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Bald ist der Weltuntergang, sagen angeblich die Maya! Was wir aus dem 2012-Märchen lernen können oder sollten. Neues Video auf YouTube.

Bald kommt der Weltuntergang: Was wir aus den Märchen um den 21. Dezember 2012 lernen können! (Bild: gemeinfrei / NASA / Montage: L. A. Fischinger)
Bald kommt der Weltuntergang: Was wir aus den Märchen um den 21. Dezember 2012 lernen können! (Bild: gemeinfrei / NASA / Montage: L. A. Fischinger)

In vier Wochen geht die Welt unter. Das behaupten… ja – nicht die Maya, das behaupten die Medien und einige verrückte 2012-Propheten. Ihr als treuer Zuschauer meines Video-Channel bei YouTube und Leser dieses BLOG wisst das. Eben ein Tag wie jeder andere wird es sein. Aber was können wir eigentlich aus dem Hype um 2012 & Co. lernen? Dazu ein neues Video auf meinem Kanal des Unfassbaren.

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Seltsames Märchen aus Russland: “Elena, die Weise” und ihr feuriger Himmelswagen im Reich des Zaren (Artikel)

Seltsames Volksmärchen aus Russland: Ein feuriger Wagen am Himmel über dem Zarenreich (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Seltsames Volksmärchen aus Russland: Ein feuriger Wagen am Himmel über dem Zarenreich (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

In Mythen, Märchen, sagen und alten religiösen Überlieferungen und Schriften findet sich so manch eine seltsame Geschichte. Erzählungen von fremden Kreaturen, himmlischen Wesen, anderen Welten und sogar fliegenden Wagen dieser unbekannten Lebewesen. Allen gemein ist, dass sie nicht von der Erde kommen bzw. in einer anderen Welt leben. Von dort besuchen und kontaktieren sie dann und wann Menschen, oder nehmen sie sogar mit in “ihre Welt“. Ein weites und nicht immer ganz einfaches Betätigungsfeld für die moderne Deutung solcher Berichte im Sinne der Prä-Astronautik. So wie bei einem rätselhaften russischen Volksmärchen, dass in diesem Blog-Artikel einmal genauer hinterfragt werden soll. Ein Märchen mit fliegenden Wagen, Lehrmeistern aus dem Himmel und offenbar Elementen aus uralten Überlieferungen der Menschheit, wie Ihr es hier lesen werdet.


Sind Märchen keine Märchen?

Märchen und Sagen sind Erzählungen, die zeitlich nicht greifbar sind. Meistens, aber nicht immer, lassen sie sich nicht datieren oder in irgendeine genaue Epoche einordnen. Lokalisieren, also wo genau sich eine solche Erzählung zugetragen haben soll, ist in den meisten Fälle auch nicht möglich.

Sie stammen „irgendwie aus dem Mittelalter“ ist die wohl gängigste Deutung über deren Herkunft. Vielleicht erweitert durch den Umstand, dass Sagen und Märchen in ihren Kernen auf vorchristliche Mythen und Überlieferungen zurückgehen. Sie wurden mündlich weitergetragen, in verschiedenen Gebieten in Variationen weitererzählt und vor allem mit christlichem Gedankengut vermischt.

Gerade diese Tatsachen machen Märchen für viele Menschen so interessant.

Ein ganzer Zweig an Wissenschaftlern widmet sich heute der Märchen-Forschung. Nicht nur den klassischen Erzählungen, die heute jeder mit diesem Thema assoziiert, sondern auch du vor allem unbekannte Sagen. Und solche gibt aus allen Kulturen und in allen Teilen der Erde unzählige. Uralte Religionen, sogenannter „Volksglaube“, Aberglaube und mythologisches Gedankengut aus Zeiten, bevor das Christentum in aller Welt Fuß fasste  sind in ihnen zu finden. Natürlich auch Einflüsse anderer Religionen und Weltanschauungen.

Wie sollen in diesem Schmelztiegel der Einflüsse der Märchen-Forscher die wahren Ursachen ergründen? Daran sieht man deutlich, dass auch der Mystery-Jäger, UFO-Forscher oder Prä-Astronautiker an dieser Art Überlieferung zu knacken hat. Denn schon seit Jahrzehnten sind auch Sagen und Märchen in deren Fokus gerückt. Auch hier vermuten entsprechende Forscher und Autoren „außerirdische Einflüsse“ vor Jahrtausenden.

“Elena, die Weise” vom Himmel

Es müssen aber nicht immer Jahrtausende gewesen sein. Denn ein Volksmärchen aus Russland spielt laut eigener Angabe in der Zarenzeit. Wann genau erfahren wir nicht, aber bekanntlich ist die Zeit des letzten Zaren Russlands gerade mal seit 1917 vorbei.

Um genau zu sein: Die Bezeichnung „Zar“ für den Herrscher von Russland wurde 1478 eingeführt. Doch bereits 1721 wurde dieser Titel durch die Reformationen von Peter dem Großen offiziell in „Kaiser“ unbenannt. Auch wenn bis zum Ende des legendären Herrschers Kaiser Nikolaus II. im Juli 1918 weiterhin die Bezeichnung „Zar“ gebräuchlich war.

Eine geschichtlich sehr bekannte und gut dokumentierte Epoche. Und genau in jenen Tagen „in der ganz alten Zeit, in einem Land, nicht in unserem Reiche“, soll ein Soldat es Zaren etwas Unglaubliches erlebt habe. So zumindest eine von dem russischen Märchen-Forscher Alexander Nikolajewitsch Afanassjew aufgezeichnete Erzählung aus seiner Heimat. Der „russische Grimm“, wie man ihn auch liebevoll nennt, zeichnete sie in seinen acht Bänden „Narodnye russkije skaski“ zwischen 1855 und 1863 auf.

„Jelena, die Allweise“, oder, nach einer zweiten Version von Afanassjew von 1910, „Elene, die Weise“, klingt dabei erst mal wenig verräterisch. Und so beginnt dieses Märchen auch wenig „spektakulär“. Es heißt darin, dass „ein Soldat vor einem steinernen Turme Wache stehen“ musste und plötzlich jemand nach ihm rief. Dieser jemand stellte sich ganz unverhohlen als „ich bin es, der böse Geist“ bei dem Wächter vor. Der Soldat soll ihn rauslassen, da er schon 30 Jahre ohne Nahrung und Wasser eingesperrt sei. Als Dank würde „das Böse“ dem Wachhabenden immer zur Hilfe eilen, sobald dieser in Not sei.

Freiheit für “das Böse”

Der Soldat war von diesen Worten schnell überzeugt. Er ließ den Bösewicht frei:

Der Böse flog aus dem Turme heraus, schwang sich in die Höhe und verschwand schneller als der Blitz.“

Umgehend bereute der Wächter sein Tun. Zehn Jahre habe er nun dem Zaren bereits gedient, habe immer Nahrung gehabt und sei immer zufrieden gewesen. Jetzt aber droht ihm das Kriegsgericht für seine dumme Tat. Also warf er sein Gewehr und Rucksack weg und floh in die Fremde. Drei Tage lief er „immer der Nase nach“ davon und fürchtete, dass er nun bald den Hungertod sterben werde. „Ach, böser Geist, an all dem bist du schuld“, klagte er vor sich hin.

Wie aus dem Nichts stand daraufhin der böse Geist vor ihm. Wie versprochen werde er seinem Befreier helfen, und so „brachte allerhand Weine und Speisen herbei“. Bis der Soldat satt war und der „Böse“ einen interessanten Vorschlag hatte:

‘Komm mit in mein Haus, dort wirst du ein sehr freies Leben haben. Essen, trinken und faul sein kannst du so viel dein Herz begehrt; nur musst du auf meine Töchter aufpassen, mehr verlange ich nicht von dir.‘

Der Soldat war einverstanden. Der Böse nahm ihn beim Arm, erhob sich mit ihm hoch, hoch in die Luft und trug ihn über dreimal neun Lande ins dreimal zehnte Reich in seinen weißsteinernen Palast.“

Hier traf der Soldat die drei wunderschönen Töchter des seltsamen Wesens. Ihnen wurde der Auftrag erteilt, „dem Soldaten zu gehorchen und ihm genügend zu essen und zu trinken zu geben“. Ihr Vater selber hatte nämlich anders zu erledigen:

Er selbst flog wieder fort, Schlechtigkeiten zu verüben, denn er war eben der Böse. Er kann nicht an einem Ort bleiben, er streift immer durch die Welt, verführt die Menschen und verleitet sie zur Sünde.“

Zauberei in der Nacht

Dem Neuankömmling in diesem Palast des „Bösen“ war die Abwesenheit des Vaters ganz Recht. Denn er lebte fortan unbekümmert in Saus und in Braus bei den drei schönen Töchtern und war alle Sorgen los. Fast alle Sorgen:

Nur eines bekümmerte ihn: jede Nacht gingen die Mädchen aus dem Hause und er wusste nicht wohin. Wenn er sie danach fragte, so sagten sie es ihm nicht, sondern leugneten alles ab.“

Wenn sie ihm nichts erzählen wollen, so dachte er sich daraufhin, dann spioniert er ihnen eben nach (s. z. B. Artikel HIER). So tat er eines Abends so, als würde er schlafen und schlich sich genau zu jener Stunde, in der die drei Töchter immer den Palast verließen, zu ihrem Gemach. Durch das Schlüsselloch sah er dann das Unglaubliche:

Die schönen Mädchen nahmen gerade einen Zauberteppich, breiteten ihn auf dem Fußboden aus, schlugen darauf und verwandelten sich in Tauben, flatterten auf und flogen zum Fenster hinaus.“

Ein solches Wunder wollte der Soldat selbstverständlich sofort selber ausprobieren!

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So ging er in das Zimmer, schlug selber auf den „Zauberteppich“ und verwandelte sich dadurch „in eine kleine Grasmücke“. Er war zwar nicht zu einer „Taube“ geworden, aber immerhin konnte er jetzt auch fliegen und den drei Mädchen heimlich nacheilen. So „flog er zum Fenster hinaus“ ihnen hinterher. Bis zu einer Wiese, die als Treffpunkt weiterer „Tauben“ diente, und auf der sich ein überaus seltsamer, leerer „Thron“ stand:

Die Tauben ließen sich auf einer grünen Wiese nieder und die Grasmücke auch. Der Soldat verbarg sich hinter den Blättern eines Johannisbeerstrauches und von dort schaute er hervor. Es kamen noch viele, viele Tauben geflogen und füllten die ganze Wiese, und in der Mitte von der Wiese stand ein goldener Thron.“

Der fliegende Wagen der himmlischen Lehrmeisterin

Es ging dort nicht nur zu, wie im sprichwörtlichen Taubenschlag, sondern die „Tauben“ warteten. Auf ihren himmlischen Lehrmeister, der (bzw. die) auch einige Zeit später mit einem Fluggerät landete:

Nach kurzer Weile erstrahlten Himmel und Erde, und durch die Luft kam ein goldener Wagen geflogen, der war mit sechs feurigen Drachen bespannt; darin saß Elena die Weise. Die war von so unbeschreiblicher Schönheit, dass man sie sich weder vorstellen, noch erfinden, noch im Märchen schildern kann. Sie stieg aus dem Wagen, setzte sich auf den Thron, rief dann die Tauben der Reihe nach auf und lehrte sie verschiedene Weisheiten. Als der Unterricht zu Ende war, sprang sie in ihren Wagen und fort war sie.

Jetzt erhoben alle Tauben ihre Flügel und flogen davon, jede nach ihrer Seite. Die Grasmücke folgte den drei Schwestern und war zu gleicher Zeit mit ihnen wieder in der Schlafkammer. Die Tauben verwandelten sich auf dem Teppich in Mädchen, die Grasmücke in den Soldaten.“

Tief beeindruckt gestand der Soldat direkt den Mädchen, dass er sie verfolgt und alles gesehen habe. Sie aber warnten ihn, dass er das niemals wieder tun solle. „Denn diese Königstochter, Elena die Weise, ist unsere mächtige Gebieterin“, und würde ihn töten. Hätte sie ihr „Zauberbuch“ bei dieser Begegnung bei sich gehabt, hätte sie den Soldaten „sofort erspäht und mit einem harten Tode bedroht“.

Solche eindringlichen Warnungen der drei Töchter des „Bösen“ interessierten den Soldaten nicht. Er war von der Schönheit dieser himmlischen Lehrmeisterin geradezu besessen. Also flog er in der Folgenacht erneut als „Grasmücke“ den Mädchen zur Wiese hinterher. Mehr noch, denn er hatte einen gewagten Plan. Nach der Unterweisung der „Tauben“ war es soweit:

Als Elena die Weise ihren goldenen Thron verließ, ihren Wagen bestieg und durch die Luft in ihren schönen Palast fuhr, flog die Grasmücke hinter ihr drein.

Die Königstochter fuhr in ihr Schloss und Wärterinnen und Ammen eilten ihr entgegen, ergriffen ihre Hände und führten sie ins Schloss.“

Mit List und Tücke

Hier gelang er als „Grasmücke“, „Vogel“ sowie als „Fliege“ mit List und wunderschönen Gesang in das Schlafgemach der Himmlischen. Doch er wurde erwischt, als er sie – jeweils zurückverwandelt als „wacker jungen Mann“ – mehrfach im Schlaf küsste. Da sie etwas ahnte, konnte sie ich mit ihrem „Zauberbuch“ entlarven. Das sollte sein Todesurteil werden: „Ein Riese mit Beil und Richtblock“ wurde gerufen!

Und doch bekam er eine Galgenfrist. Wenn er sich zehn Stunden von der Himmlischen mit ihrem wundersamen Buch verbergen könne, dann werde sie seine Frau. Andernfalls wird sie ihm den Kopf abschlagen lassen.

Natürlich gehört zu einem solchen Märchen ein Happy End. So war es auch hier, denn wieder half „der Böse“ dem Soldaten, als dieser traurig unter einem Strauch saß. Vor dem Zauber der Elena könne er sich nicht verstecken und der Tod sei ihm sicher, klagte er. Doch es kam dank der Hilfe des seltsamen „Bösen“ vollkommen anders. Mit Hilfe seiner Zauberkräfte verwandelte er ihn in eine Stecknadel und sich selbst in eine Maus und versteckte so den verwandelten Soldaten im magischen Buch selbst. Darin konnte sie ihn nicht finden. Erst als sie voller Zorn das Buch verbrennen wollte, fiel die „Nadel“ heraus und der Soldat hatte seine Schonfrist überstanden.

Der Hochzeit stand nun nichts mehr im Wege …

Urwissen der Menschheit in fremden Gewand?

Ein Märchen wie unzählige andere, könnte man auf dem ersten Blick meinen. Doch all jenen, die sich mit der Prä-Astronautik intensiv beschäftigt haben, werden darin bestimmte Motive bekannt vorkommen. Der Umstand, dass die drei Töchter sich verwandeln und dann fliegen konnten, um zu geheimen Treffen zu gelangen, ist dabei eher nebensächlich. Solche Aussagen sind Teil vieler derartiger Sagen und Märchen.

Viel spannender ist die Aussage, dass ein himmlisches Wesen mit einem Fluggerät geflogen kam, dabei den Himmel erleuchtete und inmitten der versammelten „Tauben“ landete. Sicher auf der Erde angekommen stieg die himmlische Lehrmeisterin aus, nahm auf dem Thron Platz und unterrichtete die Schar der „Tauben“ nach und nach in „verschiedenen Weisheiten“. Unter ihnen natürlich auch die drei Töchter des „bösen Geist“, der sich in der Erzählung allerdings alles andere als „das Böse“ zeigte.

Die Weise aus dem Himmel hatte natürlich auch ihre Heimat irgendwo in einer anderen Welt. In einem wunderschönen Schloss oder Palast, von wo aus sie sich regelmäßig zur Erde begab, um die „Tauben“ bzw. Menschen zu unterrichten.

Auch wenn sich dieses Märchen irgendwann in den Tagen eines Zaren ereignet haben soll, kann man hier uralte Mythologien erkennen. Etwa aus Mesopotamien und den späteren jüdischen Überlieferungen über die Rebellion der „Engel“ gegen ihren Höchsten (Gott). In der russischen Sage sind aber die Rollen vertauscht. Das heißt, dass hier eine Frau, die weise Elena, die Menschen Weisheit und Wissen lehrte. Weltweit finden sich in Mythen in diesem Kontext eher männliche Himmelswesen genannt. In der jüdischen Mythologie sind es sogar ausnahmslos Männer, die als Göttersöhne zu den Menschen kommen und ihnen Kenntnisse allerlei Art lehrten.

Spekulationen um die weise Elena

Die russische Erzählung nennt an einer Stelle die weise Elena mit ihrem fliegenden Wagen auch „Königstochter“. Möchte man dieses Märchen im Sinne eines prä-astronautischen Kerns aus uralter Zeit deuten, passt das durchaus ebenso. Denn damit war die Himmlische nicht die Höchste in ihrem fremden Reich, sondern ein Abkömmling davon. Selbst die Bibel nennt die Göttersöhne bzw. „Engel“, die den Menschen das Wissen (vor er Sintflut) gebracht haben sollen, so ähnlich:

Wohl habe ich gesagt: Ihr seid Götter, / ihr alle seid Söhne des Höchsten.“ (Ps. 82,6)

Am Ende des Märchens heiratet der Mensch das himmlische Wesen. Kein Einzelfall in der Märchenwelt, dass ein normaler Mensch eine Prinzessin oder einen Prinzen heiratet. Mit Blick auf die Mythologie des Nahen Ostens und weltweit kann man hier spekulieren, dass dies eine Erinnerung oder Anspielung an die Vereinigung der Söhne des Höchsten mit den Töchtern der Menschen ist. In einer umgedrehten Variation.

Spekulieren kann man viel – und nirgends wird mehr spekuliert und vermutet, wie in der Prä-Astronautik, wenn es um die Betrachtung alter Mythen, Sagen, Legenden und Märchen geht. Auch andere Variationen der Interpretation dieser Geschichte sind denkbar. Vorausgesetzt, davon ist überhaupt irgendwas wahr.

So ist der „Geist“ oder „das Böse“ schon von Anfang an seltsam. Der junge Soldat hat das Wesen – wenn wir es mal so nennen wollen – freigelassen, so dass es davonflog. Nicht jedoch um seinen Befreier vorher zu versichern, dass er fortan immer für ihn da sei, wenn er Hilfe benötigt. Daran hielt sich dieses Wesen auch mehrfach im Verlauf der Geschichte und letztlich hat der Soldat nur dem „Bösen“ zu verdanken, dass er seine weise Elena heiraten konnte.

Dieser „Geist“ war klar erkennbar kein einfacher und böser Mensch. Er konnte zaubern, wohnte in einem seltsamen Schloss, flog in der Welt umher und hatte drei ebenso sonderbare Töchter. Zumindest waren sie keine gewöhnlichen Mädchen, da sie einen „Teppich“ hatten, mit dessen Kraft sie sich verwandeln konnten. Sie wandten diese Macht aber nicht für irgendwelche boshaften Dinge an. Vielmehr nutzten sie diese, um als „Tauben“ zum Unterricht der Himmlischen zu fliegen. So wie eine nicht genannte Anzahl anderer „Tauben“ auch.

Luzifer und die “Engel”

Könnten hier christliche Motive eine Rolle spielen? Zum Beispiel der „böse Geist“ als Sinnbild des Teufels, der in der Bibel als von Gott abtrünniger „Engel“ (Gottessohn) Luzifer zu finden ist? Und waren die angeblichen Töchter dann andere „Engel“, die laut Legende und Tradition des christlich-jüdischen Glaubens mit Luzifer den Himmel verlassen mussten? Wer aber war dann das Himmelswesen Elena, die diesen Wesen Unterricht erteilte? War es Gott selbst?

Ein goldener und leuchtender Wagen vom Himmel, der von feurigen Tieren (Pferden) durch die Lüfte gezogen wurde, klingt sehr nach dem Fluggerät Gottes aus der Bibel und den Apokyphen. Den sogenannten Thronwagen, auch wenn im Märchen der Wagen von sechs feurigen Drachen statt Pferden gezogen worden sein soll. Wobei in der Offenbarung des Johannes der angebliche Teufel auch als „der große Drache“ (Off. 12,9) bezeichnet wird.

Ohne an dieser Stelle zu sehr ins Detail gehen zu wollen, würden sechs feurige Drachen wiederum zu anderen geflügelten Wesen passen, die den Thronwagen Gottes gezogen haben sollen bzw. ihn antrieben. Sie heißen Cherubim und Seraphim. Im Allgemeinen gelten sie als verschiedene Kategorien von „Engel“ im Hofstaat Gottes

Der goldene Thron der weisen Elena fügt sich hierbei ein. Was sich bei dieser Spekulation nicht in Zusammenhang bringen lässt, ist die Tatsache, dass Gott (Elena) die abtrünnigen Engel offensichtlich unterrichtete. Es sei denn, dass all das vor dem eigentlichen „Fall der Engel“ auf die Erde geschah. In jenen Tagen, als der Engel Luzifer noch ohne seine Mitverschwörer das „Böse“ und die „Sünde“ in der Welt verbreitete. Quasi im Alleingang und vor seinem letztlichen Verrat an seinem Befehlshaber Gott.

Tatsächlich soll er als Mitglied des Beraterstabes Gottes genau das getan haben. So findet sich im Alten Testament folgende, aufschlussreiche Passage:

Es kam aber ein Tag, da die Söhne Gottes sich vor dem Herrn zu stellen pflegten; da erschien unter ihnen auch der Satan, um sich vor dem Herrn zu stellen.

Da sprach der Herr zum Satan: Wo kommst du her? Satan antwortete dem Herrn und sprach: Vom Durchstreifen der Erde und vom Umherwandeln darauf. Da sprach der Herr zum Satan: Hast du meinen Knecht Hiob beachtet? (…)“ (Hiob, 2,1-3)

Interpretationen, Spekulationen und viele Vermutungen. Wieder einmal zeigen sie mehr als deutlich, wie schwer Märchen und Sagen zu deuten sind. Egal wie genau man sie und ihr Umfeld beleuchtet.

Was ist schmückendes Beiwerk, und was ein wahrer Kern aus alten Mythen und Überlieferungen? Was kam im Laufe der mündlichen Weitererzählung der Geschichte dazu, und was ging dabei verloren? Wer hat warum das Märchen erfunden oder in die Welt gesetzt? Als reine Phantasiegeschichte ohne die kleinste Spur früherer Legenden? Oder doch ein nur ein Märchen zur Unterhaltung? Zum Beispiel um den Zuhörern zu sagen, dass man alles erreichen kann, wenn man nur will.

So unwahrscheinlich es auch zuerst erscheinen mag – denn schließlich hat auch der Soldat am Ende sein wunderschönes Himmelswesen geheiratet …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Seltsame Zwergwesen um 1661 in Hamburg-Blankenese: Wirklich nur ein Märchen – trotz realer Augenzeugen?

Seltsame Zwergwesen um 1661 in Hamburg: Wirklich nur ein Märchen? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Seltsame Zwergwesen um 1661 in Hamburg: Wirklich nur ein Märchen? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

In der UFO-Forschung und vor allem der Prä-Astronautik werden die unterschiedlichen Texte und Überlieferungen der Vergangenheit auf “Spuren der Götter” hin untersucht. Religiöse Bücher ebenso wie aufgezeichnete Mythologien sowie die Welt der Märchen und Sagen. Denn auch und vor allem in vermeintlichen “Märchen” wird man fündig, wie in zahlreichen Beiträgen auf diesem Blog gezeigt. So auch bei einer Erzählung aus Blankenese (Hamburg) über rätselhafte Zwergenwesen. Das Besondere hierbei ist aber die Tatsache, dass einige Augenzeugen dieser Begegnungen einst real lebende Personen waren und sich die Erlebnisse recht genau datieren lassen. Es waren Zeugen von tadellosen Ruf, die sich selber auf die Jagd nach diesen fremden Wesen machten. Eine erstaunliche Geschichte, wie Ihr in diesem Artikel lesen werdet


Götter und Außerirdische

Als Prä-Astronautiker durchforstet man viele religiöse und mythologische Texte, Bücher, Schriften und Überlieferungen. Stets auf der Suche nach Aussagen über die “Götter” oder andere Himmelswesen, die mit der “modernen Brille” als Astronauten der Antike gedeutet werden.

Das Bild dieser mutmaßlichen und hypothetischen Astronautengötter ist dabei in der Prä-Astronautik überaus vielschichtig. Eine Art klassische Darstellung der Götter aus dem All existiert nicht. Ein klarer Unterschiedlich zur UFO-Forschung. Obwohl auch hier die unterschiedlichsten Außerirdischen gesehen worden sein sollen, ist das Bild der “UFO-Aliens” doch eher begrenzt.

Nicht so in der Prä-Astronautik. Durch die Jahrtausende haben unsere Vorfahren in allen Teilen der Erde die unterschiedlichsten “Himmelswesen” beschrieben oder bildlich dargestellt. Deren Aussehen reicht dabei von praktisch menschlich bis zu bizarren Kreaturen mit “Antennen auf den Kopf”, wie man sie auf Höhlenbildern findet.

Was aber immer wieder als Parallele zwischen UFO-Forschung und Prä-Astronautik angesehen wird, sind die Wesen aus der Anderswelt. Jene Geschöpfe, die in der Welt der Sagen und Märchen zu finden sind. Mythologien, die teilweise als eine Ur-Erinnerung der Menschheit angesehen werden und in vielen Varianten existieren. Vielfach sind diese Erzählungen in ihren heutigen Versionen mit sehr deutlichen Einflüssen aus dem Christentum vermengt.

Doch haben diese Berichte der Folklore nicht doch einen wahren Kern? Ein spannendes Thema, das auf diesem Blog bereits in zahlreichen Artikeln und Posting aufgegriffenen wurde.

Seltsame Wesen in Blankenese

Etwa jene Geschichte aus Blankenese (Hamburg), wo am Ende des Dreißigjährigen Krieges eine Gruppe Männer Zeugen eines ungewöhnlichen Besuches von Zwergen oder “Unterirdischen” wurden? Angeblich war es kein Einzelfall dort. Denn das vermeintliche Märchen berichtet ebenso, dass in der Gegend von Blankenese seit geraumer Zeit “in den Bergen viele Unterirdische und Zwerge spukten, sich den Vorübergehenden, auch Schäfern und Jägern zeigten und sie sehr erschreckten”.

“Ihr heimliches Wesen trieben” die “Unnereersche” dabei gerne “auch bei den dortigen heidnischen Opferstätten und Grabhügeln der Hünen”, wie es die 1854 von Otto Beneke aufgezeichnete Geschichte erzählt. Laut “alten Kunden” schienen diese Zwerge an diesen Orten die “Hüter verborgener Schätze und anderer Dinge” gewesen zu sein. Eine Eigenschaft, die Zwergen Gnomen und anderen ähnlichen Kreaturen der Märchenweld vielfach angedichtet wurden.

Während des Krieges, so heißt es weiter, sahen die Bewohner der Gegend kaum oder gar keine dieser fremdartigen Wesen. Erst gegen Ende des Krieges verbreiteten sich wieder Gerüchte, dass die Zwerge und Unterirdischen wieder zurückgekehrt seien und ihr Unwesen trieben. Ähnlich wie vor dem großen Krieg, als die Fremden “oftmals bei Tage wie bei Nacht von Bauern und anderen schlichten Leuten gesehen” wurden.

Eine Gretchen Dütsch aus Blankenese habe dabei eine ganz besondere Begegnung mit diesen Wesen gehabt. Sie berichtete, sie wäre “bei Nacht und Nebel von den Unterirdischen (…) auf Irrwege geführt und geneckt worden” und habe so die Orientierung verloren. Durchaus eine immer wiederkehrenden Aussage in Sagen und Märchen über Begegnungen mit Wesen aus der Anderswelt. In diesem Fall aber wurde die Aussage von Dütsch schon in der Erzählung selber angezweifelt, da sie angeblich so oder so “mehr als billig dem leidigen Branntwein zusprach” …

Der Pastor Johann Rist und Chrysostomus Köhler, Vizekanzler des Herzogs zu Wolfenbüttel, hörten von diesen Gerüchten und zogen aus, “um solch zwergischem Treiben auf die Spur zu kommen”. Sie sollten bald fündig werden, denn um Mitternacht herum tauchten “wie aus einem Fuchsloch” diese Zwerge auf. In der Erzählung heißt es dazu weiter:

“(…) ein Haufe solch unterirdischen Völkleins ist hervorgedrungen, kaum, mit großen Köpfen und Gesichtern wie die alter Männer, mit großen Nasen und kugelnden Augen, braun gekleidet, mit Glöcklein an der Mütze, dass es anmutig klingelte wie sie sind auf- und abgesprungen; die haben da ihr Wesen getrieben und getanzt im Ringelreihen und rundem Kreise beim Glockenspiel.

Eine mehr als sonderbare und interessante Begegnung. Doch interessant sind auch die beiden genannten Zeugen der Ereignisse: Beides waren reale Personen, die gelebt haben.

Real existierende Zeugen!

So ging der erwähnte Vizekanzler Chrysostomus Köhler (Cöler) in Hamburg auf das Gymnasium und wurde ab Oktober 1661 Vizekanzler von August der Jüngere. Dieser war Herzog zu Braunschweig-Lüneburg und Fürst von Braunschweig-Wolfenbüttel, wo Köhler bereits ab 1644 als Dr. jur. Hofrat war. Sein Lebenslauf verrät, dass er 1664 starb.

Zeitlich war das tatsächlich nach dem Dreißigjährigen Krieg, wie es die Erzählung aus Blankenese auch behauptet. Und auch Köhler selber nahm 1648 an den Friedensverhandlungen in Münster und Osnabrück teil, die den Krieg beendeten und heute als “Westfälischer Friede” bekannt sind.

Auch Pastor Johann Rist (Ristius) lebte, ging zur gleichen Zeit in Hamburg auf das Gymnasium und teilte mit Köhler seinen weiteren Lebensweg. Beispielsweise gingen beide ab 1629 für weitere Studien an die Universität Rinteln. 1667 starb Rist in Wedel, wo bis heute verschiedene Orte seinen Namen tragen. Inklusive das dortige “Johannes Rist Gymnasium”.

Für ein “Märchen” ist es mehr als ungewöhnlich, dass sich reale Personen als Zeugen der Ereignisse nachweisen lassen. Gleiches gilt für die Zeit der Ereignisse mit den Zwergenwesen, die sich aufgrund der Lebensdaten auf Oktober 1661 bis zum Tod von Köhler im Mai 1664 eingrenzen lässt.

August der Jüngere als Dienstherr von Köhler runden das Bild dabei weiter ab. Er starb 1666 und galt als einer der gelehrtesten Herrscher seiner Epoche, der in Wolfenbüttel die damals größte Bibliothek Europas schuf. Eine von ihm leidenschaftlich zusammengetragene Sammlung von Büchern und Handschriften, die als “Herzog August Bibliothek” bis heute existiert.

Nicht auszuschließen, dass der wissbegierige August der Jüngere selber den Auftrag erteilte den “zwergischem Treiben auf die Spur zu kommen”.

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Die in dem Bericht beschriebenen Zwerge sind anhand verschiedener Merkmale durchaus mit „heutigen“ UFO-Wesen zu vergleichen. Jedoch ist die beschriebene Nase ein atypisches Merkmal von angeblichen Außerirdischen. Diese werden vielfach vollkommen ohne oder mit kaum hervorstehender Nase beschrieben. Man denke hier an den Typ der “Kleinen Grauen” der UFO-Forschung.

Seltsame Wesen auch in UFOs

Und doch finden sich in der einschlägigen UFO-Literatur Vergleichsfälle. Zum Beispiel ein Fall in Kalifornien, über den der bekannte UFO-Forscher Dr. Jacques Vallée in seinem Buch “Konfrontationen” (1990) schrieb. Vallée untersuchte den Fall zusammen mit seinem Forscherkollegen Mark Uriate, nachdem dieser vom Sheriff des Ortes Colusa in Nordkalifornien davon erfahren hatte. “Die Beamten betonten, der Ruf und die Glaubwürdigkeit der Zeugen stünden außer Zweifel”, so Vallée.

Die Zeugen waren Nachfahren des Indianerstammes der Cortina und verdienten sich als einfacher Farmer. Eines Tages 1977 habe der Augenzeuge Amos seinen Nachbarn erzählt, dass im Sommer immer “ein seltsames ,Flugzeug’ auf der Ranch landen” würde. Aus diesem sei ein “kleiner, menschlich aussehender Insasse” gestiegen und er würde sicher wiederkommen. In der Tat habe der Nachbar daraufhin ein UFO beobachten können, so Vallée. Weiter schreibt er:

Der ,kleine Fremde’ kommt immer allein. Er ist 1,10 bis 1,20 Meter groß und trägt einen einteiligen braunen Anzug. Er riecht unangenehm. Amos Zeichnung zweigt einen Humanoiden mit langem Haar und großer Nase, der keine Maske und kein Atemgerät trägt.

Auffällig an ihm ist vor allem seine Fähigkeit, durch die Wände des Hauses zu gehen und über den Boden zu schweben, ohne ihn zu berühren. Wenn man ihm draußen begegnet, kann er plötzlich davonschießen, ohne wie ein Mensch zu laufen.”

Ein mehr als nur ungewöhnlicher “Alien”, der zweifellos als Zwerge und andere Bewohner der Anderswelt erinnert!

“Mini-Aliens”

Der im Verhältnis immer noch große “Außerirdische” aus Kalifornien ist jedoch ein Riese, verglichen mit denen, die sechs Schuljungen in Malaysia im Jahr 1970 gesehen haben wollen. Sie behauptete, dass sie ein sehr kleines UFO haben landen sehen, dem zehn Zentimeter kleine Wesen entstiegen. Die Winzlinge hatten großen “Ohren” oder “Hörner” und trugen seltsame “Stiefel”, so die Zeitung “The Straits Times” vom 22. August 1970.

Auch wenn solche winzigen “Aliens” in der UFO-Forschung sicherlich sehr selten sind, ist bzw. war das in Malaysia anders. Zahlreiche Berichte aus den Jahren 1969 bis 1985 von dort sprechen von Zwergen, die aus UFOs gestiegen sein sollen. Einige waren dabei nicht mal so groß wie ein Daumen!

Mutmaßliche Begegnungen mit Außerirdische nach irgendwelchen anatomischen Kriterien nach Wahrheit oder Unwahrheit einzuordnen, ist sicher vorschnell. Das sieht auch Jacques Vallée in “Konfrontationen” so:

Die Lektion, die wir aus solchen Fällen lernen können, ist völlig klar: Die UFO-Wesen verhalten sich nicht immer gleich, wie uns manche Ufologen glauben machen wollen. Es sind nicht immer graue Wesen mit Kahlköpfen und großen Augen oder roboterähnliche Ungeheuer.

Stattdessen stehen wir einem komplexen Phänomen gegenüber, dessen Beziehung zu den Zeugen und zur menschlichen Gesellschaft insgesamt wir nicht begreifen. Wir wissen nicht, welche Anteile der Ereignisse durch ein äußeres Phänomen entstehen und wie viel das menschliche Bewusstsein hinzufügt. Wir sollten und dieser Komplikation bewusst sein.

Was aber erlebten und sahen Johann Rist und Chrysostomus Köhler irgendwann zwischen 1661 und 1664 in Hamburg-Bankenese? Zumindest müssen sie die dortigen Berichte soweit ernst genommen haben, dass sich die hochgebildeten Männer aufmachten, um diesem Treiben der Wesen selber nachzugehen. Wie die Geschichte erzählt – wurden die beiden Mystery-Jäger dabei ja auch fündig …

Auf der Jagd nach dem Zwergenvolk

Einfangen oder anderweitig einem der Unterirdischen habhaft werden gelang Rist und Köhler damals nicht, wie der Bericht unterstreicht. Es gelang ihnen nicht einmal mit den Zwergen zu sprechen, obwohl Rist extra “eine schöne Anrede ausgesonnen” hatte. Und er wollte eigentlich so einiges von den Fremden mit dieser Ansprache “bei des Allmächtigen heiligem Namen” erreichen. Sie sollten ihm “Rede und Antwort geben, wer sie wären, und was sie trieben, und wo die großen Schätze lägen, und ob man sie nicht heben könnte.”

Neben dem Forscherdrang spielte hier also auch die Gier nach den Schätzen der Zwerge eine Rolle! Immerhin hatten zuvor “alte Kunden” berichtet, dass diese Wesen der Anderswelt eben solche Kostbarkeiten verstecken und beschützen.

Es kam aber ganz anders. Als Rist gerade die Zwergenwesen ansprechen wollten, fielen er und Köhler von ihrem Stein in ihrem Versteck herunter:

“(…) mitten in den Ringelreihen der Unterirdischen, die davor billig erschrecken, auseinanderfahren und blitzschnell allesammt durch das Fuchsloch wiederum verschwunden sind, zu beider Herren großem Leidwesen.

Trotz oder gerade wegen dieses unglücklichen Fehlschlages gab Johann Rist nicht auf. Deshalb sei er “noch etliche Male wieder hinausgegangen”, um den Unterirdischen zu beizukommen. Vergeblich, denn “er hat ihnen so nahe nicht wieder beikommen können”. Angeblich hätten “die Zwerge wohl bemerkt”, dass Rist ein kluger Mann sei, “der sie auszufangen gedächte”. Aus diesem Grund hätten sie sich “vor ihm mehr denn vor Hirtenbuben und geringem Volke in Obacht genommen”. Sie gingen ihm quasi lieber aus dem Weg.

Das fremde Zwergvolk wusste aber noch mehr über Pastor Johann Rist. Er schien in seiner Freizeit an Archäologie (die es in der heutigen Form damals noch nicht gab) interessiert gewesen zu sein. Oder ein Schatzjäger:

Sie kannten wohl auch Herrn Risten schon, dass er Hünengräber aufdecke, und uralte Urnen, Leichgeschirre und Aschenkrüge daraus nehme, und also fürchteten sie ihn zwiefach vor allen Menschen.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Eine Reise zum Mond: Seltsames Märchen über “kleine Mondmenschlein” aus Indien +++ Artikel +++

Eine Reise zum Mond: Seltsames Märchen über kleine Mondmenschlein aus Indien (Bild: PixaBay/gemeinfrei)

Der Mensch ist von jeher von den Gestirnen am Himmel fasziniert. Auch und vor allem von dem “kleinen Licht in der Nacht” – dem Mond. Und noch im 19. Jahrhundert glaubten etablierte Astronomen, dass der Mond möglicherweise bewohnt ist. Dort vermutete man eine Zivilisation von “Mondmenschen”, mit denen man vielleicht sogar Kontakt aufnehmen könnte. Nach einem Märchen aus Indien ist dies auch einem Mann gelungen. Von ihm heißt es, dass er auf geradezu wundersame Weise von der Erde zu den “kleinen Mondmenschlein” geflogen sei, da diese seine Hilfe bedurften. Ist es wirklich nur eine sagenhafte Geschichte, oder könnte da doch mehr hinter stecken? Dieser Frage soll in diesem Blog-Artikel nachgegangen werden.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Der Mann im Mond

Heute klingt es eher “niedlich”, doch der mehrfach ausgezeichnete deutsche Mathematiker, Astronom und Physiker Carl Friedrich Gauß meinte es Mitte des 19. Jahrhunderts ernst: Er wollte riesige Bepflanzungen auf der Erde in Form des pythagoräischen Lehrsatzes anlegen, um so Mondmenschen zu zeugen, dass auf der Erde intelligente Lebewesen existieren. Es war quasi ein erster Schritt in Richtung SETI – der Suche nach außerirdischen Intelligenzen im All.

Inzwischen wissen wir, dass auf dem Mond keine Mondmenschen – also Außerirdische leben. Wenn man die Spekulationen um UFO-Basen etc. auf dem Mond einmal außen vor lässt.

Doch in der Welt der Sagen und Märchen spielt der Mond seit jeher eine nicht minder interessante und wichtige Rolle. Zahllose Mondmärchen und Mythologien wurden und werden darüber erzählt. Das beginnt natürlich schon bei den weltweiten Schöpfungslegenden, die selbstverständlich oft auch dem Mond einen wichtigen Platz einräumen. Andere Sagen wiederum erzählen davon, dass es auf dem Mond wundersame Lebewesen geben soll, die dann und wann sogar Menschen der Erde kontaktierten oder sogar zum Mond entführten.

Genau eine solche Sage von Mondmenschen stammt aus Indien. Aufgezeichnet ist sie in dem Buch “Mondmärchen” von Wanda Markowska und Anna Milska, das 1979 in Warschau erschien.

Eine geflügelte Kuh vom Himmel

Leider ist nicht zu erfahren, woher genau aus Indien diese Erzählung stammt, da die Herausgeber nur “aus Indien” als Quelle angaben. In dieser Geschichte wird von dem armen Gärtner Nanawati erzählt, der “für eine kümmerliche Handvoll Reis” für seinen habgierigen Herrn arbeitete. Es reichte gerade so zum Überleben und Nanawati galt als “der beste Gärtner im ganzen Land”. Von weither kamen die Leute um staunend den wundervollen Garten seines Herrn zu bewundern.

Doch das Leben von Nanawati änderte sich plötzlich und unverhofft, als er in dem von ihm liebevoll gepflegten Park seltsame Spuren entdeckte:

Eines Tages bemerkte Nanawati, dass die sorgfältig gepflegten, teppichähnlichen Rasenflächen zerdrückt und zertrampelt waren. Zu seiner Verwunderung entdeckte er im lockeren Erdreich tiefe, merkwürdige Spuren, die sahen nicht aus wie die Abdrücke von Pferdehufen, und Büffelklauen glichen sie auch nicht. Kein Tier der Erde hätte solche Spuren hinterlassen.

‘Was kann denn das nur gewesen sein?’ überlegte Nanawati. ‘Der Park war doch bewacht, kein Fremder konnte hier eindringen, erst recht nicht, wenn er auf einem Pferd, Esel oder Büffel geritten wäre.’

Um dem Verursacher der seltsamen Spuren auf die Schliche zu kommen, versteckte sich der leidenschaftliche Gärtner “in einer Nacht, als gerade Vollmond war und ringsum Stille herrschte” in einem Gebüsch. Dort wollte er den vermeintlichen Übeltäter auflauern. Und er wurde nicht enttäuscht, denn plötzlich “vernahm er ein Geräusch” im Park. Also kroch er auf allen Vieren aus seinem Versteck um nachzusehen:

Nanawati schaute hin und mochte seinen eigenen Augen nicht trauen. Welch ein Wunder! Auf dem Rasen graste eine milchweiße Kuh, und aus ihren Seiten wuchsen riesige Flügel! Nun hob sie den gewaltigen gehörten Kopf, stand unbeweglich und sah zum Mond empor.

Der arme Gärtner war starr vor Schrecken und “wagte kaum zu atmen”, da er die wundersame “Kuh” nicht verschrecken wollte. Plötzlich aber begann die geflügelte Kuh “leicht wie im Tanze” den Rasen zu umrunden und “den Kopf zu wiegen”. Sie wollte davon fliegen:

… dann aber entfaltete sie mit lautem Knattern ihre Flügel und begann sich langsam zur Höhe empor zu heben. Nanawati erwachte aus seiner Erstarrung, rannte aus dem Gebüsch, packte den Schwanz des Wundertieres und flog mit der Kuh davon.

“Kleine Mondmenschlein”

Nanawati flog nun immer weiter, schneller und höher “über das Firmament”. So reiste er bis “ans Himmelgewölbe” und vorbei “an Sternen und Sternbildern jagte” die Wunderkuh mit ihm. Dann erreichten sie das dreifache “silberbeschlagene Mondtor” mit einem riesigen Torrahmen. Überall im Himmel hallte es wieder, als die Kuh mit ihren Hörner an das Tor stieß. Es öffnete die “Führerin des Schloss im Mond“, die von ihm wissen wollte, ob er der “berühmte Gärtner von der Erde” sei.

So betrat der Mondreisende das Schloss auf unserem Trabanten, dass von “kleinen Mondmenschlein” bewohnt war. Freundlich nahmen sie ihn auf, denn sie hatte einen Auftrag von ihn. Die wundervollen Gärten, die er auf der Erde für seinen Herrn anlegte, sahen auch die Mondmenschlein. Sie wollten einen ebensolchen Park für ihr Schloss auf dem Mond. Nanawati war gerne hilfreich, da er eine keine Arbeit scheut. Jedoch hatte er bedenken, dass seine Familie auf der Erde von seinem Herrn verstoße werden, wenn er nicht wieder zurück kommen wird.

Schwerwiegender war nach Ansicht des indischen Landschaftsgärtners aber der Umstand, dass auf dem Mond nicht wirklich etwas wachsen kann:

Euer Licht hier ist kalt, ohne Sonne. Frost und Eis lassen eure Scholle erstarren, Samen können darin nicht keimen.

Das betrübte die Mondmenschlein ungemein. Doch der Gärtner wusste dennoch zu helfen, da er Samen auf der Erde habe, die auch unter den Bedienungen des Mondes wachsen würden. Man müsse sie nur eben holen:

Augenblicklich ließen sich mehrere Mondmenschlein an Lichtstrahlen auf die Erde hinab, sie sammelten die Samen und schöpften Wasser aus der Quelle in ihren silbernen Eimer.

Nach getaner Arbeit – die Blumen und Pflanzen wuchsen inzwischen prächtig auf dem Mond – hieß es Abschied nehmen von den dankbaren Mondbewohnern. Es sammelte noch ein paar Edelsteine als Entlohnung ein, die überall auf dem Mond herum lagen, und flog so mit der Wunderkuh zur Erde zurück. Kraftlos vor Müdigkeit schlief Nanawati hier sofort ein, “während die geflügelte Kuh in den Himmel zurückkehrte”.

Der gierige Herr

Am Folgetag entdeckte der Chef seinen Gärtner schlafen im Gras liegen und wurde wütend auf seinen Angestellten. Er warf ihm vor, dass er sich die ganze Nacht herumgetrieben und schamlos betrunken habe, so dass er jetzt am heiligten Tag bei der Arbeit schlafen müsse. Auch den Erklärungen von Nanawati, dass er mit einer Wunderkuh auf dem Mond war, glaubte er nicht. Verständlicherweise. Hirngespinste seien es, und der Mann wurde immer wütender!

Erst als Nanawati ihn die Edelsteine zeigte, die er vom Mond mitnahm, glaubte sein Herr ihm die seltsame Geschichte. Er drohte ihm allerdings damit, dass er ihn als Dieb vor Gericht stellen und eine Tracht Prügel verabreichen wird. Doch die Gier siegte und der zornige Chef des Gärtners wartete nun selber in der Nacht auf die fliegende Kuh, um mit ihr zum Mond zu reisen. So kam es auch.

Bei den Mondmenschlein angekommen raffte er voller Habgier zwei extra mitgebrachte “gewaltige Säcke” mit den Edelsteinen voll. “Nimm dir, so viel nur dein Herz begehrt”, so die Außerirdischen vom Mond zu dem gierigen Herren des Gärtners Nanawati  Auf dem Mond könne man mit diesen Steinen so oder so nichts anfangen. Gesagt und ohne ein Wort des Dankes getan – und so kam es, wie es kommen musste:

Auf dem Rückflug zur Erde waren die Säcke mit den Kostbarkeiten viel zu schwer und er stürzte ab. “Taub wie ein Baumstmpf” und stumm vor Angst fand ihn sein Gärtner “bis zum Hals im Sumpf” stecken und um Hilfe wimmern. Die Edelsteine aber waren verschollen; wahrscheinlich im Sumpf untergegangen.

Der Gärtner und seine Familie wiederum lebten fortan “glücklich und zufrieden”, da er noch einen Rest Edelsteine besaß, “die ihm der reiche nicht weggenommen hatte”. Wehmütig blickten sie von nun an zum Vollmond, ob sie dort die Gärten sehen können, die Nanawati liebevoll für die Mondmenschlein angelegt hatte. Und vielleicht kommt die Wunderkuh vor seinem Tode nochmals wieder, damit er “noch eine Reise zum Mond unternehmen” könne …

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Habgier und Moral

Die Kernaussage dieses Märchen ist eindeutig zu erkennen: Habgier zahlt sich nicht aus, was “der Reiche” der Erzählung bitter zu spüren bekam. Lässt sich zwischen den Zeilen dieser Geschichte aber vielleicht sogar noch mehr erkennen, wie in so viele Märchen und Sagen auch? Immerhin kann man in einer Vielzahl von derartigen “Berichten” durchaus auch Parallelen zum UFO-Phänomen finden oder ziehen (s. z. B. HIER, HIER, HIER, HIER, HIER und HIER sowie Video HIER)

So auch hier.

Da aber Wanda Markowska und Anna Milska 1979 keine Quelle des Märchen nannten, ist es in diesem Fall schwer moderne Ergänzungen und den alten Kern zu finden. Ließt man dieses Mondmärchen vollständig, finden sich darin Passagen und Aussagen, die womöglich sogar von den Herausgebern selber stammen. Sie scheinen mit ihren Worten dies indischen Märchen nacherzählt zu haben. Wörter wie “Hirngespinst”, “besaufen”, “Spitzbube”, “Gauner” und andere lassen diesen Schluss durchaus zu.

Die fraglose Moral-Erzählung erstaunt aber dahingehend, dass diese Wunderkuh mit Lärm (“Knattern”) ihre Flüge ausbreitet und Spuren hinterlassen haben soll, die sich der Gärtner nicht erklären konnte. Kühe waren und sind in weiten Teilen Indiens “göttliche Tiere”. Sie werden bekanntlich verehrt und geehrt. Warum sollten dann Kuhspuren nicht zu identifizieren sein?

Interessant auch der Umstand, dass in dem Märchen klar auf den kalten, dunklen und eisigen Mond verwiesen wird. Schließlich war das auch der Grund, warum einige Mondbewohner mit ihrem “Lichtstrahl” zur Erde reisten, um geeigneten Samen zu besorgen. Eigentlich ist das Wissen über die Beschaffenheit und Natur unseres Mondes eine Errungenschaft des Raumfahrtzeitalters. Frühere Astronomen haben in den dunklen Flecken des Mondes sogar noch Meere gesehen. Andere ganze Wälder und Landschaften.

Weshalb wird dann in dieser indischen Erzählung die Heimat der kleine Mondmenschlein so trostlos und frostig beschrieben? Wir werden es wohl nie wirklich erfahren …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

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Eine Entführung und Zeitreise mit dem Volk der Zwerge: Parallelen zu modernen UFO-Entführungen in Märchen +++ Artikel +++

ne UFO-Entführung und Zeitreise mit dem Volk der Zwerge ... (Bilder: L. A. Fischinger & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Eine UFO-Entführung und Zeitreise mit dem Volk der Zwerge … (Bilder: L. A. Fischinger & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Märchen, Sagen und die Erzählungen der Folklore sind für viele Menschen heute nichts weiter als eben – Märchen. Irgendwelche vermeintlich unwahren Geschichten, die unsere europäischen Vorfahren sich über Jahrhunderte und Jahrtausende erzählten, aber letztlich doch alle nicht wahr sind. Heute würde man sie in unserer digitalen Welt wohl Fake-News nennen. Trotzdem können sich heute nicht nur kleine Kinder für die “klassischen Märchen” begeistern. Auch UFO-Forscher und Grenzwissenschaftler finden derartige Sagen und Märchen zum Teil überaus spannend. Denn fraglos erkennen wir in diesem “Gedächtnis der Vergangenheit” Erzählmotive und Kernaussagen, die heute auch im UFO-Phänomen zu finden sind, wie auf diesem Blog oftmals berichtet. So auch in einem erstaunlichen Märchen aus Brandenburg, in dem Ähnlichkeiten zu “modernen” Phänomenen geradezu heraus stechen, wie Ihr in diesem Blog-Artikel lesen könnt.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Märchen: Erinnerungen der Menschheit

In Büchern, Artikeln und auf diesem Blog habe ich immer wieder das Thema aufgriffen, dass Märchen und Sagen teilweise deutliche Ähnlichkeiten mit dem “modernen” UFO-Phänomen haben.

Das sieht der “Märchen-Laie” sicherlich nicht so. Denn die meisten Menschen kennen Märchen aus ihrer Kindheit und denken bei dem Thema an die Klassiker der Gebrüder Grimm. Obwohl, wie in diesem Blog-Artikel HIER dargelegt, auch die Gebrüder Grimm eine überaus interessante Sage aus dem Böhmerwald überliefert haben.

Nichtsdestotrotz hört das Wissen der meisten Menschen bei den Geschichten über über Dornröschen, Frau Holle, Aschenputtel & Co. auf. Dabei ist das Feld solcher alten und uralten Erzählungen weitaus größer, als man es auch auf dem zwei Blick ahnt. Märchen sind längst Teil einer wissenschaftlichen Forschung geworden, die dabei auch zeigt, dass derartige Überlieferungen in ihren Kernen bis in die vorzeitliche Mythologie der Menschheit zurück reichen.

Märchenforschung

So etwa haben der Anthropologe Jamshid J. Tehrani und die Völkerkundlerin Sara Graça da Silvav am 1. Januar 2016 im Journal der “Royal Society open Science” eine Studie veröffentlicht, die genau das belegt. Die Forscher untersuchten für ihre Arbeit 2.000 Märchentypen aus 200 verschiedenen Gesellschaftskreisen und kamen zu dem eindeutigen Ergebnis:

“Einige dieser Geschichten reichen viel weiter zurück als ihre erste literarische Aufzeichnung und sogar weiter zurück als bis zur klassischen Mythologie. Manche Versionen tauchen in lateinischen und griechischen Texten auf – aber was wir herausgefunden haben, legt nahe, dass sie noch viel älter sind.

Wir finden es bemerkenswert, dass diese Geschichten so lange überlebt haben, ohne aufgeschrieben worden zu sein. Sie wurden erzählt, bevor es Englisch, Französisch und Italienisch überhaupt gab. Möglicherweise wurden sie in einer ausgestorbenen indoeuropäischen Sprache erzählt.

Schon die Gebrüder Grimm haben genau das vermutet. Märchen sind Teil der frühesten Erinnerungen der Menschheit! Auch wenn sie später, was an zahllosen Beispielen deutlich zu erkennen ist, durch das Christentum “verwässert” und beeinflusst wurden.

Archetypen, Aliens und der “rote Faden”

Genre spricht man in der Märchenforschung davon, dass Märchen einem Archetyp des “kollektiven Unterbewusstseins” der Menschheit folgen oder entsprechen. Das heißt, dass in diesen Erzählungen psychische oder psychophysische Erfahrungen und Erlebnisse der Menschen verarbeitet wurden. Diese reichen von Träumen über Visionen bis hin zu spirituellen Erfahrungen oder sogar psychosomatischen Krankheiten mit Halluzinationen. Letztlich sogar bis zum Glauben an Gott.

Fast immer jedoch wird keine reale Ursache angenommen.

Anders in der UFO-Forschung oder zumindest bei einigen Teilen der UFO-Forscher und -Interessierten. Hier wird vermutet, dass, wenn wirklich Außerirdische oder Fremde aus anderen Welten uns besuchen, diese seit Jahrtausenden hier sein könnten. Dann aber müssten sich, so der Gedanken weiter, Hinweise auf diese Aliens quer durch die Geschichte finden lassen. Die grenzwissenschaftlichen Themen UFO-Forschung und Prä-Astronautik/Ancient Aliens wären demnach nicht zwei getrennt zu betrachten Bereiche, sondern stünden in Verbindung.

Und eine Art “Brücke” zwischen diesen Mysterien der Menschheit wären eben Märchen und Sagen von fremden Wesen wie Zwerge, Feen, Trolle und andere mehr. Das sehe ich persönlich genauso.

Allerdings darf man sich hierbei nichts vormachen: Heutige Berichte aus dem Bereich der UFO-Forschung inklusive UFO-Entführungen, Mythologien etc. der Prä-Astronautik und Märchen weisen untereinander auch erhebliche Unterschiede auf. Zugleich existieren natürlich auch Märchen, in denen sich nicht der Hauch einer Spur auf irgendwelche Astronautengötter finden lassen …

Der berühmte “rote Faden” zwischen uralten Überlieferungen von göttlichen Wesen vom Himmel und mutmaßlichen Aliens in UFOs ist lediglich etwas rötlich.

“Die goldene Wiege”

Diese Ausführungen und Argumente muss man immer im Hinterkopf behalten, wenn man sich auf Spurensuche nach den Besucher aus dem All begibt.

Doch ein deutsches Märchen aus Brandenburg (oder woher es ursprünglich auch immer kommen mag) ist bei der Jagd nach dem Unfassbaren bemerkenswert. Gefunden hat es meine Kollegin Kati Pfau in den Aufzeichnungen ihres Heimatdorfes Wünsdorf südlich von Berlin und mich darauf aufmerksam gemacht. So finden sich in der Erzählung “Die goldene Wiege” bereits auf dem ersten Blick Elemente, die aufhorchen lassen.

“Als noch im Mühlenberg bei Wünsdorf die Zwerge wohnten”, beißt es darin, lebte bei Wünsdorf eine junge Magd, die gerade mit der Arbeit beschäftigt war. Doch dann bekam sie unverhofft Besuch:

Da stand plötzlich ein Zwerg vor ihr. Er zog höflich den Hut und bat das Mädchen, es sollte doch um Mitternacht zum Mühlenberg kommen und bei einem kleinen Zwergenkind Gevatter stehen. Die Magd fürchtete sich und erzählte ihrer Herrschaft von der Einladung des Zwerges. Der Bauern und die Bäuerin redeten ihr zu, der Einladung zu folgen.

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Weil der Bauer und seine Frau befürchteten, dass “die Zwerge nicht rächen würden”, wenn die Magd der Einladung nicht folgt, “machte sich das Mädchen auf den Weg und stand kurz vor Mitternacht am Berg”. Punkt Mitternacht “öffnete sich plötzlich der Berg” und gab den Eingang für die Magd frei.

Das Märchen erzählt uns, was dann geschah:

Ein heller Gang führte ins Innere. Zahlreiche Zwerge geleiteten sie in die Tiefe, bis sie endlich in einem großen Saal standen, dessen Wände und Gold und Edelstein funkelten. Mitten im Saal stand eine goldene Wiege, in der ein Zwergenkind lag. Die Magd musste sich auf einen goldenen Stuhl setzen. Eine prächtig gekleidete Zwergenkönigin nahm das Kindlein aus der Wiege und legte es der Magd in den Schoß. Nun musste sie dem Kind einen Namen geben, und dann wurde das Kind wieder in die Wiege gelegt.

Dann wurde es Zeit zu feiern. Ein üppiger Festschmaus wurde serviert und danach “tanzten die Zwerge bis zum frühen Morgen”. Dann wollte die Magd eigentlich wieder heim, aber die Zwerge hatten noch lange genug getanzt und gefeiert und baten die Magd, “dass sie noch drei Tage bleiben sollte”. Schließlich willigte sie ein und “drei Tage feierten die Zwerge” weiter. In der Welt der Sagen und Märchen sind solche Feste mit Feen oder Zwergen nicht ungewöhnlich.

Obwohl ein Tag schöner wie der andere war, hieß es für die Magd dann letztlich doch Abschied nehmen von den Zwergen.

Ein Abschied mit Folgen

Die Magd danke den Zwergen für die vorzügliche Bewirtung und wurde von ihren Gastgebern wieder “aus dem Berg geleitet”:

Schnell eilte sie nach dem Haus, in dem sie diente. Doch es kam ihr alles so fremd im Orte vor. Auch das Haus ihrer Herrschaft war ihr ganz fremd. Sie ging in den Flur, nahm den Reisigbesen und begann den Flur zu fegen.

Nach einiger Zeit kam die Wirtin, aber das war ja nicht mehr die Frau, von der sie vor drei Tagen weggegangen war. Auch der Wirt und die Knechte und Mägde waren ganz anders. Das Mädchen erkannte keinen von ihnen, sie schauten die Magd auch ganz erstaunt an.

Überall im Ort sprach es sich daraufhin wie ein Lauffeuer herum, dass dieses Mädchen ins Dorf gekommen sein. “Doch niemand hatte das Mädchen je gesehen”, heißt es dazu. Der alte Schäfer des Ortes war schließlich der einzige Bewohner, der sich zumindest entfernt einen Reim über das fremde Mädchen machen konnte:

Der wusste sich zu erinnern, dass ihm seine Urahn in seiner Kindheit erzählt habe, dass, als sein Vater noch Kind war, einmal eine Magd zu den Zwergen gegangen und nie wiedergekommen sei. Das müsse mindestens 200 Jahre her sein. Da wurde aus der schönen jungen Magd ein uraltes Mütterlein. Es fiel um und war tot.

Die Zwerge sind längst fortgezogen. Doch die goldene Wiege haben sie im Berg gelassen. Schon viele haben danach gesucht, doch keiner hat sie gefunden.

Von einem guten und märchenhaften Ende der Geschichte kann hier wohl kaum eine Rede sein.

Erstaunliche Erlebnisse

Was die Magd in Wünsdorf erlebt haben soll, ist mit der moderne Brille gelesen erstaunlich. Dass hier tagelang mit den fremden Wesen gefeiert und geschlemmt wurde, allerdings weniger. Erzählungen dieser Art rund um Zwerge und Feen beinhalten diesen Kern erstaunlich oft! Nicht minder häufig anzutreffen ist auch die Aussage, das sich all das in einen “Hügel”, “Berg” oder “Feenhügel” abgespielt haben soll, wozu auf diesem Blog eine Reihe Beispiele zu finden sind. Sie waren so was wie der Einstieg in die Anderswelt der Anderen.

Vielfach wird dieser Eingang in diese fremde Welt als leuchtend beschrieben. Wie Gold, Silber, Edelsteine oder die Sonne seine diese gewesen, erzähl die Sagenwelt. Das aber erzählen auch Menschen, die von UFO-Entführungen sprechen. Auch sie erinnern sich an helle leuchtende Räume oder Hallen, die heute auch mit OP-Räumen verglichen werden. Verglichen mit der früheren dunklen Welt des Alltags ohne unser heute allgegenwärtiges Kunstlicht war diese Welt geradezu strahlen oder blendend.

Was in dem Beispiel “Die goldene Wiege” besonders heraus sticht ist aber eben genau diese Wiege!

In dem Märchen soll ein Magd ein darin befindliches Zwergenkind bemuttern und einen Namen geben. Eine Reihe derartiger Erzählungen kennt dieses Element mit Babys oder Kindern der Fremden. Diesen Mythos nennt man “Wechselbalg” und ist in diversen Variationen in der Folklore bekannt. Kurz gesagt ist es bei diesem Wechselbalg-Geschichten so, dass Menschen die Kinder von Feen oder Zwergen pflegen, bemuttern, stillen oder sogar austragen müssen. Oder – in der männlichen Version – zum Teil sogar zeugen sollen.

In einer verbreiteten Variante tauschen die fremde Wesen auch ihre Nachkommen mit denen von Menschen aus, um sie später wieder zurück zu tauschen. Eben ein “Wechsel-Kind”. Ebenso bekannt sind Geschichten, bei denen Menschen von den Bewohnern der Anderswelt lediglich ihre Kindlein gezeigt bekommen. Vergleichbar mit diesem Märchen von der goldenen Wiege.

Mischwesen

UFO-Forscher kennen seit Jahrzehnten exakt dasselbe aus den Berichten von UFO-Entführten. Auch hier finden solche Erlebnisse mit Kindern und Babys statt. Abgesehen davon, dass erzählt wird, dass Aliens Frauen künstlich schwängern oder ihre Embryonen bzw. Eizellen stehlen, schildern auch männliche UFO-Entführte vergleichbare Erfahrungen. Zum Beispiel die Entnahme von Sperma durch fremde Kreaturen.

Weiter heißt es bei solchen UFO-Phänomenen, dass Entführte bei einer später erneut erfolgten Entführung Babys oder Kinder von den Aliens gezeigt bekommen. Diese werden dabei als deren Nachkommen bezeichnet – aber als Mischwesen, als Hybride, zwischen Mensch und Alien. Bei den UFO-Entführungen wird hierzu auch geschildert, dass die Entführten diese Hybride auch auf den Arm oder Schloss nahmen oder ihnen sogar einen Namen gaben.

Ungeachtet was bei diesen Phänomen physisch wahr ist, was Einbildung und was vielleicht sogar absichtlich von den Fremden suggeriert wurde, ist das Thema auch unter UFO-Forschern sehr umstritten. Solche pseudomedizinischen Experimente oder sogar Genmanipulationen mit Menschen sind aber seit Jahrzehnten fester Bestandteil der UFO-Thematik.

Für einige Forscher sind es klare Hinweise, dass hier eine Hybridrasse durch Außerirdische gezüchtet oder erschaffen werden soll. Andere lehnen das Thema UFO-Entführung grundsätzlich ab. Wieder andere vermuten rein psychische Ursachen bei den Betroffenen selbst. Einige glauben sogar an reine Sex-Phantasien dieser Personen (und verbreiten dies zur besten Sendezeit am öffentlich-rechtlichen TV, s. HIER).

Es bleibt die Tatsache, dass auch das Märchen genau dieses Element enthält. Entführungen durch Feen, Zwerge und Elfen sind gleichsam Teil zahllosen Märchen.

Zeitreisen

Spannend ist für einen Mystery-Jäger auch das Motiv der Zeitreise in diesem Märchen aus Brandenburg. Auch das findet sich in Sagen und alten Überlieferungen immer wieder in den unterschiedlichsten Ausprägungen, wie zum Beispiel HIER, HIER, HIER und HIER berichtet.

Im Fall der unbescholtenen Magd waren es angeblich 200 Jahren, die sie in nur drei Tagen in die Zukunft reiste. Niemand habe sie mehr im Dorf erkennt, als sie aus der Anderswelt der Zwerge heim kam. Das erinnert sehr Stark an ein anderes Märchen, in dem ein Mädchen nicht minder verwirrt von einem Zwerg in die Zukunft versetzt wurde und orientierungslos wieder in ihr Heimatdorf kam. Ebenso an “meinen Klassiker” mit Abimelech aus biblischen Tagen, der von Gott nahe Jerusalem 66 Jahre in die Zukunft versetzt wurde.

Aber es erinnert auch an die Berichte von UFO-Entführten über Zeitverluste und Zeitanomalien während des Geschehens. “Fehlende Zeit” nennt die Forschung dieses heute, wobei der Name hier Programm ist. Wirklich in die Zukunft reist dabei jedoch kein Mensch. Schon gar nicht Jahrhunderte, wie in dieser Geschichte. Die UFO-Forschung bezeichnet dabei lediglich den Zeitverlust von UFO-Zeugen, den sie während ihrer Begegnung erfuhren. Fehlende Stunden, an die sich die jeweiligen Personen nicht mehr erinnern können.

Fehlende Zeit

Ihnen wird also keine Zeit geschenkt, sondern eher genommen. Eine zeitliche Lücke, die sie sich nicht erklären können, und in denen nach der klassischen Vorstellung das UFO-Erlebnis oder die Entführung stattfand. Auch der sogenannte “Oz-Faktor”, der ein Art Verzerrung der Wahrnehmung von Zeit, Umgebung und Raum bei einer UFO-Begegnung bezeichnet, gehört grundsätzlich thematisch dazu.

Schilderungen von Zeitreisen oder Zeitdehnungen in der Märchenwelt könnten sehr wohl mit dieser fehlenden Zeit der UFO-Forschung in Zusammenhang stehen. Sie sind auch nicht immer gradlinig in diesen Erzählungen zu finden, sondern auch umgekehrt. Das heißt, dass die Person in dem Märchen nicht nur kurze Zeit bei den Anderen verbringt und dann in der Zukunft wieder heim komm. Sie glaubt in diesen Fällen Tage, Wochen oder Monate bei ihnen gewesen zu sein, um dann bei der Rückkehr aus der Anderswelt festzustellen, dass vielleicht sogar nur wenige Minuten vergangen sind.

Auf das UFO-Phänomen übertragen hieße das, dass aus der “modernen” unerklärlich fehlenden Zeit bei unseren Vorfahren und im Volksmund derartige Zeitreisen wurden.

Als noch Zwerge lebten

Natürlich ist vieles Spekulation und Vermutung und kann nicht belegt werden. Wie auch, da wir die Magd noch sonst jemanden aus der Wünsdorfer Sage befragen können. Es ist nicht mal sicher, dass der in dem Märchen genannte Ort auch der wirklich ursprüngliche Ort des Geschehens war. Und wann es sich ereignet haben soll, ist nicht minder fraglich.

Die Kollegin Kati Pfau schrieb mit zu dieser Sage aus ihrer Heimat, dass es dort überhaupt keinen Mühlberg gibt, den die Geschichte nennt. Wohl einen “Mühlenweg” und in unmittelbarer Nähe die Straße “Am Mühlberg” nahe von zwei Seen. Die Märchenkennerin Pfau meint auch, dass Sagen “oft nur noch Bruchstücke” seien und eher “ausgeschmückte Historie überliefern” darstellen. Dennoch sei eine Besiedlung des heutigen Wünsdorf “seit mindestens 20.000 Jahren gesichert”. Im Zweiten Weltkrieg seien durch die Kriegsschauplätze dort rund um Berlin auch vielen Spuren verloren gegangen.

Seit der Kaiserzeit über die Wehrmacht bis zu den Russen in Zeiten der DDR sei das Gebiet militärisch genutzt worden. “Der Wald ist untertunnelt und überall findet man Reste von militärischen Anlagen”, so Pfau, und “keiner weiß so genau, was wo ist und vor allem, wie alt es ist”. Das Oberkommando der sowjetischen Ost-Truppen hatte dort seinen Sitz und bis 1994 war es Sperrgebiet.

Dennoch standen wohl bis zum Zweiten Weltkrieg Mühlen an diesem Ort.

Zwerge brauchen kein Gebirge

Mit Blick auf Erzählungen über Zwerge ist die geografische Lage aber durchaus interessant. “Keine Berge, kein Bergbau, kein Gebirge, keine Höhlen” finden sich dort. Nur Sand, Wald, Seen und Moor. Das ist nicht gerade das, was man als typisches Gebiet für Sagen und Märchen von kleinen fremdartigen Zwergenwesen betrachtet! Eher das Gegenteil.

Eine Legende aus einer dunklen Vergangenheit, als an verschiedenen Orten in der Welt “noch die Zwerge wohnten”. Vielleicht hat die UFO-Forschung tatsächlich recht, wenn sie Zwergenwesen aller Art mit den “Kleinen Grauen” Aliens des UFO-Phänomen in Zusammenhang bringt. Allerdings macht ein anders vermeintliches Märchen genau das ebenso, wenn es darin heißt, dass “Wichtel” die Kunde von “Wesen von einem anderen Stern” den Menschen überbracht haben. Nachlesen könnt Ihr das in diesem Artikel HIER.

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Märchen oder mehr? Ein Geschenk des Himmels, unsichtbare Menschen und rätselhafte Flugreisen zu Feen-Festen in eine fremde Welt

Ein Geschenk des Himmels, unsichtbare Menschen und rätselhafte Flugreisen zu Feen-Festen in einer anderen Welt (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Die einen nennen sie schlicht Sagen und Märchen. Andere Mythen oder einfach (europäische) Folklore. Wieder andere verborgene Wirklichkeiten und Erinnerungen aus einer längst vergangenen Zeit. Recht haben sie dabei alle. Die meisten Märchen und Sagen beinhalten “versteckte Wahrheiten” aus grauer Vorzeit, die heute immer wieder in den entsprechenden Überlieferungen aus aller Welt gesucht werden. Eingehüllt in einem Schleier von Symbolen, Gleichnissen und  Metaphern suchen nicht nur Märchen-Forscher diesen wahren Kern hinter den Geschichten. Auch Grenzwissenschaftler und Mystery-Forscher fahnden nach diesen und werden dabei nicht selten fündig. So auch bei einem überaus sonderbaren Märchen aus Ungarn, das an dieser Stelle vorgestellt werden soll. Auch in dieser Sage finden sich Kern-Elemente, die im Sinne der Prä-Astronautik vielleicht wahr sein könnten. Welche das sind, lest Ihr in diesem Artikel.


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Vorab: Etwas geschichtlicher Kontext

Im Jahr 1850 veröffentlichte Heinrich Christoph Gottlieb Stier seine Sammlung “Ungarische Sagen und Märchen” in Berlin. Stier hatte diese Erzählungen aus dem Erdelyischen selber ins Deutsche übertragen.

Erdelyischen? Erdelyisch, in ungarisch Erdély, ist eine Region im heutigen Rumänien. Genauer gesagt im legendären Gebiet von Transsylvanien in den südlichen Karpaten, wo einst der Roman-Graf Dracula gelebt haben soll. Siebenbürgen ist ein weiterer bekannter Name der rumänischen Region, in der in der Mitte des 19. Jahrhunderts die berühmten Habsburger herrschten.

Weite Gebiete des südlichen Nachbarlandes Ungarn waren einst Teil dieses Großfürstentum Siebenbürgen. Um 1848 kam es in Ungarn und auch Rumänien zu Revolutionen, die sich gegen die Vorherrschaft von Österreich(-Ungarn) und damit der Habsburger wandten. Ein Land und eine Region mit einer überaus wechselhaften Geschichte, weshalb wir in Rumänien beispielsweise bis heute deutschsprachige Ortsnamen etc. finden.

In Ungarn wiederum leben bis heute Nachfahren aus dieser österreichisch-ungarischen Epoche, die selbst Jahrzehnte des Kommunismus mit ihren Familien überstanden haben. Andere Konflikte sowie die beiden Weltkriege natürlich ebenso.

Genau jene Jahre in der Mitte des 19. Jahrhunderts waren auch die Jahre einer gewissen Elisabeth Amalie Eugenie, Herzogin von Bayern. Sie wurde nach der Hochzeit mit ihrem Cousin Franz Joseph I. aus dem Haus Habsburg-Lothringen im Jahre 1854 Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn. Heute kennt Elisabeth Amalie Eugenie in Deutschland wohl jeder unter ihrem Kino-Namen: “Sissi”.

Rumänien, Österreicher und Ungarn langen im Jahr der Veröffentlichung des Märchens von Stier längst im Streit. Die “Ungarnesierung” des Landes, nach dem ungarischen Wort für ihr Land Magyarisierung genannt, erregte landesweit Widerstand und Unruhe. Die mehr als wechselvolle Geschichte dieser Regionen wirft auch ein etwas anders Licht auf das Märchen. Es stammt nicht aus dem Land Ungarn, so wie wir es heute kennen, sondern aus den Karpaten bzw. Transsylvanien.

Eine gebirgigen Region, mit teils schroffen, hohen und schwer zugänglichen Bergen und schier endlosen und undurchdringlichen Wäldern. Das Gegenteil des heutigen Ungarn. Aber für den Verlauf der folgenden Erzählung ein interessanter geographischer und landschaftlicher Kontext.

Der fromme Schafhirte und der Zauber-Pelz

Heinrich Stier sein “ungarisches” Märchen erzählt, wie ein armer Mann einen frommen Sohn hatte, der seinem Tagewerk als Schafhirte nachging. Irgendwie war der Hirte aber mit sich und der Welt unzufrieden und “stieß er tiefe Seufzer gegen den Himmel aus”. Die blieben nicht ungehört:

Auf ein leises Geräusch sah er hinter sich, und der heilige Petrus trat ihm entgegen als ein alter grauer Mann.

“Petrus”, also eine Figur, die christlicher kaum sein könnte, fragte dem seufzenden Schäfer, was er sich wünschen würden. “Einen Pelz, in dem man einen nicht sieht, wenn man sich drein wickelt”, war einer seiner Wünsche, die ihn der “alte graue Mann” gerne erfüllte. Auch einen gewünschten Ranzen bekam er geschenkt, vermehrt das Märchen. “Und der graue Petrus verschwand” so plötzlich, wie er aus dem Nichts gekommen war.

Der fromme Hirtenjunge lies seine Arbeit hinter sich und machte sich auf dem Weg in die Hauptstadt. Dort wollte er sein Glück versuchen. Nicht in einem neuen Beruf, sondern sogleich beim König selber. Von diesem Herrscher wird in der Geschichte erzählt, dass er 12 Töchter habe, “von denen 11 alle Nacht mindestens sechs Paar Schuhe verbrauchten”. Niemand konnte bisher hinter das Mysterium der Prinzessinnen kommen, so dass die Leute schon zu reden begannen. Mehr noch, denn der gewaltige Schuh-Verschleiß seiner Töchter verzehrte “einen guten Teil seiner Einkünfte”.

Wie es sich für ein anständiges Märchen gehört, versprach der König “seine jüngste Tochter dem, der das Geheimnis ans Tageslicht brächte”. Mit allerlei List hatten es unzählige Männer bereits versucht. Keiner konnte das Geheimnis lüften. Alle wurden nur von den Töchtern verlacht, weshalb sie “beschämt wieder abzogen”. Hier sah der Schäferjunge die Gunst der Stunde gekommen und meldetet sich “im Vertrauen auf seinem Pelz” beim König.

Nächtliche Aus-Flüge

Der Ex-Schäfer schlich sich nun – unsichtbar durch seinen Zauber-Pelz – nachts mit den 12 Töchtern in ihr Schlafgemach und wartetet einfach ab. Tatsächlich geschah es zur Mitternachtsstunde:

Es war Mitternacht geworden, da kam ein Geist, ging bei ihnen herum und weckte sie. Jetzt war große Tätigkeit; sie zogen sich an, putzten sich und stopften einen Reisesack voll Schuhe. Die Kleinste aber wusste von all diesem Getreibe nichts. Darum weckte der unsichtbare Schäferjunge unvermerkt auch diese, was die übrigen Schwestern mit Schrecken wahrnahmen. Da es aber nun einmal geschehen war, hielten sie es für das Beste, sie auch zu sich zu locken, wozu sich das Mädchen auch nach einigem Zögern verstand.

Als so alles fertig war, stellte der Geist ein Becken auf den Tisch, jede bestrich daraus ihre Schultern und alsbald wuchsen ihnen Flügel an. Der Schäferjunge tat desgleichen, und wie sie alle zum Fenster hinaus flogen flog er ihnen nach.

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Ohne Frage ein sehr interessanter “Geist”, der da mit einer Art magischen “Becken” zu den 12 Königstöchtern kam. 11 der Hofdamen waren offensichtlich mit diesem “Geist” bekannt, nur die 12. nicht, da sie erst von dem unsichtbaren Jungen geweckt wurde. Dem Anschein nach dufte sie gar nicht mitfliegen. So war es auch, denn die 12. Tochter war in dieser Nacht zum ersten Male dabei:

Nachdem sie einige Stunden geflogen waren, kamen sie in einen großen kupfernen Wald und darin an einen Brunnen mit kupferner Einfassung, auf der zwölf kupferne Becher standen. Hier erfrischten sie sich und die Mädchen tranken, aber die Jüngste, die die Reise zum ersten Male mitmachte, sah sich immer ängstlich um.”

Der unsichtbare Verfolger “steckte einen Becher und etwas abgestreiftes Laub in seinen Ranzen” und wurde dabei von der jüngsten Königstochter gehört. “Da klirrte der Baum und zuletzt zog ein Klang durch den ganzen Wald”, so das sie ihre 11 Schwestern drauf aufmerksam machte, dass sie offenbar jemand verflog. Sie lachten ihre kleine Schwester aber nur aus, hielten den Weg für sicher und alle flogen weiter. Natürlich auch der unsichtbare Emitter im Auftrag des Königs.

Zweimal wiederholte sich exakt das gleiche Geschehen in zwei weiteren, ähnlichen Wäldern, in dem die Flugreise-Gruppe jeweils eine Pause machte. Einmal allerdings statt Kupfer ein Wald mit mit Silber und bei der dritten Rast mit Gold. Auch hier sammelte der unsichtbare Reisende entsprechende Souvenirs wie bei der ersten rast im “Kupfer-Wald”.

Feier mit den Feen-Jünglingen

Nach den drei Abstechern in den Wäldern aus Metall war die Flug-Gruppe um den “Geist” im Ziel. In der Sage heißt es zu den weiteren wundersamen Ereignissen:

Als sie aus dem Wald heraus waren, kamen sie an einen ungeheuren Felsberg, dessen moosige Gipfel mit entsetzlicher Steile gen Himmel ragten. Hier machten sie alle Halt, der Geist schlug mit einer goldenen Rute an den Felsen, worauf er aufsprang und alle durch die Öffnung hinein gingen, aber auch der Jüngling mit ihnen.

Jetzt traten sie in ein prachtvolles Zimmer, welches sich in einen Saal öffnete, der mit noch weit feenhafterem Glänze ausgeschmückt war.

Wirklich ein mehr als seltsamer Berg oder Felsen, zweifellos. Aber in diesem wundersamen Saal im Inneren ging die Party erst richtig los, wie man salopp sagen würde. Wir erfahren weiter:

Von hier kamen ihnen 12 wunderschöne Feenjünglinge entgegen. Die Dienerschaft vermehrte sich von Minute zu Minute und war eifrig beschäftigt, alles einzurichten, was zu einem prächtigen Balle gehört. Jetzt ertönte eine zauberische Musik, die Türen eines ungeheuer großen Tanzsaales öffneten sich und nun floss die rauschende Lust ohne aufhören.

Erst gegen Morgen machte sich die adelige Truppe und der unsichtbare Schäfer wieder auf dem Heimweg. Dass er bei diesem unheimlichen Gelage in einem verzauberten “Berg” die ganze Zeit anwesend war, wusste niemand von ihnen. Zuhause taten sie Prinzessinnen so, als sei in der Nacht nichts vorgefallen. “Was aber die ganz zerlumpten Schuhe widerlegten”, wie es im Märchen heißt. Gleichfalls natürlich die Zeugenaussage des Schäferjungen, denn “alles was vorgefallen war” schilderte er dem König. Auch die jüngste der 12 Töchter, die eigentlich gar nicht mitfliegen sollte, zeugte gegen ihre 11 Schwestern. Und “die Becher und Baumzweige” aus Kupfer, Silber und Gold, die der Hirtenknabe bei den drei Pausen mitnahm, bewiesen letztlich eindeutig, dass die Prinzessinnen gelogen hatten.

Es kam, wie es kommen musste: Der arme Schäfer bekam die jüngste Prinzessin zur Frau, “die 11 Mädchen aber wurden als Zauberinnen verbrannt”.

Christliche Moral und mythische Orte

Was sind schon Märchen? – denken viele Menschen heute. Für Mystery-Jäger, Prä-Astronautiker und auch UFO-Forscher waren und sind sie immer mehr als nur Phantasie. So auch möglicherweise in dieser Geschichte, die ohne Frage stark vom Christentum geprägt ist.

Diese Prägung zeigt sich gleich zu Beginn durch die Identifizierung des “altern grauen Mann” als den heiligen Petrus. Weiter auch durch die Anzahl der Schwestern in dieser Erzählung. Zwölf ist in der Bibel eine der bekannten heiligen Zahlen; etwa wie auch die Sieben oder die Vierzig. Vor allem aber Jesus Christus laut dem Neue Testament 12 Apostel als Kern seiner Anhängerschaft, die er selber als Verkünder seiner Lehren auserwählte.

(Simon) Petrus war dabei wohl der wichtigste unter allen Jüngern, der im Neuen Testament als die “Säulen” der ersten Christen dargestellt wird. Bis heute sehen sich die katholischen Päpste im Vatikan als die direkten Nachfolger Petrus (Petri) und damit als erste Verkünder der Lehren Jesus. Einen wichtigeren Jünger als Petrus gab es nicht. Genau dieser 1. Papst oder 1. Verkünder des Glaubens soll dem Märchen nach also dem armen Hirtenjungen erschienen sein, um ihn unter anderem den Zauber-Pelz zu schenken.

Unter den 12 Aposteln befand sich letztlich natürlich auch ein (angeblicher) Verräter mit Namen Judas Iskariot. Wie bei den 12 Prinzessin im Märchen, die von einer der ihren an den Vater (König) verraten wurden. Warum wurden sie verraten? Weil sie sündigten! Sie feierten nachts wilde Feste in einer anderen und wundersamen Welt, zu der sie mit Hilfe eines Geistes flogen. In einem verzauberten “Berg” lag diese Anderswelt mit ihrem “Ballsaal”, in dem sich gleich passend 12 fremde Wesen befanden. Männliche Feen.

Ein fliegender “Geist” wiederum hatte allein die Macht, “mit einer goldenen Rute” diese Anderswelt für die Schwestern zu öffnen. Die dort mit ihrer Dienerschaft lebenden “Feenjünglinge” verbrachten nicht nur diese eine Nacht mit den Schwestern in “rauschende Lust ohne aufhören”. Immerhin soll es jede Nacht zu diesen Gelage gekommen sein – was ja auch den König veranlasste, den unsichtbaren Spion zu engagieren.

Mehr christliche Moralvorwürfe und “Teufelszeug” in einem so kurzem Märchen gehen kaum. Nur was ist daran wahr und was nicht?

Märchenhafte Wahrheiten …

Heidnische Vorstellungen von Geistern, fremden Wesen und einer Anderswelt dieser Kreaturen sind hier klar als “Teufelszeug” verurteilt. Die 11 sündigen Schwestern wurden schließlich auch “als Zauberinnen verbrannt” und nur die “Verräterin” unter den Zwölf durfte weiterleben. Sie ist in der Geschichte aus christlicher Sicht ja auch die gute Verräterin, da sie sich nie an diesen heidnischen Festen beteiligte, bis der unsichtbare Hirte das Mädchen quasi irrtümlich weckte.

Eine Warnung von heidnischen, unsittlichen und vermeintlich ungöttlichen Verhalten und Bestrebungen im Gewand eines moralisch korrekten Märchens. Angesiedelt in den weiten Wäldern und schroffen, unwegsamen Bergen Rumäniens. Ein durchaus üblicher und oft wiederzufindender Kern solcher Geschichten unserer Ahnen. Was aber auch immer wieder zu finden ist, und das sogar nicht selten, ist das Erdzählmotiv von Festen, Bällen oder gleich ganzen Gelagen in der Anderswelt. In einigen Beiträgen auf Grenzwissenschaft und Mystery Files wurde darauf bereits verwiesen.

Das heißt, dass Menschen von fremden Kreaturen wie Feen oder schlicht Geistern in der Märchen- und Sagenwelt immer wieder zu solchen Orten gebracht worden sein sollen. Häufig ging es ihnen da gut und es gefiel ihnen sogar in der Anderswelt genannten Umgebung. Nicht selten bemerkten die Entführten dabei nicht einmal, wie schnell die Zeit in ihrer normalen Welt in ihrer Abwesenheit verging. Auch dieses Märchen um die 12 Schwestern scheint das durchaus anzudeuten.

Immerhin dauerte der Flug “einige Stunden”, bis sie eine erste Pause machten. Und der “Geist” weckte die Prinzessinnen auch erst um Mitternacht, woraufhin sie sich erst zurecht machten und ihre Sachen für die Reise packen, wie es das Märchen sagt. Erst “gegen den Morgen machten sich die Mädchen auf den Weg” zurück, heißt es, und daheim angekommen taten sie so, “als wäre gar nichts vorgefallen”. Die Prinzessinnen waren auch nicht müde oder erschöpft von ihrem Ausflug und dem Fest mit den Feen-Männern, sondern “standen zur gewöhnlichen Zeit auf”.

Märchen und Aliens

Modern UFO-Forscher sehen in derartigen Märchen und Sagen schon lange mögliche Hinweise auf frühe UFO-Entführungen. Inklusive der fremdartigen Umgebung (Oz-Faktor), rätselhafter “Flüge” (schweben), Zeitverlusten oder sogar Zeitanomalien und natürlich die fremden Wesen selbst, in diesem Falle Feen. Zweifellos ist dieser Kern in alten Erzählungen der Folklore immer wieder zu finden!

Der “Pelz”, den der junge und betont fromme Schafhirte von “Petrus” als Geschenk bekam, ist ein weiterer Kern des Phantastischen in diesem Märchen. Tarnkappen, Mäntel oder Umhänge in Sagen, die ihren Träger unsichtbar machen konnten, kennen heute sogar Menschen, die sich überhaupt nicht mit derartigen Geschichten auseinander setzten. Interessant ist in diesem Zusammenhang ein anders Märchen, dass ausführlich im Posting HIER behandelt wurde. Darin heißt es nämlich klipp und klar, dass diese “Technik” der Unsichtbarkeit von Außerirdischen (“Wesen von anderen Sternen”) zur Erde gekommen ist …

Natürlich kann niemand beweisen, dass dieses Märchen – oder andere Geschichten dieser Art – irgendwas mit Außerirdischen zu tun haben. Es lässt sich nicht mal belegen woher genau aus Rumänien das “ungarische” Märchen stammt und wie alt es sein mag. Oder auch, ob es ältere Versionen und variierende Erzählungen von diesem gibt. Bei Sagen und Märchen, die über Jahrhunderte wenn nicht Jahrtausende nur mündlich weitergegeben wurden, ist das sehr wahrscheinlich.

Man muss sich aber immer wieder fragen, warum unsere Ahnen solche “Phantasiegeschichten” mit vielfach sogar identischen Kern-Aussagen erzählten. Dienten sie wirklich nur der Unterhaltung oder der Warnung vor diesem und jenem? Und enthalten sie vor allem mehr Wahrheiten, als jene, die Märchen-Forscher so oder so hinter vielen dieser Erzählungen sehen? Nicht nur in einem historischen Kontext, sondern auch in einem Phantastischen …?

Was denkt Ihr? Diskutiert gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Astronautengötter und die Gebrüder Grimm: Ein seltsames Zeitreise-Märchen und ein noch seltsameres “Zwerglein” aus dem Böhmerwald +++ Artikel +++

"Missing Time" bei den Gebrüdern Grimm: Ein seltsames Märchen und Männchen (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
“Missing Time” bei den Gebrüdern Grimm: Ein seltsames Märchen und Männchen (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Denkt man an Märchen, denken viele Menschen sofort an die Geschichten der Brüder Grimm. Klassiker wie “Der Froschkönig”, “Rapunzel”, “Aschenputtel” und natürlich “Schneewittchen” kennt sicher jeder aus den Märchensammlungen von Jacob und Wilhelm Grimm. Schöne Geschichten aber eben Märchen. In der grenzwissenschaftlichen Forschung sieht man das naturgemäß ein wenig anders. Schon lange werden hier Sagen und Märchen aus aller Welt dahingehend betrachtet, ob es darin Parallelen oder Hinweise auf die Astronautengötter gibt. Fündig wurden viele Prä-Astronautiker und Mystery-Jäger. Allerdings praktisch nie bei den “Klassikern” der Grimms. Und doch beinhalten deren Sammlungen die ein oder andere rätselhafte Überlieferung, die nur wenige Grenzwissenschaftler kennen. Auf ein solches “Märchen” wurde ich jüngst aufmerksam gemacht, da es fraglos überaus interessante Elemente im Sinne der Prä-Astronautik enthält. Welche das sind, was die spannende Legende erzählt und wo es eine Jahrtausende alte Parallele gibt, erfahrt Ihr wie immer hier.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Von Märchen und Sagen

Vor wenigen Tagen habe ich auf diesem Blog einen Artikel veröffentlicht, der von einer seltsamen Erscheinung aus der Welt des Paranormalen handelt. Eine Art “Geistergeschichte”, die sich angeblich 1933 in der damaligen UdSSR ereignet haben soll.

Ich bat in dem entsprechen Posting auch um Eure Hilfe, ob Ihr mehr Informationen oder Quellen zu diesem Fall aus Russland habt. Kurz darauf erreichte mich eine E-Mail meines Lesers Rainer L., der mich im Zusammenhang mit meinem Artikel auf eine andere seltsame Geschichte hinwies.

Diese sei in den Veröffentlichungen der Brüder Grimm zu finden, und weise Ähnlichkeiten zu dem Fall von 1933 auf, so Rainer L. In der Tat hatte er Recht. Und nicht nur das, denn dieses angebliche Märchen aus der Sammlung der Brüder Grimm zeigt noch zu weiteren Überlieferungen Parallelen.

Ich selber habe in über zwei Jahrzehnten immer wieder derartige Mythologien, Sagen & Co. im Sinne der Götter der Sterne beleuchtet um mögliche Verbindungen zu finden. Doch die von Rainer L. genannte Geschichte war mir leider bisher entgangen.

Spuren der Astronautengötter

Jacob und Wilhelm Grimm sind zweifellos die Märchensammler schlechthin gewesen. Ihnen verdanken wir die eingangs erwähnten Klassiker, die mit Sicherheit jedes Kind in Mitteleuropa kennt. Die Brüder Grimm sammelten zu Lebzeiten jedoch unzählige Sagen und Märchen, die sie später in verschiedenen Sammlungen publizierten. Dass sie dabei auch verschiedene Versionen einzelner Erzählungen zu einer neuen Version kombinierten, ist auch vielen bekannt.

Märchen, die ein und dasselbe Thema erzählen, variieren von Region zu Region und auch von Zeit zu Zeit. Schließlich handelt es sich auch und vor allem um mündliche Erzählungen. Ein Umstand, den übrigens kein Astronautengötter-Jäger anzweifelt, wenn Märchen und Sagen der Folklore nach möglichen Spuren der Ancient Aliens in deren Kern “abgeklopft” werden.

VIDEO: UFOs und fremde Wesen im Mittelalter und seit Jahrtausenden: Das UFO-Phänomen ist uralt … und keine moderne Erfindung einer “Phantasten”! (Bild & Montage: L. A. Fischinger)
VIDEO: UFOs und fremde Wesen im Mittelalter und seit Jahrtausenden: Das UFO-Phänomen ist uralt … und keine moderne Erfindung einer “Phantasten”! (Bild & Montage: L. A. Fischinger)

Immerhin ist es vollkommen logisch für die Idee der Prä-Astronautik, dass man Mythologien, Sagen, Überlieferungen und all die Erzählungen der Vergangenheit “neu und modern betrachtet“.

Wirkliche Grenzen, die zum Beispiel durch Zeitepoche, Herkunft oder deren Quelle gezogen werden, gibt es hierbei nicht. Das wird am klassischen Beispiel der biblischen und jüdischen Texte und Märchen deutlich. Diese werden schon Jahrzehnte prä-astronautisch gedeutet und sind teilweise Jahrtausende alte Schriften.

Religiöse Schriften (aus aller Welt) kann man in diesem Sinn interpretieren. Nur hören diese meiner Meinung nicht auf, wenn solche Überlieferungen offiziell als “Folklore” und damit “Märchen” gelistet sind. Nur weil sie nicht schriftlich seit tausenden von Jahren vorliegen, darf man sie nicht bei der Suche nach ihrem wahren Kern ignorieren.

Aber was mag dieser “wahre Kern” in dem Grimm-Märchen mit dem Namen “Die Heiligszwerge” sein?

Es war einmal im Böhmerwald

Die Geschichte beginnt mit einer Ortsangabe, wo das folgende Ereignis stattgefunden haben soll:

Am Fluss Eger zwischen dem Hof Wildenau und dem Schlosse Aicha ragen ungeheure große Felsen hervor, die man vor alters den Heilingsfelsen nannte.

Den genannten Heilingfelsen gibt es tatsächlich und auch die Ortsangaben passen dazu. Es ist, so weiß es auch Wikipedia korrekt, ein “sagenumwobenes Naturdenkmal”, das im “Hans-Heiling-Tal” am Fluss Eger westlich von Karlsbad liegt. Heute ist das Tschechien und diese Felsen sind angeblich schon seit unbekannten Tagen ein mythisches Gebiet.

Eine Sage, die verkürzt auch die Brüder Grimm veröffentlichten, erzählt von “Hans Heiligens”, dem Namensgeber der Felsen. Dieser wohlhabende Hans war “mit den Teufel” im Bunde und verfluchte eines Tages die Hochzeitsgesellschaft seiner nicht erwiderten Liebe. So kamen die Felsen zu ihren Namen “Hans Heilings Felsen” …

In dem Märchen “Die Heiligszwerge” heißt es, dass am Fuß des Berges eine kleine gewölbte Höhle existieren würde, die “von kleinen Zwerglein bewohnt” gewesen sein soll. Einem dieser “Zwerge” soll, so die Sage weiter, eines Tages vor langer Zeit einmal ein lokale Bewohnerin aus dem Dorf Taschwitz begegnet sein. Eine Treffen in einem seltsamen “Haus”, dass diese Frau wohl nie vergessen hatte.

"So rasch wie der Wind": Eine UFO-Entführung vor Jahrhunderten in Irland? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung & Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: “So rasch wie der Wind”: Eine UFO-Entführung vor Jahrhunderten in Irland? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung & Montage: L. A. Fischinger)

Die Sage erzählt dies Ereignis in der Grimm-Version so:

Einmal vorzeiten ging ein Weib, aus dem Dorfe Taschwitz bürtig, am Vorabend von Peter Pauli in den Forst und wollte Beeren suchen; es wurde ihr Nacht, und sie sah neben diesem Felsen ein schönes Haus stehen. Sie trat hinein, und als sie die Tür öffnete, saß ein alter Mann an einem Tische, schrieb emsig und eifrig. Die Frau bat um Herberge und wurde willig angenommen. Außer dem alten Mann war aber kein lebendes Wesen im ganzen Gemach (…).”

Irgendwie schien es in der Höhle des alten Zwerges aber nicht mit rechten Dingen zuzugehen. “Es rumorte heftig in allen Ecken, der Frau ward greulich und schauerlich”, so dass die Besucherin von dem Fremden wissen wolle, wo sie eigentlich genau sei. Dieser sagte nur, er heiße “Heiling” und müsse bald verreisen. Er sei praktisch einer der letzten seiner Art hier, “denn zwei Drittel meiner Zwerge sind schon fort und entflohen”.

“Alles war seltsam und verändert”

“Diese sonderbare Antwort machte das Weib nur noch unruhiger”, geht es in der Erzählung weiter. Eigentlich wollte sie noch mehr wissen, aber der Zwerg verbot ihr eitere Nachfragen und “gebot ihr Stillschweigen”. Bevor sich die Frau “demütig” und erschöpft schlafen legte, mahnte die fremde Gestalt noch:

Wäret Ihr nicht gerade in dieser merkwürdigen Stunde gekommen, solltet Ihr nimmer Herberge gefunden haben.”

Eine seltsame Anspielung des Zwerglein in seinem Haus. Aber nicht zu unrecht, denn als die Frau am kommenden Morgen aus ihrem Schlaf erwachte, war das gruselige Haus verschwunden. Ebenso das fremde Wesen war nirgends mehr zu sehen. Sie erwachte “mitten unter dem Felsstein” und glaubte, dass sie all das nur geträumt habe. So machte sie sich “froh und zufrieden, dass ihr in der gefährlichen Gegend kein Leid widerfahren sei”, zufrieden und erholt zurück in ihr Heimatdorf.

Bei der Ankunft in Taschwitz dann der Schock, denn es war irgendwie “alles so verändert und seltsam”. Und weiter:

Im Dorf waren die Häuser neu und anders aufgebaut, die Leute, die ihr begegneten, kannte sie nicht und wurde auch nicht von ihnen erkannt. Mit Mühe fand sie endlich die Hütte, wo sie sonst wohnte, und auch die war besser gebaut; nur dieselbe Eiche beschattete sie noch, welche einst ihr Großvater dahin gepflanzt hatte”

Neubauten und Renovierungen in Taschwitz, die in nur einer Nacht geschaffen wurden und das Bild des Dorfes dermaßen veränderten? Das ist weder heute möglich – noch war es damals möglich. “Das Weib” hatte sich aber nicht verlaufen, da sie schließlich auch ihr (restauriertes) Heim wieder gefunden habe.

VIDEO: Von Aliens entführt? UFO-Entführungen heute und in der Vergangenheit (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Von Aliens entführt? UFO-Entführungen heute und in der Vergangenheit (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Es scheint, als habe sie ganz allein ihr Haus bzw. ihre Hütte wiedergefunden. Schließlich konnte niemand ihr den Weg weisen, da sie niemanden der Dorfbewohner kannte und niemand kannte sie. Es wird aber noch Seltsamer.

Eine Irre im Dorfe?

Wie es nicht anders zu erwarten war, wollte die Frau in ihr vermeintliches eigenes Haus eintreten. Nur schien es nicht ihr Heim zu sein, und so wurde “von den unbekannten Bewohnern als eine Fremde vor die Tür” gesetzt.

Sie selber war deshalb tief bestürzt und schien an ihrem Verstand zu zweifeln. Wie auch die Dorfbewohner selbst, als sie nach der unliebsamen Begegnung an “ihrer” Hütte “weinend und klagend im Dorfe umher” rannte.

Als es den Dörflern letztlich zu viel wurde, wurde die “Irre” dem Dorfvorstand vorgeführt. Was dieser dann heraus fand, klingt unglaublich:

Die Leute hielten sie für wahnwitzig und führten sie vor die Obrigkeit, wo sie verhört und ihre Sache untersucht wurde; sieh da, es fand sich in den Gedenk- und Kirchenbüchern, dass grad vor hundert Jahren an ebendiesem Tag eine Frau ihres Namens, welche nach dem Forst in die Beeren gegangen, nicht wieder heimgekehrt sei und auch nicht mehr zu finden gewesen war.”

Nach nur einer Nacht in den ominösen und nachher verschwundenen “Haus” des alten Zwerges kam sie 100 Jahre später erst in ihr Dorf zurück! Nach dem Märchen aus dem Böhmerwald war auch die Dorfgemeinschaft und die Obrigkeit angesichts dieser rätselhaften Zeitreise der Frau sprachlos und fasziniert:

“Es war also deutlich erwiesen, dass sie volle hundert Jahr im Felsen geschlafen hatte und die Zeit über nicht älter geworden war. Sie lebte nun ihre übrigen Jahre ruhig und sorgenlos aus und wurde von der ganzen Gemeinde anständig verpflegt zum Lohn für die Zauberei, die sie hatte erdulden müssen.

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“Zauberei” überall!

Eine phantastische Erzählung, auf die mich hier Rainer L. hingewiesen hat. Natürlich ist es ein “Märchen” und ich selber habe bereits unzählige Märchen, Überlieferungen und Sagen dieser und ähnlicher Art in Büchern, Artikeln und Postings zum Thema. Darum wäre es an dieser Stelle unsinnig hier eine Parallele und ein Beispiel nach dem anderen aus anderen Mythologien zu benennen.

ARTIKEL: Gott und die Berufung des Mose am “brennenden Dornbusch”: War in Wahrheit alles ganz anders? ( Bild: Archiv W.-J. Langbein)
ARTIKEL: Gott, Moses und der “brennende Dornbusch”: War es in Wahrheit ganz anders und wurde Moses sogar entführt? (Bild: Archiv W.-J. Langbein)

Ein sehr deutliches Beispiel soll reichen, das ich in meinem Prä-Astronautik-Buch “Götter der Sterne” 1997 umfassend zitiert habe:

Was mir an dieser Sage über “Die Heiligszwerge” sofort aufgefallen ist, ist eine erzählerische Verbindung zu einer viel älteren Überlieferung.

Diese stammt allerdings aus der jüdisch-biblischen Tradition und ist in einer außerbiblischen Schrift niedergeschrieben worden. Sie gehört also zu den apokryphe Schriften, die zwar klar mit biblischen Texten in Verbindung und in deren Tradition stehen, aber nicht innerhalb der Bibel zu finden sind.

Das beste weil bekannteste Beispiel in der Grenzwissenschaft sind hier die Texte des biblischen Propheten Henoch. Auch die gehören zu den apokryphen Schriften.

Diese Schrift wird “Reste der Worte Baruchs” oder “Nachtrag zum Propheten Jeremias” genannt. Die biblischen Propheten Baruch und Jeremia lebten und wirkten rund 600 Jahre vor Christus. In diesem Text findet sich die Geschichte eines Mannes mit Namen Abimelech, mit dem der Gottesmann Jeremia befreundet war.

So kam es, dass Jeremia eines Tages ein Treffen mit Gott und seinen Himmlischen hatte, die vom Himmel hernieder kamen. Bei dieser Gelegenheit bat Jeremia, dass der Herr und seine Helfer diesen Abimelech irgendwie in Sicherheit bringen mögen, da bald Jerusalem zerstört würde. Das solle Abimelech nicht mir ansehen. Gesagt getan.

So bekam Abimelech den Auftrag, dass er in den nahen Bergen einen Korb Feigen für Jeremia sammeln gehen soll. Dort würde Gott schon auf ihn warten und so auf wundersame Weise retten.

Ein Verirrter in der Stadt

Selbstverständlich ging Jeremias Freund und Helfer auch los in die Berge, wobei er dann allerdings während einer Verschnaufpause einschlief. Munter erwacht hatte Abimelech daraufhin ein schlechtes Gewissen und eilte zurück nach Jerusalem und zu Jeremias. Also ging er nichts ahnend zurück und dachte nicht im Traum daran, dass er Jahrzehnte “geschlafen” hatte.

VIDEO: Monster, Mythen und Mysterien: Urlaubsinsel Sylt jenseits von Promis, Party & Prosecco (Bild: L.A. Fischinger)
VIDEO: Monster, Mythen und Mysterien: Urlaubsinsel Sylt jenseits von Promis, Party & Prosecco (Bild: L. A. Fischinger)

Das änderte sich erst, als er an Jerusalems Mauern angekommen war und eine verstörende Feststellung machen musste:

„Doch kennt er weder diese Stadt, noch ihre Häuser, noch seine eigene Familie. (…) Dies ist gar nicht die rechte Stadt.“ (Kapitel 5, Verse 7-8)

Was war passiert? Sicher zweifelte auch Abimelech langsam an seinem Verstand, wie es die Frau in dem Märchen oben tat.

Ich bin verwirrt, weil ich den Bergweg ging. Ich bin gerade aus dem Schlaf erwacht. Der Kopf ist mir noch schwer; ich habe noch nicht genug geschlafen; ich bin verwirrt. Verwunderlich! Wie kann ich nur vor Jeremias sagen, ich sei verwirrt!“ (Kapitel 5, Verse 9-11)

Verstört ging Abimelech vor die Stadtmauern und “schaute nach den Merkmalen der Stadt”. Schnell erkannte er an diesen, dass dieser Ort tatsächlich Jerusalem war. Nur war die Stadt irgendwie anders und auch innerhalb der Stadtmauern erkannte er keinen einzigen Menschen wieder. Alles waren Fremde. Erst ein alter Mann brachte Aufklärung.

Dieser Greis erzählte Abimelech, dass es bereits 66 Jahre her sei, “seitdem das Volk nach Babylon verschleppt worden ist”. Mehr als sechs Jahrzehnte waren nach dieser Überlieferung also vergangen, seit dem Abimelech “mal eben” Feigen sammeln ging. Er konnte es verständlicherweise nicht glauben und wollte den Senior sogar “beschimpfen” und “verlachen”.

Erst als klar wurde, dass die gesammelten Feigen in seinem Korb noch frisch und saftig waren, glaubte er an dieses göttliche Wunder. “Schau auf das Ackerland und sieh”,  so der greise Mann zu Abimelech, die Feigensamen würden erst keimen, denn “die Zeit für Feigen ist noch nicht gekommen” …

Unglaublich?

ARTIKEL: Unsichtbare Riesen und die "Wesen eines anderen Sterns": Spuren der Prä-Astronautik in der Sagenwelt (Bild: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Unsichtbare Riesen und die “Wesen eines anderen Sterns”: Spuren der Prä-Astronautik in der Sagenwelt (Bild: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Abimelech und die namentlich nicht genannte Frau aus der Sage haben offensichtlich Ähnliches erlebt! Da besteht zumindest anhand der Texte überhaupt kein Zweifel.

  • Beide begegnen “überirdische Wesen”: Im Märchen ein Zwerglein in/mit einem später verschwundenen Haus. Bei Baruch Gott/Engel.
  • Beide schlafen ein.
  • Beide wachen erst sehr viele Jahre später wieder auf, sind sich dessen aber nicht bewusst.
  • Beide gehen dann heim, erkennen aber ihr Dorf bzw. ihre Stadt nicht mehr wieder.
  • Beide erkennen jedoch, dass sie grundsätzlich am richtigen Ort sind.
  • Beide finden keine ihnen bekannte Bewohner mehr vor.
  • Beide zweifeln letztlich an ihrem Verstand.
  • Beide stellen letztlich fest, dass sie durch “überirdische Wesen” durch die Zeit gereist sind.
  • Beide sammeln sogar in den Erzählungen Beeren bzw. Früchte.

All das klingt zu schön, um auch wahr zu sein! Niemand pocht (hoffentlich) in der Grenzwissenshaft und hier spezielle der Prä-Astronautik, dass sich diese und viele ähnliche Berichte dieser Art eins zu eins so zutragen haben. Es faszinieren aber immer wieder die “Kerne” derartige Überlieferungen und sogenannter Märchen.

Vielleicht stimmen sie – vielleicht auch nicht. Weder das eine noch das andere kann man belegen. Lediglich vermuten oder glauben kann man, dass hier Spuren von Astronautengöttern (die fremden Wesen) vorhanden sind, da solche Sagen eben weltweit existieren. In den beiden Beispielen hier wären diese Hinweise das Eingreifen oder besser gesagt die Manipulation von nicht-menschlichen Wesen von Menschen. Klar verbunden mit Zeitanomalien, da hier sicher niemand jahrzehntelang geschlafen hat.

Oder man sieht in ihnen schlicht und einfach nichts weiter als fromme Belletristik unserer Vorfahren rund um die Welt, wie es die meisten Kritiker machen. Letztendlich wissen wir einfach nicht!

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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