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Kann der Mensch seinen Körper verlassen – und was wiegt eigentlich unsere Seele? Offene Fragen, bizarre Experimente und seltsame Antworten +++ Artikel +++

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Kann der Mensch seinen Körper verlassen - und was wiegt eigentlich unsere Seele? (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)
Kann der Mensch seinen Körper verlassen – und was wiegt eigentlich unsere Seele? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Nah-Tod-Erfahrungen (NTE) sind in der Grenzwissenschaft, Esoterik und vor allem Parapsychologie ein fester Begriff. Jene seltsamen Erlebnisse, die Menschen an der Schwelle zum Tode machen und die für viele Hinweise oder sogar Beweise für ein Leben nach dem Tod sind. Unsere Seele, unser Ich oder unser Selbst ziehen nach dem Tod in einem unbestimmten „Jenseits“, wenn der Mensch seinen Körper verlässt. Solche „außerkörperlichen Erfahrungen“ am Ende des Lebens bieten seit jeher Stoff für hitzige Diskussionen. Zumal dazu Schilderungen von Erlebnissen außerhalb des physischen Körpers kommen, die nicht mit Nah-Tod-Erfahrungen in Verbindung zu stehen scheinen. Wie ist das zu verstehen – und kann man das überhaupt verstehen?  Was ist das eigentlich, diese „Seele“? Und kann man sie tatsächlich physikalisch messen und wiegen, wie es Experimente vor langer Zeit belegt haben sollen? Ein äußerst komplexes und vielschichtiges Thema, dass mehr Fragen als Antworten – aber auch erstaunliche Gedanken liefert, wie Ihr es in diesem Artikel lesen werdet. Einem Artikel, den sensible Tierfreunde vielleicht besser nicht ganz lesen sollten …


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die Angst vor dem Tod: Spielball aller Religionen

Es gehört zu den fundamentalen Lehren der Religionen, Kulte und uralter Glaubensvorstellungen der Menschheit: Der Glaube, dass der Mensch nach seinem irdischen Leben in irgendeiner Art und Weise weiter existiert. In Form einer „Wiedergeburt“ (Reinkarnation) auf Erden, in einem „Paradies“, einer „Hölle“ oder irgendwo in einem unbestimmbaren „Jenseits“. Vielleicht auch in einer Wiedergeburt als „Geist“ in der Geisterwelt der Ahnen oder in den Reihen der Götter, wie es zahllose Kulturen der Vorzeit aber auch Gegenwart propagierten.

Die Auswahl an Angeboten, was der jeweilige Mensch glauben möchte, ist also überaus umfangreich. Für jeden ist etwas dabei. Die Tatsache, dass wir Menschen sterben, ist das Fundament ausnahmslos aller Religionen. Gäbe es keinen Tod, müssten auch nicht unzählige Religionen, Sekten und Glaubensgemeinschaften um die Gunst der Menschen und ihrer Seelen wetteifern.

Wozu jemanden das Seelenheil oder ewiges (oder ein neues) Leben versprechen, wenn es keinen Tod gäbe? Ohne unsere Angst von der eigenen Sterblichkeit hätte wohl keine Religion der Erde eine Daseinsberechtigung.

Alle religiösen Modelle können zwar nicht in der jeweiligen Form Recht haben, aber fester Bestandteil dieser Weltanschauungen ist der Glaube, dass der Mensch – seine Seele – den physischen Körper verlassen kann.

Der Mensch – außerhalb seines Körpers?

Den Körper verlassen – ein Glaube, der heute noch aktuell ist und auch in der Esoterik und Parawissenschaft diskutiert wird.

Hier spricht man allgemein von OBE („Out of Body Experience“), den „Außerkörperlichen Erfahrungen“ (= AKE). Besonders bei den oftmals hitzig und leidenschaftlich diskutierten Nah-Tod-Erfahrungen (NTE), soll es zu diesen Erlebnissen kommen. Menschen auf der ganzen Welt berichten von solchen Erfahrungen. Und schon die alten Ägypter glaubten fest daran, dass der Mensch eine Seele, Ka genannt, hat, die sich vom Körper trennen kann. Ein durchweg weit verbreiteter Glaube in vielen Teilen der Erde.

Bei den Nah-Tod-Erfahrungen berichten einige Betroffene im Nachhinein, dass sie ihren physischen Körper am Ort des Geschehens von Oben sehen konnten. Die „klassische Situation“ ist die, dass ein Mensch im Operationssaal oder auf der Intensivstation liegt und dort mit dem Tode ringt. Während Ärzte und Schwestern um das Leben des Patienten kämpfen, verspürt dieser plötzlich das Gefühl seinen eigenen Körper zu verlassen. Wie schwerelos gleitet dabei seine mutmaßliche Seele aus dem Körper heraus.

Der Patient sieht und hörte das gesamte Szenario, dass sich um seinen irdischen Körper abspielt. Eine klassische außerkörperliche Erfahrung also.

Solche Erfahrungen sind nicht nur spannend, sondern auch sehr umstritten. Ist es Tatsache? Hat der Mensch einen allgemein als Seele bezeichneten, nicht greifbaren Körper? Viele Menschen glauben das. Ebenso viele Autoren behaupten das auch immer wieder. Letztere sprechen dabei auch gerne von „Beweisen“, die sie in ihren jeweiligen Büchern vorlegen würden. Wissenschaftlich bewiesen ist das aber keineswegs! Sicher zur Freude der Religionen …

Verlassen Menschen aber erst nach dem Tod ihren irdischen Körper? Also erst an der Schwelle zum Tod bzw. dann, wenn alles zu spät ist? So, wie es die meisten Religionen in ihren frohen Botschaften verkünden: „Wenn Du stirbst, geht Deine Seele nach XY!“

Nicht unbedingt.

Betroffene wollen ihren Aussagen nach auch in anderen Extremsituationen wie Unfällen oder Folter eine AKW gemacht haben. Situationen also, bei denen das Leben eigentlich gar nicht in unmittelbarer Gefahr war. Oder anders ausgedrückt, während Ereignissen, die nicht als Nah-Tod-Erfahrungen betrachtet wurden und werden.

„Bilokation“

„Spiritisten“ wie auch ernsthafte Grenzwissenschaftler nennen diesen Körper auch „Astralkörper“. Eine Loslösung der Seele oder des „Astralkörpers“, um der physischen Situation zu entfliehen.

Teilweise gehen einige Forscher und Autoren sogar noch einen großen Schritt weiter. Sie vertreten die These, dass einige Menschen ihre Körper verlassen und dabei ihren „Astralkörper“ an einem anderen Ort wieder erscheinen lassen können. Ausgelöst durch Extremsituationen oder sogar – was ganz besonders interessant ist – vollkommen bewusst und beabsichtigt.

Man spricht hierbei auch von „Bilokation“; also der „Doppelten Anwesenheit an zwei Orten“. Man könnte es auch als „Astral-Projektion“ bezeichnen. Hierzu gibt es eine ganze Reihe von Beispielen und Berichten in der einschlägigen Literatur. Prominenteste Person, die diese Fähigkeiten besessen haben soll, ist der der im Sommer 2002 vom Vatikan heiliggesprochene Pater Pio aus Italien. Ein religiöser Nationalheld.

Eines darf man bei diesen fraglos komplexen Thematiken aber nicht vermischen: „Bilokation“ bedeutet, dass eine Person an zwei Orten zur selben Zeig gesehen wird. Eine „Astral-Reise“ des Selbst außerhalb des physischen Körpers, erfolgt für den Außenstehenden unsichtbar.

Als „Geist“ durch die Straßen von San Francisco

Einer, der bei einer Folterung seinen Körper verlassen haben will, ist beispielsweise der 1946 verstorbene Edward H. Morrell aus den USA. In der Welt der Paranormalen Phänomene heute als Ed Morrell hin und wieder noch ein Begriff.

Morrell war ein Verbrecher, der mit seiner Bande in den USA diverse Raubüberfälle etc. verübte. Das brachte ihm 1894 eine Verurteilung zu lebenslanger Haft, wobei er aber 1908 begnadigt wurde. Fünf Jahre verbrachte er dabei in Einzelhaft.

In seinem Buch „The Twenty-Fifth Man“ (1924) schildert Morrell seine Erlebnisse in den Gefängnissen der USA. Auch die Misshandlungen und Folterungen, die er über sich ergehen lassen musste. Unter anderem im bekannten Gefängnis „San Quentin“. Grund genug übrigens, dass er nach seiner Entlassung als einer der engagiertesten Kämpfer für eine Gefängnisreform in den USA auftrat.

Bei diesen harten Misshandlungen wiederum machte er die seltsamen (paranormalen) Erfahrungen, wie er seinen Körper verlassen habe. Morrell berichtet unter anderem, dass sein „Astralkörper“ während dieser Folterungen sogar durch San Francisco gewandert sei. Er selber nannte diese Erfahrungen „die Wanderungen im ‚kleinen Tod‘“.

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Als man den Häftling in eine Zwangsjacke steckte und diese mit Wasser übergoss, damit sie sich beim Trocknen immer mehr zusammenzieht, hatte er nicht nur das Gefühl, er würde zerquetscht werden. Plötzlich, so Morrell, stand er neben seinem Körper. Er sah, wie die Folterknechte um ihn herum standen und mit fragenden Blicken seinen Körper beugten. Er lag da, als würde er schlafen.

Der „Astralkörper“ von Morrell machte sich nun auf, durch die Straßen von San Francisco zu reisen. Dabei sah er in der Bucht ein Schiffswrack, von dem er unter normalen Umständen im Gefängnis nichts hätte wissen können. Heißt es zumindest. Regelrecht Wanderungen durch Raum und Zeit habe Morrell unternommen.

Tatsächlich bestätigte George W. P. Hunt, Gouverneur von Arizona, später, dass Ed Morrell eine Vielzahl an Informationen besaß, die er nicht im Gefängnis erfahren haben konnte. Vor allem nicht in Einzelhaft.

Morrell schrieb in seinem Buch „The Twenty-Fifth Man“ über diese mysteriösen Vorgänge zum Beispiel:

Es leben tatsächlich Männer, die diese geheimnisvollen Fähigkeiten in vollem Funktionszustand haben. Sie sind in der Lage, diese zu nutzen, um eine Vielzahl wichtiger Informationen über die Natur und Geschichte des Menschen und über die Welt, die die meisten von uns nicht sehen können, zu erhalten.

Es ist kein Bild oder eine reine Vision vor den Augen dieser Ermittler, kein unwirkliches Panorama, das sich auf einer Bühne enthüllt. Es ist ein wirkliches Leben in der sogenannten Vergangenheit.“

Sicher ist das kein Beweis, dass der Mensch seinen Körper verlassen kann. Aber es ist eines von vielen Beispielen, die ich an anderer Stelle umfangreich diskutiert habe. Kritsch könnte man beispielsweise einfach sagen, dass Morrell sich in einer Art Selbsthypnose aus den jeweiligen Situationen „hinausdachte“. So konnte er den Misshandlungen aber auch dem Schrecken des Kerkers an sich entkommen …

Reisen außerhalb des Körpers?

Kritiker des Themas Nah-Tod-Erfahrungen wenden ein, dass diese Erfahrungen des Verlassens des Körpers eine reine Schutzfunktion des Gehirns sei. Das menschliche Gehirn setzt eine AKE lediglich als eine Art Schutzmechanismus ein. Die betroffene Person unterliegt so dem Gefühl, sich nicht mehr in ihrem von Schmerzen gepeinigten Körper zu befinden. Die Ausschüttung der Glückshormone Endorphine begleitet diesen Vorgang, wodurch der Betroffene zusätzlich das Gefühl grenzenloses Glückes und Friedens erfahre. Auch diese ist fester Bestandteil von Nah-Tod-Erfahrungen.

Für viele Menschen – vor allem jene, die selber eine derartige Erfahrung machten – sind die medizinischen und biochemischen Einwände gegen eine NTE als Beleg für ein Leben nach dem Leben nur Firlefanz. Sie glauben weiter fest daran, dass sie an der Schwelle zum Tod und Jenseits standen oder sogar „wirklich tot waren“.

In der Tat gibt es gegen die vielen und unterschiedlichen Erklärungen der Medizin wiederum Gegenargumente, wie sehr umfangreich HIER dargelegt. Das einzige, was wirklich einheitlich akzeptiert ist, ist, dass es diese Phänomene gibt. In der Welt des Paranormalen sind die übrigens das beherrschende Thema auf dem Buchmarkt, wie es die Veröffentlichungen seit Jahrzehnten beweisen.

Aber wenn eine Person nach einer solchen fraglos einschneidenden außerkörperlichen Erfahrung im Nachhinein davon zu berichten weiß, sollte man diese doch leicht beweisen können? Könnte man meinen.

Experimente mit der Seele

Vor rund 20 Jahren dachte sich genau das auch Medaille Lowrence und entwickelte dazu ein einfaches wie erstaunliches Experiment. Bei verschiedenen Gelegenheiten berichtete zum Beispiel auch die „BBC“ 1999 über diese Versuche und Lowrences Versuche fanden weltweit Nachahmer. Hierbei waren der Aufbau und die Grundidee so simpel wie genial:

Über einem Operationstisch wurde eine Leuchtschrifttafel montierte, die nach dem Zufallsprinzip Wörter aufleuchten ließ. Diese Tafel und vor allem die dort zu lesenden Wörtern waren aber nur dann zu sehen, wenn sich der Betrachter oberhalb des Tisches/Bettes, also an der Decke, befindet. Er müsste schweben und dabei nach unten blicken.

Der Gedanke hinter diesem Versuch ist klar: Ein Mensch, der eine außerkörperliche Erfahrung durchlebt haben will, sollte die Wörter lesen können. Im Nachhinein hätte die Person von diesen gewusst und sie benannt.

Ein Jahr lang blieb der Versuch aufgebaut und in dieser Zeit verloren 24 Patienten vollkommen das Bewusstsein. Doch das Ergebnis war leider mehr als ernüchternd. Keiner jener Menschen, die meinten eine solche Nah-Tod-Erfahrung gemacht zu haben (es waren nur drei), konnte sich an irgendwelche Wörter auf der Tafel erinnern.

Wenn „Astralkörper“ Tiere erschrecken

Auch andere Versuche mit vorgeblichen AKW sind interessant.

Die berühmte Parapsychologie-Legende D. Scott Rogo wohnte solchen Versuchen des Psychologen Dr. Robert Morris von der „Psychological Research Foundation“ in Durham, USA, bei. Durchgeführt wurden diese mit dem sogenannten „Medium“ Keith „Blue“ Harary aus den USA. „Blue“ behauptete nämlich, dass er nicht nur seinen Körper bewusst verlassen kann, sondern auch mit seinem „Astralkörper“ eine Wirkung auf Tiere wie Ratten, Katzen, Schlangen und Hunde habe.

Scott Rogo war immer skeptisch, wenn es um jegliche Art von paranormalen Experimenten und Berichten ging. In diesem Fall allerdings war auch der Parapsychologie-Pionier und Autor verblüfft.

So berichtet Rogo von einem Experiment mit dem AKE-Medium Harary, bei dem dieser eine Schlange in einem Käfig beeinflussen sollte. Harary wurde dazu in einem anderen Raum gebracht und die Schlange in ihrem Käfig im Versuchslabor verwahrt.

Rogo über das Experiment:

Als sich Harary außerhalb seines Körper befand und in diesem Zustand zu der Schlange kam, hörte sie auf, in ihrer typischen Art im Käfig umherzukriechen, und unternahm buchstäblich einen Angriff. Bösartig schien sie nach etwas in der Luft zu schnappen

 Das ganze dauerte ca. 20 Sekunden, die genau mitten in dem Zeitraum lagen, in dem Keith behauptete, sich außerhalb seines Körpers bei der Schlange zu befinden, ohne dass er wusste, was im Labor vor sich ging.

Verblüffend, zweifellos. War es ein Zufall, dass die Schlange exakt zu der Zeit ihr Verhalten änderte, als sich das Medium bei ihr befunden haben will?

Zu dem bis heute im Kreis der parapsychologischen Forschung hoch geachteten Rogo sei noch angemerkt, dass er Mitte August 1990 in seiner Wohnung ermordet wurde. Laut Polizei hab es keinen Kampf und ein 1992 verurteilter Tatverdächtiger wurde 1996 wieder freigelassen. Somit gilt der Mord bis heute als ungelöst und sein Mörder als unbekannt. Stoff für viele Spekulationen im Sinne von „wusste er zu viel?“, die sich um seine paranormalen Forschungen drehen …

Unsere Seele wiegt (bis zu) 69,5 Gramm

Die Liste von Experimenten und Versuchen, die Nah-Tod-Erfahrungen, AKE, ein Leben nach dem Tod usw. belegen wollten, ist endlos. Eher weniger bekannt sind aber Experimente „mit der Seele“, die wir heute sicher als „bizarr“ bezeichnen würden.

Zum Beispiel jene von Medizinern in den Niederlanden und Großbritannien. Sie versuchten mit Experimenten nachzuweisen, dass die Seele ein fassbares Etwas ist, das man auch sehen kann.

Dr. R. A. Watters etwa versuchte in einigen Versuchsreihen mit Fröschen, Hühnern und Mäusen deren astrale Seele im Moment des Sterbens zu fotografieren. Hierzu konstruierte er Vakuumbehälter, die zum Teil mit Öl oder Wasserdampf gefüllt wurden, und in die er die Tiere streckte – um sie dann zu töten.

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Tatsächlich gelang es ihm im Moment des Todes der Tiere „etwas“ zu fotografieren. Irgendwelche „Gebilde“, die an kleine Wolken oder Nebel erinnerten. Waren das sie Seelen der von ihn getöteten Tiere?

Das physikalische Gewicht der Seele wollen die niederländischen Physiker Dr. G. J. Zaalberg van Zelst und Dr. J. L. Malta einst sogar ermittelt haben. In einigen Versuchen in Den Haag wogen sie sterbende Menschen und ermittelte dabei im Moment des klinischen Todes einen nicht zu erklärenden Gewichtsverlust der Personen von bis zu 69,5 Gramm.

Ähnlich der amerikanische Arzt Dr. Duncan MacDougall im Jahr 1902. Er hing Sterbende mit samt ihrem Bett an eine Waage und wiederholte diese Messung, als seine „Versuchsobjekte“ später verstorben waren. Genau gesagt, während sie starben. Das wiederholte er mit insgesamt sechs seiner Patienten, und ermittelte so ein Gewichtsverlust von 8 bis 35 Gramm zwischen dem lebendem und dem dann totem Menschen.

Um seinen Wissensdurst bei der Jagd nach der Seele zu stillen, besorgte sich MacDougall zusätzlich noch 15 Hunde. Hier wartete er nicht auf ihren natürlich Tod, sondern vergiftete alle. Da aber bei den ermordeten Tieren keine Gewichtsabnahme wie bei seinen menschlichen Probanden zu messen war folgerte er, dass Hunde keine Seele haben. So seine Schlussfolgerungen in zwei Artikeln in „American Medicine“ im April und Juli 1907.

MacDougall erregte mit seinen erstaunlichen Experimenten und Schlussfolgerungen durchaus auch das Interesse der Medien. „Die Seele hat ein Gewicht“, schrieb beispielsweise die „New Work Times“ am 11. März 1907 dazu in einem Beitrag.

Derartige Versuche waren in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts nicht ungewöhnlich. Inspiriert durch MacDougall hat in den 1930ger Jahren zum Beispiel Harry LaVerne Twining in Los Angeles solche Versuche mit Mäusen durchgeführt. Er jedoch war sicher, dass nach der Vergiftung der Nager diese im Augenblick des Todes Gewicht verloren.

Haben also Mäuse und Menschen eine messbare Seele und Hunde nicht …?

Ob wir heute diese Experimente als wissenschaftlich fundierte Forschungen betrachten sollten, ist mehr als fraglich. Ethisch sind sie so oder so nicht vertretbar.

Was wiegt das Himmelreich?

Habe ich mit meiner Wiegevorrichtung den Stoff der Seele entdeckt? Ich denke schon, und ich werde es bestätigen und wieder und wieder bestätigen, wenn ich lange genug lebe.

So MacDougall damals voller Optimismus in einem Brief, den Len Fisher in dem Buch „Der Versuch, die Seele zu wiegen“ (2007) zitiert.

Obwohl die Messungen längst als unwissenschaftlich angesehen werden, bleiben doch die Ergebnisse. Es gibt die unterschiedlichsten Interpretationen und Erklärungen, warum diese Gesichtsverluste gewogen wurden. Wirklich einstimmig und einheitlich erklären kann man sie rund 100 Jahre später nicht mehr.

Wenn die Seele eine physikalisch messbare und erfassbare Größe ist, die nach dem Tod eines Menschen den Körper verlässt, öffnen sich ungeahnte Fragen. Vor allem jene, wie viel dann eigentlich das Himmelreich, das Jenseits, das Paradies oder schlicht die Welt der Verstobenen Seelen wiegen mag. Materielle Seelen müssen, auch wenn sie nur einige wenige Gramm wiegen, doch irgendwo abgeblieben sein. Schweben sie einfach „für immer“ um uns herum? Laufen wir ständig gegen sie?

Milliarden Seelen von all den Menschen, die auf diesem Planeten bereits gestorben sind? Oder schweben sie im All umher? Können wir sie dann nicht in ihrer Gesamtheit messen bzw. wiegen?

Eine Seele mit einem messbaren Gewicht von knapp unter 10 bis rund 70 Gramm wiegt für sich genommen nicht viel. Immerhin aber so viel wie 10 bis 70 Stück Würfelzucker.

Damals sprach Duncan MacDougall von einem Durchschnittsgewicht von 21 Gramm pro Seele. Ein Durchschnittswert, der sich schon damals „einbürgerte“. Der Spielfilm „21 Gramm“ aus dem Jahr 2003 bezieht sich genau auf diese Experimente von damals. Sprüche wie „schweren Herzens“ und ähnliche sollen von diesen Experimenten herrühren.

Letztlich haben schon die eingangs erwähnten Alten Ägypter geglaubt, dass das Herz als Sitz der Seele im Jenseits auf eine Waagschale gegen eine Feder aufgewogen wird. So wollten die Götter der Unterwelt die „Reinheit“ und „Tugend“ der Seele zu Lebzeiten des Verstorbenen ermitteln …

108.470.690.115 Seelen um uns herum

Dazu ein Gedankenexperiment:

Laut der Berechnungen in der Studie „Population Reference Bureau“ von 1995, die 2002 und 2011 aktualisiert wurde, gab es 2017 insgesamt 108.470.690.115 Menschen, die jemals auf der Erde geboren wurden. Ausgehend vom Beginn der Menschheit 50.000 vor Christus. Natürlich eine theoretische Angabe, auch wenn zahlreiche Faktoren und Statistiken in dieser Studie berücksichtig wurden.

Gegen wir einfach von 100 Milliarden Menschen aus, die bisher auf unserem Planeten lebten und inzwischen tot sind.

Wo sind all ihre Seelen, wenn sie doch gewogen werden können? 2,1 Millionen Tonnen Seelen müssten bei einem Durchschnittsgewicht von 21 Gramm „um uns herum“ existieren. Bei einem „Seelegewicht“ à 70 Gramm wären es 7 Millionen Tonnen Seelen oder 70.000.000.000 Stück Würfelzucker. Wenn mir keine Kommastelle verrutscht ist.

Allein die irdischen Bewohner des Jenseits wiegen also Millionen von Tonnen. Hinzu kommen, vermutlich, die Seelen von Außerirdischen. Tiere sind hier bewusst außen vor gelassen. Derer Seelen sind nicht zählbar oder deren Anzahl auch nur annähernd zu schätzen.

Es mag albern klingen. Nur wenn die Seele des Menschen wirklich etwas physisch fass- und messbares wäre, muss es auch das Jenseits und seine Bewohner sein. Wo ist dieser materielle Ort, da wir ihn offensichtlich nicht sehen. „Zahlenspielerein“, die meiner persönlichen Überzeugung nach klar belegen, dass alle Aussagen, der Mensch habe eine in Gramm messbare Seele, ab absurdum führen. Denn bis heute steht die Behauptung im Raum, dass das Ich des Menschen ein greifbares Etwas ist.

Es ist eines der großen Mysterien der Religionen, Menschheit und Grenzwissenschaft – die Seele und/oder der Astralkörper. Immerhin hängt mit diesem Thema auch die Frage zusammen, ob der Mensch nach dem irdischen Tode in irgendeiner Form weiter lebt. Eine Frage, die sich ausnahmslos jeder von uns stellt oder stellen wird, sobald die Zeit gekommen ist!

Und bis heute streiten sich die Geister – die Antwort auf diese Frage ist ganz einfach offen. Kein Wissenschaftler, Autor, Journalist und auch kein Experiment hat sie bisher beweisbar beantwortet.

Den Religionen freut es …

Was denkt Ihr? Diskutiert gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Zeichen aus dem Jenseits und das gefälschte Testament: Späte Reue eines Verstorbenen?

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Zeichen aus dem Jenseits und das gefälschte Testament (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Zeichen aus dem Jenseits und das gefälschte Testament (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

In der PSI-Forschung, der Welt der Paranormalen Phänomene, kursieren seit jeher unzählige Berichte über „Botschaften aus dem Jenseits“. Immer wieder wollen Menschen Zeichen, Nachrichten oder Signale von Verstorbenen bekommen oder „empfangen“ haben. Seltener jedoch mit konkreten und zuvor unbekannten Informationen aus dem „Drüben“, obwohl auch solche Fälle existieren. So wie ein Fall aus dem Jahr 1937, als scheinbar ein ruheloser Geist auf ein verstecktes Testament hinwies, das einen Betrug enthüllte.


Signale aus dem Jenseits

Menschen rund um die Welt berichten immer wieder, dass sie Zeichen oder Botschaften von Verstorbenen empfangen haben wollen. Oft von kürzlich verstorbenen Personen, die den Zeugen nahe standen. Solche „Signale aus dem Jenseits“ sind deshalb seit Jahrhunderten ein viel diskutiertes Thema in der Welt der Paranormalen Phänomene.

Entsprechen Publikationen aus dem Bereich PSI-Forschung, Okkultismus und Esoterik füllen längst ganze Bibliotheken. Vielfach mit dem Ziel durch solche Berichte und Geister-Geschichten nachzuweisen, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Eine überirdische Welt und damit eine andere und parallele Welt der Realität. Sogenannte „Spiritisten“ oder „Medien“, die angeblich Kontakt mit Verstorben aufnehmen können, gibt es selbst in den westlichen Industrienationen in nahezu in jeder größeren Stadt.

Wo hierbei die Grenzen zwischen Wunschdenken, Geschäftemacherei und damit Betrug oder realen Kontakten mit der Anderswelt liege, ist kaum zu sage. Spannend wird es aber immer dann, wenn Menschen von handfesten Informationen sprechen, die sie über einen überirdischen Kanal bekommen haben wollen. Wissen aus dem Jenseits, wenn man so möchte, dass der betroffene Zeuge eigentlich nicht haben konnte.

Genau eine solche Erfahrung machte der Jurist Dr. Edmund F. kurz vor dem Zweiten Weltkrieg. Ein spannendes Erlebnis, dass bereits 1974 das Autorenduo Inge Dreecken und Walter Schneider in ihrem Buch „Signale aus dem Jenseits?“ wiedergaben.

Spuk im Gasthaus

Darin berichtet Dr. F., dass er Mitte der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts in einem kleinen Ort in Ostpreußen lebte. Zu jener Zeit war als junger Amtsrichter tätig und musste einmal in der Woche zum Gerichtstag in einen anderen Ort fahren. „Ein Nest“, wie Dr. F. schrieb, das drei Fahrstunden mit „meinem klapprigen Opel P 4“ entfernt lag.

Am 11. September 1937 war es wieder soweit. Doch diesmal sollten seine Pflichten dort länger dauern, so dass Dr. Edmund F. beschloss in dem ihm bekannten Gasthaus „Zum Löwen“ zu übernachten. Einige Wochen zuvor war ein alter Mann mit Namen Lüders in diesem Hotel gestorben und so kam es, dass Dr. F. zufällig das Dachzimmer dieses Mannes zugewiesen bekam.

Bereits in der ersten Nacht kam es dann eben in diesem Zimmer zu sehr sonderbaren Vorfällen. Als Dr. F. sich gegen 23 Uhr schlafen legte, wurde er plötzlich von einem lauten „Knall“ aus dem Schlaf gerissen und vernahm schlurfende Schritte auf dem Flur, die sich offensichtlich seinem Zimmer näherten. Dr. F. hielt den Atem an. Plötzlich aber hörte er deutlich, dass seine Zimmertür geöffnet wurde und sich die Schritte seinem Bett näherten. Er hatte das Gefühl, dass irgendjemand oder irgendetwas über seine Bettdecke strich, bevor „es“ sich wieder entfernte – doch die Tür war die ganze Zeit über von innen verschlossen.

Am folgenden Morgen berichtete Dr. F. dem Wirt Bandow sein nächtliches Erlebnis, der ihm lächelnd gestand, dass seit dem Tode des alten Lüders in diesem Zimmer nicht mehr alles mit rechten Dingen zuginge. Dr. F. hörte den Ausführungen seines Wirtes zu, glaubte aber nicht so recht an einen Geist in seinem Zimmer. Dennoch sprach er mit dem Wirt ab, dass er nun immer, wenn er wieder beruflich hierher kommen müsse, in seinem Hotel und eben diesem Zimmer schlafen wolle.

Das verborgene Testament

In der nächsten Nacht geschah nichts. Doch bereits einen Besuch darauf begann der Spuk erneut. Wieder hörte er die schweren Schritte, spürte eine Berührung der Bettdecke und vernahm das Quietschen der Zimmertür. Doch diesmal entfernten sich die Schritte nicht sogleich wieder aus dem Zimmer, sondern sie machten beim Schreibtisch Halt, von wo Dr. F. sonderbare, nicht erklärbare Geräusche hörte. „So, als ob Erbsen auf den Fußboden prasselten“, wie es der Richter später beschrieb.

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Die vierte Nacht in diesem Dachzimmer wurde mehr als unheimlich. Als Dr. F. wieder mit dem Phänomen konfrontiert wurde, versuchte er den, der da scheinbar nach seine Decke fasste, zu berühren. Doch er griff ins Nichts. Dabei jedoch spürte er einen Stoß gegen die Brust und fiel rückwärts auf sein Bett. Fast im selben Augenblick bildete sich in der Mitte seines Zimmers ein unheimliches und „diffuses Licht“, in dem Dr. F. die schwachen Umrisse des verstorbenen Lüders zu erkennen glaubte. Diese Gestalt, die ein langes weißes Gewand trug, schritt zum Schreibtisch und stieß mit dem Fuß an ein Schubfach. Dann verschwand die Erscheinung.

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Dr. F. sprang aus dem Bett und ging zum Schreibtisch, um die Schublade näher zu untersuchen und tastete auch nach eventuellen Geheimböden. Da er nichts finden konnte, schilderte er am Morgen sein Erlebnis wieder dem Wirt Bandow. Beide beschlossen das fragliche Schubfach noch einmal genauer bei Tageslicht zu untersuchen. Als Bandow es heraus zog, fiel es zu Boden. Dabei sprang eine Holzplatte heraus, die tatsächlich ein Geheimfach verborgen hatte und in diesem lag ein Umschlag mit der Aufschrift: „Mein letzter Wille“ …

Die beiden „Geisterjäger“ nahmen das Schreiben heraus und erfuhren so, dass Lüders vor vielen Jahren ein Testament gefälscht hatte, um das seiner Schwester zustehende Vermögen eines Verwandten zu bekommen. Dieser Betrug machte ihn zu einem wohlhabenden Mann.

Doch er gestand in seinem letzten Willen ein, dass er zeitlebens aufgrund dieses Betruges ein schlechtes Gewissen hatte. Ihn eingestehen wollte er aber nicht. Ebenso wenig wie das ergaunerte Geld wieder abgeben. In diesem Testament verfügte der Verstorbene jedoch, dass sein gesamter Besitz an seine noch lebende Schwester und ihre Töchter gehen solle. Nicht an seine gesetzlichen Erben.

Ein „ruheloser Geist“?

Dr. F. legte das Testament einem Notar vor, der es als rechtskräftig anerkannte. Es war Lüders eigenhändig verfasst und trug Ort, Unterschrift und Datum. Damit bekam seine zuvor betrogene Schwester sein Erbe und Vermögen. Dr. F. dazu:

Ich habe später, aus Neugier, noch ein paarmal in dem Giebelzimmer übernachtet. Aber weder ich noch sonst jemand bemerkte dort nochmals irgendeinen Spuk.

Derartige Berichte werfen viele Fragen auf. Hat Dr. F. all das nur geträumt, und wenn ja, wieso meint er, die Gestalt des toten Mannes gesehen zu haben, die ihn auf ein Geheimfach aufmerksam machte? War er vielleicht sensibilisiert, da man ihm nach der ersten Nacht erzählte, dass es in dem Zimmer spuken soll? Also träumte er die Ereignisse und der Fund des Testamentes war reiner Zufall?

Lüders hat im Leben seine Schwester betrogen und diese Tat nie zugegeben. Vielmehr hatte er recht geizig gelebt und sein unrechtmäßiges Vermögen weiter vergrößert. Erst nach seinem Tode hat er als „Geist“ seiner Schwester das ihr zustehende Erbe überschrieben. Sollte die Seele des alten Mannes, wie es gerne genannt wird, „ruhelos“ gewesen sein, da er auf Erden noch eine Untat zu begleichen hatte? Denn genau in diese Richtung wird diese Art von paranormalen Berichten vielfach gedeutet.

Bei dieser Interpretation stellt sich aber die Frage, warum gibt es nicht viel mehr solcher Berichte? Immerhin, davon kann man durchaus ausgehen, nehmen wohl die meisten Menschen unerledigte Dinge mit ins Grab. Ob diese Vergehen jetzt kleine oder große Sünden sind, einmal außen vor gelassen …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Ewige Qualen, Folter, Leid, Schmerz und Verdammnis: Wie ist es eigentlich laut katholischer Kirche in der Hölle? (+ Videos)

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Ewige Qualen, Folter, Leid, Schmerz und Verdammnis: Wie ist es eigentlich in der Hölle laut katholischer Kirche? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Ewige Qualen, Folter, Leid, Schmerz und Verdammnis: Wie ist es eigentlich in der Hölle – laut katholischer Kirche? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Sündern droht nach dem Tod die Hölle! Eine sehr vereinfachte Aussage über das, was nach dem Ende mit diesen Ungläubigen und Sündern laut katholischer Kirche geschehen soll. Denn in Wahrheit sind die Lehren und Dogmen für gläubige Christen umfangreicher und ausgefeilter. Es sind ausformulierte Glaubensgesetzte, an die sich Katholiken zu halten haben. Und jeder kann diese detailliert nachlesen, was ein „wahrer Christ“ glauben und machen muss, um das ewige Leben zu erreichen. Aber machen sie das auch? Also wollen wir in diesem Beitrag einmal genauer hinschauen, was die Kirchenväter, Päpste und andere Kirchenoberhäupter für Dogmen in Sachen Hölle für alle Gläubigen entworfen haben.


Hölle, Satan und Katholische Kirche

Wohl jeder in unseren Breiten kennt das theologische Motiv der Hölle. Eine Art „Gegenstück“ zum Himmel, in dem Satan, der Teufel, Luzifer, oder wie man ihn auch nennen mag, mit seinen Dämonen herrscht. Ein Ort unermesslichen Schreckens, Leids und Qualen, in denen die „verdammten Seelen“ nach ihrem Tod landen. Und das will sicher niemand, wenn man an die unzähligen Bilder und Darstellungen denkt, die in den vergangenen Jahrhunderten fromme Künstler von diesem finsteren Ort entworfen haben.

Man kann die Hölle vereinfacht sogar als Machtinstrument der katholischen Kirche ansehen. So eine viel zitierte Kritik all jener, die mit den Dogmen und Lehren aus dem Vatikan nichts anzufangen wissen. Was nicht wenige Menschen sind. Vereinfacht gesagt kommen die „Guten“ in den Himmel und die „Bösen“ in die Hölle. In vergangenen Jahrhunderten war das eine mächtige Waffe der Kirche gegen alle Sünder oder vermeintliche Sünder und Abtrünnige. Die Angst vor diesem Ort der Qualen war allgegenwärtig.

Heute sieht das meistens ganz anders aus. Auch wenn ein solcher intensiver und ängstlicher Höllen-Glaube natürlich weiterhin präsent ist. Doch der Ausspruch „Du kommst in die Hölle!“ schreckt in weiten Teilen der Bevölkerung der „Industrienationen“ niemanden mehr auf. Gleiches gilt für die Angst vor irgendwelchen Machenschaften des angeblichen Teufels. Kommen aber diese Ungläubigen alle in die Hölle zu Satan und seinen Schergen? Zu seinen „Dämonen„, die einst zum Hofstaat des Herrn „im Himmel“ gehörten, bevor sie gegen ihn rebellierten und von dort verbannt wurden?

Vielfach schmunzelt die Gesellschaft über derart mittelalterlich erscheinende Lehren der katholischen Kirche. Man macht sogar gerne Witze darüber. Was wenig verwunderlich ist, da niemand nach dem Tod in die Hölle will. Zumindest nicht in die Version der Hölle, dessen Bild in der Allgemeinheit weit verbreitet ist.

Der „wahre Glaube“

Es ist zwar Tatsache, dass das christliche Motiv einer höllischen Unterwelt der Toten von anderen und auch älteren Religionen und Völkern abgeleitet und übernommen wurde, wie HIER umfangreich ausgeführt, doch im Christentum ist sie min dieser Form einzigartig.

Dabei ist das öffentliche Bild dieser Hölle grundsätzlich falsch. Zumindest bei all jenen, die sich nicht damit auseinander setzten und sich dennoch als „gläubiger Christ“ bezeichnen. Wobei es natürlich auch hier wieder Ausnahmen gibt. Wer indes Katholik ist (und sei es als Karteileiche auf dem Papier) oder mit dem Gedanken spielt einer zu werden, sollte einen genauen Blick in deren Dogmen werfen. Was, so behaupte ich, über 90 Prozent der angeblichen Katholiken hierzulande sicher noch nie getan haben.

Denn die Lehren und Vorschriften, was ein Katholik glauben muss, sind überaus komplex und durchaus auch wandelbar. Erarbeitet wurden diese Glaubens-Voraussetzungen für einen „wahren“ Gläubigen in 2.000 Jahren Kirchengeschichte. Immer wieder wurde versucht, zum Beispiel auf sogenannten Konzilen, sich auf die „wahre Lehre Jesus Christus“ zu einigen. Kirchenväter und Bischöfe unter Vorsitz des Papstes zerbrachen sich den Kopf, um eine einheitliche Religion aus den Bibeltexten herzuleiten.

Ob diese formulierten Ideen, Interpretationen und Erfindungen korrekt sind, ist mehr als fraglich und zweifelhaft. Was auch viele Christen so sehen, die sich zwar selber als „gläubig“ bezeichnen, aber Lehren aus dem Vatikan ablehnen. Einige sehen selbst in dem Papst als obersten Hüter dieser Lehren einen Ungläubigen. Als Antichristen oder ganz ein fach als Häretiker. Ein Häretiker ist jemand, der von der wahren und „anerkannten“ (von wem?) Lehre, Ideologien oder den Dogmen der Kirche abweicht. Ein Ungläubiger also.

Dogmen und Lehren der Kirche

Zementiert hat die katholische Kirche ihre Glaubenslehren und Weltanschauungen im sogenannten „Katechismus der Katholischen Kirche“ (KKK). Ein Handbuch des Glaubens, das in verschiedenen Ausgaben und Versionen in jeder Buchhandlung zu bekommen ist. Ob Katholiken es lesen oder gelesen haben, möchte ich in den meisten Fällen bezweifeln. Und doch ist dies die niedergeschriebene Grundlage des Glaubens, an die sich die Schäfchen des Vatikan zu halten haben. Sonst droht im schlimmsten Fall … die Hölle!

Der KKK beinhaltet Dogmen vom Beginn der Schöpfung bis zum Jüngsten Gericht. Interpretationen von biblischen Texten und welche Lehren im wahrsten Sinne des Wortes aus diesen zu ziehen sind. Selbstverständlich geht es in sehr weiten Teilen dort um Jesus Christus, die Auferstehung, das ewige Leben und das Ende aller Tage mit der Wiederkunft des Herrn. Schließlich sind das die Fundamente der katholischen Kirche. Deshalb findet man das Werk auch auf den Internetseiten des Vatikan online.

All jene Gläubige, die sich im KKK informieren wollen, an was sie zu glauben haben, erfahren dort natürlich auch etwas über die Hölle. Keinen Erfahrungsbericht einer Ortsbegehung, sondern eine Hölle, wie sie der Vatikan sieht. Möglicherweise wird es den ein oder anderen „Gläubigen“ dabei erstaunen, dass es nach dem Tod mehr als nur „Himmel“ und „Hölle“ gibt. Wie HIER dargelegt gibt es noch eine Zwischenstation namens Fegefeuer. Die Seele des Menschen hat also nach dem Tod des physischen Körpers drei Orte, an denen sie landen kann. Denn Fegefeuer und Hölle sind nicht ein und dasselbe.

Wohin der Mensch nach seinem irdischen Leben letztlich geht, kann er natürlich nicht selber entscheiden. Sofern er Gott nicht den Rücken kehrt. Außer durch ein frommes Leben mit möglichst wenig Sünden und im Sinne von Gott. Oder besser gesagt, den KKK-Dogmen des Vatikan.

Niemand muss in die Hölle, aber …

Was aber lehrt die katholischen Kirche über die Hölle? Wie sieht es da aus?

Wir alle kennen die furchtbaren und nicht selten grotesken Bilder, die Maler vergangener Tage von der Hölle entwarfen. Keine noch so brutale Phantasie und widerlichste Vorstellung von Folter und Leid ließen diese Künstler aus. Beim Betrachten solcher Kunstwerke kann man sich oftmals nicht des Eindrucks verwehren, dass einige der Maler echte Psychopathen waren. Sie lebten ihre Gewaltphantasien in ihrer Kunst aus – und wären heute wohl ein Fall für die Psychiatrie.

Die kirchliche Lehre ist da milder. Sehr viel milder. Schaut man im KKK nach, was dort über die Hölle zu lesen ist, erfahren wir zum Beispiel in 1033:

Wir können nicht mit Gott vereint werden, wenn wir uns nicht freiwillig dazu entscheiden, ihn zu lieben. (…) In Todsünde sterben, ohne diese bereut zu haben und ohne die barmherzige Liebe Gottes anzunehmen, bedeutet, durch eigenen freien Entschluss für immer von ihm getrennt zu bleiben. Diesen Zustand der endgültigen Selbstausschließung aus der Gemeinschaft mit Gott und den Seligen nennt man ‚Hölle‘.

Eine klare Mahnung an die Ungläubigen, die „durch eigenen freien Entschluss“ nicht glauben wollen. „Die Lehren der Kirche über die Hölle sind eine Mahnung an den Menschen, seine Freiheit im Blick auf sein ewiges Schicksal verantwortungsvoll zu gebrauchen. Sie sind zugleich ein eindringlicher Aufruf zur Bekehrung“, heißt es im Glaubenssatz 1036 ergänzend. Niemanden ist dieses Schicksal vorherbestimmt, sagt 1037:

Niemand wird von Gott dazu vorherbestimmt, in die Hölle zu kommen; nur eine freiwillige Abkehr von Gott (eine Todsünde), in der man bis zum Ende verharrt, führt dazu.

Die Botschaft ist auch hier deutlich und mahnend die, dass der Mensch nicht vom gläubigen Weg abkommen darf.

Einmal „kleine Hölle“ und zurück

Wer aber zu Lebzeiten auf Erden nur ein kleiner Sünder und nur etwas ein Ungläubiger war, für den hat die Kirche einen Ausweg. Für diese Menschen gibt es so was wie nur ein bisschen Hölle nach dem Tod, in der sie ein bisschen verdammt sein werden. Eine Art „Kurzzeit-Verdammnis, die sich im KKK unter 1030 folgendermaßen ließt:

Wer in der Gnade und Freundschaft Gottes stirbt, aber noch nicht vollkommen geläutert ist, ist zwar seines ewigen Heiles sicher, macht aber nach dem Tod eine Läuterung durch, um die Heiligkeit zu erlangen, die notwendig ist, in die Freude des Himmels eingehen zu können.

„Die Kirche nennt diese abschließende Läuterung der Auserwählten, die von der Bestrafung der Verdammten völlig verschieden ist, Purgatorium (Fegefeuer)“, so der nächste Glaubensgrundsatz. Hier „spricht die Überlieferung der Kirche von einem Läuterungsfeuer“, erfahren wir weiter. Eine letzte Chance für die Verstorben, doch noch in dem Himmel zu kommen. Dazu beruft sich der KKK unter anderem auf Gregor den Großen, der 590 bis 604 als Papst Gregor I. einer der großen Kirchenväter des frühen Christentums war:

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Man muss glauben, dass es vor dem Gericht für gewisse leichte Sünden noch ein Reinigungsfeuer gibt, weil die ewige Wahrheit sagt, dass, wenn jemand wider den Heiligen Geist lästert, ihm ‚weder in dieser noch in der zukünftigen Welt‘ vergeben wird (Mt 12,32). Aus diesem Ausspruch geht hervor, dass einige Sünden in dieser, andere in jener Welt nachgelassen werden können.

Das muss man also laut KKK glauben. Wobei Gregor I. zu Lebzeiten nicht sehr zimperlich war, wenn es um Ungläubige und all jene, die keine Christen werden wollten, ging. Im Jahr 599 gab er den Befehl heraus, Ungläubige mit Gewalt und Folter zum Christentum zu zwingen. Gemeint waren die Heiden auf der Insel Sardinien, zu denen der oberste Glaubenshüter befahl (Epist. 9, 204):

Wenn ihr feststellt, dass sie nicht gewillt sind, ihr Verhalten zu ändern, so befehlen wir, dass ihr sie mit größtem Eifer verfolgt. Sind sie unfrei, so züchtigt sie mit Prügeln und Folter, um sie zur Besserung zu zwingen. Sind sie aber freie Menschen, so sollen sie durch strengste Kerkerhaft zur Einsicht gebracht werden, wie es angemessen ist, damit jene, die sich weigern, die heilsamen Worte zu hören, welche sie aus den Gefahren des Todes erretten können, durch körperliche Qual der erwünschten geistigen Gesundheit zugeführt werden.“

Wie war das noch mit dem „freien Willen“?

Damit die Seelen im Fegefeuer schnell „geläutert“ werden und in den Himmel kommen, hat der KKK ein paar Tipps. Etwa „Almosen, Ablässe und Bußwerke zugunsten der Verstorbenen“ oder „Fürbitten und insbesondere das eucharistische Opfer“. Jeder, der bereits einer christlichen Beerdigung beiwohnen musste, wird das kennen.

„Die schlimmste Pein der Hölle“

Die Lehre von der Kurzzeit-Hölle namens Fegefeuer musste die Kirche natürlich auch erst mal formulieren und ausarbeiten. Das Geschah auf den 17. Konzil von Florenz  1431 bis 1445 und dem 19. Konzil von Trient 1545 bis 1563. Da steckten hunderte von Kardinälen, Bischöfen und andere kirchliche Oberhäupter die Köpfe zusammen, um über die „wahren Lehren“ für alle Christen zu bestimmen.

So auch die Lehre der Hölle für die ganz schlimmen Fälle unter den Menschen:

Die Lehre der Kirche sagt, dass es eine Hölle gibt und dass sie ewig dauert. Die Seelen derer, die im Stand der Todsünde sterben, kommen sogleich nach dem Tod in die Unterwelt, wo sie die Qualen der Hölle erleiden, ‚das ewige Feuer‘.“ (KKK, 1035)

Diese Hölle ist „für jene bestimmt (…), die bis zum Ende ihres Lebens sich weigern, zu glauben und sich zu bekehren, und wohin zugleich Seele und Leib ins Verderben geraten“. Jesus wird über sie „das Verdammungsurteil sprechen“, verkündet der KKK in 1034. Was genau in dieser Hölle der ewigen Verdammten mit den Seelen geschehen wird, sagt die kirchliche Lehre nicht. Auch in den Schriften der Bibel finden wir keine konkrete Beschreibung, was dort vor sich gehen soll. Lediglich die schon erwähnten gruseligen Kunstwerke geben uns darüber phantasievoll Auskunft. Entsprungen rein menschlicher Ideen und Phantasien.

Im KKK wird aber an einer Stelle betont, was die Hauptqual in der Hölle des Teufels sein wird:

Die schlimmste Pein der Hölle besteht in der ewigen Trennung von Gott, in dem allein der Mensch das Leben und das Glück finden kann, für die er erschaffen worden ist und nach denen er sich sehnt.“ (KKK, 1035)

Von irgendwelchen Menschen, die in Kochtöpfen brutzeln, von Dämonen zerstückelt oder über offenen Feuer gebraten werden, erfahren wir nichts.

Das Jüngste Gericht

Eine ganz besonders wichtige Lehre, an den die Gläubigen glauben müssen, ist der vom Ende aller Tage. Vom Jüngsten Gericht, Weltuntergang oder von der Apokalypse. Wobei es nach den Dogmen natürlich kein Ende aller Tage oder Untergang der Welt im eigentlichen Sinne ist. Vielmehr ein Neuanfang unter Gottes Herrschaft und der Beginn eines Gottes-Reiches. Diese Lehre des Letzten Gericht führte in der Vergangenheit schon zu mach schlimmen Vorkommnissen in diversen Sekten.

Wann es soweit sein wird, ist offen. Auch der KKK unterstreicht deutlich, dass nur Gott allein den Termin wisse. Niemand sonst. Und so könnte es schon morgen soweit sein – Zeit also, sich zu „bekehren“, wenn man so will.

Alle Gerechten wie auch Ungerechten werden aus ihren Gräbern kommen, wenn sie die Stimme von Jesus vernehmen werden, sagt schon die Bibel. Jene, die Gutes taten, „werden zum Leben auferstehen, die das Böse getan haben, zum Gericht“, weiß beispielsweise Johannes in 5,28-29. Jesus versammle bei diesem Weltuntergang die Guten zu seiner Rechten und die Bösen zu seiner Linken. Die Guten kommen natürlich „in den Himmel“ zum ewigen Leben, die Sünder „werden weggehen und die ewige Strafe erhalten“ (Mt. 33,46):

Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln!“ (Mt. 33,41)

Außer das Attribut „Feuer“ für die Hülle lehrt die katholische Kirche nichts, was einen dort erwarten wird. Außer, dass die Haupt-Qual die ewige Abkehr von Gott sei. Sie werden auch nicht Teil der nach dem Jüngsten Gericht kommenden neuen Welt werden. Das Reich Gottes werde dann vollendet sein, lehrt der KKK unter Berufung auf die Bibel. „Nach dem allgemeinen Gericht werden die Gerechten, an Leib und Seele verherrlicht, für immer mit Christus herrschen, und auch das Weltall wird erneuert werden“, heißt es darin unter 1042.

Kein Platz für die großen Sünder

Was damit gemeint ist, wissen der Vatikan und damit der KKK nicht. „Auch die Weise wissen wir nicht, wie das Universum umgestaltet werden soll“ (1048). „Das sichtbare Universum ist somit ebenfalls dazu bestimmt, umgewandelt zu werden“ (1047), ist man sich dennoch sicher.

Diese Erneuerung in einer unbekannten Zukunft von Erde, Mensch und Kosmos ist laut Dogma ein großer Reset. Der Herr werde alles neu starten und in den Urzustand versetzten. „Damit die Welt, in ihren anfänglichen Zustand zurückversetzt, nunmehr unbehindert im Dienst der Gerechten stehe“, heißt es dazu (1047). Dabei werde „die Gestalt dieser Welt, die durch die Sünde mißgestaltet ist“ zwar vernichtet, aber Gott werde „eine neue Wohnstätte und eine neue Erde“ für die Gerechten schaffen, so 1048 im KKK.

Auffallend wenig sagt die niedergeschriebene Lehre der katholischen Kirche über das Schicksal all jener, die in der Hölle landen sollen oder werden. Sollte trotz eines Reset des gesamten Universums diese Hölle weiterhin existieren? Dann sollte man sich doch lieber an die vorgegeben Weltanschauungen und Lehren halten …

Für die großen Sünder in der Hölle ist offenbar kein Platz mehr in diesem neuen Kosmos und auf der kommenden, neuen Erde. Für all jene, die nur ein bisschen sündigten, indes schon. Sie haben ja glücklicherweise das Fegefeuer und kommen so nochmal mit einem blauen Auge davon. Bei begannen Todsünden hört aber für die Kirche und damit scheinbar auch für den barmherzigen Gott die Vergebung auf.

Solche Todsünder „schmoren in der Hölle“. Auf ewig.

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Rätselhafter Grabfund in Mexiko: Waren römische Seefahrer vor rund 2.000 Jahren in Mittelamerika? (+ Videos)

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Waren römische Seefahrer vor fast 2000 Jahren schon im alten Mexiko? (Bilder: gemeinfrei/Archiv / Montage: Fischinger-Online)
Waren römische Seefahrer vor fast 2000 Jahren schon im alten Mexiko? (Bilder: gemeinfrei/Archiv / Montage: Fischinger-Online)

Im Jahr 1933 wurde bei offiziellen archäologischen Ausgrabungen von Gräbern in Zentralmexiko ein ungewöhnliche Grabbeigabe gefunden. Ein kleiner Kopf aus Ton, der bei späteren Untersuchungen als „ohne Zweifel römisch“ bezeichnet wurde. In einem Stil der Römer vor rund 2.000 Jahren. Wie aber kam er in ein Grab, das noch vor der Ankunft der spanischen Eroberer in Mexiko angelegt wurde? Die Deutungen der Forscher sind vielschichtig und sehr widersprüchlich. Sie reichen von Betrug eines Archäologen, bis zu einem gestrandeten Schiffswrack aus Europa. Was es mit diesem spannenden Fundobjekt auf sich hat, erfahrt Ihr in diesem Blog-Artikel.


Globale Seefahrt vor Jahrtausenden – bis nach Amerika

Nicht wenige „alternative Historiker“ und Autoren nehmen heute an, dass lange vor Kolumbus bereits Seefahrer der Alten Welt in Amerika waren. Eine Idee, die eine Reihe von Forschern unlängst als Tatsache ansehen. Dabei sind nicht die Wikinger gemeint, die nachweislich schon vor 1.000 Jahren im Osten von Kanada den Kontinent betraten.

Auch Seefahrer der Antike oder sogar aus der Steinzeit vor 15.000 und mehr Jahren könnten bereits den Atlantik als Wasserstraße genutzt haben. Und solche Kulturkontakte gab es immer wieder. Wobei hier immer wieder auf Parallelen und auch Verbindungen zwischen der Neuen und der Alten Welt hingewiesen wird. Bei archäologischen Funden ebenso, wie in Mythologien oder auch in der Biologie und Botanik. In meinen Publikationen „Historia Mystica“ (2009) und jüngst in „Globale Seefahrt vor Jahrtausenden“ (2020) dokumentierte ich bereits eine Reihe solcher Hinweise.

Als klassische Beispiele kennt der Laie meist nur den immer wieder vorgebrachten Hinweis, dass es in Amerika ebenso Pyramiden gibt, wie in Ägypten. Hier wurde schon im 18. und 19. Jahrhundert ein Zusammenhang vermutet. Auch wenn heute längst bekannt ist, dass Jahrtausende zwischen diesen Monumenten für Ewigkeit liegen.

Doch es müssen nicht immer riesige pyramidenartige Bauten sein, die auf eine Seefahrt im Altertum deuten. Eine gewaltige Anzahl von Funden und Artefakten wird heute von den Befürwortern hochgehalten, die solche Kontakte belegen sollen. Sehr viele davon sind umstritten und gelten in Kreisen der etablierten Archäologen als Irrtum oder sogar absichtlicher Betrug. Was sicher ein Grund dafür ist, dass sie in der grenzwissenschaftlichen Community bis heute diskutiert werden und deshalb weithin bekannt sind.

Fuhren etwa frühe Christen mit ihren Schiffen bis nach Nord- und Mittelamerika, wird hierbei vielfach gefragt.

Römer in Mexiko vor 2.000 Jahren?

Fast nicht bekannt ist bei dieser Diskussion ein überaus interessantes Fundobjekt, dass ich deshalb in „Globale Seefahrt vor Jahrtausenden“ wieder „aus der Versenkung“ geholt habe: Ein kleiner Tonkopf, der 1933 in Mexiko entdeckt wurde.

Damals wurden in Tecaxic-Calixtlahuaca (rund 65 Kilometer von Mexico-City entfernt) von dem Archäologen José García Payón 37 Gräber aus der Zeit zwischen 1476 und 1510 entdeckt. Eine relativ junge Epoche aus dem Zeitalter der bekannten Azteken, die nur kurz vor der Ankunft der spanischen Eroberer 1519 in Mexiko liegt. Unter den Grabbeigaben in einem der Gräber, das unter einer pyramidenartigen Struktur entdeckt wurde, befand sich ein 2,5 Zentimeter winziger Tonkopf (s. Abbildung), der sich stark von allen anderen Fundstücken unterschied.

Der Tecaxic-Calixtlahuaca Kopf: Waren römische Seefahrer vor fast 2000 Jahren im alten Mexiko?
Der Kopf aus Tecaxic-Calixtlahuaca: Waren römische Seefahrer vor fast 2000 Jahren im alten Mexiko?

Der kleine Kopf weist augenscheinlich keinerlei Ähnlichkeiten mit aztekischer Kunst aus dem Fundgebiet auf. Anders die weiteren Grabbeigaben aus diesem Grab, die aus Keramik, Gold, Muscheln, Kupfer, Bergkristall, Türkis oder auch Knochen bestanden. Scheinbar genoss die hier bestattete Person zu Lebzeiten ein respektables Ansehen und gehörte nicht einer unteren sozialen Schicht an.

Die naturrealistische Kopfdarstellung selbst wiederum trägt einen Bart und die Gesichtszüge eines Europäers. Auf dem Kopf hat sie einen „Pileus“, eine Filzkappe, die im klassischen Altertum hauptsächlich von Fischern und Seeleuten getragen wurde. Sehen wir hier also einen Seemann aus der Alten Welt der Antike, der bis nach Mexiko kam?

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Das Fundstück wurde auf dem 35. Amerikanisten-Kongress 1962 als „Römerkopf“ präsentiert, konnte aber erst 1995 an der FS Archäometrie in Heidelberg mithilfe der Thermolumineszenzmethode datiert werden. Demnach stammt die Arbeit aus einer Zeit zwischen dem 9. Jahrhundert vor Christus und der Mitte des 13. Jahrhunderts nach Christus. Eine recht grobe zeitliche Einordnung, über die die Forscher Peter Schaaf und Günther A. Wagner in dem Fachmagazin „Ancient Mesoamerica“ (vol. 12, Issue 1, Januar 2001) berichteten.

„Ohne Zweifel römisch“

Romeo H. Hristov von der Universität von New Mexico und Santiago Genovés T. von der Universität von Mexiko erklärten nach ihren Untersuchungen beim 66. Treffen der „Society of American Archaeology“ in New Orleans am 22. April 2001, dass sie den seltsamen Kopf als eindeutig römischen Ursprunges identifiziert haben. „Ohne Zweifel römisch“ und ein „Werk aus dem 2. Jahrhundert nach Christus“, so Bernard Andreae, emeritierter Direktor des Deutschen Instituts für Archäologie in Rom.

„Die Form des Bartes zeigt die typischen Merkmale der Zeit der Severianischen Kaiser“, womit die Figur zwischen 193 bis 235 nach Christus eingeordnet werden kann. Eine Zeit, in der, soweit wir wissen, kein einziger Römer in Mittelamerika gewesen sein kann oder soll.

Wie Hristov und Genovés T. schon 1999 in einem Artikel über diesen Kopf in „Ancient Mesoamerica“ (vol. 10, Issue 2, Juli 1999) betonten, schleißen sie auch einen Schwindel aus. Oder, dass er später irgendwie in das Grab gelangt sein könnte. Denn anders als bei vielen „mysteriösen Artefakten“, wurde dieses bei einer dokumentierten Ausgrabung gefunden. Die beiden Forscher schrieben dazu:

Dieses Ergebnis räumt die Zweifel an der kolonialen Herstellung des Artefakts aus und macht die Hypothese der römischen Herkunft – neben anderen Möglichkeiten – anwendbar. (…)

Eine Untersuchung der Feldnotizen des mit der Ausgrabung beauftragten Archäologen sowie der Fundstelle selbst hat dagegen in beiden Fällen keine Hinweise auf mögliche Störungen des Kontextes ergeben.

Aber wie konnte das kleine Objekt nach Mexiko gelangen?

Handel über den Atlantik?

Einen Handel zwischen Rom und Amerika wird es kaum gegeben haben, dafür sind die Funde und Hinweise zu spärlich. Hiervon hätten auch die römischen Chronisten sicherlich umfassend berichtet. Auch wenn aufgrund anderer archäologische Objekte (um Beispiel ein „Kult“ um menschengemachte Steinkugeln enormer Größe – siehe Video HIER) in der Alten und in der Neuen Welt durchaus über einen regelrechten kulturellen Austausch spekuliert werden darf.

Unter der Vielzahl an Funden in den beiden Amerikas, denen ein europäischer oder afrikanischer Ursprung zugeschrieben wird, waren auch verschiedene Münzen. Unter anderem aus der Römerzeit. Stammen auch sie, wie der Kopf von Tecaxic-Calixtlhuaca, von Seefahrern, die lange vor den Wikingern und Kolumbus Amerika betraten?

Doch gerade die verschiedenen Funde von Münzen in Amerika aus präkolumbischer Zeit gelten bei den meisten Archäologen als Irrtum oder sogar Betrug. Für sie gab es keine Entdeckung Amerikas vor Kolumbus, abgesehen von den kurzen Besuchen der Wikinger.

Bei dem Kopf aus Mexiko ist man sich da nicht so einig, obwohl auch hier die Deutung eines Scherzes im Raum steht. So soll Hugo Moedano, ein an den Ausgrabungen um Payón beteiligter Archäologe, 1933 den Kopf heimlich in der Grabstätte platziert haben. Er wollte damit dem Chefausgräber Payón einen Streich spielen, da dieser so oder so bei der Ausgrabung überhaupt nicht vor Ort gewesen sein soll. Diese Gerüchte wurden nie überprüft (die beteiligten Personen leben auch nicht mehr), weshalb sie für Hristov auch nur als solche anzusehen sind. Zugleich zog er aber auch die These in Betracht, dass der Kopf keinen Römer darstellt, sondern einen Wikinger. Spekulationen, dass die Nordmänner nicht nur in Nordosten von Kanada an Land gingen, sondern bis Mexiko segelten, gibt es schon lange.

Ein Schiffswrack aus der Alten Welt?

Gleichfalls wurde die Anwesenheit des Kopfes damit erklärt, dass es ein Zufallsfund der Ureinwohner in Amerika war. Vielleicht sogar in Mexiko selber. Nach dieser These wäre ein havariertes Schiff nach langer Reise über den Atlantik in der Neuen Welt gestrandet. Auf diesem befand sich (unter anderem) der Kopf, der dann irgendwann als Grabbeigabe dem Verstorbenen mitgegeben wurde. Das angetriebene Schiffswrack muss dabei nicht mal bis Mexiko gekommen sein. Gut möglich, dass es andernorts in Amerika strandete und der Kopf durch Tauschhandel nach Zentralmexiko kam.

Durchaus eine nachvollziehbare Überlegung. Auf diesem Geisterschiff muss auch niemand mehr an Bord gelebt haben, doch für die Einheimischen wäre das Wrack mit seinem Inventar sicher eine Goldgrube gewesen. Nahezu jedes noch so unscheinbare Objekt an Bord avancierte aufgrund seiner Einmaligkeit zu einem begehrten Tauschobjekt unter den Ureinwohnern. Auch andere umstrittene Funde in Amerika könnten zumindest zum Teil so gedeutet werden.

Einen zielgerichteten Handel oder geplante Entdeckungsreisen nach Amerika aus der Alten Welt schließt die Schiffswrack-Interpretation damit aus. Verunglückte Schiffe, die bis nach Amerika getrieben werden, wo sie letzten strandeten, betrieben keinen funktionierenden Handel. Wären da nicht die zahlreichen Hinweise der Vergangenheit, dass man lange vor Kolumbus von diesen Ländern „im Westen“ längst Bescheid wusste. Folglich muss von dort jemand zurückgekommen sein, der davon berichtete …

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UFO-Sekte in Bayern und der Kindesmissbrauch: Die bizarre Welt des verurteilten „Alien-Gurus“ von den Plejaden (+ Video)

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UFO-Sekte in Bayern und der Kindesmissbrauch - die bizarre Welt des verurteilten "Alien-Gurus" (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
UFO-Sekte in Bayern und der Kindesmissbrauch – die bizarre Welt des verurteilten „Alien-Gurus“ (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Auf YouTube und diesem Blog berichtete ich bereits mehrfach von dem „Alien-Guru“ Aryah G. und seiner UFO-Sekte in Bayern. Inzwischen ist der Sektenführer wegen 75-fachen Kindesmissbrauch und Steuerhinterziehung zu rund sechs Jahren Haft verurteilt. Und so kommen auch immer mehr Einzelheiten über die bizarren Lehren des angeblich hier auf der Erde geborenen Außerirdischen ans Licht, die teilweise an andere UFO-Sekten und Kulte erinnern. Welche „Weisheiten“ der angebliche Alien-Meister seinen manipulierten Gläubigen verkaufte, erfahrt Ihr hier.


Die UFO-Sekte des Kinderschänders

Anfang und Mitte März 2021 berichte ich in diesem Beitrag HIER und diesem Video-Beitrag HIER über einen UFO-Sekten-Guru in Bayern, der wegen duzendfachen schweren Kindesmissbrauch in Deutschland vor Gericht stand. Wie berichtet ist der „Alien-Guru“, der sich selber für einen inkarnierten Außerirdischen hält, inzwischen in 75 Fällen wegen Kindesmissbrauch vom Landgericht Regensburg verurteilt worden. Weitere Ermittlungen gegen den manipulativen Chef der UFO-Sekte wird es nicht geben. Dafür gäbe es bisher keine weitere Anhaltspunkte, so die Behörden.

Ob tatsächlich diese Verurteilungen wegen Kindesmissbrauch und auch Steuerhinterziehung das gesamte Ausmaß der Verbrechen berücksichtigen, bleibt indes fraglich. Zumindest ist die Gruppe, die der angebliche Alien in deren einsam gelegenen Anwesen in Bayern um sich gescharrt hatte, überaus verschwiegen. Selbst die von dem Sekten-Chef gestandenen Missbrauchsfälle wollten seien (meist weiblichen) Anhänger nicht wahrhaben. Obwohl sie durchaus erkennbar gewesen sein sollen. Etwa, da der „Alien-Guru“ seinem jungem Opfer besonders viel „Aufmerksamkeit“ schenkte. Für seien Anhänger war das jedoch ein Privileg, das sogar Neid aus das Kind hervorrief, wie bei der Gerichtsverhandlung heraus kam …

Vor allem die Internetseite „Regensburg digital“ berichtete im März 2021 im Zuge der Gerichtsverhandlung von den ungeheuerlichen Vorgängen innerhalb der Gruppe rund um den Alien-Chef. Und auch davon, dass Aryah G. gewaltige Geldsummen von seinen Gläubigen kassierte, die ihm ein sehr kostspieliges Leben ermöglichten. Unter anderem durch „Sanktionen“ für „Verfehlungen“ der Anhänger. Beim Finanzamt gab er allerdings Verluste an, wie berichtet …

Ein großer, außerirdischer Meister

Am 18. Mai berichtete „Regensburg digital“ erneut in einer umfangreichen Reportage über den UFO-Sekten-Guru. Nicht nur über seine Vergehen der Steuerhinterziehung und Kindesmissbrauch, sondern auch über seine Weltanschauungen zu Aliens und UFOs. „Ein Kindervergewaltiger mit Faible für Pornos, Porsche und Reichsflugscheiben“, so das Portal, der sich mit Namen wie YAH, Arkon, Ari Fürst zu Sayn-Wittgenstein, Aryah oder Augustus ansprechen ließ. Als Meister sowieso, da er sich selber als den „weltweit bedeutendsten zeitgenössischen Mystiker“ ansah.

Der Guru gehöre der „Universellen Allianz der Planeten und der Plejadischen außerirdischen Gruppe“ an, dessen Weisheiten er schon in den 1990er Jahren auf Seminaren lehrte. Dabei sei er Teil einer ganzen Gruppe von neun von außerirdischen Meistern, die an „bestimmten wichtigen Orten auf der ganzen Welt“ leben und für die Menschheit arbeiten würden. „Kosmologie, galaktische und irdische, geheimgehaltene Geschichte, Wissenschaft-Technologie, Gesundheit und Mystik zu verbreiten“, sei nach seiner Selbstdefinition die Aufgabe dieser Außerirdischen. Diese im Verborgenen agierenden Außerirdischen der Plejaden haben alle besondere Kräfte, so der „Meister“ der UFO-Sekte weiter.

Er selber hingegen sei so was wie der Super-Meister der kosmischen Besucher, da er alle neun Kräfte in seiner Person vereint. Und sein einsames Sekten-Anwesen in Buglmühl in Bayern muss demnach einer dieser „wichtigen Orte“ der Erde sein, an denen diese Alien-Meister tätig sind. In seiner Biographie heißt es dazu weiter:

YAH ist einer der ursprünglichen Lyrischen Anführer, die Teil einer Gruppe von 144.009 Außerirdischen in einer vorzeitigen, früheren Inkarnation auf der Erde waren, welche diese vor 389000 Jahren kolonisierte. Er hat sich zur Zeit wieder inkarniert, zusammen mit acht anderen Anführern, die als ‚Die 9 Ewigen‘ oder ‚Die 9 Erwachten‘ bekannt sind.

144.000 Außerirdische und 9 Meister

Diese „9 Ewigen“ sind nicht unbedingt unbekannt. Schon bei den Recherchen zu dem Buch „UFO-Sekten“, dass ich zusammen mit Roland M. Horn 1999 veröffentlichte, begegneten uns Alien-Sekten mit ähnlichen Aussagen. Beispielsweise einem „Tom vom Rat der Neun“, der ebenfalls sagt, dass die Erde kolonisiert wurde. Auch bei diesem angeblichen Außerirdischen heißt es, dass es 144.000 Wesen der Zivilisation „Altea“, die in ferner Vergangenheit die Erde kolonisierten.

Interessanter ist aber die genannter Zahl 144.009 von Außerirdischen, aus denen die Gruppe der Aliens bestehen soll, an sich. Zieht man „die 9 Erwachten“ ab, so erhält man die bei Sekten, esoterischen, okkulten und religiösen Weltanschauungen sowie „Mystikern“ immer wiederkehrende Zahl 144.000. Nicht nur bei „Tom vom Rat der Neun“. Auch die UFO-Sekte Ashtar Command um einen imaginären Aliengott namens Ashtar Sheran (s. a. HIER) verbreitet in ihren wirren UFO-Ideen diese Zahl.

Auch die Zeugen Jehovas bedienen sich dieser Zahl. Sie stammt aus der Offenbarung des Johannes, dem letzten Buch der Bibel, und gibt die Anzahl der „Auserwählten“ wieder. Konkret interpretiert die Theologie diese Zahl unter anderem als die Anzahl der auserwählten Gläubigen, die nach der Apokalypse den neuen Staat Israel begründen werden. Zum Beispiel unter Berufung auf den Vers 14,1 in der Offenbarung. In diesem heißt es:

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Und ich sah: Und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm 144.000, die seinen Namen und den Namen seines Vaters an ihren Stirnen geschrieben trugen.“

Bei den Zeugen Jehovas sind es wiederum jene Erwählten und sich damit glücklich schätzende Menschen, die zusammen mit Jesus (dem Lamm) über eine neue Welt regieren werden. Bei dem Guru der UFO-Sekte aus Bayern ist es die Anzahl jener Außerirdischen, die auf der Erde eine Kolonie gründeten.

„Lichtjahre aus der Zukunft“ – und Porsche-Fan

„Regensburg digital“ zitiert auch eine esoterische Aussage des „Meisters“, die aus dem Jahr 1965 stammen soll. Da war der Guru allerdings 10 Jahre jung, da er erst 1955 auf Kuba geboren wurde. Das sein angeblich dadurch zu erklären, da er „Lichtjahre aus der Zukunft“ stammen würde. Als ein „Romuelaner von den Plehyon“ sei er „durch einen Seelen-Transfer in einen damals 10-jährigen irdisch-menschlichen Körper“ gekommen, so der Sekten-Chef. Dass Lichtjahre eine Entfernung im All angibt und keine Zeiteinheit ist, hat der fortschrittliche Außerirdische wohl nicht gewusst.

Die Bezeichnung „Romuelaner“ erinnert mich wiederum an die außerirdische Rasse „Romulaner“ auf „Raumschiff Enterprise„.

Den Kontakt zu seiner Heimatwelt habe er dabei auch nie verloren. Denn seit dem befindet er sich „in ständigem telepathischen und physischen Kontakt mit seinem anderen Selbst, ebenfalls YAH, der Große Blonde Plejadier, der Mitglied im Rat und militärischer Führer der plejadischen Sternflotte ist und zur Zeit die Erde umkreist“, behauptete Aryah G.

Schon bei den ersten Ermittlungen fielen den Beamten die teuren Fahrzeuge auf dem Gelände der Sekte auf. Drei verschiedene Porsche vielen dabei besonders auf, denn sie seien nach Angaben des Gurus kein eigentlicher Luxus. Nach Recherchen von „Regensburg digital“ begründete der Sekten-Führer „diese Leidenschaft damit, dass Porsche am Bau der sogenannten Reichsflugscheiben beteiligt gewesen sei“. Das heißt also, dass die sogenannten „Nazi-UFOs“ für Aryah G. offenbar auch Realität waren.  Ebenso wie „die größte und unglaublichste Sammlung von UFO-Videoaufnahmen und photographischen Beweisen“, die der UFO-Prophet besetzten soll.

Wo diese Beweise sind, ist unklar. Die beschlagnahmten „Massen von DVDs“, so heißt es im Urteil, enthielten „fast alle“ pornographische Inhalte. Gleiches gilt für die Mengen an aufgefundenen Fotos in dem Anwesen.

Nur ein Mystiker?

Zu einem Seminar oder Meeting mit dem hier geborenen bzw. wiedergeborenen Außerirdischen heißt es:

Welcher Meister kann mit so viel Witz, Einfühlung, Treffsicherheit und Lebensfreude uns alle spannenden Zusammenhänge des Lebens aus einer neuen und überraschenden Sicht näher bringen? Wer sonst sagt Dir, woher Du kommst und wohin Du gehst?

Solche und ähnliche Seminare mit dem Guru waren schon vor 15 Jahren einigen Teilnehmern suspekt. Nach einem solchen Treffen im Herbst 2005 in Österreich meldeten einige Teilnehmer sich bei der „Bundesstelle für Sektenfragen“ in Österreich, da es deren Meinung nach dort nicht ganz geheuer ab lief. Einige Menschen haben den „Meister“ scheinbar schon damals „sehr große Verehrung entgegengebracht“ und haben sich durch Kleidung und Schmuck deutlich nach außen als seine Anhänger zu erkennen gegeben.

Ob das zu irgendwelchen „Maßnahmen“ gegen den Gruppe und seine Ergeben führte, ist nicht bekannt. Immerhin geht es auf Pop- oder Rock-Konzerten gefühlt ähnlich zu, wenn sich die Fans entsprechend kleiden. Zumindest zog es die Gruppe von da an vor, mehr im Verborgenen zu agieren, wie es „Regensburg digital“ schreibt.

Der Sektenführer selber sieht sich als Mystiker, nicht als wirklicher Führer einer UFO-Sekte. Als ein Lehrer, „der sein Leben der Mystik verschreibt und anderen Menschen Weisheit und Verstehen des Existentiellen Lebens näher bringt“. Zumindest hat die Gerichtsverhandlung und Verurteilung beim Landgericht Regensburg hier ein ganz andere Bild ergeben.

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Video vom 4. März 2021 auf Mystery Files

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Von blutigem Wasser, Schwefel vom Himmel und „fliegenden Kugeln“: Wunder, Phänomene und Erscheinungen an der Marienburg bei Danzig in Polen (+ Video)

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Wunder, Phänomene und Erscheinungen an der Marienburg bei Danzig in Polen (Bild: Fischinger-Online)
Wunder, Phänomene und Erscheinungen an der Marienburg bei Danzig in Polen (Bild: Fischinger-Online)

Die Marienburg (Malborg) unweit von Danzig in Polen ist der größte und mit Abstand prachtvollste Backsteinbau Europas. Eine ab dem 13. Jahrhundert von den Rittern des Deutschen Ordens errichtetet Anlage mit einer überaus bewegten Geschichte. Doch wie bei vielen historischen Monumenten gibt es auch hier Geschichten hinter der offiziellen Geschichtsschreibung. Sie finden sich in alten Chroniken und Sagen und lassen die Marienburg teilweise in einem ganz anderen Licht erscheinen. Welche das sind, erfahrt Ihr hier.


Das antike UFO-Phänomen und die Marienburg

Seit der Mensch in den Himmel schaut, erblickt er dort die sonderbarsten Erscheinungen. Nicht nur Naturphänomene, die unsere Vorfahren einst vor ungelöste Rätsel stellten. Meist wurden diese von der Vorzeit über das Mittelalter bis in die frühe Neuzeit mit göttlichen oder auch dämonischen Erscheinungen in Zusammenhang gebracht. Dank zahlreicher historischer Aufzeichnungen, teilweise bebilderter Chroniken und aufmerksamer Geschichtsschreiber sind viele dieser Zeichen am Himmel oder Wunderzeichen heute bekannt. Und auch oft naturwissenschaftlich zu erklären.

Bei anderen Himmelszeichen sind rationale Deutungen als „Laune der Natur“ problematischer. Einer der Gründe, warum moderne Mystery-Forscher einige dieser Erscheinungen mit dem „heutigen“ UFO-Phänomen in Zusammenhang bringen. In der Tat belegen die antiken Schriften und Dokumente, dass es ein UFO-Phänomen durchaus schon vor Jahrhunderten gab. Längst nicht alle Sichtungen oder Objekte am Himmel de Vergangenheit lassen sich aus heutiger Sicht als ein natürliches Schauspiel erklären.

Wieder andere überlieferten Wunder, Erscheinungen oder Himmelsphänomene entziehen sich uns heute vollends einer logischen Deutung. Wobei es gleichgültig ist, ob man die Natur dahinter vermutet, oder eben das UFO-Phänomen. Es bedarf jedoch beispielsweise bei einer Erscheinung von kämpfenden „Rittern in Rüstungen“ am Firmament sicherlich eine gehörige Portion Phantasie dazu, aus diesen UFOs zu machen. Eher könnte man hier religiöse Propaganda hinter solchen Berichten vermuten – und damit Fake-News.

In anderen Fällen ist das nicht unbedingt notwendig. Etwa bei einem Ereignis, dass sich Ostern 1661 bei der Stadt Danzig und der Marienburg im heutigen Polen ereignet haben soll. Eine mittelalterliche Burg des Deutschen Ordens aus dem 13. Jahrhundert, die in Polen heute nach dem Ort Malborg (Zamek w Malborku) heißt. Die gewaltige Burg ist der größte Backsteinbau Europas, um die sich nicht wenige Legenden und Geschichte ranken.

In dem am Ende angefügtem Video berichte ich ebenfalls von einigen dieser Überlieferungen.

Blutiges Wasser, Schwefel vom Himmel und Kugeln am Firmament

Abraham Hartwich hielt 1722 in seinem Werk „Geographisch-Historische Landes-Beschreibung derer dreyen im Pohlnischen Preussen liegenden Werdern, als des Dantziger-Elbing- und Marienburgischen“ unter anderem über die Marienburg diverse seltsame Ereignisse fest. Nicht nur aus dem Jahr 1661.

Hartwich listete darin eine ganze Reihe zum Teil überaus ungewöhnlicher Phänomene auf, die sich rund um die Burg ereignet haben sollen. Längst nicht alle dieser dokumentierten Berichte lassen sich heute erklären. Sie reichen von „Feuer vom Himmel“, das zahlreiche Gebäude nieder brannte (1551), über „Wasser im Stadtgraben“ und später an anderen Plätzen, das sich insgesamt dreimal „in Blut verwandelte“ (1668 und 1684) bis feurigen Kometen (1654 und 1680-81). Sogar Rauch und schwarzer Dampf sei am 14. Juni 1643 mehrfach hintereinander mit „sanften donnern“ aus der Erde in den Himmel bis zu den Wolken geschossen. Erst wie ein scharf umrissener Regenbogen, dann gewunden wie eine Schlange. Drei Tage später sei nach einem Platzregen überall gelben Schwefel gefunden worden, „welcher noch ganz heiß war“.

Als reichen alle diese Wunder noch nicht, habe sogar im Jahr 1629 die Glocke der Marienburg „von sich selbst geläutet“. Und am 17. Dezember 1680 raste eine „feurige Kugel“ so groß wie der Vollmond bei Danzig vom Himmel, so Hartwich.

Im Kontext dieser wundersamen Ereignisse muss man eine Erscheinung sehen, die Hartwich für Ostern 1661 überliefert. Geschehen bei Vollmond und auf den ersten Blick klingt sie nach einem seltenen aber natürlichen Mond-Halo. Dazu schreibt er, was damals neben dem Vollmond beobachtet wurde:

„…und neben demselben auf der rechten und linken Seite schnurrgerade zwei feurige, doch mit allerhand schönen Farben untermischte Kugeln, wie der Mond groß, deren jeder auswärts einen langen Strahl von sich gab. Und waren oberwärts die beiden Kugeln mit einem hellen Zirkel vereinigt, unterwärts aber war ein feuriger Regenbogen, der die Spitze nach dem Zirkel und den Bauch unterwärts hatte. Um 4 Uhr in der Nacht hat die Wacht zu Danzig gesehen, dass die beiden Kugeln zusammenschlugen, und es einen solchen Knall gegeben, als wenn eine Bombe los gebrennet würde.“

Eine Naturerscheinung?

Eine Halo-Erscheinung in der Atmosphäre, die drei Monde erscheinen ließ und halbrunde Lichtbrechungen projizierte? Warum aber beschreibt der Bericht diese dann als „Kugeln“, und warum schlagen sie mit einem lauten „Knall“ zusammen, bevor sie verschwinden? Lichtreflexionen bzw. Lichtbrechungen wie Halos sind still. Sie „knallen“ nicht am Himmel.

Autoren und Forscher, die nach historischen UFOs fahnden oder sich der Prä-Astronautik widmen, verweisen immer wieder darauf, dass man bei derartigen „antiken Begegnungen“ nicht alles wortwörtlich nehmen darf. Vor allem da unsere Ahnen der richtige Wortschatz fehlte, um exakt das zu beschreiben, was sie sahen oder erlebten. Gemeint ist damit ein moderner Wortschatz. Also bediente man sich in der Vergangenheit realen und greifbaren Beschreibungen und Vergleichen mit Alltagsgegenständen. Eine klassische „fliegende Untertasse“ wird so schnell zu einem „fliegenden Schild“. Ein kugelförmiges UFO eben zu einer „fliegenden Kugel“ und ein zylindrisches Objekt zu einem „Speer“, einer „Lanze“ oder einer „Standarte“.

Von all solchen Erscheinungen berichten die überlieferten Aufzeichnungen der Vergangenheit, von denen auf diesem Blog und meinem YouTube-Kanal immer wieder Beispiele vorgestellt wurden.

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Unsere Vorfahren nutzen das „Sieht-aus-wie-Prinzip“, was bis zu einem gewissen Grad sicher auch so war und zutraf. Für heutige UFO-Sichtungen gilt das noch nimmer. Auch hier verwenden die Zeugen Begriffe wie „Ball“, „Kugel“, „Football“, „Scheibe“, „leuchtende Kugel“, „Ball aus Licht“, „Diamant“, „Bumerang“, „Zigarre“ oder „eine in der Mitte abgeflachte Kugel mit zwei hervorstehenden Stücken auf jeder Seite“ („Surrey Advertiser“, 6. Oktober 1962). Ohne an dieser Stelle eine Bewertung über die wahre Natur dieser individuell gesehenen Objekte vornehmen zu wollen.

Wenig verwunderlich ist es demnach, dass in den alten Überlieferungen, Aufzeichnungen sowie Märchen und Sagen nahezu alles irgendwo schon einmal herumgeflogen sein soll. Details oder „Verhaltensweisen“ dieser Objekte machen sie erst zu etwas rätselhaften und damit für die UFO-Forschung interessant. Was hinter dem Ereignis von 1661 stecken mag, bleibt indes offen.

Sagen und „Wunder“ um die Marienburg

Noch seltsamer ist die Behauptung, dass sich das Wasser im Stadtgraben und anderen Plätzen mehrfach in Blut verwandelt haben soll. Handelte es sich um eine Art Algenblüte, die scheinbar Brunnen und möglicherweise die Burg betraf? Auch die Geschichte der 10 Plagen in Ägypten aus dem 2. Buch Moses, als sich der Nil und die Wasser Ägyptens „in Blut verwandelten“, wurde schon mit Algen versucht zu erklären.

Überaus seltsam erscheint auch das Ereignis vom 14. Juni 1643, als schwarzer Dampf donnernd aus der Erde kam und in den Himmel stieg. Hängt der heiße Schwefel, der drei Tage später vom Himmel fiel, damit in Zusammenhang? Wenn ja: Was war die Ursache?

Andere Sagen über die Marienburg sind tief vom Christentum geprägt. Was schon bei der Grundsteinlegung anfing, wie es bereits der bekannte deutsche Märchen- und Sagen-Sammler Ludwig Bechstein 1853 in „Deutsches Sagenbuch“ überlieferte. Nach dieser Sage haben die „Kreuzritter“ in Jerusalem genau aus jenem Gebäude, in dem Jesus mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl beging, einen Stein als Grundstein für die Marienburg mitgenommen. Es heißt:

Da nun die Ritter nach Deutschland heimkehrten, nahmen sie von diesem Hause einen behauenen Stein mit sich über Meer und weiheten ihn zum Grundstein des Ordenshaupthauses Marienburg. Darum segnete der Herr diesen Bau, daß er so groß und fest und herrlich wurde und in all seiner alten Pracht und Schönheit noch steht bis auf den heutigen Tag, während tausend und abertausend Schlösser in Trümmer sanken.“

Eine andere Erzählung nahm für zwei Liebende auf der Burg ein tragisches Ende. Da „das Haus des Ordens ein Haus der Entsagung von irdischer Lust sein sollte, so duldete es nicht der gleichen Gefühle“, so die Sage. So wurde das Pärchen als Strafe in zwei Steine verwandelt, die man lange Zeit auf der Marienburg wohl als Warnung gezeigt hatte. Dabei habe man bei den beiden Steinen „wahrgenommen, dass sie aus Schmerz noch salzige Tränen weinten“, schließt sie Sage.

Die Rache der Mutter Gottes

Unglückselig ging es auch bei einer Schlacht um die Burg und gegen die Deutschritter zu. Die berühmte Marienfigur, die mit acht Metern Größe die Fassade der dortigen Marienkirche schmückt, „ärgerte einen Polenfürsten“ dermaßen, da sie „wie das Symbol des ewigen Sieges des Christentums gegen das Heidentum“ hoch über der Festung thronte. Also befahl er einen seiner Söhne, dass er der Statue mit seiner Armbrust die Augen ausschließen soll. Doch genau in jenem Augenblick, als der Sohn seine Waffe abfeuern wollte, erblindete er auf wundersame Weise. Für seinen Vater ging es ebenfalls nicht gut aus, so die Sage weiter:

Der junge Polenprinz war plötzlich erblindet. Darüber ergrimmt der Fürst, er nimmt selbst die Armbrust, zielt gut und trifft – beinahe – denn vor dem Bilde wendet sich rückprallend der Pfeil und fährt dem Fürsten pfeilgeschwind mitten durch das Herz.“

 Vielfach erkennt man in solchen Sagen um die Marienburg und deren Umgebung den Kampf des Christentums gegen das sogenannte Heidentum. Eine Legende um die Heilige Dorothea von Montau, die Patronin des Deutschen Ordens aus dem nahen Marienwerder (heute Kwidzyn), ist besonders unheimlich. Sie verbrachte ihr Lebensende in der 1343 bis 1384 erbauten Domkirche zu Marienwerder, in der auch mindestens drei Hochmeister des Deutschen Ordens bestattet wurden. Kämpfer des Glaubens, von dem einer 1410 die Belagerung der Marienburg abwenden konnte. In dieser Kirche ließ sich die 1976 vom Vatikan Heilig gesprochene Dorothea in einer Zelle einmauern, wo sie 1394 starb. Zuvor erlebte sie Visionen und Zeichen Gottes oder des Himmels, weshalb sie sogar 1391 fast in Danzig als Hexe auf dem Scheiterhaufen gelandet wäre. Als sie starb sei angeblich folgendes geschehen:

Als die Mitternachtstunde kam, umwogte eine himmlische Helle das enge Gemach der frommen Büßerin, und Engelstimmen erklangen in harmonischen Chören zwei Stunden lang um ihre Zelle. Währenddessen ward Dorotheas Seele zu Gott enttragen, und es fingen des Domes Glocken von selbst zu läuten an, und das dauerte so lange, bis jener himmlische Gesang zu Ende ging.“

„Noch an ihrem Grabe geschahen große Wunder, und Scharen frommer Pilger wallten zu demselben“, schreibt Ludwig Bechstein dazu weiter. Wohl auch einer der Gründe, warum Dorothea von Montau zu einer Heiligen erklärt wurde …

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Video vom 12. Aug. 2020 auf Fischinger-Online

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UFOs in der Antike: Was erschien 214 vor Christus bei den alten Römern? Der fliegende „Altar“ des Geschichtsschreiber Livius und seine Insassen

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UFOs in der Antike - was erschien 214 vor Christus bei den alten Römern? Der fliegende Altar des Geschichtsschreiber Livius und seine Insassen (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
UFOs in der Antike – was erschien 214 vor Christus bei den alten Römern? Der fliegende Altar des Geschichtsschreiber Livius und seine Insassen (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

UFOs und unbekannte Flugobjekte in der Antike – gab es sie? Glauben wir den alten Chronisten und Geschichtsschreibern, ist die Antwort ein eindeutiges Ja! So haben auch einige UFO-Forscher und vor allem Prä-Astronautik-Forscher in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder entsprechende Beispiele aus historischen Berichten angeführt. Einer ging dabei im Laufe der Jahre allerdings eher unter, obwohl dieser von dem bedeutenden römischen Geschichtsschreiber Titus Livius aufgezeichnet wurde. Demnach sei vor über 2.200 Jahren am Himmel über der Stadt Hadria in Italien ein fliegender „Altar“ erschienen. Mit samt einer „Besatzung“. Grund genug sich dieses UFO der Antike an dieser Stelle einmal genauer anzusehen.


UFOs in der Antike

Die Forscher der Prä-Astronautik und einige UFO-Forscher suchen in alten Chroniken, Schriften und anderen historischen Quellen immer wieder nach Hinweisen auf mutmaßliche UFOs. UFO-Sichtungen der Antike, die sich nicht in irgendwelchen Mythen oder religiösen Texten finden, sondern in konkreten Dokumenten aus eher historischer Zeit. Etwa in mittelalterlichen Berichten auf Flugblättern, in geschichtlichen Chroniken oder auch bei römischen Geschichtsschreibern. „Himmelszeichen“ oder „Wunderzeichen“, wie man diese in christlichen Zeiten gerne nannte. Mehr dazu erfahrt Ihr in den am Ende angefügten YouTube-Videos.

Vielfach sind diese Jäger des Phantastischen in den vergangenen Jahrzehnten dabei auch fündig geworden. Ein Beweis, das „Seltsames“ oder „Etwas“ auch schon von den alten Chronisten dokumentiert wurde. Nicht nur im modernen UFO-Phänomen oder zeitlich nicht fassbaren Mythologien der grauen Vorzeit.

Diese alten Aufzeichnungen erwähnen dabei in den seltensten Fällen Insassen oder Piloten, die in fliegenden Kugel, Scheiben, Schilden oder Zylindern gesessen haben sollen. Sieht man von jenen Berichten ab, in denen wundersame „Menschen“ am Himmel standen, „Ritter“ in den Wolken erschienen oder sogar „Seeleute“ auf „Schiffen“ in eine himmlische Schlacht verwickelt zu sein schienen. Oder natürlich auch die mythisch-religiösen Schriften, in denen Götter und andere Himmelswesen mit „feurigen Wagen“ zu den Menschen hernieder kamen. Von diesem Blog kennt der Interessierte dazu sicher zahllose Beispiele.

Ungewöhnlich ist das erst mal nicht, denn auch heute sehen die wenigstens UFO-Zeugen irgendwelche Wesen bei ihren Sichtungen. Der bei weitem größte Teil der UFO-Sichtungen findet ohne die Begegnung mit irgendwelchen mutmaßlichen Lebewesen aus dem All statt. Wobei es selbstverständlich solche Berichte ebenso gibt.

Ein fliegender „Altar“ am Himmel

Und in der Antike? In seiner Pionierarbeit zum Thema „UFOs der Antike?“ berichtete schon 1963 W. R. Drake in dem Artikel „UFOs over ancient Rome“ in dem Magazin „Flying Saucer Review“ (Januar/Februar 1963) von solchen Sichtungen. Dazu führt er eine ganze Reihe Beispiele an, die der Prä-Astronautik-Pionier in den Werken diverser klassischer Geschichtsschreiber fand. So unter anderem folgendes Ereignis vor über 2.200 Jahren:

In Hadria wurde ein Altar am Himmel und darüber die Gestalt eines Menschen in weißen Kleidern zu sehen.“

Geschehen sei diese Sichtung eines fliegenden „Altar“ mit einem weiß gekleideten Mann im Jahr 214 vor Christus. Ort des Geschehens war die heutige Stadt Atri in den Abruzzen östlich von Rom, die seit 290 vor Christus eine römische Kolonie war. Drake selber wiederum berief sich auf den bekannten Geschichtsschreiber Titus Livius (Buch XXI, Kapitel LXII), der von ca. 59 vor bis 17 nach Christus lebte. Einem der wichtigsten römischen Geschichtsschreiber überhaupt, dessen zahllose Werke zu den bedeutendsten Quellen der frühen Geschichte des Römischen Reiches zählen.

Der bekannte französische UFO-Forscher Dr. Jacques Vallée übernahm nur zwei Jahre später diesen frühen „UFO-Fall“ von Drake 1965 in seinem Standartwerk „Anatomy of a Phenomenon“. Vallée gibt ihn sehr ähnlich wieder, datiert das Ereignis allerdings auf das Jahr 213 vor Christus:

In Hadria wurde ein ‚Altar‘ am Himmel gesehen, begleitet von der Gestalt eines Mannes in weißer Kleidung.“

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Diese Sichtung fand durch die Erwähnung bei dem UFO-Forscher Vallée sogar Einzug in den UFO-Forschungsbericht der US-Air Force, der unter den Namen „Condon-Report“ in UFO-Kreisen zu einer Legende wurde. Hierbei handelt es sich eigentlich um den Bericht „Scientific Study Of Unidentified Flying Objects“ der University of Colorado von 1968. Mitherausgeber war der namensgebene Edward Condon und der Mitautor Samuel Rosenberg verfasste darin das Kapitel „UFOs in History“. Als Quellen dienten Rosenberg für den Air Force-Bericht einschlägige UFO-Bücher und –Magazine, wie jenes von Vallée. (Mehr dazu in diesem Artikel HIER.)

Ein rechteckiges Flugobjekt vor über 2.200 Jahren

Heute sind der fliegende „Altar“ und der „weiße Mann“ von Hadria in der UFO-Literatur praktisch vergessen. Womit der zugegeben sehr knappen Überlieferung meiner Meinung nach Unrecht getan wird.

Genauer hinterfragt hat ihn aber Jörg Dendl schon 1997 in seiner Studie über „Fliegende Schilde und Schlachten am Himmel“, die, da sie in sehr geringer Auflage in einem kleinen Privatverlag erschien, wohl nur wirklichen Insidern der Thematik bekannt ist. (Eine aktualisierte Neuauflage des Berichtes findet Ihr HIER.) Dendl selber ist als Historiker seit Jahrzehnten auch als Mystery-Forscher tätig. Seine oft auch kritischen Publikationen in verschiedenen Magazinen zu Forschungen aus dem Bereich Prä-Astronautik und Rätsel der Geschichte werden meiner Meinung nach dabei bis heute von vielen weit unterschätzt.

Das von Livius überlieferte Ereignis studierte Dendl in seiner Veröffentlichung im Original und gibt es wie folgt wieder:

„(…) bei Hadria wurde ein Altar im Himmel und Menschengestalten ringsumher mit weißglänzenden Gewändern gesehen.“

Ganz richtig betont auch der Dendl, dass der hier genutzte Vergleich des Aussehens mit einem „Altar“ darauf hindeutet, dass das Objekt rechteckig oder würfelförmig gewesen sein muss. Ein Komet oder Meteor ist hier von Vornherein ausgeschlossen. Im Unterschied zu anderen Übersetzungen (vor allem aus dem englischen Raum), schrieb Dendl hier auch von mehr als nur einer „Menschengestalt“.

Die seltsame „Besatzung“

Bezeichnet sei nach ihm auch die verwendete Wortwahl von Livius zu eben dieser „Besatzung“ des fliegenden Rechteckes als „species hominum“. Damit sind keine „Menschen“ im eigentlichen Sinn gemeint, sondern „Menschengestalten“. Man würde in der modernen UFO-Forschung an dieser Stelle wohl von „menschenähnlich“ oder schlicht „humanoiden Wesen“ sprechen.

Es handelt sich folglich lediglich um einen Vergleich mit dem gewohnten menschlichen Aussehen. Sie sahen uns durchaus ähnlich, wichen aber in ihrer Anatomie von der unseren ab. In welchen Details, können wir daraus nicht entnehmen. Wohl aber zu den „weißglänzenden Gewändern“, die diese Wesenheiten getragen haben sollen. In einigen Fällen wurde das hier verwandte Wort „vestis“/„veste“ nicht nur für „Kleidung“, sondern auch für „Rüstung“ verwendet. Die dabei nicht schlicht nur „weiß“ war, sondern „weiß glänzend“ oder sogar „glühend“, so Dendl. „Candida veste“ nutze Livius in diesem Kontext, woraus Dendl folgerte:

Das ist ein klarer Unterschied zum einfachen albus, was schlicht „weiß“ bedeutet. Hier wollte der Autor also deutlich machen, dass die Kleidung dieser Wesen glänzend war. Durch diesen Umstand wird es dem Beobachter auch möglich gewesen sein, die Wesen zu sehen.“

Strahlende Himmelswesen

Ein sehr deutlicher Unterschied zu einer normalen weißen Farbe. Hier werden Erinnerungen an „Engel“ der christlichen Tradition oder Feen aus der Anderswelt wach. Viele der alten religiösen Schriften und Berichte schildern diese Boten Gottes oder ähnliche Erscheinungen als ungewöhnlich leuchtend weiß. Strahlende Himmelswesen, die als Engel, Marienerscheinungen, Geister, Feen oder „himmlische Meister“ gedeutet wurden und werden (s. a. Link HIER). Attribute, die in der modernen Welt des UFO-Phänomens eher selten sind.

Schon in dem Buch „Götter der Sterne“ zeigte ich 1997 auf, dass dieses leuchtende Weiß offensichtlich von der Kleidung der Himmelswesen ausging, nicht von ihnen selber. Denn wenn ein Mensch sich diese himmlischen Gewänder anzog, sah er genauso aus wie eben jene Himmelswesen. „Ohne Unterschied“, wie es etwa der Prophet Henoch notierte

Wo genau die menschenähnlichen Wesen sich um ihren fliegenden „Altar“ befanden, ist unklar. Irgendwo rings umher, was darauf, darunter oder auch daneben meinen könnte. Wichtiger scheint aber bei dieser Begegnung der III. Art zu sein, dass die Anzahl der Fremden nicht genannt wird. Nur, dass es zwei oder mehr waren. Auch Dauer und Tageszeit der Sichtung sind nicht überliefert.

Ein massives UFO über Italien?

Parallelen zu Fällen aus der UFO-Forschung sind hier durchaus vorhanden. Vor allem, wie ich finde, bei dem Objekt selber, da der Vergleich mit einem „Altar“ nicht nur die Form als viereckig wiedergibt. Gleichzeitig scheint dies zu unterstreichen, dass das Objekt für den oder die Beobachter sehr massiv am Himmel  erschien, da Altäre auch im alten Rom in der Regel aus festem Stein waren. All die „feurigen Himmelszeichen“, von denen alte Berichte erzählen, haben dahingehend eher eine weniger klar umrissene bzw. „massive“ Form. Auch wenn sie vielfach als fliegende Teller oder Schilde oder eben Kugeln beschrieben wurden.

Ob und vor allem was hinter diesem Bericht des Livius steckt? Mit Sicherheit kann man das heute nicht mehr sagen. Außerirdische in einem fremden Flugobjekt am Himmel? – mag sein! Titus Livius als die Nummer 1 der römischen Historiker war selber kein Augenzeuge der Erscheinung. Er muss sich demnach auf andere Quellen gestützt haben, die wir heute nicht mehr kennen. Vielleicht enthielten diese weitere Details.

Nach seiner Untersuchung resümiert auch der Historiker Jörg Dendl:

Aber wie auch die Sichtung von Hadria zeigt, bleibt eine Restunsicherheit, gerade, wenn nur ein recht knapp abgefasster Bericht vorliegt. Für die Antike bestand keine Frage, ob so etwas möglich sei. Erst in der Moderne entstand die Notwendigkeit, solche Berichte auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen, da übernatürliche Wesen mittlerweile als Verursacher dieser Phänomen ausgeschlossen werden.“

Ein spannendes Ereignis, das wohl niemals wirklich aufgeklärt werden kann. Wie so viele der mutmaßlichen Begegnungen mit dem Unfassbaren aus der Vergangenheit.

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Grenzwissenschaft Classics, Folge 50: Beweise für Reinkarnation? Gibt es die Wiedergeburt doch? +++ Video +++

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VIDEO: Grenzwissenschaft Classics, Folge 50: Beweise für Reinkarnation? Gibt es die Wiedergeburt doch? Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Grenzwissenschaft Classics, Folge 50: Beweise für Reinkarnation? Gibt es die Wiedergeburt doch? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Gibt es Belege für die Reinkarnation, die Wiedergeburt des Menschen? Viele Menschen und Religionen glauben daran, dass der Mensch immer wieder neu geboren wird. Eine andere Form des Leben nach dem Tod im Jenseits, wenn man so will. In der Folge 50 der „Grenzwissenschaft Classics Videos“ aus dem Jahr 2002 wird genau dieser Frage nachgegangen. Nicht in irgendwelchen dunklen „Esoterik-Welten“, sondern bei Kindern, die in sehr jungen Jahren plötzlich anfangen von einem früheren Leben zu erzählen. Eine Dokumentation, die um Sachlichkeit und Neutralität bemüht ist, wie Ihr hier sehen werdet.


Reinkarnation und Wiedergeburt: kommen wir mehrmals auf die Welt?

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Oder gibt es eine Wiedergeburt hier auf Eden? Also die Reinkarnation? Sind wir also grundsätzlich unsterblich?

Irgendwann stellt sich ausnahmslos jeder Mensch in seinem Leben solche und ähnliche Fragen. Die persönlichen Antworten mögen unterschiedlich ausfallen, doch spannend sind diese in jedem Fall. Und dies eigentlich seit tausenden von Jahren. Denn die Sterblichkeit des Menschen ist das Fundament jeder Religion der Erde. Ob in Vergangenheit oder Gegenwart. Ohne die Angst vor dem Tod – keine Religionen.

Doch nicht nur Religionen und Kulte sind auf Sinnsuche oder sorgen sich um das „Seelenheil“ ihrer Anhänger. Verschiedene Forscher sind seit Jahrzehnten bemüht Beweise für ein Leben nach dem Tod oder die Wiedergeburt zu bringen. So wie in dieser Folge Nr. 50 der „Grenzwissenschaft Classics„, die sich auf die Spuren der Reinkarnation begibt. Nicht in irgendwelchen dunklen „Esoterik-Welten“, sondern bei Kindern, die in sehr jungen Jahren plötzlich anfangen von einem früheren Leben zu erzählen. Sie seien schon mal auf dieser Welt gewesen, so die Kleinen, und erinnern sich dabei an die einen oder anderen Details.

Überaus spannend, wie Ihr es hier sehen werdet. Denn diese Sendung von 2002 ist sichtlich bemüht sachlich über das Thema Wiedergeburt und Reinkarnation zu berichten!

Damit Euch viel Spaß mit Teil Nr. 50 der „Grenzwissenschaft und Mystery Files Classic Videos“.

Bleibt neugierig …

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Lars A. Fischinger im Interview mit Roland M. Horn: „Wir waren in uralter Zeit schon einmal auf dem Mars!“

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Lars A. Fischinger im Interview mit Roland M. Horn: „Wir waren in uralter Zeit schon einmal auf dem Mars!“ (Bilder: NASA & R. M. Horn / Montage: Fischinger-Online)
Lars A. Fischinger im Interview mit Roland M. Horn: „Wir waren in uralter Zeit schon einmal auf dem Mars!“ (Bilder: NASA & R. M. Horn / Montage: Fischinger-Online)

Auf diesem Blog oder in Videos auf meinem YouTube-Channel fällt immer mal wieder der Name Roland M. Horn. Mit ihm veröffentlichte ich 1999 gemeinsam ein Buch. Doch wer genau  steckt hinter den Namen „Roland M. Horn„? Womit beschäftigt sich der Sachbuchautor und Mystery-Forscher noch? Da erst vor einiger Zeit das neue Buch „Die UFO-Fallakten“ von Horn erschien, möchte ich ihn in diesem Interview selber einmal zu Wort kommen lassen.


Interview mit Roland M. Horn

1999 veröffentlichte ich mein Buch „UFO-Sekten“, das ich in Videos auf YouTube oder auch auf diesem Blog immer mal wieder erwähne. Ein Standartwerk rund um „UFO-Gurus“, bei dem der bewusst provokant gewählte Titel Programm ist. Dabei fällt auch immer der Name Roland M. Horn, mit dem ich damals das Buch geschrieben habe. Aber wer verbirgt sich hinter den Namen und womit beschäftigt sich der Sachbuchautor und Mystery-Forscher Horn noch?

Da kürzlich das neue Buch „Die UFO-Fallakten“(s. HIER) von Roland M. Horn erschien, möchte ich ihn in diesem Interview selber einmal zu Wort kommen lassen.

„Wir waren in uralter Zeit schon einmal auf dem Mars!“

Roland, wir kennen uns schon eine gefühlte Ewigkeit. Als ich 1989/90 in die Materie der „Rätsel der Welt“ und  Grenzwissenschaft einstieg, warst Du schon als Autor dabei. Wie kam es dazu, dass Du Dich solchen fraglos umstrittenen Themen zugewandt hast?

Oh je, das ist ja schon eine gefühlte Ewigkeit her.

Schon als Kind habe ich mich insbesondere für Astronomie interessiert und in ziemlich frühen Alter meine Mutter gefragt, warum der Mond nicht vom Himmel fällt. Später versuchte ich das und mehr zu ergründen. Übers Astronomie-Thema kam ich dann zum UFO-Komplex, angeregt durch einen Anhang in einem Astronomie-Buch. Dann begann ich mich mit Parapsychologie zu beschäftigen und so ging es immer weiter. Was mich dazu veranlasst, mich so sehr der Grenzwissenschaft zu verschreiben, weiß ich letztlich nicht. Vielleicht ist es meine ADHS, vielleicht mein Sternzeichen…

Vor einiger Zeit erschien ein Buch von Dir, das den provokativen Titel „Hitler – UFOs – Okkultismus: Die unheilvolle Verbindung“ trägt. Was haben diese Begriffe Deiner Meinung nach miteinander zu tun?

Im Laufe meiner Ermittlungen bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass wir nicht allein auf dieser Erde sind, sondern außer uns eine okkulte Macht existiert, die von jeher verantwortlich ist für eine große Zahl der UFO-Sichtungen und die Entstehung von Kulten, die sich z. T. um UFOs und angebliche Außerirdische drehen, aber auch für Kulte anderer Art. Kulte sind in der Regel irrational, irgendjemand oder irgendetwas wird angebetet, und eine Gesellschaft bildet sich um diesen Fokus. (Über das Thema Kulte im UFO-Bereich haben wir beide ja vor nun bereits 22 Jahren (!) zusammen das Buch „UFO-Sekten“ geschrieben.)

Okkultismus wird generell als etwas Negatives gesehen, und einige religiöse Zeitgenossen sehen hier den Satan und seine Dämonen wirken, während andere hier eine unbestimmte unheimliche dunkle Kraft wittern. Zu diesen Kulten gehören auch die Ariosophie und der aus ihr hervorgegangene Hitlerismus. Diese okkulte Macht ist weiter verantwortlich für die Entstehung der NWO, die ihrerseits wieder Hitler und andere Persönlichkeiten beeinflusst. So sind die Komponenten „Hitler“, „UFOs“ und „Okkultismus“ Teile einer unheilvollen Verbindung …

Ein weiteres Buch von Dir heißt „Die Rückkehr zum Mars“. Was ist an diesem Thema so reizvoll, da Du Dich mit diesem „Marsgesicht“ und anderen Rätseln des Roten Planeten schon in verschiedenen Büchern auseinander gesetzt hast? Ist das Thema „Marsgesicht“ nicht schon lange ausgelutscht, und hast Du selbst die Künstlichkeits-These nicht zwischenzeitlich verworfen?

Ja, das hatte ich, aber da wusste ich auch noch nicht, dass eines der neueren Bilder, auf dem das Marsgesicht für mich wie ein Schotterhaufen aussieht, in Wirklichkeit von der NASA gewissermaßen manipuliert wurde, in dem es verkehrt herum und leicht winkelverändert ins Internet gestellt wurde. Wenn die Absicht dieser Manipulation es war, die Betrachter des Bildes und Leser des Begleittextes von der Künstlichkeitsthese abzubringen, dann hat es zumindest bei mir funktioniert … Aber das Marsgesicht und die umliegenden Strukturen, die im Übrigen weit mysteriöser sind, als es ursprünglich den Anschein hatte, sind nur ein Teil, genauer gesagt: ein Kapitel des Buchs.

Interessant sind vor allen Dingen die Funde von technischen Artefakten, fließendem Wasser und Seen auf dem Mars und und und, die ich in diesem Buch auf über 100 Bildern dokumentiere. Letztlich aber enthüllt das Buch die letzten großen Geheimnisse des Roten Planeten: Eine uralte menschliche Zivilisation war schon einmal auf dem Mars. In einer Zeit, in der wir beginnen, selbst (wieder) Raumsonden zum Mars zu schicken, stellen wir fest, dass allem Anschein nach ein zweites verborgenes Raumfahrtprogramm läuft, das uns verheimlicht wird. Während wir unentwegt Beweise für flüssiges Wasser, Spuren von Vegetation, Fossilien und biologisches Leben auf dem Roten Planeten finden und auf Geschehnisse in der fernen Vergangenheit des Mars wie eine einstige dichtere Atmosphäre, deutliche Hinweise auf eine einstige Verschiebung des Marsäquators und sogar einen Atomkrieg auf dem Mars stoßen, beschleicht das unheimliche Gefühl des Déjà-vu: Wir waren schon einmal dort!

Thematisch bist Du mit Deiner Arbeit weit aufgestellt. So geht es in weiteren Büchern von Dir um die UFO-Forscher John A. Keel und Jacques Vallée und deren Thesen sowie um Reinkarnation. Also die Wiedergeburt. Was gibt es dazu zu sagen?

Ja, bei „Angriff aus das Superspektrum: John A. Keel und der Stein der Weisengeht es zum Einen um das Theoriengebilde von Keel – dem enfant terrible der UFO-Forschung, wie er in den USA genannt wird, der aber in deutschsprachigen Raum weitgehend unbekannt ist. Er hat eine Alternative zur Extraterrestrier-These vorgestellt, nachdem die UFOs – und nicht nur die – vereinfacht ausgedrückt aus dem für uns nicht zugänglichen Bereich des elektromagnetischen Spektrums stammen. Diese Lebensform nennt Keel die „Ultraterrestrier“. Darüber hinaus analysiere ich in diesem Buch auch klassische UFO-Sichtungen, die ich auf die von Keel angebotenen Erklärung abklopfe.

In „UFOs, Roswell und der letzte Vorhang: Jacques Vallée auf der Spur des UFO-Phänomens“ geht es weitgehend um drei Bereiche: Den Großteil des Buches nehmen die Thesen und Untersuchungsergebnisse des genialen Querdenkers der UFO-Forschung, Jacques Vallée, ein. Der stellt zahlreiche Argumente in den Raum, die nahelegen, dass die Annahme UFOs seien materielle außerirdische Raumschiffe schlicht zu einfach und die These, dass es in Wirklichkeit gar keine UFOs gibt, schon gar nicht zu halten ist.

Im zweiten Schwerpunkt des Buchs geht es um Enthüllungen zum Roswell-Fall, die erschütternd sind und nicht verschwiegen werden dürfen, auch wenn sich herausstellt, dass keine Aliens hinter dem Ereignis standen – die Enthüllungen sind weitaus spannender und brisanter: Allem Anschein nach basiert die Legende vom UFO-Absturz bei Roswell auf Experimente inklusive Menschenversuche, auch an behinderten Menschen, die in der Nachkriegszeit durchgeführt wurden. Möglicherweise bedarf es nicht nur einer Erklärung für das UFO-Phänomen, und vielleicht sind insbesondere die bekannten UFO-Sichtungen aus den Jahren 1947 und 1948 – einschließlich Kenneth Arnolds berühmter Sichtung der „Fliegenden Untertassen“, die das „moderne UFO-Zeitalter“ einleitete – letztendlich auf geheime Experimente zurückzuführen.

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Der dritten Säule des Buches liegt die verblüffende Erkenntnis zugrunde, dass die Themen „UFOs“ und „Nahtod-Erfahrungen“ unmittelbar miteinander verbunden zu sein scheinen und wir dadurch möglicherweise einer Antwort auf die Frage nach dem „Leben nach dem Tod“ näherkommen. Das Thema „Zeitreisen“ wird auch kurz gestreift, aber darüber habe ich ja bereits früher zwei Bücher geschrieben: „Sie kamen aus der Zukunft“ und „Geheimagenten aus der Zukunft“.

Bei „Reinkarnation –Kommen wir mehrmals auf die Welt?“ handelt es sich um eine Bestandsaufnahme zum Thema, aus der hervorgeht, dass es ein Leben nach dem Tod und die „Seelenwanderung“ tatsächlich zu geben scheint. Weiter wird die Frage erörtert ob, und wenn ja, wie, die im Westen vorherrschende Lehre von der Auferstehung von den Toten mit der ursprünglich hauptsächlich im Osten geprägten Reinkarnationsthese in Einklang gebracht werden kann.

Das Thema „Leben nach dem Tod“ bzw. „Nahtod-Erfahrungen“ im Kontext mit dem UFO-Phänomen sehe ich sehr ähnlich. Etwa in meinen Büchern „Der Tod – Irrtum der Menschheit“ oder „Begleiter aus dem Universum“. Siehst Du in diesem Zusammenhang auch Parallelen zu sogenannten Geistererscheinungen oder allgemein angeblichen Kontakten mit dem Jenseits, sofern Du Dich damit auseinander gesetzt hast?

Ich habe eine Menge von Ideen, aber keine konkrete Antwort. Grundsätzlich halte ich es für denkbar, dass die „Außerirdischen“ oder vielleicht eher „Außerzeitlichen„, „Ultraterrestrier“, „Außerdimensionale“ oder was sie auch immer sein mögen, auf einer irgendwie „höheren“ Existenzebene als wir existieren und auch nach unserem Tod noch mit uns interagieren können und ihre Spielchen mit uns danach immer noch weiter treiben. „Ultraterrestrier“ könnten sowohl für Geistererscheinungen als auch für UFO-Sichtungen verantwortlich sein. Doch dies ist nur eine meiner Ideen…

Was hat es mit Deinem Buch „Menschheitsrätsel reloaded“ auf sich?

Bei diesem Buch geht es um die ganze Palette von Menschheitsrätseln, über die ich bereits vorher hier und dort geschrieben habe: Das UFO-Phänomen, Spukerscheinungen, Atlantis, Lemuria, das Bermuda-Dreieck, das Sirius-Rätsel, Das Geheimnis alter Zivilisationen und der Pyramiden, das Philadelphia-Experiment, das Marsgesicht, die Frage nach der Reinkarnation, aber auch „moderne“ Themen: Die rasante Zunahme von Erdbeben in unserer Zeit, Klimaänderungen und die Frage nach einer nahenden Polverschiebung.

Aber auch zu den „alten“ Themen erhielt ich kurz vor Fertigstellung des endgültigen Manuskripts noch äußerst interessante neue Informationen und glaubhafte Theorien!

Dein Buch „Blauer Stern auf weißem Grund – Die Wahrheit über Israel“ weicht ziemlich von Deinen vorherigen Publikationen ab, und außerdem ist es provokativ ausgesprochen pro-zionistisch. Was macht dich so sicher, dass du mit Deiner Sicht richtig liegst?

Sowohl aus historischer als auch auf biblischer, archäologischer und politischer Sicht muss gesagt werden, dass Israel eine Herzensangelegenheit ist, die polarisiert. Kaum jemand kann ohne Emotionen an dieses Thema herangehen. Entweder man ist Israel-Gegner oder -Befürworter. Israel-Gegner treten oft scheinheilig auf. Sie akzeptieren großzügig das „Existenzrecht“ des jüdischen Staates. Während eingefleischte Israel-Hasser und ganze Staatsregierungen wie die des Iran ganz offen die Auflösung des Staates Israel fordern, gestehen andere dem jüdischen Staat nur eine Art „Minimal-Existenzberechtigung“ mit starken Einschränkungen zu. Schließlich sei ja der Staat Israel ein künstliches von den bösen Zionisten, die bekanntlicherweise die ganze Welt beherrschen, in einem arabischen Land namens Palästina gegründetes Gebilde, dessen „ursprüngliche Bevölkerung“ bestialisch vertrieben worden sei, die seither auf den Tag der Rückkehr in „ihr“ Land warte, das ihnen weggenommen worden sei.

Viele versuchen ihre Meinung so zu kaschieren, dass beide „Völker“ in dieser Frage gleichberechtigt seien und sich einigen müssten, wie das Staatsgebiet Israels zwischen diesen beiden Völkern aufzuteilen ist. Zu dieser Frage äußern sich quasi alle Staaten und Institution der Welt. Das Schicksal des „palästinensischen Volkes“ (das es in Wirklichkeit gar nicht gibt!) scheint allen am Herzen zu liegen. Und wenn Israel von sogenannten Palästinensern angegriffen wird und es wagt, sein Gebiet zu verteidigen, wird Zeter und Mordio geschrien. Aber an Holocaust-Gedenkstätten wird Mitleid geheuchelt, bis der Arzt kommt!

Sowohl die dargelegten Beweise als auch meine Intuition sind es, die mich so sicher machen, dass ich mit dem Inhalt dieses Buches richtig liege!

Ein weiteres  Buch von Dir trägt den erstaunlichen Titel „Freimaurer im Weltraum“. Freimauer kennen wir natürlich alle – aber wie kommen Freimaurer in den Weltraum und was haben sie dort zu suchen?

Ein Teil dieses Buches ist quasi die Fortsetzung von Die Rückkehr zum Mars. Ich lege Bilder mit glasklaren Beweisen dafür vor, dass es auf dem Mars einst menschliche Aktivitäten gab und scheinbar z. T. heute noch gibt.

So findet sich im marsianischen Gebiet Aram Chaos auf einem hochauflösendem Bild ein Torbogen, der die Aufschrift „Atlas“ trägt – und laut Plato war Atlas einer der ersten Herrscher von Atlantis. Intuitiv überkommt mich der Gedanke, dass die Anbringer dieser Aufschrift sagen wollten: „Wir sind wieder da. Grüße aus Atlantis.“

Aber um auf Deine Eingangsfrage zurückzukommen, muss festgestellt werden, dass die NASA offensichtlich von Mitgliedern eines Freimaurer-Ordens unterwandert wurde und spätere Raumfahrer dieses Ordens bestimmte dort übliche Riten auf dem Mond ausführten. Ganze Manöver hatten offensichtlich mit freimaurerischem Gedankengut zu tun! Darüber hinaus konnte ich Whistleblower interviewen, die angeblich im Rahmen eines geheimen militärischen Programms im Weltraum gewesen waren und nach ihrer Mission wieder in die Zeit vor ihr zurückversetzt wurden.

An diesen ganzen Unternehmungen sollen verschiedenen Rassen von Außerirdischen beteiligt gewesen sein. Klingt absolut unglaubwürdig, doch die Zeugen machten einen glaubwürdigen Eindruck auf mich. Bei einem besonders interessanten Skype-Interview mit einem solchen angeblichen Agenten hatte ich Schwierigkeiten, ihm zu folgen: Er sprach sehr schnell und in einem typisch amerikanischen Slang. Er sagte mir zu, mir das Ganze noch einmal schriftlich zukommen zu lassen, doch kurz nach dieser Zusage verstarb er unerwartet…

Ein weiterer Schwerpunkt dieses Buches sind Hinweise darauf, dass es tatsächlich lange vor der NASA eine gewissermaßen hoch entwickelte (Flug)-Technologie auf der Erde gab, die bis ins Preußen des 19. Jahrhunderts zurückreicht! Ich versuche in diesem Buch herauszufinden, was wirklich hinter dem allem steckt.

Dann hast Du erst vor kurzem noch ein Buch mit dem Titel „Die UFO-Fallakten“ auf den Markt gebracht. Ich hatte es auf meinen Blog bereits HIER vorgestellt. Worum geht es dabei, was sind das für Fallakten?

Hier geht es einmal um einige erstaunliche UFO-Fälle, die ich in meiner „Endzeit“ in der deutschen UFO-Szene untersucht und zum zweiten über klassische Entführungsfälle, mit denen ich mich ausführlich beschäftigt habe.

Insbesondere um Travis-Walton-Fall habe ich einige Menge Material gesammelt. Einiges scheint gegen die Authentizität seiner Aussagen zu sprechen, einiges aber auch dafür. Letztlich komme ich zu einem Urteil, dass man mit „im Zweifel für den Zeugen“ umschreiben könnte, doch damit ist noch nicht gesagt, WER KONKRET hinter der Entführung – und anderen – steckt. Der erste Teil enthält Fälle, die ich noch für die GEP e. V. (in der ich sehr lange Mitglied und Falluntersucher war) und ich der DEGUFO (in der ich kurzzeitig 2. Vorsitzender war) untersucht habe.

Mittlerweile habe ich mich enttäuscht aus der deutschen UFO-Szene zurückgezogen, was ganz und gar nicht heißt, dass ich mich aus dem UFO-Feld zurückziehe. Im ersten Teil des Buches werden Fälle beschrieben, mit denen ich mich z. T. selbst persönlich getroffen habe, und in einem der Fälle könnte der berühmte Oz-Faktor beschrieben sein. Der persönliche Kontakt mit einem anderen Zeuge führen mich auch die Spur der „Freien Energie“.

Zu den von mit untersuchten Fällen, kommt einer, der einst von Illobrand von Ludwiger untersucht wurde – Der Langenargen-Incident. Der Debunker Rudolf Henke meinte im „Journal für UFO-Forschung“ der GEP die Sichtung auseinander nehmen zu müssen, und ich führe seine Argumentation ad absurdum.

Ich habe Signale dafür, dass der gleiche Verlag, in dem „Die UFO-Fallakten“ erschienen sind, auch ein Buch aus meiner Feder zum Thema „Lemuria“ veröffentlicht wird. Neben eigenen Ideen und Kommentaren entstammt der Inhalt des Buches in der Hauptsache dem Erbe des jüngst verstorbenen Atlantis- und Lemuria-Forschers Bernhard Beier.

Bernhard Beier ist ein gutes Stichwort, denn er ist leider kürzlich verstorben. Auch ihn kannte ich viele Jahre und schätzte seine Arbeit sehr. Vor allem als Redaktionsleiter von Atlantisforschung.de, dessen Herausgeber Du ja bist. Wie geht es dort nach dem viel zu frühen Tod des Kollegen Bernhard weiter? Immerhin ist Atlantisforschung.de ein Mammutprojekt nach Wikipedia-Art.

Zunächst habe ich kommissarisch die Redaktionsleitung selbst übernommen. Ich hoffe, dass ich irgendwann einen ambitionierten Atlantisforscher finde, der sich mit der Wiki-Software auskennt oder bereit ist, sich darin einzuarbeiten und bereit ist, für Bernhard in die Bresche zu springen, doch ehrlich gesagt habe ich da wenig Hoffnung.

Ich hoffe, dass unsere Gastautoren in der nächsten Zeit vermehrt Artikel schicken, denn Bernhards Schreibwut kann ich allein bei weitem nicht kompensieren!

Anfang 2019 hast du neben Deinen bereits bestehenden verhältnismäßig vielen Webseiten noch einen Blog online gestellt, der zunächst aus ziemlich lockeren, man könnte sagen, fast schon umgangssprachlich geschriebenen, Beiträgen bestand. Das Profil hat sich inzwischen aber etwas geändert. Wie kam es dazu?

Auf meinem neuen Blog auf https://blog-roland-m-horn.de mit dem ungewöhnlichen Namen „Der Papa bloggt das schon“ wollte ich mich ursprünglich hauptsächlich meinen potentiellen Lesern von einer anderen, persönlicheren, Seite zeigen. Bisher kennen mich die meisten meiner Leser nur aus Fachartikeln und Büchern und wissen nicht, wie der Typ, der dahinter steckt, ansonsten so tickt.

Dieses Wissen versuchte ich auf diesem Blog dem Leser zu vermitteln. Mittlerweile ist es aber tatsächlich so, dass der Blog beinahe ausschließlich aus Fachartikeln besteht, von denen nur ein Teil grenzwissenschaftlicher Natur ist. In den meisten Beiträgen geht es um Israel und den Zionismus, und zwangsläufig fühlte ich mich genötigt, mich auch in die Corona-Thematik einzuklinken. Insbesondere zu den letzten beiden Themen stammen die meisten Artikel von anderen Autoren, die ich freundlicherweise übernehmen durfte. Dazu kommen aber auch Auszüge aus meinen Büchern, insbesondere „Blauer Stern auf weißem Grund – Die Wahrheit über Israel“, aber auch zu anderen Werken.

Vorhin erwähntest Du beiläufig „Lemuria“ und dass dazu in Zukunft wohl ein Buch von Dir kommen wird. Ich kenne Lemuria und Dich als Atlantis-Autor natürlich. Dich was hat es mit diesem „Lemuria“ auf sich?

In dem Buch spielen die Arbeiten von Bernhard Beier eine wichtige Rolle. Meine Beweisführung fußt größtenteils auf seinen Artikeln zu Themen wie den naturwissenschaftlichen Ursprung und die mythologischen Grundlagen der Lemuria-Hypothese sowie die geologischen, ozeanischen und archäologischen Grundlagen der These. Dazu kommt eine ausführliche Betrachtung der esoterischen Darstellungen zum Thema. Doch zumindest eine in dem Buch genannte Idee stammt von mir selbst und ist meine Herleitung aus Otto Mucks weithin unbekannten Buch „Geburt der Kontinente“.

Einiges spricht dafür, dass der „Lemuria-Gegner“ Muck Lemuria selbst entdeckt, aber nicht als solches erkannt hat. Weiter setze ich mich mit dem Mythos vom „verlorenen Kontinent Pan“ auseinander, der ebenfalls im Pazifik verortet wird. Die Argumente dazu stammen zwar von einer Anthropologin, fußen jedoch auf dem ominösen Buch „Oaspe – The New Bible“, das 1882 durch die Technik des Automatischen Schreibens entstand. Auch die wissenschaftliche Beweisführung der Autorin haut hinten und vorne nicht hin.

Weiter kommt in dem Buch Yonaguni zur Sprache, jüngst gefundene Hinweise auf einstigen uralten bisher unbekannten Kontinent um Mauritius und das Kasskara der Hopis, das ja ebenfalls in Pazifik gelegen haben soll. Letztlich bleibt als Resümee die Aussage, dass es Lemuria gegeben haben muss, nur Lage und Größe sowie die Art seines Untergangs bleiben weitgehend im Dunkeln.

Hier kann ich nur mehrere Ansatzpunkte geben.

Danke, Roland. Ich wünsche ich Dir viel Erfolg mit Deinen Büchern, Projekten und Webseiten!

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Erneute Debatte und Uneinigkeit in der Kirche: Was ist wenn „Perseverance“ auf dem Mars Leben findet – oder wir eines Tages intelligentes Leben im All? (+ Video)

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Debatte und Uneinigkeit in der Kirche: Was ist wenn Perseverance auf dem Mars Leben findet - oder wir eines Tages intelligentes Leben im All? (Bilder: NASA & PixaBay / Montage: Fischinger-Online)
Debatte und Uneinigkeit in der Kirche: Was ist wenn „Perseverance“ auf dem Mars Leben findet – oder wir eines Tages intelligentes Leben im All? (Bilder: NASA & PixaBay / Montage: Fischinger-Online)

Am 18. Februar landete der neue NASA-Rover „Perseverance“ erfolgreich auf dem Mars. Die Suche nach aktuellem oder einstigen Leben auf dem Mars kann beginnen. Und vielleicht wird die Mission „Mars 2020“ der NASA tatsächlich Erfolg haben, und wir wissen bald alle, dass es Leben im All gibt. Für Naturwissenschaftler und alle Weltraum-Freunde eine enorm spannende Mission. Doch das ist sie auch für gewissen Kreise der katholischen Kirche, die sich immer wieder die Frage stellen muss, was ist, wenn es außerirdisches Leben oder sogar andere Intelligenzen im Kosmos gibt? Welche Auswirkungen hat das auf deren Lehren, den Gedanken des Jesus als Erlöser oder die Stellung der Menschheit? Dazu erschien jüngst ein aufschlussreiches Interview, dass diese Probleme deutlich macht. Und doch nur an der Oberfläche kratzt, wie Ihr hier lesen könnte. Brauch die Kirche eines Tages sogar Missionare im All?


Leben auf dem Mars – Leben überall?

Wohl in keinem Gebiet des menschlichen Geistes kann man soviel spekulieren, wie bei der Frage nach Leben im Universum, andere Zivilisationen und Aliens allgemein. Immerhin ist der Kosmos groß genug und bietet damit reichlich Platz für die kühnsten Ideen und Phantasien. Von grandiosen Science-Fiction bis zu Feststellung, das wir vollkommen alleine im All sind. Letztere Ansicht teilen wohl die wenigstens naturwissenschaftlich informierten Menschen.

Erneut steht bekanntlich wieder der Mars im Fokus der Suche nach den Aliens. Mit der Mission „Mars 2020„, über die ich bereits im Januar 2020 in diesem YouTube-Video HIER berichtete. Dieser Mars-Mission der NASA mit ihrem Rover „Perseverance“ könnte es tatsächlich gelingen zu beweisen, dass es auf dem Planeten Mars Leben gibt. Oder einstmals gab. Allerdings wurde das auch schon Mitte der 1970er Jahre von den beiden Missionen „Viking“ der NASA gesagt, die auf dem Roten Planeten erfolgreich landeten. Auch diese Lander, stationäre Labore ohne Rover, suchten nach Leben oder wenigstens Spuren von diesem. Vergeblich, wie zumeist gesagt wird.

Findet „Perseverance“ Leben auf unserem Nachbarplaneten, ändert das grundsätzlich erstmals alles. Alles in dem Sinne, dass der wissenschaftliche Beweis erfolgt ist, dass es auch außerhalb er Erde Leben gibt oder gab. Spätere Missionen könnten zusätzlich belegen, dass es auch an anderen Orten in unserem Sonnensystem Leben gibt. Etwa auf dem Jupiter-Mond Europa. Doch das ist noch Zukunftsmusik und könnte eines Tages wieder alles ändern.

Für die katholische Kirche und das Christentum mit ihren Heilslehren und biblischen Dogmen ändert die Entdeckung von Leben auf dem Mars ebenso alles. Obwohl es dort natürlich keine Alien-Zivilisationen gibt, sondern dieses Leben nur aus Mikroorganismen bestünde. Dennoch würde die Kirche vom Grundsatz her zwei Fragen stellen, die sich identisch wohl auch die Wissenschaft oder NASA stellen würden:

  1. Stammt dieses Mars-Leben ursprünglich von der Erde, oder entwickelte es sich unabhängig von unserer Welt? (Oder kommt das irdischen Leben sogar vom Mars? Denn auch das ist möglich.)
  2. Ist also Leben – auch intelligentes – der Normalfall im riesigen Kosmos, wenn schon mindestens zwei Welten in nur einem System Leben tragen oder trugen?

Mars-Leben: Ein Problem für Christen?

Hitzige Debatten werden dem Nachweis von Leben auf dem Mars folgen, die genau diese Fragen behandeln.

Naturwissenschaftler wie Exobiologen werden jubeln. Schlaue Köpfe werden wiedereinmal die Drake-Gleichung heranziehen, mit der theoretisch die Anzahl von außerirdischen Zivilisationen berechnet werden kann, und neue statistische Wahrscheinlichkeiten errechnen. Immerhin kann man mit dieser Formen oder Gleichung grundsätzlich jede Anzahl von Zivilisationen im All berechnen. Von nur einer, uns hier auf der Erde, bis Millionen bewohnter Welten. Ein Nachweis von Mars-Leben macht entsprechende Berechnungen aber durchaus genauer. Schließlich sind die meisten der Faktoren der Drake-Formel reine Schätzwerte.

Als eine Art „Faustformel“ muss man immer bedenken, dass es ein gewaltiger Schritt von Mikroorganismen auf dem Mars oder einem Mond bis zur einer außerirdischen, intelligenten Spezies ist. Eine lebendige Bakterie im kargen Wüstenboden des Mars ist noch kein intelligenter Außerirdischer auf einem anderen Planeten, der vielleicht sogar in einem UFO herum fliegt.

So fragte auch das „Domradio“ aus Köln, ein vor allem in Deutschland sehr bekannter christlicher Radiosender, ob es zwischen Leben auf dem Mars und dem Christentum „ein Problem“ geben würde. In einem Interview am 24. Februar mit Dr. Christian Weidemann, dem wissenschaftlichen Mitarbeiter am Lehrstuhl für philosophisch-theologische Grenzfragen der Ruhr-Universität in Bochum. Wenn „Perseverance“ Leben finden würde, so Weidemann, würde das für den christlichen Glauben ersteinmal „gar nichts bedeuten“. Immerhin könnte es sein, „dass sich das Leben mit Meteoriten im Sonnensystem verteilt hat“. Damit hätten irdisches Leben und Mars-Leben vielleicht „einen gemeinsamen Ursprung“. Theologisch und philosophisch sei dies kein Problem für die Gläubigen der Kirche, meint Weidemann.

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Doch auch wenn sich dieses Leben unabhängig entwickelt hätte, wäre es nicht allzu problematisch. Selbst wenn dies bedeuten würde, dass „Leben im Universum relativ weit verbreitet ist“. Weidemann:

Die Verbreitung von Leben als solchem ist theologisch auch noch relativ unverdächtig. Man hätte dann vielleicht eine Erklärung, warum das Universum so groß ist.

Wenn es überall Leben gibt, kann man sagen, Gott hat vielleicht gewollt, dass es ein sehr vielfältiges Leben gibt, das sich im Universum verteilt. Aber man hätte auch ein Argument dafür, dass auch intelligentes Leben im Universum verbreiteter ist. Intelligentes Leben wirft theologisch eine Reihe von Problemen auf.

Und genau diese „Reihe von Problemen“ sind jene nach der Frage nach Erlösung, Sünde und Jesus als Erlöser dieser Aliens, die ich bereits in einem früheren Artikel HIER ausführlich diskutiert habe. War Jesus etwa auch auf anderen Planeten in Alien-Form? Auch Weidemann sieht das in seinem Interview sehr ähnlich. Er geht davon aus, dass auch außerirdische Intelligenzen „Sünder“ sind, die „erlöst“ werden müssen. Darin würden sie den Menschen ähneln:

Es gibt wenig Grund anzunehmen, dass – wenn es anderes intelligentes Leben gibt – es sich dabei nicht auch um Sünder handelt. Und wenn es sich um Sünder handelt, dann ist dieses Leben auch erlösungsbedürftig. Dann haben wir das Problem, dass nach christlicher Vorstellung Jesus Christus für die gesamte ‚Welt‘ gestorben ist.

Sündige Außerirdische

Mit „Welt“ könnte nach Weidemann „Kosmos“ gemeint gewesen sein. Dies würde bedeuten, dass Jesus Christus vor 2.000 Jahren auf irgendeinem Planeten in irgendeiner Galaxis in irgendeiner Stadt (Jerusalem) durch seine Kreuzigung das gesamte Universum erlöst hat? Wissen die Außerirdischen überhaupt davon? Denn auch Weidemann sieht die offensichtlichen Probleme mit dieser Heilslehre eines Erlösers namens Jesus. „Aber wenn der Kosmos eng besiedelt ist, wäre es sehr unwahrscheinlich, dass das Heil des gesamten Kosmos von der Erde ausgeht“, gibt er ganz richtig zu bedenken.

Nach Meinung von Weidemann sei dies ein Rückfall in den Geozentrismus. Also die Lehre, dass die Erde und damit die Menschheit der Mittelpunkt des Universums sind. Eigentlich wurde diese seit Kopernikus ad acta gelegt. Natürlich nicht bei allen Menschen und bei allen Gläubigen. Dazu später mehr. Weidemann spricht in diesem Kontext von einem „Heils-Geozentrismus“, den er für unplausibel hält, wie den eigentlich Geozentrismus an sich. Fraglos werden die meisten Mystery Files-Leser dem uneingeschränkt zustimmen. Weidemann führt aus:

Was ist mit dem Heil von Menschen, die nie von Jesus erfahren haben und zwar ohne eigene Schuld? Also entweder, weil sie zu früh gelebt haben oder weil sie an zu entfernen Stellen der Erde gelebt haben. Was ist mit der Erlösung von diesen Menschen?

Da hat die Kirche sich ja auch schon bewegt. Das heißt, dass die Kenntnis der Heiligen Schrift oder die Kenntnis des Lebens Jesu Christi wird nicht für das individuelle Heil als notwendig erachtet. Da hat man dogmatisch schon Justierungen vorgenommen. Man müsste ähnliche, vielleicht aber noch radikalere Justierungen vornehmen, wenn man tatsächlich intelligentes Leben im Universum fände, oder zumindest falls man gute Anhaltspunkte hätte, dass es sehr, sehr weit verbreitet ist im Universum.“

Erstaunliche Aussagen, die es früher in der Kirche so nicht gab. Man denke nur an die Eroberungen der Kontinente und vieler anderer Regionen der Welt im Zeichen des Kreuzes (und Schwertes). Hier wollte man mit Bibel und Schwert den „Heiden“ das Christentum lehren, um diese „zu erlösen“. Jetzt also brauch ein Mensch gar nichts mehr von Jesus und der Bibel wissen, um sein Seelenheil zu finden. Eine radikale Kehrtwende zu früheren Ansichten der Kirche.

Alien-Erlöser Jesus Christus?

Im Zuge der anstehenden ersten Mondlandungen wurde damals sogar die Frage laut, ob wir eines Tages christliche Missionare im All benötigen, um die Außerirdischen zu erlösen. Darüber berichtete ich schon 2015 in einem Video auf YouTube, das ich am Ende nochmal angefügt habe.

Zumal schon der gesunde Menschenverstand einem sagen muss: Wenn ein Mensch am Tag der Geburt von Jesus Christus stirbt, hat er seine angebliche „Erlösungslehre“ nie erfahren. Er konnte es gar nicht. Wäre dieser also „verdammt“?

Der Theologe Dr. Hannes Bräutigam sieht diese Probleme sehr ähnlich. Er schrieb seine Doktorarbeit mit dem Titel „Das Kreuz mit den Aliens“ genau zu diesen Fragen. „Nicht jedes Selbstverständnis des christlichen Glaubens ist mit außerirdischer Intelligenz vereinbar“, ist sich Bräutigam sicher. So stelle sich die fundamentale Frage, ob die Kreuzigung Jesus als Erlösung der Menschen tatsächlich der einzige Weg zur Erlösung ist oder überhaupt sein kann. Genau das ist aber die Kernlehre der katholischen Kirche. Jesus wäre dann nicht mehr der einzige Erlöser und Heilsbringer. Oder Jesus ist auch auf anderen Planeten erschienen. Oder wird es noch. Vielleicht war es auch jemand ganz anders, der diese Außerirdisches erlöst hat.

Wahrscheinlich würden einige Dogmen der kirchlichen Heilslehre, etwa die (erfundene) Erbsünde von Adam und Eva, auf anderen Welten überhaupt nicht mehr greifen, ist auch Bräutigam sicher. Immer vorausgesetzt, dass Außerirdische „Sünder“ sind …

Ein Schock für Christen?

Als 2020 Spekulationen aufkamen, dass in der Atmosphäre der Venus vielleicht Leben existiert (s. Videos HIER), berichtete auch das christliche Magazin „pro“ darüber. Befragt wurde dazu am 16. September 2020 auch der Theologe Thorsten Dietz von der Evangelischen Hochschule Tabor in Marburg: „Was würde es für Christen ändern, wenn es auch anderswo Leben gäbe?“ Dietz ist sicher, dass außerirdisches Leben für Christen ein Schock wäre. Auch wenn, so führte er damals aus, es niemals zu einem Kontakt mit anderen Intelligenzen kommen würde. Das All sei zu groß, die Lichtgeschwindigkeit eine Grenze und deshalb „wird es niemals das Jahr des ersten Kontakts geben“, sagte Dietz pessimistisch. Ob er damit Recht hat, ist mehr als zweifelhaft!

Einige Gläubige werden die Sache mit intelligentem Leben im All recht einfach handhaben. Diese Außerirdischen werden in deren Augen schlicht Dämonen sein. Sie wären keine Geschöpfe Gottes, sondern Handlager des Teufels, womit man sich auch keine Gedanken machen muss, ob Jesus diese erlöst habe. So erstaunlich es klingt, aber einige Christen oder „Gläubige“ sehen das schon jetzt als Tatsache, wenn sie auf das Thema UFOs und Aliens blicken. UFOs sind dämonische Manifestationen des Satan, glauben diese. Mutmaßlich Aliens in diesen Objekten damit auch nur Dämonen des Bösen und Kreaturen, die die Menschen in die Irre leiten wollen. Erde und Mensch bleiben das Zentrum von allem. Mir selber als Autor, YouTuber und Blogger wird genau das immer vorgeworfen, da ich mich bekanntlich seit 31 Jahren mit dieser Thematik beschäftige.

Eine ganz einfache „Lehre“ dieser angeblichen Christen. Damit wäre das Thema andere Wesen im All bequem abgeschmettert und diese Menschen müssen sich keine Gedanken über ihre biblischen Lehren und Heilsversprechungen mehr machen. Oder sie sogar hinterfragen.

Video zum Thema

Video vom 28. Januar 2015 auf Mystery Files

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