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VIDEO: Fast 9000 Jahre alt: Israels versunkenes Stonehenge Atlit Yam im Mittelmeer

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Das "Atlantis von Israel": Atlit Yam im Mittelmeer (Bild: WikiCommons/Hanay / CC BY-SA 3.0)
Das „Atlantis von Israel“: Atlit Yam im Mittelmeer (Bild: WikiCommons/Hanay / CC BY-SA 3.0)

Kurz vor der Küste des heutigen Israel liegen die rund 9.000 Jahre alten Ruinen von Atlit Yam auf dem Grund des Meeres. Ein Stonehenge von Israel, wie man die versunkene Megalithanlage und das Dort auch bezeichnet. Eine Fundstelle, die hier im Westen so gut wie unbekannt ist, aber durchaus als Sensation der Archäologie bezeichnen erden kann, wie ihr in diesem Video erfahrt.


Atlit Yam: Das „Stonehenge von Israel“

Vor der Küste Israels liegt eine uralte archäologische Stätte auf dem Grund des Mittelmeeres. Bekannt ist diese unter den Namen Atlit Yam, und wird auch  als Stonehenge oder sogar Atlantis von Israel bezeichnet. Das einstige Dorf ist fast 9.000 Jahr alt – und schon hier wurden „Kultplätze“ aus Megalithen gebaut. Wie in Europa der Steinzeit.

Für israelische Archäologen ist dieses „Stonehenge im Mittelmeer“ ein Glücksfall. Und ein Zufallsfund, der erst 1984 gemacht wurde. Auch wenn an der dortigen Küste verschiedene steinzeitliche Siedlungen im Meer versunken sind, zeichnet sich Atlit Yam dahingehend aus, da hier Megalithanlagen gefunden wurden. Durchaus vergleichbar mit den berühmten Steinkreisen aus der Steinzeit in Europa.

Ein Rätsel der Archäologie ist jedoch, warum diese Stätte offenbar fluchtartig verlassen wurde. War ein Tsunami der Grund, wie die Forscher spekulieren? Wohl deshalb wird das Dorf auch mit Atlantis verglichen: Untergegangen in den Fluten des Meeres.

Alles dazu erfahrt Ihr in diesem Video vom 14. April 2021. Den von mir im Video erwähnten Vortrag, in dem ich bereits vor einigen Jahren über das „Atlantis von Israel“ kurz berichtete, findet Ihr HIER auf meinem YouTube-Kanal.

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Video vom 14. April 2021 auf Mystery Files

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Ringheiligtum von Pömmelte: Eine Stierkampfarena? Experten präsentieren eine phantasievolle „Rekonstruktion“ (+ Video)

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Ist die Rekonstruktion des Ringheiligtum von Pömmelte nichts als reine Phantasie eines Künstlers des Landesmuseum für Vorgeschichte Halle? (Bilder: M. Zirm & Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt)
Ist die Rekonstruktion des Ringheiligtum von Pömmelte nichts als reine Phantasie eines Künstlers des Landesmuseum für Vorgeschichte Halle? (Bilder: M. Zirm & Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt)

Rekonstruktionen oder sogar Nachbauten von uralten Artefakten, Monumenten, Bodendenkmälern oder anderen Kultplätzen sind wahrlich nicht immer ganz einfach. Vor allem dann, wenn man kaum mehr als verwitterte Spuren im Erdreich hat, die mühsam ausgegraben werden müssen. So wie bei dem Ringheiligtum von Pömmelte in Sachsen-Anhalt, das wie sein „Bruder“ in Goseck als Rekonstruktion wieder aufgebaut wurde. Jetzt jedoch legten die Verantwortlichen eine Bild-„Rekonstruktion“ vor, die sicher nicht nur Laien erstaunen wird.


Das Ringheiligtum von Pömmelte und Rekonstruktionen der Archäologie

Wenn sich Archäologen daran machen, irgendwas aus unserer fernen Vergangenheit zu rekonstruieren, wird es immer heikel. Seien es nun Nachbauten wie das Ringheiligtum von Pömmelte oder Goseck in Sachsen-Anhalt, der vermeintliche Wiederaufbau von zerstörten Ruinen oder digitale bzw. virtuelle Rekonstruktionen antiker Stätten irgendwo auf der Welt.

Mit Sicherheit wird sich schon jeder Zuschauer bei entsprechen TV-Dokumentationen über historischen Stätten, Orte, Monumente oder ganzer Städte gefragt haben, woher weiß man, wie die aussahen? Denn unzählige derartiger History-Dokus präsentieren dem Publikum immer wieder digitale Rekonstruktionen solcher antiken Ruinen, wie sie einstmals in voller Blüte dagestanden haben sollen. In den wenigstens Fällen wird dabei klein eingeblendet, dass es eine „künstlerische Rekonstruktion“ oder „Interpretation“ ist.

Emsige Archäologen zeigen hierfür gerne ihre oft spärlichen Funde, aus denen mittels Computeranimation wunderschöne Gebäude und Plätze entstehen. Gute Beispiele sind irgendwelche ausgegrabenen Löcher in denen von tausenden von Jahren Holzpfosten standen, die längst verwittert sind. Wie von Zauberhand entstehen daraus am Computer und Zeichenbrett ganze Häuser mit Dach und Verzierungen oder sogar ganze Ortschaften.

Rekonstrukteure brauchen sehr viel Phantasie, das steht fest. Was die archäologische Faktenlage nicht hergibt, wird dazuerfunden. Seien wir aber mal ehrlich, niemand von uns möchte auf die archäologischen Grafik-Phantasien heute verzichten. So ähnlich mag es ausgesehen haben. Der Interessierte bekommt visuell einiges geboten und kann sich so sicherlich in diese längst versunkenen Welten hinein versetzten.

Nachbauten nach tausenden von Jahren

Bei den Nachbauten – oder mutmaßlichen Nachbauten – der in Deutschland berühmten Ringwallanlagen in Goseck und Pömmelte ist es nicht viel anders. Der archäologische Befund belegt, dass hier solche Holzbauten tatsächlich standen. Vor vielen Jahrtausenden, so dass heute von ihnen nahezu nichts mehr übrig blieb. Da kommt die Luftbildarchäologie ins Spiel, die auch diese Anlagen entdeckte. Verfärbungen und (zu) regelmäßige Strukturen im Erdreich zeigen aus der Luft, dass hier einst etwas stand.

So findet man Beispielsweise auch immer wieder Siedlungen oder Häuser aus den Tagen der Römer in unseren Breiten. Gleichfalls versunkene Ruinen im Sand der Wüste Ägyptens oder auch die Bauten versunkener und unbekannter Kulturen im Urwald von Brasilien (s. Video HIER).

Die Feldforschung und vor allem Grabungen vor Ort zeigen dann schnell, was hier einst gebaut wurde. Selbst 3.000, 5.000 oder 8.000 und mehr Jahre nach dem Bau einer Anlage, kann man diese Spuren in der Erde finden und nachweisen. So war es auch bei den Ringwallanlagen in Sachsen-Anhalt. Rasch wurden die einstigen Gräben und Wälle identifiziert und auch all jene Löcher, in denen unsere Vorfahren ihre Holzpfosten stellten. Grundsätzlich eine recht einfache Bauweise, die man ebenso einfach rekonstruieren kann. Auch wenn sie immer unsichere Variablen enthalten.

Das beginnt schon bei der Frage, wie hoch/lang die einzeln Holzpfähle waren, aus denen die runden Palisaden erbaut wurden. Oder ob einige von ihnen, etwa im Bereich der Eingänge, Querbalken trugen, wie sie in Pömmelte heute zu sehen sind. „So ungefähr“ mag eine derartiger Nachbau der modernen Forscher sicherlich korrekt sein. Nur Erbsenzähler mögen an der einen oder anderen Unsicherheit Anstoß nehmen. Zum Beispiel bei der Frage nach etwaiger Bemalungen.

Und die Besucher dieser Stätten freut es ohnehin, dass sie hier etwas beeindruckendes aus de Steinzeit zu sehen bekommen. Zumal die Forschung vor Ort weiter geht und neue, erstaunliche Resultate ans Licht brachte. Unter anderem wurde auf Mystery Files HIER mehrfach darüber berichtet.

War Pömmelte eine Stierkampf-Arena?

Das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle, das unter anderem für die Anlage von Pömmelte verantwortlich ist, legte nun aber eine weitere „Rekonstruktion“ nach. Eine künstlerische Darstellung, in der auch die neuen Forschungsergebnisse der Ausgrabungen um das Heiligtum Berücksichtigung fanden. Wie berichtet lokalisierten die Forscher im Umfeld unter anderem zahllose Häuser eines ganzen Dorfes um die uralte Stätte. Die größte Siedlung jener Epoche vor grob 5.000 Jahren, die bisher entdeckt wurde.

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Am 20. Juli stellte das Landesmuseum mit Blick auf die neuen Funde bei Facebook ein Bild online, dass eine aktualisierte Rekonstruktion von Pömmelte zeigen soll. Inklusive der neu entdeckten Häuser. Schaut man aber genauer auf das etwas im Hintergrund befindliche Ringheiligtum an sich, sollte der Betrachter staunen. Ihr seht es als Titelbild dieses Beitrages. Mit der vor Ort errichteten Rekonstruktion (kleines Bild im Titelbild) hat diese künstlerische Rekonstruktion oder besser Interpretationen wahrlich nichts mehr zu tun.

Hier hat der Künstler des Landesmuseum für Vorgeschichte aus der Ringwallanlage offensichtlich eine Stierkampf-Arena gemacht. Inklusive einer überdachten Umrundung, einer umlaufenden Tribüne mit Zuschauern und mit Stier und Torero. Die Holz-Palisaden selber sind dich geschlossen und selbst die Eingänge in das Heiligtum sind auf dieser Interpretation verschwunden. Und gerade diese Eingänge oder Öffnungen sind es, die die Anlage von Pömmelte bekanntlich so spannend machen. Sie sind nach astronomischen Bezügen ausgerichtet, wie man es auch vom Sonnenobservatorium von Goseck oder natürlich Stonehenge kennt.

„Nur eine weitere Möglichkeit“

Offenbar hat der Grafiker eher an eine Arena aus dem alten Rom gedacht.

Nach der Veröffentlichung dieses fragwürdigen Bildes, fielen schnell auch anderen diese Unstimmigkeiten auf. Ein User namens Daniel M. merkte beispielsweise bei Facebook an, dass dieses Bild „komplett daneben und falsch“ sei. Als Landesmuseum hätte er derartiges nicht veröffentlicht. Auch er vermisst die Tore als „einer der wohl wichtigsten Aspekte überhaupt“ bei dieser Anlage. Ihm sei nicht eine Kreisgrabenanlage bekannt, die so gedeutet wird“, wie er ganz richtig kritisiert.

Für ihn ein „Fantasiegebilde„, das sich wohl kaum auf wissenschaftliche Fakten stützten kann. Daraufhin verteidigte das Landesmuseum in Halle die Darstellung unter anderem mit folgenden Worten:

Unser Künstler und Ausstellungsgestalter Karol Schauer hat sich intensiv mit den unterschiedlichen Konstruktionsmöglichkeiten anhand der Pfostenstellungen des Ringheiligtums von Pömmelte beschäftigt und ist so zu dieser neuen Interpretation gekommen. Nur weil es von der bislang geläufigen Rekonstruktion abweicht, heißt es nicht, dass es gleich ‚daneben‘ ist. Es ist eben nur eine weitere Möglichkeit.

Wie das Ringheiligtum oberhalb des Erdbodens tatsächlich aussah, werden wir ohne Zeitmaschine vermutlich nie herausbekommen.

Festgelage oder Tierkämpfe?

Mit der letzten Aussage hat die Institution natürlich Recht. Dennoch würde die bildliche Rekonstruktion auf dem beruhen, „was der archäologische Befund hergibt“. Es sei ein „multifunktionalen Versammlungsort“ gewesen, von dem man schlicht nicht weiß, was im Inneren vor sich ging. Aber Stierkämpfe? Auch dafür hat das Landesmuseum für Vorgeschichte eine „Erklärung“ anzubieten:

Eine erhöhte Anzahl an Rinderknochen aus der sich eine besondere Bedeutung dieser Tiere ableiten ließe wurde auch entdeckt.

Mag sehr gut sein. Immerhin ist das auch von anderen archäologischen Fundstätten bekannt. Dort werden solche Befunde meist als Opfertiere gedeutet. Oder auch, dass hier zu bestimmten Anlässen geradezu Festgelage stattfanden. Selbst bei den über 10.000 Jahre alten megalitischen Steinkreisen von Göbekli Tepe in Anatolien interpretiert man entsprechende Knochenfunde in diese Richtung.

Dass das Ringheiligtum von Pömmelte aber deshalb eine Arena mit Zuschauertribünen für den Stierkampf war, ist doch mehr als zweifelhaft. Ebenso, dass das Landesmuseum eine solche Phantasie als mögliche Rekonstruktion durchgehen ließ. Zumindest aber ist es hübsch anzusehen.

Video zum Thema

Video vom 26. Feb. 2019 auf Fischinger-Online

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Sensationelle Kultstätten der Neandertaler und die vergessene Entdeckung der Altarstein Höhle in Rumänien +++ Video +++

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VIDEO: Kultstätten der Neandertaler und die vergessene Entdeckung der Altarstein Höhle in Rumänien (Bild: CNRS/Université de Bordeaux)
VIDEO: Kultstätten der Neandertaler und die vergessene Entdeckung der Altarstein Höhle in Rumänien (Bild: CNRS/Université de Bordeaux)

Wann bauten Menschen die ersten Kultstätten zu ehren einer überirdischen Macht? Ist die sensationelle Entdeckung von Göbekli Tepe bis bis zu 13.000 Jahren in Anatolien wirklich das älteste Bauwerk der Welt? Die Antworten erstaunen! Denn schon der Neandertaler baute und Rumänien und Frankreich (einfache) Kultstätten, die rund 165.000 Jahre(!) älter sind, als alles, was bisher bekannt war. Unglaubliche Funde, die die Geschichte neu schrieben, wir Ihr hier erfahrt.


Die Neandertaler: Sensationelle Entdeckungen

Wann wurde der Mensch intelligent und vor allem „spirituell“? Wo liegt der Ursprung der menschlichen Kulte und wie alt ist das Verlangen des Menschen Kultstätten zu errichten?
Diese Fragen beschäftigen Wissenschaftler seit Jahrzehnten. Und dabei datieren sie die Anfänge solcher Kulte oder sogar ganzer Kultbauten immer weiter in die Vergangenheit. Damit auch die Anfänge von dem, was man heute Religion nennen würde. Bekanntestes Beispiel ist hier sicher Göbekli Tepe in Anatolien.

Eine riesige Kultstätte, die über 10.000 Jahre alt ist. Von 13.000 Jahren wird hier sogar gerne gesprochen. Gebaut aus gewaltigen Megalithen, die in Steinkreisen errichtet wurde. Eine archäologische Sensation – aber keineswegs die älteste.

Ungleich ältere Kultstätten erbaute schon der Neandertaler. Sie sind aufgrund ihres Alters bei weitem spektakulärer als alle Monumente oder Megalithbauten, die spätere Zivilisationen erbauten. Von Göbekli Tepe über die Pyramiden in Ägypten bis Megalithanlagen aus der Steinzeit wie Stonehenge oder Carnac. Sie alle wurden im Vergleich zu den Kultbauten der Neandertaler ausnahmslos alle erst gestern gebaut! Auch wenn man diese natürlich nicht in ihrer Art und Weise direkt vergleichen kann und darf!

Die ältesten Kultstätten der Erde

Längst ist den Archäologen bekannt, dass vor über 40.000 Jahren unsere Ahnen schon wundervolle Kunstwerke an die Wände zahlreiche Höhlen malten. Galerien der Eiszeit, die vor allem vor 20.000 bis 30.000 Jahren entstanden und den Forschern bis heute Rätsel aufgeben. Irgendeine Art „Kult“ wird dahinter vermutet. Gerne in Form eines „Jagdzaubers“. Was man aber nie fand waren Bauwerke dieser „Höhlenmenschen“.

Das änderte sich durch einen Fund in Rumänien. Hier stieß man tief in einer Höhle auf eine primitive Kultstätte der Neandertaler, die aus bewusst platzierten Knochen bestand. Ein „spiritueller Ort“, der bis zu 85.000 Jahre alt ist! Als sei das nicht erstaunlich genug wurde kurz darauf in Südfrankreich ein weiterer Fund gemacht, über den ich bereits in einem Vortrag 2019 berichtete, den Ihr HIER findet.

Es ist die bisher älteste Kultstätte der Erde – errichtet von Neandertalern in Form von Steinkreise aus Tropfsteinen in einer tiefen, dunklen Höhle. Alter: rund 165.000 Jahre(!) älter als die Steinkreise von Göbekli Tepe. Sensationelle Funde, über die in der Öffentlichkeit praktisch nichts bekannt ist, wie Ihr in diesem Video vom 6. Oktober 2020 erfahrt.

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Video vom 6. Oktober 2020 auf Mystery Files

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Spektakuläre neue These: Stand Stonehenge einst fast 300 Kilometer westlich in Wales? +++ Video +++

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Stand Stonehenge einst fast 300 Kilometer westlich in Wales? (Bild: gemeinfrei)
Stand Stonehenge einst fast 300 Kilometer westlich in Wales? (Bild: gemeinfrei)

Spektakuläre neue These: Stand Stonehenge einst ganz woanders? Fast 300 Kilometer westlich in Wales? Das behauptet jetzt eine neue Studie – und sorgt für hitzige Diskussionen aber auch Kritik. Alles zu dieser Studie und welche Anhaltspunkte es für einen „Umzug“ von Stonehenge gibt, erfahrt Ihr in diesem Video.


Stand Stonehenge einst fast 300 Kilometer westlich in Wales?

Kürzlich war die Megalithanlage Stonehenge in England wieder im Gespräch. Zumindest in Großbritannien. Grund ist ein Tunnel, der nahe dem Steinkreis aus der Steinzeit gebaut werden soll, wie ich in diesem Video HIER berichtete.

 Besonders aktiv in Sachen Stonehenge-Forschung ist dabei der Archäologe Mike Parker Perarson, der deshalb auch mit dem Tunnelbau so gar nicht einverstanden ist. Doch seit gestern macht der Forscher erneut von sich reden. Denn nach ihm und seinen Team könnte die ursprüngliche Megalithanlage einst ganz woanders gestanden haben. Fast 300 Kilometer weiter im Westen in Wales in den Preseli-Bergen.

Von dort sollen die berühmten „Blausteine“ des mächtigen Steinkreises gekommen sein. Studien und Ausgrabungen vor Ort zeigen seit Jahren, dass hier ein Steinbruch der Steinzeit lag. Doch Pearson ist in seiner Studie einen Schritt weiter gegangen. Er vermutet, dass die dort vorhandenen Reste eines Steinkreises namens Waun Mawn ein Proto-Stonehenge war.

Die Erbauer haben vor rund 5.000 Jahren aus unerfindlichen Gründen diesen abgebaut, die Steine eingepackt und die Gegend verlassen. So kamen sie dahin, wo heute Stonehenge steht. Hier errichteten sie die Steine erneut zu einem Ur-Stonehenge. Das bekanntlich in mehreren Phasen über sehr viele Jahrhunderte erbaut wurde, bis es zu dem wurde, was man heute kennt.

Eine sensationelle wie erstaunliche These, die Pearson und sein Team am 12. Februar in ihrer Studie vorstellen. Und die schon jetzt Kritiker hat. Alles dazu erfahrt Ihr in diesem Video vom 13. Februar 2021.

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Video vom 13. Februar 2021

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„Nazca von Saudi-Arabien“: Rätsel um 7.000 Jahre alte Bodenstrukturen in der Wüste Nefud +++ Video +++

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VIDEO: Das "Nazca von Saudi-Arabien":- Rätsel um die 7.000 Jahre alten Bodenstrukturen in der Wüste! (Bild: Google Earth)
VIDEO: Das „Nazca von Saudi-Arabien“: Rätsel um die 7.000 Jahre alten Bodenstrukturen in der Wüste! (Bild: Google Earth)

Bodenbilder oder Geoglyphen gibt es nicht nur in Nazca in Peru. Auch in dem riesigen Gebiet von Saudi-Arabien gibt es derartige „Erdbilder“, Scharrbilder, Linien und geometrische Formen. Hunderte wenn nicht tausende davon. Einige sind in den Boden gescharrt, andere durch die Beseitigung von Geröll und Steinen entstanden. Letzter findet man beispielsweise in der Wüste Nefud in Saudi-Arabien. Hunderte Rechtecke und Steinkreise, die man bisher vor allem durch Luftbilder kannte. Was steckt hinter diesen seltsamen Strukturen, die bis zu 7.000 Jahre alt sind? Mehr dazu in diesem Video auf YouTube.


Ein „Nazca in Saudi-Arabien“?

„Bodenbilder“ aller Art gibt es weltweit. Scharrbilder wie die Geoglyphen von Nazca in Peru ebenso wie aufgeschüttete oder durch Steinsetzungen umrandetet Strukturen und Bilder.

Sie findet man neben Peru und Chile auch in den USA, in dem Gebiet der ehemaligen UdSSR, in Großbritannien oder in Schottland. Zu letzterem und kaum bekannten Bodenzeichnungen (wenn es denn welche sind) findet Ihr HIER ein Video auf meinem Mystery-Kanal.

Doch auch in dem riesigen Gebiet von Saudi-Arabien gibt es derartige „Erdbilder“, Scharrbilder, Linien und geometrische Formen. Hunderte wenn nicht tausende davon. Einige sind in den Boden gescharrt, andere durch die Beseitigung von Geröll und Steinen entstanden.

Letzter findet man beispielsweise in der Wüste Nefud in Saudi-Arabien. Hunderte Rechtecke und Steinkreise, die man bisher vor allem durch Luftbilder kannte. Jetzt aber erschien erstmals eine Studie zu diesen geometrischen Formen in der Wüste. Insgesamt 104 dieser Rechtecke wurden dazu von Archäologen untersucht. Eine davon auf ein Alter von unglaublichen 7.000 Jahren datiert. Zum Vergleich: Nazca in Peru ist erst grob 2.000 Jahre alt!

Doch die Studie wirft weit mehr Fragen auf, als die Wissenschaftler bisher beantworten können. welche das sind und was die Archäologen bisher über diese rechteckigen Gebilde herausgefunden haben, dass erfahrt Ihr in diesem Video vom 22. August 2020.

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Zum Thema erschien im November 2020 dieses Buch von mir:

YouTube-Video vom 22. August 2020 auf Mystery Files

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Nordrhein-Westfalen bekommt 2021 einen eigenen Stonehenge-“Nachbau” (+ Videos)

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Nordrhein-Westfalen bekommt einen Stonehenge-"Nachbau"
Nordrhein-Westfalen bekommt einen Stonehenge-„Nachbau“ (Bild: gemeinfrei)

Das LWL-Museum für Archäologie in Herne plant ab September 2021 eine Sonderausstellung zum Thema Stonehenge. Und kämpft noch mit einigen Problemen. Kern der Ausstellung wird ein acht Meter hoher Teilnachbau der steinzeitlichen Megalithanlage aus England. Ob sich ein Besuch lohnen wird, erfahrt Ihr hier.


Nachbauten von Stonehenge

Stonehenge im Süden von England ist einmalig auf der Welt. Ein Monument aus der Steinzeit, deren Baubeginn noch vor dem Bau der großen Pyramiden von Gizeh in Ägypten liegen soll. Und die sind immerhin rund 4.500 Jahre alt. Bis zu 5.100 Jahre könnte nach Radiokarbondatierungen die älteste Bauphase des Steinkreises alt sein. Zusammen mit den Pyramiden von Gizeh gehört die Megalithanlage von Stonehenge wohl zu den bekanntesten Monumenten der Vergangenheit überhaupt. Gemeinsam ist ihnen auch, dass Pyramide wie Stonehenge noch immer im Fokus der Archäologie und Forschung stehen, da noch längst nicht alle Rätsel um diese Bauten der Vorzeit gelüftet sind.

So wirklich einmalig ist Stonehenge dann aber doch wieder nicht. Gemeint sind hier nicht mehr oder weniger vergleichbare Anlagen der Steinzeit, sondern Nachbauten der Megalithanlage. Davon gibt es heute bereits einige, die sich mehr oder weniger exakt dem ursprünglichen Aussehen der Steinkreise von Stonehenge orientierten. Immer aber sind die aus modernen Baustoffen und selbst ein Nachbau aus Styropor wurde in Großbritannien bereits einmal in die Landschaft gesetzt. Zum Zwecke der Forschung, um astronomische Ausrichtungen visuell zu überprüfen. Doch auch im fernen Neuseeland finden sich eine “Stonehenge-Kopie”. Ebenso wie in Nordpolen bei Danzig, das ich für Euch im Sommer 2020 besuchte, wie Ihr es im 1. Video unten erfahrt.

Von den großen Pyramiden von Gizeh gibt es übrigens keinen eins zu ein Nachbau. Schon gar nicht aus authentischen Materialien. Stonehenge eignet sich hierfür besser, da hierfür weit weniger Bausteine angefertigt und aufgestellt werden müssen. Aus welchem Material sie letztlich dann auch bestehen werden. Teil-Nachbauten oder -Rekonstruktionen von Stonehenge gibt es wiederum sehr zahlreich. Beispielsweise im “Jungfraupark” in Interlaken in der Schweiz. Jenem Park, der ursprünglich dazu vorgesehen war, die Ideen rund um die Prä-Astronautik den Besuchern zu vermitteln, und dessen Initiator Erich von Däniken in dieser Region lebt (s. auch Video HIER).

Stonehenge in Herne – zumindest zum Teil

Ganz ähnliches plant auch das Landesmuseum für Archäologie in Herne in Nordrhein-Westfalen (s. auch Video HIER). Dort plant man ab September 2021 eine Sonderausstellung Thema Stonehenge, das neben Original-Artefakten auch einen teilweisen Nachbau der Megalithanlage dem Besucher präsentieren will. Hinter und um diese Megalithen wollen die Verantwortlichen den Rest der Gesamtanlage auf Bildflächen projizieren. Zu der Ausstellung schreibt das Museum auf seiner Webseite:

In der Ausstellung bewegen sich die Besucher*innen durch analoge und virtuell rekonstruierte Landschaften und begeben sich so auf eine Reise durch Raum und Zeit. Präsentiert werden Highlightfunde der englischen und westfälischen Archäologie. Gemeinsam mit dem Ludwig-Boltzmann-Institut für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie (LBI ArchPro) werden so die neuesten Forschungsergebnisse zur Geschichte des Steinkreises und der ihn umgebenden Landschaft präsentiert.

Stonehenge-Ausstellung in Herne ab 2021 (Bild: LWL-Museum für Archäologie Herne)
Stonehenge-Ausstellung in Herne ab 2021 (Bild: LWL-Museum für Archäologie Herne)

Wie viele andere auch, so hat aber auch das LWL-Museum für Archäologie in Herne derzeit Probleme, die unter anderem auf die Pandemie zurückzuführen sind. Es sei unklar, wann konkret die Sonderausstellung dort eröffnet werden kann, so Museumsleiterin Doreen Mölders gegenüber der “Westdeutschen Allgemeinen Zeitung”. Die Arbeiten daran laufen, “und ab April soll der Aufbau beginnen”, so Mölders. Bisher habe man insgesamt 10 Leihgeber, die unter anderem  authentische Ausstellungsobjekt aus England zur Verfügung stellen werden, wie mir das Museum am 12. Januar 2021 mittelte. Weitere werden aber folgen. Unter anderem vom archäologischen Museum in Münster. Zeitgleich bekommt aber auch die Dauerausstellung des Museums ein “Update”, da einige dort präsentierte Inhalte veraltet seien, wie Mölders betont.

Stonehenge im Wandel der Tageszeiten

Kern der Ausstellung ist sicherlich der Nachbau des inneren Steinkreises von Stonehenge. Dieser ist durch den hufeisenförmigen Kreis aus Megalithen bekannt, aus denen sich quer aufgesetzte Decksteine befinden. Trilithen werden diese genannt, und nach Meinung der Archäologie wurden diese erst bei einem Umbau der in verschiedenen Phasen erbauten Anlage Jahrhunderte nach der Grundsteinlegung errichtet. Etwa ab 2400 vor Christus begannen die Erbauer erst in Stonehenge Steine bzw. die heute bekannten Megalithen zu verbauen. Auch in Herne werden diese Rekonstruktionen acht Meter hoch werden. Passend dazu soll die jeweilige Tageszeit in der Ausstellung simuliert werden. Mölders:

Sonnenaufgang und und Sonnenuntergang werden simuliert. Die Besucherinnen und Besucher nehmen die Ausstellung abends anders wahr als vormittags und im Winter anders als im Sommer.

“In diesen Zeiten”, wie heute so leichtfüßig daher gesagt wird, haben nicht nur Einzelhandel oder Gastronomen zu kämpfen. Auch viele andere Menschen und eben auch Museen wie das LWL-Museum für Archäologie in Herne. Deshalb könne sich auch dort Interessierte online von echten Mitarbeitern des Museums mit Videokameras durch die Ausstellung führen lassen.”Wir setzen modernste Medien und Vermittlungstechniken ein, um Ihnen die spannenden Geschichten zu erzählen, die hinter den Exponaten stecken”, heißt es dazu vom Museum.

Wer das Angebot wahrnehmen möchte, findet es HIER.

Video-Auswahl zum Thema von Fischinger-Online:

Video vom 28. August 2020

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Video vom 31. Juli 2020

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Das Geheimnis von Stonehenge: Ein eins zu eins Nachbau der Megalithanlage in Polen +++ Video +++

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VIDEO: Das Geheimnis von Stonehenge - Ein eins zu eins Nachbau der Megalithanlage in Polen (Bild: Fischinger-Online)
VIDEO: Das Geheimnis von Stonehenge – Ein eins zu eins Nachbau der Megalithanlage in Polen (Bild: Fischinger-Online)

Denkt man an Megalithanlagen aus der Steinzeit wird vielen Menschen als erstes Stonehenge in England einfallen. Auch wenn man sich nicht mit mit dem Thema beschäftigt, kennt man diesen megalithischen Steinkreis in der ganzen Welt. Ein „Wunder der Vorzeit“, mit dessen Bau vor rund 5.000 Jahren begonnen wurde. Heute ist von der einstigen Gesamtanlage nicht mehr viele in Großbritannien über. Doch einen sehr guten Eindruck des einstigen Stonehenge vermittelt ein maßstabsgetreuer Nachbau der Anlage, der in Polen unweit von Danzig steht. Ich war für Euch vor Ort und berichte Euch in diesem Video auf YouTube von dieser Rekonstruktion und den Rätseln von Stonehenge.


Ein Nachbau von Stonehenge

Megalithanlagen wie Steinkreise, Dolmen oder andere Steinsetzungen der Steinzeit stehen weltweit. Auch wenn nicht alle wirklich tausende von Jahren alt sind und damit wirklich aus der Steinzeit stammen, wie wir sie alle kennen.

Die bekannteste Megalithanlage der sog. Megalithkultur oder Megalithiker ist dabei natürlich das rund 5.000 Jahre alte Stonehenge im Süden von England. Ein rätselhaftes Monument, um das sich viele Spekulationen und Thesen ranken.

Auch wenn heute nicht mehr viel von der eigentlichen udn ursprünglichen Megalithanlage über ist. Doch wusste Ihr, dass es maßstabsgetreue Nachbauten von Stonehenge gibt? Eine solche Rekonstruktion in Maßstab 1 zu 1 steht unweit von Danzig in Pommern im Norden von Polen. (Dieses Stonehenge ist nicht aus massiven Steinen.)

Ich war für Euch vor Ort und berichte Euch in diesem Video auf YouTube von den Rätseln von Stonehenge.

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Ringheiligtum Pömmelte, das „deutsche Stonehenge“: Ausgrabungen gehen trotz Corona noch diesen Monat in Deutschlands „sakraler Landschaft“ weiter (+ Videos)

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Ringheiligtum Pömmelte, das "deutsche Stonehenge": Ausgrabungen gehen trotz Corona noch in diesem Monat weiter (Bild: WikiCommos / T. Maue / CC BY-SA 2.0)
Ringheiligtum Pömmelte, das „deutsche Stonehenge“: Ausgrabungen gehen trotz Corona noch in diesem Monat weiter (Bild: WikiCommos / T. Maue / CC BY-SA 2.0)

Trotz der zahlreichen Einschränkungen, die das grassierende Corona-Virus COVID-19 auf das öffentliche Leben derzeit hat, scheint das „Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt“ in Halle davon nicht betroffen zu sein. Wie jetzt mitgeteilt wurde, startet noch im April die neue Ausgrabungssaison 2020 am bzw. um das Ringheiligtum Pömmelte nahe Magdeburg. Unweit der auch „deutsches Stonehenge“ genannten Ringanlage haben die Archäologen bereits zuvor ein rund 4.000 Jahre Siedlung entdeckt, die nach Ansicht der Forscher mehr über den Gesamtkontext Anlage von Pömmelte und ähnlichen Bauten der Region verraten könnte. Auch über die „Himmelsscheibe von Nebra„. Was sich die Archäologen erhoffen, welche Entdeckungen bereits gemacht wurden und warum sie von einer mit Stonehenge vergleichbaren „sakralen Landschaft“ sprechen, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Die Kreisgrabenanlage von Pömmelte

Das „Kreisgrabenanlage von Pömmelte“ genannte Ringheiligtum aus dem Ende des 3. Jahrtausend vor Christus wurde erst 2005/2006 durch Luftbildaufnahmen entdecken. Nachforschungen am Boden bestätigten, dass hier im Erdreich eine uraltes Heiligtum in Form einer Kreisanlage befindet, die daraufhin in den Folgejahren systematisch ausgegraben wurde. Wie auch die steinzeitliche Anlage von Goseck der Region (s. 1. Video unten) wurde auch die Ringanlage von Pömmelte 2016 als Rekonstruktion wieder aufgebaut.

Die Kreisanlage von Pömmelte geht bis in die Steinzeit zurück, hat 115 Meter Durchmesser und ist in sieben einzelne Ringanlagen unterteilt. Die bisherigen Ausgrabungen zeigten, dass dieser „Kultplatz“ offensichtlich über sehr lange Zeiträume hinweg genutzt und auch umgebaut wurde. Knochen von Menschen, Tiere sowie Reste von Gefäßen und entdeckte Steinwerkzeuge lassen vermuten, dass hier nicht nur Bestattungen eines Totenkult vorgenommen wurden. Auch „rituell“ sollen die Nutzer der Kreisgrabenanlage hier vor Jahrtausenden Gegenstände vergraben haben.

Als eine Art von Opfer an spirituelle, himmlische oder jenseitige Mächte und/oder Ahnen. Ein Brauch an sakralen Bauten und Plätzen, der weltweit nachweisbar ist. Von der Steinzeit bis heute. Der Kult an dem Heiligtum von Pömmelte sei allerdings mehr oder weniger einzigartig, da die entsprechenden vorgefunden Schachtlöcher erst am Ende der Bronzezeit und zum Beginn der Eisenzeit „in Mode“ kamen.

Die Archäologen des „Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt“ in Halle sowie britische Kollegen sind überzeugt, dass ab 2800 vor Christus hier ein heiliger Platz existierte. Eine Ringanlage, die an verschiedene Kulturen weitergegeben wurde, da durch die Ausgrabungen dessen Nutzung von unterschiedlichen Kulturen nachweisbar ist. Besonders auffällig ist dabei, dass in der Zeit zwischen 2135 bis 1985 vor Christus das Heiligtum gezielt abgebaut wurde. Warum unsere Vorfahren das taten, bleibt offen.

Ein deutsches Stonehenge für den „Kult“

Geklärt ist aber, dass auch diese Ringanlage einst astronomischen Zwecke diente. Auch hier wurden in der Architektur der umgebenen Palisaden spezielle Auf- und Untergängen der Sonne berücksichtigt. Ein Brauch, der bei nahezu allen archaischen Bauten dieser Art nachweisbar ist. Inklusive Stonehenge in England, als bekanntestes Beispiel aus der Steinzeit.

Wirklich verstehen, warum unsere Vorfahren in Mitteldeutschland und zahllosen anderen Orten derartige Heiligtümer errichteten, kann bis heute niemand. Irgendwelche „Kulte“ waren sicher der Grund. Hier reichen die Interpretationen von Kultstätten für Verstorbene, dem Mond, die Sonne, dem Himmel mit den Sternen, dem Kalender bis zu spirituellen Machtplätzen einer Herrscherkaste. Letztes in dem Sinne, dass diese Eingeweihten durch solche Anlagen Himmelszeichen deuten und vorhersehen konnten.

Wahrscheinlich war der Sinn in den meisten Fällen eine Kombination aus alle diesen „kultischen Nutzungen“. Zumal solche Anlagen über Jahrhunderte oder sogar Jahrtausende hinweg genutzt wurden. Auch von verschiedenen Kulturen, wie man es bei der „Kreisgrabenanlage von Pömmelte“ belegen konnte. Weltanschauungen, Religionen und damit die Verwendung entsprechender Bauten ändern sich dadurch durchaus.

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Die gefundene Anlage von Pömmelte steht nach Ansicht der Archäologen auch nicht allein in der Gegend. Sie ist eingebettet in eine riesige „sakrale Landschaft“, wie es die Archäologen bezeichnen. Verschiedene Stätten seien Teil dieses fast schon religiösen Gebietes der Vorzeit, was damit die Forscher an das englische Stonehenge erinnert. Es sei einst „eine mit dem Umfeld von Stonehenge vergleichbare sakrale Landschaft“ gewesen, die „hier irgendwo im heutigen Nirgendwo“ vor tausenden von Jahren entstand, so Franziska Knoll von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Auch sei ein Vergleich von Pömmelte zu Stonehenge trotz der augenscheinlich vollkommen unterschiedlichen Bauweise durchaus gerechtfertigt. So schreibt „Deutsche Welle“ unter Berufung auf die Archäologin Knoll:

Der Blick zum weltberühmten Monument in Südengland ist durchaus nachvollziehbar, denn beide Ringheiligtümer – Stonehenge wie Pömmelte – wurden von Vertretern der Glockenbecher-Kultur vor über 4.300 Jahren erbaut, also am Ende der Jungsteinzeit.

Beide Anlagen haben einen sehr ähnlichen Grundriss, in beiden wurden astronomische Bezüge entdeckt, in Stonehenge zur Winter- und Sommersonnenwende, in Pömmelte zu den Mittviertelfesten, Mitte Februar und Ende Oktober/Anfang November, wenn die Sonne in den zentralen Einlässen auf- bzw. unterging. Zwar fehlen in Pömmelte die tonnenschweren Steine, aber kulturhistorisch ist das Ringheiligtum Pömmelte südlich von Magdeburg durchaus mit Stonehenge vergleichbar.

Großflächige Ausgrabungen geplant

Da ein Vergleich mit Stonehenge und Umgebung nicht gescheut wird, arbeiten die deutschen Forscher auch mit Kollegen aus Großbritannien zusammen. Die Archäologen der der Universität Southampton arbeiten und graben seit Jahren im Gebiet von Stonehenge und so profitieren beide Seiten von der Zusammenarbeit. Ob sie allerdings in der jetzt beginnenden Saison 2020 so reibungslos funktioniert,  wie in den Jahren davor, ist noch unsicher. Durch die Corona-Pandemie sei es unklar, ob ab Juli auch Studenten der Universität Southampton in Deutschland bei den Ausgrabungen dabei sei können.

Dennoch startet dieser Tage die weitere Erforschung des Gebietes um die Ringanlage durch die deutschen Forscher. Hauptaugenmerk der Archäologen aus Halle liegt dabei auf eine Siedlung, die bereits vor einigen Jahren unmittelbar bei dem Heiligtum gefunden wurde. Das unterscheidet Pömmelte von Stonehenge, wie sie betonen. Denn in England liegen zwar zahllose Gräber, Grabhügel und weitere Anlagen um den Steinkreis verteilt, aber keine ganzen Dörfer wie hier.

Etwa 29.000 Quadratmeter sei nach Angaben der Archäologen diese Siedlung groß. Und 37 sogenannte „Langhäuser“ Bewohner konnten bereit gefunden werden. Weiter werden sicher folgen, ist sich Knoll sicher. Für Mitteleuropa ist das bisher einzigartig. Wofür dieses Dorf aber errichtet wurde, sei weiterhin vollkommen unklar. Ebenso, was die Bewohner dort eigentlich machten. Vielleicht, so spekulieren die Ausgräber, „kümmerten sie sich um das Heiligtum oder versorgten Besucher des Ringheiligtums bei Ritualen“, so „Deutsche Welle“.

Offensichtlich wird es auch nicht die letzte große Grabung in diesem Gebiet sein, da auf Luftbildaufnahmen südlich der Ringanlage eine weitere Anlage dieser Art entdeckt wurde. Sie stamme von der Baalberger-Kultur und sei angeblich 6.000 Jahre alt. Unweit der rund 4.000 Jahre alten Kreisgrabenanlage bei Schönebeck, nur ca. 1,3 Kilometer von Pömmelte entfernt, wurden ebenfalls Umrisse von Gebäuden auf Luftbildern nachweisen. Auch die sollen jetzt genauer untersucht werden.

Auf den Spuren unserer eigenen Wurzeln in Pömmelte

Bereits 2019 schrieb Dr. Alfred Reichenberger vom „Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt“ in einer Pressemitteilung zu den damaligen Ausgrabungen:

Auf eben jene Glockenbecher Leute geht die Anlage des Ringheiligtums zurück. Auch zeitgleiche Bestattungen konnten dokumentiert werden. Die Verstorbenen wurden teils aufwändig in Holzkammern oder Baumsärgen bestattet. (…) Auch Stonehenge wurde durch die Glockenbecher Leute erbaut. Sie trugen die Kenntnis über die Metallverarbeitung über ganz Europa und legten so den Grundstein für die Kommunikationsnetzwerke der folgenden Bronzezeit. 

Das Areal in und um das Ringheiligtum in Pömmelte bietet damit einen einzigartigen Einblick in das kulturelle Gefüge des 3. Jt.s v. Chr. Diese Epoche prägten Migration und Innovation maßgeblich. Eben jene Glockenbecher Leute und Schnurkeramiker verliehen uns heutigen Europäern einen Großteil unseres Gensatzes.

Die Befunde und Funde aus Pömmelte ermöglichen aber auch, das soziale und religiöse Umfeld der frühbronzezeitlichen Aunjetitzer Kultur, für das die Himmelsscheibe von Nebra das eindrücklichste Beispiel bietet, besser zu verstehen. Die wissenschaftlichen Untersuchungen in Pömmelte sind Teil des von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderten Projektes ‚Kontextualisiertes Erleben der Himmelsscheibe von Nebra‘. (…)

Das Ringheiligtum ist neben der unweit gelegenen Kreisgrabenanlage von Schönebeck Teil einer Rituallandschaft an der Elbe und spielt für das Verständnis der kulturgeschichtlichen Grundlagen am Ende der Jungsteinzeit und für den Beginn der sozialen Komplexität in der frühen Bronzezeit eine zentrale Rolle.“

Eine deutsche „Rituallandschaft“

Eine „Rituallandschaft an der Elbe“ mitten in Deutschland. Vor wenigen Jahren noch hätte daran kein hiesiger Archäologe geglaubt. Von daher ist es auch wenig verwunderlich, dass Archäologen diese „Rituallandschaft“ mit der „Himmelscheibe von Nebra“ in Verbindung bringen. Als „Jahrtausendfund“ der Archäologie mitten in eben genau diesem Gebiet wurde sie unlängst selbst zu einem „Heiligtum“ der deutschen Archäologen.

Betrachtet man diese heilige Region in Sachsen-Anhalt in ihrer bisherigen Gesamtheit, wirft sie unzählige Frage auf. Von denen werden Archäologen viele wohl niemals eindeutige beantworten können. Das fängt bereits bei dem eigentlichen Grund an, warum Menschen der Steinzeit überhaupt damit anfingen solche Ringanlagen, Kreisbauten und Steinkreise zu errichten. Weiter stellt sich die Frage, warum sich dieser Brauch über ganz Europa und darüber hinaus ausbreitete. Auch wenn es lokale Abweichungen in der Art und Weise dieser Kathedralen der Steinzeit gibt.

Offen ist auch, warum tausende von Jahren an dieser „Religion“ festgehalten wurde. Beispielsweise ist das immer wieder in diesem Zusammenhang genannte Sonnenobservatorium von Goseck als Teil dieser „Rituallandschaft“ rund 7.000 Jahre alt. Die viel zitierte und nach Meinung der Archäologen dazugehörige „Himmelsscheibe von Nebra“ indes nur 3.700 bis 4.100 Jahre. Die „Kreisgrabenanlage von Pömmelte“ bis zu 4.800 Jahre. Und jene bei Schönebeck sogar nur 4.000 Jahre.

Dass die Parallelen beispielsweise zwischen Goseck und Pömmelte trotz des Altersunterschied eindeutig sind, steht außer Frage. Warum das so ist, wird sich wohl niemals belegen lassen.

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Interview: Lars A. Fischinger im Gespräch mit Robert Stein von NuoViso über „Das Rätsel der Megalithkultur“ +++ Video +++

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VIDEO: Interview mit Lars A. Fischinger: "Das Rätsel der Megalithiker" (Bilder & Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Interview mit Lars A. Fischinger: „Das Rätsel der Megalithkultur“ (Bilder & Montage: Fischinger-Online)

Ende Februar 2019 lud mich NuoViso.tv zu einem Interview für die Sendung „Steinzeit“ von und mit Robert Stein ein. Wir nutzen die Gelegenheit und drehten dabei gleich zwei Video-Interviews. Das erste findet Ihr HIER online. In diesem geht es vor allem um meinen persönlichen „Weg in die Grenzwissenschaft“ und um die Frage, was für mich bis heute die Faszination an den Mystery Files genau ausmacht. Ab sofort findet Ihr hier aber auch das zweite Video online. Ein Interview mit den Schwerpunkten Mysterien der Megalithkultur und das Steinzeiträtsel. Denn alles ist hierzu mit Sicherheit noch nicht gesagt!


Rätsel Megalithkultur und Megalithiker

Die unbekannten und geheimnisvollen Baumeister der Megalithkultur (oder besser: Kulturen) nennt man allgemein auch schlicht Megalithiker.

Es sind jene Menschen, die in der Steinzeit in vielen Gebieten Europas zum Teil gewaltige Megalithanlagen errichteten. Bauwerte, Grabanlagen, Steinkreise und „Kultplätze“ sowie scheinbar sinnlos in der Landschaft stehende riesige einzelne Megalithen. Ein Kult, der auch in anderen Teilen der Welt zu finden ist …

All diese Monumente geben bis heute große und kleine Rätsel auf. Vor allem auch deshalb, da die Megalithiker in der „heidnischen Vorzeit“ Europas uns keine schriftlichen Aufzeichnungen hinterlassen haben. Es sind Steinzeiträtsel, das viele Forscher, Laien und Archäologen faszinieren.

Über diese Rätsel der Vergangenheit sprach ich im Februar 2019 mit Robert Stein in seiner Sendung „Stein-Zeit“ beim Onlineportal NuoViso.tv. Wir nutzen die Gelegenheit und drehten dabei auch noch ein zweites Interview. Dieses findet Ihr HIER auf Fischinger-Online bereits online.

Hier findet Ihr nun auch das zweite Interview.

Bleibt neugierig …

Video vom 16. Mai 2019 auf NuoViso.tv

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Schweizer Archäologen rätseln über einen mysteriösen Steinhügel im Zugersee (+ Videos)

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Schweizer Archäologen rätseln über einen mysteriösen Steinhügel im Zugersee (Bild: Kantonsarchäologie Zug/J. Reinhard / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Schweizer Archäologen rätseln über einen mysteriösen Steinhügel im Zugersee (Bild: Kantonsarchäologie Zug/J. Reinhard / Bearbeitung: Fischinger-Online)

2015 wurden im Bodensee über 170 seltsame Steinhügel entdeckt, die auf ein Alter um die 5.500 datiert wurden. Auf Fischinger-Online wurde darüber mehrfach berichtet. Mit Blick auf die Entdeckungen im Bodensee herrscht unter Schweizer Archäologen erneut Rätselraten, denn im Zugersee rückte eine kreisförmige Struktur von fast 40 Metern Durchmesser wieder in den Fokus der Forscher. Was könnte hier auf dem Grund des Sees liegen? Und gibt es noch weitere Steinbauten dieser Art?


Steinerne Hügel im Bodensee und anderswo

Nachdem 2015 unweit des Ufers bei Uttwil im Bodensee mehr als 170 Steinhügel in einer Reihe gefunden wurden, sprach die Presse schnell von einem „Stonehenge im Bodensee“. Eine spannende Entdeckung aus der Vorzeit Mitteleuropas, über die auf diesem Blog und in YouTube-Videos mehrfach berichtet wurde (s. Beiträge & Videos HIER).

Dazu sind am Ende Videos eingebunden.

Auch wenn die Bezeichnung „Stonehenge“ für diese kleinen Steinhügel im Bodensee natürlich mehr als übertrieben ist, sind Archäologen in der Schweiz von diesen Funden begeistert. Vor allem nachdem weitere Untersuchungen und Datierungen zeigten, dass diese eindeutig von Menschen errichtet wurden und rund 5.500 Jahre alt sind.

Doch solche „Hügel“ oder Kreisstrukturen scheint es mehr zu geben, als bisher angenommen wurde. Beispielsweise wurden erst im Sommer 2019 sechs solcher „Steinkreise“ im Wörthersee in Österreich gefunden. Es sind Strukturen, die ca. 15 Meter Durchmesser haben und in etwa 4,5 Metern Tiefe liegen, wie ich es in diesem Vortrag HIER im August 2019 berichtet habe.

Spuren der Steinzeit im Zugersee?

Aufgrund der Funde im Bodensee richteten die Archäologen in der Schweiz ihren Blick auch auf den Zugersee. Dort wurde bereits vor 100 Jahren auf dem Grund ein runder Steinhügel gefunden, den man bisher jedoch kaum beachtet hatte. Trotz seiner nicht gerade geringen Größe und seiner Lage 150 Meter vom Ufer des Ortes Cham am Nordufer des Sees entfernt.

Stefan Hochuli, der Leiter des Amts für Denkmalpflege und Archäologie des Kantons Zug, dazu:

Kenntnis von diesem Steinhügel, der bemerkenswerte 36 Meter Durchmesser aufweist, haben wir seit etwa 1920.

Nachdem 2016 neue Messdaten des Seebodens erhoben wurden, wird auch der seltsame Steinhügel bei Cham genauer dokumentiert und untersucht. Auch erste Proben von innerhalb der Struktur gefundenen Holzpfählen konnten inzwischen genommen werden, so Hochuli:

Der Steinhügel wird seit November 2019 in Zusammenarbeit mit Sporttauchern erforscht.

Die Holzproben wurden der ETH in Zürich übergeben, die nun deren Alter bestimmen werden. Im Moment ist alles extrem rätselhaft. Es könnte sein, dass es sich um einen urgeschichtlichen Bestattungsort handelt oder dass der Hügel als Infrastrukturanlage im Zusammenhang mit der Fischerei diente.

Bisher stehe nur fest, dass der Hügel von Menschen errichtet wurde. Was die weiteren Untersuchungen ergeben, sei vollkommen offen, wie der Archäologe betont. Schon jetzt seien aber weitere ähnliche Kreishügel gefunden worden. Und die Forscher schließen nicht aus, dass auch in anderen Seen der Schweiz sich derartige Hinterlassenschaften finden könnten.

Vielleicht ergeben die weiteren Untersuchungen und Datierungen auch im Zugersee eine ähnliche Sensation wie im Bodensee, so Hochuli.

Videos zum „Stonehenge im Bodensee“

Video vom 2. Okt. 2019 auf Fischinger-Online

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Video vom 30. Okt. 2015 auf Fischinger-Online

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