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„Panne“ in der Archäologie: Ein angeblich 3.000 Jahre alter Steinkreis in Schottland ist nur rund 20 Jahre alt (+ Videos)

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Panne in der Archäologie: Ein angeblich 3.000 Jahre alter Steinkreis in Schottland ist nur rund 20 Jahre alt (Bild: Twitter/Aberdeenshire)
Panne in der Archäologie: Dieser angeblich 3.000 Jahre alter Steinkreis in Schottland ist nur rund 20 Jahre alt (Bild: Twitter/Aberdeenshire)

Megalithanlagen wie Steinkreise, Dolmen, Menhire und andere monumentale Bauten aus der Urzeit der Menschheit ziehen viele Menschen in ihren Bann. Tonnenschwere Monolithen, die von Steinzeitmenschen zu noch immer rätselhaften Zwecken in vielen teilen der Welt errichtet wurden, wobei die sogenannten Megalithiker (Megalithkultur) in Europa besonders aktiv waren. Zum Beispiel auf den Britischen Inseln. Jetzt haben sich Archäologen bei einem Steinkreis in Schottland (kurzzeitig) in einen besonders groben „Schnitzer“ erlaubt. Ein auf rund 3.000 Jahre geschätzter Steinkreis in Aberdeenshire stammt in Wahrheit aus den 1990ger Jahren und ist erst rund 20 – 25 Jahre alt! Wie es zu diesem archäologischen „Flop“ kam, wie er aufgelöst wurde und warum man die Sache positiv sieht, lest Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Megalithiker, Mythen und Monolithen

Im gesamten Gebiet von Nord-West-Europa finden sich Jahrtausende alte Spuren einer lange vergessenen Welt. Zum Teil gewaltige Steine, die vor tausenden von Jahren von uns vollkommen fremden Menschen errichtet wurden, und die Forscher wie Laien bis heute vor zahllose Rätsel stellen. Überall errichteten sie Steinkreise, Hünengräber, Dolme oder einfach nur einzeln aufgerichtete Riesen-Steine (Menhire).

Solche Bauten finden sich in vielen Teilen der Welt und ähneln sich dabei zum Teil sehr. Ein weiterer Grund, warum diese teilweise 5.000, 7.000 und mehr Jahre alten Bauwerke der Megalithkultur – wie sie in Europa genannt wird – bei Archäologen unzählige Frage aufwerfen. Schriftliche Hinterlassenschaften der Erbauer existieren nicht. Ein einheitliches Volk, das über Jahrtausende hinweg solche Monumente der Steinzeit schuf, gab es nicht.

Zu welchem Zweck?

Auch einen Sinn und Nutzen lässt sich bei unzähligen dieser Werke nicht oder nicht immer erkennen.

Vor allen in den weltweit zu findenden Steinkreisen sehen die Forscher aber einen Sinn und Zweck. Also genaue jene Bauten, die eben vor allem aus Europa bekannt sind. Hier lassen sich astronomische Bezüge und Beobachtungspunkte nachweisen, was darauf hinweist, dass sie zumindest irgendwas mit dem Himmel/Firmament/Sternen zu tun hatten. „Kultbauten“, wie es die Forschung lapidar sagt. Ohne aber den eigentlich Kult dahinter wirklich erklären oder verstehen zu können.

Hünengräber und Dome sind nachweislich in weiten Teilen Grabanlagen gewesen. In grauer Vorzeit fanden hier Bestattungen statt, die Archäologen immer wieder ausgegraben haben. Warum solche Anlagen aber von Schottland über ganz Europa und den Nahen Osten bis nach Fernost und sogar Nordamerika erbaut wurden, wissen sie nicht.

Hundetausende große und kleine Steinkreise erbauten die frühen Europäer in der Steinzeit. Von diesen ist heute nur noch ein Bruchteil wirklich erhalten geblieben. Jahrtausende der Landwirtschaft, der Landgewinnung, der wilden Natur und 2.000 Jahre Christentum haben eine Vielzahl solcher Steinzeit-Bauten vernichtet. So erging es sämtlichen Megalithanlagen in Europa und nicht nur Steinkreisen.

Steinkreise in Nord-Schottland

Trotzdem haben sich einige davon bis heute erhalten. So auch im rauen Schottland, wo noch immer dieses Erbe der Giganten zu finden ist. Selbst auf den kargen und von Wind und Wetter gepeitschten Orkney-Inseln im hohen Norden vor der Küste Schottlands sind sie zu entdecken. Auch hier haben Menschen vor über 5.000 Jahren Megalithanlagen errichtet und Steinkreise aus gewaltigen Steinen erbaut. Zum Beispiel den Steinkreis „Ring of Brodgar“ (um 2700 v. Chr.) sowie noch ältere Bauten.

Unter der Bezeichnung „Das Herz des neoliothischen Orkney“ wurden diese Monumente 1999 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Das zeigt eindrücklich, dass selbst die wilden und einsamen schottischen Orkney-Inseln von der europäischen Megalithkultur besiedelt oder beeinflusst war.

Demnach ist es auch nicht verwunderlich, dass auf dem Festland der Britischen Inseln unzählige uralte Megalithanlagen zu finden sind. Nicht nur das Touristenziel Stonehenge im Süden Großbritanniens. So finden Forscher auch immer wieder dort Spuren dieser „Kathedralen der Steinzeit“, die ihnen zuvor entgangen waren.

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Der Steinkreis von Aberdeenshire: Eine Fälschung

Vor diesen Hintergründen muss man das sehen, was aktuell aus dem Ort Leochel-Cushnie in Aberdeenshire im Nordosten von Schottland berichtet wird. Denn dort wurde ein Steinkreis aus der Steinzeit mal eben an die 3.000 Jahre jünger datiert, als es die Experten zuvor annahmen. In Wahrheit haben nicht die rätselhaften Megalithkultur diese Anlage geschaffen, sondern ein lokaler Landwirt in den 1990ger Jahren.

Ereignet hat sich das übrigens nicht weit von dem „Europäischem Nazca“ in Schottland, wo mutmaßlich bisher unbekannte „Bodenzeichnungen“ existieren, wie ich es in diesem Video HIER Anfang 2018 berichtet habe.

Laut „BBC“ am 21. Januar 2018 hat Adam Welfare vom schottischen „Historic Environment“ und des „Aberdeenshire Council’s Archaeology Service“ den Steinkreis ursprünglich als „echt“ und damit Jahrtausende alt angesehen:

Eine Untersuchung der Stätte in der Gemeinde Leochel-Cushnie ergab, dass die Steine etwa 20 Jahre alt waren. Ursprünglich wurde angenommen, dass dort ein Steinkreis liegt.

So die „BBC“ weiter. Dass jetzt der Steinkreis aus der Steinzeit in die Moderne undatiert wurde, „löste bei den Fachleuten Begeisterung aus“, heißt es dazu. Bei den neueren Untersuchungen der Steinanlage habe sich schließlich der ehemalige Besitzer des Landes gemeldet, auf dem der Kreis liegt. Ein Landwirt gab an, dass er selber den Kreis aus Monolithen Mitte der 1990er Jahre aufgestellt habe.

Nicht Jahrtausende sondern Jahrzehnte alt

In der offiziellen Meldung des „Aberdeenshire Council’s Archaeology Service“ hieß es dazu:

Was als ein neu identifizierter Steinkreis angesehen wurde, der Tausende von Jahren alt war, erwies sich nach weiteren Untersuchungen als nur wenige Jahrzehnte alte Nachbildung.

Die Archäologen waren anfangs sehr erfreut über die Aufnahme eines weiteren Steinkreises zu den vielen, die bereits in Aberdeenshire identifiziert wurden.

Bei weiteren Untersuchungen des Ortes in der Gemeinde Leochel-Cushnie stellte sich jedoch heraus, dass es sich nur um eine etwa 20-jährige Nachbildung handelt.“

Gemeldet hat diese vermeintlich archäologische Stätte der aktuelle Besitzer des Landes und der Farm. Ungewöhnlich sei dieser Steinkreis den herbeigeeilten Forschern aber direkt vorgekommen, wie sie schreiben:

Bei der Aufnahme wurden einige ungewöhnliche Merkmale festgestellt. Darunter der kleine Durchmesser, die verhältnismäßig kleinen Steine ​​und das Fehlen eines offensichtlichen zugehörigen Steinhaufens oder Bordsteins.

Zwischen liegenden Steinkreisen gibt es jedoch große Unterschiede, so dass das Auffinden solcher Unterschiede anfangs kein Grund zur Besorgnis war.

Steine an sich lassen sich bekanntlich nicht datieren. Und da Steinkreise in Schottland bis zu 4.500 Jahre alt sind, schätze man diesen Fund vorerst ebenso alt ein. Hätte der Landwirt sich nicht gemeldet,  was wäre dann wohl aus dem Steinkreis von Leochel-Cushnie geworden …?

Aus Rückschlägen lernen

„Archäologisches Wissen verbessert sich ständig und reagiert auf neue Informationen und Erkenntnisse“, so die Experten aus Schottland in ihrer Pressemitteilung. Die hier genannten „neuen Informationen“ waren die Aussagen des Erbauers der Anlage. So sei dieser Vorgang ein „Beispiel für eine gründliche archäologische Forschung, die es erlaubt, die frühe Interpretation abzulehnen“.

In der Tat brachen die Archäologen weitere Untersuchungen des Steinkreises aufgrund der neuen Informationen aus erster Hand ab. Informationen, die ein Forscher bei uralten und damit „echten“ Steinkreisen natürlich niemals hat.

Neil Ackerman vom „Aberdeenshire Council’s Archaeology Service“ sieht die ganze Angelegenheit positiv. Immerhin haben hier die Wissenschaftler – nach der Mekldung des Farmers – herausgefunden, dass es eine Fälschung der Moderne ist. So sagt Ackerman:

Dass ein regionaler Monumenttyp so genau kopiert wird, zeigt das lokale Wissen, die Wertschätzung und die Auseinandersetzung mit der Archäologie der Region durch die lokale Gemeinschaft.

Darum hofft er, dass man sich an dem Fake-Steinkreis in seiner fantastischen Lage und Landschaft dennoch weiterhin erfreut. Auch wenn es für ihn enttäuschend sei, dass die Anlage erst 20 bis 25 Jahre alt ist.

Datierungen mittels Feuerzeug …

Wirklich „reingefallen“ sind die Wissenschaftler bzw. Archäologen in Schottland auf diesen Steinkreis allerdings nicht. Sie bekamen die Meldung über die Steinsetzung und datierten sie auf 3.000 oder mehr Jahre. Doch nur aufgrund ihrer Erfahrung mit eben solchen Bauwerken und durch Augenschein. Immerhin ist Schottland voll von diesen Megalithbauten.

Erst die weiteren Nachforschungen zeigten, dass der Fund aus der Neuzeit stammt. Zum Glück meldetet sich der Bauer, so dass die Untersuchung abgebrochen werden konnte. Wie hätten die Archäologen den Steinkreis wohl datiert, wenn sie mit Grabungen begonnen hätten? Etwa durch irgendwelche Funde, die dort zutage gekommen wären? Beispielsweise mittels C14-Datierung von zufällig dort liegenden Holzkohleresten eines Feuer, dass vor vielen tausend Jahren dort einmal brannte? Oder durch ein verlorenes Feuerzeug?

Damit aber nicht in vielen Jahren andere Archäologen über diesen Steinkreis stolper und ihn erforschen wollen, wurde auch er registriert. Neil Ackerman dazu:

Diese Art von Denkmälern ist bekanntermaßen schwer zu datieren. Aus diesem Grund nehmen wir alle modernen Nachbildungen antiker Monumente in unsere Unterlagen auf, falls sie später falsch identifiziert werden.

Ein sicherlich sehr wohl überlegter Schritt für die Zukunft der Archäologie (s. a. YouTube-Video HIER). Man denke zum Beispiel auch an die (Osterinsel-)Megalithen von Orrius in Spanien aus dem YouTube-Video HIER. Oder an die „versunkene Megalithkultur von New York“ aus diesem Video HIER

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Video-Auswahl zum Thema auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

YouTube-Video vom 23. Sep. 2018 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

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Lars A. Fischinger

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5.000 Jahre alte Sensation entdeckt: Forscher finden uralten Steinkreis – älter als Stonehenge! Artikel zum weltweiten „Erbe der Giganten“ +++ plus YouTube-Videos +++

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In Großbritannien wurde ein neuer Streinkreis entdeckt: Offenbar ist der Fund älter als das legendäre Stonehenge! (Bild: gemeinfrei)
In Großbritannien wurde ein neuer Streinkreis entdeckt: Offenbar ist der Fund älter als das legendäre Stonehenge! (Bild: gemeinfrei)

Bei „Steinkreisen“ denkt man meistens sofort an Stonehenge in Südengland. Doch Steinkreise aus der Vorzeit gibt es auf der ganzen Welt. Von der mysteriösen Osterinsel im Pazifik über Nordamerika und Nahost bis Korea. Nun haben Archäologen einen „Jahrhundertfund“ in Dartmoor (Südengland) gemacht. Dort fanden sie einen Steinkreis, der möglicherweise älter als das weltbekannte Stonehenge sein könnte. Doch wozu das alles? Warum haben unsere Vorfahren auf der ganzen Welt solche und ähnliche Steinkreise und Megalithanlagen gebaut? Diesen und weiteren Fragen soll hier anlässlich des spektakulären Funde in Großbritannien nachgegangen werden …


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die Entdeckung des „neuen Stonehenge“

Die Webseite des „Dartmoor National Park“ berichtet, dass neue Forschungen in Dartmoor auf einem 525 Meter hohen Hügel den scheinbar bis dato ältesten Steinkreis der britischen Inseln gefunden haben.

Kein anderer Steinkreis dieser Art liegt in England höher.

Bereits vor 5.000 Jahren sei diese Region besiedelt gewesen und der nun entdeckte Steinkreis mit eine Durchmesser von etwa 35 Metern liegt „strategisch“ so, dass von dort das gesamte Gebiet überschauen werden kann.

Die Archäologin des Park, Jane Marchand, berichtet, dass vor 4.000 Jahren diese Anlage aus 30 Steinen (plus einem Stein außerhalb) offenbar zusammengestürzt sein muss. Darauf weisen Radiokartondatierungen hin. Erste Hinweise auf die Anlage wurden jedoch bereits vor einigen Jahren von Alan Endacott identifiziert.

Man darf sich aber diesen Steinkreis von Dartmoor – wie bei allen Meldungen nach Art „neues Stonehenge gefunden“ – nicht so vorstellen, wie das eigentliche Stonehenge, wie es alle kennen. Diese Anlage bleibt eine Ausnahme.

Der
Der „Dartmoor-Steinkreis“ (Bild: Dartmoor National Park)

Aber tatsächlich ist es so, dass Steinkreise oder schlicht Kreisanlagen in ganz Europa und der ganzen Welt verteilt sind.

Und tatsächlich ist es offenbar eben so Tatsache, dass alle diese Monumente, und seien sie nur aus Holz gewesen, ähnlichen oder identischen Zwecken dienten. Etwa astronomischen Beobachtungen oder der Verehrung von Sonne und Mond.

Gerne wird auch behauptet, dass solche Bauten als „Kalender für die Landwirtschaft“ dienten. Wenn dem so wäre wurde aber bisher meiner Meinung nach bis heute nicht befriedigend erklärt, warum in vor Jahrtausenden dünn besiedelten Regionen solchen Arbeitsaufwendungen für ordinäre „Landwirtschaftskalender“ erbracht wurden.

Warum Stonehenge und andere Megalith-„Kalender“ für Aussaat und Ernte, wenn es auch viel einfacher geht? Zum Beispiel durch einfache Peilpunkte auf Sonnenzyklen, die durch Holzstämme oder meinetwegen auch Monolithen gesetzt wurden …?

Das Erbe der Giganten in aller Welt

Natürlich muss auch bedenken, dass derartige Kreisanlage fast immer in einer Gesamtkomposition einer ganzen Gegend angelegt wurden. Mit anderen Steinkreisen, mit Dolmen, Gräbern oder auch anderen monolithischen Bauten usw.

Reste der Megalithanlage Ggantija auf der Insel Gozo (Malta): Angeblich gebaut von einer Riesin (Bild: L.A. Fischinger)
Reste der Megalithanlage „Ggantija“ (ab 3600 v. Chr.) auf der Insel Gozo (Malta): Angeblich gebaut von einer Riesin (Bild: L.A. Fischinger)

Auch Stonehenge als der Klassiker steht nicht einsam und allein in der Gegend herum (heute scheinbar schon), sondern ist Teil einer ganzen „heiligen Landschaft“.

Es ist natürlich recht sonderbar anzunehmen, Menschen der Steinzeit oder der frühen Bronzezeit bauten derartige „Kalender“, die nur der Landwirtschaft dienten, gleich gehäuft an bestimmten Orten.

Hier sollte einer reichen, was eben solchen Anlagen für uns heute so rätselhaft macht. Wie auch der Umstand, dass die Erbauer keine schriftlichen Zeugnisse hinterlassen haben.

Der britische „Mirror“ zitierte am 12. Mai 2015 bzg. dieser neuen Entdeckung auch den Archäologen Mike Nendick. Dieser weist darauf hin, dass diese Menschen einst „total unterschiedlich zu den modernden britischen Menschen“ waren und auch ihre Sprache uns heute vollkommen fremd sei. Auch das waren und sind bis heute Gründe hier etwa Hinterlassenschaften von Bewohnern von Atlantis zu vermuten.

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Gleichfalls werden diese auch mit den Riesen der Mythologie in Verbindung gebracht. Nicht nur in Großbritannien, sondern eigentlich in allen Teilen der Welt, an denen sich derartigen Steinmonumente finden. Auf den Mittelmeerinseln Malta und Gozo, wo solche Bauten sogar noch älter als der Kreis von Dartmoor sind, spricht man beispielsweise ebenso von Riesen, wie in Südamerika. Auch Südamerika hat Steinkreise, die sich zum Beispiel in Chile aber auch Peru finden.

Riesen – die Giganten der Urzeit?

Riesen sind zwar der westlichen Welt nur als Kindermärchen bekannt, aber von diesen Titanen berichten die Mythen unzähliger Völkern. Ob tatsächlich etwas dran ist, dass diese irgendwas direkt oder indirekt mit solchen Monolithen zu tun haben, weiß wohl niemand. Der Mystery-Autor Uwe Topper nannte dies in einem Buch vor rund 40 Jahren „Das Erbe der Giganten„.

Prä-Astronautik-Buch: “Rebellion der Astronautenwächter” – Spuren der Götter aus dem All rund um die Erde von Lars A. Fischinger
Ausführlich zum Thema „Riesen“ in dem Buch „Rebellion der Astronautengötter“

Natürlich kennt auch die Bibel Riesen, Giganten und Titanen. Die Titanen der Bibel lebten zum Beispiel im „Land der Riesen“ Baschan, dem Reich von Og, einem dieser Riesen. Auch der legendäre Goliath gehörte dem Riesen-Geschlecht an. Goliath war ein Gewaltiger aus dem Geschlecht der Refaim, wie es die Legende sagt.

Passend dazu findet sich bis heute auf den Golanhöhen eine 5.200 Jahre alte Monithanlage mit dem Namen „Gilgal Refaim“ („Rujm el-Hiri“ auf Arabisch). Eine Spur der Erinnerung an dieses verschollene Geschlecht?

Die 150 Meter große Anlage besteht aus vier Kreisen und liegt im Land Baschan, dem „Land der Riesen“. Bis zu 5,5 Tonnen wogen die Monolithen, die im Kreiszentrum einen über 20 Meter im Durchmesser und rund sechs Metern hohen Hügel. Bis zu 42.000 Tonnen Monolithen und Gestein sollen in diesem Gebiet in der Vorzeit in zahlreichen Monumenten insgesamt verbaut worden sein.

Wozu diente der Megalithbau „Rad der Giganten“, wie sie die „The Jerusalem Post“ am 12. März 2009 nannte, in dieser unwirklichen Gegend des Nahen Ostens?

Auf meinem Video-Kanal zur Grenzwissenschaft findet Ihr zum Thema „Riesen“ und „Megalithbauten“ unter anderem diese Video online:

Bleibt neugierig …

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DAS ist laut dem British Museum der wichtigste archäologische Kunstfund der Steinzeit der letzten 100 Jahre in Großbritannien

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DAS ist der wichtigste archäologische Kunstfund der letzten 100 Jahre in Großbritannien (Bilder: British Museum / Montage: Fischinger-Online)
DAS ist der wichtigste archäologische Kunstfund der letzten 100 Jahre in Großbritannien (Bilder: British Museum / Montage: Fischinger-Online)

Die britischen Inseln sind voller Hinterlassenschaften und Bauten aus der Steinzeit und späteren Epochen, die teilweise weltberühmt sind. Grund genug für eine bald eröffnenden Sonderausstellung des altehrwürdigen British Museum in London unter dem Motto „Die Welt von Stonehenge“. Ein archäologischer Fund sticht bei dieser Ausstellung heraus. Denn laut Museum ist er der wichtigste Fund steinzeitlicher Kunst der letzten 100 Jahre in Großbritannien. Was hat es mit diesem unscheinbaren „Faß“ auf sich?


„Die Welt von Stonehenge“

Neben der legendären Megalithstätte Stonehenge, sind die Ausstellungsräume des British Museum in London ein Pilgerort für Forscher und Interessiere aus aller Welt in Großbritannien. Zehntausende von Jahren Menschheitsgeschichte liegen dort. Zusammengesammelt in hunderten von Jahren archäologischer Forschung (und Plünderung) in der ganzen Welt. Ein Ort, von dem so mache spektakuläre Entdeckung und Erkenntnis ausging.

Und nicht wenige dieser unersetzlichen Artefakte dort sind von unschätzbaren Wert. Man denke hier an die Moai-Figur namens „Hoa Hakananai’a“ von der Osterinsel, die in ihrer Form einzigartig ist. Oder auch an die Tontafeln des Gilgamensch-Epos. Auf einer dieser Tafeln entdeckte man im 19. Jahrhundert im Museum die Vorlage der biblischen Sintflut-Geschichte. Ebenfalls finden sich hier authentische Artefakte aus dem Inneren der Cheops-Pyramide und die „Himmelsscheibe von Ninive“. Sie ist eine Tonscheibe aus Mesopotamien, auf der Astronomen vor Jahrtausenden ein Himmelsereignis in Keilschrift und in exakt eingeritzten Linien festhielten.

Selbst ein „Kristallschädel“ findet sich in dem Museum, auch wenn dessen Alter und Herkunft mehr als fragwürdig ist.

Eine endlose Liste historisch bedeutsamer Objekte ließe sich hier anführen. Es gibt somit in Großbritannien keinen geeigneteren Ort für eine Sonderausstellung, die die Welt von Stonehenge den Besuchern nahe bringen kann. Diese eröffnet am 17. Februar ihre Tore. Hierzu schreibt das Museum unter anderem:

Die menschliche Geschichte hinter den Steinen (von Stonehenge, Anm. LAF) offenbart sich in einer Vielzahl faszinierender Objekte. Dazu gehören Steinäxte aus den norditalienischen Alpen, atemberaubender Goldschmuck und erstaunliche Beispiele für frühe Metallarbeiten, darunter die Himmelsscheibe von Nebra – die älteste erhaltene Sternenkarte der Welt. Ein bemerkenswert gut erhaltener 4.000 Jahre alter Holzkreis, der als Seahenge bezeichnet wird, steht ebenfalls im Mittelpunkt der Ausstellung und wird zum ersten Mal als Leihgabe gezeigt.

All diese Objekte liefern wichtige Hinweise auf den Glauben, die Rituale und die komplexe Weltanschauung der Menschen der Jungsteinzeit und tragen dazu bei, ein lebendiges Bild vom Leben der frühesten Vorfahren Europas zu zeichnen.

Die „Burton-Agnes-Trommel“

Wie man unter anderem an der aus Deutschland stammenden „Himmelsscheibe von Nebra“ sieht, möchte das Museum einen weiten Bogen um die Welt von Stonehenge spannen. Nicht nur, da die Himmelsscheibe jünger als der Steinkreis in England ist und aus der Bronzezeit stammt. Denn die kulturellen Zusammenhänge liegen auf der Hand. Und diese ziehen sich über die gesamten britischen Inseln, fast ganz Europa bis in den Nahen Osten und Ägypten.

Da scheint es etwas erstaunlich, dass ein unscheinbare „Stein-Trommel“ von den Archäologen des British Museum als wichtigste Entdeckung vorzeitlicher Kunst der letzten 100 Jahre aus den Insel bezeichnet wird. Heute ist das Artefakt als „Burton-Agnes-Trommel“ bekannt (s. Titelbild).

Gefunden wurde das rund 5.000 Jahre alte Objekt 2015 auf einem Landgut in Burton Agnes in Ost-Yorkshire in einem Kindergrab. In diesem Grab der Steinzeit lagen drei unterschiedlich alte Kinder, von denen das älteste diese „Trommel“ (die keine Trommel im eigentlichen Sinne war) über den Kopf als Beigabe platziert bekam. Die Kinder wurden offenbar zeitgleich und in Umarmung untereinander bestattet.

Es war ein rührendes Bild, dass sich den Archäologen damals bot, und das Neil Wilkin als „zutiefst bewegend“ beschreibt. Wilkin ist der Kurator der Sonderausstellung, den „Barry & District News“ mit den Worten zitiert:

Dies ist eine wirklich bemerkenswerte Entdeckung und das wichtigste Stück prähistorischer Kunst, das in den letzten 100 Jahren in Großbritannien gefunden wurde. Die Entdeckung des Grabes von Burton Agnes ist sehr bewegend. Die Emotionen, die die neue Trommel zum Ausdruck bringt, sind kraftvoll und zeitlos, sie gehen über die Zeit von Stonehenge hinaus und spiegeln einen Moment der Tragödie und Verzweiflung wider, der auch nach 5.000 Jahren noch ungebrochen ist.

„Das bedeutendste Stück prähistorischer Kunst“

Solche zylindrischen oder trommelartigen Objekte wurden in der Vergangenheit erst dreimal entdeckt. Aber nie in einem so guten Zustand. Doch nie war den Forschern klar, was diese steinernen „Eimer“ überhaupt waren oder bedeuten. Sicher ist man sich nur, dass sie aus dem Zeitalter von Stonehenge stammen, da sie mit Verzierungen versehen sind, die damals weithin beliebt waren. Sie lassen sich bis nach Irland nachweisen.

Dazu führte Wilkin gegenüber der „BBC“ weiter aus:

Meiner Meinung nach ist die Trommel von Burton Agnes noch komplizierter geschnitzt und spiegelt die Verbindungen zwischen Gemeinschaften in Yorkshire, Stonehenge, Orkney und Irland wider. Die Analyse ihrer Schnitzereien wird dazu beitragen, die Symbolik und den Glauben der Zeit zu entschlüsseln, in der Stonehenge errichtet wurde.

Wozu diese Objekte dienten und was die Verzierungen bedeuten, bleibt dennoch reine Spekulation. Auch wenn eine Verbindung zu Stonehenge gezogen wird, hilft das nicht weiter. Es wird hierbei von „religiöser“ oder „symbolischer“ Bedeutung gesprochen, was deren Zweck allerdings nicht im Geringsten erklärt. Auch nicht, dass es ein Talisman für das Jenseits gewesen sein könnte. Warum dann aber nur eine solche „Trommel“ als Talisman bei drei Bestatteten?

Auffallen ist bei der „Burton-Agnes-Trommel“, das diese drei Löcher hat. Da sie in einem Grab mit drei Kindern lag, könnte man vermuten, dass ihre Seelen durch diese Öffnungen in die „Trommel“ eingehen und so für immer vereint sein sollen.

Ein Behältnis für die Seelen?

Eine reine Vermutung meinerseits. Dafür könnte allerdings sprechen, dass die drei verstorbenen Kindern in inniger Dreisamkeit beerdigt wurden. Ebenso, dass Megalithanlagen-Gräbern, die wir von den Britischen Inseln über ganz Europa bis in den Nahen Osten und den Kaukasus finden, angebliche „Seelenlöcher“ haben. Es sind runde Öffnungen in jeweils einem Megalith dieser Gräbern, aus denen die Seele der Verstorben hinein und hinaus gelangen konnte. So eine Deutung dieser runden Löcher. Zum Teil sind diese Öffnungen auch nach den Sonnenwenden ausgerichtet.

Reine Spekulationen …

Eine Radiokarbondatierung (C14) eines der Skelette von Burton Agnes ergab, dass die Beerdigung zwischen 3005 bis 2890 vor Christus stattfand. Nach Einschätzung der Archäologen des Museums ist auch die „Trommel“ so alt zu datieren. Obwohl das Artefakt in der Sonderausstellung im Schatten der Nebra-Scheibe oder der Anlage von Stonehenge als nationales Monument der Briten in der Grafschaft Wiltshire zu verblassen scheint, kann man die Begeisterung der Forscher nachvollziehen.

Es ist ein uraltes Kunstwerk und damit nicht mit einer Megalithanlage zu vergleichen. Gemeinsam ist ihnen, dass große Bauten ebenso Rätsel aufgeben, wie kleine Grabfunde aus dieser Epoche.

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Archäologische Funde in einer südfranzösischen Grotte sollen die Menschheitsgeschichte um 10.000 Jahre umschreiben (+ Videos)

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Archäologische Funde in einer südfranzösischen Grotte sollen die Menschheitsgeschichte umschreiben (Bilder: L. Slimak / Montage: Fischinger-Online)
Archäologische Funde in einer südfranzösischen Grotte sollen die Menschheitsgeschichte umschreiben (Bilder: L. Slimak / Montage: Fischinger-Online)

Erneut schreiben archäologische Funde die Menschheitsgeschichte um, wie Forscher in einer aktuellen Studie berichten. Gefunden wurden sie in der südfranzösischen Grotte „Mandrin“ und weisen darauf hin, dass der modernen Mensch bereits 10.000 Jahren früher als gedacht Westeuropa besiedelte.Für das Forscherteam um Ludovic Slimak eine Sensation – die aber nicht unwidersprochen blieb. Denn echte und falsche Sensationen geben sich gerne die Klinke in die Hand.


Falsche und echte Sensationen

Seit Jahrzehnten berichten „Laienforscher“ immer wieder, dass die Menschheitsgeschichte umgeschrieben werden muss und ähnliches. Hierbei präsentieren sie beispielsweise Funde der Steinzeit oder andere Entdeckungen, die nicht in das gängige Gesichtsbild der Vergangenheit und Menschheit passen. Oder passen sollen. Denn fast alle diese Entdeckungen sind zumindest umstritten.

Solche Funde sind ein mehr als interessantes Feld für einen Mystery-Jäger oder „alternativen Historiker“. Auch wenn diese nicht selten zu wahrhaftigen Sensationen hochgepuscht werden, die sich letztlich aber dann doch nicht wissenschaftlich belegen lassen. Dieser Umstand macht die Welt der Rätsel und Phänomene nicht minder spannend. Eher im Gegenteil, wie zahlreiche auf diesem Blog oder in Mystery Files-Büchern veröffentlichte Beispiele zeigen. Hierbei besteht allerdings kein Zweifel daran, dass viele Fragen in der Entwicklung, Mythologie oder Historie der Menschheit bis heute tatsächlich ungeklärt sind.

Man mag diesen „Lainforschern“ teilweise Sensationsgier vorwerfen. Doch mittlerweile bedarf es nicht mal mehr derartigen Forschern und Autoren, um die Geschichte umzuschreiben. Das machen etablierte Archäologen und andere Forscher heute von ganz allein. Es hat hierbei sogar den Anschein, dass die Abstände, in denen „Mainstream-Wissenschaftler“ entsprechende Entdeckungen machen oder publizieren, immer kürzer werden. Immer wieder werden irgendwo auf der Erde Hinterlassenschaften ausgegraben oder andere Spuren gefunden, die ein neues Bild auf die Vergangenheit werfen.

Und das so schnell und häufig, dass niemand mehr die Schulbücher umschreiben und neu drucken kann! Am Ende sind dazu einige Beispiel-Videos von dem Mystery Files-YouTube-Kanal angehangen.

Homo Sapiens in Europa

Eines der vielen Mysterien der Vergangenheit ist die Frage nach der Besiedlung der Erde durch die Menschen der Vorzeit. Wann kam der Mensch (oder eine uns verwandte Art) zum Beispiel wo auf dem Planeten an und wie kam er dahin, fragen sich unzählige Forscher heute. Hierzu gab es in Fernost erst vor relativer kurzer Zeit Funde, die althergebrachte Ansichten mal wieder über den Haufen warfen (s. 1. Video unten). Ebenso in Mittelamerika (s. 2. Video unten). Und dass der Neandertaler bereits vor 85.000 Jahren Steinkreise in Höhlen errichtete, war bis vor wenigen Jahren auch undenkbar (s. 3. Video unten). Um nur einige Beispiele zu nennen.

Die Lehrmeinung ist auch, dass unsere Vorfahren einst von Afrika über den Nahen Osten vor rund 43.000 bis 45.000 Jahren in Zentraleuropa einwanderten. Hinweise auf anatomisch moderne Menschen sind beispielsweise aus Bulgarien bekannt. Hier fanden sie sich in der Höhle „Batscho-Kiro“ und wurden unter anderem 2020 in „Nature Ecology & Evolution“ (Bd. 4) auf ein Alter von bis zu 45.820 Jahren datiert. Unter Verwendung der Radiokarbondatierung (C14).

Als Zugewanderte trafen sie hier aber auf eine andere Menschenart, die heute als Neandertaler weltbekannt ist. Mit diesen arrangierten sich unsere direkten Vorfahren teilweise, so dass es auch zu Beziehungen und Kindern zwischen ihnen kam. Wir alle haben wenigen Prozent Neandertaler-DNA in uns. Irgendwann aber war es vorbei mit dem Zusammenleben, denn der Neandertaler starb in Europa aus.

Warum das so war, ist bis heute ebenfalls ein Rätsel und Anlass für zahlreiche wissenschaftliche Spekulationen. Vielleicht konnte er sich nicht an einen Klimawandel anpassen, wird ebenso diskutiert, wie die These, dass wir als Homo Sapiens ihn in Europa verdrängten. Vielleicht sogar ausrotteten.

Wann die „Zweisamkeit“ zwischen Neandertalern und uns in Europa begann, ist für das Verständnis ihres Untergangs eine entscheidende Frage. Schließlich gewinnen die Archäologen so auch einen Eindruck und zeitlichen Rahmen, wie lange die Koexistenz der beiden Spezies dauerte. Möglicherweise ließen sich daraus Anhaltspunkte herleiten, warum unser Cousin ausstarb.

Nur 40 Jahre bewohnt

Dieses Thema fasziniert weltweit Wissenschaftler. Ein hartnäckiges Rätsel der Menschheitsgeschichte, das bisher nicht geknackt wurde. Und das nun durch neue Forschungen und Ausgrabungen in der Grotte „Mandrin“ im Süden von Frankreich neue Fragen aufwirft. So berichtet es aktuell ein Wissenschaftler-Team um Ludovic Slimak, Paläoanthropologe an der Universität Toulouse, in einer Untersuchung, die in „Science Advances“ am 9. Februar erschien. 15 Jahre haben die Grabungen des Teams bisher schon in Anspruch genommen, so Slimak.



Ausgrabungen in dieser Grotte oder „Halbhöhle“ sind nicht neu. Schon seit Jahrzehnten graben hier Archäologen nach den Spuren unserer Vorfahren und frühen Verwandten. Denn die Grotte erwies sich als ein Glücksfall für die Forschung. Die Anzahl und der Erhaltungszustand der dort entdeckten Artefakte und Knochen gelten als überaus ungewöhnlich. Ebenso, dass die ältisten Funden dort bis zu 120.000 Jahre in die Vergangenheit reichen.

Deshalb ist die Grotte nicht nur eingezäunt, sondern auch Videoüberwacht. Ein archäologisch überaus wertvoller Fundort.

So alt sind die neuen Funden aus Frankreich längst nicht. In der jetzt veröffentlichen Studie schreiben die mehr 20 beteiligten Forscher, dass der moderne Mensch schon vor bis zu 56.800 Jahren in Südfrankreich in dieser Grotte gelebt haben muss. Folglich also rund 10.000 Jahre früher, als bisher immer angenommen wurde.

Zu diesem Ergebnis kamen die Archäologen unter anderem aufgrund eines Backenzahns, der aus einem Kindergebiss stammen soll. Ein sogenannter „Milchzahn“, den sie in „Mandrin“ in einer Erdschicht ausgruben, die sich zwischen zwei Schichten mit Neandertaler-Spuren befindet. Darum schlussfolgern sie, dass hier Neandertaler lebten, dann eine Zeitlang der moderne Mensch und dann wieder der Neandertaler.

Die Anwesenheit der modernen Menschen war nach den Archäologen aber erstaunlich kurz. Sie sprechen davon, dass dieser nur 40 Jahren in der Grotte gelebt haben soll, bevor er wieder verschwand. Warum, wissen sie nicht. Allerdings ist das Team um Slimak sicher, dass dann wieder der Neandertaler dort einzog. Und zwar für 12.000 Jahre, bis wiederum „anatomisch moderne Menschen“ hier Quartier bezogen. Offenbar war „Mandrin“ einst eine sehr beliebte Immobilie.

Stimmt das alles so?

Es ist durchaus spektakulär, dass bereits 10.000 Jahre früher moderne Menschen von Südosteuropa bis in den Süden von Frankreich wanderten. Zehn Jahrtausende ist ein gewaltig langer Zeitraum, der somit die Besiedlungsgeschichte vollkommen neu schreibt. Auch wenn der Neandertaler sie mutmaßlich zumindest in diesem Gebiet wieder verdrängte.

Wurden aber dieser einzelne Kinderzahn sowie entsprechende Steinwerkzeuge, die dem Homo Sapiens zugeschrieben wurden, vielleicht von den Forschern falsch interpretiert? Denn am 9. Februar erschienen in den Fachmagazinen „Nature“ und „Science“ zeitgleich zu der Studie zwei weitere Artikel, die diese Neuentdeckungen und Interpretationen kritisch sehen. „Ich finde die Beweise nicht sehr überzeugend“, sagt beispielsweise der Archäologe William Banks gegenüber „Nature“.

Der Spezialist für die Epoche der Steinzeit der französischen Universität von Bordeaux glaubt auch, dass die gefunden Steinwerkzeuge eine „lokale Erfindung“ der Neandertaler gewesen sein könnten. Nicht aber unbedingt „Importe von Menschen aus dem Nahen Osten“, so „Nature“. Auch der Zahn überzeugt ihn keineswegs. „Es ist nicht abwegig, dass ein einziger Neandertaler-Zahn Zahnmerkmale aufweisen könnte, die denen moderner Menschen ähneln“, so Banks weiter.

Anders sieht das Kristin Krueger, eine Zahnpaläoanthropologin von der Loyola University Chicago, gegenüber „Science“:

Ich fand diese Arbeit absolut faszinierend. Soweit ich das beurteilen kann, ist dies ein solider Beweis dafür, dass der moderne Mensch früher als angenommen nach Europa kam. Die Autoren liefern überzeugende Argumente für die Datierungen. Sie liefern die stratigraphische Abfolge, die über viele, viele Jahre der Ausgrabung abgeschlossen wurde, (und) verwenden auch mehrere Methoden für die Datierung jeder Schicht.“

„Es wäre so cool, wenn es wahr wäre … aber es ist keine todsichere Sache“, merkt auch die Paläoanthropologin Shara Bailey von der Universität New York an. Todsicher wäre es wohl erst, wenn der Zahn einer DNA-Analyse unterzogen wird. Diese wurde bisher nicht durchgeführt, was wohl mehr als ungewöhnlich ist. Die Forscher haben dafür jedoch eine Erklärung: Der fragile Zahn sei eine solche Kostbarkeit, dass sie erst neuere und zerstörungsfreie Techniken zu Genanalyse abwarten wollen.

Bis dahin wird zumindest diese neuerliche Sensation der Archäologie der Steinzeit weiter ihre Kritiker haben.

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Hunderttausende Bodendenkmäler und Spuren in der Wüste: 4.500 Jahre altes Netzwerk von „Gräber-Alleen“ in Saudi-Arabien (+ Videos)

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Hunderttausende Bodendenkmäler und Spuren in der Wüste: 4.500 Jahre altes Netzwerk von „Gräber-Alleen“ in Saudi-Arabien (Bilder: University of Western Australia )
Hunderttausende Bodendenkmäler und Spuren in der Wüste: 4.500 Jahre altes Netzwerk von „Gräber-Alleen“ in Saudi-Arabien (Bilder: University of Western Australia )

Das weite Land Saudi-Arabien, dort, wo sich der biblischen Berg Moses befindet, ist für die Archäologie im wahrsten Sinne des Wortes noch Wüste. Doch dies wandelt sich, da mehr und mehr Archäologen ihr Augenmerk auf die dortigen Hinterlassenschaften der Vergangenheit richten. Vor alle auf die hunderttausenden dort vorhandenen Bodenstrukturen, die über sehr weite Gebiete verstreut liegen. Bisher kaum erforschte, Jahrtausende alte Zeugen einer unbekannten Vergangenheit. Jetzt haben Archäologen dazu eine Untersuchung veröffentlicht. Darin sind die forscher sicher, dass diese Funde das „Verständnis der frühen Geschichte des Nahen Ostens tiefgreifend“ verändern werden.


Saudi-Arabien im Fokus der Archäologie

In den letzten Jahren rückten die riesigen Gebiete und Wüsten von Saudi-Arabien mehr und mehr in den Fokus der Archäologen. Grund dafür sind unter anderem unzählige Bodenstrukturen auf dem Wüstenboden, die in weiten Teilen selbst mittels Google Earth ausfindig zu machen sind.

Ihre Anzahl geht mindestens in die zehntausende, weshalb sie auch für Mystery-Jäger inzwischen von Interesse sind. Mehrfach wurde darüber hier bereits berichtet (s. a. Videos am Ende), da zum Teil bei diesen Bodenstrukturen Erinnerungen an die Nazca-Linien in Peru wach werden. Geoglyphen, deren Pacht, Umfang und Ausdehnung am besten aus der Luft zu bestaunen sind.

Nicht anders wie in Saudi-Arabien. Hier jedoch mit dem großen Unterschied, dass es meistens keine Kunstwerke, Pisten und Linien sind, die ihre Erbauer in die Wüste scharrten oder gruben. In Saudi-Arabien bestehen diese Steinkreise, Rechtecke, Dreiecke und Gebilde, die aussehen wie überdimensionierte Schlüssellöcher, aus aufgeschütteten Steinen und Geröll. Diese Bauart unterscheidet sich demnach sehr von jener in Nazca in Südamerika.

Was diese überall verteilt liegenden „Geoglyphen“ der saudischen Wüste einst waren, ist in vielen Fällen unklar. Es scheint, dass ihre Schöpfer diese für verschiedene Zwecke anlegten. Von mutmaßlichen Tiergehegen, „Kultplätzen“, Wasserspeicher und Grabanlagen, wurde hier in der Vergangenheit gesprochen. Angelegt wurden sie vor tausenden von Jahren. Und, wie im 1. Video unten berichtet, dieser „Brauch“ reicht offenbar bis in die Steinzeit vor 7.000 Jahren zurück.

Tausende Kilometer Wege, Gräber und Kultstätten

Zumindest für die Mehrzahl der auffälligen Bodendenkmäler wollen Archäologen um Dr. Matthew Dalton von der „School of Humanities“ der University of Western Australia jetzt eine Erklärung gefunden haben. So berichteten die Forscher in ihre jüngst veröffentlichten Studie in „The Holocene“, das sie „in weiten Teilen Nordwestarabiens“ zahllose Wege nachweisen konnten, die von Steinmonumenten gesäumt sind. „Es sich in der Mehrzahl um antike Gräber“, so die Forscher, von denen die meisten „in der Mitte bis Ende des dritten Jahrtausends vor Christus errichtet wurde“. In ihrer Studie schreiben die beteildigten Autoren um Dalton dazu weiter:

Tausende von Kilometern dieser zusammengesetzten Wege und Denkmäler, so genannter ‚Gräber-Alleen‘, lassen sich in der Landschaft nachverfolgen, vor allem in der Nähe von und zwischen den großen, ganzjährigen Wasserquellen. Da sie Routen menschlicher Bewegungen während dieser Zeit belegen, stellen diese Merkmale eine neue Quelle für die Rekonstruktion wichtiger Aspekte der antiken Mobilität und der sozialen und wirtschaftlichen Vernetzung dar.

Steinstrukturen in Saudi-Arabien - einige ähneln in der Form Schlüssellöchern (Bild: University of Western Australia)
Steinstrukturen in Saudi-Arabien – einige ähneln in der Form Schlüssellöchern (Bild: University of Western Australia)

Diese „Gräber-Alleen“ sind jene Steinstrukturen, die von oben aussehen wie klassische Schlüssellöcher. Eine Bauweise oder Grundstruktur, die sich interessanterweise in identischer Form zahlreich auch in Japan findet. Dort jedoch um ein vielfaches größer, wie in diesem Mystery Files-Video HIER 2017 berichtet. In Japan stellen diese „Schlüsselloch-Grabanlagen“ in ihrer Ausdehnung in einigen Fällen sogar die Cheops-Pyramide in Ägypten weit in den Schatten.

Bisher fast 18.000 Bodendenkmäler identifiziert

Im Gegensatz zu Japan handelt es sich bei den Anlagen in Saudi-Arabien nach den jüngsten Forschungen aber nicht um Bauten, die für sich alleine standen oder anlegt wurden. Ausgrabungen vor Ort, Luftbildarchäologie mit Hilfe von Hubschraubern und Satellitenbildern und Bodenuntersuchungen zeigten, dass hier eine weit ausgedehnte Kulturlandschaft bestand. Ein ganzes Netzwerk, dass ein neues Bild auf die dortigen Menschen vor rund 4.500 Jahre wirft.

„Bei dieser Untersuchung wurden etwa 164.600 vermutete archäologische Objekte identifiziert“, betont die Studie. Rund 17.300 bis 17.800 waren entsprechende Strukturen. 11.000 von ihnen standen direkt mit diesen „Alleen“ in Verbindung. Diese seien auf Luftbildern auch recht einfach zu finden, wie die Archäologen unterstreichen. Hier haben Menschen der Bronzezeit kunstvolle Anlagen geschaffen, die ein ganzes Netzwerk von Totenstätten, Wegen und Straßen umfasst. Die entdeckten „Alleen“ umfassen dabei ein gewaltiges Gebiet von 160.000 Quadratkilometern. Kerngebiet der Untersuchungen waren dabei die Bezirke AlUla und Khaybar.

Die „Schlüssellöcher“ selber vergleichen sie in ihrer Untersuchung weniger mit diesen, auch wenn die Ähnlichkeit nicht unerwähnt bleibt. „Hängende Gräber“ werden diese genannt, da die Form dieser Steingebilde Schmuckanhängern für Halsketten ähnelt.

Das Team um Matthew Dalton fand in diesen und anderen Gräbern und Kultplätzen unterschiedliche Bestattungen vor. Mal ganze Gruppen von Personen, mal nur einzelne Verstorbene. Andere Steinstrukturen sind nicht ganz eindeutig einzuordnen. Symbolische und kulturelle Zwecke werden vermutet. Vielleicht im Zusammenhang mit den Verstorben.

Ein unbekanntes Netzwerk vor 4.500 Jahren

Auch die Wege sind nicht immer eindeutig zu identifizieren, da es mindestens zwei Arten dieser Straße gab. Einige, nennen wir sie „Hauptstraßen“, führten offensichtlich von Oase zu Oase. Sie verbanden demnach Wasserstellen, an denen auch die „dichtesten Konzentrationen von Grabmonumenten“ zu finden sind. Die „Nebenstraßen“ scheinen vor allem zu Weiden geführt zu haben, auf denen während der Regenzeit das Vieh getrieben wurde.

Die University of Western Australia zitiert in einer Pressemitteilung zu den Forschungsergebnissen vom 14. Januar 2021 Dr. Dalton:



Sie zeigen, dass die vor 4.500 Jahren auf der arabischen Halbinsel lebenden Völker sozial und wirtschaftlich viel stärker miteinander verbunden waren, als wir bisher angenommen haben.

Die schiere Anzahl der bronzezeitlichen Gräber, die um sie herum gebaut wurden, deutet darauf hin, dass die Bevölkerung zu dieser Zeit bereits begonnen hatte, sich dauerhaft an diesen günstigen Standorten niederzulassen.“

Die Geschichte des Nahen Osten wird sich wandeln

Projektleiter Dr. Hugh Thomas von der „School of Humanities“ bezeichnete die archäologischen Ergebnisse in der Pressemitteilung als „Höhepunkt eines großartigen Jahres“:

Die archäologischen Funde aus diesen Regionen haben das Potenzial, unser Verständnis der frühen Geschichte des Nahen Ostens tiefgreifend zu verändern.“

In Zukunft werden sich sicherlich viele Archäologen und Historiker dieser Meinung anschließen. Zumal man bedenken muss, dass längst nicht alle dortigen Strukturen und Anlagen Wege, Gräber und Straßen waren. Viele bilden auch einfache Rechtecke, die scheinbar sinnlos nebeneinander liegen. Wie HIER berichtet, wurden in diesen „Gattern“ oder „Gehegen“ bereits Funde gemacht, die sogar rund 7.000 Jahre alt sind. Lange vor dem Netzwerk der Bronzezeit.

Ebenso finden sich in Saudi-Arabien schnurrgerade Linien, die für einige Mystery-Autoren eher an die Nazca-Linien als an Straße erinnern. Andere Bodenstrukturen oder –Denkmäler fallen in ihrer Gestaltung auch ganz aus der Reihe der „Schlüssellöcher“, Kreise, Vierecke und Hügel. Mehr dazu im 2. Video unten.

Die Forschung im Nahen Osten bleibt also überaus spannend.

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Video vom 30. Januar 2021 auf Mystery Files

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Video vom 27. Dezember 2019

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VIDEO: Die rätselhafte Megalithanlage „Arthurs Stone“: Eine bisher unbekannte heilige Landschaft – 1.000 Jahre vor Stonehenge?

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VIDEO: Schon 1.000 Jahre vor Stonehenge gab es um die rätselhafte Megalithanlage "Arthurs Stone" eine bisher unbekannte heilige Landschaft (Bild: Universities of Manchester / Bearbeitung: Fischinger-Online)
VIDEO: Schon 1.000 Jahre vor Stonehenge gab es um die rätselhafte Megalithanlage „Arthurs Stone“ eine bisher unbekannte heilige Landschaft (Bild: Universities of Manchester / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Jedes Kind kennt heute die rätselhafte Megalithanlage von Stonehenge in England. Und viele wissen sicherlich, dass dieses Rätsel der Steinzeit einst Teil ein ganzen „Kultlandschaft“ mit weiteren Bauten war. Doch schon 1.000 Jahre zuvor soll es laut Archäologen von der Universität Manchester eine bisher unbekannte Heilige Landschaft gegeben haben. Rund um die MegalithstätteArthurs Stone“ in Wales. Was die Forscher entdeckten und vermuten, erfahrt Ihr in diesem Video.


Stonehenge und die „Kultlandschaft“ um „Arthurs Stein“

Rätselhafte Megalithen und Bauten aus der Steinzeit in Großbritannien? Hierzu fällt wahrscheinlich jedem Kind sofort Stonehenge ein. Doch schon 1.000 Jahre vor Baubeginn der Stonehenge-Anlage scheint es nahe Wales in Ost-England bereits eine sogenannte Heilige Landschaft gegeben zu haben.

Davon sind zumindest Archäologen um Julian Thomas von der Universität Manchester mehr und mehr überzeugt. Hier errichteten vor etwa 5.700 Jahren, also schon rund 1.000 Jahre vor dem Beginn des Steinkreis von Stonehenge, Menschen der Vorzeit Heiligtümer aus Stein und Erde. Unter anderem eine Megalithanlage namens „Arthurs Stein“, die ursprünglich unter einem großen Erdhügel verborgen lag. Von diesem ist heute allerdings nichts mehr zu sehen.

Doch Ausgrabungen der letzten Jahre zeigten jetzt, dass dieses Monument aus dem Neolithikum offenbar nur ein Teil einer ganzen „Kultlandschaft“ war. Eine „Heilige Landschaft“, wie sie in Deutschland zum Beispiel um den Bereich des Sonnenobservatorium bzw. der Ringwallanlage von Goseck und anderen interpretiert wird. Und natürlich um den Klassiker Stonehenge in England.

Auch beim „Stein von König Arthur“ haben die Erbauer offensichtlich Ausrichtungen zu anderen heiligen Stätten vorgenommen. Beispielsweise auf zwei „Hallen der Toten“ fast einen Kilometer entfernt. Was genau die Archäologen jetzt bekannt gaben, erfahrt Ihr in diesem Video vom 1. September 2021.

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Video vom 1. September 2021 auf Mystery Files

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VIDEO: Fast 9000 Jahre alt: Israels versunkenes Stonehenge Atlit Yam im Mittelmeer

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Das "Atlantis von Israel": Atlit Yam im Mittelmeer (Bild: WikiCommons/Hanay / CC BY-SA 3.0)
Das „Atlantis von Israel“: Atlit Yam im Mittelmeer (Bild: WikiCommons/Hanay / CC BY-SA 3.0)

Kurz vor der Küste des heutigen Israel liegen die rund 9.000 Jahre alten Ruinen von Atlit Yam auf dem Grund des Meeres. Ein Stonehenge von Israel, wie man die versunkene Megalithanlage und das Dort auch bezeichnet. Eine Fundstelle, die hier im Westen so gut wie unbekannt ist, aber durchaus als Sensation der Archäologie bezeichnen erden kann, wie ihr in diesem Video erfahrt.


Atlit Yam: Das „Stonehenge von Israel“

Vor der Küste Israels liegt eine uralte archäologische Stätte auf dem Grund des Mittelmeeres. Bekannt ist diese unter den Namen Atlit Yam, und wird auch  als Stonehenge oder sogar Atlantis von Israel bezeichnet. Das einstige Dorf ist fast 9.000 Jahr alt – und schon hier wurden „Kultplätze“ aus Megalithen gebaut. Wie in Europa der Steinzeit.

Für israelische Archäologen ist dieses „Stonehenge im Mittelmeer“ ein Glücksfall. Und ein Zufallsfund, der erst 1984 gemacht wurde. Auch wenn an der dortigen Küste verschiedene steinzeitliche Siedlungen im Meer versunken sind, zeichnet sich Atlit Yam dahingehend aus, da hier Megalithanlagen gefunden wurden. Durchaus vergleichbar mit den berühmten Steinkreisen aus der Steinzeit in Europa.

Ein Rätsel der Archäologie ist jedoch, warum diese Stätte offenbar fluchtartig verlassen wurde. War ein Tsunami der Grund, wie die Forscher spekulieren? Wohl deshalb wird das Dorf auch mit Atlantis verglichen: Untergegangen in den Fluten des Meeres.

Alles dazu erfahrt Ihr in diesem Video vom 14. April 2021. Den von mir im Video erwähnten Vortrag, in dem ich bereits vor einigen Jahren über das „Atlantis von Israel“ kurz berichtete, findet Ihr HIER auf meinem YouTube-Kanal.

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Video vom 14. April 2021 auf Mystery Files

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Ringheiligtum von Pömmelte: Eine Stierkampfarena? Experten präsentieren eine phantasievolle „Rekonstruktion“ (+ Video)

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Ist die Rekonstruktion des Ringheiligtum von Pömmelte nichts als reine Phantasie eines Künstlers des Landesmuseum für Vorgeschichte Halle? (Bilder: M. Zirm & Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt)
Ist die Rekonstruktion des Ringheiligtum von Pömmelte nichts als reine Phantasie eines Künstlers des Landesmuseum für Vorgeschichte Halle? (Bilder: M. Zirm & Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt)

Rekonstruktionen oder sogar Nachbauten von uralten Artefakten, Monumenten, Bodendenkmälern oder anderen Kultplätzen sind wahrlich nicht immer ganz einfach. Vor allem dann, wenn man kaum mehr als verwitterte Spuren im Erdreich hat, die mühsam ausgegraben werden müssen. So wie bei dem Ringheiligtum von Pömmelte in Sachsen-Anhalt, das wie sein „Bruder“ in Goseck als Rekonstruktion wieder aufgebaut wurde. Jetzt jedoch legten die Verantwortlichen eine Bild-„Rekonstruktion“ vor, die sicher nicht nur Laien erstaunen wird.


Das Ringheiligtum von Pömmelte und Rekonstruktionen der Archäologie

Wenn sich Archäologen daran machen, irgendwas aus unserer fernen Vergangenheit zu rekonstruieren, wird es immer heikel. Seien es nun Nachbauten wie das Ringheiligtum von Pömmelte oder Goseck in Sachsen-Anhalt, der vermeintliche Wiederaufbau von zerstörten Ruinen oder digitale bzw. virtuelle Rekonstruktionen antiker Stätten irgendwo auf der Welt.

Mit Sicherheit wird sich schon jeder Zuschauer bei entsprechen TV-Dokumentationen über historischen Stätten, Orte, Monumente oder ganzer Städte gefragt haben, woher weiß man, wie die aussahen? Denn unzählige derartiger History-Dokus präsentieren dem Publikum immer wieder digitale Rekonstruktionen solcher antiken Ruinen, wie sie einstmals in voller Blüte dagestanden haben sollen. In den wenigstens Fällen wird dabei klein eingeblendet, dass es eine „künstlerische Rekonstruktion“ oder „Interpretation“ ist.

Emsige Archäologen zeigen hierfür gerne ihre oft spärlichen Funde, aus denen mittels Computeranimation wunderschöne Gebäude und Plätze entstehen. Gute Beispiele sind irgendwelche ausgegrabenen Löcher in denen von tausenden von Jahren Holzpfosten standen, die längst verwittert sind. Wie von Zauberhand entstehen daraus am Computer und Zeichenbrett ganze Häuser mit Dach und Verzierungen oder sogar ganze Ortschaften.

Rekonstrukteure brauchen sehr viel Phantasie, das steht fest. Was die archäologische Faktenlage nicht hergibt, wird dazuerfunden. Seien wir aber mal ehrlich, niemand von uns möchte auf die archäologischen Grafik-Phantasien heute verzichten. So ähnlich mag es ausgesehen haben. Der Interessierte bekommt visuell einiges geboten und kann sich so sicherlich in diese längst versunkenen Welten hinein versetzten.

Nachbauten nach tausenden von Jahren

Bei den Nachbauten – oder mutmaßlichen Nachbauten – der in Deutschland berühmten Ringwallanlagen in Goseck und Pömmelte ist es nicht viel anders. Der archäologische Befund belegt, dass hier solche Holzbauten tatsächlich standen. Vor vielen Jahrtausenden, so dass heute von ihnen nahezu nichts mehr übrig blieb. Da kommt die Luftbildarchäologie ins Spiel, die auch diese Anlagen entdeckte. Verfärbungen und (zu) regelmäßige Strukturen im Erdreich zeigen aus der Luft, dass hier einst etwas stand.

So findet man Beispielsweise auch immer wieder Siedlungen oder Häuser aus den Tagen der Römer in unseren Breiten. Gleichfalls versunkene Ruinen im Sand der Wüste Ägyptens oder auch die Bauten versunkener und unbekannter Kulturen im Urwald von Brasilien (s. Video HIER).

Die Feldforschung und vor allem Grabungen vor Ort zeigen dann schnell, was hier einst gebaut wurde. Selbst 3.000, 5.000 oder 8.000 und mehr Jahre nach dem Bau einer Anlage, kann man diese Spuren in der Erde finden und nachweisen. So war es auch bei den Ringwallanlagen in Sachsen-Anhalt. Rasch wurden die einstigen Gräben und Wälle identifiziert und auch all jene Löcher, in denen unsere Vorfahren ihre Holzpfosten stellten. Grundsätzlich eine recht einfache Bauweise, die man ebenso einfach rekonstruieren kann. Auch wenn sie immer unsichere Variablen enthalten.

Das beginnt schon bei der Frage, wie hoch/lang die einzeln Holzpfähle waren, aus denen die runden Palisaden erbaut wurden. Oder ob einige von ihnen, etwa im Bereich der Eingänge, Querbalken trugen, wie sie in Pömmelte heute zu sehen sind. „So ungefähr“ mag eine derartiger Nachbau der modernen Forscher sicherlich korrekt sein. Nur Erbsenzähler mögen an der einen oder anderen Unsicherheit Anstoß nehmen. Zum Beispiel bei der Frage nach etwaiger Bemalungen.

Und die Besucher dieser Stätten freut es ohnehin, dass sie hier etwas beeindruckendes aus de Steinzeit zu sehen bekommen. Zumal die Forschung vor Ort weiter geht und neue, erstaunliche Resultate ans Licht brachte. Unter anderem wurde auf Mystery Files HIER mehrfach darüber berichtet.

War Pömmelte eine Stierkampf-Arena?

Das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle, das unter anderem für die Anlage von Pömmelte verantwortlich ist, legte nun aber eine weitere „Rekonstruktion“ nach. Eine künstlerische Darstellung, in der auch die neuen Forschungsergebnisse der Ausgrabungen um das Heiligtum Berücksichtigung fanden. Wie berichtet lokalisierten die Forscher im Umfeld unter anderem zahllose Häuser eines ganzen Dorfes um die uralte Stätte. Die größte Siedlung jener Epoche vor grob 5.000 Jahren, die bisher entdeckt wurde.

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Am 20. Juli stellte das Landesmuseum mit Blick auf die neuen Funde bei Facebook ein Bild online, dass eine aktualisierte Rekonstruktion von Pömmelte zeigen soll. Inklusive der neu entdeckten Häuser. Schaut man aber genauer auf das etwas im Hintergrund befindliche Ringheiligtum an sich, sollte der Betrachter staunen. Ihr seht es als Titelbild dieses Beitrages. Mit der vor Ort errichteten Rekonstruktion (kleines Bild im Titelbild) hat diese künstlerische Rekonstruktion oder besser Interpretationen wahrlich nichts mehr zu tun.

Hier hat der Künstler des Landesmuseum für Vorgeschichte aus der Ringwallanlage offensichtlich eine Stierkampf-Arena gemacht. Inklusive einer überdachten Umrundung, einer umlaufenden Tribüne mit Zuschauern und mit Stier und Torero. Die Holz-Palisaden selber sind dich geschlossen und selbst die Eingänge in das Heiligtum sind auf dieser Interpretation verschwunden. Und gerade diese Eingänge oder Öffnungen sind es, die die Anlage von Pömmelte bekanntlich so spannend machen. Sie sind nach astronomischen Bezügen ausgerichtet, wie man es auch vom Sonnenobservatorium von Goseck oder natürlich Stonehenge kennt.

„Nur eine weitere Möglichkeit“

Offenbar hat der Grafiker eher an eine Arena aus dem alten Rom gedacht.

Nach der Veröffentlichung dieses fragwürdigen Bildes, fielen schnell auch anderen diese Unstimmigkeiten auf. Ein User namens Daniel M. merkte beispielsweise bei Facebook an, dass dieses Bild „komplett daneben und falsch“ sei. Als Landesmuseum hätte er derartiges nicht veröffentlicht. Auch er vermisst die Tore als „einer der wohl wichtigsten Aspekte überhaupt“ bei dieser Anlage. Ihm sei nicht eine Kreisgrabenanlage bekannt, die so gedeutet wird“, wie er ganz richtig kritisiert.

Für ihn ein „Fantasiegebilde„, das sich wohl kaum auf wissenschaftliche Fakten stützten kann. Daraufhin verteidigte das Landesmuseum in Halle die Darstellung unter anderem mit folgenden Worten:

Unser Künstler und Ausstellungsgestalter Karol Schauer hat sich intensiv mit den unterschiedlichen Konstruktionsmöglichkeiten anhand der Pfostenstellungen des Ringheiligtums von Pömmelte beschäftigt und ist so zu dieser neuen Interpretation gekommen. Nur weil es von der bislang geläufigen Rekonstruktion abweicht, heißt es nicht, dass es gleich ‚daneben‘ ist. Es ist eben nur eine weitere Möglichkeit.

Wie das Ringheiligtum oberhalb des Erdbodens tatsächlich aussah, werden wir ohne Zeitmaschine vermutlich nie herausbekommen.

Festgelage oder Tierkämpfe?

Mit der letzten Aussage hat die Institution natürlich Recht. Dennoch würde die bildliche Rekonstruktion auf dem beruhen, „was der archäologische Befund hergibt“. Es sei ein „multifunktionalen Versammlungsort“ gewesen, von dem man schlicht nicht weiß, was im Inneren vor sich ging. Aber Stierkämpfe? Auch dafür hat das Landesmuseum für Vorgeschichte eine „Erklärung“ anzubieten:

Eine erhöhte Anzahl an Rinderknochen aus der sich eine besondere Bedeutung dieser Tiere ableiten ließe wurde auch entdeckt.

Mag sehr gut sein. Immerhin ist das auch von anderen archäologischen Fundstätten bekannt. Dort werden solche Befunde meist als Opfertiere gedeutet. Oder auch, dass hier zu bestimmten Anlässen geradezu Festgelage stattfanden. Selbst bei den über 10.000 Jahre alten megalitischen Steinkreisen von Göbekli Tepe in Anatolien interpretiert man entsprechende Knochenfunde in diese Richtung.

Dass das Ringheiligtum von Pömmelte aber deshalb eine Arena mit Zuschauertribünen für den Stierkampf war, ist doch mehr als zweifelhaft. Ebenso, dass das Landesmuseum eine solche Phantasie als mögliche Rekonstruktion durchgehen ließ. Zumindest aber ist es hübsch anzusehen.

Video zum Thema

Video vom 26. Feb. 2019 auf Fischinger-Online

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Sensationelle Kultstätten der Neandertaler und die vergessene Entdeckung der Altarstein Höhle in Rumänien +++ Video +++

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VIDEO: Kultstätten der Neandertaler und die vergessene Entdeckung der Altarstein Höhle in Rumänien (Bild: CNRS/Université de Bordeaux)
VIDEO: Kultstätten der Neandertaler und die vergessene Entdeckung der Altarstein Höhle in Rumänien (Bild: CNRS/Université de Bordeaux)

Wann bauten Menschen die ersten Kultstätten zu ehren einer überirdischen Macht? Ist die sensationelle Entdeckung von Göbekli Tepe bis bis zu 13.000 Jahren in Anatolien wirklich das älteste Bauwerk der Welt? Die Antworten erstaunen! Denn schon der Neandertaler baute und Rumänien und Frankreich (einfache) Kultstätten, die rund 165.000 Jahre(!) älter sind, als alles, was bisher bekannt war. Unglaubliche Funde, die die Geschichte neu schrieben, wir Ihr hier erfahrt.


Die Neandertaler: Sensationelle Entdeckungen

Wann wurde der Mensch intelligent und vor allem „spirituell“? Wo liegt der Ursprung der menschlichen Kulte und wie alt ist das Verlangen des Menschen Kultstätten zu errichten?
Diese Fragen beschäftigen Wissenschaftler seit Jahrzehnten. Und dabei datieren sie die Anfänge solcher Kulte oder sogar ganzer Kultbauten immer weiter in die Vergangenheit. Damit auch die Anfänge von dem, was man heute Religion nennen würde. Bekanntestes Beispiel ist hier sicher Göbekli Tepe in Anatolien.

Eine riesige Kultstätte, die über 10.000 Jahre alt ist. Von 13.000 Jahren wird hier sogar gerne gesprochen. Gebaut aus gewaltigen Megalithen, die in Steinkreisen errichtet wurde. Eine archäologische Sensation – aber keineswegs die älteste.

Ungleich ältere Kultstätten erbaute schon der Neandertaler. Sie sind aufgrund ihres Alters bei weitem spektakulärer als alle Monumente oder Megalithbauten, die spätere Zivilisationen erbauten. Von Göbekli Tepe über die Pyramiden in Ägypten bis Megalithanlagen aus der Steinzeit wie Stonehenge oder Carnac. Sie alle wurden im Vergleich zu den Kultbauten der Neandertaler ausnahmslos alle erst gestern gebaut! Auch wenn man diese natürlich nicht in ihrer Art und Weise direkt vergleichen kann und darf!

Die ältesten Kultstätten der Erde

Längst ist den Archäologen bekannt, dass vor über 40.000 Jahren unsere Ahnen schon wundervolle Kunstwerke an die Wände zahlreiche Höhlen malten. Galerien der Eiszeit, die vor allem vor 20.000 bis 30.000 Jahren entstanden und den Forschern bis heute Rätsel aufgeben. Irgendeine Art „Kult“ wird dahinter vermutet. Gerne in Form eines „Jagdzaubers“. Was man aber nie fand waren Bauwerke dieser „Höhlenmenschen“.

Das änderte sich durch einen Fund in Rumänien. Hier stieß man tief in einer Höhle auf eine primitive Kultstätte der Neandertaler, die aus bewusst platzierten Knochen bestand. Ein „spiritueller Ort“, der bis zu 85.000 Jahre alt ist! Als sei das nicht erstaunlich genug wurde kurz darauf in Südfrankreich ein weiterer Fund gemacht, über den ich bereits in einem Vortrag 2019 berichtete, den Ihr HIER findet.

Es ist die bisher älteste Kultstätte der Erde – errichtet von Neandertalern in Form von Steinkreise aus Tropfsteinen in einer tiefen, dunklen Höhle. Alter: rund 165.000 Jahre(!) älter als die Steinkreise von Göbekli Tepe. Sensationelle Funde, über die in der Öffentlichkeit praktisch nichts bekannt ist, wie Ihr in diesem Video vom 6. Oktober 2020 erfahrt.

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