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Video: UFOs, Kontakte und die lieben Außerirdische: 1970 ein Thema im Österreichischen TV. Ein interessanter Rückblick der UFO-Szene

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Aliens, UFOs und Kontakte 1970 im Österreichischen TV (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Aliens, UFOs und Kontakte 1970 im Österreichischen TV (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Das Thema der „fliegenden Untertassen“ (UFOs) begann 1947 in den USA – auch wenn es fraglos „UFO-Hinweise“ vor diesem Jahr der vermeintlichen Geburt des UFO-Phänomens gibt. Spannend und interessant ist für den Mystery-Jäger und -Interessierten von heute dabei auch immer ein Blick in die vergangenen Jahrzehnte der UFO-Thematik und auch der Prä-Astronautik. Sei es in Printmedien oder Filmberichten zu diesen Themen. Und so ist auch ein Fernsehbeitrag aus dem Jahr 1970 aus Österreich zu „Aliens und Planetarier“ interessant, den ich Euch hier vorstellen möchte.

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Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Das Thema „UFO“ hat seine Hochs und Tiefs in der breiten Öffentlichkeit, in den Mainstream-Medien, bei uns Autoren des Rätsel und Phänomene und durchaus auch in den Reihen der Mystery-Fans selbst. Dabei ist es immer wieder erfrischend, sich von Zeit zu Zeit auch mal alte oder sogar sehr alte Fernsehberichte zu Themen wie Außerirdische, Prä-Astronautik oder auch UFOs anzusehen. Dazu bedarf es heute nicht unbedingt einem umfangreichen VHS/Film-Archiv, wie es die meisten Jäger des Phantastischen sicher besitzen, sondern das Zauberwort heißt heute unter anderem „YouTube“.

Mein Mystery-Freund Andreas F. hat mich vor einigen Tagen bei Facebook auf ein Video bei YouTube aufmerksam gemacht, das aus einer Fernsehsendung aus dem Jahre 1970 stammt. Darin widmete sich die Sendung „Panorama“ (laut Einblendung) aus Österreich den Themen „UFOs“ und „Kontakte mit Aliens“. Hoch geladen wurde das TV-Video von einem User mit den bezeichnenden Namen „SchmunzelTV“, der eine Reihe alter Fernsehbeiträge auf seinem Kanal hat.

So auch das Video des UFO-Zeitgeist um 1970 mit zahlreichen Interviews zum Thema „Planetarier“ (= Außerirdische in UFOs).

Mein lieber Gott Ashtar Sheran …

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Bei etwa Minute 1:15 wird beispielsweise ein Gemälde eines angeblichen Alien eingeblendet und dazu bemerkt, dass die „Planetarier“ angeblich so aussehen. Diese Außerirdischen würden unlängst unerkannt unter uns Menschen auf der Erde leben, heißt es im Film dazu. Das im Video gezeigte Bild kennen UFO-Forscher mit Sicherheit, da es sich dabei um den Außerirdischen „Ashtar Sheran“ handelt. Ein angebliches Super-Wesen von den Sternen und Kommandant von Millionen von UFOs und Aliens, der eine Art Oberchef des sogenannten Ashtar Kommando ist.

Von diesem Ashtar Sheran und seinem Kommando etc. habe ich an anderer Stelle bereits umfangreich berichtet.

Auch das Thema der „UFO-Entführungen“ kommt in diesem Fernsehbeitrag vor. So heißt es etwa, dass die zu entführenden Menschen von den Aliens erst getestet werden. Ihre „Schwingungen“ usw. müssten passen, da die Fremden aus dem Kosmos sonst die entsprechende Person nicht in ihrem UFO mitnehmen können. Das UFO-Entführungs-Thema, so umstritten es bis heute ist, wird interessanterweise in den Interviews dieses Filmes durchweg positiv dargestellt. Heute ist das Gegenteil der Fall.

Das ist damit zu erklären, dass in dieser rund 45 Jahre alten UFO-Sendung über den UFO-Themen sogenannten „Kontaktler“ berichtet wird. Diese „UFO-Kontakler“ wollen nach ihren eigenen Angaben und Behauptungen meistens bewusst und absichtlich mit UFO-Leuten in Kontakt stehen. „UFO-Kontaktler“ sind seit Beginn des modernen UFO-Zeitalters ein fester Bestandteil der UFO-Szene, der vor allem ab den 1960ger Jahren eine Hochzeit erlebte. Jedoch sind auch im Jahr 2014 angebliche Kontaktler noch immer in der UFO-Szene präsent. Der Fernsehbericht unten zeigt, dass hier Menschen mit dem Hang zu Ashtar Sheran bzw.. dem Ashtar Command gefilmt wurden. Diese „Lichtarbeiter“ oder „Starpeople“ – die Bezeichnungen variieren hierbei – sind eben auch heute noch aktiv und aktuell.

Ich möchte nur eine kleines Wort sagen zum Abschluss: Drosta.“ Hier das Video von 1970:

 Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft hier.

Ich danke Euch Euer Mystery-Jäger

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

Links:

 Zum Thema

 

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UFOloge ist sicher: "In zehn Jahren könnte das Ganze tot sein" – Warum die UFO-Szene vor ihrem Ende steht.

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Die UFO-Forschung soll „in der größten Krise ihrer Geschichte“ sein. Es sind denkbar schlechte Zeiten für die Freunde fliegender Untertassen, so Dave Woods, der Sprecher der UFOlogen-Vereinigung „Verband zur wissenschaftlichen Erforschung anormaler Phänomene“. Er ist sicher: „In zehn Jahren könnte das Ganze tot sein, das Ausbleiben jeglicher bewiesener Vorkommnisse lässt die Vermutung zu, dass da draußen nichts ist.“

UFOs, „unbekannte Flugobjekte“, hatten lange Jahre eine wachsende Schar Interessierter in ihren Bann gezogen, hatten die UFOlogie begründet, eine Art Grenzwissenschaft, von privaten Enthusiasten betrieben und gefördert. Von überall und nirgends her sammelten und interpretierten sie Nachrichten von Himmelserscheinungen, allzeit bereit für den Empfang außerirdischer Lebewesen oder auch irdischer feindlicher Mächte in geheimem, neu entwickeltem Fluggerät.

Links:

Zum Thema:

Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.
(Walter-Jörg Langbein, 1993 in „Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre“)

www.Youtube.com/FischingerOnlineDER MYSTERY-VIDEO-CHANNEL
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Stellungnahme der Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens (GEP) e.V.zu Rechtsextremismus und Antisemitismus als Bestandteil des UFO-Themas und der UFO-Szene

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Nachdem der Deutsche Bundestag angekündigt hat, verstärkt gegen Antisemitismus vorzugehen, wurden Ende Januar die Ergebnisse eines von unabhängigen Experten erstellten Antisemitismusberichts im Bundestag vorgestellt. Im Bericht wird am Rande auch von „Ufologen“ gesprochen:
 

Im Gegensatz zu den Print- und Fernsehmedien ist im Internet eine Flut von antisemitischen Texten zugänglich, es bedarf freilich einer besonderen Kenntnis, um sie ausfindig zu machen. Die deutsche Google-Suchmaschine bietet bei entsprechender Eingabe erst ab der vierten beziehungsweise fünften Seite Links zu einschlägigen Webseiten, viele Einträge sind zudem aus Rechtsgründen gesperrt. Die Einträge der ersten Google-Ergebnisseiten bieten eine Vielzahl von seriösen Plattformen, in denen etwa das antisemitische Machwerk ‚Die Protokolle der Weisen von Zion‘, des auf rechtsextremen, aber auch auf manchen Webseiten von Ufologen, Esoterikern und sektiererischen christlichen Gruppen sowie auf islamistischen Plattformen zu finden ist, als solches eingeordnet, erläutert und dechiffriert wird und Antisemitismus generell, aber auch die Leugnung des Holocaust, pädagogisch beziehungsweise wissenschaftlich aufgearbeitet wird.“ (Antisemitismusbericht 17/7700, S. 106)

Die GEP möchte aus diesem Anlass auf Folgendes hinweisen: Die sogenannte „UFO-Szene“ umfasst prinzipiell eine Vielzahl unterschiedlicher Strömungen. Dazu gehören generell alle Personen und Organisationen, die sich im öffentlich geführten kontroversen Diskurs über „Unidentifizierte Fliegende Objekte“ (UFOs) regelmäßig durch Beiträge zu Wort melden. Neben seriöser, laienwissenschaftlicher UFO-Forschung sind das auch Vertreter esoterischer und religiöser Beschäftigungen mit „UFOs“ (hier im Sinne von „außerirdischen Raumschiffen“).

Leider versuchen immer wieder Vertreter rechtsextremer Positionen (typischerweise in Bezug auf die so genannten „Reichsflugscheiben“ und „Neuschwabenland“), die oben beschriebene UFO-Szene für sich einzunehmen. Insgesamt nehmen antisemitisches und rechtsextremes Gedankengut in der UFO-Szene jedoch Randpositionen ein, denen es allerdings gelegentlich gelingt, die Aufmerksamkeit der Allgemeinheit auf sich zu ziehen. Es besteht die Gefahr, dass die Bedeutung solchen Gedankengutes in der UFO-Szene z.B. durch die Passage im Antisemitismusbericht überschätzt wird.

Die GEP distanziert sich grundsätzlich entschieden von jeglichem extremistischem und antisemitischem Gedankengut. Wir bemühen uns, die seriöse und sachliche Beschäftigung mit dem UFO-Thema weiter voranzubringen, und extremistische Positionen und Theorien zurückzudrängen. Aufklärende Beiträge hierzu von GEP-Mitgliedern sind z.B. Ulrich Magins Artikel „Die Wurzeln des Flugscheibenmythos“, ein Interview mit Ingbert Jüdt, „Rechtsextreme Ausrichtung des Flugscheibenmythos“ (beide gemeinsam mit weiteren Artikeln zum Thema auffindbar auf ufo-information.de) sowie ein zweiteiliger Online-Artikel unseres Vorstandsmitglieds André Kramer, „Jan van Helsing und die neue Rechte in der Grenzwissenschaft“, Teil 1 und Teil 2, auf der Webplattform Mysteria 3000.

Wir empfehlen allen am UFO-Thema interessierten Personen, sich zu rechtsextremen Standpunkten fundiert zu informieren, um die in solchen Publikationen verwendeten Argumente verstehen und sachlich dagegen angehen zu können. Nur auf diese Weise können antisemitische Einflussnahmen auf die Deutung des UFO-Phänomens in der UFO-Szene vermieden werden. Dieses Ziel wird die GEP auch in Zukunft mit Informationsangeboten unterstützen. (Quelle)


Siehe auch diesen BLOG-Beitrag:

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„UFOs über Österreich“: Unbekannte Flugobjekte und Außerirdische im österreichischen Mainstream – die Gratwanderung von UFOs im TV (+ Video)

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"UFOs über Österreich" als Thema im österreichischen TV (Bilder: gemeinfrei & ORF / Bearbeitung: Fischinger-Online)
„UFOs über Österreich“ als Thema im österreichischen TV (Bilder: gemeinfrei & ORF / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Das Thema UAPs beziehungsweise UFOs ist bekanntlich seit einigen Jahren wieder aktuell. Auch für die internationale Medienlandschaft, seit die US-Regierung bestätigte, dass UFOs ein reales Phänomen sind. Und so kommen auch im deutschen Sprachraum immer mal wieder entsprechende Berichte in den Mainstream. So wie aktuell in Österreich beim Sender ORF, die in einer Sendung der Frage nach „UFOs über Österreich“ nachgingen. Ein kleiner Ausflug in die Welt der UFO-Sendungen im Fernsehen zeigt die Gratwanderung bei solchen Themen.


„Gibt es UFOs?“ ist die falsche Frage

Dass es UFOs gibt, ist grundsätzlich seit tausenden von Jahren klar und steht außer Frage. Jedoch ist das „moderne“ Phänomen der UFOs beziehungsweise UAPs viele Jahrzehnte belächelt worden. Es galt als Thema für Spinner, Alien-Freaks und Science-Fiction-Freunde in der weitläufigen Presse. Damit wollte man meistens nicht zu viel zu tun zu haben. Auch wenn es in der Vergangenheit immer wieder TV-Dokumentationen rund um UFOs gab.

Auch im deutschen Sprachraum gab es solche Sendungen schon früh in den Mainstreammedien. Doch da UFOs schon seit den 1950er Jahren als „Planetare Weltraumschiffe“ oder „Außerirdische Besucher“ auch in der Öffentlichkeit angesehen wurden, nahm man das Thema nicht immer allzu ernst. Kern bei grundsätzlich allen dieser Sendungen oder Presseberichten war fast immer die Frage „gibt es UFOs?“.

Eine Fragestellung, die in der UFO-Forschung eigentlich schon immer vollkommen sinnlos war, da „seriöse“ wie „unseriöse“ UFO-Forscher nie abstritten, dass es dieses Phänomen gibt. Es wurden und werden nun mal unbekannte Objekte oder Erscheinungen am Himmel gesehen. Die Frage ist vielmehr, was diese im Einzelnen sind oder von vom sie kommen. Und so hat man gerne für die Öffentlichkeit das Phänomen lächerlich gemacht. Oder gewisse Wissenschaftler oder Regierungsbehörden stritten gleich ganz ab, dass es UFOs überhaupt gibt oder man sich da mit befasse.

Obwohl es schon lange Ausnahmen wie etwa Frankreich oder Belgien gab. Doch erst seit die USA – hier vornehmlich das Pentagon – offiziell bestätigte, dass solche Beobachtungen vollkommen reale sind, dachten auch Print- und TV-Medien teilweise um. Nicht immer auch korrekt, wie Ihr beispielsweise HIER seht.

Die Frage „gibt es es UFOs?“ wird so nach und nach von der Frage „woher kommen UFOs?“ abgelöst. Ein Paradigmenwechsel, der sicher in langsamen Schritten erfolgen wird. Ein Senator in den USA hofft sogar, dass UFOs Aliens sind und nicht etwa aus China stammen, wie HIER berichtet.

„UFOs – und es gibt sie doch“

Nicht minder lange wird es dauern, bis die öffentliche Gleichsetzung von UFO = Außerirdische aus den Köpfen verschwindet. Wenn sie es denn jemals wird. Denn auch wenn durchaus Wissenschaftler oder sogar die Geheimdienste der USA nicht ausschließen können (wie auch?), dass sich dahinter eine extraterrestrische Intelligenz verbirgt, bleibt vieles im Dunkeln. Und damit Spekulation.

So sprechen beispielsweise die USA lieber von Drittstaaten wie China oder Russland als Ursprung der Unbekannten Phänomene im Luftraum. Ein Umstand, den viele für eine reine Vertuschung ansehen, da diese längst über die außerirdische Natur der Objekte im Bilde sein würden. Immerhin soll es ja bereits vorgekommen sein, dass Regierungen und ihre Vertreter schon mal die Unwahrheit sagten …

TV-Dokumentationen zum UFO-Thema waren ausnahmslos immer umstritten. Allen Zuschauern kann man es nie recht machen. Hier nenne ich gerne das Beispiel der Doku „UFOs – und es gibt sie doch“ vom 24. Oktober 1994. Sie lief auf dem Sender ARD zur besten Sendezeit und mehr Mainstream geht damit kaum. Schon im Vorfeld verkündete die legendäre „BILD“ am 14. Oktober 1994 unter der Schlagzeile „TV will beweisen: Ufos gibt es doch“ diese Sendung an.

Es folgte neben einem erstaunten Publikum auch ein Sturm der Entrüstung! Angesichts der überaus offenen ARD-Sendung fühlten sich vor allem einige Wissenschaftler „auf den Schlips getreten“ und waren geradezu sauer. Am 27. Oktober lud die ARD deshalb zur der Talk-Show „UFOs – gibt es sie wirklich?“ ein. Hier zeigte sich der ein oder andere „seriöse Wissenschaftler“ in keinem guten Licht.

Übrigens war es die Hochzeit der unsäglichen Talk-Shows der privaten TV-Sender. Die es aber auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen in „abgespeckter Form“ damals gab. Und so lief rein zufällig am 25. Oktober, also nur einen Tag nach der UFO-Dokumentation, die Talk-Show „Fliege“ zum Thema Aliens und UFOs. Und zwar auch bei der ARD.

„UFOs – Die Fakten“

Erst am 12. April nahm sich das öffentlich-rechtliche Fernsehen auf dem Sender ZDF in Deutschland wiedermal dem UFO-Thema an. Natürlich mit Professor Harald Lesch, der seit Jahren im Fernsehen als Experte zu praktisch jedem Thema vor der Kamera steht. Ob archäologische Funde in Mexiko, Biologie von Bäumen oder Schwarze Löcher: Er informiert die Zuschauer zu allem.

„UFOs – Die Fakten“ hieß die Sendung, über die bereits HIER berichtet wurde. Sie sollte zwischen Phantastereien und Tatsachen rund um UFOs unterscheiden und darlegen, „was wir über UFOs und Außerirdische wissen“, so das ZDF. Und diese TV-UFO-Doku des ZDF bekam schon im Vorfeld teilweise enormen Gegenwind! Vor allem in Sozialen Medien waren zahlreiche Kommentare zu lesen, die die Sendung fast schon aus Prinzip ablehnten und als „Zeitverschwendung“ ansahen.

Die Gründe waren, dass die Doku-Sendung auf dem GEZ-Sender ZDF erschien und vor allem die Person Lesch an sich. Nicht wenige un­flä­tige Worte fielen in diesem Kontext.

Was also soll man tun, um das Thema in die Öffentlichkeit und damit in den Mainstream zu bringen? Immerhin wird unter UFO-Interessierten (mich eingeschlossen) und auch UFO-Forschern immer wieder darauf verwiesen, dass die Massenmedien das Thema endlich in die Bevölkerung tragen sollen. Denn entsprechenden UFO-Dokumentationen aus dem amerikanischen Raum, von denen in den letzten Jahren regelrechte Massen ins Fernsehen kamen, sind auch vielen nicht genehm.

Warum das so ist, wurde bereits vor über 5 Jahren in diesem Beitrag HIER erläutert.

„UFOs über Österreich“

Und so geht der Zank um den „richtigen“ oder „falschen“ Weg einer UFO-Berichterstattung und -Dokumentationen seit mehr als einem halben Jahrhundert munter weiter. Den Mittelweg gibt es offenbar nicht. Zum Glück aber gibt es den Paradigmenwechsel bei diesem Thema, so dass immer mehr entsprechende Berichte veröffentlicht werden. Der TV-Konsument wird dabei in einigen Fällen sicher das für sich persönlich Interessante herausfiltern. Wenn es überhaupt interessiert.

Auf den UFO-Zug aufgesprungen ist dann auch am 5. Mai der Sender ORF aus Österreich. Allerdings war die dortige Doku mit dem Titel „UFOs über Österreich“ längst keine Primäre. Auch in Österreich gab es in der Vergangenheit immer mal wieder entsprechenden Sendungen und natürlich auch Talk-Shows. So schreibt der Sender ORF zu dem Bericht:

Eine Reportage über Menschen die UFOs beobachtet haben wollen und solche die vom Glauben abgerückt sind. Für die UFO-Gläubigen war es ein Paradigmen-Wechsel, als die US-Regierung im vergangenen Sommer in einem neun-seitigen Papier bestätigt hat, dass unerklärliche Flugphänomene in der Atmosphäre beobachtet werden.

Irgendetwas scheint es also doch zu geben, was genau wird im Bericht aber nicht erwähnt. Worum es sich dabei handeln könnte, versucht Schauplatz-Reporter Alfred Schwarzenberger in der heimischen UFO-Szene zu ergründen.

Die Sendung enthielt für den Kenner keine Überraschungen. Es kamen diverse UFO-Zeugen aus Österreich zu Wort und die UFO-Videos der US-Navy wie auch der „UFO-Bericht des Pentagon“ wurden thematisiert. Selbst Filmausschnitte aus uralten Fernsehberichten zum Thema waren dabei. Etwa die Zeugenaussage eines Polizisten aus dem Jahr 1969.

Ein kleiner Unterschied

Derartige Zeugenaussagen und UFO-Fallbeispiele ermüden ohne Zweifel viele UFO-Forscher. Man könnte sie 24 Stunden am Tag durchgehend senden. UFO-Ermittler kennen sie zu abertausenden und es ist ihr Alltag genau solchen Berichten nachzugehen. Sofern sie denn bei einer entsprechenden UFO-Forschungsorganisation gemeldet werden.

Und so kam auch der UFO-Forscher Mario Rank vielfach in der Sendung zu Wort. Er ist von dem österreichischen Zweig der „Deutschen Gesellschaft für UFO-Forschung“ (DEGUFO), die es bereits seit 1993 gibt. Ebenso ist er unter anderem Autor des Buches „UFOs über Österreich“. Rank stellt die Arbeit eines UFO-Forschers vor und zeigt damit den Zuschauern überzeugend, dass längst nicht alle UFO-Fans einen Aluhut tragen.

Dennoch gab es in dieser Mainstream-UFO-Sendung vom ORF einen Unterschied zu vielen anderen. Denn ebenfalls mit dabei war der Autor Reinhard Habeck, der seit vielen Jahren Bücher über das Unfassbare und vor allem auch Prä-Astronautik schreibt. Die mutmaßlichen Außerirdischen in der Antike sind das Kernthema seiner zahlreichen Buchveröffentlichungen. Und so spricht Habeck beim ORF nicht über die klassischen UFOs der Neuzeit, sondern über mutmaßliche UFO-Darstellungen vor Jahrhunderten. Zu finden auf einem Wandbild in einer Kirche in Österreich.

Dass der ORF in „UFOs über Österreich“ sogar den Sprung in die Prä-Astronautik wagt, hebt diese öffentlich-rechtliche Reportage von anderen dieser Art ab. Denn so umstritten und spekulativ die UFO-Thematik auch ist – die Idee der außerirdischen Raumfahrer im Altertum ist es noch mehr. Deshalb bin ich sicher, das auch die ORF-Sendung erneut von der Pro- und Contra-Seite so oder so gesehen wird. Wie es auch mit Sicherheit auch bei der nächsten Reportage der Fall sein wird.

Video

Die ORF-Sendung selber findet Ihr derzeit noch in der Mediathek HIER online.

Ebenso ist sie auch auf YouTube hochgeladen worden:

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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UFO-Video: Umkreist hier ein UFO ein Flugzeug? Die Hintergründe und offene Fragen, die bleiben (+ Video)

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Spektakuläres Video? Ein UFO umkreist ein Flugzeug - die Hintergründe und offene Fragen, die bleiben (Bild: Screenshot/YouTube)
Spektakuläres Video? Ein UFO umkreist ein Flugzeug – die Hintergründe und offene Fragen, die bleiben (Bild: Screenshot/YouTube)

Seit einigen Tagen macht in der UFO-Szene und der Boulevardpresse ein UFO-Video die Runde. Es zeigt, wie ein Unbekanntes Flugobjekt einen Flugzeugflügel fast schon zum umkreisen scheint. Aufgenommen scheinbar aus der Passagierkabine einer Passagiermaschine und vor vielen Jahren unbemerkt bei YouTube hochgeladen. Bis es jetzt, seit es durch die Medien geht und viel diskutiert wird. Das Video an sich ist offenbar kein Fake mit böser Absicht. Doch dahinter verbirgt sich eine spannende Story, die die Herkunft des Videos letztlich nicht erklärt. Zumindest vorerst.


Ein UFO und ein Flugzeug

Berichte von Piloten, dass sie während des Fluges ein Unbekanntes Flugobjekt, also ein UFO beziehungsweise UAP, aus dem Flugzeug heraus am Himmel gesehen haben, gibt es schon seit Jahrzehnten. Und mit Sicherheit ist die Dunkelziffer solcher Sichtungen weitaus größer.

Seit einiger Zeit jedoch geht ein nur 20-sekündiges Video durch die Medien, dass genau das zeigt: Ein UFO, aufgenommen aus einem Flugzeug heraus. Augenscheinlich umkreist es mehr oder weniger die Maschine und wurde dabei von einem Fluggast aus seinem Fenster heraus gefilmt. Ein interessantes Video, dass zwar aktuell durch die Presse geht, aber alles andere als neu oder aktuell ist.

Am Ende findet Ihr es angehangen.

Denn das UFO-Video wurde bei YouTube bereits am 5. März 2008 hochgeladen. Auf einem offensichtlich rein privaten Kanal mit fast keinen Videos, Views oder Abonnenten. Es ist auch das einzige Video dieser Art unter den nur 11 Videos dort und das letzte Video lud der Betreiber bereits vor über 11 Jahren hoch (4. Oktober 2010). Zweilos ein toter privater Kanal und demnach keiner der einschlägigen UFO-Video-Kanäle. Vielleicht weiß der Kanalersteller „frossani“ nicht mal mehr, dass er diesen Channel hat.

Zu dem fraglichen UFO-Video jedenfalls erfahren wir in der Beschreibung nur folgende, knappe Info:

Ein UFO, aufgenommen aus dem Fenster eines Blue Panorama Fluges von Rom nach Paris, am 29. April 2006.“

Ein UFO-Video geht viral

Vor einiger Zeit jedoch entdeckte jemand dieses alte Video und so schaffte es das Filmchen in die Presse. Vornehmlich in die Boulevardmedien, so dass die Zugriffe auf dieses geradezu explodierten. Derzeit sind es fast 79.000 Views.

Auch die UFO-Community wurde durch die Berichterstattung auf das Video aufmerksam. Vor allem deshalb, da der bekannte „Pentagon-UFO-Forscher“ Luis Elizondo sich begeistert zu dem Video geäußert haben soll. Als „sauber“ habe er es bezeichnet, so ist es in nahezu jedem Online-Beitrag dazu zu lesen. Obwohl es alles andere als „sauber“ daherkommt, womit an dieser Stelle die Auflösung gemeint ist. Denn das Video mit dem Titel „UFO from plane“ ist mit nur 240p bei YouTube online. Schlechter geht es kaum.

Wie man an dem Video unten sieht, ist es dennoch eindeutig, was man da sieht. Ein Flugobjekt in Form einer Scheibe mit einer Kuppel oben drauf, dass nahe eines Flugzeuges am Himmel kreist. Die entsprechenden Kommentare zu dem Filmchen reichen von Begeisterung über Erstaunen bis zu Fake-Vorwürfen. Und da es auf einem privaten Kanal, der offensichtlich nichts mit derartigen Themen zu tun hat, bereits vor 14 Jahren hochgeladen wurde, spräche das einigen Meinungen nach für die Echtheit.

Ein nachvollziehbares Argument.

„UFO’s – The Truth is out there“

In Wahrheit aber liegt der Fall etwas anders und ist weitaus vielschichtiger, als es den Anschein hat. Denn das Video ist in der Form, wie auf diesem Kanal hochgeladen wurde, ein Fake, ein Betrug. Ob vom Uploader selber oder jemanden anderen, kann man allerdings nicht sagen.

Und doch gibt es in diesem Fall einen feinen aber spannenden Unterschied. Denn das Video wurde ursprünglich nicht mit der Absicht eines Schwindels angefertigt. Vielmehr diente es lediglich zur Illustration eines realen UFO-Falles vom September 1978 für die neuseeländische TV-Dokumentation „UFO’s – The Truth is out there“. Produziert wurde sie 2009 vom TV-Sender TV3  in Zusammenarbeit mit Suzanne Hansen vom neuseeländischen UFO-Forschungsnetzwerk („Ufocus NZ Research Network“). Und die hat diese UFO-Dokumentationen am 29. Mai 2016 selber bei YouTube hochgeladen.

Eine „60 Minutes NZ“-Sendung, wie es der dortigen Beschreibung zu entnehmen ist. Und in dieser Sendung kommt ab etwa Minute 2:25 der pensionierte Pilot George Richardson zu Wort. Er schildert darin seine UFO-Sichtung vom September 1978, die er von Bord einer DC 10-30 nördlich von Samoa machte. Damals war er Co-Pilot der Verkehrsmaschine auf einem Flug von Auckland nach Honolulu. Dabei kam es fast zu einer Kollision, so Richardson, da das Objekt bis auf nur rund 150 Fuß an das Flugzeug herankam.

Eigentlich soll nach Richardson das Objekt die Form eines Zylinders gehabt haben. Nicht die einer „Scheibe“. Ohne Flügel oder erkennbare Anbauten flog es mit fast 1000 Stundenkilometern daher. Der Fluggesellschaft „Air New Zealand“ meldeten die Piloten den Vorfall nicht, da sie Angst hatten, sich lächerlich zu machen.

„Simulation“

Und genau in dieser Dokumentation sieht man während des Interviews mit Richardson ab Minute 3:25 exakt das Video, dass derzeit viral geht. Fast exakt, denn es gibt drei entschiedene Unterschiede. Der erste besteht darin, dass hier eindeutig der Hinweis „Simulation“ im Bild eingeblendet wurde. Damit ist von vornherein klar, dass diese Video kein echtes UFO zeigt oder zeigen soll. Der zweite ist die Länge der einzelnen Szenen und der dritte die Tonspur mit den angeblichen Triebwerksgeräuschen.

Ein Bildvergleich beweist jedoch, dass es es sich um ein und dieselbe Animation handelt. Wie hier unten zu sehen. Links stammt aus der TV-Dokumentation und rechtes aus dem momentan diskutierten UFO-Film vom Upload- Jahr 2008. Auch die TV-Sendung ist leider in sehr schlechter Qualität online hochgeladen worden (ebenfalls nur 240p). In einigen Online-Berichten ist das Bild zusätzlich gespiegelt wiedergegeben worden.

Spektakuläres Video - Ein UFO umkreist ein Flugzeug - die Hintergründe - Bild 2
UFO-Simulation

Damit wäre der Fall klar. Zumindest fast klar.

Denn wie man anhand der Screenshots sieht, sind die beiden YouTube-Filme in anderen Seitenverhältnissen und der Vermerk „Simulation“ könnte nachträglich einkopiert sein. Das erkennt man deutlich an den Farben im Hintergrund und an den glatt abgeschnittenen hellen Linien um diese Einblendung. Ob das Wort bei der TV-Ausstrahlung zu sehen war, ist offen. Oder ob es irgendwann einmal für YouTube eingeschnitten wurde. Beim kursierenden Video jedenfalls ist von „Simulation“ keine Spur zu sehen.

Was aber vielleicht nicht sofort auffällt, sind die Jahre der Videos. Hansen vom „Ufocus NZ Research Network“ hat die Doku erst 2016 online gestellt, als das Video „UFO from plane“ schon 8 Jahre bei YouTube online war. Diese Version diente demnach nicht als Vorlage, auch wenn beide Videos dieselbe Auflösung dort haben. Ebenso ist es bezeichnend, dass laut Angabe des „Ufocus NZ Research Network“ das Interview mit Richardson, das in der Sendung zu sehen ist, im Jahr 2009 erfolgte.

Quelle: Eine andere

Damit kann – nach diesen Angaben – die UFO-Doku „UFO’s – The Truth is out there“ nicht der Ursprung des hitzig diskutierten Flugzeug-UFO-Videos sein, da dieses ein Jahr vorher schon online war. Dafür spricht auch die unterschiedliche Länge der Simulation und abweichenden Tonspuren in den beiden Videos.

Der Ursprung dieser Animation muss also woanders liegen. Sie entstammt mutmaßlich einer anderen, älteren Dokumentation über UFOs oder kam schon vor Fertigstellung von „UFO’s – The Truth is out there“ in die „falschen Hände“. Da in dem Filmchen eine fliegende Scheibe mit Kuppel, also ein klassisches UFO, zu sehen ist, ist die Simulation meiner Meinung nach auch nicht unbedingt auf den Fall von Richardson von 1978 zugeschnitten worden.

Immerhin beschreibt er einen fliegenden Zylinder vor seinem Cockpit. Und nicht, wie zu sehen, eine Fliegende Unterasse mit Kuppel, die mehr oder weniger den Flugzeugflügel an der Seite umkreist.

Was der Hochlader sich vor all den Jahren dabei dachte und woher er das Bildmaterial hat, ist damit vorerst nur Spekulation.

Video

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Heute vor 25 Jahren: Der Selbstmord der UFO-Sekte „Heavens Gate“ – um in das UFO der göttlichen Aliens zu kommen (inklusive 5,75 Dollar Taschengeld)

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Heute vor 25 Jahren: Der Selbstmord der UFO-Sekte "Heavens Gate" um ihren Alien-Guru Marshall Applewhite (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Heute vor 25 Jahren: Der Selbstmord der UFO-Sekte „Heavens Gate“ um ihren Alien-Guru Marshall Applewhite (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

26. März 1997, heute vor 25 Jahren: In einer schönen Villa bei San Diego in Kalifornien werden 39 Tote Menschen gefunden. Wie schlafend fand die Polizei die Leichen ordentlich gekleidet in ihren Betten auf und erkannte die Situation sofort: Man hatte es mit einem Massenselbstmord zu tun! Die Toten von 1997 waren fanatische UFO-Fans, die der UFO-Sekte „Heavens Gate“ angehörten, und „die krasseste UFO-New Age-Sekte“ aller Zeiten war. Was war damals geschehen? Ein Rückblick.


UFO-Sekte „Heavens Gate“ und der Komet Hale-Bopp

In den Ostertagen 1997 freuten sich Astronomen, Hobby-Astronomen und zahlreiche Sternenfreunde über den Kometen Hale-Bopp am Himmel. Aufgespürt hatten den Kometen Alan Hale und Thomas Bopp (unabhängig voneinander) bereits am 23. Juli 1995 und sorgten damit für großes Interesse in der Astronomie. Bis zum Sommer 1996.

Denn ab da wurde der Komet mit bloßem Auge von der Erde aus sichtbar. Im damals noch „jungen“ Internet entstand ein regelrechter Hype und eine „Fangemeinde“ rund um den Himmelskörper. Zahlreiche User stellten ihre eigenen Fotos des Kometen online und auf einigen Webseiten konnte der Interessierte sogar die täglichen Bahndaten von Hale-Bopp sehen. Zu bestaunen in einfachen Simulationen am heimischen PC mittels eines damals unvergleichlich langsameren Internet, als heute.

Ab Anfang 1997 erreichte der Brocken aus dem All seine größte Annäherung zur Erde und strahlte hell und prachtvoll am Nachthimmel. Für Sternengucker eine tolle Zeit – doch leider auch für einige UFO-Spinner einer Alien-UFO-Sekte.

Es war die UFO-Sekte „Heavens Gate“ unter ihrem „göttlichen“ Chef-Guru Marshall Applewhite. Eine Gruppe, über die auf Mystery Files zum Beispiel HIER bereits in umfangreich Artikeln deren Anfänge, Entwicklung und Schicksal nachzeichnet wurde. Und deren Ende einer der Anlässe wurde, warum ich zusammen mit dem Autoren Roland M. Horn damals das Standartwerk „UFO-Sekten“ über eben solche Sekten schrieb. Denn diese Sekte war (und ist) nicht allein.

Wiedergeburt in einem UFO

Applewhite und seine Getreuen sahen in den Kometen Hale-Bopp nicht nur einen Kometen. Vielmehr betrachten sie ihn als eine Art „göttliches Alien-Zeichen“. Mit diesem seit die Zeit gekommen. Und zwar dafür gekommen, um sich umzubringen und so in einem angeblich ebenso am Himmel fliegenden UFO wieder geboren zu werden. Es sei, so der Sekten-Führer, die einzige Chance zu überleben und die Erde zu verlassen.

Dies wäre ein unvermeidlicher Schritt, um in das „Königreich des Himmels“ zu Gott zu gelangen. So glaubten sie es. Und so taten sie es, so schlimm es bis heute auch für die Angehörigen ist.

Für die Sekte „Heavens Gate“ waren die Götter ganz einfach Aliens in Raumschiffen.Aber dennoch Götterwesen in hören Welten und spirituellen Sphären. Die Anhänger glaubten, wenn sie sich alle gemeinsam umbringen, werden ihre Seelen bei diesen „göttlichen Aliens“ in einem UFO wieder geboren. Und genau dieses UFO sei nun gekommen, um sie quasi abzuholen. Es verstecke sich im Schweif des Kometen Hale-Bopp und warte nur auf sie.

Sie würden, so lehrte es ihre Guru, durch ihren gemeinsamen Selbstmord nun endlich die ersehnte Unsterblichkeit erreichen. Gleichzeitig aber auch eine höhere Stufe der Entwicklung beziehungsweise Existenz ihrer selbst. Immerhin waren sie sicher, dass der „Planet Erde davor steht recycelt zu werden“, wie es Applewhite in einem Video drei Tage vor den ersten Selbstmorden formulierte. Unser Planet werde dabei, so der Guru weiter, „aufbereitet“ und damit für die Menschheit eine ganz neue Chance bieten.

Aussagen, die man von solchen UFO-Sekten kennt.

Ein UFO kommt mit Hale-Bopp

Die Anhänger der UFO-Sekte brachten für das Kommen der Aliens und dem UFO keinen Beweise. Die Worte ihres manipulativen Gurus Applewhite reichten ihnen. Immerhin hatte er auf diesem Gebiet leider bereits seit Jahrzehnten Erfahrungen gesammelt, wie es in diesem Blog-Artikel HIER zusammengefasst wurde.

Angeheizt wurde das UFO-Thema in Verbindung mit dem Kometen dennoch auch in der „normalen UFO-Szene“. Und zwar durch ein Foto im damaligen Internet, das der Amateurastronom Chuck Shramek aufgenommen hatte. Auf diesem war ein längliches „Etwas“ nahe des Kometen zu sehen, das diesem zu folgen schien. Sehr schnell wurde daraus ein UFO, das im Schutz von Hale-Bopp auf dem Weg zur Erde ist.

Heute vor 25 Jahren: Der Selbstmord der UFO-Sekte "Heavens Gate" - damalige Internetseite der Gruppe (Archiv)
Heute vor 25 Jahren: Der Selbstmord der UFO-Sekte „Heavens Gate“ – damalige Internetseite der Gruppe (Archiv)

Auch wenn sich das „UFO“ auf dem Foto als der Stern SAO141894 herausstellte, ging diese Aufnahme damals durch die UFO-Szene und das Internet. Vor allem, da Art Bell mit seiner bekannten Radiosendung „Coast to Coast“ in den USA, in der nahezu alle Spekulationen und Verschwörungen vorbehaltlos verbreitet wurden und werden, das Thema publik machte.

Das Thema, dass ein außerirdisches Raumschiff im Schweif des Kometen zur Erde kommt, steigerte sich noch, als ein weiteres Bild davon auftauchte. Angeblich von einem Astronomen, der lieber anonym bleiben wollte, aber das „Hale-Bopp-UFO“ damit bestätigte. Die Aufnahme war allerdings eine Fälschung. David J. Tholen und Olivier Hainaut, zwei Astronomen der „University of Hawaiʻi System“, zeigten bereits im Januar 1997, dass diese Aufnahme ein manipuliertes Foto von ihnen selber war.

Hale-Bopp als Vorbote für die Evakuierung durch UFOs

Trotzdem blieb Hale-Bopp ein großes Thema von Spekulationen, Sekten und Verschwörungstheorien. Etwa bei bei der UFO-Sekte „Fiat Lux“ und ihrer Chefin Uriella, über die auf diesem Blog bereits vielfach berichtet wurde (Link HIER). Im Schweizer Fernsehen erklärte sie in einem Interview am 15. April 1997 über den Kometen zum Beispiel folgendes:

Hale-Bopp ist für mich der Vorbote vom Unglücksstern, der bereist auf der Reise ist zu uns. Er bringt enorme Veränderungen in Form von Staatsbankort, Wirtschaftskrise, Erderuptionen, Katastrophen, Fluten in allen Formen. Auch Seuchen und Epidemien.“

Woher Uriella als UFO-Sekten-Führerin ihr Wissen hatte, daraus machte sie nie ein Geheimnis: Gott beziehungsweise Jesus Christus stehe mit ihr in Kontakt und senden ihr regelmäßig Botschaften. So habe sie auch über den Kometen Hale-Bopp diese Informationen vom Himmel erhalten, wie sie behauptete. Auch stünde der Weltuntergang so oder so nahe bevor, wie sie damals vielfach prophezeite. UFOs stehen aber bereit, um die „Getreuen und Gerechten“ zu retten, so Uriella auch in diesem TV-Interview. Gemeint waren natürlich vor allem die Mitglieder von „Fiat Lux“ und alle die „würdig“ sind.

Solche und sehr viele weitere Glaubenslehren der Sekte „Fiat Lux“, die damals noch über 800 Anhänger hatte, waren nicht neu. Wie mein Kollege Roland M. Horn und ich in unserem Buch „UFO-Sekten“ detailliert zeigen konnten, haben Uriella und ihr Mann Icordo sich ausgiebig bei anderen UFO-Kulten und -Esoterikern bedient. Für die Anhänger des „Orden Fiat Lux“ war das alles kein Problem. Auch nicht, als beispielsweise der angekündigte Weltuntergang, die Evakuierung der Gläubigen durch UFOs und die Verwandlung der Erde in ein „Paradies“ 1998 ausblieb.

Wie mir damals von Icordo und Uriella im Auftrag von Jesus mitgeteilt wurde (kein Scherz!) konnte sie den Untergang oder „Wandel“ glücklicherweise nochmal verschieben (lassen). Immerhin bezeichnete sich die inzwischen verstorbene Uriella selber als „Sprachrohr Gottes“.

„Heavens Gate“: UFO-Glaube bis in den Tod

Ganz anders reagierte nur rund drei Wochen vor dem Interview von Uriella der UFO-Kult „Heavens Gate“ um den Guru Applewhite. Diese Sekte war so was wie der traurige Abschluss einer jahrzehntelangen „Sekten-Karriere“ ihres Führers Appelewhite.

Auch die Anhänger von „Heavens Gate“ glaubten, dass sie die Erde mit Hilfe von Außerirdischen als Auserwählte verlassen werden. Ein UFO-Glaube, der bei solchen Gruppen überaus weit verbreitet war und ist. Allerdings unterschieden sich die Mitglieder von „Heavens Gate“ dahingehend, dass ihre „Rettung“ nicht körperlich, also physisch, erfolgen wird. Vielmehr würden sie ganz einfach bei ihren „Götter-Aliens“, wiedergeboren und so in ein kosmisches und ewiges Paradies einziehen.



Den Kern solcher Ansichten hatte ihr Chef Appelwhite bereits in den Jahrzehnten zuvor verbreitet. Hier allerdings noch mit seiner Lebensgefährtin Bonnie Lu Nettles. Sie verstarb schon 1985.

Während die Sekte „Fiat Lux“ sich praktisch nach dem Tod ihrer Führerin auflöste, nahm die UFO-Religion von „Heavens Gate“ 1997 ein jähes Ende. Nachdem das Foto mit dem „UFO“ im Schweif von Hale-Bopp bekannt und verbreitet wurde, glaubten die Anhänger von Applewhite, dass dies endlich das ersehnte Signal der Außerirdischen sei. Die Erde stünde unmittelbar davor gereinigt und erneuert zu werden, wodurch die Sekten-Anhänger endlich ihre höhere Stufen erreichen würden.

Das „Außenteam“ einer UFO-Sekte

Um diese höchste Stufe der Existenz und des Seins erreichen zu können, gab es in deren Weltbild nur ein Weg: Selbstmord! Denn nur so werden ihre Seelen in dem nahenden UFO bei Hale-Bopp gelangen, während die Erde sich „recycelt“, wie sie es nannten. Die „höhere Quelle“ des Selbst könne man so erreichen. Einen anderen Weg gab es in deren Augen nicht.

Bezeichnet ist dabei, dass die Gruppe sich durch eine Webdesign-Firma finanzierte, die „Higher Source“, „Höhere Quelle“, hieß …

Mitte März 1997 drehte Applewhite deshalb ein Abschiedsvideo. In diesem erklärt er nochmals den Glauben der Sekte, und dass man nur durch Selbstmord seine irdische Hülle verlassen kann, um im kommenden UFO neu geboren zu werden. Das geschah drei Tage bevor Hale-Bopp der Erde am nächsten kam. Am 24., 25. und 26. März nahmen sich dann nahe San Diego in Kalifornien er und insgesamt 38 weitere Anhänger mit einem Giftcocktail das Leben.

Direkt am 26. März wurden die 39 Toten in ihrer Villa entdeckt. Alle lagen gut und einheitlich gekleidet in ihren Betten, trugen neuen Schuhe und waren mit purpurroten Tüchern abgedeckt. Jeder hatte dazu einen 5 Dollar-Schein und drei Vierteldollar-Münzen bei sich und trug eigens für diesen Suizid angefertigte Armbänder. „Heavens Gate Away Team“ stand auf diesen.

Eigentlich ein Hohn, den die vernarrtischen UFO-Sekten-Anhänger in ihrem Wahn nicht mal mehr selber erkannten. Erwachsende Menschen, wohlgemerkt. Schon die Aufschrift der Armbänder zeigt deren Realitätsverlust, da sie sich damit als „Außenteam“ kennzeichneten. Ein solches „Away Team“ kennt man aus „Raumschiff Enterprise“ beziehungsweise „Star Trek“, wenn hier der Captain ein solches Team zusammen stellt, dass sich auf einen fremden Planeten umsehen soll.

„Mission erfüllt“: Alle tot

„Mission erfüllt“ schrieben die Sekten-Anhänger in ihren Abschiedsbriefen und trugen dabei Armbänder mit der Aufschrift „Heavens Gate Away Team“. Fraglich jedoch finde ich bis heute, warum alle neue Kleidung und Schuhe in einem Einheitslook trugen, ihre Taschen packten und sogar 5,75 Dollar und ihre Papiere dabei hatten. Sollten „Seelen“ so was wirklich benötigen, auch wenn sie in einem UFO vielleicht körperlich neu geboren werden sollten?!

Als Außenstehender kann dies wohl bis heute – genau 25 Jahre danach – niemand rational mit dem viel beschworenen gesunden Menschenverstand erklären.

Auch das UFO-Thema selber nahm damals in der Öffentlichkeit nicht geringen Schaden. Zumal es auch die Zeit war, in dem „Phantastische Literatur“ im deutschen Sprachraum boomte. Ein berechtigter Schock lief damals durch die UFO-Szene, was von einigen Skeptikern und „Glaubenswächtern“ teilweise begierig aufgenommen wurde, um das UFO-Thema pauschal zu verurteilen und zu verteufeln. Auch für mich war dies der Auslöser das Buch „UFO-Sekten“ zu schreiben, um darin umfangreich zahlreiche solcher Gruppen zu durchleuchten.

Vielleicht ist der „jungen UFO-Community“ das Thema nach einem viertel Jahrhundert fremd – doch „Heavens Gate“ war und ist nicht allein „auf dem Mark“. Und so unglaublich die hier zusammengefasste Geschichte auch heute noch ist, nicht alle Sekten-Mitglieder brachten sich um – und einige davon bereuten es später, dass sie nicht beim „Aufstieg“ dabei waren …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Video: Der „Höhe 611-Zwischenfall“: Ein UFO-Crash 1986 in der ehemaligen UDSSR?

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Video: Der "Höhe 611-Zwischenfall": Ein UFO-Crash 1986 in der ehemaligen UDSSR? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Video vom 3. November 2021: Der „Höhe 611-Zwischenfall“: Ein UFO-Crash 1986 in der ehemaligen UDSSR? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Überall auf der Welt sollen bereits „Unbekannte Flugobjekte“ (UAP/UFOs) abgestürzt sein. Wirklich weithin bekannt wurde jedoch nur der Fall von Roswell 1947 in den USA. Doch auch Russland hat ein eigens „Roswell“, dass sich noch in den Tagen der UdSSR 1986 ereignete. Ein seltsamer UFO-Fall, der bei uns eher unbekannt ist. Und der mehr Fragen als Antworten liefert, wie Ihr in diesem Video vom November 2021 seht.


Das „Roswell von Russland“

Damals im Zeitalter des Kalten Krieges kam es am 29. Januar 1986 zum Absturz eines unbekannten Objektes nahe der Stadt Dalnegorsk. Eine Ortschaft weit im Osten der damaligen Sowjetunion. Seit dem ist der Fall als das „russische Roswell“ oder als „Höhe 611 UFO-Fall“ bekannt.

Hier krachte ein sonderbares Objekt vom Himmel und stürzte offenbar auf einen Hügel bzw. Berg. Der sogenannten „Höhe 611“, auf dem im Nachhinein tatsächlich diverse ungewöhnliche Spuren gefunden wurden. Ein Objekt im Sinne eines Flugobjektes allerdings nicht. Vielmehr wurden seltsame Metalle und andere Proben gesichert, die in zahlreichen Laboren in der damaligen UdSSR in den Folgejahren untersucht wurden.

Diverse russische Publikationen erschienen daraufhin, die hier im Westen praktisch unbekannt sind. Sie liegen fast alle nur in Russisch vor und schafften es nie in die weltweite UFO-Szene. Deshalb ist die Quellenlage aus Russland auch dürftig. Doch der Vorfall selber wirft viele Fragen auf, wie Ihr es in diesem Mystery Files-Video vom 3. November 2021 erfahrt.

Das im Video genannte Buch „Mysterious sky“ (sofern verfügbar) findet Ihr HIER.
Oder alternativ HIER.

Bleibt neugierig …

Video vom 3. November 2021 auf Mystery Files

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Lars A. Fischinger

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Kurioses Foto vom Mars erstaunt die Netzgemeinde – in vielerlei Hinsicht: Fällt der Mars-Rover „Perseverance“ schon auseinander?

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Kurioses Foto vom Mars erstaunt die Netzgemeinde - in vielerlei Hinsicht (Bild: NASA/JPL-Caltech/ASU / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Kurioses Foto vom Mars erstaunt die Netzgemeinde – in vielerlei Hinsicht (Bild: NASA/JPL-Caltech/ASU / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Seit Jahrzehnten faszinieren Fotos vom Mars und von seiner Oberfläche viele Menschen. Vor allem all jene, die auf diesen Aufnahmen „Anomalien“ zu erkennen glauben. Artefakte und Objekte, die da nicht hingehören. Von ganzen Gebäuden bis Alien-Artefakten und Tieren wurde auf diesen Mars-Fotos schon alles entdeckt. Meist nur sehr undeutlich und nur mit viele Fantasie wirklich zu erkennen. Anders bei einem neuen Foto des Mars-Rovers „Perseverance“ der NASA, auf dem eindeutig ein technisches Artefakt zu sehen ist. Und das sorgt für Spekulationen, die teilweise sogar besagten, dass die NASA überhaupt nicht auf dem Mars ist.


Der Mars und die Marsianer

Unser Nachbarplanet Mars fasziniert die Menschen seit jeher. Und so galt es einst als vollkommen normal anzunehmen, dass auf dem Roten Planeten Außerirdische existieren. Marsmenschen oder Marsianer waren keine Fantasie, sie waren real und teilweise Stand der Wissenschaft. Wie beispielsweise in diesem Mystery Files-Artikel HIER dokumentiert.

Nach und nach änderte sich das Bild des Mars und seiner angeblichen Zivilisation dort. Doch noch im Zeitalter der aufkommenden UFOs waren Kontakte mit angeblichen Marsbewohnern in gewissen Kreisen der UFO-Szene Normalität. Es waren sogenannte Kontakter, die vor allen in den 1950er und 1960er Jahren vorgaben, mit solchen Aliens vom Mars in Verbindung zu stehen. Heute sind diese UFO-Kontaktler untrennbar mit der Historie des UFO-Phänomens verbunden. Und diese Zeit wirkt bis heute nach.

Im Zuge der aufkommenden Raumfahrt zum Mars änderte sich das Bild unseres Nachbarn. Vor allem durch die ersten Mars-Fotos, die Raumsonden von seiner Oberfläche machten. Keine Spur einer Zivilisation von Marsmenschen war zu sehen. Was nicht bedeutet, dass es sie nicht einst doch gab. Denn spätestens seit den 1970er Jahren, als die ersten Raumfahrzeuge auf dem Mars landeten und die Fotos immer besser wurden, wurden viele stutzig.

Immer wieder wurden Fotos von der Oberfläche des Planeten und auch aus dem Orbit heraus mit neugierigen Augen begutachtet. Auf einigen von ihnen soll „etwas nicht stimmen“, so eine bis heute weit verbreitete Überzeugung. Immerhin haben die Menschen seitdem eine ganze Flotte von Raumfahrzeugen, Landegeräten und Fahrzeugen zum Mars geschickt. Unzählige Und so stehen heute unzählige Fotos online zur Verfügung, auf denen immer wieder sogenannte Mars-Anomalien zu sehen sein sollen. Anomalien, die wohl jemand bei der NASA vergessen hat zu vertuschen und zu retuschieren …

Anomalien auf dem Mars

Meistens sind diese Bildfunde nichts als wilde Spekulation. Alles und Nichts kann man dort sehen oder mit viel Fantasie hinein deuten. So, wie es auch getan wird, wenn man sich die zahllosen „Enthüllungen“ ansieht, die hierzu immer wieder publik werden. Von Pyramiden, abgestürzten UFOs und Tieren über Roboter bis Knochen und humanoide Aliens wurde schon alles auf dem Mars entdeckt und „nachgewiesen“.

Leider sind alle diese Entdeckungen mehr als unklar. Nicht selten ist hier Wunschdenken oder sogar Sensationsgier der Grund für diese angeblich spektakulären Funde auf dem Mars. Hin und  wieder, wie HIER gezeigt, wird dabei sogar mit etwas Bildmanipulation nachgeholfen. Üblich ist vor allem aber auch, dass entsprechende Bilder ohne exakte Quelle und bis ins unkenntliche vergrößert wiedergegeben werden. Ohne Nennung einer Bildnummer und damit Herkunft wird gerne auch nur ein kleiner Ausschnitt eines Gesamtbildes präsentiert. Dieser zeige dann dieses oder jenes, was da nicht hingehören soll.

Eigentlich bedauerlich, da dass Thema Mars-Anomalien durchaus bis heute spannend ist. Denn wenn Außerirdische hier waren oder sind – warum sollten sie nicht auch den Mars besucht haben? Warum ihn nicht sogar gleich als „Stützpunkt“ nutzen, um vor den Augen der Menschen verborgen zu bleiben? Oder wieso soll der Rote Planet einstmals nicht sogar quasi von diesen in großem Umfang „besiedelt“ worden sein? Theoretisch spricht nichts dagegen …

Davon wollen etablierte Planetenforscher nichts wissen. Der Mars ist öde und eine Wüste. Dort gebe es keine Beweise für intelligentes Leben im oder aus dem All, ist deren einhellige Überzeugung. Mikroorganismen, das wäre das einzige, was dort vielleicht heute noch lebt.


Mars-Foto zeigt Metallobjekt

Um so hellhöriger werden Mars- und Alien-Fans (mich eingeschlossen) wenn Mars-Bilder auftauchen, die ausnahmsweise nicht ein verschwommenes oder verpixeltes Etwas zeigen. So wie aktuell auf einem Mars-Bild, das vor allem in den sozialen Netzwerken die Runde macht.

Auf diesem Bild (s. Titelbild) erkennt man eindeutig ein künstliches Objekt auf der Planetenoberfläche. Ein technisches und scheinbar mechanisches Bauteil aus Metall, das einsam und verlassen auf dem Wüstenboden herumliegt. Umgehend wurde eine erste Erklärung ins Spiel gebracht: Das Bild ist ein Fake, da es eben zu deutlich ist. Doch schon die zweite Interpretation vieler in der Netzgemeinde brachte „Klärung“, da sich einige die Mühe machten nach der exakten Herkunft des Fotos zu fahnden. Und die war auch sehr schnell gefunden.

Es ist ein Bild des Rovers „Perseverance“ der Mission „Mars 2020“, über die in diesem Mystery Files-Video HIER bereits berichtet wurde. Eine spannende Mars-Mission, die (mal wieder) Leben auf dem Mars suchen soll. Es ist damit ein sehr neues Bild aus dem Kosmos, dass die NASA auf der Missions-Seite selber hochgeladen hat. Wie unzählige weitere Aufnahmen auch. Aufgenommen wurde es am 16. Februar 2022 am Missions-Tag Sol 353 (Zeit: 11:35:50) und dazu heißt es in der Originalquelle:

Der Mars Perseverance Rover der NASA hat dieses Bild mit seiner linken Mastcam-Z Kamera aufgenommen. Mastcam-Z ist ein Kamerapaar, das sich hoch oben am Mast des Rovers befindet.

Einige in der Netzgemeinde meinten daraufhin, dass das Ding auf dem Boden damit wohl die linke Mastcam-Z-Kamera ist. Sie wäre quasi abgefallen und läge nun im Staub herum. Ebenso wurde darauf verwiesen, dass dieses technische Bauteil kaum sehr lange dort liegt, da keinerlei Staub um und auf diesem zu sehen ist.

Das Bild zeigt natürlich nicht die entsprechende Kamera, die hier einfach verloren wurde, da wohl ein Ingenieur die Schrauben nicht fest genug anzog.

Ein unabsichtlich verlorenes Bauteil?

Aufnahme von hochauflösenden Video-, Panorama-, Farb- und 3D-Bildern der Mars-Oberfläche und von Merkmalen in der Atmosphäre mit einem Zoomobjektiv zur Vergrößerung entfernter Ziele.

Die Mastkamera (Bild: NASA)
Die Mastcam-Z des Rovers (Bild: NASA)

So beschreibt die NASA selber die wichtige Aufgabe dieser Mastcam-Z  des Rover. Ein enorm wichtiges Instrument von „Perseverance“, wie eigentlich alle Bauteile an Bord, das mal nicht ebenso herunterfällt oder „abgeworfen“ wird. Ich glaube nicht, dass sich der Rover nach so kurzer Betriebszeit schon in seine Einzelteile auflöst. Dazu aber gleich mehr. Auch lässt sich leicht auf den technischen Seiten der NASA nachsehen, wie diese Kameras aussehen und aufgebaut sind, wie im Bild oben zu sehen.

Was aber ist das Objekt dann? Dazu fällt ein weiteres NASA-Bild des Rovers auf, dass am 18. Januar 2022 (Sol 325) entstand und einst zum „Bild der Woche“ gewählt wurde. Zu diesem Foto schreibt die US-Weltraumbehörde allerdings nur:

Der Mars Perseverance Rover der NASA nahm dieses Bild mit seiner SHERLOC WATSON-Kamera auf, die sich auf dem Turm am Ende des Roboterarms des Rovers befindet.

Dieses Gerät ist eine „Farbkamera, die Nahaufnahmen von Gesteinskörnern und Oberflächenstrukturen macht“, so die Technik-Seite der NASA zu der Mission unter anderem dazu. Es ist aber nicht diese Kamera an sich, wie ein Bildvergleich zeigt. Was genau an diesem Tag da fotografiert wurde, sagt die NASA nicht. Auch eine überaus detailliere 3D-Animation des Rovers, die die NASA online zur Verfügung stellt, hilft da nicht weiter. Zumindest fand ich dort keine Entsprechung.

"Bild der Woche": Fehlt das Bauteil genau dort? (Bild: NASA)
„Bild der Woche“: Fehlt das Bauteil genau dort? (Bild: NASA)

Der Rover selber hat insgesamt unglaubliche 23 Kameras an Bord. Ein Teil einer solchen scheint es mutmaßlich nicht zu sein. Auf dem Foto Sol 325 vom 18. Januar 2022 (Zeit: 12:17:30) scheint aber genau ein solches Bauteil oben zu fehlen. Unten ist ein zweites Objekt dieser Art noch montiert und offenbar sieht man Schmutz oder Dreck vom Marsboden auf dem Foto, wo das Teil zu fehlen scheint.

Fotos aus dem Studio?

Und genau das macht die Sache kurios. Auf dem Foto von Sol 353 mit dem Objekt auf dem Boden, sieht man Fahrspuren von „Perseverance“ im Sand. Diese gerillten Abdrücke dort entsprechen zumindest dem Radprofil des Fahrzeuges. Es ist wohl nicht falsch anzunehmen, dass ein solches Bauteil einfach abgeworfen wurde, da man es nicht mehr benötigt. Doch es erweckt den deutlichen Eindruck, dass der Rover dieses Rohr oder diesen Flansch versehentlich verlor, als er langsam da entlang fuhr.

Sollte sich der Hightech-Rover auf dem Mars in seine Bestandteile auflösen, ist das schon merkwürdig. Immerhin kann kein Pannendienst hier mal eben zur Hilfe eilen. Zumindest wenn wir den Worten der Wissenschaftler glauben. Denn längst nicht alle sind überzeugt, dass die NASA (oder wer auch immer) wirklich auf dem Mars ist! Auch angesichts dieses Fotos wird spekuliert, dass alles eine große Verschwörung sei und diese Aufnahmen nur Fakes. Entstanden sind sie irgendwo in einem Studio oder auf einem irdischen Wüstengelände.

Schaut man sich solche Fotos an, muss man zugeben, dass sie für sich genommen ebenso gut auf der Erde gefälscht worden sein können. Das ist sogar sehr einfach und ohne großen Aufwand möglich. Auch ich habe spontan entstandene Handy-Fotos von meinem Hund in einer Sandgrube, die ebenso gut auf dem Mars gemacht worden sein könnten ….

Bohrkopf des Rovers (Bild: NASA)
Bohrkopf des Rovers (Ausschnitt) – liegt ein solcher auf dem Mars herum? (Bild: NASA)

Weltraumschott oder wichtiges Behältnis?

Wenn ein Rover etwas nicht mehr benötigt, muss es seinen Dienst bereits getan haben. Auf dem Twitter-Profil des NASA-Rovers „Perseverance“ könnte sich die Lösung verbergen. Dort finden sich Fotos eines Bohrkopfes des Rovers, der am Roboterarm angebracht ist. Unter anderem ein Foto, wo dieser im Fels steckt, was naturgemäß auch dessen Aufgabe ist. Insgesamt seien 10 Bohrköpfe an Bord, so die NASA bei Twitter. Einige davon dienen zum Bohren und „zum Sammeln von Proben“ und andere „zum Abschleifen von Steinen„.

Die Ähnlichkeiten sind auffällig. Nur Weltraumschrott also, den man nicht mehr benötigte? Dafür spräche auch der erwähnte Mars-Dreck auf dem zweiten Bild. Was das Metallstück aber dort mitten auf dem Foto fernab von irgendwelchen Felsen zu suchen hat, bleibt offen.

Außer, dass man hier weit in die Zukunft plante. Und zwar für eine spätere Mission zum Mars, bei der dieser Bohrkopf wieder eingesammelt wird. In diesem Fall wäre das Objekt zugleich ein Behältnis für eine Boden- oder Gesteinsprobe, die im Inneren sicher verwahrt wird. Bis ein zukünftiges automatisches Landegerät das „Ding“ wieder einsammelt, in eine entsprechende Vorrichtung an Bord verfrachtet und diese dann auf den Weg zur Erde gesandt wird.

Immerhin sehnen sich Mars-Forscher auf der Erde nach frischen Proben direkt vom Mars. Wobei diese mutmaßliche Probe in dem zylindrischen Metallobjekt einsam und lieblos im Wüstensand sicher alles andere als spektakulär aussieht.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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