Suchergebnisse: Signale aus dem All

Kanadische Astronomen rätseln über mysteriöse periodische Radiosignale aus dem All

Astronomen rätseln über ein mysteriöses Signal aus dem All (Bild: PixaBay/gemeinfrei)
Astronomen rätseln über ein mysteriöses Signal aus dem All (Bild: PixaBay/gemeinfrei)

Wissenschaftler der Universität Britisch Columbia in Kanada rätseln derzeit über mysteriöse Signale, dass von der kanadischen Radioteleskop-Anlage “Canadian Hydrogen Intensity Mapping Experiment” (CHIME) empfangen wurde. Wie die Astronomen auf einer Tagung der renommierten “American Astronomical Society” am 7. Januar in Seattle und dem Magazin “Nature” berichten, ist der Ursprung der Radioblitze bisher vollkommen unklar. Seit dem überschlagen sich die Berichte in den Medien, denn viele spekulieren, dass die kanadischen Forscher mit ihrem CHIME vielleicht Signale von Außerirdischen empfangen haben könnten. Woher kommen diese zum teil periodischen Signale aus dem All – was sagen die Forscher dazu? Das erfahrt Ihr hier.


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Das belauschte Universum

Astronomen belauschen schon seit Jahrzehnten das Universum. Mit einem ganzen Netz von verschiedenen Radioteleskopen rund um die Erde wollen die Forscher so mehr über unsere Kosmos und all seine Geheimnisse erfahren. Ein Teilbereich dieser Radioastronomie steht dabei immer wieder im Fokus der Presse und Berichterstattungen: SETI – Die Suche nach außerirdischer Intelligenz.

Verwunderlich ist das nicht. Denn bodenständige Astronomen, die mit ihren Radioteleskopen nach Botschaften und Signalen von außerirdischen Zivilisationen suchen faszinieren weite Teile der Öffentlichkeit. Zumindest weit mehr als Radioteleskope, die irgendwelche “nicht fassbaren” kosmischen Strahlungen erforschen. Wenn aber eines dieser Teleskope Signale aus den Weiten des Alls empfängt, die sich die beteiligten Astronomen nicht erklären können, wird die Presse hellhörig.

So auch im aktuellen Fall der zahllosen “Radioblitze”, die in Kanada mit der Anlage CHIME aufgespürt wurden.

Mysteriöse Signale aus dem All

Erstmal empfangen wurden diese “Schnellen Radio-Ausbrüche” (“Fast Radio Bursts”, FRB) genannten Signale bereits vor rund 12 Jahren. Seit dem im Jahr 2007 erstmals in dem Magazin “Science” (vol. 318, 2. Nov. 2007) über diese Radio-Blitze berichtet wurde, kamen einige Dutzend dieser FRB aus dem Kosmos hinzu. Dies war immer mal wieder Anlass für diverse Medienberichte.

Doch seit die Astronomen in Kanada ihr CHIME erstmals aktivierten, haben sie bereits 13 weitere Radiosignal-Ausbrüche dieser Art registriert. Sie dauern nur wenige Millisekunden, stellen die Astronomen bisher aber vor ein Rätsel. Besonders interessant ist für die Forscher dabei das Signale mit der Bezeichnung FRB 180814 (bzw. FRB 180814.J0422+73), wie sie am 9. Januar in “Nature” berichteten. Denn das Signal ist erst das zweite, dass periodisch aus dem All hier auf der Erde empfangen wurde.

In dem Artikel “Eine zweite Quelle für sich wiederholende schnelle Radio-Ausbrüche” schreiben die Astronomin Deborah Good der Universität Britisch Columbia und ihre Kollegen, dass die Natur dieser FRB ihnen schlicht nicht bekannt sei. Rund 50 Wissenschaftler von fünf Forschungseinrichtungen sind an dem Projekt CHIME in Kanada beteiligt, und alle können nur Vermutungen anstellen.

Vielleicht stammen diese kosmischen Signale von Gaswolken in denen Sterne geboren werden, spekuliert zum Beispiel der Astronom Shriharsh Tendulkar von der McGill Universität. Jedenfalls kann die Ursache keine vernichtende Katastrophe im All sein, da sich die Signale wiederholen. Zwei kollidieren und verschmelzen Neunotensterne oder ein Schwarzes Loch, das einen solche Neutronenstern “verschluckt”, können demnach als Ursache ausgeschlossen werden, so Tendulkar.

Signale von Aliens?

Natürlich ist man bei rätselhaften Signalen aus dem Universum sehr schnell bei dem Gedanken, dass es sich um Außerirdische handeln könnte. Immerhin suchen wir ja schon über ein halbes Jahrhundert nach Funksignalen dieser Intelligenzen im All. Ein Erfolg bei der Suche nach dieser Art von Leben im All ist für viele Menschen schon längst überfällig.

Ingrid Stairs, Astrophysikerin von der Universität Britisch Columbia, ist sicher, dass es in den Weiten des Kosmos zahlreiche solche Signale geben muss. Je mehr von diesen gefunden würden, je näher könne man auch der Ursache kommen, erklärte sie “BBC World” am 10. Januar. Von der Spekulation, dass diese FRB ihren Ursprung bei außerirdischen Zivilisation haben, hält sie allerdings nichts:

Es scheint einfach völlig unvorstellbar, dass es so viele verschiedene außerirdische Zivilisationen geben könnte, die alle beschließen, dasselbe Signal auf dieselbe Art und Weise zu erzeugen – das erscheint höchst unwahrscheinlich.”

Vieles im All ist für uns Menschen (noch) unvorstellbar. Allerdings sieht keiner der beteiligten Forscher in diesen Radiosignalen irgendeinen Hinweis auf Außerirdische. Shriharsh Tendulkar:

Als Wissenschaftler kann ich das nicht zu 100 Prozent ausschließen. Aber intelligentes Leben hat kein Astronom als Quelle dieser FRBs im Kopf.

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Und wenn Aliens die Ursache wären, dann würden sie sich nicht gerade vor unserer Haustüre im All befinden. Das erste periodische Signal mit der Bezeichnung FRB 121102 beispielsweise kommt aus 2,5 Milliarden Lichtjahren Entfernung zu uns. Das aktuell in diversen Meldungen genannte Signal FRB 180814 könnte 1,5 Milliarden Lichtjahre von uns seine Quelle haben, heißt es in diversen Veröffentlichungen.

Optimisten im Internet spekulieren dennoch, dass es vielleicht so etwas wie “Signaturen von Alien-Antrieben” sein könnten. Hier denke man die klassische Science-Fiction von “Raumschiff Enterprise“, in denen die Raumschiffe eine “Warp-Signatur” ihres Antriebes im Kosmos hinterlassen. Die Astronomen sind aber optimistisch, dass sie mit Hilfe des “Canadian Hydrogen Intensity Mapping Experiment” noch zahllose weitere FRB finden werden.

“Wenn wir 1.000 Beispiele hätten, könnten wir viel mehr darüber sagen, wie FRBs aussehen”, ist sich beispielsweise Deborah Good sicher. Der Kosmos ist immer für Überraschungen gut. Und sicher wird auch der empirische Beweis für Leben im All ganz plötzlich bei uns “anklopfen” – oder vor der Tür stehen …

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Lars A. Fischinger

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Muss das sein? Russisches Startup will Werbung am Nachthimmel aus dem Weltraum projizieren

Russisches Startup will Werbung für den Nachthimmel im Weltraum platzieren (Bild: PixaBay/gemeinfrei / Fischinger-Online)
Russisches Startup will Werbung für den Nachthimmel im Weltraum platzieren (Bild: PixaBay/gemeinfrei / Fischinger-Online)

Die Wirkung von Werbung und speziell Leuchtreklame im öffentlichen Raum wie Innenstädte ist unumstritten. Inzwischen trifft man überall auf Werbung. Nicht selten kann man sie erst auf den zweiten Blick auch als solche erkennen. Ganz anders sieht es bei Werbung aus, die ein Startup-Unternehmen aus Russland plant. Nach deren Plänen sollen zukünftig Logos und Werbesprüche aus dem Weltraum mittels einer Schar Satelliten an den Nachthimmel projiziert werden. Damit können die Werbekunden “potentiell über 7 Milliarden Kunden auf dem Planeten” erreichen, so die Idee des Unternehmens. Es wäre “ein Traum” heißt es von der Firma “StartRocket”. Oder doch eher ein Alptraum? Was das Startup im Detail mit welcher Technologie plant, und welche Fragen ich dabei stellen, lest Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Kauf MICH!

Die Deutsche Band “Die Toten Hosen” brachte im Frühjahr 1993 ein Album auf dem Markt, dass einen ganz einfach Titel trug: “Kauf MICH!”. In großer oranger Schrift auf einem ansonsten pechschwarzen Cover. Ein durchaus geschickter Schachzug der Punkrocker, da mit einem derart ungewöhnlichen Cover die Blicke der potenziellen Kunden im Laden sicher waren.

Obwohl dieses Beispiel so einfach und “langweilig” aussieht, macht sich eine ganze Werbeindustrie seit Jahrzehnten Gedanken, wie man den Kunden am Besten erreichen kann. Werbung ist längst eine Wissenschaft für sich. Ganze Armeen von Strategen zerbrechen sich die Köpfe, analysieren und studieren die potentielle Kundschaft, geben psychologische Studien in Auftrag oder überfluten die Nationen mit immer neuen Umfragen zum “Kaufverhalten”.

Bei Werbung sollte man “nicht kleckern, sondern klotzen”, dachte sich wohl das Unternehmen “StartRocket” von Vlad Sitnikov aus Russland. Sitnikov sagte schon am 14. Januar 2019 gegenüber  “Astronomy” von sich selber, dass er ein “Werbetyp mit einer verrückten Idee” sei. Und diese Idee sei es, in einer Erdumlaufbahn in 400 bis 500 Kilometern Höhe eine ganze Flotte von kleinen Satelliten zu positionieren, die in ihrer Gesamtheit eine Werbetafel ergeben.

Werbung aus dem All

Nach den Plänen von “StartRocket” werden die einzelnen Mini-Satelliten jeweils mit einem hauchdünnen reflektierenden Segel ausgestattet. Alle diese Projektionsflächen von je etwa 50 Quadratmeter Größe zusammengenommen bilden dann eine Werbefläche im All, auf die Unternehmen, Marken oder Firmen ihre Werbung stellen können. Potentiell kann diese Reklame auf der Erde von Milliarden Menschen am Nachthimmel zwischen den Sternen gesehen werden.

Ein einzelner dieser Satelliten des 1999 von der Stanford University und der California Polytechnic State University entwickelten Typs “CubeSats” hält allerdings nur rund ein Jahr. Diese Mini-Satelliten sind eine Standartformat, und halten alle nicht sehr lange. Die kleinsten Fabrikate unter ihnen sind nur rund 11 x 10 x 10 Zentimeter groß und wiegen bis maximal 1,33 Kilogramm. Ein zweiter Typ ist mit rund 34 Zentimeter Länge größer und kann bis zu 4 Kilogramm wiegen. Lange haltbar sind keine davon.

Die Technologie ist also seit 20 Jahren vorhanden. Und aufgrund der geringen Nutzbarkeit will “StartRocket” sie immer wieder austauschen. Ober besser gesagt neue in den Orbit schicken. Die ausgedienten Werbeträger bleiben dann als Weltraumschrott im All zurück. Schon allein das rief nach Bekanntgabe dieser Idee zahlreiche Kritiker auf den Plan, da bekanntlich der nahe Weltraum von Schrott der Raumfahrt bereits überfüllt ist.

Weitere Kritik von Astronomen ist, dass solche Objekte Funksignale und die Luftfahrt stören könnten, die Lichtverschmutzung damit zunehme oder auch, dass astronomische Beobachtungen dadurch gestört werden.

Ihr Nachthimmel wurde gesponsert von …

Auf der Internetseite von “StartRocket” finden sich eine ganze Reihe von animierten Filmen, wie sich Vlad Sitnikov diese Werbung am Nachthimmel vorstellt. Animationen, wie die Logos und Schriftzüge (auch wenn grafisch abgeändert) weltbekannter Multikonzerne über wundervolle Szenerien über den abendlichen Himmel fliegen. Es wäre doch schön, wenn die “besten Firmen im Himmel uns jede Nacht bezaubern”, so Sitnikov.

Das sehen wohl ausnahmslos alle Menschen – außer in den entsprechenden Konzernspitzen – ganz anders! Sehr treffend schrieb Bluewin.ch am 26. Januar 2019 dazu:

Von den wissenschaftlichen Bedenken ganz abgesehen, stellt sich natürlich auch die Frage, inwieweit die Menschen bereit sind, auch noch am Himmel Werbebotschaften sehen zu müssen. Wenn bei einem gemütlichen Abend auf der Alpenhütte oder am Strand plötzlich ein Coca-Cola-Logo am Abendhimmel aufblitzt, dann ist die romantische Stimmung vielleicht schnell dahin.”

Auch die Filme auf “StartRocket”, wie solche Werbung aussehen kann, sind eher erschreckend. Das Unternehmen sieht aber mehr in ihrer Idee, als nur Werbung für die “besten Firmen”. Auf ihrer Internetseite heißt es zu den Anwendungsmöglichkeiten auch:

Unterhaltung: Anzeige von ergänzenden Nachrichten oder Bildern aus dem Orbit während globaler Ereignisse zu Unterhaltungszwecken.

Mitteilungen: Notwendige Informationen auf einer breiten Wahrnehmungsebene der Öffentlichkeit zugänglich machen. Von den einfachsten bis zu den kompliziertesten, wie Logos und spezielle Produktangebote von Marken.

Notfall: Wenn Telefone ausfallen, bei Null Sichtweite, Stromausfällen und Katastrophenfällen, kann die Regierung das Display für dringende Benachrichtigungen an die Bevölkerung verwenden.

Für Werbestrategen und Marketingexperten mag diese Idee ja durchaus Potential haben. Doch auch wenn die Nutzung als Mitteilungssystem für Notfälle von dem Startup unterstrichen wird, wird die Allgemeinheit wohl kaum damit einverstanden sein.

Die Pläne von “StartRocket”

Abgesehen von der Frage, ob diese Idee von “StartRocket” und Vlad Sitnikov nicht selber eine reine PR-Masche ist: Wann und wie soll es los gehen? Hierzu hat das Startup konkrete Zeitpläne online gestellt. So soll schon im Januar 2021 ein “Teststart einer minimalen Formation” von Satelliten starten. Ab 2022 soll nach deren Plänen dann das ganze System einsatzbereit sein.

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Meldungen, dass der Getränkehersteller “Pepsi” die Werbetafel im All für einen Energydrink nutzen will, haben sich allerdings inzwischen in Wohlgefallen aufgelöst. “Pepsi” Russland schrieb im April 2019 noch begeistert:

Wir glauben an das Potenzial von StartRocket. Orbitale Werbetafeln sind eine Revolution auf dem Kommunikationsmarkt. Deshalb haben (…) dieser Partnerschaft zugestimmt.

Die “Pepsi”-Zentrale in den USA ruderte jedoch wieder zurück. Sicher auch wegen der anhalten Kritik an “StartRoket”. So hieß es von der Softdrink-Zentrale nur einige Tage später laut Space.com am 16. April:

Wir können bestätigen, dass StartRocket zu Zwecken eines exploratorischen Test für Werbung in der Stratosphäre das Adrenaline GameChangers-Logo genutzt hat. Dies war ein einmaliges Ereignis; wir planen gegenwärtig nicht, eine solche Technologie weiter zu testen oder kommerziell zu nutzen.”

Also brauch das kosmische Werbeunternehmen weiterhin finanzkräftige Sponsoren und Interessenten. Erstmal sind laut “StartRocket” 25 Millionen US-Dollar das Ziel:

Wir erwarten, bis zum 1. Oktober 2019 25 Mio. USD für die erste Runde zu sammeln, mit folgenden Zielen: Produktentwicklung und Designforschung (…)  zwei erste CubeSats, Kontrollstation, Bodentests, Befestigung, Demonstration der Umlaufbahntechnologie, Analyse der Tests und Ergebnisse.

Private Unternehmen, die in den Weltraum drängen, gibt es einige. Auch mit verrückten Ideen. Etwa die, dass man seine Samen- oder Eizellen in Mini-Satelliten im Orbit stationieren kann – um letztlich Kinder im All zu zeugen und gebären, wie in diesem Video HIER berichtet.

Doch es darf bezweifelt werden, dass Unternehmen, die aus dem All Werbung am Nachthimmel aufleuchten lassen, sich damit bei ihren potentiellen Kunden wirklich einen Gefallen tun …

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Lars A. Fischinger

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Der Umgang mit Leben im All und Alien-Zivilisationen: Interessante Richtlinien und Überlegungen im irdischen Paragraphen-Dschungel

Irdische Gesetzte zum "Umgang" mit Leben im All und außerirdischen Zivilisationen (Bilder: NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Irdische Gesetzte zum “Umgang” mit Leben im All und außerirdischen Zivilisationen (Bilder: NASA / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Mitte Mai 2018 erschien auf Grenzwissenschaft & Mystery Files derArtikel “Wem gehört eigentlich der Mond?“, in dem es um “lunare Ländereien, irdische Weltraumverträge und Wildwest im All” ging. Vor allem wurde darin auch der Frage nach gegangen, wie und ob die Menschheit ihre Aktivitäten in der Raumfahrt untereinander geregelt und vertraglich abgesichert hat. Und solche Regelungen und Absprachen bestehen durchaus. Aber sie existieren auch für ein anderes Gebiet der Weltraumforschung: Für außerirdisches Leben! Auch hier gibt es Bestimmungen, Konzepte und Vorgaben, wie man sich gegenüber Leben im All verhalten soll. Das gilt für Mikroorganismen innerhalb unseres Sonnensystems ebenso, wie für intelligente Außerirdische aus dem Weiten des Kosmos. Wie sich Wissenschaftler über Verhaltensrichtlinien im Umgang mit außerirdischen Zivilisation und Aliens den Kopf zerbrechen, erfahrt Ihr in diesem Blog-Artikel.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Leben im All

Ob es irgendeine Art von Leben im All gibt, wissen wir nicht mit Bestimmtheit zu sagen und zu belegen. Es ist mehr als Wahrscheinlich, dass es existiert. Und es ist ebenso wahrscheinlich, dass es auch intelligente Zivilisation im Universum gibt. Vielleicht sogar hunderttausende oder Millionen Völker von Außerirdischen im Kosmos.

Gleichfalls besteht sogar die Chance, dass wir innerhalb unseres eigenen Sonnensystems außerirdisches Leben finden könnten. Auf verschiedenen Monden oder auch dem Mars.

Exobiologen und Astronomen sind unlängst von diesen Aussagen überzeugt. Das Thema “Aliens” hat lange schon sein Schattendasein im Bereich der Verschwörungstheoretiker, UFO-Forscher, Science-Fiction und Grenzwissenschaft und Mystery Files verlassen. Es ist in der sogenannten seriösen und etablierten Wissenschaft in sehr weiten Teilen angekommen.

Natürlich war das nicht immer so. Und der Unterschied zu irgendwelchen Mikroorganismen im All und dem Thema UFOs als “Alien-Fahrzeuge” oder Prä-Astronautik ist dabei weiterhin gewaltig.

Trotzdem hat die wissenschaftliche Community zum Teil bereits vor Jahrzehnten Regellungen beschlossen, die man mit diesem Leben im All oder sogar intelligenten Aliens umzugehen gedenke. Das gilt für versehentlich auf der Erde eingeschleppte Bakterien, wie in diesem Posting HIER dargelegt, ebenso wie für Intelligenzen aus dem All.

Sorgen um die Menschheit

Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins wurden am 20. Juli 1969 zu Legenden, als sie mit “Apollo 11” der NASA auf dem Mond landeten. Während Collins im Mutterschiff von “Apollo 11” verblieb, landeten Armstrong und Aldrin der Landefähre “Eagle” auf dem Mond. Am 21. Juli 1969 um exakt 02:56:20 UTC (= koordinierte Weltzeit) betrat dann Armstrong unseren Erdtrabanten. Aldrin folgte etwas später.

Diese offiziellen Fakten werden auch ein halbes Jahrhundert danach noch als Triumph der Menschheit gefeiert. Die Namen Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins brannten sich in das kollektive Gedächtnis der Menschheit.

Was den Amerikanern auf dem Mond erwartete, war der NASA im Vorfeld durch andere Weltraummission weitestgehend bekannt. Zumindest im Groben, denn wirklich zu 100 Prozent konnte das kein Wissenschaftler der Welt sagen. Und hier kommt ein vierter Name der “Apollo 11”-Mondlandung ins Spiel, den heute niemand kennt: General Samuel Choran Phillips.

Ein Mann der NASA, der sich im Zuge der Mondlandungen Sorgen um den Fortbestand des irdischen Lebens machte.

Killerbakterien vom Mond

Obwohl unbekannt, war General Phillips in den Jahren 1964 bis 1969 Direktor des “Apollo Manned Lunar Lander Program”. Und er war nicht nur um das Wohlergehen der Astronauten an sich besorgt, sondern um das der gesamten Menschheit. So verfasste Phillips am 8. Juli 1969 einen 51-seitigen “Mission Operation Report” über die “Apollo 11”-Mission und veranlasste darin unter anderem eine Quarantäne für Besatzung und Material nach der Heimkehr zur Erde (mehr dazu in diesem Blog-Artikel HIER).

Im Report mit der Nummer M-932-69-11 heißt es dazu:

Um das Risiko einer Kontamination der Biosphäre der Erde durch Mondmaterial zu minimieren, werden Quarantäne-Maßnahmen durchgeführt. Die Besatzung wird für etwa 21 Tage nach dem Start von der Mondoberfläche unter Quarantäne gestellt.

Außerdem wird das CM (Kommando-Modul, Anm. LAF) nach der Landung unter Quarantäne gestellt. Die Beendigung der CM-Quarantänezeit hängt von den Ergebnissen der Mondprobenanalyse und den Beobachtungen der Besatzung ab.

“Kontamination der Biosphäre” unseres Planeten durch Killerbakterien vom Mond? Theoretisch: Ja! Damit war diese Vorsichtsmaßnahme 1969 sicherlich mehr als angebracht. Immerhin, so schrieb es beispielsweise “Time” am 25. Juli 1969, besteht “die entfernte Möglichkeit, dass sie unbekannte Mondorganismen beherbergen, die das Leben auf der Erde gefährden könnten”.

Die Quarantäne und Dekontamination begann sofort nach der Landung von “Apollo 11” am 24. Juli. Nachdem die Kapsel mit den Astronauten im Pazifik wasserte wurde noch im Wasser damit begonnen. Danach flog man die Astronauten zu dem 24 Kilometer entfernt wartenden US-Schiff “Hornet”. Hier “sperrte” man sie drei Wochen lang in eine mobile Quarantäneeinrichtung.

Die Erde ist (vorerst) sicher

Heute wissen natürlich, dass all diese Vorsichtsmaßnahmen unbegründet waren, da auf dem Mond keine Mikroorganismen existieren, die hätten unseren Planeten verseuchen können. Aber hätte es sie gegeben – hätten sie im schlimmsten Fall jeden Menschen des Planeten umbringen können (s. a. HIER).

Ende April 1971 gab Dr. George Michael Low von der NASA nach drei erfolgreichen Mondlandungen endgültig Entwarnung. So hieß es im “Albuquerque Journal” am 30. April 1971 dazu:

Auf der Grundlage dieser Analyse [der Quarantäne-Informationen von Apollo 14 sowie der Ergebnisse der Apollo 11- und 12-Flüge] haben wir festgestellt, dass es keine Gefährdung für Menschen, Tiere oder Pflanzen im Mondmaterial (…) gibt. Der Ausschuss hat empfohlen, dass weitere Mondmissionen nicht unter Quarantäne gestellt werden dürfen.

Es mag 50 Jahre später naiv erscheinen, was die NASA im Rahmen ihrer Mondlandungen da für einen Aufwand zum Schutz der Erde betrieb. Doch es war alles andere als naiv, sondern das genaue Gegenteil. Erstaunlich ist jedoch der Umstand, dass die NASA erst nach zwei weiteren Landungen sowie der Untersuchung und Quarantäne der beteiligten Astronauten etc. Entwarnung geben konnte.

Das bedeutet nämlich, dass die Flüge von “Apollo 12”, “Apollo 13” (auch wenn nicht auf dem Mond gelandet) und “Apollo 14” durchgeführt wurden, obwohl man da noch immer nicht sicher war, dass dadurch unser Planet nicht kontaminiert wird. Statt abzuwarten, was die “Apollo 11”-Raumfahrer vom Mond theoretisch mitgeschleppt haben könnten, folgte eine bemannte Mondmission nach der anderen …

Die Gesetzgeber in den USA nahmen einst diesen Kontakt mit außerirdischem Leben (gleich welcher Art) ebenso ernst. Sie nahmen 1969 das “Extra-Terrestrial Exposure Law” in den “Code of Federal Regulations” (14 C.F.R. 1211) auf, und übertrugen der NASA damit weitreichende Befugnisse. Mit dieser Regelung konnten Menschen, Tiere, privates Eigentum, Pflanzen oder ganz einfach alle Dinge, die mit etwas Außerirdischem in Kontakt kamen, unter eine Zwangs-Quarantäne gestellt werden.

Anwendung fand dieses Gesetzt offiziell nie und wurde bereits 1977 außer Kraft gesetzt. Ganz gestrichen wurde es aber erst 1991. Ob aber nicht irgendwann doch die Erde mit außerirdischem Material kontaminiert wird, kann definitiv niemand ausschließen.

Weltraumhygiene

Für “irre Gesetzte” ist die USA durchaus bekannt. Doch verschiedene Regelungen und Vereinbarungen sollen nicht nur das irdische Leben und unseren Planeten von irgendwelchen außerirdischen Einflüssen schützen.

Das bekannte Beispiel ist sicher die “Weltraumhygiene”. Denn so kann man die Abkommen der Raumfahrt betreibenden (und anderer) Nationen durchaus bezeichnen, die Raumsonden auf andere Himmelskörper im All schicken. Im Grunde genommen ist es ein ganz einfacher Kodex, der besagt, dass niemand Sonden oder Raumfahrzeuge auf andere Planeten oder Monde landen darf, die nicht bis in den kleinsten Winkel sterilisiert wurden. Möglichst alle irdischen Mikroorganismen müssen vor dem Start einer solchen Missionen abgetötet werden, um eine irdische Kontaminationen fremder Welten zu verhindern.

Ein überaus nachvollziehbarer Schritt. Wenn beispielsweise der Mars oder der Jupiter-Mond Europa eine Biosphäre und damit Leben beherbergen, können diese durch irdische Mikroben irreparabel zerstört werden. Zumindest aber eben kontaminiert und dadurch auch beeinflusst.

Im eigenen Interesse der Forscher wird das auch getan. Beispielsweise wurden die Mars-Landesonden von den beiden NASA-Missionen “Viking” Mitte der 1970ger Jahre mit größter Sorgfalt steril gehalten. Über Stunden wurden sie unter anderem in Öfen geradezu gebacken. Schließlich will kein Exobiologe nach Jahren der Vorbereitung am Ende bei der Suche nach Leben im All eingeschleppte irdische Bakterien finden.

Erste Hygienevorschriften

Solche Vorkehrungen zur Weltraumhygiene werden in diesem Jahr bereits 55 Jahre alt. Im Jahr 1964 hat das “Komitee für Weltraumforschung (COSPAR) die Resolution Nummer 26 veröffentlicht, in der es unter anderem heißt:

Die Suche nach außerirdischem Leben ist ein wichtiges Ziel der Weltraumforschung. Der Planet Mars bietet in absehbarer Zeit die einzige mögliche Möglichkeit, diese Suche durchzuführen. Eine Kontamination dieses Planeten würde eine solche Suche erheblich erschweren und möglicherweise sogar verhindern. 

(Es müssen) alle praktischen Schritte unternommen werden, um sicherzustellen, dass der Mars bis zu dem Zeitpunkt, an dem diese Suche zufriedenstellend durchgeführt wurde, nicht biologisch kontaminiert ist, und dass die Zusammenarbeit bei der richtigen Planung von Experimenten und dem Einsatz angemessener Sterilisationstechniken für Raumfahrzeuge gewährleistet ist. Dies wird allen Startbehörden für Weltraumsonden vorgeschrieben, um eine solche Kontamination zu vermeiden.

Im Jahr 1964 war zwar an Landungen auf dem Mars technisch noch nicht zu denken, doch sie waren absehbar. Die Raumsonde “Mars 3” der UdSSR schaffte dann auch 1971 die erste Landung auf dem Roten Planten. Fünf Jahre später folgten “Viking 1 & 2” der USA.

Nur drei Jahre nach dieser Resolution wurde auch der schon legendäre Weltraumvertrag der Vereinten Nationen beschlossen. Ein Vertrag, der sämtliche Aktivitäten im Weltraum und auf anderen Himmelskörpern regeln sollte. Von Besitzansprüchen bis zur besagten Weltraumhygiene. Immerhin haben dieses Regelwerk fast 130 Nationen unterzeichnet und knapp über 100 Staaten ratifiziert.

In Artikel IX des Weltraumvertrages heißt es, dass “die Vertragsstaaten nach dem Grundsatz der Zusammenarbeit und gegenseitigen Unterstützung” handeln und “alle ihre Tätigkeiten im Weltraum (…) unter gebührender Berücksichtigung der entsprechenden Interessen aller anderen Vertragsstaaten” ausrichten. Und über den Schutz anderer Welten sowie der irdischen Umwelt selbst heißt es darin:

Die Vertragsstaaten führen Untersuchungen des Weltraums – einschließlich des Mondes und anderer Himmelskörper – durch und erforschen sie. Um ihre schädliche Kontamination und auch nachteilige Veränderungen der Umwelt der Erde infolge der Einführung von außerirdischem Material zu vermeiden, werden alle erforderlichen und geeigneten Maßnahmen getroffen.”

Weltraumethik

Grundsätzlich herrscht in der wissenschaftlichen Community also die Meinung, dass jegliche Art von außerirdischem Leben vor irdischer Kontamination bewahrt werden muss. Für zukünftige Forschungen und Forschergenerationen ebenso wie “aus ethischen Gründen”. Wobei man sich fragen muss, was das für “ethische Gründe” sein sollen. Immerhin sitzt die ethische Messlatte bei Leben aller Art auf unserem eigenen Planeten mehr als nur etwas weit unten.

Mit Blick auf diese Bemühungen ist die Aussage des Physikers Dr. Claudius Gros von der Universität Frankfurt eigentlich sehr erstaunlich. Gros, der sich mit Themen wie Leben im All und interstellare Raumfahrt befasst, sagte Anfang März 2019 in einem Interview unter anderem:

Wenn wir zu einem Planeten, auf dem es nur primitive prokaryotische Bakterien gibt, Bakterien von der Erde bringen, erhöhen wir die Chance, dass sich dort komplexes Leben entwickelt, gewaltig. Das wäre die Sache also wert.”

Mit dieser Aussage warf Dr. Gros einfach mal alle Ansichten und Bemühungen der bisherigen Raumfahrt über den Haufen, wie in diesem Blog-Beitrag HIER dargelegt. Auch wenn man argumentieren kann, dass irgendwelche Bakterien auf dem Mars oder sogar fernen Exoplaneten eben nur Bakterien sind, sollte man mit diesem Thema keinesfalls so leichtfertig umgehen.

Lippenbekenntnisse?

Prinzipiell hat Artikel IX des Weltraumvertrages auch solche Vorhaben geregelt. Denn laut dem Abkommen können die Unterzeichner-Staaten gegen derartige Aktivitäten Beschwerde einlegen. Gleichfalls bei den Vereinten Nationen “eine Konsultation bezüglich der Aktivität oder des Experiments beantragen”, um diese abzuklären. Weiter heißt es:

Wenn ein Vertragsstaat Grund zu der Annahme hat, dass eine von ihm oder seinen Staatsangehörigen geplante Aktivität oder ein von ihm geplantes Experiment im Weltraum, einschließlich des Mondes und anderer Himmelskörper, potenziell schädliche Störungen der Aktivitäten anderer Vertragsstaaten bei der friedlichen Erkundung und Nutzung des Weltraum hervorrufen würde (…), führt sie geeignete internationale Konsultationen durch, bevor sie mit solchen Aktivitäten oder Experimenten fortfährt.”

Vernünftige und mehr als sinnvolle Regelungen. Ob sie aber das Papier wert sind, auf dem diese und andere Regeln des Weltraumvertrages stehen, steht auf einem anderen Blatt. Wohlwollende Lippenbekenntnisse, deren wirkliche Überprüfbarkeit und Durchführung in der Realität schwierig sein dürfte. Zieht man dann noch diverse Verschwörungstheorien hinzu, wäre der Weltraumvertrag an sich schlicht ein Witz.

Immerhin, so die unterschiedlichsten Spekulationen, soll es nicht nur geheime Mondlandungen gegeben haben, sondern es soll längst Mars-Basen und auch Stationen auf dem Mond geben. Einige Spekulationen gehen soweit zu behaupten, dass auch Außerirdische hier ihre Finger mit im Spiel haben. Also, dass Aliens mit Menschen hier gemeinsam geheime Weltraumaktivitäten durchführen. Dadurch wären alle (irdischen!) Vereinbarungen, Verträge und Abkommen hinfällig …

Die Menschenwürde der Außerirdischen

Dass der Mensch nicht möchte, dass außerirdische Mikroben unseren Planeten verseuchen und uns als Spezies dabei vielleicht sogar auslöschen, ist nur allzu verständlich. Nicht minder nachvollziehbar ist es, dass für die zukünftige Wissenschaft und Forschung alle Himmelskörper im Sonnensystem und darüber hinaus vor irdischer Kontamination bewahrt werden müssen. Doch im All gibt es mit Sicherheit weit mehr als als nur Mikroorganismen oder fliegende Schleimpilze. Es wir auch intelligentes Leben geben.

Und auch über deren Schutz wird seit Jahrzehnten debattiert. Vor allem natürlich seit dem sich SETI als Suche nach außerirdischer Intelligenz weithin verbreitet hat.

Der Anwalt Andrew G. Haley war vor knapp 60 Jahren der erste, der “gesetzlichen Regeln, die die Beziehungen zwischen verschiedenen Rassen im Universum regeln”, in einem Gesetzt zusammenfasste, dass als “Metalaw” bekannt ist. Veröffentlicht am 8. November 1956 unter dem Titel “Space law and Metalaw – A Synoptic View” in “Harvard Law Record” Nr. 23, als Außerirdische und Zivilisationen im All eigentlich nur Thema bei UFO-Freaks und Science-Fiction-Fans war.

Auch wenn Haley selber und andere dieses Metalaw immer wieder neu formulierten und in Details umarbeiteten, gelten nach diesem universellen Gesetzt folgende Grundprinzipien “des strengen Konzeptes der absoluten Gerechtigkeit”:

  1. Menschen dürfen Außerirdische keinen Schaden zufügen.
  2. Alle Rassen im Universum haben das Recht auf Selbstverteidigung.
  3. Außerirdische haben das Recht auf einen sicheren Lebensraum im All.

Im Kern soll das Metalaw allen außerirdischen Zivilisationen und Spezies unsere irdischen Menschenrechte zubilligen. Ob diese Außerirdischen sich jetzt in einer Entwicklungsstufe von Höhlenaliens befinden oder unendlich weit voraus sind, spielt dabei keine Rolle. Alle Aliens sind vor dem Meta-Gesetzt gleich und haben alle die gleichen Rechte.

Zum Wohle der Außerirdischen

Selbstverständlich gab und gibt es bis heute Kritiken an diesem Metalaw.

Einige Kritiker bemängeln, dass hier das Konzept von “Gut” und “Böse” auf alle Spezies im All angewandt wird. Andere meinen, dass es unsinnig wäre darüber nachzudenken, da niemand sagen kann, ob sich irgendwelche Aliens auch daran halten. Wieder andere argumentieren, dass diese kosmischen Gesetzte uns und unsere Vorstellungen, Ethik und Weltanschauungen in den Mittelpunkt stellen (Anthropozentrismus).

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Alles sicher nicht zu widerlegende Kritikpunkte. Doch darüber nachdenken und philosophieren ist mit Sicherheit nicht falsch. Obwohl wir auf unserer eigenen Welt solche oder ähnliche Regen nicht einmal Ansatzweise bei unserer eigenen Spezies anwenden. Auch vor dem Hintergrund, dass die Menschen nicht mal wissen, wer bei einem Kontakt mit Aliens für “uns” sprechen wird, scheint so ein Metalaw grotesk. Denn auch das ist eine bisher vollkommen ungelöste Frage, wie in diesem Blog-Artikel HIER und diesem Vortrags-Video bei YouTube HIER dargelegt.

Dennoch wurde bereits 1960 das “Internationale Institut für Weltraumgesetz” (IISL) gegründet. Dieses “International Institute of Space Law” vergibt seit 1961 auch Preise an Personen, die in einem von fünf verschiedenen Bereichen zum Thema Weltraumgesetz Besonders geleistet haben. Und einer dieser Preisträger war 1963 aus Österreich stammende Jurist Dr. Ernst Fasan, der bis heute als Autorität auf dem Gebiet Weltraumrecht gilt.

11 Regeln für alle Alien-Rassen

Fasan hat 1970 das Metalaw von Andrew G. Haley aus dem Jahr 1956 umfangreich neu formuliert, angepasst und erweitert und 11 Kerngesetze ausgearbeitet. Diese diskutiert er in seiner Veröffentlichung “Relations with Alien Intelligences – The Scientific Basis of Metalaw” und fasst sie in folgenden Punkten zusammen:

  1. Jegliche Handlung, die einer anderen Rasse Schaden zufügt, muss vermieden werden.
  2. Jede Rasse hat das Recht, sich gegen jegliche schädliche Handlung einer anderen Rasse zu verteidigen.
  3. Alle intelligenten Rassen im Universum haben prinzipiell die gleichen Rechte und Werte.
  4. Jeder Partner von Metalaw hat das Recht auf Selbstbestimmung.
  5. Das Prinzip, eine Rasse zu erhalten, hat Vorrang vor der Entwicklung einer anderen Rasse.
  6. Es ist kein legaler, sondern ein ethischer Grundsatz, dass eine Rasse der anderen durch ihre eigenen Aktivitäten hilft.
  7. Im Schadensfall hat der Verursacher die Unversehrtheit des Geschädigten wiederherzustellen.
  8. Kein Partner von Metalaw darf eine Unmöglichkeit verlangen.
  9. Es muss keine Regelung des Metalaw eingehalten werden, wenn die Einhaltung zu einem praktischen Selbstmord für die verpflichtete Rasse führen würde.
  10. Metalaw-Vereinbarungen und -Verträge müssen eingehalten werden.
  11. Jede Rasse hat einen Anspruch auf ihren eigenen Lebensraum.

Auch dieser Kodex klingt nicht nur nach Science-Fiction, er ist es auch. Obwohl dahinter keine Science-Fiction-Fans oder UFO-Enthusiasten stecken. Es sind vielmehr ernsthafte wissenschaftliche Überlegungen, die zu derartigen “Gesetzten” führten. Und genauso wie alle anderen Weltraumgesetze, die irgendwelche anderen Spezies im All einschließen, sind sie letztlich doch nur Wunschdenken.

Science-Fiction und Wissenschaft sind natürlich keine sich widersprechende Gebiete, sondern beeinflussen sich gegenseitig. Träumerei und Vordenken ist hier Alltag. Doch ob es jetzt 11 oder 1.111 Regelungen über ein Miteinander der Alien-Rassen mit noch so fundierten, logischen und wissenschaftlichen Argumenten erdacht werden, sind sie wahrscheinlich am Tag X so oder so unnütz …

Interstellare Handesgesetze

Blickt man als an Themen wie Leben im All, Aliens und Grenzwissenschaft & Mystery Files Interessierter auf die etablierte wissenschaftliche Community, wundert man sich nicht selten über deren Arbeiten und Veröffentlichungen. Zynisch ausgedrückt muss man sich teilweise fragen, womit diese eigentlich so alles ihre Zeit und (Steuer-)Gelder verschwenden.

Zum Beispiel auch mit “der Theorie des interstellaren Handel”, deren Regelungen, Besteuerung und Durchführbarkeit. Veröffentlicht hat diese theoretischen Überlegungen der Wirtschaftsprofessor Paul R. Krugman bereits im Juli 1978. Immerhin ein sehr bekannter Experte für Wirtschaft und Handel, der 2008 den Alfred-Nobel-Gedächtnispreises für Wirtschaftswissenschaften verliehen bekam.

In seiner Studie “Die Theorie des Interstellaren Handel” geht Krugman vor allem auch der Frage nach, wie aufgrund der gigantischen Distanzen im Universum ein solcher Handel funktionieren könnte. Viele Lichtjahre müssten hierbei überbrückt werden und damit wäre es “eine sehr zeitaufwändige Investition”. Preis-Leitung eines derartigen Handel wäre innerhalb des Sonnensystems möglicherweise rentabel. “Ist diese Transaktion profitabel”, wenn es um Handel zwischen den Sternen geht, fragt Krugman zurecht.

Handessbeziehungen mit Außerirdischen schloss Krugman vor rund 40 Jahren in seine Überlegungen ebenso mit ein. Er nennt es “Interspezies Transaktionen” von Waren und Kapital. Doch das alles sei “nicht so einfach”, solange wir die Entfernungen im All nicht wesentlich schneller oder mit anderen Technologien überwiesen können. Etwa wie bei “Star Trek”.

Was in seinen Berechnungen und Gedankengängen aber fehlt, sind genaue Ausführungen, ob irgendwelche anderen Zivilisationen mit der Erde überhaupt Handel treiben wollen. Und womit eigentlich. Ebenso, ob Aliens überhaupt Interesse an Kapitel und damit Geld haben. Dies wissen wir heute ebenso wenig wie 1978.

Wenn ich einen Alien töte …

Vor fast fünf Jahren bin ich in diesem Blog-Artikel HIER auf eine andere spekulative aber durchaus spannende Frage eingegangenen: Was droht “gesetzlich gesehen” einem Menschen, der ein UFO mit Aliens landen sieht – und die Außerirdischen daraufhin tötet?

Eine seltsame Frage, die aber letztlich darauf hinauslaufen würde, dass man straffrei davon kommt. Es fehlt ganz einfach in Deutschland die Gesetzesgrundlage, da “die Delikte ‘Mord’ und ‘Totschlag’ jeweils den Tod eines anderen Menschen voraussetzen”, wie damals jemand kommentierte. Außerirdische sind eben keine Menschen und sind im Strafgesetzbuch schlicht und einfach irrelevant. So heiß es damals in einem Kommentar weiter:

Denn tatsächlich gilt, dass eine Strafbarkeit die Existenz eines entsprechenden Gesetzes vor dem Ausüben der Tat voraussetzt.”

So unwahrscheinlich es auch ist, dass jemand gelandete Außerirdische antrifft und dann tötet, es ist ein interessanter Gedanke. Mich erinnert das an “Tötung eines Wirbeltieres” oder auch, dass etwa Hunde juristisch als “Sache” betrachtet werden. Ermorde ich also einen Alien, weil mir zum Beispiel seine ggf. nicht vorhandene Nase nicht passt (juristisch also: “Mordlust”), wäre das Sachbeschädigung?

Auch das ist fraglich, denn muss zur Strafverfolgung eine “Sache” nicht jemanden gehören?

Alien-Invasion und die Folgekosten

Im Juli 2016 befasste sich der Jurist Klaus Hempel für den Sender SWR mit einer nicht minder spekulativen und Frage, wie in diesem Blog-Beitrag HIER berichtet:

Wer zahlt eigentlich wenn Außerirdische angreifen?

Eine Alien-Invasion ist nach den Vorstellungen von Hollywood bekanntlich immer mit enormen bis gigantischen Schäden verbunden. Vermutlich war auch der Film “Independence Day 2: Wiederkehr” der Ideengeber, dass sich der SWR damals die Frage nach den Folgekosten einer solchen Invasion stellte. Zerschießen die Außerirdischen dabei mein Haus oder eines ihrer UFOs stürzt beim Kampf in mein Dach, ist es erstmal ein Fall für die Versicherung, so Hempel.

Weiter schrieb er:

“In Frage kommt zunächst einmal eine Haftung durch die Gebäudeversicherung. Das Problem besteht erst einmal darin, dass es sich bei einem Angriff von Aliens nicht um einen klassischen Fall von Naturgewalt handelt. Insofern bringt es mir nichts, wenn ich mich gegen sogenannte Elementarschäden versichert habe. In den Geschäftsbedingungen der Versicherer ist außerdem vielfach geregelt, dass eine Haftung bei kriegerischen Angriffen von außen nicht besteht, aber: wir haben es hier mit einem Sonderfall zu tun.

Wenn beispielsweise ein UFO versehentlich auf dem Dach landet und dadurch die Immobilie beschädigt wird, liegt ein sogenannter Anprallschaden vor. Der ist in der Regel vom Versicherungsschutz umfasst. Und gleiches gilt auch für den Absturz von unbemannten Flugkörpern. Und im Wege der ergänzenden Vertragsauslegung kann da eigentlich nichts anderes gelten, wenn mein Haus von einem UFO beschossen wird. Für Beschädigungen an der Inneneinrichtung, also Möbel usw., kann man dann konsequenterweise die Hausratversicherung in Anspruch nehmen. Und wer sich voll umfänglich versichert hat, der kann sogar die Kosten für die Aufräumarbeiten geltend machen.”

Wer hätte das gedacht? Ob bei einer unwahrscheinlichen aber theoretischen möglichen Alien-Invasion dann aber wirklich Gelder von den Versicherungen fließen, sei einmal dahingestellt. Sofern diese den Angriff überstanden, wären sie so oder so ruiniert …

Spekulationen und SETI

Viele – sehr viele – Spekulationen. Das steht außer Frage. Aber dieser Ausflug in die Welt der Vorschriften und vertraglichen Regelungen von uns Menschen zeigt mehr als deutlich, dass man sich seit Jahrzehnten Gedanken über so was wie eine einheitliche Richtlinie bei diesen Themen macht.

Diverse Bereiche haben hierbei durchaus konsequente Bestimmungen was Leben  im All betrifft. Allen voran die SETI-Forscher. Also jene Astronomen und Wissenschaftler, die mir Radioteleskopen und anderen Technologien nach Signalen von außerirdischen Zivilisation suchen. Irgendwo und irgendwann muss es andere Intelligenzen im All geben oder gegen haben, davon sind sie überzeugt. Man muss deren Signale und Spuren im Universum “nur” finden.

Auch wenn SETI-Astronomen seit Jahrzehnten vergeblich nach diesen eindeutigen Botschaften von Aliens suchen, haben sie längst Regelungen für den Tag X getroffen. Keiner der Beteiligten darf beim Empfang eines Signales einer Alien-Zivilisation diese Information einfach eigenmächtig an die Öffentlichkeit geben. Erst nach einer mehrfachen Bestätigung des Signals durch weiterer Teleskope und Astronomen und nach Absprache untereinander. Der gesamte Vorgang ist klar strukturiert und gegliedert.

Was aber in unserer Welt wohl nicht zu regeln sein wird ist, wer diesen Aliens in Namen der Menschheit was antwortet. Jeder Staat, jede Gruppe, jede Religion und jede Gesellschaft hat mit Sicherheit hierzu ihre eigenen Ansichten und Wünsche.

Ich denke jedoch, dass ausnahmslos alle Gesetzte, Regelungen und jeder Kodex und jeder guter Wille eines Tages im Sand verlaufen werden …

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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SETI, die Suche nach Außerirdischen und die Spekulationen um Oumuamua: alles Humbug unseriöser Forscher für den Mainstream! +++ YouTube-Video +++

VIDEO: SETI-Forschung, Suche nach Außerirdischen und die Spekulationen um Oumuamua: alles Humbug für den Mainstream! (Bilder: ESO/Kornmesser & Pixabay/gemeinfrei / Bearbeitung & Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: SETI-Forschung, Suche nach Außerirdischen und die Spekulationen um Oumuamua: alles Humbug für den Mainstream! (Bilder: ESO/Kornmesser & Pixabay/gemeinfrei / Bearbeitung & Montage: Fischinger-Online)

Seit nunmehr 59 Jahren gibt es SETI (= „Search for Extraterrestrial Intelligence“, also die „Suche nach extraterrestrischer Intelligenz“ bzw. die unterschiedlichsten SETI-Projekte. Sie alle suchen nach Signale von intelligenten Außerirdischen. Ein eigenständiger Zweig der Astronomie, mit dem sich zahlreiche Astronomen und Astrophysiker befassen. Quasi überall suche diese nach Hinweise auf Aliens. Auch bei dem Objekt Oumuamua, das 2017 entdeckt wurde und von außerhalb unseres Sonnensystems kam. Doch Mitte Januar bezeichnete eine Boulevardzeitung mal eben alle „Alien-Thesen“ um Oumuamua und die Suche nach Aliens mittels SETI als Humbug und Quatsch. Die Astronomen, die sich damit befassen, wären unseriös oder würden nur PR und Geld haben wollen oder seien schlicht „irre“ … Alle Details dazu und zu den unsäglichen Aussagen der Zeitung – erfahrt Ihr wie immer detailliert in diesem YouTube-Video.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Update zum Thema HIER.

Zahlreiche Spekulationen um das zigarrenförmige Objekt Oumuamua machen seit seiner Entdeckung 2017 die Runde. Auch SETI-Astronomen haben ihn erforscht.

Ist es von einer außerirdischen Intelligenz gekommen? Möglicherweise ein Raumschiff oder ein defekter Satellit von Aliens? Oder ein Sonnensegel, das einst eine interstellare Sonde von fremden Wesen aus den Tiefen des Alls antrieb?

So zumindest spekulierte der Astrophysiker Abraham Loeb von der Harvard Universität in einer Veröffentlichung. Fraglos eine umstrittene These die Avi Loeb publizierte – so auch in den Augen einer Mainstream-Zeitung aus Österreich.

Denn Mitte Januar bezeichnete diese Boulevardzeitung mal eben in einem Artikel alle „Alien-Thesen“ um Oumuamua und die Suche nach Aliens mittels SETI als Humbug und Quatsch. Und die Astronomen, die sich damit befassen, wären unseriös und Loeb selber würde nur PR und Geld (für sein Institut in Harvard) haben wollen. Vielleicht sei er auch schlicht ein “Profilneurotiker” ..

Alle Details zu diesen Themen und den unsäglichen Aussagen der Zeitung – erfahrt Ihr wie immer detailliert in diesem Video bei YouTube.

Bleibt neugierig …

YouTube-Video vom 29. Jan. 2019 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
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Warum es uns alle unendlich viele Male im Universum gibt – und noch viel öfter

Warum es uns alle unendlich viele Male im Universum gibt (Bild: Pixabay/gemeinfrei)
Warum es uns alle unendlich viele Male im Universum gibt (Bild: Pixabay/gemeinfrei)

Die Existenz von Leben im All – auch intelligentes Leben und technologische Alien-Zivilisationen – wird immer wahrscheinlicher. Selbst die größten Skeptiker, so gut wie alle Astronomen und “Weltraum-Wissenschaftler” sehen das heute so. Uneinigkeit herrscht allerdings darüber, wie viele es von diesen außerirdischen Zivilisationen und Intelligenzen aktuell im Universum gibt. Ebenso darüber, wann wir sie finden und ob wir mit ihnen einen Kontakt herstellen können. Der ehemalige ESA-Astronaut Ulrich Walter ist bei dieser Frage von jeher überaus pessimistisch. Seiner Ansicht nach gibt es Leben im All, aber das sei für die Menschheit vollkommen egal, da wir sie seiner Meinung nach niemals kontaktieren können. In einem Artikel stellt Walter jetzt jedoch die These auf, dass es “unendlich viele” Zivilisationen im All geben muss. Und ebenso “unendlich viele” Duplikate – quasi “Klone” –  von uns selber. Wie er darauf kommt, dass es jeden von uns unendliche Mal im All gibt, warum Walter damit sogar mathematisch recht hat udn warum das überaus gruselig ist, erfahrt Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Wir sind nicht allein – und doch allein

Ulrich Walter, seit März 2003 Leiter des Lehrstuhls für Raumfahrttechnik an der Technischen Universität München, hat in der Vergangenheit mehrfach betont, dass auch  er an außerirdisches Leben glaubt. Er sei sicher, dass es Leben im All gibt und dieses Leben auch intelligent sein wird. Nur spielt für ihn das alles für die Menschheit überhaupt keine Rolle. Energisch betonte er in den letzten Jahren immer wieder, dass Außerirdische im Kosmos für uns Menschen geradezu vollkommen egal, belanglos und gleichgültig sind.

Grund ist für Walter der Umstand, dass es seiner Meinung n ach in unserer Galaxis nur eine einzige intelligente Spezies gibt: Uns Menschen der Erde. Alle andere mutmaßlichen Zivilisationen würden irgendwo in anderen Galaxien sein und damit für die Menschheit unerreichbar sein. Niemals würden wir sie erreichen oder auch nur in Kontakt mit ihnen treten können. Walter sieht das zusammenfassend so:

In unserer Milchstraße sind wir wahrscheinlich allein, aber irgendwo dort draußen in anderen Galaxien, viele Millionen Lichtjahren entfernt, muss es noch andere geben. Aber wegen dieser gigantischen Entfernungen werden wir nie – und ich betone NIE – in Kontakt mit ihnen treten … womit wir dann doch wieder allein wären.

Seit Jahren wiederholt er diese Überzeug in Interviews und TV-Sendungen. Widerlegen kann man seine Behauptung natürlich nicht. Beweisen kann aber auch er sie nicht. Ulrich Walter spricht auch meistens davon, dass wir “wahrscheinlich” in unserer Milchstraße alleine sind und es damit neben uns keine intelligente Spezies in unserer Galaxis geben wird.

Vielleicht in anderen Galaxien, wie etwa in unserem Nachbarn mit Namen Andromeda-Galaxie. Eine wunderschöne Spiralgalaxie, die wir von der Erde aus mit bloßem Auge als “Nebelwolke” von Lichtpunkten am Himmel sehen können. Die auch als “Andromedanebel” bekannte Galaxis ist rund 2,5 Millionen Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt und hat einen Durchmesser von ca. 140.000 Lichtjahren. Zum Vergleich: Unsere Milchstraße hat einen Durchmesser von 170.000 bis 200.000 Lichtjahren.

Und das ist das Problem für Ulrich Walter.

“Es spielt keine Rolle”

Für Professor Walter “spielt es keine Rolle”, dass es in anderen Galaxien außerirdische Zivilisationen gibt, da die Entfernungen zu diesen viel weit sind. So würde ein Funksignal zwischen unserer Erde und der Andromeda-Galaxie 2,5 Millionen Jahre benötigen, bis es dort ankommt. Weitere 2,5 Millionen Jahre würde vergehen, bis wie eine Antwort von dort bekommen würden. Also dauert eine “Kommunikation” zwischen diesen Welten sage und schreibe 5 Millionen Jahre! Und von einem physischen Austausch mittels Raumfahrt ist hierbei gar nicht zu denken …

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Natürlich sind solche Einwände von Walter (und anderen) vollkommen richtig. Niemand käme auf die Idee zu behaupten, dass wir mit Lebewesen im Andromedanebel oder noch weiter entfernten Galaxien Kontakt aufnehmen könnten. Schon vor unserer Haustür, in unserer Milchstraße, wäre ein solcher Kontakt ein gewaltiges Problem. Auch wenn es geschätzte 100 bis 300 Milliarden Sterne in unserer Milchstraße gibt, könnte die nächste Alien-Zivilisation zehntausende oder 100.000 Lichtjahre von uns entfernt liegen.

Mit der oftmals doch sehr überstrapazierten “Drake-Gleichung“, mit der man die Anzahl technischer Zivilisationen im All theoretisch berechnen kann (mehr dazu z.B.  HIER, HIER, HIER & HIER), könnte man noch so viele Aliens im Kosmos berechnen – alle wären für eine Kommunikation zu weit weg. Sagen die Skeptiker. Vor allem natürlich jene Kritiker, die die ganzen SETI-Programme, mit denen Radiosignale von anderen Zivilisationen gesucht werden, für sinnlos halten.

Was ach immer für eine Anzahl von Zivilisationen im All durch die “Drake-Gleichung” herauskommt, das Ergebnis ist immer mindestens 1. Schließlich kennen wir einen von intelligenten Wesen bewohnten Planeten im Universum, und das ist unsere Erde.

Und hier setzte Ulrich Walter in einem jüngst veröffentlichten Artikel an.

Unendliche “Klone” von uns selbst im All

In seiner Veröffentlichung bei “Focus Online” am 3. Januar 2019 beruft sich Walter auf neue Ergebnisse der Astronomie, die den Aufbau des Universums betreffen. Nämlich, “dass unser Universum praktisch flach ist” und damit nicht gekrümmt und damit weiter nicht endlich. Walter:

Genauso wie eine Fläche kann der Raum im Prinzip auch gekrümmt sein, selbst wenn sich das kein Mensch – und ich betone, wirklich keiner – vorstellen kann. Und da gewisse gekrümmte Flächen (siehe Erdoberfläche) nur endlich groß sind, könnte auch ein gekrümmtes Universum nur endlich groß sein. Krümmung null bedeutet aber gerade, dass unser Universum nicht irgendwo weit hinten wieder zusammenkommt, sondern immer schön weitergeht. Eben unendlich weit.

(…)

Der alles erschlagenden Logik von ‘unendlich’ folgend, würde es dann nicht nur unendlich viele Planeten, sondern auch unendlich viele Galaxien und somit auch unendlich viele ETIs geben!

Die Logik von “unendlich” und die Tatsache, dass es uns hier auf der Erde gibt, spricht dafür, so Walter. Mathematisch ergeben sich hier auch endliche Möglichkeiten, die er anschaulich und unterhaltsam im seinem Artikel darlegt. Es ist vollkommen gleichgültig welchen Ausgangswert man als Grundlage nimmt, denn wenn man ihn mit Unendlich multipliziert ist das Ergebnis Unendlich. Selbst eine 100 Prozent exakte “Kopie” der Erde mit 100 Prozent exakt denselben Bewohnern, Städten, Wäldern, Tieren usw. gäbe es unendlich oft im All. Ganz egal wie klein die Zahl des Ausgangswertes auch immer sein mag.

Wie viele darunter mögen in diesem Augenblick diesen Artikel lesen und dabei genau dieselben Eltern, Freunde und Schulkameraden haben wie Sie, überhaupt genau dasselbe Leben führen?

Die Antwort wäre immer dieselbe: unendlich viele! Sie alle würden wirklich und jetzt existieren.

Selbstverständlich sind das nur theoretische Überlegungen mit Hilfe einfachster Mathematik. Aber  “solange diese Vorstellungen nicht gegen naturwissenschaftliche Gesetze verstoßen, gibt es nicht nur einen Planeten im Universum, wo dies genauso stattfindet, sondern unendlich viele”, so Walter weiter.

Individualität adé

Jede x-beliebige Situation eines Menschen müsste bei einem unendlichen Kosmos auch endliche Male im selben Augenblick woanders stattfinden. Ein durchaus gruseliger Gedanke. Immerhin geht der Mensch seit jeher davon aus, dass sein individuelles Ich und sein Tun von dem bestimmt wird, was diese Personen in ihrem Leben machte, lernte, erfuhr, sah, hörte usw. usw.

Der Mensch ist stolz auf seine jeweilige Individualität. Bei einem unendlich großem Universum wäre diese hinfällig, da sie eben unendlich oft im All zu finden ist.

Mathematisch mit dem Multiplikator “Unendlich” zu rechnen widerstrebt eigentlich der menschlichen Natur. Sofern aber das Universum tatsächlich flach und nicht gekrümmt ist, wäre es tatsächlich unendlich groß und damit der Multiplikator darauf anwendbar. Ist es das aber wirklich? Wir können die “Ränder” oder das “Ende” des Kosmos schließlich nicht sehen. Wie auch, da es schließlich ein Blick in die Unendlichkeit ist.

Zieht man die Thesen der Paralleluniversen oder eines Muliversum hinzu, können wir letztlich sogar Unendlich nochmals mit Unendlich multiplizieren. Doch auch ohne ein Muliversum würde es beuteten, dass unendlich viele Lars gerade in ihrem Büro mit unendlich viel Kaffee sitzen und unendlich oft diesen Post für unendliche viele von Euch schreiben …

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Wettbewerb ausgeschrieben: SETI-Forscher des Arcecibo Radioteleskop wollen 2019 erneut eine Nachricht an Außerirdische senden

Wettbewerb: Wissenschaftler des Arcecibo Radioteleskop wollen 2019 erneut eine Nachricht an Außerirdische senden (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online
Wettbewerb: Wissenschaftler des Arcecibo Radioteleskop wollen 2019 erneut eine Nachricht an Außerirdische senden (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Am 16. November 1974 wurde das damals größte Radioteleskop der Welt feierlich und vor allem öffentlichkeitswirksam in Betrieb genommen: Das 305 Meter messende Observatorium von Arecibo auf der Insel Puerto Rico sendetet eine ausgeklügelte und durchdachte Botschaft an Außerirdische in das All. Ersonnen von dem SETI-Pionier Professor Frank Drake beinhaltet die sogenannte “Arecibo-Botschaft” der Menschheit codiert zahlreiche Informationen zu unserem Planeten und uns als Spezies. Zum 45. Jahrestag dieser Botschaft der Menschheit wollen die Verantwortlichen von Arecibo 2019 erneut eine Signal an außerirdische Zivilisationen senden. Diesmal aber mit dem Unterschied, dass jeder im Rahmen eines Wettbewerbes seine Nachricht an die Aliens einreichen kann, und die Sieger-Botschaft  dann im November 2019 in das All geschickt wird. Was Ihr tun müsst, um an diesem Wettbewerb teilzunehmen, was sich die Verantwortlich davon versprechen, was die Medienberichte bisher alle übersahen und was Skeptiker dazu sagen – all das erfahrt Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Aliens, bitte melden!

Als im November 1974 das Radioteleskop von Arecibo in der Karibik seine Arbeit aufnahm, bewiesen die verantwortlichen Astronomen in zweierlei Hinsicht Weitsicht.

Erstens haben sie eine von dem Astronomen Professor Frank Drake, einer Legende aus dem Bereich SETI und “Suche nach außerirdischen Intelligenzen“, erdachte Nachricht an Aliens in dass All gesandt. Aktiv beteiligt war damals auch der legendäre Astronom und Autor Dr. Carl Sagen, dessen Alien-Buch “Contact” 1999 in die Kinos kam. 1974 war es eine Radiobotschaft in Richtung des 22.180 Lichtjahre entfernten Kugelsternhaufens M13.

Theoretisch könnte dieser Gruß von der Erde dort bzw. in der Umgebung von M13 von einer Zivilisationen empfangen und beantwortet werden. Allerdings erst in 22.180 Jahren, so dass deren Antwort erst in 44.360 Jahren hier ankommen würde, wie es in dem Posting HIER und beispielsweise auch HIER dargelegt wurde.

Und daraus ergibt sich zweitens: Sie haben mit dieser heute weltbekannten “Arecibo-Botschaft” die Themen SETI und außerirdische Zivilisationen weithin bekannt gemacht und in das öffentliche Bewusstsein gebracht. Werbewirksam schaute die ganze Welt damals auf das riesige Teleskop auf der kleinen Insel Puerto Rico.

Wirklich ernsthaft daran geglaubt, das man jetzt nur “einige Zeit” auf eine Antwort von einer fremden Spezies im Kosmos warten muss, hat natürlich keiner der beteiligten Astronomen und Astrophysiker. Auch nicht Frank Drake, dessen legendäre Formel zu Berechnung der Anzahl von außerirdischen technischen Zivilisationen im All, die er auf der ersten SETI-Konferenz 1961 präsentierte, bis heute das Ohmsche Gesetz der (SETI-)Astronomie ist. Bekannt ist sie als Drake-Gleichung oder Green-Bank-Formel.

2019: Eine “neue Botschaft an Außerirdische”

Zum 45. Geburtstag der “Arecibo-Botschaft” an Aliens von 1974 wollen es die SETI-Forscher des Radioteleskop es erneut wagen. Einen “globalen Wettbewerb” haben sie deshalb ausgeschrieben, zu dem die Forscher schreiben:

Anlässlich des 45-jährigen Bestehens der legendären Arecibo-Botschaft wird das Arecibo-Observatorium (AO) 2019 aktualisierte Meldungen auswählen, die von generationsübergreifenden, verschiedenen und internationalen Studententeams erstellt wurden.

(…) Die Herausforderung sucht nach innovativen Ideen, die sich aus einer weltweiten Zusammenarbeit ergeben, die von der Jugend geleitet wird, um eine aktualisierte Botschaft zu definieren, die den intelligentesten und sichersten Weg darstellt, unsere möglichen galaktischen Nachbarn zu begrüßen, die friedliche Nutzung des Weltraums zu fördern und den Raum zu erkunden Spitzentechnologie und wissenschaftliches Wissen sind heute verfügbar.

Gestartet ist der Wettbewerb für die “neue Arecibo Botschaft”, wie die SETI-Astronomen sie schlicht nennen, am 16. November zum 44. Jahrestag. Und fast jeder kann sich in diesem Wettbewerb zur Kontaktaufnahme mit Außerirdischen einbringen, wie es auf der Internetseite des Arecibo Observatorium erhört ist. “Werde Teil der Geschichte”, rufen die Astronomen dort begeistert auf, und suchen durch den Wettbewerb “nach innovativen Ideen, die aus einer globalen Zusammenarbeit von generationsübergreifenden, diversen und internationalen Studententeams” stammen.

Eine “neue Generation von Weltraum-Enthusiasten” soll inspiriert werden, um eine “neue Arecibo-Botschaft zu definieren”. Neu ist ist die Idee eines solchen SETI-Wettbewerb allerdings nicht.

“Globale Herausforderung”

Francisco Cordova, Direktor des Observatoriums vom Arecibo, wird auf der Internetseite der Universität von Zentral-Florida, einem der Betreiber des Radioteleskops, mit den mehr als euphorischen Worten zitiert:

Wenn wir also heute unsere Botschaft zusammenstellen würden, was würde das bedeuten? Wie würde es aussehen? Was müsste man lernen, um die richtige aktualisierte Nachricht von den Erdlingen zu entwerfen? Dies sind die Fragen, die wir jungen Menschen auf der ganzen Welt durch die neue Arecibo-Botschaft stellen – die globale Herausforderung.

Doch ganz einfach wird es den Teilnehmern an dem Wettbewerb auch nicht gemacht. Es können zwar die unterschiedlichsten (kleinen) Teams teilnehmen – von Schulkindern mit ihrem Lehrer bis Studenten mit ihrem Professor – dich diese müssen erst diverse “Puzzle” knacken, die das Observatorium online stellt. Neun Monate haben diese dann insgesamt Zeit, ihre Vorschläge für die “neue Arecibo Botschaft” einzureichen.

Francisco Cordova:

Wir haben einige Überraschungen für die Teilnehmer auf Lager und werden im weiteren Verlauf des Wettbewerbs mehr Details mitteilen. Wir können es kaum erwarten zu sehen, was unsere jungen Leute auf der ganzen Welt erwarten.”

45 Jahre nach der ersten Botschaft ins All, sei es an der Zeit für eine neue. “Unsere Gesellschaft und unsere Technologie haben sich seit 1974 sehr verändert”, so Cordova, was in den Augen der SETI-Astronomen den ganzen Wettbewerb mehr als interessant werden lasse.

Mitmachen kann fast jeder, der unbedingt im kommenden Jahr am 16. November eine Nachricht an außerirdische Zivilisationen senden möchte. Laut Webseite des Observatorium ist Teamarbeit gefragt. Ein Team muss aus mindestens fünf Studenten bzw. Teilnehmern und einem “Mentor” bestehen. Einem Lehrer, Wissenschaftler oder Professor. Natürlich müsse man zuvor mit wissenschaftlichen Methoden und durch Kenntnisse der Weltraumtechnologie das “Gehirn-Puzzle” lösen.

Start ist der 16. Dezember 2018.

Und wozu?

Das Ziel des Wettbewerbes um diese erneute Nachricht an Aliens fasst das Observatorium in knappen Worten zusammen. Und das liest sich ganz anders als in fast allen Medien, die über den Wettbewerb berichtet haben:

Das Hauptziel dieser Aktivität ist die Aufklärung der Jugend über Radioastronomie-Techniken und exoplanetarische Spitzenforschung. Dabei wird die Einzigartigkeit der Arecibo-Observatoriums-Fähigkeiten dargestellt und die Sensibilisierung für die möglichen Risiken erhöht, die mit der Aussendung unbekannter Erdlinge (durch soziale Medien) oder außerirdischen Zivilisationen (durch Funkwellen) verbunden sind.”

Hier sind klar drei Ziele benannt: Erstens natürlich die Förderung der Forschung oder schlicht die Begeisterung, an Astronomie & Co. Zweitens möchte man “sensibilisieren”, dass Kontaktversuche oder der Kontakt mit Außerirdischen potentielle Gefahren mit sich bringt. Und drittens, was in den aktuellen Medienberichten nicht erwähnt wird, wolle man Bewusstsein im Umgang mit den Sozialen Medien/Netzwerke schärfen.

Was hier mit der Versendung von Nachrichten von “unbekannten Erdlingen in Sozialen Medien” gemeint ist, ist klar.

Durchaus erstaunlich, dass im Zuge des Wettbewerbes zur Arecibo-Botschaft 2019 gleichzeitig die neue Generation im Umgang mit Nachrichten in Sozialen Netzwerken & Co. “sensibilisiert” werden soll. Nicht nur Botschaften an außerirdische und uns vollkommen fremde Zivilisationen bergen Gefahren – auch Nachrichten in sozialen Medien. Das soll hier vermittelt werden.

Gefahr aus dem All

Dass es theoretisch ohne Zweifel eine Gefahr ist, wenn die Menschheit Nachrichten an Außerirdische sendet, wurde bereits mehrfach auf Grenzwissenschaft & Mystery Files dargestellt (z. B. HIER, HIER, HIER, & HIER). Wer mag schon ahnen, wie uns mutmaßliche außerirdische Völker gesonnen sind, die irgendwann einmal ein solches Signal der Erde empfangen?! Und das hat nichts mit Hollywood zu tun, wo Aliens eigentlich fast immer böse und gewalttätig sind, wenn sie hier ankommen. Beachtete dazu auch dass Video unten.

Wenn es nicht gleich Kampfraumschiffe sind, die uns Menschen ausmerzen wollen, dann sind es vielleicht Mikroorganismen aus dem All. Versehentlich mitgebracht von den Außerirdischen und für diese vollkommen ungefährlich. Für Erdlinge aber tödlich. Wie etwa Krankheiten der Europäer, die sie bei ihren Eroberungszügen auf den amerikanischen Kontinenten aus Europa zu den Ureinwohnern brachten. Ihr Immunsystem war vollkommen wehr- und schutzlos; Millionen starben.

Wie sähe das erst bei Mikroorganismen aus, die von außerhalb der Erde stammen?

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Aufgrund solcher Bedenken sehen Kritiker auch immer wieder Gefahren, wenn die Menschheit Signale an fremde Wesen im All sendet. Wie aktuell bei der neuen SETI-Nachricht von Arecibo Ende 2019. Nicht nur Professor Stephen Hawking warnte zu Lebzeiten bekanntlich vor solchen “Activ SETI” genannten Projekten, auch wenn er fraglos in diesem Zusammenhang die prominenteste Person war.

Leider ist bis dato noch unbekannt, wohin die Nachricht dem Radioteleskop in einem Jahr geschickt werden soll. Sicher nicht erneut zum Kugelsternhaufen M13 wie im Jahr 1974, da diese so oder so noch über 22.000 Jahre benötigt, um dort erstmal anzukommen. Gäbe es aber im Umkreis von eigen Dutzend Lichtjahren um unseren Planeten aggressive Aliens, die technologische zu uns kommen könnten, wären sie schon lange hier.

“Informationsmüll” der Menschheit

Jahrzehnte schon sendet die Erde Radiosignale in das All. Mit voller Absicht an irgendwelche anderen Zivilisationen genauso, wie versehentlich. Wir “müllen” unsere kosmische Umgebung durch TV- Radio- Radar- und Funk-Signale regelrecht zu, die von unserem Planeten ausgestrahlt werden. Bei diesem “Informationsmüll” haben die Außerirdischen vielleicht auch einfach kein Interesse sich bei uns zu melden.

Der Astrophysiker Sebastian von Hoerner drückte dies treffend mit den Worten aus:

Würden sie uns allein an den Krieg- und Terrorberichten der TV-Nachrichten messen, dürfen wir uns über ihr Schweigen wohl kaum wundern.”

In dem eingangs erwähnten Buch “Contact” von Carl Sagan, dessen Verfilmung 1997 mit Jodie Foster als Hautdarstellerin der SETI-Astronomin ihr einen “Golden Globe” als beste Schauspielerin einbrachte, zeigt das sehr drastisch:

Als eine Art Trägerwelle empfangen die SETI-Forscher in “Contact” von den Aliens als erstes TV-Aufnahmen der Eröffnungsrede von Adolf Hitler bei den Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin. Warum? Weil diese Radio- und TV-Übertragungen von damals (tatsächlich) seit 1936 mit Lichtgeschwindigkeit durch das All rasen und im Film von den Außerirdischen empfangen wurden. Friedliche Aliens, übrigens.

Jahrzehntelang reisen also schon längst “Botschaften der Menschheit” durch das Universum. Nicht nur Hitlers Rede.

Übrigens arbeitet die SETI-Astronomin im Film “Contact” zu Beginn am Arecibo-Observatorium auf Puerto Rico.

Video-Auswahl auf Grenzwissenschaft & Mystery Files auf YouTube

Mehr YouTube-Videos zum Thema “SETI” HIER.

YouTube-Video vom 16. Dez. 2014

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

YouTube-Video vom 24. April 2018

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

YouTube-Video vom 25. Aug. 2014

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Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Was denkt Ihr? Und was wäre EURE Botschaft an die Aliens? Diskutiert gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Neues Geld für SETI und die Suche nach ET: Wird die NASA nach 25 Jahren Pause wieder nach Außerirdischen suchen?

SETI: Wird die NASA nach 25 Jahren Pause bald wieder nach Außerirdischen suchen? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
SETI: Wird die NASA nach 25 Jahren Pause bald wieder nach Außerirdischen suchen? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Die US-Weltraumbehörde NASA sucht seit 25 Jahren nicht mehr nach Außerirdischen? Das mag seltsam klingen, da die NASA in den Augen der meisten Menschen sicher die Institution ist, die nach anderen Zivilisationen im All sucht oder suchen sollte. Immerhin erfahren wir regelmäßig durch die Medien von diversen NASA-Missionen, die irgendwo im All nach Leben suchen oder in naher Zukunft suchen werden. Das ist zwar richtig, aber bereits 1993 hat sie NASA ihre Suche nach außerirdischen Zivilisationen in Form von SETI-Projekten (“Search for Extraterrestrial Intelligence”) eingestellt. Das könnte sich jetzt ändern, denn ein Gesetzentwurf im US-Kongress sieht vor, der NASA wieder Millionen an staatlichen Geldern für die Suche nach ET zur Verfügung zu stellen. Warum es zu diesem “Sinneswandel” kam, erfahrt Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

SETI, NASA und ET

Die “Suche nach außerirdischer Intelligenz” mit Radioteleskopen und anderen modernen Technologien ist im Grunde genommen Jahrzehnte alt (s. a. HIER).

Jeder Weltraum- und Alien-Fan kennt diese Technologie, bei der Astronomen versuchen Signale aus dem All zu empfangen, die eindeutig von Außerirdischen stammen: Radiosignale, die irgendwelche Aliens absichtlich oder unabsichtlich in der Vergangenheit in das All geschickt haben, und die wir mit unseren Teleskopen auf der Erde registrieren können. Diese rasen mit Lichtgeschwindigkeit durch das Universum und könnten einen unumstößlichen Beweis für eine Alien-Zivilisation liefern.

Trotz einer bereits Jahrzehnte andauernden Suche nach diesen Signalen von ET fanden die Astronomen bis heute keinen Beweis für solche künstlichen Botschaften. Und das, obwohl auch unsere Erde unbeabsichtigt und absichtlich solche Radiosignale in das All abstrahlt. Theoretisch könnten diese irdischen “Funkfeuer” von Außerirdischen empfangen werden, die dann wiederum darauf antworten könnten.

Ein Problem ist hierbei natürlich, dass diese Aliens auch noch leben/existieren, sie eine entsprechende technologische Entwicklung beim Empfang haben  und auch “in unserer Nähe wohnen”. Würde beispielsweise eine bewusst an Außerirdische geschickte Nachricht (= “Active SETI“) von heute in 1.000 Jahren eine fremde Intelligenz in 1.000 Lichtjahren Entfernung erreichen – dauert deren Antwort erneut 1.000 Jahre, bis sie an der Erde ankommt.

Auch wenn sich Radiosignale mit Lichtgeschwindigkeit durch das Universum bewegen, würde der Weg zwischen unseren Nachbarsternsystem Alpha Centauri und uns immer noch rund 4,5 Jahre dauern. “Hallo, wie geht es Euch?” – “Danke, gut. Und Euch?” dieses theoretische Gespräch würde neun Jahre mit unseren kosmischen Nachbarn dauern.

Das kling nicht sehr ermutigend. Obwohl der Empfang eines eindeutigen Signals einer außerirdischen Zivilisation fraglos die größte Entwicklung der Menschheit wäre.

Trotzdem hat die NASA seit dem Jahr 1993 keine Gelder mehr für SETI-Projekte ausgegeben. Die Finanzmittel dafür wurden schlicht gestrichen. Das war natürlich lange nicht das Ende von SETI, das sich danach mehr und mehr in private Hände verlagert hat. Immerhin existiert auch das legendäre SETI Institut in den USA bis heute und weltweit suchen Radioastronomen nach diesem Heiligen Gral der Alien-Forschung, wie auf Grenzwissenschaft und Mystery Files immer wieder berichtet.

20 Millionen Dollar für die Alien-Suche?

Der US-Kongress, die Öffentlichkeit sowie Wissenschaftler sahen SETI immer mit gemischten Gefühlen. Warum Millionen für Alien-Projekte ausgeben, deren Erfolg ungewiss und deren Nutzen nicht erkennbar ist? Seit es SETI überhaupt gibt, fragen sich genau das viele Menschen. Und natürlich die Raumfahrtbehörde NASA bei der Festlegung ihrer Prioritäten.

Natürlich sucht die NASA nach Leben im All. Aber in unserem Vorgarten mit Raumsonden und Roboter-Rovern, was ebenso alles andere als günstige Projekte sind. Man denke hier nur an die zahllosen Missionen zum Mars sowie die dortigen Landungen, die in den letzten vier Jahrzehnten ausgesandt wurden.

Die privaten (SETI-)Projekte unter der Bezeichnung “Breakthrough” unter Federfügung des Milliardärs Juri Milner, Facebook-Boss Mark Zuckerberg oder auch dem Physiker Stephen Hawking sind heute die bekanntesten Forschungen nach ET. Etwa das SETI-Forschungsprojekt “Breakthrough Listen” oder auch das mehr als ehrgeizige “Breakthrough Starshot”, bei dem Kleinst-Raumsonden zu Alpha Centauri geschickt werden sollen. Erste Kosten allein dafür: 100 Millionen US-Dollar … (mehr in diesem Video HIER)

Da klingt es geradezu bescheiden, dass der US-Kongress darüber nachdenkt, der NASA 20 Millionen Dollar für neue SETI-Projekte zuzubilligen. Dem Texaner Lamar S. Smith, Vorsitzender des Wissenschaftsausschusses des Repräsentantenhauses der USA, ist es zu verdanken, dass die US-Regierung über diese Finanzmittel für die Alien-Suche debattiert. Verteilt würde das Geld über zwei Jahre, so Jason Davis am 2. Oktober 2018 in einer Meldung der “Planetary Society”.

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Smith ist selber von SETI fasziniert. “Ich denke, ich habe im Laufe der Jahre jedes einzelne Buch zu diesem Thema gelesen”, zitiert ihn die “Planetary Society” aus einem Video von einem NASA-Workshop des”Lunar and Planetary Institute” in Houston, Texas. Da war es für Smith sicher eine Endtäuschung, dass auf die von ihm im Juni 2017 vorlegte Gesetzesvorlage für die Finanzmittel auf taube Ohren stieß. Der Ausschuss habe darauf “nicht reagiert”.

Linda Billings, SETI-Skeptikerin und Beraterin des NASA-Astrobiologie-Programms:

Von dort, wo ich gestanden habe, habe ich beobachtet, dass die SETI-Gemeinschaft die NASA unerbittlich gedrängt hat, wieder in das SETI-Spiel zurückzukehren, seit der Kongress das Programm abgesagt hat.

Vielleicht wird es die NASA ja. Zumindest hat der ebenfalls aus Texas stammende John Culberson einen weiteren Versuch unternommen, SETI-Gelder für die NASA von der US-Regierung zu bekommen. Zumindest diese neue Initiative ist vom Repräsentantenhaus abgesegnet worden.

Jetzt hat der US-Senat das letzte Wort …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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