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Stand die Bundeslade einst genau auf diesem Stein? Als die Philister die Lade Gottes raubten – und reumütig zurück gaben

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Standort der Bundeslade in Beth-Schemesch gefunden? Stand die Lade auf diesem Stein, wie es die Bibel beschreibt? (Bild: Z. Lederman / Montage: Fischinger-Online)
Standort der Bundeslade in Beth-Schemesch gefunden? Stand die Lade auf diesem Stein, wie es die Bibel beschreibt? (Bild: Z. Lederman / Montage: Fischinger-Online)

Die biblische Bundeslade war vor Jahrtausenden das wichtigste Heiligtum des Volkes Israel. Immerhin hatte Gott persönlich ihren Bau für ihn als „Wohnsitz“ befohlen. Dennoch erzählt das Alte Testament, dass es den verfeindeten Philistern einst gelungen sei, die mächtige Lade Gottes einst rauben. Nachdem sie jedoch die Bewohner jener Städte der Philister, in denen sie verwahrt wurde, mit „Seuchen“ heimsuchte, gaben sie das Heiligtum reumütig zurück. An einem Ort der Israeliten, der Beth-Schemsch genannt wurde. Und genau dort haben Ausgrabungen Funde ans Licht gebracht, die diese Überlieferung stützen könnten. Doch was genau soll damals geschehen sein, was macht diesen Ort so wichtig – und ist hier tatsächlich ein biblischer Bericht archäologisch bestätigt worden? Alles über die spannende Geschichte erfahrt Ihr in diesem Artikel.


Die Bundeslade: Rätsel der Bibel

Im Alten Testament gibt es kein größeres und mächtigeres Heiligtum wie die Bundeslade aus dem 2. Buch Moses.

Es ist jene vergoldete Truhe, die auf Befehl Gottes von den Hebräern beim Exodus aus Ägypten angefertigt worden sein soll. Ein mobiler Tempel ihres Gottes, in dem sich auch heilige Reliquien befunden haben sollen. Etwa die Tafeln mit den Zehn Geboten oder ein Krug mit dem „Himmelsbrot“ Manna.

Diese heilige Lade des Herrn mit ihren gerade mal rund 1,25 x 0,75 x 0,75 Metern Größe und ihre bewegte Geschichte ist schon lange zu einem Mythos geworden. Ihre in der Bibel beschrieben „göttlichen“ und zugleich unheimlichen wie tödlichen Eigenschaften faszinieren Forscher aus aller Welt ebenso. Und vor allem ihr spurloses Verschwinden aus dem Tempel von Jerusalem vor mehr als 2.600 Jahren.

Bis heute zieht die Bundeslade Bibelforscher, Abenteuer, Grenzwissenschaftler, Theologen, Autoren und Historiker in ihren Bann. Die unglaublichen Geschichten über sie, die uns bis heute das Alte Testament überliefert, sind geradezu prädestiniert dafür. Auch auf diesem Blog findet Ihr zahlreiche Artikel und Postings zu diesem Thema. Ebenso entsprechende YouTube-Videos auf dem Kanal von Fischinger-Online, von denen ich Euch einige am Ende angefügt habe.

Grundsätzlich gibt es bei dem so viele Menschen faszinierenden Thema drei Standpunkte:

  1. Die Lade Gottes hat es niemals gegeben. All die zahlreichen Schilderungen rund um das Heiligtum in der Bibel sind nichts als religiöse Propaganda der Israeliten. Niedergeschrieben und erfunden im Exil in Babylon (597 – 539 v. Chr.), als weite Teile des Alten Testamentes entstanden, wie wir es heute kennen.
  2. Als der babylonische König Nebukadnezar II. Jerusalem eroberte und zerstörte, wurde mit dem Jerusalemer Tempel auch die Lade in ihrem Inneren zerstört. Die wäre bei der Plünderung der Stadt und des Tempels 597 vor Christus ganz einfach verbrannt, bevor die Israeliten ins Exil nach Babylon gingen.
  3. Angesichts der drohenden Gefahr durch die Babylonier für Jerusalem und damit die Lade im Tempel haben die Israeliten die Bundeslade rechtzeitig in Sicherheit gebracht und versteckt. Sie liegt bis heute in ihrem Versteck und wartet auf ihre Entdeckung.

Ergänzen könnte man hier noch einen vierten Punkt. Nämlich, dass die Lade des Herrn schon zu König Salomons Zeiten aus Jerusalem fortgebracht wurde und über Ägypten nach Äthiopien kam. Diesen Diebstahl der Lade aus dem Tempel des Salomon findet sich in dem äthiopische Epos „Kebra Nagast“ beschrieben (s. a. Video HIER & den Artikel HIER).

Der Raub der Bundeslade!

Ob aber die Lade schon dem König Salomon aus seinem Tempel in Jerusalem gestohlen und durch eine Kopie ersetzt wurde, kann niemand belegen. Auch wenn die Äthiopier bis heute sagen, dass die Lade bei ihnen in der Stadt Aksum (Axum) verborgen liegen soll.

Dem Volk Israel wurde die Lade im Laufe ihrer wechselhaften Geschichte aber auch laut Bibel einstmals geraubt. Und zwar von dem mit ihnen verfeindeten Philistern, wie es das 1. Buch Samuel ab Kapitel 4 beschreibt. Dort heißt es, dass die Israeliten nach einer verheerenden Niederlage im Kampf mit den Philistern die „Bundeslade des Herrn von Silo zu uns herholen“ wollten. Durch ihre Macht und Kraft erhofften sie sich den Sieg gegen die Armeen der Philister.

Doch auch als sie die Lade aus der Stadt Silo zu sich holten, erlitten die Israeliten erneut eine Niederlage. „Und die Niederlage war sehr groß, da aus Israel dreißigtausend Mann Fußvolk“ flohen, beklagt das 1. Buch Samuel (4,10). Die Bundeslade konnte sie nicht zum Sieg führen. Mehr noch, denn „die Lade Gottes ward genommen“ und befand sich nun im Besitz der Philister. Die Bibel beklagt den Verlust mit den Worten:

Die Herrlichkeit ist fort von Israel, denn die Lade Gottes ist genommen!“ (1. Sam. 4,22)

Die Schmach gegenüber den besiegten Israeliten ging aber noch weiter. Denn die Philister nahmen die Bundeslade, schickten sie in ihre Stadt Asdod und „brachten sie in das Haus Dagons und stellten sie neben Dagon“. Von da an begann das Unheil bei den Philistern, wie es ab Kapitel 5 im 1. Buch Samuel ausführlich beschrieben ist. Ihnen brachte die erbeutetet Lade alles – nur kein Glück. Die Katastrophe gipfelte darin, dass die Philister durch die Macht der Lade von einer Art „Pest“ heimgesucht wurden:

Aber die Hand des Herrn legte sich schwer über die Einwohner von Asdod und verderbte sie und schlug Asdod und ihr ganzes Gebiet mit Beulen. Als aber die Leute von Asdod sahen, dass es also zuging, sprachen sie: Lasst die Lade des Gottes Israels nicht bei uns verbleiben; denn seine Hand ist zu hart über uns und unserm Gott Dagon!“ (1. Sam. 5,6-7)

Um der Katastrophe Einhalt zu gebieten, brachten die Bewohner von Asdod das Raubgut in die Stadt Gat. Sogleich brach auch dort eine Plage herein und die Einwohner der Stadt wurden ebenfalls von Beulen heimgesucht. „Vom Kleinsten bis zum Größten“, so dass sich „eine sehr große Bestürzung“ verbreitetet.

Reumütige Philister

Verständlicherweise wollten auch die Bewohner von Gat die Lade auf den schnellsten Weg wieder loswerden. Daraufhin wurde beschlossen, sie einfach in eine andere Stadt zu senden. Diesmal nach Ekron. Da sich aber die von der Lade verursachten Seuchen längst bis dort herumgesprochen hatten, brach dort schon vor deren Ankunft Panik aus (angeblich wurden mindestens fünf Städte durch die Macht der Lage „geschlagen“). Ekron weigerte sich aus gutem Grund die geraubte Lade der Israeliten bei sich unterzubringen.

Jetzt erst versammelten sich „alle Fürsten der Philister“ um über ihr weiteres Vorgehen mit der Bundeslade zu betraten. Sie sahen letztlich keine andere Möglichkeit:

Sendet die Lade des Gottes Israels wieder zurück an ihren Ort, dass sie mich und mein Volk nicht töte! Denn es war eine tödliche Bestürzung in der ganzen Stadt, und die Hand Gottes lag sehr schwer auf ihr. 12 Und die Leute, welche nicht starben, wurden mit Beulen geschlagen, und das Geschrei der Stadt stieg zum Himmel empor.“ (1. Sam 5,11-12)

 

Sieben Monate hatte die Bundeslade nach Aussage der Bibel zu dieser Zeit schon im Land der Philister gewütet. Mehr als alles andere bereuten Volk, Herrscher, „Priester und Wahrsager“, dass sie den Israeliten ihr Heiligtum gestohlen hatten! Und so wurde von ihnen nicht nur deren Rückgabe beschlossen, sondern mit ihr schickten sie den Israeliten eine Entschuldigung. Ein wertvolles „Schuldopfer“, wie es im 1. Samuelbuch beschrieben ist.

Also luden die Philister die Bundeslade auf einen Wagen, stellten ihr „Schuldopfer“ dazu, spannten zwei Kühe davor und machten sich auf den Weg zu ihren Feinden. Demütig folgten dem Zug auch „die Fürsten der Philister“ und so erreichte sie die nahe Grenze des israelischen Ortes Beth-Schemesch (auch Beth-Semes):

Die Bethsemiten aber schnitten eben den Weizen im Tale. Als sie nun ihre Augen erhoben, sahen sie die Lade und freuten sich, dieselbe zu sehen.“ (1. Sam 6,13)

Nach ihrer Odyssee im Land der Philister war also die Lade Gottes wieder im Besitz des Volkes Israel.

Ein Heiligtum voller Gefahren

Nach einigen weiteren Stationen fand sie schließlich im Allerheiligsten im Tempel des Salomon ihren Platz. Dem abgeschirmten Kern des Tempels, den nur auserwählte Priester betreten durften. Immerhin war die Lade für jeden Menschen eine Gefahr; nicht nur für die Philister. Das zeigte sich nach ihrer Rückgabe in dem Ort Beth-Schemesch:

Und Er schlug die Bethsemiten, weil sie in die Lade des Herrn geschaut hatten; er schlug nämlich von dem Volk siebzig Mann, und fünfzigtausend Mann. Da trug das Volk Leid, weil der Herr das Volk mit einem so großen Schlag heimgesucht hatte.“ (1. Sam. 6,19)

Die Lade unterschied also nicht zwischen Freund und Freund, zwischen Ungläubigen und Gläubigen. „All dies große Übel“, dass die rätselhafte Bundeslade den Philistern zufügte, war also kein Zufall. Denn trotz des Schreckens in ihren Orten, dachten zumindest einige der Philister noch immer an einen Zufall. Nicht an die Macht der Gotteslade als Auslöser. „So wissen wir dann, dass nicht seine Hand uns geschlagen hat, sondern dass es uns zufällig widerfahren ist“, sagt 1. Sam. 6,9 dazu.

Für Das Volk Israel war die Ankunft der Lade in Beth-Schemesch eine unbeschreibliche Freude. Endlich hatten sie ihr Heiligstes von den Philistern zurück, die sicherlich nicht minder froh waren, das „Ding“ wieder los zu sein. Darum ist die Ortschaft Beth-Schemesch in der Geschichte der Bundeslade eine der wichtigsten Stationen überhaupt. Als Ort der Übergabe an das Volk Israel.

Nach der Bibel gestaltete sich die Rückgabe der Lade sogar recht einfach:

Der Wagen aber kam auf den Acker Josuas, des Bethsemiten, und stand daselbst still. Und es war ein großer Stein daselbst; und sie spalteten das Holz vom Wagen und brachten die Kühe dem Herrn zum Brandopfer dar. Die Leviten aber hoben die Lade des Herrn herab und das Kästlein, das dabei war, worin sich die goldenen Kleinodien befanden (das „Schuldopfer“ der Philister als Entschuldigung für den Diebstahl, Anm. LAF), und setzten sie auf den großen Stein. An demselben Tag opferten die Leute zu Beth-Semes dem Herrn Brandopfer und Schlachtopfer. Als aber die fünf Fürsten der Philister das gesehen hatten, kehrten sie am gleichen Tag wieder nach Ekron zurück.

(…) Und Zeuge ist der große Stein, worauf sie die Lade des Herrn niederließen; er ist auf dem Acker Josuas, des Bethsemiten, bis auf diesen Tag.“ (1. Sam. 6,14-18)

Beth-Schemesch, Stadt der Leviten

Wie bei so vielen Berichten aus dem Alten Testament, so lässt sich die hier zusammengefasste Überlieferung über die Odyssee der Lade nicht beweisen. Niemand kann mit Bestimmtheit sagen, ob es diese Plagen im Gebiet der Philister durch die Lade gab. Nicht mal, ob der heilige Schrein überhaupt bei den Philistern war. Oder ob der in verschiedenen Büchern des Alten Testament beschriebene Weg der Lade bis zu ihrem Ziel Jerusalemer Tempel der Wahrheit entspricht. Auch wenn verschiedene Orte oder Stationen historisch nachweisbare Stätten sind bzw. waren.

Umso interessanter ist Beth-Schemesch oder Beth-Semes, eine Stadt des Stammes der Leviten. Sie waren auserwählte Diener Gottes, denen vor allem der heilige Dienst rund um die Bundeslade und dem Tabernakel, dem Zeltheiligtum, in dem sich die Lade beim Exodus befand, aufgetragen wurde. Zahlreiche Bibelstellen belegen, dass diese Priesterkaste zu den „Auserwählten“ gehörte (z. B.: Ex. 32,26ff., Num. 3,5-51, Num, 4,3, Num. 8,5-26., 1. Chr. 23,1ff., 2. Chr. 29,34 …). Unter anderem durften sie – und nur sie! – die die Bundeslade tragen.

Insgesamt wurden den Leviten 48 Orte als Heimat zugewiesen, wie es unter anderem das Buch Josua 21,1-42 überliefert. Und einer davon war Beth-Schemesch an der nördlichen Grenze von Juda. Das „zufällig“ bei der Rückgabe der Lade der Wagen genau hier stehen blieb, ist also alles andere als ein Zufall.

Wo genau das geschehen sein soll, ist auch bekannt. Beth-Schemesch liegt rund 20 Kilometer westlich von Jerusalem und ist als Ain Shems bekannt. Ein Ort mit einer bewegten und kriegerischen Geschichte, der später auch von den Philistern erobert wurde. Schon 1838 schrieben E. Robionson und E. Smith in „Palästina und die südlich angrenzen Länder“, Bd. 3, in dem sie ihre Reisen „in Bezug auf die biblische Geographie“ schildern:

In späteren Zeiten war es die Residenz eines der zwölf Amtleute Salomons, und wurde der Schauplatz der Besiegung des Amazia, den Königs von Juda, durch Joas, König von Israel; die Philister eroberten es auch vom König Ahas mit anderen Städten der Ebene.“

Diese Kämpfe und Eroberungen sind beispielsweise im 1. und 2. Buch der Könige und im 1. und 2. Buch der Chronik beschrieben.

Die Bundeslade und der „große Stein“ von Beth-Schemesch

Eine historische Stätte, an der so viele wichtige biblische Ereignisse stattgefunden haben sollen, ist natürlich auch für die Archäologie hoch interessant. Vor allem in Israel sind in allen Ecken des Landes Archäologen auf den Spuren nach historischen Zeugnissen für die verschiedensten biblischen Erzählungen. Die Bibelarchäologie ist hier Alltag und die Forscher laufen quasi auf Schritt und Tritt über bibel-geschichtliches Terrain.

Schon die Forschungen von Robinson 1838 und erneut 1852 waren „wegweisend auf diesem Gebiet“, wie es die Forscher Israel Finkelstein und Neil A. Silberman in „Keine Posaunen vor Jericho“ (2002) schreiben:

Robinson stellte fest, dass Duzende alter Hügel und Ruinen mit vordem vergessenen biblischen Stätten identifiziert werden konnten, wenn man die in der Bibel enthaltenen geographischen Informationen nutzte und sorgfältig mit den modernen arabischen Ortsnamen im Land verglich.“

Obwohl es eine Tatsache ist, das viele Angaben des Alten Testament historisch nachgewiesen und belegt werden können, können es viele andere nicht. Sehr viele, je weiter man in der Geschichte zurückgeht. Grundsätzlich zählt dazu alles, was irgendwie mit der Bundeslade zu tun hat. Beginnend mit ihrer Existenz.

Umso erstaunlicher ist dies in Bezug auf die Stätte Beth-Schemesch als zeitweiliger Aufbewahrungsort der Lade. „Und es war ein großer Stein daselbst“, sagt die Bibel, und auf diesen stellte man die Lade, wie oben zitiert. So, als wolle das Alte Testament den Wahrheitsgehalt der Erzählung unterstreichen, erfahren wird abschließend sogar noch:

„(…) Und Zeuge ist der große Stein, worauf sie die Lade des Herrn niederließen; er ist auf dem Acker Josuas, des Bethsemiten, bis auf diesen Tag.“ (1. Sam. 6,18)

Und exakt diesen Stein der Bundeslade haben Archäologen jetzt gefunden, wie sie spekulieren.

Ein Tempel für die Lade Gottes?

Zumindest bringt der Archäologe Dr. Zevi Lederman von der Universität von Tel Aviv in Israel diese Entdeckung damit in Zusammenhang. Zusammen mit Prof. Shlomo Bunimovitz haben er und ihr Team bei Ausgrabungen in Beth-Schemesch seit 2012 ein Gebäude freigelegt, das sie als Tempel oder Heiligtum interpretieren. Im Inneren genau dieses quadratischen „Tempels“ von 8,5 Metern Kantenlänge steht ein großer Stein. Ein Steintisch, der aus einer Platte besteht, die auf zwei anderen Steinen liegt. Ähnlich einem Dolmen.

Innerhalb des ausgegrabenen Heiligtums mit dem seltsamen Steintisch konnten die Forscher Hinweise finden, dass hier religiöse Rituale angehalten wurden. Zum Beispiel Opferschalen und Tierknochen. Auch sei der Raum exakt nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet, was für eine religiöse oder zeremonielle Nutzung spricht. Ungewöhnlich seien auch die isolierte Lage des Bauwerkes und seine besonders starken Mauern, so Prof. Bunimovitz. Er ist sicher:

Es gibt viele Beweise dafür, dass dies wirklich ein Tempel war. Wenn man sich die Struktur und ihren Inhalt ansieht, ist klar, dass dies kein gewöhnlicher Wohnraum ist, sondern etwas Besonderes.“

Ein großer abgeflachter Stein, arrangiert zu einer Art Altar in einem Tempel in einem Ort, wo sich laut Bibel die Bundeslade auf eben einem großen Stein befunden haben soll, fasziniert auch Lederman:

Dies wäre ein seltener Fall, in dem wir die biblische Erzählung mit einem archäologischen Fund zusammenführen können.“

Die Grabungen unter Leitung von Lederman und Bunimovitz haben in den letzten Jahren auch gezeigt, dass dieser Ort mehrfach zerstört wurde. Genau das sagt auch die Bibel, da (unter anderem) die Philister Beth-Schemesch eroberten und zerstörten. Selbst als Stall habe dieser kleine Tempel daraufhin gedient. Angriffe der Philister waren genau hier nicht ungewöhnlich, da sie nur sieben Kilometer in Tel Batash ihre nächste Siedlung hatten. Beth-Schemesch war Grenzgebiet, wie es auch das Alte Testament besagt.

Es gibt natürlich kritische Stimmen und viele offene Fragen zu diesem Fund, wie es auch Bunimovitz und Lederman selber betonen. Archäologisch wäre es kaum zu belegen, so Lederman. Und Bunimovitz ergänzt in „The Jerusalem Post“:

Es ist nicht einfach, alle Wendungen der Geschichte, die in der Bibel Einzug hielten, auszupacken und herauszufinden, woran sich die Menschen erinnerten, was historisch war und was später hinzugefügt wurde.“

Ein Widerspruch zwischen dem Steintisch in dem Tempel und der Bibel ist allein schon der Umstand, dass im 1. Buch Samuel gesagt wird, dass der große Stein außerhalb des Ortes auf einem Feld lag. Allerdings sollte es nicht verwundern, wenn später der Stein vom Feld geholt und in einen eigens dafür errichteten Tempel gestellt wurde.

Archäologische Beweise?

Archäologen wie Prof. Israel Finkelstein wenden auch ein, dass Beth-Schemesch im 12. Jahrhundert vor Christus zerstört wurde. Die Überlieferung der Bundeslade wurde aber erst rund 400 Jahre später aufgeschrieben. Für Finkelstein ist es deshalb kaum vorstellbar, dass „eine Erinnerung aus dem 12. Jahrhundert bis zum 8. Jahrhundert vor Christus ohne kontinuierliche Schreibtradition bewahrt “ werden konnte.

Das "Haus Israel" am Berg Moses - dort wurde angeblich die Lade gefertigt (Bild: gemeinfrei)
Das „Haus Israel“ am Berg Moses – dort wurde angeblich die Lade gefertigt (Bild: gemeinfrei)

Auch Lederman und Bunimovitz geben das zu bedenken. Vielleicht wurde der einst real vorhandene Steintisch einfach nachträglich in die Geschichte eingebunden, so Bunimovitz:

Aber in jede ideologische Erzählung müssen einige reale Elemente eingefügt werden, wenn man möchte, dass sie geglaubt und akzeptiert wird.“

Avraham Faust, Archäologie-Professor an der Bar-Ilan-Universität in Israel, glaubt sogar eher an einen Zufall:

Ich glaube, niemand würde dies wörtlich nehmen und daraus schließen, dass dies der Stein aus der biblischen Geschichte ist. Natürlich wurde die Geschichte viel später geschrieben, aber dieser Fund könnte die Theorie stützen, dass es einige sehr frühe Traditionen gibt, die ihren Weg in die Bibel gefunden haben.

Es ist ein automatischer und manchmal begründeter Verdacht, aber ich glaube nicht, dass dies hier der Fall ist. Dies ist ein wahrnehmbarer Stein, der zur richtigen Zeit an einer auffälligen Stelle innerhalb eines Tempels platziert wird. Es gibt also viele Punkte, die diesen Fund mit einer alten Tradition verbinden können, die möglicherweise Eingang in die biblische Geschichte gefunden hat.“

Ob seine Vermutung stimmt, weiß natürlich auch Faust nicht. Er ist jedoch überzeugt, dass es „sorgfältig geprüft werden sollte“. Nur eine derartige sorgsame Prüfung sollte sehr schwierig werden. Es wird sich in dem kleinen Tempel von Beth-Schemesch kaum eine Inschrift mit Datum und Siegel finden, die besagt, dass hier die Bundeslade stand.

Zumindest wäre auf dem Steintisch Platz für die Lade gewesen. Sie war laut Buch Exodus 2,5 x 1,5 x 1,5 Ellen groß und damit hatte sie eine rechteckige Grundfläche von maximal 1,30 x 0,80 Metern. Bilder von den Ausgrabungen zeigen, dass dies durchaus zu passen scheint.

Widersprüche und Rätsel

Seltsam ist jedoch die Größe des über 3.000 Jahre alten Gebäudes selbst. Der Raum mit dem Steintisch ist exakt quadratisch und hat 8,5 Meter Seitenlänge. Für eine Kasten wie die Bundeslade sicher groß genug, aber: Nach der biblischen Geschichte wurde die Bundeslade während des Exodus aus Ägypten in einem Zeltheiligtum verwahrt. Einem Tabernakel oder eine „Stiftshütte“ mit einem Allerheiligsten im Innersten. Darin wurde die Lade verwahrt (s. a. Video HIER).

Es war ein „Offenbarungszelt“, dessen genaue Bauanweisungen zusammen mit dem Befehl zum Bau der Bundeslade durch Gott persönlich erteilt wurden. Inklusive allem Zubehör und Inventar, wie man es sehr detailliert im 2. Buch Moses ab Kapitel 25 nachlesen kann.

Der heilige Bereich im Inneren war nach den Beschreibungen 9 Ellen breit und 30 Ellen lang. Darin wiederum stand das „Heiligtum der Heiligtümer“ mit einer mutmaßlichen Breite von maximal 9 Ellen (Breite der „Stiftshütte“) und der Lade Gottes. Das sind, ja nach angenommener Elle, bis knapp 5 Meter Seitenlänge.

Warum ist dann der Tempel in Beth-Schemesch 8,50 Meter groß, wenn er doch wesentlich später errichtet worden sein soll (zumindest nach der biblischen Chronologie)? Immerhin stammen die umfangreichen und genauen Anweisungen für das Zeltheiligtum etc. direkt von Gott, der sie Moses auf dem Sinai gegeben hat. „Heiliger“ können ein Auftrag und Maße kaum sein …

Auch das spätere Heiligtum für die Bundeslade, der Tempel des Salomon in Jerusalem, wo die Lade letztlich nach ihren Aufenthalt in Beth-Schemesch ankam, widerspricht dem. Nach den Beschreibungen im 1. Buch der Könige in Vers 6,20 war hier das Allerheiligste rund 10 x 10 x 10 Meter groß.

Obwohl heute angenommen wird, dass das Zeltheiligtum des Exodus nur vom Tempel in Jerusalem in die Zeit Moses „zurückdatiert“ wurde, entspricht Beth-Schemesch nicht dieser Tradition. Man sollte doch annehmen, dass man sich an die Anweisungen Gottes hält. Auch wenn der Steintisch im Tempel dort einer späteren Tradition entsprungen ist. Beziehungsweise dieser später mit der Lade des Herrn in Zusammenhang gesetzt wurde.

Video-Auswahl zum Thema:

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Die doppelte Bundeslade: Gottes Original und Moses Kopie – doch stand dieses Original wirklich auf der Erde? (+ Videos)

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Die Bundeslade der Bibel: Das Original Gottes und die Kopie des Moses (Bilder: gemeinfrei & Fischinger-Online)
Die Bundeslade der Bibel: Das Original Gottes und die Kopie des Moses (Bilder: gemeinfrei & Fischinger-Online)

Die Bundeslade der Bibel, die Moses angeblich auf Befehl Gottes baute bzw. bauen lies, ist seit jeher Thema vieler Spekulationen, Interpretationen und Thesen. Auch auf diesem Blog und in Mystery Files-Videos bei YouTube war die „Lade des Herrn“ bereits vielfach Thema. Doch wenigen wird bekannt sein, dass es vor Jahrtausenden in Wahrheit zwei Bundesladen gab: Ein göttliches Original und ein menschlicher Nachbau. Das ist keine „Enthüllung“ oder „Verschwörung“, sondern die Bibel selber behauptet das. Woher das Original gekommen sein soll, und was sich damals laut den alten Schriften tatsächlich ereignete, erfahrt Ihr in diesem Blog-Artikel.


Bundeslade

Inzwischen ist es tausende Jahre her, da gab es im Nahen Osten einen Gegenstand von unglaublicher Macht und göttlicher Kraft: Die Bundeslade.

Heute kennt sie spätestens seit „Indiana Jones“ die halbe Welt. Sie war der heiligste und wertvollste Gegenstand des gesamten Alten Testamentes. Angeblich von Moses und dem Volk der Hebräer während ihrer Flucht aus Ägypten selber gebaut und fortan hoch verehrt. Am „Berg Sinai“, wo das Volk beim Exodus bei ihrem Auszug eine Pause einlegte, sei dies alles geschehen, wie es das Buch Exodus schildert.

Immer wieder war diese heilige Kiste auch hier Thema von zahlreichen YouTube Videos HIER, Artikeln und Beiträgen, die Ihr zum Beispiel unter diesem Link HIER findet. Ebenso findet Ihr eine Auswahl an entsprechenden Videos am unten. Und bereits 1997 zeigte ich umfangreich in „Götter der Sterne“ den Mythos und die Hintergründer der Lade auf. Denn dieses heilige Objekte fasziniert nicht nur zahllose Menschen in aller Welt, sonder auch mich selber sehr.

Hinlänglich bekannt sollte selbst Nicht-Bibellesern sein, dass die Lade des Herrn „nur“ eine Kiste aus Holz und Gold war. Getragen an Stangen von ausgewählten Priestern, verziert mit goldenen Mischwesen auf einem Deckel aus massiven Gold. Neben diversen Gegenständen sollen in der rund 120 x 80 x 80 Zentimeter großen Bundeslade auch die Tafeln mit den Zehn Geboten transportiert worden sein. Regeln, die von Gott höchst persönlich formuliert und verfasst wurden. Und zweifellos einer der Höhepunkte der gesamten Bibel.

Das zeigt deutlich, wie heilig und wertvoll diese Lade des Bundes einstmals gewesen sein muss. Sofern es sie je in eine solchen Form gab, war sie die „Verkörperung Gottes auf Erden“, wie es auch Theologen und Bibelforscher deuten. Wie die Kiste letztlich wirklich aussah, ist unklar. Selbst jüdische Gelehrte streiten sich darüber, wie in diesem Mystery Files-Video HIER dargelegt. Was natürlich den historischen Verbleib des Heiligtums explizit mit einschließt.

Heute hat sich ein Bild der Lade etabliert, dass nicht korrekt ist (auch auf dem Titelbild zu sehen). Auch nicht bei „Indiana Jones“, deren Lade-Modell wohl das bekanntes der ganzen Welt ist. Fromme Bilder vergangener Jahrhunderte wiederum zeigen sie in einer Vielfalt an Darstellungen, die widersprüchlicher nicht sein können!

Die zweite, originale Bundeslade

Und all dies trotz oder gerade wegen der zahllosen Ungereimtheiten, Mythen und Spekulationen um diese heilige Truhe der Hebräer. Was schon damit beginnt, dass die Lade bereits als Besitz des Volkes beim Exodus indirekt erwähnt wurde, bevor sie am heiligen Berg überhaupt erst gebaut wurde (s. a. 3. Video unten). Oder auch, dass, wie im oben genannten Buch belegt, zumindest nach einer biblischen Erzählung die Tragestangen mindestens zehn Meter lang waren. Ganz nebenbei wurde sie einstmals sogar durch die Luft mit einem Fluggerät transportiert (s. a. 2. Video unten) …

Die „klassische Legende“ der Herkunft der göttliche Truhe ist weithin bekannt. Demnach kamen die Hebräer bei ihrer Reise zum Berg Gottes, da dieser zuvor Moses bereits den Auftrag gab, dass sie bei ihrem Exodus genau dorthin kommen sollen. Hier erklomm der fromme Moses des Berg, bekam die Zehn Gebote seines Herrn und die sogenannte „Bauanweisung für die Bundeslade“, wie sie im Buch Exodus steht. Allerdings längst nicht nur diese.

Liest man die entsprechenden Stellen der Bibel im Buch Exodus genau, waren die Bauanleitungen weit umfangreicher. Auch das Zelt, der mobile Tempel für die Lade (Tabernakel, Stiftshütte) inklusive sämtlichen Inventar, Materialien und allen gestalterischen und baulichen Details wurden von Gott persönlich in Auftrag geben. Eingeschlossen die Kleidung der kommenden Priesterschaft der Lade oder auch die Art der Zeremonien. Nachzulesen im Buch Exodus ab Kapitel 25.

Hier konzentrieren sich viele Mystery-Jäger oder „Phantasten“ seit Jahrzehnten auf die Schilderungen zum Bau der Lade selbst (ab. Ex. 25,10). Dabei fällt schon im Vorfeld von Gott selber eine erstaunliche Bemerkung gegenüber seinem Schützling Moses auf dem Berg, die vielfach überlesen wird:

Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne! Genau so, wie ich dir das Vorbild der Wohnung und das Vorbild aller ihrer Geräte zeigen werde, so sollt ihr es machen.“ (Ex. 25,8f.)

Andere Übersetzungen der Stelle nennen hier „genau nach dem Plan, den ich dir von der Wohnung und ihrem ganzen Gerät zeige“. In anderen Fällen lesen wir „nach dem Modell der Wohnung und nach dem Modell all ihrer Gegenstände“ oder wir lesen von einem „Musterbild“. Mit Wohnung ist dabei natürlich kein Haus oder ähnliches im eigentlichem Sinn gemeint, sondern das besagtes Zelt als transportabler Tempel für die göttliche Bundeslade.


Alles nach vorbereiteten Plan Gottes

Auch an späterer Stelle, in dem Vers 26,30 im Buch Exodus, wiederholt der Herr, dass Moses alles nach dem Plan oder Modell bauen soll, „wie du es auf dem Berg gesehen hast“. Folgerichtig gab es eine zweite Bundeslade, die offensichtlich Gott selber gehörte. Diese hatte er – wie alles andere auch – vorbereitet als Modell, Plan oder Vorlage für sein Volk „auf dem Berg“ bereitgehalten, bis Moses zu ihm kommen wird.

Selbstverständlich nahm Moses den Auftrag seines Herrn begeistert an. Und dieser kümmerte sich sogar um entsprechende Handwerker, die seine Pläne korrekt umsetzten konnten. Bezalel und Oholiab hießen die beiden Experten, die der Herr „mit Weisheit, mit Verstand und mit Kenntnis für jegliche Arbeit“ und seinem Geist erfüllte (Ex. 31,3 & 6). Demzufolge kennen wir sogar die Namen der Personen, die die Bundeslade nach dem göttlichen Modell gebaut haben sollen.

Es ist verblüffend, dass die Bibel behauptet, der Herr habe Vorlagen für Moses vorbereitet. Blaupausen oder sogar die Originale, die seine Anhänger am Fuße des mysteriösen Berges nachbauen sollten. Eine „geheime Enthüllung“ ist das dabei natürlich nicht, da es ganz offen in jeder Bibel steht. Nur wird es gerne übersehen. Nicht minder wie die Konsequenzen. Also, dass der Herr selber eine Lade in seinem Privatbesitz hatte.

Und nimmt man andere Schriften hinzu, so hat der Herr sogar Material zum Bau seiner geforderten Objekte selber erschaffen oder besorgt. Baustoffe für sein Zeltheiligtum, deren Deutung von „Delphinhäuten“ bis „Felle von Einhörnern“ gehen. (s. 4. Video unten)

Tabernakel nach dem Plan Gottes:-Die Bundeslade stand im Allerheiligsten, dem Zelt mit der (eingefärbten) Wolke darüber (Bild: gemeinfrei)
Tabernakel beim Exodus nach dem Plan Gottes:-Die Bundeslade stand im Allerheiligsten, dem Zelt mit der (eingefärbten) Wolke darüber (Bild: gemeinfrei)

Wie an anderer Stelle genauer ausgeführt, ist der Kontext all dieser Ereignisse noch weit erstaunlicher. Während wir im Alten Testament (Ex. 24,15ff. & Ex. 19,16ff.) lesen, das „die Herrlichkeit des Herrn“ in einer „feurigen Wolke“ vom Himmel auf dem Berg hernieder kam, soll Moses selber in diese „Wolke“ eingetreten sein. Und verschwand daraufhin für 40 Tage und Nächte von seinem Volk, da er sich laut Bibel so lange auf dem Gottesberg aufhielt. „Wie verzerrendes Feuer“ habe sich die „Erscheinung der Herrlichkeit des Herrn auf dem Gipfel des Berges“ vor dem Volk am Fuße des Berges gezeigt.

Das Volk, von Gott und Moses verlassen!

So wirklich Angst um Moses hatte wohl niemand, als dieser 40 Tage und Nächste nicht zurück kam. Bis auf ein paar Aufrührer, die von Aaron, dem Bruder des Moses, während seiner Abwesenheit verlangen, dass ein „Goldenes Kalb“ gefertigt werden muss. Als eine Art neuen Gott oder Ersatz für ihren Herrn und ihren Anführer Moses, der ja wochenlang abwesend war (Ex. 32,1) Ohne zu sehr an dieser Stelle ins Details gehen zu wollen, ist das überaus seltsam.

Penibel vermerkt das Buch Exodus, dass das ganze Gottesvolk der Hebräer feurig die Erscheinung und Niederkunft auf dem Berggipfel sah (der übrigens zweimal hernieder kam). Es sah aus „wie Rauch aus einem Schmelzofen“, „der ganze Berg bebte gewaltig“, alles war „in Rauch gehüllt“, „gewaltiger Hörnerschall“ ertönte und „im Donner“ habe der Herr zu Moses gesprochen, behauptet das Buch Exodus (19,16-20). Mehr noch, es wurde auf Befehl des Herrn zur Vorbereitung sogar ein „Zaun“ oder eine „Begrenzung“ um den Berg gezogen. Niemand dürfe bei der Niederkunft des Himmlischen den Berg besteigen oder betreten.

Durchaus hatten die Anwesenden Angst vor diesem Phänomen. Aber erst wenn ein Signal zur Entwarnung zu hören ist, ist die Gefahr wirklich vorbei. „Erst wenn das Horn ertönt, dürften sie auf den Berg steigen“, mahnt der Herr in der Bibel (Ex. 19,13). Für den Fall, dass jemand sich dieser Anordnung widersetzten würde, hatte er ebenso vorgesorgt. Der Frevler werde dann „gesteinigt oder erschossen“, droht der Herr.

Diese biblischen Schilderungen sollen von einem Vulkanausbruch inspiriert worden sein. So eine sehr geläufige Interpretation der feurigen, donnernden und lärmenden Landung der Wolke. Zynisch ausgedrückt habe demnach ein Haufen Lava Moses die Bundeslade, die Zehn Gebote und alle anderen Gerätschaften gegeben beziehungsweise diese ihm als Vorlage gezeigt. Seltsam nur, dass der Prophet dann 40 Tage (sicher eine symbolische Zahl!) dort oben war. Und ebenso sonderbar ist, warum das Volk am Fuße des Berges plötzlich ihn und ihren Gott vermisste und sich dem „Goldenen Kalb“ als Ersatz zuwandte.

Glauben wir den Beschreibungen der Erscheinung, war diese mehr als deutlich zu sehen und zu hören. (Was auch für einen Vulkan gelten würde.)

Eine Reise in den Himmel

Wäre die Wolken- und Feuersäule eine wirklich sichtbare Erscheinung gewesen, so hätte es niemals zu dem Abfall Israels in der Verehrung des Goldenen Kalbes kommen können.

So bemerkt es auch ein Handbuch zur Bibelforschung. Der Thronwagen des Herrn auf dem Berg wäre folglich nur ein „erzählerisches Bild für die Gegenwart Gottes“ und damit nicht real. Außer man bemüht hier die Prä-Astronautik und geht von einem realen Fluggerät aus, dass hier auf dem Gottesberg landete. Zu diesem ging wie zuvor verabredet Moses herauf, um mit der Besatzung zu sprechen und die geschilderten Anweisungen und Baupläne entgegenzunehmen.

Dafür braucht man aber keine 40 Tage, oder wie lange letztlich das ganze gedauert haben soll oder mag. Was soll der Prophet so lange dort gemacht haben? Dazu fand ich schon vor einigen Jahrzehnten einen eindeutigen Hinweis in einer biblischen Schrift außerhalb der Bibel, der bis dato übersehen wurde. In dem Buch „Ezechiel der Tragiker“, in dem wir lesen, dass Moses auf dem Gipfel des Berges tatsächlich den fliegenden Thronwagen Gottes sah, den man aus zahlreichen biblischen und verwandten Büchern sehr gut kennt.

In oder auf diesem Flugwagen saß dabei nicht etwa Gott, der Herr oder Jahwe. Vielmehr war es nur „ein Mann“. Wörtlich entnehmen wir in dieser Schrift dazu:

Auf einer Bergspitze sah ich (Moses, Anm. LAF) einen großen Thron, der bis zum Himmel reichte. Darauf saß eine Mann, dem edelsten Geschlecht entsprossen. Ein Diadem auf seinem Haupt und in der Linken ein gewaltig Zepter, so winkt er mir mit seiner Rechten. Ich stellt mich vor seinen Thron. Da reichte er mir das Zepter dar und ließ mich seinen großen Thron besteigen. Auch gab er mir sein königliches Diadem; er selber stieg herab.“ (Verse 68-76)

Moses und Gott waren wochenlang verschwunden: Das Goldene Kalb wurde gefertigt (Bild: gemeinfrei)
Moses und Gott waren wochenlang verschwunden: Das Goldene Kalb wurde gefertigt (Bild: gemeinfrei)

Mit diesem Thron ging es dann scheinbar in den Himmel hinauf, denn weiter erfahren wir:

Darauf erblickte ich der Erde ganze Rundung, zugleich der Erde Tiefen und des Himmels Höhen. Da fiel der Sterne Schar mir vor die Füße und alle zählt ich sie (…)

Du schautest die bewohnte Erde ganz, was unter Gottes Himmel weilt und über ihm das heißt: Du wirst erschauen, was ist, was war und werden wird.“ (Verse 77-80 & 87-89)

Dichtung oder Wahrheiten?

Könnte man diese kryptischen Aussagen so deuten, dass Gott Moses in seinem Flugwagen vom Berg oder sogar von der Erde aus mit nahm? Dann wäre vollkommen klar, warum das Volk des Propheten Moses am Fuße des Berges plötzlich vor dem Nichts stand. Nicht nur ihr Anführer war weg, sondern auch die zuvor sichtbare Erscheinung des Herrn war vom Gipfel verschwunden und nicht mehr zu sehen. Deshalb konnte es „zu dem Abfall Israels in der Verehrung des Goldenen Kalbes“ kommen.

In dieser Schrift wird der „edle Mann“ an anderen Stellen auch klar als „Gott“ bezeichnet. „Es zeigte Gott dir, Fremdling, Herrliches“ (Vers 83), notiert die Schrift. Einer der Himmlischen. Prä-Astronautiker können hier natürlich auch nur spekulieren, wohin der Wagen mit dem Moses flog. Hat er das Modell der originalen Bundeslade und alles andere also gar nicht auf dem Berg selber oder überhaupt auf der Erde gesehen, wie es das Buch Exodus besagt? Eine Bundeslade im All, von wo aus Moses der „ganzen Erde Rundung“ und „der Sterne Schar“ erblicken konnte?

Der Text selber stammt aus dem 2. Jahrhundert vor Christus und ist damit vergleichsweise alt. Der Autor mit Namen Ezechiel (nicht der Prophet aus der Bibel) lebte vermutlich in der legendären Stadt Alexandria am Mittelmeer in Ägypten. Hier schrieb er dieses Buch nieder, dass heute als bisher ältestes Drama eines biblisches Themas bekannt ist. Das war lange nach den angenommenen Ereignissen rund um die Bundeslade und dem Gottesberg. Wobei unklar ist, wie, wann und in welcher Form ein derartiger Auszug aus Ägypten überhaupt stattgefundenen haben mag.

Was also könnte der Text wirklich bedeuten? Nur eine Dichtung? Oder griff der Autor auf heute längst vergessene Schriften zurück, um sein Drama zu verfassen? Hat Moses oder wer auch immer alles nur geträumt, da in einem Vers bemerkt wird, dass er „aus dem Schlaf“ erwachte und daraufhin seine „Brust von Furcht bewegt“ war (Vers 82)? Sollte es nur eine Prophezeiung sein, da es heißt, Moses werde eines Tages „einen großen Thron“ zum Einsturz bringen „und selber Kampfespreise austeilen und Volkesführer sein“ (Verse 85f.)?

Wäre es so, hätte sich der Autor im 2. Jahrhundert vor Christus sicher gefragt, wann diese „Prophezeiung“ denn Realität werden wird. Immerhin war Moses laut Bibel da schon über 1.000 Jahre tot …

Video-Auswahl zum Thema

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(Dieser Beitrag erschien bereits 2021 in ähnlicher Form auf diesem Blog)

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VIDEO: Mentalist Uri Geller, die PR und die Bundeslade: Angeblich weiß er, wo der verlorene Schatz der Bibel verborgen ist

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Video: Uri Keller will die Bundeslade des Moses finden! (Bilder: Dmity Rozhkov/WikiCommons CC BY-SA 3.0 & ICRAR & Fischinger-Online)
Video: Uri Keller will die Bundeslade des Moses finden! (Bilder: Dmity Rozhkov/WikiCommons CC BY-SA 3.0 & ICRAR & Fischinger-Online)

Seit rund 2.500 Jahren gilt die heilige Bundeslade der Bibel als verschollen. Viele Suchende vermuten ihren Aufenthaltsort an ebenso vielen unterschiedlichen Orten in der Welt, die vom Irak über Frankreich und Äthiopien bis Kanada reichen. Gefunden hat sie bisher niemand und handfeste Beweise fehlen. Bis der bekannte Mentalist Uri Geller kommen musste? Denn er behauptet, dass er genau weiß, wo sich das heiligste Relikte der Bibel befindet. „Ein archäologisches und theologisches Erdbeben“ werde er damit auslösen, so Geller. Doch stimmt das und was steckt dahinter?


Bundeslade: Seit 2.500 Jahre verschollen

Was macht eigentlich Uri Geller, der Mentalist aus Israel, der als Löffelbieger weltberühmt wurde? Ihn gibt es noch. Und Anfang 2022 vermeldete er per Twitter eine Weltsensation: Er habe die verschollene Bundeslade der Bibel gefunden! Diese Entdeckung werde nach seinen Worten ein historischer Tsunami folgen.

„Ein archäologisches und theologisches Erdbeben“ wird die Entdeckung des verlorenen Schatzes der Bibel auslösen, so Geller. Sie werde die Erde erschüttern, auch wenn mit gewaltigem Widerstand zu rechnen sei, schrieb er weiter.

Das sind mehr als starke Worte, die mehr als nur einen Löffel verbiegen können. Denn tatsächlich wäre die Entdeckung der Bundeslade eine Sensation für die Archäologie, Bibelforschung und Theologie. Schließlich gilt dieser heilige Schrein, den die Hebräer bei ihrem Auszug aus Ägypten unter Moses (dem Exodus) angefertigt haben sollen, seit über 2.500 Jahren als verschollen.

Einst stand sie im Tempel des Salomon mitten auf dem Tempelberg in Jerusalem, wie es die Bibel erzählt. Doch dieser wurde durch die Babylonier vernichtet und jede Spur des Heiligsten der Hebräer und der Bibel überhaupt verliert sich.

Wo sie heute liegen soll, da gibt es viele Ansichten. Sie reichen von der Stadt Axum (Aksum) in Äthiopien, über Frankreich, Irland und Kanada bis zur Aussage, dass sie noch nimmer in Israel liegt. Oder sogar dort einst verbrannte. Und so wird das verschollene Heiligtum Gottes seit langer Zeit vergeblich gesucht. Bis Uri Geller kommen musste, der kürzlich auch vor einer Massenlandung von Außerirdischen warnte, wie HIER berichtet?

Werfen wir in diesem Video vom 24. Januar 2022 einen Blick auf die Geschichte der göttlichen Lade, wo sie überall angeblich sein soll und letztlich auch auf die „steile Behauptung“ des Mentalisten Geller.

Bleibt neugierig …

Video vom 24. Januar 2022 auf Mystery Files

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Die Bundeslade der Bibel gab es zweimal: Das Original Gottes und die Kopie des Moses – doch wo stand dieses Original – wirklich auf der Erde? (+ Videos)

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Die Bundeslade der Bibel: Das Original Gottes und die Kopie des Moses (Bilder: gemeinfrei & L. A. Fischinger / Montage: Fischinger-Online)
Die Bundeslade der Bibel: Das Original Gottes und die Kopie des Moses (Bilder: gemeinfrei & L. A. Fischinger / Montage: Fischinger-Online)

Die Bundeslade der Bibel, die Moses angeblich auf Befehl Gottes baute bzw. bauen lies, ist seit jeher Thema vieler Spekulationen, Interpretationen und Thesen. Auch auf diesem Blog und in Mystery Files-Videos bei YouTube war die „Lade des Herrn“  bereits vielfach Thema. Doch wenigen wird bekannt sein, dass es vor Jahrtausenden in Wahrheit zwei Bundesladen gab. Das zumindest behauptet das die Bibel selber. Woher die andere Lade gekommen sein soll und was sich damals laut den alten Schriften ereignete, erfahrt Ihr in diesem Blog-Artikel.


Bundeslade

Inzwischen ist es rund tausende Jahre Jahre her, da gab es im Nahen Osten einen Gegenstand von unglaublicher Macht und göttlicher Kraft. Heute kennt sie spätestens seit „Indiana Jones“ die halbe Welt. Sie war der heiligste und wertvollste Gegenstand des gesamten Alten Testamentes. Angeblich von Moses und dem Volk der Hebräer während ihrer Flucht aus Ägypten selber gebaut und fortan hoch verehrt. Am „Berg Sinai“, wo das Volk beim Exodus bei ihrem Auszug eine Pause einlegte, sei dies alles geschehen, wie es das Buch Exodus schildert.

Immer wieder war diese heilige Kiste auch hier Thema von zahlreichen YouTube Videos, Artikeln und Beiträgen, die Ihr zum Beispiel unter diesem Link HIER findet. Ebenso eine Auswahl an entsprechenden Videos unten. Bereits 1997 zeigte ich umfangreich in „Götter der Sterne“ den Mythos und die Hintergründer der Lade auf.

Hinlänglich bekannt sollte selbst Nicht-Bibellesern sein, dass die Lade des Herrn „nur“ eine Kiste aus Holz und Gold war. Getragen an Stangen von ausgewählten Priestern, verziert mit goldenen Mischwesen auf einem massiv goldenen Deckel. Neben diversen Gegenständen sollen in der rund 120 x 80 x 80 Zentimeter großen Bundeslade auch die Tafeln mit den Zehn Geboten transportiert worden sein. Regeln, die von Gott höchst persönlich formuliert und verfasst wurden. Und zweifellos einer der Höhepunkte der gesamten Bibel.

Das zeigt deutlich, wie heilig und wertvoll diese Lade des Bundes einstmals gewesen sein muss. Sofern es sie je in eine solchen Form gab, war sie die „Verkörperung Gottes auf Erden“, wie es auch Theologen und Bibelforscher deuten. Wie die Kiste letztlich wirklich aussah, ist unklar. Heute hat sich ein Bild von ihr etabliert, dass nicht korrekt ist (auch auf dem Titelbild zu sehen). Auch nicht bei „Indiana Jones“, deren Lade-Modell wohl das bekanntes der ganzen Welt ist. Fromme Bilder vergangener Jahrhunderte wiederum zeigen sie in einer Vielfalt an Darstellungen, die widersprüchlicher nicht sein könne!

Ein Modell der Bundeslade

Und all dies trotz oder gerade weil der zahllosen Ungereimtheiten, Mythen und Spekulationen um diese heilige Truhe der Hebräer. Was schon damit beginnt, dass die Lade bereits als Besitz des Volkes beim Exodus erwähnt wurde, bevor sie am heiligen Berg überhaupt erst gebaut wurde (s. a. 2. Video unten). Oder auch, dass, wie im oben genannten Buch belegt, zumindest nach einer biblischen Erzählung die Tragestangen mindestens zehn Meter lang waren. Ganz nebenbei wurde sie einstmals sogar durch die Luft mit einem Fluggerät transportiert (s. a. 1. Video unten) …

Die „klassische Legende“ der Herkunft der göttliche Truhe ist weithin bekannt. Demnach kamen die Hebräer bei ihrer Reise zum Berg Gottes, da dieser zuvor Moses bereits den Auftrag gab, dass sie bei ihrem Exodus genau dorthin kommen sollen. Hier erklomm der fromme Moses des Berg, bekam die Zehn Gebote seines Herrn und die sogenannte „Bauanweisung für die Bundeslade“. Allerdings längst nicht nur diese.

Liest man die entsprechenden Stellen der Bibel im Buch Exodus genau, waren die Bauanleitungen weit umfangreicher. Auch das Zelt, der mobile Tempel für die Lade (Tabernakel, Stiftshütte) inklusive sämtlichen Inventar, Materialien und allen gestalterischen und baulichen Details wurden von Moses Gott persönlich in Auftrag geben. Eingeschlossen die Kleidung der kommenden Priester der Lade oder auch die Art der Zeremonien. Nachzulesen im Buch Exodus ab Kapitel 25.

Hier konzentrieren sich viele Mystery-Jäger oder „Phantasten“ seit Jahrzehnten auf die Schilderungen zum Bau der Lade selbst (ab. Ex. 25,10). Dabei fällt schon im Vorfeld von Gott selber eine erstaunliche Bemerkung gegenüber seinem Schützling Moses auf dem Berg:

Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne! Genau so, wie ich dir das Vorbild der Wohnung und das Vorbild aller ihrer Geräte zeigen werde, so sollt ihr es machen.“ (Ex. 25,8f.)

Andere Übersetzungen der Stelle nennen hier „genau nach dem Plan, den ich dir von der Wohnung und ihrem ganzen Gerät zeige“. In anderen Fällen lesen wir „nach dem Modell der Wohnung und nach dem Modell all ihrer Gegenstände“ oder wir lesen von einem „Musterbild“. Mit Wohnung ist dabei natürlich kein Haus oder ähnliches im eigentlichem Sinn gemeint, sondern das besagtes Zelt als transportabler Tempel für die Bundeslade.

Alles nach vorbereiteten Plan Gottes

Auch an späterer Stelle, in dem Vers 26,30 im Buch Exodus, wiederholt der Herr, dass Moses alles nach dem Plan oder Modell bauen soll, „wie du es auf dem Berg gesehen hast“. Folgerichtig gab es eine zweite Bundeslade, die wohl Gott selber gehörte. Diese hatte er – wie alles andere auch – vorbereitet als Modell, Plan oder Vorlage für sein Volk „auf dem Berg“ bereitgehalten, bis Moses zu ihm kommen wird.

Selbstverständlich nahm Moses den Auftrag seines Herrn begeistert an. Und der kümmerte sich sogar um entsprechende Handwerker, die seine Pläne korrekt umsetzten konnten. Bezalel und Oholiab hießen die beiden Experten, die der Herr „mit Weisheit, mit Verstand und mit Kenntnis für jegliche Arbeit“ und seinem Geist erfüllte (Ex. 31,3 & 6). Demzufolge kennen wir sogar die Namen der Personen, die die Bundeslade nach dem göttlichen Modell gebaut haben sollen.

Es ist verblüffend, dass die Bibel behauptet, der Herr habe Vorlagen für Moses vorbereitet. Blaupausen oder sogar die Originale, die seine Anhänger am Fuße des mysteriösen Berges nachbauen sollten. Und nimmt man andere Schriften hinzu, so hat der Herr sogar Material zum Bau seiner geforderten Objekte selber erschaffen oder besorgt. Baustoffe für sein Zeltheiligtum, deren Deutung von „Delphinhäuten“ bis „Felle von Einhörnern“ gehen (s. 3. Video unten)

Wie an anderer Stelle genauer ausgeführt, ist der Kontext all dieser Ereignisse noch weit erstaunlicher. Während wir im Alten Testament (Ex. 24,15ff. & Ex. 19,16ff.) lesen, das „die Herrlichkeit des Herrn“ in einer „feurigen Wolke“ vom Himmel auf dem Berg hernieder kam, soll Moses selber in diese „Wolke“ eingetreten sein. Und verschwand daraufhin für 40 Tage und Nächte von seinem Volk, da er sich laut Bibel so lange auf dem Gottesberg aufhielt. „Wie verzerrendes Feuer“ habe sich die „Erscheinung der Herrlichkeit des Herrn auf dem Gipfel des Berges“ vor dem Volk am Fuße gezeigt haben.

Das Volk, von Gott und Moses verlassen!

So wirklich Angst um Moses hatte wohl niemand, als dieser 40 Tage und Nächste nicht zurück kam. Bis auf ein paar Aufrührer, die von Aaron, dem Bruder des Propheten, während seiner Abwesenheit verlangen, dass ein „Goldenes Kalb“ gefertigt werden muss. Als eine Art neuen Gott oder Ersatz für ihren Herrn und ihren Anführer Moses, der ja wochenlang abwesend war (Ex. 32,1) Ohne zu sehr an dieser Stelle ins Details gehen zu wollen, ist das überaus seltsam.

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Penibel vermerkt das Buch Exodus, dass das ganze Gottesvolk der Hebräer feurig die Erscheinung und Niederkunft auf dem Berggipfel sah (der übrigens zweimal hernieder kam). Es sah aus „wie Rauch aus einem Schmelzofen“, „der ganze Berg bebte gewaltig“, alles war „in Rauch gehüllt“, „gewaltiger Hörnerschall“ ertönte und „im Donner“ habe der Herr zu Moses gesprochen, behauptet das Buch Exodus (19,16-20). Mehr noch, es wurde auf Befehl des Herrn zur Vorbereitung sogar ein „Zaun“ oder eine „Begrenzung“ um den Berg gezogen. Niemand dürfe bei der Niederkunft des Himmlischen den Berg besteigen oder betreten.

Durchaus hatten die Anwesenden Angst vor diesem Phänomen. Aber erst wenn ein Signal zur Entwarnung zu hören ist, ist die Gefahr wirklich vorbei. „Erst wenn das Horn ertönt, dürften sie auf den Berg steigen“, mahnt der Herr in der Bibel (Ex. 19,13). Für den Fall, dass jemand sich dieser Anordnung widersetzten würden, hatte er ebenso vorgesorgt. Der Frevler werde dann „gesteinigt oder erschossen“.

Diese biblischen Schilderungen sollen von einem Vulkanausbruch inspiriert worden sein. So eine sehr geläufige Interpretation der feurigen, donnernden und lärmenden Landung der Wolke. Zynisch ausgedrückt habe demnach ein Haufen Lava Moses die Bundeslade, die Zehn Gebote und alle anderen Gerätschaften gegeben bzw. diese als Vorlage gezeigt. Seltsam nur, dass der Prophet dann 40 Tage (sicher eine symbolische Zahl!) dort oben war. Und ebenso sonderbar ist, warum das Volk am Fuße des Berges plötzlich ihn und ihren Gott vermisste und sich dem „Goldenen Kalb“ als Ersatz zuwandte.

Glauben wir den Beschreibungen der Erscheinung, war diese mehr als deutlich zu sehen und zu hören. (Was auch für einen Vulkan gelten würde.)

Eine Reise in den Himmel

Wäre die Wolken- und Feuersäule eine wirklich sichtbare Erscheinung gewesen, so hätte es niemals zu dem Abfall Israels in der Verehrung des Goldenen Kalbes kommen können.

So bemerkt es auch ein Handbuch zur Bibelforschung. Der Thronwagen des Herrn auf dem Berg wäre folglich nur ein „erzählerisches Bild für die Gegenwart Gottes“ und damit nicht real. Außer man bemüht hier die Prä-Astronautik und geht von einem realen Fluggerät aus, dass hier auf dem Gottesberg landete. Zu diesem ging wie zuvor verabredet Moses herauf, um mit der Besatzung zu sprechen und die geschilderten Anweisungen und Baupläne entgegenzunehmen.

Dafür braucht man aber keine 40 Tage, oder wie lange letztlich das ganze gedauert haben soll oder mag. Was soll der Prophet so lange dort gemacht haben? Dazu fand ich schon vor einigen Jahrzehnten einen eindeutigen Hinweis in einer biblischen Schrift außerhalb der Bibel, die bis dato übersehen wurde. Das Buch „Ezechiel der Tragiker“. In diesem lesen wir, dass Moses auf dem Gipfel des Berges tatsächlich den fliegenden Thronwagen Gottes sah, den man aus zahlreichen biblischen und verwandten Büchern sehr gut kennt.

In oder auf diesem Flugwagen saß dabei nicht etwa Gott, der Herr oder Jahwe. Vielmehr war es nur „ein Mann“. Wörtlich entnehmen wir in dieser Schrift dazu:

Auf einer Bergspitze sah ich (Moses, Anm. LAF) einen großen Thron, der bis zum Himmel reichte. Darauf saß eine Mann, dem edelsten Geschlecht entsprossen. Ein Diadem auf seinem Haupt und in der Linken ein gewaltig Zepter, so winkt er mir mit seiner Rechten. Ich stellt mich vor seinen Thron. Da reichte er mir das Zepter dar und ließ mich seinen großen Thron besteigen. Auch gab er mir sein königliches Diadem; er selber stieg herab.“ (Verse 68-76)

Mit diesem Thron ging es dann scheinbar in den Himmel hinauf, denn weiter erfahren wir:

Darauf erblickte ich der Erde ganze Rundung, zugleich der Erde Tiefen und des Himmels Höhen. Da fiel der Sterne Schar mir vor die Füße und alle zählt ich sie (…)

Du schautest die bewohnte Erde ganz, was unter Gottes Himmel weilt und über ihm das heißt: Du wirst erschauen, was ist, was war und werden wird.“ (Verse 77-80 & 87-89)

Dichtung oder Wahrheiten?

Könnte man diese kryptischen Aussagen so deuten, dass Gott Moses in seinem Flugwagen vom Berg oder sogar von der Erde aus mit nahm? Dann wäre vollkommen klar, warum das Volk des Propheten Moses am Fuße des Berges plötzlich vor dem Nichts stand. Nicht nur ihr Anführer war weg, sondern auch die zuvor sichtbare Erscheinung des Herrn war vom Gipfel verschwunden und nicht mehr zu sehen.

In dieser Schrift wird der „edle Mann“ an anderen Stellen auch klar als „Gott“ bezeichnet. „Es zeigte Gott dir, Fremdling, Herrliches“ (Vers 83), notiert die Schrift. Einer der Himmlischen. Prä-Astronautiker können hier natürlich auch nur spekulieren, wohin der Wagen mit dem Moses flog. Hat er das Modell der originalen Bundeslade und alles andere also gar nicht auf dem Berg selber oder überhaupt auf der Erde gesehen, wie es das Buch Exodus besagt? Eine Bundeslade im All, von wo aus Moses der „ganzen Erde Rundung“ und „der Sterne Schar“ erblicken konnte?

Der Text selber stammt aus dem 2. Jahrhundert vor Christus und ist damit vergleichsweise alt. Der Autor mit Namen Ezechiel (nicht der Prophet aus der Bibel) lebte vermutlich in der legendären Stadt Alexandria am Mittelmeer in Ägypten. Hier schrieb er dieses Buch nieder, dass heute als bisher ältestes Drama eines biblisches Themas bekannt ist. Das war lange nach den angenommenen Ereignissen rund um die Bundeslade und dem Gottesberg. Wobei unklar ist, wie, wann und in welcher Form ein derartiger Auszug aus Ägypten überhaupt stattgefundenen haben mag.

Was also könnte der Text wirklich bedeuten? Nur eine Dichtung? Oder griff der Autor auf heute längst vergessene Schriften zurück, um sein Drama zu verfassen? Hat Moses oder wer auch immer alles nur geträumt, da in einem Vers bemerkt wird, dass er „aus dem Schlaf“ erwachte und daraufhin seine „Brust von Furcht bewegt“ war (Vers 82)? Sollte es nur eine Prophezeiung sein, da es heißt, Moses werde eines Tages „einen großen Thron“ zum Einsturz bringen „und selber Kampfespreise austeilen und Volkesführer sein“ (Verse 85f.)?

Wäre es so, hätte sich der Autor im 2. Jahrhundert vor Christus sicher gefragt, wann diese „Prophezeiung“ denn Realität werden wird. Immerhin war Moses laut Bibel da schon über 1.000 Jahre tot …

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Standort der Bundeslade in Beth-Schemesch gefunden? Als die Philister die Lade Gottes raubten – und reumütig zurück gaben (Artikel)

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Standort der Bundeslade in Beth-Schemesch gefunden? Stand die Lade auf diesem Stein, wie es die Bibel beschreibt? (Bild: Lederman / Montage: Fischinger-Online)
Standort der Bundeslade in Beth-Schemesch gefunden? Stand die Lade auf diesem Stein, wie es die Bibel beschreibt? (Bild: Z. Lederman / Montage: Fischinger-Online)

Die biblische Bundeslade war vor Jahrtausenden das wichtigste Heiligtum des Volkes Israel. Immerhin hatte Gott persönlich ihren Bau für ihn als „Wohnsitz“ befohlen. Dennoch erzählt das Alte Testament, dass es den verfeindeten Philistern einst gelungen sei, die mächtige Lade Gottes einst rauben. Nachdem sie jedoch die Bewohner jener Städte der Philister, in denen sie verwahrt wurde, mit „Seuchen“ heimsuchte, gaben sie das Heiligtum reumütig zurück. An einem Ort der Israeliten, der Beth-Schemsch genannt wurde. Und genau dort haben Ausgrabungen Funde ans Licht gebracht, die diese Überlieferung stützen könnten. Doch was genau soll damals geschehen sein, was macht diesen Ort so wichtig – und ist hier tatsächlich ein biblischer Bericht archäologisch bestätigt worden? Alles über die spannende Geschichte erfahrt Ihr in diesem Artikel.


Die Bundeslade: Rätsel der Bibel

Im Alten Testament gibt es kein größeres und mächtigeres Heiligtum wie die Bundeslade aus dem 2. Buch Moses.

Es ist jene vergoldete Truhe, die auf Befehl Gottes von den Hebräern beim Exodus aus Ägypten angefertigt worden sein soll. Ein mobiler Tempel ihres Gottes, in dem sich auch heilige Reliquien befunden haben sollen. Etwa die Tafeln mit den Zehn Geboten oder ein Krug mit dem „Himmelsbrot“ Manna.

Diese heilige Lade des Herrn mit ihren gerade mal rund 1,25 x 0,75 x 0,75 Metern Größe und ihre bewegte Geschichte ist schon lange zu einem Mythos geworden. Ihre in der Bibel beschrieben „göttlichen“ und zugleich unheimlichen wie tödlichen Eigenschaften faszinieren Forscher aus aller Welt ebenso. Und vor allem ihr spurloses Verschwinden aus dem Tempel von Jerusalem vor mehr als 2.600 Jahren.

Bis heute zieht die Bundeslade Bibelforscher, Abenteuer, Grenzwissenschaftler, Theologen, Autoren und Historiker in ihren Bann. Die unglaublichen Geschichten über sie, die uns bis heute das Alte Testament überliefert, sind geradezu prädestiniert dafür. Auch auf diesem Blog findet Ihr zahlreiche Artikel und Postings zu diesem Thema. Ebenso entsprechende YouTube-Videos auf dem Kanal von Fischinger-Online, von denen ich Euch einige am Ende angefügt habe.

Grundsätzlich gibt es bei dem so viele Menschen faszinierenden Thema drei Standpunkte:

  1. Die Lade Gottes hat es niemals gegeben. All die zahlreichen Schilderungen rund um das Heiligtum in der Bibel sind nichts als religiöse Propaganda der Israeliten. Niedergeschrieben und erfunden im Exil in Babylon (597 – 539 v. Chr.), als weite Teile des Alten Testamentes entstanden, wie wir es heute kennen.
  2. Als der babylonische König Nebukadnezar II. Jerusalem eroberte und zerstörte, wurde mit dem Jerusalemer Tempel auch die Lade in ihrem Inneren zerstört. Die wäre bei der Plünderung der Stadt und des Tempels 597 vor Christus ganz einfach verbrannt, bevor die Israeliten ins Exil nach Babylon gingen.
  3. Angesichts der drohenden Gefahr durch die Babylonier für Jerusalem und damit die Lade im Tempel haben die Israeliten die Bundeslade rechtzeitig in Sicherheit gebracht und versteckt. Sie liegt bis heute in ihrem Versteck und wartet auf ihre Entdeckung.

Ergänzen könnte man hier noch einen vierten Punkt. Nämlich, dass die Lade des Herrn schon zu König Salomons Zeiten aus Jerusalem fortgebracht wurde und über Ägypten nach Äthiopien kam. Diesen Diebstahl der Lade aus dem Tempel des Salomon findet sich in dem äthiopische Epos „Kebra Nagast“ beschrieben (s. a. Video HIER & den Artikel HIER).

Der Raub der Bundeslade!

Ob aber die Lade schon dem König Salomon aus seinem Tempel in Jerusalem gestohlen und durch eine Kopie ersetzt wurde, kann niemand belegen. Auch wenn die Äthiopier bis heute sagen, dass die Lade bei ihnen in der Stadt Aksum (Axum) verborgen liegen soll.

Dem Volk Israel wurde die Lade im Laufe ihrer wechselhaften Geschichte aber auch laut Bibel einstmals geraubt. Und zwar von dem mit ihnen verfeindeten Philistern, wie es das 1. Buch Samuel ab Kapitel 4 beschreibt. Dort heißt es, dass die Israeliten nach einer verheerenden Niederlage im Kampf mit den Philistern die „Bundeslade des Herrn von Silo zu uns herholen“ wollten. Durch ihre Macht und Kraft erhofften sie sich den Sieg gegen die Armeen der Philister.

Doch auch als sie die Lade aus der Stadt Silo zu sich holten, erlitten die Israeliten erneut eine Niederlage. „Und die Niederlage war sehr groß, da aus Israel dreißigtausend Mann Fußvolk“ flohen, beklagt das 1. Buch Samuel (4,10). Die Bundeslade konnte sie nicht zum Sieg führen. Mehr noch, denn „die Lade Gottes ward genommen“ und befand sich nun im Besitz der Philister. Die Bibel beklagt den Verlust mit den Worten:

Die Herrlichkeit ist fort von Israel, denn die Lade Gottes ist genommen!“ (1. Sam. 4,22)

Die Schmach gegenüber den besiegten Israeliten ging aber noch weiter. Denn die Philister nahmen die Bundeslade, schickten sie in ihre Stadt Asdod und „brachten sie in das Haus Dagons und stellten sie neben Dagon“. Von da an begann das Unheil bei den Philistern, wie es ab Kapitel 5 im 1. Buch Samuel ausführlich beschrieben ist. Ihnen brachte die erbeutetet Lade alles – nur kein Glück. Die Katastrophe gipfelte darin, dass die Philister durch die Macht der Lade von einer Art „Pest“ heimgesucht wurden:

Aber die Hand des Herrn legte sich schwer über die Einwohner von Asdod und verderbte sie und schlug Asdod und ihr ganzes Gebiet mit Beulen. Als aber die Leute von Asdod sahen, dass es also zuging, sprachen sie: Lasst die Lade des Gottes Israels nicht bei uns verbleiben; denn seine Hand ist zu hart über uns und unserm Gott Dagon!“ (1. Sam. 5,6-7)

Um der Katastrophe Einhalt zu gebieten, brachten die Bewohner von Asdod das Raubgut in die Stadt Gat. Sogleich brach auch dort eine Plage herein und die Einwohner der Stadt wurden ebenfalls von Beulen heimgesucht. „Vom Kleinsten bis zum Größten“, so dass sich „eine sehr große Bestürzung“ verbreitetet.

Reumütige Philister

Verständlicherweise wollten auch die Bewohner von Gat die Lade auf den schnellsten Weg wieder loswerden. Daraufhin wurde beschlossen, sie einfach in eine andere Stadt zu senden. Diesmal nach Ekron. Da sich aber die von der Lade verursachten Seuchen längst bis dort herumgesprochen hatten, brach dort schon vor deren Ankunft Panik aus (angeblich wurden mindestens fünf Städte durch die Macht der Lage „geschlagen“). Ekron weigerte sich aus gutem Grund die geraubte Lade der Israeliten bei sich unterzubringen.

Jetzt erst versammelten sich „alle Fürsten der Philister“ um über ihr weiteres Vorgehen mit der Bundeslade zu betraten. Sie sahen letztlich keine andere Möglichkeit:

Sendet die Lade des Gottes Israels wieder zurück an ihren Ort, dass sie mich und mein Volk nicht töte! Denn es war eine tödliche Bestürzung in der ganzen Stadt, und die Hand Gottes lag sehr schwer auf ihr. 12 Und die Leute, welche nicht starben, wurden mit Beulen geschlagen, und das Geschrei der Stadt stieg zum Himmel empor.“ (1. Sam 5,11-12)

Sieben Monate hatte die Bundeslade nach Aussage der Bibel zu dieser Zeit schon im Land der Philister gewütet. Mehr als alles andere bereuten Volk, Herrscher, „Priester und Wahrsager“, dass sie den Israeliten ihr Heiligtum gestohlen hatten! Und so wurde von ihnen nicht nur deren Rückgabe beschlossen, sondern mit ihr schickten sie den Israeliten eine Entschuldigung. Ein wertvolles „Schuldopfer“, wie es im 1. Samuelbuch beschrieben ist.

Also luden die Philister die Bundeslade auf einen Wagen, stellten ihr „Schuldopfer“ dazu, spannten zwei Kühe davor und machten sich auf den Weg zu ihren Feinden. Demütig folgten dem Zug auch „die Fürsten der Philister“ und so erreichte sie die nahe Grenze des israelischen Ortes Beth-Schemesch (auch Beth-Semes):

Die Bethsemiten aber schnitten eben den Weizen im Tale. Als sie nun ihre Augen erhoben, sahen sie die Lade und freuten sich, dieselbe zu sehen.“ (1. Sam 6,13)

Nach ihrer Odyssee im Land der Philister war also die Lade Gottes wieder im Besitz des Volkes Israel.

Ein Heiligtum voller Gefahren

Nach einigen weiteren Stationen fand sie schließlich im Allerheiligsten im Tempel des Salomon ihren Platz. Dem abgeschirmten Kern des Tempels, den nur auserwählte Priester betreten durften. Immerhin war die Lade für jeden Menschen eine Gefahr; nicht nur für die Philister. Das zeigte sich nach ihrer Rückgabe in dem Ort Beth-Schemesch:

Und Er schlug die Bethsemiten, weil sie in die Lade des Herrn geschaut hatten; er schlug nämlich von dem Volk siebzig Mann, und fünfzigtausend Mann. Da trug das Volk Leid, weil der Herr das Volk mit einem so großen Schlag heimgesucht hatte.“ (1. Sam. 6,19)

Die Lade unterschied also nicht zwischen Freund und Freund, zwischen Ungläubigen und Gläubigen. „All dies große Übel“, dass die rätselhafte Bundeslade den Philistern zufügte, war also kein Zufall. Denn trotz des Schreckens in ihren Orten, dachten zumindest einige der Philister noch immer an einen Zufall. Nicht an die Macht der Gotteslade als Auslöser. „So wissen wir dann, dass nicht seine Hand uns geschlagen hat, sondern dass es uns zufällig widerfahren ist“, sagt 1. Sam. 6,9 dazu.

Für Das Volk Israel war die Ankunft der Lade in Beth-Schemesch eine unbeschreibliche Freude. Endlich hatten sie ihr Heiligstes von den Philistern zurück, die sicherlich nicht minder froh waren, das „Ding“ wieder los zu sein. Darum ist die Ortschaft Beth-Schemesch in der Geschichte der Bundeslade eine der wichtigsten Stationen überhaupt. Als Ort der Übergabe an das Volk Israel.

Nach der Bibel gestaltete sich die Rückgabe der Lade sogar recht einfach:

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Der Wagen aber kam auf den Acker Josuas, des Bethsemiten, und stand daselbst still. Und es war ein großer Stein daselbst; und sie spalteten das Holz vom Wagen und brachten die Kühe dem Herrn zum Brandopfer dar. Die Leviten aber hoben die Lade des Herrn herab und das Kästlein, das dabei war, worin sich die goldenen Kleinodien befanden (das „Schuldopfer“ der Philister als Entschuldigung für den Diebstahl, Anm. LAF), und setzten sie auf den großen Stein. An demselben Tag opferten die Leute zu Beth-Semes dem Herrn Brandopfer und Schlachtopfer. Als aber die fünf Fürsten der Philister das gesehen hatten, kehrten sie am gleichen Tag wieder nach Ekron zurück.

(…) Und Zeuge ist der große Stein, worauf sie die Lade des Herrn niederließen; er ist auf dem Acker Josuas, des Bethsemiten, bis auf diesen Tag.“ (1. Sam. 6,14-18)

Beth-Schemesch, Stadt der Leviten

Wie bei so vielen Berichten aus dem Alten Testament, so lässt sich die hier zusammengefasste Überlieferung über die Odyssee der Lade nicht beweisen. Niemand kann mit Bestimmtheit sagen, ob es diese Plagen im Gebiet der Philister durch die Lade gab. Nicht mal, ob der heilige Schrein überhaupt bei den Philistern war. Oder ob der in verschiedenen Büchern des Alten Testament beschriebene Weg der Lade bis zu ihrem Ziel Jerusalemer Tempel der Wahrheit entspricht. Auch wenn verschiedene Orte oder Stationen historisch nachweisbare Stätten sind bzw. waren.

Umso interessanter ist Beth-Schemesch oder Beth-Semes, eine Stadt des Stammes der Leviten. Sie waren auserwählte Diener Gottes, denen vor allem der heilige Dienst rund um die Bundeslade und dem Tabernakel, dem Zeltheiligtum, in dem sich die Lade beim Exodus befand, aufgetragen wurde. Zahlreiche Bibelstellen belegen, dass diese Priesterkaste zu den „Auserwählten“ gehörte (z. B.: Ex. 32,26ff., Num. 3,5-51, Num, 4,3, Num. 8,5-26., 1. Chr. 23,1ff., 2. Chr. 29,34 …). Unter anderem durften sie – und nur sie! – die die Bundeslade tragen.

Insgesamt wurden den Leviten 48 Orte als Heimat zugewiesen, wie es unter anderem das Buch Josua 21,1-42 überliefert. Und einer davon war Beth-Schemesch an der nördlichen Grenze von Juda. Das „zufällig“ bei der Rückgabe der Lade der Wagen genau hier stehen blieb, ist also alles andere als ein Zufall.

Wo genau das geschehen sein soll, ist auch bekannt. Beth-Schemesch liegt rund 20 Kilometer westlich von Jerusalem und ist als Ain Shems bekannt. Ein Ort mit einer bewegten und kriegerischen Geschichte, der später auch von den Philistern erobert wurde. Schon 1838 schrieben E. Robionson und E. Smith in „Palästina und die südlich angrenzen Länder“, Bd. 3, in dem sie ihre Reisen „in Bezug auf die biblische Geographie“ schildern:

In späteren Zeiten war es die Residenz eines der zwölf Amtleute Salomons, und wurde der Schauplatz der Besiegung des Amazia, den Königs von Juda, durch Joas, König von Israel; die Philister eroberten es auch vom König Ahas mit anderen Städten der Ebene.“

Diese Kämpfe und Eroberungen sind beispielsweise im 1. und 2. Buch der Könige und im 1. und 2. Buch der Chronik beschrieben.

Die Bundeslade und der „große Stein“ von Beth-Schemesch

Eine historische Stätte, an der so viele wichtige biblische Ereignisse stattgefunden haben sollen, ist natürlich auch für die Archäologie hoch interessant. Vor allem in Israel sind in allen Ecken des Landes Archäologen auf den Spuren nach historischen Zeugnissen für die verschiedensten biblischen Erzählungen. Die Bibelarchäologie ist hier Alltag und die Forscher laufen quasi auf Schritt und Tritt über bibel-geschichtliches Terrain.

Schon die Forschungen von Robinson 1838 und erneut 1852 waren „wegweisend auf diesem Gebiet“, wie es die Forscher Israel Finkelstein und Neil A. Silberman in „Keine Posaunen vor Jericho“ (2002) schreiben:

Robinson stellte fest, dass Duzende alter Hügel und Ruinen mit vordem vergessenen biblischen Stätten identifiziert werden konnten, wenn man die in der Bibel enthaltenen geographischen Informationen nutzte und sorgfältig mit den modernen arabischen Ortsnamen im Land verglich.“

Obwohl es eine Tatsache ist, das viele Angaben des Alten Testament historisch nachgewiesen und belegt werden können, können es viele andere nicht. Sehr viele, je weiter man in der Geschichte  zurückgeht. Grundsätzlich zählt dazu alles, was irgendwie mit der Bundeslade zu tun hat. Beginnend mit ihrer Existenz.

Umso erstaunlicher ist dies in Bezug auf die Stätte Beth-Schemesch als zeitweiliger Aufbewahrungsort der Lade. „Und es war ein großer Stein daselbst“, sagt die Bibel, und auf diesen stellte man die Lade, wie oben zitiert. So, als wolle das Alte Testament den Wahrheitsgehalt der Erzählung unterstreichen, erfahren wird abschließend sogar noch:

„(…) Und Zeuge ist der große Stein, worauf sie die Lade des Herrn niederließen; er ist auf dem Acker Josuas, des Bethsemiten, bis auf diesen Tag.“ (1. Sam. 6,18)

Und exakt diesen Stein der Bundeslade haben Archäologen jetzt gefunden, wie sie spekulieren.

Ein Tempel für die Lade Gottes?

Zumindest bringt der Archäologe Dr. Zevi Lederman von der Universität von Tel Aviv in Israel diese Entdeckung damit in Zusammenhang. Zusammen mit Prof. Shlomo Bunimovitz haben er und ihr Team bei Ausgrabungen in Beth-Schemesch seit 2012 ein Gebäude freigelegt, das sie als Tempel oder Heiligtum interpretieren. Im Inneren genau dieses quadratischen „Tempels“ von 8,5 Metern Kantenlänge steht ein großer Stein. Ein Steintisch, der aus einer Platte besteht, die auf zwei anderen Steinen liegt. Ähnlich einem Dolmen.

Innerhalb des ausgegrabenen Heiligtums mit dem seltsamen Steintisch konnten die Forscher Hinweise finden, dass hier religiöse Rituale angehalten wurden. Zum Beispiel Opferschalen und Tierknochen. Auch sei der Raum exakt nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet, was für eine religiöse oder zeremonielle Nutzung spricht. Ungewöhnlich seien auch die isolierte Lage des Bauwerkes und seine besonders starken Mauern, so Prof. Bunimovitz. Er ist sicher:

Es gibt viele Beweise dafür, dass dies wirklich ein Tempel war. Wenn man sich die Struktur und ihren Inhalt ansieht, ist klar, dass dies kein gewöhnlicher Wohnraum ist, sondern etwas Besonderes.“

Ein großer abgeflachter Stein, arrangiert zu einer Art Altar in einem Tempel in einem Ort, wo sich laut Bibel die Bundeslade auf eben einem großen Stein befunden haben soll, fasziniert auch Lederman:

Dies wäre ein seltener Fall, in dem wir die biblische Erzählung mit einem archäologischen Fund zusammenführen können.“

Die Grabungen unter Leitung von Lederman und Bunimovitz haben in den letzten Jahren auch gezeigt, dass dieser Ort mehrfach zerstört wurde. Genau das sagt auch die Bibel, da (unter anderem) die Philister Beth-Schemesch eroberten und zerstörten. Selbst als Stall habe dieser kleine Tempel daraufhin gedient. Angriffe der Philister waren genau hier nicht ungewöhnlich, da sie nur sieben Kilometer in Tel Batash ihre nächste Siedlung hatten. Beth-Schemesch war Grenzgebiet, wie es auch das Alte Testament besagt.

Es gibt natürlich kritische Stimmen und viele offene Fragen zu diesem Fund, wie es auch Bunimovitz und Lederman selber betonen. Archäologisch wäre es kaum zu belegen, so Lederman. Und Bunimovitz ergänzt in „The Jerusalem Post“:

Es ist nicht einfach, alle Wendungen der Geschichte, die in der Bibel Einzug hielten, auszupacken und herauszufinden, woran sich die Menschen erinnerten, was historisch war und was später hinzugefügt wurde.“

Ein Widerspruch zwischen dem Steintisch in dem Tempel und der Bibel ist allein schon der Umstand, dass im 1. Buch Samuel gesagt wird, dass der große Stein außerhalb des Ortes auf einem Feld lag. Allerdings sollte es nicht verwundern, wenn später der Stein vom Feld geholt und in einen eigens dafür errichteten Tempel gestellt wurde.

Archäologische Beweise?

Archäologen wie Prof. Israel Finkelstein wenden auch ein, dass Beth-Schemesch im 12. Jahrhundert vor Christus zerstört wurde. Die Überlieferung der Bundeslade wurde aber erst rund 400 Jahre später aufgeschrieben. Für Finkelstein ist es deshalb kaum vorstellbar, dass „eine Erinnerung aus dem 12. Jahrhundert bis zum 8. Jahrhundert vor Christus ohne kontinuierliche Schreibtradition bewahrt “ werden konnte.

Auch Lederman und Bunimovitz geben das zu bedenken. Vielleicht wurde der einst real vorhandene Steintisch einfach nachträglich in die Geschichte eingebunden, so Bunimovitz:
Aber in jede ideologische Erzählung müssen einige reale Elemente eingefügt werden, wenn man möchte, dass sie geglaubt und akzeptiert wird.“

Avraham Faust, Archäologie-Professor an der Bar-Ilan-Universität in Israel, glaubt sogar eher an einen Zufall:

Ich glaube, niemand würde dies wörtlich nehmen und daraus schließen, dass dies der Stein aus der biblischen Geschichte ist. Natürlich wurde die Geschichte viel später geschrieben, aber dieser Fund könnte die Theorie stützen, dass es einige sehr frühe Traditionen gibt, die ihren Weg in die Bibel gefunden haben.

Es ist ein automatischer und manchmal begründeter Verdacht, aber ich glaube nicht, dass dies hier der Fall ist. Dies ist ein wahrnehmbarer Stein, der zur richtigen Zeit an einer auffälligen Stelle innerhalb eines Tempels platziert wird. Es gibt also viele Punkte, die diesen Fund mit einer alten Tradition verbinden können, die möglicherweise Eingang in die biblische Geschichte gefunden hat.“

Ob seine Vermutung stimmt, weiß natürlich auch Faust nicht. Er ist jedoch überzeugt, dass es „sorgfältig geprüft werden sollte“. Nur eine derartige sorgsame Prüfung sollte sehr schwierig werden. Es wird sich in dem kleinen Tempel von Beth-Schemesch kaum eine Inschrift mit Datum und Siegel finden, die besagt, dass hier die Bundeslade stand.

Zumindest wäre auf dem Steintisch Platz für die Lade gewesen. Sie war laut Buch Exodus 2,5 x 1,5 x 1,5 Ellen groß und damit hatte sie eine rechteckige Grundfläche von maximal 1,30 x 0,80 Metern. Bilder von den Ausgrabungen zeigen, dass dies durchaus zu passen scheint.

Widersprüche und Rätsel

Seltsam ist jedoch die Größe des über 3.000 Jahre alten Gebäudes selbst. Der Raum mit dem Steintisch ist exakt quadratisch und hat 8,5 Meter Seitenlänge. Für eine Kasten wie die Bundeslade sicher groß genug, aber: Nach der biblischen Geschichte wurde die Bundeslade während des Exodus aus Ägypten in einem Zeltheiligtum verwahrt. Einem Tabernakel oder eine „Stiftshütte“ mit einem Allerheiligsten im Innersten. Darin wurde die Lade verwahrt (s. a. Video HIER).

Es war ein „Offenbarungszelt“, dessen genaue Bauanweisungen zusammen mit dem Befehl zum Bau der Bundeslade durch Gott persönlich erteilt wurden. Inklusive allem Zubehör und Inventar, wie man es sehr detailliert im 2. Buch Moses ab Kapitel 25 nachlesen kann.

Der heilige Bereich im Inneren war nach den Beschreibungen 10 Ellen breit und 30 Ellen lang. Darin wiederum stand das quadratische „Heiligtum der Heiligtümer“ mit einer Kantenlänge von 10 Ellen und der Lade Gottes. Das sind, bei einer angenommenen Elle von 50 Zentimetern, 5 Meter Seitenlänge.

Warum ist dann der Tempel in Beth-Schemesch 8,50 Meter groß, wenn er doch wesentlich später errichtet worden sein soll (zumindest nach der biblischen Chronologie)? Immerhin stammen die umfangreichen und genauen Anweisungen für das Zeltheiligtum etc. direkt von Gott, der sie Moses auf dem Sinai gegeben hat. „Heiliger“ können ein Auftrag und Maße kaum sein …

Auch das spätere Heiligtum für die Bundeslade, der Tempel des Salomon in Jerusalem, wo die Lade letztlich nach ihren Aufenthalt in Beth-Schemesch ankam, widerspricht dem. Nach den Beschreibungen im 1. Buch der Könige ab Kapitel 6 war auch hier das Allerheiligste 10 x 10 x 10 Ellen groß. Ebenso, wie es Gott Moses und seinem Volk beim Auszug aus Ägypten aufgetragen haben soll.

Obwohl heute angenommen wird, dass das Zeltheiligtum des Exodus nur vom Tempel in Jerusalem in die Zeit Moses „zurückdatiert“ wurde, entspricht Beth-Schemesch nicht dieser Tradition. Man sollte doch annehmen, dass man sich an die Anweisungen Gottes hält. Auch wenn der Steintisch im Tempel dort einer späteren Tradition entsprungen ist. Beziehungsweise dieser später mit der Lade des Herrn in Zusammenhang gesetzt wurde.

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Die Flugwagen des König Salomon und wie die Bundeslade nach Äthiopien flog +++ Video +++

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VIDEO: Die Flugwagen des Salomon und wie die Bundeslade nach Äthiopien flog (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Die Flugwagen des Salomon und wie die Bundeslade nach Äthiopien flog (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Sie gilt als eines der größten Rätsel der Bibel und des Glaubens: Die Bundeslade. Jenes Heiligtum, das die Hebräer laut dem Alten Testament beim Exodus aus Ägypten anfertigten, um darin unter anderem die Zehn Gebote zu verwahren. Letztlich bekam die Lade ihren Platz im Salomonischen Tempel von Jerusalem, von wo sie eines Tages spurlos verschwand. Fast spurlos – denn das Nationalepos von Äthiopien, das Kebra Nagast, erzählt eine ganz andere Geschichte rund um die Bundeslade und König Salomon. Demnach sei das größte Heiligtum der Hebräer nach Äthiopien verschleppt worden. Doch unter welchen Umständen dieser Diebstahl im Detail geschehen sein soll, wird oft übersehen. In diesem YouTube-Video erfahrt Ihr die unglaublichen Hintergründe.


Tatobjekt: Bundeslade

Der Exodus der Hebräer aus Ägypten, Moses, die Bundeslade, der weise König Salomon und sein legendärer Tempel in Jerusalem, die Königin von Saba … all das ist Stoff, aus dem Legenden sind. Vor allem seit vor mindestens ca. 2.600 Jahren die heilige Bundeslade aus Jerusalem spurlos verschwand.

Die einen sagen sie sei bei der Zerstörung des Salomonischen Tempels und der Stadt durch die Babylonier ebenfalls vernichtet worden (s. Video HIER). Andere sagen, eine Lade des Bundes hat es nie gegeben. Wieder andere vermuten sie irgendwo in einer Höhle in Israel; vielleicht sogar sicher versteckt im Tempelberg von Jerusalem selber. Vielleicht auch in Jordanien, in Südafrika, auf/in einer Insel in Kanada, in Ägypten, im Vatikan, in Südfrankreich oder eben in der Stadt Axum in Äthiopien.

Denn genau dort soll die „echte Bundeslade“ verborgen sein. Versteckt vor der Weltöffentlichkeit in einer kleinen Kapelle und für niemanden zu sehen. Diese Legende entstammt aus dem mittelalterlichen Buch Kebra Nagast aus Äthiopien und wurde vor allem durch den Autor Graham Hancock 1992 durch seinen Besteller „The Sign and the Seal“ weltberühmt. Im Kebra Nagast steht detailliert geschrieben, dass die Bundeslade aus dem Besitz von König Salomon gestohlen wurde.

So sei sie über Ägypten nach Äthiopien gekommen, wo sie sich bis heute befinden soll …

Ein Mythos über die Lade Gottes, den viele Menschen inzwischen wenigstens im Ansatz kennen. Was aber sehr gerne hierbei übersehen wird, sind die Begleitumstände dieses Diebstahls und was dem mythischen Herrscher Salomon noch alles zugesprochen wurde.

Genau diese erfahrt Ihr in diesem YouTube-Video.

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YouTube-Video vom 29. Sep. 2019 auf Fischinger-Online

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Die Wikipedia Witzbolde: Spaßvögel im Online-Lexikon und warum die Bundeslade auf dem Mars ist +++ YouTube-Video +++

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VIDEO: Wikipedia Witzbolde - Spaßvögel im Online-Lexikon
VIDEO: Wikipedia Witzbolde – Spaßvögel im Online-Lexikon (Bilder: WikiCommons/gemeinfrei / PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Wikipedia ist eine der am häufigsten aufgerufenen Webseiten im Internet. Das Internet-Lexikon hat (neben Google) das Informations-Monopol. Buchstäblich Milliarden User rufen dort ebenso viele Seiten und Infos ab. Und das, obwohl Wikipedia seit jeher umstritten ist, da hier jeder mitarbeiten kann. Auch und gerade bei strittigen Themen. Und doch gelingt es Witzbolden oder Spaßvögel immer wieder in Bereiche Unfug einzubauen, wo man es am wenigstens erwartet. In diesem YouTube-Video zeige ich Euch ein erstaunliches Beispiel in einem Bildarchiv von WikiCommons, über das ich rein zufällig stieß. Ihr werdet staunen …


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Die Macher und fast immer anonymen Autoren von Wikipedia sind stets auf Quellennachweise, Fakten und Belege bedacht. Zugleich ist das wieder ein großer Streitpunkt bei Wiki.

Was der eine als Fakten sieht – sieht der andere als Fake-News oder als „unseriöse Quelle“. Andere Aussagen und pure Behauptungen gehen ohne jede Quelle durch, während andere wieder aufgrund „fehlender Belege“ immer wieder radikal entfernt werden.

Ein endloses Thema. Auch und gerade bei strittigen Themen in Wikipedia, wie bereits 2011-2017 in diesem Blog-Artikel HIER dargelegt. Und doch gelingt es Witzbolden oder Spaßvögel immer wieder in Bereiche Unfug einzubauen, wo man es am wenigstens erwartet.

In diesem YouTube-Video zeige ich Euch ein erstaunliches Beispiel in einem Bildarchiv von WikiCommons, über das ich rein zufällig stieß. Ihr werdet staunen ….

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YouTube-Video vom 1. Juli 2019 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

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„Die Bundeslade: Faszination und Mythos“, Vortrag von Lars A. Fischinger, März 2018 +++ YouTube-Video +++

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Vortrag von Lars A. Fischinger: "Die Bundeslade - Faszination und Mythos", März 2018 (Bild: Fischinger-Online)
Vortrag von Lars A. Fischinger: „Die Bundeslade – Faszination und Mythos“, März 2018 (Bild: Fischinger-Online)

Das größte und mysteriöseste Geheimnis der Bibel ist neben Jesus Christus fraglos die Bundeslade aus dem Alten Testament. Jene heilige Truhe, die die Hebräer beim Exodus mit sich führten und der laut den alten Texten rätselhafte Wunder und Wirkungen nachgesagt werden. Eine vergoldete „Kiste“, deren Bau von einem keinem geringeren als von Gott selbst veranlasst wurde, wie es in der Bibel heißt. Und doch gilt sie seit rund 2.500 Jahren alles verschollen. In diesem Vortag von Lars A. Fischinger bei YouTube erfahrt Ihr alles über die kleinen und großen Mysterien und Zusammenhänge hinter der sagenhaften Bundeslade der Bibel – und darüber hinaus!


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Obwohl die sagenumwobene Bundeslade – über die die Hebräer sogar mit Gott persönlich sprechen konnten – das Heiligtum im Alten Testament schlechthin war, ist und bleibt sie bis heute mehr als geheimnisvoll.

Doch Spuren, Spekulationen, Legenden und seltsame „Querverbindungen“ um das Allerheiligste des Heiligsten gibt es viele (s. a. Buchtipp HIER). Bekannte und vor allem auch unbekannte. Genau um diese geht es in dem Vortag auf den Spuren des Phantastischen von Lars A. Fischinger.

Gehalten wurde der Vortrag am am 4. März 2018 in Bremen auf der alljährlichen Grenzwissenschafts-Tagung „Phantastische Phänomene“. Einen weiteren Vortrag dieses Meeting zum Thema „Tierverstümmelungen – einst und heute“ von Marie L. Sievers findet Ihr bei YouTube HIER online.

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Die Bundeslade: Stammt sie wirklich von Gott und den Israeliten? Spannende Spuren in der Bibel werfen viele Fragen auf! +++ YouTube-Video +++

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Die Bundeslade: stammt sie wirklich von Gott und den Israeliten? Spannende Spuren in der Bibel (Bild: L. A. Fischinger)
Die Bundeslade: stammt sie wirklich von Gott und den Israeliten? Spannende Spuren in der Bibel und erstaunliche Konsequenzen! (Bild: L. A. Fischinger)

Die Bundeslade oder Lade Gottes aus dem Buch Exodus des Alten Testament gehört zweifellos zu den großen Rätseln der Bibel und der Menschheit! Angeblich haben Moses und das Volk Israel die Bundeslade bei ihrer Flucht aus Ägypten nach den Anweisungen ihres Gottes am Berg Sinai gebaut. Unter anderem sollten darin die berühmten Tafeln mit den Zehn Geboten verwahrt werden und Gott selber sei irgendwie „in der Lade“ gewesen. Eine mehr als faszinierende Geschichte, die ich bereits in einigen Videos auf meinem YouTube-Kanal sowie in Blog-Beiträgen immer wieder mal aufgegriffen  habe. In diesem Zusammenhang verweise ich seit nun mehr 20 Jahren auf ein Mysterium, das bisher fast nie beachtet wird. Welches das ist und welche Konsequenzen es hat, erfahrt Ihr in diesem YouTube-Video.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Bereits 1997 beleuchtet ich detailliert das Thema Auszug Israels aus Ägypten und Bundeslade sowie andere Mysterien der Bibel im Sinne der Prä-Astronautik. Eine spannende und weltbekannte Geschichte.

Und doch stimmt hier etwas ganz und gar nicht in den Texten rund um den Exodus aus Ägypten und der Lade Gottes. Ein Problem, worauf ich vor 20 Jahren bereits verwiesen habe und das im Folgenden einmal in Video-Form dargestellt werden soll.

Was das genau ist und welche Konsequenzen das eigentlich hat, erfahrt Ihr in diesem Video auf meinen Kanal bei YouTube

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