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ABORA-Kongress am 10. und 11. Juni 2022: Auf den Spuren uralter Seefahrer – Alle Infos und das Programm

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Abora Kongress am 10. und 11. Juni 2022: Alle Infos und Programm (Bilder: Abora.eu & nuoflix.de)
Abora Kongress am 10. und 11. Juni 2022: Alle Infos und Programm (Bilder: Abora.eu & nuoflix.de)

Das Warten hat ein Ende: Am 10. und 11. Juni 2022 findet in Braunsbedra unweit von Leipzig der nächste ABORA-Kongress statt. In Zusammenarbeit mit NuoFlix (NuoViso) geht es an diesem Wochenende um die Frage, ob schon vor Jahrtausenden verschiedene Völker die Meere und Ozeane als „Autobahnen“ nutzten. Handel und kulturellen Austausch zwischen den Kontinenten – lange bevor Kolumbus kam. Alle Infos und das Programm findet Ihr hier.


ABORA-Kongress: Auf den Spuren der Seefahrer der Antike

In Kooperation zwischen ABORA und NuoFlix (vormals NuoViso) findet unser erster Kongress nun endlich nach langer Wartezeit statt. Am 10. und 11. Juni könnt Ihr zahlreiche hochkarätige Referenten, Filmvorführungen, Podiumsdiskussionen und ein Get-Together mit dem gesamten NuoFlix und ABORA-Team erleben.

Durch den Kongress führen die Moderatoren Robert Stein und Frank Stoner, welche Euch ebenso wie Dr. Dominique Görlitz, die Referenten und alle anderen aus dem NuoFlix Team für Gespräche und ein gemütliches Zusammensein zur Verfügung stehen.

Referenten und Moderatoren:

  • Dr. Dominique Görlitz, Biogeograph und Experimentalarchäologe
  • Prof. David Rohl, Historiker und Ägyptologe
  • Prof. Hans Giffhorn, Kulturhistoriker
  • Dale Bell, TV Produzent und Oscar-Preisträger
  • Robert Stein, Moderator
  • Frank Stoner, Moderator

Programm

Freitag, 10. Juni:

  • 16.45 Uhr – Einlass
  • 17.30 Uhr – Eröffnung und Vorstellung der Referenten
  • 18.15 Uhr – Film 1 mit Prof. Hans Giffhorn: Krieger aus Spanien in den Anden Perus – vor über 2000 Jahren?
  • 18.50 Uhr – Hans Giffhorn stellt seine Hypothese vor
  • 19.15 Uhr – Film 2 mit Dr. Dominique Görlitz: Dare to Voyage (=  „13 Stürme“)
  • 20.15 Uhr – Get together mit allen Gästen und Referenten

Samstag, 11. Juni:

  • 09.00 Uhr – Einlass
  • 10.00 Uhr – Eröffnung durch Gastgeber
  • 10.15 Uhr – 1. Vortrag: Kam Kolumbus 6.000 Jahre zu spät? (Deutsch) – Dr. Dominique Görlitz, Biogeograph und Experimentalarchäologe
  • 11.30 Uhr – 2. Vortrag: The Phönix and the West (Englisch) – Prof. David Rohl, Historiker und Ägyptologe

12.45 Uhr – Mittagessen mit Ausstellungsbesuch

  • 14.30 Uhr – 3. Vortrag: Krieger aus Spanien in den Anden Perus – vor über 2000 Jahren (Deutsch) – Prof. Hans Giffhorn, Kulturhistoriker

15.30 Uhr – Pause zum Wechseln

  • 16.00 Uhr – 4. Vortrag: The Ocean as a Highway for Cultural Transfer (Englisch) – Dale Bell, TV Produzent und Oscar-Preisträger

16.40 Uhr – Pause zum Wechseln

  • 17.00 Uhr – Zusammenfassung mit Podiumsdiskussion
  • 17.45 Uhr – Kongressende und anschließend Get together mit allen Gästen und Referenten

Details und Veranstaltungsort

Veranstaltungsort:

Zentralwerkstatt Pfännerhall
Grubenweg 4
06212 Braunsbedra
Telefon: +49 (0)3463390825
E-Mail: info@pfaennerhall.de

  • Parkplätze stehen vor Ort zur Verfügung.

Catering und Versorgung:

  • Für das Mittagessen am Samstag wird durch den Betreiber vor Ort ein Buffet zur Verfügung gestellt. Dieses beinhaltet auch kostenfreie Softdrinks während des Mittagessens. Die Kosten hierfür betragen 20 Euro und können gleich mit dem Ticket zusammen gebucht werden, was wir auch aufgrund der zeitlich begrenzten Mittagszeit dringend empfehlen. Auch aus Kalkulationsgründen ist eine Zahlung vor Ort wahrscheinlich nicht mehr möglich.
  • Unabhängig des Mittagessen am Samstag ist während des gesamten Kongresses die Verpflegung sichergestellt. Getränke und kleinere Snacks stehen jederzeit gegen Bezahlung zur Verfügung.

Tickets:

Sonstiges

  • In den Pausen und während der Vorträge stehen die Ausstellungen in der „Zentralwerkstatt Pfännerhall“ für alle Kongressteilnehmer kostenfrei zur Besichtigung bereit
  • Bitte beachten Sie, dass ein Teil der Vorführungen und Vorträge in englischer Sprache sind. Eine Simultanübersetzung findet nicht statt, daher sind grundlegende Englischkenntnisse sicherlich kein Nachteil.
  • Übernachtungsmöglichkeiten in Braunsbedra sind begrenzt. Bei Bedarf finden Sie Hotels im nahegelegenen Merseburg oder in den Großstäden Leipzig und Halle (Fahrtzeit etwa 30 bis 45 Minuten).

Text vom NuoViso-Shop/NuoFlix übernommen und leicht geändert.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Rätselhafter Grabfund in Mexiko: Waren römische Seefahrer vor rund 2.000 Jahren in Mittelamerika? (+ Videos)

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Waren römische Seefahrer vor fast 2000 Jahren schon im alten Mexiko? (Bilder: gemeinfrei/Archiv / Montage: Fischinger-Online)
Waren römische Seefahrer vor fast 2000 Jahren schon im alten Mexiko? (Bilder: gemeinfrei/Archiv / Montage: Fischinger-Online)

Im Jahr 1933 wurde bei offiziellen archäologischen Ausgrabungen von Gräbern in Zentralmexiko ein ungewöhnliche Grabbeigabe gefunden. Ein kleiner Kopf aus Ton, der bei späteren Untersuchungen als „ohne Zweifel römisch“ bezeichnet wurde. In einem Stil der Römer vor rund 2.000 Jahren. Wie aber kam er in ein Grab, das noch vor der Ankunft der spanischen Eroberer in Mexiko angelegt wurde? Die Deutungen der Forscher sind vielschichtig und sehr widersprüchlich. Sie reichen von Betrug eines Archäologen, bis zu einem gestrandeten Schiffswrack aus Europa. Was es mit diesem spannenden Fundobjekt auf sich hat, erfahrt Ihr in diesem Blog-Artikel.


Globale Seefahrt vor Jahrtausenden – bis nach Amerika

Nicht wenige „alternative Historiker“ und Autoren nehmen heute an, dass lange vor Kolumbus bereits Seefahrer der Alten Welt in Amerika waren. Eine Idee, die eine Reihe von Forschern unlängst als Tatsache ansehen. Dabei sind nicht die Wikinger gemeint, die nachweislich schon vor 1.000 Jahren im Osten von Kanada den Kontinent betraten.

Auch Seefahrer der Antike oder sogar aus der Steinzeit vor 15.000 und mehr Jahren könnten bereits den Atlantik als Wasserstraße genutzt haben. Und solche Kulturkontakte gab es immer wieder. Wobei hier immer wieder auf Parallelen und auch Verbindungen zwischen der Neuen und der Alten Welt hingewiesen wird. Bei archäologischen Funden ebenso, wie in Mythologien oder auch in der Biologie und Botanik. In meinen Publikationen „Historia Mystica“ (2009) und jüngst in „Globale Seefahrt vor Jahrtausenden“ (2020) dokumentierte ich bereits eine Reihe solcher Hinweise.

Als klassische Beispiele kennt der Laie meist nur den immer wieder vorgebrachten Hinweis, dass es in Amerika ebenso Pyramiden gibt, wie in Ägypten. Hier wurde schon im 18. und 19. Jahrhundert ein Zusammenhang vermutet. Auch wenn heute längst bekannt ist, dass Jahrtausende zwischen diesen Monumenten für Ewigkeit liegen.

Doch es müssen nicht immer riesige pyramidenartige Bauten sein, die auf eine Seefahrt im Altertum deuten. Eine gewaltige Anzahl von Funden und Artefakten wird heute von den Befürwortern hochgehalten, die solche Kontakte belegen sollen. Sehr viele davon sind umstritten und gelten in Kreisen der etablierten Archäologen als Irrtum oder sogar absichtlicher Betrug. Was sicher ein Grund dafür ist, dass sie in der grenzwissenschaftlichen Community bis heute diskutiert werden und deshalb weithin bekannt sind.

Fuhren etwa frühe Christen mit ihren Schiffen bis nach Nord- und Mittelamerika, wird hierbei vielfach gefragt.

Römer in Mexiko vor 2.000 Jahren?

Fast nicht bekannt ist bei dieser Diskussion ein überaus interessantes Fundobjekt, dass ich deshalb in „Globale Seefahrt vor Jahrtausenden“ wieder „aus der Versenkung“ geholt habe: Ein kleiner Tonkopf, der 1933 in Mexiko entdeckt wurde.

Damals wurden in Tecaxic-Calixtlahuaca (rund 65 Kilometer von Mexico-City entfernt) von dem Archäologen José García Payón 37 Gräber aus der Zeit zwischen 1476 und 1510 entdeckt. Eine relativ junge Epoche aus dem Zeitalter der bekannten Azteken, die nur kurz vor der Ankunft der spanischen Eroberer 1519 in Mexiko liegt. Unter den Grabbeigaben in einem der Gräber, das unter einer pyramidenartigen Struktur entdeckt wurde, befand sich ein 2,5 Zentimeter winziger Tonkopf (s. Abbildung), der sich stark von allen anderen Fundstücken unterschied.

Der Tecaxic-Calixtlahuaca Kopf: Waren römische Seefahrer vor fast 2000 Jahren im alten Mexiko?
Der Kopf aus Tecaxic-Calixtlahuaca: Waren römische Seefahrer vor fast 2000 Jahren im alten Mexiko?

Der kleine Kopf weist augenscheinlich keinerlei Ähnlichkeiten mit aztekischer Kunst aus dem Fundgebiet auf. Anders die weiteren Grabbeigaben aus diesem Grab, die aus Keramik, Gold, Muscheln, Kupfer, Bergkristall, Türkis oder auch Knochen bestanden. Scheinbar genoss die hier bestattete Person zu Lebzeiten ein respektables Ansehen und gehörte nicht einer unteren sozialen Schicht an.

Die naturrealistische Kopfdarstellung selbst wiederum trägt einen Bart und die Gesichtszüge eines Europäers. Auf dem Kopf hat sie einen „Pileus“, eine Filzkappe, die im klassischen Altertum hauptsächlich von Fischern und Seeleuten getragen wurde. Sehen wir hier also einen Seemann aus der Alten Welt der Antike, der bis nach Mexiko kam?

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Das Fundstück wurde auf dem 35. Amerikanisten-Kongress 1962 als „Römerkopf“ präsentiert, konnte aber erst 1995 an der FS Archäometrie in Heidelberg mithilfe der Thermolumineszenzmethode datiert werden. Demnach stammt die Arbeit aus einer Zeit zwischen dem 9. Jahrhundert vor Christus und der Mitte des 13. Jahrhunderts nach Christus. Eine recht grobe zeitliche Einordnung, über die die Forscher Peter Schaaf und Günther A. Wagner in dem Fachmagazin „Ancient Mesoamerica“ (vol. 12, Issue 1, Januar 2001) berichteten.

„Ohne Zweifel römisch“

Romeo H. Hristov von der Universität von New Mexico und Santiago Genovés T. von der Universität von Mexiko erklärten nach ihren Untersuchungen beim 66. Treffen der „Society of American Archaeology“ in New Orleans am 22. April 2001, dass sie den seltsamen Kopf als eindeutig römischen Ursprunges identifiziert haben. „Ohne Zweifel römisch“ und ein „Werk aus dem 2. Jahrhundert nach Christus“, so Bernard Andreae, emeritierter Direktor des Deutschen Instituts für Archäologie in Rom.

„Die Form des Bartes zeigt die typischen Merkmale der Zeit der Severianischen Kaiser“, womit die Figur zwischen 193 bis 235 nach Christus eingeordnet werden kann. Eine Zeit, in der, soweit wir wissen, kein einziger Römer in Mittelamerika gewesen sein kann oder soll.

Wie Hristov und Genovés T. schon 1999 in einem Artikel über diesen Kopf in „Ancient Mesoamerica“ (vol. 10, Issue 2, Juli 1999) betonten, schleißen sie auch einen Schwindel aus. Oder, dass er später irgendwie in das Grab gelangt sein könnte. Denn anders als bei vielen „mysteriösen Artefakten“, wurde dieses bei einer dokumentierten Ausgrabung gefunden. Die beiden Forscher schrieben dazu:

Dieses Ergebnis räumt die Zweifel an der kolonialen Herstellung des Artefakts aus und macht die Hypothese der römischen Herkunft – neben anderen Möglichkeiten – anwendbar. (…)

Eine Untersuchung der Feldnotizen des mit der Ausgrabung beauftragten Archäologen sowie der Fundstelle selbst hat dagegen in beiden Fällen keine Hinweise auf mögliche Störungen des Kontextes ergeben.

Aber wie konnte das kleine Objekt nach Mexiko gelangen?

Handel über den Atlantik?

Einen Handel zwischen Rom und Amerika wird es kaum gegeben haben, dafür sind die Funde und Hinweise zu spärlich. Hiervon hätten auch die römischen Chronisten sicherlich umfassend berichtet. Auch wenn aufgrund anderer archäologische Objekte (um Beispiel ein „Kult“ um menschengemachte Steinkugeln enormer Größe – siehe Video HIER) in der Alten und in der Neuen Welt durchaus über einen regelrechten kulturellen Austausch spekuliert werden darf.

Unter der Vielzahl an Funden in den beiden Amerikas, denen ein europäischer oder afrikanischer Ursprung zugeschrieben wird, waren auch verschiedene Münzen. Unter anderem aus der Römerzeit. Stammen auch sie, wie der Kopf von Tecaxic-Calixtlhuaca, von Seefahrern, die lange vor den Wikingern und Kolumbus Amerika betraten?

Doch gerade die verschiedenen Funde von Münzen in Amerika aus präkolumbischer Zeit gelten bei den meisten Archäologen als Irrtum oder sogar Betrug. Für sie gab es keine Entdeckung Amerikas vor Kolumbus, abgesehen von den kurzen Besuchen der Wikinger.

Bei dem Kopf aus Mexiko ist man sich da nicht so einig, obwohl auch hier die Deutung eines Scherzes im Raum steht. So soll Hugo Moedano, ein an den Ausgrabungen um Payón beteiligter Archäologe, 1933 den Kopf heimlich in der Grabstätte platziert haben. Er wollte damit dem Chefausgräber Payón einen Streich spielen, da dieser so oder so bei der Ausgrabung überhaupt nicht vor Ort gewesen sein soll. Diese Gerüchte wurden nie überprüft (die beteiligten Personen leben auch nicht mehr), weshalb sie für Hristov auch nur als solche anzusehen sind. Zugleich zog er aber auch die These in Betracht, dass der Kopf keinen Römer darstellt, sondern einen Wikinger. Spekulationen, dass die Nordmänner nicht nur in Nordosten von Kanada an Land gingen, sondern bis Mexiko segelten, gibt es schon lange.

Ein Schiffswrack aus der Alten Welt?

Gleichfalls wurde die Anwesenheit des Kopfes damit erklärt, dass es ein Zufallsfund der Ureinwohner in Amerika war. Vielleicht sogar in Mexiko selber. Nach dieser These wäre ein havariertes Schiff nach langer Reise über den Atlantik in der Neuen Welt gestrandet. Auf diesem befand sich (unter anderem) der Kopf, der dann irgendwann als Grabbeigabe dem Verstorbenen mitgegeben wurde. Das angetriebene Schiffswrack muss dabei nicht mal bis Mexiko gekommen sein. Gut möglich, dass es andernorts in Amerika strandete und der Kopf durch Tauschhandel nach Zentralmexiko kam.

Durchaus eine nachvollziehbare Überlegung. Auf diesem Geisterschiff muss auch niemand mehr an Bord gelebt haben, doch für die Einheimischen wäre das Wrack mit seinem Inventar sicher eine Goldgrube gewesen. Nahezu jedes noch so unscheinbare Objekt an Bord avancierte aufgrund seiner Einmaligkeit zu einem begehrten Tauschobjekt unter den Ureinwohnern. Auch andere umstrittene Funde in Amerika könnten zumindest zum Teil so gedeutet werden.

Einen zielgerichteten Handel oder geplante Entdeckungsreisen nach Amerika aus der Alten Welt schließt die Schiffswrack-Interpretation damit aus. Verunglückte Schiffe, die bis nach Amerika getrieben werden, wo sie letzten strandeten, betrieben keinen funktionierenden Handel. Wären da nicht die zahlreichen Hinweise der Vergangenheit, dass man lange vor Kolumbus von diesen Ländern „im Westen“ längst Bescheid wusste. Folglich muss von dort jemand zurückgekommen sein, der davon berichtete …

Videos-Auswahl zum Thema

Video vom 12. August 2021 auf Mystery Files

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Neuerscheinung: „Globale Seefahrt vor Jahrtausenden: Hatten die frühen Hochkulturen weltweit Kenntnis voneinander?“

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Globale Seefahrt vor Jahrtausenden: Hatten die frühen Hochkulturen weltweit Kenntnis voneinander?
Globale Seefahrt vor Jahrtausenden: Hatten die frühen Hochkulturen weltweit Kenntnis voneinander?

Wann begann die „Globalesierung“ der Erde? Wann die Seefahrt über die Meere und Ozeane hinweg? Darüber streiten sich bis heute Forscher und Autoren. Auch wenn es unlängst erwiesen ist, dass nicht erst Christoph Kolumbus 1492 Amerika entdeckte, wird immer wieder vermutet, dass bereits Seefahrer der Antike die Weltmeere befuhren. Inzwischen füllen Bücher und Publikationen zu diesen Themen ganzen Bibliotheken. Eine ständig wachsende Anzahl von Veröffentlichungen, in denen die Autoren die Besiedlung Amerikas oder die Geschichte der ersten Seefahrer „umschreiben“ wollen. In diesem Buch bzw. E-Book sollen die wichtigsten Thesen, Funde, Hinweise und Überlegungen dazu zusammengefasst werden. Eine sicherlich alles andere als erschöpfende Arbeit dazu, indem die klassischen Argumente und Indizien ebenso vorgestellt werden, wie die neusten Entdeckungen zu diesen Fragen.


Neuerscheinung November 2020!

Wann entdeckte wer zuerst Amerika? Wann begannen unsere Vorfahren die Weltmeere und Ozeane zu befahren und legte dabei weite Strecken zurück, bis sie andere Erdteile errichten?

Fragen, die schon seit sehr langer Zeit diskutiert werden und bei denen sich die Geister zum Teil enorm scheiden!

Dass nicht erst Christoph Kolumbus 1492 die „Neue Welt“ entdeckte, gilt hingegen heute als gesichert. Ihm kamen – ganz offiziell – Wikinger aus Grönland rund 500 Jahre zuvor. Doch war es das? Ist damit die Entdeckungsgeschichte der amerikanischen Kontinente in Stein gemeißelt? Viele Forscher und Autoren widersprechen diesen heute belegten Tatsachen nicht. Sie verweisen vielmehr darauf, dass auch schon Seefahrer der Antike und sogar Steinzeit die Meere befuhren und zum Teil bis Amerika kamen. Die Hochseefahrt begann sehr viel früher, als allgemein angenommen wird, so argumentieren diese „alternativen Historiker“. Sie sind sicher, dass schon Jahrhunderte und Jahrtausende vor Kolumbus Seefahrer nach Amerika fuhren. Hier sprach man früher sehr gerne von Bewohnern von Atlantis. Heute eher von einer „Ur-Kultur“, einer verschwunden Zivilisation.

Abenteurer der Meere

Aber auch andere Abenteurer der Meere oder schlicht Schiffbrüchige sollen bereits den Weg über die Ozeane gefunden haben. Darauf lassen archäologische Funde, Spuren und Mythologien schließen, die immer wieder in die Diskussion eingebracht werden. Sie alle sind umstritten – aber deshalb nicht weniger spannend. Und neuste Forschungen zeigen zudem, dass bereits vor 130.000 Jahren Menschen sehr weitere Strecken über das Meer zurücklegen konnten. Lange bevor es irgendwo auf der Welt sesshafte Zivilisationen oder Kulturen gab. Selbst Seefahrten über den Pazifik, wie sie Thor Heyerdahl vor allem ab 1947 annahm und dafür nur Spott erntete, gelten heute dank DNA-Untersuchungen als beweisen.

Inzwischen füllen Bücher und Publikationen zu diesen Themen ganzen Bibliotheken. Eine ständig wachsende Anzahl von Veröffentlichungen, in denen die Autoren die Besiedlung Amerikas oder die Geschichte der ersten Seefahrer „umschreiben“ wollen. In diesem Buch bzw. E-Book sollen die wichtigsten Thesen, Funde, Hinweise und Überlegungen dazu zusammengefasst werden. Eine sicherlich alles andere als erschöpfende Arbeit dazu, indem die klassischen Argumente und Indizien ebenso vorgestellt werden, wie die neusten Entdeckungen zu diesen Fragen.

Lars A. Fischinger: „Globale Seefahrt vor Jahrtausenden: Hatten die frühen Hochkulturen weltweit Kenntnis voneinander?“

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Globale Seefahrt vor Jahrtausenden

Hatten die frühen Hochkulturen weltweit Kenntnis voneinander?

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 2720 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe : 64 Seiten
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B08NCBTC5Z
  • Erschienen: 13. November 2020
  • Preis bei amazon Kindle: nur 2,99 Euro HIER BESTELLEN
  • Auch als Printausgabe HIER erhältlich

Inhalt von „Globale Seefahrt vor Jahrtausenden“

Vorwort

I: Altes in der Neuen Welt?

II: Seefahrt in der Antike?

III: Biblischen Mythen in Amerika?

IV: Eindeutige Parallelen und Hinweise?

V: Hochseefahrt vor 130.000 Jahren?

Nachwort

Hinweis

Abbildungen und Fußnoten

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Lars A. Fischinger

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„Die Ruinen von Cuicuilco könnten unser Bild des Alten Amerika revolutionieren“: Eine 8000 Jahre alte Pyramide in Mexiko?

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Die Pyramide von Cuicuilco in Mexiko - ist sie 8000 Jahre alt? (Bilder gemeinfrei & Google Earth)
Die Pyramide von Cuicuilco in Mexiko – ist sie 8000 Jahre alt? (Bilder gemeinfrei & Google Earth)

Überall auf der Welt stehen die unterschiedlichsten Pyramiden und verschiedene mehrstufige Plattformen der Vergangenheit. Und einige dieser Monumente, die oft pauschal als „Pyramide“ bezeichnet werden, sind viele tausende Jahren alt. Doch ein Bauwerk dieser Art in Mexiko sorgte vor 100 Jahren für eine Sensation. Es ist die Rundpyramide (also kegelförmig) von Cuicuilco bei Mexiko-City, die damals von den Archäologen auf 8000 Jahre datiert wurde. Zu dieser Zeit habe ein Vulkanausbruch das Bauwerk verschüttet, hieß es in ersten Berichten der Forscher. Was aber wurde aus diesen Ausgrabungen, die das „Bild des Alten Amerika revolutionieren“ würden, wie es damals hieß?


„Planet der Pyramiden“

Überall auf der Welt stehen Pyramiden. Wir finden sie in China, in Ägypten, in Mesopotamien, im Sudan, in Mexiko oder auch in Peru. Die Erde ist ein „Planet der Pyramiden“. Auch wenn viele Bauwerke, die heute als „Pyramiden“ bezeichnet werden, in ihrer Form nur entfernt an „echte Pyramiden“ erinnern.

Doch schon seit Jahrzehnten rätseln Forscher, Autoren und „alternative Historiker“, ob es einen Zusammenhang zwischen solchen weit voneinander entfernten Bauten in aller Welt gibt. Hatten etwa die Baumeister derartiger Monumente Kontakte zueinander, fragen diese. Und das lange, bevor es die angeblich ersten Überquerungen der Ozeane durch Seefahrer der Antike gab?

Kritiker wenden zu Recht ein, dass die Pyramiden überall auf der Welt anders aussehen, zum Teil andere Funktionen hatten und vor allem aus vollkommen unterschiedlichen Epochen stammen. Teilweise liegen Jahrtausende zwischen ihren jeweiligen Erbauungsdatum.

Welche Pyramide ist die älteste?

Doch wo steht die älteste Pyramide der Erde? Wo die „Urmutter aller Pyramiden“? Etablierte Archäologen sagen, sie steht in Ägypten: Die Stufenpyramide von Sakkara südlich von Kairo. Wobei wohl kaum ein Ägyptologe dabei behauptet, dass die Stufenpyramide von Pharao Djoser dort als eine Art Vorlage für ähnliche Sakralbauten auf der ganzen Erde diente.

Andere wiederum sagen, nein, die Pyramiden von Gizeh sind die ältesten der Welt. Sie stammen nicht aus der Zeit um 2500 vor Christus, sondern sind vielleicht sogar schon 10.000 Jahre alt.

Ähnliches wird auch immer wieder von angeblichen Pyramiden auf dem Meeresgrund behauptet. In schöner Regelmäßigkeit erscheinen online Berichte, dass solche Monumente auf dem Meeresboden gefunden worden sein sollen. Beispielsweise im Meer vor Mittelamerika.

Andere pyramidenförmige Funde sprengen indes ganz den Rahmen der anerkannten Geschichtsschreibung. Sofern es sie überhaupt gibt. Hierzu zählen vor allem die legendären Rundpyramiden vom Dongting-See in China. Sie sollen, wie in diesem Buch HIER berichtet, unglaubliche 45.000 Jahre alt sein. Kegelförmige und riesige Monumente, die einst an die 300 Meter in den Himmel geragt haben sollen. Gefunden und belegt hat diese unglaublichen Riesen-Bauten bisher niemand.

Doch eine runde Pyramide bei Mexiko-City steht ebenso zur Diskussion bei der Suche nach der ältesten Pyramide der Erde. Sie soll nicht weniger als 8000 Jahre alt sein.

Die älteste Pyramide der Erde?

Die Rede ist von einer Rundpyramide, die bereits ab 1922 von dem Archäologen Byron Cummings freigelegt wurde. Heute kennt man sie unter den Namen „Pyramide von Cuicuilo“. Es ist eine Pyramide mit vier Stufen und einen Durchmesser von etwa 150 Metern. Die genauen Angaben unterscheiden sich hierbei.

An oder in der Pyramide fanden sich keinerlei Inschriften. Der Zweck und die Herkunft waren vollkommen unbekannt, weshalb die ersten Archäologen damals auch auf vollkommen unterschiedliche Datierungen kamen. Viertes Jahrhundert vor Christus, 900 vor Christus oder auch zwischen 600 und 300 vor Christus waren und sind im Gespräch. Auch Datierungen in das vierte Jahrhundert nach Christus wurden im Laufe der Jahre ermittelt. Vor allem mit der Radiokarbondatierung.

Wobei eine Holzkohle-Probe sogar auf ein Alter von rund 4770 Jahre datiert wurde. Vielleicht eine Hinterlassenschaft von kurzzeitig hier ansässigen Nomaden oder das Ergebnis eines frühen Waldbrandes. So zumindest Robert F. Heizer und James A. Bennyhoff in „Archeological Excavations at Cuicuilco – 1957“ („Science, 31. Januar 1958, vol. 127, issue 3292).

Doch die Pyramide hatte noch eine ganz andere Besonderheit. Sie war teilweise von einer acht Meter dicken Schicht aus Lava und Asche überzogen.

Ein Weltbild gerät aus den Angeln

So kam es, dass auch Geologen sich für das Alter des Bauwerkes interessierten. Der Geologe George E. Hyde aus Neuseeland untersuchte den Fund und war sich sicher, dass die Pyramide mindestens 7000 Jahre alt sein muss. Ein unglaubliches Alter!

Mindestens sieben Jahrtausende? Dies interessierte auch C. W. Ceram, der dazu 1949 in seinem Weltbestseller „Götter, Gräber und Gelehrte“ schrieb:

Sie (die Pyramide, Anm. LAF) steht in einer unheimlichen Landschaft, die aussieht, als sei sie gefroren. Die Vulkane Ajusco und Xitli (vielleicht auch nur der letztere) brachen einst aus und wälzten ihre glühenden Ströme gegen dieses Bauwerk, dem der Gott, der auf ihm wohnte, nur halbe Hilfe zuteil werden ließ – nur zur Hälfte nämlich wurde es vom brodelnden Schlamm überflutet.

Und hier nun riefen die Archäologen ein paar Kollegen von einer anderen Fakultät zu Hilfe: die Geologen. Wie alt ist die Lava? fragten sie. Und die Geologen, nicht ahnend, dass sie mit ihrer Antwort ein historisches Weltbild aus den Angeln hoben, antworteten schlicht: ‚Achttausend Jahre!‘

Hyde war sich nicht im Klaren, dass er mit dieser Altersangabe die archäologische Fachwelt in Aufruhr versetzten würde. Es gab damals keine Zivilisation in Mexiko, die ein solches Monument hätte errichten können. Das sah Ceram in seinem Bestseller ganz richtig.

„vor 8000 oder mehr Jahren“

Denn schon 1923 erschien im „National Geographic Magazine“ (vol. 44) der Artikel „Ruinen von Cuicilco könnten unser Bild des Alten Amerika revolutionieren“. Autor war kein anderer als Cummings, der Ausgräber der Pyramide, selber. Cummings war darin sicher, dass die Erbauer in einer unbekannten Vorzeit Mittelamerikas leben. Er schrieb damals unter anderem:

Diese 15 – 17 Fuß (hohen Ablagerungen, Anm. LAF) von Sand, Lehm und Steinen, die sich über dem umgebenden Pflaster von Cuicuilco angesammelt hatten, bevor der Lavastrom kam, zeigen, dass seine Erbauer Tausende von Jahren vor dem Pedregal gelebt und gearbeitet hatten. Es ist also vernünftig anzunehmen, dass dieser Tempel von primitiven Amerikanern erbaut wurde, die vor 8000 oder mehr Jahren lebten.“

Viele tausend Jahre später erst blühte in dieser Region Mexikos das Reich der Azteken. Ein mächtiges Volk, das ebenso Pyramiden baute. Auch die Kultur der gewaltigen Pyramiden-Stadt Teotihuacán unweit von Mexiko-City lag vor 8000 Jahren noch in ferner Zukunft.

Bereits 10 Jahren nach der Veröffentlichung von Cummings gab es ernsthafte Zweifel an dieser Datierung. Cummings selber berichtete etwa 1933 in einer Veröffentlichung (University of Arizona Bulletin, vol. 4, Nr. 8), dass andere Geologen die Lava auf nur rund 2000 Jahre datierten. All die Datierungen stehen und fallen mit dem Jahr des Ausbruchs des Vulkan Xitle. Heute wird dieser – und damit der Untergang der Stadt – auf das dritte Jahrhundert nach Christus datiert. Flüchtlinge aus Cuicuilcom sollen nach der Katastrophe sogar bis nach Teotihuacán geflohen sein. Das liegt keine 60 Kilometer entfernt.

Um 6000 Jahre verschätzt

In seiner Studie „Age and archaeological implications of Xitle volcano, southwestern Basin of Mexico-City“ (Journal of Volcanology and Geothermal Research, vol. 104, Issues 1–4, 30. Dezember 2000) schreibt C. Siebe über die frühen Datierungen unter anderem:

Vor der Einführung der Radiokohlenstoffdatierung war das Alter der Cuicuilco-Pyramide und der Xitle-Lavaströme Gegenstand intensiver Spekulationen. Seit Cummings den künstlichen Charakter des Cuicuilco-Hügels nachgewiesen hat, ist sein Alter ein Thema von Interesse. Aus geologischen und anderen Gründen vertrat er die Ansicht, dass Cuicuilco vor etwa 8000 Jahren vor Christus verfallen ist.

Über 30 Radiokarbondatierungen seien inzwischen erfolgt, so Siebe. „Und anhand dieser Daten wurden mehrere Altersangaben für den Ausbruch vorgeschlagen.“ Und weiter schreibt er:

Die meisten datierten Proben wurden nicht direkt durch den Ausbruch von Xitle erzeugt, sondern sind Artefakte menschlicher Aktivitäten, die dem Ausbruch vorausgingen.

Daher sind diese Altersangaben (meist um 2000 bp) älter als der Ausbruch. Ein neues Alter von (…) 245 – 315 nach Christus aus Holzkohleproben, die direkt unter der Lava gesammelt wurden, wird für den Ausbruch von Xitle favorisiert. Diese Proben entstanden durch die Entzündung der Vegetation während der Ablagerung der heißen Schlackentephra.“

Stimmen diese neuen Datierungen und Deutungen, dann ging das Monument fast 6000 Jahre später unter, als es noch vor 100 Jahren angenommen wurde. Damals war verständlicherweise die Alterseinschätzung eine Sensation – doch heute spricht kaum mehr jemand über sie.

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Rätselhafte Kugeln und bizarre Götter: Das Mysterium der Steinkugeln von Costa Rica und anderswo

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Rätselhafte Kugeln und Götter: Das Mysterium der Steinkugeln von Costa Rica und anderswo (Bilder: A. Kramer & S. K. Lothop)
Rätselhafte Kugeln und Götter: Das Mysterium der Steinkugeln von Costa Rica und anderswo (Bilder: A. Kramer & S. K. Lothop)

Schon seit Jahrzehnten spekulieren Archäologen wie auch Mystery-Autoren über die rätselhaften Steinkugeln von Costa Rica in Mittelamerika. Hunderte von ihnen sind heute noch bekannt, die über das ganze Land verteilt liegen. Einige mit einem Durchmesser von mehr als 2 Metern und fast perfekt von Menschenhand vor Jahrtausenden geschaffen. Doch die spektakulären Kugeln sind nur ein Teil der Rätsel von Costa Rica und sind nicht unbedingt einzigartig. Denn die Forschung hat im Zusammenhang mit diesen „Bällen“ längst noch andere, überaus bizarre Funde gemacht. Und selbst viele tausend Kilometer von Costa Rica entfernt finden sich Parallelen.


Die Steinkugeln von Costa Rica

Als die UNESCO im Frühjahr 2010 meldete, man erwäge, die Steinkugeln von Costa Rica zu Welterbe der Menschheit zu erklären, witterten viele „alternative“ Historiker Morgenluft. Denn diese zum Teil sehr großen Kugeln aus massivem Stein wecken schon seit Jahrzehnten bei vielen großes Interesse. Wie kann es sein, so fragen schon lange verschiedene Autoren, dass die Ureinwohner in Mittelamerika scheinbar sinnlos hunderte Steinkugeln in mühevoller Arbeit anfertigten? Zu welchem Zweck taten sie das?

Tatsächlich wurden diese erstaunlichen megalithischen Wunderwerke 2014 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Und so wurde auch das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Deutschland auf dieses Rätsel der Archäologie aufmerksam. In der „Terra X“-Reihe „Ungelöste Fälle der Archäologie“ des Senders ZDF widmete sich Moderator Professor Harald Lesch am 25. März 2018 in der Folge „Verlorenes Wissen“ diesen Kugeln.

Eine Erklärung konnte natürlich auch das ZDF nicht bieten, wozu diese Steinkugeln einstmals dienten. Hier in Costa Rica läge einer „der rätselhaftesten Fälle der Ärchäologie„, wieder der erstaunte TV-Konsument erfuhr. Damit hatte das ZDF sicherlich nicht untertrieben.

Vereinzelte Berichte über diese Steinkugeln sind bereits aus dem 19. Jahrhundert bekannt, doch größeres Interesse erregen die Gebilde erst seit den 1930er Jahren. Waldarbeiter der „United Fruit Company“ rodeten weite Urwaldflächen, um Bananenplantagen anzulegen, und stießen dabei auf diese nahezu perfekt geformten Steinkugeln aus einer Art Granit (Granodiorit), die allem Anschein nach seit Jahrhunderten, wenn nicht Jahrtausenden unentdeckt im Dschungel gelegen hatten. Die Kleinsten sind etwa so groß wie Äpfel, andere aber haben einen Durchmesser von annähernd 2,5 Metern und wiegen an die 13 bis 15 Tonnen. So die Schätzungen.

(Fast) perfekte Riesen-Kugeln

Heute sind etwa 350 dieser Steinkugeln dokumentiert, die meisten davon in Costa Rica, einige auch in Guatemala und anderen Gegenden. Doch viele liegen vielleicht noch immer im Dschungel und Erdreich verborgen. Die Präzision der Bearbeitung – in einigen Fällen weist die Form nur eine 0,2-prozentige Abweichung von der perfekten Kugel auf – zeugt von wahrer Meisterschaft der Steinmetzkunst. Andere sprechen bei Kugeln von über 2 Metern Durchmesser von einer Abweichung von kaum 5 Millimetern.

Genau diese Tatsache macht die Steinkugeln so erstaunlich für etablierte Archäologen wie auch Laien.

Manche Autoren ziehen sogar die Möglichkeit in Betracht, dass hier die Nachfahren des versunkenen Volkes von Atlantis am Werk waren. Oder – als Alternative – eine untergegangene, weltumspannenden Ur-Zivilisation.

Klaus Aschenbrenner zum Beispiel äußert in „Das neue Bild von Atlantis“ (2007) die Vermutung, dass die Atlanter „nach der Zerstörung ihrer Heimatinsel dort Zuflucht suchten“. Auch spekuliert er, dass die Anordnung der Objekte „astronomischen Beobachtungszwecken diente(n)“. Was sich jedoch bislang ebenso wenig bestätigen lässt, wie es eine Antwort auf die Frage gibt, welchem Zweck die Objekte sonst gedient haben könnten.

Rätselhafte Kugeln und Götter - das Mysterium der Steinkugeln von Costa Rica und anderswo - Beispiele (Bilder: S. K. Lothop)
Beispiele der frühen Ausgrabungen (Bilder: S. K. Lothop)

Kurz nach der Entdeckung der Kugeln kam das Gerücht auf, in ihrem Inneren seien Gold- oder andere Schätze verborgen. Aus Neu- und Habgier wurden deshalb viele von ihnen zerstört – vergeblich, denn sie waren massiv und enthielten nichts. Deshalb ist es heute kaum mehr möglich astronomische Ausrichtungen dieser Steinkugeln zu überprüfen. Sie sind entweder zerstört und in sehr vielen Fällen längst nicht mehr an ihrem ursprünglichen Platz. Mit einige Ausnahmen.

Das Material, aus dem die meisten von ihnen bestehen, ist ein granitähnlicher, sehr harter Stein, der in der direkten Gegend, in der die Objekte gefunden wurden, oftmals gar nicht vorhanden ist. Das heißt, sie oder gar die noch schwereren Rohlinge, hätten durch den dampfend-heißen Urwald an ihre späteren Fundstätten gewuchtet werden müssen. Wie? Auch das ist bislang ungeklärt.

Ein Rätsel der Archäologie

Bereits früh wurde auch Doris Stone (auch „Doriz“ in einigen Veröffentlichungen) auf dieses Rätsel der Archäologie aufmerksam. Sie suchte beispielsweise 1940 und 1941 zahllose Dschungelgebiete nach diesen Objekten ab, um sie genauer zu studieren. Im Jahr 1943 berichtete sie nach ihren eingehender Untersuchungen in dem Fachmagazin „American Antiquity“ (Vol. 9, Nr. 1) von ihren ersten Resultaten.

In diesem Artikel dokumentierte sie neben zahlreichen, damals noch auffindbaren, Anordnungen der Stein-Bälle auch von einer Reihe von gefundenen Artefakten in deren Umgebung. Vor allem Keramiken, „Steintische“ und Figuren von seltsamen mythologischen Wesen. Ich komme darauf zurück.

Vielfach wird Stone in diesem Zusammenhang mit folgenden Worten zitiert:

Die Kugeln von Costa Rica müssen zu den ungelösten megalithischen Rätseln der Welt gezählt werden.“

Auch wenn diese Aussage von ihr so nicht 1943 gefallen ist, wurde Samuel K. Lothrop durch ihre Forschungen auf die Steine aufmerksam. So ging auch er vor Ort diesem Geheimnis auf dem Grund und legte in der Folge 1963 seine umfangreiche Arbeit „Archaeology of the Diquís Delta, Costa Rica“ („Papers of the Peabody Museum of Archaeology and Ethnology“, Vol. LI., Harvard University, Cambridge) dazu vor. Beeindruckt hielt Lothrop darin fest (was wohl der Ursprung des angeblichen Stone-Zitates ist):

Die Steinkugeln des Diquís-Deltas aus einer von mehreren gut ausgearbeiteten Gruppen von megalithischen Skulpturen, die heute als Mysterien eingestuft werden müssen.“

Sinn und Zweck: Unbekannt

Lothrop setzte die Steinkugeln schon damals mit megalithischen Hinterlassenschaften auf der Osterinsel oder von den Maya in Mittelamerika gleich. Wozu sie dienten, konnte auch er nicht eindeutig beweisen. Bis heute wird ein Ahnenkult oder ein Kult der Sonne hierzu diskutiert. Da schon Stone nachweisen konnte, dass solche Steinkugeln in verschiedenen Gebieten Amerikas zu finden sind, muss sich dieser Kult, wie auch immer er aussah, von Costa Rica aus verbreitet haben. Denn dort liegt zweifellos das Zentrum dieses „Kugel-Brauchtums“. So schrieb Stone bereits 1943 über eine mögliche Ausrichtung der Stein-Bälle folgendes:

„(Es gibt) natürlich die Möglichkeit einer zeremoniellen oder kalendarischen Verwendung (…). Ein Blick auf die Karten der Fundorte der Steinkugeln zeigt weder eine Ähnlichkeit in der Lage der Kugeln noch eine Einheitlichkeit in der Größe der Kugeln. Am ehesten ist die Anordnung vieler großer Kugeln in Dreier- und Zweiergruppen konsistent.

Aber selbst das kann nicht allzu ernst genommen werden, wenn man sich an die verschiedenen Größen der kleinen Kugeln erinnert, die mit den größeren gemischt gefunden wurden, und an die zehn großen Kugeln, die paarweise und einzeln auf Farm 7 gefunden wurden. Es müssen noch weitere Steinkugelfundstellen untersucht werden, bevor wir einen eindeutigen Hinweis auf ihren Zweck erhalten.“

In der „Terra X“-Doku 2018 erklärte das ZDF dem Publikum, dass es solche Kugeln „so nur in diesem Teil der Erde gibt“. Ähnliche Kugeln an anderen Orten der Erde wären natürlich entstanden, wie es Harald Lesch den Zuschauern erzählte. Tatsächlich findet man solche Natur-Kugeln zum Beispiel an der Pazifik-Küste von Südamerika oder auf Franz-Josef-Land in der Arktis. Dort beeindrucken einige Exemplare dieser „Monster-Kugeln“ in der Tat durch ihre erstaunlich exakte Kugelform.

Steinkugeln auf dem Balkan

Doch über 10.000 Kilometer von Costa Rica in Richtung Osten finden sich in Bosnien (Bosnien und Herzegowina) ebenso derartige Kugel-Steine. Auch hier sind sie zum Teil von einer beachtlichen Größe, wie ich schon 2010 in meinem Buch „Verbotene Geschichte“ berichtete.

Nordwestlich von Sarajevo liegt die Kleinstadt Visoko, die heute vor allem durch ihre Berge bekannt ist, die gerne für Pyramiden gehalten werden. Denn angeblich wären einigen der umliegenden Berge in Wahrheit „Pyramiden“ von gigantischer Größe, die ein uraltes und unbekanntes Volk hinterlassen hat. Vor allem aber wären diese zugleich die ältesten der Welt. So behauptet es vor allem Dr. Sam Osmanagich (Sam Osmanagic), der in den dortigen Bergen seiner Heimat diese „Pyramiden“ vor rund 20 Jahren entdeckt haben will. Nach seinen Spekulationen sind diese „Bauten“ sogar weit über 10.000 Jahre alt.

Doch eben diese Region Südosteuropas hält ein wirklich spannendes Phänomen bereit: Steinkugeln, die mit denen im fernen Costa Rica praktisch identisch sind.

Auch hier unterscheiden sich die Objekte in der Größe. Auch hier sind viele offenbar aus dem harten Stein zu wunderbaren Kugeln gemeißelt und so angeordnet, dass man mit etwas gutem Willen eine bewusste Anordnung erkennen kann.

Für den Forscher Nenad Djurdjevic, der mir damals für mein Buch „Verbotene Geschichte“ freundlicherweise Material über diese Kugel-Funde zur Verfügung stellte, kann kein Zweifel daran bestehen, dass hier ein weiteres Rätsel der Welt seiner Lösung harrt. Für ihn und viele andere sind die Steinkugeln von Bosnien eindeutig künstlich. Und nicht, wie Kritiker sagen, durch eine Laune der Natur entstanden (s. Bilder).

Rätselhafte Kugeln und Götter: Das Mysterium der Steinkugeln von Costa Rica und anderswo - Zwei Kugeln auf dem Balkan (Bilder: N. Djurdjevic)
Zwei Kugeln auf dem Balkan: li. Ozimice bei Maglaj, re. bei Zavidovici (Bilder: N. Djurdjevic)

Jahrtausende alt

Die Einheimischen wissen allerdings schon länger von den Steinkugeln und schreiben ihnen „magische Heilkräfte“ zu. Doch was die Herkunft der Objekte angeht, sind sie auf Legenden angewiesen. Einer zufolge handelte es sich ursprünglich um Menschen, die – aus welchen Gründen auch immer – versteinerten und Kugelform annahmen.

Das erinnert an Legenden über die berühmten megalithischen Steinreihen in der Bretagne in Frankreich. Hier stehen noch heute zahllose Megalithen in mehreren Steinreihen zum Teil über mehrere Kilometer in der Landschaft herum. Mit Sicherheit waren es vor tausenden von Jahren noch weit mehr, als heute beispielsweise noch in Carnac zu sehen sind. Hierzu sagt eine Legende aufgrund ihrer gleichmäßigen Anordnungen in „Reih und Glied“, dass es versteinerte Soldaten Roms sind. Durch einen Zauber bis in alle Ewigkeit zu Stein erstarrt …

Wann aber diese Kugeln in Bosnien geschaffen worden sein könnten, welchen Sinn und Nutzen sie einstmals hatten, ist dort ebenso ungewiss wie in Costa Rica. Sie könnten mutmaßlich mit der Vinča-Kultur auf dem Balkan in Zusammenhang stehen, die bis heute viele Rätsel aufgibt. Diese Kultur der Steinzeit wurde erst vor rund 100 Jahren entdeckt und reicht fast 7500 Jahren zurück in die dunkle Vergangenheit. Bekannt sind vor allem ihren Symbole und Zeichen, die nach einigen Behauptungen sogar die älteste Schrift der Menschheit sein sollen, sowie ihre seltsamen menschenähnlichen Figuren.

Der Anthropologe John Hoppes, Universität von Kansas, der die Costa-Rica-Funde schon lange erforscht, vermutet aufgrund von Radiokarbondatierungen in der Nähe gefundener Objekte, dass die Kugeln dort um die 1000 Jahre alt sind. Verschiedene Funde von Keramiken im Gebiet der Kugeln von Costa Rica, die schon Stone und Lothrop dokumentierten, reichen wiederum bis zu 2200 Jahren in die Vergangenheit.

Allerdings räumt auch Hoppes nach seinen intensiven Forschungen ein, es sei „sehr schwer zu sagen, wann genau sie (die Kugeln, Anm. LAF) hergestellt wurden“. Und eine Erklärung für die wunderbar gemeißelten und geschliffenen Wunderwerke hat auch Hoppes nicht zu bieten.

Phantastische Spekulationen

Anders Götter-Forscher Erich von Däniken. In „Zurück zu den Sternen“ berichtete er schon 1969 von seiner Spurensuche in Costa Rica, zum Beispiel am „Kugel-Hotspot“ des Diquis-Deltas.

Seinerzeit mutmaßte er in „Meine Welt in Bildern“ (1973) auch, die Kugeln könnten Stein gewordene Erinnerungen von Menschen an kugelförmige Raumschiffe Außerirdischer sein. Belegen lassen sich eine solche Interpretation natürlich auch nicht. Und so lehnt auch Hoopes diese Ideen pauschal als „wilde Spekulation“ ab.

Die Funde dieser unter größten Mühen und mit beachtlicher Sorgfalt geformten Kugeln diesseits und jenseits des Atlantiks sprechen aber dafür, dass sie für ihre Schöpfer eine große Bedeutung gehabt haben müssen. Nur welche? Und wieso existieren Zeugnisse eines möglichen Kultes der Steinkugeln sowohl in Mittelamerika als auch in Bosnien? Gab es da einen Kontakt über den Atlantis Ozean und das Mittelmeer?

Oder entwickelten die Menschen einen solchen Kult unabhängig voneinander, vielleicht auch zu unterschiedlichen Zeiten?

In diesem Zusammenhang sorgen auch immer wieder die bereits kurz erwähnten Steinkugeln auf Franz-Josef-Land für Spekulationen. Denn auch dort – vorwiegend am Kap Triest – befinden sich gewaltige Steinkugeln. Einige UFO-Fans sehen darin Hinterlassenschaften von Aliens. Doch diese These ist sicherlich etwas sehr weit hergeholt. Denn zu welchem Zweck hätten Außerirdische dort Steinkugeln von drei Metern Durchmesser anfertigen sollen?

Rätselhafte Kugeln und Götter - das Mysterium der Steinkugeln von Costa Rica und anderswo - Beispiele 2 (Bilder: I. Kapitanj)
Kugeln in Costa Rica – Beispiele (Bilder: I. Kapitanj)

Geologen sehen diese Kugeln nüchtern: Es seien nichts weiter als natürliche Gebilde. Denn man könne vor Ort sogar sehen, wie einige dieser Kugeln aus den Felsen der Insel durch Wind und Wetter kugelförmig herauswittern, wodurch Hohlräume im Gestein (= Geoden) entstehen. Dies würde auch erklären, warum immer wieder neue Fundstücke auftauchen. Eine schlüssige, sehr überzeugende Erklärung für die Kugel-Phänomene auf Franz-Josef-Land, die Kritiker auch bei den Kugeln von Bosnien als Erklärung annehmen. Auch die genannte „Terra X“-Sendung von 2018 erwähnt ganz beiläufig, dass die bosnischen Kugeln eine Laune der Natur sind.

Noch mehr Rätsel

Die Steinkugeln in Costa Rica waren und sind aber nicht die einzigen archäologischen Funde dort. Die Ausgrabungen von Doris Stone und später Samuel Lothrop brachten eine verblüffende Vielzahl an Artefakten zum Vorschein, von denen Stone schon 1943 in „American Antiquity“ einige präsentierte. Wobei sie sich hier auf die Steinkugeln konzentrierte. In ihrer Arbeit „Archaeology of the North Coast of Honduras“, die bereits 1941 erschien, legte Stone einen Grundstein für ihre späteren Forschungen in Costa Rica. Denn archäologische Funde und Befunde in Honduras in Mittelamerika weisen in Teilen durchaus Parallelen zum etwas südlich gelegenen Costa Rica auf.

Hierbei fallen vor allem „gebogene“ Steintische, Schleifsteine und steinerne „Sitze“ auf, die es so auch in Costa Rica in großer Zahl gibt. Auch einige seltsame Figuren in Menschengestalt und mit befremdlichen Aussehen in Honduras zeigen solche Parallelen. Doch offensichtlich war Costa Rica der Ursprung der Idee dieser mythologischen, menschenähnlichen Statuen sowie der Steinsessel, die in beiden Regionen teilweise mit Tieren oder mythischen Wesen geschmückt wurden.

Da in Costa Rica die Anzahl solche Funde weit größer ist, und nur dort auch die bekannten Steinkugeln in so großer Zahl vorkommen, muss hier das Zentrum dieser rätselhaften Kultur gelegen haben. Möglicherweise die Aguas-Buenas-Kultur, wie sie heute genannt wird.

In dem Fachmagazin „Journal de la Société des Américanistes“ (Tome 46, 1957) präsentierte Stone zusammen mit Carlos Balser weitere Forschungsergebnisse zu diesen Tischen, Sesseln, Schleifsteinen und vielleicht sogar Altären. Darin verweisen sie auf einen Zusammenhang mit den Funden in Honduras. Was sie aber nicht eindeutig bestimmen konnten, ist die Funktion dieser Objekte. Fraglos dienten einige zum Mahlen von Getreidekörnern. Doch andere erinnern (auch von ihrer Größe her) eher an Throne von Würdenträgern oder „Priester“ bei unbekannten, längst vergessenen Zeremonien.

Kugeln für die Götter

Ich vermute hier einen direkten Zusammenhang mit den Steinkugeln. Wozu auch immer die Kugeln dienten – die Schöpfer werden sie nicht einfach mühsam geschaffen haben, um sie dann ungenutzt irgendwo herumliegen zu lassen. Sie werden sicher im Zentrum von irgendwelchen religiösen, spirituellen oder auch astronomischen Handlungen gestanden haben. Der spirituelle oder politische Führer nahm auf diesen „Hockern“ Platz, um diesen beizuwohnen. Vielleicht platzierte man auf einigen auch Steinkugeln in kleineren Formaten, die bekanntlich auch überaus zahlreich gefunden wurden.

Und je mehr Steinkugeln für „Kulthandlungen“, je mehr steinerne Sitze. Wie in Costa Rica.

Kultische Handlungen ist eine vieldeutige und sehr überstrapazierte Aussage. Eigentlich sagt das nur aus, dass man nichts weiß. Nur, dass man dabei halt Ahnen, die Kräfte oder Geister der Natur oder himmlische beziehungsweise überirdische Mächte verehrte. Die Geister der Ahnen zu ehren ist die einfachste Deutung. Immerhin machen wir das heute überall auf der Welt tagtäglich noch immer. Und sei es nur, dass Katholiken an bestimmten Tagen eine Kerze auf dem Grab eines Verstorbenen anzünden.

Bauchschmerzen sollte man aus der Sichtweise unserer modernen Welt aber bei mutmaßlichen Ahnen-Kulten immer dann bekommen, wenn entsprechende menschenartige Figuren ebenso gefunden werden. Denn in sehr vielen Fällen sehen diese eher aus wie Monster und überhaupt nicht wie die verstorben Vorfahren aus. Das ist in Costa Rica ebenso der Fall.

Bizarre Götter-Figuren

Mehr noch, denn die dort entdeckte Fülle an seltsamen Steinfiguren lässt den Schluss zu, dass sie ein wichtiger Teil der Gesellschaft waren. Wohl nicht anders wie die Steinkugeln als Meisterleistung der Steinmetze an sich. Diese Figuren waren aber mit Sicherheit keine Ahnen, da ihre „Fratzen“ heute eher an typische Aliens erinnern. Erstaunlicherweise wurde diese Tatsache bisher bei der grenzwissenschaftlichen Diskussion um die Steinkugeln überhaupt nicht beachtet.

Hier lohnt sich vor allem ein Blick in das umfangreiche Buch „Archaeology of the Diquís Delta, Costa Rica“ von Samuel K. Lothrop, der 1963 darin seine Forschungen zu den Kugeln und anderen Artefakten vorstellte und diskutierte. Er dokumentierte eine Vielzahl an entdeckten Statuen und Figurien, die ausnahmslos alle nicht wie Menschen aussehen. Neben unzähligen kleinen Figuren gibt es auch solche, die mehr als 1,20 Meter groß angefertigt wurden.

Rätselhafte Kugeln und Götter - das Mysterium der Steinkugeln von Costa Rica und anderswo - Götter-Figuren von Costa Rica (Bilder: S. K. Lothop)
Götter-Figuren von Costa Rica (Bilder: S. K. Lothop)

Einige sind offensichtlich Mischwesen aus Tieren und Menschen. Andere – sogar die meisten! – sehen von ihren Gesichtszügen eher aus wie die „Kleinen Grauen“ aus der UFO-Forschung.

Eine sehr kleine Auswahl dieser Figuren ist im Bild oben zu sehen.

„Anthropomorphe Gottheiten“

Vor allem die riesigen, schräg stehenden Augen in „Mandel-Form“ sind geradezu charakteristisches und überall genutztes Merkmal dieser Kreaturen von Costa Rica. Einige besitzen dazu Münder von Raubtieren und andere sehen mit ihren exakten Kanten aus wie Roboter der Science-Fiction der 1950er und 60er Jahre. Besonders verblüffend ist eine Ähnlichkeit dieser Darstellungen mit jenen der rätselhaften Sanxingdui-Kultur im weit entfernten China (Bild unten). Hier werden in den letzten Jahren verstärkt solche „Dämonen“ in großer Zahl ausgegraben, wie zum Beispiel in diesen Mystery Files-Beiträgen HIER, HIER und HIER berichtet.

In China gelten diese uralten Funde als archäologische Sensation. Gewisse Ähnlichkeiten erkennt man aber auch zu einigen Figuren der Vinča-Kultur aus Südost Europa. Und natürlich den bereits erwähnten Funden aus Honduras.

Rätselhafte Kugeln und Götter - das Mysterium der Steinkugeln von Costa Rica und anderswo - Sanxingdui-Kultur (Bilder: A. Knörr)
Götter der Sanxingdui-Kultur in China (Bilder: A. Knörr)

Was wollten uns die Vorfahren der Boruca, der Ureinwohner von Costa Rica, die die Steinkugeln geschaffen haben sollen, mit diesen Figuren sagen? Ahnen waren diese fremdartigen Wesen gewiss nicht. Jeder Verstorbene würde sich wohl im Grabe umdrehen, wenn seine Nachfahren ihn in derart befremdlicher Form ihre Ehre erweisen würden. Lothrop selber nennt diese Kreaturen schlicht „anthropomorphe Gottheiten“ oder „Idole“. Demnach also Tier-Mensch-Kreaturen, bei denen die Eigenschaften beider Spezies miteinander verschmolzen wurden. Auch wenn natürlich kein Tier oder Mensch solche Augen hat und viele Figuren überhaupt keine tierischen Merkmale aufweisen.

Götzen aus purem Gold

Überaus interessant sind auch weiter archäologische Entdeckungen im Land der Steinkugeln, die vor allem in Gräbern gefunden wurden. Es sind kunstvolle Objekte aus purem Gold, von denen im „Museo del Oro Precolombino“ in San José eine Auswahl zu bestaunen ist. Einige stellen unverkennbar Tiere dar. Andere wiederum präsentieren sich als geflügelte Wesen oder Mischwesen mit den unterschiedlichsten Details. Neben unheimlichen „Fratzen“ wie bei den Stein-Figuren erinnern einige Körper mit ihren Flügeln und Unterkörpern fast schon an Engel-Darstellungen der christlichen Tradition. Es wären, so Lothrop, Kunstobjekte, die Götter von Fledermaus, Adler und Jaguar darstellen.

Da die Künstler vor Jahrtausenden einigen dieser geflügelten Gold-Objekte einen „Schnabel“ oder eine riesige „Hackennase“ gaben, lag für Lothrop die Deutung als „Adler-Gottheit“ sicher nahe. Obwohl sonst praktisch nichts an einen Adler erinnert. Genauso könnte man sie anhand der Ohren bei einigen Exemplaren auch als „Gremlin“ ansehen. Diese „Adler-Gottheit“ wird auch mit dem himmlischen Schöpfer Sibú oder Sibö gleichgesetzt. Ein überirdisches Wesen der lokalen Mythologie, der auch die Menschen erschaffen haben soll und als ihr Beschützer fungierte.

Doch waren das vielleicht sogar jene Götter oder überirdischen Wesen nach der Interpretation der Ureinwohner, zu deren Ehren sie auch hunderte von Steinkugeln schufen?

Einige der Stein-Bälle tragen abstrakte Gravuren, die an jene Verzierungen erinnern, die auf verschiedenen archäologischen Artefakten dort ebenso zu finden sind. Etwa auf den genannten Stein-Tischen und –Hockern. Auf den Kugeln sind sie seltener nachzuweisen. Und wenn, dann sind sie fast gar nicht zu erkennen. Wobei natürlich spätere Generationen diese Gravuren nachträglich auf längst fertige Steinkugeln hätten anbringen können.

Parallelen in Kolumbien

Warum man sich einst für die Form der Kugel entschied, wird sich wohl niemals mehr klären lassen. Schriftliche Zeugnisse existieren nicht, da die Ureinwohner keine Schriftsprache kannten. Wieso haben sie nicht Form eines Eis gewählt, das in der Natur um sie herum allgegenwärtig war? Die Menschen konnten zusehen, wie aus einem Ei wie durch ein göttliches Wunder ein neues Leben das Licht der Welt erblickt.

Das Gelege von Meisen ist beispielsweise kugelrund. Adler-Eier wiederum sind oval wie bei einem Huhn. Steinkugeln wären dann wohl eher ungeeignet, um den „Adler-Göttern“ nach dieser Spekulation Ehrfurcht zu zeigen. Obwohl man den damaligen Steinmetzen der Kugeln durchaus zubilligen kann, dass sie auch perfekt geformte Stein-Eier hätten schaffen können. Letztlich erzählen Völker rund um die Welt entsprechende Schöpfungsmythologien, die sich um himmlische, göttliche oder kosmische Eier drehen.

Die Kunstfertigkeit der Goldschmiede in Puerto Rico mit ihren seltsamen, fliegenden Wesen hat aber durchaus ein Gegenstück. Und zwar in Südamerika und hier vor allem in Kolumbien. So finden sich unter anderem in den dortigen Goldmuseen „Museo del Oro Zenú“ in Cartagena de Indias sowie dem weltbekannten „Museo del Oro“ in der Hauptstadt Bogotá sehr ähnliche Artefakte aus Gold. Von hier stammen übrigens auch die sogenannten „Goldflieger“ aus der Prä-Astronautik, über die HIER genauer berichtet wurde.

Die reichhaltigen Goldschätze in diesen Museen beeindrucken nicht nur durch ihre Kunstfertigkeit und Anzahl. Auch die offenkundige „künstlerische Freiheit“ der Handwerker vor Jahrtausenden versetzt die Besucher in Staunen. Die gestalterische Ähnlichkeit zu den Artefakten aus Costa Rica ist teilweise so deutlich, dass das kaum Zufall sein kann. Einige der Objekte in den beiden Ländern sehen sich sogar so ähnlich, dass man überhaupt nicht sagen kann, welches woher stammt (Link)!

Einige Beispiele sind im Bild hier zu sehen.

Rätselhafte Kugeln und Götter - das Mysterium der Steinkugeln von Costa Rica und anderswo - Götter-Figuren aus Gold von Costa Rica (Bilder: S. K. Lothop)
Götter-Figuren aus Gold von Costa Rica (Bilder: S. K. Lothop)

Wer verbreitete den „Kugel-Kult“?

Demnach dürfte es zwischen Kolumbien und Costa Rica ein Austausch von weltanschaulichen Ideen gegeben haben. Ob der Kugel-Kult sich aber soweit ausgebreitet hat, wie es schon Stone in ihrer Veröffentlichung 1943 dokumentierte, bleibt fraglich. Denn sie verweist auf solche (kleineren!) „Bälle“ von Patagonien im Süden Südamerikas über Mittelamerika und Mexiko bis nach Tennessee, Kalifornien und Ohio in den USA. Kleine Exemplare fanden die Archäologen auch auf der Insel Puerto Rico und in Haiti, die bis zu 2000 Kilometer über das offene Meer von Costa Rica entfernt liegen.

Wie kam der Brauch dorthin? Durch Seefahrer der Antike, die das Wagnis solcher Reisen nicht scheuten? „In Südamerika sind die Berichte über Steinkugeln zu zahlreich, um sie einzeln aufzuführen“, so Stone 1943. Dort, sowie natürlich in Costa Rica, ist der Ursprung zu suchen. Wobei man bedenken muss, dass viele der Kugeln in all diesen Gebieten sehr klein sind und längst nicht klar ist, wofür sie jeweils dienten. Einige messen sogar nur knapp 3,2 bis 8,4 Zentimeter.

Auch Stone bemerkt, dass einige zum Spielen gedacht waren und es unklar sei, ob und wo genau ein Austausch dieser Ideen stattfand. Dennoch „ist zu bedenken, dass viele der Maya aus Britisch-Honduras (heute Belize, Anm. LAF) seefahrende Händler waren“, merkt Stone an. So könnte auch das bekannte Volk der Maya zur Verbreitung dieses Brauchtums beigetragen haben, wie sie vermutet.

Sonnenkulte und überirdische Wesen

Inzwischen werden die noch existierenden Steinkugeln von Costa Rica rund 80 Jahre genauer erforscht, dokumentiert und diskutiert. Und ausnahmslos niemand kann zufriedenstellend dieses Rätsel der Archäologie bis heute erklären. Vor allen nicht dann, wenn die Kugeln in Südost Europa ebenfalls einen derartigen „Kult“ entstammen sollten. Mutmaßlich waren es Ehrenbezeugungen für die Götter des Himmels. Auch wenn andere Deutungen neben astronomischen Interpretationen von Wegweisern, Landmarken oder reinen Statussymbole sprechen. Vielleicht liegt die Wahrheit in der Mitte oder aus einer Kombination aus mehreren Interpretationen.

Die Geschichte lehrt, dass überall auf der Erde und zu allen Zeiten von allen Kulturen für die Götter nichts zu schwer und mühsam war. Monumente und megalithische Werke von kolossalen Ausmaßen waren praktisch immer zu Ehren überirdischen Wesen und Mächte. Selbst das älteste Monument der Menschheit, die gewaltigen Megalithanlagen von Göbekli Tepe in Anatolien, wurde vor weit über 10000 Jahren zu diesem Zweck erbaut.

Warum sollte es in Costa Rica anders gewesen sein?

Träfe der Erklärungsansatz von einem „Sonnenkult“ zu, den auch das ZDF 2018 in „Terra X“ ihren Zuschauern präsentierte, bleibt offen, woher die Ureinwohner wussten, dass die Sonne eine Kugel ist. Die „Sonnenscheibe“ war bei derartigen Kulten das Maß der Dinge rund um die Welt. Oftmals auch mit Flügeln dargestellt. Scheiben, aber auch runde Gebilde und mutmaßliche Kugeln, waren bei vielen alten Kulturen „Objekte“, die mit den Göttern zu tun haben. Oftmals sitzen diese sogar in solchen Kugeln, Ringen oder Scheiben, die durch angebrachte Flügel offensichtlich fliegen konnten. Auch wenn nicht immer Flügel mit dargestellt wurden.

Vor allem die versunkenen Zivilisationen in Mesopotamien wie auch die alten Ägypter fertigen diese Motive ihrer Götter zu zehntausenden an.

„Intelligenzen, die in einer Kugel auf unseren Planeten gelandet sind“

Das wiederum spielt den Spekulationen von Erich von Däniken aus seinem Buch „Meine Welt in Bildern“ von 1973 sehr in die Hände. In diesem zeigt er dutzende Beispiele und schildert, wie die „Raumschiffe der Zukunft“ zwischen den Sternen aussehen könnten. Wenig verwunderlich favorisiert er dabei aus verschiedenen Gründen eine Kugelform oder zumindest rundlich.

Damit führte von Däniken seine Ideen aus seinem vier Jahre zuvor erscheinenden Buch „Zurück zu den Sternen“ fort. Denn er konnte vor Ort in Costa Rica das Rätsel der Steinkugeln auch nicht lösen, wie er schreibt. Trotz seiner erkennbaren Begeisterung für dieses Mysterium, halfen auch Forscher vor Ort nicht bei der Entzauberung. Dennoch habe sich seine „Vermutung gefestigt, dass die prähistorischen Kugeln (…) in einem ursächlichen Zusammenhang mit dem Besuch fremder Intelligenzen stehen“. Und weiter schreibt er:

„(…) von Intelligenzen, die in einer Kugel auf unseren Planeten gelandet sind. Sie wussten bereits und hatten es erprobt, dass die Kugel die zweckmäßigste Form für interstellare Raumflüge ist.“

Kann man solche phantastischen Ideen mit Blick auf weltweite Kugeln am und vom Himmel wirklich ganz ausschließen?

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Erschienen sind im Einzelnen aus meiner Feder:

Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘: Auf der Suche nach dem Mythos vom ‚UFO-Flugplatz in Peru‘

Eine detaillierte Spuren- und Quellensuche, wie sich der anscheinend unauslöschbare Mythos von Nazca als „Flughafen für Außerirdische“ oder sogar „UFO-Raumfahrtzentrum“ entwickelte.

Denn in nahezu jeder Veröffentlichung – sei es online, im TV oder Print – zum Thema Nazca-Linien in Peru heißt es im Mainstream, dass „UFOlogen“, „Esoteriker“ oder „Phantasten“ in der Ebene von Nazca einen „UFO-Flugplatz“ sehen. „Landebahnen von Außerirdischen“. Dabei haben die meisten der Journalisten, Kritiker „Entlarver“ oder auch etablierten Archäologen und Reporter nie selber diese Thematik bzw. Behauptung recherchiert. So kommt es, dass seit Jahrzehnten „etablierte Medien“ unablässig diese Behauptungen weiter verbreiten. Ungeprüft und teilweise mit vollkommen falschen Aussagen und Unterstellungen, die hierbei sogar bis zu absichtlichen Falschaussagen und Lügen reichen.

Das zeigt dieses Buch in all seinen Facetten klar auf.

Eine Suche nach den unzähligen Mythen, die sich um den „UFO-Flughafen der Aliens“ von Nazca ranken, und die heute so gerne ungeprüft und verfälscht weiter in den Massenmedien verbreitet werden. Dabei reichen diese „Alien-Behauptungen“ rund um Nazca bis weit in die Vergangenheit. Zurück in Zeiten, als noch niemand über die Prä-Astronautik sprach, wie man sie heute unlängst kennt. Denn die Linien und Figuren von Nazca wurden mit zum Teil den irrwitzigsten Thesen als Werk von Außerirdischen bzw. Marsmenschen versucht zu erklären. Jahrzehnte bevor unter anderem Erich von Däniken die Ebene weltbekannt machte.

Lars A. Fischinger: "Nazca und der Flughafen der Außerirdischen"
Lars A. Fischinger: „Nazca und der Flughafen der Außerirdischen“

Zahlreiche heute unbekannte und seit vielen Jahrzehnten vergessene Quellen zeigen detailliert auf, wie genau sich der Mythos des Alien-Airport von Nazca entwickelte. Und regen rückblickend nicht selten zum Schmutzen an.

Inhalt:

  • Vorwort
    • Mythos Nazca
    • Nazca und der Mainstream
    • Der „UFO-Flughafen“
    • Astronauten aus dem All
    • Außerirdische „Götter“ in den Anden
    • Frühe Kritiker
    • Nazca, der Kalender und die UFOs
    • Von „Fliegenden Untertassen“ und Marsbewohnern     
    • Ein verschollener Ideengeber?
    • „Landmarken für Raumschiffe und Wesen, auf deren Rückkehr die Inkas warten“
    • „Sternenmenschen“
    • Ansturm auf Nazca und die Botschaft der Venusianer
    • Der Flughafen von Maria Reiche und „Marskanäle“
    • Noch mehr Kritiker und das Fernsehen
    • Ein Blick in das Internet
    • Kondor versus Landebahnen
    • Science-Fiction und die „Landung in den Anden“
  • Nachwort: Was bleibt vom „UFO-Flughafen“ in Peru?
  • Nachgedanken und die neuen Nazca-Projekte
  • Über den Autor
  • Quellen und Fußnoten

Lars A. Fischinger: „Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘: Auf der Suche nach dem Mythos vom ‚UFO-Flugplatz in Peru‘“

  • Ancient Mail Verlag 2020
  • Paperback / 11.9 x 1 x 18.8 cm
  • 180 Seiten inkl. ca. 20 Abbildungen und Fotos
  • ISBN-10 : 395652294X
  • Nur 14,90 Euro

Erschienen als Research Paper Nr. 2 der „Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI“ (A.A.S.)


Meine zweite Buchveröffentlichung erschien zeitgleich:

Globale Seefahrt vor Jahrtausenden: Hatten die frühen Hochkulturen weltweit Kenntnis voneinander?

Wann entdeckte wer zuerst Amerika? Wann begannen unsere Vorfahren die Weltmeere und Ozeane zu befahren und legte dabei weite Strecken zurück, bis sie andere Erdteile errichten?

Fragen, die schon seit sehr langer Zeit diskutiert werden und bei denen sich die Geister zum Teil enorm scheiden!Dass nicht erst Christoph Kolumbus 1492 die „Neue Welt“ entdeckte, gilt hingegen heute als gesichert. Ihm kamen – ganz offiziell – Wikinger aus Grönland rund 500 Jahre zuvor. Doch war es das? Ist damit die Entdeckungsgeschichte der amerikanischen Kontinente in Stein gemeißelt? Viele Forscher und Autoren widersprechen diesen heute belegten Tatsachen nicht. Sie verweisen vielmehr darauf, dass auch schon Seefahrer der Antike und sogar Steinzeit die Meere befuhren und zum Teil bis Amerika kamen.

Die Hochseefahrt begann sehr viel früher, als allgemein angenommen wird, so argumentieren diese „alternativen Historiker“. Sie sind sicher, dass schon Jahrhunderte und Jahrtausende vor Kolumbus Seefahrer nach Amerika fuhren. Hier sprach man früher sehr gerne von Bewohnern von Atlantis. Heute eher von einer „Ur-Kultur“, einer verschwunden Zivilisation.

Aber auch andere Abenteurer der Meere oder schlicht Schiffbrüchige sollen bereits den Weg über die Ozeane gefunden haben. Darauf lassen archäologische Funde, Spuren und Mythologien schließen, die immer wieder in die Diskussion eingebracht werden. Sie alle sind umstritten – aber deshalb nicht weniger spannend. Und neuste Forschungen zeigen zudem, dass bereits vor 130.000 Jahren Menschen sehr weitere Strecken über das Meer zurücklegen konnten. Lange bevor es irgendwo auf der Welt sesshafte Zivilisationen oder Kulturen gab. Selbst Seefahrten über den Pazifik, wie sie Thor Heyerdahl vor allem ab 1947 annahm und dafür nur Spott erntete, gelten heute dank DNA-Untersuchungen als beweisen.

Das neue Buch von Lars A. Fischinger: “Globale Seefahrt vor Jahrtausenden”
Lars A. Fischinger: “Globale Seefahrt vor Jahrtausenden”

Inzwischen füllen Bücher und Publikationen zu diesen Themen ganzen Bibliotheken. Eine ständig wachsende Anzahl von Veröffentlichungen, in denen die Autoren die Besiedlung Amerikas oder die Geschichte der ersten Seefahrer „umschreiben“ wollen. In diesem Buch  sollen die wichtigsten Thesen, Funde, Hinweise und Überlegungen dazu zusammengefasst werden. Eine Arbeit, indem die klassischen Argumente und Indizien ebenso vorgestellt werden, wie die neusten Entdeckungen zu diesen Fragen.

Inhalt:

  • Vorwort
    • Teil II: Seefahrt in der Antike?
    • Teil III: Biblischen Mythen in Amerika?
    • Teil IV: Eindeutige Parallelen und Hinweise?
    • Teil V: Hochseefahrt vor 130.000 Jahren?
  • Nachwort
  • Hinweis
  • Abbildungen und Fußnoten

Lars A. Fischinger: „Globale Seefahrt vor Jahrtausenden: Hatten die frühen Hochkulturen weltweit Kenntnis voneinander?“

  • Independently published 2020
  • Paperback / 12.7 x 0.51 x 20.32 cm
  • ca. 88 Seiten inkl. 28 Abbildungen und Fotos
  • ISBN-13 : 979-8563901544
  • Nur 5,50 Euro

Erschienen als Printausgabe und als günstiges E-Book für nur 2,99 Euro!


Meine dritte Veröffentlichung im November erschien auf vielfachen Wunsch der letzten Jahre, da das Buch bisher in dieser Form nur als E-Book erhältlich war. Jetzt ist es überall als Paperback zu bekommen.

Der Tod – Irrtum der Menschheit: PSI-Phänomene, Nah-Tod-Erfahrungen, UFOs und das Leben nach dem Leben: Hängt alles mit allem zusammen?

Kommunikation mit Überwelten, Multiversen, Todesvorstellungen in aller Welt, Nah-Tod-Erfahrungen, Botschaften aus dem Jenseits, Erlebnisse außerhalb von Zeit und Raum, PSI-Erscheinungen, UFO-Phänomene, Leben nach dem Tod, Reinkarnation, Geister …

Sind alle diese „Para-Phänomene“ der Grenzwissenschaft unabhängig von einander zu betrachten? Oder hängen diese alle miteinander zusammen?

„JA! – alles hängt mit allem zusammen!“ – vermutet der bekannte Mystery-Autor Lars A. Fischinger und zeigt in „Der Tod – Irrtum der Menschheit“ auf, dass die Welt des Unerklärlichen wesentlich komplexer und auch vernetzter ist, als es bei oberflächlicher Betrachtung den Anschein zu haben scheint.

Zwischen all diesen „Phänomenen“ gibt es Parallelen, Schnittpunkte und Zusammenhänge – aber auch bisher nicht zu deutende Fragen und Widersprüche. Widersprüche, die zumindest wir Menschen heute noch nicht verstehen.

Etwa, ob „Außerirdische in Raumschiffen“ (UFOs) tatsächlich das sind, als was sie im Allgemeinen meistens angenommen werden…und warum diese Phänomene dann mit dem mutmaßlichen „Leben nach dem Tode“ zusammenhängen könnten.
Oder auch, warum der Glaube an eine Wiedergeburt (Reinkarnation) offenbar dem Glauben an ein Leben im „Jenseits“ nach dem Tod widerspricht.

„Freuen Sie sich auf Ihren Tod?“, fragt dieses Buch provokant.

Lars A. Fischinger: "Der TOD: Irrtum der Menschheit?" - Cover der Printausgabe, November 2020
Lars A. Fischinger: „Der TOD: Irrtum der Menschheit?“

Nach der Lektüre dieses Buches werden Sie nicht nur die Welt der Grenzwissenschaft mit anderen Augen sehen, sondern auch die Welt und das Leben überhaupt. Wir wissen – nichts! Bis wir selber sterben …

Inhalt:

  • Auftakt
  • Vorwort des Autors: Freuen Sie sich auf ihren Tod?
    • Teil 1 – Der Tod
    • Teil 2 – Dem Tod ein Schnippchen geschlagen: Nah-Tod-Erfahrungen
    • Teil 3 – Zeichen und Einflüsse von der „anderen Seite“?
    • Teil 4 – Transkommunikation: Wenn das „Jenseits“ anruft
    • Teil 5 – PSI-Phänomene jenseits von Raum und Zeit
    • Teil 6 – UFOs, PSI und Nah-Tod-Erlebnisse: Hängt alles mit allem zusammen?
    • Teil 7 – Anhang
  • Nachwort des Autors: Ich bin dann mal tot – ein Multiversum voller Überwelten?
  • Klassische Einwände zur Realität von Nah-Tod-Erfahrungen und deren Kontra
  • Zusätzliche Literaturauswahl
  • Glossar
  • Zum Autor
  • Fußnoten und Quellen

Lars A. Fischinger: Der TOD: Irrtum der Menschheit?: PSI-Phänomene, Nah-Tod-Erfahrungen, UFOs und das Leben nach dem Leben

  • Independently published 2020
  • Paperback / 13.97 x 3.58 x 21.59 cm
  • ca. 620 Seiten
  • ISBN-13 : 978-1520102993
  • Nur 18,50 Euro

Erschienen jetzt als Printausgabe und weiterhin als günstiges E-Book für nur 9,99 Euro erhältlich!

Auch außerhalb von amazon Kindle!

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

 
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Neue DNA-Studie veröffentlicht: Genetiker auf den Spuren versunkener Anden-Kulturen in Südamerika

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Genetiker auf den Spuren versunkener Anden-Kulturen in Südamerika: Neue DNA-Studie veröffentlicht (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Genetiker auf den Spuren versunkener Anden-Kulturen in Südamerika: Neue DNA-Studie veröffentlicht (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Der Ursprung und die Vermischung der zahlreichen Völker und Kulturen im Raum der Anden in Südamerika ist bis heute noch in vielen Teilen unbekannt. Mangels schriftlicher Aufzeichnen dieser ist die Forschung hier fast ausschließlich auf archäologische Befunde angewiesen. Helfen könnte hier die Genetik. So hat es in der Vergangenheit bereits einige genetische Untersuchungen dazu in der Anden-Region gegeben. Jetzt aber hat ein internationales Team von Forschern die bisher umfangreichste DNA-Untersuchung der Ur-Bevölkerung der Anden veröffentlicht. Genetisches Material von Nord-Peru bis hinunter nach Argentinien wurde ausgewertet, das aus der Zeit vor der Ankunft der Europäer in Südamerika stammt. Damit also „reine DNA“ der präkolumbianischen Einwohner lieferte. Was die Untersuchungen ergaben und welche Fragen sich daraus für die Zukunft ergeben, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Die Rätsel der Anden

Woher kamen die einzelnen Völker und Kulturen in Südamerika, speziell im Gebiet der Anden an der Westküste des Kontinentes? Wie entwickelten und wanderten Angehörige der zahlreichen dort versunkenen Kulturen vor Jahrtausenden? Und wie verlief die Migration untereinander?

Genau solche und ähnliche Fragen versuchen Nicht nur Archäologen seit langer Zeit zu ergründen.

Auch Gen-Untersuchungen der heutigen und früheren Bevölkerung dienten den Wissenschaftlern immer wieder als Instrument der Forschung. Was sich in den letzten Jahren immer wieder als problematisch herausstellt, da durch die spanische Eroberung der Anden-Region im 16. und 17. Jahrhundert die lokalen Bevölkerungen mit den Europäern vermischten. Oder durch eingeschleppte Krankheiten gleich ganz ausstarben.

Jetzt hat internationales Forscherteam die Ergebnisse am 7. Mai in einer neuen DNA-Untersuchung veröffentlicht, die zur Klärung genau dieser Fragen in erheblichem Maß beiträgt. So die Überzeugung der beteiligten Experten aus Archäologie und Genforschung. Denn die größte bisher durchgeführte Untersuchung dieser Art konzentrierte sich auf genetisches Material, das aus präkolumbianischer Zeit aus der gesamten Andenregion stammt. Menschliche Überreste von Personen, die vor der Ankunft der Europäer in der Anden-Region lebten.

DNA der Ureinwohner der Anden

Das Team unter Leitung der „Harvard Medical School“ (HMS) und der Universität von Kalifornien analysierte dazu das Gen-Material von 89 Menschen, die in einem Zeitraum von vor 9.000 bis 500 Jahren lebten und starben. Gewonnen bei Ausgrabungen von Anden-Völkern von Nord-Peru bis hinunter nach Chile und Argentinien. Dabei wurde nicht nur bereits früher gewonnene DNA genutzt, sondern insgesamt 64 Proben mit einem Alter von 500 bis ca. 4.500 Jahre neu sequenziert.

Erstmals seien dabei auch Anden-Völker berücksichtigt worden, die bisher nicht genetisch umfassend beachtet wurden. Etwa jene von Tiahuanaco, Nazca oder den Moche. Der Hauptautor der Studie, Nathan Nakatsuka von der „Harvard Medical School“, nannte deshalb die Untersuchung „ein faszinierendes und einzigartiges Projekt“. Und Professor Lars Fehren-Schmitz der Universität Kalifornien ergänzt:

Es ist die erste detaillierte Studie zur Andenpopulationsgeschichte, die von vorkolonialen Genomen mit weitreichender zeitlicher und geografischer Abdeckung geprägt ist.

Stolz sind die beteiligten Wissenschaftler vor allem auch deshalb, da sich bisherigen genetische Studien dieser Art vor allem auf Europa und West-Asien konzentrierten (s. a. Video HIER). Die Entwicklung und Wanderung der Anden-Kulturen war hier eher ein weißer Fleck auf der genetischen Landkarte. Mangels schriftlicher Aufzeichnungen in Südamerika war man hier bisher auf archäologische Grabungen und entsprechende Funde angewiesen. Dazu kam die Vermischung mit den europäischen Eroberern:

In den Anden war die Rekonstruktion der Bevölkerungsgeschichte auf der Grundlage der DNA-Analyse heutiger Menschen eine Herausforderung, da sich seit dem Kontakt mit Europäern so viele demografische Veränderungen vollzogen haben. Mit alten DNA-Daten können wir eine detaillierte Rekonstruktion der Bewegungen von Menschen durchführen und wie diese sich auf Änderungen beziehen, die aus den archäologischen Aufzeichnungen bekannt sind.“

So Genetik-Professor David Reich vom Blavatnik-Institut der HMS.

Friedliche „Übernahmen“?

Nach den Ergebnissen dieser umfassenden Untersuchungen habe es bis vor 5.800 Jahren in den Anden verschiedene genetische Populationen. Sie entwickelten sich mehr oder weniger autark, bis dann zu diesem Zeitpunkt eine genetische Vermischung einsetzte. Sie dauerte 2.000 Jahre. Diese Wanderbewegungen reichten bis in das Gebiet des Amazonas du sogar von Nord-Peru bis in die südlichen Anden im, heutigen Argentinien. Fehren-Schmitz deutet dies als starkes Indiz, dass im Imperium der Inka ganze Personengruppen umgesiedelt wurden:

„Dies könnte als genetischer Beweis für die Umsiedlung von Personen unter Inka-Herrschaft angesehen werden, eine Praxis, die wir aus ethnohistorischen, historischen und archäologischen Quellen kennen.“

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Warum aber „genau diese Migrationen stattgefunden haben“ müssen zukünftige Untersuchungen zeigen, so Nakatsuka. Er verweist auch darauf, dass verschiedene Kulturen oder Völker dort offenbar nicht durch den Einfall anderer Gruppen untergingen. Für deren Aufstieg oder Untergang muss es andere Gründe geben:

Zu unserer Überraschung beobachteten wir während des Aufstiegs und Niedergangs vieler großer Andenkulturen wie Moche, Wari und Nasca eine starke genetische Kontinuität.

Unsere Ergebnisse legen nahe, dass der Fall dieser Kulturen nicht auf eine massive Migration in die Region zurückzuführen ist, z. B. durch eine eindringende Streitmacht, ein Szenario, das in einigen anderen Regionen der Welt dokumentiert wurde.“

Die legendären Stadt Tiahuanaco hoch in den Anden von Bolivien unweit des Titicaca -Sees scheint eine Ausnahme gewesen zu sein, so die Forscher. Hier scheinen Menschen unterschiedlichster Herkunft nebeneinander gelebt haben. Ähnlich, wie wir es „heute in Orten wie New York City und anderen Großstädten sehen“, so Nakatsuka.

Chachapoya – die rätselhaften „Wolkenmenschen“

Insgesamt entstammt das untersuchte Gen-Material von 22 verschiedenen Volksgruppen und Kulturen der Region. Nur eine Auswahl angesichts der Vielzahl von Völkern in Südamerika. Was in der Studie auffällt ist, was nicht in ihr steht. Und zwar scheinen die Wissenschaftler keine DNA-Untersuchungen der Chachapoya vorgenommen zu haben.

Jenem seltsamen Volk im Norden von Peru, dass die Inka „Wolkenmenschen“ oder „Nebelkrieger“ nannten, und deren kultureller Beginn noch weitestgehend unklar ist. Irgendwann zwischen 400 und 500 nach Christus sei die Chachapoya-Kultur entstanden, vermuten die Anden-Archäologen. Einige datierten sie 2.000 Jahre zurück.

Eine halbe Millionen Chachapoya lebten noch, als die mächtigen Inka etwa 1475 ihre Kultur unterwarfen. Das war bevor die Spanier in den Anden einfielen. Keine 20 Jahre nach der Ankunft der Eroberer dezimierten Krankheiten das Volk, so dass 1549 nur noch 90.000 von ihnen lebten. Von den „weißesten und schönsten Indianer Perus“, wie sie ein spanischer Chronist beschrieb, waren nur kurze Zeit später fast alle Tod.

Um genau dieses Volk aus den Bergen ranken sich aber zahlreiche Mythen. Denn, wie es vor allem der deutsche Autor und Kulturwissenschaften Hans Giffhorn zu belegen versucht, einige vermuten ihre Wurzel in Europa. Ihre Vorfahren waren nach diesen Thesen Kelten oder Seefahrer der Phönizier, die lange vor Kolumbus in Südamerika waren. Entlang der Flüsse des Amazonas zogen diese immer weiter in Richtung Westen, bis aus deren Nachfahren und indigenen Ureinwohnern die Kultur der Chachapoya in den Bergen von Peru erblühte.

Kelten lange vor Kolumbus in Südamerika?

Tatsächlich gibt es durchaus Parallelen zwischen den „weißen Indianern“ und der alten Welt Europa. Zum Beispiel in der Architektur ihrer Bauten. Selbst an Tuberkulose sollen Chachapoya bereits gestorben sein, bevor diese Krankheit überhaupt erst aus Europa nach Südamerika kam. Nachgewiesen sei das an entsprechenden Mumien und Verstorben der „Wolkenmenschen“.

So zumindest die Befürworter dieser These.

Es hat in der Vergangenheit einige genetische Untersuchungen an Überresten der Chachapoya gegeben. Befürworter der europäischen Abstammungsthese halten diese aber nicht für aussagekräftig genug, da es sich vor allem um Genmaterial handelt, das mütterlicherseits vererbt wird. Die mutmaßlichen Einwanderer aus West-Europa waren aber Männer, da solche „Expeditionen“ in der Vergangenheit immer von Männern durchgeführt wurde. Argumentiert beispielsweise Giffhorn in seinen Veröffentlichungen (z. B. HIER).

Somit sollte bei zukünftigen genetischen Forschungsprojekten der jetzt veröffentlichten Art durchaus die Kultur der Chachapoya genauer in den Fokus gerückt werden.

Was übrigens in der Studie vollkommen fehlt – und wohl niemanden wirklich wundern wird! – sind Gen-Analysen und –Vergleiche der angeblichen „Alien-Mumien aus Peru“ aus dem Gebiet Nazca. Jene ominösen Funde, über die auf diesem Blog und meinem YouTube-Kanal bereits vielfach beichtet wurde. Denn genetisches Material der präkolumbianischen Bevölkerung von Nazca wurde natürlich ebenso untersucht …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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„Pioniere der Meere“: Kongress über die frühen Anfänge der Seefahrt im November 2019 im Galileo-Park – Alle Infos hier

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"Pioniere der Meere": Kongress über die frühen Anfänge der Seefahrt 2019 (Bilder: Silberfalke.media & Galileo-Park)
„Pioniere der Meere“: Kongress über die frühen Anfänge der Seefahrt 2019 (Bilder: Silberfalke.media & Galileo-Park)

Wann begannen die Menschen die Meere und Ozeane systematisch und geplant für die Seefahrt zu nutzen? Neue Forschungen und Expeditionen zeigen, dass dies viel früher geschah und auch viel intensiver war, als bisher von der etablierten Geschichtsschreibung vermutet wurde. Hierbei reichen die älteste Hinweise bis in die Epoche der letzten Eiszeit zurück. Mindestens. Pioniere der Meere, wie Thor Heyerdahl, aber auch Tim Severin und Dominique Görlitz zeigen, dass vorzeitliche Seefahrer zu fernen Ufern aufbrachen, um Völker und Länder miteinander zu verbinden. Aus diesem Grund veranstalten der Galileo-Park in Lennestadt und die ABORA-Projektgruppe am 23. November 2019 den Kongress „Pioniere der Meere“, auf dem die neustesten Ergebnisse aus der Entdeckergeschichte des Menschen  präsentiert werden sollen. In diesem Beitrag erfahrt Ihr dazu alle Details und weitere Tipps zur kommenden Veranstaltung auf den Spuren unserer unbekannten Vergangenheit.


Seefahrt in der Vorzeit

Jeder weiß, dass die ‚Anfänge der Zivilisation‘ im Osten des Mittelmeers, im Vorderen Orient liegen. Aber nicht gleich von Beginn war das Meer dafür verantwortlich – Jahrtausende lang blieb es leer, öder als selbst die Wüste, ein Hindernis und nicht eine Verbindung zwischen den Menschen, obschon diese sehr früh an seinen Gestaden lebten…

Diese Worte des französischen Historikers Fernand Braudel drücken die Meinungen vieler Wissenschaftler über die frühe Seefahrt und deren Bedeutung für die Entstehungen der ältesten Hochkulturen aus: Der prähistorische Mensch war kein Seefahrer.

Er hatte Furcht, keine besonderen technischen Fertigkeiten und erst recht keine Erfahrung mit der Befahrung der Ozeane. Nach Ansicht vieler Wissenschaftler muss diese Menschenleere auf den Meeren über Zehntausende von Jahren angehalten haben, bis der Mensch mit dem Beginn unserer Zivilisation vor 5.000 Jahren plötzlich gelernt hatte, steuerbare Schiffe zu bauen, um die öde Wasserwüste erfolgreich zu überwinden.

Neue Forschungen und Expeditionen zeigen jedoch heute auf, dass die Seefahrt viel früher entstand und auch viel intensiver war. Älteste Hinweise stammen aus Nordspanien, welche bis vor die letzte Eiszeit zurückreichen. Außerdem belegen neue DNA-Sequenzierungen, dass im Zuge dieser maritimen Wanderungen auch domestizierte Pflanzen und Tiere verschleppt wurden. Aus diesem Grund veranstalten der Galileo-Park in Lennestadt und die ABORA-Projektgruppe den Mystery Kongress, um neuste Ergebnisse aus der Entdeckergeschichte des Menschen zu präsentieren.

Pioniere der Meere, wie Thor Heyerdahl, aber auch Tim Severin und Dominique Görlitz zeigen, dass vorzeitliche Seefahrer zu fernen Ufern aufbrachen, um Völker und Länder miteinander zu verbinden. Die Vorträge sollen dieses spannende Thema aufgreifen, um angesichts der anstehenden neuen Expedition ABORA IV über das Schwarze Meer das Abenteuer Seefahrt zu dokumentieren.

Programm am 23. November 2019

(Änderungen vorbehalten)

9:30 Uhr: Einlass in den Galileo-Park

10:00 Uhr: Dr. Dominique Görlitz, Experimentalarchäologe: Die Argonauten der Steinzeit (s. a. HIER)

11:00 Uhr: Prof. Dr. Frank Müller-Römer, Ägyptologe: Handelsschifffahrt in der Bronzezeit im Mittelalter

12:00 Uhr: Prof. Dr. Manfred Buchroithner, Kartographiehistoriker: Weltkarten aus der Antike?

12:45 – 14:00 Uhr: Mittagspause

14:00 Uhr: Andreas Otte, Privatforscher: Das Rätsel der südamerikanischen Chachapoya-Kultur – ihr Ursprung im antiken Spanien

15:00 Uhr: Prof. Dr. Havva İşkan, Archäologin: Über die Geschichte und Bedeutung des antiken Patara

16:00 – 17:00 Uhr: Pause

17:00 – 18:00 Uhr: Podiumsdiskussion mit den Referenten

Ab ca. 19:00 Uhr: Gemeinsames Zusammensein im Tagungshotel „Schweinsberg“ (s. unten).

Details und Veranstaltungsort

Termin:

23. November 2019, 10 bis 18 Uhr

Veranstaltungsort:

GALILEO-PARK
Sauerland-Pyramiden 4-7
57368 Lennestadt-Meggen
Telefon: 02723-8080
Fax: 02723-808180
E-Mail: Info@Galileo-Park.de
Webseite: www.Galileo-Park.de

Der gesamte Park ist barrierefrei.

Weitere Info auch HIER.

Karten:

Tickets: 25 Euro – erhältlich im Online-Shop des Galileo-Park HIER.

Tipps:

Sofern Ihr in Lennestadt übernachten wollt, ist das “Hotel Schweinsberg” sehr zu empfehlen:

Hotel und Restaurant Schweinsberg
Fredeburger Straße 23
57368 Lennestadt–Langenei
Telefon 02723–80990
Telefax 02723– 809964
E-Mail: hotel.schweinsberg@t-online.de
Webseite: hotel-schweinsberg.de

Dort werden sich die meisten Kongressteilnehmer treffen und übernachten.

Derzeit befinden sich im Galileo-Park Ausstellungen rund um Themen wie 50 Jahre Mondlandung, Raumfahrt und Zukunft der Raumfahrt, Außerirdische und Leben im All sowie die Faszination Universum. Der Besuch der Ausstellungen und Attraktionen ist für die Kongressteilnehmer kostenlos.

Details zu den Ausstellungen erfahrt Ihr in diesem Beitrag HIER auf diesem Blog. Ebenso in diesem YouTube-Video HIER, das ich während eines Besuches der aktuellen Ausstellungen kürzlich für Euch gemacht habe. Auf diesem Blog und meinem YouTube-Channel findet Ihr zum Beispiel HIER und HIER weitere Artikel, Videos und Postings zum Thema.

 

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Seefahrt in der Vorzeit – „ABORA IV“ zurück in sicheren Hafen: Radiointerview mit dem Experimentalarchäologen Dominique Görlitz (+ Video)

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Seefahrt in der Vorzeit - ABORA IV zurück in sicheren Hafen: Radiointerview mit dem Experimentalarchäologen Dominique Görlitz (Bild: D. Görlitz)
Seefahrt in der Vorzeit – „ABORA IV“ zurück in sicheren Hafen: Radiointerview mit dem Experimentalarchäologen Dominique Görlitz (Bild: D. Görlitz)

Gab es bereits vor Jahrtausenden Hochseefahrt und damit auch Handel weit über die Meere hinweg? Darüber streiten sich die Experten bis heute. Einer der seit rund 30 Jahren diese Möglichkeit praktisch belegen will, ist der Experimentalarchäologe Dr. Dominique Görlitz. Ein „Seefahrthistoriker“, der mit Nachbauten altertümlicher Boote die Weltmeere befährt, um so die Möglichkeit eines internationalen Seehandels praktisch zu untermauern. Er und seine Crew haben jetzt mit dem Papyrus-Boot „Abora IV“ erfolgreich ein weiteres Experiment nach rund einem Monat abgeschlossen. Damit wurde gezeigt, dass bereits im Altertum ein Seehandel zwischen dem Schwarzen Meer und Ägypten technisch tatsächlich möglich war. Alles dazu erfahrt Ihr in diesem Beitrag sowie in einem Radiointerview mit dem „Abora IV-Skipper“ Görlitz.


Seefahrt in der Vorzeit

Archäologen und Historiker sind sich sicher, dass es bereits in der Steinzeit Seefahrt gab. Zahlreiche Funde und Hinweise sprechen dafür. Doch uneins ist man sich darüber, wie genau diese Seefahrt aussah und wie weit unsere Ahnen mit ihren Schiffen und Booten die Meere befuhren.

Gab es bereits vor Jahrtausenden Hochseefahrt und damit auch Handel weit über die Meere hinweg? Darüber streiten sich die Experten bis heute. Obwohl es auch dafür klare archäologische Hinweise gibt.

Einer der diese Möglichkeit praktisch belegen will, ist der Experimentalarchäologe Dr. Dominique Görlitz. Seit rund 30 Jahren führt Görlitz deshalb Versuche mit Booten bzw. Schiffen durch, mit denen er verschiedene Routen der Meere befährt. Sehr ähnlich wie es bereits der berühmte Thor Heyerdahl mit verschiedenen Bootstypten tat. In „Heyerdahls Fahrwasser“ versucht auch Görlitz durch praktische Experimente und Versuche zu beweisen, dass ein Hochseehandel und damit Schifffahrt in der Vorzeit sehr wohl möglich war.

Jetzt hat Görlitz ein weiteres Experiment dieser Art erfolgreich beenden können. Seine Fahrt mit der „Abora IV“, die ihn und sein Team aus dem Schwarzen Meer durch die Ägais bis an die Südwestküste der Türkei führte. Insgesamt eine Seereise von rund 1.800 Kilometern, die am 16. August in Varna startete. Das Ziel dieser Expedition war klar umrissen. Dazu heißt es auf der Webseite von „Abora“ unter anderem:

Das Ziel der Reise besteht im Test der Hypothese, dass es einst uralte Handelsreise zwischen dem Schwarzen und Mittelmeer gab. Aus diesem Grund wollen wir auch nicht unendlich weit Segeln, sondern demonstrieren, dass eine Fahrt über das schwierige Schwarze und Marmarameer möglich war. Wie weit wir letztlich kommen ist deshalb nicht so wichtig. Vielmehr wollen wir ozeanographische Daten mit den archäologischen in Übereinstimmung bringen, damit wir die wenig erforschten Handelskontakte später besser rekonstruieren können.“

Die Zukunft von „Abora IV“

Nach rund einem Monat Fahrt und trotz schlechten Verhältnissen erreichte die „Abora IV“ mit ihrer Crew am 19. September sicher ihren Zielhafen Kas in der Türkei. Hier wurde das Papyrus-Boot inzwischen demontiert und an Land gebracht.

Es soll später in der antiken Stadt Patara im Rahmen einer Ausstellung den „letzten Hafen“ finden. In Zusammenarbeit mit dem Türkischen Ministerium für Altertümer, denn Patara war schon in der Bronzezeit ein wichtiges Handeszentrum im östlichen Mittelmeer. Nach Dominique Görlitz habe das Experiment „Abora IV“ klar aufgezeigt, dass sehr wohl ein Seehandel zwischen den Küsten des Schwarzen Meeres bis nach Ägypten möglich war. Und zwar zu einer Zeit, in der die meisten Geschichtsforscher unseren Ahnen eigentlich in dieser Region nur einen Handel über Land zugestehen.

Wie Görlitz in einem aktuellen Radiointerview mit dem MDR erklärte, sind rund um „Abora IV“ weitere Projekte geplant. So etwa in Zusammenarbeit mit internationalen Archäologen Ausstellungen in der berühmten „Kupferstadt“ Stolberg im Erzgebirge. Sie sollen darlegen, dass bereits unsere Vorfahren in einer globalisierten Welt des Handels lebten. Auch und vor allem über die Meere hinweg.

Das Radiointerview mit Dr. Dominique Görlitz findet Ihr HIER online.

Video-Interview mit Dominik Görlitz

YouTube-Video vom 4. Mai 2016 auf Fischinger-Online

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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