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„Auf der Suche nach mysteriösen Wesen in Afrika und Neues von Mokele-Mbembe“: Kryptozoologie-Tagung in Berlin 2022 – Erste Infos (+ Videos)

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"Auf der Suche nach mysteriösen Wesen in Afrika - Neues von Mokele-Mbembe": Kryptozoologie-Tagung in Berlin 2022 - Erste Infos (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
„Auf der Suche nach mysteriösen Wesen in Afrika – Neues von Mokele-Mbembe“: Kryptozoologie-Tagung in Berlin 2022 – Erste Infos (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Im Jahr 2019 fand im Galileo-Park Lennestadt die Tagung „Auf der Suche nach Mokélé Mbembé“ des „Netzwerk für Kryptozoologie“statt. Diese Veranstaltung soll nun fortgesetzt werden, wie das Netzwerk jetzt bekannt gab. Diesmal jedoch in Berlin im kommenden Jahr und auf zwei Tage verlängert. Erste Informationen und Details zur kommenden Tagung des Kryptozoologen-Netzwerkes findet Ihr schon jetzt in in diesem Beitrag.


Mokele-Mbembe und die Kryptozoologie

Am 12. Oktober 2019 fand in Kooperation mit dem „Netzwerk für Kryptozoologie“ und dem Galileo-Park Lennestadt die Tagung „Auf der Suche nach Mokélé Mbembé – Sind die Dinosaurier wirklich ausgestorben?“ statt (s. a. Videos unten). Eine Veranstaltung rund um das angeblich noch in Zentral-Afrika existierende unentdeckte Lebewesen namens Mokele-Mbembe (mehr HIER), über die auf diesem Blog damals berichtet wurde.

Was aber ist diese Kreatur Mokele-Mbembe, über die immer wieder berichtet wurde? Gibt es sie überhaupt? Ist es ein überlebender Saurier, wie einige einnehmen? Oder nur ein Mythos? Viele Fragen und Legenden ranken sich um dieses seltsame Lebewesen in den den unzugänglichen Urwäldern Afrikas.

Deshalb soll die Veranstaltung von 2019 im kommenden Jahr fortgesetzt werden, wie das „Netzwerk für Kryptozoologie“ aktuell mitteilte. Unter dem Titel „Auf der Suche nach mysteriösen Wesen in Afrika“ und „Neues von Mokélé Mbembé 2022“ am 7. und 8. Oktober 2022. Veranstaltungsort ist diesmal Berlin.

„Diese Veranstaltung ist der zweite Teil der Veranstaltung ‚Auf der Suche nach Mokélé Mbembé'“, wie das Netzwerk am 27. August mitteilte. Denn „es blieben noch viele Fragen offen“, so Hans-Jörg Vogel vom „Netzwerk für Kryptozoologie“. Unter anderem die Frage, „welche anderen Kryptiden gibt es in Afrika noch“? Wie das Netzwerk auf Nachfrage mitteilte, soll es bei der Veranstaltung, wie schon zuvor während der Tagung 2019, auch 2022 in Berlin begleitend eine Ausstellung zum Thema Kryptozoologie geben. Inklusive neuer Exponate.

Ein Zweitages-Event am 7. und 8. Oktober 2022 in Berlin

Dazu teilen die Kryptozoologen auf ihrer Internetseite mit:

In diesem zweiten Teil wollen wir versuchen, auf einige der Fragen näher einzugehen. Auch der Forscher und Kryptozoologe Michel Ballot, wird wieder über die aktuellen Forschungsergebnisse seiner Expeditionen im Zeitraum 2019 bis 2022 berichten. Im Mittelpunkt stehen aber diesmal andere afrikanische Kryptide, die Suche nach ihnen und mögliche Erklärungen über ihre Existenz oder Nichtexistenz.

Diesmal haben wir zwei Tage für die Durchführung der Veranstaltung geplant. Am 7. Oktober wird es in der Zeit von 16 Uhr bis 19 Uhr eine kurze Einführung zum Event geben, es wird der Film: „The Explorer“ von Alexandre Brecher gezeigt, in dem der Forscher Michel Ballot vorgestellt wird. Anschließend Gespräche und Diskussionen.

Der zweite Tag, der 8. Oktober, beinhaltet in der Zeit von 10 Uhr bis 19 Uhr fünf Vorträge, persönliche Gespräche und eine Podiumsdiskussion. Die konkreten Vortragsthemen und die dazugehörigen Referenten werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Der Veranstaltungsort ist eine kleine Eventlocation mit dem Namen „Petit Palais“, innerhalb der Schlossanlage Schönhausen in Berlin. Hier kann man sich schon einmal mit der Örtlichkeit vertraut machen:

Die Vorbereitungen laufen und Nachfragen können über folgende Emailadresse gestellt werden: event2022dkr@gmx.de

Aufgrund der notwendigen langfristigen Planungen sind Änderungen im Ablauf der Veranstaltung nicht auszuschließen. Wir werden aber rechtzeitig informieren, sollten Änderungen eintreten! Bei Interesse an einer Teilnahme können Sie sich schon jetzt über die oben genannte Emailadresse anmelden.

Nach Absprache mit der Eventlocation stehen uns aufgrund der noch immer geltenden Coronavorschriften nur 50 Plätze zur Verfügung. Wir hoffen sehr, dass sich das perspektivisch zahlenmäßig noch erhöht.

Soviel also als Vorabinformation zu diesem Event.

Über alle aktuellen Informationen berichten wir auf der Website des Netzwerks für Kryptozoologie und auf der Website des Kryptozoologie Report digital.

Erste Details

„Auf der Suche nach mysteriösen Wesen in Afrika“ und „Neues von Mokélé Mbembé 2022“

Datum

7. und 8. Oktober 2022

Veranstaltungsort

„Petit Palais“ im Schlosspark Niederschönhausen

Ossietzkystrasse 44-45

13187 Berlin

Tele.: 030-40046581

eMail: Info@petit-palais.de

Tagungsgebühr

  • beide Tage: 70 Euro
  • nur Freitag: 20 Euro
  • nur Samstag: 50 Euro

Inklusive alkoholfreier Getränke und Imbiss!

Video-Auswahl zum Thema

Video vom 17. Oktober 2019 auf Mystery Files

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Video vom 1. Dezember 2019 auf Mystery Files

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Das Bundesministerium der Verteidigung, Deutschland und die UFOs: Nachfragen in Berlin – und Antworten auf so nicht gestellte Fragen (+ Video)

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Das Weltraumkommando der Bundeswehr und die UFOs: Nachfragen in Berlin (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Das Weltraumkommando der Bundeswehr und die UFOs: Nachfragen in Berlin (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Kürzlich wurde bekanntgegeben, dass die deutsche Bundeswehr ein „Weltraumkommando“ bekommt. Ähnlich wie die „Space Force“ in den USA, die für viel Spekulation aber auch Humor sorgte. Eine Armee im All? Gegen wen oder was? Das fragten sich viele. Wie jüngst in einem Video berichtet, zieht Deutschland hierbei jetzt nach. Grund genug bei der Bundeswehr, dem Kanzleramt und dem Bundesministerium der Verteidigung in Berlin einmal zum Thema UFOs/UAP nachzufragen. Und auch, ob Deutschland eigentlich die aktuellen UFO-Diskussionen in den USA rund um das Pentagon verfolgt – falls ja: Wie denkt man hierzulande darüber? Zumindest „offiziell“. Hier erfahrt Ihr die Antworten.


UFOs im „offiziellen Deutschland“

Dass Deutschland zukünftig seine eigene „Space Force“ bekommen wird, wurde erst kürzlich beschlossen, wie auf Mystery Files bei YouTube in einem Video berichtet. Das Video über das deutsche „Weltraumkommando“ ist für Euch am Ende nochmals angehangen.

Egal ob „Space Force„, „Weltraumkommando“ oder sogar „Weltraum-Armee“, wie man den Schritt der USA vor wenigen Jahren spöttisch bezeichnete: Das alles klingt wie Science-Fiction. Ist es das aber auch? Wie zum Beispiel HIER dargelegt, ist es das nicht. Tatsache ist aber, dass Bedrohungen der nationalen Sicherheit auch im Weltraum lauern können. Von „Schurkenstaaten“, nicht von Außerirdischen in UFOs. Denn darauf ist so oder so niemand vorbereitet, wie ich es seit Jahren in Büchern, Videos und Artikeln unterstreiche. Außer vielleicht das deutsche THW, wie in diesem Video HIER berichtet

Oder hat sich daran vielleicht etwas geändert? Wie an anderer Stelle 2009 geschildert, gab es bereits einige offizielle Parteianfragen zum Thema Außerirdische, UFOs und Leben im All an die Bundesregierung. Konsens dieser Parlaments-Anfragen: Deutschland ist weder auf Außerirdische oder das UFO-Phänomen in irgendeiner Art vorbereitet, noch wolle man das ändern. Dazu bestünde keine Notwenigkeit. Was sich grundlegend im laufe der Jahre offensichtlich nicht änderte. Auch wenn Thomas Jarzombek von der CDU unser Mann in Deutschland wäre, wenn Außerirdische Kontakt aufnehmen.

UFOs: Wie steht es dazu in Deutschland?

Grund genug, hier doch nochmal nachzufragen. Gerade auch mit Blick auf die Debatte um UFOs und das Pentagon. Und die von der Öffentlichkeit bisher weitgehend unbemerkte „Weltraumkommando“ der deutschen Bundeswehr. So fragte ich am 21. Mai 2021 einmal bei entsprechenden Stellen genau dazu nach. Unter anderem bei der Bundesregierung selbst, bei der Bundeswehr und beim Bundesministerium der Verteidigung in Berlin. Bisher hat lediglich das Verteidigungsministerium am 25. Mai geantwortet.

In meiner Anfrage erläuterte ich kurz den „Stand der Dinge“ zum Thema UFOs bzw UAP in den USA in Bezug auf das Pentagon sowie die entsprechenden Vorgänge oder Aussagen. Hierzu stellte ich insgesamt 10 Fragen, die zusammenfassend wären:

  1. Ist in Deutschland das Phänomen der UFOs/UAP bekannt?
  2. Verfolgt man die Vorgänge in den USA dazu oder tauscht man sich bei deutschen Behörden dazu aus?
  3. Gibt es in Deutschland entsprechende Sichtungsberichte der Streitkräfte?
  4. Wenn ja: Werden sie gesammelt oder auswertet?
  5. Wenn ja: Sind sie für Zivilpersonen einsehbar (also mich)?
  6. Steht Deutschland dazu mit der NATO oder den USA im Austausch?
  7. Wird es in absehbarer Zukunft irgendeine Art von offizieller Stellungnahme zu den UAP-Sichtungen der US-Streitkräfte und dem dortigen Umgang damit geben?
  8. Sieht man überhaupt einen Grund sich mit dem Thema zu beschäftigen? Oder ist das „ein Problem der USA“?
  9. Hat man sich darüber Gedanken gemacht, wie man reagieren soll, wenn die Sichtungen eine fortschrittliche Technologie eines anderen Landes repräsentieren?
  10. Oder sogar, wenn sie außerirdischer Herkunft sind – gibt es da Pläne oder Strategien?

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Beim letzten Punkt verwies ich auf die oben genannten offiziellen Stellungnahmen des Parlamentes. Immerhin sind diese schon über 10 Jahre alt. Natürlich kann man nichts „Großes“ bei solchen Anfragen als Antwort erwarten. Und so schrieb auch nur das Bundesministerium der Verteidigung bisher zurück, deren Antwort im Folgenden vollständig wiedergegeben wird.

Interessanterweise bekam ich Antworten auf Fragen, die ich so gar nicht gestellt habe. Denn das „Weltraumkommando“ der Bundeswehr wurde in meinen Anfragen nicht mal erwähnt. Aber es erklärt erneut gut den Sinn hinter diesem „Kommando“.

Antworten des Verteidigungsministerium

Dem Verteidigungsministerium liegen keinerlei Erkenntnisse zur Existenz von UFOs/UAPs vor.

Wie Sie sicherlich wissen, betreiben wir am Standort Kalar/Uedem das Zentrum Luftoperationen (ZentrLuftOp). Dieses ist Kompetenzträger der Luftwaffe für die Planung und Führung von Luftoperationen.

Im ZentrLuft Op sind einsatzwichtige Elemente wie die Operationszentrale der Luftwaffe mit dem ressortübergreifenden Nationalen Lage- und Führungszentrum Sicherheit im Luftraum, das ressortgemeinsame Zentrum Weltraumoperationen, das Air lntelligence Center der Luftwaffe und das Geoinformationszentrum der Luftwaffe zusammengefasst, die ihre Aufgaben synergetisch und zu großen Teilen rund um die Uhr erfüllen.

Ab dem III. Quartal 2021 wird hier zusätzlich das Kommando Weltraum aufgestellt und betrieben.

Neben dieser gebündelten Fachexpertise zur 3. Dimension und zum Thema Weltraum befinden sich in Kalkar zudem noch zahlreiche multinationale Dienststellen, wie das Joint Air Power Competence Centre sowie das Combined Air Operation Centre, welches insbesondere für die NATO Operationsführung wichtig ist. Hier tauschen wir uns zu entsprechenden Themenfeldern mit unseren multinationalen Partnern aus.

Hinsichtlich Ihrer Frage zur Übersicht entsprechender Sichtungsberichte kann ich Ihnen mitteilen, dass solche Übersichten bei der Bundeswehr nicht existieren. Es gibt in Deutschland keine bekannten Verfahren/Prozesse seitens der Länder, in denen festgelegt ist, dass im Falle ungeklärter Phänomene im Luftraum das Nationale Lage und Führungszentrum Sicherheit im Luftraum (NLFZ SiLuRa) informiert werden muss.

Meldungen von Bürgerinnen und Bürgern werden im Regelfall über die zuständigen Polizeidienststellen entgegengenommen. Einzelne Polizeidienststellen wenden sich bei entsprechenden Meldungen durch Bürgerinnen und Bürger vereinzelt an das NLFZ SiLuRa.

Daraufhin prüft und bewertet das NLFZ SiLuRa die Meldung im Kontext der vorliegenden eigenen Lageinformation und nimmt anlassbezogen noch mit dem Weltraumlagezentrum oder der Deutschen Flugsicherung Verbindung auf, um den Sachverhalt vollumfänglich zu betrachten.

Das Weltraumkommando der Bundeswehr wird den Schutz und, wenn notwendig, die Verteidigung der nationalen weltraumgestützten Fähigkeiten verantworten. Dies geschieht durch die Planung und Führung sogenannter Weltraumoperationen vom Boden aus. Die Abwehr von ballistischen oder auch hypersonischen Flugkörpern, die den erdnahen Weltraum durchqueren, ist eine Aufgabe im Rahmen der territorialen Flugkörperabwehr. Das Weltraumkommando der Bundeswehr wird mit seinen künftigen Fähigkeiten diese Aufgabe unterstützen.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

J. Sch.
Oberstleutnant i.G.
Sprecher Luftwaffe

Bundesministerium der Verteidigung

Bleibt neugierig …

Video vom 20. Mai 2021 auf Mystery Files

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Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller glaubt an Außerirdische – und wäre gerne Astronaut geworden

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Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller glaubt an Aliens - und wäre gerne Astronaut geworden (Bild: YouTube-Screenshot / Montage: Fischinger-Online)
Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller glaubt an Leben im All – und wäre auch gerne Astronaut geworden (Bild: YouTube-Screenshot / Montage: Fischinger-Online)

Der gebürtige Berliner Michael Müller ist seit 2014 Regierender Bürgermeister in Berlin und damit zugleich Regierungschef des Landes Berlin. In seinem Amtssitz im „Rote Rathaus“ in Berlin Mitte besuchten ihn  jetzt die beiden „Kinderreporter“ Linda (13) und Edgar (9) von der „Berliner Zeitung“ für ein Interview. Themen waren seine Hobbys, die Schulzeit und seine Arbeit als Bürgermeister – aber auch Außerirdische und war Michael Müller gerne Astronaut geworden wäre. Mehr dazu erfahrt Ihr in dieser Zusammenfassung hier.


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Statt Bürgermeister von Berlin – Astronaut

Am 3. September 2018 brachte die „B.Z.“ aus Berlin den Beitrag „Kinderreporter fragen Michael Müller aus“. Ein scheinbar überaus lockeres Interview (HIER) zwischen den beiden Kindern und dem „Machtmenschen“ aus dem Berliner Rathaus, wie es scheint.

Neben Fragen und Antworten zu seinem Alltag als Bürgermeister, private Interessen und seiner Schulzeit fragten die beiden „Kinderreporter“ Linda und Edgar Müller auch nach Aliens. „Sie interessieren sich auch sehr für Raumfahrt?“, wollten die beiden wissen, und bekamen als Antwort:

„Ja, ich wäre gern Astronaut geworden. Als Jugendlicher war das ein Traum. Mein Vater und ich waren so oft es ging in der Sternwarte oder haben mit einem großen Fernrohr den Sternenhimmel angeguckt.

Klar, das viele Kinder gerne Astronaut geworden wären. Doch es kam bekanntlich anders. Zumal Michael Müller vor seiner politischen Laufbahn als selbstständiger Drucker in der Familiendruckerei in Berlin arbeitete.

„Ich glaube nicht an irgendwelche kriegerischen Aliens“

Als Kind, dass sich für Sterne und Weltraum interessierte, glaubt Bürgermeister Müller aber auch als Erwachsener noch an Außerirdische. Auf die Frage, „Glauben Sie dann auch an Außerirdische?“, antwortete Müller den Kindern:

Also ich glaube nicht an irgendwelche kriegerischen Aliens, die uns angreifen wollen. Das halte ich für Quatsch. Aber dass es irgendwo anderes Leben gibt, wie auch immer das aussieht, und dass wir nicht die einzigen Lebewesen im Universum sind, davon bin ich überzeugt.

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Mit Sicherheit ist das die Meinung der meisten Menschen der „westlichen Welt“. Vor allem natürlich von Astronomen, Astrophysikern usw. Dass Michael Müller „nicht an irgendwelche kriegerischen Aliens“ glaubt, die irgendwann man die Erde überfallen könnten, ist sehr naiv. Um es provokant auszudrücken. Immerhin ist es theoretisch durchaus möglich, dass es solche Außerirdischen gibt, „die uns angreifen wollen.“

Theoretisch. Denn irgendwelche Hinweise auf solche bösen Aliens existieren nicht. Michael Müller glaubt halt, dass es irgendwo im Universum weitere Lebewesen gibt. Wie auch immer diese außerirdischen Lebensformen letztlich aussehen mögen.

Was wiederum interessant ist, wenn man sich die Nachtberichterstattung nach dem Interview mit den Kindern der „B.Z.“ ansieht. Zumindest teilweise suggerieren diese, als habe der Regierende Bürgermeister von Berlin gesagt, dass er an Aliens im Sinne anderer Zivilisation glaubt. Das kann schon sein, nur hat er das so nicht gesagt.

Ebenso gut könnte Michael Müller auch ganz einfach Mikroben und primitive Krabbelwesen gemeint haben.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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3. Kongress der „Gesellschaft zur Erforschung grenzwissenschaftlicher Phänomene“ im Mai in Berlin: Infos & Programm

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Der 3. grenzwissenschaftliche Kongress der GEgP findet am 6. Mai 2017 in Berlin statt - Hier das Programm und alle Infos dazu (Bild: Ch. Wellmann / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Der 3. grenzwissenschaftliche Kongress der GEgP findet am 6. Mai 2017 in Berlin statt – Hier das Programm und alle Infos dazu (Bild: Ch. Wellmann / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Die „Gesellschaft zur Erforschung grenzwissenschaftlicher Phänomene“ (GEgP) veranstaltet auch 2017 einen Kongress zur Grenzwissenschaft. Inzwischen ist es die dritte Tagung zu den Rätseln der Welt, die diesmal am 6. Mai im wunderschönen Berlin stattfinden wird. Auch ich als Jäger des Phantastischen werde wieder dabei sein – mit exklusiven Neuigkeiten aus der Prä-Astronautik. Welche Mystery-Forscher sonst noch teilnehmen, welche Vortragsthemen die Kollegen geplant haben und alle weiteren Informationen zu diesem Kongress auf den Spuren des Phantastischen findet Ihr ab sofort hier online.

 

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Zum 3. Mal lädt die „Gesellschaft zur Erforschung grenzwissenschaftlicher Phänomene“ (GEgP) zu einem Kongress. Nach zwei Tagungen 2015 und 2016 in Erfurt, ist diesmal Berlin am 6. Mai der Veranstaltungsort.

Unsere geistige Welt und ihre grenzwissenschaftlichen Phänomene

Die GEgP, ins Leben gerufen von dem Kollegen und Para-Forscher Christian Wellmann (s. a. Interview HIER), schreibt zu der Tagung:

„Noch immer sind viele Thematiken der Grenzwissenschaften wie z.B. UFOs oder Pyramiden, welche auf allen Kontinenten unserer Welt zu finden sind, mystische, archäologische Artefakte, Kornkreise, Spukphänomene und unendlich viele mehr, nur im Ansatz erklärt und erforscht. Bis heute werden sie von der Schulwissenschaft verleugnet und von der Politik als Verschwörungstheorien abgetan. Was letztendlich hinter den Phänomenen unserer Welt steckt, lässt sich bis zum heutigen Tage noch nicht vollständig erklären.

Aber es gibt engagierte Grenzwissenschaftler und Forscher, die sich mit diesen Thematiken befassen. Es gibt eben jene, die dieses Gebiet mit außerirdischen Aktivitäten und längst vergangenen, untergegangenen Kulturen in Verbindung bringen und es gibt andere, die diese Mysterien aus wissenschaftlicher Sicht
zu erklären versuchen. Auch in diesem Jahr haben wir solche Grenzwissenschaftler und Forscher eingeladen, um gemeinsam mit Ihnen auf eine phantastische Reise in unbekannte, phänomenale Welten zu gehen und Ihnen eine kleinen Einblick in diese Thematiken der Grenzwissenschaften zu gewähren.

Gehen Sie mit uns auf dieses phantastische Abenteuer und erleben Sie einen Spannenden, aufregenden Tag.

Veranstaltungsort der GEgP-Tagung

Anmeldung bei:

Termin, Zeiten und Preis

  • 6. Mai 2017
  • Einlass: 09.30 Uhr
  • Beginn: 10.00 Uhr
  • Ende: ca. 19.10 Uhr
  • Teilnahmegebühr: 75,00 Euro

Frühbucherrabatt: Wer sich bis zum 10. März anmeldet, zahlt nur 69,00 Euro!


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Programm (geändert 13. 2.)

  • 10.00 Uhr Begrüßung und Infos zum Tageslauf
  • 10.10 Uhr Hartwig Hausdorf: „Götterkriege“ – Eingriffe in die Kriege der Menschheit von der Urzeit bis heute1
  • 11.40 Uhr Pause
  • 12,00 Uhr Thomas Ritter: Das Geheimnis der bosnischen Riesenpyramiden
  • 13.30 Uhr Mittagspause / Für Interessierte bieten wir eine traditionell chinesische Teezeremonie an, bei der sie köstliche Tee´s probieren können!
  • 14.30 Uhr Alexander Knörr: Das Rätsel der vergessenen Terrakottaarmeen Chinas
  • 15.00 Uhr Christian Wellmann: Phantastische Phänomene – Rätselhafte Mysterien – Unglaubliche Geschichten aus der Grenzwissenschaft
  • 16.00 Uhr Pause
  • 16.15 Uhr Oliver Gerschitz: „UFO -Abstürze“ – Das ultimative Trauma (fällt aus!)
  • Neu im Programm: 16.15 Uhr Peter Hattwig: „Levitation leicht gemacht“
  • 17.45 Uhr Alexander Knörr: Aus dem Leben eines UFO -Forschers und die besten Fälle aus 26 Jahren Feldforschung
  • 18.30 Uhr Lars A. Fischinger: „Objekt M“ – Neuigkeiten zum abgestürzten UFO in Tallinn / Estland (s. a. HIER)
  • 19.15 Uhr Schlussworte und Ende der Veranstaltung

Mein Vortragsthema, das „Objekt M“, das Ihr sicher von meiner Crowdfunding-Kampagne her kennt (oder kennen solltet), wird interessante Neuigkeiten zu diesem „Ding“ beinhalten. Zum Beispiel stelle ich Euch Materialuntersuchungen dieses unbekannten Objektes im Erdreich von Estland vor, die damals von den Sowjetischen Wissenschaftlern durchgeführt wurden …

Bleibt als neugierig …

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Lars A. Fischinger

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YouTube-Video zum „Strange Sound Phenomenon“, Teil 2: Der „Knall von Berlin“, HAARP und Himmelsposaunen schon vor über 160 Jahren?

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Strange Sound Phenomenon bereits vor über 160 Jahren?! (Bild: gemeinfrei / L.A. Fischinger)
Strange Sound Phenomenon bereits vor über 160 Jahren?! (Bild: gemeinfrei / L.A. Fischinger)

Der „Knall von Berlin“ und das Phänomen der „Posaunen“ oder des unerklärlichen Donners am Himmel, habe ich vor einiger Zeit bereits auf meinem Kanal Ancient Aliens und Mystery Files vorgestellt. Dazu erhielt ich eine ganze Reihe von Zuschriften von Euch. Danke dafür. Aber ist wirklich „moderne Geheimtechnologie“ für das Phänomen verantwortlich? Denn es scheint so, dass es bereits vor über 160 Jahren dieses Phänomen in den USA gab, wie ich es in einem neuen Mystery-Video auf YouTube zeige.

(Anm.: Das Video ist schon seit über einem Jahr auf meinem YouTube-Channel online gewesen, jedoch nicht auf diesem BLOG.)

Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Viele Freunde des Phantastischen glauben schon lange, dass das Phänomen der mysteriösen Geräusche am oder vom Himmel mit HAARP in Alaska in Zusammenhang steht. Wie eben der „Knall von Berlin“, den ich aufgrund der Medienberichte in Deutschland zum Anlass nahm, ein Video über diesen Berliner „Knall“ zu machen.

Doch ich habe einen Bericht aufgespürt, der über 160 Jahre alt ist und in dem von solchen „Donnerschlägen“ bereits berichtet wird. Diese sollen „durch keine bekannten Naturgesetze erklärt werden können“ und ereigneten sich im US-Staat New York. Bis heute sind dort die „Seneca Guns“ oder auch „Booms“ von den Bewohnern zu hören. Erstmals veröffentlicht hat es James Fenimore Cooper, der Erfinder der „Lederstrumpf“-Bücher im Jahre 1850…und da ist sehr lange lange vor HAARP …

Alles weitere dazu in diesem Video.

„Teilen“ und/oder verbreiten ist natürlich erwünscht.

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Ich freue mich über Eure Ansichten, Postings, Kommentare und Meinungen bei YouTube dazu – und wenn Ihr meinen Mystery-Channel abonnieren würdet.

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

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Video: Ebola-Alarm! Auch in Berlin – aber: Angeblich stecken die USA und ihre geheimen Pläne hinter dem aktuellen Ebola-Outbreak in Afrika

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Ebola-Alarm: Auch hier sollen die USA wieder schuld haben (Bilder: Centers for Disease Control and Prevention/WikiCommons/Content Providers(s): CDC/ Ethleen Lloyd/gemeinfrei / L. A. Fischinger)
Ebola-Alarm: Auch hier sollen die USA wieder schuld haben (Bilder: Centers for Disease Control and Prevention/WikiCommons/Content Providers(s): CDC/ Ethleen Lloyd/gemeinfrei / L. A. Fischinger)

Derzeit in allen Medien: Die Seuche Ebola wütet in weiten Teilen Westafrikas und fordert immer mehr Todesopfer. Nun kam es zu einem „Ebola-Alarm“ in einem sogenannten „Jobcenter“ in Berlin. Ein Fehlalarm, wie sich zum Glück zeigte. Doch viele Menschen haben Angst vor der gefährlichen Fiebererkrankung aus Afrika und befürchten teilweise die wildesten Szenarien einer Katastrophe. In diese Ängste mischen sich nun Aussagen, dass die USA hinter dem derzeitigen Ausbruch des Ebola-Fieber in Ländern wie Liberia, Sierra Leone oder Sierra Leone stecken. Warum erkläre ich in diesem Video auf meinem Mystery-Kanal des Unfassbaren bei YouTube.

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Von Lars A. Fischinger

HALLO, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Was man so alles in den „dunklen Ecken“ des Internet munkelt, ist schon erstaunlich. Da starben bisher rund 1200 Menschen in Westafrika an dem schrecklichen Ebola-Fieber und in Deutschland sorgte Ebola-Alarm (Ebola-Fehlalarm) in Berlin und Hagen für Aufregung, und schon steht die USA unter Generalverdacht.

Dass die USA weltweit in nicht ganz saubere Aktivitäten verstrickt waren und sind, ist sicher kein Geheimnis. Bekannte Beispiel sind die NSA-Affären, „rechtsfreie“ Gefängnisse oder der Irak. Aber nun wird auch der Ausbruch von Ebola in Westafrika den USA in die Schuhe geschoben.

In meinem neuen Video habe ich mir mal zu dieser vermeintlichen US-Verschwörung Gedanken gemacht:

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Ich danke Euch

Euer Fischinger-Online

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Der „Knall von Berlin“: Strange Sound Phenomenon über der Hauptstadt – was steckt hinter den weltweiten Berichten über Himmelsposaunen? (Video)

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Rätselhafter "Knall" nachts über Berlin - doch weltweit existieren Berichte von unerklärlichen Geräuschen am Himmel (Bild: WikiCommons / L. A. Fischinger
Rätselhafter „Knall“ nachts über Berlin – doch weltweit existieren Berichte von unerklärlichen Geräuschen am Himmel (Bild: WikiCommons / L. A. Fischinger

Was steckt hinter den rätselhaften „Himmelsposaunen“? Auf der ganzen Welt berichten Menschen, dass sie unerklärliche und sehr laute Geräusche am Himmel gehört haben. Eine Art „Donnern“ oder sogar „Schreie“ und „Dröhnen“. Auch SAT1 hat nun darüber im „Frühstücksfernsehen“ berichtet. Über ein „Strange Sound Phenomenon“ nachts über oder in Berlin Wedding. Mehr dazu in einem YouTube-Video auf meinem Mystery-Kanal.

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Iron Sky-Interview: Raumnazis attackieren Berlinale

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Interview mit Iron Sky-Regisseur Timo Vuorensola

Seit insgesamt sieben Jahren entwickeln finnische Filmemacher unter großer Anteilnahme der Netzgemeinde das Filmkunstwerk Iron Sky, das heute auf der Berlinale an prominenter Stelle spektakulär seine Welturaufführung erfahren wird. Für ein Budget von gerade einmal 7,5 Millionen Euro realisierten die unabhängigen Künstler durch ein neuartiges Crowd-Sourcing-Konzept eine Kinoproduktion, die unter konventionellen Umständen das zehn- bis zwanzigfache gekostet hätte. Doch das ehrgeizige Leinwanddebut ist wegen des polithistorischen Themas und gewisser Provokationen nicht unumstritten. Regisseur Timo Vuorensola gab Telepolis ein Exklusivinterview.

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Auf der Suche nach dem 12. Planeten – Das Rollsiegel VA 243 im Pergamonmuseum Berlin

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Das akkadische Rollsiegel „VA 243“ aus Berlin

Alles nur Spinnkram? Oder verbirgt sich im Berliner Pergamonmuseum das Geheimnis um den sagenumwobenen 12. Planeten. Auf der Suche nach dem weltberühmten Rollsiegel VA 243 begaben sich Reporter von JungeMedien Hamburg ins Pergamonmuseum. Vor Jahren stieß hier der Autor und Forscher Zecharia Sitchin auf dieses geheimnisvolle Rollsiegel, das aus dem mesopotamischen Raum stammt und dessen Alter man auf ca. 4500 Jahre schätzt. Er sah damit seine 1976 postulierte Theorie vom 12. Planeten bestätigt.

Siehe auch den Artikel zum Thema von Lars A. Fischinger: Kommt der Planet „Nibirui“ 2012?

Bücher zum Thema „Rollsiegel“ und „Nibiru“:

Historia Mystica
Die Akte 2012
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Rethra, das Atlantis der Heiden nahe der Ostsee – und die Jahrhundertfälschung in der Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns (+ Videos)

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Rethra, das Atlantis der Heiden nahe der Ostsee - und die Jahrhundertfälschung in der Geschichte Mecklenburgs (Bilder: gemeinfrei & WikiCommons CCO/RonnyKrüger / Montage: Fischinger-Online)
Rethra, das Atlantis der Heiden nahe der Ostsee – und die Jahrhundertfälschung in der Geschichte Mecklenburgs (Bilder: gemeinfrei & WikiCommons CCO/RonnyKrüger / Montage: Fischinger-Online)

Das versunkene Atlantis ist in der Form, wie sie Platon vor mehr als 2.400 Jahren überliefert hat, einmalig auf der Welt. Doch vielerorts finden sich versunkene Orte oder Städte, die man gerne mit dem Attribut „Atlantis“ belegt. Auch in Deutschland. ein eher weniger bekanntes „Deutsches Atlantis“ ist das untergegangene Rethra in Mecklenburg-Vorpommern. Ein Zentrum der „Heiden“, das bereits an über 30 Orten angeblich lokalisiert oder zumindest gesucht wurde. Und das mangels Beweisen für seine einstige Lage einst zum größten Betrug in der Archäologie Mecklenburg-Vorpommerns führte. Hier erfahrt Ihr die Geschichte und den Mythos hinter dem versunkenen Rethra, dem Betrug aus dem 18. Jahrhundert dazu und was – vielleicht – Platons Atlantis damit zu doch tun hat.


Atlantis und Atlantisse

Atlantis gab es nur ein einziges Mal und es soll vor tausenden Jahren versunken sein. Zumindest hat das der Grieche Platon vor über 2.400 Jahren in seinen Schriften behauptet. Doch so wie Atlantis einst unterging, so gibt es zahlreiche Orte, die im Laufe der Geschichte verschwanden. Oder verschwunden sein sollen, da ihre wirkliche Existenz vielfach unbelegt ist. Einige davon haben die Gemeinsamkeit, dass man sie heute in Anlehnung an Platon „Atlantis von XY“ nennt. Schnell kann so selbst der Laie mit diesem Begriff etwas anfangen.

Auch Deutschland hat solche „Atlantisse“ in der Geschichte vorzuweisen. Bekannt sind hier vor allem Vineta in der Ostsee und Rungholt im Wattenmeer der Nordsee, über die zum Beispiel in den ersten beiden Mystery Files-Videos unten bereits berichtetet wurde (derzeit noch für Fans und Kanalmitlieder!) Diese Ortschaften gingen nicht wie das klassische Atlantis vor vielen tausend Jahren unter, sondern teilweise erst im Mittelalter. Doch auch hier blieben nur Legenden.

Wobei es bei Rungholt als „Atlantis der Nordsee“ etwas anders aussieht. Hier existieren eine ganze Reihe archäologischer Funde und Spuren im seichten Wattenmeer südöstlich der heutigen Insel Pellworm. Und erst kürzlich kamen neue hinzu, wie im 1. Video unten berichtet. Grundsätzlich aber gab es dutzende „Atlantisse“, die hier in Nordfriesland versunken sind. Doch nur Rungholt wurde legendär und bekam die Spitznamen „Atlantis der Nordsee“.

Viele Legenden über solche untergegangenen Orte und Stätten ähneln sich in nicht wenigen Details. Oft sprechen sie vom unermesslichen Reichtum der Bürger, einem daraus resultierenden Sittenverfall und einer um sich greifenden Gottlosigkeit. Das brachte das Ende und damit den Untergang als eine Strafaktion des Herrn. Elemente, die schon bei Platon in der Legende seines Atlantis zu finden sind.

Rethra, die versunkene Stadt der Heiden

Der Laie wird bei (im Meer) versunkenen Städten in Deutschland wohl nicht mehr als Rungholt und vielleicht noch Vineta kennen. Zwei christliche Orte, die damit in historischer Zeit anzusiedeln sind. Aber bekanntlich wird die Geschichtsschreibung immer dunkler, je weiter man in die Vergangenheit geht. Und so ist es auch bei einer anderen Siedlung, die im vorchristlichen Zeitalter in der Ostsee bzw. nahe dem Meer untergegangen ist.

Diese Stadt oder besiedelte Befestigung wird meist Rethra genannt. Von ihr blieben nichts als Legenden, die von ihrer Lage, ihrem Aussehen, ihrem Verschwinden und den einstigen Bewohnern künden. Und sich dabei fast immer widersprechen und unterscheiden. Denn gefunden hat dieses sagenhafte Rethra bisher niemand. Obwohl inzwischen über 30 Orte bekannt sind, an dem dieser gesucht oder vermutet wurde.

Diese Lokalisierungsversuche überziehen fast das gesamte heutige Mecklenburg-Vorpommern und reichen bis in den Norden Brandenburgs sowie bis nach West-Polen (Stargard/Szczecinski). Lediglich zwei Orte, an denen Rethra gelegen haben soll, die Städte Wolgast und Lassan, liegen dabei direkt an der Ostsee. Alle anderen angeblichen Lokalisierungen liegen zum Teil sehr weit im Landesinneren und fernab von jedem Wasser. Die Mehrzahl aber an diversen Seen, an denen es auf der berühmten Mecklenburgischen Seenplatte bzw. in Mecklenburg-Vorpommern an sich nicht gerade mangelt.

Dennoch gibt es seit Jahrhunderten einen Favoriten, wo das heidnische Rethra gelegen haben soll. Es ist der etwa 10 Kilometer lange und bis zu knapp über 30 Meter tiefe Tollensesee mit der darin gelegenen Fischerinsel und dem südlich davon gelegenen See Lieps. Beide Gewässer liegen unmittelbar nebeneinander und sind durch Kanäle miteinander verbunden. Ganz im Norden liegt der Ort Neubrandenburg am Ufer des Tollensesee. Eine heute beliebte Urlaubsregion.

Ein heidnisches „Atlantis“ im Tollensesee und in der Lieps?

Der See Lieps unterscheidet sich mit durchschnittlich knapp über 2 Metern Tiefe und einer Größe von nur 3 x 2,5 Kilometern deutlich vom Tollensesee. Dennoch kann man dieses Gebiet als eine „Einheit“ ansehen, die sicher auch schon in „heidnischer Zeit“ Menschen anzog. Waren unter ihnen auch die Gründer des Ortes Rethra? Lokal ist man davon überzeugt, da 2003 der Name „Rethra“ als Marketingmittel für die Region markenrechtlich geschützt wurde.

Tatsächlich gibt es dort archäologische Funde aus der heidnischen Zeit der Slawen. Unter anderem ein Idol oder eine „Götze“ aus Holz, das auf der Fischerinsel im Tollensesee entdeckt wurde. Ebenso finden sich an und in den Seen Reste von Ringwallanlagen und andere Siedlungsspuren. Seit mindestens dem 7. Jahrhunderten siedelten diesen Funden nach Menschen im südlichen Bereich des Tollensesee inklusive der dortigen Fischerinsel und dem Gebiet Lieps. Aus diesem Grund vermuten viele, dass Rethra einst genau dort gelegen haben muss. An der Spitze der Halbinsel Nonnenhof in der Lieps sind sogar noch heute die Reste einer entsprechenden Burgwallanlage zu sehen. „Bacherswall“ wird diese genannt.

Eine versunkene Insel

Versunken ist dort aber nachweislich tatsächlich eine etwa 3.000 Quadratmeter kleine Insel namens Binsenwerder in dem See Lieps. Das war allerdings erst im 13. Jahrhunderte, als der See aus wirtschaftlichen Gründen absichtlich um 1,5 Meter aufgestaut wurde. Viele archäologische Funde und Spuren ging so verloren oder können heute nur durch Unterwassergrabungen gesichert werden. Unter anderem die Funde von der Fischerinsel beweisen jedoch, dass hier ein bedeutendes Siedlungsgebiet der „Heiden“ lag. Inklusive Kultstätten und archaische Tempel.

Funde von Silber, Keramik, Waffen, Münzen, Äxte, Bauten und nicht zu Letzt Ringwallanlagen deuten sogar darauf hin, dass hier ein wichtiges Zentrum unserer Vorfahren lag. Im Lokalmuseum von Neubrandenburg sind einige diese Objekte heute zu bestaunen.

So verlockend es auch sein mag, Rethra im Bereich südlicher Tollensesee, Fischerinsel und Lieps zu lokalisieren, Belege dafür gibt es nicht. Dafür sind die überliefern Informationen über die Lage des Ortes schlicht zu ungenau und widersprüchlich.

Nichtmal der eigentlich Name der Stadt oder Festung war späteren christlichen Autoren mehr bekannt. Ebenso wenig wie die der dort verehrten Götter, für die eigens Tempel erbaut wurden. Einige sprachen sogar ein zentralen Heiligtümern, was die Bedeutung des Ortes unterstreicht. Einig war man sich nur dahingehend, dass der Ort ein Zentrum von Macht, Politik. Wirtschaft und Glaube der Lutizen war. Ein Verbund vier verschiedener Slawen-Stämme, zu denen auch die Redarier gehörten.

Fantasievolle Beschreibungen

Die Chronik des Geschichtsschreibers und Kirchenmannes Thietmar von Merseburg gilt als ältestes Zeugnis von Rethra. Er lebte von ca. 975 bis 1018 nach Christus und nennt die Ortschaft Riedegost, in der die Gottheit Zuarasici verehrt wurde. Adam von Bremen nennt in seiner zwischen 1070 und 1076 verfassten „Geschichte des Erzbistums Hamburg“ die Gottheit selber Riedegost. Verheert in einem Heiligtum in dem Ort Rethra, der das Zentrum „ihres Teufelsglaubens“ sei. Fantasievoll überliefert der Chronist vor rund 1050 Jahren weiter:

Sein Bild ist aus Gold gefertigt, sein Lager von Purpur. Die Burg selbst hat neun Tore und ist ringsum von einem tiefen See umgeben. Ein Knüppeldamm gewährt Zugang, aber er darf nur von Leuten betreten werden, die opfern oder Orakelsprüche einholen wollen.“

Nach dieser Beschreibung lag der versunkene Ort mitten in einem See auf einer Insel. Und mit angeblich neun Toren war er sicherlich auch keine kleine Ansiedlung. Thietmar von Merseburg sah das in Band VI seiner „Chronik“ ganz anders:

Im Redariergau liegt die dreieckige und dreitorige Burg Riedegost, rings umgeben von einem großen, für die Einwohner unverletzlich heiligen Walde. Zwei ihrer Tore sind dem Zutritt aller geöffnet. Das dritte und kleinste Osttor mündet in einen Pfad, der zu einem nahe gelegenen, sehr düsteren See führt.

In der Burg befindet sich nur ein kunstfertig errichtetes, hölzernes Heiligtum, das auf einem Fundament aus Hörnern verschiedenartiger Tiere steht. Außen schmücken seine Wände, soviel man sehen kann, verschiedene, prächtig geschnitzte Bilder von Göttern und Göttinnen. Innen aber stehen von Menschenhänden gemachte Götter, jeder mit eingeschnitztem Namen.

Das Ende von Rethra

Bis hoch nach Rügen in der Ostsee und weiter nach Osten zum Fluss Oder gibt es gut zwei Dutzend heute bekannter Plätze, die einstmals heidnische Tempel in dieser Art waren. Und sicher waren es vor über 1.000 Jahren noch weit mehr. Auch sie müssen in dieser Form als etwas Besonders im Herrschaftsgebiet der Liutizen gelten. Alle mussten bedeutende und vor allem große Glaubes-Zentren gewesen sein, da um sie herum eine entsprechende Infrastruktur für deren Betrieb funktioniert haben muss. Angefangen bei einer angesiedelten Landwirtschaft und Platz für Pilger, Priester, Wächter/Krieger und Händler bis zu Straßen.

Rethra als machtpolitisches und religiöses Zentrum diente den „Heiden“ auch als Versammlungsort und Aufmarschgebiet bei ihren Kämpfen. Zum Leidwesen der Christen und feindlicher Stämme, wurden von dort Feldzüge und Aufstände begonnen. Ab 1056 kam es erneut zu Kämpfen der Liutizen und der Ort büßte mehr und mehr seiner Bedeutung ein.

Letztlich war es mutmaßlich der christliche Bischof Burchard II. von Halberstadt (1028 – 1088), der Rethra 1068 den Todesstoß versetzte. Der Ort wurde vernichtet, der Tempel zerstört, die Heiligtümer verschleppt. Und letztlich blieb nur eine mythische Erinnerung an das versunkene Rethra. So dokumentierte es es Rainer Szczesiak in seiner Arbeit „Auf der Suche nach Rethra! Ein interessantes Kapitel deutscher Forschungsgeschichte“ schon 2007.

Schon anhand dieser Jahresdaten wir klar, dass der eigentliche Untergang nicht sicher datiert werden kann.

Das man von einem so bedeutenden Ort, der vor gerade mal rund 1.000 Jahren verschwand, nicht mehr weiß, wo er ungefähr lag, ist ebenso ungewöhnlich. Die über 30 Orte, an denen Rethra vermutet wurde, umfassen immerhin über 20.000 Quadratkilometer. Ein deutlicher Beleg, dass man hier die Nadel im Heuhaufen sucht.

Nichts als Legenden blieben

Bekanntlich wandeln sich Legenden, Mythen und Überlieferungen. Sie werden aufgebauscht, verändert oder Namen von handelnden Personen und Göttern sowie Orte und Ortsnamen werden dabei auch mal ausgetauscht. Jeder Mystery-Jäger und Prä-Astronautik-Forscher wie ich kennt das aus der Geschichte zu Genüge. Und am Beispiel Rethra sieht man, dass es dazu nicht mal tausende von Jahren wie beim klassischen Atlantis bedarf. Auch nicht eine mündliche Ausbreitung durch verschiedene Kulturen und in in vollkommen andere Regionen der Erde.

So hat beispielsweise Jodocus Deodatus Hubertus Temme 1840 in seinem Werk „Die Volkssagen von Pommern und Rügen“ folgende Sage über den Ort wiedergegeben:

In den uralten heidnischen Zeiten war in Pommern eine berühmte Stadt, Rethra heißen. Dieselbe war der Hauptsitz des Pommerschen Götter, besonders des Götzen Radigast oder Redigast.

Die Stadt Rethra war groß, von vielen Einwohnern und voller Reichtümer. Man ging durch neun Thore in dieselbe hinein, und sie war rund umher mit Wasser beflossen. Sie hatte viele Tempel, in welche man über köstliche Brücken ging. Der vornehmste Tempel gehörte dem Götzen Redigast, welcher ganz von Gold war, und auf einem Lager von Purpur ruhte.

Diese Stadt ist zuletzt wegen ihres Uebermuthes und Heidenthums gänzlich zerstört. Das ist geschehenen noch lange bevor das Christentum nach Pommern kam. Auf welche Weise aber, das weiß man nicht. Sie ist so ganz zu Grunde gegangen, daß man nicht einmal die Gegend mehr angeben kann, wo sie gestanden hat. Doch glauben die Meisten, sie habe da herum gestanden, wo jetzt die Stadt Treptow am Tollensee liegt.

Offensichtlich diente bei dieser Volkssage die Chronik von Adam von Bremen als Vorlage. Oder vielleicht doch eher umgekehrt? Die Übereinstimmungen sind zumindest offenkundig. Die Zerstörung selber, so schreibt es Ernst Heinrich Wackenroder in seinem Geschichtswerk „Altes und Neues Rügen (…)“ aus dem Jahr 1730, geschah angeblich schon im Jahr 960. Nach langen und blutigen Kriegen in den Jahrzehnten zuvor, in denen zum Teil 200.000 Kämpfer auf Seite der „Ungläubigen“ angetreten sein sollen. Eine sicher weit übertriebene Zahl.

Diente Platons Atlantis als Vorlage?

Mit Wohlwollen könnte man die oben zierte Sage oder Überlieferung mit dem Atlantis des Platon in Verbindung bringen. Möglich, dass hier die Legende aus Griechenland vom atlantischen Kernheiligtum zumindest teilweise Inspiration für die Beschreibung von Rethra war.

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In Seinem Werk „Kritias“ beschreibt Platon das Aussehen von Atlantis. Die Tempel, Wasserwege, Ringe von Land und Wasser um das Zentrum, sein Kernheiligtum im Inneren usw. „Und errichteten bei den Brücken nach beiden Seiten hin Türme und Tore“, heiß es etwa in „Kritias“ 116a. Und im Zentrum „befand sich ein der Kleito und dem Poseidon geweihter Tempel, welcher nur von den Priestern betreten werden durfte und mit einer goldenen Mauer umgeben war“ (116c).

Das war das Allerheiligste der Atlanter für ihren Hauptgott Poseidon. Da ist die Lage mitten im Zentrum der Gesamtanlage gerade angemessen. Wie für die Bewohner Rethras ihr Hauptheilgtum im Zentrum der Stadt.

Ob das versunkene Rethra „nur“ eine Insel war, oder irgendwie Ähnlichkeit in Form eines Ringsystems wie Atlantis hatte, bleibt natürlich Spekulation. Eine heidnische (runde) Ringwallanlage mag zu solchen Ideen sicher gern verleiten. Auch hat Atlantis keine neun Tore gehabt, sondern nur zwei sowie zwei Brücken, wie Platon behauptet. Ringwallanlagen haben indes üblicherweise auch nur zwei Tore. Nicht neun, wie Rethra sie angeblich besaß.

Zwei Tore sind auch bei Weitem leichter zu verteidigen, als gleich neun.

Seltsame Bronzefiguren: Die „Prillwitzer Idole“

Der Mangel an Beweisen für die Lage von Rethra war und ist für die Suchenden ein Dorn im Auge. Da nützt es auch nicht, wenn man sich den Namen schützen lässt und damit quasi dessen Lage am Tollensesee „zementiert“. Ohne belegen zu können, dass die dort vorhanden Funde und Spuren wirklich von Rethra stammen.

Hier sollte man etwas mit „Beweisen“ nachhelfen, dachten sich im 18. Jahrhundert einige gewiefte Neubrandenburger vom Tollensesee. So erschienen 1768 bei der Familie Sponholz in Neubrandenburg, eine eingesessene Familie von Goldschmieden, „plötzlich“ Personen, die ausgesprochene seltsame Funde präsentierten. Es waren Figuren und zahlreiche andere Objekte aus Bronze, die überwiegend menschliche Gestalten zeigen. Augenscheinlich heidnische Götteridole in einer bis dato nie gesehenen Art.

Einige der Idole waren Menschen mit den Köpf eines Löwen. Andere erinnern an Meerungfrauen mit Flossen oder hatte mehre Köpfe. Wieder andere zeigten scheinbar Krieger mit Schwertern, ganz normale Personen, Tiere und bärtige „Priester“ mit „Strahlenkränzen“ um den Kopf oder sogar Körper. Nicht wenige hatte eine Ente auf dem Kopf sitzen. Über 60 dieser Bronzefiguren und Objekte kamen so nach und nach an die Öffentlichkeit. Einige messen rund 20 Zentimeter in der Höhe.

Im Titelbild ist eine Zeichnung eines der Objekte eingefügt.

Ihre Eigentümer gaben an, dass es Zufallsfunde waren, die ein Vorfahre der Familie Spongholz beim Baumpflanzungen machte. Fundort sei der Garten der Pfarrei Prillwitz gewesen. Ein Dorf direkt am Südufer der Lieps und heute Teil der Gemeinde Hohenzieritz. Unverkennbar ähneln die Figuren, bronzenen Scheiben oder „Münzen“ und mutmaßliche Schmuckstücke keiner Kultur in Norddeutschland. Oder überhaupt irgendwo auf der Welt. Sie sind, wenn überhaupt, ein Stilmix.

Ansturm auf die Fundstücke

Die Funde wurden zu einer Sensation und als „Prillwitzer Idole“ bekannt. Denn sehr viele der Objekte waren mit Runen beschriftet und immer wieder war dort „Rethra“ zu lesen. Die Gelehrten waren (teilweise) begeistert, da diese Funde beweisen, dass der gesuchte Ort genau da lag, wo er auch damals schon vermutet wurden. Im Gebiet Lieps und Tollensesee. So erschien bereits drei Jahre später über diese Funde das umfangreiche Werk „Die gottesdienstlichen Alterthümer der Obotriten, aus dem Tempel zu Rhetra am Tollenzer-See“ von Andreas Gottlieb Maschs.

Das Werk illustriere 1771 viele der Artefakte mit detailreichen Zeichnungen und Kupferstichen. Kein geringer als Prinz Carl von Mecklenburg Streliz hatte „befohlen, in übereinstimmiger Größe eine genaue Zeichnung davon zu verfertigen“, wie es der Herausgeber Daniel Woge einleitend schreibt. Immerhin wären die Funde in Zeitungen und anderen Magazinen den Altertumsinteressieren bereits bekannt gemacht worden. Mal am Rande, mal detaillierter. Zeit für ein Buch mit exakten Abbildungen, die „in aller nur möglichen Sorgfalt und Treue“ angefertigt wurden.

Was sicher niemand in Abrede stellen wird.

Weiter schreibt der Herausgeber Woge, dass, nachdem bekannt wurde, dass er solche Zeichnungen anfertige, die Interessierten ihm geradezu die Bude einrannten. Sie wollten Kopien seiner Zeichnungen – entweder gleich alle „oder nur einzelner Stücke“. Schnell merke er, dass er bei der Flut von Anfragen seine anderen Arbeiten „kein Genüge geschehen konte“. Er war ganz einfach überfordert. Heute ein Beleg, welches Echo diese Funde nach sich zogen.

Der Tempelberg von Rehtar

Ebenso schnell wurden aber Zweifel an den Artefakten laut. So schreibt der Herausgeber Woge weiter:

Und als vollends die Authenticität und ächte Beschaffenheit dieser sämtlichen Alterthumsstücke bezweifelt werden wolte, so entschlo0ß ich mich endlich, die für mich genommenen Copenen der gelehrten Welt in genauen Kupferstichen vor Augen zu legen (…).“

Die Kenner und Experten sollten so selber zu einen Urteil kommen. „Ohne sonderliche Kosten“ für die Anfertigung unzähliger Kopien für Einzelanfragen. Von einem Profi in Berlin seien die Kupferstiche deshalb „auf das genaueste gestochen“ worden. Die enormen Kosten für das Buch, den Verlag und Druck sowie den Vertrieb trägt er teilweise selber, unterstreicht er. Es könne folglich nicht seine Absicht sein, „große Reichthümer damit zu gewinnen“, da er nicht mal den vollen Preis für das Buch verlangen würde.

Er wolle keineswegs „an dem gelehrten Publikum (…) wuchern“, unterstreicht der Herausgeber, und er habe die „ungewisse Hoffnung“, dass der künftige Verkauf wenigstens etwas die Kosten deckt. Von den gedruckten Exemplaren wird deshalb „künftig keines unter 3 Thaler 12 Gr. in Golde“ verschickt werden.

Diese einleitenden Aussagen des Herausgebers Daniel Woge sind überaus interessant.

Er sah sich im Mai 1771, als er diese „Vorrede“ des Buches schrieb, bereits dazu veranlasst, darauf zu verweisen, dass das Werk enorme Kosten im Vorfeld verursachte. Er und der eigentliche Autor Masch haben keinesfalls im Sinn, irgendwen „abzuzocken.“ Interessanterweise „müssen“ sich bis heute Sachbuchautoren genauso rechtfertigen, da sie zum Teil enorme (Recherche-)Kosten für ihre Arbeit im Vorfeld haben …

Auch der Autor Masch selber betont: „Meine Absicht ist hiebey ohne Eigennutz“. Auf „dem Tempelberge der Stadt Rhetra“ stünde demnach heute das Wohnhaus von Landrat Asmus Wilhelm von Bredow. Da war er sich nach seinen Recherchen sicher, die zu dem immerhin rund 200 Seiten umfassenden Buch führten.

„Made in Rethra“

Die „Prillwitzer Idole“ tauchten zu dutzenden auf. Allein der Sammler August Friedrich Christian Hempel aus Neubrandenburg erwarb für seine Privatsammlung gleich 35 Exemplare. Die Herzöge von Mecklenburg Strelitz, von denen auch die Illustrationen bzw. Kupferstiche in Auftrag gegeben wurden, erwarben über 20 Objekte.

Gideon Sponholz aus der Neubrandenburger Goldschmiedefamilie nahm die Funde zum Anlass in seinem Ort ein Privatmuseum zu eröffnen. Er wurde so zu einem vermeintlichen „Experten“ für Altertümer und bekam vom Adel sogar die Genehmigung selber nach Schätzen zu graben. Im 18. Jahrhundert ein Privileg der Herzöge und eine beachtliche Ausnahme gegenüber Sponholz. Das einfache Volk durfte nicht mal im Wald jagen.

Auch damals staunten die Experten sehr schnell über die scheinbar willkürlichen Zusammensetzung von verschiedenen Stilelementen an den „Idolen“. Vergleichbares kannte man aus der Archäologie nicht. Der Vorwurf des Betruges stand damit schnell im Raum. Auch sollte man direkt stutzig werden, wenn Funde in so großer Stückzahl auftreten, von denen viele in Runen die Aufschrift „Rethra“ tragen. So, als wollten die Schöpfer klarstellen, woher die Objekte stammen: „Made in Rethra“. Missverständnis? Ausgeschlossen!

Jahrzehnte später war klar, dass die Idole von den Goldschmieden der Sponholz-Familie selber angefertigt wurden. Zumindest der Großteil der Objekte, womit diese Beweise wertlos sind. Auch wenn sie nach dem Zweiten Weltkrieg verschwanden und als Kriegsbeute als gestohlen galten. Erst Ende der 1980er Jahre fand man sie wieder und sie sind seitdem unter anderem im Volkskundemuseum Schwerin-Mueß verwahrt.

Eine Großherzogliche Untersuchungskommission brachte 1827 endlich Klarheit über die „Idole“. Verschiedene ehemalige Mitarbeiter der Familie Sponholz wurden verhört und ein früherer Goldschmied mit Namen Neumann gestand den Betrug. Gideon Sponholz selber war der Urheber des Schwindels und Jakob Sponholz war für Details der Ausarbeitung zuständig. Als unschuldig oder zumindest nicht direkt beteiligt erwies sich nur Jonathan Sponholz, da er damals auf Gesellenwanderung (Walz) war. Neumann selber wiederum fertige die Objekte nach Tonmodellen für die Brüder an.

Die Suche geht weiter

All jene, die gerne an die sensationelle Herkunft der Bronzen glauben wollten, waren enttäuscht. Den Autoren des Werkes „Die gottesdienstlichen Alterthümer der Obotriten (…)“ von 1771 kann man hier weniger einen Vorwurf machen. Sie fielen genauso auf den Betrug der Familie Sponholz herein, sofern sie nicht mit ihnen kooperierten. Was aber weniger wahrscheinlich ist.

Wahrscheinlicher ist es, dass sich die Sponholz-Familie ganz einfach selber an diesem Fake bereichern wollte. Und sie wollten ihre Heimat, ihren lokalen See, berühmt machen. Als Ort des mythischen Rethra und damit als einen wichtigen historischen Platz in der Geschichte Norddeutschlands.

Durchaus sehr menschlich, dass Personen genau ihre Heimat oder ihren Geburtsort historisch irgendwie „aufwerten“ wollen. Wo archäologische Fakten fehlen, hilft man mit fragwürdigen Funden nach. Und so ist plötzlich ein unscheinbarer Ort kulturell und geschichtlich wertvoll. Hier waren es archäologische Fälschungen, woanders erklärt man dafür natürliche Berge zu riesigen, uralten Pyramiden.

Der Suche nach dem wahren Rethra brachte das kein Stück weiter. Und sofern nicht im Bereich südlicher Tollensesee und Lieps eindeutige Belege für dieses „Atlantis“ gefunden werden, die zeigen, dass exakt hier der sagenhafte Ort lag, bleibt auch das Spekulation. Aufgrund der dort bereits gemachten Entdeckungen, ist das in Zukunft tatsächlich nicht ausgeschlossen. Wir werden sehen.

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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