz Ägypten bei seinen Interviews um 1999 bekannt gewesen sein.

Hawass und die jüdische Weltverschwörung

Wohlwollend könnte man annehmen, dass Zahi Hawass tatsächlich nichts von den Entdeckungen seines früheren Kollegen Selim Hassan wusste. Ob das aber irgendwie glaubhaft erscheint, ist fraglich. Dr. Hawass als Teil der ehemaligen Elite unter der Regierung von Präsident Muhammad Husni Mubarak glaubt so oder so an eine Verschwörung gegen ihn, weshalb er im Juli 2011 seine Ämter endgültig verlor. Selbst an eine jüdische Weltverschwörung glaubt Hawass, wie er es beispielsweise in einem TV-Interview am 11. Februar 2009 im ägyptischen Fernsehen erzählte.

Dr. Dominique Görlitz und Lars A. Fischinger im Interview zu den Rätseln der Cheops-Pyramide und dem "Cheops-Projekt" (Bild: L. A. Fischinger)
VIDEO: Dr. Dominique Görlitz und Lars A. Fischinger im Interview zu den Rätseln der Cheops-Pyramide und dem “Cheops-Projekt” (Bild: L. A. Fischinger)

Auch Stefan Erdmann und Dr. Dominique Görlitz sowie Robert Bauval gehören dieser geheimen Weltherrschaft der Juden an. So zumindest seine haarsträubenden Aussagen im Rahmen der Kontroversen um den Cheops-Skandal. Hawass unterstellte ihnen nämlich, dass sie die Cheops-Pyramide neu und älter datieren und die Juden zu den Bauherren erklären wollen. Die beiden Deutschen bzw. alle alle Drei wollen mit ihrem “Cheops-Projekt” nichts anders, als belegen, dass vor 15.000 Jahre die Juden die mächtigen Monumente von Gizeh erbaut hätte, so Zahi Hawass.

Dass das Unfug ist, wird allein schon durch die Tatsache belegt, dass es vor 15.000 Jahren noch gar keine Juden gab. Noch sehr lange nicht, weshalb es wohl mehr als schwer sein würde, diesem Volk den Bau der Pyramiden von Gizeh vor 15 Jahrtausenden zuzusprechen. Aber vielleicht ist dies dem Ägyptologen ebenso entgangen, wie die (anerkannten) Ausgrabungen und Forschungen in Göbekli Tepe in Anatolien, die vor allem von dem 2014 verstorbenen Archäologen Dr. Klaus Schmidt seit 1995 durchgeführt wurden. Einem Deutschen übrigens …

Immerhin glaubt Hawass an geheime Kammern in der Cheops-Pyramide. Hin und wieder zumindest, da er diesen Glauben auch gerne mal ändert. So sagte er zum Beispiel bei seiner weltweiten Vortragstournee im Juni 2013 gegenüber “LiveScience”:

Ich glaube wirklich, dass die Kammer des Cheops noch nicht entdeckt wurde und alle drei Kammern nur da sind, um die Diebe zu täuschen. Die Schätze des Cheops sind immer noch in der Großen Pyramide versteckt.

Wirklich eine schillernde Figur der Ägyptologie.

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

Interessantes zum Thema:

Fußnoten

[i] Insel in der Unterwelt, Spiegel online, 30. Oktober 2000 (und Nr. 44/2000) & Hawass, Zahi, in: Newspaper Extra Bladet (Kopenhagen), vom 31. Januar 1999, „Sandpit Of Royalty“, von Dorte Quist

[ii] z. B.: Abbas, Mohamed (u. a.): Uncovering the Pyramids Plateau – Giza Plateau in a Search for Archaeological Relics by Untilizing Ground Penetrating Radar, in: NRIAG Journal of Geophysics, Special Issue, National Research Institute of Astronomy and Geophysics, Cairo 2006, S. 2

[iii] The Mystery of the Sphinx, NBC 1995

[iv] Opening The Lost Tombs, Fox TV, 2. März 1999

[v] Hassan, Selim: Excavations at Giza, vol. V: 1933-1934. Kairo 1944, S. 193ff.

 

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