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Verlorenes Wissen, brisante Funde: Harald Lesch geht in Terra X (ZDF) “ungelösten Fällen der Archäologie” und der Prä-Astronautik auf den Grund

Das ZDF und Harald Lesch gehen in Terra X ungelösten Fällen der Archäologie nach (Bilder: ZDF / gemeinfrei / LAF / Montage: Fischinger-Online)
Das ZDF und Harald Lesch gehen in “Terra X” ungelösten Fällen der Archäologie nach (Bilder: ZDF / gemeinfrei / LAF / Montage: Fischinger-Online)

Die Sendereihe “Terra X” des Senders ZDF erfreut sich seit Jahrzehnten sehr großer Beliebtheit. Wie das ZDF jetzt ankündigte, wird im März 2018 die zweiteiligen “Terra X”-Sendung “Ungelöste Fälle der Archäologie” ins Fernsehen kommen. Harald Lesch wird sich darin in den beiden Folgen “Verlorenes Wissen” und “Brisante Funde” einigen Rätseln der Archäologie annehmen. Aber auch in der Prä-Astronautik und den Ideen der Ancient Aliens zu einigen Rätseln unsere Vergangenheit möchte Lesch nach Antworten auf Fragen der Archäologie suchen, wie es die Ankündigen verraten. Ich habe mir die Pressemitteilungen und Ankündigen des ZDF zu den Dokus einmal genauer angesehen – und ebenso für Euch die “Terra X”-Sendungen im Voraus bereits angeschaut. Denn ich ahnte nichts Gutes! Warum, das erkläre ich vorab umfassend in diesem Prä-Mystery-Review-Posting. (Spoiler-Alarm)


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Mystery-Jäger Harald Lesch

Harald Lesch kennen sicher die meisten TV-Zuschauer. Er ist eine Art “Wissenschafts-Ikone” der öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland und berichtet für diese in Dokumentationen und Sendungen aus der Welt der Forschung, Wissenschaft und Geschichte. Ein Mann mit vielen Gesichtern und vielen Fans, mich eingeschlossen.

Professor Lesch ist eigentlich Astrophysiker und Physik-Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Durch seine (meiner Meinung nach brillante) Art Wissenschaft & Co. über die Fernseher zu vermitteln, ist Lesch aus der TV-Landschaft nicht mehr wegzudenken. Allerdings, darauf habe ich auf diesem Blog immer wieder gerne hingewiesen, ist er mehr oder weniger auf Kriegsfuß mit Themen aus Grenzwissenschat und Mystery Files.

In diesen Bereichen ist Lesch zweifellos auch kein Experte, der sich näher mit den Hypothesen, Spekulationen und Ideen aus der GreWi beschäftigt hat, wie es sich immer wieder zeigt. Als Mainstream-TV-Wissenschaftler fehlt Harald Lesch mit Sicherheit auch ganz einfach die Zeit, sich durch alle diese Themen zu “ackern”. Wenige sind es bekanntlich nicht.

Und niemand kann verlangen, dass solche Themen des Unfassbaren jeden interessieren. Wobei man das bei einem “öffentlichen TV-Wissenschaftler” von Fall zu Fall auch wieder ganz anders sehen kann

Dennoch hat sich der ZDF-Moderator für seinen Sender als Mystery-Jäger betätigt, um in zwei “Terra X”-Folgen zur besten Sendezeit über archäologische Mysterien zu berichten. In einer der Mitteilungen des ZDF zu den kommenden Sendungen vom 21. März liest sich das so:

Harald Lesch für ‘Terra X’-Doku im ZDF ungelösten Fällen der Archäologie auf der Spur.

Was genau diese ungeklärten Rätsel der Archäologie beim ZDF sein werden, erfährt man detaillierter im Presseportal des ZDF selbst. Und da erschreckt es einem Jäger des Phantastischen wie mich durchaus sehr!

Das ZDF und die “ungelösten Fällen der Archäologie”

Das ZDF schreibt zu den Dokus der bekannten “Terra X”-Autoren Peter Prestel und Gisela Graichen :

Menschen haben in der Vergangenheit mit einfachsten Mitteln Unglaubliches geschaffen. Viele dieser Bauwerke und Artefakte werfen bis heute Fragen auf. Auf diese rätselhaften Funde stoßen Forscher weltweit immer wieder. In der zweiteiligen “‘Terra X’-Dokumentation ‘Ungelöste Fälle der Archäologie’ sucht Harald Lesch nach Antworten auf die Frage: Wie konnten solche Leistungen ohne das heutige technische Wissen gelingen?

Frag den Lesch: Ich hatte Außerirdische zu Besuch in meinem Garten (Bild: Screenshot ZDF-Infothek / Bearbeitung & Montage: L. A. Fischinger)
Mystery-Review: Frag den Lesch: Ich hatte Außerirdische zu Besuch in meinem Garten (Bild: Screenshot ZDF-Infothek / Bearbeitung & Montage: L. A. Fischinger)

Am 25. März zu besten sonntäglichen Sendezeit um 19.30 Uhr startet die 1. Folge “Verlorenes Wissen”. Laut Ankündigung wird es darin wohl vor allem um folgende Mysterien der Archäologie und Vergangenheit gehen:

Fraglos interessante Themen.

Vor allem der letzte Punkt, die zum Teil riesigen, künstlichen Steinkugeln von Costa Rica, sind spannend. Allerdings macht sie vor allem die Tatsache hoch-spannend, dass in Südost-Europa ein identischer “Kult” um derartige Steinkugeln existierte. Darüber hatte ich an anderer Stelle berichtet und auch auf YouTube ein Video veröffentlicht, das ich am Ende erneut eingebunden habe.

Das sind eigentlich mehr oder weniger klassische Themen zu archäologischen Rätseln, die das ZDF und Harald Lesch in der 1. Folge von “Ungelöste Fälle der Archäologie” präsentieren. Im 2. Teil der “Terra X”-Doku kommt es dann aber ganz anders, denn darin wird es um die “brisante Funde” der Archäologen und die Ideen der Götter au dem Kosmos gehen.

“Brisante Funde” der Archäologie und die Prä-Astronautik

Teil 2 sendet das ZDF am Ostersonntag, den 1. April 2018 zur gewohnten Sendezeit um 19.30 Uhr. Vor dem beliebten “Traumschiff” wird sich die “Terra X”-Folge “Brisante Funde” dem Thema Prä-Astronautik anhand einiger ausgewählter Beispiel annehmen. So heißt es in der Presseankündigung des ZDF hierzu unter anderem:

Immer wieder finden Forscher Dinge, die nach dem bisherigen Stand des Wissens kaum erklärbar sind. Felszeichen, die Astronauten zeigen, oder Menschen in Taucheranzügen. (…)

Es gibt Menschen, die glauben, dass es Spuren Außerirdischer auf unserem Planeten gibt. Als Beweis gelten ihnen Funde aus Ägypten, Felszeichnungen in Italien und Darstellungen mittelamerikanischer Völker, die angeblich Erinnerungen an diese Besuche sind.

Anhänger der Prä-Astronautik sind davon überzeugt, dass intelligente außerirdische Wesen die Erde in der Frühzeit besuchten und die Entwicklung der Menschheit maßgeblich beeinflussten. Bestimmte Darstellungen oder Artefakte, für die es keine eindeutige Erklärung gibt oder deren Verwendung bis heute unbekannt ist, sind in ihren Augen Erinnerung an den Besuch dieser Außerirdischen.

Prä-Astronautik pur also, und “für ‘Terra X’ untersucht Harald Lesch diese Funde”. Erwarten kann der interessierte Zuschauer laut ZDF folgende Themen:

  • Die Linien von Nazca in Peru.
  • Felszeichnungen in Italien, die Astronauten darzustellen scheinen (s. a. Buchtipp HIER).
  • “Gestalten mit einer Art Helm bei den Maya” aus Mittelamerika.
  • Die prähistorischen “Karrenspuren” auf der Insel Malta.
  • Eine rätselhafte Steinscheibe aus einem 4.000 Jahre alten Grab in Ägypten.
Däniken widerlegt? Im Gegenteil: ZDF-Historiker Guido Knopp “bestätigt” (versehentlich) die Prä-Astronautik (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / D. Herper / Fischinger-Online)
Däniken widerlegt? Im Gegenteil: ZDF-Historiker Guido Knopp “bestätigt” (versehentlich) die Prä-Astronautik (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / D. Herper / Fischinger-Online)

Das die Hochebene von Nazca in Peru mit zu den “brisanten Funden” dieser ZDF-Doku gehört, verwundert sicher niemanden. Die anderen Themen aus der Presseankündigung sind jedoch eher Neuland in diesem Doku-Bereich des Senders bzw. der Reihe “Terra X”. Doch leider lesen wir zur Mittelleerinsel Malta und den Linien von Nazca so was hier:

So wurden etwa einige der sogenannten Nasca-Linien in Peru oder die prähistorischen Schleifrillen auf der Insel Malta als Relikte alter Landebahnen gedeutet.

Kein Mystery-Jäger und Prä-Astronautiker deutet die uralten Steinrillen auf Malta und der Nachbarin Gozo (und anderen Regionen) als “Landebahnen” für Aliens. Niemand, da diese schon allein in ihrer Art und Beschaffenheit dafür überhaupt nicht geeignet wären. Selbst mir kam diese Idee noch nie in den Sinn oder zu Ohren.

Anders die Linien von Nazca. Diese wurden und werden in der Tat in weiten Kreisen der Prä-Astronautik als “Landebahnen” bezeichnet, da sie eben aus der Luft so aussehen. Schon die verstorbene deutsche Nazca-Forscherin Maria Reiche, heute eine Legende auf diesem Gebiet, hat ihr Aussehen so bezeichnet. Vor Erich von Däniken, der die Eben von Nazca weltberühmt machte …

Weiter heißt es beim ZDF dann aber auch zu einem anderen Thema der Sendung:

Eine Steinscheibe aus einem mehr als 4.000 Jahre alten Grab in Ägypten wurde sogar für einen möglichen Raumschiffantrieb gehalten.”

Unsinn!

Gemeint ist hier eine Scheibe aus Schiefer, die 1936 der Archäologe Walter B. Emery zwischen dem Dorf Abusir und Sakkara in Ägypten entdeckt hat. Das zerbrochene Objekt lag in dem Grab des Prinzen Sabu aus der 1. Dynastie vor etwa 4.900 Jahren. Eine Scheibe mit 61 Zentimeter Durchmesser und in der Mitte einer Höhe von 10 Zentimetern. Das Aussehen der glatt polierten Scheibe erinnert an ein Schwungrad oder eine Art Schraube mit einer Narbe in der Mitte.

Niemand in der Prä-Astronautik hat behauptet, dass es ein Antriebsteil eines Alien-Raumschiffes war. Dünner und zerbrechlicher Schiefer (nicht Stein!) war sicher niemals ein technisches Bauteil. Viele Mystery-Jäger deuten es als Kopie eines technischen Objektes, deren Herkunft einige in der Prä-Astronautik und andere in Atlantis sehen. Ägyptologen meinen übrigens, es sei vielleicht eine Art Vase in einer stilisierten Form einer Lotusblüte.

Mein vorab Mystery-Review (Spoiler-Alarm)

Wer auch immer diese falschen Aussagen in den Presseankündigen des ZDF verfasst hat, kennt die Themen halt nicht. Irgendein Redakteur, der nicht ahnte, dass ein Jäger des Phantastischen wie ich hier gleich jedes Wort auf die berühmte Goldwaage legt. Was ich in solchen Fällen bekanntlich allzu gerne mache

Vor der Erstausstrahlung von “Brisante Funde” am kommenden Ostersonntag habe ich mit die Doku bereits angesehen. Die oben genannten Ankündigungen aus der ZDF-Pressemappe machten neugierig auf das, was da kommen mag. Schauen wir also auf diese Beispiele, die von der Redaktion und den Autoren ausgesucht wurden:

Die Pyramiden in Ägypten

VIDEO: Riesiger Hohlraum in der Cheops-Pyramide gefunden: Video-Zusammenfassung aller Fakten! (Bild: Scan Pyramids/HIP Institute / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
VIDEO: Riesiger Hohlraum in der Cheops-Pyramide gefunden: Video-Zusammenfassung aller Fakten! (Bild: Scan Pyramids/HIP Institute / Bearbeitung: Fischinger-Online)

“Waren die Außerirdischen schon zu Besuch, und haben ihre Visitenkarten hinterlassen?”, fragt Harald Lesch zu Beginn. So startete die Folge mit den angeblich so brisanten Funden. Den Anfang machen hier die Pyramiden in Ägypten, als wohl das “große Rätsel der Archäologie” schlechthin. Verschiedene Ideen zu deren Bau werden hier vorstellt und mit überaus beeindruckenden Computer-Animationen und Aufnahmen (wie in der ganzen Sendung) untermalt. Vor allem natürlich die Pyramide des Cheops wird thematisiert.

Ergebnis: Keiner kann beweisen, wie die Pyramiden letztlich wirklich erbaut wurden. Es sei leichter, so Lesch, mittels moderner Technologie “Geheimkammer” und “versteckte Hohlräume” in den Pyramiden zu finden, als ihre Errichtung zu erklären. Damit meint er die Entdeckung eines 30 Meter riesigen Hohlraumes in der Cheops-Pyramide, über die ich zum Beispiel HIER, HIER, HIER und HIER in Videos und Postings ausführlich berichtet habe.

Die Scheibe von Sakkara

Bei der Schieferscheibe aus dem Grab des Prinzen Sabu bei Sakkara wird es bei “Terra X” dann leider etwas voreingenommen:

Prä-Astronautiker vermuten das Antriebsrad eines Raumschiffes.

Zwar stimmt das nicht, aber im Folgenden wird die sonderbare Scheibe genauer in Kopie untersucht. Dazu wurden Modelle in verschiedenen Größen mit einem 3D-Drucker angefertigt, um diese dann im Windkanal bei “Airbus” zu testen. Die Maße bzw. Vorlagen für diese 3D-Drucke stellte das Ägyptischen Museum in Kairo zur Verfügung, wie betont wird.

Das Resultat der interessanten Versuchsreihen war, dass an dieser 4.900 Jahre alte Scheibe keine entsprechenden Eigenschaften nachgewiesen werden konnten, die für das Rad einer Turbine oder einem Schaufelrad notwendig wären.

Die “Triebwerksgeschichte ist jetzt gestorben”, so der Ingenieur Peter Sander von “Airbus” im ZDF. Allerdings fliegt das “Ding” sehr schön wie eine Frisbeescheibe. Natürlich war sie keine, aber was genau das Objekt letztlich war, bleibt bei “Terra X” offen. Zumal es bisher nur einen Fund dieser Art aus Ägypten gibt. Vielleicht war die Scheibe des Prinzen Sabu eine tragbare Feuerschale? – aber auch das bleibt ungeklärt.

Die Taucheranzüge der Maya

In den letzten Jahren haben Taucher in den zahllosen Höhlen im Land der Maya in Mexiko unzählige archäologische Funde gemacht. Sie fanden in den überfluteten Labyrinthen menschliche Schädel, Opfergaben und viele weitere Relikte des Volkes Maya. Ein ganz neues Forschungsgebiet der Maya-Forscher öffnet sich hier.

Da es aber in Mexiko Figuren gibt, die scheinbar Helme und Anzüge tragen, fragt Lesch nun, ob die Maya Taucheranzüge hatte, um in diese Höhlen zu gelangen. Viele der entdeckten Funde seien nämlich so weit von den Höhleneingängen entfernt gemacht worden, dass diese ohne Taucherausrüstung niemand erreichen könne. Darum, so weiter, meinen einige, dass diese Maya-Figuren mit Helmen usw. Taucher darstellen würden. Obwohl diese Darstellungen in der Prä-Astronautik eher als Astronauten aus dem All interpretiert werden.

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Es wird aber auch eine Lösung des “archäologischen Rätsels” der Maya-Funde unter Wasser angeboten: Die Höhlen lagen einstmals trocken, was zum Beispiel alte Feuerstellen in diesen belegen.

Mich hat dieses Thema ehrlich gesagt etwas verwirrt. Jedoch nur, da wohl niemand ernsthaft Maya-Priester in Taucheranzügen in diesen Maya-Figuren mit ihren Helmen sieht. Priester-Taucher also, die dann unter Wasser durch die Höhlen tauchten und dort Opfergaben erbrachten. Vielleicht wurde das ja mal in der TV-Serie “Ancient Aliens” so ausgesprochen?!

Wobei es allerdings bekannt sein dürfte, dass diese Höhlen einstmals eben trocken und damit gangbar waren …

Felszeichnungen von Astronautengöttern

Hier geht es um die hunderttausenden von Feldbildern im Gebiet des Val Camonica in Oberitalien. es sollen 350.000 an der Zahl sein. Der Mystery-Autor Reinhard Habeck hat zu diesen archäologischen Rätseln 2014 das Buch “Steinzeit-Astronauten: Felsbildrätsel der Alpenwelt” veröffentlicht.

"Grenzwissenschaft und Mystery Files" von Lars A. Fischinger auf YouTube
“Grenzwissenschaft und Mystery Files” von Lars A. Fischinger auf YouTube

Zusammengefasst kann man sagen: Nichts Genaues weiß man hierzu. Harald Lesch bzw. das ZDF berichten vor allem davon, wie Forscher vor Ort diese kaum zu zählenden Felsbilder dokumentieren und erhalten wollen. Eine gigantische Aufgabe bei der Anzahl der Fundstellen.

Natürlich werden auch und gerade die Felsbilder mit “Helmen” und “Strahlen” in “Brisante Funde” gezeigt. Eben genau jene, die seit Jahrzehnten in der Grenzwissenschaft/Prä-Astronautik als vorzeitliche Darstellungen von Göttern aus dem All gedeutet werden. Ihr seht die beiden besagten Figuren im Titelbild unten rechts eingefügt.

Eine Erklärung kann aber auch “Terra X” für diese Abbildungen im Fels nicht geben. Vielleicht war es einfach Phantasie oder es sollen Schamanen mit Kopfschmuck sein, wie es heißt.

Harald Lesch dazu sehr treffend:

In fremden Formen nach bekannten Mustern fahnden, das ist unser größtes Problem.

Letztlich aber bleiben die Felsbilder des Val Camonica tatsächlich ein ungelöstes Rätsel. Weder die eine noch die andere Vermutung kann schließlich wirklich belegt werden.

Die Linien von Nazca

Keine Sendung über Rätsel der Archäologie kommt ohne Nazca aus. Der “Weltraumbahnhof der Außerirdischen”, wie Lesch die Hochebene in Peru in der “Terra X”-Doku nennt …

Mehr als positiv fällt hier aber sofort auf, dass das ZDF den Linien und Pisten von Nazca mehr Zeit einräumt, als den dortigen Scharrbildern von Tieren usw. In den meisten Fällen ist das nämlich genau umgekehrt! Auch fehlt nicht der Hinweis, dass es auch an anderen Orten der Welt solche Bilder gibt, die man in ihrer Komplexität nur aus der Luft sehen kann.

Dr. Markus Reindel ist jener deutsche Archäologe vor Ort in Peru, der im Zusammenhang mit den Nazca-Linien meistens genannt wird. So auch bei “Terra X”, wo er vermutet, dass diese Scharrbilder für “Ritualhandlungen in Verbindung mit Wasser” standen. Grund für diesen Kult um das lebenspendende Wasser sei beim Volk der Nazca gewesen, dass die Wüste mehr und mehr ihren Lebensraum vernichtete.

Was bedeuten die Rätselhaften Bodenzeichnungen in Schottland? Ein "Nazca Europas" ...? (Bilder: Google Earth / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Was bedeuten die Rätselhaften Bodenzeichnungen in Schottland? Ein “Nazca Europas” …? (Bilder: Google Earth / Montage: Fischinger-Online)

Landebahnen für Außerirdische in Peru waren diese Pisten und Linien nie, so Reindel. Sie konnte es auch nicht gewesen sein, da die Ausgrabungen in Nazca auf diesen “Landebahnen” Reste von Häusern gefunden haben. Archäologische Grabungen zeigten weiter, dass sich auf diesen “Landebahnen” Bebauungen aller Art befanden, die eine Landung von Aliens im Wege gestanden hätten.

Reindel:

Das waren ‘Aktionsflächen’ für die Ritualhandlungen der Nazca-Leute. Darauf hat etwas stattgefunden. Das waren Plätze, auf denen Prozessionen stattgefunden haben, auf denen Kulte und Rituale im Zusammenhang von Wasser und Fruchtbarkeit stattgefunden haben.

Für diese These spreche auch, so “Terra X” weiter, dass das Erdreich unter diesen Pisten und kilometerlangen Linien verdichtet ist. Schlussfolgerung: Hier liefen unzählige Menschen immer wieder in rituellen Prozessionen über die Scharrbilder – so wurde das Erdreich von Nazca zusammengepresst:

Gut möglich, dass so so die Götter im Himmel um Hilfe anflehten“.

Wer diese “Götter im Himmel” waren, sagt die Idee der Prä-Astronautik. Nicht erwähnt wird die Tatsache, dass die Idee der Astronautengötter in Nazca (meistens) sagt, dass hier die Menschen die Aliens “kopierten”. Sie sahen Spuren einer Niederkunft der Himmelswesen und kopierten diese immer und immer wieder. Bis sich der heute bekannte Kult der Nazca-Linien entwickelte, die damit eben tatsächlich ihre Götter im Himmel huldigten …

Übrigens wird nicht dargelegt, ob diese Bebauungen auf den Pisten und Linien gleichzeitig mit diesen “Landebahnen” entstanden, oder ob diese vielleicht erst nachträglich darauf errichtet wurden.

Die “Karrrenspuren” von Malta

Malta und die Nachbarinsel Gozo “gelten als Hotspot für Prä-Astronautiker und UFOlogen”, so Harald Lesch in der Doku. Grund sind die legendären “Cart Ruts”, die Karrenspuren, die die Inseln überziehen und von Menschen geschaffenen wurden. Sie sehen aus der Luft aus wie die “Gleisanlage eines modernen Rangeierbahnhofs” und könnte irgendwie mit den Transport von Lasten in Zusammenhang stehen.

Ob das so war, ist unklar. Die 22 bis zu 7.000 Jahre alten Tempel auf Malta sind älter als die “Karrenspuren”, die auch nicht zu diesen Monolithanlagen hinführen. Und doch haben die allermeisten der Spuren eine gleiche oder fast gleiche Spurbreite von knapp über einem Meter und konzentrieren sich “zu 90 Prozent” an den Steinbrüchen der Insel. Möglicherweise wurden die Steine auch irgendwie zum Meer geschafft. Immerhin führen einige dieser Spuren direkt ins Meer und unter Wasser auch weiter. Solche “Unterwasser-Gleise” kann man auf Malta vom Land aus sehen. Vor allem natürlich von Anhöhen und Klippen aus.

Aber wozu das alles, wenn die ZDF-Sendung richtig liegt? Gab es hier vor Jahrtausenden etwa einen Stein-Export? Wenn ja, wo sind diese von Malta exportierten eigentlich jetzt?

Von Karren, deren Räder sich nach und nach in das Gestein eingruben, können sie trotzdem nicht stammen. Ganz richtig weist “Terra X” darauf hin, dass es keine Spuren von den Zugtieren gibt und einige der Kurven zu eng für einen Wagen sind. Vor Ort auf Malta und Gozo erkennt man übrigens noch weitere Details, die eindeutig gegen diese Deutung von Karrenspuren sprechen.

VIDEO: Interview zu den uralten Stein-Rätsesl auf Malta, Teneriffa und den Azoren (Bild: M. L. Sievers)
VIDEO: Interview zu den uralten Stein-Rätsesl auf Malta, Teneriffa und den Azoren (Bild: M. L. Sievers)

Diese Spuren in den “Cart Ruts” widersprechen gleichzeitig aber auch der Deutung, dass sie von “Stangenschleifern” sind. Das sind Transportmittel bzw. “Karren” ohne Räder, deren “Boden-Auflage” am Ende zwei Holzbalken sind. Mit diesen Balken oder eben Stangen schleift man dann die zu transportierende Last über das Gelände.

Letztlich findet die ZDF-Doku auch für die “Gleise von Malta“, wie sie auch genannt werden, keine Erklärung. Nur, dass sie von Menschen gemacht oder verursacht wurden, und es auch an anderen Orten diese Rillen im Gestein gibt.

Jene Spuren, die außerhalb von Malta zu sehen sind, sollen nach “Terra X” angeblich natürlich entstanden sein. Das aber ausnahmslos alle anderen “Gleise” natürlichen Ursprungs sind, ist mehr als fraglich …

Harald Lesch dazu treffend:

Viele Rätsel warten noch darauf gelöst zu werden.

Mystery-Review: Fazit!

Wirklich jedem und allen alles Recht machen, kann wohl keine Sendung oder Dokumentation der Welt. Vor allem nicht vielen Grenzwissenschaftlern, wenn es um Themen eben dieser Grenzwissenschaften geht. Irgendwer findet immer was zu meckern, man sieht es ja an diesem Mystery-Review von mir.

Trotz der “gruseligen Pressemitteilungen” des ZDF zu der Doppel-Doku “Ungelöste Fälle der Archäologie” haben sie sich gelohnt. Ein gut verpacktes Mittelmaß, das eigentlich ohne Hohn und Häme gegen die Prä-Astronautiker auskommt. Erstaunlicherweise wurde nicht mal Erich von Däniken mit nur einem Wort erwähnt, wo er doch der Prä-Astronautiker ist. Vor allem natürlich im Zusammenhang mit den Linien von Nazca.

Man sollte durchaus immer bei solchen Sendungen bedenken, dass sie sich nicht an die Experten und Kenner der Grenzwissenschaft und Mystery Files richtet. Zur besten Sendezeit am sonntäglichen Vorabend will man die Masse der TV-Konsumenten erreichen. Wie eigentlich bei jeder TV-Doku. Dass vielen Kennern der Materie ebenso viel bekannt ist, spielt da keine Rolle. Dem Mainstream ist es eben tatsächlich vieles sicher neu. Einer der Gründe, warum derartige Sendungen bei den “alten  Hasen” oft nicht gut ankommen …

Oben ging es praktisch nur um den 2. Teil, der am 1. April gesendet wird. Ich habe mir aber auch den 1. Teil “Verlorenes Wissen” vorab angeschaut, und mein Fazit trifft auch auf diesen zu …

Video zum Thema “Steinkugeln von Costa Rica” und – in Europa:

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Das ZDF und Harald Lesch “Aliens: Der erste Kontakt”- ein Mystery-Review der “Terra X”-Folge vom 9. 10. von Lars A. Fischinger

ZDF & Terra X: mit Harald Lesch auf der Suche nach Außerirdischen - ein Mystery-Review von Lars A. Fischinger (Bild: NASA/JPL / Montage: L. A. Fischinger)
ZDF & Terra X: mit Harald Lesch auf der Suche nach Außerirdischen – ein Mystery-Review von Lars A. Fischinger (Bild: NASA/JPL / Montage: L. A. Fischinger)

Der Fernsehsender “ZDF” hat sich am Abend des 9. Oktober zu besten sonntäglichen Doku-Sendezeit mal wieder dem Thema “Außerirdische” angenommen. Vom frühen Glauben an Aliens auf dem Mond und Mars über Signale aus und ins All bis UFOs und Prä-Astronautik war alles dabei. Ebenso mit dabei war natürlich Prof. Harald Lesch als weithin bekanntes TV-Gesicht bei derartigen Themen der Astronomie & Co. Ich habe mir online die Sendung wie üblich sehr aufmerksam angesehen. Hier mein Mystery-Review von “Terra X – Aliens. Der erste Kontakt”.

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Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Prof. Harald Lesch war wieder in Aktion:

An Sonntagen sendet das “Zweite Deutsche Fernsehen” um 19:30 Uhr seit Jahren gerne die verschiedensten Dokumentationen. Hier ist vor allem die Sendereihe “Terra X” natürlich sehr vielen ein Begriff. Immerhin hat das GEZ-TV ja auch den viel zitierten “Bildungsauftrag”, weshalb man sich nun erneut den Themen Aliens und Leben im Kosmos in der Reihe “Faszination Universum” angenommen hat. In der Ankündigung der Sendung “Aliens: Der erste Kontakt” ist folgendes zu lesen:

Unfassbar viele Sterne, unzählige Möglichkeiten: Durchaus denkbar, dass es irgendwo da draußen Aliens gibt. Wie können wir sie finden – und sie uns? Oder hat es ihn schon gegeben: den ersten Kontakt?

Das klingt spannend. Hier also mein Mystery-Rewiew der Sendung, die Ihr hier in der Mediathek online findet.

Prof. Harald Lesch auf Alien-Jagd

Mein erster Eindruck: Sehr hübsches digitales Studie für Harald Lesch seine Sendung! Auch wenn ich natürlich keine hohen und detaillierten Ansprüche an solche Dokumentationen stelle (wie auch, wenn jeder mit noch so wenig Vorwissen die Sendung verstehen soll?!), war sie für mich als Lesch- und Alien-Fan ein Muss.

Lesch startet die eigentliche Sendung mit dem Thema “Voraussetzungen für Leben im All”. Eben jene, dass beispielsweise flüssiges Wasser auf den jeweiligen Planten existieren muss etc. Da auch “Oma Erna” im abendlichen Wohnzimmersessel oder Kinder (die Sendung ist ab 12 Jahren angegeben) an ihrem Sonntagabend Harald Lesch und den Themen folgen sollen, sind die Erklärungen allesamt sehr gut!

Prof. Harald Lesch macht dann ein Themenschenker bezüglich von anderen Planten im Universum zu der spektakulären Entdeckung des Planten Proxima Centauri B vom August 2016. Das ist jener mutmaßlich “erdähnliche Planet” in nur 4,2 Lichtjahren Entfernung, zu dem ich am 25. August in diesem Posting die Fakten einmal zusammengefasst habe. Auch spricht Lesch über die ersten Vertusche einer Kontaktaufnahme mit Mars-Menschen oder Bewohnen auf dem Mond im 19. Jahrhunder. Beispielsweise jene Idee des Mathematiker Karl Gauss von 1820. Er schlug vor, in Sibirien ein riesiges und rechtwinkliges Dreieck aus Weizen anzulegen, an deren Seiten Pinienwälder gepflanzt werden sollten. Diese Wälder würden den Satz des Pythagoras darstellen, welcher von Au­ßerirdischen dann klar als intelligentes Signal von der Erde identifiziert wer­den kann (hier mehr …).

Mit Laserstrahlen gegen die Außerirdischen: US-Wissenschaftler über die Möglichkeit, die Erde vor Aliens zu verstecken (Bild: NASA/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Mit Laserstrahlen gegen die Außerirdischen: Über die Möglichkeit, die Erde vor Aliens zu verstecken (Bild: NASA/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Ebenso spricht die Sendung die NASA-Sonden “Voyager” an. Jene Sonden also, die Botschaften an potenzielle Aliens auf ihrer Reise durch das All mit an Bord haben. Obwohl es natürlich fraglich ist, dass diese jemals von Aliens gefunden werden. Selbstverständlich wird auch SETI, also die Suche nach Radiosignalen von Außerirdischen, und das Gegenstück Active Seti angeschnitten. Active SETI bedeutet soviel, dass wir Menschen bewusst Nachrichten an Aliens in das All hinaus senden. Die von Lesch in der Sendung erwähnten Radiostrahlungen durch unsere Fernsehübertragungen sind natürlich dabei unabsichtliche “Botschaften” …

Interessant für den Laien dargestellt hat diese Sendung das Thema des “Planeten-Transit”. Die Technik also, mit der unsere Forscher heute Exoplaneten im Kosmos aufspüren, wenn diese vor ihrer jeweiligen Sonne herziehen und diese minimal verdunkeln. Vergleichbar mit einer Sonnenfinsternis, bei der sich der Mond vor die Sonne schiebt. Hierbei erklärt Lesch meiner Meinung nach sehr gekonnt, was wir aus dem Farbspektrum solcher “Sonnenverdunklungen” im All alles erfahren können. Aber auch, dass Außerirdische auf diese Art und Weise unsere Erde schon lange entdeckt haben könnten. Und, dass diese Fremden mit dieser Methode auch von unserer Sauerstoffatmosphäre erhaben haben könnten.

Ein Thema, dass sogar in einer Studie zu Spekulationen führte, wie die Menschen unseren Planeten vor den Augen von Aliens verstecken können, sofern diese ebenfalls die Transit-Methode bei der Suche nach anderen Welten nutzen. In diesem Artikel sowie in diesem YouTube-Video von mir habe ich darüber berichtet.

Prof. Lesch und die Grenzwissenschaft

Nach rund 25,5 Minuten macht die Sendung einen Themenschwenk von der reinen Astronomie auf das Thema Prä-Astronautik, UFOs und Ähnlichem. Angefangen bei dem Stamm der Dogon in Mali, die angeblich verborgenes Wissen über das Sternensytem Sirius haben oder hatten. Dabei geht es darum, das diese Dogon einst erzählt haben sollen, dass der Stern Sirius in Wahrheit von einem zweiten Stern umrundet wird. Also das Sonnensystem ein Doppelsternsystem ist, wobei aber der tatsächlich vorhandene zweite Stern nur mit modernen Teleskopen zu sehen ist. Woher wusste also dieser Stamm in Afrika davon?

Das Thema ist in der Prä-Astronautik seit genau 40 Jahren bekannt. Damals erschien das Buch “Das Sirius-Rätsel” (1977 in deutsch), in dem der Autor Robert K. G. Temple darüber spekuliert, ob das Volk der Dogon Besuch aus dem All hatte – aus dem Sirius-System. Harald Lesch nennt sogar das Buch in der Sendung, zwar mit dem falschen Titel “Das Dogon-Rätsel”, aber immerhin. Auch ein Seitenhieb auf Erich von Däniken und die Gemeinde der Prä-Astronautik-Fans ist natürölich mit dabei. Immerhin ist EvD laut Lesch seiner eigenen Aussage “ein außerordentlich interessanter Ideengeber

Aktuelle Videos zu Mystery und Grenzwissenschaft auf YouTube – mit dem Einen sieht man besser
Mehr zur Grenzwissenschaft und den Rätseln der Welt natürlich auf meinen Video-Kanal bei auf YouTube …

Letztlich erklärt das ZDF diese Dogon-Geschichte als falsch gedeutet und “rein interpretiert”.

Das gilt laut der Sendung auch für die weltberühmte UFO-Welle von Belgien um 1990. Lesch nach entfaltete sich eine Art “Massenhysterie”, die durch UFO-Berichte in den Medien ausgelöst wurde. Jedes Licht am Himmel – gleich welcher Natur es war – sei damals umgehend zu einem UFO erklärt worden. Auch die teilweise Ortungen dieser UFOs durch das Radar und das Militär seien demnach Trugschlüsse und Irrtümer gewesen. Und die Militärpiloten der Abfangjäger, die diesen Ortungen nachgehen sollten, wären 1990 durch die Medienberichte über UFO-Sichtungen schon mit einer Art “Erwartungshaltung” in ihre Jets gestiegen …

Ähnlich wird das Thema UFO-Entführungen bei “Terra X” gehandhabt. Lesch seiner Aussage nach glaubten jene Menschen, die meinen, dass sie von Fremden entführt wurden, schon vorher an Aliens und UFOs. Trügerische Erinnerungen, Sauerstoffarmut im Gehirn während des Schlafes bzw. Erwachen usw. seien die Ursachen, dass Menschen glauben von UFOs entführt und sogar von Aliens “untersucht” worden zu sein. So Lesch. Auch ein sehr interessantes Experiment, dass vom ZDF in diesem Zusammenhang erwähnt wird, solle das untermauern.

In diesem Experiment wurden den Probanden manipulierte Fotos aus ihrer eigenen Kindheit gezeigt, auf denen Szene und Ereignisse zu sehen waren, die nie stattfanden. Die Hälfte der Probanden habe sich in dieser Versuchsreihe an die gezeigten aber nicht stattgefundenen Kindheitserlebnisse erinnern können. Je öfter der Versuch mit diesen Personen durchgeführt wurde, um so detailreicher wurden diese “Erinnerungen” an das vermeintliche Erlebnis in der Kindheit.

Das ZDF „erklärt“ mutmaßliche UFO-Entführungen als „sexuelles Wunschdenken“ im Schlaf. Ein Kommentar (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)
Das ZDF „erklärt“ mutmaßliche UFO-Entführungen als „sexuelles Wunschdenken“ im Schlaf. Ein Kommentar (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)

Übrigens: Das ZDF hat in einer Folge von “Abenteuer Forschung”, ebenfalls mit Harald Lesch, am 1. Oktober 2013 auch UFO-Entführungen zum Thema gehabt. Darin wurden solche Entführungen mit “sexuellen Wunschdenken” der Betroffenen erklärt bzw. gedeutet, wie ich es damals in diesem entsprechenden Mystery-Review der Sendung ausführlich berichtet habe …

Fazit

Prof. Harald Lesch beendet die Sendung mit den Hypothesen, dass das Leben der Erde vielleicht woanders im All entstanden sein könnte. Er verweist auf die Tatsache, dass wir überall im All die Bausteine des Lebens finden und vielleicht sogar lebendige Organismen mit Kometen und Asteroiden einst auf unseren Planeten kamen. Außerirdisches Leben könne es auch nach Lesch durchaus irgendwo im Universum geben. Wer würde das heute auch noch ernsthaft bezweifeln?!

“Oma Erna” oder ihre Enkel und Urenkel sowie der vollkommene Laie am Sonntagabend vor dem heimischen Fernseher vor dem “Tatort” auf ARD bekamen gute Unterhaltung geliefert. Wissen leicht verpackt, verständlich und gut vermittelt. Darum bekenne ich mich bekanntlich immer wieder als Fan von Lesch seinen Astronomie-Sendungen. Denn davon versteht der Mann was und kann es wie kein Zweiter vermitteln. Von Grenzwissenschaft oder anderen Mystery-Themen allerdings nicht viel, wie es beispielsweise dieser Beitrag von 2012 auf meinem Blog zeigt.

Ich hätte mir zwar gewünscht, dass auch das Thema “Leben in unserem Sonnensystem?” wie zum Beispiel auf Mars oder dem Jupiter-Mond Europa vorgekommen wäre, aber alles geht nun mal eben nicht. Ernsthaft erwartet hat der Kenner eine erschöpfende Sendung über den “ersten Kontakt” mit Aliens aber so oder so nicht. Das ist auch nicht das Ziel derartiger Dokumentationen! Obwohl schon der Titel dieser Folge vollkommen irreführen war, sehe ich solche “Shows” immer mit mehreren Augen. Einmal meinem Mystery-Auge, weshalb mir vor allem die Darlegung des Themas “UFO-Entführungen” nicht gefiel, und einmal mit dem Auge des Laien, Kindes und “Oma Erna”.

Mein grenzwissenschaftlichtes Auge weint – das andere strahlt. Eigentlich also wie immer. Sicherlich wünschten sich viele, dass dem UFO-Thema oder der Prä-Astronautik weit mehr Beachtung zuteil geworden wäre, aber die TV-Erfahrung lehrt uns grundsätzlich etwas anderes. Das eigentliche Thema – laut Titel der Erstkontakt mit Aliens – hat die Sendung meiner Meinung nach aber vollkommen verfehlt.

Dennoch kann ich diese Lesch-Sendung auch für den größten Experten empfehlen. Wissenschaft kann auch kurzweilige Unterhaltung bieten.

 

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

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Mord und Totschlag auf Befehl Gottes: Wie das ZDF in “Terra X” die Bibel für die TV-Zuschauer schön redet (Update)

Mord und Totschlag im Namen Gottes: Wie das ZDF die Bibel für die Zuschauer schön redet (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Mord und Totschlag im Namen Gottes: Wie das ZDF die Bibel für die Zuschauer schön redet (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

(Update: 17. April 2018) Auf dem Sender ZDF wird derzeit die Sendereihe “Terra X” mit dem Thema “Das Bibelrätsel” gesendet. Eine Sendung mit diesem Titel gab es schon, und ein Buch dazu von “Terra X”-Autor Hans-Christian Huf erschien bereits 2005. Der deutsche Prä-Astronautik-Autor Dieter Bremer wies bei Facebook auf eine ganze Reihe Unterschlagungen und Verfälschungen in dieser Sendung hin, die ich Euch an dieser Stelle nicht vorenthalten möchte. Auch ich habe zwischenzeitlich die Dokus des ZDF gesehen, und kann als Autor von Prä-Astronautik-Büchern zu biblischen Themen die Kritiken von Bremer mehr als verstehen. Hier erfahrt Ihr, welche das in Bezug auf “Terra X” sind und was es zu den Vorwürfen von Dieter Bremer noch zu ergänzen gibt. Und das passt so gar nicht in die ZDF-Sendung “Das Bibelrätsel”, wie sie die Zuschauer sahen!


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die Bibel und das Fernsehen

Es ist für Autoren und Redakteure überaus schwer, wenn man die Bibel zum Thema von TV-Sendungen und Dokumentationen machen möchte. Gleichgültig ob auf den Spuren von Jesus Christus aus dem Neuen Testament oder historische und nicht-historische Themen des Alten Testament. Wer sich mit der Bibel und all ihren Hintergründen, Deutungen, geschichtlichen Fehlern und Interpretationen auskennt, weiß um diesen Umstand nur zu gut.

Die bei den Zuschauern beliebte TV-Sendung “Terra X” hat in der Vergangenheit immer wieder biblische Themen und Sachverhalte thematisiert und den Zuschauern präsentiert. Mal spannend, mal langweilig. So wie aktuell am” Zweiten Deutschen Fernsehen”, wo das Publikum Dokus über die Rätsel der Bibel sehen konnte. Aber wurde darin der ZDF-Zuschauer bewusst für dumm verkauft und manipuliert?

Biblisches Chrerry-Picking am ZDF

JA! sagt der Prä-Astronautik-Autor und bekennende Atheist Dieter Bremer. Er kritisierte in seiner Facebook-Gruppe die “Terra X”-Sendung “Das Bibelrätsel” (hier) bereits am 2. Dezember 2012 mit sehr deutlichen Worten. So schreibt Bremer:

Auch die gestrige Terra-X-Sendung auf dem ZDF war wieder vom Chrerry-Picking der Macher begleitet. Alles, was ‘nicht sein soll’ wurde verschwiegen. Für Bibelkenner ist das kein Problem. Aber wie viel hunderttausend Zuschauer waren zum ersten Mal mit diesen Bibltexten konfrontiert? Denen wurde was vorgegaukelt. Durch Auslassen wichtiger Informationen kann man mit dem ‘weichgespülten Blick auf die Bibel’ logischerweise die wahren Zusammenhänge nicht mehr rekonstruieren. Aber daran sind wohl weder Fr. Dr. Käßmann noch die Macher der Sendung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen interessiert …

So wurde z. B. mehrfach verschwiegen, dass die Abtrünnigen des Exodus, also diejenigen, die nicht bedingungslos Jahwe folgen wollten, ausnahmslos alle umgebracht wurden. Stattdessen wurde suggeriert, dass jeder, der nicht an Jahwe glaubte, seinen Weg gehen konnte.

Mir geht es nicht darum, Jahwe irgendetwas anzuhängen, denn der Gott der Hebräer hatte mit den Tötungen nichts zu tun. Aber wenn man diese Textteile ignoriert, dann kann man auch nicht die Katastrophe in ihrer Gesamtheit erkennen, die im Hintergrund der Exodus-Abhandlung abläuft.

VIDEO: Jahwe der Kriegsherr! Das geheime “Buch der Kriege Gottes”: Verschollen oder versteckt?(Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Jahwe der Kriegsherr! Das geheime “Buch der Kriege Gottes”: Verschollen oder versteckt? (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Ebenso wurde der Abzug des Heeres des Sanherib vor Jerusalem, ohne die Stadt zu schleifen, mit einem Satz abgehandelt. ‘Man weiß nicht, warum Sanherib abgezogen ist’, hieß es dort. Tatsächlich steht aber in der Bibel der Grund dafür, nur wurde dieser den Zuschauern verheimlicht:

2. Könige 19,35 und 36 (Einheitsübersetzung):

‘In jener Nacht zog der Engel des Herrn aus und erschlug im Lager der Ässyrer hundertfünfundachtzigtausend Mann. Als man am nächsten Morgen aufstand, fand man sie alle als Leichen. Da brach Sanherib, der König von Assur, auf und kehrte in sein Land zurück.’

Diesen wichtigen Hinweis verschwieg die Sendung im ZDF mit Fr. Dr. Käßmann, die Zuschauer könnten ja über die Massenvernichtung der Gegner Jerusalems stolpern und selbst nachdenken. Aber genau das will vermutlich weder Fr. Dr. Käßmann noch das öffentlich-rechtliche Fernsehen.

Insofern kann man ja auch nicht erwarten, dass die ausgebrochene tödliche Krankheit von König Hiskia (dem Gegenspieler von Sanherib, der über Nacht ohne Kampf 185.000 Tote zu beklagen hatte), Hiskias quasi Wiederauferstehung und die mit alle dem einhergehende Tageszeitverlängerung in dieser Sendung erwähnt werden.

Offensichtlich versuchte das öffentlich-rechtliche Fernsehen mit Hilfe von Fr. Dr. Käßmann eine Bibelinterpretation an die Zuschauer zu bringen, wo die wirklichen Wunder der Bibel (sowie die im Hintergrund ablaufende Katastrophe) in den zugehörigen Texten einfach ausgeblendet werden.

Das ist jedenfalls mein Eindruck als Atheist.”

In Tat hat Dieter Bremer mit seiner zusammenfassenden Online-Kritik recht.

Das “Goldene Kalb”

In der Mediathek des ZDF habe ich nun diese für mich sehr spannende Sendung angesehen. Als bekennender “Fan” der Mysterien und Rätsel der Bibel schrieb ich bereits 1997 das Buch Götter der Sterne” und 2015 “Rebellion der Astronauten-Wächter“, in denen ich mich eben genau mit diesen Bibelrätseln befasse. Somit sind für einen Mystery-Jäger solche TV-Dokumentationen immer sehr spannend und ich kann und muss mich Bremers Worten nur anschließen.

ARTIKEL: Gott und die Berufung des Mose am “brennenden Dornbusch”: War in Wahrheit alles ganz anders? ( Bild: Archiv W.-J. Langbein)
ARTIKEL: Gott, Moses und der “brennende Dornbusch”: War es in Wahrheit ganz anders und Moses wurde “entführt”? (Bild: Archiv W.-J. Langbein)

Die gesamte Sendung  in einem Mystery-Review zu kommentieren, ist an dieser Stelle nicht nötig. Das Thema bewegt seit Jahrtausenden die Gemüter und ist viel zu umfangreich. Einige Punkte sollten aber dennoch nicht unerwähnt bleiben, wie es eben “Terra X” und das ZDF ihren Zuschauern gegenüber tat.

So kommt in der Sendung (natürlich) auch die Geschichte um das “Goldene Kalb” vor. Sowie der Gott Baal. Doch “Terra X” suggeriert bei der Überlieferung um das Goldene Kalb am Berg Moses tatsächlich einen vollkommen falschen Eindruck. In Wahrheit, oder besser in der Bibel steht, dass die Abtrünnigen am Berg bei der “Goldene-Kalb-Affäre” ermordet wurden. In Ex. 32,1 lesen wir dazu, dass das Volk Israel am Fuß des Berges aufmüpfig wurde, weil Moses ewig lange auf dem Berggipfel beim Herrn war, Die Hebräer wussten nicht, ob er überhaupt noch noch lebt. Wie ich diese Abwesenheit deutete, legte ich schon vor vielen Jahren dar (s. a. HIER, HIER & HIER).

Also wollte das Volk, so weiter im Buch Exodus, “neue Götter” haben, denen sie folgen konnten: Das Goldene Kalb wurde aus Gold gefertigt und eine wilde oder besser gesagt eine von Gott abgefallene Feier im Volk Israel begann. In dem Kinoklassiker und bildgewaltigen Monumentalfilm “Die 10 Gebote” von 1956 ist dieses sündige Gelage eindrucksvoll dargestellt. Auch gezeigt wird darin, wie anschließend 3.000 Abtrünnige (auf Verlagen Gottes) ermordet wurden, auch wenn ich einer “harmlosen Form”. Für “Terra X” ist das alles nicht der Rede wert – auch wenn es im 2. Buch Mose steht.

Warum aber hat Moses nicht eingriffen, bevor es zu dem Vorfall mit dem Goldenen Kalb kam?

Moses und Gott greifen ein

Für Moses war es ganz einfach zu spät, die Anfertigung der Götze zu verhindern. Er war nicht im Lager und kam letztlich zu spät, um das Schlimmste noch abzuwenden. Er weilte zu dieser Zeit bei Gott auf dem Berg, der ihn erst berichtete, was unten bei seinem Volk gerade los sei. Obwohl es da auch schon zu spät war, als der Herr das bemerke, da das Kalb war bereits gebaut wurde.

Angesicht der Sündhaftigkeit sprach dieser Herr daraufhin zornig zu Moses:

Nun lass mich, dass mein Zorn gegen sie entbrenne und ich sie vertilge. Dich aber will ich zu einem großen Volke machen.” (Ex. 32,10)

Das ZDF und Harald Lesch gehen in Terra X ungelösten Fällen der Archäologie nach (Bilder: ZDF / gemeinfrei / LAF / Montage: Fischinger-Online)
Das ZDF und Harald Lesch gehen in “Terra X” ungelösten Fällen der Archäologie nach (Bilder: ZDF / gemeinfrei / LAF / Montage: Fischinger-Online)

Moses aber war ein kluger Mann, da er umgehend versuchte, seinem Herrn diesen mehr als bösen Plan auszureden. In der Bibel heißt es:

Mose suchte Jahwe, seinen Gott, zu begütigen und sprach: Warum, Jahwe, soll dein Zorn wider dein Volk entbrennen, das du mit großer Kraft und mit starkem Arm aus Ägypten herausgeführt hast? Sollen den die Ägypter sagen dürfen: In schlimmer Absicht hat er sie herausgeführt, um sie im Gebirge umzubringen und sie vom Erdboden zu vertilgen? Lass ab von deinem glühenden Zorn und lasse dich das Unheil greulen, das du über dein Volk verhängen willst.” (Ex. 32,11-12)

Mit viel Geschick redete Moses demnach auf Gott ein. Dabei erwies er sich als derart wortgewandt, dass dem Herrn eigentlich kein anderer Ausweg blieb, als von seinem mörderischen Plan abzusehen. Als Moses ihn dann noch an Isaak und den legendären Abraham erinnerte, dessen Nachkommen er zahllos machen wollte, “ließ sich Jahwe das Unheil greulen, dass er seinem Volk angedroht hatte” (Ex. 32,14).

Es geht noch weiter: Moses kam vom Berge herab, sah das Goldene Kalb und war mächtig sauer auf seinen Bruder Aaron. Er war es schließlich, der das Kalb laut Buch Exodus anfertigen auf drängen des Volkes anfertigen ließ. Die faule Entschuldigung von Aaron, dass er das Gold des Volkes in das Feuer warf und durch „Zufall“ eine Götze dabei heraus kam – glaubte ihm Moses natürlich nicht (nachzulesen: Ex. 32,24).

Töte sie alle!

Nun kam das, was die ZDF-Doku nicht erwähnt und es so darstellt, dass die Religionsentstehung ein friedlicher Weg war. eben das, war auch Dieter Bremer in seiner oben zitierten Kritik anschneidet: Die 3.000 Abtrünnigen Götzendiener beim Exodus am Berg wurde ermordet. Offensichtlich im Auftrag Gottes, da sich in der Bibel so ließt:

So spricht Jahwe, der Gott Israels: Jeder gürte sein Schwert um die Hüfte! Geht im Lager hin und her von einem Tor zum anderen und tötet auch den eigenen Bruder, Freud und Anverwandten! Die Leviten taten nach dem Befehl Mose, und es fielen von dem Volk an jenem Tag an die dreitausend Mann.” (Ex. 32,27-28)

Offensichtlich kannte der Zorn Gottes kein Erbarmen, da selbst in den Reihen der eigenen Familie gemordet werden solle.

Und, nebenbei angemerkt, der “gütige Herr” war deshalb wirklich mehr mal zornig! Ex. 33,3 sagt, dass Gott fortan den Exodus seines Volkes nicht mehr begleiten wollte, “weil du ein halsstarriges Volk bist, damit ich dich nicht auf dem Weg vernichte”. Einer seiner himmlischen Engel würde ab jetzt diese Aufgabe übernehmen. Jedoch wollte der Herr die Völker der Kanaaniter, Amoniter, Hetiter, Perser, Hiwiter und Jebusiter noch vertreiben, die dem Exodus im Weg stehen würden (Ex. 33,2).

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Neudeutsch ausgedrückt: “Ich bin richtig sauer auf mein Volk der Hebräer! Wenn es nochmal so einen Quatsch macht – könnte es sein, dass ich sie in meiner Wut alle umbringe!”

Gott duldet keine Opposition

Ergänzend zum Hinweis von Dieter Bremer zu den 185.000 (nicht bei “Terra X” erwähnten) Toten durch “Engel des Herrn“, nehmen wir wieder das Alte Testament in die Hand. In 1. Kön. 18 streiten die Diener des heidnischen Gottes Baal mit dem Gottes-Propheten Elija um Macht und Wahrheit ihrer Götter. Elija gewann diese Auseinandersetzung und laut Vers 40 wurden daraufhin die unterlegenen 450 Baal-Propheten wortwörtlich “abgeschlachtet”.

Vortrag von Lars A. Fischinger: "Die Bundeslade - Faszination und Mythos", März 2018 (Bild: Fischinger-Online)
VIDEO: Vortrag von Lars A. Fischinger: “Die Bundeslade – Faszination und Mythos”, März 2018 (Bild: Fischinger-Online)

Andere Abtrünnige oder Kritiker wurden im Buch Numeri “mit ihren Frauen, Söhnen und kleinen Kindern” (Num. 16,27) vom Herrn ermordet. Auf Befehl von Moses hin wurde jedoch zuvor die “Guten” in Sicherheit gebracht, bevor man daraufhin insgesamt 250 Oppositionelle durch ein von Gott gesandtes Feuer vernichtete (Num. 16,35) …

Wie “Terra X” richtig berichtet, gab es einst sehr viel Götter-Konkurrenz zum Jahwe-Kult der heutigen Bibel. Doch der letztliche Sieg Jahwes sowie der Exodus der Hebräer aus Ägypten war laut der Bibel eben kein Ponyhof. Was schon zu Beginn des Exodus aus Ägypten deutlich wird, wie ich es beispielsweise in diesem Video-Vortrag zum Thema auf YouTube klar darlege.

Im Alten Testament heißt es beispielsweise in Ex. 13,18 zu Beginn des Exodus: “Voll bewaffnet zogen die Israeliten aus Ägypten” heraus. Und wie Moses es von Gott im Buch Exodus zuvor gesagt bekam, verlangten die Israeliten von den durch die Macht des Herrn (die Geschichte der 10 Plagen) besiegten Ägyptern Silber, Gold und Kleidung. “Auf diese Weise plünderten sie die Ägypter aus”, so sagt es Ex. 12,36.

Die Liste erschreckender Taten, Morde und Strafen von Gott ist sehr lang. Für “Das Bibelrätsel” des ZDF aber offenkundig irrelevant. Sonst hätte die deutsche evangelische Theologin und Pfarrerin Dr. Margot Käßmann auch solche gottlosen Ereignisse dargelegt oder wenigstens erwähnt. Natürlich nur, wenn die Redaktion der TV-Dokus das überhaupt wollte.

Man darf allerdings davon ausgehen, dass Dr. Käßmann als Theologin und ehemalige Landesbischöfin die Bibel in- und auswendig kennt. Auch die unangenehmen Seiten Gottes.

Auch die Bundeslade war bei “Terra X” …

In “Das Bibelrätsel” vom ZDF gehörte auch das Thema der Bundeslade oder Lade des Herrn natürlich dazu. Immerhin war sie laut dem Alten Testament ein fester Bestandteil des Exodus und das Heiligtum als Sinnbild von Gottes Gegenwart schlechthin.

Eines der großen Rätsel der Menschheit: Wohin verschwand die Bundeslade am 16. März 597 v. Chr.? +++YouTube-Video+++
VIDEO: Eines der großen Rätsel der Menschheit: Wohin verschwand die Bundeslade am 16. März 597 v. Chr.? (Bild: Fischinger-Online)

Erwähnt wurde in “Terra X”, dass die Bundeslade “unwiederbringlich” verloren ging, als die Babylonier Jerusalem und den 1. Tempel (der Tempel des König Salomon) um 587 vor Christus zerstörten und alles verbrannte. Ab da begann das bekannte Exil der Israeliten in Babylon, während dessen auch weite Teile des Alten Testamentes verfasst wurden. Inklusive der ganzen Geschichte des Exodus der Hebräer mit all den Wundern und Mysterien Gottes.

In der Dokumentation wird direkt nach diesen Ausführungen zum Tempel von Jerusalems gesagt, dass der Überfall der Babylonier und die Zerstörung der Stadt “harte Realität” sei. Das ist nicht falsch aber in Bezug auf die Lade des Herr mehr als irreführend für den Zuschauer darstellt.

Der Überfall fand zwar statt, aber es gibt keinen einzigen Beleg in den Schriften, dass die Bundeslade dabei auch wirklich verbrannte. Vielmehr gibt es sogar Textbeispiele, die das genaue Gegenteil sahen. Wie zum Beispiel das 2. Buch der Makkabäer.

Dort wird erzählt, wie der Prophet Jeremia die Bundeslade und mehr Inventar des Tempels vor den babylonischen Truppen in einer Berghöhle versteckte (s. a. dieses Video HIER).

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Alexander Knörr und Roland Roth (Hrsg.): “Terra Divina: Auf den Spuren der göttlichen Lehrmeister”

Den himmlischen Lehrmeistern unserer Vorfahren auf der Spur!

Anthologie zahlreicher Prä-Astronautik-Autoren und -Forscher

Terra Divina ist Latein und bedeutet „göttliche Erde“.

„Göttliche Erde“ deshalb, weil es Tausende Hinweise gibt, dass unsere Erde vor Jahrtausenden von „Göttern“ besucht wurde, die uns Menschen nachhaltig beeinflussten und dann wieder verschwanden. Dorthin verschwanden, wo sie hergekommen waren – in die Tiefen des Weltalls. Die Hypothesen der Prä-Astronautik, die diese Annahme zu bestätigen sucht, sind nicht neu. Aber sie sind eben auch immer noch hochaktuell. Und gerade dieses Buch veranschaulicht diese Situation sehr gut.

Immer wieder wird argumentiert, dass die Prä-Astronautik „nichts Neues“ ans Tageslicht bringt, dass immer wieder nur alte Themen aus den Schubladen herausg ekramt und aufgepäppelt werden.

Die Autorenkollegen und Herausgeber von „Terra Divina“, Alexander Knörr und Roland Roth wollten dies nicht länger auf sich sitzen lassen. So trugen sie aus eigener Forschung aber auch aus den Forschungsergebnissen ihrer Forscher- und Autorenkolleginnen und –kollegen eine stattliche Anzahl an Berichten zusammen, die allesamt im deutschsprachigen Raum kaum bekannt geworden sind. Einige sind noch nie vorher in dieser Art behandelt und untersucht worden. Sie erhalten in „Terra Divina“ Einblick in die neuesten Forschungsergebnisse von 15 Forschern der Prä-Astronautik die für Sie um die Welt gereist sind um vor Ort zu recherchieren, die sich für Sie mit Themen befassen, die auch sehr gewagt interpretiert wurden.

Internationale Autoren, die bereits sehr bekannt sind wie Walter-Jörg Langbein, Roland M. Horn, Brien Foerster, Gisela Ermel und Thomas Ritter, aber auch in der Welt der Prä-Astronautik noch weitestgehend unbekannte Autoren wie Jürgen Huthmann, Sylvia Lapp oder Frank Grondkowski (um jeweils nur einige zu nennen) beleben mit ihren spannenden und brisanten Artikeln dieses Buch. Sie machen sich streitbar und sicherlich auch mancherorts unbeliebt mit ihren Thesen und Standpunkten.

Aber sie versuchen nur eines – Ihnen die „Spuren der göttlichen Lehrmeister“ aufzuzeigen. Und sie machen auch eines klar: Es gibt noch so viele Orte, die man aufsuchen, so viele Mythen und Legenden, denen man auf den Grund gehen und so viele Spuren, die man verfolgen kann, dass die Prä-Astronautik noch lange nicht am Ende ihrer Argumente angekommen ist.

„Terra Divina – Auf den Spuren der göttlichen Lehrmeister“ wird dies auf spannende Art und Weise veranschaulichen.

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Das Rätsel der USOs und der Geisterraketen – neues Exomagazin erschienen

Das Rätsel der USOs (Bild: L.A. Fischinger / Google Earth / gemeinfrei)
Das Rätsel der USOs: Gibt es UFOs auch unter Wasser? (Bild: L.A. Fischinger / Google Earth / gemeinfrei)

Ein sehr faszinierendes Thema: Die “Geisterraketen” und USOs von Skandinavien (und anderswo), die seit dem Ende des 2. Weltkrieges gesehen wurden und werden. Ein Phänomen von unbekannten Objekten unter dem Meeresspiegel, das wahrscheinlich wie die UFOs an sich schon lange vor den ersten Berichten in der Nachkriegszeit existiert hat Das neue “Exomagazin” hat sich diesem Themen einmal genauer angenommen.

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Harald Lesch in Interviews zu Erich von Däniken, der “Hämorrhoide am Hintern der Archäologen” – und warum auch er “begeisterter von Däniken-Anhänger” war

Harald Lesch im Interview 2002: "Erich von Däniken ist ein außerordentlich interessanter Ideengeber" (Bild: Screenshot ZDF/Lesch Kosmos)
Harald Lesch im Interview 2002: “Erich von Däniken ist ein außerordentlich interessanter Ideengeber” (Bild: Screenshot ZDF/Lesch Kosmos)

Am 15. August 2012 verwies ich auf meinem alten Blog auf ein Interview mit Professor Harald Lesch aus dem Jahr 2002. Geführt hatte das sehr umfangreich Gespräch der Betreiber einer privaten Webseite, der von sich selber sagt, dass man ihn als “Querdenker, Spinner, Realist, Gedankenakrobat oder was auch immer bezeichnen” könne. In diesem Interview äußerte sich der bekannte Astrophysiker und TV-Moderator nicht nur zu “grünen Schleim” und den Wunders des Universums, sondern auch zu Erich von Däniken und dessen Ideen rund um die Prä-Astronautik. Da das entsprechende Interview wegen technischer Veränderungen lange nicht erreichbar war, möchte ich das Thema in einem neuen und erweiterten Beitrag an dieser Stelle auf Grenzwissenschaft und Mystery Files erneut für Euch online stellen. Mehr oder weniger aus aktuellem Anlass, doch vor allem aufgrund der interessanten Antworten, die Lesch darin zu von Däniken gab. Welche anderen Aussagen Lesch an anderen Stellen noch zu EvD machte, und warum er selber Däniken-Anhänger war, erfahrt Ihr wie immer hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Pseudowissenschaft

Etablierten Wissenschaftler stehen bereits Jahrzehnte mit grenzwissenschaftlichen Ideen und Autoren auf Kriegsfuß. Die Grenzwissenschaft wird von vielen “Mainstream-Wissenschaftlern” inklusive Professor Harald Lesch fast immer in ihrer Gesamtheit als “Pseudowissenschaft” bezeichnet. Ein schon lange bekannter Begriff, den Wikipedia beispielsweise so beschreibt:

Pseudowissenschaft (…) ist ein Begriff für Behauptungen, Lehren, Theorien, Praktiken und Institutionen, die beanspruchen, wissenschaftlich zu sein bzw. scheinbar wissenschaftlich sind, aber die Ansprüche an Wissenschaftlichkeit, insbesondere das Kriterium der Nachprüfbarkeit, nicht erfüllen.”

Eigentlich eine Bezeichnung, die keinerlei feste Grenzen hat, was genau als “Pseudowissenschaft” zu benennen wäre. Wiki schreibt in dem dortigen, gut zusammenzufassenden Artikel unter anderem auch:

Viele verbreitete Vorschläge zu einer groben Begriffsbestimmung kommen zumindest in zwei Punkten überein:

  1. Pseudowissenschaften treten mit dem Anspruch der Wissenschaftlichkeit auf.
  2. Pseudowissenschaften stehen im Widerspruch zu den anerkannten wissenschaftlichen Methoden.

Punkt 1 trifft auf “die Grenzwissenschaft” wohl nicht zu, da es keine Bücher gibt, die wissenschaftlich diese Thesen beweisen wollen oder können. Die allermeisten “Pseudowissenschaftler” treten alles andere als wissenschaftlich auf, sie wollen es auch gar nicht. Gleichgültig ob UFO-Forscher oder eben Prä-Astronautiker, fast alle bezeichnen sich als “Hobbyforscher” oder “Sonntagsforscher”. Fast alle, denn gerade und vor allem in der Esoterik wimmelt es an solchen “Pseudowissenschaftlern”, die für sich in Anspruch nehmen, ihre Sache XY sei wissenschaftlich. Oder sogar wissenschaftlich erforscht und belegt …

Der 2. Punkt ist eigentlich richtig, was sicher jedem Mystery-Fan und -Leser einleuchtend erscheint. Da sich die veröffentlichten Spekulationen, Ideen, Hypothesen etc. der GreWi “im Widerspruch zu den anerkannten wissenschaftlichen Methoden” bewegen. Nicht eine Pro-Veröffentlichung ist eine wissenschaftliche Arbeit.

Das Problem mit dem Ausdruck “Pseudowissenschaft” ist aber, dass er schon lange zu einem negativen Ausdruck für die Skeptiker gegen, in deren Augen, “alles unwissenschaftliche” geworden ist. Eine Art Kampfbegriff, ähnlich wie “Verschwörungstheoretiker”.

“Viel Feind – viel Ehr” Artikel von Dr. h. c. Erich von Däniken über angeblich gekaufte Doktortitel und anderen Anmaßungen (Bilder: E. v. Däniken / Kollage: L. A. Fischinger)
“Viel Feind – viel Ehr” Artikel von Dr. h. c. Erich von Däniken über angeblich gekaufte Doktortitel und anderen Anmaßungen (Bilder: E. v. Däniken / Kollage: Fischinger-Online)

Auch und vor allem der bekannte “Vorzeige-Wissenschaftler” Harald Lesch als Moderator der öffentlich-rechtlichen TV-Sender nutzt gerne den Begriff “Pseudowissenschaft”. Und darum sollte man die Erläuterungen oben beim folgenden Interview mit ihm im Hinterkopf haben, wenn Professor Lesch über Erich von Däniken spricht. Zumal er in den Medien immer mal wieder als “Anti-Däniken” bezeichnet wurde und wird.

“Ich bin niemand, der auf dem Herrn Däniken herum hackt”

Auf der Video-Plattform YouTube finden sich unzählige Videos von und mit Harald Lesch auf ebenso unzähligen verschiedenen Channels. Offizielle und illegale. Was man dort aber nicht findet, ist ein Interview, das ein gewisser Manuel Uhl 2002 persönlich mit Lesch führte. Immerhin mache sich Uhl “Gedanken über alles”.

Auf die Frage an Lesch, dass er auch „der Anti-Däniken“ genannt wurde, antwortete der Astrophysiker:

Haha, also ich kenne den Erich von Däniken persönlich. Er ist ein ganz wunderbarer Mensch und ich kann nichts böses über ihn sagen. Ich weiß nicht so genau – wer glaubt mehr an seine Hypothesen – seine Leser oder er.

Auf jeden Fall sind seine Hypothesen immer sehr interessant. Es lohnt sich, sich damit auseinander zu setzen und sie sind zwar sehr gewagt, aber da könnte ich fast dagegen halten, denn in der Physik gibt es auch jede Menge gewagter Thesen. Solche Theorien wie ‘Stringtheorien und Paralleluniversen’ sind mindestens genauso gewagt wie die Vorstellung, dass hier pausenlos irgendwelche Außerirdischen landen.Aber ich würde sagen: Erich von Däniken ist ein außerordentlich interessanter Ideengeber.”

Von Däniken sei ein “außerordentlich charismatischer Redner” und fülle immer wieder bei seinen Vorträgen die Säle, so Lesch weiter in seiner umfangreichen Antwort. Der Wissenschaftler aus München sieht das alles recht gelassen, wenn er weiter sagt:

Ich bin niemand, der auf dem Herrn Däniken herum hackt. Ich versuche nur, dagegen zu halten, was ich gerne unter ‘gesundem Menschenverstand’ zusammen fassen würde.

Zweifellos klingen diese Aussagen alles andere als die von einem “Anti-Däniken” und von einem etablierten Wissenschaftler, der mit der “Pseudowissenschaft” auf offenem Kriegsfuß steht. Natürlich stehen alle etablierten Wissenschaftler den zahlreichen Ideen der Grenzwissenschaft kritisch und auch ablehnend gegenüber – eben auf Kriegsfuß, da sie nichts mit der Arbeit ausgebildeter Wissenschaftler zu tun hat – aber hier zeigt Lesch seine freundliche Art.

Auch wenn Harald Lesch zehn Jahre später im Zusammenhang mit EvD und dem 21. Dezember 2012 des Maya-Kalender offensichtlich groben Unfug erzählte, wie Ihr es HIER nachlesen und sehen könnt.

“Online-Kritiker” der Prä-Astronautik, des von Däniken oder allgemein der Grenzwissenschaft sind da ein ganz anderes Kaliber.

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Däniken die Hämorrhoide …

“Spinner”, “Phantast” oder auch “Märchenonkel” sind wohl die meist verbreiteten Bezeichnungen der freundlicheren Art, die man in 50 Jahren für Erich von Däniken gefunden hat. Denn vor einem halben Jahrhundert wurde er 1968 mit seinem ersten Buch “Erinnerungen an die Zukunft” zum Bestsellerautoren. Weitere Bezeichnungen für seine Person von Kritikern, Hatern, Neidern, Skeptikern und entrüsteten Wissenschaftler sind zu unflätig, als dass ich ich sie hier nennen mag. Wobei sich “Phantast” der Bestsellerautor allerdings auch selber nennt.

Eine neue Umschreibung der Person EvD brachte Harald Lesch selber ins Spiel: “Däniken ist eine Hämorrhoide am Hintern der Archäologen”. Das sagte Lesch beispielsweise schmunzelt aber doch klar anerkennt im Mai 2012 in einer UFO- und Alien-Dokumentation auf dem TV-Sender “Phoenix”. Es war nicht als Beleidigung des angeblichen “Anti-Däniken” Lesch gemeint.

ARTIKEL: Erich von Däniken, die Prä-Astronautik und die Geschichte eines Mystery-Phänomens: Wie die Ancient Aliens wurden, was sie sind (Bild: Archiv E. v. Däniken / L. A. Fischinger)
Erich von Däniken und die Prä-Astronautik – die Geschichte einer astronauten-göttlichen Idee (Bilder: Archiv E. v. Däniken / Fischinger-Online)

Im Gegenteil. Er meinte damit, dass es von Däniken durch seine Thesen und Bücher wie kein anderer Autor der “Pseudowissenschaft” geschafft hat, Altertumsforscher und Archäologen herauszufordern. Die trockenen, altgedienten und eben auch und vor allem etablierten Wissenschaften wurden hier von einem vollkommen Laien provoziert und mit frischem Wind wach gerüttelt.

Bekanntlich wurde dieser unterhaltsame Wind zu einem Sturm, und viele Menschen zeigten plötzlich Interesse an der Vergangenheit der Menschheit und anderen Däniken-Themen.

Viele Kritiker stimmen zumindest hier zu.

… und Lesch der Ex-Däniken-Anhänger

“Ein Kind seiner Zeit”, wäre von Däniken gewesen, als vor 50 Jahren sein erstes Buch erschien, so Professor Lesch. Eine Tatsache, die Ihr in meinem Blog-Artikel “Erich von Däniken, die Prä-Astronautik und die Geschichte eines Mystery-Phänomens” umfangreich nachlesen könnt.

In diesem Telefon-Interview mit Harald Lesch, das er anlässlich zu von Dänikens 80. Geburtstag am 14. April 2015 führte, outete sich der Professor sogar als ehemaliger Däniken-Anhänger:

Ich war als 14, 15jähriger begeisterter von Däniken-Anhänger, ich fand diese Ideen unglaublich interessant. Und dabei ist es dann auch geblieben.

Sie sind eben nur interessant, es sind einfach nur interessante Gedankengänge, die ja zu der Zeit auch viele Wissenschaftler auf dem Plan gerufen haben, die erst mal gesagt haben, dass ist alles Unsinn. Aber die dann doch gedacht haben, ok, dann geben wir doch den Argumenten dieses Mannes mal nach, und schauen mal, wie können wir denn wissenschaftlich seriös argumentieren und nicht nur einfach spekulieren. (…)”

Natürlich gratulierte auch Lesch “ganz herzlich” zum 80. Geburtstag und betont auch in diesem Interview:

“Erich von Däniken ist eine der Hämorrhoiden am Hintern der Wissenschaft gewesen. Er hat immer wieder gezwickt und damit die Archäologie und die gesamten historischen Wissenschaften ein bisschen herausgefordert. Und das hat ja offenbar das Publikum sehr gemocht.”

Dr. Lesch traf tatsächlich im Laufe seiner Karriere hin und wieder auch auf von Däniken. Was eigentlich nicht verwunderlich ist, da er ein medial stark vertretener Wissenschaftler ist, und von Däniken der erfolgreichste “Alien-Autor” der Welt ist. Wenn man es so sagen mag. So auch vor ziemlich genau acht Jahren, als sich beide bei einer ZDF-Talkshow zum Thema Raumfahrt und Außerirdische trafen.

Markus Lanz lädt zum Alien-Talk

Zu dem Thema “Gibt es Außerirdische?” lief am 1. September 2010 auch die Talkshow “Markus Lanz“ am ZDF. Gäste waren Lesch, von Däniken und der ehemalige Astronaut Ulrich Walter.

Das ZDF und Harald Lesch gehen in Terra X ungelösten Fällen der Archäologie nach (Bilder: ZDF / gemeinfrei / LAF / Montage: Fischinger-Online)
Das ZDF und Harald Lesch gehen in Terra X ungelösten Fällen der Archäologie nach (Bilder: ZDF / gemeinfrei / LAF / Montage: Fischinger-Online)

Nachdem in der Sendung von Däniken seine Überlegungen zu den Astronautengöttern erklärte, vor allem in Bezug auf uralte religiöse Texte und Schriften über diese, entgegnete ihm Harald Lesch:

Aber stellen sie sich doch mal vor: In 5- oder 6.000 Jahren macht man Archäologie dieses Teils der Erde. Und dort findet man Plastiktüten. Plastiktüten von ’ner bestimmten Sorte. Da gibt es also zum Beispiel Plastiktüten mit dem großen Buchstaben ,A’ am Anfang und Plastiktüten mit dem großen Buchstaben ,L’.

Und dann vermuten die Archäologen: Ja, damals muss es zwei große Religionsgruppen gegeben haben, nämlich die ‘A’s’ und die ‘L’s’, und die haben in Tempeln… es gab sogar großen Tempelanlagen, wo die alle hingegangen sind und saßen sie in Regalen. Also man kann ja wahnsinnig schief liegen, wenn man einfach nur das interpretiert (…)”

Hiermit wollte Lesch sagen, dass die Prä-Astronautik von Interpretationen lebt, die eben auch vollkommen falsch liegen können. Texte, wie die bei “Lanz” von EvD genannten Schriften des Propheten Henoch (umfangreich dazu HIER) oder indische Schriften, könne man nicht für “wahr” nehmen. Ohne an dieser Stelle auf “wahr” oder “unwahr” einzugehen, zeigt diese Talkwunde vor allem, dass auch hier Lesch seinem “Feind” sehr freundlich gegenüber steht.

Über die Religion der Plastiktüten meint von Däniken, dass “beide Humor haben” und es sein “eine Freude sei, mit ihnen diskutieren zu dürfen”. “Solche Beispiele sind vernünftig”, so der Astronautengötter-Jäger bei “Markus Lanz” weiter, und erklärt daraufhin seine Sicht der Dinge genauer.

Ich persönlich finde, dass die oft überaus bösen “Kritiken” von der Pro-Prä-Alien-Seite zu Harald Lesch aufgrund seiner Ablehnung der Prä-Astronautik maßlos am Ziel vorbei schießen. Das sollten diese Beispiele zeigen. Vor allem in der (nicht vorhandenen) Diskussionskultur der Sozialen Netzwerke wie Facebook begegne ich als Pro-Prä-Astronautik-Anhänger und als Lesch-Fan diesen leider immer wieder, bei meinen alltäglichen “Up-to-Date-Arbeiten” im Netz.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Frag den Lesch: “Ich hatte Außerirdische zu Besuch in meinem Garten – beweisen Sie, dass ich lüge!” Harald Lesch über Generationenraumschiffe der Aliens

Frag den Lesch: Ich hatte Außerirdische zu Besuch in meinem Garten (Bild: Screenshot ZDF-Infothek / Bearbeitung & Montage: L. A. Fischinger)
Frag den Lesch: Ich hatte Außerirdische zu Besuch in meinem Garten (Bild: Screenshot ZDF-Infothek / Bearbeitung & Montage: L. A. Fischinger)

Der Fernsehsender ZDF hat seit Jahren den Astrophysiker Prof. Harald Lesch unter Vertrag, der dort zahlreiche bekannte Wissenschaftssendungen moderiert und realisiert. Eine davon ist die beliebte TV-Reihe “Frag den Lesch”, in der dieser wissenschaftliche Fragen und Themen in rund 13 Minuten thematisiert und diskutiert. Fragen rund um das Thema “Außerirdische” kommen hierbei häufiger vor. Doch eine Folge von “Frag den Lesch”, die bereits vor 1,5 Jahren ausgestrahlt wurde, ist mir als Jäger des Phantastischen dabei bisher entgangen. Darin wurde gefragt, ob Lesch beweisen kann, “dass die Aussage, ein Alien sei im Vorgarten gelandet, nicht stimmt”. Eine spannende Frage, die Harald Lesch in seiner Sendung zu beantworten versuchte – und damit an dieser Stellte ein klarer Fall für ein neues Mystery-Review von mir.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Was wären die GEZ-Sender – allen voran natürlich das ZDF und die angegliederten Fernsehsender, ohne Harald Lesch als “TV-Wissenschaftler”? Als bekennender Harald Lesch-Fan wäre es schlicht öde, da seine lockere und sympathische Art viele Menschen fraglos begeistern kann.

Außerirdische zu Besuch: Der Alien im Garten

Weltraum/Astronomie und damit auch Aliens und Leben im All sind häufige Themen des Astrophysikers Lesch in seinen verschiedenen Sendereihen. So auch in einer Folge von “Frag den Lesch”, die am 2. März 2015 erstmals ausgestrahlt wurde und die bis zum 1. März 2020 noch in der Mediathek des ZDF online zu sehen sein wird (HIER). Dazu heißt es in der Kurzbeschreibung:

Außerirdische zu Besuch – Lüge, Wahrheit, Wirklichkeit: Kann Lesch beweisen, dass die Aussage, ein Alien sei im Vorgarten gelandet, nicht stimmt? Ein Fall für eine auf naturwissenschaftlicher Grundlage geführte Ermittlung.”

Grundlage der Alien-Ermittlungen in dieser Folge von Harald Lesch war die Frage eines Zuschauers “Björn S.”. Dieser fragte bzw. schrieb:

“Hallo, Herr Lesch!

Gestern habe ich einen Außerirdischen in meinem Harten gesehen. Vor vielen Generationen ist ein ,Generationenraumschiff’ mit annähernd Lichtgeschwindigkeit von einem entfernten Planten losgeflogen. Die Nachkommen der ersten Besatzung sind jetzt auf der Erde gelandet.

Können Sie beweisen, dass ich lüge?

Kann er?

Herr Prof. Lesch, ermitteln Sie!

ARTIKEL: Dauerstreitthema Flüchtlingskrise: Aber bekommen eigentlich auch echte Aliens im Sinne von Außerirdischen bei uns Asyl? Interessante Spekulationen … (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Dauerstreitthema Flüchtlingskrise: Aber bekommen eigentlich auch Aliens bei uns Asyl? Interessante Spekulationen … (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Auf den ersten Blick eine sehr spannende Frage an Harald Lesch. Ob sie nun von der Redaktion oder einem echten “Björn S.” stammt (oder überhaupt ernst gemeint ist) spielt dabei übrigens keine Rolle. Auf dem zweiten Blick ist die Frage allerdings ganz einfach dumm.

“Außergewöhnliche Behauptungen benötigen außergewöhnliche Beweise”, so oder so ähnlich sagen vor allem auch Kritiker der Grenzwissenschaft und UFO-Forschung immer wieder sehr gerne. So hat es sich auch bei dieser Alien-Frage an Lesch.

Nicht Lesch muss die reine Behauptung des “Björn S.” widerlegen, sondern dieser muss sie belegen. Jede x-beliebige Behauptung muss belegt oder untermauert werden, da eine reine Aussage gar nicht widerlegt werden kann. Man kann sie vielleicht glauben – wenn man mag – aber dann kann man auch in die Kirche gehen.

Ich habe aber keinerlei Zweifel daran, dass der Wissenschaftler Harald Lesch das weiß. Und so geht es in dieser Folge von “Frag den Lesch” auch vielmehr um eine auf  “naturwissenschaftlicher Grundlage geführte Ermittlung”, die sich vor allem um das in der Frage genannte Generationenraumschiff bezieht. Einem Alien-Fahrzeug , dass “mit annähernd Lichtgeschwindigkeit” von einem fernen Planeten gekommen sein soll. Genau hier setzt Lesch mit seinen Ermittlungen an.

Die “absurdeste Vorstellung überhaupt”

In seiner gekonnten Art und Weise äußert Lesch in der Sendung seine Bedenken und vor allem seine Fakten, die für ihn als Astrophysiker gegen ein solches “mit annähernd Lichtgeschwindigkeit” fliegenden Generationenraumschiff sprechen. Vor allem argumentiert er, dass vollkommen unbekannt und unklar sei, mit welcher Art von Energiequelle ein solches Raumfahrzeug der Aliens sich so schnell durch das All bewegen soll. Es seien, so Lesch weiter, überhaupt keine geeigneten Energiequellen auch nur irgendwie in Aussicht, die man dafür nutzen könnte. Auch wenn er natürlich die Antimaterie nennt, die aber dennoch wohl unzureichend wäre.

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Das ZDF und Harald Lesch “Aliens: Der erste Kontakt”- ein Mystery-Review der “Terra X”-Folge vom 9. 10. von Lars A. Fischinger (Bild: NASA/JPL / Montage: L. A. Fischinger
Das ZDF und Harald Lesch “Aliens: Der erste Kontakt”- ein Mystery-Review der “Terra X”-Folge vom 9. 10. von Lars A. Fischinger (Bild: NASA/JPL / Montage: L. A. Fischinger)

Die Zeitverschiebung zwischen Startpunkt und dem mit fast Lichtgeschwindigkeit rasenden Raumschiff wird ebenfalls angeführt. Die Aliens müssen auch auf der Erde und vor allem in unserer Atmosphäre überleben können, so Lesch weiter. “Im Prinzip” könnte ein solches Generationen-UFO tatsächlich existieren, aber das wäre nach ihm dann “absolut haarsträubend” und die “absurdeste Vorstellung überhaupt”.

Der Grund sei eben, dass weder eine Energiequelle für den Antrieb noch für die Versorgung der außerirdischen Insassen in dem Raumfahrzeug bekannt ist. Lesch dazu:

Für beide Energiequellen gibt es momentan überhaupt keine Anzeichen. (…) Für uns nicht. Und wahrscheinlich für die Außerirdischen auch nicht.

Die Gegenargumente für ein so schnelles Generationenraumschiff führt Harald Lesch sehr gut in der Sendung aus. Aber viele Punkte übersieht er, reißt sie nur an oder sie gehen in der kurzen Folge von knapp über 10 Minuten ganz einfach unter.

Der Außerirdische ist auch nur ein Mensch

Harald Lesch ist natürlich auf die Aussage des “Björn S.” festgelegt, dass die Aliens mit fast Lichtgeschwindigkeit durch den Kosmos gereist seien. Wäre es so, “hätte es unglaubliche Konsequenzen”, da dies beweisen würde, dass unsere wissenschaftlichen Vorstellung von real nutzbaren Energiequellen schlicht und einfach falsch wären.

Das stimmt. Aber was in der “Frag den Lesch” unter geht, da es nur eher am Rande erwähnt wird, ist die Frage nach langsamen Generationenraumschiffen.

Lesch spricht zwar solche knapp an und erwähnt, dass diese Art von Raumfahrzeugen einige Kilometer oder reinige Zehnkilometer riesig sein müssten, aber auch diese sind für ihn nicht denkbar. Harald Lesch bezieht sich hier auf den Umstand, dass “der Außerirdische auch nur ein Mensch ist” und diese Aliens schlicht und einfach nicht über Generationen in solchen Raumschiffen überleben würden. Ganz genau gesagt, dass sie darin nicht überleben wollen.

VIDEO: Käme es es zu einem UFO-Absturz in Deutschland - das “Technische Hilfswerk” (THW) wäre vorbereitet! (Bild: L. A. Fischinger / THW / WikiCommons)
VIDEO: Käme es es zu einem UFO-Absturz in Deutschland – das “Technische Hilfswerk” (THW) wäre vorbereitet! (Bild: L. A. Fischinger / THW / WikiCommons)

“Wir essen auch nicht alles”, so Lesch. Und so zweifelt er, dass Aliens wirklich über unbekannt lange Zeiträume in derartigen Weltraumarchen reisen. Selbstverständlich kennt Lesch als Astrophysiker die theoretischen Überlegungen, wie wir Menschen ein solches Raumschiff bauen, bestücken, bebauen und betreiben könnten. Schon Jahrzehnte gibt es solche Überlegungen und Konzepte, die ausdrücklich Landwirtschaft etc. zur Ernährung der Insassen mit einschließen. Pure Science-Fiction, sicher, aber in Zukunft eben doch möglich.

Prof. Lesch wendet vollkommen richtig ein, dass Maschinen/Roboter, die bekanntlich nicht essen und trinken, die besseren Raumfahrer sind, doch biologische Lebewesen würden kaum so durch das All fliegen. Ausschließen kann er es nicht – wie auch? – aber Lesch vermutet eher, dass Aliens eher ihre DNA durch das Universum schicken würden. Auch das kann sein.

Der Außerirdische ist eben kein Mensch

Was Lesch aber eben nicht wissen kann ist, wie biologische Aliens sich ernähren, wie sie miteinander sozial interagieren, warum sie überhaupt ein Generationenraumschiff nutzen, wie sie sich sich Fortpflanzen, wie alt sie werden etc. etc. Der Außerirdische ist eben nicht “auch nur ein Mensch”, wie Harald Lesch es nach seinem Buch immer sagt. Es wäre “eine wahnsinnige Überraschung” und hätte “unglaubliche Konsequenzen”, wenn Aliens mit fast Lichtgeschwindigkeit reisen würden, da eben unsere Physik hier kapitulieren muss.

Aber sie müssen ja nicht. Die hypothetischen Außerirdischen könnten auch nur einen Bruchteil der Lichtgeschwindigkeit mit ihrem riesigen Raumfahrzeug nutzen, aber dennoch andere Planten erreichen. Der Energieaufwand für so “langsame Fahrzeuge” im All ist natürlich ungleich geringer.

Die Angehörigen dieser außerirdischen Super-Zivilisation, die mit eine solchen Weltraumarche starteten, sterben vielleicht nach 100 oder 1000 Jahren oder sogar noch mehr Jahren in ihrem Raumschiff. Für sie eine Reise ohne Wiederkehr, die aber vielleicht so oder so nicht möglich war, da deren Heimatwelt unbewohnbar wurde. Doch wer mag sich ausmalen, welche Gründe diese Wesen für ihr Tun haben könnten?!

Alien-Invasion: Wer bezahlt mir eigentlich meine Schäden, wenn Außerirdische die Erde angreifen oder mir ein UFO auf das Hausdach fällt? (Bild: gemeinfrei)
Alien-Invasion: Wer zahlt meine Schäden, wenn Aliens die Erde angreifen oder mir ein UFO auf das Hausdach fällt? (Bild: gemeinfrei)

Doch schon die nächste Generation, die in dem Generationenraumschiff geboren und aufgewachsen ist, kennt überhaupt nichts anders als ihre Weltraumarche. Allzu “menschliches Heimweh” ist für diese und alle folgenden Generationen ganz einfach fremd! Besteht ein solches Alien-Fahrzeug die Reise, ohne dass zum Beispiel ein Loch in der Außenhülle alle tötet (was auch Lesch erwähnt), kommt es irgendwann am Zielort an. Ob es nun die Erde sein muss, steht auf einem anderen Blatt …

Da der Alien eben kein Mensch ist, wissen wir aber so oder so nicht im Geringsten, was diese Wesen dazu antreiben würde, ein Generationenraumschiff zu bauen. Auch wenn sie mit diesem mit nur wenigen Prozent der Lichtgeschwindigkeit durch den Kosmos zu tuckern. Unsere Vorstellungen von Intelligenzen im All sind ausnahmslos immer von uns Menschen hergeleitet. Wir haben schließlich auch keine andere Spezies zum Vergleich.

“Menschliche Schwächen” wie Neid, Hass, Missgunst, Liebe, Eifersucht, Gier, Religion usw., die der Bevölkerung einer Weltraumarche im Wege stehen könnten, müssen nicht auch Außerirdische erliegen sein.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Riesige Pyramiden in Deutschland: Liegen direkt vor unseren Augen sensationelle Entdeckungen verborgen? +++ YouTube-Video +++

VIDEO: Pyramiden in Deutschland: Übersehen wir sensationelle Entdeckungen in unserem Land? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Pyramiden in Deutschland: Übersehen wir sensationelle Entdeckungen in unserem Land? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Die Erde ist ein Planet der Pyramiden. So sagte es schon vor vielen Jahren eine Folge der Sendereihe „Terra X“. Großzügig gesehen ist das auch zu 100 Prozent korrekt. Doch gibt es auch in Deutschland Pyramiden, die im Schwabenland nördlich der Stadt Göppingen vor den Augen der Welt stehen – aber bisher eben nicht als solche erkannt wurden? Sehen wir die Pyramiden in Deutschland vor lauter Bäumen nur nicht? Dazu ein neues Mystery-Video auf meinem Kanal bei YouTube, in dem dieser und anderer Fragen nachgegangen werden soll.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Seitdem Semir Osmanagic in Bosnien angeblich sensationelle “Pyramiden” gefunden haben will, suchen scheinbar auf der ganzen Welt Menschen nach solchen angeblich „Pyramiden“, die bis dato einfach als Berge angesehen wurden.

So verwundert es nicht, dass es auch in Deutschland unlängst überall uralte Pyramiden geben soll. Dabei stehen die drei größten Bauten (angeblich) in den Ausläufern der Schwäbischen Alb. Und auch sie werden bisher von der Archäologie nur als natürliche Berge angesehen. Wie jene angebliche “Pyramiden in Bosnien“. So heißt es.

Was steckt hinter den Deutschen Pyramiden, denn so einfach ist das Thema nicht zu ignorieren? Dazu ein neues Video auf meinem YouTube-Kanal des Unfassbaren!

Bleibt neugierig!

+++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Mythos Mars: Die Marsianer, die Invasion vom Mars, die Science-Fiction +++ Artikel +++

ARTIKEL: Mythos Mars: Invasion vom Mars, Marsianer und Science-Fiction (Bilder: gemeinfrei & PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
ARTIKEL: Mythos Mars: Invasion vom Mars, Marsianer und Science-Fiction (Bilder: gemeinfrei & PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Kein anderer Planet in unserem Sonnensystem faszinierte und fasziniert die Menschen so sehr wie der Mars. Der Rote Planet ist von einer Aura des Geheimnisvollen umgeben und regte Astronomen einst zu den phantastischsten Spekulationen um Marsmenschen an. Eine Zivilisation, ähnlich wie die unsrige, die auf dieser fremden Welt lebt. Damit war im 19. Jahrhundert der Mars-Mythos geboren, der sich wie ein marsroter Faden bis heute zieht. In diesem Artikel wird genau diesem Faden rund um den Roten Planten nachgegangen. Von den um ihr Überleben kämpfenden Marsianern, über die Invasion vom Mars bis zur Science-Fiction von heute. Eine Reise durch eine spannende Welt, die auch die frühe UFO-Gemeinschaft berühmt.


Faszination Mars

Jahrtausende lang starrten die Menschen mit bloßem Auge gebannt in den Himmel und zum Planeten Mars herauf. Wirklich viel sahen sie dabei nicht.

Das änderte sich schlagartige ab dem Jahre 1608. In diesem Jahr entdecke der holländische Brillenmacher Hans Lippershey eher durch Zufall das Teleskop. Sein Lehrling, so erzählt er es der Mythos um diese Entdeckung, spielte in einer Pause mit den herumliegenden Brillenlinsen und hielt zwei davon in einem gewissen Abstand voreinander. Erschrocken sah er, dass der Kirchturm des Ortes plötzlich näher zu sein scheint. Lippershey erkannte sofort den Nutzen dieser Entdeckung.

Damit war das sogenannte “Galileo-Fernrohr” erfunden und das Zeitalter der wissenschaftlichen Erkundung des Himmels konnte beginnen.

Teleskope und ganze Teleskopanlagen waren die Folge dieser zufälligen Entdeckung. Fraglos hätte vor rund 400 Jahren der Lehrling des Brillenmachers Lippershey wohl niemals gedacht, dass längst Teleskope im All Routine sind. Und so, wie heute die Astronomen um die Wette Planeten in fremden Sonnensystemen suchen und finden, begann damals ein Wettlauf beim Aufspüren neuer Himmelskörper.

Zu einer Legende in der Astronomie wurde unter anderem der Astronom Percival Lowell. Ein emsiger Himmelsgucker, der auch nach noch unbekannten Planeten in unserem Sonnensystem suchte. Doch Lowell hat noch eine ganz andere Schwäche: Die legendären „Marskanäle“, die zu einem der großen Mythen über den Planeten Mars schlechthin wurden.

Alles begann im Jahre 1877

Der Mars hat – wie die anderen Planeten auch – eine exakt kreisrunde Bahn um die Sonne. Sie verläuft leicht elliptisch und bringt so den Planeten mal mehr und mal weniger nahe an uns heran. Das ist auch der Grund, warum 2003 der Mars eine wahre Invasion von irdischen Robotern ausgesetzt war, denn auch in diesem Jahr stand er der Erde sehr nahe. Die ist alle 15 Jahre der Fall und bietet dabei den neugierigen Beobachtern auf der Erde die besten Chancen ihn zu erkunden. Dies war auch 1877 der Fall und Asaph Hall entdeckte in diesem Jahr auch die kleinen Marsmonde Phobos und Deimos.

Der in Mailand tätige Astronom Giovanni Virginio Schiaparelli war ein international hoch geachteter Astronom. Seine Marsbeobachtungen galten als die besten astronomischen Informationen seiner Zeit. So nutze er die Chance der Mars-Nähe zu unserer Erde und fertigte eine detaillierte Karte des roten Planeten an. Die bis dato beste Karte der fremden Welt und eine erstaunliche Arbeit in den Anfängen er Astronomie. Routiniert zeichnete er helle und dunkelen Flecken des Mars in seine Karte und gab diesen Gebieten Bezeichnungen wie Meere, Ozeane oder Seen. Es mag verwundern, doch es ist üblich gewesen, solchen Gebieten derartige Bezeichnungen zu geben. Auch der Mond hat bei seiner Erforschung Meeren und Ozeanen erhalten. Apollo 11 landete beispielsweise im „Mare Tranquillitaris“, Apollo 15 und 17 nahe dem Meer „Mare Serenitatis“ und Apollo 12 sogar unweit des „Oceanus Procellarum“.

Dass die dunklen Gebiete echte Meere sind, glaubt natürlich niemand – auch wenn einst sogar Bewohner auf dem Mond vermutet wurden. So ist es kein Wunder, dass es auch dem Mars beispielsweise den „Daws Ocean“, die „Knobel Sea“ oder „Phillips Island“ gibt. In der Raumfahrt kamen sogar Namen wie „Dopey“ oder „Bashful“ aus der Welt von Walt Disney hinzu.

Zur damaligen Zeit gab es kein einheitliches System um geologische Gebiete auf anderen Himmelskörpern zu bezeichnen. So etwa hat Schiaparelli auch auf dem Mars (Südpolregion) geologischen Strukturen Namen der Odyssee von Ilias und der Reise der Argonauten benutzt. Die Beobachtungen Schiaparellis zeigten aber auch, dass diese „Meere“ auf dem Mars zum Teil durch dunkle, lange Strukturen verbunden waren.

Die Mars-Kanäle

Neben den „Meeren“, „Inseln“, „Kontinenten“ und „Ozeanen“ sah der Astronom in den länglichen Gebilden schlicht „canale“. Das italienische Wort bedeutet so viel wie „Rinne“, „Furche“ oder auch „Flussbett“. Die Astronomen der damaligen Zeit erkannten zahlreiche dieser Gebilde auf dem Mars, was heute als optische Täuschung durch die damals genutzten Teleskope erklärt wird.

Der Astronom Lowell wiederum sah sich in seiner Faszination vom Mars durch Schiaparelli mehr als bestätigt. Im englischen gibt es für „Kanal“ die Bezeichnungen „Channel“, beispielsweise für eine Meerenge und die Bezeichnung „Canal“ für eine künstliche Wasserstraße. Aus dem italienischen canale wurde daraufhin Canal – damit waren die künstlichen Mars-Kanäle geboren. Lowell war elektrisiert.

Schon zuvor beobachtete er selber, dass die Eiskappen des Mars mit den Jahreszeiten ihr Aussehen veränderten. Nun fragte er sich, was sind diese Kanäle wirklich? Besteht hier ein Zusammenhang?

Daraufhin widmete sich Lowell ab 1892 ganz dem Marsfieber. Er wollte herausfinden, was da vor sich geht und ob dort intelligentes Leben gibt. Immerhin waren die Kanäle nicht nur ihn künstliche Wasserstraßen der Marsmenschen. Auch andere spekulierten in diese Richtung und die Mars-Kanäle der Marsmenschen waren in aller Munde. Die Zivilisation dort, so mutmaßte man damals, scheint vom Untergang bedroht zu sein. In den damaligen Vorstellungen könnte der Heimatplanet der Marsmenschen langsam austrocknen, was das das Ende der dortigen Bewohner wäre. In ihrem Überlebenskampf haben sie ihren gesamten Planeten mit eben diesen Kanälen überzogen, um so das Schmelzwasser der Pole in ihrer Welt zu verteilen.

Zweifellos eine heute eher skurril erscheinende These einiger Astronomen dieser Zeit. Man muss sie jedoch auch vor dem Hintergrund sehen, dass im Jahre 1869 der Suezkanal eingeweiht wurde. Eine große künstliche Wasserstraße auf der Erde. Und im Jahre 1879 wurde in Paris die Entscheidung getroffen, den Panamakanal zwischen dem Atlantik und dem Pazifik zu bauen. Genau in dieser Zeit, als die Weltpresse permanent über das gewaltige Vorhaben des Panamakanals berichtete, fertigte Schiaparelli seine Karte des Mars an. Es war das Zeitalter der Technik- und Fortschritt-Euphorie unter den Menschen.

Alles schien möglich, warum also auch nicht bei den Bewohnern des Mars?

Im Jahr 1894 nährte sich der Mars erneut der Erde und Lowell sah die Chance, die Kanäle genauer zu erforschen. Hierzu errichte er im Norden Arizonas nahe dem Ort Flagstaff auf dem so genannten „Mars-Hügel“ sein 46 Zentimeter-Teleskop auf 2.300 Metern Höhe. Von hier hatte er gute Beobachtungsmöglichkeiten und fertigte im Zuge seiner Arbeiten insgesamt 917 Zeichnungen vom Mars an. Hunderte Kanäle und regelrechte „Oasen“ will Lowell dabei entdeckt haben. Das Marsfieber griff spätestens ab jetzt um sich.

Marsfieber

Auch wenn Kollegen von Lowell keine Mars-Kanäle erkennen konnten, so war er doch von seinen Ergebnissen überzeugt. Obwohl der auf dem „Mars-Hügel“ ebenfalls anwesende Astronom W. H. Pickering diese Kanäle nicht sehen konnte. Für Lowell gab es nach seinen Forschungen 1894 nur drei klare Schlussfolgerungen:

  1. Der Mars ist von einer intelligenten Lebensform bewohnt
  2. Der Mars hat eine dünne Atmosphäre und das Wasser sammelt sich an dem Polen
  3. Die Kanäle sind künstliche Bewässerungsanlagen in Gebieten mit Vegetation

Seine Thesen trug Lowell an die Öffentlichkeit und schon ein Jahr nach seinen Beobachtungen veröffentlichte er sein Buch „Mars“ in den USA. Trotz der massiven Kritik seiner Fachkollegen verbreitete Lowell seine Thesen weiter und die Presse nahm diese begierig auf. Auch wenn Lowell in den Reihen der Astronomen praktisch alleine mit seinen Ideen stand, nahm die breite Öffentlichkeit sie dank Zeitungsberichte fasziniert auf.

Hätte Lowell damals Bilder des angeblichen Marsgesichts der NASA aus den 1970ger Jahren in den Händen gehabt, so wäre er wohl zum „Missionar des Mars“ geworden. So eifernd vertrat er seine Ideen der Marsianer.

Einige Astronomen teilten allerdings durchaus die Ansicht, dass es sich bei den Linien auf dem Mars um künstliche Kanäle handelt. Auch sie gingen an die Öffentlichkeit und schrieben darüber Berichte und Artikel. Öl ins Feuer dieses frühen medialen Aliens-Hype der damaligen Massenmedien.

Es ist aus heutiger Sicht unverständlich, dass man vor über 100 Jahren (und später auch noch) annahm, dass es eine sterbende Mars-Zivilisation gibt, die in einem verzweifelten Kampf ums Überleben ihren Planeten derart umgestaltet. Doch man muss sich vor Augen führen, dass wir erst seit Sommer 1965 durch die US-Raumsonde Mariner 4 Nahaufnahmen des Mars haben. Aus 10.000 Kilometer Höhe machte sie einige wenige schwarzweiße Bilder und funkte sie zur Erde. Zuvor waren Spekulationen Tür und Tor geöffnet.

Doch mit den Kanälen von Marsmenschen, die heute als optische Täuschungen angesehen werden, war das Marsfieber noch lange nicht am Ende. Es fing in den späteren Jahren erst richtig an.

Marsmenschen

Das Marsfieber erfasste die Öffentlichkeit währen der industriellen Revolution und überall machte man sich Gedanken um die Lebewesen, die dort oben auf dem Mars wohnen. Viele Jahre wurde die Existenz dieser Marsmenschen ernsthaft in Betracht gezogen.

Im Jahre 1869 hatte beispielsweise der französische Physiker Charles Cros die Idee, in Europa riesige Spiegel in bestimmten Positionen anzuordnen um das Sonnenlicht auf den Mars zu lenken. Ein intelligentes Signal von der Erde für unsere Nachbarn im All.

1840 wollte der Astronom Joseph von Littrow aus Wien sogar 40 Kilometer riesige Löcher in der Sahara ausheben, mit Kerosin füllen und anzünden. So sollten geometrische Figuren die Bewohner des Sonnensystems aufmerksam gemacht werden.

Ähnliches wollte 20 Jahre vorher der Mathematiker Karl Gauss aus Göttingen. Er schlug vor in Sibirien riesige Wälder anzupflanzen, die intelligente Anordnungen wie den Satz des Pythagoras entsprechen. Intelligente Bewohner auf dem Mars oder Mond könnten diese sehen und würde so von uns Menschen erfahren.

Keine diese oder andere Idee wurde aber in die Tat umgesetzt. Sponsoren fanden sich auch nicht. Doch der Mars blieb das Thema.

Inspiriert durch die Mars-Spekulationen von Lowell und anderen schrieb 1897 der Schriftsteller Kurd Lasswitz sein Buch „Auf zwei Planeten“, in dem er die aktuelle Diskussion aufgriff. Über die Kanäle beispielsweise wusste Lasswitz:

Die nördliche Halbkugel besteht zum größten Teil aus unfruchtbaren Wüsten. Aber die Bevölkerung des Mars, der die von der Natur genügend bewässerte Region ihres Planeten längst zu klein geworden, wusste der kargen Natur neue Gebiete des Anbaus abzugewinnen. Sie durchzog das gesamte Wüstengebiet mit einem viel verzweigten Netz geradliniger breiter Kanäle und verteilte auf diese Weise zur Zeit der Schneeschmelze, im Beginn des Sommers einer jeden Halbkugel, das Wasser, welches sich in Gestalt von Schnee an den Polen angehäuft hatte, über den ganzen Planeten. Wie die Ägypter das Anwachsen des Nils benutzten, um der Wüste den fruchtbaren Boden des Niltals abzugewinnen, so tränkten die Marsbewohner durch ihre Kanäle beide Ufer derselben. Schnell schoss hier eine üppige Vegetation auf, und so wurde durch das Kanalnetz das ganze Wüstengebiet mit fruchtbaren, an hundert Kilometer breiten Vegetationsstreifen durchzogen, die eine ununterbrochene Kette blühender Ansiedlungen der Martier enthielten.

Lasswitz nahm damit lediglich die Diskussion über den Mars zum Anlass für einen Roman. Er schildert in phantasievollen Worten das Leben der Marsmenschen und andere Dinge mehr, die über 100 Jahre später Hollywood sogar in die Kinos brachte.

Die Invasion vom Mars

Im Jahr 1898 legte H. Georg Wells (s. Titelbild) nach und veröffentlichte sein Buch „Krieg der Welten“. Heute ebenfalls ein – wenn nicht der –  Klassiker zum Thema. Wells indes sah die Dinge in seiner Phantasie, wie es schon der Titel sagt, etwas anders. In seinem Buch griffen die Marsmenschen die Erde an, während bei Lasswitz die Marsianer keine Invasion auf der Erde durchführen. Lasswitz lässt die Wesen vom Mars am unerforschten Nordpol der Erde landen, wo ihre Station von zwei Polarforschern eines Tages entdeckt wird. Die Polarforscher werden von den netten Menschen vom Mars mit auf ihren Planeten genommen. Dort erleben und sehen die beiden Abenteurer die fremde Welt des roten Planeten und seiner Bewohner. Eine friedliche Welt also.

Ganz anders bei Wells. Eine Invasion vom Mars bedroht bei ihm die gesamte Menschheit der Erde. Auch wenn sein Roman nur in England spielt. Sein Mars-Kreaturen wollen uns an den Kragen, da sie von ihrer sterbenden Welt fliehen müssen. Sie brauchen schlicht und einfach Lebensraum und damit unseren Planeten.

Bis heute ist es üblich, den Außerirdischen, egal woher sie kommen, in Science-Fiction-Filmen böse Absichten zu unterstellen. Wells machte den Anfang unseres „modernen“ Alien-Bildes. Und er bediente sich dabei Motiven, die bis heute aktuell sind.

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In „Krieg der Welten“ landen Zylinder mit den Marsmenschen in vielen Teilen der Welt. Ihnen entstiegen Kreaturen mit Tentakeln, lederartiger Haut und schleimigen Mündern. Es waren Bestien ohne wirklichen Körper und Verdauungsorgane. Nur Köpfe, die sich von dem Blut anderer Wesen ernährten und dennoch von hoher Intelligenz beseelt waren. Sie wollen nicht weiter als die Welt unterjochen, um Lebensraum erobern. Also beginnen sie die Menschheit zu vernichten und nutzen sie auch gleich als Nahrung (in einer Neuverfilmung).

Die Menschheit hat gegen die Maschinen der Marsianer keine Chance. Sie fliegen durch die Luft und führen erbitterte Schlachten gegen die fast wehrlose Bevölkerung. Doch Hilfe für die Menschheit kam von ganz anderer Seite: Die Marsmenschen waren nicht immun gegen irdische Viren und Bakterien, denn auf ihrem Heimatplaneten gab es diese nicht. „Von dem Augenblick an, als jene Eindringlinge auf der Erde anlangten, als sie aßen und tranken, machten unsere mikroskopischen Verbündeten sich ans Werk, sie zu vernichten“, schreibt H. G. Wells in seinem Roman.

Der Grundstein des H. G. Wells

Damit war er „up to date“ in der Wissenschaft seiner Zeit, wie man heute sagen würde. Denn erst im Jahr des Erscheinens seines Buches entdeckte der russische Botaniker Dmitri Iossifowitsch Iwanowski und sein holländischer Kollege Martinus Willem Beijerinck unabhängig voneinander Viren.

Die Grundidee der Invasion aus dem All (vom Mars) wurde von Wells geboren und ist in unzähligen Romanen, Comics und Filmen zu finden. Es ist erstaunlich, aber auffallend am Kinofilm und Klassiker „Independence Day“ ist, dass sich auch dieser Film an das Schema von Wells hält. Schleimige Aliens kommen (hier natürlich nicht vom Mars) aus dem All, um die Erde zu erobern und auszubeuten. Sie bedrohten zeitgleich verschiedene Städte auf der Erde und die Menschheit ist ihnen schutzlos ausgeliefert. Doch Hilfe kommt unerwartet und recht einfach: von Computer-Viren. Auch bei dem Blockbuster „Independence Day“ liegen nachher die abgestürzten Raumschiffe der Invasoren überall auf der Erde herum. Wie bei Wells.

Eine Hommage an den großen H. G. Wells, so der Produzent Roland Emmerich.

Lasswitz beschreibt die Marsmenschen als recht menschliche Wesen und vor allem friedliche Geschöpfe des Alls. Die netten Nachbarn von nebenan. Sie nehmen sogar gastfreundlich zwei Menschen der Erde mit auf den Mars und zeigen ihnen dort allerlei zum Teil wundersame Sachen

Der Roman von Lasswitz erinnert in Teilen sehr stark an die phantasievollen Berichte der 1950ger Jahre, in denen Menschen erzählten, sie seien von Marsmenschen oder auch anderen Aliens in UFOs auf fremde Planeten gebracht worden. Mit dem großen Unterschied, dass diese Autoren, Kontaktler genannt, damals behaupten, dass ihre Bücher der Wahrheit entsprechen würden.

Doch auch andere Autoren widmeten sich dem Mars. Die Frage „gibt es Leben auf dem Mars?“ war damals für viele Menschen mit einem klaren „Ja“ zu beantworten. Von romantischen schönen Frauen bis hin zu widerlichen Monstern bot die damalige Zeit alles, was der menschliche Geist so hervorbringen konnte. Und immer schwamm die Idee mit, dass es auf unserem Nachbarplaneten wirklich eine Zivilisation gibt oder geben könnte.

Die Geschichte, die sich Wells rund um den Mars und seiner aggressiven fiesen Bewohner ausdachte, wurde 1938 zur Vorlage eines Radiohörspiels von CBS. Und damit zu einer weiteren Legende rund um den Mars.

 30. Oktober 1938

Orson Wells und Howard Koch und ihr „Mercury Theatre on the Air“ gingen am Abend des 30. Oktober 1938 mit diesem Hörspiel erstmals auf Sendung. Das Hörspiel war so aufgemacht, als berichtet der Reporter Carl Phillips live von einer Invasion der Marsianer, die bei einer Farm in Grovers Mill in New Jersey landeten. Sie zerstörten alles auf ihrem Wege und ihre Invasion bewege sich geradewegs auf New York zu. Der „Reporter“ des Hörspiels kam immer wieder zu Wort. Aufgeregt schilderte er das grausame Szenario, das sich ihm bot. Die Show war sehr realistisch – angeblich zu realistisch für einige der rund 2,6 Millionen Zuhörer, die sich erst später in die Sendung einschalteten.

Die erst einige Zeit später zugeschalteten Radiohörer trauten ihren Ohren nicht. Sie dachten, sie hören hier eine wirkliche reale Reportage. Gebannt und voll Schrecken vernahmen sie von den aufgeregten „Reportern“, wie die Marsmenschen nah Grovers Mill in zylindrischen UFOs landeten und mit Giftgas und Hitzestrahlen die Menschen niedermetzelten. Immer wieder wurde die laufende Musiksendung von neuen Meldungen unterbrochen. „Das Ende der Welt ist nahe“ war das eindringliche Resümee der gesamten „Reportage“.

Aber es begann schon spannend. Kurz zuvor habe man, so hieß es, auf dem Mars Explosionen beobachtet und so war klar, dass man hier einer Invasionsarmee der Marsianer gegenüber stehen würde. Im Hörspiel hieß es:

Meine Damen und Herren, wir unterbrechen die Tanzmusik mit einer Sondermeldung des Nachrichtenbüros Intercontinental Radio News. Professor Farell vom Mount-Jennings-Observatorium in Chicago hat 20 Minuten vor acht auf dem Planeten Mars eine Reihe starken, in regelmäßigen Abständen aufleuchtenden Gasexplosionen beobachtet. Im Spektroskop erwies sich das Gas als Wasserstoff, der mit ungeheurer Geschwindigkeit auf die Erde zukommt. Professor Pierson vom Princeton-Observatorium in New Jersey bestätigt Farells Beobachtung.

Danach folgte wieder Musik, immer wieder unterbrochen von den aktuellsten Geschehnissen. Etwa, dass die Regierung der USA die Observatorien des Landes anwies, den Mars genau zu beobachten.

Dann wurde es unheimlich. Eine erneute Unterbrechung der Musik verkündete, dass ein „Asteroid“ nahe Grovers Mill niederging, dessen Aufprall 65 Kilometer weit zu hören war. Tatsächlich machten sich, so die Zeitung „Newsweek“ später, im sechs Kilometer entfernten Princton Menschen in ihren Autos auf den Weg zum vermeintlichen Einschlagsort. Arthur F. Buddington von der geologischen Fakultät der Universität von Princton, war ebenfalls überzeugt am Radio die Wahrheit gehört zu haben. Auch er fuhr zum Ort des Geschehens um ein Stück des „Asteroiden“ zu bekommen.

Das Ende der Menschheit ist nahe!

Doch der „Reporter“ meldete kurze Zeit später, dass es ein außerirdisches Raumschiff von 30 Metern Durchmesser sei, das da niederging. Kein Naturereignis, kein Asteroid. Daraufhin kam es zu ersten angsterfüllten Reaktionen einiger unwissender Radiohörer. Überall trafen besorgte Anrufe ein; die „New York Times“ erhielt beispielsweise 875 Anrufe besorgter Bürger. Es wurde aber alles viele schlimmer für die Menschen laut der „Reportage“.

Es dauerte nicht lange, dann verkündete das Radio das Unglaubliche: Schleimige Aliens entstiegen dem Flugobjekt! Das nahmen viele für wahr und in Los Angeles, Salt Lake City, New York, San Franzisco und anderen Städten meldeten sich Freiwillige, um den Kampf aufzunehmen. Das Radio vermeldete indes, man habe die gesamte Region zum Kriegsgebiet erklärt.

Die Lage spitze sich zu und die Zuhörer vernahmen entsetzt, wie der „Reporter“ Phillips beschrieb, dass die Marsmenschen mit ihren überlegenden Waffen angriffen. Nur 20 Meter sei er vom Grauen entfernt – dann war Totenstille, es hatte den „Reporter“ Phillips offensichtlich erwischt. Die Lage in den USA spitze sich zu, als „Hauptmann“ Lansoing in Grovers Mill schilderte, wie 7.000 Mann seiner Armee von den Marsianer einfach „zermalmt oder mit seinen Hitzestrahlen in Asche verwandelt“ wurden. Die Straßen seien von „wild flüchtenden Autos verstopft“. Eine Aussichtslose Lage.

Schließlich kam sogar der „Innenminister“ zu Wort und versuchte die Bevölkerung zu beruhigen. Er rief zum Zusammenhalt angesichts der Bedrohung aus dem All auf. Aufgeregt schallt es aus dem Radio, wie die Armee versucht die Maschinen der Marsmenschen zu bekämpfen, als sie Sendung plötzlich wieder schweigt. Nur kurz, denn eine andere Stimme schildert plötzlich, dass Giftgas über das Land zieht.

Das war das Ende der Menschheit, glaubten die uninformierten Zuhörer des Hörspiels. Man rannte auf die Straßen, versuchte sich mit Tüchern vor dem Mund gegen das Gas zu schützen, versammelte sich zum Gebet, floh aus den Städten oder versuchte sogar selber zu kämpfen. Als das Radio verkündete, die Invasion haben den Hudson River erreicht und dies werde wohl die letzte Sendung sein war die Lage aussichtslos – im Hörspiel.

New York in Gefahr

Zahlreiche Menschen der Ostküste, vor allem natürlich in New Jersey und New York, rannten hinaus auf die Straßen. Sie bewaffneten sich und es kam zu panischen Tumulten. Angsterfüllt blickte man in den Himmel und suchte ihn nach den brutalen Marsbewohnern ab. Die Behörden wurden mit Anrufen überschüttet und verängstigte Menschen zogen aus, um die Menschheit zu verteidigen. Es gab Verletzte bei Tumulten. Das junge Kommunikationssystem der USA und das Verkehrsnetz brachen teilweise zusammen. Einige Menschen ergriffen schlicht die Flucht und andere beteten weinend zum Himmel und dachten, dass Ende der Welt sei gekommen. Auch Luftschutzkeller wurden teilweise aufgesucht. Der Kommandeur der Nationalgarde ließ in New York sogar Verhaltensmaßregeln an die Bevölkerung verteilen, um die Sache in den Griff zu bekommen.

Das es Marsmenschen gibt, war damals für nicht wenige Menschen ganz einfach eine Tatsache. Das Hörspiel scheint es zu belegen. Im Jahre 1900 wurde in Frankreich sogar ein Wettbewerb ausgeschrieben. Eine Zeitung versprach demjenigen, der zuerst nachweislichen Kontakt mit Außerirdischen hat, 100.000 France. Dabei zählte aber kein Kontakt zum Mars, denn das sei schlicht zu einfach. Unverständlich bleibt jedoch, warum die Menschen nicht hörten, als in der laufenden Sendung viermal und nach der Sendung fünfmal darauf hingewiesen wurde, dass es nur ein Hörspiel ist.

Orson Wells und auch andere waren im Nachhinein mehr als erstaunt über die Wirkung ihres Hörspiels. Ein Beweis, wie man Massen manipulieren kann und ein Studienobjekt für Psychologen bis auf den heutigen Tag. Obwohl, das darf nicht übersehen werden, der weitaus größte Teil der Zuhörer ganz genau wusste, dass hiervon nichts Realität ist. Ebenso kam es trotz Tumulten und der oben beschrieben Ereignisse nicht zu weit verbreiteten „Massenpaniken“ oder ähnlichen, wie heute hier und da zu lesen ist.

Wells selber entschuldigte sich vor laufenden Kameras für den angerichteten Schlamassel. Und sicher werden viele Menschen im Nachhinein sich ihrer naiven Verhaltensweise geschämt haben.

Doch man mag es wieder nicht glauben: Am 30. Oktober 1988, 50 Jahre später, strahlte ein Sender in Portugal das Hörspiel leicht geändert erneut aus. Diesmal landeten die Mars-Soldaten nahe der Stadt Braga im Norden des Landes und wieder kam es zu Tumulten. Wieder hielten einige das Hörspiel für eine wahrheitsgetreue Reportage. Auch andere Sender strahlen das Hörspiel aus, ob dabei jemand die Sache ernst nahm, ist allerdings nicht bekannt.

Marsianer-Invasion in den Kinos

Mit Orson Wells Hörspiel nahm der Mars-Mythos neue Formen an. Es folgten Filme in Anlehnung an H. G. Wells, weitere Neu-Versionen des Hörspiels und auch TV-Serien zum “Kampf” bzw.  Krieg der Welten”. Im Jahre 1953 wurde die Geschichte vom „Krieg der Welten“ von Byron Haskin erstmals fürs Kino verfilmt.  Dieser Film ist einer der Klassiker der Science-Fiction-Filme überhaupt und beeinflusste sogar einige Astronomen in ihrer Kindheit. Die Invasion spielt wieder in den USA und wie im Roman vernichten irdische Mikroben die Marsmenschen letztlich doch, nachdem das irdische Militär nichts ausrichten konnte.

Es folgten zahlreiche Fortsetzungen des Spielfilms, von denen an dieser Stelle nur “Mars Attacks!” von Tim Burton aus dem Jahr 1996 genannt werden soll. Und zwar aus dem Grunde, das er eine satirische Komödie zu dem Stoff von  H. G. Wells ist, der mehr als gekonnt mit den Klischees entsprechender Filme dieser Ära spielt.

1953 erschien auch der Film „Invasion vom Mars“ von William C. Menzies. In diesem Klassiker landet ein UFO mit grünen Marsmenschen in einem Sandhügel und wird dabei von einem kleinen Jungen beobachtet. Die Marsmenschen entführen daraufhin Menschen in ihr Raumschiff und implantieren ihnen „Sonden“ im Nacken um sie so zu kontrollieren. Der Grund für ihr Tun ist eine startbereite Rakete nahem dem Landeort des UFOs, die die Marsbewohner als Bedrohung für sich sehen. In diesem Film schaffen es letztlich die Soldaten, eine Bombe im Raumschiff der Marsmenschen zu legen und besiegen so die unfreundlichen Eindringlinge.

Auch in diesem Streifen aus Hollywood erkennt man Elemente, die später zahllose der oben genannten UFO-Kontaktler in ihren vermeintlichen Sachbüchern berichteten. Der Vollständigkeit halber soll an dieser Stelle nicht vergessen werden, dass bis heute in der Grenzwissenschaft Außerirdische auf dem Mars vermutet werden. Etwa Basen dieser Fremden, die jedoch aus den Tiefen des Alls kommen. Dies soll hier jedoch nicht das Thema sein.

Sämtliche Science-Fiction-Filme jener Zeit, beispielsweise auch der damals sensationelle Film „Fliegende Untertassen greifen an“ von 1956, waren sehr einfach gestrickt. Auch endeten sie im Vergleich zu heutigen Filmen eigentlich dann, wenn sie erst richtig anfangen. Hauptdarsteller ist oft ein schlauer Wissenschaftler, der so allerlei über den Mars oder die Aliens weiß, sowie eine schöne Frau, die sich in ihn verliebt. Wundervoll auf die Schippe genommen in der genannten Komödie “Mars Attacks!”.

Aliens auf der Leinwand und UFOs

Den Absturz eines UFOs zeigt der Film „Flying Disc men from Mars“ (1951) von Fred Barnnon. Hier will ein Marsmensch die Invasion seiner Rasse vorbereiten und bedient sich der Hilfe eines schlauen Wissenschaftlers, um sein UFO zu reparieren. Doch dieser durchschaut letztlich den Plan des fremden Wesens.

Heute schmunzeln wir über diese sehr zahlreichen Filme, doch sie spiegeln einen Boom wieder, der sich auch in Comics niederschlug. Mars war überall und ein Verkaufsschlager. Auch in der frühen UFO-Literatur. Der Film „This Island Earth“ (1954), hier als „Metaluna 4 antwortet nicht“ bekannt, von Joseph Newman nimmt ebenso Motive der UFO-Thematik vorweg. Hier kommen die Außerirdischen zur Erde, da sie von den Menschen Hilfe brauchen. Zwei Wissenschaftler reisen deshalb später zur Alien-Heimat „Metaluna 4“, um dort den Fremden um zu helfen.

Aber warum ist der Mars in den Köpfen der meisten Menschen damals von „kleinen grünen Männchen“ bewohnt? Eine Vorstellung, die bis heute bei vielen Menschen zum Thema Aliens herumspukt. Fragen wir Kinder, wie denn Aliens sol aussehen, sind es vielfach eben solche grünen Wesen. Dann und wann sogar mit Antennen auf dem Kopf. Marsmännchen kennt heute jedes Kind. Selbst die Spielzeugindustrie bedient sich noch heute den Motiven des Science-Fiction der 50ger Jahren und des früheren Marsfiebers.

Wahrscheinlich wurden die grünen Marsbewohner von Edgar Rice Burroughs im Jahre 1911 geboren. Burroughs, der Erfinder des athletischen Helden „Tarzan“, veröffentlichte damals seinen Roman „Die Prinzessin vom Mars“, in dem er den Außerirdischen grüne Haut gab.

Eine neue Mars-Ära

Eine neue Ära der Mars-Filme wurde 1990 mit dem Film „Total Recall“ von Paul Verhoeven eingeleitet. Hier ist der Mars bereits besiedelt und die angeblich 1976 entdeckten „Pyramiden“ auf dem Mars, über die noch heute diskutiert wird, spielten hier eine wichtige Rolle. Die Helden des Filmes schaffen es eine uralte außerirdische Anlage in Gang zu bringen, die auf dem Planeten Mars eine Atmosphäre mit Sauerstoff freisetzt. Die Kolonisten können sich fortan sicher auf dem gesamten Planeten frei bewegen.

Andere Filme der neuen Mars-Ära waren zum Beispiel „Mission to Mars“ von Brian De Palma oder auch „Red Planet“ von Antony Hoffman (beide 2000). „Mission to Mars“ spielt ebenfalls mit dem Gedanken, dass Außerirdische auf dem Planeten waren und dort Bauwerke hinterließen. Im berühmten „Marsgesicht“ findet sich dort natürlich auch eine außerirdische Technologie. So erfahren die Zuschauer, dass vor langer Zeit ein Asteroid die Atmosphäre des Mars vernichtete, weshalb die Mars-Zivilisationen ihre Gene mit Raumfahrzeugen in das All schoss. Wir Menschen sind das Ergebnis.

Eine Story, die realen Spekulationen einiger Autoren entlehnt wurde.

Der Film „Red Planet“ ist da realistischer. Dort versucht man mittels Algen den Mars umzugestalten, da die Erde nur noch ein ökologisches Chaos ist. Terraforming nennt man diese Zukunftsvision, die ebenfalls einen realen Background hat. Selbst der Rover der NASA-Mission „Pathfinder“ wird in diesem Film erwähnt und als Notfunkzentrale genutzt. 50 Jahre nach seinem Einsatz. Doch auch hier geht es nicht ohne Action und so wird die erste bemannte Mars-Mission, die prüfen soll, warum die Algen vom Mars verschwunden sind, von Mars-Insekten und von einem selber mitgebrachten Roboter dezimiert.

Marsianer-Fieber

Marsfieber bricht in Schüben aus. Dies scheint deutlich zu sein. Und so dreht Hollywood bis heute Filme, die auf dem Mars spielen. Der Filme „Der Marsianer“ von Ridley Scott aus dem Jahr 2015 ist hier besonders zu nennen. Aus dem Grunde, da hier überhaupt keine Aliens oder außerirdische Objekte vorkommen. Vielmehr wird hier möglichst realistisch eine bemannte Mars-Mission von der Erde gezeigt, bei der ein Astronaut aufgrund einer Katastrophe aus dem Planeten zurückbleibt. Diesen gilt es im Laufe des Filmes zu Retten.

Einen „Robinson Crusoe auf dem Mars“ hat es zuvor in den Kinos jedoch auch schon gegeben. Im gleichnamigen Film von Byron Haskin aus dem Jahr 1964, der auch unter dem Titel „Notlandung im Weltraum“ bekannt ist, strandet ebenso ein Astronaut auf dem Mars. Zusammen mit einem Äffchen kämpft auch er ums Überleben und um seine Rückkehr zur Erde. Er bekommt aber Probleme mit Aliens, als er eines Tages UFOs und Außerirdische beobachtet, die eine Rasse von Weltraum-Menschen auf dem Mars zu Sklavenarbeit zwingen. Mit einem außerirdischen Sklaven, den der Held im Film „Freitag“ nennt, überleben sie letztlich bis zur Rettung von der Erde ….

Niemand glaubt heute mehr, dass auf dem Mars eine ganze Zivilisation existiert. Dass es dort bis heute Leben in Form von Mikroorganismen gibt, indes schon. So gilt der Mars bis heute in der Astronomie als Kandidat für außerirdisches Leben, dass es zu finden gilt. Solche Mikroorganismen bauen natürlich keine Mars-Kanäle, kommen in UFOs um Kontaktler zu besuchen oder greifen gleich die ganze Erde an.

Für Hollywood ist das kein Grund, nicht weiter an dem Mars-Mythos zu feilen. So geschehen in dem Film „Life“ von Daniél Espinosa von 2017. In diesem werden durch eine Raumsonde Bodenprobe vom Mars auf die Internationalen Raumstation ISS zur Untersuchung gebracht, in dem sich tatsächlich mikroskopisches Leben befindet. So weit, so realistisches, wie in diesem Artikel HIER, dargelegt. Mit dem Unterschied, dass sich in „Life“ dieses scheinbar primitive Mars-Leben in Windeseile zu einem großen und tödlichen Organismus entwickelt, der am Ende des Filmes zur Erde gelangt und damit die gesamte Menschheit bedroht.

Mal wieder …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Geheimnis Cheops-Pyramide: Die verschollenen Bücher und Schriften der Pyramiden-Bauer +++ Artikel +++

Geheimnis Cheops-Pyramide: Die verschollenen Bücher der Pyramiden-Bauer (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
Geheimnis Cheops-Pyramide: Die verschollenen Bücher und Schriften der Pyramiden-Bauer (Bilder: L. A. Fischinger & gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Keine Bauwerke der Vergangenheit regen so sehr zu Spekulationen, Thesen und immer neuen Überlegungen über deren Sinn und Zweck an, wie die Pyramiden von Gizeh in Ägypten. Mächte Monumente einer längst versunkenen Zeit, die noch heute Archäologen, “Laien-Forscher”, Autoren und Besucher faszinieren. Allerlei Geheimnisse sagt man den Bauwerken nach, die laut einigen Berichten sogar schon vor der Sintflut erbaut worden sein sollen. Und man vermutet in ihrem Inneren immer wieder “geheime Dinge”, die hier vor Jahrtausenden verborgen wurden. Was bei diesen Hypothesen allerdings kaum bis gar nicht beachtet wird, ist die Tatsache, dass die Pyramiden-Bauer in ihren Monumenten angeblich auch hunderte von geheimen Büchern versteckt haben. Schriften, die teilweise sogar von den Bauherren selber geschrieben wurden. Und ein berühmter und viel zitierter Geschichtsschreiber will sogar Jahrtausende später noch ein solches Buch persönlich besessen haben. Die Quelle seines Wissens, wie es heißt. In diesem Blog-Artikel soll den Spuren und Aussagen über diese verschollenen Bücher und Schriften der Pyramiden-Bauer einmal genauer nachgegangen werden. Denn diese sind mehr als erstaunlich,wie Ihr hier lesen werdet!


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Schatzkammern in den Pyramiden

In den vergangenen Jahrtausenden haben sich eine Fülle an Sagen, Legenden, Mythen, Spekulationen und Geheimnisse um die Pyramiden in  Ägypten angesammelt. Vor allem um die Pyramiden von Gizeh – und hier speziell um die Cheops-Pyramide. Wohl auch deshalb, dass sie mit ihren rund 147 Metern Höhe die größte ihrer Art in ganz Ägypten ist.

Nicht nur über den Sinn und Zweck oder die Erbauung an sich kursieren verschiedene Überlieferungen, wie man sie von dem griechischen Geschichtsschreiber Herodot (490 – 430 vor Christus) oder aus dem mittelalterlichen „Hitat“ des arabischen Historikers Muhammad Al-Makrizi (1364 – 1442 nach Christus) kennt. Auch zahlreiche Geschichten wurden überliefert, die nicht nur davon erzählen, dass allerlei wundersame und wertvolle Dinge in der Pyramide verborgen wurden. Sie berichten auch davon, dass innerhalb der Cheops-Pyramide (oder allgemein in den Gizeh-Pyramiden) geheime Bücher und Schriften versteckt worden sein sollen.

Legendär wurde hierbei längst eine Behauptungen des „Hitat“, die hier nur zusammengefasst wiedergegeben soll. Denn darin heißt es, dass ein König mit Namen Saurid 300 Jahre vor der Sintflut in Träumen die nahe Katastrophe kommen sah. Wasser und Feuer werde die Erde vernichten, so seien Vision. So ließ er daraufhin die 130 „Obersten seiner Wahrsagen aus allen Provinzen Ägyptens“ zu sich kommen, um seine Träume zu interpretieren.

In einer „geheimen Besprechung“ mit König Saurid wurde untereinander diskutiert, was zu tun sei. Einstimmig habe man daraufhin den Bau der Pyramiden zur Rettung von Wissen und Weisheit beschlossen. Und so lesen wir im „Hitat“ über das Ergebnis dieser geheimen Tagung der Weisen mit dem König unter anderem:

Darauf ließ er in der westlichen Pyramide 30 Schatzkammern aus farbigen Granit angelegen; die wurden angefüllt mir reichen Schätzen, mit Geräten und Bildsäulen aus kostbaren Edelsteinen, mit Geräten aus vortrefflichen Eisen, wie Waffen, die nicht rosten, mit Glas, das sich zusammenfalten lässt, ohne zu zerbrechen, mit seltsamen Talismanen, mit verschiedenen Arten der einfachen und der zusammengesetzten Heilmittel und mit tödlichen Giften.“

In kaum einen „alternativen Geschichtsbuch“ über die Rätsel der Pyramiden fehlt diese Aussage. Ob sie in irgendeiner Form der Wahrheit entspricht, weiß niemand. Ebenso wenig kann niemand sagen, ob die Araber im 9. Jahrhundert irgendwas davon gefunden haben. Denn sie sollen es unter dem Kalifen Al-Mamun um 820 nach Christus gewesen sein, die „erstmals“ die Cheops-Pyramide  aufbrachen. In der Tat, wie umfangreich in meiner Artikel-Serie HIER aufgezeigt, machten sie dabei eine ganze Reihe von Funden.

Von den so wundersamen Dingen, wie oben zitiert, fanden sie aber scheinbar nichts.

Zauber- und Geheimbücher

Für Archäologen klingen diese Aussagen verständlicherweise so oder so viel zu phantastisch. Obwohl der Gesamtkontext noch weitaus phantastischer ist. Was im Zusammenhang mit dieser Geschichte häufig übersehen wird, ist aber eine spätere Aussage in dieser „Hitat“-Überlieferung:

In die farbige Pyramide endlich ließ er die Leichname der Wahrsager in Särgen aus schwarzem Granit bringen; neben jedem Wahrsager lag ein Buch, in dem seien wunderbaren Künste und Werke, sein Lebenslauf, was er zu seiner Zeit verrichtet hatte, und was vom Anfang bis zum Ende der Zeiten war und sein wird, beschrieben war. (…) Auch gab es keine Wissenschaft, die er (Saurid, Anm. LAF) nicht niederschreiben und aufzeichnen ließ.“

Letztlich wurde für die nachfolgenden Generationen noch eine Art „Bedienungsanleitung“ für alle diese Wissenschaften beigelegt:

Dazu kam eine Beschreibung jeder Fähigkeit, sowie der Art ihrer Ausführung und dessen, was sich dafür brauchen lässt.“

Demzufolge hat der Baumeister von Gizeh – in diesem Fall Saurid – mindestens 130 Bücher mit Geheimwissen in nur einer Pyramide verstecken lassen. Gut behütet von den Mumien ebenso vieler Weissager, denen noch dazu „die Schätze der Gestirne, die diesen als Geschenk dar gebracht worden waren“, mit ins Grab gelegt wurden.

Wo sind all diese Zauber- oder Geheimbücher der Pyramiden-Bauer? Wer hat den Weisen des Saurid „Schätze der Gestirne“ geschenkt – und was soll das gewesen sein? Gerade dies verlockt heute durchaus zu vielen Interpretationen und Deutungen, die von Meteoren bis außerirdischen Dingen reichen könnten …

Obwohl verschiedene Chronisten im „Hitat“ behaupten, dass innerhalb der Cheops-Pyramide unter Al-Mamun Schriftrollen oder Schriften gefunden worden sein sollen, schweigt es in Details. Die Ägyptologie kennt ebenso keine authentischen „Original-Funde“ dieser Art.

Eine gefundene Schriftrolle

Zumindest eines dieser Bücher wurde aber nach den Erzählungen des „Hitat“ tatsächlich gefunden. Oder besser gesagt, es soll erhalten geblieben sei. Im Laufe der Jahre sei dieses ominöse Werk aus der Pyramide immer wieder abgeschrieben und kopiert worden, so dass es die Zeiten überdauerte. Ursprünglich stamme die erste Kopie sogar von einem ägyptischen Überlebenden der Sintflut. So haben man die Schrift „in ununterbrochener Folge von ihm geerbt“, vermerkt der Historiker Kadi Abu Abdallah al-Kuda im „Hitat“.

Eines Tages dann habe ein Ägypter, der „eifrig nach den alten Büchern und Schatzquellen dort forscht“, das geheime Buch wiedergefunden. Ursprünglich stamme es nämlich tatsächlich aus der Cheops-Pyramide, die an dieser „Hitat“-Stelle dem Hermes zugeschrieben wird:

Was die Pyramiden betrifft, so gruben Leute ein Grab im Kloster von Abu Hirmis und fanden darin ein einen Toten in Leichentücher eingehüllt. Auf seiner Brust lag eine Papyrusrolle, die in ein Stück Zeug gewickelt war, als sie die aus dem Stück Zeug heraus nahmen, erblickten sie eine ihnen unbekannte Schrift.“

Was auf dieser Papyrusrolle gestanden haben soll, wird in der arabischen Chronik ebenfalls umfangreich rezitiert. Es war eben die Geschichte des Herrschers Saurid, der von einer Sintflut träumte und daraufhin die Pyramide(n) erbaute. Angefüllt mit Wissen, Weisheit, heiligen Büchern und Schätzen.

„Er habe die beiden Pyramiden in einem Zeitraum von sechs Monaten erbaut“, heißt es im „Hitat“ unter anderem zu dieser gewaltigen Leistung. Für die Ewigkeit war das ganze Projekt allerdings gar nicht gedacht. Nach den Legenden sollten die Pyramiden bzw. ihre „von oben bis unten mit eng zusammenstehenden, parallel laufenden Zeilen in der Schrift ihres Erbauers beschrieben“ Außenverkleidungen „in 600 Jahren zerstört werden“.

All diese angeblichen Bücher oder Schriften und geheimnisvollen Dinge sind heute lange verschollen. Ebenso wie die Außenverkleidungen der Pyramiden. Wobei es interessant ist, dass Ägyptologen wie Mark Lehner in diesen nicht zu entziffernden Inschriften „wahrscheinlich Graffiti von Besuchern, zum Teil sogar aus pharaonischer Zeit“ vermuten.

Es würde an dieser Stelle zu weit führen, all die überlieferten Geschichten über das Pyramiden-Inventar und andere derartige Mysterien umfangreich zu durchleuchten. Das wir an einer anderen Stelle nachgeholt, denn hier soll sich auf die geheimem Schriften und Bücher konzentriert werden. Immerhin waren sie ein fester und zugleich wichtiger Teil dieser Schätze.

Die Pyramiden-Baumeister

Bezeichnungen wie „Zauberbücher“ oder „Bücher der Weisheit“ sind eigentlich vollkommen nichtssagend. Wie will man sagen, was in ihnen stand oder wer sie überhaupt geschrieben hat? Bis auf die oben zitierte Ausnahme, wissen wir davon nichts. Es gibt jedoch noch ein Ausnahme-Buch in den alten Überlieferungen, das angeblich sogar vom Erbauer der Pyramiden persönlich geschrieben wurde.

Und hier wird es kompliziert.

Es finden sich in der mittelalterlichen Chronik „Hitat“ sowie in anderen Quellen eine ganze Palette an Namen des Pyramiden-Baumeisters genannt. Einige scheinen dieselbe (mythische?) Person zu meinen, andere verwirren mehr, als das sie nutzen. Eine Auswahl aus dem „Hitat“ und anderer Chroniken:

  • Cheops
  • Henoch
  • Saurid b. Sahluk (Saurid b. Sahluk b. Sarjak)
  • („der erste“) Hermes
  • Gannad
  • Idris
  • „Die Ägypter“
  • Agathodaimon
  • Saddad b. Ad
  • Utarid
  • „Die Amalekiter“
  • Souphis

Dass im Laufe der Jahrhunderte und Jahrtausende immer mehr Geschichten und damit Namen mit den Pyramiden in Verbring gebracht werden, ist nicht verwunderlich. „Märchenonkel“ Herodot war im 5. Jahrhundert vor Christus mit seinen „Historien“ einer der ersten Chronisten, der bekanntlich Cheops als Auftraggeber nennt. Obwohl er (heute) nachweislich Unwahrheiten über diesen Pharao überliefert hat. Man denke hier an das Heer der Sklaven-Arbeiter, die angeblich die Pyramide bauten. Heute ist das längst widerlegt.

Alle anderen Namen erschienen zum Teil 1.500 und mehr Jahre nach Herodot auf der geschichtliche Bühne der Mythen.

Wusste Manetho mehr?

Schon kurz nach Herodot widersprach ihm jedoch schon ein anderer Geschichtsschreiber mit Namen Manetho. Er lebte um die Mitte des 3. Jahrhundert vor Christus und gilt bis heute als ein ausgezeichneter Chronist, der zu Lebzeiten Zugang zu einem enormen Fundus an Quellenmaterialien gehabt haben muss. Auch wenn seine vollständigen Texte und Werke als verschollen gelten.

In seinem von vielen Historikern kopiertem und zitiertem Werk „Aegyptiaca“ wiederum findet sich auch eine interessante Chronologie der ägyptischen Dynastien. Inklusive der Herrschaft von Göttern und Halbgöttern. Zur 4. Dynastie schreibt er, dass die große Pyramide von Gizeh von einem König mit Namen Souphis erbaut wurde. Dies sei 4.300 Jahre vor dem Perserkönig Kambyses II. (558 bis 522 vor Christus) gewesen. Damit grob zwischen 2838 bis 2802 vor Christus. Ein Unterschied zur Regierungszeit von Cheops von mehreren Jahrhunderten, die von ca. 2620 bis 2580 vor Christus datiert wird. Dieser König Souphis habe auch nicht etwa 23 Jahre wie Cheops regiert, sondern 63 Jahre, wie Manetho schreibt.

Trotzdem setzt die Ägyptologie diesen Souphis mit Cheops gleich. Kleine Abweichungen seien Geschichtsschreibern wie Manetho halt gestattet. So lange sie nicht gleich alles vor die Sintflut verlegen, wie wir es im „Hiat“ gesehen haben, könnte man denken.

Es gibt hierbei ein Problem. Zu finden in der Manetho-Abschrift über die „Vierte Dynastie von acht Königen von Memphis, aus einer anderen Linie“ von dem byzantinischer Mönch und Geschichtsschreiber Georgios Synkellos aus dem 8. Jahrhundert. In seiner Weltchronik „Ekloge chronographias“ lesen wir über Souphis:

Er errichtete die Große Pyramide, die laut Herodotos unter Cheops erbaut wurde.

Er wurde auch gottverachtend und verfasste das heilige Buch. Dies habe ich in Ägypten erworben, weil es ein großer Schatz war.“

Allerhand!

Nicht nur deshalb, da offenbar Cheops und Souphis eben nicht als ein und dieselbe Person beschrieben sind. Zumindest kann man die Aussage zu Herodot so interpretierten. Nein, dieser Bauherr habe auch noch ein Buch verfasst, dass Manetho selber „in Ägypten erworben“ haben will. Kein Wunder also, dass man bis heute dem Geschichtsschreiber ein umfangreiches Quellenwissen zugesteht. Trotz chronologischer Fehler.

Ein Buch von Cheops selbst

Auch wenn Souphis = Cheops entspricht, was war das heilige Buch des „gottverachtenden“ Herrschers? Welche Informationen standen in dem „großen Schatz“ des Manetho niedergeschrieben? Oder hat er sich dieses uralte Buch des Pharao nur als Quelle ausgedacht, um seiner Geschichtsschreibung einen weiteren Anstrich von Seriosität zu verleihen?

Zumindest den berühmten jüdisch-römische Geschichtsschreiber Flavius Josephus (ca. 37 bis 100 nach Christus) beeindruckte er damit sehr. Josephus, der wichtigste Autor über die jüdische und frühe christliche Geschichte des 1. Jahrhundert, wollte Manetho in Sachen Quellenstudium in nichts nachstehen. Wie sein Vorbild wollte auch er Quellen aus erster Hand. In „Chronologie des Manetho“ (1867) schreibt Georg F. Unger über diese Bemühungen:

„Seine Berühmtheit als Historiker bei den Bibelgelehrten verdankt Manetho dem Josephus (… von dem) sich der Besitz und die Benutzung seines Werkes mit Grund behaupten lässt. (…) Dieselben Motive und der Vorgang des Josephus, in dessen Fußtapfen Africanus als Geschichtsschreiber der Juden trat, machten diesen auf Manetho aufmerksam und bewogen ohne Zweifel den wissbegierigen Sammler, der seinen Aufenthalt in Ägypten, wie er sich rühmt, dazu benutzte, das berühmte Werk des Königs Cheops zu erwerben, auf Manethos Werk zu fahnden. Die Chronographen nach ihm kannten Manetho wahrscheinlich nur aus Africanus. Dies und die Entstehung mehrerer unächter Auszüge und Schriften beweist, dass sein Werk selten und frühzeitig verschollen war.

Trotz alledem sind die dürftigen Auszüge aus Manetho, schon bei dem Mangel eines zweiten vollständigen Kanons der ägyptischen Geschichte, von höchstem Wert. (…) im Ganzen und Großen hat er die Vorzuge, welche man von einem Geschichtsschreiber aus dem Lande, das die Wiege der Historie ist, erwarten darf, vermehrt durch andere, welche er dem Vorbild des Berosus verdankte.“

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Der Erbauer der Großen Pyramide ist damit wohl der einzige ägyptischer Herrscher in all den Jahrtausenden gewesen, der selber ein Buch – ein „heiliges Buch“ – geschrieben hat oder haben soll. Wo es heute ist, weiß natürlich niemand mehr.

Oder vielleicht doch?

Pharao Cheops, wenn wir ihm die Autorenschaft des ominösen Buches zubilligen wollen, starb vor rund 2.600 vor Christus. Etwa 2.300 Jahre später (Manethos Lebzeiten sind nicht bekannt, man datiert ihn zwischen 285 – 246 vor Christus) soll folglich noch ein Buch aus seiner Feder existiert haben, dass Manetho schließlich „in Ägypten erworben“ habe. Und das, obwohl angeblich erst über 1.000 Jahre nach ihm die Cheops-Pyramide durch die Araber „erstmals“ geöffnet und geplündert wurde.

Wer hat wo das Buch des Pyramiden-Bauers so lange verwahrt?

Der Prophet Henoch als “König von Ägypten”

Es geht in diesem Zusammenhang aber noch länger, sehr viel länger. In der Sammlung „Hitat“ des Al-Mamun wird bekanntlich von einigen (wenigen) Chronisten bzw. an verschiedenen Stellen der Bau der Gizeh-Pyramiden vor der Sintflut angenommen. Durch den vor allen in der Grenzwissenschaft viel zitierten Propheten Henoch, zu dem sich folgende Aussage findet:

Es gibt Leute, die sagen: Der erste Hermes, welcher der ‚dreifache‘ in seiner Eigenschaft als Prophet, König und Weiser genannt wurde (es ist der, den die Hebräer Henoch, den Sohn des Jared, des Sohnes des Mahalalel, des Sohnes des Henan, des Sohnes des Enos, des Sohnes Seths, des Sohnes Abraham – über ihm sei Heil – nennen, und das ist Idris), der las in den Sternen, dass die Sintflut kommen werden. Da ließ er die Pyramiden bauen und in ihnen Schätze, gelehrte Schriften und alles, worum er sich sorgte, dass es verloren gehen und verschwinden könnte, bergen, um die Dinge zu schützen und wohl zu bewahren.

Die ist die einzige Stelle im „Hitat“, in der Henoch explizit als Hermes und Baumeister genannt wird. Wobei nicht übersehen werden darf, dass über 30 weitere Historiker in dieser Chronik zu finden sind. Und bei ihnen kommt eine direkte und unmissverständliche Gleichsetzung der vorsintflutliche Personen Henoch und König Saurid nicht vor. Auch wenn König Saurid mehrfach als Herrscher vor der Sintflut bekannt wurde.

Hermes ist bekanntermaßen eine Gottheit. Auch der in Auflistung oben genannte Baumeister „Utarid“ entspricht diesem Gott Hermes. Nach dem „Hitat“-Historiker al-Warrak ist Utarid der, der „in der Sprach der Chaldäer Hermes genannt wurde“. Utarid sei „einer der sieben Torwächter gewesen, die zur Hut der sieben Planeten-Häuser bestellt waren“ und wurde aus „irgendwelchen Gründen“ König von Ägypten.

Demzufolge wäre Henoch alias Hermes einst König von Ägypten gewesen?! Das klingt nicht sehr glaubhaft.

Die Kopten

Obwohl die Mehrzahl der arabischen Historiker vollkommen uneins sind, wer letztlich die Pyramiden erbaut habe (die meisten nennen sogar den arabischen Herrscher Saddad b. Ad, der natürlich Jahrtausende nach Cheops lebte!) sprechen sie immer wieder von diesen „geheimen Büchern“. Wäre Henoch eine reale Person vor der Sintflut gewesen, die die Pyramiden erbaute, müsste er der Autor des von Manetho in Ägypten gefundenen Buches sein.

Tatsächlich gibt es alte Bücher, die Henoch als Autor nennen. Der Prophet lebte laut Bibel vor der Sintflut und schrieb laut den Henoch-Büchern tatsächlich unzählige Bücher auf Anweisungen des „Höchsten“ und seiner „Engel“. Historiker datieren diese Bücher Henochs natürlich lange nach dem Bau der Pyramiden. Sie wurden bereits unter christlichen Einfluss verfasst und stammen in den vorliegenden Fassungen mit Sicherheit nicht aus dem Zeitalter der Pyramiden-Bauer.

Manetho war wohl der letzte, der ein echtes Buches dieser Epoche besaß. Sofern er die Wahrheit sagte. Allerdings beruft sich das „Hitat“ an nicht wenigen Stellen auf die Kopten in Ägypten. Eine christliche Strömung, die naturgemäß erst nach Christus nach Ägypten kam. Im 3. Jahrhundert entstand das Koptische aus dem Ägyptischen heraus, und angeblich seien einige „Hitat“-Überlieferungen Übersetzungen aus koptischen Texten. Der christliche oder biblische Einfluss auf das gesamte „Hitat“ ist zumindest unverkennbar. Auch die in einem „Grab im Kloster von Abu Hirmis“ gefundene Schriftrolle soll in koptisch verfasst gewesen sein.

Sie aber können nicht die Autoren „Bücher der Pyramiden-Bauer“ gewesen sein. Ein koptischer Text, den man in einem Grab in der Cheops-Pyramide, dem Kloster Hermes („Abu Hirmis“), gefunden haben will, kann unmöglich Jahrtausende alt sein. Zumal an einigen Stellen von nicht zu lesenden Schriften gesprochen wird.

In der arabischen Zeit Ägyptens und vor allem in den Tagen der „Hitat“-Historiker waren das alte Ägyptisch und die Hieroglyphen unlängst in Vergessenheit geraten. Nicht ausgeschlossen, dass einige Gelehrte diese Sprache noch lesen und übersetzen konnten. Waren sie es, die alte Bücher und Schriften übersetzten bevor die Ur-Quellen verloren gingen? Stammen diese Quellen wirklich aus den großen Pyramiden und haben eine derart lange Zeit überstanden? Sind damit die gefunden Texte nur Beigaben wesentlich späterer Bestattungen? Ist deren Inhalt in irgendeiner Form korrekt?

Die Geheimbücher des Propheten

Die alten Chronisten sind sich dahingehend einig, dass sie sich nicht einig sind. Zusammenfassend gesagt erzählen sie, man habe die Pyramiden von Gizeh irgendwann zwischen den Tagen vor der Sintflut und Noah mit seiner Arche und Saddad b. Ad errichtet. Saddad b. Ad. ist eine literarische Figur der frühen Araber bei der der Eroberung Ägyptens, der zu einem mythischen Helden wurde. Dementsprechend ist dieser Held vor erst ca. 1.400 Jahre im Land der Pyramiden aktiv gewesen. Der Einfall der Muslime in Ägypten begann schließlich erst ab 640 nach Christus.

Wohl niemand will bestreiten, dass zu diesem Zeitpunkt die Pyramiden alle schon Jahrtausende standen.

Obwohl der Prophet Henoch, der schon laut Bibel „Umgang mit Gott pflegte“, als Bauherr im „Hitat“ die absolute Ausnahme ist, ist er der einzige, von dem bis heute Bücher vorliegen. Geschrieben wurden sie laut Bibelforschung zwischen dem 3. Jahrhundert vor und dem 1. Jahrhundert nach Christus. Auch da standen die Pyramiden schon längst. Die Sintflut, vor der Henoch gelebt haben soll, war da auch schon eine gefühlte Ewigkeit vorbei. Egal ob man sie jetzt 10.000 oder 5.000 vor Christus datiert, als lokales Ereignis (zum Beispiel in Mesopotamien), als Hirngespinst oder als globale Katastrophe.

Es existieren bis heute keine derart alte Schriften/Bücher oder Ur-Quellen, die man den Pyramiden-Baumeistern zusprechen könnte. Auch nicht von Henoch. Obwohl der Autor des slawischen Buch Henoch im 1. Jahrhundert über ihn Spannendes wusste:

Da rief der Herr den Bretil, einen seiner Erzengel, ihn, der weise ist und alle Werte des Herrn aufschreibt. Und der Herr sprach zu Bretil: Nimm die Bücher aus den Behältern! Gib Henoch eine Feder und diktiere ihm die Bücher an! Da brachte mit Bretil eilends die Bücher, die nach Myrrhen duften, und gab mit seine Feder.

Und er beschrieb mir alle Dinge im Himmel, auf Erden und im Meer, die Läufe und Orte aller Elemente, die Jahreszeiten, der Tage Läufe und Änderungen, die Gebote und die Lehren. Und Bretil sprach zu mir dreißig Tage und Nächte; seine Lippen redeten unaufhörlich. Auch ich schrieb, ohne auszuruhen, den ganzen Inhalt nieder. Als ich fertig war, hatte ich 360 Bücher geschrieben.“ (slawisches Buch Henoch, 22,11-23,6)

Da der vorsintflutliche Patriarch Henoch für die Bibelforschung nur ein mythische und keine reale Person war, hat er auch dies gerade mal knapp 2.000 Jahre alte Buch nicht selber geschrieben. Auch wenn hier in der 1. Person gesprochen wird. Von den 360 Büchern mit himmlischem Wissen will die Bibelforschung schon gar nichts hören. Auch dies sei reine Phantasie eines frühchristlichen Autors, der nur Henoch als Urheber nannte, um seinen Werken eine gewisse Glaubwürdigkeit zu verleihen. Man denke hier an die fünf Bücher Moses des Alten Testament, die ebenso nicht von Moses geschrieben wurden. (detailliert zu den Überlieferungen und Büchern von Henoch HIER)

Noch mehr Widersprüche

Historisch authentisch ist das mittelalterliche „Hitat“ in keinem Fall. Dafür sind die Widersprüche der einzelnen Chronisten bzw. deren Überlieferungen viel zu gravierend. Wer aber mag Fakt und Fiktion darin zu unterscheiden, da auch offenkundige Tatsachen darin zu finden sind. Beispielsweise wird darin auch von dem Versuch des Sultan von Ägypten berichtet, eine Pyramide von Gizeh abzureisen. Wie heute jeder an der Nordseite der Mykerinos-Pyramide sehen kann, wurde das auch versucht.

Übeltäter und Verursacher der 8 Meter tiefen Beschädigung war Al-Aziz Uthman bin-Yusuf (1171 bis 1198), der eigentlich ganz Gizeh abreißen wollte. Als er aber acht Monate lang kaum Fortschritte machte, seine Arbeiter nur ein bis zwei Steine pro Tag fortschaffen konnten und die Kosten für die Zerstörung explodierten, ließ er von seinem Vorhaben ab. Was ihm aber gelungen sein soll, war die Zerstörung von Nebenpyramiden und der Verkleidungssteine der großen Pyramiden.

Was das „Abrisskommando“ des Sultans aber nicht überlieferte ist die Art der Inschriften eben auf diesen Außenverkleidungen. Ob die „von oben bis unten mit eng zusammenstehenden, parallel laufenden Zeilen in der Schrift ihres Erbauers“ angebrachten Texte wirklich nur Besucher-Graffiti waren, ist eine reine Vermutung der Archäologie. Ausschließen, dass Besucher auf den Pyramiden herum schmierten, kann wohl niemand. Waren das aber wirklich die einzigen „unlesbaren Texte“?

Sehr interessant ist eine weitere Aufzeichnung der arabischen „Hitat“-Chronisten. Es heißt in dieser, dass die Wände der Pyramiden „mit griechischer Schrift bedeckt waren“. Einige berichten, sie seien Gräber, doch die sind nichts Derartiges“, heißt es. Man habe sie zum Schutz vor der Flut gebaut, dass alles, „was nicht Schutz in solchen Bauwerken fände“ auf Erden vernichtet werden würde. Also ließ der Baumeister „seine Schätze und seinen Besitz“ in die Pyramiden schaffen.

Als sich schließlich die Sintflut wieder „verlaufen hatte“ wurden die Kostbarkeiten – was immer es auch gewesen sein mag – wieder aus den Pyramiden genommen und einer Person mit Namen Bisir oder Bisar übergeben. Es sei der „Sohn Miriams, des Sohnes Harns, des Sohnes Noah“ gewesen. Demnach wohl ein Enkel bzw. Nachkomme Noahs, die wir im 1. Buch Moses in Kapitel 10 finden.

Pyramiden-Schätze in Kornspeichern?

Wo aber sind diese Dinge dann hingekommen? „Spätere Könige brachten sie in ihren Kornspeichern unter“, sagt das „Hitat“ über deren Verbleib. „Und Gott weiß es am besten“. Informationsgehalt ist hier wieder einmal Mangelware. Eher scheint es sich hierbei um eine verschwommene Aussage zu handeln, die sich um den biblischen Stammvater Josef und seinem Aufenthalt in Ägypten dreht. Nachzulesen im 1. Buch Moses ab Kapitel 37. Josef habe einst laut Buch Genesis dem Pharao Träume gedeutet, dass sieben Jahre des Wohlstandes kommen, denen sieben Jahre des Hungers folgen werden.

Also ließ der Pharao vorsorglich dank der Traumdeutung des Josefs in den sieben „fetten Jahren“ einen Teil des Getreides für die Jahre des Hungers einlagern. Wie angeblich von Gott beschlossen brach daraufhin die Hungersnot über Land und Volk herein, und so „öffnete Josef alle Speicher und verkaufte Getreide an die Ägypter“ (Genesis, Kapitel 41).

Auch wenn es kaum zu glauben ist, aber genau diese Kornspeicher des Josef sollen die Pyramiden gewesen sein. Ein Märchen, das man sich jahrhundertelang über diese Monumente auch in Ägypten selber erzählte. Vor allem nachdem der römische Autor Julius Honorius (um 500 nach Christus) in „Cosmographia“ und der französische Bischof und Historiker Gregory von Tours in „History of the Franks“ (594 nach Christus) dies behaupteten.

Die Ägypter hätten einfach von oben durch ein Loch in der Spitze das Getreide in die Pyramiden gefüllt. Ein Mythos, der wohl erst durch den frommen deutschen Pilger Bernhard von Breydenbach nach einem persönlichen Besuch 1484 in Gizeh endgültig beendet wurde. In seinem mittelalterlichen Besteller „Peregrinatio in terram sanctam“ schrieb er nämlich 1486, dass diese Idee „eindeutig falsch ist, da diese Pyramiden innen nicht hohl sind“.

Obwohl heute jedem klar sein sollte, dass diese „Kornspeicher-Hypothese“ vollkommener Nonsens ist, vertrat sie beispielsweise der US-Präsidentschaftskandidat Dr. Ben Carson 2015 noch immer.

Die „Kern-Information“ dieser Legende erscheint letztlich recht dürftig. Sie könnte darin bestehen, dass nach der Flut die Nachfahren der Überlebenden (hier Noah), diese Schätze und damit wohl auch Schriften an sich nahmen. Diese „späteren Könige“ hüteten daraufhin das kostbare Erbe, in dem sie es an unbekannten Orten (hier Kornspeicher) verbargen …

Der Vollständigkeit halber sei hier noch einmal Henoch genannt. Die Henoch-Bücher sowie jüdische Sagen über ihn berichten, dass er seine Schriften seinen Nachfahren übergab. Dazu zählt natürlich auch Noah. Sie sollten sie sicher verwahren, da die große Flut naht. So kamen diese Werke mit auf die Arche und überstanden auf diesem Weg die Vernichtung.

Diese und weitere Überlieferungen führten auch zu der Überlegung, dass die Cheops-Pyramide in Wahrheit die Arche Noah war. Dazu finden Ihr HIER auch ein Video auf YouTube.

Fragen, Fragen, Fragen

In diesem Beitrag sollte der Fokus der seltsamen „Hitat“-Erzählungen auf die verschollenen Bücher der Pyramiden-Bauer oder „Weisen“ gerichtet werden. Diese mittelalterlichen Erzählungen sind, wie auch HIER gezeigt, natürlich weitaus komplexer. Und so ergeben sich zusammenfassend viele „Solls“ und „Wenns“, die sich ausnahmslos alle nicht belegen lassen:

  • Die über 30 Chronisten des „Hitat“ sowie andere Historiker widersprechen sich, wer die Gizeh-Pyramiden baute.
  • Wenige sagen, dass sie vor der Flut erbaut wurden und in ihnen Bücher und geheime Schriften verborgen waren.
  • Die Araber sollen im Zuge der „ersten“ Öffnung der Cheops-Pyramide im 9. Jahrhundert tatsächlich Texte oder Schriftrollen gefunden haben.
  • Wenn dem so ist, kann niemand sagen woher sie stammen oder wie alt sie waren.
  • Es soll auch ein Grab (im „Hermes-Kloster“) gefunden worden sein, in dem man eine Schriftrolle fand.
  • Diese sei in Koptisch verfasst gewesen (und von König Saurid und der Sintflut etc. berichtet haben).
  • Das Koptische ist eine relativ „moderne“ Schrift in Ägypten. Damit können die geheimnisvollen Bücher in ihrer Ur-Version nicht in koptisch verfasst worden sein.
  • Der Historiker Manetho soll der letzte Mensch gewesen sein, der angeblich ein authentisches Buch vom Baumeister der Pyramide in seinem Besitz hatte. Mutmaßlich geschrieben von Pharao Cheops selber.
  • Der Prophet Henoch wird mit einem Gott (Hermes) gleichgesetzt, wird allerdings (nur) einer „Hitat“-Stelle konkret als Pyramiden-Bauer (Saurid) genannt.
  • Mindestens 130 geheime Bücher mit Weisheiten sollen in der Pyramide im Auftrag von Saurid vor der Sintflut versteckt worden sein.
  • Henoch schrieb nach einem Buch mit seinem Namen aus dem 1. Jahrhundert nach Christus sogar 360 Bücher mit göttlichen Weisheiten und Wissen. Auch vor der Flut.
  • Wenn irgendwelche Bücher davon jemals existieren, sind sie ausnahmslos alle verschollen. Ob vor der Flut geschrieben oder „klassisch“ in der 4. Dynastie von Pharao Cheops, spielt dabei keine Rolle.
  • Wenn diese Schriften angeblich in koptisch verfasst gewesen sind, warum waren dann andere nicht zu entziffern?

Verschollen, versteckt, vernichtet – wer kann das schon mit reinem Gewissen sagen? Die Suche nach den Mysterien der Vergangenheit wird wohl noch dann faszinieren, wenn das heute bereits lange Vergangenheit ist.

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Lars A. Fischinger

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