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Die Fußspuren des Satan: Die „Teufelsspuren von Devon“ 1855 und anderswo +++ Artikel +++

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Die Teufelsspuren von Devon 1855: Nur von Mäusen verursacht? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei & Public Domain)
Die Teufelsspuren von Devon 1855 (Bilder: PixaBay/gemeinfrei & Public Domain)

Anfang Februar 1855 kam es in und um Devon im Südwesten von Großbritannien zu einem seltsamen Phänomen. Die Bewohner der Grafschaft fanden überall im Schnee seltsamen Abdrücke, die irgendwas oder irgendwer in der Nacht zuvor hinterlassen haben muss. Aufgrund der Gestalt der Spuren in Form von Hufeisen erhielten diese schnell den Namen „Teufelsspuren von Devon“ und gingen so in die Annalen der Kryptozoologie ein. Trotz zahllose Erklärungsversuche der Spuren von Devon und ähnlicher Erscheinungen in anderen Teilen der Welt, konnte das Phänomen nie richtig aufgeklärt werden. Satan steckte hier wohl weniger dahinter – eher eine Mischung aus unterschiedlichen Ursachen. Genau diesen soll in diesem Artikel genauer nachgegangen werden.


Die Nacht, in der der Teufel kam

Es waren strenge Wochen im Januar und Februar 1855 in der südwestbritischen Grafschaft Devon. Die Flussmündung der Exe war zugefroren, in Torquay fiel die Lebensmittelversorgung aus und es folgten zum Teil Hungersrevolten. Die eisige Hand des Winters hatte das Land fest in seinem Griff.

Doch es sollte noch ganz anders kommen.

Der Morgen des 9. Februar 1855 richtete die Aufmerksamkeit der Bevölkerung von ihrem Leid auf eine unheimliche und zugleich faszinierende Erscheinung, dessen nicht menschliche Spuren im frischen Schnee deutlich zu sehen waren. Das ganze Gebiet wurde von „Fußspuren“ heimgesucht, dessen Verursacher bis heute nie eindeutig ermittelt werden konnte. Es war unheimlich, faszinierend und erschreckend zugleich. Staunend stand die Bevölkerung vor tausenden hufeisenförmigen Fußspuren die sich teilweise schnurgerade durch das Land erstreckten.

Schnell war man in Teilen der Bewohner sicher: Hier hat der Teufel seine Spuren im Schnee hinterlassen. Damit waren die „Teufelsspuren von Devon“ geboren. Ein Phänomen, das heute vor allem in der Kryptozoologie Thema ist. Doch der Reihe nach.

Ein Mann namens Doveton aus Pytte berichtete beispielsweise er habe eine dieser Spuren bis zu seiner Gartenpforte verfolgt, wo sie plötzlich endete. Doch hinter der fast zweieinhalb Meter hohen Tür verliefen die Spuren weiter, so, als wenn das Wesen einfach durch das geschlossene Tor ging.

Solche und sehr ähnliche Beobachtungen machten an diesen und den folgenden Tagen viele Bewohner des winterlichen Devon.

„Hufspuren des Teufels“

Auch der Pfarrer von Clyst St. George, H. T. Ellacombe, machte ein seltsame Entdeckung an einem Haus in Marley bei Exmouth. Dort fand der Pfarrer, der heute als eine der besten Zeugen der Ereignisse gilt, diese „Spuren auf einem Fenstersims im zweiten Stock“. Und noch drei Tage nach diesen unheimlichen Spurenfunden machte Ellacombe mit einigen Helfern noch eine weitere Entdeckung:

Kaum ein Acker, Obstgarten oder Garten, wo sie nicht – durchwegs in einer einzigen Linie – bis unter die Hecken führten, und auf einem Feld in meiner Nachbarschaft stießen wir Exkremente – viel länglich-ovale Klümpchen von weißlicher Farbe, von der Größe und Form einer großen Traubenbeere.“

Auch die Tochter des Pfarrers von Dawlish, nahe bei der Mündung des Flusses Exe gelegen, Henrietta Fursdon, schilderte einige Jahre nach diesem „teuflischen“ Winter ihre einstigen Erlebnisse. Sie erinnert sich:

Die Fußspuren tauchten über Nacht auf. Wie mir mein Vater erzählte, der hier damals als Pfarrer wirkte, kamen gleich am nächsten Morgen Hilfspfarrer, Kirchenvorsteher und Gemeindemitglieder zu ihm, um seine Ansicht über die in ganz Dawlish beobachteten Abdrücke zu erfahren. Diese verliefen in gerader Linie und zeigten die Form eines kleinen Hufes, in dessen Runddung sich jedoch Klauen ausgeprägt fanden. Namentlich eine Fährte, die vor Pfarrhaus geradewegs zur Sakristeitür führte, erregte Aufmerksamkeit.

In andern Fällen lief die Spur geradewegs zu einer Mauer ohne Durchlass zu und setzte sich auf der anderen Seite fort. Vielfach fanden sie sich auch auf Hausdächern, und zwar in allen Vierteln von Dawlish (…) Ich entsinne mich noch ganz deutlich dieser Fußspuren und meiner kindlichen Angst vor der unbekannten wilden Bestie, die wohl draußen herumstreichen musste, da sich die Dienstboten nach Einbruch der Dunkelheit mit mehr hinaus wagten, um das Hoftor zu schließen.“

Diese „Hufspuren des Teufels“ waren damals keinem der Einwohner erklärlich. Wie konnte der Verursacher geradewegs über Dächer und scheinbar durch Wände laufen, fragten sich die Anwohner? Auch ein Mann bei Whitycombe Raleigh will eine interessante Entdeckung gemacht haben. Er konnte die Spur durch ein nur 15 Zentimeter kleines Rohr weiterverfolgen. Was für eine Gestalt kann hier umhergeirrt sein?

„Teufelsspuren“ überall

In den Ortschaften wie zum Beispiel Teignmouth, Dawlish, Kenton, Starcross, Mamhead, Powderham, Topsham, Clyst St.Georg, Clyst St. Mary, Woodbury, Lympstone, Exmouth, Littlehamcum-Exmouth, Bicton, Whitycombe Raleigh, East Budleigh, Barton – überall um die Mündung der Exe – wurden diese seltsamen Spuren gefunden. So recherchierte es später die Dozentin Theo Brown von der Universität Exeter. Doch niemand war damals in der Lage, die hufeisenförmigen Fährten zu erklären.

Einige meinten, es seien die Spuren eines aus dem Zoo von Fish in Sidmouth entlaufenden Kängurus. Andere sahen hier missgebildete Hasen, Vögel mit gefrorenen Krallen, Dachse, Otter, Kröten, Esel, Mäuse, Affen, Katzen, Schwäne, „magische Wesen“, Wölfe usw. als Verursacher. Da die Spuren an einen geöffneten Huf oder besser an ein Hufeisen erinnerten, war natürlich auch der Satan in Person für diese Abdrücke verantwortlich gemacht worden.

Der Bericht der „Illustrated London News“ vom 24. Februar 1855 ist ohne Zweifel der bekannteste Zeitzeuge über Devons unheimliche Besuche. So hieß es darin 1855:

Die am Freitagmorgen im (zu diesem Zeitpunkt recht dünnen) Schnee entdeckten Spuren trugen alle Merkmale eines Eselhufes – Länge 10 cm, Breite 5,7 cm. Doch statt der bei diesem (und anderen) Tier üblichen Fortbewegung war hier offenbar in gerader Linien ein Fuß vor den anderen gesetzt worden. Der Abstand zwischen den Tritten betrug 20 cm oder eher mehr – wobei die Spuren in sämtlichen Gemeinden genau dieselbe Größe und Schrittweite aufwiesen!

Der geheimnisvolle Besucher durchschritt oder überquerte einen Garten oder Hofraum in der Regel nur einmal, besuchte dafür aber in vielen Teiler der verschiedenen Städte sämtliche Häuser (…) sowie die ringsum verstreuten Gehöfte: In manchen Fällen führte seine regelmäßige, stets den gleichen Schrittabstand einhaltende Spur über Hausdächer, Heuschober und sehr ansehnliche Mauern (darunter eine von 4,20 m Höhe) hinweg, als hätten diese nicht das geringste Hindernis gebildet, wobei weder hüben noch drüben der Schnee zertrampelt war. Gärtner mit hohen Zäunen und Mauern oder versperrten Pforten wurden ebenso heimgesucht wie offene, uneingefriedete Besitzungen.

Überschlägt man, welche Strecken zu bewältigen waren, um diese Spuren zu hinterlassen, die sich so gut wie jedem Garten, auf Türstufen, in den ausgedehnten Wäldern von Luscombe, auf dem Gemeindeland, auf eingehegten Grundstücken und Gehöften fanden, so muss der insgesamt zurückgelegte Weg wohl über hundert Meilen betragen haben. Es ist sehr einfach, über diese Erscheinungen zu lachen und leichtfertig zu urteilen, doch in Wirklichkeit konnte bis jetzt noch keine befriedigende Erklärung gefunden werden. Kein Tier hätte einen so ausgedehnten Bereich in einer einzigen Nacht durchstreifen und noch dazu eine zwei Meilen breite Flussmündung überqueren können (…)“

Erklärungsversuche

Charles Fort, der wahrscheinlich als erster Forscher akribisch sämtliche Zeitungsberichte über unerklärliche Vorfälle in der Welt sammelte und auswertete, legte im Jahre 1919 sein erstes Buch „The Book of the Dammed“ vor. In diesem berichtet auch er über die ominösen Teufelsspuren aus England, wobei Fort auch einige der damaligen Erklärungen erwähnt.

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So etwa sah man in den Spuren die Hinterlassenschaften eines Dachses, der des Nachts durch die Gemeinde streunte. Einige dachten an die Krallen großer Greifer, die folgerichtig über Meilen gerade durch den Schnee hüpften. Dann hieß es damals auch, es könne sich um die herunterhängenden Taue von Ballonen gehandelt haben, die immer wieder den Boden berührten. Oder aber Ratten, Wölfe sowie Otter seien hier entlang gelaufen.

Wieder andere spekulierten in der „Times“ vom 16. Februar 1855 ein entlaufendes Känguru aus einem Zirkus sei für die Spuren verantwortlich. Sicher auch deshalb, da viele Abdrücke scheinbar über Mauern verliefen und auf Dächern und auf Fenstersimsen zu finden waren.

Fort kommentiert vor 100 Jahren diese Deutung humorvoll mit den Worten:

Ich selbst nehme an, dass mindestens eintausend einbeinige Kängurus, die mit kleinen Hufeisen beschlagen waren, ihre Abdrücke im Schnee von Devonshire hinterlassen haben könnten.“

Erklären konnte Fort das Phänomen von 1855 allerdings auch nicht.

Während damals die betroffenen Bewohner vom Teufel bis zum Dachs sämtliche Erklärungen heranzogen, zogen einige der Einwohner der Grafschaft aus, um mit Waffengewalt das vermeintliche „Tier“ zu erlegen. Die „Times“ aus London bemerkte, dass noch Wochen nach Erscheinen der rätselhaften Spuren die Bewohner und andere, die dem Phänomen „wissenschaftlicher“ nachgehen wollten, über die Herkunft rätselten. Aber „wie zu vermuten war, kehrte der Suchtrupp unverrichteter Dinge zurück“.

Tatsächlich ist auch heute das Phänomen ein Rätsel. Ob es sich nach so langer Zeit überhaupt für alle zufriedenstellend entzaubern lässt?

Rätselhaft auch das: Charles Fort berichtet Jahre nach den Vorfällen, dass die Fußspuren eher den Eindruck machten, als sei der Schnee innerhalb bzw. an den Rändern der Spuren geschmolzen. Demnach nicht, wie zu erwarten wäre, durch das Gewicht des Verursachers zusammengepresst. Daraus könnte sich ableiten lassen, dass durch die Schneeschmelze die ursprünglichen Spuren derart verändert wurden, dass letztlich „Hufeinsen“ dabei herauskamen.

Von Devon nach anderswo

Erstaunliches jedoch stellt sich schnell heraus sich, wenn das Thema der teuflischen Spuren etwas intensiver analysiert wird. Denn es zeigt sich, dass nicht nur die Gegend der Grafschaft Devon 1855 von diesem Phänomen heimgesucht wurde. In aller Welt wurde in verschiedenen Zeiten von „seltsamen Fußabdrücken“ berichtet. Auch und vor allem von solchen von Form von Hufeisen. Es handelt sich also nicht um ein Phänomen, das sich nur in Devon zu trug.

Im Mai 1841 beispielsweise trug die Antarktis-Expedition von Sir James Clark Ross (nach dem das von ihm 1841 entdeckte Rossmeer an der Antarktis benannt wurde) in ihr Tagebuch, dass sie auf den Kerguelen-Inseln hufeisenförmige Spuren fanden, die von keinem dortigen Tier stammen konnten.

Im 19. Jahrhundert erschienen rätselhafte Spuren von Newark nach Cape Mayvon in New Jersey, USA, die man dem so genannten Jersey-Teufel zusprach. Auch hier sollen sie 1908 Mauern und andere Hindernisse „durchschritten“ haben – wie in Devon.

Im Januar 1945 entdeckten die Menschen nahe Everberg in Belgien ebenso derartige Abdrücke.

Die „lllustrated London News“ berichtete am 17. März 1855 in einem Leserbrief, dass solche Abdrücke auch im Schnee und Sand auf einem Hügel nahe der polnischen Grenze bzw. in Galizien zu finden seien. Der Hügel sei ein Sandhügel und somit in dem Gebiet als Piashowar gora bekannt, wo diese Spuren jedes Jahr zu finden seien.

Interessant ist bei diesen und zahllosen weiteren Beispielen auch der Umstand, dass die Region von Devon nicht nur 1855 vom „Satan heimgesucht“ wurde. Bereits vor den berühmten Ereignissen aus diesem Jahr sollen sie dort gesehen worden sein. Und auch noch viele Jahre später, wie verschiedene Zeitungsberichte belegen.

Hier sticht ein Fall aus dem Jahr 1950 besonders heraus, über den der Auto Viktor Farkas in „Rätselhafte Wirklichkeiten“ (1998) und vor allem Mike Dash in seiner Analyse der Devon-Spuren „The Devil’s Hoofmarks“ („Fortean Studies“, Nr. 1/1994) berichten.

Veröffentlicht wurden diese erneuten „Teufelsspuren von Devon“ aber erst sieben Jahre später in „Tomorrow“ (Nr. 3/1957). Darin hieß es, dass ein Mr. Wilson an der Küste nahe Devon eine Art Hufspur fand, dessen zwei Meter Schrittweite direkt ins Meer führte. Es schien, als sei hier ein unbekanntes Tier aus dem Meer der Verursacher.

Hunderte ähnliche Fälle?

„Spuren des Teufels“ – sie offensichtlich ein weiter verbreitetes Phänomen, als man es einst angenommen hat. Allein Mike Dash konnte in seiner umfangreichen Arbeit „The Devil’s Hoofmarks“ von 1994 einige Dutzend Berichte dazu in den Archiven ausfindig machen, die 21 Einzelfälle betrafen. Ereignet in den Jahren zwischen 1840 und 1957. Doch seien Recherchen ergaben noch weit mehr. Er schreibt:

Obwohl die Hufspuren (von Devon, Anm. LAF) zweifellos ungewöhnlich waren, waren sie alles andere als einzigartig. 120 bekannte Fälle lassen sich mit dem Mysterium von Devon vergleichen, und es erscheint nicht sonderbar, anzunehmen, dass Hunderte, vielleicht Tausende, jetzt verloren sind oder nie gemeldet wurden.“

Damit scheint das Phänomen der „Teufelsspuren“ fraglos eines der am weitesten verbreiteten Mysterien der Kryptozoologie zu sein. Es brauch sich keinesfalls hinter den „klassischen Themen“ wie Nessie oder den Bigfoot zu verstecken.

Bereits Anfang Februar 2010 nahm ich im Rahmen meiner Recherchen zu meinem Buch „Verbotene Geschichte“ (2010) Kontakt mit verschiedenen Kryptozoologen auf. In diesem Buch sind auch die Spuren von Devon Thema. Verschiedene Kryptozoologen und Mystery-Jäger vertraten dabei die Ansicht, dass Mäuse-Spuren eine Erklärung für die „Fußabdrücke des Satan“ sein könnten.

Mäuse-Spuren?

Mäuse, die in strengen Wintern aus ihren Unterschlupf kommen, springen über den frischen Schnee und hinterlassen mit ihren Körpern Abdrücke, die – wenn sie von der Sonne angetaut werden – an Hufeisen erinnern. Schon 1964 konnte der Zoologe Alfred Leutscher die Entstehung derartiger Spuren durch Waldmäuse aufzeigen, woraufhin erneut eine Reihe von Artikeln und Zeitungsmeldungen zu den Spuren von Devon erschienen. Zum Beispiel von Leutscher selber im „Journal of Zoology“ (Nr. 148, 1966) und auch Mike Dash geht in seiner Arbeit darauf ein.

Leutscher verwies auch auf den bekannten Bericht in der „Times“ vom 16. Februar 1855. Darin hieß es, dass die Abdrücke in Devon eine „Schrittweite“ von ungefähr 20 Zentimetern hatten. Das entspräche einer springenden oder hüpfenden Waldmaus. „Alle späteren Größen sind Erfindungen der Presse und diverser Autoren“, schrieb mir beispielsweise 2010 der Autor und Kryptozoologe Michael Schneider zu der Waldmaus-These.

Die Spuren tauten später an, Regen fiel auf den „Schneematsch“ und daraufhin fror es erneut. So in Etwa kann man die These von den Waldmäusen zusammenfassen.

Am 11. Februar 2010 bekam ich vom „National Meteorological Archive“ („Met Office“) in Großbritannien auf Anfrage umfangreiche Wetterdaten von Januar und Februar 1855 aus der fraglichen Region als Kopien. Sie zeigen wiederum Erstaunliches.

Diese klimatischen Tagebuchaufzeichnungen beweisen, dass es so extrem kalt damals gar nicht war, wie immer wieder behauptet wurde und wird. In der fraglichen Zeit währen der Entstehung der Spuren war es nur um -1 Grad Celsius kalt. Folgerichtig ist es sehr wohl möglich, dass damals Mäuse-Abdrücke antauten und nach gefallenen Regen wieder gefroren.

Nagetiere statt Satan?

„Ich weiß aber nicht welche Art Nagetier das in Devon gewesen sein sollte“, schrieb mir die Zoologin Professor Dr. Jana Eccard Ende Februar 2010: „denn in England gibt es keine Springmäuse“. Doch sie bestätigte, dass es die Waldmausart „Apodemus sylvaticus“ in Devon gibt und diese tatsächlich springen kann.

Professor Dr. Eccard gar hierzu aber auch zu bedenken:

„(…) ich muss aber gestehen dass ich auch etwas ratlos bin. Man kennt ja von Eichhörnchenspuren das Phänomen, dass die Spuren der langen Hinterläufe neben und vor den Spuren der Vorderläufe liegen und so ein U entsteht (nicht der Körper, sondern die Kombination der vier Pfotenabdrücke).

Wenn es ein bisschen taut so dass die Details der Fußabdrücke verwischen, oder der Schnee matschig ist wie oft in England, dann könnte ich mir vorstellen dass man nur noch das U sehen kann. Die Fortbewegungsrichtung der vermeintlichen Hufe zeigt dann in die andere Richtung als die Fortbewegung des Spurenverursachers.“

Ist das die Lösung? Falsch interpretierte Spuren von Springmäusen, vermischt mit Aberglauben und ebenso falsch gedeutete Spuren anderer Tiere plus einen Hype in der Presse? Es scheint so zu sein. Aber es bleibt natürlich offen, ob diese Interpretation für alle „Teufelsspuren“ gilt, die immer wieder gefunden wurden. Vor allem auch jene 1840 in der Antarktis, wo es keine solchen Waldmäuse gibt…

Auch glaube ich, dass die abergläubische Bevölkerung im Hype um den Besuch des „Teufels“ sämtlich Spuren im Schnee mit dem Teufel in Verbindung gebracht haben könnte. Gleichgültig was für ein Tier letztlich hinter jeder einzelnen Spur individuell stecke. Auch das Rätsel der plötzlich stoppenden Spuren im Schnee könnte eine banale Erklärung haben: Raubvögel sahen die Mäuse im hellen Schnee und griffen sich die Nager – und die Spur hörte auf.

Fake-News im 19. Jahrhundert

Ebenso soll es bereits nach den Ereignissen vom Februar 1855 zu Fake-News in der Presse gekommen sein. Nicht nur da verschiedene Berichte später nicht mehr von Augenzeugen stammten oder erst viele Jahre später aus der Erinnerung  entstanden. Auch die eigentliche Länge der Spuren durch die Region ist zweifelhaft. Dazu hieß es etwa, dass Anwohner die Teufelsspuren nachts über 100 Meilen weit durch die Grafschaft verfolgten. So weit hüpft natürlich auch nicht die kräftigste Waldmaus an einem Stück. Dass aber der aufgeregte Suchtrupp bei ihrer Teufelsjagd in einer Nacht diese Strecke zu Fuß zurücklegte, ist sehr unwahrscheinlich.

Mike Dash verweist in seiner Untersuchung auf einen weiteren Umstand bei den Abdrücken von Devon. Er listet die Größenangaben der Spuren, deren Beschreibungen sowie die einzelnen „Trittlängen“ auf, die damals in verschiedenen Gebieten gefunden wurden. Insgesamt aus 14 Zeitungen, von denen allerdings die wenigsten genaue Maßangaben veröffentlichten. Sofern doch geschehen sind aber die Unterschiede in Größe und Abstand der einzelnen Spuren sehr auffällig.

Die Abstände zwischen den einzelnen „satanischen Spuren“ reichen zum Beispiel von rund 20 Zentimeter bis zu knapp 41 Zentimeter. Lang oder weit waren die Spuren von rund 3,8 Zentimeter bis fast 9 Zentimeter. Diese Abweichungen in den Beschreibungen sind zu frappierend, als das man sie als Messfehler oder ähnliches beiseite schieben kann.

Gleichzeitig zeigen diese Maße auch, dass hier nicht nur Waldmäuse als Verursacher zutreffen können. Sie erhärten vielmehr den Verdacht, dass 1855 nach der Entdeckung der ersten „echten Teufelsspuren“ alle möglichen und unmöglichen Abdrücke damit in Zusammenhang gebracht wurden. Dies würde auch erklären, warum über ein derart großes Gebiet diese Spuren daraufhin gefunden wurden.

Was aber sämtliche Thesen und Analysen zu Devon nicht erklären können, sind die Funde von anderen Spuren in anderen Teilen der Welt. Hier fehlt es meistens an verlässlichen Angaben wie vor allem deren Größe und genaues Aussehen. Möglicherweise sind hier und dort Mäuse die Verursacher. In anderen Fällen dann wieder andere Tiere.

Empirisch belegen lässt sich das Phänomen von Devon und anderswo wohl niemals mehr.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Exorzismus in Deutschland: Angebliche Teufelsaustreibung in einem Frankfurter Hotel endet tödlich! Und weshalb „STAR WARS“ direkt zum Satan führt …

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Exorzismus in einem Frankfurter Hotel endet mit dem Tod (Grafik: L. A. Fischinger)
Angeblicher Exorzismus in einem Frankfurter Hotel endet mit dem Tod (Grafik: L. A. Fischinger)

Die Welt steckt voller Dämonen, teuflischer Gesellen und der Satan persönlich ist eine ständige Gefahr für die Menschheit. Das hilft nur ein Exorzismus! Das ist keine Glaubenslehre irgendwelcher „obskuren Kulte“ in Afrika oder anderswo, sondern die offizielle Lehre der katholischen Kirche. Um dem Treiben des Teufels Einhalt zu gebieten hat der Vatikan dafür auch eigene Exorzisten. Nun aber ist ein Fall aus Frankfurt a. M. bekannt geworden, bei dem scheinbar eine Familie selber Exorzist spielte und eine „vom Teufel besessene“ Frau zu Tode folterten.

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Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

„Der Satan ist an allem schuld!“ – so heißt ein Kapitel in meinem aktuellen analytischen  Prä-Astronautik-Buch „Rebellion der Astronautenwächter„. Doch Satan, Luzifer, Beelzebub etc. ist in meinen Augen jemand ganz anders als ein „Höllenfürst aus der Unterwelt“ …

Dennoch ist die offizielle Lehre der katholischen Kirche davon überzeugt, dass es Menschen gibt, die von Dämonen oder gleich dem Teufel selber besessen sind. Aus diesem Grund hat die Kirche eine „Armee“ eigener Exorzisten, die gegen diese teuflischen Machenschaften auf Erden kämpfen. Doch diese kirchlichen Exorzisten sind machtlos, wenn Gläubige quasi in „Heimarbeit“ selber einen Exorzismus durchführen. Der auch mit dem Tod enden kann … und das kommt immer wieder vor.

Derartige Berichte tauchen immer mal als kleine Randnotizen in den Medien auf und geschehen dabei (meist) in fernen Ländern. Oder bei religiösen Fundamentalisten, wie es beispielsweise ein Fall aus Texas, USA, im Frühjahr 2015 zeigte.

Doch nun ereignete sich eine solche Tragödie erneut bei uns in Deutschland: Ein angeblicher Exorzismus-Fall in einem Hotel in Frankfurt am Main, der mit dem Tod der „Besessenen“ und einem verletzten zweiten Opfer endete.

Zu Tode gefoltert

Was war gesehenen?

In einem Hotel in Frankfurt am Main hat die Polizei den Medienberichten nach die Leiche einer 41 Jahre alten Frau gefunden, die offenkundig über Stunden zu Tode gequält wurde. Geschehen oder Angefangen seien die Folterungen der Frau bereits am letzten Samstag (5. Dezember). Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat daraufhin fünf Personen festgenommen, die an der Verstorbenen quasi einen „familiären „Exorzismus“ durchgeführt haben sollen. Denn alle Tatbeteiligten sind Familienangehörige der Toten – einer ihr 15 Jahre junger Sohn.

Der Autor Erich von Däniken soll von Satan manipuliert werden (Bild: S. Ampssler / L. A. fikschinger
Der Autor Erich von Däniken soll von Satan manipuliert werden (Bild: S. Ampssler / L. A. Fischinger

Die Familie kam vor nicht einmal zwei Monaten aus Südkorea nach Deutschland. Und brachten scheinbar einen fanatischen Glauben an Dämonen und den Teufel mit nach Frankfurt. Die Verstorbene wurde von ihrer Familie geknebelt und immer wieder mit Schlägen gegen Brust und Bauch bis zum Tode gefoltert. Sogar einen Kleiderbügel habe man ihr in den Rachen gesteckt.

Erst nach dem Tod der angeblich Besessenen riefen die Angehörigen einen katholischen Priester ins Hotel, der daraufhin Alarm schlug. „Ersticken infolge massiver Brustkorbkompression und Gewalteinwirkung auf den Hals“ sei nach der Staatsanwalt die Todesursache. Zudem war die Leiche übersät mit zahllosen Blutergüssen und Hämatomen gewesen. Weiter zitiert zum Beispiel „Die Welt“ am 9. Dezember die Behörden mit den Worten:

„Nach derzeitigem Kenntnisstand fügten die Beschuldigten dem Opfer über einen Zeitraum von mindestens zwei Stunden Schmerzen und Qualen zu, wobei ihr Handeln von einer gefühllosen und unbarmherzigen Gesinnung getragen war (…)“

Oberstaatsanwältin Nadja Niesen sieht hier eine außergewöhnliche und zugleich grausamen Tat. „So etwas habe ich noch nicht erlebt“, so zitiert die „Frankfurter Allgemeine“ am 9. Dezember die Staatsanwältin.

Stundenlange Folterungen und ein zweiten Exorzismus der Familie?

Im Verhör der Polizei gestand die teuflische Familie schließlich noch am 5. Dezember, dass in ihrem Haus in Sulzbach ein weiteres Opfer sei. Hier entdeckten die Ermittler in der Garage des Hauses eine schwer verletzte und fast verdurste Frau, die in Frischhaltefolie eingewickelt und stark unterkühlt war. Aber zum Glück lebte. Auch ein Opfer eines derartigen Exorzismus?

Nach einem anderen Medienbericht lebte die Familie sehr zurück gezogen in Sulzbach und auch nur kurzzeitig. Die Koreaner hätten den Nachbarn auch immer wieder davon erzählt, dass in dem Haus Geister leben würden. So heißt es dazu:

Die Koreaner lebten in dem Haus in Sulzbach offenbar sehr zurückgezogen. Die Rollläden waren nach Angaben der Nachbarn so gut wie immer heruntergelassen, alle Bewohner hätten jeden Vormittag gemeinsam das Haus in Richtung S-Bahn verlassen. Anfangs, als noch viele Männer mit in dem von einem Hofheimer vermieteten Haus gewohnt hätten, sei nachts stundenlang Gekreische aus dem Keller zu hören gewesen.

Papst Benedikt XVI. und Lars A. Fischinger - Angeblich ist der Papst der Satan in Person (Bild: Archiv L.A. Fischinger)
Papst Benedikt XVI. und Lars A. Fischinger – Angeblich ist er Satan in Person (Bild: Archiv L.A. Fischinger)

Was mag dort Grausiges geschehen sein? Zogen die Koreaner vor kurzem versehentlich in ein „Spukhaus“ und machten die beiden Opfer dafür verantwortlich? Hat die Familie im religiösen Wahn dann selber versucht, den beiden Frauen den vermeintlichen „Teufel auszutreiben“? Eine Meldung vom Januar 2014 auf diesem BLOG ist dazu vielleicht noch in Erinnerung. Darin hieß es, dass im November 2011 eine Familie in den USA ein Haus bezog, in dem angeblich über 200 Dämonen hausen sollen. Ein wahres Horrorhaus nach den Berichten damals.

Der Vatikan hat seine eigenen Exorzisten und ebenso strenge Regeln was einen Exorzismus angeht. So was macht man mal nicht nebenbei im Kreise der Familie. Eigentlich, egal für wie gläubig oder „fromm“ man sich auch selber halten mag. Ich vermute, dass die Koreaner Christen sind, da sie nach der Tat im Hotel am vergangenen Samstag auch einen katholischen Pfarrer riefen. Da war es leider schon zu spät für eines der Opfer.

Nach den Lehren der Kirche bedarf es einer gründlichen Prüfung des Falles bevor ein Exorzismus durchgeführt werden kann oder soll. Auch einer medizinischen Untersuchung geht dem voran. Und eine solche „Teufelsaustreibung“ muss daraufhin erst noch von dem verantwortlichen Bischof persönlich genehmigt werden. Diese Erlaubnis für einen Exorzismus gilt dabei auch nicht für jedermann, sondern für einen Priester/Exorzisten der Kirche selber.

Der Beelzebub boomt in Polen

Star Wars Episode VII von J.J. Abrams und Disney - Was kommt da auf uns zu?
VIDEO: „STAR WARS – Episode VII“ von J.J. Abrams und Disney – Was kommt da auf uns zu? (Bild: L. A. Fischinger)

Im katholischen Polen beispielsweise arbeiten 130 Exorzisten. Der Teufel boomt dort. So können dort beispielsweise seit 2012 die Gläubigen das Magazin „Egzorcysta“ (Der Exorzist) kaufen, und sich darin über den Kampf gegen Luzifer informieren. Monatlich werden davon 40.000 Exemplare gedruckt – angefangen mit 15.000 im Jahr 2012.

Besonders übel beim Teufels-Boom in Polen ist eine Nachricht für alle Fans von „STAR WARS“ inkl. mir selber natürlich: Die Diözese Warschau-Praga hat einen Fragenkatalog verteilt, anhand dessen man überprüfen kann, ob man nicht vom Teufel besessen oder verführt ist. 60 Fragen enthält der Bogen. Und wer „böse Filme“ wie eben „STAR WARS“ oder auch „Indiana Jones“ schaut, könnte dem Satan verfallen.

„Hello Kitty“ ist nach diesen „analytischen Fragen“ übrigens kein Teufelswerk …

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

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(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

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Der Teufel trägt nicht nur Prada: Ich habe mit Satan persönlich gesprochen! Der Papst als Antichrist und warum ich so oder so in die ewige Verdammnis komme.

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Papst Benedikt XVI. und Lars A. Fischinger - Angeblich ist der Papst der Satan in Person (Bild: Archiv L.A. Fischinger)
Papst Benedikt XVI. und Lars A. Fischinger – Angeblich ist der Papst der Satan in Person (Bild: Archiv L.A. Fischinger)

Am 20. Oktober 2007 erhielt ich ein Schreiben von Mons. James Havery, Präfekt des vatikanischen Hauses. Darin lud der Präfekt mich zu einer Generalaudienz am 5. Dezember 2007 beim Heiligen Vater im Vatikan ein Dabei gab es mir die Möglichkeit anschließend Papst Benedikt XVI. persönlich zu „treffen“ um dem Heiligen Vater mein damaliges Buch „Das Wunder von Guadalupe“ zu übergeben. Und damit habe ich angeblich dem Satan persönlich meine Aufwartung gemacht. Nicht nur mir ist nun die Hölle sicher …

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Aktivitäten von Dämonen nehmen dramatisch zu: Ein irischer „Teufelsaustreiber“ fordert von der Kirche mehr Exorzisten auszubilden

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Aktivitäten von Dämonen nehmen dramatisch zu: Ein irischer "Teufelsaustreiber" fordert von der Kirche mehr Exorzisten auszubilden (Bild: gemeinfrei)
Aktivitäten von Dämonen nehmen dramatisch zu: Ein irischer „Teufelsaustreiber“ fordert von der katholischen Kirche mehr Exorzisten auszubilden (Bild: gemeinfrei)

Es mag heute mittelalterlich erscheinen oder von irgendwelchen „primitiven Völkern“ im Urwald stammen, aber Exorzismus gibt es bis heute in der katholischen Kirche. Wie bereits mehrfach auf diesem Bog berichtet, ist Exorzismus tatsächlich noch immer fester Bestandteil der Kirche. Eigens dafür bildet der Vatikan selber solche „Teufelsaustreiber“ aus, die dann in aller Welt den Kampf gegen Satan, böse Dämonen und Besessenheit aufnahmen. Jetzt aber fordert ein Exorzist in einem offenen Brief an die Kirche, dass diese mehr Exorzisten ausbilden müsse. Der Grund ist, dass Aktivitäten von Dämonen und dem Bösen enorm zugenommen haben!


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Exorzisten

Teufelsaustreiber gibt es eigentlich in allen Teilen der Welt sowie in zahllosen Kulturen. Die wenigsten dieser Menschen sind aber auch „kirchlich anerkannte Exorzisten„, die im Auftrag des Vatikan handeln und auch in Rom ausgebildet wurden. Im schlimmsten Fall sind solche selbsternannten Teufelsaustreiber charismatische Sekten-Gurus.

Auch wenn es in der katholischen Kirche ein Regelwerk für Exorzisten gibt und weiterhin dort solche Geistlichen ausgebildet werden, ist der Glaube an das Böse und Satan allgegenwärtig. Hier sieht die Kirche das Problem, dass sich Scharlatane, Gurus oder Geistheiler in ihre Tattätigkeit des Exorzismus einmischen. Nicht unbegründet befürchtet der Vatikan dadurch Schaden an Leib und Leben angeblich von Dämonen oder dem Teufel besessenen Menschen!

Enormer Anstieg „dämonische Aktivitäten“ in Irland

Der Exorzist Pater Pat Collins aus Irland schlägt deshalb jetzt Alarm, wie es verschiedenen Medien berichten. Er sieht sich in Irland einem dramatischen Anstieg von teuflischen Aktivitäten gegenüber und fordert die Bischöfe seinen Landes und die Kirche dazu auf, mehr Exorzisten auszubilden.

In den letzten Jahren seien die Anfragen von besorgten Gläubigen nach einem Exorzismus so gewaltig angestiegen, dass die Kirche eingreifen müsse. So berichtetet es beispielsweise „The Irish Catholic“.

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Pater Pat Collins dazu:

Was ich verzweifelt herausfinden musste, sind Leute, die in ihren eigenen Köpfen – zu Recht oder zu Unrecht – glauben, dass sie von einem bösen Geist befallen sind.

Ich denke, in vielen Fällen glauben sie falsch, aber wenn sie sich an die Kirche wenden, weiß die Kirche nicht, was sie mit ihnen machen soll und sie verweisen sie entweder an einen Psychologen oder an jemanden, von dem sie gehört haben, dass er sich für diese Form des Dienstes interessiert. Und so fallen sie zwischen die Ritzen und ihnen wird oft nicht geholfen.

Genau darum verlangt Collins, dass die Kirche mehr Exorzisten ausbilden muss. Eine Aussage, die auch die „International Association of Exorcists“ (IAE), die Vereinigung der katholischen Kirche von einigen hundert aktiven Exorzisten, teilt.

Satan oder Psychiatrie?

Der Exorzist Pater Collins ist überzeugt:

Es gibt immer mehr Beweise für das niederträchtige Treiben des Bösen.

Andere Exorzisten sind der selben Meinung. Doch nicht jeder „vom Teufel besessene Mensch“ ist es auch, wie es die Kirche auch selber sagt. Es wäre auch mehr als vermessen zu behaupten, dass alle Menschen, die sich in irgendwelchen Wahnvorstellungen und psychischen Ausnahmezuständen verlieren, gleich von Dämonen besessen sind.

Zwischen dämonischer Aktivität und einer psychischen Erkrankung muss klar unterschieden werden. Dazu heißt es im „Katechismus der Katholischen Kirche“:

Der Exorzismus dient dazu, Dämonen auszutreiben oder vom Einfluss von Dämonen zu befreien und zwar kraft der geistigen Autorität, die Jesus seiner Kirche anvertraut hat. Etwas ganz anderes sind Krankheiten, vor allem psychischer Art; solche zu behandeln ist Sache der ärztlichen Heilkunde. Folglich ist es wichtig, dass man, bevor man einen Exorzismus feiert, sich Gewissheit darüber verschafft, dass es sich wirklich um die Gegenwart des bösen Feindes und nicht um eine Krankheit handelt.“ (KKK, 1673)

Pater Collins und die „International Association of Exorcists“ sehen sich angesichts der Flut an Exorzismus-Nachfragen ihrer „Schäfchen“ schlicht überfordert.

Gleich ob es nun „echte Besessenheit“ oder eine psychische Erkrankung in den Augen der Kirche ist, muss diesen Menschen geholfen werden.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Das „teuflische Evangelium der Aliens“: Ein Video will zeigen, dass ich durch „die dämonischen Lehren der Prä-Astronautik“ zum Satan verführe

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"Das Alien-Grey-Dämonen-Evangelium" der UFOs und Astronautengötter: Wie Erich von Däniken bin auch ich ein dämonischer Verführer mit meinen Lehren (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
„Das Alien-Grey-Dämonen-Evangelium“ der UFOs und Astronautengötter: Wie Erich von Däniken bin auch ich ein dämonischer Verführer mit meinen „Lehren“ (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Es ist wahrlich nicht neu, dass die Themen UFO-Phänomen, Außerirdische und natürlich Prä-Astronautik (Ancient Aliens) sehr umstritten sind. Ebenso ist es nicht neu, dass Skeptiker und Kritiker den Befürwortern der Grenzwissenschaft & Co. neben sachlichen auch oftmals allerlei vollkommen unsinnige Vorwürfe machen. Sei es zum Beispiel, dass ich und mein YouTube-Kanal bezahlte Desinformation von Illuminaten, Freimauer oder wem auch immer ist, oder, dass ich mit dem „Teufel im Bunde“ stehe. Nun aber stieß ich auf ein Video im Internet, das an Vorwürfen mir und anderen Autoren der Grenzwissenschaft gegenüber nicht zu überbieten ist! Oder besser gesagt: unterbieten. Ich habe mir das ungewöhnliche Schmäh-Video eines angeblichen „Christen“ einmal genau angesehen und stell es Euch hier umfassend vor.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Wer sich, wie ich, mit augenscheinlich sehr „sonderbaren Themen“ beschäftigt, gilt ganz schnell als Spinner. Das stört mich nicht im Geringsten, da jene Personen, die solche Aussagen treffen, von meiner Tätigkeit, meinen Aussagen und meine Themen keinen Funken Ahnung haben. Schlimmer noch, denn diese Tölpel haben nie etwas von mir genau gelesen etc.

Das macht nichts. Warum soll man etwas lesen, dass einen nicht interessiert? Da stehen die meisten Autoren oder Grenzwissenschaftler ganz einfach drüber. Vor allem ist natürlich hier Erich von Däniken zu nennen, da er seit 1968 neben sachlicher Kritik auch die wildesten Vorwürfe zu hören bekommt.

Teufelszeug!

Selbstverständlich ist es oft einfach zum Lachen, was „Skeptiker“ in ihrem Wahn alles behaupten. Oft wird mir vorgeworfen, dass ich irgendwie von einer Geheimgesellschaft in und bezahlte Desinformationen bei YouTube in meinen Videos verbreite. Oder aber auch, dass Leute wie EvD und ich Teufelszeug verbreiten, wenn es um Raumfahrer im Altertum oder auch um UFOs geht.

Was solls?! Solche „Kritiken“ prallen zumindest an mir ab, wie vom Körper abgestoßene Biomasse an einer Marmorsäule.

Doch kürzlich fand ich im Internet ein etwa halbstündiges Video das „der Wahrheit entspricht“. Es sei „eine wahre Begebenheit – Erfahrungen mit den Lehren der Greys“, die unter anderem mich persönlich als Verbreiter satanischer und dämonischen „Lehren“ bezeichnet. Ich sei damit eine „Gefahr“ für alle Menschen!

Ich habe mir das Video einmal ganz genau angehört und möchte es Euch auf keinen Fall vorenthalten. Vor allem, da sich mit Sicherheit viele von Euch durchaus unterhalten fühlen werden …

Das „Evangelium der Aliens“ und die Lehren des Lars A. Fischinger

Das Video von dem YouTube-User „Ökumene Kritik“ ging am 12. April 2017 online. Darin wird vorgeworfen, dass ich – wie Erich von Däniken oder auch Zecharia Sitchin – ein „Evangelium der Grauen“, also der Aliens, lehre und verbreite. Dieses „Alien-Grey-Dämonen-Evangelium“, wie des in der Beschreibung des Videos heißt, habe vor allem von Däniken verbreitet und ich sei als eine Art „Schüler“ dieser Lehren nun selber ein solcher teuflischer Lehrer geworden.

So heißt es in der Beschreibung in Etwa:

Kann man Lehrern dieser Prä-Astronautiker wie (…) Lars A. Fischinger vertrauen? Wo sind Lügen darin zu finden? Welche Gefahren stecken in diesem Phänomen?“

Es gibt viele Götter und Erich von Däniken ist ihr Prophet! Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“
Es gibt viele Götter und Erich von Däniken ist ihr Prophet! Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“

Weiter lesen wir dort:

Wer wegklickt hat Angst vor der Wahrheit. Wer die Wahrheit liebt hört bis zum Ende zu.

Das habe ich freudig getan und fühlte mich nett unterhalten.

Dieser Quatsch von einer (Alien-)“Lehre“, die verbreitet wird, zieht sich durch das ganze Video. Immer wieder wird von dem (angeblich!) „gläubigen Christen“ in seinem Schmäh-Vortrag fabuliert, dass Leute wie Däniken und ich „Lehren“ verbreiten. Also quasi mit einer Alien-Religion missionieren und eben das Evangelium der Greys verbreiten.

Schlimmer noch ist aber eine weitere Falschaussage, die sich durch das gesamte Video zieht: Der Einsteller spricht die ganze Zeit unzählige Male davon, das die Prä-Astronautik die Außerirdischen der Vorzeit als Götter ansehen. Götter im Sinne von echten Göttern, als die Götter eben. Hier zeigt sich, dass der „Kritiker“ überhaupt gar nichts von der Prä-Astronautik verstanden hat. Nichts.

Und das, obwohl er selber einleitend davon spricht, sich einst intensiv mit UFOs, Esoterik, Aliens der Antike usw. befasst habe. Das ging so weit, dass er selber verzweifelt versuchte, dass die Alien-Götter ihn doch auch mal entführen. Was der angeblich „christliche Kritiker“ aber versteht ist übrigens, wie man ungefragt Bilder von mir und diesem Blog sowie anderen Seiten nimmt und in seine „christlichen“ Videos einbaut. Wie sagte Gott im Alten Testamt noch gleich? – „Du sollst nicht stehlen!“

Nur ist es vollkommener Unsinn, dass ich (oder wer auch immer) die Astronautengötter als echten Gott oder ähnlich ansehen! Die Ahnen, so heißt es nach der Idee der Prä-Astronautik, begegneten Wesen aus Fleisch und Blut aus dem All und diese wurden für überirdisch (göttlich) gehalten. Es ist völlig absurd zu behaupten, dass EvD oder ich jemals etwas anders sagten oder schrieben.

„Die Außerirdischen sind unsere Götter“, wie es im Video unterstellt wird, behauptet kein einziger Grenzwissenschaftler. Außer jene, die der UFO-Sekte Rael-Bewegung angehören. „Ökumene Kritik“ zeigt damit mehr als deutlich, dass er von UFO-Forschung und Prä-Astronautik nichts versteht. Nichtmal die Grundidee hinter den Überlegungen zu Astronautengöttern oder auch UFOs.

Erst sein angeblicher Weg zu Jesus und, wie er es am Ende erzählt, eine vergebliche versuchte Verführung durch den Satan oder einen seiner Handlanger auf einem Autobahnrastplatz, brachte ihn zu diesen Erkenntnissen. Die versuchte Verführung durch den Teufel sah übrigens so aus, dass ein Mann, eine Art „Men in Black“, wie er sagt, ihn an der Autobahn davon abriet von ihm gemalte Bilder von Aliens in den Müll zu werfen … dennoch tat er es.

Aber es wird noch absurder:

Dämonische Lehren, teuflische Verführungen, okkulte Machenschaften

UFOs und Prä-Astronautik sind eine „Götterlehre“, wie es „Ökumene Kritik“ dank seinem Glauben zu Jesus Christus wissen will. Ein falsches Evangelium, dass von Satan persönlich ausgeht, da es auch „wissenschaftlich erwiesen“ sei, dass Aliens niemals die Erde erreichen können. Also sind und waren sie nicht hier und folglich steckt der Teufel und seine Dämonen hinter all diesen Phänomene bzw. Themen. Das schließt nach Meinung des „Kritikers“ Kornkreise explizit mit ein.

Und hier wird es wieder unsinnig. Ausgiebig wird davon gesprochen, dass Kornkreise sehr oft okkulte, esoterische oder dämonische Symbole zeigen würden. Damit sei klar, dass diese von Satans Schergen angefertigt werden, die damit die Menschheit verführen wollen. Die Dämonen würden sich heute ganz einfach „modern“ in Form von Aliens präsentieren, um so Menschen zu verführen und von Gott und Jesus Christus zu trennen.

„The Mowing Devil“ von Hartfordshire 1678 (Bild: gemeinfrei)

Als Beispiel wird in dem Video das bekannte Bild „The Mowing Devil“ von 1678 genannt, auf dem zu sehen ist, wie der Teufel mit seiner Sense ein Feld mäht. Diese Abbildung wird heute in der Kornkreis-Thematik häufiger als ein Indiz für mittelalterliche Kornkreise angesehen. Wenn aber damals der Teufel solche Kornmuster geschaffen hat … dann macht er es auch noch heute, glaubt mein „Kritiker“ in seinem Beitrag. Nur ist der Höllenfürst von damals heute up to date und präsentiert sich als Alien

Wer also sich mit den Themen der Grenzwissenschaft beschäftigt und diese „lehrt“ (wie auch immer man dies „lehren“ kann), gehört zu diesem okkulten Zirkel. Auch ich bin damit ein Verführer im direkten oder indirekten Auftrag des Satan.

Es würde zu weit gehen darzulegen, warum und weshalb eine Beziehung zwischen dem Glauben an überirdische Wesen wie Dämonen, Feen, Zwerge oder eben den Teufel im Mittelalter mit den „Aliens von heute“ in Verbindung stehen könnte. Auf diesem Blog, in Videos und in Büchern habe ich das Thema immer wieder aufgegriffen. Gleichfalls habe ich in einem Buch sehr umfassend und detailliert dargelegt, wer Satan eigentlich gewesen sein könnte und warum es ihn als Bestie in einer Hölle nicht gibt.

Trotzdem ist sich der „christliche“ Mann sicher, dass hinter Kornkreisen der Satan steckt. Dass solche Bilder in den Feldern der ganzen Welt in Massen von ganz normalen Menschen gefälscht werden, erwähnt er jedoch mit keiner Silbe. Vielmehr verweist er in seinem Vortrag auf einige Kornkreise hin, die seine satanische Herkunftsidee belegen sollen. Ob sie von Menschen als Gag angefertigt sein könnten, zieht er nicht mal in Erwägung.

Dämonen in UFOs und der Verführer Fischinger

UFOs sind ebenso auch ganz einfach Manifestationen des Satans und seiner Dämonen. Eine Aussage, die nicht neu ist. Doch der religiös erfüllte „Kritiker“ vermutet dahinter noch weit mehr. Es könnte sein, so sagt er, dass Geheimdienste mit dem Teufel und seinen höllischen Kreaturen gemeinsame Sache machen. Die UFOs seine zwar materielle und damit physische Objekte, aber von Menschen und Höllenwesen zusammen gebaut worden.

„Es ist ein dämonisches Ding“, das hier zwischen Mensch und Satan laufen könnte, heißt es in dem Video. Das würde dann auch die „Men in Black“ erklären, die nach Meinung des Ex-Esoterikers eben auch Dämonen sind. Immerhin habe er ja einen solchen „Men in Black-Dämon“ selber an der Autobahn mit einem dicken Wagen der Marke „Audi“ getroffen. Wenn es nicht sogar Luzifer selber war.

„Ich werde Euch nachher noch ein Zeugnis geben“, so kündigt er übrigens seine Erzählung von seiner Autobahn-Begegnung an. Dies alles diene ausschließlich dazu, die Menschheit zum Gehörten zu verführen oder zu leiten. So sagt er in seinem „Kritik-Video“ zum Beispiel über UFOs, Prä-Astronautik, Aliens etc. ab etwa Minute 10:33:

Ich glaube, dass dieses Gedankengut, dieses Konstrukt, dieses Evangelium der Grauen ein okkult-dämonisches Evangelium ist und damit Menschen verführt werden, Kontakt zur dämonischen Welt aufzubauen.

UFOs: nichts weiter als Erscheinungen von Geistern oder böse Dämonen des Teufels? (Bild: Archiv L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)
UFOs: nichts weiter als Erscheinungen von Geistern oder böse Dämonen des Teufels? (Bild: Archiv L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)

Wer also von den Freundinnen und Freunden des Phantastischen durch meine Veröffentlichungen bereits versucht hat „Kontakt zur dämonischen Welt aufzubauen“ (= Außerirdische), möge sich bitte bei mir melden.

Die Greys, die Grauen, von denen „Ökumene Kritik“ dauernd spricht, sind aber auch in Sachen UFOs an dieser Stelle sehr interessant. Diese Wesen sind heute sicher jeden bekannt und werde als Aliens angesehen. Beispielsweise eben beim UFO-Phänomen sollen diese gesehen worden sein. Vornehmlich bei UFO-Entführungen. Diese Greys sind nach Lesart dieser Video-„Kritik“ ganz einfach Dämonen und keine Wesen aus dem All.

Man könne allerdings diese Greys und ihre UFOs aber zum Glück dadurch vertreiben, dass man bei einer solchen Begegnung zu Gott und Jesus Christus betet. Solche Fälle kenne er selber, wird im Video gesagt.

Was aber mit keiner einzigen Silbe in dem Video erwähnt wird, sind andere angebliche „Alien-Typen“. Die „kleinen Grauen“ sind fraglos sehr bekannt, jedoch lange nicht die einzigen Wesen, die gesehen worden sein sollen. Auch engelhafte Geschöpfe oder blonde und große Menschen kennt die UFO-Forschung. Sind auch diese – wenn sie real sind – Dämonen oder nur teuflische Kreaturen, die sich in anderen Körpern tarnen?

Das Video schweigt darüber. Es schweigt aber selbstverständlich nicht darüber, woher diese UFO-Alien-Verführer eigentlich kommen.

Schon in der Bibel seien diese Wesen des Luzifer erwähnt. Interessanterweise wird dazu in der Videobeschreibung das 1. Buch Moses (6,1-7) zitiert, in dem von den Gottessöhnen und den Menschenfrauen berichtet wird. Knappe Verse, die ich beispielsweise in meiner „satanischen Lehre“ vor allem HIER sehr umfangreich interpretiert und hinterfragt habe. Nur waren diese weder echte Götter, im eigentlichen Sinn, noch irgendwie überirdische Wunderwesen eines Satans, der in der Hölle wohnt. Zumal nach meinem Verständnis eines „Dämon“ dieser wohl kaum mit einer Menschendame Babys zeugen kann.

Genau das sagt aber der von diesem „Kritiker“ selber zitierte Text aus der Bibel selber … (mehr HIER)

Meine „Lügen“ und die „Lügen“ der anderen …

Nun wird es ganz besonders spannend:

Der Meister der „Alien-Dämonen-Religion“ ist selbstverständlich Erich von Däniken, heißt es von dem „christlichen“ YouTuber. Er ist der Meister dieses „Evangelium der Grauen“ und ich war oder bin einer seiner Schüler. Bis ich dann eines Tages selber zu einem solchen „Lehrer“ des Okkulten und Bösen wurde. Folglich bin ich von der dunklen Seite in der Welt verführt worden.

Der satanische Lehrer und sein Schüler: Erich von Däniken und Lars A. Fischinger
Der satanische Lehrer und sein Schüler: Erich von Däniken und Lars A. Fischinger

EvD ist „der große Lehrer der dämonischen Lehre der Prä-Astronautik“, wie es auch Armin Risi oder Zecharia Sitchin seien. Letzter habe die teuflischen Lehren des Planten Nibiru, der außerirdischen Anunnaki „und blabla“ (Zitat) verbreitet. Doch von Däniken als Vorreiter der Astronautengötter-Idee habe schon seine Laufbahn als Lehrer des Satans auf fiese Machenschaften begründet, berichtet das Video.

So hat EvD angeblich sogar eine Art Artefakt in Form eines UFOs gefälscht, um seine „Lehren“ damit zu belegen. Was bzw. welches Objekt damit gemeint ist, weiß ich an dieser Stelle allerdings auch nicht.

Als geradezu sensationelle Enthüllung stellt der „gottesfürchtige Kritiker“ seine Ausführungen zu von Däniken dar, dass dieser einst im Gefängnis war. Das würde gerne „verschwiegen“ und sei erst viel später herausgekommen, so flunkert er weiter als „Christ“.

Das ist ebenso falsch, wie die Behauptung, in den 1980er Jahren sei der Schweizer Autor mit seinen „Missionierungen“ angefangen. Richtig ist nämlich, dass EvD vor Gericht und ins Gefängnis kam, als ihn bereits alle Welt durch sein erstes Buch „Erinnerungen an die Zukunft“ von 1968 kannte. „Verschwiegen“ wurde da nichts. Im Gegenteil, da es ein mediales Spektakel war! Und es wäre bei dem Hype um seine Person damals auch unmöglich gewesen, da die Presse in aller Welt von seiner Verhaftung berichtete.

Dass die Verurteilung von EvD wegen Betrug zu einem Großteil eine reine Show der Justiz war und vor allem nichts mit seinem Thema der Götter aus dem All zu tun hatte, wurde übrigens von „Ökumene Kritik“ verschwiegen. Oder er weiß es nicht, was ich eher denke. Schließlich weiß der „Kritiker“ vieles nicht, wie es schon das mangelnde Wissen um die Grundannahme der Prä-Astronautik oben zeigte.

Ein „Kritiker“, der keine Ahnung hat

Da verwundert es auch nicht, dass seine Behauptungen zu mir schlichte Lügen des „frommen Christen“ sind. Zumindest zeugen sie von purer Unwissenheit und es wurden so manipulativ in dem Schmäh-Video erzählt, das man nur die Hände über den Kopf zusammen schlagen kann.

So suggeriert der unwissende „Christ“ ab ca. Minute 8:35 folgenden Unfug über mich:

Die Akte 2012 reloaded - Weltuntergang, Nibiru, Maya-Kalender und anderen Unsinn zum 21. Dezember 2012
Die Akte 2012 reloaded – Weltuntergang, Nibiru, Maya-Kalender und anderen Unsinn zum 21. Dezember 2012

Ich hätte verbreitet, dass der Maya-Kalender im Jahre 2012 das Ende der Welt vorhersagen würde – und würde mich nun „plötzlich“ davon distanzieren. Wie auch andere nicht genannte Autoren. So sagt er etwa in seiner Unwissenheit:

Und machen blabla, als hätte das gar nicht gestimmt. Aber vorher haben sie kräftig damit Geld gemacht und ihre Bücher verkauft.“

An Dummheit ist „Ökumene Kritik“ damit in diesem Zusammenhang kaum mehr zu überbieten. Weder hat er mein Buch „Die Akte 2012“ gelesen, noch meine zahllosen (kostenlosen) Blog-Postings und YouTube-Videos zu 2012  gelesen bzw. gesehen. Als Autor wurde gerade ich in diesem Zusammenhang nicht müde, gegen diesen 2012-Hype zu arbeiten. Der „Kritiker“ lügt folglich bei dieser Behauptung ganz einfach oder hätte es gerne, dass es so ist. „Du sollst nicht lügen!“

Man sollte hierbei noch unterstreichen, dass fast kein Esoteriker und ausnahmslos kein Prä-Astronautiker Bücher publizierte, dass 2012 der Weltuntergang kommt. Das ist reines Wunschdenken dieses „Kritiker“, da es so wunderbar in sein teuflisches Weltbild der bösen Alien-Fans passt. Bei der Sintflut an esoterischen 2012-Büchern damals war sogar genau das Gegenteil der Fall: Diese fabulierten in ihren Veröffentlichungen vom „Aufstieg der Menschheit“, einem „goldenen Zeitalter“ oder „spirituellen Wandel“ usw. Grundsätzlich also von positiven Geschehen in den Augen dieser 2012-Esoteriker.

Auch der „große Meister des Bösen“ von Däniken hat nie davon gesprochen

Euer Jäger des Phantastischen

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UFOs: Nichts als Erscheinungen von Geistern und okkulte Manifestationen von Dämonen des Teufels?

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UFOs: nichts weiter als Erscheinungen von Geistern oder böse Dämonen des Teufels? (Bild: Archiv L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)
UFOs: nichts weiter als Erscheinungen von Geistern oder böse Dämonen des Teufels? (Bild: Archiv L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)

Was ist die wahre Natur von UFO-Erscheinungen? Alles Schwindel und Irrtümer? Außerirdische aus dem Universum? Oder ganz anders: Ist das UFO-Phänomen sowie die UFOs an sich in Wahrheit eine Erscheinungsform von Dämonen, Geistern und okkulten Mächten? Ausgeburten des Teufels/Satans, quasi die gefallenen Engel der drei großen Weltreligionen? Das jedenfalls wird immer wieder behauptet. Teilweise auch von Seiten kirchlicher Medien oder Vertretern verschiedener Religionen. UFOs seine nichts weiter als Teufelswerk von Dämonen, die die Menschheit nicht nur in die Irre führen sondern dem Satan bzw. Luzifer selber zuführen sollen? Eine christliche Internetseite hat zu diesen und anderen Fragen zum UFO-Phänomen einen durchaus objektiven Artikel veröffentlicht.


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Artikel vom 5. Juni 2013 / Update: 29. Oktober 2016

Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Hin und wieder lese ich auf der christlichen Internetseite Livenet.ch und die dortigen Artikel und Meldungen im „Webportal von schweizer Christen“. Ein Artikel, der auch auf der angeschlossenen Website Jesus.ch zu finden ist, ist dabei für an der Grenzwissenschaft und UFOs Interessierte besonders interessant. Es ist der Artikel „Sind UFOs Geistererscheinungen?“ von Bruno Graber.

In dem seit mindestens Sommer 2013 online zu finden Artikel geht der Autor Graber kurz und bündig auf einige Fragen zum UFO-Phänomen ein. Inklusive der Frage, ob UFOs in Wahrheit Dämonen und Manifestationen des Satans sind, die Menschen manipulieren und verführen sollen. So schreit er zum Beispiel zu UFOs:

Rund 90 Prozent aller UFO-Meldungen haben sich nachträglich als Fehlalarm erweisen. Was soll man aber von den restlichen Berichten halten? Eine Umfrage in Deutschland zeigt, dass 17 Prozent der Bevölkerung an Besuche aus dem All glauben und dass 31 Prozent annehmen, dass intelligentes Leben im All existiert.“

Bereits hier würden UFO-Forscher an den „rund 90 Prozent“ herum feilschen wollen. Bekanntlich schwanken die Aussagen darüber, wie viel Prozent der UFO-Meldungen „ungeklärt“ bleiben. Ebenso schwanken die Umfrageergebnisse zum Thema Außerirdische im Kosmos, Glaube an UFOs als Alien-Fahrzeuge (das sind eigentlich zwei Paar Schuhe) von Land zu Land und Jahr zu Jahr.

Wie macht man perfekte UFO-Fotos? Die CIA gab vor ca. 55 Jahren ihren Mitarbeiten dazu 10 nützliche Tipps mit auf den Weg (Bild: gemeinfrei / Heimatverein Lette / Montage: L. A. Fischinger)
Wie macht man perfekte UFO-Fotos? Die CIA gab vor ca. 55 Jahren ihren Mitarbeiten dazu 10 nützliche Tipps mit auf den Weg (Bild: gemeinfrei / Heimatverein Lette / Montage: L. A. Fischinger)

Bruno Graber jedenfalls verweist in seiner Publikation darauf, dass „Spiegel Online“ und „Astrodicticum simplex“ die besten UFO-Bilder „prämiert“ haben. Doch das ist vollkommen irreführend für die christlichen Leser dieser Internetseite. Zumindest dann, wenn man nur den Artikel Graber liest, da es in diesem heißt:

Alle Bilder sind gekonnte Fälschungen.

Und warum sind alle Bilder „gekonnte Fälschungen“? Weil eben „Astrodicticum simplex“ höchst selber am 14. Februar 2010 zu einem Wettbewerb in UFO-Fotos fälschen aufgerufen hat! Dieser stand unter dem Motto „Wer fälscht das beste UFO-Foto?“ und die Bild-Ergebnisse wurden am 21. März 2010 online veröffentlicht.

Diese Tatsache ist zwar im Artikel von Graber verlinkt, aber mit keiner Silbe erwähnt. Wen wundert es, dass Bilder aus einem solchen Fälscherwettbewerb im Ergebnis dann auch alle Fake sind? Also mich nicht. Und so „gekonnte Fälschungen“ sind übrigens auch nicht alle …

UFOs sind satanische Dämonen!

Bruno Graber geht auf der christlichen Internetseite neben einer Reihe anderer Aussagen auch auf die Idee „UFOs sind Dämonen“ ein. Ich kenne eine ganze Reihe Aussagen von Muslimen, die UFOs und das ganze UFO-Phänomen als Dämonen und Satans „Handlanger“ etc. interpretieren.

In der islamischen Mythologie, dem Koran und deren Glaubenswelt kommen solche „Dämonen“ natürlich auch tatsächlich vor. Der Islam unterscheidet sich da nicht von allen anderen Religionen der Welt; ob große oder kleine Religionen.

Wobei man diese übersinnlichen und überirdischen Wesen im Islam als „Dschinn“ bezeichneten Dämonen auch in drei „Gruppen“ unterscheidet. Auch wenn die Deutungen und Interpretationen dieser Dschinn nicht unumstritten sind, finden sich im Koran vielfach Erwähnungen dieser Wesenheiten. Die Sure 72 des Koran, „Der Dschinn“ genannt, widmet sich zum Beispiel vollständig diesen Wesen.

Genius aus Mesopotamien: Ein Astronautengott und Vorläufer von Engeln und geflügelten Dämonen? (Bild: L. A. Fischinger)
Genius aus Mesopotamien: Ein Astronautengott und Vorläufer von Engeln und geflügelten Dämonen? (Bild: L. A. Fischinger)

Es könnte sich bei den Dschinn um dämonische Geister und Naturwesen handeln, die schon vor dem Islam im Nahen Osten (Arabien) bekannt waren. Vielleicht stammt der glaube in seinem Ursprung sogar von den legendären Genien ab. Mesopotamische Flügelwesen, die in der Prä-Astronautik gerne als Anunnaki bezeichnet werden.

Auch die geflügelten „Engel“ der Christenheit scheinen ihren Ursprung in diesen Genien zu haben (hier mehr). Dabei gibt es auch auch Parallelen zu der abendländischen Folklore über Feen, Trolle Elfen bzw. allgemein zu den „Naturgeistern“.

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Natürlich werden auch in der christlichen Welt UFO-Erscheinungen hin und wieder als „dämonisch“ angesehen. Vor allem auch bei den Bibelfundamentalisten, da diese sehr schnell dabei sind, vieles in der Welt als Manifestationen und Manipulationen des Satan anzusehen, wie es beispielsweise hier beschrieben wurde.

UFOs werden dabei auch auch mal in Zusammenhang mit „Plänen geheimer Mächte„, die mit Luzifer im Bunde sind, in Verbindung gebracht. Immerhin ist der Glaube an den Teufel und seine Dämonen eine der Kernlehre des Christentums, auch wenn ich den Ursprung daran vollkommen anders sehe und deute.

Mir ist aufgefallen, dass scheinbar der Glaube daran, dass der Satan/Teufel, okkulte Mächte oder schlicht das Böse hinter dem UFO-Phänomen steckt, offenbar zugenommen hat. Auch Erich von Däniken als bekanntester Vertreter der Idee der Astronautengötter, wurde und wird angeblich „von satanischen Mächten missbraucht“, wie es dann und wann behauptet wird.

Dies lässt sich durchaus auf alle Vertreter der unterschiedlichsten Ideen aus dem Bereich der Grenzwissenschaft übertragen – inklusive mir selber. Wenn es denn stimmen würde …

der Autor Erich von Däniken soll von Satan manipuliert werden (Bild: S. Ampssler / L. A. Fischinger)
Auch der Autor Erich von Däniken soll von Satan manipuliert werden (Bild: S. Ampssler / L. A. Fischinger)

Zumindest bemerke ich persönlich, dass seit dem Start meines YouTube-Kanal zur Grenzwissenschaft im Sommer 2012 häufig in den dortigen Kommentaren diese Meinungen geäußert werden. Ob mein rein subjektives Empfinden in dieser Hinsicht auch zutrifft, kann ich nicht beurteilen.

Der der Artikel von Bruno Graber ist da wesentlich „freundlicher“ verfasst, als so mancher Kommentar dazu auf meinem Video-Kanal. Es lohnt sich für den UFO-Interessierten durchaus ihn zu lesen. Vor allem deshalb, da der Artikel auf einer christlichen Internetseite steht, die in dem dortigen Ressort „Esoterik“ so mancherlei Themen wie Astrologie oder Halloween aus christlicher Sicht behandeln.

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Stephen King live: Über 200 Dämonen und selbst der Satan persönlich sollen eine US-Familie in ihrem Haus terrorisieren

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200 Dämonen machen ein Haus in den USA angeblich zu einer wahren Hölle (Bild: public domain)
Über 200 Dämonen machen ein Haus in den USA angeblich zu einer wahren Hölle (Bild: public domain)

Seit über zwei Jahren soll eine Frau mit ihren drei Kindern und ihrer Großmutter in Gray bei Chicago in den USA von mehr als 200 Dämonen und dem Teufel selber besessen sein. Mit allem, was dazu gehört: von Spuk, Geistern und seltsamen Schritten bis Kindern, die wie im Kinofilm „Der Exorzist“ über dem Bett schweben, unheimlichen Stimmen und satanisch besessenen Menschen. Angeblich gibt es zahlreiche Zeugen für das teuflische Treiben.

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„Tomy“ ist schuld: „Erich von Däniken wurde von satanischen Mächten missbraucht“!

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Der Autor Erich von Däniken soll von Satan manipuliert werden (Bild: S. Ampssler / L. A. Fischinger)
Der Autor Erich von Däniken soll von Satan manipuliert werden (Bild: S. Ampssler / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Der Satan, der Antichrist oder schlicht der Teufel ist in den Augen vieler Menschen bekanntlich immer und überall. Hinter allem wird der Satan oder sein Wirken vermutet. Das UFO-Phänomen? Dämonischer Satans-Kram! Facebook? Satan-Zeug! Der Papst/Vatikan? Satans Handlanger! Die USA? Der Staat Satans! Nun traf es auch Erich von Däniken. Von Däniken erzählt in seinem Roman „Tomy und der Planet der Lüge“ (2006) von einer angeblichen Begegnung mit einem Alien mit Namen „Tomy“ – und dieser war laut einem Däniken-Leser der Teufel in Person!

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Ancient Aliens-Idee: Warum ich und alle Prä-Astronautiker mit mir vom Teufel verführt wurden und in die Hölle kommen!

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Der Glaube an Außerirdische soll in die Hölle führen (Bild: L. A. Fischinger)
Der Glaube an Außerirdische soll in die Hölle führen (Bild: L. A. Fischinger)

Sehr viele Freunde der Prä-Astronautik sehen in den Texten der Bibel Hinweise auf die Ancient Aliens. So auch im Buch Ezechiel. Spätestens seit Erich von Däniken 1968 in seinem ersten Buch spekulierte, dass dort die Erscheinung von Außerirdischen beschrieben sein könnte, streiten sich die Prä-Astronautik-Geister um diesen Text. Doch damit sind die Anhänger der Prä-Astronautik, die diese Ezechiel-Idee teilen, verloren! Sie werden, wie es heißt, in der Hölle schmoren und von Däniken selber ist mit seinen Thesen der „Täuschung Satans erlegen“ …

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Sintflut: Von Gott zur Vernichtung von Abtrünnigen und Riesen gesandt – warum aber gab es sie danach immer noch? (Artikel)

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Die Sintflut: Von Gott zur Vernichtung der Riesen gesandt - warum aber gab es sie danach immer noch? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Die Sintflut: Von Gott zur Vernichtung der Riesen gesandt – warum aber gab es sie danach immer noch? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Laut Bibel und verwandten Schriften schickte Gott einst die Sintflut zur Vernichtung von Abtrünnigen, Menschen und Riesen. Ein faszinierender Mythos – aber warum gab es diese Giganten in der Bibel Jahrtausende nach der Flut noch immer? Wie konnten diese Titanen der Urzeit die Katastrophe und Gottes Plan der Vernichtung überleben? Dazu schweigt die Bibel. Lediglich Sagen und außerbiblisches Schriftgut zur Bibel geben hier mythologische und vor allem überaus erstaunliche Antworten. Welche das sind und was demnach alles geschehen sein soll, erfahrt Ihr in dieser Spursuche eines komplexen Themas.


Die Sintflut

Uralte Mythen in aller Welt überliefern eine verehrende, unfassbare Katastrophe, die heute meist pauschal als „Sintflut“ bezeichnet wird. Sie kam als vernichtende Strafe von Gott oder den Göttern, da sich Angehörige dieser Himmlischen unter das Menschengeschlecht mischten. Was zur Folge hatte, dass sich nicht nur die „Bosheit“ und „Gottlosigkeit“ unter den Menschen ausbreitete, sondern auch ein Mischgeschlecht von Himmlischen und Irdischen.

Eine gottlose Zeit in einer fernen Vergangenheit. Die heute meistens nur aus der Bibel bzw. aus entsprechenden religiösen Lehren bekannt ist.

Und das, obwohl dieser Mythos von der Katastrophe und Flut, den vom Himmel gekommenen, rebellierenden Götterwesen, der um sich greifenden Gottlosigkeit und vieles mehr, rund um die Welt bei nahezu allen Kulturen überliefert ist. Wie umfangreich bereits HIER dargelegt und betrachtet wurde. Deshalb sollen aufgrund des Umfanges der dortigen Darstellungen diese hier nur am Rande erwähnt werden.

Grund für die Sintflut war immer ein Abfall von Gott oder anderen Himmelswesen. Im Alten Testament und verwandten Schriftgut und Überlieferungen schickte Gott die Flut um unter anderem seine eigenen Leute zu töten. Es waren Gottessöhne seines eigenen Hofstaates, die sich gegen ihn auflehnten. Nach einem genau festgelegten Plan kamen diese rebellierenden Wächter des Himmels aus dem „Reich Gottes“ zur Erde und wandten sich den Menschen zu. Nicht nur, um diese zu lehren und ihnen Weisheit und Wissen zu bringen, sondern auch und vor allem, da sie mit den Menschenfrauen Kinder zeugen wollten.

„Übernatürliche Ehen“ nennt beispielsweise „Die Tora in jüdischer Auslegung“ (Band I, 2011) diese ungöttliche Verbindung.

Himmlische Rebellen und Riesen vor der Sintflut

Eine dunkle Epoche in historisch kaum greifbaren Zeiten vor der Sintflut der Bibel. Und genau in diesen Tage habe es Riesen auf der Erde gegeben. Jene Titanen oder Giganten, die in der vermeintlich „aufgeklärten westlichen Welt“ gerne ins Reich der Phantasie geschoben werden. Für unsere Ahnen waren sie hingegen real, weshalb sie auf Mystery Files in Beiträgen und YouTube-Videos vielfach bereits Thema waren (s. a. Videos unten).

Nach dem Buch Genesis (6,1ff.) missfiel dem Herrn im Himmel das, was aus der Menschheit durch seine göttlichen Rebellen geworden war. Nicht nur aufgrund des Umstandes, dass die Menschheit und ihre vorsintflutliche Kultur dadurch mehr und mehr verfiel. Vor allem auch, da es dadurch eben jene Riesen gab, die offenbar aus dieser Vermischung der beiden Spezies hervorgingen. Genau diese galt es durch die Sintflut zu vernichten. Inklusive der widerspenstigen Menschheit und seiner einstigen Getreuen seines „Himmelreichs“.

So brach mit unbändiger Macht und Gewalt die Sintflut über die Menschen und alles Leben herein. „Das Ende allen Fleisches“ habe Gott beschlossen (Gen. 6,13). Wehmütig bereute er es, dass er den Menschen erschaffen hatte (Gen. 6,7f.), da alle Gedanken „seines Herzen nur böse“ seien. Jeden Tag und jederzeit (Gen. 6,5).

Gott zog die Konsequenzen dahingehend, dass selbst alle Tiere sterben mussten. Und der Mensch fortan nur noch 120 Jahre alt werden durfte und wird. Als eine Art von Obergrenze der Lebenszeit der Menschheit, wie es das 1. Buch Moses in 6,3 erzählt. All das geschah, „als die Gottessöhne zu den Töchtern der Menschen eingingen und diese ihnen gebaren“, wie es der Folgevers behauptet.

Schon das klingt sehr seltsam. Wenn alle sterben sollen, warum sollen dann zukünftig Menschen nur noch 120 Jahre alt werden? Es gäbe ja keine mehr. Ebenso wenig wie Riesen, die in diesen Tagen auf Erden wandelten, als die Söhne Gottes mit den Menschenfrauen verkehrten. Hier kommt Noah ins Spiel. Als Gerechter hatte er Gnade gefunden und durfte in der legendären Arche mit seiner Familie und Tieren die kommende Vernichtung überleben. Als Grundstein für eine neue Zivilisation und Menschheit, die scheinbar nach der Hoffnung des Herrn dann eine bessere sein wird …

Ungöttliche Zeiten

Verschiedene außerbiblische Quellen belegen diesen Vernichtungsplan, die Riesen und die gottlose Zeit durch die Herabsteigenden. Keinesfalls haben die Autoren des Buchs Genesis diese selber erfunden. Sie schöpften aus einem bereits vorhandenen Pool an alten Schriften und Überlieferungen, die teilweise von anderen und älteren Völkern übernommen wurden. Einige davon schildern überaus detailliert diese Pläne der Vernichtung ebenso, wie die Pläne der Gottessöhne, Kinder mit Menschen zu zeugen. Gleichfalls auch die Riesen auf Erden, als all das geschehen sein soll.

Wie in „Rebellion der Astronautenwächter“ 2015 dargelegt und diskutiert, gibt es da aber offensichtlich ein großes Problem (eigentlich sogar viele Probleme).

Lars A. Fischinger: "REBELLION DER ASTRONAUTENWÄCHTER. Gefallene Göttersöhne, die Sintflut und versunkene Ur-Kulturen"
Lars A. Fischinger: „REBELLION DER ASTRONAUTENWÄCHTER. Gefallene Göttersöhne, die Sintflut und versunkene Ur-Kulturen“

Denn der Bibelleser weiß aus dem Alten Testament, dass es sehr wohl lange – sehr lange – nach der tödlichen Sintflut von Gott noch Riesen auf diesem Planeten gegeben haben soll. Was auch andere Sagen, Legenden, Mythologien und sogenannte „Märchen“ überliefern. In der Bibel besteht überhaupt kein Zweifel an diesen Umstand. Der eigentlich schon dadurch klar werden sollte, wenn man sich die sogenannte „Einleitung“ zur Flut ab Gen. 6,1 einmal genauer ansieht. Unter Hinzuziehung verschiedener Bibelausgaben- und Übersetzungen, da diese in entscheidenden Details variieren kann. Oder diese ganz fehlt, wie in einer meiner Bibelausgaben im Archiv.

So lesen wir dort in Vers 4 Aussagen wie diese zwei Beispiele:

Damals lebten die Riesen auf der Erde und auch danach noch, als die Gottessöhne Kinder mit den Menschentöchtern hatten. Das wurden die Helden der Vorzeit, berühmte Männer.“

Zu jener Zeit – und auch später noch -, als die Gottessöhne mit den Töchtern der Menschen verkehrten und diese ihnen Kinder gebaren, waren die Riesen auf Erden.“

Riesen nach der Sintflut

Dieser Vers ist bei vielen Mystery-Jägern und Prä-Astronautikern hinlänglich bekannt. Und wiederholt sich auch in apokryphen Schrifttum, wie etwa bei Henoch oder dem Buch der Jubiläen usw. Zu finden sind sie auch bei entsprechenden Überlieferungen in den Schriftrollen vom Toten Meer. Mehr dazu auch in diesem Mystery Files-Artikel HIER.

Auch wenn einige Bibelausgaben das Detail weglassen, erfahren wir dort, dass die Titanen auch danach noch auf der Erde lebten. Damit ging der göttliche Plan der Vernichtung der Riesen inkl. aller Menschen und Tiere offensichtlich nicht auf! Anhand dieser winzigen Feststellung wird auch verständlich, warum noch in den Tagen des Moses und des Exodus Riesen gesehen worden sein sollen. Jahrtausende nach der Sintflut und während des Exodus der Hebräer aus Ägypten.

Nachzulesen ist dieser Umstand etwa im 4. Buch Moses, in dem sich eine beim Thema Riesen oft zitierte Aussage findet. Dort erfahren wir, dass die die Kundschafter des Moses im Lande Kanaan leibhaftige Riesen sahen. Bei ihrer Rückkehr erstatteten sie Moses und dem Volk Bericht und stellte dabei verängstigt fest:

(…) auch die Riesen haben wir dort gesehen, die Enakssöhne vom Geschlecht der Riesen; wir kamen uns selbst gegen sie wie Heuschrecken vor, und ebenso erschienen wir ihnen.“ (Num. 13,33)

Dann war da auch noch der mächtige Riese Og, der von den Israeliten bei der Landnahme Kanaans niedermacht wurde. „Og von Baschan, der noch von den Riesen übrig geblieben war und in Aschtarot und Edrei wohnte“ (Jos. 12,4)“, findet sich mehrfach im Alten Testament erwähnt. Moses habe ihn und die letzten Riesen angeblich mit seinen Leuten ermordet, wie es Deut 3,1ff. schildert. Sein Bett oder, je nach Übersetzung, Sarg war angeblich fast vier Meter lang. „Neun gewöhnliche Ellen lang und vier breit“, heißt es in der Bibel (Deut. 3,11) dazu. Es wurde sprichwörtlich legendär (s. a. Ex. 21,32ff.).



4,09 Millionen tote Giganten

Nicht minder legendär wie später der Riese Goliath zur Zeit des späteren König David. Goliath aus Gat, fraglos der berühmteste aller biblischen Gewaltigen, schien ein wirklich unheimliche Gestalt gewesen zu sein. Unter anderem erfahren wir über ihn:

Und wieder kam es zum Kampfe bei Gat. Da war dort ein riesengroßer Mann, der an den Händen je sechs Finger und an den Füßen je sechs Zehen hatte, zusammen vierundzwanzig.“ (2. Sam. 21,20; s. a. 1. Chr. 20,5ff.)

Nach diesen Schilderungen ist es also absolut zutreffen, dass in der Flut-Einleitung festgestellt wird, dass auch „später noch“ oder „danach“ Riesen existierten. So total war das „Ende allen Fleisches“ offensichtlich nicht, dass nur die Familie Noah in einem Schiff inkl. Tierwelt überlebte. Jedoch war sie katastrophal, wenn man in die griechische Apokalypse des Baruch (auch 3. Baruch genannt) schaut. In dieser außerbiblischen Schrift zur Bibel wird tatsächlich die angebliche Anzahl der getöteten Riesen überliefert:

Es brachte Gott die Sintflut auf die Erde und tilgte alles Fleisch und auch die 4.090.000 Riesen.“ (4,10)

Nach Gottes Plan: Ein Niederländer baute die Arche Noah der Bibel originalgetreu nach - Aber hat er das tatsächlich? (Bild: gemeinfrei)
Arche Noah Nachbau anhand der der Bibel – mehr HIER (Bild: gemeinfrei)

Über vier Millionen „vertilgte“ Giganten behauptet dieses rund 2.000 Jahre alte Buch. Eine seltsam genaue Anzahl der angeblich auf Erden existierenden Riesen und ihrem Ende. Ist diese sehr hohe Zahl nur eine reine Phantasieangabe, fragte ich mich deshalb schon 1997 in einer Publikation hierbei? Und die Frage blieb.

Noah widersetzt sich Gott

Eine unbekannte Anzahl der Gewaltigen hat auf jeden Fall nach den alten Texten das Ende der vorsintflutlichen Zivilisation überlebt. Ein Widerspruch zum Plan Gottes, den diverse Mythen und Legenden zu erklären versuchen, die nicht in der Bibel zu finden sind. Obwohl sie alle durch die Flut ermordetet werden sollten, sei Noah mit seiner Arche selber an deren Überleben schuld, heißt es in diesen Legenden. Er als „Gerechter“ habe bei der Sintflut seinen Gott verraten. Eine jüdische Sage, aufgeschrieben unter anderem von Micha Josef bin Gorion in „Die Sagen der Juden“ (Ausgabe 1919), erzählt:

Auch der Riese Og, einer von dem Heere der gefallenen Engel, kam herbei und setzte sich auf eine Sprosse der Leiter, die zur Arche führte; er gelobte Noah und seinen Söhnen in Ewigkeit ein Knecht zu sein. Was tat Noah? Er machte ein Loch in der Arche und reichte ihm so seine Speise; so blieb Og am Leben.

Andere wiederum sagen: Og rettete sich allein von den Menschen, die in der Sintflut umgekommen waren; er setzte sich rittlings auf das Dach der Arche (…) Doch nicht um seiner Verdienste willen ist er gerettet worden, sondern um darzutun die Größe des Herrn vor den späteren Bewohnern der Erde. Die sollen sagen: Dies ist ein Überlebender von denen, die vor der Sintflut waren, die Aufruhr stifteten wider den Herrn und sie ertrunken sind.“

Ganz klar hat Noah mit dieser Rettung gegen Gottes Vernichtungsplan verstoßen. Oder vielleicht doch nicht?

Glauben wir dem Buch der Jubiläen, ließ sich Gott vor der Vernichtung der Riesen, Menschen und Gottessöhne auf einen Deal ein. Eine Abmachung mit dem Anführer der „Engel“-Rebellen, der heute gerne nur Satan oder Teufel genannt wird. Im Buch der Jubiläen erfährt „der Fürst, der Meister“, – dort Mastema genannt – von der kommenden Vernichtung. Also wand er sich mit einer erstaunliche Bitte an Gott selber:

O Herr, Schöpfer! Lass einige von ihnen vor mir übrig, dass sie auf meine Stimme hören und alles tun, was ich ihnen sage! Denn bleiben nicht für mich einige von ihnen übrig, dann kann ich nicht die Macht meines Willens an den Menschenkindern zeigen. Denn diese sind zum Verderben und Verführen vor meinem Gericht; groß ist die Bosheit der Menschenkinder.“ (10,8)

Gott und Teufel schließen einen Deal

Eigentlich eine ungeheure Forderung. Der Abtrünnige verlangt hier nicht weniger, als dass einige „Dämonen“, wie sie in diesem Buch auch genannt werden, verschont bleiben. Damit der angebliche Satan nach der Flut noch einige unter seiner Herrschaft übrig behält.

Wie zu erwarten, ließ Gott sich auf die Bitte seines Konkurrenten ein. „ Es soll vor ihm der zehnte Teil davon übrigbleiben; neun Teile aber soll man an den Ort der Verdammnis hinabbringen“ (10,9), entschied dieser. Umgehend wurde das Abkommen zwischen dem Herrn und dem Führer der Rebellen in die Tat umgesetzt. Dazu heißt es weiter:

„(…) wir fesselten alle bösen Übeltäter an den Ort der Verdammnis;
nur den zehnten Teil davon ließen wir übrig, damit sie dem Satan auf Erden dienten
.“ (10,11)

Inkonsequent und halbherzig war diesen Überlieferungen nach also Gottes Vorhaben. Diese Inkonsequenz geht soweit, dass Sagen behaupten, dass Og sich ich eine Menschenfrau verliebte. Und zwar in Sarah, die Frau des Stammvaters Abraham. Nach andere Rabbinersagen bekam Abraham Og sogar als Sklaven geschenkt. Von dem legendären Nimrod, der ebenso ein Riese war. Eine mythische Figur, die auch mit dem Turmbau zu Babel, den Gott Baal, den Anführer der rebellierenden Göttersöhne und der Flut in Verbindung gebracht werden kann. Worauf an dieser Stelle jedoch noch nicht genauer eingegangen werden soll.

Erst nach seinen Diensten bei Abraham habe sich Gott seiner angenommen. „Weil er fromm war“, so schreibt beispielsweise Hartwig Hundt-Radowsky 1830 in Band 1 von „Die Juden – wie sie waren, wie sie sind und wie sie seyn werden“, machte ihn Gott „zum Könige von Basan, damit er als ein Gottloser (als ein Nichtjude) seinen Theil an der zukünftigen Welt haben mächte.“

Artikel: Wie die Götter den Bootsbau auf die Fidschi-Inseln brachten – und dann im Zorn die Sintflut (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Die Sintflut auf den Fidschi-Inseln – mehr HIER (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Eine solche Sonderstellung des Riesen Og, angefangen bei der Rettung auf der Arche, mag sich durch andere Legenden und Traditionen der Rabbiner erklären. Nach diesen war Og kein geringerer als der Sohn von Schamchiel, einem der „Engel“, der „Gottessöhne“, die vor der Flut rebellierten, auf die Erde kamen und Chaos verursachten.

„Familienbande“ zwischen Himmel und Erde

Und wer war die Mutter? Das sei die Frau von Ham gewesen, der niemand geringeres als ein Sohn Noahs selber war.

Ein weiteres Kind von diesem Himmlischen und Hams Frau war übrigens Sichon (Sihon, Senir, Sirjon), der König der Amoriter, der mehrfach im Alten Testament zu finden ist. Es war ein feindliches Volk beim Exodus des Moses bzw. seines Nachfolgers Josua in das „gelobte Land“. Gelebt habe dieses in den östlichen Bergen, wie die Bibel vielfach betont. Letztlich wurde es besiegt, obwohl, sicher wenig verwunderlich, auch dieser Herrscher ein Riese gewesen sein soll. Zumindest ein Herrscher eines der Riesengeschlechter, zu dem die Schrift Amos in 2,9 bemerkt:

Und doch habe ich den Amoriter vor ihnen vertilgt, dessen Höhe wie die Höhe der Zedern war, und er war stark wie die Eichen (…)“

Somit scheint die Rettung der Riesen durch Noah auf seinem Schiff schon so was wie eine Familienangelegenheit gewesen zu sein. Wer aber war eigentlich dieser Schamchiel, der in diesem Kontext als Vater erwähnt wird? Er war kein geringerer als der Anführer der Rebellion der Wächter, Gottessöhne oder vermeintlichen „Engel“ im Himmel gegen Gott. Jene also, die den Plan ausheckten und auch ausführten, vor der Flut auf die Erde zu kommen, um mit den Menschentöchtern Kindern zu zeugen. Eine dieser Töchter der Menschen war folglich die Schwiegertochter Noahs.

Schamchiel heißt bei den Rabbinen ein aus dem Himmel verstoßener Engel, der sich mit den Weibern der Menschen vermischt haben (…) soll.“

Klärt hierzu schon das „Allgemeines Lexicon der Religions- u. christlichen Kirchengeschichte für alle Confessionen“ von Christian Gotthold Neudecker aus dem Jahr 1835 auf. Und in dem nicht minder alten Nachschlagewerk „Jüdisches Conversationslexikon für Christen aus allen Ständen“ von Rudolf Giehrl von 1829 lesen wir in Band 2 zu Og:

Sein Vater war der Teufel Schamchiel, seine Mutter lebte zu den verdorbenen Zeiten Nohas, ohne dass die Geschichte ihren Namenaufbewahrt hätte; nur so viel ist gewiss, dass Og noch mehrere Jahre vor der Sündfluth geboren wurde.“

Blut ist dicker als Wasser

„Og (..) war einer dieser Engelskinder, und ward vor der Sündfluth geboren“, notierte schon der oben erwähnte Hartwig Hundt-Radowsky. An dieser Deutung oder Tradition anhand von Sagen und Legenden hat sich bis heute nichts geändert.

Der Vater dieses Gewaltigen namens Og, der nach einigen Legenden hunderte, ja, tausende Kilometer groß war, war also der Teufel persönlich. Damit hatte Noah einen höchst angenehmen Zeitgenossen mehr oder weniger in seiner Familie. Der Spruch „Blut ist dicker als Wasser“ trifft hier hervorragend zu. Sonst hätte er Og nicht vor den Fluten gerettet. Was ja, wie wir gesehen haben, auch Gott so plante, da er nicht alle Riesen bzw. Abtrünnigen ermorden wollte, sondern in der neuen Welt einige weiter leben sollten. Wobei hier natürlich überhaupt keine direkte Blutsverwandtschaft bestand.

Og war der gewaltigste der Riesen. Und unter den „Engeln“ war sein Vater der Gewaltigste, wie es eine jüdische Sage erzählt. Og wiederum war im wahrsten Sinne des Wortes der größte der Großen.

Stammvater Abraham habe angeblich aus seinen Zähnen sogar Schlafkammern gebaut. 60 Städte habe Og errichtet, wobei die kleinste von ihnen bescheidene „sechzig Meilen hoch“ gewesen sei. 1.000 Maß Wein habe er jeden Tag getrunken. Dazu verspeiste er je 1.000 Eber, Rehe und Ochsen täglich. „Ein Tropfen seines Speichels aber wog sechs und dreißig Pfund“, so die von Gabriel G. Bredow 1823 in „Rabbinische Mythen, Erzählungen und Lügen“ rezitierte Legende. Nur bis zur Hüfte habe das Wasser der Sintflut dem Titanen gereicht. Andere Versionen behaupten sogar nur bis zu den Knöcheln.

Gewaltiger geht es wohl kaum.

Noahs unehelicher Enkel: Ein Riese

„Mythen, Erzählungen und Lügen“? Zweifellos extrem ausgeschmückte Überlieferungen, deren mutmaßlich wahren Kern wohl niemand genau bestimmen kann.

Dass der Teufel selbst mit einer Frau der Menschen ein (Riesen-)Kind zeugte, mag erstaunen. Dieser Teufel wird heute unter anderem mit dem Engel Luzifer gleichgesetzt. Dem Obersten und Anführer der „gefallenen Engel“ der christlichen Tradition. Hierbei soll es sich um genau jene Söhne des Höchsten handeln, die in Gen. 6,1ff. und anderen Quellen vom Himmel kam, um Kinder zu zeugen.

Moderne Interpretation von Riesen in der Popkultur (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Moderne Interpretation von Riesen in der Popkultur (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

„Semjasa, ihr Oberster“, nennt ihn das äthiopische Buch Henoch (6,7) in einer Auflistung der Namen der Rebellenführer vom Himmel. „Wächter“ heißen sie dort. Wie auch im Buch der Jubiläen, das vermerkt, dass diese „mit den Menschentöchtern sündigten“. In dem sie „begannen, den Menschentöchtern beizuwohnen, so dass sie befleckt wurden“, so das Jubiläenbuch vorwurfsvoll (4,22). Demnach war der Vater von Og der Chef, Anführer, Oberste oder ganz einfach Hauptverantwortliche der himmlischen Rebellion. Und damit der heutige Satan oder Teufel.

Kein Wunder also, dass er, wie oben gesehen, mit Gott verhandelte, damit einige seiner Getreuen am Leben gelassen werden. Immerhin war sein Sohn Og als Mischwesen aus Mensch (Noahs Schwiegertochter) und Himmlischen unter ihnen. Und dieser wäre somit eine Art von Kuckucks-Enkel des Noah gewesen. Ungeheuerliche Behauptungen …

Obwohl die christliche Tradition sagt, dass es ein „Fall der Engel“ war und diese von Gott aus dem Himmel verbannt wurde, stimmt das so nicht. Diese Angehörigen der „himmlischen Ratsversammlung“, wie die Bibel es auch nennt, kamen freiwillig mit einer festen Abmachung. Sie konnten aber nicht mehr zurück und fanden keine Gnade mehr in Gottes Augen. Sie waren also schon hier, bevor sie Hausverbot auf Lebenszeit im Himmelreich bekamen.

Abraham und Riesen

Das Buch Artapanus, benannt nach einem jüdischen Historiker und Geschichtsschreiber, der im zweiten Jahrhundert vor Christus in Alexandria (Ägypten) lebte, ist dazu ebenso erstaunlich. Artapanus beruft sich in seinem Werk auf scheinbar verschollene Schriften, die er angeblich persönlich einsehen konnte. So erfahren wir bei Artapanus zu dem Sumerer Abraham aus Ur und dem Turmbau zu Babel gleich zu Beginn folgendes:

In namenlosen Schriften finden wir Abraham in Beziehung zu den Riesen gesetzt; diese wohnten in Babylonien, wurden aber wegen der Gottlosigkeit von den Göttern vernichtet.

Einer davon, Bel, sei dem Tod entflohen und habe sich in Babylon angesiedelt, dort einen Turm gebaut und darin gewohnt; dieser wurde dann von seinem Erbauer Bel Belon genannt.“ (1,4-5)

Diese zwei Verse beinhalten bei genauerem Hinsehen wesentlich mehr. Dass die Götter die Riesen (durch die Flut) vertilgen wollten, wissen wir. Nach Artapanus war auch ein gewisser Bel einer dieser Titanen. Aber wer ist oder war dieser Bel, der dem Tode entrinnen konnte?

Bēl ist nur eine Bezeichnung von einer Vielzahl an Namen unterschiedlicher Völker und Kulturen für ebenso unterschiedliche Götter. Bekannt ist er vor allem als Baal aus der Bibel.

Für uns ist interessant, dass der biblische Baal in seiner Funktion als Gottheit der Fruchtbarkeit und des Wetters und sein Kult quasi als Sinnbild der Vielgötterei gilt. Natürlich damit also eine Götze, die später im Christentum sogar zum Dämon wurde. Aus der antiken Stadt Sechem ist bekannt, dass Baal in dem rund 4.000 Jahre alten Handelszentrum „Baal-Zebub“ („Herr der Fliegen“) genannt wurde. Oder besser und genauer ausgedrückt, dass der christliche Aberglaube daraus den berühmten Beelzebub machte. Denn eigentlich war es „Baal-Zebul“, was so viel wie „Erhabener Fürst“ bedeutet.

Baal und Beelzebub

Heute kennt wohl jeder diesen Namen, den wir beispielsweise in 2. Buch der Könige 1,3 als „Beelzebul, den Gott von Ekron“ finden. Aber wieso „Herr der Fliegen“? Gibt es da irgendeinen Zusammenhang, eine Vermischung oder eine verspielte Verballhornung mit der Sintflut-Geschichte aus dem Gilgamesch-Epos?

Die Arche nach den Beschreibungen der XI. Tafel des des Gilgamesch-Epos (Bild: Fischinger-Online)
Die Arche nach den Beschreibungen der XI. Tafel des des Gilgamesch-Epos – mehr HIER (Bild: Fischinger-Online)




Bekanntlich ist diese Überlieferung wesentlich älter als das Alte Testament und diente nachweislich den Autoren der dortigen Flut-Legende als Vorlage. Wie Noah im Buch Genesis ein Dankopfer nach der Flut seinem Herrn dar brachte, tat es auch Utnapischtim im Gilgamesch-Epos. Er ist der Noah des Epos. Es war ein Brandopfer auf einem Altar, dessen Duft zu Gott angenehm zum Himmel emporstieg. Was Gott laut Genesis 8,20ff. derart milde stimmte, dass er versprach, nie mehr die Menschen zu vernichten oder wegen unserer Spezies die Erde zu verfluchen, wie er es vor der Flut tat.

Übrigens auch deshalb, da er feststellte, das alles, von aus den Herzen des Menschen von frühesten Kindertagen an kommt, ganz einfach böse wäre. Und da der Mensch „böse ist von seiner Jugend an“, wie es Genesis 8,21 ausdrückt, scheint für Gott nach der Flut dennoch alles verloren zu sein. Oder ganz einfach egal …

Im Epos des Gilgamesch liest sich diese Szene etwas anders. Vor allem deshalb, da in diesem mesopotamischen Werk von Weltrang von vielen Götter gesprochen wird. Nicht nur von einem, wie meistens in der Bibel. So lesen wir auf Tafel XI hierzu folgende Aussage:

„(…) Götter rochen den Duft,
Die Götter rochen den wohlgefälligen Duft,
Die Götter scharten wie Fliegen sich um den Opferer.“

In verschiedenen Ausgaben des Epos findet sich diese Stelle mit unterschiedlichen Versnummern versehen. Und leicht variierenden Übersetzungen, deren Kernaussage jedoch immer identisch ist: „Die Götter versammelten sich wie Fliegen über dem Opfernden.“

Der „Herr der Fliegen“

Und auch diese Wesen waren sich schnell einig, dass man nie mehr zustimmen werde, die Menschheit zu vertilgen. Der oberste der Götterwesen, hier der Gott Enlil, war in diesem Zusammenhang weniger erfreut, dass noch immer Menschen lebten. Und kam auch nicht zum Opfer des Utnapischtim wie eine „Fliege“ herbei. Vielmehr war es der Gott Ea, sein Bruder und oftmaliger Widersacher, der für die Rettung der Menschen in einer Arche (s. Abb. oben) verantwortlich war. Ea nahm das Opfer an.

Laut jüdischen Mythen war es ebenso ein Widersacher des Höchsten, wie wir gesehen haben, der mit diesem über die Rettung einiger seiner „Artgenossen“ verhandelte: Der „Herr der Fliegen“ – der angebliche Satan.

Ganz interessant ist, dass Gilgamesch nach dem Qumran-Text 4Q531, Fragment 1, oder auch 4Q530, Kolumne 2, als einer der Giganten zu finden ist, die vor der Sintflut versuchten über den Propheten Henoch Gnade bei dem Höchsten zu finden. Offensichtlich lebte der Namensgeber des bekannten Epos und Riese auch noch nach der Flut. Laut Tafel I des Epos war der Held zwei Drittel Gott und ein Drittel Mensch und eindeutig ein Riese (was in einigen Ausgaben des Epos nicht übersetzt ist!).

Um die Verwirrung dieser mythologischen Ereignisse, die sicher nicht erschöpfend in diesem Mystery Files-Artikel dargelegt werden können, zu komplettieren, kommen hier weitere Name und Reisen ins Spiel. So auch der bekannten Nimrod, den „ersten Machthaber auf Erden“ (Gen. 10,8). Er war laut Stammbaum im Buch Genesis der Enkel von Noahs Sohn Ham. Genau jener Spross, dessen Frau angeblich mit einem der vom Himmel gestiegenen Wächter verkehrte und einen Riesen gebar.

Vielleicht einer der Gründe, warum Noah seinen eigenen Sohn Ham nach der Sintflut verfluchte. Quasi als Strafe für die Missetaten seiner Frau.

Nimrod, der gewaltige Herrscher

Wie dem auch sei: Nimrod wird als Herrscher über Babel (Babylon), Akkad und Erech (Uruk) genannt. Alles Orte im Land Sumer (Schinear) im heutigen (Süd)Irak, wie es die Bibel in Gen 10,10f. richtig weiß. Hier wurde auch Abraham in der Stadt Ur geboren. Angeblich erbaute dieser Nimrod sogar die weltberühmte Stadt Ninive. Einige Forscher vergleichen diesen Herrscher mit König Sargon von Akkad (etwa 2334 – 2279 vor Christus), der als großer Krieger galt. Ob dem so war, ist ungewiss. Nimrod wird als Herrscher über Babylon natürlich auch mit dem legendären Turm zu Babel in Verbindung gebracht.

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Nimrod in seiner Eigenschaft als gewaltiger Jäger und Herrscher weist auch Parallelen zum Titan Orion aus der griechischen Mythologie auf. Dieser Orion, Sohn von Poseidon und Euryale, soll ebenfalls ein gewaltiger Jäger gewesen sein. Doch die Mythologie des alten Griechenland kennt auch eine Person mit dem Namen Nimrod, die wesentlich mehr Ähnlichkeit mit der Person in der Bibel aufweist. Der griechische Nimrod ist der Sage nach der Erbauer eines gewaltigen Turmes.

Mit diesem Turm wollten die Giganten oder auch Titanen den Olymp der Götter und des Göttervaters Zeus angreifen. So wie der Turm vom Babel bis zum Himmel (Gottes) reichen sollte, wie es die Bibel überliefert.

Wenn Nimrod als Riese den Turm zu Babel errichtete, wie die Riesen in der Mythologie der Griechen, ist die Deutung von Nimrod als Gigant eine weitere Verbindung. Diese wurde schon dem heiligen Augustinus (354 – 430 nach Christus) vertreten, der zu den vier ganz großen Kirchenvätern zählt.

Der sumerisch-akkadische-assyrische (Wasser- und Krieg-)Gottkönig Ninurta, ein göttlicher Krieger, bewaffnet mit einem Bogen, vergifteten Pfeilen und Keule, der etwa in der Stadt Nimrud am Ostufer des Tigris (Kalach heute) verehrt wurde, scheint ebenso an den biblischen Nachfahren Noahs zu erinnern.

Geschichte und Geschichten?

Ninurta ist in den Hymnen des Zweistromlandes zahlreich zu finden. Als Begründer vieler Städte, Erbauer von Bewässerungskanälen und im Zusammenhang mit der Urbarmachung der Region. Beispielsweise preist ihn der „Hymnus an Ninurta als dem Gott der Vegetation“. Und beide, der biblische Nimrod und der Gottkönig Ninurta traten nach der Sintflut in den Zeiten des Neuanfangs auf.

Man mag geneigt sein, in Ninurta als Ahnherrn der babylonischen und assyrischen Hochkulturen eine geschichtlich reale Person zu sehen. Identisch mit dem biblischen Urenkel des Noah, dem gewaltigen Nimrod. Doch erst später wurde er im mesopotamischen Kulturraum aufgrund seiner enormen und schier unmenschlichen Leistungen zu einem Gott erhoben. So zumindest eine Reihe von Studien über diesen mythischen Helden, die zum Beispiel im „Harvard Theological Review“ (83 / 1990) oder in „I Studied Inscriptions from Before the Flood: Ancient Near Eastern Literary and Linguistic Approaches to Genesis 1-11. (1994) zu finden sind.

All das ist schwere Kost. Ich gebe es gerne zu. Mögliche Wahrheiten, religiöse Propaganda und kulturübergreifende Zusammenhänge geben sich hier die Klinke der Arche Noah in die Hand. Geschichte gepaart mit Geschichten?

Doch allein der Umstand, dass der Herr in seiner Absicht, alles und jeden zu vernichten, mit sich verhandeln lässt, sollte jeden erstaunen. Führt man sich vor Augen, dass der Verhandlungspartner der heutige Satan war, der um das Leben seiner Leute oder deren Kinder fürchte, wird all das noch kurioser. Dass Noah indirekt über die Frau eines seiner Söhne und ihren beiden Riesenkindern mit diesem abtrünnigen Himmlischen zu tun hatte, klingt nicht minder unglaublich.

So aber erklärt sich zumindest aus mythologischer Sicht, warum Gottes Todesplan dermaßen schief ging.

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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