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Rätselhafte Bodenzeichnungen und Geoglyphen in Schottland: Ein “Nazca Europas” und ein Rätsel der Archäologie? +++ YouTube-Video +++

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Was bedeuten die Rätselhaften Bodenzeichnungen in Schottland? Ein "Nazca Europas" ...? (Bilder: Google Earth / Montage: Fischinger-Online)
Was bedeuten die Rätselhaften Bodenzeichnungen und Geoglyphen in Schottland? Ein “Nazca Europas” …? (Bilder: Google Earth / Montage: Fischinger-Online)

Liegt im Nordosten von Schottland ein Rätsel der Archäologie verborgen, dass bisher mehr oder weniger übersehen wurde? Mysteriöse Spuren der Vergangenheit, die aussehen wie die weltberühmten Scharrbilder in der Ebene von Nazca in Peru, die ebenso bis heute ein Mysterium sind? Man könnte tatsächlich daran denken, wenn man sich die zahllosen geometrischen Figuren, Strukturen, Bilder, Kreisformen usw. aus der Luft ansieht, die dort in der Landschaft liegen. Was sich genau kaum beachtet in Schottland befindet, was für Hintergründe, Erklärungen, Deutungen und Spekulationen es dazu gibt, erfahrt Ihr in diesem Video auf meinem YouTube-Kanal der Grenzwissenschaft & Mystery Files


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Ein „Nazca in Europa“? Ein Mekka für die Luftbildarchäologie und ein Rätsel der Archäologie? Oder nur Wikinger, Holzfäller mit Langeweile, mittelalterliche Bauern, “Barbaren-Stämme” ?

Zumindest könnte man daran denken, wenn man sich die zahllosen geometrischen Spuren, Bilder, Kreisformen usw. auf der Luft ansieht, die hier in Schottland im Norden Großbritanniens in der Landschaft liegen. Zum Teil überaus sonderbare Bodenzeichnungen, auf die mich über meine Facebook-Seite mein Mystery-Freund André Tetsch vor geraumer Zeit hingewiesen hat.

All das ist sehr gut via Google Earth zu bestaunen (zum Beispiel bei 57°33’6.99″ N / 3°16’28.37″ W).

Aber was mögen alle diese Geoglyphen dort bedeuten? Wie alt sind diese und wer fertigte sie wann in der uralten Kulturlandschaft Schottlands an? Die Experten selber wissen zum Teil nichts von diesen Bildern in der Landschaft – und Anwohner haben teilweise sehr „sonderbare Erklärungen“ …

Was sich hier bisher recht unbemerkt in Schottland befindet und was für Hintergründe, Erklärungen, Deutungen und Spekulationen es dazu gibt, erfahrt Ihr in diesem Video!

Bleibt neugierig …

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Neues aus der Archäologie der Steinzeit: Forscher lösen (ein) Rätsel von Stonehenge +++ Video +++

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VIDEO: Neues aus der Archäologie der Steinzeit: Forscher lösen (ein) Rätsel von Stonehenge (Bild: PixaBay/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
VIDEO: Neues aus der Archäologie der Steinzeit: Forscher lösen (ein) Rätsel von Stonehenge (Bild: PixaBay/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Das Rätsel von Stonehenge ist gelöst. So heißt es in verschiedenen Pressemeldungen, die über neue Entdeckungen zu diesem Steinzeiträtsel berichten. Blickt man allerdings hinter die Überschriften dieser Berichte, sieht es wieder etwas anders aus. Vielmehr wurde von Forschern nur ein Rätsel von Stonehenge gelöst, wie sie selber in ihrer Studie berichten. Was aber für die Archäologie dieser berühmten Megalithanlage nicht minder spannend ist, wie Ihr es in diesem YouTube-Video auf Fischinger-Online erfahrt.


Stonehenge: Rätsel gelöst – tatsächlich?

Wieder wurde “das Rätsel von Stonehenge gelöst”. Zumindest wenn wir verschiedenen Medienberichten über dieses Steinzeitmonument Glauben schenken wollen, die von neuen Entdeckungen aus der Archäologie berichten.

Denn zumindest nach diesen Meldungen sei das weltberühmte Monument aus der Steinzeit im Süden von England “entzaubert” worden. Jene Megalithanlage aus der Steinzeit, mit deren ersten Bau bereits um ca. 3100 vor Christus begonnen wurde. Und die bis heute viele Menschen fasziniert. Kaum ein anderes Bauwerk aus der fernen Vergangenheit regt bis heute die Phantasie an. Vergleichbar höchstens mit den Pyramiden von Gizeh in Ägypten, dessen Errichtung erst nach der Grundsteinlegung von Stonehenge begann.

Schaut man sich aber mehr als die Überschriften diverser Berichte an (was heute nach meiner Erfahrung selten geworden ist!), ist es nicht so. Vielmehr wurde nur eines der Rätsel von Stonehenge gelöst. Was aber in der Archäologie nicht minder spannend ist, wie Ihr es in diesem YouTube-Video erfahrt.

Bleibt neugierig …

Video vom 31. Juli 2020 auf Fischinger-Online

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Lars A. Fischinger

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“Verbotene Archäologie” in Japan: Erstaunliche megalithische Rätsel im Land der aufgehenden Sonne +++Video auf YouTube+++

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Japan hat noch viele Geheimnisse zu bieten (Bild: Büro E. v. Däniken / GoogleEarth / L.A. Fischinger)
Japan hat noch viele Geheimnisse zu bieten (Bild: Büro E. v. Däniken / GoogleEarth / L.A. Fischinger)

Weltweit finden sich überall monolithische Kuriosum oder sogar „Wunder“. Auf dem ganzen Planeten haben unsere Vorfahren uns heute sinnlos erscheinende Monolithen bearbeitet oder sogar gleich ganze Felsen. Diese „Verbotene Archäologie“ gehört zu einem festen Kern-Thema in der Grenzwissenschaft und ist immer wieder erstaunlich. So auch zum Beispiel in einer Region auf der Hauptinsel von Japan, über die es in diesem YouTube-Video geht.

 

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Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Vor Jahrtausenden haben auch die Ahnen der Japaner Monolithen und Felsen bearbeitet, die heute nicht wirklich gedeutet werden sollen. Auch das ferne Japan mit seiner, für viele “westliche Menschen” noch heute  fremdartigen Kultur, stellt keine Ausnahme dar, wenn es um archäologische Erstaunlichkeiten geht. Viele Prä-Astronautik-Fans kennen von Japan die sonderbaren Dogu-Figuren, die meine Titelbilder in der Mitte zeigen. Viele Mystery-Interessierte aber sicherlich auch das “Monument von Yonaguni” im äußersten Süden Japans.

Doch auch das Gebiet um den Ort Asuka ist ein Beispiel für eine dieser Arten der “Verbotenen Archäologie”, wie es das folgende Video zeigt.

Mehr in meinem neuen Video. Sehr gerne könnt Ihr es liken, verlinken, teilen etc. Danke!

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Also, ran an die Tasten bei YouTube. Ich freue mich über Eure Ansichten, Postings, Kommentare und Meinungen dazu – und wenn Ihr meinen Mystery-Channel abonnieren würdet.Wenn Ihr mögt, folgt mir doch auch bei Facebook und/oder Twitter. Ich freue mich, Euch, liebe Userinnen und User, auch dort begrüßen zu können.

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

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Angeblich mal wieder gelöst: Das Rätsel der Linien von Nazca in Peru – Was steckt dahinter?

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Angeblich mal wieder gelöst: Das Rätsel der Linien von Nazca in Peru (Bilder: E. v. Däniken & Project Save Nazca)
Angeblich mal wieder gelöst: Das Rätsel der Linien von Nazca in Peru (Bilder: E. v. Däniken & Project Save Nazca)

In Peru liegen die weltberühmten Nazca-Linien oder Scharrbilder von Nazca. Bekannt sind sie zum Teil seit Jahrhunderten, doch erst seit knapp über 50 Jahren sind diese riesigen Linien, Trapeze, Pisten und Figuren in der Wüste Gegenstand der Forschung. Und von Diskussionen und Spekulationen über deren Sinn. Jetzt wollten Forscher nach Jahren der Untersuchungen nach eigenen Angaben das Rätsel um die Linien von Nazca gelöst haben. Was steckt dahinter?


Das Geheimnis von Nazca

Das Rätsel von Nazca zählt heute zu den sogenannten großen Rätseln der Welt. Auch wenn sie vor knapp 100 Jahren erst durch Luftbildaufnahmen aus dem Flugzeug heraus mehr und mehr in den Fokus des wissenschaftlichen Interessen rückten. Heute kennt jeder Zuschauer von diversen TV-Dokumentationen diesen Linien, Pisten und Figuren im Boden der Wüste von Peru. Und in diesen oft kurzweiligen TV-Sendungen werden immer wieder neueste Forschungsergebnisse und Spekulationen über das “größte Bilderbuch der Welt” präsentiert. Wer hat diese Bilder und Linien zu welchem Zweck angelegt? – ist dabei die Kernfrage aller Wissenschaftler wie Laien.

Gerne wird auch versucht das Rätsel von Nazca als gelöst und längst erklärt darzustellen. Im Fernsehen, in Büchern, Artikeln oder anderen Veröffentlichungen. Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ging das vor einigen Jahren “nach hinten los”, als die dem Publikum vorgetragene Erklärung des Nazca-Rätsels die Thesen der Prä-Astronautik zu diesem Mysterium prinzipiell bestätigte. Dazu finden Ihr HIER ein YouTube-Video von mir.

Teilweise wird bei solchen “Widerlegungen” bewusst gelogen oder es werden Aussagen zu Nazca erfunden, um diese dann stolz zu “widerlegen”. Selbst von Archäologen, wie ich es in meinem jüngsten Buch “Nazca und der ‘Flughafen der Außerirdischen'” belegen konnte. Denn vor allem die Ideen des Erich von Däniken (und anderer vor und nach ihm), dass Nazca etwas mit den Göttern aus dem All zu tun hat, wird von Seiten der Archäologie und Medien immer wieder auf- und angriffen. Eben auch durch Falschaussagen. Auch wenn der “Mythos vom ‘UFO-Flugplatz in Peru”‘ älter, vielschichtiger und in der Tat bizarrer ist, wie im besagten Buch dargelegt (ausführlich dazu HIER).

“Geheimnis der Nazca-Linien enthüllt

Viele wollen das Rätsel von Nazca schon gelöst haben. Etablierte Wissenschaftler ebenso wie Laienforscher oder sogar UFOlogen der 1950ger Jahre und früher. So sorgt seit kurzem vor allem in englischsprachigen Internet erneut eine Meldung für Schlagzeilen, die es unlängst bis in die Boulevardpresse schaffte: “Neue Entdeckungen über die legendären Nazca-Linien von Peru: Das Geheimnis der Nazca-Linien enthüllt!” So titeln die meisten Meldungen dazu, die sich auf eine Pressmitteilung berufen. In dieser heißt es zu der angeblichen Lösung des Nazca-Rätsels unter anderem:

Das Team von Salvar Nazca unter der Leitung von Ingenieur Carlos Hermida entdeckt, dass die berühmten Geoglyphen Perus ein komplexes System von Bewässerungskanälen sind.

Der spanische Ingenieur Carlos Enrique Hermida García wird im Februar 2021 zusammen mit seinem Team eine der größten Entdeckungen in der Welt der Archäologie auf internationaler Ebene präsentieren. Nach seinen Worten ‘haben wir nicht nur das Geheimnis mit zahlreichen und schlüssigen Beweisen enthüllt, sondern auch ein System entdeckt, das Millionen von Menschenleben auf der ganzen Welt retten kann’.

Die mit Tiefbauverfahren durchgeführten Untersuchungen zeigen, dass die Nazca-Linien tatsächlich ein komplexes Kanalsystem für die Bewässerung großer Wüstengebiete sind, eine Prä-Inka-Technik, die bereits als Wassernutzung bekannt ist. Eine Entdeckung, die ein Vorher und Nachher in der Vorstellung markiert, die die Welt von dieser archäologischen Stätte Perus hatte, einige enorme Geoglyphen, die heute zu einer der Haupttouristenattraktionen des Andenlandes geworden sind.

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Salvar Nazca, das internationale multidisziplinäre Team, das für die Entdeckung verantwortlich ist, wird von Carlos E. Hermida geleitet, der Hauptmitautor ist der peruanische Forscher Luis Cabrejo, und es wird von der Tourismuswissenschaftlerin und Ärztin für Kunstgeschichte Ana Mafé García und der Ingenieur für Straßen, Kanäle und Häfen, Xosé Manuel Carreira Rodriguez.

Das Projekt wird von Dr. Ana Mafé und Carlos E. Hermida auf dem VII. Internationalen Wissenschaftlichen Fachkongress für Kulturtourismus vorgestellt, der unter der Leitung von Dr. und Professor M ª Genoveva Millán Vázquez de la Torre als der beste in der Branche in Europa gilt. und wird am kommenden 17., 18. und 19. Februar (2021) in Cordoba (Spanien) online mit dem Artikel ‘Archäologischer Tourismus in Peru: Die Nazca-Linien als immenses Bewässerungssystem für die Ernte wasserintensiver Pflanzen’ abgehalten.

Die Offenlegung dieser Studie wird uns von nun an dazu führen, die berühmten Nazca-Linien als ein komplexes System des Wassermanagements für die Bewässerung großer Wüstengebiete zu verstehen, das das Ziel hatte, sie zu kontrollieren und in den verschiedenen Jahreszeiten zu nutzen des Jahres angesichts derart wechselnder Luftfeuchtigkeitsbedingungen in dieser Region.

Salvar Nazca ist ein Projekt zur Vereinigung von Synergien zwischen verschiedenen Fachleuten und Forschern, das seit mehr als acht Jahren Feldarbeit leistet. Die Studie wurde in dem Gebiet durchgeführt, in dem sich die Pampa de Jumana in der Nazca-Wüste befindet. Es mussten 3750 Satellitenbilder gesammelt und ein Mosaik aus 75 Zeilen und 50 Spalten erstellt werden. Das Gebiet umfasst eine Studie von 2500 Quadratkilometern. Jede Geoglyphe, Linie und Struktur des Gebiets wurde unter Berücksichtigung und Vergleich der offiziellen Kartographie des Departements Ica untersucht.

Bewässerungskanäle?

Das die Linien die Reste eineskomplexen Systems von Bewässerungskanälen” sind, ist keine neue Idee. Darüber wurde schon vor Jahrzehnten spekuliert. Die derzeitige Nazca-Forschung der “Mainstream-Archäologen” sieht ebenso einen Zusammenhang mit Wasser bzw. Fruchtbarkeit durch Wasser. Nicht aber ein “immenses Bewässerungssystem” in Form von Kanälen, da die meisten Forscher von dieser Idee abgerückt sind. Eher sieht man in den Linien, Flächen und Trapezen “Aktionsflächen”, wie es die Archäologen nennen. Auf ihnen fanden ihrer Meinung nach “Kulthandlungen” zu Ehren der Götter des Himmels statt, von denen man sich Wasser (Regen) erbat. Unabdingbar für das Überleben eines Volkes in dieser sich mehr und mehr verödenden Landschaft. Tatsächlich gibt es noch heute vor Ort ein unterirdisches Wasserkanal-System mit entsprechenden Brunnen.

Das Team um Carlos Hermida scheint den derzeitigen Bericht nach also diese alte These der Bewässerungsgräben wieder aufgenommenen zu haben. Sie sind sogar sicher, dass Rätsel gelöst zu haben und sprechen dabei bescheiden von einer “der größten Entdeckungen in der Welt der Archäologie“. Eine, die “Millionen von Menschenleben auf der ganzen Welt retten kann”, und die mit klaren Beweisen belegt werden könne.

Aufgrund solcher Superlativen sollte es wenig verwundern, dass die beispielsweise via Twitter verbreitete Presseerklärung ein solch großes mediales Echo gestoßen ist. Zwar nicht im deutschen Sprachraum, aber im englischen. Interessant ist bei einigen Berichten über die erneute Lösung des Rätsel von Nazca aber, dass auf neu entdeckte Linien und Formen in Peru verwiesen wird. Diese sollen sich nahe Cahuáchi befinden, einem einstigen Macht- und Kultzentrum der versunkenen Nazca-Kultur, das Archäologen sehr gut kennen. Sie graben dort schon seit über 40 Jahren.

Cahuáchi ist rund 2.000 Jahre alt und liegt keine 30 Kilometer westlich von der Stadt Nazca entfernt. Nur wenig südlich davon liegen im Wüstenboden ebenfalls zahllose Linien und trapezförmige Scharrbilder, von denen sich einige über viele Kilometer hinziehen. Wie im “klassischen” Nazca. Was allerdings nicht verwundert, dass diese ganz einfach dazu gehören und schon seit langer Zeit bekannt sind.

Warten wir mal ab, was in nach der Präsentation der Ergebnisse nach der Konferenz vom 17. bis 19. Februar folgen wird …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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“Highway zu den Sternen”: Tagungsband des Jahresmeeting der “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI” 2020 erschienen – alles zum Buch und der Tagung

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"Highway zu den Sternen": Tagungsband des Jahresmeeting der "Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI" 2020 erschienen - alles zum Buch und der Tagung
“Highway zu den Sternen”: Tagungsband des Jahresmeeting der “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI” 2020 erschienen

Am Wochenende um den 25. Oktober 2020 fand in Leipzig das alljährliche One-Day-Meeting der “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI” (A.A.S.) statt. Auch ich war vor Ort und hielt einen Vortrag. Jährlich erscheint nach diesen Tagungen auch der “Tagungsband”, in dem alle Vorträge bzw. entsprechende Buchbeiträge der Forscher und Autoren dazu noch einmal nachgelesen werden können. Dieser ist nun im Ancient Mail Verlag von Werner Betz erschienen. Alle Details und mehr zu der Tagung erfahrt in diesem Beitrag.


Corona versus Ancient Aliens

Das Jahrestreffen der “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI” (A.A.S.) fand Ende Oktober 2020 in Leipzig unter “erschwerten Bedienungen” statt. Da aufgrund der andauernden Corona-Situation die Teilnehmerzahl begrenzt war und entsprechende Auflagen von Hotel und Veranstalter erfüllt werden mussten. Und wurden. Dennoch war die Veranstaltung bis auf den letzten Platz ausgebucht und verlief reibungslos. Für die Organisatoren im Vorfeld eine zermürbende Arbeit. Wir alle wissen, unter welchen ständig wechselnden und uneinheitlichen Einschränkungen derzeit viele Lebensbereiche zu leiden haben.

Auch beim A.A.S.-Meeting im vergangenen Jahr mussten einige Referenten “wegen Corona” absagen. Zum Teil nur wenige Tage vorher. Für diese sprangen andere Referenten aus dem Bereich Mystery Files und Prä-Astronautik ein. Selbst der Moderator der Tagung, Andreas Kirchner aus Wien, der in den vergangenen Jahren hervorragend durch das Programm der Meetings führte, musste wegen Quarantäne dem Treffen fern bleiben.

Um so erfreulicher war es für die A.A.S., dass am 25. Oktober 2020 das Jahrestreffen dennoch umgesetzt werden konnte. Aktuell wäre das undenkbar. Zugelassen waren aber nur 250 Teilnehmer, weshalb die A.A.S. längst nicht allen Interessierten Karten verkaufen konnte. Unter den “damaligen” Pandemie-Voraussetzung lief der gesamte “Ancient Aliens-Kongress” dennoch reibungslos. Nicht zuletzt haben das die Teilnehmer dem A.A.S.-Team um Erich von Däniken zu verdanken: Ramon Zürcher, Gisela Ermel, Sabine Nass, Ulrich Dopatka, Claudia und Peter Fiebag, Karola July, Pascal Troxler…sind einige von ihnen. “Hinter den Kulissen” weiß man um die Arbeit, die dahinter steckt.

Auch das Team des Penta-Hotel Leipzig hatte alle Hände voll zu tun. Natürlich ist das “deren Job”, doch wie die Pandemie zeigt (und noch lange zeigen wird), erfordern außergewöhnliche Situationen außergewöhnliche Maßnahmen. So verlief auch von Seiten des Hotels zumindest nach meinem Gefühl vor Ort meistens alles rund. Selbst wenn ein Referent, der auf der Tagung einen Vortrag über die “Steine von Ica” hielt, mit den “Spaghetti Bolognese” des Hotels zum Erstaunen der Kellnerin dahingehen nicht so zufrieden war, da sie “nicht wie bei Mutter schmeckten” …

Vorträge des Phantastischen

Die Vorträge selber drehten sich – natürlich – um die Rätsel der Geschichte und die Prä-Astronautik. Insgesamt zehn entsprechende Referate wurden gehalten, wobei Erich von Däniken in alter Tradition den Abschlussvortrag hielt. Der Referent Friedhelm Krämer, der über einen neuen Mini-Roboter sprechen wollte, der die Cheops-Pyramide erforscht, war eine Ausnahme unter den Vortragenden. Er wurde via Livesteam zugeschaltet und zeigte auch einen entsprechend produzierten Film dieses Roboters.

Was wohl niemand der interessierten Teilnehmer direkt oder auf Anhieb bemerkte, war die physische Abwesenheit des Technik-Verantwortlichen Patrick Wenger. Er befand sich in Frankreich und durfte wegen der Pandemie nicht nach Deutschland einreisen. Also steuerte er die Technik und die entsprechenden Präsentationen etc. von dort via Internet aus. Bemerkt hat es wohl niemand, so reibungslos gelang diese “Improvisation”.

Mitgefilmt wurden die Vorträge auch alle. Unter anderem von mir selbst, von denen einige auf meinem Euch wohl bekannten YouTube-Kanal erscheinen werden. Das Team von “Hangar 18b” stellt diese nach und nach vollständig auf deren Video-Channel online, den Ihr HIER finden. Natürlich kostenlos. Die geschätzten Kollegen aus der Schweiz haben bereits eine Reihe der Vorträge hochgeladen. So können auch all jene, die nicht an der Tagung teilnehmen konnten, diese Referate sehen.

Und natürlich kann sie ab jetzt auch jeder nachlesen. Im neuen Tagungsband “Highway zu den Sternen” des Meeting 2020.

Alljährlich erscheinen diese im Verlag Ancient Mail des Verlegers, Autors und Mystery-Jägers Werner Betz. Der übrigens erst kürzlich zusammen mit seiner Coautorin Sonja Ampssler sein neues Buch “Portale” veröffentlichte, das ich Euch HIER vorgestellt habe. Kurz nach dem Meeting erschien bei Ancient Mail übrigens auch mein neues Buch “Nazca und der ‘Flughafen der Außerirdischen’“, das von der A.A.S. als “Research Paper” Nr. 2 herausgegeben wurde (mehr dazu auch HIER).

“Highway zu den Sternen”

Der Tagungsband “Highway zu den Sternen” enthält von allen zehn Referenten die Vorträge. Beziehungsweise Beiträge, die die vorgetragenen Themen behandeln. Zusätzlich ein Vorwort von Peter Fiebag, in dem dieser wunderbar schildert, unter welchen Voraussetzungen das A.A.S.-Meeting 2020 umgesetzt werden musste. Auch ich bin natürlich dort mit dem Beitrag “Das Depot des Dr. Cabrera” vertreten. Darin vertiefe ich mein Vortragsthema (s. Video unten) auf rund 30 Textseiten und führe weitere Details und die genauen Quellen an, was während eines ca. 30-minütiugen Vortrages schwerlich möglich ist.

Für all jene, die sich für die Rätsel der Vergangenheit und speziell die Ideen der Astronautengötter interessieren, ist dieses Buch ein wertvolles Nachschlagewerk in der heimischen Bibliothek.

 

Inhalt von “Highway zu den Sternen”

  • StD Dipl.-Hdl Peter Fiebag: Vorwort
  • StD Dipl.-Hdl Peter Fiebag: “Highway zu den Sternen – Chavín de Huántar und das Geheimnis der Anden”
  • Lars A. Fischinger: “Das Depot des Dr. Cabrera” (s. dazu das Video unten)
  • Hartwig Hausdorf: “Gegenwind für die Paläo-SETI”
  • Dipl.-Ing. Friedhelm Krämer: “Neuer Mini-Roboter erforscht Cheops-Pyramide”
  • Désirée Neff: “Coguiton & Biringan – Die verzauberte und die unsichtbare Stadt”
  • Friedrich Bude: “Katastrophe aus dem All”
  • Dr. Dominique Görlitz: “Schilfbootexpedition ABORA IV – Die Argonauten der Steinzeit”
  • Dieter Bremer: “Atomexplosionen vor Äonen”
  • Ramon Zürcher: “Vergessene Vergangenheit in unseren heimischen Wäldern”
  • Erich von Däniken: “Alles Evolution – oder was? – Intelligent Design versus Mutter Natur”

Highway zu den Sternen: 1Day-Meeting 2020 Leipzig A.A.S. Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI

  • Ancient Mail Verlag
  • ISBN 978-3-95652-296-3
  • Paperback
  • Zahlr. Abbildungen und Fotos
  • 191 Seiten
  • 12,50 Euro

Video zum Thema

YouTube-Video des Vortrags vom 25. Oktober auf Mystery Files

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Lars A. Fischinger

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Astronautengötter-Meeting der “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI” mit Erich von Däniken 2020 in Leipzig: Programm und Infos

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Astronautengötter-Meeting der "Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI" mit Erich von Däniken 2020 in Leipzig: Programm und Infos (Bilder: A.A.S. / Montage: Fischinger-Online)
Astronautengötter-Meeting der “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI” mit Erich von Däniken 2020 in Leipzig: Programm und Infos (Bilder: A.A.S. / Montage: Fischinger-Online)

Ende Oktober ist es wieder soweit: Das Jahrestreffen der “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI” (A.A.S.) findet statt. Diesmal treffen sich die Forscher, Autoren und Interessierten rund um die “Götter aus dem All” in Leipzig. Neben zahlreichen Mystery-Forschern und Prä-Astronautikern ist selbstverständlich auch Erich von Däniken wieder damit dabei. Alles über das diesjährige Treffen zu den Astronautengöttern und der Suche nach den Spuren der Ancient Aliens erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Jahrestreffen der “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI”

Das diesjährige Jahresmeeting der “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI” (A.A.S.) findet am Samstag, den 24. Oktober, im Pentahotel in Leipzig statt!

Anreisetag ist Freitag, 23. Oktober, Abreisetag, Sonntag, 25. Oktober. Wieder mit vielen Vorträgen von Experten über Paläo-SETI Themen. Natürlich wird auch Erich von Däniken einen Vortrag halten, Bücher signieren und sich Frage und Antwort stellen.

Der Kongress ist damit jeweils auch eine Gelegenheit sich mit dem Bestsellerautor und den anderen Referenten zu unterhalten und zu diskutieren. Selbstverständlich werden auch wieder viele Fach-Publikationen angeboten und jeder kann persönliche Widmungen der Autoren erhalten. Beim 1-Day-Meeting ebenfalls sehr geschätzt sind auch das gesellige Beisammensein, am Vorabend und dann während der Tagung im Kongresshotel.

Dort werden in interessanten Gesprächen und Diskussionen neue Kontakte und auch Freundschaften geknüpft.

Das erwartet Sie

Schriftsteller, Forscher, Menschen mit Neugier auf das Unbekannte und Rätselhafte treffen sich in diesem Jahr zum A.A.S.-Meeting in Leipzig, Pentahotel. Bereits am Vorabend, Freitag, den 23. Oktober, trifft man sich zu interessanten Gesprächen und zum Kennenlernen an der Hotelbar.

Zusätzliches Angebot für den Freitag: Die Leipziger Stadtführerin und langjähriger EvD-Fan Sylvia Kolbe bietet Führungen durch Leipzig an: 16:00 und 18:00 Uhr, Dauer jeweils anderthalb Stunden.  Am Abend wäre noch ein Sagen-Rundgang zum Thema “Weiße Frau” im Dunkeln möglich. Teilnahme: 5,- Euro pro Person. Anmeldemöglichkeit vor Ort im Tagungshotel (beim A.A.S. Stand fragen).

Frau Kolbe ist mehrfach geprüfte Gästeführerin in Leipzig seit 1984 und 3-Sterne-Guide mit Ausweis vom Bundesverband der Gästeführer Deutschland e. V. In Corona-Zeiten (falls die noch im Oktober gelten) ist sie mit Tourguide-System unterwegs und alle Sicherheitsauflagen werden erfüllt. Instagram Account von Fr. Sylvia Kolbe: https://www.instagram.com/kolbe.sylvia

Am Samstag, den 24. Oktober, präsentieren aktive Paläo-SETI-Forscher in attraktiven Multimedia-Vorträgen ihre neuesten Entdeckungen und spannende Forschungsergebnisse. Wie üblich finden am Abend in Hotel noch viele Diskussionen und Begegnungen in entspannter Atmosphäre statt. Außerdem ist dieser Abend (Ende der Sommerzeit) eine Stunde länger!

Das Programm

Zehn Referate, Postersession, Podiumsgespräch, Live-Vorführung eines Video-Roboter für die Cheops-Pyramide.

Freitag, 23. Oktober:

Zwangloses Treffen im Foyer, Restaurant und an der Bar des Tagungshotels.

Samstag, 24. Oktober:

  • 09:00 – 09:30 Uhr: StD Peter Fiebag – Eröffnungsvortrag: Highway zu den Sternen
  • 09:30 – 10:00 Uhr: Lars A. Fischinger: Das Depot des Dr. Cabrera

10:00 – 10:30 Uhr: Pause

  • 10:30 – 11:00 Uhr: Hartwig Hausdorf: Gegenwind für die Paläo-SETI
  • 11:00 – 12:00 Uhr: Dipl.-Ing. Friedhelm Krämer: Neuer Mini-Roboter erforscht Cheops-Pyramide

12:00 – 14:00 Uhr: Mittagspause und Live-Vorführung der Video-Roboter durch den Konstrukteur

  • 14:00 – 14:30 Uhr: Dipl.-Psych. Hermann Volkmann: Geheimnisse der Himmelsscheibe von Nebra
  • 14:30 – 15:00 Uhr: Dr. Friedrich Bude: Katastrophe aus dem All

15.00 – 15:30 Uhr: Pause und Postersession

  • 15:30 – 16:00 Uhr: Armin Schrick: Mauern, geschmolzen im Feuer
  • 16:00 – 16:30 Uhr: Dipl.-Ing. (FH) Dieter Bremer: Atomexplosionen vor Äonen
  • 16:30 – 17:00 Uhr: Luc Bürgin: Vergessene Geschichte(n)
  • 17:00 – 17:30 Uhr: Podiumsgespräch
  • 17:30 – 18:00 Uhr: Dr. h. c. Erich von Däniken: Schlussvortrag

Durch das Programm führt Andreas Kirchner.

Weitere Informationen und Details zum Hotel findet Ihr auf der Webseite der A.A.S. direkt HIER.

Ein YouTube-Video zu den einzelnen Referenten findet Ihr HIER.

Details und Veranstaltungsort

Veranstaltungsort:

Pentahotel
Großer Brockhaus 3
04103 Leipzig
Telefon: +49 (0)341 12920
E-Mail: info.leipzig@pentahotels.com

Veranstalter:

“Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI” (A.A.S.)

Karten:

Tickets 79 Euro – erhältlich vor Ort sowie im Online-Shop der A.A.S. HIER.

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Lars A. Fischinger

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Prä-Astronautik, Mysterien der Vergangenheit und die “Science-Fiction-Archäologie” von “Ancient Aliens”: Immer nur Feinde in den Mainstreammedien?

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Prä-Astronautik, Mysterien der Vergangenheit und "Science-Fiction-Archäologie" in den Mainstreammedien: immer nur Feinde? (Bilder: LAF/E. v. Däniken/Archiv / Montage: Fischinger-Online)
Prä-Astronautik, Mysterien der Vergangenheit und “Science-Fiction-Archäologie” in den Mainstreammedien: immer nur Feinde? (Bilder: LAF/E. v. Däniken/Archiv / Montage: Fischinger-Online)

Die sogenannten Mainstreammedien standen schon vor 50 Jahren der Prä-Astronautik meistens “feindlich” gegenüber. In den Boomjahren der Idee, dass die Götter der Vergangenheit Raumfahrer aus dem All waren, hagelte es Kritik in den Massenmedien an diesen Spekulationen. Das ebbte mit dem Rückgang des öffentlichen Interesses an diesen Ideen ab. Bis vor rund 10 Jahren die TV-Serie “Ancient Aliens” aus den USA ins Fernsehen kam und damit dieser Thematik eine neue Beliebtheit verschaffte. Für die Medien erneut ein gefundenes Fressen, da seit dem die fragwürdige Serie “Ancient Aliens” als “die” Prä-Astronautik gilt. Sind sich also etablierte Medien und Themen aus der Welt der Rätsel der Archäologie erneut spinnefeind? Ja und nein, wie es zwei Beispiele aus ein und derselben Zeitung hier zeigen werden.


Ancient Aliens und der Mainstream

Die Idee, dass irgendwann vor Jahrtausenden Außerirdische auf der Erde waren, ist seit rund 50 Jahren weltweit als Prä-Astronautik bekannt. Seit den 1990ger Jahren auch häufig Paläo-SETI genannt und heute vor allem als „Ancient Aliens“ weithin ein Begriff. Hergeleitet von der erfolgreichen TV-Dokuserie aus den USA.

Gerade die TV-Dokumentationen von „Ancient Aliens“ sind es, die der Prä-Astronautik in den letzten 11 Jahren eine unverhoffte neue Bekanntheit bescherten. In bisher 15 Staffeln mit aktuell 191 Folgen seit dessen Start 2009. Ein neuer Boom, der das Thema für eine neue Generation kostenlos in das TV brachte, die sich dadurch über allerlei Mysterien der Welt und den Raumfahrern der Antike „informieren“ könne. Ohne, dass sie teure Bücher kaufen müssen.

Natürlich geht der Erfolg der Serie nicht unbemerkt an der etablierten Archäologie und den Mainstreammedien vorbei. Mit einem praktisch ausnahmslos kritischen Grundtenor gegenüber der Dokuserie. Vor allem online finden sich deshalb für jeden frei zugänglich diverse Kritiken und Beiträge, die der Fernsehserie mehr als skeptisch gegenüber stehen.

Auch auf diesem Blog war in der Vergangenheit „Ancient Aliens“ immer wieder Thema. (Link dazu HIER)

Innerhalb der „Anhänger“ der Prä-Astronautik sieht wohl die Mehrheit diese US-Serie ebenfalls mehr als kritisch. Zumal sie sich inhaltlich schon sehr lange vom eigentlichen Thema – kamen die Götter au dem All? – entfernt hat. Längst werden dort sämtliche Rätsel und Mysterien der Welt thematisiert. Angereichert mit oftmals nicht mehr nachvollziehbaren Spekulationen, Behauptungen und Aussagen rund um Außerirdische in der Vergangenheit und diverse ungelöste Rätsel der Menschheit.

Prä-Astronautik = „Ancient Aliens“

Für sehr viele „alte Hasen“ und offen an der Thematik interessierte Menschen ist deshalb die US-Dokuserie längst indiskutabel geworden. Befürworter der Überlegungen um Aliens in der Vorgeschichte sahen die 1. Staffel der Reihe (s. Link unten) noch vielfach mit Wohlwollen. Was sich aber im Laufe der Serie schnell änderte, wie man zumindest sehr deutlich im deutschen Sprachraum innerhalb der Interessierten erkennt.

Obwohl sicher Zuschauer der Sendung erst durch diese  ihr Interesse für Prä-Astronautik, UFOs und ähnliche Themen entdecken werden. Denn ein immer wiederkehrender Vorwurf ist, dass „Ancient Aliens“ das gesamte Feld der Grenzwissenschaft und der „Raumfahrt im Altertum?“ nur noch ins Absurde führt. Das heißt, dass dadurch eine sachliche Beschäftigung damit nicht mehr möglich ist. Die Öffentlichkeit und damit vor allem der Mainstream sehen nur noch: Prä-Astronautik = „Ancient Aliens“.

Tatsächlich zeigt sich in den letzten Jahren, dass die sogenannten „etablierten Medien“ ihr „Wissen“ rund um solche Phänomene vielfach aus genau dieser Serie herleiten. Was übrigens im wesentlich stärkerem Maße für die „neue Generation“ der Prä-Astronautiker gilt!

Objektive und neutrale Berichte, Artikel und Meldungen rund um Mythen und Rätsel der Menschheit waren schon immer Mangelware. Hier wird gerne schwarz-weiß gedacht. Entweder ist alles rund weg Quatsch von Phantasten oder eine „sensationelle Enthüllung“, wie es Boulevardmedien gerne anpreisen.

Ausnahmen sucht man meistens vergeblich. Und doch findet man sie – man muss nur lange genug nach ihnen suchen. Umso mehr freut es alles Freunde des Phantastischen, der Grenzwissenschaft und vor allem der Prä-Astronautik, wenn eine solche Ausnahme in den Mainstreammedien gefunden wird.

Rätselhafte Vergangenheit

So wie der Artikel „Rätselhafte Vergangenheit“ der Redakteurin Christina Mondolfo, der am 22. Mai in der „Wiener Zeitung“ erschien. Immerhin eine österreichische Tageszeitung mit einer über 300-jährigen Geschichte.

Offensichtlich ist die Autorin des umfangreichen Beitrages um Neutralität bemüht, während sie diverse Rätsel der Archäologie und Vergangenheit thematisiert. Aufgrund der dort ausgewählten Beispiele lässt sich erkennen, dass hier mehrere Quellen herangezogen wurden. Unter anderem entsprechende Dokus des ZDF, die bereits HIER vorgestellt wurden.

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Doch auf den so oft üblichen Hohn und Spott wurde hier verzichtet. Auch gegen die „Anhänger der Prä-Astronautik“, wie es dort heißt. Eine neutral verfasste Vorstellung großer und kleiner Mysterien, zu denen Mondolfo abschließend schreibt:

Die Liste mit rätselhaften Bauwerken, Artefakten oder Schriftstücken könnte vermutlich eine vielbändige Enzyklopädie füllen und da man vermutet, dass bisher erst ein kleiner Teil aller möglichen archäologischen Funde ausgegraben ist, kann dieses Lexikon des Geheimnisvollen noch viel umfangreicher werden. Doch schon Albert Einstein wusste: ‚Das Schönste, das wir entdecken können, ist das Geheimnisvolle.‘ So gesehen können wir nur hoffen, dass Wissenschaft und Forschung noch viel Rätselhaftes finden.

Die Science-Fiction-Archäologie

Wer jetzt aber glaubt, dass die „Wiener Zeitung“ die Prä-Astronautik nicht auch ganz anders darstellen kann, der irrt. Geschehen bereits 2014 in dem Artikel „Die Science-Fiction-Archäologie“ von Edwin Baumgartner. Dessen scharfe Kritik an den Ideen der Prä-Astronautik leitet sich augenscheinlich von der Serie „Ancient Aliens“, da er dazu schreibt:

Prinzipiell wäre diese Science-Fiction-Archäologie kein Wort wert, würde sie nicht, nach merklichem Abflauen in den Achtzigerjahren, derzeit wieder an Boden gewinnen. Nicht nur das Internet macht’s möglich, wo ohnedies jede Verschwörung, jede fliegende Untertasse und selbstverständlich auch der Yeti Anhänger findet – die Präastronautik hat es sogar in einen Wissenschaftskanal des Fernsehens geschafft: ‚Ancient Aliens‘ (…)

Die totale Desinformation jenseits aller Wissenschaftlichkeit und Wahrheit ist dem History Channel im Grunde fremd. ‚Ancient Aliens‘ ist die Ausnahme.

Baumgartners Artikel beschreibt in weiten Teilen den Anfang der Prä-Astronautik und einige ihrer Vertreter bzw. Ideengeber um dann direkt festzustellen:

Damit sind wir bei der Gretchenfrage: Was ist dran an der Präastronautik? Die Antwort ist einfach: nichts.

Nicht, weil nicht sein kann, was nicht sein darf, sondern, weil die gesamte Präastronautik auf einem Konglomerat von ignorierten Fakten und ignorierter Wissenschaft beruht – und auf einer fehlerhaften Erkenntnisfindung: Statt die beim Ansatz unbekannte These aus den Fakten abzuleiten, werden zur als Wahrheit angenommenen These Beweise gesucht.“

Hierzu nennt er einige wenige Beispiele, die er offensichtlich aus der Serie „Ancient Aliens“ hat. Zum Beispiel die Fakes des Autors Zecharia Sitchin, die auf diesem Blog bereits mehrfach zur Sprache kamen. Ebenso angeblich fragwürdige Interpretationen „der Präastronautiker“ von alten Darstellungen als Astronauten oder die Behauptungen um die Ruinenstätte von Puma Punku unweit des Titicacasee in Bolivien.

Alles in einen Topf?

Obwohl der Artikel nur am Ende leicht spezielle Themen der Prä-Astronautik anspricht, steht für den Autor fest, dass „Ancient Aliens“ und damit schlicht und einfach die gesamte Prä-Astronautik nichts als Unsinn ist:

Nicht ein einziger dieser sogenannten Beweise der Präastronautik hält auch nur diesem genauen Hinschauen stand. Unsere Vorfahren waren vielmehr clevere Kerlchen, die zu erstaunlichen Leistungen fähig waren. Sie waren weder eine tumbe Sklavenrasse noch brauchten sie Entwicklungshilfe von Raumfahrern aus hintergalaktischen Gefilden.“

An diesem nunmehr sechs Jahre alten Artikel in der „Wiener Zeitung“ sieht man sehr schön, wie aufgrund einer TV-Serie das gesamte Feld der Astronautengötter samt und sonderst im Mainstream „verteufelt“ wird. Auch wenn in Baumgartners Artikel nur im letzten Drittel auf das eigentliche Thema eingegangen wurde. Schon 2014, als der Artikel von Baumgartner erstmals auf diesem Bog in einem Posting vorgestellt wurde, schrieb ich:

Damit ist leider (zumindest in diesem Zeitungsartikel) genau das passiert, was ich immer mit Argwohn sehe: Die Ancient Aliens-Serie wurde mit der ‘eigentlichen Prä-Astronautik’ in einen Topf geworfen! Somit ist es auch kein Wunder, dass in dem Beitrag auch darauf hingewiesen wird, dass die Prä-Astronautik sehr oft an völlig überholten Ideen festhält. Es dürfte sicherlich ja auch kein Geheimnis sein, dass es wirklich neue große Themen bei den Ancient Astronauts schon lange nicht mehr gibt. Zumindest für all jene Mystery-Freunde, die sich schon lange mit diesen Ideen befassen oder sich intensiv diesem Hobby widmen …

Besser wurde es in den letzten sechs Jahre dabei nicht!

Zwei Veröffentlichungen in ein und derselben Zeitung „des Mainstream“ – und doch mit zwei vollkommen unterschiedlichen Grundaussagen. Und damit ein ausgezeichnetes Beispiel, dass der Mystery-Jäger oder „der“ Prä-Astronautiker immer alle Seiten der Medaille lesen sollte.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Grenzwissenschaft Classics Videos, Folge #36: Die ewigen Rätsel der Pyramiden – (M)ein Doku-Highlight von 1988 +++ Video +++

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Grenzwissenschaft Classics Videos, Folge #36: Unglaubliche Geschichten - Die ewigen Rätsel der Pyramiden (Bild: gemeinfrei / Fischinger-Online)
Grenzwissenschaft Classics Videos, Folge #36: Unglaubliche Geschichten – Die ewigen Rätsel der Pyramiden (Bild: gemeinfrei / Fischinger-Online)

Beim Thema Rätsel der Archäologie stehen vor allem Pyramiden in aller Welt immer sehr hoch im Kurs. Allen voran natürlich die Cheops-Pyramide in Ägypten, über die schon seit Jahrhunderten spekuliert und gerätselt wird. Lange bevor es die Esoterik oder Grenzwissenschaft in der Form gab, wie wir sie heute kennen. Auch  die neue Folge der Grenzwissenschaft Classics Videos aus dem Jahr 1988 nimmt sich diesen ewigen Rätseln der Pyramiden an. Wobei ich diesen Teil Nr. 36 meiner Video-Reihe als eine Art persönliches Highlight bezeichnen möchte. Und sicher ist diese TV-Sendung vielen Mystery-Interessierten unbekannt und schon deshalb etwas besonders, wie Ihr hier sehen werdet.


Die Cheops-Pyramide und die ewigen Rätsel der Pyramiden

Themen aus dem Bereich Rätsel der Archäologie sind schon lange nicht mehr aus dem Bereich Grenzwissenschaft, Mystery und Prä-Astronautik (Ancient Aliens, wie man heute sagt) wegzudenken. Und hier steht quasi an der Spitze der Pyramide der ungelösten Rätsel der Archäologie die Cheops-Pyramide von Gizeh in Ägypten.

Eigentlich ist das schon seit Jahrhunderten so. Lange bevor es so was wie Grenzwissenschaft, Atlantis-Forschung oder Esoterik in der Form gab, wie wir sie heute kennen. Die Große Pyramide von Gizeh – eben die Pyramide des Cheops – wird dabei immer wieder gerne diskutiert und fast schon zu Tode analysiert. Spekulationen, Forschungen, Deutungen, “Lösungen” und “Erklärungen” kursieren seit langer Zeit.

So wie in dieser neuen Folge der Grenzwissenschaft Classics Videos. Diesen Teil Nr. 36 meiner Video-Reihe möchte ich dabei als eine Art persönliches Highlight bezeichnen!

Die Sendung stammt von 1988 (1990 in Deutsch) und war vor exakt 30 Jahren die erste ihrer Art, die ich als Teenager auf VHS für mein damals noch nicht existentes Archiv des Phantastischen aufgezeichnet habe … und meine dritte archivierte Doku zu den Rätseln der Welt überhaupt.

Und sicher ist diese Sendung/Serie vielen Interessierten vollkommen neu und schon deshalb etwas besonders. Auch wenn in drei Jahrzehnten die Videokassette unzählige Male abgespielt wurde, funktioniert sie noch. Deshalb wünsche ich Euch viel Spaß mit Folge Nr. #36 der Grenzwissenschaft und Mystery Files Classics Videos.

Bleibt neugierig …

YouTube-Video auf Fischinger-Online

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Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

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Lars A. Fischinger

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Archäologen gegen die Pseudoarchäologie: Archäologische Mysterien, die in Wahrheit keine sind? (+ Videos)

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Archäologen gegen die Pseudoarchäologie: Archäologische Mysterien, die in Wahrheit keine sind? (Bilder: Google Earth & Fischinger-Online)
Archäologen gegen die Pseudoarchäologie: Archäologische Mysterien, die in Wahrheit keine sind? (Bilder: Google Earth & Fischinger-Online)

Archäologen der “Schulwissenschaft” und Autoren und Forscher aus dem Bereich der Prä-Astronautik, Atlantis oder “Pseudoarchäologie”, waren noch nie Freunde. Sie werden wohl auch keine mehr werden. Denn glaubt man einem gerade erschienenen Zeitungsartikel sind etablierte Archäologen “den Missbrauchs ihre Fachs” jetzt leid und “wehren sich” dagegen. Durch Bücher, Vorträge und in den Sozialen Netzwerken würden diese Fakten von Fiktionen trennen. Doch stimmt das überhaupt und wie sieht deren Verteidigung im Detail eigentlich aus? Ich habe für Euch den Artikel einmal genauer beleuchtet. Mit recht erstaunlichen Ergebnissen, wie Ihr hier lesen werdet.


Archäologie vs. “Pseudoarchäologie”

Dass die etablierte Archäologie, die “Schulwissenschaft“, und die Grenzwissenschaft wohl keine Freunde mehr werden, ist kein Geheimnis. Während Archäologen und Altertumsforscher in aller Welt versuchen die verschiedenen Kulturen und ihre Hinterlassenschaften zu finden und zu interpretieren, macht es sich die “Pseudoarchäologie” da leichter. Hier werden einfach Spuren der Vergangenheit genommen und fast schon nach Belieben interpretiert.

Ob Bauwerke, Artefakte oder sonstige Hinterlassenschaften der Vorzeit: Überall sieht die “Pseudoarchäologie” ungelöste Rätsel und Mysterien, die irgendwie das althergebrachte Weltbild der Schulwissenschaft infrage stellen. Oder sogar widerlegen sollen. Und vielfach wird dabei auf irgendwelche längst versunkenen Kulturen wie Atlantis verwiesen, die für die unterschiedlichen Rätsel der Menschheitsgeschichte verantwortlich sind. Vielleicht sogar Außerirdische, die vor Jahrtausenden als “Götter” auf der Erde waren, wie es die Prä-Astronautik sagt.

So oder so ähnlich sehen etablierten Archäologen die Grenzwissenschaft. Vor allem die Spekulationen rund um “Ancient Aliens” oder angeblich uralte – viel zu alte! – und deshalb von der Wissenschaft ignorierte Funde.

Deshalb sprechen etablierte Forscher hier von einer “Pseudoarchäologie”. Sie bestünde praktisch nur aus Spekulation, Phantasie, Irrtümern und vollkommen falschen “Beweisen”, die von deren Vertretern verbreitet werden. Für die anerkannte Archäologie sind sie deshalb ein Dorn im Auge ihrer eigenen Arbeiten und Forschungen. Meistens jedoch ignorieren sie diese grenzwissenschaftlichen Ideen. Und das seit Jahrzehnten.

Es gab in der Vergangenheit durchaus immer mal wieder “Stimmen der Vernunft” innerhalb der Mainstreamforschung. Sie erreichten jedoch nie die Massen, wie es populärwissenschaftliche Bücher mit derartigen Rätseln der Menschheit taten. Überlegungen zu Außerirdischen vor Jahrtausenden auf der Erde, die für viele ungelöste Phänomene der Geschichte verantwortlich sind, sind schlicht spannender …

Missbrauch der Archäologie

Darum sehen und sahen viele Archäologen, Historiker oder Geschichtswissenschaftler allgemein es auch als Zeitverschwendung sich mit Thesen um Raumfahrer der Antike zu beschäftigen. Was im Umkerhschluß wieder den Eindruck vermittelt, diese Forscher verheimlichen oder vertuschen die entsprechenden Mysterien oder Erkenntnisse. Bis auf unzählige kurze Statements entsprechender “Schulwissenschaftler” in Interviews, Fernsehsendungen oder TV-Dokumentationen machen sie sich scheinbar überaus rar.

Doch glauben wir einem in der “Neuen Zürcher Zeitung” am 6. März erschienen Artikel zum Thema, “wehren” sich immer mehr Wissenschaftler gegen die “Pseudoarchäologie”:

Heute wird jeder noch so simple Hügel zu einer geheimnisvollen Pyramide verklärt: Die Pseudoarchäologie boomt. Doch jetzt wehren sich Forscher gegen den Missbrauch ihres Fachs.

Eine sicherlich sehr übertreibe Aussage der Zeitung, da bis auf Ausnahmen aus dem Mainstream davon keine Rede sein kann! Vor allem nicht im Sinne von “geschlossen gegen die Pseudoarchäologie”. Auch in dem Beitrag der “NZZ” selber wird das deutlich. Darin werden als erstes Beispiel für diese Form der Grenzwissenschaft die “Bosnischen Pyramiden” (s. a. Video HIER & HIER) genannt.

“Die angeblichen Bauwerke sind natürliche Hügel aus Gestein, die zufällig eine recht geometrische Form haben”, so die NZZ. Und vor 34.000 Jahren gab es “keine Pyramiden und keinen Beton”. Dennoch gäbe es “jede Menge solcher pseudoarchäologischer Geschichten” und die etablierte Forschung fühle sich deshalb geradezu missbraucht:

Von diesem Missbrauch ihres Fachs haben Archäologen nun genug: In Büchern, sozialen Netzwerken oder Vorträgen fangen sie an, sich zu wehren.”

Wo und wie konkret sich Archäologen fortan verteidigen, verrät der Artikel nicht. Obwohl es geradezu nach einem Zusammenschluss, nach einer “geschossenen Front”, gegen die “Pseudoarchäologie” klingt.

Außerirdische vor Jahrtausenden

Weitere Beispiele in dem “NZZ”-Artikel für den Missbrauch der Archäologie sind auch Themen wie Atlantis, “die Lokalisierung der Bundeslade oder von Resten der Arche Noah”. Natürlich auch “die Nazca-Linien in Peru als Landebahn für Außerirdische” und Pyramiden in Ägypten und in aller Welt. In Blogs, Vorträgen, Büchern und Vereinen werden solche “Zielsetzungen” intensiv verfolgt.

Vor allem durch die US-Doku-Serie “Ancient Aliens” werden diese Themen gefördert, wie die “NZZ” spekuliert. Aber auch durch die Sendereihe “Terra X” des ZDF, womit der Artikel zweifellos auf einige Folgen der Serie über Rätsel der Archäologie anspielt, die HIER sehr umfangreich diskutiert wurde. Mit dem klaren Fazit, dass diese Folgen von “Terra X” unter anderem alles andere als spekulativ waren.

Die Autorin des Artikels, Esther Widmann, hat demnach die fraglichen Folgen von “Terra X” nicht selber gesehen. Sie zitiert auch nur einen Satz aus der Pressebeschreibung des ZDF über “Felszeichen, die Astronauten zeigen, oder Menschen in Taucheranzügen” dazu. Hätte sie die entsprechenden Teile der Sendereihe aufmerksam selber gesehen, wüsste sie, dass darin “Pseudoarchäologie” mehr schlecht als recht wegkommt.

Natürlich wird konkret als Beispiel für diese Themen Erich von Däniken namentlich genannt. Den Widmann ebenso wenig gelesen hat, wie sie die “Terra X“-Sendungen gesehen zu haben scheint. Sonst würde sie mit Bezug auf Dänikens erstes Buch “Erinnerungen an die Zukunft” von 1968 nicht folgendes behaupten:

Prominentestes Beispiel ist wohl Erich von Däniken, sozusagen der Godfather of Pseudoarchaeology. 1968 veröffentlichte der Koch aus Zofingen erstmals seine Theorie, Angehörige einer technisch fortgeschritteneren Zivilisation hätten die Erde besucht und die Pyramiden in Ägypten errichtet.”

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Die Pyramiden – also von Außerirdischen erbaute! Eine Falschaussage, die seit Jahrzehnten kursiert und belegt, dass Widmann (wie so viele anderer “Kritiker”) nicht selber die entsprechenden Aussagen bzw. Bücher gelesen hat. Lediglich ungeprüfte Behauptungen der “Skeptiker” werden zum x-Male wiederholt. Wahren werden sie dadurch natürlich nicht. Das gilt auch für die ständig wiederholte Lüge, dass “die Nazca-Linien in Peru als Landebahn für Außerirdische” gedient haben sollen (s. a. das 1. Video unten).

Ebenfalls ein Falschbehauptung, wie zum Beispiel HIER aufgezeigt.

Die Rätsel der Pyramiden

Natürlich kann oder darf man von Zeitungsjournalisten keine tiefen Recherchen zur Prä-Astronautik & Co. erwarten. Wie man sieht reichen falsche Behauptungen, die man wiederholen kann. Beim Thema Mysterien der Pyramiden heißt es in dem “NZZ”-Artikel aber sehr richtig:

Nur darum, weil zwei Dinge ähnlich aussehen, bedeutet das noch nicht, dass ein Zusammenhang zwischen ihnen besteht. Pyramiden, die echten, aus Stein gebauten, zum Beispiel: Es gibt sie in Ägypten, und es gibt sie in Mittelamerika (und auch in Indonesien). Daraus abzuleiten, dass es die gleiche Gruppe war, die sie errichtet hat, missachtet jedoch alles andere, was über diese Gebäude bekannt ist – ihre Funktion (in Ägypten sind es Grabanlagen, in Mittelamerika Plattformen für kultische Handlungen), ihre Entstehungszeit (in Ägypten 3. Jahrtausend vor, in Amerika 1. Jahrtausend nach Christus).

Ein Kritikpunkt, der nicht nur von der etablierten Schulwissenschaft gerne angeführt wird. Auch innerhalb der Prä-Astronautik wird das kritisiert.

Der kritische Artikel bekannt als einen jener Archäologen, die begonnen haben, sich zu wehren, Dr. Stefan Baumann. Der “Ägyptologe an der Universität Trier, hat das bisher einzige deutschsprachige Buch zur Pseudoarchäologie herausgegeben”, wie es darin heißt. Auch das ist schlichtweg falsch. Es erschienen seit Ende der 1960ger Jahre zahlreiche deutschsprachige Bücher zur “Pseudoarchäologie”.

Allein in meinem Archiv befinden sich sicher über ein Dutzend entsprechende Publikationen. Geschrieben wurden sie aber fast ausschließlich nicht von Ägyptologen, wie Baumann einer ist. Sein Buch “Fakten und Fiktionen – Archäologie vs. Pseudowissenschaft” erschien 2018 und ist damit allerdings wohl das letzte Werk dieser Art auf dem Buchmarkt. Zuvor erschien beispielsweise 2008/9 das Buch “Pyramidengeheimnisse?” von Frank Dörnenburg, der sich darin jedoch auf die Rätsel des Alten Ägypten spezialisierte.

Und dieses Buch von Dörnenburg diente Baumann übrigens als eine der wichtigsten Quellen für seinen Buchbeitrag über “Mysterien und pseudowissenschaftlicher Mystifizierungen” in Ägypten. Dies zeigen seine Quellenangaben eindrücklich.

Fakten, Fakes und Fiktionen

Stefan Baumann ist Herausgeber von “Fakten und Fiktionen” sowie Autor von lediglich zwei Beiträgen in dem Sammelband. “NZZ” zitiert ihn mit den Worten:

Im Grunde geht es da um essenzielle Fragen: Wo kommen wir her? Und natürlich ist es auch die Lust am Mysteriösen, die die Leute fasziniert.”

Eine Aussage, die wohl die meisten Mystery-Interessierten sofort unterschreiben würden. Und eben der Grund warum solche Themen beim breiten Publikum besser ankommen als nüchterne Archäologie.

Baumann selber kam aus ähnlichen Gründen auf die Idee ein solches Buch herauszugeben, wie er in seinem Vorwort schreibt. Auf einem von ihm an der Universität Tübingen im Wintersemester 2015/2016 abgehaltenen Seminar mit dem Titel “‘Rätsel’ und ‘Mythen’ der (Vor-)Geschichte. Pseudoarchäologie vs. Wissenschaft”. “Eine Brücke zwischen der Wissenschaft und der archäologisch-historisch interessierten Öffentlichkeit” solle durch diese Publikation geschlagen, so der Herausgeber.

Gelungen ist das mehr oder weniger gut. Da das Buch in dem renommierten Fachverlag “Philipp von Zabern” erschien, ist es überaus teuer. Für das breite Publikum damit alles andere als interessant. Inhaltlich enthält es eine mehr als große Vielzahl an unterschiedlichen Themen aus der “Pseudoarchäologie”. Sie reichen von Atlantis über die Nibiru-Lüge bis zu Einhörnern. Aufgemacht wie die unzähligen Mystery-Themen-Sammelbände, die vor allem in den 1990ger Jahren den Buchmarkt überschwemmten.

Wobei man diese nicht miteinander vergleichen darf und kann, was schon allein durch die umfassenden Quellenangaben in “Fakten und Fiktionen” offensichtlich ist. Teilweise werden darin dennoch Themen nur auf einer Seite von den verschiedenen Autoren abgehandelt, sehr gekürzt dargestellt und alles andere als umfassend erläutert. Vor allem die Ausführungen und “Widerlegungen” zum Thema Atlantis in dem Sammelband stehen in der Kritik der Leser. Autor ist hier Dr. Stephan W. E. Blum von “Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters” der Universität Tübingen.

Keine Gegenwehr!

Diese Erläuterungen zu dem meiner Meinung nach fraglos lesenswertem Buch von Baumann waren notwendig. Denn die Behauptung von “NZZ”, dass Archäologen inzwischen von dem “Missbrauch ihres Fachs” genug haben, und sich “wehren”, bezieht sich zu weiten Teilen offenbar genau auf diese Publikation. Inklusive des genannten Seminars von Baumann an der Universität Tübingen vor einigen Jahren.

Das ist mehr als mager. Mit der Gegenwehr in “Sozialen Netzwerken” ist es auch nicht viel besser. Hier bezieht sich die Autorin Widmann nur auf einen Tweet eines Archäologen zum Thema weltweite Ähnlichkeit von Pyramiden:

Und warum sich ihre Konstruktionsweise ähnelt, erklärt Archäologe David S. Anderson aus den USA sehr einprägsam in einem Tweet: Es gebe nur eine Art, ein großes Gebäude aus Stein ohne Stahlträger zu errichten. Dazu zeigt er beschriftete Fotos von gestuften Pyramiden: ‘Mexiko’, ‘Ägypten’, ‘Indonesien’ – und, auf einem Bild mit bunten, zur Pyramide gestapelten Bauklötzen, ‘Baby’“.

Sich wehren sieht ohne Frage anders aus!

Schon eher so, wie es der Archäologe und Historiker Mirko Gutjahr macht, der unter anderem zwei kritische Podcast zu solchen Themen betreibt. Ein Kritiker, der zur deutschen Skeptiker-Szene gehört und unter anderem in der Skeptiker-Organisation GWUP aktiv ist. Zu einem entsprechenden Skeptiker-Vortrag von ihm heißt es in der Ankündigung unter anderem:

Glühbirnen in der Antike? UFO-Landeplätze in Peru? Pyramiden auf dem Balkan? Glaubt man Autoren wie Erich von Däniken oder TV-Serien wie ‘Ancient Aliens’, dann verheimlichen uns die Archäologen die wichtigsten Funde der Menschheit. Denn die monumentalen Bauten der Vergangenheit stammen demnach nicht von den damaligen Menschen, sondern seien in Wirklichkeit von Außerirdischen oder Dimensionsreisenden errichtet. Da dies aber auf keinen Fall an die Öffentlichkeit kommen dürfe, würden vom Staat bezahlte Archäologen damit beauftragt, diese Funde wegzuschließen oder ganz zu beseitigen.

Solche und ähnliche Themen sind immer wieder Teil seiner interessanten Podcast.

Die Nazikeule muss her

In dem “NZZ”-Artikel holt Gutjahr sogleich die Nazikeule gegen die “Pseudoarchäologie” heraus. Zumindest heißt es in dem Artikel:

‘In meiner Wahrnehmung sind es auch nationalistische und völkisch-ideologische Tendenzen, die in der Pseudoarchäologie zunehmend gefährlich werden’, sagt der Archäologe Mirko Gutjahr. Hinter vielen pseudoarchäologischen Geschichten stecken seiner Ansicht nach sehr oft bewusst oder unbewusst rassistische Motive: ‘Den Bau der Pyramiden oder von Machu Picchu traut man nicht den indigenen Völkern vor Ort zu.’ Als wahre Erbauer müssen dann Außerirdische herhalten oder eine andere überlegene Gesellschaft.

Solche Ideen sind in rechtsextremen Kreisen populär, und das hat Tradition: Adolf Hitler sprach oft davon, die Griechen der klassischen Antike müssten Nachfahren der Germanen gewesen sein. Das Phänomen Pseudoarchäologie ist also keineswegs neu. Bleibt die Frage, ob das eine gute oder eine schlechte Nachricht ist.

Das “braune Todschlagagument” wird hier aus dem Hut und selbst Adolf Hitler muss hierzu herangezogen werden. Eine durchaus beliebte Masche von Seiten der Kritiker, um gegen die Prä-Astronautik oder ähnlich gelagerte Themen vorzugehen. Und natürlich ist das fast immer vollkommen absurd. Allerdings gab und gibt es diese Ansichten durchaus; auch schon Jahrhunderte vor dem Dritten Reich. Zum Beispiel bezüglich der Pyramiden in Ägypten, der Kultur der Maya in Mittelamerika oder auch Ruinenstätten in Afrika (wie etwa Zimbabwe).

Es suggeriert eindeutig, dass die Prä-Astronautik mit ihrer Idee der Lehrmeister und Götter aus dem All “sehr oft bewusst oder unbewusst rassistische Motive” beinhaltet. Da eben Wissen und Weisheit zu unseren Vorfahren sprichwörtlich vom Himmel kam. Wobei niemand etwas dafür kann, dass die alten Mythologien und Überlieferungen eben genau das zum Teil berichten. Sind diese also rassistisch? Haben die entsprechende Religionen deshalb “rassistische Motive”?

Sind nach dieser Lesart Missionare oder Aufbauhelfer und Förderprogramme der Industrienationen in der Dritten Welt rassistisch?

“Nationalistische und völkisch-ideologische Tendenzen” sind dabei meistens etwas anders. Sie besagen ja, dass ein bestimmtes Volk (der Erde) dieses Wissen zu den “Primitiven” brachte. Wie es in der Tat der wirre “Germanen-Kult” einiger Nationalsozialisten im Dritten Reich verbreitet (s. a. Artikel HIER).

Freunde werden die etablierten Archäologen und die “Pseudoarchäologie” nach einem solchen Artikel wohl nie mehr …

Auswahl an YouTube-Videos zum Thema

Video vom 14. Nov. 2018 auf Fischinger-Online

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Video vom 29. Aug. 2019 auf Fischinger-Online

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Lars A. Fischinger

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Neue Studie zum Rätsel der Osterinsel – Doch vielleicht brachte erst der Besuch der Europäer dort das Ende

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Die Rätsel der Osterinsel: Brachten erst die Europäer das Ende der Kultur? (Bilder: gemeinfrei & Fischinger-Online)
Die Rätsel der Osterinsel: Brachten erst die Europäer das Ende der Kultur? (Bilder: gemeinfrei & Fischinger-Online)

Als im Jahre 1722 die Osterinsel Mitten im Pazifik durch niederländische Seefahrer entdeckt wurde, war dort die Welt scheinbar noch in Ordnung. Eine Welt, in der die Insulaner hunderte riesige Steinfiguren mit Namen Moai anfertigten, die inzwischen weltberühmt sind. Doch etwas dramatisches muss sich auf der “einsamsten Insel der Welt” ereignet haben, denn der Kult um die Moai wurde ebenso zerstört, wie die gesamte Inselwelt an sich. Wann und warum das geschah, ist schon lange ein Streitpunkt in der Forschung. Jetzt zeigt eine neue Studie, dass Kult und Kultur auf der Osterinsel offenbar wesentlich länger existierten, als bisher angenommen wurde. Aber wann genau und warum ging diese mächtige Religion dort unter? Waren die Insulaner wirklich alleine an ihrem Untergang schuld? Vielleicht war der erste kurze Aufenthalt der Europäer (mit) die Ursache, wie Ihr in diesem Beitrag erfahrt.


Die Osterinsel

Die Osterinsel im Südosten des Pazifiks gehört sicherlich zu den berühmtesten Inseln der Welt. Sie braucht sich in ihrer Bekanntheit nicht hinter bekannten Inseln wie etwa Hawaii im Norden des riesigen Ozeans verstecken. Und doch ist die Osterinsel weitaus rätselhafter und bei den meisten Menschen nur aufgrund einer Eigenart bekannt: Den Moai. Riesige Menschenfiguren aus Stein, die zu hunderten auf der winzigen und einsamen Insel verteilt zu finden sind. Vermutlich waren es einst über 1.000 Exemplare und genau 887 Moai sind es noch heute.

Genau dieses Kolossalstatuen, von denen einige über 12 Tonnen wiegen, machten die Insel berühmt. Hier herrschte ein Kult um diese Moai, was allein ihre gewaltige Anzahl auf der nur rund 160 Quadratkilometer winzigen Insel belegt. Eine Massenanfertigung von seltsam aussehenden und starr blickenden Figuren hat hier einstmals stattgefunden. Und zählt man jene Moai-Figuren dazu, die die Ureinwohner in Größen von nur einigen Dutzend Zentimetern anfertigen, ging ihre Anzahl zweifellos in die Tausende.

Mit großer Mühe meißelten die früheren Einwohner der Insel ihre Figuren. Idole, die sie teilweise auf Plattformen stellten, die vor allem rund um die Küstenlinien der Insel errichtet wurden. Auf dieses Ahu genannten Plattformen bugsierten sie ihre fertigen Moai, die die Arbeiter zuvor in den Steinbrüchen der dortigen Vulkane aus dem Fels schlugen und zu ihren vorgesehenen Plätzen schafften.

Bis auf sieben (die „Sieben von Akivi“ – s. d. Artikel HIER) blickten die Moai alle in Richtung Inselinneres.

Und noch heute sieht man auf der gesamten Insel verteilt Moai stehen und liegen. Einige zerbrochen, anderen halb im Erdreich vergraben und wieder andere sogar noch unfertig in den Steinbrüchen. Irgendwann jedoch wurde der religiöse und zeremonielle Kult um diese Moai-Idole bedeutungslos. Scheinbar „von jetzt auf gleich“, was mehr ein eindrücklich die unfertigen Figuren in den Steinbrücken am Vulkan Rano Raraku belegen.

Was geschah auf der Osterinsel?

Was war hier einst geschehen?

Darüber streiten sich die Archäologen und Interessierten bis heute. Denn der „Moai-Kult“ auf der Osterinsel ist in vielerlei Hinsicht rätselhaft und einzigartig. Hierzu zählt auch die vollkommen isolierte Lage der Insel im Pazifischen Ozean. Luftlinie sind es zur Küste Südamerikas 3.833 Kilometer und die nächsten Nachbarn leben auf der Pitcain-Insel in 2.078 Kilometern Entfernung. Das ist dort, wo 1790 nach der legendären „Meuterer auf der Bounty“ die Flüchtigen ihr Versteck fanden. Zu den bekannten Inseln von Tahiti westlich der Osterinsel sind es 4.251 Kilometer.

Nicht ganz zu Unrecht hat die Osterinsel deshalb ihren Beinamen „einsamste Insel der Welt“. Einer der Gründe, warum die Polynesier aus dem Westen sie erst sehr spät besiedelten, wie es die Archäologie besagt. Auch wenn die durch Thor Heyerdahl angestoßene Diskussion um Siedler aus dem Osten – von Südamerika, Peru – noch immer im Gespräch ist.

Einzigartig und damit überaus seltsam erscheint die Osterinsel mit ihren einmaligen Kult auch deshalb, da das Eiland so gar nicht nach einer schönen Pazifikinsel aussieht. Kein „tropisches Paradies“, eher ein Steinklotz im Ozean ohne nennenswerte Bäume. Für viele Forscher waren die Ureinwohner selber der Grund, dass die Osterinsel nach und nach zu dem wurde, was sie heute ist. Sie haben durch exzessive Abholzung und Landwirtschaft ihre Umwelt zerstört. Der karge Boden der felsigen Vulkaninsel verlor dadurch auch seinen Halt. Wind und Regen trugen den einst fruchtbaren Boden ins Meer.

Spekulationen um einen winzige Insel

Solche Ereignisse führten eines Tages zur Revolution, zum Untergang der einmaligen Kultur der Insel. Die Moai wurde bedeutungslos, die Herrscherkaste verlor ihre Macht und das Volk lehnte sich auf. So die klassische Interpretation zum Untergang der Moai. Auch wenn eine in diesem Video HIER vorgestellte Studie besagt, dass die Moai errichtet wurden, um Süßwasserquellen anzuzeigen.

Spekulationen um die Kultur von Rapa Nui, wie die Insel bei den Ureinwohnern heißt, sowie die rätselhaften Moai an sich gibt es sehr viele. In der etablierten Archäologie ebenso, wie bei alternativen Historikern, Prä-Astronautikern, Esoterikern und Atlantis-Autoren. Dies zeigt sehr eindrücklich, welche Faszination die Osterinsel heute ausübt. Zum Beispiel wären da:

  • Hier landeten einst Außerirdische vor Jahrtausenden, die Moai sind ihre Abbilder bzw. Erinnerungen an sie.
  • Die Moai sind verstorbene Ahnen oder Herrscher. Damit also Ahnengeister.
  • Seefahrer aus Südamerika (Peru, Bolivien) brachten die Kultur auf die Insel.
  • Die Moai wurden als „Wegweiser“ zu Wasserquellen erbaut.
  • Nach einer unsäglichen Odyssee erreichten Seefahrer aus Polynesien die Osterinsel und entkamen so dem sicheren Tod auf dem Ozean. Von nun an verachteten sie das Meer geradezu, weshalb sie die Moai schufen und mit dem Rücken zum Ozean an den Küsten aufstellen.
  • Die Osterinsel ist die Spitze eines riesigen versunkenen Kontinents, der Mu genannt wird (s. a. Artikel HIER).
  • Die Ureinwohner haben mangels Bäume für Bauholz ihre tonnenschweren Statuen auf einer rutschigen Schicht aus Kartoffelbrei über die Insel gezogen. So wurde die Nahrung knapp – der Untergang des Kultes war nicht mehr aufzuhalten.
  • Um die Figuren zu transportieren … haben die Bewohner jeden einzelnen Baum gefällt.
  • Ratten und Mäuse haben die Samen der Bäume alle gefressen, so dass die Vegetation keine Chance auf Erholung hatte.

Ein hausgemachter Untergang?

Besiedelt wurde die Insel nach offizieller Lesart im 5. oder 6. Jahrhundert nach Christus. Hier ist man sich nicht einig. Einig ist man sich aber, dass sich zwischen ca. 1000 und 1300 die eigentliche Zivilisation dort entwickelte, wie wir sie heute kennen. Auch der Raubbau nahm zu. Es folgten Kriege unter den Stämmen, Kannibalismus, ein extremer Rückgang der natürlichen Ressourcen wie Seevögel als Nahrungsquelle und ein vollkommener Zerfall der Gesellschaft.

Der Untergang war also hausgemacht, wovon die meisten Forscher ausgehen. Die Bewohner zerstörten das ökologische Gleichgewicht ihrer Heimat und waren durch ihre Isolation im Ozean letztlich machtlos. Andere Forscher sehen auch eine jahrelange Dürre oder Klimawandel als Ursache des Verfalls. Vielleicht auch eine Kombination aus all diesen Gründen. Auch der Bau neuer Moai und ihren Ahu-Plattformen  wurde letztlich eingestellt. Um das Jahr 1600, so die bisherigen Datierungen, war der Maoi-Kult Geschichte.

Was aber bisher so gut wie nicht beachtet wurde, ist der Einfluss der europäischen Entdecker auf die dortige Gesellschaft und Kultur.

Entdeckt wurde die Insel erst Ostersonntag 1722 durch den Niederländer Jakob Roggeveen, der ihr auch den heutigen Namen gab. Wobei wahrscheinlich bereits der Seeräuber Edward Davis 1687 die Insel von seinem Schiff aus sichtete. Betreten hatte er sie allerdings nicht, obwohl er glaubte, dass er den sagenumwobenen Südkontinent „Terra Australis“ entdeckt habe.

Könnte vielleicht dieser Besuch 1722 dem einsamen Volk der Osterinsel den Todesstoß versetzt haben? Durchaus möglich, wie sich aus einer jetzt im „Journal of Archaeological Science“ veröffentlichten Studie um Robert DiNapoli von der University of Oregon ableiten lässt.

Wann zerbrach die Kultur der Osterinsel?

DiNapoli und sein Team haben durch neue Analyse der bereits von der Insel bekannten C14-Datierungen und der physikalischen und geologischen Daten rund um die Ahu-Plattformen der Moai herausgefunden, dass dieser Kult weit länger praktiziert wurde, als bisher angenommen. „Wir nutzen diese Methode, um erstmals die Geschichte des Plattformbaus auf der Osterinsel zu rekonstruieren“, so Carl Lipo von der Binghamton University und Mitautor der Studie:

Wir haben herausgefunden, dass die Menschen schon kurz nach ihrer Ankunft auf der Insel mit dem Bau dieser Steinmonumente begannen. Dann führten sie diese Arbeiten bis in die Zeit hinein fort, als ab 1722 die ersten Europäer ankamen. Unsere Ergebnisse demonstrieren ein Fehlen jedes Belegs für einen Kollaps vor dem ersten Kontakt mit Europäern.“

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Anhand der Daten sind die Forscher sicher, dass auch noch nach der Ankunft der Europäer der Moai-Kult weiter praktiziert wurde. Es wurden weiterhin neue Figuren gebaut und neue Plattformen für sie errichtet. Deshalb ist DiNapoli überzeugt, „dass es keinen Kollaps der Monument-Konstruktion vor Ankunft der Europäer gab“ und widerspricht damit der gängigen Lehrmeinung. Es ließe sich keinerlei Beweis finden, dass um das Jahr 1600 die Gesellschaft und der Kult auf der Osterinsel zusammenbrachen, resümieren die Wissenschaftler in ihrer Untersuchung.

Für viele Osterinsel-Forscher ist das alles andere als neu. Denn diese Tatsache lässt sich durchaus anhand der Aufzeichnungen der ersten europäischen Seefahrer nachvollziehen. Was bisher fehlte waren die wissenschaftlichen Belege für diese Aufzeichnungen aus dem 18. Jahrhundert. Die Zerstörungswut gegen die Statuen, ihre heiligen Plattformen und sicher auch gegen die dazugehörigen Priesterkaste, muss viel später einsetzt haben.

1722: Der Kult lebt

Carl Friedrich Behrens, ein Seefahrer, der 1722 bei der Entdeckung der Insel durch Roggeveen dabei war, notierte in seinen Erinnerungen “Der wohlversuchte Süd-Länder” damals:

“(…) die Leute hatten, dem Ansehen nach, keine Waffen, allein, wie ich merkte, so verließen sie sich in dem Fall auf ihre Götter oder Götzenbilder, welche allda in einer großen Menge am Strande aufgerichtet, vor welchen sie niederfielen und sie anbeteten.

Diese Götzen-Bilder waren alle aus Stein gehauen, und der Form nach, wie ein Mensch, mit langen Ohren, oben auf dem Haupt mit einer Krone gezieret, doch alles nach der Kunst gemacht, worüber wir uns nicht wenig verwunderten. Bey und um diesen Abgöttern herum waren in 20 bis 30 Schritt, lauter weiße Steine gelegt. Einen Theil dieser Leute, sahe ich für Pfaffen an, weilen sie die Götzen mehr verehrten, als die anderen, auch im Anbeten sich gegen selbige  viel devoter bezeigten.”

Offensichtlich wurden die Seefahrer unter Roggeveen bei der Entdeckung der Insel eindeutig Zeuge eines lebhaften Moai-Kultes. Von einem untergegangene Kult und den überall zerstörten Figuren und Stätten, ist hier keine Rede. Im Gegenteil.

Das sah nur wenige Jahre ganz anders aus. Nachdem am 15. November 1770 Don Felipe González im Auftrag von Manuel d’Amat i de Junyent, Gouverneur von Chile und Vizekönig von Peru, die Insel betrat, ließ dieser überall christliche Kreuze aufstellen. Er sollte im Auftrag der Krone Spaniens die Osterinsel in Besitz nehmen, denn der Konkurrent England wurde ihnen in Südamerika und im Pazifik zu stark.

González verschwand nach getaner Arbeit wieder und segelte weiter Richtung Feuerland. Zurück blieben die Zeichen der Annektierung der Insel durch Spanien. Womit die Einheimischer sicher so oder so nichts anfangen konnten.

1774: Das Ende war da

Einige Jahre später war auf der Osterinsel nichts mehr, wie es einst war. Zwischen dem 13. und 17. März 1774 hielt sich der legendäre Entdecker James Cook während seiner zweiten Seefahrtexpedition durch die Südsee auf der Insel auf. Und er war wenig begeistert von dem kleinen Eiland, wie er seinem Logbuch anvertraute:

Die See scheint wie von Fischen befreit, konnten wir doch nicht einen einzigen fangen, und es waren auch nur sehr wenige, welche wir bei den Eingeborenen entdeckten.

Keine Nation wird je für die Ehre kämpfen, die Osterinsel erforscht zu haben, zumal es kaum ein anderes Eiland im Meer gibt, welches weniger Erfrischungen bietet und Annehmlichkeiten für die Schifffahrt denn dieses.“

Der Naturforscher und Ethnologe Georg Forster, der Cook während dieser Reise begleitete, schrieb in „Entdeckungsreise nach Tahiti und in die Südsee“ unter anderem eindrücklich:

Fünfzig Schritte weiter fanden wir einen erhabenen Platz, dessen Oberfläche mit ebensolchen Steinen gepflastert war. In der Mitte dieses Platzes stand eine steinerne Säule aus einem Stück, die eine menschliche Figur, bis zu den Hüften abgebildet, vorstellen sollte und zwanzig Fuß hoch und fünf Fuß dick war.

Diese Figur war schlecht gearbeitet und bewies, dass die Bildhauerkunst hier noch in der ersten Kindheit war. Augen, Nase und Mund waren an dem plumpen Kopf kaum angedeutet, die Ohren nach der Landessitte ungeheuer lang und besser als das übrige gearbeitet. Den Hals fanden wir unförmig und kurz, Schultern und Arme nur wenig angedeutet. Auf dem Kopfe war ein sehr hoher zylindrischer Stein aufgerichtet, der über fünf Fuß in der Breite und Höhe hatte. Dieser Aufsatz, der dem Kopfputz einiger ägyptischer Gottheiten glich, bestand aus einer anderen, rötlichen Steinart. Kopf und Aufsatz machten die Hälfte der ganzen Säule aus, soweit sie über der Erde sichtbar war.

Wir bemerkten übrigens nicht, dass die Insulaner diesen Statuen Verehrung erwiesen.

Auf der Ostseite der Insel kamen wir zu einer Reihe von sieben Bildsäulen, wovon noch vier aufrecht standen, eine hatte aber schon die Mütze verloren. Sie standen auf einem Piedestal, und die Steine im Postament waren behauen und passten gut ineinander.“

Tod und Elend

1774, nur 52 Jahre nach der Entdeckung, waren Kult und Kultur der Osterinsel zerstört. Die Moai umgeworfen und teilweise zerbrochen, die Sockel vernichtet und die Insulaner erwiesen ihren einstigen Heiligtümern keine Verehrung mehr. Warum das so kam, wird sich wohl niemals mehr restlos klären lassen.

Nach den ersten Besuchen breiteten sich von den Europäern eingeschleppte Krankheiten auf der Insel aus, gegen die die Ureinwohner machtlos waren. Sklavenhändler aus Südamerika überfielen immer wieder die Insel und verschleppen die Bewohner. Leid, Tod und Elend breiten sich aus, so dass eines Tages nur noch knapp 110 bis 150 Menschen auf der Insel lebten. Heute sind es wieder fast 8.000. Hinzu kam die Plünderung und Zerstörung der Kulturgüter, wie die berühmten Schrifttafeln der Insulaner. Holztafeln, die mit der Schrift „Rongo-Rongo“ beschrieben waren, und die es nur dort gab. Heute sind fast alle zerstört – durch Missionare ebenso wie sicherlich durch „abgefallene“ Einheimische. Einige wenige sind nur noch erhalten.

Vielleicht hätten diese Holztafeln das Geheimnis über die Geschichte und den Untergang lüften können.

Doch wie konnte es soweit kommen?

Mehr als 1.500 Jahre lebten die Insulaner vollkommen isoliert und allein auf ihrem kleinen Stück Erde. Auch wenn es eine zweite Siedlungswelle aus Polynesien und möglicherweise aus Südamerika gegeben haben mag. Ihre Welt, ihr Universum, war ihre Insel, der endlose Ozean und der Himmel über ihren Köpfen mit den Sternen in der Nacht. Dann kam plötzlich der Entdecker Roggeeveen aus dem Nichts über das Meer zu ihnen. Aus einer vollkommen fremden Welt, von denen die Insulaner nie etwas hörten.

Mutmaßlich bestand Ihre gesamte Welt nur aus ihrer Insel, etwas anders gab es nicht im Kosmos. Außer die Ahnen und Götter.

Sturz der Moai-Priester

So schnell, wie die Niederländer 1722 kamen, verschwanden sie auch wieder. Die Bewohner waren wieder allein und verlangten mit Sicherheit Antworten von ihren Führen und geistigen Oberhäuptern. Konnten die Moai-Priester nicht mehr sagen oder sie im Voraus auf die Ankunft der Fremdlinge vorbereiten?

Konnten sie nicht. Auch nicht, als einige Jahre später Don Felipe González 1770 über das Meer kam und seltsame Kreuze in ihrer Welt verteilte. Als Zeichen der Inbesitznahme durch die spanische Krone. Einem Land auf der anderen Seite des Planeten, mit dem kein Insulaner wirklich irgendwas anfangen konnte. Schon gar nicht damit, dass ein anders unbekanntes Land, nämlich England, mit diesem Spanien in Konkurrenz stand. Und was sollen diese Kreuze eines ihnen fremden Gottes, die diese Weißen überall aufstellten?

Das Volk verlangte endlich Antworten von ihren allmächtigen Priestern oder Schamanen. Schließlich haben sie in tiefem Glauben und voller Leidenschaft jahrhundertelang für die Elite die Moai aus dem Felsen geschlagen, transportiert, aufgestellt und verehrt. Und dabei ganz nebenbei ihre Umwelt und Lebensgrundlagen mehr und mehr zerstört.

Ebenso erbrachte der Kult um den „Vogelmann“ keine Antworten. Ein religiöses Ritual, bei dem das erste Ei des Jahres der Seeschwalbe von der vorgelagerten „Vogelinsel“ in einem Wettbewerb geholt wurde. Die Teilnehmer schwammen hinüber, suchten das Ei, schwammen zurück und übergaben es ihrem Oberhaupt. Der Sieger wurde daraufhin für ein Jahr der „Vogelmann“ und Früherer, der seinem Stamm damit Ruhm und Ehre einbrachte.

Nur konnte auch dieser stolze Sieger als eine Art „Verkünder des Glaubens“ dem Volk nicht die Ankunft der Fremden erklären. Oder sie zumindest darauf vorbereiten. Sie brachte das “Fass zum Überlaufen” und die Gelegenheit, sich der nun lästigen Arbeit an den Moai im Steinbuch zu entledigen und sich gegen die Oberen aufzulehnen.

Ob es so oder so ähnlich war? Niemand weiß es. Denkbar ist es schon.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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