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UFO-Sichtungen schon 1884: Die erstaunlichen Zeugenberichte des buddhistischen Meisters Hsu Yun aus China (+ Videos)

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UFO-Sichtungen schon 1884: Die erstaunlichen Zeugenberichte des buddhistischen Meisters Hsu Yun aus China. (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
UFO-Sichtungen schon 1884: Die erstaunlichen Zeugenberichte des buddhistischen Meisters Hsu Yun aus China. (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

„Fliegende Untertassen“ im Sinne des Kürzel UFO hatten im öffentlichen Bewusstsein fraglos 1947 ihre Geburtsstunde. Doch Sichtungen unbekannter Objekte am Himmel und anderswo gab es schon zu allen Zeiten. Hier suchen vor allem Forscher und Autoren auf dem Gebiet der Prä-Astronautik nach solchen „antiken UFOs“ oder entsprechenden Berichten vor 1947. Und solche hat auch der 1959 verstorbenen und bis heute verehrte Buddhismus-Meisters Hsu Yun (Xu-Yun) in seinen Schriften überliefert. Er sah im Laufe der Jahre zahlreiche Himmelserscheinungen oder -Lichter, die bis in das Jahr 1884 zurückgehen und die er ehrfürchtig beobachten konnte. Was aber könnten diese UFOs gewesen sein? Es sind erstaunliche Beschreibungen, die sich bei genauer Betrachtung heute kaum mehr sicher erklären lassen!


Hsu Yun und UFOs im Jahr 1884

Der chinesische Zen-Meister Hsu Yun (auch Xu Yun) gilt bis heute als einflussreichster und wichtigster Lehrer des Buddhismus des 19. und 20. Jahrhunderts. Ein weiser Meister, der nach langer Meditation seine „Erleuchtung“ erlangte und angeblich am 26. August 1840 geboren wurde. Angeblich deshalb, da er am 13. Oktober 1959 starb und damit 119 Jahre alt geworden wäre.

Seine Weisheiten und erleuchteten Lehren gab Hsu Yun nicht nur an seine Schüler weiter. In Asien unterstütze er buddhistische Gemeinschaften und setzte sich tatkräftig für den Erhalt alter Tempel ein. Von Thailand über Tibet bis China gewann er Anhänger und Einfluss. Kaum jemand in den letzten 200 Jahren erlangte als Zen-Meister so viel Einfluss und Verehrung.

Als geachteter Weiser hinterließ er auch eine Reihe von Schriften. So auch eine Autobiografie mit dem Titel „Empty Cloud“, die erst 1988 erstmals in englischer Sprache erschien. Und in dieser findet sich eine äußerst sonderbare Episode über ein seltsames Erlebnis, dass Hsu Yun als junger Mann bereits im Jahr 1884 hatte. Wie jung er damals auch tatsächlich gewesen sein mag.

Leuchtende Bälle am Himmel

So schildert der Meister, dass er damals den Da-luo Peak (Ta Lo Berg / Wu-tai) in China besuchen wollte, als er seine Aufmerksamkeit in den Himmel richtete.

Dort erblickte er zu seiner Verwunderung „Weisheit-Lampen“ („wisdom lamps“), wie er sie nennt, die nicht von dieser Welt zu sein schienen. Und diese UFOs sah er mehrfach. Meister Hsu Yun berichtet über diese „Lichtkugeln“ („balls of light“) in seinen Erinnerungen:

Ich stieg auf den Da-luo Peak, wo ich in Ehrfurcht den ‚Weisheit-Lampen“ sagte, sie mögen sich zeigen. In der ersten Nacht sah ich nichts, aber in der zweiten. Ich sah einen großen Ball aus Licht von Norden zum zentralen Peak fliegen, wo es runter kam und sich kurze Zeit später in mehr als zehn Bällen von unterschiedlicher Größe teilte.

In der gleichen Nacht sah ich auf dem zentralen Peak drei Lichtbälle in der Luft hoch und runter fliegen und am nördlichen Peak vier Lichtkugeln in unterschiedlicher Größe.

Was hier 1884 am Himmel gesehen wurde, ist fraglos erstaunlich und seltsam. Denn normale „Sternschnuppen“ oder Boliden würden beispielsweise nicht ein derartiges Flugverhalten zeigen. Sie fliegen nicht „hoch und runter“ oder erscheinen gleichzeitig und vor allem zusammen in so großer Zahl. Wobei Boliden als Feuerbälle aus dem All sich durchaus „teilen“ können. Und zwar wenn sie in der Atmosphäre in mehrere Teile explodieren.

Die Beschreibungen von Hsu Yun klingen nicht nach derartigen natürlichen Himmelserscheinungen. Auch sagt eine bebilderte Biographie des Meisters, in der auch diese „UFO-Begegnungen“ im Bild festgehalten sind, dass Menschen oft genau an diesen Platz kommen, um solche „Weisheit Lampen“ selber zu sehen. „Die Menschen kamen oft an diesen Ort, um zu sehen, welches Glück sie haben könnten“, wie es darin auf Seite 75 heißt. Heute würde man das in der UFO-Forschung wohl einen „UFO Hotspot“ nennen …

„Jeder Feuerball war einzigartig“

Auch in der genannten „Bilder-Biographie“ findet sich dieses Erlebnis wiedergegeben. Und zwar leicht abweichend in folgenden Worten:

Doch in der zweiten Nacht sah er einen Feuerball, der vom Nordgipfel heraufflog und am Mittelgipfel niederging, wo er sich in mindestens zehn unterschiedlich große Flammenbälle teilte. In der dritten Nacht seines Aufenthalts sah er drei Feuerbälle, die am Himmel um den Central Peak auf und ab flogen, und vier oder fünf Feuerbälle unterschiedlicher Größe, die in der Nähe des North Peak auf und ab flogen.“

Der Zeuge nennt die Objekte „Lichtbälle“ und „Lichtkugeln“ und identifizierte sie selber als „Weisheit-Lampen“. In der bebilderten Biographie werden sie „Feuerbälle“ und „Flammenbälle“. genannt. Und dort wird auch vermerkt:

Zuerst war nichts Ungewöhnliches zu sehen, aber dann erschienen sie alle: Große, kleine, und dazwischen – jeder Feuerball war einzigartig.

Alle diese Beschreibungen klingen auf den ersten Blick nach den sogenannten asiatischen „Glückslaternen“ oder „Wunschlaternen“, die hierzulande meist als „chinesische Himmelslaternen“ bekannt sind. Diese „Kong-Ming-Laternen“, wie sie auch heißen, sorgten bis vor einigen Jahren auch hierzulande für zahlreiche Meldungen von UFOs. Zum Teil noch heute.

UFO-Sichtungen schon 1884: Die erstaunlichen Zeugenberichte eines buddhistischen Meisters - Bild 2
li.: Meister Hsu Yun „zollt den Weisheits-Lampen Respekt“ / mi. und re.: „Moderne Himmelslaternen“

Doch es ist wohl mehr als fraglich, dass Meister Hsu Yun diese im 19. Jahrhundert nicht selber kannte und so vor allem erkannte. Ebenso beschreibt er, dass eines der Lichter herunter kam und sich daraufhin „in mehr als zehn Bällen von unterschiedlicher Größe teilte“. „Himmelslaternen“ aus Papier teilen sich nicht. Oder hat er das ganze nur falsch beobachtet und später in sein Sichtfeld fliegende Laternen so gedeutet, als habe sich die erste aufteilt?

Wieso sollen dann aber alle Himmelslichter „einzigartig“ gewesen sein?

Ein Hotspot für Meteore?

Kritisch muss man hier einhaken, dass Hsu Yun „in Ehrfurcht den ‚Weisheit-Lampen‘ sagte, sie mögen sich zeigen“, was sie dann später auch taten. Er konnte also fast schon auf ihr Erscheinen warten. „Er zollt den Weisheits-Lampen Respekt“, unterstreicht dazu die illustrierte Biografie unter einem entsprechenden Bild, das den Meister im Gebet vor den Lampen zeigt (im Bild oben links).

Wie darin auch festgehalten wurde, pilgern oft Menschen an diesen Ort, um genau solche Himmelszeichen mit eigenen Augen zu sehen. Das alles nur deshalb, da irgendwo in der Ferne am Da-luo Peak beziehungsweise Ta Lo Berg irgendwer mehr oder weniger regelmäßig „Glückslaternen“ in den Himmel steigen lies? Quasi als frühzeitliche UFOs für die Zeugen?

Normalerweise erhofft sich (zumindest soweit mir bekannt!) genau derjenige Glück mit diesen Lichtern, der sie auch persönlich steigen lässt. Und nicht jene Menschen, die sie mehr oder weniger zufällig aus der Ferne sehen – und vor allem nicht als solche identifizieren können.

Absurd wäre es anzunehmen, dass Menschen hierher pilgerten, da exakt dort immer wieder Meteore beziehungsweise Boliden feurig und leuchtend am Himmel zu bestaunen waren. Die Bezeichnung „Flammenbälle“ mag zu dieser Deutung sicher verleiten.

Diese Geschosse aus dem All treffen jedoch jeden Tag vollkommen ohne jeden „Hotspot“ die Erde. Deren Erscheinung ist willkürlich und damit absolut zufällig und es gibt keinen Platz, an dem sie häufig zu sehen wären und an dem man auf sie praktisch warten kann. Auch widersprechen „Sternschnuppen“ und ähnliches den oben wiedergegeben Details der Beschreibung dieser Lichter.

Was immer diese zahlreichen und seltsamen runden Lichter 1884 waren, heute würde man derartige Beobachtungen zweifelsohne als UFO-Sichtung ansehen und dokumentieren.

Wären es normale „Himmelslaternen“ gewesen, ist es auch seltsam, dass Hsu Yun diese erst rund zwei Jahrzehnte später erneut sah, wie er selber schreibt. Zumindest in sehr ähnlicher Form wie bereits 1884. Warum nicht früher?

Bei diesen „UFO-Erlebnissen“ blieb es nicht

So hatten er und seine Begleiter 1902/03 eine weitere Sichtung dieser sonderbaren „Lichtbälle“ am Himmel. Auf Seite 82 seiner Autobiografie notierte er über diesen zweiten Vorfall folgendes:

Später in der Nacht sahen wir unzählige himmlische Lichter, deren Glanz mit den ‚Weisheit Lampen‘ verwandt war, die wir zuvor auf dem Berg Wu-tai gesehen haben.“

„Unzählige“ dieser UFOs sollen hier sogar von der Gruppe gesehen worden sein. Nicht nur das, denn diese „himmlischen Lichter“ waren von einem anderen „Typ“ als jene, die er viele Jahre zuvor am Himmel sah. Sie sollen mit den damals beobachteten „Weisheit Lampen verwandt“ gewesen sein, so Meister Hsu Yun. Damit also von einer ähnlichen aber nicht identischen Art. Was er damit gemeint hat, verriet er leider nicht und bleibt somit sein Geheimnis.

Meinte er vielleicht nur, dass sie andere Farben hatten? Immerhin haben – zumindest heute – „chinesische Himmelslaternen“ auch unterschiedliche Farben. Meistens sind die orange, doch einige sind auch schlicht weiß. Große und kleinen und alle Größen dazwischen habe er 1884 gesehen, wie oben zitiert. Alle waren dabei „einzigartig“, als sie sich am Himmel zeigten. Das klingt durchaus überaus erstaunlich, wenn man sich dessen vergewissert.

Doch auch das muss grundsätzlich nicht viel bedeuten. Denn wenn die Objekte in unterschiedlichen Entfernungen zum Betrachter am Himmel flogen oder schwebten, dann erschienen sie diesem  natürlich auch unterschiedlich groß. Auch bei modernen UFOs ist das der Fall, die sich dann im Nachhinein beispielsweise als „Himmelslaternen“ herausstellten.

Was immer der buddhistische Meister hier vor weit über 100 Jahren am Himmel beobachten konnte, bleibt ein Rätsel. Und reine Spekulation. Heute wären seine Sichtungen mit Sicherheit ein Fall für UFO-Ermittler. Meister Hsu Yun jedenfalls, so kann man es seinen Schilderungen durchaus entnehmen, sah in ihnen übernatürliche Erscheinungen.

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Eine UFO-Sichtung 1676 über der Toskana in Italien – aber was hatte die NASA in den 1960ger Jahren damit zu tun? (Artikel)

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Im März 1676 kam es am Himmel über der Toskana in Italien zu einer "UFO-Sichtung" (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Im März 1676 kam es am Himmel über der Toskana in Italien zu einer „UFO-Sichtung“ (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Die Welt der Mythen, Sagen und Legenden kennt zahlreiche Geschichten über „unbekannte Flugobjekte“ am Himmel. Die Chroniken und Aufzeichnungen der Vergangenheit sind voll mit derartigen Berichten. Nicht nur aus dem „finsteren Mittelalter“ – denn zu allen Zeiten wurde Seltsames am Himmel beobachtet. So auch im Jahre 1676 über der Toskana in Italien, wo ein „stark leuchtender Körper in der Form einer Scheibe oder eines Kornsacks oder einer Garbe, aber etwas runder“, über den Himmel flog. Was aber genau war das? Und warum soll sich Mitte der 1960ger Jahre die NASA für den Original-Bericht der Sichtung interessiert und diesen über „Strohmänner“ aufgekauft haben? Eine „historische UFO-Sichtung“, die viele Fragen aufwirft, wie Ihr in diesem Artikel lesen könnt.


Fremde Wesen und unbekannte Zeichen am Himmel

In Märchen oder besser gesagt im allgemeinen Volksgut des Mittelalters auchen immer wieder seltsame Wesen auf. Rätselhafte „Kreaturen“, die sich nach solchen Sagen und Legenden immer wieder den Menschen gezeigt haben sollen. Fast wie selbstverständlich waren sie Teil der Welt und existierten zusammen mit den Menschen. Allerdings in einer anderen Welt – in der Anderswelt.

Heute kennt man diese mutmaßlich verschiedenen Wesen unter ebenso verschiedenen Namen: Feen, Trolle, Elfen, Zwerge, Gnome, Kobolde, Inkubus, Sukkubus, „Engel“, Riesen, Unterirdische … um nur einige von ihnen zu nennen. Zahlreiche sehr interessante Berichte über diese Bewohner der Anderswelt wurden auf diesem Blog bereits umfangreich vorgestellt und diskutiert.

Doch die Welt der Mythen, Sagen und Legenden kennt nicht nur derartige Erscheinungen von fremden Wesen, sondern auch Geschichten über „unbekannte Flugobjekte“ am Himmel. Die Chroniken der Vergangenheit sind voll mit derartigen Berichten. Nicht nur aus dem „finsteren Mittelalter“. Es scheint fast so, als sei gäbe es kein Jahr, in dem nicht irgendwo irgendwas am Himmel von Menschen beobachtet wurde (s. dazu die Videos unten).

Viele – nicht alle! – dieser Erscheinungen am Himmel sind auch heute noch recht einfach zu interpretieren und zu erklären. Vor allem als Kometen oder „Feuerbälle aus dem All“. Also verglühende oder sogar explodierende Meteore, die man als große Sternschnuppen bezeichnen könnte. Auch heute noch sind diese Objekte aus dem All natürlich Alltag auf unserem Planeten. Jeder Hobbyastronom weiß um die Herkunft, die Ursache und die Natur dieser Feuerkugeln vom oder am Himmel.

In der Vergangenheit sah das nicht selten ganz anders aus. Obwohl schon in jahrhundertealten Chroniken klar von „Kometen“ gesprochen wird, war der Himmel voller unbekannter Erscheinungen, Wunder und böser Omen. Oftmals deute man sie fromm als von Gott gesandt, da der Allmächtige damit den Menschen eine Art Zeichen geben wollte. Gute ebenso wie schlechte.

UFOs vor Jahrhunderten

Alle diese Himmelserscheinungen lassen sich heute nicht oder nicht mehr rational und naturwissenschaftlich erklären. Entweder, da die Aufzeichnungen in den alten Chroniken und Flugblättern zu vage sind, oder aber, da sie in der Tat äußert ungewöhnlich ausgesehen haben sollen. Dieser Umstand hat schon lange auch das Interesse der UFO-Forschung an derartigen Phänomenen geweckt. Sollten hier, so fragen sich nicht wenige Mystery-Forscher, Erscheinungen gesehen worden sein, die wir heute „UFOs“ nennen? Sind in den ungezählten altertümlichen Berichten auch solche verborgen, die sich nicht durch Kometen oder riesige Sternschnuppen erklären lassen?

Viele UFO-Ermittler sind davon überzeugt. So auch Dr. Roberto Pinotti, der „italienische Erich von Däniken“, wie man ihn auch nennt. Auch Pinotti ist überzeugt, „dass Außerirdische seit Jahrtausenden die Erde besuchen und beobachten“, wie er es mir bei einem Treffen in Italien erklärte. Sie waren auch nie irgendwie „weg“, sondern haben die Menschen nie „verlassen“, so der UFO-Forscher und Gründer des „Centro UFOlogico Nazionale“ weiter.

Pinotti ist in Venedig geboren und studierte an der Universität von Florenz. Und genau dort erschien im 17. Jahrhundert ein Bericht über eine sonderbare Himmelserscheinung, die an vielen Orten Italiens gesehen worden sein soll. Autor war ein Florentiner Schirmmacher namens Francesco Barzini, „der offensichtlich schon seit vielen Jahren in Venedig lebte“, so Pinotti 1990 in seinem Buch „Ufo – Visitatore da Altrove“.

Dieser Barzini war jedoch nicht nur ein Schirmmacher sondern auch von der noch recht jungen Astronomie begeistert. Zu seinen eigenen astronomischen Beobachtungen in Florenz und später in Venedig schrieb er auch einige Abhandlungen. Er „soll der Astronom und Philosoph der friedlichen Stadt Florenz gewesen sein“, schrieb schon Francesco Inghirami 1843 in „Storia della Toscana“ (Bd. 12, S. 202f.). Ein umfangreiches Gesichtswerk in 16 Bänden mit dem „Who is who“ aus Italien.

Ein unbekanntes Objekt 1676 über Italien

Eine seiner Veröffentlichungen trägt den Titel „Ein prägnanter Bericht über ein ungewöhnliches Licht, das am Abend des 31. März 1676 in der gesamten Toskana und an vielen anderen Orten in Italien auftrat“. So heißt es in einer Passage des Werkes über diesen denkwürdigen Abend in Italien:

Am Abend des 31. März 1676 erschien im Himmel über der Toskana ein stark leuchtender Körper in der Form einer Scheibe oder eines Kornsacks oder einer Garbe, aber etwas runder, den man in weniger Zeit, als man für ein Miserere braucht, mit einer oder mehrerer Explosionen von adriatischen Meer zum Mittelmeer fliegen sah (…)“

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Was war dies für ein Objekt, nur ein Meteor? Nach dieser Beschreibung war es zumindest länglich und flog von Norden nach Süden. Begleitet von „einer oder mehreren Explosionen“, was die Sichtung durchaus sehr ungewöhnlich macht. Denn Meteore explodieren nicht mehrfach und fliegen dann weiter, wie es zumindest nach dieser Beschreibung den Anschein hat.

Eine Reihe UFO-Forscher und –Autoren haben diesen Fall von 1676 bereits diskutiert. Zum Beispiel schon 1979 Marcello Coppetti in seinem Buch „UFO: Arma Segreta“. Eine einheitliche Erklärung oder Vermutung haben die wenigsten. Und das war schon im 17. Jahrhundert der Fall, als sich Astronomen über diese Erscheinung stritten. Etwa Geminiano Montanari umfangreich in  „La fiamma volante, gran meteora veduta sopra l’Italia la sera del 31 marzo MDCLXXVI“, 1676 herausgegeben von Frederico Gonzaga. „Physikalische und astronomische Spekulationen“ wurden damals diskutiert, die von Meteoren bis sogar Erdbeben als Auslöser reichten.

Leider ist der vollständige Originalbericht von Francesco Barzini heute verloren, so Roberto Pinotti. Er habe sich in der Nationalbibliothek in Florenz befunden und sei bei der großen Überschwemmung im November 1966 für immer verloren gegangen.

Nicht aus unserem Sonnensystem?

Trotzdem fand sich eine Spur dieser alten Veröffentlichung im Katalog des Antiquariat L. Gonnelli und Söhne in Florenz. Datiert auf dem Mai 1966, so Pinotti weiter. In diesem Katalog sei zu erfahren gewesen, dass „eine amerikanische Behörde, die auch für die NASA arbeitete“, unter anderem dieses Buch von 1676 erworben habe. Dazu soll im Katalog gestanden haben:

An den Pater Astronom der ehrwürdigen Schulen von Florenz, Francesco Valiani, über die seltsamen Beobachtungen eines Himmelskörpers, der, was immer er ist, auf keinen Fall zum Sternensystem gehört.“

Merkwürdig. Und irgendwie wird hier eine Verschwörung suggeriert. Eine Verschwörung der NASA, wie es augenscheinlich herausklingt. Marcello Coppetti führte dieses Zitat vor rund 40 Jahren in seinem Buch ebenso an. Allerdings heißt der „Pater Astronom“ bei ihm „Francesco Valsini“, nicht „Valiani“ wie bei Pinotti 1990. Es gibt noch weitere kleine Unterschiede. Coppetti:

Aber die Nachrichten enden nicht dort. Die Broschüre wurde zusammen mit einer anderen an ein amerikanisches Institut in Florida verkauft, das darum bat, nicht erwähnt zu werden, und das Studien für die NASA, die amerikanische Weltraumbehörde, durchführt. Aus dem Katalog 105 vom Mai 1965 kaufte dieses Institut zwei gedruckte Blätter, die wie folgt beschrieben wurden: (…)“

Folglich kaufte dieses geheimnisvolle Institut auf eigenen Wunsch anonym. Scheinbar auch bereits im Mai 1965 bzw. der Katalog des Antiquariats (von dem hier sogar die Nummer erwähnt wird) war entsprechend datiert. Offensichtlich also ein Jahr früher, wobei die Angabe „Mai“ aber in beiden Aussagen identisch ist.

Was aber „Studien für die NASA“ sein sollen, mit denen das Institut in Florida befasst ist, bleibt rätselhaft. In Florida liegt bekanntlich der Weltraumbahnhof „John F. Kennedy Space Center“ der NASA, den man meistens schlicht nach dem angrenzenden Raketengelände der US-Air Force „Cape Canaveral“ nennt. Ein Zusammenhang wäre sicher zu konstruiert, da zahllose Institute in den USA und weltweit mit der NASA zusammenarbeiten und auch „Studien“ für diese durchführen.

Was hat die NASA damit zu tun?

Was also könnte 1676 am Himmel über Italien geflogen sein, dass die „Form einer Scheibe oder eines Kornsacks oder einer Gabe, aber etwas runder“, hatte? Tatsächlich etwas künstliches, also ein UFO im klassischen Sinn? Und hatte tatsächlich die NASA durch das mit ihr zusammenarbeitende und anonyme Institut Interesse an diesem Bericht aus dem 17. Jahrhundert?

Hier könnte man an geheime UFO-Forschungen denken, die es nachweislich auch in den USA gab. Auch von der Luftwaffe. Als die NASA angeblich den Bericht des „Toskana-UFO“ über eine anonyme Firma kaufen ließ, war es das berühmte „Project Blue Book“. Offiziell eingestellt wurde dieses UFO-Forschungsprojekt 1969 und kann heute online eingesehen werden. Darin keine Spur von dem Vorfall aus Italien oder überhaupt ähnliche mutmaßlicher UFO-Sichtungen vergangener Jahrhunderte.

Das gilt auch für den UFO-Bericht „Scientific Study Of Unidentified Flying Objects“ von Dr. Edward U. Condon und Walter Sullivan aus dem Jahr 1968. Eine Untersuchung der US-Luftwaffe in Zusammenarbeit mit der Universität Colorado, der heute nach dem Herausgeber als „Condon Report“ bekannt und berühmt ist.

In diesem sehr umfangreichen UFO-Report wurde damals jedoch sehr wohl auch das Thema „UFOs in der Geschichte“ behandelt. Und zwar in einem ganzen Kapitel von Samuel Rosenberg, der „biblische UFOs“ genauso darlegt wie entsprechende alte Berichte aus Indien oder Ägypten. In seiner Auflistung von „Antiken UFO-Berichten“ von 213 vor Christus bis 1879 ist dabei kein Beispiel aus dem Jahr 1676 aus Italien genannt.

Die Mutmaßung, dass die NASA oder vielleicht die US-Air Force alte „UFO-Berichte“ sammelte, bleibt also für diesen Fall Spekulation.

Zumal man bedenken muss, dass es unzählige derartige Berichte in den alten Aufzeichnungen gibt, wie eingangs geschildert. Würden diese im Geheimen gesammelt und sogar aufgekauft werden, wie es die Geschichte mit dem Antiquariat-Katalog anzudeuten scheint, wüsste man davon. Denn wenn massenhaft jahrhundertealte Chroniken und Berichte mit solchen Inhalten „aus dem Verkehr gezogen“ werden, bliebe das nicht unbemerkt …

Video-Auswahl zum Thema

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Lars A. Fischinger

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Totale Mondfinsternis 2019: Der nächste „Blutmond“ steht vor der Tür – und was sich einige scheinbar zu Herzen genommen haben

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Der nächste Blutmond steht vor der Tür (Bild: PixaBay/gemeinfrei)
Der nächste Blutmond steht vor der Tür (Bild: PixaBay/gemeinfrei)

Gerade erst hat das Jahr 2019 begonnen, doch schon jetzt können sich Astronomie- und Mond-Freunde über neue Himmelsspektakel freuen: Seit dem 1. Januar kann am Himmel der Sternschnuppenschwarm der sogenannten „Quadrantiden“ beobachtet (bei klarer Sicht) werden und am 21. Januar kommt erneut eine totale Mondfinsternis über Deutschland. Ganz Ähnlich wie bereits 2018. Der bekannte „Blutmond„, den wir in unseren Breiten erst in zehn Jahren wieder am Himmel bewundern können. Hier erfahrt Ihr alle Details, was uns die Vergangenheit über diesen blutroten Vollmond lehrte und was sich scheinbar einige Menschen seit dem zu Herzen genommen haben.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Abfallprodukte aus dem All

Der aktuelle „Sternschnuppen-Regen“ hat bereits seinen Höhepunkt überschnitten. Dieser war in der Nacht vom 3. auf dem 4. Januar und die „Quadrantiden“ (auch „Bootiden“ genannt) sind alljährlich für Sternengucker ein himmlisches Spektakel. Ähnlich der sehr bekannten Meteorströme der „Perseiden“ vom 17. Juli bis 24 August oder auch der“Leoniden“ vom 14. bis 21. November.

Meteorströme oder auch Sternschnuppenschwärme sind eine Art Abfallprodukte aus dem All, die in der Erdatmosphäre verglühen. Es ist Material, dass  Kometen bei ihrem Weg durch das All abgeben. Kreuzt die Erde diesen Schweif mit Kometen-Material fängt sie dieses ein, und es kommt zu besagten Sternschnuppen. Bei den „Perseiden“ ist der Ursprung beispielsweise der Komet mit den Namen „109P/Swift-Tuttle“. Bei den aktuellen „Quadrantiden“ ist es ein Asteroid mit der Bezeichnung „2003 EH1“.

Selbst für die jüngsten Sternengucker ein bekanntes aber dennoch faszinierendes Phänomen am Himmel. Man kann von Glück sprachen, dass nur diese Auflösungsprodukte von Asteroiden und Kometen unsere Erde treffen und nicht ihre Urspungs-Objekte selber. Denn während die Erdatmosphäre diese kleinen Staub- Eis- und Gesteinsobjekte problemlos verbrennen kann, wird es bei größeren Körpern aus dem All schon problematisch. Sind solche „Bomben aus dem All“ groß und massiv genug – können sie uns bei einem Einschlag im schlimmsten Fall den Weltuntergang bringen!

Das zeigt die Geschichte der Erde nur allzu gut.

Der Blutmond am Himmel

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Beim „Blutmond“ sieht es anders aus, denn dieser fällt bekanntlich nicht vom Himmel. Es ist lediglich eine totale Mondfinsternis bei Vollmond, der allerdings eben dabei blutrot am Firmament erscheint. Grund für diese Art der totale Kernschattenfinsternis ist wieder die Erdatmosphäre. Diese beugt, bricht oder „verschluckt“ bei hierbei das Sonnenlicht, so dass das langwellige Rot den Mond erreicht. Der Anteil des kurzwelligen Blau wird von der Atmosphäre gebrochen und schafft es nur sehr schwach bis auf die Mondoberfläche. Ergebnis: Ein Blutmond.

Erst Ende Juli 2018 konnten wir in Deutschland einen solchen „blutenden Mond“ am Himmel sehen. Für Mond- und Sternen-Freude ein einmaliges Ereignis, da diese rote totale Mondfinsternis mit 103 Minuten Dauer die längste dieses Jahrhunderts war. Und obwohl dieser Blutmond (und alle seine Vorgänger) ein reines astronomisches Ereignis war, sponnen dennoch nicht nur im letzten Jahr einige „Esoteriker“ herum.

Ein drohendes Zeichen der Apokalypse sei der Blutmond. Der Weltuntergang kommt. Jesus Christus bzw. Gott wird uns richten. Solche und ähnliche unsinnige Aussagen von irgendwelchen „Propheten“ und „Experten“ machten die Runde. Nicht nur auf diversen Internetseiten oder in einigen Boulevardmedien, sondern zum Teil sogar in entsprechenden Büchern.

Wie üblich war das alles Blödsinn und die „Propheten“ schwiegen danach zum überwiegenden Teil wieder. Warum trotzdem der Blutmond immer wieder als Zeichen des Untergangs angesehen wird, ist sicher nicht nur mir schleierhaft. Obwohl man natürlich auch ohne dieses Himmelsereignis immer wieder sehr gerne einen kommenden Weltuntergang herbei-weissagt …

Wo sind die „Propheten“ geblieben?

Anders scheint es aktuell zu sein. Der jetzt am 21. Januar kommende Blutmond scheint offenbar niemanden zu solchen „Prophezeiungen“ direkt inspiriert zu haben. Das ist durchaus ungewöhnlich, da sich sonst irgendwo immer irgendwer findet, dass Ereignisse wie eben dieses für seine „Weissagungen“ zu missbrauchen versteht.

Haben diese Menschen etwa dazu gelernt? Haben sie es sich zu Herzen genommen, dass ihre Ankündigungen schlichtweg alle Mumpitz waren/sind? Möglich. Auch wenn selbstverständlich die nächsten Weltuntergänge unlängst angekündigt wurden. Etwa für 2029.

Die totale Mondfinsternis beginnt über Deutschland übrigens um genau 4:34 Uhr am Morgen. Dann nämlich tritt der Mond langsam in den Kernschatten unserer Erde ein und ab exakt 5:41 Uhr ist die totale Mondfinsternis. Sie dauert bis genau 6:44 Uhr und ab 7:51 Uhr begibt sich der Mond wieder aus dem Schatten unseres Planeten. Ohne, dass die Welt untergegangen ist.

In Deutschland haben wir aber dieses Jahr noch eine weitere Mondfinsternis. Eine partielle – also teilweise – Mondfinsternis wird in der Nacht vom 16. zum 17. Juli hierzulande zu sehen sein. Eine totale wie am 21. Januar aber erst in recht genau zehn Jahren. Zu Silvester am 31. Dezember 2028. Hierbei wird die maximale Verdunklung des Blutmondes schon um 17:52 Uhr erreicht sein und etwa um 20:08 Uhr ist dann alles wieder vorbei.

Dazu schreibt die Internetseite mondfinsternis.net übrigens etwas Interessantes:

Die Presse wird sich mit Begeisterung auf das Thema stürzen, denn es gibt an diesem Abend nicht nur einen Roten, sondern auch einen ‚Blauen Mond‘ zu sehen. Natürlich wird der total verfinsterte Mond nicht anders als sonst in Erscheinung treten. Es handelt sich lediglich um den zweiten Vollmond im gleichen Kalendermonat – und der wird als ‚Blue Moon‘ bezeichnet.“

Ob sich nur Medien und Presse „mit Begeisterung auf das Thema stürzen“ werden, soll an dieser Stelle einmal offen bleiben. Immerhin lehrt uns die Geschichte der Weltuntergänge, dass man immer mit dem Unerwarteten rechnen muss. In diesem Fall nicht mit einem unerwarteten Ende der Welt, sondern mit plötzlichen „Esoterikern“, die das vorhersagen …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Zuhause auf der Jagd nach UFOs: Die Software „UFO-Detector“ macht es möglich mit der eigenen Webcam auf UFO-Jagd zu gehen. Das könnte ein Problem werden …

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Auf UFO-Jagd - bequem von zu hause aus - Eine UFO-Detector Software soll es jetzt möglich machen (Bild: NASA / UFOid.net / Montage: L. A. Fischinger)
Auf UFO-Jagd – bequem von zu hause aus – Eine „UFO-Detector“ Software soll es jetzt möglich machen (Bild: NASA / UFOid.net / Montage: L. A. Fischinger)

Wer immer mal gerne ein UFO fotografieren oder filmen und dieses Aufnahmen einer breiten Community zur Verfügung stellen wollte, kann dies nun tun. Man benötigt nur eine Überwachungssoftware für den heimischen Computer und eine Webcam, die inzwischen schon die meisten Internetnutzer besitzen. Mit der Software „UFO-Detector“ auf dem PC kann dann die Jagd nach unbekannter Flugobjekten bei Tag und Nacht beginnen. Eine heimische UFO-Jagd im Internet-Zeitalter, die gar nicht so absurd ist, wie sie vielleicht auf den ersten Blick erscheinen mag. Aber auch ein Projekt und eine daran angeschlossene Community, die der UFO-Forschung durchaus Probleme bereiten kann.

 

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Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die UFO-Jagd kann daheim beginnen!

Weltweit gibt es Menschen und Gruppen, die nachts mit Kameras und Feldstechern auf der Lauer nach UFOs am Himmel liegen. Nicht nur in Nevada im Umfeld der angeblichen UFO-Basis „Area 51“ sondern beispielsweise auch in Deutschland. Ist man aber zu bequem um sich nächtelang auf die Suche nach dem Unbekannten am Himmel zu begeben oder hat schlicht zu wenig Zeit, kann man die Suche nach UFOs inzwischen auch „automatisieren“.

Der „UFO-Dedector“ sucht Unbekannte Flugobjekte

Es gibt schon lange eine technisches UFO-Forschung mittels (automatisierten) Kameras und ähnlichem Equipment. Auch hier bei uns in Deutschland, wo beispielsweise der UFO-Forscher und Autor Gerhard Gröschel das „Institut für technische UFO-Forschung“ betreibt. Gröschel benutzt für seine Jagd nach UFOs verschiedene Techniken und Instrumente wie diverse Kameraüberwachungen mit verschiedenen Kameras, mobile Systeme, die vor Ort aufgebaut werden, Magnetfeldsensoren oder auch Instrumente zur Messung der Erdgravitation und anders mehr. Alles in allem überaus kostspielige Techniken, die Gröschel beispielsweise an sog. „UFO-Hotspots“ wie Hessdahlen in Norwegen oder Knittelfeld in Österreich einsetzte.

Wie macht man perfekte UFO-Fotos? Die CIA gab vor ca. 55 Jahren ihren Mitarbeiten dazu 10 nützliche Tipps mit auf den Weg (Bild: gemeinfrei / Heimatverein Lette / Montage: L. A. Fischinger)
Wie macht man perfekte UFO-Fotos? Die CIA gab vor ca. 55 Jahren ihren Mitarbeiten dazu 10 nützliche Tipps mit auf den Weg (Bild: gemeinfrei / Heimatverein Lette / Montage: L. A. Fischinger)

Wer solche Investitionen scheut, der kann den Himmel auch überaus kostengünstig mit einer einfachen Webcam und der kostenlosen Software des „UFO-Dedector“ nach UFOs absuchen. Dabei zeichnet die heimische Webcam UFOs bzw. vermeintliche UFOs am Himmel auf, die mit der Software genauer betrachtet werden können. Ebenso ist an diesem „UFO-Detector“ eine Online-Community angeschlossen, auf die alle interessanten Bilder und Videos hochgeladen/geteilt werden können. Damit erweitert der einzelne UFO-Jäger also die Reichweite seiner Entdeckung und kann sich mit weiteren UFO-Jägern darüber austauschen. Ein Video des Programmierers erklärt die für den Nutzer fraglos einfache Technik.

Das alles ist meiner Meinung durchaus interessant (ich nutze es aber nicht), da es fast kostenlos ist. Zumal ist es auch deshalb interessant, da der User mittels eines Laptop quasi überall den Himmel nach UFOs überwachen lassen kann. Was dabei dann heraus kommt, ist wieder eine ganz andere Sache. Und kann durchaus ein Problem für die UFO-Forschung werden.

Selbsternannte Hobby-UFO-Jäger als Problem für die UFO-Forschung?

„Selbsternannte Hobby-UFO-Jäger“? Das klingt provokativ und ist auch so gewollt. Ausnahmslos jeder UFO-Forscher hat sich mehr oder weniger absichtlich auch selber so genannt. Und ausnahmslos jeder UFO-Forscher ist ein Hobby-Forscher. Man kann nicht den Job „UFO-Forscher“ lernen, sich darin ausbilden lassen, studieren oder wird dazu – von wem auch immer – ernannt. Jeder kann es sein und sich so nennen, wenn er mag.

Marie L. Sievers, Gerhard Gröschel und Robert Fleischer bei einer Tagung im Sommer 2015 in Erfurt (Bild: L. A. Fischinger)
Marie L. Sievers, Gerhard Gröschel und Robert Fleischer bei einer Tagung im Sommer 2015 in Erfurt (Bild: L. A. Fischinger)

Das Problem liegt hier für mich als (selbsternannter) Jäger des Unfassbaren und Phantastischen ganz woanders – im Internet. Die Ausrüstung des oben genannten UFO-Forschers Gerhard Gröschel zum Beispiel ist mit einer einfachen Webcam mit angeschlossener Software nicht zu vergleichen. Eine Webcam liefert alles an Bildmaterial von jedem Nutzer des Detektors überall auf der Welt. Selbst ein echtes unbekanntes Objekt kann natürlich, neben all den Flugzeugen oder Sternschnuppen, hierbei gefunden und gefilmt werden. Jedoch ist der Detektor für die private Jagd nach UFOs auch lernfähig. Natürliche oder bekannte Objekte wie eben Flugzeuge sollen so quasi heraus gefiltert werden.

Ein Problem würde sich dann für die UFO-Forschung an sich ergeben, wenn die Nutzer dieses „UFO-Dedector“ ihre Videos von allerlei Lichtern und Punkten am Himmel bei YouTube online stellen. Vielleicht einfach auch nur von Kids oder Teenagern in ihrer Begeisterung, dass sie ein „UFO“ gefilmt haben. Immerhin ist die Nutzerfreundlichkeit der Sofortware eines der Anliegen des Programmierers. Eine Art „böse Absicht“ steckt bei den allermeisten „UFO-Sensationen“ auf dem Video-Portal sicher nicht dahinter.

Genau genommen existiert dieses Problem schon seit Jahren und wächst unaufhaltsam an. YouTube ist übervoll mit „sensationellen UFO-Videos“ aus der ganzen Welt, worauf ich immer wieder hinweise. Die meisten dieser Filmchen sind schlicht nichtssagend und langweilig, einige sogar absichtlich gefälscht.

Neues YouTube-Video: Mysteriöse UFO-Fotos aufgetaucht! UFO-Alarm auf einem U-Boot der US-Navy 1971 unweit der Arktis? (Bild: L.A. Fischinger / US Navy/gemeinfrei/unbekannt)
VIDEO-Tipp: Mysteriöse UFO-Fotos aufgetaucht! UFO-Alarm auf einem U-Boot der US-Navy 1971 unweit der Arktis?(Bild: L.A. Fischinger / US Navy/gemeinfrei/unbekannt)

Nun stelle man sich vor, dass diese Software zur UFO-Jagd eine riesige Fanbase bekommt und davon viele Nutzer ihre Filmchen auf YouTube hochladen. Und schon haben wir eine zusätzliche Flut als unklaren und dazu digital komprimierten UFO-Filmen auf der Video-Plattform. Ähnlich war es auch, als mehr und mehr kostenlose Apps für Smartphones aufkamen, mit denen man kinderleicht UFO-Bilder zaubert konnte. Etwa wie in diesem Beispiel auf meinem BLOG mit dem vermeintlich „besten UFO-Foto aller Zeiten“, wie ich glaube. Ebenso sollte bekannt sein, dass die Aufnahmetechnik und Bildqualität von Webcams alles andere als hervorragend ist.

UFO-Forschungsvereine ignorieren zum Glück YouTube-UFO-Filme fast immer. Anders die Regenbogenpresse, die sich gerne mal einen solchen Film heraus pickt und so das Thema „UFOs“ unbewusst auf mehr oder weniger schlechte YouTube-Videos reduziert. Auch ist die interne Gemeinde der UFO-Interessierten im Internet überaus schnell darin, solche Filme etwa bei Facebook zu verbreiten. Zur Ehrenrettung muss aber unterstrichen werden, dass selbst die größten UFO-Fans aufgrund der Film-Schwemme mit derartigem Material nicht viel anzufangen wissen. So zumindest mein Endruck beim täglichen Blick in das Internet.

Hoffen wir als Freundinnen und Freunde des Phantastischen, dass dieser „UFO-Detector“ nicht für eine neue Flut ein YouTube-Filmen sorgt. Tauchen also Filme oder Bilder von dieser Software im Netz auf – seit Ihr nun „gewarnt“.

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

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