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Search Results for: UNtergang Dinosaurier

Video: "PACIFIC RIM", die Ancient Aliens / Prä-Astronautik und der Untergang der Dinosaurier. Ein Review eines Mystery-Autoren.

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PACIFIC RIM Review und die Astronautengötter (Bild: L. A. Fischinger / verwendeter und bearbeiteter Bildausschnitt: Warner Bros. 2013)
PACIFIC RIM Review und die Astronautengötter (Bild: L. A. Fischinger / verwendeter und bearbeiteter Bildausschnitt: Warner Bros. 2013)

Derzeit in den deutschen Kinos: Der Science-Fiction-Film “PACIFIC RIM”. Ein SF-Film mit Aktion, Monstern und natürlich Helden. Diesen habe ich mir vergangene Woche einmal angesehen, und dabei mein “Mystery-Auge” offen gehalten. So “richtig dolle” fand ich den Film nun nicht, um es mal so zu sagen, aber in einigen wenigen Sätzen in diesem Actionreißer waren sie wieder: Die Ancient Aliens, die Prä-Astronautik, die Astronauten aus dem All. Wie die in den Film kamen und was sie dort zu suchen haben, erfahrt ihr in einem Video auf meinem YouTube-Kanal der Mysterien der Welt.

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Der Asteroid “1998 OR2”: Er soll 2020 mal wieder den (einen) Weltuntergang bringen – Die Fakten +++ Video +++

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VIDEO: Der Asteroid "1998 OR2" - Er soll 2020 mal wieder den Weltuntergang bringen: Die Fakten! (Bild: PixaBay/gemeinfrei)
VIDEO: Der Asteroid “1998 OR2” – Er soll 2020 mal wieder den Weltuntergang bringen: Die Fakten! (Bild: PixaBay/gemeinfrei)

Wiedereinmal steht er vor der Tür: Der Weltuntergang, die Apokalypse. Und diesmal soll das Ende der Welt schon sehr bald kommen, da noch 2020 ein riesiger Asteroid auf der Erde einschlagen soll. So zumindest besagten es Gerüchte und Spekulationen im Internet und in einigen Berichten. Auslöser sei ein Asteroid mit dem Namen “1998 OR2”, der im April dieses Jahres die Katastrophe bringen würde. Was aber hat es mit diesem Gerüchten um “1998 OR2” wirklich auf sich? Ich habe mir für Euch in diesem YouTube-Video einmal die Fakten und Tatsachen zu diesem Asteroiden genau angeschaut.


“1998 OR2”: Weltuntergang 2020?

Zeit für den Weltuntergang ist immer. Und immer wieder! So auch in diesem Jahr. Zumindest wenn es nach einigen (wenigen) Boulevardmedien und Internet-Gerüchten geht.

Denn darin heißt es, dass der Asteroid “1998 OR2” Ende April auf er Erde einschlagen wird. Ein Brocken im All von rund 4 Kilometern Größe, der bei seinem Einschlag ein Ende der Welt bringen wird. Auch wenn diese “Bombe aus dem All” wesentlich kleiner als jenes Objekt ist, das vor rund 65 Millionen Jahren das Ende der Dinosaurier brachte, wäre ein Einschlag in der Tat eine globale Katastrophe!

Auf ein solches Szenario ist die Menschheit bis heute nicht vorbereitet.

Doch was hat es mit diesem Gerüchten um “1998 OR2” wirklich auf sich? Droht tatsächlich die Apokalypse, ein Armageddon, oder könnte sie drohen? Ich habe mir für Euch in diesem YouTube-Video einmal die Fakten und Tatsachen zu diesem Asteroiden genau angeschaut

Bleibt neugierig …

Video vom 13. März 2020 auf Fischinger-Online

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Jurassic World: live: Existierten Menschen und Dinosaurier gemeinsam? +++ YouTube-Video / Neu geschnitten +++

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Jurassic Park live! Existierten Dinosaurier und Menschen einst gemeinsam? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Jurassic World – live? Existierten Dinosaurier und Menschen einst gemeinsam? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Die Evolutionstheorie ist falsch! Das sagen eine ganze Reihe Mystery-Forscher der Grenzwissenschaft und Mystery Files und verweisen dabei immer wieder auf seltsame Funde aus der Vergangenheit. Diese sollen beweisen, dass vor Millionen von Jahren Menschen und Dinosaurier gemeinsam lebten bzw. existierten. Eigentlichen ein „Ding der Unmöglichkeit“, wie Ihr es in diesem Video auf meinem YouTube-Kanal erfahrt. Denn eigentlich haben sich Mensch und Saurier um dutzende Millionen Jahre auf diesem Planten verpasst. Aber stimmt das wirklich?


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

(Neuschnitt eines YouTube-Video vom 2. 12. 2013!)

Vor rund 65 Millionen Jahren starben durch den Einschlag eines Asteroiden oder Kometen die letzten Saurier auf der Erde aus. Erst dadurch wurde auf unserem Planeten eine Nische für die Säugetiere frei, aus denen dutzende von Millionen Jahren später wir Menschen entstanden.

So sagt es die gängige Überzeugung der etablierten Forschung und Evolution seit Jahrzehnten.

Doch die „Verbotene Archäologie” verweist ebenso seit Jahrzehnten auf kuriose Funde, die beweisen sollen, dass Menschen und die Dinosaurier sich entgegen aller Annahmen doch einst real begegnet haben. Eigentlichen ein „Ding der Unmöglichkeit“ …

Alles dazu in diesem Video.

Bleibt neugierig …

+++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

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Lars A. Fischinger

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Rätselhaftes Höhlensystem in Rumänien entdeckt: Trafen sich hier Dinosaurier und Menschen?

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Menschen in Zeiten der Saurier? Mysteriöse Berichte aus Rumänien (Bild: P. Krassa / gemeinfrei / Fischinger-Online)
Menschen in Zeiten der Saurier? Mysteriöse Berichte aus Rumänien (Bild: P. Krassa / gemeinfrei / Fischinger-Online)

Stellt ein “sensationeller Fund aus Rumänien die Geschichte auf dem Kopf”, wie es in einem Artikel in einem Magazin zur Prä-Astronautik vor rund 30 Jahren hieß? Damals berichtete der bekannte Phänomene-Jäger und Autor Peter Krassa von der rätselhaften Geschichte, das im Osten von Rumänien ein künstliches Tunnelsystem entdeckt wurde, das aus dem Zeitalter der Dinosaurier zu stammen schien. Nach der anerkannten Entwicklungsgeschichte des Menschen wäre das unmöglich und tatsächlich eine Sensation. Wie kam es zu dieser spektakulären Entdeckung und was genau könnten die Hintergründe sein? In bin der ganzen Sache in Rumänien einmal genauer nachgegangen. Die Hintergründe und Details erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

65 Millionen vor Christus

Es ist schon erstaunlich, was es in der Welt der Rätsel der Menschheit und der Grenzwissenschaft und Mystery Files alles für Fragen, Thesen und Themen gibt. Die Frage, ob Menschen und Dinosaurier sich einstmals real begegnet sind, gehört ohne Zweifel dazu. Zumal diese Annahme allem widerspricht, was fleißige Anthropologen und Evolutionsforscher über die Herkunft der Menschheit heute wissen.

Dennoch verweisen eine Vielzahl von Veröffentlichungen der Grenzwissenschaft seit Jahrzehnten auf Funde, die Menschen oder sogar “Riesen” in den Zeiten der Urzeitechsen belegen sollen. Von versteinerten Fußspuren bis hin zu Funden in uralten geologischen Erdschichten, ist alles dabei. Selbst die Krim-Krise zwischen Russland und der Ukraine soll genau darin ihre Ursachen haben: Angeblich wurden auf der Halbinsel Krim Pyramiden aus dem Zeitalter der Dinosaurier vor Millionen von Jahren gefunden worden sein. Mehr dazu in diesem YouTube-Video von mir HIER.

Eigentlich kann das so jedoch alles nicht sein.

Die Entwicklungsgeschichte der Menschheit sagt klipp und klar, dass der Einschlag eines Killer-Asteroiden im heutigen Mexiko vor rund 65 Millionen Jahren den Dinosauriern den Untergang brachte. Es war der letzte Todesstoß aus dem All für diese Urzeitmonster. Nach und nach verschwanden sie aufgrund der Folgen dieses Einschlages und wahrscheinlich anderer Faktoren. Das aber machte, so heißt es weiter, den Weg frei für Säugetiere auf diesem Planeten Erde und Millionen Jahren später betrat der Mensch die Bühne der Erdgeschichte.

Menschheit vs. Dinosaurier

Diese, als gesichert geltenden Aussagen der Wissenschaft, zweifeln immer wieder verschiedene Autoren der Mysterien der Welt an. Sie verweisen auf eben solche Funde, die dem Weltbild der Entstehung der Menschheit widersprechen sollen (s. auch YouTube-Video HIER).

Dinosaurier im Dschungel Afrikas – noch heute? Der Mythos vom Mokele-Mbembe (Bild: Mystikum Magazin)
ARTIKEL: Dinosaurier im Dschungel Afrikas – noch heute? Der Mythos vom Mokele-Mbembe (Bild: Mystikum Magazin)

Es stellen sich bei diesem fraglos spekulativen Thema eigentlich zwei einfache Fragen:

  1. Gab es eine “Menschheit” schon in den Zeitaltern der Dinosaurier?
  2. Gab es Dinosaurier noch in den Tagen der uns bekannten Kulturen und Völker (und gibt es solche “überlebende” Tiere vielleicht sogar noch heute)?

Ergänzen könnte man noch, dass die “anerkannten Datierungen” der Erdgeschichte vielleicht einfach falsch sind. Aber Saurier noch in historischer Zeit? Auch das wird gar nicht mal so selten diskutiert.

Nicht nur dahingehend, dass diese mutmaßlich noch existierenden Kreaturen als Vorlage für die weltweite “Drachen-Mythologie” Pate standen. Nein, auch, ob es vielleicht noch heute beispielsweise eine Art Urzeitechse in Zentralafrika gibt, die Mokele-Mbembe genannt wird (s. auch mein Buch HIER).

Unerwähnt darf in diesem Zusammenhang natürlich nicht das “Ungeheuer von Loch Ness” in Schottland bleiben. Als das berühmteste Monster der Welt, ist “Nessie” immer wieder Gegenstand von Spekulationen und Untersuchungen. Hierbei ist die Hypothese beliebt, dass “Nessie” ein überlebender Saurier sein könnte. Eine Kreatur der Gattung Plesiosaurus, die eigentlich mit den Dinosauriern ausgestorben sein sollen.

Beweise, harte Fakten, unwiderlegbare Funde oder wissenschaftliche Belege gibt es für keinen der beiden Punkte oben. Und wenn, dann wurden diese nie verifizierbar untersucht und vor allem in der wissenschaftlichen Community anerkannt.

Interessant ist dabei, was vor Jahren aus dem Osten von Rumänien zu erfahren war: Dort wurden angeblich Spuren und Abbildungen einer vollkommen fremden Zivilisation entdeckt, die im Zeitalter der Sauer dort existiert haben soll. Ähnlich, wie es Abbildungen auf der ganzen Welt zeigen, auf denen seltsame “Monster” und Menschen in Koexistenz zu sehen sind.

Eine rätselhafte Metallplatte

„Es begann mit einem Anruf“, so der Mystery-Autor Peter Krassa 1991 in dem Magazin „Ancient Skies“ (Nr. 1/1991). Einem Anruf, in dem jemand Krassa eine mehr als ominöse Geschichte erzählt.

Der Anrufer bei Krassa war der Rumäne Eugen Tanvuia, der damals von einer sensationellen Entdeckung berichtete, die in seinem Heimatland gemacht wurde. Bauarbeiter, so Tanvuia weiter, fanden im Herbst 1990 bei Arbeiten im Zentrum der rumänischen Stadt Jassy (Iaşi) die Hinterlassenschaften einer fremden Kultur. Eine unbekannte Menschheit, die vor Millionen von Jahren hier existiert haben könnte!

Es war ein Zufallsfund. Die Arbeiter in Iaşi waren mit Tätigkeiten an einem Gebäudefundament beschäftigt, als sie unvermittelt einen künstlichen Eingang ins Erdinnere fanden. Eine runde Metallplatte von ca. drei Metern Durchmesser lag auf diesem Eingang und versperrte so vorerst den Zugang zu einem unterirdischen Höhlensystem.

Artikel: Sind die Wikinger “Dinosauriern” begegnet? Seltsames Fundstück gibt Anlass zu Spekulationen über Menschen und Saurier … (Bild: gemeinfrei / F. Calvo/Terra-Mystica.jimdo.com / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Sind die Wikinger “Dinosauriern” begegnet? Seltsames Fundstück gibt Anlass zu Spekulationen (Bild: gemeinfrei / F. Calvo/Terra-Mystica.jimdo.com / Montage: Fischinge-Online)

Geologen sollen daraufhin verständigt worden sein, die sich der Funde annahmen. Doch die Experten standen hier selber vor einem Rätsel. Auch die Legierung der riesigen Metallplatte sei ebenso ein Rätsel, wie dem Prä-Astronautik-Pionier Krassa berichtet wurde. Laut dem Anrufer Tanvuia machten daraufhin in Rumänien Gerüchte die Runde, dass diese Metallplatte “mit unserer derzeitigen Technologie nicht hergestellt werden kann”.

Die runde Deckplatte war aber nicht kahl oder ohne Schmuckwerk. Vielmehr trug sie 14 rundliche Ornamente als Verzierung, die irgendwie wie nicht von dieser Welt aussahen.

Im Zentrum von vier dieser Schmuckwerke fand sich jeweils ein Menschenabbild mit einem Schwanz und in scheinbar fremdartiger Kleidung. Zwei Ringe sind um diese Wesen angebracht, von denen der innere eine Schrift darstellen könnte.

Der äußere Ring wiederum “zeigt Darstellungen saurierähnlicher Monster” wie Tanvuia später in Wien Peter Krassa berichtete. Im Zentrum der ganzen Szenerie  befindet sich eine einzelne Darstellung eines Menschen, die wie ein Roboter aussieht, der einen Schwanz und nur drei Finger hat.

Und weiter:

Was auch bei den mit den Untersuchungen befassten rumänischen Wissenschaftlern die Frage aufwarf: Wurden auf den Reliefs humanoide Wesen einer unbekannten Menschenrasse entdeckt, die gleichzeitig mit den Sauriern lebten?

Irgendwie erinnert der Stil dieser metallenen Abdeckplatte an Maya- oder Azteken-Kunst aus Mittelamerika.

Zeichnung der rätselhaften Metallplatte, wie Peter Krassa sie 1991 veröffentlichte (Archiv P. Krassa)
Zeichnung der rätselhaften Metallplatte, wie Peter Krassa sie 1991 veröffentlichte (Archiv P. Krassa)

Unbekanntes Höhlensystem in Rumänien

Als die Arbeiter in Iaşi die schwere Metallplatte mit einem Kran endlich beiseite schaffen konnte, wurde es erst richtig spannend.

Unter dem „Deckel“ führte ein senkrechter und mit Steinen aus Granit verkleideter Schacht zehn Meter tief ins Erdinnere. Einige neugierige Geologen ließen sich herab und fanden sich an dessen Ende in einen drei Meter hohen, 4,8 Meter langen und 3,6 Meter breiten Raum wieder. Auch dieser Raum sei mit Granit verkleidet gewesen, der”wie glasiert” wirkte und ohne Fugen gearbeitet war.

Von dort aus entdecken die Forscher aber schnell, dass es noch weiter ging:

In einer Wand zeigte sich ein 2,4 Meter hoher und 1,6 Meter breiter Tunnel, durch den die Wissenschaftler bequem in einem Neigungswinkel von 30 Grad 450 Meter weiter in die Tiefe laufen konnten. So kamen sie letztlich in 90 Metern Tiefe an – und standen erneut in einem künstlichen Hohlraum. Es war eine Art “Brunnenraum”. Zumindest fanden die Geologen nach den Berichten von Eugen Tanvuia in dieser Kammer einen Granitblock in einer Wand, aus dem durch ein Loch Wasser in eine Vertiefung floss.

800 Mio. Jahre alte Mumie in Sibirien gefunden? Eine Spurensuche (Bild: W. Da-Gang)
VIDEO: 800 Mio. Jahre alte Mumie in Sibirien gefunden? Eine Spurensuche (Bild: W. Da-Gang)

Angeblich haben Fachleute im “Labor für Bakteriologie und Virologie” in Iaşi Proben dieses Wassers umfassend untersucht. Ergebnis: eine wahre Wunder- und Zauberquelle! Mit Krebs infizierte Versuchstiere waren nach drei Tagen geheilt, Viren und Bakterien ließen sich abtöten und irgendwie würde es damit gelingen “in den Zellen ein Immunsystem zu schaffen und gewisse Anomalien zu korrigieren”. Was immer das auch heißen mag …

Letztlich wurde das Tunnelsystem mit einer Betonplatte verschlossen, um dadurch Neugierige abzuhalten. Immerhin glaubte man schließlich ein Wundermittel gegen Krebs gefunden zu haben.

Erstaunlich. Seltsam. Kurios. – Was “man” da 1990 fand.

Archäologische Sensation in Rumänien?

Was mag hinter der schwammigen und überaus sonderbaren Story stecken, die Eugen Tanvuia da einst dem bekannten Autoren und Grenzwissenschaftler Peter Krassa erzählte? Hat er ihm vor rund 30 Jahren einen Bären aus den rumänischen Karpaten aufgebunden?

Tanvuia war selber Rumäne, lebte aber schon 17 Jahre in Wien, bevor er Peter Krassa diese Sache berichtete. Er war Ingenieur im Schiffbau bei der Donau-Dampfschifffahrts-Gesellschaft in Wien und kam darum auch hin und wieder in seine alte Heimat Rumänien. Auch Krassa lebte und arbeitete in Österreichs Hauptstadt.

Lebte … denn mein Kollege und Freund Peter Krassa starb leider am 11. Oktober 2005. Von ihm ist demnach nichts weiter zu erfahren. In seinem Artikel 1991 über diesen mutmaßlichen „Sensationsfund“ berichtete er noch, dass er weitere Ergebnisse zu den Vorkommnissen 1990 in Iaşi bekommen würde. Ob er diese jemals erhielt, ist fraglich.

Ernüchterung machte sich auch bei meiner Suche nach dem Informanten Tanvuia breit. Tatsächlich tauchte sein Name in einem älteren Telefonregister von Wien auf. Doch das Einwohnermeldeamt Wien teilte mir auf Anfrage mit, dass auch Tanvuia inzwischen verstorben sei. Es galt also vor Ort in Rumänien mehr über die scheinbar sensationelle Story zu erfahren.

Was stimmt? Was nicht?

Die Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg ist der deutsche Partner der Alexandru-Ioan-Cuza Universität in Iaşi. Dort konnte mir Prof. h. c. Dr. Bernhard Schröder über Vermittlung des „International Office“ tatsächlich weiterhelfen und Kontakt nach Rumänien herstellen. Dr. Schröder hatte als Ehrensenator der Universität in Iaşi Kontakt mit Prof. Dr. Calina Gogalniceanu, die bei meiner umfangreichen Recherchen helfen konnte.

„Ruinen von sehr alten Gebäuden“

Interview mit Lars A. Fischinger: Streitfall “Aluminium-Objekt von Aiud” in Rumänien. Plus YouTube-Videos (Bild: Fischinger-Online)
Interview mit Lars A. Fischinger: Streitfall “Aluminium-Objekt von Aiud” in Rumänien. Plus YouTube-Videos (Bild: Fischinger-Online)

Ich schilderte den „verrückten Fall“ von 1990 in Rumänien und Prof. Gogalniceanu wusste bereits einige Tage später mehr. Es gäbe unter der Stadt tatsächlich sehr viele künstliche Tunnel, „die unterhalb der Stadt ein Netzwerk bildeten“. Auch wurden bei Arbeiten tatsächlich „Ruinen von sehr alten Gebäuden“ gefunden, die jedoch aus Geldmangel bisher in großen Teilen immer noch nicht ausgegraben wurden.

Die Tunnelanlagen, so war weiter zu erfahren, stammen wohl aus dem 16. Jahrhundert und einige dienten offenbar als Lager für Wein. Solche Bauwerke für Wein und andere Güter unter der Erde sind auch in Deutschland bekannt. Wobei bei anderen dieser “Erdställe” genannten Tunnelsystemen die Funktion und das Alter vollkommen unklar ist.

Die Iaşi-Tunnel sind auch schon lange bekannt. Nicht erst seit 1990, wie es der Bericht von Eugen Tanvuia vermuten lässt.

Zum Beispiel habe ein M. Radu Iacoban in den 1980ger Jahren bereits eine Dokumentation über die unterirdische Welt der Stadt gedreht. Was natürlich die Entdeckungen neuer Tunnel und Kammern explizit nicht ausschließt. Viele der bekannten Tunnel stehen voll Wasser aber “es gibt kein Wasser für eine Behandlung welcher Art auch immer” in diesen, war aus Rumänien zu erfahren. Lediglich schwefelhaltiges Wasser und entsprechender Schlamm, in dem im Sommer Rheuma-Patienten Linderung suchen, ist dort bekannt.

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Die Archäologin Stela aus Iaşi wurde von Prof. Gogalniceanu bei meinen weiteren Nachforschungen eingeschaltet, die zusammen mit dem Experten Emanuel Bruckner der Sache genauer nachging. In Rumänien begann das Rätselraten über den Bericht von 1991 und jene Skizze, die angeblich von diesem Fund stammt. Dr. Schröder meinte „die Sache erinnert mich an die Forschungen des wackeren Herrn Däniken vor einigen Jahrzehnten“.

Das war natürlich kein Wunder – stammte der Artikel doch von einem bekannten Prä-Astronautik-Autoren, der zurecht als ein Urgestein der Prä-Astronautik-Szene gilt.

Tunnel in ganz Rumänien, aber …

Nachdem ich zwischenzeitlich selber in Rumänien war, bekam ich die Resultate der dortigen Nachforschungen. So war unter anderem zu erfahren, dass unterirdische Tunnelsysteme in ganz Rumänien keine Seltenheit sind. Zum Beispiel sind sie auch in Transsylvanien zu finden, an das man beim Stichwort „Rumänien“ sicher schnell denkt. Auch sind uralte Hinterlassenschaften einer versunkenen Kultur in Teilen Rumäniens (und darüber hinaus auf dem Balkan) ebenso bekannt.

VIDEO: Moderne Raketentechnologien und -Ideen vor 500 Jahren: Drei-Stufen-Raketen und Raumfahrt-Visionen im Jahr 1555 (Bild: gemeinfrei)
VIDEO & ARTIKEL: Moderne Raketentechnologien und -Ideen 1555 in Rumänien! (Bild: gemeinfrei)

Was Unterwelten an sich angeht, so gibt es diese auf der ganzen Welt in großer Zahl und aus unterschiedlichen Epochen.

Heinrich und Ingrid Kusch haben zum Beispiel in ihrem Buch „Tore zur Unterwelt“ auch „das Geheimnis der unterirdischen Gänge aus uralter Zeit“ in Österreich dokumentiert. Ebenso gibt es eine gewaltige, fünf Stockwerke tiefe Unterwelt in Oppenheim bei Mainz. Das bekannte unterirdische Labyrinth dort stammt jedoch, wie mir Experten in Oppenheim erklärten, wohl aus dem frühen Mittelalter.

Zu diesen Erdställen ist in den letzten Jahren ein regelrechter “Mystery-Hype” ausgebrochen.

Wobei Tunnelsysteme aus „uralter Zeit“ schon etwas heikle werden können. Die Spuren der Kultur auf dem Balken etwa reichen bis vor den Bau der Pyramiden von Gizeh. Aber Tunnel oder unterirdische Lager aus dem Mittelalter oder solche aus „uralter Zeit“ sind immer noch eine ganze andere Kategorie, als solche aus den Tagen der Dinosaurier in der Kreidezeit.

“Nur Geschichten“?

Der Befund vor Ort in Rumänien viel dementsprechend ernüchternd aus – wie es aufgrund der schwammigen Quellenlage schon zu erwarten war. Es hieß unter anderem:

Sie (die Archäologin, Anm. L.A.F.) hat mich gebeten Ihnen zu sagen, dass sie Ihren Artikel gelesen und analysiert hat, und dass sie dazu sagen kann, dass die Informationen, die dort erwähnt sind, nicht real sind. Sie meint, dass es nach der Wende (d. h. nach Dezember 1989) mehrere solche Gerüchte (denn anders kann man sie nicht nennen) gab, aber die Situation ist nicht so wie sie in dem Artikel dargestellt ist. Frau Stela ist als Archäologin in Iaşi tätig, sie arbeitet seit mehreren Jahren auf diesem Gebiet und sie meint, dass der tiefste Aushub, den sie gesehen hat und wo sie auch bis vor kurzem dabei war, neun Meter tief war (…).

Bei einem Projekt, das zurzeit in der Stadtmitte gemacht wird und wo Frau Stela als Archäologin tätig ist, hat man bis zu 15 Meter Tiefe ausgehoben und dann hat man Lehm gefunden. Bei dieser Tiefe kann man Wasser finden. Es ist richtig, dass es ja Quellen mit heilendem Wasser gibt, aber kein solches allheilendes Wasser, wie es in dem Artikel erwähnt ist. Sie möchte auch erwähnen, dass es auch keinen solchen Tunnel gibt, genau dasselbe gilt auch für das Bild. (…)“

"Grenzwissenschaft und Mystery Files" von Lars A. Fischinger auf YouTube
“Grenzwissenschaft und Mystery Files” von Lars A. Fischinger auf YouTube

Das Ganze sei „nicht real sondern nur Geschichten“.

Tatsächlich kam es nach der Öffnung des Ostblocks zu vermehrten Berichten über „sonderbare Begebenheiten“ im Osten Europas. Von UFO-Berichten bis eben solchen Funden und Geschichten.

Fake-News aus dem Ostblock

Sind hier also die real vorhandenen Tunnel mit den real vorhandenen Wasserquellen heilsamer Natur vermengt worden

Die Interpretation, dass das Tunnelsystem aus den Tagen der Dinosaurier stammen soll, war mir schon 1991 vollkommen schleierhaft. Sie wurzelte wohl allein in dem Umstand, dass „dinosaurierähnliche Monster“- und Menschen-Abbildungen gefunden worden sein sollen. Fotos davon kamen auch nie an die Öffentlichkeit, anhand deren man vielleicht hätte mehr zu diesen Saurier-Monstern sagen können. Nur die oben abgebildete Zeichnung.

Und: Wäre ein mindestens 65 Millionen Jahre altes Tunnelsystem heute überhaupt noch so intakt, wie es der Bericht vermuten lässt? Mit einem Einstieg knapp unter dem heutigen Bodenniveau und Gängen und Tunneln, die man bequem erkunden konnte?

Ich denke eher weniger, da die Geologie der Erde einem steten Wandel unterzogen ist. All diese Relikte wären sicher unlängst in Millionen von Jahren zerstört worden.

VIDEO: Putin, die Ukraine & die Krim-Krise: sind Alien-Artefakte und Pyramiden aus der Saurierzeit der Grund für die Kämpfe? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Putin, die Ukraine & die Krim-Krise: sind Alien-Artefakte und Pyramiden aus der Saurierzeit der Grund für die Kämpfe? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Eine Tatsache, die beispielsweise auch im Fall einer 800 Millionen(!) Jahre alten Mumie zum Zuge kommt, die angeblich in Sibirien entdeckt wurde. Auch hier haben sich offensichtlich Fakten und Fiktionen zu einem neuen “Mysterium” vermischt, wie ich es in diesem YouTube-Video erläutere.

Oder ganz anders, um ein wenig zu spekulieren:

Haben mich die Experten in Rumänien dreist angelogen? Verschweigt man das System inklusive des „Wunderwassers“ bewusst vor neugierigen Journalisten? Solche Spekulationen sind mir eigentlich zu glitschig. Die Wahrheit bei speziell diesen “Tunneln” in Rumänien scheint tatsächlich eine Vermengung von Fakten und Phantasie zu sein.

Ein Problem, dass die gesamte Spurensuche der Grenzwissenschaft udn Mystery Files durchzieht. Leider.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Das Ende der Welt: Die NASA ruft eine neue Abteilung ins Leben … um im schlimmsten Fall den Weltuntergang zu verhindern (Video)

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Das Ende der Welt – So will die NASA den Weltuntergang verhindern (Bilder: NASA / Montage: L. A. Fischinger)
Das Ende der Welt – So will die NASA den Weltuntergang verhindern (Bilder: NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Immer wieder wollen mehr oder weniger fragwürdige Quellen einen Weltuntergang oder ein Jüngstes Gericht kommen sehen. Sei es durch das “Ende” des Kalenders der Maya im Dezember 2012, durch das Kommen des angeblichen Planeten Nibiru oder – wie jüngst erst – im Zuge der Wiederkunft Jesus Christus im Zusammenhang mit dem “Blutmond“. Doch die Gefahr, dass die Menschheit eines Tages vorzeitig ihr jähes Ende finden wird, ist trotz der zahlreichen Spekulationen real gegeben: Durch Asteroiden. Das Fernsehen/Kino hat diese Gefahr in zahlreichen Spielfilmen und Dokumentationen immer wieder aufgriffen. Aber auch die NASA beschäftigt sich schon seit langem mit der Frage, wie man den Einschlages eines “kosmischen Killers” verhindern kann. Nun hat die US-Weltraumbehörde dazu neue Pläne vorgestellt.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Der Tod aus dem All

Vor etwa 3 Jahren, am, 15. Februar 2013, raste eine Bombe aus dem All mit fast 70.000 Km/h auf die Erde zu. In etwa 24 Kilometern Höhe über der Stadt Tscheljabinsk (Russland) explodierte der Meteor mit der Wucht von 30 Hiroshima Atombomben, verletzte dabei ca 1500 Menschen und beschädigte 7000 Häuser.

Glück gehabt!

Denn die Detonation des Objektes in gut zwei Dutzend Kilometer Höhe verhinderte Schlimmeres auf der Erde. Der Asteroid war 2013 nur etwa 600 Kilogramm schwer und damit ein recht kleiner Vertreter seiner Art. Nicht zu gleichen mit der kosmischen Bombe, die vor 65 Millionen Jahren in Zentralamerika einschlug und die Saurier vernichtetet. Dieses Geschoss aus dem All soll um die 10 Kilometer Durchmesser gehabt haben und ist ein wahrer kosmischer Killer. Ein echter Planeten-Killer, der auch der Menschheit das Ende hätte bringen können. Ein Weltuntergang.

Die Gefahr, dass Objekte aus dem Kosmos auf unseren Planeten einschlagen, ist jeden Tag gegeben. So gruselig es auch klingen mag, schon morgen kann ein Asteroid die Erde treffen und für Chaos und Zerstörung sorgen.

Nicht alle Bomben aus dem All bringen auch gleich den Weltuntergang

Kleine Gesteinsbrocken sind keine wirkliche Gefahr für unseren Planeten oder uns als Menschheit. Jeden Tag treffen diese die Erde und nur wenige dieser Himmelkörper schaffen es überhaupt bis zur Erdoberfläche. Doch Objekten mit genügend Masse und Geschwindigkeit gelingt es dann doch. entweder schlagen sie tatsächlich auf der Erde auf oder (wenn kleiner und instabiler) sie explodieren über der Erdoberfläche.

"Das Auge der Sahara" (Bild: Google Earth / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: “Das Auge der Sahara” – Asteroiden-Krater oder von Menschen gemacht? (Bild: Google Earth / Montage: L. A. Fischinger)

Hier ist vor allem das Beispiel von Tunguska in Sibirien vom 30. Juni 1908 bekannt, bei dem tausend Quadratkilometer Waldfläche und 60 Millionen Bäume vernichtet wurden. Obwohl das Objekt nicht bis zur Erdoberfläche kam. Selbst 500 Kilometer vom Ereignis entfernt sah man den hellen Feuerschein der Detonation von Tunguska.

Was wäre geschehen, wenn das Objekt aufgeschlagen wäre? Was, wenn es über einer dicht besiedelten Stadt explodiert wäre? Nicht auszudenken …

Millionen Tote, unsägliche Verwüstung und der Zusammenbruch der (Welt-)Ordnung durch einen “kleinen” Asteroiden-Einschlag sind eine Sache. Das Ende der Welt eine ganz andere. Pauschal kann man sagen: Je größer die Bombe von den Sternen, je verehrender die Konsequenzen für die Menschheit. Von Klimaschwankungen, die auch Folge von große Vulkanausbrüchen sein können, bis zum Ende der Menschheit – alles ist denkbar.

Man muss nicht den Teufel an die Wand malen und gleich einen 10 Kilometer großen Planeten-Killer befürchten. Auch wesentlich kleinere Objekte können die gewohnte Zivilisation erheblich schädigen. Und das gilt es zu verhindern.

SOS Menschheit!

Was war das für ein Chaos, als auf Island 2010 der Vulkan Eyjafjallajökull ausbrach. Ein Chaos, das aber dennoch eigentlich fast nur den Flugverkehr in Europa betraf. Nun stelle man sich vor, ein Asteroid von 50, 500 oder sogar 5000 Meter kollidiert mit unserem Planeten. Das könnte im schlimmsten Fall das Ende der Menschheit bedeuten.

Das wissen auch Astronomen in aller Welt. Niemand leugnet die reale aber dennoch recht geringe Gefahr von oben. Den Sauriern fiel vor 65 Millionen Jahren plötzlich der Himmel auf dem Kopf und brachte ihnen unabwendbar das Ende. Zumindest aber war der Impakt damals ein wichtiger Faktor bei ihrem Untergang. Die Echten der Urzeit konnten das nicht verhindern. Wir Menschen heute aber daraus. Und dazu gibt es schon seit Jahrzehnten immer wieder theoretische Überlegungen, wie diese Rettung in der Realität umgesetzt werden könnte (das ist ein anderes Thema).

Die NASA will nun mit einer eigenes dazu ins Leben gerufenen Abteilung derartige Gefahren aus dem All abwenden. Tunguska soll sich nicht unverhofft wiederholen. Das nun gegründete “Planetary Defense Coordination Office” (= PDCO) der Weltraumbehörde soll uns davor bewahren. Ein, wie ich finde, schon längst überfälliger Schritte.

Am 24. September 2015 soll mal wieder der Weltuntergang kommen! (Bild: NASA/JPL / L.A. Fischinger)
VIDEO: Am 24. September 2015 soll(te) mal wieder der Weltuntergang kommen! (Bild: NASA/JPL / L.A. Fischinger)

Obwohl selbstverständlich die Chance gering ist, dass ein riesiger Planten-Killer die Menschheit bedroht, ist diese gegeben. Da aber selbst Geschosse von nur einigen Dutzend oder hundert Metern Größe eine unkalkulierbare Bedrohung sein können, sollen laut NASA im PDCO fortan alle Informatikion zu diesen Objekten zusammenlaufen.

Die NASA ist längst alarmiert

Untätig war die NASA bisher jedoch nicht, da die dortigen Wissenschaftler schon seit 1988 Asteroiden etc. beobachten und ihre Flugbahnen analysieren. Neu ist beim “Planetary Defense Coordination Office” vor allem, dass hier alle Informationen gebündelt gesammelt und untersucht werden. Gleichzeitaug auch, dass man sich bei der Entdeckung einer Bedrohung dort direkt Gedanken über die Gefahrenabwehr machen kann.

Als wären die Ideen zur Abwehr eines Asteroiden-Einschlages, die von sprengen bis an der Erde vorbei lenken reichen, nicht kompliziert genug, gibt es noch den Unsicherheitsfaktor “Zusammensetzung”. Die Beschaffenheit der einzelnen Kometen und Asteroiden in unserem Sonnensystem ist nicht einheitlich.

Ein geeignetes Mittel zu finden, wie die Menschheit einen potenzieller Killer von der Erde fernhalten kann, hängt auch mit der Materialzusammensetzung dieses zusammen. Wie porös ist das Objekt? Ist es ein Eisen-Asteroid oder ein Komet mit hohen Wasseranteil etc.? Unter anderem sind solche Fragen auch Teil verschiedener Weltraummissionen zu Kometen und Asteroiden gewesen bzw. werden Teil kommender Missionen der NASA.

Wie theoretisch eine Abwehr derartiger Himmelskörper aussehen könnte, hat die NASA Ende März 2015 in dieser Video-Animation gezeigt:

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Bald ist der Weltuntergang, sagen angeblich die Maya! Was wir aus dem 2012-Märchen lernen können oder sollten. Neues Video auf YouTube.

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Bald kommt der Weltuntergang: Was wir aus den Märchen um den 21. Dezember 2012 lernen können! (Bild: gemeinfrei / NASA / Montage: L. A. Fischinger)
Bald kommt der Weltuntergang: Was wir aus den Märchen um den 21. Dezember 2012 lernen können! (Bild: gemeinfrei / NASA / Montage: L. A. Fischinger)

In vier Wochen geht die Welt unter. Das behaupten… ja – nicht die Maya, das behaupten die Medien und einige verrückte 2012-Propheten. Ihr als treuer Zuschauer meines Video-Channel bei YouTube und Leser dieses BLOG wisst das. Eben ein Tag wie jeder andere wird es sein. Aber was können wir eigentlich aus dem Hype um 2012 & Co. lernen? Dazu ein neues Video auf meinem Kanal des Unfassbaren.

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Der Weltuntergang wird definitiv KOMMEN!

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Die Erde wird untergehen – 100-prozentig! Vollkommene Vernichtung droht …


Auch die Sonne wird in etwa 6.5 Mrd. Jahren zum Roten Riesen werden. Diese Verwandlung geschieht, weil der Wasserstoffvorrat im Zentrum der Sonne nach Ablauf dieser Zeit zur Neige gehen wird. Die Sonne hat dann einen Heliumkern und geht schließlich über zum Wasserstoffbrennen in den Sternschalen (Schalenbrennen). Betrachtet man das im HRD, so verlässt die Sonne in dieser Phase die Hauptreihe: Sie macht sich auf in das Gebiet der Riesen. Der Übergang zum Riesen dauert vom Zünden des Schalenbrennens an einige hundert Millionen Jahre. Weil der Sternkern sich weiter verdichtet hat, steigt die Zentraltemperatur auf 100 Mio. Kelvin: Dann setzt zentrales Heliumbrennen (Triple-Alpha-Prozess) ein. Die nächste, neue Brennphase setzt ein, sobald auch das Helium im Kern aufgebraucht ist: dann verlagert sich das Heliumbrennen ebenfalls in die Sternschalen und im Kern brennt Kohlenstoff.

Siehe auch:
Bild anklicken
(Wikipedia)

Wie lange scheint die Sonne noch?

“Das kommt darauf an, was man mit “scheinen” meint: In etwa fünf bis sechs Milliarden Jahren wird im Inneren der Wasserstoffvorrat verbraucht sein und die Sonne wird sich dann als Roter Riesenstern auf das vielleicht 150fache ihrer Größe aufblähen. Doch auch nach dieser – relativ kurzen – Riesenphase wird die Sonne noch nicht komplett verlöschen: Sie dürfte kurze Zeit zu einem farbenfrohen planetarischen Nebel werden und schließlich zu einem Weiße Zwergstern, der dann langsam abkühlt und dunkler wird.” (ds/23. Januar 2007)

…aber:
  1. Gibt es da überhaupt noch Menschen und eine Menschheit im weitem Sinne?
  2. Wenn ja: sind diese schon unlängst im Kosmos verteilt und unterwegs?
  3. Oder suchen wir in jener Zukunft einen vorrübergehenden Unterschlupf in unserem System – wie etwa einem Saturn-Mond?
Wenn es eines Tages – gleich wie – interstellare Raumfahrt geben wird. Egal ob von Menschen wie wir..oder von Cyborgs und/oder genetisch erschaffenenen “Spacemenschen” á la den Ideen von dem legendären Physiker Michio Kaku.

Nun: letzlich kann es uns auch plötzlich schon lange vorher bereits wie den Dinosauriern ergehen und – wie man allgemein annimmt – ein Komet/Asteroid zerschmettert unserer Zivilisation …

… oder die Alien-Invasion wird á la Hollywood kommen:

Das End der Erde ist jedoch aufgrund der Lebenszeit unserer Sonne unausweichlich


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Komet Neowise ist der Erde am nächsten: Doch vor exakt 25 Jahren wurde der Komet Hale-Bopp entdeckt – und der brachte tatsächlich nichts Gutes

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Vor exakt 25 Jahren wurde er entdeckt: der Komet Hale-Bopp - und er brachte nichts Gutes! (Bild: NASA)
Vor exakt 25 Jahren wurde er entdeckt: der Komet Hale-Bopp – und er brachte nichts Gutes! (Bild: NASA)

Viele Astronomen, Sternengucker und Hobbyastronomen bewundern derzeit am Nachthimmel den Kometen Neowise. Auch über Deutschland ist dieses seltene aber keinesfalls außergewöhnliche Himmelsschauspiel zu sehen. Ein sogenannter langperiodischer Komet, der erst im März 2020 entdeckt wurde und wahrscheinlich erst um das Jahr 8709 wieder zu uns kommen wird. Doch an dem Tag, als der Komet seinen geringsten Abstand zur Erde hatte, wurde genau 25 Jahre zuvor ein anderer Komet entdeckt: Der Komet Hale-Bopp. Und dieser erwies sich in der Folge tatsächlich als ein tödlicher Unglücksbote, was mehreren Dutzend ufogläubigen Menschen das Leben kostete. Der Tiefpunkt einer UFO-Sekte. Was damals im Zuge des Hypes um Hale-Bopp geschehen war fasst dieser Artikel zusammen.


Neowise: Besucher aus den Weiten des Alls

Der aktuelle Komet Neowise – wissenschaftlicher Name C/2020 F3 – wurde erst am 27. März 2020 am Himmel entdeckt. Seit Anfang Juli kann er mit bloßem Auge am Sternzelt beobachtet werden. Ein sicher seltenes astronomisches Ereignis, dass aber seit Jahrtausenden bekannt ist.

Auch Neowise besuchte uns bereits. Dies soll nach den Berechnungen seiner Umlaufbahn um das Jahr 2402 vor Christus geschehen sein. Wie die meisten Kometen umrundet Neowise die Sonne in einer stark gestreckten elliptischen Umlaufbahn, die ihn weit, sehr weit, in das äußere Sonnensystem führt. Bei seinem nächsten sonnenfernsten Punk, dem sogenannten Aphel, um das Jahr 5365 wird er über 710-mal weiter von der Sonne entfernt sein, wie die Erde. Das sind gewaltige aber keine ungewöhnlichen Dimensionen solcher Himmelskörper.

Am 23. Juli erreichte der Komet seine größte Annäherung an die Erde. Dabei war er noch immer über 100 Millionen Kilometer von unserem Planeten entfernt. Es bestand also keine Gefahr einer Kollision oder etwas ähnlichem mit der Erde. Denn Kometen galten seit jeher als unheimliche Vorboten. Hin und wieder auch als gutes Omen, doch unsere Vorfahren sahen in diesen kosmischen Geschossen meist ein Vorzeichen, dass etwas Schreckliches oder Umwälzendes geschehen wird.

Nun also entfernt er sich wieder der Erde und passiert auf seinen Rückweg in den weiten Raum auch die Riesenplaneten Saturn und Jupiter. Deren gewaltige Gravitation wirkt sich auch auf den kleinen Neowise aus, so dass sich seine Umlaufbahn und Geschwindigkeit um die Sonne ändern wird. Wahrscheinlich muss man deshalb bis zum Jahr 8709 warten, bis er unseren Planeten wieder einen Besuch abstattet.

Hale-Bopp: Der Jahrhundertkomet

Astronomische Fakten und Modellrechnungen, die jeden Hobbyastronomen begeistern. Nicht anders war es vor einem viertel Jahrhundert.

Auf den Tag genau 25 Jahre bevor Neowise der Erde am nächsten kam, entdeckten die Astronomen Alan Hale und Thomas Bopp am 23. Juli 1995 den nach ihnen benannten Kometen Hale-Bopp (C/1995 O1). Einer der hellsten Kometen überhaupt, der ab Sommer 1996 rund 1,5 Jahre lang mit bloßem Auge prachtvoll und groß am Himmel zu sehen war. Ab Anfang 1997 konnten selbst die Bewohner von hell erleuchteten Großstädten den Kometen problemlos sehen. Schnell nannte man ihn den “Jahrhundertkomet”.

Hale-Bopp war relativ groß, etwa 50 bis 60 Kilometern Kerndurchmesser. Dazu kamen zwei farbenfrohe Schweife, die dutzende Millionen Kilometer durch das All reichten. Auch Hale-Bopp gehört zu den langperiodischen Kometen, dessen Umlaufbahn rund 4.200 Jahre betrug. Und auch sein Orbit hat sich durch die Gravitation von Jupiter verändert, so dass er jetzt “nur” noch 2.380 Jahre für einen Umlauf benötigt.

Wir können ihn um das Jahr 4419 wieder am Firmament bewundern …

Für Astronomen war auch dieser Komet ein Ereignis, so dass sie ihn intensiv beobachten und erforschten. Selbst verschiedene organische Verbindungen konnten in Hale-Bopp nachgewiesen werden, die bis dato teilweise von Kometen unbekannt waren. Bis der Besucher aus dem äußeren Sonnensystem ab Herbst 1997 langsam verschwand, war er ein sehr großes Ereignis im Internet.

Während der Beobachtungsphase 1996 und 1997 verbreitete sich das Internet rasant, weshalb der Komet zu einem der ersten Internet-Ereignisse überhaupt wurde. Vergleichbar mit der Mars-Mission “Pathfinder” der NASA mit ihrem Rover, die am 4. Juli 1997 auf dem Mars landete. Auch dazu wurden täglich Neuigkeiten und Bilder durch das junge Netz verbreitet und diskutiert.

Ein UFO kommt mit Hale-Bopp

Während Astronomen und die junge Netz-Gemeinde Hale-Bopp feierten, sahen ihn andere Menschen mit ganz anderen Augen!

Misstrauisch und durchaus abergläubisch wie unsere Ahnen sahen auch vor 25 Jahren einige Menschen das Nahen des Kometen am Himmel. Bei ihnen wurden quasi “Urängste” und schlimme Vorzeichen geweckt, die solchen Himmelserscheinungen schon vor tausenden von Jahren angedichtet wurden. Im Prinzip nicht ganz unbegründet, da der Einschlag eines Kometen oder Asteroiden auf der Erde in der Vergangenheit vielfach verehrend war. Sie werden nicht nur der Untergang der Dinosaurier vor rund 65  Millionen Jahren verantwortlich gemacht, sondern diese “Bomben aus dem All” können auch heute unser aller Ende bedeuten.

Bei Hale-Bopp war es 1996 und 1967 etwas anders. Hier befürchtete eigentlich niemand, dass er mit unserem Planeten kollidieren wird. Vielmehr wurde in ihm ein “Zeichen” gesehen, dass von Gott, Jesus, Außerirdischen oder allen zusammen gesandt wurde. Angeheizt wurde das durch ein Foto im damaligen Internet, das der Amateurastronom Chuck Shramek aufgenommen hatte. Auf diesem war ein längliches “Etwas” nahe des Kometen zu sehen, das diesem zu folgen schein.

Sehr schnell wurde daraus ein UFO, das im Schutz von Hale-Bopp auf dem Weg zur Erde ist. Auch wenn sich das “UFO” auf dem Foto als der Stern SAO141894 herausstellte, ging diese Aufnahme damals durch die UFO-Szene und das Internet. Vor allem, da Art Bell mit seiner Radiosendung “Coast to Coast” in den USA, in der nahezu alle Spekulationen und Verschwörungen vorbehaltlos verbreitet wurden und werden, das Thema publik machte.

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Das Thema, dass ein außerirdisches Raumschiff im Schweif des Kometen zur Erde kommt, steigerte sich noch, als ein weiteres Bild davon auftauchte. Angeblich von einem Astronomen, der lieber anonym bleiben wollte, aber das “Hale-Bopp-UFO” damit bestätigte. Die Aufnahme war allerdings eine Fälschung. David J. Tholen und Olivier Hainaut, zwei Astronomen der “University of Hawaiʻi System”, zeigten bereits im Januar 1997, dass diese Aufnahme ein manipuliertes Foto von ihnen selber war.

Hale-Bopp als Vorbote für die Evakuierung durch UFOs

Trotzdem blieb Hale-Bopp ein großes Thema von Spekulationen, Sekten und Verschwörungstheorien. Etwa bei bei der UFO-Sekte “Fiat Lux” und ihrer Chefin Uriella, über die auf diesem Blog bereits vielfach berichtet wurde (Link HIER). Im Schweizer Fernsehen erklärte sie in einem Interview am 15. April 1997 über den Kometen zum Beispiel folgendes:

Hale-Bopp ist für mich der Vorbote vom Unglücksstern, der bereist auf der Reise ist zu uns. Er bringt enorme Veränderungen in Form von Staatsbankort, Wirtschaftskrise, Erderuptionen, Katastrophen, Fluten in allen Formen. Auch Seuchen und Epidemien.”

Woher Uriella als UFO-Sekten-Führerin ihr Wissen hatte, daraus machte sie nie ein Geheimnis: Gott bzw. Jesus Christus stehe mit ihr in Kontakt und sendet ihr regelmäßig Botschaften. So habe sie auch über den Kometen Hale-Bopp diese Informationen vom Himmel erhalten, wie sie behauptete. Auch stünde der Weltuntergang so oder so nahe bevor, wie sie damals vielfach prophezeite. UFOs stehen aber bereit, um die “Getreuen und Gerechten” zu retten, so Uriella auch in diesem TV-Interview. Gemeint sind natürlich vor allem die Mitglieder von “Fiat Lux” und alle die “würdig” sind.

Solche und sehr viele weitere Glaubenslehren der Sekte “Fiat Lux”, die damals noch über 800 Anhänger hatte, waren nicht neu. Wie mein Kollege Roland M. Horn und ich in unserem Buch “UFO-Sekten” (1999) detailliert zeigen konnten, haben Uriella und ihr Mann Icordo sich ausgiebig bei anderen UFO-Kulten und -Esoterikern bedient. Für die Anhänger des “Orden Fiat Lux” war das alles kein Problem. Auch nicht, als beispielsweise der angekündigte Weltuntergang, die Evakuierung der Gläubigen durch UFOs und die Verwandlung der Erde in ein “Paradies” 1998 ausblieb.

Wie mir damals von Icordo und Uriella im Auftrag von Jesus mitgeteilt wurde, konnte sie den Untergang oder “Wandel” glücklicherweise nochmal verschieben (lassen). Immerhin bezeichnete sich die inzwischen verstorbene Uriella selber als “Sprachrohr Gottes”.

“Heavens Gate: UFO-Glaube bis in den Tod

Ganz anders reagierte nur rund drei Wochen vor dem Interview von Uriella eine andere UFO-Sekte in den USA. Es war der UFO-Kult “Heavens Gate” um den Guru Marshall Applewhite, über den auf diesem Blog ebenso bereits öfter berichtet wurde (Link HIER). Diese Sekte war der traurige Abschluss einer jahrzehntelange “Sekten-Karriere” ihres Führers Appelewhite, wie im oben genannten Buch “UFO-Sekten” ausführlich dokumentiert.

Auch die Anhänger von “Heavens Gate” glaubten, dass sie die Erde mit Hilfe von Außerirdischen als Auserwählte verlassen werden. Allerdings nicht körperlich, sondern sie würden bei ihren “Götter”, den Aliens, wiedergeboren werden und so in ein kosmischen und ewiges Paradies einziehen. Den Kern solcher Ansichten hatte ihr Chef Appelwhite bereits in den Jahrzehnten zuvor verbreitet, wobei er damals noch von seiner Lebensgefährtin Bonnie Lu Nettles unterstützt wurde. Sie verstarb bereits 1985.

Während die Sekte “Fiat Lux” sich praktisch nach dem Tod ihrer Führerin auflöste, nahm die UFO-Religion von “Heavens Gate” 1997 ein jähes Ende. Nachdem das Foto mit dem “UFO” im Schweif von Hale-Bopp bekannt und verbreitet wurde, glaubten die Anhänger von Applewhite, dass dies endlich das ersehnte Signal der Außerirdischen sei. Die Erde stünde unmittelbar davor gereinigt und erneuert zu werden, wodurch die Sekten-Anhänger endlich ihre höhere Stufen erreichen würden.

Das “Außenteam” einer UFO-Sekte

Um diese höchste Stufe der Existenz und des Seins erreichen zu können, mussten sie sich aber alle umbringen, wie sie glaubten. Denn nur so werden ihre Seelen in dem nahenden UFO bei Hale-Bopp wiedergeboren, während die Erde sich “recycelt”, wie sie es nannten. Die “höhere Quelle” des Selbst könne man so erreichen. Bezeichnet ist dabei, dass die Gruppe sich durch eine Webdesign-Firma finanzierte, die “Higher Source”, “Höhere Quelle”, hieß.

Am 19. März 1997 drehte Applewhite deshalb ein Abschiedsvideo. In diesem erklärt er nochmals den Glauben der Sekte, und dass man nur durch Selbstmord seine irdische Hülle verlassen kann, um im kommenden UFO neu geboren zu werden. Das war drei Tage bevor Hale-Bopp der Erde am nächsten kam. Am 24., 25. und 26. März nahmen sich dann nahe San Diego in Kalifornien er und insgesamt 38 weitere Anhänger mit einem Giftcocktail das Leben.

Direkt am 26. März wurden die 39 Toten in ihrer Villa entdeckt. Alle lagen gut und einheitlich gekleidet in ihren Betten, trugen neuen Schuhe und waren mit purpurroten Tüchern abgedeckt. Jeder hatte dazu einen 5 Dollar-Schein und drei Vierteldollar-Münzen bei sich und trug eigens für diesen Suizid angefertigte Armbänder. “Heavens Gate Away Team” stand auf diesen.

Eigentlich ein Hohn, den die vernarrtischen UFO-Sekten-Anhänger in ihrem Wahn nicht mal mehr selber erkannten. Schon die Aufschrift der Armbänder zeigt den Realitätsverlust, da sie sich damit als “Außenteam” kennzeichneten. Ein solches “Away Team” kennt man aus “Raumschiff Enterprise” bzw. “Star Trek”, wenn hier der Captain ein solches Team zusammen stellt, dass sich auf einen fremden Planeten umsehen soll.

Für unter 6 Dollar in eine höhere Welt

Und warum sie bei ihrem Suizid alle neue Kleidung trugen und sich alle den gleichen Geldbetrag einsteckten, wird wohl nie beantwortet werden (s. a. Artikel HIER). Schließlich war es das Ziel der Gruppe, dass ihre Seelen durch den gemeinsamen Selbstmord in das UFO reisen sollen. Nicht ihr physischer Körper. Auf eine höhere Ebene, auf der man wohl kaum knapp sechs Dollar Fahrtgeld oder neue Turnschuhe benötigt.

Der Komet Hale-Bopp und vor allem die Ereignisse der UFO-Sekte “Heavens Gate” sind jetzt 25 Jahre her. Ein berechtigter Schock lief damals durch die UFO-Szene, was von einigen Skeptikern und “Glaubenswächtern” teilweise begierig aufgenommen wurde, um das UFO-Thema pauschal zu verurteilen und zu verteufeln. Auch für mich war dies der Auslöser das Buch “UFO-Sekten” zu schreiben, um darin umfangreich zahlreiche solcher Gruppen zu durchleuchten.

Vielleicht ist der “jungen UFO-Community” das Thema nach einem viertel Jahrhundert fremd – doch “Heavens Gate” war und ist nicht allein “auf dem Mark” …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Das Rätsel der gravierten Muschel von Red Crag: Stammt das älteste Kunstwerk der Menschheit aus Großbritannien? +++ Artikel +++

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Stammt das älteste Kunstwerke der Menschheit aus Großbritannien? (Bilder: gemeinfrei / H. Stopes)
Stammt das älteste Kunstwerke der Menschheit aus Großbritannien? (Bilder: gemeinfrei / H. Stopes)

Die Entwicklung der Menschheit ist ein Stammbaum von Irrungen und Wirrungen. Von Fakten, Vermutungen, neuen und verworfenen Erkenntnissen und Entdeckungen und Spekulationen. Einig ist sich die Wissenschaft dabei, dass die ältesten Kunstwerke unserer Urahnen vor bis zu 100.000 Jahren in einer Höhle in Südafrika gefertigt wurden. Ältere Funde künstlerischer Art sind bisher unbekannt bzw. noch nicht entdeckt. Doch ein Fund aus dem Südosten von Großbritannien, der bereits 1881 bekannt gemacht wurde, sprengt solche Datierungen. Es handelt sich um eine einfache kleine Muschel, auf der ein ebenso einfaches Gesicht geritzt wurde und bis zu 2,5 Millionen Jahre alt sein soll. Zu dieser Zeit gab es nach der etablierten Lehrmeinung weder in Großbritannien Menschen, noch irgendwo anders auf unseren Planeten eine entsprechen Spezies. Wie passt das zusammen? In diesem Artikel soll der Geschichte um diese Muschel mit dem “Smilie-Gesicht” vom Red Crag genauer nachgegangen werden. Denn dieses Fundstück wirft weit mehr Fragen auf, als es beantworten könnte!


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Der Stammbaum der Menschheit

Wie alt „die“ Menschheit an sich wirklich genau ist, kann bis heute niemand verbindlich sagen. Die Forschung auf dem Gebiet der Archäologie und Anthropologie steht bekannt niemals still. Und so machen emsige Forscher seit Jahrhunderten immer wieder Funde und Entdeckungen, die die Geschichte der Menschheit neu schreiben. Zum Beispiel durch Ausgrabungen von spektakulären Objekten kaum geahnten Alters. Aber auch durch Fundobjekte, die die Entwicklung unseres Spezies sowie unserer Ahnen in einem neuen Licht erscheinen lassen.

Bei diesen Forschungen werfen die Wissenschaftler mit Millionen von Jahren um sich. Von den frühsten primitiven Vorfahren bis zum heutigen Menschen liegen viele Millionen Jahre. So wird die Gattung Orrorin (entdeckt in Kenia) zu einem der frühsten Vorfahren der Hominden gezählt und mit einem Alter von bis zu über 6 Millionen Jahren angegeben. Die afrikanische Gattung Australopithecus wiederum existierte vor rund  4 bis 2 Millionen Jahren. Und auch diese affenähnlichen Wesen reihen sich in den Stammbaum des Menschen ein. Eben sowie der berühmte Homo Erectus oder der Homo Rudolfensis.

„Intelligenz-Sprung“

Irgendwann, Forscher sprechen hier von einem Zeitraum von vor 300.000 bis 200.000 Jahren entwickelte sich letztlich auch der Homo Sapiens. Also wir. Von Ostafrika machten sich unsere Urahnen schließlich auf, den gesamten Planeten zu besiedeln. Vor mindestens 1,2 Millionen Jahren erreichten erste Siedler der Gattung Homo auch Europa (Spanien) und der Homo Sapiens hatte vor mindestens 45.000 Jahren ganz Europa erobert. In Nachbarschaft mit dem berühmten Neandertaler.

Natürlich steht die Erforschung unserer Herkunft nicht still. Von affenartigen Urahnen bis zum Menschen von heute sind es gigantische Schritte, die von Wissenschaftlern immer wieder neu bewertet oder durch neu Funde ergänzt und undatiert werden. Ganz ohne Streitigkeiten und zum Teil hitzige Debatten geht es dabei natürlich nicht zu

Bei einer Sache innerhalb der Entwicklung des modernen Menschen sind sich die Experten jedoch einig: Irgendwann wurden unsere Ahnen zu dem, was wir menschlich nennen. Sie fertigen Kunst und Schmuck in vielerlei Art und Form an, beerdigten ihre Toten und entwickelten dazu einen „Jenseitsglauben“ und sie kümmerten sich um ihre kranken und verletzten Sippen-Mitglieder.

Dieser „Intelligenz-Sprung“ ist durch zahllose Funde recht gut belegt. Die Ursache wiederum kennt niemand.

Die älteste Kunst des Menschen?

Nichtsdestotrotz können die emsigen Forscher diesen „Klick“ in den Gehirnen unserer Ahnen ihrer Meinung nach recht gut datieren. Und zwar durch eine Vielzahl von zweifellos erstaunliche Ausgrabungen den der „Blombos-Höhle“ in Südafrika. Hier haben die Ausgräber seit 1991 zahlreiche Spuren der ersten menschlichen Kunst überhaupt gefunden. Vor allem die Forschungen und Veröffentlichungen von Christopher S. Henshilwood und seinem Team sorgten in Forscherkreisen immer wieder für Sensationen.

In einer Veröffentlichung („Science“, Bd. 295, 2002) berichtete Henshilwood von solchen spektakulären Funden, die erstmals die Fachwelt elektrisierten. Kunstwerke, die auf ein Alter von 77.000 Jahre datiert wurden, haben er ein Team in der Höhle gefunden, so Henshilwood 2002. Damit waren diese Funde wesentlich älter als alle, die man zuvor entdeckt hatte.

Weitere Funde und Veröffentlichungen von  Henshilwood und anderen Forschern folgten (z. B. in „Journal of human Evolution“, Nr. 1/2009 & „Nature“, 12. September 2018), die von den ersten Kunstobjekten der Menschheit sprachen. Unter anderem fanden sich darunter Gehäuse von Meeresschnecken, die vor 75.000 Jahren absichtlich durchbohrt wurden. Sie dienten wahrscheinlich als Ketten oder Anhänger. Diese Funde waren eine Sensation, da die früheren Belege dieser Art Urzeit-Kunst bis zu dieser Entdeckung erst 20.000 Jahre alt waren!

Im Jahr 2011 veröffentlichten die Forscher um Henshilwood eine erneute Sensation („Science“, Bd. 334, 2011). Darin hieß es, dass es ihnen gelungen sei 100.000 Jahre alte Schneckenschalen zu identifizieren, die einst als Behältnis für Ockerfarbe gedient haben. Auch dies gilt als Nachweis für frühe Kunst bei unseren Ahnen in Südafrika. Es ist der (bisher) älteste Fund dieser Art überhaupt.

Stimmt das alles so?

In der Grenzwissenschaft und „alternativen Geschichtsforschung werden solche Funde und Datierungen wie aus der „Blombos“ vielfach belächelt. Was sind schon 100.000 Jahre Kunstgeschichte der damit abstrakt denkenden Menschheit, wenn es Millionen Jahre alt Funde von Menschen gibt? Zum Beispiel angeblich versteinerte Fußspuren von Humanoiden in geologischen Schichten, die eigentlich aus den Tagen der Dinosaurier stammen. Denn vor dutzenden Millionen Jahren hat es offiziell keine Menschen oder menschliche Vorfahren gegeben. Die Saurier starben vor rund 65 Millionen Jahren aus. Da existierte nichts auf diesen Planten, was auch nur irgendwie menschlich aussah. Was sind da im Vergleich 100.000 Jahre?

Das gilt auch für immer wieder in der grenzwissenschaftlichen Diskussion auftauchenden künstlichen Objekte, die Millionen Jahre alt sein sollen oder könnten. Beispielsweise gefunden in Bergwerken, worüber ich an anderen Stellen berichtet habe (s. z. B. HIER, HIER & HIER).

Die etablierte Wissenschaft lehnt diese Themen oder Diskussionen rund weg ab. Erst der Untergang der Saurier bahnte bekanntlich nach der Lehrmeinung den Weg für die Entwicklung des Menschen. Und doch wurde ein Fund auch von der anerkannten Forschung durchaus diskutiert. Auch wenn die meisten Forscher diesen ablehnten und er nur bis zu 2,5 Millionen Jahre alt zu sein schien.

Die Muschel vom Red Crag

Es handelt sich hierbei um eine vollkommen unspektakulär aussehende Muschel, die in der „Red-Crag-Formation“ bei dem Ort Walton-on-the-Naze an der östlichen Nordseeküste von England 1880/1 entdeckt wurde. Ein Gebiet, das bis heute vor allem bei schönen Wetter und nach Sturmfluten von Fossiliensammlern geradezu überrannt wird.

Auf dieser Muschel kann man ein einfaches aber klar zu identifizierendes Gesicht erkennen, dass jemand in die kleine Muschel geritzt hat. Eine primitive Schnitzerei, die an einen modernen Smilie oder eine Halloween-Fratze in einem Kürbis erinnert. Oben sieht man ein kleines Loch, welches vermuten lässt, dass das Objekt irgendwo dran befestigt wurde. Vielleicht als eine Art Kettenanhänger, wie die Meeresschnecken aus der „Blombos-Höhle“.

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Aufgrund des Fundortes „Red Crag“ wäre sie 2 bis vielleicht sogar 2,9 Millionen Jahre alt. Das hätte ungeahnte Folgen für die Geschichte der Menschheit. Nicht nur, da dieses Kunstwerk damit mindestens 20-mal älter als die Funde in der „Blombos-Höhle“ im fernen Südafrika wäre. Das Objekt würde auch die Besiedlungsgeschichte Europas vollkommen über den Haufen werfen. Von der Tatsache, dass es vor 2 Millionen Jahren keine Menschen in England gab, die solche Kunst hätten schaffen können, einmal ganz zu schweigen.

Bekannt machte die Muschel 1881 Henry Stopes, ein Mitglied der „Geological Society“, auf einem Meeting der „British Association for the Advancement of Science“. Doch statt Anerkennung oder wenigstens eine offene Diskussion wurde die gravierte Muschel von der damaligen Fachwelt abgelehnt. Da es in derart ferner Vergangenheit noch keine Menschen mit solchen Fertigkeiten gab, so hieß es damals, können auch die Muschel mit dem Gesicht nicht aus dieser Zeit stammen. Vielleicht, so wurde auch argumentiert, kam sie später „irgendwie“ in die „Red-Crag-Formation“.

Möglich sei aber ebenfalls, dass die Muschel zwar so alt sei, aber das Gesicht später von irgendwem dort hinein gebracht wurde …

Dem Spott zum Trotz

Dr. Marie C. Stopes, die Tochter von Henry Stopes, die als Geologin und Paläobotanikerin ab 1902 eine zur damaligen Zeit einmalige wissenschaftliche Karriere machte, vergeigte die Entdeckung ihres Vaters vehement. Die international beachtete und ausgezeichnete Forscherin verwies in verschiedenen Veröffentlichungen darauf, dass die Muschel keine Fälschung sei und enorm alt sein muss. So schrieb sie im Juni 1912 in einem Artikel in „The Geological Magazine“ (vol. 9, Nr. 6) unter anderem:

Es ist zu beachten, dass die eingeritzten Stellen ebenso tief rotbraun gefärbt sind wie der Rest der Oberfläche. Dies ist ein wichtiger Punkt, denn wenn die Oberflächen der Red Crag-Muscheln zerkratzt sind, zeigen sie darunter einen weißen Untergrund. Es sollte auch beachtet werden, dass die Muschel so empfindlich ist, dass jeder Versuch, sie jetzt zu schnitzen, sie zerbrechen würde.“

Auch rund 150 Jahre nach der Entdeckung dieser seltsamen und mutmaßlichen viel zu alten Muschelschale ist das Rätsel darüber noch immer nicht gelöst. Obwohl Dr. Stopes vor einem Jahrhundert das Fundstück ihres Vaters und seine Interpretation verteidigte, wird es bis heute kaum beachtet. Erschwerend kommt hinzu, dass die Herkunft des umstrittenen Objektes nicht eindeutig dokumentiert ist. Eine ordentliche Dokumentation ist fraglos eine Voraussetzung, wenn irgendwas die Geschichte der Menschheit umschreiben soll.

Selbst eine fast schon besessene Leidenschaft für eine Menschheit in dieser Epoche der Erdgeschichte spricht man Henry Stopes heute zu.

Ein Entdecker “wie Kapitän Ahab”

So zumindest der Archäologe Dr. Francis Wenban-Smith von der Universität von Southampton in einer umfangreichen Veröffentlichung im „Journal of the Lithic Studies Society“ („Lithics“, Nr. 30, 2009):

Wie bei Kapitän Ahab scheint es jedoch einen besonderen Wahnsinn gegeben zu haben – seine Sammelleidenschaft und seine Leidenschaft für seinen eigenen Weißen Wal des Tertiären Menschen (…)“

Wenban-Smith ist in seinem Artikel überzeugt, dass die Muschel erst nach der Versteinerung bearbeitet worden sein. Er widerspricht damit also klar den Aussagen von Stopes und seiner Tochter. Nach Einschätzung von Wenban-Smith stamme das Objekt zwar tatsächlich aus der „Red-Crag-Formation“, sei aber viel später dort hinein gelangt. Das Material habe sich seiner Meinung nach in einem sogenannten Talus Millionen Jahre später um die Muschel gelegt. Das erkläre die typischen Spuren des Materials innerhalb der Gravur oder Ritzung.

Mehr noch, denn der Forscher geht in seinem, Bericht soweit zu vermuten, dass die Muschel vielleicht von einem mittelalterlichen Christen angefertigt wurde. Eine Art Pilgerobjekt, das er mit Jakobsmuscheln vergleicht, die von mittelalterlichen Pilgern auf ihre Kleidung genäht wurden. Hier nennt Wenban-Smith als Beispiel die frommen Pilger auf dem bekannten Jakobsweg. Er betont auch, dass die Gläubigen solche Talismane mit Absicht so vergruben, dass sie auf das Meer blicken. „Red Grag“ liegt bekanntlich an der Küste von Essex.

Ob seine Analyse zutrifft, weiß aber auch Wenban-Smith am Ende seiner detaillierten Untersuchung zu sagen. Die einfache und fast schon kitschige Darstellung des Gesichtes könnte auch für eine schlichte Fälschung sprechen, glaubt er. Vielleicht von Stopes selber, vielleicht von dem ominösen Sammler, von der er das Objekt bekommen haben will. Vielleicht auch von einer ganz anderen Person. Ob irgendwer damals den Stammbau der Menschheit “manipulieren” wollte, ist natürlich nicht weniger unklar.

Dass die umstrittene Muschel gefälscht sein soll, nur da das Gesicht darauf zu kindlich dargestellt erscheint, ist wohl kein Argument. Immerhin haben unsere urzeitliche Vorfahren zu allen Zeiten und in allen Teilen der Erde einfache, primitive und „kindliche“ Kunstwerke und Bildnisse geschaffen.

Ein Fake oder ein Irrtum?

Gleichzeitig kann Wenban-Smith nicht belegen, dass die Muschel von Stopes so was wie ein frommer Talisman war. Weder von Christen aus dem Mittelalter – noch von irgendwelchen Menschen, die beispielsweise in der Steinzeit Großbritanniens lebten.

Nach heutigen Maßstäben hat aber weder Henry Stopes noch seien Tochter Jahrzehnte später wissenschaftlich belegt, dass die gravierte Muschel Millionen von Jahre alt ist. Besser gesagt, dass die Gravur des Gesichtes darauf ein derart enormes Alter hat.

„Die ersten Menschenarten kamen vor über 700.000 Jahren nach Großbritannien“, schreibt zum Beispiel „GeoEssex“ auf deren Webseite. Erste Beweise für menschliche Aktivitäten in der fraglichen Region stammen „aus einer Zeit vor etwa 400.000 Jahren“. Verschiedene Eiszeiten und Kälteperioden „führten dazu, dass sich die Menschen aus Großbritannien zurückzogen und zurückkehrten, als sich das Klima verbesserte“. Feuersteinwerkzeuge und „wunderschön gefertigte Handäxte“ seien Belege für diese menschlichen Besiedelungen. In dem rund 2 Millionen Jahre alten „Red Crag“ wiederum finden sich keine Spuren von Menschen. Zumindest werden keine erwähnt, wenn es von „GeoEssex“ zum Beispiel heißt:

Der rot gefärbte Sand, der kurz vor der heutigen Eiszeit abgelegt wurde, strotzt nur so vor fossilen Muscheln und bildet spektakuläre Schichten auf dem Londoner Lehm.

Im Roten Fels gibt es auch die Zähne von Haien, von denen Carcharodon megalodon mit einem Gewicht von rund 65 Tonnen die größte jemals lebende Haiart ist. Diese Zähne, die aus Gesteinen des Miozäns stammen und in den Roten Felsen eingearbeitet wurden, sind äußerst selten. Aber im Laufe der Jahre sind Exemplare davon am Strand aufgetaucht.“

Und so scheint die Entdeckung von Henry Stopes unlängst mehr und mehr in Vergessenheit zu geraten. Ob sie wirklich die Geschichte der Menschheit umschreiben könnte, bleibt weiter vollkommen offen.

Oder sogar eine Verschwörung?

Zumal nach Recherchen der Autoren Michael A. Cremo und Richard Dullum die seltsame Muschel heute scheinbar nicht mehr aufzufinden ist. So berichtete Cremo vor einigen Jahren in einem Artikel („Atlantis Rising Magazin“, Nr. 3/2010), „dass eine Kollektion von Artefakten aus der Sammlung von Henry Stopes einem Museum in Cardiff, Wales, übergeben worden war“. Diese Sammlung wurde später von einem Archäologen-Team der Universität von Southampton unter Francis Wenban-Smith katalogisiert.

Wenban-Smith stützt sich in seiner oben zitierten Veröffentlichung unter anderem auf Material aus dieser Sammlung von Stopes. Doch die gesuchte gravierte Muschel mit dem „Smilie“ habe sich nicht in der Sammlung befunden, wie der Forscher Cremo mitteilte.

Dullum wiederum versuchte mit Harry V. Stopes-Roe, ein Sohn von Marie Stopes, über die „International Humanist and Ethical Union“ (IHEU) in Kontakt zu kommen. Stopes-Roe war bei dem britischem Ableger der humanistische Organisationen von Menschenrechtlern, der „British Humanist Association“ (BHA), wie sie heute heißt, Vizepräsident. Doch er starb im Mai 2014, ohne dass er zuvor eine Antwort zum Verbleib der Muschel gab. Optimistisch schrieb Cremo in seinem Artikel 2010 noch:

Angesichts seiner Bedeutung für Henry Stopes und seine Tochter Marie Stopes sind wir zuversichtlich, dass die beschnitzte Muschel irgendwo im Besitz der Familie Stopes ist. Bis zu diesem Zeitpunkt hat Richard jedoch keine Antwort von Harry Stopes-Roe erhalten.

Und da Dr. Francis Wenban-Smith das Objekt nach seiner Aussage nicht in der hinterlassenden Sammlung von Henry Stopes gefunden haben will, ist sie heute schlicht verschollen. Natürlich könnte man hier schnell eine Verschwörung der Archäologie vermuten. Der ein oder andere mag dies sogar in Betracht ziehen. Immerhin hatte Wenban-Smith die Möglichkeit diesen unliebsamen Fund verschwinden zu lassen, als dieser mit seinem Team die Sammlung katalogisierte. Doch auch das wäre eine reine Spekulation …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Zecharia Sitchin, der Planet Nibiru und die Anunnaki: Nur ein Desinformant im Auftrag der Illuminaten und dunkler Eliten?

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Prä-Astronautik-Autor Zecharia Sitchin, Erfinder des Nibiru und der Anunnaki: War er ein Desinformant und Lügner im Auftrag der Illuminaten? (Bilder: tamilwin.com / gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
Prä-Astronautik-Autor Zecharia Sitchin, Erfinder des Nibiru und der Anunnaki: War er ein Desinformant und Lügner im Auftrag dunkler Eliten? (Bilder: tamilwin.com / gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

War der 2010 verstorbene Prä-Astronautik-Autor Zecharia Sitchin mit seinen Anunnaki- und Nibiru-Ideen nur ein Handlanger dunkler Mächte? Ein Desinformant, der im Auftrag der Freimaurer und/oder der Illuminaten handelte und absichtlich falsche “Enthüllungen” zum Thema Astronautengötter und Ancient Aliens verbreitet? Einige “Kritiker” sind davon überzeugt. Sie sind der Meinung, dass Sitchin nur eine Marionette geheimer Gesellschaften und Machteliten war, der bewusste Desinformationen veröffentlichen sollte. Damit aber nicht genug – denn der bekannte Autor war vielleicht selber ein Alien und packtierte mit satanisch-okkulten Geheimgesellschaften auf unserem Planeten. Was Sitchin mit seinen Ideen des Planten Nibiru und der dortigen Aliens namens Anunnaki alles vorgeworfen wird und wie man das einordnen kann, erfahrt Ihr sehr umfangreich hier.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Zecharia Sitchin, die Anunnaki und der Nibiru

Der US-Autor Sitchin ist auch knapp sieben Jahre nach seinem Tod in der Szene der Prä-Astonautik bzw. Ancient Aliens eine bekannte Größe. Wie ein Blick auf dem Buchmarkt beweist, sind es seine Außerirdischen mit Namen Anunnaki auch. Zahllose Bücher und Veröffentlichungen führen inzwischen den Begriff “Anunnaki” im Titel, der mehr und mehr zu einem Synonym für “Astronauten der Antike” wird (s. Buchtipps am Ende).

Ich selber habe auf diesem Blog in dutzenden Posting und Artikel über Zecharia Sitchin und seine Ideen des unbekanntem aber von Aliens bewohnten Planeten Nibiru (in unserem Sonnensystem!) berichtet. Gleichfalls auch in vielen Videos auf meinem YouTube-Kanal, weshalb ich an dieser Stelle auf detaillierte Wiederholungen verzichten möchte.

Was zum Thema “Planet Nibiru”, der von intelligenten Außerirdischen mit Namen Anunnaki bewohnt sein soll, zu sagen ist, könnte Ihr mehr als umfangreich auch in dem Buch “Die Akte 2012” nachlesen. Die dortigen Ausführungen, Tatsachen und Fakten gelten natürlich auch weit über das Jahr 2012 hinaus. Jahrhunderte sogar …

Man kann Zecharia Sitchin seine Welt der Astronauten aus dem All aber in folgenden 5 Kernaussagen zusammenfassen:

  1. In unserem Sonnensystem existiert ein weiterer Planet, der sich in ca. 3.600 Jahren in einer starken Ellipse einmal um die Sonne dreht: Der Nibiru
  2. Dieser ist schon seit hunderttausenden von Jahren von einer außerirdischen Zivilisation bewohnt: Den Anunnaki
  3. Diese “Nibiruianer” kamen vor grob 432.000 mit ihrer Raumfahrtechnologie zur Erde und wurden die Götter der Vorzeit.
  4. Auf der Erde haben die Anunnaki durch Gentechnologie die jetzige Menschheit erschaffen bzw. unsere Vorfahren “verbessert”.
  5. Der Planet der Anunnaki sorgt durch seinen Sonnenorbit (durch seine Gravitation) etwa alle 3,5 Jahrtausende für Naturkatastrophen auf der Erde.

All diese erstaunlichen Information will der Autor Zecharia Sitchin aus uralten Texten aus Mesopotamien erfahren haben. Überlieferungen und Schriften der Babylonier, Sumerer, Assyrer und anderer Zivilisationen des Nahen Ostens und in anderen Teilen der Welt würden nach Sitchin davon berichten.

Die Umlaufbahn des Nibiru wie sie sich Zecharia Sitchin 1976 ausdachte – für eine Großansicht anklicken (Bild: L. A. Fischinger aus dem Buch “Die Akte 2012“)
Die Umlaufbahn des Nibiru wie sie sich Zecharia Sitchin 1976 ausdachte – für eine Großansicht anklicken (Bild: L. A. Fischinger)

Sitchins erste Kritiker

Im Jahr 1976 veröffentlichte Sitchin sein erstes Buch “Der zwölfte Planet: Wann, wo, wie die Astronauten eines anderen Planeten zur Erde kamen und den Homo Sapiens schufen”. Ein Dutzend weitere Bücher zum Thema “Nibiru” und “Anunnaki” folgten von ihm.

Vor allem ab dem Beginn der 1990er Jahre, als UFOs, Aliens und Prä-Astronautik booten, nahm auch die Kritik an den zahlreichen Büchern und Thesen von Zecharia Sitchin zu. Diese Kritiken waren damals fast ausnahmslos in inhaltlichen Charakters. Eigentlich aber machte sich fast niemand der Leser die Mühe, die unzähligen Aussagen, Zitate angeblicher alter Texte, die Flut an Götternamen und behaupteter Querverbindungen, archäologischer Hinweise etc. auf deren Richtigkeit zu überprüfen.

Es waren und sind derer einfach zu viel.

Zumal fast immer Quellen oder genaue Angaben in den Büchern fehlten, da Sitchin vorgab, dass er all das selber übersetzt habe. Für die “normalen Leser” seiner Werke ist das aber bin heute auch nicht sonderlich wichtig. Anders bei vielen Kritiken der 1990er Jahre, als auch ernsthaft die Behauptungen und “Übersetzungen” von Sitchin überprüft wurden. Zeitgleich wurde auch seine wissenschaftliche Reputation hinterfragt, die in seinen Büchern immer genannt wurde. “Anerkannter Altertumsforscher und Experte für Semitische Sprachen”, wie zum Beispiel immer behauptet wurde und wird, war er nie. Er war Wirtschaftsjournalist.

Nur ein Handlanger des Bösen?

Die Themen von Sitchin haben dank des Internet schon sehr lange eine Form von Eigenleben entwickelt, die nicht mehr seinen Behauptungen entsprechen. Vielfach finden sie sich auch vollkommen losgelöst von seiner Person als Begründer der Anunnaki und des Nibiru wieder, so dass er selber nicht mal mehr erwähnt wird. Teilweise ist er sogar nicht einmal bekannt, wie ich etwa in “Die Akte 2012” bemängelte (s. a. Blog-Posting HIER)!

Eine solche Entwicklung, den “Verlust der Quellen”, ist für einen Jäger des Phantastischen immer schade. Was aber jedem Mystery-Autoren und -Interessierten weit mehr Bauchschmerzen bereiten sollte, ist die Tatsache, welche Form der “Kritiken” Zecharia Sitchin postum erfährt. Auch hier möchte ich mal 5 Kernaussagen zusammenfassen:

  1. Sitchin war Jude – also schon naturgemäß ein Lügner und Verschwörer.
  2. Sitchin war ein Handlanger der Freimauer.
  3. Sitchin war ein Handlanger der Illuminaten.
  4. Sitchin war ein Handlanger der Rothschilds.
  5. Sitchin war ein Handlanger der Neuen Weltordnung
  6. Sitchin war ein Handlanger der “Machteliten”
  7. Sitchin war ein Handlanger satanisch-okkulter Mächte.
  8. Sitchin war ein Handlanger der außerirdischen Reptiloide.
  9. Sitchin war selber ein Außerirdischer.
  10. Sitchin war alles zusammen und in deren Auftrag ein Desinformant.

Nicht wenige Seiten finde sich im Internet, die solche oder ähnliche “Kritiken” an den Ideen von Sitchin verbreiten. Die Grundaussage ist dabei fast immer gleich: Er hatte zu Lebzeiten mit Geheimgesellschaften und “Eliten” zu tun. In deren Auftrag schrieb er seine mit Lügen und Desinformationen voll gestopften Bücher. Die Manipulation der Massen durch Falschinformationen rund um das Thema der Götter aus dem Kosmos sei das Ziel dieser Machenschaften von Sitchin und seinen Hintermännern gewesen.

Sitchin habe als Jude selber diesen Kreis der “Machteliten” oder “Neuen Weltordnung” angehört und war damit Teil der großen Weltverschwörung. Damit reiht sich der Prä-Astronautik-Autor nahtlos in die Reihe anderer großer Massenmanipulationen ein, wie etwa US-Präsidenten und andere Mächtige aus Politik und Wirtschaft. Ein Handlanger des Bösen also …

Zecharia Sitchin und seine angeblichen Hintermänner

In der Biographie von Sitchin heißt es, dass er “London School of Economics” (LSE) studierte oder ausgebildet wurde. Für einige ist das ein klares Zeichen, dass Sitchin einer der Verschwörer der Mächtigen gewesen sein muss. Denn diese ist “in der Welt der mächtigen globalen Elite und der dunklen Verschwörungen der Illuminierten/Freimaurer/Zionisten” eine wichtige Adresse, wie es zum Beispiel heißt.

Und weiter lesen wir in dem Online-Artikel “Zecharia Sitchin: Lügner für die Illuminaten?”

Die London School of Economics ist ein Bestandteil der City of London, des finanziellen und faktischen Machtzentrums der westlichen Welt, beherrscht von der Illuminatenfraktion der Rothschilds; sie dient als Talentfabrik für ihre Wirtschaftsführer. Wir können mit Sicherheit annehmen, dass die meisten wenn nicht alle Studenten in den verschiedenen Graden der örtlichen Loge eingeweiht sind, in ihr ‘geheimes Wissen’, in ihre okkulten Rituale und apokalyptischen Glaubenssysteme.

Tatsächlich ist die “London School of Economics and Political Science” eine Elite-Schmiede ersten Ranges. “The Guardian” bescheinigt ihr „mehr Einfluss auf die derzeitige politische Welt als jede andere Hochschule auf der Erde“ und hat damit zweifellos recht. Mehr als 40 ehemalige oder amtierende Staatsoberhäupter und Regierungschefs haben an der “London School of Economics” studiert und dutzende Nobellpreisträge brachte sie hervor.

Kern ist dort Ökonomie und Wirtschaftswissenschaften. Alte Geschichte und Schriften wie eben Sumerisch, Sitchins “Hauptquelle”, kann man dort nicht studieren. Besonders aber stört den Kritikern, dass diese “Schule” zweifellos eine der frühesten Kaderschmieden der Welt überhaupt ist. Sie ist Teil der sogenannte Gruppe “G-5” von Super-Elite-Universitäten in Großbritannien und lehnt mit einer Aufnahmequote von nur 6,5 Prozent mehr Bewerber ab, als die Universitäten Oxford und Cambridge.

Das riecht für viele Menschen nach Geheimbünden oder sogar den Hintermännern der “Neuen Weltordnung”. Zumal sich unter den Absolventer der “London School of Economics” Namen wie David Rockefeller, George Soros, John F. Kennedy, Janet Yellen (US-Notenbankpräsidentin), Kaushik Basu, (Chefökonom der Weltbank), eine ganze Reihe Berater von Barack Obama und viele andere schillernde Figuren der Welt-Macht-Eliten finden. Das diese Kreise der Mächtigen schon immer für allerlei Verschwörungen Pate standen, ist weithin bekannt.

Und genau diesen Kreisen der Weltverschwörer soll auch Zecharia Sitchin angehört haben. Damit kann er schon prinzipiell und vom Grundsatz her nur ein Desinformant und Lügner gewesen sein, argumentieren entsprechende Sitchin-Gegner.

Werkzeug dunkler Mächte und Geheimwissen

Als Mitglied elitärer Kreise soll Sitchin natürlich auch über Geheimwissen verfügt haben. Als Freimauer, Illuminat oder schlicht Manipulator der (Leser-)Massen für die Neue Weltordnung habe er dieses verborgene Wissen genutzt, um “ein völlig neues Weltbild aufzubauen, um korrekteren Weltbildern das Wasser abzugraben”, wie es beispielsweise heißt.

Es hat sich herausgestellt, dass Sitchin Hochgradfreimaurer war, insofern wurde er sicher nicht ‘benutzt’, sondern spielte eine größere Rolle bei der Verteilung der luziferischen Desinformation.

Er ist möglicher Weise Werkzeug einer geheimen Macht gewesen, welche ja nicht dafür bekannt ist, den Menschen Wissen und Wahrheit zu vermitteln, sondern sie in Unwissenheit und Angst zu halten.”

Hinterhältig haben die überall aktiven Illuminaten demnach über die Arbeiten von Sitchin Falschinformationen über unserer Vergangenheit und besonders die Astronautengötter unter das Volk gebracht. Dabei sei das Ziel dieser Eliten des Bösen klar gewesen:

In dem ihrem Bestreben, eine globale Atmosphäre des Weltuntergangs zu schaffen, vollführten die Illuminaten einen schlauen Schachzug, indem sie die Geschichte von Nibiru in die UFO- und New-Age-Gemeinschaften einschleusten.

Das sind harte Vorwürfe, die sich so oder so ähnlich auf einer ganzen Reihe vor allem englischer Webseiten finden. Darauf komme ich weiter unten zurück.

Ob der Nibiru-Erfinder während seiner Zeit an der LSE mit irgendwelchen Geheimgesellschaften und somit mit Plänen von verschworenen und dunklen Eliten in Kontakt kam, ist vollkommen unklar. Natürlich kann man es nicht ausschließen, dass dem so war.

Sitchin, der Desinformant der Illuminaten

Doch bezweifeln kann man durchaus, dass diese Hintermänner hinter der Neuen Weltordnung und den angeblichen Illuminaten ihn sogleich zu ihren literarischen Desinformanten machten. Aus welchem Grund sollten sie gerade ihn nehmen? Und wann “erwählten” die Verschwörer ihn eigentlich?

Der Sitchin-Kritiker Frank Dörnenburg, der sich online intensiv mit dem Inhalt von Sitchins Thesen befasst, hat erhebliche Zweifel an der wissenschaftlichen Vita von ihm. Auch wenn es dem Autoren Dörnenburg eher um den Umstand geht, dass es keinen Nachweis für die Sitchins Ausbildung als “anerkannten Altertumsforscher” etc. geht, schreibt er etwas Interessantes:

Sitchin, so ergaben meine Nachforschungen, war zwischen Herbst 1938 und Frühjahr 1941 an der LSE eingeschrieben. In diesen knapp 3 Jahren kann man an der Schule den ersten ‘undergraduate degree’ machen, den Bachelor. Dieser Abschluss ist der unterste mögliche anerkannte akademische Abschluss, bis zum englischen ‘Diploma’ dauerte s noch eine ganze Weile.”

Am 11. Juli 1920 wurde Sitchin in Baku, Aserbaidschan (Sowjetunion), geboren und war damit im Herbst 1938 gerade 18 Jahre jung. Rund drei bescheidene Jahre verbrachte er an der Elite-Schmiede und verließ sie nach Dörnenburg im Frühjahr 1941. Also mit jungen 20 Jahren. War Sitchin da schon einer ausgesuchter Lügner für die geheimen Machteliten, mit denen er nach vielen Aussagen dort in Kontakt kam?

Wenn dem so ist: Warum hat er sein erstes Buch “Der zwölfte Planet” mit seinen Ideen rund um Nibiru und die Aliens namens Anunnaki erst 1976 in den USA veröffentlicht – 35 Jahre später?

Reptiloide Aliens wollen/haben die Weltherrschaft

Die weiter oben aufgezählten 10 Punkte, was Sitchin so alles nach den “neuen Kritikern” so sein soll, sind noch in ganz anderer Hinsicht spannend: Wenn er schon den dunklen Mächten à la Illuminaten & Co. angehört haben soll, so stand er sicher auch selber mit Außerirdischen in Verbindung.

Oder war er vielleicht selber einer?

Überaus beliebt ist es in der Welt der Verschwörungen die Führer der Erde sowie diverse Geheimbünde als Teil einer gigantischen Manipulation zwischen Aliens und Menschen anzusehen. Einige dieser Personen dieser Eliten sind sogar angeblich selber Aliens, die ihre äußere Erscheinungsform verändern können. Diese Außerirdischen werden oftmals genannt und waren auf diesem Blog bereits dann und wann mal Thema.

Kompakt gesagt sind diese satanische oder teuflische Außerirdische in Form von humanoiden Reptilien, die die Erde unterwandern. Hand in Hand mit eben den Eliten unserer Welt, von denen einige selber solche Reptilien-Aliens sind, ziehen sie hinter den Kulissen die Fäden der Macht.In Wahrheit sehen diese Außerirdischen wie eine Mischung aus Dinosaurier bzw. Echse und dem Homo sapiens aus, haben Schuppen und klassische Reptilien-Augen.

Allerdings sehen wir das meistens nicht, da sie ihr Erscheinungsbild verändern können und so von uns normalen Menschen nicht erkannt werden. Jedoch sollen ihre unheimlichen Reptilien-Augen sogar auf einigen – meist qualitativ minderwertigen – Video-Aufnahmen bei YouTube bei verschiedenen Führern zu erkennen sein. Beispielsweise diversen internationalen Politikern, Wirtschaftsbossen, Prominenten oder auch US-Präsidenten.

Vielfach wird hier von Gedankenmanipulation gesprochen, die diese Reptiloide ausüben können. Deshalb kann sie unser Gehirn nichts als das erkennen, was sie sind. Ihre wahre Identität und Herkunft bleibt so der Menschheit verborgen. Wer hier jetzt an den Science-Fiction-Film “Sie leben” (1988) von John Carpenter aus der Traumfabrik Hollywood denkt, liegt da gar nicht so falsch. So kann man sich das in Etwa vorstellen – nur, dass die Anhänger dieser Alien-Echsen-Spekulation das Thema Reptiloide und Weltverschwörung überaus ernst nehmen.

Sitchin … der außerirdische “Gestaltwandler”

Schon lange wird in diesem Zusammenhang mit den Echten-Wesen gemunkelt, dass auch Zecharia Sitchin persönlich einer dieser bösen Außerirdischen war. Auch er war ein “Formwandler” und erschien nur uns wie ein ganz normaler Mensch und Autor der Prä-Astronautik.

Auslöser für diese bizarre Vermutung ist ein Interview mit einer gewissen Arizona Wilder, das David Icke führte. Icke wiederum ist jener Autor, der die Ideen einer Weltverschwörung von Menschen und außerirdischen Reptilien-Aliens in seine Bücher populär machte. Ein Autor, der innerhalb der Grenzwissenschaft und Prä-Astronautik mehr als umstritten ist und der von den meisten “Prä-Astronautikern” aufgrund seiner Spekulationen auch abgelehnt wird (z. B. HIER).

Bei seiner Spurensuche nach diesen Reptilien-Aliens oder “Reptos” traf sich Icke zum Video-Interview mit genau dieser Arizona Wilder, von der es heißt, sie sei eine ….

… ehemalige Hohepriesterin der satanischen Blutopferrituale der Elite, eine Insiderin insofern, als dass sie der ‘Hoch-Prominenz’ zur Verfügung zu stehen hatte. Sie war dort, wo Fremde sonst niemals hinkommen, wo die Elite der Machthaber, die von Wesenheiten aus der vierten Dichte besetzt und überschattet werden, ihre grausamen Rituale durchführen.

Als Ex-Hohenpriesterin und Insiderin erzählte sie David Icke in dem besagten Interview, dass sie bei einem solchen blutigen Treffen der Eliten und Aliens auch Zecharia Sitchin gesehen habe. Bei dieser Gelegenheit offenbarte er sich als Gestaltwandler und zeigte somit der Hohepriesterin Wilder sein wahres und nicht menschliches Ich.

Arizona Wilder “bestätigte” Icke in dem Interview auch, dass Sitchin ganz im Sinne der Illuminaten und Reptilien-Aliens desinformieren soll, da es seine Aufgabe als Prä-Astronautik-Autor sei. Waren dem Nibiru-Erfinder irgendwelche Personen bei seiner Arbeit hinderlich, so Wilder weiter, habe er diese durch seine guten Beziehungen dogar einfach beiseite schaffen lassen …

“Whistleblower” Corey Goode

Ein Whistleblower (im deutschen Sprachraum zunehmend auch ‚Hinweisgeber’, ‚Enthüller’ oder ‚Skandalaufdecker’), ist eine Person, die für die Allgemeinheit wichtige Informationen aus einem geheimen oder geschützten Zusammenhang an die Öffentlichkeit bringt.

So erklärt kurz und knapp das Online-Lexikon Wikipedia treffend die schon lange arg strapazierte Bezeichnung “Whistleblower”. Nachdem beispielsweise brisantes Material über die USA oder auch den Vatikan von solchen Enthüllern an die Öffentlichkeit gebracht wurden, sprießen überall Whistleblower zu allen möglichen Themen aus dem Boden. Vor allem natürlich wieder aus dem digitalen Boden des Internet, denn durch kein anderes Medium der Welt verbreiten sich Informationen schneller. Egal ob wahr oder unwahr.

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Ein solcher Whistleblower möchte auch Corey Goode gern sein, der über die Online-Interview-Serie “Cosmic Disclosure” von David Wilcock in zahlreichen Videos-Interviews sein angebliches Geheimwissen preis gibt. Goode erzählt in den Videos mit Wilcock über Mars-Basen, Mond-Stationen und Bergbau auf dem Mond, Leben im Inneren der Erde, Raumfahrt- und Alien-Verschwörungen und vieles mehr. Alles, so der “Whistleblower”, sei wahr und zu seinem großen Teil von ihm persönlich und real selber erlebt.

Bei einer seiner Reisen zu der fremden Zivilisation im Erdinneren sprach Goode mit den Wesen dort auch über Zecharia Sitchin. Anlass war sein Besuch der “Bibliothek der Innererde”, in der der “Geheimnisträger” Goode unter anderem Bücher von Zecharia Sitchin gesehen haben will. In dem Interview heißt es zum Beispiel über seinen Trip in die Bibliothek der hohlen Erde:

Goode : Nun, wir hielten an einer Stelle mit einem Haufen Bücher über das Thema alte Aliens.

Wilcock : Sahst du Bücher, die du von der Erdoberfläche her wieder erkanntest?

Goode : Ja.

Wilcock : Kannst du uns einige Beispiele nennen?

Goode : O ja, Zecharia Sitchins Bücher.

Natürlich fanden sich auch Bücher von Erich von Däniken in dieser Bibliothek. Und auch das Internet würden die Super-Wesen im Erdinneren “sorgfältig verfolgen”. Von Goode auf die Bücher von Sitchin angesprochen, soll dann das Wesen aus dem Erdinneren den Autor als Lügner bezeichnet haben. Goode dazu:

Und sie fuhr fort damit über alle diese Informationen zu sprechen, und sagte, auf Zecharia Sitchins Bücher zeigend, dass die ganzen Informationen darin weitgehend erfunden seien. (…)

Ich konnte das nicht bestreiten, wie soll man das auch tun, also hörte ich einfach zu. Und sie fuhr fort, dass es eine geheime Gesellschaft gebe, die diese Geschichte herausgebracht habe, sehr clever ausgedacht, um eine elitäre Religion zu bilden – eine elitäre Religion der Erdoberfläche auszuwählen und sie in die esoterische Community hineinzutragen.

Egal ob außerirdisch, innerirdisch, oberirdisch oder alles zusammen: Alle gegen Sitchin scheint inzwischen das Motto zu sein. “Sitchin ist nur der Frontmann eines Schreiberteams” von Desinformanten, so David Wilcock in seinem Gespräch mit “Whistleblower” Corey Goode.

Alles und jeder gegen Zecharia Sitchin!

Die Verschwörungstheorien über Reptilien-Aliens, Machteliten, Hohlwelt, Illuminaten oder schlicht der Neuen Weltordnung vermischen sich. Die Grenzen sind fließend und jeder Anhänger kocht sich sein eigenes Süppchen aus diesen Zutaten zusammen. Nun ist also auch Zecharia Sitchin als einer der bekanntesten Autoren der Ancient Aliens-Idee Teil dieses Verschwörungs-Süppchen geworden.

Vor allem “Cosmic Disclosure” von David Wilcock kocht hier mit großer Hitze mit, was ein Blick auf die Themen seiner bisher 146 Folgen zeigt. Seine kostenpflichtige Video-Reihe liegt übrigens auf der Online-Plattform “Gaia”. Diese war/ist mit ihren dortigen Videos und Berichten auch für die große Verbreitung der Geschichten von der in Peru gefunden “Alien-Hand” und “Alien-Mumien” verantwortlich. Darüber hatte ich beispielsweise HIER, HIER, HIER und HIER berichtet.

Wie soll man als überzeugte Prä-Astronautiker, Grenzwissenschaftler und Mystery-Jäger solche wirren und bizarren Behauptungen begegnen? Dass Sitchin ein Desinformant war, er mit okkulten Mächten kooperierte oder satanische Irrlehren rund um Astronautengötter und UFOs verbreitete, kenne auch andere als Vorwürfe der “Kritiker”. Natürlich auch ich.

Leider allerdings kopieren User der Sozialen Netzwerke diese Behauptungen gegenüber Sitchin immer mal wieder gerne. Drückt man Sitchin (oder anderen) den Stempel “Desinformant” oder “bezahlter XY” auf, ist es einfach, sich nicht damit befassen zu müssen. Bequem, ganz im Sinne der modernen Faulheit, kann man so sagen: “Ach, alles Lüge. Muss ich nicht lesen.” Und schon das Thema Sitchin vom Tisch.

Nur ist das falsch.

Ich selber hielt früher sehr viel von Sitchins Spekulationen und scheinbar unfassbaren Erkenntnissen zu den Göttern der Vorzeit. Heute halte ich fast alles in seinen Büchern für puren Unsinn und von ihm ausgedacht. Im eingangs erwähnten Buch “Die Akte 2012” ist sauber und umfangreich aufgezeigt, was von Nibiru und den dortigen Außerirdischen sachlich zu halten ist: Nichts.

Gleichzeit aber habe ich in meinem Buch “Rebellion der Astronautenwächter” 2015 klar belegen können, dass eine Reihe von Sitchins Grundideen und Kernaussagen eben doch wahr sind. Wahr in der Hinsicht, dass diese Überlieferungen, Texte usw. existieren und von diesen Astronautengöttern auch wirklich berichten. Das heißt, wenn man die Anunnaki und andere Wesen der Mythologie als solche Aliens ansieht und nicht als imaginäre Phantasiewesen unserer Vorfahren.

Durch Quellenmaterial, das nicht aus einer prä-astronautischen Quelle oder sogar von Sitchin selber “übersetzt” wurde, habe ich das sehr deutlich dargelegt (s. a. das YouTube-Video HIER).

Warum also soll Zecharia Sitchin ab 1976 mit seinem Erstlingswerk ein von dunklen Geheimbünden wie den Freimaurern bezahlter Desinformant gewesen sein? Diese geheimen Eliten, Aliens oder Strippenzieher der Macht sollten doch wissen, dass Sitchins Arbeiten eines Tages vollkommen “zerlegt” werden, wie es in den 1990er Jahren begann. Falschinformationen in seinen zahllosen Büchern kamen und kommen eben letztlich doch ans Licht. Kann man diese überprüfen, wird es auch jemand machen. Und so war und ist es ja auch!

Und damit sind wir bei einem Kernproblem dieser “Verschwörungs-Kritiker”

1976, das Jahr, in dem wir desinformieren werden

Zecharia Sitchin, Erich von Däniken und Lars A. Fischinger … alle drei verbreiten Falschinformationen, sind Desinformanten, bezahlte Schreiberlinge irgendwelcher Organisationen, gehören dunklen Logen und Gesellschaften an usw. Das höre und lese gerade ich selber vor allem über mich immer wieder. Nichts als dummes Zeug, der daher kommt, dass ich online persönlich sehr stark aktiv und vertreten bin. Gepaart mit der Bequemlichkeit, Fakten zu prüfen.

Von Däniken, als der Prä-Astronautiker schlechthin, ist im Netz persönlich nicht vertreten. Er mag das Internet sogar nicht mal, wie er immer wieder gerne in Interviews etc. betont. EvD hat vor rund 50 Jahren seinen Weg als desinformierender Autor der Eliten nach Meinung dieser “Kritiker” durch seine Bücher begonnen. Welche Mühe es ihm damals kostete für sein erstes Buch 1968 einen Verlag zu finden, wie winzig seine erste Auflage war und wie viel Dutzend Absagen er zuvor bekam, das wird dabei gerne vergessen.

Erst nach dem Welterfolg von “Erinnerungen an die Zukunft” wurde von Däniken der berühmte Autor mit weit über 60 Millionen verkauften Exemplaren.

Hätte von Däniken damals im Auftrag irgendwelcher geheimem elitären Gruppe gehandelt, warum halfen diese mächtigen Hintermänner ihm nicht bei der Suche nach einem Verlag? Der “ECON” Verlag war damals ein eher kleiner Verlag und “Erinnerungen an die Zukunft” erschien dort im Februar 1968 in einer winzigen Auflage von einigen hundert Exemplaren. Baut man so einen Schreiber auf,  der die Menschheit in die irre führen soll? Eher weniger.

Und Anunnaki-Autor Sitchin?

Weiter oben zitierte ich, dass die Illuminaten “in dem ihrem Bestreben, eine globale Atmosphäre des Weltuntergangs zu schaffen (…) die Geschichte von Nibiru in die UFO- und New-Age-Gemeinschaften einschleusten”. Das war dann 1976, als “Der zwölfte Planet” von Sitchin erschien und bis heute ein erfolgreicher Titel der Prä-Astronautik ist. Rund 35 Jahre nach verlassen der Elite-Schmiede “London School of Economics” begann also Sitchin seinen Auftrag als bezahlter Schreiberling und Manipulator nach diesen und ähnlichen Aussagen über ihn.

Bei erscheinen seines ersten Buches war der 1920 geborene Nibriu-Erfinder etwa 56 Jahre alt. Für einen Desinformanten im Auftrag von dunklen Welteliten, die er 35 Jahren zuvor auf der LSE kennen lernte, ein schon erstaunliches Alter. Warum erst 1976 und dann 1979 in Deutschland? Darüber geben die ersten Bücher von Sitchin selber Auskunft, in deren Werbe- und Rückentexten es oftmals heißt:

Sein Buch ist das Resultat von mehr als 30 Jahren Studiums alter Schriften (…).

Nach jahrzehntelangen, mühevollen Forschungen gibt der Altertumsforscher (…).

Das Produkt von 30 Jahren intensiven Forschungen.”

Damit soll suggeriert werden, dass Sitchin 30 Jahre oder mehr an seinem ersten Buch gearbeitet hat. Über drei Jahrzehnte studierte er folgerichtig alte Überlieferungen und Texte und ersann letztlich dadurch seinen Spekulation über den Planeten Nibiru und den dortigen Anunnaki. So konnte seine Karriere für die dunkle Seite der Macht beginnen.

Hier stimmt was nicht!

30 Jahre oder mehr würde zeitlich ausgezeichnet zwischen dem Verlassen der LSE und der Veröffentlichung von “Der zwölfte Planet” 1976 in New York  passen. Passt es aber nicht. Sitchin selber zog im Jahr 1952 nach New York, der Hauptstadt der us-amerikanischen Verlage. Zuvor war er Journalist in Palästina/Israerl tätig und von seinen Arbeiten um Astronauten aus dem All war noch keine Spur zu sehen.

Wieso sollte Sitchin als geheimer Falschinformierer drei Jahrzehnte die Texte der Sumerer oder allgemein der Völker des Nahen Ostens “studieren” und “erforschen” wenn er doch Teil der manipulativen Weltmächte gewesen sein soll? Immerhin ist es es ja gerade das “geheime Wissen” und allgemein der Zugang zu allerlei “Geheimnissen”, die eben diese verschworenen Illuminaten & Co. besitzen sollen. Das macht sie ja angeblich so mächtig.

Man kann nicht ernsthaft annehmen, dass Zecharia Sitchin und seine Hintermänner (ob irdisch oder außerirdisch) von der LSW 30 Jahren an seinem Buch mit den angeblichen Desinformationen gearbeitet haben! Des weiteren haben die Skeptiker und Kritiker seiner Thesen, gerade aus dem Bereich Altertumsforschung des Nahen Ostens und der Astronomie bzg. Nibiru eigentlich ein ganz leichtes Spiel, ihn zu widerlegen.

Und das nach 30 Jahren Arbeit mit Hilfe und für die Neue Weltordnung und die Verschwörer gegen die Menschheit? Das nenne ich mehr als schlampige Arbeit der dunklen Eliten.

Hier lohnt sich auch ein genauer Blick auf das Jahr 1976 und der Erstveröffentlichung von “The 12th Planet” in den USA. Heute kennt jeder Prä-Astronautiker der Buch “Der zwölfte Planet”. Zum Beispiel die Ausgaben des KOPP-Verlages oder zuvor bei “Droemer Knaur” oder “Ullstein” sowie eventuell auch die englische Ausgaben von “Harper” bzw. “Avon” aus New York. “HarperCollins Publishers” ist sogar der zweitgrößte Verlag der Welt und damit eine erste Adresse für Autoren.

Pleite trotz Hilfe der Illuminaten?

Kaum bekannt ist aber, dass Sitchin sein “The 12th Planet” 1976 ganz woanders veröffentlichte, bevor es durch Lizenzen und Taschenbücher bei anderen US-Verlagen bekannt wurde. Zuerst erschien es im damals noch recht jungen Verlag “Stein and Day” in New York, der 1962 von Sol Stein und seiner Frau Patricia Day gegründet wurde. 1989 ging “Stein and Day” jedoch pleite.

1962 erschien in diesem Verlag das erste Buch mit dem Titel “America America” von Elia Kazans, da später verfilmt wurde. In Deutschland kam der Roman als “Die Unbezwingbaren” 1964 in die Kinos und erhielt eine Reihe von Auszeichnungen inklusive einen Oscar. Ein riesen Erfolg, dem sich weitere Erfolgsbücher bei “Stein and Day” anschlossen und so ein thematisch überaus breit gestreutes Buchprogramm erhaben.

Beispielsweise erschien dort im selben Jahr wie Sitchin sein Erstling das Buch “My Story” der Hollywood-Legende Marilyn Monroe. Ein weiteres Beispiel dieses bunten Verlagsprogramms ist das Buch “Backstage Passes: Rock ‘N’ Roll Life in the Sixties”, das ein Jahr später von Musiklegende Al Kooper erschien. Kooper ist Musikproduzent und Musiker, der mit bekannten Musikgrößen wie “Jimi Hendrix”, den “Rolling Stones” oder “The Who” zusammenarbeitete.

Der Erfolg des Verlages kam aber nicht aus dem Nichts bzw. aus dunklen Kanälen: Day und Stein arbeiteten Tag und Nacht an Werbemaßnahmen für ihre Bücher, um sie so weithin bekannt zu machen. Allein an dem Buch “The Arrangement” (1967) von Kazan arbeiten sie und Sol Stein fünf Monate ohne Unterbrechung, so die “New York Times” am 12. März 1969.

Ebenfalls die “New York Times” berichtete am 8. Januar 2010 nach einem Treffen und Interview über Sitchin seinen Erfolg ab 1976. Corey Kilgannon traf sich für diesen NYT-Artikel mit Sitchin in seiner Wohnung in New York und schrieb auch über den Werdegang des Nibiru-Autors. So heißt es etwa:

Sitchin studierte Wirtschaftswissenschaften in London und arbeitete als Journalist und Redakteur in Israel, bevor er 1952 nach New York zog. Hier war er leitender Angestellter bei einer Reederei und mit seiner 66 Jahre alten Frau (sie starb 2007), hat zwei Töchter großgezogen.”

Als Wirtschaftswissenschaften und Mitarbeiter einer Reederei, der in seiner Freizeit als Autodidakt “seine” alten Überlieferungen studiert haben will, war Sitchin also alles andere als ein Prominenter, wie andere Autoren des Verlages “Stein and Day”. Er blieb, soweit ich weiß, in diesem Verlag auch der einzige Autor solcher Themen. Obwohl 1976 das Interesse an der Prä-Astronautik durch Erich von Däniken seine Weltbesteller fraglos auf dem Höhepunkt war. Auch und vor allem in den USA.

In den Vereinigen Staaten waren die Bücher von Dänikens und seine Vorträge wahre “Abräumer”. Doch die Bücher von EvD, der ja angeblich auch ein Desinformant der dunklen Weltverschwörer ist, erschienen während dieses Boom in einem anderen US-Verlag, als später Sitchins “12. Planet”.

Warum? Konnten die Illuminaten, Freimaurer oder Reptilien-Aliens hier in den USA keinen Einfluss nehmen? Offensichtlich hilflos waren Sitchins Hintermänner auch bei der Pleite des Verlages “Stein and Day” 1989, der ein Jahr zuvor seine (älteren) Bücher aufgrund des Konkurses verkaufen musste.

Diese umfangreiche Darstellung von verschiedenen Hintergründen rund um das erste Buch von Zecharia Sitchin (und auch von Däniken) klingt alles andere als eine weltweite Verschwörung, die hinter ihm steckt(e).

Desinformant der Apokalypse

Jene Verschwörungstheoretiker, die Sitchin in die Schublade eines miesen Handlangers von Dunkelmännern schieben wollen, haben noch ein weiteres “Argument”: Den thematischen Inhalt seiner Bücher.

Sinngemäß behaupten diese, dass Sitchin Angst vor einem Ende der Welt in die UFO- und Alien-Szene der 1970er schleusen sollte. Bis zu seinem Tode 2010 habe er das auch angeblich erfolgreich mit seinen vielen Büchern getan. Damit war die Mission der Unterwanderung der UFO-Fans und -Interessierten erfolgreich unterwandert und von seinen Ideen infiltriert.

Solche Behauptungen sind aus mehreren Gründen ebenfalls Unfug. Auch wenn es Tatsache ist, dass Sitchin seit 1976 in praktisch allen seiner Büchern über Katastrophen und Apokalypsen schrieb, die sein Planet Nibiru ausgelöst haben soll. Zum Beispiel sie bekannte Sintflut, die von der Anziehungskraft des Nibiru bei der Annäherung an unseren Planeten ausgelöst worden sein soll. Alle 3.600 Jahre ist das der Fall, wie zu Beginn geschrieben. In allen Büchern von Sitchin finden sich zahllose Wiederholungen dieser Spekulationen von ihm dazu.

Nur hat er niemals behauptet, dass es bald soweit sein wird.

Genau das Gegenteil war der Fall. Sitchin hat schon in “Der zwölfte Planet” durchaus für jeden ersichtlich geschrieben, wann sein Planet wieder in Erdnähe kommen soll. Diese “Nähe” liegt noch Jahrhunderte in der Zukunft und ist relativ, da er uns nicht näher als der Mars kommen würde. Hier verweise ich nochmals auf das Buch “Die Akte 2012”, in dem auch das detailliert beleuchtet wurde.

Alle “Nibiru-Apokalyptiker”, die sehr oft – praktisch jährlich – sogar einen Zusammenstoß der Erde mit Nibiru erwarten, reden nur Unsinn, der sich vollkommen abseits von Sitchins Aussagen bewegt. Das gilt übrigens auch für die Anunnaki an sich.

Aber wie soll ein arrangierter Desinformant, der im Auftrag die Alien-UFO-Gemeinde unterwandern soll, diese Szene teuflisch und apokalyptisch verängstigen – wenn doch seine Weltuntergänge Jahrtausende zurück bzw. Jahrhunderte vor uns liegen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass hier ernsthaft Illuminaten und Echsen-Aliens sowie die geheime Weltregierung von Verschwörern gegen die Menschheit angenommen haben, dass in Jahrhunderten Sitchins Ideen noch ernst genommen werden.

Den Geheimgesellschaften sollte klar sein, dass Jahrhunderte nach Sitchins Büchern diese von allen möglichen Seiten widerlegt wurden.

Wozu die Anunnaki vom Nibiru?

Dazu kommt noch, dass seit Beginn des UFO-Zeitalters unzählige Bücher und Spielfilme über Außerirdische in fliegenden Untertassen veröffentlicht wurden. Jene Personen, die angeblich mit diesen Aliens in Kontakt stehen (“Kontaktler” genannt) überfluteten jahrzehntelang den Buchmarkt mit ihren phantastischen Geschichten von Kontakten mit Außerirdischen. Kernaussage praktisch aller dieser Veröffentlichung waren Warnungen der angeblichen Aliens vor einer – Apokalypse.

Das heißt, dass schon über Jahrzehnte hinweg die UFO-Alien-Gemeinde mit solchen apokalyptischen Ängsten von diesen Kontaktlern gefüttert wurde. Immerhin, so behaupteten es diese Autoren, stünden sie in Verbindung mit den Aliens, die immer wieder die Menschheit vor ihrem Untergang etc. warnten. Angst vor dem Weltuntergang war in diesen UFO-Büchern allgegenwärtig. In den Kinos ebenso, die damals wie heute Ängste vor den Fremden aus dem All in ihren UFOs unter die Massen bringen.

Da bedurfte es in den 1970gern keinen Sitchin mit seinen Anunnaki vom Nibiru. Der UFO-Buchmarkt und die Kinos waren voll mit apokalyptischen Ängsten.

Hier reiht sich noch ein weiteres “Problem” ein: Die Behauptung, dass Sitchin seine Werke von den wahren Aliens und UFOs durch Falschaussagen ablenken sollen. Auch dieses “Argument” ist absurd, sehr sogar. Wer die unzählige Literatur zu UFOs und Astronautengöttern von den 1950er Jahren über die Boomzeiten in den 70er und 80er und 90ger bis heute kennt, wird das wissen.

Seit über 50 Jahren haben die Autoren dieser Veröffentlichungen unterschiedliche Ansichten und Meinungen. Natürlich gibt es eine Vielzahl immer wiederkehrender Themen, aber jeder kocht seine eigenen Thesen-Süppchen zusammen. Schon in den 1970er Jahren, als Sitchin auf dem Markt erschien, war von einheitlichen oder sogar “wahren Aliens” überhaupt keine Rede. Hinzu kommt, dass Sitchin überhaupt kein UFO-Autor war, sondern seine Außerirdischen in der Vergangenheit agierten.

Sitchin war eben ein Autor der Raumfahrt der Antike, der erst in späteren Büchern ein wenig auf das Thema UFOs einging. Wie Erich von Däniken vor ihm (der später dann auch UFOs zum Thema machte). Von Däniken, und das ist vielleicht ganz interessant, hat Sitchin in seinen Büchern übrigens nie als Quelle verwandt oder ihn genauer genannt. Obwohl 1976 längst die ganze Welt von ihm sprach und Sitchin inhaltlich mit seinen Astronautengöttern das gleich Thema hatte …

Wovon sollte Sitchin also im Auftrag von wem auch immer ablenken, wenn tausende Autoren in all den Jahrzehnten vor und nach seinem Erstling praktisch schrieben, was sie wollen?

Waren und sind alle auserwählte Desinformanten? Wohl kaum.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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