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Marsmond Phobos und die Götter aus dem All: Eine angebliche Raumstation und sogar ein „Krieg der Sterne“ um den Mars

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Marsmond Phobos und die "Götter aus dem All": Eine Raumstation und ein Krieg der Sterne? (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger)
Marsmond Phobos und die „Götter aus dem All“: Eine Raumstation und ein Krieg der Sterne? (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger)

Der Planet Mars regte schon immer die Fantasie der Menschen an. Nicht minder wie seine beiden kleinen Monde, die erst 1877 entdeckt wurde. Denn vor allem der Phobos genannte Mond sorgte schon vor Jahrzehnten für Spekulationen. Sogar in unter etablierten Astronomen. Denn es wurde aufgrund der seltsamen Eigenschaften des Marsmondes nicht  nur die These aufgestellt, dass er hohl und vielleicht eine Raumstation von Außerirdischen ist. Ebenso wird spekuliert, ob 1989 diese Außerirdischen für den plötzlichen Verlust einer sowjetischen Raumsonde verantwortlich waren, die Phobos erkunden sollte. Kurz vor dem Verlust habe sie mehr als seltsame Fotos von dort zur Erde gesandt.


Mars, Phobos und Deimos

Im August 1877 entdeckte der US-Astronom Asaph Hall zwei winzige Himmelskörper, die den Planeten Mars umrunden. Schnell stellte sich dabei heraus, dass es sich um Monde handelt. Sie bekamen die Namen Deimos und Phobos. Viele Daten konnte Hall damals nicht über dioe beiden neuen Himmelskörper des Sonnensystems ermitteln.

Heute wissen wir mehr über diese Trabanten des Mars, als noch 1877. Deimos, der kleinere der beiden Monde, sieht aus wie eine Kartoffel und ist nur rund 15 x 12 x 10 Kilometer winzig. Auch Phobos ist verhältnismäßig klein und unförmig. Er misst nur etwa 28 x 22 x 18 Kilometer und hat an einer Seite einen gewaltigen Einschlagskrater namens „Stickney“. Neben vielen anderen Kratern auch, die beide Monde tragen.

Mit unserem Erdmond lassen sich die unförmigen, kleinen Himmelskörper nicht vergleichen. Vielmehr wird vermutet, dass es eingefangene Asteroiden sein könnten, die aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter stammen. Auch die These, dass es Reste eines größeren Marsmondes sind, steht im Raum. Vielleicht, so eine weitere Idee, entstanden sie auch, als ein gewaltiger Einschlag auf dem Mars Material seiner Oberfläche in den Orbit schleuderte. Aus diesen Trümmern formten sich dann Phobos und Deimos.

Phobos, ein sonderbarer Mond

Schon bald nach ihrer Entdeckung 1877 sorgten beide Monde des Mars für Erstaunen. Denn verschiedene Autoren hatten zum Teil Jahrhunderte zuvor deren Existenz „vorhergesagt“. Etwa Jonathan Swift bereits 1726 in seinem berühmten Werk „Gullivers Reisen“. Swift wiederum ließ sich wahrscheinlich von dem legendären Astronom Johannes Kepler inspirieren. Dieser schrieb 1610 in „Gespräch mit dem Sternenboten“ von zwei Monden des Mars, die damals niemand kannte. Heute wird meist angenommen, dass Kepler dies vermutete, da für ihn alles im Kosmos einer gewissen „Harmonie“ folge. Da die Erde einen Mond habe und beim Jupiter damals vier Monde bekannt waren, sollte der Mars zwei besitzen.

Solche Umstände verleiten sicher zu mancherlei Spekulationen und Interpretationen. Hinzu kommt, dass beide Mars-Trabanten sehr nahe den Mars umrunden. Der Orbit von Phobos etwa liegt wenige tausend Kilometer vom Mars entfernt. Zum Vergleich: Unser riesiger Mond hat einen Abstand von rund 380.000 Kilometern. Wobei sich der Mond der Erde und der Marsmond Phobos eigentlich grundsätzlich nicht vergleichen lassen.

Derart ungewöhnliche Monde weckten natürlich schnell auch das Interesse der Raumfahrt. Vor allem der Mond Phobos. So wurden schon 1971 erste Fotos von Phobos von der US-Raumsonde „Mariner 9“ der NASA, die den Mars erkunden sollte, zur Erde gesandt.

Die Sowjets wollten zu Phobos

Überaus ehrgeizig ging später die damalige Sowjetunion die Erforschung des Mondes Phobos an. Sie schickte im Juli 1988 die Raumsonden „Phobos 1“ und „Phobos 2“ (auch „Fobos“) auf dem Weg zum Mars und zu seinem seltsamen Mond. Sie sollten nicht nur den Mond fotografieren, sondern sogar Landemodule auf ihn absetzten. Es wäre ein Triumph für die damals bereits im Umbruch befindliche UdSSR gewesen.

Soweit kam es allerdings nicht. Die erste Sonde ging bereits auf dem Weg dorthin durch einen Programmierfehler verloren, während die zweite Sonde Anfang 1989 den Mars und Phobos erreichte. Doch bevor die Sonde „Phobos 2“ endgültig vom Mars in Richtung seines Mondes Phobos fliegen und später dort ein Landegerät absetzten sollte, brach der Kontakt ab. Am 27. März 1989 ging die Sonde beim Anflug auf den Mond verloren. Bis auf 188 Kilometer (hierzu gibt es auch andere Behauptungen) konnte sie sich Phobos dabei nähren und Fotos während des Anfluges zur Erde funken. Bis der Funkkontakt abbrach.

Das sorgte bereits wenige Tage später für erste Spekulationen. Denn es tauchten Fotos der Sonde auf, die sie kurz vor dem Totalverlust zur Erde schickte. Besonders ein Foto, das einen sehr langen leuchtenden und geraden „Strich“ neben dem Mond zeigt, wurde dabei viel diskutiert. Nicht minder wie ein gigantisches Etwas von 20 Kilometern Länge und 1,5 Kilometern Breite, dass am 25. März 1989 von der Sonde über dem Mond Phobos fotografiert wurde.

Ein „Schatten“, der schnell für ein gigantisches zylindrisches Raumschiff von Außerirdischen gehalten wurde. Verschiedene Berichte in der Presse griffen das Thema der seltsamen Bilder und des Verlustes von „Phobos 2“ auf.

Ein „Krieg der Sterne“ am Mars?

Fotos von Raumfahrtmissionen, ob bemannt oder unbemannt, die UFOs zeigen sollen, sind nichts Ungewöhnliches. In diesem Fall jedoch schon. Denn 1989 erschien in den USA das Buch „Genesis Revisited“ des Prä-Astronautik-Autors Zecharia Sitchin.

Sitchin ist jener Autor, der die Idee in die Welt setzte, dass es in unserem Sonnensystem einen weiteren und bisher unentdeckten Planeten namens Nibiru gibt. Auf diesem Nibiru leben intelligente Außerirdische, die er Anunnaki nannte und die schon vor hunderttausenden von Jahren Raumfahrt betreiben konnten. Diese Anunnaki seine nicht nur auf unserer Erde gewesen, sondern auch auf dem Mars. Und wären, so Sitchin nicht nur in diesem besagten Buch, noch immer dort.

Der Mars diene den Außerirdischen als eine Art Basis oder Relaisstation für ihre Raumflüge in unserem Sonnensystem. Gleichzeitig sei der Rote Planet für diese Wesen hervorragend geeignet, um die Menschheit zu beobachten und leichter die Erde zu besuchen. Immerhin, so die Idee von Sitchin, umkreise ihre Heimatwelt Nibiru in rund 3600 Jahren die Sonne und ist hierbei die meiste Zeit weit draußen im äußeren Sonnensystem. Teilweise noch hinter Pluto. Da verkürzt eine Basis auf dem Mars die Reisezeit zu Erde gewaltig. Sofern sie nicht von Raumssonden der Menschen dort entdeckt werden, haben sie dort auch Ruhe.

Und genau das wäre 1989 beinahe durch „Phobos 2“ geschehen, behauptete Sitchin im selben Jahr in „Genesis Revisited“. Er spekulierte hierbei, dass es keine Panne der Sonde war, sondern womöglich ein „Krieg der Sterne“, wie er es nannte. Die Außerirdischen hätten absichtlich „Phobos 2“ zerstört, damit die Sowjetunion und damit die Menschheit sie dort nicht entdeckt. Allerdings konnten die dort stationiert Anunnaki dabei nicht verhindern, dass die Sonde mehr oder weniger im letzten Augenblick noch Bilder machen konnte. Eben jene, die damals für Rätselraten und Spekulationen sorgten.

Eine Weltraumbasis der Anunnaki

Der Autor Zecharia Sitchin verwies in seinem Buch unter anderem auch auf die nach dem Verlust der Sonde folgenden Berichterstattungen in Magazinen und Zeitungen. Er witterte eine Vertuschung, da in Wahrheit „Phobos 2“ von den Anunnaki mit voller Absicht zerstört wurde. „Der Beweis für die Richtigkeit meiner Vermutung, dass Mars in der Vergangenheit den Anunnaki als Raumstation gedient hat, ist erbracht“, war er in der Folge sogar sicher.

Er glaubte auch, dass die Verantwortlichen der Mission sehr wohl wussten oder zumindest ahnten, dass sich hier etwas Außerirdisches verbirgt. Darum wären die „Phobos“-Sonden auch entsprechend ausgerüstet gewesen, um diese Aliens zu finden. Außerdem ist der Mond Phobos aufgrund seiner geringen Schwerkraft und seiner Nähe zum Mars ganz ausgezeichnet als Basis für bemannte Missionen zum Mars geeignet. Das sehen tatsächlich auch etablierte Raumfahrtwissenschaftler bis heute so.

Sitchin wurde schon damals, 1989, sehr viel gelesen. Sein Buch „Genesis Revisited“ erschien in vielen Ländern als Übersetzung und in Deutsch erstmals 1991 unter dem Titel „Am Anfang war der Fortschritt“. Ab 2004 erfolgten Neuauflagen des Buches unter dem Titel „Die Hochtechnologie der Götter“. Und zwar in einem Verlag, der eine große Reichweite mit Büchern aus dem Bereich der Mysterien der Welt hat. Als bekannter Autor der Prä-Astronautik machte er so den Mythos Phobos weithin bekannt. Und doch geht dieser noch viel weiter zurück. Denn auch Sitchin verwies auf die Idee, dass der Mond Phobos es im wahrsten Sinne des Wortes in sich hat: Er wäre möglicherweise hohl und in Wahrheit eine riesige Raumstation.

Science-Fiction-Fans und Raumfahrt-Pioniere sind schon lange von der Idee begeistert, dass man Asteroiden als Raumstationen nutzen kann. Vielleicht sogar als riesige Raumschiffe. Selbst Hollywood hat noch 2022 mit dem Science-Fiction-Film „Moonfall“, in dem unser eigener Mond in Wahrheit eine Alien-Raumstation ist, diese Idee weiter gesponnen.

Ein hohler Mond?

Doch die Behauptung, dass Phobos hohl und vielleicht im Inneren eine Raumstation ist, kam nicht von ungefähr. Hierbei muss man jedoch immer im Hinterkopf haben, dass es sich hierbei um einen ganz anderen und wesentlich kleineren Himmelskörper handelt, der nicht mit unserem Mond vergleichbar ist.

Die Idee stammt von dem russischen Astronom Iosif Shklovsky aus der UdSSR. Ein hoch angesehener Wissenschaftler, der bis zu seinem Tode 1985 zahlreiche Auszeichnungen für seine Arbeiten bekamen. Ebenso war er Mitglied einer ganzen Reihe renommierter wissenschaftlicher Akademien und Gesellschaften und seit einigen Jahren verleiht die „Russische Akademie der Wissenschaften“ sogar einen Preis mit seinem Namen. Das Gelingen der sowjetischen Mond-Missionen „Luna 1“ und „Luna 2“ 1959 war unter anderem maßgeblich sein Verdienst durch eine von ihm entwickelte Technik zur Navigation im All.

Dieser Pionier und Vordenker der Raumfahrt scheute aber auch nicht vor unkonventionellen Ideen zurück. Außerirdische in der Vergangenheit zog er ebenso in Betracht, wie SETI. Mit dem bis heute weltbekannten und bewunderten Astronomen Carl Sagan veröffentlichte Shklovsky 1966 sogar gemeinsam das Buch „Intelligent Life in the Universe“ zu diesen Themen. Eine Pionierarbeit auch im Sinne der Prä-Astronautik, wie Ihr in diesem Mystery Files-Video HIER seht. Ein Buch, in dem sogar Themen von Zecharia Sichtin und Erich von Däniken vorweggenommen wurden.

Ein Wissenschaftler mit tadellosen Ruf und einer großartigen Karriere, was mit dieser Zusammenfassung seines akademischen Lebens unterstrichen werden sollte. Der aber dennoch die Idee in die Welt setzte, Phobos ist eine Raumstation und innen hohl.

Phobos: Eine außerirdische Raumstation?

Darauf kam Shklovsky recht früh in seiner Karriere, als er versuchte herauszufinden, warum sich der Mond Phobos jährlich um einige Zentimeter den Mars nährt. Eines Tages wird der Mond auf die Oberfläche des Mars stürzen. Sofern er vorher nicht im Orbit zerbricht.

Shklovsky war bekannt, dass die ersten Satelliten, die damals in den Erdorbit geschossen wurden, nicht ihre Umlaufbahnen halten konnten. Auch sie nährten sich wieder der Erde und kamen so vom Kurs ab. Nicht anders wie heute. Die Ursache war damals schnell gefunden und lag unter anderem an der Reibung der Satelliten mit der Erdatmosphäre. Diese hört nicht einfach abrupt auf. Noch in großen Abständen um die Erde finden sich Spuren unserer Atmosphäre, die Sonden oder Satelliten abbremsen oder ihre Bahnen stören. Je weiter von der Erde entfernt, je weniger.

Diese Tatsache übertrug Shklovsky von der Erde zum Mars und seinem Mond Phobos. Auch dort vermutete er, dass die Atmosphäre des Mars, so dünn sie auch sein mag, den Mond aus seiner Umlaufbahn lenkt. Zu seinem Erstaunen passte das aber nicht. Die Atmosphäre unseres Nachbarplaneten ist zu dünn, als das sie die gemessene Abbremsung von Phobos hätte verursachen können.

Eine andere Lösung für das Mysterium musste gefunden werden. Und Shklovsky fand sie 1959 darin, dass seine Berechnungen aufgehen würden, wenn Phobos hohl wäre. Und damit der Mond möglicherweise von einer außerirdischen Zivilisation stammt oder von ihnen als Raumstation umgebaut wurde. Vielleicht sogar von früheren Bewohnern des Mars. Denn schon damals war ein hohler Mond oder Asteroid in der etablierten Astronomie kaum vorstellbar.

Offene Wissenschaftler – damals

Darüber berichtete er unter anderem in seinem 1962 in der UdSSR erschienenen Buch „Вселенная, жизнь, разум“ beziehungsweise „Universe, Life, Mind“. Aus diesem Buch entstand 1966 zusammen mit Carl Sagen das oben genannte Werk „Intelligent Life in the Universe“, das schon damals als Standardwerk zu Thema Außerirdische galt.

Bereits 1964 nahm sich der Astronom Ernst Öpik der Phobos-These von Shklovsky in einem Beitrag im „Irish Astronomical Journal“ (vol. 6, September 1964) an, dessen Herausgeber Öpik selber war. Darin diskutierte er die Frage „ist Phobos künstlich?“ und kam zu dem Schluss, dass die Gravitation zwischen Mars und dem Mond für die Umlaufbahn verantwortlich sein könnte. Also keine Raumstation von Aliens?

In dem Buch „Intelligent Life in the Universe“ nahm Shklovsky mit Coautor Sagan das Thema „künstlicher Phobos“ in einem ganzen Kapitel 1966 erneut auf. Shklovsky diskutiert darin verschiedene Erklärungsmöglichkeiten und die Argumente der Kritiker (Öpik allerdings nicht) und verteidigt seine Hypothese. Unter anderem mit zahlreichen Berechnungen zur Umlaufbahn, Dichte des Mondes oder auch der Marsatmosphäre. Zu damaligen Stand der Forschung sei es sehr wohl möglich, das Phobos wie auch Deimos von früheren Marsbewohnern stammen könnten. So schreibt er:

Die Mehrheit der Wissenschaftler war skeptisch, eine Reaktion, die natürlich völlig verständlich ist. Es wurde jedoch kein einziges wissenschaftliches Argument gegen die Hypothese vorgebracht.“

Er verwies sogar auf einen „Artikel des amerikanischen Astronomen G. M. Clemence vom U.S. Naval Observatory in der amerikanischen Presse“, der von fehlerhaften Daten sprach. Es würde neue Phobos-Daten geben, was, wie Shklovsky schnell heraus fand, damalige Fake-News waren.

(Wissenschaftliche) Spekulationen von einst

Natürlich konnte auch Shklovsky damals nicht beweisen, dass es auf dem Mars eine längst versunken Zivilisation gab, und die Marsmonde künstliche oder hohle Körper sind. Er selber verwies auf zukünftige Forschungen und Daten aus der kommenden Raumfahrt. Doch 1966 schrieb er zu seiner Interpretation unter anderem folgendes:

Könnte Phobos tatsächlich äußerlich starr sein – aber innen hohl? Ein natürlicher Satellit kann kein hohles Objekt sein. Daher liegt die Vermutung nahe, dass Phobos – und möglicherweise auch Deimos – künstliche Satelliten des Mars sein könnten.

(…)

Die Idee, dass die Marsmonde künstliche Satelliten sind, mag auf den ersten Blick fantastisch erscheinen. Meiner Meinung nach ist sie jedoch eine ernsthafte Überlegung wert. Eine technische Zivilisation, die unserer eigenen weit voraus ist, wäre sicherlich in der Lage, massive Satelliten zu bauen und zu starten. Da der Mars keinen großen natürlichen Satelliten wie unseren Mond besitzt, wäre der Bau großer, künstlicher Satelliten für eine fortgeschrittene Marszivilisation bei ihrer Expansion in den Weltraum von relativ großer Bedeutung.

Der Start massiver Satelliten vom Mars wäre wegen der geringeren Schwerkraft auf dem Mars etwas einfacher als auf der Erde. Es ist denkbar, dass der Einfang und die Aushöhlung eines kleinen Asteroiden technisch einfacher zu bewerkstelligen ist als der Bau eines künstlichen Satelliten in der Umlaufbahn aus Material, das von der Oberfläche stammt.“

War es so, dann läge das alles schon sehr lange in der Vergangenheit. Und so lehnt er auch den „bizarren Vorschlag“ des sowjetischen Autoren F. Zigel ab. Dieser spekulierte, „dass die Marsmonde zwischen 1862 und 1877 in die Umlaufbahn gebracht wurden“. Also erst wenige Jahre vor ihrer Entdeckung 1877. Denn Zigel wunderte sich, dass die Monde nicht schon 1862 bei einer günstigen Mars-Stellung zur Erde von dem Astronomen John Herschel entdeckt wurden. Erst 15 Jahre später fand diese Hall mit einem kleineren Teleskop.

Neue Missionen, neue Bilder

All das ist Jahrzehnte her. Doch die Überzeugung, dass auf Phobos „irgendwas nicht stimmt“ ist heute noch weit verbreitet. Auch wenn als Erklärung, warum sich der Mond dem Mars immer weiter nährt, in der Astronomie allgemein akzeptiert worden zu sein scheint, dass die Gezeitenkräfte zwischen Planet und Mond dafür verantwortlich sind. Dennoch wollen Weltraumforscher auch weiterhin natürlich mehr über die Phobos (und Deimos) wissen. Erste beeindruckende Bilder von Phobos machte beispielsweise schon 1978 die NASA-Mission „Viking“, die auch zwei Landemodule auf dem Mars absetzte.

2011 wollten Russland und China mit einer Mission auf Phobos sogar landen. Unter anderem sollten Bodenproben des Mondes eingesammelt werden. Doch die Mission „Phobos-Grunt“ schaffte es nicht mal aus dem Erdorbit heraus, da ein Triebwerk versagte. Sie verglühte im Januar 2012 in der Atmosphäre.

Wesentlich erfolgreicher war die 1996 gestartete NASA-Mission „Mars Global Surveyor“ (MGS), die 11 Jahre ihre Arbeit am Mars verrichtete. Sie landete nicht, sondern erkundete den Planeten aus einem Orbit heraus, um ihn unter anderem zu kartieren. Während dieser Mission machte  MGS auch mehrfach Fotos von Phobos und seiner Oberfläche. 2003 sogar hochauflösende Aufnahmen des Mondes in nie gekannter Qualität.

Erst die 2005 gestartete und bis heute aktive NASA-Mission „Mars Reconnaissance Orbiter“ (MRO) übertraf diese Fotos zum Teil. Obwohl Phobos nicht das Ziel der Mission war, sondern der Mond der Sonde zur Orientierung diente (wie auch Deimos). Auch die 2003 zum Mars geschickte Mission „Mars Express“ (MEX) der europäischen ESA lieferte in all den Jahren immer wieder detaillierte Fotos der Marsmonde. Unter anderem in 3D und mit genauen Bahnbeobachtungen und Analysen der Monde. Immerhin plant die ESA eine Mission, die dort landen soll.

Der „Phobos-Monolith“

All diese Phobos-Bilder, ob von „Mariner“, „Viking“, MGS, MEX oder MRO, zeigen einen gewöhnlichen Asteroiden. Nichts ist zu erkennen, dass sich im inneren eine Basis oder Station von Außerirdischen befindet. Ob von einer untergegangen Mars-Zivilisation, den Anunnaki oder anderen. Wobei man aber durchaus annehmen darf, dass es einer solchen Zivilisation nicht schwer fallen dürfte entsprechenden „Eingänge“ zu tarnen. (Warum das eine Mars-Zivilisation vor Urzeiten vor Beginn der Menschheit getan haben sollte, ist eine andere Frage.)

Doch bekanntlich steht das Auge der Phantasten nie still. So auch bei den Bildern von Phobos, auf denen 1998 etwas Merkwürdiges auftauchte. Aufgenommen hatte das Foto der MGS nahe des Kraters „Stickney“ und es zeigt einen deutlich sich von der Umgebung abheben „Monolithen“. Klar erkennt man auf dem Foto, wie dieses winklig erscheinende „Fels“ einen Schatten über die Oberfläche des Mondes wirft. Was könnte das sein? Auswurf aus dem Krater „Stickney“, der mit seiner Größe das Aussehen des Mondes dominiert? Oder doch etwas Künstliches?

Beeindruckend ist zumindest die Größe des Objektes, die vom „Jet Propulsion Laboratory“ (JPL) der NASA mit rund 85 Metern Durchmesser angegeben wird. Damit wäre der „Monolith“ wohl fast 100 Meter hoch. Was dieses Gebilde auf Phobos wirklich ist, ist bisher unbekannt. Zumindest wurde es sogar zweimal fotografiert (MGS-Bilder SPS252603 und SPS255103). Seit dem wird darüber spekuliert, dass es das Werk von Außerirdischen sein könnte, wie zum Beispiel in diesem Mystery Files-Video HIER schon 2020 dargelegt.

Befeuert werden solche Ideen sicher auch durch eine angedachte Landung in der Region um den „Monolithen“. Geplant wird die Mission „Phobos Reconnaissance and International Mars Exploration“ (PRIME) von Kanada, doch es ist bisher offen, ob diese realisiert werden kann. Selbst  NASA-Astronaut Buzz Aldrin, einer der Mondfahrer von „Apollo 11“ 1969, zeigte sich in einem Interview beeindruckt von Phobos und seinem „Monolithen“, wie im oben verlinkten Video gezeigt.

Nach all den Jahrzehnten der Spekulationen und Geheimnisse der Marsmonde, vor allem um Phobos, wird es wohl noch dauern, bis wir alle seine Mysterien ergründet haben. Und wenn eines fernen Tages Menschen dort selber landen und in den Mond hinein bohren – wer weiß, was sie da finden.

Video-Auswahl zum Thema auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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„5 Fragen an …“: Facebook-„Interview“ mit Lars A. Fischinger von Mystery Files nun auch hier online

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5 Fragen an ... Interview mit Lars A. Fischinger von Mystery Files (Bilder: NuoFlix/MysteryFiles.de & I. Komuda / Montage: Fischinger-Online)
5 Fragen an … Interview mit Lars A. Fischinger von Mystery Files (Bilder: NuoFlix/MysteryFiles.de & I. J. Komuda / Montage: Fischinger)

Auf Facebook wurde ich kürzlich gebeten für eine dortige Gruppe rund um die Mysterien der Welt ein Interview zu geben. Für eine dortige Rubrik „Fünf Fragen an …“. In diesem Falle also Lars A. Fischinger. Für alle, die keinen Zugang zu Facebook haben, stelle ich Euch dieses Frage-Antwort-Interview rund um die Welt des Unglaublichen auch an dieser Stelle für Euch online.


Mystery auf Facebook

Auf Facebook gibt es zahllose Gruppen und Seiten, die sich mit Themen der Mystery Files, Grenzwissenschaft, UFOs, Aliens, Prä-Astronautik und sehr vielem aus des Phantastischen mehr befassen. Und so findet Ihr eine entsprechende Seite zu diesem Blog und dem Mystery Files-YouTube-Kanal beispielsweise HIER. Ebenso gibt es eine entspreche Facebook-Gruppe, die Ihr HIER findet.

In diesen Gruppen und auf solchen Seiten tummeln sich die verschiedensten Charaktere, die sich aus unterschiedlichen Gründen für derartige Themen interessieren. Dabei stehen die meisten dieser Gruppen jedem User offen und sind nicht etwa „geheime Gemeinschaften“. So wie die 2014 von Hermann Homberg gegründete Gruppe „Prä-Astronautik, UFOs, Dinosaurier und mehr …“, in der auch ich Mitglied bin.

Dort ist der Gruppenname Programm. Und vor einiger Zeit wurde dort eine Rubrik im Sinne von „Fünf Fragen an …“ von dem Kollegen Homberg eingeführt. Dazu erscheinen in unregelmäßigen Abständen Beiträge zu dieser Rubrik, in denen verschiedene Personen aus der Welt der Mysterien und Grenzwissenschaft diese Fragen beantworten. Diese sind:

  • Frage 1: Wie stehst du zur Prä-Astronautik?
  • Frage 2: Was denkst du über heutige UFO-Sichtungen?
  • Frage 3: Was fasziniert dich an Dinosauriern?
  • Frage 4: Werden Kryptozoologen noch Beweise für Bigfoot und Co finden?
  • Frage 5: Verstecken sich hinter Sagen und Legenden teils wahre Geschichten

Kürzlich dufte auch ich diese Fragen für die Gruppe beantworten. Und für alle, die keinen Zugang zu Facebook haben (wollen), stelle ich Euch dieses Frage-Antwort-Interview auch an dieser Stelle online.

Fünf Fragen an … Lars A. Fischinger

Hermann Homberg: Wie stehst du zur Prä-Astronautik?

Ich bin begeistert von der Prä-Astronautik! Und das nun in diesem September seit genau 33 Jahren. Denn im September 1989 sah ich auf dem TV-Sender Pro7 erstmals 2 Dokumentationen über dieses Thema. Ich war fasziniert und begeistert.

Diese Spekulationen über Außerirdische im Altertum schienen fast alle meine Interessen in einem großen Thema zu „komprimieren“. Schon von den kleinsten Kindesbeinen an begeisterte mich das Unbekannte, Alte, Unentdeckte, der Weltraum, Außerirdische, fremden oder versunkene Kulturen und vieles mehr.

Und so wollte ich schon mit 6 Jahren nach dem Film „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ nach dem großartigen Jules Verne diesen ebenso finden. Es war meine erste „Expedition“ auf den Spuren des Unentdeckten.

Jedoch endete diese „bescheidene“ und unternehmerisch nach bestem Wissen und Gewissen vorbereitete „Forschungsreise“, noch bevor sie eigentlich begann … und ich wurde nach nur etwa einem Expeditions-Kilometer mit meinem Kettcar und Reisegepäck von meinen Eltern wieder „eingesammelt“.

Im selben Alter erzählte mir auch ein 2 Jahre älterer Verwandter beim Familienspaziergang von einer (ausgedachten!) UFO-Landung im Wald nahe unserem Dorf. Für ein „Mystery-Jägerchen“ faszinierend. Nicht minder wie all die kindgerechten Bücher, die den Kleinen die Welt und das Universum verständlich machen wollten. Oder archäologische Ausgrabungen im Zentrum unseres Dorfes zu dieser Zeit. Ebenso kam ich recht zeitnah auch mit der Welt von „Star Wars“ (übrigens Prä-Astronautik-Filme) in Berührung, der ich bis heute treu blieb.

Diese kindliche Begeisterung hielt all die Jahre durchgehend an. Selbst einige „Ausgrabungen“ folgten immer mal wieder mit Freunden. Und diese Freude am Unbekannten wurde immer weiter vertieft, wobei Besuche von Burgen oder Museen, die wohl alle Kinder begeistern, nur einen kleinen Teil weiter dazu beitrugen.

Verschlossene Türen in Museen, Burgen, Kellern, alten Scheunen in meinem Dorf und anderswo mussten einfach geöffnet werden. Was mag sich dahinter verbergen – dort, wo der normale Besucher oder Tourist eben nicht hinter schauen kann? Ein Geheimversteck? Ein Schatz? Ist es vielleicht eine Gruseltür? Wohnen dort fremde Gestalten oder sogar unheimliche Gesellen? Wird hier etwas Geheimnisvolles vor uns versteckt?

Zeitgleich zu meinen ersten Prä-Astronautik-Dokus ab Herbst 1989 boomte auch die „UFO-Welle von Belgien“ in den Medien. Und schon damals begann ich sämtliche Zeitungsartikel usw. zu diesen Themen zu Sammeln (Bild HIER). So wurde ich buchstäblich gleichzeitig mit UFOs und der Prä-Astronautik „infiziert“ und sogleich folgten die ersten Bücher dazu. Nur kurz darauf begann ich selber darüber in der Schülerzeitung zu schreiben, bis 1994 mein erster Artikel in einem „Mystery-Magazin“ in der Schweiz erschien. Nur 2 Jahre später folgte ein erstes Sachbuch.

All das ist Jahrzehnte her. Und noch immer bin ich begeistert von der Idee der „Götter der Sterne“. Doch längst nicht mehr mit der „kindlichen Naivität“ wie einst. Denn seit vielen Jahren ist zu beobachten, dass thematisch die Prä-Astronautik immer schlimmer wird! Themen werden wahllos vermischt und zu neuen gerührt. Meist, so hoffe ich, aus Unwissenheit. Das ist nicht immer falsch. Doch leider hat das inzwischen nicht selten groteske Züge angenommen. Und leider werden die Meinungen oder Argumente der Kritiker oder Skeptiker zu wenig beachtet.

Die Prä-Astronautik ist und bleibt reine Spekulation! Es gibt Hinweise – aber keine Beweise. Hinweise, die man so deuten kann, dass einst Götter aus dem All hier waren. Muss man aber nicht. Doch persönlich bin ich überzeugt, dass sie hier waren. Und grundsätzlich entdeckt man immer wieder für sich neues von alten Kulturen, fremden Orten und uralten Stätten. Plötzlich ist man wieder 6 Jahre alt und sucht den Mittelpunkt der Erde, um es einmal überspitzt zu sagen.

(Hinweis: Detailliert findet Ihr diesen „Werdegang“ HIER auf diesem Blog.)

Hermann Homberg: Was denkst du über heutige UFO-Sichtungen?

Hier ist es sehr ähnlich wie mit dem Thema der „Raumfahrt im Altertum“. UFO-Sichtungen sind real, das bezweifelt niemand (hoffe ich). Und persönlich bin ich überzeugt, dass sich hinter diesem Phänomen eine absolut fremdartige und außer-dimensionale Intelligenz verbirgt. Das absolut Fremde. Auch wenn mit Abstand die meisten UFO-Sichtungen rational und ohne Aliens erklärt werden können.

Eine rein persönliche Vermutung, die ebenso niemand beweisen kann. Vor allem, da wohl keine einzige UFO-Sichtung der Moderne sich blitzsauber als „nicht-menschlich“ beweisen lässt. Auch Aussagen irgendwelcher hochrangigen Militärs oder sonst wem „Wichtiges“ zu UFOs im Sinne von ETs sind keine Beweise im eigentlichen Sinn. Noch nicht, wie ich hoffe.

Ich vermute (und nur das), dass es aber mehr als eine fremde Spezies gibt, die hinter all den Mysterien steckt. Und dies seit unbekannten Zeiten.

Hermann Homberg: Was fasziniert dich an Dinosauriern?

 „Alle Kinder lieben Dinosaurier“, sage ich immer gerne. Und im Grundsatz ist das ja auch so. Schon damals – wie unter Frage 1 zusammengefasst – begeisterten mich diese Bestien der Urzeit sehr. Ein Kind in einem Museum voller alter Knochen und Rekonstruktionen von Urzeit-Wesen wird mit genau dem konfrontiert, was mich bis heute antreibt: Versunkene und unbekannte Welten.

Bis heute gibt es kindgerechte Bücher, die in bunten Bildern und auf Zeitlinien die Welt der Urzeit darstellen. Nicht selten sogar bis heute. Und allein anhand solcher Kinderbücher sollte jedem klar werden: Was ist denn da schon diese neumodische Spezies Mensch auf diesem Planeten?

Hermann Homberg: Werden Kryptozoologen noch Beweise für Bigfoot und Co finden?

„Bigfoot & Co.“ ist eine sehr dehnbare Aussage. Auf jeden Fall steht fest, dass „& Co.“ von Forschern wie auch Kryptozoologen ständig entdeckt werden. Immer neue und vor allem noch lebende Arten, die bisher niemand in der akademischen Welt kannte.

Mit dem „Monster von Loch Ness“ zum Beispiel konnte ich mich hingegen nie wirklich anfreunden. Ich glaube nicht, dass es im Loch Ness eine ganze Population von Nessies gibt, die bisher niemand entdeckte.

Bei „Affenmenschen“ wie Bigfoot sieht das anders aus. Ich bin überzeugt, dass irgendwo auf der Welt eines Tages tatsächlich ein „Bigfoot“ gefunden wird. Wie immer man auch diese „Affenwesen“ lokal dann letztlich auch nennt.

Hermann Homberg: Verstecken sich hinter Sagen und Legenden teils wahre Geschichten?

Auf jeden Fall, ganz sicher! Und das sagen nicht nur Phantasten oder Prä-Astronautiker. Legenden, Sagen und auch Märchen haben sehr oft einen realen Kern, der schon lange Gegenstand von Forschern ist, die nichts mit Themen aus der Welt von irgendwelchen Aliens zu tun haben.

Ganze Studien existieren, die solche alten Überlieferungen untersuchen und mit anderen entsprechenden Mythologien und Legenden vergleichen. Wahre Kerne sind bei einigen solcher Sagen sehr schnell zu finden und im Grunde nicht spektakulär. Zum Beispiel wenn es zu einem bestimmten Ort heißt, hier sei einstmals eine „heidnische Burg“ versunken – und dort tatsächlich eine solche nachgewiesen werden kann.

Spannender ist es bei Legenden, Sagen und sogenannten Märchen, wenn es um fremde Wesen geht. Wie immer sie jeweils heißen oder in lokalen Dialekten genannt werden. Immer sind es jedoch Wesen aus einer Anderswelt. Einer anderen Welt, die gleichzeitig zu der unsrigen existiert … aber doch „anders“ ist. Quasi eine Parallelwelt, Überwelt oder ein Teil einer Multiwelt.

Aus genau einer solchen Welt sollen laut so vieler Legenden & Co. fremde Wesen in unsere Welt eingreifen. Und diese Bewohner agieren dabei oft absolut unsinnig, bizarr und oftmals schon Paranormal. Ob sie nun Feen, Trolle, Zwerge, Elfen, Elben, Gnome oder sonst wie genannt werden. Ich sehe hier einen direkten Zusammenhang zu dem, was heute pauschal als Außerirdische oder Aliens bezeichnet wird.

Unzählige dieser Märchen und Erzählungen gehen in Kernen sehr, sehr weit in die Vergangenheit zurück. Das haben Studien unlängst belegt. Doch praktisch alle, nicht nur in Europa, sind mit christlichen Glaubens- und Moralvorstellungen durchzogen. Nicht immer ist es leicht darin den „wahren Kern“ zu finden. Und letztlich bleibt es dann fraglich oder spekulativ, ob der gefundene „wahre Kern“ auch wirklich einer ist.

Problematisch ist es auch, dass viele solcher Geschichten hunderte oder tausende Jahre mündlich weiter erzählt wurden. So finden sich unzählige Varianten ein und derselben Story in ganz unterschiedlichen Regionen (und Religionen). Und ich bin sicher, dass einige dieser Überlieferungen auch aus mehreren „zusammengesetzt“ und dann weiter erzählt wurden.

Weitere Interviews mit Lars A. Fischinger (Auswahl)

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Invasion von Aliens: In unserer Milchstraße könnten vier „bösartige außerirdische Zivilisationen“ existieren – so eine Studie (+ Videos)

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Invasion von Aliens: In unserer Milchstraße könnten vier "bösartige außerirdische Zivilisationen" existieren - so eine Studie (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Invasion von Aliens: In unserer Milchstraße könnten vier „bösartige außerirdische Zivilisationen“ existieren – so eine Studie (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Hollywood macht es uns seit Jahrzehnten vor: Eine Invasion von Aliens auf unseren Planeten, die nichts Gutes im Schilde führen. Wie viele solcher boshaften Alien-Zivilisationen in unserer Galaxis aber tatsächlich existieren könnten, versuchte eine wissenschaftliche Studie zu berechnen. Ebenso die Wahrscheinlichkeit, dass diese Außerirdischen uns tatsächlich eines Tages angreifen oder sogar vernichten werden. Ein Thema voller Spekulationen, wissenschaftlichen Theorien und unendlichen Fragen.


Böse Außerirdische

Bösartige Außerirdische, die plötzlich an oder auf der Erde erscheinen, um unseren Planeten zu erobern und die Menschheit zu vernichten, sind seit über 100 Jahren in der Science-Fiction ein beliebtes Thema. Vor allem angefacht durch den Roman „Der Krieg der Welten“ von H. G. Wells aus dem Jahr 1898. Ein Klassiker des Science-Fiction, in dem aggressive Marsmenschen mit ihrem Raumschiffen beziehungsweise UFOs die Menschheit überfallen.

Seit dem ist der erste Kontakt der Menschheit mit den Außerirdischen ein beliebter Stoff. Und fast immer sind sie bösartig und der menschlichen Zivilisation weit überlegen. Gerne gipfelt es in Materialschlachten, die vor allem Hollywood bildgewaltig in Szene setzt. Die Gründe, warum die Aliens die Erde erobern oder unsere Spezies vernichten oder versklaven wollen, sind dabei vielschichtig.

Einige Videos zum Thema findet Ihr am Ende angehangen.

Und trotz der wenigen Ausnahmen von liebevollen oder friedlichen Besuchern aus dem Kosmos, ist das Bild recht einheitlich: Kommen eines Tages die Außerirdischen – steht es um uns schlecht! Stoff, aus dem Aktionfilme sind.

Wie „ticken“ Außerirdische?

Dabei haben vor allem unter etablierten Wissenschaftlern wie auch „Alien-Forschern“ solche Filme, Serien und Bücher durchaus zahlreiche Kritiker. Hauptargument ist hierbei vielfach, dass Außerirdische, die zu interstellare Reisen fähig sind, ihre „Gewalttätigkeit“ im Laufe ihrer Entwicklung längst abgelegt hätten. Sonst wären sie gar nicht im Stande solche Weltraumreisen durchzuführen, die einen gewaltigen Aufwand an Technologie und Ressourcen voraussetzten.

All das aber wissen wir nicht. Wir haben grundsätzlich nicht den Hauch einer Ahnung, wie außerirdische Zivilisationen im Kosmos „ticken“. Wir können nur „von uns auf andere schließen“. Wenn man an dieser Stelle die diversen Thesen, Aussagen und Überlegungen der UFO-Forschung, die hinter dem Phänomen eben solche Intelligenzen vermutet, einmal außen vor lässt. Hinzu kommt, dass vollkommen unbekannt ist, wie viele intelligente Alien-Zivilisationen im Weltraum überhaupt existieren.

Und von dieser unbekannten Anzahl an technologischen Zivilisationen wissen wir noch weniger, welche individuelle Entwicklung diese durchliefen. Oder wann (und ob) sie anfingen das Universum zu bereisen. Die einen vielleicht vor 100 Millionen Jahren – die anderen erst vor 100 Jahren. Im wahrsten Sinne des Wortes ein Universum voller Fragen. Eines scheint aber gewiss. Nämlich, dass diese fremden Spezies im All einen Grund haben müssen, um den Weltraum zu bereisen.

Generationsraumschiffe von Aliens

Genau bei dieser Frage setzt nicht nur Hollywood an, sondern auch die etablierte Wissenschaft. Denn aufgrund der gigantischen Entfernungen im Kosmos würden diese Völker hunderte oder tausende von Jahren im All in ihrem Raumschiffen unterwegs sein. Sofern sie nicht – was ebenso diskutiert wird – die Lichtjahre mit Hilfe „exotischer Antriebe“ in kürzester Zeit überwinden können. Dann kämen die Fremden mal kurz hier vorbei – und reisen dann wieder zurück …

Das gerne gewählte Mittel zur Fortbewegung im Weltraum ist hierbei ein Generationenraumschiff. Gigantische Weltraum-Archen, in denen Generationen von Aliens durch das Universum fliegen, bis sie eines Tages eine neue Welt für sich finden. Selbst „Alien-Forscher“ Erich von Däniken spricht seit Jahrzehnten davon, dass „seine“ außerirdischen „Götter“ auch mit solchen Generationenraumschiffen vor Jahrtausenden längst hier gewesen sein könnten. Theoretisch sogar vor Millionen von Jahren.

Warum aber sollten sie dann wieder verschwinden? Wenn diese Aliens in ihrem Weltraum-Archen hunderte oder tausende Jahre durch den leeren Raum reisen, dann endlich einen für sie attraktiven Planeten finden – würden diese dann wieder verschwinden und weiterziehen?

Es gibt nur sehr wenige Gründe, warum Außerirdische derartige Reisen antreten sollten. Vielleicht ist ihre Welt längst unbewohnbar. Jedenfalls wäre der Hauptgrund die Suche nach neuen Lebensraum und auch Ressourcen. Genau das, wo all die zahllosen Filme über Alien-Invasionen ansetzten. Träfen sie dann eines Tages genau mit solchen Raumfahrzeugen hier ein, dann stünde die Menschheit sicher im Weg.

Wie der Mensch, so der Außerirdische?

All dies sind Spekulationen, die Grenzwissenschaftler, UFO-Forscher, Hollywood wie auch Astronomen und Science-Fiction-Fans seit Jahrzehnten diskutieren. Einfache Forscher, außerirdische Ethnologen, reisen wohl nicht Jahrtausende durch das All. So wird meist argumentiert. Natürlich auch wieder ohne zu wissen, wie diese Wesen fühlen und denken.

Und ignoriert man die Überlegung, dass Aliens so was wie einen „Warp-Antrieb“ haben, um durch Abkürzungen von Raum und Zeit zu reisen, bleiben in der Tat nur Generationenraumschiffe. Und deren Besatzungen würden nicht einfach mal eben die Erde besuchen. Sofern unsere Welt für diese Wesen geeignet ist, würden sie sicher gerne bleiben wollen. Wir als Menschheit hätten das nachsehen. Dazu weiter unten mehr.

Genau diese Fragen stellte sich auch Alberto Caballero von der spanischen Universidade de Vigo in einer Studie. In dieser versucht er zu ermitteln, wie viele „bösartige außerirdische Zivilisationen“ in unserer Galaxis leben. Wie alle Forschern beziehungsweise „Alien-Theoretikern“ nimmt auch Caballero unsere Spezies als eine Art Ausgangspunkt. Er schreibt unter anderem:

In diesem Papier wird versucht, die Häufigkeit feindseliger außerirdischer Zivilisationen abzuschätzen, indem die Wahrscheinlichkeit extrapoliert wird, dass wir als menschliche Zivilisation einen bewohnten Exoplaneten angreifen oder erobern, sobald wir eine Zivilisation vom Typ 1 auf der Kardaschew-Skala geworden sind, die in der Lage ist, interstellare Reisen in der Nähe durchzuführen.

Die Schätzung basiert auf der weltweiten Geschichte der Invasionen im letzten Jahrhundert, den militärischen Fähigkeiten der beteiligten Länder und der globalen Wachstumsrate des Energieverbrauchs.

Nur vier „bösartige außerirdische Zivilisationen“

„Um die geschätzte Wahrscheinlichkeit einer außerirdischen Invasion durch eine Zivilisation“ zu ermitteln, so Caballero, wird also unsere Vergangenheit bemüht. Natürlich auch verschiedene theoretische Berechnungen, wie viele technologischen Zivilisationen es überhaupt gibt. Allen voran werden diese mit der „Drake-Gleichung“ bestimmt. Gleichfalls aber auch unsere Bemühungen Radiosignale ins das All zu senden, um andere auf uns aufmerksam zu machen.

Denn die Ergebnisse seiner Studie „könnten als Ausgangspunkt für eine internationale Debatte über das Senden der ersten ernsthaften interstellaren Funksprüche an nahe gelegene, potenziell bewohnbare Planeten dienen“. Ein Thema, das auf diesem Blog und dem Mystery Files-Video-Kanal bereits viele Male behandelt wurde. Sollen wir Botschaften in das All senden und uns der Gefahr aussetzten, dass die falschen Außerirdischen sie empfangen? Ein Frage mit dem Potential noch über Generationen diskutiert zu werden.

In dem er aggressive und kriegerische Invasionen von Länder hier auf der Erde in andere Staaten in das All überträgt, kommt Caballero aber zu einem durchaus erfreulichen Resultat in seiner Untersuchung. Demnach gäbe es in unserer Galaxis nur vier kriegerische Alien-Zivilisationen, die für unser Spezies zu einer Bedrohung werden können. Und damit ist die Gefahr überaus gering:

Die Ergebnisse zeigen, dass diese Wahrscheinlichkeit um zwei Größenordnungen geringer ist als die Einschlagswahrscheinlichkeit eines Asteroiden, der einen Planeten zerstört.

Damit wäre unsere Existenz also kaum in Gefahr.

Vorsicht bei Signalen ins All!

Ob es nur vier solcher Zivilisationen gibt, oder letztlich doch 40, es wird kaum etwas daran ändern, wohin wir Botschaften in das All senden. Auch wenn Caballero meint, dass sein Ergebnis für eine Kontakt-Aufnahme der Menschheit mittels Funksignalen „an nahe gelegene, potenziell bewohnbare Planeten dienen“ könnte. Das ist mehr als nur vage.

Woher soll man im Vorfeld wissen, ob diese Welt von bösen Wesen bewohnt wird (oder überhaupt wem), um genau dorthin eben kein Signal zu senden? Und wie soll man solche Signale gezielt in den Kosmos senden, damit keine aggressive Spezies sie zufällig empfängt und von uns erfährt? Denn Warnungen, dass man sehr vorsichtig sein soll, was man in das All sendet, sind nicht neu. Und längst auch kein Thema mehr, dem sich nur Phantasten widmen.

Sitzen solche Invasoren in ihrem Generationenraumschiff und reisen durch das All, wissen wir nicht im Geringsten wo sie wann entlang fliegen. Oder ob eine dieser vier „Krieger-Rassen“ nicht längst auf dem Weg zum uns ist. Möglicherweise reist eine dieser Spezies schon seit 10.000 Jahren in ebenso vielen Weltraum-Archen durch unsere Galaxis. Ausgebreitet durch eine ständige Expansion und Invasion. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit enorm, dass an Bord eines dieser Raumschiff durch einen unglücklichen Zufall unsere ins All gesendete Visitenkarte der Menschheit und Erde entdeckt wird.

Auch wenn es nur vier Völker sind und damit wohl die meisten Außerirdischen uns nicht gleich versklaven oder ausrotten wollen, sind solche Spekulationen immer verlockend. Und es ist immer spannend zu sehen, wie immer wieder wissenschaftliche Studien oder Untersuchungen erscheinen, die im Grunde auch nur spekulieren können. Wenn auch auf einer mehr oder weniger wissenschaftlichen Grundlage. Denn ausnahmslos keine einzige solcher Publikationen kann alles berücksichtigen und bedenken.

Wie lang ist eine Generation?

Kommen wir nochmal zurück zu einem Generationenraumschiff.

Sobald eine Spezies den Plan fasst, dass sie ein solches Raumfahrzeug bauen will, steht sie vor einer riesen Aufgabe. Um tausende oder sogar hunderttausende ihrer Art in diesem Raumschiff das Überleben zu sicher, müssen sie quasi ihre Heimatwelt darin im Kleinen nachbauen. Sofern sie nicht alle in Tiefschlafkammern liegen, die man aus diversen Science-Fiction-Filmen kennt. Auch nicht, wenn diese Rasse längst technologische Lebewesen sind. Als „Roboter“ oder „Cyborgs“ wären unendliche lange Raumflüge bei weitem leichter zu überstehen, als für rein biologische Lebensformen.

Hier könnte man leicht spekulieren, dass diese überhaupt kein Interesse daran haben, einen erreichten Planeten als neue Heimat zu erobern. Ihre Welt in einem solchen Raumfahrzeug reicht ihnen. Gleiches gilt durchaus auch für biologische Lebensformen in einer derartigen Arche. Sinn und Zweck eines Generationenraumschiff ist es ja, dass dort Generationen geboren werden. Sie leben und sterben dort und eine neue Generation folgt.

Kommt dann aber eine der unzähligen Folgegenerationen an einer für sie bewohnbaren Welt vorbei, könnten diese längst kein Interesse mehr an einer Invasion oder ähnliches haben. Sie kennen als Heimat nur ihr Raumschiff. Hierbei spielt es auch eine Rolle, wie lange eine solche Spezies lebt. Werden diese Aliens 1.000 Jahre alt, ist es in Sachen „Generationen“ auch schon wieder ganz anders. Würden Menschen so alt und wir hätten ein solches Raumfahrtzeug, dass zum Beispiel mit nur einem Zehntel der Lichtgeschwindigkeit reist, dann wären wir in nur 43 Jahren bei unserem Nachbarsternsystem Alpha Centauri.

Für Aliens könnten derartige Reisezeiten absolut annehmbar sein.

Mehr als zwei Seiten der Medaille

Wenn Außerirdische solche Raumfahrzeuge bauen, da sie das All kolonisieren wollen oder ihre Heimat tatsächlich untergegangen ist, müssen sie dennoch nicht feindselig sein. Trotz dieses enormen Schrittes, den ihre Spezies damit geht.

Ja, sie müssen nicht einmal überhaupt in ihrer Entwicklung jemals aggressiv und feindselig gewesen sein. Krieg und Gewalt haben sie niemals gesehen und erfahren. Was wir Menschen als „Kolonisation“ verstehen, ist leider bekannt. Die Erschließung und Eroberung von neuem Lebensraum und neuen Rohstoffen, muss längst nicht auch hinter ihren Absichten stecken. Vorstellbar wäre es dennoch.

Doch sind sie vielleicht nicht schon lange hier im Sonnensystem angekommen? Einige denken das. Einige sogar, dass eine heimlicher Invasion längst im Gange ist, wie beispielsweise in diesem Mystery Files-Video HIER gezeigt.

Ein derart gigantisches Raumschiff kann sich durchaus seit tausenden oder Millionen von Jahren innerhalb unseres Sonnensystem vor unseren Augen verbergen. Beispielsweise eine Alien-Heimat von 10 Kilometern Länge, dass sich direkt vor unserer Haustür verborgen oder getarnt hält. In diesem Falle wären die Bewohner dieser kosmischen Arche offensichtlich nicht auf die Eroberung unserer Erde aus. Vielleicht könnten sie hier nicht mal dauerhaft überleben.

Oder ganz anders. Sie denken sich, warum sollten wir unser Raumfahrzeug verlassen, um die Menschheit zu beseitigen und auf der Erde zu leben, wenn es uns doch in unserer Archen-Welt glänzend geht? Wir sind Forscher, also bleiben wir und schauen mal, was aus denen da auf der Erde so wird.

Viele Wenns und Abers, was bei diesem höchst theoretischen Thema nicht ausbleibt. Dennoch hat, wie man an der Studie von Caballero erneut sieht, gerade bei diesem Thema die Medaille nicht nur zwei Seiten. Sie hat auch einen Rand, der sich drehen beziehungsweise rollen lässt. Und damit fast unendliche Möglichkeiten, Modelle und Meinungen zulässt.

Video-Auswahl zum Thema auf Mystery Files

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Lars A. Fischinger

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Video: Atomforscher-Pionier und Nobelpreisträger 1909: In der Urzeit zerstörte sich eine unbekannte Menschheit durch Atomkraft selbst!

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Video: Atomkraft gab es schon in der Urzeit - und vernichtete eine 1. Menschheit, sagte schon 1909 ein Atomforscher und Nobelpreisträger (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-online)
Video: Atomkraft gab es schon in der Urzeit – und vernichtete eine 1. Menschheit, sagte schon 1909 ein Atomforscher und Nobelpreisträger (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-online)

Gab es vor Millionen von Jahren bereits eine erste Menschheit auf der Erde, von der wir nichts wissen? Könnte diese bereits Raumfahrt betrieben und andere Planeten besucht haben, bevor sie sich durch Atomkraft beziehungsweise Atombomben selber vernichtete? Was wie Ideen von Phantasten und Prä-Astronautik-Autoren klingt, vermutete schon vor über 110 Jahren der Chemie-Nobelpreisträger und Pionier der Atomforschung Professor Dr. Frederick Soddy in einem Standartwerk zum Thema Atome. Welche unglaublichen Überlegungen der Wegbereiter der modernen Atom-Wissenschaft schon 1909 über Raumfahrt in der Vorzeit hatte, erfahrt Ihr hier.


Atomkraft und Raumfahrt vor Millionen von Jahren?

Erst seit rund 80 Jahren nutzen wir die Atomkraft. Im Guten wie im Schlechten. Aber sind wir wirklich die ersten Menschen auf diesem Planeten, die die Kraft der Atome für sich nutzbar machten? Denn das sah schon vor über 100 Jahren ein Pionier der Atomforschung und Nobelpreisträger ganz anders.

Es war der 1877 geborene Professor Dr. Frederick Soddy. Er war einer der großen Wegbereiter der modernen Atomforschung und Atomenergie, der für seine Arbeiten 1921 den Nobelpreis für Chemie bekam. Demnach also ein bodenständiger und geachteter Pionier der modernen Atom-Wissenschaft, der 1909 auch ein Standartwerk über Radium und die Natur der Atome vorlegte („The Interpretation of Radium“).

Und doch geht er in diesem Werk auch der Frage nach, ob nicht lange vor der heutigen Menschheit schon eine fortschrittliche Zivilisation auf der Erde existierte, die nicht nur die Atomkraft für sich nutzen konnte. Selbst Raumfahrt hätte sie nach seinen Ausführungen bereits beherrschen können. Eine Menschheit vor der der Menschheit, die nicht nur fortgeschrittener war als wir heute, sondern spurlos verschwunden ist. Möglicherweise durch eine Selbstzerstörung mit Atombomben. Durch einen Atomkrieg. Vielleicht siedelten sogar Teile dieser Zivilisation der Vorzeit oder Urzeit auch auf andere Welten im Universum um, so Soddy 1909.

Kein Phantast – aber doch ein Phantast

Folglich kein Buch eines Phantasten und Mystery-Jägers, wie es Jahrzehnte später viele gab. Und natürlich noch heute gibt.

In der langen Palette der Autoren-Pioniere des Unfassbaren fehlte Soddy allerdings bis dato völlig. Niemand hat bisher seine Überlegungen, die Jahrzehnte vor Beginn der Raumfahrt, des Atomzeitalters oder der Grenzwissenschaft an sich veröffentlicht wurden, wahrgenommen. Angesichts der Tatsache, von wem und von wann diese stammen, sind sie durchaus spektakulär! Zumindest für alle Mysteriös-Forscher und -Interessierten.

Deshalb wollen wir in diesem Mystery Files-Video vom 13. Dezember 2021 einmal einen kleine Blick auf die Vordenker und Pioniere der Mysterien-Literatur werfen. Und den 1956 verstorbenen Soddy in diese List mit aufnehmen.

Bleibt neugierig …

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Lars A. Fischinger

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VIDEO: Außerirdische Sonden im Erdorbit? Wissenschaftler fordern eine gezielte Suche nach „nicht-irdischen Artefakten“

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Video: Außerirdische Sonden im Erdorbit? Wissenschaftlerteam fordert Suche (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Video: Außerirdische Sonden im Erdorbit? Wissenschaftlerteam fordert Suche (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Seit Jahrzehnten spekulieren Autoren wie Erich von Däniken darüber, ob vor tausenden oder zehntausenden von Jahren schon Außerirdische die Erde erreicht haben könnten. Und ob diese vielleicht Spuren – Artefakte – ihre Anwesenheit hinterließen. Entweder absichtlich oder auch unabsichtlich. Für viele sind das nur absurde Vorstellungen oder bestenfalls Science-Fiction. Doch jetzt fordern Wissenschaftler in einer Studie genau das: Eine Suche nach nicht-irdischen Artefakten! Und damit sind sie lange nicht allein, wie Ihr in diesem Mystery Files-Video vom November 2021 erfahrt.


Außerirdische Artefakte direkt vor der Haustür?

Die Frage, ob vor Jahrtausenden Außerirdische bei uns waren, war einst nur ein Thema für Phantasten und Science-Fiction-Fans. Doch diese Zeiten sind offensichtlich vorbei, wie es erneut eine wissenschaftliche Studie zeigt, in der die Suche nach solchen Alien-Artefakten im Erdorbit vorschlagen wird.

Die Forscher der Studie sind überzeugt, dass vor tausenden oder zehntausenden von Jahren schon außerirdische Raumsonden unseren Planeten erreicht haben könnten. So, wie wir in nicht allzu ferner Zukunft Sonden zu anderen Sternen und Exoplaneten senden werden. Genau das könnten Aliens ebenso längst getan haben, wie es auch die Prä-Astronautik seit Jahrzehnten annimmt.

Und diese Sonden oder ihrer Reste wäre bis heute in Umlaufbahnen um unseren Planeten durchaus zu finden, so die Autoren. Man muss nur danach suchen! Denn während SETI im fernen Universum nach außerirdischen Zivilisationen sucht, werde unser Sonnensystem sträflich vernachlässigt. Der Beweis für Leben im All – für anderer Zivilisationen! – könnte vor der Haustür liegen, sind sie sicher. Nicht unbedingt im unendlichen Weltraum und damit in weiter Ferne.

Mit solchen Überlegungen sind die Autoren der Studie nicht allein, wie Ihr in diesem Video vom 29. November 2021 erfahrt. Denn dieses Thema ist nicht nur überaus spannend, sondern lädt zu zahlreichen Ideen und Spekulationen geradezu ein. Auch und vor allem über das Thema des „Black Knight Satellit“, das bereits auf Mystery Files mehrfach behandelt wurde. Ebenso 2010 in diesem Buch HIER.

Die im Video genannten Beiträge findet Ihr auf diesem Blog HIER und HIER.

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VIDEO: Die „Alien-Flugstaffeln“ von Nazca und andere bizarre UFO-Ideen zu Nazca, die kaum einer mehr kennt

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Video: Die "Alien-Flugstaffeln" von Nazca und andere bizarre UFO-Ideen, die keiner kennt (Bilder: gemeinfrei & E. v. Däniken / Montage: Fischinger-Online)
Video vom September 2021: Die „Alien-Flugstaffeln“ von Nazca und andere bizarre UFO-Ideen, die keiner kennt (Bilder: gemeinfrei & E. v. Däniken / Montage: Fischinger-Online)

Die Scharrbilder, Linien und Pisten von Nazca in Peru sind heute weltbekannt und längst ein Forschungsfeld der etablierten Archäologie. Aber seit Jahrzehnten auch der Phantasten und Alien-Fans. Dabei gab es nicht wenige kuriose Spekulationen über das Rätsel von Nazca, die heute kaum einer mehr kennt. Und diese Geschichte und Geschichten sind an sich mindestens so spannend, wie die Nazca-Linien selbst. Und sorgen heute nicht selten für ein erstauntes Schmunzeln. Deshalb habe ich für Euch in diesem Video vom September 2021 einmal zwei solcher Beispiele herausgesucht. Es sind bizarre Erklärungen des Mythos von Nazca, wie Ihr hier erfahrt.


Die Rätsel von Nazca

Ohne Zweifel gehören die Scharrbilder von Nazca in Südamerika zu den großen Mysterien der Menschheit. Und seit Autoren des Phantastischen, die sich mit dem Thema Außerirdische in der Vergangenheit befasst haben, über Nazca und die dortigen Linien, Pisten, Figuren und geometrischen Strukturen schrieben, wurde die Ebene weithin bekannt.

Dabei ist hier vor allem Erich von Däniken zu nennen, da er mit seinen Büchern über Aliens in der Antike mit Abstand die meisten Leser erreichte. Vor allem nach seinen beiden ersten Büchern 1968 und 1969 war Nazca in aller Munde. Und zwar sehr gerne gerne als Flugplatz für Aliens, die hier Landebahnen für ihre Raumschiffe beziehunsgweise UFOs aus dem Weltraum angelegt hätten.

Ein Mythos, der sich bis heute hält. Und der dabei sogar durch absichtliche Falschaussagen und fehlender Recherche „seriöser“ Autoren, Journalisten und Archäologen am Leben gehalten wird.

Jedoch gab es diese Geschichten um irgendwelche Aliens, UFOs und Landebahnen von Außerirdischen tatsächlich.

Mythos UFO-Flughafen

Diese kursierten auch schon vor Erich von Däniken und zeitgleich mit ihm zur ersten Hochzeit der Themen über Astronauten aus dem All. Es waren Spekulationen, die dabei nicht selten an Absurdität wirklich nichts ausließen, wie bereits in diesem Mystery Files-Artikel HIER berichtet.

Solche Mythen und Geschichten über Aliens in Nazca, die heute niemand mehr kennt, habe ich in meinem Buch „Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen'“ 2020 dargelegt. Dort zeige ich nicht nur die teilweise unsäglichen Falschbehauptungen der „etablierten Medien“ und Forscher zu diesem Thema auf. Auch die Geschichte dieser Alien-Flughafen-Mythen wird durch zahllose Quellen darin nach gezeichnet.

Ihr findet das Werk unter anderem HIER oder in allen anderen Buchläden.

Und diese Geschichten sind an sich mindestens so spannend, wie die Nazca-Linien selbst. Inklusive hin und wieder einem sehr erstaunten Schmunzeln. Deshalb habe ich für Euch in diesem Video vom September 2021 einmal lediglich zwei solcher Beispiele herausgesucht. Es sind bizarre Erklärungen des Mythos von Nazca, wie Ihr in dem Video erfahrt.

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Video vom 30. September 2021 auf Mystery Files

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NASA-Träume: 2076 könnten Menschen den Saturn und 2254 Proxima Centauri erreichen – und 130 Jahre später die Galaxis durchqueren

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Träumereien bei der NASA: Im Jahr 2076 könnten Menschen den Saturn erreichen, 2254 schon Proxima Centauri und nur 130 Jahre später die Galaxis durchqueren (Bilder: Gemeinfrei & ESO/M. Kornmesser / Montage: Fischinger-Online)
Träumereien bei der NASA: Im Jahr 2076 könnten Menschen den Saturn erreichen, 2254 Proxima Centauri und nur 130 Jahre später die Galaxis durchqueren (Bilder: Gemeinfrei & ESO/M. Kornmesser / Montage: Fischinger-Online)

Die NASA, Science-Fiction-Fans und Raumfahrt-Enthusiasten wollen bekanntlich hoch hinaus. Vor allem aber wollen sie weit hinaus in den Weltraum. Eine Studie beschreibt nun, wie sich mit fortlaufender Entwicklung der Technologie auch die Ziele der Raumfahrt bereits immer weiter in die Ferne verschoben. Und rechnet auf dieser Grundlage die Ziele der Zukunft aus. Demnach wären in knapp 230 Jahren schon Menschen in anderen Sonnensystemen. Eine spannende Studie, die gleichzeitig einen großen Schönheitsfehler hat.


Die NASA und der Griff nach den Sternen

Im Galaxien vordringen, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Das wünschen sich zahllose Fans des Science-Fiction seit vielen, vielen Jahren. Und Weltraumforscher oder die NASA schließen sich diesen Träumen gerne an. Immerhin zeigen unsere kühnsten Vorstellungen, dass „da draußen“ alles möglich sein könnte und wohl auch sein wird.

Ferne Welten in unserem Sonnensystem und vor allem darüber hinaus sind die Ziele der Sehnsucht. Nicht nur, dass wir diese mit automatischen Sonden und Robotern erkunden, sondern dass der Mensch selber eines Tages dorthin reist. Grenzen gibt es bei solchen Vorstellungen nicht. Der „Homo Cosmicus“ als raumfahrende Spezies, die zu anderen Sternen reist, neue Welten besiedelt und das Universum erforscht. Genau das gaukeln Film und Fernsehen uns für die Zukunft gerne vor. Gerne in Verbindung mit guten sowie fiesen Aliens.

Und wo stehen wird als Mensch? Fest auf der guten alten Mutter Erde! Lediglich eine handvoll Astronauten umkreist in lächerlichen 400 Kilometern Höhe in der Internationalen Raumstation ISS die Erde. Erfolge in Sache Entfernung feiern nur automatische Raumsonden und Lande-Roboter. Teilweise reisten diese Raumschiffe Jahrzehnte durch unser Sonnensystem um ferne Planeten wie Jupiter oder den Pluto zu erreichen.

Dabei sah es nach dem Start des ersten Satelliten „Sputik“ 1957 und dem Kosmonauten Juri Gagarin 1961 als erster Mensch im All alles ganz prächtig aus. Nur achte Jahre später landete „Apollo 11“ der NASA mit den ersten Menschen auf den Mond. Die Euphorie war immens, der Planet Mars als nächstes Ziel des Menschen wurde immer konkreter ins Auge gefasst. Und selbst Laien wie Phantasten rechneten fest mit Basen auf dem Mond und Mars, Raumstationen sowie einer ganzen Flotte von Space Shuttles, die in den 1980er Jahren längst Alltag wären.

Immerhin waren solche Konzepte und Ideen schon Jahrzehnte vor „Sputnik“ erdacht.

Entwicklung der Raumfahrt

All das hat sich (offiziell) augenscheinlich nicht im Geringsten erfüllt. Aufgegeben wurden diese Träume und Ziele aber nie. Vor allem auch nicht bei Weltraumforschern wie Astronomen oder Physikern, die sich in einer endlosen Fülle an Studien und wissenschaftlichen Publikationen immer wieder den Kopf darüber zerbrechen, wie wir die Sterne erreichen. Oder wie wir wenigstens Menschen zu anderen Himmelskörpern in unserem Sonnensystem schicken könnten.

Genau eine solche Studie legten Forscher um Jonathan H. Jiang vom „Jet Propulsion Laboratory“ (JPL) der NASA in Kalifornien vor. Einen „projizierten Zeitrahmen für die menschliche Expansion außerhalb der Erde“, der auf den bisherigen Erfolgen der bemannten und unbemannten Raumfahrt beruht. Vor allem mit Blick auf die stetige Entwicklung von Technologien, vor allem der Mikrotechnologie, und den damit verbundenen Fortschritt in der Raumfahrt. Angefangen mit dem Start von „Sputnik“ 1957.

Anhand dieser bekannte Daten rechneten die Wissenschaftler die bisherige Entwicklung der Raumfahrt hoch beziehungsweise in die Zukunft. Besondere Berücksichtigung findet dabei das sogenannte „Mooresche Gesetz“ aus dem Jahr 1965. Dies besagt, vereinfachst ausgedrückt, dass damit die Weiterentwicklung komplexer elektronischer Schaltkreise ermittelt werden kann. Und zwar deren Leistungsverdopplung mit der gleichzeitig damit einhergehender Kostensenkung.

Meistens nimmt man hier ein oder zwei Jahre an. In diesem Zeitraum verdoppelt sich die Leistung und halbiert sich der Preis.

Besuch bei Proxima Centauri im Jahr 2254

Mit diesen theoretischen Überlegungen und den realen Daten kommt das Team um Jiang zu erstaunlich exakten Zeitangaben für zukünftige Missionen.

Demnach werde als erster Schritt ein „Basis-Lager“ der Mission „Artemis“ auf dem Mond in den späten 2020er Jahren realistisch. Ein winziger Anfang, der schon nach der ersten Mondlandung 1969 als baldige Realität angesehen wurde. Der Forscherdrang der Menschheit stehe dann aber nicht still, so die Studie weiter. So wird 2038 das Jahr sein, in dem Menschen den Mars betreten und 2076 den Riesenplaneten Jupiter und seine Monde erreichen. Nur zehn Jahre später wären bereits Raumfahrer am Saturn.

Alles nur kleine Etappen, denn das große Ziel sind ferne Sterne im Kosmos. Als nächster Nachbar bietet sich hier das Sternsystem Proxima Centauri mit den dortigen Exoplaneten an. Dieses liegt nur rund 4,3 Lichtjahre von uns entfernt und könnte nach den Berechnungen der Forscher etwa im Jahr 2254 erreicht werden. Nur bescheidene 16 Jahre später würden Menschen bereits das Sternsystem Tau Ceti mit eigenen Augen sehen, das immerhin bereits schon rund 12 Lichtjahre von der Erde weg ist.

Der Theorie-Optimismus der Studien-Autoren geht von dort noch weiter. Und zwar zum berühmten Sternsystem Trappist-1 in rund 40 Lichtjahren Entfernung, in dem bereits 7 Exoplaneten entdeckt wurden. Einige von ihnen sind erdähnlich und könnten sogar Leben tragen, welche Form dieses auch immer haben mag. Nur rund 100 Jahre später, im Jahr 2383, wäre der Mensch bereits 14.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. In einer Region unserer Galaxis, die „durch statistische Modellierung als die Region der Milchstraße vorgeschlagen (wurde), die in der Vergangenheit am wahrscheinlichsten komplexes Leben, einschließlich technologischer Zivilisationen, beherbergt hat“.

„Great Reset“

Selten hat man in einem wissenschaftlichen Theorie-Papier so viel Optimums gelesen. Mathematisch mag das anhand der empirischen Daten sicherlich wunderbar „hochgerechnet“ worden sein, aber wie sieht es in der Realität aus? Das können auch die Autoren der Studie nicht sagen. Es bleibt rein theoretisch und damit Spekulation, ob beispielsweise die ersten Menschen im Jahr 2086 vor Ort die Ringe des Saturn bestaunen können. Oder im Jahr 2064 Asteroiden im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter erkunden, wie es das Papier ebenfalls prognostiziert.

Die Autoren sprechen in ihrer Veröffentlichung auch deshalb von „frühestmöglichen Starttermine für bemannte Missionen“. „Die Erforschung des Weltraums zu rein wissenschaftlichen Zwecken ist zwar ein edles Ziel“ und sicher die gewaltigen Kosten und Opfer wert, schreiben sie, aber Ziel bleibe die Entwicklung der Menschheit zu einer Spezies auf mehreren Welten. Dabei ginge es vor allem um das „langfristige Überleben“ der Menschheit an sich durch „sich selbst erhaltende und genetisch lebensfähige Kolonien außerhalb der Erde“.

Der Schönheitsfehler dieser Studie ist dabei der, dass die Menschheit an einem Strang ziehen muss. Und vor allem auch, dass sie vorher nicht auf diesen Planeten unter geht. Die Gefahren von Atomkriegen, Seuchen, Klimawandel oder auch Sonneneruptionen muss die Menschheit zuvor abwenden. So schreiben es die Forscher um Jonathan H. Jiang selber in ihrem Artikel. „Great Reset“ nennen sie dies.

Durchaus dürfen aber Zweifel erlaubt sein, dass die Menschheit bei solchen Vorhaben an einem Strang ziehen wird. Selbst wenn es um das Überleben unserer Spezies geht.

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VIDEO: Thor Heyerdahl und die Götter aus dem All – was haben Heyerdahl und Erich von Däniken gemeinsam? (Vortrag)

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Video vom Oktober 2021: "Thor Heyerdahl und die Paläo-SETI" - Vortrag von Peter Kaschel (Bilder: Archiv & kon-tiki.no / Montage: Fischinger-Online)
Video vom Oktober 2021: „Thor Heyerdahl und die Paläo-SETI“ – Vortrag von Peter Kaschel (Bilder: Archiv & kon-tiki.no / Montage: Fischinger-Online)

Der Forscher und Experimental-Segler Thor Heyerdahl ist durch seine Seefahrt-Expeditionen wie „Kon-Tiki“ und „Ra“ einst weltberühmt geworden. Denn er war sicher, dass die Kulturen der Antike über die Ozeane hinweg Kontakte miteinander hatten. Durchaus eine Ansicht, die auch der nicht minder legendäre Autor Erich von Däniken teilt. Was die beiden Freidenker und Phantasten trotz aller Meinungsverschiedenheiten verbindet, darüber berichtet Peter Kaschel in diesem Vortrag vom 30. Oktober 2021.


Thor Heyerdahl versus Erich von Däniken

Thor Heyerdahl versuchte sein Leben lang zu beweisen, dass schon Kulturen der Vorzeit Kontakte miteinander hatten. Im „Selbstversuch“ über die Ozeane hinweg in einfachen Booten. Und er machte dabei immer wieder interessante Funde, die seiner Überzeugung nach weiteren Hinweise für diese globalen Kulturkontakte liefern. Immer im Kampf gegen die vorherrschende wissenschaftliche Meinung seiner Zeit.

Noch heute sind seine Expeditionen mit Booten wie „Ra“ und „Kon-Tiki „im Atlantik beziehungsweise Pazifik legendär. Es waren primitive Wasserfahrzeuge aus Schilf sowie ein Floß aus Holz. Für Heyerdahl standen zahlreiche Kultur und Völker miteinander in Kontakt – womöglich mit genau solchen Booten. Daran hatte er keinen Zweifel.

Auch Pyramiden in Ländern wie Peru oder auf der Insel Teneriffa sprächen seiner Meinung nach dafür. Ebenso verschiedene archäologische Fundstücke, die er beispielsweise auf der legendären Osterinsel entdeckte. Auch weltweite Mythen über die Götter vom Himmel oder aus anderen Welten, könnten Hinweise auf solche Kontakte geben. Götter und mythische Wesen des Alls, die der Autor Erich von Däniken seit über 50 Jahren als reale Wesen von den Sternen deutet. Als Außerirdische.

Und so gibt es durchaus Parallelen zwischen diesen beiden Freidenkern, wie es Peter Kaschel in seinem Vortrag „Thor Heyerdahl und die Paläo-SETI“ vom 30. Oktober 2021 zeigt. Diesen habe ich auf dem Jahrestreffen der „Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI“ (A.A.S.) 2021 in Legden im Münsterland für Euch gefilmt.

Wie auf Mystery Files berichtet, gab es bei dieser Veranstaltung zahlreiche Vorträge, in denen sich die Referenten mit den großen Rätseln der Welt und den Universum sowie der Idee der Götter aus dem Weltraum beschäftigten. Diese Vorträge habe ich vor Ort für Euch gefilmt und Ihr findet sie teilweise auf meinem YouTube-Kanal online.

Bleibt neugierig …

Video/Vortrag vom 30. Oktober 2021 auf Mystery Files

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Die doppelte Bundeslade: Gottes Original und Moses Kopie – doch stand dieses Original wirklich auf der Erde? (+ Videos)

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Die Bundeslade der Bibel: Das Original Gottes und die Kopie des Moses (Bilder: gemeinfrei & Fischinger-Online)
Die Bundeslade der Bibel: Das Original Gottes und die Kopie des Moses (Bilder: gemeinfrei & Fischinger-Online)

Die Bundeslade der Bibel, die Moses angeblich auf Befehl Gottes baute bzw. bauen lies, ist seit jeher Thema vieler Spekulationen, Interpretationen und Thesen. Auch auf diesem Blog und in Mystery Files-Videos bei YouTube war die „Lade des Herrn“ bereits vielfach Thema. Doch wenigen wird bekannt sein, dass es vor Jahrtausenden in Wahrheit zwei Bundesladen gab: Ein göttliches Original und ein menschlicher Nachbau. Das ist keine „Enthüllung“ oder „Verschwörung“, sondern die Bibel selber behauptet das. Woher das Original gekommen sein soll, und was sich damals laut den alten Schriften tatsächlich ereignete, erfahrt Ihr in diesem Blog-Artikel.


Bundeslade

Inzwischen ist es tausende Jahre her, da gab es im Nahen Osten einen Gegenstand von unglaublicher Macht und göttlicher Kraft: Die Bundeslade.

Heute kennt sie spätestens seit „Indiana Jones“ die halbe Welt. Sie war der heiligste und wertvollste Gegenstand des gesamten Alten Testamentes. Angeblich von Moses und dem Volk der Hebräer während ihrer Flucht aus Ägypten selber gebaut und fortan hoch verehrt. Am „Berg Sinai“, wo das Volk beim Exodus bei ihrem Auszug eine Pause einlegte, sei dies alles geschehen, wie es das Buch Exodus schildert.

Immer wieder war diese heilige Kiste auch hier Thema von zahlreichen YouTube Videos HIER, Artikeln und Beiträgen, die Ihr zum Beispiel unter diesem Link HIER findet. Ebenso findet Ihr eine Auswahl an entsprechenden Videos am unten. Und bereits 1997 zeigte ich umfangreich in „Götter der Sterne“ den Mythos und die Hintergründer der Lade auf. Denn dieses heilige Objekte fasziniert nicht nur zahllose Menschen in aller Welt, sonder auch mich selber sehr.

Hinlänglich bekannt sollte selbst Nicht-Bibellesern sein, dass die Lade des Herrn „nur“ eine Kiste aus Holz und Gold war. Getragen an Stangen von ausgewählten Priestern, verziert mit goldenen Mischwesen auf einem Deckel aus massiven Gold. Neben diversen Gegenständen sollen in der rund 120 x 80 x 80 Zentimeter großen Bundeslade auch die Tafeln mit den Zehn Geboten transportiert worden sein. Regeln, die von Gott höchst persönlich formuliert und verfasst wurden. Und zweifellos einer der Höhepunkte der gesamten Bibel.

Das zeigt deutlich, wie heilig und wertvoll diese Lade des Bundes einstmals gewesen sein muss. Sofern es sie je in eine solchen Form gab, war sie die „Verkörperung Gottes auf Erden“, wie es auch Theologen und Bibelforscher deuten. Wie die Kiste letztlich wirklich aussah, ist unklar. Selbst jüdische Gelehrte streiten sich darüber, wie in diesem Mystery Files-Video HIER dargelegt. Was natürlich den historischen Verbleib des Heiligtums explizit mit einschließt.

Heute hat sich ein Bild der Lade etabliert, dass nicht korrekt ist (auch auf dem Titelbild zu sehen). Auch nicht bei „Indiana Jones“, deren Lade-Modell wohl das bekanntes der ganzen Welt ist. Fromme Bilder vergangener Jahrhunderte wiederum zeigen sie in einer Vielfalt an Darstellungen, die widersprüchlicher nicht sein können!

Die zweite, originale Bundeslade

Und all dies trotz oder gerade wegen der zahllosen Ungereimtheiten, Mythen und Spekulationen um diese heilige Truhe der Hebräer. Was schon damit beginnt, dass die Lade bereits als Besitz des Volkes beim Exodus indirekt erwähnt wurde, bevor sie am heiligen Berg überhaupt erst gebaut wurde (s. a. 3. Video unten). Oder auch, dass, wie im oben genannten Buch belegt, zumindest nach einer biblischen Erzählung die Tragestangen mindestens zehn Meter lang waren. Ganz nebenbei wurde sie einstmals sogar durch die Luft mit einem Fluggerät transportiert (s. a. 2. Video unten) …

Die „klassische Legende“ der Herkunft der göttliche Truhe ist weithin bekannt. Demnach kamen die Hebräer bei ihrer Reise zum Berg Gottes, da dieser zuvor Moses bereits den Auftrag gab, dass sie bei ihrem Exodus genau dorthin kommen sollen. Hier erklomm der fromme Moses des Berg, bekam die Zehn Gebote seines Herrn und die sogenannte „Bauanweisung für die Bundeslade“, wie sie im Buch Exodus steht. Allerdings längst nicht nur diese.

Liest man die entsprechenden Stellen der Bibel im Buch Exodus genau, waren die Bauanleitungen weit umfangreicher. Auch das Zelt, der mobile Tempel für die Lade (Tabernakel, Stiftshütte) inklusive sämtlichen Inventar, Materialien und allen gestalterischen und baulichen Details wurden von Gott persönlich in Auftrag geben. Eingeschlossen die Kleidung der kommenden Priesterschaft der Lade oder auch die Art der Zeremonien. Nachzulesen im Buch Exodus ab Kapitel 25.

Hier konzentrieren sich viele Mystery-Jäger oder „Phantasten“ seit Jahrzehnten auf die Schilderungen zum Bau der Lade selbst (ab. Ex. 25,10). Dabei fällt schon im Vorfeld von Gott selber eine erstaunliche Bemerkung gegenüber seinem Schützling Moses auf dem Berg, die vielfach überlesen wird:

Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne! Genau so, wie ich dir das Vorbild der Wohnung und das Vorbild aller ihrer Geräte zeigen werde, so sollt ihr es machen.“ (Ex. 25,8f.)

Andere Übersetzungen der Stelle nennen hier „genau nach dem Plan, den ich dir von der Wohnung und ihrem ganzen Gerät zeige“. In anderen Fällen lesen wir „nach dem Modell der Wohnung und nach dem Modell all ihrer Gegenstände“ oder wir lesen von einem „Musterbild“. Mit Wohnung ist dabei natürlich kein Haus oder ähnliches im eigentlichem Sinn gemeint, sondern das besagtes Zelt als transportabler Tempel für die göttliche Bundeslade.


Alles nach vorbereiteten Plan Gottes

Auch an späterer Stelle, in dem Vers 26,30 im Buch Exodus, wiederholt der Herr, dass Moses alles nach dem Plan oder Modell bauen soll, „wie du es auf dem Berg gesehen hast“. Folgerichtig gab es eine zweite Bundeslade, die offensichtlich Gott selber gehörte. Diese hatte er – wie alles andere auch – vorbereitet als Modell, Plan oder Vorlage für sein Volk „auf dem Berg“ bereitgehalten, bis Moses zu ihm kommen wird.

Selbstverständlich nahm Moses den Auftrag seines Herrn begeistert an. Und dieser kümmerte sich sogar um entsprechende Handwerker, die seine Pläne korrekt umsetzten konnten. Bezalel und Oholiab hießen die beiden Experten, die der Herr „mit Weisheit, mit Verstand und mit Kenntnis für jegliche Arbeit“ und seinem Geist erfüllte (Ex. 31,3 & 6). Demzufolge kennen wir sogar die Namen der Personen, die die Bundeslade nach dem göttlichen Modell gebaut haben sollen.

Es ist verblüffend, dass die Bibel behauptet, der Herr habe Vorlagen für Moses vorbereitet. Blaupausen oder sogar die Originale, die seine Anhänger am Fuße des mysteriösen Berges nachbauen sollten. Eine „geheime Enthüllung“ ist das dabei natürlich nicht, da es ganz offen in jeder Bibel steht. Nur wird es gerne übersehen. Nicht minder wie die Konsequenzen. Also, dass der Herr selber eine Lade in seinem Privatbesitz hatte.

Und nimmt man andere Schriften hinzu, so hat der Herr sogar Material zum Bau seiner geforderten Objekte selber erschaffen oder besorgt. Baustoffe für sein Zeltheiligtum, deren Deutung von „Delphinhäuten“ bis „Felle von Einhörnern“ gehen. (s. 4. Video unten)

Tabernakel nach dem Plan Gottes:-Die Bundeslade stand im Allerheiligsten, dem Zelt mit der (eingefärbten) Wolke darüber (Bild: gemeinfrei)
Tabernakel beim Exodus nach dem Plan Gottes:-Die Bundeslade stand im Allerheiligsten, dem Zelt mit der (eingefärbten) Wolke darüber (Bild: gemeinfrei)

Wie an anderer Stelle genauer ausgeführt, ist der Kontext all dieser Ereignisse noch weit erstaunlicher. Während wir im Alten Testament (Ex. 24,15ff. & Ex. 19,16ff.) lesen, das „die Herrlichkeit des Herrn“ in einer „feurigen Wolke“ vom Himmel auf dem Berg hernieder kam, soll Moses selber in diese „Wolke“ eingetreten sein. Und verschwand daraufhin für 40 Tage und Nächte von seinem Volk, da er sich laut Bibel so lange auf dem Gottesberg aufhielt. „Wie verzerrendes Feuer“ habe sich die „Erscheinung der Herrlichkeit des Herrn auf dem Gipfel des Berges“ vor dem Volk am Fuße des Berges gezeigt.

Das Volk, von Gott und Moses verlassen!

So wirklich Angst um Moses hatte wohl niemand, als dieser 40 Tage und Nächste nicht zurück kam. Bis auf ein paar Aufrührer, die von Aaron, dem Bruder des Moses, während seiner Abwesenheit verlangen, dass ein „Goldenes Kalb“ gefertigt werden muss. Als eine Art neuen Gott oder Ersatz für ihren Herrn und ihren Anführer Moses, der ja wochenlang abwesend war (Ex. 32,1) Ohne zu sehr an dieser Stelle ins Details gehen zu wollen, ist das überaus seltsam.

Penibel vermerkt das Buch Exodus, dass das ganze Gottesvolk der Hebräer feurig die Erscheinung und Niederkunft auf dem Berggipfel sah (der übrigens zweimal hernieder kam). Es sah aus „wie Rauch aus einem Schmelzofen“, „der ganze Berg bebte gewaltig“, alles war „in Rauch gehüllt“, „gewaltiger Hörnerschall“ ertönte und „im Donner“ habe der Herr zu Moses gesprochen, behauptet das Buch Exodus (19,16-20). Mehr noch, es wurde auf Befehl des Herrn zur Vorbereitung sogar ein „Zaun“ oder eine „Begrenzung“ um den Berg gezogen. Niemand dürfe bei der Niederkunft des Himmlischen den Berg besteigen oder betreten.

Durchaus hatten die Anwesenden Angst vor diesem Phänomen. Aber erst wenn ein Signal zur Entwarnung zu hören ist, ist die Gefahr wirklich vorbei. „Erst wenn das Horn ertönt, dürften sie auf den Berg steigen“, mahnt der Herr in der Bibel (Ex. 19,13). Für den Fall, dass jemand sich dieser Anordnung widersetzten würde, hatte er ebenso vorgesorgt. Der Frevler werde dann „gesteinigt oder erschossen“, droht der Herr.

Diese biblischen Schilderungen sollen von einem Vulkanausbruch inspiriert worden sein. So eine sehr geläufige Interpretation der feurigen, donnernden und lärmenden Landung der Wolke. Zynisch ausgedrückt habe demnach ein Haufen Lava Moses die Bundeslade, die Zehn Gebote und alle anderen Gerätschaften gegeben beziehungsweise diese ihm als Vorlage gezeigt. Seltsam nur, dass der Prophet dann 40 Tage (sicher eine symbolische Zahl!) dort oben war. Und ebenso sonderbar ist, warum das Volk am Fuße des Berges plötzlich ihn und ihren Gott vermisste und sich dem „Goldenen Kalb“ als Ersatz zuwandte.

Glauben wir den Beschreibungen der Erscheinung, war diese mehr als deutlich zu sehen und zu hören. (Was auch für einen Vulkan gelten würde.)

Eine Reise in den Himmel

Wäre die Wolken- und Feuersäule eine wirklich sichtbare Erscheinung gewesen, so hätte es niemals zu dem Abfall Israels in der Verehrung des Goldenen Kalbes kommen können.

So bemerkt es auch ein Handbuch zur Bibelforschung. Der Thronwagen des Herrn auf dem Berg wäre folglich nur ein „erzählerisches Bild für die Gegenwart Gottes“ und damit nicht real. Außer man bemüht hier die Prä-Astronautik und geht von einem realen Fluggerät aus, dass hier auf dem Gottesberg landete. Zu diesem ging wie zuvor verabredet Moses herauf, um mit der Besatzung zu sprechen und die geschilderten Anweisungen und Baupläne entgegenzunehmen.

Dafür braucht man aber keine 40 Tage, oder wie lange letztlich das ganze gedauert haben soll oder mag. Was soll der Prophet so lange dort gemacht haben? Dazu fand ich schon vor einigen Jahrzehnten einen eindeutigen Hinweis in einer biblischen Schrift außerhalb der Bibel, der bis dato übersehen wurde. In dem Buch „Ezechiel der Tragiker“, in dem wir lesen, dass Moses auf dem Gipfel des Berges tatsächlich den fliegenden Thronwagen Gottes sah, den man aus zahlreichen biblischen und verwandten Büchern sehr gut kennt.

In oder auf diesem Flugwagen saß dabei nicht etwa Gott, der Herr oder Jahwe. Vielmehr war es nur „ein Mann“. Wörtlich entnehmen wir in dieser Schrift dazu:

Auf einer Bergspitze sah ich (Moses, Anm. LAF) einen großen Thron, der bis zum Himmel reichte. Darauf saß eine Mann, dem edelsten Geschlecht entsprossen. Ein Diadem auf seinem Haupt und in der Linken ein gewaltig Zepter, so winkt er mir mit seiner Rechten. Ich stellt mich vor seinen Thron. Da reichte er mir das Zepter dar und ließ mich seinen großen Thron besteigen. Auch gab er mir sein königliches Diadem; er selber stieg herab.“ (Verse 68-76)

Moses und Gott waren wochenlang verschwunden: Das Goldene Kalb wurde gefertigt (Bild: gemeinfrei)
Moses und Gott waren wochenlang verschwunden: Das Goldene Kalb wurde gefertigt (Bild: gemeinfrei)

Mit diesem Thron ging es dann scheinbar in den Himmel hinauf, denn weiter erfahren wir:

Darauf erblickte ich der Erde ganze Rundung, zugleich der Erde Tiefen und des Himmels Höhen. Da fiel der Sterne Schar mir vor die Füße und alle zählt ich sie (…)

Du schautest die bewohnte Erde ganz, was unter Gottes Himmel weilt und über ihm das heißt: Du wirst erschauen, was ist, was war und werden wird.“ (Verse 77-80 & 87-89)

Dichtung oder Wahrheiten?

Könnte man diese kryptischen Aussagen so deuten, dass Gott Moses in seinem Flugwagen vom Berg oder sogar von der Erde aus mit nahm? Dann wäre vollkommen klar, warum das Volk des Propheten Moses am Fuße des Berges plötzlich vor dem Nichts stand. Nicht nur ihr Anführer war weg, sondern auch die zuvor sichtbare Erscheinung des Herrn war vom Gipfel verschwunden und nicht mehr zu sehen. Deshalb konnte es „zu dem Abfall Israels in der Verehrung des Goldenen Kalbes“ kommen.

In dieser Schrift wird der „edle Mann“ an anderen Stellen auch klar als „Gott“ bezeichnet. „Es zeigte Gott dir, Fremdling, Herrliches“ (Vers 83), notiert die Schrift. Einer der Himmlischen. Prä-Astronautiker können hier natürlich auch nur spekulieren, wohin der Wagen mit dem Moses flog. Hat er das Modell der originalen Bundeslade und alles andere also gar nicht auf dem Berg selber oder überhaupt auf der Erde gesehen, wie es das Buch Exodus besagt? Eine Bundeslade im All, von wo aus Moses der „ganzen Erde Rundung“ und „der Sterne Schar“ erblicken konnte?

Der Text selber stammt aus dem 2. Jahrhundert vor Christus und ist damit vergleichsweise alt. Der Autor mit Namen Ezechiel (nicht der Prophet aus der Bibel) lebte vermutlich in der legendären Stadt Alexandria am Mittelmeer in Ägypten. Hier schrieb er dieses Buch nieder, dass heute als bisher ältestes Drama eines biblisches Themas bekannt ist. Das war lange nach den angenommenen Ereignissen rund um die Bundeslade und dem Gottesberg. Wobei unklar ist, wie, wann und in welcher Form ein derartiger Auszug aus Ägypten überhaupt stattgefundenen haben mag.

Was also könnte der Text wirklich bedeuten? Nur eine Dichtung? Oder griff der Autor auf heute längst vergessene Schriften zurück, um sein Drama zu verfassen? Hat Moses oder wer auch immer alles nur geträumt, da in einem Vers bemerkt wird, dass er „aus dem Schlaf“ erwachte und daraufhin seine „Brust von Furcht bewegt“ war (Vers 82)? Sollte es nur eine Prophezeiung sein, da es heißt, Moses werde eines Tages „einen großen Thron“ zum Einsturz bringen „und selber Kampfespreise austeilen und Volkesführer sein“ (Verse 85f.)?

Wäre es so, hätte sich der Autor im 2. Jahrhundert vor Christus sicher gefragt, wann diese „Prophezeiung“ denn Realität werden wird. Immerhin war Moses laut Bibel da schon über 1.000 Jahre tot …

Video-Auswahl zum Thema

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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(Dieser Beitrag erschien bereits 2021 in ähnlicher Form auf diesem Blog)

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