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+++YouTube-Video+++ UFO-Meldungen in einem Jahr fast halbiert! Die Hintergründe der UFO-Sichtungen in Belgien 2016

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Warum haben sich die UFO-Sichtungen in den Benelux-Staaten 2016 fast halbiert? (Bild: Montage: L. A. Fischinger)
Warum haben sich die UFO-Sichtungen in den Benelux-Staaten 2016 fast halbiert? (Bild: Montage: L. A. Fischinger)

In Belgien, dem Land der legendären UFO-Welle um 1990, haben sich die UFO-Sichtungen bzw. UFO-Meldungen in nur einem Jahr fast halbiert. So Medienberichte aus Belgien. Aber wie kam es dazu? In meinem neuen Video auf meinem YouTube-Channel erkläre ich Euch die genauen Hintergründe, was hinter diesem Rückgang steckt.

 

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UFO-Forschungsorganisationen gibt es natürlich auch in Belgien. Und eine davon ist die UFO-Organisation “Belgisch UFO-Meldpunt”.

Doch diese Gruppe verzeichnet laut ihrem aktuellen Jahresbericht für 2016 eine Rückgang der UFO-Meldungen um fast die Hälfte.

Haben “die Aliens die Erde wieder verlassen”, um es überspitzt auszudrücken? Warum es zu diesem Rückgang kam, erkläre ich Euch in diesem Video.

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VIDEO: Erstaunliche Fotos aus dem All: Hat ein Space Shuttle der NASA 1986 wirklich ein riesiges fliegendes Dreieck (UFO) im Orbit fotografiert?

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VIDEO: Hat ein Space Shuttle der NASA 1986 wirklich ein fliegendes Dreieck (UFO) im Orbit fotografiert? (Bilder: NASA / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Hat ein Space Shuttle der NASA 1986 wirklich ein fliegendes Dreieck (UFO) im Orbit fotografiert? (Bilder: NASA / Montage: Fischinger-Online)

Die NASA schickt nicht nur Sonden zu anderen Planeten und Astronauten ins All, sondern macht seit jeher auch unzählige Fotos von diesen Missionen. Einige dieser Bilder aus dem Kosmos oder von anderen Himmelskörpern im Sonnensystem erregen dabei auch das Interesse der UFO-Forschung und von Mystery-Jägern. Sie vermuten UFOs und andere unbekannte Objekte und Dinge auf diesen NASA-Fotos. So bei zwei Aufnahmen, die die NASA schon 1986 von einem Space Shuttle aus machte. Und wie Ihr in diesem Video seht, sehen diese Bilder fraglos erstaunlich aus.


Hat die NASA 1986 UFOs im All fotografiert?

Glauben wir Verschwörungstheoretikern und auch einigen UFO-Forschern und -Autoren, bindet uns die NASA seit Jahrzehnten in Sachen UFOs einen Bären auf. In Wahrheit, so die Vermutung, werden von der US-Weltraumbehörde immer wieder UFOs außerhalb der Erde gesehen und auch fotografiert. Dolch trotz strikter Geheimhaltung seitens der NASA sollen einige dieser Aufnahmen immer wieder durchgesickert und an die Öffentlichkeit gekommen sein.

Obwohl bisher niemand wirklich belegen konnte, dass diese Fotos tatsächlich fremde Unbekannte Flugobjekte, UFOs, zeigen. So auch in diesem Fall. Aufgenommen wurden die beiden Bilder während einer NASA-Mission des Space Shuttle Columbia am 12. Januar 1986. Offizielle Bezeichnung der Mission war STS-61-C und die Fotos tragen die Archiv-Nummern STS61C-31-002 und STS61C-31-3.

Zweifellos sieht man sehr deutlich ein dreieckiges Objekt, dass im Weltraum über der Erde fliegt oder schwebt. Und spätestens seit der legendären “UFO-Welle von Belgien” um das 1990 herum, bei dem Zeugen solche fliegenden Dreiecke beschrieben haben, horchen Mystery-Interessierte bei derartigem Bildmaterial auf.

Die fraglichen Bilder das NASA sind deshalb seit Jahren in einschlägigen Kreisen bekannt, werden aber immer mal wieder hervorgeholt und präsentiert. Und so spannend die Aufnahmen zweifellos sind, so banal ist leider die Erklärung.

Welche das ist (oder sein soll?) und welche Hintergründe diese Fotos aus dem Universum haben, erfahrt Ihr in diesem Video vom 30. August 2021. Ich freue mich auf ein Feedback in den Kommentaren!

Bleibt neugierig …

Video vom 30. August 2021 auf Mystery Files

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UFOs und die UFO-Forschung: Der Paradigmenwechsel des öffentlich-rechtlichen TV in 25 Jahren (+ Video)

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UFOs und UFO-Foschung: Der Paradigmenwechsel des öffentlich-rechtlichen TV (Bilder: WikiCommons & PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
UFOs und UFO-Forschung: Der Paradigmenwechsel des öffentlich-rechtlichen TV (Bilder: WikiCommons & PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

UFOs und Mainstreammedien – das war eigentlich noch nie eine gute Kombination. Meistens zumindest, denn Themen aus der UFO-Forschung werden von den “etablierten Medien” selten neutral behandelt. Entweder sie werden vollkommen überzogen oder sie werden geradezu verspottet. Vor genau 25 Jahren ereignete sich dazu ein Tiefpunkt im öffentlich-rechtlichen TV. 1994 lief überaus erfolgreich eine TV-Doku zur besten Sendezeit auf ARD, die ein großes Echo bekam, so dass kurz darauf ein Talksendung dazu folgte. Für viele UFO-Forscher damals ein Tiefpunkt aufgrund eines beteiligten Wissenschaftlers aus der Sendung “Quarks”. Doch es hat sich offensichtlich genau dort viel getan. Sehr viel, wie Ihr in diesem Beitrag erfahren werdet!


UFOs und das Fernsehen

Die Welt und Gesellschaft wandeln sich stetig. Es gibt und gab nie einen Stillstand, denn Änderungen gehören zu unserer Kultur und Zivilisation. Mal sehen Menschen diese Wandel als Rückschritt oder negativ, mal aber auch als Fortschritt und damit positiv.

Selbstverständlich gilt das auch für die Welt der UFO-Forschung und UFO-Themen an sich. Nicht nur in der Hinsicht wie die Gesellschaft diesen Themen begegnet, sondern auch wie die Mainstreammedien damit umgehen. Die Liste an erschreckenden Beispielen ist dabei unendlich lang! Nur wenige Berichte oder Sendungen aus dem Bereich UFOs fallen in den “etablierten Medien” wirklich positiv auf. Dabei spielt es erst mal keine Rolle ob diese “für” oder “gegen” das Thema sind.

Einen der absoluten Tiefpunkte im öffentlich-rechtlichen Fernsehen hierbei wurde vor genau 25 Jahren erreicht. Jene Mystery-Jäger und UFO-Forscher, die damals schon aktiv waren, erinnern sich daran bis heute nur zu gut.

Doch was war geschehen? Dies (und andere TV-UFO-Themen) diskutierte ich 1999 in dem Buch “Begleiter aus dem Universum” sehr ausführlich:

“UFOs – und es gibt sie doch”

ARD, 24. Oktober 1994: Heinz Rode geht mit der Dokumentation “UFOs – und es gibt sie doch” auf Sendung. Eine Dokumentation, die vor allem die UFO-Sichtungen um 1991 im Belgien und die legendären Greifswald-UFOs (24. August 1990) zum Schwerpunkt hatte. Zeugen wurde befragt, vor Ort recherchiert und Wissenschaftler wie zum Beispiel Illobrand von Ludwiger, Autor des damaligen Standarterkers “Der Stand der UFO-Forschung” interviewt.

Eine Sendung, die der ARD traumhafte Einschaltquoten bescherte (acht Millionen), und die UFO-Forschung durchaus erfreute. Und selbst die legendäre Boulevardzeitung “Bild” kündigte am 14. Oktober 1994 diese Sendung mit der Überschrift “TV will beweisen: UFOs gibt es doch” an. Es war die Hochzeit grenzwissenschaftlicher Themen wie UFOs, Aliens, Rätsel der Welt und Prä-Astronautik in den Medien und vor allem auf dem Buchmark.

Doch, wie sollte es anders sein, es hagelte Kritik! Wie kann Rode in einer Doku behaupten, dass es UFOs gibt – und das im öffentlich-rechtlichen Fernsehen? Eine Art “Gegentalk” war am 27. Oktober 1994 auf ARD die Folge, bei dem verschiedene Personen versuchten Rodes Ergebnisse zu widerlegen, zu diskutieren und sogar ins Lächerliche zu ziehen (s. Video unten).

Dieser Talk ist bis heute ein wunderbares Beispiel der teilweisen Engstirnigkeit der Menschen bei der Konfrontation mit dem UFO-Phänomen. Die Sendung, mit dem Titel “UFOs – gibt es sie wirklich?”, wurde damals von dem Soziologen Peter Gatter moderiert, der neben – natürlich – Rode auch Illobrand von Ludwiger, Harald Lesch und den TV-Wissenschaftler des WDR, Ranga Yogeshwar, eingeladen hatte.

Ein TV-Wissenschaftler in Rage!

Die festgefahrene und geradezu militante Meinung Yogeshwars zur UFO-Forschung in dieser Talk-Sendung auf ARD war erstaunlich!

Immer wieder wurde von ihm der gesamten UFO-Forschung pseudowissenschaftlichkeit und sektiererische Untertöne vorgeworfen. Die Spitze seiner Angriffe war die Aussage, dass er Illobrand von Ludwiger, Physiker und Systemanalytiker, als unseriösen Forscher bzw. Lügner bezeichnete. Und relevante Forschungsergebnisse, die dem UFO-Phänomene eine Realität bezeugen, wurden erst gar nicht angehört. “Sie schwindeln ihnen (den Menschen) was vor”, so Yogeshwar. Die UFO-Forschung sei, so Yogeshwar, ein “Rücktritt in ein Mittelalter”:

Was wir heute haben ist ein Rückschritt in ein Mittelalter. Davor warne ich!

Er sei “zornig”, so Yogeshwar weiter, und “wir haben eine Verantwortung”. Damit meinte er das öffentlich-rechtliche TV. Denn die Menschen seien so oder so aufgrund allerlei neuen Technologien etc. “verunsichert” und so würden man ihnen mit UFOs quasi eine Art Glauben vorsetzten. Er verglich es explizit mit Sekten.

Ranga Yogeshwar,  damals sehr bekannt durch die TV-Sendung “Quarks & Co.”, wehrte sich energisch gegen die unseriöse Erforschung des UFO-Phänomens und stellt diese teilweise mit esoterischen Schnickschnack gleich. Zum Teil hat Yogeshwar hier ohne jeden Zweifel recht, doch zu behaupten, es besteht kein Forschungsbedarf in Richtung UFOs ist wohl mehr als voreilig. Denn alle anderen Gäste antworteten auf die Frage des Moderators Gatter, ob ein Forschungsbedarf zu UFOs bestünde, mit einem klaren Ja. Auch der damals noch eher unbekannte Harald Lesch, der aus der heutigen TV-Landschaft nicht mehr wegzudenken ist.

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Unverständlich erschien schon 1994 die Aufregungen, die der Ausstrahlung der Doku vom 24. Oktober 1994 folgten. Und der “ARD-Wissenschaftler” Yogeshwar hat sich mit seinen Aussagen im anschließenden Talk mehr lächerlich gemacht, als sachlich diskutiert, wie Ihr im Video unten sehen könnt.

Interessant am Rande um die Ereignisse vor 25 Jahren ist aber auch das: Nur einen Tag nach Rodes UFO-Sendung, also am 25. Oktober 1994, und damit zwei Tage vor der erwähnten ARD-Diskussion lief ein UFO-Talk-Show, die alle typischen Kriterien einer öden Gesprächsrunde erfüllte: Die Sendung “Fliege” und diese lief – auf ARD!

Darin kamen unterschiedliche Zeugen mit ihren privaten UFO-Sichtungen zu Wort. Von einfachen Sichtungen bis nahen Begegnungen mit fremden Wesen waren fast sämtliche Aspekte der UFO-Kontakte vertreten. Ein gut ausgesuchter Kreis von Gästen. Immerhin, die Sendung lief auf ARD, kurz nach Rodes angeblicher Pseudo-UFO-Sendung.

Bei dem Talk vom 27. Oktober wurde diese ARD-Sendung nicht erwähnt, und dass, obwohl Yogeshwar nicht genug von seiner angeblichen Pseudowissenschaftlichkeit der UFO-Berichte und -Sichtungen reden konnte …

Paradigmenwechsel bei der ARD

Der Auftritt von 1994 war sicherlich keine Glanzleitung von Ranga Yogeshwar. Doch der Diplomphysiker ist auch weiterhin am TV aktiv, wo er bereits ab 1987 als Wissenschaftsredakteur bei ARD und Moderator tätig ist. In den Jahren 1995 bis 2005 war er dort sogar stellvertretender Leiter und später Leiter der Programmgruppe “Wissenschaft Fernsehen”. Auch die von ihm (mit)entwickelten Sendung “Quarks” von damals gibt es noch immer.

Während 1994 die Wissenschaftssendung “Quarks” eigentlich nur von Yogeshwar bestimmt war, ist bes heute anders. Und auch das UFO-Thema wird dort heute offensichtlich ganz anders gesehen. Man könnte, mit Blick auf die Talkrunde von 1994, hier sogar von einem Paradigmenwechsel sprechen.

Zumindest wenn man sich den Artikel “Das wissen wir über UFOs” anschaut, der auf der Internetseite von “Quarks” am 6. Dezember 2019 erschienen ist. In dem sachlich-neutral verfassten Artikel werden vor allem auch die Arbeiten der deutschen UFO-Forschungsorganisationen vorgestellt.

“Eine sachliche Debatte ist nötig”

Drei davon gibt es in Deutschland und dazu heißt es:

Alle drei haben wissenschaftliche Grundsätze erarbeitet, nach denen sie sich bei ihrer Arbeit richten. In diesen sind Datenschutzregeln festgehalten und auch die Tatsache, dass sie alle ‘wissenschaftlich-kritisch’ nach Erklärungen für UFO-Sichtungen suchen, die ihnen gemeldet werden. Sie sind erst einmal skeptisch allen Alien-Theorien gegenüber, da diese bislang nicht wissenschaftlich belegt werden konnten. Die Vereine sehen sich vor allem als Anlaufstelle für die Menschen, die Antworten suchen und die melden wollen, wenn sie ein Objekt am Himmel sehen, das sie nicht zuordnen können.

Dafür führen die drei Vereine gemeinsam die ‘UFO-Sichtungsdatenbank’, in der alle Sichtungen zusammenlaufen.”

Weiter berichtet der “Quarks”-Artikel über die offiziellen UFOs der US-Navy, die auf Fischinger-Online bereits in verschiedenen YouTube-Videos Thema waren (s. Link HIER).

“Ufologie ist keine ausgewiesene akademische Wissenschaft”, so lesen wir dort ganz richtig, und “UFOs haben zunächst nichts mit Aliens oder außerirdischem Leben zu tun”. Abschließend stellt die “Quarks”-Autorin Annika Witzel klar fest: “Eine sachliche Debatte ist nötig” – Eine Aussage, die von Hans-Werner Peininger, 1. Vorsitzende der “Gesellschaft der Erforschung des UFO-Phänomens” (GEP e.V.) in dem Beitrag klar unterstrichen wird.

Ein solcher Artikel und derartige Aussagen waren vor 25 Jahren offiziell bei “Quarks” wohl undenkbar! Das Problem ist nur, dass ein Online-Artikel weit weniger Menschen erreicht, als die damalige TV-Sendung …

Ändert sich etwas in der Gesellschaft bzw. den Mainstreammedien, oder ist eher eine Ausnahme?

Video zum Thema

Die ARD-Talk-Sendung vom 27. Oktober 1994 auf YouTube

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Netzfundstück: TV-Anrufer bei Jürgen Domian beschreibt UFO-Sichtung während der belgischen UFO-Welle (+ Video)

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Netzfund: Anrufer beschreibt seine spannende UFO-Sichtung bei Jürgen Domian am TV (Bilder / Screenshot YouTube / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Netzfund: Anrufer beschreibt seine spannende UFO-Sichtung bei Jürgen Domian am TV (Bilder: / Screenshot YouTube / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Der Moderator Jürgen Domian, “Der Nachtfalke” vom WDR-Radiosender “1live”, ist seit Jahrzehnten auch weit über NRW hinaus bekannt. In seiner auch am TV gesendete Call-In-Sendung “Domian” rufen nachts die unterschiedlichsten Menschen mit den unterschiedlichsten Themen und Geschichten an. Ein Tummelplatz von “Extremen Leben” und zu Teil schillernder AnruferInnen, weshalb Domian mit seiner Sendung auch auf diesem Blog bereits hin und wieder Thema war. So auch hier. Denn in diesem neuen Netzfundstück präsentiere ich Euch eine Sendung bzw. einen Anrufer bei Jürgen Domian, der ihm von seiner eigenen UFO-Sichtung berichtete. Eine Sichtung, für die es angeblich ca. 2.500 Augenzeugen gab und die scheinbar im Zusammenhang mit der legendären UFO-Welle von Belgien um 1990 steht. Ein spannender Bericht, wie Ihr es hier lesen und sehen könnt!


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UFO-Formation am Tageshimmel

Im am Ende für Euch eingebundenen Video der entsprechenden TV-Sendung von Jürgen Domian meldet sich ein Anrufer mit Namen “Stefan” zu Wort. Der 44-jähige erzählt während dieses Anrufes von einer doch sehr erstaunlichen UFO-Sichtung, die er “zwischen 1990 und 1992” gemacht haben will.

Damals, so “Stefan” in seinem Anruf, sei er in einem Freibad gewesen, als er plötzlich “drei Punkte” am Himmel bemerkte, die irgendwie ungewöhnlich erschienen. “Am helllichtem Tag im Freibad” sei das gewesen und er sei auch “nicht betrunken, bekifft oder sonst irgendwas” gewesen. Diese drei leuchtenden Punkte hier er erst für Ballone, was sich aber schnell änderte.

Kurze Zeit haben sich zwei weitere dieser Lichter zu den “drei Punkten” am Himmel gesellt, die dann eine Art “Formation” bildeten. Der Anrufer schildert Domian, dass diese Formation die Form eines Kreises dieser nun insgesamt fünf Lichter angenommen habe. Also für Lichter, die einen Kreis bildeten, und so seiner Meinung nach in keinem Fall normale Ballone gewesen sein können.

Die seltsame kreisförmige UFO-Formation habe auch eine Zeit still und bewegungslos am Himmel gestanden. Für vom Wind und der Thermik getragene Ballone ein Ding der Unmöglichkeit.

2.500 Zeugen sahen das UFO!?

Mehr noch: “Stefan” erklärt dem misstrauischen Jürgen Domian weiter, dass er natürlich nicht allein an diesem helllichtem Tag in dem Freibad gewesen sei. Insgesamt hätten seiner Aussage nach rund 2.500 weitere Personen diese Formation und Lichter am Himmel gesehen. Kinder ebenso wie ihre Mütter oder ganz einfach die anderen Schwimmbad-Gäste seien so zu UFO-Zeugen geworden.

Die gesamte UFO-Erscheinung an diesem Sommertag habe “exakt 30 Minuten” gedauert, so der Zeuge weiter. Also eine vergleichsweise extrem lange Sicherungsdauer dieses Erscheinungen am Himmel. UFO-Sichtungen dauern üblicherweise maximal nur wenige Minuten (mit Ausnahmen, natürlich), was diese UFO-Geschichte wiederum sehr interessant macht.

Niemanden, so Anrufer “Stefan” zu Domian, können man so was ernsthaft erzählen. Man würde nur sogleich als Irrer oder Betrunkener abgestempelt werden. Eine Tatsache, die leider so gut wie jeder UFO-Zeuge kennt, worauf ich zum Beispiel HIER genauer eingegangen bin.

Die UFO-Welle von Belgien

Jürgen Domian wäre nicht Jürgen Domian, wenn er nicht zu allen Geschichten und Themen seiner Anrufer Fragen stellen würde. Auch unangenehme Frage und er widerspricht auch sehr gerne seinen Anrufern bei diesem oder jenem x-beliebigen Thema.  Sicher einer der Gründe, warum ihn  udn seine Sendung so viele Menschen (mich eingeschlossen) mögen.

So will dann Domian auch weitere Details wissen, ob sich diesen UFO-Massensichtung – denn so kann man sie fraglos nennen! – im Nachhinein irgendwie aufgeklärt hat. Ob also eine Ursache für diese Lichter am Himmel gefunden werden konnte. Das verneinte “Stefan” energisch. Hier kommt in dem Talk die legendäre und weltbekannte belgische UFO-Welle in Gespräch. Ausdrücklich nennt der Anrufer diese nicht, anhand von Details in seinem Anruf kann man diese erkennen.

Das bedeutet, dass “Stefan” diese/seine UFO-Sichtung mit der UFO-Welle von Belgien in Verbindung bringt. Eigenes deshalb gestartete Abfangjäger der belgischen Luftwaffe, Polizisten und unzählige Zeugen hätte diese UFOs von Belgien um 1990 gesehen, so der Anrufer zu Domian. Und auch diese UFOs seinen ungeklärt geblieben und könnten mit diesen Erscheinungen im Zusammenhang stehen oder gesehen werden.

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Diese UFOs sind UFOs

Jürgen Domian sagt in dem Video unten zum Anrufer “Stefan”:

Du hast etwas gesehen, da Du nicht begreifst. Das heißt ja noch nicht, dass es UFOs sind.

Doch! Genau das heißt es! Was der Anrufer und die zahlreichen weiteren Menschen da gesehen haben, sind eindeutig UFOs gewesen. Zumindest für den Anrufer, da er die fünf Erscheinungen eben nicht identifizierten konnte (Details dazu auch HIER). Wie aber sollten die später in Formation fliegenden Lichter oder Objekte nach Jahrzehnten noch identifiziert werden?

“Stefan” nennt keinen konkreten Ort der UFO-Sichtung und nur, dass sie nach seinen Erinnerungen “zwischen 1990 und 1992” geschehen sein muss. Trotzdem sagt er zum Ende des Gespräches, das er weitere Zeugen sucht, die sich via WDR-Redaktion bei ihm melden sollen. Ob das geschah, wissen wir nicht. In den Kommentaren unter dem Video unten zumindest auch nicht. Hier wird meistens Domian an sich kritisiert, wie er sich während des Telefonats mit dem UFO-Zeugen verhalten habe.

Wobei ich persönlich meine, dass war ganz In Ordnung. Er kann ganz anders …

Mich selber interessiert das auch, ob es hier weitere Zeugen gibt. Immerhin sollen 2.500 Menschen diese UFO-Erscheinungen auch gesehen habe, wenn ich das richtig verstanden habe. War Ihr also selber “zwischen 1990 und 1992” Zeuge dieser Kreisformation der fünf UFOs in dem Freibad oder der Umgebung, meldet Euch sehr gerne bei mir!

Das YouTube-Video vom 25. Oktober 2014 mit Jürgen Domian

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YouTube-Reihe: Das Mystery Files-Gerücht der Woche, Folge #2: Hat die CIA über 12 Millionen UFO-Akten veröffentlicht?

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Schon gehört...? Das Gerücht der Woche aus Grenzwissenschaft und Mystery Files - Folge #2 (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Schon gehört…? Das Gerücht der Woche aus Grenzwissenschaft und Mystery Files – Folge #2 (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Die zweite Folge YouTube-Reihe “Schon gehört…?” über Gerüchte und Gemunkel aus Grenzwissenschaft, Mystery Files und der Welt des Phantastischen ist endlich online. Diesmal habe ich mich dem “Getuschel” über die CIA angenommen. Denn der US-Geheimdienst soll, so heißt es, jüngst über 12 Millionen einst streng geheime UFO-Akten veröffentlicht haben. Was genau dahinter steckt, erkläre ich Euch in meinem neuen Video auf YouTube.

 

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Stimmt es wirklich, dass der US-Geheimdienst CIA kürzlich über über 12 Millionen einstiger Top Secret UFO-Akten veröffentlicht hat? Für jeden online einsehbar auf der CIA-Internetseite?

Gemunkel, hinter dem erneut ein „Funke Wahrheit“ steckt, wie ich es im 2. Teil der Video-Reihe erkläre.

Am Rande: Vor sehr genau einem Jahr, am 5. Februar 2016 (übrigens mein Geburtstag), habe ich auf diesem Blog ebenfalls UFO-Dokumente der CIA diskutiert. Papiere aus dem Jahr 1960, die Anweisungen und Tipps für die CIA-Mitarbeiter enthalten, wie diese die bestmöglichen UFO-Fotos machen können und was dabei zu beachten und zu dokumentieren ist. Zu finden ist der Beitrag HIER.

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Grenzwissenschaft Classics Videos – die retro Mystery-Serie, Folge #3: Wenn man(n) sich in eine Alien Frau verliebt und eine Menschen-Dame einst auf einem anderen Planeten lebte. TV-UFO-Sendung von 1992

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Grenzwissenschaft CLASSICS #3: Wenn man(n) sich in eine Alien Frau verliebt. TV-UFO-Sendung von 1992 (Bild: L.A. Fischinger)
Grenzwissenschaft CLASSICS, Folge #3: Wenn man(n) sich in eine Alien Frau verliebt. TV-UFO-Sendung von 1992 (Bild: L.A. Fischinger)

“Grenzwissenschaft Classics Videos – die retro Mystery-Serie”: Teil #3. In dieser Folge der “Classics Videos” aus der Welt der Mysterien der Menschheit findet Ihr eine Folge der Reihe “PSI!” vom 11. November 1992. Genauer gesagt den 5. Teil zum Thema UFOs, Aliens und Leben im All etc. Dabei ist der UFO-Forscher Illobrand von Ludwiger, der die Arbeit des UFO-Forschungsvereins MUFON erläutert, wieder die Dame, die angeblich einst auf dem Planeten Phathon lebte (s. Folge 2 der “Classics”) und auch der UFO-Kontaktler Walter Rizzi sowie eine Zeugin der UFO-Welle von Belgien …

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Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Es klingt ohne Frage teilweise doch naiv, was in dieser Sendung von 1992 zum Thema UFOs der Sendereihe “PSI” so alles gesagt wird. Doch um das große Mysterium zu verstehen, muss man all seine Aspekte studieren – nicht nur den dogmatischen Ansatz der “seriösen UFO-Forschung”.

Schön finde ich die Aussage des UFO-Kontaktlers Walter Rizzi (ebenfalls in Teil 2 der “Classics”-Reihe zu sehen). Dieser erzählt, dass er bei einem Treffen mit den Außerirdischen erst nicht erkannt ob das Wesen “Ein Mensch oder ein Weib” war … 😮

Viel Spaß!

Gebt mir gerne einen Daumen hoch, dankt es mit einem Abo und teilt meine Videos, wenn sie Euch gefallen.

(Bitte seht mir nach, dass in der Serie “Grenzwissenschaft Classics Videos” teilweise die Filmqualität zum Beispiel aufgrund des Alters der VHS-Quellen nicht optimal sein kann. Danke.)

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+++YouTube-Video+++ UFOs in Dreieck-Form: Angeblich ist “STAR WARS” von 1977 an den Sichtungen schuld!

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"Star Wars IV" aus dem Jahre 1977: laut UFO-Skeptikern war dieser Film aus Hollywood erst der Auslöser, dass Menschen dreieckige UFOs sehen ... (Bild: L. A. Fischinger)
“Star Wars IV” aus dem Jahre 1977: laut UFO-Skeptikern war dieser Film aus Hollywood erst der Auslöser, dass Menschen dreieckige UFOs sehen … (Bild: L. A. Fischinger)

Seit Jahrzehnten werden von Zeugen UFOs und/oder Lichter in Form von Dreiecken am Himmel gesehen – die Triangular UFOs. Vor allem durch die UFO-Welle von Belgien um 1990 wurden diese in der UFO-Forschung bekannt. Und nun habe ich auf National Geographic Channel dazu eine „einleuchtende Erklärung“ gesehen: George Lucas und sein erster Film von “Star Wars” sind schuld! Tatsächlich? Dazu ein Video auf den Spuren des Unfassbaren auf meinem YouTube-Kanal.

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Neues zum angeblichen "Ende der UFO-Forschung" (Teil 3): Die Hintergründe der Medienente

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Die UFO-Forschung soll ja mal wieder, so hieß es kürzlich aus Großbritannien, am Ende sein bzw. in einer Krise stecken. Während die Medien auch in Deutschland diese UFO-Tagung-Mitteilunge aus Großbritannien zum “Ende der UFOs” aufnahmen, ist es offensichtlich, dass diese Meldung schlicht eine Ente war. Die Aussage vom einem “Ende der UFOs” lösten hitzige Debatten in der UFO-Szene aus – und war (wie vermutet) nur PR. Teil 3


Vor wenigen Tagen erschien in gleich drei auflagenstarken Zeitungen (Hamburger Abendblatt, Die Welt, Berliner Morgenpost), die Meldung, dass Ende der Ufologie sei absehbar. Wer aber behauptet das eigentlich? Und auf welcher Grundlage beruht diese Einschätzung?

Ein Kommentar von Tobias Berg

Ende der Ufologie?

Wikipedia bezeichnet Ufologie als eine Protowissenschaft, die sich mit der Untersuchung und dem Studium von UFO-Sichtungen und den damit zusammenhängenden Phänomenen beschäftigt. Trotz der eventuell negativen Assoziationen die mit den Begriffen ‚Ufologie‘ und ‚Protowissenschaft‘ behaftet sind, verwende ich den Begriff dennoch als Synonym zur wissenschaftlichen UFO-Forschung, da er immer wieder in den Artikeln verwendet wird um die es hier gehen soll. Die Frage die sich an diese Begriffsklärung anschließt ist: Wie kommt die Mainstreampresse dazu das Ende dieses Wissenschaftszweiges nahezu unkritisch zu propagieren? Die Hintergründe hierzu sollen im folgenden Artikel beleuchtet werden.


Die Artikel der ‚Welt‘, der ‚Berliner Morgenpost‘ und des ‚Hamburger Abendblattes‘ stammen alle von einem einzigen Autor und beziehen sich im wesentlichen auf eine Meldung des britischen ‚Telegraph‘. Der Telegraph zitiert in seinem Artikel einen gewissen Dave Wood, welcher als Koryphäe auf dem Gebiet der Ufologie gepriesen wird, mit den Worten: “In zehn Jahren könnte das Ganze [die Ufologie] tot sein, das Ausbleiben jeglicher bewiesener Vorkommnisse lässt die Vermutung zu, dass da draußen nichts ist“. Eine kritische Distanz und alternative Sichtweisen, wie sie in dem Artikel des Telegraph noch ansatzweise durch den ehemaligen Leiter des UFO-Büros des britischen Verteidigungsministeriums, Nick Pope, vertreten werden, lassen die hier in Deutschland erschienenen Artikel vermissen.


Wirft man einmal einen Blick auf die Seite der ASSAP (Verband zur wissenschaftlichen Erforschung anormaler Phänomene), wird schnell deutlich, dass sich die Behauptung, die ASSAP sei die „bedeutendste Ufologen-Vereinigung“, wie es in einem der Artikel heißt, kaum halten lässt. Tatsächlich beschäftigen sich weder die ASSAP noch ihr Vorsitzender Dave Wood schwerpunktmäßig mit UFOs. Auf der Webseite heißt es: “Daves Forschungsinteressen sind Spukphänomene, Glaube an das Paranormale, Erfahrungspsychologie und photographische Anomalien.“ Nichts auf der Webseite deutet darauf hin, dass die ASSAP über eine besondere Expertise in Sachen UFO-Forschung verfügt. Auch die Behauptung des derzeitigen Präsidenten der ASSAP, Lionel Fanthorpe, im Journal ‚Anomaly‘; „König Arthur wäre ein Außerirdischer gewesen, der die Erde vor feindlichen extraterrestrischen Wesen beschützt hätte“, trägt nicht gerade zur Glaubwürdigkeit der ASSAP bei.

Weniger Sichtungen, weniger Vereine?



Als Begründung für die Einschätzung, der Ufologie würde ihr baldiges Ende bevorstehen, führt Wood die sinkende Rate von UFO-Sichtungen, die schwindende Anzahl der UFO-Organisationen sowie die starke Beschäftigung mit Fällen an, die weit in der Vergangenheit liegen.

Hier stellt sich als erstes die Frage, wie die ASSAP überhaupt an UFO-Sichtungsberichte kommt. Bei der Google-Suchanfrage „wem melde ich ein UFO (who do I report a UFO to)“, taucht die ASSAP nicht auf den ersten drei Trefferseiten auf, was verdeutlicht, dass die ASSAP nicht gerade die erste Anlaufstelle für potentielle UFO-Zeugen in Großbritannien darstellen dürfte. Sollte die ASSAP neben der eigenen Datenbank noch weitere nutzen, so bleibt sie diese Information schuldig.

Die Aussage, UFO-Sichtungen würden generell abnehmen, rief unter UFO-Forschern heftigen Widerspruch hervor. So reagierte der Direktor der größten amerikanischen UFO-Organisation MUFON, David McDonald, auf die Einschätzung Woods mit den Worten: „Die Ufologie ist lebendig und erfreut sich bester Gesundheit“. Diese Einschätzung wird von der Tatsache gestützt, dass sich UFO-Sichtungen in vielen Ländern, den USA eingeschlossen, auf einem Rekordhoch befinden. Das Mittel für 2012 beziffert MUFON mit etwa 700 Fällen im Monat. Aber auch aus anderen Ländern wie Kanada, Argentinien, Finnland und Australien wird eine vermehrte Sichtung von unidentifizierten Objekten gemeldet.

Auch hierzulande sieht die Sache anders aus. Zur Frage ob deutsche UFO-Forscher den von Wood festgestellten Trend auch für Deutschland bestätigen könnten, erwiderte der 1. Vorsitzende der DEGUFO (Deutschsprachige Gesellschaft für UFO-Forschung e.V.) gegenüber Exopolitik Deutschland: „Das UFO-Phänomen ist ein weltweites Phänomen, das nicht regional einzuordnen ist und das auch regional unterschiedlich präsent ist.
So hatten wir in der Vergangenheit schon UFO-Wellen unabhängig voneinander in Deutschland, Belgien, den USA, Großbritannien und auch in Südamerika.
Und zurzeit ist, das kann ich am Beispiel der DEGUFO sagen, das Thema präsenter als noch z. B. letztes Jahr. Wir haben in diesem Jahr bisher mehr als 300 Sichtungsmeldungen erhalten, obwohl wir im letzten Jahr gerade einmal um die 50 erhalten hatten. Von einem Aussterben der UFO-Forschung kann man hier sicherlich nicht sprechen.“

Die abnehmende Anzahl der UFO-Organisationen selbst sieht David McDonald von der amerikanischen MUFON eher in einem Mangel an finanziellen Mittel begründet als in fehlenden Forschungsgegenständen oder einem schwindenden Interesse. Ein weiterer Faktor könnte hierbei der mit dem Internetzeitalter einhergehende, weit einfachere Informationsaustausch sein, der eine Mitgliedschaft in einer UFO-Forschungsgruppe nicht mehr zwingend notwendig macht, um an Informationen über das UFO-Thema zu gelangen.

Die starke Beschäftigung mit zeitlich in der Vergangenheit liegenden Fällen hat Ursachen, die weit vielschichtiger sind, als dies auf den ersten Blick den Anschein haben mag. So ist eine Beweisführung, die auf der Freigabe von vormals geheimen Militärakten beruht, meist erst viele Jahre später über Aktenfreigaben von Dokumenten, die durch das Informationsfreiheitsgesetz (FOIA) erwirkt wurden oder das Ausscheiden von Militärpersonal aus dem aktiven Dienst möglich. Zum anderen entwickeln sich auch die älteren, gut etablierten Fälle meist durch zusätzliche Freigabe von Akten oder Aussagen zusätzlicher Zeugen weiter.

Ein Gegenbeispiel für den von Wood prognostizierten Trend, stellt zudem die Präsentation des ehemaligen Generals der chilenischen Luftwaffe und Direktor der CEFAA (Komitee zur Untersuchung von anomalen Luftphänomenen) Ricardo Bermúdez auf einem amerikanischen Kongress 2012 dar. Bermúdez ging während seiner Präsentation auf gleich drei Fälle von aktuellen UFO-Sichtungen ein, die sich zwischen den Jahren 2010 und 2011 ereigneten. Auch die amerikanische UFO-Forschungsorganisation MUFON beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit einer aktuellen Sichtungswelle, die sich 2008 im texanischen Stephenville abspielte, und hat dazu erst kürzlich eine Analyse der Radardaten veröffentlicht. Nicht zuletzt sei angemerkt, dass mehrere Staaten erst in kürzerer Zeit staatliche UFO-Untersuchungsstellen gegründet haben, wie zum Beispiel Argentinien im Mai 2011. Längst gehen vor allem südamerikanische Länder auch Kooperationen bei der staatlichen UFO-Forschung ein, wie Chile und Uruguay. Insgesamt haben mehr als 20 Länder bereits ihre ehemals geheimen UFO-Akten freigegeben und/oder betreiben aktive Forschung.

UFOs und journalistische Sorgfaltspflicht

Auf eine faire und neutrale Berichterstattung der großen Medien zum UFO-Thema hofft man in Deutschland leider vergeblich. Viel zu tief scheint das Thema tabuisiert zu sein, als dass sich einmal ganz ernsthaft darüber berichten ließe. Das ‚Robertson Panel‘, quasi eine mediale Kriegserklärung gegenüber der ernsthaften UFO-Berichterstattung in den Medien, hat möglicherweise auch in Deutschland Spuren hinterlassen. So warten die erwähnten Artikel neben einem ironischen Unterton mit absurden Schlussfolgerungen und einem erkennbaren Unwillen auf, sich ernsthaft und unvoreingenommen mit der Materie auseinanderzusetzen.

So werden beispielsweise zwei interessante Fälle von UFO-Sichtungen – ‚Rendlesham Forrest‘ 1980 und die ‚belgischen UFO-Welle’ 1989-1990 erwähnt. Dass es neben Dokumenten(1, 2), welche die Faktizität der beiden Fälle belegen, eine große Zahl von glaubwürdigen Zeugen gab, deren Aussagen zum Teil frei verfügbar sind, wird in den Artikeln aber leider unterschlagen.

Belgische UFO-Welle

Während der Jahre 1989-1990 sahen gleich hunderte von Augenzeugen (650 Zeugenaussagen wurden schriftlich festgehalten) über mehrere Monate hinweg große dreiecksförmige Objekte im belgischen Luftraum. Anstatt diese Fakten neutral wiederzugeben suggeriert die, in den Artikeln dargebotene Schilderung der Ereignisse durch die Überbemühung des Konjunktivs sowie des Wortes ‚angeblich’ den Leserinnen und Lesern sie hätte es hier wahrscheinlich mit einem großen Schwindel zu tun. So geht der Autor sogar soweit, die belgische Ufo-Welle von 1989-90 einem ausgedehnten Aprilscherz zuzuschreiben. Zielführender und ehrlicher wäre es gewesen, dem interessierten Leser die Aussage von Wilfried de Brouwer, dem ehemaligen Generalmajor der belgischen Luftwaffe sowie Stabschef der Luftstreitkräfte zugänglich zu machen und den Leser selbst über die Glaubwürdigkeit des Falles urteilen zu lassen.

Werbung für Konferenz

Vermutlich ist das ursprüngliche Statement von Dave Wood lediglich der Tatsache geschuldet, dass die ASSAP eine ihrer Konferenzen ‚Seriously Unidentified – A Summit on the Future of UFOlogy‘ promoten wollte und die auf die Pressemitteilung folgenden Schlagzeilen und Diskussionen gerne in Kauf nahm, um für die Veranstaltung zu werben. Schwerer wiegt dagegen das sich ständig wiederholende Versäumnis der Mainstreampresse, unvoreingenommen und wahrheitsgemäß über das Thema UFOs zu berichten.

Siehe auch:

Links:

Zum Thema:

Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.
(Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)

www.Youtube.com/FischingerOnlineDER MYSTERY-VIDEO-CHANNEL
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Ein Klassiker von 1994: Die ARD, die UFOs und die Wissenschaft

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  Eine historische ARD-Talkrunde vom 27. Oktober 1994 (insgesamt 5 Youtube-Teile):

Es ging in der besagten UFO-Dokumentation vom 24. Oktober 1994 (“UFOs – und es gibt sie doch”, NDR) vor allem um die Legendäre “UFO-Welle über Belgien“. Die BILD kündigte die UFO-Sendung von Heinz Rode zum Beispiel am 14. Oktober 1994 mit der Überschrift an: “TV will beweisen: UFOs gibt es doch”.
Leider ist die Sendung nicht mehr bei Youtube zu finden.
In meinem Buch “Begleiter aus dem Universum” von 1999 widmete ich auch ein Kapitel der öffentlichen Diskussion über fliegende Untertassen & Co. Zu dem Talk oben und vor allem Ranga Yogeshwar entrüstete ich mich damals in dem Buch (und das tun noch heute Youtube-Zuschauer ähnlich):
ARD, 24. Oktober 1994: Heinz Rode geht mit der Dokumentation “UFOs – und es gibt sie doch” auf Sendung. Eine sachliche, unvoreingenommene und hervorragend gemachte Dokumentation, die vor allem die UFO-Sichtungen um 1991 im Belgien und die legendären Greifswald-UFOs (24. August 1990) zum Schwerpunkt hatte. Zeugen wurde befragt, vor Ort recherchiert und Wissenschaftler wie zum Beispiel Illobrand von Ludwiger, Autor des ausgezeichneten Buches “Der Stand der UFO-Forschung”, interviewt. Eine Sendung, die der ARD traumhafte Einschaltquoten bescherte (acht Millionen), und die UFO-Forschung durchaus erfreute. Selbst die legendäre Zeitung BILD kündigte am 14. Oktober 1994 diese Sendung mit der Überschrift “TV will beweisen: Ufos gibt es doch” an.

Doch, wie sollte es anders sein, wie kann Rode feststellen, dass es UFOs gibt – und das im öffentlichen TV? Eine Art “Gegentalk” war am 27. Oktober 1994 auf ARD die Folge, bei dem verschiedene Personen versuchten Rodes Ergebnisse zu widerlegen und sogar zu verlächerlichen.

Dieser Talk ist ein wunderbares Beispiel der teilweisen Engstirnigkeit der Menschen bei der Konfrontation mit dem UFO-Phänomen. Die Sendung, mit dem Titel “UFOs – gibt es sie wirklich?”, wurde von dem Soziologen Peter Gatter moderiert, der neben – natürlich – Rode auch von Ludwiger und den TV-Wissenschaftler des WDR, Ranga Yogeshwar, eingeladen hatte.

Die festgefahrene Meinung Yogeshwars in dieser Sendung war erstaunlich. Immer wieder wurde von ihm der gesamten UFO-Forschung pseudowissenschaftlichkeit und sektiererische Untertöne vorgeworfen. Die Spitze seiner Angriffe war die Aussage, dass er Illobrand von Ludwiger, Physiker und Systemanalytiker, der immerhin bei der Weltraumbehörde DASA arbeitet, als unseriösen Forscher bezeichnete. Die UFO-Forschung sei, so Yogeshwar, ein “Rücktritt in ein Mittelalter”. Und relevante Forschungsergebnisse, die dem UFO-Phänomene eine Realität bezeugen, wurden erst gar nicht angehört.

Ranga Yogeshwar,  bekannt durch die interessante TV-Sendung “Quox & Co.”, wehrte sich energisch gegen die unseriöse Erforschung des UFO-Phänomens und stellt diese teilweise mit esoterischen Schnickschnack gleicht. Zum Teil hat Yogeshwar hier ohne jeden Zweifel recht, doch zu behaupten, es besteht kein Forschungsbedarf in Richtung UFOs ist wohl mehr als voreilig. Alle anderen Gäste antworteten auf die entsprechende Frage des Moderators Peter Gatter mit einem klaren Ja zu weiterer, seriöser Forschung, um endlich dies Phänomen verifizieren zu können.

Dieser “Doppelsendung” des NDR/ARD war eine Wohltat. Unverständlich hingegen scheinen mir die Aufregungen zu sein, die der Ausstrahlung vom 24. Oktober 1994 folgten. Und der “ARD-Wissenschaftler” hat sich hier mehr lächerlich gemacht, als sachlich diskutiert.

Nur einen Tag nach Rodes UFO-Sendung, am 25. Oktober 1994, und zwei Tage vor der erwähnten ARD-Diskussion lief ein Talk-Show zum UFO-Thema, die alle typischen Kriterien einer öden Gesprächsrunde erfüllte: “Fliege” auf – ARD!

In der Sendung “Fliege” kamen unterschiedliche “Zeugen” mit ihren privaten UFO-Sichtungen zu Wort. Von einfachen Sichtungen bis nahen Begegnungen mit fremden Wesen waren fast sämtliche Aspekte der UFO-Kontakte vertreten. Ein gut ausgesuchter Kreis von Gästen. Immerhin, die Sendung lief auf ARD, kurz nach Rodes angeblicher Pseudo-UFO-Sendung. Bei dem Talk vom 27. Oktober wurde diese ARD-Sendung nicht erwähnt, und dass, obwohl Yogeshwar nicht genug von seiner angeblichen Pseudowissenschaftlichkeit der UFO-Berichte und -Sichtungen faseln konnte.
(Kapitelausschnitt)
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Vor genau 30 Jahren: Die spektakuläre Kornkreise von Grasdorf 1991, der Ansturm der Neugierigen und die unglaubliche Geschichte dahinter (+ Video)

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Vor 30 Jahren: Der spektakuläre Kornkreis von Grasdorf 1991 und dessen unglaubliche Geschichte (Bilder: Archiv Fischinger-Online)
Vor 30 Jahren: Der spektakuläre Kornkreis von Grasdorf 1991 und dessen unglaubliche Geschichte (Bilder: Archiv Fischinger-Online)

Vor genau 30 Jahren begann im Prä-Internet-Zeitalter ein unvergleichbarer Boom, Medienrummel und Ansturm auf Kornkreise in Deutschland. Im Sommer 1991 stand die Welt scheinbar Kopf, denn als Themen aus der Welt der Phänomene, UFOs und Mysterien langsam einen Hype erlebten, erschienen hierzulande seltsame Zeichen in Getreidefeldern. Mit dem Höhepunkt in Grasdorf, wo am 23. Juli ein 100 Meter langes Muster in einem Feld entdeckt wurde. Der Anfang einer unglaublichen Geschichte, die bis heute einzigartig blieb. Was vor drei Jahrzehnten rund um dieses und anderer Piktogramme für ein Rummel herrschte und welche außergewöhnlichen Entdeckungen es gab,  erfahrt Ihr in diesem Blog-Artikel und einem zeitgenössischen Video.


1991: Der “Sommer der Kornkreise”

Kornkreise sind in der Mystery-Forschung heute nahezu jedem bekannt. Die meisten, die sich mit grenzwissenschaftlichen Themen einschließlich UFOs beschäftigen, haben bereits von ihnen gehört. Und wohl jeder hat zumindest einen solchen Kornkreis schon auf irgendeinem Foto gesehen. Auch wenn solche Muster und Kreise in landwirtschaftlichen Felder (oder anderswo) heute kaum mehr ein Thema in der Diskussion rund um UFO, Phänomene, Aliens & Co. sind.

Was nicht bedeutet, dass nicht jedes Jahr erneut solche Muster in Feldern rund um die Welt gefunden werden. Nur werden sie selbst in der eingeschworenen Community der Mystery-Interessierten kaum mehr beachtet. Ob zu Recht, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Ab etwa dem Jahr 1991 sah das noch ganz anders aus. Vor allem in den Sommern 1991, 1992 und auch 1993 schienen solche Getreidefeldpiktogramme geradezu zu explodieren. Sie waren längst nicht mehr auf Großbritannien beschränkt (was sie zuvor auch nicht waren), sondern auch Deutschland erlebte seinen „Kornkreis-Sommer“. Die Muster durchliefen in diesen Jahren geradezu eine Evolution. Sie wurden immer größer, komplexer, ausgereifter und damit auch schöner.

Für viele reine Landschaftskunst von Witzbolden oder sogar boshaften Betrügern. Für andere eher so was wie „Botschaften aus anderen Welten“. Wobei damit keinesfalls immer nur die viel beschworenen Außerirdischen gemeint waren. Kornkreise und Piktogramme in Feldern waren plötzlich in aller Munde.

Auch die Presse und die TV-Medien konnten damals anscheinend nicht genug davon bekommen, um über dieses Phänomen zu berichten. In fast allen Zeitungen tauchten Bilder der unterschiedlichsten Piktogramme auf. Meist mit sensationellen Überschriften wie „Hier landen die UFOs gerne“, „UFOs, Unfug oder wilde Böcke?“ oder sogar „Kornfeldrätsel gelöst“ erschienen entsprechende Beiträge selbst in kleinen Lokalzeitungen, Boulevard-Magazinen und sogar in Jugendzeitschriften.

Der Kornkreis von Grasdorf

So flatterte mir am 24. Juli 1991, in einer Zeit, als ich persönlich mehr und mehr in die Materie der Mystery Files einstieg, meine Lokalzeitung ins Haus. Kurz aufgeschlagen fand ich dort auch direkt ein Foto des erstaunlichen Piktogramms von Grasdorf bei Hildesheim mit der Überschrift „Künstlerisch“. Dazu ganze zwei Sätze Text ohne jeglichen Informationswert zu dem in der Nacht vom 22. auf dem 23. Juli 1991 erscheinenden Muster (s. Bild). Es war hierzulande der „Sommer der Kreise“, wie verschiedene Autoren ihn einst nannten, und der Kornkreis von Grasdorf erregte weltweit Aufmerksamkeit.

Das Piktogramm von Grasdorf im Juli (Bild: Archiv Fischinger-Online)
Das Piktogramm von Grasdorf im Juli (Bild: Archiv Fischinger-Online)

Was auch noch von heute aus betrachtet wenig verwunderlich war. Denn immerhin bestand der Kornkreis aus nicht weniger als 13 einzelnen Kreisen, verschiedenen „halbrunden Formen“, die einige von ihnen teilweise umgaben, und diversen „Verbindungen“ zwischen einigen Kreisen. Das alles auf einer Länge von gut 100 Metern und mit einer Breite von rund 50 Metern. Besonders auffallend war dabei der Kreis im Zentrum des Musters, der mit seinen Speichen unverkennbar ein uraltes Sonnensymbol („Sonnenrad“) zeigte.

Auf “heiligem Boden”?

Wer immer nachts diese Piktogramm vor 30 Jahren in dem Feld angelegte, machte sich nicht nur sehr viel Arbeit. Der oder die Verursacher wählten auch den Ort des Musters offenbar mit Bedacht aus. Er liegt nahe einer alten germanischen Versammlungsstätte (Thingstätte) und einem alten Heiligtum zu Ehren des heidnischen Gottes Wotan (Wodan). Karl der Große ließ hierauf eine Kirche errichten um das umgebene „Heilige Holz“, ein heiliger Hain der Heiden, zu Christianisieren. Selbst den mythischen Berg Brocken kann man von dort aus in der Ferne sehen.

Heute – wie auch 1991 – liegt die Bundesstraße „B 444“ in der Nähe. Für Befürworter der „Echtheit“ dieses Piktogramms ein Argument, dass gewitzte Fälscher hier nicht Sicherheit nachts nicht ungestört geblieben wären. Zumal ein Spaziergänger gegen 23 Uhr (andere Quellen sprechen von 18 Uhr) nichts Ungewöhnliches auf dem Feld bemerkt haben will, wie es in den einschlägigen Veröffentlichungen zu dem Kornkreis hieß. Erst am frühen Morgen (andere Quellen sprechen von 12 Uhr mittags) des 23. Juli wurde dann das Kunstwerk zufällig in dem Feld von Joggern gefunden. Landwirt Werner Harenberg, der Besitzer des Feldes, beteuerte damals auch, dass er das Piktogramm genauso vorfand, wie es nachher auf Bilder durch die Weltpresse ging. Ein Zeuge aus Grasdorf namens Christian Fieder will in der fraglichen Nacht auch etwas Seltsames am Himmel beobachtet haben. Ein sich sehr schnelles hin und her bewegendes oranges Licht, dass pulsierend scheinbar genau über der fraglichen Gegend flog oder schwebte. Auch von „merkwürdigen Geräuschen“ am Himmel wurde damals gesprochen.

Dazu am Ende mehr.

Ansturm der Schaulustigen

Nach der Entdeckung des Musters in dem Feld von Landwirt Harenberg kamen mehr und mehr Neugierige zum Ort des Geschehens. Einige nutzen esoterische Pendel oder eine Wünschelrute, die angeblich irgendwie „nicht normal“ reagiert haben sollen. Gleiches gilt für eine Gruppe, die mit einem Geigerzähler anreiste und bis zu 0,737 Mikrosievert die Stunde feststellte. In kurzen Ausschlägen, die dann wieder abrupt abfielen. Eine unbekannte Energie, wie damals spekuliert wurde?All das ein abgesprochenes Spiel einer Gruppe von gewitzten Betrügern? Eine Verschwörung von Fälschern?

Denkbar wäre ein solcher groß angelegter Betrug selbstverständlich. Involviert wären dann neben dem Landwirt selber auch diverse Augenzeugen, die zu Untermauerung der Lügengeschichte ihre Aussagen erfanden. Etwa, dass um 23 Uhr nichts Ungewöhnliches auf dem Feld vor sich ging. Oder, dass die angeblichen Jogger nur behaupteten, dass sie frühmorgens zufällig das Muster fanden. Dazu kommen dann ein paar Mitverschwörer, die nach der Entdeckung der herbei geströmten Presse dieses oder jenes Märchen dazu auftischten.

Denn nach Bekanntwerden des Kornkreises strömten in den folgenden Tagen tausende Menschen nach Grasdorf. Sie alle wollten den „Landeplatz der UFOs“ sehen. Vor allem nachdem der TV-Sender RTL mit dem damals sehr prominenten Mystery- und UFO-Autoren Johannes von Buttler das Zeichen besuchte und darüber berichtete.

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Bauer Harenberg stellte daraufhin seinen Mitarbeiter Kemal Kücük ab. Er sollte das Feld vor blinder Zerstörung durch unkontrolliertes Herumtramplen der Besucher bewachen und von ihnen Eintritt verlangen. Wenn ich mich heute recht erinnere waren es 5 DM pro Nase. Bratwurst gab es auch, sie kostete 2,50 DM. Heute würden man sagen ein „Happening“ für Ausflügler. Wobei selbst einige Kornkreis-Kritiker sagten, dass es nicht verwerflich von Landwirten sei, dass diese Eintritt für ihre Felder mit entsprechenden Zeichen nehmen. Das gab es auch schon vor Grasdorf in Großbritannien. Ob damit nur der Ernteverlust gedeckt oder ein dicker Gewinn gemacht wurde, wollten meines Wissens die Landwirte nicht verraten …

Nur drei Jahre später äußerte sich der Landwirt Harenberg nochmals zu den sonderbaren Mustern auf seinem Feld. In der Boulevardsendung „Exklusiv“ des Senders RTL sagte er im Jahr 1994 (s. Video unten):

Manche haben mich natürlich verdächtigt, ich hätte die Kreise selber anlegen lassen. Weil ich ja Eintritt genommen habe nach drei Tagen.“

Bis heute stößt das Thema „Eintritt“ bei vielen Skeptikern sehr sauer auf. Allein dies ist für sie Beweis genug, dass ein Bauer, wahrscheinlich in Absprache mit Helfershelfern, selber Hand an seine Felder legte. Wobei heute natürlich kein Kornkreis mehr irgendwelche Menschenmassen anzieht.

Landwirte haben “die Schnauze voll”

1991 war das anders, denn vor dem Grasdorf-Muster erschienen schon Kornkreise in Schleswig-Holstein. Bei einem Muster nahe dem Dorf Felm (16. Juli) überrannten Schaulustige geradezu die Region und das Feld, so dass der Landwirt Hans-Günther Möller rigoros allen Personen den Zutritt untersagte. Alleine 1.000 Besucher pilgerten über einen eigentlich für Fußgänger gesperrten Fahrdamm an der Bundesstraße 76, um einen Blick auf die 70 Meter großen Doppelkreise zu erhaschen. „Die letzten Tage waren furchtbar“, so Möller damals. „Wir haben die Schnauze voll!“

Nicht anders wie zeitgleich nahe Damp direkt an der Ostsee, wo in der Nacht zum 18. Juli gleich drei Kreise beieinander erschienen. Hier maulte die Kurverwaltung ebenso über die Parkplatzprobleme durch Neugierige, wie der Landwirt Christian Detlev Graf zu Reventlow, dem das Feld mit dem Kornkreis gehörte. „‘UFO-Manie‘ sorgt für eine ‚außerirdische Parkplatznot‘“ schrieb damals sogar meine Lokalzeitung aus dem Kreis Coesfeld unter Berufung auf die DPA dazu.

„Die Außerirdischen füllen das Sommerloch in Schleswig-Holstein“, heiß es in einer anderen Meldung dieser Zeitung nach der DPA. Denn „hier landen die UFOs gern“ wurde gleich getitelt. Zur besten Sommer- und Ferienzeit damals in Deutschland nicht sonderlich verwunderlich, dass wohl vor allem Touristen in Norddeutschland diese Piktogramme sehen wollten. Eine Pressekonferenz mit Berndt Heydermann, damals Umweltminister von Schleswig-Holstein, trug sicher zur Popularität bei. Hinzu kommt, dass Felm nur einen Steinwurf nördlich von Kiel und nicht weit von der Ostsee liegt. Die Bundesstraße 76 führt von Kiel direkt ins nahe Eckernförde. Der Ort Ostseebad Damp wiederum ist keine 20 Kilometer Luftlinie von Felm entfernt. Zwei gerne angenommene, zusätzlich Ausflugsziele für Touristen in Norddeutschland und an der Ostsee.

Von Begeisterung bis Hohn

Das alles spielte sich vor dem Kornkreis von Grasdorf ab. Und die einfachen Kreise in Schleswig-Holstein oder davor und danach in Deutschland waren in keiner Weise mit dem komplexen und riesigen Muster bei Grasdorf vergleichbar. Mit den überaus kunstvollen Gebilden in Großbritannien, die schon in den Jahren davor und natürlich nach 1991 aufgefunden wurden, so oder so nicht.

Der "Doppel-Kreis" von Felm 1991: Unförmig und eirig (Bild: Archiv Fischinger-Online)
Der “Doppel-Kreis” von Felm 1991: Unförmig und eirig (Bild: Archiv Fischinger-Online)

Der Doppelkreis bei Felm war sogar so unförmig und „eirig“, dass im Juli 1991 selbst die „BILD“ neben UFOs und Witzbolden von wilden Reh-Böcken sprach, die hier im Kreis der Ricke hinterher jagten. Ein Zeuge vor Ort namens Müller Siegfried Waschull kenne das selber aus seiner Heimat in Ostpreußen, so die “BILD” Nicht nur der Landwirt, sondern auch eingefleischte Mystery-Autoren sahen schnell in dieser einfachen Formation einen Scherz. Dem Besucherstrom tat das keinen Abbruch. Birgit Johann, damals Journalistin in Schleswig-Holstein, war eine der ersten vor Ort und berichtete in den „Kieler Nachrichten“ von dem Felm-Muster. In „Das Rätsel geht weiter“ (1991), einer Broschüre mit dem aktuellen Stand des Themas Kornkreise, die dem Buch „Kreisrunde Zeichen“ (1990) von Pat Delgado und Colin Andrews beigelegt wurde, schrieb Johann über die damalige Stimmung in Deutschland:

Der Felmer Fall wurde so ausführlich geschildert, weil er bilderbuchgetreu aufzeigt, was in den Tagen der ersten ‚Kreis-Entdeckungen‘ in Deutschland vor sich ging: Die Menschen wurden hier mit einer Erscheinung konfrontiert, die sie nicht sofort in ihr alltägliches Weltbild einordnen konnten. Mit kritikloser Begeisterung oder Hohn bemühten sie daher naturgemäß viele, ihre Welt möglichst schnell wieder ins Lot zu bringen.“

Zeit des Mystery-Boom und die Eintrittgelder

Auch Johann sah in dem unförmigen Kreisen von Felm einen Fake. Auch wenn sich unter anderem bei ihr Zeugen meldeten, die im Vorfeld der Entdeckung von UFOs und seltsamen Lichtern am Himmel berichteten. Allein am 24. und 25. Juli 1991 wurden sechs weitere Kornkreise aus Flugzeugen nur in Schleswig-Holstein entdeckt.

Bedenken sollte man auch, dass UFOs und verwandte Themen damals in aller Munde waren. Es war die Zeit der weltbekannten UFO-Welle in Belgien und des Booms entsprechen TV-Sendungen und boomenden Literatur des Phantastischen. Und nur ein Jahr zuvor, am 24. August 1990, machten die „UFOs von Greifswald“ international Schlagzeilen. Helle Lichtkugeln, die von Zeugen von Usedom über Rügen bis zu Orten zwischen Rostock und Neubrandenburg und natürlich Greifswald gesehen und vielfach gefilmt wurden. Fraglos bis heute der bekannteste UFO-Fall Deutschlands.

Im Falle von Kornkreisen lag ein Vorteil darin, dass diese nicht wie UFOs plötzlich verschwinden. Man konnte sie begehen und wundervolle Fotos von ihnen in den Zeitungen und Magazinen abdrucken. Ein willkommene Abwechslung zu irgendwelchen verschwommenen UFO-Lichtern am Himmel, um es so zu sagen. In jenen Tagen tauchten auch die ersten „Entlaver“ in den Kornkreisen (vornehmlich in England) auf, die alles daran setzten den Spuk zu beenden. Als Betrug, Spinnerei, Witze oder Machenschaften „geltungssüchtiger Charaktere“, wie es 1992 in dem von Jürgen Krönig herausgegeben Standartwerk „Spuren im Korn“ hieß.

So kam durch die Erscheinungen in Norddeutschland schnell die Idee der Eintrittsgelder schon vor dem Grasdorf-Muster auf. Von keinem geringeren als Horst Eger, einem damaligen Sprecher des Landwirtschaftsministeriums, der den betroffenen Farmern vorschlug, diese zu kassieren. Nicht also die Landwirte selber witterten hier Einnahmen, sondern ein „Vertreter“ der deutschen Regierung. In Grasdorf setzte es der Landwirt schließlich in die Tat um.

All das war bei dem Kornkreis von Grasdorf vor genau 30 Jahren nur der Anfang, denn am 2. August 1991 kam eine weitere Facette in diesem Fall hinzu. Sie macht das Piktogramm von Grasdorf bis heute weltweit einmalig und im höchsten Maße sonderbar.

Seltsame Funde im Kornkreis von Grasdorf

An diesem Freitag erschien unter den vielen Schaulustigen ein Mann mit Metalldetektor und spazierte damit durch das Kunstwerk. An drei Stellen schlug sein Gerät aus. Und zwar genau in der Mitte von jenen drei Kreisen, die von den Halbkreisen umgeben waren. Er markierte sich die Stellen, an denen sein Detektor Metall im Erdreich ortete, und gab Kücük gegenüber an, dass er jetzt zu Bauer Harenberg fahren werde. Dort wollte er ihn als Besitzer des Landes darum bitten, an den entsprechenden Stellen graben zu dürfen. Wo er nie vorstellig wurde, wie sie später herausstellte.

Kurz darauf kam er mit einer Schaufel zurück und grub an den zuvor markierten Stellen drei runde Metallobjekte aus. Es waren mehrere Kilogramm schwere „Teller“ aus Metall, die in rund 40 bis 50 Zentimetern Tiefe im Erdreich lagen. Etwa 25 bis 30 Zentimeter im Durchmesser, wenige Zentimeter dick und mit Erde und Lehm verkrustet. Eindeutig konnte man nach einer ersten, groben Reinigung vor Ort sehen, dass sie künstlich waren und auf einer Seite etwas darauf zu sehen war.

Der „Schatzsucher“ gab noch vor Ort an, dass er die Fundstücke nun zum Feldbesitzer Harenberg bringen würde. Auch das geschah nie. Vielmehr rief er einige Tage später den Landwirt anonym an, der daraufhin auf sein Eigentum von seinem Land pochte. Der Finder gab ihm gegenüber am Telefon an, dass er die seltsamen Platten untersuchen lassen will und sich dann wieder melden werde. Was er nie tat. Vielmehr schickte er dem Landwirt lediglich Fotos, auf denen die angeblich authentischen Fundobjekte von seinem Feld zu sehen waren. Unzweideutig erkennt man auf deren Oberseite die Formation von Grasdorf auf den Scheiben (s. kleines Bild im Titelbild). Wie es weiter hieß, bestanden die Objekte aus Gold, Silber und Bronze, womit sie fraglos einen enormen Materialwert hatten.

„Die Geschichte ist unglaubwürdig“

Sascha Jakoblew, Christian Kaese und Tobias Lührig schrieben schon 1992 in ihrer Analyse des Grasdorf-Kornkreises in „Spuren im Korn“, das sie „die Geschichte für unglaubwürdig“ halten. Sie „zweifeln an der Authentizität der Fotos“. Eine Einschätzung, die längst nicht von allen geteilt wurde! Zumal Kemal Kücük als Aufpasser des Feldes im Auftrag des Landwirtes bei der Bergung der Objekte dabei war und diese selber gesehen haben will.

Genau das erzählte er nach der Bergung der „Metallteller“ auch immer wieder neugierigen Besuchern des Feldes. Selbst der erfahrenste „Kornkreis-Experte“ hörte bis dato erstmals davon, dass solche Artefakte in einem Kornmuster entdeckt worden sein sollen. Das erregte die Neugier sehr vieler damaliger Mystery-Jäger, die diese Objekte unbedingt sehen wollten. Nur war der Ausgräber mit ihnen über alle Berge und lieferte nur anonyme Fotos, die unter anderem die „Hannoverschen Neue Presse“ und entsprechende Magazine abdruckten.

Als Kücük am 7. August Kornkreisbesuchern erneut von diesem sonderbaren „Schatzsucher“ und seinen Entdeckungen berichtete, kam ein Mann ins Spiel, der mehr über den Verbleib der Metallteller wusste. Es kann meiner Meinung nach kaum Zufall gewesen sein, dass dieser sich vor Ort aufhielt. Also organisierte er in Essen im Ruhrgebiet eine Treffen mit dem Finder, der nach eigenen Angaben seit 15 Jahren mit seinem Metalldetektor nach Schätzen und Artefakten im Erdreich sucht. Heute erlebt diese Beschäftigung von sogenannten Sondengängern einen regelrechten Boom. Auch die „Himmelsscheibe von Nebra“ wurde so 1999 in Sachsen-Anhalt so von Schatzsuchern entdeckt.

Anonyme Zeugen?

Die drei Scheiben an sich wiederum waren sehr schwer. Jene aus Gold wog (nach einigen Angaben) 8 Kilogramm, die aus Silber 5 Kilo und die bronzene noch 4 Kilogramm. Der immer noch anonyme Raubgräber wollte sie für zusammen 250.000 DM verkaufen. Falls kein Interesse bestünde, werde er sie halt einschmelzen und zum Materialwert veräußern, drohte er. Für 50.000 DM kaufte letztlich ein anonymer Interessent die beiden Platten aus Silber und Bronze, der meist als „wohlhabender Industrieller“ dargestellt wurde. Die Scheibe aus Gold nahm der Finder wieder mit von man hörte bis 1993 nichts mehr davon. In diesem Jahr verschickte der „Feldforscher“ Fotos der zersägten Gold-Platte an verschiedene Kornkreis-Forscher und andere Adressen. Zu sehen war nur noch etwa die Hälfte der Scheibe, die andere schien in der Tat von ihm eingeschmolzen worden zu sein.

Der anonyme "Schatzsucher", der die Platten von Grasdorf gefunden haben will (Bilder: Archiv Fischinger-Online/anonym)
Der anonyme “Schatzsucher”, der die Platten von Grasdorf gefunden haben will (Bilder: Archiv Fischinger-Online/anonym)

Man hörte nie mehr etwas von diesem „Schatzsucher“. Bis auf Fotos (s. Bilder), die ihn unmittelbar bei der Ausgrabung der Objekte im Grasdorf-Piktogramm zeigen, ist er vom Erdboden verschluckt. Nicht so die beiden Platten aus Bronze und Silber, die der Käufer nicht sang und klanglos verschwinden ließ. Im Oktober 1992 wurden sie beispielsweise auf der UFO-Konferenz „Dialog mit dem Universum“ in Düsseldorf gezeigt. Hitzige Diskussionen waren die Folge und auch ich konnte damals als Teilnehmer der Konferenz hautnah mitbekommen, wie kontrovers das Thema diskutiert wurde. Auch in der US-TV-Reihe „Encounters“ waren sie im April 1994 zu sehen.

Bronze, Silber und Gold …

Der Jurist Dr. Johannes Roemer-Blum lies die beiden noch vorhanden Platten bei der „Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung“ in Berlin bereits Anfang 1992 untersuchen. Im Bericht zur Materialanalyse vom 14. Mai 1992 hieß es dazu:

Platte 1 (silbern) besteht aus ziemlich reinem Silber. Als weiterer Bestandteil konnte nur Eisen nachgewiesen werden, in Spuren von weniger als 0,1 %. Platte 2 (bronzefarben) besteht aus einer Kupfer-Zinn-Legierung, mit einem Zinngehalt von 10 bis 15 %. Weitere Legierungsanteile sind ca. 1 % Nickel und Spuren von Eisen von weniger als 0,1 %.

99,9 Prozent reinstes Silber?! – sollte das ein Betrüger in dem Kornkreis vergraben haben? Darüber herrschte damals wie heute Uneinigkeit in der grenzwissenschaftlichen Gemeinschaft. Wie bei dem Thema Kornkreise an sich. Schon vor 30 Jahren konnte man sich nicht einigen, wer oder was hinter diesen Mustern steckt oder stecken könnte. Von exotischen Naturphänomen, Betrügern und Außerirdischen wurde damals in den Boom-Zeiten gesprochen. Ebenfalls wurde immer wieder auf diverse „Anomalien“ und ähnliches verwiesen, die in und um solche Muster gefunden wurden. Etwa bei mikroskopischen Untersuchen der niedergelegten Getreidehalme. Die stark geschrumpfte Gemeinschaft der Kornkreis-Forscher verweist bis heute auf entsprechende reale oder angebliche Anomalien bei „echten Kornkreisen“.

Was die Macher des Piktogramms von Grasdorf mit ihrem Zeichen ausdrücken wollten, wusste grundsätzlich niemand wirklich zu sagen. Darin unterscheidet sich das Muster in keiner Weise von anderen Kornkreisen vor und nach 1991. Auch wenn immer wieder auf die zum Teil darin enthaltene „uralte Symbolik“ verwiesen wird. Im Grasdorf-Fall vor allem der Kreis mit Speichen im Zentrum als Jahrtausende alte Darstellung eines „Sonnenrades“. Symbole, die jeder Fälscher leicht recherchieren kann, wenn er einen Kornkreis anlegen möchte.

Eine Darstellung des Sonnensystems?

Ferdinand Heller hingegen glaubte zwei Jahre nach Erscheinen den Grasdorf-Kornkreis deuten zu können. In seinem Artikel „Lösung eines weltweiten Rätsels?“ in dem damaligen Magazin „Cheops“ (Nr. 1 & 2/1993) deutete Heller die Darstellung als symbolische Abbildung unseres Sonnensystems. Und zwar in einer Planetenkonstellation, die dem Monat der Entstehung (Juli 1991) entsprach. Besonders auffällig sei dabei, dass der Mars dabei fehlte. Für Heller eine eindeutige Botschaft:

Der oder Diejenigen, die das Piktogramm von Grasdorf bei Hildesheim angelegt haben, wollten offensichtlich auf den Mars hinweisen. Wenn jemand z. B. von der Erde aus unser Sonnensystem betrachtet, kann er alle Planeten und die Sonne sehen, nur die Erde kann er nicht beobachten. Das gleiche trifft auch für einen hypothetischen Beobachter vom Mars zu. Er könnte alle Planeten mit der Erde und der Sonne und die Satelliten sehen, nur den Mars selber nicht.

Verständlich, dass solche Interpretationen Spekulationen um einstige Marsbewohner oder außerirdische Basen auf dem Mars damals neue Nahrung gaben.

Unerklärliches und Gerüchte

Bei dem Muster von Grasdorf häuften sich im Juli und August 1991 auch die Berichte von unerklärlichen Vorkommnissen im Zusammenhang mit der Struktur. Zwar war schon in den Jahren davor bei Kornkreisen immer wieder auf UFO-Berichte verwiesen worden, doch scheinbar war Grasdorf ein Hotspot des Unfassbaren. Es mag auch darin geschuldet gewesen sein, dass die Formation unter all den Zeichen in Feldern in Größe, Genauigkeit usw. herausragte. Was vor nunmehr drei Jahrzehnten im Umfeld des Piktogramms damals behauptet und berichtet wurde, soll hier stichpunktartig zusammengefasst werden:

  • Angeblich berichteten Hobbypiloten, dass ihre Bordinstgrumente beim Überflug über das Feld verrückt spielten. Was allerdings ein reines Gerücht gewesen sein soll.
  • Über das Feld sei ein blaues Licht geflogen.
  • „Dumpfe Geräusche“ hörte ein Einwohner in der Nacht der Entstehung am Himmel, die in Richtung des Feldes verschwanden.
  • Beim Überflug über das Feld geriet ein Segelflugzeug ins Trudeln und musste notlanden.
  • Fotos aus dem Inneren der Kornkreise zeigten nach der Entwicklung seltsame Erscheinungen wie “Lichter” oder “Nebel”, was aber auch von anderen Piktogrammen berichtet wurde (Stichwort: Reflexionen).
  • Im Herbst 1990 setzte exakt an der Stelle, an der im Folgejahr das Muster erschien, die Elektrik des Düngerstreuers des Landwirtes aus.
  • Einige Hunde der Besucher zeigen sonderbare Verhaltensweisen im Feld oder wollten es erst gar nicht betreten.
  • Menschen, die angeblich „geistige Botschaften“ etc. empfangen können, sogenannten „Medien“, taten dies auch im Kornkreis oder allgemein über ihn und seine nicht irdischen Schöpfer.
  • Bei der Ernte riss der vier Meter lange Antriebsriemen des Mähdreschers, als rund die Hälfte der Formation bereits abgeerntet war.
  • Den gefundenen Metallplatten mit ihrer Symbolik des Kornkreises wurden „heilende Energien“ nachgesagt. Deshalb wurden eigenes im Maßstab 1 zu 4 Kopien angefertigt, die man kaufen konnte. Zum Beispiel um sich zu „erden“ und als „Schutz vor Umwelteinflüssen wie Elektrosmog, Chemtrails, schwarzer Magie und vieles mehr“. Aussagen, die man vom Esoterik-Mark seit jeher über zahllose Gegenstände kennt, die man entsprechend erwerben kann …

Wirklich alles Fake?

Obwohl es vor dem Grasdorf-Munster den Hype um die Kreise in Schleswig-Holstein gab, war das alles wohl nicht abzusehen. Vor allem nicht, dass jemand in diesem Kunstwerk drei Platten findet, die das Kornfeld-Zeichen tragen. Ob es ein Betrug war, ist kaum mehr zu sagen. Auch damals witterten viele natürlich einen Fake um die Scheiben von Grasdorf. Es bleibt aber bis heute die Frage, wer so viel Grundkapital aufbringen konnte und wollte, um die Objekte anzufertigen. Um sie dann zu vergraben, „zufällig“ zu finden und dann mit einem erhofften Gewinn zu verkaufen. Auch wenn der „Schatzsucher“ in diese Verschwörung involviert gewesen sein sollte, da sonst der ganze Plan nicht funktioniert hätte. Denn Fälscher werden sie nicht eingegraben haben, in der Hoffnung, dass sie später zufällig jemand mit einem Metalldetektor findet. Schließlich wären sie dann auch weg.

Hinzu kommt, dass es mindestens drei Fotos gibt, die den Finder beim Ausgraben einer der Scheiben zeigen. Die aber – skeptisch betrachtet – grundsätzlich nichts belegen. Noch 30 Jahre später erinnerte sich die „Hildesheimer Allgemeine Zeitung“ am 3. Juli 2021 in einem Artikel: „Das Rätsel von einst bleibt ungelöst“. Nach all den Jahren „können sich viele in der Region Hildesheim an die Grasdorfer Kornkreise erinnern“.

Drei Jahrzehnte ist das alles her. Damit bekam das schon im Vorfeld wachsende Interesse an Themen aus der Welt der Mysterien und Rätsel nochmals einen Aufschwung. Die boomenden und zugleich turbulenten Jahre rund um UFOs und allem dazugehörigen begannen. Und mit der deutschen Erstausstrahlung von „Akte X“ am 5. September 1994 war der Hype (erst mal) nicht mehr zu stoppen …

Video zum Thema

Video von 1994 aus der Reihe Grenzwissenschaft Classics auf Mystery Files

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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