Suchergebnisse: active seti

Active SETI und der Kontakt mit Aliens: Führende Experten tagen in den USA, ob die Menschheit Botschaften an Außerirdische senden sollte

Aktiv SETI - Sollten wir wirklich versuchen Kontakt mit Aliens aufnehmen? (Bild: L.A. Fischinger / Archiv / NASA/JPL [Hubble])
“Active SETI”: Sollten wir wirklich versuchen Kontakt mit Aliens aufzunehmen? (Bild: L.A. Fischinger / Archiv / NASA/JPL [Hubble])

Wenn sich die Außerirdischen schon nicht bei uns melden, dann könnten die Projekte von SETI (“Suche nach außerirdischer Intelligenz”) ja aktiv den ersten Schritt tun: Als “Aktive SETI”. Das heißt, dass Menschen selber Nachrichten und Informationen von der Erde selber in das Universum senden, um intelligente Aliens auf uns aufmerksam zu machen. Genau das wollen SETI-Wissenschaftler nun tun. Aber wäre das wirklich eine gute Idee – oder könnte das unser aller Ende sein?

Blog-News hier abonnieren
Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnieren

Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Astronomen von SETI in den USA suchen nun schon Jahrzehnte nach intelligenten Radiosignalen aus dem All. Nun wollen sie die “Suche” ausweiten und selber “für die Menschheit” eine Botschaft an die Außerirdischen senden. Diese soll in einem Umkreis von 20 Lichtjahren um unseren Mutterplaneten von mutmaßlichen Intelligenzen im Kosmos zu empfangen sein.

Dabei stellen sich aber eigentlich drei Fragen:

  1. Haben die Forscher des SETI-Projektes eigentlich das Recht, für die ganze Menschheit zu sprechen und für die Erde eine Nachricht in das Universum zu schicken?
  2. Was soll eigentlich diese Botschaft der Menschheit an die Außerirdischen beinhalten?
  3. Setz sich die Erde mit dieser SETI-Botschaft nicht der Gefahr einer Alien-Invasion oder ähnlichen Szenarien aus?

“Active SETI” könnte das Ende der Menschheit bedeuten

Eine Botschaft der Menschheit an intelligente Aliens im Kosmos kann ohne Zweifel “nach hinten los gehen”. So, wie es Astronomie-Legende Prof. Dr. Stephen Hawking unlängst sagte, als er den Kontakt mit Außerirdischen mit der Ankunft der Europäer in Amerika und dem Schicksal der dortigen Ureinwohner verglich. Die Geschichte hat zu allen Zeiten in allen Teilen der Welt gezeigt, dass die Ankunft der Europäer in jedem Winkel der Erde das Schicksal der dortigen Urbevölkerung besiegelte. Sei es durch Gewalt, durch eingeschleppte Krankheiten wie die Pocken oder einer Mischung aus beiden (etwa in Peru). Mehr als fraglich ist auch, ob die Menschheit oder die Religionen der Welt auf einen derartigen Kontakt vorbereitet sind und diesen verkraften.

Botschaft an die Außerirdischen (Bild: L.A. Fischinger / NASA)
YouTube-Video über SETI und “Botschaften an Außerirdische” (Bild: L.A. Fischinger / NASA)

“Active SETI” ist nicht neu. Man denke an die Nachrichten auf der NASA-Raumsonde der “Voyager”, die theoretisch in hunderttausenden von Jahren auf Aliens treffen könnte. Oder auch an die Radiobotschaft, die 1974 vom Radioteleskop auf Puerto Rico an “die da draußen” gesendet wurde.

Die “American Association for the Advancement of Science” (AAAS) veranstaltet zusammen mit hochkarätigen Wissenschaftlern ab dem 12. Februar 2015 (auch) zu Fragen rund um SETI und eben Active SETI ein Meeting in San Jose in Kalifornien. Natürlich ist auch Dr. Seth Shostak als Direkter des SETI-Institutes dabei. Doch auch Fragen rund um Ethik und Religion stehen dabei auf dem Programm.

Ob bei der Konferenz verbindliche Ergebnisse zu den drei oben gestellten Fragen ausgearbeitet werden, wage ich zu bezweifeln. Ebenso ist es natürlich fraglich, ob intelligente Aliens nun gute und böse Mitbewohner des Universums sind und was sie an der Erde (wenn) für ein Interesse haben könnten

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

Interessantes zum Thema:
, , , , , , , markiert <

Wettbewerb ausgeschrieben: SETI-Forscher des Arcecibo Radioteleskop wollen 2019 erneut eine Nachricht an Außerirdische senden

Wettbewerb: Wissenschaftler des Arcecibo Radioteleskop wollen 2019 erneut eine Nachricht an Außerirdische senden (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online
Wettbewerb: Wissenschaftler des Arcecibo Radioteleskop wollen 2019 erneut eine Nachricht an Außerirdische senden (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Am 16. November 1974 wurde das damals größte Radioteleskop der Welt feierlich und vor allem öffentlichkeitswirksam in Betrieb genommen: Das 305 Meter messende Observatorium von Arecibo auf der Insel Puerto Rico sendetet eine ausgeklügelte und durchdachte Botschaft an Außerirdische in das All. Ersonnen von dem SETI-Pionier Professor Frank Drake beinhaltet die sogenannte “Arecibo-Botschaft” der Menschheit codiert zahlreiche Informationen zu unserem Planeten und uns als Spezies. Zum 45. Jahrestag dieser Botschaft der Menschheit wollen die Verantwortlichen von Arecibo 2019 erneut eine Signal an außerirdische Zivilisationen senden. Diesmal aber mit dem Unterschied, dass jeder im Rahmen eines Wettbewerbes seine Nachricht an die Aliens einreichen kann, und die Sieger-Botschaft  dann im November 2019 in das All geschickt wird. Was Ihr tun müsst, um an diesem Wettbewerb teilzunehmen, was sich die Verantwortlich davon versprechen, was die Medienberichte bisher alle übersahen und was Skeptiker dazu sagen – all das erfahrt Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Aliens, bitte melden!

Als im November 1974 das Radioteleskop von Arecibo in der Karibik seine Arbeit aufnahm, bewiesen die verantwortlichen Astronomen in zweierlei Hinsicht Weitsicht.

Erstens haben sie eine von dem Astronomen Professor Frank Drake, einer Legende aus dem Bereich SETI und “Suche nach außerirdischen Intelligenzen“, erdachte Nachricht an Aliens in dass All gesandt. Aktiv beteiligt war damals auch der legendäre Astronom und Autor Dr. Carl Sagen, dessen Alien-Buch “Contact” 1999 in die Kinos kam. 1974 war es eine Radiobotschaft in Richtung des 22.180 Lichtjahre entfernten Kugelsternhaufens M13.

Theoretisch könnte dieser Gruß von der Erde dort bzw. in der Umgebung von M13 von einer Zivilisationen empfangen und beantwortet werden. Allerdings erst in 22.180 Jahren, so dass deren Antwort erst in 44.360 Jahren hier ankommen würde, wie es in dem Posting HIER und beispielsweise auch HIER dargelegt wurde.

Und daraus ergibt sich zweitens: Sie haben mit dieser heute weltbekannten “Arecibo-Botschaft” die Themen SETI und außerirdische Zivilisationen weithin bekannt gemacht und in das öffentliche Bewusstsein gebracht. Werbewirksam schaute die ganze Welt damals auf das riesige Teleskop auf der kleinen Insel Puerto Rico.

Wirklich ernsthaft daran geglaubt, das man jetzt nur “einige Zeit” auf eine Antwort von einer fremden Spezies im Kosmos warten muss, hat natürlich keiner der beteiligten Astronomen und Astrophysiker. Auch nicht Frank Drake, dessen legendäre Formel zu Berechnung der Anzahl von außerirdischen technischen Zivilisationen im All, die er auf der ersten SETI-Konferenz 1961 präsentierte, bis heute das Ohmsche Gesetz der (SETI-)Astronomie ist. Bekannt ist sie als Drake-Gleichung oder Green-Bank-Formel.

2019: Eine “neue Botschaft an Außerirdische”

Zum 45. Geburtstag der “Arecibo-Botschaft” an Aliens von 1974 wollen es die SETI-Forscher des Radioteleskop es erneut wagen. Einen “globalen Wettbewerb” haben sie deshalb ausgeschrieben, zu dem die Forscher schreiben:

Anlässlich des 45-jährigen Bestehens der legendären Arecibo-Botschaft wird das Arecibo-Observatorium (AO) 2019 aktualisierte Meldungen auswählen, die von generationsübergreifenden, verschiedenen und internationalen Studententeams erstellt wurden.

(…) Die Herausforderung sucht nach innovativen Ideen, die sich aus einer weltweiten Zusammenarbeit ergeben, die von der Jugend geleitet wird, um eine aktualisierte Botschaft zu definieren, die den intelligentesten und sichersten Weg darstellt, unsere möglichen galaktischen Nachbarn zu begrüßen, die friedliche Nutzung des Weltraums zu fördern und den Raum zu erkunden Spitzentechnologie und wissenschaftliches Wissen sind heute verfügbar.

Gestartet ist der Wettbewerb für die “neue Arecibo Botschaft”, wie die SETI-Astronomen sie schlicht nennen, am 16. November zum 44. Jahrestag. Und fast jeder kann sich in diesem Wettbewerb zur Kontaktaufnahme mit Außerirdischen einbringen, wie es auf der Internetseite des Arecibo Observatorium erhört ist. “Werde Teil der Geschichte”, rufen die Astronomen dort begeistert auf, und suchen durch den Wettbewerb “nach innovativen Ideen, die aus einer globalen Zusammenarbeit von generationsübergreifenden, diversen und internationalen Studententeams” stammen.

Eine “neue Generation von Weltraum-Enthusiasten” soll inspiriert werden, um eine “neue Arecibo-Botschaft zu definieren”. Neu ist ist die Idee eines solchen SETI-Wettbewerb allerdings nicht.

“Globale Herausforderung”

Francisco Cordova, Direktor des Observatoriums vom Arecibo, wird auf der Internetseite der Universität von Zentral-Florida, einem der Betreiber des Radioteleskops, mit den mehr als euphorischen Worten zitiert:

Wenn wir also heute unsere Botschaft zusammenstellen würden, was würde das bedeuten? Wie würde es aussehen? Was müsste man lernen, um die richtige aktualisierte Nachricht von den Erdlingen zu entwerfen? Dies sind die Fragen, die wir jungen Menschen auf der ganzen Welt durch die neue Arecibo-Botschaft stellen – die globale Herausforderung.

Doch ganz einfach wird es den Teilnehmern an dem Wettbewerb auch nicht gemacht. Es können zwar die unterschiedlichsten (kleinen) Teams teilnehmen – von Schulkindern mit ihrem Lehrer bis Studenten mit ihrem Professor – dich diese müssen erst diverse “Puzzle” knacken, die das Observatorium online stellt. Neun Monate haben diese dann insgesamt Zeit, ihre Vorschläge für die “neue Arecibo Botschaft” einzureichen.

Francisco Cordova:

Wir haben einige Überraschungen für die Teilnehmer auf Lager und werden im weiteren Verlauf des Wettbewerbs mehr Details mitteilen. Wir können es kaum erwarten zu sehen, was unsere jungen Leute auf der ganzen Welt erwarten.”

45 Jahre nach der ersten Botschaft ins All, sei es an der Zeit für eine neue. “Unsere Gesellschaft und unsere Technologie haben sich seit 1974 sehr verändert”, so Cordova, was in den Augen der SETI-Astronomen den ganzen Wettbewerb mehr als interessant werden lasse.

Mitmachen kann fast jeder, der unbedingt im kommenden Jahr am 16. November eine Nachricht an außerirdische Zivilisationen senden möchte. Laut Webseite des Observatorium ist Teamarbeit gefragt. Ein Team muss aus mindestens fünf Studenten bzw. Teilnehmern und einem “Mentor” bestehen. Einem Lehrer, Wissenschaftler oder Professor. Natürlich müsse man zuvor mit wissenschaftlichen Methoden und durch Kenntnisse der Weltraumtechnologie das “Gehirn-Puzzle” lösen.

Start ist der 16. Dezember 2018.

Und wozu?

Das Ziel des Wettbewerbes um diese erneute Nachricht an Aliens fasst das Observatorium in knappen Worten zusammen. Und das liest sich ganz anders als in fast allen Medien, die über den Wettbewerb berichtet haben:

Das Hauptziel dieser Aktivität ist die Aufklärung der Jugend über Radioastronomie-Techniken und exoplanetarische Spitzenforschung. Dabei wird die Einzigartigkeit der Arecibo-Observatoriums-Fähigkeiten dargestellt und die Sensibilisierung für die möglichen Risiken erhöht, die mit der Aussendung unbekannter Erdlinge (durch soziale Medien) oder außerirdischen Zivilisationen (durch Funkwellen) verbunden sind.”

Hier sind klar drei Ziele benannt: Erstens natürlich die Förderung der Forschung oder schlicht die Begeisterung, an Astronomie & Co. Zweitens möchte man “sensibilisieren”, dass Kontaktversuche oder der Kontakt mit Außerirdischen potentielle Gefahren mit sich bringt. Und drittens, was in den aktuellen Medienberichten nicht erwähnt wird, wolle man Bewusstsein im Umgang mit den Sozialen Medien/Netzwerke schärfen.

Was hier mit der Versendung von Nachrichten von “unbekannten Erdlingen in Sozialen Medien” gemeint ist, ist klar.

Durchaus erstaunlich, dass im Zuge des Wettbewerbes zur Arecibo-Botschaft 2019 gleichzeitig die neue Generation im Umgang mit Nachrichten in Sozialen Netzwerken & Co. “sensibilisiert” werden soll. Nicht nur Botschaften an außerirdische und uns vollkommen fremde Zivilisationen bergen Gefahren – auch Nachrichten in sozialen Medien. Das soll hier vermittelt werden.

Gefahr aus dem All

Dass es theoretisch ohne Zweifel eine Gefahr ist, wenn die Menschheit Nachrichten an Außerirdische sendet, wurde bereits mehrfach auf Grenzwissenschaft & Mystery Files dargestellt (z. B. HIER, HIER, HIER, & HIER). Wer mag schon ahnen, wie uns mutmaßliche außerirdische Völker gesonnen sind, die irgendwann einmal ein solches Signal der Erde empfangen?! Und das hat nichts mit Hollywood zu tun, wo Aliens eigentlich fast immer böse und gewalttätig sind, wenn sie hier ankommen. Beachtete dazu auch dass Video unten.

Wenn es nicht gleich Kampfraumschiffe sind, die uns Menschen ausmerzen wollen, dann sind es vielleicht Mikroorganismen aus dem All. Versehentlich mitgebracht von den Außerirdischen und für diese vollkommen ungefährlich. Für Erdlinge aber tödlich. Wie etwa Krankheiten der Europäer, die sie bei ihren Eroberungszügen auf den amerikanischen Kontinenten aus Europa zu den Ureinwohnern brachten. Ihr Immunsystem war vollkommen wehr- und schutzlos; Millionen starben.

Wie sähe das erst bei Mikroorganismen aus, die von außerhalb der Erde stammen?

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Aufgrund solcher Bedenken sehen Kritiker auch immer wieder Gefahren, wenn die Menschheit Signale an fremde Wesen im All sendet. Wie aktuell bei der neuen SETI-Nachricht von Arecibo Ende 2019. Nicht nur Professor Stephen Hawking warnte zu Lebzeiten bekanntlich vor solchen “Activ SETI” genannten Projekten, auch wenn er fraglos in diesem Zusammenhang die prominenteste Person war.

Leider ist bis dato noch unbekannt, wohin die Nachricht dem Radioteleskop in einem Jahr geschickt werden soll. Sicher nicht erneut zum Kugelsternhaufen M13 wie im Jahr 1974, da diese so oder so noch über 22.000 Jahre benötigt, um dort erstmal anzukommen. Gäbe es aber im Umkreis von eigen Dutzend Lichtjahren um unseren Planeten aggressive Aliens, die technologische zu uns kommen könnten, wären sie schon lange hier.

“Informationsmüll” der Menschheit

Jahrzehnte schon sendet die Erde Radiosignale in das All. Mit voller Absicht an irgendwelche anderen Zivilisationen genauso, wie versehentlich. Wir “müllen” unsere kosmische Umgebung durch TV- Radio- Radar- und Funk-Signale regelrecht zu, die von unserem Planeten ausgestrahlt werden. Bei diesem “Informationsmüll” haben die Außerirdischen vielleicht auch einfach kein Interesse sich bei uns zu melden.

Der Astrophysiker Sebastian von Hoerner drückte dies treffend mit den Worten aus:

Würden sie uns allein an den Krieg- und Terrorberichten der TV-Nachrichten messen, dürfen wir uns über ihr Schweigen wohl kaum wundern.”

In dem eingangs erwähnten Buch “Contact” von Carl Sagan, dessen Verfilmung 1997 mit Jodie Foster als Hautdarstellerin der SETI-Astronomin ihr einen “Golden Globe” als beste Schauspielerin einbrachte, zeigt das sehr drastisch:

Als eine Art Trägerwelle empfangen die SETI-Forscher in “Contact” von den Aliens als erstes TV-Aufnahmen der Eröffnungsrede von Adolf Hitler bei den Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin. Warum? Weil diese Radio- und TV-Übertragungen von damals (tatsächlich) seit 1936 mit Lichtgeschwindigkeit durch das All rasen und im Film von den Außerirdischen empfangen wurden. Friedliche Aliens, übrigens.

Jahrzehntelang reisen also schon längst “Botschaften der Menschheit” durch das Universum. Nicht nur Hitlers Rede.

Übrigens arbeitet die SETI-Astronomin im Film “Contact” zu Beginn am Arecibo-Observatorium auf Puerto Rico.

Video-Auswahl auf Grenzwissenschaft & Mystery Files auf YouTube

Mehr YouTube-Videos zum Thema “SETI” HIER.

YouTube-Video vom 16. Dez. 2014

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

YouTube-Video vom 24. April 2018

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

YouTube-Video vom 25. Aug. 2014

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Was denkt Ihr? Und was wäre EURE Botschaft an die Aliens? Diskutiert gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

, , , , , , , , , , markiert <

Neues Geld für SETI und die Suche nach ET: Wird die NASA nach 25 Jahren Pause wieder nach Außerirdischen suchen?

SETI: Wird die NASA nach 25 Jahren Pause bald wieder nach Außerirdischen suchen? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
SETI: Wird die NASA nach 25 Jahren Pause bald wieder nach Außerirdischen suchen? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Die US-Weltraumbehörde NASA sucht seit 25 Jahren nicht mehr nach Außerirdischen? Das mag seltsam klingen, da die NASA in den Augen der meisten Menschen sicher die Institution ist, die nach anderen Zivilisationen im All sucht oder suchen sollte. Immerhin erfahren wir regelmäßig durch die Medien von diversen NASA-Missionen, die irgendwo im All nach Leben suchen oder in naher Zukunft suchen werden. Das ist zwar richtig, aber bereits 1993 hat sie NASA ihre Suche nach außerirdischen Zivilisationen in Form von SETI-Projekten (“Search for Extraterrestrial Intelligence”) eingestellt. Das könnte sich jetzt ändern, denn ein Gesetzentwurf im US-Kongress sieht vor, der NASA wieder Millionen an staatlichen Geldern für die Suche nach ET zur Verfügung zu stellen. Warum es zu diesem “Sinneswandel” kam, erfahrt Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

SETI, NASA und ET

Die “Suche nach außerirdischer Intelligenz” mit Radioteleskopen und anderen modernen Technologien ist im Grunde genommen Jahrzehnte alt (s. a. HIER).

Jeder Weltraum- und Alien-Fan kennt diese Technologie, bei der Astronomen versuchen Signale aus dem All zu empfangen, die eindeutig von Außerirdischen stammen: Radiosignale, die irgendwelche Aliens absichtlich oder unabsichtlich in der Vergangenheit in das All geschickt haben, und die wir mit unseren Teleskopen auf der Erde registrieren können. Diese rasen mit Lichtgeschwindigkeit durch das Universum und könnten einen unumstößlichen Beweis für eine Alien-Zivilisation liefern.

Trotz einer bereits Jahrzehnte andauernden Suche nach diesen Signalen von ET fanden die Astronomen bis heute keinen Beweis für solche künstlichen Botschaften. Und das, obwohl auch unsere Erde unbeabsichtigt und absichtlich solche Radiosignale in das All abstrahlt. Theoretisch könnten diese irdischen “Funkfeuer” von Außerirdischen empfangen werden, die dann wiederum darauf antworten könnten.

Ein Problem ist hierbei natürlich, dass diese Aliens auch noch leben/existieren, sie eine entsprechende technologische Entwicklung beim Empfang haben  und auch “in unserer Nähe wohnen”. Würde beispielsweise eine bewusst an Außerirdische geschickte Nachricht (= “Active SETI“) von heute in 1.000 Jahren eine fremde Intelligenz in 1.000 Lichtjahren Entfernung erreichen – dauert deren Antwort erneut 1.000 Jahre, bis sie an der Erde ankommt.

Auch wenn sich Radiosignale mit Lichtgeschwindigkeit durch das Universum bewegen, würde der Weg zwischen unseren Nachbarsternsystem Alpha Centauri und uns immer noch rund 4,5 Jahre dauern. “Hallo, wie geht es Euch?” – “Danke, gut. Und Euch?” dieses theoretische Gespräch würde neun Jahre mit unseren kosmischen Nachbarn dauern.

Das kling nicht sehr ermutigend. Obwohl der Empfang eines eindeutigen Signals einer außerirdischen Zivilisation fraglos die größte Entwicklung der Menschheit wäre.

Trotzdem hat die NASA seit dem Jahr 1993 keine Gelder mehr für SETI-Projekte ausgegeben. Die Finanzmittel dafür wurden schlicht gestrichen. Das war natürlich lange nicht das Ende von SETI, das sich danach mehr und mehr in private Hände verlagert hat. Immerhin existiert auch das legendäre SETI Institut in den USA bis heute und weltweit suchen Radioastronomen nach diesem Heiligen Gral der Alien-Forschung, wie auf Grenzwissenschaft und Mystery Files immer wieder berichtet.

20 Millionen Dollar für die Alien-Suche?

Der US-Kongress, die Öffentlichkeit sowie Wissenschaftler sahen SETI immer mit gemischten Gefühlen. Warum Millionen für Alien-Projekte ausgeben, deren Erfolg ungewiss und deren Nutzen nicht erkennbar ist? Seit es SETI überhaupt gibt, fragen sich genau das viele Menschen. Und natürlich die Raumfahrtbehörde NASA bei der Festlegung ihrer Prioritäten.

Natürlich sucht die NASA nach Leben im All. Aber in unserem Vorgarten mit Raumsonden und Roboter-Rovern, was ebenso alles andere als günstige Projekte sind. Man denke hier nur an die zahllosen Missionen zum Mars sowie die dortigen Landungen, die in den letzten vier Jahrzehnten ausgesandt wurden.

Die privaten (SETI-)Projekte unter der Bezeichnung “Breakthrough” unter Federfügung des Milliardärs Juri Milner, Facebook-Boss Mark Zuckerberg oder auch dem Physiker Stephen Hawking sind heute die bekanntesten Forschungen nach ET. Etwa das SETI-Forschungsprojekt “Breakthrough Listen” oder auch das mehr als ehrgeizige “Breakthrough Starshot”, bei dem Kleinst-Raumsonden zu Alpha Centauri geschickt werden sollen. Erste Kosten allein dafür: 100 Millionen US-Dollar … (mehr in diesem Video HIER)

Da klingt es geradezu bescheiden, dass der US-Kongress darüber nachdenkt, der NASA 20 Millionen Dollar für neue SETI-Projekte zuzubilligen. Dem Texaner Lamar S. Smith, Vorsitzender des Wissenschaftsausschusses des Repräsentantenhauses der USA, ist es zu verdanken, dass die US-Regierung über diese Finanzmittel für die Alien-Suche debattiert. Verteilt würde das Geld über zwei Jahre, so Jason Davis am 2. Oktober 2018 in einer Meldung der “Planetary Society”.

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Smith ist selber von SETI fasziniert. “Ich denke, ich habe im Laufe der Jahre jedes einzelne Buch zu diesem Thema gelesen”, zitiert ihn die “Planetary Society” aus einem Video von einem NASA-Workshop des”Lunar and Planetary Institute” in Houston, Texas. Da war es für Smith sicher eine Endtäuschung, dass auf die von ihm im Juni 2017 vorlegte Gesetzesvorlage für die Finanzmittel auf taube Ohren stieß. Der Ausschuss habe darauf “nicht reagiert”.

Linda Billings, SETI-Skeptikerin und Beraterin des NASA-Astrobiologie-Programms:

Von dort, wo ich gestanden habe, habe ich beobachtet, dass die SETI-Gemeinschaft die NASA unerbittlich gedrängt hat, wieder in das SETI-Spiel zurückzukehren, seit der Kongress das Programm abgesagt hat.

Vielleicht wird es die NASA ja. Zumindest hat der ebenfalls aus Texas stammende John Culberson einen weiteren Versuch unternommen, SETI-Gelder für die NASA von der US-Regierung zu bekommen. Zumindest diese neue Initiative ist vom Repräsentantenhaus abgesegnet worden.

Jetzt hat der US-Senat das letzte Wort …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

, , , , , , , , markiert <

SETI: Die Suche nach der (mutmaßlichen) “Superzivilisation” des Sterns KIC 8462852 – sie blieb ohne Erfolg

Auf der Suche nach der Superzivilisation des Sterns KIC 8462852 - ohne Erfolg (Bild: NASA/Ames/JPL-Caltech / L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)
Auf der Suche nach der “Superzivilisation” des Sterns KIC 8462852 – ohne Erfolg (Bild: NASA/Ames/JPL-Caltech / L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)

Im Oktober 2015 machte eine Meldung aus der Astronomie in der ganzen Welt Schlagzeilen: Möglicherweise ist das Weltraumteleskop “Kepler”, das ca. 150.000 Sterne nach bewohnbaren Welten im Kosmos absucht, in 1480 Lichtjahren Entfernung fündig geworden! Um den Stern KIC 8462852 stießen die Forscher auf sonderbare Lichtschwankungen, die zu den Spekulationen verlockten, dass es hier vielleicht eine außerirdische “Superzivilisation” geben könnte. Ein klarer Fall für das Radioastronomie-Programm von “SETI”. Doch die Ergebnisse sind ernüchternd …

Blog-News hier abonnieren

Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Große Aufregung herrschte ab dem Oktober 2015 in der Welt der Astronomie und natürlich auch der Grenzwissenschaft: Hat das Teleskop “Kepler” eine Alien-Zivilisation gefunden? In einem YouTube-Video habe ich damals die Spekulationen und Fakten dargelegt – und füge das Video am Ende nochmals ein.

“Spannend ist die Entdeckung auf jeden Fall”, schrieb ich am 16. Oktober, “und der Stern KIC 8462852 damit wohl ein Kandidat für eine Untersuchung via SETI …”  Nach der Veröffentlichung der ersten Untersuchungen zu diesen solaren Anomalien in rd. 1480 Lichtjahren Entfernung, kamen sehr schnell die wildesten Vermutungen über “Super-Aliens” auf. Eine außerirdische Zivilisation, die vielleicht ihr gesamtes Sonnensystem mit künstlichen Strukturen und/oder Satelliten “auffüllte”, die für diese Schwankungen der Messungen verantwortlich sind.

Oder – ganz nüchtern betrachtet – es ist vielleicht nur ein Schwarm von planetaren Trümmern, die sich um den Stern bewegen. Vielleicht sogar ein gewaltiger explodierter Komet. Dennoch, allen Kritiken zum Trotz, ein fraglos spannender Kandidat dort einmal nach möglichen Radiosignalen von ET zu horchen. Wenn man so oder so das Weltall nach diesen Botschaften der Außerirdischen absucht – warum nicht bei diesem Stern, da hier wenigstens etwas Außergewöhnliches nachzuweisen war?! So das vollkommen nachvollziehbare Argument der “SETI”-Befürworter. Irgendwas scheint in diesem Sonnensystem die Messdaten zu „verfälschen“ – eine “Megastruktur von Außerirdischen” oder eben doch nur natürliche Objekte wie zum Beispiel ein riesiges Feld von Asteroiden etc.?

Neue Erde im All gefunden? Exoplaneten: Auf der Suche nach Erde 2.0 und Erde 3.0 (Bild: NASA/JPL/DLR / L.A. Fischinger)
VIDEO: Auf der Suche nach Erde 2.0 und Erde 3.0 (Bild: NASA/JPL/DLR / L.A. Fischinger)

Und so kam es auch, dass die Forscher rund um “SETI” sich der seltsamen Lichtschwankungen annahmen, die den Stern KIC 8462852 so interessant bei der Suche nach Leben im Universum machen. Der heilige Gral der Astronomie schien, so der Eindruck, den zahlreiche Medienberichte durchaus erweckten, bald gefunden zu sein. Das größte Ereignis der Menschheitsgeschichte könnte vor der Tür stehen. Euphorie, die man durchaus nachvollziehen kann.

Von Ende Oktober bis Ende November beobachteten daraufhin das “Boquete Optical Seti” Observatorium (Panama) und das “Allen Telescope Array” in Kalifornien den rätselhaften Stern – und fanden und hörten: nichts!

Keine Außerirdischen um den Stern KIC 8462852?!

In einem Bericht vom 8. Dezember von Gerry Harp, Douglas Vakoch und Seth Shostak scheibt Vakoch als SETI-Präsident ernüchternd:

Wir haben keinerlei Hinweise darauf gefunden, dass eine fortschrittliche Zivilisation absichtlich Laser-Signale in Richtung Erde sendet.

Laser-Signale”?

Ja, denn “SETI” sucht neben Radiosignalen von Aliens auch nach “optischen Signalen” der Fremden aus dem All. In beiden Fällen gibt es zwei Möglichkeiten diese außerirdischen Spuren zu finden. Erstes, die mutmaßlichen Außerirdischen senden diese Signale mit voller Absicht in das All, um bewusst andere Zivilisationen zu erreichen. Oder zweitens, diese Signale sind zufällig von diesen Aliens verschickt worden und dienen überhaupt nicht einer Kontaktaufnahme. Vergleichbar mit dem “Strahlungs-Müll” unser irdischen Radio-Sendungen, die ebenfalls durch das All rauschen. Und natürlich nie für irgendwelche kosmischen Zuhörer gedacht waren – aber eben von diesen empfangen werden könnten

fand das Teleskop "Kepler" eine außerirdische Super-Zivilisation? (Bild: NASA / gemeinfrei / Montage: L.A. Fischinger)
VIDEO: Fand das Teleskop “Kepler” eine außerirdische Super-Zivilisation? (Bild: NASA / gemeinfrei / Montage: L.A. Fischinger)

Doch auch die Suche nach künstlichen Radiowellen von Außerirdischen um den Stern KIC 8462852 war vergeblich. Auch hier wurden keine Signale einer fremden Zivilisation in 1480 Lichtjahren Entfernung  gefunden.

“Die Hypothese einer gewaltigen, von Außerirdischen geschaffenen Struktur”, so SETI-Präsident Douglas Vakoch, “bricht in sich zusammen”. Seth Shostak zeigt sich ebenfalls enttäuscht und schreibt:

Die Geschichte der Astronomie lehrt, dass, immer wenn wir glaubten, ein Phänomen beobachtet zu haben, das auf die Aktivitäten von Außerirdischen hindeutet, wir damit falsch lagen.

Die beobachteten Lichtschwankungen scheinen also nicht auf eine außerirdische Super-Zivilisation hinzudeuten. Oder aber, um zu spekulieren, diese Außerirdischen haben sich abgeschottet und senden keine von uns nachweisbare Signale (mehr?) aus. Vielleicht ist die Alien-Zivilisation auch unlängst unter gegangen und wir können von ihnen heute gar nichts mehr empfangen. Nur noch ihre “Megastruktur” zeugt von deren einstiger Existenz. Dabei muss man natürlich wissen, dass der Stern etwa 1480 Lichtjahre von unserer Heimat im All entfernt ist. Damit schauen wir auf den Stern KIC 8462852, wie er vor 1480 Jahren aussah und nicht heute im Jahr 2015, da sein Licht (oder auch Radiosignale) natürlich fast 1,5 Jahrtausende zu uns auf dem Weg ist.

Eine andere Erklärung wäre natürlich die, die bereits bei der Entdeckung der Lichtschwankungen angeführt wurde: Dass dort planetare Trümmer oder Kometen die Messdaten von “Kepler” “verfälscht haben. Für solche vollkommen natürlichen Ereignisse benötigt man keine Außerirdischen. Außer aber, um mit einer richtig schönen Spekulation (und nur das ist es!) abzuschließen:

Die Heimat der Außerirdischen um den sonderbaren Stern ist selber zerstört worden. Die Trümmer ihres eigenen Planeten sind also die Ursache für die messbaren Lichtabweichungen um KIC 8462852 …

Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnieren
Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft [klick] hier.

Ich freue mich über Eure Ansichten, Postings, Kommentare und Meinungen bei YouTube dazu – und wenn Ihr meinen Mystery-Channel abonnieren würdet.

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

Interessantes zum Thema:

, , , , , , , markiert <

Wissenschaftler starten einen Aufruf an die Menschheit: Eine Million Dollar Preisgeld für die beste SETI-Nachricht an Außerirdische ausgeschrieben!

Eine Millionen Dollar Preisgeld für die beste SETI-Nachricht an Außerirdische ausgeschrieben (Bild: NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Eine Millionen Dollar Preisgeld für die beste SETI-Nachricht an Außerirdische ausgeschrieben (Bild: NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

In den unendlichen Weiten des Universums wird es sie schon geben, die Außerirdischen. Mehr als die Hälfte der Deutschen ist davon überzeugt und zahllose Astronomen schließen sich da schon lange an. Doch immer wieder wird auch darüber spekuliert, wie eine Nachricht der Menschheit an diese vermuteten intelligenten Aliens im All auszusehen habe. Eine SETI-Initiative hat nun ein Preisgeld von einer Million US-Dollar für denjenigen ausgeschrieben, der die beste “Botschaft an Außerirdische”  vorlegen kann.

Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Erst vor einigen Tagen sorgte eine sonderbare Entdeckung des Weltraumteleskop “Kepler” für Spekulationen. Um den Stern KIC 8462852 in rund 1480 Lichtjahren Entfernungen scheint es diesen Spekulationen nach eine Struktur einer außerirdischen Super-Zivilisation zu geben. Details hatte ich auf YouTube in einem Video dazu berichtet.

Auch diskutieren immer mal wieder Experten, ob man überhaupt durch “Active SETI” Nachrichten an Aliens irgendwo da draußen so einfach blind senden solle. Oder umgekehrt, damit diese Fremden im Kosmos quasi direkt vollständig über die Menschheit informiert sind, ob man nicht einfach das gesamte Internet in das All senden könnte … kein Kommentar.

Vor kurzer Zeit machte auch wieder Stephen Hawking aufgrund seiner seine Ansichten zu intelligenten Aliens, SETI und Leben im Universum Schlagzeilen. Er warnte nicht nur vor möglichen aggressiven außerirdischen Eroberern, sondern befürwortet gleichzeitig auch die Suche nach anderen Zivilisationen im All. Aber im Zusammenhang mit dem SETI-Projekt “Breakthrough Listen”, über das Professor Hawking sprach, gibt es auch Planungen für das SETI-Projekt “Breakthrough Message”. Bei diesem in Planung befindlichen Projekt handelt es sich also um “Active SETI”. Hierbei soll eine Botschaft ausgearbeitet und entwickelt werden, die dann bewusst in das Universum gesendet wird – an irgendwo befindliche Aliens.

Die ganze Menschheit kann mitmachen!

Die NASA hat ein E-Book zur Frage des "Kontakt mit Aliens" veröffentlicht (Bild: NASA / L. A. Fischinger/ SETI@home)
Die NASA hat ein E-Book zur Frage des “Kontakt mit Aliens” veröffentlicht – aber wer liest das schon? (Bild: NASA / L. A. Fischinger/ SETI@home)

Jeder Mensch des Planeten Erde, der glaubt, dass er (oder sie) eine perfekte digitale Nachricht schaffen kann, die diesen Außerirdischen zugeschickt werden müsse, kann bei “Breakthrough Message” mitmachen.

Die Botschaft soll kurz und bündig verfasst sein und natürlich in einer Form, die andere Intelligenzen auch verstehen und dekodieren können. Die Mathematik oder Physik könne hierbei helfen. Als Lohn winken eine Million US-Dollar!

Da aber kein Menschen der Erde weiß, ob die Nachricht auch irgendwo im All ankommt, plant “Breakthrough Message” diese Botschaft (erst mal) gar nicht abzusenden. Auch wissen man natürlich nicht, ob die Visitenkarte der Menschheit nicht sogar außerirdische Invasoren anlockt. Das wäre dann wohl das Ende der Menschheit. Vielmehr, so ist dem Projekt zu entnehmen, dient die Ausschreibung vor allem dazu, dass sich die Erdlinge mit dem Thema “Zivilisationen im All” und die Kommunikation mit diesen Aliens auseinandersetzten.

Und das ist meiner Meinung nach schon mehr als lange überfällig! Also, liebe Freundinnen und Freundes des Phantastischen, macht Euch mal Gedanken und viel Glück.

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

 

Interessantes zum Thema:

, , , , , , markiert <

Internet für All-le? Neuer Vorschlag von SETI-Forschern bei der Suche nach Außerirdischen: die Menschheit soll den Inhalt des Internet in das Universum senden

Ein Vorschlag von SETI-Forschern - die Menschheit soll den Inhalt des Internet in das Universum senden (Bild: L.A.Fischinger / NASA/JPL)
Ein Vorschlag von SETI-Forschern – die Menschheit soll den Inhalt des Internet in das Universum senden (Bild: L.A. Fischinger / NASA/JPL)

Die Menschheit sucht nicht nur mit verschiedenen Projekten wie SETI (Suche nach außerirdischer Intelligenz) nach Signalen oder sogar Botschaften von Außerirdischen – sie sende solche an an diese. Seit rund 50 Jahren vergeblicher Suche nach Radiosignalen von Aliens schlagen Forscher von SETI nun vor, dass man doch einfach den Inhalt des Internet mittels Lasertechnologie an die vermuteten Außerirdischen schicken könne. Sie haben diese Fremden ein umfassendes Bild von der Menschheit. Wäre das aber ratsam?

Blog-Feed abonnieren

Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Seit Jahren finde ich die Frage spannend, was bei einem Alien-Kontakt (physisch oder via SETI) mit der Menschheit wohl geschehen wird. Auch auf diesen Blog-Seiten habe ich darüber mehrfach berichtet.

Gleichfalls fragte ich mich bereits im Zusammenhang mit “Entführungen durch Außerirdische“, warum diese Aliens nicht einfach das Internet herunterladen. Immerhin, so eine sehr gängige Idee zu diesen UFO-Entführungen, sollen diese den Fremden dazu dienen, die Menschheit zu studieren und kennenzulernen etc.

Nun hat Dr. Seth Shostak, der Leiter des SETI-Projekt und “Inventar” entsprechender TV-Dokumentationen zum Thema Aliens, vorgeschlagen, dass man den Inhalt des Internet in das Universum senden sollte. Als Nachricht an die Außerirdischen, die sich so ein sehr umfassendes Bild von der Menschheit auf der Erde machen können. Botschaften an andere vermutetet Zivilisationen im All zu senden, nennt sich “Active SETI” – und ist mehr als umstritten.

Braucht und will das Universum überhaupt das Internet der Menschheit?

Dazu schrieb ich am 10. Februar in einem Artikel auf diesem Blog:

Dabei stellen sich aber eigentlich drei Fragen:

1. Haben die Forscher des SETI-Projektes eigentlich das Recht, für die ganze Menschheit zu sprechen und für die Erde eine Nachricht in das Universum zu schicken?

2. Was soll eigentlich diese Botschaft der Menschheit an die Außerirdischen beinhalten?

3. Setz sich die Erde mit dieser SETI-Botschaft nicht der Gefahr einer Alien-Invasion oder ähnlichem aus?

"Ancient Aliens & Mystery Files" - Videos zur Grenzwissenschat auf YouTube (Bild: L. A. Fischinger)
Kann gerne ins All gesendet werden: “Ancient Aliens & Mystery Files” – mein Channel zur Grenzwissenschat auf YouTube (Bild: L.A. Fischinger)

,Active SETI’ könnte das Ende der Menschheit bedeuten

Eine Botschaft der Menschheit an intelligente Aliens im Kosmos kann ohne Zweifel ,nach hinten los gehen’. So, wie es Astronomie-Legende Prof. Dr. Stephen Hawking unlängst sagte, als er den Kontakt mit Außerirdischen mit der Ankunft der Europäer in Amerika und dem Schicksal der dortigen Ureinwohner verglich.”

In der Tat wissen wir nicht, ob und wie solche fremden Wesen im Universum denken und handeln. Vom friedfertigen “Kosmischen Club der Welten” bis zu “Killer-Aliens” ist tatsächlich alles denkbar.

Nun also die Idee des SETI-Fortschers Seth Shostak via Laser das WWW in den Kosmos zu versenden. Von Datenschutz sprach er aber nicht, meine YouTube-Videos kann er jedoch gerne nehmen … Aber Scherz beiseite:

Wäre tatsächlich der gesamte Inhalt des Internet dazu geeignet, einer anderen intelligenten Spezies im All ein erstes Bild der Menschheit zu vermitteln? Oder würden diese Außerirdischen nach dem Empfang der Botschaft der Menschheit nicht vielleicht doch zu sich sagen:

“Seht ihr – wir sind doch die einzige Intelligenz im All!” …

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

 

Links zur Grenzwissenschaft:

Interessantes zum Thema:

, , , , , , markiert <

SETI oder METI – Sind Nachrichten an Außerirdische gefährlich?

Die Menschheit konnte bisher keine Zeichen jeglicher Art von extraterrestrischer Intelligenz (ETI) feststellen, dennoch werden in den letzten Jahren Forderungen von Forschern laut, die Vereinten Nationen sollten Pläne für den Umgang mit Außerirdischen erstellen. Sogar die britische Royal Society, die weltweit älteste und zugleich renommierteste Gelehrtengesellschaft veranstaltete im Jahr 2010 eine Konferenz zu diesem Thema. Die eingeladen Wissenschaftler aus mehreren Disziplinen sollten erörtern, was bei einem Kontakt mit Außerirdischen zu erwarten sei und wie die Menschheit sich darauf vorbereiten könnte. Aber angenommen, die Menschheit hätte es bis zu einem gewissen Punkt selbst in der Hand, mit Außerirdischen in Kontakt zu treten, ist dann das Aussenden von Nachrichten wie bei Active SETI bzw. METI eine gute Idee oder sollte die Menschheit nicht besser die Klappe halten und in Deckung bleiben?

<

Wissenschaftler senden eine Radio-Botschaft an Außerirdische – und bitten sie um eine Antwort zum 21. Juni 2043

Botschaft an die Außerirdischen - Antwort erbeten (Bild: SETI Institute / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Botschaft an die Außerirdischen – Antwort erbeten (Bild: SETI Institute / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Während derzeit die Presse in aller Welt vor allem online über die Entdeckung einer evtl. belebten “neuen Erde” mit Namen Ross 128b in nur rund 11 Lichtjahren Entfernung berichtet, ist ein anderen Projekt bei der Suche nach Leben im All und Außerirdische bisher eher übersehen worden. Obwohl es sich hierbei um ein SETI-Projekt handelt, das von den beteiligten Wissenschaftlern ganz bewusst  darauf ausgerichtet ist, Kontakt mit intelligenten Außerirdischen herzustellen. Welches das ist und wie hier versucht wird mit einer Alien-Zivilisation in Verbindung zu treten, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Aliens, bitte melden!

Die Suche nach intelligenten Aliens im Kosmos wird seit Jahrzehnten auch durch verschiedene SETI-Projekte betrieben. Dabei belauschen Astronomen mittels Radioteleskopen auf der Erde das All und warten darauf, dass sie so ein Signal einer außerirdischen Zivilisation auffangen.

Ein Verfahren bei der Suche nach ET, über das auf diesem Blog bereits vielfach berichtet wurde.

SETI ist dabei ein vollkommen passives Mittel, bei dem die Astronomen ihre irdischen Radioteleskope in den Himmel ausrichten und dem Universum einfach nur zuhören. Irgendwann, so die Hoffnung der SETI-Forscher, könnte sie dabei ein Signal finden, das Aliens bewusst oder unbewusst in das All gesendet haben und so die Existenz einer fremden Zivilisation beweisen.

Ein weitere Form dieser Radio-Suche nach diesen Fremden ist ein aktives Mittel, das treffen einfach Active SETI genannt wird. Dabei nehmen die irdischen Wissenschaftler die Sache selber in die Hand und sende ganz bewusst Nachrichten und Informationen von der Erde aus in das Universum. Hierbei besteht die Hoffnung, dass eine intelligente Spezies diese Botschaften der Menschheit eines Tages empfangen und darauf auch antworten wird.

Obwohl gerade bei Active SETI immer wieder Bedenken geäußert werden – zum Beispiel, dass diese Aliens bösartig sein könnten und man sie deshalb lieber nicht auf uns aufmerksam machen sollte – haben Forscher erneut Signale an (mögliche) Außerirdisch gesendet. Denn eine Gefahr, die von diesen Aliens für uns Menschen auf Erde ausgehen könnte, sehen diese inzwischen längst nicht mehr …

Hip-Hop Musik für die Außerirdischen

Ein Vorschlag von SETI-Forschern: die Menschheit soll den Inhalt des Internet in das Universum senden (Bild: L.A. Fischinger / NASA/JPL)
Ein Vorschlag von SETI-Forschern: die Menschheit soll den Inhalt des Internet in das Universum senden (Bild: L.A. Fischinger / NASA/JPL)

Angesichts der momentan oft – aber nicht immer – aufgebauschten Berichte über den erdähnlichen Planten “Ross 128b”, verwundert es nicht, dass dieses Active SETI-Projekt in den Medien eher unterging. Obwohl es sich konkret auf intelligente Außerirdische bezieht und damit nicht um einen Planeten, der eventuell lebensfreundlich ist und auf dem es möglicherweise (einfaches) Leben gibt.

Dieses Projekt der aktiven Suche nach Außerirdischen ging von den Wissenschaftlern von “METI International” (Messaging to Extra-Terrestrial Intelligence) aus, die es bereits am am 16., 17. und 18. Oktober 2017 starteten. Und zwar in einer Art Kooperation mit einem Musikfestival für Electronic, Hip-Hop, Indie und Jazz, das zum Beispiel in Barcelona (Spanien) und Reykjavik (Island) stattfindet.

Eine solche Zusammenarbeit mit einem Musikfestival klingt in der Tat sonderbar. Vor allem auch deshalb, da die METI-Astronomen dabei unter anderem 33 kurze Kompositionen der Künstler des “Sónar Music Festival” nahmen, um diese mit einem Radioteleskop als Botschaft in das All zu senden. Auch wenn diese Tatsache für sich allein gesehen wie ein Scherz klingen mag, ist es doch keiner. Dass Menschen Musik für Außerirdische in das Universum schicken, ist auch nicht ungewöhnlich. Das hat schon ganz offiziell die NASA mit ihrer Raumsonde “Voyager” 1977 getan.

Projekt “Sónar Calling GJ 273b”

Das Team von “METI International” und das ebenso beteiligte spanische “Institute of Space Studies of Catalonia” in Barcelona wollten mit ihrem Active SETI-Projekt einen neuen Weg gehen. Die METI-Forscher um Präsident Douglas Vakoch suchten sich als Ziel für ihre Botschaft den den Exoplaneten “GJ 273b” aus, der in 12,25 Lichtjahren Entfernung den Roten Zwergstern Luytens umrundet. Zu diesem Planeten schickten sie mit dem Radioteleskop “European Incoherent Scatter Scientific Association” (EISCAT) in Tromsø (Norwegen) drei leicht unterschiedliche Nachrichten, die von dortigen Außerirdischen verstanden werden sollten.

Getauft haben sie dieses Projekt “Sónar Calling GJ273b“, also (Musikfestival) “Sónar ruft GJ 273b” …

“Active SETI”: Sollten wir wirklich versuchen Kontakt mit Aliens aufzunehmen? (Bild: L.A. Fischinger / Archiv / NASA/JPL [Hubble])
“Active SETI”: Sollten wir wirklich versuchen Kontakt mit Aliens aufzunehmen? (Bild: L.A. Fischinger / Archiv / NASA/JPL [Hubble])
“GJ 273b” wiederum ist einer jener fernen Exo-Welten im All, die gerne als “Zweite Erde” bezeichnet werden, da sich dieser Planet in der lebensfreundlichen Zone seiner Sonne befindet.

Diese Sonne, der Luytens Stern, hat nur bescheidene 0,27 Prozent der Leuchtkraft unseres Stern, hat aber mindestens zwei Planten. Diese beiden Exoplaneten sind “GJ 273c” und eben “GJ 273b”, an dessen mutmaßliche Bewohner sich die Botschaft richtet.

“GJ 273c” hat rund die 1,2-fach Masse unserer Erde und rast in nur 4,7 Tagen einmal um seine Sonne. Die Umlaufbahn des Planeten “GJ 273b” mit etwa der 2,9-fachen Erdmasse ist da “bedeutend” langsamer, da auf diesem Himmelskörper ein Jahr 18,7 Tage dauert.

Der Luytens Stern ist rund 75 Prozent kleiner als unser Stern, leuchtet wesentlich schwächer aber hat mit dem Planeten “GJ 273b” dennoch einen Begleiter, auf dem es Leben geben könnte. Theoretisch, wie bei allen anderen “Zweiten Erde” im Universum, die bisher entdeckt wurden. Ob sich diese theoretische Leben überhaupt aufgrund des Orbits von nur 18,7 Tagen und der Frage, ob es hier wirklich flüssiges Wasser und eine stabile Atmosphäre gibt, auch zu einer Intelligenz entwickelt hat, ist ebenso theoretisch. Angenommen, dass es so ist, ist es weiter nur eine Spekulation, ob dieses Leben dann auch mindestens den technologischen Stand der Menschheit hat und auch Radioastronomie betreibt.

Ohne Radioteleskope können diese Aliens unsere SETI-Nachrichten schließlich überhaupt nicht empfangen. Wären sie nur 200 Jahre vor unserer Technologie zurück, könnten sie es nicht. Ein Antwort würden wird so nicht erhalten. Douglas Vakoch und sein Team sind aber guter Dinge bei ihrem Projekt, da sie “hoffen, dass es für jene Intelligenz, die das Signal entdeckt, verständlich ist”. Hier denken die Astronomen an den kleinsten gemeinsamen Nenner, die sie und wir gemeinsam haben müssen, damit es zu einer Kommunikation kommt: Die Radioastronmie.

Vakoch weiter:

Wir beginnen, in dem wir zeigen, wie wir zählen. Dann führen wir die Grundrechenarten hinzu.

Nach diesem Einstig würden mathematische Beschreibungen den Empfängern weiter erläutern, wer wir sind und das wir eine Intelligenz sind, die Kontakt zu anderen Intelligenzen wünscht. Als ein weiterer Teil der Botschaft an Luytens Stern wäre auch Musik des Sónar-Music-Festivals integriert, um den Fremden zu zeigen, dass wir eine musikalische Rasse sind. Ob diese das dann auch so sehen, sei einmal dahingestellt …

Botschaft an die Aliens, um Antwort zum 21. Juni 2043 wird gebeten!

Als ein wichtiger und entscheidender Teil der Nachricht enthält diese auch ein Uhr. Diese “kosmische Uhr” ist Inhalt aller drei gesendeten Signale an “GJ 273b”, die deshalb zeitlich versetzt verschickt wurden. Der außerirdische Empfänger könne durch diese “Uhr” den zeitlichen Abstand des Absendens ermitteln um mit diesen “Werten” letztlich ein Zeit zu identifizieren, wann wir eine Antwort bekommen und empfangen möchten.

Stephen Hawking fördert die Alien-Suche – und warnt (erneut) vor einer Eroberung der Erde durch bösartige Außerirdische. Da könne auch Gott nicht mehr helfen!
Stephen Hawking sucht nach Aliens – und warnt vor einer Eroberung der Erde durch Außerirdische (Bild: NASA / L.A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L.A. Fischinger)

Dieser Tag wäre der 21. Juni 2043, was den Außerirdischen natürlich überhaupt nichts sagen wird. Das spielt aber auch keine Rolle, da für die Empfänger nur der zeitliche Abstand zählt. Wenn sie Radioteleskope nutzen wissen sie auch, dass sich Radiosignale mit Lichtgeschwindigkeit durch das All bewegen und so ihr “Rückruf” ca. 12,25 Lichtjahre unterwegs sein würde. Die Luytens-Aliens müssten auf ihre Heimatwelt also den genauen Zeitpunkt Bereichen, wann sie ihre Antwort aussenden, damit diese zu gewünschten Zeitpunkt auch hier ist …

Für Douglas Vakoch selber ist das ein großes Experiment und zweifelt selber, ob es sofort zu einem Erfolg führen wird:

Es ist ein Prototyp für das, was wir wahrscheinlich 100 Mal oder 1000 Mal oder 1 Million Mal machen müssen. Für mich kommt dann der große Erfolg des Projekt, wenn es in 25 Jahren jemanden gibt, der sich erinnert, nach einer Antwort zu suchen. Wenn wir das erreichen könnten, wäre das eine radikale Verschiebung der Perspektive.”

Demnach sollten wir also das Universum mit solchen Botschaften an fremde Zivilisationen inkl. Zeitpunkt der gewünschten Antwort geradezu “zuspammen”. Irgendwann würden zumindest eine dieser Nachrichten schon eine Zivilisation erreichen, so der Gedanke dahinter. Vom Grundsatz her stimmt das ohne Frage und würde damit tatsächlich die zukünftige Arbeit von SETI verändern. “Die Masse macht es” durchaus und in Zukunft könnte ein Bereich von SETI zu den jeweils festgelegten Rückrufterminen lauschen, ob eine solche Antwort auch vom anvisierten Empfänger eingeht.

+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Keine Angst vor einer Alien-Invasion – oder doch?

Da man nicht weiß, ob durch solche Avtive SETI-Projekte nicht tatsächlich eines Tages todbringende Außerirdische zur Erde gelockt werden, wird darüber teilt hitzig gestritten. Für Vakoch sind solche Ängste vor einer theoretischen Alien-Invasion aber kein Argument, dass die Menschheit nicht auf sich aufmerksam machen sollte. Wollten uns Außerirdische auf Planeten “GJ 273b” wirklich an den Kragen, wäre es so oder so zu spät:

“Jede Zivilisation, die dort lebt und die Möglichkeit hat, zur Erde zu reisen, um uns zu schaden, wüsste bereits von unserer Existenz.

In der Tat ist die Menschheit auf der Erde alles andere als still. Schon Jahrzehnte senden wir absichtlich und unabsichtlich Radiosignale in den Kosmos, die dabei auch von potentiellen Invasoren aus dem All hätten empfangen werden können. Vielleicht haben sie es ja auch und sind auf dem Weg zu uns. Auch das kann niemand mit absoluter Gewissheit verneinen.

Wenn Außerirdische uns besuchen, wäre die Konsequenz ähnlich wie bei der Landung von Kolumbus in Amerika, was für die amerikanischen Ureinwohner nicht gut ausging. Wir müssen nur auf uns selber blicken, um zu sehen, wie sich intelligentes Leben sich zu etwas entwickeln kann, dem wir nicht begegnen wollen.”

Militärexperten warnen: Außerirdische könnten die nationale Sicherheit bedrohen (Bild: L. A. Fischinger / WikiCommons / NASA/JPL)
Russische Militärexperten warnen: Außerirdische könnten die nationale Sicherheit bedrohen (Bild: L. A. Fischinger / WikiCommons / NASA/JPL)

Wenn also eines fernen Tages oder schon kommenden Freitag aggressive Außerirdische hier angekommen, ist es schlicht um die Menschheit gelaufen. Auch, wenn diese Besucher “in Frieden” kommen sollten, wie eben die Entdecker Amerikas. Trotzdem ist nach Ansicht von Vakoch allein der reine Alien-Kontakt mittels Radioastronomie eine Chance für die Menschheit:

Wir haben viele als Spezies so viele Probleme, mit denen wir zu kämpfen haben. Wir sind uns nicht sicher, ob wir überhaupt als Spezies auf unserem Planeten überleben werden.

Eine intelligente Botschaft aus dem All wäre für Douglas Vakoch Anlass “über einige der Herausforderungen zu sprechen, mit denen wir konfrontiert werden”. Vielleicht also genau der Klebstoff, den die Menschheit als gespaltene Spezies auf diesem Planeten benötigt, um zueinander zu finden und zu einem Ganzen zusammen zuwachsen.

Rein philosophische sieht Francisco López, einer der beteiligten Musiker, das ganze Projekt “Sónar Calling GJ 273b”:

Natürlich liegt eine Gefahr darin, mit außerirdischem Leben Kontakt aufzunehmen. Für mich ist es aber vor allem ein poetischer Akt von ewiger Existenz. Das ist eine phantastische Idee – auch wenn der Planet komplett leer sein sollte.”

Dass am 21. Juni 2043 tatsächlich eine Antwort vom Exoplaneten “GJ 273b” (auf dem zufällig jetzt gerade ein technisch entsprechende Zivilisation existiert) hereinkommen wird, bezweifele ich. Es ist auch mehr als unwahrscheinlich, dass sich von dort eine Armada von außerirdischen Eroberern auf den Weg zur Erde macht, sobald diese die Nachrichten von “Sónar Calling GJ 273b” empfangen haben.

Auch wenn ihnen die mitgeschickte Musik noch so sehr gefallen hat (oder eben nicht) …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema:

, , , , , , , , , , , markiert <

Das ZDF und Harald Lesch “Aliens: Der erste Kontakt”- ein Mystery-Review der “Terra X”-Folge vom 9. 10. von Lars A. Fischinger

ZDF & Terra X: mit Harald Lesch auf der Suche nach Außerirdischen - ein Mystery-Review von Lars A. Fischinger (Bild: NASA/JPL / Montage: L. A. Fischinger)
ZDF & Terra X: mit Harald Lesch auf der Suche nach Außerirdischen – ein Mystery-Review von Lars A. Fischinger (Bild: NASA/JPL / Montage: L. A. Fischinger)

Der Fernsehsender “ZDF” hat sich am Abend des 9. Oktober zu besten sonntäglichen Doku-Sendezeit mal wieder dem Thema “Außerirdische” angenommen. Vom frühen Glauben an Aliens auf dem Mond und Mars über Signale aus und ins All bis UFOs und Prä-Astronautik war alles dabei. Ebenso mit dabei war natürlich Prof. Harald Lesch als weithin bekanntes TV-Gesicht bei derartigen Themen der Astronomie & Co. Ich habe mir online die Sendung wie üblich sehr aufmerksam angesehen. Hier mein Mystery-Review von “Terra X – Aliens. Der erste Kontakt”.

RSS-Feed von Fischinger-Online abonnieren


Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Prof. Harald Lesch war wieder in Aktion:

An Sonntagen sendet das “Zweite Deutsche Fernsehen” um 19:30 Uhr seit Jahren gerne die verschiedensten Dokumentationen. Hier ist vor allem die Sendereihe “Terra X” natürlich sehr vielen ein Begriff. Immerhin hat das GEZ-TV ja auch den viel zitierten “Bildungsauftrag”, weshalb man sich nun erneut den Themen Aliens und Leben im Kosmos in der Reihe “Faszination Universum” angenommen hat. In der Ankündigung der Sendung “Aliens: Der erste Kontakt” ist folgendes zu lesen:

Unfassbar viele Sterne, unzählige Möglichkeiten: Durchaus denkbar, dass es irgendwo da draußen Aliens gibt. Wie können wir sie finden – und sie uns? Oder hat es ihn schon gegeben: den ersten Kontakt?

Das klingt spannend. Hier also mein Mystery-Rewiew der Sendung, die Ihr hier in der Mediathek online findet.

Prof. Harald Lesch auf Alien-Jagd

Mein erster Eindruck: Sehr hübsches digitales Studie für Harald Lesch seine Sendung! Auch wenn ich natürlich keine hohen und detaillierten Ansprüche an solche Dokumentationen stelle (wie auch, wenn jeder mit noch so wenig Vorwissen die Sendung verstehen soll?!), war sie für mich als Lesch- und Alien-Fan ein Muss.

Lesch startet die eigentliche Sendung mit dem Thema “Voraussetzungen für Leben im All”. Eben jene, dass beispielsweise flüssiges Wasser auf den jeweiligen Planten existieren muss etc. Da auch “Oma Erna” im abendlichen Wohnzimmersessel oder Kinder (die Sendung ist ab 12 Jahren angegeben) an ihrem Sonntagabend Harald Lesch und den Themen folgen sollen, sind die Erklärungen allesamt sehr gut!

Prof. Harald Lesch macht dann ein Themenschenker bezüglich von anderen Planten im Universum zu der spektakulären Entdeckung des Planten Proxima Centauri B vom August 2016. Das ist jener mutmaßlich “erdähnliche Planet” in nur 4,2 Lichtjahren Entfernung, zu dem ich am 25. August in diesem Posting die Fakten einmal zusammengefasst habe. Auch spricht Lesch über die ersten Vertusche einer Kontaktaufnahme mit Mars-Menschen oder Bewohnen auf dem Mond im 19. Jahrhunder. Beispielsweise jene Idee des Mathematiker Karl Gauss von 1820. Er schlug vor, in Sibirien ein riesiges und rechtwinkliges Dreieck aus Weizen anzulegen, an deren Seiten Pinienwälder gepflanzt werden sollten. Diese Wälder würden den Satz des Pythagoras darstellen, welcher von Au­ßerirdischen dann klar als intelligentes Signal von der Erde identifiziert wer­den kann (hier mehr …).

Mit Laserstrahlen gegen die Außerirdischen: US-Wissenschaftler über die Möglichkeit, die Erde vor Aliens zu verstecken (Bild: NASA/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Mit Laserstrahlen gegen die Außerirdischen: Über die Möglichkeit, die Erde vor Aliens zu verstecken (Bild: NASA/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Ebenso spricht die Sendung die NASA-Sonden “Voyager” an. Jene Sonden also, die Botschaften an potenzielle Aliens auf ihrer Reise durch das All mit an Bord haben. Obwohl es natürlich fraglich ist, dass diese jemals von Aliens gefunden werden. Selbstverständlich wird auch SETI, also die Suche nach Radiosignalen von Außerirdischen, und das Gegenstück Active Seti angeschnitten. Active SETI bedeutet soviel, dass wir Menschen bewusst Nachrichten an Aliens in das All hinaus senden. Die von Lesch in der Sendung erwähnten Radiostrahlungen durch unsere Fernsehübertragungen sind natürlich dabei unabsichtliche “Botschaften” …

Interessant für den Laien dargestellt hat diese Sendung das Thema des “Planeten-Transit”. Die Technik also, mit der unsere Forscher heute Exoplaneten im Kosmos aufspüren, wenn diese vor ihrer jeweiligen Sonne herziehen und diese minimal verdunkeln. Vergleichbar mit einer Sonnenfinsternis, bei der sich der Mond vor die Sonne schiebt. Hierbei erklärt Lesch meiner Meinung nach sehr gekonnt, was wir aus dem Farbspektrum solcher “Sonnenverdunklungen” im All alles erfahren können. Aber auch, dass Außerirdische auf diese Art und Weise unsere Erde schon lange entdeckt haben könnten. Und, dass diese Fremden mit dieser Methode auch von unserer Sauerstoffatmosphäre erhaben haben könnten.

Ein Thema, dass sogar in einer Studie zu Spekulationen führte, wie die Menschen unseren Planeten vor den Augen von Aliens verstecken können, sofern diese ebenfalls die Transit-Methode bei der Suche nach anderen Welten nutzen. In diesem Artikel sowie in diesem YouTube-Video von mir habe ich darüber berichtet.

Prof. Lesch und die Grenzwissenschaft

Nach rund 25,5 Minuten macht die Sendung einen Themenschwenk von der reinen Astronomie auf das Thema Prä-Astronautik, UFOs und Ähnlichem. Angefangen bei dem Stamm der Dogon in Mali, die angeblich verborgenes Wissen über das Sternensytem Sirius haben oder hatten. Dabei geht es darum, das diese Dogon einst erzählt haben sollen, dass der Stern Sirius in Wahrheit von einem zweiten Stern umrundet wird. Also das Sonnensystem ein Doppelsternsystem ist, wobei aber der tatsächlich vorhandene zweite Stern nur mit modernen Teleskopen zu sehen ist. Woher wusste also dieser Stamm in Afrika davon?

Das Thema ist in der Prä-Astronautik seit genau 40 Jahren bekannt. Damals erschien das Buch “Das Sirius-Rätsel” (1977 in deutsch), in dem der Autor Robert K. G. Temple darüber spekuliert, ob das Volk der Dogon Besuch aus dem All hatte – aus dem Sirius-System. Harald Lesch nennt sogar das Buch in der Sendung, zwar mit dem falschen Titel “Das Dogon-Rätsel”, aber immerhin. Auch ein Seitenhieb auf Erich von Däniken und die Gemeinde der Prä-Astronautik-Fans ist natürölich mit dabei. Immerhin ist EvD laut Lesch seiner eigenen Aussage “ein außerordentlich interessanter Ideengeber

Aktuelle Videos zu Mystery und Grenzwissenschaft auf YouTube – mit dem Einen sieht man besser
Mehr zur Grenzwissenschaft und den Rätseln der Welt natürlich auf meinen Video-Kanal bei auf YouTube …

Letztlich erklärt das ZDF diese Dogon-Geschichte als falsch gedeutet und “rein interpretiert”.

Das gilt laut der Sendung auch für die weltberühmte UFO-Welle von Belgien um 1990. Lesch nach entfaltete sich eine Art “Massenhysterie”, die durch UFO-Berichte in den Medien ausgelöst wurde. Jedes Licht am Himmel – gleich welcher Natur es war – sei damals umgehend zu einem UFO erklärt worden. Auch die teilweise Ortungen dieser UFOs durch das Radar und das Militär seien demnach Trugschlüsse und Irrtümer gewesen. Und die Militärpiloten der Abfangjäger, die diesen Ortungen nachgehen sollten, wären 1990 durch die Medienberichte über UFO-Sichtungen schon mit einer Art “Erwartungshaltung” in ihre Jets gestiegen …

Ähnlich wird das Thema UFO-Entführungen bei “Terra X” gehandhabt. Lesch seiner Aussage nach glaubten jene Menschen, die meinen, dass sie von Fremden entführt wurden, schon vorher an Aliens und UFOs. Trügerische Erinnerungen, Sauerstoffarmut im Gehirn während des Schlafes bzw. Erwachen usw. seien die Ursachen, dass Menschen glauben von UFOs entführt und sogar von Aliens “untersucht” worden zu sein. So Lesch. Auch ein sehr interessantes Experiment, dass vom ZDF in diesem Zusammenhang erwähnt wird, solle das untermauern.

In diesem Experiment wurden den Probanden manipulierte Fotos aus ihrer eigenen Kindheit gezeigt, auf denen Szene und Ereignisse zu sehen waren, die nie stattfanden. Die Hälfte der Probanden habe sich in dieser Versuchsreihe an die gezeigten aber nicht stattgefundenen Kindheitserlebnisse erinnern können. Je öfter der Versuch mit diesen Personen durchgeführt wurde, um so detailreicher wurden diese “Erinnerungen” an das vermeintliche Erlebnis in der Kindheit.

Das ZDF „erklärt“ mutmaßliche UFO-Entführungen als „sexuelles Wunschdenken“ im Schlaf. Ein Kommentar (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)
Das ZDF „erklärt“ mutmaßliche UFO-Entführungen als „sexuelles Wunschdenken“ im Schlaf. Ein Kommentar (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)

Übrigens: Das ZDF hat in einer Folge von “Abenteuer Forschung”, ebenfalls mit Harald Lesch, am 1. Oktober 2013 auch UFO-Entführungen zum Thema gehabt. Darin wurden solche Entführungen mit “sexuellen Wunschdenken” der Betroffenen erklärt bzw. gedeutet, wie ich es damals in diesem entsprechenden Mystery-Review der Sendung ausführlich berichtet habe …

Fazit

Prof. Harald Lesch beendet die Sendung mit den Hypothesen, dass das Leben der Erde vielleicht woanders im All entstanden sein könnte. Er verweist auf die Tatsache, dass wir überall im All die Bausteine des Lebens finden und vielleicht sogar lebendige Organismen mit Kometen und Asteroiden einst auf unseren Planeten kamen. Außerirdisches Leben könne es auch nach Lesch durchaus irgendwo im Universum geben. Wer würde das heute auch noch ernsthaft bezweifeln?!

“Oma Erna” oder ihre Enkel und Urenkel sowie der vollkommene Laie am Sonntagabend vor dem heimischen Fernseher vor dem “Tatort” auf ARD bekamen gute Unterhaltung geliefert. Wissen leicht verpackt, verständlich und gut vermittelt. Darum bekenne ich mich bekanntlich immer wieder als Fan von Lesch seinen Astronomie-Sendungen. Denn davon versteht der Mann was und kann es wie kein Zweiter vermitteln. Von Grenzwissenschaft oder anderen Mystery-Themen allerdings nicht viel, wie es beispielsweise dieser Beitrag von 2012 auf meinem Blog zeigt.

Ich hätte mir zwar gewünscht, dass auch das Thema “Leben in unserem Sonnensystem?” wie zum Beispiel auf Mars oder dem Jupiter-Mond Europa vorgekommen wäre, aber alles geht nun mal eben nicht. Ernsthaft erwartet hat der Kenner eine erschöpfende Sendung über den “ersten Kontakt” mit Aliens aber so oder so nicht. Das ist auch nicht das Ziel derartiger Dokumentationen! Obwohl schon der Titel dieser Folge vollkommen irreführen war, sehe ich solche “Shows” immer mit mehreren Augen. Einmal meinem Mystery-Auge, weshalb mir vor allem die Darlegung des Themas “UFO-Entführungen” nicht gefiel, und einmal mit dem Auge des Laien, Kindes und “Oma Erna”.

Mein grenzwissenschaftlichtes Auge weint – das andere strahlt. Eigentlich also wie immer. Sicherlich wünschten sich viele, dass dem UFO-Thema oder der Prä-Astronautik weit mehr Beachtung zuteil geworden wäre, aber die TV-Erfahrung lehrt uns grundsätzlich etwas anderes. Das eigentliche Thema – laut Titel der Erstkontakt mit Aliens – hat die Sendung meiner Meinung nach aber vollkommen verfehlt.

Dennoch kann ich diese Lesch-Sendung auch für den größten Experten empfehlen. Wissenschaft kann auch kurzweilige Unterhaltung bieten.

 

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

►► Eure Unterstützung: Paypal.me/Fischinger

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

Interessantes zum Thema:

 

, , , , , , , , , , , , , , markiert <

“Hallo zusammen” und “Wie geht´s Dir?”: Was für Töne, Bilder und Grüße die Menschheit 1977 mit zwei Raumfahrzeugen der NASA an Außerirdische schickte.

Künstlerische Darstellung der Raumsonde "Voyager" - sowie die an Bord angebrachte goldene Schallplatte mit Botschaften an Außerirdische (Bild: NASA/JPL/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Künstlerische Darstellung der Raumsonde “Voyager” – sowie die an Bord angebrachte goldene Schallplatte mit Botschaften an Außerirdische (Bild: NASA/JPL/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Im August und September 1977 startete die NASA ihr Programm “Voyager”. Zwei baugleiche Raumsonden wurde in das All geschossen, die unter anderem die Planeten Saturn und Jupiter und einige ihrer Monde untersuchen sollten. Für die Raumfahrt und die NASA an sich einer der erfolgreichsten Missionen der Geschichte. Aber die Raumfahrtzeuge “Voyager 1” und “Voyager 2” sind just heute  nicht nur 20,11 bzw. 16,56 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt, sondern haben auch Botschaftern an Außerirdisch mit an Bord. Darunter Musik, Grüße in dutzenden Sprachen an die Aliens und Sounds der Erde. Dabei befinden sich auch recht “sonderbare” Botschaften der Menschheit. Welche zum Teil “seltsamen” Töne, Grüße, Musik, Bilder und Geräusche die NASA im Namen der Menschheit an die fremden Außerirdischen schickte, erfahrt Ihr hier.

Blog-Feed

Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die NASA feiert bis heute den grandiosen Erfolg ihrer beiden Raumsonden “Voyager”. Die Daten und Bilder, die diese Raumfahrzeuge von den äußeren Planten wie Saturn und Jupiter und verschiedenen Monden zur Erde schickte, sind bis heute für die Astronomie unschätzbare Quellen. Aber zugleich hat sich die NASA bei der Entwicklung der Sonden auch über Außerirdische Gedanken gemacht, die diese Fahrzeuge der Menschheit eines Tages einmal im All finden könnten. Und so wurden Botschaften an diese Unbekannten im Kosmos mit an Bord der Sonden gegeben.

Jedes Kind, das sich für Astronomie interessiert, kennt die Missionen der “Voyager”-Sonden von 1977. Auch zahlreiche TV-Dokumentation zu den Themen Raumfahrt und auch Leben im All kommt nicht um diese Sonden herum.

Botschaften an die Außerirdischen

Die “Goldene Schallplatte” der Raumsonden mit den Botschaften der Menschheit an Aliens sind schon lange legendär. Neben zahlreichen Fotos von Menschen, der Erde und Tieren befinden sich an Bord der Sonden auch wissenschaftliche Darstellungen, die mutmaßliche Außerirdische verstehen sollten. Etwa Darstellungen unserer Planten im Sonnensystem, unsere DNA, mathematische und chemische Modelle und vielem mehr.

Aktiv SETI - Sollten wir wirklich versuchen Kontakt mit Aliens aufnehmen? (Bild: L.A. Fischinger / Archiv / NASA/JPL [Hubble])
Aktiv SETI – Sollten wir wirklich versuchen Kontakt mit Aliens aufnehmen? (Bild: L.A. Fischinger / Archiv / NASA/JPL [Hubble])
Mit an Bord ist auch Musik aus vielen Teilen der Welt. Die außerirdischen Empfänger dieser Botschaften können sich mit Kompositionen von Bach oder Beethoven über Musik aus Peru oder Indien bis “Jonny B. Goode” von Chuck Berry beschallen lassen, währen sie sich Bilder unserer Heimat ansehen. Oder sich am Klang eines brüllenden Schimpansen oder dem Rattern und Hupen eines Zuges erfreuen. Scheinbar haben die NASA und die mitwirkenden Wissenschaftler an alles gedacht, um den Aliens unsere Welt umfassend darzustellen. Auch wenn es vielleicht die Fremden verirren wird, wenn sie Bilder des Gebäude der UN in New York mit dem einer Buschhütte in der Savanne Afrikas vergleichen …

“Herzliche Grüße an alle!”

Viele Freundinnen und Freunde des Phantastischen werden auch die Grußbotschaft “Hello from the children of planet Earth” kennen, die sich auf der Platte der Raumfahrzeuge befindet. Sie wird seit Jahrzehnten immer wieder in entsprechenden Sendungen am Fernsehen wiedergegeben. Dabei handelt es sich um die Stimme des sechsjährigen Nick Sagan, dem Sohn des legendären Astronomen Carl Sagan. Dieser war maßgeblich an der Entwicklung dieser Botschaften der Sonden “Voyager” sowie der Sonden “Pioneer”, die ebenfalls Botschaften der Menschheit enthalten, beteiligt. Aber auch an der SETI-Botschaft des Arecibo Radioteleskops auf der Insel Puerto Rico, die am 16. November 1974 an außerirdische Empfänger geschickt wurde, war Sagen (neben SETI-Legende Frank Drake natürlich) beteiligt. Auch der Science-Fiction-Film “Contact” mit Jodie Foster von 1998, in dem die Menschheit durch das SETI-Programm Kontakt mit Außerirdischen herstellt, basiert auf einer Novelle von Carl Sagen von 1985.

Da sollte es nicht verwundern, dass der Sohn des 1996 verstorbenen Sagen das “Hallo von den Kindern des Planeten Erde” sprach und dieses mit auf die goldene Schallplatte(n) von “Voyager” kam. Insgesamt sind jedoch Grußworte in 55 verschiedenen Sprachen auf der nun fast vier Jahrzehnte andauernden Reise der Sonden durch das All unterwegs. Nicht nur in Englisch. Diese kann man man sich bei der NASA wie eine Auswahl der andere Sounds und Klänge ebenso anhören.

Wissenschaftler starten einen Aufruf an die Menschheit: Eine Million Dollar Preisgeld für die beste SETI-Nachricht an Außerirdische ausgeschrieben!
Wissenschaftler starten einen Aufruf an die Menschheit: Eine Million Dollar Preisgeld für die beste SETI-Nachricht an Außerirdische ausgeschrieben! (Bild: NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Diese kleinen Kurzbotschaften sind im Grunde genommen nichts weiter als Grüße. Keine tiefgreifenden philosophischen oder spirituellen Botschaften, oder was jeder für sich sehr gerne Aliens sagen möchte. Die Deutsche Grußbotschaft auf den Raumfahrzeugen zum Beispiel lautet “Herzliche Grüße an alle.” Die Grüße in Französisch sind da schon mehr als knapp: “Hallo zusammen” und polnisch ist etwa mit den Worten “Willkommen, Kreaturen hinter der äußeren Welt” vertreten.

Hallo Aliens, wie geht´s?

Es ist wirklich recht amüsant, was da alles in den unterschiedlichsten Sprachen an Grüßen durch das All fliegt. In Hebräisch etwa brauch man scheinbar nicht viele Worte, denn in dieser Sprache reist nur das Wort “Frieden” zu den Sternen. Auf Türkisch wiederum wird es problematisch einen entsprechenden Empfänger im Universum zu finden, da diese Botschaft an “Liebe Türkisch sprechende Freunde” gerichtet ist. Koreanisch ist ebenso vertreten – mit einem einfachen “Wie geht´s Dir?”, währen arabisch der Wunsch ausgedrückt wird, dass man eines Tages diesen Aliens auch begegnet. Wie auch auf Indonesisch, wo es heißt, dass man sich “demnächst sieht”. Auch in Gujarati, einer Sprache in Indien, heißt es “Bitte Kontakt”.

Schaut und hört man sich diese Nachrichten bzw. “Grüße an das Universum” an, stellt man sich sicherlich die Frage, was würde man selber für einen kurzen Gruß an ET in eine solche Raumsonde wie “Voyager” packen? Natürlich ist es technisch heute einfacher als 1977 mit den goldenen Schallplatten, aber dennoch regen solche Botschaften sicherlich sehr zum Nachdenken an. Wie eigentlich alle Informationen, die diese Platten beinhalten. Auch wenn es mehr als fraglich ist, ob diese Sonden jemals von irgendwelchen Aliens gefunden werden.

Wenigstens finden sich keine Grüße wie “Ich grüße alle, die mich kennen” oder “Was geht?!” an Bord der Sonden …

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

Interessantes zum Thema:

, , , , , , , , markiert <