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Netzfundstück: TV-Anrufer bei Jürgen Domian beschreibt UFO-Sichtung während der belgischen UFO-Welle (+ Video)

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Netzfund: Anrufer beschreibt seine spannende UFO-Sichtung bei Jürgen Domian am TV (Bilder / Screenshot YouTube / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Netzfund: Anrufer beschreibt seine spannende UFO-Sichtung bei Jürgen Domian am TV (Bilder: / Screenshot YouTube / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Der Moderator Jürgen Domian, “Der Nachtfalke” vom WDR-Radiosender “1live”, ist seit Jahrzehnten auch weit über NRW hinaus bekannt. In seiner auch am TV gesendete Call-In-Sendung “Domian” rufen nachts die unterschiedlichsten Menschen mit den unterschiedlichsten Themen und Geschichten an. Ein Tummelplatz von “Extremen Leben” und zu Teil schillernder AnruferInnen, weshalb Domian mit seiner Sendung auch auf diesem Blog bereits hin und wieder Thema war. So auch hier. Denn in diesem neuen Netzfundstück präsentiere ich Euch eine Sendung bzw. einen Anrufer bei Jürgen Domian, der ihm von seiner eigenen UFO-Sichtung berichtete. Eine Sichtung, für die es angeblich ca. 2.500 Augenzeugen gab und die scheinbar im Zusammenhang mit der legendären UFO-Welle von Belgien um 1990 steht. Ein spannender Bericht, wie Ihr es hier lesen und sehen könnt!


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

UFO-Formation am Tageshimmel

Im am Ende für Euch eingebundenen Video der entsprechenden TV-Sendung von Jürgen Domian meldet sich ein Anrufer mit Namen “Stefan” zu Wort. Der 44-jähige erzählt während dieses Anrufes von einer doch sehr erstaunlichen UFO-Sichtung, die er “zwischen 1990 und 1992” gemacht haben will.

Damals, so “Stefan” in seinem Anruf, sei er in einem Freibad gewesen, als er plötzlich “drei Punkte” am Himmel bemerkte, die irgendwie ungewöhnlich erschienen. “Am helllichtem Tag im Freibad” sei das gewesen und er sei auch “nicht betrunken, bekifft oder sonst irgendwas” gewesen. Diese drei leuchtenden Punkte hier er erst für Ballone, was sich aber schnell änderte.

Kurze Zeit haben sich zwei weitere dieser Lichter zu den “drei Punkten” am Himmel gesellt, die dann eine Art “Formation” bildeten. Der Anrufer schildert Domian, dass diese Formation die Form eines Kreises dieser nun insgesamt fünf Lichter angenommen habe. Also für Lichter, die einen Kreis bildeten, und so seiner Meinung nach in keinem Fall normale Ballone gewesen sein können.

Die seltsame kreisförmige UFO-Formation habe auch eine Zeit still und bewegungslos am Himmel gestanden. Für vom Wind und der Thermik getragene Ballone ein Ding der Unmöglichkeit.

2.500 Zeugen sahen das UFO!?

Mehr noch: “Stefan” erklärt dem misstrauischen Jürgen Domian weiter, dass er natürlich nicht allein an diesem helllichtem Tag in dem Freibad gewesen sei. Insgesamt hätten seiner Aussage nach rund 2.500 weitere Personen diese Formation und Lichter am Himmel gesehen. Kinder ebenso wie ihre Mütter oder ganz einfach die anderen Schwimmbad-Gäste seien so zu UFO-Zeugen geworden.

Die gesamte UFO-Erscheinung an diesem Sommertag habe “exakt 30 Minuten” gedauert, so der Zeuge weiter. Also eine vergleichsweise extrem lange Sicherungsdauer dieses Erscheinungen am Himmel. UFO-Sichtungen dauern üblicherweise maximal nur wenige Minuten (mit Ausnahmen, natürlich), was diese UFO-Geschichte wiederum sehr interessant macht.

Niemanden, so Anrufer “Stefan” zu Domian, können man so was ernsthaft erzählen. Man würde nur sogleich als Irrer oder Betrunkener abgestempelt werden. Eine Tatsache, die leider so gut wie jeder UFO-Zeuge kennt, worauf ich zum Beispiel HIER genauer eingegangen bin.

Die UFO-Welle von Belgien

Jürgen Domian wäre nicht Jürgen Domian, wenn er nicht zu allen Geschichten und Themen seiner Anrufer Fragen stellen würde. Auch unangenehme Frage und er widerspricht auch sehr gerne seinen Anrufern bei diesem oder jenem x-beliebigen Thema.  Sicher einer der Gründe, warum ihn  udn seine Sendung so viele Menschen (mich eingeschlossen) mögen.

So will dann Domian auch weitere Details wissen, ob sich diesen UFO-Massensichtung – denn so kann man sie fraglos nennen! – im Nachhinein irgendwie aufgeklärt hat. Ob also eine Ursache für diese Lichter am Himmel gefunden werden konnte. Das verneinte “Stefan” energisch. Hier kommt in dem Talk die legendäre und weltbekannte belgische UFO-Welle in Gespräch. Ausdrücklich nennt der Anrufer diese nicht, anhand von Details in seinem Anruf kann man diese erkennen.

Das bedeutet, dass “Stefan” diese/seine UFO-Sichtung mit der UFO-Welle von Belgien in Verbindung bringt. Eigenes deshalb gestartete Abfangjäger der belgischen Luftwaffe, Polizisten und unzählige Zeugen hätte diese UFOs von Belgien um 1990 gesehen, so der Anrufer zu Domian. Und auch diese UFOs seinen ungeklärt geblieben und könnten mit diesen Erscheinungen im Zusammenhang stehen oder gesehen werden.

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Diese UFOs sind UFOs

Jürgen Domian sagt in dem Video unten zum Anrufer “Stefan”:

Du hast etwas gesehen, da Du nicht begreifst. Das heißt ja noch nicht, dass es UFOs sind.

Doch! Genau das heißt es! Was der Anrufer und die zahlreichen weiteren Menschen da gesehen haben, sind eindeutig UFOs gewesen. Zumindest für den Anrufer, da er die fünf Erscheinungen eben nicht identifizierten konnte (Details dazu auch HIER). Wie aber sollten die später in Formation fliegenden Lichter oder Objekte nach Jahrzehnten noch identifiziert werden?

“Stefan” nennt keinen konkreten Ort der UFO-Sichtung und nur, dass sie nach seinen Erinnerungen “zwischen 1990 und 1992” geschehen sein muss. Trotzdem sagt er zum Ende des Gespräches, das er weitere Zeugen sucht, die sich via WDR-Redaktion bei ihm melden sollen. Ob das geschah, wissen wir nicht. In den Kommentaren unter dem Video unten zumindest auch nicht. Hier wird meistens Domian an sich kritisiert, wie er sich während des Telefonats mit dem UFO-Zeugen verhalten habe.

Wobei ich persönlich meine, dass war ganz In Ordnung. Er kann ganz anders …

Mich selber interessiert das auch, ob es hier weitere Zeugen gibt. Immerhin sollen 2.500 Menschen diese UFO-Erscheinungen auch gesehen habe, wenn ich das richtig verstanden habe. War Ihr also selber “zwischen 1990 und 1992” Zeuge dieser Kreisformation der fünf UFOs in dem Freibad oder der Umgebung, meldet Euch sehr gerne bei mir!

Das YouTube-Video vom 25. Oktober 2014 mit Jürgen Domian

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Grenzwissenschaft Classics Folge #13: Die UFO-Welle von Gulf Breeze. TV-Doku von 1993 zu den UFOs und UFO-Fotos Ende der 1980er in Florida (YouTube Video)

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Grenzwissenschaft Classics Folge #13: Die UFO-Welle von Gulf Breeze. TV-Doku von 1993 zu den UFOs und UFO-Fotos Ende der 1980er in Florida (YouTube Video)
Grenzwissenschaft Classics Folge #13: Die UFO-Welle von Gulf Breeze. (Bild: Ed Walters / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Grenzwissenschaft Classics Videos – die retro Mystery-Serie: Folge #13: Die UFO-Welle von Gulf Breeze, Florida, USA. TV-Sendung von 1993 über die UFO-Sichtungen und UFO-Fotos rund um die 1987 begonnene UFO-Welle von Gulf Breeze. Seit Ed Walters und seine Frau Frances Walters dutzende Polaroid-Fotos von vermeintlichen UFOs über dem kleinen Nest in Florida veröffentlichten, wurde die Gemeinde zu einem UFO-Hotspot. Zahlreiche weitere Zeugen meldeten sich ebenso wie Skeptiker und Kritiker. Eine Reihe ihrer Aussagen findet Ihr in dieser YouTube-Folge der „Classics“.

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Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die UFO-Welle von Gulf Breeze und die vermeintlichen „Beweisfotos“ von UFOs durch den Anwohner Ed Walters gehören zu einem der „Höhepunkte“ der UFO-Forschung. Vor allem nachdem Edward Walters und seine Gemahlin ihr Buch „UFOs – Es gibt sie“ („The Gulf Breeze Sightings“, 1990) veröffentlichen. Heute gilt er bei den meisten UFO-Forschern als Schwindler. Aber nicht bei allen …

(Beachtet zu diesem Thema auch dieses Video auf YouTube von mir!)

Dazu ein spannendes und sehr seltenes Video aus den Archiven den Unfassbaren. Viel Spaß mit der neuen “Classics”-Folge …

+++ Gerne könnt Ihr meine Arbeit mit einem Daumen hoch honorieren, also das Video liken, es teilen und kommentieren oder meinen grenzwissenschaftlichen Kanal abonnieren. Danke! +++

(Bitte seht mir nach, dass in der Serie „Grenzwissenschaft Classics Videos“ teilweise die Filmqualität zum Beispiel aufgrund des Alters der VHS-Quellen nicht optimal sein kann. Danke.)

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129.491 “Project Blue Book” UFO-Seiten der US-Air Force online: Von UFO-Wellen, dem Roswell-Fall, einer “Area 51” und einem Präsidenten, der sich mit Außerirdischen traf (Artikel)

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UFO-Akten: Nun sind alle 129.491 Seiten des UFO-Forschungsprojekt "Blue Book" der US-Air Force online (Bild: gemeinfrei / Collage L.A. Fischinger)
UFO-Akten: Nun sind alle 129.491 Seiten des UFO-Forschungsprojekt “Blue Book” der US-Air Force online (Bild: gemeinfrei / Collage: L.A. Fischinger)

Top Secret UFO-Akten und ehemals gemeine Dokumente über “Unbekannte Flugobjekte” von Regierungen, Militärs und Geheimdiensten werden seit Jahren von diesen immer mehr frei verfügbar online gestellt. So auch das legendäre “Project Blue Book” (auch “Bluebook”). Ein UFO-Forschungsprojekt der Luftwaffe der USA, dass von 1947/1951 bis 1969 geführt wurde. Ein US-UFO-Forscher hat nun alle 130.000 Seiten des berühmten UFO-Projektes sortiert und online gestellt. Doch “die großen Rätsel der UFO-Forschung” erhellen auch diese nicht.

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Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Hunderttausende von einst streng geheimen Akten und Papieren rund um das Thema “UFOs” und “Unbekannte Flugobjekte” aus der ganzen Welt sind unlängst kostenlos im Internet für jeden abrufbar. Von Regierungen ebenso wie von privaten Forscher oder auch Geheimdiensten. Ein Segen des Internet – keine Frage.

Nachdem die US-Air Force aus den früheren UFO-Projekten “Project Sign” und “Project Grudge” 1951 das “Project Blue Book” ins Leben rief, sammelte die USAF darin zahlreiche UFO-Meldungen. Insgesamt sind in den fast 130.000 Seiten des “Blaubuch” 12.618 UFO-Meldungen von 1947 bis 1969 enthalten. Diese Dokumente hat der UFO-Forscher John Greenewald nun auf seiner Internetseite “The black Vault” online gestellt. Greenwald betrachtet seine Internetseite als eine Kollektion von freigegeben UFO-Papieren und umfasst mit Stand gerade bereits 1.322.017 Dokumente. Und es werden ständig mehr. Nicht nur UFO-Akten wie eben das “Project Blue Book” sind dort zu finden, sondern auch FBI-Papiere, CIA-Dokumente, Berichte anderer Länder usw. sondern auch Unterlagen und Fälle zu anderen Themen. Freigegebene Berichte zum Thema Tierverstümmelungen oder John F. Kennedy ebenso wie solche zu Geistern, bekannten Hoaxes und Meldungen zur Kryptozoologie. Ein umfassendes Archiv des Phantastischen … (s. auch hier & hier)

Tabelle der UFO-Meldungen von 1947 bis 1969 vom "Project Blue Book" (Bild: gemeinfrei)
Tabelle der UFO-Meldungen von 1947 bis 1969 vom “Project Blue Book” (Bild: gemeinfrei / zum Vergrößern anklicken)

Auch die sortierten UFO-Akten des “Blue Book” können natürlich heruntergeladen, durchsucht und ausgedruckt werden. Letzteres wäre aber aufgrund der Vielzahl der Dokumente weniger sinnvoll. Interessant ist bei dem blauen Buch der US-Air Force auch der Umstand, dass einige hundert Fälle von den Luftwaffenermittlern nicht geklärt werden konnten. Was letztlich ursächlich für eben diese (701) ungeklärten Meldungen war, sei einmal dahingestellt.

Weiter ist aber auch eine Statistik interessant, die ich vor vielen Jahren (1999) auf meiner ersten Internetseite veröffentlichte (Bild links). Diese zeigt, dass zumindest nach den Ermittlungen der US-Luftwaffe in den Jahren 1952, 1957 und 1966 regelrechte UFO-Wellen gemeldet wurden. Vor allem das Jahr 1952 ist hier interessant, da von den 1.501 Berichten 303 nicht geklärt werden konnten. Ob jedoch die USAF tatsächlich auch alle UFO-Meldungen von 1947 bis 1969 dokumentierte oder sogar untersuchte, ist sicher fraglich und wohl kaum möglich gewesen.

US-Präsident Eisenhower vs. Außerirdische …

Nur zwei Jahre nach dieser UFO-Welle von 1952 kam es dann sogar zu einem realen und physischen Treffen des damaligen US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower. Das zumindest besagt die Gerüchteküche in der UFO-Forschung. Tatsächliche Belege oder Dokumente für dieses sehr hartnäckige Gerücht … gibt es leider nicht. Auch nicht in den Papieren des “Projekt Blue Book” (was ich persönlich, wenn die Story wahr wäre, auch nicht erwartet hätte!) Jedoch hat Henry W. McElroy, ehemals Abgeordneter des US-Bundesstaates New Hampshire, in einem Video vor einigen Jahren gesagt, dass er selber mehr oder weniger entsprechende Geheimdokumente sah. Diese würden, wenn sie denn existieren, für diese seltsame Alien-Präsident-Meeting-Geschichte sprechen.

McElroy erklärte in dem Video:

„Das Dokument, das ich sah, war ein offizieller Brief an Präsident Eisenhower. Soweit ich mich erinnere, war dieses Schreiben in hoffnungsvoller Sprache und informierte Präsident Eisenhower über die immer noch andauernde Präsenz extraterrestrischer Wesen hier in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Das Schreiben schien anzudeuten, dass ein Treffen zwischen dem Präsidenten und einigen dieser Besucher arrangiert werden könnte, sollte dieses als angemessen angesehen und gewünscht werden. Der Inhalt des Schreibens legte auch nahe, dass es keinerlei Grund für Bedenken gebe, da diese Besucher keinerlei bedrohliche Absichten oder was auch immer haben. Weder jetzt oder in der Zukunft. (…)

Einmal One-way in die Area 51, bitte! Die Flugzeuge mit den roten Streifen von Las Vegas: Amerikas „geheime Fluggesellschaft“.(Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Bearbeitung: L.A. Fischinger)
Einmal One-way in die Area 51, bitte! Die Flugzeuge mit den roten Streifen von Las Vegas: Amerikas „geheime Fluggesellschaft“. (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Bearbeitung: L.A. Fischinger)

Überprüfen lässt sich das nicht …

Die “Area 51” und der UFO-Absturz von Roswell

Ein Jahr nach diesem angeblichen Meeting zwischen US-Präsident Dwight D. Eisenhower und “Besuchern” am 20. Februar 1954 wurde 1955 übrigens die “Area 51” errichtet (die zuvor als Gelände für Militärübungen diente). Eine Abteilung der US-Waffenfirma “Lockheed”, die sich mit streng geheimen Waffenentwicklungen befasst, wurde vom CIA damit beauftragt, dieses Testgelände am Groom Lake in Nevada 1955 auszubauen. Für abgestürzte UFOs, wie es hinter vorgehaltener Hand heißt. Offiziell jedoch für die Entwicklung des Spionageflugzeuges “U 2” und anderer (Waffen-)Technologien.

Zu diesem Themen habe ich im November 2014 ein Video-Interview mit dem UFO-Forscher und Historiker Marius Kettmann auf meinem Channel bei YouTube online gestellt.

Die “Area 51” gibt es natürlich tatsächlich, was schon lange kein Geheimnis mehr ist. Als Teil der Basis “Nellis Range” der US-Luftwaffe unweit von Las Vegas (s. a. Bild rechts). Was dort heute alles für Top Secret-Waffen entwickelt werden, wissen nur wenige Eingeweihte/Mitarbeiter/Geldgeber/Planer. Ebenso, ob der Mythos von den UFOs und selbst leibhaftigen Außerirdischen, die dort leben sollen, stimmt, weiß auch niemand bzw. kann niemand belegen. Gleiches gilt für die Story um Präsident Dwight D. Eisenhower, dass sich dieser mit Aliens traf.

Statement der US-Air Force zur "Area 51" von 1998
Statement der US-Air Force zur “Area 51” von 1998 (Bild: gemeinfrei / zum Vergrößern anklicken)

Auch die akribisch von dem UFO-Forscher John Greenewald archivierten Dokumente belegen dies nicht. Was aber trotz Verschwörungen und Gerüchten ebenfalls interessant ist, ist das Thema UFO-Absturz von Roswell 1947 in New Mexiko und das “Projekt Blue Book”: Die Papiere der blauen Air Force-Untersuchung dokumentierten im Jahr/Sommer 1947 keinen Roswell-Vorfall.

Am 20. Februar 1954, als Präsident Eisenhower der Story nach von Palm Springs in Kalifornien heimlich von einer “Grillparty” zu seinem Meeting mit Außerirdischen in einer Basis in New Mexico verschwand, kennt “Blue Book” ebenfalls keine UFO-Meldung. Wohl aber einen Tag später am 21. Februar über Kalifornien…

Offiziell wurde Eisenhowers Abwesenheit bei der Veranstaltung übrigens ganz menschlich erklärt: Er musste zum Zahnarzt, da er sich beim Essen eine Zahnkrone abbracht.

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UFO-Welle von Gulf Breeze vor 25 Jahren: Alien des angeblichen Zeugen Ed Walters vs. Erich von Dänikens angeblichen Ancient Alien der Pater Crespi-Sammlug (Video)

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UFO-Welle von Gulf Breeze vor 25 Jahren: Alien des angeblichen Zeugen Ed Walters vs. Erich von Dänikens angeblichen Ancient Alien der Pater Crespi-Sammlug (Video)
Hat sich Ed Walters von Erich von Däniken “inspirieren” lassen? (Bild: L.A. Fischinger)

Um das Jahr 1990 war Gulf Breeze in Florida durch zahlreiche UFO-Berichte ein großes Thema in der UFO-Forschung. Damals trat auch das Ehepaar Ed und Frances Walters mit einem Buch an die Öffentlichkeit, in dem sie “beweisen” wollten, dass sie zahlreiche UFO-Sichtungen in und um Gulf Breeze hatten. Schon lange ein mehr als zweifelhafter Fall. Doch die Walters haben damals darin auch die Zeichnung eines “Aliens” publiziert, das angeblich von ihnen gesehen wurde. Jedoch findet sich eine ähnliche Abbildung in einem Buch von Erich von Däniken. Haben die angeblichen “UFO-Zeugen” Ed und Frances Walters ihren angeblichen “Alien” in einem Buch von Erich von Däniken aus dem Jahr 1973 gefunden und “kopiert”? Dazu ein neues Video auf meinem Channel bei YouTube.

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VIDEO: Erstaunliche Fotos aus dem All: Hat ein Space Shuttle der NASA 1986 wirklich ein riesiges fliegendes Dreieck (UFO) im Orbit fotografiert?

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VIDEO: Hat ein Space Shuttle der NASA 1986 wirklich ein fliegendes Dreieck (UFO) im Orbit fotografiert? (Bilder: NASA / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Hat ein Space Shuttle der NASA 1986 wirklich ein fliegendes Dreieck (UFO) im Orbit fotografiert? (Bilder: NASA / Montage: Fischinger-Online)

Die NASA schickt nicht nur Sonden zu anderen Planeten und Astronauten ins All, sondern macht seit jeher auch unzählige Fotos von diesen Missionen. Einige dieser Bilder aus dem Kosmos oder von anderen Himmelskörpern im Sonnensystem erregen dabei auch das Interesse der UFO-Forschung und von Mystery-Jägern. Sie vermuten UFOs und andere unbekannte Objekte und Dinge auf diesen NASA-Fotos. So bei zwei Aufnahmen, die die NASA schon 1986 von einem Space Shuttle aus machte. Und wie Ihr in diesem Video seht, sehen diese Bilder fraglos erstaunlich aus.


Hat die NASA 1986 UFOs im All fotografiert?

Glauben wir Verschwörungstheoretikern und auch einigen UFO-Forschern und -Autoren, bindet uns die NASA seit Jahrzehnten in Sachen UFOs einen Bären auf. In Wahrheit, so die Vermutung, werden von der US-Weltraumbehörde immer wieder UFOs außerhalb der Erde gesehen und auch fotografiert. Dolch trotz strikter Geheimhaltung seitens der NASA sollen einige dieser Aufnahmen immer wieder durchgesickert und an die Öffentlichkeit gekommen sein.

Obwohl bisher niemand wirklich belegen konnte, dass diese Fotos tatsächlich fremde Unbekannte Flugobjekte, UFOs, zeigen. So auch in diesem Fall. Aufgenommen wurden die beiden Bilder während einer NASA-Mission des Space Shuttle Columbia am 12. Januar 1986. Offizielle Bezeichnung der Mission war STS-61-C und die Fotos tragen die Archiv-Nummern STS61C-31-002 und STS61C-31-3.

Zweifellos sieht man sehr deutlich ein dreieckiges Objekt, dass im Weltraum über der Erde fliegt oder schwebt. Und spätestens seit der legendären “UFO-Welle von Belgien” um das 1990 herum, bei dem Zeugen solche fliegenden Dreiecke beschrieben haben, horchen Mystery-Interessierte bei derartigem Bildmaterial auf.

Die fraglichen Bilder das NASA sind deshalb seit Jahren in einschlägigen Kreisen bekannt, werden aber immer mal wieder hervorgeholt und präsentiert. Und so spannend die Aufnahmen zweifellos sind, so banal ist leider die Erklärung.

Welche das ist (oder sein soll?) und welche Hintergründe diese Fotos aus dem Universum haben, erfahrt Ihr in diesem Video vom 30. August 2021. Ich freue mich auf ein Feedback in den Kommentaren!

Bleibt neugierig …

Video vom 30. August 2021 auf Mystery Files

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Vor genau 30 Jahren: Die spektakuläre Kornkreise von Grasdorf 1991, der Ansturm der Neugierigen und die unglaubliche Geschichte dahinter (+ Video)

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Vor 30 Jahren: Der spektakuläre Kornkreis von Grasdorf 1991 und dessen unglaubliche Geschichte (Bilder: Archiv Fischinger-Online)
Vor 30 Jahren: Der spektakuläre Kornkreis von Grasdorf 1991 und dessen unglaubliche Geschichte (Bilder: Archiv Fischinger-Online)

Vor genau 30 Jahren begann im Prä-Internet-Zeitalter ein unvergleichbarer Boom, Medienrummel und Ansturm auf Kornkreise in Deutschland. Im Sommer 1991 stand die Welt scheinbar Kopf, denn als Themen aus der Welt der Phänomene, UFOs und Mysterien langsam einen Hype erlebten, erschienen hierzulande seltsame Zeichen in Getreidefeldern. Mit dem Höhepunkt in Grasdorf, wo am 23. Juli ein 100 Meter langes Muster in einem Feld entdeckt wurde. Der Anfang einer unglaublichen Geschichte, die bis heute einzigartig blieb. Was vor drei Jahrzehnten rund um dieses und anderer Piktogramme für ein Rummel herrschte und welche außergewöhnlichen Entdeckungen es gab,  erfahrt Ihr in diesem Blog-Artikel und einem zeitgenössischen Video.


1991: Der “Sommer der Kornkreise”

Kornkreise sind in der Mystery-Forschung heute nahezu jedem bekannt. Die meisten, die sich mit grenzwissenschaftlichen Themen einschließlich UFOs beschäftigen, haben bereits von ihnen gehört. Und wohl jeder hat zumindest einen solchen Kornkreis schon auf irgendeinem Foto gesehen. Auch wenn solche Muster und Kreise in landwirtschaftlichen Felder (oder anderswo) heute kaum mehr ein Thema in der Diskussion rund um UFO, Phänomene, Aliens & Co. sind.

Was nicht bedeutet, dass nicht jedes Jahr erneut solche Muster in Feldern rund um die Welt gefunden werden. Nur werden sie selbst in der eingeschworenen Community der Mystery-Interessierten kaum mehr beachtet. Ob zu Recht, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Ab etwa dem Jahr 1991 sah das noch ganz anders aus. Vor allem in den Sommern 1991, 1992 und auch 1993 schienen solche Getreidefeldpiktogramme geradezu zu explodieren. Sie waren längst nicht mehr auf Großbritannien beschränkt (was sie zuvor auch nicht waren), sondern auch Deutschland erlebte seinen „Kornkreis-Sommer“. Die Muster durchliefen in diesen Jahren geradezu eine Evolution. Sie wurden immer größer, komplexer, ausgereifter und damit auch schöner.

Für viele reine Landschaftskunst von Witzbolden oder sogar boshaften Betrügern. Für andere eher so was wie „Botschaften aus anderen Welten“. Wobei damit keinesfalls immer nur die viel beschworenen Außerirdischen gemeint waren. Kornkreise und Piktogramme in Feldern waren plötzlich in aller Munde.

Auch die Presse und die TV-Medien konnten damals anscheinend nicht genug davon bekommen, um über dieses Phänomen zu berichten. In fast allen Zeitungen tauchten Bilder der unterschiedlichsten Piktogramme auf. Meist mit sensationellen Überschriften wie „Hier landen die UFOs gerne“, „UFOs, Unfug oder wilde Böcke?“ oder sogar „Kornfeldrätsel gelöst“ erschienen entsprechende Beiträge selbst in kleinen Lokalzeitungen, Boulevard-Magazinen und sogar in Jugendzeitschriften.

Der Kornkreis von Grasdorf

So flatterte mir am 24. Juli 1991, in einer Zeit, als ich persönlich mehr und mehr in die Materie der Mystery Files einstieg, meine Lokalzeitung ins Haus. Kurz aufgeschlagen fand ich dort auch direkt ein Foto des erstaunlichen Piktogramms von Grasdorf bei Hildesheim mit der Überschrift „Künstlerisch“. Dazu ganze zwei Sätze Text ohne jeglichen Informationswert zu dem in der Nacht vom 22. auf dem 23. Juli 1991 erscheinenden Muster (s. Bild). Es war hierzulande der „Sommer der Kreise“, wie verschiedene Autoren ihn einst nannten, und der Kornkreis von Grasdorf erregte weltweit Aufmerksamkeit.

Das Piktogramm von Grasdorf im Juli (Bild: Archiv Fischinger-Online)
Das Piktogramm von Grasdorf im Juli (Bild: Archiv Fischinger-Online)

Was auch noch von heute aus betrachtet wenig verwunderlich war. Denn immerhin bestand der Kornkreis aus nicht weniger als 13 einzelnen Kreisen, verschiedenen „halbrunden Formen“, die einige von ihnen teilweise umgaben, und diversen „Verbindungen“ zwischen einigen Kreisen. Das alles auf einer Länge von gut 100 Metern und mit einer Breite von rund 50 Metern. Besonders auffallend war dabei der Kreis im Zentrum des Musters, der mit seinen Speichen unverkennbar ein uraltes Sonnensymbol („Sonnenrad“) zeigte.

Auf “heiligem Boden”?

Wer immer nachts diese Piktogramm vor 30 Jahren in dem Feld angelegte, machte sich nicht nur sehr viel Arbeit. Der oder die Verursacher wählten auch den Ort des Musters offenbar mit Bedacht aus. Er liegt nahe einer alten germanischen Versammlungsstätte (Thingstätte) und einem alten Heiligtum zu Ehren des heidnischen Gottes Wotan (Wodan). Karl der Große ließ hierauf eine Kirche errichten um das umgebene „Heilige Holz“, ein heiliger Hain der Heiden, zu Christianisieren. Selbst den mythischen Berg Brocken kann man von dort aus in der Ferne sehen.

Heute – wie auch 1991 – liegt die Bundesstraße „B 444“ in der Nähe. Für Befürworter der „Echtheit“ dieses Piktogramms ein Argument, dass gewitzte Fälscher hier nicht Sicherheit nachts nicht ungestört geblieben wären. Zumal ein Spaziergänger gegen 23 Uhr (andere Quellen sprechen von 18 Uhr) nichts Ungewöhnliches auf dem Feld bemerkt haben will, wie es in den einschlägigen Veröffentlichungen zu dem Kornkreis hieß. Erst am frühen Morgen (andere Quellen sprechen von 12 Uhr mittags) des 23. Juli wurde dann das Kunstwerk zufällig in dem Feld von Joggern gefunden. Landwirt Werner Harenberg, der Besitzer des Feldes, beteuerte damals auch, dass er das Piktogramm genauso vorfand, wie es nachher auf Bilder durch die Weltpresse ging. Ein Zeuge aus Grasdorf namens Christian Fieder will in der fraglichen Nacht auch etwas Seltsames am Himmel beobachtet haben. Ein sich sehr schnelles hin und her bewegendes oranges Licht, dass pulsierend scheinbar genau über der fraglichen Gegend flog oder schwebte. Auch von „merkwürdigen Geräuschen“ am Himmel wurde damals gesprochen.

Dazu am Ende mehr.

Ansturm der Schaulustigen

Nach der Entdeckung des Musters in dem Feld von Landwirt Harenberg kamen mehr und mehr Neugierige zum Ort des Geschehens. Einige nutzen esoterische Pendel oder eine Wünschelrute, die angeblich irgendwie „nicht normal“ reagiert haben sollen. Gleiches gilt für eine Gruppe, die mit einem Geigerzähler anreiste und bis zu 0,737 Mikrosievert die Stunde feststellte. In kurzen Ausschlägen, die dann wieder abrupt abfielen. Eine unbekannte Energie, wie damals spekuliert wurde?All das ein abgesprochenes Spiel einer Gruppe von gewitzten Betrügern? Eine Verschwörung von Fälschern?

Denkbar wäre ein solcher groß angelegter Betrug selbstverständlich. Involviert wären dann neben dem Landwirt selber auch diverse Augenzeugen, die zu Untermauerung der Lügengeschichte ihre Aussagen erfanden. Etwa, dass um 23 Uhr nichts Ungewöhnliches auf dem Feld vor sich ging. Oder, dass die angeblichen Jogger nur behaupteten, dass sie frühmorgens zufällig das Muster fanden. Dazu kommen dann ein paar Mitverschwörer, die nach der Entdeckung der herbei geströmten Presse dieses oder jenes Märchen dazu auftischten.

Denn nach Bekanntwerden des Kornkreises strömten in den folgenden Tagen tausende Menschen nach Grasdorf. Sie alle wollten den „Landeplatz der UFOs“ sehen. Vor allem nachdem der TV-Sender RTL mit dem damals sehr prominenten Mystery- und UFO-Autoren Johannes von Buttler das Zeichen besuchte und darüber berichtete.

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Bauer Harenberg stellte daraufhin seinen Mitarbeiter Kemal Kücük ab. Er sollte das Feld vor blinder Zerstörung durch unkontrolliertes Herumtramplen der Besucher bewachen und von ihnen Eintritt verlangen. Wenn ich mich heute recht erinnere waren es 5 DM pro Nase. Bratwurst gab es auch, sie kostete 2,50 DM. Heute würden man sagen ein „Happening“ für Ausflügler. Wobei selbst einige Kornkreis-Kritiker sagten, dass es nicht verwerflich von Landwirten sei, dass diese Eintritt für ihre Felder mit entsprechenden Zeichen nehmen. Das gab es auch schon vor Grasdorf in Großbritannien. Ob damit nur der Ernteverlust gedeckt oder ein dicker Gewinn gemacht wurde, wollten meines Wissens die Landwirte nicht verraten …

Nur drei Jahre später äußerte sich der Landwirt Harenberg nochmals zu den sonderbaren Mustern auf seinem Feld. In der Boulevardsendung „Exklusiv“ des Senders RTL sagte er im Jahr 1994 (s. Video unten):

Manche haben mich natürlich verdächtigt, ich hätte die Kreise selber anlegen lassen. Weil ich ja Eintritt genommen habe nach drei Tagen.“

Bis heute stößt das Thema „Eintritt“ bei vielen Skeptikern sehr sauer auf. Allein dies ist für sie Beweis genug, dass ein Bauer, wahrscheinlich in Absprache mit Helfershelfern, selber Hand an seine Felder legte. Wobei heute natürlich kein Kornkreis mehr irgendwelche Menschenmassen anzieht.

Landwirte haben “die Schnauze voll”

1991 war das anders, denn vor dem Grasdorf-Muster erschienen schon Kornkreise in Schleswig-Holstein. Bei einem Muster nahe dem Dorf Felm (16. Juli) überrannten Schaulustige geradezu die Region und das Feld, so dass der Landwirt Hans-Günther Möller rigoros allen Personen den Zutritt untersagte. Alleine 1.000 Besucher pilgerten über einen eigentlich für Fußgänger gesperrten Fahrdamm an der Bundesstraße 76, um einen Blick auf die 70 Meter großen Doppelkreise zu erhaschen. „Die letzten Tage waren furchtbar“, so Möller damals. „Wir haben die Schnauze voll!“

Nicht anders wie zeitgleich nahe Damp direkt an der Ostsee, wo in der Nacht zum 18. Juli gleich drei Kreise beieinander erschienen. Hier maulte die Kurverwaltung ebenso über die Parkplatzprobleme durch Neugierige, wie der Landwirt Christian Detlev Graf zu Reventlow, dem das Feld mit dem Kornkreis gehörte. „‘UFO-Manie‘ sorgt für eine ‚außerirdische Parkplatznot‘“ schrieb damals sogar meine Lokalzeitung aus dem Kreis Coesfeld unter Berufung auf die DPA dazu.

„Die Außerirdischen füllen das Sommerloch in Schleswig-Holstein“, heiß es in einer anderen Meldung dieser Zeitung nach der DPA. Denn „hier landen die UFOs gern“ wurde gleich getitelt. Zur besten Sommer- und Ferienzeit damals in Deutschland nicht sonderlich verwunderlich, dass wohl vor allem Touristen in Norddeutschland diese Piktogramme sehen wollten. Eine Pressekonferenz mit Berndt Heydermann, damals Umweltminister von Schleswig-Holstein, trug sicher zur Popularität bei. Hinzu kommt, dass Felm nur einen Steinwurf nördlich von Kiel und nicht weit von der Ostsee liegt. Die Bundesstraße 76 führt von Kiel direkt ins nahe Eckernförde. Der Ort Ostseebad Damp wiederum ist keine 20 Kilometer Luftlinie von Felm entfernt. Zwei gerne angenommene, zusätzlich Ausflugsziele für Touristen in Norddeutschland und an der Ostsee.

Von Begeisterung bis Hohn

Das alles spielte sich vor dem Kornkreis von Grasdorf ab. Und die einfachen Kreise in Schleswig-Holstein oder davor und danach in Deutschland waren in keiner Weise mit dem komplexen und riesigen Muster bei Grasdorf vergleichbar. Mit den überaus kunstvollen Gebilden in Großbritannien, die schon in den Jahren davor und natürlich nach 1991 aufgefunden wurden, so oder so nicht.

Der "Doppel-Kreis" von Felm 1991: Unförmig und eirig (Bild: Archiv Fischinger-Online)
Der “Doppel-Kreis” von Felm 1991: Unförmig und eirig (Bild: Archiv Fischinger-Online)

Der Doppelkreis bei Felm war sogar so unförmig und „eirig“, dass im Juli 1991 selbst die „BILD“ neben UFOs und Witzbolden von wilden Reh-Böcken sprach, die hier im Kreis der Ricke hinterher jagten. Ein Zeuge vor Ort namens Müller Siegfried Waschull kenne das selber aus seiner Heimat in Ostpreußen, so die “BILD” Nicht nur der Landwirt, sondern auch eingefleischte Mystery-Autoren sahen schnell in dieser einfachen Formation einen Scherz. Dem Besucherstrom tat das keinen Abbruch. Birgit Johann, damals Journalistin in Schleswig-Holstein, war eine der ersten vor Ort und berichtete in den „Kieler Nachrichten“ von dem Felm-Muster. In „Das Rätsel geht weiter“ (1991), einer Broschüre mit dem aktuellen Stand des Themas Kornkreise, die dem Buch „Kreisrunde Zeichen“ (1990) von Pat Delgado und Colin Andrews beigelegt wurde, schrieb Johann über die damalige Stimmung in Deutschland:

Der Felmer Fall wurde so ausführlich geschildert, weil er bilderbuchgetreu aufzeigt, was in den Tagen der ersten ‚Kreis-Entdeckungen‘ in Deutschland vor sich ging: Die Menschen wurden hier mit einer Erscheinung konfrontiert, die sie nicht sofort in ihr alltägliches Weltbild einordnen konnten. Mit kritikloser Begeisterung oder Hohn bemühten sie daher naturgemäß viele, ihre Welt möglichst schnell wieder ins Lot zu bringen.“

Zeit des Mystery-Boom und die Eintrittgelder

Auch Johann sah in dem unförmigen Kreisen von Felm einen Fake. Auch wenn sich unter anderem bei ihr Zeugen meldeten, die im Vorfeld der Entdeckung von UFOs und seltsamen Lichtern am Himmel berichteten. Allein am 24. und 25. Juli 1991 wurden sechs weitere Kornkreise aus Flugzeugen nur in Schleswig-Holstein entdeckt.

Bedenken sollte man auch, dass UFOs und verwandte Themen damals in aller Munde waren. Es war die Zeit der weltbekannten UFO-Welle in Belgien und des Booms entsprechen TV-Sendungen und boomenden Literatur des Phantastischen. Und nur ein Jahr zuvor, am 24. August 1990, machten die „UFOs von Greifswald“ international Schlagzeilen. Helle Lichtkugeln, die von Zeugen von Usedom über Rügen bis zu Orten zwischen Rostock und Neubrandenburg und natürlich Greifswald gesehen und vielfach gefilmt wurden. Fraglos bis heute der bekannteste UFO-Fall Deutschlands.

Im Falle von Kornkreisen lag ein Vorteil darin, dass diese nicht wie UFOs plötzlich verschwinden. Man konnte sie begehen und wundervolle Fotos von ihnen in den Zeitungen und Magazinen abdrucken. Ein willkommene Abwechslung zu irgendwelchen verschwommenen UFO-Lichtern am Himmel, um es so zu sagen. In jenen Tagen tauchten auch die ersten „Entlaver“ in den Kornkreisen (vornehmlich in England) auf, die alles daran setzten den Spuk zu beenden. Als Betrug, Spinnerei, Witze oder Machenschaften „geltungssüchtiger Charaktere“, wie es 1992 in dem von Jürgen Krönig herausgegeben Standartwerk „Spuren im Korn“ hieß.

So kam durch die Erscheinungen in Norddeutschland schnell die Idee der Eintrittsgelder schon vor dem Grasdorf-Muster auf. Von keinem geringeren als Horst Eger, einem damaligen Sprecher des Landwirtschaftsministeriums, der den betroffenen Farmern vorschlug, diese zu kassieren. Nicht also die Landwirte selber witterten hier Einnahmen, sondern ein „Vertreter“ der deutschen Regierung. In Grasdorf setzte es der Landwirt schließlich in die Tat um.

All das war bei dem Kornkreis von Grasdorf vor genau 30 Jahren nur der Anfang, denn am 2. August 1991 kam eine weitere Facette in diesem Fall hinzu. Sie macht das Piktogramm von Grasdorf bis heute weltweit einmalig und im höchsten Maße sonderbar.

Seltsame Funde im Kornkreis von Grasdorf

An diesem Freitag erschien unter den vielen Schaulustigen ein Mann mit Metalldetektor und spazierte damit durch das Kunstwerk. An drei Stellen schlug sein Gerät aus. Und zwar genau in der Mitte von jenen drei Kreisen, die von den Halbkreisen umgeben waren. Er markierte sich die Stellen, an denen sein Detektor Metall im Erdreich ortete, und gab Kücük gegenüber an, dass er jetzt zu Bauer Harenberg fahren werde. Dort wollte er ihn als Besitzer des Landes darum bitten, an den entsprechenden Stellen graben zu dürfen. Wo er nie vorstellig wurde, wie sie später herausstellte.

Kurz darauf kam er mit einer Schaufel zurück und grub an den zuvor markierten Stellen drei runde Metallobjekte aus. Es waren mehrere Kilogramm schwere „Teller“ aus Metall, die in rund 40 bis 50 Zentimetern Tiefe im Erdreich lagen. Etwa 25 bis 30 Zentimeter im Durchmesser, wenige Zentimeter dick und mit Erde und Lehm verkrustet. Eindeutig konnte man nach einer ersten, groben Reinigung vor Ort sehen, dass sie künstlich waren und auf einer Seite etwas darauf zu sehen war.

Der „Schatzsucher“ gab noch vor Ort an, dass er die Fundstücke nun zum Feldbesitzer Harenberg bringen würde. Auch das geschah nie. Vielmehr rief er einige Tage später den Landwirt anonym an, der daraufhin auf sein Eigentum von seinem Land pochte. Der Finder gab ihm gegenüber am Telefon an, dass er die seltsamen Platten untersuchen lassen will und sich dann wieder melden werde. Was er nie tat. Vielmehr schickte er dem Landwirt lediglich Fotos, auf denen die angeblich authentischen Fundobjekte von seinem Feld zu sehen waren. Unzweideutig erkennt man auf deren Oberseite die Formation von Grasdorf auf den Scheiben (s. kleines Bild im Titelbild). Wie es weiter hieß, bestanden die Objekte aus Gold, Silber und Bronze, womit sie fraglos einen enormen Materialwert hatten.

„Die Geschichte ist unglaubwürdig“

Sascha Jakoblew, Christian Kaese und Tobias Lührig schrieben schon 1992 in ihrer Analyse des Grasdorf-Kornkreises in „Spuren im Korn“, das sie „die Geschichte für unglaubwürdig“ halten. Sie „zweifeln an der Authentizität der Fotos“. Eine Einschätzung, die längst nicht von allen geteilt wurde! Zumal Kemal Kücük als Aufpasser des Feldes im Auftrag des Landwirtes bei der Bergung der Objekte dabei war und diese selber gesehen haben will.

Genau das erzählte er nach der Bergung der „Metallteller“ auch immer wieder neugierigen Besuchern des Feldes. Selbst der erfahrenste „Kornkreis-Experte“ hörte bis dato erstmals davon, dass solche Artefakte in einem Kornmuster entdeckt worden sein sollen. Das erregte die Neugier sehr vieler damaliger Mystery-Jäger, die diese Objekte unbedingt sehen wollten. Nur war der Ausgräber mit ihnen über alle Berge und lieferte nur anonyme Fotos, die unter anderem die „Hannoverschen Neue Presse“ und entsprechende Magazine abdruckten.

Als Kücük am 7. August Kornkreisbesuchern erneut von diesem sonderbaren „Schatzsucher“ und seinen Entdeckungen berichtete, kam ein Mann ins Spiel, der mehr über den Verbleib der Metallteller wusste. Es kann meiner Meinung nach kaum Zufall gewesen sein, dass dieser sich vor Ort aufhielt. Also organisierte er in Essen im Ruhrgebiet eine Treffen mit dem Finder, der nach eigenen Angaben seit 15 Jahren mit seinem Metalldetektor nach Schätzen und Artefakten im Erdreich sucht. Heute erlebt diese Beschäftigung von sogenannten Sondengängern einen regelrechten Boom. Auch die „Himmelsscheibe von Nebra“ wurde so 1999 in Sachsen-Anhalt so von Schatzsuchern entdeckt.

Anonyme Zeugen?

Die drei Scheiben an sich wiederum waren sehr schwer. Jene aus Gold wog (nach einigen Angaben) 8 Kilogramm, die aus Silber 5 Kilo und die bronzene noch 4 Kilogramm. Der immer noch anonyme Raubgräber wollte sie für zusammen 250.000 DM verkaufen. Falls kein Interesse bestünde, werde er sie halt einschmelzen und zum Materialwert veräußern, drohte er. Für 50.000 DM kaufte letztlich ein anonymer Interessent die beiden Platten aus Silber und Bronze, der meist als „wohlhabender Industrieller“ dargestellt wurde. Die Scheibe aus Gold nahm der Finder wieder mit von man hörte bis 1993 nichts mehr davon. In diesem Jahr verschickte der „Feldforscher“ Fotos der zersägten Gold-Platte an verschiedene Kornkreis-Forscher und andere Adressen. Zu sehen war nur noch etwa die Hälfte der Scheibe, die andere schien in der Tat von ihm eingeschmolzen worden zu sein.

Der anonyme "Schatzsucher", der die Platten von Grasdorf gefunden haben will (Bilder: Archiv Fischinger-Online/anonym)
Der anonyme “Schatzsucher”, der die Platten von Grasdorf gefunden haben will (Bilder: Archiv Fischinger-Online/anonym)

Man hörte nie mehr etwas von diesem „Schatzsucher“. Bis auf Fotos (s. Bilder), die ihn unmittelbar bei der Ausgrabung der Objekte im Grasdorf-Piktogramm zeigen, ist er vom Erdboden verschluckt. Nicht so die beiden Platten aus Bronze und Silber, die der Käufer nicht sang und klanglos verschwinden ließ. Im Oktober 1992 wurden sie beispielsweise auf der UFO-Konferenz „Dialog mit dem Universum“ in Düsseldorf gezeigt. Hitzige Diskussionen waren die Folge und auch ich konnte damals als Teilnehmer der Konferenz hautnah mitbekommen, wie kontrovers das Thema diskutiert wurde. Auch in der US-TV-Reihe „Encounters“ waren sie im April 1994 zu sehen.

Bronze, Silber und Gold …

Der Jurist Dr. Johannes Roemer-Blum lies die beiden noch vorhanden Platten bei der „Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung“ in Berlin bereits Anfang 1992 untersuchen. Im Bericht zur Materialanalyse vom 14. Mai 1992 hieß es dazu:

Platte 1 (silbern) besteht aus ziemlich reinem Silber. Als weiterer Bestandteil konnte nur Eisen nachgewiesen werden, in Spuren von weniger als 0,1 %. Platte 2 (bronzefarben) besteht aus einer Kupfer-Zinn-Legierung, mit einem Zinngehalt von 10 bis 15 %. Weitere Legierungsanteile sind ca. 1 % Nickel und Spuren von Eisen von weniger als 0,1 %.

99,9 Prozent reinstes Silber?! – sollte das ein Betrüger in dem Kornkreis vergraben haben? Darüber herrschte damals wie heute Uneinigkeit in der grenzwissenschaftlichen Gemeinschaft. Wie bei dem Thema Kornkreise an sich. Schon vor 30 Jahren konnte man sich nicht einigen, wer oder was hinter diesen Mustern steckt oder stecken könnte. Von exotischen Naturphänomen, Betrügern und Außerirdischen wurde damals in den Boom-Zeiten gesprochen. Ebenfalls wurde immer wieder auf diverse „Anomalien“ und ähnliches verwiesen, die in und um solche Muster gefunden wurden. Etwa bei mikroskopischen Untersuchen der niedergelegten Getreidehalme. Die stark geschrumpfte Gemeinschaft der Kornkreis-Forscher verweist bis heute auf entsprechende reale oder angebliche Anomalien bei „echten Kornkreisen“.

Was die Macher des Piktogramms von Grasdorf mit ihrem Zeichen ausdrücken wollten, wusste grundsätzlich niemand wirklich zu sagen. Darin unterscheidet sich das Muster in keiner Weise von anderen Kornkreisen vor und nach 1991. Auch wenn immer wieder auf die zum Teil darin enthaltene „uralte Symbolik“ verwiesen wird. Im Grasdorf-Fall vor allem der Kreis mit Speichen im Zentrum als Jahrtausende alte Darstellung eines „Sonnenrades“. Symbole, die jeder Fälscher leicht recherchieren kann, wenn er einen Kornkreis anlegen möchte.

Eine Darstellung des Sonnensystems?

Ferdinand Heller hingegen glaubte zwei Jahre nach Erscheinen den Grasdorf-Kornkreis deuten zu können. In seinem Artikel „Lösung eines weltweiten Rätsels?“ in dem damaligen Magazin „Cheops“ (Nr. 1 & 2/1993) deutete Heller die Darstellung als symbolische Abbildung unseres Sonnensystems. Und zwar in einer Planetenkonstellation, die dem Monat der Entstehung (Juli 1991) entsprach. Besonders auffällig sei dabei, dass der Mars dabei fehlte. Für Heller eine eindeutige Botschaft:

Der oder Diejenigen, die das Piktogramm von Grasdorf bei Hildesheim angelegt haben, wollten offensichtlich auf den Mars hinweisen. Wenn jemand z. B. von der Erde aus unser Sonnensystem betrachtet, kann er alle Planeten und die Sonne sehen, nur die Erde kann er nicht beobachten. Das gleiche trifft auch für einen hypothetischen Beobachter vom Mars zu. Er könnte alle Planeten mit der Erde und der Sonne und die Satelliten sehen, nur den Mars selber nicht.

Verständlich, dass solche Interpretationen Spekulationen um einstige Marsbewohner oder außerirdische Basen auf dem Mars damals neue Nahrung gaben.

Unerklärliches und Gerüchte

Bei dem Muster von Grasdorf häuften sich im Juli und August 1991 auch die Berichte von unerklärlichen Vorkommnissen im Zusammenhang mit der Struktur. Zwar war schon in den Jahren davor bei Kornkreisen immer wieder auf UFO-Berichte verwiesen worden, doch scheinbar war Grasdorf ein Hotspot des Unfassbaren. Es mag auch darin geschuldet gewesen sein, dass die Formation unter all den Zeichen in Feldern in Größe, Genauigkeit usw. herausragte. Was vor nunmehr drei Jahrzehnten im Umfeld des Piktogramms damals behauptet und berichtet wurde, soll hier stichpunktartig zusammengefasst werden:

  • Angeblich berichteten Hobbypiloten, dass ihre Bordinstgrumente beim Überflug über das Feld verrückt spielten. Was allerdings ein reines Gerücht gewesen sein soll.
  • Über das Feld sei ein blaues Licht geflogen.
  • „Dumpfe Geräusche“ hörte ein Einwohner in der Nacht der Entstehung am Himmel, die in Richtung des Feldes verschwanden.
  • Beim Überflug über das Feld geriet ein Segelflugzeug ins Trudeln und musste notlanden.
  • Fotos aus dem Inneren der Kornkreise zeigten nach der Entwicklung seltsame Erscheinungen wie “Lichter” oder “Nebel”, was aber auch von anderen Piktogrammen berichtet wurde (Stichwort: Reflexionen).
  • Im Herbst 1990 setzte exakt an der Stelle, an der im Folgejahr das Muster erschien, die Elektrik des Düngerstreuers des Landwirtes aus.
  • Einige Hunde der Besucher zeigen sonderbare Verhaltensweisen im Feld oder wollten es erst gar nicht betreten.
  • Menschen, die angeblich „geistige Botschaften“ etc. empfangen können, sogenannten „Medien“, taten dies auch im Kornkreis oder allgemein über ihn und seine nicht irdischen Schöpfer.
  • Bei der Ernte riss der vier Meter lange Antriebsriemen des Mähdreschers, als rund die Hälfte der Formation bereits abgeerntet war.
  • Den gefundenen Metallplatten mit ihrer Symbolik des Kornkreises wurden „heilende Energien“ nachgesagt. Deshalb wurden eigenes im Maßstab 1 zu 4 Kopien angefertigt, die man kaufen konnte. Zum Beispiel um sich zu „erden“ und als „Schutz vor Umwelteinflüssen wie Elektrosmog, Chemtrails, schwarzer Magie und vieles mehr“. Aussagen, die man vom Esoterik-Mark seit jeher über zahllose Gegenstände kennt, die man entsprechend erwerben kann …

Wirklich alles Fake?

Obwohl es vor dem Grasdorf-Munster den Hype um die Kreise in Schleswig-Holstein gab, war das alles wohl nicht abzusehen. Vor allem nicht, dass jemand in diesem Kunstwerk drei Platten findet, die das Kornfeld-Zeichen tragen. Ob es ein Betrug war, ist kaum mehr zu sagen. Auch damals witterten viele natürlich einen Fake um die Scheiben von Grasdorf. Es bleibt aber bis heute die Frage, wer so viel Grundkapital aufbringen konnte und wollte, um die Objekte anzufertigen. Um sie dann zu vergraben, „zufällig“ zu finden und dann mit einem erhofften Gewinn zu verkaufen. Auch wenn der „Schatzsucher“ in diese Verschwörung involviert gewesen sein sollte, da sonst der ganze Plan nicht funktioniert hätte. Denn Fälscher werden sie nicht eingegraben haben, in der Hoffnung, dass sie später zufällig jemand mit einem Metalldetektor findet. Schließlich wären sie dann auch weg.

Hinzu kommt, dass es mindestens drei Fotos gibt, die den Finder beim Ausgraben einer der Scheiben zeigen. Die aber – skeptisch betrachtet – grundsätzlich nichts belegen. Noch 30 Jahre später erinnerte sich die „Hildesheimer Allgemeine Zeitung“ am 3. Juli 2021 in einem Artikel: „Das Rätsel von einst bleibt ungelöst“. Nach all den Jahren „können sich viele in der Region Hildesheim an die Grasdorfer Kornkreise erinnern“.

Drei Jahrzehnte ist das alles her. Damit bekam das schon im Vorfeld wachsende Interesse an Themen aus der Welt der Mysterien und Rätsel nochmals einen Aufschwung. Die boomenden und zugleich turbulenten Jahre rund um UFOs und allem dazugehörigen begannen. Und mit der deutschen Erstausstrahlung von „Akte X“ am 5. September 1994 war der Hype (erst mal) nicht mehr zu stoppen …

Video zum Thema

Video von 1994 aus der Reihe Grenzwissenschaft Classics auf Mystery Files

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Grenzwissenschaft Classics, Folge 54: Außerirdische und UFOs über Mexiko als angebliche “Boten des Schicksals” +++ Video +++

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VIDEO: Grenzwissenschaft Classics, Folge 54: Außerirdische über Mexiko als Boten des Schicksals (Bild: PixaBay/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
VIDEO: Grenzwissenschaft Classics, Folge 54: Außerirdische über Mexiko als Boten des Schicksals (Bild: PixaBay/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Vor genau 30 Jahren wurde Mexiko vom “UFO-Fieber” erfasst. Angefangen mit einer Sonnenfinsternis am 11. Juli 1991, bei der viele Schaulustige zufällig ein seltsames Licht oder Objekt auf Video festhalten konnten. Der Beginn einer UFO-Welle in dem mittelamerikanischen Land, die in den 1990er Jahren viele UFO-Forscher und -Interessierte in ihren Bann zog. Folge 54 der Video-Reihe “Grenzwissenschaft Classic Videos” von damals beschäftigt sich genau mit diesen Vorkommnissen in Mexiko.


UFOs über Mexiko

Anfang der 1990er Jahre kam es in Mexiko zu einer ganze Reihe von UFO-Sichtungen. Der Beginn einer ganzen Welle von Sichtungen seltsamer Lichter am Himmel bzw. UFOs, von denen einige weiter als ungeklärt gelten.

Diese Doku als Teil 54 meiner Serie der Grenzwissenschaft Classic Videos handelt genau von diesen Sichtungen.

Ihren Anfang nahmen sie bei der Sonnenfinsternis am 11. Juli 1991 über Mexiko. Schon da wurden sonderbare UFOs und Lichter über Mexiko gefilmt, die Kritiker als den Planeten Venus identifiziert haben wollen. Was natürlich nicht unwidersprochen hingenommen wurde. Beispielsweise sei der angebliche Planet zu lange am Himmel während der Sonnenfinsternis gefilmt worden und sehe auf den Aufnahmen auch wie ein “metallisches Objekt” aus.

Es war eine Zeit, als das Land in Mittelamerika von einem Boom rund um UFOs erfasst wurde. Schnell sprach man auch über Außerirdische. Mehr dazu in dieser Folge Nummer 54 der Grenzwissenschaft Classics. Auch wenn die Qualität des Videos nicht sonderlich gut ist.

Bleibt neugierig …

Classic-Video Nr. 54 auf YouTube bei Mystery Files

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UFO-Absturz von Roswell: Alien-Autopsie-Video von 1947 soll doch echt sein … +++ YouTube-Video +++

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VIDEO: Alien-Autopsie-Video von 1947 soll doch echt sein
VIDEO: Alien-Autopsie-Video von 1947 soll doch echt sein (WikiCommons/gemeinfrei)

Eine der bekanntesten Geschichten oder Verschwörungen der UFO-Forschung ist der UFO-Absturz von Roswell 1947 in den USA. Seit Jahrzehnten wird debattiert und spekuliert ob dort die USA im Geheimen tatsächlich ein abgestürztes UFO mit samt Außerirdischen geborgen hat. Mitte der 1990er Jahre macht dann ein Video Schlagzeilen in der Weltpresse, da es angeblich die Autopsie eines Aliens zeigt. Ein Außerirdischer, der beim UFO-Absturz von Roswell ums Leben gekommen sein soll. Und obwohl Jahre später der Brite Ray Santilli zugab, dass er de sogenannten “Santilli-Film” gefälscht habe, tauchten kürzlich Dokumente auf, die in der UFO-Szene für Verwirrung sorgen. Denn nach diesen habe das Video mit der Alien-Autopsie schon existiert, bevor es Ray Santilli gefälscht haben will. Was davon zu halten ist, erfahrt Ihr in diesem YouTube-Video auf Fischinger-Online.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Wohl jeder UFO-Interessierte kennt die Geschichte des angeblichen UFO-Absturzes von Roswell 1947.

Damals habe das US-Militär dort ein abgestürztes UFO sowie Außerirdische geboren und dies alles – nachdem es erst offiziell bestätigt wurde – vertuscht. Im Jahr 1995 erschien dann ein seltsames Videos, das der Brite Ray Santilli veröffentlichte. Das als “Santilli-Film” bekannte Video zeige angeblich die Autopsie eines der Aliens, die 1947 beim UFO-Crash von Roswell geborgen wurden. Eine hitzige Debatte in aller Welt und den Medien folgte.

Bis Santilli und andere 2006 zugaben, dass sie das Video mit der Alien-Autopsie gefälscht haben. Damit war das Video mit dem toten Außerirdischen eigentlich vom Tisch. Auch wenn Santilli behauptete, dass er ein echtes Video mit einer Alien-Autopsie sah, das er aufgrund der schlechten Qualität nur “nachspielte” (s. dazu Video HIER)…

Jetzt aber ist ein sonderbares Papier aus dem Jahr 2001 aufgetaucht, das den “Santilli-Film” wieder in den Fokus von Medien und UFO-Interessierten rückte. Denn darin wird behauptet, dass ein ehemaliger CIA-Angehöriger mit Namen Kit Green – der für die Regierung UFO-Filme etc. untersucht haben soll – schon 1987/88 exakt den Alien-Film gesehen haben will, den Santilli nach eigener Aussage erst Jahre später gefälscht habe!

Eine überaus sonderbare Geschichte und ein seltsames Dokument. Was steckt dahinter? Desinformation, um die UFOs-Szene zu “unterwandern”? Oder doch mehr?

Alles über diese erstaunliche Entwicklung erfahrt Ihr in diesem YouTube-Video.

Bleibt neugierig …

Video vom 4. Juli 2019 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

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50 Jahre Erich von Däniken und “Erinnerungen an die Zukunft”: Das sagen seine Fans und Leser heute (+ Videos)

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50 Jahre Erich von Däniken und "Erinnerungen an die Zukunft": Das sagen seine Fans und Leser heute (Bilder: L. A. Fischinger & Archiv E. v. Däniken / Montage: Fischinger-Online)
50 Jahre Erich von Däniken und “Erinnerungen an die Zukunft”: Das sagen seine Fans und Leser heute (Bilder: L. A. Fischinger & Archiv E. v. Däniken / Montage: Fischinger-Online)

Im Februar 1968 publizierte der ECON Verlag in Düsseldorf das Buch “Erinnerungen an die Zukunft” eines bis dato unbekannten Schweizer Autoren mit Namen Erich von Däniken. Damit wurde von Däniken und mit ihm die Idee der Astronautengötter der Antike schlagartige weltberühmt (detailliert HIER). Über 50 weitere Bücher folgten und der “Vater der Prä-Astronautik” hat bis heute in aller Welt treue Leser und Fans. Vor allem in den USA ist von Däniken ein regelrechter Superstart der “Alien-Szene”. Viele Menschen wurden durch ihn inspiriert, sich mit Grenzwissenschaft und Ancient Aliens auseinander zu setzen. Nicht wenige wurde selber Autoren und Forscher des Unfassbaren. Ein halbes Jahrhundert später denken zum Jubiläum des Weltbestsellers “Erinnerungen an die Zukunft”, Freunde, Weggefährten, Kollegen und Autoren zurück. Was sie heute zum Ideengeber von Däniken sagen, worauf sie zurück blicken und wie seine Bücher von vielen das weitere Leben veränderten und bestimmten, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Däniken die “Hämorrhoide am Hintern der Archäologie”

Es war im vergangenen Jahr 50 Jahre her, dass “Erinnerungen an die Zukunft – Ungelöste Rätsel der Vergangenheit” von Erich von Däniken in Deutschland erschien. Die Folge war die viel zitierte “Dänikenites”, wie es US-Medien nannten. Ein Hype und Run auf von Däniken und sein 1. sowie die folgenden Bücher.

Damit war die Prä-Astronautik zwar nicht geboren, aber plötzlich weltweit bekannt. Jeder sprach nun über die Idee, ob vielleicht die mythologischen Götter usw. in Wahrheit nicht leibhaftige Außerirdische gewesen sein könnten. Götter der Sterne, die in längst vergangenen Zeiten die Erde unserer Vorfahren besuchten. Wesen aus dem Universum also, die hier auf der Erde in menschlichen Mythen, Religionen, Überlieferungen, Bauwerken oder auch Bildnissen ihre Spuren hinterlassen haben.

Fraglos ein spannender Gedanke, der damals Millionen Menschen elektrisierte. Es war das Zeitalter der Mondlandungen und der Auflehnung der jungen Generation gegen das alte Establishment. Von Däniken seine Bücher trafen den Nerv der Zeit – und der etablierten Archäologie, Theologie und Geschichtsforschung vor dem Kopf. Der bekannte Professor Harald Lesch meinte deshalb in einem Interview anlässlich des 80. Geburtstag von von Däniken 2015 (s. Blog-Artikel HIER):

“Erich von Däniken ist eine der Hämorrhoiden am Hintern der Wissenschaft gewesen. Er hat immer wieder gezwickt und damit die Archäologie und die gesamten historischen Wissenschaften ein bisschen herausgefordert. Und das hat ja offenbar das Publikum sehr gemocht.”

Das mag das Publikum immer noch. Vor allem in den USA, wo das Thema Götter aus dem All vor allem durch die TV-Serie “Ancient Aliens” wieder weithin bekannt wurde. Dort ist von Däniken ein Star, dem zehntausende Fans begeistert zuhören, wie er es vor einiger Zeit in diesem sehr interessanten Interview ebenfalls erzählte. Junge und alte Menschen finden seien Ideen spannend und nicht wenige halten sie für durchaus denkbar oder möglich.

Ein halbes Jahrhundert Erich von Däniken und die Götter aus dem All

All das wurde 1968 mit nur einem Buch erstmals ausgelöst. Es folgten rund 55 weitere Bücher des Götter-Jägers. Sachbücher, wenige (Sach-)Romane zum Thema und eine Reihe Anthologien, die er herausgegeben hat. Praktisch alle Autoren, die neben von Däniken heute über Prä-Astroanautik schreiben, wurden irgendwann durch ihn “angefixt”. Nicht unbedingt bereits vor 50 Jahren, doch auch die “junge Generation” kam irgendwann mit dem Schweitzer in Berührung.

Ich persönlich zum Beispiel im September 1989, als ich zufällig zwei Dokumentationen von und mit von Däniken im TV sah. Mein ganz persönlicher “Einstig in die Materie”, wie ich es sehr detailliert in meiner Autoren-Vita HIER schildere.

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Was liegt also näher, als anlässlich 50 Jahre “Erinnerungen an die Zukunft” Kommentare und Statements von Menschen zu sammeln, deren Leben durch dieses (oder ein folgendes) Buch verändert wurde?

Genau das hat die “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI” (A.A.S.) getan, und nach und nach in dem Magazin “Sagenhafte Zeiten” veröffentlicht. Einige Dutzend dieser Erinnerungen hat die A.A.S. inzwischen als PDF auf deren Internetseite für jedermann veröffentlicht. Für jeden Däniken-Fan und -Leser ein spannender Abriss der unterschiedlichsten Werdegänge. Und obwohl alle Erinnerungen an die “Erinnerungen” unterschiedlich sind, ähneln sie sich doch sehr.

Kritiker, Fans und Ignoranten

Unter den Statements befindet sich auch eines von mir:

Seit Kindesbeinen begeisterten mich der Weltraum, Aliens, Science Fiction, fremde Kulturen und alles ‘Phantastische’.

Doch dann jener Tag im September 1989: Im TV liefen die Dokus ‘Erinnerungen an die Zukunft’ und ‘Botschaft der Götter’ von und mit unserem EvD, von dem ich als Teenager bis dato noch nie etwas vernommen hatte. Ich war von dem, was der Herr mit dem komischen Dialekt dort berichtete, augenblicklich elektrisiert! Umgehend wurde ‘Erinnerungen an die Zukunft’ als mein erstes Buch zum Thema (analog) bestellt und die VHS-Aufzeichnungen der Doku-Wiederholungen von ‘Pro7’ immer wieder angesehen. Weitere EvD-Titel und Bücher anderer Autoren folgten. Wenig später dann die UFOs, die damals in aller Munde waren (belgische UFO-Welle).

Die Begeisterung an den Rätseln der Welt ließ mich von da an nie wieder los. Bis heute, wo ich als Autor und Mystery-Jäger aktiver bin denn je. Danke, Erich!

Es blieb nicht aus, dass bereits vor 50 Jahren Dänikens Bücher von vielen Seiten her hart und harsch attackiert und kritisiert wurden. Das lag und liegt in der Natur der Sache, da in diesen nicht weniger als die gesamte Weltgeschichte auf den Kopf gestellt wird: Aliens kamen zur Erde, wurden von unseren technologisch primitiven Vorfahren gesehen und für Götter gehalten, die Anwesenheit der Fremden fand Niederschlag in der globalen Mythologie, in sakralen Bauten sowie den Weltreligionen und letztlich ist Gott ein Außerirdischer.

Durch die “Dänikenites”, und da die ersten Bücher von Däniken die Bestsellerlisten anführten, mussten Medien und “etablierte Wissenschaften” reagieren. Was folgte war von der einen Seite ein jahrzehntelanger Shitstorm, wie man es heute nennt, und von der anderen Seite pure Begeisterung. Kritiker, Hater, Neider, Fans, “Ungläubige” und “Gläubige” gaben ihr Stelldichein. Andere wiederum ignorierten es einfach. Aus mangelndem Interesse oder da es in ihren Augen eh Unsinn ist.

Auf der Suche nach mehr “Input”

Eigentlich war es damals nicht anders als heute. Der einzig Unterschied bestand nur darin, dass all die Debatten und auch Schlammschlachten über Pro und Contra analog ausgefochten wurden. Recherchen waren überaus mühsam und Quellenmaterial schwer zu bekommen. Vor allem für den Laien war es eine langwierige und auch kostenintensive Arbeit. Und für mehr “Input” in Sachen Astronautengötter und Rätsel der Vergangenheit musste man auf neue Däniken-Bücher, Magazine oder TV-Sendungen warten.

Nicht wenige Sendungen und Medienberichte nahmen sich den Däniken-Aussagen an. Meistens kritisch, in dem dieser oder jener Experte oder Professor gegen die Idee der Prä-Astronautik aussprach. Aber auch von Däniken selber wurde schnell zu einem gefragten Gast im TV oder für Interviews.

Wollte jedoch ein Fan oder Kritiker die Aussagen, Behauptungen und Materialien überprüfen oder selber studieren, wurde es noch schwerer. Und teurer. Immerhin reiste von Däniken stetig in der Welt herum und lieferte spannende Bilder und Geschichten, von denen der Ottonormalverbraucher noch nie etwas gehört hatte. Entsprechende Fachliteratur gab es höchstens durch Fernleihe an Bibliotheken oder Universitäten, die dann womöglich noch in einer Fremdsprache war.

Bei all den Ländern, Kulturen, Stätten, Religionen, Mythen, Völkern, Göttern und vielem mehr, die in den Büchern von Däniken bis heute vorkommen, konnte damals niemand wirklich selber aus erster Hand forschen. Obwohl es schon früh erste kritische Bücher zu den Thesen Erich von Dänikens auf dem Markt gab. Doch die “etablierte Wissenschaft” hatte wahrscheinlich schlichtweg auch keine Lust und Zeit all die unzähligen Einzelthemen zu überprüfen oder sogar zu widerlegen.

Die “Input-Flut”

Heute ist das anders. Ganz anders!

Kritiker wie Fans finden in den Weiten des Internet buchstäblich alles Relevante zu nahezu allen Themen. Und ist es nicht direkt in digitaler Form am PC verfügbar, findet man schnell heraus, wo man es bekommt. Nicht minder schnell findet man auch neuen “Input” zu diesem oder jenem oder einem ganz anderen Rätsel der Welt (oder solche, die es sein sollen) und sehr zügig Gleichgesinnte für einen Austausch.

Das ist bekanntlich Fluch und Segen zugleich.

Aufgrund der heutigen “Input-Flut” im Netz – inklusive unzähliger Fakes, Halbwahrheiten und Falschbehauptungen! – spielt sich die Auseinandersetzung mit von Däniken und der Prä-Astronautik online ab. Meistens anonym prügelt hier die eine Seite auf die andere ein. Neueinsteiger in die Themen werden überschüttet mit angeblichen Mysterien und “Fakten” zur Grenzwissenschaft und die Mystery Files der Welt. Überprüft wird fast nie, genau gelesen oder nachgelesen ebenso wenig. Zur Bildung einer Meinung und zum Erhalt von “Wissen” reicht vielen Menschen allein die Headline eines Beitrages oder Artikels.

Wichtig ist heute oftmals: Bitte wenig Text. Und wenn, dann bitte ganz einfach verfasst. Quellen, sachliche Fußnoten oder sogar der Hinweis auf Bücher sind überflüssig. All das muss spektakulär und vor allem vollkommen kostenlos (und werbefrei) sein. Sensationelle “Enthüllungen” sind gefragt – nicht Fakten!

Wen wundert es da, dass viele Fans und frühe Leser von Erich von Däniken heute fast schon wehmütig auf die “gute alte Zeit” zurückblicken? Das zeigen auch die von der “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI” veröffentlichten Statements zu 50 Jahren “Erinnerungen an die Zukunft” sehr gut.

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Video-Auswahl zum Thema auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

YouTube-Video vom 21. Nov, 2015

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Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

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YouTube-Video vom 27. Okt. 2014

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Netzfundstück: Die Steinscheiben von Baian-Kara-Ula und die Dropa: “Stammen Chinesen von Aliens ab?” +++ Artikel zu einem YouTube-Video +++

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Netzfundstück: Video "Verbotene Archäologie: Dropa Steine - Stammen Chinesen von Aliens ab?" (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Netzfundstück: Video “Verbotene Archäologie: Dropa Steine – Stammen Chinesen von Aliens ab?” (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Ob einstmals tatsächlich Außerirdische auf der Erde waren und von unsere Vorfahren für vermeintliche “Götter” gehalten wurden, dafür gibt es keine handfesten Beweise oder Belege. Was es aber gibt sind spannende Hinweise und Spekulationen für diese Idee. Ebenfalls gibt es im Bereich der Prä-Astronautik klassische Themen, die schon viele Jahrzehnte immer wieder diskutiert werden. Ein solches Thema sind die “Steinscheiben von Baian-Kara-Ula” in China. In diesem Gebirge nahe Tibet seine angeblich vor 12.000 Jahren Aliens mit Namen “Dropa” abgestürzt, wovon eben diese Steinscheiben berichten sollen. Jetzt hat ein grenzwissenschaftlicher YouTube-Kanal genau dieses Thema erneut aufgenommen. Grund genug sich das Netzfundstück rund um die “Alien-Skelette der Dropa”, das entsprechende Video und das Thema an sich einmal etwas genauer anzusehen.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

UFO-Absturz vor 12.000 Jahren

Die Geschichte, dass vor 12.000 Jahren in China Außerirdische mit einem UFO in China abgestürzt sind, habe ich an anderen Stellen ausführlich dargelegt und Fakten von Fiktionen getrennt. Darum hier nur eine möglichst kurze Zusammenfassung:

Es heißt diesem Klassiker der Prä-Astronautik, dass 1938 eine archäologische Expedition in dem chinesischen Gebirge Baian-Kara-Ula (auch Bayan-Kara-Ula) eine mehr als mysteriöse Entdeckung machte. Der Archäologe Tschi Pu-tei und sein Team haben dabei Skelette gefunden, die nur maximal 130 Zentimeter groß waren und bei denen diese 716 “Steinteller” lagen.

Auf den “Tellern” aus Granit wiederum befanden sich seltsame Schriftzeichen, die schlussendlich übersetzt werden konnten. Diese Übersetzungen sollen von eben diesen Aliens mit Namen “Dropa” künden, die mit ihrem Raumfahrzeug im Baian-Kara-Ula abstürzten und so quasi auf der Erde gestrandet waren. Tschi Pu-tei und sein Kollege Professor Tsum Um-Nui sahen sich so einer Sensation gegenüber, die unsere gesamte Geschichtsschreibung auf den Kopf stellte!

Außerirdische, die vor 12.000 Jahren “mit ihren Luftfahrzeugen aus den Wolken herab glitten”, wie es angeblich auf den Steinschreiben unter anderem zu lesen war, im fernen China? Für die Prä-Astronautik eine mehr als spannende Geschichte, für die es bis heute keinen einzigen Beweis gibt. Mehrheitlich sehen Kritiker und Fans sie allerdings als Fake, Schwindel, Fälschung oder Witz an.

“Stammen Chinesen von Aliens ab?”

Die Story von den “Dropa” ist spannend, keine Frage. Aber nunmehr bereits Jahrzehnte ohne neue Hinweise oder Belege dann und wann in der Prä-Astronautik erneut zu finden. Vor allem natürlich bei den Kritikern und Skeptikern, die aber immer wieder die “Sachlage” falsch darstellen. Wie durch “Copy & Past” hat sich unlängst auch bei ihnen ein Wiederholungs-Fehler eingeschlichen, der permanent weitergegeben wird.

So auch in einem kritischen YouTube-Video zu den “Dropa-Aliens”, das am 1. Oktober 2018 hochgeladen wurde, und das ihr HIER online findet. Das Video “Verbotene Archäologie – Dropa Steine – Stammen Chinesen von Aliens ab” stammt von einem YouTuber mit Namen “Eburd”, der seinen Kanal unter anderem mit folgenden Worten vorstellt:

Science-Fiction Filme handeln immer wieder um gleiche Themen. Das stört mich denn es gibt tausende interessante Stories die man super verfilmen könnte. Mein Ziel ist es, packende Videos zu machen über Science-Fiction Themen die im Kino selten oder nie gezeigt werden. Leider ist es notwendig dies zu erwähnen, aber einige Menschen scheinen nicht zwischen Realität und Fiktion unterscheiden zu können. Eburd ist ein Unterhaltungskanal bei dem es hauptsächlich um Zeitreisen geht. (…)

Natürlich gibt es auf Eburd neben Zeitreisen auch andere beliebte Science-Fiction Themen zu rätselhaften Phänomenen und Geheimnissen. Ich bediene mich dabei verschiedenster dramaturgischer und filmischer Elemente.”

In der Tat hat “Eburd” eine ganze Reihe entsprechender Videos online, die allerdings nur teilweise Prä-Astronautik über Mysterien der Vergangenheit behandeln. Hierbei werden Prä-Astronautik-Interessierte allerdings auch Themen finden, die mit Sicherheit viele nicht folgen können. Zum Beispiel, dass die Cheops-Pyramide 800.000 Jahr alt ist etc.

“Eburd” geht in seinem knapp über 20 Minuten gehenden Video zu den “Steinscheiben von Bayan-Kara-Ula” auf nahezu alle Aspekte des Themas an. Macht aber einige Aussagen, die grundsätzlich falsch sind und eigentlich eher einen neuen Teil-Mythos des Themas bilden.

Die außerirdischen “Dropa” und ihre Herkunft

YouTuber “Eburd” beginnt leider mit der unrichtigen Aussage, dass die Story aus dem Buch “Sungods in Exile” aus dem Jahr 1978 stammt.

Darin habe David A. Gamon unter dem Pseudonym “David Agamon” die Geschichte in die Welt gesetzt. In dem Buch wird von einem Forscher mit Namen Dr. Karyl Robin-Evans erzählt, der einst von der “Dropa”-Geschichte erfahren habe und sich deshalb ab 1947 selber auf den Weg ins Baian-Kara-Ula nach China machte. Dr. Robin-Evans wollte vor Ort Nachforschungen über diese abgestürzten Aliens anstellen – und wurde er laut dem Buch von Agamon tatsächlich auch fündig.

Das Buch “Sungods in Exile” ist aber reine Fiktion, so “Eburd”. Und auch der vor rund 40 Jahren darin genannte Dr. Karyl Robin-Evans ist eine reine Phantasiefigur. Ihn hat es nie gegeben und damit auch all seine Forschungen, Ergebnisse, und Expeditionen nicht. David Agamons sein Buch ist reine Unterhaltung und kein Sachbuch, berichtet “Eburd” weiter, sei aber die Quelle der Geschichte des UFO-Absturzes vor und Aliens 12.000 Jahre in China in der Prä-Astronautik.

Leider stimmt das aber in keinster Weise!

“Sungods in Exile”

Praktisch kein einziger Autor der Ancient Aliens-Thematik nutze “Sungods in Exile: Secrets of the Dzopa of Tibet” als Quelle. Das Buch mit seinen unwahren Geschichten um die Forschungen des imaginären “Dr. Karyl Robin-Evans” aus dem Jahre 1978 machte damit die Story auch keineswegs in der GreWi-Szene bekannt. Das wäre auch gar nicht möglich, denn als das Buch erschien, waren die “Dropa” und ihr angeblich Crash vor 12.000 Jahren schon mehr als 15 Jahre bekannt und veröffentlicht.

“Eburd” fasst in seinem Video den Inhalt von “Sungods in Exile” zwar umfangreich zusammen, begeht aber eben den weit verbreiteten Fehler der Kritiker zu behaupten, dass das die Quelle der Story sei. Schon Erich von Däniken hat aber 1968 in seinem ersten Buch darüber geschrieben. Andere folgten, wobei hier an erster Stelle ganz klar der Wieder Autor Peter Krassa zu nennen ist.

Krassa veröffentlichte Beispielsweise schon 1973 das Buch “Als die Gelben Götter kamen” oder auch 1984 sein Buch “…und kamen auf feurigen Drachen“. Weitere Bücher zu China folgten im Laufe der Jahre von ihm. In diesen beiden genannten Büchern ging es unter anderem um verschiedene Prä-Astronautik-Themen, die eben vor allem im fernen China zu finden seinen. Natürlich auch die Steinteller der Dropa. So berichtet Krassa bereits 1973 von seinen Bemühungen im Mai 1972 vor Ort in China mehr über dieses Mysterium zu erfahren. Im März 1973 flog er deshalb sogar nach Moskau in die UdSSR, um sich mit der Prä-Astronautik-Legende Alexander Kasanzew zu treffen.

Quellen?

Kasanzew selber hegte gegenüber Peter Krassa damals selber Zweifel, dass sie von seinem Freund und Kollegen Wjatscheslaw Saizew (auch Vyacheslav Zaitsev) bereits 1968 in dem Magazin “Sputnik” veröffentlichte Geschichte authentisch sei. Und genau dieses Magazin “Sputnik” (Nr. 1/1968) mit dem Artikel “Wissenschaft oder Phantasie?” war die erste Ur-Quelle der Geschichte, die Ihr vollständig HIER auf diesem Blog findet. Nicht das Fantasy-Buch “Sungods in Exile”, das zehn Jahre später in englisch erschien!

Spätere Nachforschungen durch den Kollegen Jörg Dendl erbrachten letztlich auch den “Urtext” des Berichtes ans Licht: Das Magazin “Das vegetarische Universum”. Von dem war zwar bekannt, dass hier in der Juli-Ausgabe 1962 über die “Dropa” & Co. in allen bekannten Details berichtet wurde, aber aufzufinden war diese Quelle im Original vorerst nicht. Auch Wjatscheslaw Saizew selber hat in seinem Artikel “Wissenschaft oder Phantasie?” im Jahre 1968 “Das vegetarische Universum” namentlich genannt und zitiert.

Darüber hinaus erschien der Artikel von Saizew vor der deutschen Ausgabe von “Sputnik” 1967 in der englischen und auch französischen Ausgabe des Magazins (Nr. 1/1967, S. 106 – 119). Über die Magazine “Sputnik”, “Das vegetarische Universum”, “UFO-Nachrichten” (Juli 1964) sowie die belgische UFO-Zeitschrift “BUFOI” (4/1965) begann der Siegeszug der seltsamen Story.

Falsche Quellenangaben

Jene Leser, die in den 1960ger Jahren “Sputnik” in Deutsch oder auch Englisch lasen, kannten sicher die Geschichte. Selbst die Menschen, die in den USA russische Magazine lasen.

Denn trotz des Kalten Krieges gab es in Amerika russischsprachige Zeitungen. So etwa das russische Magazin “Current Digest of the Russian Press”, in der der UFO-Absturz vor 12.000 Jahren angeblich bereits in der Ausgabe des 30. März 1960 (vol. 12, Nr. 9., ab S. 24) zu finden war. Geschrieben von Valentin Isaakovich Rich und Mikhail Borisovy Chernenko. Der Artikel von Rich und Chernenko trug den Titel “Hypothesen, Annahmen und Vermutungen: Führt der Weg ins All?”

Da er aber 1960 erschien, müssen diese Übersetzungen da schon bekannt gewesen sein, sagen die Kritiker. Zumindest dann, wenn die Quellenangabe, wie sie beispielsweise in dem Buch “The Mammoth Book of Unexplained Phenomena” (2013) von Roy Bainton zu finden ist, zutreffend wäre.

Ist sie aber – nicht!

Die in dem Buch von Bainton oder auch in einem Artikel von 2011 auf der Kritiker-Seite “Bad Archaeology” genannte Veröffentlichung von Rich und Chernenko aus dem Jahre 1960 erwähnt die Baian-Kara-Ula-Story mit keiner Silbe. Das fand der Historiker Jörg Dendl heraus, als es ihm gelang, auch diese Publikation zu überprüfen. Dendl wies mich am 3. Oktober 2018 darauf hin, und schrieb unter anderem:

Die Artikel von 1960 haben ich alle vorliegen und habe sie auch übersetzen lassen, es fand sich keine Hinweis auf Baian Kara Ula. Behauptet wird das lediglich auf einer amerikanischen Website, ist aber Unsinn.”

Auch dieses Beispiel zeigt, wie mangelhaft die Quellenlage bei diesem Thema ist. Und leider auch, dass sie durch falsche oder fehlerhafte Behauptungen – wie sie eben in diesem Posting aufgezeigt werden sollen – mit Sicherheit nicht besser wird.

Die “Steinscheiben” und die “Dropa” werden weltberühmt!

Weltbekannt wurde das Thema erst durch das zweite Buch von Erich von Däniken, das 1969 unter dem Titel “Zurück zu den Sternen” erschien. Es wurde sofort ein internationaler Bestseller. In diesem Buch schildert von Däniken ausführlich die “Dropa”-Geschichte und führt als Quelle den Artikel von Wjatscheslaw Saizew aus “Sputnik” (Nr. 1/1968) an. Bezeichnenderweise kennen einige Kritiker teilweise nicht mal diese Quelle genau, obwohl sie eben schon von Däniken korrekt anführt. Dieser Artikel war über Jahrzehnte eigentlich die Quelle …

Ebenso schildert von Däniken seinen Besuch bei Alexander Kasanzew in Moskau, von dem er sich zu den angeblichen “Alien-Funden” von 1938 austauschte. Mehr erfahren konnte EvD aber nicht, wie Peter Krassa im März 1973 bei Kasanzew, der Krassa gegenüber auch sein Treffen mit von Däniken erwähnte. Nachdem dann von Däniken in seinem dritten Weltbesteller “Aussaat und Kosmos” 1972 seine Recherchen zum Baian-Kara-Ula-Thema in China und Taiwan schildert, war das Mysterium fest in der Prä-Astronautik etabliert.

Der Roman “Sungods in Exile: Secrets of the Dzopa of Tibet” war da noch Zukunftsmusik und ist damit als Quelle ganz einfach falsch.

Verwirrende Kritik

In dem Video des YouTubers “Eburd” sind diese Fakten aber nicht alle unerwähnt geblieben. So sagt er im Video zum Beispiel ab Minute 9:45 selber, dass schon 1962 “Das vegetarische Universum” diese Geschichte veröffentlichte. Auch von Däniken, Peter Krassa und Hartwig Hausdorf werden von ihm im Video genannt. Dass keiner der drei Autoren einst den Roman von David Agamons als Quelle nahm, bleibt leider in dem Video vollkommen unerwähnt.

Ab Minute 13:55 erwähnt “Eburd” aber einen Umstand, den er ebenso unrichtig wiedergibt. Er sagt, dass von Däniken “mit Geologen” nachgewiesen habe, dass die Granit-Teller “einen hohen Gehalt an Kobalt und Metall haben” würden. Das hat von Däniken natürlich nie nachgewiesen und auch nie behauptet, dass er das nachgewiesen habe. Vielmehr ist das eine Aussage, die schon bei Saizew und den anderen ersten Quellen steht. Auch müsste von Däniken damit selber eine oder mehrere der angeblich 716 “Steinscheiben” aus dem Baian-Kara-Ula in den Händen gehalten haben. Zumindest Proben von diesem.

Wie aber in den ersten Büchern von Erich von Däniken (oder auch Peter Krassa) zu lesen ist, scheiterten ausnahmslos alle Versuche vor Ort echte Exemplare der angeblich 1938 gefunden Granit-Objekte zu finden. Wie kann dann überhaupt irgendein Mystery-Autor eine Untersuchung verlasst haben, wie es das Video auf YouTube sagt?

Analysen in von Dänikens Auftrag?

Woher die Behauptung von “Eburd” kommt, ist nicht ganz klar. Allerdings vermute ich einen Irrtum, da von Däniken 1972 in “Aussaat und Kosmos” auf Seite 101 schreibt:

Analysen von Geologen wiesen einen erheblichen Gehalt an Kobald und Metall nach (…).”

Eine Aussage aus dem Artikel von Wjatscheslaw Saizew von 1968, den EvD ja als Quelle im Anhang angeführt hat. Ebenso ist es damit natürlich eine Behauptung aus dem Vegetarier-Magazin von 1962, in dem es unter anderem hieß:

Man hat Gersteinspartikel von den Schrifttellern geschabt und zur Analyse mit einer Kohlestoffuhr nach Moskau geschickt. Dabei wurde eine sensationelle Entdeckung gemacht: Die Rillenplatten sind stark kobald- und metallhaltig.

Beim ohnehin fragwürdigen Thema der “Steinscheiben von Baian-Kara-Ula sollte man jede Aussage und Behauptung durchaus auf die berühmte Goldwaage legen. Irrtümer oder falsche Informationen dazu machen diesen Mythos nicht gerade salonfähiger! Das gilt auch und vor allem für die von den Kritikern immer weitere verbreitete Falschaussage, dass erst der Roman “Sungods in Exile” aus dem Jahr 1978 die kosmischen “Dropa” und ihr Schicksal auf der Erde bekannt machte. Der Autor David Agamon nahm nur ein schon Jahre verbreitetes und bekanntes Thema der Grenzwissenschaft und Mystery Files, um daraus seine Story um die Phantasiefigur “Dr. Karyl Robin-Evans” zu schaffen.

Bekannt war das Buch von Agamon übrigens auch nicht in der Prä-Astronautik-Szene. Zumindest soweit ich es weiß.

Und die Fakten?

“Keinen einzigen physischen Beweis” habe man für den UFO-Absturz vor 12.000 Jahren in China, den angeblich gefunden Alien-Skeletten oder von den Scheiben vorliegen, resümiert YouTuber “Eburd” in seinem Video. Und damit hat er vollkommen recht.

Er zweifelt – wie die meisten Skeptiker – auch die Existent der beiden Hauptpersonen Tschi Pu-tei und Tsum Um-Nui an. Sie habe es seiner Meinung nach wohl niemals gegeben. In der Tat sind diese beiden Wissenschaftler und Professoren ein Mythos. Sie kommen zwar schon in den ersten Berichten und allen folgenden Wiedergaben vor, aber nicht selten in unterschiedlicher Schreibweise. Das liegt nach meiner Überzeugung aber an den “hin-und-her-Übersetzungen” der Geschichte. Belgisch, Russisch, Deutsch, Englisch … und wieder zurück. Hinzu kommen angeblich noch Japanisch und natürlich Chinesisch.

Allerdings kann man pauschal nicht sagen, dass “Das vegetarische Universum” sich diese beiden Personen aus den Fingern gesogen hat.

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So ist es mir gelungen die Existenz eines chinesischen Archäologen und eines Geologen nachzuweisen, die in einer anderen seltsamen Geschichte aus China vorkommen. Auch diese wurde von “Das vegetarische Universum” im September 1961 verbreitet und sorgt seit Jahrzehnten für Spekulationen. Darin hieß es, dass in China ab 1959 “Rundpyramiden” am Dongting-See gefunden wurden, die angeblich 45.000 Jahre alt und einst über 300 Meter hoch gewesen sein sollen. Hier wird ein Archäologe mit Namen Professor Tschi Pen-lao (in leicht variierenden Schreibweisen) immer genannt. Dieser habe die Ruinen und die dort angeblich gemachten seltsamen Funde untersucht und erkundet etc.

Obwohl auch dieser Professor Tschi Pen-lao laut Kritiker ein Fantasieprojekte und damit die ganze Dongting-See-Geschichte erstunken und erlogen sein soll,  gab es diesen Mann. Ebenso den Geologen mit Namen Thuinli Lynn aus Taiwan, der später durch das Buch “Aussaat und Kosmos” von von Däniken in diesem Zusammenhang ins Spiel gebracht wurde. Wie ich es in meinem entsprechenden eBook “Rätsel um den Dongting-See” 2017 nachgewiesen habe, gab es beide Personen zur fraglichen Zeit in der entsprechenden Position tatsächlich (s. a. Video HIER).

Ergänzend dazu konnte Jörg Dendl belegen, dass schon drei Jahre bevor “Das vegetarische Universum” 1961 die Dongting-See-Geschichte mit den Pyramiden “erfunden” hat, diese bereits 1958 veröffentlicht wurde. Damit wurde belegt, dass sich das Vegetarier-Magazin sich diese nicht ausdachte.

Zwei verschollene Forschungsberichte?

Was bedeutet das für “Eburd” und seinem kritischen YouTube-Video zu den “Dropa-UFO-Absturz” vor 12 Jahrtausenden? Grundsätzlich erst mal – nichts! Es zeigt aber, dass vielleicht doch eines Tages neue Fakten zu diesem Mysterium auftauchen könnten. Wer weiß, ob beispielsweise die in der Story handelnden chinesischen Forscher/Archäologen nicht doch lebten. Oder, ob nicht in einem verstaubtem Archiv in China, Japan oder der ehemaligen UdSSR die echten Quellen gefunden werden.

Denn was oftmals übersehen wird, ist folgende Behauptung von “Das vegetarische Universum”: “In ersten chinesischen Archäologie-Gutachten” seien die Skelette als “ausgestorbene Gebirgsaffenart” bezeichnet worden und “im Jahre 1940 ist der Archäologe Tschi Pu-tei für diese Theorie in ganz Asien verhöhnt worden”. Tschi Pu-tei habe sich dahingehend geäußert, dass die 716 “Rillenschriftplatten” erst von einer späteren Kultur in jene Höhle gelegte wurden, in der sich die Affen-Skelette befanden.

Ferner heißt es, dass es über 10 Jahre dauerte, bis die Schriften auf den Scheiben übersetzt werden konnten. Der Inhalt der Übersetzung, eben die Überlieferung der Abgestürzten Aliens, sei aber so erstaunlich gewesen …

… dass die Akademie für Vorgeschichte in Peking den Bericht des Gelehrten Prof. Tsum Um-nui anfangs gar nicht veröffentlichen wollte. Dann tat sie es doch. Mit vier Kollegen kam Archäologe Tsum Um-nui überein (…).”

Folgerichtig muss es zwei Veröffentlichungen in China dazu geben geben haben. Eine aus dem Jahr 1940 von Tschi Pu-tei mit seiner These der Affen-Skelette, die ihm sogar angeblich “in ganz Asien” Hohn und Spott einbrachte. Und eine zweite Publikation der chinesischen “Akademie für Vorgeschichte”, die der Archäologe Tsum Um-nui “mit vier Kollegen” veröffentlicht habe.

Das geschah frühestens 1958, da es “über zwei Jahrzehnte” dauerte “bis Archäologen und Wissenschaftler alter Schriften und Hieroglyphen die Schriftrillen entziffern konnten”.

Verlacht “in ganz Asien”?

Und gibt es Spuren dieser Forschungsberichte? Nein. Zum Beispiel haben schon Erich von Däniken und Peter Krassa vor Ort in China nach diesen angeblich existierenden Veröffentlichungen gesucht. Doch sie waren und sind verschollen. Oder gingen im Chaos der kommunistischen Kulturrevolution schlicht verloren bzw. wurde wie so vieles damals zerstört. Auch das wurde schon vor Jahrzehnten nicht ganz unbegründet vermutet.

Oder ganz einfach: Sie hat es nie gegeben. Klar vor Augen halten sollte man sich nämlich auch, dass Tschi Pu-tei 1940 “in ganz Asien” wegen seiner Veröffentlichung verlacht worden sein soll. Wenn dem so gewesen sein soll, muss “ganz Asien” auch davon gewusst und gelesen haben. Zum Beispiel durch Artikel in chinesischen Zeitungen oder sogar durch entsprechende Berichte in anderen asiatischen Ländern. Wo aber sind diese Quellen, die Asien damals so amüsierten?

Man kann heute – sage und schreibe 80 Jahre nach den mutmaßlichen Erkundungen 1938 in der ominösen Gebirgshöhle! –  noch immer keine Fakten und Belege dazu vorlegen. An Bemühungen scheiterte es nicht, nur verliefen bisher alle im Sande. Das macht das Mysterium für einen Jäger des Phantastischen nicht minder spannend  … und wer weiß, eines Tages …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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