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Beweise für König Salomon der Bibel in Süden von Spanien – nicht in Jerusalem? Ein Forscher glaubt sie zu haben! +++ Video +++

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VIDEO: Beweise für König Salomon der Bibel in Süden von Spanien? Ein Forscher glaubt sie zu haben! (Bild: gemeinfrei)
VIDEO: Beweise für König Salomon der Bibel in Süden von Spanien? Ein Forscher glaubt sie zu haben! (Bild: gemeinfrei)

König Salomon aus dem Alten Testament ist eine der berühmtesten Figuren der Bibel. Nicht aufgrund seiner sprichwörtlichen Weisheit, sondern auch aufgrund seines ihm nachgesagtem Reichtums. Und vor allem auch, da er vor rund 3.000 Jahren den ersten Tempel in Jerusalem für die Bundeslade auf dem Tempelberg gebaut haben soll. Wissenschaftlich belegt ist weder das eine, noch das andere. Ein britischer Forscher sieht das jetzt anders. Er glaubt, dass er Belege für die Existenz des mythischen Herrschers gefunden hat. Nicht in Jerusalem oder Israel, sondern im Süden von Spanien.


König Salomon, mythischer Herrscher von Jerusalem

In diesen Tagen ist unter anderem am Tempelberg in Jerusalem ein alter, tödlicher Konflikt entbrannt. Denn hier stand einst angeblich der Tempel des König Salomon der Bibel. Gab es dieses König tatsächlich? Ein britischer Forscher will dafür Beweise gefunden haben.

Laut dem Alten Testament der Bibel baute vor rund 3000 Jahren der mythische und legendäre König Salomon auf dem Tempelberg in Jerusalem seinen Tempel. Etwa dort, wo heute die #Klagemauer steht. Ein Rest eines späteren Tempelbau. Wie sein Vater König David, der die Bundeslade aus der Hand der Feine wieder zu seinem Volk brachte (und gegen den Riesen Goliath kämpfte), ist auch König Salomon historisch nicht belegt.

Seit Jahrhunderten sucht man nach wirklichen Fakten und Beweisen für Salomon und seinen Tempel. Seine Weisheit und auch sein Reichtum sind heute bekanntlich legendär. Wie auch die Quelle seiner Schätze wie unter anderem Silber und Gold. Mit Schiffen, so einige Aussagen der Bibel, habe er zahlreiche Kostbarkeiten ins Land geholt. Unter anderem in Zusammenarbeit mit einem ebenfalls rätselhaften König mit Namen Hiram.

Ein Name, der verschiedentlich im Alten Testament zu finden ist. Auch ein Baumeister des Jerusalemer Tempel trug diesen Namen. Umstrittene Ereignisse, Beschreibungen und Aussagen, wie die Bibelforschung selber eingesteht.

Der britische Forscher Dr. Sean Kingsley sieht das anders. Er will Belege für Salomons Quellen des Reichtums gefunden haben. Und das im Süden von Spanien, von wo der Herrscher mit Hilfe der Seefahrer und Händler der Phönizier die Waren importiert haben soll.

Eine mehr als gewagte These – um es vorsichtig zu formulieren. Zumindest nach dem, was Kingskley bisher dazu vorlegte. Denn ein Buch von ihm soll dazu folgen. In diesem Video vom 11. April 2021 wollen wir uns die Könige Salomon und Hiram und die Ideen von Kingsley einmal näher anschauen…

Bleibt neugierig …

Video vom 11. Mai 2021 auf Mystery Files

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Neue DNA-Studie veröffentlicht: Genetiker auf den Spuren versunkener Anden-Kulturen in Südamerika

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Genetiker auf den Spuren versunkener Anden-Kulturen in Südamerika: Neue DNA-Studie veröffentlicht (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Genetiker auf den Spuren versunkener Anden-Kulturen in Südamerika: Neue DNA-Studie veröffentlicht (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Der Ursprung und die Vermischung der zahlreichen Völker und Kulturen im Raum der Anden in Südamerika ist bis heute noch in vielen Teilen unbekannt. Mangels schriftlicher Aufzeichnen dieser ist die Forschung hier fast ausschließlich auf archäologische Befunde angewiesen. Helfen könnte hier die Genetik. So hat es in der Vergangenheit bereits einige genetische Untersuchungen dazu in der Anden-Region gegeben. Jetzt aber hat ein internationales Team von Forschern die bisher umfangreichste DNA-Untersuchung der Ur-Bevölkerung der Anden veröffentlicht. Genetisches Material von Nord-Peru bis hinunter nach Argentinien wurde ausgewertet, das aus der Zeit vor der Ankunft der Europäer in Südamerika stammt. Damit also “reine DNA” der präkolumbianischen Einwohner lieferte. Was die Untersuchungen ergaben und welche Fragen sich daraus für die Zukunft ergeben, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Die Rätsel der Anden

Woher kamen die einzelnen Völker und Kulturen in Südamerika, speziell im Gebiet der Anden an der Westküste des Kontinentes? Wie entwickelten und wanderten Angehörige der zahlreichen dort versunkenen Kulturen vor Jahrtausenden? Und wie verlief die Migration untereinander?

Genau solche und ähnliche Fragen versuchen Nicht nur Archäologen seit langer Zeit zu ergründen.

Auch Gen-Untersuchungen der heutigen und früheren Bevölkerung dienten den Wissenschaftlern immer wieder als Instrument der Forschung. Was sich in den letzten Jahren immer wieder als problematisch herausstellt, da durch die spanische Eroberung der Anden-Region im 16. und 17. Jahrhundert die lokalen Bevölkerungen mit den Europäern vermischten. Oder durch eingeschleppte Krankheiten gleich ganz ausstarben.

Jetzt hat internationales Forscherteam die Ergebnisse am 7. Mai in einer neuen DNA-Untersuchung veröffentlicht, die zur Klärung genau dieser Fragen in erheblichem Maß beiträgt. So die Überzeugung der beteiligten Experten aus Archäologie und Genforschung. Denn die größte bisher durchgeführte Untersuchung dieser Art konzentrierte sich auf genetisches Material, das aus präkolumbianischer Zeit aus der gesamten Andenregion stammt. Menschliche Überreste von Personen, die vor der Ankunft der Europäer in der Anden-Region lebten.

DNA der Ureinwohner der Anden

Das Team unter Leitung der „Harvard Medical School“ (HMS) und der Universität von Kalifornien analysierte dazu das Gen-Material von 89 Menschen, die in einem Zeitraum von vor 9.000 bis 500 Jahren lebten und starben. Gewonnen bei Ausgrabungen von Anden-Völkern von Nord-Peru bis hinunter nach Chile und Argentinien. Dabei wurde nicht nur bereits früher gewonnene DNA genutzt, sondern insgesamt 64 Proben mit einem Alter von 500 bis ca. 4.500 Jahre neu sequenziert.

Erstmals seien dabei auch Anden-Völker berücksichtigt worden, die bisher nicht genetisch umfassend beachtet wurden. Etwa jene von Tiahuanaco, Nazca oder den Moche. Der Hauptautor der Studie, Nathan Nakatsuka von der „Harvard Medical School“, nannte deshalb die Untersuchung „ein faszinierendes und einzigartiges Projekt“. Und Professor Lars Fehren-Schmitz der Universität Kalifornien ergänzt:

Es ist die erste detaillierte Studie zur Andenpopulationsgeschichte, die von vorkolonialen Genomen mit weitreichender zeitlicher und geografischer Abdeckung geprägt ist.

Stolz sind die beteiligten Wissenschaftler vor allem auch deshalb, da sich bisherigen genetische Studien dieser Art vor allem auf Europa und West-Asien konzentrierten (s. a. Video HIER). Die Entwicklung und Wanderung der Anden-Kulturen war hier eher ein weißer Fleck auf der genetischen Landkarte. Mangels schriftlicher Aufzeichnungen in Südamerika war man hier bisher auf archäologische Grabungen und entsprechende Funde angewiesen. Dazu kam die Vermischung mit den europäischen Eroberern:

In den Anden war die Rekonstruktion der Bevölkerungsgeschichte auf der Grundlage der DNA-Analyse heutiger Menschen eine Herausforderung, da sich seit dem Kontakt mit Europäern so viele demografische Veränderungen vollzogen haben. Mit alten DNA-Daten können wir eine detaillierte Rekonstruktion der Bewegungen von Menschen durchführen und wie diese sich auf Änderungen beziehen, die aus den archäologischen Aufzeichnungen bekannt sind.“

So Genetik-Professor David Reich vom Blavatnik-Institut der HMS.

Friedliche “Übernahmen”?

Nach den Ergebnissen dieser umfassenden Untersuchungen habe es bis vor 5.800 Jahren in den Anden verschiedene genetische Populationen. Sie entwickelten sich mehr oder weniger autark, bis dann zu diesem Zeitpunkt eine genetische Vermischung einsetzte. Sie dauerte 2.000 Jahre. Diese Wanderbewegungen reichten bis in das Gebiet des Amazonas du sogar von Nord-Peru bis in die südlichen Anden im, heutigen Argentinien. Fehren-Schmitz deutet dies als starkes Indiz, dass im Imperium der Inka ganze Personengruppen umgesiedelt wurden:

„Dies könnte als genetischer Beweis für die Umsiedlung von Personen unter Inka-Herrschaft angesehen werden, eine Praxis, die wir aus ethnohistorischen, historischen und archäologischen Quellen kennen.“

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Warum aber „genau diese Migrationen stattgefunden haben“ müssen zukünftige Untersuchungen zeigen, so Nakatsuka. Er verweist auch darauf, dass verschiedene Kulturen oder Völker dort offenbar nicht durch den Einfall anderer Gruppen untergingen. Für deren Aufstieg oder Untergang muss es andere Gründe geben:

Zu unserer Überraschung beobachteten wir während des Aufstiegs und Niedergangs vieler großer Andenkulturen wie Moche, Wari und Nasca eine starke genetische Kontinuität.

Unsere Ergebnisse legen nahe, dass der Fall dieser Kulturen nicht auf eine massive Migration in die Region zurückzuführen ist, z. B. durch eine eindringende Streitmacht, ein Szenario, das in einigen anderen Regionen der Welt dokumentiert wurde.“

Die legendären Stadt Tiahuanaco hoch in den Anden von Bolivien unweit des Titicaca -Sees scheint eine Ausnahme gewesen zu sein, so die Forscher. Hier scheinen Menschen unterschiedlichster Herkunft nebeneinander gelebt haben. Ähnlich, wie wir es „heute in Orten wie New York City und anderen Großstädten sehen“, so Nakatsuka.

Chachapoya – die rätselhaften „Wolkenmenschen“

Insgesamt entstammt das untersuchte Gen-Material von 22 verschiedenen Volksgruppen und Kulturen der Region. Nur eine Auswahl angesichts der Vielzahl von Völkern in Südamerika. Was in der Studie auffällt ist, was nicht in ihr steht. Und zwar scheinen die Wissenschaftler keine DNA-Untersuchungen der Chachapoya vorgenommen zu haben.

Jenem seltsamen Volk im Norden von Peru, dass die Inka „Wolkenmenschen“ oder „Nebelkrieger“ nannten, und deren kultureller Beginn noch weitestgehend unklar ist. Irgendwann zwischen 400 und 500 nach Christus sei die Chachapoya-Kultur entstanden, vermuten die Anden-Archäologen. Einige datierten sie 2.000 Jahre zurück.

Eine halbe Millionen Chachapoya lebten noch, als die mächtigen Inka etwa 1475 ihre Kultur unterwarfen. Das war bevor die Spanier in den Anden einfielen. Keine 20 Jahre nach der Ankunft der Eroberer dezimierten Krankheiten das Volk, so dass 1549 nur noch 90.000 von ihnen lebten. Von den „weißesten und schönsten Indianer Perus“, wie sie ein spanischer Chronist beschrieb, waren nur kurze Zeit später fast alle Tod.

Um genau dieses Volk aus den Bergen ranken sich aber zahlreiche Mythen. Denn, wie es vor allem der deutsche Autor und Kulturwissenschaften Hans Giffhorn zu belegen versucht, einige vermuten ihre Wurzel in Europa. Ihre Vorfahren waren nach diesen Thesen Kelten oder Seefahrer der Phönizier, die lange vor Kolumbus in Südamerika waren. Entlang der Flüsse des Amazonas zogen diese immer weiter in Richtung Westen, bis aus deren Nachfahren und indigenen Ureinwohnern die Kultur der Chachapoya in den Bergen von Peru erblühte.

Kelten lange vor Kolumbus in Südamerika?

Tatsächlich gibt es durchaus Parallelen zwischen den „weißen Indianern“ und der alten Welt Europa. Zum Beispiel in der Architektur ihrer Bauten. Selbst an Tuberkulose sollen Chachapoya bereits gestorben sein, bevor diese Krankheit überhaupt erst aus Europa nach Südamerika kam. Nachgewiesen sei das an entsprechenden Mumien und Verstorben der „Wolkenmenschen“.

So zumindest die Befürworter dieser These.

Es hat in der Vergangenheit einige genetische Untersuchungen an Überresten der Chachapoya gegeben. Befürworter der europäischen Abstammungsthese halten diese aber nicht für aussagekräftig genug, da es sich vor allem um Genmaterial handelt, das mütterlicherseits vererbt wird. Die mutmaßlichen Einwanderer aus West-Europa waren aber Männer, da solche „Expeditionen“ in der Vergangenheit immer von Männern durchgeführt wurde. Argumentiert beispielsweise Giffhorn in seinen Veröffentlichungen (z. B. HIER).

Somit sollte bei zukünftigen genetischen Forschungsprojekten der jetzt veröffentlichten Art durchaus die Kultur der Chachapoya genauer in den Fokus gerückt werden.

Was übrigens in der Studie vollkommen fehlt – und wohl niemanden wirklich wundern wird! – sind Gen-Analysen und –Vergleiche der angeblichen „Alien-Mumien aus Peru“ aus dem Gebiet Nazca. Jene ominösen Funde, über die auf diesem Blog und meinem YouTube-Kanal bereits vielfach beichtet wurde. Denn genetisches Material der präkolumbianischen Bevölkerung von Nazca wurde natürlich ebenso untersucht …

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Woher kamen die Ureinwohner der Kanarischen Inseln? (Gast-Artikel + Videos)

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Woher kamen die Ureinwohner der Kanarischen Inseln? (Pyramide auf La Palma / Bild: D. Görlitz/Bild-Archiv abora.eu)
Woher kamen die Ureinwohner der Kanarischen Inseln? (Pyramide auf La Palma / Bild: D. Görlitz/Bild-Archiv abora.eu)

Pyramiden stehen nicht nur in Mexiko oder in Ägypten. Man findet sie auch auf den Kanarischen Inseln wie Teneriffa und sogar auf den Azoren. Wer aber hat sie dort wann errichtet? Sind sie ein Werk der Ureinwohner der Kanaren, die man heute zusammengefasst Guanchen nennt? Ein rätselhaftes Volk, deren Herkunft und Geschichte auf den Inseln noch immer Fragen aufwirft. Welche das sind, erfahrt Ihr in diesem Gast-Artikel von Dr. Dominique Görlitz.


Die Guanchen und das Rätsel der Kanaren

Die Geschichte und Herkunft der Guanchen genannten Ureinwohner der Kanaren ist eines der noch ungelösten Rätsel der modernen Archäologie. Die Theorien über deren Ursprung füllen ganze Bibliotheken. Die kulturelle Vielfalt der einzelnen Inseln und der Sachverhalt, dass sie ihre Sprache und ihre materielle Kultur bis zur Ankunft der Spanier beibehalten, machen die Kanaren als “Freilichtmuseum” im afro-europäischen Teil der Alten Welt einzigartig.

Dieser Kurzartikel soll auf das “Kanaren-Problem” aufmerksam machen, wie viel Forschung hier eigentlich noch zu leisten ist, um deren Herkunft zu erleuchten.

Die Historiker können das Dilemma der kanarischen Archäologie im Grund auf drei Problemfelder zurückführen:

  1. Das Fehlen schichtenkundlicher Studien, die das Beobachten einer Kulturabfolge für das vorspanische Teneriffa gestattet hätten.
  2. Das Fehlen einer absoluten und relativen Chronologie.
  3. Die Schwierigkeit, Beziehung zwischen den Altkulturen Teneriffas und der übrigen Kanarischen Inseln sowie die gleichzeitigen Kulturen der nahen Teile des afrikanischen Festlandes zu ermitteln und das Verhältnis der anthropologisch überschaubaren Menschengruppen zu den einzelnen Altkulturen zu klären.

Diese Schwierigkeiten werden noch dadurch verstärkt, dass viele Wissenschaftler immer noch die Kanaren als einen Teil Europas, und nicht Nordafrikas mit den entsprechenden Kulturen ansehen.

Vor etwa 20 Jahren habe ich dazu mit Thor Heyerdahl und Harald Brehm sowie anderen Forschern, auch von der Universität in La Laguna auf Teneriffa, eine Menge Arbeit investiert. Im Zuge der ABORA I (1999) habe ich die Ergebnisse auch in dem Buch “Segeln gegen den Wind im Mittelmeer” DSV Verlag Hamburg veröffentlicht. Heute hat sich die wissenschaftliche Situation nicht wesentlich gebessert.

Woher kamen die Ureinwohner der Kanarischen Inseln? (Bilder: D. Görlitz/Bild-Archiv abora.eu)
Pyramide von Güimar auf Teneriffa / Spiralförmigen Felsbilder von La Zarma auf den Kanarischen Inseln / Abora IV (Bilder: D. Görlitz/Bild-Archiv abora.eu)

Pyramiden auf den Kanaren

So werden die Pyramiden von Teneriffa und auf La Palma (s. Titelbild) immer noch vielfach spanischen Bauern zugeschrieben, obwohl die frühesten Chronisten die Urbevölkerung dafür verantwortlich machen (das Gleiche trifft übrigens auf die Azoren-Pyramiden von Pico zu!).

Ein weiteres Problem für die Klärung des Ursprungs stellen die beiden Floßfahrten mit RA I & II von Thor Heyerdahl dar. Aufgrund der schlechten Segeleigenschaften beider Papyrusboote, die nur direkt, also 180° vor dem Wind segelten, gehen die meisten Archäologen davon aus, dass die Erstbesiedler nur sehr weit nördlich gestartet sein konnten oder dass sie passiv, zum Beispiel von den Phöniziern, auf die Kanaren verschleppt wurden.

Der Kanarenexperte Bruno Schmidt, der ebenfalls eng in Kontakt mit Thor Heyerdahl stand, hat als erster anhand der Segeldaten von RA II versucht, den möglichst südlichen Startort einer Paläo-Besiedlung zu rekonstruierten.

Leider kannte er damals noch nicht das ABORA-Projekt, dessen Schilfboote sogar leicht gegen den Wind mit der Strömung aufkreuzen können.

So sind wir auf unserer letzten Expedition mit ABORA IV von Rhodos sowohl quer zum Wind als auch quer zu einer mäßig starken Strömung ohne Probleme halb am Wind gesegelt. Mit derart gut aufgetakelten Flößen wäre also nach meinen neueren Berechnungen ein Übersetzen selbst südlich von Safi möglich gewesen. Außerdem hätten jene Entdecker auch zwischen den Inseln segeln, und so kulturelle Errungenschaften austauschen können.

Die Pyramiden von La Palma oder Teneriffa sowie die spiralförmigen Felsbilder von La Zarma, La Palma demonstrieren, die Vielzahl der möglichen Herkunftsorte von der Bretagne bis ins Mittelmeer der erste Ureinwohner der Kanaren.

Dieser Artikel erschien ebenso auf der Webseite Atlantisforschung.de.Mit freundlicher Genehmigung. Links von Fischinger-Online.

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Video vom 12. Feb. 2019 auf Fischinger-Online

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Video vom 26. Nov. 2019 auf Fischinger-Online

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Studie: Gen-Forscher auf den Spuren der ersten Seefahrer und Siedler der Steinzeit im Mittelmeer (+ Videos)

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Neue Studie: Gen-Forscher auf den Spuren der ersten Seefahrer und Siedler der Steinzeit auf den Mittelmeerinseln (Bild: PixaBay/gemeinfrei)
Neue Studie: Gen-Forscher auf den Spuren der ersten Seefahrer und Siedler der Steinzeit auf den Mittelmeerinseln (Bild: PixaBay/gemeinfrei)

Wann kamen die ersten Siedler vor 7.000 Jahren auf den Inseln des Mittelmeeres an? Und woher kamen die Seefahrer der Steinzeit? Genau das wollen Gen-Forscher anhand von auf verschiedenen Inseln gefunden menschlichen Überresten mittels DNA-Analysen herausfinden. Die internationalen Experten erhoffen sich dadurch die prähistorischen Siedlungswege der frühen Bewohner der Balearen und anderer Mittelmehrinseln rekonstruieren zu können. In einem Fachmagazin haben sie nun ihre Ergebnisse veröffentlicht, die selbst für die Forscher einige Überraschungen bereit hielten, wie Ihr es in diesem Beitrag erfahrt.


Siedler der Steinzeit im Mittelmeer

Dass zum Beispiel die Insel Mallorca im westlichen Mittelmeer schon in der Steinzeit von Seefahrern besiedelt wurde, ist durch archäologische Funde belegt. Woher aber diese Siedler nach Mallorca kamen, ist bisher nicht eindeutig geklärt. Ebenso wie bei anderen Inseln wie Sizilien und Sardinien, werden dazu verschiedene Thesen diskutiert (siehe dazu das 1. Video unten).

Wie jetzt ein internationales Forscherteam um Daniel M. Fernandes von der “Abteilung für evolutionäre Anthropologie” der Universität Wien in dem Fachblatt “Nature Ecology & Evolution” (24. Februar 2020) berichten, sind sie diesen Siedlern ein großes Stück näher gekommen. Ihre genetischen Untersuchungen des Erbgutes von auf den Inseln entdeckten sterblichen Überreste von bis zu 7.000 Jahre alten Individuen, ist die bisher größte Ihrer Art.

Die Forscher kommen in ihrer Analyse der DNA von insgesamt 66 Menschen der Bronze- und Steinzeit zu dem Resultat, dass die Inseln lange vor der Entstehung der Seefahrerkulturen Ziele verschiedener Siedlerwellen waren. Hierbei kamen die Einwanderer aus Afrika, Europa und sogar Asien, wie die Gen-Untersuchungen offenbarten. Je nach Alter und Herkunft der Proben zeigte sich auch, dass die Siedler aus Unterschiedlichen Regionen einwanderten.

In der Bronzezeit zum Beispiel, als vor rund 3.500 Jahren die Kultur im heutigen Griechenland expandierte und ein Handelsnetz zur See ausbaute, kamen mehr Siedler aus dem östlichen Mittelmeer nach Sizilien. Deren Ahnen wiederum entstammen den Gebieten des heutigen Iran im Nahen Osten. Ein untersuchtes Individuum von Sizilien war für die Forscher eine Überraschung. Die Person verstarb vor etwa 4.350 Jahren und ein Großteil dessen Erbgut stammte aus Nordafrika.

Seefahrt im Altertum

Eine andere Person wiederum stammte aus dem heutigen Spanien. Für die Wissenschaftler ein Beleg, dass nicht nur Völker aus den steppen Asien von Ost nach West bis Spanien wanderten, sondern auch in umgekehrter Richtung sich Siedler auf dem Weg machten. Der an der Studie beteiligte Genetiker David Reich von der “Harvard Medical School” in Boston, USA, dazu:

Demnach fungierte die iberische Halbinsel nicht nur als wichtiger Zielort für Ost-West-Wanderungen, sondern war auch Ausgangspunkt für West-Ost-Bewegungen.

Ron Pinhasi von der Universität Wien:

Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Seewanderungen aus Nordafrika lange vor der Ära der Seefahrerzivilisationen des östlichen Mittelmeers begannen und darüber hinaus in mehreren Teilen des Mittelmeers stattfanden.

Erst als Griechen und Phönizier vor etwa 2.800 Jahren durch ihren internationalen Seehandel auf den Inseln im westlichen Mittelmeer Stützpunkte und Kolonien errichteten, änderte sich der Genpool auf diesen. Die Studie belegt demnach, dass bereits lange vor den berühmten Seevölkern wie den Phöniziern Menschen das Mittelmeer befuhren. Vor Jahrtausenden über weite Strecken hinweg.

Erstaunliches stellten die Forscher aber auch an der heutigen Bevölkerung von Sardinien fest. Deren DNA enthält noch immer 56 bis 62 Prozent Erbgut der ersten Bauern der Steinzeit, die vor etwa 8.000 Jahren in Europa einwanderten. Hier war eine genetische Vermischung mit Seefahrern der Bronzezeit, etwa Händlern aus dem Mykenischen Griechenland, vergleichsweise sehr gering. Obwohl vor allem auch ihre Insel fest in das Handessnetz der Seevölker eingebunden war.

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Oak Island, Kanadas legendäre Schatzinsel: Ein Insel-Besitzer hat seine Fundstücke online gestellt – die Hintergründe

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Die legendäre Schatzinsel Oak Island vor der Ostküste Kanadas: Ein Besitzer hat jetzt alle seine Fundstücke von der Schatzinsel ins Netz gestellt (Bilder: Google Earth / aus L. A. Fischinger "Historia Mystica" / Montage: Fischinger-Online)
Die legendäre Schatzinsel Oak Island vor der Ostküste Kanadas: Ein Besitzer hat jetzt alle seine Fundstücke von der Schatzinsel ins Netz gestellt (Bilder: Google Earth & L. A. Fischinger “Historia Mystica” 2009 / Montage: Fischinger-Online)

Denkt man an Schatzinseln, denkt man gleichzeitig an irgendwelche Piraten, die auf warmen Inseln irgendwo in der Karibik oder im Pazifik Truhen voller Gold und Edelsteine unter Palmen vergraben haben. Ganz anders als diese einsamen und “klassischen Schatzinseln” aus Film und Literatur ist es bei dem winzigen Eiland Oak Island. Diese Schatzinsel liegt im kalten Nord-Atlantik an der Ostküste Kanadas und ist alles andere als einsam und weit abgelegen. Und trotzdem suchen auf Oak Island seit Jahrhunderten Schatzsucher, Neugierige und ganze Bergungsgesellschaften nach einem mutmaßlichen Schatz. Zumindest nach einem dort verborgenen Geheimnis, von dem nicht mal klar ist, was und von wem dieses eigentlich stammt. Ein Landbesitzer der kleinen und geheimnisvollen Insel hat jetzt alle Fundstücke von seinem Grundstück dokumentiert und ins Netz gestellt. Für alle an dem Mythos von Oak Island Interessierte ein Glücksfall. Was es damit genau auf sich hat, die Hintergründe und Details erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Oak Island

Klein, kalt, öde und vollkommen unspektakulär. Nur eine Insel von insgesamt rund 350 weiteren Inseln in der Mahone Bay, die sich an der Ostküste von Nova Scotia, Kanada, befindet. Sie ist gerade einmal 1,3 Kilometer lang und rund 600 Meter breit udn liegt nur knapp 200 Meter vom Festland entfernt.

Mit diesen Worten könnte man die Insel Oak Island auf den ersten Blick treffend beschreiben. Wenn sie nicht schon vor Jahrhunderten zu einem Mythos geworden wäre, da seit 1795 dort nach einem Schatz oder einem vergrabenen Geheimnis gesucht wird. Eine Suche, an der seit dem tausende Menschen beteiligt waren, die unzählige Millionen Dollar kostete, mehre Todesopfer forderte, Bergungsfirmen in den Ruin stürzte und letztlich doch (fast) nichts brachte!

Auslöser des Mythos waren drei Freunde.

1795

Daniel McGinnis, John Smith und Anthony Vaughan erkundeten 1795 die Insel und stieße dabei auf eine Art von Senke im Boden. Irgendwie erschien sie den drei Männern künstlich angelegt, so als sei hier etwas vergraben worden. Ein Schatz! – so ihre erste Vermutung. Also begannen sie zu graben und stießen Meter für Meter weiter in das Innere von Oak Island vor. Sie waren sicher, dass sie einen von Menschenhand angelegten Schacht entdeckt haben, auf dessen Grund sich etwas Wertvolles verbergen müsse.

Gefunden haben die drei ersten Oak Island-Jäger keinen Schatz. Sie fanden keine unermesslichen Reichtümer oder irgendwas, das vor unbekannten Zeiten von unbekannten Menschen dort verborgen wurde. Sie gaben schließlich auf. Obwohl sie fest glaubten, dass sie hier ein Versteck gefunden haben.

Seit diesem Ereignis pilgerten unzählige Menschen auf die kleine Insel Oak Island. Es wurden Gesellschaften gegründet, Teams von Bergbauexperten zusammengestellte, Millionen Gelder besorgt, schwere Bohr- und Grabungsgeräte auf die Insel gebracht und Oak Island im Laufe der Jahre wortwörtlich durchlöchert. Am Ende sah die geschundene Insel aus wie ein Schweizer Käse und war in weiten Teilen vollkommen umgepflügt.

Schätze und Geheimnisse der Insel

Die Geschichte der Arbeiten und Suchen auf Oak Island ist seit 1795 zu einer unendliche Geschichte geworden. Ausnahmslos niemand der dort tätigen Schatzsucher und Gesellschaften hat je einen Schatz gefunden. Nicht die Spur eines wertvollen Versteckes brachte man nach über 220 Jahren ans Tageslicht. Was aber die emsigen Oak Island-Forscher immer wieder in den Jahrhunderten fanden waren Hinweise oder Indizien für ein dort verborgenes Geheimnis. Vielleicht eben sogar ein Schatz von enormen finanziellen Wert.

Immer wieder kamen Objekte oder angebliche Hinweise auf ein Versteck in der Landschaft oder Geologie der Insel hervor. Mal Objekte, die ganz real ausgegraben oder durch Bohrungen gefunden wurden, mal auch solche Spuren, die mittels Bodenradar und ähnlichen modernden Technologien aufgespürt wurden.

Dutzende Thesen, was hier in Wahrheit einst von wem auf Oak Island versteckt worden sein könnte, wurden in de letzten 200 Jahren vertreten. Quasi jeder Fund verleitet zu einer neuen Spekulation um das Mysterien der Insel. Fast jeder vermutet die angeblich existierenden geheimen Kammern udn Tunnel unter der Erde woanders. Andere glauben sogar alles sei nur Tarnung udn Ablenkung der Erbauer des Versteckes, da der wahre Schatz (oder was auch immer dort verborgen liegen mag) auf einer anderen Insel in diesem Gebiet liegt …

Thesen, Thesen, Thesen

Der Mythos von Oak Island fasziniert heute viele Menschen (mich eingeschlossen, z. B.  HIER & HIER). Irgendwer muss irgendwann hier irgendwas auf/in dieser winzigen Insel verborgen haben. Reichtümer finanzieller Art oder vielleicht sogar ein so brisantes Geheimnis, dass es dort für allezeit vor der Welt versteckt bleiben sein sollte.

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Ich selber habe in einige Veröffentlichungen, Büchern und Vorträgen immer mal wieder das Thema Oak Island aufgriffen und diskutiert. Unlängst ist es zu einer ganzen “Themen-Krake” herangewachsen, wenn man sich all die Spekulationen zu dieser Insel heute anschaut. Vermutungen, wer hier einst ein Versteckte anlegte oder was sich dort befinden könnte, sind zahllos:

  • Piraten der Karibik (vor allem Captain Kidd & Francis Drake)
  • Die Inka aus Peru
  • Außerirdische
  • Die Azteken aus Mexiko
  • Die Wikinger
  • Die Original-Manuskripte von Francis Bacon (Texte, die William Shakespeare zugeschrieben werden)
  • Die Tempelritter aus Europa
  • Britische Soldaten
  • Die Bundeslade aus dem Alten Testament
  • Der Heilige Gral
  • Der Schatz der Tempelritter / Templer
  • Ein Alien-Raumschiff
  • Lokale Indianerstämme (Micmac-Indianer)
  • Die Maya aus Mexiko
  • Die Phönizier aus dem Mittelmeerraum
  • Bewohner des versunkenen Atlantis
  • Irgendwelche Geheimbünde wie die Freimauer,  Illuminaten etc.
  • Die Manna-Maschine (ein Gerät, dass angeblich von Astronautengöttern den Hebräern beim biblisches Exodus übergeben wurde, und für diese bei ihrer Wanderung die Nahrung “Manna” produzierte . s. d. Video mit Erich von Däniken HIER)

Es wäre müßig die gesamte Geschichte von Oak Island an dieser Stelle darzulegen und zu diskutieren. Dafür ist sie zu umfangreich geworden. Wie auch die Spekulationen, was hier eigentlich versteckt ist. Und wann, von wem, warum und ob es überhaupt ein derartiges Geheimnis gibt. Denn in der Auflistung der Beispiele oben fehlt der Punkt, dass alles um Oak Island nur ein Märchen ist. Demnach seien alle “ungewöhnlichen Funde” entweder natürlichen Ursprungs, durch Stürme angeschwemmt und dann verschüttet worden, nur Zufall oder wurden irgendwann einmal von irgendeinem Besucher dort verloren.

Rick und Marty Lagina und Oak Island

Auf keinen Fall unerwähnt bleiben dürfen aber die beiden Brüder Rick und Marty Lagia und ihr Team. Die beiden unermüdlichen Oak Island-Forscher sind seit Kindertagen von der Insel fasziniert und erwarben bereits im Jahr 2006 große Anteile von Oak Island. Seit dem suchen die wohlhabenden Geschäftsleute mit allen heute nur erdenklichen Mitteln und Techniken nach dem Geheimnis von Oak Island.

Ihre Begeisterung nahm ihren Anfang, als sie 1965 in “Reader’s Digest” erstmals von der Insel und dem dortigen Versteck “Mony-Pit” (“Geld-Loch”) lasen.

Bei ihren Forschungen werden die beiden nicht nur von Forscherkollegen und Expertenteams unterschiedlicher Richtungen begleitet, sondern auch von dem US-TV-Sender “History Channel”. Anfang Januar 2014 startete dieser die Doku-Reihe “The Curse of Oak Island” rund um die Laginas und ihren Arbeiten auf dem Eiland. Aktuell läuft die TV-Reihe in der 6. Staffel mit etwa 30 Folgen. In diesem Internet-Forum HIER wird das Thema und die TV-Reihe übrigens sehr aufmerksam verfolgt und umfangreich diskutiert (dort vor allem die Beiträge des Users “s..zwerg05” beachten).

The Curse of Oak Island”

The Curse of Oak Island” mit Rick und Marty Lagia & Co. ist eine typische Doku-Reihe der USA. Spektakulär aufgemacht, gespickt mit vermeintlich sensationelle Entdeckungen und auf Sensation gedrillt. Das kennt man nur zu gut von entsprechenden UFO-Dokumentationen aus Amerika. Doch streicht man diese unvermeidlichen US-Doku-Beigaben (schließlich will der Sender die Serie auch verkaufen) heraus, bleibt eine überaus spannende TV-Reihe zum Thema. Bedenken sollte man auch, dass die Brüder beträchtliche Summen ihres Privatvermögens für ihre Leidenschaft investierten.

Kritiker der Sendung übersehen das sehr gerne.

Sie übersehe auch, dass der “History Channel” erst Jahre nachdem die Lagias auf Oak Island Land und Grabungslizenzen erworben dazu kam. Die enormen Kosten der Arbeiten für Mensch, Material und Maschine sind in “The Curse of Oak Island” unübersehbar. Wenn (davon ist auszugehen) die Familienväter finanziell vom “History Channel” unterstützt werden, ist dagegen nichts einzuwenden. Immerhin besser, als wenn es eines Tages heißt “entschuldigt, liebe Familie, wird sind pleite. Alles Geld wurde für unseren Kindheitstraum in Oak Island versenkt” …

Und je mehr Finanzmittel, je mehr kann gesucht und geforscht werden und je mehr Ergebnisse können der rätselhaften Insel entlockt werden. Auch wenn diese Resultate eben vor allem für Mystery-Jäger und an den Rätseln der Welt Interessierte spannend sind.

Artefakte von Oak Island im Internet

Einer der seine ganz eigenen Ergebnisse bzw. Fund  jetzt ins Netz stellte ist Robert Young. Young ist ein Grundstücksbesitzer auf Oak Island, der 1996 eine Parzelle der Insel kaufte. Damals herrschte eine Art von kalten Krieg auf der Insel,  da die Haupteigentümer Fred Nolan und Dan Blankenship einen erbitterten Streit um die Insel führten. Begonnen hatte dieser bereits 1983, als Nolan Land auf der Insel kaufte. Unbemerkt von der damals auf der Insel aktiven “Triton-Allianz” von Dan Blankenship, der bereits seit Ende der 60ger Jahre auf der Insel wohnte.

Von diesem Fred Nolan erwarb Young das Grundstück “Lot 5”. Bis heute darf er nicht den 1965 erbauten Fahrdamm zum Festland benutzen und muss das Boot nehmen. Trotz dieser Streitigkeiten hat aber auch Young auf seinem Grundstück im Laufe der Jahre diverse Funde gemacht. Da sein Land für die Brüder Lagina und dem “History Channel” natürlich tabu sind, präsentiert Young seine Entdeckungen auf einem anderen Weg. Auf seiner Webseite OakIslandlotfive.com, die er nach seinem Grundstück benannt hat.

Durch die Streitigkeiten auf der Insel bleibt Young auch nicht viel anderes übrigen, wenn er seine gefundenen Objekte präsentieren will. Denn in der aktuellen TV-Reihe “The Curse of Oak Island” ist von Young niemals die Rede. So, als existiere er gar nicht …

Das ändert natürlich nichts daran, dass er seit 1996 auf seinem Grund und Boden auch diverse Funde machte. Wie die kanadische Tageszeitung “The Chronicle Herald” am 10. Januar 2018 über Robert Youngs Funde berichtete, haben diese ihn selber überrascht:

Ich war überrascht, wie viel ich wahrheitsgemäß gefunden habe. Ich dachte, ich würde verbogene Taschenmesser oder was auch immer finden, aber es war einfach wunderbar. Von Tag zu Tag wusste ich nie, was ich finden würde.

Lot 5

Ergebnis sind rund 100 Fotos verschiedenster Fundobjekte von seinem Grundstück “Lot 5”, die Ihr HIER online sehen könnt. Alle diese Objekte – von Münzen bis verbogenem Metall – sind von ihm, so betont er, ganz legal ausgegraben worden. Seit 1998 besaß er eine “Treasure Trove License” für seien Parzelle 5 der Behörden im nahen Halifax. Das ist eine Art offizielle Schatzsucherlizenz, die Young auch auf seiner Internetseite als Pdf vollständig online gestellt hat.

Für Fans des Mythos um Oak Island sind diese zahlreichen Artefakte von der Insel mehr als spannend. Immerhin ist seit Jahren die einzige wirkliche Quelle für Funde aller Art und Unart die US-TV-Serie des “History Channel”. So zitiert “The Chronicle Herald” ihn auch mit den Worten:

Ich bin eine Ein-Mann-Operation. Und als ich diese Arbeit machte, hatte ich nicht einmal einen Computer, um auf das Internet zuzugreifen, also musste ich in die Innenstadt zur Bibliothek gehen und alles über Cricket-Abzeichen oder was auch immer herausfinden. (…)

Ich betrachte diese Website immer als eine Art Geschenk für die Menschen in Nova Scotia. Ein Dankeschön, dass sie mich hier leben lassen und ich in den Laden gehen kann, ohne meine Tür und dergleichen verschließen zu müssen Im Grunde sag ich, ich war hier, das ist, was ich getan habe, und jetzt müssen sie herausfinden, was das alles bedeutet.

Eine kleines Stück Schatzinsel

Gefunden hat Young alle Objekte nach seinen Angaben ausschließlich auf seinem kleinen Stückchen Oak Island im Nord-Westen der Insel. Weit weg von all den Arbeiten, Grabungen, Tätigkeiten, Bohrungen usw. der Brüder Lagina und ihren Teams, die sich hauptsächlich 700 oder mehr Meter von seinem Grund und Boden abspielen. Denn dort befindet sich das “Haupt-Suchgebiet”, da in dieser Ecke der angeblich ursprüngliche Versteck lag, das 1795 entdeckt wurde. Auch wenn natürlich auf der gesamten Insel gesucht, geforscht und gegraben wird.

Auf diesem Screenshot der Insel von Google Earth habe ich das einmal grauer eingezeichnet (zur Großsicht anklicken):

Oak Island - Aktuelle Übersicht mit dem Grundstück Lot 5 von R. S. Young (Bilder: Google Earth Sceenshot & oakislandlotfive.com / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Oak Island – Aktuelle Übersicht mit dem Grundstück Lot 5 von R. S. Young [Großansicht] (Bilder: Google Earth Sceenshot & oakislandlotfive.com / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Insgesamt ist Oak Island in 32 Lot unterteilt. Ganz unten rechts auf dem Google Earth-Bild findet sich Lot 32; ganz oben links Lot 1.

Die Lot 5-Funde

In “The Curse of Oak Island” des “History Channel” sind die Objekte von Young nicht zu sehen. Die genannten Unstimmigkeiten sind der Grund. Für Oak Island-Interessierte sind sie gerade deshalb interessant, da jede Neuigkeit wissbegierig aufgenommen wird. So hat auch die Lokalzeitung “The Chronicle Herald” vor wenigen Tagen die veröffentlichten Fotos der Lot 5-Funde Professor Jonathan Fowler von der Universität Saint Mary in Halifax gezeigt, und ihn um eine Stellungnahme gebeten:

“Ich würde sagen, auf den ersten Blick ist das Material, das wir hier betrachten, eine typische Kolonialzeit-Artefaktsammlung. Es gibt eine Reihe funktionaler Kategorien, von Küchengeräten, Bekleidungselementen und persönlichen Elementen. Es gibt dort einen Schlüssel, ich sehe ein oder zwei Fingerhüte, einen Kochtopf und einige Werkzeuge. Dies ist ziemlich normal. Nun, es gibt einige Dinge, die ein bisschen seltsam sind, zum Beispiel dieses Cricket-Abzeichen und solche Dinge Aber selbst das ist nicht untypisch (…) Es gibt Leute, die zurückkommen und dort Sachen fallen lassen.”

Professor Fowler ist weiter sicher, dass es “eine echte archäologische Geschichte zu Oak Island gibt, die sich von der abenteuerlicheren Erzählung der populären spekulativen Geschichte unterscheidet.” Aus diesem Grunde findet er die Online-Bildergalerie der Objekt “nützlich”.

Etwas wirklich Spektakuläres sucht der Betrachter unter diesen Artefakten vergeblich. Auch der Archäologie Dr. Jonathan Fowler sieht das so. Fowler selber ist von der Athropolischen Abteilung der Universität Saint Mary und unter anderem auf die Archäologie des Kolonialismus Nordamerikas spezialisiert. Damit sind Robert Young seine Fundstücke für einen Forscher wie ihn fraglos interessant aber alltägliche Artefakte. Zynische Oak Island-Skeptiker würden sie vielleicht sogar schlicht als Müll aus zwei Jahrhunderten bezeichnen …

Ein enttäuschter Oak Island-Besitzer?

Robert Young äußerte sich in dem Zeitungsartikel auch zu den aktuellen Vorgängen auf Oak Island rund um die Brüder Lagina. Er gehört nicht zu dessen Team und habe auch keine Einigung über die Nutzung des Fahrdamms zum Festland erzielen können, schreibt “The Chronicle Herald”. Mehr noch, Young glaubt, so heißt es weiter, “dass die beliebte Fernsehserie ‘Curse of Oak Island’ andere wie ihn und seine Funde zur Seite gestoßen haben könnte”.

Klingt hier Unmut angesichts des Erfolges der TV-Serie und der enormen zur Verfügung stehenden Mittel heraus? Meiner Meinung durchaus denkbar. Ebenso sagt Young selber, dass der seine Schatzsucherlizenz “Treasure Trove License” bereits im Jahr 2008 auslaufen lies. Er habe sie nicht verlängert, da die “damit verbundenen Bestimmungen dazu führen könnten, dass sein Eigentum als Special Place ausgewiesen” werden könnte. Aus diesem Grunde habe er sich zurückgezogen, da es ihm “das Risiko nicht wert” war.

Ferien auf Oak Island

Seine Parzelle nutze er nur noch als “Ferienobjekt” und Young sei “grundsätzlich zufrieden mit dieser Entscheidung“, die Lizenz nicht verlängert zu haben. Letztlich haben Rick und Marty Lagia mit ihren Arbeiten und der TV-Serie das ganze Thema Oak Island zerstört und missbraucht, meint Young:

Ich bin überhaupt nicht damit einverstanden, was in den letzten Jahren dort vor sich gegangen ist. Ich denke, sie haben die Insel irgendwie missbraucht. Mein ganzes Thema ist es, es so original wie möglich zu halten.

Sehr gut möglich, dass Young es heute bereut, dass er zwei Jahre nach dem Landkauf der Lagina-Brüder hat seine eigene Lizenz auslaufen lassen. Jetzt gehört ihm nur ein kleines Waldgrundstück, mit dem er eigentlich nichts anfangen und das er nur mit einem Boot erreichen kann. Während andere mit LKWs, Kranwagen, Baggern, Bohrmaschinen und Kettenfahrzeugen über den Damm anreisen und auf Oak Island herumfahren und lärmen.

Vielleicht ein Teil des “Fluch von Oak Island, von denen einige Menschen sprechen. Aber vielleicht ist die Veröffentlichung seiner Artefakte von Lot 5 ja ein Anfang für ein Entgegenkommen …

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Sensationelle Funde der Archäologie auf der Insel Kreta: Vor 130.000 Jahren gab es offenbar bereits Seefahrt im Mittelmeer! +++Artikel+++

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Vor 130.000 Jahren gelangten unsere Ahnen auf die Insel Kreta - per Boot (Bild: Google Earth / The Plakias Project / WikiCommons / Montage: L. A. Fischinger)
Vor 130.000 Jahren gelangten unsere Ahnen auf die Insel Kreta – per Boot (Bild: Google Earth / The Plakias Project / WikiCommons / Montage: Fischinger-Online)

Wann begannen Seefahrt, Handel und Besiedlung der Welt wirklich? Das fragen sich nicht nur verschiedene Autoren, die beispielsweise meinen, dass vor vielen Jahrtausenden schon die Ozeane befahren wurden, sondern immer wieder auch Archäologen. Funde aus der Archäologie auf den Mittelleerinseln Kreta und Zypern scheinen nun die Welt der Geschichtsbücher auf den Kopf zu stellen. Archäologen entdeckten dort Spuren einer Besiedlung, die vor rund 130.000 Jahren stattgefunden haben muss. Und diese frühen Siedler konnten nur auf einem Weg gekommen sein: Per Boote über das Mittelmeer. Alle Details über diese spannenden Entdeckungen erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Jedes Schuldkind kennt Christoph Kolumbus, der 1492 Amerika wieder entdeckte. Diese Leistung des frühen Entdeckers ist gerade erst bescheidene 525 Jahre her und damit im Vergleich zu anderen mutmaßlichen Seefahrten gerade erst gestern gewesen.

130.000 vor Christus: Die ersten Seefahrer?

Hypothesen, dass Jahrtausende vor Kolumbus schon die Menschen die Ozeane der Erde befuhren und sogar Handel trieben, sind längst nicht neu. In der grauen Vergangenheit, als der Mensch noch einfach und primitiv die Erde bewohnte, sollen schon Menschen beispielsweise bis Amerika gefahren sein. Aber auch spätere Kulturen wie etwa den Phöniziern, Europäische Kelten oder sogar Ägypten soll dies gelungen sein. Anerkannt ist davon nur die Entdeckung Nordamerikas durch die Wikinger rund 500 Jahre vor Kolumbus.

Was aber Archäologen seit etwa acht Jahren auf der Mittelleerinsel Kreta ausgraben, katapultiert den Beginn der Seefahrt in eine Vorzeit, die kulturgeschichtlich überhaupt nicht greifbar ist. Steinwerkzeuge von Menschen, die aufgrund ihres Alters so eigentlich nicht auf Kreta gehören, da sie zum Teil über 130.000 Jahre alt sein sollen. Damit wären unsere sehr sehr frühen Vorfahren in Booten von Nordafrika (dem heutigen Libyen) aus in dieser phantastisch lange zurück liegenden Zeit über das Mittelmeer bis auf die Insel Kreta gekommen.

Davon sind Wissenschaftler um Dr. Curtis Runnels, Professor für Archäologie von der Boston University und Teamleiter Dr. Thomas Strasser, Assistenz-Professor für Kunstgeschichte am Providence College überzeugt.

Nicht erst vor rund 8.000 Jahren betraten Menschen die Insel Kreta, wie es allgemein bisher angenommen wird, sondern weit über 100.000 Jahre früher. In einer Zeit also, als unsere frühen Vorfahren gerade einmal Afrika als die Wiege der Menschheit (über den Landweg!) verließen und den Planeten eroberten. Und, da sind sich die Forscher sicher, eine Landverbindung zu der Insel Kreta gab es in jener Epoche der Menschheit nicht, so dass nur der Weg über das Meer blieb.

Diese Verbindung mit dem Festland existierte nur vor über drei Millionen Jahren, als von “Menschen” noch keine Rede sein konnte.

Handel und Kolonisierung der Erde vor der Zivilisation

Die an der Südküste Kretas gefundenen Steinwerkzeuge stammen aus der Altsteinzeit und Mittelsteinzeit und beweisen nach Runnels und Strasser eindeutig, dass unsere Geschichtsbücher umgeschrieben werden müssen.

Der Homo erectus, unser Vorfahre (s. Rekonstruktion im Titelbild), war einer jener Ahnen, die Afrika verließen und bis nach Europa gekommen sind. Er verließ jedoch in Gruppen und Wellen den Kontinent und kam so vor rund 1,5 Millionen Jahren erstmals auch nach Europa. Obwohl dem Homo erectus abgesprochen wird jemals zur See gefahren zu sein, glauben Strasser und sein Team, dass die gefunden Steinwerkzeuge wie Faustkeile und Äxte dieses Bild ändern könnten.

Bis dato haben die Wissenschaftler rund 2.100 Steinartefakte in Plakias am Südufer der Insel seit 2008 ausgegraben. Diese müssen auf dem Seeweg entweder von Süden (Afrika) oder Norden (Europa) vor über 130.000 Jahren nach Kreta gelangt sein.

Doch auch am Nordufer der Insel machten die Forscher in entsprechenden geologischen Erdschichten vergleichbare Funde. So erscheint Kreta geradezu als eine Art “Brücke” zwischen Europa und Nordafrika. Vielleicht gab es sogar Handel, wobei verschiedene Besiedlungen zu unterschiedlichen Zeiten dieser Frühzeit wohl wahrscheinlicher sind.

“Riesiges Handelsnetzwerk in der Ägäis”

Immerhin kann man als Vorzeit-Europäer seine Faustkeile und Steinäxte auch selber auf dem Kontinent anfertigen. Man muss diese nicht extra über das Mittelmeer importieren.

Handel über das Meer hat es aber wesentlich später auf Kreta gegeben, so Strasser. Ab etwa 9.000 vor Christus müssen die Bewohner Kretas Obsidian importiert haben, wie es Funde des vulkanischen Glassteins belegen. Dieses kommt nicht auf der Insel vor und könnte von der 100 Kilometer entfernten Insel Milos stammen. Diese 2011 gefundenen Obsidian-Werkzeuge zeigen einen Seehandel vor “nur” 11.000 Jahren im Mittelmeer. Diese belege nach Strasser, “dass die Menschen auf Kreta Teil eines riesigen Handelsnetzwerkes in der Ägäis waren”.

Ob es solchen Handel schon 120.000 Jahre früher gab oder die Insel besiedelt war, sollen auch Pollenanalysen in Zukunft zeigen. Knochen wurden bisher nicht gefunden, was auf den Säuregehalt des Bodens an den Ausgrabungsstätten liegt, in dem sich diese nicht erhalten. Auch möchten die Forscher wissen, ob der Mensch oder sogar ein Vorfahr wie der Homo erectus mitverantwortlich für das Aussterben lokaler Tierraten sein könnte. Auf Kreta lebten so exotische Tiere wie Zwergelefanten oder auch Riesenhirsche.

Doch man muss klar bedenken, dass die erste Auswanderung des Homo erectus aus Afrika und die Steinwerkzeuge von Kreta bei Weitem zeitlich nicht zusammen passen.

Wirklich gleich ein Handelsnetz?

Auch wenn die Funde von importierten Obsidian auf Kreta deutlich auf einen Import des Glasgesteins hindeuten, gehen Dr. Strasser und sein Team noch weiter. Die 130.000 Jahre alten Kreta-Steinwerkzeuge, die das angesehene Fachmagazin “Archaeology” (Vol. 64, Nr. 1/2011) zu den “Top 10 Entdecken 2010” zählt, könnten nicht allein dastehen. Auch ähnliche Funde auf der Insel Zypern, die bereits 1992 gemacht wurden, wollen die Wissenschaftler in diesem Sinne einer Seefahrt in der Altsteinzeit neu bewerten.

In einer Veröffentlichung in dem Magazin “Antiquity” (Issue 350, April 2016) schreiben Strasser, Runnels und Claudio Vita-Finzi (Naturhistorisches Museum, London), dass die 14 Zentimeter lange Kholetria-Ortos Steinaxt, die auf Zypern gefunden wurde, durchaus mit den Fundstücken auf Kreta im Kontext gesehen werden könnte. Doch ob es tatsächlich gleich ein “Handelsnetz” gab, ist doch fraglich. Immerhin ist die kürzeste Strecke zwischen Kreta und dem östlich gelegenen Zypern über das Mittelmeer (heute) rund 550 Kilometer Luftlinie weit.

Aber auch ohne ein ganzes Netz von Urzeit-Händlern im östlichen Mittelmeer sind Besiedelungen vor 130.000 Jahren mit einem primitiven Boot eine Sensation. Eine Sensation, die uns erneut zeigt, dass die Neugier des Menschen tiefe Wurzeln hat …

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Lars A. Fischinger

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Auf den Spuren der Anunnaki, Teil #2: Eine Gruppe Götter ohne Namen in der Bibel und von außerirdischen Rebellen zu den Nephilim

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Auf den Spuren der Anunnaki, Teil 2: Von einer Gruppe Götter der Sterne, die keinen Namen trägt, in die Bibel – von außerirdischen Rebellen zu den Nefilim
Auf den Spuren der Anunnaki, Teil #2: Von einer Gruppe Götter der Sterne, die keinen Namen trägt, in die Bibel – von außerirdischen Rebellen zu den Nephilim

Teil #1 von „Auf den Spuren der Anunnaki“ sollte einige Hintergründe um diese Götterschar beleuchten. Woher diese heute aus der Grenzwissenschaft nicht mehr wegzudenkenden Ancient Aliens stammen und vor allem wie und von wem diese Astronautengötter in die Prä-Astronautik eingebracht wurden. In diesem Teil wollen wir uns einige Überlieferungen um diese ansehen und einen Sprung in das Alte Testament und damit verwandte Schriften wagen.

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